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Vollständige Version anzeigen : Die Rheinwiesenlager


flumer
16.10.2003, 20:35
Wir streiten hier viel über die zustände in der Nazi zeit und deren vorgehensweise, was mich dazu getrieben hat mal darauf aufmerksam zu machen was die allierten unseren Vätern Müttern Grossvätern und weitern Familien angehörigen angetan haben als sie in der Gewalt der sogennanten befreiern waren.

Wer sich dafür interessiert schaut hierhttp://www.rheinwiesenlager.de/Rheinwiesen.htm

Und denkt daran es waren unsere Vorfahren, haltet sie in ehren.

pavement
16.10.2003, 20:39
dazu kann ich nur sagen, dass die beschäftigung damit sehr, sehr wichtig ist, und dieses thema auf keinen fall den rechten überlassen wird, die es nur dazu benutzen, um damit von den verbrechen der nationalsozialisten abzulenken und diese zu relativieren.

zum thema selber: einer meiner großväter war 5 jahre in russischer kriegsgefangenschaft, braucht man wohl nicht viel dazu sagen, wie toll des war.

der andere war in französischer kriegsgefangenschaft, und berichtet eigentlich nur positives.

dabei handelt es natürlich um einzelbeispiele, deren erfahrungen natürlich nicht für die allgemeinheit gelten (müssen).

flumer
16.10.2003, 20:43
Jetzt bitte ich dich

1 Es hat überhaupt snichts mit rechts zu tun.
2 Hast du den bericht nicht gelesen.

pavement
16.10.2003, 20:50
Jetzt bitte ich dich

1 Es hat überhaupt snichts mit rechts zu tun.
2 Hast du den bericht nicht gelesen.

1. die verbrechen allierter gegenüber deutschen ist ein lieblingsthema von rechten, um von den deutschen verbrechen abzulenken. das sollte dir wohl klar sein. das thema an sich hat natürlich mit "rechts" zu tun, darauf hab ich doch ausdrücklich hingewiesen

2.habs kurz überflogen. was hätte ich lesen sollen? hab nur allgemein ein statement abgegeben.

Aufklärer
16.10.2003, 20:53
Die allierten waren bestialische Völkermörder,und so etwas schimpft sich Befreier!

Das ich nicht heule...

pavement
16.10.2003, 20:56
dasS ich nicht lache...

die allierten wurden vom großteil der deutschen bevölkerung als befreier empfangen(naja die russen nicht so).

und die nazis zu verteidigen und jemand anderen - egal wen - als bestialischen völkermörder zu bezeichnen, nein, das geht nun wirklich nicht.

ich hab noch nie davon gehört, dass die allierten systematisch deutsche vergast hätten.

sicherlich gabs verbrechen von seiten der allierten, und zwar nicht wenige - und die sollten/müssen aufgearbeitet werden - aber bitte in sachlicher weise. aber mit "sachlich" und "seriös" scheinst du ein problem zu haben, aufklärer.

O.v.Bismarck
16.10.2003, 20:59
Original von flumer
Wir streiten hier viel über die zustände in der Nazi zeit und deren vorgehensweise, was mich dazu getrieben hat mal darauf aufmerksam zu machen was die allierten unseren Vätern Müttern Grossvätern und weitern Familien angehörigen angetan haben als sie in der Gewalt der sogennanten befreiern waren.

Wer sich dafür interessiert schaut hierhttp://www.rheinwiesenlager.de/Rheinwiesen.htm

Und denkt daran es waren unsere Vorfahren, haltet sie in ehren.


Ich kenne die schlimme Geschichten. Ich habe oft und viel mit meinem Großvater darüber gesprochen. Er stammt aus Lohr am Main. Auf der Page sind Grabsteine eines SodatenFriedhofs im Lohrer Wald zu sehen.

Er sagt immer, die Amerikaner hätten sie fast verhungern lassen, weil sie nicht mit so vielen Gefangenen gerechnet hätten. Sie hätten selber nichts die US-Boys.

Die Engländer hingegen haben ihnen ausreichend Nahrung gegeben. Das war OK.

O.v.B.

flumer
16.10.2003, 21:00
pavement du solltest das doch mal lesen.

pavement
16.10.2003, 21:00
Er sagt immer, die Amerikaner hätten sie fast verhungern lassen, weil sie nicht mit so vielen Gefangenen gerechnet hätten. Sie hätten selber nichts die US-Boys.

nachfrage: hatten die amerikaner also selber fast nichts?

Aufklärer
16.10.2003, 21:02
Der Bombenterrot,die Lager,die Massenvergewaltigungen,die Teilung und Umerziehung deutschlands...

Sie waren wie Tiere,was auch viele US Offiziere bestätigten.

Aufklärer
16.10.2003, 21:03
hatten die amerikaner also selber fast nichts?

Das gleiche mit den deutschen,die Soldaten an der Front hatten nichts,aber ihr werft ihnen vor das die Juden nichts zu fressen bekamen,ist doch das gleiche,durch den allierten bombenterror ist die Versorgung völlig zusammengebrochen,das laßt ihr auch völlig ausser Acht.

pavement
16.10.2003, 21:03
warum waren dann gerade die amerikaner bei großen teilen der deutschen bevölkerung so beliebt?

pavement
16.10.2003, 21:05
Das gleiche mit den deutschen,die Soldaten an der Front hatten nichts,aber ihr werft ihnen vor das die Juden nichts zu fressen bekamen,ist doch das gleiche,durch den allierten bombenterror ist die Versorgung völlig zusammengebrochen,das laßt ihr auch völlig ausser Acht.

also zum transport der juden zu den vernichtunslagern hat die infrastruktur anscheinend schon noch gelangt.

hier im forum hat meines wissens noch niemals irgendjemand vorgeworgen, dass die juden - nichts zu essen bekamen - was natürlich auch nicht besonders gut ist - sondern es ging um die mißhandlungen, tötungen und die systematische ausrottung. das haben wir den nazis vorgeworfen.

O.v.Bismarck
16.10.2003, 21:09
Original von pavement

nachfrage: hatten die amerikaner also selber fast nichts?


Die ersten Monate nicht. Sie waren überfordert. Sie glaubten, dass zu erst die Städte wieder in Schuss kommen müssen. Er langsam verbesserte sich die Situation der Soldaten.

O.v.B.

Aufklärer
16.10.2003, 21:09
warum waren dann gerade die amerikaner bei großen teilen der deutschen bevölkerung so beliebt?

Das ist eine Propagandalüge.Dieser Ghetto Abschaum hat Blondinen vergewaltigt als würde es kein morgen geben,und dafür werden diese Ratten noch bezahlen.

pavement
16.10.2003, 21:10
das waren also die "bestialischen völkermörder"!

flumer
16.10.2003, 21:32
pavement

Und denn Beitrag schon gelesen ??

pavement
16.10.2003, 21:59
nee hatte noch keine zeit. machs aber jetzt.

pavement
16.10.2003, 22:06
Neumarkt, Bayern


meine heimatstadt. wusste noch nicht, dass da mal ein kriegsgefangenlager war.


was auf der seite steht, ist echt hart.

besonders das hier ist mir ins auge gefallen:

Zuweilen wird auch ohne ersichtlichen Anlaß in die Menge der Gefangenen hineingeschossen.

Lagerpolizei besteht zum Teil aus ehemaligen Häftlingen der Wehrmacht und aus entlassenen Fremdarbeitern. Willkürlichen Mißhandlungen der Gefangenen wird kein Einhalt geboten.


Schon damals zählen zu den Gefangenen Verwundete, Amputierte, Frauen, Kinder und alte Menschen.


das einzige was ich mich irritiert, ist das ich von der älteren generation noch nichts davon gehört hab; das einzige, was ich bisher in gesprächen gehört hab(hab ca. an die 15 mit ehemaligen kriegsteilnehmern geführt, ist vor allem interessant, was man bei nem frisörbesuch so alles erfährt) ist, dass die amerikaner als besatzungsmacht durchaus einen guten ruf haben.

pavement
16.10.2003, 22:17
da hab ich doch was gefunden, was mich das ganze dann doch etwas anders sehen lässt:

http://www.doew.at/thema/thema_alt/rechts/revis/eisenhower.html#gefangen

auf james bacque stützt sich deine quelle ganz besonders.

und das passt auch wieder sehr viel besser zu meinen erfahrungen aus den gesprächen mit kriegsteilnehmern/kriegsgefangenen.

pavement
16.10.2003, 22:18
was sagst du jetzt dazu, flumer?

Aufklärer
16.10.2003, 22:23
Die haben das doch gerne gemacht ,die Amis,nach dem Versailler haben die Engländer auch noch 1 Jahr Hungerblockade gemacht,die Angelsachsen liebten es schon immer Deutsche sterben zu sehen... X(

Churchill, Winston, britischer Premierminister (1874-1965): "Ich möchte keine Vorschläge hören, wie wir die Kriegswirtschaft sowie die Maschinerie ausser Gefecht setzen können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir die deutschen Flüchtlinge bei ihrem Entkommen aus Breslau braten können."

pavement
16.10.2003, 22:26
hört sich an, als hättest dus selber übersetzt; über die aussagekraft von zitaten haben wir ja schon mal gesprochen.

hier eines von meinen großvater: "hitler war ein arschloch".

nimm lieber zu meinen link stellung.

Aufklärer
19.10.2003, 12:12
Sie sind durchaus Aussagekräftig wenn sie von einem Hauptkriegsverbrecher des 2 WK kommen!!!!!!!!!!!!!!

DIE Rheinwiedenlager ware Lager des Todes und der Rache. Das kannst du nicht abstreiten geschweige denn wiederlegen.

Aber das solltet ihr beim VS eigentlich besser wissen... :rolleyes: :]

pavement
19.10.2003, 12:21
Sie sind durchaus Aussagekräftig wenn sie von einem Hauptkriegsverbrecher des 2 WK kommen!!!!!!!!!!!!!!

zitate beweisen gar nichts, AUFKLÄRER; das hatten wir doch jetzt zur genüge.


DIE Rheinwiedenlager ware Lager des Todes und der Rache. Das kannst du nicht abstreiten geschweige denn wiederlegen.

hab ichs nicht schon mit meinem text widerlegt?

ps: schön wars dort sicher nicht, es waren ja kriegsgefangenlager, aber so wie ihr behauptet, wars nicht - und das ist erwiesen. siehe den von mir gelinkten text dazu.

Aufklärer
19.10.2003, 12:26
zitate beweisen gar nichts, AUFKLÄRER; das hatten wir doch jetzt zur genüge.

Aber sie untermauern,wenn Staatsleute soetwas sagen hat das schon seine Bedeutung.

hab ichs nicht schon mit meinem text widerlegt?

Nein.Es war auch nicht dein Text :P

schön wars dort sicher nicht, es waren ja kriegsgefangenlager, aber so wie ihr behauptet, wars nicht - und das ist erwiesen. siehe den von mir gelinkten text dazu.

Doch es war so

o wie ihr behauptet, wars nicht

Das gleiche wie mit den G**Kammern???

pavement
19.10.2003, 12:27
Aber sie untermauern,wenn Staatsleute soetwas sagen hat das schon seine Bedeutung.

ja, aber wenn die fakten dagegensprechen, dann sagt ein zitat überhaupt nichts aus.


Nein.Es war auch nicht dein Text

richtig; ich hab aber nen link auf den text gebracht.


Doch es war so

und warum bring dann die seriöse forschung etwas anderes raus und widerlegt die bücher von james baque?

Siran
19.10.2003, 12:29
Original von Aufklärer
Churchill, Winston, britischer Premierminister (1874-1965): "Ich möchte keine Vorschläge hören, wie wir die Kriegswirtschaft sowie die Maschinerie ausser Gefecht setzen können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir die deutschen Flüchtlinge bei ihrem Entkommen aus Breslau braten können."

Für dieses Zitat hätte ich gerne ein Beleg. Wann hat er das gesagt, wo hat er es gesagt, zu wem hat er es gesagt und wer hat es aufgeschrieben?

Aufklärer
19.10.2003, 12:51
Erst mal das: Es wurde Zit. in: Juan Maler, Die Unvollendete, S. 27.


Mehr folgt in kürze.

pavement
19.10.2003, 12:52
da bin ich aber gespannt.

Siran
19.10.2003, 13:29
Würde mich doch interessieren, wie jemand, der in Frankreich, Russland und dem Balkan stationiert war, wissen will, was Churchill in England zu jemandem gesagt hat.

Aufklärer
19.10.2003, 13:31
Es wurde gesagt fertig aus!

Seine Generäle schlugen ihm die Bombardierung von deutschen Industrieanlagen vor ,und dann kam halt der Spruch. Sucht doch selbst in eueren englischen Archiven nach.

Siran
19.10.2003, 13:33
Original von Aufklärer
Es wurde gesagt fertig aus!

Seine Generäle schlugen ihm die Bombardierung von deutschen Industrieanlagen vor ,und dann kam halt der Spruch. Sucht doch selbst in eueren englischen Archiven nach.

Oh, nein. Du hast das Zitat gebracht, du musst es beweisen.

pavement
19.10.2003, 14:31
Es wurde gesagt fertig aus!

und den geschichtlichen kontex und die glaubwürdigkeit eines zitates muss man etwa nicht prüfen?

opus111
22.10.2003, 14:27
Original von Aufklärer
Erst mal das: Es wurde Zit. in: Juan Maler, Die Unvollendete, S. 27.


Mehr folgt in kürze.

Nur einmal zur allgemeinen Information, wer dieser Juan Maler ist, dessen Zitat Aufklärer zitiert. (Siran hat es längst herausgefunden, aber es sollte hier einmal wiedergegeben werden).

"Pseudonym für: Reinhard Kopps.
Maler alias Kopps gehörte zur deutschen Abwehr, dem von Wilhelm Canaris geleiteten militärischen Geheimdienst. Sein Spezialgebiet war dort vor allem die Freimaurerei. Gemäß seiner Autobiographie wurde er während des Zweiten Weltkrieges fünfmal verwundet. Er war in Rußland, Frankreich und auf dem Balkan im Einsatz. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs floh er zu Bischof Alois Hudal nach Rom, der ihn in seinem Büro beschäftigte. Dort war er zuständig für die Ausstellung der Papiere (Pass vom Roten Kreuz, ein Visum des Einreiselandes und ein Ausweis). Auch die Papiere für Erich Priebke gingen durch seine Hände. Hudals "Rattenlinie" verhalf auch ihm selbst zur Flucht nach Argentinien. Dort wurde er Redakteur der nationalsozialistischen Zeitung "Der Weg". Zeitweilig war er Südamerika-Korrespondent der NS-apologetischen Zeitschrift "Nation - Das politische Magazin für Deutsche". Später ließ er sich in Bariloche nieder und gründete einen Verlag.
Maler ist ein Vertreter des esoterischen Nationalsozialismus. Im Zentrum seiner Verschwörungstheorien stehen die Freimaurer, denen er unterstellt, nach der Weltherrschaft zu streben und die er deshalb als Feinde der Menschheit betrachtet. Er wird schon seit langem zum näheren Umfeld der Colonia Dignidad gerechnet." (IGDR-Lexikon: Informationsdienst gegen Rechtsextremismus)

opus111
22.10.2003, 14:47
Original von pavement
Es wurde gesagt fertig aus!

und den geschichtlichen kontex und die glaubwürdigkeit eines zitates muss man etwa nicht prüfen?

Das wäre doch Arbeit. Wohingegen revisionistische Faktenhuberei selbst gestandene Historiker überfordert. "Sucht doch selber", sagt Aufklärer. Ehe ich mich an die Arbeit mache, muss ich zunächst einschätzen, ob überhaupt Aussicht auf Erfolg besteht. Wenn ich nach 10jähriger Arbeit zum Churchill-Spezialisten geworden bin, melde ich mich wieder.

Aber selbst wenn das Zitat sehr schnell auffindbar wäre, bedeutete es ohne den Kontext nur wenig.

Ein weiterer Trick der Revisionisten besteht darin, uns mit Fakten zu konfrontieren, die nie jemand bestritten hat: Churchills Einstellung zu Deutschland war sicher nicht von Liebe zur teutonisch-martialischen Geistesverfassung geprägt. Alles andere wäre auch sehr verwunderlich.

Interessant ist für mich eher, in welchem Kontext Maler Churchill zitiert! Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die Geistesverfassung solcher Autoren.

pavement
22.10.2003, 16:35
Das wäre doch Arbeit. Wohingegen revisionistische Faktenhuberei selbst gestandene Historiker überfordert. "Sucht doch selber", sagt Aufklärer. Ehe ich mich an die Arbeit mache, muss ich zunächst einschätzen, ob überhaupt Aussicht auf Erfolg besteht. Wenn ich nach 10jähriger Arbeit zum Churchill-Spezialisten geworden bin, melde ich mich wieder.

da hast du natürlich recht; andererseits hat vor allem siran die meisten von aufklärer, flumer u.a. gebrachte zitate widerlegen können.

flumer
23.10.2003, 11:38
Ich denke mal das paast hier rein.

Die Bilder fehlen



15.9.2001 FOCUS, NR. 38/2001 Seite 84-88:
ZWANGSARBEITERINNEN
Gefangen, gepeinigt, vergessen

Am Ende des Zweiten Weltkriegs verschleppte die Rote Armee fast eine Million deutsche Frauen und Kinder zur Fronarbeit in die Sowjetunion

Mit Kolbenhieben trieben Soldaten die jungen Frauen und Mädchen in Viehwaggons zusammen. 40 und mehr pferchten sie auf engstem Raum. Vergewaltigungen durch Rotarmisten vor dem Abtransport gerieten zum lebenslangen Trauma. "Ich war doch so erzogen worden, dass ein Mädchen unberührt in eine Ehe gehen soll", sagt Charlotte Kaufmann, 73. Die Eroberer kannten keine Gnade.

(Bild fehlt)
Eroberer auf Beutezug in Berlin: Der Soldat der Roten Armee war nicht nur auf Fahrräder aus - Rotarmisten verschleppten auch deutsche Frauen.

Es waren deutsche Frauen, Mädchen, Kinder, die die Häscher unter dem Sowjetstern zur Zwangsarbeit verschlepp-ten. Junge Frauen aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien; Volksdeutsche aus dem Sudetenland und aus Polen; Donauschwaben aus dem ungarischen Banat und aus Rumänien.

Zwischen Januar und Mai 1945 erging an die vorrückende Rote Armee der Befehl, deutsche Zivilisten zusammenzutreiben. Sowjetsoldaten verschleppten mehr als eine Million Zivi-listen in die Sowjetunion. Unter ihnen 864 000 Frauen, Mädchen und Kinder sowie einige Tausend weibliche Bedienstete der Wehrmacht und des Roten Kreuzes.

Ihre Zwangsarbeit galt den Siegern als Reparationsleistung zum Wiederaufbau der durch die Wehrmacht verwüsteten Sowjetrepubliken. Weitere Hunderttausende dieser "Reparationsgefangenen litten unter dem Joch in Polen, in der Tschecho-slowakei und in Jugoslawien.

In der öffentlichen Diskussion über ausländische Zwangsarbeiter kommen sie nicht vor. So wenig wie ihre Fron in den Wäldern Sibiriens, in Tundra und Taiga, in Bergwerken, Fabriken und Kolchosen Russlands. "Man hat die Opfer von uns Frauen einfach vergessen", klagt Charlotte Kaufmann an.


Gegen die Kälte Sibiriens boten Bretter-buden und Baracken kaum Schutz.

Auf dem Höllenmarsch In die Lager des sowjetischen Gulag hungerten die Verschleppten, Durst peinigte sie. "Wenn die Posten gute Laune hatten", erinnert sich Irmgard Reimann, 77, "gab's mal einen Eimer mit Wasser. Viele starben auf dem Transport." Die damals 21-Jährige war den Soldaten, die sie zur Zwangsarbeit deportierten, am 14. Februar 1945 in die Hände gefallen.

Wie bei allen Kriegen, die Männer beginnen, trugen auch nach dem Zweiten Weltkrieg Frauen die bitterste Last. "Wir waren wohl die Unschuldigsten an diesem furchtbaren Krieg, mussten aber die Kriegsschulden für das ganze deutsche Vaterland bezahlen", meint Kaufmann, als Kind nach Karelien verschleppt.

So zahlten eine Million Frauen und Mädchen für den verlorenen Krieg: "Als mir im Sommer 1948 eine Verdienstbescheinigung vorgelesen wurde, stand da, dass uns allen 20 Prozent unseres Lohnes als Kriegsschulden abgezogen wurden berichtet die alte Dame. Resümee Kaufmanns: "Als Hitler an die Macht kam, war ich fünf Jahre alt, als der Krieg ausbrach, noch keine zehn. Mit 16 Jahren ging ich in Gefangenschaft. Wo war meine persönliche Schuld?"

(Bild Fehlt)
Charlotte Kaufmann, 73. Die Seniorin be-klagt, dass Opfer, die Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg erbrachten, in Verges-senheit geraten sind.

Mit vielen Ortsnamen der Straf- und Arbeitslager verbindet sich aller Schrecken, der nachwirkt bis heute: Kopeske und Tscheljabinsk östlich des Ural, Kemerowo in Sibirien, Petrosawodsk/Karelien und Tausende andere. Dort lebten sie, hungerten, malochten, und dort starben sie. Junge Frauen, Kinder - die jüngste unter 1000 Frauen und minderjährigen Mädchen im Straflager 517/Padosero war zwölf.
(Bild fehlt)
"Im Juli 1948 durfte ich nach Hause, aber die Heimat gab es nicht mehr" (Berta Sczepan)

Zwangsarbeit bedeutete Schinderei.

Die Frauen quälten sich mit Rodungsarbeiten, beim Straßenbau, in Sägewerken. Am Onegasee verlegten sie Gleise, erfroren beim Kanalbau am Eismeer und bei minus 40 Grad Celsius. Beim Betongießen rissen sie sich die Hände blutig, ätzten ihre Lungen in Kalkbrennereien. Im Donezbecken und jenseits des Ural zwang man sie unter Tage in die Kohlengruben.

Andere Arbeitslager erreichten die Gefangenen auf offenen Waggons. Die 73-jährige Berta Sczepan erzählt: "Die Bewacher tauschten unsere Essensrationen für Wodka ein."


Irmgard Reimann, 77. Viele ihrer Ka-meradinnen starben auf dem Weg hinter den Ural. Die Toten warfen die Sowjets neben die Gleise.

"Ich war all die Jahre im sibirischen Kohlenbergwerk unter Tage, acht bis zehn Stunden am Tag, und hatte kaum etwas zu essen", erinnert sich Margot Gerhard, 72, an ihr fünfjähriges Martyrium. Rotarmisten hatten die 16-Jährige Ende Januar 1945 im ostpreußischen Elbing gefangen.

Die Sowjets zwangen Frauen zu härtester Holzfällerarbeit: "Schon der Fußmarsch zum Rodungsplatz bedeutete für uns eine unsagbare Strapaze; die absolute Mangelernährung und die Ruhr haben uns sehr geschwächt", blickt Ursula Seiring, 76, zurück.

"Jede Zweite von uns starb an Typhus und Erschöpfung" (Anna Schlemminger)

Durchfall und Seuchen waren die Folgen. Anna Schlemminger, 80, als 24-Jährige an Ostern 1945 von Rotarmisten aus Ostpreußen verschleppt: "Erst im Winter bekamen wir richtige Kleidung, wenn wir Schnee schippen und Holz sägen mussten."

Meist zahlten die Peiniger den Lohn willkürlich, regellos, vielfach gar nicht - und meist erst ab dem dritten Jahr der Gefangenschaft. Irmgard Reimann berichtet von "mitunter für vier Wochen nur 200 Rubel", für die Arbeit im Bergwerk. Davon wurde allerdings "ein Betrag für die Unterkunft einbehalten". Obendrein mussten die Frauen ihre Verpflegung davon bezahlen, bei Preisen von zehn Rubel für einen Eimer Kartoffeln, für ein Marmeladeglas voller Milch vier Rubel, 1200 Gramm Brot für drei Rubel - und auch das noch gegen karg zugeteilte Brotmarken.


Berta Sczepan, 73. Die Ostpreu-ßin stand bei ihrer Verschlep-pung mit 65 Frauen und Mädchen tagelang in einem Kohlewagen.



Margot Gerhard, 72. Als 16-Jäh-rige zwangen sie die Sowjets in den Kohlebergbau. Fünf Jahre arbeiteten sie unter Tage.

"Einmal haben wir nachts Kohlen aus einem Waggon geladen" entsinnt sich Martha Grüner, 73, "dafür gab's 20 Rubel." Auch in Naturalien wurde entlohnt. "Bei erfüllter Norm für Bäumefällen am Eismeer erhielten Anna Schlemminger und ihre Mitgefangenen 700 Gramm Brot. Blieben sie unter der vorgegebenen Leistung, mussten sie sich mit einem Pfund Brot und Wassersuppe begnügen.

Die überlebten, vergaßen nie. Ursula Seiring. "Morgens 125 Gramm Brot und Tee, abends Wassersuppe. Danach suchen wir uns gegenseitig die Köpfe nach Läusen ab. Die Wanzen quälten uns alle sehr. Nachts ist täglich Antreten und Abzählen. Bei der hohen Todesziffer -30 bis 40 Tote pro Tag bei etwa 3000 Gefangenen pro Lager - stimmen die Zahlen fast niemals überein." Manche vollends Verzweifelte nahmen sich selbst das Leben; vereinzelt ertränkten sich Frauen in Latrinen. Sie hausten in Erdlöchern unter unsäglichen hygienischen Bedingungen, in Baracken hinter elektrischen Zäunen mit schussbereiten Posten.

Ende 1950 kehrten gerade mal 300 000 Zwangsarbeiterinnen über Frankfurt an der Oder im Osten und das niedersächsische Friedland im Westen heim. Hunderttausende waren gestorben, verschollen. Genaue Zahlen kennt niemand.

Entschädigung vom Vaterland? "Geltungskriegsgefangene" nannte das Kriegsgefangenen-Entschädigungsgesetz die verschleppten Zivilisten. Im Dezember 1992 kappte der Bundestag das Gesetz, ersetzte es durch ein "Heimkehrerstiftungsgesetz". Der Drei-Millionen-Mark-Etat dieser Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bonn finanziert sich aus Steuergeldern.

Olga Hahn, heute 74, als 18-Jährige verschleppt, erhielt nach dem alten Kriegsgefangenen-Entschädigungsgesetz 570 Mark für ihr Martyrium von März 1945 bis Juli 1948. Zuständige Ämter legten das Gesetz aber nicht selten nach Gutdünken aus. So zahlten sie an Elfriede Klimmeck für vier Jahre Lager rund 1000 Mark. Andere Frauen erhielten 1320 Mark. Martha Grüner erhielt nach ihrer Heimkehr im November 1949 vom Ausgleichsamt Wiesbaden mit 131 Mark "Über-brückungsgeld". Und Eva Martensson schob man nach über vier Jahren Zwangsarbeit im Einwohnermeldeamt Hamburg-Bergedorf 300 Mark zu - und eine Dose Kondensmilch.

Parallelen zu sehen zwischen Zwangsarbeit, die Ausländer in Deutschland leisteten, und Zwangsarbeit von Deutschen in Lagern des späteren Ostblocks beweist - aus Sicht des Bundeskanzlers Gerhard Schröder - eine falsche Geschichtsauffassung. Die Frauen, die heute berichten, tun dies nicht, um Hass zu säen. Sie reden, um weiße Flecken der Geschichte mit Leben und mit Wirklichkeit auszufüllen.


Ursula Seiring, 76. Die ehemalige Zwan-gsarbeiterin erinnert sich schmerzlich an ihre alte ostpreußische Heimat, aus der sie verschleppt wurde.
Olga Hahn, 74. In einer Zementfabrik in Sibirien erlitt sie eine Blutvergiftung und wurde ohne Narkose operiert. 1948 kehrte sie heim.



Anna Schlemminger, 80. Sie fällte Bäume am nördlichen Eismeer, litt unter Malaria und Mundfäule. Nach viereinhalb Jahren Fron durfte sie heimkehren.
Martha Grüner, 73. Das Bild ihres Ge-burtshauses erinnert sie an ihre verlorene Heimat. Für vier Jahre Zwangsarbeit er-hielt sie 131 Mark.



Zahlen des Grauens:

Nach dem Zweiten Weltkrieg leisteten eine Million deutsche Frauen Zwangsarbeit inter dem Eisernen Vorhang.

Die Sowjets allein verschleppten 864.000 Frauen und Kinder.

Ottokar
31.03.2004, 13:26
Wie die Amerikaner ihre Gefangenen behandeln, dass ist unbeschreiblich. Hunderttausende gefangene Deutsche Soldaten sind in diese Wiesenlagern auf das schrecklichste krepiert. Aber noch heute wird behauptet, die Amerikaner haben einen humanen Krieg geführt.

mabac
27.07.2010, 15:22
Nun, der Rheinwiesenlager wurde lange nicht mehr gedacht.
Sind die Opfer dieser Lager schon vergessen?!

hephland
27.07.2010, 15:23
nö. und wo ist da der sachbeitrag?

mabac
27.07.2010, 15:42
nö. und wo ist da der sachbeitrag?

Das ist ein Gedenkstrang!


Und denkt daran es waren unsere Vorfahren, haltet sie in ehren.

Ihre Vorfahren haben wahrscheinlich zu dieser Zeit in einem Negerkral gehockt und Hirse gekocht! :D

hephland
27.07.2010, 16:31
Das ist ein Gedenkstrang!



Ihre Vorfahren haben wahrscheinlich zu dieser Zeit in einem Negerkral gehockt und Hirse gekocht! :D

mein vater war zu dieser zeit in kriegsgefangenschaft.

Fernandinho
27.07.2010, 16:47
warum waren dann gerade die amerikaner bei großen teilen der deutschen bevölkerung so beliebt?

Weil wir nicht Bescheid wußten und das Märchen vom großzügigen freundlichen Onkel aus Amerika glaubten. Auch wenn wir nie ein Carepaket sahen und die Haferbrei-Schulspeisung immer angebrannt war. Weil sie es nicht nötig hatten, Frauen zu vergewaltigen. Für ein Paar Strümpfe oder eine Tafel Schokolade waren viele Frauen zu haben.
Inzwischen sind wir wohl besser informiert und die Beliebtheit hat abgenommen.

mabac
27.07.2010, 17:05
Für ein Paar Strümpfe oder eine Tafel Schokolade waren viele Frauen zu haben.


Die Russenweiber haben sich von Wehrmachts- und SS-Angehörigen für weniger befruchten lassen.

Die deutsche Frau hat eben einen höheren Preis! :D

Strandwanderer
27.07.2010, 17:13
Ich kenne die schlimme Geschichten. Ich habe oft und viel mit meinem Großvater darüber gesprochen. Er stammt aus Lohr am Main. Auf der Page sind Grabsteine eines SodatenFriedhofs im Lohrer Wald zu sehen.

Er sagt immer, die Amerikaner hätten sie fast verhungern lassen, weil sie nicht mit so vielen Gefangenen gerechnet hätten. Sie hätten selber nichts die US-Boys.


Von wem stammt denn dieses Ammenmärchen über knappe Verpflegung bei den U.S. Truppen?

Sowohl die Verpflegungslager der Amis als auch die der deutschen Wehrmacht, auf die die U.S.-Truppen ja Zugriff hatten, waren voll.

Im Buch "Der geplante Tod" (Originaltitel: "Other Losses") von dem Kanadier James Bacque kann man diese Tatsachen nachlesen.

http://www.amazon.de/geplante-Deutsche-Kriegsgefangene-amerikanischen-franz%C3%B6sischen/dp/3548331637

Auf Angehörige. die den deutschen Kriegsgefangenen Essen und Trinken bringen wollten, wurde von U.S.-Soldaten sogar geschossen. Jede Versorgung von außen wurde strikt unterbunden.

Strandwanderer
27.07.2010, 17:20
und warum bring dann die seriöse forschung etwas anderes raus und widerlegt die bücher von james baque?

Ob die "seriöse Forschung" wenigstens den Namen von James Bacque richtig schreiben kann?

Sprecher
27.07.2010, 19:21
Ob die "seriöse Forschung" wenigstens den Namen von James Bacque richtig schreiben kann?

Bacque hat leider die Todeszahlen übertrieben und sich damit angreifbar gemacht. Daß in den Rheinwiesenlagern "nur" ca. 100.000 und nicht 1 Million Deutsche verreckten macht das Verbrechen (nichtmal ein Kriegsverbrechen, der Krieg war längst vorbei) der Amis aber nicht besser.

mabac
27.07.2010, 19:36
Bacque hat leider die Todeszahlen übertrieben und sich damit angreifbar gemacht. Daß in den Rheinwiesenlagern "nur" ca. 100.000 und nicht 1 Million Deutsche verreckten macht das Verbrechen (nichtmal ein Kriegsverbrechen, der Krieg war längst vorbei) der Amis aber nicht besser.

Nun, ich unterhielt mich vor ca. dreissig Jahren einmal mit einem Insassen dieser Lager (von der LAH) darüber. Er erzählte mir, die schlimmste Demütigung war, dass die Neger von den Wachtürmen auf die Gefangenen pissten und ihre Wichse ebenfalls auf die Köpfe der Gefangenen entsorgten.

Demütigung kann schlimmer als Hunger sein!

kirov
27.07.2010, 19:44
Bacque hat leider die Todeszahlen übertrieben und sich damit angreifbar gemacht. Daß in den Rheinwiesenlagern "nur" ca. 100.000 und nicht 1 Million Deutsche verreckten macht das Verbrechen (nichtmal ein Kriegsverbrechen, der Krieg war längst vorbei) der Amis aber nicht besser.


Ganz Kurz.

Bacque schreibt in seinen Buch, das in insgesamt über 1 100 Lagern alleine In Westeuropa bis 1948 über 9 Millionen deutsche Soldaten bis zur Freilassung durchlaufen mussten.

Aus der Erinnerung.

Die Sterberate zwischen März 45 - August 45 betrug in den Rheinwiesenlagern , monatlich min 1%. Nehmen wir min. 1,5 Millionen Kriegsgefangene alleine in dieser Zeit für die Rheinwiesen an. Dann wären
das in einem Monat alleine 15 000 Tote, und in 6 Monaten 90 000 Tote.

So, das sind etwa 100 000 Tote bis August 45 in nicht einmal ein paar dutzend US Lagern.
Die Franzosen waren sicherlich humaner als die Amerikaner, die froh waren sich von dieser Last zu befreien, die selben freien Franzosen die 200 000 ihrer Landsleute wegen Kollaboration mit den Deutschen nach und am Ende des Krieges umbrachten.

In einem Lager am Niederrhein mit 30-40 000 Insassen mussten täglich 50 tote Deutsche rausgeholt werden. (offiziell, der Rest wurde umgebaggert)
Deshalb ist das graben dort noch immer verboten.
Solche Todesraten gab es bei den Russen nur gleich nach der Gefangennahme durch Entkräftung und Auszehrung oder während des Gefangentransportes nach Sibirien.
Bei den Kommunisten starben zwischen 1941-55 etwa 1 Millionen deutsche Kriegsgefangene, da die Bolschewisten zum Glück nur 3,4 Millionen deutsche Kriegsgefangene in die Pfoten bekamen.

Rasputin
28.07.2010, 05:21
Nun, ich unterhielt mich vor ca. dreissig Jahren einmal mit einem Insassen dieser Lager (von der LAH) darüber. Er erzählte mir, die schlimmste Demütigung war, dass die Neger von den Wachtürmen auf die Gefangenen pissten und ihre Wichse ebenfalls auf die Köpfe der Gefangenen entsorgten.

Demütigung kann schlimmer als Hunger sein!

Vielfach wurden Neger von jüdischen Offizieren angehalten, SS-Männern zu befehlen ,ihre Müder zu öffnen damit die Neger ihnen dann hinein rotzen konnten.
Diese Demütigung stand selbst im Nürnberger Gefängnis auf dem Programm.

hephland
28.07.2010, 09:29
Vielfach wurden Neger von jüdischen Offizieren angehalten, SS-Männern zu befehlen ,ihre Müder zu öffnen damit die Neger ihnen dann hinein rotzen konnten.
Diese Demütigung stand selbst im Nürnberger Gefängnis auf dem Programm.

dafür gibt es forensische beweise?

Sprecher
28.07.2010, 11:00
dafür gibt es forensische beweise?

Gibt es für 6 Millionen vergaste Juden forensische Beweise?

Suppenkasper
28.07.2010, 11:15
In dieser Publikation habe ich welche gefunden... sogar Lampenschirme :eek::umkipp:

http://thecst.org.uk/blog/wp-content/uploads/2009/06/hoax01b2.gif

Polemi666
28.07.2010, 11:34
Gibt es für 6 Millionen vergaste Juden forensische Beweise?
Ich empfehle, diesen Beitrag zu löschen - zu hart an der Grenze für die Forenbetreiber, befürchte ich...

derRevisor
28.07.2010, 11:37
Ich empfehle, diesen Beitrag zu löschen - zu hart an der Grenze für die Forenbetreiber, befürchte ich...

Wieso?

Polemi666
28.07.2010, 11:41
Wieso?
Formulierst du das Ganze nicht als (anscheinend 'rhetorisch' aufzufassende) Frage, sondern als Aussage, wäre das wohl strafrechtlich relevant...

derRevisor
28.07.2010, 11:42
Formulierst du das Ganze nicht als (anscheinend 'rhetorisch' aufzufassende) Frage, sondern als Aussage, wäre das wohl strafrechtlich relevant...

Es dürfte doch zweifelsfrei bekannt sein, dass es nicht für jeden Toten einen forensischen Beweis gibt. Selbst eine Aussage wäre daher m.M. nach unkritisch.

Polemi666
28.07.2010, 11:46
Es dürfte doch zweifelsfrei bekannt sein, dass es nicht für jeden Toten einen forensischen Beweis gibt. Selbst eine Aussage wäre daher m.M. nach unkritisch.
Mhh... Könnte sein - ich persönlich wäre da halt etwas vorsichtiger und, nunja, welch seltsame Blüten der Umgang mit Paragraphen wie dem 130 treibt, wissen wir wohl alle.

Zur Erinnerung:
"... (3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost."

Wie gesagt, mag sein, dass das durchginge, sicher wäre ich mir jedoch nicht...

derRevisor
28.07.2010, 11:49
Mhh... Könnte sein - ich persönlich wäre da halt etwas vorsichtiger und, nunja, welch seltsame Blüten der Umgang mit Paragraphen wie dem 130 treibt, wissen wir wohl alle.

Zur Erinnerung:
"... (3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost."

Wie gesagt, mag sein, dass das durchginge, sicher wäre ich mir jedoch nicht...

Sicher wäre ich mir da auch nicht. Das hast du natürlich recht.

Die "Meinungsfreiheit" treibt manchmal seltsame Blüten, welche einen an die Inquisition erinnern.

Ausonius
28.07.2010, 12:02
Die "Meinungsfreiheit" treibt manchmal seltsame Blüten, welche einen an die Inquisition erinnern.

Soweit ich weiß, wurde in der Bundesrepublik noch niemand "peinlich" verhört, einem Gottesbeweis unterzogen oder auf den Scheiterhaufen gestellt.

Polemi666
28.07.2010, 12:04
Soweit ich weiß, wurde in der Bundesrepublik noch niemand "peinlich" verhört, einem Gottesbeweis unterzogen oder auf den Scheiterhaufen gestellt.
Naja, aber die Bedrohung durch Gefängnisstrafe bei missliebiger Meinungsäußerung ist einer 'echten' Demokratie m.E. nicht angemessen - unabhängig von der Richtigkeit des Vergleichs...

derRevisor
28.07.2010, 12:05
Naja, ich meinte auch mehr Dinge wie: heliozentrisches vs geozentrisches Weltbild.

Suppenkasper
28.07.2010, 12:07
Heute gibt es nur noch das HOLOzentrische Weltbild...

Ausonius
28.07.2010, 13:05
Naja, aber die Bedrohung durch Gefängnisstrafe bei missliebiger Meinungsäußerung ist einer 'echten' Demokratie m.E. nicht angemessen - unabhängig von der Richtigkeit des Vergleichs...

Na ja, ich hab mich schon zig mal dazu geäußert und skizziere erneut kurz:

- § 130 in der ursprünglichen Fassung ist für mich in Ordnung und auch mit dem Grundgesetz vereinbar.
- Dessen Verschärfung mit der Einführung des Abschnitts 3 war etwas zu viel des Guten und sollte irgendwann zurückgenommen werden.
- Für die paar Hanseln, die es trifft und die ich zu meiner politischen Gegnerschaft zähle, mach ich mich deswegen aber nicht stark. Das sollen sie doch selbst erledigen.

Fiel
28.07.2010, 14:31
Soweit ich weiß, wurde in der Bundesrepublik noch niemand "peinlich" verhört, einem Gottesbeweis unterzogen oder auf den Scheiterhaufen gestellt.

Nur ein Gottesbeweis zu deiner Kenntnis:

Einem Politiker wurde der Fallschirm mannipuliert:
Es ging darum - wenn Gott ihn unbeschadet auf der Erde landen läßt, dann ist er unschuldig. Gott entschied allerdings anders.

Ausonius
28.07.2010, 14:37
Nur ein Gottesbeweis zu deiner Kenntnis:

Einem Politiker wurde der Fallschirm mannipuliert:
Es ging darum - wenn Gott ihn unbeschadet auf der Erde landen läßt, dann ist er unschuldig. Gott entschied allerdings anders.

Ich glaube, der Politiker, den du meinst, hat sich umgebracht.

Sprecher
28.07.2010, 14:49
Ich glaube, der Politiker, den du meinst, hat sich umgebracht.

Wir wissen daß du das glaubst.

opppa
28.07.2010, 16:44
Wir wissen daß du das glaubst.

War das jetzt "Plural maiestatis" oder sagst Du das als der Sprecher Deiner (Koran)Gruppe?

?(

Polemi666
02.08.2010, 12:56
Na ja, ich hab mich schon zig mal dazu geäußert und skizziere erneut kurz:

- § 130 in der ursprünglichen Fassung ist für mich in Ordnung und auch mit dem Grundgesetz vereinbar.
- Dessen Verschärfung mit der Einführung des Abschnitts 3 war etwas zu viel des Guten und sollte irgendwann zurückgenommen werden.
- Für die paar Hanseln, die es trifft und die ich zu meiner politischen Gegnerschaft zähle, mach ich mich deswegen aber nicht stark. Das sollen sie doch selbst erledigen.
Jein - wenn ich mich gegen den Paragraphen stelle, dann tue ich dieses ja nicht, um den Betroffenen das Wort zu halten, sondern der Sache wegen - in diesem Fall der Überzeugung wegen, dass missliebige Meinungen in einer Demokratie ebenso geäußert werden sollten, wie auch 'systemkonforme'.

Rasputin
03.08.2010, 08:24
Soweit ich weiß, wurde in der Bundesrepublik noch niemand "peinlich" verhört, einem Gottesbeweis unterzogen oder auf den Scheiterhaufen gestellt.


Dann frag mal den Potsdamer der unschuldig mit dem Heli, in Fuß-Handfessel und Augenbinde nach Karlsruhe geflogen wurde ,weil er sich angeblich an einen Neger vergriffen haben sollte.
Da er nichts zu gestehen hatte ,die brd Junta aber unbedingt einen Täter brauchte, schlossen die brd Schergen , ihn den "Nazi" mit gewalttätigen Türken in eine Zelle.
Ob man nun selber foltert oder foltern lässt, wo ist da der Unterschied ? höchstens der Grad der Ehrlosigkeit.