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Vollständige Version anzeigen : "Dönermorde"..... NAZI-Hysterie und der Verfassungsschutz



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fatalist
10.06.2013, 05:46
Brigitte-Leser wissen mehr:
Sie wissen, wann Carsten S. die Ceska nach Chemnitz brachte.
Was Spiegel und Focus etc pp unterschlagen, das weiss Brigitte:
http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/nsu-tag-5-1168000/2.html


Er bestellte die Waffe auf Wohllebens Anweisung hin im rechten Szene-Laden Madleys in Jena. Er bekommt eine Ceska - mit Schalldämpfer. Lagert sie kurzzeitig im Bettkasten in seinem Kinderzimmer und bringt sie dann nach Chemnitz, wo ihn Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt vom Bahnhof abholen.

Ob er das zeitlich einordnen könne, fragt Richter Götzl. Irgendwann zwischen der bestandenen Führerscheinprüfung und dem Beginn seiner Arbeit als KFZ-Lackierer muss es gewesen sein, sagt Carsten S. Irgendwann im April 2000.
Warum schweigt sich Brigitte über die Farbe des Kinderzimmers aus?
War das etwa ein zartes Rosa :?


Was wusste er denn überhaupt von den "Dreien", fragt der Richter beharrlich nach. "Nichts", antwortet Carsten S. Dass sie untergetaucht, "weggelaufen" seien, weil man Rohrbombenattrappen bei ihnen gefunden habe. Weil sie mal eine Judenpuppe an eine Autobahnbrücke gehängt haben.
Stimmt, Attrappen, kein TNT, aber woher weiss Carsti das :?


Bei Brigitte erfährt man einfach mehr, so auch bei Gerlachs Aussage:


Einige der Nebenkläger, Hinterbliebene der NSU-Opfer sagen nach der Verhandlung, sie seien froh, dass sich zum ersten Mal jemand entschuldigt. Richtig glauben, können sie es nicht. Die Reue wurde vom Blatt abgelesen. Und auch ein anderer im Saal scheint Zweifel zu haben.Während Holger G. sich bei den Opfern entschuldigt, lehnt sich Ralf Wohlleben im Stuhl zurück und grinst. Unerhört! http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/nsu-holger-g-1168406/2.html


Brigitte investigativ:


Auch sein Entsetzen über die Taten des NSU wirkt ehrlich.

Doch das Alibi für die Anmietung des Wohnmobils, das "die beiden Uwes" für ihren letzten Banküberfall benutzten, bekommt Holger G. ausgerechnet von einem der führenden Neonazi-Kader Hannovers. Marc-Oliver M., Ex-NPD-Funktionär und Führer einer mittlerweile verbotenen Kameradschaft, hat bezeugt, Holger G. habe ihn zusammen mit etwa zehn anderen zum Gericht begleitet, wo M. gegen zwei Antifaschisten aussagt hat. Dass er nach seinem angeblichen Ausstieg zweimal auf rechten Demonstrationen war, auch das seien für ihn "Freundschaftsdienste" gewesen, sagt er in seiner Einlassung, die er schriftlich verliest.

Es sind "Freundschaftsdienste", die dafür gesorgt haben, dass er nun in Saal A101 sitzt, angeklagt wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung. Er lebt jetzt im Zeugenschutz anstatt seines "Spießerlebens". http://www.brigitte.de/frauen/gesellschaft/nsu-holger-g-1168406/2.html

Im Nov. 2011 noch ein Rechter, dieser Holger G. Alibi von einem Neonazikader, ts ts ts.
Danke Brigitte :)

fatalist
10.06.2013, 06:00
Der Standard schreibt "Kaufhaus-Cafe", nicht "Galeria Kaufhof"


Böhnhardt und Mundlos sind oft ungehalten am Telefon, verlangen mehr und schnellere Unterstützung. Sie sprechen S. am Telefon mit "Kleener" an und äußern schließlich "den Wunsch nach der Waffe". Es sollte eine Handfeuerwaffe sein, "möglichst deutschen Fabrikats", mit Munition. Danach, sagt S., sei er zu NPD-Mann Wohlleben gegangen, der ihn in einen Szeneladen schickte, um die Pistole zu besorgen. Später habe ihm dieser auch das Geld gegeben, 2500 D-Mark.

Das war, sagt der Angeklagte, "Ende März, Anfang April" 2000. Nachdem Wohlleben die Waffe kontrolliert habe, fuhr er, Carsten S., mit dem Zug nach Chemnitz, wo ihn Böhnhardt und Mundlos vom Bahnhof abholten.


Man saß kurz in einem Café eines Kaufhauses herum, wo auch Zschäpe kurz vorbeikam. Später übergab er die Waffe in einem nahen Abbruchhaus den beiden Männern, einer der beiden Uwe schraubte noch den Schalldämpfer auf. Haben Sie, fragt der Vorsitzende Richter Götzl den Angeklagten S., jemals nachgefragt, was die Flüchtigen mit der Waffe machen wollen? "Nein", lautet die Antwort von Carsten S. (Martin Debes und Lavinia Meier-Ewert aus München /DER STANDARD, 5.6.2013) http://derstandard.at/1369362608741/Erster-NSU-Angeklagter-sagt-aus

Die Frage steht noch: Wie kommen die Stuttgarter Zeitung und Elsässer auf "Galeria Kaufhof".
Hat Carsti das gesagt, oder hat er nicht? Die eröffnete erst Oktober 2001.

Gab es im April 2000 in Chemnitz ein anderes Kaufhaus mit Cafeteria bzw. Restaurant?




Lavinia Meier-Ewert:
Beate Zschäpe folgt den stockenden Antworten ihres Mitangeklagten zeitweise mit geschlossenen Augen. Dann wieder augenrollend, mit starrem Blick an die Decke oder nervösem Fingertrommeln. Einmal, es geht gerade um ein Treffen, an dem Beate Zschäpe eine anwaltliche Vollmacht unzterzeichnet haben soll, dreht sie sich plötzlich um zu Carsten S., der keinen Meter hinter ihr sitzt. Sie sieht ihn lange an. Er schweigt. Sie guckt. Schweigen. Sie verdreht die Augen. Als sie sich wieder nach vorn dreht, lässt sie ihren Blick über die Zuschauertribüne schweifen, undurchdringlich. gruselig...

sleepwell
10.06.2013, 07:27
hier mal, wie die türkische seite zum thema.
soll wohl irgendwie die offizielle sicht darstellen.

AUSSCHUSS DER GROSSEN

NATIONALVERSAMMLUNG DER TÜRKEI
FÜR DIE

UNTERSUCHUNG DER
MENSCHENRECHTE


http://www.tbmm.gov.tr/komisyon/insanhaklari/docs/2012/raporlar/Almanca.%20Untersuchungsbericht%20der%20Neonazi-Morde%20in%20Deutschland%20im%20Zeitraum%202000-2006.pdf

Nereus
10.06.2013, 07:52
Der Standard schreibt "Kaufhaus-Cafe", nicht "Galeria Kaufhof"

http://derstandard.at/1369362608741/Erster-NSU-Angeklagter-sagt-aus

Die Frage steht noch: Wie kommen die Stuttgarter Zeitung und Elsässer auf "Galeria Kaufhof".
Hat Carsti das gesagt, oder hat er nicht? Die eröffnete erst Oktober 2001.

Gab es im April 2000 in Chemnitz ein anderes Kaufhaus mit Cafeteria bzw. Restaurant?
...... gruselig...

Kuchen- oder Buletten-Laden?

Ab wann gab es den McDonalds-Laden in Chemnitz, war der im Kaufhof gelegen?
Baumgärtner hat immerhin wahrheitsgemäß aus seiner Einsicht in Ermittlungsakten und die Anklageschrift zitiert. Oder verbreitet er, ohne Wissen der SPIEGEL-Herausgeber, Desinformationen im Sinne von Funke?

12.07.2012 Maik Baumgärtner in Terrortrio:

Mit der Waffe im Gepäck trifft sich der 19-jährige (Carsten Schultze) mit Uwe Böhnhardt in einer McDonald's-Filiale. Sie verabreden sich zwischen Burgern und Pommes in der Ruine eines Hauses, in der es zur Übergabe kommt. Die untergetauchten Neonazis sind nun im Besitz der Waffe,

18.11.2012 - Maik Baumgärtner im SPIEGEL:

Als Carsten S. Wohlleben die Waffe überbrachte, soll sie dieser, so steht es in der Anklageschrift, mit Lederhandschuhen ausgepackt, geprüft und den Schalldämpfer darauf geschraubt haben. Anschließend schickte er ihn als Boten nach Chemnitz, wo dieser in einem Abbruchhaus Böhnhardt und Mundlos die Pistole samt Munition übergab.

AntiFa-Legenden des ehemaligen inymedia-Schreiberlings?

Frank L.(Liebau) vom „Madley” ist nicht der Jürgen L., der Partyfilmer und Waffenhändler mit Pumpguns im Gefolge von Hans-U-M. !!
Wer ist das, der Bruder?

fatalist
10.06.2013, 08:07
Ab wann gab es den McDonalds-Laden in Chemnitz, war der im Kaufhof gelegen?
Wir brauchen einen kundigen Chemnitzer. Karl Murx stammt ja meines Wissens nicht aus Karl Murx Stadt :)



Baumgärtner hat immerhin wahrheitsgemäß aus seiner Einsicht in Ermittlungsakten und die Anklageschrift zitiert. Oder verbreitet er, ohne Wissen der SPIEGEL-Herausgeber, Desinformationen im Sinne von Funke?

AntiFa-Legenden des ehemaligen indymedia-Schreiberlings?

Die ganze Wahrheit ist es jedenfalls nicht. Widersprüche auch bei ihm.


Frank L.(Liebau) vom „Madley” ist nicht der Jürgen L., der Partyfilmer und Waffenhändler mit Pumpguns im Gefolge von Hans-U-M. !!
Wer ist das, der Bruder? Weiss ich nicht. Hiess der nicht Jürgen H. :?

Nereus
10.06.2013, 08:18
Wir brauchen einen kundigen Chemnitzer. Karl Murx stammt ja meines Wissens nicht aus Karl Murx Stadt :)

Die ganze Wahrheit ist es jedenfalls nicht. Widersprüche auch bei ihm.

Weiss ich nicht. Hiess der nicht Jürgen H. :?

Hier Infos von einem Ortsfremden:

Seit 2003/4!


GALERIA Kaufhof Chemnitz
Direkt am Rathaus in Chemnitz befindet sich die Galeria Kaufhof. Das einzige gläserne Warenhaus Deutschlands – entworfen vor 10 Jahren vom Architekten Helmut Jahn.
Um noch besser auf die Kundenwünsche eingehen zu können, wurde zuletzt die Sport- Abteilung nochmals vergrößert. Auf fast 20.000 Quadratmetern Verkaufsfläche finden die Kunden aus der Stadt und der Region nicht nur exklusive Mode-Marken, sondern auch außergewöhnliche Köstlichkeiten aus aller Welt in der Galeria-Gourmet-Abteilung. Schauen Sie doch mal vorbei – wir freuen uns auf Sie!
http://www.galeria-kaufhof.de/filialen/chemnitz/?adword=Google_Brand/Brand_Filialen/Chemnitz/+kaufhof%20+chemnitz

http://maps.google.de/maps?q=galeria+kaufhof+in+der+N%C3%A4he+von+Chemni tz&hl=de&ie=UTF8&ll=50.83218,12.922583&spn=0.007359,0.013797&sll=52.373084,13.500824&sspn=0.455257,0.883026&oq=Chemnitz+Galeria+Kaufhof&t=h&hq=galeria+kaufhof&hnear=Chemnitz,+Sachsen&z=16

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Jürgen L. heißt der dritte Mann, der neben Hans M. und Rico T. alles abstreitet.

Einen Jürgen H. gibt es auch in diesem Komplex, aber in anderer Beziehung. Ging wohl um V-Mann-Anwerbung...

fatalist
10.06.2013, 08:27
Hier Infos von einem Ortsfremden:

Seit 2003/4!
Die Info kann doch uralt sein ;)
"Vor 10 Jahren..." wann eingestellt???

http://www.elektro-innung-chemnitz.de/inhalt/Geschichte/Chronologie_Chemnitz.pdf
sagt 2001. Das stimmt dann auch. Sehr gründliche Chronologie!



Jürgen L. heißt der dritte Mann, der neben Hans M. und Rico T. alles abstreitet.

Einen Jürgen H. gibt es auch in diesem Komplex, aber in anderer Beziehung. Ging wohl um V-Mann-Anwerbung...
Ah ja, 3 Leute streiten alles ab, die Beweiskette der Ceska existiert also gar nicht. Mutige Ankläger, mit so einem Strickwerk zzum OLG zu ziehen.

fatalist
10.06.2013, 08:34
Spitzel Jürgen Helbig?


Kapke soll den politisch unbekannten und unverdächtigen Jürgen Helbig als Verbindungsmann zwischen den Gesuchten und ihren Kontaktpersonen gewonnen haben, um die Kommunikation zu gewährleisten. Helbig hätte gar ein »Zwischendepot« zur Verfügung gestellt. Von ihm führt die Spur zu dem früheren Thüringer NPD-Funktionär Ralf Wohlleben: Beide kennen sich aus der gemeinsamen Zeit in einem Kinderheim.

Das LKA Thüringen hörte im März und April 1998 Telefonate ab, in denen Chemnitzer Neonazis von öffentlichen Telefonzellen bzw. in der Schweiz 15 aus Anweisungen für Treffen und Geldbesorgungen an Helbig, im Auftrag Bönhardts, durchgaben. Die Zielfahnder des LKA Sachsen ordneten im September 1998 die Anrufe Jan Werner von »Blood & Honour« Sachsen zu, ohne dass dies größere Maßnahmen ausgelöst hätte. Bekannt wurde, dass der VS Thüringen im August 1998 – angeblich erfolglos – versuchte, Helbig als Spitzel anzuwerben. In Folgedessen führte er offenbar noch weitere Gespräche mit dem LKA Thüringen und dem MAD. Beiden Behörden habe er seine Kuriertätigkeiten für die Untergetauchten bestätigt. Dem MAD berichtete er sogar ganz direkt und offen: »Die drei Bombenbastler hätten sich schon auf der Stufe von Rechtsterroristen bewegt, die mit einer gewissen Zielsetzung eine Veränderung dieses Staates herbeiführen wollten«.16 Somit gab es zwar eine direkte Spur zu den flüchtigen Neonazis, die aber offenbar nicht zu einer Verhaftung genutzt wurde.
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/wissen-sch%C3%BCtzt-vor-terror-nicht

Denke ist klar: V-mann Jürgen Helbig ist gemeint, von dem FOCUS 19.11.2011 schrieb, MAD wusste wo die Drei waren, 1998 schon.
Hatte ich ja gestern hier zitiert.

fatalist
10.06.2013, 08:57
@Nereus: Dein Jürgen L. ist Frank L.
Liebau.

Der Spiegel hat den Namen geändert, der BGH schreibt nur von "L."
Weil der leugnet. Also soll man den nicht so leicht ausfindig machen.


Die Bundesanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Jürgen L. aus Jena jene Ceska Zbrojovka 83 von Hans-Ulrich M. kaufte.
...
Jürgen L. soll die Ceska Zbrojovka 83 Andreas S., Mitarbeiter eines Neonazi-Ladens in Jena, ausgehändigt haben. Jürgen L. bestreitet das. Andreas S. wiederum gab sie Carsten S. - Ralf Wohlleben hatte ihn mit 2500 D-Mark losgeschickt, um für die Kameraden in der Illegalität eine Pistole zu besorgen.
Klarer Fall: Jürgen L. ist Frank Liebau. Und der leugnet "Ceska".


Derselbe Namenstausch im Schweizer Blatt 1 Tag zuvor:

Die Bundesanwaltschaft hält es für erwiesen, dass noch zwei Personen mitmischten: Jürgen L. als «Waffenlieferant» an den Madley-Inhaber und davor «zumindest als Kontaktmittler oder sonstiger Mitwisser» Rico T. Beide Männer aus Jena sollen über Jahre Waffen besessen oder illegal gehandelt haben...

Über ihn gibt es eine Verbindung in die Schweiz, zu Hans M. T. war Anfang der 90er-Jahre Angestellter im thüringischen Autohandel des Berner Oberländers gewesen. Sidonia...
http://www.bernerzeitung.ch/bern/kanton/So-kam-die-Pistole-aus-Bern-zu-rechtsextremen-Moerdern/story/18020861

fatalist
10.06.2013, 09:14
3 Ceska-Leugner: Hans M. aus der Schweiz, Rico T. aus Jena, und ein gewisser L. , der dann Nichtleugner Andreas Schulz die osteuropäische Dienstwaffe verkauft haben soll. Schulz gab sie dann Carsten Schultze.
So geht wohl die Mär...

Zurück zu Jürgen Helbig, noch ein V-Mann:


Der abgehörte Terrorhelfer

Von ANDREAS FÖRSTER

Jürgen H. soll die Zwickauer Zelle nach dem Untertauchen unterstützt haben – das LKA Sachsen kannte und belauschte ihn.

Fahnder in Sachsen und Thüringen hatten offenbar früher als bislang bekannt eine heiße Spur zu den im Januar 1998 untergetauchten Rechtsextremisten Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Nach Informationen der Berliner Zeitung überwachte das Landeskriminalamt Sachsen bereits sechs Wochen nach der Flucht das Telefon eines Verbindungsmannes der drei.

Bei dem abgehörten Verbindungsmann handelt es sich um Jürgen H. aus Jena. H. ist ein Freund des Thüringers Ralf Wohlleben, der als mutmaßlicher NSU-Unterstützer in Untersuchungshaft ist. Beide sollen sich aus einem Kinderheim kennen. Unmittelbar nach dem Untertauchen Zschäpes und ihrer Freunde soll H. in Absprache mit Wohlleben und dem Jenaer André Kapke in die Betreuung des Trios einbezogen worden sein. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) vom 12. Dezember vergangenen Jahres, aus dem der Spiegel zitiert, soll H. „als Verbindungsmann zwischen den Gesuchten und den Kontaktpersonen gedient und ein Zwischendepot zur Verfügung gestellt haben“.


Tatsächlich war H. eine gute Wahl. Der Jenaer Mittdreißiger ist als rechter Aktivist nie in Erscheinung getreten, sein Name war noch bis vor Kurzem selbst Thüringer Neonazis kaum bekannt. Behörden in Bund und Ländern kannten ihn hingegen offenbar schon. Anders ist nicht zu erklären, dass ein Telefon von H. zwischen dem 17. März und 22. April 1998 vom LKA Sachsen überwacht worden ist. In dieser Zeit soll H. „wiederholt von Chemnitzer Rechtsextremisten von öffentlichen Telefonzellen aus sowie am 11. April aus Orbe/Schweiz angerufen“ worden sein. H. habe dabei „Anweisungen für Treffs und Geldbesorgungen bei den Eltern der Gesuchten“ erhalten. Diese Anweisungen gab H. demnach jeweils unmittelbar an Wohlleben weiter.

So steht es unter Bezug auf eine Information des Thüringer Verfassungsschutzes im BfV-Bericht von Dezember.
FR http://www.fr-online.de/neonazi-terror/neonazi-terror-der-abgehoerte-terrorhelfer,1477338,11439220.html

Das ist doch die MAD-Story vom 19.11.2011 aus dem Focus!


Der Militärische Abschirmdienst (MAD) wurde kurz nach dem Verschwinden der rechtsradikalen Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe im Jahr 1998 über den Aufenthaltsort des Trios informiert. Wie FOCUS berichtet, hatte dies der Präsident des MAD, Karl-Heinz Brüsselbach, den Mitgliedern des Parlamentarischen Kontroll-Gremiums (PKG) des Bundestags in geheimer Sitzung am vergangenen Dienstag mitgeteilt. Ein V-Mann des MAD hatte diesen Tipp an eine Außenstelle der Behörde in Leipzig gemeldet. Die brisante Information wurde zwar in die MAD-Zentrale nach Köln weitergereicht – blieb dort aber liegen. Brüsselbach konnte diesen Vorgang im PKG nicht aufklären.


Wie FOCUS weiter berichtet, war nach den Erkenntnissen des Erfurter Verfassungsschutzes bis 1997 auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) an dem schon damals als hochgefährlich eingestuften Trio „dran“ gewesen. Offiziell heißt es bislang aus dem BfV, man habe zu keinem Zeitpunkt Kontakt mit den drei Radikalen gehabt. http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/rechtsextremistische-gewalt-geheimdienst-kannte-schon-1998-den-aufenthaltsort-der-neonazi-terroristen_aid_685941.html

Das ist Helbig. Jürgen Helbig. Das BFV war an dem Trio von Anfang an dran, das BKA auch.
Das war ne Bundes-Operation, und die hiess "Operation Saphira".

Nereus
10.06.2013, 09:15
@Nereus: Dein Jürgen L. ist Frank L.
Liebau.

Der Spiegel hat den Namen geändert, der BGH schreibt nur von "L."
Weil der leugnet. Also soll man den nicht so leicht ausfindig machen.


Klarer Fall: Jürgen L. ist Frank Liebau. Und der leugnet "Ceska".


Derselbe Namenstausch im Schweizer Blatt 1 Tag zuvor:
Sidonia...
http://www.bernerzeitung.ch/bern/kanton/So-kam-die-Pistole-aus-Bern-zu-rechtsextremen-Moerdern/story/18020861

Frank Liebau ist der Besitzer des "Madley", A. Schulz nur sein Mitinhaber.

Ein "Jürgen L." leifert an den Madley-Laden?

Übergabe erst ab Oktober 2001 im Kaufhof möglich


Oktober 2001 wurde nach 22-monatiger Bauzeit das modernste Warenhaus Europas, die Galeria Kaufhof in Chemnitz, durch den Türmer Stefan Weber eröffnet.
Google-Eintrag von Ulrich Hertel (NICHT ÖFFNEN: alle Hertel-Seiten sind mit einem Trojaner verseucht!)

Ein großes Kaufhaus ist für ein konspiratives Treffen geeigneter, als ein amerikanischer Buletten-Schnellimbiß mit Verzehrzwang.

Enver Simsek, 11. September 2000, Nürnberg
Abdurrahim Özüdogru, 13. Juni 2001, Nürnberg
Süleyman Tasköprü, 27. Juni 2001, Hamburg
Habil Kilic, 29. August 2001, München

Hat Böni im Oktober/November 2001 im Kaufhof Chemnitz eine Ceska SD von Carsten Schultze erhalten?

Beginn der nächste Serie nach langer Pause von 2,5 Jahren:
Mehmet Turgut, 25. Februar 2004, Rostock

fatalist
10.06.2013, 09:24
Frank Liebau ist der Besitzer des "Madley", A. Schulz nur sein Mitinhaber.

Ein "Jürgen L." liefert an den Madley-Laden?
Das lief nicht über die Bücher ;)
Du kannst aber durchaus Recht haben, aber dieser L. , der dann nicht Liebau wäre, sondern Jürgen L., der ist nicht zu googeln bei der Antifa? Äusserst merkwürdig...



Übergabe erst ab Oktober 2001 im Kaufhof möglich
Ein großes Kaufhaus ist für ein konspiratives Treffen geeigneter, als ein amerikanischer Buletten-Schnellimbiß mit Verzehrzwang.

Enver Simsek, 11. September 2000, Nürnberg
Abdurrahim Özüdogru, 13. Juni 2001, Nürnberg
Süleyman Tasköprü, 27. Juni 2001, Hamburg
Habil Kilic, 29. August 2001, München

Hat Böni im Oktober/November 2001 im Kaufhof Chemnitz eine Ceska SD von Carsten Schultze erhalten?

Beginn der nächste Serie nach langer Pause von 2,5 Jahren:
Mehmet Turgut, 25. Februar 2004, Rostock
Nein, hat er nicht. Er erhielt eine osteuropäische Dienstwaffe 2002 von Holger Gerlach überbracht.
Die Ceska und die Übergabe durch Carsti gab es nicht, daher eiert der ja auch so rum, der Lügner.
Die Geschichte dieser Waffe ist von vorne bis hinten konstruiert.

Carsti mag zwar 2002 Briefbote in der Galaria Kaufhof gewesen sein, aber er war nie und nimmer Waffenbote.
Deshalb hat Zschäpe ja auch mit den Augen gerollt, wie er das alles durcheinander brachte.

Da stimmt nix.

Wäre ich ein Killer, und bekäme eine Killerwaffe Oktober 2001, dann hätte ich das Teil auch ausprobiert. zeitnah. Innerhalb von Tagen. WOMO mieten, Stadt aussuchen, Telefonkontakt mit Auskundschaften beuaftragen, hinfahren, Bumms.

Nicht einmal ein Nazi wäre so blöd, einen 19-jährigen schwulen Bengel für beide Jobs einzusetzen: Waffe kaufen UND überbringen.

Das ist Blödsinn. Macht auch kein Wohlleben.

Den einen lässt man die Waffe abholen, einen Zweiten lässt man die Waffe überbringen.
Genau so, wie Wohlleben es machte: Carsti holt ab, Holgi überbringt.
Beide wissen nichts vom jeweils anderen.

Is doch Logo :compr:

fatalist
10.06.2013, 13:51
Die Sitzplatzinhaber vom ZOB waren auch fleissig:


nsu: aberwitzige falschberichte bei ard, “nsuwatch”, sz und co.
http://www.das-zob.de/nsu-aberwitzige-falschberichte-bei-ard-nsuwatch-sz-und-co/

Fazit:

es ist eine absolute farce wie rund 75 % aller für deutschsprachige medien anwesenden journalisten in münchen arbeiten. Naja, Sturm im Wasserglas... nix Weltbewegendes.


nsu: richter & staatsanwalt ist beeinflussung von zeugen egal
http://www.das-zob.de/nsu-richter-staatsanwalt-ist-beeinflussung-von-zeugen-egal/


doch sowohl bundesanwalt diemer – der mann der maßgeblich dafür verantwortlich ist, daß vielen menschen im in- und ausland vorgegaukelt wird, daß es keine stichhaltigen anhaltspunkte für staatliche verstrickung und (mit)schuld an den attentaten und zehn morden gab – als eben in formal letzter verantwortung als “vorsitzender” des gerichts auch götzl, bekundeten u.a., daß es ein zu hoher aufwand sei, jeden tag die zuschauer zu befragen, ob einer von ihnen von staatswegen hier ist; ein ausschluß allein schon wegen des grundsatzes der öffentlichkeit ohnedies nicht durchsetzbar wäre; bzw. daß hier “vernünftigerweise” niemand davon ausgehen dürfe, dass behörden personen ins gericht schicken, die als zeugen in betracht kämen – weil diese ja selber die gefahr einer revision kennen.

daß die masse der deutschen medien auch dieses kapitel weitgehend ausklammert bzw. nicht irgendwo diese durchsichtige blockadehaltung des gerichts anprangert und ansonsten weiterhin so tut, als hätte es beim prozess außer der verlesung der anklageschrift sowie den “einlassungen” der beiden mehr oder minder aussagebereiten carsten s. und holger g. bisher nichts relevantes gegeben, ist ein skandal! daß u.a. auch der untersuchungsausschuss des bundestags, allen voran sebastian edathy (SPD), die letzten tage so tat, als sei alles was staatliche behörden die letzten jahre verbrochen haben (wobei wir keineswegs “nur” an das gezielte schreddern von akten denken!), nur ein versagen, eine panne, eine fehlleistung, ist unerträglich.

jeder, der dieses verhalten von medien, politik und gericht unkritisiert lässt, macht sich unseres erachtens mitschuldig. mitschuldig daran, daß die motivation und umsetzung der morde und attentate ebenso nebulös bleibt, wie die frage, wer neben den “beiden toten uwes” und zschäpe welche direkte und indirekte verantwortung trägt. insbesondere wer von den medienkollegen den zum himmel stinkenden fall “temme” ausklammert – jener verfassungsschutz-mitarbeiter (nicht etwa “nur” ein sog. v-mann, sondern ein staatlicher bediensteter!) war zur tatzeit im kasseler internet-café als halit yozgat ermordet worden ist! – muss sich unseres erachtens uneingeschränkt vorwerfen lassen, seine leser, zuhörer oder zuschauer systematisch zu belügen.
:aggr: da haben sie Recht, die beim ZOB. :dg:

fatalist
10.06.2013, 14:03
Bücher, die die Welt nicht braucht...


Die ARD stellt in der Kultursendung titel thesen temperamente das Buch Blut und Ehre der beiden Journalisten Andrea Röpke und Andreas Speit vor, die schon seit vielen Jahren zum Thema Rechtsextremismus recherchieren. Laut Beitrag seien besonders die Recherchen zur Arbeit der Sicherheitsbehörden erschreckend gewesen. Laut Röpke und Speit hätten die Ermittler vor allem nicht zielführend ermittelt, weil “Terrorismus von rechts offenbar nicht den Terrorismusvorstellungen der Ermittler” entsprach.

Die beiden beschreiben damit eine schon lange existente Sicht auf die Ermittlungen, die Versäumnisse von Polizei, Justiz und auch des Inlandsgeheimdienstes sind gegenwärtig Gegenstand mehrere Untersuchungsausschüsse. Röpke und Speit ergänzen aber: Auch die Gesellschaft und deren Vorbehalte hätte ihren Teil dazu beigetragen, dass rechte Strukturen unentdeckt blieben. http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/06/10/rueckschau-wochenende/#more-1036

Der NSU war es, und wir Deutschen sind alle Schuld.
Kann ja gar nicht anders sein.
Hat Hajo Funke wenigstens das Vorwort geschrieben?

:kopfschuss-smiley:

Sprecher
10.06.2013, 14:08
Bücher, die die Welt nicht braucht...

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/06/10/rueckschau-wochenende/#more-1036

Der NSU war es, und wir Deutschen sind alle Schuld.
Kann ja gar nicht anders sein.
Hat Hajo Funke wenigstens das Vorwort geschrieben?

:kopfschuss-smiley:

NSU = Holograus für Arme.

fatalist
10.06.2013, 14:21
NSU = Holograus für Arme.
Der NSU wird auf jeden Fall genutzt, um eine neue Moralkeule gegen alles National-konservative zu schnitzen und die Umvolkung Deutschlands voranzutreiben. Moralisch Gekeulte mucken nicht auf, wie man ja in Deutschland sehen kann.
Es läuft eine gigantische Transformation Europas, nicht nur Deutschlands ab. Diese ist genozidal, initiiert von den eigenen Eliten.

Nereus
10.06.2013, 15:10
Verschwörungstheorie.

Untergrundgeneral Belasi

http://mikiwiki.org/mikiwiki/images/0/0c/dinobellasi001.jpg

1990-1994 Der Schweizer Hans-Ulrich M. betreibt einen Autohandel „Sidonia” in Thüringen, Angestellter: Rico. T. ,Autodieb u. Waffensammler.

1993 Der tschechische Waffenhändler Jan Luxik importiert 24 Ceska-SD in die Schweiz.

1994 Schweizer Geheimdienstchef Bellasi baut Untergrund-Geheimdienst auf, hortet Waffen v. Schläfli

1994 Abzug der Sowjets aus Mitteldeutschland

1996 Zwei Ceskas SD von Luxik am 10.4.96 an Schläfli, am 11.4.96 an Anton (Peter) G., weiter an Hans-U. M.

1997 Hans-U. M. mit illegaler Waffe in Deutschland erwischt, versucht, wie Belasi, antikommunistische Untergrund-Kommandos aufzubauen, z.B. mit Rico T. und Jürgen L. aus Jena, sowie verschiedenen anarchokriminellen Rockergruppen. Jürgen L. versucht im Juli 1997 antikommunistische Skinheads,wie Holger Gerlach u. Uwe Böhnhardt, über Rechtsrock-Feten zu rekrutieren. Hans Ms. Org. „Sidonia” läßt vermutlich kommunistische Spionageringe in Mitteleuropa zerschlagen mittels polnischer und türkischer Banden, die von Stützpunken in der Schweiz aus operieren. Finanzmittel kommen von der Belasi-Organisation.
Rico T., wie auch Jürgen L., werden von Hans M. bewaffnet, u.a. mit Ceska SD, später werden bei Jürgen L. Werbeunterlagen zu "Pumpflinten und Halbautomaten Kaliber 12" einer Schweizer Waffenfirma sowie "verschiedene Dateien, die sich mit chemischen Stoffen befassen, die u. a. zur Verwendung in Spreng- und Explosivmitteln geeignet sind", sicher gestellt. Rico oder Enrico T. ist mitteldeutscher Kontaktmann und Kurier zu Hans M. in der Schweiz. Er ist im Besitz einer Maschinenpistole, eines Gewehres, zweier Pistolen sowie eines Schießkugelschreiber.

1999 Belasi wird wegen Veruntreuung von Staatsgeldern verhaftet.

Dino Bellasi und die Schweizer Gladio-Spinne

Seit März 1994 hatte er so insgesamt 8.9 Millionen Franken veruntreut und damit neben einem flotten Leben mehrere Waffenlager sowie Villen in Graz (Österreich) und Portugal finanziert.
Am 12. August 1999 wurden Dino Bellasi und seine Frau Gabriela am Flughafen Kloten verhaftet. In der Untersuchungshaft belastete Bellasi dann seine Vorgesetzten. Er habe nur im Auftrag gehandelt. Geheimdienstchef Peter Regli habe ihn angewiesen, "durch fiktive Truppenbuchhaltung" Gelder abzuzweigen, um damit einen "von der Regierung unabhängigen Nachrichtendienst" zu finanzieren. Regli wurde am 15. August vom Dienst suspendiert. Zwei Tage später durchsuchte und versiegelte die Bundesanwaltschaft die Büros von Regli sowie zweier weiterer Kaderleute des Nachrichtendienstes, die ebenfalls suspendiert wurden. "Ich bin sehr enttäuscht", klagte Bundesrat Adolf Ogi nach Bekanntwerden der Affäre in der Sonntagspresse. Bereits 1989 war die Geheimarmee P 26 mit 2'000 potentiellen Partisanen aufgeflogen. All das schürte gemäss Facts den Verdacht, dass eine weitere P-Organisation bestand oder bestanden hatte, die das Wissen für den Bau von Atomwaffen für die Schweizer Armee erhalten sollte, auch gegen den Willen des Bundesrates.
http://mikiwiki.org/wiki/Dino_Bellasi

24.08.1999 TAGESSPIEGEL

Sollte ein Parallel-Geheimdienst aufgebaut werden? Wie ein verstecktes Waffendepot sich zur staatspolitischen Krise weitet.
Der "Sonntagsblick" schreckte mit einem Bericht über ein geheimes Waffenarsenal in Bern die Eidgenossen aus der Wochenendruhe auf. Dino Bellasi hatte Hunderte von Hochpräzisionsgewehre und dazu kistenweise Munition gehortet.
http://www.tagesspiegel.de/politik/sollte-ein-parallel-geheimdienst-aufgebaut-werden-wie-ein-verstecktes-waffendepot-sich-zur-staatspolitischen-krise-weitet/88112.html

25.08.1999 Bieler Tageblatt CH

Waffen für den Geheimdienstchef
Gestern hat die Bundesanwaltschaft erneut zu-geschlagen. Die Büros von Geheimdienst-Chef Regli und zwei weiteren Mitarbeitern wurden versiegelt. Bekannt ist jetzt auch der Standort des Waffenlagers.
Der Fall Bellasi zieht immer weitere Kreise, die Enthüllungen jagen sich. Die Bundesanwaltschaft hat ihre Untersuchungen nun auch auf Oberst Jean-Denis Geinoz, Stabschef Untergruppe Nachrichtendienst, und Oberst Fred Schreier, Chef des strategischen Nachrichtendienstes, ausgedehnt. Ihre Büros und das Büro des suspendierten Geheimdienst-Bosses Regli wurden gestern Nachmittag in einer Blitzaktion «gesichtet», das heisst durchsucht, und anschliessend versiegelt. Die Bundesanwaltschaft stellte Akten und Computerdaten sicher.
Bekannt wurde unterdessen auch der Standort des Waffenlagers, das Dino Bellasi angelegt und welches die Ermittler letzten Donnerstag entdeckt haben: An der Morgenstrasse 148 in Bümpliz, in einem Gewerbehaus, hat der mutmassliche Millionenbetrüger aus dem Nachrichtendienst die Waffen untergebracht. Die Bundesanwaltschaft bestätigte gestern Nachmittag eine Meldung von Schweizer Radio DRS.
Der Stammkunde
Im selben Gewerbegebäude untergebracht ist der Gun-Shop, ein Waffengeschäft, in dem Dino Bellasi ein häufig und gern gesehener Kunde war. «Dino Bellasi interessierte sich für viele Waffensorten und kam häufig in Uniform», erinnert sich Franz Stadler. Der Waffenverkäufer kennt Bellasi auch von den Treffen von Waffensammlern her.
Laut Geschäftsinhaber Franz Schläfli hat sich Bellasi nebst Faustfeuerwaffen einige Langwaffen, Munition und Zubehör erstanden. Was Schläfli offenbar nicht gewusst hat: Bellasi brachte die erworbenen Waffen nur einen Stock tiefer unter. Dort haben die Behörden über 200 neue und alte Gewehre, Revolver und Pistolen sowie eine grössere Menge Munition sichergestellt.
http://www.bielertagblatt.ch/node/1221472

25.08.1999 SPIEGEL

Schweiz: Skandal beim Geheimdienst?
Dino Bellasi, ein Mitarbeiter des Schweizer Nachrichtendienstes, soll von seinem Chef beauftragt worden sein, staatliches Geld für den Aufbau einer privaten Agentenstaffel beiseite zu schaffen.
Bern - Der inzwischen vom Dienst beurlaubte Chef des militärischen Schweizer Nachrichtendienstes, Peter Regli, hat am Dienstag Anschuldigungen zurückgewiesen, wonach er den Aufbau einer von der Regierung unabhängigen Geheimtruppe geplant haben soll.
Regli war am Wochenende vom Hauptbeschuldigten im seit Tagen brodelnden Geheimdienstskandal Dino Bellasi schwer belastet worden. Bellasi hatte über seinen Anwalt, Andre Seydoux, verbreiten lassen, er sei von Regli beauftragt worden, Waffen, Munition und ein Haus zu kaufen. Der 39-jährige Bellasi, der seit dem 13. August in Untersuchungshaft sitzt, steht im Verdacht, als Rechnungsführer des Nachrichtendienstes im Verteidigungsministerium innerhalb von fünf Jahren 8,6 Millionen Schweizer Franken (rund 10,5 Millionen Mark) veruntreut zu haben. Davon sollen fünf Millionen Franken an zwei Vorgesetzte geflossen sein. In der vergangenen Woche hatten die Ermittler ein geheimes Lager des Beschuldigten mit hunderten von Waffen und Munition in der Nähe von Bern entdeckt.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/schweiz-skandal-beim-geheimdienst-a-36782.html

BoB
10.06.2013, 16:09
Der Standard schreibt "Kaufhaus-Cafe", nicht "Galeria Kaufhof"

http://derstandard.at/1369362608741/Erster-NSU-Angeklagter-sagt-aus

Die Frage steht noch: Wie kommen die Stuttgarter Zeitung und Elsässer auf "Galeria Kaufhof".
Hat Carsti das gesagt, oder hat er nicht? Die eröffnete erst Oktober 2001.

Gab es im April 2000 in Chemnitz ein anderes Kaufhaus mit Cafeteria bzw. Restaurant?



Also ich hab nur ein "Kaufhausrestaurant in der Nähe des Bahnhofs" gefunden:
http://www.karl-nolle.de/aktuell/medien/id/11659

Mehr als fünf Stunden lang schilderte Carsten S. am 1. Februar vor dem Ermittlungsrichter in Karlsruhe, wie Wohlleben ihn seinerzeit mit der Beschaffung der Pistole für das Trio beauftragt habe. Die Waffe mit Schalldämpfer und Munition, so S., habe er per Rucksack mit dem Zug nach Chemnitz gebracht. Dort sei er von Böhnhardt und Mundlos abgeholt worden, in einem Kaufhausrestaurant in der Nähe des Bahnhofs habe man etwas gegessen. Zschäpe sei kurz dazugestoßen.

Anschließend sei er mit Böhnhardt und Mundlos durch einen Bauzaun in ein nahe gelegenes Abbruchhaus geklettert, wo er den beiden die Ceska überreicht habe. „Nach der Übergabe der Waffe“, so Carsten S., „bin ich dann alleine zum Bahnhof zurückgegangen.“

Die beiden Mörder packten die Schusswaffe in Zschäpes Beisein aus und luden durch.

Laut google maps ist der McD ja scheinbar so gut wie in der Galeria drin, und ob es da vor der Neueröffnung noch ein weiteres Kaufhaus in Bahnhofsnähe gab, bezweifel ich mal eben....
Achso, und bei Wolf Wetzel in den Kommentaren droht die Antifa mit der Kavallerie gegen den Obernazi Fatalist...
Nun ja, bei solchen Aussagen

Der NSU wird auf jeden Fall genutzt, um eine neue Moralkeule gegen alles National-konservative zu schnitzen und die Umvolkung Deutschlands voranzutreiben. Moralisch Gekeulte mucken nicht auf, wie man ja in Deutschland sehen kann.
da freuen die sich natürlich. Wenn das nicht OT wäre, würde ich jetzt auch sagen, dass sich mit so Aufmucken ordentlich Kohle scheffeln lässt, ich hätte nichts dagegen, wenn Speit und Röpke auch nur die Hälfte an Verkaufszahlen hätten wie ein gewisses SPD-Mitglied:cool:

BoB
10.06.2013, 16:43
ob es da vor der Neueröffnung noch ein weiteres Kaufhaus in Bahnhofsnähe gab, bezweifel ich mal eben....

Ich revidiere, die Kaufhaus-Geschichte bringt wohl nichts, wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/DAStietz) weiss Bescheid...

Mit der Wende (http://de.wikipedia.org/wiki/Wende_und_friedliche_Revolution_in_der_DDR) wurde das Kaufhaus von der Kaufhof AG (http://de.wikipedia.org/wiki/Kaufhof) erworben und bis 2001 gemeinsam mit dem Schocken als Kaufhaus weitergeführt. Die Aufteilung der Abteilungen auf die beiden Filialen wurde nahezu unverändert übernommen. Bis 2004 wurde das Gebäude aufwändig saniert und dieht heute als Kulturkaufhaus.[2] (http://de.wikipedia.org/wiki/DAStietz#cite_note-2)

fatalist
10.06.2013, 16:48
Achso, und bei Wolf Wetzel in den Kommentaren droht die Antifa mit der Kavallerie gegen den Obernazi Fatalist...
Nun ja, bei solchen Aussagen

da freuen die sich natürlich. Wenn das nicht OT wäre, würde ich jetzt auch sagen, dass sich mit so Aufmucken ordentlich Kohle scheffeln lässt, ich hätte nichts dagegen, wenn Speit und Röpke auch nur die Hälfte an Verkaufszahlen hätten wie ein gewisses SPD-Mitglied:cool: Wenn die Antifa aufheult, muss ich ja wirken. Freut mich ausserordentlich.

fatalist
10.06.2013, 16:50
Ich revidiere, die Kaufhaus-Geschichte bringt wohl nichts, wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/DAStietz) weiss Bescheid...
Na ja, es gibt ja die Anklageschrift, und entweder steht da drin, dass Carsti "Galeria Kaufhof" gesagt hat, oder eben nicht.
Wenn er das gesagt hat, dann wird es eng mit der Ceska-Geschichte, wenn nicht, dann wird es weniger eng. Oder gar nicht.

fatalist
10.06.2013, 19:23
Also ich hab nur ein "Kaufhausrestaurant in der Nähe des Bahnhofs" gefunden:
http://www.karl-nolle.de/aktuell/medien/id/11659

Die Aussage war je dort wie folgt zitiert:


Mehr als fünf Stunden lang schilderte Carsten S. am 1. Februar vor dem Ermittlungsrichter in Karlsruhe, wie Wohlleben ihn seinerzeit mit der Beschaffung der Pistole für das Trio beauftragt habe. Die Waffe mit Schalldämpfer und Munition, so S., habe er per Rucksack mit dem Zug nach Chemnitz gebracht. Dort sei er von Böhnhardt und Mundlos abgeholt worden, in einem Kaufhausrestaurant in der Nähe des Bahnhofs habe man etwas gegessen. Zschäpe sei kurz dazugestoßen.
Damit fällt Mc Donalds wohl flach.

Beim BGH zu Wohleben im Juni 2012 klang das noch sparsamer:

Dem kam Sch. bei einem Treffen mit Böhnhardt und Mundlos in einem Abbruchhaus in Ch. nach.
Da assen sie gar nicht. http://openjur.de/u/433686.html


Man saß kurz in einem Café eines Kaufhauses herum, wo auch Zschäpe kurz vorbeikam. Später übergab er die Waffe in einem nahen Abbruchhaus den beiden Männern, einer der beiden Uwe schraubte noch den Schalldämpfer auf.
http://derstandard.at/1369362608741/Erster-NSU-Angeklagter-sagt-aus

Das alte Kaufhaus dort wurde abgerissen, daher war da ein Abbruchhaus. Die Galeria Kaufhof war im Bau, samt Kaufhof.
Dort übergab Carsti die Waffe im April 2000. Im Abbruchhaus.
Vorher assen sie aber im Kaufhaus-Restaurant. Also nach dem 18.Oktober 2001, denn da wurde das ja eröffnet.

Und da sage noch mal Jemand, Zeitreisen seien nicht möglich :cool:

Ich vermute, Carsti war mehrfach in Chemnitz, um die 3 zu treffen. Das gehörte nämlich zur Operation "Drilling" des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz dazu: Intensive Betreuung. Carsti bekommt die verschiedenen Besuche aber nicht mehr auseinander dividiert im Hirn, und daher vermischt er alles ein wenig.

Super Kronzeuge...

___________

Die Operation "Drilling" führte erst zur Garagenrazzia am 26.1.98, sie lief also schon damals für die Jenaer Drillinge.


Es geht um die Auswertung von Asservaten, die bei der Durchsuchung einer von Beate Zschäpe in Jena gemieteten Garage am 26. Januar 1998 gefunden wurden. Nach einem Tipp des Landesverfassungsschutzes, der den wohl aus einer ominösen »Operation Drilling« abgeleitet hatte, fand man die Bombenwerkstatt des späteren NSU-Trios. Das daraufhin abgetauchte.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/814628.bomben-bruemmendorf-und-das-bka.html

Was fand man?
TNT.

Gefunden wurden funktionsfähige Rohrbomben, die man jedoch ohne kriminaltechnische Untersuchung gesprengt hat. Erst nachträglich errechneten Experten, dass es sich um 1392 Gramm TNT gehandelt haben könnte.
Deren gesicherte Asservate im Gramm und Milligrammbereich man 2000 entsorgte, ohne sie untersucht zu haben. Vom LKA schriftlich bestätigt. "Panne".

Als die 3 in Chemnitz untergetaucht sind, findet der MAD sie, man tut aber nichts, und die Operation Drilling läuft weiter, bis sie Anfang 2000 durch die Operation Terzett abgelöst wird, die dann offiziell bis 2010 läuft. http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

Man wusste jederzeit, wo die 3 sind. Und was sie tun. Die wurden komplett überwacht.
Das ist der Kern des Ganzen, und das ist der Fakt, der systematisch totgeschwiegen wird, weil er die Republik erschüttern könnte.
Morde geschehen lassen, oder Morde befehlen, so lauten die Alternativen. Let it happen oder make it happen.

Die eigentliche Dimension des Komplexes NSU ist gewaltig.
Oder total trivial: Die 3 haben nichts mit den Morden zu tun.
Was das Problem für die BRD als Rechtsstaat auch nicht kleiner macht, nebenbei bemerkt.

Siehe auch "Das Desaster von Chemnitz", was gar keines war, sondern pure Absicht.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83422492.html

Es wird total verschwiegen und unterschlagen seitens der Medien, dass Totalüberwachte nicht einfach so unbemerkt Waffenbotenbesuch bekommen.

Da gemma mal zum Bahnhof, völlig unbemerkt, treffen Carsti, gehen zu Mc Doof was essen, suchen uns ein Abbruchhaus, wie unauffällig mitten in der Stadt!, und übergeben ne Wumme. Uwe, lad doch mal durch, aber mach schnell!

Während wir beschattet werden, während man weiss, wo wir wohnen, während unsere Telefone abgehört werden, Operation Terzett läuft ja, aber niemand bekommt irgendwas mit.

Da lachen ja die Hühner. Das waren doch V-Leute, diese Drillinge, singend im Terzett. :fizeig:

Nereus
10.06.2013, 22:50
Ich revidiere, die Kaufhaus-Geschichte bringt wohl nichts, wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/DAStietz) weiss Bescheid...

Richtig. Carsten Schultze war als ausgewiesener Unterstützer der Untergetauchten bis 2003, was er ja als Vertrauensperson auch dem VS-Mann Timo Brandt mitgeteilt hatte, natürlich mehrmals in Chemnitz. Da kann er heute nicht mehr so genau wissen, in welche Gastronomie er eingekehrt ist. Aber in welcher Straße in Chemnitz er das Abbruchhaus betrat und hinter dem Bauzaun verschwand, um zu urinierte oder konspiratives Material zu übergeben, müßte er doch noch wissen und durch einen Lokaltermin zeigen können? Hat er da schon was zu Protokoll gegeben?

fatalist
11.06.2013, 06:08
Richtig. Carsten Schultze war als ausgewiesener Unterstützer der Untergetauchten bis 2003, was er ja als Vertrauensperson auch dem VS-Mann Timo Brandt mitgeteilt hatte, natürlich mehrmals in Chemnitz. Da kann er heute nicht mehr so genau wissen, in welche Gastronomie er eingekehrt ist. Aber in welcher Straße in Chemnitz er das Abbruchhaus betrat und hinter dem Bauzaun verschwand, um zu urinierte oder konspiratives Material zu übergeben, müßte er doch noch wissen und durch einen Lokaltermin zeigen können? Hat er da schon was zu Protokoll gegeben?
Wir tun Carsti doch allesamt grosses Unrecht an: Wer nicht einmal weiss, wann er eine Waffe abholt, und wann er sie überbringt, weder Tag noch Woche noch Monat noch Jahr erinnert, und dann noch mehrmals zwischen 1998 und 2002 in Chemnitz war, wie soll so ein Gehirn-kaum-nutzer denn das alles vor Gericht auseinander klamüsern?

Wir erwarten da Unmögliches. Armer Carsti.

Das Chaos in den Aussagen haben aber die Ermittler des BKA und die Staatsanwälte der Bundesanwaltschaft mit zu verantworten.
Sie haben Carsti einfach zu lange und zu oft bis zur Erschöpfung befragt. Jedes Mal kam ne andere Geschichte dabei heraus.
Am Ende wusste Carsti selber gar nicht mehr, was denn nun wahr ist.

Genau das werden wir im Kreuzverhör bald auch erleben: Einen verwirrten Menschen, der angelesene Erinnerung, erzählte Erinnerung und eigene echte Erinnerung nicht mehr unterscheiden kann.


NSU-Prozess wird fortgesetztNoch viele Fragen an Carsten S.Im NSU-Prozess soll heute die Vernehmung des Angeklagten Carsten S. fortgesetzt werden. Er hatte gestanden, für die mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe eine Waffe gekauft zu haben. Doch viele Fragen sind weiter offen.
Von Tim Aßmann, BR


Carsten S. wird sich vielen und auch sehr bohrenden Fragen stellen müssen. In seinen bisherigen Aussagen hatte der 33-Jährige sich häufig auf Erinnerungslücken berufen und war damit beim Vorsitzenden Richter Manfred Götzl auf deutliche Skepsis gestoßen. http://www.tagesschau.de/inland/nsu-prozess218.html


Unglaubwürdig - dieses Fazit haben viele Prozessbeteiligte nach den ersten zwei Tagen der Vernehmung von Carsten S. gezogen. Für eine Bewertung sei es noch zu früh, findet dagegen Johannes Pausch, Verteidiger von Carsten S.: "Der Vorsitzende hat ja in einer Bemerkung ja auch schon mal durchblicken lassen, dass er da auch schon so eine vorläufige Bewertung vornimmt, indem er sagt: Wollen oder können Sie sich nicht erinnern? Ich halte es für völlig verfrüht, darüber jetzt zu spekulieren, und eine abschließende Bewertung wird dann erfolgen, wenn die Befragung zu Ende ist."
Carsti ist schlicht überfordert mit der Rolle, die man ihm in diesem Theater zugedacht hat.
Er braucht ne Souffleuse. Oder noch besser: Einen Souffleur ;)


Auch Verteidiger haben Fragen an Carsten S.
Das kann dauern. Auch die Verteidiger des Angeklagten Wohlleben werden wohl viele Fragen an Carsten S. haben. Er hat den Ex-NPD-Funktionär Wohlleben schwer belastet: Von ihm kam demnach der Auftrag, telefonisch Kontakt zu den Untergetauchten Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zu halten und ihnen auch die Waffe zu beschaffen. Wohllebens Verteidiger werden versuchen die Glaubwürdigkeit des Angeklagten Carsten S. zu erschüttern.
Ein echter Spassvogel vom Bayerischen Rundfunk: Was bitte wollen die erschüttern, was gar nicht vorhanden ist ??
:haha:

Nereus
11.06.2013, 06:20
@ fatalist

Oder will das Weichei auf Macke mache, um Mitleid und Strafausschießungsgrunde zu kassieren?

fatalist
11.06.2013, 06:47
Weshalb wurde Carsten Schultze am 1. Februar von der GSG 9 verhaftet?


01.02.2012 - 3/2012Festnahme eines mutmaßlichen Gehilfen der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)"

Die Bundesanwaltschaft hat heute Morgen (1. Februar 2012) aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 31. Januar 2012

den 31-jährigen deutschen Staatsangehörigen Carsten S.

in Düsseldorf durch Beamte der GSG 9 festnehmen lassen. Zudem wird die Wohnung des Beschuldigten durch Beamte des Bundeskriminalamts und der Düsseldorfer Polizei durchsucht.


Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, Beihilfe zu sechs vollendeten Morden und einem versuchten Mord der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ geleistet zu haben (§ 211, § 27 StGB).
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=14&newsid=433

Der Generalbundesanwalt ergänzt:


Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, gemeinsam mit dem gesondert verfolgten Ralf W. (vgl. Pressemitteilung Nr. 41 vom 29. November 2011) dem „NSU“ 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition in Jena gekauft und anschließend an Ralf W. weitergegeben haben, der einen Kurier mit dem Transport zu den „NSU“-Mitgliedern nach Zwickau betraut haben soll.
Dieser Kurier war Holger Gerlach.
Nicht Carsten Schultze.
Wohlleben ist ja nicht blöd genug, beide Jobs vom selben 19-jährigen machen zu lassen.
Carsti kauft die Waffe, Holgi überbringt sie. 2001 oder 2002. Holgis Waffe, unwichtig, existiert in der Anklage immer noch. Aber ist nicht so schlimm, wurde nicht verwendet, wurde nicht Ende 2011 zugeordnet, nicht gefunden, keiner weiss was. Lächerlich.

Niemand hat es bemerkt, trotz Überwachung des NSU und Unterstützern in der Operation Drilling (1997 bis 2000) des TH LfV und der nachfolgenden Totalüberwachung durch das LfV Sachsen und das LKA Sachsen und des BfV in der Operation Terzett, die bis 2010 lief (offiziell).
Das sollen wir glauben, daher werden diese Überwachungsmassnahmen auch niemals in der Presse erwähnt im Zusammenhang mit den angeblichen Waffenübergaben.

Man ereifert sich über "Galeria Kaufhof" und Abbruchhäuser, Brot und Spiele. Total unwichtig.
Man sollte die Überwachungsprotokolle der Sicherheitsbehörden vor Gericht auswerten!

Das tut man nicht, man redet nicht drüber, die Presse erwähnt sie gar nicht.
Volksverdummung. Desinformation. Ablenkung vom Wesentlichen. Theater.

Weiter im Kontext: Wie kamen der Bundesanwalt und das BKA auf Carsten Schultze?
Antwort: Durch die Aussagen der Verdächtigen nach der Razzia am 25.1.2012.

Wahrscheinlich war es Madley-Mitinhaber Andreas Schulz, der im Verhör zugab, Carsten Schultze eine "osteuropäische Dienstwaffe" verkauft zu haben, für 2500 DM. Also kamen sie ein paar Tage später Carsti holen. Waffe, 2001/2002, 6 Morde Beihilfe.

Generalbundesanwalt 25.1.2012:
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=14&newsid=432

25.01.2012 - 2/2012Durchsuchungen bei vier mutmaßlichen Unterstützern der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)"

Die Bundesanwaltschaft durchsucht seit heute Morgen auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt in Sachsen die Wohnungen von vier mutmaßlichen Unterstützern der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“. Zudem werden zwei Geschäftslokale eines der Beschuldigten in Sachsen sowie drei weitere Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg durchsucht.
4 Leute, 4 Wohnungen. Wessen?
Warum aber 2 Läden in Sachsen, 3 weitere Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg?
Das sind dann 2 Läden und 7 Wohnungen alltogether.


Zwei der Beschuldigten sollen Uwe B., Uwe M. und der Beschuldigten Beate Z. bereits 1998 Sprengstoff und eine Schusswaffe zur Verfügung gestellt haben Ah ja. Sprengstoff. TNT. Thomas Starke, der Spitzel, und Jan Botho Werner "Wo ist die Bumms???". (Nicht sicher, zu 90%)

Weiter im Text:

Die beiden weiteren Beschuldigten sollen den Mitgliedern des „NSU“ in den Jahren 2002 und 2003 in Kenntnis der terroristischen Ziele der Gruppierung mehrere Schusswaffen verschafft haben, darunter mindestens eine sogenannte Pumpgun..
Die kennen wir: Andreas Schulz und Frank Liebau.

Was fehlt?
CESKA fehlt, Schalldämpfer fehlt, 1999/2000 fehlt.


An den Durchsuchungen sind neben Vertretern der Bundesanwaltschaft etwa 110 Polizeibeamte aus den Reihen des Bundeskriminalamts sowie aus Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg beteiligt. Ziel der Maßnahmen ist es, weitere Erkenntnisse über das Unterstützerumfeld der terroristischen Vereinigung und die Herkunft der Waffen des „NSU“ zu gewinnen.
Am 25.1.2012, als man die Grossrazzia durchführte, wusste man also noch nicht allzu viel über die Waffen.

Aber das änderte sich bei den Befragungen der Verdächtigen recht schnell: 7 Tage später holt die GSG 9 Carsten Schultze wegen einer Waffe 2001/2002 und der Beihilfe zu 6 Morden.

Die Ceska fehlt immer noch, es gibt keinen Schalldämpfer, und es geht um 2001/2002, 6 Morde.
Nicht "Schalldämpfer, nicht 1999/2000, keine 9 Morde.
Und das alles wohlbemerkt unter Vollüberwachung des Drillings bzw. des Terzettes aus Jena.
Wen wollt ihr hier verarschen?

The show must go on...

Edit: Fällt es eigentlich noch irgend wem auf, dass "die terroristische Vereinigung" als Tatsache dargestellt wird, und nirgendwo etwas von "mutmasslich" steht in den Haftbefehlen des Generalbundesanwalts?

fatalist
11.06.2013, 06:59
@ fatalist

Oder will das Weichei auf Macke mache, um Mitleid und Strafausschießungsgrunde zu kassieren?
Der will Jugendstrafrecht, Bewährungsstrafe, Zeugenschutzprogramm gegen die bösen Nazis, aber das nach der Devise "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". Er will, so meine Deutung, unglaubwürdig wirken, damit auf seine "erkauften Aussagen" kein Urteil gestellt werden kann.

Aber das ist nicht der Punkt, das ist alles Show: Wo sind die Überwachungsprotokolle aus Operation Drilling und Operation Terzett die Waffenübergaben betreffend, und warum erwähnt die Niemand in der Presse?

Warum werden die bekannten Fakten, also Aussagen und Überwachungsprotokolle, niemals GEMEINSAM in diesem Zusammenhang erwähnt?

Das ist kein Zufall. Das ist Absicht.

fatalist
11.06.2013, 07:49
Andreas Schulz verkaufte laut Anklage eine Waffe mit Schalldämpfer 1999/2000 an Carsten Schultze. Diese Waffe soll eine aus den 1996 von Anton G. in der Schweiz gekauften Ceska 83 mit werksseitigem Schalldämpfer sein, Anton G. kaufte derer 2. 034671 und 034678.

Wir haben 3 Leugner, was diese Ceska-Wanderung von Anton G. bis zu Carsten Schultze angeht:
- den verstorbenen Hans M. aus der Schweiz, der angeblich ein Autohaus 1990-94 in Thüringen hatte.
- den dort Beschäftigten, einen gewissen Enrico T., auch mal Rico T.
- den geheimnisvollen Zeugen Jürgen L., den Niemand kennt

Alle leugnen, aber Andreas Schulz vom Szeneladen Madley in Jena leugnet nicht.


Sc. [Andreas Schulz, fatalist] hat demgegenüber bei seinen Vernehmungen am 25. Januar [Razzia] und 9. Februar 2012 schließlich eingeräumt, eine Person, die er als Begleiter des Beschuldigten [Wohlleben] gekannt habe, habe von ihm 1999 oder 2000 die Beschaffung einer Pistole nebst Munition sowie ausdrücklich eines Schalldämpfers verlangt. Ein Bekannter namens L. [unbekannt] habe ihm darauf für 2.000 DM eine Pistole, einen zugehörigen Schalldämpfer sowie etwa 50 Schuss Munition besorgt. Diese Gegenstände habe er gegen Zahlung von 2.500 DM in bar an den Begleiter [Carsten Schultze] des Beschuldigten weitergegeben. Die Übergabe habe vereinbarungsgemäß auf einem Parkplatz in J. im Pkw des Abholers stattgefunden. Bei einer Wahllicht-19 bildvorlage am 9. Februar 2012 hat er Sch. als den Abholer und Begleiter des Beschuldigten identifiziert. Aus den an diese Aussage anknüpfenden weiteren, im Einzelnen noch andauernden Ermittlungen ergeben sich deutliche Hinweise darauf, dass es sich bei der Waffe um eine aus Tschechien zunächst in die Schweiz und dann nach Deutschland gelangte Pistole des Typs Ceska 83 Kaliber 7,65 mm handelte. BGH in Sachen U-Haft Wohlleben Juni 2012.

Das ist eine Aussage, wahr oder nicht, die Andreas Schulz zum Waffenlieferant der Ceska an Carsten Schultze, dem Beauftagten von Wohlleben macht.
Ceska 1999 und Schalldämpfer. Bingo. Die Anklage steht.

Welche Anklage?
Na die gegen Ralf Wohlleben, Carsten Schultze und gegen Andreas Schulz.
Ist doch klar!

Nö, Andreas Schulz ist nicht angeklagt! Nicht wegen 1 Mord, nicht wegen 9 Morde-Beihilfe, GAR NICHT.

Warum nicht?

Das BKA wollte ein Ermittlungsverfahren, eine Anklage, ist ja auch klar, ne? DER SPIEGEL:


Das Bundeskriminalamt (BKA) regte daher am 23. März in einem Erkenntnisvermerk an die Bundesanwaltschaft an, ein Ermittlungsverfahren gegen Andreas S. einzuleiten wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Mord. Der Verkauf von zwei Schusswaffen - Andreas S. soll noch eine weitere Pistole geliefert haben - ausgerechnet an den NSU-Kontaktmann Ralf Wohlleben lasse vermuten, dass S. gewusst habe, für wen die tödlichen Werkzeuge bestimmt gewesen seien. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-acht-verdaechtige-aus-dem-umfeld-der-neonazi-terroristen-a-868302.html
Selbsterklärend: Anklage wegen 9-facher Beihilfe zum Mord gegen Wohlleben, Carsten Schultze und Andreas Schulz.

Aber dann das grosse Wunder:


Zweieinhalb Wochen später schrieb der zuständige Staatsanwalt beim Bundesgerichtshof zurück an das BKA in Meckenheim: Ein Ermittlungsverfahren gegen Andreas S. komme nicht in Frage, es läge kein Anfangsverdacht einer Straftat vor. Das war insofern bemerkenswert, als dass Carsten S., der im Auftrag Wohllebens die Waffe von Andreas S. übernommen haben soll, inzwischen wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen angeklagt worden ist. Die Bundesanwaltschaft erkannte in seinem Fall in dem mitgelieferten Schalldämpfer einen Hinweis darauf, dass mit der Ceska getötet werden sollte.
Na, ist diese Logik geil oder nicht?

Da wurde gewürfelt: Wer bekommt die Anklage wegen 9-facher Beihilfe, und wer bekommt sie nicht?
Oder wurden bei der Bundesanwaltschaft Hölzchen gezogen, und Andreas Schulz erwischte das Lange?

Natürlich nicht.

Die Sache lief etwa wie folgt ab:
- Carsti bekam Vergünstigungen versprochen, wenn er "1999" aussagen würde, Jugendstrafrecht, Zeugenschutzprogramm, Bewährung.
- Andreas Schulz entging der Anklage, wenn er "Schalldämpfer" und "1999" bestätigen würde, was er ja auch wohl tun wird.


Andreas S. aber blieb Zeuge, bis heute.
Klar. Ein Erpresster mutmasslich: 1999 sagen und Schalldämpfer, oder Anklage wegen Beihilfe zum 9-fach Mord. "Such es Dir aus, Andreas" :)

Das steht natürlich nicht im Spiegel zu lesen, der aber auch eine Begründung geben muss, weil die Leser sich ja wundern könnten...
Und diese Begründung ist wirklich strange:


Es gibt Kriminalisten, die darin ein Versäumnis der Bundesanwaltschaft sehen wollen, die mutmaßen, es sei bei seiner Vernehmung ein Fehler gemacht worden: Der Staatsanwalt habe wohl vergessen, Andreas S., nachdem der sich selbst belastet hatte, noch einmal über seine Rechte als Beschuldigter zu belehren. Doch das ist nur eine Möglichkeit. Ein Freund von Prinzessin Caroline sagte der Neuen Revue... so fangen erfundene Fakten immer an.

Da der Spiegel aber eine Systempostille für Höhergebildete ist, kommt er noch mit einer anderen Erklärung:

Es spricht vieles dafür, dass die Anklagebehörde bei dem Waffenverkäufer S., der zu dem Zeitpunkt des Deals keine Kontakte zur Zwickauer Zelle unterhielt, von Beginn an keinen Vorsatz für eine Beihilfe zum Mord zu erkennen vermochte. Demnach konnte Andreas S. nicht wissen, für wen die Pistole bestimmt war und was die Empfänger der Waffe damit tun würden. Das war bei Carsten S. wohl anders. Die Bundesanwaltschaft teilte aktuell auf Anfrage mit, dass gegen Andreas S. zu keinem Zeitpunkt ein Anfangsverdacht bestanden habe.
Selbstverständlich mutet der Spiegel seinen Lesern kein Wort über einen Aussagedeal zu. "Sage das Richtige, und Du kommst da straffrei raus."
Weil, die BRD ist ja ein Rechtsstaat, konstruierte Aussagen gibt es gar nicht, weil es sie ja nicht geben darf.

:D
Und V-Mann war der natürlich auch nicht. Nie nicht ;)

fatalist
11.06.2013, 08:50
Heute also Carsten S. mit Supernanny.


Im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht wird heute voraussichtlich die Vernehmung des Angeklagten Carsten S. fortgesetzt.


München - Im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht wird heute voraussichtlich die Vernehmung des Angeklagten Carsten S. fortgesetzt.

Dessen Befragung war vergangene Woche auf Wunsch seiner Verteidiger unterbrochen worden, weil der zuständige psychiatrische Gutachter nicht anwesend war. Der Experte soll nun im Gerichtssaal dabei sei.

Carsten S. hatte gestanden, eine Waffe für die mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gekauft zu haben. Er räumte ein, die Pistole mit Schalldämpfer besorgt zu haben - mit einer solchen Waffe der Marke "Ceska" wurden neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft ermordet. Dass die Pistole für Morde benutzt werden könnte, habe er aber nie geglaubt, sagte Carsten S.

S. belastet mit seiner Aussage auch den Mitangeklagten Ralf Wohlleben, der wie er wegen Beihilfe zum Mord vor Gericht steht. S. soll die Waffe damals im Auftrag Wohllebens besorgt haben. Mit Spannung erwartet wird deshalb seine Befragung durch Wohllebens Verteidiger.http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.oberlandesgericht-muenchen-nsu-prozess-voraussichtlich-weitere-vernehmung-von-carsten-s.666af421-6797-42b5-977a-46affb437e9c.html

Mal schauen, ob Carsti heute eines der Zauberworte sagt...
Bin ich auch gespannt, ob er heute Kopfhörer tragen wird, Stichwort "Souffleur" :?

fatalist
11.06.2013, 10:47
500 NSU-Verdächtige. Nicht 3, nicht 129, 500 schon.


Ursprünglich war von einer 129er-Liste die Rede, nun heißt es: Nicht nur gut hundert Menschen sind auf ihre Verbindungen zur Terrorzelle NSU hin überprüft worden, sondern sogar 500. Das gab die Bundesanwaltschaft in München bekannt.
http://www.tagesspiegel.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-liste-der-ueberprueften-personen-auf-500-angewachsen/8330638.html


Bislang war nur von einer genannten 129er Liste die Rede. Auf ihr stehen neben den NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die sich im November 2011 getötet hatten, alle fünf Angeklagten im NSU-Prozess, weitere Beschuldigte sowie mögliche Kontaktpersonen der Terrorzelle und ihres Umfelds.
Petra Pau sprach von 300 letztens, als es um die "Geheimsitzung" des PUA in Berlin übermorgen ging


Offen bleibt zudem, ob die NSU-Untersuchungsausschüsse des Bundestages und der Landtage von Thüringen, Sachsen und Bayern Kenntnis von der 500er-Liste haben.
Auf diese Liste gehören auch noch ganz viele Leute aus den Sicherheitsbehörden.
Würde dann eher ne 1000er-Liste werden ;)

bernhard44
11.06.2013, 10:55
Heute also Carsten S. mit Supernanny.

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.oberlandesgericht-muenchen-nsu-prozess-voraussichtlich-weitere-vernehmung-von-carsten-s.666af421-6797-42b5-977a-46affb437e9c.html

Mal schauen, ob Carsti heute eines der Zauberworte sagt...
Bin ich auch gespannt, ob er heute Kopfhörer tragen wird, Stichwort "Souffleur" :?

als Angeklagter hat man ja das Recht zur Lüge! Das hat ein Zeuge nicht, der muss wenn er aussagt die Wahrheit sagen.........sollte er jedenfalls.......sonst macht er sich einer Straftat schuldig! Die Anstifter zur Straftat sind genau so schuldig, aber das wissen die Herren ja, sind ja alles rechtskundige Leute! Ich hoffe der Richter auch!

fatalist
11.06.2013, 11:01
als Angeklagter hat man ja das Recht zur Lüge! Das hat ein Zeuge nicht, der muss wenn er aussagt die Wahrheit sagen.........sollte er jedenfalls.......sonst macht er sich einer Straftat schuldig! Die Anstifter zur Straftat sind genau so schuldig, aber das wissen die Herren ja, sind ja alles rechtskundige Leute! Ich hoffe der Richter auch!
Ob die Zeugen sämtlich vereidigt werden, das wird ein wichtiges Kriterium sein, ob der Richter es ernst meint.
Beim Buback-Prozess 2011-2012 gab es soweit ich weiss keinen einzigen vereidigten Zeugen aus dem Sicherheitsapparat.

knotterbirne
11.06.2013, 12:50
http://www.br.de/nachrichten/nsu-prozess/nsu-prozess-liveblog-artikelseite-100.html

„Wir sind dann in Café in Chemnitz und da saßen wir zu dritt. Ein Uwe rechts, ein Uwe links. Die tippten auf ihre Rücksäcke und meinten „immer bewaffnet“.
Carsten S. weint viel. „Die haben dann gesagt, sie hätten in Nürnberg in irgendeinem Laden eine Taschenlampe in einem Geschäft abgestellt. Ich wusste nicht, was sie meinen. Die haben dann „Psst“ gesagt, als Zschäpe kam. Diese sollte das nicht mitbekommen.“

„Später nachts hab ich dann gedacht, die haben da vielleicht Sprengstoff eingebaut. Konnte mir das nicht vorstellen.“

Carsten S. hatte laut eigener Aussage auch die Überlegung, vor der Übergabe der Waffe „den Schalldämpfer wegzutun“. „Aber da war das Gewinde vorne dran und da hatte ich Angst dass sie sagen, da fehlt doch was, dass sie denken, ich hintergehe sie.“

Die besorgte Waffe zeigte er zunächst Ralf Wohlleben: „In seinem Arbeitszimmer hat Ralf Wohlleben die Waffe auf mich gerichtet und hat auch wieder gelacht. Habe einen Schreck bekommen und gedacht, damit zielt man nicht auf Menschen.“

„Einmal haben Wohlleben und ich mit „den beiden Uwes“ telefoniert. Wohlleben hat dann aufgelegt, gelacht und gesagt: ‚Die haben jemanden angeschossen‘. Ich hab mir gedacht: „Hoffentlich nicht mit der Waffe.“
Als ich das Geld in kleinen Scheinen von denen bekam, waren da Banderolen drum. Ich habe gedacht, die müssen aus Banküberfall sein. Als es dann hieß, die haben jemanden angeschossen, hab ich gedacht, es muss der Wachmann gewesen sein.“

bernhard44
11.06.2013, 13:01
500 NSU-Verdächtige. Nicht 3, nicht 129, 500 schon.


http://www.tagesspiegel.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-liste-der-ueberprueften-personen-auf-500-angewachsen/8330638.html


Petra Pau sprach von 300 letztens, als es um die "Geheimsitzung" des PUA in Berlin übermorgen ging


Auf diese Liste gehören auch noch ganz viele Leute aus den Sicherheitsbehörden.
Würde dann eher ne 1000er-Liste werden ;)

“Null Bedeutung”: Wie beim GBA die 129er Liste “explodierte” (http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/06/11/null-bedeutung-wie-beim-gba-die-129er-liste-explodierte/)

http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/06/11/null-bedeutung-wie-beim-gba-die-129er-liste-explodierte/

fatalist
11.06.2013, 13:21
“Null Bedeutung”: Wie beim GBA die 129er Liste “explodierte” (http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/06/11/null-bedeutung-wie-beim-gba-die-129er-liste-explodierte/)
Aber das hier hat vielleicht Bedeutung:


Die Schweizer bezweifeln, dass die Waffe aus der Schweiz kommt. Begründung u.a. ein fehlendes Beschußzeichen, daß auf einer Schweizer Waffe vorhanden sein müsste. Quelle: Schweizer Waffen-Magazin Juni/2013, S. 16f.
Kommentar aus DIE WELT


Es gibt kein "forensisches" Gutachten zur Tatwaffe, da kein Beschuss mehr vorgenommen werden kann.
Es konnte lediglich festgestellt werden, dass Tatwaffe und die von S. beschaffte Waffe dasselbe Modell waren.
Dasselbe Waffensystem, wie das BKA sich auszudrücken pflegt: Waffe mit serienmässigem Schalldämpfer aus einer Kleinserie fast identischer Waffen.

Wo sind die 31 STASI-Waffen dieser Kleinserie?

fatalist
11.06.2013, 13:48
Carsti entlastet Zschäpe.


11. Juni 2013 14:14
NSU-Prozess in München
Carsten S. entlastet Beate Zschäpe
http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-carsten-s-entlastet-beate-zschaepe-1.1693616


Carsten S. berichtete, er habe Ende 1999 oder Anfang 2000 eine Waffe an Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos übergeben, mit der diese später neun Menschen töteten.Bei dieser Übergabe in einem Cafe in der Galeria Kaufhof in Chemnitz hätten sie angedeutet, dass sie Gewalttaten planen. Sie hätten ihm gesagt, dass sie "eine Taschenlampe in einen Laden in Nürnberg gestellt" hätten. Er habe nicht gewusst, was sie meinten, später aber befürchtet, dass sie womöglich Sprengstoff meinten, sagte Carsten S. nun.

Als Beate Zschäpe zu der Runde gestoßen sei, hätten die beiden Uwes aber sofort gesagt: "Psst, damit sie es nicht mitbekommt." Mit dieser Aussage entlastet Carsten S. die Hauptangeklagte Zschäpe überraschend. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass sie in alle gewaltsamen Aktivitäten eingebunden war.

Er hat Galeria Kaufhof gesagt. Die gab es aber gar nicht 1999/2000.
Hat er wirklich Galeria Kaufhof gesagt?
eröffnet 18.10.2001.

Carsti, wenn Du Galeria Kaufhof gesagt hast, dann gibt es aber Mecker vom Onkel Bundesanwalt Diemer.

fatalist
11.06.2013, 13:59
Carsten S. belastete dagegen erneut den früheren NPD-Funktionär Ralf Wohlleben schwer. Der habe seinerzeit nach einem Telefongespräch mit dem NSU-Trio gelacht und ihm gesagt, die drei hätten einen Menschen angeschossen. Er selbst habe damals nur gedacht: Hoffentlich nicht mit meiner Waffe. Das war dann bei einem Banküberfall?


5. Oktober 2006: Auch ein Überfall auf eine Sparkasse im Zwickauer Ortsteil Eckersbach geht schief. Diesmal gibt es nur einen Bankräuber, er schießt einem Bank-Azubi in den Bauch. Die Bundesanwaltschaft sieht in diesem Fall dringenden Tatverdacht http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/chronologie-die-raubueberfaelle-der-nsu-1.2698503
Oder meint Carsti den Simsek, der nach 8 Schüssen noch 4 Tage lebte?
Angeschossen September 2000?

2006 wäre ja ziemlich spät für Carsti... da war er ja schon ausgestiegen.



alle Überfälle:

6. Oktober 1999: In Chemnitz erbeuten Räuber bei einem Überfall auf eine Postfiliale mehrere 1000 D-Mark.

27. Oktober 1999: Beim Raubzug auf eine andere Postfiliale in Chemnitz entkommen die Täter mit mehreren 10 000 D-Mark.

30. November 2000: Ebenfalls mehrere 10 000 D-Mark erbeuten Unbekannte beim Überfall auf ein drittes Postamt in Chemnitz.

5. Juli 2001: Ortswechsel: In einem Postamt in Zwickau erzwingen zwei mit Pistolen bewaffnete Männer die Öffnung des Tresors und erbeuten 75 000 D-Mark. Ein zufällig vorbeikommender Kunden wird mit Reizgas verletzt.

25. September 2002: Mit der gleichen Masche erbeuten zwei Täter in einer Sparkasse in Zwickau 48 000 Euro. Reizgas wird diesmal nicht nur gegen Kunden, sondern auch gegen Angestellte eingesetzt.

23. September 2003: Nun haben es die Täter auch in Chemnitz auf Sparkassen abgesehen. In einer Filiale erlangen sie mehrere 100 Euro.

14. Mai 2004: Bei einem Überfall auf eine andere Chemnitzer Sparkasse besteht die Beute aus 30 000 Euro.

18. Mai 2004: Mit 70 000 Euro gelingt den Räubern die Flucht aus einer anderen Sparkasse in Chemnitz.

22. November 2005: Eineinhalb Jahre später haben die Täter in der selben Filiale kein Glück: Sie müssen ohne Beute flüchten.

5. Oktober 2006: Auch ein Überfall auf eine Sparkasse im Zwickauer Ortsteil Eckersbach geht schief. Diesmal gibt es nur einen Bankräuber, er schießt einem Bank-Azubi in den Bauch. Die Bundesanwaltschaft sieht in diesem Fall dringenden Tatverdacht.

7. November 2006: In einer Sparkasse in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) werden sieben Angestellte und sechs Kunden mit Pistolen bedroht.

18. Januar 2007: Dieselbe Filiale in Stralsund wird erneut Ziel von Bankräubern - bei beiden Überfällen zusammen erbeuten sie einen sechsstelligen Betrag. Einer der Täter hatte einen Schuss in Richtung Decke abgefeuert, der andere zwang die vier Kunden und fünf Angestellten, sich auf den Boden zu legen und bedrohte sie mit einer Pistole.

7. September 2011: Im thüringischen Arnstadt überfallen zwei maskierte und bewaffnete Männer eine Sparkasse. Die Polizeifahndung verläuft ergebnislos. Aber die Beamten gehen anschließend von der Taktik aus, dass die Täter ihren Überfall in der Nähe "aussitzen".

4. November 2011: In einem Eisenacher Plattenbauviertel überfallen zwei Männer eine Sparkasse. Mit dem Fahrrad flüchten sie zu einem Wohnmobil, in dem sie sich nur wenige Stunden später selbst erschießen. In dem Caravan finden Ermittler mehrere Waffen und das bei den zwei Thüringer Überfällen erbeutete Geld. Die Polizei hält beide Raubzüge für aufgeklärt, auch die Bundesanwaltschaft sieht dringenden Tatverdacht.

fatalist
11.06.2013, 14:39
Beckstein fragte 2000 schon nach ausländerfeindlichem Hintergrund?


Beckstein sagt in NSU-Untersuchungsausschuss aus
Im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags wird an diesem Dienstag der frühere Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) als Zeuge vernommen. Der Ausschuss soll klären, ob Verfassungsschutz und Polizei bei den erfolglosen Ermittlungen zu den fünf Morden der rechtsextremen Terrorgruppe in Bayern Fehler unterliefen. Vor allem die Opposition will von Beckstein wissen, ob er ihnen auch weiterhin keine substanziellen Ermittlungsfehler vorwirft.


Interessant ist zudem, dass Beckstein nach dem ersten Neonazi-Mord in Nürnberg im Jahr 2000 neben einem Zeitungsartikel bereits die Frage notierte, ob ein ausländerfeindlicher Hintergrund denkbar sei. Die Behörden aber ermittelten jahrelang vor allem in Richtung Organisierte Kriminalität, nicht in Richtung Rechtsterrorismus. Als zweiter Zeuge muss am Abend Innenminister Joachim Herrmann (CSU) aussagen - vor allem zur Informationspolitik der Staatsregierung nach dem Auffliegen der Terrorzelle im November 2011. http://www.faz.net/aktuell/politik/nsu-prozess/nsu-prozess-psst-damit-frau-zschaepe-das-nicht-mitbekommt-12217816.html


Nun könnte er mit seinen Aussagen die Hauptangeklagte Beate Zschäpe entlastet haben. Die mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten der Übergabe einer Waffe Andeutungen über einen möglichen Anschlag gemacht, erklärte Carsten S. Bei dem Treffen hätten Böhnhardt und Mundlos ihm erzählt, sie hätten „in Nürnberg in irgendeinem Laden eine Taschenlampe hingestellt“. Er habe nicht gewusst, was sie damit meinen, sagte Carsten S. „Dann kam Frau Zschäpe, und sie sagten „psst“, damit Frau Zschäpe das nicht mitbekommt.“

fatalist
11.06.2013, 15:43
Die Waffe kostete 2.500 DM. Steht in der Anklageschrift.
Bezahlte Carsti an Andreas Schulz.


15:10 Uhr: Was kostete die Waffe?

Ein Kriterium für den Wunsch des NSU-Trios nach einer deutschen Waffe sei gewesen, dass dafür leichter Munition besorgt werden könne, sagt S. Er weiß nicht mehr genau, was für die Waffe gezahlt wurde, irgendeine Summe zwischen 500 und 1200 DM.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article117012152/Nationalsozialismus-faszinierte-Carsten-S-frueh.html

LOL, der zerlegt gerade die gesamte Anklage. :haha:

fatalist
11.06.2013, 15:59
Zuvor hat Anja Sturm noch wissen wollen, ob die Vernehmung heimlich aufgezeichnet werde. Bei einem Kameratest in der Pause war plötzlich ein Bild von Carsten S. zu sehen. Dabei ist offiziell gar keine Kamera auf die Angeklagten eingestellt. Es handele sich nur um einen Perspektivwechsel, der nötig gewesen sei, sagt ein Gerichtsmitarbeiter.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article117012152/Nationalsozialismus-faszinierte-Carsten-S-frueh.html?1370961557000

Die zeichnen alles auf, ahnten wir von Prozessbeginn an.

Case
11.06.2013, 17:15
Ob die Zeugen sämtlich vereidigt werden, das wird ein wichtiges Kriterium sein, ob der Richter es ernst meint.
Beim Buback-Prozess 2011-2012 gab es soweit ich weiss keinen einzigen vereidigten Zeugen aus dem Sicherheitsapparat.
Beamte sind bereits "von Amts wegen" vereidigt. Das geschieht bei der Ernennung zum Beamten. Erfolgt übrigens auf das Volk und nicht auf den Vorgesetzten. Ab und zu muß man allzu eifrig kriechende Schleimer daran erinnern.

bernhard44
11.06.2013, 17:20
Beamte sind bereits "von Amts wegen" vereidigt. Das geschieht bei der Ernennung zum Beamten. Erfolgt übrigens auf das Volk und nicht auf den Vorgesetzten. Ab und zu muß man allzu eifrig kriechende Schleimer daran erinnern.


Der Amtseid hat jedoch laut Aussage des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse (http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Thierse) keinerlei rechtliche Bedeutung, gegen Verletzungen des Amtseides kann nicht juristisch vorgegangen werden.[4] (http://de.wikipedia.org/wiki/Amtseid#cite_note-4)

http://de.wikipedia.org/wiki/Amtseid#Rechtliche_Stellung_in_Deutschland


(http://de.wikipedia.org/wiki/Amtseid#Rechtliche_Stellung_in_Deutschland)Nur so dahingesagt
(http://de.wikipedia.org/wiki/Amtseid#Rechtliche_Stellung_in_Deutschland)http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17704591.html

fatalist
11.06.2013, 17:33
8. NSU-Prozesstag
Carsten S. entlastet Beate Zschäpe
Jasmin Mender und Franz Feyder, 11.06.2013 18:04 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.8-nsu-prozesstag-carsten-s-entlastet-beate-zschaepe.c19f3e0e-4e81-4a49-a5ea-7dc629617acd.html


München - Carsten S. ist in sich zusammengesunken. Die Arme hängen neben dem Körper. Er starrt auf den Tisch. Als er den Kopf hebt, schaut er in die gefärbten Haare von Beate Zschäpe (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/thema/Beate_Zsch%C3%A4pe), die vor ihm sitzt. „Ich bin an einen Punkt gekommen, wo ich reinen Tisch machen möchte“, sagt Carsten S. (33). Der Neonazi-Aussteiger hat jahrelang verdrängt, dass er drei Untergetauchten eine Pistole mit Schalldämpfer besorgt hat. Die Ankläger sind sich sicher sicher, dass dies eine tschechische Pistole der Marke Ceska Zbrojovka 83 im Kaliber 7,65 mm Browning mit Schalldämpfer war. Ein Waffe, die auf verschlungenen Wegen in die Hände des Nationalsozialistischen Untergrunds gelangt sein soll.
Korrekt: Die Ankläger sind sich sicher. Carsti sagt nicht "Ceska".



Am Dienstag, dem achten NSU-Verhandlungstag (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/thema/NSU-Prozess), sprudelt es vor dem Münchener Oberlandesgericht aus Carsten S. heraus. Aus dem Mann, dem Deutschlands oberste Ankläger vorwerfen, Beihilfe zu neun der zehn Morde geleistet zu haben, die der rechten Terrorgruppe NSU zur Last gelegt werden. Um die allerdings geht es erst einmal gar nicht, sondern um ihn selbst. Um Carsten S., den Teenager, der sich zu Männern hingezogen fühlt. „Ich war wohl auch ein wenig verschossen in ihn“, ist einer der Sätze, die er oft sagt. Über den Rechten aus der Parallelklasse, mit dem er rumhangen ist und über den Rechten, dem er bei einem Musikfestival die Haare rasierte. „Das hat mir Spaß gemacht“, ist der andere Satz, den er wieder und wieder sagt: Spaß gemacht hat ihm das Auftreten in der Gruppe, Fensterscheiben kaputt schlagen und das Rechtssein.
Der wollte dazu gehören, Gruppenidentität spielte sicher eine Rolle.


Carsten S. bricht in Tränen aus
Während Zschäpe regungslos starrt und sich den Zuhörern, eingelullt von den diffusen Erzählungen, das Bild eines verunsicherten jungen Mannes auf der Suche nach Orientierung ergibt, kommt der auf den NSU zu sprechen: Wie er die Pistole mit dem Schalldämpfer besorgt hat und sich mit Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos in Chemnitz getroffen hat. Unvermittelt bricht er da in Tränen aus, schluchzt, spricht hoch und schnell.


Carsten S. berichtet, er habe Ende 1999 oder Anfang 2000 eine Waffe an Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos übergeben, mit der diese später neun Menschen töteten. Bei dieser Übergabe in einem Café in einem Kaufhaus in Chemnitz hätte das Uwe-Duo angedeutet, dass sie Gewalttaten planen. Sie hätten ihm gesagt, dass sie „eine Taschenlampe in einen Laden in Nürnberg gestellt“ hätten. Er habe zunächst nicht geahnt, was die beiden damit meinten.
Als Beate Zschäpe in die Runde gekommen sei, hätten die beiden Männer ihn aufgefordert, zu schweigen: „Dann kam Frau Zschäpe und sie sagten 'psst', damit Frau Zschäpe das nicht mitbekommt..“ Erst am Abend nach der Waffenübergabe sei ihm der Gedanke gekommen, dass Böhnhardt und Mundlos mit ihrer „Taschenlampen“-Andeutung womöglich einen Anschlag meinten. Mit dieser Aussage hat Carsten S. möglicherweise auf eine zusätzliche Straftat des NSU hingewiesen, aber die Hauptangeklagte Zschäpe überraschend entlastet. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass sie in alle gewaltsamen Aktivitäten des NSU eingebunden war. Zschäpe will sich nicht zu den Vorwürfen äußern.
Beate Zschäpe wurde tatsächlich entlastet. Deutlich.



Ungereimtheiten in der Aussage
Eine Ungereimtheit gibt es in der Aussage von Carsten S. Der behauptet, er habe sich in einem Café in der Galeria Kaufhof in Chemnitz mit Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos Ende 1999 oder Anfang 2000 getroffen. Die Galeria Kaufhof am Chemnitzer Rathaus 1 wurde jedoch erst am 18. Oktober 2001 eröffnet.
Da haben sie des Pudels Kern ja klar benannt, bin begeistert :appl:


Am 1. Februar vergangenen Jahres hatte die Bundesanwaltschaft in ihrer Pressemitteilung 3/2012 geschrieben, Carsten S. sei „dringend verdächtig, gemeinsam mit dem gesondert verfolgten Ralf W. dem ‚NSU‘ 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition in Jena gekauft und anschließend an Ralf W. weitergegeben haben, der einen Kurier mit dem Transport zu den „NSU“-Mitgliedern nach Zwickau betraut haben soll.“ Zudem warfen ihm die Staatsanwälte vor, „Beihilfe zu sechs vollendeten Morden und einem versuchten Mord der terroristischen Vereinigung ‚Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)‘ geleistet zu haben“. Inzwischen sind daraus neun Morde geworden.
Carsti hat vorverlegt und hinsichtlich der Anzahl optimiert. Mehr ging nicht :beten:



Von einem versuchten Sprengstoffanschlag in Nürnberg vor 13 Jahren ist bislang nichts bekannt. Die Bundesanwälte werfen in ihrer Anklageschrift dem NSU vor, am 9. September 2000 in Nürnberg Enver Simsek, am 13. Juni 2001 Abdurrahim Özüdogru und am 9. Juni 2005 Ismail Yasar erschossen zu haben. Bis zu dem Mord an Simsek hatte der NSU nach Erkenntnissen der Fahnder einen Supermarkt und zwei Postbankfilialen in Chemnitz überfallen.
Könnte zudem verjährt sein, der versuchte Sprengstoffanschlag. Wenn es denn so war, dass "Taschenlampe dagelassen" als Bombenanschlag durchgeht...

Der Artikel geht noch weiter, aber alles Wesentliche steht drin. :dg:

Wie war das mit dem Kaufpreis der Waffe, hatte Carsti nicht von 500-1200 DM erzählt heute, wo er doch 2.500 DM hätte sagen sollen :?

Case
11.06.2013, 17:40
Der Amtseid hat jedoch laut Aussage des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse keinerlei rechtliche Bedeutung, gegen Verletzungen des Amtseides kann nicht juristisch vorgegangen werden.
Die Vereidigung bei Übernahme eines politischen Amtes hat leiglich deklamatorischen Charakter, d.h. er verspricht nur, das Beste tun zu wollen.
Dagegen kann die Verletzung des Amtseides eines Beamten einem Meineid gleichkommen.

bernhard44
11.06.2013, 17:41
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.8-nsu-prozesstag-carsten-s-entlastet-beate-zschaepe.c19f3e0e-4e81-4a49-a5ea-7dc629617acd.html


Korrekt: Die Ankläger sind sich sicher. Carsti sagt nicht "Ceska".



Der wollte dazu gehören, Gruppenidentität spielte sicher eine Rolle.


Beate Zschäpe wurde tatsächlich entlastet. Deutlich.



Da haben sie des Pudels Kern ja klar benannt, bin begeistert :appl:


Carsti hat vorverlegt und hinsichtlich der Anzahl optimiert. Mehr ging nicht :beten:



Könnte zudem verjährt sein, der versuchte Sprengstoffanschlag. Wenn es denn so war, dass "Taschenlampe dagelassen" als Bombenanschlag durchgeht...

Der Artikel geht noch weiter, aber alles Wesentliche steht drin. :dg:

Wie war das mit dem Kaufpreis der Waffe, hatte Carsti nicht von 500-1200 DM erzählt heute, wo er doch 2.500 DM hätte sagen sollen :?

und da redet der eine Wirrkopf von Korinthenkakerei!

fatalist
11.06.2013, 17:44
und da redet der eine Wirrkopf von Korinthenkakerei!
Selig sind die geistig Armen, denn sie werden die Kinder Gottes heissen :beten:

fatalist
11.06.2013, 17:55
München - Die mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt haben laut Aussage im NSU-Prozess bei der Übergabe einer Waffe Andeutungen zu einem möglichen Anschlag gemacht. Das berichtete der Angeklagte Carsten S. am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München.



Bei dem Treffen hätten Böhnhardt und Mundlos ihm erzählt, sie hätten „in Nürnberg in irgendeinem Laden eine Taschenlampe hingestellt“. Er habe nicht gewusst, was sie damit meinen, sagte S. unter Tränen. „Dann kam Frau Zschäpe und sie sagten "psst", damit Frau Zschäpe das nicht mitbekommt.“ Zuhause sei ihm der Gedanke gekommen, dass Böhnhardt und Mundlos in eine Taschenlampe Sprengstoff eingebaut haben könnten. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-prozess-in-muenchen-angeklagter-carsten-s-mitglieder-machten-andeutungen-ueber-anschlag.766e8acd-be43-47de-b230-5f239f06c64b.html

Das ist alles Humbug, wie war das doch gleich mit der Theaterbombe etc kurz vorher in Jena?


Im weiteren Verlauf gab er Ermittlungspannen der SOKO REX wieder.

Im Rahmen der Ermittlungen zu den Briefbomben - Attrappen habe die Kriminaltechnik der KPI Jena bereits gesicherte Schuhabdrücke im Schnee unbrauchbar gemacht, indem die Beamten durch die Spur gelaufen seien.

Im Falle des „Puppentorsos“ sei diese durch Beamte der KPI Jena zuerst abgeschnitten worden und dabei auf die Fahrbahn gefallen. Man habe dann festgestellt, dies sei nicht so gut gewesen und habe diese dann wieder aufgehängt.

Bei der Theaterbombe habe die Polizei die USBV ins Auto gepackt und auf die Dienststelle gefahren. Der Leiter der KPI Jena sagte dem Zeugen damals er solle diese USBV mitnehmen und sich nicht so haben. Der Zeuge bestand auf eine USBV – Truppe. Der Leiter der KPI Jena soll die USBV mit bloßen Händen angefasst und dagegengetreten haben. Erst dann wurde ein Sprengstoffhund zugeführt, der sogleich anschlug.
http://gruene-fraktion.thueringen.de/nsu/bericht-aus-dem-nsu-untersuchungsausschuss-2

Und jetzt also ne Taschenlampenbombe in Nürnberg.
Die natürlich nie hochging.

Case
11.06.2013, 18:09
Verfassungsschutzbericht 2012, Seite 53 ff.
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Sicherheit/vsb_vorabfassung_2012.pdf?__blob=publicationFile

Nationalsozialistischer Untergrund“(NSU)
Am 8. November 2012 erhob der Generalbundesanwalt vor dem
Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts München (Bayern) Anklage
gegen das mutmaßliche Gründungsmitglied der rechtsterroristischen
Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU)
Beate Zschäpe sowie vier mutmaßliche Unterstützer und Gehilfen des
NSU. Zschäpe werden u.a. die Bildung einer terroristischen Vereinigung,
Mittäterschaft an der Ermordung von neun Mitbürgern ausländischer
Herkunft, am Mordanschlag auf zwei Polizeibeamte sowie an
versuchten Morden durch zwei Sprengstoffanschläge in Köln vorgeworfen.
Zwei der Mitangeklagten wird Beihilfe zu den neun Mordfällen
durch Beschaffung der Tatwaffe angelastet, dem dritten Mitangeklagten
wird u.a. Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag und
einem Raub und dem vierten Mitangeklagten Unterstützung der terroristischen
Vereinigung in drei Fällen vorgeworfen.
Die umfassenden Ermittlungen des Generalbundesanwalts und des
Bundeskriminalamts (BKA) nach Aufdeckung des NSU im November
2011 lassen die Bewertung zu, dass die drei Rechtsextremisten
Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe als gleichberech-
tigte Mitglieder den Kern des NSU gebildet und sich als einheitliches
Tötungskommando verstanden haben, das seine Mordanschläge aus
rassistischen und staatsfeindlichen Motiven arbeitsteilig ausführte. Im
Zeitraum von 2000 bis 2006 verübte das Trio insgesamt neun Morde
an Kleingewerbetreibenden mit Migrationshintergrund im gesamten
Bundesgebiet („Ceska-Mordserie“) sowie im April 2007 einen Mord an
einer Polizeibeamtin und einen Mordversuch an einem Polizeibeamten
in Heilbronn (Baden-Württemberg). Die NSU-Mitglieder werden
zudem verdächtigt, zumindest für zwei Bombenanschläge 2001 und
2004 in Köln (Nordrhein-Westfalen) verantwortlich zu sein. Darüber
hinaus werden ihnen mindestens fünfzehn bewaffnete Raubüberfälle
zur Last gelegt.

Begrenzter Unterstützerkreis des NSU
Die wahre Identität und terroristische Zielsetzung des Trios war
– nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen – nur einem
begrenzten Kreis von Unterstützern und Gehilfen bekannt. So wird
den vier mutmaßlichen und ebenfalls angeklagten Unterstützern des
NSU Beihilfe zur Verschleierung der wahren Identität der NSUMitglieder
vorgeworfen, z.B. durch Überlassen von Reisepässen und
Führerscheinen. Gegen neun weitere ebenso der Unterstützung des
NSU verdächtige Rechtsextremisten dauern die Ermittlungen noch
an.

Reaktionen der rechtsextremistischen Szene
Nach dem Bekanntwerden der Existenz des NSU setzte innerhalb der
rechtsextremistischen Szene eine intensive Diskussion zu diesem
Thema ein, die im Laufe des Jahres 2012 jedoch zunehmend abebbte.
Auch die Anklageerhebung gegen Zschäpe und die mutmaßlichen
Unterstützer des NSU führte zu keiner neuerlichen Intensivierung der
Diskussionen.

Keine Identifikation mit NSU-Mitglied Beate Zschäpe
Ein Großteil der rechtsextremistischen Kommentare im Internet
– überwiegend aus dem neonazistischen Spektrum – ist von Verschwörungstheorien
geprägt. So wird der NSU als staatlich bzw.
nachrichtendienstlich gesteuerte terroristische Gruppe dargestellt und
fortwährend behauptet, Zschäpe sei eine Quelle der Verfassungsschutzbehörden
gewesen. Vereinzelt gipfelt diese Sichtweise in Spekulationen
über einen staatlich geplanten, als Selbstmord getarnten
Mord an Zschäpe, die als Mitwisserin einer Involvierung staatlicher
Stellen in die Gewalttaten des NSU beseitigt werden solle:
Hierzu gehört auch das mit Verfügung vom 28. Januar 2013 durch die Bundsanwaltschaft eingeleitete
Ermittlungsverfahren gegen einen weiteren Rechtsextremisten – den nunmehr 14. Beschuldigten im
NSU-Komplex – wegen Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und anderer
Straftaten.

„Zschäpe wird das aussagen was ihr im letzten Jahr indoktriniert wurde.
Sollte sie es nicht machen, wird sie verunfallen oder verselbstmorden
wie die beiden Uwe’s Das ist quasi der Abzug der V-Leute.“
(Internetplattform „Altermedia Deutschland“, 9. November 2012)

Solidaritätsbekundungen für Zschäpe bleiben weitgehend aus. Vereinzelt
wird sie als Opfer eines politischen Prozesses dargestellt, mit
dem versucht werde, das rechtsextremistische Spektrum insgesamt
zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. So behauptet etwa der stellvertretende
Bundesvorsitzende der „Nationaldemokratischen Partei
Deutschlands“ (NPD) Frank Schwerdt, es werde in dem bevorstehenden
NSU-Prozess nicht darum gehen, „die Wahrheit über zehn
Morde schlüssig nachzuweisen“; vielmehr werde „politische Stimmung“
gemacht, indem die Taten des NSU auf eine ausländerfeindliche
Stimmung im Lande zurückgeführt würden. Wer mittlerweile in
Deutschland „offen oder hinter vorgehaltener Hand die Einwanderung
oder Multikulti“ anzweifle oder ablehne, werde „schnell in die Nähe
von Mördern gebracht“. „Bestimmten politischen Kreisen“ sei „die
Angelegenheit sehr willkommen“, um ihr „politisches Süppchen von
der ‚rechten Gefahr‘ zu kochen“.

Solidarisierung mit einem mutmaßlichen NSU-Unterstützer
Der angeklagte NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben erfährt hingegen
größere Solidarität der Szene. So wurde z.B. bei rechtsextremistischen
Konzerten zu Spenden für ihn aufgerufen. Vor allem Thüringer
Rechtsextremisten forderten über Facebook-Buttons im Internet
„Freiheit für Wolle“ oder boten T-Shirts mit diesem Slogan an. Zudem
erschien Ende September 2012 der Musik-Sampler „Solidarität Vol. 4“
bei dem bundesweit bedeutsamsten rechtsextremistischen Vertrieb
„PC Records“ aus Chemnitz (Sachsen). Auf dem Tonträger veröffentlichten
15 rechtsextremistische Musikgruppen und Liedermacher insgesamt
20 Titel zu den Themenkomplexen „Repression“ und „Meinungsfreiheit“.
In einem speziell Wohlleben gewidmeten Lied ruft die
Thüringer Band „SKD“ zur Solidarität mit ihm auf:

„Schluss mit dem Schweigen, wir werden uns nie distanzieren. Freiheit
für Wolle fordern wir, egal wohin der Weg auch geht. Drinnen wie
draußen eine Front – Solidarität (…) Wehe wenn du frei im Geiste bist
– man sperrt dich weg als Terrorist. Die Hetzjagd hat begonnen – die
Presse lässt den Kessel kochen.“
(Musikgruppe „SKD“, CD „Solidarität Vol. 4“, Lied „Nationale Solidarität“)

Die überwiegend aus der rechtsextremistischen Szene Thüringens
stammenden Unterstützungs- und Solidaritätsaktionen für Wohlleben
mögen auch in der Anerkennung seiner Verdienste beim Aufbau regionaler
rechtsextremistischer Strukturen gründen, zeigen aber vielmehr,
dass die mutmaßliche Unterstützung terroristischer Aktionen
nicht aus der Szene ausgrenzt und einer Akzeptanz als Leitfigur sogar
förderlich sein kann. Wohlleben ist seit 1995 in Neonazi-Kreisen aktiv,
war von 2006 bis 2008 stellvertretender NPD-Landesvorsitzender und
verfügt über zahlreiche Kontakte in alle rechtsextremistischen Spektren
Thüringens. Die dortige Szene sieht in ihm eine Symbolfigur der
staatlichen Unterdrückung nationaler Aktivisten und stellt die Anklageerhebung
gegen ihn als staatliche Willkür bzw. als Inszenierung der
Medien dar. Seine mutmaßliche Beihilfe zu den NSU-Morden – etwa
durch seine Rolle bei der Beschaffung der Tatwaffe der „Ceska-Mordserie“
– werden bei den Solidaritätsaktionen ausgeklammert. Zu den
drei weiteren im NSU-Verfahren angeklagten mutmaßlichen Unterstützern
des Trios wurden keine Verlautbarungen aus Szenekreisen
bekannt.
Dennoch gibt es in der neonazistischen und subkulturell geprägten
rechtsextremistischen Szene durchaus Zeichen der Zustimmung bzw.
unverhohlene Freude über die Mordtaten, wie die Verurteilung des
Sängers der Band „Gigi & Die Braunen Stadtmusikanten“ am
15. Oktober 2012 durch das Amtsgericht Meppen (Niedersachsen)
wegen Volksverhetzung und wegen Billigung von Straftaten zu einer
siebenmonatigen Bewährungsstrafe zeigt.

Terrorismus stößt – wie die Gewaltverbrechen des NSU zeigen – in
extremistischen Zusammenhängen immer auch auf Vorbehalte und
Ablehnung. Er ist stets das Werk einer selbsternannten Avantgarde,
die hiermit eine Initialzündung für eine offensivere politische Positionierung
beabsichtigt. Das ist im Rechtsextremismus nicht anders.
Dennoch könnte der Umstand, dass der NSU jahrelang Morde bzw.
schwerste Anschläge ohne entsprechende Tatbekennungen („Taten
statt Worte“) verübte, die bei Migranten eine erhebliche Unsicherheit
und in Teilen der rechtsextremistischen Szene eine gewisse Zustimmung
– mutmaßlich auch ohne Kenntnis des rechtsterroristischen Hintergrunds
der Taten – erzeugt haben, potenzielle Nachahmer zu entsprechendem
Handeln motivieren.
Auch ist im gewaltbereiten rechtsextremistischen Spektrum – wenn
auch zahlenmäßig eher gering – ein Personenpotenzial vorhanden,
das Terrorismus als Handlungsoption in Erwägung zieht.
Der Aufklärungsschwerpunkt bei der Arbeit der Sicherheitsbehörden
– und in besonderem Maße der Verfassungsschutzbehörden als Frühwarnsystem
einer wehrhaften Demokratie – liegt somit auf dem gewaltbereiten
Rechtsextremismus, der ein rechtsterroristisches Handeln
zum Erreichen der eigenen politischen Ziele nicht ausschließt. Durch
eine personenorientierte Arbeitsweise, verbunden mit dem zielgerichteten
Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel, gilt es, eine mögliche oder
weitere Radikalisierung – sowohl von Klein- und Kleinstgruppen als
auch von Einzelpersonen – frühzeitig zu erkennen, um terroristische
Strukturen bereits im Anfangsstadium zu zerschlagen. Dafür wird die
bundesweite intensive Beobachtung und Analyse der relevanten Personen,
aber auch der Organisationen und sich stets verändernden
Strukturen, gerade auf das Erkennen und die Bewertung der Faktoren
ausgerichtet, die terroristisches Handeln vorbereiten oder begünstigen
können, z.B. das Vorhandensein größerer Geldmengen oder Hinweise
auf Überlegungen zu deren Beschaffung, Bemühungen um den Aufbau
von Netzwerken und Gruppierungen im In- und Ausland zur Umgehung
staatlicher Überwachung in Deutschland, Hinweise auf eine beabsichtigte
oder bereits durchgeführte Ausbildung an Waffen und Sprengstoffen
oder die Beschaffung bzw. das Vorrätighalten solcher Gegenstände.
Ein intensiver Austausch sämtlicher relevanter Informationen im Verbund
der Sicherheitsbehörden soll die Gewähr dafür bieten, dass künftig
Erkenntnisse schneller zusammengeführt und entsprechende
Gegenmaßnahmen abgestimmt und getroffen werden können. Mit der
Einrichtung des Gemeinsamen Abwehrzentrums Rechtsextremismus
(GAR) zur Bekämpfung des Rechtextremismus/-terrorismus im Dezember
2011 und dessen Erweiterung zum Gemeinsamen Extremismusund
Terrorismusabwehrzentrum (GETZ) im November 2012 wurden
die organisatorischen Voraussetzungen verbessert, die Fachexpertise
aller Sicherheitsbehörden unmittelbar zu bündeln, um einen möglichst
lückenlosen und schnellen Informationsfluss sicherzustellen und die
notwendigen weiteren Maßnahmen einzuleiten.

solaris
11.06.2013, 18:16
Moin (nach 6 Tagen NSA jetzt wieder mal NSU

bisserl Presseschau:

NSU-Morde Münchner Polizei betrieb Döner-Bude
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-morde-muenchner-polizei-betrieb-doener-bude.c92402c3-42b9-4154-bd77-8be72e89c329.html


Die Methodik, die jetzt auch im NSU-Ausschuss des Landtags behandelt wurde und Süffisanz hervorrief, war um mehrere Ecken herum gestrickt. Um das Ziel zu erreichen, betrieb die Polizei mit einem V-Mann eine Imbissbude. Der bezahlte die Rechnungen der Lieferanten extra nicht – um eine Racheaktion der Unterwelt zu provozieren.

NSU-Affäre: Berliner Polizei hatte noch mehr V-Leutehttp://www.berliner-zeitung.de/berlin/nsu-affaere-berliner-polizei-hatte-noch-mehr-v-leute,10809148,23226164.html

Die Berliner Polizei hatte mehr V-Leute im NSU-Umfeld als bisher bekannt. Bislang wusste die Öffentlichkeit, dass die Abteilung Staatsschutz zwei Spitzel bezahlte.
Tatsächlich sind es mindestens vier.

NSU-Prozess in München : Liste der überprüften Personen auf 500 angewachsenhttp://www.tagesspiegel.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-liste-der-ueberprueften-personen-auf-500-angewachsen/8330638.html

Ursprünglich war von einer 129er-Liste die Rede, nun heißt es: Nicht nur gut hundert Menschen sind auf ihre Verbindungen zur Terrorzelle NSU hin überprüft worden, sondern sogar 500. Das gab die Bundesanwaltschaft in München bekannt.

NSU-Ermittlungspannen : Abgeordnete dürfen V-Mann-Berichte lesenhttp://www.tagesspiegel.de/berlin/nsu-ermittlungspannen-abgeordnete-duerfen-v-mann-berichte-lesen/8326812.html

Die NSU-Akten-Pannen bei der Berliner Polizei waren wieder Thema im Innenausschuss. Innensenator Henkel kündigte wieder mehr Transparenz an - nächste Woche dürfte es dann tatsächlich interessant werden.

Berlin stellt sich wieder in Szene.Was ist mit BaWü und Hessen?

Hohes Gewaltpotential: Verfassungsschutz warnt vor rechtem Terrorhttp://www.spiegel.de/politik/deutschland/hohes-gewaltpotential-verfassungsschutz-warnt-vor-rechtem-terror-a-904935.html
Die rechte Terrorgefahr in Deutschland bleibt groß. In seinem Jahresbericht warnt der Verfassungsschutz vor einer hohen Gewaltbereitschaft in der Szene - und einer enormen Affinität zu Waffen und Sprengstoff. Der NSU könne laut dem Papier durchaus Nachahmer finden.

fatalist
11.06.2013, 18:16
37048

Das ist der zweite Knackpunkt heute, DIE WELT
http://www.welt.de/politik/deutschland/article117012152/Nationalsozialismus-faszinierte-Carsten-S-frueh.html

Der Kaufpreis betrug 2500 DM.
Darauf hat sich auch Andreas Schulz aus dem Madley in Jena festgelegt.

BGH Juni 2012: Wohlleben-Entscheidung. Aussage Andreas Schulz:


Anschließend verkaufte er Waffe und Zubehör für 2.500 DM an Sch. , der den verlangten Kaufpreis zuvor vom Beschuldigten in bar erhalten hatte. http://openjur.de/u/433686.html

Wenn Carsti jetzt von 500-1200 DM redet, ist auch die Aussage von Andreas Schulz "für´n Arsch".
Schulz Aussage laut BGH:

Sc. hat demgegenüber bei seinen Vernehmungen am 25. Januar und 9. Februar 2012 schließlich eingeräumt, eine Person, die er als Begleiter des Beschuldigten gekannt habe, habe von ihm 1999 oder 2000 die Beschaffung einer Pistole nebst Munition sowie ausdrücklich eines Schalldämpfers verlangt. Ein Bekannter namens L. habe ihm darauf für 2.000 DM eine Pistole, einen zugehörigen Schalldämpfer sowie etwa 50 Schuss Munition besorgt. Diese Gegenstände habe er gegen Zahlung von 2.500 DM in bar an den Begleiter des Beschuldigten weitergegeben
An Carsten Schultze, den Begleiter Wohllebens...

Zu schön, einfach nur schön:

Carsten S. berichtet, er habe Ende 1999 oder Anfang 2000 eine Waffe an Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos übergeben, mit der diese später neun Menschen töteten. Bei dieser Übergabe in einem Café in der Galeria Kaufhof in Chemnitz hätte das Uwe-Duo angedeutet, dass sie Gewalttaten planen. Sie hätten ihm gesagt, dass sie „eine Taschenlampe in einen Laden in Nürnberg gestellt“ hätten. Er habe zunächst nicht geahnt, was die beiden damit meinten. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.8-nsu-prozesstag-carsten-s-entlastet-beate-zschaepe.c19f3e0e-4e81-4a49-a5ea-7dc629617acd.html


Eine Ungereimtheit gibt es in der Aussage von Carsten S. Der behauptet, er habe sich in einem Café in der Galeria Kaufhof in Chemnitz mit Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos Ende 1999 oder Anfang 2000 getroffen. Die Galeria Kaufhof am Chemnitzer Rathaus 1 wurde jedoch erst am 18. Oktober 2001 eröffnet. 4 Morde zu spät :bäh:

Aber ne Taschenlampen-Bombe, die nie explodierte. Ist ja wenigstens was, obwohl Carsti heute nicht nur Zschäpe entlastet hat, sondern sich selbst und den mutmasslich zur Aussage genötigten Andreas Schulz gleich auch noch mit entwertet hat :cool:


Der Herr Diemer ist wirklich zu bedauern. Nix klappt...

solaris
11.06.2013, 18:23
Verfassungsschutzbericht 2012, Seite 53 ff.
http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Sicherheit/vsb_vorabfassung_2012.pdf?__blob=publicationFile



Ne.oder?
Das Pamphlet hätte ich auch so hinbiegen können.Wo kann man sich bewerben( und dann den Wisthleblower machen)?
[QUOTE]
Der Aufklärungsschwerpunkt bei der Arbeit der Sicherheitsbehörden
– und in besonderem Maße der Verfassungsschutzbehörden als Frühwarnsystem
einer wehrhaften Demokratie – liegt somit auf dem gewaltbereiten
Rechtsextremismus, der ein rechtsterroristisches Handeln
zum Erreichen der eigenen politischen Ziele nicht ausschließt.
Durch
eine personenorientierte Arbeitsweise, verbunden mit dem zielgerichteten
Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel, gilt es, eine mögliche oder
weitere Radikalisierung – sowohl von Klein- und Kleinstgruppen als
auch von Einzelpersonen – frühzeitig zu erkennen, um terroristische
Strukturen bereits im Anfangsstadium zu zerschlagen.

Sehen wir gerade in den USA (NSA-Gate,der wohl grösste Skandal dieser Art allerzeiten)



Der Aufklärungsschwerpunkt bei der Arbeit der Sicherheitsbehörden
– und in besonderem Maße der Verfassungsschutzbehörden als Frühwarnsystem
einer wehrhaften Demokratie – liegt somit auf dem gewaltbereiten
Rechtsextremismus, der ein rechtsterroristisches Handeln
zum Erreichen der eigenen politischen Ziele nicht ausschließt. Durch
eine personenorientierte Arbeitsweise, verbunden mit dem zielgerichteten
Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel, gilt es, eine mögliche oder
weitere Radikalisierung – sowohl von Klein- und Kleinstgruppen als
auch von Einzelpersonen – frühzeitig zu erkennen, um terroristische
Strukturen bereits im Anfangsstadium zu zerschlagen. Dafür wird die
bundesweite intensive Beobachtung und Analyse der relevanten Personen,
aber auch der Organisationen und sich stets verändernden
Strukturen, gerade auf das Erkennen und die Bewertung der Faktoren
ausgerichtet, die terroristisches Handeln vorbereiten oder begünstigen
können, z.B. das Vorhandensein größerer Geldmengen oder Hinweise
auf Überlegungen zu deren Beschaffung, Bemühungen um den Aufbau
von Netzwerken und Gruppierungen im In- und Ausland zur Umgehung
staatlicher Überwachung in Deutschland, Hinweise auf eine beabsichtigte
oder bereits durchgeführte Ausbildung an Waffen und Sprengstoffen
oder die Beschaffung bzw. das Vorrätighalten solcher Gegenstände.
Ein intensiver Austausch sämtlicher relevanter Informationen im Verbund
der Sicherheitsbehörden soll die Gewähr dafür bieten, dass künftig
Erkenntnisse schneller zusammengeführt und entsprechende
Gegenmaßnahmen abgestimmt und getroffen werden können.

Dafür wird die
bundesweite intensive Beobachtung und Analyse der relevanten Personen,
aber auch der Organisationen und sich stets verändernden
Strukturen, gerade auf das Erkennen und die Bewertung der Faktoren
ausgerichtet, die terroristisches Handeln vorbereiten oder begünstigen
können, z.B. das Vorhandensein größerer Geldmengen oder Hinweise
auf Überlegungen zu deren Beschaffung, Bemühungen um den Aufbau
von Netzwerken und Gruppierungen im In- und Ausland zur Umgehung
staatlicher Überwachung in Deutschland, Hinweise auf eine beabsichtigte
oder bereits durchgeführte Ausbildung an Waffen und Sprengstoffen
oder die Beschaffung bzw. das Vorrätighalten solcher Gegenstände.
Ein intensiver Austausch sämtlicher relevanter Informationen im Verbund
der Sicherheitsbehörden soll die Gewähr dafür bieten, dass künftig
Erkenntnisse schneller zusammengeführt und entsprechende
Gegenmaßnahmen abgestimmt und getroffen werden können.

Na,was benutzen wir denn so als Werkzeuge? PRISM? Alles filtern und speichern nach Suchwörtern?Bestandsdaten von Forenteilnehmern und Kommentatoren?
Sind jetzt auch alle verdächtig,die sich kritisch zu dem Fall dazu äußern?

PIG BROTHER is watching You (and me)

fatalist
11.06.2013, 18:44
So wird der NSU als staatlich bzw.
nachrichtendienstlich gesteuerte terroristische Gruppe dargestellt und
fortwährend behauptet, Zschäpe sei eine Quelle der Verfassungsschutzbehörden
gewesen.
Das würden Elsässer, Wolf Wetzel, das "HPF-NSU-Team" und noch viele andere Leute so unterschreiben.
So what?



Vereinzelt gipfelt diese Sichtweise in Spekulationen
über einen staatlich geplanten, als Selbstmord getarnten
Mord an Zschäpe, die als Mitwisserin einer Involvierung staatlicher
Stellen in die Gewalttaten des NSU beseitigt werden solle
Den mutmasslich staatlichen/geheimdienstlichen Mord an den Uwes nicht zu vergessen.
Und den ebenfalls mutmasslich staatlich unterstützten Mord in Kassel, wo Andreas Temme involviert ist.
Und den mutmasslich unter Geheimdienstbeteiligung verübten Mord 2007 in Heilbronn.
Wo sind bitte die unterschlagenen Phantombilder? Wen zeigen die? Einen Agenten oder einen V-Mann?



„Zschäpe wird das aussagen was ihr im letzten Jahr indoktriniert wurde.
Sollte sie es nicht machen, wird sie verunfallen oder verselbstmorden
wie die beiden Uwe’s Das ist quasi der Abzug der V-Leute.“
(Internetplattform „Altermedia Deutschland“, 9. November 2012)
Zschäpe wird schweigen, Du Intelligenzbestie :bäh:

Komisches Land, wo die mutmasslichen Straftäter und Unterstützer in Beamtensesseln sitzen und Berichte über Verfassungsfeinde zusammenschustern...

solaris
11.06.2013, 19:01
Es fehlt auch der Satz:

"Wir mussten leider Akten und Überwachungsprotokolle schreddern,Falschaussagen tätigen und falsche Zeugen schicken,damit neben unserem dummen und dümmsten Versagen und Pannen im Volk nicht der Eindruck ensteht,wir hätten über die Morde Bescheid gewusst,waren unterstützend tätig und haben finanziell die involvierte V-Mann-Herde versorgt.Dafür mussten wir selbstverständlich allumfassend auch die Presse infiltrieren.
Damit hätten wir ja diese Verschwörungstheorien genährt.(Aber das sagten sie bereits)

Bin ich jetzt ein Nazi?

fatalist
11.06.2013, 19:31
Wie kamen BKA und Bundesanwaltschaft eigentlich auf Wohlleben, und wie kamen sie dann 2 Monate später auf Andreas Schulz, der sie auf Carsten Schultze brachte, der dann einige Tage später von der GSG 9 verhaftet wurde?

Zu Anfang hatte man die Uwes, die Waffen, eine schweigende Beate Zschäpe kam hinzu, dann erst die Ceska und danach das Bekennervideo.

Am 11.11.11 war die Zwickauer Ceska zur Dönermordceska erklärt worden, Gutachten kam Anfang Dezember. Inhalt unbekannt.
Bekennervideo kam am 12.11.2011 zum Spiegel, gekauft von der Antifa.

Am 13.11.2011 wurde Holger Gerlach in Lauenau festgenommen.


13.11.2011 - 36/2011
Festnahme eines mutmaßlichen Mitglieds der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)"

Die Bundesanwaltschaft hat heute (13. November 2011)
den 37-jährigen deutschen Staatsangehörigen Holger G.

in der Nähe von Hannover durch Beamte des Landeskriminalamts Niedersachsen festnehmen lassen. Zudem wird die Wohnung des Beschuldigten durch Beamte des Bundeskriminalamts durchsucht.
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=13&newsid=418

weiter:

Holger G. soll den drei übrigen, im Verborgenen agierenden Mitgliedern der Vereinigung 2007 seinen Führerschein und vor etwa vier Monaten seinen Reisepass zur Verfügung gestellt haben. Zudem soll er mehrfach Wohnmobile für die Gruppierung angemietet haben. Eines der Fahrzeuge soll bei dem Mordanschlag auf die Heilbronner Polizisten genutzt worden sein.
Was fehlt? Führerschein und WAFFE.

1 Tag später war auch der Führerschein gefunden: Haftbefehl


14.11.2011 - 38/2011
Haftbefehl gegen einen Unterstützer der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)"
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=13&newsid=420


Er soll den drei übrigen „NSU“-Mitgliedern seinen Führerschein und seinen Reisepass überlassen und ihnen dadurch ermöglicht haben, weiterhin verborgen zu agieren und rechtsextremistische Gewalttaten zu verüben. So wurden mit seinen Ausweispapieren Wohnmobile für die Gruppierung angemietet, darunter auch das Fahrzeug, das bei dem Mordanschlag auf die Heilbronner Polizisten benutzt worden sein soll.

Es ist immer noch nicht von einer Waffe die Rede.

Als Wohlleben verhaftet wird, 2 Wochen später, hört sich das ganz anders an:


29.11.2011 - 41/2011
Weitere Festnahme im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Mitglieder und Unterstützer der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)"

Die Bundesanwaltschaft hat heute Morgen (29. November 2011) aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 28. November 2011
den 36-jährigen deutschen Staatsangehörigen Ralf W.

in Jena durch Beamte des Landeskriminalamts Thüringen festnehmen lassen.
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=13&newsid=423


Zudem vermittelte er den Kontakt zwischen den „NSU“-Mitgliedern und dem Beschuldigten Holger G., der ihnen Geld und Ausweisdokumente überließ (vgl. Pressemitteilung vom 14. November 2011 - 38/11). Aufgrund seiner anhaltenden Verbindung zu der unter falscher Identität lebenden Gruppe wusste er von ihren terroristischen Straftaten.
Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, dem „NSU“ 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition einem Kurier übergeben haben, der sie in seinem Auftrag zu den „NSU“-Mitgliedern nach Zwickau brachte.
Woher wusste man das?

Na von Holger Gerlach natürlich! Denn der war ja der Bote dieser Waffe 2001/2002, die immer noch existiert, wenn auch folgenlos, also keine Beihilfeanklage zum Mord für gerlach daraus resultierte.

Wohlleben wird denken, dass Holger Gerlach ihn in den Knast brachte.

Die Version dieser Waffe 2001/2002 geht ja so, dass Andreas Schulz die dem Wohlleben verkaufte, und der dann Holger Gerlach mit der Übergabe an das Trio in Chemnitz beauftragte, was dieser auch getan haben will.
"Waffe im Stoffbeutel", Holgi wusste erst nicht was er überbrachte. Er erfühlte es dann im Zug und war erschrocken. Die Waffe wurde aber 2011 nicht wiedererkannt...

Dass Holgi selbst der Kurier war, das verschwieg er zunächst noch, siehe Haftbefehl: "einem Kurier übergeben" steht da, nicht "Holger G. übergeben".

Aber wusste Holgi, dass die Waffe von Andreas Schulz kam?
Eher nicht. Andreas Schulz wurde ja nicht verhaftet, sondern es kam eine Razzia am 25.1.2012 bei ihm.

Selbst als Schulz dann zugab, Schultze für 2500 DM eine Waffe mit Schalldämpfer und Munition verkauft zu haben, die angeblich die Ceska ist laut Anklage, 1999/2000 übergeben, wurde Schulz immer noch nicht verhaftet.
Gegen ihn wird nicht einmal ermittelt.

Also irgendwie denkt man da an einen weiteren V-Mann, an konstruierte Aussagen gegen Strafverschonung.
Das bleibt spannend...

BoB
11.06.2013, 19:32
Zschäpe wird schweigen, Du Intelligenzbestie :bäh:

Komisches Land, wo die mutmasslichen Straftäter und Unterstützer in Beamtensesseln sitzen und Berichte über Verfassungsfeinde zusammenschustern...

Vielleicht haben die bei Altermedia ja Spiegel (http://www.karl-nolle.de/aktuell/medien/id/11659)gelesen :crazy:


Am Rande ihrer Haftvorführung am 13. November 2011 sagte sie während einer Pause einen bemerkenswerten Satz, der Ermittler wie Angehörige hoffen lässt: sie habe sich „nicht gestellt, um nicht auszusagen“.


Ansonsten, wirklich interessante Aussagen heute, nicht schlecht. Und er hat "Galeria" gesagt. Fehlt nur noch, dass zu seiner KKK- und NRZ-Jugend ein paar Ansagen kommen, jenseits von "Fenster eingeschmissen" oder wie es da hiess. Vielleicht was zu den vom VS (generalisierend gemeint) gesponsorten CD-Vertrieben usw. Was machen eigentlich Jan W. und Mirko H. und Konsorten?
PS: War ich der Wirrkopf? :)

fatalist
11.06.2013, 19:36
Es fehlt auch der Satz:

"Wir mussten leider Akten und Überwachungsprotokolle schreddern,Falschaussagen tätigen und falsche Zeugen schicken,damit neben unserem dummen und dümmsten Versagen und Pannen im Volk nicht der Eindruck ensteht,wir hätten über die Morde Bescheid gewusst,waren unterstützend tätig und haben finanziell die involvierte V-Mann-Herde versorgt.Dafür mussten wir selbstverständlich allumfassend auch die Presse infiltrieren.
Damit hätten wir ja diese Verschwörungstheorien genährt.(Aber das sagten sie bereits)

Bin ich jetzt ein Nazi?
Klar sind wir das, Verfassungsfeinde noch dazu :cool:

ABAS
11.06.2013, 19:38
Wahrscheinlich wird versucht werden der NSU auch noch den derzeitigen Aufruhr
in der Tuerkei anzulasten. Die NSU soll bekanntlich eine international agierende
rassistisch-terroristische kriminelle Vereinigung sein.

Versuchter Rufmord an der Tuerkenregierung kann rassistischen Hintergrund haben! :haha:

fatalist
11.06.2013, 19:39
PS: War ich der Wirrkopf? :)
Nö, das ist ein Sozialdemokrat, der an ein anderes Kaufhof-Cafeteria-Dingsbums in Chemnitz glaubt.
Nennt sich "alter stubentiger". Unter "Themen des Tages", Jahrhundertprozess.

BoB
11.06.2013, 19:52
Fehlt nur noch, dass zu seiner KKK- und NRZ-Jugend ein paar Ansagen kommen, jenseits von "Fenster eingeschmissen" oder wie es da hiess. Vielleicht was zu den vom VS (generalisierend gemeint) gesponsorten CD-Vertrieben usw. Was machen eigentlich Jan W. und Mirko H. und Konsorten?

Uups, jetzt hab ich wohl Piatto-Carsten S. und Ceska-Carsten S. verwechselt. Der erste war der mit dem KKK und den NRZ, der andere der von den JN. Das ist aber auch verwirrend :D


Nö, das ist ein Sozialdemokrat
Na da hab ich nun wirklich nichts mit am Hut, die Verräter :aggr:

Ich hatte ja auch nur gesagt, dass es da doch noch andere Kaufhäuser gab, entgegen meiner Vermutung, hätte er nicht Galeria usw., aber hat er ja.


Wahrscheinlich wird versucht werden der NSU auch noch den derzeitigen Aufruhr
in der Tuerkei anzulasten. Die NSU soll bekanntlich eine international agierende
rassistisch-terroristische kriminelle Vereinigung sein.

Könnte sein. Umgekehrt wird ein Schuh draus, sozusagen. Erdogan wollte ja Präsident werden, mit bissl mehr Macht als bisher. Deswegen der Kurden-Deal, munkelt man. Wer weiss, wer da so alles seine Finger im Spiel hat, nichtwahr...

Gawen
11.06.2013, 19:53
Vielleicht haben die bei Altermedia ja Spiegel (http://www.karl-nolle.de/aktuell/medien/id/11659)gelesen :crazy:
"sie habe sich „nicht gestellt, um nicht auszusagen“."

Beata S. wird ausgesagt haben für wen sie gearbeitet hat und die Aussage wurde dann sofort top secret gestempelt und wanderte in den Schredder und danach in den Ofen! :D

sleepwell
11.06.2013, 20:47
Na, ist diese Logik geil oder nicht?

Da wurde gewürfelt: Wer bekommt die Anklage wegen 9-facher Beihilfe, und wer bekommt sie nicht?
Oder wurden bei der Bundesanwaltschaft Hölzchen gezogen, und Andreas Schulz erwischte das Lange?

es ist zwar ohne aussicht einem selbstdarsteller bei seinem trieb, sich und seine sicht der dinge auf hunderten von seiten breit auszuwalzen, in die tasten zu fallen,
aber hier und da setze ich mal auf einen denkanstoß.


die ganze nsu-anklage ist bereits auf so dünnem eis, dass der staatsanwalt richtiger weise entschieden hat, dass nicht auch noch mit einer straftatkonstruktion
gegen andreas s. zu toppen, die schon im ansatz keinen erfolg haben kann.
das beschaffen einer waffe, mit der dann ein mord ausgeführt wird, ist nicht automatisch beihilfe.
dazu bedarf es des verdachts, dass der beschaffer über konkrete kenntnisse verfügt, das der empfänger der waffe sie nicht zu seinem eigenen schutz, als sammler
oder zum hobbyrumballern, weil waffennarr, braucht.
für den verdacht fehlt bei andreas schulz jeder ansatz, da er die waffe nicht fürs trio direkt beschafft hat.
carsten schultze dagegen hat.
und das ist der juristische unterschied.
so einfach ist das.
nichts mit hölzchen ziehen, köpfchen benutzen reicht.

im übrigen, auch das belastungsargument der staatsanwaltschaft gegen die waffenbeschaffer, dass ein schalldämper als wissen der beschaffer um eine
tötungsabsicht durch den waffenbesteller auszulegen ist, ist grober unfug.

wer illegal eine waffe besitz um aus gründen der persönlichen befriedigung mit ihr rumzuballern, muss auf eine geräuschlose ausübung im wald oder im keller
orientieren, sonst hat er drei förster oder die vom nachbarn gerufene polizei an der backe.
ein schalldämpfer hilft.
dass das eine realistische annahme ist, zeigen die hersteller von schalldämpfern, die zum beispiel in der zeit im schweizer waffenmagazin um käufer im privatkundenbereich buhlten.

Systemhandbuch
11.06.2013, 21:05
Moin (nach 6 Tagen NSA jetzt wieder mal NSU

bisserl Presseschau:[...]

Die hier bitte noch als Ergänzung.;)

Abteilung "Dümmer geht´s nimmer" !

Bauschutt auf Nürnberger NSU-Tatort abgeladen


[...]Birgit Mair vom Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung forderte am Dienstag rasch zu klären, ob dies eine gezielte Aktion von Neonnazis sei.[...]

Quelle (http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gezielte-aktion-von-neonnazis-bauschutt-auf-nuernberger-nsu-tatort-abgeladen.136db91a-f317-4644-b0e7-2db67b91d4f3.html)

------------------------------------------

Das hier fand ich dann auch noch ganz interessant, ... Thema Garagendurchsuchung:

NSU: Hat die Polizeiabteilung Zeugen beeinflusst?


Der Jenaer Beamte berichtete auch, dass er kurz nach dem Auffliegen des NSU-Trios Anfang November 2011 plötzlich abends ins Thüringer Innenministerium beordert wurde, obwohl er krank gewesen sei.[...]

Sein Chef hat´s nur gut gemeint.:D


Ryczko erklärte die Notwendigkeit der Maßnahme damit, dass er damals verhindern wollte, dass der Kripo-Beamte durch Kollegen beeinflusst werde. Er widersprach Vorhaltungen, dass das Einbestellen des Polizeibeamten vielleicht selber als Beeinflussung aufgefasst werden könnte.[...]

Quelle (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Hat-die-Polizeiabteilung-Zeugen-beeinflusst-1816779433)

sleepwell
11.06.2013, 22:03
Der Abg. Adams bemerkt, dass der Zeuge Trilus der erste im Ausschuss sei, der hier darstelle, dass der Fall des flüchtigen Trios immer wieder Thema im Innenministerium war. Er fragt weiter nach “Gerüchten” zum Verbleib des Trios, die von ihm bereits angesprochen wurden und will wissen, welche Gerücht er meinte. Das Trio habe sich in Südafrika versteckt, es sei verstorben oder es wäre vom Verfassungsschutz gedeckt gewesen, solche Gerüchte seien immer wieder im Umlauf gewesen.

hehe, verschwörungstheoretiker im thüringer innenministerium. wie die nur auf so was kommen ...;-))

sleepwell
11.06.2013, 22:19
Die hier bitte noch als Ergänzung.;)

NSU: Hat die Polizeiabteilung Zeugen beeinflusst?

Sein Chef hat´s nur gut gemeint.:D

Quelle (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Hat-die-Polizeiabteilung-Zeugen-beeinflusst-1816779433)

hat er tatsächlich.
er wollte nicht, dass das unter den tisch fällt oder im vorfeld über "gute ratschäge" an den den kollegen opfer von selbstzensur wird.
er schuf daher umgehend eine schriftliche aussage.
das ist anzuerkennen und nicht zu kritisieren.

dass diese aussage dann im schäferbericht klein gehalten wurde, ist der andere punkt ...

fatalist
12.06.2013, 06:05
2 "Klopper" gestern von Carsten S.

- die Waffe kostete zwischen 500 und 1200 DM (und nicht 2500 DM, lt. Anklage von Carsti UND Verkäufer Andreas Schulz)

- Galeria Kaufhof Waffenübergabe, existent ab 18. Oktober 2001 (4 Morde zu spät die Mord-Ceska zum NSU gelangt, wenn es denn ne Ceska war, was nie gesagt wurde, sondern eine "begründete Annahme" der Anklage ist)

Beide "geständigen Zeugen" sind wertlos, Carsti und Andreas Schulz, der Verkäufer. Die Übergabe 1999/2000 ist mausetot, und fällt zurück zur "osteuropäischen Dienstwaffe", die Holger Gerlach im Auftrag Wohllebens zum Trio geschafft haben soll. Die es ja in der Anklage weiterhin gibt, die aber "verbrechensfrei" blieb.

Also schaut man doch mal nach, was die Medien so schreiben über "Ceska" (nie gesagt!!!) , falschen Kaufpreis und Galeria Kaufhof, die es "April 2000" doch gar nicht gab.

Oma Friedrichsen im Spiegel erwähnt all das mit keinem Wort. Desinformation vom Feinsten.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/carsten-s-im-nsu-prozess-im-muenchner-landgericht-a-905159.html


"Die haben gesagt, dass sie in Nürnberg jemanden umgeblasen haben - und haben so spektakulär erzählt - und dann kam Frau Zschäpe - und die sagten: 'Pssst, die soll das nicht mitbekommen!'" Nö, angeschossen, und das hatte Carsti von Wohlleben gehört, nicht von den Uwes. Das "Pssst Beate kommt" bezog sich auf die Taschenlampenbombe in Nürnberg, die nicht explodierte.

Das war Bullshit, Desinformation vom Spiegel. Oma Gisela go home :) Blöde Desinformantenkuh.

______

Es gibt einen 2. Artikel gestern im SPIEGEL, wo die Taschenlampen-Fakebombe dem "Psst-Beate kommt" korrekt zugeordnet wird. Was soll man davon halten? Mal so, mal anders :?
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-carsten-s-berichtet-von-andeutungen-ueber-anschlag-a-905141.html


"Ich habe mit Wohlleben telefoniert, und Wohlleben hat gelacht und gesagt, die haben jemanden angeschossen." Stimmt. Auch hier: Heilloses Durcheinander beim SPIEGEL.

Und ein alter Bekannter dort mit 1 von 4 Kommentaren:

bio1 gestern, 17:41 Uhr
Wenn diese angeblich jahrelang "weggedrückten" Erinnerungen wahr wären, dann müsste Carsten S. als Terroristen-Helfer weggesperrt werden. Die Gründe: Er war bei der Ceska-Waffenübergabe vielleicht 18-19 Jahre alt, aber 10 lange 10 Jahre hätte er nichts von den Ceska-Morden mitbekommen? Er wäre nach dem Jahr 2000 in einem Aussteigerprogramm des Verfassungsschutzes gewesen. Sagte er spätestens dann dem Geheimdienst nichts über die Waffenübergabe? Warum wurde er eigentlich im Jahr der Waffenübergabe (2000) bereits vom Verfassungsschutz geschützt, bevor er in dem "Aussteigerprogramm" verschwand? Viellicht "Mission accomplished?" Portrait des Ceska-Lieferanten Carsten S. | Friedensblick (http://friedensblick.de/3328/portrait-des-ceska-lieferanten-carsten-s/)
Es gab keine Waffenübergabe 2000, aber "bio1" versucht zu retten, was zu retten ist?


Zusammenfassung 2 Artikel im Spiegel: Müll.
Das Wichtige wird gar nicht genannt: Kaufpreis falsch, Galeria Kaufhof nicht erwähnt noch auf "Logikfehler" hingewiesen.

Spiegel-Leser erfahren eine falsche Version dessen, was gestern passierte. Dem System zum Nutzen.

fatalist
12.06.2013, 06:30
FAZ, noch ein Leitmedium.
Was schreiben die von Galeria Kaufhof und dem falschen Kaufpreis?

http://www.faz.net/aktuell/politik/nsu-prozess/nsu-prozess-aussage-von-carsten-s-koennte-beate-zschaepe-entlasten-12217816.html


Zu den Details der Waffenübergabe sagte S., er habe die Pistole mit dem Auto nach Chemnitz gebracht. Nach der Übergabe hätten Böhnhardt und Mundlos ihm auch Geld übergeben: Kleine Scheine, die mit einer Banderole umwickelt gewesen seien. Er habe gedacht, dass dieses Geld wohl von einem Banküberfall stammen müsse.

Böhnhardt und Mundlos hätten ihm auch gesagt, sie seien immer bewaffnet. Beide seien „stinknormal“ gekleidet gewesen, in Outdoor-Jacken. Böhnhardt habe bei dem Treffen mit dem Handy von S. herumgespielt und einen Fingerabdruck auf dem Display hinterlassen. Als Böhnhardt ihm das Handy reichte, habe er in Anspielung auf seinen Fingerabdruck gesagt: „Weißt du, was der wert ist?“ In früheren Vernehmungen hatte S. noch behauptet, nichts von den kriminellen Bestrebungen der Terrorgruppe gewusst zu haben. Unter Totalüberwachung der Schlapphüte (Operation Drilling, danach Operation Terzett) laufen die da also mit Wummen rum, haben ein Handy dabei, angeschaltet natürlich, "rumspielend damit".

Wer soll diese Desinformation glauben, liebe FAZ-Dödel?
Eure Details sind Schrott und Systempropaganda. Das Wichtige immer schön unterschlagen.


BILD ist eigentlich keine einzige Zeile wert, das Wichtige steht nicht dort, aber als Perle der Desinformation:

Carsten S. hatte vergangene Woche gestanden, die Waffe der Marke „Ceska“ besorgt zu haben, mit der die Nazi-Killer Uwe Böhnhardt († 38) und Uwe Mundlos († 34) neun Morde an türkisch- und griechischstämmigen Geschäftsleuten begangen hatten. Nö, hat er nicht. "Ceska" wurde nie erwähnt, als Aussage nicht ind er Anklage, und nicht vor Gericht.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/tag-acht-nsu-prozess-muenchen-weitere-aussage-carsten-s-30793954.bild.html

Die Süddeutsche und die Stuttgarter Nachrichten haben Galeria Kaufhof gebracht, auf zeitlichen Widerspruch hingewiesen hat nur die Stuttgarter Nachrichten. :appl: Sollte man im Auge behalten!


Auch der Stern vergisst nicht:

Carsten S. entlastet "Frau Zschäpe" Das haben sie alle gebracht. Muss also gewollt sein.
Wohlleben als Sündenbock, Verena Becker wusste nichts, war nicht dabei? Oh Sorry, die heisst ja in diesem Märchen Beate Zschäpe.
http://www.stern.de/politik/deutschland/nsu-prozess-carsten-s-entlastet-frau-zschaepe-2023515.html

Ziemlich traurig, wie die Leute desinformiert werden.
Kein Wunder, dass Live-Übertragungen verboten sind: Da würde ja die Manipulation auffallen.

BoB
12.06.2013, 06:54
Nö, angeschossen, und das hatte Carsti von Wohlleben gehört, nicht von den Uwes. Das "Pssst Beate kommt" bezog sich auf die Taschenlampenbombe in Nürnberg, die nicht explodierte.

Da konnte wohl jemand den Friedrichsen-Artikel nicht zuende lesen...:auro:

Dann schreit er fast auf, er schluchzt, die Stimme erstickt in Erregung: "Einmal haben wir telefoniert - der Herr Wohlleben - und ich - mit den zweien. Da legte der Herr Wohlleben auf, lachte und sagte: 'Die haben jemanden angeschossen!' Ich dachte: Hoffentlich nicht mit der Waffe, die ich besorgt hatte." Als er, S., Geld bekommen habe, seien Banderolen dran gewesen. "Ich dachte mir: Das muss aus einem Banküberfall sein.

Das mit dem "umgeblasen" und dem Anschlag in Nürnberg ist doch interessant(vor allem weil überall anders nix von umgeblasen zu lesen ist), der Stern (http://www.stern.de/blogs/nsu-prozess/weiterer-rohrbombenanschlag-auf-konto-des-nsu/) hat auch schon den passenden gefunden, Juni 1999:

Vor dem Hintergrund seines Wissen über die “Rohrbombenwerkstatt”, in der die Rechtsterroristen vor ihrem Untertauchen mit Sprengstoff experimentiert hatten, habe Carsten S. das Geprahle am Abend gedanklich aber mit einem möglichen Bombenanschlag zusammengebracht.Die Aussage hat überraschende Parallelen zu einem bisher nicht mit dem NSU in Zusammenhang gebrachten Rohrbombenanschlag 1999 in Nürnberg: Tatsächlich explodierte dort eine Bombe in einer Gaststätte eines türkischen Betreibers. Wie die Nürnberger Nachrichten 1999 berichteten, fand die Putzhilfe des Betreibers beim Toilettenputzen am 23. Juni 1999 einen ca. 30 cm langen Gegenstand, der nach Angaben des Opfers wie eine „Taschenlampe“ aussah. Der 18-Jährige versuchte sie anzuknipsen – dann explodierte sie. Das Opfer erlitt Verbrennungen am Oberkörper, im Gesicht und an den Armen.
Wie die Nürnberger Nachrichten weiter berichteten, stellten die Sprengstoffexperten des LKA Bayern daraufhin fest, dass die Bombe „selbstgebastelt“ war und eine „geringe Sprengkraft“ hatte. Sie verhörten den Pächter, der die „Pilsbar“ in der Scheurlstraße erst zwei Monate vorher übernommen hatte: Sie fragten nach „Schutzgelderpressung.“ Hinweise auf einen „ausländerfeindlichen Hintergrund“ habe es nicht gegeben.

Ich frag mich ja, ob bei diesen Prüfungen überhaupt was rausgekommen ist, bisher?

Im Zuge der Ermittlungen nach der Selbstenttarnung des NSU im November 2011 hatten BKA und Bundesanwaltschaft diverse ungeklärte Altfälle, Morde und Sprengstoffanschläge im ganzen Bundesgebiet, die bisher keinem Täter zugeordnet werden konnten, auf einen Zusammenhang mit dem NSU geprüft – ob darunter die “Taschenlampe” aus Nürnberg war, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden.

Auch interessant, nochmal Gisela:

Abends sei ihm der Gedanke gekommen: "Nein, das kann nicht sein!" Das sei jetzt eine Ausnahme! Es sei ihm hochgekommen, dass nicht von Türken oder Iranern die Rede gewesen sei. "Nein!"

Wie kommt er da an dem Abend 1999/2000/2001/2002 ?? auf Türken oder Iraner?

Stern:

Die erste bisher dem NSU zugerechnete Tat war der Sprengstoffanschlag auf ein iranisches Lebensmittelgeschäft in Köln im Januar 2000.

Welche Gründe, ausser der Vermutung, dass er die eingeübten Aussagen falsch wiedergibt, könnte es denn noch geben für die Diskrepanz zwischen 99/00 und der Galeria-Eröffnung 2001? Kann man das verwechseln, ob man sich in dem tollen neugebauten Gläsernen Kaufhaus trifft, noch dazu bei einer Waffenübergabe, die ihn ja scheinbar sehr mitgenommen hat, oder in dem alten Teil, wo nebenan schon die Baustelle für das neue ist? Wäre mal ne Frage für die Verteidigung.

Und was ist aus der Vermutung vom Bundesrichter Förster (?) zu Wohllebens V-Mann-Tätigkeit geworden? Der war es ja auch, der vor der Verpflichtung Piattos gewarnt hat, wenn ich mich recht erinnere....

fatalist
12.06.2013, 06:59
Wie war das mit Verena Becker?

4 Wochen nach dem Buback-3-fach-Mord 1977, es gab 27 "unglaubwürdige" Zeugen für eine zierliche Person, wohl eine Frau auf dem Tatmotorrad, mitsamt Mordwaffe verhaftet, aber nicht "wegen Buback" angeklagt und verurteilt.
Bekam lebenslänglich wegen Schüssen bei ihrer Festnahme.
Nach nur 12 (!!!!!) Jahren entlassen, ob und wo sie "sass" ist nicht bekannt. Es gibt erhebliche Zweifel an ihrer Haft.

Als sie 2008 andeutete, nachdem Buback Sohn "Der 2. Tod meines Vaters" veröffentlicht hatte, dass "alles ganz anders war damals", wird sie verhaftet, plötzlich ist ihre DNA auf den Bekennerschreiben von 1977 lesbar. Vorher war sie das nicht....

"Wenn Du die Klappe nicht hältst, wirst Du eingebuchtet", so war das dann 2008/2009 wohl, und dann wurde sie "wegen Buback" angeklagt und schwieg. Sie wird weiter schweigen... wie lange noch?

Wo sind die Parlallelen zu Beate Zschäpe, ausser dass beide wohl V-Frauen waren?

Im Schweigen liegen die, beide schweigen und sollen das auch, unbedingt, und in der jetzt erfolgten Entlastung durch Carsten S. , die JEDES LEITMEDIUM BRACHTE.

Beate Zschäpe wird nicht wegen Mordes verurteilt werden, auch nicht wegen Beihilfe, sondern höchstens wegen Brandstiftung.
Sie wird aber niemals "gestehen können, wie es wirklich war", öffentlich, denn dann wird es ihr gehen wie Verena Becker:
DNA gefunden, Verhaftung, oder ähnlich. Neue Anklage, wenn sie redet.

Wegen Buback wurden 3 Männer verurteilt, die nachweislich gar nicht am Tatort waren.
Im Fall NSU wird Wohlleben wohl den Buhmann geben müssen, er wird ständig belastet, ist aber mutmasslich V-Mann, Ende der 90er schon gewesen, siehe Bundesanwalt Hans Jürgen Förster, und 2011 immer noch, weil seine Handydaten in einer illegalen Aktion gelöscht wurden.

Ob und wo Wohlleben dann tatsächlich "einsitzt", das wird dann zu klären sein, später.

fatalist
12.06.2013, 07:12
Da konnte wohl jemand den Friedrichsen-Artikel nicht zuende lesen...:auro:
Ist also keine Manipulation, das hier:


Die haben gesagt, dass sie in Nürnberg jemanden umgeblasen haben - und haben so spektakulär erzählt - und dann kam Frau Zschäpe - und die sagten: 'Pssst, die soll das nicht mitbekommen!'"
Echt nicht?



Das mit dem "umgeblasen" und dem Anschlag in Nürnberg ist doch interessant(vor allem weil überall anders nix von umgeblasen zu lesen ist), der Stern (http://www.stern.de/blogs/nsu-prozess/weiterer-rohrbombenanschlag-auf-konto-des-nsu/) hat auch schon den passenden gefunden, Juni 1999:
Super, das passt!
Die Unschärfe zwischen "irgendeinen Laden" und "türkische Gaststätte" ist verzeihlich: Lange her.
Das passt sehr gut. War kein TNT, eher Schwarzpulver. "Geringe Sprengkraft". Passt zum Lädchen in Köln 2001


Auch interessant, nochmal Gisela:
Gisela ist als Manipulateuse und Desinformantin erkannt, deren berichte sind nicht satisfaktionsfähig. :basta:


Welche Gründe, ausser der Vermutung, dass er die eingeübten Aussagen falsch wiedergibt, könnte es denn noch geben für die Diskrepanz zwischen 99/00 und der Galeria-Eröffnung 2001? Kann man das verwechseln, ob man sich in dem tollen neugebauten Gläsernen Kaufhaus trifft, noch dazu bei einer Waffenübergabe, die ihn ja scheinbar sehr mitgenommen hat, oder in dem alten Teil, wo nebenan schon die Baustelle für das neue ist? Wäre mal ne Frage für die Verteidigung. Nein.


Und was ist aus der Vermutung vom Bundesrichter Förster (?) zu Wohllebens V-Mann-Tätigkeit geworden? Der war es ja auch, der vor der Verpflichtung Piattos gewarnt hat, wenn ich mich recht erinnere....
hat sich überschnitten, siehe mein vorheriges Post.
2 Idioten, 1 Gedanke ;)

Hellangel
12.06.2013, 07:23
Kann das sein, dass Carsten mit dem "Anschießen" die Silvesternacht 1996-7 mit den Reding-Brüdern meint und da was völlig durcheinander bringt? Denn bei der Drehbuchstory, die er da abgibt, scheint er wohl vieles nicht mehr so auf die Reihe zu bringen.

fatalist
12.06.2013, 07:26
Kann das sein, dass Carsten mit dem "Anschießen" die Silvesternacht 1996-7 mit den Reding-Brüdern meint und da was völlig durcheinander bringt? Denn bei der Drehbuchstory, die er da abgibt, scheint er wohl vieles nicht mehr so auf die Reihe zu bringen. Kannst Du das bitte etwas genauer ausführen?
Danke im Voraus.


________

Welcher "Peter Urbach" gab den Uwes die Kleinbomben?
Die Pseudo-Bomben zu Jenaer Zeiten, die Briefbombenattrappen, Bomben die der Kripo-Chef von Jena mit Tritten bedachte und im Streifenwagen auf die Wache brachte?

Wie kommt die Bombe von Michael Krause, 2008 mit 6 Kugeln im Körper "weggerannt und sich erschossen", in das NSU-Bekennervideo als Bombe von Köln, Keupstrasse, 2004?

Diese Kleinbomben haben die nie und nimmer selber gebaut, die hat ihnen jemand gegeben.
Akuter Gladio-Verdacht "Strategie der Spannung",
Akute Unschuldsvermutung für die 9 Dönermorde.
Was ist mit Heilbronn? Wo sind die unterschlagenen Phantombilder der zeugen und Martin Arnolds?
V-Mann drauf oder Agent (ausländischer Dienst?), da halte ich JEDE WETTE !!!

bernhard44
12.06.2013, 07:31
Kann das sein, dass Carsten mit dem "Anschießen" die Silvesternacht 1996-7 mit den Reding-Brüdern meint und da was völlig durcheinander bringt? Denn bei der Drehbuchstory, die er da abgibt, scheint er wohl vieles nicht mehr so auf die Reihe zu bringen.


ach die beiden Filmheinis....mit ihrer jahrelangen Anämie. Auch wurden die ja nicht angeschossen. Naja gerade an Silvester würde man sich schon erinnern!


http://www.mopo.de/politik---wirtschaft/mordanschlag--nsu-terroristen-sollen-auf-filmemacher-geschossen-haben,5066858,22609094.html

fatalist
12.06.2013, 07:35
ach die beiden Filmheinis....mit ihrer jahrelangen Anämie. Auch wurden die ja nicht angeschossen. Naja gerade an Silvester würde man sich schon erinnern!
ich gestehe, die Story hatte ich aus meinem Hirn schon gelöscht, weil gar zu blöde.
Danke.

BoB
12.06.2013, 07:40
Nochmal zur FAZ:

Als sich Beate Zschäpe näherte, sollen Böhnhardt und Mundlos zu ihm gesagt haben: „Psst – sie soll das nicht mitbekommen!“ Mit dieser Aussage lässt S. den Eindruck entstehen, Beate Zschäpe sei über diese Aktion von Böhnhardt und Mundlos nicht informiert gewesen.
Also bei mir entsteht eher der Eindruck, dass die Uwes nicht wollten, dass die "Finanzchefin" mitbekommt, wie sie vor dem "Kleenen" rumprahlen. Ergibt mehr Sinn, finde ich, als dass die dritte Untergetauchte nichts von den Taten mitbekommen sollte...
Weiter, FAZ:

Eine Taschenlampe habe doch einen Knopf, sagte S – offenbar in Anspielung auf einen möglichen Zünder. Verfahrensbeteiligte sagten außerhalb der Verhandlung, es könne auch sein, dass mit der „Taschenlampe“ vielleicht eine „Ausspähaktion“ für den späteren Tatort Nürnberg gemeint gewesen sei.

Passt ja wie Arsch auf Eimer zum Stern:


Wie die Nürnberger Nachrichten 1999 berichteten, fand die Putzhilfe des Betreibers beim Toilettenputzen am 23. Juni 1999 einen ca. 30 cm langen Gegenstand, der nach Angaben des Opfers wie eine „Taschenlampe“ aussah. Der 18-Jährige versuchte sie anzuknipsen – dann explodierte sie. Das Opfer erlitt Verbrennungen am Oberkörper, im Gesicht und an den Armen.

In dem Stern-Artikel steht doch auch was von "gerade erst zwei Monate geöffnet" die Pilsbar - das schien ja bei vielen der späteren Opfer so gewesen sein, gibt es da irgendwo eine Übersicht?

Mit dem iranischen Laden in Kölle hat sich der Stern dann wohl um ein Jahr verrechnet, aber dass es gut zu Nürnberg passt, stimmt natürlich.

bernhard44
12.06.2013, 07:44
ich gestehe, die Story hatte ich aus meinem Hirn schon gelöscht, weil gar zu blöde.
Danke.

vielleicht wollten sie einen "Oscar" für des beste Drehbuch.....

Hellangel
12.06.2013, 07:46
ach die beiden Filmheinis....mit ihrer jahrelangen Anämie. Auch wurden die ja nicht angeschossen. Naja gerade an Silvester würde man sich schon erinnern!

http://www.mopo.de/politik---wirtschaft/mordanschlag--nsu-terroristen-sollen-auf-filmemacher-geschossen-haben,5066858,22609094.html

Genau der Fall. Ich dachte nur daran, aber das fand ja auch in Erfurt statt und nicht in Nürnberg.
Nur sollte die Story mit den Brüdern stimmen, dann würde sich natürlich auch die Frage stellen: Warum besorgt sich das Trio über Mittelsmänner aufwendig eine Waffe, wenn sie doch schon eine hatten?

bernhard44
12.06.2013, 07:50
Nochmal zur FAZ:

Also bei mir entsteht eher der Eindruck, dass die Uwes nicht wollten, dass die "Finanzchefin" mitbekommt, wie sie vor dem "Kleenen" rumprahlen. Ergibt mehr Sinn, finde ich, als dass die dritte Untergetauchte nichts von den Taten mitbekommen sollte...
Weiter, FAZ:


Passt ja wie Arsch auf Eimer zum Stern:



In dem Stern-Artikel steht doch auch was von "gerade erst zwei Monate geöffnet" die Pilsbar - das schien ja bei vielen der späteren Opfer so gewesen sein, gibt es da irgendwo eine Übersicht?

Mit dem iranischen Laden in Kölle hat sich der Stern dann wohl um ein Jahr verrechnet, aber dass es gut zu Nürnberg passt, stimmt natürlich.

alles schön und gut, aber brotlose Kunst! Die beiden mutmaßlichen Täter sind tot, da kann man jetzt viele ungeklärte Altlasten entsorgen und auch mal ein paar Daten vertauschen. Wer sollte widersprechen?
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, eine Mitwisserschaft oder gar Tatbeteiligung einer Frau Zschäpe zu beweisen ! Und da ist eben ein entscheidenter Satz gefallen!

„Psst – sie soll das nicht mitbekommen!“

Hellangel
12.06.2013, 07:55
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, eine Mitwisserschaft oder gar Tatbeteiligung einer Frau Zschäpe zu beweisen ! Und da ist eben ein entscheidenter Satz gefallen!


„Psst – sie soll das nicht mitbekommen!“

Schade, dass es keine Kameras im Gerichtssaal gab. Ich hätte in diesem Moment gerne das Gesicht der Bundesanwaltschaft gesehen :D

sleepwell
12.06.2013, 09:04
Da hier detaillierte Manipulationsbetrachtungen zum Gegenstand gemacht werden, ein Hinweis.

Dieses gerichtliche Schlachtfeld der Waffenbeschaffer ist inhaltlich unbedeutend.
Der Bezug dieser Waffenbeschaffung zu einer Tatwaffe wird immer nur eine Behauptung bleiben. Ob plausibel, dumm oder ganz dumm konstruiert, ist egal.
Es ersetzt nicht den richtigen Beweis, die Bestimmung der Tatwaffe und der Nachweis wer sie benutzt hat.
Und das ist eine ganz andere Baustelle.

Der eigentliche Hintergrund dieser Nummer ist ein anderer.
Die tatsächliche Manipulation besteht in einer geschickten Gehirnwäsche. Der breiten Öffentlichkeit wird über den Umweg der detaillierte Diskussion der
Waffenwege die „Tatsache“ eingehämmert, dass das Trio die Mordserie begangen hat.
Bei jedem Satz, bei jedem Gedanken und bei jeder Frage im Gericht wird dem Betrachter eine zweite Botschaft vermittelt, die „Tatsache“, dass die Uwes
die Mordserie begangen haben. Denn wie selbstverständlich ist das die Grundlage, auf deren Basis „Details“ durch das Gericht zu klären sind.
Über viele Monate wird so in der Öffentlichkeit ein Tatsachenbewußtsein geschaffen, das inhaltlich zu beweisen schwer, im Zweifel unmöglich ist.
Also wird es zuerst suggeriert!
Wenn das Thema Mordbeweise dann irgendwann nach Monaten kommt, hat man eine im Sinne der Vorverurteilung unterschwellig erzogene Öffentlichkeit.
Die dann auftauchenden Kröten werden bereitwilliger geschluckt.

Wären die Verteidiger unabhängig motiviert, hätten sie das Spiel gar nicht mitgemacht.
Ein Gerichtsverfahren wegen Beihilfe zu einer unwahren Tatsachenbehauptung ist juristischer Unfug. DieVerteidiger hätten alle juristischen Mittel gehabt,
die Reihenfolge der Beweisaufnahme vom Kopf wieder auf die Füße zu stellen.
Die Anträge zur Einstellung wegen Vorverurteilung sind nett gemeint, aber wohl wegen erwiesener Chancenlosigkeit gestellt worden. Nur Teil einer Show.

Der Angriff hätte über diese unwahre Tatsachenbehauptung erfolgen müssen. Das ist der Kern und der ist faul.
Zu einer solchen Strategie gehört auch zum Schutz der Mandanten und ihrer Persönlichkeitsrechte, gezielt und ausgewählt, Medien juristisch zu belangen,
die auf Grund ihrer plumpen Sprache im Sinne der unwahren Tatsachenbehauptung fette Beute wären, um so eine alternative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit
herzustellen.

Aber das nur mal nebenbei, ich weiß,the show must go on … ;-))

fatalist
12.06.2013, 09:14
alles schön und gut, aber brotlose Kunst! Die beiden mutmaßlichen Täter sind tot, da kann man jetzt viele ungeklärte Altlasten entsorgen und auch mal ein paar Daten vertauschen. Wer sollte widersprechen?
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, eine Mitwisserschaft oder gar Tatbeteiligung einer Frau Zschäpe zu beweisen ! Und da ist eben ein entscheidenter Satz gefallen!
So ist das. Psst und Galeria Kaufhof und falscher Preis für die Waffe.
Die 9 Dönermorde sind erledigt, soweit es B&M betrifft.
Heilbronn ebenfalls, die Phantombilder passen überhaupt nicht. Schreibt Thomas Moser, der glaubhaft ist.

Was bleibt: Brandstiftung für Zschäpe, und kleine Bomben ohne Tote für die Uwes, Bankraube und Überfälle?
Mal schauen, wie lange die Farce von München weitergeht...

Hellangel
12.06.2013, 09:45
Aber das nur mal nebenbei, ich weiß,the show must go on … ;-))

Das ist soweit richtig. Aber Zschäpe ist doch schon zur "Beihilfe" und als "Mitwisserin" angeklagt. Das inpliziert doch schon, dass die Morde durch die Uwes begangen wurden.

fatalist
12.06.2013, 09:50
Das ist soweit richtig. Aber Zschäpe ist doch schon zur "Beihilfe" und als "Mitwisserin" angeklagt. Das inpliziert doch schon, dass die Morde durch die Uwes begangen wurden.
Zschäpe = gemeinschaftlicher Mord, nicht nur Beihilfe.
Beihilfe zum Mord = Wohlleben und Schultze
mindere Beihilfe = Eminger und Gerlach

Fundstück zur Ceska:

Da machen die so einen Aufriss um ein oder zwei Plempen dieser Bauart aus dem Ausland aufzutreiben,dabei hat die DDR 2.0 doch massenhaft derartige Plempen geerbt.
Ich als Verteidigung der Zschäpe würde erst mal beantragen nachzuweisen,wo alle anderen Ceskas z.B. aus Stasibeständen abgeblieben sind.
Ein rechtstaaatlicher G-Dienst im Land der freiheitlichsten Grunzordnung braucht in seinen Beständen solche Waffen nicht,ja darf sie nach demokratischen Verständnis nicht mal haben.

Nebenbei hiess es doch in all den Jahren das man keine Vergleichs-Hülsen gefunden habe,weil der oder die Täter immer aus Plastiktüten geschossen haben sollen.
Damit bleibt als einziger belastender Spurenträger das Geschoss und als Spurenverursacher einzig der Lauf übrig,denn 99% aller Waffenmerkmale werden auf der Hülse hinterlassen.(Siehe Schlagbolzen Ausziehkralle Patronenlager etc. etc.)

Herkömmliche Schalldämpfer verfälschen aber je nach Bauart,mehr oder weniger stark die Merkmale auf dem Geschoss,die der jeweilige Lauf hinterlassen hat.
Dazu kommt der Umstand,das Schalldämpfer im Gegensatz zu den Waffenläufen einer extremen Abnutzung unterliegen,sich damit also auch die Spurenlage permanent verändert.

Bei den Ceskas aus der jeweiligen Serienfertigung,dürften die einzelnen Geschosse ohnehin nicht leicht von einander zu unterscheiden sein,da entscheiden dann mini mini mini minimalste Unterschiede und wenn da noch ein SD seinen Senf dazu gegeben hat,dann wird es richtig lustig,dann weichen schon das erste und zb. das zehnte Geschoss aus ein und der selben Waffe von einander ab.
Dazu kommt,das es in der Theorie immer einfach ist,ein intaktes Geschoss mit einem aus dem Labor-Vergleichsbeschuss zu vergleichen.
Das an den jeweiligen Tatorten bzw. in den Opfern nur intakte Geschosse gefunden wurden ist mehr als unwahrscheinlich,viel wahrscheinlicher ist,das man nicht über ein einziges intaktes Geschoss verfügt,und wenn das der Fall ist,brauchen wir uns anhand der ohnehin geringen Unterschiede innerhalb der Ceska-Serie nicht weiter zu unterhalten,denn dann geht alles in den Bereich der Vermutung bzw. Behauptung.

Wie sieht das eigentlich bei Waffen-Läufen aus die als Rohling als "Meterware" hergestellt werden?
Ein Rohling und ein und das selbe Bearbeitungwerkzeug mit ein und den selben Werkzeugspuren bei der Herstellung?
Da wird den Bürgern aus der Riege der Ballistiker so manches versprochen was die zu untersuchenden Werkstücke so nicht hergeben.
Es liegt einzig an der Verteidigung diese BRD-Gefälligkeitsgutachten anzufechten bzw. anzuzweifeln,angesichts des politischen Wirbels rund um den Prozess dürften da ein oder zwei internationale Gutachter den Kohl kaum fett machen.
nicht ganz falsch.

Tantalit
12.06.2013, 10:28
Gravierender Fehler bei NSU-Fahndung

Haben die Fahnder bei den Ermittlungen zu den NSU-Morden wichtige Spuren ignoriert? Was eine Zeugin aus Nürnberg im Landtags-Untersuchungsausschuss erzählt, schockiert die Politiker: "Das war mehr als eine Panne."


http://www.sueddeutsche.de/bayern/kritik-an-bayerischen-ermittlern-gravierender-fehler-bei-nsu-fahndung-1.1689473

bernhard44
12.06.2013, 11:03
mal was zum nachdenken oder auch schmunzeln.


http://www.youtube.com/watch?v=-up-YmGRq8M

fatalist
12.06.2013, 11:09
Es geht weiter:


NSU-Prozess
Bundesanwaltschaft prüft Hinweise auf weiteres Attentat

12.06.2013 · Wegen „Unpässlichkeit“ eines Angeklagten hat sich der Beginn des neunten Verhandlungstages des NSU-Prozesses verzögert. Nun wird Carsten S. weiter vernommen. Die Bundesanwaltschaft prüft Hinweise auf ein weiteres NSU-Attentat in Nürnberg. FAZ http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/rechtsextremismus/nsu-prozess-bundesanwaltschaft-prueft-hinweise-auf-weiteres-attentat-12218912.html


An diesem neunten Prozesstag soll der Angeklagte Carsten S. weiter vernommen werden. Der 33 Jahre alte Angeklagte, dem Beihilfe an neun Morden zur Last gelegt wird, hat bereits an drei Verhandlungstagen ausgesagt und dabei den Mitangeklagten Ralf Wohlleben belastet.

„Eine Taschenlampe hingestellt“Am Dienstag hatte Carsten S. zudem überraschend von Andeutungen der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt auf ein bisher unbekanntes mögliches Attentat in Nürnberg berichtet. Die Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hätten ihm gesagt, dass sie „irgendwo in Nürnberg in einem Laden eine Taschenlampe hingestellt haben“, sagte der Angeklagte Carsten S.


Die Bundesanwaltschaft prüft diese Hinweise nun hinsichtlich eines Rohrbombenattentats 1999 in Nürnberg. Dort war im Juni 1999 bei der Explosion einer Rohrbombe in einer Gaststätte ein 18 Jahre alter Reinigungsmitarbeiter verletzt worden. Nach Zeitungsberichten hatte er den etwa 30 Zentimeter großen Sprengsatz für eine Taschenlampe gehalten.


„Wir versuchen zu verifizieren, um welche Tat es sich handeln könnte“, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Mittwoch. „Wir konzentrieren uns dabei derzeit vor allem auf den Fall in Nürnberg.“ Auch im bayerischen Landeskriminalamt laufen Recherchen. „Wir sind dabei, den zugrunde liegenden Sachverhalt aufzuklären“, sagte ein Sprecher. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa gehört der Nürnberger Rohrbombenanschlag nicht zu den Fällen, die dem Bundeskriminalamt (BKA) im Vorjahr zur Prüfung auf eine mögliche Beteiligung der NSU-Terroristen vorgelegt worden waren.
Ganz schlechte Regie, wenn der fehlte.
Ich fordere ein Update des Bekennervideos und haben das APABIZ diesbezüglich schon angeschrieben. :haha:

fatalist
12.06.2013, 11:28
Die Röpke hat auch wieder gerülpst:


10.15 Uhr: "Frauen sind bereit, Gewalt anzuwenden"

Sturm und Heer kommen aus dem Angeklagtenbereich in den Saal zurück, schnappen sich den Dritten im Trio, Wolfgang Stahl, und verschwinden vor die Tür zu einer Besprechung.


Per Agentur wird ein Bericht über einen Vortrag der Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke verbreitet, die gestern Abend davor warnte, Frauen im Netzwerk der Terrorzelle zu vernachlässigen und zu unterschätzen. Sie befürchte, dass im NSU-Prozess nicht genug beachtet werde, wie stark rechtsextreme Frauen in ganz Deutschland das Trio unterstützt hätten.


Röpke, Politologin und Journalistin, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema und saß auch in München schon auf der Zuschauertribüne. Sie weist darauf hin, dass Frauen den mutmaßlichen Rechtsterroristen beispielsweise Pässe besorgt und ihnen beim Untertauchen geholfen hätten. Die Behörden hätten Frauen in der Szene lange Zeit kaum beachtet, aber rechtsextreme Frauen seien nicht weniger rassistisch als Männer. "Frauen sind selbst bereit, Gewalt anzuwenden", sagt Röpke
Was macht dieses "Statement" im Prozessticker der WELT.de ???

Springer-Presse :hdf:



10.50 Uhr: Prozesstag startetDie Angeklagten kommen endlich. Es geht los



11:25 Uhr: S. habe sich "verarscht" gefühlt

Es geht wieder um die Ceska-Übergabe. Wegen dieser droht S. Gefängnis. Der Richter knüpft an die Aussage vom Vortag an, nach der einer der beiden Uwes auf seinen Rucksack gedeutet und gesagt hatte: "Wir sind immer bewaffnet."


Es sei auch die Rede von Maschinengewehren oder Uzis gewesen. S. sagt dazu, er habe sich "verarscht" gefühlt, weil er dachte, er bringen den beiden die erste Waffe. Den Schalldämpfer nicht mit zu übergeben, habe er sich nicht getraut. "Ich habe entschieden, dass schon nichts Schlimmes passieren wird. Dass die keine Dummheiten damit machen."
Galeria Kaufhof hat DIE WELT nicht berichtet. Ganz schön dreist, Wesentliches zu unterschlagen.



11:40: Klage über wiederholende Fragen

Zschäpe-Anwalt Wolfgang Stahl beanstandet die Fragen des Richters. Götzl wiederhole gewisse Fragen immer wieder. Nach den Motiven, warum er bisher geschwiegen habe, sei bereits vier Mal gefragt worden. Das lasse den Verdacht aufkommen, dass der Richter den Angeklagten "lenken" wolle. Ein Opfer-Angehöriger, der das Geschehen offenbar mit der Simultandolmetscheranlage verfolgt, fragt dazwischen, ob Stahl der Anwalt von Carsten S. sei.
Stahl soll sich um den falschen Kaufpreis und um Galeria Kaufhof kümmern, da hat er genug zu tun.
Oder hat der gar nix mitbekommen bisher? Null Peilung, Wolle?


11:50 Uhr: Wohlleben ringt um Fassung

Es geht um Ralf Wohllebens angebliche Aussage, die Uwes hätten jemanden angeschossen. Er habe nie recherchiert oder auch nur gefragt, was passiert war, sagt S. Und nichts unternommen, damit die von ihm gelieferte Waffe nicht zum Einsatz kommt. Götzl nennt die Gedankenlosigkeit "sehr schwer nachvollziehbar" und fragt, ob er "weitere Informationen" verschwiegen habe. S. verneint. Er habe unter anderem Ralf Wohlleben schützen wollen, weil er dessen beiden Mädchen nicht den Vater nehmen wollte.


Ralf Wohlleben scheint um Fassung zu ringen, als er das hört. Er verbirgt das Gesicht hinter beiden Händen und reibt sich heftig die Augen. Dann schaut er an die Decke, als wolle er sich sammeln. In der Pause, die der Richter unmittelbar danach ansetzt, bleibt er gedankenverloren im Saal sitzen und liest nicht an seinem Laptop.


Auch Carsten S., mit dem er einst eng befreundet war und der ihn schwer beschuldigte, bleibt sitzen. Seine Anwälte sind vor die Tür verschwunden. Es ist ein seltsames Bild: die beiden in derselben Bank, nur zwei leere Stühle zwischen ihnen. Carsten S. dreht Wohlleben den Rücken zu. Glaube ich nicht. War aber gut, dass Carsti das so gesagt hat, dass er niemals recherchiert hätte. So ist das zeitlich nicht festzumachen.

fatalist
12.06.2013, 11:45
Nazi-Schergin Zschäpe http://www.bild.de/news/inland/nsu/tag-neun-nsu-prozess-muenchen-nazi-braut-zschaepe-schwindelanfall-30812052.bild.html
Das würde heute schon wieder 30 Mio Euro Strafe kosten, wenn die BRD ein Rechtsstaat wäre.


Richter Manfred Götzl wies die Bundesanwaltschaft an, den Hinweisen auf den bislang unbekannten NSU-Bombenanschlag in Nürnberg 1999 nachzugehen und Vernehmungen zu führen. Die Bundesanwälte erwidern, dass die Untersuchungen bereits eingeleitet worden seien. So so, der weist also an? Die Bundesanwaltschaft, den Staatsanwalt der Bundesregierung?
Da lachen ja die Hühner.

Wohlleben ringt nur bei DIE WELT um seine Fassung und starrt an die Decke, bei BILD tut er das mit keinem Wort.
Manipulation live... schlimm, wie grottenschlecht die Berichterstattung ist.



12.44 Uhr „Stichwort Taschenlampe“

Carsten S. bekräftigt seine Aussage zum bislang unbekannten Sprengstoffanschlag in Nürnberg 1999. Entweder Uwe Böhnhardt († 38) oder Uwe Mundlos († 34) hätten ihm 1999 von einer Taschenlampe berichtet: „Die sagten irgendwas von Taschenlampe in Geschäft gestellt, und das hat nicht geklappt“, sagt S. Ihm sei erst nach dem Treffen mit den beiden bewusst geworden, dass die Aussage sich auf einen möglichen Anschlag bezogen haben könnte
wieder falsch, Carsti. :haha:

BoB
12.06.2013, 12:21
ZOB zu gestern:

bisher war offiziell ausnahmslos von 129 menschen die rede, wovon diemer in seiner mantra-art aber schon willfährigen journalisten vor pfingsten einzuimpfen versuchte, daß davon allenfalls eine grobe handvoll irgendeine relevanz besaß oder besitzt. heute morgen dann kam es seiten der nebenklägervertreter noch einmal zu der frage, ob man davon ausgehen dürfe, daß diese nunmehr fast schon sagenumwobene liste aktuell sei. und dann – trara -oberstaatsanwältin greger sprach nun plötzlich von 400 personen.und, fast schon keine überraschung mehr: keine drei minuten später lautete die offizielle zahl plötzlich 500 – wie heißt es so schön: wer einmal lügt…. aber statt sich zu entschuldigen und oder plausibel darzulegen wieso man – ohnedies nur widerwillig – erst unlängst eine offenkundig in jeder hinsicht überholte 129er liste angeboten hatte, wagte es besagte staatsvertreterin mit dem auch an anderer stelle im gericht mehr als einmal unangenehm aufgefallenen bundesanwalt diemer herumzumosern, daß es eine schau war. es wäre nichts anderes angefragt worden, ohnedies alles irrelevant – namentlich “null bedeutung” – um dann ein ekelerregend gönnerhaft vorgetragenes “sie können sie haben” hinterherzuschieben. jedoch nicht ohne irgendetwas zu nuscheln im sinne, ob wir dann aber etwaige anträge dazu zulassen, steht auf einem anderen blatt.
für den zweiten skandal des tages sorgte richter götzl wieder höchstpersönlich. in einer wie vorauseilender gehorsam gegenüber der anwaltschaft anmutenden äußerung, hatte er die unseres erachtens nur allzu verständliche forderung der nebenklage weggewischt, daß die ursprünglich auf 129 bezifferte personenliste täglich mit jenen, die als besucher zum prozess kommen wollen, am eingang des gerichts abgeglichen wird. schließlich sind die darauf befindlichen namen zumindest tendenziell mögliche zeugen – doch götzl sieht auch bei diesem begehr eine unzulässige beschränkung. zudem sei es überhaupt nicht ersichtlich, daß auch nur ein teil jener leute als zeuge in frage kommt. nach dem motto: was sage es schon aus, nur weil jemand im umfeld einer terrortruppe war —

Wen wundert's, wenn schon am 18.11.2011 Ziercke wusste (fragt sich woher):

Das Neonazi-Trios aus Zwickau hat nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes (BKA) möglicherweise von einem Unterstützer-Netzwerk profitiert. Das sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke am Freitag auf entsprechende Fragen bei der Pressekonferenz nach dem Krisengipfel zur Neonazi-Gewalt in Berlin. Die Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), aus denen das mutmaßliche Mördertrio stammte, habe zeitweise 170 oder 180 Mitglieder gehabt. „Das kann auf ein Netzwerk hinauslaufen.“
http://www.fr-online.de/neonazi-terror/zwickauer-nazi-zelle-weitere-verdaechtige-im-visier,1477338,11165442.html

Und ZOB regt sich weiter über die "Kollegen" und den Richter auf, wunderbar:

doch götzl fragte nicht nur in perfider weise mehrfachst nach – als ob es kein morgen gäbe – ob er nicht doch noch jetzt sich zusammenreißen könne statt eine auszeit zu erbitten. der vorsitzende richter entblödete sich nicht einmal darauf zu verweisen, daß er selber beispielsweise ja noch ziemlich fit sei, und ja die gleiche zeit heute schon arbeite wie der angeklagte. als dieser völlig entnervt erwiderte, daß er diesen vergleich nicht nachvollziehen könne, er eine normale arbeit selber auch über viele stunden am stück leisten konnte, angeklagtsein und sich dermaßen erstmals so weit öffnen aber eben doch etwas völlig anderes sei, wagte es götzl gar noch carsten s. auch daraus noch einen strick zu drehen. mit seiner erwiderung hätte der angeklagte ja bewiesen, daß er sehr wohl noch aufnahmebereit sei… es war regelrecht zum kotzen, was sich dieser sogenannte unabhängige richter hier abermals leistete.

aber wer verfolgt, wie etwa eine große süddeutsche zeitung arbeitet, wie sie sich u.a. förmlich an sämtliche vertreter der bundesanwaltschaft anwanzt, auch wenn diese wie im falle köhler vermeintlich nur “privat” unterwegs ist, braucht sich nicht mehr wundern. manche “journalisten” thematisieren eben lieber die eigenen arbeitsbedingungen (oh wie schlimm wir kriegen hier keinen kaffee serviert, manche kollegen müssen am fussboden in de mittagspause sitzen wenn sie am laptop arbeiten möchten – in dem stil, sogar mit begriffen a la “unmenschlich” wurde um sich geworfen), statt beispielsweise das bezeichnende geschehen rund um die kritik an einem rechtssytem in dem angeblich staat und religion getrennt sind, aber trotz kruzefix-urteil schlichte kreuze trotz protesten hängenbleiben und nebenklägerverreter von hoher politischer stelle förmlich genötigt werden die fresse zu halten. es ist bereits jetzt ein skandal, was sz und co. bisher wohl mehr oder minder vorsätzlich in ihrer “berichterstattung” ausblenden.

fatalist
12.06.2013, 12:34
ZOB zu gestern

einfach nur bescheuert, dieses zob.

Dummes Gesülze, keine Ahnung, keine einzige wichtige Info gebracht: Kaufpreis Waffe, Galeria Kaufhof, wird erwähnt?
Nein, nur dummes Gelaber.

Das ist übrigens ein § 129-Liste , STGB, Terroristische Vereinigung, und nicht eine Liste mit 129 Leuten drauf.

Wie blöde kann man sein?

Ruepel
12.06.2013, 12:37
Hoffentlich lebt der Richter lang genug um die Auftaggeber zu enttarnen.

Sprecher
12.06.2013, 12:52
Ganz schlechte Regie, wenn der fehlte.


Könnte auch Absicht sein. Die Staatsanwaltschaft tut so als ob sie überrascht wäre um den Eindruck zu vermeiden es handele sich um ein abgekartetes Spiel. Diesen Taschenlampen-Quatsch hat man vermutlich zusammen mit Schultzes Anwälten ausgemacht.

Sprecher
12.06.2013, 12:52
Hoffentlich lebt der Richter lang genug um die Auftaggeber zu enttarnen.

DIESER Richter hat daran garantiert kein Interesse.

Sprecher
12.06.2013, 12:55
Mir kommt es so vor als ob Schultze Zschäpe eher entlasten und dafür Wohlleben zum Oberschurken machen will/soll.
Lässt sich vielleicht propagandistisch besser ausschlachten weil Wohlleben als einzigervon den Angeklagten mal NPD-Mitglied war.

fatalist
12.06.2013, 12:56
DIESER Richter hat daran garantiert kein Interesse.
Korrekt, das ist ein furchtbarer Jurist.

BoB
12.06.2013, 13:01
Das ist übrigens ein § 129-Liste , STGB, Terroristische Vereinigung, und nicht eine Liste mit 129 Leuten drauf.

Wie blöde kann man sein?

Sorry, aber das ist Quark, das solltest du eigentlich wissen. Nicht nur, dass jeder der auf einer §129(a) Liste wäre nicht im Zuschauerraum, sondern auf der Anklagebank sitzen würde...


Der NSU-Untersuchungsausschuss will klären, wer von den Personen auf der Liste als V-Person für den Verfassungsschutz gearbeitet hat. In vielen Fällen ist das dem Ausschuss allerdings längst bekannt. Denn entsprechende Abklärungen gab es bereits; die 129er-Liste ist nur die Fortschreibung einer "100er-Liste". Die SPD-Abgeordnete Eva Högl warnte vor einer Überbewertung der neuen Aufstellung. http://www.sueddeutsche.de/politik/liste-mutmasslicher-neonazis-nsu-mitglied-wider-willen-1.1633368


einfach nur bescheuert, dieses zob.

Das kann nun jeder halten wie er will, deine Einwände sind teils richtig was Kaufpreis und Galeria betrifft, immerhin thematisieren sie aber das Verhalten von Richter und Presse. Ausserdem argumentieren sie, was die "Entlastung" Zschäpes betrifft, in die gleiche Richtung wie ich weiter oben (und wie einer der Nebenklägeranwälte, das kann natürlich nicht jedem schmecken...:cool: )

fatalist
12.06.2013, 13:02
Mir kommt es so vor als ob Schultze Zschäpe eher entlasten und dafür Wohlleben zum Oberschurken machen will/soll.
Lässt sich vielleicht propagandistisch besser ausschlachten weil Wohlleben als einzigervon den Angeklagten mal NPD-Mitglied war.
Richtig beobachtet, aber den Grund hab ich heute erklärt: Wenn Zschäpe nur wegen Brandtstiftung verknackt wird, nicht wegen Mord, dann kann sie jederzeit wieder neu wegen Mord angeklagt werden.
Siehe Verena Becker, als sie anfing zu reden... hab es heute morgen hier erläutert.

fatalist
12.06.2013, 13:06
Sorry, aber das ist Quark, das solltest du eigentlich wissen. Nicht nur, dass jeder der auf einer §129(a) Liste wäre nicht im Zuschauerraum, sondern auf der Anklagebank sitzen würde...
Da sind zur Zeit ca. 500 Leute drauf , die auf eine Mitgliedschaft in einer § 129 STGB-Vereinigung namens NSU überprüft wurden.
Konnte man auch überall lesen: Völlig irrelevant für das Verfahren.

Ist aber nicht wichtig, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren: DU hast Recht. :beten:

fatalist
12.06.2013, 13:29
13.57 Uhr
Birgit Wolf, Anwältin der Mutter von Michel Kiesewetter, über Carsten S.

„Das ist der einzige Zeuge, wo man was rausholen kann. Er hat gesagt, den Knopf der Taschenlampe habe er assoziiert mit dem Zünder von einer Bombe. Da muss man auch erstmal drauf kommen. Ich würde gern mal alles sacken lassen, auch die Fragen, die er möglicherweise noch beantwortet, aber mir fällt auf, dass immer wenn die Sprache auf Frau Zschäpe kommt, er sagt, die hat das nicht gewusst, oder die hätten gesagt, die soll das nicht wissen. Das hat er mehrfach wiederholt. Das ist für mich wichtig. Ich persönlich glaube das nicht. Ich habe den Eindruck, er versucht sich durchzujonglieren...“ BILD
Sie hat die Taktik durchschaut. Kluge Frau.

fatalist
12.06.2013, 14:12
Die NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt haben offenbar geglaubt, der Anschlag mit einer zur Bombe umgebauten Taschenlampe in Nürnberg sei misslungen. Bei einem konspirativen Treffen in Chemnitz sollen die beiden geäußert haben, „das hat nicht geklappt“, sagte am Mittwoch der Angeklagte Carsten S. im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München.
http://www.tagesspiegel.de/politik/nsu-prozess-taschenlampen-anschlag-beschaeftigt-das-gericht-weiter/8338456.html


Die „Nürnberger Nachrichten“ hatten im Juni 1999 berichtet, im Lokal eines türkischen Betreibers sei eine Rohrbombe explodiert, die wie eine Taschenlampe ausgesehen habe. Ein 18 Jahre alter Angesteller habe die vermeintliche Taschenlampe beim Toilettenputzen gesehen und anknipsen wollen, dabei sei sie explodiert. Der Mann habe Verbrennungen erlitten.

Erinnert doch sehr an Edathys Briefkasten-"Bombe", die auch nur ein Sylvesterknaller war.
Passt auch zu den "Bomben" in Jena damals. Alles für den Verfassungsschutz?

BILD hat ein Foto des Abortes äh Tatortes:

http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/nsuprozess-nuernbergerkneipe_32955339_mbqf-1371041693-30817446/2,w=559,c=0.bild.jpeg

BILD ist nix zu blöde. Nichts zu trivial. :haha:

BoB
12.06.2013, 15:42
Ist aber nicht wichtig, brauchen wir nicht weiter zu diskutieren: DU hast Recht. :beten:

Wir haben einfach alle ein bissl Recht, einigen wir uns doch darauf :appl:

Prof. Flimmerich
12.06.2013, 18:51
Nochmal zusammenfassend:

1.Ich glaube nicht, dass es eine NSU je gab, wie sie uns beschrieben wurde
2.Der BRD-Staat hat seine Haende im Spiel bei den Faelschungen um die NSU

fatalist
12.06.2013, 21:13
Chinaböller wird zum Bombenattentat hochgeschrieben.


Nach Hinweisen auf einen weiteren möglichen Anschlag der Terrorzelle NSU prüft die Bundesanwaltschaft Hinweise auf ein Nürnberger Rohrbombenattentat von 1999. Der Angeklagte Carsten S. bekräftigt seine Aussage von Dienstag.
http://www.berliner-zeitung.de/politik/nsu-prozess-raetsel-um-moeglichen-weiteren-nsu-anschlag,10808018,23270776.html


Demnach entdeckte ein 18-jähriger Mitarbeiter der Gaststätte damals beim Toilettenputzen dort einen etwa 30 Zentimeter langen Gegenstand, den er für eine Taschenlampe hielt. Als er sie anstellen wollte, sei es zur Explosion gekommen. Der Mann habe Verletzungen am Oberkörper, im Gesicht und den Armen Verletzungen erlitten. Nach kurzer Zeit habe er aber das Krankenhaus verlassen können.
Galeria Kaufhof, falsches Jahr, und falscher Waffenpreis, alles vergessen: Chinaböller im Briefkasten ist sensationell wichtig :cool:
Manipulation durch die Medien, ein Lehrstück.

sleepwell
12.06.2013, 22:05
Aber Zschäpe ist doch schon zur "Beihilfe" und als "Mitwisserin" angeklagt. Das inpliziert doch schon, dass die Morde durch die Uwes begangen wurden.

richtig, das ist aber nur eine anklage.
die darf immer von einem tatverdacht ausgehen, wenn er auch hier als unwahre tatsachenbehauptung aufgestellt wird.

aber jetzt erfolgt dauerfeuer für die konsumenten der bimbo zeitung und die konsumenten angeschlossener anderer meinungsmacher.
jetzt bestimmt jeden tag ein gericht die schuld der uwes ganz nebenbei.
als instanz legt sie die schuld der jungs als tatsache fest, weil die vordergründige beihilfeuntersuchung diese schuld zwagsläufig als ausgangspunkt hat.
so wird durch die hintertür die meinung der öffentlichkeit ohne diskussion justiert.

Sherpa
12.06.2013, 23:34
Wohlleben als Sündenbock,...
Als VT sehe ich diesen Prozeß so:
Wohlleben ist in Wirklichkeit der Hauptangeklagte.
Warum?
Er war mal in der NPD, sogar Funktionär. In den letzten Jahren konnte die NPD bei Kommunalwahlen manchmal ganz gute Ergebnisse erzielen – ist in Brandenburg bis auf einen in JEDEM Kreistag vertreten. Das ist zu viel! Deshalb auch das Geschrei nach neuem Verbotsantrag.

Dazu wird es nicht kommen, denn als Buh-Mann und für Ablenkungsmanöver wird die NPD immer mal wieder gebraucht. Und die Wähler werden wie immer, wie gewünscht, votieren.

Sherpa
12.06.2013, 23:35
Der eigentliche Hintergrund dieser Nummer ist ein anderer.
Die tatsächliche Manipulation besteht in einer geschickten Gehirnwäsche. Der breiten Öffentlichkeit wird über den Umweg der detaillierte Diskussion der
Waffenwege die „Tatsache“ eingehämmert, dass das Trio die Mordserie begangen hat.
Bei jedem Satz, bei jedem Gedanken und bei jeder Frage im Gericht wird dem Betrachter eine zweite Botschaft vermittelt, die „Tatsache“, dass die Uwes
die Mordserie begangen haben. Denn wie selbstverständlich ist das die Grundlage, auf deren Basis „Details“ durch das Gericht zu klären sind.
Über viele Monate wird so in der Öffentlichkeit ein Tatsachenbewußtsein geschaffen, das inhaltlich zu beweisen schwer, im Zweifel unmöglich ist.
Also wird es zuerst suggeriert!
Wenn das Thema Mordbeweise dann irgendwann nach Monaten kommt, hat man eine im Sinne der Vorverurteilung unterschwellig erzogene Öffentlichkeit.
Die dann auftauchenden Kröten werden bereitwilliger geschluckt.

Genau so isses!

fatalist
13.06.2013, 07:06
NSU-Prozess: Rätsel um möglichen weiteren Anschlag


Die Bundesanwaltschaft prüft Hinweise auf einen weiteren möglichen Anschlag der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Am Dienstag hatte Carsten S., einer der Angeklagten im Münchner NSU-Prozess, über Andeutungen zu einem Sprengstoffattentat in Nürnberg berichtet.

Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl sagte am Mittwoch, er habe deshalb Kontakt mit der Anklagebehörde aufgenommen. Diese solle nun die Umstände abklären, gegebenenfalls Vernehmungen durchführen und dem Gericht die nötigen Akten für die Untersuchung zur Verfügung stellen http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article117078009/NSU-Prozess-Raetsel-um-moeglichen-weiteren-Anschlag.html

Nette Ablenkungs-Aktion der Medien.
Manne Götzl sollte vor allem ermitteln lassen, wer den Uwes die Kleinbomben lieferte.

Hoffentlich wird Carsti bald befragt werden, und hoffentlich geht es dann endlich um Wichtiges.

- warum nannte Carsti als Kaufpreis 500-1200 DM, wo man sich doch vorher auf 2500 DM verständigt hatte innerhalb der Anklagebehörde, dem BGH und Carsti & Andreas Schulz (Verkäufer)?

- wie kann man eine Waffe ca. im April 2000 in einer Galeria Kaufhof übergeben, die Oktober 2001 eröffnet wurde?

- sind die Verteidiger von Wohlleben und Zschäpe wirklich "im Stoff drin", haben sie diese himmelschreienden Falschaussagen überhaupt erkannt :?

fatalist
13.06.2013, 09:12
Genau so isses!
Sicher ist es so, nur das wurde bereits am 22.11.2011 im Bundestag EINSTIMMIG so beschlossen: Der NSU war es.
Seit diesem Tag, eigentlich schon seit dem 11.11.2011, als der Generalbundesanwalt im Zwickauer Schutt DIE Ceska der Dönermorde vermeldete, und das ohne ein waffentechnisches Gutachten zu haben, denn das kam ja erst Anfang Dezember.
Und wie eindeutig das ist, wissen wir nicht.
Ausserdem ist das BKA seit der Razzia 1998 Teil des Inszenierungsnetzwerkes.
Es muss also ein "neutrales" Gutachten (Schweiz?) beantragt werden von der Verteidigung.


Back to Prozess:


Voraussichtlich dürfen heute auch die Vertreter von Nebenklage und Verteidigung Fragen an den Angeklagten richten. S. hat in seinen bisherigen Aussagen vor allem den Mitangeklagten Ralf Wohlleben belastet http://www.pz-news.de/news_artikel,-Carsten-S-sagt-erneut-als-Zeuge-im-NSU-Prozess-aus-_arid,422901.html

Wird auch Zeit, dass die Götzl-Show endlich ein Ende hat. Schaun mer mal...

fatalist
13.06.2013, 10:23
Die Rote Fahne hat das auch sehr gut ausgeführt, das mit der unterschwelligen Manipulation der Leute:


Auch die dritte Woche im Zschäpe-Prozess vor dem OLG München lässt nichts Gutes in Bezug auf die Wahrheitsfindung erahnen. Die an wirklicher Aufklärung, vor allem der Rolle deutscher und imperialer NATO-Geheimdienste, nicht interessierte Staatsanwaltschaft, setzt weiterhin vor Gericht alle Tatvorwürfe in Bezug zum angeblichen NSU (Nationalsozialistischer Untergrund).

Und dies, obwohl die Existenz des NSU sowie Tatbeteiligung und Schuld der, unter ungeklärten Umständen verstorbenen, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in der sog. “Döner-Mordserie” bis heute gerichtlich keineswegs bewiesen wurden.


Auch das aktuelle Gerichtsverfahren gegen Beate Zschäpe kann schon aufgrund der Strafprozessordnung (StPO) zur notwendigen Aufklärung der Böhnhardt/Mundlos Involvierung gar keinen belastbaren Beitrag leisten.
Wer wollte da widersprechen?


Faires Verfahren nicht möglich

Dennoch sprechen die NATO-Mainstream-Medien wider besseres Wissen weiterhin gebetsmühlenartig vom “NSU-Prozess”, der “NSU-Mordserie”, den “NSU-Helfern” etc. pp.


Das wichtigste scheint der imperialen Propaganda zu sein, dass sich die Existenz des vermeintlichen “NSU” im öffentlichen Bewusstsein festsetzt – völlig unabhängig vom Stand des realen Sachverhalts und der rechtsstaatlichen, gerichtlichen Aufarbeitung.
:appl:


Ein Strafverfahren jedoch, dass in erster Linie nicht auf die Wahrheitsfindung und persönliche Schuld abzielt, sondern hingegen bestrebt ist, auf die Beeinflussung der gesellschaftlichen Meinungsbildung hinzuwirken, bezeichnet man zurecht als Schauprozess.

So ist es nur folgerichtig, dass die Verteidigung von Beate Zschäpe einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens gegen ihre Mandantin stellte. Natürlich erfolglos. Schauprozess halt...



„Ich kann mich nicht erinnern“, waren die häufigsten Worte des Mitangeklagten Carsten Schultze, der diese Woche vor dem OLG München bereit war, Angaben zur Sache zu machen. In nicht wenigen Medienberichten ist von dem “Zeugen” Carsten S. die Rede.

Auch das ist sachlich falsch, denn ein Angeklagter kann innerhalb eines Verfahrens nicht ebenfalls den Status eines Zeugen haben, die Strafprozessordnung (StPO) unterscheidet hier deutlich, mit entsprechenden juristischen Konsequenzen für Verfahrensfragen.
So ist bspw. ein Zeuge dazu verpflichtet, vor Gericht die Wahrheit zu sagen. Tut er dies nicht, drohen ihm selbst juristische Konsequenzen.

Ein Angeklagter hingegen darf sagen was er will, auch lügen, ohne das dies zu einem weiteren Straftatbestand führt. Zeigt sich ein Angeklagter einsichtig, kann ein Richter, muss aber nicht, dies im Urteil zugunsten des Angeklagten mildernd berücksichtigen.


Carsten Schultze ist im Zeugenschutzprogramm des Bundeskriminalamtes (BKA), von ihm soll es keine Photos geben, man soll ihn nicht erkennen. Warum das so ist, weiss eigentlich Niemand. Denn zum einen ist die Identität des Carsten Schultze allgemein bekannt, zum anderen liegt eine konkrete Bedrohung gegen ihn nicht vor.


Bemerkenswert ist einzig, dass Carsten S. durch das BKA vor der Öffentlichkeit, namentlich der Presse abgeschirmt wird.
Man soll den V-Mann seit 1999 (!!!) Namens "Tusche" (passt doch zu einem Schwulen, gelle ??? ) nicht erkennen.

Dazu die TAZ: http://www.taz.de/!100591/

Genau dieser V-Mann „Tusche“ war es auch, der laut als geheim eingestufter Informationen 1999...
Gut möglich, dass es nur ein Zufall war, dass ausgerechnet Teile der Akten zu V-Mann „Tusche“ im Herbst 2011 im Schredder landeten. alles nur Zufall. Sischer doch. Und jetzt "Kronzeuge" :cool: dessen Gesicht man versteckt.

Hier ein unverstecktes klares schönes Pass-Foto:

37079

Geht gleich weiter...

fatalist
13.06.2013, 10:38
Weiter mit der Roten Fahne... und V-Mann "Tusche" Carsten S.
http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2446


Für den weiteren Verlauf wird entscheidend sein, welche Rolle dem Angeklagten Ralf Wohlleben nachgewiesen werden kann und ob dieser überhaupt eine Pistole des Typs Česká erhalten bzw. an Uwe Böhnhardt und/oder Uwe Mundlos vermittelt hatte.

Jedenfalls hat die Aussage des Carsten S. keineswegs die Tatvorwürfe gegen die hier angeklagte Beate Zschäpe erhärtet. Im Gegenteil bedeuten Schultzes bisherige Einlassungen eher eine erhebliche Schlappe für die Anklage.


Über die zentrale Person in diesem Strafverfahren, Beate Zschäpe, wusste Carsten S. im Wesentlichen nur folgendes zu berichten: „Ich weiss, dass ich Frau Zschäpe mal Hallo gesagt hab, dass sie einmal kurz dabei war.“


Ein weiterer Punkt ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert und wird sicher zu einem späteren Zeitpunkt nach Eröffnung der Beweisaufnahme noch thematisiert werden:


Woher stammt eigentlich das Wissen des Carsten Schultze über derartige Schusswaffen?
Der Artikel ist nicht "up to date", aber unbedingt als ganzes lesenswert!!


http://rotefahne.eu/ass/2013/06/Ceska-Walther01-464x435.jpg

Česká Modell 83 und Walther PPK mit Schalldämpfer
Kann ein Laie diese Waffen nach 14 Jahren unterscheiden?

Sehr gutes Bild. Nein, kann er nicht...


Wie kann er aus dem lückenhaften Gedächtnis heraus eine Česká Modell 83 von bspw. einer Walther PPK mit Schalldämpfer unterscheiden?

Wie ist es möglich, dass Carsten S., der erhebliche Erinnerungslücken selbst bestätigte, heute noch sicher sagen kann, um welche Waffe es sich vor 14 Jahren gehandelt hatte?

Eigenartigerweise hat diese zentrale Frage bislang vor Gericht keine Rolle gespielt. Auch hier wird die mediale Einflussnahme deutlich; wenn von Morgens bis Abends fortlaufend von einer Česká die Rede ist, nimmt es die Allgemeinheit irgendwann als Faktum an. Das dürfte sleepwell gefallen. Mir gefällt es auch.
Weil es stimmt: Niemand hat "Ceska" gesagt. "Ceska" ist eine Annhame der Anklagebehörde, keine Aussage eines Angeklagten oder eines Zeugen.


Der Mitangeklagte Holger G.

Auch die Aussagen des ebenfalls wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung angeklagten Holger Gerlach vom Donnerstag bestätigten nicht die Behauptung des Staates zur Existenz des NSU.Auf die Frage, ob Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe seine Freunde gewesen seien, antwortete der 39jährige mit „Nein“. An anderer Stelle sagte Holger G. wiederum, er habe nichts von den terroristischen Taten geahnt und zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gehabt, mit den Mitgliedern einer terroristischen Vereinigung befreundet zu sein oder solche zu unterstützen.

„Ich habe das damals gemacht, weil ich meinen Freunden helfen wollte. Ich fühlte mich ihnen als Freund verpflichtet“, sagte er. Die drei hätten stets beteuert, mit den von ihm überlassenen Ausweisen „keinen Scheiss“ zu machen. :?

Nichts stimmt beim anderen V-Mann Holger Gerlach.


Themensprung zu Mutter Böhnhardt, da im selben Artikel erwähnt:
Noch nirgendwo gelesen: Garagenrazzia 26.1.1998


Brigitte Böhnhardt protestierte, denn in der Garage stand ihr eigenes Auto, nicht Uwes.

Etwa um 7.30 Uhr schickte sie ihren Sohn doch mit den Beamten runter und sagte ihm: „Pass auf, dass die Polizei nichts findet, was vorher nicht drin lag!“ Sie war aufgrund des harschen Auftretens der Beamten misstrauisch.


Mutter Böhnhardt war nach Beginn der Razzia dann wie gewohnt zur Arbeit gegangen.

Als Brigitte Böhnhardt am Nachmittag zurückkehrte, fand sie den Garagenschlüssel und den ihres Autos am gewohnten Platz vor. Nur Uwe konnte diese dort abgelegt haben, sagt sie. Und ihr Sohn sei keineswegs rasch nach Beginn der Razzia geflohen.


Die Polizei gibt hingegen an, sie hätte die Schlüssel nach Ende der Razzia in den Briefkasten geworfen und Uwe Böhnhardt soll zu diesem Zeitpunkt bereits fort gewesen sein.
O la la, geplantes Abtauchen, wieder ein Indiz mehr :))

fatalist
13.06.2013, 10:52
"Tusche" Carsten Schultze und "Tarif" Holger Gerlach:


Die Akten des V-Manns mit dem Decknamen “Tusche”, der den Verdacht über den Polizisten damals kolportierte, wurde offenbar parallel zu den Prüfungen in Erfurt gelöscht. Die Akten gehörten nach Erkenntnissen der ARD zu den Dokumenten, die im Bundesamt illegal geschreddert wurden (…).” (TA (http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Geheimdienste-hatten-40-Spitzel-in-Thueringer-Neonazi-Netz-547180152)) Friedensblick.de
Konzertiertes Löschen mehrerer Akten in Erfurt und in Köln.



Zu dem Unterstützerkreis zählte auch Holger Ge. Er kannte das Trio von Thüringer Zeiten von der “Kameradschaft Jena”. Der nach Niedersachsen umgezogene Ge. wurde vom Niedersächsischen Verfassungsschutz 1999 observiert, es hätte eine Spur zum gesuchten Trio gegeben.

Die Akten dazu wurden “vorschriftsmäßig” vernichtet, wie auch (nicht vorschriftsmäßig) die Akten zum Informanten, Deckname “Tarif”. Im Zuge der Fahndung nach dem Trio heißt es in einem geheimen Papier des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV):„Das BfV hatte in diesem Zusammenhang eigene Quellen, insbesondere den u. a. aus der niedersächsischen Neonazi-Szene berichtenden VM Tarif, sensibilisiert und befragt.“(28 (http://www.taz.de/%2196563/))


Wer hinter “Tarif” steckt, ist nicht rekonstruierbar, jedoch liegen Informationen vor:
“Dabei handelt es sich um den vermutlich aus Thüringen stammenden Spitzel „Tarif“, der unter anderem über die niedersächsische Naziszene berichtet haben soll. Der Klarname von „Tarif“ wurde aus unbekannten Gründen nicht in den Quellencomputer des Dienstes eingetragen; da auch seine Fallakte nicht mehr existiert, gibt es kaum Möglichkeiten, seine Identität herauszubekommen.” (29 (http://www.fr-online.de/politik/verfassungsschutz-nach--rennsteig--kam--saphira--,1472596,16565206.html))


Dass der Verfassungsschutz Holger Ge. aus den Augen verlor, wird von der Niedersächsischen Antifa bezweifelt:
“Holger G. ist uns seit seinem Auftauchen 1998 permanent aufgefallen. Er war in der Kameradschaft „Verena“ dabei, die permanent überwacht wurde. Von daher kann es nicht sein, dass der Verfassungsschutz Holger G. nicht wahrgenommen hat. Uns ist der die ganze Zeit aufgefallen. Das kann nur Absicht sein oder Ignoranz.” (30 (http://www.buendnis-gegen-rechts-hildesheim.de/dokumente/Frontal-21-Hannes-Knoch-29.11.2011.pdf))
Was haben wir jetzt also vor Gericht?

2 V-Leute, fotoscheu und im Zeugenschutzprogramm, die uns eine "Ceska" übergeben im Jahr 1999/2000 aufbinden wollen?
Warum wird das jetzt, wo sie im Rampenlicht stehen, von keiner einzigen Zeitung erwähnt?

Staatsräson oder Blödheit?

fatalist
13.06.2013, 11:16
Frage: Warum habe Wohlleben die spätere Mordwaffe nicht selbst besorgt? Carsten S.: „Ich würde das auch gerne wissen, warum er mich ausgesucht hat.“ Dann geht es um Zschäpe und mögliches Täterwissen: Habe Zschäpe davon gewusst, dass S. die Waffe besorgt habe? S.: „Von mir nicht. Ich habe alles gesagt, was ich weiß. Ich habe von ihr auch kein Geld direkt bekommen.“
V-Mann "Tusche" soll Zschäpe entlasten?



10.57 Uhr
S.: „Ceska“ erst 2011 mit Morden in Verbindung gebracht


Anwalt: „2003 gab es erste Berichte über nicht unaufklärbare Morde im Zusammenhang mit einer „Ceska“-Waffe. Wann haben Sie zum ersten Mal die Mordtaten mit der „Ceska“ in Verbindung gebracht? Carsten S. antwortet: „Nach einem „Spiegel TV“-Bericht, erst 2011, eine Woche nach dem Auffliegen. Vorher habe ich nichts zur Kenntnis genommen, leider nicht. Irgendwann hat es Klick gemacht, da hat was nicht gestimmt.“
Er sagt nicht Ceska, aber es wird suggestiv gefragt. Manipulativ.



11.15 Uhr
Carsten S. fordert: Auch Wohlleben soll sich „nackig“ machen


Warum wolle Carsten S. nicht auf Fragen der Wohlleben-Verteidigung antworten? S.: „Es ist mir wichtig, dass nicht nur ich mich nackig mache, sondern er auch.“ Auf Nachfrage bekräftigt er: „Das ist komplett nackig, ohne Rücksicht auf Verluste – auch auf meine eigene Zukunft.“ Über seine Zugehörigkeit zur rechten Szene führt S. anschließend aus: „Ich bin in die Szene nicht eingestiegen, weil ich das Dritte Reich so toll fand. Ich würde mich nicht als rechts verstehen. Ich fand die Reaktion der Lehrer lustig – als die Lehrerin die Nationalzeitung auf dem Tisch sah, da ist die in die Luft gegangen.“
V-Mann Tusche soll Wohlleben belasten?

Ex-NPD-Führungsmitglied und mehrfach verdächtigten V-Mann Wohlleben, den Bundesanwalt Förster schon 2002 auf einer V-Mann-Liste sah, und dessen Handydaten Anfang Dezember 2011 auf Anweisung des BKA vernichtet wurden, "um einen Informanten zu schätzen", wie ein Polizeidirektor der Bundespolizei schriftlich vermutete?


11.39 Uhr
S. sagte zum Waffenhändler: „Die ist für die drei“


Neonazi-Aussteiger S. trifft eine interessante Wortwahl, wenn er über den Waffenkauf spricht: „Ich meine, mich zu erinnern, dass ich gesagt habe ,Die ist für die drei‘. Seinen Worten zufolge war die Waffe also nicht nur für die späteren NSU-Killer Uwe Böhnhardt († 38) und Uwe Mundlos († 34), sondern auch für Beate Zschäpe bestimmt.
Autsch, jetzt wird wohl der Zeuge Andreas Schulz /Verkäufer (Madley in Jena) bald zum Angeklagten werden :beten:
Bisher wurde gegen den zweifachen Waffenlieferanten noch nicht einmal ermittelt. "Kein Anfangsverdacht"...



11.53 Uhr
Unterbrechung wegen neuer Mikro-Panne


Richter Götzl unterbricht für fünf Minuten: Die Mikrofone bei einem der Opfer-Anwälte scheinen nicht zu funktionieren. Zuvor war die Befragung von Carsten S. zügig vorangeschritten, mehrere Nebenkläger-Vertreter haben ihre Befragung bereits abgeschlossen. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass am heutigen Nachmittag die ersten Ermittler von damals zu den NSU-Morden befragt werden können
Es wird alles aufgezeichnet fürs BKA und die Schlapphüte, die Wette gewinne ich.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/tag-zehn-nsu-prozess-heute-koennten-die-ersten-pannen-ermittler-vernommen-werden-30825726.bild.html

fatalist
13.06.2013, 12:41
BILD weiss Bescheid:


12.03 Uhr
Carsten S. will „Waffengleichheit“


S. weigert sich weiter, Fragen der Wohlleben-Verteidigung zu beantworten. Nur falls Wohlleben so wie er Angaben zu seiner Person und zur Sache mache sowie Nachfragen zulasse, werde er antworten. Die Wohlleben-Verteidiger wiesen diese Forderung zuvor mit der Aussage zurück, sie ließen sich nicht erpressen. Der Nazi-Aussteiger begründete seine Entscheidung mit „Waffengleichheit“.
Angeklagte sind keine Zeugen: Sie allein entscheiden, was sie beantworten und wem.


12.49 Uhr
Hierarchie im NSU? Zschäpe-Verteidigung schreitet ein!


Opfer-Anwalt: Habe es beim NSU einen Führer gegeben? Zschäpe-Anwältin Anja Sturm beanstandet, dass wenn eine Struktur innerhalb der Gruppe gemeint sei, das eine Bewertung darstelle. S. antwortet auf die Frage: „Ich habe keine Hierarchie festgestellt, wenn ich sie traf.“ Auch bei explizite Fragen, ob Zschäpe bei Entscheidungen gleichberechtigt gewesen sei, schreiten Sturm, Stahl und Heer ein: S. habe bisher nicht mitgeteilt, dass er sie überhaupt in Interaktionen erlebt habe.
http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/nsuneo-nazismurdertrialdayten_32970528_mbqf-1371121685-30830436/2,w=559,c=0.bild.jpeg
Kaum wird Carsten S. auf Beate Zschäpe angesprochen, sind sie zur Stelle: Anwälte Sturm, Stahl und Heer (von links)
Sehr gut.

fatalist
13.06.2013, 12:56
WELT muss ganz woanders sein, das fiel schon Gestern auf.


12.30 Uhr: Waschbrettbauch und Pumpgun

Ein Anwalt fragt ihn, ob er sich nach seinem Ausstieg noch Interesse an Waffen hatte. Angeblich soll auf seinem Computer das Bild einer 1945er Ceska-Pistole gefunden worden sein, zuletzt geändert 2010. S. sagt, er wisse nicht, um welche Datei es sich handeln soll. Aber in Erinnerung hat er, warum er das Bild eines jungen Mannes mit Pumpgun gespeichert hat: "Freier Oberkörper, Waschbrettbauch." Es sei rein sexuelles Interesse gewesen. :?



Aber Beate Zschäpes private Briefe werden endlos ausgewälzt, in BILD, in DIE WELT, und auch beim SWR:


Nur am Rande beschäftigt sie sich mit ihrer Rolle als Angeklagte. Sie beschreibt, wie sie mit dem Hubschrauber von Zwickau nach Karlsruhe zum Ermittlungsrichter geflogen wurde und beklagte, dabei an Händen und Füssen gefesselt gewesen zu sein. Doch der Ausblick sei grandios gewesen, sie habe die weihnachtliche Simmung genossen. Später im Brief wandern ihre Gedanken scheinbar zufällig zum Thema Strafe.

30 Seiten Brief, rein privater Natur, aber
Der Schriftwechsel liegt mir vor
http://www.swr.de/blog/terrorismus/files/2012/03/re04.gif
12.06.2013, von Holger Schmidt
http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/06/12/brieffreundschaft-beate-zschape-gibt-tiefe-einblicke/#comments
Ekelhaft, "die Würde des Meschen ist unantastbar"??? ... Der Typ sollte sich was schämen :fuck:


Selbst die Kommentare dort beim SWR, sicher zensiert bis zum Abwinken, sind deutlich:

auf welcher Rechstgrundlage beruht denn die Wegnahme und Lektüre der Briefe? Und auf welcher die Weitergabe an die Presse ? Rein Gefühlsmäßig finde ich das nicht in Ordnung, wenn der Staat und Journalisten Briefe lesen, die so offensichtlich nur Persönliches enthalten …


Gegen die Beamten die den Brief der Presse zugestellt haben sollte unverzüglich ermittelt werden.
Das Postgeheimis sollte -bzw. muß auch für Personen gelten die in Untersuchungshaft sitzen,
Langsam drängt sich der Verdacht auf das beim Kampf gegen “Rechts” jegliches Mittel recht ist.
Der SWR sollte wenn er solche Briefe zugespielt bekommt soviel Anstand besitzen und den Inhalt nicht veröffentlichen, stattdesen sollte er offenlegen wer die Briefe der Presse zugespielt hat. :appl:


Ich habe spaßeshalber mal „robin s nsu“ bei Google eingeben, um zu sehen, ob es anderswo mehr Informationen dazu gibt, wer nun dieser ominöse Brieffreund ist. Man verliert ja bei all den Kontaktpersonen, die im Fall NSU aufgerufen werden, schnell schon mal den Überblick.Und siehe da: Anhand der Artikel, die nach der Google-Anfrage auftauchen, und ein paar kleineren weiterführenden Recherchen stößt man auf eine konkrete Person. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um einen Mann, der Anfang 2007 in der Dortmunder Nordstadt vor einem Supermarkt einen Tunesier niederschoss.

Dortmund? NSU? Richtig. Rund ein halbes Jahr zuvor töteten dort, ebenfalls im Stadtteil Nordstadt, vermutlich Mundlos und Böhnhardt einen türkischen Kioskbesitzer. (Böhnhardt hatte in diesem Zeitraum ein Wohnmobil angemietet, Mundlos wurde laut Zeugenaussage wenige Tage vor der Tat mit Dortmunder Neonazis gesichtet; allerdings wird diese Zeugenaussage angezweifelt)

Jener Brieffreund Robin S. gehörte laut WAZ-Recherchen der Dortmunder „Blood & Honour“-Gruppierung an. „Blood & Honour“ spielt ja auch in der Vergangenheit des Thüringer Trios eine Rolle. Und: Eine Person aus dem NSU-Umfeld pflegte, wiederum laut WAZ, Kontakt zu dieser Dortmunder Gruppierung. Thomas S. Jener Thomas S., der in den 90ern kurze Zeit mit Beate Z. liiert war und dem Trio den Sprengstoff lieferte, der 1998 in der Garage entdeckt wurde.

Beweist das irgendetwas? Nein. Aber merkwürdige Zufälle und Verknüpfungen, die möglicherweise weit zurückreichen, sind das schon. Finde ich. Interessant.

Sherpa
13.06.2013, 13:54
http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2446

Ein Kommentar zum lesenswerten Artikel der Roten Fahne:

Harald Öchsner (via facebook) (http://www.facebook.com/profile.php?id=100000565722296)7. Juni 2013 - 23:07 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2430)
file:///C:/Users/Irmgard/AppData/Local/Temp/msohtmlclip1/01/clip_image002.jpg

ja das wundert mich ja auch, es geht darum, daß er aussagen soll, daß er die Waffe en einen der beiden übergeben hat, und das halt ich für unwahrscheinl, da die Waffe bis 2008 im Besitz des thüringischen Verfassungsschutz war, dort auch registriert ;-)

????????????????????????

fatalist
13.06.2013, 14:05
Wer ist Robin S.?


den Dortmunder Nazi Robin Schliemann, der im Februar 2007 die PLUS Filiale in Dortmund Brechten überfiel und einen Kunden mit vier Schüssen fast tötete.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/66386

Der Kunde war Tunesier.


Dortmund war schon damals ein Zentrum rechtsradikaler Gewalt. Nach Informationen dieser Zeitung stammte der dreifache Polizistenmörder Michael Berger aus dem Umfeld der Dortmunder C18-Gruppe. Zudem soll Robin S. zu der C18-Gruppe gehört haben, der 2007 in Dortmund einen Tunesier in einer Aldi-Filiale niedergeschossen hatte. http://www.derwesten.de/politik/terrorgefahr-durch-rechtsradikale-wurde-lange-unterschaetzt-id7636829.html

:?

Im Februar 2007 soll das passiert sein, und da spielt ein Verfassungsschutz-Mann wohl eine wichtige Rolle: Sebastian S.


Sebastian S. soll unter anderem einem 22 Jahre alten Neonazi [aus 2007, Robin S. ist gemeint] die Waffe besorgt haben, mit der dieser bei einem Überfall auf einen Supermarkt in Dortmund im vergangenen Februar einen Kunden niedergeschossen hat. Das wurde in der vergangenen Woche bei einem Verfahren gegen den Täter vor dem Landgericht Dortmund bekannt über das das Bielefelder Tagesblatt am 29. August berichtete.

Demnach sollte S. als Verbindungsmann für den Verfassungsschutz (VS) Informationen aus der rechtsextremen Szene in Dortmund weitergeben. Neben bei betrieb er die Kneipe »Störtebeker« in Lünen bei Unna. Momentan sitzt er wegen Drogenbesitzes in Untersuchungshaft. Selbst in Neona zikreisen in NRW war man verwundert, daß der 27jährige jedem, der ihn kannte, »scharfe Waffen und Sprengstoff angeboten und diese auch mit- und vorgeführt« habe. S. gilt als schwerkriminell und war ein enger Vertrauter des Dortmunder Neonazis Michael Berger, der im Jahr 2000 drei Polizeibeamte erschossen und eine Beamtin schwer verletzt hatte, um sich einer Polizeikontrolle zu entziehen.

S. hat seit 1995 immer wieder Straftaten begangen, was auch dem Verfassungsschutz bekannt sein müßte. In den vergangenen vier Jahren wurde er unter anderem wegen Drogenhandels in 178 Fällen, Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz verurteilt. Bei seiner Verhaftung am 14. August stieß die Polizei auf ein umfangreiches Waffenarsenal. S. besitzt offenbar auch Kontakte über die Dortmunder Neonaziszene hinaus. http://braunraus.blogspot.com/2007_09_01_archive.html

Es ist also kein Wunder, dass der NRW-Innenminister dazu rein gar nichts sagen wollte:


Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Der Westen hat die nordrhein-westfälische Landesregierung dem Landtag Auskünfte zur V-Mann-Affäre beim Verfassungsschutz verweigert. Im Innenausschuss des Parlaments wollte Innenminister Ingo Wolf (FDP) die Fragen der Opposition nach einem kriminellen V-Mann des Verfassungsschutzes demnach nicht beantworten. Dies seien Fragen, die der Geheimhaltung unterliegen, so Wolf. Zu Medienberichten über bis zu zwölf enttarnte V-Leute in der Neonaziszene Ostwestfalens sagte Wolf, man könne dies nicht bestätigen...

Ein gutes Jahr später, im Dezember 2006, wurde Sebastian S. erneut wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt. Außerdem soll er einen Komplizen zu einem Überfall angestachelt haben:“Er hat mir damals die Waffe in die Hand gedrückt und mich losgeschickt”, sagte ein Angeklagter vor dem Dortmunder Schwurgericht. In den Prozess ging es um einen bewaffneten Überfall auf einen Supermarkt in Brechten.
Robin S., schon klar. Verführt vom Verfassungsschutz?

Es ging um Kokain, der Tunesier wurde nicht "einfach so" niedergeschossen.


Kokain und Waffen vom V-Mann

Verfassungsschutz-Skandal in NRW: Seit Ende August 2007 ein krimineller Neonazi aus dem nordrhein-westfälischen Lünen als Informant des Verfassungsschutzes enttarnt wurde, geht es nicht nur in der rechten Szene hoch her. Der Verfassungsschutz NRW soll die kriminellen Machenschaften des 27-Jährigen gedeckt haben.

Im Rahmen eines Prozesses gegen einen Neonazi war der Stein ins Rollen geraten, der jetzt neben der Neonaziszene auch die Politik beschäftigt. Angeklagt wegen eines Raubüberfalls, hatte das Landgericht Dortmund Robin Sch. zu acht Jahren Haft verurteilt. Der 22-jährige hatte ausgesagt, Neonazi Sebastian Seemann habe ihn zu der Tat angestiftet und ihm die Waffe in die Hand gedrückt, mit der er bei einem Überfall auf einen Supermarkt einen Kunden schwer verletzte. Hintergrund soll ein geplatzter Rauschgift- Deal in Ostwestfalen sein, bei dem Sch. um mehr als 10.000 Euro geprellt worden sein soll. http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/77/20.php
30 Minuten reichen aus, um Fundiertes zu finden. Namen, was passierte, alles bekannt.
Muss man nur zusammensetzen WOLLEN...


Aber Aldi oder Plus, das weiss ich immer noch nicht :compr:

fatalist
13.06.2013, 14:11
http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2446

Ein Kommentar zum lesenswerten Artikel der Roten Fahne:

Harald Öchsner (via facebook) (http://www.facebook.com/profile.php?id=100000565722296)7. Juni 2013 - 23:07 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2430)
file:///C:/Users/Irmgard/AppData/Local/Temp/msohtmlclip1/01/clip_image002.jpg


ja das wundert mich ja auch, es geht darum, daß er aussagen soll, daß er die Waffe en einen der beiden übergeben hat, und das halt ich für unwahrscheinl, da die Waffe bis 2008 im Besitz des thüringischen Verfassungsschutz war, dort auch registriert ;-)

????????????????????????


Harald Öchsner (via facebook) (http://www.facebook.com/profile.php?id=100000565722296)7. Juni 2013 - 23:09 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2431)


https://fbcdn-profile-a.akamaihd.net/hprofile-ak-frc1/368904_100000565722296_755631154_q.jpg

es geht hier nur um Verschleierung, der ganze Prizeß is und wird eine Farce bleiben, die Morde wurden von 2 rechtsorentierten Verfassungsschützern unter deckung der Behörde begangen, das is Ermittlungsfakt der Kripo in Nbg.!
????????


Harald Öchsner (via facebook) (http://www.facebook.com/profile.php?id=100000565722296)7. Juni 2013 - 22:04 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2426)


https://fbcdn-profile-a.akamaihd.net/hprofile-ak-frc1/368904_100000565722296_755631154_q.jpg

kein Wunder, daß der Hauptzeuge im Zeugenschutzprogramm ist, tja, ausführung dieser Taten waren definitiv nicht, die 2 durch einen angeblichen Selbstmord ums Leben gekommenen, sondern “Top-Leute” des Verfassungsschutzes, das wissen auch die Ermittler der ehem. Soko Bosporus in Nbg.

fatalist
13.06.2013, 14:54
Heute Krokus-Tag im NSU-Ausschuss:


14.26 Uhr
NSU-Ausschuss: Neue Spur im Mordfall Kiesewetter?


Der NSU-Untersuchungsausschuss hat die Befragung von Zeugen eigentlich abgeschlossen. Heute tagt der Ausschuss aber in Baden-Württemberg: Als Zeugen sind Ermittler der Soko „Trio“ vom Bundeskriminalamt (BKA) geladen. Sie sollen über eine Vernehmung des V-Manns mit dem Decknamen „Krokus“ berichten. Aufmerksam wurden die Abgeordneten auf den V-Mann, weil er und seine Freundin acht Mails an Mitglieder des NSU-Ausschusses geschrieben hatten. "Krokus" soll darin erklärt haben, bei dem Mord an der Polizistin Michéle Kiesewetter könnte es eine Verbindung in die rechtsextreme Szene von Baden Württemberg geben, berichtet die „Thüringer Allgemeine“ (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Neue-Spur-im-Kiesewetter-Mord-Geheimsitzung-in-Berlin-1621250685) – Rechtsextremisten hätten versucht, etwas über Gesundheitszustand von Kiesewetters schwer verletztem Kollegen herauszufinden. Die neuen Fakten könnten dazu führen, dass der NSU-Untersuchungsausschuss noch einmal in die Beweisaufnahmen eintritt. Michéle Kiesewetter war im April 2007 in Heilbronn erschossen worden.
Wolf Wetzel, Hajo Funke und Ströbele haben heute ihren grossen Tag.

Der Ausschuss tagt zwar in Berlin, nicht in BW, und es ist die V-Frau KROKUS und ihr Freund, Petra Senghaas und Alexander Gronbach, und nicht der V-Mann und seine Freundin, aber mit etwas Blödheit muss man bei BILD halt rechnen. :haha:

8 Mails bloss? Des glaub i aber net. Eher 800 :auro:

Edit:

16.02 Uhr
NSU-Ausschuss will V-Mann-Führer von „Krokus“ befragen
Der NSU-Untersuchungsausschuss will am 24. Juni – wohl in nicht-öffentlicher Sitzung – den V-Mann-Führer von „Krokus“ befragen. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei „Krokus“ um eine Frau. na bitte, geht doch. BILD ist irgendwie von Doofen für Doofe gemacht.

fatalist
13.06.2013, 15:03
Daimagüler, :hdf:


14.00 Uhr
Opfer-Anwalt: „Zschäpe gleichberechtigtes Mitglied“
Rechtsanwalt Daimagüler sagte in der Mittagspause zur Presse: „Wichtig war, dass heraus kam, dass Beate Zschäpe ein gleichberechtigtes Mitglied im Trio war. Sie wussten alle das Gleiche, sie wusste also auch von den Morden. Carsten S. lässt die Hose runter, Ralf Wohlleben hingegen lehnt sich nur zurück.“ Daimagüler spielt mit seiner Äußerung zu Zschäpes Rolle im NSU auf die Aussage S.‘ an, der gesagt hatte, dass er zwischen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe niemals eine Art Hierarchie festgestellt habe. Psst, Beate kommt! Das soll sie nicht wissen...

Ich werde noch zum Türkenfeind, und Vollpfosten wie dieser FDP-Arsch sind daran schuld :crazy:

fatalist
13.06.2013, 15:15
Die Akten waren blütenweiss, die zu Krokus Senghaas?


Der Untersuchungsausschuss will zudem wissen, ob und was der V-Mann-Führer beim Verfassungsschutz in Baden-Württembergüber die Ereignisse von Heilbronn wusste und warum der Ausschuss bisher darüber nicht informiert wurde. Die neuen Fakten könnten dazu führen, dass der NSU-Untersuchungsausschuss noch einmal in die Beweisaufnahmen eintritt. Eigentlich hatte das Gremium diese im Mai beendet. Das Auftauchen des V-Manns hatte vor zwei Wochen für Verärgerung gesorgt, weil der Verdacht besteht, dass die Behörden in Baden-Württemberg die Existenz dieses Spitzels bewusst verschwiegen haben. Michéle Kiesewetter war im April 2007 in Heilbronn erschossen worden. "Ihr Kollege erlitt bei dem Anschlag eine schwere Kopfverletzung.
http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Neue-Spur-im-Kiesewetter-Mord-Geheimsitzung-in-Berlin-1621250685



15.25 Uhr
NSU-Ausschuss nimmt Beweisaufnahme wieder auf
Der neuen Spur um Mordfall Kiesewetter wird weiter nachgegangen – das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung „neues deutschland“ (http://www.neues-deutschland.de/artikel/824350.wegen-mord-an-polizistin-kiesewetter-nsu-ausschuss-nimmt-beweisaufnahme-noch-einmal-auf.html). Thema soll der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn sein. Auch diese Tat wird dem NSU zugeordnet. Unter Berufung auf Ausschusskreise berichtet das Blatt, dass am 24. Juni Zeugen über die Erkenntnisse des Landesamtes für Verfassungsschutz befragt werden sollen. Grundlage sind Behauptungen der ehemaligen V-Frau „Krokus“: Sie will den Behörden kurz nach der Ermordung der Polizistin gemeldet haben, dass Rechtsextremisten versuchten, den Gesundheitszustand von Kiesewetters schwer verletztem Kollegen aufzuklären. Die V-Frau hat angeblich auch berichtet, dass die Zwickauer NSU-Terrorgruppe oder einige ihrer Mitglieder in Hohenlohe unterwegs gewesen sein sollen. Auch von Hohenloher Neonazis als Mittätern oder Mitwissern beim Polizistinnenmord habe „Krokus“ berichtet. Siehe Seite 1151 im Strang.


Behauptungen der ehemaligen V-Frau »Krokus« über mögliche Mittäterschaft von Neonazis aus Baden-Württemberg
http://www.neues-deutschland.de/artikel/824350.wegen-mord-an-polizistin-kiesewetter-nsu-ausschuss-nimmt-beweisaufnahme-noch-einmal-auf.html


Am 24. Juni sollen Zeugen über die Erkenntnisse des Landesamtes für Verfassungsschutz befragt werden, erfuhr »nd« aus Ausschusskreisen.

Grundlage seien Behauptungen der ehemaligen V-Frau »Krokus«. Sie will den Behörden kurz nach der Ermordung der Polizistin gemeldet haben, dass Rechtsextremisten versuchten, den Gesundheitszustand von Kiesewetters schwer verletztem Kollegen A. aufzuklären. Die V-Frau hat angeblich auch berichtet, dass die Zwickauer NSU-Terrorgruppe oder einige ihrer Mitglieder in Hohenlohe unterwegs gewesen sein sollen. Auch von Hohenloher Neonazis als Mittätern oder Mitwissern beim Polizistinnenmord habe »Krokus« berichtet.
Da hat Petra Pau aber schnell beim ND angerufen :D

Nereus
13.06.2013, 15:43
@ fatalist

Sagte Carsten Schultze vor Gericht, für die Wumme bezahlte Wohlleben 500 bis 1200 DM oder Euro?
Andreas Schulz vom "Madley" will auf seinen Einkaufs- oder Beschaffungspreis von 2000 noch 500 dazu gerechnet haben (Verdienst) um 2500 von Carsten Schultze zu fordern. DM oder Euro?
Wieso wird eine Differenz von 700 ("zwischen 500 und 1200") angegeben, kann man sich bei so einem seltenen und gefährlichen Geschäft überhaupt irren? Es war ein Geschäft, kein Geschenk, denn die Uwes oder einer von denen bezahlte mit banderollierten Banknoten-Päckchen. Waren das 10 oder 20er Päckchen?
Was sagen die Quellen?

fatalist
13.06.2013, 15:44
16.20 Uhr
Prozesstag beendet


Rechtsanwalt Sascha Prosotowitz setzt seine hartnäckige Befragung von Carsten S. fort. Richter Götzl allerdings will Schluss machen. Außer Carsten S. sollen am nächsten Prozesstag am kommenden Dienstag (18. Juni) keine weiteren Zeugen gehört werden – seine Aussage soll abgeschlossen werden. Bevor Götzl die Sitzung schließt, will er sich allerdings vergewissern, ob Carsten S. dann auch auf Fragen der Verteidiger antworten werde. S. bekräftigt, er wolle so weitermachen wie bisher. Götzl: „Ich habe Sie so verstanden, dass Sie auch Fragen der Anwälte von Beate Zschäpe beantworten werden.“ Carsten S. bestätigt: „Ja.“ Der Prozesstag ist beendet, am 18. Juni um 9:30 Uhr geht es weiter. http://www.bild.de/news/inland/nsu/tag-zehn-nsu-prozess-heute-koennten-die-ersten-pannen-ermittler-vernommen-werden-30825726.bild.html

http://www.welt.de/politik/deutschland/article117084828/Welche-Rolle-spielte-die-V-Frau-Krokus.html

Am Dienstag dürfen dann Zschäpes Verteidiger ran an den Carsti.
Hoffentlich stellen die dann die richtigen Fragen: Kaufpreis, Galeria Kaufhof Eröffnung 18.10.2001.

Die Nebenkläger sind keine Hilfe gewesen heute zur Wahrheitsfindung.


15.40 Uhr: Und wieder eine Pause
Dann gibt es Streit. S. hatte am Vortag berichtet, dass Ralf Wohlleben die Waffe ausprobiert hatte und dabei Handschuhe trug. "Warum trug Herr Wohlleben Handschuhe?" fragt Prosotowitz zackig und blickt streng über seine Brille. Der Verteidiger von Wohlleben, Olaf Klemke, wirft sich dazwischen. Das sei eine Aufforderung zur Spekulation. Als der Anwalt die Frage nur leicht moduliert wiederholt, beantragt Klemke eine Entscheidung des Gerichts über seine Beanstandung. Die Folge: eine Pause. Können alle gut gebrauchen.

15.15 Uhr: Anwalt mit scharfem Tonfall

Der Münchener Anwalt Sasche Prosotowitz drängt in scharfem Ton noch einmal auf Details zur Ceska-Übergabe. Was sich S. wohl dachte, wie die bestellte Waffe eingesetzt werden sollte? S. antwortet einmal mehr, wie schon des öfteren, er habe "ein komisches Gefühl" gehabt und habe an "Geldbeschaffung" gedacht. Erstmals sagt er: vielleicht an Banküberfälle. Der Beschaffer der Waffe, der Inhaber einer Boutique für Mode und Devotionalien der rechten Szene, habe ihn bei der Übergabe gewarnt, man solle nicht zu schnell hintereinander mit der Ceska schießen, sonst würde der Schalldämpfer heiß. Den Tipp habe er nicht weitergegeben, weil der Schalldämpfer nicht bestellt gewesen sei. Doch Carsti, hast Du ausgesagt, hat Andreas Schulz ausgesagt: Waffe mit Schalldämpfer, deutsches Fabrikat war bestellt von den Uwes. telefonisch. Damals, 1999.
Kaufpreis 2500 DM.

Hoffentlich sind Zschäpes Verteidiger fit genug, um ihn am Dienstag zu zerlegen, den V-Mann Tusche.

fatalist
13.06.2013, 15:44
@ fatalist

Sagte Carsten Schultze vor Gericht, für die Wumme bezahlte Wohlleben 500 bis 1200 DM oder Euro?
DM. Hab den Screenshot reingestellt hier.

Jürgen L. nahm 2000 DM, Andreas Schulz nahm 2500 DM von Carsti.
Das steht glasklar so in der BGH-Entscheidung zu Wohlleben vom Juni 2012 drin.
Es steht auch in der Anklageschrift genau so drin, da bin ich sicher.

fatalist
13.06.2013, 17:34
NSU-PROZESS
Ein Zeuge, der versöhnen könnte

Der Angeklagte Carsten S. zeigt, dass der NSU-Prozess nicht linear verlaufen wird. Seine Aussage führt auch die Ermittler vor.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-06/nsu-prozess-aussage-carsten-s/komplettansicht

Oh my god. :auro: Psychologen-Gewäsch in der ZEIT...


Dann doch lieber Hobbypsychologe Hoffmann:


NSU Prozess
Mittendrin einmal kurz die Wahrheit

Der Zeuge Carsten S. windet sich heulend und winselnd im selbst gemachten Dreck.
Diese verhaltensgestörte Figur schildert im Gerichtssaal in epischer Breite die Etappen seines Daseins als Bewunderer maskuliner Stärke und Gewalt.

Dabei ist, bis auf die bemerkenswerte Entlastung von Beate Zschäpe, lange nichts dabei, was der Wahrheitsfindung dienlich sein könnte.

Doch plötzlich gestattet er den Prozessbeteiligten unvermutet einen glaubhaften Einblick in sein bisheriges Aussageverhalten.
Er wolle jetzt reinen Tisch machen. Er habe es überwunden, jedem gerecht werden zu wollen, erklärt er dem Gericht.
Das lässt tief blicken.
Ja diese spontan herausgesprudelte Bemerkung ist nicht nur erhellend, sondern geradezu schockierend.
Was hat er bisher in den zahllosen Vernehmungen auf den Tisch gelegt, wenn er jetzt, im Gegensatz zu früheren Aussagen „reinen Tisch“ machen will? Nach seiner eigenen Einschätzung kann es nur etwas Schmutziges, „Unreines“ gewesen sein.
Gibt er heute zu, dass er jedem Vernehmungsbeamten zu Willen sein wollte?
Sind jetzt seine früheren Aussagen Makulatur?

Will er sich mit dieser Kehrtwendung die Antworten auf Vorhalte zu den Widersprüchen aus den polizeilichen Vernehmungsprotokollen ersparen? Frei nach dem Motto: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“
Und was soll man von dem Zeugen halten, wenn er sagt: „Irgendwie hab ich eine Maschinenpistole im Kopf, oder eine Uzi, aber vielleicht kommt das aus meiner Phantasie.“??

Donnerwetter! Die strenge Unterscheidung von Realität und Halluzination scheint dem Zeugen nicht besonders wichtig zu sein. Da drängt sich die Frage auf, ob nicht die Schalldämpfer bestückte Ceska auch nur seiner Phantasie entsprang? Oder sind die Angaben zur Ceska-Aktion das Resultat seiner Bemühungen, dem Vernehmungsziel der Kriminalbeamten gerecht werden zu wollen?
:appl:

http://karl-heinz-hoffmann.com/aktuell.html


NSU ProzessFür mich keine Überraschung


Vor mir liegt der Prozessbericht von Annette Ramelsberger.
Das darin beschriebene Aussageverhalten des ursprünglich als Hauptbelastungszeugen vorgesehenen Zeugen Carsten S. war für die Vertreter der Anklagebehörde eine herbe Enttäuschung. Er schildert ein Zusammentreffen mit dem Zwickauer Trio, aus welchem unzweideutig hervor geht, dass Beate Zschäpe, eben nicht wie die Staatsanwaltschaft behauptet, in alle Aktivitäten der beiden Uwes eingeweiht war.

Und nicht nur das, Sie durfte offensichtlich von etwaigen strafrechtlich relevanten Aktionen, die über die notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Lebens in der Illegalität hinaus gingen, nichts wissen.

Beate Zschäpe wird von ihm eindeutig vom Verdacht der Mitwisserschaft und der daraus abgeleiteten Mittäterschaft entlastet. Für die Prozessbeobachterin Annette Ramelsberger kam die Entlastung der Hauptangeklagten durch den Kronzeugen Carsten S. „überraschend.“ Für mich nicht.
(Siehe meinen Aufsatz „Das zu erwartende Aussageverhalten der Belastungszeugen“)

Welcher Beweiswert seiner Aussage insgesamt zugebilligt werden kann, wird sich vielleicht noch erweisen, wenn es darum geht, zu ergründen, von wem er die Ceska mirabilis erhalten hat? Und ob am Ende bewiesen werden kann, ob er überhaupt jemals eine Pistole in der Hand gehalten hat? Vermutlich wird er spätestens bei diesem Beweisthema zu mauern beginnen.

Das Gericht wird sich natürlich weigern, die eindeutige Entlastung der Beate Zschäpe zum Anlass zu nehmen, sie sofort aus der Haft zu entlassen, wie es geboten wäre. Doch am Ende wird man die entlastenden Bekundungen des Zeugen Carsten S. nicht ignorieren können.


Im Gegensatz zu Beate Zschäpe soll der Zeuge aber den Angeklagten Ralf Wohlleben schwer belastet haben.
Das sehe ich nicht so.
Und zwar deshalb nicht, weil die Aussage in sich nicht schlüssig und somit auch nicht glaubwürdig ist.
Carsten S. will ein Telefongespräch mit gehört oder geschildert bekommen haben, das zwischen Wohlleben und dem NSU geführt worden sein soll. Wer am anderen Ende der Leitung gewesen sein soll, hat er nicht gesagt.

Die Aussage ist deshalb nicht schlüssig, weil S. in seiner ersten gerichtlichen Einvernahme gesagt hat, er sei von Wohlleben beauftragt worden, eine Waffe für das Trio zu besorgen und sei auch mit der Überbringung beauftragt worden, weil Wohlleben davon ausging, behördlich genau überwacht zu werden.
Und dann soll Wohlleben so einfach mit Angehörigen der NSU-Zelle per Telefon in Kontakt getreten sein? Und noch dazu schwere Straftaten telefonisch erörtert haben?

Das kann nur glauben, wer es partout glauben will.
:hi:

fatalist
13.06.2013, 17:48
NSU-Prozess

Carsten S. - Ungereimtheiten auf die niemand eingeht

Carolin Stihler, Franz Feyder, 13.06.2013 16:46 Uhr


http://www.stuttgarter-nachrichten.de/media.media.8d29a9d3-24b5-49d8-b520-da2eb73e50a1.normalized.jpeg



Beate Zschäpe mit ihren Anwälten.Foto: dpa
Es ist doch jemandem aufgefallen!!!

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-prozess-carsten-s-ungereimtheiten-auf-die-niemand-eingeht.216ededa-1fa3-49ee-be88-07322f390ce8.html


München - In Carsten S.' Kopf ist vieles drin: Aufregung, Sätze und sogar ein ganzes Café. Auf genau das hat es der Waiblinger Anwalt Jens Rabe an diesem Morgen abgesehen. "In welchem Café waren sie denn genau in Chemnitz?", fragt der Anwalt. Am vergangenen Dienstag war sich S. noch sicher: Im Café der Galeria Kaufhof habe er sich Ende 1999 oder Anfang 2000 mit Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos getroffen. Und ihnen nach dem Kaffee in einem nahe gelegenen Abbruchhaus eine bestellte Pistole samt Schalldämpfer und etwa 50 Schuss Munition übergeben.

Zwei Tage später stockt Carsten S. bei der Frage Rabes. Er habe "ein Kaufhaus mit einem Café im Kopf" - sagt er. Und fährt fort: "Da ist so ein Gefühl in meinem Kopf. In Düsseldorf gibt es ein Café in der Galeria Kaufhof. Das kenne ich. Das war dasselbe Gefühl. Deshalb habe ich das gesagt."

Jurist Rabe lässt die Aussage so stehen, hakt nicht nach. Dabei wäre eine Nachfrage durchaus interessant gewesen. Denn die Galeria Kaufhof wurde in Chemnitz erst ein Jahr nach der Waffenübergabe eröffnet. Von den beiden Kaufhäusern, die es 2000 in der Stadt am Erzgebirge gab, servierte nur das Tietz Kaffee und Schnitzel. Aber Tietz ist eben nicht Galeria - vor allem dann nicht, wenn es darum geht, den Mord an einem griechisch- und acht türkischstämmigen Kleinhändlern sowie eine Polizistin aufzuklären, die der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) zwischen 2000 und 2007 begangenen haben soll.
:dg: Es laufen doch nicht nur Idioten rum bei der Presse.


Auf Ungereimtheiten wird nicht eingegangen

Zumal es nicht die einzigen Ungereimtheiten in der Aussage des Mannes sind, den der Generalbundesanwalt verdächtigt, Beihilfe zum Mord an neun Menschen geleistet zu haben. Zwischen 500 und 1200 Mark will er für Pistole und Zusatzausrüstung bezahlt haben - berichtet S. zum Wochenbeginn dem Vorsitzenden Richter Manfred Götzel. 2500 Mark habe er für die Waffe aus tschechischer Produktion bekommen, erzählte der Verkäufer Andreas S. den Beamten des Bundeskriminalamtes. Und so schrieben es Staatsanwälte in ihre Anklageschrift. Auf diese Differenz in den Aussagen geht im fensterlosen Gerichtssaal des Münchener Oberlandesgerichtes niemand ein.
Staatsräson auch bei Zschäpes Anwälten?


In einem Halbsatz erwähnt S., er sei noch ein zweites Mal in Chemnitz gewesen, um das vermeintliche Terrortrio zu besuchen. Insgesamt habe er sich drei bis vier mal mit den "beiden Uwes und Beate" getroffen. Ob der heute 33 Jahre alte Sozialpädagoge so etwas wie das "Scharnier zwischen den Dreien und dem Mitangeklagten Ralf Wohlleben" zu Beginn der 2000er Jahre gewesen sei", fragt ein Anwalt der Nebenkläger. "Ja, so war es", bestätigt der bekennende Homosexuelle.


Auf der Festplatte dessen Computers fanden Ermittler in einem Unterordner die Blaupause einer Pistole Ceska 92, Kaliber 6,35 mm Browning. Warum er die dort 2010 abgespeichert hatte, anderthalb Jahre, bevor ihn Polizisten der GSG 9 im Februar 2012 festnahmen, will einer der Juristen wissen. An eine "solche Datei kann ich mich nicht erinnern", sagt S.
Partielle Amnäsie ist bei Geheimdienstleuten üblich. Auch bei V-Mann Tusche. Kennt man aus dem Buback-Prozess, da war das wie Seuche ;)


Carsten S.: Erinnerungen bleiben vage


Mit einer Pistole des Typs Ceska CZ 83, Kaliber 7,65 mm Browning, wurden neun der zehn Menschen erschossen, die der NSU ermordet haben soll. Auch Abdurrahim Özüdogru, dem in seiner Änderungsschneiderei in der Nürnberger Südstadt am 13. Juni 2001 zwei Kugeln aus einer Ceska 83 in den Kopf gefeuert wurden. Bis heute ist mysteriös, wie die Waffe überhaupt in die Hände der Betreiber des rechten Szeneladens "Madley" in Jena gekommen ist. Carsten S. soll dort auf Anweisung von Ralf Wohlleben die Pistole gekauft haben, von denen etliche auch an Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR geliefert wurden.
:appl:


Carsten S. Erinnerung ist eigentlich gut. Plastisch. Wer mit ihm 1997 im Bus nach München gefahren ist, um gegen die Wehrmachtsausstellung zu demonstrieren - S. zählt Namen von Kameraden und Mitschülern auf. Wenn es aber um die konkrete Übergabe der Waffe geht, wenn es ganz konkret um seine Kontakte zu den drei mutmaßlichen NSU-Terroristen geht, um die Aufträge geht, die er für die "Drei" erledigt hat, will S. nur "Bilder im Kopf" haben, "innere Erinnerungen" oder eben auch ein "Café". Viele Dialoge mit dem Neonazi Timo Brandt oder auch Ralf Wohlleben rezitiert er hingegen geradezu.
Die Fragen von Wohllebens Verteidiger beantwortet er nicht - obwohl er diesen mit seinen bisherigen Aussagen massiv belastet hatte. S., der ab 2001 aus der rechten Szene ausgestiegen sein will, stellt Bedingungen. Sein Anwalt Jacob Hösl teilt dem Staatsschutzsenat mit, sein Mandant habe entschieden, dass er Fragen von Wohllebens Verteidigern erst beantworte, wenn auch dieser umfassend ausgesagt habe. "Wir hätten auch eine Menge Fragen", sagt Wohllebens Verteidiger Olaf Klemke. "Ich mach' mich hier nicht nackig und er schweigt", kontert S., von dessen umfangreicher Aussage sich die Bundesanwälte vor allem erhofft starke Indizien erhofften, die zu einer Verurteilung der Hauptangeklagten Beate Zschäpe führen.
Das war wohl nix.


Bei den vier Anklägern der Bundesanwaltschaft bleibt ein ungutes Gefühl nach der Aussage ihres vermeintlichen Kronzeugen zurück. Zschäpe hat er entlastet, Wohlleben sehr stark belastet. Oberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof Jochen Weingarten resümiert offen, was Richter Götzel lediglich andeutete: dass "deutliche Zweifel daran bestünden, ob S. tatsächlich alles Wissen offenbart hat". In Carsten S. Kopf ist viel drin: Aufregung, Sätze und sogar ein ganzes Café.
Mann, ist das geil. Die lesen hier mit. Muss so sein.

Warum steht das nicht so im Spiegel, in der Welt, in der FAZ und in der ZEIT?

solaris
13.06.2013, 17:55
Presseschau:

NSU-Prozess: Rätsel um Anschlag in Nürnberg

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-in-muenchen-raetsel-um-anschlag-in-nuernberg-a-905407.html


Ist dem NSU ein weiterer Anschlag zuzurechnen? Die Aussage des Mitangeklagten Carsten S. im Münchner Prozess legt nahe, dass Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos 1999 eine Bombe in einer Bar platzierten. Trifft das zu, würde es auf die Vorgehensweise des NSU ein anderes Licht werfen
(...) 4000 ungeklärte Fälle werden überprüft
Aus diesem Grund oder anderen nicht nachvollziehbaren Motiven setzten die bayerischen Ermittlungsbehörden den Generalbundesanwalt über diesen Nürnberger Anschlag nicht in Kenntnis. Selbst dann nicht, als in Karlsruhe zahlreiche Fälle geprüft wurden, die möglicherweise dem NSU hätten zugerechnet werden können.
Am gestrigen Dienstag zeigten sich die Vertreter der Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess denn auch überrascht von S.s Aussage. Und sie werden - wieder einmal - wenig erfreut gewesen sein über jene Behörden, auf deren Zuarbeit sie als oberste Strafverfolger angewiesen sind. Jetzt sind die Akten aus Nürnberg da, in den Bundesländern wird nochmals geprüft, ob sich weitere NSU-verdächtige Fälle in den vergangenen 13 oder 14 Jahren ereignet haben. Es geht um 4000 ungeklärte Fälle.


???????

NSU-Untersuchungsausschuss: Die Spur des "Krokus"

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nsu-untersuchungsausschuss-laedt-v-mann-fuehrer-vor-a-904018.html

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages will überraschend weitere Zeugen zur NSU-Mordserie vernehmen. Grund ist eine neu aufgetauchte Akte über eine Geheimdienstquelle namens "Krokus"Dem Mann mit dem Tarnnamen Rainer Öttinger steht in Kürze eine Dienstreise bevor. Öttinger ist Mitarbeiter des Stuttgarter Landesamtes für Verfassungsschutz, bis März 2011 schöpfte er dort eine Quelle namens "Krokus" ab. Für die Gespräche, die Öttinger und seine Vertrauensperson im Lauf der Jahre miteinander führten, interessiert sich nun auch der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Am Donnerstagnachmittag beschloss das Gremium, das seine Beweisaufnahme eigentlich schon abgeschlossen hatte, den Zeugen Öttinger für den 24. Juni nach Berlin einzuladen.
Der Geheimdienstler soll dort erklären, ob er im Mai 2007, kurz nach Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter, Hinweisen auf eine Verstrickung mehrerer Rechtsextremisten nicht nachgegangen ist. Das jedenfalls behauptet seine Ex-Quelle "Krokus".
Der Vorwurf wiegt schwer. So schwer, dass der Untersuchungsausschuss in Berlin sich nun selbst unter enormen Druck setzt. Mit der erneuten Zeugenbefragung schrumpft die Zeit, die dem Gremium bleibt, um bis zur Bundestagswahl einen Abschlussbericht zum NSU-Komplex zu verfassen. Der Schritt sei dennoch nötig, heißt es aus dem Ausschuss: "Wir haben rund um die V-Person 'Krokus' einigen Frage- und Vernehmungsbedarf."
(....)
Das Verhältnis zwischen dem Amt und der Quelle entwickelte sich zwischen 2007 und 2011 exzellent. Aus Akten, die dem NSU-Untersuchungsausschuss Ende Mai geschickt wurden und die dem SPIEGEL vorliegen, geht hervor, dass "Krokus" eifrig und zuverlässig lieferte. "Dem Grunde nach handelt es sich bei Informant 'Krokus' um die 'geborene Quelle'. Sie ist zuverlässig, verschwiegen und überaus einsatzwillig (...)", heißt es in einem vertraulichen Papier.
Die V-Frau wurde intern stetig besser beurteilt, von Glaubwürdigkeitsstufe F bis hinauf zur zweitbesten Bewertung B. Insbesonders interessierte sich der Geheimdienst für die Informationen, die "Krokus" von ihrem zweiwöchentlichen Friseurbesuch mitbrachte. Denn bei der Friseurin handelte es sich um Nelly R., eine in Baden-Württemberg gut vernetzte Rechtsextremistin, die 2011 für die NPD in den Landtag einziehen wollte. Von ihr will "Krokus" im Mai 2007 Ungeheuerliches erfahren haben.
(....)
Versuchten Rechtsextreme, Polizist Martin A. auszuspähen?
Am 25. April 2007 wurde auf der Heilbronner Theresienwiese die Polizistin Michèle Kiesewetter durch einen Kopfschuss ermordet. Ihr Kollege Martin A. überlebte schwer verletzt. Zu den Taten bekannte sich Jahre später die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Wenige Tage nach dem Mord hielt sich "Krokus" erneut im Salon von Nelly R. auf. Die Friseurin habe ihr dabei berichtet, ihre Leute würden über eine Krankenschwester den schwer verletzten Polizisten ausspähen, versuchten herauszubekommen, wann er aufwache und ob er sich an etwas erinnere. Wenn dem so sei, werde unter den Rechtsextremisten überlegt, "ob etwas zu tun sei".

fatalist
13.06.2013, 18:10
Seltsam nur: In den umfangreichen "Krokus"-Akten findet sich zum fraglichen Zeitpunkt kein Hinweis auf eine entsprechende Quellen-Information. Folgt man dem Dossier, wäre das auch unmöglich. Nach Aktenlage nämlich wurde "Krokus" erst von Juni oder Juli 2007 an als Quelle des Landesamts geführt - mithin zwei oder drei Monate nach dem Mordanschlag auf die beiden Polizisten. "Krokus" dagegen schwört, seit Herbst 2006 regelmäßig an Rainer Öttinger berichtet zu haben, und wirft dem Geheimdienst Vertuschung vor.
Das ist der Kern: In den Akten steht nix.

Glaubt irgendwer, dass "Rainer Öttinger" alles zugeben wird, wo es nichts in den Akten gibt?
Oder sein Chef?

Die Phantombilder müssen her, die unterschlagenen! Die der Zeugen und das von Martin Arnold.


In unzähligen Mails und Kurznachrichten an den Verfassungsschutz, das Landeskriminalamt und Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses hat sie ihre Version seit Aufdeckung der NSU-Morde verbreitet und um etliche Details angereichert. Und weil der Vorwurf, der Verfassungsschutz könnte Hinweise auf rechtsextremistische Täter oder Unterstützer ignoriert haben, brisant ist, tritt der Ausschuss nun doch noch einmal in die Beweisaufnahme ein.
Vorhin waren es noch 8 Mails, und 800 hielt ich für näher an der Wahrheit ;)


Die entscheidende Frage bleibt: Versuchten tatsächlich Rechtsextremisten, den schwer verletzten Polizisten Martin A. im Krankenhaus auszuspähen? Und wenn ja: warum? Sicher ist: Nach Aufdeckung der NSU-Morde gingen die Behörden den Hinweisen nach. Am 16. Juli 2012 allerdings gab das Landesamt für Verfassungsschutz in einem Schreiben an das Bundeskriminalamt Entwarnung: Über die "Krokus"-Behauptungen lägen dem Amt "keinerlei Erkenntnisse" vor.Es findet sich jedoch noch ein weiteres, rätselhaftes Schreiben in den Akten. Es entstand zwei Monate vorher, am 15. Mai 2012, im Landeskriminalamt Baden-Württemberg, und ist ans dortige Innenministerium gerichtet. Ein gezieltes Interesse der Neonazi-Szene an dem verletzten Polizisten oder gar Mordpläne "können aus den hier vorliegenden Informationen nicht untermauert werden", heißt es darin.


Gleichwohl scheint die braune Friseurin Nelly R. mehr gewusst zu haben, als den Behörden lieb sein kann. Denn bereits im Folgesatz des LKA-Schreibens heißt es: "Es trifft jedoch zu, dass die im rechtsradikalen Milieu verkehrende Frau R. über den Gesundheitszustand von (Martin A.) informiert war." Wie und von wem, bleibt bis auf weiteres unklar.
Krokus und der SPIEGEL mauern: Sie verschweigen den Namen der Krankenschwester, den Krokus kennt.
Die die angeblich plötzlich "weg" war...

Karl_Murx
13.06.2013, 18:50
Wir brauchen einen kundigen Chemnitzer. Karl Murx stammt ja meines Wissens nicht aus Karl Murx Stadt :)

Nee.

Aber solltest Du Dich nicht nach einem ortskundigem Zwickauer oder Jenaer im Forum erkundigen?

fatalist
13.06.2013, 18:58
Wie bereits vorhergesagt vor ca. 3 Wochen, hat der SPIEGEL die Krokus-Story gebracht.
Das Neue Deutschland hatte damals Recht. 2 Spiegel-Leute sind nach Irland gereist, und haben Petra Senghaas-Klass (Krokus) und Alexander Gronbach (Blumenkind hier im Forum gewesen) besucht, gezahlt und die Story mitgenommen.

Wie ebenfalls vorhergesagt lief das Ganze über einen Friseurbesuch von Senghaas bei Nelly Rühle ab, deren Mann Stefan Rühle angeblich "Döner auf Thüringer Art" bevorzugt. Nelly kommt wie ihre Schwester Olga Widerspan aus Kasachstan, Spätaussiedler-Kinder. Die macht man jetzt gleich mit fertig, endgültig, und man kann darauf warten, dass der Spiegel mit Alexander Neidlein kommt, der ganze Spuk, der hier auf Seite 1151 ff zu finden ist.

Jetzt hat sich wohl lediglich geändert, dass Erbse/Stauffenberg NICHT Marcus B. ist, sondern Torsten O., und dass das Pärchen nicht mehr vor dem LfV wegen Androhung einer Gefängnisstrafe wegen Geheimnisverrat nach Irland abgehauen ist, sondern wegen den bösen Nazis, die ihr auf dem Schiessplatz auflauerten.

Die Story stimmt hinten und vorne nicht, der wahre Kern könnte Nelly Rühle sein, die irgendwie wusste, dass im Krankenhaus Ludwigsburg Martin Arnold nach seinem Kopfschuss lag, und die im Friseursalon darüber erzählte, dass sie sich für den Gesundheitszustand dieses möglichen Bekannten, den KKK-Polizisten (Papa beim BfV) Martin Arnold interessierte.
Sie wird den Arnold halt gekannt haben...

Alles drumherum ist einer blühenden Phantasie geschuldet, so meine Meinung.
Schaun mer mal, was am 24. rauskommt.
Tipp: Wenig bis nichts.

Karl_Murx
13.06.2013, 19:01
Heute Krokus-Tag im NSU-Ausschuss:


Wolf Wetzel, Hajo Funke und Ströbele haben heute ihren grossen Tag.

Der Ausschuss tagt zwar in Berlin, nicht in BW, und es ist die V-Frau KROKUS und ihr Freund, Petra Senghaas und Alexander Gronbach, und nicht der V-Mann und seine Freundin, aber mit etwas Blödheit muss man bei BILD halt rechnen. :haha:

8 Mails bloss? Des glaub i aber net. Eher 800 :auro:

Edit:
na bitte, geht doch. BILD ist irgendwie von Doofen für Doofe gemacht.

Auch im SPON: "Krokus" wird Thema.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nsu-untersuchungsausschuss-laedt-v-mann-fuehrer-vor-a-904018.html

Dem Mann mit dem Tarnnamen Rainer Öttinger steht in Kürze eine Dienstreise bevor. Öttinger ist Mitarbeiter des Stuttgarter Landesamtes für Verfassungsschutz, bis März 2011 schöpfte er dort eine Quelle namens "Krokus" ab. Für die Gespräche, die Öttinger und seine Vertrauensperson im Lauf der Jahre miteinander führten, interessiert sich nun auch der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Am Donnerstagnachmittag beschloss das Gremium, das seine Beweisaufnahme eigentlich schon abgeschlossen hatte, den Zeugen Öttinger für den 24. Juni nach Berlin einzuladen.

Beweisaufnahme abgeschlossen ist gut. Vor allem die Aussagen des PUA-Vorsitzenden Edathy (SPD), der die Verwicklungen staatlicher Stellen in den "NSU"-Fall vor kurzem bestritten hatte, obwohl der Ausschuß unter seiner Führung seit vielen Monaten genau das Gegenteil ermittelt hatte und das Thema unzähliger Foren und Artikel, selbst in den MSM, war. Die Matrix soll aufrechterhalten bleiben.


Die Person mit dem blumigen Pseudonym hört im richtigen Leben auf den Namen Petra S. Seit einigen Monaten lebt sie in einem winzigen Häuschen irgendwo in der irischen Provinz, in direkter Nachbarschaft zu einer Schafweide. Sie versteckt sich nach eigenen Angaben vor gewaltbereiten Neonazis.

Natürlich. Von der Behörde, für die sie nach eigenen Angaben tätig gewesen sein soll, hat sie ja rein gar nichts zu befürchten.


Unstrittig ist, dass Petra S. - die selbst keine Rechtsextremistin ist - vor einigen Jahren durch Zufall Zugang zur braunen Szene rund um Schwäbisch Hall erhielt. Eine Freundin hatte sich in einen örtlichen NPD-Funktionär verliebt, besorgt wandte sich S. daraufhin an einen ihr bekannten Polizisten. Der, sagt S., habe sie gebeten, Informationen über die Szene zu sammeln und weiterzutragen. Und weil das offenbar gut funktionierte, reichte der Polizist die Informantin nach einigen Monaten an das Landesamt für Verfassungsschutz weiter. Dort wartete bereits der V-Mann-Führer Öttinger. Er gab S. den Decknamen "Krokus".

Die Geschichte geht ans Herz und ist ein Beispiel für einen aufrechten, demokratisch gesinnten Bürger dieses Landes, der sich den Kampf-gegen-Rechts im staatlichen Auftrag zu eigen gemacht hat. Da hat sich also eine Freundin von Petra S.(enghaas) in schlechte Gesellschaft begeben und sich, pflicht- und staatsvergessen, in einen Abgesandten der Finsternis verliebt, sprich einen Angehörigen der Neonaziszene (was immer auch damit konkret gemeint sein mag). Als echte Freundin hat sich Frau S.(enghaas) gleich auf ihre Pflicht als Deu ... Verzeihung als Bundesbürgerin besonnen und diesen Angelegenheit den zuständigen Organen gemeldet. Diese kamen selbstverständlich ihren Aufgaben nach und rekrutierten die pflichtbewußte Staatsbürgerin S.(enghaas), natürlich auf deren ausdrücklichen Wunsch, als Informantin, um diesen Machenschaften nachzugehen und solchen staatsfeindlichen Elementen das Handwerk zu legen.


Am 25. April 2007 wurde auf der Heilbronner Theresienwiese die Polizistin Michèle Kiesewetter durch einen Kopfschuss ermordet. Ihr Kollege Martin A. überlebte schwer verletzt. Zu den Taten bekannte sich Jahre später die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU). Wenige Tage nach dem Mord hielt sich "Krokus" erneut im Salon von Nelly R. auf. Die Friseurin habe ihr dabei berichtet, ihre Leute würden über eine Krankenschwester den schwer verletzten Polizisten ausspähen, versuchten herauszubekommen, wann er aufwache und ob er sich an etwas erinnere. Wenn dem so sei, werde unter den Rechtsextremisten überlegt, "ob etwas zu tun sei".

Wer oder was ist mit "Rechtsextremen" gemeint? Etwa die angeblichen Mitglieder des Ku-Klux-Klans, der einige Baden-Württemberger Polizisten eine Zeitlang angehört haben sollen? Warum hatte der beim Anschlag schwerverletzte Polizist Michael Arnold nach Angaben der Medien eine derartige Angst vor dem Bekanntwerden der Identität der Attentäter, daß er erwogen haben soll, ins Ausland zu gehen?


Die Information, sagte "Krokus" dem SPIEGEL, habe sie unmittelbar an Rainer Öttinger weitergegeben und später noch einmal nachgefragt, wie er darauf zu reagieren gedenke. Mehrere Namen bekannter Neonazis will sie dabei genannt haben. Öttinger jedoch habe sie aufgefordert, sich aus der Sache herauszuhalten, und sie eindringlich daran erinnert, dass sie eine Geheimhaltungsverpflichtung unterschrieben habe. Sollte das stimmen, dann hätten Baden-Württembergs Behörden fast vier Jahre vor Aufdeckung der NSU-Morde konkrete Hinweise auf rechtsextremistische Hintergründe erhalten - und diese verheimlicht.

Was wohl äußerst unwahrscheinlich ist, sollte es sich bei den Petra Senghaas bekanntgewordenen Tatverdächtigen um echte Rechtsextreme gehandelt haben. Warum sollte der Führungsbeamte beim Verfassungsschutz mit dem Tarnnamen "Rainer Öttinger" ein Interesse gehabt haben, diese Namen geheimzuhalten?


Seltsam nur: In den umfangreichen "Krokus"-Akten findet sich zum fraglichen Zeitpunkt kein Hinweis auf eine entsprechende Quellen-Information. Folgt man dem Dossier, wäre das auch unmöglich. Nach Aktenlage nämlich wurde "Krokus" erst von Juni oder Juli 2007 an als Quelle des Landesamts geführt - mithin zwei oder drei Monate nach dem Mordanschlag auf die beiden Polizisten. "Krokus" dagegen schwört, seit Herbst 2006 regelmäßig an Rainer Öttinger berichtet zu haben, und wirft dem Geheimdienst Vertuschung vor.

Du bist doch am engsten dran an dieser "Krokus"-Geschichte, fatalist. Wie würdest Du diese Zeitangaben kommentieren?

fatalist
13.06.2013, 19:02
Nee.
Aber solltest Du Dich nicht nach einem ortskundigem Zwickauer oder Jenaer im Forum erkundigen?
Kommst Du aus Zwickau oder Jena?
:D

Wozu sollte uns das was bringen :?

Karl_Murx
13.06.2013, 19:04
Wie bereits vorhergesagt vor ca. 3 Wochen, hat der SPIEGEL die Krokus-Story gebracht.
Das Neue Deutschland hatte damals Recht. 2 Spiegel-Leute sind nach Irland gereist, und haben Petra Senghaas-Klass (Krokus) und Alexander Gronbach (Blumenkind hier im Forum gewesen) besucht, gezahlt und die Story mitgenommen.

Himmelkruzitürken ... bist Du mir schon wieder zuvorgekommen, und wenn es sich nur im Minuten handelt .... : irre: :128:


Wie ebenfalls vorhergesagt lief das Ganze über einen Friseurbesuch von Senghaas bei Nelly Rühle ab, deren Mann Stefan Rühle angeblich "Döner auf Thüringer Art" bevorzugt. Nelly kommt wie ihre Schwester Olga Widerspan aus Kasachstan, Spätaussiedler-Kinder. Die macht man jetzt gleich mit fertig, endgültig, und man kann darauf warten, dass der Spiegel mit Alexander Neidlein kommt, der ganze Spuk, der hier auf Seite 1151 ff zu finden ist.

Jetzt hat sich wohl lediglich geändert, dass Erbse/Stauffenberg NICHT Marcus B. ist, sondern Torsten O., und dass das Pärchen nicht mehr vor dem LfV wegen Androhung einer Gefängnisstrafe wegen Geheimnisverrat nach Irland abgehauen ist, sondern wegen den bösen Nazis, die ihr auf dem Schiessplatz auflauerten.

Die Story stimmt hinten und vorne nicht, der wahre Kern könnte Nelly Rühle sein, die irgendwie wusste, dass im Krankenhaus Ludwigsburg Martin Arnold nach seinem Kopfschuss lag, und die im Friseursalon darüber erzählte, dass sie sich für den Gesundheitszustand dieses möglichen Bekannten, den KKK-Polizisten (Papa beim BfV) Martin Arnold interessierte.
Sie wird den Arnold halt gekannt haben...

Alles drumherum ist einer blühenden Phantasie geschuldet, so meine Meinung.
Schaun mer mal, was am 24. rauskommt.
Tipp: Wenig bis nichts.

Zumindest hast Du einen Teil der Frage schon beantwortet.

Karl_Murx
13.06.2013, 19:07
Kommst Du aus Zwickau oder Jena?
:D

Auch nicht.


Wozu sollte uns das was bringen :?


Ein Zwickauer bzw. Jenaer könnte mal etwas unabhängige Lokalrecherche betreiben, unter anderem die Suche nach unserem verschollenen Handwerker Rene Kaul, oder könnte versuchen, den Kontakt mit den Angehörigen und Bekannte des tödlichen Doppel-TRIOs aufzunehmen.

fatalist
13.06.2013, 19:12
Was wohl äußerst unwahrscheinlich ist, sollte es sich bei den Petra Senghaas bekanntgewordenen Tatverdächtigen um echte Rechtsextreme gehandelt haben. Warum sollte der Führungsbeamte beim Verfassungsschutz mit dem Tarnnamen "Rainer Öttinger" ein Interesse gehabt haben, diese Namen geheimzuhalten?
Na weil das doch die Nazikillers der Operation Saphira waren, Menno, die 9 Dönermorde verübt haben.
Das waren V-Leute des BfV, vielleicht sogar ein "Andreas Temme von Heilbronn" dabei, da musste man schweigen!



Du bist doch am engsten dran an dieser "Krokus"-Geschichte, fatalist. Wie würdest Du diese Zeitangaben kommentieren?Laut Krokus war ja Beate Zschäpe 2006 bei Mathias Brodbeck und Sigrun Häfner in Ilshofen.
Was ist, wenn Sigrun Häfner eine (Schul)freundin von Krokus ist, oder die sich auch im Friseursalon von nelly R. tratschend die Haare machen liess?

Laut Blumenkind war Krokus 2006-2012 Informantin.

Die Freundin, die sich in einen NPD-Funktionär verliebt, wie Spiegel schreibt, dass klingt aber sehr sehr stark nach Alexandra Neidlein.
Der ist Landesvorsitzender der NPD aus Crailsheim. Alexander und Alexandra.
Ist auch neu, hatten wir vorher noch nirgendwo.

fatalist
13.06.2013, 19:16
Auch nicht.

Was´n Murx :crazy:



Ein Zwickauer bzw. Jenaer könnte mal etwas unabhängige Lokalrecherche betreiben, unter anderem die Suche nach unserem verschollenen Handwerker Rene Kaul, oder könnte versuchen, den Kontakt mit den Angehörigen und Bekannte des tödlichen Doppel-TRIOs aufzunehmen. Du hast schon Harald Öchsner entdeckt? Killer waren 2 VS-Leute, mit Wissen des Dienstes, die Dönerceska war noch 2008 beim Thüringer LfV registriert und vorhanden, und die Ermittler der Soko Bosporus wissen das alles?

Nereus
13.06.2013, 19:16
Ceska-SD-Verkäufe ?

1993 wurden 24 oder 27 Ceskas vom Waffengroßhändler Jan Luxik in die Schweiz eingeführt.
Luxik bot diese Ceskas im Internationalen Waffenmagazin (IWM) für 1250 CHF an.
1996 orderte ein Anton (oder “Peter”) G. 2 (zwei) Ceskas bei Luxik. Dieser übergab die Bestellung am 10.4.96 an den Zwischenhändler Schläfli, der sie am 11.4.96 per Post ausführte und an Anton G. schickte. Der hatte sie aber nur als Strohmann für einen gewissen Hans-Ulrich M. geordert, der total anonym bleiben wollte. M. überwies den Kaufpreis laut Rechnung und zahlte Anton G. für seine Gefälligkeit und Verschwiegenheit 400 CHF Provision. Das waren 16 % vom Kaufpreis je Pistole, wo mit diese auf einen Anschaffungspreis von 1450 CHF kam. Anton (Peter) G. sagte später den Ermittlern, er habe sich anfangs gewundert,
"denn in der Schweiz ist es kein Problem, Waffen zu kaufen". Doch M. habe ihm dann gesagt, dass er sie nach Deutschland verkaufen wolle. "Ich fragte dann, ob es für die Deutschen schwierig sei, an Waffen zu kommen. M. sagte dann, für bestimmte Kreise eben sehr. Weiter erwähnte er noch, dass es nun besser sei, wenn ich jetzt nicht mehr weiter Fragen stellen würde und nichts mehr darüber wissen möchte."

Hans-Ulrich M. bestritt den Kauf - und die Aussage Anton (Peter) G.s.

Der Geschäftsmann Hans M. war auch nur als Mittelsmann für einen deutschen “Freund”, Enrico oder Rico T., einem Autodieb und “Waffensammler”, der in M.s Autohandel “Sidonia” zwischen 1990 und ca. 1994 tätig gewesen war, aufgetreten.
“Mit Hans-Ulrich M. verband Enrico T. mehr als die gemeinsame Arbeit an Autos. Sie teilen der Anklageschrift zufolge bis heute eine intensive Leidenschaft für Waffen, Enrico T. soll ihn bis zuletzt regelmäßig in der Schweiz besucht haben, er bestreitet, etwas mit der Waffenvermittlung zu tun gehabt zu haben.
Enrico T. besaß laut den Ermittlern in den neunziger Jahren eine Maschinenpistole, ein Gewehr, zwei Pistolen sowie einen im Jahr 2004 bei ihm sichergestellten Schießkugelschreiber, den er laut Generalbundesanwalt "mit hoher Wahrscheinlichkeit" von Hans-Ulrich M. haben soll.” (SPIEGEL)
Ob es sich bei der Beziehung zwischen Hans M. und Rico T., um ein homosexuelles Verhältnis handelte, in dem M. seinen Liebling für dessen Dienste mit Waffen bezahlte, ist bisher unbekannt geblieben. Besonders in der militanten Rocker- und Skinhead-Szene spielen homoerotische und masochistische Beziehungen zu starken Männern und Waffenträgern eine Rolle, was hier nicht näher erörtert werden soll. Das Beispiel Carsten Sch. dürfte genügen.
Diese Bemerkungen wurden gemacht, um zu ergründen, ob die Waffe nach Jena verschenkt oder verkauft
wurde.

Als Hans M., die vermutlich bei ihm bestellte Waffe weitergab, hatte sie einen Anschaffungswert von 1450 CHF oder ca. 2.307 DM. Ist es vorstellbar, daß Rico T. die Waffe unter Anschaffungswert für 2000 DM an Schulz vom “Madley” weiter gab und letzterer durch Aufschlag von 500 DM das Geschäft machte, als er von Carsten Schultze 2500 DM verlangte, wie es in den Anklageschriften steht? Rico T. schweigt zu seinen Waffenverkäufen.

Jetzt aber erzählte der Zeuge Carsten Schultze vor Gericht, daß er die Waffe für einen Preis zwischen 500 und 1200 DM erstanden hätte. Das wären aber bei 500 DM ca. 314 CHF oder rund 1136 CHF unter den Anschaffungskosten!
Und bei einer Weitergabe von 1200 DM, wären das 754 CHF oder 701 CHF unter dem Anschaffungspreis. Derartige „Freundschaftspreise” sind bei Kleinhändlern aus dem kriminellen Milliöh nicht vorstellbar oder sie wollten eine „heiße Waffe” schnell los werden. Eher ist realistischer, daß Carsten Schultze 1999 od. 2000 keine Ceska SD 7,65 mm gekauft hatte, sondern eine „osteuropäische Dienstwaffe” Makarov, wie es auch Schulz vom "Madley" in seiner Vernehmung ausgesagt hatte.
So eine Waffe mit Munition konnte man in der Tat nach 1990 aus Sowjetarmee- und Ostblockbeständen für diesen Preis auf dem schwarzen Markt bekommen. Aber auch ein Jürgen H., der vermutlich die „osteuropäische Dienstwaffe” (eine Makarov) weitergab, schweigt über seine Beziehungen zum „Madley”-Mitbesitzer und seinen Waffenverkäufen. Es darf gewürfelt werden...

fatalist
13.06.2013, 19:28
Alexandra Neidlein geb. Franke
Die Freundin von Petra Senghaas heisst Alexandra Franke. Sie verliebte sich und heiratete Alexander Neidlein, den NPD-Funktionär. Das muss 2006 angefangen haben, und deshalb ging Petra Senghaas zur Polizei und erzählte denen das. Die reichten sie weiter an den Verfassungsschutz.
So fing das an. 99% sicher.

Tolle Freundin, diese Krokus Senghaas :dd:

fatalist
13.06.2013, 19:37
Eher ist realistischer, daß Carsten Schultze 1999 od. 2000 keine Ceska SD 7,65 mm gekauft hatte, sondern eine „osteuropäische Dienstwaffe” Makarov, wie es auch Schulz vom "Madley" in seiner Vernehmung ausgesagt hatte.
So eine Waffe mit Munition konnte man in der Tat nach 1990 aus Sowjetarmee- und Ostblockbeständen für diesen Preis auf dem schwarzen Markt bekommen. Aber auch ein Jürgen H., der vermutlich die „osteuropäische Dienstwaffe” (eine Makarov) weitergab, schweigt über seine Beziehungen zum „Madley”-Mitbesitzer und seinen Waffenverkäufen. Es darf gewürfelt werden...
In den Haftbefehlen steht 2001/2002 und Beihilfe zu 6 Morden.
Weil Gerlach, der Waffenbote geplaudert hatte, Razzia bei Schulz, dann GSG 9 bei Schultze.

Gerlach war der Bote, nicht Schultze.
Die haben aus 1 Waffe 2 gemacht, die 2. ist angeblich "mit Schalldämpfer" und 1999/2000.
Gab es nie, das Teil.

Es gab eine Waffe, die für ca. 1000 DM gekauft wurde, osteuropäische Dienstwaffe, und die Gerlach nach Zwickau brachte. Ohne Schalldämpfer.
Carsti kauft, Holgi bringt. Carsti hat nie ne Waffe nach Chemnitz gebracht, meinetwegen hat er bei Galeria Kaufhof in Chemnitz Briefe überbracht oder sonstwas.

Die Taschenlampenbomben-Geschichte haben die Bundesanwälte den Carsti doch nicht einfach so erzählen lassen!

Das war der Versuch, die Waffenübergabe doch noch ins Jahr 2000 zu bekommen, nach der verpatzten Galeria Kaufhof-Sache.


Tatsächlich hatten die Nürnberger Nachrichten 1999 über einen Rohrbombenanschlag in einer türkischen Gaststätte berichtet. In der Pilsbar eines türkischen Betreibers sei eine Bombe explodiert, die wie eine Taschenlampe ausgesehen habe, heißt es in dem Bericht, der der taz vorliegt. Ein 18-jähriger Mann hatte bei der Toilettenreinigung einen 30 Zentimeter großen Gegenstand bemerkt, den er für einen Taschenlampe hielt.

Als er sie anknipsen wollte, kam es zur Explosion. Der junge Mann erlitt Verbrennungen am Oberkörper, im Gesicht und an den Armen, konnte das Krankenhaus aber nach kurzer Behandlung wieder verlassen. Die Bombe hatte offenbar nur geringe Sprengkraft. An den Wänden der Toilette waren nach dem Anschlag nur schwarze Schmauchspuren zu sehen. Waschbecken und Spiegel blieben unbeschädigt. Damals vermutete aber niemand einen rechtsextremen Hintergrund. http://www.taz.de/!118017/

Das zu erzählen, samt Presse-Hype, das war die Idee nicht von Carsti, sondern von den Staatsanwälten, um vom Galeria Kaufhof-Patzer abzulenken, und vom falschen Kaufpreis.

V-Mann "Tusche" hat seine Rolle gut gespielt.

Karl_Murx
13.06.2013, 19:57
Was´n Murx :crazy:

Kennst doch den Unterschied zwischen Marx und Murx?



Du hast schon Harald Öchsner entdeckt?

Hab ich.


http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2446

Nur wo hat der seine Belege dafür?


Killer waren 2 VS-Leute, mit Wissen des Dienstes, die Dönerceska war noch 2008 beim Thüringer LfV registriert und vorhanden, und die Ermittler der Soko Bosporus wissen das alles?

fatalist
13.06.2013, 19:58
Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, gemeinsam mit dem gesondert verfolgten Ralf W. (vgl. Pressemitteilung Nr. 41 vom 29. November 2011) dem „NSU“ 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition in Jena gekauft und anschließend an Ralf W. weitergegeben haben, der einen Kurier mit dem Transport zu den „NSU“-Mitgliedern nach Zwickau betraut haben soll. Angesichts seiner engen persönlichen und ideologischen Verbindung zu den „NSU“-Mitgliedern soll der Beschuldigte billigend in Kauf genommen haben, dass die Schusswaffe für rechtsextremistische Morde verwendet werden könnte. Bislang ist es allerdings ungeklärt, ob sie tatsächlich für terroristische Straftaten des „NSU“ eingesetzt worden ist.

Der Beschuldigte wird dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnen wird.
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=14&newsid=433

Das ist der Haftbefehl Carsten Schultze, 1.02.2012. Andreas Schulz, Razzia 6 Tage zuvor, hatte ihn als Käufer benannt.
Osteuropäische Dienstwaffe, kein Schalldämpfer. 2001/2002. Gerlach hat überbracht ans Trio, Waffe wurde nie für Mord verwendet.
Steht in der Anklage auch so drin.

Die 1999/2000er Waffe mit Schalldämpfer gibt es nicht. Konstruierte, erpresste Aussagen von Schultze und Schulz.
Also gibt es auch keine Ceska, die aus der Schweiz durch viele leugnende Hände nach Zwickau gelangte.

Das ist ne konstruierte Story.
Daher hat man ja beim BKA auch von 2004-2010 versagt bei den recherchen in der Schweiz.
Weil man sollte.

fatalist
13.06.2013, 20:03
Kennst doch den Unterschied zwischen Marx und Murx?
Gibt es da einen? Beides Murks.


http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2446

Nur wo hat der seine Belege dafür?
Die sind bei der Kripo in Nürnberg, und die Zeugen sind die Kripo-Kommissare dort.
An die muss man ran.

Wird aber nicht einfach, denn die haben sich ja 300.000 Euro durch die Lappen gehen lassen.
So hoch war die Belohnung für die Ceska.
Für Heilbronn nochmals 300.000

Aber Krokus ging nicht damals zum Spiegel, erzählte dort ihre Story und griff sich die 300 Mille.

bernhard44
13.06.2013, 20:04
:popcorn: iss ja mal wieder spannend!

fatalist
13.06.2013, 20:13
:popcorn: iss ja mal wieder spannend!
Manche Leute fiebern schon seit Tagen:


“Verfassungsschutzpräsidentin (Banden-Württembergs) Beate Bube sagte, ihre Behörde habe über keine eigenen Quelleninformationen über das Treiben des Trios in Baden-Württemberg verfügt. „Der Verfassungsschutz sitzt nicht auf jedem Sofa.“ Man habe lediglich seit 1998 aus Thüringen gewusst, dass nach Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gefahndet werde. Von der Garagenliste habe ihr Amt erst Ende vergangenen Jahres erfahren. Eine Adressenliste, die 1998 in der Garage von Mundlos gefunden worden war, enthielt auch Namen aus Baden-Württemberg.

Hinweise, laut denen nach dem Anschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn im Jahr 2007 aus der rechten Szene nach dem Zustand des schwerverletzten Beamten geforscht worden war, bezeichnete die Verfassungsschutzpräsidentin als „frei erfunden“. Sie dementierte auch, dass ein angeblicher Ku-Klux-Klan-Ableger in Schwäbisch Hall von V-Leuten des Verfassungsschutzes gegründet worden sei. „Das kann ich definitiv ausschließen.“ (stuttgarter-zeitung. de vom 18.5.2013)

Man wird also noch sehen, auf welchem Sofa der Verfassungsschutz auch in Baden-Württemberg saß und wie viele (wissentliche) Falschaussagen in diesem Statement eingebettet sind.


Wolf Wetzelhttp://wolfwetzel.wordpress.com/2013/06/12/verleugnte-vp-krokus-taucht-ganz-langsam-auf-im-pua-in-berlin/
Hajo F. fiebert auch mit ;)

Wetzel meint, Klanchef Achim Schmidt sei V-Mann des LfV BW gewesen, und der Mitgründer "Corelli" Thomas Richter ist ein in England versteckter V-Mann. Stimmt wohl, auch wenn Schmidt das energisch bestreitet. In diesem KKK waren eben auch Kollegen und Vorgesetzte von Kiesewetter und Arnold, und ich vermute, die beiden selbst ebenfalls.

fatalist
13.06.2013, 20:31
Kennt den wer? bio1 bei spon


bio1 heute, 18:40 Uhr
Die Aussagen von "Krokus" werden im Grunde auch vom ehemaligen Verfassungsschützer Günter Stengel bestätigt. Laut ihm gab es ein rechtextremistisches NSU-Netzwerk. Es wird offenbar bis heute staatlich gedeckt. Im Jahr 2003 erfuhr Herr Stengel, ein Beamter des Baden-Württembergischen Verfassungsschutzes, von einer “Thüringer Neonazi-Gruppe mit dem Kürzel NSU”. Sein Informant “Stauffenberg” hätte auch den Namen “Mundlos” genannt.

Nach einem Dienst-Gespräch mit Vorgesetzten schrieb Stengel einen Bericht: “Doch dann forderten seine Vorgesetzten ihn auf, diesen Bericht zu vernichten.” Als Begründung sagte Stengel vor dem Bundestag-Untersuchungsausschuss (UE): “Mein Vorgesetzter sagte, das muss alles gelöscht werden. NSU sei als Organisation nicht bekannt und Einzelpersonen beobachten wir nicht. Ich löschte alles.”
Stengel: Doch als “November 2011 alles aufflog, meldete ich mich beim BKA. Daraufhin hieß es, ich mache mich wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses strafbar.” Die Antwort der SPD-Obfrau Eva Högl, sie glaube dem Zeugen Stengel “kein Wort”. Offenbar werden nicht nur Akten vernichtet, sondern mutige Informanten mit Zivilcourage aus dem Sicherheits-Apparat entfernt und bekämpft. Stengel ist kein Einzelfall ... Mutige NSU-Informanten werden aus dem Apparat entfernt! | Friedensblick (http://friedensblick.de/2119/nsu-informanten-werden-aus-apparat-entfernt/) Nein, bio, die werden auch von Frau Högl aus der SPD bekämpft. Und von Frau Pau. Und von Herrn Binniger von der CDU. Kurz: Vom System BRD.

sleepwell
13.06.2013, 20:45
ja das wundert mich ja auch, es geht darum, daß er aussagen soll, daß er die Waffe en einen der beiden übergeben hat, und das halt ich für unwahrscheinl, da die Waffe bis 2008 im Besitz des thüringischen Verfassungsschutz war, dort auch registriert ;-)

wäre meine erste frage, seit wann?
die zweite warum?

nichts gegen harald, aber die beiden mordenden verfassungsschützer als gesicherte aktenlage der kripo in nürnberg zu deklarieren, halte ich für ein gerücht.
zum einen müßten sie ja beim ersten mord zusammen aufgetreten sein und waren noch in der schießausbildung (top leute ballern nicht so blind rum)
und zum anderen weisen die phantombilder der tatverdächtigen mehrheitlich in eine andere himmelsrichtung.

sleepwell
13.06.2013, 20:57
1996 orderte ein Anton (oder “Peter”) G. 2 (zwei) Ceskas bei Luxik.

das müßte er aber dann bei jan luxik persönlich in tschechien gemacht haben.
wieso das?
die schweizer bude war 2005 von amtswegen geschlossen.


SHAB: 082 / 2005 vom 28.04.2005
J. Luxik Waffen Munition, in Derendingen, CH-251.1.001.217-4, Handel mit Waffen und Munition usw., Einzelfirma (SHAB Nr. 170 vom 04. 09. 1991, S. 3849). Der Geschäftsbetrieb hat infolge Wegzugs des Inhabers aufgehört. Die Firma wird im Sinne von Art. 68 Abs 1 HRegV von Amtes wegen gelöscht.

Karl_Murx
13.06.2013, 20:59
Gibt es da einen?

Ja. Marx ist die Theorie. Murks die Praxis.


Die sind bei der Kripo in Nürnberg, und die Zeugen sind die Kripo-Kommissare dort.
An die muss man ran.

Wird aber nicht einfach, denn die haben sich ja 300.000 Euro durch die Lappen gehen lassen.
So hoch war die Belohnung für die Ceska.
Für Heilbronn nochmals 300.000

Aber Krokus ging nicht damals zum Spiegel, erzählte dort ihre Story und griff sich die 300 Mille.

Die Story wäre wahrscheinlich noch ganz anderen zu heiß gewesen als Krokus.

Karl_Murx
13.06.2013, 21:11
Manche Leute fiebern schon seit Tagen:

http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/06/12/verleugnte-vp-krokus-taucht-ganz-langsam-auf-im-pua-in-berlin/
Hajo F. fiebert auch mit ;)

Wetzel meint, Klanchef Achim Schmidt sei V-Mann des LfV BW gewesen, und der Mitgründer "Corelli" Thomas Richter ist ein in England versteckter V-Mann. Stimmt wohl, auch wenn Schmidt das energisch bestreitet. In diesem KKK waren eben auch Kollegen und Vorgesetzte von Kiesewetter und Arnold, und ich vermute, die beiden selbst ebenfalls.

War das nun eine honeypot-Sache, dieser KKK, oder haben sich hier Polizeibeamte tatsächlich so betätigt? Letzteres erscheint mir angesichts des weit verbreiteten KgR im Land als eher unwahrscheinlich.

Was ist von dieser Aussage von Krokus zu halten:

http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/05/27/krokus-das-lange-leugnen-hat-ein-ende/

Wir möchten hier eindringlich dazu auffordern, dass den Menschen der Bundesrepublik Deutschland klar gemacht wird, dass es sich hier nicht um ein Spiel der schon krankhaft veranlagten Geheimdienste und Ermittlungsbehörden geht sondern um Rassistisch brutale Morde. 75 Jahre nach dem größten Verbrechen der Menschheit – dem Holocaust ziehen wieder braune Gestalten mordend durch die Republik. Es ist Bürgerpflicht, dem Einhalt zu gebieten!

Ist die Warnung vor dem pöhsen braunen Terror eine Methode von Krokus, ihren Argumenten den notwendigen Nachdruck zu verleihen und die vorwiegend linken Journalisten, die sich außerhalb der MSM mit dem "NSU"-Thema beschäftigen, zu beeindrucken? Jeder muß doch anhand der vorliegenden Fakten erkennen können, daß hier keine Rechtsextremisten und Ausländerfeinde unschuldige Migranten gemeuchelt haben.

fatalist
13.06.2013, 21:32
Ja. Marx ist die Theorie. Murks die Praxis.
Okay, das klingt logisch :gib5:



Die Story wäre wahrscheinlich noch ganz anderen zu heiß gewesen als Krokus.
Auch logisch.

fatalist
13.06.2013, 21:37
War das nun eine honeypot-Sache, dieser KKK, oder haben sich hier Polizeibeamte tatsächlich so betätigt? Letzteres erscheint mir angesichts des weit verbreiteten KgR im Land als eher unwahrscheinlich.
Ich weiss es nicht.


Was ist von dieser Aussage von Krokus zu halten:

http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/05/27/krokus-das-lange-leugnen-hat-ein-ende/


Ist die Warnung vor dem pöhsen braunen Terror eine Methode von Krokus, ihren Argumenten den notwendigen Nachdruck zu verleihen und die vorwiegend linken Journalisten, die sich außerhalb der MSM mit dem "NSU"-Thema beschäftigen, zu beeindrucken? Jeder muß doch anhand der vorliegenden Fakten erkennen können, daß hier keine Rechtsextremisten und Ausländerfeinde unschuldige Migranten gemeuchelt haben. Das ist AntiFa pur. Lächerlicher geht es kaum. Das waren Auftragsmorde, kein Rassismus. Nur wer die Auftraggeber waren, das wissen wir halt nicht: Gladio oder türkisch Gladio oder beide. 2 Serien waren es in jedem Fall, nicht wie behauptet nur eine. Kiesewetter gehört da komplett NICHT rein. Passt nicht dazu.

Nereus
13.06.2013, 23:08
das müßte er aber dann bei jan luxik persönlich in tschechien gemacht haben.
wieso das?
die schweizer bude war 2005 von amtswegen geschlossen.

Quatsch.
Was ist unverständlich?
Der Tscheche Jan Luxik betrieb von 1987 bis 2005 verschiedene Firmen in der Schweiz, dann wieder in Prag.
1996 hat Luxik am 10.4. zwei Ceskas SD 7,65 mm an Schläfli & Zbinden AG geliefert, der sie am 11.4.96 weiter an Anton (Peter) G. per Post verschickt hat.

20.11.2011- Fokus

Jetzt spricht erstmals der Waffenhändler, über dessen Ladentheke die Pistole gegangen ist. Er beteuert: Waffen seien zunächst Sportgeräte und Sammlerstücke.
Die Schweizer Zeitung „Der Sonntag“ führte ein Interview mit dem Händler, den sie Jan L(uxik) nennt und der jetzt in Prag lebt. Er zeigte sich entsetzt darüber, dass mutmaßlich mit einer von ihm verkauften Waffe in Deutschland eine Mordserie verübt wurde: „Es erschreckt mich, was mit dieser Pistole gemacht wurde.
Er selbst habe nichts mit den Verbrechen zu tun und mit der Polizei kooperiert, versicherte L. Er habe alle Rechnungen und Waffenbücher offengelegt. Er sei glücklich darüber, dass die Waffe gefunden wurde und damit kein weiterer Missbrauch mehr betrieben werden könne. Er habe 1993 24 Pistolen vom Typ Ceska 83 an rund 15 Fachhändler aus der ganzen Schweiz weiterverkauft. Einer dieser Händler habe die Tatwaffe dann vermutlich an eine Privatperson verkauft.
Die Ceska 83 sei eine „ganz einfache Pistole“, wie die Walther PPK, und habe einen verlängerten Lauf für einen Schalldämpfer. Sie sei damals auch von der tschechischen Polizei benutzt worden.
http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/haendler-verkaufte-tatwaffe-der-neonazis-diese-morde-beruehren-mich-sehr_aid_686152.html


Innova Betriebsberatung Jan Luxik
Hauptstrasse 46
4552 Derendingen
Gründungsjahr: 1987


Luxik
Derendingen (SO)
Wohnort:
Derendingen (SO)
Übersicht
Das Wichtigste zu Jan Luxik im Überblick.

Beruflicher Werdegang
Das sind die aktuellsten beruflichen Stationen von Jan Luxik:
Feb. 1989 bis Apr. 2005:
Inhaber bei J. Luxik Waffen + Munition
Jan. 1999 bis Jul. 1999:
Gesellschafter und Geschäftsführer bei der M.T.E. Martin Tuma Engineering GmbH

Neugründungen, Konkurse und Liquidationen
Jan Luxik hat in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn 3 Firmen (mit-)gegründet, mit 1 Firma Konkurs angemeldet und 3 Firmen liquidiert

http://www.moneyhouse.ch/p/luxik_jan-4251189/index.htm


Einen anderen Weg hat der schweizerischtschechische Doppelbürger Jan Luxik beschritten.
Ihm wurden die Gesetze und behördlichen Auflagen in der Schweiz zu eng und er zog es vor, mit seinem Handelsgeschäft in die alte Heimat zurückzukehren. Die liberalen Verhältnisse in der Tschechischen Republik erlauben ihm nahezu ungehinderte Geschäftstätigkeiten, nun ist Luxik sogar in die Waffenproduktion eingestiegen, ein Muster seines Engagementes stellen wir Ihnen ab Seite 20 vor.
http://www.kriss-arms.com/images/press/europe/Germany/2010/KRISS/Visier/Visier_KRISS_Sphinx_12.2010.pdf

http://www.army-guide.com/images/ot62_hgfhgfh1.JPG

Rüstungsexperte Jan Luxik, Panzerlieferant, Prag
http://www.army-guide.com/eng/firm1095.html

http://www.luvo.cz/grafika/heavy_rifles/BARRETT%20RIFLE%20MODEL%2098B_dalekohled_LIGHTBOX. jpg

Waffengroßhändler Luxik, Prag

Contacts:
LUVO Prague Ltd.
Rejskova 7
120 00 Praha 2
Czech Republic

Contact person:
Mr. Jan Luxik, director of weapons division
Tel: 00420 602 31 15 52
Fax: 00420 222 56 22 38
E-Mail: luvo@iol.cz
http://www.luvo.cz/index.php?option=com_content&task=view&id=2&Itemid=3

sleepwell
14.06.2013, 00:13
Quatsch.

erstens, schreibe ich nie quatsch
zweitens, kann ich mich irren
drittens, bei guten argumenten sehe ich das ein

der fall liegt hier aber nicht vor.

du schriebst


1996 orderte ein Anton (oder “Peter”) G. 2 (zwei) Ceskas bei Luxik.

ich habe darauf folgerichtig bemerkt, dass es bei luxik 1996 nichts mehr zu ordern gab, da die firma 1995 aufgelöst wurde.
das ist logisch, auch wenn der focus, von dem du das übernommen hast, was anderes behauptet.

bleibt also nur bei jan luxik persönlich in tschechien.
und da lautet meine berechtigte frage, wie das?
gemeint ist, wie kommt der anton da hin.

sollte er alternativ bei m.t.e. oder luvo bestellt haben, dann da und nicht bei luxik.

diese order ist so also nicht richtig.
alles klar?

sleepwell
14.06.2013, 00:24
Er habe 1993 24 Pistolen vom Typ Ceska 83 an rund 15 Fachhändler aus der ganzen Schweiz weiterverkauft

hatte ich auch schon mal darauf hingewiesen.
er will 93 alle verkauft haben!
paßt nicht.

fatalist
14.06.2013, 04:08
Die Freundin von Petra Senghaas heisst Alexandra Franke. Sie verliebte sich und heiratete Alexander Neidlein, den NPD-Funktionär. Das muss 2006 angefangen haben, und deshalb ging Petra Senghaas zur Polizei und erzählte denen das. Die reichten sie weiter an den Verfassungsschutz.
So fing das an. 99% sicher.

Tolle Freundin, diese Krokus Senghaas :dd:
Ich widerrufe. Es war nicht Alexandra Franke.
Was schert mich mein geschwätz von letzter Nacht :fizeig:
es war die Andere...

fatalist
14.06.2013, 04:47
Freie Presse (Sachsen) hat einige gute berichte zum NSU-Prozess.


NSU-Prozess: S. beantwortet keine Fragen von Wohlleben-Verteidigung

München (dpa) - Die mit Spannung erwartete Befragung von Carsten S. durch die Anwälte seines Mitangeklagten Ralf Wohlleben im NSU-Prozess bleibt vorerst aus. S. verlangt, vorher müsse auch Wohlleben umfassend aussagen. http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/NSU-Prozess-S-beantwortet-keine-Fragen-von-Wohlleben-Verteidigung-artikel8422845.php



NSU-Prozess: Irrtum oder brisanter Widerspruch?
Angeklagter Carsten S. will vor der Waffenübergabe das NSU-Trio in der "Galeria Kaufhof" getroffen haben - Die aber gab es im Jahr 2000 gar nicht
München. Die Bombe im Gerichtssaal des NSU-Prozesses tickte zunächst unbemerkt. Der Angeklagte Carsten S. berichtete in seiner Vernehmung, wie er mit der Bahn nach Chemnitz gefahren sei, so "Ende März, Anfang April" müsse das gewesen sein. Im Gepäck die Pistole mit dem Schalldämpfer, die er an die abgetauchten Jenaer Kameraden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos übergeben sollte. Am Chemnitzer Hauptbahnhof hätten beide "Uwes" ihn empfangen. Dann seien sie gemeinsam in ein Café gegangen - in der örtlichen "Galeria Kaufhof". http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/NSU-Prozess-Irrtum-oder-brisanter-Widerspruch-artikel8422858.php

:appl:

fatalist
14.06.2013, 06:49
War das nun eine honeypot-Sache, dieser KKK, oder haben sich hier Polizeibeamte tatsächlich so betätigt?
Das eine schliesst ja das andere nicht aus.
Selbst wenn das ein Honey Pot des LfV BW war, können die Polizisten sich ja trotzdem daran beteiligt haben, ohne vom honey pot zu wissen.

Es gibt da ein Problem: Kein Polizist wurde für die Mitgliedschaft ernsthaft bestraft: Niemand wurde rausgeschmissen, keiner wurde degradiert etc pp.

Das spricht doch sehr dafür, dass viele der KKK-Polizisten als V-Leute des LfV teilnahmen.


Schließlich kam heraus, daß mehrere Kollegen der jungen Polizistin im rassistischen Geheimbund »European White Knights of the Ku-Klux-Klan« (EWK-KKK) organisiert waren. Diese Verbindung sollte am Donnerstag auch den Ausschuß beschäftigen.

Die Zeugin Bettina Neumann war von 1993 bis 2011 Referatsleiterin »Auswertung Rechtsextremismus, -terrorismus« beim Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Baden-Württemberg. Ende der neunziger Jahre kamen vermehrt Hinweise auf, daß es in Schwäbisch Hall zur Gründung eines deutschen Ablegers des US-amerikanischen »Klans« gekommen sein soll – mehrere Mitglieder seien Polizisten, hieß es in Aussagen von »Vertrauensleuten«. Rund 20 Personen bundesweit rechnete das LfV der Gruppierung zu.

Eine Untersuchung, die Landesinnenminister Reinhold Gall (SPD) anstrengte, ermittelte schließlich zwei Beamte, darunter auch den einstigen direkten Vorgesetzten Kiesewetters, die dem »Klan« angehört haben sollen. Der ehemalige Grünen-Abgeordnete und Mitbegründer der »Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten«, Thomas Wüppesahl, erhob in einem Interview Vorwürfe gegen »ein Dutzend, wenn nicht Dutzende Polizeibeamte« aus dem südwestlichen Bundesland, die über eine gefestigte rechtsextreme Gesinnung verfügen sollen. http://www.jungewelt.de/2013/04-20/047.php

Honey Pot !!!

Und Kiesewetter oder Arnold waren selber mit dabei. Oder beide. Arnolds Stiefpapa ist Referatsleiter beim BfV, und der Sohnemann spionierte im Honey Pot KKK für das Bundesamt(!!!) diesen ominösen Honeypot des Landesamtes(!!!) aus? Wusste das BfV überhaupt, dass das ein Honeypot des Landesamtes war?


FREIBURG. Der Vorsitzende des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy, hält es für möglich, dass der deutsche Ableger des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan vom Verfassungsschutz ins Leben gerufen wurde.

Es sei nicht Aufgabe der Sicherheitsbehörden, solche Organisationen zu gründen, sagte Edathy am Samstag bei einer Podiumsdiskussion der Friedrich Ebert Stiftung in der Katholischen Akademie Freiburg. Er könne dies im Fall des Ku-Klux-Klan aber nicht ausschließen. "Fast die Hälfte der Mitglieder waren V-Leute", sagte der SPD-Politiker. Möglich sei, dass die Organisation ein "Honeypot" gewesen sei, ein Honigtopf: Die Sicherheitsbehörden hätten den Ku-Klux-Klan womöglich ins Leben gerufen, "um zu sehen, wer sich meldet".
http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/war-der-ku-klux-klan-ein-honigtopf--71836385.html



Sicherheitsbehörden rudern wegen Ku-Klux-Klan zurück
Verwirrung um den Ku-Klux-Klan in Baden-Württemberg. Die Sicherheitsbehörden sind sich nun doch nicht ganz sicher, ob der Geheimbund als Gruppierung auftritt. Man beobachtet weiter.
6.5.2013 "Neugründung" oder: KKK wieder da.
http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article115935666/Sicherheitsbehoerden-rudern-wegen-Ku-Klux-Klan-zurueck.html

Das ist Desinformation, das Aktuelle von 2013.
Herrliche schöne Desinfo, leicht als Solche zu erkennen.

Bedeutet aber nicht, dass der KKK "damals" 1998-2007 nicht existierte.
Nach dem Doppelkopfschuss war jedenfalls Schluss.

______________________________


Edathy hat sich ja verplappert:

Also mehrere Sicherheitsbehörden, nicht nur Eine. LfV und LKA BW, oder LfV BW und LfV ???
BfV ja wohl kaum, sonst hätte man ja Arnold nicht da drin gebraucht. Oder erst recht?

Der Doppelkopfschuss kann eigentlich maximal 3 Gründe haben:

1. "Hat was mit den Türkenmorden zu tun", Patenonkel von KW sagte das, also KKK-Party mit besoffenen Angebern "Döner auf Thüringer Art". Krokus-Story, darauf liefe das hinaus. Die 5 Stengel-Namen des NSU. Also Gladio, Killertruppe, ausländischer Dienst?

2. Drogengeschäfte der KKK-Polizisten, darunter der direkte Vorgesetzte Timo H. , Kollege Jörg W. beteiligt, denen KW und Arnold auf die Spur kamen. Vielleicht bei KWs verdeckten Ermittlungen in der Drogenszene. Ausführende: Fachkräfte, angeheuert von Drogenring.

3. Die DIA-Spur. Waffendeal lief da ab, Santander-Bank, 2,3 Mio Euro Bareinzahlung, das ominöse STERN-Dingsbums.

Man müsste halt die Phantombilder und Aussagen der Zeugen kennen, auch die Arnolds.

BoB
14.06.2013, 07:02
Wetzel meint, Klanchef Achim Schmidt sei V-Mann des LfV BW gewesen, und der Mitgründer "Corelli" Thomas Richter ist ein in England versteckter V-Mann. Stimmt wohl, auch wenn Schmidt das energisch bestreitet. In diesem KKK waren eben auch Kollegen und Vorgesetzte von Kiesewetter und Arnold, und ich vermute, die beiden selbst ebenfalls.

Da ist auf alle Fälle einiges faul an dem Schmid(t):

Schmid bestätigt, dass die zwei Polizisten aus Böblingen mitmischten - und dass er damals von einem Mitarbeiter des Landesverfassungsschutzes vor Abhörmaßnahmen gewarnt wurde. "Thorsten D. wollte Informationen, bot mir im Gegenzug Schutz für den Klan an."Welche Informationen der Schlapphut begehrte, will Schmid nicht sagen. Der Vorgang flog auf, der Beamte wurde versetzt. Schmid weiß, dass die Behörden bereits 2000 über den Klan informiert waren. "Die Haller Polizei hatte nach Hausdurchsuchungen alle Unterlagen - vom Gesetzbuch bis zum kleinsten Formular. Es ist schlicht dreist zu behaupten, man habe nichts gewusst."
Zu Schmids Kontakten gehörteThomas R., der als V-Mann "Corelli" enttarnt wurde. Sein Name tauchte auf NSU-Dokumenten auf. Laut Recherchen unter anderem der "Süddeutschen Zeitung" war Schmid selbst V-Mann - was er vehement bestreitet. Mitte der 90er Jahre gelangte von ihm aber Videomaterial der Rechtsrockband "Kraftschlag" an den Geheimdienst - mehrere Mitglieder landeten darauf im Gefängnis. Obwohl arbeitslos, sei Schmid stets flüssig gewesen, habe Reisen finanziert - auch in die USA, wo er zum "Grand Dragon" des Klans geschlagen wurde. Kam das Geld vom Geheimdienst? Der Verfassungsschutz macht"keine Angaben zu operativen Angelegenheiten".

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Ku-Klux-Klan-Ex-Anfuehrer-bestaetigt-Vorwuerfe-gegen-Geheimdienstler;art4319,1861096

Muss erst mal den ganzen Kram von gestern aufarbeiten, war eindeutig der falsche Tag für ne Pause. Und klar, dass die Stuttgarter Z. hier mitliest, woher denn sonst die brisanten Infos... :crazy:

Meine VT geht langsam aber sicher in die Richtung, dass es irgendwie um die Überwachung der B+H/KKK-Netzwerke ging, die sind international, da tauscht du dich international aus als Behörde, da trifft man am besten auf Gladio-Strukturen, die dann gleich mal deine untergetauchten Leute nutzen, um die, die für ihre grade geöffneten Geschäfte nicht zahlen wollen oder nicht in die Drogen-Strukturen rein wollten oder ähnliches, entweder zu verängstigen (Nürnberg) oder dann mit professionellen Killern den Job richtig zu machen. Klar waren die Uwes Nazis, und die durften halt auch ab und zu mal eine Bombe werfen auf ihre Hassobjekte, dafür hielten sie halt die Füsse still, aber abhauen nach Südafrika zB war nicht drin, die wurden ja noch gebraucht....bis zum 4.11. jedenfalls.
Nur so eine Idee...

PS. Man sollte die Frage nach dem "Warum" nicht aus den Augen verlieren - siehe auch das Interview mit Bommi Baumann (http://prenzlauerberger.wordpress.com/2010/05/24/die-raf-und-die-geheimdienste/): Damals ging es darum, mit allen Möglichkeiten den territorialen status quo zu wahren, heute denke ich, geht es darum, die eigene Existenz zu sichern und alles halbwegs stabil und am laufen zu halten, nach den eigenen Massstäben. Also alle Akteure, die ebenfalls international handeln, mindestens im Blick zu haben...

fatalist
14.06.2013, 07:08
Meine VT geht langsam aber sicher in die Richtung, dass es irgendwie um die Überwachung der B+H/KKK-Netzwerke ging, die sind international, da tauscht du dich international aus als Behörde, da trifft man am besten auf Gladio-Strukturen, die dann gleich mal deine untergetauchten Leute nutzen, um die, die für ihre grade geöffneten Geschäfte nicht zahlen wollen oder nicht in die Drogen-Strukturen rein wollten oder ähnliches, entweder zu verängstigen (Nürnberg) oder dann mit professionellen Killern den Job richtig zu machen.
:gib5:
Schutzgeldringe, Drogenringe, Finanzierung des Tiefen Staates, genau so. Nennen wir es halt Gladio.



Klar waren die Uwes Nazis, und die durften halt auch ab und zu mal eine Bombe werfen auf ihre Hassobjekte, dafür hielten sie halt die Füsse still, aber abhauen nach Südafrika zB war nicht drin, die wurden ja noch gebraucht....bis zum 4.11. jedenfalls.
Nur so eine Idee... Und die Kleinbomben kamen vom Tiefen Staat, so wie bei Robin S, dem Brieffreund Zschäpes, die Wumme vom "Peter Urbach Nr. 253" Seemann kam.

Siehe gestern. Hast ja was nachzuarbeiten ;)

fatalist
14.06.2013, 07:18
Honey pot KKK mit angeschlossener Filmproduktion, und "Piato" Carsten Szczepanski mitten drin.


1992 sollen mutmaßliche Anhänger des KKK in Brandenburg einen nigerianischen Asylbewerber fast totgeschlagen und in einen See geworfen haben.
Anfang der Neunziger Jahre produzierte der freischaffende Film-Redakteur Michael Born für Stern-TV einen Beitrag über einen angeblichen Ku-Klux-Klan in der Eifel. Der Beitrag flog später als Fälschung auf. Die Kostüme waren selbst gefertigt, die Darsteller waren Freunde des Journalisten.] (https://de.wikipedia.org/wiki/Ku-Klux-Klan#cite_note-21)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ku-Klux-Klan#Der_Klan_in_Deutschland

Es steht so in Wiki, und es macht Sinn. Born als Auftragnehmer der Honeypot-Aktion KKK. Damals schon.
Das ist doch dasselbe wie der Thüringer Heimatschutz des Tino Brandt: Strukturen erschaffen durch den Tiefen Staat.

Innerhalb dieser Strukturen kann es ja durchaus Ernstes geben, Gladio halt.
Die Neonazis mussten ja die Türkenmorde gar nicht selber ausführen, das können ja auch "echte Profis" der Dienste gewesen sein, die Teil dieser erschaffenen Strukturen waren, wie Harald Öchsner das gestern (Reinkopierdatum) schrieb auf Rote Fahne (dort am 7.Juni). Können auch eingeflogene Killer gewesen sein.

Die Uwes waren es jedenfalls nicht. Davon gehe ich mittlerweile aus.

Warum ging "Piato" Mitte 2000 in ein Zeugenschutzprogramm, und wo ist er seitdem tätig gewesen, und für wen?
Ich denke jetzt gerade an die Phantombilder von Heilbronn... die nie veröffentlicht wurden.
Eines der Phantombilder zeigt na wen denn... o la la :crazy:

fatalist
14.06.2013, 07:45
Wiki weiter:


Mitte der Neunzigerjahre trafen sich etwa 20 Neonazis in der Nähe von Jena und verbrannten Kreuze. Teilnehmer waren auch die NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe sowie der NPD-Politiker Ralf Wohlleben. Die Staatsanwaltschaft Gera erhob damals Anklage, nachdem sie bei Zschäpe Fotos gefunden hatte, auf denen ein lichterloh brennendes Holz und Personen beim Hitlergruß zu sehen waren.[22] Der Untersuchungsausschuss zur NSU befragte im Frühjahr 2013 den V-Mann „Corelli“ (Thomas R.) aus Sachsen-Anhalt.[23] Er soll einer der Mitbegründer eines Ablegers des KKK in Baden-Württemberggewesen sein und den Rang eines Kleagles (Anwerber) innegehabt haben.[24] Die 18 Namen von Teilnehmern hat Beate auf die Fotos geschrieben.
Corelli ist in England in Sicherheit gebracht worden. Doch nicht wegen Anwerbungen für den KKK, da war viel mehr.
Siehe Piato. Phantombilder Heilbronn :crazy:




2012 wurde bekannt, dass in Baden-Württemberg zwei Böblinger Polizisten Mitglieder der European White Knights of the Ku Klux Klan waren. Dieser Ableger soll von 2000 bis 2002 mit etwa 10 Mitgliedern existiert haben.[25] Der Fall erhielt zusätzlich Brisanz, da es sich bei den Polizisten um Kollegen der ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter handelt.[26] Zudem war öffentlich geworden, dass der Fall von den Behörden zehn Jahre lang geheim gehalten wurde. 2004 wurde ein Disziplinarverfahren betrieben, das mit einer Rüge für die Beamten endete. Die beiden waren auf der Geyersburg inUntermünkheim (Kreis Schwäbisch Hall) mit einem Blutritual in den Ku-Klux-Klan aufgenommen worden, nach einigen Monaten aber wieder ausgetreten. Beide befanden sich 2012 noch im Dienst.[27] Im Oktober 2012 bestätigte Reinhold Gall den Verdacht, dass auch der baden-württembergische Verfassungsschutz in die Vorgänge verstrickt ist.
2000 bis 2002 mit etwa 10 Mitgliedern
Lüge. Eher von 1998-2007.


Ein Mitarbeiter des Amtes soll damals den Anführer des Schwäbisch Haller Ku-Klux-Klan-Ablegers darüber informiert haben, dass sein Telefon überwacht wird. Nach dem Bekanntwerden des Verrats wurde dieser nach SWR-Recherchen im gleichen Jahr zumRegierungspräsidium Stuttgart abgeordnet. Damit blieb er formal Mitarbeiter des Verfassungsschutzes und arbeitete in der Zentralabteilung. In seiner Zeit beim Regierungspräsidium kam es dann offenbar erneut zu einem Zwischenfall, der mit einemStrafbefehl der Staatsanwaltschaft geahndet wurde. Aus Kreisen der Landesverwaltung hieß es, der Mann habe sich in einem minder schweren Fall „distanzlos“ verhalten.[28]
Thomas D. hatten wir ja gerade.


Der im Ku-Klux-Klan als „Ryan Davis“ bekannte Achim S., der in den USA eine Ausbildung zum „Grand Dragon“ gemacht hatte,[29] hatte die schwäbische Klan-Gruppe im Jahr 2000 gegründet, fiel durch die Teilnahme an NPD-Veranstaltungen auf[30] und war Solist bei den Neonazi-Bands Wolfsrudel und Celtic Moon.[31] 2003 traf sich Achim S. mit dem Verfassungsschutz, dabei sagte er aus, dass die Polizisten damit angegeben hätten, einen „Neger“ verhaftet und dann mit weißen Kutten verkleidet in der Zelle aufgesucht zu haben.[32] Laut S. soll es in Stuttgart eine Gruppe von zehn bis zwanzig Polizisten gegeben haben, „deren verbindendes Element ein klar rechtsextremistisches Weltbild war“,[33] zeitweise hätten bis zu sechs Beamte die Nähe zu dem Geheimbund gesucht. Ebenso soll eine Polizistin Kontakt zum Klan gehabt haben, die für das Drogendezernat gearbeitet und einen starken Hass „auf Schwarze“ gehabt habe.[34] Nette Geschichten, aber stimmen die?
Ebenso soll eine Polizistin Kontakt zum Klan gehabt haben, die für das Drogendezernat gearbeitet und einen starken Hass „auf Schwarze“ gehabt habe Kiesewetter :?

BoB
14.06.2013, 08:13
Elsässer, vom auch bei Wohlleben beliebten Compact-Magazin wie man gestern beim Welt Ticker erfuhr :D, behauptete ja (http://www.youtube.com/watch?v=Zbeq06cSGi4), der KKK-Zugführer von Kiesewetter wäre beim Staatsbesuch von Bibi Nethanjahu für den als Personenschützer eingesetzt gewesen, nachdem das alles bekannt geworden ist.
Man mag dem Mossad ja einiges unterstellen, aber Unwissenheit gehört da bestimmt nicht zu...Wenn das also stimmt, was der Jürgen da erzählt, find ich das schon sehr interessant...als pikantes Randdetail

fatalist
14.06.2013, 08:24
Elsässer, vom auch bei Wohlleben beliebten Compact-Magazin wie man gestern beim Welt Ticker erfuhr :D, behauptete ja (http://www.youtube.com/watch?v=Zbeq06cSGi4), der KKK-Zugführer von Kiesewetter wäre beim Staatsbesuch von Bibi Nethanjahu für den als Personenschützer eingesetzt gewesen, nachdem das alles bekannt geworden ist.
Man mag dem Mossad ja einiges unterstellen, aber Unwissenheit gehört da bestimmt nicht zu...Wenn das also stimmt, was der Jürgen da erzählt, find ich das schon sehr interessant...als pikantes Randdetail
Oh, das spricht eher dafür, dass der Mossad diese Leute gut kannte.

Edit:
Es passt auch zu den Infos, die "Erbse" Torsten O. dem Herrn Stengel 2003 über den Mossad anzubieten hatte. Also den Teil des (nicht existenten, LOL) Berichtes, den der PUA nie bekommen wird, weil ja ausländische "befreundete Dienste" involviert sind.

Siehe auch Thomas Starke, VP 562, "TNT"-Bote 1997.

Nereus
14.06.2013, 08:57
.....
du schriebst:

1996 orderte ein Anton (oder “Peter”) G. 2 (zwei) Ceskas bei Luxik.

ich habe darauf folgerichtig bemerkt, dass es bei luxik 1996 nichts mehr zu ordern gab, da die firma 1995 aufgelöst wurde.
das ist logisch, auch wenn der focus, von dem du das übernommen hast, was anderes behauptet.

bleibt also nur bei jan luxik persönlich in tschechien.
und da lautet meine berechtigte frage, wie das?
gemeint ist, wie kommt der anton da hin.

sollte er alternativ bei m.t.e. oder luvo bestellt haben, dann da und nicht bei luxik.

diese order ist so also nicht richtig.
alles klar?

Nichts ist klar für Dich!

Im vorhergehenden Posting schriebst Du:
„die schweizer bude war 2005 von amtswegen geschlossen.” und jetzt sagst Du
"... dass es bei luxik 1996 nichts mehr zu ordern gab, da die firma 1995 aufgelöst wurde."?

Die „Bude” wurde nicht von amtswegen 2005 geschlossen, sondern Luxik meldete der Schweizer Handelskammer, daß er das Land verläßt. Darauf wurde seine Firma am 28.04.2005 aus dem Handelsregister gestrichen und dieses öffentlich bekannt gegeben. Eine übliche Verwaltungsprozedur.
Haste es ja selber so mitgeteilt:

SHAB: 082 / 2005 vom 28.04.2005
J. Luxik Waffen Munition, in Derendingen, CH-251.1.001.217-4, Handel mit Waffen und Munition usw., Einzelfirma (SHAB Nr. 170 vom 04. 09. 1991, S. 3849). Der Geschäftsbetrieb hat infolge Wegzugs des Inhabers aufgehört. Die Firma wird im Sinne von Art. 68 Abs 1 HRegV von Amtes wegen gelöscht.
oder noch genauer:

Übersicht
Eintrag ins Handelsregister: 08.02.1989
Löschung im Handelsregister: 28.04.2005
Rechtssitz der Firma: Derendingen (SO)

Handelsregister-Nummer: CH-251.1.001.217-4
Handelsregisteramt: Kanton Solothurn

Zweck: Handel mit Waffen und Munition. Import und Export, Detail- und Grosshandel, sowie Handel mit Waren aller Art.

Letzte SHAB-Meldungen:
SHAB: 082 / 2005 vom 28.04.2005
J. Luxik Waffen Munition, in Derendingen, CH-251.1.001.217-4, Handel mit Waffen und Munition usw., Einzelfirma (SHAB Nr. 170 vom 04. 09. 1991, S. 3849). Der Geschäftsbetrieb hat infolge Wegzugs des Inhabers aufgehört. Die Firma wird im Sinne von Art. 68 Abs 1 HRegV von Amtes wegen gelöscht.
SHAB: 038 / 2005 vom 23.02.2005
Art. 68 und Art. 77 Abs. 2 lit. b HregV Art. 68 et art. 77 al. 2 litt. b ORC Art. 68 e art. 77 cpv 2 lett. b ORC1 Der Geschäftsbetrieb der nachfolgend aufgeführten Einzelfirmen, Kollektiv-und Kommanditgesellschaften sowie der Zweigniederlassungen mit Hauptsitz im Ausland hat aufgehört. Die Inhaber, die Gesellschafter oder deren Erben sowie die Hauptniederlassungen im Ausland werden aufgefordert, innert 30 Tagen seit Erscheinen dieser Publikation die Löschung der Firma beim zuständigen Handelsregisteramt anzumelden. Andernfalls wird die Löschung von Amtes wegen vorgenommen.
Der letzte Handelsregisterauszug von Jan Luxik, Solothurn, lautete:

Das sind die aktuellsten beruflichen Stationen von Jan Luxik:
Feb. 1989 bis Apr. 2005:
Inhaber bei J. Luxik Waffen + Munition
http://www.moneyhouse.ch/p/luxik_jan-4251189/index.htm

Daraus ergibt sich:
- 1987 Jan Luxik beginnt in der Schweiz eine geschäftliche Tätigkeit.
- 1989 erweitert er die Handelstätigkeit auf „Waffen und Munition”
- 1993 importiert Luxik 24 Pistolen Ceska SD 83 Kal 7,65 mm aus Tschechien und bietet sie in Waffenzeitschriften an.
Waffen haben kein Verfallsdatum und sind lagerfähig. Luxik verkaufte nicht sofort 1993 alle 24 Pistolen aus der Sonderserie, sondern Zwischenhändler orderten hin und wieder für Kunden bei ihm Pistolen.
- 1996 zwei Ceskas 83 werden im April über Schläfli mit den Seriennummern 034671 und 034678 an Anton (Peter) G. verkauft..
- 2005, 9 (neun) Jahre nach dem Verkauf der beiden Ceskas an Anton (Peter) G., hört die „Firma Luxik Waffen und Munition” in der Schweiz auf zu bestehen, weil der Inhaber wieder in seine Heimat 2004/05 nach Prag gezogen ist.

Wie kommst Du nun, unlogischerweise, darauf,
„daß die firma 1995 aufgelöst wurde.”, wie Du mit dem Ton der Überzeugung schreibst?

Irrtum oder Quatsch?

http://s1.directupload.net/images/130101/zub8mtgo.jpg

Auschnitt aus BKA-Ermittlung:
Eine Ceska von Luxik (geliefert 1995) ist „verschollen”.
drei Ceskas von Schläfli (geliefert 1996) sind „verschollen”

siehe auch ZDF-Video Frontal21 „Die Spur der Waffe” 4:52 min:

Luxik Waffen, Pist. CZ 83 SD 7,65 Br., 034677, 10.6.95
Schläfli, dito, 034657, 3.4.96
Schläfli, dito, 034671, 11.4.96, Anton G.
Schläfli, dito, 034678, 11.4.96, Anton G.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=uVI1_8tXfFM

fatalist
14.06.2013, 09:19
Daraus ergibt sich:
- 1987 Jan Luxik beginnt in der Schweiz eine geschäftliche Tätigkeit.
- 1989 erweitert er die Handelstätigkeit auf „Waffen und Munition”
Ich mische mich ja ungern ein, wie allgemein bekannt ist, :haha:
aber:

1987 schon eröffnet, das ist ein Agent eines östlichen Geheimdienstes.
Ein normaler Tscheche hätte nie und nimmer in der Schweiz ein Waffengeschäft eröffnen können, 2 Jahre vor der Wende in Prag.
Dieser Luxik ist ein Geheimdienstmann, und der hatte auch "nicht offiziell eingeführte Ceskas mit Schalldämpfer".
Jede Wette.

BoB
14.06.2013, 09:26
Nette Geschichten, aber stimmen die?
Ebenso soll eine Polizistin Kontakt zum Klan gehabt haben, die für das Drogendezernat gearbeitet und einen starken Hass „auf Schwarze“ gehabt habe Kiesewetter :?

Ich hätte ja eine Idee, wer da weiterhelfen könnte, rein theoretisch...



Wegen ihrer Kontakte in die rechtsextreme Szene hat das Thüringer Landeskriminalamt gegen eine Polizistin ermittelt. Wie das LKA mitteilte, soll die Beamtin unberechtigt polizeiliche Daten abgefragt und an Dritte - vermutlich Rechte - weitergegeben haben. Sie sei deshalb 2009 zunächst vom Dienst suspendiert und nach Zahlung einer Geldstrafe im Jahr 2011 wieder eingestellt worden.
Das LKA bestätigte damit einen Bericht im "Tagesspiegel". Demnach war die Frau im Zuge der Ermittlungen zur Zwickauer Terrorzelle vom BKA vernommen worden, weil sie die 2007 in Heilbronn vermutlich von der NSU erschossene Polizistin Michèle Kiesewetter gekannt hatte. Dem Bericht zufolge war die Polizistin auch aufgefallen, weil sie eine Schlägerei zwischen Neonazis und Ausländern nicht gemeldet hatte. In ihrer Vernehmung beim BKA räumte die Frau private Kontakte in die rechte Szene ein.
http://www.mdr.de/nachrichten/zwickauer-trio576_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Von wegen als Beamter darf man kein Silberlöffel klauen...was man sich da alles erlauben kann, und trotzdem wieder eingestellt wird...

bernhard44
14.06.2013, 09:38
Ich hätte ja eine Idee, wer da weiterhelfen könnte, rein theoretisch...


http://www.mdr.de/nachrichten/zwickauer-trio576_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html

Von wegen als Beamter darf man kein Silberlöffel klauen...was man sich da alles erlauben kann, und trotzdem wieder eingestellt wird...



Vage Verbindung Vor Kurzem wurde eine neue Verbindung bekannt: Eine Thüringer Polizistin, die zwischenzeitlich vom Dienst suspendiert war, weil sie Polizeigeheimnisse mutmaßlich an Nazis verraten hatte, kannte Kiesewetter. Die beiden waren 2003 zusammen in Ungarn im Urlaub.

Deshalb interessierte sich auch das Bundeskriminalamt für die Polizistin. Am 28. Januar 2012 wurde sie vernommen, der taz liegt das Vernehmungsprotokoll vor. Die Polizistin sagte aus, sie habe Kiesewetter bei der Oma ihres damaligen Lebensgefährten kennen gelernt, auch ein Polizist. 2006 an Weihnachten hätten sie sich zuletzt getroffen.
Ende 2007 kam die Polizistin mit ihrem späteren Mann zusammen, den sie 2009 heiratete. Der hatte in Jena eine Sicherheitsfirma. Offen räumt die Polizistin ein, Personen aus der rechtsextremen Szene zu kennen, von dienstlichen Einsätzen oder weil sie für die Firma ihres Mannes gearbeitet haben, darunter Marcel W. Als sie hörte, dass W. zusammen mit einem Kollegen „Türkenklatschen“ war, unternahm sie nichts, „da ich nicht wusste, ob das stimmt“.
Die Polizistin beschrieb Marcel W. als guten Freund des mutmaßlichen NSU-Helfers André K., den das Trio seit Mitte der 90er-Jahre kannte. Und W. war auch mit Stefan A. bekannt – einem Cousin von Beate Zschäpe.


die "taz" weiß dazu mehr...: http://www.taz.de/!101623/

Nereus
14.06.2013, 10:40
Ich mische mich ja ungern ein, wie allgemein bekannt ist, :haha:
aber:

1987 schon eröffnet, das ist ein Agent eines östlichen Geheimdienstes.
Ein normaler Tscheche hätte nie und nimmer in der Schweiz ein Waffengeschäft eröffnen können, 2 Jahre vor der Wende in Prag.
Dieser Luxik ist ein Geheimdienstmann, und der hatte auch "nicht offiziell eingeführte Ceskas mit Schalldämpfer".
Jede Wette.

Daher hat er vermutlich auch über 15 einheimische Händler seine Prager Waffen verkauft. Luxik ist vermutlich ein Vertreter der Regierung und der Waffenindustrie Tschechiens.

http://www.army-guide.com/images/ot62_hgfhgfh6.jpg

Rüstungsexperte Jan Luxik, Panzerlieferant, Prag

Caliber Praha s.r.o.
Contact: Jan LUXIK
Dort weiter anklicken: Russian, Czech Republik, trade

http://www.army-guide.com/eng/firm1095.html

Produkt: OT-62 (TOPAS)

The OT-62 is a tracked amphibious vehicle that was jointly developed and used by Czechoslovakia and Poland. It is equivalent to the Soviet BTR-50PK APC and in appearance is almost identical to the BTR-50PU model 2 command vehicle with some significant differences. These differences include higher road and water speeds, a fully enclosed troop compartment and in some versions, fully-enclosed armament installations rather than simple pintle-mounted machine guns. TOPAS is the official designation of this armored personnel carrier with the designation "OT-62" often being used in the West. The Western term "OT-62" will be used principally in this lesson.
http://www.army-guide.com/eng/product1068.html

LUVO Arms (Mr. Jan Luxik, Ceska-Vertreter, director of weapons division ) bietet an:
alte Waffen: http://www.luvo.cz/index.php?option=com_content&task=view&id=1&Itemid=2
Pistolen: http://www.luvo.cz/products/pistols/index.html
Gewehre: http://www.luvo.cz/products/rifles/index.html
Usw.

fatalist
14.06.2013, 10:47
die "taz" weiß dazu mehr...: http://www.taz.de/!101623/


Die Polizistin sagte aus, sie habe Kiesewetter bei der Oma ihres damaligen Lebensgefährten kennen gelernt, auch ein Polizist. 2006 an Weihnachten hätten sie sich zuletzt getroffen.

Ende 2007 kam die Polizistin mit ihrem späteren Mann zusammen, den sie 2009 heiratete. Der hatte in Jena eine Sicherheitsfirma. Offen räumt die Polizistin ein, Personen aus der rechtsextremen Szene zu kennen, von dienstlichen Einsätzen oder weil sie für die Firma ihres Mannes gearbeitet haben, darunter Marcel W. Als sie hörte, dass W. zusammen mit einem Kollegen „Türkenklatschen“ war, unternahm sie nichts, „da ich nicht wusste, ob das stimmt“.
Die Polizistin beschrieb Marcel W. als guten Freund des mutmaßlichen NSU-Helfers André K., den das Trio seit Mitte der 90er-Jahre kannte. Und W. war auch mit Stefan A. bekannt – einem Cousin von Beate Zschäpe.
Stefan Apel, der Cousin
Marcel Welsch laut Seite 13 http://japs-jena.de/Rechtsextreme-Strukturen-in-JenaxLQ.pdf

Weihnachten besucht man die Oma. Also KW Oma = Lebensgefährte.von.Polizistin-Oma, auch der Lebensgefährte ist also Polizist. Cousin von KW ( = dieselbe Oma)

Stefan Apel. Dessen Vater vermietete die Garage in Jena, Razzia 1998. Auch Polizist.
Patenonkel von KW: Maik W.., ebenfalls Polizist. Staatsschutz Saalfeld.

Das ist ne 100%ige DDR-Polizistenfamilie, diese Apels.
Daher hasste KW auch die Neger. Passt irgendwie :cool:

fatalist
14.06.2013, 11:00
Daher hat er vermutlich auch über 15 einheimische Händler seine Prager Waffen verkauft. Luxik ist vermutlich ein Vertreter der Regierung und der Waffenindustrie Tschechiens.
Der kam 1987 in die Schweiz als staatlicher Waffenagent einer verstaatlichten Industrie.
Der war 100 % ein V-Mann oder Agent.

Wann bekam die Stasi ihre Ceskas 83 SD? 1988? 1989?
Diese Waffen suchte das BKA ja später bei ehemaligen Angehörigen der Stasi, mit Hilfe der Gauck-Behörde, aber die Akte ist 2012 verschwunden. Sagte Krokus.

Leute, das ist ne Ente, die Waffen waren bei den Bezirksämtern der Stasi, die dann zu Neufünfland-LfV wurden.
Daher schrieb ja jemand, DIE Ceska sei bis 2008 beim Thüringer VS gewesen.
Killerwaffen wurden doch nicht einfach verteilt in der Stasi, und "dann passt mal gut drauf auf, Jungs" :?

Never ever. Wo sind die 31 Stasi-Ceskas mit serienmässigem SD, die ganze "ununterscheidbare Serie"???

BoB
14.06.2013, 11:28
Stefan Apel, der Cousin
Marcel Welsch laut Seite 13 http://japs-jena.de/Rechtsextreme-Strukturen-in-JenaxLQ.pdf


Super, wieder 40 Seiten Material mehr auf der Leseliste, hätte ich bloss nichts gesagt. Aber danke, trotzdem, irgendwie. :auro:

Das muss dann bloss noch mit dem Wurzen-Bericht abgeglichen werden, dazu kommt noch Kahla mit dem ominösen Grundstück, von dem Carsten S. berichtet hatte... wunderbar, das Wochenende kann kommen ...:basta:

fatalist
14.06.2013, 11:33
Super, wieder 40 Seiten Material mehr auf der Leseliste, hätte ich bloss nichts gesagt. Aber danke, trotzdem, irgendwie. :auro:

Das muss dann bloss noch mit dem Wurzen-Bericht abgeglichen werden, dazu kommt noch Kahla mit dem ominösen Grundstück, von dem Carsten S. berichtet hatte... wunderbar, das Wochenende kann kommen ...:basta:
Wer in die Küche will, der muss die Hitze ertagen können.
Hier ist es heiss und fettig, und es spritzt.

"Der Herr badet gerne lau" hamwa nicht, das überlassen wir Gisela & Co :bäh:

Du bist mir verdächtig schnell über die Mossad-Verbindungen hinweggeschlüpft?
Blödsinn deiner meinung nach, oder unangenehm ?

BoB
14.06.2013, 12:45
"Der Herr badet gerne lau" hamwa nicht, das überlassen wir Gisela & Co :bäh:

Haha, der gute Herbert, sehr schön, ist zwar OT, aber passt: hab mich vorhin bei der Lektüre eines alten BT-Protokolls wunderbar amüsiert:

Ministerpräsident Dr. h. c. Strauß (Bayern): Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Nach dem Besuch des Generalsekretärs der KPdSU Leonid Breschnew, dessen Gesprächspartner auch ich mit Vermittlung des Protokolls des Auswärtigen Amtes zu sein die Ehre und die Freude hatte, ist es notwendig, eine nüchterne Bilanz zu ziehen. (Wehner [SPD]: Es ist ja auch noch nicht so spät am Abend!)

Wie man sieht, stecke ich noch in den 70ern/80ern mit meinen Recherchen, bin halt gründlich :ätsch:
Deswegen, hier (im Sinne von NSU) bin ich eigentlich noch gar nicht angekommen, zum Glück soll der Prozess ja 2 Jahre dauern...


Du bist mir verdächtig schnell über die Mossad-Verbindungen hinweggeschlüpft?
Blödsinn deiner meinung nach, oder unangenehm ?

Also bei Kiesewetters Zugführer und dem Bibi-Besuch 2012 würde ich eigentlich kein Fass aufmachen. Er wurde versetzt, wenn ich mich recht an Elsässers Aussage erinnere. Andererseits, nichts ist undenkbar: Wenn er von irgendeiner Behörde in den KKK gebracht wurde (und das nicht tat, um seine Freizeit-Langeweile totzuschlagen, siehe Wüppesahl), dann ist es natürlich auch möglich, dass der Mossad da sagt, gebt uns mal den in den Personenschutz, mit dem haben wir doch bisher auch gut zusammen gearbeitet, so nach dem Motto... Jedenfalls wäre es ein Armutszeugnis - und davon gehe ich nicht aus - wenn dem Vorbereitungskomitee aus Jerusalem dieses Detail durch die Lappen gegangen ist.
Zu dem Rest: 2003/Erbse - soweit ich weiss, sollte sich der betreffende Beamte ja NSU aus dem Kopf schlagen (weil gibt es nicht) und sich auf die Mossad-Spur konzentrieren. Bedeutet für mich, dass der "Maulkorb" hier in Richtung NSU und nicht in Richtung Mossad ging. Erinnert mich stark an den hier:

Nach den Meldungen mehrerer Thüringer Medien muss der seinerzeit für die Suche nach den untergetauchten mutmaßlichen NSU-Mitgliedern zuständige Zielfahnder seinen Posten räumen. Sowohl LKA-Präsidenten Werner Jakstat als auch Innenminister Jörg Geibert (CDU) hätten von einer „Fürsorgepflicht“ gesprochen, hieß es. Die Grünen kritisierten die Entscheidung. Zuvor hatte der ehemalige BGH-Richter Gerhard Schäfer, der mit einer Kommission die Pannen der Thüringer Sicherheitsbehörden bei der Suche nach dem Terror-Trio untersuchte und einen Bericht verfasste, den Mann öffentlich kritisiert und Aussagen des Zielfahnders als „erbärmlich“ bezeichnet.
Anlass war die Befragung zu einem Aktenvermerk des Beamten aus dem Jahre 2001, in dem dieser vermutete, dass einer der Untergetauchten Informant des Verfassungsschutzes gewesen sei. Beleg dafür soll laut MDR Thüringen ein Gespräch mit dem Vater des mutmaßlichen NSU-Mitglieds Uwe Mundlos gewesen sein. Zudem soll der Beamte Weisungsstrukturen missachtet und den Verdacht sogleich der Geraer Staatsanwaltschaft mitgeteilt haben. http://www.berliner-zeitung.de/neonazi-terror/nsu-ermittlungspannen-thueringer-zielfahnder-muss-posten-raeumen,11151296,16142020.html

Kann aber auch wieder nur ein Honigtopf gewesen sein, die 2003-Mossad-Geschichte, oder rechte Hand weiss nicht, was die linke tut (bzw. die einzelnen Finger, dank Förderalismus). Bei der Ostrowski-Barschel-Sache ist glaub ich schon eher ziemlich viel dran, bei dem Kühnen-Kumpel Harold IchkommgradnichaufdenNamen schwanke ich noch sehr...Sicher ist jedenfalls, dass es nicht DER Tiefe Staat ist, sondern eben innerhalb bestimmter staatlicher Organisationen Parallelstrukturen existieren (international vernetzt), die nur unser bestes Wollen, und da es sie nicht geben darf, sind sie wahrscheinlich 70 Prozent ihrer Zeit damit beschäftigt, irgendwelche Feuer zu löschen...Wenn sich grad wieder so Wahrheitskrieger-Spinner über die Bilderberger aufregen, sollte man sie mal süffisant lächelnd auf diesen komischen Berner Club aufmerksam machen, und der ist immerhin bekannt... Soviel erst mal zu deiner Frage :cool:

solaris
14.06.2013, 12:55
Am Rande (also nur zur Kenntnisnahme):

Verfassungsschutz-Bericht wie gehabt (http://www.randzone-online.de/?p=18950)

Bundesinnenminister Friedrich (CSU) und der Herr Maaßen, Chef des Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), haben den “Verfassungsschutzbericht 2012″ vorgestellt. Hatte man in diesem Amt jahrelang nichts vom “Nationalsozialistischen Untergrund” (NSU) gewußt, wirft sich Maaßen nun in die Brust und erklärt, daß er natürlich auch nichts von “PRISM” gewußt habe. Also alles wie gehabt.

3 Affen-Technik
:nhss:

Bundesnachrichtendienst hatte keine Ahnung von PRISM (https://netzpolitik.org/2013/bundesnachrichtendienst-hatte-keine-ahnung-von-prism/)
Der Bundesnachrichtendienst kannte das umstrittene Massenüberwachungs-Programm PRISM des amerikanischen Partners NSA nicht. Das bestätigte ein Sprecher des Auslandsnachrichtendienstes auf beharrliche Nachfrage gegenüber netzpolitik.org. Damit gesellt sich der BND zu Innenministerium und Verfassungsschutz, die alle nichts gewusst haben wollen (https://netzpolitik.org/2013/prism-innenministerium-und-verfassungsschutz-wollen-nichts-gewusst-haben-bundesnachrichtendienst-schweigt/).

Wir werden wieder verscheissert im Quadrat!

bernhard44
14.06.2013, 13:02
Am Rande (also nur zur Kenntnisnahme):

Verfassungsschutz-Bericht wie gehabt (http://www.randzone-online.de/?p=18950)


3 Affen-Technik
:nhss:

das weiß doch jeder: http://de.wikipedia.org/wiki/PRISM_%28%C3%9Cberwachungsprogramm%29

fatalist
14.06.2013, 13:26
Also bei Kiesewetters Zugführer und dem Bibi-Besuch 2012 würde ich eigentlich kein Fass aufmachen. eher weniger, sehe ich auch so.
Olympiade-Attentat 1972 gehört ja in Dein Zeitalter, aber das wäre ja off topic. Gibt es einen Strang dazu im HPF.
Willi Pohls Biografie lesen, die 1979er Schweizer Erstfassung ;)



Zu dem Rest: 2003/Erbse - soweit ich weiss, sollte sich der betreffende Beamte ja NSU aus dem Kopf schlagen (weil gibt es nicht) und sich auf die Mossad-Spur konzentrieren. Bedeutet für mich, dass der "Maulkorb" hier in Richtung NSU und nicht in Richtung Mossad ging.
Die Mossad-Infos waren wohl Spinnerei, die durfte Stengel darum notieren? Der notierte alles, den Bericht hat sein Chef damals lediglich weggeschlossen. Giftschrank. Ins NAVIS durfte nur Torsten O. rein, nicht Mundlos etc und NSU.

Wenn Bundesrichter Schäfer kommt, dann geht es immer um Schadensbegrenzung für den Auftraggeber, nicht um Aufklärung.
BND-Horchaffäre war doch derselbe Schäfer... der klärt nicht auf, der deckt zu. Auch in Thüringen...


Sicher ist jedenfalls, dass es nicht DER Tiefe Staat ist, sondern eben innerhalb bestimmter staatlicher Organisationen Parallelstrukturen existieren (international vernetzt), die nur unser bestes Wollen, und da es sie nicht geben darf, sind sie wahrscheinlich 70 Prozent ihrer Zeit damit beschäftigt, irgendwelche Feuer zu löschen.
Diese mächtigen Parallelstrukturen nennt man gemeinhin "Tiefer Staat": Teile der Geheimdienste, Teile der Oberen Polizeibehörden, Teile der Justiz, einige hohe Beamte in den Ministerien, Teile der OK, Teile der Hochfinanz, der Grossindustrie, des Militärs.

Herrschaftsstrukturen, mächtig und nicht demokratisch legitimiert. Staat im Staate. Im Fall BRD dann auch noch die eingeschränkte Souveränität, ein Protektor, der ganz Europa unter seiner Fuchtel hat und als Faustpfand betrachtet. Siehe Gladio in Italien und anderswo... und auch noch Israel, als ob es nicht schon längst genug wäre...

BoB
14.06.2013, 14:08
Nur ganz kurz, bevor wir das hier komplett derailen:

Teile der OK, Teile der Hochfinanz, der Grossindustrie
Das ist doch, frei nach Pispers, wie mit dem Raubtierkapitalismus und dem nassen Wasser, doppelt gemoppelt :D




Herrschaftsstrukturen, mächtig und nicht demokratisch legitimiert. Staat im Staate. Im Fall BRD dann auch noch die eingeschränkte Souveränität, ein Protektor, der ganz Europa unter seiner Fuchtel hat und als Faustpfand betrachtet. Siehe Gladio in Italien und anderswo... und auch noch Israel, als ob es nicht schon längst genug wäre...
Na sicher doch Israel, und genauso Syrien, Libanon, Ägypten, Iran...kannst du auf der Landkarte bis Japan gehen im Grunde. Allein was sich da in den 80ern im Libanon und drum rum getummelt hat, da wundert man sich, dass da noch Platz war für Libanesen, die nebenbei Bürgerkrieg spielen mussten. Das wird heute nicht anders sein. Ich glaub halt bloss nicht an den Einen (Protektor), der alles im Griff hat - und dass DER TS nicht DER ist, weisst du und weiss ich, aber viele sehen da halt gleich das NWO-Gespenst mit dem Bush bzw. Obama- bzw. der ewige Jude-Gesicht dahinter. Meine Meinung, wer von NWO spricht, hat noch nicht mal die alte Weltordnung verstanden (ich auch nicht). Und man sollte den Komissar Zufall nicht unterschätzen, der hat mehr auf dem Gewissen als all die bösen Schurken zusammen, sozusagen, und ist manchmal auch für was gutes gut.

BoB
14.06.2013, 14:34
Um mal wieder aufs Thema zurück zu kommen, hier eine kleine Anfrage im Bundestag aus dem Jahr 2000 zu Piato. Keine Ahnung, ob die hier schon bekannt ist oder was bringt, sind ein paar interessante Fragen drin, find ich. Die Antwort ist ziemlich kurz zusammenzufassen, die drei Affen hatten wir ja schon heut: "Nein!" :crazy:

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/039/1403979.pdf

leser
14.06.2013, 15:50
Stefan Apel, der Cousin
Marcel Welsch laut Seite 13 http://japs-jena.de/Rechtsextreme-Strukturen-in-JenaxLQ.pdf

Weihnachten besucht man die Oma. Also KW Oma = Lebensgefährte.von.Polizistin-Oma, auch der Lebensgefährte ist also Polizist. Cousin von KW ( = dieselbe Oma)

Stefan Apel. Dessen Vater vermietete die Garage in Jena, Razzia 1998. Auch Polizist.
Patenonkel von KW: Maik W.., ebenfalls Polizist. Staatsschutz Saalfeld.
Die beiden Stefan Apels sind nicht identisch. Als der Garagenvermieter im Thüringer U-Ausschuss war, hat er mit dem Namen seines Sohns erst mal für allgemeinen Schreck gesorgt. Es stellte sich dann aber heraus, dass die beiden Stefan Apels zwei verschiedene Personen sind.
Allerdings habe ich mal gelesen - und leider den Link nicht gespeichert - dass Mike/Maik W. (Kiesewetters Patenonkel, der Saalfelder Staatsschutz-Beamte, der eine Woche nach dem Mord mit der Vermutung "Zusammenhang zu Ceska-Mordserie" kam - mutmaßlich auch wegen gerade vorangegangener "Roadshow" der Soko Bosporus in Thüringen) ein früherer Lebensgefährte der wegen Geheimnisverrats verdächtigten Saalfelder Polizistin gewesen sei.
Als eigentlich nur Lesender fehlt mir aber das Wissen, um da einen wirklichen Link zum Trio (damals in Sachsen) oder zu Kiesewetter (in Bawü und "nur" zu Familienbesuchen sporadisch in der alten Heimat) zu sehen. Und auch Ziercke hat mW die vermeintliche Oberweißbacher Spur nie wieder aufgegriffen. In Bawü sind doch alle näher versammelt.

fatalist
14.06.2013, 16:01
Um mal wieder aufs Thema zurück zu kommen, hier eine kleine Anfrage im Bundestag aus dem Jahr 2000 zu Piato. Keine Ahnung, ob die hier schon bekannt ist oder was bringt, sind ein paar interessante Fragen drin, find ich. Die Antwort ist ziemlich kurz zusammenzufassen, die drei Affen hatten wir ja schon heut: "Nein!" :crazy:

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/039/1403979.pdf
Ja, das kenne ich. Da ist nicht NICHTS bei Piato, jede Wette. Aber 2000 ist a bisserl zu früh. Mich interessiert 2000-2007. Dich sicher ebenfalls. September 2000 bis Mai 2007 ;)

fatalist
14.06.2013, 16:08
Die beiden Stefan Apels sind nicht identisch. Als der Garagenvermieter im Thüringer U-Ausschuss war, hat er mit dem Namen seines Sohns erst mal für allgemeinen Schreck gesorgt. Es stellte sich dann aber heraus, dass die beiden Stefan Apels zwei verschiedene Personen sind.
Danke, das ist ne wichtige Information.
Zuviel Inzucht da in Jena, alle heissen sie Apel, und in Heilbronn, alles heisst Senghaas ;)



Allerdings habe ich mal gelesen - und leider den Link nicht gespeichert - dass Mike/Maik W. (Kiesewetters Patenonkel, der Saalfelder Staatsschutz-Beamte, der eine Woche nach dem Mord mit der Vermutung "Zusammenhang zu Ceska-Mordserie" kam - mutmaßlich auch wegen gerade vorangegangener "Roadshow" der Soko Bosporus in Thüringen) ein früherer Lebensgefährte der wegen Geheimnisverrats verdächtigten Saalfelder Polizistin gewesen sei.
Na das wär doch was, wieder ne gute Info. DU hast Recht, ich hör da auch ganz leise was klingeln, ganz weit hinten...



Als eigentlich nur Lesender fehlt mir aber das Wissen, um da einen wirklichen Link zum Trio (damals in Sachsen) oder zu Kiesewetter (in Bawü und "nur" zu Familienbesuchen sporadisch in der alten Heimat) zu sehen. Und auch Ziercke hat mW die vermeintliche Oberweißbacher Spur nie wieder aufgegriffen. In Bawü sind doch alle näher versammelt.
Es gibt keinen, das ist das Geheimnis. Keinen Link nach Oberweissbach.
Die Verbindung stammt aus diesem KKK-Polizisten-Umfeld in B-W zu bestimmten Figuren aus der rechten Szene.
Wir kochen hier alle nur mit Wasser, Leser!
Also keine Hemmungen :)

sleepwell
14.06.2013, 16:43
@nereus

Dann will ich meinen Gedankengang mal auswälzen.
Ich hatte zu den meisten Punkten schon vorher geschrieben und so meinen Gedankengang verkürzt angeboten.

Da ich aber mit meinem forschen Jahresdreher 1995/2005 deinen Blick falsch justiert habe, geht der schräge Blick zunächst auf meine Kappe.
Nur ich hatte parallel dieLöschung der Firma mit richtigem Datum zitiert und ich hatte meinenverkürzten Gedankengang, warum nichts zu ordern
war auchnachgeschoben. Luxik hatte angeblich 1993 alles verkauft!

Zu den Punkten.
Der Hinweis auf die Löschung von Amtswegen war von mir als Kontext gedacht.
Auch hier habe ich unterstellt,dass bekannt ist, warum von Amtswegen gelöscht wird.


Die „Bude” wurde nicht vonamtswegen 2005 geschlossen, sondern Luxik meldete der SchweizerHandelskammer, daß er das Land verläßt.
Darauf wurde seine Firmaam 28.04.2005 aus dem Handelsregister gestrichen und diesesöffentlich bekannt gegeben.
Eine übliche Verwaltungsprozedur.


Ist es nicht.
Ob Jan Luxik das Land verlässt oder nicht ist kein Grund für die Löschung seiner Firma. Er hat da mit Sicherheit auch nichts gemeldet.
Der Vorgang von Amtswegen wird ausgelöst, wenn eine Firma über Jahre nicht mehr aktiv ist. Durch das Nichteinreichen von Unterlagen
(Bilanz, Steuern) wird sie auffällig, man schreibt irgendwann den GF/Inhaber an, stellt fest, nicht mehr zustellbar, Aufruf im Amtsblatt,
keine Antwort löschen.
Jan Luxik hat sich schlicht Jahre vorher heimlich abgesetzt. So auch zu lesen bei Richter a.D. Heindl.

Seine Absatzbewegung Richtung Tschechien, die wohl in den neunzigern lief, ist daher ein wichtiges Indiz zum Geschäftsmodell Schweiz
und der Glaubwürdigkeit seiner Vertriebsangaben.

Wie kommt aber Anton 1996 an Luxik mit der Anfrage nach genau der einer Waffe aus Tschechien wenn die Firmadazu seit Jahren überhaupt
keinen Vertrieb mehr macht weil 93 angeblich alles ausverkauft?
Beachte, die Firma Luxik hatte eine unscheinbare Anzeige, aber eben 1993 und da mit einer ganzen Batterie weiterer SD Pistolen anderer Marken.
Die SD Ceska war nur eine unter mehreren auf dem Blatt!
Andere Händler hatten die Ceska aber aktuell?
Daher meine Spitze mit Tschechien. Niemals ist Anton alleine auf diese Nummer gekommen.
Übrigens war Jan Luxik in Tschechien firmenmäßig zu der Zeit aktiv. Er machte geradeKapitalerhöhungen. ;-))

So, aber nun zum eigentlichen Fragezeichen, von mir vorher auch schon erwähnt.
Schläfli verpetzt Luxik an die SokoBosporus.
Wieso das denn?
Und da ist die Zeitachse interessant!

Waffenverkauf Ceska (Bestand Schläfli oder von Luxik weiter gereicht, mir unklar?) von Schläfli an Anton April 2006.
Im Juli 2006 nimmt Schläfli Dummpulver und meldet der Soko, Luxik hat 1993 die Ceska angeboten.
Also nach dem eigenen Deal mit Anton zeigen die mit dem Finger auf den anderen. Hallo!!!
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/ua/2untersuchungsausschuss/beweisbeschluesse/20120524/BY-009.pdf
Da die Soko nicht in Schwung kommt,wird ein Jahr später noch mal nachgelegt. (soll wieder Schläfli gewesen sein)
http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/ua/2untersuchungsausschuss/beweisbeschluesse/20120524/BKA-003.pdf

Der Waffenimport und die Vertriebswegeder Ceska 83 sind dubios, die Angaben nicht vertrauenswürdig.
Das beginnt bei der Stasinummer, geht über den nahen Osten und endet im Schweiz Paket.

Vor dem Hintergrund kannst du nur Jan Luxik eine Mail schicken und mal nach seiner Meinung zu den Ungereimtheiten Fragen.

Anzahl der importierten Ceskas?
wie groß war die Serie insgesamt wirklich (er weiß das)?
wo gehört die Ceska 83 027690 aus dem Frontal 21 Bericht hin?
alle seine 1993 nur an 15 Großhändler verkauft?
kein Privatverkauf ( Aussage Heindl)?
wurden welche umgebaut, z.B. durch Freichiger?
wann wurde die Ceskas SD Serie überhaupt produziert?


Wird keine Antwort gegeben, außer schickst in der Anlage ein Foto, Du mit Schlapphut … :-))

Und so kann man das Thema, bis neue Informationen vorliegen, schließen.

Th.R.
14.06.2013, 16:47
Tach zusammen. Habe nach ner kleinen Auszeit hier mal wieder vorbeigeschaut.

Ich möchte da mal was anmerken:

Wie ich hier gelesen habe, hat Carsten S. ausgesagt, dass B und M damals bei der Waffenübergabe gesagt haben sollen, sie hätten in Nürnberg jemanden "eine Taschenlampe" in den Laden gestellt.

Nun muß man wissen, dass es wohl so sei, dass die Redewendung "Jemanden eine Lampe bauen" ein geläufiger Ausdruck im Kriminellen-Milieu ist. "Eine Lampe bauen" heißt, "der Polizei einen Hinweis geben, jemanden anzeigen (eine Lampe bauen)", jemanden belastendes Material unterjubeln.

http://de.wikipedia.org/wiki/Drogen-Glossar
(Siehe unter L)

Vorausgesetzt B und M haben wirklich von einer "Taschenlampe" gesprochen, muß demnach nicht unbedingt eine "Bombe " gemeint gewesen sein. Es könnte auch bedeutet haben, dass die beiden in Nürnberg jemanden Beweisstücke untergejubelt haben, die von der Polizei dann "zufällig" gefunden werden sollten. - Was wiederum den Verdacht auf eine damalige Zusammenarbeit der beiden mit der Polizei erhärten dürfte.

romeo1
14.06.2013, 16:55
Um mal wieder aufs Thema zurück zu kommen, hier eine kleine Anfrage im Bundestag aus dem Jahr 2000 zu Piato. Keine Ahnung, ob die hier schon bekannt ist oder was bringt, sind ein paar interessante Fragen drin, find ich. Die Antwort ist ziemlich kurz zusammenzufassen, die drei Affen hatten wir ja schon heut: "Nein!" :crazy:

http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/039/1403979.pdf

Nun ja, die Trulla Jelpke ist selbst eine Linksextremistin übelsten Ranges. Wenn es darauf ankommt, dann macht diese person auch gemeinsame Sache mit Radikalmusels - siehe Gazaprovokationsflotte der Türkei.

fatalist
14.06.2013, 17:36
Tach zusammen. Habe nach ner kleinen Auszeit hier mal wieder vorbeigeschaut.

Ich möchte da mal was anmerken:

Wie ich hier gelesen habe, hat Carsten S. ausgesagt, dass B und M damals bei der Waffenübergabe gesagt haben sollen, sie hätten in Nürnberg jemanden "eine Taschenlampe" in den Laden gestellt.

Nun muß man wissen, dass es wohl so sei, dass die Redewendung "Jemanden eine Lampe bauen" ein geläufiger Ausdruck im Kriminellen-Milieu ist. "Eine Lampe bauen" heißt, "der Polizei einen Hinweis geben, jemanden anzeigen (eine Lampe bauen)", jemanden belastendes Material unterjubeln.
"Hat nicht geklappt" hat Carsti aber auch gesagt. Die Taschenlampenbombe ging nicht hoch.
In diesem Augenblick hätte ich zuuuu gerne das Gesicht der Bundesanwälte gesehen :haha:

Karl_Murx
14.06.2013, 18:19
Ich mische mich ja ungern ein, wie allgemein bekannt ist, :haha:
aber:

1987 schon eröffnet, das ist ein Agent eines östlichen Geheimdienstes.
Ein normaler Tscheche hätte nie und nimmer in der Schweiz ein Waffengeschäft eröffnen können, 2 Jahre vor der Wende in Prag.
Dieser Luxik ist ein Geheimdienstmann

Höchstwahrscheinlich. Man erinnert sich heute ja schon fast nicht mehr. Aber vor 1989 stand die Mauer, und für einen normalen Bürger des Ostblocks war es schwer bis unmöglich, in das "NSW" sprich nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, also den Westen, zu gelangen. So einfach hätte also ein Jan Luxik nicht so einfach in die Schweiz gehen und ein Waffengeschäft eröffnen können. Die Verbindungen zum damals noch tschechoslowakischen Sicherheitsdients, dem Gegenstück zum MfS, drängen sich hier geradezu auf. In manchen Dingen hatten die tschechische und die DDR-Stasi auch wenig Geheimnisse voreinander.

fatalist
14.06.2013, 18:26
NSU-Untersuchungsausschuss
V-Mann-Führer von "Krokus" soll befragt werden
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-untersuchungsausschuss-v-mann-fuehrer-von-krokus-soll-befragt-werden.daade225-ca13-4b95-922a-d743cecffdb3.html


Stuttgart/Berlin - Der NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag will wieder in die Beweisaufnahme eintreten, um Vorgänge in Baden-Württemberg zu durchleuchten. Das erklärten Ausschussmitglieder nach einer Beratungssitzung des Gremiums in Berlin. Eigentlich hatte der Ausschuss die Befragung von Zeugen bereits abgeschlossen. Baden-Württemberg hatte kürzlich aber neue Akten an den Bundestag übersandt. Dubios ist die Rolle einer V-Frau namens „Krokus“ des baden-württembergischen Verfassungsschutzes.

So will „Krokus“ den Behörden kurz nach der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn gemeldet haben, dass Rechtsextremisten versuchten, in einem Krankenhaus in Ludwigsburg etwas über den Gesundheitszustand von Kiesewetters schwer verletztem Kollegen herauszufinden. Angeblich soll dieser Hinweis aber ignoriert worden sein. Der Ausschuss will dazu am 24. Juni - möglicherweise in nicht-öffentlicher Sitzung - den V-Mann-Führer von „Krokus“ befragen.


Wieland dämpft zu hohe Erwartungen
Der FDP-Obmann in dem Ausschuss, Hartfrid Wolff, sagte, in der Sitzung vom Donnerstag seien noch einmal Beamte aus Baden-Württemberg und des Bundeskriminalamtes befragt worden. Dabei seien nicht alle Fragen beantwortet worden. CDU-Obmann Clemens Binninger erklärte, der Ausschuss habe sich zum Ziel gesetzt, allen Hinweisen und Spuren konsequent nachzugehen - dem Grundsatz wolle man sich treubleiben. Der Grünen-Obmann Wolfgang Wieland warnte vor allzu hohen Erwartungen an die Befragung am 24. Juni. „Man sollte nicht die Erwartung haben, dass wir alle Fragezeichen im Fall Kiesewetter aufklären können.“


Den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe werden zehn Morde zwischen 2000 und 2007 zugerechnet - an neun türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern sowie an Kiesewetter. Die NSU-Terroristen waren erst im November 2011 aufgeflogen. Sie sollen nach ihrem Untertauchen auch Kontakte nach Baden-Württemberg gehabt haben und mehrmals dorthin gereist sein.
Die Vertreter von SPD und Grünen in dem U-Ausschuss waren dem Vernehmen nach zunächst nicht dafür, wieder in die Beweisaufnahme einzutreten. Die Union habe darauf aber mit Unterstützung von FDP und Linken gedrungen - am Ende fiel der Beschluss einstimmig.


FDP-Obmann Wolff sprach sich dafür aus, nach der Bundestagswahl einen neuen NSU-Ausschuss einzusetzen, um neue Erkenntnisse aus dem laufenden NSU-Prozess in München aufzuarbeiten. Sein Kollege Binninger reagierte zurückhaltend. „Wir haben insgesamt 18 Monate intensiv gearbeitet. Ob es irgendwann die Notwendigkeit gibt, einen weiteren Ausschuss einzusetzen, ist die Entscheidung des künftigen Parlamentes“, sagte er mit Blick auf die Bundestagswahl.

Alles Wahlkampf, weiter nichts.

wäre an der Krokus-Story was dran, dann wäre Ströbele der Erste gewesen, der "Beweisaufnahme" gerufen hätte.
Hat er aber nicht... obwohl sein Adlatus Christian Busold mehrfach mit Gronbach telefonierte...

Die CDU, FDP, LINKE war dafür?
DIE LINKE hatte Hajo Funke wohl scharf gemacht, aber CDU und FDP sind Opposition in B-W und wollen der Landesregierung eine reinwürgen. Wahlkampf.

Wolf Wetzel wird ebenfalls enttäuscht werden. Schreib ich dem aber nicht in seinen Blog. Soll er selber merken ;)

fatalist
14.06.2013, 18:31
Höchstwahrscheinlich. Man erinnert sich heute ja schon fast nicht mehr. Aber vor 1989 stand die Mauer, und für einen normalen Bürger des Ostblocks war es schwer bis unmöglich, in das "NSW" sprich nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, also den Westen, zu gelangen. So einfach hätte also ein Jan Luxik nicht so einfach in die Schweiz gehen und ein Waffengeschäft eröffnen können. Die Verbindungen zum damals noch tschechoslowakischen Sicherheitsdients, dem Gegenstück zum MfS, drängen sich hier geradezu auf. In manchen Dingen hatten die tschechische und die DDR-Stasi auch wenig Geheimnisse voreinander.
Exakt!

Lies mal "plusbio" auf Stuttgarter Nachrichten. Der ist im SPON-Forum, der ist überall mit seiner Desinfo.
Unglaublich verblödend. :haha:

fatalist
14.06.2013, 19:12
Unglaubliche Desinformationskampagne


Mordserie der NSU
Ausschuss will mehr über V-Frau "Krokus" wissen

Der NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag will erneut in die Beweisaufnahme eintreten. Es geht um den Mord an der Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter - und um eine dubiose V-Frau namens "Krokus".

http://www.swr.de/-/id=11575196/property=detail/width=256/height=144/pubVersion=2/159hnqn/index.jpg
Verbindungsfrau "Krokus" im Fokus (Archiv)

Das wurde am Donnerstag nach einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gremiums in Berlin bekannt. Ursprünglich hatte der Ausschuss die Zeugenbefragung bereits abgeschlossen. Baden-Württemberg hatte kürzlich aber neue Akten an den Bundestag übersandt. Dubios ist die Rolle der Verbindungsfrau Petra S., die für den baden-württembergischen Verfassungsschutz arbeitet und den Decknamen "Krokus" trägt.

So will "Krokus" den Behörden kurz nach der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn gemeldet haben, dass Rechtsextremisten versuchten, etwas über den Gesundheitszustand von Kiesewetters schwer verletztem Kollegen herauszufinden. Der Ausschuss will am 24. Juni - voraussichtlich in nicht-öffentlicher Sitzung - den V-Mann-Führer von "Krokus" befragen.


War die NSU in Hohenlohe unterwegs?

Petra S. soll auch mitgeteilt haben, dass die Zwickauer Terrorgruppe oder Mitglieder davon, in Hohenlohe unterwegs gewesen sein sollen. Auch von Hohenloher Neonazis als Mittäter oder Mitwisser beim Polizistinnenmord war die Rede.
Der FDP-Obmann in dem Ausschuss, Hartfrid Wolff, sagte, in der Sitzung vom Donnerstag seien noch einmal Beamte aus Baden-Württemberg und des Bundeskriminalamtes befragt worden. Dabei seien nicht alle Fragen beantwortet worden. CDU-Obmann Clemens Binninger erklärte, der Ausschuss habe sich zum Ziel gesetzt, allen Hinweisen und Spuren konsequent nachzugehen - dem Grundsatz wolle man treu bleiben. Der Grünen-Obmann Wolfgang Wieland warnte vor allzu hohen Erwartungen an die Befragung am 24. Juni. "Man sollte nicht die Erwartung haben, dass wir alle Fragezeichen im Fall Kiesewetter aufklären können."
Der Ausschuss untersucht, warum die Mordserie der rechtsterroristischen NSU so lange unentdeckt blieb.

Quelle: SWR.de - Nachrichten
Es ist so unglaublich dumm, so eine Michel-mässige Verblödungskampagne, das regt mich auf. :irre:

So will "Krokus" den Behörden kurz nach der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn gemeldet haben, dass Rechtsextremisten versuchten, etwas über den Gesundheitszustand von Kiesewetters schwer verletztem Kollegen herauszufinden.

Petra S. soll auch mitgeteilt haben, dass die Zwickauer Terrorgruppe oder Mitglieder davon, in Hohenlohe unterwegs gewesen sein sollen. Auch von Hohenloher Neonazis als Mittäter oder Mitwisser beim Polizistinnenmord war die Rede.

That´s it.

Warum sollte denn bitteschön ein LfV so ein sensationelles Ding für sich behalten?
Es nicht an die Soko Parkplatz weitergeben?

"Bessere Täter" als Rechtsextreme, gar NPD-Mitglieder??? hätte man sich doch gar nicht wünschen können!

Und es geschah... NICHTS.
:?

Und genau darum geht es. Es geschah nichts, aber das hatte mit Krokus überhaupt nichts zu tun.
Was die berichtete oder auch nicht, sorry: Scheiss egal

Es geschah nämlich wirklich nichts:

Mehrere Zeugen haben die mutmasslichen Mörder nämlich gesehen.
Mehrere Phantombilder wurden daraufhin angefertigt.

Martin Arnold konnte sich sehr wohl erinnern.
Eine weitere Täterbeschreibung existierte von ihm, und ein weiteres Phantombild.

Und es passierte NICHTS. Wurden niemals veröffentlicht. "Unglaubwürdige Zeugen"
Die Soko wollte veröffentlichen, aber der weisungsgebundene Staatsanwalt lehnte ab.

Das ist der Skandal, da ist sie, die Vertuschung:
Aussagen unterschlagen, Phantombilder unterschlagen.
Vergesst Krokus. Das ist Desinformation.

Wen zeigten diese Phantombilder, und zwar so deutlich, dass man sie unterschlagen musste?
Das ist die Frage.

Was war so wichtig zu vertuschen, dass es einen Polizistenmord und einen Polizistenkopfschuss "rechtfertigte?"

Wer ist auf den Bildern zu erkennen?
Warum thematisiert man das jetzt nicht und veröffentlicht endlich diese Scheiss Phantombilder?
Warum verlangen die linken Journalisten wie Wetzel etc nicht diese Veröffentlichung?

Diese Fragen muss man sich stellen, und dann erkennt man auch, worum es geht.
Um Wahrheit und Aufklärung von Morden geht es NICHT.

Ginge es um Wahrheit und um Aufklärung einer Mordserie, dann würden sie alle, ob SPIEGEL, FAZ, WELT etc pp Druck machen:

Veröffentlicht endlich diese Scheixx Phantombilder!

Machen sie aber nicht. Niemand fordert das. Nirgendwo. Das hat Gründe...

solaris
14.06.2013, 19:14
14.6.2013
Mitarbeit: Yassin Musharbash (uffbasse!)

NSU-Mordserie: Es geschah an einem Montag
http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?

Hätte man die Taten des NSU-Terrortrios verhindern können? Diese Frage stellen sich zwei Polizisten, die wissen, dass eine Chance vertan wurde
Nur eine schmale Straße trennt Thomas Matczak am 26. Januar 1998 in Jena von Uwe Böhnhardt. Er könnte hinübergehen und ihn festnehmen. Aber Matczak geht nicht hinüber, keiner seiner Kollegen geht hinüber an jenem Montagmorgen. Es ist kalt. Die Polizisten durchsuchen zwei Garagen nach Sprengstoff. Böhnhardt wird verdächtigt, Bomben zu bauen, als er gegenüber seinem Elternhaus eine Sporttasche in den Kofferraum seines Wagens legt und davonfährt. Thomas Matczak ist einer der letzten Polizisten, die ihn sehen, bevor Böhnhardt gemeinsam mit Uwe Mundlos und Beate Zschäpe verschwindet. Erst 13 Jahre darauf werden sie wieder auftauchen. (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?commentstart=17#comments)NSU-Terrortrio (http://www.zeit.de/schlagworte/organisationen/nsu/index). Da ist Böhnhardt tot, und Matczak hat ein Problem. Sein Gewissen. Er erinnert sich an jenen Morgen im Januar, aber er erinnert sich anders daran als seine Kollegen.

(http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?commentstart=17#comments)

Seite 1 Es geschah an einem Montag
Seite 2 Jena, 1996-1998: Das Vorspiel des Grauens (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-2)
Seite 3 "Viele bei der Polizei fragen sich, was damals schiefgegangen ist" (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3)
Seite 4 Das LKA Thüringen diskutiert, ob der Verfassungsschutz das Trio deckt (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-4)
Seite 5 Seit Melzer ausgesagt hat, melden sich selten Leute bei ihm (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-5)


(http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?commentstart=17#comments)

bernhard44
14.06.2013, 19:31
14.6.2013

NSU-Mordserie: Es geschah an einem Montag
http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?

Hätte man die Taten des NSU-Terrortrios verhindern können? Diese Frage stellen sich zwei Polizisten, die wissen, dass eine Chance vertan wurde
Nur eine schmale Straße trennt Thomas Matczak am 26. Januar 1998 in Jena von Uwe Böhnhardt. Er könnte hinübergehen und ihn festnehmen. Aber Matczak geht nicht hinüber, keiner seiner Kollegen geht hinüber an jenem Montagmorgen. Es ist kalt. Die Polizisten durchsuchen zwei Garagen nach Sprengstoff. Böhnhardt wird verdächtigt, Bomben zu bauen, als er gegenüber seinem Elternhaus eine Sporttasche in den Kofferraum seines Wagens legt und davonfährt. Thomas Matczak ist einer der letzten Polizisten, die ihn sehen, bevor Böhnhardt gemeinsam mit Uwe Mundlos und Beate Zschäpe verschwindet. Erst 13 Jahre darauf werden sie wieder auftauchen. (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?commentstart=17#comments)NSU-Terrortrio (http://www.zeit.de/schlagworte/organisationen/nsu/index). Da ist Böhnhardt tot, und Matczak hat ein Problem. Sein Gewissen. Er erinnert sich an jenen Morgen im Januar, aber er erinnert sich anders daran als seine Kollegen.

(http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?commentstart=17#comments)

Seite 1 Es geschah an einem Montag
Seite 2 Jena, 1996-1998: Das Vorspiel des Grauens (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-2)
Seite 3 "Viele bei der Polizei fragen sich, was damals schiefgegangen ist" (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3)
Seite 4 Das LKA Thüringen diskutiert, ob der Verfassungsschutz das Trio deckt (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-4)
Seite 5 Seit Melzer ausgesagt hat, melden sich selten Leute bei ihm (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-5)



(http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz?commentstart=17#comments)

interessant, aber eben nur an der Oberfläche gekratzt! Reicht aber um den einen kalt zu stellen und den anderen als...sagen wir mal psychisch angeschlagen erscheinen zu lassen!

leser
14.06.2013, 19:39
Also BaWü. Aus einem Blog-Beitrag von heute nachmittag einige Punkte:

1. Die Phantombilder haben wir eingesehen, schon im Sommer 2011. Sie zeigen nicht Böhnhardt und nicht Mundlos! Punkt!
...
3.Der Innenpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Grüne ...ist ebenfalls in diese Vertuschungsaktion seitens Behörden Baden Württemberg verstrickt. Er wusste seit September 2012 Bescheid.
...
6.Olga W. floh nach dem Mord am 25 April 2007 zu einem Ex Verfassungsschutz Beamten und Regierungspräsidiumsmitarbeiter, welcher eine Ranch in Canada hat. Das hätte jeder unterbemittelte Ermittler anhand Visa bei Olga W. in Pass feststellen können. Dieser hauptberuflich tätige LFV Beamte war nebenher der stellvertretende KKK Leiter der Sektion Schwäbisch Hall.
...
8.Auf dem Gartengrundstück des Matthias B. in E. waren verifiziert Uwe Böhnhardt ab 2006 aufhältig. Dieses Grundstück ist auf seine Eltern eingetragen. Auch dort anwesend waren eine Barbara . sowie ein Marcus F. (Tokarev TT33 .:) ) ... Wird Zeit, dass das LFV Stuttgart mal die netten Bildbände ihrer Observierungsteams veröffentlicht!
...
11.Stengel (Ref. Spionage) teilte Öttinger (Ref. Rechtextremismus) schon 2003 alle Details zur NSU mit inklusive der fünf Namen. Das entdeckte ein gefrusteter Journalist der Südwestpresse.
http://machtelite.wordpress.com/2013/05/05/warum-setzte-wdr-5-beitrag-uber-nsu-ausschuss-ab/

"Aufhältig" klingt nach copy&paste aus Polizeiakten. Aber was von diesen quellenlosen Behauptungen ist wirklich hart? Und wie müsste man sich NSU daraus vorstellen? 3, 5, X? Chemnitz/Zwickau nur als eine Außenstelle, u.a. für Videoproduktion (das dämliche Bild mit der Wette Abnehmen vs. Videoschneiden als wahrscheinlicher Beleg...).
Was macht jetzt Kretschmann, wenn nur ein Teil davon stimmen sollte? Dass VS-Quellen im wahrsten Sinn des Wortes um (fast) jeden Preis geschützt werden, ist nun mal ehernes Gesetz, da braucht es keinen tiefen Staat. Wenn Corelli beteiligt gewesen sein sollte, reicht das als Argument für Schweigen - noch dazu, wenn rauskäme, dass der VS womöglich seit Kassel 2006 von Morden wusste (aber wer hätte nach Kassel eine Mordserie zugeben können, zwei Monate vor dem "WM-Sommermärchen"?).

solaris
14.06.2013, 19:45
interessant, aber eben nur an der Oberfläche gekratzt! Reicht aber um den einen kalt zu stellen und den anderen als...sagen wir mal psychisch angeschlagen erscheinen zu lassen!

aber ein kleines interessantes Wortgefecht darin enthalten:
1

Vieles von dem ... (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3?commentstart=1#cid-2843048)
... ist auch im Gutachten der Schäfer-Kommission nachlesbar. Wenn man zwei Stränge zusammenbringt - leider leistet das weder das Schäfer-Gutachten, noch dieser ansonsten gute Artikel - ergibt sich m.E. ein recht schlüssiges Bild: nämlich zum einen die spezifische thüringische Perspektive, zum anderen aber die Operation Rennsteig, von der man zwar herzlich wenig weiß, aber immerhin so viel, dass sie gemeinschaftlich vom Bundesamt für VS und dem MAD geleitet wurde und von 1997-2003 lief.
Rennsteig ist dieser berühmte Wanderweg in Thüringen, der an diversen Stellen auch Franken streift. Ein Wanderweg hat u.a. ja die Funktion, Menschen durch ansonsten nur schwer passierbares Terrain zu schleusen.
Was also, wenn es Ziel der Operation Rennsteig war, Zellen wie eben den späteren NSU gezielt in einen Untergrund zu führen und sie so lange zu schützen, bis eine Untergrundlegende aufgebaut war - in diesem Falle also ab Juni 2003 (!), als offiziell Verfolgungsverjährung eintrat? Dann wären die Merkwürdigkeiten jenes 26. Januar '98 möglicherweise bewusst herbeigeführte "Pannen", unter Ägide des Bundesamtes oder des MAD, für die es ja im übrigen auch keiner großen Verschwörung bedarf sondern lediglich einiger weniger Unterstützer in den auf Landes- und Kommunalebene beschäftigten Sicherheitsinstitutionen plus vielleicht eines Staatsanwaltes.
Viele, sehr viele Merkwürdigkeiten, die man am besten im Schäfer-Gutachten nachliest, würden sich dadurch erklären.
2

Die Operation Rennsteig sollte keine Gruppen führen, ... (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3#cid-2844054)
sondern dazu dienen, weitere Quellen (vulgo: V-Leute) aus der rechtsextremistischen Szene in Thüringen und partiell Nordbayern zu gewinnen. Man war sich damals eigentlich zwischen Thüringen, Bayern, Bundesamt für Verfasssungsschutz und dem MAD einig, dass die sogenannte Zugangslage in diese Szene, die als wachsend und aktiv angesehen wurde, verbessert werden müsste. Insbesondere aus Thüringen war damals der Wunsch gekommen, nicht nur auf ganz wenige Quellen (= Tino Brandt) angewiesen zu sein. Diese Überlegungen, so wurden sie jedenfalls in den Untersuchungsausschüssen anhand der Akten und Aussagen von beteiligten Verfassungsschützern bekannt, sind im Grunde auch nicht von der Hand zu weisen. Die Ausschüsse haben jedenfalls keine Hinweise gefunden, dass durch die Operation Rennsteig rechtsextreme Gruppen in Thüringen etc. finanziert, organisiert oder gar durch den Verfassungsschutz geführt wurden.
1

Ihre diesbezüglichen Ausführungen fassen... (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3#cid-2844287)
... zwar kurz und knapp zusammen, was diejenigen, die diese Akten vernichtet haben, behaupten, sind aber im großen und ganzen ermittlungstechnisch genau deswegen vollkommen wertlos.
2

Wenn Sie unbedingt an Verschwörungstheorien ... (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3?commentstart=9#cid-2844661)
glauben wollen, dann tun Sie das eben. Ich halte mich mehr an das, was sich belegen lässt.

1
Mit der "Totschlagkeule"... (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3?commentstart=17#cid-2845076) ... Verschwörungstheorie können Sie vielleicht Erstsemester verschrecken, zumal Ihnen offenkundig gar nicht erst bewusst zu sein scheint, dass es in der Causa NSU AUSSCHLIESSLICH um (miteinander konkurrierende oder komplementäre) Verschwörungstheorien geht.
Sie mögen sich darüber hinaus ja vielleicht besonders abgeklärt-korrekt vorkommen, was die Frage der Belegbarkeit anbelangt, ich nenne das dann doch eher Selbstzensur durch selbst auferlegte Denkverbote, erst recht in einem Fall, in dem diejenigen, über denen nach wie vor unausgeräumte Verdachtsmomente schweben, zugleich auch die faktischen Herren über die Beweismittel sind. In einer solchen Konstellation die Annäherung an den Gegenstand durch hypothetische Erwägungen und Erklärungsmodelle mit dem Hinweis auf eine mangelnde Belegbarkeit abwürgen zu wollen, ist im günstigsten Fall naiv und töricht.


1
Nun müsste man genau wissen.... (http://www.zeit.de/2013/25/nsu-mordserie-ermittlungen-thueringen-lka-verfassungsschutz/seite-3?commentstart=17#cid-2845109) "...Dieter Fahner ist der, der die Durchsuchung der Garage, in der nichts gefunden wurde, geleitet hat, aber die Befugnis gehabt hätte, Böhnhardt zu verhaften, als dieser zufällig vor ihm stand...."
... welche der Versionen im Detail zutrifft. Im Gutachten der Schäferkommission, dessen Lektüre ich wirklich allen Interessierten nur mit Nachdruck empfehlen kann, ist der Ablauf wie folgt dargestellt: demnach werden zuerst die beiden Garagen mit offiziellem Bönhardt-Bezug durchsucht - gegen 07.00 Uhr morgens, in Anwesenheit von Bönhardt - in denen nichts gefunden wurde, während die von Zschäpe angemietete Garage am Klärwerk, in der sich die Bombenwerkstatt befand, erst um 09.00 Uhr durchsucht werden konnte, angeblich wegen eines Vorhängeschlosses, für das erst die Feuerwehr anrücken muss. Zu der Zeit hatte Bönhardt sich lt. Schäfer-Gutachten schon aus dem Staub gemacht. Warum? Weil - und dieses bemerkenswerte Detail ist auch im obigen Artikel enthalten - in dem Durchsuchungsbeschluss, der Bönhardt überreicht wurde, auch eben diese von Zschäpe angemietete Garage als zu durchsuchendes Objekt aufgelistet war. Praktisch war Bönhardt also in dem Moment, in dem er den Durchsuchungsbeschluss in die Hand bekam klar, dass die Werkstatt auffliegen würde. Warum der an Bönhardt gerichtete Durchsuchungsbeschluss überhaupt die Garage am Klärwerk auflistete - zu der Bönhardt ja keinerlei formalen Bezug hatte - ist eine Frage, die auch das Schäfer-Gutachten nur mit Ratlosigkeit quittieren kann.

bernhard44
14.06.2013, 19:50
Also BaWü. Aus einem Blog-Beitrag von heute nachmittag einige Punkte:

http://machtelite.wordpress.com/2013/05/05/warum-setzte-wdr-5-beitrag-uber-nsu-ausschuss-ab/

"Aufhältig" klingt nach copy&paste aus Polizeiakten. Aber was von diesen quellenlosen Behauptungen ist wirklich hart? Und wie müsste man sich NSU daraus vorstellen? 3, 5, X? Chemnitz/Zwickau nur als eine Außenstelle, u.a. für Videoproduktion (das dämliche Bild mit der Wette Abnehmen vs. Videoschneiden als wahrscheinlicher Beleg...).
Was macht jetzt Kretschmann, wenn nur ein Teil davon stimmen sollte? Dass VS-Quellen im wahrsten Sinn des Wortes um (fast) jeden Preis geschützt werden, ist nun mal ehernes Gesetz, da braucht es keinen tiefen Staat. Wenn Corelli beteiligt gewesen sein sollte, reicht das als Argument für Schweigen - noch dazu, wenn rauskäme, dass der VS womöglich seit Kassel 2006 von Morden wusste (aber wer hätte nach Kassel eine Mordserie zugeben können, zwei Monate vor dem "WM-Sommermärchen"?).

klar bröckeln jetzt die Kartelle! Es war nur eine Frage der Zeit! Nun gilt es die Brocken (Puzzleteile) richtig zusammenzusetzen! Nicht alle der ehemaligen Ermittler und Fahnder wollen als Idioten dastehen!

sleepwell
14.06.2013, 19:56
Waffenverkauf Ceska (Bestand Schläfli oder von Luxik weiter gereicht, mir unklar?) von Schläfli an Anton April 2006.

himmelarsch, ich meine natürlich 1996.
jahresangaben werden bei mir bis auf weiteres von der garantie ausgeschlossen, offensichtliche verdrahtungsprobleme meiner grauen zellen.
muss die erst mal zum rapport bestellen ...:ätsch:

fatalist
14.06.2013, 21:04
interessant, aber eben nur an der Oberfläche gekratzt! Reicht aber um den einen kalt zu stellen und den anderen als...sagen wir mal psychisch angeschlagen erscheinen zu lassen!
Es gibt alles nur den immer selben Sinn: Die 3 abtauchen zu lassen, als V-mann-Drilling, als Terzett, so wie die Überwachungsoperationen der Schlapphüte dann ja auch offiziell bis 2010 hiessen.

Mehr muss man gar nicht wissen. Alle Details sind unwichtig.

Interessant ist jedoch, dass bei Wetzel auch jetzt noch das BKA und das TH LfV bei dieser Razzia dabei gewesen sein soll.
Wenn das stimmt, ist der Artikel in DIE ZEIT ein 5 Seiten langes Märchen.

sleepwell
14.06.2013, 21:18
interessant, aber eben nur an der Oberfläche gekratzt!

vor allem die falsche gewichtung.
motto ... hätten die polizisten einen guten job gemacht, wäre alles nicht passiert.

erstens ist noch unklar, wer was war.
zweitens war das trio zum zeitpunkt der razia im level auffällige spinner. keinesfalls hat man wissend schwerverbrecher laufen lassen,
wie das mit heutigem angenommenen wissen bedeutungsschwanger suggeriert wird.

die dinge also immer in ihrer zeit bewerten und nicht die vergangenheit mit dem wissen der gegenwart entstellen.

fatalist
14.06.2013, 21:22
Also BaWü. Aus einem Blog-Beitrag von heute nachmittag einige Punkte:

http://machtelite.wordpress.com/2013/05/05/warum-setzte-wdr-5-beitrag-uber-nsu-ausschuss-ab/

"Aufhältig" klingt nach copy&paste aus Polizeiakten. Aber was von diesen quellenlosen Behauptungen ist wirklich hart? Und wie müsste man sich NSU daraus vorstellen? 3, 5, X? Chemnitz/Zwickau nur als eine Außenstelle, u.a. für Videoproduktion (das dämliche Bild mit der Wette Abnehmen vs. Videoschneiden als wahrscheinlicher Beleg...).
Was macht jetzt Kretschmann, wenn nur ein Teil davon stimmen sollte? Dass VS-Quellen im wahrsten Sinn des Wortes um (fast) jeden Preis geschützt werden, ist nun mal ehernes Gesetz, da braucht es keinen tiefen Staat. Wenn Corelli beteiligt gewesen sein sollte, reicht das als Argument für Schweigen - noch dazu, wenn rauskäme, dass der VS womöglich seit Kassel 2006 von Morden wusste (aber wer hätte nach Kassel eine Mordserie zugeben können, zwei Monate vor dem "WM-Sommermärchen"?).
Ja, Krokus Blumenkind Gronbach ist wieder aktiv.
Ein grosser Fan von mir ;)


1. Die Phantombilder haben wir eingesehen, schon im Sommer 2011. Sie zeigen nicht Böhnhardt und nicht Mundlos! Punkt! Schreibt auch Thomas Moser. Stimmt wohl.

2+3 sind Behauptungen.


4. Torsten O. ist eine Erfindung des LFV BW um von dem herannahenden Sturm abzulenken. Die fünf Namen sind und bleiben – Uwe Mundlos, Andre Kapke, Daniel Peschek, Alexander Neidlein sowie Thomas Richter. Man hat inzwischen zwei dieser Namen nachbestätigt um Zeit zu gewinnen, Kapke und Peschek.
Torsten O. schenkte doch Edathy 2005 ein Buch mit Widmung, und Edathy fragte beim BfV, wer das denn sei.
So kam man ja auf Stengel und seine Erbse Stauffenberg 2003 mit dem Namen Torsten O. Die berühmten 5 Namen.
Ob die stimmen? Zweifelhaft. Eher nicht.


5. Die Behauptung eines “Fatalist” im Politikforum, dass “Krokus” auf ihre angebliche Freundin Alexandra Franke – inzwischen Neidlein angesetzt war, ist schlichtweg gelogen und erfunden. “Krokus” kennt diese Frau nicht, hat sie nie gesehen. Weshalb sollte das LFV auch eine VM (nicht VP) auf eine BFV Agentin namens Franke ansetzen und einen BND Agenten namens Neidlein? Die Freundin war Sigrun Häfner. Und wenn diese Möchtegernexperten bei Politikforum noch so schreien, der Mord Michele Kiesewetter wurde von einer BW Zelle der rechtsterroristischen NSU ausgeführt, nur in einer etwas anderen Besetzung.
Häfner stimmt, schrieb ich ja auch: es war die Andere.
Der Rest ist Schmarrn. Wenn er die Phantombilder gesehen hätte, dann wüsste er doch, wen die zeigen.


6. Olga Widerspan floh nach dem Mord am 25 April 2007 zu einem Ex Verfassungsschutz Beamten und Regierungspräsidiumsmitarbeiter, welcher eine Ranch in Canada hat. Das hätte jeder unterbemittelte Ermittler anhand Visa bei Olga Widerspan in Pass feststellen können. Dieser hauptberuflich tätige LFV Beamte war nebenher der stellvertretende KKK Leiter der Sektion Schwäbisch Hall. Olga Widerspan ist nebenbei bemerkt die Schwester von Nelly Rühle.
THorsten D., den Achim Schmidt bei "Die Auswanderer im Fernsehen gesehen haben will.
Müsste doch prüfbar sein. Glaube ich nicht, die war damals 16 oder so.


7. Nicole Schneiders war, als sie noch Nicole Schäfer hieß, aktenkundig eine Hinweisgeberin gegenüber der Kriminalpolizei. (Kreis KÜN und Kreis SHA) Es mutet sich geradezu lächerlich an, dass sich diese aus Pfedelbach stammende Rechtsextreme Jahre später gegenüber LFV verweigerte. Ausserdem stand die Operation Saphira unter Führung des BFV!
Vorher war sie noch VM Myrte. Ändert sich ständig alles...



8. Auf dem Gartengrundstück des Matthias Brodbeck in Erlenbach waren verifiziert Uwe Böhnhardt ab 2006 aufhältig. Dieses Grundstück ist auf seine Eltern eingetragen. Auch dort anwesend waren eine Barbara Eichelbaum, sowie ein Marcus Frntic (Tokarev TT33 .:) ) Scheinbar hat diese Barbara Eichelbaum gegenüber dem BKA vor Monaten ausgesagt, sie habe Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe 1999/2000 zum letzten Male gesehen. Wird Zeit, dass das LFV Stuttgart mal die netten Bildbände ihrer Observierungsteams veröffentlicht! Behauptung.


9. Die Aussage von diesem gekauften Carsten Schulze, welcher in seiner ach so erotischen Phantasie SA Typen anhimmelte, das Treffen wäre in Galerie – Kaufhof gewesen, kann selbst bei der nachgeschobenen Behauptung, es gab schon vor dem Neubau eine Galerie in Chemnitz, eindeutig als von BKA gefälscht zu den Akten genommen werden. Es gab in dieser alten Galerie jedoch nicht das beschriebene Cafe, was er sehr ausführlich, Weg zu Toiletten usw… angab. Das wurde erst im November 2001 eröffnet. Shit happens ….. und, dass es eine explodierende Taschenlampe in Nürnberg gab, auch das ist eine typische BKA Taktik, etwas nur wörtlich abgesprochenes einzubringen, um diesem Lügenbaron einen Anstrich von Glaubwürdigkeit zu geben. Ich bin mir sicher, dass dieser Anschlag schon in einer VS NFD Akte der BAW beim BGH steht.
Stimmt wohl, sehe ich sehr ähnlich. Hatten wir ja heute gerade auch.
Schultze ist V-Mann Tusche. Seit 1999. V-Mann bringt V-Männern ne Waffe für 9 Morde? Lächerlich.



10. Fakt ist einfach, die Ceska CZ 83 wurde von Carsten Schulze nach November 2001 übergeben, was er auch in seiner ersten Aussage angab. Fakt ist somit, dass die Tatwaffen zu allen 9 Morden aus Quellen stammen müssen, die mit Sicherheit weder in der Schweiz, geschweige denne in Tschechien oder sonstwo zu finden sind. Erinnert stark an das Stück “Ulrich Schmücker” und Tatwaffe im VS Tresor! Meinen Berechnungen nach müssten bei den 9 Morden drei Ceskas CZ 83 verwendet worden sein, bei den ersten Morden wurden zudem an aufgefundenen Munitionsresten keine Abnutzspuren eines Schalldämpfers gefunden. Ich warte immer noch auf die Untersuchung der 31 Ceska CZ 83 welche sich in BRD Behördenbesitz befinden. Nur um Verschwörungstheorien Einhalt zu gebieten. (Zynisch ausgedrückt!!!)
HPF Allgemeinwissen. Stimmt in etwa. Ob es ne Ceska war, ist nicht bewiesen. Ceska sagte auch niemand, weder in der Anklage noch jetzt vor Gericht.


11. Die Pointe kommt immer zum Schluss – Stengel (Ref. Spionage) teilte Öttinger (Ref. Rechtextremismus) schon 2003 alle Details zur NSU mit inklusive der fünf Namen. Das entdeckte ein gefrusteter Journalist der Südwestpresse.
Behauptung.


12. Ihr Verlobter .:) kannte sie zu diesen ganzen Zeiten noch garnicht. Er lernte sie erst im Dezember 2010 kennen. Sie war, was Gall in seiner Märchenstunde anfügte, nie gezielt gegen KKK eingesetzt, wie auch? Hat nicht dieser Gall 1 Jahr lang behauptet, der KKK wäre seit 2003 aufgelöst. (Klar, damals kam ja raus, dass der KKK von BFV und LFV gegründet wurde und es stand plötzlich eine NSU zur Disposition!) Es wird auch unmöglich für Öttinger am 24 Juni zu behaupten, “Krokus” wäre erst im Juni/Juli 2007 tätig geworden. Damit wären drei Personen Lügner, Schmalzl als Ex LFV Chef am 13 September 2012 vor PUA, Ex LFV Chef Rannacher im April vor PUA und IM Gall in drei gesonderten Meldungen.
Blödsinn, Spiegel schrieb ja selbst, dass Krokus ab 2006 für die Polizei arbeitete, und erst Frühjahr 2007 zum LfV weiter gegeben wurde.

Ich hab ihn vermisst, den Kleinen ;)

fatalist
15.06.2013, 05:23
Gronbach erklärt das grosse Ganze:


Ich versuche es einmal ganz allgemein, wenns dann ankommt – gut!

Also, die BRD versucht uns seit Ende des Faschismus klarzumachen, dass wir in ner Demokratie leben, der BND wurde von Gehlen aufgestellt, Gehlen war in 3 Reich Leiter Fremde Heere Ost, gehörte eigentlich aufgehängt mit seinen 50 von OSS übernommenen Figuren. Der Verfassungsschutz ist eine britische Erfindung, ganz nach Muster der Aufstandsbekämpfung im besetzten Ireland. Und von diesen, in Nato eingebundenen Strukturen erwartet man Schutz der Demokratie?
Konkret heisst das dann...



Seit man zurück denken kann in BRD werden uns rechtsextreme Gestalten als “Einzeltäter” verkauft. Und in jedem Fall ist irgendwie der VS involviert! Überall auf jedem zweiten Sofa ….. bis hierher kapiert?"Einzeltäter", haben da nicht die gewalttätigen und mordenden Muslimigranten ein Copyright drauf:?


So, jetzt vergleiche einmal mit RAF! Waren diese etwas Intelligenteren ca. 150 RAF ler, davon vielleicht zu Hochzeiten 25 im Untergrund in Lage, 14 Jahre unentdeckt zu operieren? Man will uns erklären, dass drei – eigentlich klinische Idioten 14 Jahre lang als NSU ohne irgendwelche Mittäter mindestens 10 Menschen ermordeten, zumindest drei Sprengstoffanschläge durchführten und 15 Postämter und Banken ausraubten, laut Behörden noch paar Hundert Ziele ausspähten? Umgeben von ca. 25 V-Leuten, bzw. der Verdacht existiert ja, dass diese drei selbst geführte V-Leute waren? Da hat er Recht. Absolut. Ist Blödsinn. Funzt nur mit Protektion. Hat nur einen Fehler: Es stimmt nicht...


Dann hat man 380 wichtige Akten vernichtet? Das ist kurzum das Wuschdenken der Bundesanwaltschaft, aller LFV und dem BFV Amt! Und jeder Mensch der sich nur ansatzweise damit beschäftigt, ist ein Verschwörungstheoretiker? Sicher, ist ja auch ne astreine Verschwörung.



Dann fange wir einmal beim 4 November 2011 an. Es existieren zwei Aussagen eines Andre Kapke. Wir reden hier vom Verdacht des Doppelmordes an Uwe Böhnhradt und Uwe Mundlos (egal, was die zuvor an Verbrechen durchführten, Mord bleibt Mord). Erst in seiner zweiten Aussage räumt er ein, in Tatortnähe gewesen zu sein, die erste Aussage war eine Falschaussage. Das reicht bei jedem anderen für mindestens 12 – 18 Monate Untersuchungshaft. Das ist richtig. Warum sitzt der nicht?
Und warum sitzt Doppelwaffenlieferant Andreas Schulze nicht?
Und Herr Temme, siehe Kassel?
Und Herr Brümmendorf, BKA, der die Garagenlisten unterschlug?
Und sein Mittäter Drechsler vom LKA Thüringen? Alles sehr merkwürdig.
Verschwörung, ganz klar.



Einen Tag zuvor wurde mehr oder weniger von BKA ermittelt, dass Beate Zschäpe bei Patrick Wieschke war, ….
Wir reden hier nicht von Zufallsbekanntschaften sondern von vorbestraften Rechtsextremisten, die sich alle seit 1994 kennen. THS usw … usf … Behauptung. Wiescke hat Anzeige dagegen erstattet.
Muss geklärt werden. Akten auf den Tisch!


Dann kommen wir einmal zur Aufklärungspflicht der Polizei. Es existieren Phantombilder, welche eindeutig nicht Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zeigen. Wo? Na bei der Polizei, mit Verschlussdeckel der Bundesanwaltschaft darauf. Es geht ja nur um Polizistenmord! Sowie einen schwerverletzten Polizeibeamten! Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen, die BAW klagt diese Leute an und hat Phantombilder, welche eindeutig zeigen, das sind nicht die Täter. Von einem Martin Arnold erstellt, der, was nun auch wegen “Krokus” hoch gekommen ist, sich sehr klar an alles erinnern kann? Hä??? Und es passiert? ….. Nichts!!! Ganz entscheidender Punkt, geschrieben nur Stunden nach meinem Beitrag hier im HPF zu eben diesem Thema. Ganz entscheidend: Wen zeigen die Phantombilder, und warum werden die immer noch nicht veröffentlicht? Und warum macht die Presse keinen Druck, damit das geschieht?



“Krokus” ist einfach der I-Punkt. Binnen drei Wochen wurde sie von “frei erfunden” zur Topquelle? Diese VM ist absolut glaubwürdig und seitens LKA gibt man durch den Bericht vom 15 Mai 2012 an Innenministerium zu verstehen, das Ausspähen stimmt wohl. (Siehe Spiegel).
Nein, nicht Ausspähen, sondern den Ort wissen, Ludwigsburg. Von einer Kundin/Freundin im Frisör-Weiber-Tratsch-Salon :crazy:
Das ist was völlig Anderes.



Jetzt sind wir bei den Namen wo die gute Liz nicht durch blickt. Die rechtsextreme Friseuse Nelly Rühle spähte über eine Krankenschwester den schwerverletzten Polizeibeamten Martin Arnold aus, nebenbei ist ihr mann Stefan Rühle das Sinnbild eines Neonazis, Rechtsrockgruppe Naked But Armed, er veröffentlichte das Bild “KIller-Döner Nach Thüringer Art” usw…. diese Informationen wurden laut Aussage Nelly Rühle (jetzt horchen bestimmt einige auf ….) an den Rechtsterroristen Alexander Neidlein weitergeleitet.
Dieser Personenkreis um Alexander Neidlein umfasst sehr wenige Leute, Matthias Brodbeck (bei dessen ehemaligen Freundin Sigrun Häfner die Beate Zschäpe aufhältig war) die eben genannten Nelly Rühle sowie Stefan Rühle und die Schwester der Nelly Rühle eine Olga Widerspan. Dass sich Beate Zschäpe in Ilshofen aufgehalten hat – vom Innenministerium Baden Württemberg “kein Kommentar”!
Ja wenn sie doch die Phantombilder kennen, warum wissen sie dann nicht, ob einer von denen drauf ist?
Das ist doch alles unbewiesener Blödsinn, der auch schon mit Anzeigen der Geschmähten gegen Gronbach unterlegt ist. Warum kam zu keinem der Genannten die GSG 9, wie bei "Tusche" Carsten Schultze oder "Tarif" Holger Gerlach? Weder damals noch jetzt? Weil es Bullshit ist. :cool:


Thomas Richter – alias Coreli – sagt Dir nichts? Der turnt seit 20 Jahren durch die BRD und baut in jedem Bundesland wo er gerade seine braune Sosse verbreitete KKK Niederlassungen auf. Nur eben nicht um sich einem Rassenwahn zu ergeben sondern im Auftrag des BFV! Bei seinem KKK in Thüringen waren nebenbei bemerkt Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe nebst diversen anderen THS Figuren gerne anwesend in Zeit um 1994 bis 1998. Ob das alles auf Richter zurückgeht ist nicht bekannt. ansonsten stimmig.



In Schwäbisch Hall gabs dann eine filmreife Überschneidung, zum Coreli kam noch “Radler” hinzu, ein Achim Schmid der sich sein Taschengeld beim LFV Baden Württemberg verdiente. Dessen Akte landete bei Enttarnung noch im Reisswolf …. so ein Pech aber auch für die eifrigen Ermittler. Witzigerweise wurde der LFV Honigtopf zur absoluten Blamage, ausser unterbemittelten und gefrusteten Polizisten sowie ein paar wohlbekannten Rechtsextremen aus Umland kam niemand vorbei. Honey Pot.


In den intelligenteren Ermittlerkreisen wo man diese Verfassungsschutzbrut vornedraussen lässt, redet man von mehreren vernetzten Zellen. Thüringen, Sachsen, Baden Württemberg und Nordrhein Westfahlen.
Um es kurz zu machen, man wartet noch ab, bis dieser Öttinger das Fass zum Überlaufen bringt und dann wird es hässlich! Unterhalb der Kriminalräte interessiert sich kein Polizist ob die abgefuckte Nazitussy Zschäpe welchen Klamottenstil im OLG vorführt sondern wann man die Nazibrut ausräuchert.
Kapiert!!! Krankhaft, und Mollath sitzt in der Klapse :?

BoB
15.06.2013, 06:26
das Treffen wäre in Galerie – Kaufhof gewesen, kann selbst bei der nachgeschobenen Behauptung, es gab schon vor dem Neubau eine Galerie in Chemnitz, eindeutig als von BKA gefälscht zu den Akten genommen werden. Es gab in dieser alten Galerie jedoch nicht das beschriebene Cafe, was er sehr ausführlich

Der Herr Gronbach scheint ja wirklich schon ne Weile "neben einer Schafweide" in seinem geliebten "Ireland" zu wohnen und länger nicht mehr in deutschen Innenstädten unterwegs gewesen zu sein, jedenfalls nicht mit offenen Augen...eine Galerie, da weiss er glaub ich gar nicht, wovon er redet :crazy:
Aber er ist es wohl wirklich, hört sich doch ziemlich ähnlich an wie der Rest, auch diese Söldnerforums-Geschichte. Nur dieses eingestreute Aktendeutsch find ich irgendwie komisch, mal ganz abgesehen von seiner kruden Version des Antifaschismus (gegen einen vernünftigen hab ich ja nix, hehe), da fehlen eindeutig ein paar hochtrabende Begriffe, theoretische Untermauerungen usw. Aber egal, stimmt schon, schön, dass er sich wieder zu Wort melden darf, nach der PUA-Sitzung ...:D

fatalist
15.06.2013, 08:44
Aber egal, stimmt schon, schön, dass er sich wieder zu Wort melden darf, nach der PUA-Sitzung ...:D
Die PUA-Sitzung findet am 24. Juni statt. Guten Morgen, BoB :crazy:

BoB
15.06.2013, 08:49
Menno, ich meinte die von dieser Woche, für die Krokus die Einladung bei Wolf Wetzel reingestellt hat :auro:
Aber guten Morgen auch.

fatalist
15.06.2013, 08:57
Menno, ich meinte die von dieser Woche, für die Krokus die Einladung bei Wolf Wetzel reingestellt hat :auro:
Aber guten Morgen auch.
Du hast ja das richtige und wichtige geschrieben, ohne das zu wollen, das nenne ich "genial daneben".
Ist es Dir gar nicht aufgefallen, wie genial das war?

Die PUA-Sitzung am 24.6. ist unwichtig. Weil jeder weiss, dass da nix bei rauskommen wird.
Absolut richtig erkannt. Genial :hsl:

Karl_Murx
15.06.2013, 10:23
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-untersuchungsausschuss-v-mann-fuehrer-von-krokus-soll-befragt-werden.daade225-ca13-4b95-922a-d743cecffdb3.html



Alles Wahlkampf, weiter nichts.

wäre an der Krokus-Story was dran, dann wäre Ströbele der Erste gewesen, der "Beweisaufnahme" gerufen hätte.
Hat er aber nicht... obwohl sein Adlatus Christian Busold mehrfach mit Gronbach telefonierte...

Die CDU, FDP, LINKE war dafür?
DIE LINKE hatte Hajo Funke wohl scharf gemacht, aber CDU und FDP sind Opposition in B-W und wollen der Landesregierung eine reinwürgen. Wahlkampf.

Das birgt die Chance, das zumindest einige Infos über die "Gegenseite" an die Öffentlichkeit kommen, wenn auch in jeweils erkennbarer Absicht.


Wolf Wetzel wird ebenfalls enttäuscht werden. Schreib ich dem aber nicht in seinen Blog. Soll er selber merken ;)

Die LINKE und deren angehängter Medienapparat sind im Moment so gut wie die einzigen, die an der "NSU"-Geschichte dran bleiben. Gestern stand zum Beispiel in der "Jungen Welt" (ehemaliges Zentralorgan der FDJ) etwas über den "Bommeleer"-Prozeß in Belgien und die GLADIO-Hintergründe.

Das Problem an der LINKEn ist aber, das es denen letzten Endes auch nicht um die objektive Berichterstattung geht, sondern nur darum, die eigene politische Agenda zu verfolgen. Die ziehen darum auch nicht die richtige Schlüsse, weil die an den eigenen ideologischen Prämissen a lá "nazistischer deutscher Staat und Nation" hängen. Der Verfassungsschutz soll nur noch gegen den Rechtsextremismus ermitteln und den Linksextremismus als Staatsräson verfolgen. In einigen Ländern wie Thüringen und Sachsen-Anhalt sind sie damit inzwischen sehr erfolgreich.

fatalist
15.06.2013, 10:31
Das birgt die Chance, das zumindest einige Infos über die "Gegenseite" an die Öffentlichkeit kommen, wenn auch in jeweils erkennbarer Absicht.
Da aber die unterschlagenen Phantombilder mit allergrösster Wahrscheinlichkeit Angehörige eines befreundeten Dienstes zeigen, zu deren Ablenkung sogar ein europaweites Wattestäbchenphantom erfunden wurde, wird leider gar nix ans Tageslicht kommen.



Die LINKE und deren angehängter Medienapparat sind im Moment so gut wie die einzigen, die an der "NSU"-Geschichte dran bleiben. Gestern stand zum Beispiel in der "Jungen Welt" (ehemaliges Zentralorgan der FDJ) etwas über den "Bommeleer"-Prozeß in Belgien und die GLADIO-Hintergründe.
Sie ziehen weiterhin die falschen Schlüsse, wie auch dieser nagelneue Oktoberfest-Film (siehe Strang, von heute) die falschen Aufklärer-Geschichten präsentiert, die grösstenteils Desinformation waren und sind. Zum Nutzen der Täter, selbstredend, wie könnte es auch anders sein?? Linke Journalisten als Stützen der Staatsräson beim Oktoberfest-Attentat. Pau sieht keine staatliche Verstrickung beim NSU.
Ist Dasselbe...


Das Problem an der LINKEn ist aber, das es denen letzten Endes auch nicht um die objektive Berichterstattung geht, sondern nur darum, die eigene politische Agenda zu verfolgen. Die ziehen darum auch nicht die richtige Schlüsse, weil die an den eigenen ideologischen Prämissen a lá "nazistischer deutscher Staat und Nation" hängen. Der Verfassungsschutz soll nur noch gegen den Rechtsextremismus ermitteln und den Linksextremismus als Staatsräson verfolgen. In einigen Ländern wie Thüringen und Sachsen-Anhalt sind sie damit inzwischen sehr erfolgreich.
Jepp, und das sie zum System gehört, also vertuschend mithilft.

Dolohov
15.06.2013, 10:42
Ich frag mich, wieviele unzählige unschuldige Leute unter diesem ganzen NSU-Scheiß zu leiden haben... Von den Mordopfern, über deren Angehörige bis hin zu den Opfern des Gronbachs und Senghaas und weiter zu den ganzen Staatsbeamten die genauso verarscht werden wie wir alle.

Nereus
15.06.2013, 10:47
... Der eigentliche Hintergrund dieser Nummer ist ein anderer.
Die tatsächliche Manipulation besteht in einer geschickten Gehirnwäsche. Der breiten Öffentlichkeit wird über den Umweg der detaillierte Diskussion der Waffenwege die „Tatsache“ eingehämmert, dass das Trio die Mordserie begangen hat.
Bei jedem Satz, bei jedem Gedanken und bei jeder Frage im Gericht wird dem Betrachter eine zweite Botschaft vermittelt, die „Tatsache“, dass die Uwes die Mordserie begangen haben. Denn wie selbstverständlich ist das die Grundlage, auf deren Basis „Details“ durch das Gericht zu klären sind.
Über viele Monate wird so in der Öffentlichkeit ein Tatsachenbewußtsein geschaffen, das inhaltlich zu beweisen schwer, im Zweifel unmöglich ist.
Also wird es zuerst suggeriert!
Wenn das Thema Mordbeweise dann irgendwann nach Monaten kommt, hat man eine im Sinne der Vorverurteilung unterschwellig erzogene Öffentlichkeit.
Die dann auftauchenden Kröten werden bereitwilliger geschluckt....

Soweit richtig. Psychologie. Wo steht sowas, wo wird sowas gelehrt, geschult? Gibt es Quellen, Bücher? Gibt es für dieses „Rezept” frühere Beispiele, wo damit erfolgreich manipuliert wurde?

fatalist
15.06.2013, 11:00
Ich frag mich, wieviele unzählige unschuldige Leute unter diesem ganzen NSU-Scheiß zu leiden haben... Von den Mordopfern, über deren Angehörige bis hin zu den Opfern des Gronbachs und Senghaas und weiter zu den ganzen Staatsbeamten die genauso verarscht werden wie wir alle.
Ja, da gibt es viele Opfer, sehr viele.

Es gibt aber auch Positives, politisch gesehen:

1. Die Medien sind weitgehend gelenkt, die Medien sind weitgehend unkritisch, die Medien sind Teil des herrschenden nichtsouveränen Systems und dienen denselben Herren wie die Exekutive und die Legislative und die Judikative.

Niemals zuvor haben das so viele Bundesbürger erkannt wie jetzt durch diese staatliche NSU-Inszenierung, welche kaum angegriffen wird in den Medien.

2. Ein Wanderpokal sollte gestiftet werden, der jährlich vergeben wird für die "Dreisteste Lüge des Jahres".
Das wäre doch mal ne Idee: Mein Preisträgervorschlag: Petra Pau von DIE LINKE. nicht wegen der Frisur oder Haarfarbe, auch nicht für sonstige Fehlbildungen. Nein, sie sollte den Preis für die "Dreisteste Lüge des Jahres" für ihre Äusserung bekommen, dass "es keinerlei Hinweise für einen Staatsbeteiligung oder auch nur Mitwisserschaft beim NSU gab".

Wer Pau nicht auszeichnen möchte, wofür ich tiefstes Verständnis hätte, kann denselben Preis mit derselben Begründung auch Edathy, Ströbele, Binninger, Högl, dem Spiegel, Focus, FAZ, WELT, ZEIT, BILD oder dem Bundesanwalt Dr. Diemer oder dem BGH verleihen.

Ich zumindest empfinde das als sehr positiv, wie weit sich dieses verlogene System, aus Einheitsblockparteien bestehend, mit dem NSU-Märchen "nackig gemacht" hat, und wie vielen Menschen, ganz normalen Bundesbürgern das bewusst wurde, auch wenn es bisher nur im Unterbewusstsein triumphieren mag...

Der Kaiser ist nackt. Nicht alle sehen das, aber immer mehr...

BoB
15.06.2013, 11:51
Wo steht sowas, wo wird sowas gelehrt, geschult?

Vielleicht ja unter anderem hier: http://www.baks.bund.de/

Ansonsten: Unzählige "Denk-Panzer", Akademien, BW+Polizeihochschulen, "Führungsakademien"... und das Wissen aus Jahrhunderten, das fing wahrscheinlich nicht erst bei Macchiavelli an, für den der BAKS (s.o.) -Referent Münkler ein besonderes Faible hat (was jeder weiss, der mal auch nur ein paar Minuten bei ihm rumgesessen hat)... Alles ja nix Neues eigentlich, früher hiess es panem et circenses, bei BB halt "erst kommt das Fressen, dann die Moral" und heute gibt's Wetten Dass...(noch), Ipads und das Bier und Grill"fleisch" zu ein paar Cent...das reicht aus.

(/Wort zum Sonntag-mode off)

PS. On topic: Weiss irgendwer was Neues zur Verbindungsstelle 61 oder Herrn Joachim von S.? Die stehen aus irgendeinem obskuren Grund in der Wikipedia zum nigerianischen Geheimdienst (http://en.wikipedia.org/wiki/National_Intelligence_Agency_(Nigeria)), völlig zusammenhangslos :?

bernhard44
15.06.2013, 12:00
Ja, da gibt es viele Opfer, sehr viele.

Es gibt aber auch Positives, politisch gesehen:

1. Die Medien sind weitgehend gelenkt, die Medien sind weitgehend unkritisch, die Medien sind Teil des herrschenden nichtsouveränen Systems und dienen denselben Herren wie die Exekutive und die Legislative und die Judikative.

Niemals zuvor haben das so viele Bundesbürger erkannt wie jetzt durch diese staatliche NSU-Inszenierung, welche kaum angegriffen wird in den Medien.

2. Ein Wanderpokal sollte gestiftet werden, der jährlich vergeben wird für die "Dreisteste Lüge des Jahres".
Das wäre doch mal ne Idee: Mein Preisträgervorschlag: Petra Pau von DIE LINKE. nicht wegen der Frisur oder Haarfarbe, auch nicht für sonstige Fehlbildungen. Nein, sie sollte den Preis für die "Dreisteste Lüge des Jahres" für ihre Äusserung bekommen, dass "es keinerlei Hinweise für einen Staatsbeteiligung oder auch nur Mitwisserschaft beim NSU gab".

Wer Pau nicht auszeichnen möchte, wofür ich tiefstes Verständnis hätte, kann denselben Preis mit derselben Begründung auch Edathy, Ströbele, Binninger, Högl, dem Spiegel, Focus, FAZ, WELT, ZEIT, BILD oder dem Bundesanwalt Dr. Diemer oder dem BGH verleihen.

Ich zumindest empfinde das als sehr positiv, wie weit sich dieses verlogene System, aus Einheitsblockparteien bestehend, mit dem NSU-Märchen "nackig gemacht" hat, und wie vielen Menschen, ganz normalen Bundesbürgern das bewusst wurde, auch wenn es bisher nur im Unterbewusstsein triumphieren mag...

Der Kaiser ist nackt. Nicht alle sehen das, aber immer mehr...

genau!
Und mich hat ein Herr Bubak inspiriert! Wo ich vorher nur ansatzweise über bestimmte zusammenhänge nachzudenken wagte, hat er bei mir einen Umdenkprozess eingeleitet.

fatalist
15.06.2013, 12:46
Weiss irgendwer was Neues zur Verbindungsstelle 61 oder Herrn Joachim von S.?
Der Name stimmt sowieso nicht.

Diese Verbindungsstelle 61 (zur CIA in Wiesbaden) ist zwar wegen "Brandenburger Tor mit Durchhalteparole aus 1943" in die Schlagzeilen gekommen, es wurde von einer Kiste Waffen im Wald geschrieben, und von "Kampf gegen Muslime", aber trotz Datum 8.2.2013 kommt im Spiegel der Begriff "NSU" nicht vor. In DIE ZEIT kommt er vor, aber nur als zeitlicher Bezug, nicht als inhaltlicher.


Aufmerksam geworden war der Dienst auf S. ein halbes Jahr zuvor, durch eine Beschwerde: Der BND-Mann und Oberst der Reserve vermische Dienstliches mit Privatem, male öffentlich Untergangsszenarien und mache laufend »rechtspopulistische Äußerungen«. So steht es jedenfalls in einem Vermerk, den die Vorgesetzte von S. verfasste.

Der führte dazu, dass gegen S. zunächst ein Disziplinarverfahren eingeleitet wurde. In dessen Zuge vernahm der BND im Januar 2012 auch S.s Mitarbeiter – und in diesen Gesprächen fielen jene Zitate, die für den Dienst so klangen, als ob S. eine geheime Miliz aufbauen wolle. Der BND erstattete Anzeige – wohl auch, um sich jedem Vorwurf der Blauäugigkeit vorbeugend zu entziehen. »Der BND äußert sich nicht zu Disziplinarverfahren und Personalfragen«, heißt es dort heute. »Losgelöst vom Einzelfall«, lege man aber Wert auf die Feststellung, dass »jedem Verdacht auf Straftaten, zumal im Staatsschutzbereich, mit gebotener Konsequenz nachgegangen« werde. :haha: Der BND und Anzeige gegen einen eigenen Mann erstatten? Da lachen ja die Hühner.
DESINFORMATION
http://www.zeit.de/2013/12/Bundesnachrichtendienst

Aber wozu das Ganze? Was wurde damals gerade bekannt, zu dessen Ablenkung man eine Geschichte brauchte, die den BND lächerlich machen und einen BND-Mann in Richtung WSG privat schieben sollte? Hatte das mit der erwarteten Aussage von Andreas Kramer zu tun, zum Thema Gladio stay behind in Luxemburg? Die eidesstattliche Versicherung stammt von März 2013.
http://www.heise.de/tp/blogs/6/153944

:?

Es gibt aber auch noch einen Heilbronner Gladio-Ansatz.


Inzwischen wurde bekannt, dass ein PKW eines ausländischen Geheimdienstes an diesem Tag tatsächlich in der Innenstadt von Heilbronn vom Radar erwischt worden ist und geblitzt wurde.

Desweiteren kam es zu einem Skandal beim BND, weil die Organisation tatsächlich eine geheime bewaffnete Einheit unterhält und zwar ausgerechnet in der Abteilung, die eine Verbindungsstelle zum CIA der USA darstellt nämlich der Abteilung 61 des BND.

Laut Insidern hat die “Verbindungsstelle 61″ die Aufgabe, Kontakt zu ausländischen Streitkräften und zur nahgelegenen Außenstelle des US-Nachrichtendienstes CIA in Wiesbaden zu halten.

Der Anwalt räumte ein, dass auf dem Gang des Dienstsitzes seines Mandanten eine Bilderreihe des Brandenburger Tors im Lauf der Geschichte hänge, darunter eine Abbildung aus dem Jahr 1943 mit der Aufschrift “Führer befiehl – wir folgen”. Ein BND-General habe dem Beamten deshalb “nationalsozialistische Propaganda” vorgeworfen. Joachim von S. sei daraufhin “knallhart und unmittelbar” in die BND-Zentrale nach Pullach versetzt worden.

Joachim S. könnte sich also auch in rechtsradikalen Kreisen tummeln oder VS Agent des Verfassungsschutzes sein oder eben direkt als BND Mann auf die NSU-Terror-Zelle angesetzt worden sein.http://www.barth-engelbart.de/?p=3833

von Jürgen Meyer kennen wir den nicht?

als BND Mann auf die NSU-Terror-Zelle angesetzt worden sein
oder war er ihr Kommandeur?

fatalist
15.06.2013, 12:53
genau!
Und mich hat ein Herr Bubak inspiriert! Wo ich vorher nur ansatzweise über bestimmte zusammenhänge nachzudenken wagte, hat er bei mir einen Umdenkprozess eingeleitet.
Aber Prof. Dr. Michael Buback wirst Du doch hoffentlich nicht als Preisträger -alternativ zu Petra Pau- vorschlagen wollen :?
:D

Bubacks Meinung zum NSU würde mich interessieren. Du als Admin könntest ihn doch mal fragen?

bernhard44
15.06.2013, 12:58
Aber Prof. Dr. Michael Buback wirst Du doch hoffentlich nicht als Preisträger -alternativ zu Petra Pau- vorschlagen wollen :?
:D

Bubacks Meinung zum NSU würde mich interessieren. Du als Admin könntest ihn doch mal fragen?

ich hatte ihn ein paar mal versucht anzumailen. Habe aber leider nie eine Antwort erhalten. Er scheint sehr scheu geworden zu sein!

fatalist
15.06.2013, 13:00
ich hatte ihn ein paar mal versucht anzumailen. Habe aber leider nie eine Antwort erhalten. Er scheint sehr scheu geworden zu sein!
Er hat seine Revision gegen das Becker-Urteil zurückgezogen.
Sicher hat man ihm da gut zugeredet...

fatalist
15.06.2013, 13:32
Desinfo "Verbindungsstelle 61" des BND


HEIDELBERG. Die Meldung klingt ja auch wirklich zu schön: Staatsanwälte ermitteln gegen Chef von geheimer BND-Gruppe", war gestern Mittag auf "Spiegel online" zu lesen. Der hochrangige Leiter einer ominösen "Verbindungsgruppe 61", die selbst innerhalb des Bundesnachrichtendienstes kaum jemand kenne, so hieß es dort, stehe in dem Verdacht der Bildung einer bewaffneten Gruppe und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das Verfahren habe sogar "für Unruhe im Kanzleramt gesorgt".

Der Auslandsnachrichtendienst selbst, wie immer in Personalangelegenheiten, wollte sich nicht äußern. Denn tatsächlich gab es einen solchen Fall bei der Staatsanwaltschaft Heidelberg - der Beschuldigte wohnt in der Nähe der Stadt. Doch das Verfahren war zwischenzeitlich, wie der Erste Staatsanwalt Florian Pistor dieser Zeitung bestätigte, per Verfügung eingestellt worden. "Die Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschuldigten ergeben." Nachforschungen wegen des Verdachts der Bildung einer bewaffneten Gruppe habe es nie gegeben, sagte Pistor. Und so verschwand nach nicht einmal zwei Stunden die Meldung wieder von der Homepage des Magazins.

Nach dessen Angaben handelt es sich bei dem Angeschuldigten um Joachim von S., den früheren Leiter der BND-Verbindungsstelle 61 in Mainz. Diese Abteilung habe die Aufgabe, Kontakt zu ausländischen Streitkräften und zur Außenstelle des US-Nachrichtendienstes CIA in Wiesbaden zu halten.

Hintergrund für das Verfahren könnte eine Intrige innerhalb des BND gewesen sein, legt das Magazin nahe. Der Anwalt von S. habe erklärt, Vorgesetzte seines Mandanten hätten das "Soldatische" des altgedienten BND-Mitarbeiters abgelehnt. Strafrechtlich ist das allerdings irrelevant. Was noch anstehen könnte, meinte Pistor, "ist ein dienstrechtliches Verfahren beim BND. Das aber geht mich nichts mehr an."

© Mannheimer Morgen, Samstag, 09.02.2013 http://www.morgenweb.de/nachrichten/politik/staatsanwalt-entlastet-bnd-mann-1.905958
Noch Fragen :?

DESINFORMATION

fatalist
15.06.2013, 14:13
Noch mehr Desinformation:


Waiblingen
„Krokus“ und die Spätzle-Spur
Peter Schwarz, vom 15.06.2013
http://www.zvw.de/inhalt.waiblingen-krokus-und-die-spaetzle-spur.3fbce3f2-f7e9-42e8-bf3b-636fddbbc7a6.html

http://www.zvw.de/media.media.4a888a0f-1c8f-47ca-8117-e50b03e448bc.normalized.jpeg
NSU-Ausschuss-Mitglied Hartfrid Wolff (FDP) im Gespräch über jüngste Enthüllungen in der NSU-Affäre.Foto: Pavlovic


Waiblingen. Verfassungsschützer und Polizei haben die Netzwerke zwischen Neonazis in Baden-Württemberg und Thüringen über viele Jahre hinweg nicht scharf genug in den Blick genommen, glaubt der FDP-Bundestagsabgeordnete Hartfrid Wolff, Mitglied im Bundestagsausschuss zu den NSU-Morden. Jüngster Gruselfall: die „Krokus“-Geschichte.

Klingt nach einer irren Räuberpistole: Die Frau mit dem Decknamen Krokus soll vor sechs, sieben Jahren durch Zufall Zugang zur braunen Szene rund um Schwäbisch Hall erhalten und sich an die Polizei gewandt haben. Die habe den Kontakt zum Verfassungsschutz hergestellt. Krokus wurde V-Frau und galt bei den Schlapphüten angeblich bald als exzellente Informantin, sie sei, so munkelt es, sehr gezielt angesetzt worden auf hochrangige, gut vernetzte Neonazi-Größen im Haller Raum.

Alle zwei Wochen ging Krokus zu einer Friseurin namens Nelly R. – einer Rechtsextremistin. Und eines Tages, beim Föhnen, Haarefärben oder Pony-Schnippeln, soll Nelly R. ihrer Kundin Unerhörtes erzählt haben . . . Am 25. April 2007 wurde in Heilbronn die Polizistin Michele Kiesewetter durch einen Kopfschuss ermordet. Ihr Kollege überlebte schwerstverletzt und lag im Klinikum Luwigsburg. Die rechte Szene aber, so plauderte im Mai 2007 angeblich die Friseurin gegenüber Krokus aus, versuche nun, über eine Krankenschwester herauszufinden, wann der Polizist genesen und wie es dann um sein Erinnerungsvermögen bestellt sein werde. Je nach Ergebnis der Recherche werde man überlegen, „ob etwas zu tun sei“. "ihr Kollege" ohne Namen, aber Nelly R.


Wenn das stimmt, wäre es ein doppelter Hammer. Das hieße erstens, dass baden-württembergische Behörden bereits kurz nach dem Kiesewetter-Mord eine konkrete Spur hatten, die in den braunen Sumpf führte; eine Spur, der vier Jahre lang niemand nachging. Und es hieße zweitens, dass das NSU-Terrortrio Unterstützer in Baden-Württemberg hatte, Eingeweihte, Mitwisser – Leute, die womöglich, um die Tat zu vertuschen, gar bereit gewesen wären, „etwas zu tun“; sprich: den überlebenden Polizisten zum Schweigen zu bringen.
Und niemand redet über die unterschlagenen Phantombilder mit den Tätern darauf...


Problem: Es ist „ganz schwer“ einzuschätzen, wie glaubwürdig Krokus ist, sagt Hartfrid Wolff. Einerseits galt die Quelle dem Verfassungssschutz früher offenbar als „hochwichtig“. Andererseits werde sie „jetzt abgetan als unsichere Kantonistin“.
Deshalb ist es für den Untersuchungsausschuss „existenziell“, die Expertise des Mannes zu hören, der beim baden-württembergischen Verfassungsschutz als V-Frau-Führer engen persönlichen Kontakt zu Krokus hielt. Er ist auf den 24. Juni als Zeuge in den Ausschuss geladen. die Akten sind sauber, V-Mann Führer Öttinger wird nichts wissen. Absehbar.


Fatal für den Ausschuss: Er wird die Schattenzone Baden-Württemberg wohl nicht mehr vernünftig ausleuchten können. Im September ist Bundestagswahl, vorher muss der Abschlussbericht vorliegen, es gilt, „Fristen einzuhalten“. Wolff beklagt, dass die baden-württembergischen Stellen den Ausschuss nur schleppend mit Akten versorgt hätten: Im April angeforderte Unterlagen seien erst Ende Mai geliefert worden. „Warum so spät? Das versteh ich nicht. Oder ich will’s nicht verstehen müssen. Weil ich das mögliche Motiv, das dahinterstehen könnte, gar nicht aussprechen mag.“ Andere Bundesländer, zum Beispiel Bayern, seien „deutlich mehr an Aufklärung und Zusammenarbeit interessiert“ gewesen.
Wolffs Wunsch: Der Untersuchungsausschuss sollte „in der nächsten Legislaturperiode weitermachen“.
Genau. Nix sehen, nichts hören, nichts sagen.

solaris
15.06.2013, 14:21
2. Ein Wanderpokal sollte gestiftet werden, der jährlich vergeben wird für die "Dreisteste Lüge des Jahres".
Das wäre doch mal ne Idee: Mein Preisträgervorschlag: Petra Pau von DIE LINKE. nicht wegen der Frisur oder Haarfarbe, auch nicht für sonstige Fehlbildungen. Nein, sie sollte den Preis für die "Dreisteste Lüge des Jahres" für ihre Äusserung bekommen, dass "es keinerlei Hinweise für einen Staatsbeteiligung oder auch nur Mitwisserschaft beim NSU gab".
Wer Pau nicht auszeichnen möchte, wofür ich tiefstes Verständnis hätte, kann denselben Preis mit derselben Begründung auch Edathy, Ströbele, Binninger, Högl, dem Spiegel, Focus, FAZ, WELT, ZEIT, BILD oder dem Bundesanwalt Dr. Diemer oder dem BGH verleihen.
Der Kaiser ist nackt. Nicht alle sehen das, aber immer mehr...

Pau (wie auch z.b. Ramelow) müsste man noch extern recherchieren
weil:


Meint die Partei der Linken wirklich, sich als “Braut” für mögliche Koalitionen mit den etablierten Parteien “heiratsfähig” zu machen, wenn sie als Mitgift die Anbiederung an die Israel-Lobby mitbringt? O-Ton: “Wir sind keine Antisemiten, bekämpfen Antisemitismus und machen kein BDS.” Sie schrecken auch nicht davor zurück, sich von anständigen Partei-Genossen zu distanzieren, geschweige denn diese zu verteidigen, wenn sie völlig zu Unrecht als Antisemiten verunglimpft werden.

Inzwischen marschieren altbekannte”Karrieristen” der Partei, wie z.B. Bodo Ramelow, Petra Pau, Dietmar Bartsch und viele andere, schon stramm Seit an Seit zusammen mit der Riege der Israel-Lobby. Sie schämen sich auch nicht, an der Hetzkampagne gegen Ingrid Höger, Hermann Dierkes, Norman Paech und andere teilzunehmen. Angezettelt durch eine sogenannte Studie eines selbsternannten “Antisemitismus-Experten” und Sozialwissenschaftlers, Samuel Salzborn, und eines Gründungsmitglieds von BAK Schalom und Exstipendiaten der Rosa Luxemburg Stiftung, Sebastian Voigt, unter dem bezeichnenden Titel: “Antisemiten als Koalitionspartner.” Diesen Beitrag weiterlesen » (http://diefreiheitsliebe.de/international/israel/seit-an-seit-mit-der-israel-lobby#more-4898)

Wenn das so ist,ist es dann nicht zwangsläufig,wie sich die Pau verhält? Sitzt sie nicht genau da,wo andere sie haben wollen?
Das Netz ist voll mit solchen Hinweisen.
Müssen wir uns da wundern,warum uns diese "LINKE" so "staatstragend" erscheint?
Und wie ist es mit der Frage,wen die decken?

Wie ist es dann mit der Frage,wer sich am 4.11.11 in Eisenach gegenseitig auf den Füßen herumgelatscht ist?
Wie ist mit der Frage,ob hier nicht ein Dienst einen anderen hat ins Messer laufen lassen.
Wer ist der befreundete Dienst?
Egal wie,auch das ist Staatsräson(wenn man bei den enthaltenen Straftatbeständen von Verwahrungsbruch,Strafvereitelung,Veruntreuung von Staatsgeldern usw. von Staatsräson reden kann)


Nein, sie sollte den Preis für die "Dreisteste Lüge des Jahres" für ihre Äusserung bekommen, dass "es keinerlei Hinweise für einen Staatsbeteiligung oder auch nur Mitwisserschaft beim NSU gab".
Eine dreiste Anbiederung an das System um endlich an die Töpfe zu kommen und mitspielen zu dürfen



Es stellt sich die Frage, welche Absicht hinter einer solchen, nur auf den ersten Blick wenig zielorientierten Vorgehensweise steckt, warum gerade die LINKE zum Aufmarschfeld geballten „antideutschen“ Engagements wurde. Und es stellt sich weiter die Frage, wie es der BAK Shalom schaffen konnte, bis in die höchsten Spitzen der Partei auf Sympathisanten und Förderer bauen zu können. Eine Antwort darauf könnte sein, dass die Linkspartei – wie von vielen „Realos“ gewünscht – „regierungsfähig“ wird, wenn die „antideutschen“ Kräfte sich vollends durchsetzen. Nur ihren Namen sollte die Partei dann ändern, alles andere wäre ein Etikettenschwindel.
http://diefreiheitsliebe.de/politik/linke/die-linke-%E2%80%93-von-innen-umzinge

fatalist
15.06.2013, 14:26
Der nichtausgestiegene Aussteiger Carsten S.
Stern Der Wissende

Rund zehn Jahre bevor sich die Terrorgruppe NSU zu ihrer Mordserie bekannte, hat man wohl schon einmal versucht, Carsten S. zum Reden zu bringen. 2001 soll ihm ein Aussteigerprogramm aus dem rechten Milieu angeboten worden sein. So steht es in einem Aktenvermerk des Verfassungsschutzes. Aussteigerprogramme sind meist damit verbunden, dass die Personen erzählen, was sie über die Szene wissen. Im speziellen Fall von Carsten S.: Was er über den Verbleib der drei untergetauchten Bombenbauer aus Jena wusste. Denn dass er zwischenzeitlich als einziger Kontaktmann für das Trio fungierte, war den Behörden bekannt.

Doch Carsten S. lehnte ab. Mehr sogar. Er soll sich über das Angebot beim Staatsschutz beschwert haben. Er fühle sich der "nationalen Bewegung" immer noch zugehörig und "uneingeschränkt verpflichtet" habe er dort gesagt, berichtet eine Quelle. Das widerspricht den Angaben, die S. in den Vernehmungen mit BKA und Bundesanwaltschaft und im Gerichtssaal gemacht hat. Er will schon im September 2000 ausgestiegen sein, spätestens Ende 2000 alle politischen Ämter niedergelegt haben. er war ja auch in der Galeria Kaufhof, eröffnet Oktober 2001.


"Wir sind immer bewaffnet"

Umso mehr verwundert es, dass die Behörden Carsten S. einfach haben ziehen lassen. Nach Nordrhein-Westfalen, in die Schwulenszene. Schon im nächsten Aktenvermerk steht: Vom Landesamt für Verfassungsschutz NRW liegen keine Erkenntnisse über Carsten S. vor.


Er war kein Gefährder, kein Aktivist mehr, nicht mehr eingebunden in die Szene, die das Terrortrio – den Behörden damals als die "Bombenbauer von Jena" bekannt - hervorgebracht und im Untergrund unterstützt hat. Bestand also kein Grund mehr für die Behörden, an ihm dran zu bleiben, obwohl die Fahndung nach den Dreien immer noch lief? In der Befragung durch die Nebenkläger am Donnerstag, dem fünften Tag im Gerichtssaal an dem er Rede und Antwort stand, sagte Carsten S., es habe nie wieder Kontakte mit Sicherheitsbehörden gegeben. Bis zu seiner Festnahme am 1. Februar 2012.
Was sollte er denn sagen?
Etwa "Ja, ich bin V-Mann "Tusche" seit 1999, was wollt ihr hübschen Buben mit dem Exit-Scheixx von mir?"

Märchen lesen unter
http://www.stern.de/politik/deutschland/angeklagter-im-nsu-prozess-der-wissende-2025076.html

fatalist
15.06.2013, 14:36
NSU-Terror: Nebenklage will Zschäpes Brief im Prozess behandeln
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-terror-brief-von-beate-zschaepe-soll-prozess-teil-werden-a-905880.html


Hamburg - Der Brief der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe an einen in Bielefeld inhaftierten Mann mit rechtsextremem Hintergrund soll Teil des Münchner NSU-Prozesses werden. Die Nebenkläger verlangen, das Schreiben in das Verfahren einzubringen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ") am Samstag.


Im Münchner Gerichtssaal schweigt Beate Zschäpe beharrlich. Doch in dem Brief, den auch der SPIEGEL einsehen konnte, werden Gedanken und Gefühle der Angeklagten deutlich. Zschäpe, so die "SZ", dankt zunächst dem Bielefelder Häftling Robin S. für seinen Mut, den Kontakt zu ihr zu suchen. S. war vor seiner Haft Teil der rechtsextremistischen Szene Dortmunds.

In dem handschriftlichen Schreiben, das offenbar aus dem Frühjahr stammt, zweifelt Zschäpe daran, einen fairen Prozess zu bekommen. Sie fühlt sich durch Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) vorverurteilt. In weiten Teilen des Briefs geht es allerdings um Privates: Sie berichtet ihrem Brieffreund, ihr bisheriges Leben sei "eine Reise durch den Wahnsinn gewesen, durch Licht und Dunkelheit", so die "SZ". Zschäpe schreibt, sie sei schon als Kind ungerecht behandelt worden, habe nicht vor, ein Lebensgeständnis zu machen und werde niemanden, der ihr am Herzen liege, im Dreck liegenlassen. Sie fühle sich als Einzelstück, als Unikat.
Der Brief ist privat. Zschäpe ist nicht verurteilt. Ihr Brief geht niemanden etwas an, schon gar nicht im Strafverfahren gegen sie.

Was man sich hier in diesem Staat erlaubt ist würdelos, infam, verachtenswert.
Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen wollte.

bernhard44
15.06.2013, 14:41
NSU-Terror: Nebenklage will Zschäpes Brief im Prozess behandeln
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-terror-brief-von-beate-zschaepe-soll-prozess-teil-werden-a-905880.html


Der Brief ist privat. Zschäpe ist nicht verurteilt. Ihr Brief geht niemanden etwas an, schon gar nicht im Strafverfahren gegen sie.

Was man sich hier in diesem Staat erlaubt ist würdelos, infam, verachtenswert.
Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen wollte.

illegal beschaffte "Beweismittel" zu verwenden gibt es nur hier! Wäre in den USA unmöglich und die machen schon viel komische Sachen!

BoB
15.06.2013, 14:55
Diese Verbindungsstelle 61 (zur CIA in Wiesbaden) ist zwar wegen "Brandenburger Tor mit Durchhalteparole aus 1943" in die Schlagzeilen gekommen, es wurde von einer Kiste Waffen im Wald geschrieben, und von "Kampf gegen Muslime", aber trotz Datum 8.2.2013 kommt im Spiegel der Begriff "NSU" nicht vor. In DIE ZEIT kommt er vor, aber nur als zeitlicher Bezug, nicht als inhaltlicher.

Was der für 'ne Fototapete an der Wand hat, ist mir erstmal egal ... :ätsch: Aber warum bitte ermittelt man in Heidelberg?

Immerhin weiss Die Zeit, wie der Verteidiger heisst:

Genau das hatten S. und sein Anwalt Reinhard Mußgnug von Anfang an gefordert. Sie werfen dem BND »Mobbing« und eine Intrige vor. »Der BND hat sich einen Senioren-NSU zusammenfantasiert«, sagt Mußgnug. Sein Mandant nehme die Bedrohung durch militante Islamisten vielleicht ernster als andere, aber er sei weder Rassist, noch habe er etwas gegen Muslime.

Und den Namen kenne ich, im Gegensatz zu Jürgen Meyer (ausser von dieser PDS-Seite) - auch eine interessante Wahl, ziemlich exklusiv eigentlich...


Die »Gleichgesinnten« in »gehobenen Positionen«, von denen S. gesprochen haben soll? Ein privater Salon. Die ominösen Schießübungen? »PR-Aktionen mit Kooperationspartnern, auf einem Bundeswehr-Schießsimulator.«

Der Leiter des Verbindungsbüros zur CIA - das scheint ja unbestritten und ist bei aller Desinfo immerhin etwas - veranstaltet also "PR-Aktionen mit Kooperationspartnern" ? Was zur Hölle??

Ok, der Veröffentlichungszeitpunkt könnte Ablenkung gewesen sein, aber die Sache lief ja schon seit Mai 2012. Nun, immerhin, wie gesagt, wissen wir jetzt was über die Verbindungsstelle 61, oder sollten wir einfach nur etwas darüber wissen? :crazy:

Interessant fand ich diesen tp-Kommentar (http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Aktionismus-Die-Peinlichkeiten-der-Karrieristen-im-BND-ohne-Praxis-Erfahrung/forum-248816/msg-23105867/read/) von jemandem, der scheinbar in einem ganz anderen Sumpf stochert und nicht ganz so ein Spinner zu sein scheint, wie man zuerst annhehmen mag.

Die Streuung falscher Informationen gehört zum Geschäft. Auch hier im neuen Fall, ist eine Frau (Vorgesetze) erwähnt, welche das Verfahren einleitete. Soziale Kompetenz Null und der Interne Motivations Schaden ist enorm, bei diesen Pyschopaten, welche in sehr hohen Stellungen heute beim BND sind, mit Parteibuch Qualifikation. Und hier fängt Peinlichkeit, dieser Frau erneut an, denn die Gute taucht u.a. nach Abschluss des BND Verfahrens auch in München auf, wie sie mit dem Richter in einem Lokal sitzt, wie die örtliche Presse, natürlich schnell mitbekommt.

Häh?:?

fatalist
15.06.2013, 14:59
Und wie ist es mit der Frage,wen die decken?
Den Mossad, sprich es ruhig aus. Wie Viktor Ostrovsky es beschrieb, das Helfersystem Zions.



Wie ist es dann mit der Frage,wer sich am 4.11.11 in Eisenach gegenseitig auf den Füßen herumgelatscht ist?
Wie ist mit der Frage,ob hier nicht ein Dienst einen anderen hat ins Messer laufen lassen.
Hartfrid Wolff, wer bitte heisst Hartfrid? Ich kenne niemanden, der Hartfrid heisst.

Hab schon verstanden. Nereus ist dazu der Experte. Hajo Funke, Gysi, Bisky und so...

sleepwell
15.06.2013, 15:04
Wo steht sowas, wo wird sowas gelehrt, geschult?

in der rethorik.
der argumentationstrick heißt sophismus.

ich denke achtzig prozent der politikerlügen erfolgen nach dem rezept.
wenn du beim googeln nicht klar kommst und bedarf hast, erkläre ich das methodische am beispiel.
nur aus dem stand will ich das nicht, oberlehrergefahr ... ;-))

wenn man aber nicht nur weiß es wird getrickst, sondern auch wie, kann man zielgenau gegenhalten.
deshalb ist für mich bisher der prozess von allen beteiligten eine show.
denn sie machen es nicht, sie spielen mit.

würden wohlleben oder zschäpe sich unabhängig verteidigen wollen, sie könnten das gericht mit seiner anklage durch umkehr der beweislast sofort in die ecke manöveriern.

solaris
15.06.2013, 15:07
Den Mossad, sprich es ruhig aus. Wie Viktor Ostrovsky es beschrieb, das Helfersystem Zions.
Hartfrid Wolff, wer bitte heisst Hartfrid? Ich kenne niemanden, der Hartfrid heisst.

Auch einer,der nichts mitbekommen hat (wo doch der Terror so nah war!)
https://de.wikipedia.org/wiki/Hartfrid_Wolff


Wolff wurde 1989 als Schüler Mitglied der Jungen Liberalen (https://de.wikipedia.org/wiki/Junge_Liberale) und 1990 auch der FDP. Er ist seit 2002 stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP im Rems-Murr-Kreis (https://de.wikipedia.org/wiki/Rems-Murr-Kreis) und ist seit Mai 2011 stellvertretender Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg (https://de.wikipedia.org/wiki/Baden-W%C3%BCrttemberg). Zuvor war er Beisitzer. Seit 2007 ist er Vorsitzender des FDP-Bezirksverbands Region Stuttgart (https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart). Im Jahr 2009 wurde er als Beisitzer in den Bundesvorstand der FDP gewählt.

Er leitet seit 2003 den FDP-Landesfachausschuss Innen und Recht. Als aktives Mitglied in der Regionalpolitik und Regionalentwicklung gehört er zur zweiten Generation der liberalen „Remstalpolitiker (https://de.wikipedia.org/wiki/Remstalpolitik)“.
Seit 2005 sitzt Hartfrid Wolff für die FDP-Bundestagsfraktion (https://de.wikipedia.org/wiki/Fraktion_%28Bundestag%29) im Deutschen Bundestag. Er ist über die Landesliste (https://de.wikipedia.org/wiki/Landesliste) Baden-Württemberg in den Bundestag (https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bundestag) eingezogen. Am 12. November 2009 wurde Hartfrid Wolff in der FDP-Bundestagsfraktion zum Vorsitzenden des Arbeitskreises IV gewählt mit den Politikfeldern: Innen und Recht, Petitionen, Sport, Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung. Er ist ordentliches Mitglied im Innenausschuss (https://de.wikipedia.org/wiki/Innenausschuss_des_Deutschen_Bundestages) und stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss (https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsausschuss_des_Deutschen_Bundestages) und im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Seit 2012 ist er Obmann im 2. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages zum Rechtsextremismus. Wolff ist zudem Mitglied des Beirats im Deutschen Feuerwehrverband und bei der THW-Bundesvereinigung kooptiertes Präsidiumsmitglied.

Zusammen mit Kollegen aus CDU, SPD und Grünen hat er für die FDP-Fraktion das Grünbuch Öffentliche Sicherheit herausgegeben und war Mitverfasser des Positionspapiers Zuwanderungssteuerung der FDP Papiere zur inneren Sicherheit. Weitergehend war Wolff Mitautor des Buches „Die liberale Idee – Versuch einer Standortbestimmung“.
Wolff ist ehrenamtliches Beiratsmitglied im „Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit e.V.“ wie auch im „Forschungsforum Öffentliche Sicherheit e.V.“, dessen Steuerungskreis er leitet, und dem „Deutschen Feuerwehrverband e.V.“. Zudem ist er kooptiertes Mitglied des Präsidiums der THW-Bundesvereinigung e.V. und Vorstandsmitglied der German European Security Association (https://de.wikipedia.org/wiki/German_European_Security_Association)e.V..

Weitergehend ist er ehrenamtlich als Rechnungsprüfer der Friedrich Naumann Stiftung tätig. Mitglied des Deutschen Anwaltvereins und der Schwäbischen Gesellschaft. Der G10-Kommission und dem Parlamentarischen Kontrollgremium, ebenso der Deutsch-Schweizerischen Parlamentariergruppe, sitzt er stellvertretend vor.



hat wohl ein langes Nickerchen gemacht!
Die Frage darf doch wohl erlaubt sein,ob solche gut vernetzten Leute denn nie was mitbekommen!



Den Mossad, sprich es ruhig aus.

Mossad,Mossad,Mossad,Mossad,Mossad,Mossad,Mossad,M ossad.............!
http://politikforen.net/images/smilies/puhh.gif

Karl_Murx
15.06.2013, 15:22
Ja, da gibt es viele Opfer, sehr viele.

Es gibt aber auch Positives, politisch gesehen:

1. Die Medien sind weitgehend gelenkt, die Medien sind weitgehend unkritisch, die Medien sind Teil des herrschenden nichtsouveränen Systems und dienen denselben Herren wie die Exekutive und die Legislative und die Judikative.

Niemals zuvor haben das so viele Bundesbürger erkannt wie jetzt durch diese staatliche NSU-Inszenierung, welche kaum angegriffen wird in den Medien.

2. Ein Wanderpokal sollte gestiftet werden, der jährlich vergeben wird für die "Dreisteste Lüge des Jahres".
Das wäre doch mal ne Idee: Mein Preisträgervorschlag: Petra Pau von DIE LINKE. nicht wegen der Frisur oder Haarfarbe, auch nicht für sonstige Fehlbildungen. Nein, sie sollte den Preis für die "Dreisteste Lüge des Jahres" für ihre Äusserung bekommen, dass "es keinerlei Hinweise für einen Staatsbeteiligung oder auch nur Mitwisserschaft beim NSU gab".

Wer Pau nicht auszeichnen möchte, wofür ich tiefstes Verständnis hätte, kann denselben Preis mit derselben Begründung auch Edathy, Ströbele, Binninger, Högl, dem Spiegel, Focus, FAZ, WELT, ZEIT, BILD oder dem Bundesanwalt Dr. Diemer oder dem BGH verleihen.

Ich zumindest empfinde das als sehr positiv, wie weit sich dieses verlogene System, aus Einheitsblockparteien bestehend, mit dem NSU-Märchen "nackig gemacht" hat, und wie vielen Menschen, ganz normalen Bundesbürgern das bewusst wurde, auch wenn es bisher nur im Unterbewusstsein triumphieren mag...

Der Kaiser ist nackt. Nicht alle sehen das, aber immer mehr...

:gp:

Es werden täglich mehr. Irgendwann ist die kritische Schwelle erreicht. Dann werden diejenigen, die das Ganze bis jetzt einfach als zu anstrengend oder zu ermüdend abtun, ihren Aha-Effekt haben.

fatalist
15.06.2013, 15:29
Auch einer,der nichts mitbekommen hat (wo doch der Terror so nah war!)
https://de.wikipedia.org/wiki/Hartfrid_Wolff

hat wohl ein langes Nickerchen gemacht!
Die Frage darf doch wohl erlaubt sein,ob solche gut vernetzten Leute denn nie was mitbekommen!

Weil das was sie wissen und das was sie sagen 2 Paar Schuhe sind.
Sagten sie, was sie wissen und denken, dann wären sie weg vom Fenster.
Ob Frank Schäffler noch im nächsten Bundestag sitzen wird?

herberger
15.06.2013, 15:31
Wenn die damals bei der RAF private Briefe veröffentlicht hätten, dann hätte Berlin Kreuzberg in Scherben und Flammen gelegen.

fatalist
15.06.2013, 15:33
:gp:

Es werden täglich mehr. Irgendwann ist die kritische Schwelle erreicht. Dann werden diejenigen, die das Ganze bis jetzt einfach als zu anstrengend oder zu ermüdend abtun, ihren Aha-Effekt haben.
Hinterher haben es dann alle schon immer gewusst. "Die Märzgefallenen", so nannte man die PGs damals spöttisch...

fatalist
15.06.2013, 15:34
Wenn die damals bei der RAF private Briefe veröffentlicht hätten, dann hätte Berlin Kreuzberg in Scherben und Flammen gelegen.
Ja, es wird Zeit...

Shahirrim
15.06.2013, 15:39
Ja, es wird Zeit...

Bei Welt.de gefiel mir dieser Kommentar dazu:


Lächerlich, in der Tat!
Ich sende auch mal einen Code:
bei uns gab es heute A rgentinisches H üftsteak - im Gedenken an USA ( Unseren Seligen Adolf)

USA ist also ein perfekter Code! :D

Karl_Murx
15.06.2013, 15:39
Der Name stimmt sowieso nicht.

Diese Verbindungsstelle 61 (zur CIA in Wiesbaden) ist zwar wegen "Brandenburger Tor mit Durchhalteparole aus 1943" in die Schlagzeilen gekommen, es wurde von einer Kiste Waffen im Wald geschrieben, und von "Kampf gegen Muslime", aber trotz Datum 8.2.2013 kommt im Spiegel der Begriff "NSU" nicht vor. In DIE ZEIT kommt er vor, aber nur als zeitlicher Bezug, nicht als inhaltlicher.

:haha: Der BND und Anzeige gegen einen eigenen Mann erstatten? Da lachen ja die Hühner.
DESINFORMATION
http://www.zeit.de/2013/12/Bundesnachrichtendienst

Wäre das ein echter Fall von jemandem gewesen, der sich als Angehöriger des Behördenapparates Gedanken außerhalb der Matrix macht, hätte man mit Sicherheit nichts davon gehört. Soll hier ein neuer honey-pot hingestellt werden?

Man muß natürlich aufpassen, hier in allem und jedem eine solche Absicht zu sehen. Denkbar wäre ersteres durchaus. Aber wie wahrscheinlich ist es?


Aber wozu das Ganze? Was wurde damals gerade bekannt, zu dessen Ablenkung man eine Geschichte brauchte, die den BND lächerlich machen und einen BND-Mann in Richtung WSG privat schieben sollte? Hatte das mit der erwarteten Aussage von Andreas Kramer zu tun, zum Thema Gladio stay behind in Luxemburg? Die eidesstattliche Versicherung stammt von März 2013.
http://www.heise.de/tp/blogs/6/153944

:?

Es gibt aber auch noch einen Heilbronner Gladio-Ansatz.

http://www.barth-engelbart.de/?p=3833
kennen wir den nicht?

als BND Mann auf die NSU-Terror-Zelle angesetzt worden sein
oder war er ihr Kommandeur?

http://www.barth-engelbart.de/?p=3833

Desweiteren kam es zu einem Skandal beim BND, weil die Organisation tatsächlich eine geheime bewaffnete Einheit unterhält und zwar ausgerechnet in der Abteilung, die eine Verbindungsstelle zum CIA der USA darstellt nämlich der Abteilung 61 des BND.

Laut Insidern hat die “Verbindungsstelle 61″ die Aufgabe, Kontakt zu ausländischen Streitkräften und zur nahgelegenen Außenstelle des US-Nachrichtendienstes CIA in Wiesbaden zu halten.

Die so geheim war, daß der BND nach eigenen Aussagen selbst davon überrascht wurde, wie so etwas existieren kann. Nach dem Motto: Huch, was für eine Einheit haben wir denn da seit Jahren geplant, aufgestellt, betrieben und finanziert? Eine Beleidigung der Intelligenz, aber für die Mainstreampresse keinerlei Grund, nachzuhaken.


Der Anwalt räumte ein, dass auf dem Gang des Dienstsitzes seines Mandanten eine Bilderreihe des Brandenburger Tors im Lauf der Geschichte hänge, darunter eine Abbildung aus dem Jahr 1943 mit der Aufschrift “Führer befiehl – wir folgen”. Ein BND-General habe dem Beamten deshalb “nationalsozialistische Propaganda” vorgeworfen. Joachim von S. sei daraufhin “knallhart und unmittelbar” in die BND-Zentrale nach Pullach versetzt worden. Joachim S. könnte sich also auch in rechtsradikalen Kreisen tummeln oder VS Agent des Verfassungsschutzes sein oder eben direkt als BND Mann auf die NSU-Terror-Zelle angesetzt worden sein.

Der Zusammenhang zwischen einer solcher Bilderreihe und dem Vorhandensein von Neonazismus in den Behörden ist zwar genauso hirnamputiert wie die Behauptung, das heutige Deutschland sowie dessen Geschichte und Nation seien von Grund auf und latent und überhaupt nazistisch verseucht. Aber bei der gehirnwäscheartigen Propaganda der MSM kann man zuverlässig darauf bauen, daß hier alle möglichen andressierten Pawlowschen Reflexe aktiviert werden unter Ausschaltung des logischen Denkvermögens. Die Ausführungen von Gronbach zeigen das auf fatale Art und Weise.

fatalist
15.06.2013, 16:10
Vielleicht wollten Spiegel und Zeit einfach nur einen Hinweis geben, dass Gladio immer noch existiert, und die Europa-Zentrale in Wiesbaden bei der CIA sitzt, samt Gladiotruppe im nahen Verbindungsbüro 61 des BND.
So hab ich @BoB verstanden.

Von Hinten durch die Brust ins Auge sozusagen...


Noch ein Fundstück:

Wenn wie im NSU-Fall fremde Dienste hier ihr Unwesen treiben,dann bleibt das den deutschen Diensten nicht unbemerkt,DIE wissen nämlich ganz genau was in ihrem Vorgarten vor sich geht.
Hier mordet und agiert kein Mossad oder CIA-mann ohne das es von den deutschen Diensten nicht genau beobachtet würde.

Jeder aufgeklärte ausländische Agent hat mindestens vier deutsche Schatten,daher auch das enorme Anwachsen der deutschen Dienste nach der Wende.
Jeder erkannte Mossad-Mann,und sie werden alle erkannt,hat einen Schatten des BND,eines des MAD,einen des zuständigen L-VS und einen des B-VS,dazu kommen noch BKA und andere Interessenvereine.
Wenn ein solcher z.B. Mossad-Killer hier einen Mord begeht,dann wissen alle Behörden genauestens Bescheid.


Im Fall des NSU wird von gewissen Schmierfinken immer wieder darauf angespielt das der VS-mann Andreas T. an den meisten Tatorten zugegen war.
Das wäre auch schlimm wenn nicht,denn der überwachte als hauptamtlicher VS-Mitarbeiter den türkischen VS-V-Mann,der später auch die Mordwaffe verscherbeln wollte.

Wer auch immer als V-Mann für den VS oder für einen anderen Dienst angeworben wird,bekommt einen hauptamtlichen Schatten,und in der Regel sogar noch den einen oder anderen von anderen Diensten.
Das erklärt auch warum sich in solchen Vereinen wie dem THS so viele VS-Agenten unterwegs sind.
Jedes Amt hat einen angeworbenen V-Mann dazu kommt der jeweilige hauptamtliche Schatten,das sumiert sich schnell.

Egal,zurück zum Thema,wenn die deutschen Dienste in der Öffentlichkeit als Trottel dastehen,dann ist das eine Rolle die ihnen von fremden Diensten zugeordnet wird,damit ihr Wirken weiterhin gedeckt bleibt.
Das seit Jahren die türkischen Dienste meinen sie könnten hier wie in der Türkei agieren ist nichts neues,wann immer sich die Deutschen dagegen auflehnen,beschweren sich die Türken beim Ami,und verweisen auf ihre wichtige Nato-Stellung,dann sagt der Ami den Deutschen,das türkische gehabe habt ihr gefälligst hinzunehmen und genau so zu decken als sei es unsere Arbeit die ihr deckt.
Die einzelnen VS-Leiter die ihren Trottelhut aufgesetzt bekommen den sie dann zu gegebener Zeit nehmen dürfen sind nichts anderes als Bauernopfer.

Hier agiert keiner ohne das es die deutschen Dienste wüssten,nur werden ihnen die Hände von ganz oben gebunden,zum Dank dürfen sie dann mal mit gerade eben noch aufgeklärten Anschlägen auftrumpfen.
Das deutsche Dienste eine Aktion wie den NSU oder z.B. den Oktoberfestanschlag anschieben,ist mehr als unwahrscheinlich,das trauen die sich gar nicht,denn sie müssten immer damit rechnen das sie von den Amis oder dem Mossad in der Öffentlichkeit hingehängt würden,wenn es ihnen gerade nützlich ist.

Deutsche Aktionen kommen immer ans Tageslicht so sie nicht gerade internationale Interessen tangieren.
Daher ist es auch unwahrscheinlich das der VS die beiden Uwes umgelegt hat,viel wahrscheinlicher ist das er die beiden bereits tot geerbt hat,und nun aus und in Zeitnot eine dazu noch politisch verlangte Geschichte konstruieren musste.

Hätte der VS oder eine andere deutsche Behörde z.B. die Bude der Zschäpe angezündet so hätte man sie vorher ordentlich gefilzt als das z.B. die falschen echten Ausweispapiere nicht zufällig auftauchen können,denn eines bestand da nicht und das war Zeitnot.Die hätten die Bude auch eine Woche später abfackeln können,bis dahin hätte die ermittelnde Polizei noch immer keinen Bezug zu der Wohnung hergestellt,selbst als die Uwes identifiziert waren.

Mal ehrlich,selbst wenn die beiden Uwes aus dem Ruder gelaufen sind oder sonst wie aussteigen wollten,dann hätte man sie anderweitig auch über den Tot hinaus gedeckt.

Der Vorwurf der VS hätte über all die Jahre die Döner-Killer gekannt und gedeckt,ist schwachsinnig.
Denn kein Dienst hatte ein grösseres Interesse seine Verstrickung zu verheimlichen,demnach hätten sie auch nach dem Tod der Uwes ihre Schützlinge weiterhin gedeckt um ihr Mitwirken auch weiterhin zu verdecken.
Doch der VS macht genau das Gegenteil,er präsentiert den NSU und pisst sich selbst ans Bein in dem er sich einer Mittäterschaft bezichtigt und sich selbst den Trottelschein ausstellt.

Hier wurde dem VS genau gesagt was er zu erklären hat,und für was er die Uwes zu verwursten hat,dann hat man ihm noch die Mordwaffen aus den Polizistenmord und der Dönernummer zukommen lassen damit sie diese in das fremde Wunschbild einfügen können.

Die beiden Uwes haben an dem Tag keinen Banküberfall begangen,das konnten sie nicht denn sie waren schon lange kalt.

Daher auch das schwachsinnige Feuer im Wohnmobil,das seltsamer Weise keine Beweise vernichtete,ausser das es den Todeszeitpunkt verschleierte.

Der brauchte nachträglich nicht mal mehr untersucht werden,denn er wurde ja von zwei Polizisten die als unwissende Zeugen fungierten exakt anhand der zwei Knallgeräusche protokolliert,stand damit also fest,daneben macht bei Leichen die künstlichen Wärmequellen ausgesetzt waren eine Bestimmung der z.B. Lebertemperatur keinen Sinn mehr.

Die Rolle der beiden Polizisten diente einzig und allein zur Bestätigung und Festlegung des offiziellen Todeszeitpunktes,und das obwohl sie nichts aber auch gar nichts bezeugen können.

Kein Polizist hat die Uwes lebend gesehen,zwei Knallfrösche und ein Brandsatz suggerierten das sie noch am Leben gewesen sein müssen,das ist alles.

Das ergibt aber aus der Sicht der deutschen Dienste keinen Sinn,denn die hätten die beiden stumpf eingefangen weggesperrt,und erst dann frisch umgelegt wenn alle Spuren passgenau gelegt sind,es hätte keine Zeitnot gegeben wenn deutsche Dienste die Macher(Killer) gewesen wären.
Alles klar :?

fatalist
15.06.2013, 16:20
Auch ein nettes Fundstück:


Nebenbei ist die Ceska kein MG,damit was den lauf angeht kein Einzelstück,es werden Pistolenläufe in der industriellen Serienfertigung am Stück produziert,quasi als Meterware,nun kann sich ja jeder ausrechnen wie viele Ceska-Läufe man aus einem nur 1 Meter langen Laufrohling mit ein und den selben Bearbeitungs und Werkzeugspuren erhält.

Es gibt also was die Ceskas mit den fortlaufeneden Seriennummer angeht mindestens ein halbes Dutzen Waffen mit identischen Läufen weil alle aus einem Rohling gefertigt wurden,damit also auch mindestens ein halbes Dutzend Tatwaffen so man keine Hülsen zur Verfügung hat.

Aber das sind Fragen die die Verteidigung stellen muss,es ist nicht unsere Aufgabe deren zukünftigen Ministerplätze zu gefährden.Wir wissen doch alle wo in der BRD erfolglose Terroristenverteidiger landen,siehe die RAF-anwälte.
:happy:


Die Münchner Gerichtsfarce mit dem Schmalspur-Wyschinsky aus dem Fränkischen dient nur dazu, den wahren Tathergang zu verschleiern und den Zweck der perfiden Inszenierung (Stigmatisierung und Kriminalisierung des gesamten nationalen Gedankengutes und aller noch nationaldenkender Strömungen) zu erreichen.

Und sowas nennt sich "Rechtsstaat"! Aber was will man schon von einem System erwarten, das von den global agierenden Mafia-Verbrechern der Hochfinanz (in den jüdisch gesteuerten JewSA) einst »aufgesetzt« wurde. Im Mutterland dieses Ungeistes haben ja bekanntlich solche Lügen-Inszenierungen wie der Präsidentenmord vom 22.11.1963 (und der seines Bruders vor der Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten fünf Jahre später) und das ungeheuerliche Schurkenstück vom 11.09.2001 noch stets von solchen Marionetten-Kommissionen und -Gerichtshöfen wie der Warren-Kommission oder der 9/11-Kommission ihre »Bestätigung« durch dreiste Beweisfälschungen, Zeugenmanipulation und, wenn alles nichts hilft, Massensterben von unbequemen (Augen-)Zeugen erfahren.
:cool:


Im BGH-Beschluß heißt es "... die (wieder sichtbar gemachte) Waffennummer ...".
Dies habe ich im ersten Moment so interpretiert, daß man die Pistole von den Brandspuren reinigen mußte, um die Seriennummer wieder einwandfrei entziffern zu können.

An anderer Stelle las ich aber später, daß die Seriennummer an der "Tatwaffe" an beiden Stellen, nämlich am Lauf im Auswurffenster und direkt daneben auf dem Schlitten zu irgendeinem Zeitpunkt früher herausgeschliffen worden ist! D.h. die Seriennummer wurde erst nach einer nicht ganz einfachen chemischen Behandlung wieder (sowas wie!!!) "sichtbar"! Hier bestünde grundsätzlich die Möglichkeit eines "Irrtums" der "sehenden" und "erkennenden" BKA-Zauberlehrlinge! Darüber muß man sich im klaren sein!
So etwas wie Sicherheit bezgl. der Seriennummer der "Tatwaffe" hätte man erst, wenn auf dem Richtertisch alle 55 CZ 83 SD-Pistolen liegen würden! Und man an den anderen 54 Pistolen die unmanipulierten Seriennummern - als Gegenprobe - feststellen könnte!
Dies zum Thema "wieder sichtbar gemachte (herausgeschliffene) Seriennummer"!Insoweit ergibt sich aber noch eine interessante/wichtige Folgerung. Nämlich daß, nachdem die Seriennummer einmal herausgeschliffen war, kein nachfolgender Besitzer dieser Pistole die tatsächliche Seriennummer mehr sehen und sich merken konnte. Jeder von diesen nachfolgenden Besitzern kann dann nur noch sagen "ich hatte mal - dann und dann -(irgend)eine CZ 83 SD-Pistole mit herausgeschliffener Nummer!Da wäre es dann ganz interessant, ob vielleicht noch an einer (oder mehreren) anderen von diesen 55 Pistolen ebenfalls die Seriennummer herausgeschliffen wurde!
Und genau DESHALB müßten eigentlich ALLE 55 in Frage kommenden CZ 83 SD-Pistolen auf dem Richtertisch liegen!

Zumindest müßten aber die 31 CZ 83 SD-Pistolen aus dem Alt-Stasi-Erbe auf den Richtertisch, damit für alle sichtbar belegt werden kann, daß es von diesen 31 Pistolen KEINE GEWESEN SEIN KANN! Egal, was ein Hinz oder Kunz im Vorfeld dazu behauptet oder "bestätigt" haben soll!
:appl:

fatalist
15.06.2013, 16:30
Zur Motivation der Linken:


Das es der gesammelten linken ein innerlicher Reichsparteitag ist wenn sie über den VS herfallen können versteht sich von selbst. Wurde dieser ja nicht zuletzte als Komunisten-Jäger-verband in den Dienst gestellt.

Die Linken nützen jede angebliche VS-Panne um den VS auflösen zu lassen,aber nicht etwa weil sie den VS für überflüssig oder gar für illegal halten,sondern weil sie,wie sie selbst zugeben einen umstrukturierten Dienst schaffen wollen.

Quasi einem Vs nach dem GPU-Vorbild,wobei alle Altbediensteten entlassen zw, kaltgestellt werden sollen,denn die haben immer noch ein störendes wachsames Auge auf die roten Brüder.

Daher ist die systemische Hetze gegen den VS seitens der Gutmenschen= linken,unter keinen Umständen zu unterstützen.
:dg:

Es gibt 3 Sorten von Akten:


Alle deutschen Dienste sind aus patriotischen Bestrebungen gegründet worden,dieser Geist hält trotz aller Bevormundung durch CIA,Mossad und Politik immer noch an.

Es gibt verschiedenen Akten zu den verschiedenen Fällen,die eine enthält die Erkenntnisse die z.B. der Mossad dort verewigt sehen möchte,die andere Ermittlung wie sie von der Politik gefordert wird,derzeitig also belastende Tendenzen in Richtung Nationalismus,aber es gibt auch immer eine interne Akte die für welche zeit auch immer die wahren Begebenheiten genauestens aufzeigt.

Geheimdienste müssen derartige Akten anlegen weil sie immer damit rechnen müssen aus politischen Gründen unter die Räder zu kommen,und selbst als Angeklagte enden könnten.

Gerade deutsche Dienste haben es nicht leicht,zum einen haben sie das land und Volk zu schützen,gleichzeitig wird ihre Arbeit aber immer von CIA und Mossad torpediert,dazu kommt noch das alle Dienste Regierungen dienten,die eigentlich von allen Diensten verhaftet bzw. unschädlich gemacht werden müssten.

Jeder noch so kleine Geheimdienst-Mitarbeiter weiss,das er eigentlich unmittelbar nach dem bekanntwerden des Wahlergebnisses tätig werden müsste,um die nun neuerliche Riege von Volkverrätern zu verhaften.

Stattdessen ist er genau diesen fremdgesteuerten Verrätern unterstellt,und muss auch noch deren jeweiligen Lügenversionen stützen,in einer Welt eines unabhängigen deutschen Geheimdienstes,hätten wir die bRD-Situation nicht,denn die dafür Verantwortlichen verräterischen Politlakaien,wären nie in die Lage gekommen ihr Wirken umszusetzen,jede einzelne BRd-regierung wäre von unabhängigen deutschen Diensten unschädlich gemacht worden.
:aggr:


Dazu kommt das alle deutschen Diensten von Anfang an den Amerikanern unterstellt waren,und heute die Huren für den Mossad oder die Türken geben dürfen ganz so wie es den Amis gerade beliebt.

Aber macht euch keine Sorgen,all die Schweinerein jeder einzelnen BRD-Regierung,sowie jede Schweinerei fremder Dienste auf deutschem Boden sind genauestens dokumentiert.
Enthält alles durchaus auch Wahrheiten.


Nebenbei verändert ein Feilenstrich nahezu jedes Waffenbauteil auf das es nie mehr identifiziert werden kann,sprich mit vorangegangenen taten in Verbindung gebracht werden kann,nur Idioten verwenden eine Waffe ohne sie zuvor überarbeitet zu haben,schon allein um nicht mögliche Altlasten angeheftet zu bekommen.

Bei dem NSU-Schauspiel haben wir auf der einen Seite gewitzte Bombenbau-Spezis,die mit allen Wassern gewaschen scheinen,in Bezug auf ihre Waffensammlung stellen sie sich aber wieder als die grössten Trottel raus,so das sie selbst Dienstwaffen aus einem Polizistenmord aufbewahren.
:basta:
Auch net schlecht.

fatalist
15.06.2013, 17:03
Beobachtete die CIA das NSU-Trio?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/06/15/beobachtete-die-cia-das-nsu-trio/#more-5597

Seine Aussage in Kürze: Das Zwickauer Trio könne zumindest an den Morden in Hamburg (27. Juni 2001) und in Heilbronn (25.4.2007, Polizistenmord) nicht beteiligt gewesen sein, weil die Drei an jenen Tagen von CIA-Ermittlern verhört wurden. Er sei Teil dieser CIA-Einheit gewesen. Die Verhöre hätte an den Tattagen in Frankfurt/Oder stattgefunden. Die CIA habe durch die Verhöre feststellen wollen, ob das Trio auch Anschläge gegen US-amerikanische Ziele plane.

Aktenzeichen XY neu aufgelegt:?

Die Idee is ja genial: CIA, BFV, LFV bitten zum Rapport, NSU mietet WOMO an, reist hin, und immer dann am vorletzten Tag der Reise wird irgendwo ein Mord aus der Serie verübt. Später, wenn der NSU auffliegt, natürlich tot, dann passt alles: WOMOAusleihdaten inklusive.

BoB
15.06.2013, 17:25
Vielleicht wollten Spiegel und Zeit einfach nur einen Hinweis geben, dass Gladio immer noch existiert, und die Europa-Zentrale in Wiesbaden bei der CIA sitzt, samt Gladiotruppe im nahen Verbindungsbüro 61 des BND.
So hab ich @BoB verstanden.

Von Hinten durch die Brust ins Auge sozusagen...



Jo, so in der Art.


Alles klar :?

Öhm, nein. Dass die schon tot waren: ok. Dass der VS der gelackmeierte ist: auch ok, von mir aus. Knallfrösche? Eher nicht. Und irgendeiner hat wohl die Bank überfallen, da waren die Zeugenaussagen nicht sooo uneindeutig, oder? Und was war jetzt mit dem dritten Mann/Frau?

Zumindest müßten aber die 31 CZ 83 SD-Pistolen aus dem Alt-Stasi-Erbe auf den Richtertisch, damit für alle sichtbar belegt werden kann, daß es von diesen 31 Pistolen KEINE GEWESEN SEIN KANN! Egal, was ein Hinz oder Kunz im Vorfeld dazu behauptet oder "bestätigt" haben soll!
Liesse sich ja auch gut mit "im Besitz des Landes Thüringen, übernommen von der MfS Bezirksleitung Erfurt" kombinieren. Aber es sind ja doch einige "verschollen" davon, richtig?

:aggr:
Verstehe ich das richtig: Die Geheimdienstler sind also eigentlich die wahren Patrioten usw., aber eben geknechtet durch die fremdbestimmten Marionetten? :auro:

Enthält alles durchaus auch Wahrheiten
stimmt.

dann passt alles: WOMOAusleihdaten inklusive.
im Abstand von 6 Jahren befragt? Zum gleichen Thema? Und in Heilbronn wurde das WoMo registriert?

fatalist
15.06.2013, 17:45
Dass die schon tot waren: ok. Dass der VS der gelackmeierte ist: auch ok, von mir aus. Knallfrösche? Eher nicht. Und irgendeiner hat wohl die Bank überfallen, da waren die Zeugenaussagen nicht sooo uneindeutig, oder? Und was war jetzt mit dem dritten Mann/Frau? Is ne Materialeinstellung, damit wir neuen Input haben. Mehr nicht.

Es hat ein Banküberfall stattgefunden, zweifellos. Durch wen, das ist nicht so klar. Es wurden ja auch 3 Bankräuber berichtet von einem Zeugen... Der 3. Mann soll Kapke gewesen sein, so die These.


Liesse sich ja auch gut mit "im Besitz des Landes Thüringen, übernommen von der MfS Bezirksleitung Erfurt" kombinieren. Aber es sind ja doch einige "verschollen" davon, richtig?
Ja. Stasi-Ceskas UND Schweizer Ceskas fehlen.


Verstehe ich das richtig: Die Geheimdienstler sind also eigentlich die wahren Patrioten usw., aber eben geknechtet durch die fremdbestimmten Marionetten? :auro:
er sieht das wohl so. Du würdest sie eher BRAUNE nennen, gelle ??? :crazy:


im Abstand von 6 Jahren befragt? Zum gleichen Thema? Und in Heilbronn wurde das WoMo registriert?
ja. 10 Morde, 10 Reisen der Uwes, mal zum einen, mal zum nächsten. CIA, BfV usw.
So lautet dann wohl die These. Öfter mal was Neues ;) Ich glaub auch nicht dran.


Geändert von BoB (Heute um 18:34 Uhr) Grund: HEILbronn, Nicht HEIdelberg, sorry
Glück gehabt, dass hätte Abzüge in der B-Note gegeben, nicht zu knapp :bäh:

solaris
15.06.2013, 19:42
Beobachtete die CIA das NSU-Trio?

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/06/15/beobachtete-die-cia-das-nsu-trio/#more-5597

Seine Aussage in Kürze: Das Zwickauer Trio könne zumindest an den Morden in Hamburg (27. Juni 2001) und in Heilbronn (25.4.2007, Polizistenmord) nicht beteiligt gewesen sein, weil die Drei an jenen Tagen von CIA-Ermittlern verhört wurden. Er sei Teil dieser CIA-Einheit gewesen. Die Verhöre hätte an den Tattagen in Frankfurt/Oder stattgefunden. Die CIA habe durch die Verhöre feststellen wollen, ob das Trio auch Anschläge gegen US-amerikanische Ziele plane.

https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTNYj7yoWKSo5n2m7wXElYqcdbrKgAwv jwl5eYZbj4rF_ISIx0A0HZJDQ (http://www.google.com/imgres?imgurl=http://lonelyconservative.com/wp-content/uploads/2013/02/twocents.gif&imgrefurl=http://lonelyconservative.com/2013/02/two-cents/&usg=__ldzcnIpABYDnL1-Vnbfu0TaZaA4=&h=300&w=300&sz=39&hl=de&start=8&zoom=1&tbnid=TClutxAVe9NIWM:&tbnh=116&tbnw=116&ei=PLW8UcugLcfXPdybgdgE&itbs=1&sa=X&ved=0CDkQrQMwBw)

Ergibt irgendwie keinen Sinn.Weil wer fährt schon mit dem extra angemieteten Wohnmobil zu einem CIA-Verhör.Wenn der Satz jetzt heißen würde,die CIA habe durch Gespräche feststellen wollen,ob das Trio auch Anschläge gegen US-amerikanische Ziele planen könne oder ähnliches,wäre das etwas anderes.

Aber die 3 haben sich sicher nicht versauerländern lassen (oder der Preis hat nicht gestimmt!)

:hmm:

BoB
15.06.2013, 20:21
An anderer Stelle las ich aber später, daß die Seriennummer an der "Tatwaffe" an beiden Stellen, nämlich am Lauf im Auswurffenster und direkt daneben auf dem Schlitten zu irgendeinem Zeitpunkt früher herausgeschliffen worden ist! D.h. die Seriennummer wurde erst nach einer nicht ganz einfachen chemischen Behandlung wieder (sowas wie!!!) "sichtbar"!

Im Focus gelesen, Rubrik Auto/Ratgeber/Zubehör? :haha:
http://www.focus.de/auto/ratgeber/zubehoer/ich-schlafe-jetzt-ruhiger-schleifen-und-aetzen_aid_705692.html

Bei genauer Betrachtung der Ceska fiel auf, dass die Stellen, an denen sich normalerweise die Waffennummern befinden, blank waren. Offenbar hatten die Täter den Code abgeschliffen, um die Herkunft der Pistole zu verschleiern. Wie aus einem FOCUS vorliegenden Gutachten des BKA hervorgeht, konnte die sechsstellige Ziffernfolge mit Hilfe modernster Analysetechnik wieder sichtbar gemacht werden.

Unter dem Stereomikroskop ließen sich zunächst keinerlei Zeichen erkennen. Dann zerlegten Kriminaltechniker die Waffe und behandelten die manipulierten Stellen – erst mechanisch durch Schleifen, dann chemisch durch Ätzen. Schließlich erschien sowohl auf dem Verschlussstück als auch auf dem Lauf die Nummer 034678.

Anhand der neuen Information lässt sich die Herkunft der Ceska zweifelsfrei bestimmen. Womöglich gelingt es den Ermittlern sogar zu klären, wie die Waffe in die Hände der Mörder kam.

Laut Bundesanwaltschaft lieferte der Hersteller die Ceska 1996 an einen Schweizer Waffenhändler. Der verkaufte sie kurz darauf legal.
Kann das sein, dass die da einen ziemlichen Schmarrn schreiben, beim Focus?
Ok, hoch lebe die moderne Technik, aber was unter dem Mikroskop nicht zu erkennen ist, wird durch Schleifen und Ätzen wieder sichtbar? Von mir aus, aber mit Schleifen und Ätzen kann man meiner bescheidenen Laienmeinung nach nur Sachen entfernen/wegnehmen vom Material, oder? Ok, da lässt sich natürlich auch ne (beliebige) Nummer frei meisseln, sozusagen :cool: Aber gut, davon hab ich echt keine Ahnung.
Und am 24.06. soll es bei Wolf Wetzel ein spektakuläres Interview geben, wenn ich das richtig verstanden habe :D

fatalist
15.06.2013, 21:16
Kann das sein, dass die da einen ziemlichen Schmarrn schreiben, beim Focus?
Ok, hoch lebe die moderne Technik, aber was unter dem Mikroskop nicht zu erkennen ist, wird durch Schleifen und Ätzen wieder sichtbar? Von mir aus, aber mit Schleifen und Ätzen kann man meiner bescheidenen Laienmeinung nach nur Sachen entfernen/wegnehmen vom Material, oder? Ok, da lässt sich natürlich auch ne (beliebige) Nummer frei meisseln, sozusagen :cool: Aber gut, davon hab ich echt keine Ahnung.
Das atomare Metallgitter im Stahl verändert sich durch das Einschlagen der Nummer auch in den tieferen Schichten.
So hab ich das mal erklärt bekommen. Muss aber nicht stimmen...

Und am 24.06. soll es bei Wolf Wetzel ein spektakuläres Interview geben, wenn ich das richtig verstanden habe :D
Ich weiss die Antwort auf diese Frage.

Warten wir ab, woher das Wissen kommt, dass das LKA sehr wohl Kenntnis davon hatte, dass die Neonazi-Kader-Frau Nelly Rühle “über den Gesundheitszustand von (Martin A.) informiert war.“
Das ist ja auch die Schlusspassage im Spiegel:

Gleichwohl scheint die braune Friseurin Nelly R. mehr gewusst zu haben, als den Behörden lieb sein kann. Denn bereits im Folgesatz des LKA-Schreibens heißt es: "Es trifft jedoch zu, dass die im rechtsradikalen Milieu verkehrende Frau R. über den Gesundheitszustand von (Martin A.) informiert war." Wie und von wem, bleibt bis auf weiteres unklar.
Am 15.Mai.2012 wusste das Jeder, den "Krokus Gronbach" angemailt hatte. Da das Gemaile schon Ende 2011 los ging ist die Antwort nicht schwierig.


Krokus schreibt schon seit gut einem Jahr Nachricht um Nachricht, erst an den Stuttgarter Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt (Schlussformel: „Grüße aus dem Krokusland“), dann an Mitglieder des NSU-Ausschusses in Berlin, seit Kurzem auch an Medien wie die Stuttgarter Zeitung. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.durch-das-land-baden-wuerttemberg-schlechte-nachrichten-aus-krokusland.f3baf192-9745-4be6-be6d-23e9059eebe9.html

Aber jeder blamiert sich so gut er kann, Auch Wetzel.

Dolohov
15.06.2013, 21:33
Mal ne Frage für Kundige: Worauf stützen Gronbach/Senghaas ihre Behauptungen und wie gehen die mit der Tatsache um, dass Rühle/Neidlein/Brodbeck gegen die beiden Anzeige wegen Verleumdung erstattet haben? Und was hat plötzlich Franke damit zu tun? Und woher die Info (mit ner Quelle), dass sie ne BfV-Agentin ist? Ich find das alles von den beiden recht verwirrend... Sind die glaubwürdig?

Sherpa
16.06.2013, 01:49
Und niemand redet über die unterschlagenen Phantombilder mit den Tätern darauf...
Wäre ich einer der Zschäpe-Anwälte, ich würde mir solche Fragen auch als Joker aufheben.

Sherpa
16.06.2013, 01:50
Der Brief ist privat. Zschäpe ist nicht verurteilt. Ihr Brief geht niemanden etwas an, schon gar nicht im Strafverfahren gegen sie.

Was man sich hier in diesem Staat erlaubt ist würdelos, infam, verachtenswert.
Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen wollte.
So isse, unsere FDGO.
Aber alles „im Namen des Volkes“.

fatalist
16.06.2013, 04:31
Wäre ich einer der Zschäpe-Anwälte, ich würde mir solche Fragen auch als Joker aufheben.
Sicher werden sie das tun, aber warum ist diese Beihilfe durch Beweisunterschlagung kein Thema für die Medien?
Einen oder 2 Mörder zu decken, indem man die Bilder unterschlägt, ist das keine Straftat?
Warum hat niemand diesen Staatsanwalt wegen Strafvereitelung oder Rechtsbeugung angezeigt?

Das ist doch alles nicht mehr normal: Man hat mehrere Zeugenbeschreibungen der Täter, es geht um Mord an Polizisten, und man veröffentlicht die Phantombilder nicht?

Und keine Sau juckt das? Bis heute nicht?
Riesen Hype wegen Krokus, die Namen nennt, und niemand verlangt die Phantombilder?

fatalist
16.06.2013, 05:28
Mal ne Frage für Kundige: Worauf stützen Gronbach/Senghaas ihre Behauptungen und wie gehen die mit der Tatsache um, dass Rühle/Neidlein/Brodbeck gegen die beiden Anzeige wegen Verleumdung erstattet haben? Das interessiert sie nicht weiter, denke ich, denn es weiss ja niemand, und wenn Gronbach es nicht erwähnt, gibt es das ja auch nicht... Pipi Langstrumpf-Effekt: Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt... :)


Und was hat plötzlich Franke damit zu tun? Und woher die Info (mit ner Quelle), dass sie ne BfV-Agentin ist? Ich find das alles von den beiden recht verwirrend... Sind die glaubwürdig?
BfV-Agentin und BND-Agent, kann erst einmal jeder behaupten.
Bei Machtelite glauben sie ihm ja auch nicht, so wie ihm hier im Forum nicht geglaubt wurde.
So what?

Mit dieser Alexandra Neidlein geborene Franke war das ja so, dass ich das hier ins Forum stellte:


Die Freundin von Petra Senghaas heisst Alexandra Franke. Sie verliebte sich und heiratete Alexander Neidlein, den NPD-Funktionär. Das muss 2006 angefangen haben, und deshalb ging Petra Senghaas zur Polizei und erzählte denen das. Die reichten sie weiter an den Verfassungsschutz.
So fing das an. 99% sicher. http://politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6349793&viewfull=1#post6349793

13.6.2013, 20:28 Uhr. Ich wollte eine Reaktion provozieren, ich wollte wissen, wer diese Freundin von Petra Senghaas war, die sich in einen NPD-Funktionär verliebte. Franke oder Häfner, 50:50. Eher Häfner.
Also 99% sicher Alexander Neidlein geborene Franke, so der Schuss ins Blaue.

Die Antwort kam einen halben Tag später auf Machtelite:

5. Die Behauptung eines “Fatalist” im Politikforum, dass “Krokus” auf ihre angebliche Freundin Alexandra Franke – inzwischen Neidlein angesetzt war, ist schlichtweg gelogen und erfunden. “Krokus” kennt diese Frau nicht, hat sie nie gesehen. Weshalb sollte das LFV auch eine VM (nicht VP) auf eine BFV Agentin namens Franke ansetzen und einen BND Agenten namens Neidlein? Die Freundin war Sigrun Häfner. Und wenn diese Möchtegernexperten bei Politikforum noch so schreien, der Mord Michele Kiesewetter wurde von einer BW Zelle der rechtsterroristischen NSU ausgeführt, nur in einer etwas anderen Besetzung
Der Schuss ins Blaue war erfolgreich. Sigrun Häfner war es, und der NPD-Funktionär hiess Brodbeck.

Danke, "Blumenkind" für die Bestätigung, klappt ja super. LOL

Ich vermutete auch "Sigrun Häfner", weil ja angeblich Beate Zschäpe 2006 bei Brodbeck und Häfner in Ilshofen gewesen sein soll.
Das war ja das Startjahr für IM Krokus: Ihre Freundin verliebt sich in einen "NAZI", sie rennt zur Polizei.
Ich meine, darauf muss man ja erst mal kommen als Freundin.

Aber es bestätigt ja das LfV, Senghaas wäre "der geborene Spitzel".
Klar, wenn man seine Freundin ausspitzelt und selber zur Polizei rennt, um genau das anzubieten, dann ist man das Stasi-Schwein überhaupt.

Was will man zu so einem A-Loch denn noch schreiben?
Und dass "gleich und gleich sich gern gesellen", das wussten bereits unsere Vorväter.
Das zu Gronbach. Muss genau so eine Ratte sein.

bernhard44
16.06.2013, 08:17
Das atomare Metallgitter im Stahl verändert sich durch das Einschlagen der Nummer auch in den tieferen Schichten.
So hab ich das mal erklärt bekommen. Muss aber nicht stimmen...

Ich weiss die Antwort auf diese Frage.

Das ist ja auch die Schlusspassage im Spiegel:

Am 15.Mai.2012 wusste das Jeder, den "Krokus Gronbach" angemailt hatte. Da das Gemaile schon Ende 2011 los ging ist die Antwort nicht schwierig.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.durch-das-land-baden-wuerttemberg-schlechte-nachrichten-aus-krokusland.f3baf192-9745-4be6-be6d-23e9059eebe9.html

Aber jeder blamiert sich so gut er kann, Auch Wetzel.

stimmt aber: http://www.simsonforum.de/wbb/index.php?page=Thread&threadID=44636

fatalist
16.06.2013, 08:25
stimmt aber
Blindes Huhn find´ halt auch ma nen Korn, weisse ja ;)

Don
16.06.2013, 08:29
Im Focus gelesen, Rubrik Auto/Ratgeber/Zubehör? :haha:
http://www.focus.de/auto/ratgeber/zubehoer/ich-schlafe-jetzt-ruhiger-schleifen-und-aetzen_aid_705692.html

Kann das sein, dass die da einen ziemlichen Schmarrn schreiben, beim Focus?
Ok, hoch lebe die moderne Technik, aber was unter dem Mikroskop nicht zu erkennen ist, wird durch Schleifen und Ätzen wieder sichtbar? Von mir aus, aber mit Schleifen und Ätzen kann man meiner bescheidenen Laienmeinung nach nur Sachen entfernen/wegnehmen vom Material, oder? Ok, da lässt sich natürlich auch ne (beliebige) Nummer frei meisseln, sozusagen :cool: Aber gut, davon hab ich echt keine Ahnung.
Und am 24.06. soll es bei Wolf Wetzel ein spektakuläres Interview geben, wenn ich das richtig verstanden habe :D

Das ist kein Problem. EinGESCHLAGENE Zeichen verursachen eine Veränderung der darunter liegenden kritallinen Stahlstruktur die sich mit geringem Aufwand sichtbar machen läßt. Weswegen zum Beispiel professionelle Autodiebe das komplette Karosserieteil ersetzen auf dem die Fahrgestellnummer eingeschlagen ist.
Wegschleifen bringt da gar nichts. Höhere Materialstärken erlauben allerdings ausfräsen mit nachfolgender Aufschweißung. An sich reicht auch nur aufschweißen und wieder abschleifen, ist aber handwerklich unfein.
Deswegen schägt man auch heute noch Seriennummern ein, obwohl lasern wesentlich günstiger wäre.

fatalist
16.06.2013, 08:59
15.06.13
NSU-Prozess

Versteckter "18 Grad"-Nazicode im Zschäpe-Brief

Ein 26 Seiten langer Brief von Beate Zschäpe könnte für ihre Verteidiger zu einem Problem werden: Ausgerechnet Zschäpe, die vor Gericht beharrlich schweigt, gibt in dem Schreiben vieles preis.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article117151510/Versteckter-18-Grad-Nazicode-im-Zschaepe-Brief.html

unglaublich. Enteignet Springer :fuck:

BoB
16.06.2013, 09:01
stimmt aber: http://www.simsonforum.de/wbb/index.php?page=Thread&threadID=44636

Danke für die fachkundige Nachhilfe allerseits! Was der Osten alles schon so drauf hatte, 1965...:appl:
Ich dachte, irgendwelche "bildgebenden" Verfahren im Sinne von Mikroskopen, Strahlung o.ä. müssten da doch mehr bringen. Man lernt immer dazu :hi:

bernhard44
16.06.2013, 09:06
http://www.welt.de/politik/deutschland/article117151510/Versteckter-18-Grad-Nazicode-im-Zschaepe-Brief.html

unglaublich. Enteignet Springer :fuck:

an haarsträubender Blödheit nicht zu übertreffen! 18 Grad...................:umkipp:

fatalist
16.06.2013, 09:24
an haarsträubender Blödheit nicht zu übertreffen! 18 Grad...................:umkipp:
Und vor Monaten haben sie alle darüber geschrieben, Zschäpe fror in der Zelle, war zu kalt, sie wurde in eine wärmere Zelle verlegt.

Die Kommentare dort lassen aber hoffen.


Wäre der Brief brisant, würde er nicht in den Medien auf diese Art erwähnt werden (dürfen). Mensch Kinders, das ist Futter, welches uns von den wahren Problemen ablenken soll.


Ja, ja, "Bei 18 Grad nicht frieren" ist ganz bestimmt ein Code ... . Das ganze hier wird immer lächerlicher ...
hat die meisten Zustimmungen.

Und da wird sicher erheblich zensiert.