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| Ausland Äußere Sicherheit - Die Welt - Internationales - Außenpolitische Themen |
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17.07.2010, 15:01
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#1
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Jäger der Nacht
Registriert seit: 01.06.2008
Ort: im ehem. amerikanischen Sektor von Berlin
Beiträge: 14.612
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Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Zitat:
Die Enteignungswelle von Venezuelas Präsidenten Chávez macht auch vor deutschen Unternehmen nicht halt. Als Erstes hat es eine Fabrik der Kaffeedynastie Rothfos erwischt. Sie wartet noch immer auf ihre Entschädigung - und die Fabrik steht nun still.
Jeden Morgen fällt es Maria Sanchez* schwer, vor die Tür zu gehen. Nur 200 Meter von ihrem kleinen, blau gestrichenen Haus in Rubio steht ein Stück Vergangenheit, an das sie nicht mehr erinnert werden möchte: die deutsche Kaffeefirma Cafea. 13 Jahre ist sie jeden Tag den kleinen Weg hinunter zur Fabrik gelaufen, hinein in die Produktionshalle, in der Instantkaffee produziert wurde. Seit einigen Monaten ist alles anders. Maria wurde rausgeworfen - nicht von ihren Chefs, sondern von ihren Kollegen. Die hatten die Fabrik besetzt, später wurde sie verstaatlicht.
Die deutsche Botschaft in Caracas hält sich zu dem Thema bedeckt. Zu heikel sind die Verhandlungen über Entschädigungen. Bis heute haben weder Cafea noch Kakaoproduzent Rosenberg auch nur einen Bolivar bekommen. Rosenberg hat bereits resigniert. An eine Entschädigung glaubt er nicht.
"Man kann nichts machen, kann nirgends hingehen, kann keinen Richter anrufen", sagt er. "Die Polizei ist die Regierung, die Richter sind die Regierung. Man muss froh sein, dass sie einen am Leben lassen. Eigentum zu besitzen ist in Venezuela ein Verbrechen."
Am 3. November wird aus der Furcht Gewissheit. Mitten in der Nacht wird Bebensee in Hamburg aus dem Bett geklingelt. Chávez hat Ernst gemacht, die Fabrik verstaatlicht. Die sozialistische Revolution des Präsidenten hat aus dem Kaffeeimperium ein Stück herausgerissen.
In Rubio wird gefeiert. Die Maschinen laufen wieder - doch nur für kurze Zeit. Die Regierung hat keine Skrupel, die zuvor beschlagnahmte und bereits bezahlte Ware aus Nicaragua zu verarbeiten. "Das hatte schon hohen Unterhaltungswert", sagt Bebensee. Als die Ware verbraucht ist, macht sich wieder die Kaffeeverknappung bemerkbar.
Jeden Tag sieht Maria zwar Arbeiter in die Firma laufen. Am Zaun haben Bilder von Chávez die Firmenschilder ersetzt. Vor der Fabrik stehen Wachmänner, "Chávez' Männer", sagt Maria. Aber die Maschinen laufen nicht. "Die gehen da rein und spielen wahrscheinlich Karten. Produziert wird auf jeden Fall nichts. Und dafür werden sie auch noch bezahlt!" Die Arbeiter verdienen den gesetzlichen Mindestlohn, 1200 Bolivar, umgerechnet 230 Euro, sagt Maria.
Sie gehört zu den Verlierern der Verstaatlichung, wie viele ehemalige Angestellte von Cafea. Die Chancen auf einen neuen Job stehen schlecht. An der Grenze zu Kolumbien leben viele vom illegalen Handel mit Benzin, Drogen und Lebensmitteln. Alles, womit sich Geld machen lässt, wird geschmuggelt und verkauft. Viel Industrie gibt es hier nicht, Arbeitsplätze sind rar.
Längst erntet Chávez nicht mehr nur Zustimmung. Die Stimmung in Teilen der Bevölkerung kippt. Die Folgen von Chávez' Politik sind desaströs. Das Wachstum lahmt, Arbeitslosigkeit und Inflation steigen. Die Preise für Lebensmittel legten 2009 um 40 Prozent zu. Aus Angst vor Verstaatlichungen sind die ausländischen Investitionen eingebrochen.
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zu lesen hier
Die vier Seiten der ruhmreiche Geschichte vom Sozialismus sollte man sich ruhig mal durchlesen.
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Ich sehe schwarz,
daß wir unter der roten Herrschaft
goldene Zeiten erleben werden !
Geändert von henriof9 (17.07.2010 um 15:08 Uhr).
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17.07.2010, 15:04
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#2
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Mitglied
Registriert seit: 18.03.2006
Beiträge: 9.402
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
.
dieser mann ist einmalig hochgradig begabt.
man sollte ihn (ver)feuern.
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17.07.2010, 15:05
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#3
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Sommer, hau ab!!!
Registriert seit: 23.11.2008
Ort: Colonia
Beiträge: 3.611
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Chavez, den ich eigenlich als Patrioten und Schutzherrn der kleinen Leute schätze, macht sicher einen Fehler, wenn er die Verstaatlichung übertreibt.
Er sollte sich auf die Ölindustrie konzentrieren. Dies ist die Schlüsselindustrie und es liegt im nationalen Interesse, dass sie in staatlicher Hand liegt.
Der Staat ist ein schlechter Unternehmer. Das ist eine Erfahrung, die man überall auf der Welt macht. Verstaatlichung nur, wenn es gar nicht anders geht.
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Angebot und Nachfrage... das ist es, worauf ihr Menschen des nächsten Jahrhunderts stolz sein werdet. Friedrich Nietzsche
Geändert von Bettmaen (17.07.2010 um 15:15 Uhr).
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17.07.2010, 15:17
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#4
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Mitglied
Registriert seit: 22.02.2008
Beiträge: 7.113
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Abwarten.
In ein paar Jahren ist das Land wirtschaftlich irgendwo bei Somalia oder Simbabwe angekommen.
Wenn dann um Geld gebettelt wird, werden auch die Enteignungen auf den Tisch kommen.
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17.07.2010, 15:19
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#5
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Admiral der AUA-Truppe
Registriert seit: 01.02.2005
Ort: Homburg/Saar
Beiträge: 23.507
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Zitat:
Zitat von Stadtknecht
Abwarten.
In ein paar Jahren ist das Land wirtschaftlich irgendwo bei Somalia oder Simbabwe angekommen.
Wenn dann um Geld gebettelt wird, werden auch die Enteignungen auf den Tisch kommen.
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Wir sind ebenfalls auf dem Weg in Richtung Somalia. Wir haben auch nichts mehr zu bieten.
__________________
Lupus Unser, geheiligt sei Neugermanien und mit ihm seine Unternehmer, dein Reich komme und mit ihm seine Bürger! Amen.
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17.07.2010, 15:21
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#6
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Mitglied
Registriert seit: 18.05.2007
Ort: Im Ländle
Beiträge: 20.762
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Was sagt eigentlich Bundesmerkel dazu? Sonst ist sie ja schnell dabei wenn irgendwo was passiert.
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17.07.2010, 15:22
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#7
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Admiral der AUA-Truppe
Registriert seit: 01.02.2005
Ort: Homburg/Saar
Beiträge: 23.507
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Zitat:
Zitat von Stadtknecht
Abwarten.
In ein paar Jahren ist das Land wirtschaftlich irgendwo bei Somalia oder Simbabwe angekommen.
Wenn dann um Geld gebettelt wird, werden auch die Enteignungen auf den Tisch kommen.
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Wir sind ebenfalls auf dem Weg Richtung Somalia. Wir haben auch nichts mehr zu bieten.
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Lupus Unser, geheiligt sei Neugermanien und mit ihm seine Unternehmer, dein Reich komme und mit ihm seine Bürger! Amen.
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17.07.2010, 15:37
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#8
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Jäger der Nacht
Registriert seit: 01.06.2008
Ort: im ehem. amerikanischen Sektor von Berlin
Beiträge: 14.612
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Zitat:
Zitat von Deutschmann
Was sagt eigentlich Bundesmerkel dazu? Sonst ist sie ja schnell dabei wenn irgendwo was passiert.
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Bisher hält sich die deutsche Regierung noch stark zurück, es könnte die Entschädigungszahlungen gefährden. 
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Ich sehe schwarz,
daß wir unter der roten Herrschaft
goldene Zeiten erleben werden !
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17.07.2010, 15:40
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#9
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Mitglied
Registriert seit: 18.05.2007
Ort: Im Ländle
Beiträge: 20.762
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Zitat:
Zitat von henriof9
Bisher hält sich die deutsche Regierung noch stark zurück, es könnte die Entschädigungszahlungen gefährden. 
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Unsere Regierung hält sich zurück?. Na toll. Der Ami hätte jetzt bestimmt wieder Atomwaffen gefunden.
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17.07.2010, 15:44
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#10
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Selberdenker
Registriert seit: 01.08.2006
Beiträge: 36.125
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AW: Chávez' Enteignungskurs trifft deutsche Kaffeefirma
Zitat:
Zitat von Bettmaen
Chavez, den ich eigenlich als Patrioten und Schutzherrn der kleinen Leute schätze, macht sicher einen Fehler, wenn er die Verstaatlichung übertreibt.
Er sollte sich auf die Ölindustrie konzentrieren. Dies ist die Schlüsselindustrie und es liegt im nationalen Interesse, dass sie in staatlicher Hand liegt.
Der Staat ist ein schlechter Unternehmer. Das ist eine Erfahrung, die man überall auf der Welt macht. Verstaatlichung nur, wenn es gar nicht anders geht.
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Auch eine Schlüsselindustrie muß produzieren, instandgehalten werden und Erträge abwerfen, sonst ist sie für'n Arsch.
Ein Patriot und Schutzherr der kleinen Leute kann nur sein, wer die Wirtschaft nicht ruiniert.
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