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Vollständige Version anzeigen : "Dönermorde"..... NAZI-Hysterie und der Verfassungsschutz



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fatalist
10.12.2012, 07:38
dann hätte sich der Kontext aus dem Internetprotokoll ergeben und wäre längst in den Medien breitgetreten worden. Hat sich aber nicht.

Sicher, es sind alles Spekulationen. Sie hätte es ebenso gut per Telefon erfahren können, einer der Uwes ruft sie an, "wir sind entdeckt worden, machen jetzt Schluss. Zünde das Haus an. Verschicke die Paulchen Panter-Videos". Auch diese Info wäre wohl in die Medien gelangt. Ist sie aber nicht.

Im Grunde genommen wissen wir gar nichts.

Hellangel
10.12.2012, 08:19
Wenn ich doch nun als Zschäpe dort in das Wohnmobil gehe, die beiden Uwes erschieße, dann nehme ich doch zumindest das Geld aus dem Bankraub mit, was doch eh für sie mit bestimmt war. Denn nach dem Anzünden des Papierstapels und des öffnen der Gas-Herdplatte, hätte sie doch eh damit rechnen müssen, dass es verbrennt. Zudem hätte Zschäpe auch als langjährige erfahrende Camperin wissen müssen, dass der Gashahn nur dann anfangs funktioniert und Gas ausströmt, wenn man den Knopf fest eindrückt. Soweit ich mich erinnern kann, standen die Gashähne auf "Auf"....

solaris
10.12.2012, 16:55
Presseschau 10.12.2012

wie stand das doch schön in einem Blog:

Für den Rechtsstaat BRD ist es eine Katastrophe, egal wie es ausgeht: Entweder haben wir Staatsterrorismus "Made in Germany" oder aber total unfähige Sicherheitsdienste und eine politisch total vereinnahmte Justiz."
Das widerspricht einander nicht, und beide Aspekte beziehen jeweils nicht die Gesamtheit ein. Teile der Dienste, Teile der Polizei, Teile der Medien, Teile der Justiz, Teile der Politik. Wenn diese Teile gut geschmiert zusammenarbeiten, ist der Rest auf Lethargie, Unfähigkeit, Angst, Dummheit, Zeitnot, Compartmentism, Befehl und Gehorsam, vorauseilende Servilität, Karrieregeilheit usw. zurückzuführen.

Dazu gesellen sich dann noch Teile der Psychiatrie!

Mutmaßliche Rechtsterroristin Zschäpe soll psychiatrisch untersucht werden

10.12.2012

Beate Zschäpe wird Mittäterschaft an zehn Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds vorgeworfen. Die mutmaßliche Rechtsterroristin soll psychiatrisch begutachtet werden, bevor der Prozess gegen sie und vier weitere Personen stattfindet.
Karlsruhe - Die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe soll noch vor Prozessbeginn psychiatrisch untersucht werden. Damit solle ermittelt werden, ob die Voraussetzungen für eine Unterbringung in der Sicherungsverwahrung vorliegen, heißt es in einem Beschluss des Oberlandesgerichts München (OLG). Derartige Gutachten sind in solchen Fällen üblich.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-beate-zschaepe-soll-psychiatrisch-untersucht-werden-a-872067.html

NSU-Prozess beginnt offenbar "spätestens Mitte April"

Der Prozess gegen das mutmaßliche Mitglied der rechtsextremen NSU, Beate Zschäpe, und vier weitere Angeschuldigte soll offenbar spätestens Mitte April vor dem Oberlandesgericht München (OLG) beginnen.
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/detail/-/specific/NSU-Prozess-beginnt-offenbar-spaetestens-Mitte-April-429416036

Sprengstoffanschlag auf SPD-Politiker Edathy?

Hannover (mb). Auf den SPD-Politiker Sebastian Edathy soll in der Nacht zu Donnerstag ein Anschlag verübt worden sein. Medienberichte sprachen von einem „Sprengstoffanschlag“, dessen „Explosion“ sich gegen Edathys Büro im niedersächsischen Schaumburg gerichtet habe. Da der Halbinder Edathy politisch vor allem durch überzogene Forderungen nach noch mehr „Kampf gegen Rechts“ auffiel und zudem noch Vorsitzender des NSU-Ausschusses im Bundestag ist, war für einige von vornherein klar, wer hinter diesem unfassbaren Anschlag stecken muss.
Das konnte natürlich nur der „NSU“ oder gar die NPD gewesen sein, denn wie durch Zufall wurde gerade zu der Zeit auch die Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die Partei beschlossen (wir berichteten). Edathy, nach eigenen Angaben um Aufklärung der NSU-Mordserie bemüht, hatte auf seiner Facebook-Seite behauptet: „Die Polizei schließt einen Knallkörper aus und geht von einem Sprengsatz aus.“ Doch wie das Landeskriminalamt in Hannover nun mitteilte, handelte es sich offenbar lediglich um einen Feuerwerkskörper. „Es dürfte sich nach ersten Erkenntnissen um einen China- oder um einen sogenannten Polen-Böller handeln“, so ein Sprecher laut Agentur dapd.
Böller im Briefkasten, das klingt wohl eher nach einem Jungenstreich, wie er zum Jahresende in ganz Deutschland vorkommt. Doch während es alle anderen derartigen Fälle nicht mal ins Lokalblatt schaffen, sorgte dieser bundesweit für Schlagzeilen.
http://kompakt-nachrichten.de/2012/12/sprengstoffanschlag-auf-spd-politiker-edathy/

Mutmaßlicher NSU-Vertrauter André E. Zschäpes bester Kumpel

Keiner soll so nah an den Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds gewesen sein wie André E. Der 33-jährige Neonazi galt als vierter Mann der Terrorzelle. Doch die Beweise sind dünn - und seine Chancen, einer Haftstrafe zu entgehen, groß.

Als Beate Zschäpes Leben im Untergrund zusammenbrach, wählte sie André E.s Nummer. Er ging den Ermittlungen zufolge erst nicht an den Apparat, Zschäpe (http://www.spiegel.de/thema/beate_z/) drückte mehrfach die Wahlwiederholungstaste. Am 4. November 2011 um 15.29 Uhr sprachen sie eine Minute und 27 Sekunden miteinander, dann tippte André E. eine SMS an seine Frau Susann.
http://www.spiegel.de/panorama/nsu-helfer-andre-e-enge-freundschaft-zum-terror-trio-a-870265.html

Untergrundkämpfer
10.12.2012, 17:02
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5a7f91c54a9.0.html


HAMBURG. Bei der Explosion im Briefkasten des SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy handelt es sich offenbar doch nicht um einen Sprengstoffanschlag. „Es dürfte sich nach ersten Erkenntnissen um einen China- oder um einen sogenannten Polen-Böller handeln“, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts Hannover am Sonntag nach einem Bericht des NDR.

Edathy hatte nach der Explosion im Briefkasten seines Bürgerbüros im niedersächsischen Stadthagen in der Nacht zum vergangenen Donnerstag auf Facebook geschrieben: „Die Polizei schließt einen Knallkörper aus und geht von einem Sprengsatz aus. Der Staatsschutz ermittelt...“

Edathy: LKA ist eingeschaltet

Laut der Polizei Stadthagen gibt es bisher jedoch „überhaupt keine Hinweise darauf, daß die Tat einen aktuellen politischen Hintergrund haben könnte“, zitiert der NDR einen Sprecher. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden.

Edathy, der im Bundestag den Untersuchungsausschuß zur sogenannten Zwickauer Terrorzelle leitet, bedankte sich in einem weiteren Eintrag auf seiner Facebook-Seite für den Zuspruch, den er nach der Tat erfahren habe. Es sei gut, daß niemand in Stadthagen bei dem Vorfall verletzt wurde.

„Der zur Explosion gebrachte Briefkasten war aus Stahl. Die Splitter flogen meterweit. Inzwischen ist das LKA in Niedersachsen eingeschaltet. Die Ermittlungen bleiben abzuwarten.“

Erich von Stahlhelm
10.12.2012, 17:04
Ich habe die Presse-Berichte vom 4.11.2011 "Eisenach Banküberfall" gegoogelt um zu erfahren, ob Zschäpe es am 4.11.2011 um 15 Uhr schon aus den Medien hätte finden können: Banküberfall, Wohnmobil, 2 Tote.

Ergebnis: Ja, konnte sie, ab 14 Uhr. Am 5.11. rief sie die Eltern der Uwes an, da war "längst alles klar".




Diese Handydatenlöschung ist ja keine, die Daten sind beim BKA vorhanden. Sie korrespondiert jedoch mit den Aktenschredderungen zahlreicher Schlapphüte und Staatsschutz-Polizeibehörden, die auch nur als "einsammeln und verlagern" zu begreifen sind. Die Kopien einsammeln, konzentrieren und wegschliessen.

Warum: Weil die Tatsache verschleiert werden muss, dass der NSU von V-Leuten umzingelt, lückenlos überwacht wurde, wenn denn die 3 nicht sogar selber V-Leute waren. Die 3 wurden aber sozusagen "geopfert", um rechten Terror in Deutschland zu haben.
Käme die totale Überwachung der Dienste ans Licht, wäre der Staat entweder der Beihilfe durch Unterlassung an 10 Morden schuldig, oder es käme eben der grosse Schwindel "NSU" ans Tageslicht.



Hektik brach aus, weil Zschäpe nicht in der Verpuffung des Hauses in Zwickau starb, die Dritte durchführten.
Daher die Anrufe, das Chaos 4 Tage lang, die Todesangst Zschäpes, wegen der sie sich stellte.
KM, in Zwickau lief etwas total schief... so meine Vermutung.

Dieser ganze NSU Scheiß erinnert mich gerade wg. der Verfassungsschutzverstrickung an "Gladio" und die "Strategie der Spannung".
Nur das diesesmal rechter Terror für den Stimmungsumschwung in der Bevölkerung und die Akzeptanz Dieser gegenüber steigenden Überwachungsmaßnahmen
herhalten muß.

solaris
10.12.2012, 17:10
Zschäpe-Show statt NSU-Komplex?
10.12.2012
Rechte Gewalt und Neonazi-Terror sind ein mediales Konjunkturthema – eine altbekannte Weisheit. Seit dem Bekanntwerden des NSU-Terrors ist Kontinuität in die Berichterstattung eingezogen – dennoch wird zumeist nur ein Teil des Komplexes beleuchtet. Die Aufmerksamkeit scheint sich nun zunehmend auf die “Nazi-Braut” zu konzentrieren.
(...)
Besonders im Nachrichtengeschäft lassen sich die komplizierten und kleinteiligen Zeugenvernehmungen kaum in die vorgegebenen Formate pressen. Nachrichtenminuten in Radios oder kurze Filme sind eben nicht geeignet, um komplexe Sachverhalte zu erklären, sondern können zumeist lediglich frontal Informationen und Statements transportieren.

genau darum geht es aber,genau darum ,



Der NSU-Komplex Was die Berichterstattung weiterhin erschwert, ist die Komplexität der Materie: Es gibt keine zentrale These. Kleinster gemeinsamer Nenner ist bislang die „Pannen“-serie bei Polizei und Verfassungsschutz, wobei der Begriff Panne keinesfalls die Vorgänge, die Ausmaße eines tiefen oder sogar Staates im Staat aufweisen, treffend umschreibt, sondern verniedlicht. Das Versagen, das Wegschauen, die Kooperationen mit militanten Neonazis werden zu einem Versagen auf individueller Ebene – strukturelle, sehr grundlegende Probleme bei der Arbeit und Ausrichtung von Polizei und Geheimdienste werden so ausgeblendet. Nach der Reform des VS, die die Innenminister nun auf den Weg gebracht haben, und die faktisch eine Stärkung des Geheimdienstes bedeutet, scheint das Thema vorerst vom Tisch.
Viele Journalisten, Zuschauer und Leser dürften angesichts der Komplexität ohnehin längst den Überblick verloren haben, was den Stand in Sachen NSU-Aufarbeitung angeht. Und je näher der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte rückt, umso mehr scheint die “Nazi-Braut” (BILD) in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken. Eine personalisierte Berichterstattung ist einfach leichter zu vermitteln. Doch die Nachteile liegen auf der Hand: Geschichten über Zschäpe, die in der Zelle angeblich friert oder die auf einem BKA-Video ein paar Schritte vor und zurückgeht, bringen keinen Erkenntnisgewinn über den Skandal hinter dem Gesicht des Rechtsterrorismus’. Die BILD-Zeitung zitierte jüngst aus einem BKA-Papier, das aus dem Sommer 2012 stammt. Darin sind viele Details aufgeführt, die helfen können, sich ein Gesamtbild von Zschäpe zusammenzusetzen. Aber einzelne Informationen, wie beispielsweise, dass Zschäpe in Haft viel Videotext gelesen habe, haben kaum Relevanz oder einen Nachrichtenwert.


Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Journalisten weiterhin an dem NSU „dranbleiben“. Dafür brauchen sie aber Redaktionen, die Geld, Zeit und Raum für das Thema einsetzen. Was noch fehlt: eine große mediale, öffentliche Debatte über Alltagsrassismus. Diese blieb bislang aus – und ist auch nicht (mehr) in Sicht.
http://www.publikative.org/2012/12/10/zschape-show-statt-nsu-komplex/

Man hört eine große Portion Skepsis raus

fatalist
10.12.2012, 17:34
Dieser ganze NSU Scheiß erinnert mich gerade wg. der Verfassungsschutzverstrickung an "Gladio" und die "Strategie der Spannung".
Nur das diesesmal rechter Terror für den Stimmungsumschwung in der Bevölkerung und die Akzeptanz Dieser gegenüber steigenden Überwachungsmaßnahmen
herhalten muß.

Auch bei GLADIO wurden "Rechte" als tote Täter bevorzugt, Gundolf Köhler war "Einzeltäter" aus der Wehrsportgruppe Hoffmann.
Nur ihm lastete man das Oktoberfestattentat an. War sehr praktisch, dass er dabei starb.

Die Ähnlichkeiten zum NSU-Mörderselbstmordduo sind frappierend, und die GLADIO-Strukturen wurden niemals untersucht.

fatalist
10.12.2012, 17:38
Man hört eine große Portion Skepsis raus

Das altbekannte Spielchen der Linken, die Täterschaft der Uwes für die Dönermorde wird vorausgesetzt, und der VS beschützte sie.

fatalist
10.12.2012, 17:44
Wenn ich doch nun als Zschäpe dort in das Wohnmobil gehe, die beiden Uwes erschieße, dann nehme ich doch zumindest das Geld aus dem Bankraub mit, was doch eh für sie mit bestimmt war. Denn nach dem Anzünden des Papierstapels und des öffnen der Gas-Herdplatte, hätte sie doch eh damit rechnen müssen, dass es verbrennt. Zudem hätte Zschäpe auch als langjährige erfahrende Camperin wissen müssen, dass der Gashahn nur dann anfangs funktioniert und Gas ausströmt, wenn man den Knopf fest eindrückt. Soweit ich mich erinnern kann, standen die Gashähne auf "Auf"....

Zschäpe war zu 99,99% gar nicht dort. Zu viele Zeugen waren Rentner mit ungenauen Aussagen. Einer sah 3 Bankräuber, 3. Mann rennt aus Wohnmobil, dann war es auf einmal ne Frau, Anlieger hören Schüsse, Anlieger sehen Feuergefecht mit der Polizei, andere Anlieger hören gar nichts. Desinfo oder Alzheimer...

dodona
10.12.2012, 17:46
Im Grunde genommen wissen wir gar nichts.

stimmt. Gerade das Geschreibsel in den Medien ist für denn weit verbreiteten Zweifel verantwortlich. Einige Zweifel kann man mit einer gewissen Mühe verbunden ausräumen. Andere jedoch nicht.

Beispielsweise die Aussage von Böhnhardt's Mutter, wonach ihr Sohn gesagt hat, dass -laut Polizei- der Haftbefehl bereits unterwegs sei. Quelle ist ein Fernseh-Interview. Dabei hat der sogenannte Journalist Böhnhardt's Mutter noch nicht einmal gefragt, woher sie das denn wisse, denn schließlich hat sie sich -gemäß eigener Auskunft- praktisch beim Erscheinen der Polizei mit der Ermahnung an den Sohnemann, anwesend zu bleiben, damit ihm nichts Belastendes untergejubelt wird, verabschiedet und fuhr zu ihrer Arbeitsstelle.

Falls Böhnhardt's Mutter, die wie die Mehrheit der Bürger der Ex-DDR offensichtlich ziemlich ablehnend auf Marktwirtschaft, Freiheit und Demokratie reagiert, nicht alles frei erfunden hat, dann kann sie es nur von ihrem Sohn während eines verdeckten Treffen mit den untergetauchten Terroristen erfahren haben. Uwe Böhnhardt's Äußerung ist dann als Antwort auf die Kritik der Mutter, weshalb er sich -entgegen ihrer Ermahnung- entfernt und damit zugelassen hat, dass ihm belastendes Material untergejubelt wird, zu verstehen.

Nichts davon erregt das Interesse der mehrheitlich grünen und linksfaschistischen und damit dumpfbackig-blöden Absolventen pseudowissenschaftlicher sozial- und geisteswissenschaftlicher Studiengänge, die vom Staat gezüchtet werden und mehrheitlich zur Freude der Verleger-Kapitalisten für wenig Geld als bezahlte Schreiberlinge bei der bundesdeutschen Presse 'alternativlos' enden.

fatalist
10.12.2012, 17:59
stimmt. Gerade das Geschreibsel in den Medien ist für denn weit verbreiteten Zweifel verantwortlich. Einige Zweifel kann man mit einer gewissen Mühe verbunden ausräumen. Andere jedoch nicht.

Das ist Absicht, das mit der Verwirrung. Niemand soll mehr durchblicken.


Beispielsweise die Aussage von Böhnhardt's Mutter, wonach ihr Sohn gesagt hat, dass -laut Polizei- der Haftbefehl bereits unterwegs sei. Quelle ist ein Fernseh-Interview. Dabei hat der sogenannte Journalist Böhnhardt's Mutter noch nicht einmal gefragt, woher sie das denn wisse, denn schließlich hat sie sich -gemäß eigener Auskunft- praktisch beim Erscheinen der Polizei mit der Ermahnung an den Sohnemann, anwesend zu bleiben, damit ihm nichts Belastendes untergejubelt wird, verabschiedet und fuhr zu ihrer Arbeitsstelle.

Geh eine oder 2 Seiten zurück, da findest Du das Transcript:


O-Ton Jürgen und Brigitte Böhnhardt:
„Und auf dem Weg von der einen Garage zu der anderen, es war ja da eine Gruppe
Polizisten, da hat ihm einer gesagt, jetzt bist du fällig. Der Haftbefehl ist schon unterwegs.
Und da hat der Uwe die Polizisten in die Richtung laufen lassen, und er ist in aller Ruhe zu
seinem Auto gegangen und ist weggefahren. Und da habe ich gesagt, und die haben dich
einfach wegfahren lassen? „Ja“. Ich sage, das glaube ich nicht. Und die haben nicht einmal
sich umgedreht und sich nach dir umgesehen, ob du mitkommst oder so? „Nö.“ “


Wohl eine folgenschwere Panne. Die Polizei bestreitet, dass ein Haftbefehl ausgeplaudert
wurde. Dass sie Böhnhardt gehen ließ, bestreitet sie nicht. Die Ermittler finden Sprengstoff.
Als sie ihren Fund stolz präsentieren, hat das Trio Jena schon verlassen.

Ich denke, die beiden haben einfach telefoniert. Handys gabs ja schon, und die Haftbefehle kamen erst am Montag.


Falls Böhnhardt's Mutter, die wie die Mehrheit der Bürger der Ex-DDR offensichtlich ziemlich ablehnend auf Marktwirtschaft, Freiheit und Demokratie reagiert, nicht alles frei erfunden hat, dann kann sie es nur von ihrem Sohn während eines verdeckten Treffen mit den untergetauchten Terroristen erfahren haben. Uwe Böhnhardt's Äußerung ist dann als Antwort auf die Kritik der Mutter, weshalb er sich -entgegen ihrer Ermahnung- entfernt und damit zugelassen hat, dass ihm belastendes Material untergejubelt wird, zu verstehen.

Mutter Böhnhardt ist Lehrerin, DDR-Ausbildung, linientreu (dafür gabs neue Platte).
Ich vermute aber nach wie vor, dass die Uwes damals schon V-Leute waren.
Sie sollten untertauchen, das war gewollt...


Nichts davon erregt das Interesse der mehrheitlich grünen und linksfaschistischen und damit dumpfbackig-blöden Absolventen pseudowissenschaftlicher sozial- und geisteswissenschaftlicher Studiengänge, die vom Staat gezüchtet werden und mehrheitlich zur Freude der Verleger-Kapitalisten für wenig Geld als bezahlte Schreiberlinge bei der bundesdeutschen Presse 'alternativlos' enden.

Sie folgen der Vorgabe, die NSU-Inszenierung politisch zu nutzen, zum Wohle für uns alle ;)

Ingeborg
10.12.2012, 18:13
In Berlin hat sie eine Logopädin gefunden, bei der sie zweimal pro Woche Atem- und Stimmübungen macht. Seit Anfang 2012 leitet Pau wieder regelmäßig Sitzungen des Bundestags. Das Headset hilft ihr dabei. Die Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung waren auf die Idee gekommen. Auch so ein Fall von kollegialer Amtshilfe.

"Ich bin wieder da", sagt Pau selbstbewusst. Im Untersuchungsausschuss kümmert sie sich um die parlamentarische Aufarbeitung der NSU-Morde. Die Bekämpfung von Rechtsextremismus ist einer ihrer Schwerpunktthemen. Das NPD-Verbotsverfahren sieht sie kritisch: "Die Gefahr, dass das Verfahren scheitert und zur Werbeveranstaltung für die NPD wird, ist groß."

http://www.welt.de/politik/deutschland/article111895283/Als-Petra-Pau-ploetzlich-ihre-Stimme-verlor.html

schade, dass ihre Stimme wieder kam, gelernt hat sie ja nix

Karl_Murx
10.12.2012, 18:42
Ich habe die Presse-Berichte vom 4.11.2011 "Eisenach Banküberfall" gegoogelt um zu erfahren, ob Zschäpe es am 4.11.2011 um 15 Uhr schon aus den Medien hätte finden können: Banküberfall, Wohnmobil, 2 Tote.

Ergebnis: Ja, konnte sie, ab 14 Uhr. Am 5.11. rief sie die Eltern der Uwes an, da war "längst alles klar".

Dann bleibt immer noch eine rel. lange Zeitspanne bis zum Verlassen der Wohnung, was ja trotz differerierender Zeitangaben in den Medien nicht vor 15.00 Uhr angesetzt werden kann.





Diese Handydatenlöschung ist ja keine, die Daten sind beim BKA vorhanden. Sie korrespondiert jedoch mit den Aktenschredderungen zahlreicher Schlapphüte und Staatsschutz-Polizeibehörden, die auch nur als "einsammeln und verlagern" zu begreifen sind. Die Kopien einsammeln, konzentrieren und wegschliessen.

Hatte mich nur auf die offiziellen Angaben bezogen,wo es um ein angebliches illegales Löschen ging. Bei dieser Story, wo nichts an den Angaben der Behörden stimmt und man keiner Information von dort vertrauen kann, ist das wahrscheinlich.


Weil die Tatsache verschleiert werden muss, dass der NSU von V-Leuten umzingelt, lückenlos überwacht wurde, wenn denn die 3 nicht sogar selber V-Leute waren.

Letzteres ist ebenfalls meine Vermutung und wurde sogar durch in- und ausländische Mainstreammedien verbreitet:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Waren-sie-zugleich-VLeute/story/29631025


Die 3 wurden aber sozusagen "geopfert", um rechten Terror in Deutschland zu haben.
Käme die totale Überwachung der Dienste ans Licht, wäre der Staat entweder der Beihilfe durch Unterlassung an 10 Morden schuldig, oder es käme eben der grosse Schwindel "NSU" ans Tageslicht.

Darum muß jeder Verdacht auf eine solche Inszenierung des Rechtsextremismus konsequent als Verschwörungstheorie, am besten aber gleich als Rechtsextremismus abgetan werden. Hier mal ein Bericht aus dem SPON vom vergangenen Jahr über die wilden Verschwörungstheorien im Internet, natürlich von Netz-Nazis ausgeheckt und verbreitet:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/rechtsextreme-internetforen-die-kruden-zwickau-theorien-der-netz-nazis-a-798544.html

Der Fall der Zwickauer Terrorzelle wird immer komplexer - für viele Rechtsextreme ist die Sache dagegen ganz einfach: Der Verfassungsschutz habe die Braune Armee Fraktion erfunden. In Internetforen tauschen Neonazis wilde Verschwörungstheorien aus - und drohen mit noch mehr Gewalt.

Wer sich in rechtsextremen Foren umsieht, trifft auf schauerliche Theorien. Viele Rechtsextreme und Neonazis tauschen im Internet ihre kruden Weltbilder aus.



Auch der Fall der Zwickauer Terrorzelle wird auf einschlägigen Seiten wie "Thiazi" und "Altermedia" intensiv diskutiert. Der überwiegende, krude Tenor: Nicht Rechtsextreme seien für die Morde verantwortlich, die Taten gingen vielmehr auf eine Verschwörung und eine Inszenierung des Verfassungsschutzes zurück. Die drei Zwickauer Terroristen seien entweder V-Leute, die aus "dem Ruder gelaufen" seien und "aus dem Weg" mussten - oder der Verfassungsschutz habe die Terrorakte gleich direkt gesteuert. So solle ein neues NPD-Verbotsverfahren in Gang gebracht werden, mutmaßt etwa der Nutzer "Son of Hamdelli" in einem der Foren. Die Morde seien "Stasi-Terror", meint "Hander". Jetzt gehe die Hetze gegen die Rechte weiter, bilanziert ein anderer.


Und die rechtsextreme Gesinnung der Zwickauer Gruppe? Gab es gar nicht, meinen viele Kommentatoren. Rechtsextreme, gewaltbereite Milieus in Deutschland? Seien kaum vorhanden. Es ist ein schwer zu fassendes Weltbild, das sich bei der Durchsicht der Artikel und Kommentare offenbart. Hohn und Spott ziehen sich durch viele der Hunderte Beiträge. "Wahrscheinlich wird sich in den nächsten Tagen herausstellen: Das Nazi-Trio ist auch für den Atombombenabwurf auf Hiroshima schuld", schreibt einer. Vermeintliche Widersprüche in dem Terrorzellen-Fall werden ausgeschlachtet, die Opfer attackiert. Besonders beliebte Feindbilder sind Politik und Presse. "Kann man nicht eine Sammelklage von nationalen Menschen und Parteien gegen die BRD wegen Rufmord oder Verleumdung machen?", fragt "Thuleorden".




Hektik brach aus, weil Zschäpe nicht in der Verpuffung des Hauses in Zwickau starb, die Dritte durchführten.
Daher die Anrufe, das Chaos 4 Tage lang, die Todesangst Zschäpes, wegen der sie sich stellte.
KM, in Zwickau lief etwas total schief... so meine Vermutung.

Daß hier etwas schief gelaufen sein muß, ist angesichts der sehr plump und anscheinend mit heißer Nadel zurechtgestrickten "NSU"-Story offensichtlich. Ob Zschäpe allerdings bei der Explosion im Zwickauer Wohnhaus sterben sollte, halte ich nicht für gesichert. Warum erzählt sie - so es denn stimmt - den Eltern von Böhnhardt, ihr Sohn hätte Selbstmord begangen, obwohl sie es besser wissen müßte?

solaris
10.12.2012, 19:31
Das altbekannte Spielchen der Linken, die Täterschaft der Uwes für die Dönermorde wird vorausgesetzt, und der VS beschützte sie.

das schon,aber:

Allerdings zeigt sich hier auch ein Dilemma bei der Berichterstattung: Nachdem die Sicherheitsbehörden jahrelang versagt hatten, werden nun wiederum Ermittlungsergebnisse ausgebreitet, deren Zustandekommen niemand nachvollziehen kann. Aus welchen Motiven Dokumente wann an Journalisten weitergegeben werden, bleibt aus Gründen des Quellenschutzes selbstverständlich ebenfalls im Dunkeln. Diese Berichterstattung hat bereits viele Erkenntnisse ans Tageslicht gebracht, ob es sich dabei aber auch vereinzelt um gezielt gestreute Informationen handelt, lässt sich nicht überprüfen.

Das Märchen von den V-Leuten
Die Erkenntnis, dass beispielsweise der Verfassungsschutz dabei ein Akteur ist, der nicht einfach nur für alle das Beste will, sondern um seine Macht kämpft, hat sich indes bei vielen Journalisten noch lange nicht durchgesetzt. Dies zeigte sich beispielhaft im Oktober, als der Geheimdienst zahlreiche Journalisten zu einem Hintergrundgespräch bat, um die eigene Sicht der Dinge in Sachen V-Leute und angebliche Gefahren durch die Aufarbeitung in den parlamentarischen Ausschüssen optimal in die Öffentlichkeit tragen zu lassen. Dies funktionierte einmal mehr erstaunlich gut, trotz der zahlreichen Skandale in den vorherigen Monaten: Die Behauptungen der Verfassungsschützer, sie würden zum Beispiel nur Neonazis als V-Leute anwerben, die sich nicht in den Vordergrund spielten und eher Mitläufer sowie charakterlich gefestigt seien, wurden von Journalisten in den großen Medien verbreitet – obgleich ein Blick auf bekannte enttarnte V-Leute wie Tino Brandt, Wolfgang Frenz oder Thomas Dienel gereicht hätte, um die Aussage der Verfassungsschützer als wenig glaubwürdig einstufen zu können. Der Fall Kai-Uwe Trinkaus konterkarierte das VS-Märchen vom harmlosen Mitläufer als V-Mann noch einmal eindrücklich. Auch hier dominiert die Oberflächlichkeit der tagesaktuellen Nachrichtenmeldungen die öffentliche Wahrnehmung.

Der NSU-Komplex
Was die Berichterstattung weiterhin erschwert, ist die Komplexität der Materie: Es gibt keine zentrale These. Kleinster gemeinsamer Nenner ist bislang die „Pannen“-serie bei Polizei und Verfassungsschutz, wobei der Begriff Panne keinesfalls die Vorgänge, die Ausmaße eines tiefen oder sogar Staates im Staat aufweisen, treffend umschreibt, sondern verniedlicht. Das Versagen, das Wegschauen, die Kooperationen mit militanten Neonazis werden zu einem Versagen auf individueller Ebene – strukturelle, sehr grundlegende Probleme bei der Arbeit und Ausrichtung von Polizei und Geheimdienste werden so ausgeblendet.

nach altbekanntem Spielchen und Reflexen sieht das aber nicht mehr aus.Möglicherweise merken die jetzt langsam,wo es hier klemmt.
So langsam scheinen alle zu begreifen,daß sie nichts wissen,daß sie falsch informiert bzw,falsche Spuren gelegt wurden.

setzt sich die Erkenntnis noch durch?

dodona
10.12.2012, 21:00
Ich denke, die beiden haben einfach telefoniert. Handys gabs ja schon, und die Haftbefehle kamen erst am Montag.
Mutter Böhnhardt ist Lehrerin, DDR-Ausbildung, linientreu (dafür gabs neue Platte). Ich vermute aber nach wie vor, dass die Uwes damals schon V-Leute waren. Sie sollten untertauchen, das war gewollt...

Ich bleibe dabei, dass Uwe Böhnhardt's Äußerung, gleich ob am Telefon oder bei einem der von Böhnhardt's Mutter eingestandenen Treffen geäußert, als Ausrede auf die Kritik der Mutter, weshalb er sich -entgegen ihrer Ermahnung- von den Garagen entfernt und damit zugelassen hat, dass ihn belastendes Material untergejubelt wurde, zu verstehen ist. Skandalös ist, dass keiner der 'Journalisten' jemals der Frage nachgegangen ist, wieso Böhnhardt's Mutter überhaupt wissen konnte, dass ihrem Sohn von der Polizei angeblich oder tatsächlich ein drohender Haftbefehl suggeriert wurde.

Grob geschätzt gehen 98% der Irritationen auf die vollkommen inkompetente Berichterstattung der weitgehend grünen und damit totalitär und vollkommen blöden bundesdeutschen Journalisten zurück. die zwei Patronenhülsen am Tatort halluzinieren, weil sie nach ihren mit Doktortiteln und der Habilitation gekrönten sozial- und geisteswissenschaftlichen Studiengängen zu dumm sind, um zu begreifen wie eine Pump-Gun funktioniert.

Die sogenannte Frankfurter Rundschau ist insolvent, die sogenannte Financial Times BRD wird (endlich) eingestellt, der 'Spiegel' kann seine Finanzierungsprobleme schon längst nicht verbergen und die Restpresse wird folgen. Der Hauptgrund für den Niedergang ist die zutiefst dümmliche grün-lastige Journalistik. Die kaufkräftigen Leser haben nun einmal genauso wenig Bock darauf, für ein von potenziel arbeitslosen sozial- und geisteswissenschaftlichen Intellektuellen halluziniertes rassistisches und sexistisches linksextremistisches Geschwurbel vom 'bösen weissen Mann' und dem Gespenst einer demnächst anstehenden 'rechten' Machtergreifung auch noch Geld zu bezahlen.

Nereus
10.12.2012, 22:29
Um 14 Uhr hörte Frau Zschäpe keine Nachrichten aus Thüringen ab!


13.26 Uhr, da sucht sie nach „Biobauern in Zwickau“. 54 Minuten später, um 14.20 Uhr, schaltet sie den Laptop laut Verlaufsprotokoll aus.

Versuch einer Erklärung für die Vorgänge in der Fruhlingsstraße in Zwickau am 4.11.11:

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5840604&viewfull=1#post5840604

Frau Zschäpe wollte, nach dem Brandschock, nun nicht mehr bei Emmingers übers Wochendende bleiben und im Kreis vertrauter Freunde auf eine Hiobs-Nachricht der beiden überfälligen Uwes dort warten. Sie hatte keinen größeren Geldbetrag mitgenommen, wie er später in der Wohnung verbrannt gefunden wurde. Auch Wechselwäsche hatte sie nicht mitgenommen, wie ihre abgerissene Erscheinung bei der Selbststellung erkennen ließ.
Das beweist auch, daß sie von dem Brand überrascht wurde und ihn nicht vorbereitet hatte.
Irgendwer muß gewartet haben, bis sie das Haus verläßt, um Katzenfutter oder ähnliches zu kaufen. Dann wäre das Haus eben gegen 16 Uhr explodiert... Oder war der Zeitpunkt (15 Uhr) so geplant gewesen, um sie mit dem Haus in die Luft zu sprengen und nur ein Zufall ließ sie dem Brandanschlag entkommen und einen Gegenzeugen für die NSU-Geschichte am Leben? War der kurze, offenbar belanglose, Anruf bei Zschäpe gegen 12 Uhr nur ein Test, ob sie zu Hause ist?

Nach dem unerklärlichen Brand, geriet sie in Panik, ließ sich zum Bahnhof bringen - nur weg aus Zwickau, wird sie gedacht haben - und fuhr mit der Bahn zu weiter entfernten Freunden, wo sie noch niemand gesehen hatte, wie in Zwickau. Dort erfuhr sie in den Abendnachrichten von dem Vorgefallenen in Eisenach und daß sie wegen einer Brandstiftung in Zwickau gesucht würde. Am Morgen ging sie früh zum Bahnhof und kaufte eine Morgenzeitung, um weiteres zu erfahren. Da ja die Eltern der Uwes nicht wissen konnten, daß die in den Nachrichten gemeldeten toten Bankräuber im Wohnmobil von Eisenach etwas mit ihren Söhnen zu tun haben könnten, beschloß Zschäpe die Eltern zu informieren. Da sie selbst die genauen Umstände nicht kannte, nahm sie einen Doppel-Selbstmord an, wie auch gemeldet. Um ihre Überbringerrolle der Todesnachricht nicht mit weiteren Erklärungen über die Frühlingsstraße zu belasten und sich als die gesuchte Brandstifterin zu enttarnen – die Eltern wußten doch nichts von dem Aufenthaltsort des Trios – täuschte sie einen Benachrichtigungsauftrag der beiden Uwes vor, und meldete nur, daß ihr Tod mit dem in den Nachrichten gemeldeten Vorkommnis in Eisenach zusammenhängt. (So hatte ich das irgendwo gelesen).

Dann irrte sie ziellos umher, um ihre Gedanken zu ordnen. Erst wollte sie offenbar auch Selbstmord begehen, da sie nun kein „Familie“ mehr hatte. Dann aber entschloß sie sich zu stellen und in sicher Obhut zu begeben (Schutzhaft)....

Wer ist der Drehbuchautor, Regisseur und Filmemacher des NSU-Theaters und des "Bekenner-Videos"?

fatalist
11.12.2012, 06:04
Dann bleibt immer noch eine rel. lange Zeitspanne bis zum Verlassen der Wohnung, was ja trotz differerierender Zeitangaben in den Medien nicht vor 15.00 Uhr angesetzt werden kann.

Daß hier etwas schief gelaufen sein muß, ist angesichts der sehr plump und anscheinend mit heißer Nadel zurechtgestrickten "NSU"-Story offensichtlich. Ob Zschäpe allerdings bei der Explosion im Zwickauer Wohnhaus sterben sollte, halte ich nicht für gesichert. Warum erzählt sie - so es denn stimmt - den Eltern von Böhnhardt, ihr Sohn hätte Selbstmord begangen, obwohl sie es besser wissen müßte?

Dass Zschäpe in Zwickau sterben sollte, das ist meine persönliche Meinung, ebenso dass sie alle 3 V-Leute waren.
Wie gesagt: Wir wissen letztlich gar nichts.

Beate Zschäpe rief Mutter Böhnhardt an und sprach von Selbstmord der Uwes "wie verabredet, weil die nicht ins Gefängnis wollten"
Das merkwürdige ist doch, dass die "alten Sachen" von vor dem Untertauchen 1998 allesamt verjährt waren 2011.

Wegen was wollten die Uwes nicht ins Gefängnis, das ist doch die Frage!
10 Morde, 16 Bankraube, 2 Sprengstoffattentate?

Beate Zschäpe hat quasi ein Geständnis bei Mutter Böhnhardt abgelegt, schon 2003 hatte der NSU bei den Behörden (welchen???) anfragen lassen, ob sie "wieder auftauchen könnten", weil ja alles verjährt sei.

Wieso fragten sie überhaupt (beim Landesamt für Verfasungsschutz???) an??? Wenn verjährt, dann verjährt!

Der Fall ist klar: Da war noch was NACH dem Untertauchen 1998. Klare Sache.

@KM, klar dass alle NSU-Zweifler in die Nazi-Ecke gedrückt werden. Verwundert mich überhaupt nicht.
Aber: Scheixx drauf.

fatalist
11.12.2012, 06:22
So langsam scheinen alle zu begreifen,daß sie nichts wissen,daß sie falsch informiert bzw,falsche Spuren gelegt wurden.

setzt sich die Erkenntnis noch durch?

Nein, tut sie nicht, denn:

Den Linken geht es "nur" um die Beihilfe rechtsextremer Seilschaften in Polizei und Spitzeldiensten bei den "erwiesenen" 10 Morden des NSU, diese Beihilfe wird staatlicherseits vertuscht, und die Linken wollen diese Vertuschung aufdecken.

Um den "Staat im Staate" geht es ihnen nicht, sondern um den Kampf gegen Rechts. Wäre es anders, hätten sie das Landgericht Stuttgart medial auseinander genommen, als dort die Theaterposse "Bundesanwaltschaft verteidigt V-Frau in der RAF Verena Becker gegen Nebenkläger Prof. Dr. Buback" aufgeführt wurde, über 93 Verhandlungstage.

fatalist
11.12.2012, 06:58
Irgendwer muß gewartet haben, bis sie das Haus verläßt, um Katzenfutter oder ähnliches zu kaufen.
Sie ging ja mit ihren Katzen im Katzenkorb, um die bei der Nachbarin unterzubringen.

Ich spekuliere ja auch drauflos, gerne sogar, aber wir stochern alle nur im Nebel.
Was geschah wirklich, was ist überhaupt wichtig, worum geht es im KERN?

Variante 1: Eine rechtsextreme Terrorzelle lebte 13 Jahre lang unauffindbar im Untergrund und beging 10 Morde, 16 Bankraube und 2 Sprengstoffattentate, sie waren derart genial, dass sie niemals erwischt wurden, hinterliessen keine Spuren, und als sie dann erwischt wurden, brachten sie sich um. Die einzige Überlebende schweigt, nachdem sie das politische Vermächtnis in Form von Bekennervideos veröffentlichte.

Problem für den Rechtsstaat BRD: Diese Terrorzelle war derart eng von V-Leuten umgeben, dass ihr Treiben nicht unentdeckt bleiben konnte, was dann nach dem Doppelselbstmord von Eisenach dazu führte, dass etliche Dienststellen Tausende Akten vernichten mussten, um dieses Mitwissertum zu vertuschen. Die Morde etc geschahen gewissermassen "unter den sehenden Augen" der Staatsschutzbehörden und deren Aufsichtsorganen in Innenministerien und im Kanzleramt/Staatskanzleien der Länder. Let it happen nennt man das bei 9/11.

Konsequenz: Da Teile von Inlandsgeheimdiensten und Staatsschutz-Polizeiabteilungen die NSU-Mörder vor den Kriminalisten der Soko Bosporus und den obersten Polizeibehörden abschirmten, ist die Existenz eines Tiefen Staates in der BRD belegt, dem auch politische Vertreter im Apparat der Bundes- und Landesregierungen bis hin zu Ministern angehören müssen.

Eine Katastrophe für den Rechtsstaat BRD.

Variante 2: Eine vom Bundesamt für Verfassungsschutz mit Hilfe der Thüringer Kollegen für das NPD-Verbotsverfahren (ab 2001) Ende 1998 formierte "Rechtsextreme Terrorgruppe samt Unterstützerumfeld aus der NPD" erschaffene V-Mann-Truppe aus Jena wird nach dem Breivik-Massenmord in Oslo vom Staat im Staate dazu benutzt, das grundgesetzliche Trennungsgebot zwischen Polizei und Geheimdienst endlich auszuhebeln, die NPD endlich verbieten zu können, ein neues Zeitalter in der Internet-Überwachung einzuläuten und ganz nebenbei auch noch alle Konservativen in Deutschland zu diskreditieren, die sich gegen den Genozid durch kulturfremde Massenmigration öffentlich zu wehren wagen: Alles Nazis.

Unaufgeklärte Morde (Dönermorde und Polizistin Kiesewetter in Heilbronn) werden "neu gebündelt", die Tatwaffen/Dienstwaffen werden organisiert, und nach einem Ausschalten der Haupttäter, bei denen leider eines der 3 NSU-Mitglieder entkommt, werden die belastenden Utensilien untergeschoben, samt Bekennervideo. Ob der NSU eine Bankräubergang war, spielt fast keine Rolle: Mörder waren sie nicht.

Problem für den Rechtsstaat BRD: Muss nicht weiter ausgeführt werden: Er existiert schlicht nicht, bzw es wird nicht ausgemistet, um ihn wieder (?) vom Kopf auf die Füsse zu stellen bzw. zu erschaffen. Der Tiefe Staat ist eine Realität

Ein Hinweis nur: Die Mordwaffe des Schmücker-Mordes, der selber V-Mann des VS war, lag 15 Jahre lang im Tresor des Berliner Verfassungsschutzes, nach 17 Jahren Prozessdauer wurde das Verfahren nach 3 Urteilen mit nachfolgender Aufhebung durch das BVG letztlich eingestellt, weil Geheimdienst derart stark manipuliert hatten und verstrickt waren, dass eine Wahrheitsfindung nicht mehr möglich ist. So die Richterin in der Einstellungsbegründung im Jahr 1991.


Der vierte Prozess begann im April 1990. Am 28. Januar 1991 wurde das Verfahren nach 54 Verhandlungstagen eingestellt.[10] (http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Schm%C3%BCcker#cite_note-10)Ingeborg Tepperwein, Vorsitzende Richterin der 18. Strafkammer, begründete die Einstellung mit „Mitwirkung und Einwirkung des Landesamtes für Verfassungsschutz“. Nach Überzeugung des Gerichtes war der Verfassungsschutz erheblich mitschuldig am Tod Ulrich Schmückers. Grünhagen sei insoweit schuldig, als dass er mindestens den Mord an Schmücker nicht verhindert habe, so die Richterin. Das Verfahren sei von Anfang an ungerecht gewesen.
Der Bundesgerichtshof prüfte die Einstellung und beschloss, dass sie rechtmäßig war. Die Verurteilten erhielten Haftentschädigung.
Wer Ulrich Schmücker getötet hat und ob der Täter aus den Reihen von Linksradikalen oder dem Verfassungsschutz stammte, blieb bis heute ungeklärt. http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Schm%C3%BCcker#Vierter_Prozess

Es hätte schon genug Anlässe gegeben, den Saustall auszumisten, allein man wollte nicht...

fatalist
11.12.2012, 12:56
http://www.pi-news.net/wp/uploads/2012/12/nsu_edathy.jpg
Wiedenroth trifft sicher ins Schwarze.

fatalist
11.12.2012, 13:31
Turkish Press und PI-News fetzen sich gerade wegen dieses Artikels.

http://www5.picturepush.com/photo/a/11665573/img/11665573.png

fatalist
11.12.2012, 13:33
Sehr gut auch der SPIEGEL-Artikel von Anfang 2011:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html


VERBRECHEN Düstere ParallelweltVon Neumann, Conny und Ulrich, Andreas
Acht Türken und ein Grieche wurden mit derselben Tatwaffe erschossen. Es gibt Hinweise, dass eine Allianz türkischer Nationalisten, Gangster und Geheimdienstler dahinter stehen könnte.


Nichts, überhaupt gar nichts. "Man hat", sagt die Nürnberger Kriminalhauptkommissarin Elke Schönwald, "noch nicht einmal das Schwarze unter dem Fingernagel." Keine gute Nachricht nach zehn Jahren Ermittlungsarbeit. Es gab neun Tote, sieben Sonderkommissionen, 3500 Spuren, 11 000 überprüfte Personen, Millionen Datensätze von Handys und Kreditkarten. Und nicht den Hauch eines Ergebnisses.



160 Polizisten aus mehreren Bundesländern arbeiteten für die "Besondere Aufbauorganisation (BAO) Bosporus" in Nürnberg. Die Aktenordner der Mordermittler, Kriminaltechniker und Profiler füllten zuerst Schrankwände, dann ganze Zimmer. Doch der oder die Täter bleiben ein Phantom.

solaris
11.12.2012, 17:03
ganz kurz an der Stelle nochmal einen Artikel,zu Maßnahmen und Gesetze,die im Zuge von islamistischer und jetzt rechtsextremer Terrorbedrohung entstanden sind.
Der Chaos Computer Club wurde zur Anti-Terror-Datei angehört.

CCC hält Antiterrordatei für "kafkaesken Alptraumroman"


Nicht nur die grundsätzliche Struktur und die Rechtslage kritisiert der CCC, auch bei der Technik sieht er Probleme. Die Kontroll- und Protokollierungsmaßnahmen seien nicht ausreichend. Deshalb fragt sich der CCC: "... durch welche Maßnahmen beispielsweise verhindert wird, dass die Administratoren des BKA nicht einfach an allen Protkollierungsmechanismen vorbei eine vollständige Kopie der Oracle-Datenbank speichern?" – zu welchen Zwecken auch immer.

Die Antiterrordatei ist nicht das einzige Instrument dieser Art. Gerade wurde das Verfahren übernommen, um eine Datenbank über rechte Täter und Verdächtige aufzubauen. Angesichts der fundamentalen Kritik ist die Frage berechtigt, ob dieser Weg der richtige ist.
(...)
Der Chaos Computer Club meint, die Antiterrordatei basiere auf einem unklaren Gesetz und sei riskant. Falsche Daten über sich ändern zu lassen, sei de facto unmöglich.
Vor Kurzem hat das Bundesverfassungsgericht über die Antiterrordatei verhandelt (http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-11/antiterrordatei-verfassungsgericht). Zu den Sachverständigen dabei gehörten auch Mitglieder des Chaos Computer Clubs. Sie haben nun ihre ausführliche Kritik an der Datei (http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-11/antiterrordatei-constanze-kurz), in der Daten für Polizeien und Geheimdienste gesammelt werden, in einem PDF veröffentlicht (http://www.ccc.de/system/uploads/124/original/antiterrordatei-final.pdf). Die Meinung des Clubs ist eindeutig, die Antiterrordatei (ATD) berge die Gefahr der "Gesinnungsstrafbarkeit" – also die Gefahr, dass jemand von einer Polizeibehörde überwacht wird, nur weil ein Geheimdienst einen vagen Verdacht hat und den Namen in die Datei einträgt. Die "notwendige rechtsstaatliche Grenze zwischen Polizeiaufgaben und den Befugnissen der Geheimdienste" werde damit verwischt, heißt es in der Stellungnahme des Clubs.
Aus Sicht der Ermittler ist es eine prima Sache (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-11/antiterrordatei-verfassungsgericht), Informationen, die eine Behörde hat, mit allen anderen relevanten Behörden zu teilen. Aus Sicht derjenigen, gegen die ermittelt wird, ist genau dieser Punkt ein Problem. Zitat aus der Stellungnahme des CCC: "Wenn man einmal ins Visier der Nachrichtendienste geraten ist, kann man durch den Eintrag in die ATD zusätzlich bei allen mit nachrichtendienstlicher oder polizeilicher Arbeit befassten Behörden stigmatisiert werden. Man kann so schnell zur Figur in einem kafkaesken Alptraumroman werden."

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-11/ccc-kritik-antiterrordatei? (http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-11/ccc-kritik-antiterrordatei?commentstart=9#comments)

Das lohnt es sich allemal,sich "dumm,blind und unfähig" hinzustellen.
Auf diese Art und Weise kommt man auch zum Ziel

Karl_Murx
11.12.2012, 18:39
Was geschah wirklich, was ist überhaupt wichtig, worum geht es im KERN?

Variante 1: Eine rechtsextreme Terrorzelle lebte 13 Jahre lang unauffindbar im Untergrund und beging 10 Morde, 16 Bankraube und 2 Sprengstoffattentate, sie waren derart genial, dass sie niemals erwischt wurden, hinterliessen keine Spuren, und als sie dann erwischt wurden, brachten sie sich um. Die einzige Überlebende schweigt, nachdem sie das politische Vermächtnis in Form von Bekennervideos veröffentlichte.

Problem für den Rechtsstaat BRD: Diese Terrorzelle war derart eng von V-Leuten umgeben, dass ihr Treiben nicht unentdeckt bleiben konnte, was dann nach dem Doppelselbstmord von Eisenach dazu führte, dass etliche Dienststellen Tausende Akten vernichten mussten, um dieses Mitwissertum zu vertuschen. Die Morde etc geschahen gewissermassen "unter den sehenden Augen" der Staatsschutzbehörden und deren Aufsichtsorganen in Innenministerien und im Kanzleramt/Staatskanzleien der Länder. Let it happen nennt man das bei 9/11.

Konsequenz: Da Teile von Inlandsgeheimdiensten und Staatsschutz-Polizeiabteilungen die NSU-Mörder vor den Kriminalisten der Soko Bosporus und den obersten Polizeibehörden abschirmten, ist die Existenz eines Tiefen Staates in der BRD belegt, dem auch politische Vertreter im Apparat der Bundes- und Landesregierungen bis hin zu Ministern angehören müssen.

Eine Katastrophe für den Rechtsstaat BRD.

Variante 2: Eine vom Bundesamt für Verfassungsschutz mit Hilfe der Thüringer Kollegen für das NPD-Verbotsverfahren (ab 2001) Ende 1998 formierte "Rechtsextreme Terrorgruppe samt Unterstützerumfeld aus der NPD" erschaffene V-Mann-Truppe aus Jena wird nach dem Breivik-Massenmord in Oslo vom Staat im Staate dazu benutzt, das grundgesetzliche Trennungsgebot zwischen Polizei und Geheimdienst endlich auszuhebeln, die NPD endlich verbieten zu können, ein neues Zeitalter in der Internet-Überwachung einzuläuten und ganz nebenbei auch noch alle Konservativen in Deutschland zu diskreditieren, die sich gegen den Genozid durch kulturfremde Massenmigration öffentlich zu wehren wagen: Alles Nazis.

Unaufgeklärte Morde (Dönermorde und Polizistin Kiesewetter in Heilbronn) werden "neu gebündelt", die Tatwaffen/Dienstwaffen werden organisiert, und nach einem Ausschalten der Haupttäter, bei denen leider eines der 3 NSU-Mitglieder entkommt, werden die belastenden Utensilien untergeschoben, samt Bekennervideo. Ob der NSU eine Bankräubergang war, spielt fast keine Rolle: Mörder waren sie nicht.

Problem für den Rechtsstaat BRD: Muss nicht weiter ausgeführt werden: Er existiert schlicht nicht, bzw es wird nicht ausgemistet, um ihn wieder (?) vom Kopf auf die Füsse zu stellen bzw. zu erschaffen. Der Tiefe Staat ist eine Realität

Nach all dem, was seit dem 04.11.2011 über die Hintergründe dieses Falles bekanntgeworden sind, vor allem aber angesichts des Verhaltens von Behörden, Politik, Medien und Justiz ist die Wahl der 2. Variante eigentlich zwingend.

dodona
11.12.2012, 20:26
Mutter Böhnhardt ist Lehrerin, DDR-Ausbildung, linientreu (dafür gabs neue Platte).


Danke!

Das wusste ich noch gar nicht. Passt aber zu meiner Einschätzung der Lage. Auch die Eltern von Uwe Mundlos hinterlassen bei mir einen ähnlich suspekten Eindruck. Vielleicht auch auf die Behörden und vielleicht ist das Misstrauen gegenüber ostdeutschen DDR Nostalgikern der Grund, weshalb man Aussagen der Anwohner bezüglich eines dritten Täters bzw. keine oder soundso viele Schüsse gefallen bzw. usw. etc. generell nicht weiter nachgeht. Nachvollziehen könnte ich es jedenfalls.

OK, du hast recht: wir wissen nichts. Der Zweifel bleibt jedoch.

dodona
11.12.2012, 20:43
Wegen was wollten die Uwes nicht ins Gefängnis, das ist doch die Frage!
10 Morde, 16 Bankraube, 2 Sprengstoffattentate?

Beate Zschäpe hat quasi ein Geständnis bei Mutter Böhnhardt abgelegt, schon 2003 hatte der NSU bei den Behörden (welchen???) anfragen lassen, ob sie "wieder auftauchen könnten", weil ja alles verjährt sei.

Wieso fragten sie überhaupt (beim Landesamt für Verfasungsschutz???) an??? Wenn verjährt, dann verjährt!


die Bank-raube - möglicherweise. Zschäppe verwaltete das Geld. Bisweilen quoll ihr Portemonnaie vor lauter Banknoten regelrecht über, so sagt man. Sie wusste oder ahnte zumindest, dass ihre Lover Bankräuber waren. Möglicherweise war der letzte Raubzug für Sachsen geplant und vielleicht ist diese der Grund, das die Internetprotokolle verraten, dass sie zuletzt nach Vorfällen in Sachsen recherchierte, nachdem sie von ihren Kumpanen nichts mehr hörte.

Vielleicht bin ich naiv, aber wenn ich mir die Fotos, Videos und Zeugenaussagen vergegenwärtige, dann erscheint mir die mädchenhafte und naive Zschäppe doch meilenweit von den eiskalten RAF Terroristinnen entfernt zu sein, die selbst Jahrzehnte nach ihren Schreckenstaten über jedes beliebige Thema nur mit äußerst verbohrtem Fanatismus sich äußern können. Gegenüber diesen blutrünstig verbohrten Terroristinen erscheint mir Zschäppe doch eher die dumme Lise zu sein, die keinen blassen Schimmer hat, woher der Zaster wirklich kommt. Aber vielleicht reicht meine Menschenkenntnis nicht aus, um das Phänomen des Terrorismus und damit Zschäppe wirklich verstehen zu können.

Nereus
12.12.2012, 01:06
In alle Richtungen gesehen:

ANTIFA.RECHERCHE.BERLIN-NORD-OST
2001:

Wehrsport, Briefbomben und Orientierungsmärsche
Nicht nur die NF organisierte Wehrsportübungen.
Anfang der 90er Jahre veranstaltete jede Neonaziorganisation Wehrsportlager, so z.B. auch die VANDALEN.
Unweit des Großen Roßkartsee (bei Groß Köris) baute ARNULF PRIEM dazu eine der zahlreichen Ruinen auf dem Gelände der letzten großen Kesselschlacht des 2. Weltkrieges notdürftig aus. Neben den VANDALEN übten hier auch Mitglieder der FAP, NA und der NF mit Waffen.
BENDIX WENDT, Mitglied der VANDALEN, wurde 1990 zum Beauftragten für Wehrsport in der NATIONALEN ALTERNATIVE (NA). Von der NA wurden damals Wehrsportübungen im Raum Halbe/Königs-Wusterhausen (Brandenburg) und Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) abgehalten.
Neben den ‘normalen’ Übungen wurde auch der Bau von Briefbomben gelehrt. Bei allen Aktionen waren
immer die österreichischen Kameraden von der VOLKSTREUEN AUßERPARLAMENTARISCHEN OPPOSITION (VAPO) dabei.
GOTTFRIED KÜSSEL ernannte sich nach MICHAEL KÜHNENS Tod selbst zum neuen FÜHRER DER NATIONALSOZIALISTISCHEN BEWEGUNG.
Außerdem baute er die Achse Wien – Berlin weiter aus. 1990 waren die Österreicher VAPO-Aktivisten
KÜSSEL und GÜNTER REINTHALER zeitweise wohnhaft in einem von Mitgliedern der NA besetzten Haus in der Weitlingstraße/Lichtenberg. Später kamen die östereichischen Kameraden bei Mitgliedern der VANDALEN unter. In Berlin war auch der mutmaßliche Briefbombenattentäter PETER BINDER aus Österreich oft zu Besuch, laut INGO HASSELBACH, um Waffen zu kaufen.
1992 formierte sich der WEIßE ARISCHE WIDERSTAND (WAW).
Mitglieder verschiedener Organisationen - NA, FAP, NF und der DEUTSCHEN ALTERNATIVE - trafen hier zusammen. Sie verbreiteten die Zeitschrift NS-DENKZETTEL, die jedoch nur an überprüfte Leute abgegeben wurde. Zur Redaktion gehörten INGO HASSELBACH, FRANK LUTZ, HEIKO BAUMERT, HOLGER STEINBISS von der NF und MARCUS BISCHOFF.
Der Nachwuchs des WAW trainierte in den Wäldern Brandenburgs unter Anleitung von rechtsorientierten
Bundeswehrsoldaten. MARCO LÖWE und UWE MESSNER (beide ehemals Mitglieder der NF) organisierten zu dieser Zeit ‘ORIENTIERUNGSMÄRSCHE’ genannte Ausbildungslager.
Für den Nachschub an Waffen war immer gesorgt. Auf der Fahrt von Österreich nach Berlin wurde im Herbst 1993 PETER BINDER in der Tschechischen Republik verhaftet. Bei dem ehemaligen Bodyguard JÖRG HAIDERS wurden Gewehre, Pistolen und Substanzen zur Nitroglyzerin-Herstellung gefunden. Nach eigener
Aussage wollte er zu dem VANDALEN ANDREAS CAVAEL nach Berlin reisen.

Der Weißenseer Arische Widerstand schlägt zu
Massive Übergriffe auf Flüchtlingsheime und Angriffe auf Andersdenkende oder Andersaussehende wurden
Mitte der 90er in Ostberlin zur Normalität. So im Juli 1993, als Anhänger des WAW einen Handgranatenanschlag auf das Flüchtlingsheim in der Rennbahnstraße/Weißensee verübten. Die Täter konnten unerkannt flüchten.
Auch die PDS Geschäftsstelle in Weißensee wurde im Laufe des Jahres 1993 zweimal angegriffen. So in der
Nacht vom 7. zum 8. Mai. Die Außenbeleuchtung und die Schautafeln wurden dabei durch Steinwürfe zerstört.
Im Januar 1994 bekannte sich der WEIßENSEER ARISCHE WIDERSTAND zu diesen Angriffen. In ihrem Schreiben forderten sie die PDS Weißensee auf, die Geschäftsstelle zu räumen, sonst passiere das “was die
Asylanten im Asylheim in Weißensee schon erlebt haben. Ich sage bloß Granate, aber diesmal treffen
wir.“.
Ende Januar 1994 wurden daraufhin die Wohnungen von der NS-DENKZETTEL-REDAKTION durchsucht. In
ihrer Zeitung wurde in eigener Sache über den WEIßEN ARISCHEN WIDERSTAND berichtet. In den Wohnungen von MARCUS BISCHOFF und HOLGER STEINBISS wurden keine Beweise für eine Zugehörigkeit zum WEIßENSEER ARISCHEN WIDERSTAND gefunden, aber genügend verbotene Propagandamaterialien.
Das Konzept des WEIßEN ARISCHEN WIDERSTANDES basiert auf der Idee des ‘führerlosen
Widerstandes’, so ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder rechtsterroristische Kleingruppen unter
diesem Namen aktiv wurden. Zwei mutmaßliche Mitglieder eines WEIßEN ARISCHEN WIDERSTANDES/HEIMATSCHUTZ FREIKORPS wurden Anfang 1996 festgenommen. Es handelte
sich um einen aus 6 Personen bestehenden harten Kern aus Weißensee. Unter ihnen RENÉ WIECZOREK
aus Blankenburg, der dem Umfeld der KAMERADSCHAFT TREPTOW angehörte.
http://freeweb.dnet.it/treptow/fightback.pdf

Die richtigen Fragen dazu wurden schon gestellt:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/071/1307151.pdf

Die wenig ergiebigen Antworten:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/073/1307327.asc

Über den „NS-Denkzettel“ wurde u.a. für die Ideologie des „NS-Kampfruf“ aus USA, für die Idee des US-Ku-Klux-Klan in Form des WAW und für den Terrorismus der „Turner Diaries“ (West Virginia US) geworben.

Aus diesem ideologischen Umfeld stammt der Pumgun-Verbrecher Kay Diesner:
http://www.nadir.org/nadir/periodika/enough/nr/03/hl3.html

Dieser Fall beschäftigte schon den Bundestag.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/073/1307378.pdf

Diesners Ausbilder und Führungsoffizier war frühzeitig Ingo Hasselbach von der Ostberliner NA (Nationale Alternative)

Dem Nazi-Aussteiger (1993) und Umsteiger zum Anti-Nazi-Buch- und Drehbuchautor, Hasselbach, waren als Redakteur des NS-Denkzettels dessen US-Ideologien und seine Auswirkungen (Diesner) bekannt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Hasselbach

und Kompagnon Bonengel (Paris)
http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Bonengel

Haben diese Drehbuchautoren und Filmemacher nun etwa aus der Diesnergeschichte und ihren Erfahrungen mit einer kleinen radikalen Ost-West-Neonazigruppe (NA/DA) den NSU-Video-Clip geschaffen, der von politisch interessierten Kreisen jetzt einem Bankräubertrio untergeschoben wurde? Oder wurden sie beauftragt, die bekannten Tatsachen aus der Wendezeit mit nicht aufklärbaren Serienmorden zusammenzumischen, um eine Staatskrise über unfähige Sicherheitsorgane herbeizuführen und so vorrevolutionäre Verhältnisse für eine linke multikulturelle Gesellschaftsumgestaltung zu schaffen?

fatalist
12.12.2012, 02:29
Danke!

Das wusste ich noch gar nicht. Passt aber zu meiner Einschätzung der Lage. Auch die Eltern von Uwe Mundlos hinterlassen bei mir einen ähnlich suspekten Eindruck. Vielleicht auch auf die Behörden und vielleicht ist das Misstrauen gegenüber ostdeutschen DDR Nostalgikern der Grund, weshalb man Aussagen der Anwohner bezüglich eines dritten Täters bzw. keine oder soundso viele Schüsse gefallen bzw. usw. etc. generell nicht weiter nachgeht. Nachvollziehen könnte ich es jedenfalls.

OK, du hast recht: wir wissen nichts. Der Zweifel bleibt jedoch.

Und ob der Zweifel bleibt!
Wir wissen zwar nichts, aber wir wissen, dass wir verarscht werden.
Das ist doch auch was ;)

Vater Mundlos war Professor für Informatik an der FH Jena
http://www.bild.de/news/inland/nsu/nazi-killer-lka-wollte-nicht-dass-ich-sohn-suche-21088650.bild.html

Noch mehr über die Elternhäuser hier:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13717008/Das-sind-die-Terroristen-und-so-wurden-sie-zu-Nazis.html

fatalist
12.12.2012, 02:43
die Bank-raube - möglicherweise. Zschäppe verwaltete das Geld. Bisweilen quoll ihr Portemonnaie vor lauter Banknoten regelrecht über, so sagt man. Sie wusste oder ahnte zumindest, dass ihre Lover Bankräuber waren. Möglicherweise war der letzte Raubzug für Sachsen geplant und vielleicht ist diese der Grund, das die Internetprotokolle verraten, dass sie zuletzt nach Vorfällen in Sachsen recherchierte, nachdem sie von ihren Kumpanen nichts mehr hörte.

Das macht Sinn: Bankräuber waren sie, daher konnte Zschäpe auch zu Mutter Böhnhardt sagen, dass die beiden sich umgebracht hätten nach der Absprache, nicht ins Gefängnis zu gehen. Das wusste Zschäpe zur Zeit des Anrufes, das Internet war voll davon zu jener Zeit. Oder sie wollte die Mutter nur beruhigen und erzählt ihr von Selbstmord, an den sie selber gar nicht glaubte?


Vielleicht bin ich naiv, aber wenn ich mir die Fotos, Videos und Zeugenaussagen vergegenwärtige, dann erscheint mir die mädchenhafte und naive Zschäppe doch meilenweit von den eiskalten RAF Terroristinnen entfernt zu sein, die selbst Jahrzehnte nach ihren Schreckenstaten über jedes beliebige Thema nur mit äußerst verbohrtem Fanatismus sich äußern können. Gegenüber diesen blutrünstig verbohrten Terroristinen erscheint mir Zschäppe doch eher die dumme Lise zu sein, die keinen blassen Schimmer hat, woher der Zaster wirklich kommt. Aber vielleicht reicht meine Menschenkenntnis nicht aus, um das Phänomen des Terrorismus und damit Zschäppe wirklich verstehen zu können.

Sehe ich auch so. Zschäpe hatte wenig mit der Rechten Ideologie zu tun, sie war eher Mitläuferin. Einen "ideologischen Überbau" hatte sie nicht.

Wenn die Meldungen über Zschäpes Internet Verlauf stimmen, dann suchte Zschäpe ihre Kumpels in Sachsen, nicht in Thüringen.
Das ist dann ein wichtiger Punkt, wenn man unterstellt, dass sie Mitwisserin war: Es war ein Bankraub in Sachsen oder Brandenburg geplant. Wusste sie jedoch nichts über den geplanten Ort des Bankraubs, "beweist" ihr Surfverhalten exakt GAR NICHTS.

Wie gesagt, wir wissen nichts...

fatalist
12.12.2012, 14:41
NSU ist der BRD-9/11: Mayzek

Jährliche Gedenktage werden gefordert, und auch die Entnazifizierung der Behörden.


12.12.12.
Muslime: NSU-Terror ist Deutschlands
11. SeptemberIslamverbände: Die bisherigen Konsequenzen aus dem NSU-Terror reichen nicht. Muslime fordern echte Konsequenzen aus den Ermittlungspannen. http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article111961735/Muslime-NSU-Terror-ist-Deutschlands-11-September.html


Berlin/Köln. Als Konsequenz aus dem NSU-Terrorismus und den damit verbundenen Ermittlungspannen dringen die Islamverbände auf durchgreifende Änderungen bei Ministerien und Behörden. Der Koordinationsrat der Muslime legte dazu am Mittwoch in Berlin einen 15 Punkte umfassenden Forderungskatalog vor. Darin werden unter anderem die spezielle Erfassung muslimfeindlicher Straftaten in der Kriminalitätsstatistik und "eine nachweisbare Entnazifizierung" der Ämter angemahnt.

Auch sollte der Begriff "Islamismus" aus dem öffentlichen Wortschatz gestrichen werden, da damit der Islam und Muslime unter Generalverdacht gestellt würden. Ferner müsse die Bundesrepublik jährlich der Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) gedenken, "um dem Vergessen entgegenzuwirken"

Das wird die BRD dann wohl alljährlich am 4.11. tun???
Oder sind 9 Gedenktage aufs Jahr verteilt genehmer???


Die deutschen Sicherheitsbehörden seien "in der Bringschuld", den entstandenen Vertrauensverlust wiederherzustellen. "Ohne dieses Vertrauen ist es nicht möglich, sich sicher zu fühlen und sich als in Deutschland beheimatet zu fühlen", erklärte der Koordinationsrat. Das Gremium mit Sitz in Köln war 2007 von den vier großen Dachverbänden DITIB, Islamrat, Verband der islamischen Kulturzentren und Zentralrat der Muslime gegründet worden.

Na dann... gute Heimreise.

solaris
12.12.2012, 17:16
Presseschau 12.12.2012

Mögliche weitere Neonazi-Terrorgruppen
Der Anfangsverdacht ist da
Neben dem NSU gab es wohl weitere Neonazi-Terroristen. Die Bundesanwaltschaft hat drei weitere Gruppen in den Blick genommen.
https://www.taz.de/Moegliche-weitere-Neonazi-Terrorgruppen/!107313/ (https://www.taz.de/Moegliche-weitere-Neonazi-Terrorgruppen/%21107313/)

Innenausschuss befasste sich mit Ermittlungsstand zum NSU
Innenausschuss - 12.12.2012


Berlin: (hib/STO) Der Innenausschuss hat sich am Mittwoch über den aktuellen Ermittlungsstand zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) informiert, dem unter anderem die Mordserie an neun türkisch- beziehungsweise griechischstämmigen Kleinunternehmern sowie einer Polizistin angelastet wird. Bundesanwalt Herbert Diemer unterrichtete die Ausschussmitglieder über die gegen das mutmaßliche NSU-Mitglied Beate Zschäpe und vier weitere Personen im vergangenen Monat erhobene Anklage. Wie er unter anderem ausführte, gibt es keine Hinweise, dass es im strafrechtlichen Sinne ein großes Unterstützerumfeld des NSU gab. Der Vizepräsident beim Bundeskriminalamt (BKA), Jürgen Maurer, erläuterte, dass das BKA weiter in Sachen NSU ermittele. Er ging davon aus, dass diese Ermittlungen zwei bis vier Jahre in Anspruch nehmen. Die CDU/CSU-Fraktion erkundigte sich danach, ob die Ermittlungen zu einem Ansatz geführt haben, wie die NSU-Tatorte ausgesucht worden waren. Die SPD-Fraktion warf die Frage auf, ob es eine Chance gebe, dass Zschäpe aussagt. Die FDP-Fraktion fragte nach dem Zeitplan für Reformmaßnahmen beim Verfassungsschutzverbund. Die Fraktion Die Linke wollte wissen, ob es Hinweise darauf gebe, nach welchen Kriterien die Mordopfer ausgesucht wurden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erkundigte sich danach, was zum konkreten Wissen des Unterstützerumfeldes gesagt werden könne.

https://www.bundestag.de/presse/hib/2012_12/2012_585/02.html
(https://www.bundestag.de/presse/hib/2012_12/2012_585/02.html)



Koordinationsrat der Muslime stellt „NSU-Dossier" vor


ZMD-Vorsitzende Mazyek: „Der NSU-Terror ist nicht überall, aber überall sind noch zu viele Weggucker vor dem Rechtsextremismus“, sagte Mazyek. Man dürfe nicht die Augen vor dem Alltagsrassismus verschließen

https://islam.de/21547



NSU-Streit: Linke weist Kritik Caffiers vehement zurück


Der Ton in der politischen Debatte um die Aufarbeitung der NSU-Morde und die Aufklärung der rechtsextremen Umtriebe im Land wird schärfer

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/nachrichten/mv/nsu-streit-linke-weist-kritik-caffiers-vehement-zuruck-1.515449

Range: Keine Anhaltspunkte für staatliche Verstrickung in NSU-Taten


Generalbundesanwalt: Zelle bestand aus gleichwertigen Mitgliedern

Die Bundesanwaltschaft hat weiter keine Anhaltspunkte für eine Verwicklung staatlicher Behörden in die Verbrechensserie der Neonazi-Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). "Es gab bei unseren Ermittlungen keine tragfähigen Hinweise auf eine strafrechtlich relevante Verstrickung staatlicher Stellen in die Straftaten des NSU", bekräftigte Generalbundesanwalt Harald Range am Mittwoch vor Journalisten in Karlsruhe.
http://www.welt.de/newsticker/news2/article111967694/Range-Keine-Anhaltspunkte-fuer-staatliche-Verstrickung-in-NSU-Taten.html

Auch gefühlte oder gezählte 50 Artikel pro Tag bringen uns den Fakten nicht näher,sondern weiter weg.

detti
12.12.2012, 17:32
Presseschau 12.12.2012

Mögliche weitere Neonazi-Terrorgruppen
Der Anfangsverdacht ist da
Neben dem NSU gab es wohl weitere Neonazi-Terroristen. Die Bundesanwaltschaft hat drei weitere Gruppen in den Blick genommen.
https://www.taz.de/Moegliche-weitere-Neonazi-Terrorgruppen/!107313/ (https://www.taz.de/Moegliche-weitere-Neonazi-Terrorgruppen/%21107313/)

Innenausschuss befasste sich mit Ermittlungsstand zum NSU
Innenausschuss - 12.12.2012


https://www.bundestag.de/presse/hib/2012_12/2012_585/02.html
(https://www.bundestag.de/presse/hib/2012_12/2012_585/02.html)



Koordinationsrat der Muslime stellt „NSU-Dossier" vor

https://islam.de/21547



NSU-Streit: Linke weist Kritik Caffiers vehement zurück

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/nachrichten/mv/nsu-streit-linke-weist-kritik-caffiers-vehement-zuruck-1.515449

Range: Keine Anhaltspunkte für staatliche Verstrickung in NSU-Taten


http://www.welt.de/newsticker/news2/article111967694/Range-Keine-Anhaltspunkte-fuer-staatliche-Verstrickung-in-NSU-Taten.html

Auch gefühlte oder gezählte 50 Artikel pro Tag bringen uns den Fakten nicht näher,sondern weiter weg.

Das waren gar nicht serbische Fanatiker---Das war bestimmt auch die NSU,oder ?

32449

Karl_Murx
12.12.2012, 19:29
Das macht Sinn: Bankräuber waren sie, daher konnte Zschäpe auch zu Mutter Böhnhardt sagen, dass die beiden sich umgebracht hätten nach der Absprache, nicht ins Gefängnis zu gehen.


Davon bin ich absolut nicht überzeugt, daß sie tatsächlich Bankräuber waren. Lies mal die Beiträge auf politplatschquatsch. Dort hat man vorgerechnet, daß selbst die gesamte Summe aller Bank- und Sparkassenüberfälle in Höhe von ca. 600.000,- Euro, die dem "NSU" in der Anklage der Generalbundesanwaltschaft zur Last gelegt werden, nicht für den doch recht aufwendigen Lebensstil der Truppe ausgereicht hätte. Teilen wir doch mal den günstigsten Fall von 600.000,- Euro durch die Zahl von 13 Jahren und dann noch mal durch 12 Monate und dann noch mal durch drei. Dann kommen wir auf eine Summe von ca. 1.282 Euro pro "NSU"-Mitglied und Monat, was meines nur unwesentlich über dem pfändungsfreien Beitrag von 1.028,- Euro im Monat liegt. Zieht man von dieser Summe noch das Geld aber, was man im abgebrannten Wohnmobil und der explodierten Zwickauer Wohnung gefunden haben will, nämlich insgesamt um die 120.000,- Euro, dann sieht es noch viel düsterer um die Finanzen des tödlichen Doppel-Trios aus. Denn allein schon das Anmieten der teuren Wohnmobile für die auch nicht eben preisgünstigen Urlaube auf Fehmarn hat um die 60.000,- Euro gekostet. Die Lebenshaltungskosten der drei wollen wir mal auch nicht außer Acht lassen.

http://www.politplatschquatsch.com/2011/12/nsu-was-steckt-dahitler.html

Aber ich muß hier wiederholt auf die Aussage eines Sprechers der GBA verweisen, die im Artikel von Andreas Förster am 01.02.2012 zitiert wird, gemäß der das "TRIO" nur noch mit drei von ursprünglich 14 Überfällen in Verbindung gebracht wird.


http://www.fr-online.de/neonazi-terror/zwickauer-terrorzelle-wie-hat-die-nsu-ihre-taten-finanziert-,1477338,11551692.html



Von Geld aus diesen Überfällen kann die Truppe also nicht jahrzehntelang gelebt haben. Diese eigentlich unmißverständliche Aussage, die hier zitiert wird, ist seit dieser Zeit niemals dementiert bzw. durch die Medien oder Behörden fast nie kommentiert worden. Sie wird schlicht ignoriert, und GBA Range gab am 25.03.2012 der Süddeutschen Zeitung ein Interview, indem er von einer Beute von über 600.000,- Euro sprach, von dem der "NSU" angeblich gelebt haben soll, als würde er den Ermittlungsstand der eigenen Behörde nicht kennen. Es bleibt ihm unklusive den Mainstreammedien auch nichts anderes übrig, als die Täterschaft an allen Überfällen stur und argumentationsresistent zu behaupten, sollte die These von der Urheberschaft einer rechtsextremen Terrorzelle nicht schon an dieser Klippe scheitern, wovon die drei eigentlich die ganze Zeit gelebt haben. Von den Banküberfällen mit Sicherheit nicht.

Selbst wenn dieser Bericht A. Försters in der Absicht verfaßt ist, die Öffentlichkeit gezielt zu verwirren: Warum hätte er dann diese Aussage des Sprechers der GBA bringen sollen, die ja in ihrer Substanz an den Grundfesten der These von der Täterschaft eines "NSU", rüttelt, der hier jahrelang unerkannt Migranten und Polizisten gemeuchelt haben soll?

Daß im ausgebrannten Wohnmobil Gelderbanderolen von Banküberfällen gefunden worden sein sollen, die dem "NSU" gar nicht mehr zugeordnet wurden, sei hier nur am Rande erwähnt. Dazu die Summe von 110.000,- Euro, die dort gebunkert worden sein sollen. Die in beiden Artikel zusätzlich aufgezählten Unstimmigkeiten seien mal außer Acht gelassen, da hier wieder und wieder besprochen und durchgekaut.


http://www.fr-online.de/neonazi-terror/neonazi-terror-kaum-gesicherte-erkenntnisse-zu-zwickauer-terrorzelle,1477338,11473474.html
[quote]Geld: In dem ausgebrannten Wohnmobil fanden sich 110 000 Euro Bargeld, zum Teil mit Banderolen. So konnten sie früheren Banküberfällen von 2008 zugeordnet werden.


Selbst wenn man von der von Dir immer wieder erwähnten Tatsache ausgeht, daß an dieser Story nichts stimmt und wir demzufolge permanent im Nebel stochern, so kann man selbst anhand der eklatanten logischen und argumentativen Widersprüche innerhalb der behördlichen Version selbst nachweisen, daß diese nicht stimmen kann. So bräuchte man eigentlich nur diese Geschichte auf ihre Schlüssigkeit abzuklopfen, um sich ein Urteil darüber zu bilden.





Das wusste Zschäpe zur Zeit des Anrufes, das Internet war voll davon zu jener Zeit. Oder sie wollte die Mutter nur beruhigen und erzählt ihr von Selbstmord, an den sie selber gar nicht glaubte?

Oder aber sie war hier noch als V-Frau des Verfassungsschutzes unterwegs und erzählte diese Geschichte auftragsgemäß, selbstredend wider besseren Wissens? Würde natürlich nicht mit der Vermutung übereinstimmen, daß sie ebenfalls ermordet werden sollte.




Sehe ich auch so. Zschäpe hatte wenig mit der Rechten Ideologie zu tun, sie war eher Mitläuferin. Einen "ideologischen Überbau" hatte sie nicht.

Zschäpe war in ihrer Schulzeit sogar mal als Punkerin unterwegs und ist lediglich über ihre Bekanntschaft mit Böhnhardt in die Szene hineingeraten. Dasselbe gilt übrigens auch für Böhnhardt. Mundlos war nach übereinstimmenden Berichten wohl ein überzeugter Nationaler. Ohne Genaueres darüber zu wissen: Macht ihn das automatisch zum Neonazi?


Wenn die Meldungen über Zschäpes Internet Verlauf stimmen, dann suchte Zschäpe ihre Kumpels in Sachsen, nicht in Thüringen.
Das ist dann ein wichtiger Punkt, wenn man unterstellt, dass sie Mitwisserin war: Es war ein Bankraub in Sachsen oder Brandenburg geplant. Wusste sie jedoch nichts über den geplanten Ort des Bankraubs, "beweist" ihr Surfverhalten exakt GAR NICHTS.

Zum Thema Bankraub siehe oben.


Wie gesagt, wir wissen nichts...

Wir können aber das, was darüber berichtet wird, lesen, und wir können denken, vergleichen und daraus Schlüsse ziehen. Ebenso wie viele andere Leute außerhalb des Forums.

Nereus
12.12.2012, 23:14
http://www.berlinerumschau.com/bilder/pentagon_1.JPG

Da ihr NATO-Partner BRD durch den NSU-Untersuchungsausschuß gezeigt hat, daß die Sicherheitsbehörden selbst im eigenen Land mit der Terrorbekämpfung offenbar überfordert sind, baut jetzt die USA eine eigene Terrorbekämpfungszentrale in Deutschland auf.

Mitten in Deutschland wird künftig eine neue US-Behörde zur Terrorismusbekämpfung aufgebaut. Das bestätigte die Bundesregierung auf eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion. Die Truppe wird offenbar ohne deutsche Beteiligung direkt mit Mitteln der US-Armee errichtet. Bereits zuvor scheint auch die US-Heimatschutz Mitarbeiter nach Deutschland entsandt zu haben.
Künftig wird das "Joint Interagency Counter Trafficking Centers (JICTC)" beim Zentralkommando der US-Streitkräfte in Deutschland tätig sein, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Eine der Aufgaben sei der "Kapazitätenaufbau in der Terrorismusbekämpfung".
Http://www.berlinerumschau.com/news.php?id=68964&title=USA+errichten+neue+Anti-Terror-Beh%F6rde+in+Deutschland&storyid=1001354887599

fatalist
13.12.2012, 02:27
Range: Keine Anhaltspunkte für staatliche Verstrickung in NSU-Taten


Generalbundesanwalt: Zelle bestand aus gleichwertigen Mitgliedern

Die Bundesanwaltschaft hat weiter keine Anhaltspunkte für eine Verwicklung staatlicher Behörden in die Verbrechensserie der Neonazi-Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). "Es gab bei unseren Ermittlungen keine tragfähigen Hinweise auf eine strafrechtlich relevante Verstrickung staatlicher Stellen in die Straftaten des NSU", bekräftigte Generalbundesanwalt Harald Range am Mittwoch vor Journalisten in Karlsruhe.
http://www.welt.de/newsticker/news2/article111967694/Range-Keine-Anhaltspunkte-fuer-staatliche-Verstrickung-in-NSU-Taten.html

Auch gefühlte oder gezählte 50 Artikel pro Tag bringen uns den Fakten nicht näher,sondern weiter weg.

GBA Range erfüllt seine politische Aufgabe. Ein Trauerspiel. Die Dreistigkeit der Lügen ist ungeheuerlich.
Juckt aber niemand.

fatalist
13.12.2012, 03:48
Davon bin ich absolut nicht überzeugt, daß sie tatsächlich Bankräuber waren. Lies mal die Beiträge auf politplatschquatsch. Dort hat man vorgerechnet, daß selbst die gesamte Summe aller Bank- und Sparkassenüberfälle in Höhe von ca. 600.000,- Euro, die dem "NSU" in der Anklage der Generalbundesanwaltschaft zur Last gelegt werden, nicht für den doch recht aufwendigen Lebensstil der Truppe ausgereicht hätte.

http://www.politplatschquatsch.com/2011/12/nsu-was-steckt-dahitler.html



Wenn die 3 tatsächlich V-Leute waren, dann bekamen sie auch Geld dafür.
Daher kann ich mit dieser Berechnung nicht allzu viel anfangen.


Aber ich muß hier wiederholt auf die Aussage eines Sprechers der GBA verweisen, die im Artikel von Andreas Förster am 01.02.2012 zitiert wird, gemäß der das "TRIO" nur noch mit drei von ursprünglich 14 Überfällen in Verbindung gebracht wird.


http://www.fr-online.de/neonazi-terror/zwickauer-terrorzelle-wie-hat-die-nsu-ihre-taten-finanziert-,1477338,11551692.html
[quote[Tatsächlich sind aber nur drei Banküberfälle Gegenstand des Ermittlungsverfahrens gegen die mutmaßlichen NSU-Aktivisten, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft auf Anfrage bestätigte. Da ist zum einen der fehlgeschlagene Überfall einer Einzelperson auf eine Sparkasse in Zwickau am 5. Oktober 2006, bei der ein Auszubildender durch einen Bauchschuss verletzt wurde. Zudem rechnen die Ermittler noch die Überfälle am 7. September 2011 in Arnstadt und am 4. November in Eisenach dazu, bei denen 90.000 Euro erbeutet wurden.[/QUOTE]

Inszenierung der Schlapphüte, auf den die Bundesanwaltschaft reinfiel, so vermute ich: Das Geld aus Arnstadt, 23000 Euro, fand man im Wohnmobil in einem merkwürdiger Weise unversehrten Rucksack, der auf einem stark verbrannten Bett lag, und 4 Wochen später die 6 Bekennervideos preisgab. Siehe SN 25.11.2012, Andreas Förster.

Warum die Beiden am 4.11.2011 angeblich die Sparkasse in Eisenach überfielen, während Zschäpe sie in Sachsen wähnte, das hängt mit der Verselbstmordung zusammen, aber es ist klar, dass diese Fälle "mit Beute" angeklagt werden, und die anderen ganz ohne Beweise daher auch nicht im Vordergrund stehen können.


Von Geld aus diesen Überfällen kann die Truppe also nicht jahrzehntelang gelebt haben. Diese eigentlich unmißverständliche Aussage, die hier zitiert wird, ist seit dieser Zeit niemals dementiert bzw. durch die Medien oder Behörden fast nie kommentiert worden. Sie wird schlicht ignoriert, und GBA Range gab am 25.03.2012 der Süddeutschen Zeitung ein Interview, indem er von einer Beute von über 600.000,- Euro sprach, von dem der "NSU" angeblich gelebt haben soll, als würde er den Ermittlungsstand der eigenen Behörde nicht kennen. Es bleibt ihm unklusive den Mainstreammedien auch nichts anderes übrig, als die Täterschaft an allen Überfällen stur und argumentationsresistent zu behaupten, sollte die These von der Urheberschaft einer rechtsextremen Terrorzelle nicht schon an dieser Klippe scheitern, wovon die drei eigentlich die ganze Zeit gelebt haben. Von den Banküberfällen mit Sicherheit nicht.
Einverstanden. Sie hatten noch andere Einkünfte, als da wären: V-Mann Zahlungen, Zuwendungen aus dem Unterstützerumfeld heraus.


Selbst wenn dieser Bericht A. Försters in der Absicht verfaßt ist, die Öffentlichkeit gezielt zu verwirren: Warum hätte er dann diese Aussage des Sprechers der GBA bringen sollen, die ja in ihrer Substanz an den Grundfesten der These von der Täterschaft eines "NSU", rüttelt, der hier jahrelang unerkannt Migranten und Polizisten gemeuchelt haben soll?

So eindeutig ist die Sache nicht. Von 3.000 Euro pro Monat netto ;) können 3 Leute sehr gut leben, das sind 36000 pro Jahr und knapp 500.000 in 13 Jahren. Waren es weniger Bankraube, dann nimm die V-Mann-Vergütungen und die Arbeitseinkommen dazu, oder wahlweise Zuwendungen aus dem Unterstützerumfeld.

Letztlich wissen wir es nicht. Aber offensichtlich werden dem Trio alle Bankraube vorgeworfen, was davon beweisbar ist, das werden wir ja sehen. Oder auch nicht. Da müssen wir den Prozess abwarten.


Daß im ausgebrannten Wohnmobil Gelderbanderolen von Banküberfällen gefunden worden sein sollen, die dem "NSU" gar nicht mehr zugeordnet wurden, sei hier nur am Rande erwähnt. Dazu die Summe von 110.000,- Euro, die dort gebunkert worden sein sollen. Die in beiden Artikel zusätzlich aufgezählten Unstimmigkeiten seien mal außer Acht gelassen, da hier wieder und wieder besprochen und durchgekaut.

Die Anklage klagt an, wofür sie Indizien/Beweise hat. Banderolen gefunden, also angeklagt. So einfach ist das.


Selbst wenn man von der von Dir immer wieder erwähnten Tatsache ausgeht, daß an dieser Story nichts stimmt und wir demzufolge permanent im Nebel stochern, so kann man selbst anhand der eklatanten logischen und argumentativen Widersprüche innerhalb der behördlichen Version selbst nachweisen, daß diese nicht stimmen kann. So bräuchte man eigentlich nur diese Geschichte auf ihre Schlüssigkeit abzuklopfen, um sich ein Urteil darüber zu bilden.

Klar kann man das. Aber man kann die Wahrheit nicht ans Licht bringen. Alles wie beim Becker/Buback-Prozess, nicht einmal ein Landgericht vermochte das. Warum soll es also jetzt gelingen, wenn es bei der RAF auch nicht klappte?
Gegen gesperrte Akten, Zeugen ohne Aussagegenehmigung und ganz offiziell unter falschem Namen auftretende "Zeugen" ist das Gericht machtlos gewesen.

Was gibt Dir die Zuversicht, dass ausgerechnet beim "Prozess gegen Rechts" die Sache anders laufen sollte, wo doch niemand ein Interesse daran hat? Staat, Medien, alle ziehen am selben Strang: Naziterror wegen Ausländerhass.



Oder aber sie war hier noch als V-Frau des Verfassungsschutzes unterwegs und erzählte diese Geschichte auftragsgemäß, selbstredend wider besseren Wissens? Würde natürlich nicht mit der Vermutung übereinstimmen, daß sie ebenfalls ermordet werden sollte.

So ist meine Vermutung.
Aber selbst wenn die nicht stimmt: Warum zum Teufel sollte Zschäpe Mutter Böhnhardt denn etwas anderes erzählen, wenn "Bankraub-Männerduo-Selbstmord" durch alle Medien geistert? Was hätte das gebracht?



Zschäpe war in ihrer Schulzeit sogar mal als Punkerin unterwegs und ist lediglich über ihre Bekanntschaft mit Böhnhardt in die Szene hineingeraten. Dasselbe gilt übrigens auch für Böhnhardt. Mundlos war nach übereinstimmenden Berichten wohl ein überzeugter Nationaler. Ohne Genaueres darüber zu wissen: Macht ihn das automatisch zum Neonazi?

Mundlos war der Sohn eines Professors mit entsprechenden Fähigkeiten, er hatte einen "geistigen Überbau" und war der Älteste.
Die anderen beiden waren Mitläufer, die da hineinschlitterten, weil sie die Kameradschaft in der Szene beeindruckte etc pp.
Die ganzen "Sprengstoffattrappen mit Hakenkreuz" und eine Stoffpuppe an der A4-Brücke hängend, das hört sich doch alles ebenso nach "dummen Streichen" an wie ein Buchenwald-Besuch in "Uniformen".

Terroristen ticken anders. Ganz wichtiger Punkt.



Wir können aber das, was darüber berichtet wird, lesen, und wir können denken, vergleichen und daraus Schlüsse ziehen. Ebenso wie viele andere Leute außerhalb des Forums.

Sicher, und das sollten wir auch tun. Aber uns sollte dabei immer bewusst bleiben, dass die Informationen an die Presse gezielt ausgewählt werden, und bei einer konstruierten Geschichte eben auch viele Details konstruiert sind - zwangsläufig.

fatalist
13.12.2012, 09:10
Der NSU ist der Beweis für die Existenz eines "Tiefen Staates" in der BRD, meint Cicero:


Die bisherige Aufarbeitung des NSU-Komplexes läuft unter dem Label „Behördenversagen“. Dabei gibt Deutschland ein Bild von einem „tiefen Staat“ ab, ein System, das unterhalb der geltenden Gesetze ein Eigenleben zu führen scheint. Und so wie es ist, darf es nicht bleiben
http://www.cicero.de/berliner-republik/behoerdenversagen-im-nsu-komplex-der-tiefe-staat/51876

Sehr erhellende Aussagen dort:


Die bisherige Aufarbeitung des NSU-Komplexes läuft unter dem Label „Behördenversagen“. Die betroffenen Institutionen stellen die persönliche Schuld einzelner heraus, aber das Vorenthalten von Informationen, die gezielte Vernichtung relevanter Akten, das Schreddern, Mauern und Vertuschen sowie die unheilvolle Praxis, Nazis für Informationen mit Geld zu sponsern, werfen die Frage nach dem System und dem Motiv dahinter auf. Gestellt wird diese Frage jedoch verblüffend selten,...

und dann kommt die alte Laier... der Staat ist auf dem rechten Auge blind.
Die wollen uns echt verarschen...


Wenn offen erörtert wird, ob es in Deutschland einen „tiefen Staat“ gibt, soll damit nicht die Verschwörung und Verbrüderung staatlicher Institutionen mit Neonazis behauptet werden. Hingegen lassen sich beunruhigende Indizien dafür finden, dass in Teilen der Polizei, Justiz und Politik eine unausgesprochene Übereinkunft darüber herrscht, Rechtsextremismus zu vertuschen und zu verharmlosen.

Kopfschuss-Smiley

herberger
13.12.2012, 09:41
Wenn offen erörtert wird, ob es in Deutschland einen „tiefen Staat“ gibt, soll damit nicht die Verschwörung und Verbrüderung staatlicher Institutionen mit Neonazis behauptet werden. Hingegen lassen sich beunruhigende Indizien dafür finden, dass in Teilen der Polizei, Justiz und Politik eine unausgesprochene Übereinkunft darüber herrscht, Rechtsextremismus zu vertuschen und zu verharmlosen

Wenn es eine Kooperation der Dienste mit Rechtsextreme gibt,dann doch nicht wegen einer ideologischen Verbundenheit,sondern wohl eher um ein rechtes Bedrohungsszenarium zu inzenieren.

fatalist
13.12.2012, 10:32
Wenn es eine Kooperation der Dienste mit Rechtsextreme gibt,dann doch nicht wegen einer ideologischen Verbundenheit,sondern wohl eher um ein rechtes Bedrohungsszenarium zu inzenieren.

Das ist absolut richtig, Herberger, aber die logisch richtigen Schlüsse dürfen Journalisten in der BRD nicht ziehen.
Das kostet sonst den Job.

Eine Leckerli von einem mutigen Richter unter Klarnamen !!!!


Alle weiteren Fälle werde ich mit Ihrem Nachfolger auf dem wiedererlangten Boden des Rechtsstaats zu verhandeln haben.Matthias Frey ist lebenslänglich eingesperrt, weil er zwei junge Menschen umgebracht haben soll & er aber gar nicht der Täter ist, und er gar nicht der Täter sein kann, wie der anerkannte Gerichtsmediziner Professor Eisenmenger in einer gutachterlichen Stellungnahme festgestellt hat.In diesem Fall geht es darum, dass man für Mord und Totschlag im Drogen- und Waffenschmuggelmilieu, in das CSU-Bonzen von regionaler Bedeutung in Bamberg und Umgebung bis hin nach Würzburg verstrickt sind, einen Ersatz-Täter gebraucht hat, um die wahren Mörder zu verschonen.Aber eben auch Waffenschmuggel spielt da mit hinein wie die Beschaffung der Ceska mit Schalldämpfer, die dann wahrscheinlich in der NSU-Mordserie zehnfach im Einsatz gewesen ist. Es geht immer darum, dass etwas in die Schweiz geschafft oder aus der Schweiz geholt werden muss, und dass man einen Täter oder einen Wahnsinnigen braucht, wenn etwas schief läuft und es darum geht, diese Ströme von Waffen und Geld zu vertuschen.HochachtungsvollRudolf Heindl
http://infokrieg.in/Deutschland/2012/12/12/offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk-zum-fall-mollath/

Total genial, volle Breitseite!

solaris
13.12.2012, 16:31
GBA Range erfüllt seine politische Aufgabe. Ein Trauerspiel. Die Dreistigkeit der Lügen ist ungeheuerlich.
Juckt aber niemand.

Für wie blöd halten die die Leute?
Natürlich gibt es jetzt keine tragfähigen Beweise mehr,denn es wurden ja alle relevanten Akten "geschreddert"( also erstmal beiseite gelegt)
Diese tragfähigen Beweise sollen sie erstmal zum NSU bringen.(dazu muss man in keinster Weise mit diesem symphatisieren,denn es geht dabei um den Stand des Rechtsstaats in Deutschland)

solaris
13.12.2012, 17:17
Presseschau 13.12.2012

Die zwei Gesichter der Beate Zschäpe



Seit 13 Monaten sitzt sie in Untersuchungshaft, im neuen Jahr soll ihr der Prozess gemacht werden. Die Ankläger beschuldigen sie der Mittäterschaft an zehn Morden. Doch die meisten, die die Frau aus Jena trafen, mögen nichts Schlechtes über sie sagen. Eine vorläufige Rekonstruktion.
Es hat frisch geschneit, das Weiß hat die Wiese bedeckt. Hier stand die Baracke, in der die Bauleitung saß - damals, als das Plattenbaugebiet Jena-Winzerla enstand. Später richtete die FDJ darin eine Disko ein. Nach der Wende wurde daraus der "Winzerclub". Es war die Zeit, die Thomas Grund heute als Anarchie beschreibt. Es habe, sagt er, vielen Jüngeren nicht bloß an Arbeit gefehlt, sondern an Orientierung und manchmal auch an Hoffnung. So etwas wie Ordnungsorgane habe es hier, zwischen Bergen, Gewerbegebiet und Autobahn, nicht gegeben. "Die Beate", sagt er, "fiel da auf." Nicht, weil sie Reden hielt, sondern weil sie hübsch war. "Alle Jungs waren in sie verliebt." Natürlich auch Uwe mit den schwarz-rot-goldenen Hosenträgern.
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/detail/-/specific/Die-zwei-Gesichter-der-Beate-Zschaepe-1386383459

Wie rührend!

Warum erfuhr das Parlament nichts über den V-Mann Trinkaus?


Müssen Thüringens Innenminister Jörg Geibert (CDU) und sein Staatssekretär Bernhard Rieder die Verantwortung für die neue Spitzel-Affäre beim Thüringer Verfassungsschutz übernehmen? Als die Landtagsfraktionen gestern Nachmittag im Parlament diese Frage zur Aktuellen Stunde aufwarfen, prüfte ein Sprengstoffexperte des Landeskriminalamtes in der Poststelle des Landtags gerade einen verdächtigen Briefumschlag.
Erfurt. Die an die Landtagspräsidentin persönlich adressierte Postsendung war als verdächtig aufgefallen, bestätigte ein Landtagssprecher gegenüber unserer Zeitung den alarmierenden Vorgang. Seit 11 Uhr herrschte erhöhte Alarmbereitschaft im Parlamentsgebäude. Erst am Abend erwies sich die Postsendung als harmlos. Beim Öffnen war lediglich eine Petition an den Landtag zu Tage getreten, die beim Zusammenfalten eine Erhebung auf dem Umschlag gebildet hatte. Von all dem bekamen die Abgeordneten wenig mit. Die Linksfraktion sprach im Antrag für die Aktuelle Stunde von "Bespitzelung, Herabwürdigung und Infiltration von Parlamentariern" durch einen V-Mann des Verfassungsschutzes. Dieser war zugleich einer der führenden Neonazis Thüringens.
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/detail/-/specific/Warum-erfuhr-das-Parlament-nichts-ueber-den-V-Mann-Trinkaus-2058978849

Brisantes wird durch Einschieben eines verdächtigen Briefes entschärft.
Für Ablenkung ist gesorgt

Der Ku Klux Klan hat ein Problem mit radikalen Mitgliedern.

Mitglieder, die dem Ku Klux Klan zu radikal sind. Der Ku Klux Klan hat Mitglieder, die ihnen zu radikal sind. Zu radikal. Dem Ku Klux Klan. Das ist ja alleine schon ziemlich unglaublich.Und was für Leute sind das, die dem Ku Klux Klan zu radikal sind? Kann man das eingrenzen? Ja, kann man. Schwäbische Polizisten (http://www.sueddeutsche.de/politik/scheiss-seo-immer-1.1548927).
Und natürlich hat keiner von denen seinen Beamtenstatus verloren. Die sind alle noch im Dienst. Hier ist, was der Verfassungsschutz (HAHAHA) über diese Polizisten in ihren Akten vermerkt
Bemerkenswert ist, dass die von den bekannt gewordenen Polizeibeamten vertretenen Ansichten als extrem rechtsextremistisch eingestuft und deshalb von den meisten Mitgliedern abgelehnt wurden.


https://blog.fefe.de/?ts=ae371c72

Radikale Beamte beim Ku-Klux-Klan

Gezielte Werbung bei der Polizei, sechs Beamte mit Interesse am Ku-Klux-Klan: Berichte eines Spitzels offenbaren, dass die Kontakte baden-württembergischer Polizisten zu dem Geheimbund weiter reichten als bisher bekannt. Anderen im Klan waren die Polizisten angeblich sogar zu radikal.

Die Kontakte baden-württembergischer Polizisten zum Ku-Klux-Klan sind offenbar weitreichender gewesen als bisher bekannt. Das zeigen als geheim eingestufte Berichte eines V-Mannes, die die Süddeutsche Zeitung einsehen konnte. Der Mann berichtete über die Treffen einer Ku-Klux-Klan-Gruppe, die sich Anfang des Jahrtausends um den damaligen Anführer Achim S. aus Schwäbisch-Hall gebildet hatte. Laut Spitzel suchten zeitweise bis zu sechs Beamte die Nähe zu dem rassistischen Geheimbund. Bei fünf stand für den Verfassungsschutz die Zugehörigkeit zur Polizei fest, von vier Beamten kannte er die Namen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/rassistischer-geheimbund-radikale-beamte-beim-ku-klux-klan-1.1548927


Nach Angaben des V-Mannes suchte auch eine Polizistin Kontakt zum Klan. Sie soll früher für das Drogendezernat gearbeitet und einen starken Hass auf Schwarze gehabt haben, berichtete der Spitzel, der bei vielen Treffen des Geheimbunds selbst dabei war.

War das nun die Bekannte von Kiesewetter oder nicht?
Vermute eher ja

bernhard44
13.12.2012, 17:35
Bücher, die sich kritisch mit der Justiz auseinandersetzen

Anders, Michel: Die Sippe der Krähen. Die heimliche Macht der
Juristen. Eichborn Verlag Frankfurt 1981
Arndt, Adolf: Gesammelte juristische Schriften. C.H.Beck, München
1976
Behrendt, Ethel: Rechtsstaat im Verzug. Metha A. Behrendt,
München
Berra, Xaver (Rasehorn, Theo): Im Paragraphenturm.
Luchterhand 1966
Bossi, Rolf: Halbgötter in schwarz - Deutschlands Justiz am Pranger. Eichborn Verlag
Frankfurt, 2005
Gössner, Rolf/Herzog, Uwe: Im Schatten des Rechts. Kiepenheuer & Witsch 1984
Haferbeck, Edmund: Bundesdeutsche (Justiz-)Behörden - eine kriminelle Vereinigung?
Echo-Verlag www.dr-haferbeck.de
Kaupen, Wolfgang: Die Hüter von Recht und Ordnung. Luchterhand 1971, 2. Auflage
Kraschutzki, Heinz: Die Gerechtigkeitmaschine. C.F.Müller, Karlsruhe 1970
Kühnert, Hanno: Die Rechthabenden. Greno, Nördlingen 1988
Kusserow, Raimund: Richter in Deutschland. Gruner und Jahr, Hamburg 198?
Lamprecht, Rolf: Die Lebenslüge der Juristen. DAV/Spiegel-Buchverlag 2008
Lamprecht, Rolf: Richter contra Richter. Nomos-Verlag, Baden-Baden 1992
Lamprecht, Rolf: Vom Mythos der Unabhängigkeit. Nomos-Verlag, Baden-Baden 1995
Lautmann, Rüdiger: Justiz - Die stille Gewalt. Fischer - TB- Verlag 1972
Marcus, Hermann: Wer je vor einem Richter steht. Droste Verlag Düsseldorf 1976
Mauz, Gerhard: Die Justiz vor Gericht. Goldmann München 1993
Möntmann, Hans, Georg: Roben, Richter, Rechtsverdreher. Droemer Knaur München 1997
Müller, Ingo: Furchtbare Juristen. Th.Knaur Nachf. München 1989
Ostermeyer, Helmut: Die juristische Zeitbombe. Goldmann 1973
Otto, Hans-Dieter: Das Lexikon der Justizirrtümer. Ullstein TB 2003
Rasehorn/Ostermeyer/Huhn/Hase: Im Namen des Volkes?
Luchterhand, Neuwied 1968
Richter, Henry: Die Lüge Recht. Moby-Verlag Berlin 1. Aufl. 1997
Richthaler, Henri: Recht ohne Gerechtigkeit. C-Verlag Geisenheim
1989
Roth, Jürgen. Nübel, Rainer - Fromm Rainer: Anklage unerwünscht!
Korruption und Willkür in der deutschen Justiz. Eichborn Verlag
Frankfurt, 2007
Schmid, Richard: Das Unbehagen an der Justiz. C.H.Beck, München 1975
Schneider, Egon: Recht und Gesetz - Die Welt der Juristen. Verl. f. Rechts- und Anwaltspraxis,
Herne 1992, 2.Auflage
Schneider, Egon: ZAP-Report: Justizspiegel, Kritische Justizberichte. Verlag f.d. Rechts- u.
Anwaltspraxis, Herne/Berlin 1999
Scholderer, Frank: Rechtsbeugung im demokratischen Rechtsstaat. Nomos-Verlag, Baden-
Baden 1993

http://jahrtausendluege.com/wp-content/uploads/2012/07/Justiz.pdf

Nereus
13.12.2012, 18:28
Wir wissen es nicht...
Warum wollen wir etwas wissen, was nicht der offiziellen Version entspricht?
Wir möchten Lügen, Ver...schung, Böses vermuten?

Und wenn wir etwas nicht verstehen, wollen wir es auf einen anonymen „Tiefen Staat“ schieben und uns damit beruhigen?
Den „Tiefen Staat“ gibt es nicht. Der „demokratische Staat“ ist eine Ansammlung von politischen Wahlparteien, die durch unterschiedliche weltanschauliche und wirtschaftliche Interessengruppen im Innern geleitet werden. Diese Lobbygruppen im demokratischen Staat bezeichnete der ehemalige kaiserliche General Ludendorff nach dem Ersten Weltkrieg als „überstaatliche Mächte“. Er mußte es ja wissen, denn ihm unterstand mal der Geheimdienst. Diese „überstaatlichen Mächte“ sind noch immer da, verstärkt am Wirken und bilden den „Tiefen Staat“ oder die „Dunklen Mächte“, nur darf man sie nicht nennen und enttarnen, was „Volksverhetzung“ wäre und zu allgemeiner Unruhe und Unlenkbarkeit der Bevölkerungs führen könnte. Das Wort „tiefe“ sollte besser durch „hoher“ ersetzt werden, den „tief“, „unten“, „nahe der Hölle“ sind heute die gewünschten Übeltäter und Sündenböcke angesiedelt: das rechte und das linke Prekariat, früher auch Proletariat genannt, also die so genannten Neonazis und die autonome Antifa. Bankräuber sind Lumpenproletarier.

Zum Thema Lügen in der Politik:

In England wurde Sir Salomon Medina, ein Glaubens-Flüchtling aus Potugal, der Bankier des Herzogs von Marlborough, einem Vorfahren des britischen Kriegskanzlers Churchill.
http://de.wikipedia.org/wiki/Duke_of_Marlborough

Medina finanzierte ihm seine Kriege. Dabei kam es auch zu Korruption und falschen Aussagen vor Gericht.
Darauf verfasste der Pfarrer und Schriftsteller Swift um 1710 ein Essay über politische Lügen. Auszug:


* * *

Jonathan SWIFT: "Über die Kunst der
politischen Lüge" (um 1710)

»Im Oktober 1712 erschien in Großbritannien aus der Feder des berühmten englischen Schriftstellers Jonathan Swift ein kleines Buch unter dem Titel: "Die Kunst der politischen Lüge." Hier wurde in äußerst witziger Weise zur Subskription auf ein angeblich demnächst erscheinendes Werk aufgefordert, das in zwei Bänden das genannte Thema behandeln sollte, und zugleich ein Überblick über den Inhalt gegeben.

Aus diesem Überblick wollen wir hier die markantesten Stellen zitieren, die uns einen tiefen Einblick in die Eigenart des politischen Lebens in England im 18. Jahrhundert bieten.
In der Vorrede des angezeigten Werkes wird, so heißt es, ausgeführt, daß die Kunst der politischen Lüge "in diesem letzten Jahrhundert durch so viele Entdeckungen bereichert worden sei, daß sie billigerweise nicht länger in Verachtung und Verwirrung bleiben dürfe. Sie könne mit vollem Recht einen Platz in einer Enzyklopädie oder in der Unterweisung der Jugend beanspruchen, besonders in der Unterweisung, die bei der Erziehung eines geschickten Staatsmannes zum Muster dienen solle."

Der erste Band "der vortrefflichen Schrift" zerfällt nach Swift in 11 Hauptstücke, über die er einen kurzen Überblick gibt.

1.) ...
2.) Im zweiten Hauptstück wird die "Natur der politischen Lüge" untersucht. "Eine politische Lüge ist die Kunst, dem Volke heilsame Unwahrheiten einzureden, und zwar zu einem guten Endzweck." ...Er gibt Regeln, wie man den Wert der politischen Lüge nach Pfunden, Schillingen und Pfennigen ausrechnen kann. Unter dem Worte "gut" versteht er nicht dasjenige, was wirklich und einwandfrei gut ist, sondern einzig und allein das, was dem Akteur als gut erscheint.
Dabei unterscheidet er "das nützliche und das angenehme und wohlanständige Gute. Das nützliche Gute herrscht hauptsächlich auf der Börse. Das angenehme und wohlanständige Gute aber findet man in dem Teil der Stadt, der Westminster heißt (im Sitz des Parlamentes). Einige bringen eine Lüge in Umlauf, damit sie die Waren für einen vorteilhaften Preis kaufen oder verkaufen können. Andere, weil es rühmlich ist, seiner Partei zu dienen, und noch andere, weil es süß ist, seine Rache zu stillen."

3.) Das dritte Hauptstück bringt den Beweis, daß politische Lügen erlaubt sind. Der gewöhnliche Bürger hat auf die Wahrheit im privaten Leben Anspruch, auf die Wahrheit im politischen Leben aber "nicht das geringste Recht". "Das Volk", so lesen wir hier, "hat nicht mehr Recht auf politische Wahrheit als auf große Güter, Ländereien und fürstliche Häuser." Die politische Wahrheit ist also wie der Reichtum Vorrecht der Oberschicht. Kinder können nichts dergleichen verlangen, und deshalb gibt es auch sehr selten einige, die von einiger Wahrheit unterrichtet sind.

4.) Das vierte Hauptstück beantwortet die Frage, ob allein die Regierung das Recht auf politische Lüge habe, dahin, daß doch die Parteien auch ein Recht darauf hätten, um ihrerseits die Regierung stürzen zu können. "Ein Überfluß an politischen Lügen ist ein Kennzeichen der englischen Freiheit."

5.) Im fünften Hauptstück werden die verschiedenen Arten der Lügen aufgezählt. Es gibt deren hauptsächlich drei: die Vergrößerungslüge, die Verleumdungslüge und die Vertauschungslüge. "Die Vergrößerungslüge gibt einem großen Manne mehr Ruhm und Ehre, als ihm gebührt. Die Verleumdungslüge ist diejenige, durch die man einem großen Manne von der Ehre und dem Ruhm, die er sich mit Recht und Billigkeit erworben hat, etwas abzieht ...
Die Vertauschungslüge endlich überträgt das Verdienst einer guten Tat oder auch die Schuld an einer schlechten Tat von einem Menschen auf den anderen.“ Für die einzelnen Sorten der politischen Lüge werden dann genaue Maßregeln gegeben, um sie recht wirksam zu gestalten.

6.) Sehr aufschlußreich ist das sechste Hauptstück. Es handelt nämlich vom "Wunderbaren" und versteht darunter "alles, was die ordentlichen Stadien der Wahrscheinlichkeit übersteigt". Im Hinblick auf das Volk zerfällt das Wunderbare in zwei Arten, nämlich in das, was Furcht einjagen, und das, was Mut machen soll. Die Schreckenslügen dürfen nicht gar zu oft angewandt werden, weil sie sich sonst abnützen. Nach dem Verfasser ist es durchaus notwendig, "daß man sich alle Jahre einmal des Königs von Frankreich und des Prätendenten (des Vertreters des früheren britischen Königshauses) bedient, um das Volk einzuschüchtern. Hernach aber muß man die Bären wieder an Ketten legen bis zum nächsten Jahr. Die allzu geringe Beachtung, die man diesem Grundsatz geschenkt hat, und die Unbedachtsamkeit, daß man uns so oft mit diesen Wehrwölfen hat schrecken wollen, auch bei den geringsten Gelegenheiten, haben das Volk in den letzten Jahren sehr gleichgültig gemacht. Es erschrickt gar nicht mehr, wenn man ihm von diesen beiden Feinden etwas erzählt." Auch für die Ermunterungslügen gibt es bestimmte Regeln. "Sie müssen nicht gar zu weit die ordentlichen Grenzen der Wahrscheinlichkeit überschreiten; sie müssen abwechseln; man muß nicht immer auf einer und derselben Lüge hartnäckig bestehen bleiben. Und was die Lügen anbelangt, die Versprechungen und Prophezeiungen enthalten, so empfiehlt es sich bei ihnen nicht, sie auf eine gar zu kurze Zeit einzustellen. Man würde sich sonst dem Schimpf und der Verwirrung aussetzen und sich bald widerlegt und des Betruges über führt sehen." Der Verfasser "untersucht nach diesen Regeln die Lüge, die die Eroberung Frankreichs voraussagt. Sie ist gut erdacht, aber doch ungeschickt. Sie hielt sich zwanzig Jahre, brach aber dann endlich in sich zusammen, weil sie mit zu großer Hartnäckigkeit behauptet worden war.

7.) Das siebente Hauptstück untersucht die Frage, welche von den beiden englischen Parteien, die Wighs oder die Torries die Kunst der politischen Lüge besser versteht. Dies sei, so heißt es, schwer zu entscheiden, da "beide große und geschickte Köpfe unter sich hätten". Immerhin habe man beiderseits zu schlechte Ware in Umlauf gebracht. Wolle man sich wieder Glauben verschaffen, empfehle es sich, "innerhalb von drei Monaten nichts zu sagen, was nicht wahr sei, denn dies sei das beste Mittel, um das Recht zu erlangen, die nächsten sechs Monate wieder Lügen ausstreuen zu können". Allerdings sei es fast unmöglich, Leute zu finden, die imstande wären, diesen Vorschlag auszuführen.

8.) Im achten Hauptstück werden einige "außerordentliche Köpfe" gepriesen, "die sich in den letzten Jahren hauptsächlich durch ihr Geschick und ihre seltene Begabung für das Wunderbare vor anderen hervorgetan haben". Auch die hoffnungsvolle Jugend wird zur Mitarbeit aufgefordert.
Das achte Hauptstück ist dem Vorschlag gewidmet, "die meisten kleinen Lügengesellschaften in eine einzige zusammenzufassen". Diese Gesellschaft soll "aus den Führern von jeder Partei bestehen". Im übrigen muß sie Mitglieder aus allerhand Ständen und Gewerben haben, z. B. "Reisende, neugierige und scharfsinnige Köpfe, Fuchsjäger, Roßhändler, Anwälte, alte Seeleute oder Bootsknechte und Soldaten ... " "Das Gesetz der Gesellschaft muß sein, jeden Tag eine, zuweilen auch wohl zwei Lügen zu erfinden. In der Wahl dieser Lügen muß man aber auf das Wetter und die Jahreszeiten genau achten. Die Lügen, um Furcht einzujagen, tuen in den Monaten November und Dezember Wunder und bringen große Wirkungen hervor. In den Monaten Mai und Juni aber richten sie nicht so viel aus, zum mindesten, wenn dann nicht Ostwinde herrschen.“ Zum Schluß wird ein Lügenkalender für das ganze Jahr beigefügt, "in dem diejenigen Lügen vermerkt sind, die sich für jede Jahreszeit und für jeden Monat eignen".

9.) Das neunte Hauptstück behandelt die Schnelligkeit und die Dauer der Lügen. Die Schnelligkeit im Umlauf von Lügen ist danach "fast unglaublich". Besonders „die Schrecklügen laufen mit einer erstaunlichen Hurtigkeit herum und breiten sich sehr rasch aus. In einer Stunde kommen sie weiter als zehn Meilen". Die Dauer ist ganz verschieden. Es gibt Lügen "von einer Stunde, von einem Tage, von einem Jahre und solche von einem Jahrhundert".

10.) Im zehnten Hauptstück werden die Merkmale der Lügen untersucht, d. h. die Anzeichen, aus denen man auf ihre Erfinder schließen kann. Die niedrigsten und schlechtesten sind für die Vorstädte gemünzt, wo der Pöbel wohnt. "Alle unsere großen Geister haben ihre besonderen Phantasien." Die Versprechungslügen großer Herren lassen sich aus folgendem erkennen: "Sie klopfen einen mit der Hand auf die Schultern, sie umarmen einen, sie drücken einen, sie lächeln, sie verneigen sich, wenn sie einen bewillkommnen. Und ihre Lügen, die sich auf die Vergangenheit beziehen, erkennt man an ihren grausamen Schwüren."

11.) Das elfte Hauptstück endlich wirft die Frage auf, ob eine Lüge besser durch eine Wahrheit widerlegt und bestritten wird oder durch eine andere Lüge?" Der Verfasser entscheidet sich für das Letztere, und zwar im Hinblick auf "die große Neigung, die alle Menschen in diesen Zeiten besitzen, Lügen zu glauben".
Quelle: Werner Schaeffer, Englische Lügen im Weltkrieg, Deutsche Informationsstelle „England und der Weltkrieg“, im Selbstverlag des Herausgebers, Berlin 1941, Druck: Wilhelm Greve G.m.b.H., Berlin SW 68

Systemhandbuch
13.12.2012, 20:10
[...]Total genial, volle Breitseite!

Erinnert ein wenig an "Ein Richter sieht rot ". Wäre schön, wenn der weitere Briefe schreibt. Ein Anfang !!! :appl:

Das scheint einer aus dieser ominösen "Mitte der Gesellschaft, die rechtsextremistische Ansichten hat." zu sein, oder VT´ler, usw.. :kk:

Als Ergänzung dazu noch der von Dir verlinkte EF-Artikel (allerdings anderer Textauszug) zum Thema "liebgewonnene Feindbilder":


[...]Was leider immer wieder erwähnt werden muss, da selbständiges Denken in Deutschland bekanntlich aus der Mode gekommen und einer Flotte politisch korrekter Druckwalzen anheimgefallen zu sein scheint, die jedem, der nicht der veröffentlichten Darstellung welcher Ereignisse oder Zusammenhänge auch immer folgen möchte, bescheinigt, eher in die verschwörungstheoretische Ecke zu gehören.[...]

Wer´s verpasst hat, ... Quelle (http://ef-magazin.de/2012/12/12/3899-assads-chemiewaffen-made-in), ... ist allerdings nicht zum Thema.


Prognose, ... so ein Schreiben wird totgeschwiegen, oder man findet irgendwas nazimäßiges in seiner Vergangenheit. :crazy:

Systemhandbuch
13.12.2012, 20:37
Mal so die Frage in die Runde hier:

Welche Taten glaubt Ihr, sind von dem Trio wirklich begangen worden ?

Meine Meinung:

Morde an den "Kleinunternehmern" ausländischer Abstammung: Völliger Unfug !
Polizistenmorde: Ebenfalls Unfug !
Banküberfälle (evtl. auch nur einer): Wäre für mich im Rahmen des Möglichen.
Nagelbombenattentat(e): Wäre für mich ebenso im Rahmen des Möglichen.

Mir geht´s nur darum, ein wenig herauszufiltern, mit welchen Taten die Drei von einer Rückkehr ins "normale Leben" abgehalten worden sein könnten.:?

Praktiker
13.12.2012, 20:42
Mal so die Frage in die Runde hier:

Welche Taten glaubt Ihr, sind von dem Trio wirklich begangen worden ?

Meine Meinung:

Morde an den "Kleinunternehmern" ausländischer Abstammung: Völliger Unfug !
Polizistenmorde: Ebenfalls Unfug !
Banküberfälle (evtl. auch nur einer): Wäre für mich im Rahmen des Möglichen.
Nagelbombenattentat(e): Wäre für mich ebenso im Rahmen des Möglichen.

Mir geht´s nur darum, ein wenig herauszufiltern, mit welchen Taten die Drei von einer Rückkehr ins "normale Leben" abgehalten worden sein könnten.:?

Banküberfälle : Ja ! - Geld braucht jeder.......

Heibronner Polizistenmord : Ja ,- die kannten sich persönlich ,- und es war wohl eine persönliche Sache.....

Morde an Kioskbesitzern : Nie und nimmer ,- der Käse ist vom VS mühsam zusammengepopelt worden....

Nagelbomben : Ja ,- war sicher ´ne Versuchsreihe für später - für das ganz große Ding....:cool:

Systemhandbuch
13.12.2012, 21:09
[...]Daß im ausgebrannten Wohnmobil Gelderbanderolen von Banküberfällen gefunden worden sein sollen, die dem "NSU" gar nicht mehr zugeordnet wurden, sei hier nur am Rande erwähnt. Dazu die Summe von 110.000,- Euro, die dort gebunkert worden sein sollen. Die in beiden Artikel zusätzlich aufgezählten Unstimmigkeiten seien mal außer Acht gelassen, da hier wieder und wieder besprochen und durchgekaut.


Geld: In dem ausgebrannten Wohnmobil fanden sich 110 000 Euro Bargeld, zum Teil mit Banderolen. So konnten sie früheren Banküberfällen von 2008 zugeordnet werden.


Das heißt, dass Geld ohne Banderole, generell nicht einer bestimmten Bank-Filiale zugeordnet werden kann, richtig ?

Was registrieren bei Bargeldeinlieferungen die Kassierer von Bankfilialen eigentlich ? Gar nichts ? Banderolennummern, Seriennummern der Scheine ? Die reißen die Banderolen ab und werfen sie einfach weg, wenn sie neue Scheine Brauchen ? Wie überprüfen die eigentlich am Abend, ob sie eine Differenz aus einem eigenen Fehler zwischen Ein/Auszahlungen gemacht haben, oder ob in einem LZB-Bündel was gefehlt hat ?:?

romeo1
13.12.2012, 21:24
Übrigens, bei Geld das in Banken lagert, werden die Seriennummern registriert. Bei Geld das aus Banküberfällen stammt, kann man aufgrund der Verteilungsmuster erkennen, wo ungefähr die Bankräuber leben. Mir kann niemand weis machen, daß wenn das Trio die Banküberfälle begangen hätte, niemand bemerkt hätte, daß ein Großteil des Geldes in Zwickau und Umgebung ausgegeben wurde. 13 Jahre will angeblich niemand davon etwas mitbekommen haben. Das ist bei "unserem" Überwachungsstaat wenig wahrscheinlich.

Nereus
13.12.2012, 21:44
http://www.mdr.de/thueringen/trinkaus102_v-standardBig_zc-3ad1f7a1.jpg?version=27841

Ehemaliger Erfurter NPD-Chef war V-Mann

Er war jahrelang einer der Spitzenfunktionäre der Thüringer NPD und spionierte den politischen Gegner aus: Kai-Uwe Trinkaus. Nun outete sich der Ex-Kader gegenüber MDR THÜRINGEN als V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes. Das Landesamt bestätigte die Information: Trinkaus habe sich selbst angeboten und sei von Mai 2006 bis September 2007 V-Mann im Bereich Rechtsextremismus gewesen.
http://www.mdr.de/thueringen/npd_thueringen100.html

Warum erfuhr das Parlament nichts über den V-Mann Trinkaus?

Von all dem bekamen die Abgeordneten wenig mit. Die Linksfraktion sprach im Antrag für die Aktuelle Stunde von "Bespitzelung, Herabwürdigung und Infiltration von Parlamentariern" durch einen V-Mann des Verfassungsschutzes. Dieser war zugleich einer der führenden Neonazis Thüringens.
Die Linke legte gestern eine Liste der Aktivitäten des Kai-Uwe Trinkaus vor. Er soll provoziert und der Linke-Fraktion auch für einige Wochen einen Praktikanten mit dem Wissen des Verfassungsschutzes untergeschoben haben.
Alle Fraktionen waren sich einig, dass ein Unterlaufen des Parlaments durch den Verfassungsschutz nicht sein darf. Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow zeigte sich überzeugt, dass der Geheimdienst von den Provokationen und Infiltrationen, die der V-Mann Trinkaus betrieben habe soll, wusste.
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/detail/-/specific/Warum-erfuhr-das-Parlament-nichts-ueber-den-V-Mann-Trinkaus-2058978849

Ganz einfach: Der FDJ- und SED-Agitator Trinkaus verteidigte den „Antifaschistischen Schutzwall“, nach dem Fall der Berliner Mauer, nun in Erfurt, wie andere ihn in Jena schützten. Als Genosse von der PDS vermutlich in den Untergrund abkommandiert, meldete er sich mit FDJ-Blauhemd und ein paar weiteren Klassenkämpfern, beim Klassenfeind NPD an, um dort angeblich demokratisch mitzuspielen. Gleichzeitig sprach er beim Thüringer VS vor, um sich gegen die Nazis anzudienen. Nichts ahnend ließen die den geschulten Klassenkämpfer und Provokateur machen.
Nach Eroberung der Erfurter NPD-Zentrale fing Trinkaus wie ein Kuckuck an, andere NPD-Kameraden aus dem Nest zu stoßen. Seine Absicht war, den NPD-Vorsitzenden Schwerdt zu stürzen. Dazu benutzte er einen schwulen jungen Genossen in der PDS-LINKEN, der sich im angeblichen Auftrag der NPD mit einem dortigen Funktionär ins Bett legen und „dann Verführung“ rufen sollte. Gleichzeitig aber wurde der Plan einem TV-Reporter verraten, der die „Unterwanderung“ noch rechtzeitig aufdeckte und den angeblich Bettskandal bei der LINKEN scheitern ließ. Nun konnte man den Schwarzen Peter wahlweise der NPD, dem Internetportal Altermedia oder dem Verfassungsschutz unterschieben. Die NPD ließ sich aber nicht länger vom Zersetzer, Spalter und Provokateur Trinkhaus narren, zumal der schon eine Bewegung „Pro Erfurt“ gegen die NPD heimlich gegründet hatte, und warf ihn raus.. Sofort diente er sich mit seinen Kumpanen beim Klassenfeind DVU an. Immer mit FDJ-Hemd und vorheriger VS-Einweihung. Als die DVU mit der NPD fusionierte, war seine rote Untergrundtätigkeit beim Klassenfeind beendet. Als letztes konnte er nun noch den klassenfeindlichen VS, der ja kein MfS-Nachfolger ist, als seinen angeblicher Auftraggeber bei der versuchten PDS-LINKEN-Unterwanderung mittels eines Achtgroschenjungen, beim ADN äh beim MDR anschwärzen, damit seine Genossen bei der Linksfront nun schreien können: „Hilfe, hoher NPD-Funktionär hat im Komplott mit dem VS uns unterwandert und ausspioniert!“
Jedenfalls kann man es noch so im Netz auf Altermedia –Archivfetzen und anderswo nachvollziehen.

FKA: Altermedia reingelegt? Kurioses um die interne „Trinkaus-Mail“ (05.09.07)

Erfurt/ Thüringen: Merkwürdigkeiten um die „Trinkaus-Mail“. Vorgestern berichteten wir über die Liaison des NPD-Mitglieds Andy Freitag, der im Auftrag der Partei als Praktikant in die Linkspartei eingeschleust wurde, und mit dem Linkspartei-Abgeordneten Frank Kuschel letztlich im Bett gelandet ist. Die Geschichte an sich ist bereits bis hierher kurios. Andy Freitag wird wohl kaum den Auftrag bekommen haben, mit Frank Kuschel Zärtlichkeiten auszutauschen. Vielmehr sollte er der Propagandagag für die Thüringer Landtagswahlen 2009 werden, zu der man eigentlich die Bombe platzen lassen wollte. Dafür hat es allerdings dann doch nicht gereicht, denn durch einen MDR-Journalisten flog die Maulwurfaktion auf.
Da die Geschichte ein wenig fade ausgeklungen ist, kam man anstelle dessen auf eine neue tolle Idee. Andy Freitag sollte plötzlich Opfer einer „sexuellen Belästigung“ durch den linken Frank Kuschel geworden sein. Strafanzeige ist bereits erstattet worden. Soweit, so schlecht.
http://artikel.altermedia-deutschland-archiv.net/general/fka-altermedia-reingelegt-kurioses-um-die-interne-trinkaus-mail-050907_11042.html

Mit Bierbuddel zum Erfolg? (30.06.08)

So präsentiert sich die Trinkaus-Clique vor der Kamera!
In den vergangenen Wochen gründete sich in Thüringen eine Abspaltung zur NPD! Immerhin T-Shirts haben sie schon mit der Aufschrift „Pro Thüringen“. Auch eine entsprechende Internetpräsenz. Was sie außerdem hatten; einen ersten Fernsehauftritt und da erfüllte einer ihrer Spitzenfunktionäre gleich alle Klischees. Mit Bierbuddel vor der Kamera – das wird sicher Eindruck schinden! Aber durchaus passend zum Nachnamen des geistigen Spiritus rectors dieser politischen Schnapsidee, Kai-Uwe Trinkaus.
Konrad Förster heißt der Mensch, der meint es würde gut aussehen möglichst proletarisch zu wirken, oder so als befände man sich gerade in einer hochgeistigen Konversation am Kiosk an der Ecke. Nichts Ungewöhnliches meinen nationale Kräfte in Thüringen gegenüber Altermedia: Förster kennt man nicht anders. Na das lässt ja dann hoffen für den Fall, dass die Akteure tatsächlich in Erwägung ziehen sollten unter diesen Namen und dieser Besetzung bei den kommenden Wahlen in Thüringen antreten zu wollen!
http://artikel.altermedia-deutschland-archiv.net/general/mit-bierbuddel-zum-erfolg-300608_14991.html

Neues von den Erfurter Frondeuren (07.07.08)

Trinkaus-Bande eröffnet Anti-NPD-Kampagne!
Wer bislang noch einen Zweifel an den Absichten des Erfurter Trinkaus-Clans hatte, wird spätestens jetzt Gewissheit erlangen. Über die ursprünglichen Netzseiten der NPD-Erfurt eröffnet Trinkaus das Feuer in Richtung NPD. Die Netzseite soll inzwischen vor dem Zugriff des Landesverbandes geschützt sein.
Bereits vor einiger Zeit hatte Altermedia und auch das Freie Netz Altenburg den Verdacht geäußert, dass diese Netzseite vordergründig dazu dient, diese künftig gegen die Partei in Stellung zu bringen. Bürger die sich fortan über die NPD informieren möchte, und meinen über die Erfurt-Seite Informationen zu bekommen, werden mit Meldungen konfrontiert in denen, der Thüringen-NPD Inkompetenz angedichtet wird!
Das typische Geschwafel eines Verlierers. Noch zu Jahresbeginn, betonte der einstige PDS-Genosse Trinkaus, wenn er in seinem Leben etwas noch mal anders machen würde, dann von Anfang an der NPD beizutreten. Vielleicht produziert er im kommenden Jahr ein neues Video, in dem dann nicht mehr von NPD sondern „Pro Erfurt“ die Rede ist, seiner frisch gegründeten Wählervereinigung, die eigentlich keinen anderen Zweck erfüllt, als den Thüringer Nationaldemokraten eine der aussichtsreichsten Wahlchancen im kommenden Jahr zu vermasseln.
Schuld hat die NPD aber ganz alleine, denn soweit hätte es erst garnicht kommen müssen. Schon als Trinkaus im vergangenen Jahr, nach einem Anschlag auf die PDS-Zentrale ein Kopfgeld auf die Täter ausgesetzt hat, hätte der Landesvorstand handeln müssen. Zudem hat sich seit Monaten abgezeichnet, welchen Kurs diese Frondeure fahren würden, was letztlich darin gipfelte, dass der Landesvorsitzende Schwerdt gestürzt und mögliche andere Kontrahenten mit diskreditierenden Berichten und Bildern erledigt werden sollten.
Allerdings überschätzt sich Trinkaus nebst seines Bierproleten Konrad Förster. Zwar wird ihnen jetzt ein gewisses Maß an Beachtung beschieden, weil sie gerade versuchen, einen relativ großen NPD-Landesverband zu spalten, aber irgendwann ist es dann auch mal an der Zeit eigene Konzepte vorzulegen, insbesondere aber auch Ergebnisse. Und davon ist bislang eigentlich nicht viel zu vernehmen. Vielmehr gewinnt man lediglich den Eindruck, als würde die Initiative „Pro Erfurt“ gar keinen weiteren Zweck verfolgen als gegen die NPD in den Ring zu steigen, aus Missgunst darüber, dass man sich selbst anlässlich der Landtagswahl 2009 nicht auf einen aussichtsreichen Posten heben konnte. Als gescheiterter PDS-Funktionär sollte Trinkaus darin aber inzwischen einiges an Erfahrung gesammelt haben.
Freies Netz Altenburg:
Der Trinkauskreis: Spalten & Zersetzen – Lassen die Agenten endlich die Maske fallen?
Usw.
http://artikel.altermedia-deutschland-archiv.net/general/neues-von-den-erfurter-frondeuren-070708_15083.html

Spät kommt ihr, aber ihr kommt… (09.07.08)

Jetzt offiziell:
NPD schmeißt Trinkaus-Bande raus!
Die Thüringen-NPD äußert sich jetzt erstmals zu den Vorgängen in Erfurt. Dort hatte sich in den vergangenen Wochen, der Erfurter NPD-Chef Kai-Uwe Trinkaus „selbständig“ gemacht, über NPD-Netzseiten offen gegen die Partei agiert, die neue „Wählerinitiative“ PRO Erfurt gegründet und versucht der NPD Mitglieder abzuziehen. Jetzt hat ihn der NPD-Landesvorstand rausgeschmissen, samt seines einzig treuen aber durchaus verzichtbaren „Funktionärs“ Konrad Förster.
http://artikel.altermedia-deutschland-archiv.net/general/spat-kommt-ihr-aber-ihr-kommt-090708_15108.html

DVU Thüringen wählte neuen Landesvorstand (22.12.09)

Unter großer Beteiligung hat die DVU Thüringen auf ihrem Landesparteitag am vergangenen Wochenende einen neuen Landesvorstand gewählt.
Der neue Landesvorstand, der dem Altersdurchschnitt nach der jüngste der DVU sein dürfte, wird angeführt von Kai-Uwe Trinkaus, zu seinem Stellvertreter wurde Marcel Landgraf gewählt. Desweiteren gehören dem Landesvorstand Sandra Glaser, Anne Schulz, Konrad Förster, Steffen Kreussel und Michael Schneider an.
http://artikel.altermedia-deutschland-archiv.net/general/dvu-thuringen-wahlte-neuen-landesvorstand-22-12-09_38512.html

fatalist
14.12.2012, 05:32
Übrigens, bei Geld das in Banken lagert, werden die Seriennummern registriert. Bei Geld das aus Banküberfällen stammt, kann man aufgrund der Verteilungsmuster erkennen, wo ungefähr die Bankräuber leben. Mir kann niemand weis machen, daß wenn das Trio die Banküberfälle begangen hätte, niemand bemerkt hätte, daß ein Großteil des Geldes in Zwickau und Umgebung ausgegeben wurde. 13 Jahre will angeblich niemand davon etwas mitbekommen haben. Das ist bei "unserem" Überwachungsstaat wenig wahrscheinlich.

Es gibt demnach also gar keine "unregistrierten Scheine". Da bin ich skeptisch.


Geld: In dem ausgebrannten Wohnmobil fanden sich 110 000 Euro Bargeld, zum Teil mit Banderolen. So konnten sie früheren Banküberfällen von 2008 zugeordnet werden.

Das ist ne Ente, Desinformation: Niemand nimmt zum Bankraub alte Beute mit.
Wer soll denn diesen Schwachsinn glauben, bei spurenlos genialen 10-fach Mördern???

fatalist
14.12.2012, 16:00
Vielleicht sollte man dazu übergehen, sich im Wesentlichen auf die offiziellen Dokumente zu stützen, als auf die Presse, um die "Fakten" abzuprüfen.

Eine Quelle ist dann das hier: BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59396&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf

Beschwerde der Beschuldigten gegen den Haftbefehl des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 13. November 2011

Ende Februar 2012 kann man dort auf gut 12 Seiten lesen, warum Beate Zschäpe in Haft blieb.

Die 1998er "TNT"-Geschichte, welche zum Untertauchen der 3 NSU-ler führte, verjährte 2003, das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt (15.9.2003). Seite 3 untern.

Nach Aussage von Holger Gerlach waren er selbst und W. (Wohlleben) gegen einen bewaffneten Kampf, die 3 NSU-ler hingegen dafür.
(Seite 4) und Seite 10:


Die Diskussion habe schließlich "drei gegen zwei" geendet; er und W. hätten gegen "die Drei" gestanden

Auf Seite 6 erfährt man, dass alle Dönermorde per Kopfschuss ausgeführt wurden, beim ersten Mord ist das jedoch unklar.
Die Ceska-Pistole war beim 1. Mord in Nürnberg und beim 3. Mord in Hamburg nicht die einzige Waffe, aus der geschossen wurde:


- am 9. September 2000 und am 27. Juni 2001
auch einer zur scharfen Waffe des Kalibers 6,35 mm umgebauten Schreckschusspistole Bruni 315 Auto

Das war mir neu. :auro:


Nach dem Mord an Kiesewetter (Polizistin in Heilbronn) sei das Wohnmobil des NSU bei der Ringfahndung festgestellt worden:


Schließlich töteten sie am 25. April 2007 gegen 14.00 Uhr in Heilbronn unter Verwendung von Pistolen Radom Vis 35 Kaliber 9 mm und Tokarew TT3
Kaliber 9 mm die im Einsatz befindliche Polizeibeamtin Ki.
durch einen Kopfschuss, verletzten den sie begleitenden Polizeibeamten
A. durch einen weiteren Kopfschuss schwer und brachten deren Dienstwaffen und andere Polizeiausrüstung in ihren Besitz. In Vorbereitung dessen hatte
Böhnhardt am 16. April 2007 unter dem Namen "H. Ge. " ein Wohnmobil mit dem Kennzeichen C- angemietet, das kurz nach der Tat bei der
eingeleiteten Ringfahndung nahe Heilbronn festgestellt wurdeSeite 7.


Auf Seite 8 erfährt man, dass 10 Jahre Nichtbekenntnis rein gar nichts zu bedeuten haben:


Spätestens im Jahre 2001 entschloss sich die Gruppierung zudem, die begangenen Anschläge propagandistisch zu verwerten. Hierzu entwickelten im Einzelnen nicht ermittelte Beteiligte nach und nach eine ca. 15-minütige Videosequenz und fertigten hiervon eine DVD in einer Stückzahl von etwa 50 Exemplaren.

Anfang November 2011 trafen sie Vorbereitungen zu deren Versendung insbesondere an Zeitungsredaktionen und an religiöse und kulturelle Vereinigungen türkischstämmiger Personen in Deutschland.

Eines der Highlights in der Begründung!


Ferner findet sich eine Montage mit Einblendung einer der entwendeten Dienstwaffen, in der
"Paulchen Panther" einem Polizisten in den Kopf schießt

Ganz sicher mit erkennbarer Seriennummer ;)


Wieviel Geld erbeutet wurde, ergibt sich aus der Begründung ebenfalls:


Am 4. November 2011 gegen 9.15 Uhr überfielen Böhnhardt und Mundlos wie geplant eine Filiale der Sparkasse am N. platz in E. , erbeuteten ca. 75.000 € und entfernten sich mit Fahrrädern. Die Fahndung nach den Tätern führte zu einem Zeugen, der beobachtet hatte, wie zwei Männer in der Nähe des Tatorts eilig Fahrräder in ein Wohnmobil verluden. Eine Polizeistreife konnte das beschriebene Wohnmobil schließlich gegen 12.00 Uhr geparkt in einer Wohngegend in Ei. feststellen.

Böhnhardt und Mundlos,
die sich in dem Wohnmobil aufhielten, bemerkten die sich nähernden Polizeibeamten, rechneten mit ihrer Verhaftung und gaben deshalb zunächst noch einen Schuss auf die Beamten ab. Dann setzten sie das Wohnmobil in Brand und töteten sich durch Schüsse in den Kopf. Seite 9.

Ende Februar war für den BGH also klar, dass die Uwes auf die Polizisten schossen.
Die Beute beim Bankraub in Eisenach betrug 75000 Euro.


Spannend wird es jetzt bei der Versendung der "Paulchen Panter-Bekennervideos durch Beate Zschäpe:


... entschloss sie sich, die Gegenstände, die in der von ihr sowie Böhnhardt und Mundlos zuletzt gemeinsam genutzten Wohnung im 1. Obergeschoss des Mehrparteienwohnhauses in Z. , F. straße , verblieben waren und die Rückschlüsse auf ihre Identität und den Umfang ihrer Tatbeteiligung erlaubten, insbesondere die Tatwaffen, die zum Versand vorbereiteten
DVDs und persönliche Papiere, dadurch zu beseitigen, dass sie die Wohnung durch Brandlegung zerstörte.

Das ist ein Hammer, und der gute Bio hat es nicht gemerkt: Beate Zschäpe wollte die zum Versand vorbereiteten DVD durch das Feuer vernichten, nicht etwa versenden!!!

Wie bescheuert Juristen selbts beim BGH noch sind, folgt auf Seite 11:


Im Anschluss daran tauchte die Beschuldigte zunächst unter. Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post; zwölf Sendungen konnten später bei den vorgesehenen Empfängern sichergestellt werden. Am 8. November 2011 stellte sich die Beschuldigte schließlich in Jena der Polizei.

Hallo, ihr Vollpfosten, eine Seite vorher habt ihr Dummdödel noch geschrieben, dass das Feuer die Bekennervideos vernichten sollte, die zum Versand vorbereitet waren.

Und der Beate Zschäpe verliess das Hus mit ihren Katzen NACH der ersten Explosion, nicht etwa davor:


Was die Versendung der DVDs betrifft, belegen zunächst die Aussagen
der in der Nachbarschaft wohnenden Zeugen U. H. , A. H. und
J. Ma. , dass die Beschuldigte das Gebäude F. straße nach der
ersten Explosion mit zwei Katzenkörben in der Hand verließ, die Körbe abstellte
und sich dann zu Fuß entfernte.

Keine Tasche, keine DVD ???


Ermittlungen des Bundeskriminalamts bei der Post haben sodann ergeben, dass sechs der versandten DVDs am 6. November 2011 im Briefzentrum 4 in Leipzig abgefertigt worden waren und sich somit unter den ab dem Abend des 5. November 2011 - nach dem Tod von Böhnhardt und Mundlos - in Briefkästen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen eingeworfenen Sendungen befunden hatten.


und keinerlei DNA von Frau Zschäpe aufwiesen... was wohl daran liegt, dass sie ja im Feuer des Hauses in Zwickau verbrennen sollten.

Das gesamte Pamphlet ist zusammengeschustert und unlogisch.
Wie die zugrunden liegende NSU-Story eben auch.

Karl_Murx
14.12.2012, 17:32
GBA Range erfüllt seine politische Aufgabe. Ein Trauerspiel. Die Dreistigkeit der Lügen ist ungeheuerlich.
Juckt aber niemand.

Sollte die Aufarbeitung dieser Affäre zeitig genug erfolgen, dann wird man sich mit der Rolle dieses Juristen näher zu beschäftigen haben. Die Justiz entpuppt sich hier als willfährige Hure der Macht, nicht als deren Wächter. Die Bezeichnung "furchtbare Juristen" ist natürlich gemäß dem politisch-ideologischen Kanon der grünlinken Journaille für die NS-Zeit reserviert. Sieht man sich aber das Treiben von Leuten wie Range an, dann sieht man lediglich graduelle Unterschiede.

Karl_Murx
14.12.2012, 17:41
Banküberfälle : Ja ! - Geld braucht jeder.......

Absolut nicht sicher.


Heibronner Polizistenmord : Ja ,- die kannten sich persönlich ,- und es war wohl eine persönliche Sache.....

Horrender Blödsinn. Konnte nicht einmal durch den BKA-Präsi Ziercke aufrechterhalten werden, der eine solche Verbindung als Nebelkerze konstruieren wollte.


Morde an Kioskbesitzern : Nie und nimmer ,- der Käse ist vom VS mühsam zusammengepopelt worden....

Richtig. Inwiefern sollte das aber beim Anschlag von Heilbronn anders gewesen sein?


Nagelbomben : Ja ,- war sicher ´ne Versuchsreihe für später - für das ganz große Ding....:cool:

Noch am wahrscheinlichsten. Dann aber im Auftrag derer, an deren Lein sie liefen. Eben dem Verfassungsschutz.

Karl_Murx
14.12.2012, 17:46
Es gibt demnach also gar keine "unregistrierten Scheine". Da bin ich skeptisch.

Also eine ebensolche unbelegte Behauptung wie alles andere.




Das ist ne Ente, Desinformation: Niemand nimmt zum Bankraub alte Beute mit.
Wer soll denn diesen Schwachsinn glauben, bei spurenlos genialen 10-fach Mördern???

Auch die Dienstwaffen von Polizisten, die man bei einem Anschlag auf eine Polizeistreife erbeutet hat, nimmt man nicht zu einem neuen Bankraub mit, weil das wohl die heißesten und meistgesuchtesten Waffen des Landes sein dürften. Zumal die voll funktionsfähige Waffe der Polizistin Michele Kiesewetter, die man im Wohnmobil gefunden haben will (war ja der hauptsächliche Beleg für eine Verbindung der beiden Toten zum Heilbronner Anschlag) nicht eingesetzt wurde.

Nereus
14.12.2012, 18:46
Aus dem Text des BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS:


Ferner findet sich eine Montage mit Einblendung einer der entwendeten Dienstwaffen, in der "Paulchen Panther" einem Polizisten in den Kopf schießt.


http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/nsu-screenshot_111.png

Im Video wird ein Trommelrevolver gezeigt und keine Pistole!

http://www.versandhaus-schneider.de/images/HEGE315.025.jpg

Angeblich entwendete Polizei-Dienstwaffe, eine HK P2000 (Pistole) sieht so aus:

http://www.all4shooters.com/de/News/Kurzwaffen/2012/ARTICLES/Polizeipistolen/1108_H&K-Prototypen-011-Kopie.png?resize=540x

solaris
14.12.2012, 18:53
Christoph Matschie: "Es ist noch nichts geklärt"



Der Vize-Ministerpräsident und SPD-Landeschef Christoph Matschie im Gespräch mit Martin Debes über die V-Mann-Affäre.
Die Linke will einen Untersuchungsausschuss zur neuesten V-Mann-Affäre. Sie auch?
Ja. Der Vorgang ist so gravierend, dass das Parlament handeln muss. Die Frage, die geklärt werden muss, ist sehr ernst: Hat die NPD mit Wissen des Verfassungsschutzes eine Fraktion unterwandert und Aktionen gegen Abgeordnete organisiert? Wenn dies so wäre, hätte der Verfassungsschutz die Verfassung unterhöhlt.
Ihnen reichen die Erklärungen des Innenministers nicht? Zu viele Fragen sind noch offen. Wie viel hat der Verfassungsschutz gewusst? Wie war das Innenministerium eingebunden, insbesondere der heutige Innenstaatssekretär Rieder? Und wie kamen polizeiliche Informationen über Linksautonome an die NPD? Davon ist nichts geklärt.
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/detail/-/specific/Christoph-Matschie-Es-ist-noch-nichts-geklaert-1941552688

Hä?
Willkommen in der irren Republik der Nebenkriegsschauplätze (inkl.Bomben ohne Zünder,Sylvesterknaller im Briefkasten und herrenloser Koffer)

Apropos:
NSU: Zschäpe lehnt psychiatrische Untersuchung ab


NSU-Mitglied Beate Zschäpe lehnt eine Untersuchung durch einen psychiatrischen Gutachter ab. Der Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin soll im April 2013 beginnen.
http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/NSU-Zschaepe-lehnt-psychiatrische-Untersuchung-ab-id23143256.html

Ist die SPD also der Meinung,die NPD mit den gefühlten hunderten von V-Leuten hat den VS unterwandert?
Wer muss hier zum Psychiater?

Ist doch nichts zu blöd um nicht gedacht zu werden.
Und die Schafe im Lande blöken alle mäh

Hilfe,wo sind wir hier nur gelandet?

Systemhandbuch
14.12.2012, 18:59
Es gibt demnach also gar keine "unregistrierten Scheine". Da bin ich skeptisch.
[...]

Ist tatsächlich Blödsinn, ... habe mich heute erkundigt. In Bankfilialen wird keine Banderole und kein Schein registriert. Nur die Menge der Kohle wird eingetragen.

Es gibt aber in jeder Filiale zwei bis drei "Überfallscheine", welche registriert sind und bei einem Überfall der Beute "beigemischt" werden, um eine Spur nach einem Überfall zu verfolgen.

Maximal kann ich mir noch vorstellen, dass die LZB´s registrieren, in welche Bankfiliale ein ganzes Bündel mit Banderole raus geht.

Karl_Murx
14.12.2012, 19:09
Vielleicht sollte man dazu übergehen, sich im Wesentlichen auf die offiziellen Dokumente zu stützen, als auf die Presse, um die "Fakten" abzuprüfen.

Eine Quelle ist dann das hier: BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59396&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf

Märchenstunde beim Bundesgerichtshof:



1 Gegenstand des Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs ist der Vorwurf, die Beschuldigte habe im Januar 1998 in Zwickau mit Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos eine Vereinigung gegründet, deren Zwecke und deren Tätigkeit darauf gerichtet waren, Mord (§ 211 StGB) zu begehen, und sich in der Folge bis zum 4. November 2011 hieran beteiligt. In der Absicht, diese ihr zur Last fallende Straftat zu verdecken, namentlich das Auffinden von Beweismitteln zu vereiteln, habe sie am 4. November 2011 in Zwickau ein der Wohnung von Menschen dienendes Gebäude durch Brandlegung zerstört. Sie habe sich daher der Bildung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a Abs. 1 Nr. 1 StGB) und der besonders schweren Brandstiftung (§ 306b Abs. 2 Nr. 2, § 306a Abs. 1 Nr. 1 StGB) schuldig gemacht.


Die in der Anklageschrift enthaltene Ungereimtheit, daß Zschäpe einerseits die in der Wohnung enthaltenen Beweismittel vernichtet haben und andererseits genau diese in Form des Paul-Panther-Bekenntnisvideos kreuz und quer in ganz Deutschland verteilt haben soll, hast Du schon hervorgehoben. Allerdings gehören zur Bildung einer terroristischen Vereinigung meines Wissens mindestens drei Leute. Da die beiden Uwes zum Explosionszeitpunkt der Wohnung bereits tot waren, ist nicht ersichtlich, wie Zschäpe allein als solche Vereinigung unterwegs gewesen sein soll. Normalerweise würde eine solche Anklageschrift von jedem Verteidiger in der Luft zerrissen oder von einem Richter gar nicht zur Verhandlung zugelassen werden. Hier stammt dieses Elaborat vom obersten Ankläger der Bundesrepublik, und als Begründung für die Ablehnung der Haftverschonung wird es von den obersten Richtern des Landes verwendet.




Ende Februar 2012 kann man dort auf gut 12 Seiten lesen, warum Beate Zschäpe in Haft blieb.

Die 1998er "TNT"-Geschichte, welche zum Untertauchen der 3 NSU-ler führte, verjährte 2003, das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt (15.9.2003). Seite 3 untern.

Nach Aussage von Holger Gerlach waren er selbst und W. (Wohlleben) gegen einen bewaffneten Kampf, die 3 NSU-ler hingegen dafür.
(Seite 4) und Seite 10:

Und meine Oma war mal Kaiser von China. Behaupte ich jetzt mal mit der gleichen Berechtigung wie die GBA, daß es einen "Nationalsozialistischen Untergrund" gab, der vorhatte, durch Anschläge vorrangig auf "türkischstämmige Einwohner der Bundesrepublik Deutschland" wie auf "Repräsentanten des Staates" zu einem "an der nationalsozialistischen Ideologie ausgerichtetem System" zu kommen. Nämlich genauso ohne Belege und Beweise wie die obersten Ankläger des Staates.



6 Nach Diskussionen mit den damaligen Gesinnungsgenossen Ge. und W. über die nach den Vorfällen in Jena einzuschlagende politische Strategie kamen Böhnhardt, Mundlos und die Beschuldigte noch Anfang 1998 überein, sich nunmehr zu einer eigenständigen Gruppierung zusammenzuschließen, sich dabei dem gemeinsamen Ziel der Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland hin zu einem an der nationalsozialistischen Ideologie ausgerichtetem System unterzu-ordnen und dieses Ziel künftig aus dem Untergrund heraus mit Waffengewalt weiterzuverfolgen. Den Boden für den angestrebten Systemwechsel wollten sie dadurch bereiten, dass sie durch Mordanschläge auf "Feinde des deutschen Volkes", worunter sie in erster Linie türkischstämmige Einwohner der Bundesrepublik Deutschland sowie Repräsentanten der herrschenden Ordnung wie etwa Polizeibeamte verstanden, ein Klima der Verunsicherung schufen. Zur Kennzeichnung ihres Verbands wählten sie spätestens 2001 den Namen "Nationalsozialistischer Untergrund" und entwickelten ergänzend hierzu ein "Logo" in Form einer besonders gestalteten Buchstabenfolge "NSU".

Den himmelschreienden Widerspruch zwischen dieser behaupteten Absicht und dem Fehlen jeglichen Bekennerschreibens bzw. jeglicher sonstigen Verbindung der erwähnten Taten zu diesem angeblichen Ziel bis zum Auffinden der beiden toten Uwes im Eisenacher Wohnmobil kann man wohl nur übersehen, wenn man Generalbundesanwalt ist und den politischen Auftrag hat, rechtsterroristische Aktivitäten in Deutschland nachzuweisen. Warum es ausgerechnet türkischstämmige Einwohner sein sollen, über deren Ermordung man zu einer nationalsozialistischen Ordnung kommen wollte, kann wohl auch nur aus einer spezifischen Logik der deutschen Justiz heraus plausibel gemacht werden.

Eine wertvolle Information kann man dieser Anklageschrift aber doch entnehmen: Es sind wohl die ersten drei Dönermorde, von denen es Bildmaterial im Paul-Panther-Video gibt, das - jedenfalls nach behördlicher Version - nur vom Täter vor Ort gemacht sein kann. Oder es sind nicht veröffentliche Tatortfotos der Polizei, die man sich in Ausübung der gegenseitigen Amtshilfe dort "ausgeborgt" hat.


19 Schließlich töteten sie am 25. April 2007 gegen 14.00 Uhr in Heilbronn unter Verwendung von Pistolen Radom Vis 35 Kaliber 9 mm und Tokarew TT3 Kaliber 9 mm die im Einsatz befindliche Polizeibeamtin Ki. durch einen Kopfschuss, verletzten den sie begleitenden Polizeibeamten A. durch einen weiteren Kopfschuss schwer und brachten deren Dienstwaffen und andere Polizeiausrüstung in ihren Besitz.

Diese Anschlagswaffen waren irgendwie am 25. April 2007 einfach da, ohne daß irgendwelche Hinweise auf deren Herkunft gemacht werden bzw. geklärt ist, auf welchen Wege sie in den Besitz des "NSU" gekommen sein sollen.


11 (4) Spätestens im Jahre 2001 entschloss sich die Gruppierung zudem, die begangenen Anschläge propagandistisch zu verwerten. Hierzu entwickelten im Einzelnen nicht ermittelte Beteiligte nach und nach eine ca. 15-minütige Videosequenz und fertigten hiervon eine DVD in einer Stückzahl von etwa 50 Exemplaren. Anfang November 2011 trafen sie Vorbereitungen zu deren Versendung insbesondere an Zeitungsredaktionen und an religiöse und kulturelle Vereinigungen türkischstämmiger Personen in Deutschland. Als Grundlage der Videosequenz dienten mehrere im Internet verfügbare Folgen der Comic-Serie "Paulchen Panther", in die der Namenszug "Nationalsozialistischer Untergrund", das Logo "NSU", Hinweise auf die geschilderten Mordanschläge sowie die drei genannten Tatortaufnahmen eingearbeitet wurden. Ferner findet sich eine Montage mit Einblendung einer der entwendeten Dienstwaffen, in der "Paulchen Panther" einem Polizisten in den Kopf schießt.



Ich hätte es vorher niemals für möglich gehalten, daß ein solcher ungeheuerlicher Schwach- und Dumpfsinn ernsthaft für eine Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und des Beihilfe zum Mord verwendet werden würde, und sehe mich hier eines Besseren belehrt. Bereits im "Jahr 2001" soll sich die Gruppierung also bereits entschlossen haben, die "begangenen Anschläge propagandistisch zu verwerten". Wie zur Hölle verwertet man Mordanschläge denn propagandistisch durch ein Video, wenn man dieses niemals veröffentlicht, ebensowenig wie man sich zur Aktivität einer rechtsterroristischen Zelle namens Nationalsozialistischer Untergrund bekennt bzw. niemals auch nur einen Hinweis auf die Existenz eines solchen "NSU" gibt?

Mehr noch: Es wird explizit erwähnt, daß man den Mitgliedern des "NSU" bzw. deren Umfeld nicht einmal nachweisen kann, dieses Video erstellt zu haben. Was anderes soll denn die Formulierung "im Einzelnen nicht ermittelte Beteiligte" sonst bedeuten? Der Bundesinnenminister höchstpersönlich hatte kurz nach dem 04.11.11 erwähnt, daß es das "TRIO" nicht gewesen war. Der mußmaßliche V-Mann des Verfassungsschutzes Andrè Eminger, dem das zuletzt vorgeworfen wurde, ist inzwischen von diesem Vorwurf entlastet. Diese Info ist unauffällig in einem kleinen Absatz eines SPON-Artikels enthalten, wo ansonsten lauthals über den Rassenwahn des neonazistischen "NSU" und dessen Umfeld berichtet wird.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83588347.html

Ob E. allerdings das Bekennervideo von 2007 produziert hat, wie die Bundesanwaltschaft glaubt, ist noch unklar. Auf seinem Computer fanden die Ermittler keine entsprechenden Spuren. "Es gibt keine harten Beweise gegen meinen Mandanten", kritisiert E.s Anwalt Herbert Hedrich. Die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft beruhten "lediglich auf einer Summe von Vermutungen".

Diese Aussage Hedrichs kann man auf die gesamte Anklage der GBA wegen eines angeblichen "NSU" und dessen vorgebliche Mordtaten ausdehnen.


Schließlich die Behauptung, der Brand in der Zwickauer Wohnung sei von Zschäpe zur Vernichtung genau der Beweismittel gelegt worden, die sie danach freizügig kreuz und quer in Deutschland verteilte, besonders an linke Zeitungen, Antifabüros und Moscheevereine. In ihrer Substanz stellt das eine contradictio in adjecto dar. Sollte einem Juristen eigentlich geläufig sein, was das bedeutet:



(6) Von diesen Ereignissen auf unbekanntem Wege in Kenntnis gesetzt - jedenfalls informierte sie die Angehörigen von Böhnhardt und Mundlos kurz darauf telefonisch von deren Tod - befürchtete nun auch die Beschuldigte, im Zuge der anstehenden Ermittlungen werde ihre Mitgliedschaft in der für die beschriebenen Straftaten verantwortlichen Vereinigung offenbar. Um dies zu verhindern, entschloss sie sich, die Gegenstände, die in der von ihr sowie Böhnhardt und Mundlos zuletzt gemeinsam genutzten Wohnung im 1. Obergeschoss des Mehrparteienwohnhauses in Z. , F. straße , verblieben waren und die Rückschlüsse auf ihre Identität und den Umfang ihrer Tatbeteiligung erlaubten, insbesondere die Tatwaffen, die zum Versand vorbereiteten DVDs und persönliche Papiere, dadurch zu beseitigen, dass sie die Wohnung durch Brandlegung zerstörte. Hierzu brachte sie noch am selben Tag gegen 15.00 Uhr aus einem Kanister Ottokraftstoff auf dem Fußboden der Wohnung aus, entzündete diesen und verließ sodann das Gebäude. Einen Teil der versandfertigen DVDs nahm sie mit. Die sich entwickelnden Benzindämpfe führten zu einer Verpuffung, die große Teile des Mauerwerks des Gebäudes zum Einsturz brachte, so dass dieses insgesamt unbewohnbar wurde und abgerissen werden muss. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 100.000 €.

Im Anschluss daran tauchte die Beschuldigte zunächst unter. Die mitgenommenen DVDs gab sie zur Post; zwölf Sendungen konnten später bei den vorgesehenen Empfängern sichergestellt werden. Am 8. November 2011 stellte sich die Beschuldigte schließlich in Jena der Polizei.[/b]




Muß man erst Richter am BGH werden, um solchen schreienden Widersinn für bare Münze zu nehmen?

Systemhandbuch
14.12.2012, 22:14
[...]


Nagelbomben : Ja ,- war sicher ´ne Versuchsreihe für später - für das ganz große Ding
Noch am wahrscheinlichsten. Dann aber im Auftrag derer, an deren Leine sie liefen. Eben dem Verfassungsschutz.

Eben ! Genau das ist zumindest für mich DAS (!) Druckmittel eines "tiefen Staates" auf das Trio gewesen, bzw. die Leine, an der sie liefen.

"Mord verjährt nicht", und wie´s der Teufel will:


[...]So spielte es keine Rolle mehr, dass niemand in den Jahren stutzig wurde, als immer wieder Fahrräder bei den Mordtaten wie beim Nagelbombenanschlag auftauchten. Noch schlimmer: Bis heute ist ein weitere Anschlag gänzlich ungeklärt. Im Juli 2000 verletzte eine Bombe in Düsseldorf-Werhahn zehn Menschen zum Teil schwer – die meisten aus jüdischen Familien. Eine Frau verlor ihr ungeborenes Kind.[...]

Quelle (http://blog.jusos.de/2012/10/sie-schaffen-es-nicht-allein-aus-dem-nsu-untersuchungsausschuss/)

Holla die Waldfee, jetzt galt der Nagelbombenanschlag am Ende gar jüdischen Familien. Verträgt sich so gar nicht mit den Anschlägen auf die "Döner".

Ist das Mord, wenn bei einem Anschlag ein ungeborenes Kind stirbt ?:?

Nereus
14.12.2012, 22:32
Aus der bekannten 13seitigen Schrift:

Spätestens im Jahre 2001 entschloss sich die Gruppierung zudem, die begangenen Anschläge propagandistisch zu verwerten. Hierzu entwickelten im Einzelnen nicht ermittelte Beteiligte nach und nach eine ca. 15-minütige Vi-deosequenz und fertigten hiervon eine DVD in einer Stückzahl von etwa 50 Exemplaren. Anfang November 2011 trafen sie Vorbereitungen zu deren Versendung insbesondere an Zeitungsredaktionen und an religiöse und kulturelle Vereinigungen türkischstämmiger Personen in Deutschland. Als Grundlage der Videosequenz dienten mehrere im Internet verfügbare Folgen der Comic-Serie "Paulchen Panther", in die der Namenszug "Nationalsozialistischer Unter-grund", das Logo "NSU", Hinweise auf die geschilderten Mordanschläge sowie die drei genannten Tatortaufnahmen eingearbeitet wurden. Ferner findet sich eine Montage mit Einblendung einer der entwendeten Dienstwaffen, in der "Paulchen Panther" einem Polizisten in den Kopf schießt.

Ab 2001 bis ca Oktob. 2011 = 10 Jahre brauchte die Herstellung des Videos?

6.4.06 (Kassel) – 4.11.11 = 5 ½ Jahre (66 Monate) ohne „Ausländerfeindermordung“ ?
Im Mai 2008 Einzug in die Frühlingsstraße 26 in Zwickau (Mietvertrag Matthias Dienelt) = 4 Jahre nach der letzten „Ausländerfeinermordung“:
ab Mai 2008 war es erst möglich das Bild „Frühlingstraße“ im „Bekennervideo“ zu erstellen.

Ich gehe davon aus, daß der Aufenthaltsort der Drei durch Observation oder Verrat bekannt war. Es lag fast nichts gegen sie vor, da die Sprengstoffsache schon verjährt war. Nur Böhnhard hatte noch einen Haftsantritt offen. Ein „olli“ sprach ständig in der Kommentarspalte von Altermedia von den „gefärhlichen drei Untergetauchten Zschäpe, Mundlos und Böhnhard, den Kumpanen von Wohlleben und Kapke, denen alles zuzutrauen wäre“.

Nach der Breviksache am 22. Juli 2011 tauchte auch bei den hiesigen Linken (Prof. Funke) die Meinung auf, daß so ein Terror auch bei uns möglich wäre. Es würde da wohl Verbindungen geben.

Mein Verdacht: Ab diesem Zeitpunkt wurde das Video und die NSU-Geschichte erfunden unter Verwendung zurückliegender, ungeklärter Serienmorde an türkischen Gewerbtreibenden, um sie den untergetauchten Thürimgern unterzuschieben. Damit sollte eine „Rechte Gefahr“ beschworen und herbeigeredet werden, um einen Gesellschaftswandel in Richtung einer Linksfront durch Politologen einleiten zu können? Die „Beweislage“ wurde durch eine Geheimdienstoperation, von wem auch immer, geschaffen, die nicht durch Gerichte aufgedeckt werden kann.

Wie eine geheimdienstliche Täuschung der Öffentlichkeit durch Beweisfabrizierung funktioniert, wurde hier schon an Hand der Operation „Neptun“ erklärt.

Manipulation, Täuschung und Betrug
http://www.welt.de/print-welt/article624750/Manipulation-Taeuschung-und-Betrug.html

D wie Desinformation
http://www.politikforen.net/showthread.php?115755-Themen-aus-2011-die-niemanden-interessierten&p=5037557&viewfull=1#post5037557

fatalist
15.12.2012, 04:32
Nagelbomben : Ja ,- war sicher ´ne Versuchsreihe für später - für das ganz große Ding....

Noch am wahrscheinlichsten. Dann aber im Auftrag derer, an deren Lein sie liefen. Eben dem Verfassungsschutz.

Es muss ja irgend einen Grund gegeben haben, warum die 3 vom NSU nicht nach 2003 (Verjährung der Altstraftaten TNT etc pp) wieder auftauchten. Dabei kann es sich nur um neue Straftaten gehandelt haben. Sprengstoffanschläge gegen Juden und Türken wären eine gute Erklärung dafür, selbstverständlich mit Wissen und Anleitung der "Terrormacher vom Verfassungsschutz".

Es passt prima zur Ideologie der Männer, gegen Juden und Türken aktiv zu werden, und es waren keine Toten zu beklagen. Passt alles ganz genau.

Unauffindbar waren die NSU-ler zu keiner Zeit, ganz im Gegenteil :bäh:

fatalist
15.12.2012, 04:50
Märchenstunde beim Bundesgerichtshof

Ich hätte es vorher niemals für möglich gehalten, daß ein solcher ungeheuerlicher Schwach- und Dumpfsinn ernsthaft für eine Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und des Beihilfe zum Mord verwendet werden würde, und sehe mich hier eines Besseren belehrt.


Muß man erst Richter am BGH werden, um solchen schreienden Widersinn für bare Münze zu nehmen?

In dieser Kasperlesrepublik ist alles möglich, durch Lakaien in Roben, durch Lakaien in den Medien, der Schwachsinn ist nicht limitiert.

Auf diese herrliche Begründung vom 28. Februar 2012 des Bundesgerichtshof kam ich durch den Friedensblick von Bio, eine dortige Ungereimtheit liess mich seine Quelle durchlesen, und dann fand ich die erstaunliche Geschichte von den versendeten, zuvor verbrannten DVDs in adressierten Umschlägen, die ihm aber wohl irgendwie entgangen war.

Man muss immer alles selber durchlesen... und es gibt sicher noch mehr solcher Klopper.

fatalist
15.12.2012, 05:05
Ich gehe davon aus, daß der Aufenthaltsort der Drei durch Observation oder Verrat bekannt war. Es lag fast nichts gegen sie vor, da die Sprengstoffsache schon verjährt war. Nur Böhnhard hatte noch einen Haftsantritt offen. Ein „olli“ sprach ständig in der Kommentarspalte von Altermedia von den „gefärhlichen drei Untergetauchten Zschäpe, Mundlos und Böhnhard, den Kumpanen von Wohlleben und Kapke, denen alles zuzutrauen wäre“.

Ein "olli" bei AM, der aus den Kreisen des Verfassungsschutzes kam?
Oder vom "Netz gegen Nazis", "Endstation Rechts"?



Nach der Breviksache am 22. Juli 2011 tauchte auch bei den hiesigen Linken (Prof. Funke) die Meinung auf, daß so ein Terror auch bei uns möglich wäre. Es würde da wohl Verbindungen geben.

Mein Verdacht: Ab diesem Zeitpunkt wurde das Video und die NSU-Geschichte erfunden unter Verwendung zurückliegender, ungeklärter Serienmorde an türkischen Gewerbtreibenden, um sie den untergetauchten Thürimgern unterzuschieben. Damit sollte eine „Rechte Gefahr“ beschworen und herbeigeredet werden, um einen Gesellschaftswandel in Richtung einer Linksfront durch Politologen einleiten zu können?

Ein Hajo Funke hat nicht die Möglichkeiten, das zu inszenieren. Das ist Quatsch, sorry.
Das kann nur der "Tiefe Staat", 10 Altmordfälle neu zusammen zu stricken, und dabei noch die Bauernopfer zu eliminieren.
Zschäpe war höchstwahrscheinlich V-Frau, die wie ihre V-Mann-Uwes dabei umkommen sollte.


Die „Beweislage“ wurde durch eine Geheimdienstoperation, von wem auch immer, geschaffen, die nicht durch Gerichte aufgedeckt werden kann.

BINGO. Wer sollte sie auch aufdecken wollen und können? Die Medien? Die sind LINKS GRÜN und nutzen die Story, ebenso wie die Regierung. NSU ermöglicht Orwells Überwachungsstaat. Das gibt Prämien für die Schlapphüte, aber nicht zu knapp!
Die "unabhängige Justiz" gar???? Laugh out loud. Die war auch bei RAF-V-Frau Verena Becker so zahnlos wie eine uralte Frau.

Wenn der Staat bzw. massgebliche Teile aus Exekutive und Judikative kriminell sind, dann ist von der Existenz des Tiefen Staates auszugehen. Genau da stehen wir JETZT. Es ist glasklar. Was tun?

solaris
15.12.2012, 07:09
Mich erschüttert am Meisten das Desinteresse der meisten Leute, selbst hier im Forum ist das Interesse minimal.
Dabei gibt es fast kein wichtigeres Thema als den Kampf gegen die Regierungskriminaltät, und welcher Hebel wäre besser geeignet die aufzudecken und das System zu revolutionieren als diese NSU-Scheixxe???
je mehr da kommt,je mehr ducken sie sich weg,weil man müsste ja was tun.
Bei obrigkeitshörigen,charakterschwachen Arschleckern und Puderzuckerbläsern ein großes Problem.
Die NSU-Story ist ein heißes Eisen und keiner will als Nazi dastehen,wenn er die Geschichte hinterfragt.Das alles gespeichert und protokolliert wird,das wissen die meisten schon.Aber: Nur die ,die sich nicht und niemals äußern ,sind wirklich interessant.Also die ,die von sich behaupten,daß sie nichts zu verbergen haben.Zu groß ist deren Selbstbetrug,als das sie erkennen.


Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ (Napoleon)
Nach wie vor brandaktuell!

Derjenige,der ihnen den Spiegel vorhält,ist ihr Feind

dodona
15.12.2012, 09:14
Die NSU-Story ist ein heißes Eisen und keiner will als Nazi dastehen,wenn er die Geschichte hinterfragt.Das alles gespeichert und protokolliert wird,das wissen die meisten schon
wie gesagt, bin ich durch kritische Artikel und der Frankfurter Rundschau und der Jungen Welt misstrauisch geworden. Beide Medien sind links. Folglich wird es sehr schwer fallen, Zweifler mit dem üblichen in-die-rechte-Ecke-stellen mundtot zu machen.

Ich vermute eher, dass die meisten Bürger wegen der Verworrenheit des Falls abschalten.

Bisweilen mögen auch Ängste vor dem autoritären Staat hoch kommen, der in Deutschland eine wesentlich längere und vielschichtigere Tradition besitzt, als der liberale Gedanke. So ist es doch auch kein Zufall, dass der autoritär-totalitäre Marxismus in Deutschland geboren wurde. An der Geburtsstätte des elitären Totalitarismus standen keine utopischen Träumer, sondern Hegel, der autoritäre Staatsphilosoph des höchst autoritären preussischen Staats. Das Bürger, die wenigstens einen Hauch der Erinnerung haben, sich vor diesem Staat weg ducken, ist menschlich verständlich.

solaris
16.12.2012, 16:08
Deutschland BKA-Chef Ziercke hält Anklage gegen Zschäpe für wasserdicht

http://www.zeit.de/news/2012-12/16/deutschland-bka-chef-ziercke-haelt-anklage-gegen-zschaepe-fuer-wasserdicht-16092604

(http://www.zeit.de/news/2012-12/16/deutschland-bka-chef-ziercke-haelt-anklage-gegen-zschaepe-fuer-wasserdicht-16092604)Sonntag, 16. Dezember
BKA hält Anklage gegen Beate Zschäpe für wasserdicht
Die Anklage gegen die mutmaßliche Terroristin Zschäpe reicht nach Einschätzung von BKA-Chef Ziercke für eine Verurteilung aus. Man sei nicht auf eine Aussage der 37-Jährigen angewiesen, sagte der Präsident des Bundeskriminalamts dem Magazin "Focus".
http://www.dradio.de/nachrichten/201212160900/1

:hzu::peace::scherz:

fatalist
17.12.2012, 02:24
wie gesagt, bin ich durch kritische Artikel und der Frankfurter Rundschau und der Jungen Welt misstrauisch geworden. Beide Medien sind links. Folglich wird es sehr schwer fallen, Zweifler mit dem üblichen in-die-rechte-Ecke-stellen mundtot zu machen.

Ich vermute eher, dass die meisten Bürger wegen der Verworrenheit des Falls abschalten.

Die Leute wissen, spüren, ahnen, dass da was nicht stimmt, aber es betrifft sie ja nicht wirklich, also warum sich für die Aufklärung des Staatsterrorismus einsetzen? Besser abschalten und wegducken. Ignorieren.

Die Verwirrung der Bürger durch eine Artikelflut zum Thema mit sich oft widersprechenden Behauptungen erfüllt psychologisch gesehen genau den beabsichtigten Effekt: Die Leute schalten ab.

fatalist
17.12.2012, 02:28
Deutschland BKA-Chef Ziercke hält Anklage gegen Zschäpe für wasserdicht

http://www.zeit.de/news/2012-12/16/deutschland-bka-chef-ziercke-haelt-anklage-gegen-zschaepe-fuer-wasserdicht-16092604

(http://www.zeit.de/news/2012-12/16/deutschland-bka-chef-ziercke-haelt-anklage-gegen-zschaepe-fuer-wasserdicht-16092604)
:hzu::peace::scherz:

Ziercke muss diese Sprechblasen absondern, das ist sein Job.
Das BKA vermochte die Morde immerhin zum Teil über 10 Jahre lang nicht "aufzuklären". Die 10 Morde der "RAF-3-Generation" schon 20 Jahre lang nicht. Dem BKA, Werkzeug des Systems, hat der "NSU" den Arsch gerettet sozusagen.
Da hilft man denn auch gerne bei der Legendenbildung.

Verrottetes System.

Gawen
17.12.2012, 04:16
Märchenstunde beim Bundesgerichtshof:

Muß man erst Richter am BGH werden, um solchen schreienden Widersinn für bare Münze zu nehmen?

Sie haben Supergirl enttarnt! :D

"...dass die Beschuldigte das Gebäude F. straße nach der ersten Explosion mit zwei Katzenkörben in der Hand verließ, die Körbe abstellte und sich dann zu Fuß entfernte."

dodona
17.12.2012, 07:58
Deutschland BKA-Chef Ziercke hält Anklage gegen Zschäpe für wasserdicht

http://www.zeit.de/news/2012-12/16/deutschland-bka-chef-ziercke-haelt-anklage-gegen-zschaepe-fuer-wasserdicht-16092604



Das Gericht sei nicht auf die Aussage Zschäpes angewiesen, fügte Ziercke hinzu. Allerdings würde ein Geständnis der 37-Jährigen "in bestimmten Punkten letzte Gewissheit" bringen.


ich kann es mir nicht verkneifen, zu bemerken, dass Ziercke's Statement nach Schacher klingt. Schachern mit Zschäpe's Anwälte und der Öffentlichkeit, der es nämlich nicht entgangen ist, dass die Anwälte die Anklage in allen wesentlichen Punkten anfechten, wobei mich Ziercke ein wenig an den Gorilla erinnert, der sich auf die Brust trommelt, um zu imponieren.

solaris
17.12.2012, 09:34
ich kann es mir nicht verkneifen, zu bemerken, dass Ziercke's Statement nach Schacher klingt. Schachern mit Zschäpe's Anwälte und der Öffentlichkeit, der es nämlich nicht entgangen ist, dass die Anwälte die Anklage in allen wesentlichen Punkten anfechten, wobei mich Ziercke ein wenig an den Gorilla erinnert, der sich auf die Brust trommelt, um zu imponieren.

"Der Vorwurf steht auf wackeligen Beinen"

16.12.2012


Ist Beate Zschäpe (37) eine Neonazi-Terroristin, Drahtzieherin, Komplizin oder nur Mitläuferin des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)? Für ihren Koblenzer Anwalt Wolfgang Stahl ist ihre Mittäterschaft "bislang nur eine These der Anklage".

Koblenz. Die Anklage ist insgesamt 488 Seiten stark, enthält 1654 Fußnoten. Die Hauptakte umfasst 587 Stehordner oder grob überschlagen 250 000 bis 300 000 Seiten, ohne Bei- und Alt akten. Hinzu kommen zig Bände von Verschlusssachen, die nur bei Gericht einsehbar sind.

Wie kommt man zu so einem Mandat? Als Szene-Anwalt sind Sie nicht bekannt.
Stahl: Ich arbeite seit Jahren mit meinem Kölner Kollegen Wolfgang Heer erfolgreich und gut zusammen. Er hat mich gefragt, ob ich bereit bin, die Verteidigung mit zu übernehmen. Auch Kollege Heer kam allein wegen seines Rufs als Strafverteidiger zu dem Mandat.
Ich glaube, Justiz und Rechtsstaat können dankbar sein, dass in dem Verfahren Verteidiger tätig sind, die neutral sind und keine Gesinnung verteidigen. Auch für die Nebenkläger wäre es schwer zu ertragen, wenn Frau Zschäpe von Anwälten verteidigt würde, die das Verfahren instrumentalisieren.
Hatten Sie auch Zweifel?
Stahl: Wegen des rechtsextremistischen Hintergrunds hatten wir natürlich die Sorge, dass man uns für bekennende Anwälte halten könnte, obwohl wir auch in anderen Fällen keine Gesinnung, sondern die Rechte eines Beschuldigten verteidigen. Aber erfreulicherweise hat die Öffentlichkeit sehr genau gesehen, dass wir ohne Ansehen der Person unserem verfassungsmäßigen Auftrag der Strafverteidigung nachkommen.
Ist Beate Zschäpe Drahtzieherin, Komplizin oder Terrorbraut?
Stahl: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zu der Frage ob, und in welchem Umfang die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft berechtigt sind, hier keine Erklärung abgebe.
Die Bundesanwaltschaft wirft ihr unter anderem Mittäterschaft an zehn Morden und 15 bewaffneten Raubüberfällen vor. Hat Sie die Wucht der Vorwürfe überrascht?
Stahl: Uns war natürlich bewusst, dass man versuchen würde eine Täterschaft unserer Mandantin für alle aufgedeckten strafbaren Handlungen argumentativ darzustellen. Eine mittäterschaftliche Beteiligung von Frau Zschäpe drängt sich aber aus den Akten nicht eben auf. Dass das maximal Mögliche angeklagt wird, ist vermutlich auch dem politischen und öffentlichem Aufklärungsdruck auf die Bundesanwaltschaft geschuldet. Wenn nur die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und besonders schwere Brandstiftung angeklagt worden wären, wäre dies - ob nun berechtigt oder nicht - in der Öffentlichkeit wahrscheinlich auf Unverständnis gestoßen. Die Bundesanwaltschaft hat sich eventuell verpflichtet gesehen, dem Gericht die Entscheidung über die Strafbarkeit zu überlassen.
Warum halten Sie die Anklage für konstruiert?
Stahl: Nach dem Ergebnis der Ermittlungen war Frau Zschäpe an keinem der Tatorte. Auch aktive Tatbeiträge waren nicht ermittelbar. Man muss argumentativ schon erhebliche "Klimmzüge" machen, um zu dem Ergebnis zu gelangen, dass Frau Zschäpe die Taten als eigene wollte. Der Vorwurf der Mittäterschaft steht für uns daher auf sehr dünnen Beinen. Wir halten die These der Anklage für ausgesprochen gewagt.
(....)
Stahl: Das ist für sich genommen aber nicht strafbar. Es ist schon sehr ambitioniert, zu behaupten, weil Frau Zschäpe unter anderem 13 Jahre lang im Untergrund gelebt habe, sei sie Mittäterin bei Morden, die nach den Ermittlungen aber von zwei anderen Menschen begangen worden sein sollen. Unter dem Begriff "Untergrund" verstehe ich im Übrigen etwas gänzlich anderes, als unter falschem Namen in einem Mehrparteienhaus zu leben und zu allen möglichen Menschen - beispielsweise im Urlaub auf dem Campingplatz - völlig normale Kontakte zu unterhalten.
Sie und Ihre Kollegen haben gesagt: "Wir sorgen dafür, dass Frau Zschäpe einen fairen Prozess bekommt." Haben Sie Zweifel an dieser Selbstverständlichkeit oder am Gericht?
Stahl: Ich habe keinerlei Veranlassung, Zweifel an den beteiligten Richtern zu äußern. Aber eines ist doch klar: In den Medien wird deutschlandweit schon seit einem Jahr - bedauerlicherweise veranlasst durch ein Vorpreschen der Ermittlungsbehörden - unter anderem von einer Mörderbande gesprochen. Diese Dimension der Vorverurteilung macht es jedem Richter ausgesprochen schwer, noch unvoreingenommen einer Angeklagten entgegenzutreten. Das wird ein großes Problem sein.
http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Der-Vorwurf-steht-auf-wackeligen-Beinen;art742,3379472

fatalist
17.12.2012, 10:11
"Der Vorwurf steht auf wackeligen Beinen"

16.12.2012


http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Der-Vorwurf-steht-auf-wackeligen-Beinen;art742,3379472

Auch auf die Anwälte wird ein enormer Druck ausgeübt werden. Danke für den Link!

Nereus
17.12.2012, 12:26
Sie haben Supergirl enttarnt! :D

"...dass die Beschuldigte das Gebäude F. straße nach der ersten Explosion mit zwei Katzenkörben in der Hand verließ, die Körbe abstellte und sich dann zu Fuß entfernte."

Nach dem Frau Zschäpe am 4.4.11 ab 13.26 Uhr im Internet 54 Min. sorg- und ahnungslos nach „Biobauern Zwickau“ gesurft und sich informiert hatte, schaltete sie um 14.20 Uhr ihren Laptop aus. Vermutlich wollte sie sich für ein Treffen mit André Emminger gegen 15 Uhr vorbereiten, um das Wochenende, verabredungsgemäß, bei dessen Familie mit Kind zu verbringen. Emminger sollte, wie schon früher aus konspirativen Gründen vereinbart, nicht vor dem Haus Frühlingsstraße 26 vorfahren, sondern in der Nähe warten, um sie abzuholen.

Gegen 14.40 Uhr verließen die zwei Handwerker, Trockenbauer, welche die Dachgeschosswohnung im Haus Frühlingsstraße über der Zschäpe-Wohnung ausbauten, zusammen ihre Baustelle, um eine Pause in einer Bäcker bei Kaffee und Kuchen zu machen. Sie fuhren mit ihrem Fahrzeug zur Pausenbäckerei.

Zwischen 14.40 und 15 Uhr verließ Frau Zschäpe die Wohnung mit zwei Katzenkörben und klingelte bei ihrer alten, gebrechlichen Nachbarin in der linken Reihenhaushälfte. Die Katzen wollte sie nicht zu Emmingers mitnehmen, weil Frau Emminger oder die Tochter offenbar eine Alergie gegen Katzenhaare hatte. Die 89jährige Nachbarin hatte geschlafen, ging zu spät zur Tür und sah daher keine Zschäpe mehr durch den Spion.

Darauf entschloß sich Frau Zschäpe die Katzen bei einer anderen Nachbarin in der Siedlung abzugeben. Als sie auf die Straße trat, hatte sie nur die beiden Katzenkörbe in der Hand. Keiner der Zeugen erinnerte sich an eine größere Tasche, in der Wechselwäsche, Bargeldbündel und versandfertige Postbriefhüllen mit „Bekenner-Videos“ Platz gefunden hätten. Frau Zschäpe hatte wegen der beiden Katzenkörbe auch keine Hand dafür frei. Vermutlich stand eine Reisetasche mit einem Kulturbeutel, Wechselwäsche, Picknickessen und Naschzeug noch vor der Wohnungstür, um sie nach Entledigung der Katzenkörbe abzuholen.
Als sie gegen 15 Uhr auf dem Weg zur Nachbarin ist, knallt es laut hinter ihr. Eine entgegenkommende andere Nachbarin, die gerade ihr Kind aus dem Hort geholt hat, sieht Feuer und Qualm aus dem Wohnhaus der Zschäpe aufsteigen und fragt verwundert: "Was ist denn hier los?" Nach ihrer Erinnerung dreht sich die Frau (Zschäpe) um, schaut ins Feuer und sagt: "Ach, Du Scheiße". Dann bittet sie, auf die Katzen aufzupassen und läuft davon.

Frau Zschäpe ist offenbar über das plötzliche Ereignis überrascht. Sie kommt in Panik, kümmert sich nicht mehr um die Abholung, die „Rettung“, der vermutlich zurückgelassenen Reisetasche und will nur noch rasch fort zum überfälligen Treffen mit Emminger.
Gisela I. aus einem Nachbarhaus arbeitet im Garten und sieht Zschäpe kommen. Die schreit: "Ruft die Feuerwehr".

Einer der Handwerker gibt später an: Er habe einen "Riesenknall" gehört und "Riesenqualm" aus Richtung Frühlingsstraße gesehen. Im ersten Augenblick habe er gedacht:
"wir könnten damit was zu tun haben. - Aber da war doch kein Gasanschluss im Dachgeschoss und die Elektrik war auch in Ordnung."
Der denkt also auch gleich an eine Leuchtgasexplosion durch Funkenauslösung. Der andere Handwerker sagt nichts, jedenfalls ist bisher nichts über ihn veröffentlicht worden.

Die Zwickauer Polizei war um 15.10 Uhr zum Einsatz in die Frühlingsstraße 26 gerufen worden.
Zschäpe verpaßte das Treffen mit Emminger, hatte seine Handynummer nicht und rief Susann Emminger an, die ihren Mann im Auto informierte, der darauf bei Zschäpe anrief und einen neuen Treffpunkt ausmachte. Dabei erzählte sie bestimmt auch von dem unerklärlichen Brandereignis und daß die beiden Uwes sich irgendwo unbekannt herumtrieben und noch nicht sich bei ihr gemeldet hätten.
Die letzte Verbindung zwischen den beiden Handys (Zschäpe/ A. Emminger) ist um 15.34 Uhr registriert.

André Emminger sammelte Zschäpe nach 15.34 Uhr am neuen Treffpunkt auf und fuhr sie zum Bahnhof. Dann begaben sich Susann und André Emminger zur Frühlingsstraße und sahen den Löscharbeiten zu. Dabei wurden sie von den Brandermittlern gefilmt.
Quellen u.a.:
http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-details-ueber-die-zwickauer-terrorzelle-badetag-in-der-fruehlingsstrasse-1.1247504

Frau Zschäpe begab sich mit der Bahn zu einem Bekannten, um bei ihm zu übernachten. Erst da erfuhr sie, vermutlich aus den Abendnachrichten, von den Vorgängen in Thüringen und daß sie wegen „Brandstiftung“ gesucht würde.

Wenn Frau Zschäpe eine skrupellose und kriminelle Brandstifterin einer terroristischen Vereinigung ist, dann wären ihr die Katzen egal gewesen. Auch hätte sie sich von den angeblich in der Wohnung deponierten zahlreichen Waffen eine Pistole auf ihrer Flucht mitgenommen, wie es bei den linksterroristischen RAF-Frauen üblich gewesen war. Die Sorge um die Katzen und deren Unterbringung sind für eine eiligst flüchtende Brandstifterin nur hinderlich. Wenn die Tierfreundin den Brand wirklich gelegt hätte, wie er dann explosionsartig wütete, konnte sie nicht sicher sein, daß die alte Nachbarsfrau und ihre Katzen, dort deponiert, nicht unversehrt geblieben wären.
Nur durch die rasche Alarmierung der Feuerwehr („Ruf die Feuerwehr!“) konnte ein Übergreifen des Brandes auf die andere Haushälfte verhindert werden. Das ist tätige erste Hilfeleistung und keine späte versuchte Reue.
Eine kriminelle Brandstifterin, die „Beweise“ vernichten will, läßt es ungestört brennen und ruft nicht nach dem Löschfahrzeug.

Wasserdicht sind noch nicht einmal die angeblich gefundenen feuerfesten „Beweis-CDs“!

Karl_Murx
17.12.2012, 12:31
Auch auf die Anwälte wird ein enormer Druck ausgeübt werden. Danke für den Link!

Interessant das Eingangsbild vor dem Artikel. Da wird ein Plakat gezeigt, auf dem groß ein "NSU"-Logo sowie die Namen der Dönermordopfer zu sehen sind. Darunter dieser Text:


Diese Menschen sind wegen Rassismus und Fremdenhass gestorben: Die Namen auf dem Plakat erinnern an die Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds

Die Zeitungsredaktion schreibt, als wäre das zu Beweisende, nämlich die Täterschaft einer rechtsextremistischen Terrorzelle, die aus Ausländer- und Systemfeindlichkeit Migranten gemordet haben soll, schon rechtskräftiges Urteil. Mit so etwas wird die Unvoreingenommenheit von Richtern gezielt beeinflußt, was auch der Verteidiger Zschäpes Wolfgang Stahl im Interview erwähnt. Gibt es für so etwas nicht Paragraphen im Strafgesetzbuch, welche die Verteidigung Zschäpes benutzen könnte? Oder greifen solche rechtsstaatlichen Grundsätze nicht mehr bei Leuten, denen die Medien den Stempel "Neonazi" und "Rechtsextremist" aufgedrückt haben?

bio
17.12.2012, 13:12
Nach dem Frau Zschäpe am 4.4.11 ab 13.26 Uhr im Internet 54 Min. sorg- und ahnungslos nach „Biobauern Zwickau“ gesurft und sich informiert hatte, schaltete sie um 14.20 Uhr ihren Laptop aus. Vermutlich wollte sie sich für ein Treffen mit André Emminger gegen 15 Uhr vorbereiten, um das Wochenende, verabredungsgemäß, bei dessen Familie mit Kind zu verbringen. Emminger sollte, wie schon früher aus konspirativen Gründen vereinbart, nicht vor dem Haus Frühlingsstraße 26 vorfahren, sondern in der Nähe warten, um sie abzuholen.

Gegen 14.40 Uhr verließen die zwei Handwerker, Trockenbauer, welche die Dachgeschosswohnung im Haus Frühlingsstraße über der Zschäpe-Wohnung ausbauten, zusammen ihre Baustelle, um eine Pause in einer Bäcker bei Kaffee und Kuchen zu machen. Sie fuhren mit ihrem Fahrzeug zur Pausenbäckerei.

Zwischen 14.40 und 15 Uhr verließ Frau Zschäpe die Wohnung mit zwei Katzenkörben und klingelte bei ihrer alten, gebrechlichen Nachbarin in der linken Reihenhaushälfte. Die Katzen wollte sie nicht zu Emmingers mitnehmen, weil Frau Emminger oder die Tochter offenbar eine Alergie gegen Katzenhaare hatte. Die 89jährige Nachbarin hatte geschlafen, ging zu spät zur Tür und sah daher keine Zschäpe mehr durch den Spion.

Darauf entschloß sich Frau Zschäpe die Katzen bei einer anderen Nachbarin in der Siedlung abzugeben. Als sie auf die Straße trat, hatte sie nur die beiden Katzenkörbe in der Hand. Keiner der Zeugen erinnerte sich an eine größere Tasche, in der Wechselwäsche, Bargeldbündel und versandfertige Postbriefhüllen mit „Bekenner-Videos“ Platz gefunden hätten. Frau Zschäpe hatte wegen der beiden Katzenkörbe auch keine Hand dafür frei. Vermutlich stand eine Reisetasche mit einem Kulturbeutel, Wechselwäsche, Picknickessen und Naschzeug noch vor der Wohnungstür, um sie nach Entledigung der Katzenkörbe abzuholen.
Als sie gegen 15 Uhr auf dem Weg zur Nachbarin ist, knallt es laut hinter ihr. Eine entgegenkommende andere Nachbarin, die gerade ihr Kind aus dem Hort geholt hat, sieht Feuer und Qualm aus dem Wohnhaus der Zschäpe aufsteigen und fragt verwundert: "Was ist denn hier los?" Nach ihrer Erinnerung dreht sich die Frau (Zschäpe) um, schaut ins Feuer und sagt: "Ach, Du Scheiße". Dann bittet sie, auf die Katzen aufzupassen und läuft davon.

Frau Zschäpe ist offenbar über das plötzliche Ereignis überrascht. Sie kommt in Panik, kümmert sich nicht mehr um die Abholung, die „Rettung“, der vermutlich zurückgelassenen Reisetasche und will nur noch rasch fort zum überfälligen Treffen mit Emminger.
Gisela I. aus einem Nachbarhaus arbeitet im Garten und sieht Zschäpe kommen. Die schreit: "Ruft die Feuerwehr".

(...)

Frau Zschäpe wird vor Gericht einen harten Stand haben, wenn sie wirklich den Sachverhalt so darstellt.

Für mich spricht fast alles für eine Flucht um 15:00 und nicht für einen Aufbruch zu einem harmlosen Zusammentreffen mit den E.. Es stellt sich die Frage, warum sie vom Tatort flüchtete, wenn sie mit dem Brand nichts zu tun hatte.

Wenn ich das Haus verlasse, und dann fängt es dort zum Brennen an, was mache ich? Renne ich davon und gehe dann aber nach 4 Tagen zur Polizei und melde mich "wegen einer Brandstiftung". Dann werde ich verhaftet und ich sage nichts zu meiner Verteidigung, da mein Anwalt mir rät, dass ich mich durch Aussagen nicht selbst belasten müsste.

bio
17.12.2012, 14:25
Frau Zschäpe wird vor Gericht einen harten Stand haben, wenn sie wirklich den Sachverhalt so darstellt.

Für mich spricht fast alles für eine Flucht um 15:00 und nicht für einen Aufbruch zu einem harmlosen Zusammentreffen mit den E.. Es stellt sich die Frage, warum sie vom Tatort flüchtete, wenn sie mit dem Brand nichts zu tun hatte.

Wenn ich das Haus verlasse, und dann fängt es dort zum Brennen an, was mache ich? Renne ich davon und gehe dann aber nach 4 Tagen zur Polizei und melde mich "wegen einer Brandstiftung". Dann werde ich verhaftet und ich sage nichts zu meiner Verteidigung, da mein Anwalt mir rät, dass ich mich durch Aussagen nicht selbst belasten müsste.

ich habe nochmal drüber nachgedacht. Auch meine Version macht keinen großen Sinn. Warum sollte sie flüchten aber mit der Brandstiftung, die Ermittler förmlich auf sich aufmerksam machen. Dachte sie, sie könne mit dem Brand die Beweise vernichten oder war gerade deren Präsentation das Ziel?
Vogelwilde Gedankengänge, die einfach keinen Sinn machen.

Nereus
17.12.2012, 18:54
@ Bio

Zschäpe hatte zuerst einen Anwalt aufgesucht und dann sich auf einer Polizeiwache als gesuchte Brandstifterin gestellt, wohl im Vertrauen darauf, daß so ihre Unschuld am Brand aufgeklärt werden kann. (Fokus Seite 3) Als eiskalte schuldbewußte Terroristin hätte sie ja auch bequem untertauchen können. Über das angeblich hilfsbereite B&H-Netzwerk, den angeblichen und bundesweiten "NS-Untergrund", die Skinhead-Musik-Szene oder auf einem Großstadtbahnhof sich ansprechen lassen und mit Kriminellen, Knackies, Drogendealern, Anarchisten oder Tippelbrüdern in Europa auf Trebe gehen können. Auch als reumütige Sünderin hätte sie ja bei barmherzigen Schwestern in einem Kloster um Kirchenasyl bitten können. Die hätten eine gute Köchin bestimmt aufgenommen und ihr eine neue Heimat, Familie, Lebensinhalt und Arbeit im Bio-Kräutergarten gegeben.
Ich habe die veröffentlichten Informationen nur etwas anders als der Fokus-Journalist gedeutet.
http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/tid-24877/focus-titel-ueber-die-terroristin-beate-zschaepe-rekonstruktion-der-irren-flucht_aid_706786.html

Hellangel
17.12.2012, 19:07
Interessant wären natürlich "kleine" Details, die ihre Abreise bestätigen würden, wie z.B. eine verschlossende Wohnungstür. Diese Frage wird ein Brandermittler eigentlich beantworten können, da man ja auch so feststellen kann, ob vorher eingebrochen und so der Brand gelegt wurde.
Aber ich bin mir sicher, dass niemand diese wesentlichen Details festgehalten hat. Warum auch?

Hellangel
17.12.2012, 19:15
Auch dieser Teil (aus dem Nereus Focus-Artikel) ist völlig wir:


Am Morgen des 8. November streifte Zschäpe, braune Jacke, schwarze Hose, rote Freizeitschuhe, durch den Jenaer Stadtteil Löbstedt. Hier teilen sich ihre Mutter und ihre geliebte Großmutter eine Wohnung in der ersten Etage eines Plattenbaus. Doch Zschäpe kam nicht durch. Überall standen Polizisten. Bis auf 200 Meter konnte sie sich dem Haus nähern, dann war Schluss. Vor einem Supermarkt sprach Zschäpe eine Frau an und bat um deren Mobiltelefon. Um 8.49 Uhr wählte sie die 110. „Guten Tag, hier ist Beate Zschäpe“, sprach sie in den Hörer. In den folgenden zwei Minuten versuchte die zur Fahndung ausgeschriebene Frau, sich zu stellen – doch der Beamte der Polizeiinspektion Jena erkannte sie nicht. Vergebens bedeutete Zschäpe, dass sie jene Person sei, nach der „schon seit Tagen“ gesucht werde. Der irritierte Polizist fragte die Anruferin, „von welcher Behörde“ sie sei. Zschäpe reagierte gereizt: „Wollen sie mich veräppeln?“ Die ganze Stadt werde abgesperrt, überall stünden Polizeiautos. Nachdem der Beamte erklärte, dass er von Absperrungen nichts wisse, legte Zschäpe auf.
...
FOCUS-Titel über die Terroristin Beate Zschäpe: Fast von einer Bahn überfahren worden - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/tid-24877/focus-titel-ueber-die-terroristin-beate-zschaepe-fast-von-einer-bahn-ueberfahren-worden_aid_706787.html




Warum ruft man mit einem fremden Handy die Polizei an, wenn man doch quasi einen x-beliebigen Polizei-Beamten in Sichtweite hat, wo Zschäpe hinlaufen hätten können?

Systemhandbuch
17.12.2012, 19:32
Warum ruft man mit einem fremden Handy die Polizei an, wenn man doch quasi einen x-beliebigen Polizei-Beamten in Sichtweite hat, wo Zschäpe hinlaufen hätten können?

Aus ein und demselben Artikel:


[...]Anhand von Telefondaten, Bahntickets und Zeugenaussagen konnten Ermittler den Fluchtweg beinahe lückenlos nachzeichnen.[...]

weiter unten dann:


[...]Vor einem Supermarkt sprach Zschäpe eine Frau an und bat um deren Mobiltelefon.[...]

Macht überhaupt keinen Sinn der Artikel. Da liegst Du völlig richtig.:ja:

Wobei ich damals eher über diese Passage schmunzeln musste:


[...]Der irritierte Polizist fragte die Anruferin, „von welcher Behörde“ sie sei. Zschäpe reagierte gereizt: „Wollen sie mich veräppeln?“[...]

:D

Nereus
17.12.2012, 22:18
Das „NSU-Bekennervideo“ – ein Antifa-Fake?

Das angebliche „NSU-Bekennervideo“ aus dem „Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum (apabiz) Berlin“ stammt vermutlich von einer anarchistischen Videokooperative der linksextremen Spaßguerilla auf einem Kreuzberger Hinterhof.
Das „Faschismus“ entlarven sollende „NSU-Bekennervideo“ trägt den Stempel des kommunistischen Schriftstellers, Theater- und Filmregisseurs und DDR-Diplomaten Friedrich Wolf, Vater von Stasi-Markus und Filmregisseur-Konrad, „Kunst ist Waffe, Theater ist Waffe, Film ist Waffe im antifaschistischen Klassenkampf.“

Die unbekannten Video-Filmemacher stammen weder aus den Gruppen der Thüringer rechten Heimatschutzbewegung, den Jenaer Bombenattrappenbastlern, den Nazi-Koffer-Spaßvögeln, noch aus dem Kreis der echten „Dönermörder“, denn die Videomacher hatten niemals eine Ceska-Pistole Kal. 7,65 mm, noch eine ähnlich scharfe Waffe in der Hand gehabt. Von Waffen und Munition, wie sie fast jeder pubertierende Jugendliche hat, scheinen die zynischen Vidiokrieger keinen Schimmer zu haben.

Beweis:
Das Kreuzberger apabiz veröffentlichte:

„1 / Transkript Bekennervideo NSU, apabiz November 2011
Transkript Bekennervideo NSU
Hinweis: Die Zeitzählung bezieht sich auf die Video-Dateien, in der der Vorspann der DVD getrennt abgespeichert und hier nicht berücksichtig ist. In der zusammengeführten Datei mit Vorspann verschiebt sich die Zeitzählung um ca 1:15 Minuten.
http://www.apabiz.de/aktuell/Transkript%20Bekennervideo%20NSU.htm

Daraus ein bezeichnendes Beispiel:
Zeit: 08:08-08:10
Sprech-Text/Sound:
„Von jeher Leidenschaft erweckt die Jagd auf's lebende Objekt.“
Bild, Anmerkungen:
Detailaufnahme von einem Projektil, das auf dem Pflaster liegt (zuerst schwarz-weiß dann farbig), Untertitel: “28.06.2001“
Screenshot:

http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/nsu-screenshot_37.png


1. Es ist da kein Projektil zu sehen, sondern eine leere Patronenhülse ohne Projektil.

2 .Mit der Patronenhülse soll vorgetäuscht werden, daß mit deren Projektil (Geschoß) am 28.06.2001 der Obst- und Gemüsehändler
Süleyman Taşköprü in Hamburg-Bahrenfeld mit Schüssen aus einer Ceska-Pistole 7,65 mm von den angeblichen Videoerstellern und Bekennern ermordet worden sei.

Das ist doppelt falsch:
a) Die Tat fand nicht am 28.6., sondern einen Tag vorher am 27.6.2001 statt.

b) Mit dem Projektil aus der gezeigten Patronenhülse kann niemand ermordet worden sein, weil es sich um eine Schreckschußpistolenhülse handelt. Aus dieser Hülse konnte kein Mord-Projektil abgefeuert werden, sondern nur Knallgeräusche oder Tränengas abgegeben werden!


Üblicher Patronenaufbau, z. B. für eine Ceska 7,65 mm

http://de.academic.ru/pictures/dewiki/49/180px-Bullet_svg.png
1. Das Projektil (Geschoss) in der Jägersprache immer noch als Kugel bezeichnet.
2. Die Patronenhülse, die alle Teile zusammenhält.
3. Das Treibmittel, zum Beispiel Schießpulver oder Kordit.
4. Die Auszieherrille, die als Teil der Patronenhülse (z. B. bei Pistolenmunition und Munition automatischer Waffen) zum Entladen benötigt wird, bei anderen Waffen wird ggf. ein Rand am unteren Ende der Hülse verwendet. *)
5. Das Anzündhütchen, zur Zündung des Treibmittels

*) Patronen ohne Auszieherrille, nur mit überstehendem Rand, sind Randfeuerpatronen, Kleinkalibermunition (KK) für Sportschützen, kleine Schreckschuß- und Tränengaspatronen.

Schreckschußpatronen mit Bodenrand, ohne Auszieherrille, wie im apabiz-Videobild:

http://666kb.com/i/bea10f9nchm5j2zq6.jpg

Fazit: Die Videomacher hatten weder eine leere Ceska-Patronenhülse zur Hand, noch kannten sie den Unterschied zwischen Projektilen und Hülsen und Ceska-Patronen- und Schreckschußpatronenhülsen!

Rechts KK-Patrone mit breitem Bodenrand, links daneben 9 mm Patrone (wie 7,65 mm Ceska-Munition) mit Auszieherrille:

http://www.st-joh-schuetzenbruderschaft-molbergen.de/mediapool/82/826570/resources/10234936.jpg


Das Video ist ein Antifa-Fake!

dodona
18.12.2012, 00:01
Auch auf die Anwälte wird ein enormer Druck ausgeübt werden. Danke für den Link!

angemessen wäre eine international besetzte Beobachterkommission, um die Rechtmäßigkeit des Verfahrens sicherzustellen bzw. international überprüfbar zu machen.

dodona
18.12.2012, 00:11
Das „NSU-Bekennervideo“ – ein Antifa-Fake?

Das angebliche „NSU-Bekennervideo“ aus dem „Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum (apabiz) Berlin“ stammt vermutlich von einer anarchistischen Videokooperative der linksextremen Spaßguerilla auf einem Kreuzberger Hinterhof.
Das „Faschismus“ entlarven sollende „NSU-Bekennervideo“ trägt den Stempel des kommunistischen Schriftstellers, Theater- und Filmregisseurs und DDR-Diplomaten Friedrich Wolf, Vater von Stasi-Markus und Filmregisseur-Konrad, „Kunst ist Waffe, Theater ist Waffe, Film ist Waffe im antifaschistischen Klassenkampf.“

Die unbekannten Video-Filmemacher stammen weder aus den Gruppen der Thüringer rechten Heimatschutzbewegung, den Jenaer Bombenattrappenbastlern, den Nazi-Koffer-Spaßvögeln, noch aus dem Kreis der echten „Dönermörder“, denn die Videomacher hatten niemals eine Ceska-Pistole Kal. 7,65 mm, noch eine ähnlich scharfe Waffe in der Hand gehabt. Von Waffen und Munition, wie sie fast jeder pubertierende Jugendliche hat, scheinen die zynischen Vidiokrieger keinen Schimmer zu haben.

Beweis:
Das Kreuzberger apabiz veröffentlichte:

http://www.apabiz.de/aktuell/Transkript%20Bekennervideo%20NSU.htm

Daraus ein bezeichnendes Beispiel:
Zeit: 08:08-08:10
Sprech-Text/Sound:
„Von jeher Leidenschaft erweckt die Jagd auf's lebende Objekt.“
Bild, Anmerkungen:
Detailaufnahme von einem Projektil, das auf dem Pflaster liegt (zuerst schwarz-weiß dann farbig), Untertitel: “28.06.2001“
Screenshot:

http://www.publikative.org/wp-content/uploads/2011/11/nsu-screenshot_37.png



keine Frage, es handelt sich dabei um eine ordinäre Platzpatrone.


Das Video ist ein Antifa-Fake!

wenn, dann schlecht gemacht.

<Sarkasmus on> Offensichtlich sind die Genoss_innen auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren, falls du Recht haben solltest. Stalins Schergen haben bei der Liquidation des Volksschädlings Kirov und Mao's Komplizen bei der Eliminierung des Konterrevolutionärs Lin Biao wesentlich besseren Arbeit geleistet. Nicht zu vergessen die Schauprozesse gegen die zinovjestisch-trotzkistischen Scheusal_innen in den 30ern. Die hat die marxistisch-leninistische Partei vorzüglich arrangiert, sodass sogar westliche Beobachter_innen glaubten, dass es mit rechten Dingen zugehen würde. Der anstehende Prozess gegen Zschäpe erlaubt dann den direkten Vergleich der Performance der Genoss_innen von Einst und Jetzt und von daher wird man dann sozusagen indirekt erkennen können, ob die Genoss_in Merkel unter realsozialistischen Bedingungen Staatsratsvorsitzen werden könnte oder nicht. </Sarkasmus off>

fatalist
18.12.2012, 05:11
Nach dem Frau Zschäpe am 4.4.11 ab 13.26 Uhr im Internet 54 Min. sorg- und ahnungslos nach „Biobauern Zwickau“ gesurft und sich informiert hatte, schaltete sie um 14.20 Uhr ihren Laptop aus. Vermutlich wollte sie sich für ein Treffen mit André Emminger gegen 15 Uhr vorbereiten, um das Wochenende, verabredungsgemäß, bei dessen Familie mit Kind zu verbringen. Emminger sollte, wie schon früher aus konspirativen Gründen vereinbart, nicht vor dem Haus Frühlingsstraße 26 vorfahren, sondern in der Nähe warten, um sie abzuholen.

Wenn das Wohnmobil nur bis zum Mittag des 4.11.2011 beim Verleih angemietet war, und Zschäpe nicht wusste was los war, weil ihre "Genossen" seit 24 Stunden überfällig waren und sie die in SACHSEN vermutete, dann macht ein "lange verabredeter Besuch" keinen Sinn. So war es nicht.

fatalist
18.12.2012, 05:15
Interessant das Eingangsbild vor dem Artikel. Da wird ein Plakat gezeigt, auf dem groß ein "NSU"-Logo sowie die Namen der Dönermordopfer zu sehen sind.


Die Zeitungsredaktion schreibt, als wäre das zu Beweisende, nämlich die Täterschaft einer rechtsextremistischen Terrorzelle, die aus Ausländer- und Systemfeindlichkeit Migranten gemordet haben soll, schon rechtskräftiges Urteil.

Püschologie ist das ;)


Der kommende Prozess wird also wegen "Unterstützung einer terroristischen Vereinigung" bzw. wegen Mitgliedschaft in einer Solchen (Beate Zschäpe) geführt werden.

Dass dort eine Bestätigung der Vorwürfe erfolgen wird, also eine Verurteilung der Hauptangeklagten, das wird Niemanden überraschen, und alles Andere wäre ein beispielloses Fiasko für den Staat und seine Institutionen.

http://www.merkur-online.de/bilder/2012/10/01/2528699/1785259246-halitplatz-C09.jpg (http://www.merkur-online.de/bilder/2012/10/01/2528699/1785259246-halitplatz-C09.jpg)Schliesslich hat man ja bereits Strassen und Plätze nach den "Opfern einer rechtsterroristischen Zelle" umbenannt, nämlich dem NSU, der aus reinem Ausländerhass mordete.

Dahinter kann der Staat nicht mehr zurück.
Geht nicht. Geht gar nicht. Auf keinen Fall.


http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-9-hat-der-nsu-die-10-mord-begangen.html

fatalist
18.12.2012, 05:34
keine Frage, es handelt sich dabei um eine ordinäre Platzpatrone.

Beim 1. und beim 3. Mord der Dönerserie wurde laut Beschluss des BGH (habe den ja gross und breit hier zitiert, einfach nochmals nachlesen ;) ) vom 28.Februar 2012 angeblich eine umgebaute Schreckschusspistole verwendet, neben der ominösen CESKA.

Gib das bei Google ein: bgh 28.02.2012 site: politikforen.net
SITEdoppelpunktPolitikforen.net ohne Leerzeichen
Schwupps isses da ;) Ganz einfach ;)





Ob das Bekennervideo ein Fake der ANTIFA ist?

Was denn sonst? Wie kamen die DVD mit den "Bekennervideos" in den unverkohlten Rucksack im Wohnmobil in Eisenach, wurden aber "übersehen" und erst am 1. Dezember 2011 gefunden? Bericht Andreas Förster vom 25.11.2012.

Wer´s glaubt wird selig. Totale Verarsche. :haha:

Wann war das Video fertig produziert? Wann kam es beim Spiegel?
Nun, die Antwort ist leicht nachprüfbar, und erklärt auch das "fast 4 Wochen verspätete Auffinden im Wohnmobil".

Prüfe es nach! Kopiere das hier in die Google Zeile: andreas förster 25.11.2012 site: politikforen.net
Schwupps isses da ;) Vergiss die Forensuche, die ist Schrott.


14.11.2011Bekennervideo der Zwickauer Zelle
15 Minuten Sadismus

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bekennervideo-der-zwickauer-zelle-15-minuten-sadismus-a-797608.html

Ich muss das mal los werden: Wie kann man denn überhaupt als durchschnittlich begabter Mitteleuropäer auf die Idee kommen, dass dieses "Bekennervideo" vom NSU stammen könnte, wenn man sich länger als 10 Minuten kritisch mit der Sache befasst hat :?

Nereus
18.12.2012, 19:24
Beim 1. und beim 3. Mord der Dönerserie wurde laut Beschluss des BGH (habe den ja gross und breit hier zitiert, einfach nochmals nachlesen ;) ) vom 28.Februar 2012 angeblich eine umgebaute Schreckschusspistole verwendet, neben der ominösen CESKA. ...

Wann und wie taucht welche Schreckschußpistole auf, und ab wann „umgebaut“ und im “Dönerkiller-Einsatz“?

15.11.11 Unbekannte zweite Pistole

Das BKA kennt wohl den genauen Typ der Waffe nicht.
"Pistole, 6,35 mm"
http://www.bka.de/nn_223814/DE/Fahnd...uebersicht.pdf
Sie wurde bei den Fällen 1 und 3 benutzt.
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=4970491&viewfull=1#post4970491

Eine unbestimmte Schreckschußpistole tauchte in der Arnstadt-Geschichte des Soko-Chefs Menzel am 26.11.2011 in BILD.DE auf:

http://www.schwaebische.de/cms_media/module_img/918/459465_1_articleorg_B82730721Z.1_20111112165201_00 0_GQALHAFG.2_0.jpg


Am Morgen des 7. September hatte es einen Überfall auf eine Sparkasse in Arnstadt (Thüringen) gegeben. „Die Täter waren mit einer Schreckschuss-Waffe und einer scharfen Waffe ausgestattet“, so Menzel. Die Schreckschusswaffe diente dabei wohl nur der Ablenkung.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/was-geschah-beim-tod-von-mundos-und-boehnhardt-21238262.bild.html

Wer hat denn nun eine Schreckschußwaffe, laut Soko-Menzel, in der Hand? Was für ein Modell?

1.12.2011 (15.56 Uhr) BILD.de

Auf der Pressekonferenz des BKA und der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wurde das Waffenarsenal der Terror-Zelle erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Eine Bruni 315: Auch die Bruni 315 nutzten die Killer-Nazis bei den so genannten Ceska-Morden. Ob dies auch die Waffe ist, die der Verdächtige Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben dem Killer-Trio über einen Mittelsmann zugespielt haben soll, ist unklar.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/terror-zelle-stand--mord-waffe-21328428.bild.html

1.12.2011 (22.21 Uhr) BILD.de

Nazi Terror
Die Waffenkammer der braunen Terroristen
Darunter auch die Pistolen Ceska 38 und Bruni 315, mit denen neun Einwanderer türkischer und griechischer Herkunft erschossen wurden.
http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/die-waffenkammer-der-braunen-terroristen-article1331666.html

3.02.2012 Süddeutsche.de

Die wichtigsten Schusswaffen der NSU
Pistole Bruni Modell 315 Auto
Eine sehr kleine Pistole, aus der beim ersten Mord im September 2000 in Nürnberg und beim dritten Mord am 27. Juni 2001 in Hamburg geschossen wurde. Die Nummer wurde weggefräst.
http://www.sueddeutsche.de/politik/zwickauer-terrorzelle-die-spur-der-waffen-1.1274430-2

25.2.2012 Tagesspiegel

Aus der Ruine holte die Polizei auch die Pistole, die bei zwei weiteren der neun Morde an Migranten zum Einsatz kam. Es handelt sich um eine Waffe der Marke Bruni Modell 315 Auto, offenbar eine umgebaute Schreckschusspistole. Diese hatten Mundlos und Böhnhardt bei dem Mord an dem türkischen Blumenhändler Enver Simsek im September 2000 in Nürnberg sowie bei der Tötung des ebenfalls türkischen Gemüsehändlers Süleyman Tasköprü im Juni 2001 in Hamburg eingesetzt.
http://www.tagesspiegel.de/politik/morde-der-rechtsextremen-terrorzelle-der-weg-der-todeswaffe/6252434.html

28.2.2012 BGH

(3) In Verfolgung der gemeinsam beschlossenen Ziele begingen im Einzelnen nicht ermittelte Mitglieder der Gruppierung unter Verwendung einer Pistole Ceska 83 Kaliber 7,65 mm – am 9. September 2000 und am 27. Juni 2001 auch einer zur scharfen Waffe des Kalibers 6,35 mm umgebauten Schreckschusspistole Bruni 315 Auto - jedenfalls die nachfolgend aufgeführten Mordanschläge gegen in der Bundesrepublik Deutschland wohnhafte Personen aus-ländischer Herkunft:
Am 27. Juni 2001 töteten sie in Hamburg den türkischen Staatsangehöri-gen T. in den Räumlichkeiten seines Gemüsehandels durch drei Kopfschüsse. Vom Opfer fertigten sie nach der Tat ebenfalls Bildaufnahmen.
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59396&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf

Das ist die Bruni-Schreckschußpistole 315 auto 8 mm für Platz- und Tränengaspatronen, mit Trichter für Leuchtkugeln (Silvester), 55-65 €

http://media1.shop57.org/1008-1791-thickbox/bruni-pistolet-315-auto-8mm.jpg

http://www.filofiel.com/tiendaonline/bruni-315-auto-p-6871.html?language=en

Was für ein schlauer Umbau ist den erforderlich, um aus einer 8 mm Schreckschußpistole 6,35 mm Browning-Patronen auf türkische Gemüsehändler abfeuern zu können?

6,35 mm Patrone http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ec/.25_ACP.jpg/200px-.25_ACP.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/6,35_mm_Browning

Systemhandbuch
18.12.2012, 19:39
@fatalist

Du hast ja den Buback-Strang quasi am Leben erhalten. Welche Meinung hattest Du da über seine Anwälte Stephan Lucas und Jens Rabe ?

Die beiden sind nun im NSU-Prozess als Nebenkläger (Fall Enver Şimşek) wieder aktiv. Waren die bei Buback bissig ?

Manche der Aussagen (Lucas) sind irgendwie komisch. Ich werde aus dem noch nicht so richtig schlau.

Quelle (http://stephan-lucas-fanpage.de/z04_03_2012.htm)


[...]Sie sprechen den Fall Buback an. Als Anwalt vertreten Sie mit Ihrem Kollegen Rabe die Familie Buback im Stuttgarter Verfahren gegen die frühere RAF-Terroristin Verena Becker wegen des Anschlags auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback im April 1977...

Einen Tag nach der Gedenkfeier in Berlin nahm ich als Anwalt von Elisabeth Buback, der Witwe des ermordeten Generalbundesanwalts, am Prozess gegen die frühere RAF-Terroristin in Stuttgart teil. Das war schon ein merkwürdiges Gefühl. An einem Tag ging es um rechten Terrorismus in Deutschland in der Gegenwart, am nächsten Tag um linken Terrorismus in Deutschland in den siebziger Jahren. Es gibt da viele Parallelen.

Welche sehen Sie?

Beides sind politische Verfahren. Die Politik schreit aktuell ganz laut nach Aufklärung. Auch wir wollen genau wissen: Was ist spätestens ab dem zweiten Mord schiefgelaufen? Warum hat niemand den rassistischen Hintergrund der Taten erkannt? Welche Fehler hat es gegeben? Man denke zum Beispiel an die V-Mann-Problematik. Ich bin gespannt, wann wir auch in diesem Verfahren das erste Mal hören werden, dass Informationen aus Gründen des Quellenschutzes zurückgehalten werden, weil eine Offenlegung das Wohl der Bundesrepublik gefährdet. Auch das wäre dann eine Parallele zum Fall Buback.[...]

Er sieht die Parallelen und geht dennoch von einem rassistischen Hintergrund aus. :wand: Mag verstehen wer will, ich bisher nicht ! :hd:

Oder er hat´s nur gut verpackt und muss eben als Nebenkläger seine systempflicht erfüllen.:?

fatalist
19.12.2012, 01:42
Wann und wie taucht welche Schreckschußpistole auf, und ab wann „umgebaut“ und im “Dönerkiller-Einsatz“?

Das ist die Bruni-Schreckschußpistole 315 auto 8 mm für Platz- und Tränengaspatronen, mit Trichter für Leuchtkugeln (Silvester), 55-65 €

Was für ein schlauer Umbau ist den erforderlich, um aus einer 8 mm Schreckschußpistole 6,35 mm Browning-Patronen auf türkische Gemüsehändler abfeuern zu können?

Hilft Dir das?


Merkwürdiges KaliberDarüber hinaus fiel den US-Fallanalytikern das merkwürdige Kaliber der zweiten Tatwaffe auf: Neben der Ceska 83 hatten die Killer bei ihrem ersten Mord in Nürnberg sowie bei ihrem dritten Mord in Hamburg zusätzlich eine Pistole des antiquierten Kalibers 6.35 Millimeter verwendet. Die Profiler schlussfolgerten daraus, dass es sich wahrscheinlich um eine "alte Waffe" handele, auf die "der Angreifer sehr stolz" sein könnte. Sie rieten den deutschen Kollegen, öffentlich nach Besitzern solcher Waffen zu fahnden.



Tatsächlich wurde später im Brandschutt des NSU-Verstecks in der Zwickauer Frühlingsstraße die gesuchte Pistole entdeckt: Es war eine italienische Waffe des Typs Bruni Mod. 315, mit eingeführtem Magazin, gespanntem Hahn und einer Patrone in der Abschusskammer. Ursprünglich war sie als Schreckschusswaffe gebaut, später aber zur Verwendung von scharfer Munition umgerüstet worden.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ceska-morde-des-nsu-fbi-ging-von-auslaenderhass-als-motiv-aus-a-829270.html

Die haben den Lauf aufgebohrt, schätze ich mal.

fatalist
19.12.2012, 02:03
@fatalist

Du hast ja den Buback-Strang quasi am Leben erhalten. Welche Meinung hattest Du da über seine Anwälte Stephan Lucas und Jens Rabe ?

Die beiden sind nun im NSU-Prozess als Nebenkläger (Fall Enver Şimşek) wieder aktiv. Waren die bei Buback bissig ?

Naja, die beiden kamen ja erst kurz vor Schluss hinzu, nachdem Prof. Michael Buback und seine Mutter die Vorgänger (das waren vielleicht Luschen!!!) gefeuert hatten. Lukas war gründlich eingearbeitet, und Revision wurde ja auch eingelegt gegen das Becker-Urteil.

Hier steht was darüber: http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/11/02/die-nebenklage-und-die-hangabtriebskraft/



Manche der Aussagen (Lucas) sind irgendwie komisch. Ich werde aus dem noch nicht so richtig schlau.
Er sieht die Parallelen und geht dennoch von einem rassistischen Hintergrund aus. :wand: Mag verstehen wer will, ich bisher nicht ! :hd:

Oder er hat´s nur gut verpackt und muss eben als Nebenkläger seine systempflicht erfüllen.:?

Die Nebenklage hat kein Interesse, dass der NSU NICHT die Täter waren und bleiben. Das war beim Becker-Buback Prozess ganz anders: Dort verteidigte die Bundesanwaltschaft die Angeklagte gegen die Nebenklage. Einmalig das!

Das wird beim NSU-Prozess nicht stattfinden. Andere, eher klassische Rollenverteilung vor Gericht.
Beim NSU-Prozess kann man sich nur etwas von der Verteidigung erhoffen.

bernhard44
19.12.2012, 03:49
Beim 1. und beim 3. Mord der Dönerserie wurde laut Beschluss des BGH (habe den ja gross und breit hier zitiert, einfach nochmals nachlesen ;) ) vom 28.Februar 2012 angeblich eine umgebaute Schreckschusspistole verwendet, neben der ominösen CESKA.

Gib das bei Google ein: bgh 28.02.2012 site: politikforen.net
SITEdoppelpunktPolitikforen.net ohne Leerzeichen
Schwupps isses da ;) Ganz einfach ;)





Was denn sonst? Wie kamen die DVD mit den "Bekennervideos" in den unverkohlten Rucksack im Wohnmobil in Eisenach, wurden aber "übersehen" und erst am 1. Dezember 2011 gefunden? Bericht Andreas Förster vom 25.11.2012.

Wer´s glaubt wird selig. Totale Verarsche. :haha:

Wann war das Video fertig produziert? Wann kam es beim Spiegel?
Nun, die Antwort ist leicht nachprüfbar, und erklärt auch das "fast 4 Wochen verspätete Auffinden im Wohnmobil".

Prüfe es nach! Kopiere das hier in die Google Zeile: andreas förster 25.11.2012 site: politikforen.net
Schwupps isses da ;) Vergiss die Forensuche, die ist Schrott.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bekennervideo-der-zwickauer-zelle-15-minuten-sadismus-a-797608.html

Ich muss das mal los werden: Wie kann man denn überhaupt als durchschnittlich begabter Mitteleuropäer auf die Idee kommen, dass dieses "Bekennervideo" vom NSU stammen könnte, wenn man sich länger als 10 Minuten kritisch mit der Sache befasst hat :?

die Macher und Auftragsgeber..................................... .....!

fatalist
19.12.2012, 04:04
die Macher und Auftragsgeber..................................... .....!

Der SPIEGEL bekam das Paulchen-Panter-"Bekennervideo" (ohne Bekenntnis des NSU!!!) von der ANTIFA zugespielt.
Das war von Anfang an bekannt.

Er bekam es nicht aus Ermittlerkreisen, sondern von der ANTIFA.
Mehr muss man dazu eigentlich gar nicht wissen...


NSU (2): Wie die Dönermord-Waffe nach Zwickau kam



http://wissen.dradio.de/media/thumbs/f/f1eda8414e00c6774b488b3bc3fbd3a1v1_max_440x330_b35 35db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg (http://wissen.dradio.de/media/thumbs/f/f1eda8414e00c6774b488b3bc3fbd3a1v1_max_440x330_b35 35db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg)


"Bekennervideo" ohne verbales Bekenntnis. Autor unbekannt


Der merkwürdige Doppel(selbst)mord von Eisenach und die nachträglich (fast 4 Wochen später) in einem Rucksack im Wohnmobil aufgefundenen 6 "NSU-Bekennervideos" waren Gegenstand der 1. Folge.

Wer´s genau wissen will: Transcript hier:
http://www.apabiz.de/publikation/NSU-Transkript.pdf




http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-2-wie-die-donermord-waffe-nach.html

Das Entscheidende an der ganzen Sache ist ja ein kaum bekannter Fakt:

Es gibt kein Bekenntnis des NSU in diesem Video, die Tonspur ist absolut 100% original Paulchen Panter.
Jeder konnte so ein Video anfertigen, aus Internet-Quellen und Fotos, mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Nereus
19.12.2012, 04:04
...Er sieht die Parallelen und geht dennoch von einem rassistischen Hintergrund aus. Mag verstehen wer will, ich bisher nicht ! ...

Der sieht nichts oder darf nichts sehen und blickt daher in die falsche Richtung?

Hätte er im Buback-Prozeß den Vorhand wegziehen dürfen, wenn er ihn bemerkt hätte?


“...Plan von 1969, ca. 50 Führungspersonen aus Wirtschaft und Politik der westdeutschen Gesellschaft “auszuwechseln”, zu liquidieren....“
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5203024&viewfull=1#post5203024

fatalist
19.12.2012, 04:29
Der sieht nichts oder darf nichts sehen und blickt daher in die falsche Richtung?


Falsche Frage.
Anwälte vertreten die Interessen ihrer Mandanten. Weiter nichts.
In Strafprozessen geht es nicht um Wahrheit, sondern um das Strafmass individueller Schuld anhand der Überzeugung des Gerichts.
Was kann bewiesen werden, und wie glaubwürdig kann es untermauert werden?

Im Buback-Prozess agierte der Anwalt für die Sichtweise von Nebenkläger Prof. Buback GEGEN die Bundesanwaltschaft,
im NSU-Prozess wird er MIT der Bundesanwaltschaft agieren.

Das ist ein riesiger Unterschied. Ne andere Welt fast...


Hätte er im Buback-Prozeß den Vorhand wegziehen dürfen, wenn er ihn bemerkt hätte?

Er hat ihn bemerkt, den Vorhang, aber er hatte nicht die Mittel, die Wahrheit zu erzwingen.
Wenn die Zeugen nicht aussagen dürfen und die Akten gesperrt sind oder unauffindbar, versagt die Wahrheitsfindung.

Genau so wird das wieder laufen, aber dieses Mal sind die Akten geschreddert, nicht gesperrt.
Das System lernt dazu.

dodona
19.12.2012, 11:01
Zeit: 08:08-08:10
Sprech-Text/Sound:
„Von jeher Leidenschaft erweckt die Jagd auf's lebende Objekt.“
Bild, Anmerkungen:
Detailaufnahme von einem Projektil, das auf dem Pflaster liegt (zuerst schwarz-weiß dann farbig), Untertitel: “28.06.2001“


zutreffend. Der Mord an Süleyman Taşköprü geschah am am 27. Juni 2001 und bei der Patrone handelt es sich in der Tat um eine Schreckschusspatrone.

Daraus folgt allerdings nicht, dass das „NSU-Bekennervideo“ 'von einer anarchistischen Videokooperative der linksextremen Spaßguerilla auf einem Kreuzberger Hinterhof' stammt.

Rein theoretisch betrachtet, hätten solche Patzer auch den Uwe's geschehen können. Oder den Geheimdiensten, oder der Türkenmafia usw..

Die Spaßguerilla These lässt sich nur aufrecht erhalten, unterstellt man den sogenannten 'Antifaschisten' eine langjährig vorausschauende Planung mit Ziel, das Video exakt dann in die Öffentlichkeit zu streuen, wenn etwas geschieht, was geeignet ist in Kombination mit dem Video den Eindruck einer 'rechten' Täterschaft zu erzeugen und damit den damals vorherrschenden und von der Türkei unterstützten Verdacht, wonach es sich bei den 'Dönermorden' um Aktionen der Kurden- bzw. Türkenmafia handelt, wirksam und nachhaltig zu zerstreuen.

Ein solches Motiv und insbesondere eine solch intelligente, langjährig vorausschauende Planung würde ich doch eher der Kurden- bzw. Türkenmafia zutrauen, und weniger unseren bekifften Kämpfern gegen 'Rechts', womit wir bei der von der linken Frankfurter Rundschau bisweilen angedeuteten Auftragsmordthese angelangt währen, wobei die beiden Hitman Uwe&Uwe gut bezahlte Auftragsmörder waren.

Die Hypothese, die durchaus zur letzten Ermahnung von - so glaube ich mich zu erinnern- Raceb Erdogan passt, der die Deutschen angehalten hat, zusätzlich auch andere, als rechtsradikale Motiven in Betracht zu ziehen, hat m.E einen gewissen Charme, zumal man damit - allerdings nur- in Kombination mit einigen Annahmen über die Rolle des VS zu einer logisch konsistenten und widerspruchsfreien Gesamtschau gelangen kann.

Jedoch sind logische Konsistenz und Widerspruchsfreiheit noch lange kein Beweis.

Spaßguerilla und Kurden- bzw. Türkenmafiathesen sind allesamt reine Spekulationen. Klar können und sollten wir solche Modelle sozusagen durchrechnen, jedoch stellt sich damit keine Wahrheit ein.

Anstatt sich in kühnen Spekulationen zu erschöpfen, scheint es mir ziel-führend zu sein, wenn wir uns sozusagen positivistisch auf die Beschreibung offensichtlicher Unstimmigkeiten beschränken. Beispielsweise das Datum des feigen Mords an Süleyman Taşköprü im 'Bekennervideo' und die Platzpatrone. Oder Zschäpe, die angeblich zwecks Spurenverwischung fast ein ganzes Haus in die Luft sprengt, um anschließend das bis heute hauptsächlich belastende Objekt, das sogenannte 'Bekennervideo', in der Weltgeschichte herum zuschicken. Oder ihre Reaktion, als die obere Etage des Hauses explodierten, nebst ihrer spektakulären Flucht, bei der sie wie ein vom leibhaftigen Satan verfolgter Hase sich im Zick-Zack Kurs bewegte, nur um sich ein paar wenige Tage später freiwillig zu stellen, wobei sie sich praktisch aufgedrängt hat.

Nereus
20.12.2012, 00:07
Wenn das Wohnmobil nur bis zum Mittag des 4.11.2011 beim Verleih angemietet war, und Zschäpe nicht wusste was los war, weil ihre "Genossen" seit 24 Stunden überfällig waren und sie die in SACHSEN vermutete, dann macht ein "lange verabredeter Besuch" keinen Sinn. So war es nicht.

Mit etwas Menschenkenntnis und Lebenserfahrung betrachtet, macht es doch Sinn.
Zschäpe ist ein konservativer Mensch. Nach der chaotischen Jugend und den kaputten Familenverhältnissen, hatte sie sich eingerichtet und sich ihre „Familie“ geschaffen. Zwar selbst kinderlos, betreute sie liebevoll zwei Katzen und zwei große Jungs wie Kinder. Sie lebten ungezwungen und freibeuterisch, wie das Piratenkopftuch der Zschäpe signalisierte, und fühlten sich wie Zorro oder Robin Hood, als Rächer der Enterbten und Unterprivilegierten, wie z.B. die Bankräuber Gebrüder Sass.
http://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCder_Sass

Sie ordnete den Haushalt und das Materielle und verwaltete das Geld, was für eine Steinbockfrau selbstverständlich ist, und sorgte für Geselligkeit und Außenkontakte.
Regelmäßig kam fast jeden Donnerstag Frau Eminger mit ihrer Tochter zum Baden. „Tante Beate“ nahm die Emminger-Tocher auch zur Wohnwagenanmiete mit, daher das Kinderspielzeug im abgebrannten Wohnmobil. Und so wird sie auch regelmäßig das Wochenende bei den Emmingers verbracht haben, um zu kochen und als „Tante Beate“ die Kleine, als weiteres Ersatzkind, übers Wochenende zu betreuen.
Das Wochenendritual lief Freitags immer pünktlich wie ein Uhrwerk ab: kurz vor 15 Uhr die Katzen bei der Nachberin abgeben. Punkt 15 Uhr den in der Nähe, zur Abholung mit dem Auto, wartenden Andre Emminger treffen.

Wer die Bewohner der Frühlingsstraße 26 beobachtet hatte, konnte seine finsteren Pläne auf diesen Ablauf aufbauen.

Vormittags surfte Zschäpe im Internet und informierte sich bei BILD und Sachsennachrichten nach Neuigkeiten und auf “promi news” nach Klatsch und Tratsch. Da sie die Jungs in Sachsen glaubte und diese sich noch nicht gemeldet hatten, forschte sie auch nach “Autounfälle in Sachsen“ vom Vortage und hörte gegen 12 Uhr ihre Mobilbox ab. Nach weiterer Nachrichtenabsuche auf „Zwickauer News", BILD und Sachenradio schien sie beruhigt zu sein: Kein Vorfall mit einem Wohnmobil.

Die Jungs waren selbständig. Das Wohnmobil war zwar nur bis zum 4.11. gemietet worden, aber ein Wohnmobil ist kein Hotelzimmer und mußte nicht sofort für eine Neuvermietung geräumt werden, zumal die Hauptsaison vorbei war. Eine Kaution war hinterlegt worden und da genügte ein Anruf, um für eine Woche zu verlängern, falls etwas dazwischen gekommen war, was die Rückgabe verzögerte. Möglicherweise war das schon öfters passiert.
Also surfte Zschäpe sorg- und ahnungslos weiter und besuchte in ihrem alternativ-ökologischen Sinn die Seiten von „Green peace“, „Gegen Pelze“, um die Kampagne gegen das Abschlachten von Heulern und Pelztieren für Luxuskleidung zu unterstützen und informierte sich auf „Biobauern Zwickau“, um vermutlich eine günstige Einkaufsquelle auf dem Land zu finden. Dann schaltete sie den Laptop um 14.10 Uhr aus, suchte die Toilette auf, machte sich etwas zum Essen und versorgte die Katzen.

Gegen 14.40 Uhr verließen die Handwerker die obere Wohnung, um Pause zu machen.

Zschäpe machte sich ausgehferig, fing die Katzen ein und verstaute sie in den Körben. Dann schaltete sie den Strom aus und begab sich gegen 14.55 Uhr zur Nachbarin ins Nebenhaus. Dort klingelte sie und wartete ca. 3 Minuten, um dann wieder zu gehen. Die 89jährige Bewohnerin hatte geschlafen, als sie aufwachte, sich anzog und langsam zur Tür ging, konnte sie aber durch den Spion niemanden mehr sehen. Zschäpe hatte es eilig, um Emmingen nicht zu lange warten zu lassen. Auf dem Fußweg mit den Katzen zu einer anderen Nachbarin, die ihre Handynummer hatte und wohl auch schon die Katzen in Logie genommen hatte, passierte es dann: ihre Wohnung explodierte hinter ihr. Normalerweise hätte sie, ohne die Verzögerung, wie üblich schon in Emmingers Auto sitzen müssen.

So kann es auch gewesen sein, muß aber nicht. Aber so bekäme ein Komplottplan mehr Wahrscheinlichkeit.

Über die Tatsache, daß nach dem 4.11.11 polizeiliche Ermittler vor Ort sich wunderten, daß verschiedene Nachrichtendienste sich einmischten und ihnen „auf den Füßen herumtrampelten“, will ich noch keine Überlegungen wagen.

fatalist
20.12.2012, 02:48
zutreffend. Der Mord an Süleyman Taşköprü geschah am am 27. Juni 2001 und bei der Patrone handelt es sich in der Tat um eine Schreckschusspatrone.

Daraus folgt allerdings nicht, dass das „NSU-Bekennervideo“ 'von einer anarchistischen Videokooperative der linksextremen Spaßguerilla auf einem Kreuzberger Hinterhof' stammt.

Rein theoretisch betrachtet, hätten solche Patzer auch den Uwe's geschehen können. Oder den Geheimdiensten, oder der Türkenmafia usw..

Die Spaßguerilla These lässt sich nur aufrecht erhalten, unterstellt man den sogenannten 'Antifaschisten' eine langjährig vorausschauende Planung mit Ziel, das Video exakt dann in die Öffentlichkeit zu streuen, wenn etwas geschieht, was geeignet ist in Kombination mit dem Video den Eindruck einer 'rechten' Täterschaft zu erzeugen und damit den damals vorherrschenden und von der Türkei unterstützten Verdacht, wonach es sich bei den 'Dönermorden' um Aktionen der Kurden- bzw. Türkenmafia handelt, wirksam und nachhaltig zu zerstreuen.

Das Paulchen-Panter-Video ist meiner Meinung nach nicht von der ANTIFA produziert worden, sondern es wurde ihr zugespielt.
Von denen, die die NSU-Geschichte planten und vorbereiteten.

Das Video stammt nicht vom NSU oder aus deren Umfeld.


Anstatt sich in kühnen Spekulationen zu erschöpfen, scheint es mir ziel-führend zu sein, wenn wir uns sozusagen positivistisch auf die Beschreibung offensichtlicher Unstimmigkeiten beschränken. Beispielsweise das Datum des feigen Mords an Süleyman Taşköprü im 'Bekennervideo' und die Platzpatrone. Oder Zschäpe, die angeblich zwecks Spurenverwischung fast ein ganzes Haus in die Luft sprengt, um anschließend das bis heute hauptsächlich belastende Objekt, das sogenannte 'Bekennervideo', in der Weltgeschichte herum zuschicken.

Der BGH hat in seiner Begründung vom 28.02.2012 eindeutig geschrieben, dass Beate Zschäpe nach der ersten Explosion mit 2 Katzenkörben das Haus verliess. Nicht zuvor, sondern danach. Einstimmige Aussage mehrerer Zeugen.

fatalist
20.12.2012, 02:52
Zschäpe machte sich ausgehferig, fing die Katzen ein und verstaute sie in den Körben. Dann schaltete sie den Strom aus und begab sich gegen 14.55 Uhr zur Nachbarin ins Nebenhaus. Dort klingelte sie und wartete ca. 3 Minuten, um dann wieder zu gehen. Die 89jährige Bewohnerin hatte geschlafen, als sie aufwachte, sich anzog und langsam zur Tür ging, konnte sie aber durch den Spion niemanden mehr sehen. Zschäpe hatte es eilig, um Emmingen nicht zu lange warten zu lassen. Auf dem Fußweg mit den Katzen zu einer anderen Nachbarin, die ihre Handynummer hatte und wohl auch schon die Katzen in Logie genommen hatte, passierte es dann: ihre Wohnung explodierte hinter ihr. Normalerweise hätte sie, ohne die Verzögerung, wie üblich schon in Emmingers Auto sitzen müssen.

Menno, der heisst Eminger. Nicht Emminger ;)

Der BGH hat in seiner Begründung vom 28.02.2012 eindeutig geschrieben, dass Beate Zschäpe nach der ersten Explosion mit 2 Katzenkörben das Haus verliess. Nicht zuvor, sondern danach.

fatalist
20.12.2012, 05:30
Den BKA-Chef Ziercke hatten wir ja schon, aber weil es so schön ist:


Zu den Pannen bei der Fahndung nach den NSU-Mitgliedern sagte Ziercke, er habe es nicht für möglich gehalten, „dass Täter aus rassistischer Motivation Menschen eiskalt hinrichten würden”.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/ziercke-anklage-gegen-zschaepe-wasserdicht-27685812.bild.html

Trotzdem sei die Anklage "wasserdicht":


BKA-CHEF JÖRG ZIERCKE
Anklage gegen Nazi-Braut Zschäpe ist wasserdicht„Gericht nicht auf ihre Aussage angewiesen“

Die Frau ist quasi bereits verurteilt, denn " Die Vorwürfe gegen das mutmaßliche Mitglied der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) seien „logisch, plausibel und sehr dicht”.
So ähnlich sieht das auch der Landtags-Untersuchungsausschuss in Bayern:


Als problematisch bezeichneten die Aufklärer auch den umstrittenen Einsatz der V-Männer. Möglicherweise habe der Verfassungsschutz durch die Anwerbung von Neonazis rechtsextreme Strukturen eher noch gefördert, anstatt sie zu bekämpfen, sagte Tausendfreund. http://www.sueddeutsche.de/bayern/zwischenbilanz-des-nsu-ausschuss-aufklaerung-straeflich-vernachlaessigt-1.1555209

Die Verwendung des Wortes "Aufklärer" zeugt von unfreiwilliger Komik.


Dass bei konsequenterer Fahndung und Aufklärung Morde in Bayern zu verhindern gewesen wären, warfen die Oppositionspolitiker den Behörden zwar ausdrücklich nicht vor. Tausendfreund verwies aber darauf, mit welcher Energie die Ermittler zunächst daran gearbeitet hätten, die Morde organisierter Kriminalität unter Ausländern zuzuschreiben.

Solche Schlingel aber auch, diese Ermittler.


In der letzten Sitzung vor der Weihnachtspause lud der Ausschuss die früheren Verfassungsschutzpräsidenten Wolfgang Weber und Günter Gold vor. Beide erklärten, es habe beim Kampf gegen Rechtsextremismus keine Versäumnisse gegeben.

Dann sind wir ja alle beruhigt, wenn die Schlapphut-Chefs das sagen.

Nach Berweisen dafür, dass der NSU die Morde überhaupt begangen hat, danach hat kein Untersuchungsausschuss jemals gefragt.
Das wird einfach so vorausgesetzt.

"Ergebnisoffene Ermittlungen" der "Aufklärer". :fizeig:

fatalist
20.12.2012, 05:43
Nach Beweisen dafür, dass der NSU die Morde überhaupt begangen hat, danach hat kein Untersuchungsausschuss jemals gefragt.

Das wird einfach so vorausgesetzt.

Solche Behauptungen müssen belegt werden.

Am 24.1.2012 beantragten alle Parteien einvernehmlich einen Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Thema "NSU".
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/084/1708453.pdf

Untersuchungsgegenstand, Aufgabe:


Der Untersuchungsausschuss soll sich ein Gesamtbild verschaffen zur Terror- gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“, ihren Mitgliedern und Taten,
ihrem Umfeld und ihren Unterstützern sowie dazu, warum aus ihren Reihen so
lange unerkannt schwerste Straftaten begangen werden konnten.

Die Dreistigkeit ist ungeheuerlich, falls sie gehirngewaschenen BRD-lingen überhaupt noch auffällt:

Die Morde werden als vom NSU begangen von vornherein definiert.
Theater von Anfang an.

Nereus
20.12.2012, 08:38
Solche Behauptungen müssen belegt werden.

Die Dreistigkeit ist ungeheuerlich, falls sie gehirngewaschenen BRD-lingen überhaupt noch auffällt:

Die Morde werden als vom NSU begangen von vornherein definiert.
Theater von Anfang an.

Das ist ja wie van der Lubbe vor dem Reichsgericht, Säuglinge aus Brutkästen gerissen, irakische Massenvernichtungswaffenproduktion auf fahrenden Labor-LKWs, Schmierfette aus gefallenen Feindsoldaten, Seife aus Lagertoten oder WTC 7 durch Feuer im freien Fall eingestürzt? Wer ermittelt da eigentlich wasserdicht und zielführend nach Schreddern und Massenrücktritt - der Weihnachtsmann, BILD oder Hollywood?

Sohn, Du mußt glauben und nicht wissen wollen, denn das ist gottlos und teuflisch, sprach schon das Inquisitionsgericht zu Giordano Bruno vor seiner Verbrennung...

Hellangel
20.12.2012, 09:21
Gegen 14.40 Uhr verließen die Handwerker die obere Wohnung, um Pause zu machen.



Warum um diese Uhrzeit? Die Mehrzahl meiner Handwerker, die ich bei mir hatte, haben um 9 Uhr, um 12 oder 13 Uhr eine Pause gemacht und dann bis 17 Uhr weitergearbeitet.
Nun machen diese Leute zufällig nur einige Minuten vor der Explosion eine Pause und kaum jemand stellt sich die Frage, ob nicht von Ihrem Einwirken diese Explosion herrühren konnte.




Die Morde werden als vom NSU begangen von vornherein definiert.
Theater von Anfang an.

Klares Ziel: ein (erneutes) NPD-Verbotsverfahren

Nereus
20.12.2012, 09:55
Warum um diese Uhrzeit? Die Mehrzahl meiner Handwerker, die ich bei mir hatte, haben um 9 Uhr, um 12 oder 13 Uhr eine Pause gemacht und dann bis 17 Uhr weitergearbeitet.
Nun machen diese Leute zufällig nur einige Minuten vor der Explosion eine Pause und kaum jemand stellt sich die Frage, ob nicht von Ihrem Einwirken diese Explosion herrühren konnte.
...

Doch einige schon:

Diese Überlegung tauchte hier auch schon auf. Die Spezialhandwerker fuhren mit ihrem Auto zu einer nahe gelegenen Bäckerei, um bei Kaffee und Kuchen Pause zu machen. Sie konnten von ihrem Standort aus dann das Brandgeschehen beobachten.

Absatz „Vermutung“: Von „oben“ inszeniert...?

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5840215&viewfull=1#post5840215

Graf
20.12.2012, 15:03
http://hittveu-aktuell.blogspot.de/2012/11/jahrestag-der-explosion-in-der.html



Interessant ist ja auch das es nur 3 Bewohner gab im Haus gab. Die Uwes u. B.Z., unten war die Taverne (vorher Schleckerladen) und die Dachgeschoßwohnung war frei. Konspirative Wohnung?
Wenn Brandbeschleuniger im Spiel war, mal ganz ehrlich wer hat Benzin o.ä. bei sich in der Mietwohnung?
Was führte zu dieser Explosion? Der aufgedrehte Gasherd?
Nur wenn ich was durch Feuer vernichten will dann führe ich doch keine Explosion herbei. Es sollte doch jeder wissen das dort Sauerstoff ge-u. verbraucht wird der dem Feuer entzogen wird. Ergo Feuer aus und alles nicht so wild. Aber es hat ja trotzdem noch ewig gebrannt, wie ist das zu erklären?

Hellangel
20.12.2012, 16:40
Doch einige schon:

Diese Überlegung tauchte hier auch schon auf. Die Spezialhandwerker fuhren mit ihrem Auto zu einer nahe gelegenen Bäckerei, um bei Kaffee und Kuchen Pause zu machen. Sie konnten von ihrem Standort aus dann das Brandgeschehen beobachten.

Offizielles über diese Firma gibt es nicht? Ob z.B. die Mitarbeiter es wirklich gibt, wie lange die dort schon arbeiten, u.s.w. ?


Interessant ist ja auch das es nur 3 Bewohner gab im Haus gab. Die Uwes u. B.Z., unten war die Taverne (vorher Schleckerladen) und die Dachgeschoßwohnung war frei. Konspirative Wohnung?
Wenn Brandbeschleuniger im Spiel war, mal ganz ehrlich wer hat Benzin o.ä. bei sich in der Mietwohnung?
Was führte zu dieser Explosion? Der aufgedrehte Gasherd?
Nur wenn ich was durch Feuer vernichten will dann führe ich doch keine Explosion herbei. Es sollte doch jeder wissen das dort Sauerstoff ge-u. verbraucht wird der dem Feuer entzogen wird. Ergo Feuer aus und alles nicht so wild. Aber es hat ja trotzdem noch ewig gebrannt, wie ist das zu erklären?

Ohne nun zynisch zu wirken, aber - Graf - da war eine Frau am Werk :dg:

Aber nun mal ernsthaft: Ein Gemisch aus Benzindämpfen und Luft ist nur in einem bestimmten Konzentrationsbereich entzündbar. In einer Schale sieht es so aus, dass weit über dem Benzin viel zu wenig Benzin in der sich ständig bewegenden Luft vorhanden ist. Direkt über dem Benzin ist wiederum zuviel Benzin drin, das brennt dann wegen zu wenig Sauerstoff auch nicht. Nur in einem bestimmten Bereich über dem Benzin sind die Konzentrationen so, dass das Gemisch brennen kann. Nun kann es natürlich sein, dass Zschäpe mit dem Benzin erst die Bude nur abbrennen wollte, was es auch tat. Mit der Abnahme des Sauerstoffs im Raum könnte es zur Explosion gekommen sein.
Das es später zu einer Explosion kam, war sie ja selbst überrascht gewesen. Daher auch unten auf der Straße den "Ach Du Sch**"-Ausruf, da sie nicht mit so einer großen "Reaktion" gerechnet hat und Angst für die umliegenden Nachbarn hatte. Nur ein Feuer in der Wohnung wäre ja nicht so schlimm gewesen...

Nereus
20.12.2012, 16:59
Interessant ist ja auch das es nur 3 Bewohner gab im Haus gab. Die Uwes u. B.Z., unten war die Taverne (vorher Schleckerladen) und die Dachgeschoßwohnung war frei. Konspirative Wohnung?
Wenn Brandbeschleuniger im Spiel war, mal ganz ehrlich wer hat Benzin o.ä. bei sich in der Mietwohnung?
Was führte zu dieser Explosion? Der aufgedrehte Gasherd?
Nur wenn ich was durch Feuer vernichten will dann führe ich doch keine Explosion herbei. Es sollte doch jeder wissen das dort Sauerstoff ge-u. verbraucht wird der dem Feuer entzogen wird. Ergo Feuer aus und alles nicht so wild. Aber es hat ja trotzdem noch ewig gebrannt, wie ist das zu erklären?

Die geniale „Brandstifterin“ Zschäpe muß mutmaßlich wie folgt vorgegangen sein (nicht ernst gemeinte, laienhafte Überlegungen):

Um 14.45 Uhr hat Frau Zschäpe die Katzenkörbe unten im Hausflur abgestellt (die Handwerker haben die Dachgeschoßwohnung um 14.40 Uhr verlassen und noch keine Katzenkörbe im Teppenhaus bemerkt),
dann hat sie alle Fenster geschlossen, größere Bargeldbeträge in Scheinen sichtbar hinterlegt, um ihre terroristische Brandstiftung zu verschleiern und eine Selbstentzung der Wohnung vorzutäuschen, und anschließend
mit einem 5 Literkanister Ottokraftstoff (Benzin) von der gleichen Tankstelle, bei der auch Eminger immer tankt, die Wohnung (über 100 qm) durchtränkt.
Sodann verteilte sie Brandbeschleuniger (Grill- oder Kohlenanzünder) in den Benzinpfützen
und legte eine Lunte (Zündschnur ?) von einer Benzinpfütze hinter der Wohnungstür, über die Holztreppe abwärts bis zum Treppenabsatz mit den Katzenkörben.
Dann ging sie wieder nach oben, um die Wohnungstür zu schließen, wegen der unerwünschten Luftzufuhr, und zündete die Lunte am Ende neben den Katzenkörben an.
Darauf eilte sie mit den Katzenkörben und ihren Lieblingen zur Nachbarin in der anderen Haushälfte des Reihenhauses (oder hat sie erst die Katzenkörbe abgegeben und dann die Lunte gezündet?).

Die listige Brandstifterin Zschäpe entfernt sich eiligst, die Lunte brennt unter der geschlossenen Wohnungstür durch einen Spalt und entzündet dahinter eine Benzinpfütze. Wegen der geschlossenen Fenster und Türen konnten die Benzindämpfe nicht entweichen, es kommt zur Verpuffungsexplosion des Luftbenzingemisches, was wie üblich dünne Riegips- und „Sauerkohl“wände in den Wohnräumen zum Einsturz bringt und die Fensterrahmen nach außen schleudern läßt. Hier ist nun merkwürdig, daß die Verpuffung auch starke Außenmauern zum Einsturz bringt. War TNT-Sprengstoff als Brandbeschleuniger mit im Spiel, welches noch übrig war von den Rohrbomben-Attrappenbasteleien in der Garage der „Brigade Ost“?

Mit Hilfe der Brandbeschleuniger in den Benzinpfützen entstand eine hohe Verbrennungstemperatur, wie bei einer Kremierung, die Griffschalen von gelagerten Pistolen zum Schmelzen bringt und Metall verformt haben soll, aber Video-CDs, Sticks mit Namenslisten, papiernes Beweismaterial und Computer verschont hat. Oder hat da ein Schelm von der so genannten Spaßguerilla mit einer Lötlampe die nachträglich deponierten Pistolenasservate „brandhaustauglich“ gemacht?

Hätte Zschäpe „nach der ersten Explosion“ das Haus verlasen (wie behauptet wird), wären sie und ihre Katzen bestimmt angesengt worden. Zeugen haben aber keine zerfetze Kleidung und angesengte Haare bei ihr, sowie Verletzungsspuren und verstörte Katzen bemerkt!

Merke: Eine große Wohnung läßt sich mit 5 Litern Benzin und einer Luntenlegung in ca. 15 Minuten zur Sprengung vorbereiten und, Beweismittel verschonend, abfackeln!

Die Abgabe von Ottokraftstoff an Tankstellen in 5 Literkanister an nicht fahrzeughaltende Personen sollte verboten werden!

romeo1
20.12.2012, 19:10
und nicht zu vergessen: Die Mittel im Krampf gegen Rächtzz müssen erhöht werden!!

dodona
20.12.2012, 20:12
Das Paulchen-Panter-Video ist meiner Meinung nach nicht von der ANTIFA produziert worden, sondern es wurde ihr zugespielt.
Von denen, die die NSU-Geschichte planten und vorbereiteten.

Das Video stammt nicht vom NSU oder aus deren Umfeld.


das sehe ich auch so.

Wie man ja auch der hiesigen Marx-Diskussion entnehmen kann, ist die Anti'fa'' viel zu dumm und emotional zu unkontrolliert, um langfristig strategisch planen zu können. Den Geheimdiensten und insbesondere der Türkenmafia, ist es dagegen schon zuzutrauen. Gerade die letzteren habe sich emotional im Griff und sind intelligent.



Der BGH hat in seiner Begründung vom 28.02.2012 eindeutig geschrieben, dass Beate Zschäpe nach der ersten Explosion mit 2 Katzenkörben das Haus verliess. Nicht zuvor, sondern danach. Einstimmige Aussage mehrerer Zeugen.

na da werden Zschäpes Verteidiger vor Gericht wohl leichtes ein Spiel haben. Wie gesagt, internationale Beobachter sollten bei dem Prozess schon anwesend sein. Das wirkt nämlich ungemein disziplinierend.

fatalist
21.12.2012, 04:28
Das ist ja wie van der Lubbe vor dem Reichsgericht, Säuglinge aus Brutkästen gerissen, irakische Massenvernichtungswaffenproduktion auf fahrenden Labor-LKWs, Schmierfette aus gefallenen Feindsoldaten, Seife aus Lagertoten oder WTC 7 durch Feuer im freien Fall eingestürzt? Wer ermittelt da eigentlich wasserdicht und zielführend nach Schreddern und Massenrücktritt - der Weihnachtsmann, BILD oder Hollywood?

Das läuft hier ähnlich ab wie bei der 9/11-Comission, die auch stets voraussetzte, was eigentlich zu hinterfragen und zu untersuchen gewesen wäre.

Es ist Theater, und alle Abgeordneten aller Parteien machen bei diesen Inszenierungen mit.
Deshalb kommt da auch nichts dabei heraus, ausser eben dem, was herauskommen soll:

Individuelle Fehler einzelner Mitarbeiter (Aktenschreddern, was für ein Schwachsinn) und allgemeine Missstände "zu wenig Aufmerksamkeit den Neonazis gewidmet" werden endlos thematisiert, und die Medien machen dabei mit, die "wichtigen" Fragen erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Ein Top Thema sind in den Ausschüssen die Geheimdienstkontrolle, die Zentralisierung der V-Mann-Kartei und andere Dinge, bei denen Jeder weiss, dass sie sowieso nicht umgesetzt werden, Papier aber geduldig ist...

Und ja, man kann den Abgeordneten in diesen Ausschüssen durchaus vorwerfen, lediglich Alibi-Veranstalter zu sein.
Man muss es sogar...

fatalist
21.12.2012, 04:33
Die geniale „Brandstifterin“ Zschäpe muß mutmaßlich wie folgt vorgegangen sein (nicht ernst gemeinte, laienhafte Überlegungen)

Es gab wohl Presseberichte über einen im Haus ständig bevorrateten 20 Liter-Kanister. Meine da was gelesen zu haben.

Aber generell gilt: Nach der Verpuffung war die halbe Hausfassade weg, und das Feuer bekam genügend Verbrennungssauerstoff.
Da bleibt nach ein paar Stunden Brand nichts übrig, was Elektronik, Papierumschläge mit DVD und DNA auf Papiertaschentüchern in ungewaschenen Jogginghosen angeht.

Auch Beate Zschäpes "Benzinsocken" sind unglaubwürdig, dann hätte sie volle 4 Tage lang ihre Socken nicht gewechselt.

Da werden wir abwarten müssen, was wirklich an Behauptungen samt Beweismitteln in der Anklageschrift steht.
Was bisher bekannt ist, das ist wenig überzeugend...


http://www.tagesschau.de/inland/nsuanklage100.html


In der fast 500-seitigen Anklageschrift, die tagesschau.de vorliegt, wird die ganze Menschenverachtung der Rechtsterroristen deutlich. Zudem soll der NSU Neonazi-Blätter finanziert haben.

Von Patrick Gensing, tagesschau.de
Die Anklageschrift des Generalbundesanwalts umfasst 488 Seiten. Mehr als 600 Zeugen werden benannt, fast 400 Urkunden sollen die Anklage stützen, 22 Sachverständige werden zitiert. In dem Verfahren müssen sich ab dem Frühjahr vor dem Oberlandesgericht München fünf Personen verantworten.


Beate Zschäpe werden nicht weniger als 27 rechtlich selbstständige Handlungen gemeinschaftlich mit Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos vorgeworfen. Darunter werden zehn Morde und mehr als 20 versuchte Morde aufgeführt. Bei Sprengstoffanschlägen in Köln hatte der NSU mehr als 20 Menschen schwer verletzt.


Dazu kommen mehrere Banküberfälle, die sie als NSU-Mitglied mitgetragen hatte, sowie die Brandstiftung in ihrer Wohnung in Zwickau, wobei sie den Tod von mehreren Menschen in Kauf genommen haben soll. So kümmerte es Zschäpe nicht, dass in einer Nachbarwohnung beispielsweise eine fast 90-jährige Nachbarin war, als sie das Hauptquartier des NSU in die Luft jagte.

romeo1
21.12.2012, 05:53
Ich denke, daß es zu einer Verurteilung von Tzschäpe kommen wird. Ungeachtet aller Zweifel an der Täterschaft, ja überhaupt an der Existenz des NSU währe alles andere als eine Verurteilung eine ungeheure Blamage für die pol.-mediale Kaste, die in einem Propagandatrommelfeuer ohnegleichen sich bereits auf eine Täterschaft geeinigt haben.

Graf
21.12.2012, 06:29
Es gab wohl Presseberichte über einen im Haus ständig bevorrateten 20 Liter-Kanister. Meine da was gelesen zu haben.

Wenn nur 3 Leute( uwes-Beate Z.) im Haus gewohnt haben, wer wusste davon das angeblich da ein Kanister ständig war? Der stand dann ja bestimmt nicht im Hausflur das der Postbote das gesehen hat. Die Putzfrau o. d. Hausmeister? Wenn ja gab es sowas bei nur einer vermieteten Wohnung? Normal tut jeder Hausmeister das sofort entfernen wenn er sowas sieht und verantwortungsbewusst ist. Ansonsten macht er sich mit schuldig! Ich kenne auch niemanden der mal eben so nen Kanister Benzin in der Wohnung stehen hat. Wo soll dieer Kanister gestanden sein?

@romeo1: ja so wrd es wohl sein. Und wenn sie ihr nur eine sinnlose Kleinigkeit nachweisen können. Verurteilt wird sie mit Sicherheit!

fatalist
21.12.2012, 08:14
Wo soll dieer Kanister gestanden sein?
In der Wohnung des Trios.


Zwischen 13 Uhr 30 und 15 Uhr nimmt sie die Umschläge mit den "Frühling"-DVDs aus dem Tresor und dazu noch etwas Bargeld. Beides legt sie in ihre Handtasche; eine Reisetasche packt sie nicht. Außerdem trägt sie ihre beiden Katzen Heidi und Lilly in deren Katzenkörbe und stellt alles in den Wohnungsflur bereit. Dann nimmt sie einen 5-Liter-Benzinkanister, der für den Fall der Fälle in der Wohnung bereitsteht, setzt sich vor das Radio und wartet mit dem Handy in der Hand.

http://4.bp.blogspot.com/-xgF3OD9hatk/UCotcIo9BkI/AAAAAAAAH9E/RYPA-5Pv3m0/s400/Lichtstadt+-+INSIDE+NSU+-+Fr%C3%BChlingsstra%C3%9Fe+26+-+Foto+%C2%A9+Zwickau+TV.jpg (http://4.bp.blogspot.com/-xgF3OD9hatk/UCotcIo9BkI/AAAAAAAAH9E/RYPA-5Pv3m0/s1600/Lichtstadt+-+INSIDE+NSU+-+Fr%C3%BChlingsstra%C3%9Fe+26+-+Foto+%C2%A9+Zwickau+TV.jpg)
Um 15 Uhr berichtet dann der, auch in Zwickau zu empfangende Radiosender "Antenne Thüringen" erstmals von einem Vorfall in Eisenach, bei dem zwei Tote in einem Wohnmobil gefunden wurden. Nun hat Z Gewissheit und muss schnell handeln.

http://lichtstadt.blogspot.com/2012/08/inside-nsu-details-aus-der-anklage-was_20.html


Gegen 15 Uhr 08 gibt es in der Wohnung im ersten Stock der Frühlingsstraße 26 in Zwickau eine Verpuffung, nachdem Z in allen Zimmern Benzin verschüttet und die Wohnung anschließend in Brand gesetzt hatte. Bevor die Wohnung komplett in Flammen steht, rennt Z schnell vom Treppenhaus in den Hof, dann auf die Straße, stellt die Katzenkörbe auf den Gehweg und bittet eine verdutzte Nachbarin, die vor einem Einfamilienhaus gegenüber steht, auf ihre Tiere aufzupassen, weil: "In der Wohnung raucht es", wie sie sagt. Unmittelbar danach explodiert die Wohnung.

Z trägt an jenem kühlen Novembertag eine schwarze Hose, eine schwarze Fleecejacke, darunter ein blaues Sweatshirt, und rotbraune Lederschuhe. Die Nachbarin nickt, Zschäpe stellt ihr die Katzenkörbe vor die Füße, holt ihr rotes Handy aus der Handtasche und läuft in Richtung Bahnhof. Wie die Funkzellenabfrage ergab, rief Z unmittelbar nach der Radiomeldung vom Tod der Bankräuber in Eisenach ab 15 Uhr 04, verschiedene Handynummern an.

Zuerst das Telefon ihrer Freundin Susann Em*ng*r, um 15 Uhr 05 dann die Handynummer von André Em*ng*r / AE. In beiden Fällen nahm niemand ihren Anruf entgegen. Anschließend zündet Z die Wohnung an und begeht dabei einen Fehler, dem die Ermittler es zu verdanken haben, dass sie später in Zwickau so viele Spuren zum "NSU" sichern können: Z hat die Fenster ungeöffnet gelassen, löst dadurch eine Verpuffung aus, die zwar die Mauern sprengt, das Feuer aber eher mindert, anstatt es zu vergößern.

... und die Fenster blieben heil, als die Mauern barsten. Logo.

Graf
21.12.2012, 09:19
Danke dir. Trotzdem sind meine Zweifel nicht weg bei der ganzen Sache.

Hellangel
21.12.2012, 10:21
Wie soll Zschäpe denn das alles in nur 1-2!! Minuten geschafft haben? Denn nach diesen "Märchen" handelt es sich um "Super-Zschäpe".
Aber schauen wir mal genauer hin:

15.00 Uhr Nachrichten Antenne Thüringen - Vorfall in Eisenach Tod von Uwes wird bekannt. (Hier wird schon vorausgesetzt, dass Zschäpe überhaupt Radio gehört hat...) Mit Jingle und Begrüßung vergehen ca 30 Sek, plus Reaktionszeit.

15.01-15.02 Uhr Zschäpe nimmt das Benzin und schüttet es auf 100 qm in allen Zimmern aus und legt eine "Lunte" bis vor die Haustür. Rennt zurück in die Wohnung, fängt die Katzen ein, packt diese in die Katzenkörbe. Vor der Haustür stellt sie die Körbe hin, zündet das Benzin an und läuft rüber zur linken (weißen) Reihenhaushälfte. Klingelt bei ihrer älteren Nachbarin.

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(Auf dem Bild sieht man, was für ein Weg Zschäpe zurücklegen musste, um auf die andere Seite (weißer Bereich) zur älteren Dame zu gelangen.)

Die 89 jährige Bewohner geht "langsam" zur Tür, sieht durch den Spion, sieht aber niemanden. Dann trifft Zschäpe zufällig eine andere Nachbarin, die gerade ihr Kind aus dem Hort geholt hat und läuft zu ihr hin. Zschäpe sieht das Feuer in ihrer Etage und sagt: "Ach, Du Scheiße. Ruft die Feuerwehr!" Zschäpe trägt an jenem kühlen Novembertag eine schwarze Hose, eine schwarze Fleecejacke, darunter ein blaues Sweatshirt, und rotbraune Lederschuhe. Die Nachbarin nickt, Zschäpe stellt ihr die Katzenkörbe vor die Füße.

15.03 Uhr Zschäpe holt ihr rotes Handy aus der Handtasche und läuft in Richtung Bahnhof. Wie die Funkzellenabfrage ergab, rief Z unmittelbar nach der Radiomeldung vom Tod der Bankräuber in Eisenach ab 15.04 Uhr verschiedene Handynummern an.

Zuerst das Telefon ihrer Freundin Susann Em*ng*r, um 15 Uhr 05 dann die Handynummer von André Em*ng*r / AE. In beiden Fällen nahm niemand ihren Anruf entgegen.

Nun wird es etwas wirr in der Berichterstattung:

Anschließend zündet Z die Wohnung an und begeht dabei einen Fehler, dem die Ermittler es zu verdanken haben, dass sie später in Zwickau so viele Spuren zum "NSU" sichern können: Z hat die Fenster ungeöffnet gelassen, löst dadurch eine Verpuffung aus, die zwar die Mauern sprengt, das Feuer aber eher mindert, anstatt es zu vergößern.

Wobei Letzteres von der Feuerwehr etwas anders dargestellt wird: "Der Angriffstrupp begab sich unter Atemschutz in die 1. Etage mit einem C- Rohr vor und nahm die Brandbekämpfung hier auf. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen zur Brandbekämpfung breitete sich der Brand in unserem Abschnitt in die darüber liegende Wohnung und den Dachstuhl aus. Daraufhin wurde ein weiteres C- Rohr im Außenangriff eingesetzt um den Totalverlust des Dachstuhles zu verhindern."

http://www.ff-zwickau-mitte.de.tl/Einsatzberichte.htm

15.08 Uhr gibt es in der Wohnung im ersten Stock der Frühlingsstraße 26 in Zwickau eine Verpuffung, nachdem Z in allen Zimmern Benzin verschüttet und die Wohnung anschließend in Brand gesetzt hatte. Bevor die Wohnung komplett in Flammen steht, rennt Z schnell vom Treppenhaus in den Hof, dann auf die Straße, stellt die Katzenkörbe auf den Gehweg und bittet eine verdutzte Nachbarin, die vor einem Einfamilienhaus gegenüber steht, auf ihre Tiere aufzupassen, weil: "In der Wohnung raucht es", wie sie sagt. Unmittelbar danach explodiert die Wohnung.

15.10 Uhr Notrufeingang bei der Polizei
15.11 Uhr Alarmierung der FF-Zwickau Mitte

Weitere Quellen der Zeiten: http://lichtstadt.blogspot.de/2012/08/inside-nsu-details-aus-der-anklage-was_20.html und http://feuerwehr-niederhohndorf.de/einsaetze.html

Sportliche Leistung. Jeder, der zwei Katzen zu Hause hat, kann es ja mal nachmachen und die Stoppuhr halten. :dg: Aber bitte nur so tun und bloß kein Benzin nutzen :kich:

lorenz90
21.12.2012, 14:36
Das ist die Bruni-Schreckschußpistole 315 auto 8 mm für Platz- und Tränengaspatronen, mit Trichter für Leuchtkugeln (Silvester), 55-65 €

http://media1.shop57.org/1008-1791-thickbox/bruni-pistolet-315-auto-8mm.jpg

http://www.filofiel.com/tiendaonline/bruni-315-auto-p-6871.html?language=en

Was für ein schlauer Umbau ist den erforderlich, um aus einer 8 mm Schreckschußpistole 6,35 mm Browning-Patronen auf türkische Gemüsehändler abfeuern zu können?

6,35 mm Patrone http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/ec/.25_ACP.jpg/200px-.25_ACP.jpg

http://de.wikipedia.org/wiki/6,35_mm_Browning[/QUOTE]

so eine hatte ich Anfang der 90er auch. Bei dem Model war oben im Lauf ein länglicher Schlitz eingeflext und darin ein Metallstück eingesetzt. Das hätte man (im Gegensatz zu anderen Waffen) sehr einfach entfernen können.

Bei der 8x20 Munition kann man einfach oben das grüne Plastik aufbohren und ein 6mm Projektil einsetzen. Dazu muss man nicht besonders schlau sein.

Das ganze Konstrukt schießt dann auch aber drauf verlassen, 1. einen Kopf zu treffen 2. nicht nach dem ersten Schuss schon ne Ladehemmung zu haben 3. auf eine letale Wirkung, würde ich mich nicht.

Sieht eher danach aus als hätte man zusätzlich damit geschossen um genau diese Spur am Tatort zu hinterlassen. (oder die Wirkung der Waffe zu testen)

fatalist
21.12.2012, 15:28
Danke dir. Trotzdem sind meine Zweifel nicht weg bei der ganzen Sache.
Das ist klar. Wie sollten sie auch. Nichts stimmt an der Story.

Karl_Murx
21.12.2012, 16:12
Den BKA-Chef Ziercke hatten wir ja schon, aber weil es so schön ist:


http://www.bild.de/news/inland/nsu/ziercke-anklage-gegen-zschaepe-wasserdicht-27685812.bild.html

Trotzdem sei die Anklage "wasserdicht":



Die Frau ist quasi bereits verurteilt, denn " Die Vorwürfe gegen das mutmaßliche Mitglied der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) seien „logisch, plausibel und sehr dicht”.
So ähnlich sieht das auch der Landtags-Untersuchungsausschuss in Bayern:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/zwischenbilanz-des-nsu-ausschuss-aufklaerung-straeflich-vernachlaessigt-1.1555209

Die Verwendung des Wortes "Aufklärer" zeugt von unfreiwilliger Komik.



Solche Schlingel aber auch, diese Ermittler.



Dann sind wir ja alle beruhigt, wenn die Schlapphut-Chefs das sagen.

Nach Berweisen dafür, dass der NSU die Morde überhaupt begangen hat, danach hat kein Untersuchungsausschuss jemals gefragt.
Das wird einfach so vorausgesetzt.

"Ergebnisoffene Ermittlungen" der "Aufklärer". :fizeig:

Bingo.

Praktiker
21.12.2012, 16:19
Wie soll Zschäpe denn das alles in nur 1-2!! Minuten geschafft haben? Denn nach diesen "Märchen" handelt es sich um "Super-Zschäpe".


Hochachtung vor Beate ,- die ist halt ne ganz Schnelle....:D

Nereus
21.12.2012, 19:49
Hilft Dir das?

23.04.2012 17:39 SPIEGEL Panorama
Ceska-Morde FBI vermutete Ausländerhass als Tatmotiv

Merkwürdiges Kaliber
Darüber hinaus fiel den US-Fallanalytikern das merkwürdige Kaliber der zweiten Tatwaffe auf: Neben der Ceska 83 hatten die Killer bei ihrem ersten Mord in Nürnberg sowie bei ihrem dritten Mord in Hamburg zusätzlich eine Pistole des antiquierten Kalibers 6.35 Millimeter verwendet. Die Profiler schlussfolgerten daraus, dass es sich wahrscheinlich um eine "alte Waffe" handele, auf die "der Angreifer sehr stolz" sein könnte. Sie rieten den deutschen Kollegen, öffentlich nach Besitzern solcher Waffen zu fahnden.

Tatsächlich wurde später im Brandschutt des NSU-Verstecks in der Zwickauer Frühlingsstraße die gesuchte Pistole entdeckt: Es war eine italienische Waffe des Typs Bruni Mod. 315, mit eingeführtem Magazin, gespanntem Hahn und einer Patrone in der Abschusskammer. Ursprünglich war sie als Schreckschusswaffe gebaut, später aber zur Verwendung von scharfer Munition umgerüstet worden.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ceska-morde-des-nsu-fbi-ging-von-auslaenderhass-als-motiv-aus-a-829270.html

Die haben den Lauf aufgebohrt, schätze ich mal.

Danke, das hilft fast sensationell weiter!

Die Amis legen falsche Spuren und wollen einen bestimmten Verdacht nähren. Die sollen mal lieber aufklären, was sie da in Heilbronn auf dem Parkplatz der Theresienwiese gemacht oder nicht gemacht haben.

1.) Die Amerikaner wundern sich über das kleine, antiquierte Kal. 6.35 mm und denken dabei gleich an begehrte deutsche Wehrmachtswaffen für Sammler, da ihnen nur ihre Wildwestkaliber im heutigen Alltag geläufig sind.

Pistolen im Kal. 6,35 und deren Bedeutung bei der Wehrmacht
Immer wieder hört man aus Erzählungen, dass es bei Offizieren zum Status gehörte neben der dienstlichen Privatwaffe auch eine Taschenpistole als Privatwaffe für die Freizeit oder den Büroalltag zu besitzen. Es soll ein Wettbewerb gewesen sein, wer die kleinste und unauffälligste Waffe sein eigen nennen konnte. Hersteller aus dem Reich wurden hierbei höher gehandelt als Pistolen aus besetzten Ländern, die entsprechend günstiger zu erwerben waren.
Einer der Favoriten war die Pistole Haenel Mod. 1 im Kaliber 6,35 mm auch Pistole Schmeisser genannt.
Verbreitet als Taschenpistolen waren außer den bereits genannten Pistolen noch FN Modell 1906 und Baby, Pistole Duo und CZ 36, Unique Mod. 10, Frommer Baby, Steyr Kipplauf, Mauser Mod. 1910, Ortgies, Zehna, Mann, und weitere.
http://www.militaria-fundforum.com/showpost.php?p=951864&postcount=1


Pistolen der Wehtmacht
Keine offizielle Ordonnanzwaffe, aber trotzdem als persönliche Waffe von Stabsoffizieren und Polizei-Offizieren getragen, war die Selbstladepistole Haenel-Schmeisser M1 1920 vom Kaliber 6,35 mm. Verschossen wurden Patronen vom Typ 6,35-mm-Browning mit einer v0 von 230 m/Sek. Die Waffe war 115 mm lang und wog leer 0,35 kg. Das Magazin faßte 6 Schuß.
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/pistolen.htm

2.) Das bedeutet, ihnen war bekannt, daß in zwei Fällen, neben der Schalldämpfer-Ceska, noch aus einer zweiten echten Waffe und nicht aus einer umgebauten Schreckschußpistole geschossen worden war. Die kleinen Verteidigungspistolen haben Läufe mit Zügen und Feldern, im Gegensatz zu Schreckschußpistolen mit glatten Läufen. Das ist dann auch auf dem verschossenen Projektil zu sehen.

3.) In der Liste der Pistolen mit dem Browning-Kaliber 6.35 mm
sind nicht nur antiquierte Waffen enthalten:

· FN Browning Modell 1906, Modell Baby (1931)
· Sauer & Sohn Modell 1919, 1924, 1928
· Mauser Modell WTP 1 und 2 (Abkürzung für Westentaschenpistole)
· Walther Modell 1, 2, 5, 7, 8, 9, TP, TPH
· Beretta Modell 21
· Beretta Modell 950
· Steyr Modell 1909 Pieper
· Star Modell Starlet
· CZ Modell 92 .25 ACP 6,35
· Haenel Modell Schmeissers Patent 6,35
· Simson Modell 22 und 27
· Langenhan Modell 2, 3 und 3a (als sogenanntes Einhandmodell)
· Ortgies Modell 6,35
· Stock Modell 6,35
· Zehna Modell 6,35
· Little Tom 6,35 von Alois Tomiška (Wiener Waffenfabrik)
· Bernardelli Mod. 68
http://de.wikipedia.org/wiki/6,35_mm_Browning


Die Pistole CZ Modell 92 .25 ACP 6,35 ist ein Ceska-Fabrikat, wie die verwendete Schalldämpferpistole!

Abbildungen, Leistungsmerkmale, Funktion und Bedienungsanleitung für die Ceska CZ 92:
http://www.czub.cz/zbrojovka/cz-bedienungsanleitung/Bedienungsanleitung-cz-92_de.pdf

Die Ceska CZ 92 6.34 mm im Firmenprospekt
http://www.czub.cz/de/catalog/79-gewehr-cz/PS/CZ_92.aspx

Es wurde, wie oben bewiesen, keine umgebaute Schreckschußpistole Bruni, sondern höchst wahrscheinlich eine zweite Ceska benutzt.
Die gefundene Bruni-Silvester-Knallpistole ist nur zur Laienberuhigung und zur Vertuschung der BKA-Blamage vorgestellt worden: denn zuerst wußten die Spezialisten nicht, aus welcher Waffe das 6.35 mm Projektil stammte, bis die Schlaumeier vom FBI zur Suche nach einer alten, wertvollen Sammlerwaffe rieten. So eine herzugeben, um sie in den Brandschutt zu mischen, war wohl keiner bereit. Auch eine gebrauchte Cesca CZ 92 war nicht zur Hand, also mußte als Tatwaffe eine 65 Euro-Bruni und ihre Umbaulegende herhalten?

Weder „aufbohren“, das Überwinden der Laufsperre, noch das Aufpfropfen eines 6.35 mm Brownig-Projektils auf eine 8mm Gaspatronenhülse macht Sinn und funktionstüchtig, sondern eher gefährlich für den Bastlerschützen, wie „lorenz90“ richtig bemerkte.

Systemhandbuch
21.12.2012, 19:58
Den BKA-Chef Ziercke hatten wir ja schon,[...]

Hatten wir diesen Herrn schon mal hier ?


[...]Der Ton im NSU-Untersuchungsausschuss wird schärfer. Nicht zwischen den Abgeordneten der verschiedenen Parteien, sondern zwischen dem Ausschuss und den Vertretern der Behörden sowie der Regierung[...]
[...]dem „heimlichen Innenminister“ Klaus-Dieter Fritsche (CSU)[...]

Quelle (http://www.taz.de/!103862/)


27. Juni 2012. Heinz Fromm ruft das Büro von Fritsche gegen 12 Uhr an und teilt mit dass am 11. November 2011 anstatt Akten für die Generalstaatsanwaltschaft zusammenstellen - Akten zur sogenannten "Operation Rennsteig" vernichtet wurden. Fritsche informiert daraufhin sofort Sebastian Edathy (SPD), den Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses des Bundestags. Danach geht er in die Sitzung des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Raum UI 215 und redet über "einen ungeheuerlichen Vorgang".

Quelle (http://ueberhauptgarnix.blogspot.de/2012/10/klaus-dieter-fritsche-csu-nsu-operation.html)

Erfrischend !:D

Eine Quelle bringt die linke Socke allerdings nicht !:blaues auge:

Systemhandbuch
21.12.2012, 20:02
Hochachtung vor Beate ,- die ist halt ne ganz Schnelle....:D

..............Raketenantrieb, ......... benzingetränkte Socken, ...... oder so ähnlich !:D

fatalist
22.12.2012, 04:30
Die Details der ganzen NSU-Räuberpistole verwirren die allermeisten Leute derart stark, dass sie einfach abschalten und das Thema abhaken.

Das Grundproblem ist zur Zeit eigentlich ganz klar zu benennen, und zwar wie folgt:

Wie kann es sein, dass vor einem Urteil gegen Beate Zschäpe und das NSU-Unterstützerumfeld die Täterschaft des NSU für 10 Morde einfach so vorausgesetzt wird, wie das alltäglich in den Medien und in den NSU-Untersuchungssausschüssen von Anfang an geschah und geschieht?

Wie kann es sein, dass Niemand nach den Beweisen für die Morde durch die Uwes fragt, sondern der Staat "einfach so" Konsequenzen ziehen kann, wie die Aufhebung des GG-Trennungsgebotes zwischen Polizei und Geheimdiensten etc pp?

Wie kann es sein, dass die Mitglieder der Untersuchungssausschüsse sich derart billig selbst beschränken lassen, indem sie die Täterschaft der Uwes überhaupt nicht prüfen bzw. die vorhandenen Beweise hinterfragen?

Wozu diese Selbst-Kastration?


I.
Der Untersuchungsausschuss soll sich ein Gesamtbild verschaffen zur Terror-
gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“, ihren Mitgliedern und Taten,
ihrem Umfeld und ihren Unterstützern sowie dazu, warum aus ihren Reihen so lange unerkannt schwerste Straftaten begangen werden konnten. Auf der Grund lage der gewonnenen Erkenntnisse soll der Untersuchungsausschuss Schlussfolgerungen für Struktur, Zusammenarbeit, Befugnisse und Qualifizierung der Sicherheits- und Ermittlungsbehörden und für eine effektive Bekämpfung des Rechtsextremismus ziehen und Empfehlungen aussprechen.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/084/1708453.pdf (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/084/1708453.pdf)

Es ist zum Haare-Ausraufen, wie naiv-blöd diese Volksvertreter sind, und es ist besorgniserregend, wie die Medien das Spiel mitmachen. Daher mein Fazit des Ganzen: Der Rechtsstaat ist so oder so im Arsch, wenn es den denn jemals gab.

fatalist
22.12.2012, 04:33
Ich denke, daß es zu einer Verurteilung von Tzschäpe kommen wird. Ungeachtet aller Zweifel an der Täterschaft, ja überhaupt an der Existenz des NSU währe alles andere als eine Verurteilung eine ungeheure Blamage für die pol.-mediale Kaste, die in einem Propagandatrommelfeuer ohnegleichen sich bereits auf eine Täterschaft geeinigt haben.

Sicher wird es das, denn der Staat hat sich unverrückbar festgelegt.

http://www.merkur-online.de/bilder/2012/10/01/2528699/1785259246-halitplatz-C09.jpg

Dahinter kann der Staat nicht mehr zurück. Die Blamage wäre gar zu gewaltig.

romeo1
22.12.2012, 07:50
Die Details der ganzen NSU-Räuberpistole verwirren die allermeisten Leute derart stark, dass sie einfach abschalten und das Thema abhaken.

Das Grundproblem ist zur Zeit eigentlich ganz klar zu benennen, und zwar wie folgt:

Wie kann es sein, dass vor einem Urteil gegen Beate Zschäpe und das NSU-Unterstützerumfeld die Täterschaft des NSU für 10 Morde einfach so vorausgesetzt wird, wie das alltäglich in den Medien und in den NSU-Untersuchungssausschüssen von Anfang an geschah und geschieht?

Wie kann es sein, dass Niemand nach den Beweisen für die Morde durch die Uwes fragt, sondern der Staat "einfach so" Konsequenzen ziehen kann, wie die Aufhebung des GG-Trennungsgebotes zwischen Polizei und Geheimdiensten etc pp?

Wie kann es sein, dass die Mitglieder der Untersuchungssausschüsse sich derart billig selbst beschränken lassen, indem sie die Täterschaft der Uwes überhaupt nicht prüfen bzw. die vorhandenen Beweise hinterfragen?

Wozu diese Selbst-Kastration?



Es ist zum Haare-Ausraufen, wie naiv-blöd diese Volksvertreter sind, und es ist besorgniserregend, wie die Medien das Spiel mitmachen. Daher mein Fazit des Ganzen: Der Rechtsstaat ist so oder so im Arsch, wenn es den denn jemals gab.

Ich glaube nicht, daß die Volksverräter naiv-blöd sind. Dieser Untersuchungsausschuß ist jetzt Teil der NSU-Inszenierung, die Propagandamaschine hat sich jetzt auf eine Täterschaft des Trios festgelegt, egal wie dürftig die Beweislage ist. Ein Scheitern des Prozesses darf es nach dieser Vorverurteilung nicht geben, die Blamage wäre zu groß. Der Richter hat deshalb keine Wahl, es wird zu einer Verurteilung kommen.

Graf
22.12.2012, 08:22
benzingetränkte Socken, ......

Ich weiss nicht, aber ich stell mir grade vor B.Z. verkippt den 5Liter Kanister in Socken in der ganzen Wohnung und zieht dann ihre Schuhe an?
Gut, sie kann auch schon ihre Schuhe angehabt haben, aber dann sind die Socken nicht durchtränkt. Oder?
5 Liter Benzin für eine 100qm grosse Wohnung? Ich persönlich finde das doch etwas wenig.

Hellangel
22.12.2012, 09:38
Ich weiss nicht, aber ich stell mir grade vor B.Z. verkippt den 5Liter Kanister in Socken in der ganzen Wohnung und zieht dann ihre Schuhe an?
Gut, sie kann auch schon ihre Schuhe angehabt haben, aber dann sind die Socken nicht durchtränkt. Oder?
5 Liter Benzin für eine 100qm grosse Wohnung? Ich persönlich finde das doch etwas wenig.

Nö, je weniger, desto besser die Verpuffung: https://www.youtube.com/watch?v=p1U0wv2RDPA Beim groben Verschütten können natürlich Tropfen wieder zurück auf die Schuhe und Socken spritzen. Erklärbar wäre es...

Aber der wesentliche Punkt ist der Zeitablauf: Da Zschäpe weder die Nachricht im Internet gelesen, noch mit jemand anderen telefoniert hatte, müsste sie den Tod der Uwes aus dem Radio erfahren haben. WENN überhaupt. Denn sonst trifft der Ablauf von Nereus aus seinem Beitrag#8988 (http://politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5920749&viewfull=1#post5920749) zu und bringt wieder die zwei Handwerker ins Spiel, die den Auftrag hatten Zschäpe, inkl. Mietzekätzchen in die Luft zu jagen. Damit wäre die Liquidierung der drei "verdeckten Ermittler vom Inlandsgeheimdienst" vollzogen. Die Handwerker hatten sich - nach eigenen Angaben - um 14.40 Uhr zum Stücken Kuchen und Käffchen (völlig Banane dieses Alibi) aus der Gefahrenzone begeben und konnten das Spektakel von der Bäckerei aus beobachten.
Nur "dummerweise" verlässt Zschäpe noch vor der Detonation das Haus. Unten sah sie dann, wie gerade ihre Wohnung in Brand geriet und es zur Explosion kam. Zschäpe bekam Panik und floh in Richtung Bahnhof. Den Tod der Uwes erfuhr sie erst später....

Graf
22.12.2012, 10:13
Ja nachvollziehbar, aber meinste die wollte ne Verpuffung erzeugen? Wenn dann wollte B.Z. doch alles im Feuer verbrennen, da wäre es doch sinnvoller gewesen alles mit Benzin zu tränken, Fenster auf und streichholz dran. ;-)
Und jeder weiss das so ein normaler Wohnungsbrand kaum zu löschen ist.

solaris
22.12.2012, 10:34
Presseschau 19.-22.12.2012

Sebastian Edathy: Der sachlich-ernste Nazijäger



Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy leitet den NSU-Untersuchungsausschuss. Arne Meyer hat den aus Stadthagen in Niedersachsen stammenden Politiker porträtiert.
https://www.ndr.de/regional/dossiers/der_norden_schaut_hin/gegner_und_protest/edathy107.html

Aufschlussreicher Titel!
War Nazis jagen seine eigentliche Aufgabe im U-Auschuss?

Göttinger CDU-Politiker im Visier des NSU

Zehn Morde gehen nach bisherigen Ermittlungen vermutlich auf das Konto des vor etwa einem Jahr aufgeflogenen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Die Mitglieder der als Zwickauer Terrorzelle bekannten Vereinigung sollen neun Menschen mit Migrationshintergrund und eine Polizistin umgebracht haben. Auch Banküberfälle und Sprengstoffanschläge sollen die Mitglieder des NSU verübt haben. Und: Möglicherweise hatten sie auch noch weitere Anschläge geplant. Zumindest hatten sie Listen mit Namen und Institutionen erstellt.
https://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/nsu209.html

18. Dezember 2012 Das Politische Buch Wie wird man Terrorist? Gut ein Jahr nach der Entdeckung des NSU sind bereits einige Bücher zu dem Thema erschienen. Sie beleuchten das geistige, soziale und gesellschaftliche Milieu, in dem der Rechtsterror entstehen konnte. Warum die Terroristen so lange unentdeckt blieben und wer ihre Hintermänner waren, bleibt rätselhaft.
http://www.sueddeutsche.de/politik/das-politische-buch-wie-wird-man-terrorist-1.1553432

Behörden sprechen Waffenverbote aus


Mindestens drei polizeibekannte Rechtsextreme aus Mecklenburg-Vorpommern sind im Besitz eines kleinen Waffenscheins. Das hat eine Überprüfung von 225 Frauen und Männern aus der Szene ergeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Schwerin auf Nachfrage. Der kleine Waffenschein berechtigt den Inhaber zum Führen von Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen. Hintergrund der Überprüfung ist die Mordserie des rechtsradikalen "Nationalsozialistischen Untergrundes" (NSU). "Nach Bekanntwerden des NSU wurden alle Personen mit dem Vermerk ,Rechtsmotiviert' im Kriminalaktennachweis MV mit Wohnort MV in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ordnungsämtern auf den Besitz einer Waffenerlaubnis abgeprüft", sagte der Sprecher. Laut Verfassungsschutzbericht werden der Szene in MV allerdings nach wie vor etwa 1400 Personen zugerechnet. Andere Bundesländer hatten ähnliche Abfragen gestartet.
http://www.nnn.de/nachrichten/mecklenburg-u-vorpommern/artikeldetail/artikel/behoerden-sprechen-dutzende-waffenverbote-aus.html?tx_ttnews=528&cHash=86d4b9cf707081526d7acfb9758f52c6


21.12.2012 15:22
NSU-Versteck Chemnitz "Wir brauchen viel Geld und einen Videorecorder"
Von Maik Baumgärtner und Julia Jüttner (http://www.spiegel.de/extra/0,1518,632088,00.html)


[B]Ein Terror-Trio auf der Flucht: Als die Mitglieder des "Nationalsozialistischen Untergrunds" abtauchten, war keine Stadt von so großer Bedeutung wie Chemnitz. Hier fanden sie Unterschlupf und fühlten sich sicher - auch wegen der Unterstützung durch die lokale Neonazi-Szene. Eine Rekonstruktion.
http://www.spiegel.de/panorama/nsu-in-chemnitz-radikalisierung-in-sachsen-a-873908.html

Sondereinheit für Ermittlungen zu Rechtsextremisten geplant

Erfurt -
Das Innenministerium will bei der Polizei eine eigene Ermittlungseinheit zum Rechtsextremismus einrichten. Anfang kommenden Jahres solle eine sogenannte Besondere Aufbauorganisation (BAO) die Arbeit aufnehmen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Bekannt wurde der Begriff zuletzt durch die mehrere hundert Beamte starke BAO für die Ermittlungen zur NSU-Terrorzelle.
Zu Stärke und Arbeitsweise konnte das Ministerium noch keine Angaben machen. Die BAO solle beim Landeskriminalamt angesiedelt sein. Nicht zuletzt der NSU-Fall habe ein bislang unerwartetes Gefährdungspotenzial durch Rechtsextremisten gezeigt. Minister Jörg Geibert (CDU) regte an, bei der Justiz eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Extremismusfälle einzurichten.
Nach einem Bericht des MDR Thüringen soll die künftige «Zentrale Ermittlungs- und Aufklärungsstelle - Rechts (ZEAR)» rund 25 Beamte umfassen, rechtsextremistische Strukturen aufklären und Verfahren gegen Neonazis übernehmen.
http://www.insuedthueringen.de/regional/thueringen/thuefwthuedeu/Sondereinheit-fuer-Ermittlungen-zu-Rechtsextremisten-geplant;art83467,2247765

Karl_Murx
22.12.2012, 11:00
Die Details der ganzen NSU-Räuberpistole verwirren die allermeisten Leute derart stark, dass sie einfach abschalten und das Thema abhaken.

Das Grundproblem ist zur Zeit eigentlich ganz klar zu benennen, und zwar wie folgt:

Wie kann es sein, dass vor einem Urteil gegen Beate Zschäpe und das NSU-Unterstützerumfeld die Täterschaft des NSU für 10 Morde einfach so vorausgesetzt wird, wie das alltäglich in den Medien und in den NSU-Untersuchungssausschüssen von Anfang an geschah und geschieht?

Wie kann es sein, dass Niemand nach den Beweisen für die Morde durch die Uwes fragt, sondern der Staat "einfach so" Konsequenzen ziehen kann, wie die Aufhebung des GG-Trennungsgebotes zwischen Polizei und Geheimdiensten etc pp?

Wie kann es sein, dass die Mitglieder der Untersuchungssausschüsse sich derart billig selbst beschränken lassen, indem sie die Täterschaft der Uwes überhaupt nicht prüfen bzw. die vorhandenen Beweise hinterfragen?

Wozu diese Selbst-Kastration?

Die Motive dazu dürften unterschiedlich sein: Ein Teil der Abgeordneten, sicher der kleinste, ist über alles informiert und direkt an der Inszenierung dieses Schauprozesses beteiligt. Ein weiterer, wesentlich größerer Teil, ahnt die Hintergründe oder kann sie sich zumindest zusammenreimen, ist aber zu mut- bzw. willenlos, sich gegen den Strom zu stemmen. Dann gibt es sicher noch die Masse der Leute, die entweder tatsächlich so dümmlich-naiv sind, an eine mordende rechtsextreme Terrorzelle zu glauben bzw. oder denen die ganze Story in den politischen Kram paßt und die deswegen die zahllosen Ungereimtheiten und haarsträubenden Widersprüche gar nicht mehr hinterfragen.

Es ist eine alte Weisheit von Propagandisten, die auch vor einigen Jahrzehnten noch von dem Leiter einer wichtigen Reichsbehörde, einem gewissen Joseph G., explizit ausgesprochen wurde, daß eine Lüge eine um so bessere Aussicht hat geglaubt zu werden, je größer sie ist. Viele Leute können oder wollen sich einfach nicht vorstellen, daß die Politik, der Staat und die Justiz hier vor aller Augen einen Schauprozeß zu inszenieren und dabei unisono alle Verantwortlichen an der Spitze dabei mitziehen sowie niemand in den Mainstreammedien das hinterfragt, sondern alle kollektiv so reden und handeln, als sei die Täterschaft eines "NSU" bewiesene Tatsache.

Bei aller Distanz und allem Mißtrauen gegenüber der Politik und dem Staat: Eine Ordnung und ein Schema brauchen die meisten Leute doch, um sich einigermaßen orientieren zu können. Jetzt plötzlich zur Kenntnis nehmen zu müssen, daß auf einmal dieser Staat, der einem im Alltag immer als Autorität gegenübertritt und der die Gesetze und Vorschriften hervorbringt, deren Einhaltung er auch überwacht, ist für die allermeisten Leute so ungewohnt, daß der bloße Gedanke daran Angst auslöst. Jedenfalls im Moment noch. Der Sturm dürfte um so größer sein, sollte die Bevölkerung irgendwann einmal realisieren, was hier seit geraumer Zeit und eigentlich für jeden, der sehen will, erkennbar abläuft. Vor diesem Moment haben die Verantwortlichen eine derart schlotternde Angst, daß man sich mit diesem Thema so wenig wie möglich beschäftigt.




Es ist zum Haare-Ausraufen, wie naiv-blöd diese Volksvertreter sind, und es ist besorgniserregend, wie die Medien das Spiel mitmachen. Daher mein Fazit des Ganzen: Der Rechtsstaat ist so oder so im Arsch, wenn es den denn jemals gab.

Ob es ihn nach 1945 jemals wirklich gab oder nicht: Man wird ihn herstellen müssen. Je früher, je besser.

Nereus
22.12.2012, 13:24
Ach Schnuggi (Nathan), es ist alles andere als klar, daß das Trio die Polizistin ermordet hat. Auch wurden für die Morde verschiedene Ceskas verwendet. Aber egal, die Propaganda hat dir die NSU-Geschichte eingetrötet, da ist sie natürlich glaubhaft. Da interessieren einen aufrechten Demokraten natürlich nicht die haarsträubenden Widersprüche.

“Auch wurden für die Morde verschiedene Ceskas verwendet.“

Danke.
Das korresponiert ja mit meiner starken Vermutung #9012 (klick) (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5925333&viewfull=1#post5925333), daß eine Česká CZ 83, Kaliber 7,65 mm Browning und eine Česká CZ 92, Kaliber 6,35 mm Browning (letztere beim ersten und dritten Mord in Nürnberg und Hamburg eingesetzt) als Tatwaffen benutzt wurden.

Hast Du da eine Quelle oder einen Hinweis für „verschiedene Ceskás“?

romeo1
22.12.2012, 16:00
“Auch wurden für die Morde verschiedene Ceskas verwendet.“

Danke.
Das korresponiert ja mit meiner starken Vermutung #9012 (klick) (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5925333&viewfull=1#post5925333), daß eine Česká CZ 83, Kaliber 7,65 mm Browning und eine Česká CZ 92, Kaliber 6,35 mm Browning (letztere beim ersten und dritten Mord in Nürnberg und Hamburg eingesetzt) als Tatwaffen benutzt wurden.

Hast Du da eine Quelle oder einen Hinweis für „verschiedene Ceskás“?

Da muß ich jetzt leider passen. Irgendwo in den Tiefen dieses Stranges gibt es Querverweise darauf, habe die Quelle leider nicht gespeichert.

bernhard44
22.12.2012, 16:04
Da muß ich jetzt leider passen. Irgendwo in den Tiefen dieses Stranges gibt es Querverweise darauf, habe die Quelle leider nicht gespeichert.

die Quelle stammte meiner Meinung nach aus der Türkei!


Dem Bericht der Zeitung "ZAMAN" vom Oktober 2007 zufolge, hatte das türkische Landeskriminalamt Ihre Ermittlungsergebnisse über die Döner-Morde an die ermittelnden Behörden in Deutschland übermittelt. In der Zusammenfassung dieses Berichts des türkischen Landeskriminalamts (KOM) an das Bundeskriminalamt in Deutschland, sah man einen Zusammenhang zwischen den "Döner-Morden" sowie dem Drogenmillieu in Europa, mit einem Familienclan aus Diyarbakir. Dem Bericht zufolge wurden die 8 Opfer der "Döner-Morde" zu Verteilern im Drogenmillieu gezählt. Die Opfer sollen zudem Schutzgelder an die PKK in Europa und dem Familienclan in Diyarbakir gezahlt haben.

Das Landeskriminalamt in der Türkei hatte damals ermittelt, dass ein Familienclan in Diyarbakir einen Drogenring in Europa aufbauen wollte. Als die erhofften Erlöse aus dem Drogenmillieu ausblieben, die PKK den neuen Verteilerring erpresste, soll die Familie die Morde beauftragt haben. Die Kaltblütigkeit mit der die Opfer am helligten Tage ermordet wurden, ließen schon zuvor vermuten, das nur professionelle Täter in Frage kommen. Das BKA und die Nürnberger Kripo tappten zunächst im dunkeln, da es keine Zeugen und Hinweise gab. Alle Morde wurden dem Bericht nach, mit drei verschiedenen Pistolen der tschechischen Marke Ceska (7.65mm.) begangen. Der Bericht wurde damals über das BKA an den Nürnberger Kripo-Chef Wolfgang Geier übermittelt.

http://inge09.blog.de/2012/02/29/doenermorde-wegen-wettschulden-12960520/

der ursprüngliche Bericht stammte von hier: http://www.youtube.com/watch?v=saFMFkJJJVY

mittlerweile vom Netz genommen!



Der Turkishpress Artikel „Dönermorde wegen Wettschulden“ wurde im Dezember 2009 verfasst und beruht auf Quellen des Spiegels und der türkischen Tagezeitung Zaman. Das bedeutet auch, dass der Artikel sich auf den Ermittlungsstand, der damalige Faktenlage und dem Wissensstand rund um die damals noch unaufgeklärten Morde bezieht. In dem Artikel steht nicht mehr und nicht weniger, was in anderen deutschsprachigen und türkischsprachigen Nachrichtenportalen stand.

http://www.turkishpress.de/news/02122012/islamophobe-netzwerke-schulter-schulter-mit-neonazis/2904

Nereus
22.12.2012, 16:25
...Aber der wesentliche Punkt ist der Zeitablauf: Da Zschäpe weder die Nachricht im Internet gelesen, noch mit jemand anderen telefoniert hatte, müsste sie den Tod der Uwes aus dem Radio erfahren haben. WENN überhaupt. Denn sonst trifft der Ablauf von Nereus aus seinem Beitrag#8988 (http://politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5920749&viewfull=1#post5920749) zu und bringt wieder die zwei Handwerker ins Spiel, [php-code]die den ‚Auftrag hatten Zschäpe, inkl. Mietzekätzchen in die Luft zu jagen.’ Damit wäre die Liquidierung der drei "verdeckten Ermittler vom Inlandsgeheimdienst" vollzogen. Die Handwerker hatten sich - nach eigenen Angaben – ‚um 14.40 Uhr zum Stücken Kuchen und Käffchen (völlig Banane dieses Alibi) aus der Gefahrenzone begeben’ und konnten das Spektakel von der Bäckerei aus beobachten.[/php-code]
Nur "dummerweise" verlässt Zschäpe noch vor der Detonation das Haus. Unten sah sie dann, wie gerade ihre Wohnung in Brand geriet und es zur Explosion kam. Zschäpe bekam Panik und floh in Richtung Bahnhof. Den Tod der Uwes erfuhr sie erst später....

Ich schlage mal vor, daß wir uns auf die offiziellen Verlautbarungen stützen und diese weiter kritisch hinterfragen und durch Aufdeckung ihrer Widersprüche und Ungereimtheiten torpedieren und durchlöchern wie einen Schweizer Käse.

1. Die 13seitige Schrift des Bundesgerichtshofes vom 28. Februar 2012
http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59396&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf

2. Die Lichtstadtdokumentation »"INSIDE NSU - Details aus der Anklage!" - Was die Bundesanwaltschaft Zschäpe, Wohlleben und Em*ng*r vorwirft!« vom 20.August 2012, hier Teil 6b mit den Links zu Teil 1 bis Teil 6a (http://lichtstadt.blogspot.de/2012/08/inside-nsu-details-aus-der-anklage-was_20.html).

Der Unsinn aus 2., wo angeblich ein Uwe mit einer MP aus dem Hinterfenster des Wohnmobils auf die beiden Streifenpolizisten geschossen haben soll, wurde hier schon als Märchen des Soko-Capron-Chefs Menzel und seiner Hilfsbeamten aufgedeckt. Die wollen angeblich auch erst ein paar Tage später ergebnislos nach einem Projektil gesucht haben.

Es gab kein Rückfenster im Wohnmobil aus dem geschossen werden konnte!

#7359 (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5619057&viewfull=1#post5619057)

#8759 (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5869365&viewfull=1#post5869365)

#8295 (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5806933&viewfull=1#post5806933)

Hier ein Hinweis zu Deinem angenommenen langen Weg der Zschäpe ums Haus zur Nachbarin.
Die Eingänge waren hinter dem Haus und nicht weit von einander entfernt. Also Treppe unter, rein ins Nebenhaus (Fußweg ca. 5-10 m), Treppe hoch in die erste Etage oder zur Dachgeschoßwohnung und klingeln, länger warten und wieder runter und raus aus dem Haus. Rum ums Haus und zur nächsten Nachbarin auf der andern Straßenseite, um die Katzenkörbe abzugeben.
Hier aus dem Lichtstadt-Info Teil 6a eine Wohnungskizze:

http://3.bp.blogspot.com/-LrkVsy0KjkI/UCbh6iOG-NI/AAAAAAAAHy8/4_SWjslo6W8/s1600/Lichtstadt+-+INSIDE+NSU+-+Grundriss+der+NSU-Wohnung+in+der+Fr%C3%BChlingsstra%C3%9Fe+in+Zwicka u.jpg

Der rote Bereich (Straßenfront) wurde weggesprengt. Im Flur ein vorschriftsmäßiger WAFFENSCHRANK (!) mit einer Walther-Pistole (Polizei- oder VS-Dienstwaffe?). Die hier "dokumentierten" Erma- und Radom-Pistolen waren vermutlich Dekowaffen oder fielen von oben aus der „Handwerkerwohnung“ nach unten in den Brandschutt.

Seltsam: Wo waren die angeblich im Brandschutt gefundenen anderen Waffen in der Wohnung (z.B. die „Mord-Ceska“ im Lederfutural) deponiert? Im „Katzenzimmer“? Das Bild und die Informationen, nach der Bundesanwaltschaft erstellt, orten nur 3 (drei) Pistolen, keine Gewehr, keine MP, keine Ceska oder sonstige Schießeisen aus dem angeblichen Waffenarsenal der Fans von Schießspiel-Videos.

Karl_Murx
22.12.2012, 17:19
Sicher wird es das, denn der Staat hat sich unverrückbar festgelegt.

http://www.merkur-online.de/bilder/2012/10/01/2528699/1785259246-halitplatz-C09.jpg

Eigentlich müßten die neuen Namen "Platz" oder " Straße der Verteiler im Drogenmilieu" lauten. Ostseestadion-Blog hatte dazu einen hervorragenden Vorschlag gemacht.

http://ostseestadion.wordpress.com/2012/03/05/offizielle-strasenumbenennung-in-rostock/


Dahinter kann der Staat nicht mehr zurück. Die Blamage wäre gar zu gewaltig.

Aus genau diesem Grund sind auch erhebliche politische Erschütterungen zu erwarten, sollten die Wahrheit irgendwann doch herauskommen. Dazu müßte die Mehrheit der Leute die Dinge einfach zur Kenntnis nehmen, die ihnen offen vor Augen liegen.

fatalist
23.12.2012, 04:00
Eigentlich müßten die neuen Namen "Platz" oder " Straße der Verteiler im Drogenmilieu" lauten. Ostseestadion-Blog hatte dazu einen hervorragenden Vorschlag gemacht.

http://ostseestadion.wordpress.com/2012/03/05/offizielle-strasenumbenennung-in-rostock/

Aus genau diesem Grund sind auch erhebliche politische Erschütterungen zu erwarten, sollten die Wahrheit irgendwann doch herauskommen. Dazu müßte die Mehrheit der Leute die Dinge einfach zur Kenntnis nehmen, die ihnen offen vor Augen liegen.

Es ist klar, dass die schweigende Mehrheit die Dinge gar nicht zur Kenntnis nehmen will.
Dann müsste sie nämlich etwas tun, und das mag sie nicht, die Mehrheit.

http://ostseestadion.files.wordpress.com/2012/03/gedenkstrasse.jpg?w=540&h=53

:appl:

Karl_Murx
23.12.2012, 09:52
Es ist klar, dass die schweigende Mehrheit die Dinge gar nicht zur Kenntnis nehmen will.
Dann müsste sie nämlich etwas tun, und das mag sie nicht, die Mehrheit.

http://ostseestadion.files.wordpress.com/2012/03/gedenkstrasse.jpg?w=540&h=53

:appl:


Kurz vor Weihnachten erscheint in der Gleichstrompresse ein Artikel zum "NSU"-Fall, den ich dem Forum nicht vorenthalten will:


http://www.berliner-zeitung.de/politik/bgh-beschlagnahmt-wohlleben-briefe,10808018,21136122.html

Der Bundesgerichtshof hat Briefe beschlagnahmen lassen, die der im NSU-Verfahren angeklagte frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben aus der Haft heraus an Freunde und Bekannte geschrieben hat. Nach Informationen der Berliner Zeitung erfolgte die Beschlagnahme, weil Wohlleben verschiedene Buchstaben in den Briefen so miteinander verbunden haben soll, dass Hakenkreuze entstanden sind. Dem 37-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in neun Fällen vorgeworfen. Er soll die Ceska-Tatwaffe besorgt haben. Nach Auffassung des BGH könnten die Briefe Beweismittel in dem anstehenden Prozess sein, weil sie Rückschlüsse auf seine rechtsextreme Gesinnung erlaubten. (BLZ)

Ich hätte es vor dieser erfundenen "NSU"-Story niemals für möglich gehalten, daß eine offizielle Behörde wie der Bundesgerichtshof einmal allen Ernstes die Beweisführung in Form einer solche Kaffeesatzleserei abhalten würde, und sehe mich eines Besseren belehrt. Wie tief will dieser Staat eigentlich noch sinken, wenn es darum geht, die selbstformulierte Staatsräson gegen die eigene Bevölkerung durchzusetzen?

romeo1
23.12.2012, 11:16
Kurz vor Weihnachten erscheint in der Gleichstrompresse ein Artikel zum "NSU"-Fall, den ich dem Forum nicht vorenthalten will:


http://www.berliner-zeitung.de/politik/bgh-beschlagnahmt-wohlleben-briefe,10808018,21136122.html


Ich hätte es vor dieser erfundenen "NSU"-Story niemals für möglich gehalten, daß eine offizielle Behörde wie der Bundesgerichtshof einmal allen Ernstes die Beweisführung in Form einer solche Kaffeesatzleserei abhalten würde, und sehe mich eines Besseren belehrt. Wie tief will dieser Staat eigentlich noch sinken, wenn es darum geht, die selbstformulierte Staatsräson gegen die eigene Bevölkerung durchzusetzen?

Die Beweislage muß offensichtlich derartig dürftig sein, daß selbst absurdeste an den Haaren herbeigezogene "Beweise" für eine Täterschaft des NSU herhalten müssen.

fatalist
23.12.2012, 11:43
http://www.berliner-zeitung.de/politik/bgh-beschlagnahmt-wohlleben-briefe,10808018,21136122.html


Ich hätte es vor dieser erfundenen "NSU"-Story niemals für möglich gehalten, daß eine offizielle Behörde wie der Bundesgerichtshof einmal allen Ernstes die Beweisführung in Form einer solche Kaffeesatzleserei abhalten würde, und sehe mich eines Besseren belehrt. Wie tief will dieser Staat eigentlich noch sinken, wenn es darum geht, die selbstformulierte Staatsräson gegen die eigene Bevölkerung durchzusetzen?

Lächerlicher Staat, der natürlich die Briefe eines U-Häftlings auch nicht an die Empfänger weiterleitet.
Mit seinen Kritikern geht dieser Rechtsstaat um wie eine lupenreine Diktatur.

Nereus
23.12.2012, 15:11
Bücherbeschlagnahme - NSU-Unterstützer, auch ein Leseverbrecher?

16.12.2012 DER SPIEGEL
Der NSU-Helfer Ralf Wohlleben hat sich Lektüre über die Gerichtsprozesse gegen RAF-Terroristen ins Gefängnis bestellt

Ralf Wohlleben, der wegen Beihilfe zu neun Morden des Nationalsozialistischen Untergrunds angeklagt ist, hat sich Lektüre über ein Verfahren gegen RAF-Terroristen ins Gefängnis bestellt:
"Stammheim. Der Prozess gegen die Rote Armee Fraktion".
Der Autor bezweifelt in seinem Buch die Suizide von RAF-Häftlingen und wirft der Justiz vor, durch "Sondergesetze" die Verteidigung behindert zu haben.
Auf der handschriftlichen Liste, mit der Wohlleben die Bestellung "auf eigene Kosten" aufgab, fanden sich zudem:
"Schwarzbuch der Vertreibung, 1945–1948",
"Feldpostbriefe: Briefwechsel einer Familie im zweiten Weltkrieg",
eine Leni-Riefenstahl-Biografie und
"Das Erbe der Ahnen: Germanische Feste und Bräuche im Jahresring"
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/nsu-helfer-ralf-wohlleben-liest-raf-akten-a-873107.html

Näheres über die strafverschärfende rechte Gesinnung:

http://img.zvab.com/member/09114a/45079171.jpg

Bakker Schut, Pieter H.
Stammheim. Der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion: Die notwendige Korrektur der herrschenden Meinung.
Bonn Pahl-Rugenstein 1997
Herausgegeben von Rote Hilfe e.V.,

Der Stammheim-Prozeß und die als "Selbstmorde" hingestellten Todesfälle von Meinhof, Baader, Ensslin, Raspe haben wie kaum ein anderes innen- und rechtspolitisches Ereignis, abgesehen vom KPD-Verbotsprozeß, das Gesicht der Bundesrepublik verändert - zum Negativen.§Der niederländische Rechtsanwalt Pieter H. Bakker Schut, einer der Verteidiger der Angeklagten, legt mit dieser Abhandlung eine juristisch-politische Analyse des Stammheimer Prozesses und seiner Vorgeschichte vor.§Stammheim ist eben nicht nur ein klassisches Beispiel eines politischen Prozesses, bei dem ein justizförmiges Verfahren politischen Zwecken dienstbar gemacht wird. In Stammheim sollten Angeklagte nicht nur in einem Schauprozeß mit allen Mitteln staatlicher Machtentfaltung zur Strecke gebracht werden. Stammheim war nicht nur die Abrechnung der Herrschenden mit jenen, die ihnen den bewaffneten Kampf angesagt hatten. Sicher, all das war Stammheim auch. Stammheim ist der Ort, an dem zum erstenmal in der Justizgeschichte der BRD die Grundsätze der präventiven Aufstandsbekämpfung wissenschaftlich erprobt wurden: von den Isolationsprogrammen made in USA bis hin zum Bau eies Prozeßbunkers auf dem Gefängnisgelände, vom manipulierenden Gerichtsvorsitzenden bis hin zum offenen Gesetzesbruch durch Abhören der Verteidigergespräche und der Gefängniszellen, von der Zerschlagung der Verteidigung durch Sondergesetze, Verteidigerausschlüsse, Verhaftungen und Berufsverbote bis hin zur Verhängung totaler Kontaktsperre. (Klappentext)

http://img.zvab.com/member/b08801/37062902.jpg

Nawratil: Schwarzbuch der Vertreibung 1945 bis 1948, München Universitas

Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit 7. AuflageInhalt Vorwort von Erika Steinbach 7 Vorbemerkungen 1. Warum dieses Buch geschrieben wurde 132. Reden oder schweigen 153. Hinweise für den Leser 19.
I Teil: Tatbestand 4. Historischer Überblick 235. Opfer der Roten Armee 286. Unter polnischer Verwaltung 437. Böhmen und Mähren 538. Jugoslawien 639. Andere Gebiete 6810. Die Zahl der Opfer 7011. Resümee 79
II. Teil: Motive 12. Tschechische Motive 8313. Sowjetische Motive 9614. Anglo-amerikanische Motive und Kollektivschuld 11315. Polnische Motive 13916. Jugoslawische Motive 16017. Resümee 163
III. Teil: Bewältigung 18. Das Informationsdefizit und seine Folgen 16719. Resümee 196
Nachwort zur Neuauflage 199
Anhang Bemerkungen zum Bildmaterial 201 Literaturauswahl 204 Anmerkungen 211 Register 243 gebunden mit Schutzumschlag, 248 Seiten mit zahlreichen s/w- Abbildungen, 3 Übersichtskarten im Buchdeckel, Format 14 x 22

"Gorbatschow hat einmal gefordert, die weißen Flecken in den Geschichtsbüchern zu erforschen. Genau dieses Ziel verfolgt auch das vorliegende Buch in seiner nunmehr vierzehnten Auflage. Gemessen an ihrer Bedeutung sind die größte Völkervertreibung der Menschheitsgeschichte und die damit verbundenen millionenfachen Verbrechen in unserer Öffentlichkeit immer noch viel zu wenig präsent." ( Klappentext)

http://images.buch.de/img-adb/29/25/21112925-00-03.jpg

http://www.amazon.de/Feldpostbriefe-Briefwechsel-einer-Familie-Kriege/dp/3839172470#reader_3839172470

http://img.zvab.com/member/34121a/9220878.jpg

Trimborn, Jürgen
Riefenstahl - Eine deutsche Karriere
600 Seiten, 14x22cm, Pappband, ca. 60 Abbildungen, Aufbau Verlag, Berlin 2003.

Zum 100. Geburtstag am 22.8.2003 erschien die erste umfassende kritische Biografie. Sie enthält unveröffentlichtes Bildmaterial und wertet bislang unbekannte Quellen aus. Durch akribische Recherchen und persönliche Gespräche mit Leni Riefenstahl gelingt es dem Autor, ein kritisches wie tiefscharfes Lebensbild der umstrittenen Regisseurin zu erstellen, deren übersteigerter Ehrgeiz ihr zu einer beispiellosen Karriere verhalf - einer deutschen Karriere. Anhand bislang unbekannter Quellen widerlegt er eindeutig die Legende der "unpolitischen Künstlerin", die Sie selbst nach Kriegsende gern über sich verbreitete.

Riefenstahl, Leni
Memoiren. - Mit signiertem Foto
München Albrecht Knaus Verlag 1987
926 Seiten, dem unsigniertem Buch liegt ein Porträtfoto bei, vorderseitig signiert von der deutschen Schauspielerin, Regisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl ( 1902-2003)

Leni Riefenstahl
Memoiren 1902-1945
ullstein 1990

http://img.zvab.com/member/a34102/37276836.jpg

Arbeitskreis Deutsche Mythologie (Hrsg.)
Das Erbe der Ahnen Germanische Feste und Bräuche im Jahresring
Schütz/Coburg 1990, Nachdruck.

Germanische Feste und Bräuche im Jahresring. Sonnenwende, Fastnacht, Osterfeuer, Erntefeste und vieles andere stellten wesentliche Pfeiler des Brauchtums unserer Ahnen dar. Die Feste orientierten sich an den heiligen Gesetzen der Natur und gaben unseren Vorfahren Halt und Geborgenheit in den Stürmen des Lebens. Dieses Buch, ein Nachdruck von ca. 1940, macht uns unsere traditionellen Feste wieder neu erfahrbar.

fatalist
23.12.2012, 15:24
Bücherbeschlagnahme - NSU-Unterstützer, auch ein Leseverbrecher?
PDF-Links zum Download wären sinnvoll ;)

Nereus
23.12.2012, 18:19
Lächerlicher Staat, der natürlich die Briefe eines U-Häftlings auch nicht an die Empfänger weiterleitet.
Mit seinen Kritikern geht dieser Rechtsstaat um wie eine lupenreine Diktatur.

Warum immer so schicksalsergeben und gläubig an den „Tiefen Staat“ und resignativ an die Einheitsfront der manipulierenden Demokraten denken?

Sieh das doch einmal anders herum:

In einer offensichtlichen SOZI-Kampagne spielten sich die Berliner Zeitung und Endstation Rechts die Bälle zu:

17.12.2012 Berliner Zeitung (das ist nicht die Springer B.Z.)
BGH beschlagnahmt Wohlleben-Briefe

Der Bundesgerichtshof hat Briefe beschlagnahmen lassen, die der im NSU-Verfahren angeklagte frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben aus der Haft heraus an Freunde und Bekannte geschrieben hat.
... erfolgte die Beschlagnahme, weil Wohlleben verschiedene Buchstaben in den Briefen so miteinander verbunden haben soll, dass Hakenkreuze entstanden sind.
Nach Auffassung des BGH könnten die Briefe Beweismittel in dem anstehenden Prozess sein, weil sie Rückschlüsse auf seine rechtsextreme Gesinnung erlaubten.(BLZ)
http://www.berliner-zeitung.de/politik/bgh-beschlagnahmt-wohlleben-briefe,10808018,21136122.html

18. 12. 2012 Endstation Rechts.
Hakenkreuze in Briefen? BGH beschlagnahmt Wohlleben-Korrespondenz

(Impressum: ENDSTATION RECHTS. ist ein Projekt der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD Mecklenburg-Vorpommern.)...Dann könnten auch Briefe Eingang in die Beweisliste finden, die der Neonazi aus der Haft herausgeschrieben hat, und die nun vom BGH beschlagnhamt wurden.
Wie die Berliner Zeitung aus Sicherheitskreisen erfahren haben will, hat der Bundesgerichtshof (BGH) Briefe des Tatverdächtigen an Freunde und Bekannte beschlagnahmen lassen. Der Hintergrund: Wenn man verschiedene Buchstaben der Schreiben verbinde, entstünde ein Hakenkreuz.
Nach Ansicht des BGH könnten dadurch Rückschlüsse über die politische Gesinnung des mutmaßlichen NSU-Unterstützers gezogen werden. Man habe die betreffenden Schreiben beschlagnahmt, um sie möglicherweise als Beweismittel in den bevorstehenden Prozess einzubringen, hieß es dazu aus Karlsruhe.
http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=7863:hakenkreuze-in-briefen?-bgh-beschlagnahmt-wohlleben-korespondenz&Itemid=773

Kein Hinweis, wann die Beschlagnahme von geschriebenen und abgeschickten Wohlleben-Briefen und bei welchen Adressaten erfolgte!
Klar, für die SOZIs sind Hakenkreuze und „88“ für „Heil Hitler“ immer ein Ausdruck rechtsextremer Gesinnung. So stehts auch in den Verfassungsschutzberichten. Hat der Bundesgerichtshof aber tatsächlich nach Hakenkreuz-Briefen gesucht? Wenn ja, dann ist damit bewiesen, daß das so genannten „NSU-Bekennervideo“ nicht von Rechtsextremisten und von einer angeblichen NS-Zelle stammt. Denn im gesamten Video taucht nicht ein einziges Hakenkreuz, ein „88“ oder ein anderes bezeichnendes rechtsextremistisches Symbol auf. Und weil im Fake-Video von der linken Spaßguerilla kein Hakenkreuz zu finden ist, muß also nun beim angeblichen „NSU“-Unterstützer das ersehnte Beweis-Symbol für rechtsextreme Gesinnung gefunden werden, auch wenn seine Existenz nur nach magischer Deutekunst und Auslegung in den Briefen vermutet werden kann?

Ich halte das mehr für eine Ente, welche die eigene politische Klientel in Ämtern und Würden programmieren will: ein paar verkrakelte Buchstaben und schon müssen alle, wie befohlen, Hakenkreuze sehen?

Wo nahm das Gerücht seinen Anfang, bis es als Ente oder Gruselgespenst erscheinen konnte?

Abhörung von Telefongesprächen. Durchsuchng am 7.9.2012 bei Wohlleben wegen des Verdachts angeblich reingeschmuggelter Post. Nichts wird gefunden:

27.09.12 Thüringer Allgemeine.de
Ralf Wohlleben in Thüringer Isolationshaft

Es ist der 7. September, der Freitag vor drei Wochen, als der Untersuchungsgefangene unangemeldeten Besuch erhält. Die blaue Zellentür im Erdgeschoss des Hafthauses S öffnet sich und mehrere Polizisten betreten seine Zelle.
Alles wird untersucht. Die Liege, die Regale, der Schrank, die Toilettenzelle. Besonders lange dauert dies nicht: Auf zehn Quadratmetern lässt sich nicht viel verstecken.
Die Beamten kommen vom Bundeskriminalamt (BKA), den Durchsuchungsbeschluss hat der Generalbundesanwalt unterzeichnet. Denn bei dem Untersuchungshäftling handelt es sich nicht um einen gewöhnlichen Insassen der Justizvollzugsanstalt Tonna bei Gotha. Es handelt sich um Ralf Wohlleben. Nun sind die Beamten in seiner Zelle. Es gibt den Verdacht, dass Wohlleben mit den alten Kameraden aus der Szene Kontakt hält - jenseits der kontrollierten Post und der Telefonate, die das BKA über seinen Dienstsitz bei Bonn abhört. Es soll um das Schmuggeln von Briefen und Dokumenten gehen.
Die Kollegen vom Thüringer Landeskriminalamt, so lauten die Informationen unserer Zeitung, haben ein Telefongespräch von Neonazis belauscht, das diese Mutmaßung nährt.
Zwar finden die Polizisten in der Zelle offenbar keine konkreten Hinweise - dennoch ordnet der Generalbundesanwalt verschärfte Haftbedingungen an. Wohlleben befindet sich von nun an in Isolationshaft.
http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Ralf-Wohlleben-in-Thueringer-Isolationshaft-1312149613

Es wurden angeblich doch zwei geschmuggelte Briefe in der Zelle gefunden. Hakenkreuze werden noch nicht erwähnt:
(Oder waren da erkannte Fake-Kassiber von unbekannten agent provocateurs mit verbotenen Symbolen geschmuggelt worden, um dem Empfänger in Spaßguerillamanier eins auszuwischen und denen man erst keine Beachtung schenkte? Aber später waren die ein willkommener Anlaß, um die Isolierhaft anzuordnen?)

27.9.2012 Die Welt
War Wohlleben ein V-Mann?
Spekulation über Tätigkeit des einstigen NSU-Vertrauten

Bei der Durchsuchung von Wohllebens Zelle am 7. September sind nach Informationen der "Welt" zwei geschmuggelte Briefe gefunden worden. Die Bundesanwaltschaft, die die Durchsuchung angeordnet hatte, nannte auf Anfrage keine Einzelheiten. Sie teilte mit: "Wegen einer Umgehung der Postkontrolle muss jeder Umgang von Herrn Wohlleben mit anderen Gefangenen nunmehr im Einzelfall genehmigt werden." Hintergrund für die Durchsuchung soll laut der "Thüringer Allgemeinen" der Verdacht auf illegale Kontaktaufnahme in die rechtsradikale Szene gewesen sein. Zudem soll sich Wohlleben wegen Verdunklungsgefahr in Isolationshaft befinden. Seine Anwältin bestätigte: "Mein Mandant ist in eine Zelle in einem Sondertrakt verlegt worden. Dort ist er völlig isoliert und hat keinen Kontakt zu anderen Häftlingen."
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article109490622/War-Wohlleben-ein-V-Mann.html

Am 16.12.2012 wird Wohllebens - mehrheitlich nicht linke - Literaturbestellung aus der Isolationshaft vom SPIEGEL angeprangert und einen Tag später werden, als Zeichen rechtsradikaler Gesinnung, zur Bekräftigung Hakenkreuze nachgereicht?

Ja, fatalist, die „Meinungsdiktatur“ kommt mit Roß und Reiter daher.

fatalist
24.12.2012, 05:24
Kein Hinweis, wann die Beschlagnahme von geschriebenen und abgeschickten Wohlleben-Briefen und bei welchen Adressaten erfolgte!

Diese Briefe überwanden niemals die Gefängniszensur.
Die wurden niemals verschickt.

dodona
25.12.2012, 00:00
http://img.zvab.com/member/09114a/45079171.jpg

Bakker Schut, Pieter H.
Stammheim. Der Prozeß gegen die Rote Armee Fraktion: Die notwendige Korrektur der herrschenden Meinung.
Bonn Pahl-Rugenstein 1997
Herausgegeben von Rote Hilfe e.V.,

haben wir nicht vereinbart, beim Thema NSU zu bleiben?

Noch eine Bemerkung, junger Mann. Das von dir favorisierte Buch wird von der linksradikalen verfassungsfeindlichen 'Roten Hilfe' im Pahl Rugenstein Verlag herausgegeben. Der Pahl Rugenstein Verlag ist auch für die 'Blätter für deutsche und internationale Politik' verantwortlich.

Zu den Herausgebern gehört Irene Runge, alias “IM Stefan” mit einem diskreten Hinweis an die Stasi maßgeblich dazu beigetragen hat, dass vier DDR-Bürger wegen 'Republikflucht' vom SED Schweinestaat eingekerkert wurden. Zum heutigen Herausgeberkreis gehört auch Jürgen Habermas, von 150%tigen Nazischweinen abstammender Nazi-Gadamer Schüler und überzeugter Hitlerjunge, der von Max Horkheimer als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde und auf Maxens Drängen aus der Position des Adorno Assistenten entfernt wurde und die Habilitation verweigert wurde. Daraufhin habilitierte der Hitlerjunge beim SED UBoot Abenroth auf der roten Kaderschmiede Marburg.

Mit dem von der SED finanzierten Pahl Rugenstein Verlag sind wir bei der antisemitischen SED.DKP angelangt und damit beim weit über 100 Millionenfachen sozialistischen Massenmord im Namen der sozialen Gerechtigkeit, der aus jeder Pore dieser Kommunazis quilt.

Mit anderen Worten: stelle niemals mehr wieder Hinweise auf solchen linksfaschistischen Dreck mhier ein, aonsonsten wirst du es mit mir genauso zu tun bekommen, wir die debilen Marx Fans im anderen Thread!

Nereus
25.12.2012, 04:10
haben wir nicht vereinbart, beim Thema NSU zu bleiben?
-----
Noch eine Bemerkung, junger Mann. Das von dir favorisierte Buch wird von der linksradikalen verfassungsfeindlichen 'Roten Hilfe' im Pahl Rugenstein Verlag herausgegeben. Der Pahl Rugenstein Verlag ist auch für die 'Blätter für deutsche und internationale Politik' verantwortlich....

Was regst Du Dich denn hier so künstlich auf? Schon verkalkt?
Ist doch noch alles im „Grünen Bereich“!

Der Spiegel veröffentlichte, wie oben mitgeteilt, die Liste mit den Büchern, welche der angebliche NSU-Unterstützer und vermutliche Neonazi R. Wohlleben in seine Isolationshaft geliefert bekommen möchte.
Da die vom Spiegel veröffentlichten Titel kaum etwas über den Buchinhalt aussagen, habe ich den Spiegel-Bericht etwas durch Buchansichten und einige Klappentexte dazu, wie sie in den Anzeigen von Internetantiquariaten zu finden sind, ergänzt.

Ich finde es auch seltsam, aber dafür kann ich nichts, daß ein angeblicher Neonazi sich Literatur von der "Roten Hilfe" bestellt, statt Hitlers „Reden vor dem Reichsgericht“ zu ordern.
Ich bin nur meiner selbstauferlegten, unabhängigen Informationspflicht nachgekommen, ohne die Empfindlichkeiten von Foris beim Anblick roter Buchseiten zu berücksichtigen.

Deine Abschweifungen vom Thema NSU mit fast oberlehrerhaften Vorträgen über angebliche Nazi-Philosophen und jüdische Kommunistinnen in Stasi-Diensten, tragen nichts zur Sache bei.

Mit der „Roten Hilfe e.V.“, dem Pahl Rugenstein Verlag, roten Kaderschmieden oder SED-U-Booten rennst Du bei mir offene Türen ein. Die Problematik ist mir bekannt aus:
Hubertus Knabes „Die unterwanderte Republik – Stasi im Westen“ und
„Der diskrete Charme der DDR – Stasi und Westnedien“.

Da ich mich von niemanden in meiner freien Meinungs- und Informationsäußerung einschränken lasse, hier für Dich mal einen Knabe Titel und Text, der vielen auch nicht gefallen wird:

http://img.zvab.com/member/b02703/16102457.jpg

Knabe, Hubertus:
Die unterwanderte Republik. Stasi im Westen.
Berlin, Propyläen, 1999.

Die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit wird gemeinhin als Problem der Ostdeutschen betrachtet. Tatsächlich war die Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) aber in erheblichem Maße auch auf die westdeutsche Gesellschaft gerichtet. Nur wenigen ist bewußt, wie groß das Ausmaß geheimdienstlicher Durchdringung der alten Bundesrepublik war. Muß die Geschichte der Bundesrepublik neu geschrieben werden? Gestützt auf die Akten des Ministeriums für Staatssicherheit, stellt der Berliner Historiker Hubertus Knabe, Mitarbeiter der Gauck-Behörde, erstmals umfassend dar, wie das DDR-Regime die westdeutsche Gesellschaft systematisch infiltriert hat. Ein beklemmendes und nach wie vor brisantes Kapitel unserer jüngsten Vergangenheit.

Gawen
25.12.2012, 04:29
Kurz vor Weihnachten erscheint in der Gleichstrompresse ein Artikel zum "NSU"-Fall, den ich dem Forum nicht vorenthalten will:
http://www.berliner-zeitung.de/politik/bgh-beschlagnahmt-wohlleben-briefe,10808018,21136122.html

Ich hätte es vor dieser erfundenen "NSU"-Story niemals für möglich gehalten, daß eine offizielle Behörde wie der Bundesgerichtshof einmal allen Ernstes die Beweisführung in Form einer solche Kaffeesatzleserei abhalten würde, und sehe mich eines Besseren belehrt. Wie tief will dieser Staat eigentlich noch sinken, wenn es darum geht, die selbstformulierte Staatsräson gegen die eigene Bevölkerung durchzusetzen?

Ich vermute mal die glauben auch, dass Nostradamus schon Hinweise zur NSU im Bibelcode gefunden hat. Die wurden wahrscheinlich dem Staatsanwalt persönlich gechannelt! :D

Nereus
25.12.2012, 15:38
PDF-Links zum Download wären sinnvoll ;)

Ohne „dodona“ jetzt um Erlaubnis gefragt zu haben, hier die ZVAB-Buchhändlerseite mit dem Buchtitel und dem Klappentext bei Nr. 12:
http://www.zvab.com/advancedSearch.do?title=%22Stammheim.+Der+Prozeß+ gegen+die+Rote+Armee+Fraktion%22&iref=suggest02

Eine Suche nach einer PDF-Datei mit dem ganzen Buchtext, die es wohl gibt, ist mir aber zu aufwendig, da man die Schrift schon ab 10 € + Versandgebühr kaufen kann.

Über den Stammheimprozeß mit den Verteidigern Otto Schily und dem ausgesperrten Ströbele gibt es reichliche Informationen im Netz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stammheim-Prozess

„Erster großer RAF-Prozess: Dreimal "lebenslänglich" in Stuttgart-Stammheim“
http://www.swr.de/archiv/nachrichten/deutscher-herbst/-/id=2070672/nid=2070672/did=2116442/1fpgo1u/index.html

Auch über den Verdacht und die Spekulationen zum plötzlichen Ableben der Verurteilten in der Strafhaft finden sich Texte.

Mord in Stammheim?
http://www.rafinfo.de/faq/geschichte/mord_in_stammheim.267.php

http://htmlimg2.scribdassets.com/8wejbyq3eoeqkeg/images/1-122a6d8b5e.jpg

Weidenhammer, Karl-Heinz
Selbstmord oder Mord Todesermittlungsverfahren Baader Ensslin Raspe
(bei ZVAB)
540 Seiten gebunden Schutzumschlag, Buch guter Zustand,
Hinweis für "dodona": Achtung: Roter Verlag!

Und hier die PDF-Datei dazu:
http://de.scribd.com/doc/22409900/Karl-Heinz-Weidenhammer-Selbstmord-oder-Mord

Über den Malik Verlag und Neuer Malik Verlag:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_Malik_Verlag

Wenn also der mutmaßliche „NSU“-Unterstützer R. Wohlleben sich für die Hintergründe des RAF-Prozesses und die Umstände der „Selbstmorde“ der roten Staatsfeinde interessiert, heißt das, daß Wohlleben nun auch Zweifel am zukünftigen „NSU“-Prozeß und den Selbstmorden im Wohnmobil hat und er stark vermutet, daß es hier auch nicht mit rechten Dingen zugeht?

dodona
25.12.2012, 20:26
Deine Abschweifungen vom Thema NSU mit fast oberlehrerhaften Vorträgen über angebliche Nazi-Philosophen und jüdische Kommunistinnen in Stasi-Diensten, tragen nichts zur Sache bei.


natürlich tragen sie etwas zur Sache bei, da sie deutlich klarmachen, wie blind selbst die noch letzten denkenden Bürger der BRD gegenüber Links sind. Das ist das Ergebnis der Politik der letzten 20 Jahre, also der Kombination des blödest nur denkbaren völkischem Einheitsgedusel des Kohl Regimes und der Aktivisten der 'grünen' Partei mit KBW&Co Bio. Selbst ein heller Kopf wie du hat keinen blassen Schimmer davon, das er die 'Literatur' des weit über 100 Millionenfachen Massenmords zitiert. Du weisst sicherlich auch nicht wer Butterwegge Hickel, Schui &Co sind. Haben dir die grenzdebilen grünen PISA Lehrer mit KBW Bio ja auch nicht gesagt.

Ein Gerhard Löwenthal dagegen wusste noch, was der Pahl Rugenstein Verlag, auch Pahl Rubelschwein Verlag genannt, ist. Gerhard Löwenthal hätte nicht anders als ich reagiert.

Dein von massiverm Unwissen getragenden diskriminierenden und antisemitischen Kommentar kannst du dir ohne Vaseline hinten rein schieben. Er wird mich nicht im Geringsten davon abhalten, auch weiterhin massiv gegen die Verharmlosung des Marxismus vorzugehen. Und ebenso gegen das grüne und SED-totalitäre Dreckspack, welches selbst noch angesichts von 40 Spitzel unter schlappen 120-170 Aktivisten des Thüringer Heimatschutzes vom angeblich blinden rechten Auge der von den Grünen verblödeten Bananenrepublik BRD schwadroniert.

Auf dem linken Auge ist die BRD blind. Wäre dem nicht der Fall, so wären SED, FDJ, Ostcdu&Co direkt nach Zustandekommen der Einheit unter Bezug auf die Gültigkeit des KPD Verbots verboten worden.

dodona
25.12.2012, 20:38
Ohne „dodona“ jetzt um Erlaubnis gefragt zu haben

ich habe damals gelebt und gesehen, wie zig Tausende Töchter und Söhne von NS Eltern auf der Seite der RAF standen. Die RAF war kein Resultat der Geheimdienste, sondern war das massenhaft unterstützte Ergebnis eben der Einstellung der Nazibrut. Sie war real. Es waren Deutsche, die ohne Auftrag des VS oder sonstwo die totalitäre Politik ihrer NS Eltern mit rotlackierten Pürzeln fortsetzten!

Ob da der VS noch nachgeholfen hat oder nicht ist einerlei, denn einzig zählt der totalitäre Fanatismus der Töchter und Söhne aus NS Familien. Er war einziogartig in der westlichen Welt, so wie der NS einzigartig war. Weder in der US Heimat der Studentenbewegung der 60er, noch im Transferstaat Frankreich gab es einen vergleichbaren Dogmatismus und eine vergleichbare Aggressivität wie die Nazibrut in der BRD an den Tag gelegt hat. Und zwar zig tausend, niocht zu sagen hunderttausendfach

Eben diese ekelhafte verkommene Nazibrut ist heute in der grünen Partei und greift das bürgerliche Deutschland an, welches in der NS Zeit den einzig wirklichen Widerstand gegen den NS gebildet hat. Das ist kein Zufall!

Also halt die Klappe und verpiss dich mitsamt deiner dümmlichen Verschwörungstheorien am besten.

fatalist
26.12.2012, 04:23
Wenn also der mutmaßliche „NSU“-Unterstützer R. Wohlleben sich für die Hintergründe des RAF-Prozesses und die Umstände der „Selbstmorde“ der roten Staatsfeinde interessiert, heißt das, daß Wohlleben nun auch Zweifel am zukünftigen „NSU“-Prozeß und den Selbstmorden im Wohnmobil hat und er stark vermutet, daß es hier auch nicht mit rechten Dingen zugeht?

Das würde ich so sehen. Ganz sicher sogar. Wohlleben weiss ja nun recht genau, ob die Aussage von V-Mann Carsten Schulze stimmt, der gemäß dieser "so um 1999/2000" eine Waffe mit Schalldämpfer von Wohlleben bekam, und sie zum NSU nach Zwickau brachte. Wohlleben kennt die Anklageschrift. Wir jedoch nicht...

Danke für die Links. Zum Kaufen bin ich zu weit von Europa weg.

fatalist
26.12.2012, 04:35
Ob da der VS noch nachgeholfen hat oder nicht ist einerlei, ...
Genau das ist eben nicht egal, denn daran erkennt man das Muster, das Vorbild für Kofferbomber, Sauerlandbomber, Gladio und NSU.
Tue bitte nicht so, als ob Du das nicht wüsstest.

Der Staat bzw. Teile der Sicherheitsorgane der Exekutive haben von Anfang an Extremisten bewaffnet, das fing schon mit Peter Urbach in den 1960ern an und setzt sich nahtlos fort. Die RAF war ab der 2. Generation massiv geheimdienstunterwandert, man wusste jederzeit, wo die Leute waren, aber man verhaftete sie nicht. Man entfernte zum Beispiel den Hinweis eines Polizisten auf die Schleyer-Wohnung ganze 3 Mal aus den Fahndungskarteien. Das kannst Du alles bei Andreas v. Bülow nachlesen. Und noch viel mehr...

http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_von_B%C3%BClow#Im_Namen_des_Staates

Teile der Staatsorgane inszenierten und ermöglichten den Terror in der BRD von allen Seiten seit Mitte der 60er Jahre.
Links, Rechts, islamistisch, sccheixx egal, Hauptsache Terror, den man politisch nutzen konnte und kann.
Darum geht es. Auch beim NSU.

Karl_Murx
26.12.2012, 09:30
Was regst Du Dich denn hier so künstlich auf? Schon verkalkt?
Ist doch noch alles im „Grünen Bereich“!

...

Deine Abschweifungen vom Thema NSU mit fast oberlehrerhaften Vorträgen über angebliche Nazi-Philosophen und jüdische Kommunistinnen in Stasi-Diensten, tragen nichts zur Sache bei.




Dein von massiverm Unwissen getragenden diskriminierenden und antisemitischen Kommentar kannst du dir ohne Vaseline hinten rein schieben. Er wird mich nicht im Geringsten davon abhalten, auch weiterhin massiv gegen die Verharmlosung des Marxismus vorzugehen. Und ebenso gegen das grüne und SED-totalitäre Dreckspack, welches selbst noch angesichts von 40 Spitzel unter schlappen 120-170 Aktivisten des Thüringer Heimatschutzes vom angeblich blinden rechten Auge der von den Grünen verblödeten Bananenrepublik BRD schwadroniert.


Eine Bitte, Leute: Tut euch und uns einen Gefallen und geratet euch nicht persönlich in die Haare. Die Gelegenheit, hier einigermaßen ohne Zensur und PC-Tabus über solche Dinge zu debattieren, ist selten genug. Da würde ich empfehlen, sich diese Chance nicht durch gegenseitige Beschimpfungen kaputtzumachen. Für so was gibt es ausreichend Trolle, die sich hier gelegentlich mal auskotzen, bevor sie abgeschossen werden.

Grundsätzlich hat jeder das Recht, jede Meinung zu vertreten und jede Quelle zu zitieren, ohne von anderen dafür rüde angegangen zu werden. Nach Befindlichkeiten einzelner Leute kann es da nicht gehen. So was kommt aber so ziemlich bei jedem mal vor. Also muß man mit so etwas rechnen, wenn man hier mitpostet.

Karl_Murx
26.12.2012, 09:41
ich habe damals gelebt und gesehen, wie zig Tausende Töchter und Söhne von NS Eltern auf der Seite der RAF standen. Die RAF war kein Resultat der Geheimdienste, sondern war das massenhaft unterstützte Ergebnis eben der Einstellung der Nazibrut. Sie war real. Es waren Deutsche, die ohne Auftrag des VS oder sonstwo die totalitäre Politik ihrer NS Eltern mit rotlackierten Pürzeln fortsetzten!

Ob da der VS noch nachgeholfen hat oder nicht ist einerlei, denn einzig zählt der totalitäre Fanatismus der Töchter und Söhne aus NS Familien. Er war einziogartig in der westlichen Welt, so wie der NS einzigartig war. Weder in der US Heimat der Studentenbewegung der 60er, noch im Transferstaat Frankreich gab es einen vergleichbaren Dogmatismus und eine vergleichbare Aggressivität wie die Nazibrut in der BRD an den Tag gelegt hat. Und zwar zig tausend, niocht zu sagen hunderttausendfach

Eben diese ekelhafte verkommene Nazibrut ist heute in der grünen Partei und greift das bürgerliche Deutschland an, welches in der NS Zeit den einzig wirklichen Widerstand gegen den NS gebildet hat. Das ist kein Zufall!

Du bist also der Meinung, daß diese gesamte angeblich fortschrittlich-revolutionäre 68er Bewegung mit all ihren geistig-ideologischen Konsequenzen in ihrer Grundsubstanz totalitär und eine Fortsetzung faschistischer Ideologie unter anderen Vorzeichen ist?

Ich habe in den letzten Tagen mal wieder in der Biographie "Hitler" von Joachim C. Fest gelesen. Würde ich nebenbei jedem empfehlen, der immer noch die linksgrüngutmenschlichen Parolen von der "Unvergleichbarkeit" oder "Singularität" des Holocausts bzw. der Deutschen und der Historie nachplappert. Dort wird nämlich - neben dem Werdegang Hitlers und des NS-Staates - ausführlich und für jeden nachvollziehbar auf die historischen und massenpsychologischen Bedingungen eingegangen, die zum Untergang von Weimar geführt haben. Es ist aber interessant, daß Fest eine ähnliche Meinung über die 68er Bewegung hat, wie Du sie hier vertrittst.


Was aber die Rolle des Verfassungsschutzes hier im konkreten Fall angeht, so geht aus dem gesamten Strang und allen Belegen hervor, daß die Inlandsgeheimdienste schon in den 60er und 70er Jahren dieser "false flag"-Aktivitäten bedient haben, um über die jeweiligen Zielgruppen in der Öffentlichkeit das gewünschte Szenario herzustellen, das man dann zur Begründung staatlicher Repressionen und Einschränkungen der Freiheitsrechte verwenden konnte. Daneben wurden unerwünschte politische Entwicklungen damit kriminalisiert und und diffamiert. Damals gegen die linksextreme, heute gegen die rechtsextreme Szene bzw. das, was man dafür hält.

bernhard44
26.12.2012, 09:55
Eine Bitte, Leute: Tut euch und uns einen Gefallen und geratet euch nicht persönlich in die Haare. Die Gelegenheit, hier einigermaßen ohne Zensur und PC-Tabus über solche Dinge zu debattieren, ist selten genug. Da würde ich empfehlen, sich diese Chance nicht durch gegenseitige Beschimpfungen kaputtzumachen. Für so was gibt es ausreichend Trolle, die sich hier gelegentlich mal auskotzen, bevor sie abgeschossen werden.

Grundsätzlich hat jeder das Recht, jede Meinung zu vertreten und jede Quelle zu zitieren, ohne von anderen dafür rüde angegangen zu werden. Nach Befindlichkeiten einzelner Leute kann es da nicht gehen. So was kommt aber so ziemlich bei jedem mal vor. Also muß man mit so etwas rechnen, wenn man hier mitpostet.

und das soll auch so bleiben, ansonsten werde ich hier mal kräftig aufräumen!

fatalist
26.12.2012, 15:20
Was aber die Rolle des Verfassungsschutzes hier im konkreten Fall angeht, so geht aus dem gesamten Strang und allen Belegen hervor, daß die Inlandsgeheimdienste schon in den 60er und 70er Jahren dieser "false flag"-Aktivitäten bedient haben, um über die jeweiligen Zielgruppen in der Öffentlichkeit das gewünschte Szenario herzustellen, das man dann zur Begründung staatlicher Repressionen und Einschränkungen der Freiheitsrechte verwenden konnte. Daneben wurden unerwünschte politische Entwicklungen damit kriminalisiert und und diffamiert. Damals gegen die linksextreme, heute gegen die rechtsextreme Szene bzw. das, was man dafür hält.

Da jedoch die allermeisten Leute diese kriminelle Vorgeschichte der staatlichen Unterwanderung, Bewaffnung und Lenkung der RAF nicht kennen, weigern sie sich schlicht, den NSU als Fortsetzung einer alten Strategie zu sehen.

solaris
26.12.2012, 21:54
Linke Fossile fürchten die Kontroverse links – rechts Schema bei Vernunftsmenschen veraltet und out (https://einrechfrei.wordpress.com/2012/12/19/linke-fossile-furchten-die-kontroverse-links-rechts-schema-bei-vernunftsmenschen-veraltet-und-out/)19.12.2012

Sarazin, Elsässer und der Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Buschkowsky werden von den Altlinken gehasst. Sie wagen es über den Tellerrand des Linksdogmatismus hinaus zu blicken und machen zum Teil Aussagen die von Holger Apfel stammen könnten.
(...)
Die Bucherfolge Sarazins und das weit verbreitete Lob für Elsässer und sein Compakt Magazin, machen aber Hoffnung. Ja selbst die linkesten Linken fressen Kreide und geben notgedrungen Terrain frei um sich nicht nur noch zu blamieren. All das kann man auch auf Readers Edition verfolgen.
Um nicht gänzlich in Sack und Asche Wandeln zu müssen, reichen aber weder gute rhetorische noch schriftstellerischer Fähigkeiten, man bräuchte auch qualitative Argumente. Die Sach- und Faktenlage gibt diese leider nicht mehr her. Es wird immer offensichtlicher, dass der Staat einen Popanz Rechter Gefahr selbst schürt und aufbaut um jede nationale oder patriotische Strömung in Deutschland im Keim ersticken zu können. Die einzige Alternative zu EU-Bürokratiemonster und Euro-Vermögensvernichtungs-Mechanismus ist nun mal der freiheitliche unbürokratische souveräne Nationalstaat mit eigenständiger Währung. Das soll um jeden Preis verhindert werden.

Sogar die zunächst vermeintlich klare Sachlage rund um die NSU-Dönermorde bröckelt nicht nur, sondern wird vor lauter Ungereimtheiten immer mehr als VS-Inside Job wahrnehmbar.
Also muss von den Linken Dogmatikern ganz tief in die Trickkiste gegriffen werden, Heuchelei, Halbwahrheiten, Verteufelung, Moralinsaures und vieles mehr kommt zum Einsatz...

fatalist
27.12.2012, 06:09
Es wird immer offensichtlicher, dass der Staat einen Popanz Rechter Gefahr selbst schürt und aufbaut um jede nationale oder patriotische Strömung in Deutschland im Keim ersticken zu können.

Es IST offensichtlich. Das zum "wem nutzt es".


Sogar die zunächst vermeintlich klare Sachlage rund um die NSU-Dönermorde bröckelt nicht nur, sondern wird vor lauter Ungereimtheiten immer mehr als VS-Inside Job wahrnehmbar.

Tatwaffen/Dienstwaffen aus ungeklärten Morden besorgen, und die den V-Leuten vom NSU nach Liquidation unterschieben - so wird man das wohl sehen müssen.

Ein Malheur geschah jedoch: Beate Zschäpe überlebte den Anschlag in Zwickau, weil sie gewarnt wurde. Von wem???

Nereus
27.12.2012, 10:22
Linke Fossile fürchten die Kontroverse links – rechts Schema bei Vernunftsmenschen veraltet und out (https://einrechfrei.wordpress.com/2012/12/19/linke-fossile-furchten-die-kontroverse-links-rechts-schema-bei-vernunftsmenschen-veraltet-und-out/)19.12.2012

Danke für diesen Verweis auf die Seite von "einrechfrei". Da gibt es ja jede Menge Faktenwissen!

Nereus
27.12.2012, 13:40
Zur Machart des zweifelhaften „NSU-Bekenner"-Videos.

Titelbild:

Salutierende Zeichentrickfigur "Paulchen Panther" aus einer US-Kinderfilm-Serie, Schriftzug "Nationalsozialistischer Untergrund", Landschaft mit leerer Straße, Blumen, Baum, Haus,
gerahmter Bildeinschub:
Der "Döner-Mörder" im Video, Paule Panther, klingelt (?) nachts am "NSU"-Haus";
Fußzeile markiert:
1. DVD, Schriftzug „Frühling“, Schriftzug "NS".

Denunzierendes Bildrätsel aus dem antifaschistischen und antirassistischen apabiz-Pressearchiv, Berlin-Kreuzberg:
„Die „NSU-Terroristen“ wohnen dort, wo „Döner-Türkemmörder“ Paulchen Panther nachts klingelt: im Haus an der Frühlingsstraße!“

Diese Bildmontage mit Erklärung fehlt im apabiz NSU-Transcript!
http://www.apabiz.de/publikation/NSU-Transkript.pdf

Video-Titelbild aus der apabiz-Lieferung an den SPIEGEL ...

http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/nsu-23742166_mbqf-1321214323-21001102/1,h=493.bild.jpeg

...und aus einer Postverschickung von unbekanntem Absender:


http://www.derwesten-recherche.org/wp-content/uploads/2011/11/DVD-300x300.jpg

#8206 (klick) (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5784719&viewfull=1#post5784719)

Quelle des Video-Ausschnitts:
Video „Der Rosarote Panther - Rosarot und Schrottreif“. Hochgeladen am 11.12.2009 von PinkPantherCartoons.
Das Standbild mit der leeren Straße im Frühling, Blumem , Baum und Haus ist ab 3:42 min. zu sehen, eine im „NSU“-Video montierte Explosionswolke ab 4.56 min.:
http://www.youtube.com/watch?v=z86bM0BtbhE&list=UUt-_SGqni6csmoTkK8Sjxmw&feature=player_detailpage

»“Döner-Mörder“ Paulchen Panter nachts an der angeblichen „NSU-Terroristenwohnung“«:


http://i2.ytimg.com/vi/aMA471Eg1cA/mqdefault.jpg

Quelle des Video-Ausschnitts:
"Der Rosarote Panther - Episode 104 - Das Rosarote Nervenbündel“
(Hochgelagen vermutlich Ende 2009, gelöscht, wieder hochgeladen 6.3.2012)
3.02-3.06 min.:
http://www.youtube.com/watch?v=_iM2DddnhnM

Das abgebliche „NSU-Bekennervideo“ aus unbekannter Produktion, wurde vom linken apabiz-Pressearchiv in Berlin-Kreuzberg, Lausitzerstr. 10, welches die Urheberrechte dafür besitzt (!), an den SPIEGEL verkauft und vom Bundesgerichtshof im Zschäpe-Verfahren zum „Beweisdokument“ erhoben.

lorenz90
27.12.2012, 18:25
falls es interessiert, gerade kam auf dem 29C3 ein Vortrag zum NSU. Dabei wurden folgende Links als hilfreich genannt.

nsuleaks.wordpress.com
nsuwatch.apabiz.de
gamma.noblogs.org
aida-archiv.de
haskala.de
aib.nadir.org

solaris
27.12.2012, 21:30
falls es interessiert, gerade kam auf dem 29C3 ein Vortrag zum NSU. Dabei wurden folgende Links als hilfreich genannt.

nsuleaks.wordpress.com
nsuwatch.apabiz.de
gamma.noblogs.org
aida-archiv.de
haskala.de
aib.nadir.org


Seh' ich dann alles durch eine rosarote Brille? http://www.coaching-rosa-couch.de/grafiken/fragen/iStock_000002580718XSmall-freigestellt.jpg

fatalist
28.12.2012, 06:06
Das abgebliche „NSU-Bekennervideo“ aus unbekannter Produktion, wurde vom linken apabiz-Pressearchiv in Berlin-Kreuzberg, Lausitzerstr. 10, welches die Urheberrechte dafür besitzt (!), an den SPIEGEL verkauft und vom Bundesgerichtshof im Zschäpe-Verfahren zum „Beweisdokument“ erhoben.

Das ist richtig beschrieben, Nereus, aber ein "Bekennervideo" mit Original-Tonspur von Paulchen Panter ist keines.
So einfach ist das.

Da braucht es nicht einmal die erhellende Verbindung zur ANTIFA, sondern lediglich das Video selbst und den Auffindezeitpunkt, um zu erkennen, dass das gesamte Ding ein Fake ist.

Wenn man dann noch die Begründung des BGH liest,

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59396&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf


... entschloss sie sich, die Gegenstände, die in der von ihr sowie Böhnhardt und Mundlos zuletzt gemeinsam genutzten Wohnung im 1. Obergeschoss des Mehrparteienwohnhauses in Z. , F. straße , verblieben waren und die Rückschlüsse auf ihre Identität und den Umfang ihrer Tatbeteiligung erlaubten, insbesondere die Tatwaffen, die zum Versand vorbereiteten DVDs und persönliche Papiere, dadurch zu beseitigen, dass sie die Wohnung durch Brandlegung zerstörte.

nach der die versandfertigen Videos von Beate Zschäpe in Zwickau samt ganzem Haus verbrannt werden sollten, dann ist klar, was hier läuft:

Staatsinszenierter Terrorismus: Alte ungelöste Mordfälle neu bündeln, Tatwaffen und Dienstwaffen besorgen, Video erstellen und die NSU-V-Leute liquidieren, um einen neuen Schuldkult zu erschaffen.

Der alte Schuldkult "Auschwitz" verblasst trotz täglichem Hitler in den Medien, also muss ein Neuer her.


Bundeskanzlerin Merkel meint, wir hätten noch sehr viel Schäm-Arbeit vor uns (http://www.welt.de/politik/deutschland/article112038090/Deutsche-sollten-sich-fuer-Antisemitismus-schaemen.html):http://www.pi-news.net/wp/uploads/2012/12/merkel_scham.jpg (http://www.pi-news.net/wp/uploads/2012/12/merkel_scham.jpg)
“Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit all das sind Dinge, für die wir wirklich auch sagen müssen, dass wir uns dafür schämen, dass es das in unserem Land noch gibt. Und hier haben wir alle miteinander noch sehr viel Arbeit.”

Auch des Bundesgaucklers Weihnachtsansprache ging exakt in dieselbe Richtung.

Dieses System BRD ist kriminell, und auf die Ausplünderung und den Genozid an Deutschland ausgelegt. Aber was tun???

fatalist
28.12.2012, 07:42
Karl Murx hat wohl -als Abonnent- heute Post bekommen:


NSU-Morde
Ein Agent, ein Killer

http://juergenelsaesser.files.wordpress.com/2012/12/coverend.jpg?w=324&h=456

Wer ist der Pate?
Wer ist der Killer?

Mein Tipp: Andreas Temme und GP 389:


Letztendlich schildert die ZEIT noch ein Telefonat, das T. mit seiner Quelle im rechtsextremen Bereich kurz vor der Tat führte, und dem Mord: "Am Tattag telefonierte T. mehrmals mit „GP 389“. Das erste Gespräch führten die beiden kurz nach 13 Uhr. Um 16:11 Uhr rief „GP 389“ Andreas T. im Landesamt an, das Gespräch dauerte elf Minuten. Direkt danach stempelte T. beim Amt aus und fuhr zu dem Internetcafé. Wenige Minuten später war Halit Yozgat tot."

http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/nsu153.html

Und ... :?

fatalist
28.12.2012, 08:06
Seh' ich dann alles durch eine rosarote Brille?

http://nsuleaks.wordpress.com/ ist sehr interessant.

Ich bemängele ja schon seit längerem, dass wir uns nicht stärker auf offizielle Papiere stützen.

Hier ist eines, und das hat es in sich, ich hab es schon auf Festplatte gezogen:
http://dl.dropbox.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf

Schau Dir mal die Dönermordwaffen an, da hast Du 2 Ceskas. Sagt das BKA.
(Seite 5)


Was sachste nu?

http://nsuleaks.files.wordpress.com/2012/07/bka_unterrichtung_innenausschuss_sachstand_nsu_291 12011_seite_01.png?w=584&h=412

fatalist
28.12.2012, 08:10
ebenfalls von NSU-Leaks:
http://nsuleaks.wordpress.com/2012/08/06/bka-gefahrdungslage-politisch-motivierte-kriminalitat-rechts-22-12-2011/#more-1084


http://nsuleaks.files.wordpress.com/2012/08/a.png?w=584


1 Einleitung
Die seit Anfang November 2011 gewonnenen Erkenntnisse im ErmittUngskomplex “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) erfordern eine Neubewertung der Gefährdung im Phänomenbereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) -rechts-. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse zeigen, dass seit Jahren eine rechtsterroristische Gruppierung in Deutschland schwerste Gewaltverbrechen beging und deren Mitglieder mutmaßlich länger als ein Jahrzehnt unter Nutzung falscher Personalien verdeckt in der Bundesrepublik lebten.

Neben den terroristischen Verbrechen der NSU haben die menschenverachtenden Taten des Anders Behring BREIVIK am 22.07.2011 in Norwegen verdeutlicht, dass fremdenfeindliches Gedankengut auch ohne Einbindung in Organisattonsstrukturen bei entsprechender Selbstradikalisierung Motivation für schwerste politisch motivierte Straftaten fanatisierter Einzeltäter sein kann.


Einzeltäter! Nix NPD!!!


Bei der im November 2011 bekannt gewordenen rechtsterroristischen Vereinigung “Nationalistischer Untergrund” {NSU) handelt es sich um eine zumindest aus drei Personen bestehende Gruppierung, die seit Jahren existent war und schwerste Gewaltverbrechen begangen hat, ohne dass diese zum Tatzeitpunkt Bezüge zur PMK -rechts- offenbart hätten. Obwohl in den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse zu Tätern und Umfeld vorlagen und die Täter bzw. deren Umfeld temporär im Blickfeld der Sicherheitsbehörden lagen, wurden diese Strukturen nicht erkannt.
Gleichwohl waren bereits vor Bekanntwerden der Verbrechen der NSU im November 2011 einzelne terroristische – insbesondere fremdenfeindliche – Taten, auch durch selbstmotivierte (fanatisierte) Einzeltäter, aber auch die Bildung terroristischer Kleingruppen innerhalb des rechten Spektrums in Betracht gezogen worden.

Die bisherigen Reaktionen der rechten Szene auf die Taten der NSU reichen von einer eindeutigen Distanzierung, über Zweifel an den offiziellen Darstellungen und Verschwörungstheorien, bis hin zu vereinzelt offener Sympathie für die Täter. Auffällig -wenngleich nicht unerwartet – ist das Fehlen jeglichen Mitgefühls für die Opfer.

Schämen wir uns!

Karl_Murx
28.12.2012, 10:10
Das ist richtig beschrieben, Nereus, aber ein "Bekennervideo" mit Original-Tonspur von Paulchen Panter ist keines.
So einfach ist das.

Da braucht es nicht einmal die erhellende Verbindung zur ANTIFA, sondern lediglich das Video selbst und den Auffindezeitpunkt, um zu erkennen, dass das gesamte Ding ein Fake ist.

Wenn man dann noch die Begründung des BGH liest,

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59396&linked=bes&Blank=1&file=dokument.pdf



nach der die versandfertigen Videos von Beate Zschäpe in Zwickau samt ganzem Haus verbrannt werden sollten, dann ist klar, was hier läuft:

Staatsinszenierter Terrorismus: Alte ungelöste Mordfälle neu bündeln, Tatwaffen und Dienstwaffen besorgen, Video erstellen und die NSU-V-Leute liquidieren, um einen neuen Schuldkult zu erschaffen.

Der alte Schuldkult "Auschwitz" verblasst trotz täglichem Hitler in den Medien, also muss ein Neuer her.



Auch des Bundesgaucklers Weihnachtsansprache ging exakt in dieselbe Richtung.

Dieses System BRD ist kriminell, und auf die Ausplünderung und den Genozid an Deutschland ausgelegt. Aber was tun???

Abwählen.

Um die Mühe der Gründung bzw. des Aufbaus von alternativen politischen Formationen, die dann auch in den Augen der Öffentlichkeit wählbar sind, werden wir nicht umhinkommen. Sieh Dir mal die Diskussionen während der "Compact"-Souveränitätskonferenz am 24.11.2012 an bzw. die Podiumsdiskussion "Bürger-gegen-EURO-Wahn", wo Leute der "Freien Wähler" bzw. der Partei der Vernunft zu Wort kommen und wo sich Hankel für die Wahl der FW ausspricht. Hier findet also schon eine Diskussion darüber statt, wie solche politischen Alternativen aussehen müßtne bzw. welche vorhandenen gefördert werden müßten, um diesen suizidalen Kurs der Bundespolitik zu ändern.

Hier noch mal der Link zum Disney-Cartoon "'Von Katzen und Mäusen", wo die Mäuse sich permanent Katzen in die Regierung wählen, diese logischerweise die Gesetze nach Katzenart gestalten (Mindestgröße für Mauselöcher, damit die Katzen bequem ihre Pfoten hineinbekommen) und wo den Mäusen als Alternative dazu lediglich einfällt, sich statt schwarzer eben weiße Katzen zu wählen bzw. auch mal eine Koalition zwischen weißen und schwarzen Katzen. Als dann mal eine kleine schlaue Maus vorschlägt, sich einfach Mäuse in die Regierung zu wählen, wird die prompt in den Knast gesteckt.

http://www.youtube.com/watch?v=HIIfCCQS2SQ

Karl_Murx
28.12.2012, 10:23
Karl Murx hat wohl -als Abonnent- heute Post bekommen:

Kam bei mir sogar schon vor Weihnachten an.

http://juergenelsaesser.files.wordpress.com/2012/12/coverend.jpg?w=324&h=456

Letztendlich schildert die ZEIT noch ein Telefonat, das T. mit seiner Quelle im rechtsextremen Bereich kurz vor der Tat führte, und dem Mord: "Am Tattag telefonierte T. mehrmals mit „GP 389“. Das erste Gespräch führten die beiden kurz nach 13 Uhr. Um 16:11 Uhr rief „GP 389“ Andreas T. im Landesamt an, das Gespräch dauerte elf Minuten. Direkt danach stempelte T. beim Amt aus und fuhr zu dem Internetcafé. Wenige Minuten später war Halit Yozgat tot."


Wer ist der Pate?
Wer ist der Killer?

Mein Tipp: Andreas Temme und GP 389:



http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/nsu153.html

Und ... :?

Was ich in diesem "Compact"-Artikel von Kai Voss zum ersten Mal gelesen habe, ist der Umstand, daß Temme beim Verlassen des Internetcafès eine Plastiktüte bei sich hatte, wie sie bei einigen Dönermorden zum Auffangen der Patronenhülsen benutzt wurde:


S. 20:
"Temme bleibt, wie der Zeuge Ahmed A. in der Polizeiakte angibt, "10 - 15 Minuten am PC" (ARD-Panorama, 13.7.2012). Den Zeugen wundert dies und er behält es im Gedächtnis, denn schließlich hätte Temme eine halbe Stunde surfen dürfen. Ahmed A. gab auch den Hinweis, daß der ihm unbekannte Temme eine Plastiktüte bei sich hatte. Wenn er das Auto aber vor dem Café geparkt hatte, warum hatte er die Tüte mit hineingenommen und sie nicht im Fahrzeug gelassen? Die Polizei geht davon aus, daß Yozgat durch eine solche Tüte erschossen wurde, damit Patronenhülsen nach dem Schuß nicht am Tatort verbleiben, sondern aufgefangen werden."

Karl_Murx
28.12.2012, 10:43
Karl Murx hat wohl -als Abonnent- heute Post bekommen:



http://juergenelsaesser.files.wordpress.com/2012/12/coverend.jpg?w=324&h=456

Wer ist der Pate?
Wer ist der Killer?

Mein Tipp: Andreas Temme und GP 389:



http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/nsu153.html

Und ... :?

Noch schnell der letzte Absatz des Artikels in der "Compact-Ausgabe für Januar 2013:


Jedenfalls bleibt festzuhalten: Weder Temme noch irgendeine andere Person, die am Tatort war, hat angegeben, die von der Bundesanwaltschaft bis heute des Kasseler Mordes verdächtigen NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesehen zu haben. Außer Temme war überhaupt kein Deutscher zur fraglichen Zeit im Internet-Cafè in der Holländischen Straße 82.

fatalist
28.12.2012, 12:36
Noch schnell der letzte Absatz des Artikels in der "Compact-Ausgabe für Januar 2013:


Jedenfalls bleibt festzuhalten: Weder Temme noch irgendeine andere Person, die am Tatort war, hat angegeben, die von der Bundesanwaltschaft bis heute des Kasseler Mordes verdächtigen NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gesehen zu haben. Außer Temme war überhaupt kein Deutscher zur fraglichen Zeit im Internet-Cafè in der Holländischen Straße 82.

Die 2 vom NSU waren ja auch nicht die Mörder.
So einfach ist das. Weder in Kassel noch sonstwo.

Temme weiss die Wahrheit, aber er sagt nichts. Alles wie immer, war bei Buback schon so.

Nereus
29.12.2012, 04:36
http://nsuleaks.wordpress.com/ ist sehr interessant.
Ich bemängele ja schon seit längerem, dass wir uns nicht stärker auf offizielle Papiere stützen.

Hier ist eines, und das hat es in sich, ich hab es schon auf Festplatte gezogen:
http://dl.dropbox.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf

Schau Dir mal die Dönermordwaffen an, da hast Du 2 Ceskas. Sagt das BKA.
(Seite 5)
Was sachste nu?
http://nsuleaks.files.wordpress.com/2012/07/bka_unterrichtung_innenausschuss_sachstand_nsu_291 12011_seite_01.png?w=584&h=412

Wat soll se dazu sagen, die Solaris?

Hatte mir auch schon die Liste von „lorenz90“ angesehen.

Was sehen wir nun beim BKA-Info?

Sachstand „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU)
BKA, Berlin 29.11.11
Jörg Ziercke, Präs. BKA

Seite 2, Bild 1:
Desinformation: Bild 1 zeigt Aufnahme einer Überwachungskammera vom Bankraub in Arnstadt, nicht von Zwickau wie angegeben. Auf dem Foto will Soko-Chef Menzel schon eine Schreckschußwaffe ausgemacht haben: Lichtstadt-Info 6b (klick) (http://lichtstadt.blogspot.de/2012/08/inside-nsu-details-aus-der-anklage-was_20.html)

Seite 4, Übersicht „Ceska-Morde“:

Pistole, Kal. 6,35 mm (Tatwaffe für 1 + 3), CESKA 83, Kal. 7,65 mm (Tatwaffe für alle 9 Morde)

Es wird nur von einer Pistole, Kal. 6,35 mm gesprochen, noch kein Hinweis auf das Modell. Das BKA hatte offenbar keine Vergleichswaffe für das am Tatort aufgefundene Projektil, welches aus einer Pistole mit gezogenem Lauf und dem Kaliber 6,35 mm stammte. Die Helfer vom FBI rieten, nach einer alten Sammlerwaffe zu suchen, obwohl eine moderne Ceska CZ Modell 92 .25 ACP 6,35 wahrscheinlicher wäre: #9012 (klick) (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5925333&viewfull=1#post5925333)
http://www.czub.cz/upload/cz-big/CZ_92.png
Jedoch zwei Tage nach der BKA-Pressekonferenz will BILD.de plötzlich wissen, was die unbekannte 6,35 mm Pistole für ein Fabrikat sei:
Eine Bruni 315: Auch die Bruni 315 nutzten die Killer-Nazis bei den so genannten Ceska-Morden. Ob dies auch die Waffe ist, die der Verdächtige Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben dem Killer-Trio über einen Mittelsmann zugespielt haben soll, ist unklar.
Quelle: 01.12.2011 BILD (http://www.bild.de/news/inland/nsu/terror-zelle-stand--mord-waffe-21328428.bild.html)

Eine Ceska-Mordwaffe soll über den zweifelhafte Schweizer Geschäftemacher Hans-Ulrich M., der seit Anfang der neunziger Jahre vorübergehend in Thüringen lebte und dort die Firma Auto-Service-Sidonia betrieb, in den kriminellen Untergrund gekommen sein. Hans-Ulrich M. hatte offenbar eine Neigung zu jungen Männern, so zu einem kriminellen Jenaer Auto-Knacker und Waffennarr, der offenbar auch für seinen „Auto-Service“ dienstbar wurde und ihn später in der Schweiz ständig besuchte.

Folgendes lässt sich rekonstruieren:
Die Pistole wurde im Jahre 1993 in die Schweiz exportiert und von der Firma Luxik am 10. April 1996 an die an die Firma Schläfli & Zbinden (Bern/Schweiz) verkauft.
Dort erstand sie der Schweizer Peter G., der sie im Auftrag seines Landsmanns Hans-Ulrich M. beschaffte.
Peter G. sagte den Ermittlern, er habe sich anfangs gewundert, denn "in der Schweiz ist es kein Problem, Waffen zu kaufen". Doch M. habe ihm dann gesagt, dass er sie nach Deutschland verkaufen wolle.
"Ich fragte dann, ob es für die Deutschen schwierig sei, an Waffen zu kommen. M. sagte dann, für bestimmte Kreise eben sehr. Weiter erwähnte er noch, dass es nun besser sei, wenn ich jetzt nicht mehr weiter Fragen stellen würde und nichts mehr darüber wissen möchte."

Hans-Ulrich M. bestreitet den Kauf - und die Aussage Peter G.s.
Hans-Ulrich M. wurde bereits 1997 in Deutschland mit einer Waffe und Munition erwischt.
Quelle: 18.11.2012 SPIEGEL (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/die-spur-der-nsu-tatwaffe-ceska-zbrojovka-83-a-867818.html)

Doch der Schweizer hatte 2 (zwei) Ceska-Pistolen geliefert bekommen!
Quelle:23.01.2012 SPIEGEL (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83679090.html)

War die andere an den Schweizer gelieferte Ceska, eine CZ 92 Kal. 6,35 mm, die zweite Tatwaffe und nicht die "umgebaute" Bruni-Schreckschußpistole mit glattem Lauf?

Seite 5
Tatwaffen Ceska, Identifikation beider Tatwaffen der Ceska-Mordserie
Links Futural-Ceska, rechts eine andere Ceska ohne Futural (Vermutlich eine Ceska-Pistole VZOR 70, die beim Arnstadter Bankraub mitgeführt wurde und eine unbrauchbare Deko-Waffe war?)

Erst waren es 7 (wie im Märchen für „viel“: sieben Berge, sieben Zwerge, sieben Meilen usw,), dann 8, 9 und nun 10 Waffen, die im angebrannten Wohnmobil in Eisenach angeblich so nach und nach, wie der Sack mit den Videos, gefunden worden sein sollen.
Quelle: 30.07.12 TLZ (http://www.tlz.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Endstation-Eisenach-Erstes-Buch-ueber-NSU-Zelle-964107842)

Die meisten waren unbrauchbare Spielzeugpistolen, Deko-. Scheckschuß-. Airsoft- und Salutwaffen, wie die gefundene Wasserpistole. Es gab vermutlich nur 4 scharfe Waffen im Wohnmobil: eine umgebaute Schreckschußwaffe, die „Selbstmord“-Pumpgun und zwei Polizeipistolen.

Quizfrage:
Eine geheimdienstlich arbeitende politische Organisation möchte die Ermittler an einem Tatort mit untergeschobenen manipulierten Waffen täuschen. Zu diesem Zweck ließ die Org. aus üblichen Polizeiwaffen die Registrier-Nummern geschickt entfernen und mit anderen, ihr bekannten Nummern, ersetzen, welche die „unschuldigen“ Waffen nun zu Beweismitteln in einem ungeklärten Fall machten.

Wie werden die Ermittler sich verhalten?
Freude über die Aufklärung eines ungelösten Falles äußern und die Akten dazu schließen oder
mißtrauisch werden über diesen Zufallsfund und die Echtheit der Nummern durch Materialuntersuchung an den Waffen (Schleif- oder fehlerhafte Nummern-Einschlagspuren) überprüfen lassen?

fatalist
29.12.2012, 07:45
Was sehen wir nun beim BKA-Info?


Seite 2, Bild 1:
Desinformation: Bild 1 zeigt Aufnahme einer Überwachungskammera vom Bankraub in Arnstadt, nicht von Zwickau wie angegeben.

Also was macht der BKA-Präsident Jörg Ziercke?

Er desinformiert. Er bescheisst die Parlamentarier. Er lügt.



Seite 4, Übersicht „Ceska-Morde“:
Es wird nur von einer Pistole, Kal. 6,35 mm gesprochen, noch kein Hinweis auf das Modell.

Das ist richtig und falsch zugleich. Muss ich es wirklich vorbeten?
Also bitteschön, ich bete vor: Seite 5, wie ich schon zur Lektüre empfahl.

32963

Was steht dort: "Tatwaffen Ceska". Plural. Also in diesem Fall 2 Ceskas. 2 Waffen.

Und, war das soooo schwer???

Den ganzen anderen Sermon kann man als Desinfo bezeichnen. BILD lügt. Wussten wir doch schon immer.
Die einzig interessante Frage ist, wie die Waffen an den VS kamen, und wie man sie dem NSU unterschob.
Da geht es um Staatsterrorismus einschl. Mord.

Alles andere ist unwichtiges Beiwerk. Lenkt nur ab.

fatalist
30.12.2012, 15:40
Gauck lädt NSU-Ausschuss ein.

http://www.berliner-zeitung.de/neonazi-terror/nsu-terror-gauck-laedt-nsu-ausschuss-ein,11151296,21304342.html


Zwar treffe das Staatsoberhaupt auch andere Parlamentarier, sagte er der Berliner Zeitung. Das Geschehen rund um den „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) sei Gauck jedoch ein besonderes Anliegen. Das Thema habe im In- und Ausland hohe Wellen geschlagen und es sei viel Vertrauen verloren gegangen. „Das hat den Bundespräsidenten bekümmert.“

"Ehrende Geste"
Der grüne Ausschuss-Obmann Wolfgang Wieland erklärte, die Einladung sei „eine uns ehrende Geste. Das finde ich gut.“ Sie zeige, dass es dem Staatsoberhaupt mit der rückhaltlosen Aufklärung ernst ist, die von Kanzlerin Angela Merkel versprochen worden sei. Wieland fuhr fort: „Der Ausschuss ist etwas Besonderes. Wir streiten uns nicht. Wir ziehen an einem Strang. Dieser Untersuchungsausschuss schreibt Geschichte.“

Die Harmonie im NSU-Ausschuss treibt mir geradezu ein Tränchen aus dem Äuglein, so gerührt bin ich. :haha:
Zeigt diese Harmonie doch, dass da rein gar nichts aufgeklärt werden soll, sondern alle am selben Strick ziehen:
Dem des Lügengebäudes von den 10-fach Mördern vom NSU. Um es hochzuhalten.

Mutti hat auch 2007 vor dem Start des Buback-Prozesses die rückhaltlose Aufklärung gefordert, weil das ja nach über 30 Jahren so sein müsse, wie sie betonte in DIE WELT, und dann hat Mutti die Akten gesperrt und den Zeugen die Aussage vor Gericht verboten.


Buback-Mord: Merkel verlangt AufklärungBerlin - Kanzlerin Merkel hat eine "restlose Aufklärung" des RAF-Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback verlangt. Innenminister Schäuble ordnete eine Untersuchung zu neuen Informationen über den Mordfall an. Bundeskriminalamt (BKA) und Verfassungsschutz wies er an, ihre Akten erneut zu sichten und in dienstlichen Gesprächen mit Mitarbeitern der Sicherheitsbehörden "eine gründliche Sachaufklärung vorzunehmen". Bereits morgen wird sich das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste mit den neuen Informationen über den Mord von 1977 befassen. Von Martin Lutz

Na, fallen die Parallelen auf?

Es ist immer dieselbe Lüge. Dreist. Einfach nur dreist. 40 Peitschenhiebe.

Obervertuscher Edathy bekommt jetzt Polen-Böller-BKA-Hilfe.


BKA will Edathy schützenUnterdessen hat sich das Bundeskriminalamt an Edathy gewandt, um seine Sicherheit zu verbessern. In einer E-Mail des BKA Berlin an den SPD-Politiker vom 21. Dezember heißt es: „Wir möchten Ihnen im Zusammenhang mit der Sachbeschädigung an Ihrem Wahlkreisbüro und in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses ein Sicherheits- und Beratungsgespräch anbieten.“
Erst Anfang Dezember hatte ein Feuerwerkskörper den Briefkasten von Edathys Wahlkreisbüro im niedersächsischen Stadthagen zerstört. Dieser hatte auf seiner Facebook-Seite geschrieben, die Polizei gehe von einem Sprengsatz aus. Das hatten die Ermittler nicht bestätigt. „Es dürfte sich nach ersten Erkenntnissen um einen China- oder um einen sogenannten Polen-Böller handeln“, ließ ein Sprecher des Landeskriminalamtes wissen.

Der braucht was ganz anderes, diese Pfeife.

Nereus
31.12.2012, 01:26
Wurden zwei Ceskas 7,65 mm aus dem Kauf des Schweizers Anton G. beim Händler Franz Schläfli, Bern, im BKA-Info vom 29.11.2011 gezeigt?


#96 Bulldozer (07. Nov 2012 16:13) sagt:
Diese Seriennummer der Ceska lautet 034678.
In Frontal21 am 25.September 2012 wurde aber fälschlicherweise eine andere Nummer genannt, nämlich 034671.
Diese Seriennummer wurde direkt aus dem Waffenverkaufsbuch des Waffenhändlers Jan Luxik (falsch: Luxik hatte an Waffenhändler FRANZ SCHLÄFLI verkauft) abfotografiert.
Die vorher (etwa in der Süddeutschen Zeitung) genannte korrekte Seriennummer 034678 steht auf der Waffenverkaufsbuchseite direkt eine Zeile tiefer, dabei handelt es sich erstaunlicherweise um den selben Käufer, nämlich um Anton G. aus dem Berner Oberland.
Anton G. kaufte sowohl die Waffe mit der Seriennummer 034671 als auch die Tatwaffe mit der Seriennummer 034678. Beides sind laut BKA-Liste Sonderausführungen mit Gewinde für Schalldämpfer.
Jan Luxik (falsch: Es war Franz Schläfli ) sagte der Polizei, er habe die Tatwaffe ganz normal an Anton G. verschickt und nie eine Beschwerde erhalten. Anton G. hingegen behauptete zuerst gegenüber der Polizei, er habe die Waffe nie erhalten. Äußerst befremdlich finde ich es, dass die Polizei sich mit dieser Aussage zufrieden gab und jahrelang nichts unternahm, anstatt mal konkret nachzuhaken, ob Anton G. diese Waffe nun erhalten hatte oder nicht. Wie heute klar ist, hat er diese und sogar noch eine baugleiche zweite Ceska erhalten.
Warum fragt sich die Polizei eigentlich nicht, was eine Privatperson wie Anton G. eigentlich mit gleich 2 Waffen dieser Sonderausführung mit Schalldämpfer so anstellen wollte? Ein normaler Bürger mag zwar unter Umständen scharfe Schusswaffen besitzen dürfen, etwa aus allgemeinem Sicherheitsbedürfnis heraus, oder weil er Jäger ist etc, aber eine solche Schalldämpferwaffe ist dann doch noch etwas anderes und dann auch gleich zwei Stück davon ist schon äußerst ungewöhnlich, da solche Waffen nicht zum Schutz dienen, sondern nur zum Morden, denn sonst bräuchte man keinen Schalldämpfer.
Anton G. will die Tatwaffe dann praktisch sofort an seinen Stammtischbekannten M. verscherbelt haben.
Quelle: 7.11.2012 Pi News (http://www.pi-news.net/2012/11/zschape-anklage-erhoben-ceska-von-stasi/)

Auch wenn der PI-Komentator „Bulldozer“ den Schweizer Waffenhändler Franz Schäfli mit dem wieder in Prag tätigen tschechischen Waffenhändler Jan Luxik verwechselt, hat er doch recht. Im Video taucht der Farbige mit dem US-Ranger Irokesen-Haarschnitt, Franz Schläfli, ab 4:29 min. auf und erzählt, daß er die Waffen an Anton G. verkauft habe. Schläfli hatte auch die seltene amerikanischen Pistolenmunition in den Jahren 1998 und 99 mit der größten Menge importiert. Im Video wird ab 4:52 min. eine Liste gezeigt, nach der Anton G. am 11.4.96 2 (zwei) Pistolen „Pist CZ 83 SD 7,65 Br.“ mit den Nummern 034671 und 034678 von Schläfli gekauft hat.


http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=uVI1_8tXfFM

Aus ZDF-Frontal21 Manuskript:

Im Juli 2007, nach 9 Ceska-Morden, tappt die Polizei noch immer im
Dunkeln. Die Tatwaffe, eine Ceska 83 mit Schalldämpfer, ist eine
seltene Pistole. Sie wurde vor allem über die Schweiz
weiterverkauft. Das merkt jetzt endlich auch das BKA.
Und lässt den Mann vernehmen, der die Waffen verkaufte: Franz
Schläfli, der Waffenhändler aus der Nähe von Bern.
Schläfli kann nachweisen, dass er die verdächtige Pistole CZ 83
mit Schalldämpfer weiterverkauft hat – völlig legal, an den
Schweizer Anton G., Der bezahlte nachweislich die Waffe.
Wir suchen den Ceska-Käufer Anton G. und finden ihn in einem
Dorf bei Bern. Gegenüber der Polizei hatte er behauptet, die
Waffe zwar bestellt, aber nie erhalten zu haben. Das erzählt er
auch uns.
Quelle: 25.09.2012 Frontal21 (http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/24488850/1/data.pdf)

Da über den Verbleib der zweiten von Anton G. gekauften Pistole CZ 83 SD 7,65 Br. bisher nichts in der Öffentlichkeit bekannt wurde, muß ich mich korrigieren und feststellen, daß die zweite Pistole von Anton G. keine Ceska CZ Modell 92 .25 ACP 6,35 mm war. Möglich aber auch, daß Anton G. so eine an einem anderen Tag gekauft hatte. Aber danach war ja von den Ermittlern nicht gefragt worden. Daher wird auf dem BKA-Info Seite 4 nur von einer Pistole 6,35 mm gesprochen, ohne einen Modellnamen zu nennen, und auf Seite 5 werden zwei Ceskas, beide wie eine 7,65 mm Pistole aussehend, gezeigt:

Quelle: 29.11.11 BKA-Info (http://dl.dropbox.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf)

Die vom BKA vorgestellten zweite Ceska, muß dann die im Wohnwagen gefundene Ceska-Pistole VZOR 70 sein, die beim Arnstadter Bankraub mitgeführt wurde und eine nichtscharfe Deko- oder Schreckschuß-Waffe ist, wie die meisten anderen Anscheinwaffen aus dem Wohnmobil auch.
Quelle: 30.07.12 TLZ (http://www.tlz.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Endstation-Eisenach-Erstes-Buch-ueber-NSU-Zelle-964107842)

fatalist
31.12.2012, 05:08
Daher wird auf dem BKA-Info Seite 4 nur von einer Pistole 6,35 mm gesprochen, ohne einen Modellnamen zu nennen, und auf Seite 5 werden zwei Ceskas, beide wie eine 7,65 mm Pistole aussehend, gezeigt:

Quelle: 29.11.11 BKA-Info (http://dl.dropbox.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf)

Seite 4:

33068

Seite 5:

http://politikforen.net/attachment.php?attachmentid=32963&d=1356766833&thumb=1

Die gesamte BKA-Info an den Innenausschuss ist "grob hingehauen", ich denke mehr kann man daher nicht daraus ableiten. Ist zu schlampig und ungenau, das Pamphlet.




Die vom BKA vorgestellten zweite Ceska, muß dann die im Wohnwagen gefundene Ceska-Pistole VZOR 70 sein, die beim Arnstadter Bankraub mitgeführt wurde und eine nichtscharfe Deko- oder Schreckschuß-Waffe ist, wie die meisten anderen Anscheinwaffen aus dem Wohnmobil auch.
Quelle: 30.07.12 TLZ (http://www.tlz.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Endstation-Eisenach-Erstes-Buch-ueber-NSU-Zelle-964107842)


http://bilder.frankonia.de/fsicache/server?type=image&source=gwb/952229_A.jpg&width=479&height=279
frankonia.de
http://www.frankonia.de/Pistole+Modell+VZ+70/Ansicht.html?Artikelnummer=952229

7,65 mm VZOR 70

Du schreibst, es muss eine CZ Modell 92 .25 ACP 6,35 mm
gewesen sein.

Die sieht aber völlig anders aus als die aus der BKA-Info:

http://www.topguns.ch/images/big/CZ.Sub%20Compact.26026244.jpg

http://www.topguns.ch/waffen,1,2,1,2,Sub+Compact.html

http://www.prokonzbrane.cz/1442-2098-thickbox/pistole-cz-92.jpg
Am 29.11.2011 wusste das BKA ganz genau, welche Waffen man im Wohnmobil und in Zwickau gefunden hatte.
Die Info von BKA-Präsident Jörg Ziercke an den Innenausschuss des Bundestages ist absichtlich ungenau.

2 Tage später folgte die BILD mit Desinfo. Hast Du ja selber gebracht, den Link.

Aus absichtlich ungenauen Infos, oder aus falschen Infos gar, kann man keine zutreffenden Schlüsse ziehen.
Die gehen zwangsläufig in die Hose.

Die einfachste, naheliegenste und wichtige Frage ist doch, warum Jörg Ziercke ungenauen Mist erzählte???

Warum diese Ungenauigkeiten?

"Nicht die ganze Wahrheit" ist Lüge. So einfach ist das!

fatalist
31.12.2012, 05:27
Im Video taucht der Farbige mit dem US-Ranger Irokesen-Haarschnitt, Franz Schläfli, ab 4:29 min. auf und erzählt, daß er die Waffen an Anton G. verkauft habe. Schläfli hatte auch die seltene amerikanischen Pistolenmunition in den Jahren 1998 und 99 mit der größten Menge importiert. Im Video wird ab 4:52 min. eine Liste gezeigt, nach der Anton G. am 11.4.96 2 (zwei) Pistolen „Pist CZ 83 SD 7,65 Br.“ mit den Nummern 034671 und 034678 von Schläfli gekauft hat.

Das hab ich mal rausgezogen:

33069

Man sieht es klar und deutlich: Gleiches Datum, gleiche Waffen, gleicher Käufer Anton G.

Das Fernsehteam hat sich auf die falsche Seriennummer gestürzt, die UNTERE am Bildrand ist die angebliche Dönermordwaffe.

Die welche in Zwickau gefunden wurde, und die wegen Brand des Hauses und Verziehen des Laufes NICHT beschossen werden konnte. Das ist ein ganz wichtiges Detail.

Die Frage ist daher: Wann und wie kam diese angebliche Mordwaffe in das Haus nach Zwickau?

fatalist
01.01.2013, 10:49
Optimistisches zum Jahresanfang:


Aber die Justiz? Ich sehe überhaupt keinen Grund, an deren Unabhängigkeit zu zweifeln.

Herzlich, Zettel http://83273.homepagemodules.de/t5776f14-Zettels-Meckerecke-Schoenenborn-1.html#msg86773

Nein, der meint das ernst. Unfassbar naiv.

bernhard44
01.01.2013, 11:03
merkwürdig auch das völlige fehlen der Serienmord-Waffen bei der Heilbronner Geschichte!

Hellangel
01.01.2013, 18:57
merkwürdig auch das völlige fehlen der Serienmord-Waffen bei der Heilbronner Geschichte!

Das ist doch komplett abgehandelt. Es waren eine Tokarew TT-33 (http://de.wikipedia.org/wiki/Tokarew_TT-33) und eine Radom VIS 35 (http://de.wikipedia.org/wiki/Pistolet_Vis_wz._35) die man in der Wohnung in Zwickau "gefunden" hat.

http://www.sueddeutsche.de/politik/zwickauer-terrorzelle-die-spur-der-waffen-1.1274430-2
http://de.wikipedia.org/wiki/Polizistenmord_von_Heilbronn

bernhard44
01.01.2013, 19:02
Das ist doch komplett abgehandelt. Es waren eine Tokarew TT-33 (http://de.wikipedia.org/wiki/Tokarew_TT-33) und eine Radom VIS 35 (http://de.wikipedia.org/wiki/Pistolet_Vis_wz._35) die man in der Wohnung in Zwickau "gefunden" hat.

http://www.sueddeutsche.de/politik/zwickauer-terrorzelle-die-spur-der-waffen-1.1274430-2
http://de.wikipedia.org/wiki/Polizistenmord_von_Heilbronn

weiß ich doch! Bestätigt nur nochmal meine Feststellung!

Hellangel
01.01.2013, 19:34
Ich habe mir oben das Frontal24 Video angeschaut. Dort wird ab 4:20 min. die eine "Mörder"-Ceska, inkl. verschmorten Griff durch den Brand gezeigt:

33122

Auf dem Schlitten, direkt neben dem Auswurf ist eine Nummer eingestanzt. Ist das die Seriennummer? Wenn ja, kann ich dort die Zahlen 327590 oder xx759x erkennen. Diese ist aber auf dieser Liste garnicht aufgeführt.

Nächste Waffe:
Die Tatwaffe des deutschen «Döner-Killers» kommt aus Solothurn

33123
BILD Quelle BKA Fahndungsfoto, Seriennummer: 034673

http://www.aargauerzeitung.ch/blaulicht/die-tatwaffe-des-deutschen-doener-killers-kommt-aus-solothurn-6405909

Nun schauen wir uns die Seriennummern auf dieser "lustigen" Liste vom Schweizer Waffenhändler von fantalist an: Seriennummer Nr. 034671 und Nr. 034678

http://s1.directupload.net/images/130101/zub8mtgo.jpg

Nereus
02.01.2013, 04:03
Ich habe mir oben das Frontal24 Video angeschaut. Dort wird ab 4:20 min. die eine "Mörder"-Ceska, inkl. verschmorten Griff durch den Brand gezeigt:

33122

Auf dem Schlitten, direkt neben dem Auswurf ist eine Nummer eingestanzt. Ist das die Seriennummer? Wenn ja, kann ich dort die Zahlen 327590 oder xx759x erkennen. Diese ist aber auf dieser Liste garnicht aufgeführt.

Nächste Waffe:
Die Tatwaffe des deutschen «Döner-Killers» kommt aus Solothurn

33123
BILD Quelle BKA Fahndungsfoto, Seriennummer: 034673

http://www.aargauerzeitung.ch/blaulicht/die-tatwaffe-des-deutschen-doener-killers-kommt-aus-solothurn-6405909

Nun schauen wir uns die Seriennummern auf dieser "lustigen" Liste vom Schweizer Waffenhändler von fantalist an: Seriennummer Nr. 034671 und Nr. 034678

http://s1.directupload.net/images/130101/zub8mtgo.jpg

Ist bekannt:

Hier der Schweizer Polizeibericht vom 21.6.2010 (klick) (http://www.polizeibericht.ch/ger_details_27645/Schweiz_Derendingen_SO_9_Morde_in_der_Parallelgese llschaft_-_Die_Spur_fuehrt_in_die_Schweiz_-__300000_Euro_Belohung_-_Fahndung_nach_der_Tatwaffe_Ceska_Modell_83.html) mit den Nummern der verschwundenen 8 (acht) Ceskas 83 SD 7,65 mm.

Die vom BKA gezeigte Vergleichswaffe mit der Nummer 034673 auf Lauf und Verschußstück (rot umrandet) wurde natürlich nicht gesucht, sondern stammt vermutlich aus der Lieferung von 31 Ceskas dieses Typs an das MfS der DDR („Stasi“), die später von BRD-Amtsstellen übernommen wurden.

Die im frontal21-Video ab 4:20 min. gezeigte Ceska mit der Nummer 027690 ist auch nur eine Vergleichswaffe, keine Tatwaffe, und wurde nicht gesucht, daher ist sie, wie die BKA-Ceska 034673, nicht in der Liste der gesuchten Ceskas aufgeführt.

Fatalist kopierte nur die Verkaufsliste vom Waffenhändler Franz Schläfli, der einige Ceskas als Zwischenhändler von dem tschechischen Importeur Luxik übernommen hatte. Schläfli verkaufts dann zwei Stück aus dieser Lieferung mit den Seriennummern Nr. 034671 und Nr. 034678 an einen Anton G., der beim Spiegel Peter G. genannt wird. Diese beiden Waffen sind zwei von den 8 gesuchten und stehen in der BKA-Suchliste, weil Anton alias Peter G. früher immer behauptet hatte, er hätte sie „nie von der Post erhalten“, oder „sie müssen ihm gestohlen worden sein“ usw. Nun wurde die in Zwickau im Brandhaus gefundene Ceska mit dem Futural, nach Sichbarmachung der rausgeschliffenen Nummer, als eine der gesuchten Ceskas mit der Nummer 034678 aus dem früheren Besitz Anton oder Peter G.s identifiziert.
Sie läßt sich leicht mit der BKA-Ceska verwechseln, weil diese die letzte Nummer 3 und die Futural-Ceska die letzte Nummer 8 hat, sonst ist die Zahlenfolge gleich.
Mit einer von den „8 untergetauchten“ Waffen wurde die Mordserie durchgeführt und genau eine von den zwei, von Anton oder Peter G. gekauften, soll es gewesen sein.
Der Knoten im Faden ist vermutlich bei den 8 verschwundenen Ceskas zu finden und den Ausreden und Abstreitungen ihrer Käufer und Strohleute für andere.

Die Spur der Ceska: 18.11.2012 DER SPIEGEL (klick) (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/die-spur-der-nsu-tatwaffe-ceska-zbrojovka-83-a-867818.html)

Als ich mir das frontal21-Video noch mal ansah, wurde ich durch Schläflis-Haarschnitt irgendwie an B. A. und das A-Team erinnert. Andere mögen dabei auch an Gladio denken?


http://www.youtube.com/watch?v=lNEnyzJp6ks

fatalist
02.01.2013, 06:26
Das ist doch komplett abgehandelt. Es waren eine Tokarew TT-33 (http://de.wikipedia.org/wiki/Tokarew_TT-33) und eine Radom VIS 35 (http://de.wikipedia.org/wiki/Pistolet_Vis_wz._35) die man in der Wohnung in Zwickau "gefunden" hat.

http://www.sueddeutsche.de/politik/zwickauer-terrorzelle-die-spur-der-waffen-1.1274430-2
http://de.wikipedia.org/wiki/Polizistenmord_von_Heilbronn


weiß ich doch! Bestätigt nur nochmal meine Feststellung!

Warum wurde in Heilbronn beim Doppelkopfschuss auf Michele Kiesewetter und Kollegen nicht die CESKA-Dönermordwaffe von den mutmasslichen Mördern Uwe B. und Uwe M. verwendet?

Meine Vermutung: Weil die CESKA damals (2007) noch in der Villa in der Schweiz lag, Nähe Bodensee.


21.08.11
Döner-Morde: Aufklärung verhindert
Nürnberg - Offenbar hat ein Informant angeboten, die Tatwaffe der „Döner-Morde“ zu liefern. Weil die Ermittler seine Bedingungen nicht akzeptierten, soll er untergetaucht sein. http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern-lby/doener-morde-informantangeblich-untergetaucht-1369653.html

Habe ich hier schon mehrfach verlinkt. Da scheiterte gar nichts... der VS kam 2011 an die Dönermordwaffe. Er kam auch an die Tatwaffen aus Heilbronn heran.
NSU (2): Wie die Dönermord-Waffe nach Zwickau kam (http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-2-wie-die-donermord-waffe-nach.html)

Der Fall NSU hat das Potential, den BRD-Rekord zu brechen, das längste Strafverfahren aller Zeiten zu werden, und dann müsste er länger als 17 Jahre laufen: 4 Prozesse, 3 Verurteilungen, 3 Urteilsaufhebungen, zum Schluss 1991 ein Freispruch.

Die Mordwaffe lag 15 Jahre versteckt im Tresor des Berliner Verfassungsschutzes, beim Schmücker-Mord.


Wie gefällt Ihnen zum Beispiel dieses Zitat zum Thema "Mord an Ulrich Schmücker" (http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Schm%C3%BCcker)

Unter anderem war die Tatwaffe, eine Luger-Pistole (http://de.wikipedia.org/wiki/Pistole_08), am Tag nach dem Mord in die Hände desVerfassungsschutzes gelangt, wo sie anschließend für 15 Jahre in einem Tresor (http://de.wikipedia.org/wiki/Tresor) versteckt und dies absichtlich vor den Strafverfolgungsbehörden verheimlicht wurde.

Immerhin der längste Strafprozess in der Geschichte der BRD, 17 Jahre, 4 Verfahren,
3 Verurteilungen und 3 Urteilsaufhebungen. Am Ende 1991 Freispruch und Entschädigung:

Ingeborg Tepperwein, Vorsitzende Richterin der 18. Strafkammer, begründete die Einstellung mit „Mitwirkung und Einwirkung des Landesamtes für Verfassungsschutz“. Nach Überzeugung des Gerichtes war der Verfassungsschutz erheblich mitschuldig am Tod Ulrich Schmückers.


Terror selbstgemacht... Made bei BRD "Tiefer Staat"? http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-7-gerichtsverfahren-beweisen.html



Das "Ding NSU" ist noch lange nicht gegessen, Beate Zschäpe ist ja noch jung ;)

fatalist
02.01.2013, 07:03
Diese beiden Waffen sind zwei von den 8 gesuchten und stehen in der BKA-Suchliste, weil Anton alias Peter G. früher immer behauptet hatte, er hätte sie „nie von der Post erhalten“, oder „sie müssen ihm gestohlen worden sein“ usw. Nun wurde die in Zwickau im Brandhaus gefundene Ceska mit dem Futural, nach Sichtbarmachung der rausgeschliffenen Nummer, als eine der gesuchten Ceskas mit der Nummer 034678 aus dem früheren Besitz Anton oder Peter G.s identifiziert.

Das sind alles ungesicherte Informationen!
Merkst Du gar nicht, wie Du das Spiel der Dienste mitspielst und dadurch unbeabsichtigt selber desinformierst?
Warum liest Du deine verlinkten Quellen nicht gründlich durch?


Konzentriere Dich doch mal auf die Fakten! Auf die gesicherten Fakten!

1. Von den 55 produzierten Waffen CESKA 83 SD gingen 24 an Schweizer Waffenhändler und 31 an die STASI (Jürgen Elsässer, @Nereus).
Stimmt das?
Schau Dir deinen eigenen Link an: http://www.polizeibericht.ch/ger_details_27645/Schweiz_Derendingen_SO_9_Morde_in_der_Parallelgese llschaft_-_Die_Spur_fuehrt_in_die_Schweiz_-__300000_Euro_Belohung_-_Fahndung_nach_der_Tatwaffe_Ceska_Modell_83.html
Was steht da über das Produktionsjahr?


Die fragliche Tatwaffe der Marke Ceska ist eine Spezialanfertigung mit einem verlängertem Lauf und einem Schalldämpfer.

Es gibt weltweit nur 55 Exemplare, die im Jahr 1993 in der Tschechai hergestellt wurden. 31 der Pistolen gingen nach Deutschland. 24 der Waffen verkaufte der tschechische Hersteller Ceska Zbrojovka an den schweizerischen Waffenimportör LUXIK in Derendingen SO.

Hausdurchsuchungen in der Schweiz

Die Tatwaffe Pistole Ceska, Modell 83, Kaliber 7,65 Mm., ist gemäß jüngsten Ermittlungen des BKA eine der Waffen, die bei einer Lieferung von 24 Pistolen dieses Typs (jeweils mit Schalldämpfer) im Jahr 1993 vom tschechischen Hersteller Ceska Zbrojovka an den schweizerischen Waffenimportör LUXIK in Derendingen versandt worden war.

Die nach Deutschland exportierten Pistolen kommen aus nicht näher bezeichneten Gründen "nicht in Frage" (vermutlich Polizeiwaffen oder Ähnliches). 16 weitere Waffen aus dieser Spezial-Kleinserie konnten inzwischen ermittelt und beschossen werden. Sie scheiden als Tatwaffe definitiv aus.

Von den restlichen 8 Waffen fehlt bislang jede Spur.

Gab es 1993 eine STASI in der BRD?
Die überraschende Antwort lautet NEIN.
Elsässer und @Nereus erzählen also Blödsinn, oder der Schweizer Polizeibericht ist Blödsinn.
Such es Dir aus ;)



2. Warum? Sie scheiden als Tatwaffe definitiv aus.
Weil man die herausgeschliffene Seriennummer der in Zwickau aufgefundenen Dönermordwaffe rekonstruiert hat?
Wo bitte ist der Beweis für die Seriennummer auf der Zwickauer Ceska?
Offizielles Dokument des BKA, wo ist es?



3. Du schreibst:

weil Anton alias Peter G. früher immer behauptet hatte, er hätte sie „nie von der Post erhalten“, oder „sie müssen ihm gestohlen worden sein“ usw

Du verlinkst aber einen SPON-Artikel, nämlich diesen hier:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/die-spur-der-nsu-tatwaffe-ceska-zbrojovka-83-a-867818.html

Was steht dort zum Verbleib der CESKAS von Anton"Peter" G. ???


Dort erstand sie der Schweizer Peter G., der sie im Auftrag seines Landsmanns Hans-Ulrich M. beschafft haben soll.Peter G. sagte den Ermittlern, er habe sich anfangs gewundert, denn "in der Schweiz ist es kein Problem, Waffen zu kaufen". Doch M. habe ihm dann gesagt, dass er sie nach Deutschland verkaufen wolle. "Ich fragte dann, ob es für die Deutschen schwierig sei, an Waffen zu kommen. M. sagte dann, für bestimmte Kreise eben sehr. Weiter erwähnte er noch, dass es nun besser sei, wenn ich jetzt nicht mehr weiter Fragen stellen würde und nichts mehr darüber wissen möchte."

Hans-Ulrich M. bestreitet den Kauf - und die Aussage Peter G.s.

Das ist nicht "weiss ich nicht", und das ist auch nicht "wurden mir gestohlen".
Das ist Kloakenjournalismus, völlig irrelevant.


4. Hättest Du den SPON-Artikel gründlich gelesen, wäre Dir aufgefallen, steht nämlich ganz oben:


Die Waffe lag im Brandschutt der explodierten Wohnung in der Frühlingsstraße 26 in Zwickau, angekokelt, aber noch schussbereit: die Pistole der Marke Ceska Zbrojovka, Modell 83, Waffennummer 034678, Kaliber 7,65 mm Browning mit aufgeschraubtem Schalldämpfer.

Der Artikel ist vom 18.11.2012, also etwa eine Woche nach Auffinden der Waffe.
Damals war das Beschussgutachten also bereits fertig?

Wo bitte ist die offizielle Bestätigung des BKA, dass exakt diese CESKA die Mordwaffe war?
Ich habe davon noch niemals gelesen... hast Du es?

Nix für ungut, @Nereus, aber wir drehen uns hier nur noch im Kreis, und das ist so gewollt!

fatalist
02.01.2013, 07:19
Weil ich gerade so schön in Fahrt bin:


Aktualisiert am 10.12.11, um 04:12
Mordwaffe des Zwickauer Terrortrios stammt aus der Schweiz http://www.aargauerzeitung.ch/blaulicht/mordwaffe-des-zwickauer-terrortrios-stammt-aus-der-schweiz-117231351

Dort steht zur Herkunft der angeblichen Mordwaffe etwas völlig anderes:


Die bei Morden an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer verwendete Ceska, Modell 83, sei in den 1990er Jahren in der Schweiz von einem inzwischen verstorbenem Waffenliebhaber gekauft worden. Die Witwe des Mannes habe Verwandte in Thüringen.

Ich zitiere das nur deshalb um zu zeigen, dass an der ganzen NSU-Geschichte überhaupt nichts stimmt.
Ein "inzwischen Verstorbener" kann weder behaupten, eine Waffe verloren zu haben, noch kann er sie an Jemanden weiterverkauft zu haben behaupten.

Tot ist tot.

Daher meine Bitte: Um nicht noch mehr zu verwirren, nur offizielle Dokumente verwenden!
Die Zeitungen schreiben nur das, was ihnen irgendjemand steckt. Jede Art von Desinfo und Ablenkung!


Ein inzwischen Inhaftierter, der im Verdacht steht, 2001 oder 2002 als Kurier des früheren NPD-Funktionärs W. der Terrorzelle eine Waffe verschafft zu haben, soll in den nächsten Tagen alle 19 Waffen der Terrorbande gezeigt bekommen. Die Fahnder erhofften sich davon eine Identifizierung der Waffe, die er den Terroristen ins Versteck gebracht haben soll.

Das ist AIDS-Hilfe Schwuli Carsten Schulze, und W. ist Wohlleben, der aber schweigt.

Damals war den dummen Journalisten noch nicht einmal aufgefallen, dass sie mit ihrem Bericht den NSU massiv entlasten:
Mit einer 2001 oder 2002 erhaltenen Waffe konnten sie keinen Dönermord im Jahr 2000 begehen.

Woher hatten die Zeitungen die Infos, diese Waffenübergabe 2001/2002 betreffend?
Wer hatte Zugang zum inhaftierten Ex-V-Mann Carsten Schulze?

Sicher sein Anwalt, und das BKA.
War das BKA zu blöde um zu wissen, dass so eine Info an die Presse der helle Wahnsinn war, weil die Info total entlastend war?
Sicher nicht.

Was folgert man daraus???

Hellangel
02.01.2013, 08:21
Vielen Dank nochmal für die Aufklärung :)

Aber dieses muss den Ermittlern auch aufgefallen sein und Carsten S. "korrigierte" seine Aussage vermutlich gegen den Deal, wieder frei gelassen zu werden:


Der Thüringer Carsten S. war Mitglied im “Thüringer Heimatschutz” und lernte dort das Zwickauer Trio Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe kennen. Er wäre eine “maßgebliche Kontaktperson” während deren Flucht in den Jahren 1999 und 2000 gewesen. “Zwischen Herbst 1999 und Sommer 2000 habe er den Untergetauchten die Waffe geliefert.” (tagesschau (http://www.tagesschau.de/inland/neonaziterrorhelfer100.html)) Nachdem S. dem Trio die Mordwaffe der Marke “Ceska” übergab, stieg er im Oktober 2000 aus der rechten Szene aus und kommt kurz darauf in ein Aussteigerprogramm des Verfassungsschutzes.

Nach dem Auffliegen des Trios im November 2011 wird er verhaftet, jedoch nach einem Antrag der Generalbundesanwaltschaft 2012 freigelassen.Der Generalbundesanwalt verteidigt seine Freilassung:

“Der Beschuldigte hat sich umfassend zum Tatvorwurf eingelassen und entscheidend zur Tataufklärung beigetragen. Er hat sich glaubhaft von rechtsradikalem Gedankengut abgewandt und seit spätestens 2001 keine Kontakte mehr in rechtsextremistische Kreise.” (Generalbundesanwalt (http://www.generalbundesanwalt.de/txt/showpress.php?newsid=443))

S. befindet sich jetzt in einem Zeugenschutzprogramm.

Kommentar

Die Beschwichtigungen des Generalbundesanwalt sind abwegig: Carsten S. trug trotz seiner Kenntnisse aus freien Willen weder dazu bei die Ceska-Mordserie zu stoppen, noch die Täter festzunehmen. Erst während seiner dreimonatigen Untersuchungshaft Anfang 2012, sprach er über die Auslieferung der Ceska an das Trio und offenbar über ihre rechtsextreme Gesinnung. Es bleibt zu fragen, ob es ein “Geschäft” zwischen Carsten S. und dem Generalbundesanwalt gibt?

http://friedensblick.de/3328/portrait-des-ceska-lieferanten-carsten-s/

Ohne diese Aussage Carsten S. wäre das ganze Kartenhaus der GBA zusammengefallen...

fatalist
02.01.2013, 09:23
Vielen Dank nochmal für die Aufklärung :)

Aber dieses muss den Ermittlern auch aufgefallen sein und Carsten S. "korrigierte" seine Aussage vermutlich gegen den Deal, wieder frei gelassen zu werden:

Ich habe das nochmals nachgeprüft. Ich lag da falsch:
Es gab 2 übergebene Waffen, wenn man den Angeklagten glauben mag:

2001/2002 eine Waffe an den NSU durch Holger Gerlach:
http://www.tagesspiegel.de/images/nsu_dapd/6674780/2-format1.jpg (http://www.tagesspiegel.de/politik/archivaufnahme-der-mutmassliche-rechtsextremist-holger-gerlach-wird-in-karlsruhe-auf-dem-gelaende-des/6674780.html)
Archivaufnahme: Der mutmaßliche Rechtsextremist Holger Gerlach wird in Karlsruhe auf dem Gelände des Bundesgerichtshofes (BGH) von Polizeibeamten der Polizei aus einem Hubschrauber... - FOTO: DAPD

http://www.tagesspiegel.de/politik/neonazi-zelle-mutmasslicher-nsu-helfer-auf-freiem-fuss/6674762.html

Die Anklage hatte die von Holger G. im Jahr 2001 oder 2002 besorgte Waffe als Beihilfe für die spätere Überfälle und Morde der Terrorgruppe gewertet. Dafür sieht der Strafsenat „keine tragfähigen Anhaltspunkte“. Die Waffe habe nach bisherigen Erkenntnissen bei keiner der Taten eine Rolle gespielt. Nach Ansicht der Richter hat die Übergabe der Pistole die Vorhaben der NSU in keiner Weise „erleichtert oder gefördert“

Die "eigentliche CESKA" hat Carsten Schulze, "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" war es die Dönermord-Ceska, erst ebenfalls 2001/2002 an den NSU überbracht, dann später änderte CArsten S. die Aussage auf "1999/2000. So hat er es in U-Haft ausgesagt. http://www.tagesschau.de/inland/neonaziterrorhelfer100.html

Carsten Schulze wurde aber erst im Februar 2012 verhaftet.

Im Dezember 2011 stand aber schon die Geschichte von Holger G.erlach und der Waffe an den NSU "2001/2002" in den Medien.
Jedem nicht völlig Verblödeten muss doch klar gewesen sein, dass das nicht die Dönermordwaffe gewesen sein konnte, da diese Mordserie mit immer derselben Hauptwaffe eben in 2000 begann.

Mir ist kein einziger Bericht darüber bekannt, dass "da doch offensichtlich etwas nicht stimmen kann".
Warum ist das so?


Ohne diese Aussage Carsten S. wäre das ganze Kartenhaus der GBA zusammengefallen...


Daher hat es sie ja auch geändert:



Stand: 01.02.2012
Die Bundesanwaltschaft sieht das ganz anders. Carsten S. soll demnach in Jena im Jahr 2001 oder 2002 eine Schusswaffe und Munition gekauft und über den bereits inhaftierten Ralf Wohlleben und einen weiteren Kurier an die drei Terroristen übergeben haben.
http://www.tagesschau.de/inland/nsu176.html

Preisfrage: Wie hiess dieser "weitere Kurier"?
Is klar ne? Er hiess Holger G.erlach. 100% klar.

Wie gesagt: Nichts stimmt an der Story. Gar nichts.
Desinfo durch mit falschen Fakten gespickte Medien wohin man auch schaut.
Und die Medien bis hin zur tagesschau sind total unkritisch, und das, so ist zu vermuten, mit Absicht.

Jeder Journalist hätte innerhalb einer Minute herausfinden können, dass der erste Dönermord 2000 stattfand, und dass alle 9 Dönermorde mit derselben CESKA begangen wurden, also eine 2001/2002 übergebene Waffe nicht die Tatwaffe sein kann.

Und trotzdem haben sie alle den Scheixx/Lügendreck übernommen.
Das ist kein Zufall.

Gawen
02.01.2013, 10:09
“Zwischen Herbst 1999 und Sommer 2000 habe er den Untergetauchten die Waffe geliefert.” (tagesschau)

Wie, der kann sich nicht mal an die Jahreszeit erinnern? :D

bio
02.01.2013, 11:33
die frage ist, warum sich Carsten S. so grandios selbst belastete:
Entweder drückte ihn sein Gewissen, nachdem er jahrelang vorher schwieg, oder man konnte ihn massiv unter Druck setzen, so dass er sich selbst zum Opfer machte. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass das Gericht seiner Darstellung folgt - ohne ihn zu einer langjährige Haftstrafe zu verurteilen. Darüberhinaus wird er für immer "gebrandmarkt" sein.

Ich könnte mir vorstellen, dass er widerruft. Die Anklage steht dann vor einem Scherbenhaufen.

Karl_Murx
02.01.2013, 12:04
Warum wurde in Heilbronn beim Doppelkopfschuss auf Michele Kiesewetter und Kollegen nicht die CESKA-Dönermordwaffe von den mutmasslichen Mördern Uwe B. und Uwe M. verwendet?

Meine Vermutung: Weil die CESKA damals (2007) noch in der Villa in der Schweiz lag, Nähe Bodensee.

http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern-lby/doener-morde-informantangeblich-untergetaucht-1369653.html

Bei der, wie Du richtig geschrieben hast, die Behauptungen offenbar falsch sind, die Behörden wären nicht auf den Deal eingegangen, den ihnen der türkische Informant mit den Decknamen "Mehmet" angeboten hatte. Der hatte das Angebot gemacht, den Ermittlern der Soko "Bosporus" für die Gewährung von Straffreiheit in einem anderen Fall die in einer Schweizer Villa versteckte Ceska 83, die mutmaßliche Mordwaffe im Fall der Dönermordserie (jedenfalls eine von ihnen) zu beschaffen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80075315.html

Am 5. Juli brachen die Verhandlungen wieder ab. Der Informant warf hin. Endgültig. Kein Wort mehr, aus, vorbei. Dieses Mal wollte er den Kontakt mit der Polizei beenden, ohne Kompromisse.

Der Mann ist Ende zwanzig, er nennt sich Mehmet, bietet spannende Informationen an. Angeblich kann er die Tatwaffe zu der wohl unheimlichsten Mordserie in Deutschland liefern. Er hatte angeboten, in die Schweiz zu fahren, um das Versteck auszuheben. Und er wollte die deutschen Ermittler zu einer romantischen Villa nahe des Bodensees führen, hinter deren Mauern sich angeblich der Schlüssel zur Lösung von neun Tötungsdelikten verbergen soll, den sogenannten Döner-Morden.

Erstmals seit Beginn der Mordserie vor elf Jahren bestand also die Chance, die Taten aufzuklären. Der Informant nannte auch einen Preis: 40 000 Euro und die Umwandlung einer Haftstrafe wegen Fahrens ohne Führerschein in eine Bewährungsstrafe. Doch die Staatsanwaltschaft Nürnberg stellt sich quer.

Nur mal so angenommen, diese Pressemeldung ist falsch bzw. gezielt lanciert, und die Behörden wären doch auf diesen Deal eingegangen: Dann wären sie es bzw. diejenigen, denen von Mehmet tatsächlich die Waffe übergeben wurde, gewesen und nicht die Mitglieder des "NSU", die über die Ceska 83 verfügten, allerdings erst seit diesem Zeitpunkt 2011, lange nach Ende der Dönermorde, und die Frage, wie diese Waffe den Weg in das ausgebrannte Zwickauer Wohnhaus gefunden hat, wäre dann an die deutschen Behörden zu richten?


2006, nach dem Mord an Halit Y., dem 21-jährigen Betreiber eines Internetcafés in Kassel, waren die Ermittler den Tätern sehr nahe gekommen. Es gab sogar Namen, aber dazu fehlten Beweise. Es gab Festnahmen, doch die Verdächtigen musste man wieder laufen lassen, und sie verschwanden Stunden später aus Deutschland, Richtung Schweiz und Türkei. Die Mordserie stoppte, doch von der Ceska fehlt bis heute jede Spur.

Diese Aussagen passen hier wie der Schlüssel zum Schloß. Zum Zeitpunkt des 22. Augustes 2011 sprach auch noch niemand von einem "NSU" und einer "rechtsextrem und ausländerfeindlich motivierten Mordserie". Das inszenierte man erst nach dem Auffinden der beiden getöteten Uwes im Eisenacher Wohnmobil.

Was in diesem im Sommer 2011 erschienen SPON-Artikel noch besonders hervorzuheben ist, wären erstens die mutmaßliche Verwicklung von Mehmet in einen der Morde, die grotesk unglaubwürdig zu nennende Begründung für die angebliche Ablehnung der Justizbehörden, auf den angeboten Deal einzugehen, und vor allem die Verbindungen von Mehmet zum Verfassungsschutz und seine Tätigkeit als V-Mann:


In einen der neun Morde war Mehmet selbst verstrickt. Trotzdem sicherten ihm Soko und Staatsanwaltschaft Straffreiheit zu, außerdem die Übernahme seiner Anwaltskosten und 40 000 Euro. Zahlbar bei Übergabe der Ceska. Ein gutes Angebot für den Mann, der pleite war und aus der Organisation aussteigen wollte.

Doch an jenem 5. Juli stellte Mehmet eine weitere Bedingung: eine Umwandlung seiner Haftstrafe zu einer Bewährungsstrafe. Das Delikt: ein gefälschter Führerschein.

Jetzt muß man doch als Beobachter ernsthaft fragen: Welches Delikt wiegt hier schwerer, die mutmaßliche Verstrickung in einen Mord, oder der Besitz eines gefälschten Führerscheins? Die Frage sollte doch klar sein. Trotzdem waren Soko und Staatsanwaltschaft bereit, Mehmet Straffreiheit zuzusichern, bevor dieser die zweite vergleichsweise läppisch zu nennende Forderung vorbrachte.


Als Spitzel des Verfassungsschutzes will Mehmet Jahre zuvor einen Führerschein erhalten haben, der sich bei einer Verkehrskontrolle als Fälschung herausstellte. Ein Amtsgericht in der Provinz verurteilte ihn deshalb zu sechs Monaten Freiheitsentzug. Weil noch eine Bewährung in anderer Sache offen war, soll er nun für zwei Jahre in den Knast. Die Story vom Geheimdienstspitzel hatte man ihm nicht geglaubt.

Tatsächlich aber war während der Verhandlung ein Mann in dem kleinen Gerichtssaal erschienen und hatte fleißig mitgeschrieben. Mehmet hatte den Richter sogleich darauf hingewiesen, er kenne den Besucher: Es handele sich um einen Beamten des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV). Als der Vorsitzende die Personalien des Mannes wissen wollte, verschwand der ohne ein Wort.

Mehmets Anwalt hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Von den Ermittlern der Soko "Bosporus" wollte Mehmet dann die Zusage, dass seine Haftstrafe in zweiter Instanz zur Bewährung ausgesetzt werde, wenn er die Waffe aus der Schweiz besorge. Doch die Nürnberger Staatsanwaltschaft stellte sich stur. Mordserie hin oder her, die Justiz pochte auf eine strenge Verurteilung des Angeklagten.

Man könne ein Empfehlungsschreiben an den Richter schicken, in dem Mehmets Mitarbeit bei der Soko "Bosporus" gelobt werde - mehr aber, so hieß es, sei nicht drin. Gegenüber Mehmets Verteidiger soll der zuständige Richter erklärt haben, ein wie auch immer geartetes Schreiben sei ihm "scheißegal". Er lasse aber angesichts des möglichen Fahndungserfolgs der Soko mit sich reden, wenn eine Anweisung "von oben" komme, also vom Justizministerium. Doch die, teilten die Soko-Beamten schließlich mit, werde es auf keinen Fall geben.

Die Verwicklung des hessischen Verfassungsschutzbeamten Andreas Temme in den letzten Dönermordfal ist hier nun oft genug behandelt worden:

Als Halit Y. am 6. April 2006 erschossen wurde, saß in einer Nische des Gastraums ein Mann, der später als Beamter des hessischen Verfassungsschutzes identifiziert wurde. Als die Soko von dem mysteriösen Besucher erfuhr, stellte sie Fragen - und erfuhr von den Geheimdienstkollegen, der Mann habe in dem Café in seiner Freizeit im Internet gesurft, er sei einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen.

Das BfV verweist Mehmets Informationen über den Mord in Kassel in das Reich der Märchen. An dieser Geschichte sei nichts, aber auch gar nichts dran, alles frei erfunden, ließ die Behörde mitteilen.

Natürlich. Der damals noch amtierende Präsident des BfV Heinrich Fromm ist auch nur von ungefähr und rein zufällig heute seines Amtes verlustig gegangen.



Somit kann man Dir nur zustimmen:


Habe ich hier schon mehrfach verlinkt. Da scheiterte gar nichts... der VS kam 2011 an die Dönermordwaffe. Er kam auch an die Tatwaffen aus Heilbronn heran.[/FONT][/COLOR]
NSU (2): Wie die Dönermord-Waffe nach Zwickau kam (http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-2-wie-die-donermord-waffe-nach.html)


http://kambodscha-pnh.blogspot.de/2012/12/nsu-2-wie-die-donermord-waffe-nach.html

Ist die in Zwickau aufgefundene CESKA 83 mit Schalldämpfer tatsächlich die Dönermordwaffe?

Um diese Frage zu beantworten, muss man zunächst in die Zeit vor dem 4.11.2011 zurückgehen, als der NSU noch nicht "aufgeflogen" war, und sich die Fahndung des BKA nach der Mordwaffe anschauen. Gesucht wurden die 24 Ceskas vom Schweizer Händler.

Links das Fahndungsplakat vom BKA.
Quelle SPIEGEL

Den Text gibt es hier:
http://www.e110.de/index.cfm?event=page.detail&cid=6&fkcid=6&id=48896

Es wurden 16 der 24 "Schweizer" Ceskas gefunden und getestet, die Merkmale auf Hülsen und Patronen waren fast identisch.
Daher war schon 2006 klar, dass die Dönermorde mit einer solchen Ceska 83 begangen worden sein mussten, und man suchte daher die bislang nicht gefundenen Waffen (8 von 24).



Alles vor dem 4.11.2011...

Jetzt die Preisfrage: Wurde die in Zwickau gefundene Ceska beschossen, also nach dem Auffinden sachkundig im Labor des BKA getestet?

Die sicher viele Leser überraschende Antwort lautet: NEIN

Warum nicht? Nun, es ging nicht, offizielle Begründung:
Die Waffe war beschädigt, durch den Brand verzogen.

Wo ist also der Beleg für die lauthals verkündet Behauptung, es handele sich um die Mordwaffe der Dönermordserie?


Nebenbei erwähnt: Es wurden 2 verschiedene Sorten Munition bei den Dönermorden verwendet, und Hülsen fand man nur bei den ersten 3 Morden. Danach nicht mehr. Man hatte also fast nur die Projektile aus den Köpfen der Opfer...

Für sich genommen schon ein Beleg, daß man es zumindest mit zwei Tätern oder Tätergruppen zu tun hat.

Wie könnten diese Waffen, von der die Behörden und die Medien ohne jeden Nachweis behaupten, es handele sich um die Tatwaffe, also in das abgebrannte Zwickauer Wohnhaus gelangt sein?


Hier gibt es zwei Varianten: Eine offizielle, die Gegenstand der Anklage gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohleben, Carsten Schulze, Holger Gerlach und Andre Eminger ist, Prozess wohl bald in München, und eine inoffizielle.
Die beiden mutmasslichen Mörder sind tot, können demnach wenig zur Wahrheitsfindung beitragen. Ob das bedauerlich ist, tja das ist so eine Frage... kommt auf den Standpunkt an.

Für diejenigen, welche die Story einer ausländerfeindlichen rechtsextremen Terrorzelle namens "NSU" verbreiten, kommt diese Tatsache jedenfalls sehr gelegen.


Die offizielle Version


Wohlleben Quelle: WELT.de
Der NPD-Mann Ralph Wohlleben aus Jena, von wo auch die 3 NSU-ler stammten, besorgte die Mordwaffe von einem Mitglied des Blood&Honour-Netzwerkes, und Wohllebens "Adlatus" Carsten Schulze holte die Waffe dort ab und brachte sie nach Zwickau, wo er sie dem NSU übergab.
Das war "so um 1999/2000", und es war "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Mordwaffe Ceska 83 mit Munition und Schalldämpfer. Exakt so steht es in der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft.

Da gibt es nur ein paar kleine Probleme: Wohlleben schweigt eisern dazu, er sitzt als Einziger (ausser Beate Zschäpe) in U-Haft, und Carsten Schulze ist ein V-Mann des Verfassungsschutzes, der nach dem "passenden" Geständnis auf freien Fuss gesetzt wurde und schon lange bei der AIDS-Hilfe arbeitet.

Daß Schulz zumindest zeitweilig als V-Mann des Verfassungsschutzes unterwegs war und sein Name, der ursprünglich im Bericht des Thüringer Verfassungsschutz erwähnt war, da er in den Vorstand der Thüringer Jungen Nationaldemokraten gewählt wurde, urplötzlich nicht mehr erwähnt wurde, hatte ich hier mehrfach erwähnt.

Die zweite Variante aus Kambodscha:


Wohlleben war möglicher Weise auch ein V-Mann, das behauptet ein Mitglied (ausgerechnet !!! ) der Bundesanwaltschaft: Förster heisst der Mann, und er hat es auch vor dem Untersuchungsausschuss in Berlin ausgesagt.

http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2012/11/nsu-ausschuss-wer-luegt/

War der ehemalige Thüringer NPD-Funktionär Ralf Wohlleben auch V-Mann des Verfassungsschutzes? Diese brisante Frage beschäftigt den Untersuchungsausschuss des Bundestages und den staatlichen Sicherheitsapparat. Bundesanwalt Hans-Jürgen Förster ist sicher, dass der Name des Rechtsextremisten bereits vor zehn Jahren in internen Akten des Verfassungsschutzes auftauchte. Die Behördenspitze bestreitet das.

Erstaunlich, was man nach dem Schreddern Tausender Akten alles noch zu bestreiten wagt...

Wenn das 2. Geständnis (das 1. passte nicht vom Zeitpunkt her, da erfolgte die Übergabe der Waffe noch 2001/2002, die Mordserie begann jedoch schon 2000) des ehemaligen V-Mannes Carsten Schulze stimmen sollte, dann hatten die Uwes vom NSU zumindest die Waffe in Besitz, mit der höchstwahrscheinlich die Dönermorde verübt wurden. Die Mordwaffen von Heilbronn (Polizistin Michele Kiesewetter und Kollege, der überlebte, aber sich nicht erinnern kann) sind ebenfalls im Wohnmobil und in Zwickau gefunden worden. Das "passt" also alles, und die Morde scheinen aufgeklärt. Alle 10. Fall erledigt?

Wir fassen also zusammen: Dem mutmaßlichen V-Mann Ralph Wohlleben fällt nach seiner Festnahme ein, daß er dem "NSU" so "2001/2002" eine Waffe beschafft hat (nebenbei bemerkt, scheint er in seinem Leben Dutzende oder gar Hunderte solcher Waffenübergaben gemacht zu haben, ich jedenfalls wüßte auf den Tag genau, wann ich irgendwann jemandem eine scharfe Pistole besorgt hätte!). Da das aber nicht zur Dönermordserie paßt, die ja schon im Jahr 2000 begann, zieht man auf einmal den ehemaligen "NSU"-Vertrauten und ehemaligen V-Mann des Verfassungsschutz aus dem Ärmel, welcher diese Waffe dem "NSU" übergeben haben will, nach ursprünglicher Aussage auch so "2001/2002). Nach zwei Wochen in U-Haft fällt Schultz auf einmal ein, daß er dem "NSU" ja noch eine Waffe übergeben hat, und zwar so "1999/2000", und zwar (O-Ton Anwalt von Schultz) "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ceska 83 mit Schalldämpfer.[/quote]

Woraus eigentlich zwingend folgt:


Die inoffizielle Theorie ist also diese hier:

Von einem V-Mann aus der türkischen organisierten Kriminalität bekam der Inlandsgeheimdienst, der in der BRD den verwirrenden Namen "Bundesamt für Verfassungsschutz" trägt, im Sommer 2011 die Tatwaffe der Dönermorde zugespielt, gegen 300.000 Euro und Strafnachlass.

Anders Breivik hatte gerade zuvor über 70 junge Norweger abgeschlachtet, und es schien an der Zeit, nach dem verpatzten Islamterror der komplett gescheiterten, geheimdienstlich gelenkten Sauerlandbomber 2010 endlich "echten deutschen rechten Terror" nachzuweisen.
Am Besten ohne neue Morde! Nehmen wir doch einfach unaufgeklärte alte Morde!
Was haben wir denn da??? 9 Döner-Migranten und den Heilbronner Polizistenmord.


Warum brauchte man den deutschen Terror?
Nun, wir haben jetzt eine "Extremistendatei", das grundgesetzliche Trennungsgebot zwischen Geheimdiensten und Polizei ist längst aufgehoben, die "GESTAPO 2.0" ist längst auf dem Weg.
Das Internet erfreut sich aktuell grossartiger neuer Überwachungen. Samt Schnittstelle zu den Providern für alle Polzei/Staatsschutz/Geheimdienste ganz ohne richterliche Beschlüsse, so ist es geplant. "Telekommunikationsgesetz" für die Googler ;) Auch hier im Blog zu finden...

Diese Waffe platzierte man dann in Zwickau, und ex V-Mann Carsten Schulze lieferte das passende Märchen einer Waffenübergabe mit Schalldämpfer im Jahr 1999.

Die beiden "Mörder" sind ja tot, sie können sich nicht mehr verteidigen. Praktisch.

Hellangel
02.01.2013, 12:08
Preisfrage: Wie hiess dieser "weitere Kurier"?
Is klar ne? Er hiess Holger G.erlach. 100% klar.

Wie gesagt: Nichts stimmt an der Story. Gar nichts.
Desinfo durch mit falschen Fakten gespickte Medien wohin man auch schaut.
Und die Medien bis hin zur tagesschau sind total unkritisch, und das, so ist zu vermuten, mit Absicht.

Soweit klar, fatalist.

Lass uns bitte mal etwas in die Vergangenheit reisen. Ich möchte versuchen, den Kreis zu schließen, die auf diese anfänglichen "Bosporus"-Berichte aus dem SPON und Lichtblick basieren, weil ich hier den "wahren" Grund für die Morde sehe:

Düstere Parallelwelt (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html)

Der Kieswetter-Mord (http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=11&File=201150120924.htm)

Mehmet legt falsche Fährte (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80075315.html)

Aussage von Mehmet (http://friedensblick.de/3090/die-aussagen-des-polizei-informanten-mehmet/)

Laut Aussage der StA war der letzte Kontakt zum Mehmet am 05. Juli 2011. Nehmen wir mal an, die Waffe/n wurden von Mehmet, wie du schon sagstes, übergeben.
Damit hatten die Ermittler einer der wichtigen Beweise in der Hand, um 9 ungeklärte Morde aufzudecken. Zeitgleich wurde Druck auf die rechte politsche Zene
ausgeübt, was den "Grauen Wölfe" nur Recht ist und eine rechte "terroristische Bedrohungslage" in Deutschland, worauf man beliebte Überwachungsmechanismen einführen kann, u.v.m.

Nur ein paar Monate später, am 4. November 2011 wurde Mundlos mit einem "Schuss ins Gesicht" (selbst) getötet, Böhnhard von hinten (als er eventl. flüchtete). Wobei der erste Obduktionsbericht auch von zwei Kopfschüssen berichtete, was später auf die Selbstmordgeschichte korrigiert wurde.( Bis heute fehlt ein “abschließendes waffentechnisches Gutachten zur Selbsttötung und auch der Abschlussbericht über die Obduktion der beiden Toten”) (http://friedensblick.de/1046/nsu-wesentliche-ungereimtheiten/). Die dritte Person legte (vermutlich) die Polizeiwaffen in das Wohnmobil, zündete es an, um die DNA-Spuren zu verwischen und flüchtete (Mann beim Verlassen des Wohnwagens von Zeugen gesehen) und schoss beim Verlassen des Mobils auf die herannahende Polizei, damit er unerkannt wegrennen konnte.

Aber wie kommen nun die Ceska, die also nie vor dem 5. Juli 2011 dem Trio gehören konnten, in das brennene Haus? Das ist der einzige Bogen, den ich nun in dieser Geschichte nicht gespannt bekomme.
Oder bekommt das Trio vorher "andere" Ceskas geliefert, aber nicht die Mord-Ceska von Mehmet. Also die "echte" Tatwaffe. Das würde auch das Wirrwar mit den Seriennummern erklären, denn es handelt sich nicht um "Beispielfotos", sondern um die "echten" Funde, die aber mit den Morden nix zutun haben, außer das es das gleiche Fabrikat ist und aus der selben Serie stammt. (Gibt es überhaupt ein Foto von der Ceska 034678?)
Nur jetzt haben wir noch die Waffen Tokarew TT-33 und die Radom VIS 35, die im Zwickauer Haus "gefunden" wurden....

Ich bin mal auf die Anklage und das Verfahren gegen die "NSU"-Helfer gespannt und wie die Anklage ohne balstische Gutachten beweisen möchte, dass die Ceskas für die Morde genutzt wurden?

Hellangel
02.01.2013, 13:23
Bei der, wie Du richtig geschrieben hast, die Behauptungen offenbar falsch sind, die Behörden wären nicht auf den Deal eingegangen, den ihnen der türkische Informant mit den Decknamen "Mehmet" angeboten hatte. Der hatte das Angebot gemacht, den Ermittlern der Soko "Bosporus" für die Gewährung von Straffreiheit in einem anderen Fall die in einer Schweizer Villa versteckte Ceska 83, die mutmaßliche Mordwaffe im Fall der Dönermordserie (jedenfalls eine von ihnen) zu beschaffen.

Es hätte doch theoretisch gereicht, wenn die Beamten wussten, wo sich die Mordwaffe befindet. Solange sie in einem Safe irgendwo in der Schweiz liegt, kann sie keine weiteren Menschen umbringen und hätten auch so mehrere tausend Euros "gespart". Da die Beamten nun durch die Morde sensibel auf die "Ceska 83" wurden, wäre auch niemand auf die Idee gekommen, diese über die Grenze zu verbringen....


Nur mal so angenommen, diese Pressemeldung ist falsch bzw. gezielt lanciert, und die Behörden wären doch auf diesen Deal eingegangen: Dann wären sie es bzw. diejenigen, denen von Mehmet tatsächlich die Waffe übergeben wurde, gewesen und nicht die Mitglieder des "NSU", die über die Ceska 83 verfügten, allerdings erst seit diesem Zeitpunkt 2011, lange nach Ende der Dönermorde, und die Frage, wie diese Waffe den Weg in das ausgebrannte Zwickauer Wohnhaus gefunden hat, wäre dann an die deutschen Behörden zu richten?

Wie ich schon es oben ausgeführt hatte, kann es ja um "andere" 83er Ceskas gehandelt haben, die das Trio bekommen hat. Du siehst ja selbst, es interessiert sich keine Sau, ob es eine oder mehrere Ceskas gab....



Diese Aussagen passen hier wie der Schlüssel zum Schloß. Zum Zeitpunkt des 22. Augustes 2011 sprach auch noch niemand von einem "NSU" und einer "rechtsextrem und ausländerfeindlich motivierten Mordserie". Das inszenierte man erst nach dem Auffinden der beiden getöteten Uwes im Eisenacher Wohnmobil.


Die Inszenierung begann schon vorher, in dem man den untergetauchten Trios die Ceskas "untergejubelt" hatte, um ihnen diese Morde anzuhängen. Würde das gelingen, wäre man auch recht nah am erneuten NPD-Verbotsverfahren, welches ja 2003 kläglich gescheitert ist.


Jetzt muß man doch als Beobachter ernsthaft fragen: Welches Delikt wiegt hier schwerer, die mutmaßliche Verstrickung in einen Mord, oder der Besitz eines gefälschten Führerscheins? Die Frage sollte doch klar sein. Trotzdem waren Soko und Staatsanwaltschaft bereit, Mehmet Straffreiheit zuzusichern, bevor dieser die zweite vergleichsweise läppisch zu nennende Forderung vorbrachte.

Es war nicht nur "ein Mehmet", sondern der Vertraute von Sedat Peker, einst Gefolgsmann Çatlis (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html).


Wie könnten diese Waffen, von der die Behörden und die Medien ohne jeden Nachweis behaupten, es handele sich um die Tatwaffe, also in das abgebrannte Zwickauer Wohnhaus gelangt sein?

Die Sachen wurden nach dem Brand in einer Turnhalle deponiert. Diese dann dort "hinzuzufügen" wäre kein Kinderspiel...


Für diejenigen, welche die Story einer ausländerfeindlichen rechtsextremen Terrorzelle namens "NSU" verbreiten, kommt diese Tatsache jedenfalls sehr gelegen.

Natürlich. Beachtet man mal die Ziele, die allein unser Innenminister bissher erreicht hat. Das Problem ist es, dass sie dadurch wieder die radikal-islamischen Gruppierungen ungehindert zunehmen, wie es nun in Bonn der Fall ist (http://www.focus.de/politik/deutschland/report-bonn-das-mekka-der-radikalen_aid_887137.html). Nicht einmal auf diesen Missstand darf man drauf hinweisen, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden.

bio
02.01.2013, 13:38
Soweit klar, fatalist.

Lass uns bitte mal etwas in die Vergangenheit reisen. Ich möchte versuchen, den Kreis zu schließen, die auf diese anfänglichen "Bosporus"-Berichte aus dem SPON und Lichtblick basieren, weil ich hier den "wahren" Grund für die Morde sehe:

Düstere Parallelwelt (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html)

Der Kieswetter-Mord (http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=11&File=201150120924.htm)

Mehmet legt falsche Fährte (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80075315.html)

Aussage von Mehmet (http://friedensblick.de/3090/die-aussagen-des-polizei-informanten-mehmet/)

Laut Aussage der StA war der letzte Kontakt zum Mehmet am 05. Juli 2011. Nehmen wir mal an, die Waffe/n wurden von Mehmet, wie du schon sagstes, übergeben.
Damit hatten die Ermittler einer der wichtigen Beweise in der Hand, um 9 ungeklärte Morde aufzudecken. Zeitgleich wurde Druck auf die rechte politsche Zene
ausgeübt, was den "Grauen Wölfe" nur Recht ist und eine rechte "terroristische Bedrohungslage" in Deutschland, worauf man beliebte Überwachungsmechanismen einführen kann, u.v.m.

Nur ein paar Monate später, am 4. November 2011 wurde Mundlos mit einem "Schuss ins Gesicht" (selbst) getötet, Böhnhard von hinten (als er eventl. flüchtete). Wobei der erste Obduktionsbericht auch von zwei Kopfschüssen berichtete, was später auf die Selbstmordgeschichte korrigiert wurde.( Bis heute fehlt ein “abschließendes waffentechnisches Gutachten zur Selbsttötung und auch der Abschlussbericht über die Obduktion der beiden Toten”) (http://friedensblick.de/1046/nsu-wesentliche-ungereimtheiten/). Die dritte Person legte (vermutlich) die Polizeiwaffen in das Wohnmobil, zündete es an, um die DNA-Spuren zu verwischen und flüchtete (Mann beim Verlassen des Wohnwagens von Zeugen gesehen) und schoss beim Verlassen des Mobils auf die herannahende Polizei, damit er unerkannt wegrennen konnte.

Aber wie kommen nun die Ceska, die also nie vor dem 5. Juli 2011 dem Trio gehören konnten, in das brennene Haus? Das ist der einzige Bogen, den ich nun in dieser Geschichte nicht gespannt bekomme.
Oder bekommt das Trio vorher "andere" Ceskas geliefert, aber nicht die Mord-Ceska von Mehmet. Also die "echte" Tatwaffe. Das würde auch das Wirrwar mit den Seriennummern erklären, denn es handelt sich nicht um "Beispielfotos", sondern um die "echten" Funde, die aber mit den Morden nix zutun haben, außer das es das gleiche Fabrikat ist und aus der selben Serie stammt. (Gibt es überhaupt ein Foto von der Ceska 034678?)
Nur jetzt haben wir noch die Waffen Tokarew TT-33 und die Radom VIS 35, die im Zwickauer Haus "gefunden" wurden....

Ich bin mal auf die Anklage und das Verfahren gegen die "NSU"-Helfer gespannt und wie die Anklage ohne balstische Gutachten beweisen möchte, dass die Ceskas für die Morde genutzt wurden?

Es ist Stoff für einen Geheimdienst-Thriller ..., jedoch haben wir es mit Mit-Menschen zu tun, die brutal hingerichtet wurden.

Böhnhardt hatte einen weg-geschossenen Hinterkopf, jedoch wäre das doch kein Beweis, dass er "von hinten" erschossen wurde, oder? Es kann doch sein, dass die Kugel an der Stirn eintrat und anschließend den Hinterkopf zerstörte.

Im November 2011 wäre laut der Zeitung "tz" ein ballistisches Gutachten der gefundenen Ceska durchgeführt worden, mit dem Ergebnis, dass es die Tatwaffe war.
http://friedensblick.de/3816/ballistischer-test-herkunft-der-ceska-mordwaffe/

Hellangel
02.01.2013, 14:08
Es ist Stoff für einen Geheimdienst-Thriller ..., jedoch haben wir es mit Mit-Menschen zu tun, die brutal hingerichtet wurden.

Böhnhardt hatte einen weg-geschossenen Hinterkopf, jedoch wäre das doch kein Beweis, dass er "von hinten" erschossen wurde, oder? Es kann doch sein, dass die Kugel an der Stirn eintrat und anschließend den Hinterkopf zerstörte.


Die beiden Polizisten berichteten von insgesamt drei Knallgeräuschen. Mundlos hatte den Ermittlungen zufolge seinen Komplizen Böhnhardt am 4. November in dem Wohnmobil mit einem aufgesetzten Kopfschuss getötet, danach das Fahrzeug in Brand gesetzt und sich anschließend selbst erschossen.
Die Auffindesituation im Wohnmobil stütze die Aussage der Beamten, betonte das BKA.

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/neonazi-terror-neue-details-um-tod-der-rechtsterroristen-mundlos-und-boehnhardt_aid_686965.html


Ironie des Schicksals, dass die beiden genauso sterben, nämlich mit einem Kopfschuss, wie die 10 Menschen, denen man deren Mord "beweisen" möchte?


Im November 2011 wäre laut der Zeitung "tz" ein ballistisches Gutachten der gefundenen Ceska durchgeführt worden, mit dem Ergebnis, dass es die Tatwaffe war.
http://friedensblick.de/3816/ballistischer-test-herkunft-der-ceska-mordwaffe/


Diese Tatsache würde nur beweisen, das Mehmet die Waffe gegen Bars ausgehändigt hat. Aber leider nicht, dass das Trio jemals persönlich bei der besagten Waffe abgedrückt hat.
Denn wir erinnern uns, dass Mehmet der Staatsanwaltschaft glaubhaft machen konnte, dass die Ceska in der Schweiz lag. Und in der Schweiz liegt bekanntlich nicht Zwickau, wo sie angeblich liegen sollte....

bio
02.01.2013, 14:20
http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/neonazi-terror-neue-details-um-tod-der-rechtsterroristen-mundlos-und-boehnhardt_aid_686965.html


Ironie des Schicksals, dass die beiden genauso sterben, nämlich mit einem Kopfschuss, wie die 10 Menschen, denen man deren Mord "beweisen" möchte?



Diese Tatsache würde nur beweisen, das Mehmet die Waffe gegen Bars ausgehändigt hat. Aber leider nicht, dass das Trio jemals persönlich bei der besagten Waffe abgedrückt hat.
Denn wir erinnern uns, dass Mehmet der Staatsanwaltschaft glaubhaft machen konnte, dass die Ceska in der Schweiz lag. Und in der Schweiz liegt bekanntlich nicht Zwickau, wo sie angeblich liegen sollte....

Den aufgesetzten Kopfschuss dementierte Leyendecker kurz nach dem Focus-Bericht...
“Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”. Eine Stanzmarke, die bei einem “absoluten Nahschuss” entsteht und dann den Abdruck der Schusswaffe zeigt, konnte, anders als zunächst behauptet wurde, nicht festgestellt werden.” (Quelle: SZ)

Hellangel
02.01.2013, 14:57
Den aufgesetzten Kopfschuss dementierte Leyendecker kurz nach dem Focus-Bericht...
“Anders als es in frühen amtlichen Papieren steht, wurde Böhnhardt nicht durch einen aufgesetzten Schuss in die Schläfe getötet, sondern durch einen Schuss aus kurzer Entfernung, einem “relativen Nahschuss”. Eine Stanzmarke, die bei einem “absoluten Nahschuss” entsteht und dann den Abdruck der Schusswaffe zeigt, konnte, anders als zunächst behauptet wurde, nicht festgestellt werden.” (Quelle: SZ)

Nur was stimmt nun?


Als Ersten legten die Obduzenten Böhnhardt auf den Seziertisch.

Der Kopf des Mannes sei „erheblich deformiert“, notierten die Rechtsmediziner, des Weiteren: „großflächige Verbrennungen an Rumpf und Gliedmaßen“ sowie „Projektilreste im Schädel“. Todesursächlich sei ein „Schuss aus der Nähe“ in die linke Schläfe gewesen, wobei die Waffenmündung „eventuell“ am Kopf angelegen haben könnte. Die Kugel trat auf der rechten Kopfseite aus.

Über Mundlos notierten die Experten: 1,83 Meter groß, 73,1 Kilogramm schwer, Herzgewicht 350 Gramm. Laut Protokoll war seine Schädelhöhle „zerstört und weit aufgerissen“, der Rachen „zerfetzt“. In der Mundhöhle und auf der Zunge fand sich Schmauch. Es handele sich um „typische Kriterien“ für einen Mundschuss, bilanzierten die Mediziner und unterrichteten die Ermittlungsbehörden.
...
REPORT: Beerdigung gestoppt - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/tid-27475/report-beerdigung-gestoppt_aid_820381.html




http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/tid-27475/report-beerdigung-gestoppt_aid_820381.html

Und so soll es gewesen sein:


Beide Schüsse der tödliche für Böhnhardt und der tödliche für Mundlos wurden wohl aus der selben Pumpgun Winchester 1300 abgefeuert. Um nicht erklären zu müssen warum Böhnhardt sich nicht mit der in seiner Hand befindlichen Pistole oder der bei ihm befindlichen Mosberg Maverick Pumpgun erschoss, oder noch unglaubwürdiger, erklären zu müssen, weshalb Böhnhardt sich mit der Winchester Pumpgun erschoss und innerhalb 10-15 Sekunden Mundlos die Waffe dann aufhob, um sie zu repetieren und sich selbst in den Mund zu schießen, lancierte die Bundesanwaltschaft die Version, Mundlos habe mit der selben Waffe erst Böhnhardt und dann sich erschossen. Das Problem ist obiger Satz: (…)Die beiden ausgeworfenen Patronenhülsen der Marke Brenneke waren jeweils 70 Millimeter lang. Polizisten fanden sie direkt neben den Leichen.(…) Um eine zweite Patronenhülse auszuwerfen muss eine Pumpgun am Vorderschaft repetiert werden, ansonsten bleibt die leere Hülse der zweiten verschossen Kugel im Lauf der Waffe zurück.
http://friedensblick.de/3954/ermittlungsakten-mord-these-wird-gestaerkt/

1. Eine Pumpgun verursacht keine einzelne "Kugel", wie es im Obduktionsbericht festgestellt wurde, sondern wird mit Schrotmunition geladen. Hier sieht man den Unterschied https://www.youtube.com/watch?v=xuikBb9x21g 2. Es wurden zwei ausgeworfene leere Partonenhülsen auf dem Boden gefunden. Wer hat die Waffe das zweitemal durchgeladen?

Daher wurden die Berichte später an die "Selbstmordtheorie" angepasst.

bio
02.01.2013, 15:20
Ehrlich gesagt werde ich daraus nicht schlau: Das mit dem weggeschossenen Hinterkopf konnte also nicht stimmen, da es Schrotmunition war, oder?

Hellangel
02.01.2013, 15:49
Ehrlich gesagt werde ich daraus nicht schlau: Das mit dem weggeschossenen Hinterkopf konnte also nicht stimmen, da es Schrotmunition war, oder?

Ich meinte der Passus in dem Obduktionsbericht: "Die Kugel trat auf der rechten Kopfseite aus."

fatalist
02.01.2013, 15:55
Ehrlich gesagt werde ich daraus nicht schlau: Das mit dem weggeschossenen Hinterkopf konnte also nicht stimmen, da es Schrotmunition war, oder?

Wenn Mundlos sich die Pumpgun in den Mund schiebt und abdrückt, dann werden ihm die Schrotkugeln den Hinterkopf wegreissen, wenn die Waffe leicht nach oben gehalten wurde. Schrot ist relativ, will sagen es gibt sehr grobes Schrot (wenige aber grosse Kugeln) und es gibt Taubenschrot (viele viele kleine Kugeln, weiter gestreut). Und beide Varianten sind für dieselben Gewehre verfügbar.

fatalist
02.01.2013, 15:57
Ich meinte der Passus in dem Obduktionsbericht: "Die Kugel trat auf der rechten Kopfseite aus."

Bei Böhnhardt: Eine Seite nahe der Stirn rein, also wohl links, und dann rechts wieder raus. "Die Kugel" müssen bei Pumpgun und Schrot, und das ist die offizielle Version, also mehrere Kugeln gewesen sein.

fatalist
02.01.2013, 16:14
Böhnhardt hatte einen weg-geschossenen Hinterkopf, ...

Nein, das war Mundlos.

bernhard44
02.01.2013, 16:23
Warum wurde in Heilbronn beim Doppelkopfschuss auf Michele Kiesewetter und Kollegen nicht die CESKA-Dönermordwaffe von den mutmasslichen Mördern Uwe B. und Uwe M. verwendet?

Meine Vermutung: Weil die CESKA damals (2007) noch in der Villa in der Schweiz lag, Nähe Bodensee.

http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern-lby/doener-morde-informantangeblich-untergetaucht-1369653.html

Habe ich hier schon mehrfach verlinkt. Da scheiterte gar nichts... der VS kam 2011 an die Dönermordwaffe. Er kam auch an die Tatwaffen aus Heilbronn heran.[/FONT][/COLOR]
NSU (2): Wie die Dönermord-Waffe nach Zwickau kam (http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-2-wie-die-donermord-waffe-nach.html)

Der Fall NSU hat das Potential, den BRD-Rekord zu brechen, das längste Strafverfahren aller Zeiten zu werden, und dann müsste er länger als 17 Jahre laufen: 4 Prozesse, 3 Verurteilungen, 3 Urteilsaufhebungen, zum Schluss 1991 ein Freispruch.

Die Mordwaffe lag 15 Jahre versteckt im Tresor des Berliner Verfassungsschutzes, beim Schmücker-Mord.

http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2012/12/nsu-7-gerichtsverfahren-beweisen.html



Das "Ding NSU" ist noch lange nicht gegessen, Beate Zschäpe ist ja noch jung ;)

genau darauf wollte ich hinaus! Zwei völlig andere Tathergänge, völlig andere Waffen von den möglichen Motiven ganz zu schweigen!

Shahirrim
02.01.2013, 16:31
Ich habe jetzt hier länger nicht mehr gelesen, weiß also nicht, ob das hier schon mal geäußert wurde. Aber mir ist was aufgefallen.

Nämlich:

In Afghanistan ist es üblich, dass man sich mit den Hinterbliebenen der Opfer nach Bombardierungen über ein Blutgeld einigen kann.

Was bekamen die Opfer der NSU?

Eine Entschädigung von etwa 100.000! Was ist denn das bitte? Da kann man mir viel erzählen, aber ich halte es inzwischen für Blutgeld. Die Hinterbliebenen kamen irgendwie drauf, dass der VS hinter den Morden steckt (z. B. durch Detektiv-Recherche in Kassel, oder auch erst während der NSU-Story, oder sie drohten, unwissentlich einen Verfassungsschützer zu jagen). Deswegen wurde sich mit den Opfern islamisch korrekt geeinigt (die Angehörigen des Griechen und der Polizistin wurden mit reingenommen, um es zu tarnen). Dafür ist die Ehre wieder hergestellt und sie dürfen gegen die Deutschen hetzen.

Nereus
02.01.2013, 16:48
Nur was stimmt nun?
.....
1. Eine Pumpgun verursacht keine einzelne "Kugel", wie es im Obduktionsbericht festgestellt wurde, sondern wird mit Schrotmunition geladen. ...

Wirklich, Herr Fachmann?

Brenneke-Flintenmunition
für Enten (Schrot) und Keiler (Kugel)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Cartouche.jpg

Ein Keiler oder ein angeblicher Bankräuber werden nicht mit Schrot, sondern mit einem Flintenlaufgeschoss (klick) (http://de.wikipedia.org/wiki/Flintenmunition#Flintenlaufgeschosse) erlegt!

fireeater
02.01.2013, 16:48
Bei Böhnhardt: Eine Seite nahe der Stirn rein, also wohl links, und dann rechts wieder raus. "Die Kugel" müssen bei Pumpgun und Schrot, und das ist die offizielle Version, also mehrere Kugeln gewesen sein.

Nicht zwangsläufig, auch aus Schrotflinten können Einzelgeschosse abgefeuert werden ("Flintenlaufgeschoss").

P.S. Nereus war schneller

Hellangel
02.01.2013, 18:05
Wirklich, Herr Fachmann?

Komm wieder runter. Ich versuch hier nur, wie jeder andere auch, durch Hinterfragen die Sachen zu ordnen.
Wenn jemand etwas besser weiß, ist es der Sache doch nur dienlicher und ich lass mir auch gerne korrigieren.

Danke! Wieder was dazu gelernt!

solaris
02.01.2013, 18:08
genau darauf wollte ich hinaus! Zwei völlig andere Tathergänge, völlig andere Waffen von den möglichen Motiven ganz zu schweigen!

An Heilbronn haben sie noch zu kauen und haben es noch lange nicht verdaut
(Vorsicht,Link geht zu MSM )

2.01.2013
Tiefe Vertrauenskrise: Kritik auch an Verfassungsschutz in Baden-Württemberg
Aus Sicht des CDU-Obmanns des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Clemens Binninger, müssen die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg einige offene Fragen klären. So habe die Polizei nach dem Mord an der Polizistin Michéle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn zwei Jahre verloren, weil sie in der sogenannten Wattestäbchen-Affäre ein Phantom suchte.
(....)
Eine Panne leistete sich die Polizei laut Binninger auch nach der Ringfahndung im Anschluss an den Mord an Kieswetter. „Obwohl ein Zeuge am Abend vor der Tat ein Wohnmobil an der Theresienwiese gesehen hatte, wurden die Kennzeichen von sechs bei der Ringfahndung festgestellten Wohnmobilen nicht überprüft“, sagte der 50-jährige CDU-Abgeordnete aus Böblingen, der früher selbst Polizeibeamter war.
(....)
Nach Binningers Überzeugung muss der Untersuchungsausschuss noch klären, wie stark der Bezug des Mörder-Trios nach Baden-Württemberg war. Der Ausschuss will daher eigene Nachforschungen zur Ku-Klux-Klan-Affäre in Baden-Württemberg anstellen. Binninger sagte, es geben Hinweise auf Verbindungen zwischen dem rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan und der rechtsextremen Terrorzelle NSU. So fand man im Adressbuch von Uwe Mundlos den Namen eines Mannes, der auch dem Ku-Klux-Clan Sektion Schwäbisch-Hall angehört hatte. Zeitweise hatten auch zwei Polizeibeamte aus Baden-Württemberg dieser Sektion angehört.
http://www.pz-news.de/baden-wuerttemberg_artikel,-Tiefe-Vertrauenskrise-Kritik-auch-an-Verfassungsschutz-in-Baden-Wuerttemberg-_arid,390674.html

Jetzt also am Abend zuvor und von 2 Beamten im KKK ist jetzt die Rede(ich dachte 6 gelesen zu haben inkl.einer weiblichen Person,außerdem dachte ich gelesen zu haben,es gäbe ein Video mit Zschäpe am Bahnhof Heilbronn mit einer weiteren Person)
Am Abend zuvor ist eine ganz neue Variante.
Natürlicher Schwund und Vergessen halt,oder wie?

solaris
02.01.2013, 18:40
Ach ja, Frohes neues Jahr noch!

Ein wenig "Presseschau" um nach den Feiertagen wieder ins Thema zu kommen.

2.01.2013
Tausend Ordner und noch mehr Fragen


Münchner Gericht bereitet Prozess gegen rechtsextremistische NSU-Bande vor
(...)
Die mit dem Fall befassten Juristen haben gewiss arbeitsreiche Festtage gehabt, denn sie müssen den Inhalt von rund 1000 Ordnern erfassen. Das hätten die Mitglieder des Bundestagsuntersuchungsausschusses auch gern getan. Doch sie bekommen nicht einmal die 488-seitige VS-gestempelte Anklage. Das könnte Richter Götzl ändern - schon, damit die immer wieder als verbesserungswürdig befundene Zusammenarbeit zwischen Ausschuss, Ermittlern und Behörden tatsächlich besser wird.
(...)
Die »Bums« und der zweite Mann

14 Monate sind seit dem zufälligen Auffliegen der rechtsextremistischen Terrorzelle namens NSU vergangen. 14 Monate Zeit für Aufklärung. Doch deren Ergebnisse sind extrem dürftig.
Ein Beispiel aus Brandenburg. Dort hielt sich der Verfassungsschutz ab 1994 Carsten Szczepanski als V-Mann »Piatto«. Er zählte damals zu den gefährlichsten neonazistischen Gewalttätern in Deutschland, doch angeblich war er unverzichtbar, denn als Quelle »eine herausragende, besonders wertvolle. Sie berichtete zuverlässig und umfassend«, heißt es noch Mitte 2012 in einem internen Papier des Potsdamer Innenministeriums. »Piatto« gab Hinweise zum Brandanschlag auf das Asylbewerberheim in Dolgenbrodt, informierte aus der Nazi-Fußball-Szene, lieferte Details aus der Kameradschaft Oberhavel. Er war bekannt mit britischen Blood&Honour-Gangstern und ihrem militanten Arm »Combat 18«, in der KKK-Sympathisanten aktiv waren.
Szczepanski hatte sich selbst als Spitzel angeboten. Der Grund? Dem Nazi stand ein Prozess ins Haus, weil er mit anderen 1992 den nigerianischen Asylsuchenden Steve Erenhi fast ermordet hat. 1995 wurde der V-Mann zu acht Jahren Haft verurteilt.
Seine Gönner vom Verfassungsschutz besorgten dem gefangenen Spitzel eine Telefonerlaubnis, gaben ihm ein Handy, zugelassen auf das Innenministerium. Ab April 1996 traf man sich dann auch außerhalb des Knastes. Der Geheimdienst fuhr den Insassen sogar zu diversen Nazitreffs und anschließend wieder »heim«. Doch das war mühsam, also erließ man ihm alsbald die Reststrafe zur Bewährung. Was der Delinquent aber nur dazu nutzte, mit Waffen zu dealen.
»Die Quelle gab als bundesweit einzige Informationsquelle weiterführende Hinweise auf den Verbleib dreier flüchtiger Neonazis aus Thüringen«, vermerkt das Potsdamer Innenministerium. Es handelt sich um die drei NSU-Mordgesellen und bislang ging man auch davon aus, dass die Information über die Waffenbeschaffung für das NSU-Trio durch den sächsischen Blood&Honour-Chef Jan Werner von Szczepanski kam. Der Potsdamer Geheimdienst notierte, dass das Trio noch »einen weiteren Überfall« plane, »um mit dem Geld sofort Deutschland zu verlassen« - und sperrte diese Quelleninformation für die Polizei.
Jan Werner hatte am 25. August 1998 um 19.21 Uhr leichtsinnig eine SMS verschickte: »Hallo, was ist mit den Bums«. Empfänger war ein Handy des Brandenburger Innenministeriums, das zu dieser Zeit in Chemnitz, dem Unterschlupfort des NSU-Trios, sendet. Doch es war nicht das von »Piatto«, sagen die Geheimdienstler: »Ausgeschlossen werden kann allerdings, dass die Quelle ›Piatto‹ sich am 25. August 1998 gegen 19.21 Uhr mit seinem Handy in Chemnitz befand. Zum fraglichen Zeitpunkt wurde ein Treff der Quelle mit seinem Quellenführer im Raum Brandenburg an der Havel und Potsdam durchgeführt, anschließend wurde er zurück in die JVA Brandenburg an der Havel gebracht.«
Mit wem also hat Werner über die »Bums« verhandelt? Mit einem weiteren Brandenburger V-Mann oder direkt mit einem Mitarbeiter des Geheimdienstes? Fragen, die sich vermutlich auch der Bundestagsuntersuchungsausschuss stellen wird. Dann wird Brandenburg mehr vorlegen müssen als geschwärzte Akten.
René Heilig



http://www.neues-deutschland.de/artikel/808716.tausend-ordner-und-noch-mehr-fragen.html

Systemhandbuch
02.01.2013, 19:44
[...]

Aber dieses muss den Ermittlern auch aufgefallen sein und Carsten S. "korrigierte" seine Aussage vermutlich gegen den Deal, wieder frei gelassen zu werden:
[...]

Richtig. Denn da genügt wohl eine Androhung zur Zusammenlegung mit solchen Typen: ---> Klick (http://openjur.de/u/135772.html)

:crazy:

Systemhandbuch
02.01.2013, 19:55
[...]

2001/2002 eine Waffe an den NSU durch Holger Gerlach:
http://www.tagesspiegel.de/images/nsu_dapd/6674780/2-format1.jpg (http://www.tagesspiegel.de/politik/archivaufnahme-der-mutmassliche-rechtsextremist-holger-gerlach-wird-in-karlsruhe-auf-dem-gelaende-des/6674780.html)
Archivaufnahme: Der mutmaßliche Rechtsextremist Holger Gerlach wird in Karlsruhe auf dem Gelände des Bundesgerichtshofes (BGH) von Polizeibeamten der Polizei aus einem Hubschrauber... - FOTO: DAPD

http://www.tagesspiegel.de/politik/neonazi-zelle-mutmasslicher-nsu-helfer-auf-freiem-fuss/6674762.html
[...]

Ist das eigentlich normal, dass man bei einer Verhaftung durch das BKA ein Buch mit hinein nimmt ?

Nur mal so zum Vergleich, wie das bei dem Wasserbomben-Klamauk ausgesehen hat:

http://bc02.rp-online.de/polopoly_fs/archiv-verdaechtige-person-5-septemb2007-ihrbefragung-1.1156408.1316837917!/httpImage/3174160882.jpg_gen/derivatives/rpoPanorama_786/3174160882.jpg

:?

Nereus
02.01.2013, 20:27
genau darauf wollte ich hinaus! Zwei völlig andere Tathergänge, völlig andere Waffen von den möglichen Motiven ganz zu schweigen!

So muß man das wohl sehen!


http://p4.focus.de/img/gen/4/X/HB4XpZAa_Pxgen_r_630xA.jpg

28.10.2011 Polizistenmord in Augsburg
Die Funkstreifenbesatzung der PI Augsburg Süd entdeckte am Freitag gg. 02.50 Uhr auf dem südlichen Parkplatz des Kuhsees zwei männliche Personen, die mit einem Motorrad unterwegs waren und wollten die Kradbesatzung einer Kontrolle unterziehen.
Als die beiden Polizeibeamten ausstiegen um nach den Männern zu sehen, wurden sie aus der Dunkelheit heraus beschossen. Das Feuer wurde von Mathias Vieth erwidert.
Der Polizeihauptmeister war unmittelbar nach der Schießerei verstorben, ein sofort alarmierter Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen
28.10.2011
Im Bereich des Tatortes wurde eine Pistole der russischen Marke Tokarev aufgefunden. Es handelt sich hier um eine ursprünglich unbrauchbar gemachte Waffe, die wieder funktionsfähig gemacht wurde. Aus dieser Waffe wurde nicht geschossen.

Rus. Tokarev-Pistolehttp://novus.nox-nigra.com/wp-content/uploads//Augsburg_Tokarev-300x220.jpg

10.11.2011
Mögliche Verbindungen zwischen den beiden Polizistenmorden in Heilbronn und Augsburg haben sich nicht bestätigt. Entsprechende Spurenvergleiche hinsichtlich der Waffen und DNA-Spuren haben dies ausgeschlossen. (DNA-Vergleich war doch nicht möglich, wegen der Teststäbchenverunreinigung durch eine polnische Packerin im Heilbronnfall!)
11.11.2011
Die aufgefundenen Gegenstände wurden spurentechnisch auch hinsichtlich auf DNA-Spuren untersucht. Dabei konnte auch eine DNA-Spur gesichert werden, die bei den bisherigen Recherchen jedoch nicht zu einem Treffer in den Datenbanken führte. Mit Hilfe dieser DNA-Spur konnte aber auch der spätere vermutete Zusammenhang mit dem Polizistinnenmord aus Heilbronn ausgeschlossen werden.
29.12.2011
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen der “Soko Spickel” zum Mord an dem Polizeibeamten Mathias Vieth am 28.10.2011 wurden heute, gegen Mittag, zwei tatverdächtige Männer in Augsburg und Friedberg festgenommen.
Quelle: Crime-Blog (klick) (http://www.google.de/imgres?q=Waffenfunde+im+Wohnhaus+Zwickau&start=836&num=10&hl=de&tbo=d&biw=1024&bih=611&tbm=isch&tbnid=w_HonoTrU8_9SM:&imgrefurl=http://novus.nox-nigra.com/%3Ftag%3Dhochzoll&docid=ymht3J0bpdWeeM&imgurl=http://novus.nox-nigra.com/wp-content/uploads//Augsburg_Tokarev.jpg&w=800&h=588&ei=oxzjUNeKFMXYswbA3IG4DA&zoom=1&iact=hc&vpx=239&vpy=245&dur=15501&hovh=192&hovw=262&tx=179&ty=126&sig=112465077586710190725&page=42&tbnh=143&tbnw=195&ndsp=21&ved=1t:429,r:38,s:800,i:118)

Die gefassten Tatverdächtigen Reimund Mayr (58) und Rudolf Rebarczyk (56) waren keine Unbekannten. So hatte 1975 der damals 19-jährige Rebarczyk, zusammen mit seinem Freund Joban Sabo, bereits einen Polizisten, den Polizeiobermeister Kraus, in Augsburg erschossen.

Augsburger Allgemeine:

Im März 1975 wurde der damals 31-jährige Polizeiobermeister Bernd-Dieter Kraus nachts nahe der Autobahnraststätte Augsburg erschossen. Der Beamte und sein Partner wollten ein Auto, das unbeleuchtet auf der Zufahrtsstraße zur Raststätte stand, kontrollieren. Aus einem Gebüsch wurde das Feuer eröffnet. Der 31-jährige Polizist brach blutüberströmt zusammen und starb noch vor Ort.
Später stellte sich heraus, dass der Beamte Opfer von zwei 19-jährigen Räubern geworden war. Das Auto war am Abend aus einem Autohaus in Augsburg gestohlen worden. Die Diebe fuhren damit nach Landsberg und bedrohten mit einem Gewehr den Wachposten der Ritter-von-Leeb-Kaserne. Diesem nahmen die Männer eine Pistole ab und fuhren zurück nach Augsburg. Auf dem Zufahrtsweg zur Raststätte ging ihnen offenbar das Benzin aus. Die Polizei nahm kurz nach der Tat die beiden 19-Jährigen fest. Einer von ihnen, der gestern im aktuellen Polizistenmordfall festgenommene Rudi R., wurde ein Jahr später zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Er hatte nach Überzeugung des Gerichts geschossen. Beide Männer hatten sich gegenseitig der Tat bezichtigt. Der Mittäter kam mit sechs Jahren Jugendstrafe davon.
http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Toedliche-Schuesse-aus-dem-Hinterhalt-id18100611.html

Er wurde dafür zu zweimal lebenslänglich plus acht Jahre Freiheitsentzug verurteilt. Nach 19 Jahren und sieben Monaten kam er wieder frei.

Die angeblich in Polen geborenen Männer scheinen noch einer anderen Ethnie anzugehören, wie mir Polen versicherten. Die Polizistin Kiesewetter wurde 2077 in Heilbronn mit ähnlichem Deutschenhaß ermordet, wie die Polizisten in Ausburg 1975 und 2011. Es gibt Parallelen bei den Polizistenmorden: Bei Personenkontrollen wurde sofort geschossen, meist mit osteuropäischen Uraltwaffen, wie Radom oder Tokarev, die Waffen wurden den Opfern, soweit möglich, abgenommen.

http://www.donaukurier.de/storage/scl/dktestimp/nachrichten/bayern/2260452_m1mst1w600q75v13769_d3c004cbc6299a17c0496d 5760cc49d1_20120104.jpg?version=1325703917

Diese drei Sturmgewehre und weitere 40 Maschinenpistolen, Handgranaten, Tokarevs- und andere Pistolen und Kleinkriegswaffen (klick) (http://www.google.de/search?num=10&hl=de&site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1024&bih=583&q=Augsburger+Polizistenm%C3%B6rder+Waffen&oq=Augsburger+Polizistenm%C3%B6rder+Waffen&gs_l=img.12...4333.18150.0.26988.34.9.0.25.25.0.12 7.1005.1j8.9.0...0.0...1ac.1.9J6Tf5T8ynw) befanden sich im Arsenal der Augsburger Polizistenmörder!

Ist das die Handschrift von professionellen Gangsterbanden oder von Feierabendterroristen mit Schreckschußpistolen?

Systemhandbuch
02.01.2013, 20:42
[...]
Daher meine Bitte: Um nicht noch mehr zu verwirren, nur offizielle Dokumente verwenden!
Die Zeitungen schreiben nur das, was ihnen irgendjemand steckt. Jede Art von Desinfo und Ablenkung!
[...]

Das wird schwierig.

Da gibt´s doch außer den NSU-Leaks, einem Schäfer-Gutachten, ein paar BKA-PPT´s und Ausschuss-Gebrabbel nicht wirklich viel. Oder was meinst Du da noch so ?

Vielleicht sind wir bisher auch einfach den falschen Weg gegangen. Nee, da waren schon einige gute Recherchen und Schlussfolgerungen dabei.:ja:

Ich weiß es nicht, aber vielleicht wäre es besser gewesen, quasi pro Mord die Ungereimtheiten festzuhalten, anstatt dieser Czeska pausenlos hinterherzusabbern ??? Du bist doch oft genug bei Occam, ... wieso soll´s hier anders sein als bei Schmücker.

Was ich meine, ... es muss doch z.B. möglich sein, in Erfahrung zu bringen, ob in diesem beschissenen Internetkaffee (Temme) nun Überwachungskameras drin waren, oder nicht. Oder denk an den von KM gebrachten Compact-Ausschnitt, ... bleibt der Zeuge dabei, dass der Temme mit einer Plastiktüte in den Schuppen ging ? Warum fragt dann bisher keiner den Temme, was da drin war ?

Pausenbrot ?:crazy:

Nereus
03.01.2013, 00:13
Das sind alles ungesicherte Informationen!
Merkst Du gar nicht, wie Du das Spiel der Dienste mitspielst und dadurch unbeabsichtigt selber desinformierst?
Warum liest Du deine verlinkten Quellen nicht gründlich durch?

1. Von den 55 produzierten Waffen CESKA 83 SD gingen 24 an Schweizer Waffenhändler und 31 an die STASI (Jürgen Elsässer, @Nereus).
Stimmt das?
Schau Dir deinen eigenen Link an: http://www.polizeibericht.ch/ger_details_27645/Schweiz_Derendingen_SO_9_Morde_in_der_Parallelgese llschaft_-_Die_Spur_fuehrt_in_die_Schweiz_-__300000_Euro_Belohung_-_Fahndung_nach_der_Tatwaffe_Ceska_Modell_83.html
Was steht da über das Produktionsjahr?

Gab es 1993 eine STASI in der BRD?
Die überraschende Antwort lautet NEIN.
Elsässer und @Nereus erzählen also Blödsinn, oder der Schweizer Polizeibericht ist Blödsinn.
Such es Dir aus ;)

Genau das war mir auch aufgefallen. Und darum ließ ich den Widerspruch erst einmal so stehen.
Marathon hatte hier im Faden die „Sensationsmeldung“ aus der Schweiz über die 31 Stasi-Ceskas gebracht und sich sofort über die hiesige Informationspolitk der Medien empört. Der Schweizer Waffenhändler Schläfli war ihm aber zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt. Er kannte nur den Prager Luxik, über den er ausgiebig informierte.

24.11.11 Marathon

17.11.2011 Der Bund CH
Erst auf Anfrage werden Schweizer Fahnder im Fall der sogenannten Döner-Morde wieder aktiv – wie vor mehr als eineinhalb Jahren, als Bundes- und Kantonspolizisten mithalfen, die einzige heissere Fährte im Fall zu verfolgen. Die deutschen Ermittler hatten zuvor festgestellt, dass von der Sonderedition der Ceska, mit der neunmal getötet wurde, nur 55 Stück hergestellt worden waren. Gemäss dem damaligen Leiter der Untersuchung waren 31 der Pistolen in die DDR an den Geheimdienst Stasi gegangen und 24 nach Derendingen. Aus Gründen, die nie offengelegt wurden, konnten die Ermittler vor etwa zwei Jahren ausschliessen, dass es sich bei der Tatwaffe der «Döner-Morde» um eines der Exemplare aus Ostdeutschland handelte. Die Waffe stammte aus der Schweiz.
http://www.derbund.ch/ausland/europa/Die-Pistole-der-Zwickauer-Zelle-kostete-damals-1250-Franken/story/27729489

Und dann brachte er dieses hier, zu dem der Link inzwischen liquidiert wurde:

Etwa 60 solcher Spezialausführungen der Ceska 83 wurden überhaupt nur gebaut, sagt Kripo-Chef Geier. Das geht aus den Unterlagen hervor, die der Hersteller der SoKo offengelegt hat. Ein Großteil davon landete ursprünglich bei einem tschechischen Großhändler in der Schweiz, der diese Waffen dann in halb Europa weitervertrieb. Andere Ceskas konnten die Ermittler über die Gauck-Behörde bei ehemaligen Angehörigen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit orten. Nur ein Teil davon wurde tatsächlich gefunden; die Mordwaffe war nicht dabei.
http://www.nordbayern.de/nuernberger...inert-1.938623

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=4986367&highlight=Stasi#post4986367

2010 mußte vermutlich der Schweizer Polizei-Blog, auf Weisung des BKA oder noch höherer Warte, über die Stasi-Ceskas schweigen, da auch über die Gauck-Behörde nicht alle Exemplare aufgefunden werden konnten. Daher wurde wohl auch Marathons Link zu dieser peinlichen Information wieder aus der Welt geschafft?
Auch wollten die Schweizer wohl ungern mitspielen. Es gab keine gute Zusammenarbeit mit dem deutschen Ermittler Jung, den man hin hielt. Heute versuchen gewisse Kreise ihm Fehler nachzuweisen: er habe nicht die richtigen Fragen gestellt, einseitig nach türkischen Kriminellen gesucht usw.

28.09.2012 Der Bund CH:
So ging die einzige heisse Spur zu den mordenden Neonazis verloren
Deutsch-schweizerische Verständigungsprobleme behinderten die Ermittlungen in der NSU-Mordserie. 2004 verfolgten die Ermittler offenbar die richtige Spur, suchten aber nach den falschen Tätern.
http://www.derbund.ch/schweiz/standard/So-ging-die-einzige-heisse-Spur-zu-den-mordenden-Neonazis-verloren/story/10383469

Auszug;

Im Juli 2007 reist Kriminalhauptkommissar Jung in die Schweiz, wo er Ceska-Verkaufsregister einsehen kann. Dabei sieht er, dass Anton G. aus dem Berner Oberland 1996 bei Schläfli & Zbinden zwei Ceska 83 gekauft hat. Eine davon – so weiss man heute – ist die spätere NSU-Mordwaffe. Im Sommer 2007 wird aber auch diese Spur nicht weiter verfolgt.
Schweizer Beamte befragen G. zwar. Doch der Berner Oberländer behauptet, er habe nie Geschäftsbeziehungen mit Schläfli & Zbinden gehabt.
Trotzdem vergehen eineinhalb Jahre, bis das BKA einen weiteren Anlauf nimmt.
Am 16. Dezember 2008 sendet es erneut ein Rechtshilfeersuchen in die Schweiz. «Ziel war es, bei den {b[Herren G. und B.[/b] (einem weiteren Schweizer Käufer einer Schläfli-&-Zbinden-Ceska, die nicht mehr auffindbar war – die Red.) Durchsuchungen und Vernehmungen zu durchzuführen», sagte Jung gestern im Ausschuss.
Die Schweizer hätten aber erst spät reagiert. Man habe immer wieder beim EJPD nachgefragt, warum das so lange dauere.
«Die Erklärung war: Der zuständige Staatsanwalt in der Schweiz sei zurückgetreten. Es müsse erst ein neuer gewählt werden.»
Erst 10 Monate später seien die angefragten «Massnahmen» durchgeführt werden, so Jung. G. behauptet, er habe nie eine Ceska von Schläfli & Zbinden geliefert erhalten. Die Spur versandet erneut. Nach dem Auffliegen des NSU gesteht G., dass er die Mordwaffe einst in den Händen hielt.

»Die Vz.82 (offiziell Pistole vzor 82, Vz steht dabei für vzor, auf deutsch Entwurfsmuster oder Modell; auch bekannt als CZ 82) ist eine tschechische Pistole im Kaliber 9 × 18 mm. Sie wurde in den 1980er Jahren als Militärpistole entworfen und ist die Standardwaffe der tschechischen Streitkräfte sowie der tschechischen Polizei. Die zivile Exportversion trägt die Bezeichnung CZ 83.«
Die Modelle CZ 82, CZ 83 Browning und CZ 83 Makarov werden heute auf der Firmen-Seite nicht mehr aufgeführt. Nur in der engl. Sprachausgabe werden auch die „Ceskas for Turkey“ in anderer Ausführung gezeigt. In der deutschen Bedienungsanleitung für die CZ 83 wurde die Abbildung der Sonderanfertigung für Schalldämpfer aus dem Netz entfernt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vz.82

Du hast versehentlich geschrieben:
Der Artikel ist vom 18.11.2012, also etwa eine Woche nach Auffinden der Waffe.
Es muß wohl heißen „18.11.11“?

Ich schreibe hier nur mit, weil ich im Strang eine unterhaltsame Denksportangelegenheit sehe und sonst nichts....

fatalist
03.01.2013, 02:46
Wirklich, Herr Fachmann?

Brenneke-Flintenmunition
für Enten (Schrot) und Keiler (Kugel)

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Cartouche.jpg

Ein Keiler oder ein angeblicher Bankräuber werden nicht mit Schrot, sondern mit einem Flintenlaufgeschoss (klick) (http://de.wikipedia.org/wiki/Flintenmunition#Flintenlaufgeschosse) erlegt!


Nicht zwangsläufig, auch aus Schrotflinten können Einzelgeschosse abgefeuert werden ("Flintenlaufgeschoss").

P.S. Nereus war schneller

Danke, das wäre also geklärt. :appl:

Wichtig in diesem Zusammenhang: 2 Brenecke Hülsen sind 1 zuviel.
Wichtig in diesem Zusammenhang: Andreas Förster schrieb in seinem Bericht vom 25.11.2012 in den SN nur von 1 Hülse im Wohnwagen. Warum fiel ihm nicht auf, dass es laut Focus ein paar Wochen zuvor 2 Hülsen waren?

Beide bezogen sich auf dieselben Akten, angeblich.
Also ist klar, dass Focus oder Andreas Förster lügen.

fatalist
03.01.2013, 04:06
28.10.2011 Polizistenmord in Augsburg

28.10.2011
Im Bereich des Tatortes wurde eine Pistole der russischen Marke Tokarev aufgefunden. Es handelt sich hier um eine ursprünglich unbrauchbar gemachte Waffe, die wieder funktionsfähig gemacht wurde. Aus dieser Waffe wurde nicht geschossen.

10.11.2011
Mögliche Verbindungen zwischen den beiden Polizistenmorden in Heilbronn und Augsburg haben sich nicht bestätigt. Entsprechende Spurenvergleiche hinsichtlich der Waffen und DNA-Spuren haben dies ausgeschlossen. (DNA-Vergleich war doch nicht möglich, wegen der Teststäbchenverunreinigung durch eine polnische Packerin im Heilbronnfall!)
11.11.2011
Die aufgefundenen Gegenstände wurden spurentechnisch auch hinsichtlich auf DNA-Spuren untersucht. Dabei konnte auch eine DNA-Spur gesichert werden, die bei den bisherigen Recherchen jedoch nicht zu einem Treffer in den Datenbanken führte. Mit Hilfe dieser DNA-Spur konnte aber auch der spätere vermutete Zusammenhang mit dem Polizistinnenmord aus Heilbronn ausgeschlossen werden.
29.12.2011
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen der “Soko Spickel” zum Mord an dem Polizeibeamten Mathias Vieth am 28.10.2011 wurden heute, gegen Mittag, zwei tatverdächtige Männer in Augsburg und Friedberg festgenommen.
Quelle: Crime-Blog (klick) (http://www.google.de/imgres?q=Waffenfunde+im+Wohnhaus+Zwickau&start=836&num=10&hl=de&tbo=d&biw=1024&bih=611&tbm=isch&tbnid=w_HonoTrU8_9SM:&imgrefurl=http://novus.nox-nigra.com/%3Ftag%3Dhochzoll&docid=ymht3J0bpdWeeM&imgurl=http://novus.nox-nigra.com/wp-content/uploads//Augsburg_Tokarev.jpg&w=800&h=588&ei=oxzjUNeKFMXYswbA3IG4DA&zoom=1&iact=hc&vpx=239&vpy=245&dur=15501&hovh=192&hovw=262&tx=179&ty=126&sig=112465077586710190725&page=42&tbnh=143&tbnw=195&ndsp=21&ved=1t:429,r:38,s:800,i:118)

Die gefassten Tatverdächtigen Reimund Mayr (58) und Rudolf Rebarczyk (56) waren keine Unbekannten. So hatte 1975 der damals 19-jährige Rebarczyk, zusammen mit seinem Freund Joban Sabo, bereits einen Polizisten, den Polizeiobermeister Kraus, in Augsburg erschossen.

Diese drei Sturmgewehre und weitere 40 Maschinenpistolen, Handgranaten, Tokarevs- und andere Pistolen und Kleinkriegswaffen (klick) (http://www.google.de/search?num=10&hl=de&site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1024&bih=583&q=Augsburger+Polizistenm%C3%B6rder+Waffen&oq=Augsburger+Polizistenm%C3%B6rder+Waffen&gs_l=img.12...4333.18150.0.26988.34.9.0.25.25.0.12 7.1005.1j8.9.0...0.0...1ac.1.9J6Tf5T8ynw) befanden sich im Arsenal der Augsburger Polizistenmörder!

Ist das die Handschrift von professionellen Gangsterbanden oder von Feierabendterroristen mit Schreckschußpistolen?

Danke, Nereus :appl:

Fangen wir mal an mit den Tatwaffen im Polizistendoppelkopfschuss in Heilbronn: Die Tatwaffen passen zum Arsenal dieser beiden Verbrecher, und die Dienstwaffen HK 2000 der Polizisten Kiesewetter und Kollegen fand die Polizei sicher nach der Verhaftung der beiden Mörder auch.

Es gibt da nur ein kleines Problem: Die Timeline passt nicht:
Mord am Augsburger Polizisten Mathias Vieth: 28.10.2011. Das war vor dem 4.11.2011 (NSU-Eisenach und Zwickau)
Festnahme der Brüder, ich rede von biologischen Brüdern: 29.12.2011 Reimund Mayr (58) und Rudolf Rebarczyk (56)
Bei der Festnahme wurden 20 Waffen und 2000 Schuss Munition sichergestellt.

"Eine Woche später", also Anfang Januar 2012 (Focus) wurden nochmals 20 Waffen gefunden:
http://www.focus.de/panorama/welt/augsburger-polizistenmord-neues-waffenlager-der-brutalo-brueder-entdeckt_aid_699182.html (http://www.focus.de/panorama/welt/augsburger-polizistenmord-neues-waffenlager-der-brutalo-brueder-entdeckt_aid_699182.html)

Jetzt könnte man daraus schliessen, dass die Tatwaffen Heilbronn und die Dienstwaffen Heilbronn nicht vor dem 4.11.2011 gefunden worden sind, also auch nicht in den Wohnwagen und in die Zwickauer Wohnung gelangen konnten.

Das wäre aber ein Trugschluss ;)

Die Berichte über Verhaftung, Waffenfunde dabei, und Waffenfunde danach beziehen sich NUR auf die SOKO Sprickel, die den Polizistenmord aufdecken sollte (und das auch tat).

Was dort ablief im Sinne von Geheimdienst-Tätigkeiten, das wissen wir nicht.

Wäre es möglich, dass die Mordwaffen Heilbronn und die Dienstwaffen Heilbronn von jemand anderem schon vor dem Auffinden der Waffenlager durch die Polizei entfernt wurden, um sie dem NSU am 4.11.2011 unterzuschieben???

DAS ist die Vermutung, die ich hiermit äussere!

fatalist
03.01.2013, 04:41
2.01.2013
Tausend Ordner und noch mehr Fragen
http://www.neues-deutschland.de/artikel/808716.tausend-ordner-und-noch-mehr-fragen.html

Der NSU-Ausschuss kennt die Anklageschrift nicht, aber die Medien haben sie?


Die mit dem Fall befassten Juristen haben gewiss arbeitsreiche Festtage gehabt, denn sie müssen den Inhalt von rund 1000 Ordnern erfassen. Das hätten die Mitglieder des Bundestagsuntersuchungsausschusses auch gern getan. Doch sie bekommen nicht einmal die 488-seitige VS-gestempelte Anklage

Was schreibt der SPIEGEL doch gleich im November 2012?


Die Anklageschrift mit dem Aktenzeichen 2 BJs 162/11-2, die der "Welt" vorliegt
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/zschaepe-nsu-mitglied-als-drahtzieherin-soll-in-sicherungsverwahrung-a-867711.html

Tja, da wäre wohl eine Strafanzeige fällig ;)
Ist aber sinnlos, da in der BRD die Staatsanwälte weisungsgebunden sind. Kein Staatsanwalt wird anklagen...

Man kann das AZ jedoch googeln, und dann findet man alles Mögliche, Beschluss des BGH zum Nebenklagerecht von Mordopfern trotz Scheidung in der Türkei etc pp, und einen Beweisbeschluss des NSU-Untersuchungsausschusses im Reichstag:
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/ua/2untersuchungsausschuss/beweisbeschluesse/20120301/SL-001.pdf

es ist übrigens erstaunlich, dass keiner der Anwälte (rund 40 alleine der Nebenkläger) die Anklageschrift bisher "geleakt" hat.

Wir brauchen diese 488 Seiten unbedingt!!!

fatalist
03.01.2013, 05:31
Genau das war mir auch aufgefallen. Und darum ließ ich den Widerspruch erst einmal so stehen.
Marathon hatte hier im Faden die „Sensationsmeldung“ aus der Schweiz über die 31 Stasi-Ceskas gebracht und sich sofort über die hiesige Informationspolitk der Medien empört. Der Schweizer Waffenhändler Schläfli war ihm aber zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht bekannt. Er kannte nur den Prager Luxik, über den er ausgiebig informierte.

24.11.11 Marathon

Dort steht ganz klar: Verkauf ab 1993 !!!


Und dort soll die Ceska in einer Sonderanfertigung ab 1993 über den Ladentisch gegangen sein, die nun in Zwickau, zwölf Autostunden nordöstlich, wieder aufgetaucht ist. http://www.derbund.ch/ausland/europa/Die-Pistole-der-Zwickauer-Zelle-kostete-damals-1250-Franken/story/27729489



Und dann brachte er dieses hier, zu dem der Link inzwischen liquidiert wurde:

Du hättest das gefunden, wenn Du einfach einen Satz kopiert und gegoogelt hättest ;)
http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/2.192/donermorde-die-soko-wird-erheblich-verkleinert-1.938623/kommentare-7.674941
Bitte scheen :)


01.02.2008
Etwa 60 solcher Spezialausführungen der Ceska 83 wurden überhaupt nur gebaut, sagt Kripo-Chef Geier. Das geht aus den Unterlagen hervor, die der Hersteller der SoKo offengelegt hat. Ein Großteil davon landete ursprünglich bei einem tschechischen Großhändler in der Schweiz, der diese Waffen dann in halb Europa weitervertrieb. Andere Ceskas konnten die Ermittler über die Gauck-Behörde bei ehemaligen Angehörigen des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit orten. Nur ein Teil davon wurde tatsächlich gefunden; die Mordwaffe war nicht dabei.

Hier liegt also klar Desinformation vor: Eine Waffenserie, die ab 1993 produziert wurde, kann nicht vor 1990 an die STASI gegangen sein. Mögliche Lösung des Rätsels: Es gab mehrere Serien dieser Sonderausführung mit Schalldämpfer.
Wieder mal: Wir wissen gar nichts, aber was man uns erzählt, das sind ungesicherte Halbwahrheiten.



2010 mußte vermutlich der Schweizer Polizei-Blog, auf Weisung des BKA oder noch höherer Warte, über die Stasi-Ceskas schweigen, da auch über die Gauck-Behörde nicht alle Exemplare aufgefunden werden konnten. Daher wurde wohl auch Marathons Link zu dieser peinlichen Information wieder aus der Welt geschafft?
Den Bericht gibt es ja noch... siehe oben. Ich halte diese STASI-Geschichte für Desinfo.
Hier ist die Sache nochmals:
http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/was-der-wettskandal-mit-den-donermorden-zu-tun-hat-1.612940


28.09.2012 Der Bund CH:
So ging die einzige heisse Spur zu den mordenden Neonazis verloren
Deutsch-schweizerische Verständigungsprobleme behinderten die Ermittlungen in der NSU-Mordserie. 2004 verfolgten die Ermittler offenbar die richtige Spur, suchten aber nach den falschen Tätern.
http://www.derbund.ch/schweiz/standard/So-ging-die-einzige-heisse-Spur-zu-den-mordenden-Neonazis-verloren/story/10383469

Das ist Blödsinn !!!

Es wurde explizit nach CESKA-Pistolen gesucht:


Da liest der Faxempfänger, ein BKA-Verbindungsmann in Bern, zwischen «bislang fünf Tötungsdelikten in den Städten Nürnberg (zwei Tatorte), München, Hamburg und Rostock» bestünde eine «deutliche Parallele, welche auf Täteridentität(en) hindeutet». Kriminaltechniker haben herausgefunden, dass «eine identische Waffe (Fabrikat Ceska, Kaliber 7,65 mm)» eingesetzt worden ist.

Wo bitte ist der Schalldämpfer??? Der wird doch gar nicht erwähnt???


Ein Waffenexperte der Berner Kantonspolizei sichtet postwendend die Munitionsverkaufsbücher von Schläfli & Zbinden. Was niemand ahnt: Man ist dort auf der richtigen Spur. Doch die Resultate der Abklärungen sind für die Ermittler ernüchternd (siehe zweiter Ausriss): Schläfli & Zbinden habe keine PMC-Munition an Türken verkauft. Und über den Verkauf von Schalldämpfern sei nicht Buch geführt worden

Alles klar?
Im Waffenbuch des Händlers bedeutet "Ceska 83 SD 7,65mm BR" eine Waffe, auf der ein Schalldämpfer aufgesetzt werden kann.
Sie hat dazu eine Aufnahme (Gewinde).
Nicht etwa, dass der Schalldämpfer "inklusive" ist.

Natürlich suchten die Ermittler damals 2004 nach der Tatwaffe, die bei allen Morden dieselbe war! Nämlich eine Ceska 83.
Die sind nicht alle blöde beim BKA, ganz im Gegenteil!

Dieses ganze Kuddelmuddel wäre nur dann erklärbar, wenn man davon ausginge, dass 2004 nach 4 Dönermorden weder das Fabrikat Ceska noch die Tatsache "Schalldämpfer" bekannt waren.

Das muss sich dann aber bis 2006 geändert haben, denn damals schon (die Mordserie war in Kassel zuende gegangen), suchte man nach Ceskas 83 mit Schalldämpfer.


Ab 2006 können die deutschen Ballistiker die Anzahl der möglichen Tatwaffen extrem einschränken. Zuerst von 180'000 Pistolen des Typs Ceska 83 auf 55 Stück, die für Schalldämpfer geeignet waren. 27 dieser Pistolen waren in den frühen Neunzigerjahren in die Schweiz geliefert worden – an den damaligen Ceska-Generalimporteur, die Firma Luxik im solothurnischen Derendingen.

Frage: Was hat sich denn zwischen 2004 und 2006 geändert?
Gab es Zeugen eines Mordes, und dieser Zeuge hatte eine Schusswaffe mit Schalldämpfer erkannt?


Es muß wohl heißen „18.11.11“?
Sicher, mein Fehler.


Ich schreibe hier nur mit, weil ich im Strang eine unterhaltsame Denksportangelegenheit sehe und sonst nichts....
Mach weiter damit :)

Hellangel
03.01.2013, 08:33
Ist das eigentlich normal, dass man bei einer Verhaftung durch das BKA ein Buch mit hinein nimmt ?

Nur mal so zum Vergleich, wie das bei dem Wasserbomben-Klamauk ausgesehen hat:


:?


Der Zwickau-Komplize Holger G. wird dem Haftrichter vorgeführt. In den Händen hält der Rechtsextreme "Das letzte Gefecht" von Stephen King.

http://www.express.de/panorama/neonazi-trio-holger-g---mit-buch--das-letzte-gefecht--zum-haftrichter,2192,11148142.html

Ob das Normal ist? Keine Ahnung, aber ich frage mich, wie er gefesselt auf dem Rücken das Buch lesen will?

Karl_Murx
03.01.2013, 15:58
Der NSU-Ausschuss kennt die Anklageschrift nicht, aber die Medien haben sie?



Was schreibt der SPIEGEL doch gleich im November 2012?


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/zschaepe-nsu-mitglied-als-drahtzieherin-soll-in-sicherungsverwahrung-a-867711.html

Tja, da wäre wohl eine Strafanzeige fällig ;)
Ist aber sinnlos, da in der BRD die Staatsanwälte weisungsgebunden sind. Kein Staatsanwalt wird anklagen...

Da hatte ich vor einigen Wochen schon mal die Frage gestellt, die aber untergegangen ist: Gibt es hier nicht die Möglichkeit einer Privatklage durch die Anwälte Zschäpes oder von anderen Leuten, deren Persönlichkeitsrechte und Chance auf einen fairen Prozeß damit beeinträchtigt werden? Wenn durch die gesetzeswidrige Publizierung von Prozeßakten vor Beginn der Verhandlung Öffentlichkeit, Staatsantwalt, Richter und Zeugen in einer Weise beeinflußt werden, daß ihre Unvoreingenommenheit aufs Äußerste bezweifelt werden kann, wäre doch die Klage der Anwälte gegen ein wie immer geartetes Urteil schon vorprogrammiert?


Man kann das AZ jedoch googeln, und dann findet man alles Mögliche, Beschluss des BGH zum Nebenklagerecht von Mordopfern trotz Scheidung in der Türkei etc pp, und einen Beweisbeschluss des NSU-Untersuchungsausschusses im Reichstag:
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/ua/2untersuchungsausschuss/beweisbeschluesse/20120301/SL-001.pdf

es ist übrigens erstaunlich, dass keiner der Anwälte (rund 40 alleine der Nebenkläger) die Anklageschrift bisher "geleakt" hat.

Wir brauchen diese 488 Seiten unbedingt!!!

Wenn man da endverbindlich nachlesen könnte, was die Staatsanwaltschaft Zschäpe vorwirft, gäbe es seitens der Behörden keine Möglichkeit mehr, die Anklage beim Auftauchen von Widersprüchen an die aktuelle Beweislage anzupassen und sich immer neue Erklärungen für all diese Ungereimtheiten einfallen zu lassen.

fatalist
04.01.2013, 02:56
Da hatte ich vor einigen Wochen schon mal die Frage gestellt, die aber untergegangen ist: Gibt es hier nicht die Möglichkeit einer Privatklage durch die Anwälte Zschäpes oder von anderen Leuten, deren Persönlichkeitsrechte und Chance auf einen fairen Prozeß damit beeinträchtigt werden? Wenn durch die gesetzeswidrige Publizierung von Prozeßakten vor Beginn der Verhandlung Öffentlichkeit, Staatsantwalt, Richter und Zeugen in einer Weise beeinflußt werden, daß ihre Unvoreingenommenheit aufs Äußerste bezweifelt werden kann, wäre doch die Klage der Anwälte gegen ein wie immer geartetes Urteil schon vorprogrammiert?


Sicher gibt es diese Möglichkeit, aber da müsste ein ganzes Anwaltskollektiv kostenpflichtige Abmahnungen an alle Medien verschicken, die Zschäpe und die Uwes vorverurteilt haben.
Desweiteren müssten die Anwälte von Zschäpe und der anderen Angeklagten ebenfalls Klagen einreichen gegen alle Behörden, die mit Details an Journalisten zu dieser Vorverurteilung beitragen.

So viel Biss haben aber deutsche Anwälte nicht, hatten sie nie.

Eine Anzeige gegen die WELT etc wäre das Mindeste, um auf die Weitergabe der VS-Anklageschrift zu reagieren.


Wenn man da endverbindlich nachlesen könnte, was die Staatsanwaltschaft Zschäpe vorwirft, gäbe es seitens der Behörden keine Möglichkeit mehr, die Anklage beim Auftauchen von Widersprüchen an die aktuelle Beweislage anzupassen und sich immer neue Erklärungen für all diese Ungereimtheiten einfallen zu lassen.

Doch, sie können jederzeit vor Gericht neue Beweisanträge stellen und neue Sachverhalte vorbringen.

dodona
04.01.2013, 20:01
Ich weiß es nicht, aber vielleicht wäre es besser gewesen, quasi pro Mord die Ungereimtheiten festzuhalten, anstatt dieser Czeska pausenlos hinterherzusabbern ???

da hast du natürlich recht.

Ähnliches habe ich vor geraumer Zeit auch gepostet. Andererseits schreiben wir hier ja keine gemeinsame Diplomarbeit. Eher betreiben wir eine Art Brain Storming. Sinnvoll wäre es m.E. die Highlights in einem Sticky Thread festzuhalten. Schon klar, dass es nach über einem Jahr hitziger Wortgefechte schwierig sein wird. Nur wenn jetzt in ein paar Wochen der Prozess kommt, dann werden wir ohne den Sticky Thread ganz schön ins schimmen kommen, so frei nach dem Motto 'Dazu haben wir mal was gesagt, finde es allerdings nicht'. Vielleich finden diejenigen unter uns, die nicht regelmässig arbeiten müssen, dafür Zeit?

Systemhandbuch
04.01.2013, 20:29
[...]Sinnvoll wäre es m.E. die Highlights in einem Sticky Thread festzuhalten.[...]

War auch so meine Idee. Ist aber schwierig ! Der Strang hier birgt alles in allem heftig Sprengstoff. Und das ist gut so !:D

Einen Neuen aufmachen halte ich für Unsinn. Wer hier mitschreibt, hat ohnehin den ganzen Scheißdreck irgendwo abgespeichert.

Nereus
05.01.2013, 02:56
Seite 4:

http://politikforen.net/attachment.php?attachmentid=33068&d=1356929256&thumb=1

Seite 5:

http://politikforen.net/attachment.php?attachmentid=32963&d=1356766833&thumb=1

Die gesamte BKA-Info an den Innenausschuss ist "grob hingehauen", ich denke mehr kann man daher nicht daraus ableiten. Ist zu schlampig und ungenau, das Pamphlet.
/////////
Am 29.11.2011 wusste das BKA ganz genau, welche Waffen man im Wohnmobil und in Zwickau gefunden hatte.
Die Info von BKA-Präsident Jörg Ziercke an den Innenausschuss des Bundestages ist absichtlich ungenau.
/////
Aus absichtlich ungenauen Infos, oder aus falschen Infos gar, kann man keine zutreffenden Schlüsse ziehen.
Die gehen zwangsläufig in die Hose.
Die einfachste, naheliegenste und wichtige Frage ist doch, warum Jörg Ziercke ungenauen Mist erzählte???
Warum diese Ungenauigkeiten?
"Nicht die ganze Wahrheit" ist Lüge. So einfach ist das!

Meine ich ja auch: »Eine halbe Wahrheit ist oft eine grosse Lüge« (B. Franklin)

Und darum habe ich mir die BKA-Info »Unterrichtung der Obleute und des Vorsitzenden des Innenausschusses (VS – nur für den Dienstgebrauch), Sachstand „Nationalsozialistischer Untergrung“ (NSU), Jörg Ziercke Präsident BKA, Berlin, 29.11.2011« vom Dienstag noch einmal näher angesehen und die Seiten 3, 4 und 5 von der PDF-Datei (klick) (http://dl.dropbox.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf) am Bildschirm auf 400% vergrößert.

Auf Seite 4 (»Übersicht über „Ceska-Morde“«) wird rechts eine Ceska 83, Kal. 7,65 mm“ mit Modellbezeichnung und dem Abbild einer Schalldämpferpistole gezeigt.
Links ist nur der Schriftzug „Pistole, Kal. 6.35 mm“ (ohne Modellbezeichnung) zu sehen. Anschließend wird eine Pistole abgebildet. Das ist aber keine Kal-6.35mm-Pistole, auch keine umgebaute Schreckschuß-Bruni, wie sie auf der Pressekonferenz des BKA am Donnerstag, den 1.12.2011, auftauchte. Es ist vermutlich ein Vergleichsmodell der Ceska 82, Kal. 9 mm Makarow, wie sie am 1.12.2011 auf dem gezeigten BKA-Plakat zu sehen ist.

Plakatauszug http://cdn4.spiegel.de/images/image-290747-panoV9free-sltu.jpg«--CZ Makarow

BKA Plakathttp://cdn4.spiegel.de/images/image-290747-galleryV9-sltu.jpg

Waffenfunde im Wohnhaus – Zwickau – (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-814816-290747.html)

Die selbe Ceska 82, Kal. 9 mm Makarow wird dann auf Seite 5, rechts, unter »Tatwaffen Ceska« und auf Seite 3 »Bezüge«, oben links neben dem Schriftzug Tatwaffe Ceska.gezeigt.

Der Hinweis auf jeder Seite „VS – nur für den Dienstgebrauch“ diente wohl mehr dazu, die offensichtlichen Laien vom Ausschuss mit angeblich vorhandenem Beweismaterial zu beeindrucken und sie davon abzuhalten, die Infobroschüre mal einem Sachkundigen zu zeigen? Dieser hätte gleich den Taschenspielertick erkannt: Durch das Vorzeigen einer 9 mm Ceska Makarow, diese für eine nicht vorhandene und unbekannte 6,35 mm-Tatwaffe im 1. und 3. „Ceska.Mord“ auszugeben!

fatalist
05.01.2013, 03:55
Meine ich ja auch: »Eine halbe Wahrheit ist oft eine grosse Lüge« (B. Franklin)
///////
Der Hinweis auf jeder Seite „VS – nur für den Dienstgebrauch“ diente wohl mehr dazu, die offensichtlichen Laien vom Ausschuss mit angeblich vorhandenem Beweismaterial zu beeindrucken und sie davon abzuhalten, die Infobroschüre mal einem Sachkundigen zu zeigen? Dieser hätte gleich den Taschenspielertick erkannt: Durch das Vorzeigen einer 9 mm Ceska Makarow, diese für eine nicht vorhandene und unbekannte 6,35 mm-Tatwaffe im 1. und 3. „Ceska.Mord“ auszugeben!

:appl:

Man hat die "6,35mm Pistole" demnach weder im Wohnmobil noch in Zwickau gefunden?
Oder liege ich da jetzt falsch?

fatalist
05.01.2013, 04:12
Über 300 Akten wurden von Geheimdiensten "geschreddert".
So steht es in einem Sonderermittler-Geheimbericht zu lesen:


5.1.13
ImOktober gelangten Teile eines Geheimberichts des BMI-SonderermittlersHans-Georg Engelke über das Ausmaß der Aktenvernichtung im BfV andie Öffentlichkeit. Über 300 Akten aus dem BereichRechtsextremismus waren demnach zwischen dem Bekanntwerden des NSUund dem Erlaß im Juli 2012 vernichtet worden – davon 26 mitMaterial aus Abhör- und Überwachungsmaßnahmen. Zur Begründung fürdas lange Zögern vor dem Erlaß hob der zuständige StaatssekretärKlaus-Dieter Fritsche die Persönlichkeitsrechte der Betroffenenhervor – obwohl die Speicherfristen der von November bis Julivernichteten Akten zum Teil schon längere Zeit abgelaufen waren.Fritsche, der eine Vertuschungsabsicht bestritt und es für richtighält, dem Ausschuß die Klarnamen von V-Leuten zu verschweigen, warausgerechnet von 1996 bis 2005 selbst Vizechef des BfV. Bei derVernehmung des Sonderermittlers Engelke im Untersuchungsausschußzeigte sich bei der Frage nach der möglichen Rekonstruierbarkeitgelöschter Akten, daß man es beim BfV mit dem Datenschutz sonstnicht so genau nimmt: Informationen,die in der Abteilung Beschaffung gelöscht wurden, könnten in derAuswertung noch existieren, so Engelke. Außerdem könne eine interneKontrollgruppe Daten über V-Leute speichern. Die Frage, warum diebetreffenden Akten dann nicht rekonstruierbar seien, wollte Engelkein öffentlicher Sitzung nicht klarbeantworten.
http://www.jungewelt.de/2013/01-05/033.php

Die Informationen sind aber alle noch vorhanden: Eine Etage höher in derAuswerteabteilung.:haha:
Da wurde gar nichts vernichtet, nur verlagert: In den geheimenGiftschrank.

Es hat schon etwas Surreales, dass die vorgesetzte Behörde der Schlapphüte Geheimberichte schreibt, und den Aktenschredder"Skandal" selbst untersucht.
Wenig glaubwürdig.

Google findet dann den Job des "Sonderermittlers vom BMI":


Hans-GeorgEngelke war Anfang Juli zunächst beauftragt worden, die Vernichtungder Rennsteig-Akten vom 11.11.2011 für das Bundesinnenministerium (BMI) zu untersuchen, wo er sonst als Unterabteilungsleiter für den Verfassungsschutz zuständig ist. DieSchredderaktion war am 27. Juni zufällig aufgeflogen, der damalige Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm hatte daraufhin seine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand beantragt. Erst Mitte Juli wurde klar: Die Löschaktion im November 2011 war kein Einzelfall.Auch Monate nach dem Auffliegen der NSU wurde noch geschreddert -bergeweise.
http://www.stern.de/investigativ/vernichtung-von-nsu-unterlagen-loeschen-von-v-mann-akten-war-reine-routine-1910983.html

Stichworte:Bock, Gärtner :bäh:


Vernichtungserlass für V-Mann-Akten

Engelke erwähnt nicht, dass die Akten dieser zentralen Figur im Geflecht der NSU-Unterstützer ausgerechnet auf Anweisung des Bundesinnenministeriums (BMI) geschreddert wurden. Dabei war es ein sogenannter "Vernichtungserlass" des BMI vom 14. November 2011, der die Löschung von sechs G10-Vorgängen nach sich zog. Darunter die Akte AO2023: Protokolle von umfassenden Abhörmaßnahmen gegen Thomas S. und anderen B&H-Mitgliedern aus Sachsen.

Kurz zusammengefasst: Der "Sonderermittler" des BMI, selber in den Sumpf verwickelt, wollte und durfte nichts "aufklären".
____________________

Über die Befragung Engelkes im Bundestags-Untersuchungsausschuss existiert ebenfalls ein interessanter Bericht im Stern: http://www.stern.de/blogs/der-investigativ-blog/im-innenministerium-klaren-insider-intern-auf/#more-3560


Im Innenministerium klären Insider intern auf

26.10.2012
Der Wahlkampf im NSU-Ausschuss beginnt: Die SPD fordert die Ablösung von Staatssekretär Fritsche und seinem Adlatus Engelke als Aufklärer.

Heute vormittag wurde der BMI-Sonderermittler Hans-Georg Engelke (http://www.stern.de/investigativ/vernichtung-von-nsu-unterlagen-loeschen-von-v-mann-akten-war-reine-routine-1910983.html) in einer nicht-öffentlichen Sitzung zu den Aktenvernichtungen beim Verfassungsschutz nach dem Auffliegen der Terrorzelle befragt. "Erhebliche handwerkliche Mängel" habe seine Untersuchung gezeigt, so Högl. Und wieder rät sie Innenminister Friedrich: Die Schredderaffäre sollte nicht intern aufgeklärt werden – um den Anschein von "Voreingenommenheit und Ergebnissteuerung" zu vermeiden.
Aus Ausschusskreisen wurde Unmut darüber laut, dass Engelke sich bei der Aufklärung vor allem auf Aussagen von Mitarbeitern des Bundesamtes für Verfassungsschutz zu verlassen scheint. "Er hat keinen Biss gezeigt, an die Wahrheit heranzukommen und gar nicht erst versucht, behauptete Fakten zu überprüfen", kritisiert ein Teilnehmer der Sitzung. Engelke, der als Adlatus von CSU-Mann Fritsche gilt, sei vor allem von den Opppositionsparteien gegrillt worden, während die Abgeordneten von CDU und FDP ihn eher zurückhaltend befragt hätten.

Dieser Untersuchungsausschuss wird Geschichte schreiben, so behaupten ja die Mitglieder selbst, "weil alle an einem Strang ziehen" und nur, aber auch wirklich ganz doll ehrlich nur an der Wahrheit interessiert sind.
:haha:


Ich hingegen halte den Ausschuss für Ausschuss, für eine blosse Show, in der Abgeordnete verarscht werden und sich das "aus Gründen der Staatsräson" gefallen lassen müssen:


Zwischen dem 4. November [2011, fatalist] und dem 4. Juli 2012 haben Mitarbeiter insgesamt 310 Akten in den Reißwolf gesteckt – zusätzlich zu den sieben V-Mann-Akten, die ein Referatsleiter offenbar eigenmächtig am 11. November vernichten ließ und damit die „Schredder-Affäre“ auslöste. Sie veranlasste im Juli den damaligen BfV- Präsidenten Heinz Fromm, vorzeitig aus dem Amt zu scheiden. Erst im selben Monat wurde die Vernichtung von Akten zum Rechtsextremismus gestoppt.


Die neuen Zahlen zu vernichteten Akten stehen in dem Bericht, den der im Juli von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ernannte Sonderbeauftragte zur Klärung der Affäre, Hans-Georg Engelke, erstellt hat. Er trat am Donnerstag in einer nur anfangs öffentlichen Sitzung vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages auf. Zuvor hatten die Abgeordneten eine siebenseitige, „offene“ Fassung des Berichts erhalten. Das komplette Papier, 80 Seiten, konnten die Obleute nur in der Geheimschutzstelle des Bundestages sichten. Engelke, der einst beim BfV tätig war, war nach eigenen Angaben vom Umfang der Vernichtung überrascht. Seine Nachforschungen hätten aber ergeben, dass es sich um routinemäßige Vorgänge gehandelt habe. http://www.tagesspiegel.de/politik/schredder-affaere-mehr-als-300-akten-zu-rechter-szene-vernichtet/7272732.html

Klar, alles Routine, alles harmlos.
Wen will der verarschen :?

Sehr nützlich wieder mal bio:
http://friedensblick.de/3742/die-vernichtung-der-nsu-akten-ein-ueberblick/

fatalist
08.01.2013, 05:20
Der NSU ist keine Panne, sondern die BRD-Dienste sind auf dem rechten Auge blind.


»Die Terrorgruppe NSU ist keine Panne«
Rechte aufbauen und Linke schlagen ist seit je Maxime der BRD. »Nationalsozialistischer Untergrund« ist konsequente Folge dieser Politik.
http://www.jungewelt.de/2013/01-08/011.php

Aus der Pippi-Langstrumpf-Ideologie: "Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt".


Sehen Sie vor diesem Hintergrund überhaupt Chancen, die Verstrickungen zwischen dem NSU-Netzwerk und den Geheimdiensten und Polizeibehörden – zumindest juristisch – aufzuarbeiten?

Ich habe Zweifel. Die Aufschreie der Empörung auf die jeweils neuesten Nachrichten über geschredderte Akten sind fast schon komisch. Die Öffentlichkeit wird am Nasenring herumgeführt, wenn glauben gemacht werden soll, daß diese kriminellen Aktionen der Beweismittelvernichtung Pannen sind. Daß im Rahmen der Aufklärung der Mordvorwürfe gegen Frau Zschäpe vor dem Oberlandesgericht München die Verstrickungen von staatlichen Stellen und NSU Gegenstand sein wird, wage ich kaum zu hoffen.

Diese Anwältin hat noch niemals von der Bewaffnung linker Extremisten durch die BRD-Dienste gehört?
Stichwort Peter Urbach, schon in den 60ern?

Ebenso unbekannt scheinen ihr die V-Leute in der RAF zu sein, den Prozess gegen Verena Becker (Buback-Mord) scheint sie auch nicht zu kennen.

Was für eine dumme Nuss. Kann man echt nicht wohlwollender formulieren.
Wie blöde und naiv kann eine Anwältin sein???

fatalist
08.01.2013, 06:01
NSU wurde bis 2010 überwacht!
5000 Akten vernichtet, keine Antworten auf die drängensten Fragen:


Fast ein Dreivierteljahr lang gibt es dazu nun auch in Sachsen einen Untersuchungsausschuss, der bis heute nicht ansatzweise eine Antwort auf die drängendsten Fragen hat:

Warum hat das Landesamt für Verfassungsschutz Hinweise ignoriert, denen zufolge ein Rechtsextremist aus dem Umfeld der sächsischen »Blood & Honour«-Szene die drei Flüchtigen mit Waffen versorgen wollte?

Erhielt Zschäpe wirklich etwa 20 Anrufe vom sächsischen Innenministerium, nachdem sie die Wohnung in Zwickau in Brand gesetzt hatte, wie es in Medienberichten hieß?

Warum wurden, wie die Staatsregierung bestätigen musste, ab dem 4. November 2011, also seit Bekanntwerden des NSU, bis zum 19. Juli 2012 insgesamt 5000 Aktenstücke aus dem Bereich Rechtsextremismus vernichtet?

Und wie kann eine Behörde bis heute behaupten, von all dem nichts gewusst zu haben, während Akten des sächsischen Verfassungsschutzes auftauchen, die, wie die Zeitung Die Welt im Oktober berichtete, belegen sollen, dass im Rahmen der Operation »Terzett« von 2000 bis November 2010 Abhörmaßnahmen gegen Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt liefen? http://jungle-world.com/artikel/2013/01/46864.html

Wenn das stimmt, dann wissen wir ja jetzt zweierlei:
Die 3 vom NSU wurden 10 Jahre lang überwacht.
Das ist das eine.
Wenn sie 10-fach Mörder sind, dann sind sie das im Namen des Staates.
Oder sie sind keine Mörder.

Weitere Möglichkeiten sind unvorstellbar: Wenn sie Mörder waren, dann wusste der Staat Bescheid.


Die heikle Verfassungsschutz-Operation "Terzett"13.10.2012

Geheime Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zeigen: Eine Abhörmaßnahme gegen NSU-Mitglieder lief bis 2010. Die Verfassungsschützer hatten die Terrorzelle länger im Visier als bisher bekannt http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html


Die Sicherheitsbehörden haben die Mitglieder der Neonazi-Zelle NSU (http://www.welt.de/themen/nsu/) nach ihrem Abtauchen viel länger im Visier gehabt als bisher bekannt. Das geht aus streng geheimen Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zur Operation "Terzett" hervor, von denen die "Welt" erfahren hat.

Demnach schlossen die Behörden eine im Mai 2000 durchgeführte Abhörmaßnahme erst im November 2010 auch formal ab, also genau ein Jahr vor dem Auffliegen von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.


Die Papiere belegen zudem, dass die sächsischen Verfassungsschützer über die Jahre hinweg wiederholt Anhaltspunkte für schwere rechtsextremistische Straftaten sowie verfassungsfeindliche Aktivitäten sahen. Deshalb konsultierten sie beispielsweise im Jahr 2003 die Kollegen in Bayern und planten die Beobachtung des "Terzetts", wie das Trio damals genannt wurde, sowie von vier mutmaßlichen Unterstützern.


Selbst im Sommer 2006, als die staatsanwaltschaftlichen Verfahren gegen Zschäpe und Mundlos längst eingestellt waren, wollte der damalige Präsident des Dresdner Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) keine Entwarnung geben.

"Terzett" ist ein Dreiergesang, und der NSU hatte 3 Mitglieder.
Netter Name. Passt.
Und man wollte auch nach Verjährung aller Straftaten vor dem Abtauchen 1998 nicht aufhören?
Wollten die Schlapphüte "ihre V-Mann-Truppe" nicht wieder auftauchen lassen?
:?



Nicht von dem Lauschangriff unterrichtet

Die Korrespondenz zu dem Vorgang verlief zwischen den Spitzen des sächsischen LfV und des Innenministeriums des Landes. Weil es sich bei der Abhöraktion um eine sogenannte G-10-Maßnahme handelte, war stets auch das geheimste parlamentarische Gremien des Freistaates eingeschaltet: die G-10-Kommission des Landtages. Sie entscheidet darüber, ob das im Artikel 10 des Grundgesetzes den Bürgern garantierte Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis eingeschränkt werden darf. Das passiert bundesweit äußerst selten, der Verdacht muss schon sehr schwer wiegen.


Das Gremium hatte nicht nur die Abhöraktion gegen das Trio und vier ihrer Unterstützer genehmigt, sondern auch zugelassen, dass die davon Betroffenen nicht wie vorgeschrieben nach drei Monaten von dem Lauschangriff unterrichtet wurden.


Das ist laut Gesetz nur dann erlaubt, wenn die Gefahr besteht, dass eine solche Mitteilung den Erfolg der Überwachung zunichte macht.

Die V-Leute vom NSU wurden nicht informiert, dass sie überwacht wurden?
Nun, davon gingen sie sicher sowieso aus, was die "abgeklebten Handybatteriekontakte" im Wohnmobil ja belegen...



Alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft

Die Operation legt die Vermutung nahe, dass zumindest die Sicherheitsbehörden in Sachsen bereits vor zwölf Jahren ahnten, welche Schreckensbilanz das Trio einmal aufweisen könnte. Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) wird für zwei Sprengstoffanschläge, 18 Banküberfälle und neun Morde an Migranten sowie die Hinrichtung einer Polizistin verantwortlich gemacht.

Die Details zum Vorgang "Terzett" zeigen auch, dass die Sachsen bei der Suche nach den Neonazis nicht locker ließen. Sie schöpften alle rechtlichen Möglichkeiten aus, um den Rechtsextremisten auf die Spur zu kommen.
Zunächst machten die sächsischen Behörden durchaus vieles richtig. Dass sie es mit einer Mörderbande zu tun hatten, konnten sie nicht wissen. Aber die Verfassungsschützer nahmen bereits in dem Antrag zur Überwachung des Trios und seines Umfeldes Struktur und Ziel des NSU überraschend genau vorweg: "Die Betroffenen stehen im Verdacht, Mitglieder einer Vereinigung zum Begehen von Straftaten gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung und schwerer rechtsextremistischer Straftaten zu sein und drei flüchtige Straftäter in der Illegalität zu unterstützen."

Hier wird wieder Nachricht mit Interpretation vermischt.
Ganz billige Desinfo-Nummer.
Die sollen sich was schämen, diese Journaillen!


Insgesamt 13 Beschuldigte im NSU-Verfahren

Schon damals schien klar, dass die abgetauchte Gruppe nicht alle Kontakte abbrechen konnte und auf Unterstützer angewiesen sein musste. Im NSU-Verfahren der Bundesanwaltschaft werden mittlerweile 13 Beschuldigte geführt.

Ein Blick auf die Namen der von der G-10-Maßnahme Betroffenen zeigt, wie präzise die Sachsen schon 2000 das Umfeld des Trios eingekreist hatten: Drei der vier damals Abgehörten sind heute Beschuldigte im NSU-Verfahren. Einer von ihnen ist Thomas S., der jüngst als V-Person des Berliner Landeskriminalamtes enttarnt wurde.

Einst war er Liebhaber von Zschäpe und besorgte Sprengstoff für das Trio. Nach ihrem Abtauchen klopften sie zuerst beim ihm an die Tür. Auch Mandy S., eine Friseurin aus Sachsen, verschaffte dem Trio eine Unterkunft bei einem Freund in Chemnitz. Jan W. schließlich steht im Verdacht, dem Trio noch im Jahr 2002 Waffen besorgt zu haben – wofür es bisher keinen Beleg gibt. Allein der Ex-Rechtsrocker Andreas G. ist heute nicht beschuldigt.

Ach ja, die berühmten 1392 Gramm TNT, die niemals gewogen wurden, und kurze Zeit nach dem Auffinden spurlos verschwanden. :haha: Puderzucker oder so Zeugs, aber kein TNT. Kam immerhin vom Verfassungsschutz.


Sprengstoffdelikte des Trios verjährt

Die Ermittler hatten bei einer vorangegangenen Abhöraktion bereits Hinweise erhalten. "Es geht den Dreien gut", erfuhren sie beispielsweise durchs Mitlauschen.
Ein erneuter Versuch erschien vielversprechend. Doch diesmal waren die Erkenntnisse spärlich. Nichts über die Drei. Nichts aus ihrem Mund. Aber ob dabei Fehler gemacht und möglicherweise auch Informationen nicht sorgfältig genug ausgewertet wurden, lässt sich den Akten nicht entnehmen.

Die Sachsen waren sich dennoch recht sicher, dass sie die richtige Spur verfolgten: In einem Entwurf des LfV für das Innenministerium vom 12. Oktober 2000 wird erklärt: "Wegen fortdauernder Ermittlungen soll die Benachrichtigung der Betroffenen nicht erfolgen."
In den kommenden Jahren wurde diese Haltung immer wieder bekräftigt und die Maßnahme nicht beendet. Nachdem 2003 Sprengstoffdelikte des Trios verjährt waren, schrieben die Verfassungsschützer an ihren damaligen Landesinnenminister Horst Rasch: "Da eine weitere Beobachtung der sieben Betroffenen beabsichtigt ist, soll keine Mitteilung über die G-10-Maßnahme erfolgen."

Das stinkt 3 Meilen gegen den Wind...



Keine Antwort auf "Detailfragen"

Auch 2006 wurde die Benachrichtigung der Betroffenen abgelehnt. Der LfV-Präsident schickte dem übergeordneten Ministerium einen Vermerk: "Es soll keine Mitteilung erfolgen, weil es dadurch zur Gefährdung des Zweckes der Beschränkung käme."


Das wirft Fragen auf: Welche Erkenntnisse hatten die Ermittler, die so vielversprechend waren, dass man bei einer so sensiblen Sache wie einer G-10-Maßnahme die üblichen Regeln beiseite ließ? Was veranlasste die kontrollierenden Parlamentarier der G-10-Kommission, die Verlängerungen der Aktion immer wieder durchzuwinken? Auf Anfrage sagte der Verfassungsschutz der "Welt", man könne zu "Detailfragen" aus rechtlichen Gründen nicht Stellung nehmen.


Aus den Akten ergibt sich: Irgendwann hatten die Behörden die Hoffnung aufgegeben, die drei noch zu finden. Mittlerweile sei keine Gefährdung des Zweckes der Maßnahme mehr zu erwarten, schrieb das LfV im Mai 2009: "Sinn und Zweck der Gruppe ist durch Verjährung nicht mehr gegeben." Es ist eine Kapitulationserklärung.


Im folgenden Oktober wurden schließlich die vier mutmaßlichen Unterstützer des Trios über die neun Jahre zurückliegende Abhörmaßnahme informiert.

Wir sollen also glauben, dass man die 3 vom NSU niemals fand, aber sie überwachte.
Was für ein Schmarrn :fuck:



Dann wurde es kurios

Natürlich mussten auch Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid bekommen. Und nun wurde es kurios. Die Adressen der drei hatten die Sachsen ja nicht.
Was also tun? Gleich zwei Mal, 2009 und 2010, fragten die Verfassungsschützer deshalb bei den anderen 15 Landesämtern und dem Bundesamt nach: "Wir bitten ... um Ermittlungen zur Feststellung der Aufenthaltsorte oder Wohnsitze der genannten Personen und um entsprechende Mitteilung." Doch die Antwort lautete überall: Fehlanzeige.

Die Sachsen versuchten es sogar beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Die erfolglose Bilanz meldete das LfV dem Ministerium. Dies erklärte am 30.11.2010, dass Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt nicht benachrichtigt werden könnten. Die Abhörmaßnahme "Terzett" war damit abgeschlossen. Ein Jahr später flog das Trio auf.

Wer´s glaubt wird selig. Verarschen kann ich mich alleine.
Dazu brauche ich weder die WELT noch die Schlapphüte.

romeo1
08.01.2013, 06:16
Es stellt sich auch die Frage, wie die 3 an echte falsche Ausweise gekommen sind, die eigentlich nur Geheimdienste ausstellen können.

fatalist
08.01.2013, 06:20
Es stellt sich auch die Frage, wie die 3 an echte falsche Ausweise gekommen sind, die eigentlich nur Geheimdienste ausstellen können.

Angeblich hatten sie gar keine, sondern Helfer besorgten sich echte Ausweise und gaben diese dem NSU.
So lautet die aktuelle offizielle Version.

romeo1
08.01.2013, 06:22
Angeblich hatten sie gar keine, sondern Helfer besorgten sich echte Ausweise und gaben diese dem NSU.
So lautet die aktuelle offizielle Version.

Ja und ab morgen ziehe ich mir meine Hosen mit der Kneifzange an.

fatalist
08.01.2013, 06:34
Ja und ab morgen ziehe ich mir meine Hosen mit der Kneifzange an.

Schlag mich tot, aber es könnte sogar stimmen.
Mandy S.(truck) kann man googeln.

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/die-zwickauer-terrorzelle-nationalsozialistischer-untergrund-im-ueberblick-taten-und-unterstuetzer-3391

Dort tauchen die Ausweise auf, und die Personen, die dem NSU ihre Papiere überlassen haben sollen.

https://www.google.com/search?q=nsu+verwendete+p%C3%A4sse+von+unterst%C3% BCtzern&rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&oq=nsu+verwendete+p%C3%A4sse+von+unterst%C3%BCtzer n&aqs=chrome.0.57j64.16667&sugexp=chrome,mod=13&sourceid=chrome&ie=UTF-8#hl=de&safe=off&tbo=d&rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&sclient=psy-ab&q=nsu+ausweis+von+unterst%C3%BCtzern&oq=nsu+ausweis+von+unterst%C3%BCtzern&gs_l=serp.3...9828.11137.1.12248.7.7.0.0.0.6.1132. 4888.3-1j1j2j2j1.7.0...0.0...1c.1.NRgLat_VNu0&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&bvm=bv.1357316858,d.dGI&fp=d1b4a96efbb9574&biw=1241&bih=584

Das war dann eine recht clevere Idee, die sogar alt-RAF-ler lobten.
Wären sie niemals drauf gekommen, so die Reaktion.

Ingeborg
08.01.2013, 11:52
Der zweijährige Enkel des Paars überlebte unverletzt – vermutlich hat das Kind geschlafen und am nächsten Tag die erschossenen Großeltern als erstes entdeckt. Eine Nachbarin nahm sich des weinenden Kindes an, als es alleine vor dem Wohnhaus stand. Die Mutter des Kindes, Tochter der Ärztin, kam am Freitagnachmittag zum Elternhaus und erfuhr vollkommen unvorbereitet von der Bluttat. Mutter und Kind befinden sich seitdem in ärztlicher Behandlung.
Die Polizeidirektion Heidelberg hatte umgehend eine 32-köpfige Sonderkommission eingesetzt und fieberhaft nach einem Motiv und natürlich dem oder den Tätern gesucht. Erste Gerüchte, es könne sich um rechtsradikale Täter handeln – die Ärztin hatte einen „Gegen-Nazis“-Aufkleber auf ihrem Auto – wies die Polizei sofort entschieden zurück.
...
600 Menschen nehmen Abschied: Der Doppelmord von Eberbach ist aufgeklärt - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/panorama/welt/tid-28864/600-menschen-nehmen-abschied-der-doppelmord-von-eberbach-ist-aufgeklaert_aid_892692.html

fatalist
08.01.2013, 12:10
Erste Gerüchte, es könne sich um rechtsradikale Täter handeln – die Ärztin hatte einen „Gegen-Nazis“-Aufkleber auf ihrem Auto – wies die Polizei sofort entschieden zurück.

Wer so nen Aufkleber "gegen Nazis" am Auto hat, der lebt gefährlich - der NSU ist überall :?

Karl_Murx
08.01.2013, 12:18
NSU wurde bis 2010 überwacht!
5000 Akten vernichtet, keine Antworten auf die drängensten Fragen:

http://jungle-world.com/artikel/2013/01/46864.html

Wenn das stimmt, dann wissen wir ja jetzt zweierlei:
Die 3 vom NSU wurden 10 Jahre lang überwacht.
Das ist das eine.

Wenn auch mit völlig anderen Intentionen, sind die Grünen hier nahe an der Wahrheit:


Meyer-Plath wurde erst im August nach Sachsen gerufen, um die Interimsnachfolge von Reinhard Boos anzutreten. Der hatte seinen Posten im Juli räumen müssen, als zufällig Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zum neonazistischen Netzwerk »Blood & Honour« auftauchten, die angeblich längst hätten vernichtet werden müssen. Das galt der sächsischen Regierung einerseits als Ärgernis – hatte sie doch immer beteuert, alle Akten an die zuständigen Gremien und Behörden geleitet zu haben – und anderseits als »eklatantes Fehlverhalten«, wie sich der sächsische Innenminister Markus Ulbig damals ausdrückte, das als Dienstvergehen geahndet werden sollte und Boos zum Rücktritt zwang.

Nach einer parlamentarischen Anfrage der Grünen stellte sich Ende November jedoch heraus, dass es dieses sogenannte Dienstvergehen nicht gegeben hat und die Gründe für den Wechsel an der Spitze des sächsischen Verfassungsschutzes folglich unklar sind. Was zu Spekulationen anregt: »Hat Boos die letzte Ausfahrt genommen, um angesichts weiterer, noch unbekannter Pannen, Versäumnisse und Skandale halbwegs glimpflich aus der NSU-Affäre zu entkommen? War der sächsische Verfassungsschutz doch tiefer in das Umfeld des NSU eingedrungen als bisher angenommen?« fragt der Abgeordnete Johannes Lichdi (Grüne) in einer Pressemitteilung.

Die Nachtigallen trampeln mal wieder, und die Spatzen buchstabieren es von den Dächern.


Und wie kann eine Behörde bis heute behaupten, von all dem nichts gewusst zu haben, während Akten des sächsischen Verfassungsschutzes auftauchen, die, wie die Zeitung Die Welt im Oktober berichtete, belegen sollen, dass im Rahmen der Operation »Terzett« von 2000 bis November 2010 Abhörmaßnahmen gegen Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt liefen?




Wenn sie 10-fach Mörder sind, dann sind sie das im Namen des Staates.
Oder sie sind keine Mörder.

Weitere Möglichkeiten sind unvorstellbar: Wenn sie Mörder waren, dann wusste der Staat Bescheid.

Andere vernünftige Erklärungen sind nicht denkbar.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

Geheime Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zeigen: Eine Abhörmaßnahme gegen NSU-Mitglieder lief bis 2010. Die Verfassungsschützer hatten die Terrorzelle länger im Visier als bisher bekannt.


Demnach schlossen die Behörden eine im Mai 2000 durchgeführte Abhörmaßnahme erst im November 2010 auch formal ab, also genau ein Jahr vor dem Auffliegen von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

Wir erinnern uns: Die Dönermordserie begann im Jahr 2000 und endete nach dem letzten Mord in einem Kasseler Internetcafè 2006, bei dem ruchbar wurde, daß ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes namens Andreas Temme bei der Tat zugegen war und in seinem Amt V-Leute aus der islamischen und rechtsextremen Szene führte. Die Verfassungsschutzbehörden haben "einzelne Mitglieder" des "NSU" die ganze Zeit "abgehört und keine Hinweise auf deren vermeintliche Mordtaten erhalten. Entweder sind solche Abhörmaßnahmen in Zukunft und für alle Zeiten für die Tonne, weil sie offenbar keinerlei verwertbare Informationen liefern. Oder aber hier lügen die Behörden so dreist, daß sich die Balken biegen.


Die Papiere belegen zudem, dass die sächsischen Verfassungsschützer über die Jahre hinweg wiederholt Anhaltspunkte für schwere rechtsextremistische Straftaten sowie verfassungsfeindliche Aktivitäten sahen. Deshalb konsultierten sie beispielsweise im Jahr 2003 die Kollegen in Bayern und planten die Beobachtung des "Terzetts", wie das Trio damals genannt wurde, sowie von vier mutmaßlichen Unterstützern.

Für die anderen Verfassungsschutzbehörden dito.

Wie lange wollen wir uns diese Lügen noch bieten lassen, die an Dummdreistigkeit und Plumpheit nicht mehr zu überbieten sind?






"Terzett" ist ein Dreiergesang, und der NSU hatte 3 Mitglieder.
Netter Name. Passt.
Und man wollte auch nach Verjährung aller Straftaten vor dem Abtauchen 1998 nicht aufhören?
Wollten die Schlapphüte "ihre V-Mann-Truppe" nicht wieder auftauchen lassen?
:?

Offenkundig wurden sie noch gebraucht.


Die V-Leute vom NSU wurden nicht informiert, dass sie überwacht wurden?
Nun, davon gingen sie sicher sowieso aus, was die "abgeklebten Handybatteriekontakte" im Wohnmobil ja belegen...

Mit solchen Details verwirrst du den braven Bürger nur unnötig.





Wir sollen also glauben, dass man die 3 vom NSU niemals fand, aber sie überwachte.
Was für ein Schmarrn[/b] :fuck:

fatalist
08.01.2013, 12:43
Die Nachtigallen trampeln mal wieder, und die Spatzen buchstabieren es von den Dächern.
:gib5:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html



Die heikle Verfassungsschutz-Operation "Terzett"

Geheime Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zeigen: Eine Abhörmaßnahme gegen NSU-Mitglieder lief bis 2010. Die Verfassungsschützer hatten die Terrorzelle länger im Visier als bisher bekannt


Wir erinnern uns: Die Dönermordserie begann im Jahr 2000 und endete nach dem letzten Mord in einem Kasseler Internetcafè 2006, bei dem ruchbar wurde, daß ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes namens Andreas Temme bei der Tat zugegen war und in seinem Amt V-Leute aus der islamischen und rechtsextremen Szene führte. Die Verfassungsschutzbehörden haben "einzelne Mitglieder" des "NSU" die ganze Zeit "abgehört und keine Hinweise auf deren vermeintliche Mordtaten erhalten. Entweder sind solche Abhörmaßnahmen in Zukunft und für alle Zeiten für die Tonne, weil sie offenbar keinerlei verwertbare Informationen liefern. Oder aber hier lügen die Behörden so dreist, daß sich die Balken biegen.


Die WELT macht auf mit einer 10 Jahre dauernden Abhör- und Überwachungsaktion, was aus "hochgeheimen Akten" hervorgehe, von denen die WELT erfahren habe, aber dann kommt ein langer Bericht, dessen Tenor: Man wusste bei den Schlapphüten fast nichts.

Wenn ich jemanden abhöre und überwache, dann weiss ich, was der macht und wo der wohnt, und wen der anruft etc pp.
All das weiss man angeblich beim NSU nicht.

Der ganze Bericht ist entweder Volksverdummung, oder er ist vom unbezahlten Praktikanten geschrieben.


Wie lange wollen wir uns diese Lügen noch bieten lassen, die an Dummdreistigkeit und Plumpheit nicht mehr zu überbieten sind?

Bei der RAF und den 10 Morden der "3. Generation" funktionieren die Lügen heute noch, da ist also durchaus noch Luft.
:cool:

luis_m
08.01.2013, 13:48
Respekt, vielleicht lesen die Anwälte der Zschäpe hier mit und pflegen diese oder jene Ungereimtheiten in ihre Verteidigung mit ein.

Ingeborg
08.01.2013, 14:15
Zschäpe hat doch schon 1996 überaus bereitwillig ihre Bekannten aus der Szene auf Fotos identifiziert - also beim VS gesungen wie ein Vögelchen. Und danach auf einmal nicht mehr? Es ist wahrscheinlicher, daß sie weiterhin als VS-Angestellte aktiv war bis zum Schluß.

fatalist
08.01.2013, 14:20
Zschäpe hat doch schon 1996 überaus bereitwillig ihre Bekannten aus der Szene auf Fotos identifiziert - also beim VS gesungen wie ein Vögelchen. Und danach auf einmal nicht mehr? Es ist wahrscheinlicher, daß sie weiterhin als VS-Angestellte aktiv war bis zum Schluß.

Hast Du dazu einen Link?

Ingeborg
08.01.2013, 14:36
Ja,ja. Der NSU. Das waren die mit der feuerfesten Jogginghose. Die, die den verheerenden Brand, welcher sogar Pistolen schmelzen ließ, in der Zwickauer Wohnung überstanden hat und worauf jetzt angeblich DNA Spuren der ermordeten Polizistin gefunden werden konnten. So behaupten es jedenfalls die Ermittler. Da haben die mutmaßlichen Terroristen die Hose wohl auch nie gewaschen. 5 Jahre lang nicht, denn die Polizistin wurde schon 2006 ermordet. Auch ein angebissener Apfel soll in der Wohnung gefunden worden sein, weshalb die Ermittler jetzt eine Täterschaft des "NSU", im Fall des gescheiterten Gift Attentates auf Schneewittchen, prüfen. ....

http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

:haha:

Ingeborg
08.01.2013, 14:37
Hast Du dazu einen Link?

Kommentare

http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

fatalist
08.01.2013, 15:30
Kommentare

http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

Dogbert•vor 3 Monaten (http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html#comment-680794444)
Zschäpe hat doch schon 1996 überaus bereitwillig ihre Bekannten aus der Szene auf Fotos identifiziert - also beim VS gesungen wie ein Vögelchen. Und danach auf einmal nicht mehr? Es ist wahrscheinlicher, daß sie weiterhin als VS-Spitzel aktiv war bis zum Schluß.



Einige Indizien dafür standen in der Augustausgabe der "Compact". U.a. stand in offiziellen Dokumenten, die dem NSU-Untersuchungsausschuß vorlagen, an 4 Stellen, daß es einen V-Mann in der "NSU" gäbe, aber der Untersuchungsausschuß kam trotzdem zu dem Resultat, das könne unmöglich sein. Qui bono...
Das würde wieder ein paar Aktenschredderungen erklären... ein V-Mann oder V-Frau in der NSU...

Ingeborg
08.01.2013, 15:34
Das würde wieder ein paar Aktenschredderungen erklären... ein V-Mann oder V-Frau in der NSU...

ich halte alle 3 für Angestellte

fatalist
08.01.2013, 15:56
ich halte alle 3 für Angestellte
Ich auch, aber wir können es nicht beweisen. Es dürfte aber der Grund für die Hektik, die Lügen und die Aktenvernichtungen sein.

Ende November 2011 passierte etwas Merkwürdiges:


Beate Zschäpe war V-Frau des Thüringer Verfassungsschutzes

Aus der Spekulation (http://machtelite.wordpress.com/2011/11/21/der-suizid-von-bohnhardt-und-mundloswas-geschah-am-4-11-in-eisenach/) scheint langsam Gewissheit zu werden. Beate Zschäpe stand auf der Lohnliste des Staates, wurde geschützt und ihre Freunde Mundlos und Böhnhardt konnten mit ihrem Wissen bundesweit mindestens 10 rassistisch motivierte Morde begehen. Ein unglaublicher Skandal. Warum diese Meldung heute schleppend bis gar nicht in der deutschen Presse Verbreitung findet ist bemerkenswert. http://www.freitag.de/autoren/gsfrb/beate-zschape-war-v-frau-des-thuringer-verfassungsschutzes


ALIEN59 (http://www.freitag.de/autoren/alien59) 30.11.2011 | 20:56 (http://www.freitag.de/autoren/gsfrb/beate-zschape-war-v-frau-des-thuringer-verfassungsschutzes#1339811354071387)
Nicht, dass mich das wundert. Warten wir ab, ob nicht die beiden Toten auch V-Leute waren ....


Hatte ich hier im Forum auch bereits vor einigen Tagen gemutmaßt!
Und - dass namhafte Persönlichkeit(en) sich vielleicht durch vorgetäuschte Selbstmorde der Herren Mundlos und Böhnhardt vor einem Nazi-Outing schützen wollten.



Verfassungsschutz unter DruckBeate Zschäpe soll doch V-Frau gewesen sein
Dienstag, 29.11.2011, 10:38...

Der Verfassungsschutz hat Kontakte zum Neonazi-Trio stets bestritten. Erst recht jede Art von Zusammenarbeit. Doch jetzt gibt es neue Hinweise. Beate Zschäpe soll sehr wohl für den Geheimdienst in Thüringen gearbeitet haben.
Das 36-jährige Mitglied der terroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) soll zwischen 1998 und 2001 nun doch staatlicherseits „gedeckt“ worden sein, wie die „Leipziger Volkszeitung“ vom Dienstag berichtet. Der Hinweis stamme vom Landeskriminalamt Thüringen.

Zschäpe soll den Behörden Informationen über die rechte Szene verschafft haben, also als V-Frau gearbeitet haben. Dafür soll sie der Verfassungsschutz in Thüringen geschützt haben. In dieser Zeit soll Beate Zschäpe fünf Alias-Namen verwendet haben
...
Verfassungsschutz unter Druck: Beate Zschäpe soll doch V-Frau gewesen sein - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/verfassungsschutz-unter-druck-beate-zschaepe-soll-doch-v-frau-gewesen-sein_aid_688817.html



29.11.11Zwickauer Terrorzelle
Wurde Beate Zschäpe als V-Frau vom Staat gedeckt?
Das könnte die Wende in den Ermittlungen gegen das Neonazi-Trio sein: Die einzige Überlebende hat möglicherweise bis zuletzt mit den Behörden kooperiert.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13741150/Wurde-Beate-Zschaepe-als-V-Frau-vom-Staat-gedeckt.html


Bei der Aufklärung der Morde des Zwickauer Neonazi-Trios (http://www.welt.de/themen/zwickauer%20zelle/) gibt es nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" einen Hinweis aus der Zeit zwischen 1998 und 2011, wonach die einzig Überlebende, Beate Zschäpe (http://www.welt.de/themen/Beate+Zsch%C3%A4pe) , staatlicherseits "gedeckt" worden sei.

über 100 Kommentare dort.

Karl_Murx
08.01.2013, 16:43
ich halte alle 3 für Angestellte

Meine Rede.

Die Belege für die Tätigkeit Beate Zschäpes als V-Frau sind umfassend und reichen mindestens bis zum Jahr 1998 zurück. Der Vater von Uwe Mundlos hat als Beweis dafür einen anonymen Brief vorgewiesen, wo man ihn auf diese Zusammenarbeit hinweist. Es gibt darüber hinaus viele andere Berichte, welche das belegen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/zwickauer-terror-trio-brief-schuert-spekulationen-ueber-spitzeltaetigkeit-zschaepes-1.1225655

Daß alle drei Angestellte (oder V-Leute) des Verfassungsschutzes waren, hatte explizit Wolfgang Eggert in seinem Artikel auf doriangrey.net "Die Döner sind noch lange nicht vom Tisch" erwähnt, der bereits am oder um den 20. November 2011 erschien.

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/11/21/beruf-neonazi-todesursache-unklar-die-doner-sind-noch-lange-nicht-vom-tisch/

Außerdem wurde sogar auf SPON in einem Artikel von 2011 die Möglichkeit erwähnt, daß alle drei "zivile Vertrauens-"(V-)Leute des Verfassungsschutzes gewesen sein könnten.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ermittlungen-gegen-neonazi-terroristen-die-raetsel-von-zwickau-a-797771.html

Ebenfalls nicht ausgeschlossen werden kann zum jetzigen Zeitpunkt, dass Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt eine zeitlang als sogenannte zivile Vertrauenspersonen geführt wurden.

Auch ausländische Medien hatten diesen Verdacht erwähnt:

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Waren-sie-zugleich-VLeute/story/29631025

Jürgen Elsässer hatte in einem seiner Artikel noch die Möglichkeit erörtert, ob es innerhalb der Inlandsgeheimdienste mehrere rivalisierende Fraktion gegeben haben könnte, die sich voneinander abschotteten und unabhängige Aktionen starteten. Das ist allerdings zu wenig belegt.

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2011/11/16/die-nazi-braut-im-spukhaus-von-zwickau/

Halten wir im Hinterkopf, was euronews am 13.11. schrieb: “Bei den mutmaßlichen Neo-Nazis, die den Polizistenmord und die Dönermorde in Deutschland verübt haben sollen, könnte es sich um in die rechte Szene eingeschleuste Mitarbeiter des Bundesnachrichtendiensts handeln. Zwei von ihnen verübten Selbstmord, die Frau stellte sich, ein vierter wurde festgenommen.” Wenn Beate Z. eine Mitarbeiterin von VS und/oder BND war, wird man sich von ihrer Aussage vermutlich nicht allzu viel Wahrheitsgehalt versprechen dürfen. Da wird frisiert werden. Es sei denn, es gibt zwei Fraktionen in den Diensten, von denen eine an der Wahrheit interessiert ist. Dann dürfte es spannend werden.

fatalist
09.01.2013, 06:17
Meine Rede.

Die Belege für die Tätigkeit Beate Zschäpes als V-Frau sind umfassend und reichen mindestens bis zum Jahr 1998 zurück. Der Vater von Uwe Mundlos hat als Beweis dafür einen anonymen Brief vorgewiesen, wo man ihn auf diese Zusammenarbeit hinweist. Es gibt darüber hinaus viele andere Berichte, welche das belegen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/zwickauer-terror-trio-brief-schuert-spekulationen-ueber-spitzeltaetigkeit-zschaepes-1.1225655


Anonyme Briefe sind keine Beweise, allenfalls Indizien.
Es ist äusserst merkwürdig, dass diese VS-Kontakte von Beate Zschäpe um 1995 nicht längst berichtet wurden.
Sicher sind diese Akten alle schon im Giftschrank, was man heutzutage "Aktenschreddern" nennt, in desinformierender Absicht...


Daß alle drei Angestellte (oder V-Leute) des Verfassungsschutzes waren, hatte explizit Wolfgang Eggert in seinem Artikel auf doriangrey.net "Die Döner sind noch lange nicht vom Tisch" erwähnt, der bereits am oder um den 20. November 2011 erschien.

http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/11/21/beruf-neonazi-todesursache-unklar-die-doner-sind-noch-lange-nicht-vom-tisch/

10 Tage später gab es "neue Infos", dass die 3 vom NSU V-Leute waren, hatte ich ja gerade erst nochmals rausgesucht.
Komisch nur, dass es dazu niemals Belege gab, und die Nachricht verpuffte, wirkungslos.
War damals schon alles geschreddert???



Außerdem wurde sogar auf SPON in einem Artikel von 2011 die Möglichkeit erwähnt, daß alle drei "zivile Vertrauens-"(V-)Leute des Verfassungsschutzes gewesen sein könnten.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ermittlungen-gegen-neonazi-terroristen-die-raetsel-von-zwickau-a-797771.html


Es gibt aber keine Beweise, nur Gerüchte, Stichwort "Schredder".
Vor Gericht wird da mangels "Aussagegenehmigung" absolut nichts kommen.
Das hat der Fall "Buback/Becker" eindeutig gezeigt: Der Staat mauert.


Der Bericht des Speigels vom 15.11.2011 ist besonders peinlich:


Der Fall der Neonazi-Terrorzelle schockiert die Republik. Die Brandursachenermittler sieben noch immer Schuttreste und Asche aus dem explodierten Haus in Zwickau, Kriminaltechniker analysieren die Fundstücke, allen voran das zynische Manifest, das die drei Terroristen auf DVD brannten. 15 Minuten verfilmter Terror des selbsternannten "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bekennervideo-der-zwickauer-zelle-15-minuten-sadismus-a-797608.html)
Doch in dem Fall gibt es zahlreiche widersprüchliche oder verwirrende Details. Ein Überblick:• Woher stammen die DVDs?
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ermittlungen-gegen-neonazi-terroristen-die-raetsel-von-zwickau-a-797771.html

Wer hat gefilmt? Antwort: Niemand. Das Video ist eine Computerarbeit, und die Tonspur ist original Paulchen Panter, unverändert zu 100%.


• Woher stammen die DVDs?
Die DVDs sollen den Ermittlungen zufolge im Chaos des abgebrannten Hauses des Terror-Trios entdeckt worden sein, verpackt in vier Briefumschläge, adressiert an islamische Kulturzentren und Medien. Anscheinend unversehrt. Wie kann das sein, wenn bei derselben Explosion Waffen so verschmolzen, dass die Staatsanwältin sagt, sie bestünden nur noch aus Metall und Löschmittel habe sie zerstört?


Wurden die DVDs, auf denen sich die Verfasser der sogenannten Döner-Morde rühmen und ihre Opfer auf unerträgliche Weise verhöhnen ("NSU: Heute Aktion Dönerspieß") wirklich in den Überresten des Hauses sichergestellt? War es nicht vielmehr so, dass Beate Zschäpe sie an sich nahm, bevor sie das Haus mit Brandbeschleuniger in die Luft jagte?


"Nach unserem offiziellen Informationsstand wurden die DVDs im Schutt der Zwickauer Wohnung sichergestellt", sagt ein Ermittler. "Aber ich gebe zu, dass dieser Umstand Fragen aufwirft."

Welche Staatsanwältin? Welcher Ermittler? Warum keine Namen?




Auch ausländische Medien hatten diesen Verdacht erwähnt:
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Waren-sie-zugleich-VLeute/story/29631025

Es wird erwähnt, sie waren vielleicht V-Leute, aber es wird sofort danach total desinformiert:


Nach der Aufklärung der Morde an neun Ausländern und einer Polizistin steht der Verfassungsschutz im Mittelpunkt der Kritik. «Geheimdienste stehen unter Versager-Verdacht», fasst «Spiegel online» (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,797552,00.html) die bisherige Debatte zusammen. 14.11.2011

Was bitte war denn am 14.11.2011 aufgeklärt?
Gar nix.
Warum steht das dann dort nicht im Bericht?
Desinformation.

fatalist
09.01.2013, 06:43
Der beste frühzeitige Bericht über die NSU-Show stammt nicht von dem von mir verehrten Wolfgang Eggert, sondern von Daniel Neun.
https://www.radio-utopie.de/2011/11/14/der-neue-terror-des-apparats/

Er strotzt nur so von Links, man liest ihn besser bei radio utopie.

Trotzdem gehört er hier rein. Weil er so gut ist.


Der neue “Terror” des Apparats (https://www.radio-utopie.de/2011/11/14/der-neue-terror-des-apparats/)

Zwickau. Eisenach. Jena. Heilbronn? Döner? "Rechtsterrorismus"? "Nationalsozialistischer Untergrund"? "NSU"? "Schande für Deutschland"? Einiges spricht dafür, daß die vermeintlichen Zusammenhänge zwischen den neun Toten der Mordserie Bosporus zwischen 2000 und 2006, dem Mord an einer Polizeibeamtin in Heilbronn in 2007, zwei Toten in einem Wohnwagen in Eisenach und einer explodierten Wohnung in Zwickau nicht existieren oder nicht in der Form, wie sie nun ohne Gerichtsverfahren der leichtgläubigen Öffentlichkeit durch einen Spionage-, Polizei- und Behörden-Apparat verkauft werden, der offensichtlich großen "Terror" (lat.: Schrecken) vor den anstehenden Veränderungen hat.


Von Daniel Neun | 14.November 2011

14. November 2011, das war nur 10 Tage nach dem Countdown in Eisenach und Zwickau.


Polizei, Bundesanwaltschaft, Spione, Minister, Journalisten und Politiker, nun auch noch die Kanzlerin – alle tun sie gerade wieder einmal das, was sie gelernt haben: Dreck erzählen. Dabei waren sie verantwortlich dafür, das zu verhindern, was geschehen ist. Kein Grund ihnen auch nur ein Wort zu glauben. Aber genau das tut, wieder einmal, eine deutsche Öffentlichkeit, die sich in die Hosen macht, weil sie keine Ahnung hat, weil sie keine haben will.
:appl:



Ein paar Fakten, Fragen und Einschätzungen.- Am 25. April 2007 werden auf die Bereitschaftspolizistin Michele Kiesewetter und ihren Kollegen auf der abgelegenen Heilbronner Theresienwiese (http://maps.google.de/maps?q=Theresienwiese,+Heilbronn&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=0x47982f35c39a30a1:0xf1460d5254e61871,Theres ienwiese,+D-74072+Heilbronn&gl=de&ei=3vXATpS3G8nn-gbHstWBBQ&sa=X&oi=geocode_result&ct=image&resnum=2&ved=0CDAQ8gEwAQ) in der in der Nähe der B 293 (http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstra%C3%9Fe_293)nach Zeugenaussagen “mehrere Schüsse” abgegeben. Michele Kiesewetter stirbt, ihr Kollege überlebt den offiziellen Angaben zufolge (http://de.wikipedia.org/wiki/Polizistenmord_von_Heilbronn) schwer verletzt und kann sich nach seiner Genesung an nichts mehr erinnern. Offizielle Darstellung: auf dem abgelegen Gelände hatten sich die Täter unbemerkt “von hinten” genähert und beiden Beamten in den Kopf geschossen. Die Beamtin lag aber außerhalb ihres Wagens. Wie kann das sein? Glaubt das jemand? Wieso wurde anschließend ermittelt, ermittelt, ermittelt und nichts kam dabei raus? Wieso wurde die Sache dann wegen “personeller Überlastung” von einer Sonderkommission der Polizeidirektion Heilbronn ans LKA Baden-Württemberg übertragen?


Einschätzung: Von Anfang an wurde hier von oben der Daumen drauf gehalten. In den beteiligten “Ermittlungsbehörden” aus Deutschland und anderen Staaten saßen Personen, die an einer umfassenden Aufklärung des Falles offensichtlich keinerlei Interesse hatten. Meiner Ansicht nach wurde die Beamtin Kiesewetter von einer Person erschossen, die sie kannte und der sie diese Tat offensichtlich nicht zutraute. Frage dazu: wer bewahrt die Dienstwaffe und die Handschellen einer Polizistin jahrelang auf, die er selbst ermordet hat? Wer hat dazu überhaupt die logistische Möglichkeit? Und wo liegt da die Motivation?

Die Mordwaffe im Fall Ulrich Schmücker, längster Strafprozess der BRD ever, lag 15 Jahre lang im Tresor des Berliner Landesamtes für Verfassungsschutz...


- in den Jahren 2000 bis 2006 werden in der Mordserie Bosporus (http://de.wikipedia.org/wiki/Mordserie_Bosporus) neun Personen ermordet, die meisten von ihnen im eigenen Geschäft. Es wird dabei keineswegs nur die eine Tatwaffe verwendet, die vielzitierte tschechische Pistole des Typs Ceska 83, Kaliber 7,65 mm, sondern mehrere Waffen, durch mehrere Personen. Der letzte Mord ereignet sich am 6.April 2006. Nachdem am 21. April 2006 ein Mitarbeiter des hessischen Landesbehörde für Verfassungsschutz unter Mordverdacht kurzfristig festgenommen wird, hört die Mordserie auf. Anschließend ermittelt und ermittelt und ermittelt die Soko Bosporus und wird dann irgendwann aufgelöst.

Kein Bundesanwalt zieht die Ermittlungen an sich, trotz 9 bundesweiten Morden...


- am 4.November 2011 explodiert ein Wohnmobil in Eisenach. Kurz zuvor hatte sich in der gleichen Stadt ein Banküberfall ereignet. Angeblich findet die Polizei in dem Wohnmobil die verbrannten Leichen der bekannten Rechtsextremisten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Angeblich haben diese, nachdem sie in der gleichen Stadt ihr Wohnmobil parken wo sie eine Bank ausrauben und anschließend tatsächlich in dieses flüchten, nach ihrer Ankunft mit entsprechenden Gerätschaften den Polizeifunk abgehört, über den (für sie angeblich verständlich und erkennbar) durchgesagt wurde, daß sich jetzt Polizeikräfte ihrem Wohnmobil nähern. Daraufhin soll der eine den anderen und dann sich selbst, oder beide sich selbst erschossen haben. Anschließend explodiert noch irgendwie das Wohnmobil.

Das war alles am 14.11.2011 schon bekannt. Doppelselbstmord in Eisenach mit EINER Waffe.


- derweil in Zwickau, ebenfalls am 4.November. Ein Haus explodiert bzw brennt höchst asymmetrisch ab. Eine Frau werde gesucht, heißt es. Beate Zschäpe, soweit auch klar.

Jetzt kommen die Hämmer!!!


Am Dienstag, dem 8.November, ereignet sich etwas höchst Bemerkenswertes.

In Jena geht Beate Z. mit ihrem Rechtsanwalt zur Polizei und “stellt sich”. Anschließend heisst es, sie sei die Frau aus Zwickau, nach der wegen der Explosion des Hauses gefahndet worden sei. Sie habe dort zusammen mit den toten mutmaßlichen Bankräubern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gelebt. Und dann:

“In dem Wohnmobil (http://www.net-tribune.de/nt/node/73976/news/Gesuchte-Frau-aus-Zwickau-stellt-sich) wurde zudem die Waffe einer im April 2007 erschossenen Polizistin aus Heilbronn gefunden.”
Hoppla. Jetzt schon. Vier Tage später. Und das alles auf den Punkt genau. In dem Augenblick, so sich eine mutmaßliche Agentin der Polizei stellt und sagt, ich war´s. Nun ja. Eigentlich sagt sie gar nichts. Dafür reden andere.
In Stuttgart, wo man beim LKA die Zeit nach der Ermordung von Michele Kiesewetter in 2007 so erfolgreich rumgebracht hat, ist man hellauf begeistert (http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1319788119568). LKA-Präsi Dieter Schneider äußert sich zuversichtlich, den Mord an der Polizistin nun endlich aufklären zu können:

“Wir sind sehr nah dran”
Am Mittwoch, dem 9.November, ereignet sich schon wieder etwas höchst Bemerkenswertes.
Klaus Pflieger (http://www.pflieger-home.de/), erfolgreicher Buchautor (“Rote Armee Fraktion (RAF); Die Geschichte(n) der württembergischen Staatsanwaltschaften; Handkommentar zum Gesamten Strafrecht”) und kompetent in Fragen “Medienarbeit der Staatsanwaltschaften”, “Ligitation-PR der Rechtsanwälte”, “Rettung durch Folter?”, “Gnade ohne Reue?”, “Stolz und Scham”, etc. und nebenbei noch Leiter der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart (http://www.generalstaatsanwaltschaft-stuttgart.de/servlet/PB/menu/1177512/index.html), entdeckt “in der ausgebrannten Wohnung” (http://www.stern.de/panorama/heilbronner-polizistenmord-ermittler-geben-raetsel-auf-1749255.html) der Ruine des explodierten Hauses in Zwickau die Dienstwaffe der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin Michele Kiesewetter, ebenso die ihres Kollegen.
Mal abgesehen davon, daß die Waffen noch einen Tag zuvor angeblich im explodierten Wohnmobil in Eisenach zu finden waren – leider weiß man nun auch in Zwickau nichts von seinem Glück. Der “Stern” schreibt:

“Wie Pflieger zu seiner Einschätzung kam, ist dem Zwickauer Staatsanwalt schleierhaft. Zwar seien in der Wohnung mehrere Pistolen und ein Repetiergewehr gefunden worden, bestätigt er auf einer Pressekonferenz. Ob es sich bei einer dieser Waffen um die Tatwaffe handele, sei aber nicht sicher. Der Polizeibehördenleiter Jürgen Georgie springt ihm bei: Die Waffen seien durch das Feuer schwer beschädigt, zum Teil sei nur das Metall übrig und die Auswertung der Fundstücke dauere noch an.”


Alles mit Quellen: Die Dienstwaffen von Kiesewetter und Kollegen wurden zwei Mal gefunden: In Eisenach und in Zwickau.
Sie müssen also Seriennummern gehabt haben???


Zwei Tage später. 11.November. Schon wieder ereignet sich etwas höchst Bemerkenswertes. (http://allnewz.it/2011/11/heilbronner-polizistenmord-haben-die-ermittler-versagt-stern-de/)
“Um 14.39 Uhr ist die Sensation perfekt: Da teilt die Bundesanwaltschaft mit, dass sie die Ermittlungen “wegen des Mordanschlags auf zwei Polizisten in Heilbronn sowie der bundesweiten Mordserie zum Nachteil von acht türkischstämmigen und einem griechischen Opfer” übernommen hat. Ein Hammer! “
Erst just am 4.November ist Harald Range zum neuen Generalbundesanwalt ernannt worden. Er ist zwar ein Mann der FDP – vorher jedoch wurde der eigentlich von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger favorisierte Johannes Schmalzl mit mehr oder weniger ehrenwerten Methoden aus dem Rennen gekickt (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,795838,00.html) – explizit auf Druck der am engsten mit dem Spionage-Apparat verwobenen Partei Deutschlands, der SPD. Range, heisst es, sei “international gut vernetzt”.
Amtierender Generalbundesanwalt ist bis dato aber immer noch Rainer Griesbaum, ein Mann der alten Generalbundesanwältin Monika Harms. Von Rainer Griesbaum kann man sagen: nimmt man dem Mann seinen Zettel weg, von dem er abliest, käme das praktisch seiner Enthauptung gleich.
Am 11.November, fünf Tage nach dem merkwürdigen Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Wohnmobil von Eisenach, heisst es (http://allnewz.it/2011/11/heilbronner-polizistenmord-haben-die-ermittler-versagt-stern-de/) nun durch die Bundesanwaltschaft, der Behörde des noch amtierenden Generalbundesanwalts Griesbaum:

“Mitten im Schutt des Wohnwagens fanden die Ermittler die Ceska von den “Döner-Morden”.
Am 12.November (http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE7AB03020111112):

“Der amtierende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum teilte mit, im Haus der mutmaßlichen Mörder in Zwickau sei die Pistole gefunden worden, mit der zwischen 2000 und 2006 die sogenannten Döner-Morde an sieben türkischstämmigen Deutschen und einem Griechen verübt worden seien.
Interessant, nicht? Was hast Du gesagt? Das ist doch alles nur Ermittlungstheorie.

Auch die Dönermord-Ceska wird 2 Mal gefunden: In Zwickau und in Eisenach.


Wer die Gegenwart beherrscht, der beherrscht auch die Meinung. Und wo wir schon beim Thema “wie finden wir auf dem Müllhaufen der Terrorgeschichten noch irgendeinen Dreck, den wir den Dummbatzen da draußen verkaufen können” sind:
Zudem seien mehrere versandfertige DVDs an Nachrichtenagenturen und Islamische Kulturzentren gefunden worden, auf denen sich ein Propagandafilm einer Gruppe namens “Nationalsozialistischer Untergrund” befunden habe.”
Und deshalb, deshalb reisst nun der immer noch amtierende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum, eine der größten Butterbirnen, die je in Deutschland in einer Behörde saß, alle Ermittlungen an sich, sagt den auf ihren kollegialen Ermittlungslippen kauenden Ermittlungsbehörden in Zwickau tschüss und gibt nun der “Geheimpolizei” Bundeskriminalamt BKA die Sache in die Hand, dessen Präsident Jörg Ziercke (SPD) sich mit Rainer Griesbaum in jeder Beziehung messen kann und der – potentiell! rein hypothetisch! – bis zu seinem sanften Rauswurf nächsten Sommer vielleicht noch ein, zwei Leichen im Keller etwas tiefer verbuddeln muss.

Prophetische Weissagungen. :hi:


Wer wissen möchte, was da in den Thüringen vor sich gegangen ist und es ernst meint mit der Aufdeckung einer langen Tradition der Kollaboration von Spionage und faschistischem Fussvolk, was beizeiten nützliche Dienste verrichtet ohne selbst davon zu wissen, sollte den 2002 zurückgetretenen CDU-Innenminister Christian Köckert (http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_K%C3%B6ckert) nach den aus seinem Besitz verdunsteten Verfassungsschutz-Daten fragen, die bereits 1997 unter seinem Vorgänger Richard Dewes (http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dewes) (SPD) aus dem Landesinnenministerium “gestohlen” worden waren (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Mordserie-weitet-sich-zu-Geheimdienst-Affaere-aus-1918885199).

Wer dagegen Paulchen Panther (http://www.bild.de/news/inland/nsu/nationalsozialistische-terror-gruppe-20982014.bild.html#) mit Tatort-Fotos gucken will: bitte sehr. Ist ein freies Land.
Geht noch weiter, der Artikel. Lesenswert, absolut lesenswert :appl:

fatalist
09.01.2013, 07:11
Es erhärtet sich die These, dass der NSU aus V-Leuten bestand.

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Mordserie-weitet-sich-zu-Geheimdienst-Affaere-aus-1918885199


14.11.2011

Chronik: Skandale um die V-MännerNovember 1997: Beim Umzug des Innenministeriums verschwinden Computer mit geheimen Informationen. Drei vor dem Umzug erstellte Sicherheitskopien der fehlenden Festplatten werden im Innenministerium, Landeskriminalamt und beim Verfassungsschutz deponiert.

...
25. Oktober 2002: Christian Köckert tritt als Innenminister zurück. Aus seinem Ministerium sind geheime Verfassungsschutz-Daten verschwunden. Gespeichert waren sie als Sicherheitskopie jener Festplatten, die 1997 im Ministerium gestohlen wurden.

Die Computer wurden gestohlen, und die beim Innenminister deponierten Sicherheitskopien ebenfalls?
Wer glaubt denn sowas???

Und wo sind die Sicherheitskopien des Verfassungsschutzes und des LKA Thüringen?
Die sind sicher auch "weg", weil diese Daten den Beweis für die V-Mann-Tätigkeit der NSU-ler enthalten haben dürften.

fatalist
09.01.2013, 09:30
Anklage ist mangelhaft: Zschäpes Anwälte


Mittwoch, 09. Januar 2013
Formfehler im Prozess gegen Zschäpe
Anwälte weisen Anklage zurückSchon bevor die Gerichtsverhandlung gegen die mutmaßliche Terroristin Beate Zschäpe begonnen hat, gibt es die ersten Pannen. Zumindest die Anwälte Zschäpes sind der Ansicht, dass die Anklageschrift so viele Formfehler enthält, dass sie nicht zugelassen werden kann. Außerdem seien viele der aufgeführten Taten nicht bewiesen.


Die Verteidiger von Beate Zschäpe zerpflücken die Anklageschrift gegen ihre Mandantin. Das NSU-Mitglied soll gemeinsam mit den Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos an den elf Morden der Terrorzelle beteiligt gewesen sein. Ihre Verteidiger bezeichnen die Anklage nun als "mangelhaft": Es gebe keinen konkreten Ermittlungsbeleg für einen "wesentlichen Tatbeitrag", heißt es in einem Schreiben an das Oberlandesgericht München, das dem NDR und dem Spiegel vorliegt. Die Verteidigung fordert darin eine "Nachbesserung".


Die Anwesenheit Zschäpes an einem Tatort sei nicht belegt, eine entsprechende Zeugenaussage habe keinen Beweiswert. Die Unterstützungsleistung, die Zschäpe durch das Schaffen eines Rückzugsraumes und die Tarnung der beiden anderen Terroristen erbracht habe, sei nicht als "wesentlicher Beitrag für die Begehung und das Gelingen der einzelnen Taten" zu werten. 27 Anklagepunkte, die sich auf konkrete Taten beziehen, lehnen die Verteidiger darum komplett ab.
http://www.n-tv.de/politik/Anwaelte-weisen-Anklage-zurueck-article9911126.html


Außerdem werde nicht deutlich, ob Zschäpe die Gründung der terroristischen Vereinigung NSU vorgeworfen werde, oder ob sie nur einfaches Mitglied gewesen sein soll. Auf dieser Grundlage könne sie sich nicht optimal auf den Prozess vorbereiten. Wegen der Formfehler sei die Anklageschrift so nicht zu akzeptieren, schreiben die Anwälte.
Unterdessen wurden die Haftbedingungen Zschäpes gelockert, wie der SWR berichtet. Besuche der Verteidiger dürfen künftig ohne Trennscheibe stattfinden. Auch soll der Briefverkehr mit der Verteidigung nicht mehr inhaltlich überwacht werden. Es sei nicht zu befürchten, dass sich Zschäpe aus der Haft heraus terroristisch betätigt, heißt es zur Begründung. Auch gebe es keine Anhaltspunkte, dass sie über ihre Anwälte mit Sympathisanten oder Unterstützern kommuniziere.

Es spielt wohl keine Rolle, dass die WELT die Anklage eher hatte als die Angeklagten.

Helgoland
09.01.2013, 09:44
Die Computer wurden gestohlen, und die beim Innenminister deponierten Sicherheitskopien ebenfalls?
Wer glaubt denn sowas???
Und wo sind die Sicherheitskopien des Verfassungsschutzes und des LKA Thüringen?


Dafür ist heute jeder handgeschriebene Wäschezettel aus einem NS-Lager mehrfach dokumentiert und der Nachwelt erhalten. ;-)

Esreicht!
09.01.2013, 10:18
Hallo,


jetzt hat man sich darauf geeinigt, daß es den NSU nicht mehr gibt:



Vor Zschäpe-Prozess
Richter erklären NSU für aufgelöst

Das Oberlandesgericht München hat die rechtsextreme Terrorgruppe NSU laut SWR-Informationen für nicht mehr existent erklärt. Dadurch seien Lockerungen der Haftbedingungen für das mutmaßliche NSU-Mitglied Zschäpe möglich: Sie muss jetzt mit ihren Anwälten nicht mehr durch eine Trennscheibe reden.

Von Holger Schmidt, ARD-Terrorismusexperte


Durch einen Beschluss des Oberlandesgerichts München steht nun nach Informationen von SWRinfo gerichtlich fest, dass die Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) nicht mehr existiert.....

http://www.tagesschau.de/inland/nsu-prozess100.html


kd

Karl_Murx
09.01.2013, 11:55
Anonyme Briefe sind keine Beweise, allenfalls Indizien.

Sicher. Aber was haben wir hier im Forum denn anders als lediglich immer nur Indizien?


Es ist äusserst merkwürdig, dass diese VS-Kontakte von Beate Zschäpe um 1995 nicht längst berichtet wurden.
Sicher sind diese Akten alle schon im Giftschrank, was man heutzutage "Aktenschreddern" nennt, in desinformierender Absicht...

Das halte ich inzwischen auch für sehr wahrscheinlich. Der Verfassungsschutz kann alles behaupten, da es niemanden gibt, der diese Behauptungen hinterfragt. Denn die Aufdeckung der Wahrheit ist nicht im Sinne der Untersuchungsausschüsse, genausowenig wie der politisch-medialen Kaste.



Es gibt aber keine Beweise, nur Gerüchte, Stichwort "Schredder".
Vor Gericht wird da mangels "Aussagegenehmigung" absolut nichts kommen.
Das hat der Fall "Buback/Becker" eindeutig gezeigt: Der Staat mauert.

Das alles kann er nur, weil es nicht genügend Druck seitens der "Öffentlichkeit", sprich also von unabhängigen Journalisten und vor allem seitens einer Bevölkerung gibt, welche die haarsträubenden Widersprüche der behördlichen Version hinterfragt.



Der Bericht des Speigels vom 15.11.2011 ist besonders peinlich:


http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ermittlungen-gegen-neonazi-terroristen-die-raetsel-von-zwickau-a-797771.html

Wer hat gefilmt? Antwort: Niemand. Das Video ist eine Computerarbeit, und die Tonspur ist original Paulchen Panter, unverändert zu 100%.

Nirgendwo ist das vollständige "PP-Bekennervideo" zu sehen. Es werden lediglich einige Schnipsel und Fotos veröffentlicht. Bemerkenswert dabei, daß hier eine Deutschlandkarte in den Grenzen von 1990 verwendet wird; würden das echte Nazis tun? Daß dieses Video weder der mutmaßliche V-Mann des VS Ralph Wohlleben noch der andere mutmaßliche V-Mann des VS Andrè Eminger erstellt haben, ist inzwischen offizielle Behördenversion. Daß das tödliche Doppel-TRIO Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe ebenfalls nicht dafür verantwortlich sind, wurde kurz nach dem 04.11.2011 von Bundesinnenminister Friedrich höchstpersönlich bekanntgegeben. Habe gerade keine Zeit, die Links dazu herauszusuchen, die aber hier im Forum stehen. Große Preisfrage: Wer hat das Video dann erstellt?




Welche Staatsanwältin? Welcher Ermittler? Warum keine Namen?

Nicht hinterfragte Behauptungen der Journalisten, die entweder frei aus den Finger gesogen sind oder auf nicht hinterfragten Behauptungen von Behördenvertretern zurückzuführen sind.



http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Waren-sie-zugleich-VLeute/story/29631025

Es wird erwähnt, sie waren vielleicht V-Leute, aber es wird sofort danach total desinformiert:

"Nach der Aufklärung der Morde an neun Ausländern und einer Polizistin steht der Verfassungsschutz im Mittelpunkt der Kritik. «Geheimdienste stehen unter Versager-Verdacht», fasst «Spiegel online» die bisherige Debatte zusammen. 14.11.2011"

Ja, das ist Desinformation. Dient aber wie in einheimischen Medien dazu, den Leser daran zu hindern, die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, die sich eigentlich zwingend aus der Tatsache ergeben, daß der "NSU" komplett eine Kreation des Verfassungsschutz war.