Dazu folgende, sehr treffende Selbstaussage:
Zitat:
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"Ich habe (...) das Gefühl, ich schreibe immer denselben Roman noch einmal, noch einmal, noch einmal"
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Das Spätwerk Walsers ist nun mal schwer von Greisenerotik geprägt, sehr treffend die Wiki-Zusammenfassung von "Der Augenblick der Liebe":
Zitat:
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Wie schon in Das Schwanenhaus und in Jagd ist der Protagonist des Romans der mittlerweile in die Jahre gekommene Immobilienmakler Gottlieb Zürn („Zürn-Romane“). Er bekommt Besuch von der Studentin Beate Gutbrod, die während der Recherche für ihre Dissertation zwei Aufsätze Gottliebs über den französischen Philosophen Julien Offray de La Mettrie (1709–1751) gelesen hat und nun deren Autor persönlich kennen lernen möchte.
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Wies weitergeht, kann man sich natürlich denken. Und so sind irgendwie die meisten Walser-Bücher, Liebschaften angereichert mit Personal aus einem sozialen Milieu zwischen einer beliebigen Derrick-Folge und dem Walser natürlich bestens bekannten Feuilleton. Gut: das war schon bei "Ehen in Philippsburg" nicht anders, nur wirkte es da noch frisch. Auch das "fliehende Pferd" gefiel mir ganz gut.
Dennoch, der letzte Roman, wo ich Lust bekam, ihn zu lesen, war "Tod eines Kritikers". Und subtrahiert man die künstliche Aufregung darüber weg, war das tatsächlich ein ordentlicher, recht boshafter Schlüsselroman.
Nun soll der neueste Roman etwas düsterer angelegt sein, höre mir aber lieber erst mal an, was andere so darüber schreiben.