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Thema: Schiffe

  1. #181
    re inkarniert Benutzerbild von Brunner
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    Standard WILHELM GUSTLOFF

    Es wird gesagt, das teuerste und aufwendigste Filmwerk aller Zeiten sei TITANIC gewesen. Es gibt viele Superlative um diesen Film, die TITANIC sei das grösste Schiff ihrer Zeit gewesen, das luxuriöseste und komfortabelste für die Beförderung der damaligen Reichen und Schönen. Die Absicht ist, aufzuzeigen, dass der Untergang der TITANIC" das grösste Schiffsunglück aller Zeiten gewesen sei.

    Es ist klar, dass die Mehrheit der amerikanischen und europäischen Zuschauer das glaubt, - aber es stimmt nicht, es ist vollkommen unwahr. Jedermann hat zwar etwas vom Untergang der TITANIC" gehört, aber nur sehr wenige haben etwas vom Untergang der WILHELM GUSTLOFF gehört – und DIESER Untergang war das grösste Schiffsunglück aller Zeiten!

    Es ist verständlich, warum jeder Mensch etwas vom TITANIC-Disaster weiss: Dieses Schiff war sehr gross, sehr teuer, es galt als “unsinkbar”, es hatte eine Fülle damaliger Berühmtheiten der High-Society an Bord. Das alles fachte das Interesse des Publikums und der Medien enorm an.

    Auf der anderen Seite – als die WILHELM GUSTLOFF versank, mit dem Verlust von mehr als 9000 Leben, verfolgten die kontrollierten Medien die Politik, das Ganze als Nichtereignis zu behandeln, es weder zu berichten, noch zu kommentieren.


    Aber: Die WILHEM GUSTLOFF war – gleich der TITANIC- ein grosses Passagierschiff, war relativ neu und luxuriös. Aber, es war eben ein DEUTSCHES Passagier-Schiff.

    Es wurde versenkt in der Baltischen See in der Nacht vom 30. Januar 1945 durch ein sowjetisches U-Boot. Es war überfüllt mit 10.000 Deutschen, meistens Frauen und Kindern, die vor dem Terror der Sowjets geflohen waren. Die Russen haben sich damals in Ostpreussen so schrecklich aufgeführt, wie es seit der Mongolen-Invasion des Mittelalters nicht mehr vorgekommen war.“

    “In vielen Fällen wurden die Deutschen – alte Männer, Bauern, Frauen und Kinder – auf der Stelle getötet. Die Frauen wurden zu Hunderttausenden geschändet und anschliessend ermordet. Dieses Schicksal traf gleichermassen 8jährige Mädchen und 80jährige Frauen, auch Hochschwangere wurden nicht verschont.

    Die sich wehrten wurden erschossen oder es wurde ihnen die Kehle aufgeschlitzt. Viele Frauen und Mädchen wurden so oft vergewaltigt, dass sie an den Folgen starben.”

    Alle diese, dokumentarisch belegten, Greuel sind ein Tabu in der heutigen deutschen Gesellschaft, es wird in den Medien nicht darüber berichtet.

    UND: Mitten in Berlin erhebt sich nach wie vor ein protziges sowjetisches Sieges-Ehrenmal!

    UND: Erst kürzlich wurde der ehemalige sowjetische Stadtkommandant - ohne nennenswerte öffentliche Proteste - zum Ehrenbürger der deutschen Hauptstadt ernannt.

    Man denke nur: Mitten in Paris ein deutsches Siegesmal, der deutsche damalige Stadtkommandant Ehrenbürger von Paris....

    “Oftmals rollten in dem blutigen Januar 1945 sowjetische Panzer einfach brutal über ganze Flüchtlingskolonnen hinweg, mit ihren Ketten die Pferde, die Wägen, die Menschenleiber in den Morast des Weges stampfend.

    Als die Sowjet-Armee ostpreussische Ortschaften besetzte, gerieten ihre Soldaten in viehische Orgien der Folter, des Raubes, des Mordes, - so bestialisch, dass es hier nicht beschrieben werden kann. Manchmal kastrierten sie Jungen und Männer, bevor sie sie umbrachten. Manchmal stachen sie die Augen aus oder verbrannten ihre Opfer lebendig. Junge Frauen wurden lebend an Scheunentore genagelt, um dann gefoltert zu werden.

    “TÖTET! TÖTET!” hetzte 1945 Ilja Ehrenburg: ”In der deutschen Rasse ist nichts, als nur das Schlechteste; kein einziger von ihnen, nicht einmal die Ungeborenen in den Bäuchen ist nicht böse! Folgt den Aufrufen unseres Kameraden Stalin. Stampft nieder die faschistische Bestie ein für alle mal – greift sie in ihrer Höhle! Übt Gewalt und brecht den Rassen-Stolz der deutschen Frauen, nehmt sie als unsere rechtmässige Beute! TÖTET! Wenn ihr vorwärts stürmt, TÖTET – ihr ruhmvollen Soldaten der Roten Armee”

    Die Besatzungen sowjetischer U-Boote und Flugzeuge waren willige Zuhörer dieser Hasstiraden. Je mehr Deutsche sie umbringen konnten, umso besser. Und da machten sie keinen Unterschied, ob ihre Opfer Soldaten waren oder Frauen und Kinder.

    Um 9 Uhr abends,
    als die WILHELM GUSTLOFF mit ihren 10.000 Flüchtlingen an Bord 13 Seemeilen vor der Küste Pommerns stand, wurde sie von drei Torpedos des Sowjet-U-Bootes S-13 unter dem Kommando von Kapitän A.I.Marinesko getroffen und versank 90 Minuten später.

    Obwohl sehr bald Hilfsschiffe auftauchten, deren Matrosen im selbstmörderischen, heroischen Einsatz, Überlebende suchten, konnten nur 1.100 gerettet werden, der Rest – mehr als 9.000 Frauen, Kindern und kriegsverletzte Soldaten – ertranken in den eisigen Fluten der Ostsee.

    Einige Tage später, am 10.Februar 1945, versenkte das gleiche sowjetische U-Boot das deutsche Hospital-Schiff GENERAL VON STEUBEN, und 3.500 verwundete Soldaten, die noch vor dem mörderischen Zugriff der Russen hatten gerettet werden können, ertranken.

    Den Sowjets, von der teuflischen Propaganda verblendet, bedeutete das Zeichen des Roten Kreuzes nichts. Am 6.Mai wurde das deutsche Fahrgastschiff GOYA, das Teil der Rettungsflotte war, von einem anderen sowjetischen U-Boot torpediert, und wieder versanken 6000 hilflose, unschuldige Flüchtlinge aus Ostpreussen im Meer.

    Der Mangel an Wissen – in den USA und in Europa – über diese schrecklichen Schiffsunglücke bei Kriegsende ist enorm. Und dieses Unwissen, diese Ignoranz rühren her, von der Politik der kontrollierten Medien, die diese Katastrophen in die Kategorie der NICHT-Ereignisse eingestuft haben.

    Es sind die gleichen Medien, die die Ermordung von 12000 polnischen Ofizieren in KATYN lange Zeit den bösen Deutschen in die Schuhe schieben wollten,” -

    (diese Doktrin wirkt immer noch nach, so dass inzwischen die Deutschen selbst von sich glauben, dass sie allein böse und alle anderen Völker gut waren.)

    “So wurde in den letzten Monaten des Krieges den Amerikanern und den mit ihnen verbündeten Europäern auch verschwiegen, welche Greuel die Sowjets bei ihrem Vormarsch in Ostdeutschland anrichteten.

    Nach dem Sieg der Allierten begannen man dann nur noch vom HOLOCAUST zu sprechen und wollte nicht, dass die Amerikaner und Europäer beide Seiten des Konflikts sehen sollten.

    Es war nicht erwünscht, auch in den Deutschen Opfer zu sehen. Nach wie vor waren alle Deutschen BÖSE und alle ehemaligen Allierten GUT.

    Und so gibt es eine Konspiration des Schweigens über DEUTSCHE Opfer in den amerikanischen (und den europäischen) Medien.

    Das ist der Grund, warum Hollywood 200 Millionen Dollar aufbrachte, um den Film TITANIC zu produzieren, aber nie daran denken würde einen Film herauszubringen, der sich mit dem Schicksal der WILHELM GUSTLOFF, der GOYA, der GENERAL VON STEUBEN beschäftigt.

    Die Wahrheit zählt eben nicht, nur die verordnete, aufwendig vorgebrachte, Lüge. Für die Leute, die Clinton und Schröder gewählt haben, sind die Sowjets die guten Burschen und die Deutschen, die bösen – und das aus ideologischen Gründen.

    Gangsterei, Massenmord und das Versenken von Flüchtlingsschiffen, sind keine wirklichen Verbrechen, wenn sie von den Kommunisten gegen die “Nazis” verübt wurden.”

    Es ist symptomatisch, dass dieser Artikel aus den USA, von einer unabhängigen Radiostation stammt. Auch die nun folgende Dokumentation ist amerikanischen Ursprungs.

    Die Deutschen haben offenbar furchtbare Angst, sich ihrer eigenen Toten - auch ihrer toten Schiffe - würdig zu erinnern.

    Ein Armutszeugnis.

    Der ehemalige Gegner hält die Ehre, die Tradition des Besiegten aufrecht. Tiefer kann ein Volk wohl kaum sinken.







    In der bitterkalten Nacht des 30. Januar 1945, verliess das frühere KDF Schiff WILHELM GUSTLOFF, das nun als Unterkunft für die Kriegsmarine diente, das ostdeutsche Gotenhafen und setzte Segel, um den relativ sicheren Westen zu erreichen, noch vor den aus dem Osten andrängenden, bestialisch mordenden, sowjetischen Horden.

    Die GUSTLOFF, ursprünglich bestimmt, 1.850 “Kraft durch Freude”-Ausflügler zu transportieren, beherbergte nun, auf engstem Raum zusammengedrängt, 10.582 Flüchtlinge, - verwundete Soldaten, Seeleute, Schwerverletzte, Kranke, Alte, Frauen und Kinder, sowie sehr viele Krankenschwestern, die im ehemaligen Schwimmbad untergebracht waren.


    Als das fahle Morgenlicht des 31.Januar 45 über die eisigen Wasser der Ostsee hereinbrach, vermochte es nicht mehr auf die Decks der GUSTLOFF zu fallen, denn in dieser Nacht war sie, getroffen von drei Torpedos eines Sowjet-U-Bootes, in weniger als 50 Minuten gesunken, mit sich 9.343 Leben in die Tiefe reissend.

    Dieser Verlust war die grösste Schiffstragödie aller Zeiten.

    Die WILHELM GUSTLOFF (25.484 BRT)
    lief 1937 vom Stapel, als das Kron-Juwel der KDF Flotte. Die Nazi-Partei hoffte mit der “Kraft durch Freude”-Organisation dem kleinen Mann die touristischen Freuden zu öffnen, die zuvor nur den Reichen zugänglich gewesen waren.

    Nahezu 2 Jahre hindurch segelte die WILHELM GUSTLOFF auf Kreuzfahrt-Routen im Atlantischen Ozean, in der Nordsee, im Mittelmeer
    und brachte Tausenden Urlaubern Freude und Erholung.

    Dann, im Mai 1939, transportierte sie, zusammen mit fünf anderen Schiffen, die LEGION CONDOR aus Spanien zurück nach Deutschland.

    In Hamburg wurden die Schiffe mit einer prächtigen Segelschiff-Parade empfangen, an der auch die Panzerschiffe Admiral Graf Spee und Admiral Scheer teilnahmen.

    Am 22. September 1939 wurde die WILHELM GUSTLOFF als Hospital-Schiff für die Kriegsmarine eingerichtet
    und vollkommen weiss angestrichen, mit einem grünen Band um die Längsseite und verschiedenen grossen roten Kreuzen auf Deck und an den Seitenwänden.

    Der erste Einsatz für das grosse Schiff war in Danzig-Neufahrwasser am Ende des Polen-Krieges. Die ersten Verwundeten an Bord waren 685 Soldaten der geschlagenen polnischen Armee.

    Die GUSTLOFF versah den Krieg über ihren Dienst weiter in der Danziger Region und diente bei Kriegsende zusammen mit den grossen, ehemaligen Fahrgastschiffen STUTTGART, DER DEUTSCHE, ROBERT LEY, OCEANA, GENERAL VON STEUBEN, GOYA, zum Abtransport der Millionen Deutscher, die vor der sowjetischen Soldateska flohen.


    Vom Mai bis Juli 1940 war die GUSTLOFF im norwegischen OSLO als Hospitalschiff stationiert. Sie verliess Oslo am 2. Juli mit 563 Verwundeten Richtung Stettin. Im Sommer 1940 war die GUSTLOFF an den Vorbereitungen der Invasion Englands beteiligt.

    Am 20. October 1940 segelte das Schiff wieder nach Oslo und nahm dort 414 Verwundete an Bord, um sie nach Swinemünde zu transportieren.

    Kurz danach endete ihre Rolle als Hospitalschiff und sie wurde nach GOTENHAFEN beordert, um dort als schwimmende Unterkunft für Marinesoldaten zu dienen. In Gotenhafen lag sie, hässlich grau angestrichen, über vier Jahre.

    Dann, im Januar 45, nahm sie Teil an der grössten Seerettungs-Aktion der Geschichte, - dem Transport von Millionen von Flüchtlingen über die Ostsee in den rettenden Westen Deutschlands.

    Nahezu alle früheren KDF_Schiffe, zusammen mit zahllosen kleinen Schiffen, Frachtern, Torpedobooten und Zerstörern waren beteiligt. Die grössten Schiffe waren die folgenden: CAP ARCONA (27.561 BRT), ROBERT LEY (27.288), HAMBURG (22.117), HANSA (21.131),

    DEUTSCHLAND (21.046),


    POTSDAM (17.528), Pretoria (16662), Berlin (15286),

    General von Steuben (14660),
    Monte Rosa (13882), Antonio Delfino (13589), Winrich von Kniprode (10123),

    Ubena (9554),

    und die Goya.

    Auf diese Weise konnten über 2 Millionen Flüchtlinge über das Meer gerettet werden, die sonst in der Mehrzahl den sicheren Tod gefunden hätten.

    Von diesen 2 Millionen sind auf See ungefähr 25 bis 30.000 gestorben, hauptsächlich beim Untergang der WILHELM GUSTLOFF und der GOYA, welche zusammen etwa 15.000 mit in die Tiefe rissen.

    Bedenken wir die Masse der Menschen, die gerettet werden mussten, die schrecklichen Bedingungen der Aktion, so müssen wir diese seemännische Leistung der deutschen Marine hoch anerkennen.

    Für den 30. Januar 1945 sind in Gotenhafen die Abfahrten der »Hansa« (21 131 BRT) und der »Wilhelm Gustloff« (25 484 BRT) vorgesehen.Das Motorschiff »Wilhelm Gustloff« ist, wie gesagt, ein imposanter KdF-liner. Die Konturen des hohen, hellen Rumpfes erscheinen riesengroß und verschwimmen mit dem Schneetreiben.
    Durch die großen Seitenpforten bewegt sich die lange Schlange der Flüchtlinge in das hell erleuchtete Innere, wo sie von Marineangehörigen wahrgenommen werden.

    Das Schiff summt vor Energie wie ein Bienenkorb, das Stimmengewirr vermischt sich mit den Geräuschen der Hilfsdiesel und der Lüfter. Die vielen Soldaten an Bord gehören zur 2. Unterseeboots-Lehrdivision, die ihren Stützpunkt Oxhöft räumt und nach Westen verlegt.

    Auf der Reede von Gotenhafen, und wenn es aufklart, zeitweilig über die Außenmolen hinweg sichtbar, ankert die »Hansa« der Hamburg-Amerika Linie. Ein dunkler Schiffsrumpf der New York-Klasse mit vier Masten.

    Beide Schiffe haben jahrelang in Gotenhafen zugebracht und unterstehen zu Wohnzwecken dem Führer der U-Boote (Ausbildung), der auch für die Überfahrt zuständig ist. Eigene Geleitfahrzeuge sind bereitgestellt. Man hat alles einige Tage vorher auf einer Sitzung beim F. d. U. Ausbildung besprochen, aber als es dann soweit ist, muß »Hansa« zurückbleiben. Das Schiff hat sich bei der KMD Danzig mit 4000 Flüchtlingen als voll beladen abgemeldet. Darauf erhielt es von Fregattenkapitän Bartels den energischen Befehl, noch mehr Flüchtlinge zu laden, »bis kein Platz mehr frei ist«. Seine Abfahrt verzögert sich.

    Am Mittag des 30. Januar 1945 ist »Wilhelm Gustloff« seeklar. Der große Passagierdampfer ist bis zum letzten Winkel mit Menschen gefüllt, die glücklich sind, eine derart bequeme Fahrgelegenheit gefunden zu haben. Als militärischer Leiter befindet sich Korvettenkapitän Wilhelm Zahn an Bord, der Kommandeur der 2. Abteilung der Unterseeboots- Lehrdivision. Vormals Kommandant von »U 56« und »LT 69« hat er in der Nordsee und im Atlantik Versenkungserfolge aufzuweisen.

    Für die Überfahrt der »Wilhelm Gustloff« hat Zahn die Signal- und Schlüsselmittel beschafft, die Flakwaffen, Rettungsgeräte und anderes. Wie er später dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine gegenüber aussagt, sieht er seine Aufgabe darin, die zivile Schiffsführung in allen militärischen Fragen zu unterstützen und ihr Ratschläge zu erteilen.

    Der eigentliche Führer der »Wilhelm Gustloff« ist der 63jährige Kapitän Petersen. Ihm sind kurz zuvor zwei jüngere Fahrkapitäne beigegeben worden. Das seemännische Personal, auf das allernötigste verringert, besteht vorwiegend aus Kroaten. Nur einige Schlüsselstellungen sind von Deutschen besetzt. Korvettenkapitän Zahn gilt nicht als Vorgesetzter der zivilen Schiffsführung. Er hat in dieser Beziehung keine schriftlichen Befehle erhalten und sagt später ganz logisch aus: »Es ist naturgemäß schwierig, ohne höhere Weisung einem 63jährigen Kapitän, der in fast fünfzigjähriger Seefahrt an die alleinige Verantwortung für sein Schiff erzogen wurde, Befehle zu erteilen.« Er weiss überdies aus vielen früheren Geleitfahrten, daß die Kapitäne ihre Schiffe alleinverantwortlich gefahren haben. Sonderbefehle über das Verhalten auf den Zwangswegen, wie Zick-ZackFahren und dergleichen liegen nicht vor. Über die U-Bootlage hatte sich Zahn gesprächsweise informiert, demnach waren im fraglichen Seegebiet keine feindlichen U-Boote festgestellt worden. Eine Warnung ist jedenfalls nicht ergangen.

    Kurz vor dem Ablegen telefoniert Zahn noch mehrmals mit dem F.d.U. -Ausbildung. Er wird angewiesen, ohne die »Hansa« in Begleitung von Torpedoboot »Löwe« und »Torpedofangboot 1« abzumarschieren, und es wird ihm bestätigt, daß der Tiefwasserweg nach Westen zu wählen ist.

    Um 13.00 Uhr wirft »Wilhelm Gustloff« von der Pier los und passiert kurz darauf die große Molenausfahrt von Gotenhafen. An der Ansteuerungstonne erwartet die Schiffe ein Minengeleitfahrzeug, das vor ihnen den Weg absucht und sie sicher nach Hela bringt. Achteraus verschwindet das Schiff im Schneetreiben.

    Die Wettervoraussage lautet: West-Nord-West 6 bis 7, abends auf West drehend und abflauend auf 5, Seegang 4, Schneefall, Sicht 1 bis 3 Seemeilen, leichter bis mäßiger Frost.

    Hinter Hela auf sich selbst gestellt, läßt Korvettenkapitän Zahn »Löwe« und »TF 1« links und rechts vorauslaufen und U-Boot-Sicherung fahren. Doch die schon tagelang aufgewühlte See macht den kleinen Geleitfahrzeugen schwer zu schaffen. Wie ein Hammer schlägt sie auf ihnen herum. Schon bald signalisiert »TF 1« -”Habe einen Riß in der Schweißnaht, Wassereinbruch, erbitte Entlassung nach Gotenhafen.”

    Jetzt sind sie nur noch zu zweien: »Wilhelm Gustloff« und Torpedoboot »Löwe«. Den Befehl vor dem großen Liner Zick-Zack zu fahren, kann das Torpedoboot praktisch nicht ausführen. Es macht nur kleine Schläge und kämpft schwer mit dem von vorne kommenden Seegang. Deck und Aufbauten vereisen.

    Für »Wilhelm Gustloff« ist es ja die erste Reise nach einer Pause von etwa fünf Jahren. Der kompakte 25 000-Tonner rührt sich in dem schweren Seegang kaum. Aus der Perspektive der hohen Brücke und der Promenadendecks verliert die See viel von ihrer Wildheit, und es sieht von hier so aus, als kröche das KdF-Schiff nur eben dahin. Die Rettungsboote sind nicht ausgeschwungen, sie hängen friedensmäßig in ihren Halterungen.


    Korvettenkapitän Zahn spricht mit der Schiffsleitung, die ihm unter anderem erklärt, daß sie nach ihren Anweisungen nicht mehr als 12 Knoten laufen dürften. Zick-Zack gefahren haben sie noch nie, und vom Zwangsweg abkommen sollen sie auch nicht. So zieht man denn dahin. Der trübe Wintertag geht bald zu Ende. Dämmerung und Dunkelheit senken sich über das Meer, über “Wilhelm Gustloff« und Torpedoboot »Löwe« und auch über andere deutsche Schiffe, die sich in der Nähe befinden, wenn man sie auch nicht sieht.

    Russische Aussage: “Am 30. Januar 1945 kreuzte das russische LT-Boot »S-13«



    (Korvettenkapitän A.I.Marinesko) im Bereich des Leuchtturms Hela. Um 21.10 Uhr (russischer Zeit) entdeckte der Wachhabende, Komsomolez Bootsmann 2. Klasse Vinogradov, feindliche Schiffe, welche langsam aus der Danziger Bucht herausfuhren. Sie bildeten einen Konvoi.

    Marinesko beschloß, die Dunkelheit und den starken Seegang nutzend, sich dem Konvoi zu nähern und ein besonders kostbares Objekt für den Angriff herauszusuchen. Es wurde angeblasen, und das LT-Boot ging im vorgefluteten Zustand, allmählich die Geschwindigkeit steigernd, auf Parallelkurs. »S-13« lief nun 370 - 460 Meter von den feindlichen Schiffen entfernt. Mit großer Geschwindigkeit vorgeflutet zu laufen, so daß faktisch nur noch der Turm über der Wasseroberfläche blieb, war außerordentlich riskant. Die Möglichkeit des unverhofften Unterschneidens war nicht auszuschließen. Der Untergang drohte somit auch nicht nur denen, die sich auf der Brücke befanden, sondern auch der ganzen Besatzung, da das Turmluk offenblieb.

    Um so hartnäckiger fuhr das LT-Boot fort, sich den Schiffen des Konvois vorzusetzen. Anscheinend haben die Faschisten in der Dunkelheit den Turm des LT-Bootes für den Rumpf eines Kutters gehalten. Zudem war es dem Kommunisten Bootsmann 1. Klasse Volkow und Bootsmann 2. Klasse Vinogradov gelungen, die Erkennungssignale der feindlichen Schiffe abzufangen, so daß sich die sowjetischen LT-Boot-Männer sicher fühlten.


    Es war beschlossen, den Torpedoangriff auf das größte Transportschiff zu richten. »20 000, nicht weniger«, schätzte der Kommandant. Mit Spannung warteten die LT-Boot-Männer auf das Kommando »Feuer!« Endlich war man vor dem Ziel. »S-13« drehte zum Anlauf, und um 23.08 Uhr schoß der Kommandant einen Viererfächer .

    Gegen 21.00 Uhr saß Korvettenkapitän Zahn mit dem Kapitän des »Wilhelm Gustloff«, dessen 1. Offizier und einem der Fahrkapitäne zusammen. Dabei plädierte er noch einmal für höhere Fahrt und Zick-Zacken. Eine höhere Geschwindigkeit wurde abgelehnt mit dem Hinweis, daß eine, nur notdürftig gelaschte, von früheren Bombenangriffen herrührende, Schadenstelle an der Schraubenhose die höhere Belastung nicht aushielte. Für das Hin- und Herzacken wäre das 208 Meter lange Schiff mit seinen maschinellen Schwächen wiederum zu schwerfällig. Obendrein bestünde die Gefahr, vom schmalen Zwangsweg abzutreiben. Noch während dieses Gespräches, gegen 21.20 Uhr, gab es plötzlich nacheinander drei Detonationen. Das ganze Schiff schüttelte sich.

    Russische Aussage: » . . . Die Luft erzitterte von der gewaltigen dreifachen Explosion. Einer der Torpedos traf auf der Höhe des vorderen Mastes des faschistischen Transporters, der andere mittschiffs, der dritte unter dem achteren Mast. Der vierte Torpedo ging aus irgendeinem Grunde nicht vollständig aus dem Rohr und stellte für das LT-Boot eine tödliche Gefahr dar. Es genügte die Explosion einer Wasserbombe in der Nähe, um Hunderte Kilo Trinitrotoluol detonieren zu lassen. Aber »S-13« ging schon in die Tiefe. Kaum hatte der Torpedomechaniker, Komsomolez Bootsmann 1. Klasse Kurockin, das System des Torpederohres mit der Hauptpumpe verbindend, mit viel Anstrengung den vierten Torpedo in das Rohr hineingezogen, als die Wasserbomben anfingen”

    Zahn berichtet:

    “Das Licht ging aus. Der Notdiesel sprang sofort an und sorgte für ausreichende Notbeleuchtung. Das Schiff hatte sofort 5 Grad Backbordseite, die Back lag tiefer als normal. Brand war nicht entstanden. Alle Offiziere trafen sich auf der Brücke. Die Flüchtlinge erhielten Anweisung, auf das Oberdeck zu kommen. Keine Panik. UKW-Verbindung mit »Löwe«, wurde angewiesen, Wasserbomben zu werfen. Rote Sterne und Scheinwerferanrufe an alle in der Kimm sichtbaren Lichter. Es wurde versucht, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen. Unter größten Schwierigkeiten und Einsatz unserer Soldaten kamen nur 4—6 Rettungsboote zu Wasser. Die Blöcke waren vereist, und die Kroaten unter buntgemischten Mannschaft waren nicht anwesend.

    Allmählich schien sich eine Panikstimmung breitzumachen. Um die Menschen zu beruhigen, riefen wir ihnen zu, das Schiff würde auf Grund gesetzt. Ich befahl, die Schlüsselmittel zu vernichten. Das Schiff nahm während der ersten zwanzig Minuten nur wenig an Schlagseite zu. Bei etwa 15 Grad wurden die Menschen wieder unruhig. Wir riefen ihnen zu, daß das Schilf noch mehrere Stunden schwimmfähig bleiben würde.

    Als die Schlagseite etwa 25—30 Grad erreicht hatte und schneller zunahm, wurden wir uns klar darüber, daß es nicht mehr lange schwimmen würde. Das Oberdeck stand bald senkrecht, und es kam zur Panik.

    Gegen 22 Uhr durchlief die WILHELM GUSTLOFF plötzlich ein starkes Zittern. Der Rumpf legte sich ganz zur Seite, so daß die Decks senkrecht ins Wasser tauchten. Überall drang Wasser ein und gurgelnd versank das Schiff innerhalb weniger Minuten. Hunderten gelang es noch, ins Wasser zu springen. Aber es dauerte nicht lange, bis sie erfroren und untergingen.

    .Das Schiff sank sehr schnell, auf der Backbordseite liegend. Ich selbst arbeitete mich über die zahlreichen Rettungsflöße an einen Kutter heran, in dem etwa zehn Menschen sassen. Wir nahmen etwa 50 Menschen auf. Tausende saßen auf den Rettungsflößen, alles schrie um Hilfe. Es herrschte kein Seegang mehr, und die Dünung ließ nach.
    Ich brachte den Kutter an ein Torpedoboot (»T 36«), das plötzlich in unserer Nähe lag. Auch der schwere Kreuzer »Hipper« war erschienen, verließ die Unfallstelle aber, aus Furcht vor Torpedoangriffen, bald wieder.


    Auf »T 36« sagte mir der Kommandant, daß er zwei LT-Boot-Ziele im Ortungsgerät hätte. Das Backbord-Ziel kam näher. Der Kommandant entschloß sich sicherheitshalber abzulaufen. Kurze Zeit später mußte er einer Torpedolaufbahn ausweichen. »T 36« hat vorzügliches geleistet und verdient besondere Anerkennung. Das Boot lag 45 Minuten gestoppt und rettete. Dann hatte es 550 Menschen aufgenommen und war, da es außer der Besatzung schon 250 Flüchtlinge an Bord hatte, völlig überfüllt.

    »T-36« warf auf mein Anraten Schreckwasserbomben. Schießen mit Flakwaffen war nicht möglich, diese waren vereist. »Löwe« meldete starke Vereisung der Funkmeßgeräte bis zu Zentimeterdicke. Sämtliche Geräte nicht einsatzbereit.

    Noch einmal die Russen: » . . . Der angegriffene Transporter sank schnell tiefer. Es war das Motorschiff »Wilhelm Gustloff« mit 6100 Hitleristen an Bord, darunter 3700 Unteroffiziere und Matrosen-Spezialisten, die aus dem Übungszentrum der hitleristischen Flotte von Gotenhafen evakuiert wurden. Zum untergehenden Motorschiff stürzten sich der Schwere Kreuzer »Hipper«, die Torpedoboote »T 36« und »Löwe«, der Minensucher »M 341«, das Torpedofangboot »11 19« und der Dampfer »Göttingen«. Die Hitleristen vermuteten jetzt überall sowjetische LT-Boote, und »T 36« wich sogar zweimal sowjetischen Scheintorpedos aus. Von den an Bord der »Wilhelm Gustloff« befindlichen Menschen gelang es nur 904, sich zu retten”

    Die deutschen Ermittlungen ergaben nur 838 Gerettete. Auch sonst weichen die beiden Darstellungen etwas voneinander ab. So wäre nach dem russischen Text die »Wilhelm Gustloff« über Steuerbord gesunken. Es scheint sich dabei einmal um Übersetzungsfrage zu handeln, zum anderen kommt hinzu, daß der russische Bericht nicht von Marinesko direkt, sondern von einem dritten stammt (V. 1. Dmitriev, Atakujut podvodniki, 5. 249/53).

    Auf jeden Fall scheint das U-Boot seinen Angriff zwischen der Küste und dem KdF-Schiff gefahren zu haben. Von Marinesko und »S-13« werden wir, im Zusammenhang mit der Versenkung der “General von Steuben”, noch mehr hören. Was »Hipper« betrifft, so hatte der Schwere Kreuzer selbst schon 1377 Flüchtlinge und 152 Werftarbeiter an Bord, konnte nicht auch noch das Risiko eines Angriffs vom gleichen U-Boot auf sich nehmen und dampfte nach Kiel weiter, wo er wohlbehalten eintraf.

    Einer der Hauptgründe für die großen Verluste beim Untergang der »Wilhelm Gustloff« war die winterliche Jahreszeit. Die mit Schwimmwesten im Wasser Treibenden erstarrten in wenigen Minuten und starben, ehe sie gerettet werden konnten. Besondere Schwierigkeiten bereitete das Herablassen der Rettungsboote, die sich bei der starken Schräglage des Schiffes an der hohen Seite nicht mehr aussetzen ließen. Sie hätten bereits bei Beginn der Reise ausgeschwenkt werden müssen.

    Als ein Nachteil erwies sich die behelfsmäßige Funkausrüstung des Schiffes. Die kleinen von der Marine an Bord gebrachten Funkgeräte waren sogar noch auf eine ungebräuchliche Welle eingestellt. Der SOS-ruf erreichte Torpedoboot »Löwe« auf dem Funksprechwege und wurde erst von dort aus auf der üblichen Welle weitergegeben. In diesem Zusammenhang einen Auszug aus dem Kriegstagebuch der 10. Sicherungsdivision vom

    30. 1.:

    Um 23.00 Uhr einging folgender offener Funkspruch:

    Quadrat 9452 Schiff sinkt schnell — M 118 —M 118 hier nicht bekannt. Daher zuerst noch nicht feststellbar, welches Schiff gemeint ist. Erst die gegen 23.30 Uhr eingehenden Funksprüche geben Klarheit darüber, daß Wilhelm Gustloff um 22.18 Uhr auf 55 Grad 7,5 Nord und 17 Grad 42 Ost gesunken ist. Ursachen vorläufig unbekannt.

    Erst jetzt einläuft Fernschreiben FdU-Ausbildung G 93 vom 30. 1. daß Wilhelm Gustloff um 15.15 Uhr Hela Wachschiff auslaufend 4749 Personen an Bord unter Geleit T-Boot Löwe passiert hat. Es ist also bei der Sicherungsdivision der Untergang des Schiffes früher bekanntgeworden als seine Inmarschsetzung und sein Aufenthalt im eigenen Seegebiet Leiter Chef 2. Sicherungs-Flottiile”

    Unerklärlich bleibt, wie einige der Geretteten überleben konnten. Der Dampfer GÖTTINGEN passierte von Pillau kommend die Unglücksstelle kurz vor Mitternacht und nahm noch 27 Überlebende auf, die über zweieinhalb Stunden bei minus 15 Grad und Seegang 3 bis 4 im Wasser verbracht hatten.
    Gegen 1 Uhr morgens passierte die, selbst schwer angeschlagene und von »M 341« geschleppte »Gotenland« die von Trümmern übersäte Stelle und fischte aus Hunderten treibender Leichen eine Frau und einen Obermaat, die unter nassen Decken auf einem Floß überlebt hatten, - Flugzeuge einer Seenotstaffel fanden bei Hellwerden keine Lebenden mehr vor, ebenso erging es einer Räumboot-Flottile.


    Glück im Unglück hatte die in Gotenhafen zurückgebliebene »Hansa«. Nachdem sie sich mit 5000 Menschen an Bord endlich in Marsch gesetzt hatte, kam sie noch eben bis nach Hela, wo ihr das Hauptdampfrohr brach, dessen Reparatur sie bis zum Nachmittag des 31. Januar festhielt. Als es dann weiterging, begleitete sie ein altes Minensuchboot, das mit ausgefahrenem Gerät knapp fünf Knoten in der Stunde machte. Trotz der sehr geringen Geschwindigkeit und der damit verbundenen erhöhten Gefährdung, erreichte das große Schilf nach fünf Tagen unbehelligt seinen Bestimmungsort Kiel.

    Verglichen mit dem Minensucher, der vor der »Hansa« herlief, war das Geleit der »Wilhelm Gustloff« stark.

    Zur selben Stunde, in der die »Wilhelm Gustloff« torpediert wird, spricht Adolf Hitler anläßlich des 12. Jahrestages der Machtübernahme über den “Großdeutschen Rundfunk”. Es ist das letzte Mal, daß er sich auf diese Weise hören lässt, und er sagt unter anderem:

    “Das grauenhafte Schicksal, das sich heute im Osten abspielt . . . wird trotz aller Rückschläge und harten Prüfungen abgewehrt und gemeistert werden . . . Es ist aber deshalb erst recht unser unabänderlicher Wille, in diesem Kampf der Errettung unseres Volkes vor dem grauenhaftesten Schicksal aller Zeiten vor nichts zurückzuschrecken und unwandelbar und treu dem Gebot der Erhaltung unserer Nation zu gehorchen”

    Er sagt weiter wörtlich:» . . . Die Geister, die die Demokratien aus den Steppen Asiens gerufen haben, werden sie selbst nicht mehr los. Alle die kleinen europäischen Nationen, die im Vertrauen auf alliierte Zusicherungen kapitulierten, gehen ihrer völligen Ausrottung entgegen”

    ___________Nun ein weiterer Bericht mit zum Teil genaueren, neueren Angaben:

    Als die GUSTLOFF am 30. Januar 45 den schützenden Bereich von GOTENHAFEN verliess, war das Wetter sehr schlecht - Windstärke 7, es schneite, die Temperatur war 10 Grad unter Null und Eisschollen trieben im Wasser. Im eiskalten Meer gab es keine Überlebenschance.

    Die GUSTLOFF fuhr ohne Geleischutz gegen U-Boote, mit der einzigen Absicherung ihrer zwei Flak-Geschütze.


    Gemäss der Schiffsliste waren an Bord - 918 Marine-Offiziere und Mannschaften, 173 Mann Besatzung, 373 Marinehelferinnen, 162 Verwundete, und 4.424 Flüchtlinge. Das ergab eine Zahl von 6.050 Menschen. Das berücksichtigt aber nicht, die vielen Hundert, die ohne Zählung ihren Weg an Bord gefunden hatten.

    Neue Forschungen belegen, dass die Gesamtzahl zum Zeitpunkt des Untergangs exakt 10.582 betrug. Darunter waren 8.956 Flüchtlinge, 918 Offiziere und Mannschaften der 2. Unterseeboot-Lehrdivision, 373 Krankenschwestern, 173 militärische Hilfskräfte und 162 Schwerverwundete.


    Um 21.08 Uhr, am 30 Januar 45, trafen drei Torpedos eines Sowjet-U-Bootes unter dem Kommando von Alexander Marinesko, die GUSTLOFF, die sich sofort scharf nach Steuerbord überlegte. Dann wurden die Rettungswesten ausgegeben und SOS gefunkt.

    Gemäss dem Augenzeugen Oberbootsmann Karl Hoffman, traf das erste Torpedo am Bug, tief unter der Wasserlinie, das zweite Torpedo explodierte unter dem Bereich des (trockengelegten) Swimmingpools, in welchem die 373 Marinehelferinnen auf Matrazen lagen und tötete alle sofort. Das dritte Torpedo endlich traf den Maschinenraum.

    Sehr bald lag das Vorschiff unter Wasser und das Heck stieg steil auf. In weniger als 50 Minuten war das Schicksal des grossen Schiffes besiegelt, zusammen mit 9.343 Männern, Frauen und Kindern.

    Bewundernswerterweise wurden 1.239 Menschen durch den heroischen Einsatz der Besatzungen vieler kleiner Schiffe gerettet. Beteiligt waren das Torpedoboot T-36, das 564 rettete,
    Torpedoboot Löwe (Foto) – 472 Gerettete, Minensuchboot M 387 - 98, Minensuchboot M 375 - 43, Minensuchboot M341 – 37, Dampfer Göttingen – 28, Torpedofangboot TF10 – 7, Gotland – 2 und das Vorpostenboot 1703, das ein einjähriges Kind rettete.

    Aber für die Allierten waren nicht diese Soldaten sondern der russische Säufer und Massenschlächter Alexander Marinesko - der unbekannte “Held”.
    Durchaus möglich: - wenn die Briten etwas über diesen Russen gewusst hätten, hätten sie ihm wohl einen ihrer grössten Orden verliehen, denn er hatte ihnen enorme Verluste erspart. Denn es waren ja die Westmächte die den Seekrieg führen mussten, während die Russen meistens zu Lande kämpften. Aber nicht nur in England war Marinesko unbekannt, auch in der Sowjetunion war er nur einer kleinen Clique ein Begriff, vielleicht deshalb, weil seine Person, sein Charakter nicht in das ideologische Schema passte, das in seinem Heimatland einen echten “Helden” charakterisierte. Die meisten Umstände seines Schicksals nach dem Krieg verlieren sich im Dunkel. Hinter seinem Rücken wurde getuschelt, und wegen dieser Sachen kam er vor Gericht. Er wurde zu 3 Jahren Haft in Sibirien verurteilt. Seine letzten Jahre beendete er in äusserster Armut. Das Tabu, das ihn umgab, wurde erst aufgehoben, als Michail Gorbatschow 1990 Marinesko - 27 Jahre nach dessen Tod - den Titel “Held der Sowjetunion” verlieh, zusammen mit dem höchsten Militärorden, dem “Goldenen Stern”.




    Der Untergang der WILHELM GUSTLOFF war ohne Beispiel in der Seefahrtsgeschichte, wegen des grossen Ausmasses des Unglücks. Viele Schiffe sind gesunken,mit grauenhaften Opfern von Menschenleben, aber niemals zuvor sind soviele Menschen mit einem einzigen Schiff untergegangen.


    Das Leiden der Opfer war unbeschreiblich, es übertraf die Grenzen der Nation, der Zeit, aller Staatsgrenzen. Es war ein schrecklicher Verlust von menschlichem Leben, von dem heute nur ganz Wenige etwas wissen.



    Erst im Jahr 1955 kam ein deutscher Film heraus :

    NACHT FIEL ÜBER GOTENHAFEN,

    der die letzte Fahrt der WILHELM GUSTLOFF sehr genau und halbdokumentarisch nachzeichnete.

    Dann schrieb Heinz Schon ein Buch:

    “SOS WILHELM GUSTLOFF – Die grösste Schiffskatastrophe der Geschichte”


    Was von der WILHELM GUSTLOFF blieb,
    ist das zerbrochene Wrack in der Meerestiefe, das offiziell als Schiffsgrab fungiert, OFF LIMITS für die meisten Taucher. Bug und Heck sind gut erhalten, während die Mittel-Sektion sehr schwer beschädigt und in sich zusammengebrochen ist.



    Der NDR drehte eine Dokumentation, die das Wrack in der Tiefe zeigt und auch die Überlebenden
    und ihre Angehörigen, die jedes Jahr in Kap Arcona den Tag des Untergangs begehen.

  2. #182
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    Die Bismarck.

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    Geändert von O.v.Bismarck (26.03.2004 um 17:45 Uhr)
    Ich bin dankbar für schärfste Kritik, wenn sie nur sachlich bleibt.

    Otto von Bismarck (1815-98), preuß.-dt. Staatsmann, Gründer d. Dt. Reiches u. 1871-90 dessen erster Kanzler

  3. #183
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    Die Admiral Graf-Spee.

    O.v.B.
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  4. #184
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    Standard Panzerschiff Lützow




  5. #185
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    Personendampfer "Meißen"

    1885 Indienststellung als "König Albert"
    (= 27 Jahre vor "Titanic", 55 Jahre vor "Bismarck")
    1943 mit Tarnanstrich versehen, Kriegseinsatz zur Evakuierung ausgebombter Flüchtlinge aus Hamburg.
    2005 120jähriges Dienstjubileum!

  6. #186
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    @Miwori:

    Sehr schön!

    O.v.B.
    Ich bin dankbar für schärfste Kritik, wenn sie nur sachlich bleibt.

    Otto von Bismarck (1815-98), preuß.-dt. Staatsmann, Gründer d. Dt. Reiches u. 1871-90 dessen erster Kanzler

  7. #187
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    Standard Einen hab ich noch...


    Personendampfer "Leipzig"

    Baujahr 1929
    am 2.3.1945 von der 8.US-Luftflotte versenkt
    jedoch repariert und seit 1947 wieder in Fahrt

  8. #188
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    Standard SS Norway ex SS France



    Bild aufgenommen in Bremerhaven, 9. Januar 2004.
    IMHO das einzige Ansehnliche in dieser Stadt.

    Mehr Informationen: [Links nur für registrierte Nutzer]

    mfg,

    Chester :-:
    "Common sense and a sense of humor are the same thing, moving at different speeds. A sense of humor is just common sense, dancing." -- Clive James

    "You can have your theories, because you never had the clearance to know the facts."

  9. #189
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    Lancastria
    am 17.6.1940 vor St Nazaire mit schätzungsweise 6000-9000 Soldaten und Flüchtlingen an Bord von deutschen Bombern versenkt.
    2500 Überlebende.
    Opferreichster britischer Schiffsverlust aller Zeiten.

  10. #190
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    Normandie

    O.v.B.
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