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Vollständige Version anzeigen : "Dönermorde"..... NAZI-Hysterie und der Verfassungsschutz



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Hellangel
01.07.2013, 09:37
2001 im Tatort, eine Erwähnung "Danke an den NSU" im "Weissen Wolf" 2002, die Küstenwache 2004, ich weiss nicht... wollte man da langsam aber sicher "was aufbauen", eine Spur? Aber irgendwie ist das alles so wenig, so nicht-zielgerichtet.

Ich vermute, dass wir da zuviel hinein interpretieren. Das ist wie mit den 4 Paulchen Köpfen im Abspann. War immer so, 30 Jahre lang oder so, ist Kult. Weiter nichts. Die Requisiten-Tante hat halt etwas kreativ echtes BKA-Material verwendet. Fand sie vielleicht "cool".

Ich sage ja: "Vermutung" ... Ich hätte gerne mit Dir ein Test in der Münchener Innenstadt gemacht. 3-4 Wochen nach der ersten Tatortausstahlung. Wir hätten Passanten drei Fotos von Personen vorgelegt, die den Tatort gesehen haben, wovon einer auf den Bildern ein gesuchter Sexualstraftäter ist. Was meinst Du, wieviele Passanten davon mit dem Finger zielgerichet auf Mundlos gezeigt hätten?

Zur Anschauung kann ich Dir die Videos von Keith Barry auf DMAX empfehlen. Es ist teilweise atemberaubend "einfach", Menschen auf diese Weise unbemerkt zu manipulieren.

Hellangel
01.07.2013, 09:39
"Mutmasslich" ist mittlerweile in den Sprachschatz der BRD-Medien zurückgekehrt.
Es ist eine deutliche Renaissance zu vermelden.

https://www.google.com/search?q=nsu+prozess+++++&rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&oq=nsu+prozess&aqs=chrome.0.59j0j65l3j59.3894j0&sourceid=chrome&ie=UTF-8&sei=iTDRUa30OofYrQfii4GoAQ&gbv=2#rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&gbv=2&tbs=qdr:d&sclient=psy-ab&q=nsu+prozess+mutmasslich&oq=nsu+prozess+mutmasslich&gs_l=serp.3...81334.84370.1.85222.12.12.0.0.0.0.92 4.5331.3-7j3j1j1.12.0...0.0.0..1c.1.17.serp.Dn2DYX2fWIQ&bav=on.2,or.r_qf.&bvm=bv.48572450,d.bmk&fp=88e64e22b64aea52&biw=1360&bih=643

Alles nur noch mutmasslich in den letzten 24 Stunden ;)

BILD und sonstiger Springer-Dreck zählen nicht. Omma Friedrichsen und SPIEGEL sowieso nicht: Die lügen und betrügen am meisten.

Bei wem? Bei Zschäpe? Hier siehen wir doch die Tendenz vor Gericht, wohin die Reise gehen wird...

Der Rest ist aber fest zementiert. Oder kennst Du nur einen Politikernamen, der nicht daran glaubt, das die Uwes die Morde NICHT begangen haben?? ;)

fatalist
01.07.2013, 10:00
Elsässer die 3.

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/06/30/rechte-gewalt-vs-auslandergewalt-der-grose-vergleich-in-der-aktuellen-compact/#comments

Karl Murx hat ja Elsässer gestern nochmals erklärt, um was es geht, und dass COMPACT das eben NICHT hatte.
Reaktion Elsässer: NULL.

Dann fragt mich jemand dort:


Phantombild Heilbronnsagt:Juni 30, 2013 um 17:06

@ fatalist:
Ihr suchtet im HPF ja die Phantombilder von Heilbronn. Ist denn das inCompact Spezial auf S. 76 veröffentlichte nicht eines davon?

Elsässer weiss natürlich genau Bescheid, ist nicht mehr sprachlos:


juergenelsaesser sagt:
Juni 30, 2013 um 18:06

Phantombild: Ja klar!



MÜLL, absoluter Bullshit. Kein einziges hatte COMPACT.

Es gibt mehr als 12 unveröffentlichte Phantombilder von Heilbronn, und COMPACT hatte keines davon.

Antworten kann ich dort nicht mehr, ich wurde gesperrt. So geht "ich weiss alles und alle anderen sind blöde"-Elsässer. Ein arrogantes A-Loch.

fatalist
01.07.2013, 10:03
Ich sage ja: "Vermutung" ...
Ich hab Dich schon verstanden, ich habe auch nichts gegen die Überlegung, und sie ist möglich.

Aber was ist das Auftauchen "anno dunnemal" denn im Vergleich zur Medienhammermaschine seit dem 11.11.2011?
Richtig, ein Fliegenschiss.
Daher vermute ich "damals" eine kreative LINKE Filmtante. Mehr nicht.

fatalist
01.07.2013, 10:07
Bei wem? Bei Zschäpe? Hier siehen wir doch die Tendenz vor Gericht, wohin die Reise gehen wird... Klar die V-Frau Verena Becker-Richtung, das konstatieren wir hier ja schon seit mehr als 1 Jahr...


Der Rest ist aber fest zementiert. Oder kennst Du nur einen Politikernamen, der nicht daran glaubt, das die Uwes die Morde NICHT begangen haben?? ;) Oh, glauben und sagen sind 2 Paar Schuhe.
Im übrigen bist Du gemein :D

Hellangel
01.07.2013, 10:28
Klar die V-Frau Verena Becker-Richtung, das konstatieren wir hier ja schon seit mehr als 1 Jahr...

Oh, glauben und sagen sind 2 Paar Schuhe.
Im übrigen bist Du gemein :D

Ich? Warum? :auro: Nur weil Du wegen mir nun beim Jürgen gesperrt wurdest? :compr:

fatalist
01.07.2013, 10:31
Ich? Warum? :auro: Nur weil Du wegen mir nun beim Jürgen gesperrt wurdest? :compr:
Nö, wegen der pöhsen Frage:


Oder kennst Du nur einen Politikernamen, der nicht daran glaubt, das die Uwes die Morde NICHT begangen haben??
Jürgen ist nicht teamfähig, daher flog er ja auch überall raus bisher. Ein Egomane. Scheiss drauf.
Der will seine Zeitung verkaufen, sonst gar nichts. Aufklärer sind offen für Neues, vor allem wenn es gut begründet ist. Das ist bei Elsässer nicht der Fall. QED.

Hellangel
01.07.2013, 10:52
Nö, wegen der pöhsen Frage:

Ochsoo... nööö, mir fällt nur keiner ein...


Jürgen ist nicht teamfähig, daher flog er ja auch überall raus bisher. Ein Egomane. Scheiss drauf.
Der will seine Zeitung verkaufen, sonst gar nichts. Aufklärer sind offen für Neues, vor allem wenn es gut begründet ist. Das ist bei Elsässer nicht der Fall. QED.

Ist Dir übrigens hier im Strang aufgefallen, dass bei neuen Erkenntnissen, wie nun z.B. mit den Handwerkern, immer ein Gedanken-"Bremser" dazwischen schmeißt, wie z.B. unser sleepwell? "die zwei handwerker nach der explosion sind keine tatsache, sondern nur ein Pressetext" ;)

Ich begrüße ja jeden, der hier auch unsere Thesen, die meist recht gewagt sind, sachlich und belegbar hinterfragt. Aber dieses stumpfe Abblocken mag ich ja garnicht...

fatalist
01.07.2013, 11:22
Ist Dir übrigens hier im Strang aufgefallen, dass bei neuen Erkenntnissen, wie nun z.B. mit den Handwerkern, immer ein Gedanken-"Bremser" dazwischen schmeißt, wie z.B. unser sleepwell? "die zwei handwerker nach der explosion sind keine tatsache, sondern nur ein Pressetext" ;)
Ich ignoriere den ja nicht "einfach so" ohne Grund, und er schiesst ja auch nicht ohne Grund dazwischen ;)


Ich begrüße ja jeden, der hier auch unsere Thesen, die meist recht gewagt sind, sachlich und belegbar hinterfragt. Aber dieses stumpfe Abblocken mag ich ja garnicht...

Auch das ist kein Zufall... der will desinformieren, Ärger machen und ablenken. Das ist sein Job.
Er schrieb übrigens vor 3 oder 4 Beiträgen, dass Beate Zschäpe NICHT wegen 10 Morden angeklagt sei.
Das fand ich ziemlich dreist, und dass ihm niemand widersprach, das fand ich merkwürdig.
Ignoriert ihr den etwa auch???

moishe c
01.07.2013, 11:38
betr. "Gas":
Wenn "jemand" die Wohnung mit Gas (huch ... darf man dieses Wort heutzutage überhaupt noch schreiben?) befüllt hat, dann müßte er das aus dem Keller der linken Haushälfte - wo ja wohl der Brenner für die Gaszentralheizung stand? - herbeigeleitet haben. Also vielleicht doch aus einer Gasflasche im Speicher?

betr. "Benzin":
Bis jetzt ist absolut unklar, woher Frau Zschäpe den Kanister mit 10 l Benzin gehabt haben soll!
Und dann soll sie die Wände damit angefeuchtet haben? Wie hat sie denn das gemacht? Mit einer Kaffeetasse vielleicht? Ach nee - Gärtnerin - Gießkanne! :D

betr. "herausgefallene Waffen":
Die müßten dann ja tatsächlich alle an den Außenwänden gehangen haben. Genau - so muß es gewesen sein! :D
Denn wenn man einen Waffentresor hat, bedeutet das ja noch lange nicht, daß man seine Kaschußnikoffs da reinlegt!

fatalist
01.07.2013, 11:38
Ein dummer Kommentar zu einem dummen Artikel.


"Schock für Z..."

ist ein Hohn gegenüber allen deutschen Bürgern. Ich kann nur hoffen, daß sich die "Rechtsanwaltliche Verteidigungsfirma", welche sich hier eindeutig gegen die Gesundheit/Unversehrtheit von deutschen Bürgern (PLUS der betroffenen Migranten) ausspricht - in Zukunft keinerlei Aufträge mehr erhält und die nächsten 40 Jahre als HARTZ4-Empfänger (wie viele anständige deutsche Bürger) fristet.

Rechtsanwälte, welche sich für solche "Mörder/Gehilfen" hergeben, haben in der deutschen Gesellschaft weniger Berechtigung als Leute, welche "weg rationalisiert" wurden.
Da blickt man dem Faschismus direkt in die hässliche Fratze.

Stuttgarter Nachrichten, der einzige Kommentar. Lässt tief blicken.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bild-des-toten-uwe-mundlos-schock-fuer-beate-zschaepe-im-gerichtssaal.dde41f0e-7e16-4015-a5a4-202cc8b109ea.html#goToComments

fatalist
01.07.2013, 11:43
betr. "Gas":
Wenn "jemand" die Wohnung mit Gas (huch ... darf man dieses Wort heutzutage überhaupt noch schreiben?) befüllt hat, dann müßte er das aus dem Keller der linken Haushälfte - wo ja wohl der Brenner für die Gaszentralheizung stand? - herbeigeleitet haben. Also vielleicht doch aus einer Gasflasche im Speicher?
Gasetagenheizung bedeutet, jeder Etage ihre eigene Heizung. Keine Druckzonenprobleme, alles billig und einfach.



betr. "Benzin":
Bis jetzt ist absolut unklar, woher Frau Zschäpe den Kanister mit 10 l Benzin gehabt haben soll!
Und dann soll sie die Wände damit angefeuchtet haben? Wie hat sie denn das gemacht? Mit einer Kaffeetasse vielleicht? Ach nee - Gärtnerin - Gießkanne! :D Entscheidend ist ja, dass am 5.11.2011 keine Benzinspuren erschnüffelt wurden, und auch kein Kanister auf der Treppe. Das kam alles erst am 6.11.2006.


betr. "herausgefallene Waffen":
Die müßten dann ja tatsächlich alle an den Außenwänden gehangen haben. Genau - so muß es gewesen sein! :D
Denn wenn man einen Waffentresor hat, bedeutet das ja noch lange nicht, daß man seine Kaschußnikoffs da reinlegt!
Das muss so gewesen sein: Regal an der Aussenwand festgeschraubt, Waffen drin. Aber nicht 12, sondern nur 9.

moishe c
01.07.2013, 11:49
Ein dummer Kommentar zu einem dummen Artikel.


Da blickt man dem Faschismus direkt in die hässliche Fratze.

Stuttgarter Nachrichten, der einzige Kommentar. Lässt tief blicken.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bild-des-toten-uwe-mundlos-schock-fuer-beate-zschaepe-im-gerichtssaal.dde41f0e-7e16-4015-a5a4-202cc8b109ea.html#goToComments

Das ist der gewöhnliche schwäbisch-alemannische Faschismus für Dummis (gibt es allerdings anderswo auch, nur kein Neid).

Erinnerst du dich noch an die TV-Berichterstattung 1977 von vor dem Stammheimer Knast?

"... die mießt m'r oifach auff d'r Flucht ärschießa ..." :D

fatalist
01.07.2013, 11:53
Erinnerst du dich noch an die TV-Berichterstattung 1977 von vor dem Stammheimer Knast?

"... die mießt m'r oifach auff d'r Flucht ärschießa ..." :D
Ich hab was viel besseres dazu: Die Gefangenen waren mit in Mogadischu, wurden zum Flieger geführt zwecks Austausch, und dann bumms bumms, alle Terroristen ausgeschaltet. Um 0:12 war alles vorbei. Nur 7 Minuten over all hat das gedauert.

Danach flog man sie zurück in ihre Zellen und am Morgen deutscher Zeit waren sie tot. Nur Irmgard Möller überlebte und bestreitet seitdem die Selbstmordtheorie. Daher kommt sie ja in den Dokus nie vor ;)

moishe c
01.07.2013, 11:58
Ja, da bin ich am Zweifeln.
Weil manchmal geschrieben wird "Etagen..." und manchmal "Zentral...".
Also ich kenne "Etagenheizung" so, daß jeder in seiner Wohnung den Gasofen hängen hat und somit ganz allein bestimmt, ob und wie stark er seine Wohnung heizen will.
Also wenn da beispielsweise die Oma im linken Haus gar nicht heizen wollte, dann mußten die "Thüringer Drei" frieren oder alle drei unter einer Decke schlafen?

Hans
01.07.2013, 12:03
Ich hab Dich schon verstanden, ich habe auch nichts gegen die Überlegung, und sie ist möglich.

Aber was ist das Auftauchen "anno dunnemal" denn im Vergleich zur Medienhammermaschine seit dem 11.11.2011?
Richtig, ein Fliegenschiss.
Daher vermute ich "damals" eine kreative LINKE Filmtante. Mehr nicht.

Das ist denkbar, hätte aber teuer werden können, denn die unbefugte Verwendung solcher Fotos kann im Zweifel sehr teuer werden (was solche Produktionsfirmen eigentlich wissen) - ich tippe deshalb darauf, dass man grünes Licht für die Verwendung der Fotos hatte.

Aber das ist natürlich nur ein Nebengleis.

fatalist
01.07.2013, 12:03
Ja, da bin ich am Zweifeln.
Weil manchmal geschrieben wird "Etagen..." und manchmal "Zentral...".
Also ich kenne "Etagenheizung" so, daß jeder in seiner Wohnung den Gasofen hängen hat und somit ganz allein bestimmt, ob und wie stark er seine Wohnung heizen will.
Also wenn da beispielsweise die Oma im linken Haus gar nicht heizen wollte, dann mußten die "Thüringer Drei" frieren oder alle drei unter einer Decke schlafen?
Die gewerblichen Mieter wie Schlecker hatten eigene Heizkessel mit eigenem Gaszähler.
Die Mietwohnungen hatten diese Heizkostenmesser an den Heizkörpern, etagenweise einen Brenner, und ich vermute Heiss/Kaltwasserzähler je Wohneinheit.

fatalist
01.07.2013, 12:10
Das ist denkbar, hätte aber teuer werden können, denn die unbefugte Verwendung solcher Fotos kann im Zweifel sehr teuer werden (was solche Produktionsfirmen eigentlich wissen) - ich tippe deshalb darauf, dass man grünes Licht für die Verwendung der Fotos hatte.

Aber das ist natürlich nur ein Nebengleis. Ebend ;)

Der Hammer ist doch, dass die Hunde Beate Zschäpe im WOMO in Eisenach feststellten, und dass diese Spur (auch Wieschke) dort nicht ausermittelt wurde, weil man ja Zschäpe in Zwickau brauchte, wo aber wohl Susann Eminger samt Katzen war...
... die nicht verhaftet wurde, auch das ein Fingerzeig darauf, dass da was nicht stimmt. Gar nicht stimmt.

Wäre schon gut, weitere Indizien zu diesem Koplex zu sammeln...

fatalist
01.07.2013, 12:39
Terrorverdächtige wurde vor Banküberfall in Eisenach gesehen


http://media201.zgt.de.cdn.thueringer-allgemeine.de/00569A81_B1C21D6EB89F0C4471699A780829EE30

Nach Informationen unserer Zeitung soll das Trio etwa zwei Wochen vor dem Überfall in der betroffenen Sparkasse in Eisenach gesehen worden sein. Archivfoto: Frank Döbert/dapd


Beate Zschäpe soll gemeinsam mit den beiden später tot aufgefundenen Neonazis in der Filiale gesehen worden sein.

Erfurt. Der Polizei liegt nach Informationen unserer Zeitung eine Zeugenaussage vor, wonach die Terrorverdächtige Beate Zschäpe mehrmals in der Nähe der Wohnung des NPD-Funktionärs Patrick Wieschke in Eisenach gesehen worden sein soll.
Die Beobachtungen liegen vor dem 4. November 2011. An diesem Tag erschossen sich nach einem Banküberfall
Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnmobil in Eisenach-Stregda.Die Bundesanwaltschaft prüft den Verdacht, dass die beiden gemeinsam mit Beate Zschäpe die rechtsextreme Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) gebildet haben. Der Gruppierung werden bislang unter anderem zehn Morde vorgeworfen. Zum laufenden Verfahren wollte sich die Bundesanwaltschaft am Dienstag nicht äußern. Ein Sprecher bestätigte jedoch, dass "der Aufenthalt von Beate Zschäpe am Tag des Banküberfalls Gegenstand der Ermittlungen" sei.

Nach Informationen unserer Zeitung soll das Trio etwa zwei Wochen vor dem Überfall in der betroffenen Sparkasse in Eisenach gesehen worden sein. http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Terrorverdaechtige-wurde-vor-Bankueberfall-in-Eisenach-gesehen-2033292299

2 Wochen zuvor eher nicht, aber warum nicht am 25.10.2011, nachdem man das WOMO abgeholt hatte?


Patrick Wieschke, der unter anderem Bundesorganisationsleiter der NPD ist, bestätigte gestern gegenüber unserer Zeitung erneut, Frau Zschäpe "1997 das letzte Mal gesehen und mit ihr nie gesprochen" zu haben. Er wisse, dass seit der Vorwoche eine Anwohnerbefragung durch das BKA laufe. "Diese wird nichts anderes ergeben", sagt er. Nächste Woche werde auf Drängen seines Anwalts auch seine Freundin durch das BKA vernommen.

Wieschke hatte bereits Anfang Dezember nach einer BKA-Vernehmung in Erfurt jegliche Verbindungen zu dem rechtsextremen Terrortrio zurückgewiesen. Aber: Ein Polizeihund soll nur Stunden nach den Selbstmorden von
Mundlos und Böhnhardt eine Spur von ihrem Wohnmobil bis in die Nähe von Wieschkes Wohnung verfolgt haben.
11.1.2012


Damit nicht genug: Die Ermittler packten einen Mantrailer-Hund ins Auto und führen nach Eisenach. Und hier wurde es richtig interessant: Der Hund schlug auch dort mehrfach an. Unter anderem am Wohnmobil, in dem Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt starben. War Beate Zschäpe also am Todestag ihrer Kameraden doch vor Ort? Diesen “Treffer” könnte man vielleicht noch damit erklären, das Beate Zschäpe das Wohnmobil in den Tagen vor dem 04. November betreten oder benutzt haben könnte. Hinweise, Zschäpe könnte am Tod der beiden Männer beteiligt gewesen sein, gibt es jedenfalls nicht. Denn zum Zeitpunkt, als die tödlichen Schüsse fielen, waren bereits Polizeibeamte in Sichtweite des Wohnmobils.Doch der Hund schlug auch anderswo in Eisenach an, heißt es in Ermittlerkreisen. Die Polizei ist sich nach meinem Eindruck sicher: Beate Zschäpe war an den letzten Tagen des Trios ebenfalls vor Ort in Eisenach. Aber wo? Und was war ihre Aufgabe?
Beate Zschäpe habe in der Nacht vor dem letzten Raubüberfall auf eine Sparkasse in Eisenach übernachtet – jedoch nicht in dem Wohnmobil, lautet das derzeitige Fazit in Ermittlerkreisen. Und in diesem Zusammenhang wird auch darüber spekuliert, ob sie Patrick Wieschke (http://de.wikipedia.org/wiki/Patrick_Wieschke), den stellvertretenden Vorsitzenden der NPD Thüringen, getroffen haben könnte. Wieschke war in der Vergangenheit unter anderem wegen eines Sprengstoffdelikts und Körperverletzung in Haft. War er möglicherweise sogar der Quartiergeber? http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/12/18/zschape-ermittler-auf-den-hund-gekommen/

18.12.2011

fatalist
01.07.2013, 13:06
Der Verfassungsschutz Thüringens hatte die Wahl von Carsten S. und Patrick Wieschke zu Stellvertretern des Vorsitzenden Sandro Tauber bei der Gründungsversammlung der Thüringer Jungen Nationaldemokraten am 22. Juli 2000 in seiner Monatszeitschrift Nachrichtendienst zunächst noch erwähnt, im Verfassungsschutzbericht für 2000 aber nur noch Wieschke genannt. Wiki

Und es gibt einen Augenzeugen für 3 Bankräuber in Eisenach. Geiselnahme, kurzzeitig, das volle Programm.

Und es gibt diesen Polizeisprecher, den hatten wir ja bereits am 4.11.:


Das Trio soll etwa ein halbes Jahr in Weißenborn gelebt haben, schilderte
Wurdak. Ein Mieter hatte den Männern und der Frau die Wohnung in der Frühlingsstraße überlassen. Die sächsische Polizei geht davon aus, dass das Trio mehrere Identitäten benutzt hat. In welchem Verhältnis der Mieter mit seinen gefährlichen Untermietern stand, muss laut
Wurdak noch geklärt werden. Man habe am Sonntag erstmals Kontakt mit dem Mann gehabt. http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/blaulicht/detail/-/specific/Bankraeuber-in-Eisenach-erschossen-sich-selbst-853003773

Ein halbes Jahr ist nicht "seit April 2008"...


Da kann man noch leichter die Frauen verwechseln, wenn die nur ein halbes Jahr dort lebte:

In einer gemeinsamen Pressemitteilung erklären die Staatsanwaltschaft in Zwickau und die sächsischen Ermittler, dass die Frau, die im Wohnumfeld der Frühlingsstraße unter dem Vornamen "Susann" bekannt ist, noch kurz vor der Detonation beim Verlassen des Hauses gesehen wurde.

Ich glaube mittlerweile, die lebten dort niemals. Der Hausverwalter erkannte vor Gericht auf "Susann Eminger", nicht auf Zschäpe.
etc pp...


Anlieger aus Weißenborn hatten das Wohnmobil erkannt und die Polizei informiert. Demnach haben die Räuber hier, so der sächsische Polizeisprecher
Oliver Wurdak, gut ein halbes Jahr gelebt.
Kein Wunder, dass die nie beim alljährlichen Siedlungsfest waren. Die wohnten dort gar nicht.



Unserer Zeitung sagten Anwohner des Wohngebietes, in dem das Fahrzeug dann entdeckt wurde, dass der verdächtige Caravan bereits Donnerstagmittag dort aufgefallen sei.Während der Zeit des Banküberfalls war der Wohnwagen verschwunden. Er soll später aber wieder aufgetaucht sein.
5.11.2011 http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/blaulicht/detail/-/specific/Nach-Bankueberfall-in-Eisenach-raetselhafter-Tod-im-Wohnwagen-2044156021


Am Wohnmobil waren Kennzeichen aus dem sächsischen Voigtlandkreis angebracht. Ob diese authentisch waren oder gefälscht, blieb unklar. Gefälscht natürlich, das Wohnmobil wurde ja in Chemnitz gemietet, nicht in Schreiersgrün.


Die Identität ist noch nicht geklärt, heißt es seitens der Polizei. Unbestätigt bleibt, ob die Toten Schussverletzungen haben. "Man muss ganz klar sagen: Unsererseits ist kein Schuss abgegeben worden", erklärt ein Polizeisprecher.
Das war also schon am 5.11.2011 klar. Was für eine monatelange Desinfo dem folgte...

3 Schüsse angeblich...

fatalist
01.07.2013, 13:18
2 Schüsse bei BILD...

http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/01-brennendes-wohnmobil-23638741_mbqf-1320596623-20857564/4,w=650,c=0.bild.jpeg


Das Wohnmobil war Fluchtfahrzeug bei einem Bankraub in Eisenach (Thüringen). Im Fahrzeug findet die Polizei später die Leichen von zwei dringend Tatverdächtigen und Schusswaffen. Zeugen wollen einen dritten Mann gesehen haben, der aus dem Fahrzeug flüchtete. http://www.bild.de/news/leserreporter/bankueberfall/brennendes-wohnmobil-bankraub-20857504.bild.html


Wartete im Wohnmobil ein dritter Täter?

Als eine Polizeistreife das Fahrzeug zweieinhalb Stunden später in einem nur drei Kilometer entfernten Wohngebiet stehen sah, knallte es zwei Mal, dann fing der Wagen plötzlich Feuer. Ein BILD-Leser-Reporter fotografierte den Einsatz der Feuerwehr.

Nach der Obduktion teilte die Polizei mit, dass es sich bei den Toten um zwei Männer handelt. Die Todesursache sei noch Gegenstand von Ermittlungen. In dem Fahrzeug seien mehrere Schusswaffen gefunden worden.

Polizeisprecher Marcel Ehrenreich: „Es sind mehr als zwei aber weniger als 20.“
Eine Nachbar berichtet, dass eine Person aus dem Führerhaus kletterte und die Flucht ergriff.

Wie starben die Männer im Wohnmobil? Hat der mysteriöse dritte Mann das Feuer gelegt, um seine Spuren zu verwischen, oder ist er sogar in den Tod seiner Komplizen verwickelt?

Nach der Obduktion teilte die Polizei mit, dass es sich bei den Toten um zwei Männer handelt.
Ich denke das stimmt. 2 Männer. Die Todesursache wurde nicht festgestellt bei der Obduktion?
Na ja, es folgten ja noch weitere Obduktionen...

Wenn nach der Obduktion die Todesursache nicht feststeht, dann ist das sehr sehr merkwürdig, wenn es doch Kopfschüsse gewesen sein sollen...

herberger
01.07.2013, 14:05
Das Wohnmobil wurde nur 1,5 Km entfernt vom Tatort die Bank geparkt,nach normalen Verstand sucht man als Bankräuber das Weite und hält sich nicht in der Nähe des Tatortes auf.Das finde ich schon unverständlich.

fatalist
01.07.2013, 14:39
Das Wohnmobil wurde nur 1,5 Km entfernt vom Tatort die Bank geparkt,nach normalen Verstand sucht man als Bankräuber das Weite und hält sich nicht in der Nähe des Tatortes auf.Das finde ich schon unverständlich.
Diese Deppen sind doch nach dem Doppelkopfschuss von heilbronn in eine Strassensperre geraten, die erst 40 Minuten später stand, und danach sind die zurückgefahren zum Tatort, also zum 300 m entfernten Hauptbahnhof, haben das WOMO dort geparkt und sind mit dem Zug nach Hause.

Diesen Deppen ist jede Idiotie zuzutrauen.
Denen, die das glauben aber ebenfalls ;)

nachdenkerin
01.07.2013, 15:10
11.1.2012

http://www.swr.de/blog/terrorismus/2011/12/18/zschape-ermittler-auf-den-hund-gekommen/

18.12.2011

In dem o. a. Link ist angegeben:

"Damit nicht genug: Die Ermittler packten einen Mantrailer-Hund ins Auto und führen nach Eisenach. Und hier wurde es richtig interessant: Der Hund schlug auch dort mehrfach an. Unter anderem am Wohnmobil, in dem Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt starben. War Beate Zschäpe also am Todestag ihrer Kameraden doch vor Ort?"

Das wird schon stimmen, nur das es nicht vor dem Tod war. Gem. Buch "DIE ZELLE" war Beate Zschäpe nach dem Brand ihrer Wohnung durch Deutschland gefahren und so war sie auch zwei Mal in Eisenach, und zwar am 05. November und dann nochmal gleicher oder nächster Tag . So wurde sie am 5. November von einer Zeugin an dem Wohnmobil gesehen, dass sie auffällig ziellos und mit starren Blick nach unten an der Stelle rum lief.

nachdenkerin
01.07.2013, 15:15
2 Schüsse bei BILD...

Nach der Obduktion teilte die Polizei mit, dass es sich bei den Toten um zwei Männer handelt.
Ich denke das stimmt. 2 Männer. Die Todesursache wurde nicht festgestellt bei der Obduktion?
Na ja, es folgten ja noch weitere Obduktionen...

Wenn nach der Obduktion die Todesursache nicht feststeht, dann ist das sehr sehr merkwürdig, wenn es doch Kopfschüsse gewesen sein sollen...

Kann es nicht möglich sein, dass die beiden Uwes wo anders getötet wurden und dann tot in das bereits präparierte Wohnmobil mit noch anderne Sachen gelegt wurden und durch den dritten Mann an die Stelle hingefahren wurden. Von dieser Variante wäre ich überzeugt.

fatalist
01.07.2013, 15:20
2013 suchen die immer noch...


Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Mithilfe:
Am 25. April 2007 wurden in Heilbronn/Baden-Württemberg eine Polizeivollzugsbeamtin ermordet und ein weiterer Polizeibeamter lebensgefährlich verletzt. Bundesanwaltschaft und BKA gehen davon aus, dass beide Taten von den Mitgliedern der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) begangen wurden.

Die bisherigen Ermittlungen lassen weiterhin die Annahme zu, dass diese Gruppierung zur Tatzeit mit einem weißen Wohnmobil der Marke: Chausson, Typ: Flash 08, Baujahr: 2006, amtliches Kennzeichen: C-PW 87
unterwegs war. Es besteht der Verdacht, dass dieses Wohnmobil im Zeitraum vom 16.04.2007 bis zum 26.04.2007 entweder auf einem öffentlichen Parkplatz im Stadtgebiet Heilbronn und/oder auf einem offiziellen Wohnmobilstellplatz in Heilbronn (möglicherweise „Wertwiesen“) abgestellt war.

Die Bundesanwaltschaft und das BKA erhoffen sich anhand der abgebildeten Fotos neue Hinweise zum Abstellort dieses Wohnmobils sowie zum Aufenthalt von Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe in Heilbronn. http://www.bka.de/DE/Fahndungen/Personen/BekannteTatverdaechtige/BoehnhardtMundlosZschaepe/boehnhardtMundlosZschaepeHeilbronn.html

http://www.bka.de/SharedDocs/Bilder/DE/Fahndungen/Personen/BekannteTatverdaechtige/BoehnhardtMundlosZschaepe/Heilbronn/wohnmobilFront,property=default.jpg

Da scheint ja keineswegs alles ermittelt zu sein...


Für das BKA sind folgende Fragen von besonderer Bedeutung:



Wem ist im April 2007 dieses Wohnmobil im Raum Heilbronn/Baden-Württemberg aufgefallen und wer kann Angaben zu dessen Abstellorten machen?
Wer kann Angaben zu den Tatverdächtigen machen?
Wer hat in diesem Zusammenhang auffällige Beobachtungen gemacht?
Von besonderem Interesse sind Fotos und Videoaufnahmen, die im Zeitraum vom 16.04.2007 bis zum 26.04.2007 an den genannten Örtlichkeiten im Raum Heilbronn gefertigt wurden.

Die habe doch über ein Dutzend Phantombilder? Warum veröffentlichen die die nicht?

fatalist
01.07.2013, 15:26
. Gem. Buch "DIE ZELLE"
Bitte nicht :beten: schon wieder.

Glaubst Du wirklich, dass das Wohnmobil am 5.11.2011 in Eisenach oder Stregda herumstand?


So wurde sie am 5. November von einer Zeugin an dem Wohnmobil gesehen, dass sie auffällig ziellos und mit starren Blick nach unten an der Stelle rum lief. Sischer doch... :auro:

Mann o Mann, die waren natürlich mit dem Köter am Wohnmobil, und das stand in einer Halle der Polizei.
Benutze Deinen eigenen Verstand...

fatalist
01.07.2013, 15:29
Kann es nicht möglich sein, dass die beiden Uwes wo anders getötet wurden und dann tot in das bereits präparierte Wohnmobil mit noch anderne Sachen gelegt wurden und durch den dritten Mann an die Stelle hingefahren wurden. Von dieser Variante wäre ich überzeugt.
Das hätte aber am Obduktionsergebnis "Kopfschuss" absolut nichts geändert.
Wollte ich nur mal anmerken...

Ansonsten wäre das eine realistische These.

fatalist
01.07.2013, 15:59
Zur Ringfahndung in Heilbronn:


Der Polizeihauptkommissar auf dem Fahrersitz diktierte die Kennzeichen vorbeifahrender Autos, sein Kollege kritzelte die Nummern auf ein Blatt, daneben die Uhrzeit. Es war viel los am Nachmittag des 25. April 2007, die Beamten schafften es nicht, jedes Fahrzeug zu erfassen. Am Ende der Ringalarmfahndung hatten die beiden Streifenpolizisten und ihre vielen Kollegen insgesamt 201 Listen angefertigt. Sie enthielten mehr als 33 000 Autokennzeichen.

Der Daten-Schatz landete bei der Sonderkommission (Soko) „Parkplatz“ in Heilbronn, doch den Wert erkannte dort niemand. Das Material verschwand in fünf Aktenordnern und einem Pappkarton – und es verschwand aus den Köpfen der Fahnder.

Nach internen Polizeiprotokollen, die FOCUS vorliegen, blieben die Akten unbearbeitet liegen, über Wochen, Monate, Jahre. Erst im Spätsommer 2010, knapp dreieinhalb Jahre nach dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter, kam in der chronisch erfolglosen Soko die Frage auf, was eigentlich die Kennzeichen-Fahndung erbracht habe. Niemand wusste eine Antwort.

Am 14. August 2010 erhielten zwei Polizistinnen den Auftrag, das noch vorhandene Material stichprobenhaft zu untersuchen. Ihr Befund stellt eine Bankrotterklärung für die Ermittler dar. Und er bietet den klassischen Stoff für parlamentarische Untersuchungsausschüsse.

Dem Prüfbericht zufolge waren die Kennzeichenlisten „unvollständig elektronisch erfasst“ und konnten „nur zum Teil“ im computergestützten Fahndungssystem CRIME abgefragt werden. Einige Datensätze seien „komplett“ verschwunden, etwa die Zulieferung der Polizeidirektion Böblingen, deren Beamte am Tag des Mordes zehn Kontrollposten besetzt hatten.

Die Halter der erfassten Fahrzeuge sind nicht festgestellt worden

Das alles klingt unglaublich und ist kaum zu ertragen angesichts der Tatsache, dass die Fahnder nicht irgendwelche Ganoven jagten, sondern Profikiller, die eine Polizistin hingerichtet und ihren Kollegen lebensgefährlich verletzt hatten. Doch das Schlimmste kommt noch.

Die Nachforschungen ergaben, dass die Halter der im Jahr 2007 erfassten Fahrzeuge „nicht festgestellt“ worden waren. Auf Deutsch: Kein Kripobeamter hatte sich je dafür interessiert, wem die registrierten Autos eigentlich gehörten.

Wie wichtig dies gewesen wäre, verdeutlichen die Aufzeichnungen der beiden Streifenpolizisten aus Großbottwar am Alarmpunkt LB 3. An 20. Stelle ihrer Liste steht ein Wohnmobil mit dem Kennzeichen C-PW 87. Eine simple Abfrage der Halterdaten hätte die Fahnder zu einem Chemnitzer Caravan-Verleih geführt und wenig später zum Mieter des Fahrzeugs: Uwe Böhnhardt. Der Rechtsextremist bildete zusammen mit Uwe Mundlos und Beate Zschäpe die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Focus http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/report-im-pappkarton-begraben_aid_755331.html

Was für ein nettes Märchen aber auch!


Einige Datensätze seien „komplett“ verschwunden, etwa die Zulieferung der Polizeidirektion Böblingen, deren Beamte am Tag des Mordes zehn Kontrollposten besetzt hatten.
Darunter ganz sicher ein blauer Audi 80 mit MOS Kennzeichen, deren Insassen russisch sprachen.
Fehlt im Artikel... Kiesewetters Einheit, Böblingen! Der KKK-Chef...


Wann wurde eigentlich das Phantombild nach den Angaben von Martin Arnold gemacht?
Der kam ja 4 Monate nach seinem Kopfschuss zurück zum Polizeidienst.
Sommer 2007?

Wann wurde entschieden, dass es nicht veröffentlicht wird?
2007, 2008?


Martin A. sträubte sich vehement gegen die Veröffentlichung des Phantombildes. Er habe „wahnsinnige Angst“. Sollte das Bild herausgegeben werden, wolle er Deutschland „sofort und für immer“ verlassen.
Die Soko zeigte sich unbeeindruckt. Am 26. Mai 2011 teilten die Verantwortlichen dem Polizisten mit, dass die Aufklärung der Straftat „über seinen persönlichen Interessen“ stehe.

Wenige Monate später beschied der zuständige Staatsanwalt, das Phantombild dürfte „nicht veröffentlicht“ werden.


Im Nachhinein sollte die Soko dem besonnenen Juristen dankbar sein, blieb ihr doch ein weiteres Fahndungsfiasko erspart: Der Mann auf der Skizze hatte keinerlei Ähnlichkeit mit den mutmaßlichen Mördern Böhnhardt und Mundlos.
Wann wurde beschlossen, Heilbronn an die Dönermordserie zu Lasten des "NSU" dranzuhängen?
War das ungefähr im August 2011, als Mehmet die Dönerceska aus der Schweizer Bodenseevilla zu holen anbot?

Das war ebenfalls im August 2011... 40.000 € war der Preis, und die Umwandlung einer Haftstrafe wegen Fahren ohne Führerschein in eine Bewährungsstrafe. Angeblich geplatzt, der Deal.

Ich war immer davon ausgegangen, das Veröffentlichen des Phantombildes sei Jahre vorher verworfen worden. So kann man sich täuschen.

Die haben mehr als 12 Phantombilder, die privaten Mails von Kiesewetter, den Patenonkel der schon 8 Tage nach dem Mord von dem "Zusammenhang mit den Türkenmorden" sprach, und und und...

Ach ja, und nach dem Passieren der Ringfahndung fuhren die ja zurück zum Tatort und parkten das WOMO am Bahnhof, um per Zug nach Hause zu fahren.
:fuck:


Die fuhren also nach


GroßbottwarKleinstadt, Baden-Württemberg




Großbottwar ist eine Kleinstadt mit einem historischen Ortskern im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Sie liegt ca. 26 km nordnordöstlich der Landeshauptstadt Stuttgart und 16 km südsüdöstlich von Heilbronn. Wikipedia

fuhren dann zurück ins Zentrum von Heilbronn... nee, das wird mir zu blöd. :cool:

fatalist
01.07.2013, 16:14
Berlin/Stuttgart - Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) setzt ein Ultimatum: In den nächsten 14 Tagen will er vom Landespolizeipräsidenten exakt wissen, welche Disziplinarmaßnahmen tatsächlich gegen jene beiden Polizisten erfolgt waren, die 2001/2002 Mitglieder des rassistischen Geheimbunds Ku-Klux-Klan waren – und 2005 in der Böblinger Bereitschaftspolizei mit der 2007 von Rechtsextremisten ermordeten Polizistin Michele Kiesewetter Dienst taten.

Einer der beiden ehemaligen Rechtsradikalen war nach „Bild“-Informationen ihr Zugführer. Beide Männer sind bis heute im Staatsdienst.

In letzter Konsequenz geht es um die Frage, ob die Zwickauer Neonazi-Bande um Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos Hinweise aus der Ku-Klux-Klan-Szene auf Michele Kiesewetter erhielten: Dass sie am 25. April 2007 trotz Urlaubs für einen Kollegen einspringen und am späteren Tatort der Theresienwiese Heilbronn mit ihrem Kollegen A. Pause machen würde.

Kiesewetters Patenonkel, ein Thüringer Polizist, hatte nur eine Woche nach dem Mord ausgesagt, die Tat stehe in Zusammenhang mit den neun „Türkenmorden“, die Böhnhardt/Mundlos verübt hatten. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.weitere-rechts-kontakte-fuehrt-ku-klux-klan-spur-zum-mordfall-kiesewetter.9f54c8e8-d0e3-4da1-9525-9425fb4e58d5.html

Die wurden dort hingeschickt, Pause war schon ab 11.30, danach Besprechung. Ab 13.30 kein Funkverkehr, die beiden fuhren zurück zum Trafohäuschen, dann waren sie tot. Mehr oder weniger...

Und der Onkel wurde nie wieder dazu befragt? Gab keine Interviews? Ist der als Zeuge geladen?


Die Beamten behaupten laut „taz“ indes, sie hätten nicht geahnt, dass der Ku-Klux-Klan rassistisch und voller Neonazis sei. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Andre Schulz, sagt: „Sie wussten nicht, dass der Ku-Klux-Klan eine rassistische Gruppierung ist? Ich frage mich, wie viel Dummheit oder Weltfremdheit in einem Polizeibeamten stecken darf, ohne dass er aus dem Dienst entfernt wird.“ Der war doch Netanjahus Bewacher später, einen Mann mit so guten Kontakten darf man doch nicht entlassen ;) "Unser Verbindungsmann zum Mossad" :haha:

nachdenkerin
01.07.2013, 16:55
Bitte nicht :beten: schon wieder.

Glaubst Du wirklich, dass das Wohnmobil am 5.11.2011 in Eisenach oder Stregda herumstand?

Sischer doch... :auro:

Mann o Mann, die waren natürlich mit dem Köter am Wohnmobil, und das stand in einer Halle der Polizei.
Benutze Deinen eigenen Verstand...

Sorry, aber an der Stelle? Das könnte ich für realistisch halten. Es könnte auch sein, dass ich mich hier vertan habe, dass es in dem Buch "die Zelle" nur um die Stelle ging.

nachdenkerin
01.07.2013, 17:11
Bitte nicht :beten: schon wieder.

Glaubst Du wirklich, dass das Wohnmobil am 5.11.2011 in Eisenach oder Stregda herumstand?

Sischer doch... :auro:

Mann o Mann, die waren natürlich mit dem Köter am Wohnmobil, und das stand in einer Halle der Polizei.
Benutze Deinen eigenen Verstand...

Ich habe nochmal nachgesehen. Es ging gem. Buch "die zelle" um die Stelle. Da ich mich nie dafür interssierte, wann der Wohnwagen von der Polizei abtronsportiert wurde, erschien mir das nicht so wichtig.

brain freeze
01.07.2013, 17:27
Zur Ringfahndung in Heilbronn:

Focus http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/report-im-pappkarton-begraben_aid_755331.html

Was für ein nettes Märchen aber auch!

[...]
Wann wurde beschlossen, Heilbronn an die Dönermordserie zu Lasten des "NSU" dranzuhängen?
War das ungefähr im August 2011, als Mehmet die Dönerceska aus der Schweizer Bodenseevilla zu holen anbot?

[...]

Oder - siehe zitierter Focusbeitrag - 2010, als die beiden Polizistinnen den Auftrag erhielten, sich die Ergebnisse der Ringfandung noch mal genauer anzuschauen. Wie gesagt, auch eine gute Räuberpistole muss "reifen".

BoB
01.07.2013, 18:13
Eine simple Abfrage der Halterdaten hätte die Fahnder zu einem Chemnitzer Caravan-Verleih geführt und wenig später zum Mieter des Fahrzeugs: Uwe Böhnhardt. Der Rechtsextremist bildete zusammen mit Uwe Mundlos und Beate Zschäpe die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).
Es gibt also eine Version der Geschichte, in der Uwe Bönhardt mit Klarnamen Wohnmobil-Mietverträge unterschreibt? Das wird ja immer besser...:crazy:

herberger
01.07.2013, 19:06
Diese Deppen sind doch nach dem Doppelkopfschuss von heilbronn in eine Strassensperre geraten, die erst 40 Minuten später stand, und danach sind die zurückgefahren zum Tatort, also zum 300 m entfernten Hauptbahnhof, haben das WOMO dort geparkt und sind mit dem Zug nach Hause.

Diesen Deppen ist jede Idiotie zuzutrauen.
Denen, die das glauben aber ebenfalls ;)

Meines Wissens wurde bei allen Taten der NSU nie ein Wohnmobil als verdächtiges Fahrzeug gemeldet,und ausgerechnet bei dem Bankraub in Eisenach unterläuft ihn scheinbar ein Fehler.Es wäre interessant zu wissen wer das Wohnmobil als verdächtig der Polizei gemeldet hat.

fatalist
01.07.2013, 19:13
Moment!


Dachte,der Vermieter hat den Wagen selbst nach einem Anrufs der UWEs aus Heilbronn abgeholt?
Und die Fahrräder? dachte,das Wohnmobil wurde am Bahnhof abgestellt und die 3 sind mit dem Zug "geflüchtet"? Mit den Fahrrädern?Denkbar wäre das
Davon ist aber nichts bekannt und man sieht keine auf dem Video vom Bahnhof welches Zschäpe zeigen soll und einen Mann.




Ich könnte schwören,daß das rot hervorgehobene das letzte mal noch nicht da stand.

Das Rote:


Wieder zurück im Wohnmobil mit dem Kennzeichen "C - PW 87" fahren BM nach Norden, geraten jedoch schnell in die sofort angelaufene Ringfahndung der Heilbronner Polizei und werden um 14 Uhr 37 kontrolliert.
Dort sagen sie auf die Frage, wohin sie wollen, dass sie nach Heilbronn-Stadtmitte fahren würden, was sie anschließend auch tun, denn die beiden Mörder erregen offensichtlich keinen Verdacht und dürfen weiterfahren; lediglich das Kennzeichen des Wohnmobils wird registriert. Vor Ringfahndungen nehmen sich BM allererdings zukünftig in Acht.
Das ist Lichtstadt-Blog Jena, der Märchenblog.

Ich fand das heute zufällig, als ich nach dem Wohnmobil googelte, Solaris.

Und jetzt weiss ich auch, wie Gronbach auf die "Wohnmobil-Fälschungsgeschichte" kam, er schrieb überall, das Foto zeige ein WOMO Baujahr ab 2010.

http://3.bp.blogspot.com/-hnO0DDhzWjs/UCixWOVdcNI/AAAAAAAAH1U/W_CzoTjc1Vk/s320/Lichtstadt+-+INSIDE+NSU+-+Wohnmobil+Rimor+Katamarano.jpg

Ist das ein Fiat Ducato Baujahr 2006 ? Nö, ist es nicht. Wir hatten aber heute die BKA-Fahndung, und wissen, welches Modell gesucht wird...

Und noch etwas ist absolut ein Märchen:


Wieder zurück im Wohnmobil mit dem Kennzeichen "C - PW 87" fahren BM nach Norden, geraten jedoch schnell in die sofort angelaufene Ringfahndung der Heilbronner Polizei und werden um 14 Uhr 37 kontrolliert.
Der Posten war 16 km südsüdöstlich von Heilbronn. Steht im Focus, hab ich heute zitiert.

Wenn die nach Norden in Richtung Heilbronn fuhren, und um 14.37 gestoppt wurden, dann können die nie und nimmer ne halbe Stunde vorher in Heilbronn-Zentrum die Polizisten umgelegt haben.

das passt überhaupt nicht. Da werden Fahrzeuge kontrolliert, die nach Heilbronn fahren, und nicht etwa solche, die aus Heilbronn kommen?

Never ever. Vergesst diesen Lichtstadt-Blog, der schreibt Schwachsinn. Immer. Nichts stimmt.
http://lichtstadt.blogspot.de/2012/08/inside-nsu-details-aus-der-anklage-was_13.html

fatalist
01.07.2013, 19:29
Es wäre interessant zu wissen wer das Wohnmobil als verdächtig der Polizei gemeldet hat.
Focus:


Der frühere DDR-Zöllner hatte Mundlos und Böhnhardt kurz nach deren Banküberfall in Eisenach zufällig auf einem abgelegenen Parkplatz beobachtet. Er sah, wie sie Fahrräder in ihr Wohnmobil packten und zügig losfuhren. Dabei stand der Zeuge, der selbst auf dem Weg zum Einkaufen war, nur etwa 20 Meter entfernt und merkte sich den ersten Buchstaben des Kennzeichens, V für Vogtland. Dieses Wissen gab der Thüringer wenig später an zwei Streifenpolizisten weiter, die zufällig seinen Weg kreuzten. http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/76-jaehriger-lieferte-entscheidenden-hinweis-zeuge-nach-entdeckung-der-nsu-nazis-nicht-belohnt_aid_741132.html

76 Jahre alt...

Egon S., 1,65 Meter groß, eisgraue Haare, wache Augen.


Im selben Moment rückten zwei Radfahrer ins Blickfeld des Rentners, „schmächtige Kerle, etwa 30 Jahre alt“, wie er sagt. Sie steuerten auf das Wohnmobil zu. S. verharrte auf der Anhöhe und beobachtete die Männer aus 20 Meter Entfernung. Einer hob hektisch die Fahrräder in das Auto, der andere sprang auf den Fahrersitz. Zügig fuhren sie los.
GSG 9 und schmächtig :D


http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/tid-25757/report-der-held-von-eisenach-der-held-von-eisenach-teil-2_aid_750742.html

fatalist
01.07.2013, 20:27
Wer ist NSU-WATCH.INFO ?


Gründung der unabhängigen Beobachtungsstelle "NSU-Watch: Aufklären und Einmischen"

Samstag, den 06. April 2013 um 11:00 Uhr

http://www.aida-archiv.de/cache/imagesizer-thumbs/3614_0_0_images_stories_2013_2013-04-06_NSU-Watch_2013-04-06_nsu-watch.info_screenshot_klein_c_aida.jpg

Die rassistische Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) markiert eine Zäsur in der bundesrepublikanischen Geschichte. Am 2. April hat die unabhängige Beobachtungsstelle "NSU-Watch: Aufklären und Einmischen" ihre Arbeit aufgenommen. Das Team von NSU-Watch recherchiert Hintergründe und dokumentiert aktuelle Entwicklungen zum Prozess am Oberlandesgericht München gegen Beate Zschäpe und vier weitere mutmaßliche Mitglieder bzw. Unterstützer des NSU.


NSU-Watch wurde von einem Dutzend antifaschistischen Projekten und Einzelpersonen aus dem gesamten Bundesgebiet gegründet, die seit mehr als zwei Jahrzehnten die extreme Rechte beobachten. Sie ist beim Antifaschistischen Pressearchiv und Bildungszentrum e.V. (apabiz) in Berlin und bei derAntifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle e. V. (a.i.d.a.) in München angesiedelt. Seit der Selbstenttarnung des NSU am 4. November 2011 bündeln wir als Netzwerk unsere Recherchen und unser über die Jahre zusammengetragenes Wissen. Wir recherchieren Hintergründe und dokumentieren aktuelle Entwicklungen, die wir auf http://www.nsu-watch.info veröffentlichen.

Das ist die ANTIFA. Alles klar.

Systemhandbuch
01.07.2013, 20:48
[...]Eine Rekonstruktion des Kopfes schließe ich aus.
In der Qualität, wie sie die Bildbeschreibung suggeriert sowieso. Solche Künstler hat die Gerichtsmedizin nicht. Im vorliegenden Fall wohl auch kein anderer.Es wäre eine Schädelhöhle „zerstört und weit aufgerissen“ und der Rachen „zerfetzt“, in einen kahlgeschorenen Kopf ohne Spuren zu modelieren.
Daneben gibt es keinen Grund für so eine aufwendige Reko.[...]

Oh, da ist m.E. schon so einiges möglich heutzutage. Stichwort "Visuelle Forensik". Und ich bleib dabei, innerhalb von zwei Sekunden (wenn es denn ganze zwei Sekunden waren, die Zschäpe das Bild betrachtet hat) ein gefaktes Leichenfoto von einem Echten zu unterscheiden, stell ich mir schwierig vor. Der Grund für eine solche Rekonstruktion ist IMHO ein "subliminales Erschreckspielchen" für Frau Zschäpe.

Nur mal so als Hinweis, ... und wir reden hier nicht von Henri IV:


http://vimeo.com/60096045



Zur Würdigung von Wahrscheinlichkeiten dazu ein kleiner Blick in andere Leistungen dieser Jenaer Gerichtsmedizin ( die wohl ein privatwirtschaftliches Institut ist)
Das und andere Beispiele hier:
http://www.bitterlemmer.net/wp/2012/10/02/rechtsmedizin-jena-auch-die-obduktion-der-nsu-terroristen-versiebte-das-mall-institut/

Das ist in der Tat ein wenig, ... heftig.

fatalist
01.07.2013, 21:02
Warum hat die FR 12 Waffen, die anderen Zeitungen aber 11 Waffen in Zwickau?


Insgesamt zwölf Waffen lagen griffbereit herum (wegen der Verpuffung von sehr viel eingesetztem Benzin bei der Brandlegung blieben sie nahezu unversehrt). http://www.fr-online.de/neonazi-terror/nsu-prozess-der-hochsicherheitsbau-des-nsu,1477338,23523262.html


„Am Samstag, dem 5. November, wurde die erste Waffe im Schlafzimmer gefunden. Am Sonntag dann kamen eine zweite und eine dritte Waffe in einem Flur zum Vorschein. Insgesamt waren es 11 Waffen, dazu Munition.“ BILD Ticker.
http://www.bild.de/news/inland/nsu/prozesstag-15-nsu-terrornest-mit-schloessern-und-kameras-gesichert-30975440.bild.html

Nuschelte der Herr Lenk derartig ?


Der Polizist Jens Stahl-Mager (33 Jahre alt) sagte aus, das die erste Polizeitruppe, die an der Wohnung eintraf, die Türen aufgebrochen und sie mit Spürhunden nach Sprengstoff und Waffen durchsucht hat.“ Die Hunde schlugen an. Die erste Waffe fanden die Ermittler am 5. November, zwei weitere Waffen einen Tag später: „Am Ende beschlagnahmten wir 11 Waffen und stellten tausende Spuren sicher.“ http://www.sabah.de/de/wem-gehort-das-vierte-bett.html

Keine Benzinschnüffelhunde? Warum schlugen die bei Sprengstoff an?

Nereus
01.07.2013, 21:53
.....Keine Benzinschnüffelhunde? Warum schlugen die bei Sprengstoff an?

Da wurde kein Sprengstoff in der Wohnung gefunden.
Haste noch nie an Schwarzpulver gerochen oder Nitroglyz. gekostet? Sowas ist die leichteste Übung für Hunde.
Die Hunde schlugen bei den Waffen im "Tresor" (Metallschrank) und im "Spielzimmer" an. Die erschnüffelten das Waffenöl an den Pistolen, an den echten und an den Knalldingern!

sleepwell
01.07.2013, 22:14
Ist Dir übrigens hier im Strang aufgefallen, dass bei neuen Erkenntnissen, wie nun z.B. mit den Handwerkern, immer ein Gedanken-"Bremser" dazwischen schmeißt, wie z.B. unser sleepwell? "die zwei handwerker nach der explosion sind keine tatsache, sondern nur ein Pressetext" ;)

Ich begrüße ja jeden, der hier auch unsere Thesen, die meist recht gewagt sind, sachlich und belegbar hinterfragt. Aber dieses stumpfe Abblocken mag ich ja garnicht...

... wie niedlich. es ging aber nicht um eine these großer, sondern einen schnellschuss, der dritten eine falschaussage unterstellte. jetzt verstanden?

HGans
02.07.2013, 00:51
Warum hat die FR 12 Waffen, die anderen Zeitungen aber 11 Waffen in Zwickau?
weil die Reda der FR aus Linksextremisten besteht, die nur bis eins zählen können. Nullen sind die selber.

fatalist
02.07.2013, 07:01
NSU: Zschäpe-Ermittler als Zeuge
Ein missglückter Überfall und ein explodiertes Haus

Stand: 02.07.2013


4. November 2011: Das Haus, in dem die Zwickauer Terrorzelle wohnte, fliegt in die Luft. Woher wusste Beate Zschäpe, dass kurz zuvor der Banküberfall ihrer mutmaßlichen Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Eisenach schief gelaufen war? Dazu wird heute vor dem Oberlandesgericht (OLG) München ein Kriminalbeamter aus Zwickau als Zeuge gehört.
Zschäpe wird unter anderem zur Last gelegt, die Explosion des Hauses in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 herbeigeführt zu haben. Zuvor hatte sie sich in der Wohnung aufgehalten. Der Beamte soll zu ihren Internetaktivitäten in den entscheidenden Stunden am 4. November 2011 aussagen. Möglicherweise erfuhr Zschäpe auf irgendeinem Weg, etwa über Internetseiten, vom fehlgeschlagenen Banküberfall. Das könnte das entscheidende Motiv für die Inbrandsetzung des Hauses gewesen sein.


Der Zeuge soll außerdem über die Wohnsituation in der Frühlingsstraße aussagen. In dem Haus wohnte damals eine heute über 90-jährige Frau. Zschäpe wird vorgeworfen, durch die mutmaßliche Inbrandsetzung des Hauses einen Mordversuch an der Seniorin begangen zu haben.

http://www.br.de/nachrichten/nsu-prozess/index.html


Also heute der Internetverlauf, nicht etwa Zschäpes Nachbarn, die sie bei der Flucht (im roten Mantel) gesehen haben wollen?

Die ARD erkennt kein System in der Reihenfolge der Zeugenaussagen vor Gericht, lobt aber exakt dieses Chaos:


Erst der zweite Mord, der dem NSU zur Last gelegt wird; dann die mögliche Inbrandsetzung des Hauses in Zwickau; schließlich die Bekenner-DVD: Welche Linie verfolgt der Vorsitzende Richter Manfred Götzl bei seiner Prozessführung und der Reihenfolge der geladenen Zeugen?

http://www.br.de/nachrichten/nsu-prozess-warum-die-reihenfolge-der-zeugen-100.html

"Angeklagte zum Nachdenken bringen, ob sie nicht doch aussagen sollte".
Spökenkiekerei :crazy: "Wir verstehen es auch nicht, erklären es aber".




Vor dem Oberlandesgericht München wird am Vormittag der Prozess um die Neonazi-Terrorgruppe NSU fortgesetzt. Mit der Vernehmung von Kriminalbeamten will man weitere Erkenntnisse über die Hauptangeklagte Zschäpe gewinnen. Zunächst soll ein Zwickauer Polizist befragt werden. Er war für die ersten Ermittlungen zuständig, nachdem Zschäpe sich gestellt hatte. Außerdem soll der Beamte des Bundeskriminalamtes gehört werden, der die 38-Jährige zu ihrer Vorführung beim Ermittlungsrichter des BGH begleitet hatte. http://www.dradio.de/nachrichten/201307020400/3

Ein Polizist aus Jena ist nicht geladen, ein Zeuge des "Beate Zschäpe stellte sich, weil sie wegen einer Brandstiftung in Zwickau gesucht werde":?

fatalist
02.07.2013, 07:16
Bürokratie: LKA Sachsen bemängelte unkonkrete Berichte über NSU




http://media401.zgt.de.cdn.otz.de/00761916_856EB6460D99279B42EDD477C7E0F944
Sachsens ehemaliger Landespolizeichef Bernd Merbitz wurde gestern von einer Landtagsmitarbeiterin in den Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss geleitet. Foto: dpa



Neger in Thüringen als Landtagsmitarbeiter. Was es alles gibt im Osten...

http://jena.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Buerokratie-LKA-Sachsen-bemaengelte-unkonkrete-Berichte-ueber-NSU-595259492



Dass Behörden beim Fahndungsaufruf nach den Terroristen geschlampt haben, legt Aussage von Bernd Merbitz nahe.

Erfurt. Der einstige Leiter des Staatsschutzes beim Landeskriminalamt Sachsen, Bernd Merbitz, hat den ersten Thüringer Fahndungsaufruf nach den späteren NSU-Terroristen 1998 als mangelhaft kritisiert. In dem Schreiben, das an alle Landeskriminalämter in Deutschland gegangen sei, seien zu unkonkrete Angaben gemacht worden, um nach Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe suchen zu können. Das sagte Merbitz am Montag vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtages. So sei nur allgemein von Fahrzeugen, Waffen und Sprengstoff die Rede gewesen.

"Wenn Sie so ein Fernschreiben lesen, dann verblüfft Sie das erstmal", erklärte Merbitz. "Was sind das denn für Fahrzeuge? Was haben die denn für Waffen? Was führen die denn für Sprengstoffe mit?" Diese Angaben hätten völlig gefehlt. Die sollten ja auch gar nicht gefunden werden, die V-Leute aus Jena.
Weiss Bernd das nicht :?



Merbitz war nach eigenen Angaben von 1991 bis Ende August 1998 der Leiter des sächsischen Staatsschutzes. Heute ist er Polizeipräsident von Leipzig. Vor dem Ausschuss zeigte er sich von den Taten des NSU auch persönlich betroffen. "Ich habe mein ganzes Leben gegen den Rechtsextremismus gekämpft", sagte er. "Es war nicht toll, was wir dort geliefert haben. Ich fühle mich als Polizeibeamter mitschuldig, dass wir diese Straftaten nicht aufgeklärt haben." ich bin gerührt, wie gut der Mann lügen kann.



Der Ex-Präsident des Thüringer Landeskriminalamtes (LKA),
Egon Luthardt, der gestern vor dem Ausschuss ebenfalls als Zeuge aussagte, hat den Ablauf der Garagendurchsuchung beim späteren NSU-Trio im Januar 1998 in Jena kritisiert. Er sei beispielsweise nicht darüber informiert worden, dass der eigentliche Leiter der Aktion während des Einsatzes auf einem Lehrgang gewesen sei, sagte Luthardt. Seinem Frust habe er in der Behördenleitung Luft gemacht, Konsequenzen habe der Vorfall nicht gehabt.

Zugleich erklärte Luthardt, im LKA habe es damals Kommunikationsprobleme gegeben. Schriftstücke seien nicht immer an die richtigen Stellen gelangt. Außerdem verteidigte er die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz. Er habe entschieden, das Landesamt Ende 1997 um Unterstützung zu bitten, denn das LKA habe dafür nicht genügend Personal gehabt. Der Mann auf PC-Lehrgang hiess Jürgen Dressler, Leiter der EG TEX des LKA.
Der kann trotzdem bis heute nicht mit PCs umgehen...

"Nicht genug Personal" ist niedlich, aber glatt gelogen.
Der hat sich sicher köstlich über die gespielte(?) Naivität der Abgeordneten amüsiert.

Aber wenn ihm niemand vorwirft, dass da doch ein geplantes Abtauchen von V-Leuten stattfand, mit einer fingierten Razzia in einer fingierten TNT-Garage, warum sollte er auch Tacheles reden :?
Ist schon ziemlich peinlich, was in den PUAs so abgeht.

brain freeze
02.07.2013, 08:50
[...]

Die ARD erkennt kein System in der Reihenfolge der Zeugenaussagen vor Gericht, lobt aber exakt dieses Chaos:


[...]


Zur Frage, warum der Prozess-Einstieg mit dem zweiten Mord:
Im Mai kam der Report-Mainz-Bericht auf.

http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=11461566/pv=video/nid=233454/bb1w5m/index.html

Zitat:
In dem Brief aus dem sächsischen Landesamt für Verfassungsschutz vom 28.04.2000 heißt es: "Das Vorgehen der Gruppe ähnelt der Strategie terroristischer Gruppen, die durch Arbeitsteilung einen gemeinsamen Zweck verfolgen." Zweck der Vereinigung sei es, "schwere Straftaten gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung zu begehen". Und: Bei dem Trio sei "eine deutliche Steigerung der Intensität bis hin zu schwersten Straftaten feststellbar".
http://www.mdr.de/nachrichten/nsu-terrortrio102.html

Das Schreiben vom 28. April 2000 wurde 4 Monate vor dem ersten Mord erstellt (betraf OP Terzett). Selbst der LfV Sachsen räumt ein, daß Terzett über mehrere Monate lief. Das Trio hätte die erste Tat unter verschärfter Überwachung des VS und Kenntnis des Innenministeriums inklusive V-Leute-Umfeld planen und ausführen müssen. Das glaubt wahrscheinlich nicht mal Richter Götzl und seine Staatsanwälte.

fatalist
02.07.2013, 08:52
DIE ZEIT "Braunes Netz".


Das NSU-Prozess-Blog
Der tägliche Blick nach München. Was wird verhandelt? Wie berichten die Medien?

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/wp-content/themes/zeitonline_2013/header/nsu-prozess2.jpg (http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog)

“Braunes Netz” – das Medienlog vom Dienstag, 2. Juli 2013

VON Mirjam Schmitt (http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/author/mschmitt/) 2. JULI 2013 UM 07:48 UHR

Wie kommentiert eigentlich die rechte Szene den NSU-Prozess im Netz? Dies hat sich Solveig Bach von n-tv (http://www.n-tv.de/politik/Beate-Zschaepe-im-braunen-Weltnetz-article10905446.html) genauer angesehen. Ihr Fazit: Jeder Prozesstag wird aufmerksam verfolgt und in sozialen Netzwerken, Foren und via Twitter diskutiert. Das Verhalten der Angeklagten Beate Zschäpe wird dabei gelobt.

Die Autorin stellte fest, dass die User immer auf dieselben Argumentationsmuster zurückgreifen: Sie diffamieren etwa die Opfer als Kriminelle und behaupten, dass die Getöteten in der Mafia-Szene verstrickt gewesen sind – eine Sichtweise, die auch lange Zeit die Ermittlungen bestimmt hatte. Den Recherchen von Bach zufolge würden auch viele behaupten, dass es keinerlei Belege für die NSU-Morde gibt.

“Die Hauptangeklagte Zschäpe dient als Folie für altbekannte rechtsextreme, nationalistische und eurokritische Positionen”, kommentiert die Autorin.
Thema in den türkischsprachigen Medien ist das Treffen der Kanzlerin gestern mit Angehörigen der NSU-Opfer.
Die englischsprachigen Onlinemedien berichten nach wie vor nicht mehr über den NSU-Prozess. http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/07/02/dienstag-2-juli-2013/

Ich bin dann wohl ein Brauner :cool:

brain freeze
02.07.2013, 09:05
DIE ZEIT "Braunes Netz".

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/07/02/dienstag-2-juli-2013/

Ich bin dann wohl ein Brauner :cool:


Ja, darüber war ich auch gestolpert. Ist wohl ne Kampagne.
Ähnlich:
http://www.n-tv.de/politik/Beate-Zschaepe-im-braunen-Weltnetz-article10905446.html
Ich hielt n-tv.de bisher für einigermaßen seriös und neutral, aber - mein Eindruck - seit etwa einem halben Jahr gibt's starken Qualitätsabfall.

fatalist
02.07.2013, 09:13
Zur Frage, warum der Prozess-Einstieg mit dem zweiten Mord:
Im Mai kam der Report-Mainz-Bericht auf.
REPORT Desinfo :cool:



Die heikle Verfassungsschutz-Operation "Terzett"

Geheime Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zeigen: Eine Abhörmaßnahme gegen NSU-Mitglieder lief bis 2010. Die Verfassungsschützer hatten die Terrorzelle länger im Visier als bisher bekannt. http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

Achte auf das Datum des Artikels: 2012 :auro:


Operation Terzett war lediglich die Übernahme der Sachsen von den Thüringern, deren Operation Drilling seit 1997 lief, und 2000 ergänzt wurde.

Wohlleben und Schultze sind zusammengefasst in einem Anklagepunkt (S. 418 ff) -

Anfang 1999 besuchten W. und S. Ra. Dr. Eisenecker in Jena, um mit diesem eine anwaltliche Beratung für den Fall zu vereinbaren, dass sich Z. stellen würde (Ergebnis der Telefonüberwachung Wohlleben durch TLfV vom 8. Februar 1999 - Operation "Drilling")

Da wurde alles und immer überwacht, bis Anfang 2012 schätze ich mal...

brain freeze
02.07.2013, 09:27
REPORT Desinfo :cool:


http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

Achte auf das Datum des Artikels: 2012 :auro:


Operation Terzett war lediglich die Übernahme der Sachsen von den Thüringern, deren Operation Drilling seit 1997 lief, und 2000 ergänzt wurde.

Wohlleben und Schultze sind zusammengefasst in einem Anklagepunkt (S. 418 ff) -

Anfang 1999 besuchten W. und S. Ra. Dr. Eisenecker in Jena, um mit diesem eine anwaltliche Beratung für den Fall zu vereinbaren, dass sich Z. stellen würde (Ergebnis der Telefonüberwachung Wohlleben durch TLfV vom 8. Februar 1999 - Operation "Drilling")

Da wurde alles und immer überwacht, bis Anfang 2012 schätze ich mal...

Report: Die "Experten" sind Desinfo - das Schreiben ist echt und wirklich BRISANT, weil Urplot für NSU-Story.
Überwachungsdauer: Ja, einverstanden.

fatalist
02.07.2013, 09:39
Report: Die "Experten" sind Desinfo - das Schreiben ist echt und wirklich BRISANT, weil Urplot für NSU-Story.
Überwachungsdauer: Ja, einverstanden.
Sicher ist das Desinfo, wenn man die Operation auf "wenige Monate im Jahr 2000" begrenzt, obwohl seit über einem halben Jahr schon bekannt war, dass sie bis 2010 lief.

Da beisst die Maus keinen Faden ab. REPORT war keine Sensation, sondern Desinfo.
Weichspüler-Schongang ist da nicht angebracht bei der Beurteilung.

Im Gegenteil ist anzumerken, dass auf Report Mainz im Mai 2013 eine Unmenge an Zeitungsartikeln folgte, und in keinem wurde der Zeitraum richtiggestellt.

Die "Terror-V-Zelle" wurde von 1997 bis 2012 (Vermutung, sicher ist 2010) komplett überwacht, samt Umfeld.
Daraus ergibt sich: 10 Morde "live und in Farbe" unter den Augen oder gar auf Befehl der Dienste, oder eben keine Morde.

Leute wie Du tragen mit ihren verharmlosenden Komments zur Verschleierung dieses logisch zwingenden Schlusses bei.
Ist das Absicht? Einen Tiefen Staat gibt es ja bei Dir auch nicht.

Hellangel
02.07.2013, 09:40
Der Mainstream wehr sich: "Verschwörungstheorien und Solidarität - Beate Zschäpe im braunen "Weltnetz"

http://www.n-tv.de/politik/Beate-Zschaepe-im-braunen-Weltnetz-article10905446.html

fatalist
02.07.2013, 10:11
Wenn die Zuständigkeiten dauernd wechseln, dann findet man eben erst kein Benzin, und der neue Chefermittler findet dann 22 Stellen?

Oder wie soll man das deuten?


München. Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht in München sind am Dienstag unter anderem zwei Polizeibeamte geladen. Der eine Polizist hatte anfänglich die Ermittlungen nach der Brandstiftung in Zwickau geleitet.


Beate Zschäpe soll nach dem Entdecken Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011 in Eisenach den Unterschlupf des NSU-Trios in Zwickau in Brand gesteckt haben.

Als zweiter Zeuge ist ein Beamter des Bundeskriminalamtes geladen, der Beate Zschäpe nach ihrer Festnahme zur Haftvorführung bei der Bundesanwaltschaft begleitet hatte. Dabei soll die Festgenommene einiges zu ihrer Zeit im Untergrund erzählt haben.

In dieser Woche will das Gericht zudem Beamte als Zeugen befragen, die den Angeklagten Holger G. vernommen haben. Der Angeklagte hatte in seinen Aussagen bei den Ermittlern vor allem den Mitangeklagten Jenaer Neonazi Ralf Wohlleben und Zschäpe belastet. Hat er das :?

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Prozess-Polizeibeamte-als-Zeugen-geladen-680300002

Da herrscht das Chaos vor Gericht, und ich vermute, das ist auch so geplant.
Normal wäre gewesen, zunächst die Feuerwehrleute und die Nachbarn zu hören, die die Frau im roten Mantel haben türmen sehen. Fotos vorlegen inklusive: War das Zschäpe oder Susann Eminger?
Oder den Polizeisprecher, der aussagte dass kein Benzin gefunden wurde.

Die Leute sollen das Interesse verlieren, durch das chaotische Vorgehen des Gerichtes, und das klappt prima.

fatalist
02.07.2013, 10:18
ich vermisse übrigens die Beweisanträge der Zschäpe-Verteidigung die Tatsache betreffend, dass Brandbeschleuniger am 5.11.2011 nach Begehung mit Hunden etc ausgeschlossen wurden. Vom Polizeisprecher, in den Medien wieder gegeben etc pp.

Zschäpe ist wegen Brandstiftung mit Lebensgefahr angeklagt, Benzinkanister (war zu Anfang nicht im Hausflur) etc. legen doch nahe, dass da manipuliert wurde am Tatort.

2 Möglichkeiten: Der Deal ist schon abgeschlossen oder die sind wirklich so blöde.

fatalist
02.07.2013, 11:36
Polizist berichtet von Zschäpes Suizid-Absichten

Tag 17 im NSU-Prozess: Heute sind Kriminalbeamte geladen, die nach Beate Zschäpes Festnahme mit ihr sprachen. Sie erzählte damals von ihrem Leben mit den "Uwes". Alle Entwicklungen im Liveticker.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article117631992/Polizist-berichtet-von-Zschaepes-Suizid-Absichten.html


Bitte einen TUSCH: Es ist passiert! Das Zauberwort ist gefallen, zum ersten Mal!


9.50 Uhr: Polizist Andre P. im ZeugenstandDer Polizist Andre P. wird in den Zeugenstand gerufen. Er ist 47 Jahre alt und arbeitet bei der Kripo der Polizeidirektion Zwickau. Seine Aussagegenehmigung, die Richter Manfred Götzl verliest, gilt nicht für Angaben zu Zeugenschutzprogrammen und zu verdeckten Ermittlern.

Andre P. weiss also ganz viel, was er nicht sagen darf. Der Buback-Becker-Prozess lässt grüssen.
Das war´s dann mit der Wahrheit. Unabhängigkeit der Justiz, Gewaltenteilung etc pp ist alles Verarsche.



Der Kripo-Beamte P. erzählt, wie sich Beate Zschäpe am Dienstag, 8. November 2011, bei der Polizei in Jena gestellt hatte. Sie wurde dann nach Zwickau überführt und sollte von Andre P. vernommen werden. Gegen 18 Uhr traf sie in Zwickau ein, um 18.15 begann die Vernehmung. Doch Zschäpe erklärte nach der Belehrung ihrer Rechte, dass sie keine Angaben machen möchte.


Nicht schriftlich vermerkt hatte P. folgenden Dialog: Sei noch eine Straftat zu verhindern gewesen, die geplant worden sei? Nein, antwortete Zschäpe. Die Polizisten wollten sicherstellen, dass nicht noch irgendwo ein Brandsatz hoch geht. Im Dienstzimmer von P. war eine weitere Kollegin anwesend, es wurde geraucht und "etwas zu essen gereicht", sagt Andre P. Die Kollegin wird das sicher bestätigen...



Im Vermerk, der der "Welt" vorliegt, berichtete Polizist P. auch von Suizidabsichten. In den letzten Tagen vor ihrer Festnahme habe sie mehrfach den Gedanken, sich das Leben zu nehmen. Sie habe aber nicht die Kraft dazu gefunden, schrieb P. am 9. November 2011. Ihren Äußerungen sei zu entnehmen gewesen, dass sie nicht die Absicht hatte, sich das Leben im Zusammenhang mit dem Brand der Wohnung zu nehmen, sondern danach erst, so P. damals. Fantasievermerk, Manches steht nicht drin, "weitere Bomben" zum Beispiel, und Blafasel steht drin?



Der Polizist gibt weiter an, dass Beate Zschäpe gesagt habe, die "beiden Uwes hätten ein gutes Zuhause gehabt". Auch ihre Katzen waren "mehrfach" ein Thema im Gespräch mit den Beamten. P. sagte ihr, dass die "beiden Katzen am Leben und im Tierheim untergekommen sind". Vor dem Brand, habe Zschäpe im Gespräch berichtet, habe sie "die Katzen nämlich noch nach unten gebracht". Offenbar wollte sie sicherstellen, dass den Tieren nichts passiert. Das wäre ja ein Geständnis. Oder es ist eine dreiste Lüge, um Zschäpe zur Aussage zu zwingen. Wenn Zschäpe schweigt, und die Kollegin bestätigt, dann wird Zschäpe wegen Brandstiftung verurteilt. Ist das der Deal?


Der Zschäpe-Verteidiger Wolfgang Heer moniert wiederholt, dass der Polizist nicht deutlich macht, an was er sich heute erinnert und was er damals aufschrieb. "Bitte machen Sie dem Zeugen klar, dass er unterscheiden möge zwischen heutiger Erinnerung und dem Vermerk", fordert Heer Richter Götzl auf. Dem Bundesanwalt Herbert Diemer platzt der Kragen.

"Ich bitte Sie, Herrn Rechtsanwalt Heer verbieten zu reden", sagt der ansonsten eher ruhig auftretende Verteter der Anklagebehörde. Er habe nicht das Wort, jetzt müsse die Befragung fortgesetzt werden. Auch die Zschäpe-Anwältin Anja Sturm meldet sich zu Wort, doch Götzl maßregelt sie. "Sie sind nicht dran", so der Richter. Sturm protestiert; Götzl unterbricht die Sitzung für zehn Minuten, damit sich die Gemüter beruhigen.
Hat die Verteidigung denn den Vermerk nicht? Mal DIE WELT um eine Kopie bitten :fuck:

fatalist
02.07.2013, 12:17
02.07.13

Polizei trägt Mitschuld an der NSU-Mordserie


Schenkt man Egon Luthardt Glauben, dann lief die NSU-Fahndung 1998 chaotisch ab. Der Ex-Chef des Thüringer Landeskriminalamts gibt an, nicht einmal informiert worden zu sein.

http://media401.zgt.de.cdn.thueringer-allgemeine.de/0076209B_060F162554ABB42DAA7637240F091918 (http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/multimedia/detail/-/specific/Polizei-traegt-Mitschuld-an-der-NSU-Mordserie-1864864006#_DetailPortlet_WAR_queport_inline)


02.07.13 / MDR mit VIDEO!

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/multimedia/detail/-/specific/Polizei-traegt-Mitschuld-an-der-NSU-Mordserie-1864864006

Der LKA-Präsident wusste also von nichts, er wusste nicht einmal, dass er das BKA im Haus hatte, wegen des Trios und der Razzia.
"Unterschlagene Telefonlisten" durch Dressler LKA und Brümmendorf BKA wäre das Stichwort.

Die Abgeordnete Marx vermutet "den Verfassungsschutz" als Urheber, auch wenn der gar nicht dabei war.
Darauf muss man ja erst einmal kommen. BKA hätte ja man ja jetzt eher erwartet... Dorothea Marx.??


Ulrike Dorothea „Dorle“ Marx (* 22. Dezember 1957 in München) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von 1990 bis 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages und gehört seit 2009 dem Thüringer Landtag an. SPD...



Zu den "Merkwürdigkeiten" zählte Dressler auch, dass bei der Suche nach der untergetauchten Gruppe Informationen des LfV oft sehr spät zum LKA gelangt seien und dass der Geheimdienst offenbar parallel zur Polizei tätig gewesen sei. Zudem habe ihm der mit der Suche nach dem Trio beauftragte Zielfahnder Sven Wunderlich mitgeteilt, dass der Vater von Mundlos davon ausgehe, einer aus dieser Zelle sei eine Quelle des LfV.

Wunderlich habe sich auch beklagt, im Zusammenhang mit geplanten Zugriffen auf die Gruppe komme er immer zu spät. Überdies habe LKA-Präsident Egon Luthardt zu Wunderlich gesagt, er werde das Trio niemals finden, da es unter staatlichem Schutz stehe, erklärte Dressler. Quelle: Bundestag, PUA. http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/42918793_kw08_pa_2ua_nsu/

Ich wüsste ja, was ich Luthardt gefragt hätte: Wie kamen Sie zu dieser Äusserung, Herr Luthardt :?

fatalist
02.07.2013, 12:31
Vor dem Brand, habe Zschäpe im Gespräch berichtet, habe sie "die Katzen nämlich noch nach unten gebracht". Offenbar wollte sie sicherstellen, dass den Tieren nichts passiert.

Die WELT, siehe oben. Ein klares Geständnis wäre das.
München. Im NSU-Prozess werden nun Kriminalbeamte als Zeugen vernommen, die die Hauptangeklagte Beate Zschäpe unmittelbar nach der Festnahme verhört haben. Den Anfang macht heute ein Zwickauer Polizist. Ihm zufolge soll Zschäpe die Mütter ihrer beiden Kollegen der Nazi-Killerbande Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt über deren Selbstmord informiert haben. Unstrittig.
"Nazi-Killerbande" ist eine unbewiesene Behauptung. http://www.pz-news.de/nachrichten_artikel,-NSU-Prozess-Zschaepe-sorgte-sich-nach-Festnahme-um-ihre-Katzen-_arid,426565.html


Außerdem, so PZ-Gerichtsreporterin Wiebke Ramm, soll sich Zschäpe dem Polizisten zufolge nach ihrer Festnahme sehr um den Verbleib ihrer Katzen gesorgt haben. PZ-Gerichtsreporterin Wiebke Ramm liefert PZ-news regelmäßig brandaktuelle Neuigkeiten aus dem NSU-Prozess.
Laut Anklage soll Zschäpe die Wohnung der Zwickauer Terrorzelle angezündet haben, nachdem sich ihre mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011 erschossen hatten.
Na Wiebke, das Geständnis verpasst?
Oder hat DIE WELT wieder einmal "etwas ungenau" berichtet?

herberger
02.07.2013, 12:45
Entweder betreutes Morden oder die haben nicht gemordet,auch ihr Verhalten in der Öffentlichkeit wie etwa Camping, lassen darauf schliessen das dieses Trio keine Angst vor einer polizeil.Fahndung hatten.

tommes
02.07.2013, 13:41
Nachdem ich hier schon länger mitlese eine kurze Anmerkung zur Ringfandung. Ich nehme an, dass der Kontrollpunkt an dem die Uwes kontrolliert wurden bei der Autobahnauffahrt Ilsfeld war. Dieser ist ziemlich genau 15km südöstlich von Heilbronn und ein wichtiger Verkehrsknoten in der Gegend (L1100 und A81):http://goo.gl/maps/QXqJJ .

Dann dürfte die Kontrolle auf dieser Kreuzung stattgefunden haben: http://goo.gl/maps/Q2qpi

Das wäre auch das einzig sinnvolle Szenario einer Rückfahrt nach Heilbronn: Das Wohnmobil kam auf der L1100 in der Richtung Ilsfeld nach Auenstein. Dann wäre es an dieser Kreuzung möglich (plausibel) Richtung Norden auf die A81 und somit Richtung Heilbronn zu fahren (ob das sinnvoll wäre ist allerdings eine andere Frage).



Noch etwas finde ich in dem FocusArtikel bemerkenswert;
Nach FOCUS-Recherchen wurden Fährten, die unmittelbar zu den Mördern hätten führen können, erst dreieinhalb Jahre nach der Tat überprüft. Dazu zählen ein Handflächen-Abdruck am Streifenwagen sowie mehrere DNA-Fragmente an den Uniformen der Opfer.

Lange konnten sich die Ermittler keinen Reim auf die Funde machen, aus einem simplen Grund: Die Soko-Leute hatten versäumt, Vergleichsproben von Polizisten zu nehmen, die 2007 mit dem fraglichen Auto gefahren waren. Als dies im Oktober 2010 endlich nachgeholt wurde, stellte sich heraus: Die meisten Spuren stammten tatsächlich von Ordnungshütern aus Böblingen.



D.h 2010 stellte man fest dass a) am Tatort Spuren von Polizeibeamten aus der "KKK-Kaserne" Böblingen waren, die man dann b) sofort wieder ausschloß, da es sich ja um Kollegen handelte. Nachdem man nun weiß, dass es Verbindungen der beiden Opfer zum KKK gab und M.A. unbedingt vermeiden wollte, dass die durch ihn entstandenen Phantombilder veröffentlicht werden, muß man den Schritt b) wohl als "fehlerhaft" bezeichnen.

Die KKK Spur finde ich ohnehin interessant: Th.Richter 1996 mit B und Z bei der Kreuzverbrennung im Wald bei Jena , später Th.Richter mit Kiesewetters KKK-Kollegen in Schwäbisch Hall.
Und Th.Richter höchstwahrscheinlich mit Kenntnissen über den NSU. D.h Kiesewetter konnte auf diese Art etwas erfahren haben, was Sie nicht erfahren sollte.
Weitere Variante: Kiesewetter ist zu Weihnachten wieder mal bei der Oma (ggf. 2006). Mit dabei: Der Patenonkel vom Staatsschutz mit seiner rechten Polizistenfreundin. Über was da an Weihnachten wohl so geredet wurde? Über die Dinge die Kiesewetter von den KK Kollegen erfahren hatte und andere Dinge die der Staatsschutzonkel bzw sie Rechtspolizistin von Bekannten im braunen Haus erfahren hatte? Wenn Kiesewetter 2 + 2 zusammenzählen konnte... .
Pikant: Offensichtlich lief die Poizeifreundin des Onkels 2007 recht schnell zum Inhaber eines Jenaer Wachdienstes über, der Kameraden aus dem braunen Haus bei sich beschäftigte, darunter Bekannte von B & M die von den NSU Aktivitäten gewußt haben dürften. Ggf. erfuhren diese auf diesem Weg, was bei Oma Kiesewetters Weihnachtsfeier so geredet wurde?

fatalist
02.07.2013, 14:10
Entweder betreutes Morden oder die haben nicht gemordet,auch ihr Verhalten in der Öffentlichkeit wie etwa Camping, lassen darauf schliessen das dieses Trio keine Angst vor einer polizeil.Fahndung hatten.
:gib5:

Der Fantasiezeuge weiss gar nichts...


11.00 Uhr: Die Erinnerung des BeamtenWeiter geht es im Saal A101 des Münchner Oberlandesgerichts. Es geht um die Frage, wie genau sich der Beamte erinnern kann. Andre P. kann sich noch an die Gesprächssituation vom November 2011 erinnern, aber nicht mehr an die konkreten Äußerungen von Beate Zschäpe. Wohl doch kein "Geständnis". Polizist Andre P aus Zwickau war wohl etwas "übereifrig".



Die Hamburger Nebenkläger-Anwältin Gül Pinar fragt Details ab: Wer hat Andre P. über die Ankunft von Frau Zschäpe in Kenntnis gesetzt, wann war das, wie hatte er sich über den Fall informiert. Der Beamte gibt an, dass die anwesende Kollegin H. von der Polizei Baden-Württemberg mit dabei war, um im Falle einer Aussage zum Polizistenmord von Heilbronn konkret nachfragen zu können. Beate Zschäpe wollte aber bekanntlich nichts zu den Vorwürfen sagen. Vom LKA oder von der SOKO Parkplatz?


02.07.2013 - 12:42 Uhrdpa

München (dpa) - Die NSU-Hauptangeklagte Beate Zschäpe soll sich selbst über die Entwicklung ihrer mutmaßlichen Komplizen Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos gewundert haben. Sie habe gesagt, dass sie sich nicht erklären könne, warum sich die beiden trotz des behüteten Elternhauses so entwickelt hätten, sagte ein Polizeibeamter als Zeuge vor dem Oberlandesgericht München. Der Beamte hatte sich mit Zschäpe unterhalten, nachdem sie sich im November 2011 gestellt hatte. Dabei habe Zschäpe Böhnhard und Mundlos als «ihre Familie» bezeichnet. wie denn bitte habe die sich entwickelt? Zu was denn?
http://www.bild.de/news/aktuell/news/nsuprozess-zschaepe-soll-sich-ueber-komplizen-31089448.bild.html


http://www.faz.net/aktuell/politik/nsu-prozess/nsu-prozess-boehnhardt-und-mundlos-meine-familie-12268304.html

Doch ein Geständnis?


Sie habe sich mehrfach nach dem Wohlergehen ihrer Katzen erkundigt, sagte der Polizist. Zschäpe hatte die zwei Tiere aus dem Haus gebracht, bevor sie die Wohnung anzündete. Er habe Zschäpe gesagt, die Katzen seien in einem Tierheim untergebracht, berichtete der Polizist. Und er erinnerte sich an Äußerungen, die seltsam klingen. Der Beamte bohrte aber nicht weiter nach.
http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/17-verhandlungstag-im-nsu-prozess-polizei-berichtet-von-einzigem-gespraech-mit-zschaepe/8436022.html

Ich behaupte einfach mal, dass Andre P. da etwas zuviel bezeugen wollte. Übereifrig.
47 Jahre alt.
Ob die Verteidigung da wohl nachfragen wird?

fatalist
02.07.2013, 14:29
Es geht wieder los. Rechtsanwalt Stephan Lucas, der zusammen mit seinem Kollegen Jens Rabe die Hinterbliebenen des ersten NSU-Opfers Enver Simsek verteidigt, bohrt nach. War das alles, was Beate Zschäpe laut des Vermerks des Polizisten gesagt hat? Ja, antwortet der Kripo-Beamte. Warum hat sie die Katzen heruntergebracht, will Lucas wissen. Denn das hieße natürlich, dass sie von der Brandstiftung wusste oder sie selbst begangen haben musste. Ach wirklich?



Die Nebenkläger-Anwältin Edith Lunnemann will wissen, warum ausgerechnet Andre P. die Vernehmung geführt hat. Er ermittelt üblicherweise bei Tötungsdelikten, nicht bei politisch motivierten Straftaten. Mehrfach fragte Lunnemann nach, welche handelnden Personen hinter der Entscheidung, P. hinzuziehen, steckten. Der Polizisten beruft sich auf seine begrenzte Aussagegenehmigung. Bundesanwalt Diemer raunzt die Anwältin an, was diese Fragen denn mit der Sache zu tun hätten und bittet den Vorsitzenden Richter "eindringlich", alle Verfahrensbeteiligten dazu anzuhalten, nur Fragen zur Sache zu stellen. Götzl lässt Lunnemann zunächst einmal weiterfragen. Diemer passt auf. Hat Herberger beim Buback-Prozess ebenso gemacht...



Der Hamburger Anwalt Thomas Bliwier will wissen, wie die baden-württembergische Polizistin H., die an der Vernehmung teilnahm, hinzugezogen wurde. Staatsanwältin Anette Greger greift ein. "Die Frage ist nicht zulässig", sagt sie, weil der Kernbereich der Vernehmung nicht berührt werde. Bliwier kontert, dass es sehr wohl von Interesse sei, wie es zu der Vernehmung gekommen sei. Andre P. gibt an, dass die Polizistin vor der Vernehmung bereits auf der Zwickauer Dienststelle war und er mit ihr ein Vorgespräch führen konnte. Bliwier will wissen, ob es eine bewusste Entscheidung der beiden Beamten war, Zschäpe nicht mit dem Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter zu konfrontieren, obwohl die baden-württembergische Polizistin, die sich mit diesem Fall beschäftigt, extra hinzugezogen wurde. P. beruft sich auf seine Aussagegenehmigung, die eine Beantwortung dieser Frage nicht gestatten würde. Zauberwort, passt immer, wenn es eng wird.



Wolfgang Heer fragt danach, ob Zschäpe eine Frage an die baden-württembergische Kollegin gerichtet hat. Offenbar fragte Zschäpe die schwäbelnde Kollegin, woher sie komme und was sie hier mache. Das stand nicht im Vermerk des Andre P. Konnte Zschäpe sich vor der Vernehmung duschen oder waschen, will Heer wissen. Das weiß der Beamte nicht, ebenso wenig, ob sie nach sechs Tagen rastloser Bahnfahrt durch Deutschland schlafen konnte, bevor sie vernommen wurde.

Es entspinnt sich ein kurzer Schlagabtausch zwischen Heer und Staatsanwalt Jochen Weingarten. Grund: Der Verteidiger fragt den Polizisten, ob der weiß, welche Rechte ein Beschuldigter im Strafverfahren hat. Weingarten meint, dass es hier nicht um "die Examinierung" des Beamten gehe. Götzl unterbricht für zehn Minuten http://www.welt.de/politik/deutschland/article117631992/Polizist-berichtet-von-Zschaepes-Suizid-Absichten.html?1372767272000

Herrliches Theater dort...

fatalist
02.07.2013, 14:52
Beate Zschäpe trug einen übergroßen Jogginganzug, den ihr die Polizei gegeben hatte, hatte ihre Unterwäsche für die Spurensicherung abgeben müssen und hatte tagelang nicht geduscht. Das Haar war strähnig, sie hatte Ringe unter den Augen.

So saß sie am 8. November 2011 abends in der Polizeidirektion Zwickau zwei Polizisten gegenüber und sagte erst mal - nichts. Denn Angaben zur Sache, zu der Brandstiftung in Zwickau, derer sie damals zunächst nur beschuldigt wurde, lehnte sie ab. Aber dann musste sie eine Weile warten, bis sie von anderen Polizisten abgeholt wurde, und in dieser Zeit entspann sich ein Gespräch. Dieses Gespräch ist eines der wenigen Zeugnisse, die Einblick in das Leben von Beate Zschäpe im Untergrund geben - und dementsprechend intensiv wurde am Dienstag im Gerichtssaal des Münchner NSU-Prozesses nachgefragt.

Allein, der Kriminalhauptmeister, der Zschäpe damals zu Essen und zu Rauchen anbot, erinnert sich nicht mehr recht. Immer wieder verweist er nur auf seinen schriftlichen Vermerk von damals. Wer dachte, hier seien noch Erinnerungsschätze zu heben, der wurde enttäuscht.

Dass Beate Zschäpe gesagt hatte, zum ersten Mal seit vielen Jahren hätte sie bei der Unterschrift unter das Polizeiprotokoll wieder ihren echten Namen verwendet, das wusste der Beamte noch. Auch dass sie gesagt habe, ihre Lebensgefährten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten doch eine behütete Kindheit gehabt - im Gegensatz zu ihr selbst. Sie könne sich nicht erklären, wie die beiden "so" geworden seien.

Was das "so" denn bedeute, fragten Richter und Nebenkläger nach. Das bedeute wohl schon "kriminell", erklärte der Polizist. Aber das Wort "kriminell" habe Frau Zschäpe nicht benutzt.

Sie habe auch erzählt, dass sie ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter habe und eher ein "Omakind" sei. Und dass sie es bedauere, nicht noch Kontakt zu ihrer Oma aufgenommen zu haben, bevor sie sich der Polizei stellte. Und dass die beiden Uwes in all den Jahren ihre Familie geworden seien.

Beate Zschäpe presst während der Aussage die Lippen aufeinander, es steht ein eingefrorenes Lächeln in ihrem Gesicht, die Arme hat sie vor der Brust verschränkt. Dabei müsste ihr das ausgeprägte Sächsisch des Polizisten doch sehr vertraut in den Ohren klingen. Am Nachmittag soll noch ein Beamter des Bundeskriminalamtes gehört werden, der Zschäpe nach Karlsruhe brachte. 13:38 http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-vom-omakind-zum-nsu-mitglied-1.1710478

Nicht einmal einen Kommissar war Beate Zschäpe der Polizeidirektion Zwickau wert, sondern nur einen Polzeihauptmeister.

Zur Brandstiftung sagte sie nichts aus. Von Katzen lese ich da auch nichts. :?

fatalist
02.07.2013, 15:31
Nachdem ich hier schon länger mitlese eine kurze Anmerkung zur Ringfandung.
Willkommen :hsl:


Ich nehme an, dass der Kontrollpunkt an dem die Uwes kontrolliert wurden bei der Autobahnauffahrt Ilsfeld war. Dieser ist ziemlich genau 15km südöstlich von Heilbronn und ein wichtiger Verkehrsknoten in der Gegend (L1100 und A81):http://goo.gl/maps/QXqJJ .

Dann dürfte die Kontrolle auf dieser Kreuzung stattgefunden haben: http://goo.gl/maps/Q2qpi

Muss ja hier in der Nähe sein:

Sie reagierten schnell, zumindest anfangs. Minuten nach dem Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn rückte Funkstreifenwagen Dora 6/272 aus. Zwei Beamte des Polizeipostens Großbottwar rasten zum Alarmpunkt LB 3, etwa 15 Kilometer südöstlich vom Tatort, und stoppten auf dem Mittelstreifen vor einer Kreuzung. Das war dann so um 14:35, denn Auto Nr. 20 soll ja das WOMO gewesen sein. 14:37 oder so. Also nur Minuten später.

LB3 hiess der Alarmpunkt, also Ludwigsburg? Das wäre weiter südlich, aber nahe an Großbottwar war das ja eh... Richtung Weinsberg wäre ja richtiger, Richtung Innenstadt Heilbronn zu sagen (BM angeblich zur Polizei) sackdreist ;)
Glaube ich auch nicht, die sind nie und nimmer wieder nach Heilbronn zurückgefahren. WENN sie denn jemals dort waren...
siehe Zschäpe heute im Prozess: "Woas will die Schwääbin denn hier in Zwicke?" :D



Noch etwas finde ich in dem FocusArtikel bemerkenswert;

D.h 2010 stellte man fest dass a) am Tatort Spuren von Polizeibeamten aus der "KKK-Kaserne" Böblingen waren, die man dann b) sofort wieder ausschloß, da es sich ja um Kollegen handelte. Nachdem man nun weiß, dass es Verbindungen der beiden Opfer zum KKK gab und M.A. unbedingt vermeiden wollte, dass die durch ihn entstandenen Phantombilder veröffentlicht werden, muß man den Schritt b) wohl als "fehlerhaft" bezeichnen. Das deutete ja Michael Niepott an, Polizistenkollege, im Trauerbuch. Die Mörder waren Kollegen. Findest Du hier im Strang mehrfach... es würde die Panik vom Arnold erklären. Guter Ansatz nach wie vor.


Die KKK Spur finde ich ohnehin interessant: Th.Richter 1996 mit B und Z bei der Kreuzverbrennung im Wald bei Jena , später Th.Richter mit Kiesewetters KKK-Kollegen in Schwäbisch Hall.
Und Th.Richter höchstwahrscheinlich mit Kenntnissen über den NSU. D.h Kiesewetter konnte auf diese Art etwas erfahren haben, was Sie nicht erfahren sollte.
Weitere Variante: Kiesewetter ist zu Weihnachten wieder mal bei der Oma (ggf. 2006). Mit dabei: Der Patenonkel vom Staatsschutz mit seiner rechten Polizistenfreundin. Über was da an Weihnachten wohl so geredet wurde? Über die Dinge die Kiesewetter von den KK Kollegen erfahren hatte und andere Dinge die der Staatsschutzonkel bzw sie Rechtspolizistin von Bekannten im braunen Haus erfahren hatte? Wenn Kiesewetter 2 + 2 zusammenzählen konnte... .

Pikant: Offensichtlich lief die Poizeifreundin des Onkels 2007 recht schnell zum Inhaber eines Jenaer Wachdienstes über, der Kameraden aus dem braunen Haus bei sich beschäftigte, darunter Bekannte von B & M die von den NSU Aktivitäten gewußt haben dürften. Ggf. erfuhren diese auf diesem Weg, was bei Oma Kiesewetters Weihnachtsfeier so geredet wurde?
Kiesewetter könnte ja auch vom BFV-Stiefpapa Arnolds erzählt haben, und dass sich Arnold sehr für die KKK-Sache interessierte...

Den Namen dieser thüringischen Polizistin wissen wir nach wie vor nicht, der Patenonkel heisst Mike W. oder Maik W.

fatalist
02.07.2013, 16:05
Zschäpe-Anwalt Heer widerspricht der Verwertung der Zeugenaussage. Götzl unterbricht für 15 Minuten.

15.06 Uhr: Das Notizbuch von Andre P.
Der Zeuge soll entlassen werden. Aber die Rechtsanwältin Gül Pinar will, dass Andre P. sein Notizbuch zur Verfügung stellt. Götzl will dazu einen Antrag sehen, die Vernehmung des Zeugen wird unterbrochen, er wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut geladen. http://www.welt.de/politik/deutschland/article117631992/Zschaepe-wirkte-bei-ihrer-Vernehmung-hibbelig.html



Nicht weiter nachgefragt
In der Zwischenzeit war Zschäpe wohl tagelang mit der Bahn unterwegs. Sie habe übernächtigt gewirkt, meinte der Beamte. Sie habe gesagt, „das sie nicht mehr viele Freunde hat und versucht hat, Freunde aufzusuchen“. In den Tagen nach der Brandlegung habe sie überlegt, sich das Leben zu nehmen. Der Beamte sagte, er habe den Eindruck gehabt, sie sei froh gewesen, dass die Zeit der Flucht beendet war.
Der Beamte der Kriminalpolizei Zwickau hatte nach dem Gespräch einen Vermerk angefertigt. In der Verhandlung konnte er sich an Einzelheiten aus dem Gespräch nicht mehr erinnern. Auf viele Fragen nach dem Verlauf der Ermittlungen wollte er sich zudem nicht äußern, da er für Fragen nach polizeitaktischen Einzelheiten keine Aussagegenehmigung habe. http://www.taz.de/NSU-Prozess-in-Muenchen/!119140/

Auch keine Katzen bei der TAZ. Kein "Geständnis".

fatalist
02.07.2013, 16:41
@bernhard: der hier war das, den wir beide Gestern zum Thema hatten:


17. November 2011 18:46
Ehemaliger NPD-Politiker irritiert im Internet
Paul Panther im "Facebook-Untergrund"

Lange bevor die Zwickauer Neonazi-Zelle enttarnt wurde, firmierte ein ehemaliger Politiker der rechtsextremen NPD bei Facebook als "Paul Panther". Purer Zufall sei das, sagt der Mann, der aus Zwickau kommt. Seine ehemaligen Parteikameraden sind nicht gut auf ihn zu sprechen.
Von Kathrin Haimerl

Der pinke Panther ist bislang nicht gerade als Kultfigur in der rechtsextremen Szene aufgetreten. Die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU), der es jahrelang gelungen sein soll, unentdeckt aus dem Untergrund heraus zu agieren, wählte aber ausgerechnet Paulchen Panther, um sich in ihrem bizarren Bekenner-Video der Öffentlichkeit zu präsentieren (http://www.sueddeutsche.de/politik/rechter-terror-in-deutschland-ein-widerlicher-film-wird-zur-staatsaffaere-1.1188067).
http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1192419.1355509801/640x360/ehemaliger-npdpolitiker-internet.jpgBild vergrößern (http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1192419.1355509801/860x860/ehemaliger-npdpolitiker-internet.jpg)
Der ehemalige NPD-Landtagsabgeordnete Peter Klose aus Zwickau - hier ein Screenshot seiner Facebookseite - zeigte Paulchen Panther im Internet. Lange bevor bekannt wurde, dass die Zwickauer Neonazi-Zelle die Trickfilmfigur als Maskottchen wählte. Purer Zufall sei die Doppelung, sagt Klose.

(Foto: Screenshot: Facebook)Der Fall ist reich an Ungereimtheiten. Jetzt hat er eine mehr: Der ehemalige NPD-Abgeordnete Peter Klose trat Anfang Oktober - also noch bevor die Bekenner-DVD der Zwickauer Terrorgruppe öffentlich bekannt wurde - auf Facebook als "Paul Panther" mit entsprechendem Profilbild auf. Klose kommt aus Zwickau und saß von 2006 bis 2009 für die NPD im sächsischen Landtag.

Purer Zufall? Ja, sagte Klose im Gespräch mit sueddeutsche.de. Weitere Angaben wolle er dazu nicht machen. Seit das Bekenner-Video bekannt ist, firmiert Klose auf Facebook (http://www.sueddeutsche.de/thema/Facebook) unter seinem Klarnamen.

Der ist etwas "panne", aber das hier finde ich sensationell:


Ein Zufall? Ja, sagt Klose und brüllt da fast ins Telefon. Wusste Klose, Zwickaus führender Nazi, wirklich nichts vom mörderischen Treiben? »Ich kenne die drei überhaupt nicht«, poltert er. Alles andere solle man mit seinem Vertrauten besprechen. Der heißt Heiko Richter, ist ein Mann mit langem Haar. Ein Zwickauer Videojournalist. Juxvideo etwas sehr makaber, das hatten doch gestern erst :?
Umgearbeitet und erweitert, Heilbronn drangehängt, und dann wem genau untergejubelt?

Ausgerechnet aus Zwickau kommen diese Typen... alles Zufall. Rainer Zufall... alles Zufall...
Das wäre echt der Brüller...

Nereus
02.07.2013, 16:41
Vorlage für die Linksfront?http://img.zvab.com/member/27211g/45704954.jpg

Meissner, Hans-Otto und Harry Wilde, »Die Machtergreifung: Ein Bericht über die Technik des nationalsozialistischen Staatsstreichs.«, Stuttgart, Cotta, 1958.

Der Zwickauer-Brandprozeß und der angebliche „Terror von Rechts”. Ähnelt die Rolle Zschäpes nicht dem angeblichen Reichstagsbrandstifter van der Lubbe? Steht eine Machtergreifung der Linksfront bevor?

„Die Bedrohung von Rechts“ - Ähnelt das alles nicht dem Reichstagsbrand, der angeblichen „Bedrohung von Links“ und dem Versuch einer Aufklärung des Hintergrundes?
NS-Clique: Die Kommunisten waren es!
Der sozialistisch-kommunstische Gegenprozeß im Ausland mit Braunbuch: Die Nazis und ihr Staatsapparat waren es selber!
Der Prozeß vor dem Leipziger Reichsgericht: Der holländische Anarchist Rinus van der Lubbe wird als Alleinäter zum Tode verurteilt.
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5678522&viewfull=1#post5678522

Lesestunde für Geschichtsinteressierte (Teil I)
Wie der „Kampf gegen Links“ durch den preußischen Innenminister und die Berliner politische Polizei 1933 geführt wurde. Mit einem Auszug aus Meissner (Sohn von Dr. Otto Meissner, Staatssekretär von 1918-1945) / Wilde: „Die Machtergreifung - Die Technik des nationalsozialistischen Staatsstreichs” u.a. nach Mitteilungen von Diels. (ab S. 200 ff)
http://www.politikforen.net/showthread.php?130817-Reichstagsbrand-9-11-NSU&p=5681118&highlight=Reichstagsbrand#post5681118

Lesestunde für Geschichtsinteressierte (Teil II)
Wie der „Kampf gegen Links“ durch den preußischen Innenminister und die Berliner politische Polizei 1933 geführt wurde. Ein „Brandstifter” wird von Polizeispitzeln gefunden und für die Tat präpariert.
http://www.politikforen.net/showthread.php?130817-Reichstagsbrand-9-11-NSU&p=5681209&viewfull=1#post5681209

Ein „Sonderermittler” taucht drohend im HPF-Polikforum auf und tritt energisch der These entgegen, daß die NSU-Dönermord-Kampagne im Kern den „Kampf gegen Rechts” verfolge und seine Paralelle, mit vertauschten Vorzeichen, im Reichstagsbrand von 1933 und dem damaligen „Kampf gegen Links” hätte.
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5782352&viewfull=1#post5782352

fatalist
02.07.2013, 17:04
16.29 Uhr: Für heute ist Schluss

Götzl unterbricht die Einvernahme des Zeugen, die er am Mittwoch um 13.30 Uhr fortsetzen will. Für heute ist die Verhandlung beendet. Morgen 9.30 Uhr geht es weiter.


16.24 Uhr: Angebot der Kronzeugenregelung

Der Bundesrichter am BGH machte ihr das Angebot, von der Kronzeugenregelung Gebrauch zu machen. Danach hätte sie einen Strafnachlass zu erwarten gehabt, wenn sie umfassend zur Aufklärung der Taten beigetragen hätte. Zschäpe lehnte ab und zeigte auch dabei "keine Reaktion", so Frank L.


16.12 Uhr: Zschäpe brach Gespräche ab

Immer, wenn es konkret um Tatvorwürfe ging, brach Zschäpe das Gespräch ab und lächelte nur noch, sagt Frank L. Anders ist das bei familiären oder persönlichen Zusammenhängen: Zschäpe habe 2011 erzählt, dass sie über das Telefonbuch und das Internet herausgefunden habe, wo ihre Mutter und Großmutter wohnten.


16.02 Uhr: Zschäpe "ruhig und interessiert"

Der BKA-Beamte sagt, dass Zschäpe ruhig und interessiert war und nicht mehr unter dem Eindruck der Flucht stand. Sie fragte "aktiv nach" und wirkte konzentriert.


15.58 Uhr: Zschäpes Interesse für ihre Katzen

Das zweite Treffen fand am 26. November 2011 im Gefängnis statt. Zschäpe wollte wissen, wie ihre beiden Katzen untergebracht worden sind. Außerdem wollte sie ihre Brille, die bei ihrer Festnahme konfisziert wurde, zurück haben. Über die Katzen wollte sie nicht reden, weil die Zuordnung zur Brandstiftung dann offensichtlich wäre, meinte sie. Es gab noch ein wenig "small talk", wie Frank L. sagt, Zschäpe beklagte die "kalte Zelle", aber sie werde gut behandelt und hätte einen Fernseher beantragt.


15.52 Uhr: Zschäpe, der "Faktenmensch"

Anschließend wurde Zschäpe dem Richter vorgeführt. Auch dort wollte sie keine Aussage machen, hörte sich aber alles an. Sie bezeichnete sich selbst als "Faktenmensch", sagte Frank L. Als der Richter alle zehn Mordtaten vorliest, bemerkt der Beamte, dass Zschäpe sich das alles emotionslos anhört, auch als, der Tod der beiden Uwes zur Sprache kommt. "Tränen flossen nicht", so Frank L. Um 23.30 wurde Zschäpe wieder in Köln-Ossendorf abgeliefert.


15.48 Uhr: Zschäpe spricht über Freitod

"Ich habe mich nicht gestellt, damit ich nicht aussagen werde": Das hat Zschäpe laut Frank L. gesagt, auch einen so genannten "Szene"-Anwalt wollte sie nicht haben. Ihr, Zschäpe, sei klar gewesen, dass die Drei irgendwann auffliegen würde. Nun könne sie ruhiger schlafen. Auch betonte Zschäpe, dass sie Katzenliebhaberin sei. Auch einen Hund hätten sie gerne gehabt, aber das kostete Hundesteuer – und das wäre ihnen zu gefährlich gewesen. Auch über den geplanten Freitod der beiden Uwes sprach sie, es sei abgemacht gewesen, dass die beiden sich nie festnehmen lassen wollten.


15.38 Götzl ruft den nächsten Zeugen auf

Götzl nimmt das zur Kenntnis und ruft den nächsten Zeugen auf. Es handelt sich um den 37-jährigen Polizeibeamten Frank L., der beim Bundeskriminalamt arbeitet. Der Kripo-Mann hat sie zwei Mal begleitet. Das erste Mal am 16. November 2011 bei der Reise von Köln nach Karlsruhe zur Vorführung beim Bundesgerichtshof, als Zschäpe der erweiterte Haftbefehl verkündet wurde.
Auf dem Weg zum Flughafen fragte Frank L., ob sie weiter Suizidabsichten hegt. Sie habe das verneint, mittlerweile sie sie davon abgekommen. Frank L. sagt aus, dass er Zschäpe klar gemacht habe, dass alles, was sie sage, in den Akten stehen würde. Im Hubschrauber konnte nicht gesprochen werden, weil es zu laut war.
Nach einer Flugzeit von 1:45 landete der Helikopter gegen 18.20 am Flughafen Baden-Baden, wo die Fahrzeugkolonne schon wartete. Etwa 20 Minuten lang konnten die beiden miteinander reden.


15.37 Uhr: Antrag der Nebenklage

Die Nebenkläger-Anwältin Gül Pinar stellt nun den Antrag, der Zeuge P. möge sein Notizbuch aus dem fraglichen Zeitraum vorlegen. Dasselbe erzählte Mutter Böhnhradt: Zschäpe sagte ihr, dass die Beiden nicht ins Gefängnis wollten...

Nereus
02.07.2013, 17:39
Dasselbe erzählte Mutter Böhnhradt: Zschäpe sagte ihr, dass die Beiden nicht ins Gefängnis wollten...

Komisch. Wegen dem Bankraub von Eisenach, der ihnen nur nachzuweisen wäre, wenn sie das erbeutete Geld bei sich im Wohnwagen hatten? Oder wegen Bönis noch abzusitzende Strafe von 2,5 Jahren wegen Groben Unfugs und den Provo-Puppen mit angeblichen Sprengstoffanhängseln? Wegen Gebrauchs von Tarnnamen, falschen Ausweisen und Verstoß gegen das Meldegesetz, z.T. alles nur Ordnungswidrigkeiten und keine Verbrechen? Mehr wäre ihnen bei einer Verhaftung in Eisenach nicht nachtzuweisen gewesen!

fatalist
02.07.2013, 17:45
München - Beate Zschäpe hat stets geschwiegen. In den Vernehmungen durch die Polizei, im Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht (OLG). Mit keinem Wort hat sich die mutmaßliche NSU-Terroristin zu dem geäußert, was ihr vorgeworfen wird: Mittäterschaft bei zehn Morden. In einem informellen Gespräch mit einem Zwickauer Polizist soll sie kurz nach ihrer Festnahme jedoch einen bemerkenswerten Satz gesagt haben: „Ich wurde zu nichts gezwungen.“

Ein Satz, der Zschäpe schwer belasten könnte. Allerdings erinnerte sich der Beamte am Dienstag vor Gericht weder an den genauen Wortlaut noch an den exakten Zusammenhang. Seine Darstellung stützte er vor allem auf eine Notiz, die er am Tag nach der Unterhaltung verfasst hat.

Nachdem sich Zschäpe gestellt hatte, war sie am 8. November 2011 auf die Polizeidirektion Zwickau gebracht worden und dort von Kriminalhauptmeister Andre P. und einer Beamtin aus Baden-Württemberg vernommen worden. „Sie hat erklärt, dass sie keine Angaben zur Sache macht“, sagte P. im Zeugenstand. Beim Unterzeichnen des Protokolls habe sie lediglich erwähnt, „dass sie nach langer Zeit erstmals wieder mit ihrem richtigen Namen unterschreibe“.

Im Anschluss zogen die Beamten mit Zschäpe in P.s Büro um, „weil man dort rauchen durfte“. Zschäpe schien froh zu sein, dass ihre Flucht Vergangenheit war. Sie habe hibbelig und übernächtigt gewirkt. Man unterhielt sich. „Sie hat berichtet, wie sie aufgewachsen ist, dass sie ein schlechtes Verhältnis zur Mutter habe und ein Oma-Kind sei.“

Gedanken an Selbstmord
Später im Untergrund seien die zwei Uwes „ihre Familie“ gewesen. Mundlos und Böhnhardt hätten beide ein behütetes Elternhaus gehabt - „im Gegensatz zu ihr“, so Andre P. „Sie sagte, dass sie sich deshalb nicht erklären könne, warum sich die beiden so entwickelt haben.“

Nach dem Selbstmord der Männer habe sie deren Mütter angerufen und ihnen gesagt, dass die Söhne nicht mehr leben.

Nachdem sie die Zwickauer Wohnung in Brand gesetzt hatte, war Zschäpe mehrere Tage auf der Flucht. In dieser Phase spielte wohl auch sie mit dem Gedanken, sich umzubringen. Andre P.: „Sie sagte sinngemäß: ,Ich hab' mehrfach daran gedacht, mir das Leben zu nehmen, aber nicht die Kraft dazu gefunden.“

Das Leben anderer Menschen interessierte sie hingegen nicht. Sie habe sich zwar immer wieder nach ihren Katzen erkundigt, aber nie nach dem Befinden der Mitbewohner im Zwickauer Mehrfamilienhaus. „Haben Sie Frau Zschäpe denn klar gemacht, dass zum Zeitpunkt des Feuers noch Menschen in dem Gebäude waren“, fragte ein Opfer-Anwalt. „Nein“, gab Andre P. kleinlaut zu. „Sie wollte doch keine Angaben zur Sache machen.“


"Da war keine Träne - nichts"
Auch als Zschäpe irgendwann fallen ließ, sie sei zu nichts gezwungen worden, hakte der Polizist nicht nach. „Ich nahm doch an, dass Frau Zschäpe am nächsten Tag vor dem Vermittlungsrichter eine Erklärung abgeben würde - aber das hat sie nicht getan.“ Zschäpes Anwälte forderten das Gericht auf, die Aussage des Polizisten nicht zu verwerten.

In mehreren Gesprächen mit dem BKA-Beamten Frank L. (37) hatte sich Zschäpe allerdings ähnlich geäußert. Er hatte sie am 13. 11. 2013 von der JVA Chemnitz zum Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe gebracht und sie zwei Wochen später im Gefängnis besucht. Ihm erzählte sie, dass sie Uwe und Uwe versprochen habe, deren Eltern zu informieren, „wenn etwas passiert“. „Sie sagte, es sei ihnen schon klar gewesen, dass sie eines Tages auffliegen würden, und dass sie jetzt, nach der Entdeckung, besser schlafe“, so der Ermittler vor Gericht.

Als der Richter die Liste der Mordtaten verlas, habe sie das „emotionslos über sich ergehen lassen – auch als es um den Tod der beiden Uwes ging. Da war keine Träne – nichts.“http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-prozess-zschaepe-ich-wurde-zu-nichts-gezwungen.ec423e87-b203-4d04-a731-46b8882213de.html

Kein Brandleger-Geständnis, aber ein "Selbstmord-Geständnis", 2 Mal :?

fatalist
02.07.2013, 17:48
Komisch. Wegen dem Bankraub von Eisenach, der ihnen nur nachzuweisen wäre, wenn sie das erbeutete Geld bei sich im Wohnwagen hatten? Oder wegen Bönis noch abzusitzende Strafe von 2,5 Jahren wegen Groben Unfugs und den Provo-Puppen mit angeblichen Sprengstoffanhängseln? Wegen Gebrauchs von Tarnnamen, falschen Ausweisen und Verstoß gegen das Meldegesetz, z.T. alles nur Ordnungswidrigkeiten und keine Verbrechen? Mehr wäre ihnen bei einer Verhaftung in Eisenach nicht nachtzuweisen gewesen! verjährt seit 2007.

Alles merkwürdig...


also QUI BONO? wer hat profitiert?

die deutschen behörden? nein, sie sind der lächerlichkeit preisgegeben.
die rechtsterroristische szene? wohl kaum, alles was irgendwie braun aussieht wird jetzt verboten.
migranten? viele sind verunsichert, ihr vertrauen in deutsche behörden ist erschüttert, ihr wille zur integration ist zurückgegangen.

im prinzip hat von der ganzen mordserie und ihrer medialen inszenierung am ehesten noch der türkische staat profitiert, weil die türkischstämmige bevölkerung in der BRD (inklusive ihrere devisen) stärker an sie gebunden wurde! so falsch sah der das gar nicht, der @Sonderermittler.

Sprecher
02.07.2013, 17:50
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nsu-prozess-zschaepe-ich-wurde-zu-nichts-gezwungen.ec423e87-b203-4d04-a731-46b8882213de.html

Kein Brandleger-Geständnis, aber ein "Selbstmord-Geständnis", 2 Mal :?

Mit Zschäpes angeblicher Siuzidgefahr wurde ja dann die 24-Stunden-Lichtfolter im Knast begründet.

fatalist
02.07.2013, 17:54
Mit Zschäpes angeblicher Siuzidgefahr wurde ja dann die 24-Stunden-Lichtfolter im Knast begründet.
ein Selbstmord Zschäpes hätte schon gut gepasst in so manches Kalkül.
Sie wird irgendwann aussagen, sofern sie überlebt. Kann dauern... viele Jahre...

Sprecher
02.07.2013, 17:55
@bernhard: der hier war das, den wir beide Gestern zum Thema hatten:



Der ist etwas "panne", aber das hier finde ich sensationell:

Juxvideo etwas sehr makaber, das hatten doch gestern erst :?
Umgearbeitet und erweitert, Heilbronn drangehängt, und dann wem genau untergejubelt?

Ausgerechnet aus Zwickau kommen diese Typen... alles Zufall. Rainer Zufall... alles Zufall...
Das wäre echt der Brüller...

Zu Klose:

Vom V-Mann zum Parlamentarier
26.03.2013 -

Zwickau – Der frühere NPD-Landtagsabgeordnete Peter Klose aus Zwickau hat Medienberichten zufolge in der Vergangenheit für den Verfassungsschutz gespitzelt.


http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/vom-v-mann-zum-parlamentarier-0

Inzwischen ist der bei "Pro Deutschland" eingeschleust worden.

fatalist
02.07.2013, 18:04
Wurde die Idee von den „rechten Dönerkillern“ aus dem Internet geliefert?

Am 7.4.06 um 18.14 Uhr postet der erste Fori hier im Strang zum damaligen Thema „Rätselhafte Mordserie“ einen Beitrag mit einem Verweis zu einem SPIEGEL Artikel vom 7.4.06. Dieser ist jetzt nicht mehr aufrufbar. Habe ihn aber rekonstruiert:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/kopfschuesse-in-dortmund-serienmoerder-schlaegt-zum-achten-mal-zu-a-410272.html

Das dortige Phantombild soll den angeblichen Döner-Mörder von Hamburg darstellen.

http://www.spiegel.de/img/0,1020,479869,00.jpg

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=665285&viewfull=1#post665285

Poster Nr. 2 (ernesto, die katze) antwortete:


sollten diese widerlichen morde einen rechtsradikalen hintergrund haben, ist hier definitiv die hölle los.

Hat er damit einige Mitleser auf diabolische Gedanken gebracht?

Tage später, am 10.4.06 wird dann über den Vorfall iim Internetkaffee von Kassel berichtet, womit die Mordserie abbricht und V-Mann Temme ins Gerede kommt.
Hat Temme etwa auch hier mitgelesen?
http://www.spiegel.de/panorama/neuntes-opfer-mysterioeser-killer-schlaegt-wieder-zu-a-410801.html

Und jetzt verbinde doch das mal mit dem Peter Klose, seinem Facebookprofil Paulchen Panter schon im Oktober 2011(!!!),
V-Mann war der auch noch... und sein Kumpel der Videojournalist ...


Juxvideo etwas sehr makaber, das hatten doch gestern erst :?
Umgearbeitet und erweitert, Heilbronn drangehängt, und dann wem genau untergejubelt?

Ausgerechnet aus Zwickau kommen diese Typen... alles Zufall. Rainer Zufall... alles Zufall...
Das wäre echt der Brüller...
Da könnte na ja echt auf wilde Ideen kommen...

fatalist
02.07.2013, 18:06
Zu Klose:
:appl: der war hier im HPF samt Avatar Paulchen Panter.



Klose machte im Landtag eine schlechte Figur. Unter anderem wurde er dort von einem Gerichtsvollzieher besucht, der Diäten pfänden wollte, weil Steuern für seinen Schäferhund “Adolf” nicht abgeführt wurden. Die Namenswahl erklärt sich so: Politisch gilt Klose als glühender Hitler-Verehrer. Deshalb und wegen seiner eingeschränkten rhetorischen Fähigkeiten (https://www.youtube.com/watch?v=PjcNcd19fVw) war ihm von der eigenen Fraktion ein Redeverbot im Landtagsplenum auferlegt worden. Zur Landtagswahl 2009 erhielt er nicht einmal mehr einen Listenplatz. Am “Hitlergeburtstag”, dem 20. April 2011, ist er schließlich verärgert aus der NPD ausgetreten.

Klose wird dem NSU-Umfeld zugerechnet

Ermittlungsbehörden gehen heute davon aus, dass Klose zum Umfeld des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) gerechnet werden muss. Sein Name steht laut Medienberichten auf einer kürzlich den Untersuchungsausschüssen zugeleiteten Namensliste, die vom Bundeskriminalamt (BKA) und dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) zusammengestellt worden ist.

Indizien, dass er von den NSU-Taten zumindest gewusst haben könnte, liegen aber seit langem vor: Auf “Facebook” nannte sich Klose “Paul Panther” und verwendete die entsprechende Comicfigur, die auch im NSU-Bekennervideo genutzt wird, als Profilfoto. Verstörend daran: Diese auffällige Anleihe nahm Klose, bevor der NSU im November 2011 aufgeflogen ist.


Mittlerweile haben Nachbarn des Gartengrundstücks von André und Susann Eminger in Zwickau Klose eindeutig wiedererkannt.
http://de.indymedia.org/2013/03/342909.shtml

brain freeze
02.07.2013, 18:15
Sicher ist das Desinfo, wenn man die Operation auf "wenige Monate im Jahr 2000" begrenzt, obwohl seit über einem halben Jahr schon bekannt war, dass sie bis 2010 lief.

Da beisst die Maus keinen Faden ab. REPORT war keine Sensation, sondern Desinfo.
Weichspüler-Schongang ist da nicht angebracht bei der Beurteilung.

[...]

Leute wie Du tragen mit ihren verharmlosenden Komments zur Verschleierung dieses logisch zwingenden Schlusses bei.
Ist das Absicht? [...]

... Oder du hattest deine Lesebrille verlegt. Experten: Desinfo, das SCHREIBEN nicht. Die Sendung ist Desinfo, 90 % zum NSU-Komplex sind Desinformation und Meinungsmanipulation. Und jetzt? Wie Weiter? Meinst du, du bist der Einzige, der das mitbekommt? Denkst du, es macht mir Spaß, verarscht zu werden, wenn ich den Fernseher anmache oder Zeitung, oder Internetnews lese? Ich versuche, das rauszuholen, was an wahren Aussagen und Widersprüchen durchrutscht. Da wirds wieder kompliziert: Auch Desinformationen sind Informationen und enthalten solche. Das Gegenteil wäre gar nichts verlauten lassen, was manchmal aber nicht geht.


Daraus ergibt sich: 10 Morde "live und in Farbe" unter den Augen oder gar auf Befehl der Dienste, oder eben keine Morde.


Genau das herauszufinden, darum geht es. Und dieses LfV-Schreiben dürfte entscheidend dazu beigetragen haben, daß den Leuten die es seit August 2012 kannten (Achtung: ich nicht!), die letzte Variante dämmerte. Nicht mal mehr Nazijägerin Köditz wollte so richtig an die Dönerkiller unter VS-Obhut glauben.


"Für mich gibt es im Gegensatz dazu deutlich mehr Hinweise darauf, dass die zuständige G10-Kommission des Landtages bewusst getäuscht werden sollte, um deren Zustimmung zu der geplanten Abhörmaßnahme zu erhalten. Denn eigentlich hätte der Geheimdienst in dieser Angelegenheit gar nicht tätig werden dürfen, da es sich um die Verfolgung begangener oder geplanter Straftaten handelte - und dafür ist ausschließlich die Polizei zuständig."

http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2013/05/NSU-Skandal-Verfassungsschuetzer-Vahrenhold-Boos-Inneminister-Hardraht-48454.html

Das ist die BRISANZ: Der erste Mord müsste unter Totalüberwachung stattgefunden haben. Das beweist dieses Schreiben. Dafür ist erst mal nachrangig, wie lange die Überwachung insgesamt ging, entscheidend ist daß sie monatelang dauerte und die Mordplanungen eingeschlossen haben müßte.


Einen Tiefen Staat gibt es ja bei Dir auch nicht.


Nö, jedenfalls nicht als Organisation. Es gibt ein Parteiensystem. Und "transatlantische" Einflussnahme. Ich halte mich ans Konkrete, am liebsten an DOKUMENTE aus Behördenhand, die nicht weginterpretiert werden können durch Gedächtnislücken usw.
Ich würde übrigens auch die Illuminaten nicht als Hilfsthese akzeptieren. Warum? Weil im richtigen Leben Absprachen schon im kleinsten Kreis nicht klappen. Privatmeinung you know.

KW Rabe
02.07.2013, 18:23
Dasselbe erzählte Mutter Böhnhradt: Zschäpe sagte ihr, dass die Beiden nicht ins Gefängnis wollten...

Wir wissen ja auch nicht wer ihr dabei den Telefonhörer hielt, als sie diesen Anruf tätigte. Dieser Anruf könnte auch unter Betreuung stattgefunden haben, mit sehr überzeugenden Argumenten seitens der Betreuer.


Komisch. Wegen dem Bankraub von Eisenach, der ihnen nur nachzuweisen wäre, wenn sie das erbeutete Geld bei sich im Wohnwagen hatten? Oder wegen Bönis noch abzusitzende Strafe von 2,5 Jahren wegen Groben Unfugs und den Provo-Puppen mit angeblichen Sprengstoffanhängseln? Wegen Gebrauchs von Tarnnamen, falschen Ausweisen und Verstoß gegen das Meldegesetz, z.T. alles nur Ordnungswidrigkeiten und keine Verbrechen? Mehr wäre ihnen bei einer Verhaftung in Eisenach nicht nachtzuweisen gewesen!

Wenn die Drei im "Untergrund" Kontakt zu staatlichen Stellen hielten, die aber gar nicht an einem Wiederauftauchen der Drei interessiert waren, ergibt das schon Sinn. Die Drei hatten sicher keinen Rechtsanwalt in ihrer Nähe, der sie in rechtlichen Dingen beraten konnte. Es reicht völlig, wenn ihnen mit einem längerem Knastaufenthalt gedroht wurde.

Angeblich gab es ja einen indirekten Kontakt zwischen Zschäpe und Justiz:


Nach Informationen der Zeitung gibt es aus der Zeit zwischen 1998 und 2011 einen Hinweis, offenbar des thüringischen Landeskriminalamtes, wonach Frau Zschäpe staatlicherseits „gedeckt“ sei. Dahinter sollen sich Zuträgerleistungen aus der rechten Szene von Beate Zschäpe unter anderem auch für thüringische Sicherheitsbehörden verbergen. In dieser Zeit soll Beate Zschäpe fünf Alias-Namen verwendet haben. 2003 gab es darüberhinaus Kontakte zwischen der Justiz und Vertrauten von Beate Zschäpe, ob und wie sich die Abgetauchte zurück an die Öffentlichkeit begeben könne.

http://www.lvz-online.de/nachrichten/mitteldeutschland/raetselraten-ueber-moegliche-informanten-taetigkeit-von-beate-zschaepe/r-mitteldeutschland-a-115385.html

fatalist
02.07.2013, 18:34
... Oder du hattest deine Lesebrille verlegt. Experten: Desinfo, das SCHREIBEN nicht. Die Sendung ist Desinfo, 90 % zum NSU-Komplex sind Desinformation und Meinungsmanipulation. Gib es zu, Du kanntest den Artikel aus DIE WELT überhaupt nicht. Macht nix, jetzt kennst Du ihn ja. Der Punkt ist auch, dass kein einziger der darauf reagierenden Zeitungsberichte den Zeitraum (bis 2010) richtig stellte.

Der Punkt ist auch, dass alle diese Überwachungen vor Gericht und in den PUAs niemals eine angemessene Rolle spielten bzw. spielen werden. In den Medien -logo- auch nicht...


Daraus ergibt sich: 10 Morde "live und in Farbe" unter den Augen oder gar auf Befehl der Dienste, oder eben keine Morde.


Genau das herauszufinden, darum geht es. Da braucht man nichts mehr herauszufinden, es gibt nur die 2 Möglichkeiten. 10 Morde "live und in Farbe" unter den Augen oder gar auf Befehl der Dienste, oder eben keine Morde.

Da ist NULL Interpretationsspielraum dazwischen. Entweder oder. Ein bisschen schwanger geht nicht.
Den Gerichtssaal in München und das Kanzleramt in Berlin müsste man also stürmen: Viva la revolucion :)



Das ist die BRISANZ: Der erste Mord müsste unter Totalüberwachung stattgefunden haben. Das beweist dieses Schreiben. Dafür ist erst mal nachrangig, wie lange die Überwachung insgesamt ging, entscheidend ist daß sie monatelang dauerte und die Mordplanungen eingeschlossen haben müßte.
Meinetwegen nur der 1. Mord. Bedeutet aber nichts anderes: Somit alle 10 Morde "live und in Farbe" unter den Augen oder gar auf Befehl der Dienste, oder eben keine Morde.

Das ist zwingend logisch.

Ebenso ist klar, dass absolut nichts passieren wird. Die kommen damit durch. Wieder. Die vom Staat im Staate, wenn Dir das besser gefällt.

fatalist
02.07.2013, 18:42
Wir wissen ja auch nicht wer ihr dabei den Telefonhörer hielt, als sie diesen Anruf tätigte. Dieser Anruf könnte auch unter Betreuung stattgefunden haben, mit sehr überzeugenden Argumenten seitens der Betreuer.
Ach, Du glaubst auch nicht an die 4 Tage Flucht der Beate Zschäpe?
:hsl:




Wenn die Drei im "Untergrund" Kontakt zu staatlichen Stellen hielten, die aber gar nicht an einem Wiederauftauchen der Drei interessiert waren, ergibt das schon Sinn. Die Drei hatten sicher keinen Rechtsanwalt in ihrer Nähe, der sie in rechtlichen Dingen beraten konnte. Es reicht völlig, wenn ihnen mit einem längerem Knastaufenthalt gedroht wurde. Die haben im Auftrag eines Dienstes Bömbchen gelegt, und vielleicht auch eine Bombe 2004, und die haben wohl auch "Banken klargemacht".

Das könnte Zschäpe ja angedeutet haben nach ihrer Verhaftung. Siehe Aussagen heute...

Zschäpe wollte sich schon 1999 stellen:


Wohlleben und Schultze sind zusammengefasst in einem Anklagepunkt (S. 418 ff) -

Anfang 1999 besuchten W. und S. Ra. Dr. Eisenecker in Jena, um mit diesem eine anwaltliche Beratung für den Fall zu vereinbaren, dass sich Z. stellen würde (Ergebnis der Telefonüberwachung Wohlleben durch TLfV vom 8. Februar 1999 - Operation "Drilling")

fatalist
02.07.2013, 19:22
http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2013/05/NSU-Skandal-Verfassungsschuetzer-Vahrenhold-Boos-Inneminister-Hardraht-48454.html

Das ist die BRISANZ: Der erste Mord müsste unter Totalüberwachung stattgefunden haben. Das beweist dieses Schreiben. Dafür ist erst mal nachrangig, wie lange die Überwachung insgesamt ging, entscheidend ist daß sie monatelang dauerte und die Mordplanungen eingeschlossen haben müßte.

Das "müsste" ist eine Relativierung. Sie ist völlig fehl am Platze und beweist die Desinformation.


Die heikle Verfassungsschutz-Operation "Terzett"

Geheime Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zeigen: Eine Abhörmaßnahme gegen NSU-Mitglieder lief bis 2010. 13.10.12 DIE WELT http://www.welt.de/politik/deutschland/article109806231/Die-heikle-Verfassungsschutz-Operation-Terzett.html

Das ist alles in den Akten. Bis 2010. Ab 2000. Da bleibt kein Spielraum für "müsste". Darum reite ich da so drauf rum...


Die Sicherheitsbehörden haben die Mitglieder der Neonazi-Zelle NSU (http://www.welt.de/themen/nsu/) nach ihrem Abtauchen viel länger im Visier gehabt als bisher bekannt. Das geht aus streng geheimen Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zur Operation "Terzett" hervor, von denen die "Welt" erfahren hat.Demnach schlossen die Behörden eine im Mai 2000 durchgeführte Abhörmaßnahme erst im November 2010 auch formal ab, also genau ein Jahr vor dem Auffliegen von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

Die Papiere belegen zudem, dass die sächsischen Verfassungsschützer über die Jahre hinweg wiederholt Anhaltspunkte für schwere rechtsextremistische Straftaten sowie verfassungsfeindliche Aktivitäten sahen. Deshalb konsultierten sie beispielsweise im Jahr 2003 die Kollegen in Bayern und planten die Beobachtung des "Terzetts", wie das Trio damals genannt wurde, sowie von vier mutmaßlichen Unterstützern.

Selbst im Sommer 2006, als die staatsanwaltschaftlichen Verfahren gegen Zschäpe und Mundlos längst eingestellt waren, wollte der damalige Präsident des Dresdner Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) keine Entwarnung geben.


Nicht von dem Lauschangriff unterrichtet

Die Korrespondenz zu dem Vorgang verlief zwischen den Spitzen des sächsischen LfV und des Innenministeriums des Landes. Weil es sich bei der Abhöraktion um eine sogenannte G-10-Maßnahme handelte, war stets auch das geheimste parlamentarische Gremien des Freistaates eingeschaltet: die G-10-Kommission des Landtages. Sie entscheidet darüber, ob das im Artikel 10 des Grundgesetzes den Bürgern garantierte Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis eingeschränkt werden darf. Das passiert bundesweit äußerst selten, der Verdacht muss schon sehr schwer wiegen. Von einem Korinthenkacker namens @Leser musst ich mir vor ca. 4 Tagen vorhalten lassen, das hiesse beim Geheimdienst nie G-10 Massnahme, sondern nur beim LKA. Soll er bitte dort bei DIE WELT mitteilen :fuck:



Die Sachsen waren sich dennoch recht sicher, dass sie die richtige Spur verfolgten: In einem Entwurf des LfV für das Innenministerium vom 12. Oktober 2000 wird erklärt: "Wegen fortdauernder Ermittlungen soll die Benachrichtigung der Betroffenen nicht erfolgen."

In den kommenden Jahren wurde diese Haltung immer wieder bekräftigt und die Maßnahme nicht beendet. Nachdem 2003 Sprengstoffdelikte des Trios verjährt waren, schrieben die Verfassungsschützer an ihren damaligen Landesinnenminister Horst Rasch: "Da eine weitere Beobachtung der sieben Betroffenen beabsichtigt ist, soll keine Mitteilung über die G-10-Maßnahme erfolgen."

Keine Antwort auf "Detailfragen"


Auch 2006 wurde die Benachrichtigung der Betroffenen abgelehnt. Der LfV-Präsident schickte dem übergeordneten Ministerium einen Vermerk: "Es soll keine Mitteilung erfolgen, weil es dadurch zur Gefährdung des Zweckes der Beschränkung käme." Alles in den Akten!!!

Zu schön:


Natürlich mussten auch Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt Bescheid bekommen. Und nun wurde es kurios. Die Adressen der drei hatten die Sachsen ja nicht.

Was also tun? Gleich zwei Mal, 2009 und 2010, fragten die Verfassungsschützer deshalb bei den anderen 15 Landesämtern und dem Bundesamt nach: "Wir bitten ... um Ermittlungen zur Feststellung der Aufenthaltsorte oder Wohnsitze der genannten Personen und um entsprechende Mitteilung." Doch die Antwort lautete überall: Fehlanzeige.


Die Sachsen versuchten es sogar beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Die erfolglose Bilanz meldete das LfV dem Ministerium. Dies erklärte am 30.11.2010, dass Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt nicht benachrichtigt werden könnten. Die Abhörmaßnahme "Terzett" war damit abgeschlossen. Ein Jahr später flog das Trio auf. :haha:

Das Ganze ist eine Desinformation. Natürlich war zu jeder Zeit bekannt, wo diese Leute waren.
Die lebten ja schliesslich nicht in Taka Tuka Land, sondern in Chemnitz und Zwickau, und das nicht im Untergrund.

moishe c
02.07.2013, 19:44
Die Sachsen versuchten es sogar beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. Die erfolglose Bilanz meldete das LfV dem Ministerium. Dies erklärte am 30.11.2010, dass Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt nicht benachrichtigt werden könnten. Die Abhörmaßnahme "Terzett" war damit abgeschlossen. Ein Jahr später flog das Trio auf. :haha:

Das ist wirklich ein Schenkelklopfer!

Die haben die sieben (merkst du was?) vom "Terzett" doch abgehört. Also hatten sie doch die Standorte der Festnetztelefone bzw. die Nummern der Handys und damit ja deren Standorte!

Da hätten sie den sieben doch ne SMS schicken können (kleiner Scherz am Rande) :D

fatalist
02.07.2013, 19:46
http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2013/05/NSU-Skandal-Verfassungsschuetzer-Vahrenhold-Boos-Inneminister-Hardraht-48454.html


Kommt in diesem (sehr langen) Text der Sachverhalt vor, dass die Operation Terzett bis 2010 lief?
Nein.

Stehen die Namen der Unterstützer drin, die AUCH überwacht wurden? Das Trio ja sowieso...
Nein.

Vergleich DIE WELT 2012:

Drei der vier damals Abgehörten sind heute Beschuldigte im NSU-Verfahren. Einer von ihnen ist Thomas S., der jüngst als V-Person des Berliner Landeskriminalamtes enttarnt wurde.
Einst war er Liebhaber von Zschäpe und besorgte Sprengstoff für das Trio. Nach ihrem Abtauchen klopften sie zuerst beim ihm an die Tür. Auch Mandy S., eine Friseurin aus Sachsen, verschaffte dem Trio eine Unterkunft bei einem Freund in Chemnitz. Jan W. schließlich steht im Verdacht, dem Trio noch im Jahr 2002 Waffen besorgt zu haben – wofür es bisher keinen Beleg gibt. Allein der Ex-Rechtsrocker Andreas G. ist heute nicht beschuldigt.

War es neu, dass man vom Trio schwere Straftaten erwartete?
Nein.

Was war denn dann überhaupt neu?
Das hier:

Verfassungsschützer Vahrenhold und Boos logen vor U-Ausschuss?
Wann hatten die dort ausgesagt?


Der damalige LfV-Präsident Boos hatte in seiner Zeugenvernehmung im Untersuchungsausschuss am 4. März auf Nachfragen des Vorsitzenden Patrick Schreiber (CDU) mehrfach betont, dass das Trio zwar als militante Rechtsextremisten eingestuft worden sei, nicht aber als Rechtsterroristen. Es hätte keinerlei Anhaltspunkte für Rechtsterrorismus gegeben.

Auch Olaf Vahrenhold, der zum damaligen Zeitpunkt Aufsichtsbeamter für die G10-Maßnahme war und über dessen Tisch das Schreiben an Innenminister Klaus Hardraht (CDU) ging, betonte in seiner Vernehmung am 17. Dezember 2012, es habe keine Anhaltspunkte für die Existenz rechtsterroristischer Gruppierungen gegeben.
Die haben gelogen. Soll vorkommen. Stand ja alles schon im Oktober 2012 in DIE WELT. Doof waren sie also auch noch. Oder dreist.
Sind die noch im Amt, ist das wichtig, ob die gelogen haben???

Ein herrlicher NSU-Skandal

... der super darüber desinformiert, dass die Sicherheitsbehörden, also Verfassungsschutz UND Polizei immer wussten, wo die 3 aus Jena waren, und was sie so machten.

Also: Im Auftrag/unter Duldung des Staates gemordet, oder gar nicht gemordet?
Hü oder hott.

fatalist
02.07.2013, 19:57
Das ist wirklich ein Schenkelklopfer!

Die haben die sieben (merkst du was?) vom "Terzett" doch abgehört. Also hatten sie doch die Standorte der Festnetztelefone bzw. die Nummern der Handys und damit ja deren Standorte!

Da hätten sie den sieben doch ne SMS schicken können (kleiner Scherz am Rande) :D
ja sicher doch. Jederzeit, und die 3 wussten das ja auch. Haben ja angeblich in Eisenach die Akkus abgeklebt in den Handys.
Nur auf Carstis Handy daddelte "Böhni" rum damals in der Galeria Kaufhof :D
Man hatte die bereits kurz nach dem "Untertauchen" aufgespürt. Dank der Garagenlisten natürlich.

Sorry, ich verbessere mich: Die Garagenlisten wurden ja "verlegt", 14 Jahre lang, also muss es heissen: Dank der Kopien von den Garagenlisten!

Ausserdem trafen die 3 ja sicher wöchentlich ihre V-Mann-Betreuer.

Hans
02.07.2013, 20:46
Was mich interessieren wuerde: Nach 2007 gab es ja keine Morde mehr, die den Uwes zugeschrieben werden; und Bankueberfaelle auch erst wieder 2011.

Weiß jemand, wie die offizielle Darstellung dieser Verbrechenspause lautet? Ich meine, irgendwas müssen die drei in all den Monaten doch gemacht haben?

Systemhandbuch
02.07.2013, 20:47
Bitte einen TUSCH: Es ist passiert! Das Zauberwort ist gefallen, zum ersten Mal!


..."Aussagegenehmigung" ...

Gerne: :tata:

Oha, das kommt jetzt aber richtig unerwartet. Ich bin jetzt zu faul zurückzublättern, um den ersten Beitrag von Dir zu finden, wo Du genau DAS prognostiziert hast.;)

Nächste Stufe, ... Altersdemenz. Mal schauen, wen´s als Ersten erwischt.:D

Systemhandbuch
02.07.2013, 20:54
:appl: der war hier im HPF samt Avatar Paulchen Panter.[...]

Muss dringend mein Ava wechseln, ... zum Glück hab ich noch einen Staatsschützer mit drinne. :))

DausK
02.07.2013, 23:17
Der rosarote Panther scheint echt beliebt zu sein.

Gerade läuft eine Doku (ARD) über Diamantendiebe (Meisterdiebe) aus Ex-Jugoslawien.

Und die nennen sich rosarote Panter ... hmm.

Nereus
02.07.2013, 23:19
Gerne: :tata:

Oha, das kommt jetzt aber richtig unerwartet. Ich bin jetzt zu faul zurückzublättern, um den ersten Beitrag von Dir (fatalist) zu finden, wo Du genau DAS prognostiziert hast.;)..

Das "Zauberwort". (Angemerkt hier von fatalist)


Aber man kann die Wahrheit nicht ans Licht bringen. ...Gegen gesperrte Akten, Zeugen ohne Aussagegenehmigung und ganz offiziell unter falschem Namen auftretende "Zeugen" ist das Gericht machtlos gewesen.

Was gibt .. die Zuversicht, dass ausgerechnet beim "Prozess gegen Rechts" die Sache anders laufen sollte, wo doch niemand ein Interesse daran hat? Staat, Medien, alle ziehen am selben Strang: Naziterror wegen Ausländerhass.
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5900450&viewfull=1#post5900450


Es gibt aber keine Beweise, nur Gerüchte, Stichwort "Schredder".
Vor Gericht wird da mangels "Aussagegenehmigung" absolut nichts kommen.
Das hat der Fall "Buback/Becker" eindeutig gezeigt: Der Staat mauert.
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5976122&viewfull=1#post5976122


»Das kennen wir "insider" bestens aus den Akten im Verena Becker / Buback-Prozess: Manipuliert, verloren oder gesperrt. Die Akten.
Man darf gespannt sein, ob das Thema im Prozess wird, und wie Wunderlichs "Aussagegenehmigung" ausfallen wird.«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6036143&viewfull=1#post6036143


»Die Vorgehensweise des BRD-Systems im Buback-Becker-Prozess, Urteil 2012, ist die Blaupause für den kommenden NSU-Prozess.
Akten gesperrt, Akten "verloren", Zeugen und Wissende aus BKA und BfV durften mangels Aussagegenehmigung nicht aufklären, und Spitzel traten mit Wissen des Gerichts unter falschem Namen auf.
DAS ist die "unabhängige Justiz" im Jahr 2012!!!
und es juckte keine Sau...«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6037947&viewfull=1#post6037947


»Im Becker-Prozess wurde dem Landgericht Stuttgart seine Machtlosigkeit vorgeführt, falsche Zeugen mit Deckname, gesperrte und verlorene Akten, die nicht beizubringen waren, da die Bundesregierung mauerte, und echte Zeugen ohne Zeugnis, weil ihnen die Aussage verboten wurde.
Im Neusprech heisst das "Aussagegenehmigung", obwohl "Aussageverbot" gemeint ist.
Orwell lässt grüssen.

Im Kern lief das Theater dort ab wie man das aus US-Serien kennt: Keine Aussagen, da die "nationale Sicherheit" berührt ist.«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6046461&viewfull=1#post6046461


»Temme kommt mit "stark eingeschränkter Aussagegenehmigung". Lies: Aussageverbot.
Nicht nur er, sondern alle Schlapphüte... Nix Neues.«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6249176&viewfull=1#post6249176


»Na und wenn schon, der bekommt keine Aussagegenehmigung und schweigt vor Gericht. Das läuft immer so.
Die Pensionäre bis rauf zum Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum haben geschwiegen beim Buback-Prozess..«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6316597&viewfull=1#post6316597


»Das Zauberwort für alle Staatsbedienstete heisst Aussagegenehmigung. Lies: Aussageverbot.«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6316985&viewfull=1#post6316985


»Bitte einen TUSCH: Es ist passiert! Das Zauberwort ist gefallen, zum ersten Mal!«
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6388027&viewfull=1#post6388027

Und im Schmücker-Prozeß war es genauso!

Und wenn hier schon der Name Orwell erwähnt wird, dann auch ein Zitat von ihm zu diesen angeprangerten Zuständen.

Der britische Kolonialpolizist Blair, als der Schriftsteller Orwell besser bekannt, war offenbar bei seinen politischen Missionen und seiner Propaganda-Tätigkeit als Redakteur für Indien und Südostasien im Londoner Rundfunk auf totalitäre Herrschaftspraktiken gestoßen, die man nicht nur allein dem Stalinismus vorwerfen konnte. Sein Biograph Bernhard Crick (Insel Verlag, Frankfurt/M 1984) fand heraus, daß Orwell bei seinen Tätigkeiten von der machtpolitischen Anwendung erschreckender Meinungsmanipulationen und Gehirnwäschemethoden erfahren hatte. In seinem Roman 1984 beschreibt er die Manipulierungsmethoden einer »Partei des oligarchischen Kollektivismus« („Tiefer Staat” bei fatalist):

»Die Änderung der Vergangenheit […] ist notwendig […].Und wenn die Tatsachen anders lauten, dann müssen die Tatsachen eben geändert werden. ...Die Fälschung der Vergangenheit von einem Tag auf den anderen ist für den Bestand des Regimes notwendig […]. Die Veränderlichkeit der Vergangenheit ist die Grundlehre der Partei. Vergangene Geschehnisse haben keinen objektiven Bestand, sondern leben nur in schriftlichen Aufzeichnungen und im Gedächtnis der Menschen weiter. Die Vergangenheit sieht so aus, wie es die Aufzeichnungen und die Erinnerungen wahrhaben wollen. Und da die Partei alle Aufzeichnungen vollkommen unter ihrer Kontrolle hat, so wie sie auch die Denkweise ihrer Mitglieder unter ihrer ausschließlichen Kontrolle hat, folgt daraus, daß die Vergangenheit so aussieht, wie die Partei sie darzustellen beliebt. […] Die Partei ist jederzeit im Besitz der wirklichen Wahrheit, und klarerweise kann die Wirklichkeit nie anders ausgesehen haben als jetzt... Dafür zu sorgen, daß alle schriftlichen Aufzeichnungen sich mit der Forderung des Augenblicks decken, ist eine lediglich mechanische Handlung.«

Wenn die Wahrheit anders lautet, muß sie eben weggeschreddert oder mit einem Aussageverbot verschwiegen werden.

KW Rabe
03.07.2013, 00:07
Bitte hier keine Falschinformationen verbreiten oder die linke AgitProp-Show noch unabsichtlich unterstützen helfen!

„Könnte”: Diese Aussage ist reine Spekulation und spielt der apabiz-, der aib- und der Speit-AntiFa-Propaganda direkt in die Hände. „Noie Werte” und andere Haßgesänge aus der kolonial-britischen Skinhead-Kultur sind keine NS-Symbolik und auch keine deutsche Nationaltradition!

Bei solchen Sprüchen glaubt der nicht eingeweihte Mensch, daß der, am 11.11.2011 und in den Tagen darauf, in der Presseerklärung des Generalbundesanwalts und von den Medien vorgestellte Propagandafilm und angebliches Bekennervideo eines „Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU)” eindeutig bekannte rechtsextremistische Symbole als Beweise enthält.
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6373989&viewfull=1#post6373989

Das stimmt nicht!


Ich schrieb auch von den angeblich älteren Videos, die angeblich auf den im Brandhaus von Zwickau gefundenen Festplatten rekonstruiert wurden. Zeit-Online berichtete am 13.12.2011 davon:


Ermittler entdecken weitere NSU-Terror-Videos

Auf der Festplatte eines Computers der Zwickauer Terrorgruppe NSU sind weitere Bekennervideos aufgetaucht. Sie waren offenbar Vorläufer des "Paulchen-Panther"-Videos.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-12/neonazi-untergrund-videos

Es handelt sich also nicht um das Paulchen Panther Video, das der Spiegel laut eigener Aussage von diesem "apabiz" kaufte, sondern um Videos die später gefunden, also nachträglich produziert wurden.

Um diese Videos geht es, Nereus.

Eines der Videos wurde dann teilweise, wie es hieß, von Spiegel-TV präsentiert. Der "Rechtsextremismusexperte" Andreas Speit durfte dort dann noch seine Propaganda ablassen. Die dort präsentierten Ausschnitte waren mit dem Lied 'Am Puls der Zeit' von Noie Werte unterlegt.
Der Liedtext ist aber eher eine Bestandsaufnahme der Zustände in der BRD, als ein Aufruf zur Gewalt.

http://www.nationale-revolution.net/forum/showthread.php?t=787

So, Ralf Wohlleben wurde dann am 29.11.2011 verhaftet:


Ex-NPD-Funktionär im Visier der Fahnder

Die Ermittlungen im Fall der Zwickauer Neonazi-Zelle rücken näher an die NPD heran. Die Polizei nahm am Dienstag in Jena einen dritten mutmaßlichen Helfer des Trios fest: Der 36-jährige Ralf Wohlleben ist ein langjähriger Funktionär der NPD.




http://www.stern.de/panorama/ralf-wohlleben-festgenommen-ex-npd-funktionaer-im-visier-der-fahnder-1756736.html

Und dann, 14 Tage später am 13.12.2011, gab es plötzlich die weiteren "Bekennervideos" mit der Musik von Noie Werte. Und das könnte eben als Reaktion auf die Verhaftung Wohllebens und seine Wahl auf die Anwältin - Nicole Schneiders - geschehen sein. Aber da ja Wohlleben und Schneiders schon länger miteinander bekannt sind, könnte die Wahl auf die Musik von Noie Werte schon früher geschehen sein. Nur wissen kann ich es nicht genau. Daß es mit Ralf Wohlleben, Nicole Schneiders und den beiden anderen Anwälten Hammer und Heinig zusammenhängt, davon bin ich überzeugt.

Noie Werte ist auch eher eine Musikgruppe mit gemäßigteren Texten. Es ging nur darum, den drei Anwälten Schneiders, Hammer und Heinig zu schaden.

brain freeze
03.07.2013, 06:07
[...[
Also: Im Auftrag/unter Duldung des Staates gemordet, oder gar nicht gemordet?
Hü oder hott.

Diese Aussage ist zwingend logisch und - Achtung Konjungtiv - müsste Ausgangslage unabhängiger Ermittlungen sein. Erschreckend genug, daß es die nicht gibt.

Sie trifft übrigens auf alle dem "Trio" zur Last gelegten Straftaten zu (außer der Brandstiftung).
Besonders aber trifft diese Aussage nach offiziellem Stand für den ersten Mord und Kassel zu. Für den Polizistenmord fehlt zusätzlich jedes plausible Motiv.

Meine persönliche, völlig unerhebliche Meinung, ob "hü oder hott" spielt zwar keinerlei Rolle. Ich VERMUTE aber, daß die Morde auf OK-Konto gehen. Da bei den Morden erhebliche begründete Zweifel an der Täterschaft von B&M bestehen (unglaubwürdige Zeugen, mutmaßlich manipulierte Beweismittel), wären B&M in einem fairen Prozess nach Lage der Dinge von den Morden freizusprechen.

Als einziges wirklich belastendes Indiz bleiben imho die übereinstimmenden Wohnmobilausleihzeiten. Die sind natürlich kein BEWEIS für die Taten. Eine plausible Erklärung gibt es bisher nicht. Möglich auch, daß auch die manipuliert sind, das müsste ein unabhängier Ermittler aufklären. Ich sehe auch nicht, wie man die Verleiher unter Druck setzen könnte, Falschaussagen vor Gericht zu machen (egal ob uneidlich oder unter Eid).

KW Rabe
03.07.2013, 07:04
Ach, Du glaubst auch nicht an die 4 Tage Flucht der Beate Zschäpe?
:hsl:

Nein! :hsl:

Das passt nicht zu dem geheimdienstlichen Hintergrund der Aktion. Man legt nicht erst die Uwes um, wirft sie anschließend den BRD-Behörden vor die Füße, fackelt danach den Unterschlupf der Drei in Eisenach ab und läßt Beate Zschäpe dann vollkommen ungehindert durch die Lande spazieren.

Viel zu gefährlich. Die hätte sonstwo hinfahren können. Nach Berlin, in eine Botschaft eines Nicht-Eu und NATO-Landes. In die russische oder nordkoreanische Botschaft vielleicht? Oder zu den Eltern der beiden Uwes, zu ihrer Mutter oder Großmutter?

Zur Polizei geflüchtet, wenn doch Teile davon selbst in diese Inszenierung mit verwickelt sind, klingt auch nicht besonders glaubwürdig.




Bitte einen TUSCH: Es ist passiert! Das Zauberwort ist gefallen, zum ersten Mal!


9.50 Uhr: Polizist Andre P. im ZeugenstandDer Polizist Andre P. wird in den Zeugenstand gerufen. Er ist 47 Jahre alt und arbeitet bei der Kripo der Polizeidirektion Zwickau. Seine Aussagegenehmigung, die Richter Manfred Götzl verliest, gilt nicht für Angaben zu Zeugenschutzprogrammen und zu verdeckten Ermittlern.

Andre P. weiss also ganz viel, was er nicht sagen darf. Der Buback-Becker-Prozess lässt grüssen.
Das war´s dann mit der Wahrheit. Unabhängigkeit der Justiz, Gewaltenteilung etc pp ist alles Verarsche.


Der darf dann auch nicht aussagen, von wem sie gebracht wurde, welches Kennzeichen der Bringdienst hatte, ebensowenig. Der Deal ging wohl vor der Übergabe vonstatten. Mit der Lichtfoltereinlage wurde sie noch einmal daran erinnert, wer hier die Zügel in der Hand hält und daß sie gefällig mitzuspielen hat.

Wir hatten ja gerade 20 Jahre Bad Kleinen. Da glaubt man kaum noch offiziellen Verlautbarungen.

fatalist
03.07.2013, 08:05
So, Ralf Wohlleben wurde dann am 29.11.2011 verhaftet

Und dann, 14 Tage später am 13.12.2011, gab es plötzlich die weiteren "Bekennervideos" mit der Musik von Noie Werte. Und das könnte eben als Reaktion auf die Verhaftung Wohllebens und seine Wahl auf die Anwältin - Nicole Schneiders - geschehen sein. Aber da ja Wohlleben und Schneiders schon länger miteinander bekannt sind, könnte die Wahl auf die Musik von Noie Werte schon früher geschehen sein. Nur wissen kann ich es nicht genau. Daß es mit Ralf Wohlleben, Nicole Schneiders und den beiden anderen Anwälten Hammer und Heinig zusammenhängt, davon bin ich überzeugt.

Noie Werte ist auch eher eine Musikgruppe mit gemäßigteren Texten. Es ging nur darum, den drei Anwälten Schneiders, Hammer und Heinig zu schaden. Sicher, und es ging darum, etwas Authentischeres als dieses "schwule" NSU-Logo im Paulchen Panter Bekennervideo zu haben. Etwas "Nationaleres"... weil Schwulpanter nun einmal eher peinlich ist als "Beweis" für "Nazis".

Wohllebens Handy holte man bereits am 24.11.2011, als man Eminger per GSG 9 bei seinem Bruder "abholte".
Beide Handys wurden dann ausgelesen von der Bundespolizei, die Daten dann dort gelöscht.
"Informanten schützen" vermutete Pol-Direktor Meier.

Davon kann so ein "neues Video" auch nett ablenken, denn die Löschorgie fand um den 10.12.2011 statt... nur mal so als Hinweis.

fatalist
03.07.2013, 08:22
Diese Aussage ist zwingend logisch und - Achtung Konjungtiv - müsste Ausgangslage unabhängiger Ermittlungen sein. Erschreckend genug, daß es die nicht gibt.
Danke.

Mir würde es ja zunächst reichen, wenn die Medien darauf bestehen würden, dass "alles überwacht, nichts gewusst, aber die Morde haben sie ganz sicher begangen" nicht möglich ist. Also die Anklage Schwachsinn und nicht logisch möglich ist.

Wir sehen aber das Gegenteil: Man erwähnt die Überwachungsaktionen "Drilling" und "Terzett" niemals in den Medien im Zusammenhang mit der Prozessberichterstattung, wo das doch gerade bei "Carsten übergab Waffe in Chemnitz" ZWINGEND wäre, aus logischer Sicht.

Die Medien als Büttel der Mächtigen, wer hätte das gedacht, statt unabhängiger 4. Macht im Staate...
Bloss nichts infrage stellen, jedenfalls nicht über das unkritische Mass hinaus, welches ja zur Vorspiegelung eines "kritischen Journalismus" benötigt wird: Andreas Förster wäre da zu nennen, als einziger kritischer Massenmedien-Schreiber.
Wer liest schon Moser und Wetzel? Doch keine Millionen an Lesern.



Sie trifft übrigens auf alle dem "Trio" zur Last gelegten Straftaten zu (außer der Brandstiftung).
Besonders aber trifft diese Aussage nach offiziellem Stand für den ersten Mord und Kassel zu. Für den Polizistenmord fehlt zusätzlich jedes plausible Motiv. Korrekt. Heilbronn passt da sowieso nicht rein, das ist ne ganz andere Baustelle.
Es passend zu machen, "weil die aus Thüringen stammte" und der ganze Schmarrn ist ja auch eine herrliche Ablenkung, sprich Desinfo.


Meine persönliche, völlig unerhebliche Meinung, ob "hü oder hott" spielt zwar keinerlei Rolle. Ich VERMUTE aber, daß die Morde auf OK-Konto gehen. Da bei den Morden erhebliche begründete Zweifel an der Täterschaft von B&M bestehen (unglaubwürdige Zeugen, mutmaßlich manipulierte Beweismittel), wären B&M in einem fairen Prozess nach Lage der Dinge von den Morden freizusprechen. Tote bekommen keine Prozesse, daher mussten ja auch Barschel und Möllemann sterben.



Als einziges wirklich belastendes Indiz bleiben imho die übereinstimmenden Wohnmobilausleihzeiten. Die sind natürlich kein BEWEIS für die Taten. Eine plausible Erklärung gibt es bisher nicht. Möglich auch, daß auch die manipuliert sind, das müsste ein unabhängier Ermittler aufklären. Ich sehe auch nicht, wie man die Verleiher unter Druck setzen könnte, Falschaussagen vor Gericht zu machen (egal ob uneidlich oder unter Eid). Da sehe ich auch ein Problem, weil es so gut passt, die Zeiten betreffend.

Wäre es möglich, da man durch Überwachung des Terzettes ja wusste, wann die wo waren, diese Infos zu nutzen, um zeitlich passend Aufseher Andreas Temme und seine Türkisch-Gladio-CIA-Drogen - Killer von Ergenekon in Aktion zu setzen?

Man verzeihe mir die unrunde Ausdrucksweise.

sleepwell
03.07.2013, 08:31
Ich ignoriere den ja nicht "einfach so" ohne Grund, und er schiesst ja auch nicht ohne Grund dazwischen ;)

würde ich schießen, würdest du ohne hemd dastehen - und du weißt das.
du bist in der richtigen sache zu oft falsch unterwegs.
ab und zu, wenn behauptungen ohne jeden beweis in den raum gestellt werden, sage ich was dazu.
mehr nicht.


... der will desinformieren, Ärger machen und ablenken. Das ist sein Job.

beispiel für dein behauptungswahn.


Er schrieb übrigens vor 3 oder 4 Beiträgen, dass Beate Zschäpe NICHT wegen 10 Morden angeklagt sei.
Das fand ich ziemlich dreist, und dass ihm niemand widersprach, das fand ich merkwürdig.

frag, wenn du was nicht verstanden hast.


Ignoriert ihr den etwa auch???

kleine umfrage gegen einen user? ein bisschen hetzen? ;-))

fatalist
03.07.2013, 08:40
Das "Zauberwort". (Angemerkt hier von fatalist)

Und im Schmücker-Prozeß war es genauso!

Wenn die Wahrheit anders lautet, muß sie eben weggeschreddert oder mit einem Aussageverbot verschwiegen werden. Exakt so! Hätte ebenso gut von Dir kommen können, Danke fürs Raussuchen :appl:


Ich bin immer noch beim "makabren Juxvideo" mit den Morden, bei Paulchen Panter, das schwule Logo, den Facebook-NPD Peter Klose aus ZWICKAU, und seinen Kumpel und Sprecher Heiko Richter.


http://www.medientreffpunkt-mitteldeutschland.de/wp-content/uploads/2011/06/Richter_Heiko-246x300.jpg (http://www.medientreffpunkt-mitteldeutschland.de/wp-content/uploads/2011/06/Richter_Heiko.jpg)

Heiko Richter
Geschäftsbereichsleitung Programm, Technik und Entwicklung Hit-TV Europa Broadcast GbR
Geboren 1961 in Marienberg (Sachsen). Berufsausbildung mit Abitur. 1990-98 Gründung mehrerer Zeitungen und Arbeit im Lokal-TV. 1998-2001 freier Produzent, Cutter und Kameramann. 2001 Entwicklung der Magazin-Sendung Boulevard Chemnitz. 2003-05 Produzent Boulevard Canarias (deutsches Magazin von den kanarischen Inseln). 2006 Gründung Hit-TV eu (Internet TV Plattform). 2007 Nominierung für den 1. Deutschen IPTV-Award. 2008 Entwicklung des Prototypen EWMS Box und Mitarbeit Fachgruppe Technik des Deutschen IPTV Verbandes (Entwicklung des Meta-Daten Standards für IPTV & WebTV). 2010 Entwicklung einer Hybridlösung für Hit-TV.eu auf dem Videoweb 600S. 2011 erster 3D Beitrag auf dem Videoweb 600S. Geschäftsbereichsleitung Programm, Technik und Entwicklung Hit-TV Europa Broadcast GbR.
http://www.medientreffpunkt-mitteldeutschland.de/richter-heiko

Wir brauchen ja einen "Macher" für dieses "Paule Panter Juxvideo" über die Dönermorde, der sich mit Videoeditierung etc auskennt. Einen Spezialisten, dessen Video man (wer immer "man" sei) nach dem 4.11.2011 hinsichtlich "Heilbronn" erweitern konnte, also "DVD 2.0" samt Seriennummer von Arnolds Dienstwaffe etc pp.

"Schnipsel" dieses Videos am 13.11.2011 im SPIEGEL, und die Vollversion wurde von den Nürnberger Nachrichten am 19.11.2011 als "unfrankiert eingeworfen" vermeldet. Vorführung im Bundestags-Innenausschuss dann am 21.11.2011.

Peter Klose und sein Facebook-Profil Ende Oktober 2011 sind KEIN Zufall.

Wo ist eine Verbindung zwischen Heiko Richter und Apabiz?
oder:
Kam "der Staat" über V-Mann Klose an Richters Video?

Veteran
03.07.2013, 08:51
Das ist die BRISANZ: Der erste Mord müsste unter Totalüberwachung stattgefunden haben. Das beweist dieses Schreiben.
Und wo genau ist der Beweis für eine "Totalüberwachung"?

fatalist
03.07.2013, 09:03
Nein! :hsl:

Das passt nicht zu dem geheimdienstlichen Hintergrund der Aktion. Man legt nicht erst die Uwes um, wirft sie anschließend den BRD-Behörden vor die Füße, fackelt danach den Unterschlupf der Drei in Eisenach ab und läßt Beate Zschäpe dann vollkommen ungehindert durch die Lande spazieren.
Beate Zschäpe war ja gar nicht in Zwickau, sondern in Eisenach, und die arme Susann Eminger im roten Mantel umzunieten wäre äusserst dumm gewesen, denn wohin bloss mit der Leiche? Und wie das erklären?

Es musste und sollte ja Beate Zschäpe nach "Verkehrsunfällen Sachsen" und "Biobauern Zwickau" surfen und dann die Bude hochjagen. Denk an die beiden "Handwerker", die sich NACH der Explosion selber retten konnten! Kein Brandbeschleuniger gefunden! Jedenfalls zu Anfang nicht, auch kein Benzinkanister im Treppenhaus. Das kam ja alles erst einen Tag später... an 22 Stellen ;)

Und der Gasgestank in den Klamotten in den Wohnungen des anderen Hauseinganges...
Es gab eine Gasexplosion in Zwickau, keine Benzinverpuffung. Das konnten weder Zschäpe noch Frau Eminger. Dazu braucht man Spezialisten. Und Emingers Andre rief ja Wohlleben an und berichtete dem über das Erlebnis seiner Frau in der Bude des NSU.

"Du Ralf, stell Dir mal vor, da war doch meine Susann mit den Katzen in der Frühlingsstrasse, und die 3 kamen und kamen nicht zurück, weisste ja, Wohnmobil sollte ja Mittags abgegeben werden, und dann passieren da merkwürdige Dinge..."

Kein Wunder, dass Emingers und Wohllebens Handys "gelöscht wurden", und dass die Desinfo kam "Datenlöschskandal beim BKA", aber um INHALTE ging es da nie. Polizeidirektor Meier (Bundespolizei) half bei der Desinfo, "um einen Agenten zu schützen" sei das vermutlich geschehen... Quatsch mit Sauce, es ging darum zu verschleiern, dass Susann Eminger in Zwickau war und nicht Beate Zschäpe. Wo waren eigentlich die Nachbarn, die "Beate und die Katzen" am 4.11. flüchten sahen? Vor Gericht als Zeugen jedenfalls nicht...

Also: Wo war Zschäpe??? V-Frau Zschäpe...



Viel zu gefährlich. Die hätte sonstwo hinfahren können. Nach Berlin, in eine Botschaft eines Nicht-Eu und NATO-Landes. In die russische oder nordkoreanische Botschaft vielleicht? Oder zu den Eltern der beiden Uwes, zu ihrer Mutter oder Großmutter?

Zur Polizei geflüchtet, wenn doch Teile davon selbst in diese Inszenierung mit verwickelt sind, klingt auch nicht besonders glaubwürdig. Richtig: Die wäre eher zur Russischen Botschaft nach Berlin gefahren oder hätte sich mit den 70 Mille ins Ausland abgesetzt. Konnte sie aber nicht, da man sie in oder um Eisenach herum "eingesammelt hatte".
________________


Andre P. weiss mehr, daher ja auch das ständige "Aussagegenehmigung erlaubt mir nicht zu antworten" in bezug auf verdeckte Ermittler, Götzl hat es ja vorgelesen im Prozess.


Der darf dann auch nicht aussagen, von wem sie gebracht wurde, welches Kennzeichen der Bringdienst hatte, ebensowenig. Der Deal ging wohl vor der Übergabe vonstatten. Mit der Lichtfoltereinlage wurde sie noch einmal daran erinnert, wer hier die Zügel in der Hand hält und daß sie gefällig mitzuspielen hat. Alles feine Indizien, wenn man sie denn verifizieren könnte...


Wir hatten ja gerade 20 Jahre Bad Kleinen. Da glaubt man kaum noch offiziellen Verlautbarungen. Zurecht, völlig zurecht. Aber an den "heissen herbst der RAF 1977" ganz ohne Geheimdienste glauben "sie" noch immer. Schlimm zu sehen, wie damit heute immer noch Geld gemacht wird mit Desinformation aka Butz Peters und Stefan Aust etc pp.

fatalist
03.07.2013, 09:47
Hat da also jemand die Identität von Peter Klose vorgegaukelt, und hat auf Facebook ein Paulchen Panter Profil samt Avatar aufgemacht, VOR dem Auffliegen des "NSU" bereits?
Hatte da jemand sein Paulchen-Panter-Juxvideo weiter gegeben?
Verkauft? Ans Apabiz? Sein "Antifa-Untergrund-Spassvideo über die Dönermorde?
Stand dort "AFU" und wurde zu "NSU", siehe "Weisser Wolf-Fanzine" aus 2002?


Wie gesagt, der war ja auch hier im HPF, aber wurde wegen "Nazi-Mailaddy" rausgeworfen.


37563


Seine letzte Verurteilung stammt aus 2010:
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/ZWICKAU/Gericht-verurteilt-NPD-Mann-Peter-Klose-zu-Geldstrafe-artikel7388628.php


Und die Antifa.Berichte auch nicht mehr aus 2013. Dort hiess es nur 2012, er habe einen Schlaganfall erlitten.
Im Telefonbuch gibt es keinen Peter Klose in Zwickau (mehr):
http://www1.dastelefonbuch.de/?kw=peter+klose&ort=zwickau&pu=1&s=a10000&cmd=search&ort_ok=0&vert_ok=0&ciid=&rgid=&kgs=&ckrid=&district=&pcZVO=&cx=&cy=&lat=&lon=&radius=&sp=0&aktion=23

Auch die Pressemeldungen sind allesamt alt:
http://personensuche.dastelefonbuch.de/Nachnamen/Klose/Peter/Zwickau.html



Die Süddeutsche hatte nicht mit Klose gesprochen, der schnauzte nur kurz ins Telefon, sondern mit... Heiko Richter, dem Videokünstler und selbsternanntem Klose-Beschützer.

Nachtigall ick hör Dir trapsen


Paulchen Panther
http://altermedia-deutschland.info/images/statusicon/user-offline.pngNeuer Benutzerhttp://altermedia-deutschland.info/images/reputation/reputation_pos.pnghttp://altermedia-deutschland.info/customavatars/avatar1654_1.gifRegistriert seit07.06.2013Beiträge7 Quelle: AM

AW: Artikel: Drei Personen verletzt - Radikale Islamisten greifen ARD-Fernsehteam an


Linke Lügenpresse bekommt auf die Fresse. Ob sie nun aufgewacht sind, oder doch lieber NSU-Märchen produzieren?

Dort war er aber seit 14.6.2013 auch nicht mehr - bekam wohl Besuch, der Herr Heiko Richter :?

fatalist
03.07.2013, 10:33
WEITERER V-MANN VERDÄCHTIG

ZWICKAUER ZELLE Tageszeitung „Freie Presse“ vom 27. März 2013
Zwickaus früherer NPD-Chef geriet zuletzt als „Paul Panther“ in die Schlagzeilen. Jetzt taucht sein Name gleich doppelt im Terror-Umfeld auf.

http://zwickau.blogsport.de/images/npdstadtratklose.png

Zwickau – Führertreue bewies Peter Klose nicht nur dadurch, dass er seinen Schäferhund einst „Adolf“ rief. Zum „Führergeburtstag“ zeigte er auch Flagge. Am 20. April ließ er öfter die Reichsflagge aus dem Fenster seiner Zwickauer Wohnung wehen. Als der frühere Zwickauer NPD-Vorsitzende 2007 als nachgerückter NPD-Landtagsabgeordneter sein örtliches Bürgerbüro auch zu jenem „geschichtsträchtigen“ Datum eröffnen wollte, pfiff ihn die eigene Landtagsfraktion zurück. Rhetorisch ungeübt – gelinde gesagt –, bekam er im Landtag sogar Redeverbot, ebenfalls von der eigenen Fraktion.
http://zwickau.blogsport.de/2013/03/28/weiterer-v-mann-verdaechtig/#more-219



Zugleich taucht Kloses Name jetzt auch in anderem Zusammenhang auf, der, wenn nicht seine Führertreue, so doch seine Treue zur Szene infrage stellt. Bis in die späten 1990er-Jahre soll er V-Mann des Verfassungsschutzes gewesen sein, wie aus informierten Kreisen bestätigt wurde. Klose selbst kann zu den Vorwürfen, anders als 2011, nicht Stellung nehmen. Seit einem Schlaganfall ist er nicht ansprechbar.

Quelle: Jens Eumann/ Freie Presse/ Mittwoch, 27.03.2013/ Seite 3

Der Peter Klose hat sicher nicht im Juni 2013 bei AM als "Paulchen Panter" gepostet, und im HPF hat der sich im Mai 2013 wohl auch kaum angemeldet. Das war jemand Anders. Jemand, der die Urfassung des NSU-Dönermord-Bekennervideos erstellt hat. Siehe Bild weiter oben.

"Antifaschistischer Untergrund" mit Paulchen Panter...

fatalist
03.07.2013, 10:43
In München geht es weiter, aber nicht mit dem BKA-Beamten von Gestern???


Beate Zschäpe auf ihrem Familienausflug

Beim 18. Verhandlungstag im NSU-Verfahren berichtet der Polizist Rainer B., wie er mit Beate Zschäpe acht Stunden im VW-Bus durch Deutschland fuhr – und sich die Angeklagte gesprächig zeigte. Gestern Andre P und Frank L. und heute Rainer B. Frank L. war noch gar nicht fertig...

Verwirrung stiften?

http://www.welt.de/politik/deutschland/article117666019/Beate-Zschaepe-auf-ihrem-Familienausflug.html


Der 18. Verhandlungstag beginnt. Heute wird ein Kriminalbeamter des BKA vernommen, der Beate Zschäpe im Juni 2012 auf einem Transport von der JVA Köln zur JVA Gera begleitet hat. Dort durften sie ihre Großmutter und Mutter im Gefängnis besuchen. Die Angeklagte sprach mehrere Stunden mit den zwei begleitenden Beamten, unter anderem über Anwälte, die sie kritisierte. Kurze Zeit später trat die Berliner Strafverteidigerin Anja Sturm in das Verteidiger-Team ein, das nun aus Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm besteht. Das "sich Unterhalten" war sicher der einzige Grund für diese Verlegung.



Der Erste Kriminalhauptkommissar Rainer B., 57, wird als Zeuge aufgerufen. Er berichtete vom BGH-Beschluss, der den Besuch ihrer Familie erlaubte. Im abgedunkelten VW-Bus der Bundespolizei ging es um acht Uhr morgens in den Osten; die Fahrt dauerte vier Stunden. Zschäpe saß in Fahrtrichtung an einem Tisch, Rainer B. saß ihr gegenüber an einem Tisch. Eine weitere Beamtin saß neben dem Zeugen. Die beiden Polizisten erklärten ihr, dass es im Falle eines Gesprächs einen Vermerk für die Akten geben müsste. Zschäpe hat nach der Aussage des Beamten zu erkennen gegeben, was sie sagen könne und was nicht. Über acht Stunden lang unterhielten sich die Beamten mit Zschäpe. 4 Stunden von Köln nach Gera? Das ging aber flott.



Zschäpe-Anwalt Wolfgang Heer beantragt einen Gerichtsbeschluss, dass die Notizen des Zeugen, mehrere handgeschriebene DIN A4-Zettel, beschlagnahmt, kopiert und allen Verfahrensbeteiligten zur Verfügung gestellt werden. Der Beamte müsse sich aus seinem Gedächtnis erinnern und dürfe keine Notizen verlesen. Götzl unterbricht die Sitzung. Hätte er Gestern bei Andre P. bereits beantragen müssen...

fatalist
03.07.2013, 11:16
10.34 Uhr: Zschöpe liest "Die Zelle"

Rainer B. berichtet, dass er bei einer Pause das Buch "Die Zelle" gekauft habe, das die Geschichte des "NSU" beleuchte. Zschäpe las etwa 30 Minuten in dem Buch, vornehmlich wohl im Kapitel ihrer Flucht.
Hätte ich auch gemacht. War sicher interessant, dieses Märchenbuch.


10.27 Uhr:
"So einen Fall wie mich hat es doch noch nie gegeben", sagte Zschäpe im Bulli zum Beamten. "Na, wir hatten ja früher schon RAF-Terroristen im Westen", sagte Rainer B. darauf, und nennt als Beispiel die RAF-Mitglieder Christian Klar und Susanne Albrecht. Letztere habe von Anfang alles gesagt, was sie wusste. Klar habe nie etwas gesagt. Er saß 26 Jahre hinter Gittern, Frau Albrecht war nach drei Jahren in den offenen Vollzug und nach sechs Jahren war sie wieder draußen. Heute lebt sie unter einem anderen Namen in einer westdeutschen Großstadt. Wenn sie einmal aus dem Gefängnis käme, würde sie den Namen Zschäpe ablegen und sich Müller, Meyer oder Schulze nennen, sagte die Beschuldigte. V-Frau Albrecht, V-Frau Becker...



10.18
Zschäpe erzählte, dass die Beschäftigung mit den Akten sie "sehr belasten würde", sagt der Polizist. Es interessiere sie, was ihre Umgebung heute von ihr denkt. Rainer B. probierte es erneut: Sie sollte mal den Bericht der Brandermittler lesen, man habe 1800 Asservate aus der Wohnung gefunden, die ausgewertet würden. Der Zeuge meint, dass Beate Zschäpe diese Tatsache an diesem Tag nicht bewusst gewesen sei.

Die Beamten sprachen Beate Zschäpe im Bus auch darauf an, ob sie aussagen wolle, das habe sie doch bei ihrer Festnahme gesagt. Zschäpe habe geschwankt, sie wolle es eigentlich, auch um ihrer Großmutter alles zu erklären, aber ihr Anwalt würde davon abraten. Sie "sei sehr sehr unzufrieden mit der Arbeit ihres Verteidigers" gewesen, sagt Rainer B. Er mache wenig, ständig lese sie etwas in der Presse. Darüber sei sie sehr erbost.

Zschäpe habe die "Süddeutsche Zeitung" abonniert, in der Teile der Akte veröffentlicht wurden. Ihr Verteidiger (gemeint ist Wolfgang Heer) habe hervorragende Beziehungen zu Herrn Leyendecker von der "Süddeutschen Zeitung", der ihr ein Frei-Abo besorgen könne. Das wollte sie aber nicht. Zschäpe habe Heer gefragt, ob er Akten weiter gegeben habe, was dieser verneinte. Rainer B. klärte Zschäpe auch über die Verdienstsituation von Anwälten auf. "Die verdienen erst, wenn die Hauptverhandlung beginnt", sagt er. BFV-Leyerndecker und xy-Heer :haha:



10.12
Es geht weiter. Götzl lehnt den Antrag von Heer ab, der Zeuge berichtet weiter – ohne auf die Notizen zu sehen. Rainer B. sah Zschäpe an diesem 25. Juni 2012 zum ersten Mal. Nach seiner Erinnerung war sie aufgeregt und freute sich über den "Ausflug". Sie hatte Angst, dass die Presse Wind von der Fahrt bekommt und fürchtete, dass jemand ein Foto macht. Dem Beamten fiel auf, dass Zschäpe "blonde Strähnen" hatte und er erkundigte sich nach dem Gefängnisfriseur. Anschließend plauderte man übers Wetter und Rainer B. merkete an, dass es im Norden besser sei. Auf Fehmarn sei es bestimmt schön, das wisse sie ja. "Wer sagt denn, dass ich jemals auf Fehmarn war?" antwortete Zschäpe. Obwohl diese Tatsache durch Fotos und Zeugenaussagen belegt war, wollte sie nicht einmal das von sich aus bestätigen.

fatalist
03.07.2013, 11:21
10.58 Uhr: Wieder ein Stopp

Richter Manfred Götzl unterbricht die Verhandlung bis 11.20 Uhr.


10.51 Uhr: Abgestürzt von einer Burgruine

Auch der 1988 tödlich verunglückte Bruder von Uwe Böhnhardt, der mittlere Sohn der Böhnhardts, war kurz Thema im Gespräch. Er lag morgens tot vor der Haustür, "kein Knochen im Körper war mehr ganz", so Rainer B. Dies habe auf einen Sturz aus großer Höhe hingedeutet oder auf einen Verkehrsunfall. Die DDR-Volkspolizei schien sich nicht dafür zu interessieren. Frau Böhnhardt sei dann zu den Freunden ihres Sohnes gegangen und habe gefragt, was passiert sei. Die berichteten, dass der 17-Jährige mit anderen auf einer Burgruine herumgeklettert und abgestürzt sei. Sie hätten ihn dann vor die Tür gelegt.


10.45 Uhr: Der Brief von Breivik an Zschäpe

Der Zeuge erzählt von dem Brief, den der norwegische Terrorist Anders Behring Breivik an Zschäpe geschickt hatte. Sie habe den Brief allerdings nie bekommen, so Zschäpe damals. Rainer B. ist sich heute sicher, dass er ihr schließlich ausgehändigt worden ist. Sie kannte ihn nicht, ließ sie im Bus durchblicken, erinnert sich der Beamte.


10.43 Uhr: Wie mit Kollegen in der Kantine

Rainer B. wirkt jovial, sympathisch und berichtet von den Gesprächen, als bewege er sich unter Kollegen in der Kantine. Mehrfach müssen die Bundesanwälte schmunzeln, auch Wolfgang Stahl scheint den rheinischen Slang zu mögen.


10.41 Uhr: Zschäpe bastelt einen Tauchsieder

Einige Dinge stehen nicht im Vermerk über die Fahrt. So habe Zschäpe berichtet, wie man "ein Moped", eine Art Tauchsieder, baut: Die Zinken zweier Gabeln hält man in eine Steckdose, die beiden anderen Ende in ein Wasserglas. "Das wird ganz schnell heiß, bis dann die Sicherung rausfliegt", habe Zschäpe gesagt, so Rainer B.


10.36 Uhr: Sie bekam feuchte Augen

Bei der Durchfahrt in Köln sah Zschäpe den Dom und sagte, dass sie den gern mal besichtigen würde, erzählt Rainer B. Er übergab ihr eine kleine Tüte Gummibärchen. Die kannte sie aus dem Knast, dort würde die Wörter solche Tüten an Karneval verteilen. Kurz vor Jena berichtete Rainer B. im Bus, dass er die Eltern von Uwe Böhnhardt vernommen habe. "Das waren nette Leute", sagte Beate Z. Der Vater von Uwe Böhnhardt sei seinem Sohn wie aus dem Gesicht geschnitten zu sein, bemerkte der Polizist damals. Beate Zschäpe blickte lang auf die Hochhäuser im Stadtteil Lobeda. "Ich meine, sie hat ein klein bisschen feuchte Augen bekommen", so Rainer B. "Aber danach hat sie uns auch nicht erzählt wie alles gewesen ist."
Etwas wirr und fehlerhaft, also wohl nicht "überarbeitet".

fatalist
03.07.2013, 12:17
PUA-Theater in Bayern...


2. Juli 2013 11:04
NSU-Ausschuss im Landtag
Wohl kein einheitlicher Abschlussbericht

Die Untersuchung ist abgeschlossen, ein einheitliches Fazit nicht in Sicht: Die Parteien ziehen zum Ende des NSU-Ausschusses im Landtag sehr unterschiedliche Schlüsse und Konsequenzen. SPD und Grüne fordern etwa radikale Veränderungen beim Verfassungsschutz. http://www.sueddeutsche.de/bayern/nsu-ausschuss-im-landtag-wohl-kein-einheitlicher-abschlussbericht-1.1710410

Worüber streiten die sich?
Die Einen meinen, der Staat sei verstrickt in den NSU?
Die Andern meinen das nicht?

Iwo, das sind sich alle einig: Der NSU wars, und der Staat war nie nicht beteiligt :ätsch:



Eine Einigung in allen Streitfragen werde nicht gelingen. Vor allem was die Bewertung der im Ausschuss gewonnenen Erkenntnisse angeht, seien Regierungsfraktionen und Opposition teilweise deutlich unterschiedlicher Auffassung. In diesen Tagen stimmen die Fraktionen die Schlussfassung für den mehrere Hundert Seiten umfassenden Bericht ab.Für Schindler zeichnen sich die Differenzpunkte bereits ab: Vor allem um die künftige Rolle des Landesamtes für Verfassungsschutz wird heftig gerungen. Im Ausschuss war deutlich geworden, dass die Zusammenarbeit mit anderen Behörden nicht klappte.

Während die CSU zwar Versäumnisse einräumt, jedoch bislang keinen Anlass für radikale Veränderungen sieht, macht Schindler klar, dass der Verfassungsschutz nicht so bleiben könne, wie er ist. Es stelle sich beispielsweise die Frage, ob die Behörde weiterhin die Zuständigkeit etwa für die organisierte Kriminalität behalten soll. Womöglich müsse sie sich viel stärker auf einige wenige Aufgaben konzentrieren. Außerdem müssten die Kontrollrechte durch das Parlament "erheblich ausgeweitet" werden. Die Landtags-Grünen fordern dies schon lange.

Ausschussmitglied Susanna Tausendfreund erklärte, mit kleinen Korrekturen würden sich die Grünen nicht zufriedengeben. Das Landesamt brauche aus ihrer Sicht einen Neuanfang mit neuem Konzept, in dem nachrichtendienstliche Mittel auf ein Minimum zurückgefahren würden.

SPD und Grüne sprechen von "gravierenden" Fehlern, die von den Behörden gemacht worden seien. Es ist fraglich, ob CSU und FDP ein so hartes Urteil über den Sicherheitsapparat mittragen werden. Entschlossen sind SPD und Grüne mit ihrer Forderung nach einem Verzicht auf V-Leute.
Theater, nichts weiter. Polizeiversäumnisse sind kein Thema, aber alles nur Pleiten Pech und Pannen beim Verfassungsschutz. Da hätten sie sich die Show doch von vornherein sparen können.

fatalist
03.07.2013, 13:47
Die Katzen vorher in Sicherheit gebracht...


NSU-Prozess: Verteidigung fordert, Aussagen der Ermittler nicht zu verwenden

REPORTAGE | KAI MUDRA, 3. Juli 2013, 12:31

http://derstandard.at/1371171408234/NSU-Prozess-Verteidigung-fordert-Aussagen-der-Ermittler-nicht-zu-verwenden


Katzenliebhaberin Zschäpe

Beide Zeugen des Tages schilderten die Terrorangeklagte als eine Katzenliebhaberin. Sie habe noch vor dem Brand in Zwickau ihre Katzen einer Nachbarin übergeben. Das notierten zwei Kriminalisten in Zwickau einen Tag nach einer Unterhaltung mit Beate Zschäpe. Die Aktennotiz fand den Weg in die Ermittlungsunterlagen und nun in den Gerichtssaal. Die wegen Beteiligung an den zehn NSU-Morden Angeklagte, soll auch sinngemäß erzählt haben, dass sie von Böhnhardt und Mundlos zu nichts gezwungen wurde.


Die beiden Ermittler aus Sachsen und Baden-Württemberg führten das Gespräch mit Beate Zschäpe am Abend des Tages, an dem sie sich in Jena der Polizei gestellt hatte. Das war Dienstag, der 8. November 2011. Bis dahin wurde Zschäpe bundesweit von der Polizei gesucht. Sie stand im Verdacht, am Freitag zuvor im sächsischen Zwickau den NSU-Unterschlupf in der Frühlingsstraße 26 in Brand gesetzt zu haben. Und genau deshalb erregt die Aktennotiz mit der Bemerkung zu ihren Katzen vor Gericht nun solches Interesse.
Hauptmeister Andre P. und sein Geständnis... die Ösis werden da ganz schön desinformiert beim Standard.


Zschäpes Verteidigung ließ keinen Zweifel aufkommen, dass sie das Agieren der Ermittler für unzulässig hält, weil ihre Mandantin womöglich mehrere Tage nicht geschlafen habe. Ihr Anwalt beantragte, die Aktennotiz und die Aussagen des Zeugen zu dem Gespräch mit seiner Mandantin nicht in dem Verfahren zu verwenden. Die Begründung: Zschäpe sei damals nicht in der Lage gewesen, die Gesprächssituation richtig einzuschätzen. Als Grund nannte er den Zustand der Angeklagten, weil sie übermüdet gewesen sei.

Puzzle-Teil stützt Anklage
Bundesanwalt Herbert Diemer wertete die Aussagen der Zeugen trotzdem als ein Puzzle-Teil, welches die Anklage stützt. Am nächsten, insgesamt 18. Verhandlungstag am Mittwoch wird die Befragung des BKA-Beamten fortgesetzt. (Kai Mudra, derStandard.at, 3.7.2013)


Kai Mudra ("Thüringer Allgemeine") stellt den Text freundlicherweise dem STANDARD zur Verfügung, da dieser keinen Platz im Gerichtsaal bekam.

Dieselbe Passage vom selben Autor bei der Thüringer Allgemeinen:


Beide Zeugen des gestrigen Tages schilderten die Terrorangeklagte als eine Katzenliebhaberin. Sie noch vor dem Brand in Zwickau ihre Katzen einer Nachbarin übergeben. Das notierten zwei Kriminalisten in Zwickau einen Tag nach einer Unterhaltung mit Beate Zschäpe. http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Verteidigung-Zschaepes-Gespraech-mit-Polizisten-nicht-verwertbar-2075825083


Sollte sie wirklich während der Plauderei mit den beiden Kriminalbeamten beim Essen und Rauchen im Dienstzimmer des einen so etwas gesagt haben? Einer der Nebenklageanwälte wollte es genau wissen: "Sind sie sich sicher", fragte er den Zeugen Andrè P. Der 47-jährige Kriminalist hatte gemeinsam mit einer Kollegin den Aktenvermerk über das Gespräch mit der Angeklagten gefertigt.

Der Nebenkläger wollte wissen, ob Zschäpe wirklich erzählt hat, die Katzen noch vor dem Brand einer Nachbarin übergeben zu haben. Denn wenn es so gewesen war, hätte sie ja von dem Brand gewusst, bevor er ausgebrochen ist.

Der Zeuge konnte sich im Gerichtssaal nicht mehr genau erinnern. Betonte aber, dass seine Aufzeichnungen stimmen würden. Zschäpe soll sich in dem damaligen Gespräch mehrfach nach dem Befinden ihrer Katzen erkundigt haben. Das glaube ich nicht. Die Schwäbin hat da nichts mit zu tun, sie war nicht als Zeugin geladen. Warum nicht :?

Der Andre P., Kriminalhauptmeister, will sich nicht erinnern, ob die Zschäpe ein volles Geständnis ablegte? Wird wegen Brandstiftung verhaftet, und der weiss das nicht mehr?

Bullshit ist das. Der war etwas übereifrig. Seine "2 Tage Ruhm" wollte er nutzen.

fatalist
03.07.2013, 13:59
Sie hasse zwar das von ihr veröffentliche Polizeifoto, aber vielleicht sei es ganz gut so, denn dann könne sie später niemand erkennen. Zschäpe soll auf der Fahrt blonde Haarsträhnen getragen haben. Der Zeuge berichtete auch, dass sich die Gefangene mehrfach über die Bedingungen in der Haftanstalt in Köln beklagt habe. Die Zelle sei zu kalt und es gebe kein warmes Wasser. Nazi-Code? hat sie 18 gesagt?



Auf einen Vorhalt des Gerichts erinnerte sich der Zeuge auch wieder daran, dass die Gefangenen ihm damals gesagt habe, dass sie eine Tätigkeit als Hausmädchen im Kölner Gefängnis nicht angenommen habe, weil ir die Arbeit zu schwer gewesen sei und es zu wenig Freizeit gebe.

Beate Zsschäpe soll sich auf der Fahrt mehrfach kritisch über ihren Verteidiger,
Wolfgang Heer, geäußert haben. So kritisierte sie, dass er öfter in der Presse aufgetaucht sei. Zudem habe die sie sich geärgert, dass Auszüge aus Akten immer wieder in den Medien verbreitet wurden. Nach den Angaben des Zeugen soll die Gefangene Vermutungen darüber geäußert haben, dass es Verbindungen zwischen ihrer Verteidigung und Medien geben könne. fast richtig, Beate. Fast. Dienste statt Medien, dann passt es wohl.

Die Medien werden von den Nebenklägern gefüttert. Alle Antifa-Anwälte sind dabei ;)

fatalist
03.07.2013, 14:18
11.50 Uhr: Zschäpe war irritiert über Breivik-Brief

Nun können Fragen gestellt werden. Die Bundesanwaltschaft hat keine, die erste Nebenkläger-Anwältin erkundigt sich erneut nach dem Aussageverhalten. Laut des Vermerks, die die beiden Beamten einen Tag nach der zweitätigen Reise angefertigt hatten und der der "Welt" vorliegt, habe sie gesagt, dass sie "nur vollständig" aussagen würde, da sie niemand sei, der "nicht zu seinen Taten stehe", erinnert sich Rainer B.

Allerdings hätten die Anwälte ihr abgeraten. Ein Anwalt will wissen, wie Zschäpe auf den Breivik-Brief reagiert habe. Nach dem Eindruck des Beamten war sie irritiert über den Brief. Sie habe sich gefragt, was der überhaupt von ihr wolle.



11.42 Uhr: Großer Ärger über einen kleinen Vermerk

Götzl will wissen, wie sich Beate Zschäpe auf der Fahrt verhalten hat. "Es lief alles in einer freundlichen Atmosphäre ab, war sehr sachlich. Sie beteiligte sich an dem Gespräch und war stets ruhig und sachlich", sagt der Beamte. Nur einmal habe sie sich geärgert: In einem Vermerk des Sicherheitsbeauftragten der JVA Köln wurde sie als "bauernschlau", was sie als "Beleidigung" empfunden habe.



11.29 Uhr: Zschäpe, eine "Meisterin im Verdrängen"

Die Vernehmung von Rainer B geht weiter. Er berichtet weiter von der damaligen Unzufriedenheit Zschäpes mit den Verteidigern. Sie würde die ja jetzt nicht mehr los und wollte daher einen dritten bestellen. Zschäpe wollte, dass ihre Mutter sich an die Bundesanwaltschaft wendet.

Weiter erzählte Zschäpe, dass der Verteidiger Heer sie ermuntert hätte, ein Interview von Zschäpes Mutter mit dem Journalisten John Goetz von "Panorama" zuzulassen. Das wäre "von Vorteil".

Ihr anderer Verteidiger, Wolfgang Stahl, sei immer "einer Meinung mit Heer", erinnert sich Rainer B. an einen Zschäpe-Satz.


Er gibt weiter auf Nachfrage von Götzl an, dass die Beamten völlig klar gemacht hatten, dass der Inhalt des Gesprächs in einem Vermerk landen würde. Alle um sie herum wollten etwas von ihr, sagte Zschäpe auf der Fahrt. Entweder Geld, Informationen, Interviews oder Ermittlungsansätze. Sie frage sich mittlerweile, ob sie "an Paranoia" leide, sagte Zschäpe im Bus, so Rainer B. Gleichzeitig bezeichnete sich als "Meisterin im Verdrängen", insbesondere, was ungünstige Aussagen beim Aktenstudium anginge. http://www.welt.de/politik/deutschland/article117666019/Zschaepe-war-irritiert-ueber-Brief-von-Breivik.html

Den Anwälten traue ich kein Stück weit...



12.47 Uhr: Mittagspause
Götzl fragt, wie das Familienverhältnis nach der Festnahme war. Sie wisse es zu schätzen, dass ihre Familie nach wie vor zu ihr steht, habe Zschäpe nach der Erinnerung von Rainer B. gesagt. Götzl legt die Mittagspause ein. Weiter geht es um 14.00 Uhr.

12.45 Uhr: Zschäpe setzte Themen selbst
Sturm will wissen, wer der dienstliche Vorgesetzte von Rainer B. ist. Sie will klären, ob es die Anweisung gab, Zschäpe informatorisch zu befragen. Der Beamte bestreitet, dass es eine solche gab. Vielfach kamen die Themen von Zschäpe selbst, sagt er.


12.30 Uhr: Warum kam Fehmarn zur Sprache?
Zschäpe-Anwältin Anja Sturm will wissen, wann Rainer B. den zuletzt auf Fehmarn war. "Vor mehr als zehn Jahren", antwortet der Beamte. "Es verwundert, wie sie zufällig im Rahmen eines Gesprächs auf die Insel Fehmarn zu sprechen kamen. Daran gab es kein dienstliches Interesse?" will sie wissen.


"Ich wusste, dass es entsprechende Ermittlungsergebnisse gibt und daher habe ich mal das Stichwort Fehmarn fallen gelassen", sagt Rainer B. jetzt. "Hätte ja sein kommen, dass da noch mehr kommt. Sturm will wissen, warum der Beamte das Buch "Die Zelle" ausgerechnet auf der Fahrt gekauft und Zschäpe zu lesen gegeben hat. "Hat sich so ergeben", sagt er nur.


12.24 Uhr: "Kein Vertrauensverhältnis zu Anwälten"
Stahl will Näheres über die im Bus bekundete Unzufriedenheit Zschäpes mit den Verteidigern wissen. Was haben die Beamten dazu gesagt? Nur, dass ein Anwalt "das beste für den Mandanten" rausholen würde. Stahl vermutet, dass die Beamten das Vertrauensverhältnis zwischen der Mandantin und den Verteidigern gezielt untergraben wollten. "Das Vertrauensverhältnis zu den Anwälten hat zu diesem Zeitpunkt nicht bestanden", sagt der Kripo-Beamte.


12.19 Uhr: Plante das BKA eine Vernehmung im Biergarten?
Wollte das Bundeskriminalamt Zschäpe im Biergarten vernehmen? Stahl fragt, ob es konkrete Angebote gab, unter welchen Umständen eine Vernehmung stattfinden könnte. Stahl hält ihm vor, dass es das Angebot gegeben haben soll, man könne auch am Rheinufer oder im Biergarten reden. Rainer B. dementiert nicht, sagt: "Daran habe ich keine Erinnerung".


Auch sollen die beiden das Angebot gemacht haben, dass Zschäpe sie "jederzeit anrufen" könne. Und "eine Sache" fällt ihm auf Nachfrage ein: Die Bundespolizei habe eine Aufnahme gemacht, als Zschäpe vom VW-Bus ins Gefängnis gebracht wurde. Es sei eine nicht mit dem BKA abgesprochene "Einsatzdokumentation" gemacht worden.

12.05 Uhr: Verteidiger fühlen Zeugen auf den Zahn
Jetzt fragen die Zschäpe-Verteidiger. Wolfgang Stahl will wissen, wer entschieden hat, dass Rainer B. auf die Reise geschickt wird. Rainer B. weiß dies nicht, dürfte aber auch auf die Frage nicht antworten – seine Aussagegenehmigung bezieht sich nur auf die Fahrt. "Ich habe mich sicherlich nicht selbst eingeteilt."

Stahl hält dem Zeugen ein Schreiben seines Kollegens Heer an die Bundesanwaltschaft vor, in dem dieser ausdrücklich darum bittet, seine Mandantin weder zu vernehmen noch "informatorisch zu befragen".
An das Schreiben erinnert sich Rainer B. Mit der Vorbereitung der Fahrt sei er aber nicht betraut gewesen.

Stahl hält dem Zeugen eine Gesprächsnotiz vor, nach der Heer mit dem zuständigen Staatsanwalt bei der Bundesanwaltschaft gesprochen habe und die Bitte erneut vorgetragen haben, "keine Vernehmungsversuche" zu unternehmen. "Haben wir ja auch nicht gemacht", sagt Rainer B. "Hatte ihre Anwesenheit denn ein bestimmtes Ziel, außer der Betreuung der Mandantin?", fragt Stahl.


"Wir haben nach dem zu erwartenden Aussageverhalten gefragt", antwortet der Beamte. "Es war aber keine Vernehmung, und Frau Zschäpe war froh, mal eine andere Meinung zu hören und war mit ihren Anwälten sehr unzufrieden", gibt der Polizist zurück. Es ist das vierte Mal, dass er die Unzufriedenheit von Zschäpe mit den Verteidigern erwähnt. Stahl hakt nach, will wissen, ob Rainer B. zum Aushorchen von Beate Zschäpe eingeteilt wurde. Auch die Fehmarn-Bemerkung von Rainer B. im Bus sei "rein zufällig" gefallen.
Rainer B. ist ein Frauenversteher. Kauft ein Buch, kann so schön plaudern, 37 Jahre alt, ebenso wie Zschäpe, ein Charmeur ganz sicher.

Gefickt eingeschädelt, das BKA liess nichts unversucht :D

fatalist
03.07.2013, 15:07
Wie war das mit den Anwälten?

Zschäpe irrte durch Jena, am 7.11.2011...


Am Montag erscheint sie um 13.25 Uhr auf einer Wache in Jena und sagt: "Ich bin die, die Sie suchen." Davor soll Zschäpe nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ziellos durch Jena geirrt sein auf der Suche nach einem Rechtsanwalt. In einer Kanzlei soll sie abgewiesen und an einen Strafrechtsexperten verwiesen worden sein, der das Mandat nun auch übernommen hat. Die Kanzlei dementiert, mit Zschäpe Kontakt gehabt zu haben.
Der Spiegel, am 16.11.2011. Über Montag, den 7.11.2011.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/zwickauer-terrorzelle-auf-den-spuren-des-rosaroten-panthers-a-798289.html

Zschäpe geht nicht zu RA Dr. Eisenecker, den Wohlleben 1999 mit Carsti aufsuchte, wegen Zschäpe.
Sie ging auch nicht zu Rechtsanwalt Gerd Thaut nach Gera, der 2003 eine Rückkehr in die Legalität verhandeln wollte.

Zu wem ging sie denn am Dienstag, den 8.11.2011?


Die drei [ Heer, Stahl, Sturm] sind nicht auf Vermittlung alter Seilschaften zu dem Mandat gekommen, sondern durch die Vermittlung eines Kollegen. Als Beate Zschäpe sich nach dem Selbstmord ihrer Kameraden am 8. November 2011 stellte, ging sie in Begleitung einesihr bekannten Anwalts zur Polizei in Jena. Der erkannte schnell, dass die Angelegenheit für ihn eine Nummer zu groß war und rief den Kölner Kollegen Wolfgang Heer an. Der wurde der erste Pflichtverteidiger... http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Beate-Zschaepe-holt-sich-starkes-Verteidiger-Team-id25077236.html

Wer war dieser Anwalt in Jena, und wie kam Zschäpe zu ihrem Verteidiger Heer, der dann Stahl und Sturm "ins Boot holte"?

M. A. Bischoff
03.07.2013, 15:41
Zschäpe geht nicht zu RA Dr. Eisenecker
Zu wem ging sie denn am Dienstag, den 8.11.2011?
Das wäre auch schlecht gegangen; denn Dr. Eisenecker (der auch mein Anwalt war), ist leider schon 2003 verstorben.

fatalist
03.07.2013, 15:55
Das wäre auch schlecht gegangen; denn Dr. Eisenecker (der auch mein Anwalt war), ist leider schon 2003 verstorben. :auro: Danke!

fatalist
03.07.2013, 16:37
14.27 Uhr: Verteidiger wollen Verwertung unterbinden

Die Verteidiger von Zschäpe stellen einen Antrag auf Verwertungsverbot der Aussage von Rainer B. Er habe im Juni 2012 eine unzulässige Vernehmung der Angeklagten durchgeführt. Er habe zugegeben, dass er gezielt für eine Befragung ausgewählt werden, weil er über sehr viel Hintergrundwissen verfüge. Immer, wenn ein Thema erschöpft gewesen war, habe er einen neuen Komplex angeschnitten. "Es ging eindeutig darum, Frau Zschäpe zu vernehmen", so Sturm.

Auch die Erwähnung der RAF-Terroristen habe nur dem Zweck gedient, sie zu einer Aussage zu bewegen. Stahl ergänzt, dass eine Zusage der Bundesanwaltschaft vorlag, dass es zu einem solchen Gespräch nicht kommen würde und dann eine Situation mit zwei erfahrenen Beamten geschaffen wurde, der sich die Mandantin nicht entziehen konnte. Die Bundesanwaltschaft sieht es nicht als bewiesen an, dass es eine unerlaubte Vernehmung gegeben hat.


14.24 Uhr: Gelächter zur Entlassung des Zeugen

Der Zeuge Rainer B. war in vielen Ermittlungskomplexen beteiligt. Es ist jetzt unklar, ob er noch zu anderen Ermittlungen befragt werden soll oder ob er heute entlassen werden kann. "Ich komme gerne wieder", sagt Rainer B. und erntet Gelächter. Damit wird er entlassen.


14.12 Uhr: Gute Stimmung beim Transport

Nach der Mittagspause befragt der Zschäpe-Gutachter Prof. Henning Saß den Zeugen. "Wie war ihre Stimmung?", fragt er den Polizisten. "Gut", antwortet Rainer B. Trübungen in ihrer Stimmung habe er nicht bemerkt. Der Gutachter fragt nach Zeichen von Ermüdung und Konzentrationsstörungen. "Ich hatte nicht den Eindruck", sagt der Beamte. Über die beiden Uwes wurde nicht gesprochen.
Die rheinische Frohnatur geht, Frank L. ist wieder dran.



14.40 Uhr: Zschäpe erkundigte sich nach ihren Katzen

Es wird die Vernehmung des Zeugen Frank L. vom Dienstag fortgesetzt. Der BKA-Beamte begleitete Zschäpe bei der Überführung von der JVA Köln nach Karlsruhe, wo ihr der erweiterte Haftbefehl (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und zehnfacher Mord) eröffnet wurde.


Heer befragt den Zeugen nach den Begleitumständen. Es war noch eine weitere Polizistin der sächsischen Landespolizei dabei, die Zschäpe "Möhrchen" anbot, sagt der Beamte. Frank L. übergab ihr bei einem weiteren Termin eine Brille in der JVA; Heer fragt, ob Zschäpe "etwas unterschreiben sollte". Der Beamte verneint. Dafür erkundigte sich Zschäpe nach ihren Katzen, die im Tierheim landeten.


14.59 Uhr: "Es ging um die Brille, die Katzen und den Keller"

Stahl fragt, ob Zschäpe den Beamten gefragt habe, ob ihr Anwalt beim Gespräch dabei sein könne. L. weiß es nicht mehr. "Wollten sie weitere Informationen einholen?", fragt Stahl. "Nein, es ging um die Brille, die Katzen und der Verbleib von Gegenständen im Keller des abgebrannten Hauses", sagt Frank L. "Trifft es zu, dass Sie nach der Befragung durch den Ermittlungsrichter versucht haben, Informationen zu erlangen, obwohl Sie wussten, dass Sie keine Angaben machen wollte?" - "Mein Interesse an Angaben war weiterhin vorhanden, ja." Der Zeuge wird entlassen.


15.12 Uhr: Anwälte kämpfen gegen Zeugenaussagen


Die Zschäpe-Verteidigung widerspricht auch dieser Vernehmung, weil gegen grundlegende strafprozessuale Vorschriften verstoßen wurde. Zschäpe wurde in den Augen der Anwälte vernommen, die Vernehmung wurde zu einem Gespräch herabqualifiziert. Die Bundesanwaltschaft widerspricht: Es gibt kein generelles Kontaktaufnahmeverbot, zudem sei die Beschuldigte stets korrekt belehrt worden.
Das ist alles nur Show. Ablenkung. Hätte man Beweise, brauchte man dieses ganze Blafasel nicht.

Kommentare von DIE WELT

Ich frage mich, was alle diese kleinen, netten Geschichtchen und Anekdoten mit der "Wahrheitsfindung" zu tun haben. Jetzt sind bereits 18 (!) Gerichtstage vergangen und ich behaupte, dass das Gericht, die Zuhörer, die Presse und wir Außenstehenden noch immer nicht mehr Relevantes wissen als zu Prozeßbeginn. Und ich gehe sogar jede Wette ein, dass das auch so bleiben wird. Unter diesen Umständen kann sich der Prozeß noch viele Monate hinziehen und wie sich alles wirklich zugetragen hat, wird niemals aufgeklärt werden.


Lesen sie andere Medien zu diesen fall und merken das nicht alles der Wahrheitsfindung dient.



die Bürger wollen beweise, klare beweise für den vielfach Mord.

fatalist
03.07.2013, 16:44
15.56 Uhr: Morgen geht es um die Waffenübergabe

Der Sitzungstag geht zu Ende. Am Donnerstag werden zwei Ermittler geladen, die sich mit der Waffenübergabe beschäftigt haben.



15.44 Uhr: Nebenkläger sehen Aufklärungsbedarf

Der Hamburger Anwalt Bliwier aus der Kanzlei BDK antwortet auf die Bundesanwaltschaft. "Ihre Aussage zeigt, wie wichtig es ist, dass die Nebenklage hier sitzt", sagt er. Niemand wolle einen Untersuchungsausschuss einsetzen, es seien hier aber konkrete Verbindungen zwischen den Tatorten Kassel und Dortmund in der rechten Szene offenbar geworden. Hier gebe es Aufklärungsbedarf im Sinne der Strafprozessordnung. Ein Anwalt schließt sich dem Antrag an.



15.42 Uhr: Notizbuch eines Polizisten bleibt geheim

Greger widerspricht auch dem Antrag einer Nebenklage-Anwältin, das Notizbuch des Zeugen Andre P. zu beschlagnahmen, der als Polizist einer der ersten war, der mit Zschäpe nach ihrer Festnahme gesprochen hatte. Dies sei überflüssig, weil der Zeuge "zeitnah" einen Vermerk über den Gesprächsverlauf angefertigt hatte.


15.34 Uhr: Was wird aus der "Dortmunder Spur"?

Staatsanwältin Anette Greger ergänzt die Ausführungen. Die Anklage unterstützt zwar die Ladung zweier Zeugen, nämlich den Neo-Nazi Tino B. und einen weiteren Ermittler. Allerdings weisen die Staatsanwälte die Verfolgung der "Dortmunder Spur" zurück.
Dabei ging es um den Briefkontakt von Zschäpe zu dem Dortmunder Rechtsextremisten Robin S., der auch Kontakte zur Kasseler Neo-Nazi-Gruppe "Sturm 18" hatte. Dies hält für die Bundesanwaltschaft für eine "Spekulation". Am 2.4.2006 und am 4.6.2006 ermordete der "NSU" zwei Männer in Dortmund und Kassel.


15.30 Uhr: Streit über weitere Beweisanträge

Es werden Erklärungen und Stellungnahmen abgegeben. Die Bundesanwaltschaft tritt einem Beweisantrag vom Nebenkläger-Anwalt Thomas Bliwier entgegen, der weitere Zeugen vorladen wollte. "Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen neun Beschuldigte und unbekannte Unterstützer der Gruppe", so Bundesanwalt Dr. Herbert Diemer.

Aber das Verfahren müsse auf der Grundlage der Anklage weitergeführt werden, das Beschleunigungs- und Konzentrationsgebot gebiete es, dass weitere Ermittlungen außerhalb der Hauptverhandlung geführt werden. Das Chaos geht also weiter: Morgen nicht weitere Polizisten, keine Schwäbin die Andre P.s Aussagen bestätigen könnte, auch keinen Polizisten, der beim Ausflug nach Gera dabei war, sondern wieder "Waffenübergabe"... "damals in der Galeria Kaufhof, als wir alles abhörten, niemand sahen und nichts merkten?"

fatalist
03.07.2013, 17:31
Warum berichteten Nachbarn am 4.11.2011, dass das Haus in Zwickau seit einem halben Jahr unbewohnt war?


Wohnhaus in Zwickau explodiert
04.11.2011, 18:58 Uhr | dapd

In Zwickau ist am Freitag ein Wohnhaus explodiert. Die Doppelhaushälfte im Stadtteil Weißenborn brannte laut Polizei völlig aus. Ob sich Menschen zum Zeitpunkt der Explosion in dem Haus aufhielten, war zunächst unklar.
Die Flammen und die Schäden verhinderten bis zum Abend die Suche nach möglichen Opfern, wie die Polizei mitteilte. Die andere Hälfte des Doppelhauses blieb demnach weitgehend unversehrt. Zwei Menschen hatten sich von dort aus rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Nachbarn zufolge soll das Haus seit einem halben Jahr unbewohnt sein. Von der Explosion betroffen gewesen sei auch ein leer stehendes Restaurant im Erdgeschoss. Den Sachschaden an dem einsturzgefährdeten Haus schätzt die Polizei auf einen Betrag in sechsstelliger Höhe. http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_51198728/explosion-in-zwickau-doppelhaushaelfte-voellig-zerstoert.html
2 Kommentare zu Gasheizungsexplosionen dort...




5 November 2011 | Von dapd

Haus in Zwickau explodiert - Polizei sucht nach möglichen Opfern


Zwickau - Nach der Explosion eines Wohnhauses im sächsischen Zwickau am Freitagabend haben die Abrissarbeiten begonnen. Nach wie vor werde nach möglichen Todesopfern gesucht, teilte die Polizei mit. Es sei bislang unklar, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Personen in der Doppelhaushälfte im Stadtteil Weißenborn aufgehalten haben. Wegen der Einsturzgefahr konnte das Gebäude auch nach den Löscharbeiten nicht betreten werden.

Nach Angaben von Augenzeugen ist das Gebäude seit einem halben Jahr unbewohnt. Anderen Quellen zufolge sollen darin drei Menschen gelebt haben. Am Abend begannen die Einsatzkräfte, die Substanz des Hauses mit einem 70-Tonnen-Bagger abzutragen. Auf der Straße wurde Erde aufgeschüttet, damit das schwere Fahrzeug die Fahrbahn nicht beschädigt. Ein Baum musste gefällt werden, um Platz zu schaffen. Etwa 20 Polizeibeamte waren vor Ort, auch Feuwerwehr und Technisches Hilfswerk beteiligten sich an den Arbeiten. Es sei damit zu rechnen, dass der Abriss noch die ganze Nacht über andauern werde, hieß es.


Das Haus war gegen 15 Uhr aus zunächst unbekannten Gründen explodiert und anschließend ausgebrannt. Das Feuer griff auch auf ein leerstehendes Restaurant im Erdgeschoss über. Der Sachschaden liegt Schätzungen der Polizei zufolge im sechsstelligen Bereich.


Die andere Hälfte des Doppelhauses blieb weitgehend unversehrt. Zwei Menschen hätten sich von dort aus rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Der Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt.
http://news.de.msn.com/polizeifunk/polizeifunk.aspx?cp-documentid=159695085


Und der MDR:


Zwickau


Bewohner von explodiertem Haus weiter vermisst


Nach der Explosion eines Wohnhauses im Zwickauer Ortsteil Weißenborn werden die drei Bewohner des Hauses weiter vermisst. Polizisten durchsuchten am Sonnabend mit Spürhunden das Gebäude, fanden aber keine Menschen darin - weder lebendige noch tote. Es war befürchtet worden, dass sich die Bewohner während der Explosion im Haus aufgehalten haben und möglicherweise ums Leben gekommen sind.

Ein Polizeisprecher sagte, "in den Trümmern befinden sich keine Leichen. Wir wissen aber nicht, wo die drei Bewohner abgeblieben sind." Sicher sei nur, dass das Haus bewohnt und in einem guten Zustand war. Die Doppelhaushälfte war am Freitag explodiert und ausgebrannt. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt. Auch der Einsatz der Spürhunde am Sonnabend hat nach Angaben der Polizei keine neuen Anhaltspunkte erbracht. Bevor Einsatzkräfte die Ruine betreten konnten, mussten wegen der Einsturzgefahr einige Wände abgestützt und das Dach abgetragen werden. Der Schaden wird derzeit mit mindestens 100.000 Euro beziffert. Die andere Doppelhaushälfte blieb vom Feuer weitgehend unbeschadet.

Zuletzt aktualisiert: 05. November 2011, 10:20 Uhr

1 Kommentar



1. katrin rolle:




hallo. [...] .hoffentlich ist nichts böses passiert.irgendwo müssen die ja sein. | Vermerk der MDR Online-Redaktion: Kommentar wurde zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte gekürzt. Wen vermisste denn Katrin Rolle dort aus dem Haus? Sie nannte ja Namen... und wusste, wer dort wohnt...

Rolle Katrin u. Frank
Südstr. 48, 06110 Halle

in Halle war Zschäpe ja angeblich nach ihrer Flucht... unbewohntes Haus :?

solaris
03.07.2013, 18:46
Guuude!

etwas O.t ,aber witzig:

Nach NSU jetzt NSA:
Verfassungsschutz: Ausspähprogramm PRISM war nicht bekannt (http://www.heise.de/meldung/Verfassungsschutz-Ausspaehprogramm-PRISM-war-nicht-bekannt-1910417.html)sischer, sischer!

:crazy::nhss::gwitz:

Die Besten der Besten der Allerbesten!

Don
03.07.2013, 19:16
Guuude!

etwas O.t ,aber witzig:

Nach NSU jetzt NSA:
Verfassungsschutz: Ausspähprogramm PRISM war nicht bekannt (http://www.heise.de/meldung/Verfassungsschutz-Ausspaehprogramm-PRISM-war-nicht-bekannt-1910417.html)

sischer, sischer!

:crazy::nhss::gwitz:

Die Besten der Besten der Allerbesten!

Blöd daß Markus Wolf schon ablebte. Eine fähige Regierung hätte den 1990 zum Gesamtchef der deutschen Dienste gemacht.

brain freeze
03.07.2013, 19:40
PUA-Theater in Bayern...

http://www.sueddeutsche.de/bayern/nsu-ausschuss-im-landtag-wohl-kein-einheitlicher-abschlussbericht-1.1710410

Worüber streiten die sich?
Die Einen meinen, der Staat sei verstrickt in den NSU?
Die Andern meinen das nicht?

Iwo, das sind sich alle einig: Der NSU wars, und der Staat war nie nicht beteiligt :ätsch:



Theater, nichts weiter. Polizeiversäumnisse sind kein Thema, aber alles nur Pleiten Pech und Pannen beim Verfassungsschutz. Da hätten sie sich die Show doch von vornherein sparen können.

Muss nichts bedeuten, aber ...


[...] macht Schindler klar, dass der Verfassungsschutz nicht so bleiben könne, wie er ist. Es stelle sich beispielsweise die Frage, ob die Behörde weiterhin die Zuständigkeit etwa für die organisierte Kriminalität behalten soll. [...]

http://www.sueddeutsche.de/bayern/nsu-ausschuss-im-landtag-wohl-kein-einheitlicher-abschlussbericht-1.1710410

Es gibt da eine recht interessante Eigendarstellung des bayerischen Innenministeriums. Gut, fraglich, ob diese Aufgaben wirklich mit VERFASSUNGSSCHUTZ zu tun haben oder im Grunde Polizeiaufgaben sind, aber ist letzlich nebensächlich, was auf dem Türschild der Beamten steht. Die SPD-Forderung ist zumindest seltsam. Vielleicht nur Polit-Atkionismus oder aber doch so was wie: Ihr legt uns nicht noch mal rein wie beim NSU, Strafe muß sein!



[...] Außerdem spielt die Kooperation mit Sicherheitsbehörden über Landes- beziehungsweise Staatsgrenzen hinaus eine immer wichtigere Rolle im Kampf gegen Organisierte Kriminalität, da die Strukturen international vernetzt sind. Innerhalb einer Arbeitsgruppe der europäischen Inlandsnachrichtendienste zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität hat das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz die Koordinierungsfunktion für Deutschland übernommen und ist zentraler Ansprechpartner für ausländische Nachrichtendienste.

Die Aufgabenschwerpunkte im Bereich der Organisierten Kriminalität sind für das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz die Rockerkriminalität, die italienische Mafia sowie OK-Gruppierungen aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), dem Balkan und der Türkei.



http://www.stmi.bayern.de/sus/verfassungsschutz/organisiertekriminalitaet/index.php

solaris
03.07.2013, 19:41
Blöd daß Markus Wolf schon ablebte. Eine fähige Regierung hätte den 1990 zum Gesamtchef der deutschen Dienste gemacht.

Wer bei der NSU-Sache noch zögerlich war(Staatsterroristische Züge,Geheimdienstliche Verwicklungen und Finanzierung,Gladio-Strukturen),der weiß es spätestens jetzt.Wenn jemand etwas derartiges nicht wissen will,kann,muss,ist völligst fehl am Platz oder hat ganz andere Ziele.
Davon,daß sie das nicht kritisieren können,was sie selbst gern wollen,reden wir erst gar nicht.NSU/NSA wird zum Supergau der hiesigen Prominenz im Doppelpack.Recht so!

Fristlos entlassen. Sofort.
Wegen erwiesener Totalunfähigkeit.
Pensionsansprüche streichen.
Und dann wegen Landesverrats und sonstigem gegen die Deppen ermitteln.Der deutsche Michel ist äußerst leidensfähig,muss man schon sagen.
Erst das Märchen der NSU und jetzt die nächste Breitseite Ahnungslosigkeit
Alle Achtung!

fatalist
03.07.2013, 19:47
Zwickau, ein inszenierter Tatort ???

Man nehme ein seit einem halben Jahr "unbewohntes Haus". (Aussage von Nachbarn am 4.11.2011)
Dort befindet sich ein Ausweichquartier für "unser Trio aus Jena".
Ab und zu sind die auch noch dort, aber meistens nicht. Daher sind auch Wasser/Stromverbrauch "zu niedrig", wie später festgestellt werden wird. Der Hauptwohnsitz ist längst woanders... seit einem halben Jahr ungefähr...

Dieses Haus bekommt zum 1. September 2011 einen neuen Verwalter, Volkmar Escher aus Aue, der am 6.09. dort in der Wohnung "den Herrn Dienelt" trifft, die haben einen Termin. Der Herr Dienelt hat keine Segelohren, also ist es nicht Böhnhardt, das weiss Herr Escher noch genau. Mehr nicht. Mundlos erkennt er nicht auf Fotos.
Am 7.09. wird die Sparkasse in Arnstadt überfallen. (Wohnmobil 4.09.-9.09. ausgeliehen lt. Anklage)

Wie geht das zusammen? Gar nicht...

Ein oder 2 Wochen später trifft Volker Escher zu einem 2. Termin "wegen Küchenfliesen" dort eine Frau, die er vor Gericht als Susann Eminger erkennt. Nicht als Beate Zschäpe. 4 Fotos, er wählt Susann Eminger aus. Zschäpe lächelt im Gerichtssaal... das war also um den 13.9. bis 20.09.2011,
Die Dachwohnungen werden fleissig modernisiert...

Am 24.10.2011 macht die Stadt Zwickau ein Foto vom Haus, KEINE Blumenkästen vor den Fenstern.
Am 5.11. oder 6.11.2011 findet man Überwachungskameras im Schutt, in Blumenkästen mit Plastikblumen getarnt.
Gärtnerin Zschäpe und Plastikblumen...

Am 25.10.2011 wird das Womo abgeholt, es wird beladen, und sie sind weg... ich behaupte, keiner ist jemals zurückgekehrt dorthin.

Am 25.10.2011 geht auch die Miete beim Verwalter ein: 740 Euro von "Lisa Pohl".
Einen Monat vorher kam die Miete von einem anderen Konto: "Lisa Dienelt"
Warum ein anderes Konto? Weil die 3 die Zweitwohnung Frühlingsstrasse 26 aufgeben wollten zum 30.10.2011.

Also zahlte jemand anders die Miete weiter, von einem anderen Konto. Die wurde nämlich noch gebraucht.

Am 4.11.2011 weist Volkmar Escher die Handwerker Heiko Pillat und Rene Kaul ein, sieht aber Zschäpe nicht. Die Handwerker sehen sie auch nicht an diesem Tag. Um 14:45 machen die Handwerker Feierabend, fahren zum Bäcker (80 m mit 2 Autos), um dort den Heizungsbauer zu treffen.

Um 15:00 Uhr kommt eine Frau mit 2 Katzenkörben im roten Mantel angelaufen, sie scheint aus der Wohnung des Trios zu kommen. Die trifft eine Nachbarin, die Bude explodiert, sie ruft "Scheisse, ruft die Feuerwehr" und läuft davon.


Das Doppelhaus ist auch als Siedlerheim bekannt. "Wir wissen von zwei Personen aus der nicht betroffenen Hälfte, dass sie sich unmittelbar nach der Explosion selbst in Sicherheit bringen konnten", sagte Polizeisprecher Oliver Wurdak am Nachmittag. Später wurde bekannt, dass auch eine Frau beobachtet worden war, die aus der anderen Hälfte gelaufen war. Allerdings weiß keiner, um wen es sich dabei handelte.
Freie Presse, 4.11.2011 http://opeljunkies.car4um.de/f4t2405-explosion-in-zwickauer-haus.html

Das deckt sich mit den anderen Aussagen:


Zwei Handwerker im Nebeneingang konnten sich nach der Explosion selbst in Sicherheit bringen http://www.blaulichtfahrzeuge.net/v2/displayimage.php?album=9516&pid=12833#top_display_media

Ob das Heiko P. und Rene K. waren, ist zweifelhaft. Das waren eher die "Explosionsmacher"... der Gasexplosion. Alle Klamotten stinken danach nach Gas (Danke @BoB)

Die Sicherungsarbeiten dauern die ganze Nacht lang, erst am Morgen wird die Wohnung betreten, und um 10:20 meldet der MDR:


Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt. Auch der Einsatz der Spürhunde am Sonnabend hat nach Angaben der Polizei keine neuen Anhaltspunkte erbracht.
Kein Benzinkanister, kein Benzingestank.
http://www.mdr.de/sachsen/zwickau132_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html


Die Polizei setzte am Folgetag mehrere Leichen- und Brandbeschleunigerspürhunde ein, fand aber nichts. Es konnte definitiv ausgeschlossen werden, das sich die vermissten Personen im Gebäude befanden. http://www.blaulichtfahrzeuge.net/v2/displayimage.php?album=9516&pid=12833#top_display_media

Wenn die Frau im roten Mantel Susann Eminger war, wofür Einiges spricht, und Susann in der Wohnung am PC surfte bis 14:32 Uhr, und dann türmte, dann hatte man sie mitsamt der Katzen dort hinbestellt.

Wer hatte das getan?
Warum wurde das Handy ihres Mannes Amdre Eminger gelöscht, und das von Wohlleben?
"Um einen Informanten zu schützen", so Bundespolizeidirektor Meier...

Wer war dieser Informant?
Warum wurde Susann Eminger nicht verhaftet, wenn sie doch dem Trio genauso half wie es ihr Mann tat?
:intelligenz:

solaris
03.07.2013, 20:16
noch ein offtopic (sorry!),aber witzig:

Was ist eigentlich aus dem Typ geworden, der die ganzen NSU-Akten geschreddert hatte? Der arbeitet jetzt für den Bundespräsidenten Gauck (http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/07/03/schredder-mann-arbeitet-nun-dem-bundesprasidenten-zu/). Das passt ja mal wieder alles wie Arsch auf Eimer!
http://blog.fefe.de/?ts=af2aa86a

fatalist
03.07.2013, 20:23
Nicht nur Verwalter Volkmar Escher hat niemals einen der Jenaer gesehen, auch die beiden Handwerker nicht.
Auch wenn sie vor Gericht anderes aussagten.

Heiko Pillath:


Richter Götzl bemüht wieder seine Akten. Aber an viele Aussagen von P., die die Polizei dort notiert hatte ("Ich habe die jungen Leute mal kurz gesehen und auch mal mit ihnen gesprochen") kann er sich nicht mehr erinnern. Die Aussage "Die kamen immer so um 16 oder 17 Uhr heim" erweist sich als bloße Spekulation: Um diese Zeit sei er immer schon weg gewesen, so P. Er sei einfach davon ausgegangen, dass es so war, weil er tagsüber niemand sah. http://www.welt.de/politik/deutschland/article117457934/Arzt-untersucht-Zschaepe-Goetzl-beendet-Sitzungstag.html


Rene Kaul:


Mehrfach habe er die Drei mit Fahrrädern gesehen; er dachte, sie hätten gar kein Auto.
Wie denn, wenn die tagsüber niemals da waren?


Sein Kollege Rene K. (35) erinnerte sich, dass die drei oft auf Fahrrädern unterwegs waren – und Böhnhardt wohl mit Beate Zschäpe liiert war: „Das war der mit den Segelohren!“ BILD http://www.bild.de/regional/chemnitz/beate-zschaepe/so-lebte-die-nazi-braut-in-zwickau-31004842.bild.html

Wie denn, wenn die tagsüber niemals da waren?

Weder der Verwalter noch die Handwerker haben jemals Zschäpe, Mundlos oder Böhnhardt gesehen.
(Zschäpe erst im Gerichtssaal)

Systemhandbuch
03.07.2013, 20:37
Thema Keupstraße Köln:

Moser legt nach.:D


Die falschen Polizisten aus der Kölner Keupstraße

Quelle (http://www.kontextwochenzeitung.de/ueberm-kesselrand/118/die-falschen-polizisten-aus-der-koelner-keupstrasse-1273.html)

Die zwei Polizisten, die da so schnell zur Stelle waren, sind wohl nicht die Polizisten, die vor dem NSU-Untersuchungsausschuss als besagte Zeugen aussagten.


[...]Die Vertuschungen erreichen eine neue Qualität: Erst wurden dem NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag ein Jahr lang zwei Zeugen zum Bombenanschlag in Köln vorenthalten. Dann schickte die Kölner Polizei zwei Beamte zur Zeugenvernehmung nach Berlin. Doch die Männer waren die falschen. Der Verdacht: Es gab noch zwei andere Polizisten, die sich genau zum Zeitpunkt der Explosion in der Keupstraße aufhielten.[...]

Der stellt wenigstens die richtigen Fragen.:kla:


[...]Doch auch die Fragen zu ihrer Geschichte bleiben: Warum wurden sie nie vernommen? Warum dem Ausschuss zunächst vorenthalten? Warum sagt der Hundeführer Baumeister, sein Hund sei auf Drogensuche spezialisiert, und im internen Register der Polizei ist er als Sprengstoffexperte aufgeführt?[...]

Was läuft da für eine Show ab, ... Wahnsinn.:crazy:

Systemhandbuch
03.07.2013, 20:41
Guuude!

etwas O.t ,aber witzig:

Nach NSU jetzt NSA:
Verfassungsschutz: Ausspähprogramm PRISM war nicht bekannt (http://www.heise.de/meldung/Verfassungsschutz-Ausspaehprogramm-PRISM-war-nicht-bekannt-1910417.html)sischer, sischer!

:crazy::nhss::gwitz:

Die Besten der Besten der Allerbesten!

Vielleicht hat ja Snowden was zum NSU auf seinen drei Laptops.:smoke:

solaris
03.07.2013, 20:46
noch ein Kontext:

war der hier schon?

Kapitulation im NSU-Komplex
http://www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/117/kapitulation-im-nsu-komplex-1270.html

26.6.2013

Mit aller Macht haben Sicherheitsorgane aus Baden-Württemberg versucht, den Auftritt des Verfassungsschützers Rainer Öttinger vor dem NSU-Untersuchungsausschuss zu verhindern – ohne Erfolg. Warum behindert die Landesregierung die Aufklärung des Polizistinnenmordes von Heilbronn?
(....)
Vernommen wurde Öttinger vor Publikum, zwar nicht verkleidet, aber abgeschirmt durch eine Stellwand. Die Hälfte der Sitzplätze auf der Besucherempore war gesperrt, um ja keinen schrägen Blick auf den Zeugen zu ermöglichen. Unter denen, die deshalb draußen bleiben mussten, waren auch Journalisten. Öffentlichkeit light. Das Theater korrespondiert aber durchaus mit dem, was an diesem Nachmittag gesagt beziehungsweise nicht gesagt wurde. Die Angaben von V-Frau Krokus und Krokus-Führer Öttinger können gegensätzlicher nicht sein.
Die Hohenloherin Petra S., zurzeit wohnhaft in Irland, erklärt per Mail und in Interviews, sie sei von 2006 bis 2012 für das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) Baden-Württemberg tätig gewesen. Rainer Ö. sagt: von Juli 2007 bis März 2011. Aber sie habe vorher für den polizeilichen Staatsschutz im Landeskriminalamt gearbeitet.
Von Bedeutung ist vor allem, was Petra S. im Zusammenhang mit dem Polizistenmord in Heilbronn am 25. April 2007 angibt. Im Klinikum Ludwigsburg sei der schwerverletzte Beamte Martin Arnold von einer Krankenschwester, die sich in rechtsextremen Kreisen bewegte, ausgespäht worden. Diese Information habe sie eine Woche nach dem Anschlag ihrem Geheimdienstführer Rainer Ö. mitgeteilt. Der erklärt hinter seiner grauen Sichtschutzwand vor dem Ausschuss: "Ganz klar und eindeutig: nein!" Die Quelle Krokus habe es zu dem Zeitpunkt noch nicht gegeben.
Auf der Adressliste des NSU-Mitglieds Uwe Mundlos steht unter anderem der Name einer Frau aus Ludwigsburg. Sie hat als Krankenschwester im Klinikum Ludwigsburg gearbeitet: Barbara E. Im Juli 2012 wurde sie vom BKA vernommen. Mit welchem Ergebnis?
Seltsam ist auch, dass Arnold nach zwei Tagen aus der Intensivstation in Ludwigsburg weggebracht worden sein soll. Eine entsprechende Information hat Kontext kürzlich über einen Arzt in Ludwigsburg bekommen. Landesinnenministerium und Bundesanwaltschaft verweigerten dazu jede Stellungnahme. Die "Stuttgarter Zeitung" meldete allerdings letzte Woche, einen Tag nach der Kontext-Veröffentlichung in der Ausgabe 116, Arnold sei damals "kurz nach seiner Noteinlieferung in Ludwigsburg ins SRH-Fachkrankenhaus Neresheim verlegt" worden. Das stimmt nicht. Arnold wurde erst am 15. Mai 2007 nach Neresheim verlegt. Das dortige Krankenhaus ist vor allem auf Nachversorgungen und Rehabilitierungen spezialisiert. Die akut- und intensivmedizinische Behandlung Arnolds geschah nach Aktenlage bis zum 14. Mai 2007 in Ludwigsburg. Die Fragen bleiben also: Trifft es zu, dass der Schwerverletzte zwischendrin weggebracht wurde? Wohin? Wie lang? Wer hat das veranlasst? Und vor allem: warum?

Phantombilder ähneln NPD-Mitgliedern

Wenn sich rechtsextreme Kreise in Baden-Württemberg tatsächlich für den verletzten Polizeibeamten interessiert haben, könnte das bedeuten, dass die Täter oder Unterstützer aus dem Land kommen.
Petra S. teilt aus der Ferne mit, sie habe als V-Frau Krokus über NPD-Funktionäre berichtet. Rainer Ö. erwidert vor dem Ausschuss in Berlin, sie habe extrem wenig geliefert. Auch, weil sie selber nicht rechtsextrem und nicht in der Szene war. Petra S. bringt konkrete Personen aus der NPD direkt mit dem Mord in Verbindung. Letzte Woche schrieb das "Haller Tagblatt", zwei Phantombilder möglicher Täter in Heilbronn würden zweien dieser NPD-Leute ähneln. Einem Mann und einer Frau. Keines der gut ein Dutzend Phantombilder, darunter eine Frau, die nach Angaben von Zeugen gefertigt worden waren, wurde bisher veröffentlicht. Kein einziges gleicht jemandem aus dem Trio Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe. Auch der niedergeschossene Beamte Arnold ließ ein Phantombild erstellen. Es zeigt einen Mann mit vollem, dichtem Haar. Er hat den Täter im Rückspiegel kommen sehen.

"Waren Sie am 25. April 2007 in Heilbronn?", will der Ausschuss von Rainer Öttinger wissen. "Nein", antwortet der und ergänzt ungefragt: Auch kein anderer seiner Dienststelle in Schwäbisch Hall sei an dem Tag in Heilbronn gewesen. Der Umgang des Verfassungsschutzamts mit der Quelle Krokus wirft allerdings Fragen auf. Man setzte sie nach ein paar Jahren in der linken Szene ein: gegen die Linkspartei in Stuttgart oder auf Demonstrationen gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Mehrere Verantwortliche des LfV hatten vor dem Ausschuss beteuert, mangels Quellen habe das Amt zu wenig Zugang zur rechtsextremen Szene gehabt und deshalb nicht die Verbindungen nach Ostdeutschland und zum NSU-Trio bemerkt. (Siehe dazu das Protokoll einer Vernebelung (http://www.kontextwochenzeitung.de/fileadmin/content/kontext_wochenzeitung/dateien/117/Protokoll_einer_Vernebelung.pdf).) Warum wird dann dort eine Quelle abgezogen und gegen die linke Szene eingesetzt? Öttingers Antwort überzeugt nicht: Krokus habe eben wenig geliefert




aha!

Kommentar daraus:

"Der NSU-Untersuchungsausschuss ist Teil der Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland geworden." So siehts aus.

Eva Högl, SPD-Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages am 24.6.2013 auf RBB Inforadio:

” Der V-Mann Führer Öttinger hat niemals irgendwelche Hinweise im Zusammenhang mit dem Mord an Michèle Kiesewetter oder dem Mordanschlag auf ihren Kollegen Arnold bekommen.Wir haben da sehr gezielt nachgefragt, denn wir mussten ja recherchieren,ist es evtl. so gewesen,dass schon nach dem Mord an Michèle Kiesewetter Verbindungen zur rechtsextremen Szene offenkundig waren. Das ist ja bisher immer bestritten worden.Wir haben aber keinen Beleg dafür gefunden, dass man schon zu diesem Zeitpunkt Verbindungen in die rechtsextreme Szene hätte annehmen müssen.”

Högl am selben Tag vor Vernehmungsbeginn:

” Von der Vernehmung des V-Mann Führers der V-Frau Krokus verpreche ich mir heute überhaupt nichts” Tagesschau.de 24.6.2013 [NSU-PUA vernimmt maskierten V-Mann]

Nereus
03.07.2013, 20:59
@ fatalist

Frau Monika Matin von gegenüber, was sah die?
Und die Frau mit Zschäpes Handynummer, die sie den fragenden Polizisten gab?
Der Zusmmenstoß im Keller?
Was ist aus den Ermittlungen über Glauchau - andere Wohnung, Arbeitsstelle, Kontaktleute - geworden?
Warum war die Bauaufsicht im Haus?
Was wollte die Vietkong äh die Vietnamesische GmbH als neuer Eigentümer mit dem Haus anfangen?
Keine Genehmigung für ein "Chinarestaurant" bekommen, wegen mangelhafter Entlüftungsanlagen, Küchen- und Toiletteneinrichtungen, Brandschutz (Holzdecke mit Rohrmattengeflecht)?
Warum wolle der Verwalter einen Keller aufbrechen lassen, wenn noch Mieter im Haus Miete bezahlten?
Wer wußte alles von dem Domizil "Frühlingsstraße", sodaß im Panther-Video zweimal das Stichwort "Frühling", in Verbindung mit Straße, Blumen und Haus, am Anfang und am Ende vorkommt? (Wo "Paulchen und der NSU" "klingelt" "aufhältlich ist")

Systemhandbuch
03.07.2013, 21:00
PUA-Theater in Bayern...[...]
Worüber streiten die sich?
Die Einen meinen, der Staat sei verstrickt in den NSU?
Die Andern meinen das nicht?
Iwo, das sind sich alle einig: Der NSU wars, und der Staat war nie nicht beteiligt :ätsch:
Theater, nichts weiter. Polizeiversäumnisse sind kein Thema, aber alles nur Pleiten Pech und Pannen beim Verfassungsschutz. Da hätten sie sich die Show doch von vornherein sparen können.

Da hat jemand die für mich absolut passenden Worte gefunden, ... nicht speziell für Bayern, aber es passt:

Esther Dischereit:"Der NSU-Untersuchungsausschuss ist Teil der Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland geworden."

Ob sie´s gut findet, oder nicht, steht allerdings nicht im Artikel. :cool:

Quelle (http://www.kontextwochenzeitung.de/macht-markt/117/kapitulation-im-nsu-komplex-1270.html)

fatalist
03.07.2013, 21:07
Thema Keupstraße Köln:

Moser legt nach.:D

Gronbach auch, nennt sich jetzt dort Dearg Tosaigh, sicher was Irisches :D


Die zwei Polizisten, die da so schnell zur Stelle waren, sind wohl nicht die Polizisten, die vor dem NSU-Untersuchungsausschuss als besagte Zeugen aussagten. Ob das überhaupt Polizisten waren, das ist ja nur eine Vermutung.

Das waren wohl eher Geheimdienstler. Die Polizei von Köln kennt die sicher auch nicht.
Temme in Kassel, Andere in Köln, un der wissende Minister beeilte sich klarzustellen: "Das ist kein Terroranschlag!"

BMI Otto Schily stimmte zu. Alles war gut...

fatalist
03.07.2013, 21:18
@ fatalist

Frau Monika Matin von gegenüber, was sah die?
Susann Eminger im roten Mantel?


Und die Frau mit Zschäpes Handynummer, die sie den fragenden Polizisten gab?
Die wohnte ja vorher mal dort, und war gelegentlich wohl auch noch da. "6 Monate unbewohnt" war ja seit Mai 2011 ca. EDIT: Juni 2011, Eigentümerwechsel war im Juni, Mieterhöhung von 380 auf 500 Euro auch...


Der Zusmmanstoß im Keller?
Den gab es nie. Volker E. hat nur davon gehört, und Heiko P. hat ihn abgestritten.


Was ist aus den Ermittlungen über Glauchau - andere Wohnung, Arbeitsstelle, Kontaktleute - geworden?
In Glauchau war der neue Wohnsitz des Trios, warum nicht?


Warum war die Bauaufsicht im Haus?
Was wollte die Vietkong äh die Vietnamesische GmbH als neuer Eigentümer mit dem Haus anfangen?
Keine Genehmigung für ein "Chinarestaurant" bekommen, wegen mangelhafter Entlüftungsanlagen, Küchen- und Toiletteneinrichtungen, Brandschutz (Holzdecke mit Rohrmattengeflecht)? Am 24.10.2011?
Waren die im Haus? Hab ich nix von gelesen... die hätten ja die Gaststätte und die Klos saniert, und nicht das OG, wenn es um ein Fidschi-Restaurant gegangen wäre, oder?


Warum wolle der Verwalter einen Keller aufbrechen lassen, wenn noch Mieter im Haus Miete bezahlten?
Zweifelhaft, ob das jemals geschah... Escher war nicht dabei!!! und wenn doch: Neugier?


Wer wußte alles von dem Domizil "Frühlingsstraße", sodaß im Panther-Video zweimal das Stichwort "Frühling", in Verbindung mit Straße, Blumen und Haus, am Anfang und am Ende vorkommen? (Wo "Paulchen und der NSU" "klingelt" "aufhältlich ist")
Peter Klose, Heiko Richter, Susann Eminger & Co...


Dearg Tosaigh = Rotfront = Gronbach :haha:

Systemhandbuch
03.07.2013, 21:18
Wenn die Wahrheit anders lautet, muß sie eben weggeschreddert oder mit einem Aussageverbot verschwiegen werden.



[...]»Die Änderung der Vergangenheit […] ist notwendig […].Und wenn die Tatsachen anders lauten, dann müssen die Tatsachen eben geändert werden. ...Die Fälschung der Vergangenheit von einem Tag auf den anderen ist für den Bestand des Regimes notwendig […]. Die Veränderlichkeit der Vergangenheit ist die Grundlehre der Partei. Vergangene Geschehnisse haben keinen objektiven Bestand, sondern leben nur in schriftlichen Aufzeichnungen und im Gedächtnis der Menschen weiter. Die Vergangenheit sieht so aus, wie es die Aufzeichnungen und die Erinnerungen wahrhaben wollen. Und da die Partei alle Aufzeichnungen vollkommen unter ihrer Kontrolle hat, so wie sie auch die Denkweise ihrer Mitglieder unter ihrer ausschließlichen Kontrolle hat, folgt daraus, daß die Vergangenheit so aussieht, wie die Partei sie darzustellen beliebt. […] Die Partei ist jederzeit im Besitz der wirklichen Wahrheit, und klarerweise kann die Wirklichkeit nie anders ausgesehen haben als jetzt... Dafür zu sorgen, daß alle schriftlichen Aufzeichnungen sich mit der Forderung des Augenblicks decken, ist eine lediglich mechanische Handlung.«

Das ist gut Nereus, sehr gut sogar, trifft es doch nicht nur diesen kurzen BRD-Klamauk namentlich NSU.

Vielleicht etwas OT aber für Dich vielleicht in dem Zusammenhang interessant:


[...]Und wieder erinnern wir uns der apokalyptischen Hymne „First we
take Manhattan, then we take Berlin“, jenem eingangs des Buchs
besprochene Lied, das der Chabad-bewanderte Leonard Cohen intonierte.
Wohl wissend oder doch – wie er selbst einräumt – ahnend,
daß er damit als vom Himmel geleiteter Zaddik den Nationen
e in Stück ihrer Realität voraussagte.
Berlin sollte sich angesichts der erweiterten Bedeutung dieser prophetischen
Lyrik nicht allzu sicher fühlen. Seit Urzeiten existiert
eine bilderreich „verschlüsselte“ Kunst, in welche die jeweiligen
Schöpfer ihr spezifisches – und häufig okkultes – Vorwissen hinverwoben
haben. „Größen“ wie H.G. Wells, Bertrand Russell, Aldous
Huxley oder George Orwell konnten allesamt als vermeintlich
fiktionale Autoren nur deshalb so frappierend genau künftige Geschehnisse
vorankündigen, weil sie als Teil (über)staatlicher Eliten
genau wußten, daß diese im Planungsstadium ihrer Durchführung
harrten.[...]

Erst Manhattan - Dann Berlin, Wolfgang Eggert, S.167

Systemhandbuch
03.07.2013, 21:23
[...]
ob das überhaupt polizisten waren, das ist ja nur eine vermutung.
Das waren wohl eher geheimdienstler. die polizei von köln kennt die sicher auch nicht.
[...]

ZDEG !:top:

"Befreundeter Dienst" wäre meine Vermutung.

fatalist
03.07.2013, 21:28
ZDEG !:top:

"Befreundeter Dienst" wäre meine Vermutung.
Der Türke unterhielt sich ja mit denen... auf Deutsch oder auf Türkisch, das steht leider nicht da :crazy:
Vermute aber, es waren Aufpasser der deutschen Dienste. Wie Temme in Kassel.

Moser hätte da eigentlich auch drauf kommen können, aber es geht ja wohl um Politik bei ihm.

fatalist
03.07.2013, 21:31
Will auch ma off topik machen: Sass leider nich drin...


Auto des Bundespräsidenten auf A4 bei Erfurt verunglückt
http://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2013/07/gaucksbmwplatt.jpg?w=500&h=190 (http://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2013/07/gaucksbmwplatt.jpg)Der gepanzerte Wagen von Bundespräsident Joachim Gauck nach dem Unfall am Dienstag auf der A4 nahe Erfurt. Foto: Martin WichmannErfurt. Wie am Dienstagnachmittag gegenüber unserer Zeitung bestätigt wurde, verunglückte am Dienstag die gepanzerte Limousine des Bundespräsidenten Joachim Gauck auf der A4 bei Erfurt.

Die Staatskarosse krachte an der Anschlussstelle Thörey frontal in einen LKW. EinBMW (http://www.bmwgroup.com/) konnte zudem nicht mehr ausweichen und knallte in die Unfallstelle. Der Fahrer der Limousine wurde ebenso schwer verletzt wie der 36-jährige BMW-Fahrer. Unklar blieb zunächst, um was für ein Fahrzeug es sich handelte. Die Polizei entfernte nach dem Unfall die Kennzeichen und ließ diese verschwinden. Aufgrund der Panzerung, eines Blaulichtes sowie eines Schildes mit der Aufschrift Polizei und eines Wimpels mit dem Bundesadler war schnell klar, dass es sich um das Auto eines hohen bundesdeutschen Amtsträgers handelt. Gauck war nicht im Auto. Er reiste bereits am Montag von Freiburg mit dem Hubschrauber zurück nach Berlin. Im Auto lag neben Bier auch Rotwein aus Baden-Württemberg. Die Straße musste voll gesperrt werden.

BoB
03.07.2013, 21:51
Zwickau, ein inszenierter Tatort ???

(Danke @BoB):hi:


Interessante Zusammenstellung...Jetzt bräucht ich mehr Zeit :crazy: Solange:

@ fatalist


Was ist aus den Ermittlungen über Glauchau - andere Wohnung, Arbeitsstelle, Kontaktleute - geworden?
Warum war die Bauaufsicht im Haus?
Wer wußte alles von dem Domizil "Frühlingsstraße", sodaß im Panther-Video zweimal das Stichwort "Frühling", in Verbindung mit Straße, Blumen und Haus, am Anfang und am Ende vorkommt? (Wo "Paulchen und der NSU" "klingelt" "aufhältlich ist")
Auch lauter interessante Fragen. Das mit Frühling und Frühlingsstrasse liegt für mich zu nahe, als dass es stimmt, irgendwie...
Ich dachte das hätten wir überstanden...:crazy:
Zum Thema Glauchau: Ich zitiere mich nur sehr ungern selbst:ätsch:, trotzdem:

Wo wir grad dabei sind: Wo war gleich nochmal die "Zweitwohnung"?
Dachstuhlbrand in Glauchau Nov 8th, 2011 | von UR | Kategorie: Sicherheit und Verkehr Glauchau – Die linke Dachstuhlseite eines Mehrfamilienhauses an der Auestraße fing am Montagabend gegen 23:20 Uhr aus bisher ungeklärter Ursache Feuer. Der linke und mittlere Teil des Gebäudes sind unbewohnt. Die Bewohner des rechten Teils waren nicht gefährdet. Zum Löscheinsatz kamen die Freiwillige Feuerwehr Glauchau und zwei Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Meerane mit insgesamt 35 Kameraden. Die Auestraße war im Bereich des betroffenen Gebäudes von 1:30 Uhr bis 3:50 Uhr aufgrund der Löscharbeiten gesperrt. Zum entstandenen Sachschaden liegen noch keine Angaben vor.http://www.tv-zwickau.de/2011/11/08/dachstuhlbrand-in-glauchau/

Noch eine "unbewohnte Haushälfte", die abgebrannt ist... Zu weit hergeholt? :?

Ingeborg
03.07.2013, 21:57
http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/07/03/schredder-mann-arbeitet-nun-dem-bundesprasidenten-zu/

der Schreddermann

fatalist
03.07.2013, 21:57
Zum Thema Glauchau: Ich zitiere mich nur sehr ungern selbst:ätsch:, trotzdem:
Noch eine "unbewohnte Haushälfte", die abgebrannt ist... Zu weit hergeholt? :?
11 Kilometer, weit ist ja relativ ;)

Es kann ja sein, dass der NSU dorthin umgezogen war, aber wir haben halt keine weiteren Infos.
Aber Glauchau ist halt noch kleiner als Zwickau, da ist kein Untergrund möglich... ich tippe ja auf Jena.
Wer vor der Kamera tanzt, der hat den Untergrund aufgegeben. Da kann er auch nach Hause zurück.

fatalist
03.07.2013, 22:00
http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/07/03/schredder-mann-arbeitet-nun-dem-bundesprasidenten-zu/

der Schreddermann


Darunter fallen beispielsweise Glückwünsche des Bundespräsidenten ab dem 100. Geburtstag oder die Ehrenpatenschaft des Staatsoberhauptes für das siebte Kind einer Familie. SKANDAL :beten: Die Republik erbebt.

BoB
03.07.2013, 22:03
SKANDAL :beten: Die Republik erbebt.
Und ich hab schon gedacht, er hätte was mit der Dienstwagenflotte zu tun, der Profi.
Sorry, der musste sein. Gute Nacht :D

fatalist
03.07.2013, 22:18
Und ich hab schon gedacht, er hätte was mit der Dienstwagenflotte zu tun, der Profi.
Sorry, der musste sein. Gute Nacht :D

Dann musst Du den Artikel von Brigitte über den NSU halt Morgen lesen ;)
Könnte auch aus dem Dr. Sommer Team der Bravo sein. (gibt es die eigentlich noch?)



NSU-Prozess

Angepasst

von Stefan Geiger, München03.07.2013

München - Zwei der Angeklagten im Münchner NSU-Prozess, Holger G. und Carsten S., verstecken sich zu Beginn eines jeden Verhandlungstages hinter einem Aktendeckel oder unter einer Kapuze. Zwei andere Angeklagte, Ralf Wohlleben und André E., schauen in die Kameras, sitzen breit und geben mit jeder Pore zu erkennen: Wir sind wir. Wir sind anders. Und wir wollen mit euch da im Saal nichts zu tun haben. Beate Zschäpe aber, die Hauptangeklagte in dem Rechtsterroristenprozess, kommt auf die Kameras zu, dreht sich auf dem Absatz um und zeigt den Fotografen dann ihre Rückseite. Das ist kein Verstecken, das ist eine Absage. Es menschelt...



Jeden Morgen dasselbe Ritual: Beate Zschäpe redet lächelnd und angeregt mit ihren Anwälten, ganz so, als ob es in diesem Augenblick etwas zu bereden gebe. Die Szene gleicht jener in dem großen Wirtschaftsprozess, wo ein mächtiger Bankmanager genau so mit seinen Anwälten parlierte, dann aber die Finger zum Victory-Zeichen gegen die Menge erhob. Einen vergleichbaren Fehler hat Beate Zschäpe bisher nicht gemacht.

Die heute 37-Jährige, von ihrer Ausbildung her Malergehilfin und Gemüsegärtnerin, präsentiert sich in einem dunklen Hosenanzug so, als hätte sie in ihrem Leben noch nie etwas anderes getragen. Das muss man erst einmal können. Die Kleidung wechselt jeden Tag, aber sie ist immer so, wie eine Rechtsanwältin ihre Tochter zur Prüfung schicken würde. Auch während der Verhandlung und in den Pausen redet Zschäpe lächelnd mit ihren Verteidigern; sie hat eine lebhafte Körpersprache, redet mit den Händen, setzt ihre Arme ein, sie sucht den Blickkontakt, macht große Augen. Das ist kein Smalltalk mehr.
Das soll ein Mann geschrieben haben.


Da wirbt ein Mensch für sich, um Anerkennung. Als das unsägliche, zynische Video gezeigt wird, in dem die Terrorgruppe mit ihren Taten prahlt, tut Zschäpe ganz so, als sei das kein Stück von ihr. Sie soll es verteilt haben. Die Mitangeklagten würdigt Beate Zschäpe kaum eines Blickes. Es scheint so, als ob sie mit ihnen nie etwas zu tun gehabt hätte. Aber als Carsten S. seine Lebensbeichte ablegt und wieder einmal mit den Nerven am Ende ist, da dreht sich Beate Zschäpe einige Male zu ihm um. Er sitzt direkt hinter ihr, sein Gesicht ist ihr nah. Und sie betrachtet ihn mit Interesse, nicht so, wie man einen alten Bekannten ansieht, auch nicht so, wie man einen Menschen ansieht, der zum Feind geworden ist, eher wie einen Probanden. ich hör mal auf, das ist ja nicht zum Aushalten :cool:
http://m.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nsu-prozess-angepasst.0dae8554-cbdb-4f63-82a3-19a1d9e317a9.html

Der Autor hätte Püschologe werden sollen.

fatalist
03.07.2013, 22:37
Heftiger Streit um Zschäpes Geplauder

Vor Gericht schweigt Beate Zschäpe zwar, aber im NSU-Prozess kommen immer mehr Details ans Licht, die sie wohl informell Ermittlern mitteilte. Dass diese Aussagen nun vor Gericht verwendet werden, halten Zschäpes Anwälte für illegal.
Von: Oliver BendixenStand: 03.07.2013 http://www.br.de/nachrichten/nsu-prozess/130703-tagebuch-gerichtsreporter-100.html


So habe die jetzt als mutmaßliche Terroristin auf der Anklagebank sitzende Frau erklärt, mit ihrem Anwalt unzufrieden zu sein. Der tue zu wenig und gebe angeblich Akten über sie an die Presse weiter. Und, so der BKA-Beamte vom Staatsschutz weiter, sie habe in Erwägung gezogen, ihr Schweigen zu brechen und auszupacken - dann aber richtig. Ihr Verteidiger habe ihr jedoch dringend davon abgeraten.


Verteidiger: Zschäpe ausgehorcht


http://www.br.de/nachrichten/nsu-prozess-beate-zschaepe-verteidiger-100~_v-image256_-a42a29b6703dc477fd0848bc845b8be5c48c1667.jpg?versi on=1372863798162 (http://www.br.de/nachrichten/nsu-prozess-beate-zschaepe-verteidiger-100~_v-image853_-7ce44e292721619ab1c1077f6f262a89f55266d7.jpg?versi on=1372863798162)
Zschäpes Verteidiger im NSU-Prozess: Wolfgang Stahl, Wolfgang Heer, Anja Sturm (v.l.n.r.)


Sechs Stunden lang drehte sich im Prozess alles um diese lockeren Gespräche, bis am Ende des heutigen 18. Verhandlungstages Zschäpes Anwälte forderten, diese Aussagen nicht zu verwerten. Sie seien das Ergebnis illegaler Vernehmungsmethoden und sollten sozusagen aus dem Protokoll und aus dem Gedächtnis der Richter getilgt werden.

Da half es auch nicht, dass die Polizisten immer wieder versicherten, sie hätten Zschäpe mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass sie den Inhalt dieser Smalltalks protokollieren müssten. Deren Anwälte blieben dabei: die Polizisten hätten ihre Mandanten ausgehorcht und das Gespräch immer wieder gezielt auf Themen gelenkt, die sehr wohl etwas mit den jetzt angeklagten Morden und Banküberfällen zu tun hatten.

Bundesanwälte monieren Nebenkläger-Antrag

Wie weit muss das Gericht in die deutsche Neonazi-Szene eindringen, um über Schuld und Unschuld der Angeklagten urteilen zu können? Diese Frage stand am Ende des heutigen Prozesstages. Kategorisch lehnten die Bundesanwälte einen Antrag aus den Reihen der Nebenkläger ab, eine Vielzahl von Rechtsextremisten als Zeugen vor das Oberlandesgericht nach München zu laden. Dies, so Bundesanwalt Herbert Diemer, bringe keine neuen Erkenntnisse zu den Anklagepunkten. Er verstehe das Interesse der Nebenkläger, auch ein eventuelles Versagen der Behörden aufzuzeigen. Dies sei aber nicht Aufgabe eines Strafprozesses.


Und sollte sich der Prozess durch solche Nebenschauplätze unnötig weiter in die Länge, drohe sogar die Gefahr, dass Zschäpe und Ralf Wohlleben, die beiden Haupangeklagten, aus der Untersuchungshaft entlassen werden müssen - mit dem Risiko, dass beide flüchten und die zur Verhandlung stehenden Verbrechen am Ende ungesühnt bleiben. Die wollen nur die V-Leute Benjamin Gärtner und Sebastian Seemann aus dem Gerichtssaal fernhalten. Seemann gab Robin S.chliemann die Waffe, mit der der dann den Drogenhändler (Libanese) abknallte, und Gärtner ist Temmes Informant aus Kassel. Bei "otto" Tino Brandt stimmen sie zu? Nun, der kannte ja Zschäpe bestens. Und Carsten Schulze, Gerlach und Wohlleben auch.

KW Rabe
04.07.2013, 02:52
Sicher, und es ging darum, etwas Authentischeres als dieses "schwule" NSU-Logo im Paulchen Panter Bekennervideo zu haben. Etwas "Nationaleres"... weil Schwulpanter nun einmal eher peinlich ist als "Beweis" für "Nazis".

Wohllebens Handy holte man bereits am 24.11.2011, als man Eminger per GSG 9 bei seinem Bruder "abholte".
Beide Handys wurden dann ausgelesen von der Bundespolizei, die Daten dann dort gelöscht.
"Informanten schützen" vermutete Pol-Direktor Meier.

Davon kann so ein "neues Video" auch nett ablenken, denn die Löschorgie fand um den 10.12.2011 statt... nur mal so als Hinweis.

Einverstanden!
Das mit dem Handy hatte ich bisher gar nicht beachtet.

Wobei aber auch der zweite Versuch ziemlich dilettantisch und aufgesetzt wirkt.

http://oi41.tinypic.com/n5svow.jpg

Im Münchner Gerichtssaal, wo die Urteile ja schon vor der Verfahrenseröffnung feststanden, kommt sowas sicher sehr gut an.

http://oi44.tinypic.com/f50pc8.jpg

Laut Andreas Speit deuten die 14 Felder des DVD-Menüs nicht nur auf angeblich 14 geplante Mordopfer hin, sondern symbolisieren auch die 14 Words des David Lane: „We must secure the existence of our people and a future for White children.“ Da hat sich wer Gedanken gemacht, alle Achtung. Wie groß waren eigentlich die angeblichen Listen der NSU? Sollte sicher ursprünglich eine DVD-Box entstehen. DVD-Box (http://www.google.com/url?sa=i&source=images&cd=&docid=zJZHhu5I0wO3WM&tbnid=kNNK1OyFmSeupM:&ved=0CAUQjBwwAA&url=http%3A%2F%2Ftreknews.de%2Ftreknews%2Fnewspro-treknews%2Fupload%2Fnewsbilder%2F030722_stfilmebox 01.jpg&ei=t8jUUav7L4PbPdG2gJgO&psig=AFQjCNFi-XJVAmPqtIo1ioBvGTsZCaqgag&ust=1372985911826017)

http://oi42.tinypic.com/2mpfu4g.jpg

Er muß sich ja auskennen, der "Experte für Rechtsextremismus". Hier übrigens bei der Arbeit am zweiten "Bekennervideo". :D

brain freeze
04.07.2013, 06:36
@ Fatalist

Irgendwo hattest du an Beates Anwälten gezweifelt. Sehe ich ähnlich mit Einschränkung.
Die Jüngelchen sind gebrieft und/oder Nieten, Anja Sturm halte ich für echt.
Las irgendwo eine größere Reportage über sie. Spielt aber auch keine Rolle, da der ganze Prozess eine einzige Farce ist.

brain freeze
04.07.2013, 07:00
[...] Laut Andreas Speit deuten die 14 Felder des DVD-Menüs nicht nur auf angeblich 14 geplante Mordopfer hin, sondern symbolisieren auch die 14 Words des David Lane: „We must secure the existence of our people and a future for White children.“ Da hat sich wer Gedanken gemacht, alle Achtung.

[...]

Er muß sich ja auskennen, der "Experte für Rechtsextremismus". Hier übrigens bei der Arbeit am zweiten "Bekennervideo". :D

Speit könnte Recht haben. Aber wenn er das Video nicht selbst verzapft hat (wäre zu offensichtlich, man zieht normalerweise einen "Experten" hinzu, von dem man das bekommt, was man erwartet), sollte er wenigstens dazu sagen, daß er Zweifel an seiner Echtheit hat.

fatalist
04.07.2013, 07:23
Einverstanden!
Das mit dem Handy hatte ich bisher gar nicht beachtet.

Wobei aber auch der zweite Versuch ziemlich dilettantisch und aufgesetzt wirkt.
Besser als Paulchen ist der aber durchaus.
"Man hat sich bemüht".

Die Informantin verdächtige ich als Susann Eminger.


Laut Andreas Speit ... Er muß sich ja auskennen, der "Experte für Rechtsextremismus". Hier übrigens bei der Arbeit am zweiten "Bekennervideo". :D Die Auswahl der Opfer widerspricht jedem nationalistischen Denken. Wenn schon keine Politiker, dann doch bitte wenigstens solche Idioten wie Speit, Migrantenbonus-Richter oder am Besten und naheliegend doch wohl Miri-Schrott. Migrantische Intensivtäter hätte ich ausgewählt, oder die Leute welche sie gewähren lassen.
Mit Bekennerschreiben natürlich.

Es ist so lächerlich...

fatalist
04.07.2013, 07:44
@ Fatalist

Irgendwo hattest du an Beates Anwälten gezweifelt. Sehe ich ähnlich mit Einschränkung.
Die Jüngelchen sind gebrieft und/oder Nieten, Anja Sturm halte ich für echt.
Las irgendwo eine größere Reportage über sie. Spielt aber auch keine Rolle, da der ganze Prozess eine einzige Farce ist.
Diese Anwälte sind kein Zufall.

Beate "irrt also durch Jena" und findet einen Anwalt, der sie zur Polizei begleitet. Mittags um 13 Uhr oder so.
Um 16 Uhr ist sie schon in Zwickau. Andre P. plaudert mit ihr um 18 Uhr...

Der Jenaer Anwalt hätte diesen Heer aus Köln empfohlen? Glaube ich nicht.
Stahl und Sturm kommen hinzu und arbeiten zunächst "für lau", bis sie Monate später vom OLG München zu Pflichtverteidigern 2 und 3 ernannt werden? Einfach so "für lau" arbeitet kein Anwalt.

Daraus schliesse ich: Jemand hat sie bezahlt. Wer könnte das denn sein????


Hat das BKA Beate Zschäpe gegen ihren Willen ausgefragt? Ihre Verteidiger versuchen, Gesprächsnotizen von Ermittlern aus dem NSU-Prozess zu verbannen.
© Johannes Simon/Getty Images
http://images.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-07/nsu-zschaepe-4/nsu-zschaepe-4-540x304.jpg

Beate Zschäpe, Hauptangeklagte im Münchner NSU-Prozess mit ihren Anwälten Wolfgang Heer (l.) und Wolfgang Stahl

Der Mann mit dem Schnurrbart und den grauen Strähnen im Haar kennt Beate Zschäpe gut. Jedenfalls sagt er mehr über sie, als viele, die mal viel mit ihr zu tun hatten, aber nicht reden wollen. Etwa die ebenfalls Angeklagten Ralf Wohlleben und André E. Heer ist rechts, nicht links... egal. DIE ZEIT

Zschäpe wollte reden, alles sagen, und Heer drängt darauf, dass die V-Frau schweigt.
"Herr Stahl ist immer derselben Meinung wie Herr Heer..."

Das glaube ich sofort: Zschäpe soll um jeden Preis schweigen.

Wer ist eigentlich dieser ARD-Panorama-Mann, dem Zschäpes Mutter ein Interview geben sollte (laut Heer)?
Ein Ami aus New York, John Goetz. http://de.wikipedia.org/wiki/John_Goetz

Seine Enthüllungsgeschichten über CIA-Piloten aus den USA im Fall Masri und Renten für lettische SS-Veteranen klingen für mich irgendwie nach netten Desinformations-Auftragsrecherchen zum Nutzen eines befreundeten ausländischen Geheimdienstes, aber vielleicht sehe ich da ja nur Gespenster. :auro:


Was sollte Mutter Zschäpe dem eigentlich erzählen, und wozu sollte das gut sein?

leser
04.07.2013, 07:46
Von einem Korinthenkacker namens @Leser musst ich mir vor ca. 4 Tagen vorhalten lassen, das hiesse beim Geheimdienst nie G-10 Massnahme, sondern nur beim LKA. Soll er bitte dort bei DIE WELT mitteilen :fuck:

Ist das jetzt absichtliche Zitatfälschung oder Schusselei?
Originalzitat vom 26.6., 08:43:

G10-Maßnahmen macht nicht das LKA, sondern der Verfassungsschutz (via Ministerium und geheimer Landtagskommission); Abhören durch LKA geht über Staatsanwaltschaft und Gericht
Wenn man dann auch noch ihn hier :fuck: losschickt, sollte man vor dem Posten vielleicht erst noch mal lesen. Ich such´ jetzt keinen Smiley, sondern denk mir meinen Teil. Interessanter wäre, was während dieser G10-Maßnahme tatsächlich an Überwachung passierte. "Totalüberwachung" gibt´s nur im Film. Wäre ja schon hilfreich - belegt und nicht gefühlt - zu erfahren, ob die Behörden "nur" das mehr oder weniger bekannte Umfeld damit überzogen oder doch Telefonnummern und Adressen von BMZ kannten (der Brief nach Flensburg kann genauso Show gewesen sein, um aktenmäßig Nichtwissen vorzugaukeln - könnte aber auch echtes Unwissen gewesen sein).
Vielleicht sollten die Geheimdienstexperten hier einfach die NSA fragen - die sollte ja wissen, was deutsche Behörden tatsächlich über NSU und Heilbronn wissen ;-)

fatalist
04.07.2013, 08:01
Gestern schon passiert, aber keiner hats gemerkt:
"NSU" in "" bereits im Minutenticker der Welt, und später wieder, man beachte in welchem Zusammenhang...


Nebenkläger wollen "Dortmunder Spur" verfolgen
Eine andere Spur allerdings will es die Bundesanwaltschaft nicht so genau verfolgen, jedenfalls nicht im Verfahren gegen Zschäpe und andere. Der Brief, den die Haupt-Angeklagte an den Dortmunder Rechtsextremen Robin S. schrieb, gibt einen deutlichen Hinweis auf Kontakte zu Neo-Nazi-Gruppen in Dortmund und Kassel – zwei Orte, in denen der "NSU" am 2. und 4. April 2006 zwei Menschen ermordete.


Der Hamburger Anwalt Thomas Bliwier, der mit seiner Kanzlei BDK die Hinterbliebenen des Kasseler Opfers Halit Yozgat vertritt, kämpft für die Vernehmung von Robin S. und weiteren "Kameraden" aus der Szene, um zu klären, ob es weitere Mittäter bei den Morden gab.


Das will die Bundesanwaltschaft verhindern und diese Fragen lieber in anderen Ermittlungsverfahren klären lassen, die bereits laufen. Für Bliwier ist diese Haltung der Belege dafür, dass es "gut ist, dass wir Nebenkläger hier sitzen", wie er im Gericht sagte. Wer mitgemacht habe, müsse vor diesem Gericht und in diesem Verfahren aussagen, ist der Anwalt überzeugt.


Das jedenfalls würden die Hinterbliebenen erwarten. Nun muss der Senat unter Richter Manfred Götzl über den Antrag Bliwiers, zusätzliche Zeugen zu laden, entscheiden. Entweder gibt er der intensiven Wahrheitsfindung den Vorzug - oder der Beschleunigung des Verfahrens.


Es gäbe natürlich noch die Möglichkeit, dass das letzte mutmaßliche Mitglied des NSU auspackt und erzählt, wie es war. Aber Beate Zschäpe schweigt eisern. http://www.welt.de/politik/deutschland/article117696705/Dem-gemuetlichen-Rheinlaender-vertraute-Zschaepe.html#disqus_thread

Das mit den "" bei NSU tritt bislang immer dann auf, wenn es um die Morde in Kassel und Dortmund geht. Also den "Doppelschlag" mit 2 Tagen Abstand bei nur 5 Tagen Fahrzeug-Ausleihe 2006, Dönermorde 8 und 9. Beim letzten Dönermord wurde Temme erwischt.
Ein VS-Beamter als Aufseher für ausländische Schakale? Wo war Temme 2 Tage zuvor? Etwa in Dortmund?

Die Bundesanwaltschaft will keine Zeugen aus Kassel, das fällt ja auf, weil da zu viele falsche Fragen zur Staatsverstrickung gestellt werden könnten, so meine Vermutung. Haufenweise V-Leute am Start, und auch noch der V-Mann-Führer am Tatort... gar nicht gut ;)

brain freeze
04.07.2013, 08:03
Diese Anwälte sind kein Zufall.

Beate "irrt also durch Jena" und findet einen Anwalt, der sie zur Polizei begleitet. Mittags um 13 Uhr oder so.
Um 16 Uhr ist sie schon in Zwickau. Andre P. plaudert mit ihr um 18 Uhr...

Der Jenaer Anwalt hätte diesen Heer aus Köln empfohlen? Glaube ich nicht.
Stahl und Sturm kommen hinzu und arbeiten zunächst "für lau", bis sie Monate später vom OLG München zu Pflichtverteidigern 2 und 3 ernannt werden? Einfach so "für lau" arbeitet kein Anwalt.

Daraus schliesse ich: Jemand hat sie bezahlt. Wer könnte das denn sein????

Heer ist rechts, nicht links... egal. DIE ZEIT

Zschäpe wollte reden, alles sagen, und Heer drängt darauf, dass die V-Frau schweigt.
"Herr Stahl ist immer derselben Meinung wie Herr Heer..."

Das glaube ich sofort: Zschäpe soll um jeden Preis schweigen.

Wer ist eigentlich dieser ARD-Panorama-Mann, dem Zschäpes Mutter ein Interview geben sollte (laut Heer)?
Ein Ami aus New York, John Goetz. http://de.wikipedia.org/wiki/John_Goetz

Seine Enthüllungsgeschichten über CIA-Piloten aus den USA im Fall Masri und Renten für lettische SS-Veteranen klingen für mich irgendwie nach netten Desinformations-Auftragsrecherchen zum Nutzen eines befreundeten ausländischen Geheimdienstes, aber vielleicht sehe ich da ja nur Gespenster. :auro:


Was sollte Mutter Zschäpe dem eigentlich erzählen, und wozu sollte das gut sein?

Ich bin schon mehrmals belehrt worden, daß der dritte Pflichtverteidiger okay ist, wegen des Aktenumfangs usw. Erst mal gar nichts zu sagen, ist auch okay aus Anwaltssicht. Interviewempfehlung stinkt, falls wirklich so gewesen, weil Beate Zsch.'s Anwälte keine PR betreiben werden, wenn sie andererseits mit medialer Vorverurteilung argumentieren.

fatalist
04.07.2013, 08:26
Ist das jetzt absichtliche Zitatfälschung oder Schusselei?
Originalzitat vom 26.6., 08:43:
Hast Recht, sorry. Mein Fehler. Ist trotzdem scheissegal.
Desinfo und Ablenkung.


Interessanter wäre, was während dieser G10-Maßnahme tatsächlich an Überwachung passierte. "Totalüberwachung" gibt´s nur im Film. Wäre ja schon hilfreich - belegt und nicht gefühlt - zu erfahren, ob die Behörden "nur" das mehr oder weniger bekannte Umfeld damit überzogen oder doch Telefonnummern und Adressen von BMZ kannten (der Brief nach Flensburg kann genauso Show gewesen sein, um aktenmäßig Nichtwissen vorzugaukeln - könnte aber auch echtes Unwissen gewesen sein).

Die Adresse des ersten Unterschlupfes in Chemnitz beim Freund von Mandy Struck war bereits bekannt.
Hat der MAD-Chef auch im Innenausschuss ausgesagt, und zwar vor der Einsetzung des PUA "NSU" im Januar 2012.
Steht im Focus... und mehrfach in diesem Strang. Seit 19.11.2011 bekannt.


Rechtsextremistische Gewalt
Geheimdienst kannte schon 1998 den Aufenthaltsort der Neonazi-Terroristen
http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/rechtsextremistische-gewalt-geheimdienst-kannte-schon-1998-den-aufenthaltsort-der-neonazi-terroristen_aid_685941.html

und noch ein Beweis:


Droht der Polizei beim Fall der Zwickauer Neonazis ein weiterer Skandal? Wie nun bekannt wurde, sollte das Trio bereits vor zwölf Jahren von einem Spezialeinsatzkommando in Sachsen verhaftet worden, wurde aber in letzter Minute zurückgepfiffen.

Eine geplante Festnahme des Neonazi-Trios ist dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zufolge Ende der 90er-Jahre in letzter Minute gestoppt worden. Fahnder hätten die drei Verdächtigen zwischen 1998 und 1999 in Chemnitz in Sachsen aufgespürt, berichtete der MDR Thüringen am Freitag. Das alarmierte Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes (LKA) habe einen Einsatzplan für die Festnahme gehabt, sei aber kurz vor dem Aufbruch nach Sachsen gestoppt worden. Laut MDR soll das LKA damals auch ihre Zielfahnder zurückgerufen haben http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/zwickauer-terrorzelle-neonazis-sollten-bereits-1999-verhaftet-werden_aid_685847.html



Vielleicht sollten die Geheimdienstexperten hier einfach die NSA fragen - die sollte ja wissen, was deutsche Behörden tatsächlich über NSU und Heilbronn wissen ;-)

Die wussten ALLES. Das muss man endlich mal einsehen, es ist glasklar.

Also Ablenkung und Desinfo weglassen und ganz einfach die Frage beantworten:

10 Morde unter den Augen oder auf Befehl des Staates, oder keine 10 Morde?

fatalist
04.07.2013, 08:33
Ich bin schon mehrmals belehrt worden, daß der dritte Pflichtverteidiger okay ist, wegen des Aktenumfangs usw. Erst mal gar nichts zu sagen, ist auch okay aus Anwaltssicht. Interviewempfehlung stinkt, falls wirklich so gewesen, weil Beate Zsch.'s Anwälte keine PR betreiben werden, wenn sie andererseits mit medialer Vorverurteilung argumentieren.
Ich verstehe nicht, warum sich Heer an die Bundesanwaltschaft wandte, um weitere Pflichtverteidiger "genehmigt zu bekommen", bzw. deren Fürsprache zu erbitten, anstatt sich einfach an den BGH zu wenden.
Die Bundesanwaltschaft, selber mit Dutzenden Leuten am Fall dran, lehnte ab: Einer reicht für Zschäpe.

Fair play sieht anders aus, hier versuchte die eine Krähe durchaus, der anderen ein Auge auszuhacken :)

Ist aber alles egal, es geht darum, wer diese Leute "empfohlen" hat und warum.
Stahl als Oberstleutnant der Reserve mit MAD-Verwendung (Beweis fehlt) ist ja nun zumindest mal verdächtig, anderen Herren auch noch zu dienen. Das wäre Mandantenverrat. Frau Sturm war für Siemens tätig, Wirtschaftsstrafsachen, musst Du mal @solaris fragen.
Die hat das alles recherchiert...

fatalist
04.07.2013, 08:43
Ein V-Mann des MAD hatte diesen Tipp an eine Außenstelle der Behörde in Leipzig gemeldet. Die brisante Information wurde zwar in die MAD-Zentrale nach Köln weitergereicht – blieb dort aber liegen. Brüsselbach konnte diesen Vorgang im PKG nicht aufklären.

Wie FOCUS weiter berichtet, war nach den Erkenntnissen des Erfurter Verfassungsschutzes bis 1997 auch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) an dem schon damals als hochgefährlich eingestuften Trio „dran“ gewesen. Offiziell heißt es bislang aus dem BfV, man habe zu keinem Zeitpunkt Kontakt mit den drei Radikalen gehabt. Ist natürlich nicht die ganze Wahrheit, aber für 19.11.2011 ja gar nicht sooo wenig. Hätte man ja weiter verfolgen müssen, was man -unter tatkräftigem Schweigen der Medien- niemals tat.

Dieser V-Mann könnte sehr wohl Jürgen Helbig gewesen sein, den auch das TLKA zu dieser Zeit telefonüberwachte, ein Freund von Wohlleben, der diese Anrufe bekam aus Chemnitz, der Ralf solle doch bei "Böhnis" Mutter Geld abholen, und einen Videorekorder, und der Ralf solle dann zum selben Punkt kommen am nächsten Montag "wie beim letzten Mal auch". April 1998, wenn ich mich recht erinnere, steht im Schäfer-Gutachten.

Die Polizei hörte mit, nicht nur die Schlapphüte, sondern ganz konkret die Polizei.

Das LKA hat da keinen Ermessensspielraum: Haftbefehl besteht, also wird verhaftet.
Wurde aber nicht... was ganz klar beweist, dass nicht verhaftet werden sollte.

Daran gibt es nix zu diskutieren, das war so. DARUM ist die NSU-Geschichte ein Farce: Weil "die" immer und jederzeit wussten, wo "die" waren. Basta. :basta:


Die gehören alle auf die Anklagebank, ich sehe da mindestens 300 Angeklagte, die alle für viele Jahre in den Knast gehören.

Die sitzen auf Beamtensesseln. Eine kriminelle Vereinigung nach § 129 STGB, wenn nicht schlimmer...

leser
04.07.2013, 09:55
Hast Recht, sorry. Mein Fehler.
:top:

Ist trotzdem scheissegal. - Nicht ganz: es gibt damit Akten außerhalb einer (exekutiven) Behörde, nämlich beim Landtag - und womöglich noch Abgeordnete, die damals in der Kommission saßen und was wissen (natürlich alles supergeheim, aber außerhalb des direkten Verfügungsbereichs von Polizei, VS, Ministerium). Allerdings hat sich in Sachsen noch nicht wirklich rumgesprochen, dass der Fall auch dort spielt...
und noch ein Beweis:
http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/zwickauer-terrorzelle-neonazis-sollten-bereits-1999-verhaftet-werden_aid_685847.html

Eine geplante Festnahme des Neonazi-Trios ist dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) zufolge Ende der 90er-Jahre in letzter Minute gestoppt worden. Fahnder hätten die drei Verdächtigen zwischen 1998 und 1999 in Chemnitz in Sachsen aufgespürt, berichtete der MDR Thüringen am Freitag. Das alarmierte Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes (LKA) habe einen Einsatzplan für die Festnahme gehabt, sei aber kurz vor dem Aufbruch nach Sachsen gestoppt worden. Laut MDR soll das LKA damals auch ihre Zielfahnder zurückgerufen haben

Yep, das ist die eine ganz heiße Stelle, die natürlich erst mal sofort hart dementiert wurde und zu der alle LKAler usw. heute sagen "Hats nicht gegeben, nie eine Adresse der drei selber bekannt gewesen, nie ein abgeblasener Einsatz" (zuletzt Dressler); selbst der bewusste Zielfahnder sagt das (ob überzeugt oder folgsam wissen wir halt leider nicht). Der Sender hat es nie wieder aufgegriffen oder wiederholt. Sicher zerren jede Menge Neugierige an den damaligen SEK-Leuten. Vielleicht warten die Whistleblower gerade noch darauf, welches Land nun in solchen Fällen verlässlich Asyl bietet.

Was spricht eigentlich dagegen, dass der VS nach ein, zwei Jahren Naschen am "NSU-Honigtopf" weitgehend genug hatte, über die V-Leute nur eine scheinbare zunemende Verspießung des NSU-Alltagslebens ohne sonstige Aktivitäten gesteckt bekam, sich ab 2001 sowieso der Jagd nach Al-Kaida hingab und erst 2006 eine echte Ahnung bekam, dass die drei nicht bloß ihre Wohnung immer netter einrichteten. A la V-Mann G. zum Kasseler VSler T.: "Dann fahr halt zu dem Internetladen da hin, wenn Du mir net glaubst").
Nicht die mega-professionellen Top-Geheimdienstler bei "Operationen" am Werk, sondern die arbeitsplatzerhaltenden deutschen Nachrichtendienst-Beamten. Hauptsache, immer eine Daseinsberechtigung vorzuweisen.

fatalist
04.07.2013, 10:08
Was spricht eigentlich dagegen, dass der VS nach ein, zwei Jahren Naschen am "NSU-Honigtopf" weitgehend genug hatte... Ganz einfach und unwiderlegbar die Existenz der Akten zur Operation Terzett, die bis 2010 lief.

fatalist
04.07.2013, 10:10
NSU-Prozess beschäftigt sich wieder mit der Bewaffnung des NSU-Trios

http://www.otz.de/web/zgt/rechtsterrorismus/detail/-/specific/NSU-Prozess-beschaeftigt-sich-wieder-mit-der-Bewaffnung-des-NSU-Trios-1300153719



http://media401.zgt.de.cdn.otz.de/0076408B_8D88773E5BA6C6E22EBDC18A898F9EBF

Waffen, die im Wohnhaus in Zwickau sichergestellt wurden - darunter zwei Pistolen die im Zusammenhang mit dem versuchten Mord im Jahr 2007 an einem Polizisten in Heilbronn stehen. Foto: Archiv



München. Am 19. Verhandlungstag des Münchener NSU-Prozesses wird sich das Gericht unter anderem mit der Bewaffnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) beschäftigen. Als Zeugen sind Ermittler geladen, die den Angeklagten Holger G. nach seiner Festnahme durch die Bundesanwaltschaft vernommen haben.

Holger G. hatte bereits in der vierten Verhandlungswoche ausführlich ausgesagt und unter anderem den Mitangeklagten Jenaer Neonazi Ralf Wohlleben belastet. Richter Manfred Götzl kündigte zudem an, auch den Angeklagten Carsten S. noch einmal zur mutmaßlichen Tatwaffe befragen zu wollen. Auch Carsten S. hatte in dem Verfahren bereits ausgesagt. Er soll im Auftrag von Wohlleben die Pistole beschafft haben, mit der neun der zehn NSU-Morde begangen worden waren.


Zum Ende der Verhandlung am Mittwoch hatte die Bundesanwaltschaft noch Großteile eines Beweisantrags des Hamburger Nebenklageanwalts Thomas Bliwier zurückgewiesen. Der Anwalt, der die Angehörigen des im April 2006 in Kassel ermordeten Halit Yozgat vertritt, hatte beantragt, mehrere Neonazis und V-Leute aus der Region Kassel und Dortmund zu vernehmen.

Dieses Ansinnen hatte die Bundesanwaltschaft mit dem Argument, dass es für die Strafbemessung von Beate Zschäpe nichts bringe zurück gewiesen. Abgelehnt wurde auch, den Adressaten des bekannt gewordenen Briefes von Zschäpe als Zeugen zu vernehmen. In der Vorwoche war bekannt geworden, dass die Hauptangeklagte einen Brief an einen verurteilten gewalttätigen Neonazi in einem anderen Gefängnis geschickt hatte.

Zustimmung der Bundesanwaltschaft erhielt allerdings der Antrag, den Thüringer Neonazis und Verfassungsschutzspitzel
Tino Brandt als Zeugen zu laden. Wann dessen Vernehmung sein wird, ist allerdings noch unklar.Ungewiss ist auch noch, ob das Gericht dem Ansinnen der Bundesanwaltschaft folgen wird. Bisher hat der Strafsenat unter dem Vorsitz von Richter
Manfred Götzl noch nicht über den Antrag von Richter Thomas Bliwier entschieden

fatalist
04.07.2013, 11:03
Carsti wählte doch tatsächlich aus ihm am 6. Februar 2012 vorgelegten 2 Waffen mit Schalldämpfer diejenige mit dem längeren Schalldämpfer aus. Zur Auswahl hatte er wohl eine Ceska 83 SD und eine Walter PPK.

Das könnte heute ja ein Rolle spielen...


http://rotefahne.eu/ass/2013/06/Ceska-Walther01-464x435.jpg

http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/

Ich behaupte mal, das spielt heute eine Rolle bei der Befragung.

Hellangel
04.07.2013, 11:18
Carsti wählte doch tatsächlich aus ihm am 6. Februar 2012 vorgelegten 2 Waffen mit Schalldämpfer diejenige mit dem längeren Schalldämpfer aus. Zur Auswahl hatte er wohl eine Ceska 83 SD und eine Walter PPK.

Das könnte heute ja ein Rolle spielen...


http://rotefahne.eu/ass/2013/06/Ceska-Walther01-464x435.jpg

http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/

Ich behaupte mal, das spielt heute eine Rolle bei der Befragung.

Carsti mag doch noch ein bisschen verbliebenden Verstand haben und seine Aussage so wählen,
dass er sich nicht weiter belastet, wenn er schon die Wahl hat.

Soll heißen, er wird vermutlich sagen: "Ich weiß nicht mehr" - "...die Walther - da habe ich ein gutes Gefühl - mein Nachbar heißt auch so, das konnte ich mir gut merken, denn das Gefühl mit seinem "längeren Schalldämpfer" war dasselbe" :crazy:

fatalist
04.07.2013, 11:25
Carsti mag doch noch ein bisschen verbliebenden Verstand haben und seine Aussage so wählen,
dass er sich nicht weiter belastet, wenn er schon die Wahl hat.

Soll heißen, er wird vermutlich sagen: "Ich weiß nicht mehr" - "...die Walther - da habe ich ein gutes Gefühl - mein Nachbar heißt auch so, das konnte ich mir gut merken, denn das Gefühl mit seinem "längeren Schalldämpfer" war dasselbe" :crazy:
:haha: :gib5:

Carsti hat bisher niemals Ceska gesagt, der Richter ebenfalls nicht.
Daher kotzt ja NSU WATCH so ab, dass die sogar Gerichtssaussagen fälschen.

NSU WATCH als Werkzeug des Systems. Wer hätte das gedacht :?

Wenn Carsti nicht tackenblöde ist, dann heult er heute rum wegen Manipulation der ihm vorgelegten Fotos bzw. Waffen.
Würde ich jedenfalls so machen.


http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-watch-faelscht-protokoll-bericht/


NSU-WATCH FÄLSCHT PROTOKOLL-BERICHT

Antifaschismus oder Desinformation?
- von rotefahne.eu -

moishe c
04.07.2013, 11:36
Stahl ist also ehem. Oberstleutnant?
Und Heer empfahl Zschäpe zu schweigen?

Das paßt alles, wie der sprichwörtliche "Arsch auf den Eimer"!

Schon in den ersten Tagen der "NSU"-Aufführung, als da die Involvierung des "THS" ruchbar wurde, hatte ich einen sich immer mehr verstärkenden Verdacht. Und der brachte mich zu der Erwartung, daß "die" alle vor Gericht nichts sagen werden. Damit der "Dienstherr" nicht in die Bredouille kommt. Denn jede Aussage schlägt ja einen Pflock ein, der den "Dienstherrn" bei weiterer Märchen-Prosa schwerstens behindern könnte!

Bis zum heutigen Tag mußte ich meinen Verdacht nicht korrigieren, im Gegenteil. Und meine damalige Vermutung bestätigt sich, leider! "Leider" für Deutschland!

Bolinski
04.07.2013, 11:47
Einen schönen guten Tag zusammen!

fatalist
04.07.2013, 11:57
Einen schönen guten Tag zusammen!
Willkommen :)


Stahl ist also ehem. Oberstleutnant?
Und Heer empfahl Zschäpe zu schweigen?

Das paßt alles, wie der sprichwörtliche "Arsch auf den Eimer"!

Schon in den ersten Tagen der "NSU"-Aufführung, als da die Involvierung des "THS" ruchbar wurde, hatte ich einen sich immer mehr verstärkenden Verdacht.

Der macht ne neue Kanzlei in Koblenz für den NSU auf, obwohl seine Firma doch in derselben Stadt schon eine hat?
1/2012? Wann wurde Heer Pflichtverteidiger (auf wessen Initiative ?) und wann arbeitete Stahl "für lau" mit?



01/2012 - heute (1 Jahr, 7 Monate)
Rechtsanwalt / Strafverteidiger
(Der Unternehmensname ist nur sichtbar für registrierte Mitglieder)
Branche: Rechtsberatung

01/2012 - heute (1 Jahr, 7 Monate)
Rechtsanwalt / Fachanwalt für Strafrecht
stahl von deringer, http://www.stahlvonderinger.com
Branche: Rechtsberatung
BND ? :D

kleiner Scherz ;)

http://www.xing.com/profile/Wolfgang_Stahl2


http://www.fischeranwaelte.de/
klick mal drauf: Alles dieselbe Brühe... FDP-Mann zbV ;)

Hellangel
04.07.2013, 11:59
:haha: :gib5:

Carsti hat bisher niemals Ceska gesagt, der Richter ebenfalls nicht.
Daher kotzt ja NSU WATCH so ab, dass die sogar Gerichtssaussagen fälschen.

NSU WATCH als Werkzeug des Systems. Wer hätte das gedacht :?

Wenn Carsti nicht tackenblöde ist, dann heult er heute rum wegen Manipulation der ihm vorgelegten Fotos bzw. Waffen.
Würde ich jedenfalls so machen.


http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-watch-faelscht-protokoll-bericht/

Verwundert mich, dass Du bisher etwas anders von NSU Watch gedacht hast? :?
Dafür haben wir ja in Deutschland eine Impressumspflicht ....

fatalist
04.07.2013, 12:04
Verwundert mich, dass Du bisher etwas anders von NSU Watch gedacht hast? :?
Dafür haben wir ja in Deutschland eine Impressumspflicht ....
Die bringen viele Details, die längsten Berichte, und die Details brauchen sie ja nicht zu fälschen.
Nur die Big Points, da muss man halt aufpassen.

Wenn Du weisst, wo der Frosch die Locken hat, dann kannst Du alles verwenden und einordnen ;)

moishe c
04.07.2013, 12:07
Fatalist, wegen dir hab ich jetzt nasse Hosen!

"Stahl von Deringer" :fizeig:

Hat die Frau Sturm vielleicht einen Doppelnamen?

"Sturm-G.Wehr"? :haha:

Hellangel
04.07.2013, 12:09
Die bringen viele Details, die längsten Berichte, und die Details brauchen sie ja nicht zu fälschen.
Nur die Big Points, da muss man halt aufpassen.

Wenn Du weisst, wo der Frosch die Locken hat, dann kannst Du alles verwenden und einordnen ;)

Das ist richtig. Nur nicht jeder hat so den Durchblick und denkt sich: "Boar, sind die bemüht, die Wahrheit zu schreiben, was die anderen
Medien weg lassen."

Aloisius
04.07.2013, 12:15
Ich frage mich nur, wieso immerzu gegen die Geheimdienste gehetzt wird. Wie hätten denn die Geheimdienste die NSU beobachten sollen, wenn sie doch voll damit beschäftigt waren, die Linken zu observieren? Und ich gehe mal davon aus, dass der BND die Linken nicht von sich aus beobachtet hat, sondern dass dazu ein Befehl vorlag.

fatalist
04.07.2013, 12:21
Das ist richtig. Nur nicht jeder hat so den Durchblick und denkt sich: "Boar, sind die bemüht, die Wahrheit zu schreiben, was die anderen Medien weg lassen."
Ja, da hast Du recht, wer liest schon das Impressum...

Es ist aber doch erstaunlich, wie absolut korrekt die rotefahne.eu bislang berichtet.
"NAZI oder NATO" ist alleine schon als Oberthema einen Pulitzerpreis wert.

Selbst DIE ZEIT hat das anerkannt, wenn auch widerwillig...

Hellangel
04.07.2013, 12:23
Ich frage mich nur, wieso immerzu gegen die Geheimdienste gehetzt wird. Wie hätten denn die Geheimdienste die NSU beobachten sollen, wenn sie doch voll damit beschäftigt waren, die Linken zu observieren? Und ich gehe mal davon aus, dass der BND die Linken nicht von sich aus beobachtet hat, sondern dass dazu ein Befehl vorlag.

Genau das kann doch schon ein Grund für die NSU-Aktion sein. Diesen Eindruck bekommt man auch, wenn man den Abschlussbericht vom bayerische NSU-Untersuchungsausschuss ließt: "Wer einmal nach Links schaut, muss ab sofort 5x nach Rechts schauen" http://www.welt.de/regionales/muenchen/article117708549/NSU-Ausschuss-kritisiert-Verfassungsschutz.html

fatalist
04.07.2013, 12:31
Genau das kann doch schon ein Grund für die NSU-Aktion sein. Diesen Eindruck bekommt man auch, wenn man den Abschlussbericht vom bayerische NSU-Untersuchungsausschuss ließt: "Wer einmal nach Links schaut, muss ab sofort 5x nach Rechts schauen" http://www.welt.de/regionales/muenchen/article117708549/NSU-Ausschuss-kritisiert-Verfassungsschutz.html
Das ist Pillepalle, sorry.

Der PUA hat -nicht nur in Bayern- zugedeckt statt aufgeklärt, und das fraktionsübergreifend.
Es gab keine staatliche Beteiligung, man wusste nichts, alles nur Fehler... wer soll das denn noch glauben?

Wie sagtest Du gestern: PUA als Teil der Sicherheitsarchitektur? War nie anders geplant.

Bolinski
04.07.2013, 12:35
Die Diskussion um die Zschäpe-Anwälte erinnert mich an jene um die Verteidiger von Verena Becker. Auch in ihrem Prozess stellte sich die Frage, wie sie an Euler und Venedey, zwei der teuersten Anwälte Deutschlands, gekommen ist. Ich hatte seinerzeit mal mit Euler über einen möglichen Mandanten gesprochen. Seine erste Frage: "Hat der Kohle, ist der flüssig?" Die Herren arbeiten auf keinen Fall für den mageren staatlichen Satz von Pflichtverteidigern, und Frau Becker bezieht nach eigenen Angaben soziale Grundsicherung.
Nur: Zschäpe und Becker stehen im Verdacht, für den Staat gearbeitet zu haben (bei Becker ist es ab 1981 bewiesen).

herberger
04.07.2013, 12:55
Die Diskussion um die Zschäpe-Anwälte erinnert mich an jene um die Verteidiger von Verena Becker. Auch in ihrem Prozess stellte sich die Frage, wie sie an Euler und Venedey, zwei der teuersten Anwälte Deutschlands, gekommen ist. Ich hatte seinerzeit mal mit Euler über einen möglichen Mandanten gesprochen. Seine erste Frage: "Hat der Kohle, ist der flüssig?" Die Herren arbeiten auf keinen Fall für den mageren staatlichen Satz von Pflichtverteidigern, und Frau Becker bezieht nach eigenen Angaben soziale Grundsicherung.
Nur: Zschäpe und Becker stehen im Verdacht, für den Staat gearbeitet zu haben (bei Becker ist es ab 1981 bewiesen).

Der ex RAF Terrorist Bommi Baumann sagte ja auch Beate Z.erinnert ihn ganz stark an Verena Becker.

Zu den Anwälten ist zu sagen,ich glaube Anwälte würden auch ohne Honorar arbeiten,wenn es sich um Mandanten oder Prozess handelt mit riesen Medienrummel

fatalist
04.07.2013, 13:00
Die Diskussion um die Zschäpe-Anwälte erinnert mich an jene um die Verteidiger von Verena Becker. Auch in ihrem Prozess stellte sich die Frage, wie sie an Euler und Venedey, zwei der teuersten Anwälte Deutschlands, gekommen ist. Ich hatte seinerzeit mal mit Euler über einen möglichen Mandanten gesprochen. Seine erste Frage: "Hat der Kohle, ist der flüssig?" Die Herren arbeiten auf keinen Fall für den mageren staatlichen Satz von Pflichtverteidigern, und Frau Becker bezieht nach eigenen Angaben soziale Grundsicherung.
Nur: Zschäpe und Becker stehen im Verdacht, für den Staat gearbeitet zu haben (bei Becker ist es ab 1981 bewiesen).
absolut richtig. Das Trio wohl ab 1997. Becker wohl ab 1975 spätestens. Bommi meint, ab 1972.



Es geht heute in München um die Waffen des NSU.

http://cdn4.spiegel.de/images/image-290747-panoV9free-sltu.jpg

Die Ceska links ist die Bekannte, und die Ceska rechts ist die total unwichtige Ceska.
Weiss unterlegt heisst: KEINE Mordwaffe.

Eine Waffe überbrachte Gerlach, eine Waffe überbrachte Schultze.
Eine Waffe kostete 2500 DM, eine Waffe kostete 500 DM.

Wer sagt das? Der angebliche Verkäufer BEIDER Waffen, der Herr Andreas Schulz vom Madley in Jena.
Der ist nicht verhaftet, nicht angeklagt, es läuft KEIN Ermittlungsverfahren gegen ihn.
und da sage jemand, Vater Staat sei nicht dankbar und milde, so man denn "das Richtige" aussagt :beten:


Warum aber will Carsti eine 2500 DM-Waffe überbracht haben, dafür 500 DM vom Trio erhalten haben (Aussage steht!!!) und nennt einen Kaufpreis von "500 bis 1200 DM", der dann vom Richter als "500-1000 DM" zusammengefasst wurde, und in machen Zeitungen steht "500-1000 EURO"?

Galeria Kaufhof, eröffnet 18.10.2001, also 4 Morde zu spät jetzt mal weggelassen...

fatalist
04.07.2013, 13:25
NSU-Prozess
NSU-Angeklagter: Unsicher beim Erkennen von Tatwaffe

dpa,04.07.2013 12:57 Uhr http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-prozess-nsu-angeklagter-unsicher-beim-erkennen-von-tatwaffe.7f5407c5-3c72-49d0-bf34-b81fccb567ed.html


Im NSU-Prozess hat der Angeklagte Carsten S. von Unsicherheiten beim Erkennen der Tatwaffe berichtet.

München - Er hatte gestanden, dass er Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt eine Waffe übergeben hatte. Dabei soll es sich laut Anklage um die „Ceska“ handeln, mit der die Neonazi-Terroristen neun Menschen ermordeten.

In seiner Vernehmung beim Ermittlungsrichter seien ihm nur Kopien schlechter Qualität vorgelegt worden, sagte S. am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht. In einer weiteren Vernehmung beim BKA hätten die Waffen bereits auf dem Tisch gelegen.

Nur zwei der Waffen hätten einen Schalldämpfer gehabt. Von einer habe er gedacht, „dass es die sein könnte“, meinte S. Dabei handelte es sich um die Mordwaffe. „Hätten da 15 Pistolen mit Schalldämpfer gelegen, die alle so'n Gewinde gehabt hätten, dann wäre das schwieriger geworden.“ 50:50 war das... und er hat immer noch nicht CESKA gesagt...

EDIT: Greenpeace hat dieselbe Meldung.
http://www.greenpeace-magazin.de/tagesthemen/einzelansicht/artikel/2013/07/04/nsu-angeklagter-war-unsicher-bei-erkennen-von-tatwaffe/

Verkäufer Andreas Schulz hat auch NIEMALS Ceska gesagt. Immer nur "osteuropäische Dienstwaffe".

fatalist
04.07.2013, 13:45
https://si0.twimg.com/profile_images/344513261568603985/4a81b46bf34bd240eb8805da57c0aeeb_normal.pngNSU Watch ‏@nsuwatch4h
19. Verhandlungstag - auf der Tagesordnung: Befragungen von Beamten, die Holger G. vernommen haben. Und vlt auch Carsten S. noch mal. #nsu vor 4 Stunden. Die sind wohl gerade etwas inkontinent ;)

Sprecher
04.07.2013, 13:52
Mal so zwischendurch, gabs es bislang auch nur einen Verteidiger-Antrag der nicht von Götzl abgeschmettert wurde?

fatalist
04.07.2013, 14:26
http://www.subgunner.com/CZ/DSC00531%20(Small).JPG

Überraschung, eine CESKA VZ 70 mit Schalldämpfer, Erklärung später...
http://www.subgunner.com/CZ/CZ70.htm

Man beachte das Kaliber: 7,65 mm Browning.

http://www.subgunner.com/CZ/CZ70%20can.JPG




http://www.youtube.com/watch?v=uoIoRyEpyyE

fatalist
04.07.2013, 14:41
München. Im NSU-Prozess hat sich das Gericht am Donnerstagvormittag erneut mit den Waffen des Trios auseinandergesetzt. Der Angeklagte Carsten S. beanstandete grundverschiedene Fotos der Pistolen; ein als Zeuge geladener Polizist enttäuschte mit Sehschwächen und fehlender Waffenkenntnis.


Die Waffen des NSU-Trios beschäftigen am Donnerstagvormittag das Gericht. Bei einer erneuten Befragung des Angeklagten Carsten S. zeigte sich, dass in den Gerichts-Akten nicht die Fotokopien abgeheftet sind, die dem Angeklagten am 1. Februar 2012 zur Identifizierung der Tatwaffe vorgelegt worden waren. Der Angeklagte verwies darauf, dass ihm damals bei der Bundesanwaltschaft keine Farbfotos der entsprechenden Waffen vorgelegt wurden.

Daraufhin unterbrach das Gericht die Verhandlung, um in den Akten schwarz-weiß-Kopien der Waffen zu finden und danach diese dem Angeklagten Carsten S. vorzulegen. Aber auch die in den Akten gefundenen schwarz-weiß-Fotos waren nicht diejenigen, die damals dem Angeklagten zum Identifizieren der mutmaßlichen Tatwaffe vorgelegt worden war.


Qualität der Waffen-Fotos war schlecht

Carsten S. hatte zuvor erklärt, dass er am 1. Februar in Karlsruhe nach den Fotos zwei, drei oder vier Waffen als mögliche Tatwaffe identifizieren konnte. Er sei sich aber nicht sicher gewesen, weil die Qualität der ihm damals vorgelegten Fotos sehr schlecht gewesen sei.

Erst einige Tage später bei einer zweiten Vernehmung in Köln hatte Carsten S. die Pistole Ceska als die Waffe erkannt , die er im Auftrag von Ralf Wohlleben besorgt habe. Der Angeklagte erklärte auf Nachfrage, dass ihm etwa acht bis neun Waffen vorgelegt worden waren. Er habe die beiden Pistolen mit Schalldämpfer als mögliche Waffe eingegrenzt. Als der Schalldämpfer abgeschraubt wurde habe er das Gewinde am Lauf erkannt, daher sei er sich ziemlich sicher gewesen, dass es diese Waffe gewesen war.


Carsten S. erinnerte sich an Schalldämpfer

Carsten S. erklärte zudem, dass er sich noch daran erinnern kann, dass die von ihm besorgte Pistole einen langen Schalldämpfer hatte. Die Verteidigung zweifelte mit ihren Nachfragen den Aussagewert der Waffenvorlage an.


Zudem befragte das Gericht einen BKA-Beamten, der dem Angeklagten Holger G. am 17. Januar 2012 ebenfalls Waffen zur Identifizierung vorgelegt hatte. Der 50-jährige Polizist des Bundeskriminalamtes mit Ohrring und einem Irokesen-Haarschnitt hatte seine Brille vergessen, so dass er die ihm bei Gericht gezeigten Waffen Anfangs nicht erkennen konnte. Zudem war er kein Waffenexperte, so dass er Detailfragen zu den damals vorgelegten Waffen nicht beantworten konnte.



Holger G. konnte Waffe nicht erkennen

Der Angeklagte Holger G. konnte damals nicht die Waffe erkennen, die er als Kurier womöglich zum NSU-Trio gebracht hatte. Die Verteidigung kritisierte, dass Holger G. damals nur Waffen vorgelegt worden waren, die beim NSU-Trio gefunden wurde. Die Verteidigung sieht in dem Vorgehen der Ermittler eine unzulässige Beeinflussung von Holger G. beim damaligen identifizieren der Waffen.

Mit dem Befragen des BKA-Beamten ist das Gericht in der kleingliedrigen Alltagsarbeit beim Bewerten von Beweisen und Aussagen angekommen. http://www.derwesten.de/thema/rechter_terror/zeuge-ohne-lesebrille-und-waffenkenntnis-strapaziert-beim-nsu-prozess-id8147263.html

Die haben den armen Carsti nach Strich und Faden verarscht: Nur 2 Waffen mit SD vorgelegt.
Holger Gerlachs überbrachte Waffe könnte ja auch 2011 gar nicht mehr beim NSU gewesen sein.

fatalist
04.07.2013, 14:50
Carsten Schultze hat NIE Ceska gesagt.
Lichtstadt-Blog von heute:


(tim schwarz) - Im Rahmen des inzwischen 19. Prozesstages vor dem OLG München gab es im "NSU"-Prozess Zeugenaussagen, u. a. zu Waffenübergaben an den "Nationalsozialistischen Untergrund", der von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe betriebenen rechten Terrororganisation.

Erneut musste der Mitangeklagte Carsten Sch*ltz* in den Zeugenstand treten. Zuvor hatte er bereits gestanden, die Ceska-Pistole an Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt übergeben zu haben. Dieses Mal sagte Sch*ltz* aus, er habe EINE Ceska-Pistole übergeben, jedoch habe er die Tatwaffe nie zweifelsfrei identifizieren können. Bei einer polizeilichen Vernehmung hätten die ihm vorgelegten Fotos eine schlechte Qualität gehabt, wie er sagte. Bei einer anderen hätten auf den Fotos zwei Pistolen einen Schalldämpfer gehabt, weshalb er der Meinung gewesen wäre, eine von den beiden Waffen zu erkennen. Sicher sei er sich aber nicht. Wir rudern rudern rudern, zurück von der bisherigen Desinfo. :haha:

http://lichtstadt.blogspot.com/2013/07/nsu-der-prozess-21-am-19-prozesstag.html

Hellangel
04.07.2013, 15:04
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.nsu-prozess-nsu-angeklagter-unsicher-beim-erkennen-von-tatwaffe.7f5407c5-3c72-49d0-bf34-b81fccb567ed.html

50:50 war das... und er hat immer noch nicht CESKA gesagt...

EDIT: Greenpeace hat dieselbe Meldung.
http://www.greenpeace-magazin.de/tagesthemen/einzelansicht/artikel/2013/07/04/nsu-angeklagter-war-unsicher-bei-erkennen-von-tatwaffe/

Verkäufer Andreas Schulz hat auch NIEMALS Ceska gesagt. Immer nur "osteuropäische Dienstwaffe".

Sag ich ja.... :appl: Wer gibt denn schon gerne zu, DIE Mordwaffe geliefert zu haben? Nur jemand, der die Garantie bekommt, nicht angeklagt oder vorgeladen zu werden...

fatalist
04.07.2013, 15:08
Sag ich ja.... :appl: Wer gibt denn schon gerne zu, DIE Mordwaffe geliefert zu haben? Nur jemand, der die Garantie bekommt, nicht angeklagt oder vorgeladen zu werden...
Andreas Schulz war ja nicht so doof wie IM Tusche ;)

Und jetzt kommt eine Ceska VZ 70 ins Spiel, 7.65 mm Browning. Bilder hab ich ja schon mal prophylaktisch gepostet.
Es gibt da nur ein klitzekleines Problem: Die Anklage und das BKA haben sich verbindlich auf eine Ceska 83 festgelegt...

Nereus
04.07.2013, 17:35
Wie das BKA mit einer Info »Unterrichtung Obleute / Vorsitzender des Innenausschusses (VS= Nur für den Dienstgebrauch)« die Empfänger programmierte:

29.11.11 Dienstag BKA-INFO (klick) (http://dl.dropboxusercontent.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf)

3. Seite „Bezüge“

2 angebliche Tatorte: Brand-Wohnmobil in Eisenach mit zwei „Selbstmörder“-Leichen, Brandhaus Zwickau

4 angebliche Beweismittel:
a) Abbildung einer Ceska 92 Kal. 9 mm Makarov (östeuropäische Dienstwaffe) ohne Schalldämpfer
b) Frühlings-Video „Nationalsozialistischer Untergrund“
c) Pistole Tokarev (?)
d) Polizeipistole H&K 2000, Handschellen

4 Bezeichnungen dazu:
a) Tatwaffe Ceska
b) NSU-DVD (in rosarot)
c) Tatwaffe Heilbronn
d) Dienstwaffe Kiesewetter

2 angebliche Tatkomplexe:
I) BRD-Karte mit Schalldämpfer-Ceska 83 Kal. 7,65 mm, umrahmt von Tatorten einer Mordserie an Balkanleuten 2000-2006, Bezug durch a und b.
II) Foto eine getöteten Polizistin, 25.04.2007 Heilbronn, Bezug durch b, c und d.

BKA-Vorgabe 37589

5. Seite „Tatwaffen Ceska“
Es werden gezeigt
1 Ceska 83 Kal. 7.65 mm mit Schalldämpfer und Futural
1 Ceska 82 Kal. 9 mm Makarov ohne Schalldämpfer (osteuropäische Dienstwaffe), soll eine 6,35 mm Bruni vortäuschen!
Es wird in der BKA-Info keine umgebaute ilal. Schreckschußpistole Bruni 8 mm gezeigt, die beim ersten und dritten Mord als „unbekannte“ Pistole Kal. 6, 35 mm eingesetzt worden seien soll!

14. Seite Musik-CD
CD Cover „Gigi und die Braunen Stadtmusikanten“ mit dem Lied „Döner Killer“
Die Skinhaed-Band brachte die Platte 2010 heraus. Der Sänger erhielt eine Geldstrafe.
Kein nachweisbarer Bezug zur Angeklagten Beate Zschäpe!

Angebliche Waffenfunde im Zwickauer Brandhaus in der Frühlingsstraße 26:

BKA-Präsentation am 1.12.11 http://cdn4.spiegel.de/images/image-290747-galleryV9-sltu.jpg

Eine Bruni taucht jetzt auf: linke Reihe , zweite von oben,
Die Ceska 92 Makarov Kal. 9 mm wird in der rechten Reihe, erste von oben, gezeigt.

Warum wurde 3 Tage vorher vom BKA eine Makarov 9 mm für eine umgebaute Bruni 6,65 mm ausgegeben?

herberger
04.07.2013, 18:06
Der 50-jährige Polizist des Bundeskriminalamtes mit Ohrring und einem Irokesen-Haarschnitt hatte seine Brille vergessen, so dass er die ihm bei Gericht gezeigten Waffen Anfangs nicht erkennen konnte

Das kann doch nicht wahr sein,oder ist das ein Druckfehler?Ein 50jähriger Beamter mit Irokesen Haarschnitt.

fatalist
04.07.2013, 18:23
Massive Fehler der BKA-Beamten
NSU-Prozess: Ermittlungen unprofessionell


München - Carsten S. soll den NSU-Terroristen ihre wichtigste Waffe besorgt haben. Doch gerade bei der Identifizierung der „Ceska“-Pistole sollen die Ermittler Fehler gemacht haben.

http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/nsu-prozess-muenchen-wegen-ermittlungen-terror-trio-waffe-kritik-zr-2989655.html


Im NSU-Prozess haben Nebenkläger und Verteidiger Ermittlungen des Bundeskriminalamts als unprofessionell kritisiert. Die Foto-Vorlage zur Identifizierung von Waffen sei „methodisch misslungen“, sagte Zschäpe-Verteidiger Wolfgang Heer am Donnerstag im Prozess vor dem Oberlandesgericht München. Die Ermittler hatten den Angeklagten Carsten S. und Holger G. nur solche Modelle vorgelegt, wie sie auch bei der „Zwickauer Zelle“ gefunden worden waren.

Beide Angeklagte hatten zugegeben, dass sie dem untergetauchten Neonazi-Trio Waffen übergeben hatten. Hierbei kommt es vor allem auf Carsten S. an: Er soll Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die Pistole der Marke „Ceska“ mit Schalldämpfer übergaben haben, mit der die beiden neun Menschen ermordeten. Deshalb ist er wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. In seiner Vernehmung beim Ermittlungsrichter wurden Carsten S. Bilder sichergestellter Waffen vorgelegt. Es seien jedoch Kopien in schlechter Qualität gewesen. „Da hab ich dann so grob ausgeschlossen“, sagte S. „Die eine war zu groß, da kamen dann drei, vier in die engere Auswahl.“


Bei einer weiteren Vernehmung beim BKA hätten die Waffen bereits auf dem Tisch gelegen, als er in den Raum kam, erzählte Carsten S. Darunter seien nur zwei Pistolen mit Schalldämpfer gewesen. „Ich habe überlegt, welche das gewesen sein könnte“, sagte S. „Ich hatte in Erinnerung aus den Medien, dass die eine so verschmort war.“ Schließlich habe er sich für die mit dem längeren Schalldämpfer entschieden. „Hätten da 15 Pistolen mit Schalldämpfer gelegen, die alle so'n Gewinde gehabt hätten, dann wäre das schwieriger geworden.“

Auch Nebenklage-Vertreter kritisierten die Arbeit des BKA. „Es könnte für den Beweiswert der Vorlage problematisch sein, dass ausschließlich Waffen des Terror-Trios vorgelegt wurden und keine anderen Waffen“, sagte Rechtsanwalt Jens Rabe, der mit seinem Kollegen Stephan Lucas Anhörige des ermordeten Enver Simsek vertritt. „Der Beweiswert erhöht sich erheblich, wenn aus einer größeren Auswahl von Waffen die richtige ausgewählt wird“, sagte Lucas. „Es ist bedauerlich, dass bei einer derart wichtigen Frage nicht professioneller gearbeitet wurde.“


Auch ein BKA-Beamter, der als Zeuge geladen war, geriet in seiner Vernehmung ins Straucheln. Er hatte Holger G. Waffen vorgelegt. Die Modelle hatte das Bundeskriminalamt eigens ins Gericht nach München geschickt. Bei der Präsentation vor der Richterbank musste der Ermittler allerdings zugeben, dass es nicht unbedingt dieselben Waffen waren, die G. bei seiner Vernehmung vorgelegt wurden, sondern nur baugleiche Modelle. „Ich weiß ja nicht, welche Waffen der Kollege für heute gepackt hat, die sind ja losgelöst von mir gekommen“, meinte der Beamte. Außerdem bedeute „baugleich“ aus seiner Sicht nicht unbedingt, dass die Waffen die gleiche Farbe hatten.

Welche Waffe Holger G. an das Trio geliefert hatte, konnte in den Ermittlungen vor dem Prozess nicht geklärt werden; auch nicht, ob die Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ sie einsetzten. Der Einsatz der „Ceska“ ist hingegen gut dokumentiert. Sollten aber Zweifel aufkommen, ob dies wirklich die Waffe war, die Carsten S. transportierte, kann das dem 33 Jahre alten Neonazi-Aussteiger nur recht sein. Seine Anwälte, die sich bislang in den Vernehmungen auffallend zurückgehalten hatten, gaben sich in der Verhandlung am Donnerstag jedenfalls sichtlich Mühe, solche Zweifel zu nähren.
Das ging heute in die Hose. :ätsch:

fatalist
04.07.2013, 18:31
NSU-Prozess: Die schwierige Identifizierung der Tatwaffe

Von Gisela Friedrichsen (spon_panorama@spiegel.de), München

Der Mitangeklagte Carsten S. soll dem NSU die Ceska besorgt haben, mit der Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt mutmaßlich neun Menschen erschossen. Im Münchner Prozess sollte Carsten S. nun die Tatwaffe identifizieren. Doch das geriet daneben.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-die-schwierige-identifizierung-der-tatwaffe-a-909512.html

Man scheint langsam in der Realität anzukommen, sogar beim Spiegel.


Vor dem Richtertisch wurden Pistolen in allen Varianten ausgebreitet. Kleine schwarze, die sich kaum unterschieden, größere und auch richtig große Maschinenpistolen. Fotos wurden damit verglichen. Das Ergebnis, wenn man es denn so nennen will: dürftig.

Carsten S. konnte nicht mehr sicher unterscheiden zwischen Bildern von der Tatwaffe, die er etwa bei SPIEGEL TV gesehen hatte, und seiner Erinnerung an die Waffe, die er vor elf Jahren in der Hand gehabt hatte. Er erinnerte sich, dass die Waffe, die er seinerzeit an Böhnhardt und Mundlos übergab, ein Gewinde zum Aufschrauben des Schalldämpfers hatte. Doch jeder Büchsenmacher, so Verteidiger Wolfgang Stahl, könne eine Waffe mit einem derartigen Gewinde versehen.



Die Freundschaftsdienste des Holger G.

Wie hoch also ist der Beweiswert von Fotos, von verwaschenen Kopien und baugleichen Vergleichswaffen? Die Originale waren in der Wohnung Beate Zschäpes, die sie nach dem Tod ihrer Gefährten in Brand gesetzt hatte, schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie taugen zur Identifizierung nicht mehr. Sensationelle Aussagen. Sieht das BKA wohl anders.

Nereus
04.07.2013, 18:46
Das kann doch nicht wahr sein,oder ist das ein Druckfehler?Ein 50jähriger Beamter mit Irokesen Haarschnitt.


Das ist der Mann vom A-Team!


http://www.youtube.com/watch?v=lNEnyzJp6ks


B. A. , Master Sergeant Bosco Albert Baracus wird nur nach den Initialen seiner Vornamen gerufen. Rein äußerlich ist er das auffälligste Mitglied der Einheit, da er muskulös gebaut ist, einen Irokesenschnitt trägt und mit mehreren Lagen Goldketten überhängt ist. Ihm gehört ein schwarzer GMC-Van mit roten Felgen. Innerhalb der Gruppe hat B. A. die Funktion des Mechanikers und Elektronikspezialisten inne. Auch schwer beschädigte Maschinen kann er reparieren oder zu Waffen umfunktionieren. Das A-Team muss für die Regierung Aufträge ausführen...

Der Schweizer Ceska-Verkäufer Schläfli sieht genauso aus!

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=uVI1_8tXfFM

25.08.1999 Bieler Tageblatt CH
Waffen für den Geheimdienstchef

Gestern hat die Bundesanwaltschaft erneut zu-geschlagen. Die Büros von Geheimdienst-Chef Regli und zwei weiteren Mitarbeitern wurden versiegelt. Bekannt ist jetzt auch der Standort des Waffenlagers.
Laut Geschäftsinhaber Franz Schläfli hat sich Bellasi nebst Faustfeuerwaffen einige Langwaffen, Munition und Zubehör erstanden. Was Schläfli offenbar nicht gewusst hat: Bellasi brachte die erworbenen Waffen nur einen Stock tiefer unter. Dort haben die Behörden über 200 neue und alte Gewehre, Revolver und Pistolen sowie eine grössere Menge Munition sichergestellt.
http://www.bielertagblatt.ch/node/1221472

fatalist
04.07.2013, 18:51
Das Schweizer Fernsehen informierte seine Zuschauer über den gestrigen Tag.
Die rheinische Frohnatur heisst Rainer Joseph Binz. EKHK des BKA-Staatsschutzes.

Der kam ja nur zum Plaudern...


Der Zeuge kannte das Schreiben ihres Anwalts, dass sie keine Aussagen zur Sache machen wolle, es also keine förmliche Vernehmung geben dürfe und auch keine informelle Befragung

Unter anderem erzählte sie ihm, dass sie ein Oma-Kind sei, und ihre Familie – das seien die beiden Uwes gewesen, deren Mütter sie nach deren Tod telefonisch informiert habe. Er habe mit Zschäpe über Bier geredet, den Kölner Dom und Harribo. Rainer Binz, 1. Hauptkommissar beim BKA, und vor Gericht so redselig, dass er zuerst fast harmlos wirkte.
http://www.srf.ch/news/international/nsu-prozess-wurde-beate-zschaepe-getaeuscht

Ist der Beste den sie haben. § 129 STGB ist sein Metier.
Harmlos ist der ganz sicher nicht. Der tut nur so...

fatalist
04.07.2013, 19:40
Beitrag 13191, der hier: http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6345941&viewfull=1#post6345941

Holger Gerlach soll den NSU mit Pass und Führerschein versorgt haben, daher wurde er am 13.11.2011 verhaftet. Sonntags. Die Papiere hatte man gefunden im Wohnmobil in Eisenach.


Gerlach plauderte in der Haft, er habe von Wohlleben eine Waffe "im Stoffbeutel" erhalten und die dann dem Trio 2001/2002 überbracht. Wohlleben wird deshalb verhaftet am 29.11.2011:


Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, dem „NSU“ 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition einem Kurier übergeben haben, der sie in seinem Auftrag zu den „NSU“-Mitgliedern nach Zwickau brachte. Dieser Kurier ist Holger Gerlach. Steht auch so in der Anklage. Diese Waffe wurde aber niemals für Verbrechen genutzt, daher hat Holger Gerlach keine Anklage wegen Beihilfe zum Mord.

Das ist der Teil Holger Gerlach.


Wie kamen sie auf Carsten Schultze?

Durch Andreas Schulz: Razzia am 25.01.2012 mit 110 Polizisten bei den Madley-Leuten Andreas Schulz, Frank Liebau, und bei Thomas "TNT" Starke und Jan "wo ist die Bumms" Werner.

Andreas Schulz redet, wird nicht verhaftet: Er habe Wohlleben eine Waffe verkauft.

Abgeholt hat diese Waffe bei Andreas Schulz jedoch Carsten Schultze, also kommt die GSG 9 auch zu ihm:


Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, Beihilfe zu sechs vollendeten Morden und einem versuchten Mord der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ geleistet zu haben (§ 211, § 27 StGB).
http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=14&newsid=433

6 Morde = Waffe 2001/2002. Deckt sich mit "Übergabe in Galeria Kaufhof". 4 Morde zu spät.
Übereinstimmende Aussage von Gerlach, Schulz. Wohlleben schweigt.


HÄTTE Andreas Schulz während seiner Verhöre nach der Razzia am 25.1.2012 von "Ceska 1999" gesprochen, und nicht von "osteuropäische Dienstwaffe 2002", dann HÄTTE im Haftbefehl des GBA für Carsten Schultze (die GSG 9 holte ihn am 1.02.2012) gestanden: Waffenkauf und Übergabe einer Ceska mit Schalldämpfer 1999 an den NSU. Beihilfe zu 9 Morden.

Es stand aber drin: Waffenkauf 2002 und Abgabe bei Wohlleben, der einen Boten zum NSU schickte. Beihilfe zu 6 Morden. Dieser Bote war Holger Gerlach.

Das war der Teil Carsten Schultze.


Wie bekam das BKA (und die Bundesanwaltschaft) jetzt diese 9 Morde samt der Waffenübergabe einer Ceska 83 mit Schalldämpfer 1999/2000 hin?

Carsten Schultze und Andreas Schulz (Abholer/Bote und Verkäufer) mussten ihre Aussagen ändern:
- Verkäufer Schulz musste aussagen, dass er 2 Waffen verkauft habe, nicht Eine.
- Abholer/Bote Schultze musste aussagen, dass er die "Waffe mit Schalldämpfer" im März/April 2000 zum Trio brachte.

Das wars. So war die Ceska wieder im Spiel. Zum richtigen Zeitpunkt noch dazu.

Wie wurden diese Aussageänderungen belohnt?
- keine Verhaftung, keine Anklage für Verkäufer Andreas Schulz.
- Jugendstrafrecht und Entlassung aus der U-Haft für Carsten Schultze.

Man einigte sich auf 2500 DM für die Ceska 83 SD und den Zeitpunkt März/April 2000.
Genau so steht das in der Anklageschrift.

Man machte aus 1 Waffe, die Schulz verkaufte, Schultze abholte und Gerlach überbrachte einfach 2 Waffen. Eine Dönerceska 1999/2000 (die es nie gab?) und eine unwichtige Waffe 2001/2002.

Andreas Schulz bezeichnete aber niemals eine Waffe als CESKA, sondern immer nur als "osteuroüäische Dienstwaffe.

Und Carsten Schultze hat die Story versaut, als er
- einen falschen Kaufpreis nannte (500-1200 DM statt 2500 DM)
- Galeria Kaufhof sagte, eröffnet 18.10.2001, 4 Morde zu spät
(daher fälschte auch NSU WATCH die Gerichtsaussagen in ihren Protokollen)

Damit ist auch die noch nicht erfolgte Aussage vom Verkäufer Andreas Schulz WERTLOS.
Der Beschaffer dieser Ceska 83 SD leugnet auch: Jürgen Länger soll sie für 2000 DM an Andreas Schulz verkauft haben... das wird also schwierig werden.

Und heute gab Carsten Schultze der nett ausgedachten Geschichte den Rest. Sogar seine Anwälte wollten bei diesem Theater nicht mehr mitmachen. @Hellangel hat es ja prognostiziert :happy:

Das schreib ich hier nochmal nur deshalb, weil ja viele Leute, die nicht so "im Stoff" sind, irgend was Übersichtliches brauchen. Auch die Gäste...

fatalist
04.07.2013, 20:10
Carsten Schultze wurde am 1.02.2012 verhaftet, und man legte ihm ca. 8 schwarzweisse Fotokopien von Waffen vor.
Er meinte, 2 oder 3 oder 4 könnten "seine" Waffe darstellen.

Als Carsti das heute aussagte, kam Unruhe auf: In den Gerichtsakten sind Farbkopien, keine S/W Kopien.
Also 10 Minuten Pause, gleich zu Anfang, die S/W-Kopien suchen...

Aussage Schultze heute: "ich hatte nie einen Namen für ein Waffenfabrikat im Kopf".
Das entspricht den vorherigen Aussagen, denn "CESKA" sagte Carsti nie. Auch wenn NSU Watch und Lichtstadt das behaupten...

Am 6.02.2012 war Carsti dann in Köln beim BKA, auf einem Tisch lagen 8-10 Waffen, aber nur 2 Pistolen (noch eine MP hatte einen SD) hatten einen Schalldämpfer.

Carsti hatte die 50:50 Chance und wählte die Waffe mit dem grösseren Schalldämpfer (Brüller!!!)
Es war "die Richtige": Ceska 83 SD.

So lief das ab: Dönerwaffe identidiziert. 50:50, Glück gehabt... :D Sie hatten ihren Kronzeugen...


Den nächsten Aufreger verursachte Holger Gerlach: Dem zeigte man 9 Waffen ohne Schalldämpfer, und er wählte 2 aus, die "seine" Waffe gewesen sein könnten: Eine Ceska 70, 7,65 mm Browning, und eine Walther PP, 7,65 mm Browning

Problem: Es gab beim NSU gar keine Ceska VZ 70 7,65 mm Browning.
Warum zeigte man also Gerlach eine Waffe, eine echte Waffe, keine Fotos!!!, von einer Waffe die der NSU doch gar nicht hatte?

http://cdn4.spiegel.de/images/image-290747-panoV9free-sltu.jpg

auf dem Bild des BKA sieht man die beiden Waffen nebeneinander: Walter PP 7,65 Browning und Ceska 82 9 mm Makarov.

Warum zeigte man also Gerlach eine Ceska VZ 70 7,65 mm Browning?
Ich habe NULL Ahnung warum.

Angeblich habe man Gerlach nur Waffen gezeigt, die der NSU hatte. Wurde ja in den Berichten kritisiert.
Stimmt doch gar nicht!

Nereus, Hilfe!!! :crazy:

Hans
04.07.2013, 20:30
Das schreib ich hier nochmal nur deshalb, weil ja viele Leute, die nicht so "im Stoff" sind, irgend was Übersichtliches brauchen. Auch die Gäste...

Danke, die Zusammenfassung ist exzellent (und für die Diskussion mit Dritten sehr nützlich).

Das war heute wohl wirklich ein Desaster für die Bundesanaltschaft, und es fragt sich, wie lange Wohlleben wohl noch in U-Haft bleiben wird - denn wenn Carsten S. die von ihm angeblich übergebene Waffe nicht eindeutig identifizieren kann und wenn außerdem nicht einmal klar ist, ob die im Schutt der Zwickauer Wohnung 'gefundene' Waffe auch die Mordwaffe ist - dann besteht wohl kaum noch ein dringender Tatverdacht der Beihilfe zum Mord.

Vor ein paar Tagen hatte ich hier übrigens eine Frage gestellt, die leider untergegangen ist, weil ihr gerade etwas anderes diskutiert habt:

Ich frage mich nämlich, womit das 'Terzett' zwischen dem Kiesewetter-Mord und dem Banküberfall in Arnstadt seine Zeit verbracht hat - man liest dazu nirgendwo etwas, und das ist doch keine ganz unerhebliche Frage.

Nereus
04.07.2013, 20:43
Wie das BKA mit einer Info »Unterrichtung Obleute / Vorsitzender des Innenausschusses (VS= Nur für den Dienstgebrauch)« die Empfänger programmierte:

29.11.11 Dienstag BKA-INFO (klick) (http://dl.dropboxusercontent.com/u/90473049/BKA_Unterrichtung_Innenausschuss_Sachstand_NSU_291 12011.pdf)

3. Seite „Bezüge“

2 angebliche Tatorte: Brand-Wohnmobil in Eisenach mit zwei „Selbstmörder“-Leichen, Brandhaus Zwickau

4 angebliche Beweismittel:
a) Abbildung einer Ceska 92 Kal. 9 mm Makarov (östeuropäische Dienstwaffe) ohne Schalldämpfer
b) Frühlings-Video „Nationalsozialistischer Untergrund“
c) Pistole Tokarev (?)
d) Polizeipistole H&K 2000, Handschellen

4 Bezeichnungen dazu:
a) Tatwaffe Ceska
b) NSU-DVD (in rosarot)
c) Tatwaffe Heilbronn
d) Dienstwaffe Kiesewetter

2 angebliche Tatkomplexe:
I) BRD-Karte mit Schalldämpfer-Ceska 83 Kal. 7,65 mm, umrahmt von Tatorten einer Mordserie an Balkanleuten 2000-2006, Bezug durch a und b.
II) Foto eine getöteten Polizistin, 25.04.2007 Heilbronn, Bezug durch b, c und d.

BKA-Vorgabe 37589

5. Seite „Tatwaffen Ceska“
Es werden gezeigt
1 Ceska 83 Kal. 7.65 mm mit Schalldämpfer und Futural
1 Ceska 82 Kal. 9 mm Makarov ohne Schalldämpfer (osteuropäische Dienstwaffe), soll eine 6,35 mm Bruni vortäuschen!
Es wird in der BKA-Info keine umgebaute ilal. Schreckschußpistole Bruni 8 mm gezeigt, die beim ersten und dritten Mord als „unbekannte“ Pistole Kal. 6, 35 mm eingesetzt worden seien soll!

14. Seite Musik-CD
CD Cover „Gigi und die Braunen Stadtmusikanten“ mit dem Lied „Döner Killer“
Die Skinhaed-Band brachte die Platte 2010 heraus. Der Sänger erhielt eine Geldstrafe.
Kein nachweisbarer Bezug zur Angeklagten Beate Zschäpe!

Angebliche Waffenfunde im Zwickauer Brandhaus in der Frühlingsstraße 26:

BKA-Präsentation am 1.12.11 http://cdn4.spiegel.de/images/image-290747-galleryV9-sltu.jpg

Eine Bruni taucht jetzt auf: linke Reihe , zweite von oben,
Die Ceska 92 Makarov Kal. 9 mm wird in der rechten Reihe, erste von oben, gezeigt.

Warum wurde 3 Tage vorher vom BKA eine Makarov 9 mm für eine umgebaute Bruni 6,65 mm ausgegeben?

Korrektur.
Es muß natürlich richtig heißen: "Ceska 82 Kaliber 9 mm Makarov (osteuropäische Dienstwaffe)".

fatalist
04.07.2013, 20:49
Beim Lichtstadt-Blog jetzt schon das Prinzip Hoffnung?
http://lichtstadt.blogspot.com/2013/07/nsu-der-prozess-21-am-19-prozesstag.html


Unzweifelhaft ist Sch*ltz* jedoch einer der Personen, die in der Lage sein müssten, die Ceska 83, Kaliber 7,65 Millimeter, eindeutig zu identifizieren, hatte sie doch gekauft, in der Hand gehabt, bei sich zu Hause genau angesehen, hatte sie dem Mitangeklagten Ralf Wohlleben gezeigt. Weshalb die BKA-Beamten ihm also "schlechte schwarz-weiß Kopien von Vergleichswaffen" (so Carsten Sch*ltz* in seiner Aussage) vorlegten und nicht das Fundstück, war am Vormittag aufzuklären. unbewiesene Behauptung. Nicht belegt, nicht bestätigt.



Der Vorsitzende Richter Martin Götzl rief deshalb einen vom Bundeskriminalamt nach München geschickten Beamten in den Zeugenstand, der sich allerdings - zur Verblüffung vieler Prozessbeteiligten - als (eigenes Zitat) "kein wirklicher Waffenexperte"herausstellte. Und es wurde noch bizarrer: Vergleichswaffen aus der Asservatensammlung des Bundeskriminalamts seinen "baugleiche Modelle", sagte er, könnten aber vom Original abweichen, seien also, wie der Beamte auf Nachfrage einräumen musste, "nicht identisch".

Deshalb eierte der Zeuge des Bundeskriminalamtes in seinen Aussagen zui vielen Fragen des Senats und der Verteidiger. Kopfschütteln bei den Anwälten der Nebenkläger, Gelächter bei den Verteidigern der Angeklagten gab es, als der Polizeibeamte zu Richter Götzl sagte, er habe seine Lesebrille vergessen und könne deshalb "die Beschriftung der Vergleichswaffen nur schwer entziffern". Vor dem Richtertisch waren da Schusswaffen in allen Varianten ausgebreitet. Das Ergebnis der Befragung des Zeugen blieb deshalb grenzwertig. Einige Medienvertreter sprachen hinter vorgehaltener Hand sogar von einem abgekarteten Spiel des BKA, um dem im Zeugenschutzprogramm befindlichen Sch*ltz*, eine milde Strafe zukommen zu lassen. Endlich mal ne Insider-Info. Dazu macht die auch noch Sinn! :))


Carsten Sch*ltz* nutzte dann auch seine Chance an diesem Vormittag und sagte zu Götzl, er könne heute "nicht mehr sicher unterscheiden zwischen Bildern von der Tatwaffe, die ich bei SPIEGEL TV gesehen habe, und meiner Erinnerung an die Waffe", die er doch vor elf Jahren noch persönlich in der Hand gehabt hatte. gehabt haben will :beten:

Diese ManpulatorInnen und DesinformantInnen :haha:

fatalist
04.07.2013, 20:54
Danke, die Zusammenfassung ist exzellent (und für die Diskussion mit Dritten sehr nützlich).

Das war heute wohl wirklich ein Desaster für die Bundesanaltschaft, und es fragt sich, wie lange Wohlleben wohl noch in U-Haft bleiben wird - denn wenn Carsten S. die von ihm angeblich übergebene Waffe nicht eindeutig identifizieren kann und wenn außerdem nicht einmal klar ist, ob die im Schutt der Zwickauer Wohnung 'gefundene' Waffe auch die Mordwaffe ist - dann besteht wohl kaum noch ein dringender Tatverdacht der Beihilfe zum Mord. Das sehe ich ähnlich. Der ist bald draussen. Zschäpe ebenfalls.


Vor ein paar Tagen hatte ich hier übrigens eine Frage gestellt, die leider untergegangen ist, weil ihr gerade etwas anderes diskutiert habt:

Ich frage mich nämlich, womit das 'Terzett' zwischen dem Kiesewetter-Mord und dem Banküberfall in Arnstadt seine Zeit verbracht hat - man liest dazu nirgendwo etwas, und das ist doch keine ganz unerhebliche Frage. Da muss ich passen. Ich stelle die Frage anders: Was machten die 3 überhaupt in den 13 Jahren? Einige Überfälle, einige Bömbchen, vielleicht auch ne Bombe, aber das kann ja kaum ausfüllend gewesen sein. Morde haben die imo nie begangen. Was sie taten, das taten sie unter den Augen des Staates. Die wurden lückenlos überwacht.

fatalist
04.07.2013, 21:51
Eigentlich sind die Details der Waffenübergabe geklärt: Der Angeklagte Ralf Wohlleben beauftragte den Jenaer André S., eine Waffe zu besorgen. Der beschaffte die "Ceska", Carsten S. übergab diese nach seinen Angaben an die beiden Uwe in einem Abbruchhaus in Chemnitz.


Am 1. Februar 2012 legten ihm BKA-Beamte Waffenfotos vor, damit er die von ihm übergebene Pistole identifizieren sollte. Carsten S. tippt auf die "Ceska 83", die er an der Länge des Schalldämpfers erkannt haben will, ist sich aber nicht ganz sicher. Bei einer zweiten Vorlage am 6. Februar wurden ihm echte Waffen vorgelegt. Auch da erkannte er die "Ceska 83", war sich aber wieder nicht zu 100 Prozent sicher. "Ich hatte noch die verschmorte Waffe in der Erinnerung, wie sie auf der ersten Pressekonferenz gezeigt wurde", sagt der Angeklagte.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article117730859/Wenn-der-BKA-Experte-kaum-Ahnung-von-Waffen-hat.html#disqus_thread

Desinformation pur. DIE WELT :auro:

Hans
04.07.2013, 22:01
Ich stelle die Frage anders: Was machten die 3 überhaupt in den 13 Jahren? Einige Überfälle, einige Bömbchen, vielleicht auch ne Bombe, aber das kann ja kaum ausfüllend gewesen sein. Morde haben die imo nie begangen. Was sie taten, das taten sie unter den Augen des Staates. Die wurden lückenlos überwacht.

Dass die Uwes Mörder waren, erscheint mir auch sehr zweifelhaft. Ich frage mich allerdings, ob Bundesanwaltschaft und BKA die wirklichen Täter überhaupt kennen oder ob man nicht einfach den Versuch gemacht hat, eine Kette ungeklärter Verbrechen politisch opportun 'aufzuklären'.

Insgesamt wirkt das Ganze- wie Du hier ja auch schon mehrfach geschrieben hast - eigenartig improvisiert und, hm, ein bisschen dilletantisch.

Ich finde die Frage, womit sich das Terzett jahrelang die Zeit vertrieben hat, nicht uninteressant, zumal sich die MSM hier eigenartig bedeckt halten, obwohl man doch mit Dutzenden Geschichten ("Ich trank mit dem Mörder, "Die Nazibraut beim Friseur" etc) hätte rechnen können.

Für mich spricht dieses Schweigen Bände - vielleicht waren die Drei tatsächlich über Monate / Jahre im Ausland?

brain freeze
05.07.2013, 07:40
Dass die Uwes Mörder waren, erscheint mir auch sehr zweifelhaft. Ich frage mich allerdings, ob Bundesanwaltschaft und BKA die wirklichen Täter überhaupt kennen oder ob man nicht einfach den Versuch gemacht hat, eine Kette ungeklärter Verbrechen politisch opportun 'aufzuklären'.

Insgesamt wirkt das Ganze- wie Du hier ja auch schon mehrfach geschrieben hast - eigenartig improvisiert und, hm, ein bisschen dilletantisch.

Ich finde die Frage, womit sich das Terzett jahrelang die Zeit vertrieben hat, nicht uninteressant, zumal sich die MSM hier eigenartig bedeckt halten, obwohl man doch mit Dutzenden Geschichten ("Ich trank mit dem Mörder, "Die Nazibraut beim Friseur" etc) hätte rechnen können.

Für mich spricht dieses Schweigen Bände - vielleicht waren die Drei tatsächlich über Monate / Jahre im Ausland?


Würde zumindest einiges erklären. Interessant eine Äußerung in der "Unterhaltung" mit dem Kölner BKA-Beamten auf Transport.


Doch Zschäpe ließ sich nicht auf das Thema ein: „Wer sagt denn, dass ich schon mal auf Fehrmann war“, habe sie geantwortet, berichtete der Polizist.

http://www.taz.de/NSU-Prozess/!119237/
03.07.2013

Was, wenn die Drei nach der Keupstraße "abgeschaltet" wurden und in einem "Zeugenschutzprogramm" a la Corelli unterkamen. Die Camping-Urlaub-Fotos können tatsächlich von fast überall gemacht worden sein.

Erklären würde das zum Teil auch den Showdown. Absprachewidrige Rückkehr wegen Sehnsucht nach Oma. Dann Geldbeschaffung in Arnstadt. Dadurch wären sie für die Betreuer zum unkalkulierbaren Risiko geworden.

fatalist
05.07.2013, 09:12
Dass die Uwes Mörder waren, erscheint mir auch sehr zweifelhaft. Ich frage mich allerdings, ob Bundesanwaltschaft und BKA die wirklichen Täter überhaupt kennen oder ob man nicht einfach den Versuch gemacht hat, eine Kette ungeklärter Verbrechen politisch opportun 'aufzuklären'. Das "oder" versteh ich nicht ganz, denn das eine schliesst das andere doch nicht aus. Daher gefiele mir ein "und" besser.

Kennt die Exekutive die wahren Mörder?
Klar, 100 % sicher kennt sie die, bzw. kennt sie die Hintermänner.
Andreas Temme kennt die Hintermänner nicht, für den ist das wohl "Gladio" gewesen, aber er kennt einen oder 2 der Schakale, beaufsichtigte er die doch bei ihren Missionen ;)

Eine Alternative zu "Temme" sähe wohl irgendwie so aus:

Ein paar Häuser neben dem Kasseler Internetcafe liegt eine Moschee, und VS-ler Temme ist beim "muslimischen Extremismus-Referat". Zwielichtige radikale Gestalten mit islamistischem Background kommunizieren über dieses Internetcafe mit ebenso Bekloppten in Nahost, und Temmes alter Kumpel Yozgaz spioniert ein wenig mit. Da Temme ne faule Sau ist, hat er seine alten Kontakte aus der rechten Szene (Benjamin Gärtner) als V-Mann ebenfalls zur Beobachtung des Publikumverkehrs eingesetzt. Er telefoniert auch ständig mit diesen Leuten, um die Einsätze zu timen bzw. bestimmte Islamisten regelrecht zu beschatten.

Irgendwann 2006 ruft Gärtner (oder Yozgaz) Temme an, dass da merkwürdige Leute im Internetcafe aufgekreuzt sind, oder Jemand den sie schon länger beobachten gerade dort ist. Temme fährt hin, um die Lage zu checken... und sieht dann, wie Jemand reinkommt und Yozgat in den Kopf schiesst. Weil Yozgat ein Spitzel des VS war. Beweis: Temme kam ja...
Die anderen Gäste sehen das auch bzw. hören 2 Schüsse, aber hinterher wollen sie Niemand gesehen haben.

Kurzfassung: Temme war nicht "zufällig" dort. Daher fällt für mich auch "Wettschulden" aus, denn Temme wäre dann ja zufällig dort gewesen. Never ever. Zumindest bei den beiden letzten Morden ging es nicht um Wettschulden.

Ich bin als Ceska-immer dieselbe-Ungläubiger ja auch freier bei den VTs, da nicht an DIE EINE Ceska gebunden ;)
Die BKA-Ceska mit wilden Schweizer Beschaffer-Storys und AZ XY ist eine Cover-Story, um verschiedene Morde miteinander zu verbinden, die gar nichts miteinander zu tun haben müssen. Lenkt ja auch wunderbar ab...



Insgesamt wirkt das Ganze- wie Du hier ja auch schon mehrfach geschrieben hast - eigenartig improvisiert und, hm, ein bisschen dilletantisch. Ebend ;)


Ich finde die Frage, womit sich das Terzett jahrelang die Zeit vertrieben hat, nicht uninteressant, zumal sich die MSM hier eigenartig bedeckt halten, obwohl man doch mit Dutzenden Geschichten ("Ich trank mit dem Mörder, "Die Nazibraut beim Friseur" etc) hätte rechnen können. Staatsräson. Um das Thema "Operation Terzett" ja nicht zu sehr aufs Tapet zu bringen.
Wäre ja doof, wenn die Öffentlichkeit realisieren würde, dass die 3 die ganze Zeit überwacht wurden...


Für mich spricht dieses Schweigen Bände - vielleicht waren die Drei tatsächlich über Monate / Jahre im Ausland?
Waren sie bestimmt, wenn sie alle 3 gültige Pässe hatten, denn mit Ausland meinst Du nicht EU, oder? Eher Südafrika oder so?

fatalist
05.07.2013, 09:22
Interessant eine Äußerung in der "Unterhaltung" mit dem Kölner BKA-Beamten auf Transport.
http://www.taz.de/NSU-Prozess/!119237/
03.07.2013
Nein, da irrst Du Dich leider: Es ging um ausgeübte Berufe: Ob Zschäpe schon einmal Fährmann war oder nicht. (Fehrmann steht da bei der Taz) :crazy: Pisa lässt grüssen...


Doch Zschäpe ließ sich nicht auf das Thema ein: „Wer sagt denn, dass ich schon mal auf Fehrmann war“, habe sie geantwortet, berichtete der Polizist. Noch Fragen :?

:haha::haha::haha:


Was, wenn die Drei nach der Keupstraße "abgeschaltet" wurden und in einem "Zeugenschutzprogramm" a la Corelli unterkamen. Die Camping-Urlaub-Fotos können tatsächlich von fast überall gemacht worden sein. Es gab Artikel mit Urlaubsbekanntschaften vom Campingplatz in Fehmarn. Die waren schon dort, mehrfach.


Erklären würde das zum Teil auch den Showdown. Absprachewidrige Rückkehr wegen Sehnsucht nach Oma. Dann Geldbeschaffung in Arnstadt. Dadurch wären sie für die Betreuer zum unkalkulierbaren Risiko geworden.
Arnstadt stimmt nicht. Eisenach stimmt auch nicht.

Am 6.9. hat Volmar Escher einen Termin in Zwickau mit denen, Mundlos war wohl dort, am 7.09. wurde in Arnstadt ne Bank überfallen, das passt nicht. Wohnmobil war ab 5.09. ausgeliehen, die waren gar nicht in Zwickau.

Niemand nimmt Ende Oktober den Bankraub von Anfang September als Ganzes!!! mit ins neue WOMO zum nächsten Bankraub.
Das kann man mir nicht weismachen. Stimmt nicht. Auch die Skizzen der Sparkasse Arnstadt wurden gefunden im WOMO Eisenach. Stimmt auch nicht: Gepflanzte Beweise.

fatalist
05.07.2013, 09:35
Sehr interessant beim NSU WATCH ist diese Passage:
Rainer Binz vom Staatsschutz des BKA (Name nicht erwähnt dort, warum nicht???) erzählte am 18. Verhandlungstag:
http://www.nsu-watch.info/2013/07/protokoll-18-verhandlungstag-3-juli-2013/



Außerdem habe ihr Verteidiger gesagt, ihre Mutter solle ein Interview mit „einem Goetz oder Götze“ von Panorama machen, das sei ein Bekannter von ihm. Zschäpe habe zum Ausdruck gebracht, wie sehr sie das missbillige, über die Sendung Panorama habe sie sich mehrfach geärgert. Götzl fragt nach dem Namen des Verteidigers. B. sagt, sie habe immer von Herrn Heer gesprochen, habe dann aber auch gesagt, der andere Verteidiger, Stahl aus Koblenz, habe immer die gleiche Meinung wie Heer. Sie habe gesagt, die Bediensteten der JVA Köln hätten sie vor ihrem Verteidiger gewarnt. Kurz geht es um einen Gesprächsteil über das Misstrauen, das Zschäpe den meisten Menschen gegenüber hege, dann um den Brandermittlerbericht. In diesem Zusammenhang erwähnt B., dass man aus dem Gutachten ersehen könne, dass an Zschäpes Socken Benzin gefunden wurde, nicht aber in ihren Schuhen.
Das sind 2 sehr interessante Details:

ROT: Offenbar hat man systematisch versucht, das Verhältnis zwischen Zschäpe und RA Heer zu unterminieren. Daran waren auch Bedienstete der JVA in Köln beteiligt. Rainer Binz wird dazu sicher auch auftragsgemäss beigetragen haben...

Blau: Stimmt nicht, an ihren Schuhen waren auch Benzinspuren, was auf Betreten einer Tankstelle vor dem "sich stellen" hindeutet.
Die hat halt eine Zahnbürste und was zu rauchen gekauft an einer Tanke...

Und ernsthaft: Glaubt irgendwer, dass eine Frau 4 Tage lang die Socken nicht wechselt?
Bullshit ist das. Desinfo made by NSU WATCH...

fatalist
05.07.2013, 10:11
Das Desaster Gestern mit den Waffen vor Gericht wird das Wort "mutmasslich" deutlich pushen :)

DIE ZEIT: Sehr höflich wie immer...


Die heikle Suche nach der NSU-Mordwaffe
Das Bundeskriminalamt hat die Angeklagten im NSU-Prozess Waffen identifizieren lassen. Dabei könnten die Ermittler Fehler gemacht haben. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-07/nsu-prozess-waffe-ceska


Richter Manfred Götzl zeigt S. schließlich Farbfotos. Der Angeklagte sagt, solche Bilder habe er noch nie gesehen. Bei einem weiteren Verhör in Köln habe er die Waffenmuster schließlich direkt in Augenschein nehmen können. Etwa zehn Stück hätten auf dem Tisch gelegen, drei davon mit Schalldämpfer. Er sei sich zwar nicht absolut sicher gewesen, habe aber aus der Länge des aufgeschraubten Schalldämpfers auf das Exemplar geschlossen, das er überbracht haben könnte. Damit zeigte er auf eine Ceska 83. 2 Pistolen mit SD, also 50:50. Die dritte war keine Pistole, sondern eine MP, und der SD lag daneben. Warum wird diese Info weggelassen :?



"Die Waffengröße hat so hingehauen", beschreibt er den Auswahlprozess.,
Sag endlich CESKA, Carsti! Nur ein Mal, für NSU Watch, bidde bidde :crazy:



Der Beschuldigte hatte zuvor ausgesagt, die Pistole sei "klein und schwarz" gewesen. Wieso habe V. dann Maschinenpistolen vorgelegt? "Der Vollständigkeit halber", antwortet der.
Geil. Das BKA hat total manipulativ agiert, suggestiv, schon bei der Waffenvorlage.

___________


Die Süddeutsche sieht das ähnlich:
http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-in-muenchen-waffenauswahl-des-bka-erstaunt-gericht-1.1712821


Waffenauswahl des BKA erstaunt Gericht

Eigentlich sollte Carsten S. an diesem Donnerstag die Pistole identifizieren, mit der neun Menschen getötet wurden. Doch der Angeklagte hat Schwierigkeiten - das Bundeskriminalamt hatte offensichtlich ein für alle Beteiligten verwirrendes Waffensortiment zum NSU-Prozess geschickt.
Alles nur ein Versehen, schon klar. Keinerlei Absicht.... damals wie gestern...


Vor dem Richtertisch im Münchner NSU-Prozess liegen an diesem Tag neun Waffen: eine Browning, eine Ceska, zwei Maschinenpistolen, ein paar Pistolen mit, ein paar ohne Schalldämpfer. Diese Waffen waren dem Angeklagten Carsten S. bereits am 6. Februar 2012 vorgelegt worden, er sollte die Waffe identifizieren, die er vor Jahren dem Trio des NSU überbracht hatte. Eine Browning? Was ist das?
Wie viele Pistolen mit Schalldämpfer? Ein paar oder ein Paar?

Frauen sollten nicht über Waffen schreiben, nicht über Bautechnik, denn sie können es einfach nicht präzise.
Oh my god...

_______________


Massive Fehler der BKA-Beamten
NSU-Prozess: Ermittlungen unprofessionell


München - Carsten S. soll den NSU-Terroristen ihre wichtigste Waffe besorgt haben. Doch gerade bei der Identifizierung der „Ceska“-Pistole sollen die Ermittler Fehler gemacht haben. http://www.tz-online.de/aktuelles/politik/nsu-prozess-muenchen-wegen-ermittlungen-terror-trio-waffe-kritik-zr-2989655.html?cmp=defrss

Selbst die TZ kann besser berichten als Frau Rammelsberger von der Süddeutschen:


Bei einer weiteren Vernehmung beim BKA hätten die Waffen bereits auf dem Tisch gelegen, als er in den Raum kam, erzählte Carsten S. Darunter seien nur zwei Pistolen mit Schalldämpfer gewesen. „Ich habe überlegt, welche das gewesen sein könnte“, sagte S. „Ich hatte in Erinnerung aus den Medien, dass die eine so verschmort war.“ Schließlich habe er sich für die mit dem längeren Schalldämpfer entschieden. „Hätten da 15 Pistolen mit Schalldämpfer gelegen, die alle so'n Gewinde gehabt hätten, dann wäre das schwieriger geworden.“

Auch Nebenklage-Vertreter kritisierten die Arbeit des BKA. „Es könnte für den Beweiswert der Vorlage problematisch sein, dass ausschließlich Waffen des Terror-Trios vorgelegt wurden und keine anderen Waffen“, sagte Rechtsanwalt Jens Rabe, der mit seinem Kollegen Stephan Lucas Anhörige des ermordeten Enver Simsek vertritt. „Der Beweiswert erhöht sich erheblich, wenn aus einer größeren Auswahl von Waffen die richtige ausgewählt wird“, sagte Lucas. „Es ist bedauerlich, dass bei einer derart wichtigen Frage nicht professioneller gearbeitet wurde.“ Gute Berichterstattung, lesenswerter Artikel. :happy:


__________


NSU-Prozess
Kritik an NSU-Ermittlungen des BKA

dpa,04.07.2013 19:49 Uh Der DPA-Bericht ist nicht schlecht, aber selber hinfahren ist besser.


Es seien jedoch Kopien in schlechter Qualität gewesen. „Da hab ich dann so grob ausgeschlossen“, sagte S. „Die eine war zu groß, da kamen dann drei, vier in die engere Auswahl.“
Das war so. Es war nicht "er wählte die Ceska aus".

Er sagte damals und Gestern: er kamen 2, 3 oder 4 infrage.
Gestern sagte er "3". Von 8 oder 9. Am 1.02.2012.


Bei einer weiteren Vernehmung beim BKA hätten die Waffen bereits auf dem Tisch gelegen, als er in den Raum kam, erzählte Carsten S. Darunter seien nur zwei Pistolen mit Schalldämpfer gewesen. „Ich habe überlegt, welche das gewesen sein könnte“, sagte S. „Ich hatte in Erinnerung aus den Medien, dass die eine so verschmort war.“ Schließlich habe er sich für die mit dem längeren Schalldämpfer entschieden. „Hätten da 15 Pistolen mit Schalldämpfer gelegen, die alle so’n Gewinde gehabt hätten, dann wäre das schwieriger geworden.“ Bei der Süddeutschen waren das "ein paar"... :haha:

Genug jetzt an Links gesammelt!

fatalist
05.07.2013, 10:46
Einen hab ich noch: DIE ZEIT, NSU BLOG.


Das NSU-Prozess-Blog
Der tägliche Blick nach München.
Was wird verhandelt? Wie berichten die Medien?

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/wp-content/themes/zeitonline_2013/header/nsu-prozess2.jpg

19. Prozesstag- Befragung weiterer Ermittler

VON Mirjam Schmitt 4. JULI 2013 UM 07:39 UHR

http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/files/2013/07/Foto-580x66.jpg


Zunächst wurde Carsten S. noch mal zur Identifikation der Waffe befragt. Anschließend ging es wie geplant um den Angeklagten Holger G.: Der Ermittler, der G. Waffen zur Identifizierung vorgelegt hatte, wurde befragt. Der Beamte konnte jedoch nicht weiterhelfen, denn er hatte seine Brille vergessen und Mühe die Waffennummern in der Liste zu lesen.

4. JULI 2013 UM 07:39 UHR

Was die alles schon um 07:39 wussten, ich bin verwirrt. :?
Google sagt mir: 1 Tag alt... :cool:



5. Juli 2013 um 10:49 Uhr

fatalist


1.
Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
Ob dieser Blog Eintrag wirklich so “dünn” ausfallen sollte, und ob der wohl wirklich zum 4.7. gehört?
Welcher Praktikant hat denn da geschlampt???

musste sein...

Hans
05.07.2013, 11:20
Ich bin als Ceska-immer dieselbe-Ungläubiger ja auch freier bei den VTs, da nicht an DIE EINE Ceska gebunden ;)
Die BKA-Ceska mit wilden Schweizer Beschaffer-Storys und AZ XY ist eine Cover-Story, um verschiedene Morde miteinander zu verbinden, die gar nichts miteinander zu tun haben müssen. Lenkt ja auch wunderbar ab...

Das hast Du hier ja vor einigen Wochen sehr überzeugend dargestellt. Wenn ich die Ergebnisse des gestrigen Verhandlungtages richtig verstanden habe, ist die Beweiskette der Bundesanwaltschaft hinsichtlich der Česká bereits jetzt zusammengebrochen, denn man brauchte den schwulen Carsten doch, um zu beweisen, dass das Terzett bereits vor Beginn der Mordserie im Besitz der Waffe war - und dies zu beweisen, ist ihr ganz offensichtlich nicht gelungen.

Was ist übrigens aus der zweiten Waffe geworden, die der Carsten besorgt haben will, "2000 oder 2001", wie die Bundesanwaltschaft behauptete - davon hört man jetzt gar nicht mehr. Passt ja auch nicht so gut, denn der Mann war zu dem Zeitpunkt ja bereits aus der Szene ausgestiegen.

In meinen Augen hat die Anklage überhaupt das Problem, das jede alternative Erklärung des Geschehens plausibler klingt als ihre eigene. Aus genau diesem Grund hat die Presse wohl im Vorfeld des Prozesses so exzessiv berichtet: Denn wenn man - ohne Beeinflussung durch die mediale Vorverurteilung - nur dem Prozess folgen würde, würde man sofort erkennen, wie unglaublich dünn das alles ist.

Apropos Presse: Habe ich das richtig verstanden, RA Heer ist ein Freund von John Goetz??? Das wurde erklären, wie der an das Material für seine "Zelle" gekommen ist. Einem Anwalt, der Ermittlungsakten an die Presse - und noch dazu an Goetz und Fuchs - leakt, ist wirklich nicht über den Weg zu trauen.

fatalist
05.07.2013, 11:40
Das hast Du hier ja vor einigen Wochen sehr überzeugend dargestellt. Wenn ich die Ergebnisse des gestrigen Verhandlungtages richtig verstanden habe, ist die Beweiskette der Bundesanwaltschaft hinsichtlich der Česká bereits jetzt zusammengebrochen, denn man brauchte den schwulen Carsten doch, um zu beweisen, dass das Terzett bereits vor Beginn der Mordserie im Besitz der Waffe war - und dies zu beweisen, ist ihr ganz offensichtlich nicht gelungen.
Das ging voll in die Hose. Galeria Kaufhof nicht zu vergessen...


Was ist übrigens aus der zweiten Waffe geworden, die der Carsten besorgt haben will, "2000 oder 2001", wie die Bundesanwaltschaft behauptete - davon hört man jetzt gar nicht mehr. Passt ja auch nicht so gut, denn der Mann war zu dem Zeitpunkt ja bereits aus der Szene ausgestiegen. Oh, diese Waffe ist doch Gerlachs Waffe, die war Gestern Thema vor Gericht. 2001/2002, so steht das auch in der Anklage. Die hat Gerlach "im Stoffbeutel" überbracht, erst auf er Zugfahrt schaute er nach, was er denn da überhaupt überbrachte, und so weiter... KEINE Mordwaffe!!! Lies nochmals nach ;)

Gerlach wusste ja nicht, wo diese Waffe herkam!!! Er bekam sie halt von Wohlleben. Der erzählte Gerlach doch nicht, wo er die Waffe her hatte!!!

EDIT: Ist das die Waffe von "Wo ist die Bumm" (SMS) von Jan Botho Werner???
Kam die von Werner zu Schulz, der sie an Wohlleben weitergab???

Aber Andreas Schulz, der Verkäufer, der benannte Carsten Schultze als Abholer dieser Waffe!!! Siehe Haftbefehl Carsten Schultze.
25.1.2012 Razzia bei Schulz, 1.02.2012 GSG 9 bei Carsti.

Die Frage ist doch: Warum legte man Holger Gerlach eine Ceska VZ 70 7,65 mm Browning beim BKA vor?
Die gabs doch gar nicht beim NSU!

Welche Morde wurden mit einer Ceska 70 Kaliber 7,65 Browning begangen, mit Schalldämpfer?
Die Morde ab 2004? Also Dönermorde 5-9?

http://www.subgunner.com/CZ/DSC00531%20(Small).JPG


http://www.subgunner.com/CZ/CZ70%20can.JPG



Apropos Presse: Habe ich das richtig verstanden, RA Heer ist ein Freund von John Goetz??? Das wurde erklären, wie der an das Material für seine "Zelle" gekommen ist. Einem Anwalt, der Ermittlungsakten an die Presse - und noch dazu an Goetz und Fuchs - leakt, ist wirklich nicht über den Weg zu trauen. Bitte erkläre mir das etwas genauer, Danke im Voraus!
Ja. John Goetz ist ein Bekannter von Heer.

fatalist
05.07.2013, 12:22
Da isse ja, die Ceska 70 Kaliber 7,65 mm Browning!


Ich kann mich noch erinnern: Mehr als 10, aber weniger als 20 Waffen im Wohnmobil.
So war doch die Aussage aus Gotha am 5.11. oder 6.11.2011, oder?

Nun, ich zähle da 8 Stück, darunter 2 H&K 2000 aus Heilbronn.

Hans
05.07.2013, 12:51
Bitte erkläre mir das etwas genauer, Danke im Voraus!
Ja. John Goetz ist ein Bekannter von Heer.

Mir ist aufgefallen, dass die Zschäpe-Verteidigung nichts gegen die Verletzung der Persönlichkeitsrechte und die Vorverurteilung ihrer Mandantin in der Presse unternommen hat; eine Vorverurteilung, bei der Goetz und Fuchs eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben. Bisher hatte ich angenommen, die geleakten Ermittlungsakten kämen direkt aus der Bundeanwaltschaft - aber wenn Heer mit Goetz befreundet ist, gab's da ja vielleicht einen einfacheren Weg?

Wie dem auch sei, ich selbst würde mir einen anderen Anwalt suchen, wenn ich erführe, dass meiner mit einem Journalisten befreundet ist, der mich öffentlich vorverurteilt.

fatalist
05.07.2013, 12:56
Mir ist aufgefallen, dass die Zschäpe-Verteidigung nichts gegen die Verletzung der Persönlichkeitsrechte und die Vorverurteilung ihrer Mandantin in der Presse unternommen hat; eine Vorverurteilung, bei der Goetz und Fuchs eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben. Bisher hatte ich angenommen, die geleakten Ermittlungsakten kämen direkt aus der Bundeanwaltschaft - aber wenn Heer mit Goetz befreundet ist, gab's da ja vielleicht einen einfacheren Weg?

Wie dem auch sei, ich selbst würde mir einen anderen Anwalt suchen, wenn ich erführe, dass meiner mit einem Journalisten befreundet ist, der mich öffentlich vorverurteilt. Korrekt, aber was haben Goetz und Funk denn gemacht? Einen Panorama-Beitrag oder was? Du erwähntest "DIE ZELLE". SO heisst doch das Buch von Karlheinz Hoffmann, wie wir hier leidvoll erfahren mussten ;)

Hans
05.07.2013, 13:05
Noch ein Gedanke:

Als einziger Beweis für die rechtsextremistische Motivierung der Morde muss ja das 'Bekenner'-Video herhalten, das die Zschäpe nach dem Tod der Uwes in Umlauf gebracht haben soll.

Statt nun den Prozess dazu zu nutzen, weiter für ihre (angebliche) Ideologie zu werben, schweigt die Zschäpe nun aber - wie ihr von ihren Anwälten nahegelegt.

Das macht doch keinen Sinn.

Hans
05.07.2013, 13:12
Korrekt, aber was haben Goetz und Funk denn gemacht? Einen Panorama-Beitrag oder was? Du erwähntest "DIE ZELLE". SO heisst doch das Buch von Karlheinz Hoffmann, wie wir hier leidvoll erfahren mussten ;)

Es gibt auch ein Buch des gleichen Titels von Goetz und Fuchs: http://www.amazon.de/Die-Zelle-Rechter-Terror-Deutschland/dp/3498020056

Es war eines der ersten Bücher auf dem Markt. Die Autoren hatten ganz offensichtlich Zugang zu den Ermittlungsakten und nutzen dies, um die Behauptungen der BA als gesicherte Tatsachen darzustellen.

Mein Lieblingssatz aus dem Werk (der Auftragsarbeit?)

"Auf dem Rückweg von Dortmund nach Zwickau entscheiden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, in Kassel zu halten. Sie wollen noch jemanden ermorden." (S. 166)

fatalist
05.07.2013, 13:18
Ach so, das Märchenbuch!!!
http://www.amazon.de/gp/product/3498020056/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=heaprcom0b-21&linkCode=as2&camp=217145&creativeASIN=3498020056


Erscheinungstermin: 8. Juni 2012

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Zwickauer Terrorzelle, die sich «Nationalsozialistischer Untergrund» nannte. Es rückt ganz nah heran an die Biographien von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Die Autoren beschreiben, wie aus drei Mittelschichtskindern rechtsextreme Terroristen werden konnten, die über ein Jahrzehnt lang mordeten und im Untergrund lebten — ohne gefasst zu werden. In einer detailreichen Reportage schildern sie in beklemmenden Nahaufnahmen, wie die drei Extremisten ihre Taten verübten, wer ihnen half und wie sie ihren Alltag organisierten. Parallel zur Geschichte der Zwickauer Terrorzelle beschreibt das Buch das gesellschaftliche Klima in Deutschland nach der Wende, in dem sich das Trio radikalisierte. Es zeigt auf, welche Umstände dazu führten, dass über ein halbes Jahrhundert nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder solch brutaler Terror von rechts gedeihen konnte. «Ein intensives Buch, ein spannendes Buch, das ein völlig neues Licht auf die Zwickauer Terrorzelle wirft. Ich kann es als ein großes Stück schonungsloser Aufklärung nur empfehlen.» Hans Leyendecker

BFV Leyendecker, LOL. Unser Mann bei der Süddeutschen. :cool:
Sorry, aber über solch einen Schwachsinn diskutiere ich nicht.


@Hans: Heer hätte gegen die Interessen seiner Mandantin verstossen, wenn er Material an Goetz gegeben hätte.
Mandantenverrat ist kein Kavaliersdelikt. "Und der Herr Stahl ist immer derselben Meinung wie der Herr Heer".. Herr Binz vom BKA im Prozess über Zschäpes Ausflugsgeplauder

Wer die wohl bezahlt ???

fatalist
05.07.2013, 13:20
Mein Lieblingssatz aus dem Werk (der Auftragsarbeit?)

"Auf dem Rückweg von Dortmund nach Zwickau entscheiden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, in Kassel zu halten. Sie wollen noch jemanden ermorden." (S. 166)

:haha::D:fuck:

Danke, ich liege unterm Tisch!!!

fatalist
05.07.2013, 13:30
Noch ein Gedanke:

Als einziger Beweis für die rechtsextremistische Motivierung der Morde muss ja das 'Bekenner'-Video herhalten, das die Zschäpe nach dem Tod der Uwes in Umlauf gebracht haben soll.
Du verschickst 15 DVD am Freitag und am Samstag, keine kommt am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag an.
Wo liegt der Fehler?

Du hast das nur geträumt. Du hast gar keine DVD verschickt.


Statt nun den Prozess dazu zu nutzen, weiter für ihre (angebliche) Ideologie zu werben, schweigt die Zschäpe nun aber - wie ihr von ihren Anwälten nahegelegt.

Das macht doch keinen Sinn. Du hast das nur geträumt. Siehe oben ;)


Edit: Die Nürnberger Nachrichten bekamen eine DVD eingeworfen, ohne Briefmarken, also per Bote, und die schrieben das am 19.11.2011.

Ich find es immer wieder erschreckend, wie leicht man die Leute verarschen kann... die trauen ihrem gesunden Menschenverstand nicht mehr, so sehr hat man sie gehirngewaschen.

Der SPiegel hatte das Video von APABIZ (Antifa) EXKLUSIV am 12.11.2011.
Wie soll das gehen, wenn am 4./5.11. angeblich 15 Kopien verschickt wurden???????

lorenz90
05.07.2013, 13:33
-Anwalt von Beate gibt Akten an Buchschreiber
-der schreibt "die Zelle"
-eben jenes Buch gibt der BKA-Mann an Beate
-Anwalt regt sich vor Gericht über die Buchschenkung auf

wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl war :D

fatalist
05.07.2013, 13:35
Leider kein gutes Buch, 7. Juli 2012
Von Morgenländer (http://www.amazon.de/gp/pdp/profile/A1NWG9IE6PNC16/ref=cm_cr_rdp_pdp)



Rezension bezieht sich auf: Die Zelle: Rechter Terror in Deutschland (Broschiert)

"Ein großes Stück schonungsloser Aufklärung" nennt Hans Leyendecker, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, das vorliegende Buch, eine Reportage über die rechtsextreme 'Zwickauer Zelle', der zehn Morde, zwei Anschläge und mehrere Banküberfälle zur Last gelegt werden.

Zwei der mutmaßlichen Täter sind tot, die Dritte im Bunde sitzt in U-Haft, gegen eine Handvoll Unterstützer wird ermittelt. Urteile aber sind, fast acht Monate nach dem Auffliegen des Trios, noch nicht gesprochen, nicht einmal Anklagen liegen vor. Mehr noch: vier von sechs Verdächtigen wurden aus der Untersuchungshaft entlassen.

Wer sich sein Urteil über den 'NSU' durch das hier rezensierte Buch gebildet hat, muss sich die Augen reiben: Wie ist das möglich - es ist doch längst alles geklärt? Die Autoren nämlich sind sich ihrer Sache sicher und schildern die Untaten, als seien sie Augenzeugen gewesen:

"Carsten S. übergibt 2500 DM in bar und bekommt dafür eine in ein Tuch eingewickelte Pistole."

"Auf dem Rückweg von Dortmund nach Zwickau entscheiden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, in Kassel zu halten. Sie wollen noch jemanden ermorden." (S. 166)

"Gegen 15 Uhr läuft Beate Zschäpe mit einem Kanister in der Hand durch die spärlich eingerichtete Wohnung. Sie verteilt Motorenbenzin." (S. 240)

Das Fundament unseres Rechtsstaats ist die Unschuldsvermutung, das Prinzip also, jeden Menschen, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren nachgewiesen ist.

Zuständig für dieses öffentliche Verfahren sind die gesetzlichen Richter, nicht investigative Journalisten.

Dies scheinen die Autoren vergessen zu haben.

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie seien wegen eines Ihnen zugeschriebenen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. Und nun liest jedermann Tag für Tag detaillierte Schilderungen in der Zeitung, wie Sie bei dem Mord vorgegangen seien. Wie wahrscheinlich ist da noch, dass Sie auf unvoreingenommene Richter treffen werden?

In Großbritannien sind schon Verfahren eingestellt worden, weil es den Geschworenen nicht mehr möglich war, ein unvoreingenommenes Urteil zu fällen.

Das Informations- (oder Sensations-)bedürfnis der Leser in allen Ehren: Rechtsstaatliche Prinzipien sind doch wohl wichtiger?

Wir haben uns nolens volens mit dem Sensationsjournalismus des Boulevards in Funk, Fernsehen und Presse abgefunden - wenn nun auch noch seriöse Journalisten dazu übergehen, Richter spielen zu wollen, ist von dem Rechtsstaat, den sie doch verteidigen wollen, bald nichts mehr übrig.

Die ganze Sache noch verschlimmernd kommt hinzu, dass die Autoren in dem Buch einigen Verdächtigen Taten zuschreiben, die ihnen vom Generalbundesanwalt gar nicht vorgeworfen werden.

Und dass die Rolle der Geheimdienste, über die in diesen Tagen so viel diskutiert wird, in dem Buch kaum beleuchtet wird, macht das Buch für politisch Interessierte leider vollends unergiebig.
:appl::appl::appl:

fatalist
05.07.2013, 13:38
-Anwalt von Beate gibt Akten an Buchschreiber
-der schreibt "die Zelle"
-eben jenes Buch gibt der BKA-Mann an Beate
-Anwalt regt sich vor Gericht über die Buchschenkung auf

wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl war :D
GRÜN dafür. :dg: Das war ein Wink mit dem Starkstrommasten.

Nereus
05.07.2013, 13:47
Kleine Übersicht über die 21 (einundzwanzig) Schusswaffen der “Terrorzelle von Zwickau” und wo sie gefunden wurden. (nach Baumgärtner “Die Terrorzelle”)

Waffenfunde im abgebrannten Wohnmobil in Eisenach:

In dem Fiat entdecken die Ermittler 9 (neun) Schußwaffen (incl. Knall-, Signal- , Deko- und Schrottwaffen):

= zwei halbautomatische Pistolen der Marke Heckler&Koch, Typ P2000. Nummer 116-010514 und Nummer 116-021769
- eine Pumpgun Mossberg Maverick 88. Vom Hersteller aus Texas an einen Waffenladen in Zürich und von dort 1997 an Michael S. aus der Schweiz verkauft.
- eine Pumpgun Winchester 1300 Defender. 1991 nach Kanada verkauft und vor Einführung des Online-Exportkontrollsystems ausgeführt. Angeblich kaufte sie ein 2005 verstorbener Berliner 1992 in Österreich.
- ein Revolver Alfa-PROJ Modell 3831, Kaliber 38, mit der 2008 ein Bankangestellter angeschossen wurde
- eine Maschinenpistole Pleter 91
- einen Revolver Melcher
- eine Ceska 70, 7.65 Browning
- ein Signal-Revolver
und eine Handgranate.

Auf keiner der Waffen werden Fingerabdrücke gefunden. Auf den beiden Pistolen der Heilbronner Polizisten findet sich allerdings DNA-Material, auf dem Signalrevolver die DNA einer bislang unbekannten männlichen Person.


Zwickau, Frühlingsstraße 26 (Haus seit dem 21. Juni 2011 im Besitz einer vietnamesischen GmbH

Im Brandhaus und im Brandschutt vor dem Haus entdecken die Ermittler 12 (zwölf) Schußwaffen (incl. Knall-, Signal- , Deko- und Schrottwaffen):

- eine Bruni, Kaliber 8 Millimeter Knall, Mod. 315 Auto. Die Waffe wurde beim ersten und beim dritten Mord benutzt, umgebaut zu Kaliber 6,35 Millimeter.
- eine polnische Radom Vis 35 (Kaliber 9 mm, produziert in Polen während des Zweiten Weltkrieges durch die Wehrmacht),
- eine Schreckschusspistole ERMA EGP 88,
- eine Pistole ERMA Model EP552S,
- einen Revolver Kora,
- eine Ceska 82 (9 mm Makarov),
- einen Revolver Reck (Model Chief Special Combar),
- ein Einzelladegewehr Rhöner 69a mit verkürztem Schaft,
- eine Maschinenpistole Ceska,
- eine Pistole Walther PP (vor dem Zweiten Weltkrieg hergestellt)
- eine russische Tokarew TT33 (Kaliber 7,62 mm),
- eine Ceska, Mod. 83, Kaliber 7,65 Millimeter mit montiertem Schalldämpfer (Im Brandschutt gefunden)

Ferner wurden im Brandhaus entdeckt: u.a. 35 adressierte Briefumschläge samt DVDs mit einem 800 Megabyte großem Bekennervideo. "Eine Selbstvorstellung des NSU" ...

Hans
05.07.2013, 13:47
:haha::D:fuck:

Danke, ich liege unterm Tisch!!!

Wie sich Klein-Emma halt böse Nazis vorstellt :D

Indiskutabel, wie du zu Recht schreibst, aber deshalb nicht ohne Wirkung: Hätte es die massive Meinungsmache im Vorfeld des Prozesses nicht gegeben, könnte der Prozess kaum so geführt werden, wie es jetzt - wo die Öffentlichkeit gelangweilt abgeschaltet hat - geschieht.

Nur am Rande: Ich habe mich vor dem Tod der Uwes gelegentlich mit türkischen und kurdischen Bekannten über die Česká-Morde unterhalten: Die tippten damals alle auf OK, keiner dachte auch nur ansatzweise an einen rechtsextremistischen Hintergrund. Und eingeschüchtert waren sie schon gar nicht, weshalb auch?

Wenn die Morde tatsächlich einen rechts-terroristischen Hintergrund gehabt hätten, hätte das Terzett auf diesen Misserfolg doch mit Sicherheit irgendwie reagiert? Stattdessen halten sie die Klappe, ziehen in eine komfortable Wohnung und genießen das Leben?

Sorry, diese Story kauf' ich nie im Leben.

fatalist
05.07.2013, 13:57
...:appl:


Auf keiner der Waffen werden Fingerabdrücke gefunden. Auf den beiden Pistolen der Heilbronner Polizisten findet sich allerdings DNA-Material, auf dem Signalrevolver die DNA einer bislang unbekannten männlichen Person.
Das dürfte die DNA des 3. Mannes sein, die des Schakals.

fatalist
05.07.2013, 14:08
Wie sich Klein-Emma halt böse Nazis vorstellt :D

Indiskutabel, wie du zu Recht schreibst, aber deshalb nicht ohne Wirkung: Hätte es die massive Meinungsmache im Vorfeld des Prozesses nicht gegeben, könnte der Prozess kaum so geführt werden, wie es jetzt - wo die Öffentlichkeit gelangweilt abgeschaltet hat - geschieht. Sicher, die Anträge auf Einstellung wegen Vorverurteilung waren ja auch richtig.


Nur am Rande: Ich habe mich vor dem Tod der Uwes gelegentlich mit türkischen und kurdischen Bekannten über die Česká-Morde unterhalten: Die tippten damals alle auf OK, keiner dachte auch nur ansatzweise an einen rechtsextremistischen Hintergrund. Und eingeschüchtert waren sie schon gar nicht, weshalb auch? Die lagen ja auch richtig, wie die SOKO Bosporus auch. Der Spiegel und alle anderen haben das ja über Jahre genauso gesehen. Wollen sie alle nicht mehr wahrhaben...


Wenn die Morde tatsächlich einen rechts-terroristischen Hintergrund gehabt hätten, hätte das Terzett auf diesen Misserfolg doch mit Sicherheit irgendwie reagiert? Stattdessen halten sie die Klappe, ziehen in eine komfortable Wohnung und genießen das Leben?

Sorry, diese Story kauf' ich nie im Leben. SIC! Völlig unabhängig vom eigenen Standpunkt ist das NSU-Märchen einfach nur unglaubhaft.

fatalist
05.07.2013, 15:01
Es gibt 2 Märchenbücher zum NSU, einmal "DIE ZELLE" von diesem CIA-Desinformanten John C. Goetz aus New York, Kumpel von Zschäpe-Anwalt Wolfgang Heer.

Dann dieses Märchenbuch vom Spiegel-Autor Baumgärtner, ein Antifa-Mann und Spiegel-Autor.
Armer Spiegel...

Und es gibt ein Buch von WSG Hoffmanns Karl Heinz.

http://karl-heinz-hoffmann.com/images/p028_0_03_01.jpg

Jetzt bin ich ja im Bilde. Hatte das wohl viel zu wenig beachtet. Mea culpa.
Hoffmann schreibt ein Buch, um Märchen zu widerlegen?

Okay, ich mache das auch demnächst: Ich werde Grimms Märchen widerlegen.


Befasst hatte ich mich bisher nur mit dem Buch von Antifa Wolf Wetzel:


Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en.

Wolf Wetzel
Der NSU-VS-Komplex

Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund - wo hört der Staat auf?

http://wolfwetzel.files.wordpress.com/2013/03/nsu-vs-komplex-cover2-e1364378795652.jpg

Webfehler auch bei Wetzel: NSU als Mörder wird vorausgesetzt, nicht hinterfragt.
Daher als Propaganda zu werten. Gute Recherche, aber wenn die Eingangsthese fälschlich als Faktum gesetzt wird, wo sie völlig unsicher ist, was will man da erwarten:?

Im übrigen vernachlässigt Wetzel total die Verstrickung von BKA und LKAs, tut so als sei es nur "der Verfassungsschutz".


Epic fail.

http://visualogs.com/images/2013/02/epic-fail-sports-fail-epic-forehead-weak-retard-demotivational-poster.jpg

Brett vorm Kopf ;)

nachdenkerin
05.07.2013, 15:14
Wie sich Klein-Emma halt böse Nazis vorstellt :D

Indiskutabel, wie du zu Recht schreibst, aber deshalb nicht ohne Wirkung: Hätte es die massive Meinungsmache im Vorfeld des Prozesses nicht gegeben, könnte der Prozess kaum so geführt werden, wie es jetzt - wo die Öffentlichkeit gelangweilt abgeschaltet hat - geschieht.






http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-buerger-schlagen-alarm-naziparolen-im-lietzenseepark,10809148,22749180.html

Bürger in Berlin-Charlottenburg schlagen Alarm. Sie befürchten, dass der Lietzenseepark zum Nazi-Idyll herunterkommen könnte. Aus Sicht der Polizei passiert dort aber nichts Besonderes.

Am Lietzensee in Charlottenburg scheint die Welt noch in Ordnung. Die Sonne strahlt, Mütter schieben Kinderwagen, Väter und Söhne spielen Fußball, Jogger joggen. Die Gruppe von etwa 60 Anwohnern fällt in dem Getümmel nicht wirklich auf. Die Leute, die sich am Sonntag auf der Wiese getroffen haben, sind hier, weil das Idyll offenbar täuscht. In der Nacht zum Himmelfahrtstag hatten Anwohner gehört, wie dort Neonazis volksverhetzende Parolen grölten.
Die Bürger auf der Wiese sind jung und mittleren Alters, auch Rentner sind dabei. Sie alle eint die Sorge, dass der Lietzenseepark zum Nazi-Idyll herunterkommen könnte. Diana D. – ihren vollen Namen möchte sie nicht nennen, weil sie Angst hat, „auf eine schwarze Liste“ zu kommen – hat am Mittwochabend 20 bis 30 junge Leute auf der Wiese im Park gesehen und gehört, wie diese laute Nazi-Musik abgespielt hätten. Sie brüllten „Sieg Heil“ „Deutschland den Deutschen“, „Ausländer raus“ und „Tod den Ausländern“, sagt sie.
„Da war nichts misszuverstehen“

Die 55-Jährige erzählt, dass sie gegen 23.30 Uhr bei der Polizei angerufen habe. „Nichts passierte.“ Nach einer Weile habe sie noch einmal angerufen. Zwischen 0.15 und 0.30 Uhr seien dann zwei Polizisten gekommen. „Sie sprachen mit den Leuten und gingen. Dann ging es wieder los.“ Nach dem zweiten Notruf hätten sich die Polizisten gegen 1.30 Uhr am Parkeingang postiert und gewartet. „Währenddessen tönten die Naziparolen weiter. Da war nichts misszuverstehen“, sagt Diana D. „Dann sind die Beamten runter gegangen. Die Neonazis reagierten sehr aggressiv auf die Polizisten, die auch mit Hunden kamen.“ Später hätten sich die Nazis oberhalb des Parks selbstbewusst bis drei Uhr morgens ausgetobt.
Beunruhigend findet Diana D., dass sich in der Nachbarschaft nichts geregt habe. Deshalb hängte sie am Sonnabend im Park Zettel auf und lud zum Nachbarschaftstreffen ein: Sonntag, 12 Uhr, auf der Wiese. Es sind dann eine ganze Menge Leute erschienen – mehr als Diana D. erwartet hat. Sie diskutieren, was zu tun sei. An den Polizeiabschnitt wolle man sich wenden und an Politiker. „Eine Telefonkette“, schlägt jemand vor. Man tauscht Nummern aus. So könne man beim nächsten Vorfall mit Nazis das weitere Vorgehen abstimmen. Zum Beispiel zahlreich bei der Polizei anrufen. „Wenn die Anrufe von mehren Leuten kommen, reagiert die wenigstens“, sagt eine Frau.
Im Ergebnis der Versammlung entschließt sich Diana D. dazu, mit einem anderen Anwohner, der die Parolen auch wahrnahm, am Nachmittag Anzeige zu erstatten. Die Polizei ermittelt seitdem wegen des „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“.
„Alles ruhig“

Bis dahin war aus Sicht der Polizei nichts Besonderes passiert. Laut Pressesprecher Martin Dams kamen die Beamten auch nicht zu spät. Im Notrufprotokoll stehe, dass um 23.13 Uhr zwei Personen beim Notruf 110 angerufen hätten. Auch von einem Handy kam zu dieser Zeit ein Notruf. 15 Minuten später seien zwei Funkwagen eingetroffen – ohne Blaulicht, weil keine Eilbedürftigkeit vorgelegen habe. „Die Beamten haben zwei Personengruppen überprüft, konnten aber nichts feststellen“, sagt der Sprecher. Sie hätten sich dann ins Auto gesetzt und seien aber noch da geblieben.
Um 23.45 Uhr seien die Beamten weitergefahren. Um 0.25 Uhr gab es laut Dams wieder einen Notruf wegen Lärms durch mehrere Jugendliche. Wieder sei die Polizei hingefahren und habe rund zehn Personen angetroffen. „Beim Eintreffen der Polizei war es jedoch ruhig“, so Dams. Die Beamten, die dieses Mal von einer Hundestreife begleitet wurden, drohten den Jugendlichen mit Platzverweisen, wenn es nochmal zu einem Einsatz kommen würde.
Aus Sicht der Polizei war also alles in bester Ordnung.





Ich frage mich bloß, warum die Polizei nicht richtig eingriff. Warum die unterschiedlichen Darstellungen zwischen Polizei und Anwohnern?

Soll das "Spektakel" nur zur Meinungsmache dienen?

fatalist
05.07.2013, 16:41
Harald Öchsner (via facebook) (http://www.facebook.com/profile.php?id=100000565722296)
7. Juni 2013 - 22:04 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2426)


https://fbcdn-profile-a.akamaihd.net/hprofile-ak-frc1/368904_100000565722296_755631154_q.jpg

kein Wunder, daß der Hauptzeuge im Zeugenschutzprogramm ist, tja, ausführung dieser Taten waren definitiv nicht, die 2 durch einen angeblichen Selbstmord ums Leben gekommenen, sondern “Top-Leute” des Verfassungsschutzes, das wissen auch die Ermittler der ehem. Soko Bosporus in Nbg.


..also die Waffe is eindeutig als Mordwaffe, die Ceska, in bis auf den Polizistinnenmord indentifiziert, eindeutig, nur seltsam, es bafanden sich auf der Waffe keinerlei Fingerabdrücke, obwohl die sich weggemacht hatten,… angeblich, sauber untergejubelt die Knarren


@ Harald Öchsner
es geht in dem artikel um die identifizierung der waffe durch den mitangeklagten carsten s.
die sachlage ist wichtig ob er seinerzeit eine cesca transportiert hatte und an den ralf wohlleben gegeben hat.
oder eine andere waffe. (oder ob überhaupt).


Harald Öchsner (via facebook)
7. Juni 2013 - 23:07 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2430)


https://fbcdn-profile-a.akamaihd.net/hprofile-ak-frc1/368904_100000565722296_755631154_q.jpg

ja das wundert mich ja auch, es geht darum, daß er aussagen soll, daß er die Waffe en einen der beiden übergeben hat, und das halt ich für unwahrscheinl, da die Waffe bis 2008 im Besitz des thüringischen Verfassungsschutz war, dort auch registriert ;-)


Harald Öchsner (via facebook)
7. Juni 2013 - 23:09 # (http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-komplex-widerspruechliche-aussagen-tatwaffe-noch-nicht-identifiziert/#comment-2431)


https://fbcdn-profile-a.akamaihd.net/hprofile-ak-frc1/368904_100000565722296_755631154_q.jpg

es geht hier nur um Verschleierung, der ganze Prizeß is und wird eine Farce bleiben, die Morde wurden von 2 rechtsorentierten Verfassungsschützern unter deckung der Behörde begangen, das is Ermittlungsfakt der Kripo in Nbg.!

Das ist entweder eine grandiose Fehlinfo, oder der Mann hat (angetrunken???) die Wahrheit geschrieben.

www.facebook.com/harald.ochsner.7 (http://www.facebook.com/harald.ochsner.7)

Gibt es den noch :? Hab kein Fratzenbuch :cool:

Nereus
05.07.2013, 17:14
Ich frage mich bloß, warum die Polizei nicht richtig eingriff. Warum die unterschiedlichen Darstellungen zwischen Polizei und Anwohnern?

Soll das "Spektakel" nur zur Meinungsmache dienen?


Vor zwei Monaten? Ist ja brandaktuell. Gehört aber nicht in diesen Strang. Bitte machen Sie einen eigenen Strang mit dem Thema auf: „Nazis belästigen die braven Bürger am Lietzensee”. Das wäre wichtig, weil dort hauptsächlich Linksintellektuelle und eine linke Schickeria wohnen und sich dort ein bewachtes jüdisches Seniorenheim befindet. "Wehret den Anfängen!" oder so...

nachdenkerin
05.07.2013, 17:16
Und es gibt ein Buch von WSG Hoffmanns Karl Heinz.

Jetzt bin ich ja im Bilde. Hatte das wohl viel zu wenig beachtet. Mea culpa.
Hoffmann schreibt ein Buch, um Märchen zu widerlegen?

Okay, ich mache das auch demnächst: Ich werde Grimms Märchen widerlegen.



Das ist so nicht richtig. Hoffmann hat sich in seinem Buch nur kritisch mit dem Journalismus in dem Buch "die Zelle" auseinander gesetzt, wobei er sich dabei aber teilweise selber ins Bockhorn jagen ließ. In dem Buch "die Zelle" sind gravierende Angaben mit Raffinessen gespickt oder auch komplett falsch, die Hoffmann unbewusst so übernahm. Deshalb ist bei dem Hoffmann-Buch etwas Vorsicht geboten.


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www.siegrun-roman.de/NSU-Geschichte-wer-sind-die-Taeter.pdf

fatalist
05.07.2013, 17:31
Das ist so nicht richtig.
Egal, ich werde keines der Märchenbücher lesen. Sowas verwirrt lediglich und vernebelt den Verstand.
Wenn ich Prosa lese, dann richtige.

Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand.
Das Beste seit Jahren!!! Forrest Gump ist ein Stümper verglichen mit dem Protagonisten dort.

nachdenkerin
05.07.2013, 17:47
Vor zwei Monaten? Ist ja brandaktuell. Gehört aber nicht in diesen Strang. Bitte machen Sie einen eigenen Strang mit dem Thema auf: „Nazis belästigen die braven Bürger am Lietzensee”. Das wäre wichtig, weil dort hauptsächlich Linksintellektuelle und eine linke Schickeria wohnen und sich dort ein bewachtes jüdisches Seniorenheim befindet. "Wehret den Anfängen!" oder so...

Ich meinte damit etwas total anderes, aber egal.

brain freeze
05.07.2013, 17:51
Vor zwei Monaten? Ist ja brandaktuell. Gehört aber nicht in diesen Strang. Bitte machen Sie einen eigenen Strang mit dem Thema auf: „Nazis belästigen die braven Bürger am Lietzensee”. Das wäre wichtig, weil dort hauptsächlich Linksintellektuelle und eine linke Schickeria wohnen und sich dort ein bewachtes jüdisches Seniorenheim befindet. "Wehret den Anfängen!" oder so...

Neuer Strang ... wozu? Alles endet in Verlogenheit.

nachdenkerin
05.07.2013, 17:51
Egal, ich werde keines der Märchenbücher lesen. Sowas verwirrt lediglich und vernebelt den Verstand.
Wenn ich Prosa lese, dann richtige.



Und was ist dann Dein Ziel? In den Zeitungen sind auch oftmals ganz viele Märchen geschrieben.

Nereus
05.07.2013, 18:41
Ich meinte damit etwas total anderes, aber egal.

Hier ein Video mit Hoffmann, ca. 2 Stunden lang.
Interessant seine Darstellung im ersten Drittel über eine Begegnung mit Wohlleben und Kapke in Jena. Er hielt die beiden für Geheimdienstagenten, die ihm eine Falle stellen wollten.

Karl-Heinz Hoffmann: "Die perfide Schmutzarbeit der Geheimdienste"

http://altermedia-deutschland.info/content.php/3703-Karl-Heinz-Hoffmann-Die-perfide-Schmutzarbeit-der-Geheimdienste

fatalist
05.07.2013, 21:41
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=svOd1B7ueHE

Ab 1:44 geht es um den NSU.
Udo Schulze meint dazu:

- Beate Zschäpe sei die neue Verena Becker. Offensichtlich V-Frauen.
- Compact wird erwähnt, Elsässer, Temme und Waffe, Stasi-Ceskas, Schulze weiss nicht wirklich Bescheid.
- Waffe aus der Schweiz, kann aber niemand beweisen, Villa jetzt in Zürich. Nicht mehr Bodensee...
- Handyanrufe bei Frau Zschäpe kamen aus dem Innenministerium Thüringen. Auch schon als die Uwes noch "warm" waren, also vor der Zwickauer Explosion. Die Nachbarn hätten in einer Doku gesagt, sie hätten niemals eine Handynummer gehabt. Also konnten sie die Handynummer auch nicht an die Polizei/Feuerwehr weitergeben. Diese Doku sei über die Nachbarn in der Polenzstrasse gewesen.
Zschäpe habe dort mit den Nachbarn gefeiert etc pp, aber eine Handynummer hatten die nie bekommen.

Kennt jemand diese Doku? Stimmt das?


Zum Vergleich mal das hier:


In der Zwickauer Polenzstraße etwa, wo das Trio von 2001 bis Anfang 2008 wohnte, beschreiben die Nachbarinnen Zschäpe bis heute als eine hilfsbereite, immer lustige Frau, mit der man über alles reden konnte und die immer ein gutes Wort für einen hatte. Die den Kontakt zu den Freundinnen nicht abreißen ließ, als sie Anfang 2008 in die Frühlingsstraße umzog.
Auch dort, in einem gutbürgerlichen Viertel mit vielen Einfamilienhäusern, sprechen die Nachbarn gut von ihr. Aufgeschlossen sei sie gewesen, kinder- und tierlieb, sie habe Telefonnummer und Schlüssel da gelassen, wenn sie mal wegfuhr, und bei den Siedlerfesten Bier ausgeschenkt. Stuttgarter Zeitung, Andreas Förster. Mai 2013.
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.beate-zschaepe-vom-unbeschwerten-teenager-zur-terroristin.4c24849b-0360-4d85-8ce1-683c39e532e2.html

Schlüssel für die Nachbarn zur Terrorwohnung voller Waffen. ich weiss ja nicht...

fatalist
05.07.2013, 21:59
BFV-Leyendecker desinformiert:


Am Abend des des 1. November 2011 aber war der Abschied wie eine Trennung. Als sie an diesem Tag nach Hause gekommen war, erzählte Heike K., habe ihre Freundin bereits auf sie gewartet. Sie hätten zusammen Abendbrot gegessen, der Fernseher sei an gewesen, und Zschäpe sei "auffällig ruhig" und "in sich gekehrt" dagesessen. Beim Lebewohl habe die Zschäpe sie "bestimmt eine ganze Minute" an sich gedrückt und Tränen in den Augen gehabt. Als dann das Taxi gekommen sei, habe Zschäpe sich "komischerweise noch einmal verabschiedet". Das habe sie sonst nie gemacht. Dann sei sie "fast weggerannt". http://www.sueddeutsche.de/politik/vom-unauffaelligen-leben-der-nsu-mitglieder-ganz-nette-sympathische-hoefliche-leute-1.1288416


Hatte Zschäpe eine Vorahnung, als sie sich von Heike K. verabschiedete oder suggeriert nur der rückblickende Zugang zu den Ereignissen das vorgeblich Besondere des Abschieds? Is ja gut, Hans. Gib Ruhe.

Bei der FR klingt das ganz anders, auch der Tag ist nicht derselbe:


Das letzte Mal gesehen haben sich die Frauen am Mittwoch, dem 2. November vergangenen Jahres. Zwei Tage später wurden Mundlos und Böhnhardt nach dem Banküberfall in Eisenach in ihrem Wohnmobil tot aufgefunden, Beate Zschäpe steckte die gemeinsame Wohnung in Brand und floh.

An jenem Mittwoch aber tauchte Lisa alias Beate in der Polenzstraße auf. Am Nachmittag, zum Kaffeetrinken. Sie klingelte bei Nadine Resch und ihrer Nachbarin Heike Kuhn. „Sie war ganz normal, wie immer“, erinnert sich Nadine Resch. „Aber ich hatte keine Zeit. Sie ging dann zur Nachbarin rein.“

Heike Kuhn, die gut zehn Jahre älter zu sein scheint als Zschäpe, will über diesen Nachmittag nicht reden. „Lassen Sie mich in Ruhe“, sagt sie durch den Türspalt. Die Lisa sei ein ganz normaler Mensch gewesen. Nur dass sie sich immer mal wieder anders zurechtgemacht hätte. „Die hatte fünf verschiedene Gesichter.“ Natürlich seien sie alle geschockt gewesen, als die Meldung über die Terroristen kam. „Aber hier im Haus glaubt inzwischen sowieso keiner mehr an die Geschichte“, sagt sie, bevor sie die Tür schließt. „Auch das mit dem Selbstmord nicht. Das waren keine solchen Leute.“ http://www.fr-online.de/neonazi-terror/beate-zschaepe-ein-ganz-normales-leben-in-zwickau,1477338,11597882.html



Vom 1. Mai 2001 bis zum April 2008. Sieben Jahre, in denen sie neun Menschen erschossen, zwei Bombenanschläge verübt und mehrere Banken überfallen haben sollen. Sieben Jahre, in denen sie mit den Nachbarn Wein tranken und hinterm Haus grillten, in denen sie der afghanischen Familie das Fahrrad in die Wohnung trugen, stets ein freundliches Wort für andere hatten. Sieben Jahre das eine und das andere. Nebeneinander, auf 77,33 Quadratmeter Deutschland.
Widerliche Rassisten???


„Freundlich waren sie auch zu mir“, sagt Tawab, der Sohn der Familie. Einmal habe einer der beiden ihm das Fahrrad hochgetragen. „Er hat gelächelt und mir auf die Schulter geklopft.“ Voll der Nazi.


Ihr Mann Abdul erinnert sich auch an die Männer. „Der größere der beiden hat Schnee geschippt im Winter“, sagt er. Grüne Latzhosen habe der große getragen und ziemlich schmutzige Schuhe. Den kleineren habe er zweimal gesehen, wie der mit einer jungen Frau nach Hause kam. Die Männer seien Fahrrad gefahren, ab und zu kamen sie mit einem Auto, an dem ein Wohnwagen hing. Kein Wohnmobil???



Im April 2008 zogen die drei weg. Fünf Kilometer weiter, in die Frühlingsstraße 26 im Stadtteil Weißenborn. Die neue Bleibe war größer, 120 Quadratmeter, direkt an einem kleinen Park. Die Spuren und Hinterlassenschaften eines Lebens im Untergrund nahmen sie mit in die neue noble Umgebung mit ihren renovierten Einfamilienhäusern und gepflegten Gärten. Hier planten sie aber offenbar keine neuen Morde und Anschläge. Aber auch hier verschmolzen sie mit der Normalität ihrer Umwelt, passten sich ein in die im Vergleich zur Polenzstraße bürgerlichere Welt.


Wieder klebte der Name Dienelt am Klingelschild. Die beiden Männer sah man oft beim Joggen, einen durchtrainierten, athletischen Eindruck hätten sie gemacht, sagen Anwohner. Sie legten sich teure Fahrräder zu, jetzt fuhr man auch regelmäßig in den Sommerurlaub. Dann stand der Wohnwagen vor der Tür, bepackt mit Surfbrett, Mountainbikes und motorgetriebenem Schlauchboot. Anständige junge Leute waren das, sagt ein Nachbar. „Und auch vom Geld her passten sie offenbar in die Gegend hier.“ Kein Wohnmobil???

fatalist
05.07.2013, 22:10
Die WELT ist echt originell: 3.11.2012


Einem, der neue Papiere besorgte, steckte sie 2001 bei einem Treffen am Bahnhof 10.000 Euro zu. Etwa ein Jahr später holte sie einen Kurier vom Zug ab. In einem Stoffbeutel transportierte er eine Waffe, die vor allen drei ausgepackt wurde – also auch vor Zschäpes Augen. http://www.welt.de/politik/deutschland/article110584078/Zschaepe-zaertliche-Katzenmama-und-Terrorbraut.html

Gab es 2001 schon Euros?
2001 gab Holger Gerlach seinen Pass.
2002 brachte derselbe Holger Gerlach die Waffe von Wohlleben im Stoffbeutel.
Oder war das doch Carsten Schultze?

Weiss Bewarder etwa nicht, was in der Anklage steht???
Er schreibt das so, als ob es 2 verschiedene Männer wären. Einer mit Pass, ein Anderer mit Waffe.

Nereus
05.07.2013, 23:09
Die WELT ist echt originell: 3.11.2012

http://www.welt.de/politik/deutschland/article110584078/Zschaepe-zaertliche-Katzenmama-und-Terrorbraut.html

Gab es 2001 schon Euros?
2001 gab Holger Gerlach seinen Pass.
2002 brachte derselbe Holger Gerlach die Waffe von Wohlleben im Stoffbeutel.
Oder war das doch Carsten Schultze?

Weiss Bewarder etwa nicht, was in der Anklage steht???
Er schreibt das so, als ob es 2 verschiedene Männer wären. Einer mit Pass, ein Anderer mit Waffe.

Nein!

Der Euro wurde erst am 1.1.2002 eingeführt!
http://www.dw.de/die-einf%C3%BChrung-des-euro-1-januar-2002/a-3991018

fatalist
06.07.2013, 06:22
Nein!

Der Euro wurde erst am 1.1.2002 eingeführt!
http://www.dw.de/die-einf%C3%BChrung-des-euro-1-januar-2002/a-3991018
Na sowas aber auch ;)


Rechnungen für ein Prepaid-Handy:


Zschäpes Großzügigkeit war nicht selbstlos. Sie verstand es geschickt, das Vertrauen der Nachbarn auszunutzen. Einmal traf sie eine Mitbewohnerin aus dem Haus in der Zwickauer Fußgängerzone. Sie erzählte ihr, dass sie sich dringend ein Handy mit einer Prepaidkarte kaufen müsse, aber ihren Ausweis vergessen habe. Für ein Dankeschön von 50 Euro registrierte die Nachbarin das Mobiltelefon auf sich.

Später soll Zschäpe ebenjene 0162-Nummer auch dafür benutzt haben, um mit mutmaßlichen Terrorhelfern zu telefonieren, wie eine Auflistung der Daten in den Akten zeigt. taz http://www.taz.de/!91084/



Am 5. Juni 2005 gegen 19.05 Uhr wurde in dem Laden der 41 Jahre alte Grieche Theodorous Boulgarides von den Killern der Zwickauer Terrorzelle ermordet, weil er Ausländer war. Ein paar Stunden vor dem Mord, um 15.22 Uhr, wurde in Tatortnähe ein Handy mit der Nummer 0162/4639557 angerufen. Der Anruf kam, wie Ermittler später mit Hilfe einer Funkzellenauswertung feststellten, aus einer Telefonzelle, die sich in der Nähe der Polenzstraße in Zwickau befindet. In der Polenzstraße 2 wohnten von 2003 bis 2008 Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

Das Mobiltelefon war eines der vielen Handys der mutmaßlichen Terroristen. Das Telefon und eine auf die Rufnummer lautende Rechnung wurden im Brandschutt des Hauses gefunden, das Zschäpe nach dem Tod der beiden Männer am 4. November 2011 angezündet hatte. BFV-Leyendecker
http://www.sueddeutsche.de/politik/ermittlungen-gegen-zwickauer-terrorzelle-beate-zschaepe-frau-an-der-seite-der-killer-1.1257675

Nichts stimmt. Man liest nur zusammengereimtes Zeugs.
Was man so alles findet, wenn man nach "Telefonnummer Zschäpe" googelt...


Gerhard Zschäpe in Schönbeck Ratteyer Damm 4 (0162-4174249 :D


Aber DIE WELT: Keine Rechnung für das Prepaid-Handy, sondern:


Auch dafür sehen die Ermittler Belege. Es gab offenbar eigens ein Handy (0162/4639557) für "Aktionen" – sprich Mordanschläge. Das geht aus einem im Zwickauer Brandschutz aufgefundenen Zettel mit der Rufnummer und dem von Mundlos vermerkten Begriff "Aktion" hervor. http://www.welt.de/politik/deutschland/article115898704/Az-6-St-3-12-Verfahren-gegen-Beate-Zschaepe-u-a.html#disqus_thread

Wirklich jeder kann sich seine Märchen zurechtbiegen, wie er gerade mag. Tausend und eine Fassung... :fuck:


Etwas Realismus findet sich auch:


Der NSU-Prozess beginnt: Beate Zschäpe soll als Mörderin verurteilt werden. Doch die Beweislage ist dünn. Sogar mit Petitessen unterfüttert die Staatsanwaltschaft ihre Anklage. Ein hohes Risiko. Wenn es denn nur Petitessen wären; es sind jedoch manipulierte Aussagen en Masse darunter...

fatalist
06.07.2013, 07:09
Die WELT ist echt originell: 3.11.2012

http://www.welt.de/politik/deutschland/article110584078/Zschaepe-zaertliche-Katzenmama-und-Terrorbraut.html


Einem, der neue Papiere besorgte, steckte sie 2001 bei einem Treffen am Bahnhof 10.000 Euro zu. Etwa ein Jahr später holte sie einen Kurier vom Zug ab. In einem Stoffbeutel transportierte er eine Waffe, die vor allen drei ausgepackt wurde – also auch vor Zschäpes Augen.


Gab es 2001 schon Euros?
2001 gab Holger Gerlach seinen Pass.
2002 brachte derselbe Holger Gerlach die Waffe von Wohlleben im Stoffbeutel.
Oder war das doch Carsten Schultze?

Weiss Bewarder etwa nicht, was in der Anklage steht???
Er schreibt das so, als ob es 2 verschiedene Männer wären. Einer mit Pass, ein Anderer mit Waffe.

Hab ich mich dran festgebissen, an diesem komischen Absatz...

Holger Gerlach wohnt seit 1997 in Niedersachsen, sein Pass (2001 ausgestellt) ist in Hannover ausgestellt.
Warum sollte Gerlach 2002 eine Pistole zum Trio bringen?
http://ueberhauptgarnix.blogspot.com/2012/10/holger-gerlach.html

Carsten Schultze zieht erst 2003 nach NRW.
Der war also in Thüringen, Jena, auch 2002.
http://ueberhauptgarnix.blogspot.com/2012/10/carsten-s-sozialpadagoge-und.html


Dass er als einziger Kontaktmann der drei Untergetauchten fungierte war den Behörden offenbar bekannt. Sch. lehnt jedoch ab und soll sich beim Staatsschutz über das Angebot beschwert haben. Er fühle sich der "nationalen Bewegung" immer noch zugehörig und "uneingeschränkt verpflichtet". Später bei den Vernehmungen von BKA, Bundesanwaltschaft und beim NSU-Prozess sagt er jedoch aus, dass er bereits im September 2000 ausgestiegen wäre und spätestens Ende 2000 alle politischen Ämter niedergelegt habe.

August 2003. Carsten Sch. zieht in ein Studentenwohnheim in Hürth bei Köln.


Wenn Carsti der Waffenbote war 2002, dann haut das auch hin mit Galeria Kaufhof, eröffnet 18.10.2001.
Nur war das eben keine Pistole mit Schalldämpfer...

Dann macht auch die Formulierung in DIE WELT Sinn...


Nachdem Carsti bereits vor Gericht deutlich gepatzt hat, ist die Ceska-Story 1999 mehr oder weniger tot.

Es wird jetzt vor allem darauf ankommen, ob der Verkäufer "osteuropäische Dienstwaffe" Andreas Schulz eine gute Figur abgibt.


Andreas S. ist ein Skinhead aus dem Norden Thüringens. Er hat die Pistole, mit welcher der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 9 Menschen ermordet hat, eine Ceska Zbrojovka, Modell 83, Waffennummer 034678, Kaliber 7,65 Millimeter Browning mit Schalldämpfer beschafft. Auch eine weitere Pistole soll er für Ralf Wohlleben besorgt haben. Im Auftrag von Wohlleben wurde die Ceska an den "Boten" Carsten S. übergeben der sie schließlich zum NSU gebracht hat. Aus 1 mach 2.
http://ueberhauptgarnix.blogspot.com/2012/11/andreas-s-skinhead-waffenbeschaffer-und.html

Jürgen Länger, Rico T. und Hans-Ulrich M. leugnen jedoch. Wird nur niemals erwähnt in der Dreckspresse :fuck:


23. März 2012. Das Bundeskriminalamt (BKA) in Meckenheim regt in einem Erkenntnisvermerk an, ein Ermittlungsverfahren gegen Andreas S. einzuleiten wegen des Verdachts auf Beihilfe zum Mord weil der Verdacht auf den Verkauf von zwei Schusswaffen an Ralf Wohlleben vermuten lasse, dass er gewusst hat, für wen die Waffen bestimmt seien. Waffe mit Schalldämpfer = Beihilfe zum Mord. Siehe Wohlleben und Schultze, die haben exakt für diese Mordwaffe eine Mordbeihilfeanklage bekommen.



Anfang April. Der zuständige Staatsanwalt beim Bundesgerichtshof schreibt zurück an das BKA dass ein Ermittlungsverfahren gegen Andreas S. nicht ein Frage kommt, weil kein Anfangsverdacht einer Straftat vorliegen würde. Interessant ist das im Bezug auf Carsten S. in dessen Fall die Bundesanwaltschaft in dem mitgelieferten Schalldämpfer einen Hinweis darauf erkannte, dass mit der Waffe getötet werden sollte und daher Anklage wegen Mord in 9 Fällen erhoben hat. :dg: das deutet auf einen Deal hin.

Bei Andreas Schulz hat der Schalldämpfer-Mordprügel "CESKA" gar nix zu bedeuten:


22.11.2012. Andreas S. ist bis heute nur Zeuge im NSU-Verfahren.
Für mich ein glasklares Indiz dafür, dass Andreas Schulz für eine Aussage belohnt wurde, nämlich die Aussage "Waffe mit Schalldämpfer 1999". Das stinkt 3 Meilen gegen den Wind.

Wenn er denn nicht sogar V-Mann ist...



Mittwoch, 26. September 2012. Laut Holger Gerlach (Protokoll des BKA) hat Wohlleben ihn einst mit dem Transport einer Pistole beauftragt und erklärt dass es besser wäre wenn er nicht wissen würde "was die drei damit vorhaben". Laut NSU-Helfer Carsten Sch. und Zeuge Andreas S. (Protokolle des BKA) hat Wohlleben den Waffendeal über einen Neonazi-Laden in Jena eingefädelt. Von ihm wurden demnach 2500 DM (ca. 1250 Euro) bereitsgestellt und der Transport der Pistole vom Typ Ceska nach Chemnitz zum damaligen Versteck des NSU organisiert. Tja Carsti, hättste halt vor dem Richter 2500 DM sagen müssen und nicht 500-1200 DM. Du Trottel :fizeig:

Galeria Kaufhof hat Carsti gesagt, weil es stimmt. Er brachte 2002 eine Waffe dorthin.
Holger Gerlach sprang nur für die Anklage ein, damit Carsti frei wurde für die Übergabe im April 2000.

Diese ganze "Aussteiger-Geschichte mit Beschwerde über den Staatsschutz in 2000" ist eine Cover-Story.
Aussteiger-Programm etc hat es nie gegeben, wie Carsti ja vor Gericht aussagte!!!

Carsti hat 2002 die Wumme überbracht, war bei Galeria Kaufhof etc pp.
Stimmt alles, nur nicht "Ceska" (was er niemals sagte) und Schalldämpfer. Das war der Deal. Entlassung aus der U-Haft und Jugendstrafrecht...

Aber die Anklage wird Carsti ganz schön rund gemacht haben, wegen falschem Kaufpreis und Galeria Kaufhof.
"Wenn das so weiter geht, Tusche, dann ist nix mit Jugendstrafe und Bewährung"...

Und da beschloss Carsti mit seinen Anwälten, das Ding tot zu machen... vor Gericht.
Und das tat er dann am Donnerstag...

Jetzt ist der nette Onkel Bundesanwalt Diemer am Arsch... :D

fatalist
06.07.2013, 07:53
Aber die Anklage wird Carsti ganz schön rund gemacht haben, wegen falschem Kaufpreis und Galeria Kaufhof.
"Wenn das so weiter geht, Tusche, dann ist nix mit Jugendstrafe und Bewährung"...

Und da beschloss Carsti mit seinen Anwälten, das Ding tot zu machen... vor Gericht.
Und das tat er dann am Donnerstag...

... und zwar wie folgt:

1. Akt:

Das Drama mit den Schwarzweissfotokopien, obwohl doch das BKA Farbkopien seiner Vernehmung am 1.02.2012 beigefügt hat.
10 Minuten Pause, Hektik, "Pfusch" sagen auch Nebenkläger!!!

(Carsti macht "ein Fass auf": Aktenmanipulation durch die Anklage / BKA, und "noch ein Fass" indem er sagt, "es könnten 2 oder 3 oder 4 Waffen auf diesen Kopien abgebildet zutreffen")

Die Medien schrieben ja bislang, Carsti hätte 2 Waffen-Fotokopiedingsbumms ausgewählt, oder "ein paar"... Rammelsberger von der Süddeutschen, LOL Frauen und Technik...

Carsten sagte am Donnerstag vor Gericht "3".


2. Akt:

Und Carsti sagte ebenfalls klar und deutlich (für die NSU Watch-Apabiz-Aussagenfälscher vermutlich) :
"Ein Fabrikat zu der Waffe hatte ich niemals im Kopf".


3. Akt:


Der Angeschuldigte Schultze konnte darüber hinaus am 6. Februar 2012 bei einer Vorlage von zwölf Vergleichswaffen, darunter vier Waffen mit Schalldämpfern, eine Pistole Ceska 83 mit Schalldämpfer mit hoher Wahrscheinlichkeit als denjenigen Pistolentyp identifizieren, den er beschafft und übergeben hatte.

Lediglich bei einer weiteren ihm vorgelegten Vergleichspistole mit Schalldämpfer des Typs Nkova Mulgora mod. 84 erwog er Ähnlichkeiten mit der tatsächlich beschafften Pistole. Allerdings wurde eine Waffe dieses Typs überhaupt nicht im Besitz des 'NSU' festgestellt." (Seite 437 der Anklageschrift)

Was sagte Carsten Schultze am Donnerstag?

1. Ihm seien 8-9 Waffen vorgelegt worden, nicht 12.
2. Nur 2 Pistolen hätten einen Schalldämpfer gehabt, nicht 4. Also 50:50
3. Es gab noch eine MP mit daneben liegendem Schalldämpfer, aber nur 2 Pistolen mit SD.

Carsti habe sich dann wegen des längeren SD :haha: für die Ceska entschieden.


Ein Drama in 3 Akten. Gruß an die Fälscher und Manipulierer aus Bundesanwaltschaft und BKA.
Aufgeflogen, da konnte auch Herr BKA Viebranz mit vergessener Brille nix mehr retten...


Warum macht die Bundesanwaltschaft 2 Fehler bei einer Bezeichnung einer Waffe?
In der Anklageschrift, wohlgemerkt!!!

Nkova Mulgora mod. 84 (mit SD)

Irgendwelche Ideen, was das sein soll? Gibt es das überhaupt?

fatalist
06.07.2013, 08:14
Indiskutabel, wie du zu Recht schreibst, aber deshalb nicht ohne Wirkung: Hätte es die massive Meinungsmache im Vorfeld des Prozesses nicht gegeben, könnte der Prozess kaum so geführt werden, wie es jetzt - wo die Öffentlichkeit gelangweilt abgeschaltet hat - geschieht.
Lies Dir doch mal diesen Tagessschau-Artikel vom 8.11.2012 durch, der wird Dir gefallen:


Anklage gegen Beate Zschäpe
"Sie hatte die Jungs im Griff"

Das einzige noch lebende Mitglied des rechtsterroristischen NSU gibt sich in der Untersuchungshaft selbstbewusst. Vieles spricht dafür, dass Beate Zschäpe auch innerhalb des Trios eine führende Rolle innehatte. Doch nach außen spielte sie die freundliche Nachbarin. Umso schwerer wird es, ihr die Taten nachzuweisen.

Von Christian Fuchs und John Goetz, NDR http://www.tagesschau.de/inland/zschaepeportraet100.html

Diese totale Verleumdung und Vorverurteilung durch "Anwalt Heers Kumpel John Goetz" in der ARD ist entweder Mandantenverrat, wenn denn Heer Material dazu unautorisiert beigesteuert hat, oder es ist ein beabsichtigter Hetzartikel, um vor Gericht dann Einstellung des Verfahrens zu fordern wegen medialer Vorverurteilung.

:?

fatalist
06.07.2013, 08:28
Als Wolfgang Grams nach seinem "Selbstmord-Kopfschuss" untersucht wurde 1993, in Bad Kleinen, da reinigte man ihm zuerst die Schusshand, ohne sie auf Schmauchspuren untersucht zu haben.

Die Waffen der "Selbstmörder von Stammheim", Baader, Ensslin und Raspe wiesen keine Fingerabdrücke auf, und ihre Hände keine Schmauchspuren. Irmgard Möller überlebte und bestreitet seit 36 Jahren den "Selbstmord"...

Wo sind bitte die Nachweise von Schmauchspuren bei den Uwes im WOMO in Eisenach nachgewiesen, wo wurde davon berichtet?

Warum haben die Waffen in Zwickau, darunter die Ceska, keine Fingerabdrücke der Uwes?

(die Waffen 4 - 12 in Zwickau wurden im Schutt gefunden, flogen also bei der Explosion mitsamt den Wänden hinaus. Darum ja auch keine Brandschäden... oder fast keine. Nr. 12 (oder Nr. 11, je nach Bericht) war die Ceska. Warum hatte die keine Fingerabdrücke? )

Zu Stammheim gibt es etwas wirklich Gutes aus 2012, Helge Lehmanns Fragenkatalog mit Fussnoten zwecks neuer Untersuchungen.
http://www.schattenblick.de/infopool/politik/report/prbe0126.html
Schattenblick.de


Helge Lehmann, eine Generation jünger und, wie er selbst sagt, ursprünglich ein eher unpolitischer Mensch, hat sich den Geschehnissen in Stammheim aus einer ganz anderen Richtung genähert. Ihn hatten Widersprüche in der gängigen Darstellung hellhörig gemacht, worauf er nach einer fünfjährigen akribischen Recherche im vergangenen Jahr die Ergebnisse in seinem Buch "Die Todesnacht in Stammheim" [1] veröffentlicht hat. Hinzu kamen seither weitere Indizien, die ebenfalls in einem 32 Punkte umfassenden Antrag auf Neuaufnahme des Todesermittlungsverfahrens zum Ableben von Gudrun Ensslin und ihrer beiden Genossen Niederschlag fanden, der am 35. Jahrestag der Ereignisse bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart eingereicht wurde. Der Schattenblick veröffentlicht den vollständigen Antrag im Anschluß an diesen Artikel.

Dringend lesenswert!!! Man erkenne die immer gleichen "Fehler" bei den Ermittlungen.

Hans
06.07.2013, 08:39
Aber die Anklage wird Carsti ganz schön rund gemacht haben, wegen falschem Kaufpreis und Galeria Kaufhof.
"Wenn das so weiter geht, Tusche, dann ist nix mit Jugendstrafe und Bewährung"...

Und da beschloss Carsti mit seinen Anwälten, das Ding tot zu machen... vor Gericht.
Und das tat er dann am Donnerstag...

Jetzt ist der nette Onkel Bundesanwalt Diemer am Arsch... :D

Sehr schöne Analyse, danke!

Wenn ich es richtig sehe, gibt es für die Hypothese, der NSU habe die Česká-Morde begangen, im wesentlichen zwei Indizien: den Fund der (angeblichen) Tatwaffe im Schutt und das 'Bekenner-Video'. Der schwule Carsten ist nötig, um den Beleg zu erbringen, dass die Waffe tatsächlich schon seit 2000 im Besitz der Uwes war - und da hat Carsten krass versagt. Wo hast du übrigens das Zitat gefunden: "Ein Fabrikat zu der Waffe hatte ich niemals im Kopf"? Ich habe mir gestern noch einmal das Transkript des "Bekenner"-Videos angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Kiesewetter-Mord dort am Schluss nur drangeklebt ist, wie ein Nachgedanke. Wohl um das zu kaschieren, wird eine Fortsetzung des Videos angekündigt, die es aber offenbar gar nicht gibt.

Als Beleg dafür, dass das Video von den Mördern stammt, wird oft auf die angeblich von den Tätern gemachten Fotos von den Toten verwiesen, die in den Film eingearbeitet seien. Aber weder die Kamera noch die Originalfotos sind gefunden worden....

Zum Schluss noch eine Frage an die hier im Strang, die mit der Materie besser vertraut sind: Nur bei drei der zehn Morde wurden zwei Tatwaffen verwendet - gibt es denn überhaupt Belege dafür, dass bei allen Morden ZWEI Täter am Ort waren? Die Soko Bosporus ging doch eine ganze Weile der Hypothese von einem Einzeltäter nach...

Hans
06.07.2013, 08:43
Lies Dir doch mal diesen Tagessschau-Artikel vom 8.11.2012 durch, der wird Dir gefallen:

http://www.tagesschau.de/inland/zschaepeportraet100.html

Diese totale Verleumdung und Vorverurteilung durch "Anwalt Heers Kumpel John Goetz" in der ARD ist entweder Mandantenverrat, wenn denn Heer Material dazu unautorisiert beigesteuert hat, oder es ist ein beabsichtigter Hetzartikel, um vor Gericht dann Einstellung des Verfahrens zu fordern wegen medialer Vorverurteilung.

:?Auch nach Mandantenverrat kann man hierzulande Karriere machen: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gregor_Gysi.jpg

brain freeze
06.07.2013, 08:48
Lies Dir doch mal diesen Tagessschau-Artikel vom 8.11.2012 durch, der wird Dir gefallen:

http://www.tagesschau.de/inland/zschaepeportraet100.html

Diese totale Verleumdung und Vorverurteilung durch "Anwalt Heers Kumpel John Goetz" in der ARD ist entweder Mandantenverrat, wenn denn Heer Material dazu unautorisiert beigesteuert hat, oder es ist ein beabsichtigter Hetzartikel, um vor Gericht dann Einstellung des Verfahrens zu fordern wegen medialer Vorverurteilung.

:?

"Vieles spricht dafür ..." ist auch so eine Worthülse, die in seriöser Information nichts zu suchen hat. Man kann mit solchen Phrasen ALLES "stützen". Die Steigerung wäre: "Manche behaupten ...", manipulativ: "Es ist davon auszugehen ...".
Seriös wäre zu sagen: A und B spricht dafür, C und D spricht dagegen, alles andere ist MEINUNG und als solche kenntlich zu machen.

Interessehalber: Gibt es einen Beleg für die Kumpanei Heer und Goetz? Ehrlich gesagt, kann ich mir so eine Blödheit des Anwalts nicht wirklich vorstellen (andererseits ist Bouffier Ministerpräsident geworden und bei NSU ist alles denkbar). Das Risiko, daß die Connection auffliegt, wäre unnötig gewesen, die Presse war vom 4.11. an fast gleichgeschaltet (nach Anfangsschwierigkeiten). Es gibt unzählige scheinselbständige Journalisten, die für Geld ALLES schreiben, niemand ist auf Goetz oder Fuchs angewiesen.

fatalist
06.07.2013, 08:58
Sehr schöne Analyse, danke!

Wenn ich es richtig sehe, gibt es für die Hypothese, der NSU habe die Česká-Morde begangen, im wesentlichen zwei Indizien: den Fund der (angeblichen) Tatwaffe im Schutt und das 'Bekenner-Video'. Der schwule Carsten ist nötig, um den Beleg zu erbringen, dass die Waffe tatsächlich schon seit 2000 im Besitz der Uwes war - und da hat Carsten krass versagt. Wo hast du übrigens das Zitat gefunden: "Ein Fabrikat zu der Waffe hatte ich niemals im Kopf"? Ich habe mir gestern noch einmal das Transkript des "Bekenner"-Videos angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Kiesewetter-Mord dort am Schluss nur drangeklebt ist, wie ein Nachgedanke. Wohl um das zu kaschieren, wird eine Fortsetzung des Videos angekündigt, die es aber offenbar gar nicht gibt.
So war das: Drangehängt an das makabre existente Juxvideo, welches das ich irgendwie bei Heiko Richter vermutete...


13.06.2013 - Da habe er gedacht: „Hoffentlich nicht mit der Waffe, die ich übergeben ... da er auch immer eine deutsche Waffe im Kopf gehabt habe. Schließlich hätten Böhnhardt und Mundlos ursprünglich ein deutsches Fabrikat bestellt. FAZ 13.6.2013.



Als Beleg dafür, dass das Video von den Mördern stammt, wird oft auf die angeblich von den Tätern gemachten Fotos von den Toten verwiesen, die in den Film eingearbeitet seien. Aber weder die Kamera noch die Originalfotos sind gefunden worden.... Daher sollte es ja auch Andre Eminger erstellt haben, das Video. Siehe dessen Haftbefehl...


Zum Schluss noch eine Frage an die hier im Strang, die mit der Materie besser vertraut sind: Nur bei drei der zehn Morde wurden zwei Tatwaffen verwendet - gibt es denn überhaupt Belege dafür, dass bei allen Morden ZWEI Täter am Ort waren? Die Soko Bosporus ging doch eine ganze Weile der Hypothese von einem Einzeltäter nach... 1. und 3. Dönermord, Heilbronn: 2 Waffen.
Da darfst Du nicht viel drauf geben: Schleyer hatte Kugeln aus nur einer Waffe im Körper, aus den Einschusskanälen will man aber wissen, angeblich, dass es 2 Schützen gab.
Kein Witz.

Niemand hat jemals einen Todesschuss beobachtet, also jedenfalls offiziell nicht, also kann auch niemand wissen, dass es 2 Leute waren. Die waren aber unmaskiert, das steht in zig Berichten :schreck:
Finde den Widerspruch...

Hans
06.07.2013, 08:59
Interessehalber: Gibt es einen Beleg für die Kumpanei Heer und Goetz? Ehrlich gesagt, kann ich mir so eine Blödheit des Anwalts nicht wirklich vorstellen (andererseits ist Bouffier Ministerpräsident geworden und bei NSU ist alles denkbar). Das Risiko, daß die Connection auffliegt, wäre unnötig gewesen, die Presse war vom 4.11. an fast gleichgeschaltet (nach Anfangsschwierigkeiten). Es gibt unzählige scheinselbständige Journalisten, die für Geld ALLES schreiben, niemand ist auf Goetz oder Fuchs angewiesen.

Einen Beleg gibt es, nämlich die unwidersprochene Aussage eines Kripobeamten vor dem OLG München:

"Außerdem habe ihr Verteidiger gesagt, ihre Mutter solle ein Interview mit „einem Goetz oder Götze“ von Panorama machen, das sei ein Bekannter von ihm. Zschäpe habe zum Ausdruck gebracht, wie sehr sie das missbillige, über die Sendung Panorama habe sie sich mehrfach geärgert. Götzl fragt nach dem Namen des Verteidigers. B. sagt, sie habe immer von Herrn Heer gesprochen, habe dann aber auch gesagt, der andere Verteidiger, Stahl aus Koblenz, habe immer die gleiche Meinung wie Heer. Sie habe gesagt, die Bediensteten der JVA Köln hätten sie vor ihrem Verteidiger gewarnt. Kurz geht es um einen Gesprächsteil über das Misstrauen, das Zschäpe den meisten Menschen gegenüber hege, dann um den Brandermittlerbericht. In diesem Zusammenhang erwähnt B., dass man aus dem Gutachten ersehen könne, dass an Zschäpes Socken Benzin gefunden wurde, nicht aber in ihren Schuhen." http://www.nsu-watch.info/2013/07/protokoll-18-verhandlungstag-3-juli-2013/

fatalist
06.07.2013, 09:02
"Vieles spricht dafür ..." ist auch so eine Worthülse, die in seriöser Information nichts zu suchen hat. Man kann mit solchen Phrasen ALLES "stützen". Die Steigerung wäre: "Manche behaupten ...", manipulativ: "Es ist davon auszugehen ...".
Seriös wäre zu sagen: A und B spricht dafür, C und D spricht dagegen, alles andere ist MEINUNG und als solche kenntlich zu machen.

Interessehalber: Gibt es einen Beleg für die Kumpanei Heer und Goetz? Ehrlich gesagt, kann ich mir so eine Blödheit des Anwalts nicht wirklich vorstellen (andererseits ist Bouffier Ministerpräsident geworden und bei NSU ist alles denkbar). Das Risiko, daß die Connection auffliegt, wäre unnötig gewesen, die Presse war vom 4.11. an fast gleichgeschaltet (nach Anfangsschwierigkeiten). Es gibt unzählige scheinselbständige Journalisten, die für Geld ALLES schreiben, niemand ist auf Goetz oder Fuchs angewiesen.
Alles richtig, stimme in allen Punkten zu :happy:

Hans
06.07.2013, 09:06
Niemand hat jemals einen Todesschuss beobachtet, also jedenfalls offiziell nicht, also kann auch niemand wissen, dass es 2 Leute waren. Die waren aber unmaskiert, das steht in zig Berichten :schreck:
Finde den Widerspruch...:appl:Tja, mit Logik hat es die Bundesanwaltschaft wohl nicht so... Aber obwohl der Widerspruch offenkundig ist, scheint es kaum jemanden zu geben, dem er auffällt ...

fatalist
06.07.2013, 09:08
Einen Beleg gibt es, nämlich die unwidersprochene Aussage eines Kripobeamten vor dem OLG München: Wer hätte denn dem EKHK Rainer Joseph Binz vom BKA-Staatsschutz widersprechen sollen?

Viel interessanter finde ich die geplante Streuung von Misstrauen zwischen Zschäpe und ihrem Anwalt auch durch das Personal der JVA Köln, also durch Informanten des BKA. Oder des BfV???

Peinlich finde ich das Verschweigen der Namen der Zeugen bei NSU Watch.

fatalist
06.07.2013, 09:12
Am 8. November stellt sich Zschäpe in Jena der Polizei. Sie sagt den Beamten nicht viel. „Mehrfach fragte Zschäpe nach dem Wohlergehen ihrer beiden Katzen“, heißt es in einem Vermerk. Seitdem schweigt sie. Andre P. , der Polizeihauptmeister aus Zwickau. Daraus machten einige Medien diese Woche "Zschäpe hat die Katzen rausgebracht, bevor sie Feuer machte" oder so ähnlich.

taz, 10.4.2012 http://www.taz.de/!91084/

Hans
06.07.2013, 09:15
Wer hätte denn dem EKHK Rainer Joseph Binz vom BKA-Staatsschutz widersprechen sollen?

Viel interessanter finde ich die geplante Streuung von Misstrauen zwischen Zschäpe und ihrem Anwalt auch durch das Personal der JVA Köln, also durch Informanten des BKA. Oder des BfV???

Peinlich finde ich das Verschweigen der Namen der Zeugen bei NSU Watch.Naja, RA Heer selbst hätte widersprechen können, nicht? Goetz und Fuchs waren Hauptbeteiligte bei der Vorverurteilung seiner Mandantin - da rate ich ihrer Mutter doch nicht, mit denen ein Interview zu machen.

brain freeze
06.07.2013, 09:16
Einen Beleg gibt es, nämlich die unwidersprochene Aussage eines Kripobeamten vor dem OLG München:

"Außerdem habe ihr Verteidiger gesagt, ihre Mutter solle ein Interview mit „einem Goetz oder Götze“ von Panorama machen, das sei ein Bekannter von ihm. Zschäpe habe zum Ausdruck gebracht, wie sehr sie das missbillige, über die Sendung Panorama habe sie sich mehrfach geärgert. Götzl fragt nach dem Namen des Verteidigers. B. sagt, sie habe immer von Herrn Heer gesprochen, habe dann aber auch gesagt, der andere Verteidiger, Stahl aus Koblenz, habe immer die gleiche Meinung wie Heer. Sie habe gesagt, die Bediensteten der JVA Köln hätten sie vor ihrem Verteidiger gewarnt. Kurz geht es um einen Gesprächsteil über das Misstrauen, das Zschäpe den meisten Menschen gegenüber hege, dann um den Brandermittlerbericht. In diesem Zusammenhang erwähnt B., dass man aus dem Gutachten ersehen könne, dass an Zschäpes Socken Benzin gefunden wurde, nicht aber in ihren Schuhen." http://www.nsu-watch.info/2013/07/protokoll-18-verhandlungstag-3-juli-2013/

Ja, das ist schon ziemlich heftig. Ich hatte es erst gar nciht mitbekommen. Danke.

fatalist
06.07.2013, 09:28
:appl:Tja, mit Logik hat es die Bundesanwaltschaft wohl nicht so... Aber obwohl der Widerspruch offenkundig ist, scheint es kaum jemanden zu geben, dem er auffällt ...
er gehört zu meinen "top 10" beim NSU :)

da wären noch dabei:

- das TNT wurde niemals gewogen, die TNT-Asservate des LKA Thüringen wurden schon 1998 vernichtet.
LKA behauptet, das TNT erst 2000 vernichtet zu haben. Offizielle Pressemitteilung!!!

- kein chemischer Fingerabdruck des TNT erstellt durch das LKA. War also kein TNT???? Von Spitzel Starke... Puderzucker?

- 15 DVD verschickt, keins kam innerhalb 1 Woche an.

- über ein Dutzend unterschlagener Phantombilder in Heilbronn, juckt niemand, aber Supergau VM Krokus-Desinfo.

- Uwe Böhnhardt war derart begriffstutzig, den musste man während der Razzia noch auffordern zu verschwinden.

- Juliane Walter, Freundin von Wohlleben, war V-Frau und bei der Razzia in Mundlos Wohnung anwesend.

- Der Chef der EG TEX LKA Dressler war nicht bei seiner Razzia dabei, sondern beim PC Lehrgang.

- LKA-Chef Luthardt sagte, Zielfahnder Wunderlich würde "die 3 " nie finden, da sie vom VS versteckt würden.

- LKA hört Telefon ab, verfolgt Wohlleben aber nicht zum Treffen nach Chemnitz 1998. Bringt Geld von Mama und Videorekorder, der Ralf. Keiner folgt ihm.

- BKA-Staatsschutzmann Brümmendorf unterschlägt die Garagenlisten, der MAD weiss aber trotzdem 1998 die Adresse in Chemnitz.
MAD-Spitzel ist wohl Jürgen Helbig, den auch das LKA überwachte.

to be continued, mehr fällt mir gerade nicht ein...

fatalist
06.07.2013, 09:29
Naja, RA Heer selbst hätte widersprechen können, nicht? Goetz und Fuchs waren Hauptbeteiligte bei der Vorverurteilung seiner Mandantin - da rate ich ihrer Mutter doch nicht, mit denen ein Interview zu machen.
Stimmt, das hätte er tun können. Aber er hat nicht... und Binz kauft Zschäpe das Buch vom Goetz. Wink mit dem Zaunpfahl, wie gestern jemand zurecht anmerkte...

Hans
06.07.2013, 09:55
er gehört zu meinen "top 10" beim NSU :)

da wären noch dabei: ...

to be continued, mehr fällt mir gerade nicht ein...

Ich habe auch noch ein paar:

- Warum laden Bankräuber und Mörder vor ihrem letzten Raubzug mehrere tausend Euro aus einem vorausgegangenen Bankraub sowie die Dienstwaffen der Heilbronner Polizisten in den kurz zuvor angemieteten Caravan?

- Die bei den Taten angeblich benutzten Fahrzeuge sollen von dem Trio unter dem Klarnamen von Holger Gerlach - einem behördlich bekannten Neonazi - angemietet worden sein; das widerspricht eigentlich jeder Konspiration.

- Der letzte ‘Česká’-Mord wurde im April 2006 begangen; danach kam die Waffe offenbar nicht mehr zum Einsatz. Dennoch sollen die Täter sie – und die bei dem Heilbronner Anschlag verwendeten Waffen – danach noch jahrelang in ihrer eigenen Wohnung (!) aufbewahrt haben.

- Warum entsorgte der Kiesewetter-Mörder nicht einfach seine blutbefleckte Jogginghose, sondern zog mit ihr sogar von einer Wohnung in die nächste?

- Seit 2003 wurde nach dem Terzett nicht mehr gefahndet; dennoch lebte es weiterhin unter falschen Personalien - dabei war doch das Risiko, durch verfälschte Personalpapiere aufzufliegen, ungleich größer als jeder denkbare Nutzen.

Wie du sagst: to be continued...

fatalist
06.07.2013, 10:03
Andreas Schulz, der angebliche doppelte Waffenverkäufer, hat laut Anklageschrift immer nur von einer "osteuropäischen Dienstwaffe" gesprochen, die er nicht identifiziert hat. Ceska ist immer nur eine Schlussfolgerung der Bundesanwaltschaft und es BKA:


Seite 438 Anklageschrift: "Dieser [Andreas Schulz, fatalist] hatte bekundet, bei der von ihm an den Angeschuldigten Schultze verkauften Pistole habe es sich der Auskunft seines Lieferanten zufolge um eine osteuropäische Dienstwaffe gehandelt. Diese Beschreibung trifft für die Pistole Ceska 83 zu."
Der Lieferant Jürgen Länger bestreitet den Besitz und den 2000 DM-Verkauf an Andreas Schulz.



Fußnote: Bei der Waffe Ceska 83 (CZ) handelt es sich um eine Pistole, die zur Standardausrüstung der Tschechoslowakischen / tschechischen Streitkräfte und Polizei gehörte -
vgl "Jane's Infantry Weapons 2002-2003, 28. Aufl., Seite 850"
Sischer doch, und alle mit Schalldämpfer :cool:

Trickser und Täuscher beim BKA wohin man schaut. Das soll der Rechtsstaat BRD sein :?

Eine Killerwaffe aus einer Stasi-Sonderserie soll hier als "Standardausrüstung" zurechtgebogen werden. Das ist eine ungeheuerliche Manipulation, geradezu eine Frechheit.

:fuck:

Hans
06.07.2013, 10:16
Andreas Schulz, der angebliche doppelte Waffenverkäufer, hat laut Anklageschrift immer nur von einer "osteuropäischen Dienstwaffe" gesprochen, die er nicht identifiziert hat. Ceska ist immer nur eine Schlussfolgerung der Bundesanwaltschaft und es BKA:


Der Lieferant Jürgen Länger bestreitet den Besitz und den 2000 DM-Verkauf an Andreas Schulz.



Sischer doch, und alle mit Schalldämpfer :cool:

Trickser und Täuscher beim BKA wohin man schaut. Das soll der Rechtsstaat BRD sein :?

Eine Killerwaffe aus einer Stasi-Sonderserie soll hier als "Standardausrüstung" zurechtgebogen werden. Das ist eine ungeheuerliche Manipulation, geradezu eine Frechheit.

:fuck::gp:
Das Zitat aus der Anklageschrift kannte ich noch nicht. Sieht sehr danach aus, als hätte die Beweiskette der Bundesanwaltschaft scheunentorgroße Löcher: Andreas Schulz spricht von einer osteuropäischen Dienstwaffe, die Mordwaffe war aber keine, und der schwule Carsten hat auch nur mal eben geraten, welche der ihm vorgelegten Waffen er damals überbracht haben will...

fatalist
06.07.2013, 10:25
Ich habe auch noch ein paar:
Wie du sagst: to be continued...

:dd:

wir müssen echt bald einen Beginner-NSU-Strang aufmachen, wo die basics alle versammelt sind ohne Kommentare.
Die PDFs der COMPACT-NSU-Beiträge auf deutschelobby.com müssen da auch mit rein...

Werde ich mir mal schnell sichern, die Dinger einschl. NSU COMPACT SPEZIAL ;)
ach so, hab ich ja schon...


Hier der neueste Streich:


Die Trümpfe des Ku-Klux-Klan

In der letzten xxx-Ausgabe wurden acht V-Leute im NSU-Umfeld vorgestellt, in dieser Ausgabe sind es weitere sieben. Einige Randfiguren wurden ebenso weggelassen wie Zentralfiguren, deren Arbeit für den Geheimdienst nicht erwiesen ist - etwa der beim derzeitigen NSU-Prozess mit angeklagte Kronzeuge Carsten Schultze und die Überlebende des Zwickauer Trios, Beate Zschäpe.

Wenn man sich die beiden Teile des Agentenlexikons durchliest, fällt die hohe Zahl von Mitgliedern zweier ausländischer
Organisationen auf. Blood & Honour (B&H) wurde 1987 in Großbritannien gegründet und vernetzt unter dem Deckmantel eines rechtsradikalen Musikvertriebs weltweit gewaltbereite Skinheads. Der rassistische Ku-Klux-Klan (KKK) entstand in den 1860er Jahren in den USA und ist heute in eine Vielzahl rivalisierender Fraktionen gespalten. Zur B&H-Struktur gehören der Sprengstoff-Lieferant des NSU, Thomas Starke, der Musikmanager Strontium, der NSU-Fahrzeugbeschaffer Primus (alle in COMPACT 6/2013), der Waffenhändler Toni Stadler und V-Mann Hagel alias Marcel Degner (siehe unten). Primus = Ralf "Manole" Marschner, Strontium = Mirko Hesse. Der ist auf dem Foto links, wo Andre Eminger mittig und Susann Eminger rechts zu sehen ist.


Mirko Hesse, ebenfalls V-Mann (X-5/Strontium). Dieser gründete meinen Infos nach 1993 die Hammerskins Sachsen. Bis 2002 war er beim BfV. Ab wann weiß ich nicht. Er hatte 1997 eine Firma namens "Hate Records" angemeldet. Er war unter anderem Produzent/Verteiler der WAR-CDs sowie auch der Landser RadF. Saß dann ab 2001 wohl bis 2007 im Knast.
Ob das auch so exakt(!!!) beim Elsässer steht?


Zur KKK-Struktur gehören die V-Leute Piato, Achim Schmidt und mehrere baden-württembergische Polizisten, darunter Timo H., der Gruppenführer der Polizistin Michèle Kiesewetter am Tag ihrer Ermordung, dem 25. April 2007. Von besonderer Bedeutung dürfte der Agent Corelli sein, der sowohl der KKK- wie der B&H-Struktur angehörte. Er lebte heute in einem Zeugenschutzprogramm, vermutlich in Großbritannien Sehr gut, sehr wichtig :happy:


Toni Stadler, Waffenhändler: Stadler wurde vom Brandenburger Verfassungsschutz bist mindestens 2002 geführt. Er soll enge Kontakte zum Chemnitzer Unterstützerkreis des Trios gehabt haben - auch er war ein vorbestrafter Skinhead aus dem Umfeld von Blood & Honour. 2003 zog Stadler nach Dortmund. Von dort berichtet ein V-Mann, Heidi, von seinem Treiben. Im März 2006 meldete Heidi, dass Stadler versuche, tschechische Waffen zu verkaufen - vielleicht Ceskas? Nach dem obskuren Doppelselbstmord von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos Anfang November 2011 meldete sich Heidi erneut bei den Behörden. Er sei sicher, dass sich Stadler am 1. April 2006 mit Mundlos in Köln getroffen habe. Drei Tage später wurde Mehmet Kubasik erschossen. Macht sich Heidi wichtig, oder gab es diesen Kontakt der beiden Männer wirklich? Ein Rechtsterrorist, der sich mit einem (ehemaligen) V-Mann - welcher mit tschechischen Waffen handelt - in der Stadt trifft, in der der Verfassungsschutz seinen Hauptsitz hat? Und das kurz bevor mit einer tschechischen Waffe ein Mord verübt wird? Die früheren Ermittlungen gegen Stadler bezüglich des mutmaßlichen Waffenhandels wurden jedenfalls eingestellt. Mehr Gerüchte als Fakten...

... aber bestätigt:


Toni Stadler (X-6)ist auch so eine Figur. Soll ja angeblich nur 2 Jahre beim LfV Brandenburg gewesen sein. Angeblich aber noch im April 06 Mundlos in Dortmund getroffen haben und im selben Jahr versucht haben, Waffen aus Tschechien unters Volk zu bringen. Er war ebenso in den Landser-CD-Vertrieb involviert. Auch so eine -Geheimdienst-Produktion wie mir scheint. Das ganze Ding samt CD-Produktion und Vertrieb war ein VS-Ding. Man wollte an die Käufer drankommen...


Im Innenteil der CD war noch ein Aufdruck zu sehen. Sinngemäß: "Wer mehr als 10 DM für diese CD verlangt, ist ein Jude!"


Piato, Ku-Klux-Klan: Carsten Szczepanski wurde bis zum Jahr 2000 ebenfalls durch das Landesamt für Verfassungsschutz in Brandenburg geführt. Dabei wurde Piato überhaupt nicht richtig angeworben! Szczepanski hatte eine achtjährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes an einem Nigerianer abzusitzen und bot sich selbst dem Verfassungsschutz an. Sehr seltsam ist, dass sich der damalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden für die Kooperation einsetzte. Im Spiegel war am 28. April 2013 zu lesen: «Das Brandenburger Innenministerium hat sich den Einsatz eines gewalttätigen Neonazis als V-Mann von Ignatz Bubis absegnen lassen. Im Winter 1996/1997 ermunterte der damalige Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland den damaligen Innenminister Alwin Ziel, den verurteilten Rechtsextremisten Carsten S. weiter als Spitzel zu beschäftigen.»

Piato war Mitglied des Ku-Klux-Klans in Kansas-City und hat den sehr hohen Grad «Grand Dragon» erreicht. Anfang der 1990er-Jahre wurden im Rahmen von Ermittlungen wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung in einer von ihm angemieteten Wohnung vier Rohrbomben, chemische Substanzen und eine Zündvorrichtung gefunden. Das Verfahren wurde allerdings eingestellt.

Das Haftleben wurde unter Mithilfe des Verfassungsschutzes stark erleichtert und die Postkontrolle auf kleinstes Niveau gefahren. Piato sollen umfangreiche Kontakte ins neonazistische Milieu ermöglicht worden sein, selbst Fahrdienste sollen seine Verfassungsschutzkollegen geleistet haben. Hierfür und für 300 D-Mark pro Treffen lieferte Szczepanski knallharte Infos aus der rechtsextremen Szene. Im August 1998 gab Szczepanski die ersten Hinweise auf das Trio weiter. «Zwei Männer und eine Frau» seien auf der Flucht vor der Polizei und würden sich ins Ausland absetzen wollen. Einen Monat später wusste er zu berichten, welcher Kamerad mit Geld vom sächsischen Blood & Honour Waffen hätte beschaffen sollen. Der Verfassungsschutz scheint die Informationen aber nicht verwertet zu haben. Piatto oder Piato verschwand MITTE 2000 (!!!) im Zeugenschutzprogramm.
Was machte der danach???


Zwischen diesen beiden Treffen fragte besagter «Kamerad», Jan W., über das Verfassungsschutzhandy (!) Szczepanskis: «Hallo, was ist mit dem Bums». Wollte er Sprengstoff von Piato? Das Mobiltelefon war zu jenem Zeitpunkt in Chemnitz eingeloggt, wo sich auch das Trio in dieser Zeit versteckte. Piato selbst hielt sich aber in Brandenburg auf. Wenn man nicht Werner selbst ein V-Mann war... wie der ganze Vertrieb des nazirocks auch...

wird zu lang...

brain freeze
06.07.2013, 10:37
So war das: Drangehängt an das makabre existente Juxvideo, welches das ich irgendwie bei Heiko Richter vermutete...

[...]

Heiko Richter ist nicht schlecht. Einwände: Warum "kursiert" das Juxvideo nicht vor dem 4.11.? Habe mir gestern das von Nereus empfohlene KH Hoffmann-Video teilweise angeschaut. H. fragt seine Zuhörer auch, ob irgendjemand das Video kannte, was alle verneinten. Wenn Richter das nur für seinen "Arbeitgeber" Klose gemacht hätte (Geburtstagsgeschenk oder so), wäre mir das etwas zu viel Aufwand. Klose wäre vermutlich auch mit weniger glücklich zu machen gewesen. Und: Richter scheint eher "Techniker" zu sein. Paulchen-Video-Macher ist "Künstler".