PDA

Vollständige Version anzeigen : "Dönermorde"..... NAZI-Hysterie und der Verfassungsschutz



Seiten : 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 [71] 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153

nachdenkerin
15.09.2013, 07:07
eee) Torsten S.

Der Zeuge Jehle hat sich hierzu wie folgt geäußert:

„2003: Wiederum etwa zehn Monate später, nämlich am 23. April 2003, ersuchte das LKA Thüringen auf der vereinbarten bilateralen Schiene den REA Chemnitz um eine Zeugenvernehmung der Person, die im Jahre 1998 als Insasse der JVA Waldheim mehrmals von Mundlos und Zschäpe besucht worden war. PUA-Bericht S. 369

Offensichtlich waren die mit Haftbefehl gesuchten Mundlos und Zschäpe nicht nur im Biergarten Berlin, sondern besuchten sogar einen Häftling mehrmals im Gefängnis in Waldheim.

fatalist
15.09.2013, 07:54
PUA-Bericht S. 369

Offensichtlich waren die mit Haftbefehl gesuchten Mundlos und Zschäpe nicht nur im Biergarten Berlin, sondern besuchten sogar einen Häftling mehrmals im Gefängnis in Waldheim. Das ist Schwachsinn. 2003 wusste ja angeblich niemand, wessen Ausweise M&Z nutzten.

Torsten S. bekam ja angeblich schon 1995 von Mundlos Briefe in den Knast. Siehe SPIEGEL:

http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=89079772&aref=image052/2012/10/13/CO-SP-2012-042-0047-0047.PDF&thumb=false


Einem anderen Asservat, das die Fahnder an jenem Januarmontag in der Bombenwerkstatt sicherstellten, schenkten sie damals offenbar wenig Beachtung: einem Aktenordner, in dem Mundlos säuberlich seine Korrespondenz mit rechtsextremen Gesinnungsgenossen abgeheftet hatte. Heute ermöglicht das Konvolut, das jahrelang im Archiv verstaubte und erst in diesem Frühjahr aufmerksam ausgewertet wurde, dem BKA wichtige Einblicke in die krude Gedankenwelt des Neonazis, der nach seinem Suizid im vergangenen November kaum Schriftliches hinterlassen hatte. Märchenstunde gepflanzter "Indizien".

fatalist
15.09.2013, 08:22
Vermutlich hat das sleepwell, mit einem Posting hier, in anderer Form auch so gemeint?


http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6346655&viewfull=1#post6346655 Denke schon, dass er das so gemeint hat.
Ist Dasselbe wie mit den Fahrrädern, wo man sich sicher sein kann, dass jeder Leser die sofort mit dem NSU verbindet.

Am Anfang einer Bereisaufnahme muss die Tatwaffe stehen: Ist es die Tatwaffe oder nicht?
Das juckt aber nach 34 Tagen vor Gericht keine Sau.

2. Frage: War die Tatwaffe zur Tatzeit im Besitz der angeklagten Mörder?
Juckt auch nicht, kam bisher gar nicht vor.

usw usw. Gehirnwäsche total statt Rechtsstaat.

Die BILD hätte wegen Hetze schon lange bis hin zur Pleite mit Strafzahlungen verurteilt werden müssen... mein Reden...

nachdenkerin
15.09.2013, 08:39
ÜBERWACHUNG CHEMNITZ „KAI SEIDEL“

Kai Seidel soll angeblich ein Freund von Uwe Böhnhardt sein. Da die Initiatoren nun vorgaukeln wollen, dass Uwe Böhnhardt sich in Chemnitz aufhält, kommt es zu einer weiteren Komödienaufführung. Am 1. Oktober hat Uwe Böhnhardt Geburtstag und dieses nehmen die Initiatoren zum Anlass, dass er nun seinen angeblichen Freund besuchen könnte.


Aus den Akten des LfV Sachsen ergibt sich, ……..Mitte September konnte sodann eine in der Nähe gelegene Wohnung angemietet werden, wobei im Rahmen des Abschlusses des Mietvertrages bekannt wurde, dass auch die Polizei im gleichen Gebäude ebenfalls eine Wohnung angemietet hatte.
Aus den dem Ausschuss vorliegenden Protokollen ergibt sich, dass die Wohnung durch Mitarbeiter des LfV Sachsen zwischen dem 30. September 2000, 12.00 Uhr, und dem 1. Oktober 2000, 23.00 Uhr, besetzt war.PUA-Bericht S. 360


Kai S. wurde zwischen dem 30. September 2000, 11.50 Uhr, und dem 1. Oktober 2000, 24.00 Uhr, durch das MEK Chemnitz observiert. Hierbei wurde unter anderem festgestellt, dass am Abend des 30. September durch Kai S. eine Diskothek in Klingenthal aufgesucht wurde. Im Laufe des 30. September 2000 telefonierte S. in zwei Fällen von Telefonzellen aus, wobei sich dem Observationsbericht jeweils die genaue Lage sowie die Stations- und Standortnummern dieser Telefonzellen entnehmen lassen.PUA-Bericht S. 358

Zusammenfassung:



Nicht einer, sondern Verfassungsschutz und Polizei mieteten jeweils eine Wohnung an, um Uwe Böhnhardt bei seinem Geburtstag eventuelle bei seinem angeblichen Freund anzutreffen.




Zusätzlich wird noch das Mobile Einsatzkommando mit einer Überwachung beauftragt.




Und Kai Seidel tut dann alles um die Sache krimireif zu machen. Er telefoniert in Chemnitz aus einer Telefonzelle. Fährt dann 91,6 Kilometer nach dem südlich gelegenen Klingenthal und telefoniert wieder aus einer Telefonzelle und besucht eine Disko.


Bei einer weiteren Observation 23 Tage später wird es noch lustiger. Zusammenfassung PUA-Bericht S. 362



23. Okt. 00

6:40 Uhr Beginn der Observation





12:40 Uhr bis 14:07Uhr

Observation wurde auf Anweisung der sachbearbeitenden Dienststelle unterbrochen

Der Leiter der MEK, der Zeuge Külbel, hat angegeben, er habe es hier das einzige Mal erlebt, dass ein Observationseinsatz auf Anweisung unterbrochen wurde, um die Zielperson zu vernehmen.




12:50 Uhr

Kai Seidel mit vier Polizeibeamten in der Wohnung von Mandy Struck aufgesucht
Mit Kai Seidel zu seiner Wohnung in die Hainestr. 96 gefahren




13:05 Uhr

Ankunft in der Hainestr. , in beiden Wohnungen war keine andere Person.
Zu Fotos vom 6. Mai 2000, wo er Umzug mit anderem Mann tätigte, befragt. Er machte keine Angaben
Kai Seidel wird wieder zur Bernhardt-Str. zurück gefahren




14:07 Uhr

Ankunft von Kai Seidel wieder in Bernhardtstr., wohin ihn Polizisten zurück fuhren.




14:18 Uhr

Kai Seidel verlässt die Wohnung, geht in eine Telefonzelle und telefoniert ca. 8 Minuten lang




14:26 Uhr

Fährt wieder zurück in seine Wohnung in die Hainestr. 96
15 Minuten später verlässt er seine Wohnung mit einem Pappkarton (50 x 50 cm)




14:51 Uhr

Begibt sich zu einem nahegelegenen Garagenkomplex. Holt einen Faßgrill aus einer Garage und verbrennt ca. 20 Minuten etwas. Währenddessen erschienen zwei männliche Personen am Garagenkomplex, denen Kai S. öffnete.




15:11 Uhr

Kai Seidel verläßt den Garagenkomplex mit seinem Auto




15:19 Uhr

geriet außer Kontrolle, nachdem er in zwei Fällen über Parkplätz gefahren war, ohne dort zu parken




16:35 Uhr

Wurde wieder von der Polizei gesichtet, als er die Bernhardstr. durchfuhr




16:45 Uhr

Observation wurde beendet




Kurzfassung:

Die Polizei sucht Kai Seidel zuerst mit vier Beamten in der Wohnung von Mandy Struck auf, dann fahren zu seiner Wohnung und danach bringt ihn die Polizei wieder zurück. Acht Minuten später fährt er dann wieder zurück zu seiner Wohnung. Diese verlässt er dann 15 Minuten später mit einem großen Pappkarton. Dann holt er zu kalter Jahreszeit einen Fassgrill aus einer Garage. Ganz öffentlich stellt er sich dann ca. 20 Minuten hin und verbrennt diese Papiere auf dem Fassgrill. Zusätzlich wird er in der Zeit noch von zwei männlichen Personen besucht. Und nachdem er so ganz öffentlich alles verbrannte, fühlt er sich danach verfolgt. In geschickten Manövern über zwei Parkplätze schüttelt er seine Verfolger ab. Aber zu guter Letzt wird er dann nach ca. 1 ¼ Stunde wieder in der Bernhardstrasse gesichtet.

Besser als jede Komödie!

Kai Seidel hatte eine Hauptwohnung in München und in Chemnitz in der Hainestr. 96 eine Nebenwohnung, gem. PUA-Bericht S. 369. Angeblich soll er der Lebenspartner von Mandy Struck gewesen sein, die wiederum in der Behrendstr. wohnte, wo diese ganze Inszenierung stattfand.
Im Mai 2003 befand er sich dann offensichtlich im Gefängnis.


Am 12. Mai 2003 wurde Kai S. durch Beamte des LKA Bayern in der JVA Landsberg am Lech vernommen. Er gab an, Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos nicht zu kennen. PUA-Bericht S. 369

Und jedes Mal wenn Mandy Struck aussagen sollte, wechselte sie zuvor ihre Anschrift:

Chemnitz



Mandy Struck war zunächst durch Beamte des LKA Thüringen am 7. Mai 2002 an ihrer Wohnanschrift aufgesucht, jedoch nicht angetroffen worden.PUA-Bericht S. 368


Sie war sodann für den 23. Juli 2002 zur Vernehmung beim Polizeipräsidium Chemnitz vorgeladen worden,………. Ebenso wie die anderen für diesen Tag vorgeladenen Zeugen erschien sie nicht. PUA-Bericht S. 368

München



Der am 24. Juli 2002 vor der Kaserne in Bad Frankenhausen durch Beamte der EG „TEX“ befragte Daniel H. gab an, Mandy Struck sei zwischenzeitlich nach München verzogen, jedoch nicht zu dem dort ebenfalls wohnenden Kai S. PUA-Bericht S. 368

Bücherbach



An diesem Tag wurde die Kriminalinspektion in Schwabach um die Vernehmung der zwischenzeitlich in Büchenbach gemeldeten Mandy Struck ersucht. PUA-Bericht S. 368

Johanngeorgenstadt



Eine Vorladung scheiterte hier dann daran, dass Mandy Struck zwischenzeitlich nach Johanngeorgenstadt verzogen war. Dies wurde dem LKA Thüringen am 6. Mai 2003 durch die Polizei Schwabach mitgeteilt. PUA-Bericht S. 368


Über die sodann eingeschaltete Polizeidirektion Aue gelang schließlich am 21. Mai 2003 die Vorladung von Mandy Struck, die jedoch erklärte, in einer polizeilichen Vernehmung keine Angaben machen zu wollen, sondern lediglich vor Gericht. PUA-Bericht S. 368

fatalist
15.09.2013, 11:46
Sehr interessante Lektüre : The Turner Diaries, die angeblich nicht nur Timothy McVaigh zum Oklahoma-Bombing 1995 inspiriert haben sollen.


And is that not a key to the whole problem? The corruption of our people by the Jewish-liberal-democratic-equalitarian plague which afflicts us is more clearly manifested in our soft-mindedness, our unwillingness to recognize the harder realities of life, than in anything else.

Liberalism is an essentially feminine, submissive world view. Perhaps a better adjective than feminine is infantile. It is the world view of men who do not have the moral toughness, the spiritual strength to stand up and do single combat with life, who cannot adjust to the reality that the world is not a huge, pink-and-blue, padded nursery in which the lions lie down with the lambs and everyone lives happily ever after. Das Ding ist echt lesenswert, um die Denke zu verstehen. Gibt bei Englisch Wiki sogar einen Download-Link dazu. in Linksgrün-WIKI deutsch natürlich nicht.

nachdenkerin
15.09.2013, 15:04
BEIM LKA LÄUFT DIE UHR RÜCKWÄRTS

Angeblich soll Uwe Mundlos Kfz-Zeichen von Polizeiautos gesammelt haben. Eine Liste von diesen soll angeblich mit zahlreichen anderen Sachen in der Fake-Garage aufgefunden worden sein. Dieses wird sozusagen als ein weiteres Indiz für den Polizistenmord bewertet.


……..Durchsuchungs- und Sicherstellungsprotokoll bzgl. der Garage Nr. 5 an der Kläranlage vom 26. Januar 1998….

Dort ist jedoch unter der Bezeichnung „23 C“ ein „Pappkarton C“ aufgeführt. Dieses Asservat wird wie folgt näher beschrieben: „diverse Papiere und lose Blätter in Karton verpackt“.PUA-Bericht S. 334


In der achten Kalenderwoche (16. bis 20. Februar 1998) waren KHK Brümmendorf und KHK’in Beischer-Sacher in Thüringen tätig.. PUA-Bericht S. 328


Der Zeuge Brümmendorf hat beschrieben, dass – nach der Ankunft der BKA-Beamten im LKA Thüringen – der dortige Verfahrensführer Dressler ihn dazu aufgefordert habe, den Inhalt eines in einem der dortigen Räume abgestellten Pappkartons im Hinblick auf mögliche Fahndungsansätze auszuwerten. Nachdem dann zunächst die Asservate gesichtet und Aufkleber angebracht worden seien, sei er nach Auffinden der Liste zugleich an Herrn Dressler herangetreten und habe ihn auf diese hingewiesen:……PUA-Bericht S. 331



Auch die Auswertung der in den Garagen gefundenen Asservate erfolgte sachwidrig: Obwohl klar war, dass sich das Trio auf der Flucht befindet und Haftbefehle ausgestellt waren, dass also die Zeit drängte, wurden die in der Garage sichergestellten Gegenstände durch die Mitarbeiter der EG TEX über lange Zeit nicht einmal durchgesehen, geschweige denn fachgerecht ausgewertet.



Erst zwei Wochen nach der Durchsuchung wurden die Asservate überhaupt betrachtet. Der mit der Auswertung betraute BKA-Mitarbeiter nahm dabei zwar eine der von Mundlos verfassten Adresslisten zur Kenntnis, eine andere, die sich in einer „REWE“- Einkaufstüte befand, wurde aber überhaupt nicht erfasst und kam erst im Jahr 2012 wieder zum Vorschein.PUA-Bericht S. 888


Es ist überhaupt noch strittig, ob eine detaillierte Aufnahme des Pappkartons mit den losen Papieren vor dem Tod der beiden Uwes erfolgte. Der KHK Dressler kann sich an eine detaillierte Aufnahme nicht erinnern und ein Vermerk von Brümmendorf trägt kurioser Weise keine Unterschrift und ist nur als Entwurf gefertigt. Aber selbst wenn man dieses nun unberücksichtigt lässt, so steht unstrittig fest, dass schon mal die ersten zwei Wochen die Asservate überhaupt nicht betrachtet wurden.


In den Akten des Vorgangs „Drilling“ des LfV Thüringen ist die in der Garage Nr. 5 an der Kläranlage aufgefundene und im Februar 1998 durch den BKA-Beamten Brümmendorf in einem Vermerk erwähnte Adress- und Telefonliste nicht enthalten. In den Akten des LfV Thüringen enthalten ist jedoch die ebenfalls bei der Durchsuchung der Garage Nr. 5 an der Kläranlage aufgefundene Liste mit Kfz-Kennzeichen von Zivilfahrzeugen des LKA Thüringen, die sich im gleichen Asservat 23.C befand und die ebenfalls in dem Vermerk von KHK Brümmendorf erwähnt wird, in dem dieser auch die Adress- und Telefonliste erwähnt. Bei der in den Akten des LfV Thüringen enthaltenen Liste mit Kfz- Kennzeichen handelt es sich offensichtlich um eine Fax-Kopie: Am oberen Rand der Liste ist der Aufdruck „-JAN-1998 13:50 LKA Thüringen Dezernat 61“ vorhanden. Zudem ist auf der ersten Seite handschriftlich der Vermerk aufgebracht worden: „sichergestellt bei Mundlos, Uwe (…) am 26.01.98“.PUA-Bericht S. 398

Der Inhalt des Pappkarton mit den Loseblattsammlungen wurde doch frühestens zuerst zwei Wochen nach der Garagendurchsuchung, die am 26. Januar stattgefunden haben soll, betrachtet. Das wäre dann der 9. Februar 1998. Da der KHK Brümmendorf zuerst am 16. Februar nach Thüringen kam und mit der Aufnahme begann, müsste es auch noch später sein, aber egal. Das LKA faxte diese Liste mit den Kfz-Kennzeichen aber schon im Januar dem Verfassungsschutz zu. Wie kann das LKA schon im Januar 1998 dem Verfassungsschutz die Liste zufaxen, wenn diese frühestens zuerst im Februar gesichtet wurde? Bemerkenswert ist auch, dass in dem PUA-Bericht an makabren Stellen oftmals ein Schreibefahler vorhanden ist. Und hier haben wir doch schon wieder einen. Bei dem Fax-Aufdruck des Datums fehlt der Tag. Naja, vielleicht war der Zeilenumbruch daran schuld. Und einfach mal so nach dem Wort „Kfz-Kennzeichen“ in dem PUA-Bricht zu suchen funktioniert auch nicht. Ach wie schön, dass es doch so viele Zeilenumbrüche gibt und durch die zwei Blöcke pro Seite gleich in doppelter Menge.


http://siegrun-roman.de/PUA-Kfz.jpg

Und warum die Uhren beim LKA rückwärts gehen, ist dann eben Geheimsache!

http://siegrun-roman.de/geheim.jpg

fatalist
15.09.2013, 17:28
Die Turner-Diaries als Handlungsanleitung von neonazistischen Zellen:


Als ideologischer Hintergrund dienen dem halben Dutzend Neo-Nazis die sogenannten Turner-Tagebücher, in denen der Untergrundkampf von Nazis gegen die Gesellschaft verherrlicht wird. Die Idee: Die Rechtsterroristen sollen sich in Kleingruppen zusammenschließen, um Terrorakte gegen Fremde zu verüben.

Mithilfe von Morden soll die weiße Vorherrschaft erzwungen werden. Es wird empfohlen, keine Bekennerschreiben zu hinterlassen. Jede Zelle soll für sich lebensfähig sein und möglichst keinen direkten Kontakt zu anderen Zellen haben. Exakt so arbeitete die Terrorzelle NSU. http://www.welt.de/politik/deutschland/article117167501/26-Seiten-perfekte-Orthografie-teilweise-anzueglich.html

Dieser angebliche Zusammenhang hat bei Google 28.000 Treffer:
https://www.google.com/search?q=nsu+zelle+turner+tageb%C3%BCcher&rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&oq=nsu+zelle+turner+tageb%C3%BCcher&aqs=chrome..69i57.23554j0&sourceid=chrome&ie=UTF-8&sei=Otw1Uu-qCeLm7AbRnoDYDQ&gbv=2

Völliger Blödsinn. Der Zusammenhang besteht nicht.

1. In den Turner-Tagebüchern haben die Zellen untereinander Kontakt und stehen unter dem Kommando eines (anonymen) Oberkommandos, dessen Mitglieder (unter Decknamen) auch die Zellen besuchen und instruieren.

2. Ziel der Attentate der Zellen in den Turner-Tagebüchern sind Regierungsstellen (FBI-Gebäude), Fernsehredaktionen (Zwangssendungen ihrer Botschaft) und "weisse Verräter", die sich mit Negern und Juden einlassen. Genuked (Atombomben) wird Israel und New York, sowie Russland, um einen Vergeltungsschlag zu provozieren.

3. Die Organisation will nichts mehr als sich zu ihren Zielen bekennen. Dazu drucken sie massenhaft Flugblätter und verteilen diese, und sie besetzen Regierungssender und strahlen ihre Message aus.

4. Es wird ein Genozid an Nichtweissen und Juden propagiert, weltweit, der auch am Ende eintritt.
Diesen Genozid führen aber nicht die Zellen aus, sondern er geht von den weissen Völkern aus.
Türkische Kleingewerbler als Initialzündung passen überhaupt nicht ins Konzept.

Fazit: Würde eine rechtsradikale Terrorzelle Attentate gemäss der Turner-Tagebücher ausführen, dann würde diese Zelle sich auf jeden Fall zeitnah bekennen, und sie würde die Regierung attackieren, und jüdische Funktionäre.

http://de.wikipedia.org/wiki/The_Turner_Diaries

"Feind" im Sinne dieses Romans sind der Staat und seine Funktionäre, "jüdische Marionetten", und nicht etwa türkische Gemüsehändler.

Die E-Mail aus 1999 an ein Ministerium (siehe PUA-Bericht) mit Drohung gegen den Innenminister, das wäre "Turner-mässig". Aber nicht "10 Morde und nie was sagen" der angeblichen Terrorzelle aus Jena.
Das ist lächerlich und an den Haaren herbei gezogen.

brain freeze
15.09.2013, 17:49
Sehr interessante Lektüre : The Turner Diaries, die angeblich nicht nur Timothy McVaigh zum Oklahoma-Bombing 1995 inspiriert haben sollen.


And is that not a key to the whole problem? The corruption of our people by the Jewish-liberal-democratic-equalitarian plague which afflicts us is more clearly manifested in our soft-mindedness, our unwillingness to recognize the harder realities of life, than in anything else.



Das Ding ist echt lesenswert, um die Denke zu verstehen. Gibt bei Englisch Wiki sogar einen Download-Link dazu. in Linksgrün-WIKI deutsch natürlich nicht.

Meinst Du die Denke der Drei? Ich weiß nicht ... Es scheint für mich so, als hätten sie selbst einige Probleme gehabt, sich den "zwingenden Realitäten des Lebens" zu stellen. Uwe Mundlos war ja eigentlich aus dem Gröbsten raus. Mag aber sein, daß sie selbst das ganz anders sahen.

In einigem Widerspruch zum Turner-Pamphlet steht aber auch hier die Opferauswahl, wie Du ja selber schon mehrfach bemerkt hast. Einige der angeblichen Opfer hatten ihren Dienst im "demographischen Rassenkrieg" ja schon geleistet. Und als Adressaten für Systemhaß kamen sie auch nicht so recht in Frage. Stelltest Du ja ebenfalls schon fest.

Zweifellos gab es literarische/ideologische Inspirationen und Vorbilder. Die Turner-Tagebücher gehörten vielleicht dazu, wenn die Drei NICHT im Staatsauftrag handelten.

fatalist
15.09.2013, 17:57
Zweifellos gab es literarische/ideologische Inspirationen und Vorbilder. Die Turner-Tagebücher gehörten vielleicht dazu, wenn die Drei NICHT im Staatsauftrag handelten. Korrekt.

Bei der Lektüre hatte ich mehrfach den Gedanken, dass das Oberkommando der Organisation eher so etwas wie ein Geheimdienst sein könnte, wollte man die NSU-Geschichte dort bei den Tagebüchern irgendwie einpassen.

Edit: Ist aber imo nicht tragfähig, diese NSU-Einpassung als These, in die Turner-Tagebücher.

brain freeze
15.09.2013, 18:02
Korrekt.

Bei der Lektüre hatte ich mehrfach den Gedanken, dass das Oberkommando der Organisation eher so etwas wie ein Geheimdienst sein könnte, wollte man die NSU-Geschichte dort bei den Tagebüchern irgendwie einpassen.

Dann sage mir aber mal, wie da der Mossad reinpaßt. Sehr philosemitisch ist das Turner-Pamphlet ja nicht gerade. Eigentlich bleiben dann fast nur die Briten übrig.

fatalist
15.09.2013, 18:10
Dann sage mir aber mal, wie da der Mossad reinpaßt. Sehr philosemitisch ist das Turner-Pamphlet ja nicht gerade. Eigentlich bleiben dann fast nur die Briten übrig. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Sorry.

Mein Gedanke ging nicht in Richtung Mossad, sondern dass, um eine Analogie NSU zu Turner-Tagebücher herzustellen, müsste das Oberkommando (der Tagebücher) als ein Geheimdienst (im Fall NSU) verstanden werden.

Aber wie Du ja auch anmerkst: Opferauswahl und Nichtbekenntnis passen einfach nicht. No way.

fatalist
15.09.2013, 18:19
Die Sache mit dem Weiss-Arischen Orden in den Tagebüchern passt auch eher zu Breivik denn zum NSU.

Die beschriebenen grausamen Verhöre mitsamt Folter und Liquidierung von eingeschleusten Spionen (V-Leute des Systems, zu dem gehört sicher Israel und Mossad dazu) erinnern sehr stark an die Vorstellungen der Europe White Knights in Breiviks Manifest.

Breiviks Angriff auf die Regierungsgebäude in Oslo und das Massaker unter dem Nachwuchs der Umvolker auf Utoya entspricht den Handlungsweisen der Turner-Tagebüchern.

Ein Attentat auf Alwin Ziel (laut Mail 1999) hätte den Tagebüchern ebenfalls entsprochen. Dönermorde aber nicht...

brain freeze
15.09.2013, 18:51
Die Sache mit dem Weiss-Arischen Orden in den Tagebüchern passt auch eher zu Breivik denn zum NSU.

Die beschriebenen grausamen Verhöre mitsamt Folter und Liquidierung von eingeschleusten Spionen (V-Leute des Systems, zu dem gehört sicher Israel und Mossad dazu) erinnern sehr stark an die Vorstellungen der Europe White Knights in Breiviks Manifest.

Breiviks Angriff auf die Regierungsgebäude in Oslo und das Massaker unter dem Nachwuchs der Umvolker auf Utoya entspricht den Handlungsweisen der Turner-Tagebüchern.

Ein Attentat auf Alwin Ziel (laut Mail 1999) hätte den Tagebüchern ebenfalls entsprochen. Dönermorde aber nicht...

Breivik ist zwar auch nicht konsistent wegen Zionismus-Affinität, aber die Richtung stimmt da schon eher.

Hätte man bei B&M diese Fährte legen wollen, also von außen und nachträglich wegen NSU-Legende, wären ja im Eisenacher Wohnmobil mindestens die Turner-Diaries im hochwertigen Ledereinband mit liebevoll angekokelten Ecken gefunden wurden - nach 4 Wochen versteht sich. Oder im Bücherregal des Kinderzimmers bei Böhnhardts. Aber nichts dergleichen, obwohl so naheliegend.

fatalist
15.09.2013, 19:39
Breivik ist zwar auch nicht konsistent wegen Zionismus-Affinität, aber die Richtung stimmt da schon eher. Zionismus-Affinität wegen der rassistischen Politik Israels gegenüber den Moslems. Der Feind meines Feindes...


Hätte man bei B&M diese Fährte legen wollen, also von außen und nachträglich wegen NSU-Legende, wären ja im Eisenacher Wohnmobil mindestens die Turner-Diaries im hochwertigen Ledereinband mit liebevoll angekokelten Ecken gefunden wurden - nach 4 Wochen versteht sich. Oder im Bücherregal des Kinderzimmers bei Böhnhardts. Aber nichts dergleichen, obwohl so naheliegend. :haha:

GRÜN :gp:

M. A. Bischoff
15.09.2013, 21:14
Sehr interessante Lektüre : The Turner Diaries, die angeblich nicht nur Timothy McVaigh zum Oklahoma-Bombing 1995 inspiriert haben sollen.

Das Ding ist echt lesenswert, um die Denke zu verstehen. Gibt bei Englisch Wiki sogar einen Download-Link dazu. in Linksgrün-WIKI deutsch natürlich nicht.
Über Suchmaschine ist die deutsche Version als PDF aber schnell zu finden:
http://www.velesova-sloboda.org/archiv/pdf/macdonald-die-turner-tagebuecher.pdf

Leider gibt es "Hunter" ( http://www.resist.com/Hunter.pdf ) wohl nicht in Deutsch.

nachdenkerin
16.09.2013, 06:06
WAFFENBESCHAFFUNG Teil 2 -Die Informationsübermittlungsfreigabe nach 13 Jahren-


Jan Werner soll zur Zeit den Auftrag haben, die drei Skinheads mit Waffen zu versorgen. ……..Der weiblichen Person des Trios will Antje P. ihren Pass zur Verfügung stellen. P. und Werner sollen unabhängig voneinander und ohne Wissen des anderen für die drei tätig sein….. Zu der Herkunft der Informationen hat der Zeuge Meyer Plath bekundet:
„Herr Abgeordneter, ich habe da keine persönlichen Erinnerung mehr an diese Gespräche. Aber es spricht dafür, dass er klar gesagt hat: ‚Das habe ich einerseits von ihm‘, also von Jan Werner, ‚und, unabhängig davon, auch durch Gespräche mit Antje P.“
Mit Jan Werner und Antje P. habe Carsten Szczepanski schon lange Kontakt gehabt: PUA-Bericht S. 404

Der Zeuge Meyer Plath ist vom Verfassungsschutz und einer der drei V-Mann-Führer von Carsten Szczepanski . Carsten Szczepanski ist ein vorbestrafter V-Mann und soll dieses gegenüberseinem V-Mann-Führer geäußert haben. Mehr als diese lächerliche Aussage gibt es nicht.

Besprechung:


Am 15. oder 16. September 1998 fand im Innenministerium in Potsdam im Hinblick auf die Quellenmeldung Nr. 140/98 eine Besprechung statt.


Die Phase zwei beginnt mit der Meldung aus dem LfV Brandenburg vom 14.09., dass Jan Werner den Auftrag gehabt haben soll, Waffen zu beschaffen, damit mit den Waffen weitere Überfälle begangen werden können und damit die drei Flüchtigen aus der Beute der Überfälle dann auch nach Südafrika fliegen könnten. Antje P., ebenfalls eine bekannte Rechtsextremistin aus Sachsen, aus dem „Blood & Honour“- und dem Jan-Werner-Umfeld, wolle der Zschäpe einen Pass zur Verfügung stellen. PUA-Bericht S. 404/406


Diese Information ist von Brandenburg an das LfV Sachsen, an das LfV Thüringen und auch an das BfV gegeben worden. ………

Ziel war es, über die Weitergabe der Information an die Polizei zu beraten. PUA-Bericht S. 406


Dieses Ergebnis der Besprechung war, dass das LfV Brandenburg einer schriftlichen Weitergabe dieser Meldung nicht zugestimmt hat.


Der Zeuge Schrader hat ausgeführt, der Verfassungsschutz Brandenburg habe die Meldung nicht freigeben wollen:

„Wir haben ja mit den Brandenburgern einen richtigen Disput gehabt, weil die Brandenburger sagten: Wir geben diese Meldungen nicht frei. Wir geben sie nicht frei.“….

Der Zeuge Nocken hat ebenfalls angegeben, eine förmliche Weiterleitung der Meldung habe die quellenführende Dienststelle strikt untersagt……

Ein leitender Beamter der Brandenburger Verfassungsschutzbehörde, so Nocken, habe dem LfV Thüringen „einen Maulkorb verpasst“. PUA-Bericht S. 406


Eine Teilnahme des BfV sei nach Angaben der Zeugin Dobersalzka wegen einer kurzfristigen Verlegung des Besprechungsortes nicht möglich gewesen. Die Zeugin Dobersalzka war in den Jahren 1998 bis 2006 zuständige Referatsleiterin im BfV für den Bereich „Rechtsterrorismus. Dieses Referat war zuständig für die Suche nach dem untergetauchten Trio. Die Zeugin hat ausgesagt, dass die Besprechung zunächst in Thüringen habe stattfinden sollen, was naheliegend gewesen sei. Sehr kurzfristig sei die Besprechung aber nach Potsdam verlegt worden, so dass ihre Vertreterin, die bereits auf dem Weg nach Thüringen gewesen sei, nicht mehr habe teilnehmen können. Wer an der Besprechung teilgenommen habe, entziehe sich ihrer Kenntnis. Sie habe von der Besprechung, obwohl es an diesem Tag zugesagt worden sei, kein Protokoll erhalten. Auch in den dem Ausschuss übersandten Akten des BfV findet sich kein entsprechender Hinweis.
Auch der Zeuge Kippenborck (Sachbearbeiter im Referat „Rechtsterrorismus“ des BfV) hat ausgesagt, nach seinem Kenntnisstand habe seitens des BfV deshalb niemand an dieser Besprechung teilgenommen, weil der Ort des Treffens kurzfristig verlegt worden sei. Dass eine Sitzung so kurzfristig verlegt werde, dass ein Vertreter des BfV nicht mehr teilnehmen könne, sei ein ungewöhnlicher VorgangPUA-Bericht S. 405


Der Zeuge Nocken hat dargelegt, die von der anderen Landesbehörde eigentlich strikt untersagte Weitergabe sei dennoch erfolgt und zwar mündlich an den Präsidenten des LKA in einem vertraulichen Gespräch.PUA-Bericht S. 408

Nun behauptet der Zeuge Nocken, vom Landesamt für Verfassungsschutz, dass die Information, trotzdem strikt untersagt, mündlich an den Präsidenten vom LKA weiter gegeben wurde.


Der damalige kommissarische Leiter des LKA Thüringen, der Zeuge Luthardt hat auf den Vorhalt, dass im Schäfer-Gutachten dargestellt sei, dass der Präsident des LKA seinerzeit über das Gespräch in Brandenburg persönlich unterrichtet worden sei, bekundet:
Ich habe auch die Zeitabläufe mal rekonstruiert, wo ich da war. Ich war gar nicht an-wesend, so dass es woanders aufgelaufen sein muss. Und ich finde nicht, wo es aufgelaufen ist.PUA-Bericht S. 409

Der Präsident vom LKA war aber an dem Tag gar nicht anwesend. Woanders ist die Information auch nicht gelandet.


Der damalige Leiter der Zielfahndung des LKA, der Zeuge Wunderlich, hat vor dem Untersuchungsausschuss verneint, über die Versuche des Trios, Waffen zu beschaffen, unterrichtet worden zu sein. Er hat bekundet:
„Nein, weil dann wären wir auch - - Logischer Schluss: Wir wären gar nicht mehr alleine los und hätten Ermittlungen durchgeführt. Wir hätten ein Spezialeinsatzkommando dabeigehabt.PUA-Bericht S. 409


Die Freigabe zur Übermittlung der Information an das BKA erfolgte am 16. November 2011 durch das IM Brandenburg http://siggy2000.de/LfV-Sachsen_15112011.pdf

Und über 13 Jahr später, nachdem beide Uwes tot sind, wird die Weitergabe der Information an die Polizei dann frei gegeben.

Zusammenfassung:



Carsten Szczepanski ist vorbestraft und bezahlter V-Mann vom Verfassungsschutz. So ein V-Mannführer vom Verfassungsschutz Brandenburg hat von dem Carsten Szczepanski mündlich erfahren, dass Jan Werner Waffen beschaffen soll und Antje Probst ihren Reisepass Beate Zschäpe zur Verfügung stellen will




Daraufhin treffen sich die Verfassungsschutzämter Thüringen, Sachsen und Brandenburg





Eine erforderliche Teilnahme vom Bundesamt für Verfassungsschutz wird verhindert durch kurzfristige Verlegung des Ortes.




Der Verfassungsschutz Brandenburg untersagt strikt eine schriftliche Weiterleitung der Information an die Polizei




Über die Versammlung wird kein Protokoll geführt




Nachdem beide Uwes Tod sind, wird dann nach über 13 Jahren die Informationsweitergabe an das BKA frei gegeben




Nun gibt der Thüringer Verfassungsschutz an, er hätte den Präsidenten der Polizei aber mündlich über die angebliche Waffenbeschaffung und den Pass informiert. Dieser war aber gar nicht anwesend und auch woanders ist keine Information bei der Polizei angekommen.


Das stinkt doch zum Himmel. Das war von vorn herein inszeniert. Die Drei waren nach meiner Überzeugung nie bewaffnet.

brain freeze
16.09.2013, 07:48
Noch zur ideologischen Grundlage des Trios:

Ich habe noch mal gekramt. Im Spiegel war von einem Artikel die Rede, den Uwe Mundlos für ein rechtes Fanzine geschrieben haben soll und der etwa in Richtung Partisanenkampf geht. Es gibt offenbar keinen Beweis, daß der Text tatsächlich von Mundlos stammt. Auch hier VS-Verdacht.


Im Oktober 1998 erscheint in der Skinhead-Zeitschrift "White Supremacy" auf Seite 26 ein anonymer Text mit der Überschrift "Gedanken zur Szene", der wohl Uwe Mundlos zuzuordnen ist. Es ist das erste Pamphlet aus dem Untergrund, eine Wehklage über die Disziplinlosigkeit der Kameraden, die "nicht den Kampf zum Lebensinhalt" hätten, "sondern das Vergnügen. Sie fordern 'Keine Macht den Drogen!' und hängen doch selbst an der Flasche und würden keinen Tag ohne Alkohol überleben". Achtmal benutzt Mundlos das Wort "Kampf". "Wer nicht bereit ist, sich aktiv am Kampf zu beteiligen", schreibt er, unterstütze alles, "was sich gegen unser Volk und unser Land und unsere Bewegung richtet".

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84193055.html

fatalist
16.09.2013, 08:03
Über Suchmaschine ist die deutsche Version als PDF aber schnell zu finden:
http://www.velesova-sloboda.org/archiv/pdf/macdonald-die-turner-tagebuecher.pdf

Leider gibt es "Hunter" ( http://www.resist.com/Hunter.pdf ) wohl nicht in Deutsch. "Hunter" wurde bei Timothy Mc Vaigh gefunden, beim NSU aber nichts von solchen Büchern. Gerade Mundlos hätte man ja den Besitz und das Verinnerlichen solcher Literatur zutrauen müssen, wenn er denn Kopf einer "Weissen Arischen Widerstandszelle" gewesen sein soll.

fatalist
16.09.2013, 08:15
Noch zur ideologischen Grundlage des Trios:

Ich habe noch mal gekramt. Im Spiegel war von einem Artikel die Rede, den Uwe Mundlos für ein rechtes Fanzine geschrieben haben soll und der etwa in Richtung Partisanenkampf geht. Es gibt offenbar keinen Beweis, daß der Text tatsächlich von Mundlos stammt. Auch hier VS-Verdacht.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-84193055.html
Der Kampf war brutal: Pogromly-Spiele basteln. :D


Mundlos sieht sich nicht als gewöhnlichen Neonazi; schließlich hat er ein Ziel und ist entschlossen, dafür zu kämpfen. Mit Böhnhardt und Zschäpe bastelt er an "Pogromly", einem Nazi-Monopoly, das sie an Kameraden verkaufen wollen. Das ist Satire, ganz klar als Solche erkennbar. Oder plumpe Verarsche. Der Autor muss Tränen gelacht haben, als er diesen Artikel schrieb.

"Kampf" kann alles und nichts bedeuten. Von politischen Morden bis hin zum Kampf gegen Übergewicht ;)

fatalist
16.09.2013, 08:35
... "Südafrika", Piatto, Antje Probst und ihr Pass, die Waffenbeschaffungs-Märchen mit Werner etc pp sind Märchen, Ablenkungsstrategie des Verfassungsschutzes, damit die Polizeibehörden das Trio nicht finden, weil man für sie falsche Spuren legt, falsche Tarnidentitäten, falsche Fluchtrouten.

Das ist exakt dasselbe Szenario wie beim Oktoberfest-Attentat, wo man seitens des Geheimdienstes (LFV Bayern etc) falsche Spuren zu Karlheinz Hoffmann legte, denen die Polizeibehörden dann auch brav folgten. Bis heute dreht man Filme und verkauft diese falschen Spuren als Wahrheit: "Der blinde Fleck" heisst der Film von 2013 wohl.

Solche falschen Spuren gehören zum kleinen 1 mal 1 der Dienste.

Das Resumee ist also NICHT:
Die Drei waren nach meiner Überzeugung nie bewaffnet. Schiessübungen im Keller mit dicken Brettern und Schalldämpfer waren wohl auch schon in der Polenzstrasse der Grund für doppelte Kellertüren.

sondern das Resumee lautet:
Das stinkt doch zum Himmel. Das war von vorn herein inszeniert. Ja, aber das wissen wir doch schon lange. Falsche Spuren der Dienste halt, völlig normal um "seine Leute" zu schützen.

Und dass das "Leute des Geheimdienstes" waren, das zu verschleiern ist Sinn und Zweck des gesamten PUA-Berichts.
Grimms Märchen enthält mehr an Wahrheiten als dieser Schrott.

nachdenkerin
16.09.2013, 11:02
DAS FALSCHE SPIEL MIT DEM ANGEBLICHEN TRIO?


Mit Schreiben vom 7. März 1999, eingegangen bei der Staatsanwaltschaft Gera am 10. März 1999, meldete sich Rechtsanwalt Eisenecker aus Goldenbow. Unter Verweis auf eine dem Schreiben beiliegende Vollmachtsurkunde, die handschriftlich mit dem Namenszug „Beate
Zschäpe“ unter Angabe des Datums „27.02.99“ gezeichnet ist, wird um Akteneinsicht gebeten. PUA-Bericht S. 423

Der 7. März 1999, Erstellung des Schreibens von dem Rechtanwalt, ist ein Sonntag. Beate Zschäpe soll die Akteneinsicht am 27.02.99 unterschrieben haben, das war ein Samstag.


Ende Januar 1999 erreichte das LfV Thüringen eine Meldung der Quelle 2045: ………habe Wohlleben der Quelle mitgeteilt, er wolle mit RA Dr. Eisenecker in Goldenbow (Mecklenburg Vorpommern) über eine anwaltliche Vertretung Zschäpes für Rückkehrverhandlungen sprechen. Dieses Treffen mit Dr. Eisenecker werde am 5. Februar 1999 stattfinden. An diesem Tag wurden Wohlleben und Carsten Schultze in Goldenbow durch das LfV Mecklenburg Vorpommern auf Bitte des LfV Thüringen observiert. Dabei wurden ein älteres Pärchen und später zwei männliche Personen in einem PKW, zugelassen auf Wohlleben, festgestellt. PUA-Bericht S. 423

Warum sucht Beate Zschäpe nicht direkt den Anwalt auf, wo sie doch frei in Deutschland bewegte.


Rechtsanwalt Dr. Eisenecker wurde am 29. März 1999 durch Staatsanwalt Mohrmann darüber informiert, dass die beantragte Akteneinsicht unter Hinweis auf § 147 Abs. 2 StPO -laufende Ermittlungen - verweigert werde. PUA-Bericht S. 424

Handelte es sich hier wirklich um eine Akteneinsicht für Beate Zschäpe oder betraf es Böhnhardt. Der Anwalt Eisenecker ist gem. Wikipedia 2003 verstorben.


Brigitte Böhnhardt organisiert einen Anwalt für Beate Zschäpe. Das Trio gibt den Tip, sich an den NPD-Justiziar und bekannten Szenenanwalt Hans Günther Eisenecker zu wenden……Als Einstiegshonorar verlangt er 800 DM. Brigitte Böhhardt bezahlt die Summe für Beate Zschäpe. Buch „die Zelle“ S. 136 elektr. Ausgabe



In der Rechnung des Rechtsanwalts Thaut, die dieser nach Abschluss der Angelegenheit an das LfV Thüringen stellte,….

Das ist doch paradox. Die eigene Rechnung für ihren Sohn bezahlt der Verfassungsschutz, aber die Rechnung für Beate Zschäpe sollte sie nun bezahlen. Warum sollte sie einen Anwalt für Beate Zschäpe organisieren, wo das doch Wohlleben und Schultze angeblich taten. Warum bezahlte für Beate Zschäpe nicht der Verfassungsschutz die Rechnung, wenn es um ein Trio ging.



Der Zeuge Schrader hat diese Angaben im Wesentlichen bestätigt:

„Nein, nein, die Absprache mit Herrn Koeppen war folgendermaßen: Herr Koeppen hat gesagt, wenn sich der Herr Böhnhardt stellt, erstens freiwillig stellt, zweitens in der Zwischenzeit keine schwerwiegenden Straftaten begangen hat und drittens umfänglich aussagt, dann wird er den Haftbefehl nach der Vernehmung aufheben und er kann nach Hause, und die Verhandlung muss dann sehen, was sich ergibt. Er hat keine Zusagen gemacht. Er hat nur die Zusage gemacht, dass er den Haftbefehl, wenn er aussagt, keine strafbaren Handlungen und sich stellt - - zunächst der Haftbefehl bis zur Verhandlung ausgesetzt würde. Nur das war die einzige Zusage.PUA-Bericht S. 424

Offensichtlich ging es nicht um ein Trio, sondern hier nur um Böhnhardt.
Im Gegensatz zu Zschäpe und Mundlos, wo sich ausschließlich nur der Verdacht auf eine, einer Person nicht zuordnungsbaren Bombenattrappe bestand, hatte Böhnhardt noch die bereits verurteilte Strafe wegen dem Besitz der Rechtsrock-CDs abzusitzen, die zwei Jahre und drei Monate betrug.


Warum die Ladung zum Strafantritt trotz der von der StA Gera betonten Eilbedürftigkeit erst am 25.03.1998 erfolgte und damit ein Vollstreckungsbefehl erst am 12.05.1998 erging, ließ sich nicht klären..Schäfer-Gutachten S. 82


Am 11.04.1998 rief eine unbekannte männliche Person bei Helbig an und hatte folgende Information für Wohlleben:

Ja, Jürgen pass auf, ich hab da eine Nachricht für Ralf. Sag ihm bitte, er soll am Montag 14:00 Uhr an dem selben Treffpunkt sein wie vor zwei Wochen und soll aber bitte äh vorher bei Böni‘s Eltern vorbei fahren und äh Klamotten oder so was kaufen…..

Der Telefonanruf kam aus Orbe/SchweizSchäfer-Gutachten S. 95

Am 25. März 1998 erging der Vollstreckungsbefehl, drei Tage später, am 28. März 1998 (11.04.1998 ./. zwei Wochen) muss es zu dem ersten Treffpunkt gekommen sein.

Nach meiner Überzeugung war Böhnhardt damals in der Schweiz auf Montage und es war damit kein Trio. Zu einer terroristischen Vereinigung gehören aber mindestens drei Personen. Nach meiner Überzeugung wurde hier ein Trio mit falschen Mitteln vorgetäuscht.

fatalist
16.09.2013, 11:37
Laut Anklage Seite 418 wurde im Rahmen der Operation Drilling der Telefonanschluss von Wohlleben überwacht:


Anfang 1999 besuchten W. undS. RA. Dr. Eisenecker, um mit diesem eine anwaltlicheBeratung für den Fall zu vereinbaren, dass sich Z. stellen würde(Ergebnis der Telefonüberwachung Wohlleben durch TLfV vom 8. Februar1999 - Operation "Drilling")
Danach musste ja Carsten Schultze erst einmal zu Beate Zschäpe fahren, um eine Anwaltsvollmacht unterschreiben zu lassen.

Sinn hätte es ja wohl gemacht, dass alle 3 sich stellen, da alle 3 gemeinsam abgehauen waren.
Und genau hier kommt Böhnhardts Haftstrafe ins Spiel, genau an dieser Stelle.
Ein rechtskräftiges Urteil, an dem es nichts zu verhandeln gab!
2 Jahre 3 Monate Haft.

Es müsste doch auffallen, dass es immer nur um Böhnhardt geht, und ein wenig auch um Zschäpe, aber was ist mit Mundlos?

fatalist
16.09.2013, 11:55
"Unter drei" - ein Theaterstück über den NSU

von Jürgen Jenauer http://www.ndr.de/kultur/buehne/nsu401.html


Ist es möglich, die ungeheuerlichen Taten (http://www.ndr.de/regional/dossiers/der_norden_schaut_hin/rechte_gewalt/nsumorde105.html) des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) als Theaterstück zu adaptieren? Die Regisseurin Mareike Mikat versucht es - im Staatstheater Braunschweig führt die 34-Jährige das Publikum direkt ins Wohnzimmer von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhard und Beate Zschäpe. Kammerspielartig geht es in dem Stück "Unter drei" auf eine gespenstische Reise in die Gedankenwelt der rechtsradikalen Terrorzelle, die zwischen September 2000 und April 2006 neun Menschen kaltblütig ermordet hatte. Am Sonntag wurde das Stück uraufgeführt Haben die Kultur-Huren die Kiesewetter vergessen?

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/unterdrei111_v-contentgross.jpg


Drei Menschen in weißen Jumpsuits sitzen auf einem Ledersofa. Zwei haben eine künstliche Kopfwunde. © Marcus Lieberenz/bildbühne.de

http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/unterdrei101_v-contentgross.jpg


Mit den Terroristen im Wohnzimmer
NSU-Theaterstück begeistert Zuschauer

http://www.hna.de/nachrichten/kultur/nsu-theaterstueck-begeistert-zuschauer-zr-3113560.html

Gehirnwäsche NSU jetzt auch im Theater, sicher mit Steuergeldern kräftig subventioniert.

nachdenkerin
16.09.2013, 12:25
Nun bin ich gerade bei einem Lieblingsthema angekommen


Zudem hat Wunderlich im Hinblick auf die Dokumentation der Treffen mit dem Verfassungsschutz bekundet:
„Ja, es war für uns der erste und einzige Fall bis her, wo wir mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet haben, und interessant ist schon der Umstand der Erstbesprechung, dass alles, was wir da besprechen, nirgendwo dokumentiert werden darf. …“PUA-Bericht S. 425

Also der Kriminalhauptkommissar Wunderlich hat berichtet, dass alles was mit dem Verfassungsschutz besprochen wurde, nicht schriftlich nieder gelegt werden darf. Also dementsprechend nichts mehr nachvollziehbar ist.

Kommt mir irgendwie bekannt vor aus einem anderen Wirtschaftsbereich.

M. A. Bischoff
16.09.2013, 14:18
"Hunter"
hatte mir "Piato" damals zum lesen ausgeliehen. Habe ich ihm leider wieder zurückgegeben, genau wie "Serpent´s Walk".

Zum Glück ist er "enttarnt" worden, bevor er noch mehr Schaden anrichten konnte.

moishe c
16.09.2013, 15:37
Hallo Fatalist,

stelle dir das bitte nicht so "einfach" vor, das mit den "Schießübungen im Keller"! Da fliegen dem Schützen ganz schnell die blauen Bohnen um die Ohren!

fatalist
16.09.2013, 16:48
Hallo Fatalist,

stelle dir das bitte nicht so "einfach" vor, das mit den "Schießübungen im Keller"! Da fliegen dem Schützen ganz schnell die blauen Bohnen um die Ohren! Hast Recht.
... aber nicht wenn man auf Adolf schiesst, oben aufm TV vom Olaf Busch :versteckt:

fatalist
16.09.2013, 16:52
...

Den wichtigen Teil hast Du nicht rot markiert:


Zudem hat Wunderlich im Hinblick auf die Dokumentation der Treffen mit dem Verfassungsschutz bekundet:
„Ja, es war für uns der erste und einzige Fall bis her, wo wir mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet haben Warum tat das TLFV das? Weil es wissen wollte, was die Polizei weiss und was sie tut. Die Schlapphüte mussten ja auf ihre Zelle aufpassen.

fatalist
16.09.2013, 16:56
hatte mir "Piato" damals zum lesen ausgeliehen. Habe ich ihm leider wieder zurückgegeben, genau wie "Serpent´s Walk". bin immer wieder erstaunt, wen Du alles kennst.


Zum Glück ist er "enttarnt" worden, bevor er noch mehr Schaden anrichten konnte. Der Piato war doch ein Waisenknabe gegen IM Heidi:


http://www.youtube.com/watch?v=aq7OqazUI4w

Die kamen per Zug, er holte sie vom Bahnhof ab, trotz ausgeliehenem Wohnmobil.
Das hätte Piato nie erdacht, so nen geilen Plan :bäh:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-mord-in-dortmund-die-informationen-von-v-mann-heidi-a-897806.html

nachdenkerin
16.09.2013, 17:19
DIE WIDERSPRÜCHLICHEN G-10 MASSNAHMEN


Nach Abschluss von sog. G 10-Maßnahmen (Maßnahmen, die in Artikel 10 Grundgesetz eingreifen, also insbesondere Telekommunikationsüberwachung) besteht gemäß § 12 G 10-Gesetz die Verpflichtung, die von der G 10-Maßnahme betroffenen Personen darüber zu informieren, dass die G 10-Maßnahme durchgeführt wurde…….
Zur Erfüllung dieser Verpflichtung wurden die Betroffenen Thomas Starke, Mandy Struck, Jan Werner und Andreas G. im Oktober 2009 über die Maßnahmen zwischen Mai und August 2000 informiert. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos nicht auffindbar sind, so dass eine Mitteilung nicht möglich war. PUA-Bericht S. 445

Dass das alles andere als zeitnah war, hatte schon Fatalist hier aufgeführt.

Das wurde aber ganz bewusst gemacht. So nahm ich mir das Schäfer-Gutachten vor. Demnach stimmen die überwachten Personen, bis auf Mandy Struck, alle nicht überein!

Warum fehlt der Kai Seidel, Jan Werner und Andreas G im PUA-Bericht. Wiederum merkwürdig ist der aufgeführte Roland Apel oder (Appel) in der Schäfer-Liste. Und sollte da vertuscht werden, das bei Thomas Starke eine Überwachung im PUA-Bericht angegeben war, aber das überhaupt nicht wahr ist. Bei Thomas Starke wurde lediglich zwei Jahre zuvor, im August 98 eine Handy-Nummer überwacht.

Es gibt zwar auf der Liste einen Name mit „S“. Aber das ist eine Vorwahl aus dem Raum Hannover und muss einen Erhard S. betreffen. Warum da aber Gefahr im Verzug war und ohne richterliche Entscheidung nur die Staatsanwaltschaft deshalb den Antrag genehmigte, ist auch noch merkwürdig.


Zeitgleich mit den Maßnahmen in der Bernhardtstraße 11 in Chemnitz war geplant, die Eltern von Uwe Böhnhardt anlässlich eines Besuchs auf der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover zu observieren. Es wurde vermutet, dass es in Hannover zu einem Treffen zwischen Böhnhardt, seinen Eltern und dem zwischenzeitlich nach dort verzogenen Holger Gerlach kommen könnte. Aus diesem Grund wurden die Anschlüsse der Mutter von Holger Gerlach in Hannover und von Erhard S., einem Verwandten der Mutter von Uwe Böhnhardt, zwischen dem 29. September 2000 und dem 1. bzw. 2. Oktober 2000 überwacht, ohne dass sich Erkenntnisse zum Aufenthalt des Trios ergeben hätten.PUA-Bericht S. 363

http://siegrun-roman.de/Tefefonueberwachungsliste.jpg

Wollte das LfV hier irgendetwas gegenüber der Polizei manipulieren? Daraufhin wurde ich stutzig. Ich stellte fest:

Einmal steht geschrieben:


„besteht gemäß § 12 G 10-Gesetz die Verpflichtung, die von der G 10-Maßnahme betroffenen Personen darüber zu informieren“.

Das wäre dann vom Gesetz eine Verpflichtung

Ein paar Sätze weiter steht aufgeführt:


„haben wir uns dann entschieden, die G-10- Maßnahme den Betroffenen mitzuteilen.

Das wäre dann eine Kann-Entscheidung

Wie denn nun, ist es eine Verpflichtung oder eine Kann-Entscheidung. So hatte ich mir dann das G-10 Gesetz § 12 angesehen. Wenn ich das richtig gelesen haben sollte, bezieht sich der Paragraph nur auf eine Mitteilungspflicht bei Beschränkung in der Telekommunikation. Ich kann daraus nicht entnehmen, dass die Überwachten jeweils informiert werden müssen.

Wollte das LfV hier irgendetwas gegenüber der Polizei manipulieren?

Zusammenfassung G-10 Maßnahmen:



Zeitraum

PUA-Bericht Benachrichtigung

Schäfer-Gutachten Liste



Mai bis August 2000

Thomas Starke, Mandy Struck, Jan Werner und Andreas G.

Kai Seidel, Mandy Struck, Ronald Apel, Bxxxxx, Rxxxxx



29.09.2000 bis 02.11.2000

-----

Holger Gerlach, Bxxxxx, Mandy Struck, Kai Seidel, Sxxxx,

brain freeze
16.09.2013, 18:05
Der arische Widerstand als Ausgangspunkt.

Noch ein Stück zurück ins Jahr 1997 ...

Am Anfang eines Spiegelartikels "Lebende Zeitbomben" der Mordanschlag auf zwei Polizisten. Einer überlebt schwer verwundet, einer stirbt. Erschossen mit einer Pumpgun. Liest sich wie der erste Drehbuchentwurf für Heilbronn.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8671487.html


Kay Diesner heißt der Schütze, 24 Jahre alt, wohnhaft in Berlin-Marzahn. An seinem Arbeitsplatz, einem elektrotechnischen Betrieb, galt er, so ein Vorgesetzter, als "engagierter Mitarbeiter" - ruhig, fleißig, unauffällig. Nie kam er zu spät, Überstunden waren für ihn selbstverständlich.

Mit allen kam der kahlgeschorene junge Mann gut zurecht. Auch mit den Ausländern im Betrieb gab es "keine Probleme", wie ein Kollege versichert.

Den Vernehmern der Sonderkommission "Parkplatz Roseburg" erklärt Diesner, als Mitglied des "Weißen Arischen Widerstands" (WAW) befinde er sich "gegenüber dem Staat in einer Notwehrsituation". Die Polizisten hätten zuerst geschossen.

Die kaltblütige Tat an der Autobahn hat polizeiliche Staatsschutz-Ermittler und Experten für Rechtsextremismus in den Verfassungsschutz-Ämtern überrascht.


Einerseits. Andererseits:


Von einer neuen Qualität rechter Gewalt, so der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Peter Frisch, könne dennoch nicht die Rede sein: "Zur Zeit gibt es keine konkreten Anhaltspunkte dafür, daß in Deutschland rechtsterroristische Strukturen bestehen."

Trotzdem gibt es Warnungen.


Der Todesschütze und Attentäter von Marzahn sei "nicht der einzige Typ seiner Art, da ticken noch ein paar Zeitbomben".


Auch andere VSler sehen ein Problem.


Auch Verfassungsschützer räumen ein, daß die braune Szene zunehmend unberechenbar wird, seit elf straff geführte Neonazi-Organisationen mit rund 1700 Mitgliedern vom November 1992 an verboten wurden.

Die "wachsende Aggressivität", die Beamte beim Auswerten von Berichten ihrer V-Männer konstatieren, stellt die Geheimdienstler vor ein Dilemma.

Zwar mögen sie nicht einräumen, daß die Verbote ein taktischer Fehler gewesen sein könnten. Doch fast schon nostalgisch erinnern sich Kenner bei internen Lagebesprechungen an Zeiten, als die Szene noch von "betulichen Säufern", etwa aus der Spitze der 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP), zusammengehalten wurde.

Seit die Neonazi-Szene kopf- und führungslos ist, wächst "die Gefahr, daß braune Autisten sich zu Terroristen entwickeln", so ein Beamter des nordrheinwestfälischen Verfassungsschutzes.

Auch bei Diesner läßt sich der Weg vom Autisten zum Killer nachzeichnen.

Nach dem Ausstieg seines Anführers Hasselbach aus der rechten Szene und dem Zerfall der "Sozialrevolutionären Nationalisten" schloß er sich 1992 der sektenhaften Kleingruppe "Weißer Arischer Widerstand"



Soweit die Berliner. Und dann der merkwürdige Schwenk nach Thüringen.


In der Stadt Altenburg ist in der letzten Woche ein Flugblatt aufgetaucht, das für Unruhe sorgt und über dessen Echtheit Verfassungsschutz und LKA streiten.

[...]

Die Todesliste von Altenburg markiert scheinbar den Aufschwung der braunen Aktivisten in Thüringen. Im Gegensatz zum bundesweiten Trend ist in dem Land zwischen Werra und Saale die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten dramatisch angestiegen: auf 939 Fälle im Jahr 1996 (1995 waren es 733, 1994 noch 478 Fälle).

Jetzt wirds interessant:


Zwar stufen die Staatsschützer die meisten Taten unter der Rubrik "Propaganda-Delikte" ein. Dazu gehört das mit Schokoladeneis an eine Mauer geschmierte Hakenkreuz genauso wie die lebensgroße ausgestopfte Puppe, die Nachwuchsnazis - mit einem Judenstern versehen - an einer Autobahnbrücke bei Jena aufhängten.

Doch die braunen Kameraden sind offenbar dabei, sich neu zu formieren. "Seit eineinhalb Jahren hat sich in Thüringen ein rechtsextremer Kern etabliert, dessen Logistik, bundesweite Vernetzung und intellektuelle Führung früheren Strukturen deutlich überlegen ist", weiß Innenminister Richard Dewes. Der Staat müsse sich auf Terroranschläge aus der Neonazi-Szene vorbereiten, warnt der SPD-Politiker.

Also jener Innenminister Richard Dewes, der ein Jahr später dem TLfV anstelle des LKA den defacto-Schein-Zielfahndungsauftrag nach dem Trio erteilte.


Bereits in den vergangenen zwei Jahren verübten Neonazis eine Reihe von Anschlägen: So verschickten sie Briefbomben, plazierten Sprengstoffsätze in einem Kaufhaus in Suhl und auf der Heidecksburg bei Jena. Dabei benutzten sie funktionsfähige Attrappen. "So verbreiten sie Angst und demonstrieren überdies noch ihre Fähigkeiten", sagt Uwe Kranz, Chef des Thüringer Landeskriminalamts.
Daß sie auch Zünder anlegen können, bewiesen die Hitler-Fans im November 1995, als in einem Ausländerheim in Jena eine Rohrbombe explodierte.

Große Teile der rechten Szene operieren unter dem Mantel des Thüringer Heimatschutzvereins, dessen lokale Untergruppen in Jena, Gera, Saalfeld und Erfurt sich Kameradschaften nennen. Mit Vorliebe schmieren und pöbeln die Nazi-Jünger in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald oder verbrennen bei Privatritualen Holzkreuze nach dem Vorbild des amerikanischen Ku-Klux-Klan.


Und dann folgt die Stellenbeschreibung für Thüringer Zellen aus dem Munde des LKA-Chefs, nicht Roewers. Es wußten also ALLE Bescheid.


"Die Rechte löst sich ganz bewußt in eine Art brauner Zellen auf", beobachtete LKA-Chef Uwe Kranz. "Sie schotten sich ab und sind dabei, Befehls- und Kommandostrukturen aufzubauen." Thüringens oberster Neonazi-Fahnder sieht Parallelen zu linksextremistischen Strategien der siebziger Jahre: "Die lernen von der RAF."


Das Script ist also schon fast fertig. Das ist etwa auch das, was LOSt Koeppen ein Jahr später nachplappert. Pushen und gleichzeitiges Abwiegeln:


Dennoch, da sind sich außerhalb Thüringens die Experten einig, eine braune RAF drohe nicht, auch wenn das Reden darüber Planstellen im Landeskriminalamt schaffen hilft. Denn: Kaum eine Szene ist so von V-Leuten des Staats- und Verfassungsschutzes durchsetzt wie die rechte.


Und alles wird unter Kontrolle bleiben:

Bei "Aktivisten, die als besonders militant gelten", hält es der brandenburgische Verfassungsschützer Milbradt sogar für möglich, präventiv vorzugehen und "Psychogramme zu entwerfen, um eine Einschätzung ihrer Gefährlichkeit abgeben zu können".


1997! Interessanter Artikel. Der Autor wird leider nicht genannt, auch nicht im PDF zum Artikel.

Nereus
17.09.2013, 04:14
Der "arische Widerstand" als Ausgangspunkt.
Noch ein Stück zurück ins Jahr 1997 ...

Am Anfang eines Spiegelartikels "Lebende Zeitbomben" der Mordanschlag auf zwei Polizisten. Einer überlebt schwer verwundet, einer stirbt. Erschossen mit einer Pumpgun. Liest sich wie der erste Drehbuchentwurf für Heilbronn.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8671487.html
....
Soweit die Berliner. Und dann der merkwürdige Schwenk nach Thüringen.....

Die „Neonazi-Projekte” der Stasi und des US-Lauck?
Stasi-Oberstleutnant Eberhard Böttcher von der Abteilung XX II/1 des MfS ließ mal etwas durchblicken. Der Redaktion des Magazin „Studio 1“ vom ZDF zeigte er Anfang 1993 Videoaufnahmen und Schautafeln und kommentierte dazu: „Auf dieser Bildtafel sehen Sie also ausnahmslos Neonazis, die alle von meiner Abteilung kontrolliert wurden“ Es waren viele Führungskader der sogenannten Neonazis zu sehen. Alleine 10 von ihnen sind bis heute als prominente Führungsfiguren des radikalen und militanten „Nationalen Widerstandes“ anzusehen.
Auch muß berücksichtigt werden, dass die Stasi über ihren Lösegeldschacher mit der BRD, auf ihren genehmigten Freikauflisten nicht nur politische DDR-Häftlinge in den Westen frei ließ, sondern auch viele unerwünschte Kriminelle und Kinderschänder abschob und teilweise auch ihre Agenten und Schläfer auf diesem bequemen und profitablen Weg in den Westen einschleuste.
So ist auffällig, dass einige freigekaufte DDR-Häftlinge später den Kampf gegen die BRD mit politischen und militanten Mitteln begannen und dabei das Vokabular des Bolschewismus benutzten und die Ziele des antideutschen „Nationalkommunismus“ und „Nationalanarchismus“ im nationalen, deutschen Lager zersetzend propagierten! Auch der DDR-Bürger Kay Diesner verband sich nach der "Wende" sofort mit diesen freigekauften seltsamen bolschewistischen Freiheitskämpfern gegen das BRD-System aus der DDR, redete ihre Sprache und teilte ihre Sympathien für die Terrorbanden der RAF und der Autonomen!

1990 Gründung „Nationale Alternative” (NA) in Ostberlin.
Anführer und Ideologe Ingo Hasselbach aus SED-Elternhaus: Ausbilder von Kay Diesner.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Alternative

1990 Der Kampf in der Weitlingstraße. NA und Vopos gegen Linke (Film von Ingo Hasselbach) 3 Teile
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=ZgrBsbdfeuc

Video von Bonengel (klick) (http://de.wikipedia.org/wiki/Winfried_Bonengel)
1991 „Wir sind wieder da!” Mit Ingo Hasselbach u.a. (SED-VSler Dienel aus Thüringen ab 14:56 min)
http://www.youtube.com/watch?v=t3TtSwOYbMI&feature=player_detailpage

1993 Hasselbach „Neonazi-Aussteiger” (GB, USA) und Mitgründer der Aussteigerorganisation EXIT zusammen mit dem DDR-Kommissar der Politischen Polizei (K1) Wagner und Hasselbachs späteren Ehefrau. Autor und Filmemacher.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ingo_Hasselbach

"DDR-Neonazis gegen Westgeld" (Wie das MfS, auch Stasi genannt, ihre Einflußagenten, Zersetzer und Spitzel in die BRD schleuste)
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=_Xb0rhvhQ7s

1999 Spiegel TV: Kai Diesner
http://www.youtube.com/watch?v=WCdVxn8vojY&feature=player_detailpage

nachdenkerin
17.09.2013, 05:52
@nachdenkerin,

9/11 ist der 11. September ;)

Ich dachte, das wäre eine spaßige Erfindung von Dir. Aber das steht doch tatsächlich so auf Seite 461, auf der ich jetzt angekommen bin, unglaublich.

fatalist
17.09.2013, 06:11
Ich dachte, das wäre eine spaßige Erfindung von Dir. Aber das steht doch tatsächlich so auf Seite 461, auf der ich jetzt angekommen bin, unglaublich. Sollte nur ein Hinweis sein, damit Du das Datum auf dem Fax korrekt interpretierst.

fatalist
17.09.2013, 06:25
Der arische Widerstand als Ausgangspunkt.

Noch ein Stück zurück ins Jahr 1997 ...

Einerseits. Andererseits:
Man hat 2 verschiedene Arten von Bewertung: Die Interne, "alles nicht so wild", und die in die Öffentlichkeit kommunizierte Bewertung, "alles ganz furchtbar".

Das gilt bis heute beim "Kampf gegen Rechts": Aufbauschen von Marginalitäten. Damit die Statistik stimmt hinsichtlich "Rechter Straftaten" und die Öffentlichkeit entsprechend manipuliert werden kann.

Auch die Überwachungsmassnahmen wurden mit "Gefährdungsanalysen" begründet, die mehr oder weniger ein Popanz waren.

Ein Beispiel aus 2012/2013, von dem man auch nie wieder gehört hat, die NEUE ORDNUNG".


http://www.youtube.com/watch?v=kDlOmbv0rs8

Edathy & Co. sind dabei, alles ganz dolle schlimm...

fatalist
17.09.2013, 06:37
Die Wirksamkeit vorbeugenden Eingreifens zeigte sich im Oktober letzten Jahres [1996] bei einer konzertierten Aktion von Verfassungsschützern in mehreren Bundesländern. Den Beamten war zu Ohren gekommen, daß Neonazis eine Broschüre unter dem Titel einblick 2 vorbereiteten.Das Heft sollte die erste Ausgabe des konspirativ hergestellten einblick fortführen, der Ende 1993 rund 250 namentlich genannten Nazi-Gegnern "unruhige Nächte" angedroht hatte. Die neue Schrift mit Privatadressen und Telefonnummern von "feindlichen" Politikern, Juristen, Geheimdienstlern und Polizisten wollten die Neonazis über ein Postfach in den Niederlanden vertreiben.

Geheimdienstler statteten daraufhin rund einem Dutzend aktiver Neonazis Hausbesuche ab und kündigten den Kameraden "empfindliche Gegenmaßnahmen" für den Fall einer Veröffentlichung an.
Die Kämpfer parierten und ließen die Finger von dem Projekt. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8671487.html

Die Dienste besuchten ihre V-Leute. :ätsch:

Es gibt keinen Nazi-Terrorismus ausserhalb staatlich gelenkter/aufgebauter/kontrollierter Strukturen.

brain freeze
17.09.2013, 06:48
Die „Neonazi-Projekte” der Stasi und des US-Lauck?
Stasi-Oberstleutnant Eberhard Böttcher von der Abteilung XX II/1 des MfS ließ mal etwas durchblicken. Der Redaktion des Magazin „Studio 1“ vom ZDF zeigte er Anfang 1993 Videoaufnahmen und Schautafeln und kommentierte dazu: „Auf dieser Bildtafel sehen Sie also ausnahmslos Neonazis, die alle von meiner Abteilung kontrolliert wurden“ Es waren viele Führungskader der sogenannten Neonazis zu sehen. Alleine 10 von ihnen sind bis heute als prominente Führungsfiguren des radikalen und militanten „Nationalen Widerstandes“ anzusehen.
[...]


Das ist die alte Frage, was war zuerst da - das Huhn oder das Kuckucksei.

Ich bestreite ja nicht grundsätzlich, daß es verbitterte systemnahe Wendeverlierer gab. Und aus dieser Ex-StasiSED-Ecke vermutlich auch diverse Pläne, die BRD irgendwie zu destabilisieren, sich zu rächen bzw. den verhaßten Staat nach eigenen Vorstellungen umzuformen inklusive Neonaziprovokateure. Ob Hasselbach jetzt Stasiagent war oder für einen anderen Dienst tätig war, würde ich mal als nicht erwiesen einstufen.

Aber es geht bei der Stasikiste halt auch um Relevanz. Für mich ist ziemlich klar, daß für all diejenigen, die in irgendeiner Form in das neue Staatswesen "übernommen" wurden, letztlich die Sorge um gesicherte Altersbezüge den Gram überwogen und überwiegen für einen Staat tätig zu sein, der dazu noch ähnliche Legitimationsprobleme hat, wie der untergegangene Arbeitgeber.

Und daß Jugendliche, die im SED-Elternhaus mit staatlich verordnetem Antifaschismus gequält wurden, nach der Wende besonders empfänglich für arische/nationale Überlegenheitsideologien waren, ist eine Binse. Plus soziale Situation in der Ex-DDR.

Im Spiegeltext geht es um darum, daß 1 Jahr, bevor unser Trio "abtauchte" bereits offiziell an der Legende von den abgeschotteten Untergrundzellen gestrickt wurde.

Es geht darum, daß in Reaktion auf die voraussehbaren Folgen der Organisations-Verbote 1992ff offenkundig versucht wurde, im Biotop Thüringen eine bundesweit agierende neue Struktur unter Kontrolle zu schaffen -> THS (Obwohl es schon lustig ist, daß Tino Brandt als "intellektuell überlegen" verkauft werden sollte). All die Geheimoperationen Drilling, Saphir usw. waren Länder-Bund-Projekte, THS war Becksteins Idee. Null Stasi.

Es geht außerdem darum, daß das bisher unklare Berliner/Brandenburger Interesse an den Thüringer Provinznazis erste Umrisse bekommt.

Und, da alles in irgendeiner Form schon mal da war und nur recycelt wird: Die Einbettung des Heilbronner Polizistenmordes in die NSU-Story als Rückgriff auf die Diesner-Story - nämlich entweder als Textbaustein oder als reale Vorbildtat für xxx.

nachdenkerin
17.09.2013, 06:52
Michael E……..Weitere gegenseitige Besuche hätten in der Zeit von Frühjahr 1994 bis Dezember 2000 oder Winter/Frühjahr 2001 stattgefunden. Die Besuche in Ludwigsburg seien häufig gewesen und hätten am Anfang bestimmt alle vier Wochen stattgefunden, wobei Böhnhardt nicht so häufig dabei gewesen sei. PUA-Bericht S. 462


Barbara E. …..Ende 2000 bzw. Anfang 2001 habe sie Mundlos und Zschäpe letztmalig gesehen.PUA-Bericht S. 463

Auch hier geht es primär um Mundlos und Zschäpe, aber nicht Böhnhardt.

brain freeze
17.09.2013, 06:53
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8671487.html

Die Dienste besuchten ihre V-Leute. :ätsch:

Es gibt keinen Nazi-Terrorismus ausserhalb staatlich gelenkter/aufgebauter/kontrollierter Strukturen.

Ja, der Textteil liest sich wie Satire. Die harten Jungs vom VS machen Hausbesuche und die Szene bekommt ganz dolle Angst. Welcher Leser glaubt solch einen Schwachsinn.

fatalist
17.09.2013, 06:57
Welcher Leser glaubt solch einen Schwachsinn. 80% oder mehr.

fatalist
17.09.2013, 07:06
Und, da alles in irgendeiner Form schon mal da war und nur recycelt wird: Die Einbettung des Heilbronner Polizistenmordes in die NSU-Story als Rückgriff auf die Diesner-Story - nämlich entweder als Textbaustein oder als reale Vorbildtat für xxx. Diesner verwendete eine Pumpgun, in Heilbronn war die Sache doch ziemlich anders: 2 Kopfschüsse mit Weltkriegs-Pistolen. 2 Täter.

Aber dass Diesners Tat den Ausschlag gab, Heilbronn mit in das NSU-Märchen einzubauen, das hat was.
Letztlich ging es darum, unaufgeklärte Morde "gesellschaftlich nutzbar" neu zu legendieren. Nazis, Untergrund, NPD-nah, Arischer Widerstand, alles so wie man es brauchte.

brain freeze
17.09.2013, 07:13
Diesner verwendete eine Pumpgun, in Heilbronn war die Sache doch ziemlich anders: 2 Kopfschüsse mit Weltkriegs-Pistolen. 2 Täter.



Das sind nur Variationen. Die Pumpgun taucht ja wieder auf: in Eisenach, "Doppelselbstmord".

fatalist
17.09.2013, 07:25
035. Tag: 17. September 2013, 09:30 Uhr, KOK Mi., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 11:00 Uhr, KHK Scha., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 11:30 Uhr, KHK Sei., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 13:30 Uhr, KHK Pä., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 14:00 Uhr, Frank K., Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 14:30 Uhr, Aydin H., Mord Turgut Heute also Kokain-Turgut, der Illegale.


Zitiert aus einem Bericht des Mecklenburg-Vorpommern-Innenministeriums:
http://www.das-ist-rostock.de/fileadmin/user_upload/Info.pdf
(Seiten 9 und 10 und 16 und 19)

Es geht um das 5.Opfer in Rostock am 25.02.2004 (Mehmet Turgut).
Die Familie dieses Opfers hat nach dem Mord eine SMS erhalten, in der auch der Bruder (Yunus Turgut) des Opfers (Mehmet Turgut) mit dem Tod bedroht worden ist.

Es gab bei der Familie und bei der Steuerberaterin des Imbissbetreibers eine Hausdurchsuchung, wo man Hinweise auf kriminelle Verstrickungen fand.

Das Opfer Mehmet Turgut hat laut Verfassungsschutz Rauschgift verkauft.

Das aus dem Verkauf der Drogen stammende Geld hat Mehmet Turgut jedoch nicht an seine Auftraggeber abgeführt, sondern an einen Verwandten weitergegeben und dieser hat dann die 450.000 DM an seine eigene Familie in die Türkei überwiesen.

Laut Zollfahndungsamt Hamburg handelt der Bruder (also Yunus Turgut) des Opfers (Mehmet Turgut) gemeinsam mit einem Verwandten aus Schwerin mit Rauschgift.

Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass Kontaktpersonen der Brüder (Yunus und Mehmet) Turgut illegalen Handel mit Betäubungsmitteln trieben.

In diesem Ermittlungsverfahren wurde am 21.6.2005 ein türkischer Rauschgiftkurier nach seiner Rückkehr von einer Beschaffungsfahrt nach Hamburg festgenommen (Anmerkung: Das Mordopfer Mehmet Turgut lebte noch kurz zuvor ebenfalls in Hamburg). Er hatte ca 115 Gramm Kokain dabei. Das Rauschgift war in einen Ausschnitt der türkischen Zeitung Hürriyet eingewickelt, der über den Fall Nr 6 der Ceska-Mordserie an Ismail Yasar am 9.6.2005 in Nürnberg berichtet.

Die Version, dass die Morde mit Aktivitäten im Bereich der Rauschgiftkriminalität in Zusammenhang stehen, wurde durch zahlreiche Hinweise aus verschiedenen Bereichen immer wieder bekräftigt.
Dies gilt sowohl für den Fall Turgut als auch für andere Fälle der Mordserie “Ceska”.

Es gab Zeugenhinweise auf Streitigkeiten des Imbissbetreibers mit Unbekannten über Geldforderungen.

Das sind die Fakten.
Nun kommt die aktuelle Berichterstattung:


Weil die Behörden Passfotos verwechselt hatten, lebte Turgut in Deutschland mit Papieren, die auf seinen Bruder Yunus ausgestellt waren. In der Anklageschrift wird er deshalb als «Yunus Turgut» bezeichnet. Er war das fünfte Mordopfer des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU). http://www.nordbayern.de/gericht-verhandelt-uber-nsu-mord-an-mehmet-turgut-1.3161127

Der Turgut hat nie irgend etwas Illegales getan.
Darum soll er auch ein Denkmal bekommen:


Ort und Art eines Denkmals umstritten

Der erste Anlauf, die Straße, wo der Imbiss-Container stand, in Mehmet-Turgut-Straße umzubenennen, war im Mai 2012 am Widerstand des zuständigen Ortsbeirats gescheitert. Nach Angaben der Stadt sind die Schwierigkeiten unter anderem darin begründet, dass es ausgesprochen kompliziert sei, mit seiner Familie in der Türkei Kontakt aufzunehmen. Zudem gebe es fast keine Bindung Turguts an Rostock: Der Mann hatte sich illegal in Deutschland aufgehalten und war zu Besuch in Rostock. Turgut war am 25. Februar 2004 offenbar vom rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrund" in einem Imbiss in der Neudierkower Straße getötet worden. http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/naziterror119.html

Man fasst sich echt an den Kopf und fragt sich, ob die Deutschen alle bekloppt geworden sind. :ätsch:

fatalist
17.09.2013, 08:28
Compact Spezial NSU zu Turgut:


Mehmet Turgut- Ermordet am 25. Februar 2004 in Rostock -

Vergleicht man die Chroniken
der Presse, wird man an fünf-
ter Stelle der Dönermord-Serie
den Namen Yunus Turgut finden.

Yunus ist der Bruder von Mehmet
Turgut. Beide stammen aus Ost-
Anatolien und reisten illegal nach
Deutschland ein. Nun ist aber mit-
nichten Yunus der Getötete, sondern
Mehmet.

Laut Nordkurier handelt
es sich um einen «Fehler bei der ur-
sprünglichen Eintragung der Vorna-
men im türkischen Personenstands-
register». Tatsächlich tauschten die
Brüder absichtlich ihre Identitäten,
damit der echte Yunus als Mehmet den
türkischen Wehrdienst ableisten und der
wiederum mit dessen Pass nach
Deutschland einreisen konnte.

Mehmet Turgut kam auf diese Weise
erstmals 1994 nach Deutschland. 1995
wurde sein Asylantrag mit der
unzutreffenden Begründung, die Türkei
verfolge keine Kurden, abgelehnt.
Daraufhin tauchte er unter. Wegen des
Verstoßes gegen das Ausländerrecht
wurde Turgut 1996 zur Festnahme und
Abschiebung ausgeschrieben und im
selben Jahr ausgeflogen.

Bei seiner
Festnahme wurde
festgestellt, dass er sich längere Zeit in -
erraten Sie es? - den Niederlanden
aufgehalten hatte. Lange Zeit lebte er
zudem in Hamburg-Altona, wo der
dritte Mord verübt wurde. 1998 stellte er
einen Asylfolgeantrag, der ebenfalls
abgelehnt wurde, blieb allerdings wieder
illegal in Deutschland. 2000 wurde er
erneut aufgegriffen und ausgeflogen.

Kurze Zeit später war Turgut wieder in
der Bundesrepublik und geriet 2003 für
zwei Monate in Abschiebehaft, aus der
er aber entlassen wurde, ohne abgeschoben zu werden. http://deutschelobby.files.wordpress.com/2013/04/nsu-dc3b6ner-drogen-mafia-wett-mafia-und-verfassungsschutz.pdf


Turgut wurde in einem Dönerstand, unmittelbar an einem Fußweg, der in
eine Plattenbau-Siedlung führt,
gefunden. In der Nähe ist eine Stra-
ßenbahnhaltestelle, der Stand grenzt
zudem an einen großen Parkplatz.

Er wurde mit drei Schüssen aus der
Ceska 83 umgebracht, ein vierter ging
daneben. Von den vier Patronen konnte
nur eine Hülse am Tatort gefunden
werden, was für die Verwendung einer
Tüte als Auffangmittel spricht. Erstmals
ließen sich bei den aufgefunden
Projektilen Spuren eines Schalldämpfers
finden.


Turgut sollte den Dönerstand um zehn
Uhr eröffnen. Gegen 10:15 Uhr verließ
der letzte Kunde den Stand, bereits 10:25
Uhr erschien der Inhaber und fand die
Leiche. Schwierig zu erklären ist, warum
die Schüsse vermutlich auf das liegende Opfer
abgegeben wurden. Wurde Turgut zu
Boden geschlagen? Doch Gewaltanwendung wurde, wie in den anderen
Fällen der Mordserie, nicht festgestellt;
in der Kürze der Zeit wäre
auch kaum Gelegenheit gewesen, das
Opfer mit vorgehaltener Waffe auf den
Boden zu zwingen.


Die Vielzahl der Zeugen, die sich zur
fraglichen Zeit in Tatortnähe
aufgehalten hatten, lieferte keine
aussagekräftigen Hinweise auf den oder
die Täter. Als die Polizei routinemäßig
auch den Standbetreiber befragte,
witterten die Medien latenten
Rassismus. In Ermangelung anderer
Spuren war es allerdings durchaus
gerechtfertigt, in diese Richtung zu
ermitteln. Schließlich hätte der Mord
ihm gegolten haben können,
und Turgut musste nur sterben, weil
ausnahmsweise er den Stand aufschloss.


Und die Ermittler fanden interessante
Details: Der Standbetreiber stammt aus
demselben Dorf wie das Opfer, einer von
dessen Brüdern und sein Vetter.

Da diese Summen im

insgesamt sechsstelligen Bereich von
Deutschland in die Türkei transferierten,
war gegen beide mehrfach wegen
Geldwäsche ermittelt worden. Der Vetter
des Getöteten soll außerdem mit dem
Gesetz in Konflikt gekommen sein, weil
er mit Betäubungsmitteln gehandelt
habe. Und wieder existiert eine
Verbindung ins Milieu des illegalen
Glücksspiels. Weil der Standinhaber
solche Zocker- Treffen organisiert haben
soll, war er in der Vergangenheit ins
Visier der Justiz geraten.. 2 Mal abgeschoben, immer zurück gekehrt...

fatalist
17.09.2013, 09:55
Zschäpe lehnt Richter ab : NSU-Anwälte stellen neuen Befangenheitsantrag
Dienstag, 17. September 2013

Im Münchner NSU-Prozess haben die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe einen Befangenheitsantrag gegen sämtliche Mitglieder des Strafsenats gestellt, sagte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl.

Zur Begründung des Ablehnungsgesuchs sagte Götzl zunächst nichts. Die Sitzung wurde kurz nach Beginn unterbrochen. Bereits zu Prozessbeginn hatten Zschäpes Verteidiger einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter gestellt, der aber abgelehnt wurde.
Das Gericht wollte sich nach ursprünglicher Planung mit dem Mord an Mehmet Turgut am 25. Februar 2004 befassen. Zwei seiner Brüder sind deshalb als Nebenkläger im Gerichtssaal erschienen. Ob die Verhandlung wie geplant fortgesetzt wird, war zunächst noch nicht abzusehen.
http://www.n-tv.de/ticker/NSU-Anwaelte-stellen-neuen-Befangenheitsantrag-article11381191.html

brain freeze
17.09.2013, 10:43
Zschäpe lehnt Richter ab : NSU-Anwälte stellen neuen Befangenheitsantrag
Dienstag, 17. September 2013

Im Münchner NSU-Prozess haben die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe einen Befangenheitsantrag gegen sämtliche Mitglieder des Strafsenats gestellt, sagte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl.

Zur Begründung des Ablehnungsgesuchs sagte Götzl zunächst nichts. Die Sitzung wurde kurz nach Beginn unterbrochen. Bereits zu Prozessbeginn hatten Zschäpes Verteidiger einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter gestellt, der aber abgelehnt wurde.
Das Gericht wollte sich nach ursprünglicher Planung mit dem Mord an Mehmet Turgut am 25. Februar 2004 befassen. Zwei seiner Brüder sind deshalb als Nebenkläger im Gerichtssaal erschienen. Ob die Verhandlung wie geplant fortgesetzt wird, war zunächst noch nicht abzusehen.
http://www.n-tv.de/ticker/NSU-Anwaelte-stellen-neuen-Befangenheitsantrag-article11381191.html


Es geht wohl um die Vergütung. Da wird selbst Herr Stahl munter. Befangenheit wegen versuchter Disziplinierung durch Kurzhalten.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article120106659/Zschaepes-Verteidiger-will-mehr-Geld.html

fatalist
17.09.2013, 13:08
Herr Stahl macht Urlaub, er streikt sozusagen.


WOLFGANG STAHL FEHLT HEUTE IM NSU-PROZESS
Zoff ums Geld!
Zschäpe-Anwalt streikt http://www.bild.de/news/inland/nsu-prozess/nsu-prozess-zschaepe-anwalt-streikt-32427160.bild.html

Was für Nulpen, todsichere Chancen lassen sie haufenweise aus, die sind ganz klar überbezahlt für das was sie leisten.

Zschäpe sollte sie alle rauswerfen, aber geht ja nicht ===> Deal.

fatalist
17.09.2013, 13:40
Ob es noch zu der für den Dienstag geplanten Befragung von Zeugen zum NSU-Mord an Mehmet Turgut kommt, erschien fraglich. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatten den Türken im Februar 2004 in einem Döner-Imbiss erschossen. Den Prozess kann man sich ja sparen, ist eh alles klar :crazy:

Dieser Presstituierte Frank Jansen ist entwaffnend ehrlich: Die Gehirnwäsche ist klar erkennbar.

http://www.tagesspiegel.de/politik/35-verhandlungstag-im-nsu-prozess-5000-euro-fuer-die-verteidigung-von-beate-zschaepe/8802950.html


Beim NSU-Prozess in München haben die Anwälte von Beate Zschäpe einen Befangenheitsantrag gegen alle sechs Richter gestellt. Dabei geht es um ihre eigene Bezahlung als Pflichtverteidiger - denn bisher haben sie noch nicht viel Geld gesehen. Die werden nach Leistung bezahlt :?

:blabla:

nachdenkerin
17.09.2013, 13:42
DER UNSCHEINBARE KHK "BRÜMMENDORF" VOM BKA DER DA MAL DIE THÜRINGER UNTERSTÜTZTE


Am 17. Februar 1998 übersandte das BKA dem GBA einen Bericht vom 16. Februar 1998 ……
Anhand eines am Tatort gesicherten Fingerabdrucks konnte Böhnhardt nachgewiesen werden, am 13.04.1996 an einer Autobahnbrücke bei Jena eine Puppe mit der Beschriftung ‚Jude’ aufgehängt und sie mit einem Elektrokabel mit zwei auf der Brücke abgestellten Bombenattrappen verbunden zu haben. Im Berufungsverfahren zu einer am 21.04.97 erfolgten Verurteilung sei Böhnhardt zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden.PUA-Bericht S. 478

Das ist total gelogen. Uwe Böhnhardt wurde von der Tat frei gesprochen. Er wurde lediglich wegen dem Besitz von ein paar rechtsrock-CD’s verurteilt und das zu zwei Jahren und drei Monaten.


Nach dem bisher vorliegenden kriminaltechnischen Untersuchungsergebnis können wesentliche Übereinstimmungen einiger verwendeter Bauteile der Rohrbomben, wie Modellierknetmasse, Rohre, Elektrokabel, mit Teilen aus den o.a. fünf weiteren Straftaten nachgewiesen werden, zuletzt mit einer am 26.12.1997 auf einem Friedhof in Jena gefundenen Bombenattrappe mit identischem Rohrstück. PUA-Bericht S. 478

Das ist gelogen. Der Koffer war leer.


Am 26. Dezember 1997 wurde gegen 9.15 Uhr durch einen Friedhofsmitarbeiter neben dem Magnus-Poser Denkmal am Nordfriedhof Jena ein roter Koffer entdeckt, der auf der Vorder- und Rückseite mit Hakenkreuzen auf weißem Grund besprüht war; der Koffer war leer.PUA-Bericht S. 120

Stadionbombenattrappe



So war am 06.10.1996 eine USBV (Bombenattrappe) am ‚Ernst-Abbe-Stadion’ gefunden worden. PUA-Bericht S. 478

Theaterbombenattrappe



Am 02.09.1997 war ein rot angemalter Koffer mit zwei Hakenkreuzen in weißem Kreis auf dem Theaterplatz in Jena aufgefunden worden. PUA-Bericht S. 478

Friedhofsbombenattrappe



.. am 26.12.1997 auf einem Friedhof in Jena gefundenen Bombenattrappe….PUA-Bericht S. 120

Briefbombenattrappen



In der Zeit vom 30.12.1996 bis 02.01.1997 gingen ‚Briefbombenattrappen’ mit Begleitschreiben, in denen der thüringische Innenminister und der Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, bedroht wurden, bei der Polizeidirektion Jena, der Stadtverwaltung in Jena und der Lokalredaktion der Thüringer Landeszeitung ein. PUA-Bericht S. 478


Bisher lägen keine Anhaltspunkte für eine Beteiligung oder auch nur Kenntnisnahme durch andere Personen vor, alle vorliegenden Beweise deuteten auf eine alleinige Täterschaft dieser drei Personen als Splittergruppe.PUA-Bericht S. 478

Auch das ist total gelogen. Es gab nicht eine einzige Bombenattrappe, wo es nur um die drei ging und sie standen nicht einmal im Vordergrund.

Stadionbombenattrappe


mögliche Täter:


Es konnte zunächst eine Person namens René S. ermittelt werden, der nach der Aussage eines Zeugen dem rechten Spektrum zuzurechnen sei, weil er eine Bomberjacke und hohe Springerstiefel trage. S. hatte im September 1996 nach einer entsprechenden Verurteilung nach Jugendstrafrecht Arbeitsstunden im Ernst-Abbé-Stadion verrichtet. Es ergaben sich bereits in diesem Zeitraum vage Hinweise darauf, dass Uwe Böhnhardt möglicherweise zum Täterkreis gehören könnte: In seiner im Anschluss an die Durchsuchung durchgeführten Beschuldigtenvernehmung hatte S. angegeben, von André Kapke im Jahr 1994 gehört zu haben, dass Böhnhardt seinerzeit in eine Sache mit einer Bombenattrappe verwickelt gewesen sei.PUA-Bericht S. 478


Unter dem Aktenzeichen 114 Js 20801/96 ermittelte die StA Gera zunächst gegen Schxxxxx und Bxxxxx. Im Verlauf der Untersuchungen wurde der Beschuldigtenkreis jedoch um Kapke, Wohlleben, Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe erweitert.Schäfer-Gutachten S. 51

Theaterbombenattrappe


mögliche Täter:


Unter dem Aktenzeichen 114 Js 37149/97 ermittelte die StA Gera gegen Kapke, Wohlleben, Haydt, Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe…..Im Rahmen der Ermittlungen fand am selben Tag bei Haydt eine Wohnungsdurchsuchung statt, bei der unter anderem eine Rohrbombe gefunden wurde.Schäfer-Gutachten S. 54

Friedhofsbombenattrappe


mögliche Täter:


Unter dem Aktenzeichen 114 Js 17681/98 ermittelte die StA Gera gegen Kapke, Wohlleben, Gerlach, Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe Schäfer-Gutachten S. 54

Briefbombenattrappen


mögliche Täter:


Unter dem Aktenzeichen 114 Js 1212/97 ermittelte die StA Gera gegen Wohlleben, Kapke, Gerlach, Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe und weitere Personen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.
Mit Verfügung vom 18.06.1997 stellte die StA Gera das Ermittlungsverfahren nach §170 Abs. 2 StPO wieder ein.
In der Begründung hieß es, dass ein Tatnachweis nicht zu führen gewesen sei. Weder Zeugenaussagen und Wohnungsdurchsuchungen noch Handschriftproben der Beschuldigten hätten einen Beweis für die Tatbeteiligung an der Herstellung beziehungsweise Verwendung der Bombenattrappen erbracht. Die unter anderem bei Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe durchgeführten DNA-Analysen hätten ergeben, dass Mundlos als Verursacher der bei den Umschlägen aufgefundenen Speichelresten auszuschließen sei und Böhnhardt sowie Zschäpe als Verursacher nur mit geringer Wahrscheinlichkeit in Frage kämen.Schäfer-Gutachten S. 53

Ich gehe davon aus, dass die Fälschungen der Fakten alles von dem KHK Brümmendorf ausging. Dieser war auch schon beteiligt an den angeblichen Garagenfunden, wie Telefon- und Kfz-Kennzeichenlisten, wo sich keiner erinnern kann, dass es so etwas gab. Zusätzlich ist noch eine Frau Beischer-Sacher aufgeführt. So wie ich aus den Unterlagen entnehme, wird sie aber nur eine kleine Nebenrolle gespielt haben und nicht involviert gewesen sein.


Im Februar 1998 waren insgesamt drei Beamte des Bundeskriminalamtes innerhalb des LKA Thüringen tätig. In der achten Kalenderwoche (16. bis 20. Februar 1998) waren KHK Brümmendorf und KHK’in Beischer-Sacher in Thüringen tätig, in der neunten Kalenderwoche (23. bis 27. Februar 1998) war neben KHK Brümmendorf noch KK z. A. P. in Thüringen. PUA-Bericht S. 328

Bericht für GBA



Am 17. Februar 1998 übersandte das BKA dem GBA einen Bericht vom 16. Februar 1998 über das Verfahren der StA Gera gegen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe…PUA-Bericht S. 477


Mit Schreiben vom 18. Februar 1998 übersandte das BKA einen zusammenfassenden Bericht, verfasst von KHK Brümmendorf und KHK´in Beischer-Sacher……PUA-Bericht S. 479


Das BKA erwähnt in beiden Schreiben nicht, dass KHK Brümmendorf und KHK´in Beischer-Sacher Mitarbeiter des BKA waren und vor Ort das LKA Thüringen unterstützten (dazu s. o.).
PUA-Bericht S. 479

Bankauskünfte



Am 17. Februar 1998 traten die in dieser Zeit bei der EG „TEX“ tätigen BKA-Beamten KHK Brümmendorf und KHK’in Beischer-Sacher an die Sparkasse Jena heran, um die dort geführten Girokonten der drei Gesuchten zu überprüfen……In der Folgezeit wurden die Umsätze der Konten von Böhnhardt, Mundlos und Kapke seitens der Sparkasse Jena regelmäßig an die EG „TEX“ mitgeteilt, zuletzt im Oktober 1999.PUA-Bericht S. 327

Statt von Zschäpe, werden die Umsätze von Kapke überprüft


Telefonliste/Kfz-Kennzeichenliste



…….Kenntnis des Zeugen Brümmendorf …….dass es sich hierbei um einen aus welchen Gründen auch immer erfolgten Lesefehler des Zeugen Brümmendorf handelt,

Der Zeuge Wunderlich hat bekundet, er habe damals keine Kenntnis von der Adress- und Telefonliste erlangt.PUA-Bericht S. 334


Kfz-Kennzeichen von Zivilfahrzeugen…..ebenfalls in dem Vermerk von KHK Brümmendorf erwähnt wird..PUA-Bericht S. 398

Überall wo es damals Ungereimtheiten, Verschleierungen, Falschmeldungen und Differenzen gab, ist offensichtlich dieser Brümmendorf Veranlasser.

nachdenkerin
17.09.2013, 14:20
DAMALIGES ERMITTLUNGSVERFAHREN WG. BILDUNG KRIMINELLER VEREINIGUNG


Die Kontakte der Haupttäter zu den Gruppierungen ‚Thüringer Heimatschutz’ und ‚Anti-Antifa Ostthüringen’ wurden bereits im Rahmen des Ermittlungsverfahrens der StA Gera, Az.: 116 Js 17874/95 (ehemals: 250 Js 17874/95), im Hinblick auf den möglichen Tatvorwurf des Verstoßes gg. §§ 129/129a StGB, intensiv untersucht; das dies bezügliche Ermittlungsverfahren wurde 1997 jedoch eingestellt, weil der Tatvorwurf nicht belegt werden konnte.PUA-Bericht S. 479

Merkwürdigerweise waren sie da aber überhaupt keine Beschuldigten.


Im Ermittlungsverfahren der StA Gera Az 116 Js 17874/95, das im Zeitraum von November 1995 bis November 1997 gegen zahlreiche Mitglieder der Anti- Antifa Ostthüringen beziehungsweise des THS und Mitglieder von Kameradschaften geführt wurde, waren sie keine Beschuldigten.Schäfer-Gutachten S. 59

fatalist
17.09.2013, 15:05
@nachdenkerin

Dressler vom LKA wusste von den Garagenlisten, er hat offensichtlich gemeinsam mit Brümmendorf (BKA) dafür gesorgt, dass die "verschwanden" und nicht an die Fahndung gingen.


09.36
Es geht weiter um die Liste, die in der durchsuchten Garage 5 gefunden wurde. Der Zeuge kann nicht mehr sagen, wer diese damals bearbeitet habe. Er weiß auch nicht mehr, wie sie zur Zielfahndung gekommen sei. Sein Kollege Wunderlich konnte sich ebenso an die Liste nicht erinnern, so Dressler. Auf der Liste hätte eine Anzahl von Rechten aus dem ganzen Bundesgebiet gestanden. Abg. Marx will wissen, woher der Vermerk kam, dass die Liste für das “hier geführte Ermittlungsverfahren nicht von Bedeutung” sei. Der Zeuge meint, dass dieser Eintrag vom Kollegen Brümmendorf / BKA gekommen sei. http://haskala.de/2013/06/27/ticker2706201/#erster


Die Fahndung wurde von Anfang an auf falsche Spuren gesetzt:



10.25
Zu Fahndungszielen außerhalb Deutschlands gibt Dressler an, dass vom Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz die Fahndungsrichtungen Belgien und Tschechien als Hinweise bereits in der Anfangsphase der Suche kamen. Später habe es ebenso Hinweise auf Südafrika gegeben. In der Regel konnten diese Orte “klar und sauber ausgeschlossen werden”. Vom BKA kamen noch Tipps auf die USA und Kanada. Woher die Hinweise kamen, wurde vom Verfassungsschutz nicht mitgeteilt. Beim BKA hatte man ein “klares polizeiliches Bild”.

Wunderlich bestätigt das.


13:05
Es geht nochmal um den Verfassungsschutz. Es gab eine Zusammenarbeit mit diesem, die Wunderlich von Anfang an als sehr positiv beschreibt. Man hat sich jeweils auf den Dienststellen getroffen. Sehr schnell hatte der Verfassungsschutz Hinweise auf ein Abtauchen des Trios im Ausland geliefert. Am Anfang gab es die VS-Info, dass das Trio sich über Belgien in die USA absetzen möchte. Zu dem Zeitpunkt hatten die Neonazis bereits 3 Tage Vorlauf. Es bestand die Möglichkeit, dass sie bereits auf einem anderen Kontinent untergekommen sind, so Wunderlich. das war also bereits am 29.1.1998.


Jürgen Helbig war MAD-Spitzel 1998, daher wusste der MAD auch damals schon, dass das Trio in Chemnitz war. Siehe 12:12.



12:30
Nun geht es darum, dass in den Akten der Zielfahndung zum flüchtigen Trio Hinweise auf Banküberfälle in Südthüringen entdeckt wurden. Ob den Ermittlern damals die Überlegung kam, dass das flüchtige Trio sich darüber mit Geld versorge? Der Zeuge Dressler antwortet dann überzeugt: “Wir sind von einer staatlichen Unterstützung ausgegangen” und meint damit offensichtlich Hilfe des Trios vom Verfassungsschutz. Er und Herr Wunderlich, beide jeweils in leitender Funktion tätig, hatten diesen Eindruck vom Verfassungsschutz gewonnen. Einige Besucher sind verblüfft, dass er das so offen ausspricht.

Das erklärt auch das Versagen der Fahndung: Man hatte keine Lust, sich von den Schlapphüten am Nasenring durch die Manege führen zu lassen.

Lies Dir das Protokoll mal durch, Da kommen auch die BKA-Hengste zu Wort ;) Packeiser hiess der Dritte.

fatalist
17.09.2013, 15:24
Das ist total gelogen. Uwe Böhnhardt wurde von der Tat frei gesprochen. Er wurde lediglich wegen dem Besitz von ein paar rechtsrock-CD’s verurteilt und das zu zwei Jahren und drei Monaten. Woher weisst Du eigentlich, dass das Schäfer Gutachten wahr ist und der PUA-Bericht nicht?
2 Jahre 3 Monate Knast ist ein wenig viel für ein paar Rechtsrock-CDs, oder?

Zur Autobahnpuppe hatte ich ja mehrfach hier verlinkt:
http://gruene-fraktion.thueringen.de/nsu/bericht-aus-dem-nsu-untersuchungsausschuss-2

Aussage Melzer LKA:

Im weiteren Verlauf gab er Ermittlungspannen der SOKO REX wieder. Im Rahmen der Ermittlungen zu den Briefbomben - Attrappen habe die Kriminaltechnik der KPI Jena bereits gesicherte Schuhabdrücke im Schnee unbrauchbar gemacht, indem die Beamten durch die Spur gelaufen seien. Im Falle des „Puppentorsos“ sei diese durch Beamte der KPI Jena zuerst abgeschnitten worden und dabei auf die Fahrbahn gefallen. Man habe dann festgestellt, dies sei nicht so gut gewesen und habe diese dann wieder aufgehängt.

Bei der Theaterbombe habe die Polizei die USBV ins Auto gepackt und auf die Dienststelle gefahren. Der Leiter der KPI Jena sagte dem Zeugen damals er solle diese USBV mitnehmen und sich nicht so haben. Der Zeuge bestand auf eine USBV – Truppe. Der Leiter der KPI Jena soll die USBV mit bloßen Händen angefasst und dagegengetreten haben. Erst dann wurde ein Sprengstoffhund zugeführt, der sogleich anschlug.

Im weiteren Fortgang war er dann überrascht, dass es dann zu einer Einsatzplanung für den Januar 1998 kam. Der damalige Leiter des Zielfahndungskommando Ihling habe ihm gesagt, dass er nie einen Zielfahndungsauftrag erhalten habe, obwohl er habe sich immer darum bemüht habe.

Auch sehr ausführlich gibt es diese Geschichten hier:
haskala.de/2012/11/11/ua-2012-11-12/


22.21
Melzner führt weiter aus, dass es auch Polizeipannen bei der Theaterbombe in Jena gegeben habe, Kinder hätten den Bombenkoffer beim Theater in Jena abgegeben. Die USBV-Sprengbombe wurde dann mit einem Streifenwagen zur Polizeistation gebracht kritisiert Melzner, nicht von Bombenentschärfungsspezialisten.

Ähnliches ist passiert in Stadtroda, eine Bombe hätte im Bereich eines Heizungskellers für portugiesische Arbeiter gelegen. Da hätte die USBV-Abteilung den Zünder zerschossen und die KPI Jena habe den Zünder einfach in den Müll geworfen, nur durch einen erfahrenen Kollegen konnten die Reste aus dem Müll gefischt werden. Melzer kritisert diese Spurenvernichtung.


22.17

Zur Pannenserie erklärt Melzer u.a. “Vor dem Briefkasten war nur eine Schuhspur im Schnee”, diese sei wohl durch Polizisten zertrampelt worden. Es habe eine Häufung von Fehlern bei der KPI Jena gegeben, der Puppentorso an der Autobahnbrücke wurde u.a. von der Jenaer Polizei beim Eintreffen erst einmal abgeschnitten worden, die fiel dann auf die Autobahn, als den Beamten auffiel, dass dies für die Ermittlungen nicht günstig wäre, habe man die Puppe dann später wieder aufgehangen, “das ist nicht im Sinne der PDV 100″ kritisiert Melzner die Polizeiarbeit. Offenbar hat man die Attrappen von vornherein als "unwichtig" betrachtet, und nicht ernst genommen. Weil man wusste, dass das V-Mann-inszeniert war? Oder war man sogar eingeweiht?

nachdenkerin
17.09.2013, 15:25
DURCHSUCHUNGSBESCHLUSS DEUTSCHE BANK MIT FALSCHEN ANGABEN


Das Amtsgericht Jena erließ am 3. Juli 2000 einen Beschluss zur Durchsuchung der Räume der Deutschen Bank zur Erlangung von Kontounterlagen von Uwe Mundlos. Der Beschluss lautet:

„In der Ermittlungssache gegen Uwe Mundlos, geb. am 11.08.1978 in Jena, wohnh.: zuletzt Haselstrauchweg 3, 07745 Jena-Cospeda, ledig, deutsch, und sieben andere wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Explosions- und Sprengstoffverbrechens wird die Durchsuchung der Geschäftsräume und anderer Räume der Deutschen Bank 24 in Jena, Karl-Marx-Allee 4, angeordnet, weil zu vermuten ist, dass die Durchsuchung zur Auffindung von Beweismitteln, insbesondere von Unterlagen zum Giroverkehr des Kontos […], führen wird…“PUA-Bericht S. 481

Hier ist nun fast alles falsch



Uwe Mundlos ist nicht 1978 geboren, sondern 1973


Uwe Mundlos wurde am11. August 1973 in Jena geborenPUA-Bericht S. 77





Darum läuft Siegried Mundlos all die Orte in Jena ab, an denen er seinen Sohn wähnt. Er geht in die Leipziger Straße 61 in Jena-Nord zur letzte eigenen Wohnung seines SohnesBuch „die Zelle“ S. 28 elektr. Ausgabe


Fax vom Vater Mundlos an den Ermittler Dressler:


..Zeugin der Hausdurchsuchung von26.1.98 in der Leipziger-Str. in Jena..PUA-Bericht S. 323



Er wohnte nicht „Haselstrauchweg 3“, sondern „Leipziger Str. 61“




Wieso werden wegen der Vorbereitung eines Explosions- und Sprengstoffverbrechens noch sieben andere gesucht. Es dürften doch dann nur zwei weitere sein.

nachdenkerin
17.09.2013, 15:38
Woher weisst Du eigentlich, dass das Schäfer Gutachten wahr ist und der PUA-Bericht nicht?
2 Jahre 3 Monate Knast ist ein wenig viel für ein paar Rechtsrock-CDs, oder

Das steht selbst auch im PUA-Bericht:


Böhnhardt legte Berufung ein und wurde vom LG Gera mit Urteil vom 16. Oktober 1997 in Bezug auf den „Puppentorso“ freigesprochen. Wegen des Besitzes der CDs sowie der einbezogenen früheren Straftat wurde Böhnhardt zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren 3 Monaten verurteiltPUA-Bericht S. 81

Die frühere Straftat war die aus 1993 (Schlägerei mit Erpressung). Das hatte ich aber auch mit Aktenzeichen hier dargelegt.

fatalist
17.09.2013, 15:48
Die frühere Straftat war die aus 1993 (Schlägerei mit Erpressung). Das hatte ich aber auch mit Aktenzeichen hier dargelegt. Man hat da verschiedene Verurteilungen zusammengelegt und raus kamen 2 Jahre 3 Monate.
Das war nicht nur für ein paar doofe CDs.
Never ever.

nachdenkerin
17.09.2013, 16:01
@nachdenkerin

Dressler vom LKA wusste von den Garagenlisten, er hat offensichtlich gemeinsam mit Brümmendorf (BKA) dafür gesorgt, dass die "verschwanden" und nicht an die Fahndung gingen.



Das könnte aber auch anders sein. Es ist wirklich schwer, sich nach so langer Zeit zu erinnern.


In dieser Vernehmung am 1. März hat der Zeuge Dressler auf Vorhalt unter anderem der eben zitierten Aussagen des Zeugen Brümmendorf ausgeführt:
Also, zum Ersten: Ich bewundere ja dieses Erinnerungsvermögen des Kollegen Brümmendorf und will es auch - - muss es erst mal so hinnehmen, da ich ja kein besseres habe. Das habe ich auch bei der letzten Vernehmung hier so kundgetan. Ich kann mich an diesen Sachverhalt in der Form nicht erinnern. Das muss ich so sagen. Das war auch der Grund dafür, weswegen ich Herrn Brümmendorf ungefähr 14 Tage vor unserer ersten Vernehmung hier angerufen habe in Meckenheim und habe ihn gefragt zu dieser Liste, da mir da jeglicher Bezug fehlt. Herr Brümmendorf, mit dem habe ich mich nur dahin gehend unterhalten und habe ihn gefragt Was war nun mit der Liste? Mir fehlt da wirklich jeder Faden.PUA-Bericht S. 331

fatalist
17.09.2013, 16:08
Das könnte aber auch anders sein. Es ist wirklich schwer, sich nach so langer Zeit zu erinnern.

PUA-Bericht S. 331 Scheiss auf Deinen PUA-Bericht, benutze doch mal Dein Gehirn :bäh:

Wann kam Brümmendorf samt Kollegin nach Erfurt? 2 Wochen nach der Razzia, oder noch später?
Willst Du, oder das Schäfer-Gutachten, oder der PUA-Bericht mir also ernsthaft weissmachen, dass das LKA 2 Wochen lang nicht geschaut hat, was es dort aus der Garage trug?

Mensch @nachdenkerin, denk doch mal nach...

Das ist alles Theater.


Premiere im Berliner NSU-Untersuchungsausschuss: Ein LKA- und ein BKA-Ermittler mussten bei einer Gegenüberstellung aussagen. Es ging um eine Liste mit Kontakten des NSU-Terrortrios, die nie ausgewertet wurde. Welcher der beiden ist daran schuld, wer lügt? http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gegenueberstellung-im-nsu-ausschuss-lka-und-bka-sagen-aus-a-886416.html

Auch hier kein Wort über die Zeitachse Razzia-Sichtung-BkA erscheint.
Das ist alles ein Popanz für Dumme, weiter nichts.

nachdenkerin
17.09.2013, 16:10
Man hat da verschiedene Verurteilungen zusammengelegt und raus kamen 2 Jahre 3 Monate.
Das war nicht nur für ein paar doofe CDs.
Never ever.

Das muss aber so sein, nur wegen doofen CD's. Ich stell's nochmal ein



512 Js 56060/93
Polizeidienststelle unbekannt
Staatsanwaltschaft Gera
Amtsgericht Jena

Böhnhardt forderte ab Juli 1992 in mehreren Fällen unter Androhung von Schlägen Geldzahlungen von einem 16 Jahre alten Jugendlichen. Insgesamt erlangte er so über 200 DM sowie einen Kassettenrecorder im Wert von ca. 200 DM. Am 4. August 1993, nur einen Tag nach der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Gera, schlug Böhnhardt den Geschädigten mit der Faust in den Magen und trat ihn mit seinen mit Stahlkappen versehenen Schuhen so in den Augenbereich, dass dieser eine Gehirnerschütterung erlitt und fünf Tage im Krankenhaus behandelt werden musste.

Am 6. Dezember 1993 verurteilte das Amtsgericht – Jugendschöffengericht – Jena Böhnhardt unter Einbeziehung der Gesamtstrafe aus dem Urteil des Kreisgerichts Jena vom 5. Mai 1993 (512 Js 50876/93) wegen Erpressung und gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Auf Grund dieses Verfahrens befand sich Böhnhardt in der Zeit vom 1. September bis 6. Dezember 1993 in Untersuchungshaft.PUA-Bericht S. 79

Nach der Untersuchungshaft, wurde er am 6. Dezember 1993 wegen Erpressung und Körperverletzung zu zwei Jahren Bewährung verurteilt. Diese wäre dann am 6. Dezember 1995 abgelaufen. In dem folgenden Zusammenhang verstehe ich auch, warum das Buch „die Zelle“ lügt. In dem Werk steht geschrieben, dass er Glück hatte und nicht ins Gefängnis musste, also auch nicht in Untersuchungshaft. Das sollte nach meiner Überzeugung bewusst vertuscht werden.


Am 21. April 1997 verurteilte das AG – Jugendschöffengericht – Jena Böhnhardt in Sachen Puppentorso, CDs und einer früheren Tat (Erpressung/gefährliche Körperverletzung, 512 Js 56060/93 , Gesamtstrafen) zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten…….PUA-Bericht S. 79

Wieso wird er hier nochmals wegen Erpressung/Körperverletzung (gleiches Aktenzeichen) verurteilt. Selbst die Bewährung müsste doch schon seit rund einem Jahr und viereinhalb Monaten abgelaufen sein.


Böhnhardt gerät in Verdacht, im April 1996…..Puppentorso aufgehängt zu haben…..Zudem wird im Juni 1996 festgestellt, dass Böhnhardt in seiner Wohnung Tonträger mit rechtsextremistischen Inhalt aufbewahrt.

Abschlussbericht Kommission Rechtsterrorismus vom Bundesinnenministerium S. 124


Böhnhardt legte Berufung ein und wurde vom LG Gera mit Urteil vom 16. Oktober 1997 in Bezug auf den „Puppentorso“ freigesprochen. Wegen des Besitzes der CDs sowie der einbezogenen früheren Straftat wurde Böhnhardt zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren 3 Monaten verurteilt.PUA-Bericht S. 81

Zusammenfassung Verurteilungen

• Puppentorso -> Freispruch
• Erpressung/Körperverletzung -> bereits vor Jahren erledigt
• Aufbewahrung Rechtsrock CD’s -> ja

fatalist
17.09.2013, 16:16
Das BKA erschien erst


16:41

Der Zeuge Brümmendorf war nicht abgeordnet, sondern kam unterstützend für zwei Wochen nach Thüringen. Erst vom 16. 2. bis 20.2.1998 mit einer Kollegin und dann nochmal in der Woche darauf. In der zweiten Woche war er mit dem Kollegen Packeiser vor Ort. Ziel war die Asservatenauswertung der Razzia vom 26.1.1998 und die Entwicklung neuer Fahndungsansätze. haskala.de/2013/06/27/ticker2706201/#vierter

Wie lange soll also keine Sau vom LKA nach der Razzia am 26.1.98 die Unterlagen gesichtet haben?
3 Wochen.
Wie glaubhaft ist das?

Antwort: Bullshit ist das.

fatalist
17.09.2013, 16:19
Das muss aber so sein, nur wegen doofen CD's. Ich stell's nochmal ein


Wegen des Besitzes der CDs sowie der einbezogenen früheren Straftat wurde Böhnhardt zu einer Jugendstrafe von 2 Jahren 3 Monaten verurteilt. Aber ich gebs auf. Hat keinen Zweck.

Für alle: @nachdenkerin hat Recht. Mea culpa. Es ging nur um die CDs. Steht ja da.

Nereus
17.09.2013, 16:36
...Ich bestreite ja nicht grundsätzlich, daß es verbitterte systemnahe Wendeverlierer gab. Und aus dieser Ex-StasiSED-Ecke vermutlich auch diverse Pläne, die BRD irgendwie zu destabilisieren, sich zu rächen bzw. den verhaßten Staat nach eigenen Vorstellungen umzuformen inklusive Neonaziprovokateure. Ob Hasselbach jetzt Stasiagent war oder für einen anderen Dienst tätig war, würde ich mal als nicht erwiesen einstufen.
.......
Im Spiegeltext geht es um darum, daß 1 Jahr, bevor unser Trio "abtauchte" bereits offiziell an der Legende von den abgeschotteten Untergrundzellen gestrickt wurde.
......
Es geht außerdem darum, daß das bisher unklare Berliner/Brandenburger Interesse an den Thüringer Provinznazis erste Umrisse bekommt.

Und, da alles in irgendeiner Form schon mal da war und nur recycelt wird: Die Einbettung des Heilbronner Polizistenmordes in die NSU-Story als Rückgriff auf die Diesner-Story - nämlich entweder als Textbaustein oder als reale Vorbildtat für xxx.

Mit Deinen romanischen Sozialarbeitervorstellungen über Hasselbach denkst Du nicht sehr realistisch.

Vermutlich hast Du den nachfolgenden Satz überlesen oder nicht verstanden?

Auch muß berücksichtigt werden, dass die Stasi über ihren Lösegeldschacher mit der BRD, auf ihren genehmigten Freikauflisten nicht nur politische DDR-Häftlinge in den Westen frei ließ, sondern auch viele unerwünschte Kriminelle und Kinderschänder abschob und teilweise auch ihre Agenten und Schläfer auf diesem bequemen und profitablen Weg in den Westen einschleuste.
So ist auffällig, dass einige freigekaufte DDR-Häftlinge später den Kampf gegen die BRD mit politischen und militanten Mitteln begannen und dabei das Vokabular des Bolschewismus benutzten und die Ziele des antideutschen „Nationalkommunismus“ und „Nationalanarchismus“ im nationalen, deutschen Lager zersetzend propagierten!

Das ging schon lange vor 1990 so!

Und nicht die Stasi, sondern vor allem der Sowjetgeheimdienst spielte die Erste Geige in der ewigen Roten Kapelle.

Über die Systemgrenzen hinaus, die auch durch die innerdeutsche Grenze gebildet wurde, wurden verschiedene geheimdienstliche Kampagnen zur Destabilisierung, Schädigung und Überwindung des gegnerischen feindlichen Systems von beiden Seiten geführt.
Die 68er „Revolten” in Warschau und Prag - und zur Tarnung, daß es sich nicht um eine „westliche Operation” handelte, auch in Paris und Westberlin - waren trotzkistische Versuche, die von CIA-Professoren und Politologen der amerikanischen Universität FU in Westberlin ersonnen worden waren. Cohn-Bendits Studentenaufruhr in Paris wurde mit Hilfe der französischen KP niedergeschlagen. In Westberlin wurden die Rädelsführer und der Studentenbund SDS aus der SPD ausgeschlossen und die rebellischen Studenten in sogenannte K-Parteien, welche nun den Sowjetimperialismus bekämpfen sollten, abgeführt und zur Gründundung der „Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz” (AL), heute Grüne /Bü90, hingeführt und eingesammelt.
Die sogenannten „Haschrebellen” und studentischen Kommune-Anarchos von Westberlin spielten dabei keine Rolle. Diese langmähnigen Hippies träumten von den Happening in San Francisco mit ihrer Parole „make love not war”. Sie waren ein freiheitlich, psychologisches Experiment der Amerikaner. Die Drogen wurden von Soldaten aus den US-Kasernen geliefert, die psychodelische Musik lieferte der US-Soldatensender AFN in Westberlin.
In Warschau liquidierten die Partisanen um Innenminister Moszar die Studentenbewegung, riefen in Versammlungen „Zionisten raus!” und zwangen so die meist jüdischen Professoren und ihren Anhang die Universität zu verlassen und z.T. in den Westen zu flüchten. In Prag wurde zum zweiten Mal durch sowjetisches Eingreifen nach der amerikanisch-jüdischen Slanski-Revolte, die CSSR nun durch sowjetische Panzer gerettet und so der „Prager Frühling” liquidiert, der von dem US-Geheimdienstler Zbigniew Brzeziński (http://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski) geplant worden war.. Jüdische Professoren und andere Intellektuelle flüchteten darauf scharenweise aus der CSSR in die BRD und nach Israel.

Darauf planten die Sowjets 1969 einen Gegenschlag: Um die BRD langfristig in ein antimonopolistisches, antifaschistisches System umzuwandeln, sollten zuerst 50 Führungskräfte liquidiert werden, die zum Teil vom DDR-Chefpropagandisten Albert Norden im „Braunbuch der Nationalen Front der DDR” von 1965 schon makiert worden waren. Schleyer, Ponto, Buback, Drenkmann u.a. wurden später Opfer dieses Programms. Ende 1969 machte ein Sowjetagent auch einen Stasi-Häftling mit diesem Plan bekannt, weil stark angenommen wurde, daß dieser sich in den 1970 beginnenden Aufbau der Roten Armeefraktion (RAF) in Westberlin einbinden lassen würde.
Nach dem diese militante Kampagne, die auch international geführt wurde zum Nachteil Israels (Palestina), der Briten (Nord-Irland) und der Amerikaner (US-Basen), z.T. gescheiter war, flohen die „Stadt-Guerillas” in sozialistische Volksrepubliken oder nach Ostberlin und wurden von der Stasi versteckt.
Und dieser Kampf geht untergründig von allen Seiten und in unterschiedlichen Formen immer weiter, wie wir es auch bei der Internationalität des sogenannten NSU beobachten können (USA, Schweiz, Frankreich, Portugal, Spanien, England, Tschechien) mit der Einflüssen verschiedener Geheimdienste.

Kann man das so sehen?

fatalist
17.09.2013, 16:50
Mit Deinen romanischen Sozialarbeitervorstellungen
Katholisch romanisch :?

imo kann man das so sehen, aber ich halte es für eine verengte Sichtweise.
Schleyer wurde wohl von der RAF an den Mossad übergeben, nur ein Beispiel.

brain freeze
17.09.2013, 17:12
Mit Deinen romanischen Sozialarbeitervorstellungen über Hasselbach denkst Du nicht sehr realistisch.

Vermutlich hast Du den nachfolgenden Satz überlesen oder nicht verstanden?


Das ging schon lange vor 1990 so!

Und nicht die Stasi, sondern vor allem der Sowjetgeheimdienst spielte die Erste Geige in der ewigen Roten Kapelle.

Über die Systemgrenzen hinaus, die auch durch die innerdeutsche Grenze gebildet wurde, wurden verschiedene geheimdienstliche Kampagnen zur Destabilisierung, Schädigung und Überwindung des gegnerischen feindlichen Systems von beiden Seiten geführt.
Die 68er „Revolten” in Warschau und Prag - und zur Tarnung, daß es sich nicht um eine „westliche Operation” handelte, auch in Paris und Westberlin - waren trotzkistische Versuche, die von CIA-Professoren und Politologen der amerikanischen Universität FU in Westberlin ersonnen worden waren. Cohn-Bendits Studentenaufruhr in Paris wurde mit Hilfe der französischen KP niedergeschlagen. In Westberlin wurden die Rädelsführer und der Studentenbund SDS aus der SPD ausgeschlossen und die rebellischen Studenten in sogenannte K-Parteien, welche nun den Sowjetimperialismus bekämpfen sollten, abgeführt und zur Gründundung der „Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz” (AL), heute Grüne /Bü90, hingeführt und eingesammelt.
Die sogenannten „Haschrebellen” und studentischen Kommune-Anarchos von Westberlin spielten dabei keine Rolle. Diese langmähnigen Hippies träumten von den Happening in San Francisco mit ihrer Parole „make love not war”. Sie waren ein freiheitlich, psychologisches Experiment der Amerikaner. Die Drogen wurden von Soldaten aus den US-Kasernen geliefert, die psychodelische Musik lieferte der US-Soldatensender AFN in Westberlin.
In Warschau liquidierten die Partisanen um Innenminister Moszar die Studentenbewegung, riefen in Versammlungen „Zionisten raus!” und zwangen so die meist jüdischen Professoren und ihren Anhang die Universität zu verlassen und z.T. in den Westen zu flüchten. In Prag wurde zum zweiten Mal durch sowjetisches Eingreifen nach der amerikanisch-jüdischen Slanski-Revolte, die CSSR nun durch sowjetische Panzer gerettet und so der „Prager Frühling” liquidiert, der von dem US-Geheimdienstler Zbigniew Brzeziński (http://de.wikipedia.org/wiki/Zbigniew_Brzezi%C5%84ski) geplant worden war.. Jüdische Professoren und andere Intellektuelle flüchteten darauf scharenweise aus der CSSR in die BRD und nach Israel.

Darauf planten die Sowjets 1969 einen Gegenschlag: Um die BRD langfristig in ein antimonopolistisches, antifaschistisches System umzuwandeln, sollten zuerst 50 Führungskräfte liquidiert werden, die zum Teil vom DDR-Chefpropagandisten Albert Norden im „Braunbuch der Nationalen Front der DDR” von 1965 schon makiert worden waren. Schleyer, Ponto, Buback, Drenkmann u.a. wurden später Opfer dieses Programms. Ende 1969 machte ein Sowjetagent auch einen Stasi-Häftling mit diesem Plan bekannt, weil stark angenommen wurde, daß dieser sich in den 1970 beginnenden Aufbau der Roten Armeefraktion (RAF) in Westberlin einbinden lassen würde.
Nach dem diese militante Kampagne, die auch international geführt wurde zum Nachteil Israels (Palestina), der Briten (Nord-Irland) und der Amerikaner (US-Basen), z.T. gescheiter war, flohen die „Stadt-Guerillas” in sozialistische Volksrepubliken oder nach Ostberlin und wurden von der Stasi versteckt.
Und dieser Kampf geht untergründig von allen Seiten und in unterschiedlichen Formen immer weiter, wie wir es auch bei der Internationalität des sogenannten NSU beobachten können (USA, Schweiz, Frankreich, Portugal, Spanien, England, Tschechien) mit der Einflüssen verschiedener Geheimdienste.

Kann man das so sehen?

Ja, man kann so sehen, daß unterschwellige Kriege weitergehen. Aber bis 1990 wurde auf bipolare Welt gemacht, unversöhnliche Systemauseinandersetzungen, "Gut und Böse" usw. ... Ein Krieg auf Leben und Tod sozusagen. Ein Gegner kam abhanden, sein Machtzentrum zerfiel. Ohne Gravitationszentrum verlieren die kleinen Stasitrabanten und sonstigen Todesplaneten auch ihren Bezugspunkt und damit die Richtung. Schaden können sie freilich trotzdem anrichten. Auf Seiten der "Übriggebliebenen" trat ebenfalls eine gewisse Orientierungslosigkeit ein.

Seit 9/11 gibt es ja nun einen neuen Feind. Vorteil: ein Krieg, bei dem es keinen Friedensvertrag geben kann usw.
Nereus, alles bekannt und off topic. Mir fehlen einfach überzeugende Anhaltspunkte dafür, daß NSU eine Stasiverantstaltung ist (oder Ex-KGB). Aber ich werde Dir das weder ausreden wollen noch können. Ist okay, wenn es verschiedene "Ermittlungsansätze" gibt. Vielleicht hast Du ja den richtigen Riecher. Ich weiß es nicht. Mach einfach weiter Dein Ding.

Nereus
17.09.2013, 17:41
Aber ich gebs auf. Hat keinen Zweck.

Für alle: @nachdenkerin hat Recht. Mea culpa. Es ging nur um die CDs. Steht ja da.

Fatalist, laß doch mal unseren Kampfzahn Nachdenkerin machen. Vermutlich schreibt sie für noch andere Leute und will nicht unbedingt unsere Theorien stützen.

Sie kämpft sich so fleißig mit einem feurigen Schwert durch riesigen amtlichen Papierkram durch und spieß dabei die falschen Rosinen auf nach dem Motto „Widersprüche müssen angeprangert und aufgeklärt werden”. Am liebsten würde sie auch schlampige Antifa-Schreiberlinge standrechtlich aus ihren Stellungen feuern und sie mittels Entlassung entsorgen. Als gelernte Bankfachfrau machte sie sich bestimmt gut in Revisionsabteilungen, um falsche Bilanzen aufzudecken. Auch in einer Steuerbehörde oder bei der Staatsawaltschaft könnte ich sie mir gut vorstellen als Jägerin auf Betrüger und Täuscher.
Bei ihrem Wirbeln hat sie neben vielem widersprüchlichen Blödsinn auch Perlen ans Tageslicht befördert. So fand sie, daß der polizeiliche Synagogenwächter in der Prenzel Berger Ryckestraße angeblich Mundlos u.a. gesehen hätte. Gibt es da etwa interne Dossiers in den Gemeinden für ihre Mitglieder, nach diesen „gefählichen Antisemiten”, die Progromly-Spiele basteln und Puppentorsos mit Judensternen aufhängen, was schon die Israel-Lobbyistin König von der Linkspartei mit Entsetzen erfüllte, Ausschau zu halten und bei jeder Gelegenheit ähnlich Aussehende als Zeugen, mit entsprechend bekannten Merkmalen, (falsch) zu identifizieren? Kölner Nagelbombe, Döner-Yazar, Zschäpe wie jüdische US-Schauspielerin im Supermarkt gesehen, Heilbronner Wohnwagen am Bahnhof...?

Mich würde nun einmal interessieren, wer diese „antisemischen Garagenfunde” für die Presse drappiert hat?
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11648

Schließlich hat das sogenannte „NSU-Trio” keine Juden verfolgt und liquidiert, sondern angeblich Balkanesen.
In letzterem Fall hätten Antimohammed-Karikaturen oder Salman Rushdies „Satanische Verse” auf dem „ausländerfeindlichen, antiislamischen” Präsentierteller liegen müssen!

Antitürkenhetze http://stadtbibliothek.graz.at/covers/0035210.gif

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_satanischen_Verse

Auch Martin Luthers Schriften über die Türken oder Türkentorso-Puppen auf Dönerspießen hätten als Beweise die behauptete Legende stützen können,

Aber auf diese Ungereimtheit hat schon Nachdenkerin gleich am Anfang hinweisen wollen!

fatalist
17.09.2013, 18:08
Fatalist, laß doch mal unseren Kampfzahn Nachdenkerin machen. Vermutlich schreibt sie für noch andere Leute und will nicht unbedingt unsere Theorien stützen.
Darum geht es mir nicht.

Deine Ex-Stasi-Theorie stütze ich auch nicht, und meine GLADIO-Theorie wird ebenfalls nicht allseits geteilt.
Das soll Jeder halten, wie er mag.

Der PUA-Bericht ist eine politisch korrekte Auftragsarbeit mit vorgegebenem Ergebnis.
Er trägt nicht zur Wahrheitsfindung bei, jedenfalls nicht wesentlich.

Wie das Schäfer-Gutachten auch verwirrt er und lenkt vom Wesentlichen ab.
Sich in seine "innere Logik" einzuarbeiten, und dabei den gesunden Menschenverstand aussen vor zu lassen, das führt zu nichts.
Sieht man ja am Beispiel "Garagenlisten". Ohne Nachzudenken geht man somit dem System auf den Leim.

nachdenkerin
17.09.2013, 19:17
......Dönerspießen...



Bevor ich heute „Feierabend“ mache, dann in dem Ernst noch etwas Lustiges.
Und genau deshalb gibt es in Zwickau eine Dönerstr., wird zwar anders geschrieben, aber egal.:D


Sie beauftragten mich, zu der Familie F. zu gehen, die umgezogen war und jetzt auf der Dönerstraße -Schreibweise wie im Protokoll- wohnt.PUA-Bericht S. 485

Nereus
17.09.2013, 19:59
Bevor ich heute „Feierabend“ mache, dann in dem Ernst noch etwas Lustiges.
Und genau deshalb gibt es in Zwickau eine Dönerstr., wird zwar anders geschrieben, aber egal.:D

PUA-Bericht S. 485

Schon wieder ein Grund für einen standrechlichen Tadel an die PUA-Tippsen? :girl128: :krieger:

Nein, im PUA S. 483 (nicht S. 485, Du Schussel!) steht doch richtig Döhnerstraße!

Die „Döhnerstraße“ in Zwickau ist nach dem kath. „GV-Forscher“, Kirchen- und Schulrat G. F. Döhner genannt worden.

Dr. Gotthilf Ferdinand Döhner (* 8. August 1790; † 14. März 1866) war Amtsprediger und Superintendent zu Freiberg sowie Kirchen- und Schulrat der Kreisdirektion Zwickau.
Als Amtsprediger in Freiberg gründete er 1830 eine Kleinkinderbewahranstalt und eine katholische Schule in der Kreuzgasse. Die 1834 eröffnete Knabenbürgerschule leitete er als Direktor....
Gotthilf Ferdinand Döhner und Karl May
In seiner Funktion als Kirchen- und Schulrat in Zwickau ermittelte er in der "Onanie-Affäre" am Seminar in Plauen. Dazu begab er sich am 26. August 1860 nach Plauen, um am Seminar zu den aufgestellten Behauptungen Informationen einzuholen. Am 27. August 1860 erfuhr er dort ihm Rahmen seiner Erkundigungen, "daß das fragliche Übel in Höchst beklagenswerter Weise unter einer großen Menge der Seminaristen" herrschen solle. Mit dem Oberlehrer Kühn, der Direktor Wild vertrat, untersuchte er die Betten der Seminaristen und fand auch einige "befleckt" vor. Am 28. August erstattete Döhner der Kreisdirektion Zwickau Bericht über seine Erkenntnisse, am 3. September berichtete die Kreisdirektion, der Döhner angehörte, über den Vorgang an das sächsische Kultusministerium.
Döhner war zudem bei den Prüfungen Karl Mays am Seminar anwesend: Die mündliche wissenschaftliche Prüfung der Seminaristen wurde am 14. März 1861 unter Vorsitz von Döhner abgehalten. Zur außerordentlichen Schulamtskandidatenprüfung 1861 gehörte Döhner der Prüfungskommission an. Karl May wurde dabei am 9. und 12. September geprüft. Mays Prüfungszeugnis vom 13. September 1861 trägt auch die Unterschrift Döhners.....
http://karl-may-wiki.de/index.php/Gotthilf_Ferdinand_D%C3%B6hner

Liste der Ehrenbürger von Zwickau:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Liste_der_Ehrenb%FCrger_von_Zwickau.html

Nereus
18.09.2013, 02:50
Bevor ich heute „Feierabend“ mache, dann in dem Ernst noch etwas Lustiges.
Und genau deshalb gibt es in Zwickau eine Dönerstr., wird zwar anders geschrieben, aber egal.:D
PUA-Bericht S. 485

Tschuldigung, hast zur Hälfte recht. Auf Seite 483, nicht auf Seite 485, steht tatsächlich zweimal die Straße: einmal richtig und einmal falsch. War wegen dem Trennstrich erst nicht zu finden:

Er wohne mittlerweile in der Döhnerstraße, die alte Wohnung habe er zum 15. Dezember 2006 ge-kündigt, sie sei jedoch noch nicht vollständig geräumt gewesen. Er vermute, dass der 15-jährige Nachbarsjunge Patrick K. dies verursacht habe, da außer ihm und seinen Familienangehörigen nur die Familie K. einen Schlüssel zur Wohnung habe.4271
Die Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung auf und vernahm Patrick K. am nächs-ten Tag als Zeugen. Er gab an:
„Am gestrigen Tag, 07.12, gegen 14:00 Uhr klin-gelte an der Wohnungstür der Freund der Lisa, die im Erdgeschoss wohnt. Den Namen des Freundes kenne ich nicht. Die sagten zu mir, dass in der ge-genüberliegenden Wohnung des F. Wasser laufen soll. Sie beauftragten mich, zu der Familie F. zu gehen, die umgezogen war und jetzt auf der Dö-nerstraße [Schreibweise wie im Protokoll] wohnt. […]

Bloß jetzt frage ich mich, was hat eine Überschwemmung in einer Wohnung, zu der die Nacbarn einen Schlüssel haben, mit dem Tatkomplex zu tun? Hausklatsch zum Aufgeblähen eines Untersuchungsberichtes? Viele Seiten und viele Fußnoten sollen ein wissenschaftliches Werk vortäuschen, ohne daß die Kernfragen berührt werden? Fatalist hat dafür einen bestimmten Ausdruck...

Der Garagenkomplex ist immer noch rätselhaft: Angeblich konnte ein vorher nicht bemerktes Vorhängeschloss nicht geöffnet werden. Dazu mußte erst die Feuerwehr anrücken. Aber im Haskala-Report haben zwei Zeugen ausgesagt, daß sie keine Feuerwehr bei der Garagenöffnung gesehen haben. Auch soll Böhnhard, nach der Durchsuchung der Garage seiner Mutter in der Richard-Zimmermann-Straße, von dem Durchsuchungstrupp mit zur Garage am Klärwerk gefahren worden sein. Erst dort hat dann Böhnhard sein Auto aus der Garage 5 gefahren (in der Richard-Zimmermann-Straße stand der Wagen seiner Mutter, die wohl wegen dem Schneefall und der Kälte mit einem anderen Verkehrsmittel zur Arbeit gefahren ist.). Von dort ist dann Böhnhardt weggefahren, als nichts zu finden war. Er hat dann Mutters Garagenschlüssel zu Hause ans Schlüsselbrett gehängt. Das Anquatschen der Beamten "Jetzt biste dran", hat er irrtümlich ausgelegt als "Jetzt nehmen wir Dich zum Haftantritt mit", obwohl noch keine Ladung zum Haftantritt erfolgt war. Allein vor dieser Willkür ist Böhnhard geflüchtet. Die "Rohrbombenfunde" u.a. (neben den Sylvesterknallern) sind also dann erst nach seiner Abfahrt dort deponiert worden... Der Hauptmieter, Polizist Apel mit dem Garagenschlüssel, war ja vor Ort und konnte die Garage wieder abschließen. Hier wurde getürkt und eine Lampe gebaut. Nachdenkerin hat recht: "Gefunden" wurde nur etwas in Abwesenheit des später Beschuldigten. Der hätte einen Rechtsanwalt als Zeugen hinzuziehen und selber dabei bleiben sollen. Aber weil dort nichts zu befürchten war, ist das unterlassen worden. Nur die Mutter hatte den Uwe noch gewarnt, "laß Dir nichts unterschieben!" Wurde so die Legende von der "Bombengarage" gestrickt und abgesprochen?

nachdenkerin
18.09.2013, 05:55
Nachdenkerin hat recht: "Gefunden" wurde nur etwas in Abwesenheit des später Beschuldigten.

Alle belastenden Indizien, wie Ali-Drecksau-Gedicht, Anti-Judenspiel, Kriegswaffen, Tausende Euro Bargeld, Videos und etc. wurden grundsätzlich nur in Abwesenheit der Drei gefunden. Es gibt nicht eine einzige schlechte Sache, die in ihrer Anwesenheit gefunden wurde.

fatalist
18.09.2013, 08:15
Alle belastenden Indizien, wie Ali-Drecksau-Gedicht, Anti-Judenspiel, Kriegswaffen, Tausende Euro Bargeld, Videos und etc. wurden grundsätzlich nur in Abwesenheit der Drei gefunden. Es gibt nicht eine einzige schlechte Sache, die in ihrer Anwesenheit gefunden wurde.
Deshalb sind die 2 Männer ja auch tot, und die Frau schweigt.
Deshalb ist es ja so wichtig, ob Zschäpe in Zwickau sterben sollte, oder ob sie überhaupt dort war.

fatalist
18.09.2013, 08:38
Bloß jetzt frage ich mich, was hat eine Überschwemmung in einer Wohnung, zu der die Nacbarn einen Schlüssel haben, mit dem Tatkomplex zu tun? Hausklatsch zum Aufgeblähen eines Untersuchungsberichtes? Viele Seiten und viele Fußnoten sollen ein wissenschaftliches Werk vortäuschen, ohne daß die Kernfragen berührt werden? Fatalist hat dafür einen bestimmten Ausdruck... D E S I N F O R M A T I O N :ätsch:


Der Garagenkomplex ist immer noch rätselhaft: Das ist bei Geheimdienst-Operationen normal. Wird auch nicht ohne Whistleblower aufgeklärt werden können. Aber was wir wissen reicht aus: Es ist ne Lampe gebaut worden.

Imo ist der Schlüssel zum Verständnis die Umsetzung der "Bombenwerkstatt" in einen Haftbefehl für BMZ im Juni 1998, also erst 5 Monate später. Juni 98. Warum nicht gleich nach der "Entdeckung?"

Wo wurde das entschieden, und von wem? Welche Rolle spielten Brümmendorf & Co vom BKA dabei bzw. dessen Vorgesetzte?
Das Trio war bzw. wurde eine Bundesangelegenheit, nach dem in den USA (Hinweis BKA) gefahndet werden sollte. Nicht in Chemnitz.
Und für "Ausland" waren auf Mundlos Liste ja wirklich keine Verbindungspersonen drauf.

Wunderlich sagte aus, wie Dressler, dass innerhalb von 3 Tagen nach der Flucht vom Verfassungsschutz und vom BKA Hinweise auf "Flucht ins Ausland" gekommen seien.

Man hat also die Polizei von Anfang an auf falsche Spuren gelenkt, weg von Chemnitz. Sie waren aber in Chemnitz, und die Mundlos-Garagenliste war voll von Kontaktleuten in Chemnitz.
Daher "verschwand" diese Liste in den Asservaten, und die Fahndung bekam die Liste nicht.

Ist doch glasklar, das Ganze ;)

fatalist
18.09.2013, 09:00
DIE ZEIT hat nette Kommentare zum "Aushungern der Zschäpe-Verteidigung".
5000 Euro Vorschuss für 1 Jahr Arbeit.


Auslöser war ein Antrag, mit dem Wolfgang Stahl vom Gericht das Gehalt für das etwa einjährige Ermittlungsverfahren forderte – 77.000 Euro hielt er für angemessen, dafür hatte er 770 Stunden Arbeit zugrunde gelegt. Stattdessen entschied das Gericht am 9. September, Stahl solle 5.000 Euro für seine Dienste erhalten. Verantwortlich für den Beschluss war der Richter Konstantin Kuchenbauer. Auf der Richterbank sitzt er links neben Manfred Götzl, erstmals gerät er in den Fokus des Prozesses.

Auf Kuchenbauers Bescheid bauen die Ablehnungsgesuche auf. Das erste reibt sich an zwei Textpassagen, in denen der Richter unter anderem davon spricht, "dass die Strafsache mit 596 Stehordnern (…) im Hinblick auf den Tatnachweis äußerst schwierig ist". Eine unglückliche, ja ungeschickte Formulierung – und Angriffspunkt der Verteidiger, die Kuchenbauer nun vorwerfen, er betrachte Zschäpe bereits als schuldig. Der erfahrene Jurist hätte wohl besser schlicht vom Ausmaß des Verfahrens oder vom Umfang des Vorwurfs gesprochen. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-09/nsu-prozess-zschaepe-verteidiger

Kommentar:


Dieses gesamte Verfahren und die vorhergehende Ermittlung ist die größte Schande des gesamten Sicherheitsapparates dieses Landes.
Würde mich einmal interessieren, wie der Richter auf 5000 Euro gekommen ist. Schöne, glatte Summe? Für einen Stundenlohn von 6,50 Euro braucht man jedenfalls kein Jurastudium.

Dieses Gericht hat immer und immer wieder rechtsbeugend gegen die Anwälte von Zschäpe geschossen, es wird langsam Zeit dass die endlich wegen ihrer offensichtlichen Befangenheit rausgekegelt werden. Ich kann ja verstehen, dass Menschen ohne juristischen Durchblick die Anwälte mit Zschäpe gleichsetzen, aber die Richter selber sollten den Anwalt als Organ der Rechtspflege und wichtigste Stütze des Rechtsstaates erkennen.

Ich hoffe, dass dieses Farceverfahren genauso chaotisch weitergeht um Zschäpe am Ende frei kommt. Nicht, weil ich sie für unschuldig halte oder mit ihr sympathisiere, sondern weil eine hohe Strafe für alle, die die gesamte NSU Affäre von vorne bis hinten verbockt haben eine Absolution darstellen würde.

Warum sauber arbeiten? Wir haben sie doch verknackt, passt schon.
Bei einem Freispruch dürften sich die Behörden noch einmal von vorne rechtfertigen warum sie derart schlampig gearbeitet haben. Vielleicht überlebt der Verfassungsschutz das dann endlich nicht.


Es ist beschämend für den Senat eines OLG, wenn er die Verteidigung - gleich wer für wen - demütigen und klein halten will - und genau das geschieht hier. Dem Pflichtverteidiger ist nach dem Gesetz ein seiner Tätigkeit und seinem Aufwand angemessenes Honorar zu zahlen. Die Dauer - mehr als ein Jahr - der Aufwand - 770 Stunden - allein 600! zu sichtende, prüfende und zu bearbeitende gut gefüllte Ordner - werden nicht bezweifelt.

Sie können davon ausgehen, daß in einer durchschnittlichen Kanzlei im Schnitt 50 % der Einnahmen auf die Kosten entfallen, vor jeder Auszahlung vor Steuer und sonstigen Belastungen an den Anwalt.
€ 5.000 sind ein Hohn - aber der Nachweis der Tatbegehung (das Gericht hat aufzuklären und festzustellen, nicht die Tatbegehung nachzuweisen) erfordert halt den Aufwand


Wer braucht schon Verteidiger Ja, auf diese Weise verhindert man auch effektiv, dass Angeklagte kompetente Verteidiger bekommen.

Besonders wenn ein Exempel statuiert werden soll nach dem Motto "Wir tolerieren keine Extremisten!!11!". Da interessiert es anscheinend auch wenig ob die Frau wirklich an Morden mitschuldig ist oder nur den Haushalt von zwei Neonazis bestellt hat. So gehts einem halt wenn man sich dem Selbstmord durch Verhaftung entzieht oder so ähnlich... Solche Kommentare hätte ich in DIE ZEIT nicht erwartet.

fatalist
18.09.2013, 09:09
Wenn er nur dürfte wie er wollte...


Befangenheitsanträge im NSU-Prozess
Ein bisschen Fairness reicht nicht

Die Kritik der Opferanwälte im NSU-Prozess ist scharf: Sie halten die neuen Befangenheitsanträge von Beate Zschäpe für einen Verfahrenstrick, der auf dem Rücken der Angehörigen und Zeugen ausgeübt wird. Doch ein faires Verfahren verlangt auch einen fairen Umgang mit den Verteidigern.

Von Holger Schmidt, SWR, ARD-Terrorismusexperte

Ich kann die Aufregung über die Befangenheitsanträge von Beate Zschäpe nicht verstehen: Ist ein Antrag schon deshalb falsch, weil er von einer mutmaßlichen Neonazi-Mörderin kommt und und weil die Verteidigung ihre Positionen wenig feinfühlig, sondern stattdessen nüchtern bis aggressiv vorträgt?

Ich habe mit einigen Nebenklägeranwälten über die Befangenheitsanträge gesprochen: Fast alle stimmen den Anwälten von Zschäpe an einem Punkt zu: 5000 Euro für mehr als ein Jahr Ermittlungsverfahren sind für ein solches Mandat drastisch zu wenig Geld. Ganz egal, mit welchen Ansprüchen man lebt, ob man einen Fiat oder einen Porsche fährt. Von diesem Geld kann ein Anwalt nicht leben, will er seine Arbeit anständig machen.

Es ist nicht verständlich, dass der Kostenrichter einen Betrag festsetzt, von dem anerkannte Juristen sagen, ein Mindestlohn sei unter dem Strich höher. Aber es ist ebenso wenig verständlich, dass die Rechtsanwälte, die Opfer vertreten, die Zustimmung zu dieser Kritik nicht öffentlich äußern. Auch die Nebenkläger wollen doch ein faires Verfahren. Aber es ist offenbar nicht opportun, für ein höheres Honorar der Zschäpe-Verteidiger zu sein. http://www.tagesschau.de/kommentar/nsuprozess182.html

Das ist recht deutlich, jedenfalls für die ARD.
Tenor: Verlogene Nebenklageanwälte.
:happy:

fatalist
18.09.2013, 10:52
Oma Friedrichsen im SPIEGEL lobt das Gericht:


In dieser Woche sollte es im NSU-Prozess (http://www.spiegel.de/thema/nsu_prozess/) vor dem 6. Strafsenat des Münchner Oberlandesgerichts eigentlich um den Fall Mehmet Kubasik gehen, jenen Kioskbetreiber aus Dortmund, der laut Anklage am 4. April 2006 mittags hinter seinem Verkaufstresen von den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos erschossen wurde. Der Senat hatte - ungewöhnlich genug - Zeugen und Sachverständige einmal nur zu diesem einen Komplex geladen; kein anderes Thema würde die Konzentration auf den Fall stören, war zu hoffen. Doch es kam erst einmal anders. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/zschaepe-verteidigung-streit-ums-geld-blockiert-nsu-prozess-a-922883.html

Die Zeugenvorladungen dieser Woche:


035. Tag: 17. September 2013, 09:30 Uhr, KOK Mi., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 11:00 Uhr, KHK Scha., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 11:30 Uhr, KHK Sei., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 13:30 Uhr, KHK Pä., KPolI. Rostock, Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 14:00 Uhr, Frank K., Mord Turgut
035. Tag: 17. September 2013, 14:30 Uhr, Aydin H., Mord Turgut
036. Tag: 18. September 2013, 09:30 Uhr, Gamze Kubasik, Mord Kubasik
036. Tag: 18. September 2013, 10:15 Uhr, Elif Kubasik, Mord Kubasik
036. Tag: 18. September 2013, 11:00 Uhr, Jelena D., Mord Kubasik
036. Tag: 18. September 2013, 11:15 Uhr, Julia H., Mord Kubasik
036. Tag: 18. September 2013, 13:30 Uhr, Heinz-Günther M., Mord Kubasik
036. Tag: 18. September 2013, 15:30 Uhr, SV Prof. Dr. Rothschild, Mord Kubasik
036. Tag: 18. September 2013, 15:30 Uhr, SV Dr. Zweihoff, Mord Kubasik
037. Tag: 19. September 2013, 09:30 Uhr, Gisela F., Brand Zwickau
037. Tag: 19. September 2013, 10:00 Uhr, Peter F., Brand Zwickau
037. Tag: 19. September 2013, 11:o0 Uhr, PK Br., PP Dortmund, Mord Kubasik
037. Tag: 19. September 2013, 11:30 Uhr, KHK Ba., PP Dortmund, Mord Kubasik
037. Tag: 19. September 2013, 13:30 Uhr, KOK Hü., PP Dortmund, Mord Kubasik
037. Tag: 19. September 2013, 13:30 Uhr, Herr Sa., BKA Wiesbaden, Mord Kubasik
037. Tag: 19. September 2013, 14:15 Uhr, KHK Lö., PP Dortmund, Mord Kubasik
037. Tag: 19. September 2013, 15:00 Uhr, KHK Ge., PP Dortmund, Mord Kubasik Ganz klar: Nur Kubasik, sonst nix :D



Stahl hatte auch just in jener Prozessphase gefehlt, in der es um die verschiedenen Aussagen des Mitangeklagten Holger G. (http://www.spiegel.de/thema/holger_g/) und deren Glaubhaftigkeit ging. Ausgerechnet Stahl war spezialisiert auf G. - und überließ das Feld offenbar aus finanziellen Gründen seinen Mitstreitern. Ist das noch im Sinn einer ordnungsgemäßen Verteidigung gegen die schweren Vorwürfe des Generalbundesanwalts? Immerhin geht es bei Zschäpe um die Frage, ob sie Mittäterin bei zehn Morden war. Stahl hat bislang IMMER gepatzt, er passt also ins Verteidiger Team perfekt hinein.



Laut ihren eigenen Angaben haben die Zschäpe-Verteidiger parallel zur Korrespondenz Stahl/Kuchenbauer mit dem ganzen Senat über einen Vorschuss auf die Pauschvergütung verhandelt. Verteidigerin Anja Sturm trug vor, am 6. August habe Kuchenbauer gesagt, er erwäge, den Anwälten für jeden Monat ihrer Tätigkeit im Ermittlungsverfahren einen "mehrfachen Satz der gesetzlichen Gebühren zuzubilligen"; für die Hauptverhandlung komme die Höchstgebühr für Wahlverteidiger in Betracht. Der Senat müsse darüber allerdings noch beraten. Dass die Verteidiger nun auf den anderslautenden Beschluss hin einen Ablehnungsantrag gegen die Mitglieder des Senats stellen, ist nachvollziehbar. Diesen Sachverhalt habe ich nirgendwo sonst gelesen. Dafür ein Lob an die Oma, sollte er bestätigt werden.

fatalist
18.09.2013, 11:32
Vielleicht ist das die Ironie der Geschichte: Nach Deutschland kam Mustafa erst durch den Mord der Neonazi-Terroristen, deren Ziel es war, Ausländer zu vertreiben. Barbara John, die Ombudsfrau der Bundesregierung für die NSU-Opfer, hatte ihm angeboten, in die Bundesrepublik zu kommen und sich selbst ein Bild vom Prozess zu machen. Seit Mai 2013 ist der 20-Jährige nun hier. Anfangs mit einem Touristenvisum, mittlerweile hat er eine befristete Aufenthaltserlaubnis bis zum Ende des Prozesses. Das Gericht hat schon jetzt Verhandlungstage bis Ende 2014 angesetzt.

Mustafa lebt derzeit bei einem Verwandten in Lübeck, er lernt Deutsch, will sich fortbilden. Für die Zukunft. Er hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hand geschüttelt und mit ihr zu Mittag gegessen. Trotz allem, was passiert ist, möchte Mustafa Turgut in der Bundesrepublik bleiben - im Land der Mörder seines Bruders. Satiren wohin man auch schaut.

Nuri Almak, dpa München (dpa)
www.greenpeace-magazin.de/tagesthemen/einzelansicht/artikel/2013/09/17/gekommen-um-zu-bleiben/


Mustafa, Mehmet Turguts 19-jähriger Bruder, ist extra aus der#Türkei (https://twitter.com/search?q=%23T%C3%BCrkei&src=hash) nach #München (https://twitter.com/search?q=%23M%C3%BCnchen&src=hash) gereist. Auch ein Cousin ist gekommen. #nsu
(https://twitter.com/search?q=%23nsu&src=hash)— PZ hautnah (@PZhautnah) September 17, 2013 (https://twitter.com/PZhautnah/statuses/379903556100177920) Sachlich nicht falsch: Gekommen, um zu bleiben. :cool:

fatalist
18.09.2013, 13:46
Alexander Gronbach nennt Namen und Daten:


Alexander Gronbach Sagt:
09/13/2013 um 22:57 (http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comment-1092)



Innenminister Gall läßt durch LKA Beamte der SOKO “Umfeld” systematisch vertuschen und Zeugen bedrohen!

Im März 2013 wurde aus Ireland der Name zweier Zeuginnen weitergeleitet, welche ganz klar belegen konnte, dass sich eine “Mandy” alias Beate Zschäpe im August 2006 im Frankenweg 6 in 74532 Ilshofen bei dem Rechtsextremisten Matthias Brodbeck und seiner damaligen Lebensgefährtin Sigrun Häfner aufgehalten hat. Die “Zeitung Neues Deutschland” hat darüber mit der Überschrift “Tupperabend mit Mandy” berichtet.

Ein Name sickerte auch zu den Stuttgarter Ermittlungsbehörden und einem Journalisten in Heilbronn durch. Nun geht man im Rechtsstaat davon aus, dass sich versierte Polizeibeamte auf den Weg machen und mit einfühlsamen Fragen versuchen, diese wichtige Zeugenaussage, nach dieser langen Zeit, verifizierbar und gerichtsverwertbar niederzuschreiben! Es geht immerhin um eine wichtige Verbindung des TRIOS zu rechtsextremistischen Personen, welche als Täter für den Mord an Michele Kiesewetter am 25 April 2007 in Frage kommen.

Letzte Woche wurde bekannt, dass zwei Figuren bei der einen Zeugin auftauchten, welche sich als Ermittler ausgaben und diese Zeugin massiv bedrohten? Die Zeugin solle sich reiflich überlegen, eine Person zu belasten, es wäre eine Falschaussage nach § 153 StGB, in diesem Falle sogar unter Eid, was mit einer Strafe von 3 Jahren geahndet würde. Ferner würde (nachdem die beiden Figuren sich lustig machten über diese Behauptung, Zschäpe wäre in Ilshofen gesehen worden….) auch der § 344 StGB in den Raum gestellt.
Langsam wird der Bogen überspannt von diesen LfV Strategen in Stuttgart und deren Helfers-Helfer im Innenministerium.

Fakt ist – Krokus wurde von ihrem Quellenführer Rainer Oßwald (Tarnname Öttinger) im Spätsommer 2006 befragt, ob man Sigrun Häfner als Quelle gewinnen könnte. Als Krokus ablehnte, Sigrun Häfner diesbezüglich anzusprechen, teilte man ihr mit, diese Ansprache würde vom Leiter des polizeilichen Staatsschutz in Schwäbisch Hall – KHK Gerhard Quendt übernommen. 1 Woche später wurde Krokus seitens LfV Öttinger mitgeteilt, man habe nun jemanden für den rechtsextremen Matthias Brodbeck, sie solle sich auf Nelly und Stefan Rühle konzentrieren.

Nachdem sich Sigrun Häfner von Matthias Brodbeck im Jahr 2008 trennte, öfters über Selbstmord nachdachte, wurden diese Punkte privat besprochen. Somit kann man relativ sicher sagen, dass eine Akte beim polizeilichen Staatsschutz existieren muss, worin sich Hinweise von Sigrun Häfner befinden. Witzigerweise wurde Sigrun Häfner nie zu der Tatsache vernommen, dass Beate Zschäpe bei ihr aufhältig war.

Damit haben die Strategen aus LfV Baden Württemberg drei Probleme -

1. Es würde belegen, dass Krokus schon im Sommer 2006 den LfV Beamten Rainer Oßwald kannte und somit der Beweis erbracht, dass das Innenministerium Baden Württemberg dem PUA in Berlin eindeutig gefälschte bzw. frisierte Akten vorlegte.

2. Es würde eine verifizierbare Verbindung zwischen Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zu der Gruppe Neidlein, Brodbeck, Rühles u.a. belegen. Ferner, dass die Sicherheitsbehörden in Baden Württemberg sehr wohl Bescheid wussten, dass der Mordanschlag gegen Michele Kiesewetter und Martin Arnold aus dem rechtsextremen Bereich gekommen ist!

3. Es würde belegen, dass nach Ostersonntag 2012 Sigrun Häfner wieder mit den rechtsextremen Tätern kooperierte und massiv bedrohlich auf Krokus einwirkte, wahrscheinlich sogar den Neonazis mitteilte, wann sich Krokus auf dem Schiessstand aufhalten würde. Sigrun Häfner meldete sich im April 2012 urplötzlich, nachdem fast 3 Jahre keinerlei Kontakt zu Krokus bestand und besuchte sie zweimal, versuchte auf Krokus einzuwirken u.a.

Mehrere Journalisten versuchten bereits mit der Sigrun Häfner zu sprechen. Sie reagierte direkt aggressiv und verweigerte jegliche Stellungsnahme. Sie wird inzwischen richtig gehend abgeschottet!

Man benötigt keinen “Hellseher” was es mit der von IM Gall einberufenen SOKO Umfeld auf sich hat. Hier soll keine Aufklärung betrieben werden sondern massive Bedrohung und Einschüchterung von Zeugen, aufkommende Beweise sollen mit allen Mitteln unterdrückt werden um rechtsterroristische Täter (und gleichzeitig Informanten des Verfassungsschutzes) zu decken!


http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comments

brain freeze
18.09.2013, 16:17
Alexander Gronbach nennt Namen und Daten:

http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comments

Es klingt paradox, aber im Grunde forciert Gronbach tatsächlich eine Aufklärung.

Er ist ja nicht ganz doof. Ihm ist klar, daß ein großes Stück fehlt zwischen B&M und dem Heilbronner Polizistenmord. Diese "Lücke" wird medial kleingehalten, weil es keine erkennbaren eindeutigen Verbindungen gibt. Gronbach schmückt also das NSU-Märchen, das er ja selbst nicht erfunden hat, nach Belieben aus und bringt damit die Anklage ins Schwitzen.

Die Anklage stützt sich auf den Wohnmobilausleih, unscharfe Bahnhofsvideos, lückenhafte Straßenkontrollen und eben ein nebulöses Umfeld. Gronbach füllt diese Plausibilitätslücke aus, indem er Rechtsextremisten bzw. das Heilbronner NPD-Umfeld belastet.

Das Umfeld als "Indiz" funktioniert ja bisher nur einigermaßen, weil es unklar und unbekannt ist. Das Umfeld ist zugleich ein wunder Punkt der Sache. Der NSU soll ja im Wesentlichen auf das Trio beschränkt bleiben, um die Story unter Kontrolle zu halten. Je größer dieses Umfeld ist, desto schwieriger wird es, Widersprüche auszugleichen.

Die Ermittler haben ein echtes Dilemma: Wenn sie Gronbachs Verdächtigungen ernstnehmen, fliegt ihnen möglicherweise die ganze NSU-Story um die Ohren. Nämlich dann, wenn sich herausstellt, daß die von Gronbach belasteten Personen mit der Tat nicht in Verbindung zu bringen sind. Dann bricht aber möglicherweise auch die Verbindung zwischen B&M und dem Polizistenmord weg.

Wird Gronbach/Krokus beharrlich ignoriert und macht weiter Rabbatz, nährt das den Vorwurf der Vertuschung, weil niemand verstehen kann, warum im "Umfeld" nicht konsequent ermittelt wird. Irgendwelche Ergebnisse müßten die Ermittler ja mal vorlegen. Und das dürfte nach Lage der Dinge schwierig werden.

Edit: Das Ganze ist deshalb so brisant, weil die Anklage ja noch die Dienstwaffen aus dem Eisenacher Wohnmobil an der Backe hat. Sie braucht diese Verbindung zwischen B&M und Heilbronn zwingend.
 

fatalist
18.09.2013, 16:41
Edit: Das Ganze ist deshalb so brisant, weil die Anklage ja noch die Dienstwaffen aus dem Eisenacher Wohnmobil an der Backe hat. Sie braucht diese Verbindung zwischen B&M und Heilbronn zwingend.
 
Warum reichten die Mordwaffen in Zwickau nicht?
Über den Rest muss ich noch nachdenken... und was er mit den falschen Phantombildern zu tun haben könnte...

D-Moll
18.09.2013, 17:20
Diese CIA BND Mafia wird ihre Schandtaten nie zugeben und alles daran setzen dieser Drogenkartellmorde an den Arabern Türken zu vertuschen und den rechten , hingerichteten Toten in die Schuhe schieben , die nicht mehr reden können. Und gekaufte oder bedrohte Zeugen finden die Verbrecher ganz bestimmt , um Beate zu belasten und schuldig zu sprechen . Gegenteilige Zeugenaussagen werden unterbunden oder ignoriert.

nachdenkerin
18.09.2013, 18:44
WASSERSCHSCHADEN -Besser als viele Fernsehkrimis-

Zusammenfassung PUA-Bericht Seite 485 – 488, wobei ich die Namen Dienelt ergänzte, die aus den Medienberichten bekannt sind.

Die Familie Martin F. hat die Wohnung zum 15. Dezember 2006 gekündigt. Sie wohnen inzwischen in der Döhnertstraße, haben aber noch Sachen in ihrer alten Wohnung in der Polenzstraße. Einen Schlüssel hat die Nachbarwohnung.

Polenzstrasse 2

http://siegrun-roman.de/Haus.jpg

7. Dezember 2006


14:00 Uhr

Bei Patrik K. klingelt an der Wohnungstür der Freund von Lisa, dessen Namen er nicht kennt.

Lisa bat Patrik K. dann zur neuen Adresse der Familie Martin F. zu gehen und den Schlüssel zu holen.

Patrik K. stellt fest, dass seine Mutter auch einen Schlüssel hat, da sie selber Sachen in der Nachbarwohnung haben und besorgt sich so den Schlüssel.

Patrik K. öffnet die Tür der Nachbarwohnung der Familie Martin F. Danach betreten er, der Freund von Lisa und dessen Kollege die Wohnung.

Patrik K. sieht, dass ein Wasserhahn in der Küche voll aufgedreht war und drehte ihn zu. Damit war die Sache für ihn erledigt.

Lisas Freund bat Patrik K., den Herrn Martin F. herzuholen, um den Schaden zu begutachten.

Patrik K. begibt sich zu Familie F.. Da Martin F. auf Arbeit war, holte er dessen Ehefrau.

In der Zeit hatten Lisa, ihr Freund und dessen Kollege bereits alles aufgewischt. Sie benutzten diverse Handtücher und Bettlaken.

--------------------------------------------------------------------------------------------------

Merkwürdig, Patrik K. dreht den Wasserhahn zu und damit war die Sache für ihn erledigt.


Den Wasserhahn drehte ich zu und damit war die Sache erledigt.PUA-Bericht S. 486

Aber als Patrik K. dann die Ehefrau von Martin F. holte, muss es in der Zeit, nachdem der Wasserhahn zugedreht war, offenbar sintflutartige Wasserfälle gegen haben.





17:18 Uhr

polizeiliche Anzeige von Martin F., dass in seiner Wohnung im ersten Stock eine unbekannte Person während seiner Abwesenheit die Wasserhähne aufdrehte. Er verdächtigt den 15-jährigen Patrik K.

Wieso Wasserhähne, also Plural, es war doch nur Einer

Außerdem teilt er, dass in seiner Wohnung und am Haus ein Wasserschaden entstand.

Wieso gibt er nicht an, dass die unter ihm gelegene Wohnung beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen wurde?



8. Dezember 2006

Vernehmung von Patrick K.. Ebenfalls wollten zwei Polizeibeamte den Schaden in der Erdgeschosswohnung bei Familie Dienelt besichtigen. Es war keiner zu Hause.


Zwei Polizeibeamte wollen den Schaden bei der Familie Dienelt besichtigen. Sie haben keinen Zutritt, da die Familie nicht zu Hause ist.

Wieso Familie Dienelt?

09. Januar 2007


Die Polizeidirektion lädt die von Patrik K. erwähnte Lisa Dienelt zur Zeugenvernehmung vor.

Sie erschien nicht zur Vernehmung am 9. Januar 2007. Daraufhin versucht die Polizei erfolglos eine Telefonnummer ausfindig zu machen.

Bei einer Auskunft des Einwohnermeldeamtes stellte sich heraus, dass keine Lisa Dienelt gemeldet war, sondern ein Matthias Dienelt.

Daraufhin sucht die Polizei selber die Wohnung auf. Dort wurde eine Susann Eminger geb. xxxxx angetroffen.

Auf Befragen gibt sie an, dass sie den Spitznamen Lise hat und deshalb für manche Leute als Lisa Dienelt gehalten wird.

Weiter erklärt sie, dass Matthias Dienelt ihr Bekannter sei und als LKW-Fahrer beruflich unterwegs ist.

Die Polizei sagt ihr, dass eine Zeugenvernehmung wegen Sachbeschädigung erforderlich sei. Da sie vor Ort nicht bereit war, wurde ein Termin für den 11.01.2007, 6:30 Uhr in der Dienststelle vereinbart, also zwei Tage später.

Wahnsinn, wie schnell die Polizei wegen einem Wasserschaden arbeitet. Nachdem Lisa nicht zur Zeugenvernehmung erschien, setzen sie sofort alles in Bewegung, holen alle Recherchen ein und fahren dann auch gleich vor Ort hin. Da die Polizei herausfand Susann Eminger geb.xxxxxx, muss sich Lisa ausgewiesen haben. Nun fiel die nicht identische Person auf. Das überhaupt Gravierende stört aber Lisa nicht, die Lappalie mit der Vernehmung bzgl. des Wasserschadens verweigert sie aber.

Am gleichen Tag wird außerdem nochmals Martin F. auf der Dienststelle vernommen.

Er gibt an, dass die Lisa „Dienelt“ heißen müsste, wie er von seiner Frau und seinem Bruder erfuhr, was Lisa diesen selber erzählt hätte.

Weiter berichtet er, dass Lisa am Tag des Wasserschadens vormittags Fußtritte in seiner Wohnung gehört habe und er und seine Familie es nicht gewesen sein können.

Insbesondere erstattet er nun Anzeige, dass aus der Wohnung verschiedene Gegenstände worden seien.

Nach über einem Monat macht er nun eine Anzeige wegen entwendeter Gegenstände. Da die Wohnung bereits schon 3 1/2 Wochen aufgelöst war, wäre dieses doch schon damals aufgefallen.

11. Januar 2007


Nun erscheint eine Frau Susann Eminger auf der Polizei zur geladenen Zeugenvernehmung. Sie wird in der früh, um 6:35 Uhr vom selben Polizeibeamten vernommen, der sie bereits schon zwei Tage zuvor, am 9. Januar in ihrer Wohnung aufsuchte.

Sie wies sich mit Personalausweis als Susann Eminger aus. Die Vernehmung ist 6:50 Uhr beendet. Drei Minuten später, um 6:53 Uhr, vernahm derselbe Polizist ihren Ehemann, der ohne Vorladung erschien und sich freiwillig zur Verfügung stellt.

Die Vorgänge werden nun wesentlich anders geschildert, auch die anwesenden Personen sind teilweisen andere. Da kommt dann der Hausmeister inklusiv seiner Tochter dazu, wobei das davor nicht war. Außerdem hat Patrik K. noch eine Schwester, die dann auch anwesend ist. Hinzu kommen noch Irrungen und Wirrungen wie z. B.


In der Wohnung sah ich, wie der Flur, die Küche und das zweite Zimmer von links ich vermute, es war ein Gästezimmer – wasserüberflutet waren. Ich kann es nicht mehr genau einschätzen, aber ich denke, in der Kirche stand das Wasser 1 bis 2 cm hoch. PUA-Bericht S. 487,

Wieso Kirche??? Merkwürdiger Schreibfehler

Zeugenvernehmungen Lisa/Familie Eminger.


Am 11. Januar 2007 um 6.35 Uhr vernahm derselbe Polizeibeamte, der bereits am 9. Januar 2007 Kontakt zu „Lisa D. bzw. Susann E.“ hatte, diese Person. Sie gab sich erneut als Susann E. aus und wies sich laut Protokoll durch einen Personalausweis aus. Sie erklärte:
Normalerweise wohne ich mit meinem Mann André Eminger in Zwickau, Dortmunder Str. 12. Wir halten uns aber hin und wieder in der Wohnung unseres Kumpels Mathias D. auf. Er ist Lkw-Fahrer und im Fernverkehr tätig, daher ist er tagsüber viel unterwegs.PUA-Bericht S. 486


Frage: Ist Ihnen ein Schaden an Ihrer Wohnung bzw. Ihren persönlichen Gegenständen entstanden?

Antwort: Nein, wir selber hatten an unseren persönlichen Sachen keinen Schaden. Ich muss dazu sagen, dass es bereits vorher einen Wasserschaden gab. Aus diesem Grund haben wir Badmöbel aus Metall, also aus wasserfesten Teilen, gekauft.

Wieso fragt der Polizist Susann Eminger, ob ihr ein Schaden in der Wohnung entstanden sei, wenn sie angibt, wo anders zu wohnen und lediglich in der Wohnung, zusammen mit ihrem Mann, nur die Katzen zu betreuen. Wenn jemand ein Schaden entstanden sein sollte, so ist es doch der Mieter der Wohnung, Matthias Dienelt. Wieso hat der Polizist nicht Matthias Dienelt vorgeladen.

Aber der Krimi wird ja noch verrückter.

Da der Mieter Martin F. über ein Monat später eine Anzeige erstattete, dass aus der Wohnung Sachen entwendet wurden, lief ein Ermittlungsverfahren gegen diesen jungen Patrick K.

Also der junge Patrick K. geht vormittags in die Nachbarwohnung und entwendet Sachen. Und damit das so richtig auffällt, dreht er danach den Wasserhahn auf. Die Schule schwänzt er dabei wahrscheinlich auch, da es sich um einen Freitag handelt.


Die Staatsanwaltschaft Zwickau stellte mit Verfügung vom 27. Juli 2007 das Ermittlungsverfahren gegen Patrick K. wegen Diebstahls u. a. nach § 170 Abs. 2 StPO ein. In der Abschlussverfügung heißt es, es habe kein Nachweis erbracht werden können, dass der Beschuldigte sich zur Tatzeit tatsächlich in der Wohnung F. aufgehalten habe.PUA-Bericht S. 488

Und nach allen Irrungen und Wirrungen ist das Kernthema die Anwesenheit in der Wohnung. Da gibt es zwei gravierende Widersprüche.

http://siegrun-roman.de/Lisa_Eminger-Gegenueberstellung.jpg

Während sich Lisa vormittags in der Wohnung aufhielt, wäre das bei Herrn und Frau Eminger nicht der Fall gewesen. Aber genau um diese Zeit geht es. Schließlich sagt der Geschädigte Martin F. nach über einem Monat aus, dass Lisa ihm gesagt hätte, dass sie vormittags Geräusche in seiner Wohnung hörte. Und nach über einem Monat fällt dem Geschädigten Martin F. dann auch ein, dass ihm Sachen geklaut wurden und er erstattet Anzeige. Und da nur die Nachbarwohnung einen Schlüssel zu seiner Wohnung gehabt hatte, gerät der junge Patrick K. in Verdacht, der dort bei seinen Eltern wohnt. Nun kommt es noch zu einer weiteren Vernehmung am 17. Januar 2007.


Martin F. wurde am 17. Januar 2007 zu den Widersprüche zwischen seiner Aussage vom 9. Januar 2007 und derjenigen von Susann E. vernommen. In dem Protokoll heißt es:

In Ihrer Vernehmung vom 07.12.2006 gaben sie an, dass ihnen Frau D. erzählte, sie hätte in Ihrer Wohnung an dem Vormittag gehört wie jemand die Tür aufgeschlossen und die Wohnung betreten hat. Der richtige Name von der Frau Lisa D. ist Susann E. Sie gab in ihrer Vernehmung an, dass sie an dem Vormittag des 07.12.2006 nicht in der Wohnung war. Was können Sie dazu sagen?
Antwort: Dann sagt sie die Unwahrheit. …….Unser Hausmeister […] stand unmittelbar mit dabei. Er müsste es mitbekommen haben wie die Frau E. mir das erzählte. PUA-Bericht S. 536

Merkwürdig, diese Angaben sind aber zuerst in der Vernehmung, die über ein Monat später stattfand, aufgeführt. Und ein Hausmeister wurde in der Vernehmung überhaupt nicht erwähnt. Ein Hausmeister tauchte in der Zeugenvernehmung nur bei Eminger auf.


Am 9. Januar 2007 vernahm die Polizei außerdem den Zeugen Martin F. erneut. Zu möglichen Zeugen befragt nannte er: „Die Lisa, die unter uns wohnt. Sie müsste D. heißen. Das habe ich über meinen Bruder und meine Frau erfahren. Die Lisa hätte es ihnen erzählt. Mir selber hat sie es nicht erzählt. Sie hatte am Tag mit dem Wasserschaden vormittags Fußtritte bei uns in der Wohnung gehört. Wir können es nicht gewesen sein.PUA-Bericht S. 486

Aber jetzt kommt das absolute Highlight. Nun steht ja immer noch nicht fest, ob die realen Emingers nur mal die Katzen bei Matthias Dienelt betreuten oder ob es sich um Beate Zschäpe handelt und Emingers eben nur gelogen haben um Beate Zschäpe zu decken. Jetzt entwickelten die Initiatoren eine Operation „Grubenlampe“. Wie aufgeführt steht, soll Eminger Mitglied in der weißen Bruderschaft gewesen sein und rechtsextremistische Veranstaltungen besucht haben. Deshalb musste er überwacht werden. Und dieses geschieht genau in dieser Zeit, wo über der Wohnung von Lisa der Wasserhahn aufgedreht wird.


Die Observation des André Eminger wurde vom 5. bis 8. Dezember 2006 durchgeführt. Am 7. Dezember 2006, dem Tag des Wasserschadens in der Polenzstraße, begann die Observation um 12 Uhr am Wohnort des André Eminger in Zwickau, Dortmunder Straße 12, und dauerte bis 20.30 Uhr. Dem Observationsbericht zufolge verließ André Eminger um 14.49 Uhr seine Wohnung und fuhr mit dem PKW zur Arbeitsstelle, die er um 17.05 Uhr
wieder verließ.PUA-Bericht S. 488

Unaufgeforderte Zeugenvernehmung vom Andre Eminger vom 11. Januar 2007


Irgendwann gegen Mittag oder kurz nach Mittag bin ich zum Mathias in die Wohnung zurückgefahren. Ich war etwa 10 Minuten dort in der Wohnung und wollte auf Toilette gehen. Dabei bemerkte ich, dass bei uns im Bad das Wasser von der Decke lief. ………. Ich ging sofort in die obere Wohnung und klingelte. Es hat aber niemand geöffnet. Daraufhin klingelte ich bei den Nachbarn…..Dort stellte ich im Bad erst einmal einen Eimer unter die Lampe, weil es dort herunter tropfte. Dann nahm ich mir einen weiteren Eimer und…. Ich ging wieder hinauf in die andere Wohnung. Dort haben wir dann angefangen das Wasser aufzuwischen….. Dann kam irgendwann meine Frau dazu.PUA-Bericht S. 487

Und seine Frau teilte bei der Zeugenvernehmung mit, dass sie am frühen Nachmittag vom Einkaufen zurückkam. Da aber Eminger genau in dieser Zeit überwacht wurde und bei sich zu Hause war und nachher auf seiner Arbeitsstelle, muss er gelogen haben. Und da er gelogen hatte, konnte es dann nur Lisa, sprich Beate Zschäpe sein

Das ist der Hammer, wie das doch passt. Da sollten sich unsere Krimiautoren mal ein Beispiel nehmen.

Zusammenfassung



Beate Zschäpe soll sich als Lisa ausgegeben haben und seit Mai 2001 in einer Wohnung untergetaucht sein, die auf einen Mieter Mattias Dienelt lief. Die Familie über Lisa, Martin F., hat ihre Wohnung zum 15. Dezember gekündigt. Sie sind nicht mehr anwesend, haben aber noch ein paar Sachen in der Wohnung. Acht Tage vor Beendigung des Mietverhältnisses, am 7. Dezember 2006, geht Jemand in diese Wohnung und dreht mutwillig einen Wasserhahn auf. Es wird der Junge von der Nachbarwohnung vermutete, da seine Eltern einen Schlüssel von der Wohnung haben.




Das Wasser läuft in die darunterliegende Erdgeschosswohnung, in der Lisa, bzw. die untergetauchte Zschäpe wohnen soll. Der Mieter Martin F., von der Wasserschadenswohnung, erstattet am gleichen Tag noch Anzeige. Er gibt an, dass es der Nachbarjunge gewesen sein könnte, der Wasserhähne aufdrehte. Die Aussage bezieht sich zwar auf den Plural, aber eigentlich soll nur ein Wasserhahn geöffnet worden sein.




Gleich einen Tag später klingelt die Polizei in der Erdgeschosswohnung bei Lisa, aber es macht keiner auf. Danach passiert dann zuerst einmal nichts.




Über einen Monat später, am 9. Januar 2007 fällt dem ehemaligen Mieter Martin F., bei einer weiteren Vernehmung ein, dass Lisa ihm erzählte, dass am Tag des Wasserschadens vormittags in seiner damaligen darüber liegenden Wohnung Fußtritte zu hören waren. Außerdem erinnert er sich nun, auch über ein Monat später, dass Sachen verschwanden und er erstattet Anzeige. Da die Nachbarwohnung einen Schlüssel hatte, wird nun ein Ermittlungsverfahren gegen den jungen Patrick K. eröffnet, was aber nachher, mangels Beweise, wieder eingestellt wird.




Zum gleichen Tag, auch am 9. Januar 2007 hat Lisa einen Zeugenladungstermin bei der Polizei, wegen dem durchgelaufenen Wasser von der ersten Etage zu ihrer Erdgeschosswohnung. Da sie nicht erschien, setzten die Polzisten sofort alles dran, um den Vorgang zu klären. Sie versuchen Telefonanschlüsse zu finden und gehen über das Einwohnermeldeamt. Als sie dann immer noch nicht fündig wurden, fahren sie am gleichen Tag dann noch zu ihr hin. Lisa wird ertappt, dass sie gar nicht Lisa Dienelt ist, sondern die Identität von Susann Eminger hat. Aber das interessiert weder die Polizisten, noch Lisa. Viel wichtiger ist das bei ihr durchgelaufene Wasser, wo sie nun eine Zeugenvernehmung verweigert. Deshalb wird sie zwei Tage später, früh um 6:30 Uhr aufs Revier bestellt.




Zu der Zeugenvernehmung kommt aber die echte Susann Eminger. Trotzdem ihr Mann gar nicht vorgeladen ist, drängt er sich ebenfalls zu einer Vernehmung auf. Sie geben an, dass sie nur die Katzen von dem Mieter Matthias Dienelt betreuen und wo anders wohnen. Und trotzdem sie Lisa eigentlich helfen wollen, machen sie aber komplett widersprüchliche und falsche Aussagen über die Vorgänge. So ergibt sich dann auch, dass sie vormittags gar nicht in der Wohnung waren. Nun soll doch aber Lisa gesagt haben, dass sie vormittags Geräusche in der, über ihr liegenden Wohnungen hörte.




Aber wer nun lügt, kann sehr gut und schnell festgestellt werden. Ausgerechnet, genau in der Zeit, wo der Wasserhahn aufgedreht wurde, überwachte der Verfassungsschutz Eminger wegen rechtsradikaler Sachen. Und da war er nicht in der Lisa/Dienelt-Wohnung, wie er angab. So kann es nur Beate Zschäpe gewesen sein.


IRRE!

Nereus
19.09.2013, 02:56
...IRRE!

Ne, nur doof und naiv vom Trio!

Polizeiliche Ermittlungen zu einem Wasserschaden in der Polenzstraße 2 in Zwickau am 7. Dezember 2006
Das Trio wohnte zu dieser Zeit in einer Erdgeschosswohnung in der Polenzstraße 2 in Zwickau unter dem Namen „Dienelt”.
PUA-Bericht Seite 483 –487


Als die Familie K. 2006 in der Polenzstraße 2 einzog, erster Stock links, wohnte Zschäpe mit Max und Gerry schon seit ein paar Jahren in dem Haus - im Erdgeschoss rechts. Auch nach dem Wegzug des Trios in die Zwickauer Frühlingsstraße im Frühsommer 2008 schaute Zschäpe regelmäßig bei Heike K. vorbei.
http://www.sueddeutsche.de/politik/vom-unauffaelligen-leben-der-nsu-mitglieder-ganz-nette-sympathische-hoefliche-leute-1.1288416

7.12.06 - 12 Uhr
Beginn der Observation André Emingers, Zwickau, Dortmunder Straße 12, im Rahmen der „Operation Grubenlampe“ des LfV Sachsen.

- gegen 14 Uhr
Freund (Böhnhardt) der Lisa (Zschäpe) klingelt bei Familie K. in der 1. Etage Polenzstraße 2. Aus der unbewohnten Nachbarwohnung der Familie F., die schon in der Döhnerstraße wohnen, fließt Wasser in die untere Wohnung der „Dienelts”. Der 15 jährige Sohn Patrick K. hat einen Schlüssel für die ehemalige F.-Wohnung und dreht dort in der Küche den Wasserhahn wieder zu.
Lisa (Zschäpe) und Kollege (Mundlos) des Freundes kommen hinzu.
„Lisas Freund (Böhnhardt) bestand darauf den Mieter Martin F. zwecks Schadensbegutachtung aus der Döhnerstr. zu holen.”

14.49 Uhr Eminger verläßt seine Wohnung und fuhr mit dem PKW zur Arbeitsstelle.
17.05 Uhr verläßt E. seine Arbeitsstelle wieder (Ende der Observation 20.30 Uhr)

17.18 Uhr Anzeige des Martin F. wegen Sachbeschädigung.
Am 7. Dezember 2006 um 17.18 Uhr zeigte Martin F. bei dem Polizeirevier Zwickau-West an, dass an diesem Tag eine unbekannte Person in seiner Wohnung im 1. Stock des Gebäudes Polenzstraße 2 in Zwickau während seiner Abwesenheit die Wasserhähne aufgedreht habe, so dass ein Wasserschaden in der Wohnung und am Haus entstanden sei. Er wohne mittlerweile in der Döhnerstraße, die alte Wohnung habe er zum 15. Dezember 2006 gekündigt, sie sei jedoch noch nicht vollständig geräumt gewesen. Er vermute, dass der 15-jährige Nachbarsjunge Patrick K. dies verursacht habe, da außer ihm und seinen Familienangehörigen nur die Familie K. einen Schlüssel zur Wohnung habe. Die Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung auf und vernahm Patrick K. am nächsten Tag als Zeugen.

8.12.06 Zeugenvernehmung des Patrick K., 15 Jahre:

„Am gestrigen Tag, 07.12, gegen 14:00 Uhr klingelte an der Wohnungstür der Freund der Lisa, die im Erdgeschoss wohnt. Den Namen des Freundes kenne ich nicht. Die sagten zu mir, dass in der gegenüberliegenden Wohnung des F. Wasser laufen soll. Sie beauftragten mich, zu der Familie F. zu gehen, die umgezogen war und jetzt auf der Dönerstraße [Schreibweise wie im Protokoll] wohnt. […]
Die Lisa bat mich, doch die Familie wiederherzuholen oder bzw. den Schlüssel zu holen, damit wir in der jetzt leer stehenden Wohnung mal nachschauen könnten. Da fiel mir ein, dass meine Mutter ja eigentlich den Schlüssel der Familie F. bekommen hat, da wir noch selbst Sachen in der Wohnung der F.'s haben und die dort jederzeit hätten rausholen können.

Ich holte den Schlüssel, schloss auf und begab mich in die Wohnung. Nach dem Öffnen der Wohnung betrat ich diese zuerst und der Freund der Lisa und sein Kollege folgten mir. Ich begab mich in die dortige Küche und sah, dass ein Wasserhahn voll aufgedreht war. Den Wasserhahn drehte ich zu und damit war die Sache erledigt. Lisas Freund bat mich, dass ich jetzt doch den Herrn F. herholen soll, damit er den Schaden begutachten kann. Ich begab mich dann zu F.'s und da der Herr F. auf Arbeit war, holte ich Frau F. her. Sie begab sich mit in die Wohnung. Als Frau F. eintraf, befanden sich ich, die Frau F., die Lisa, ihr Freund und dessen Kollege in der Wohnung. Bis zu dieser Zeit hatten Lisa, ihr Freund und der Kollege bereits schon alles aufgewischt. Sie benutzten diverse Handtücher und Bettlaken. Für mich erschien die Wohnung wieder halbwegs abgetrocknet.“

8.12. 2006: Zwei Polizeibeamte wollten den Schaden in der Wohnung der „Fam. Dienelt“ besichtigen. Dies gelangt ihnen jedoch nicht, „da die Familie nicht zu Hause war“.

9. 01.2007: Nicht befolgte Vorladung der „Lisa Dienelt” (Zschäpe) zur Zeugenvernehmung.
Die Polizeidirektion Südwestsachsen lud die von Patrick K. erwähnte „Lisa Dienelt“ vor. Da sie jedoch nicht zu ihrer Vernehmung am 9. Januar 2007 erschien, versuchte die Polizei erfolglos ihre Telefonnummer durch öffentliche sowie polizeiliche Systeme zu ermitteln. Hierbei stellte sich heraus, dass eine „Lisa Dienelt“ nicht verzeichnet war. Daraufhin erkundigte sich die Polizei beim Einwohnermeldeamt in Zwickau. Die Auskunft ergab, dass eine Frau „Lisa Dienelt“ dort nicht bekannt war. In der Polenzstraße 2 war jedoch eine Person namens Matthias Dienelt gemeldet. In dem Vermerk heißt es weiter:

„Durch Unterzeichner wurde in der Folge das Wohnhaus aufgesucht. Dort wurde in der Wohnung Dienelt Frau Susann Eminger, geb. […] angetroffen (nach dem 9.1.07). Auf Befragen hin gibt sie an, dass sie den Spitznamen Lise hat und daher für manche Leute als Lisa Dienelt gehalten wird. Matthias Dienelt ist ihr Bekannter, er ist aber als LKW-Fahrer beruflich unterwegs. Frau Eminger wurde erklärt, dass sich eine Zeugenvernehmung wegen der Sachbeschädigung erforderlich macht. Da sie gleich vor Ort dazu nicht bereit war, wurde mit ihr ein Termin am 11.01.2007, 06:30 Uhr, in der Dienststelle vereinbart.

9. 01. 2007 Vernehmung des Zeugen Martin F. erneut. Zu möglichen Zeugen befragt nannte er:

„Die Lisa, die unter uns wohnt. Sie müsste Dienelt heißen. Das habe ich über meinen Bruder und meine Frau erfahren. Die Lisa hätte es ihnen erzählt. Mir selber hat sie es nicht erzählt. Sie hatte am Tag mit dem Wasserschaden vormittags Fußtritte bei uns in der Wohnung gehört. Wir können es nicht gewesen ein.“
Außerdem zeigte er an, dass aus der Wohnung verschiedene Gegenstände entwendet worden seien.

11. Januar 2007 um 6.35 Uhr vernahm derselbe Polizeibeamte, der bereits am 9. Januar 2007 Kontakt zu „Lisa Dienelt bzw. Susann Eminger“ hatte, diese Person. Sie gab sich erneut als Susann Eminger aus und wies sich laut Protokoll durch einen Personalausweis aus. Sie erklärte:

„Normalerweise wohne ich mit meinem Mann André Eminger in Zwickau, Dortmunder Str. 12. Wir halten uns aber hin und wieder in der Wohnung unseres Kumpels Mathias Dienelt auf. Er ist Lkw-Fahrer und im Fernverkehr tätig, daher ist er tagsüber viel unterwegs. Wir kümmern uns in seiner Wohnung um seine Katzen. lm Haus sind mir die Familien K. und auch F. ziemlich gut bekannt. Ich hatte bisher aber immer den Eindruck, dass sie gut zusammengehalten haben. Sie haben in den Sommermonaten viel zusammen gefeiert, und ich weiß, dass sie gegenseitig auch die Wohnungsschlüssel in Besitz hatten. So, wie ich es mitbekam, sind sie gegenseitig in der Wohnung ein und aus gegangen. Dass es irgendwelche Anfeindungen unter den beiden Familien gab, habe ich am Anfang nicht mitbekommen, erst nach dieser Sache mit dem Wasserschaden.
An dem Tag, als dieser Wasserschaden passiert ist, es müsste ein Donnerstag gewesen sein, war ich vormittags unterwegs. Ich denke, ich habe gegen 8:00 oder 9:00 Uhr früh die Wohnung zum Einkaufen verlassen und kam irgendwann am frühen Nachmittag zurück. Als ich zurück kam, war eine Aufregung im Haus. Als ich in die Wohnung kam, standen bei uns im Bad Eimer. Ich sah, dass oben von der Decke Wasser herunter tropfte. Dann ging ich in die 1. Etage. Dort war die Wohnung der Familie F. geöffnet. In der Wohnung waren mein Ehemann, der Sohn der Familie K. und die Tochter sowie die Freundin des jungen K. Ich kann die Vornamen bzw. die genauen Namen nicht benennen. Sie waren damit beschäftigt Wasser aufzuwischen. So, wie sie es mir erzählten, war die Hälfte schon weggewischt. Ich ging dann sofort zum Hausmeister. […] Er wohnt zwei Eingänge weiter, ich schätze, es ist die Polenzstr. 6. Ich sagte ihm, was passiert ist, und er kam mit mir zurück in die Polenzstr. 2. Seine Tochter hat uns ebenfalls begleitet. Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen
Frage: Aus Vernehmungen geht hervor, dass Sie sich am Vormittag dieses 07.12.06 in Ihrer Wohnung aufgehalten haben. Von Ihrer Wohnung aus hätten Sie Geräusche in der oberen Wohnung wahrgenommen. Damit ist die Wohnung der Familie F. gemeint. Was können Sie dazu sagen?
Antwort:
Das kann so nicht stimmen. Ich weiß nicht, wer zu dieser Behauptung kommt. Ich war an dem Vormittag in der Stadt unterwegs. Ich höre auch das erste Mal davon. Mein Mann war jedoch zu Hause gewesen, vielleicht kann er mehr dazu sagen. Ich kann aber sagen, dass man Geräusche in der oberen Wohnung sehr stark hört. Es handelt sich um einen Altbau, der teilweise saniert ist. Durch die Zimmerdecken hört man jegliche Geräusche, damit meine ich Laufgeräusche, Musik, teilweise auch lauter geführte Gespräche. […]
Frage: Ist Ihnen ein Schaden an Ihrer Wohnung bzw. Ihren persönlichen Gegenständen entstanden?
Antwort:
Nein, wir selber hatten an unseren persönlichen Sachen keinen Schaden. Ich muss dazu sagen, dass es bereits vorher einen Wasserschaden gab. Aus diesem Grund haben wir Badmöbel aus Metall, also aus wasserfesten Teilen, gekauft. Der Schaden, der an der Wohnung entstanden ist, ist eigentlich dem Vermieter entstanden. Dieser ist mittlerweile behoben. Wir hatten lediglich die Unannehmlichkeiten. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Ende der Vernehmung: 6:50 Uhr“

11.01.2007: Um 6.53 Uhr, also direkt nach dieser Vernehmung von „Susann Eminger“, vernahm derselbe Polizeibeamte eine Person, die sich als André Eminger bezeichnete und freiwillig, das heißt ohne Vorladung, erschien. Diese Person wies sich laut Protokoll durch einen Personalausweis aus und erklärte:....

17.01. 2007: Martin F. wurde am 17. Januar 2007 zu den Widersprüchen zwischen seiner Aussage vom 9. Januar 2007 und derjenigen von Susann E. vernommen.
Die Staatsanwaltschaft Zwickau stellte mit Verfügung vom 27. Juli 2007 das Ermittlungsverfahren gegen Patrick K. wegen Diebstahls u. a. nach § 170 Abs. 2 StPO ein. In der Abschlussverfügung heißt es, es habe kein Nachweis erbracht werden können, dass der Beschuldigte sich zur Tatzeit tatsächlich in der Wohnung F. aufgehalten habe.
-------
Ab hier sind die Ermittlungsbehörden im ehemaligen IM-Land auf das Trio in Zwickau aufmerksam geworden. Da Böhnhardt es nicht mit dem Trockenwischen beließ, sondern auch noch den ehemaligen Mieter der unbewohnten Wohnung aus unverständlichem Gerechtigkeitssinn informieren mußte, obwohl kein Schaden entstanden war, und dieser dann eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Diebstahl gegen den Minderjährigen stellte, steuerte das Trio so seinem Ende entgegen, zumal sie in der gleichen Stadt erneut unter dem Namen „Dienelt” sich in einer Wohnung einmieteten.
Entweder hat der 15jährige mit seiner Freundin nur in der leeren Wohnung etwas rumgefummelt und dabei vergessen den Wasserhahn in der Aufregung zu schließen oder da hat jemand eine Lampe gebaut und so versucht das Trio ans Tageslicht zu spülen?

nachdenkerin
19.09.2013, 06:09
Polizeiliche Ermittlungen zu einem Wasserschaden in der Polenzstraße 2 in Zwickau am 7. Dezember 2006


Prima, ich hatte meinen Bericht etwas umgestellt und gekürzt, dadurch war die Zeugenaussage vom 8. Dezember 2006 von Patrik K. und der Ablauf nachher nicht mehr vollständig wiedergegeben. Ursprünglich hatte ich eine Tabelle, mit einer Gegenüberstellung, die ich dann wieder löschte.

brain freeze
19.09.2013, 07:26
Warum reichten die Mordwaffen in Zwickau nicht?
Über den Rest muss ich noch nachdenken... und was er mit den falschen Phantombildern zu tun haben könnte...

Wenn Gronbach vielleicht anfangs VS-gesteuert war, ist er wohl längst außer Kontrolle geraten. Ob er mit den Phantombildern in Verbindung steht, scheint mir nachrangig. Wichtig ist: Die Gronbach/Krokus-Verdächtigungen entsprechen völlig dem inneren Aufbau der NSU-Story. Die Soko Umfeld müßte seine Geschichten dankbar aufgreifen. Tut sie aber nicht. Im Gegenteil: Die Alibi-Veranstaltung Soko Umfeld gerät unter Zugzwang. Daß Krokus unter "Druck" gesetzt wurde, keine Falschaussagen zu riskieren, halte ich für einigermaßen glaubwürdig.

Warum dieser Druck auf die zwei? Gronbach/Krokus packen unkontrolliert weiteres Material auf das fragile NSU-Konstrukt. Mir ist nicht ganz klar, ob sich Gronbach dessen bewußt ist, daß er die ganze Story gefährdet oder ob er die Sache unabsichtlich auf die Spitze treibt. Möglich auch, daß da von seiner Seite eine Art subtiler Erpressungs- oder Racheversuch im Spiel ist. Er steht ja selbst auch anderweitig unter Druck. Lautet seine Rechnung: Ihr verschont/rehabilitiert uns oder ich lasse eure NSU-Geschichte platzen, indem ich euch zwinge zu ermitteln?

Zum Vergleich: Das Nürnberger Umfeld, das es ja eigentlich auch geben müßte, weil irgendjemand die Bekenner-DVD bei den Nürnberger Nachrichten einwarf (falls es nicht Beckstein persönlich war ;) ), wird nicht ermittelt, weil kein öffentliches Nachhaken. Genau so sollten vermutlich die Ermittlungen der Soko Umfeld im Sande verlaufen.

Warum die Dienstwaffen und nicht nur Tatwaffen? Vielleicht um die Beweiskraft der dünnen Story durch zusätzliche Beweismittel zu verstärken.

fatalist
19.09.2013, 07:43
Ne, nur doof und naiv vom Trio! So ist es.



-------
Ab hier sind die Ermittlungsbehörden im ehemaligen IM-Land auf das Trio in Zwickau aufmerksam geworden. Da Böhnhardt es nicht mit dem Trockenwischen beließ, sondern auch noch den ehemaligen Mieter der unbewohnten Wohnung aus unverständlichem Gerechtigkeitssinn informieren mußte, obwohl kein Schaden entstanden war, und dieser dann eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Diebstahl gegen den Minderjährigen stellte, steuerte das Trio so seinem Ende entgegen, zumal sie in der gleichen Stadt erneut unter dem Namen „Dienelt” sich in einer Wohnung einmieteten.
Entweder hat der 15jährige mit seiner Freundin nur in der leeren Wohnung etwas rumgefummelt und dabei vergessen den Wasserhahn in der Aufregung zu .schließen oder da hat jemand eine Lampe gebaut und so versucht das Trio ans Tageslicht zu spülen? Am 7.12.2006 war es noch fast 4 Jahre bis zum 4.11.2011, Heilbronn war noch gar nicht passiert, das passt nicht.

Die Handlungsweisen des Trios und der Emingers zeigen doch lediglich, dass man keine besondere Vorsicht walten liess, im Gegenteil die Angelegenheit noch ohne Not aufplusterte.
"Untergrund" geht anders.

Allerdings ist es schon komisch, dass da ein Wasserhahn in einer leeren Wohnung aufgedreht wurde. Teenagerstreich passt wohl am ehesten...

fatalist
19.09.2013, 08:10
Wenn Gronbach vielleicht anfangs VS-gesteuert war, ist er wohl längst außer Kontrolle geraten. Ob er mit den Phantombildern in Verbindung steht, scheint mir nachrangig. Mir nicht.

Diese Kontextmoser-Phantombilder sind nicht die Originale aus den Ermittlungsakten, bis auf die Frau, und man versucht seitens Wolf Wetzel und Thomas Moser, die Krokus-Story zu stützen. Dieser Inder vom Haller Tagblatt gehört auch zu diesem Kreis dazu.

Wir haben also einerseits Gronbach, der "lokale NPD-Grössen" mit Heilbronn in Verbindung bringt, und wir haben Phantombilder unbekannter Herkunft, die man nicht nur veröffentlicht, sondern auch Augenzeugen vorlegt.

Und wenn man sich diese Phantombilder anschaut, es sind ja 1 weibliche Person (echt) und 13 Männer, einschl. Putin, also nur 12, dann finden sich merkwürdige Übereinstimmungen, die mir ein Vögelchen (vielen Dank dafür!) geflüstert hat:

http://www.kontextwochenzeitung.de/typo3temp/_processed_/csm_Phantom_TITEL_01_11c6d1950d.jpg

-weibliche Person oben links: Ähnlichkeit mit einer gewissen Friseuse.
-männliche Person daneben: Ähnlichkeit mit deren Ehemann.
-männliche Person unten links: Ähnlichkeit mit Thino Brandt, was aber von Gronbach in Kommentaren bestritten wurde:


Es ist auch nicht Tino Brandt auf dem einen Phantombild unten links. Dieses Bild hat eine 95% Ähnlichkeit mit einem anderen Rechtsterroristen. Der Name bedeutet "Rotfront" in Irisch, ist also klar wer das ist...
http://www.kontextwochenzeitung.de/pulsschlag/120/die-vertuschten-phantome-von-heilbronn-1297.html

Und Dank des Kommentares bei Wolf Wetzel wissen wir ja auch, dass das nach Gronbach´scher Lesart Alexander Neidlein sein soll.

Wir haben also Phantombilder unbekannter Herkunft, die möglicherweise zur Krokus-Story passend gemacht wurden und die "lokale NPD-Prominenz" zeigen (sollen?). Bleibt die Frage: Wo ist Mathias Brodbeck bei diesen Phantombildern???



Wichtig ist: Die Gronbach/Krokus-Verdächtigungen entsprechen völlig dem inneren Aufbau der NSU-Story. Die Soko Umfeld müßte seine Geschichten dankbar aufgreifen. Tut sie aber nicht. Im Gegenteil: Die Alibi-Veranstaltung Soko Umfeld gerät unter Zugzwang. Daß Krokus unter "Druck" gesetzt wurde, keine Falschaussagen zu riskieren, halte ich für einigermaßen glaubwürdig Ja, das könnte so hinkommen.


Warum dieser Druck auf die zwei? Gronbach/Krokus packen unkontrolliert weiteres Material auf das fragile NSU-Konstrukt. Mir ist nicht ganz klar, ob sich Gronbach dessen bewußt ist, daß er die ganze Story gefährdet oder ob er die Sache unabsichtlich auf die Spitze treibt. Möglich auch, daß da von seiner Seite eine Art subtiler Erpressungs- oder Racheversuch im Spiel ist. Er steht ja selbst auch anderweitig unter Druck. Lautet seine Rechnung: Ihr verschont/rehabilitiert uns oder ich lasse eure NSU-Geschichte platzen, indem ich euch zwinge zu ermitteln? Um die NSU-Story auffliegen zu lassen, dazu fehlt der Antifa-Presse/Gronbach denn doch die Durchschlagskraft. Aber solche Überlegungen können sie trotzdem angestellt haben.


Zum Vergleich: Das Nürnberger Umfeld, das es ja eigentlich auch geben müßte, weil irgendjemand die Bekenner-DVD bei den Nürnberger Nachrichten einwarf (falls es nicht Beckstein persönlich war ;) ), wird nicht ermittelt, weil kein öffentliches Nachhaken. Genau so sollten vermutlich die Ermittlungen der Soko Umfeld im Sande verlaufen. Im Saarland wurde die DVD ebenfalls per Boten eingeworfen. Der Videoladen APABIZ scheint bestens bundesweit vernetzt zu sein ;)


Warum die Dienstwaffen und nicht nur Tatwaffen? Vielleicht um die Beweiskraft der dünnen Story durch zusätzliche Beweismittel zu verstärken. Könnte sein.
Klingt aber eben total bescheuert, zu einem Bankraub Beute von vorherigem Bankraub, "Bekenner-DVD" und Polizei-Dienstwaffen aus nem Mordfall mitzunehmen.

Das war eine derart dumme Überinszenierung, einfach too much, ich denke da machen die Dienstwaffen fast schon wieder Sinn.

fatalist
19.09.2013, 08:30
Der Kopp-Verlag und der NSU:


Rottenburg Nazis auf Baustelle des Kopp-Verlags?

Schwarzwälder-Bote, 18.09.2013 10:19 Uhr


http://media1.schwarzwaelder-bote.de/media.media.56197bbe-188d-4782-a470-8ecded3ae489.normalized.jpeg
Das Kopp-Gebäude wurde im Frühjahr fertiggestellt.Foto: Schwarzwälder-Bote


Rottenburg (http://www.schwarzwaelder-bote.de/thema/Rottenburg) - Ein Bautrupp unter dem Namen "Chaosbau" veröffentlicht bei Facebook Bilder von der Kopp-Baustelle, die im Frühjahr abgeschlossen wurde. Das Pikante: Hinter der Firma sollen Rechtsradikale mit engem Bezug zum Terrortrio um Beate Zschäpe stecken. Verleger Jochen Kopp vermutetet darin eine Verschwörung. Vor genau einem Jahr postet ein Internetuser unter dem Namen "Thomas G.", so heißt ein Neonazi aus Thüringen, ein Bild vom Dach des Rottenburger Kopp-Verlags bei der Fotoplattform Instagram.

Auch bei Facebook wird unter dem Namen "Chaosbau" der Baufortschritt am Kopp-Gebäude dokumentiert. Bei Chaosbau sollen die mutmaßlichen NSU-Unterstützer und rechten Szenegrößen André K. und Thomas G. zusammenarbeiten. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottenburg-nazis-auf-baustelle-des-kopp-verlags.0885de5a-1f31-4ad4-b66a-fc068168c5a3.html

Thomas "Ace" Gerlach und Andre Kapke, Hurricane im Wasserglas :haha:


Gestern riefen wir unter der im Internet bei "Bausanierung24.com" angegebenen Nummer an. Eine Männerstimme meldete sich. Kein Name wurde genannt. Auftrag vom Kopp-Verlag? "Da müssen wir erstmal nachschauen. Melden Sie sich morgen wieder." Wenig später verschwand ein Bild mit einer Baustellen-Collage und "Kopp Verlagshaus" in roten Buchstaben auf der Chaosbau-Facebookseite. Mysteriös. Was für ein Skandal...

fatalist
19.09.2013, 08:39
Der Prozess könnte platzen.


Befangenheitsantrag
Ein Rückschlag im NSU-Prozess

18.09.2013 19:43 Uhrvon Frank Jansen (http://www.tagesspiegel.de/jansen-frank/6046864.html)

Ein seltsames Wort in einem Beschluss und nun steht ein Richter im Verdacht, schon von der Schuld Beate Zschäpes und der vier Angeklagten überzeugt zu sein. Gerät der Mammutprozess nun ins Stocken – oder steht er gar vor dem Aus? http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/befangenheitsantrag-ein-rueckschlag-im-nsu-prozess/8812520.html


Der beisitzende Richter Konstantin Kuchenbauer, der im September die 5000 Euro für Stahl per Beschluss festsetzte, hat darin eine zumindest missverständliche Begrifflichkeit gebraucht. Kuchenbauer schrieb, die Strafsache sei „im Hinblick auf die tatsächlichen Probleme des Tatnachweises“ besonders schwierig. An anderer Stelle ist von den „besonderen Schwierigkeiten im Tatnachweis“ die Rede. Tatnachweis? In einem Prozess haben die Richter in der Beweisaufnahme die Aufgabe, den Sachverhalt an sich zu erforschen, nicht eine Tat nachzuweisen. Das hat dem Senat aber niemand erklärt :fuck: :haha:

Wenn der Prozess platzt, dann wegen "erwiesener Blödheit" dieses Richters in schriftlicher Form.

Sehr gute Kommentare dort, Schmücker-Prozess etc. Passt wie Arsch auf Eimer...

fatalist
19.09.2013, 09:03
Beate kann das Briefe schreiben nicht lassen...


In der Welt geht es um einen neuen Brief von Beate Zschäpe an den inhaftierten Rechtsextremen Robin S., diesmal vom 2. August 2013. Darin erwähnt Zschäpe laut Autor Per Hinrichs den Neonazi Sebastian Seemann, den sie gerne vor Gericht sehen würde.

Hinrichs Vermutung: “Zschäpes Erwähnung des Namens Seemann könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie die Person nicht nur aus den Erzählungen von Robin S. kennt, sondern auch aus früheren Kontakten, die mit dem NSU zusammenhängen.” Zschäpe habe sich in dem Schreiben außerdem darüber beschwert, dass ihre Briefe in der Zeitung landen.

Schon zuvor sind Briefe von Zschäpe an Robin S. aufgetaucht und wurden in den Medien besprochen. (Vergleich Medienlog vom 13. Juni und 16. August) Warum Medien daraus zitieren dürfen, können Sie hier nachlesen. blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/09/19/honorar-stahl-brief-zschaepe/

DIE WELT:

Zschäpe will über Dortmunder Kontaktmann lästern

Beate Zschäpe deutet in einem Brief an, dass sie den Dortmunder Neo-Nazi Sebastian Seemann kennt – einen V-Mann des Verfassungsschutzes. Damit verdichten sich Hinweise auf NSU-Kontakte in den Westen. Von Per Hinrichs http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.htm (http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.html)l (http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.html)


Sie würde Seemann gerne "aus vielerlei Gründen" vor Gericht sehen, um sich ein Bild von ihm zu machen und anschließend über ihn zu lästern, schreibt Zschäpe. Daraus wird geschlossen, Zschäpe kenne V-Mann Seemann. Sehr merkwürdig... imo ist es umgekehrt, sie will sich ein Bild machen, weil sie ihn eben nicht kennt.


Seemann stiftete Robin S. zu einem Überfall an, bei dem der Täter einen Tunesier anschoss und lebensgefährlich verletzte.
Seemann hielt sich in Dortmund im Umfeld der Skinhead-Rockband Oidoxie auf, die wiederum auch Verbindungen nach Kassel zur dortigen rechtsextremen Szene hat. Und auch dort hatte der Verfassungsschutz einen V-Mann: Benjamin G. Er wurde von dem Kasseler Verfassungsschützer Andreas Temme geführt. Das wird ein Höhepunkt, wenn die Nebenklage den Temme und den Benjamin Gärtner ins Visier nimmt. Letzterer soll ja auch noch einen Halbruder in Dortmund haben, der dort sehr "rechtsaktiv" war, wenn man der Antifa glauben mag...

Dieser Tunesier soll den Robin Schliemann bei einem Drogendeal übern Tisch gezogen haben.
Daraufhin hätte Seemann dem Schliemann ne Knarre (vom VS??) in die Hand gedrückt, und dann fielen die Schüsse.
Diesen Drogenzusammenhang lässt DIE WELT aber weg. Fällt auf, mir zumindest.

bernhard44
19.09.2013, 09:05
Beate kann das Briefe schreiben nicht lassen...

blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/09/19/honorar-stahl-brief-zschaepe/

DIE WELT:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.htm (http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.html)l (http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.html)

Daraus wird geschlossen, Zschäpe kenne V-Mann Seemann. Sehr merkwürdig... imo ist es umgekehrt, sie will sich ein Bild machen, weil sie ihn eben nicht kennt.

Das wird ein Höhepunkt, wenn die Nebenklage den Temme und den Benjamin Gärtner ins Visier nimmt. Letzterer soll ja auch noch einen Halbruder in Dortmund haben, der dort sehr "rechtsaktiv" war, wenn man der Antifa glauben mag...

sie sollte lieber schon mal ihre Memoiren schreiben!

fatalist
19.09.2013, 09:14
19.09.2013 Entscheidung über Befangenheitsanträge in NSU-Prozess erwartet

München (dpa) - Das Münchner Oberlandesgericht wird voraussichtlich heute eine Entscheidung über Befangenheitsanträge gegen die Richter im NSU-Prozess bekanntgeben. Die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe hatten die Ablehnungsanträge nach einem Streit um Anwaltsgebühren gestellt.

dpa
Da alle fünf Richter betroffen sind, muss ein anderer Senat über die Anträge befinden. Sollte den Befangenheitsanträgen stattgegeben werden, müsste der gesamte Prozess neu aufgerollt werden. Das gilt aber nicht als wahrscheinlich.

Werden die Anträge abgelehnt, geht es wie geplant weiter. Dann sollen an diesem 36. Verhandlungstag sechs Zeugen zum Mord an dem türkischstämmigen Kioskbesitzer Mehmet Kubasik im Jahr 2006 in Dortmund gehört werden. Auch zwei Zeugen der Brandstiftung in der Wohnung der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» in Zwickau sollen befragt werden.
http://www.fuldaerzeitung.de/artikelansicht/artikel/744606/entscheidung-uber-befangenheitsantrage-in-nsu-prozess-erwartet

fatalist
19.09.2013, 09:18
sie sollte lieber schon mal ihre Memoiren schreiben! Die hat sie doch längst fertig, Bernhard. Liegen hier vor mir ;)
Ernsthaft: Damit wird sie sich sehr viel Zeit lassen müssen, jedenfalls mit der Veröffentlichung.
Erst ist Verena Becker dran, mit Memoiren...

Nereus
19.09.2013, 09:36
.....Wir haben also einerseits Gronbach, der "lokale NPD-Grössen" mit Heilbronn in Verbindung bringt, und wir haben Phantombilder unbekannter Herkunft, die man nicht nur veröffentlicht, sondern auch Augenzeugen vorlegt.

Und wenn man sich diese Phantombilder anschaut, es sind ja 1 weibliche Person (echt) und 13 Männer, einschl. Putin, also nur 12, dann finden sich merkwürdige Übereinstimmungen, die mir ein Vögelchen (vielen Dank dafür!) geflüstert hat:

http://www.kontextwochenzeitung.de/typo3temp/_processed_/csm_Phantom_TITEL_01_11c6d1950d.jpg

-weibliche Person oben links: Ähnlichkeit mit einer gewissen Friseuse.
-männliche Person daneben: Ähnlichkeit mit deren Ehemann.
-männliche Person unten links: Ähnlichkeit mit Thino Brandt, was aber von Gronbach in Kommentaren bestritten wurde:

......

Und mit wem hat der Nachfolgende eine Ähnlichkeit mit den Typen aus der Galerie der Heilbronner Phantombilder?

Als 38 Jähriger http://www.stimme.de/storage/pic/alfa/hloer/1527817_1_495127890_7002.jpg?version=1299455536

Als 41 Jähriger http://www.stimme.de/storage/pic/alfa/1s_region/2148900_1_b502ca24-4b74-4a4d-b350-cbe42402c698.jpg?version=1376895850

fatalist
19.09.2013, 09:43
Das ist doch dasselbe Foto, Nereus.
Davon abgesehen: Nein, eher keine Entsprechung bei den Phantombildern.
Bild 3 und 4 zeigen angeblich denselben Mann.

Nereus
19.09.2013, 09:55
Die hat sie doch längst fertig, Bernhard. Liegen hier vor mir ;)
Ernsthaft: Damit wird sie sich sehr viel Zeit lassen müssen, jedenfalls mit der Veröffentlichung.
Erst ist Verena Becker dran, mit Memoiren...

Verena Becker, Grünhagen, Volker Weingraber Edler von Grodek alias „Wien”? Dazu hönnte ich auch noch mit ein paar Auszügen aus Stasi-Akten beitragen.... :cool:

fatalist
19.09.2013, 10:01
Verena Becker, Grünhagen, Volker Weingraber Edler von Grodek alias „Wien”? Dazu hönnte ich auch noch mit ein paar Auszügen aus Stasi-Akten beitragen.... :cool: Da kannst Du ja einen Strang aufmachen, im Gegensatz zum NSU gehe ich davon aus, dass die STASI beim Linksextremismus der 70 und 80er Jahre eine sehr grosse Rolle spielte, bevor Gladio ab Mitte der 80er übernahm.

Nereus
19.09.2013, 10:10
Das ist doch dasselbe Foto, Nereus.
Davon abgesehen: Nein, eher keine Entsprechung bei den Phantombildern.
Bild 3 und 4 zeigen angeblich denselben Mann.

Nr. 2 auf der Phantomgalerie?

Na, dann mit anderem Foto? Gronbach will doch die heutige Konkurrenz der schwarzen Gronbachs aus der mittelalterlichen Bischoffs-Familie ausrotten?

https://lh3.googleusercontent.com/-Izsnnt-TM2I/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAJ4/vYlvqaVf33E/photo.jpg

Matthias Brodbeck (NPD):
Der 38-jährige Maschinenbediener aus Erlenbach ist seit 1990 Mitglied der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands. Die Partei wird vom Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistisch, in Teilen neonazistisch eingestuft. Brodbeck bezeichnet die Familie als "Keimzelle eines jeden Volkes". Sie müsse gefördert werden. Darüber hinaus sei die multikulturelle Gesellschaft gescheitert. Die hier lebenden Ausländer müssten in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden. Bei der Inneren Sicherheit fordert Brodbeck, "Recht und Ordnung" wiederherzustellen. Die nationale Identität Deutschlands müsse gestärkt werden. Brodbeck ist seit 1998 NPD-Kreisvorsitzender für Heilbronn und Hohenlohe. Bei der letzten Landtagswahl holte die NPD in Hohenlohe 1,6 Prozent. Auf dieses Ergebnis will Brodbeck aufbauen.
http://www.stimme.de/themen/wahlen/landtagswahl/wk-hohenlohe/sonstige-Fuenf-kleine-Parteien-werben-um-Stimmen;art73256,2077211

Matthias Brodbeck (NPD)
Matthias Brodbeck kandidiert für die NPD. Seit 1998 ist der Technische Angestellte aus Weikersheim Kreisvorsitzender in Heilbronn und seit mehreren Jahren auch im Landesvorstand. Der 41-Jährige ist nach eigenen Angaben politisch tätig "wegen der deutschfeindlichen Politik der etablierten Parteien".
http://www.stimme.de/themen/wahlen/bundestag/news/heilbronn/sonstige-Die-Wahlkaempfer-der-kleinen-Parteien;art24022,2871579

fatalist
19.09.2013, 10:15
Nr. 2 auf der Phantomgalerie? Die Sache ist ja diese: Entweder ist die Theorie Müll, oder eben nicht.
Wenn nicht, dann müssen die "NPD-Terroristen aus´m Ländle" unter den gefakten Phantombildern sein.
Also 4 Leute, 3 Männer und die Friseuse.

Wenn das nicht so ist, dann ist die Theorie halt Müll.
Muss man dann mit leben ;)

fatalist
19.09.2013, 11:09
Die Show geht weiter.


19. September 2013 12:02 NSU-Prozess
Gericht weist Befangenheitsanträge der Zschäpe-Anwälte zurück

http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-prozess-gericht-weist-befangenheitsantraege-der-zschaepe-anwaelte-zurueck-1.1774946


Zeugenbefragungen gehen weiterEine erste Zeugin nach Fortsetzung des Prozesses berichtete über die Brandstiftung in der Wohnung der mutmaßlichen Neonazi-Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Zwickau. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe soll nach dem Selbstmord ihrer mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt das Feuer gelegt haben. Die frühere Nachbarin des Trios sagte, sie habe an eine Gasexplosion geglaubt. Näher gekannt habe sie die drei nicht.
An diesem 36. Verhandlungstag sollten auch Zeugen zum Mord an dem türkischstämmigen Kioskbesitzer Mehmet Kubasik 2006 in Dortmund gehört werden. Zu der Verhandlung kam am Donnerstag auch Kubasiks Tochter Gamze, die in dem Verfahren Nebenklägerin ist. Niemand, der Zschäpe näher kannte, sah sie am 4.11.2011 in Zwickau.

Nereus
19.09.2013, 11:22
SOZI-Pranger:

http://www.rheinneckarblog.de/files/2012/09/Neue-Rechte-08.jpg

Hatten einige Heilbronner Phantombilder - zur angebliche NSU-Mordtat - als Vorlage auch Fotos auch aus dem SPD-Archiv der Politikwissenschaftlerin Ellen Esen (Linksfront-Referentin in AWO-Geschäftstellen)?
http://www.rheinneckarblog.de/27/skinhead-springerstiefel-und-bomberjacke-sind-vorbei/17595.html

Die Esen von der Linksfront zählt zum Unterstützerkreis des politischen Kampagnenbuches „Das Zwickauer Terrortrio” von Maik Baumgärtner / Marcus Böttcher.
Baumgärtner, geb. 1982 in Jena, Autor beim linksextremen indymedia, beim linken SPIEGEL. Marcus Böttcher, geboren 1981, lebt in Berlin, Redakteur beim Berliner Kurier u. a. mit dem Rechtsextremismus in der Hauptstadt.
Das Vorwort schrieb der linke Rechtsextremismusexperte und FU-Politologe Prof. Hajo Funke (Internationalist, trotzkistischer Flügel der SPD, Hasser von nationalen und „stalinistischen” Deutschen).
Baumgärtner schöpfte u.a. aus amtlichen Ermittlungsakten, beim apabiz, dem „antifaschistischen pressearchiv kreuzberg” und bei seinen Zuträgern aus der Linksfront von linker SPD, Kreuzberger Autonome, multikulturellen Bündnisgrünen, der trotzkistischen Gysi-LINKEN und Ideologen der Sozialistischen Internationale.

Baumgärtners Danksagung an Linksfrontakteure:

antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum e.V. (apabiz), Kreuzberg
Prof. Dr. Hajo Funke
Sertab Sezen, Türkische Liedermacherin
Martina Renner, PDS-LINKE, PKK Kurden-Lobbyistin http://de.wikipedia.org/wiki/Martina_Renner
Thilo Schmidt, http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Schmidt (co mit Baumgartner)
Hans-Peter Buschheuer, http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Buschheuer Bl Kurier
Sven Röbel, BILD, SPIEGEL
Holger Stark, SPIEGEL
Andrea Bahr, Politologin, Potsdam
Ali Varli, Reporter türk. Zeitung http://www.tagesspiegel.de/medien/ze...te/870738.html
Canan Bayram, geb. 1966 in Malatya (Türkei ), türk. Politikerin SPD; Bü90/Grüne Bln-Kreuzberg-Friedrichshain, http://de.wikipedia.org/wiki/Canan_Bayram
Mario Born, Journalist
Ulli Jentsch, Antifa-Journalist apabiz Berlin-Kreuzberg http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge.../nazis121.html
Blanka Weber, Radio Journalistin
Volkmar Wölk, Antifa-Journalist, PDS-LINKE, http://de.metapedia.org/wiki/W%C3%B6lk,_Volkmar
Kerstin Köditz, Antifa-Politikerin, FDJ, PDS, LINKE, http://de.wikipedia.org/wiki/Kerstin_K%C3%B6ditz
Lisa Bjurwald, schwed. Antifa-Journalistin, http://www.weltbild.de/3/17192685-1/...s-schande.html
Nick Lowles, Rechtsextremismusexperte "Searchlight", London
Ellen Esen, Antifa-Politologin, http://wahrheiten24.de/?tag=ellen-esen
Axel Hemmerling, Terror-Trio-Experte des mdr, http://www.mdr.de/thueringen-journal...rkiste234.html
Pelin Öztoprak, türk. Liedermacherin Heilbronn und
Yavus Narin.türk. Opferanwalt, Antifa, LINKE, Bündnis gegen das Schweigen http://buendnis-gegen-das-schweigen.de/
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6373170&viewfull=1#post6373170

Linksfront-Esen:

http://www.rheinneckarblog.de/files/2012/09/Neue-Rechte-02.jpg

fatalist
19.09.2013, 13:07
Zeugin will Zschäpe 2006 am Tatort gesehen haben

Eine Frau hat sich gemeldet, die Beate Zschäpe im April 2006 in Dortmund gesehen haben will. Zschäpe habe ihr direkt in die Augen geblickt. War die Angeklagte eng in die Mordanschläge eingebunden?

http://www.welt.de/politik/deutschland/article120180186/Zeugin-will-Zschaepe-2006-am-Tatort-gesehen-haben.html


Die Szene, die Maria A. (Name geändert) in der ersten Aprilwoche 2006 beobachtete, wirkte gespenstisch. Auf dem Nachbargrundstück im Dortmunder Stadtteil Brackel standen zwei Männer und eine Frau regungslos in einer Reihe, alle ganz in schwarz gekleidet. Ein vierter Mann, ein bulliger Skinhead mit Flecktarnhose, zeigte dem Trio das Grundstück.

Als die Frau an einem Schaukelgerüst rüttelte, öffnete Maria A. ein Fenster und fragte, ob sie neue Nachbarn seien. Daraufhin schaute die Fremde zu Maria, beide hatten einen Moment Blickkontakt. Wortlos trottete die Gruppe aus dem Garten in das Haus.
Heute ist sich Maria A. sicher: Die Frau, die sie gesehen hatte, war Beate Zschäpe. Bereits im November 2011, als derNationalsozialistische Untergrund (NSU) (http://www.welt.de/themen/nsu/) aufflog, habe sie die heutige Angeklagte im NSU-Prozess auf Fotos in der Zeitung wiedererkannt, aber nicht verstanden, was das für eine Bedeutung hatte. Denn die Zeugin hat das Trio kurz vor zwei Morden beobachtet: Am 4. April erschossen Mundlos und Böhnhardt den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik, nur zwei Tage später auch Halit Yozgat in Kassel, der dort ein Internet-Café betrieb.

Das Nachbargrundstück ist Maria A. schon vorher aufgefallen. In den Jahren 2003 oder 2004 sei es unfachmännisch mit einem hohen Palisadenzaun umgeben worden, etwas später, im Jahr 2005, stand in der damals noch nicht verschlossenen Grundstückseinfahrt häufiger ein Wohnmobil. Das Kennzeichen begann mit dem Buchstaben "C" für Chemnitz und stand dort mehrere Wochen lang, so Maria A. Sehr interessant. Dauermiete statt Einsatzmiete?

Wenn 2 Zeuginnen aussagen, dass sie Beate Zschäpe in Nürnberg und Dortmund zur Tatzeit sahen, dann hat die Verteidigung ein Problem.

nachdenkerin
19.09.2013, 13:24
Hänssler heisst der Manfred, und die Segelohren waren auf den nach Beate Kellers Beschreibungen angefertigten Phantombildern nicht vorhanden.

Die Dame hat sich das alles schön zurechtgelegt, und das geschah nach dem 4.11.2011.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-zeugin-hatte-schon-2006-erkannt-a-920811.html

http://www.tagesspiegel.de/images/mordserie_2_dpa/5847158/2.JPG?format=format11

Wo sind die Segelohren? Ein Foto von 1998 oder früher als Vergleich für eine Sichtung 2005. Alles sehr durchsichtig, als Manipulation erkennbar.

Bin gerade bei PUA-Bericht S. 527. Da steht, dass Beate Keller sagte:


...von Gestalt und dann auch noch mit dem Ohr

Wenn die abstehenden Ohren gemeint sein sollten, so waren doch beide abstehend bei Uwe Böhnhardt und auf dem Phantombild sind beide anliegend, merkwürdig

nachdenkerin
19.09.2013, 14:15
BKA-DV-Anwendungen mit dem „Ausland“ Bayern


Der Zeuge Falk hat im Ausschuss ausgeführt, etwa zeitgleich mit der Einrichtung der BAO „Bosporus“ in Nürnberg sei an ihn herangetragen worden, dass die bayerischen Kollegen statt der bundesweiten Verbundanwendung INPOL-Fall, wo die Daten in solchen Fallkomplexen für alle Beteiligten zugänglich gebündelt werden sollten, ein eigenes Informationssystem – EASy genannt - nutzen würden. Das BKA habe dies von Beginn an kritisch gesehen, weil eine Folge dieses eigenen Wegs in Bayern gewesen sei, dass beide Systeme parallel bedient werden mussten und inhaltlich – das habe sich dann auch gezeigt – auch nur partiell bedient worden seien, ohne miteinander wirklich kompatibel zu sein.PUA-Bericht S. 530


Außerdem gibt es Probleme mit der Polizeisoftware. Das System <<Easy>> aus Bayern ist nicht kompatibel zum Programm <<Inpol>>, das alle anderen Landeskriminalämter benutzen. Da die Daten zwischen <<Easy>> und <<Inpol>> nicht automatisch abgeglichen werden können, müssen Beamte alle neuen Informationen per Hand einpflegen. Das ist aufwendig und kostet ZeitBuch „die Zelle“ S. 210 elektr. Ausgabe


Die unterschiedlichen Software-Systeme des BKA und Bayerns führten zu Schwierigkeiten und Verzögerungen der Ermittlungen. PUA-Bericht S. 530

Ja, wir haben dann einmal das Ausland Bayern und auf der anderen Seite Deutschland. Und das war natürlich alles absolut nicht gewollt.

fatalist
19.09.2013, 14:18
Bin gerade bei PUA-Bericht S. 527. Da steht, dass Beate Keller sagte:

Wenn die abstehenden Ohren gemeint sein sollten, so waren doch beide abstehend bei Uwe Böhnhardt und auf dem Phantombild sind beide anliegend, merkwürdig Vielleicht hat sie nur 1 Ohr gesehen, als sie gegen 10 nach 10 die "Radler" sah, die sich knapp 20 Minuten nach den Schüssen um 9:52 immer noch am Tatort herumtrieben.

Ganz schön doof, diese Mörder.

Sathington Willoughby
19.09.2013, 16:17
So, jetzt hat man Tschäpe endgültig festgenagelt.

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1495494

Die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, soll nach Beobachtungen einer Zeugin in der Woche vor dem Mord an dem türkischstämmigen Kioskbesitzer Mehmet Kubasik in Dortmund gewesen sein.

Die Frau habe Zschäpe zusammen mit ihren mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sowie einem «bulligen Skinhead» auf einem Grundstück in Dortmund gesehen, auf das sie aus ihrem Dachfenster blicken konnte, sagte die Nebenklageanwältin Doris Dierbach am Donnerstag vor dem Münchner Oberlandesgericht.

(...)
Bisher gibt es kaum Hinweise auf eine mögliche Anwesenheit Zschäpes im Umfeld von Tatorten. Das wurde als ein Schwachpunkt der Anklage gesehen, da Zschäpe als Mittäterin an allen Taten des «Nationalsozialistischen Untergrunds» angeklagt ist. Dem NSU werden zehn Morde und mindestens zwei Anschläge zu Last gelegt. Als im Juni 2005 in Nürnberg der Türke Ismail Yasar in seinem Dönerstand erschossen wurde, wurde Zschäpe laut Anklage in der Nähe gesehen.
Sie war mal in Nürnberg und auch in Dortmund. Das sollte als Beweis völlig reichen, finde ich, denn was hat ein Mensch dort sonst verloren?
Wie viele Leute waren denn sonst noch in beiden Städten, und das in ganz ungefährer Nähe zu de nTatorten und in ungefährer zeitlicher Nähe (so ein paar Wochen/Monate Versatz)?

Auch schön, dass die Zeugin JETZT mit ihrer Aussage rüberkommt und sich nach vielen Jahren noch so genau an ein Gesicht erinnern kann...


:D

Wow, wenn das die einzigen Punkte sind, an denen man sich hochziehen kann, dann ist Beate so was von unschuldig...

nachdenkerin
19.09.2013, 17:38
Im übrigen gab es hier Probleme mit einem Warenlieferanten. Eine Veranlassung der VP-Führung wurde in dem Bericht jedoch nicht erwähnt.

Der damalige bayerische Innenminister Dr. Beckstein hat zu diesem Einsatz ausgesagt:
„Es war […] völlig in Ordnung, dass ich davon erst jetzt aus den Medien erfahren habe. Einzelne operative Maßnahmen verdeckter Art werden üblicherweise nicht in Vermerke in einem Ministerium gegeben, wo sie über viele Schreibtische laufen.
[…]

Ich setze allerdings eines absolut voraus: Wenn es bayerische Polizei war, waren die sich hundertprozentig sicher, dass da niemand gefährdet wird, und das liegt auch nahe – noch einmal: jetzt Zeitungswissen -; denn auch nach allem, was man da gedacht hat, ist es nicht etwa so gewesen, dass irgendjemand einfach in den nächsten Döner geht und dort einfach um sich schießt, sondern dass es da vorher Schutzgelderpressung und Ähnliches gibt. Da werden mit Sicherheit – aber da müssten Sie Geier und die anderen fragen – ganz intensive Schutzvorkehrungen getroffen. Die Polizei macht das in Bayern absolut professionellPUA-Bericht S. 533

So wie ich raus las, müsste es noch einen anderen Fall zwischen dem 7. April 2006 und 8. November 2006 gegeben haben, der aber nichts mit den Dreien zu tun hatte. Im Internet konnte ich jetzt nichts finden, aber wie auch immer
Nur die Aussage finde ich interessant. Er gibt damit zu verstehen, dass nicht einfach so Türken abgeschossen werden, sondern eine Beziehung zu den Opfern besteht. Das widerspricht doch total der jetzigen These und seiner Randnotizen.


Auf einem Zeitungsbericht vom 12. September 2000 mit dem Titel „Opfer erlag den Schussverletzungen“ befindet sich ein handschriftlicher Vermerk des damaligen Bayerischen Innenministers Dr. Günther Beckstein:

„Bitte mir genau berichten. Ist ausländerfeindlicher Hintergrund denkbar?“PUA-Bericht S. 499


Erst im Mai 2006, also nahezu sechs Jahre nach dem ersten Mord, hat der Zeuge Dr. Beckstein erneut auf einem Zeitungsartikel über die Mordserie vermerkt:

„Könnte bei den Türken-Morden Fremdenfeindlichkeit das Motiv sein?“ PUA-Bericht S. 499

nachdenkerin
19.09.2013, 18:30
So, jetzt hat man Tschäpe endgültig festgenagelt.

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1495494

Sie war mal in Nürnberg und auch in Dortmund. Das sollte als Beweis völlig reichen, finde ich, denn was hat ein Mensch dort sonst verloren?
Wie viele Leute waren denn sonst noch in beiden Städten, und das in ganz ungefährer Nähe zu de nTatorten und in ungefährer zeitlicher Nähe (so ein paar Wochen/Monate Versatz)?

Auch schön, dass die Zeugin JETZT mit ihrer Aussage rüberkommt und sich nach vielen Jahren noch so genau an ein Gesicht erinnern kann...




Wow, wenn das die einzigen Punkte sind, an denen man sich hochziehen kann, dann ist Beate so was von unschuldig...

Das ist eigentlich eine Frechheit. Ich könnte mich vielleicht an auffällige Ereignisse erinnern, aber ich könnte nach fünf oder sieben Jahren garantiert nicht mehr sagen, wie die Personen genau aussahen und ich glaube das kann keiner.

Aber zu meinem hiesigen „Feierabend“ noch etwas Lustiges. Wie sieht denn überhaupt ein Nazi aus? Eine andere Zeugin aus 2006:

Gem. PUA-Bericht S. 534


Im Vermerk des PP Dortmund, Zentrale Kriminalitätsbekämpfung, vom 6. April 2006 heißt es über den Anruf der Zeugin: „Dabei seien ihr ‚zwei Typen, einer mit Fahrrad‘aufgefallen. ‚Das seien Junkies gewesen, die besoffen waren‘.


Im Vermerk vom 16. Juni 2006 über eine erneute Befragung der Zeugin an diesem Tag heißt es demgegenüber wieder:

„Vom Typ her sei der Mann ein Junkie oder ein Nazi gewesen.“


Den Vermerken vom 16. Juni und 9. Oktober 2006 kann nicht entnommen werden, dass näher hinterfragt worden ist, wie sich die Zeugin das Aussehen eines „Junkies“ oder „Nazis“ vorstellt.


Der Zeuge KOR Gricksch,…..
Auch wisse er nicht, ob die Zeugin jemals dazu befragt worden sei, mit welchen Merkmalen sie einen Nazi oder einen Junkie identifiziere.

:D

Sathington Willoughby
19.09.2013, 18:50
Das ist eigentlich eine Frechheit. Ich könnte mich vielleicht an auffällige Ereignisse erinnern, aber ich könnte nach fünf oder sieben Jahren garantiert nicht mehr sagen, wie die Personen genau aussahen und ich glaube das kann keiner.

Aber zu meinem hiesigen „Feierabend“ noch etwas Lustiges. Wie sieht denn überhaupt ein Nazi aus? Eine andere Zeugin aus 2006:

Gem. PUA-Bericht S. 534


:D

Jeder Polizist weiß, dass man Zeugenaussagen frisch genießen soll, wenn sie so alt sind, sind sie so gut wie nichts mehr wert.
Das Hirn legt sich Täuschungen zurecht, die betreffende Person würde schwören, dass es war, irrt aber.

Immerhin: wenn die Journaille nicht mehr zu berichten hat, dürfte Frau Zschäpe bald auf freiem Fuß sein. Oder einem tragischen Selbstmord erliegen.

nachdenkerin
19.09.2013, 18:53
Jeder Polizist weiß, dass man Zeugenaussagen frisch genießen soll, wenn sie so alt sind, sind sie so gut wie nichts mehr wert.
Das Hirn legt sich Täuschungen zurecht, die betreffende Person würde schwören, dass es war, irrt aber.

Immerhin: wenn die Journaille nicht mehr zu berichten hat, dürfte Frau Zschäpe bald auf freiem Fuß sein. Oder einem tragischen Selbstmord erliegen.

Ich glaube an verunfallen.

D-Moll
19.09.2013, 19:16
http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_65583072/nsu-prozess-ueberraschende-zeugin-koennte-beate-zschaepe-belasten.html

Überraschende Zeugin aufgetaucht
Habe ich es nicht prophezeit, die finden doch noch Zeugen (Gekauft ,bestochen oder Lügnerin) die Beate Z. Mitbeteiligung an den Morden anlasten w

mick31
19.09.2013, 23:22
So so, nach fast 8 Jahren, genau wenn der Schauprozess zu scheitern droht zieht die Nebenklage, also die Kümmeltürken sich eine Zeugin aus dem Arsch.
###edit###

nachdenkerin
20.09.2013, 06:10
So so, nach fast 8 Jahren, genau wenn der Schauprozess zu scheitern droht zieht die Nebenklage, also die Kümmeltürken sich eine Zeugin aus dem Arsch.
Ein r. Freisler hatte im Vergleich zur BRD Justiz noch Anstand.

Das konzentriert sich alles sehr auf Dortmund. Auch die Dokumentation von dem Taxifahrer, die Fatalist einstellte, Beitrag 17416

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz/page1742.


Vielleicht geht es auch hauptsächlich darum:


Über die Gründe für die Erdarbeiten könne man nur spekulieren, ob dort vielleicht Waffen oder andere Beweismittel vergraben werden sollte, sagte Dierbach.

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1495494

Vielleicht haben die Initiatoren der Show dort Waffen vergraben und zusätzlich noch andere Sachen, die auch auf Beate Zschäpe hinweisen. Und dann könnte Beate Zschäpe vielleicht einem tragischen Selbstmord erliegen oder?

nachdenkerin
20.09.2013, 07:15
Die polizeiliche V-Person H. hatte Ende März 2006, also wenige Tage vor dem Mord, Informationen über einen möglichen Waffenhandel von Toni S. geliefert. …. Im November 2011 teilte die V-Person H. der Polizei mit, dass sie am 1. April 2006, also drei Tage vor der Tat in Dortmund, am dortigen Hauptbahnhof Uwe Mundlos in Begleitung von Toni S. gesehen habe……… Es wurde bekannt, dass S. im Jahr 2003 hier in Dortmund Wohnsitz nahm und zuvor als VP für den Verfassungsschutz Branden burgtätig war. PUA-Bericht S. 534


Wie sicher sind sie sich, dass die Fahrgäste, die sie hier am Bahnhof abgeholt haben, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe gewesen sind…..

http://siegrun-roman.de/Dortmund_Taxi.jpg


http://www.youtube.com/watch?v=aq7OqazUI4w&feature=player_embedded


Zeugin sah Zschäpe vor Mord in Dortmund…………..Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt und der unbekannte Skinhead hätten der Anwohnerin zufolge auf dem Grundstück, rund sieben Kilometer vom Tatort entfernt gegraben……..Über die Gründe für die Erdarbeiten könne man nur spekulieren, ob dort vielleicht Waffen oder andere Beweismittel vergraben werden sollte, sagte Dierbach.

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1495494

fatalist
20.09.2013, 07:22
Wow, wenn das die einzigen Punkte sind, an denen man sich hochziehen kann, dann ist Beate so was von unschuldig... Für alle Fälle hat man ja noch die gefährliche Brandstiftung in Zwickau.
Verurteilt wird Zschäpe in jedem Fall.

bernhard44
20.09.2013, 07:26
http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_65583072/nsu-prozess-ueberraschende-zeugin-koennte-beate-zschaepe-belasten.html

Habe ich es nicht prophezeit, die finden doch noch Zeugen (Gekauft ,bestochen oder Lügnerin) die Beate Z. Mitbeteiligung an den Morden anlasten w

es sollte für einen guten Anwalt ein Leichtes sein, diese Phantomzeugen in der Luft zu zerreißen! Meine erste Frage wäre: "warum melden sie sich erst jetzt?"!

fatalist
20.09.2013, 07:28
Neues von Carsten Schultze:


Am Ende des Verhandlungstags erklärte sich der Angeklagte Carsten S. bereit, die Fragen der Verteidigung des von ihm schwer belasteten Wohlleben zu beantworten. Dies hatte er im Frühsommer zunächst an die Bedingung geknüpft, daß auch Wohlleben umfassend zur Person und zur Sache aussagen solle. http://www.jungewelt.de/2013/09-20/041.php


Am Donnerstag schilderten Polizeibeamte, wie sie den Erschossenen aufgefunden hatten. Zuvor hatten Zwickauer Nachbarn von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zum Brand in deren gemeinsamer Wohnung ausgesagt, den sie gelegt haben soll, um Beweismittel zu vernichten. Das soll Prozess-Berichterstattung sein?

fatalist
20.09.2013, 07:41
es sollte für einen guten Anwalt ein Leichtes sein, diese Phantomzeugen in der Luft zu zerreißen! Meine erste Frage wäre: "warum melden sie sich erst jetzt?"! So ist es.

Die Nebenklage scheint dem BKA zu misstrauen:


Nebenklageanwältin Dierbach will die Frau dazu in der Hauptverhandlung als Zeugin hören, ehe sie von den Ermittlern des Bundeskriminalamts vernommen wird. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-nebenklage-bringt-neue-zeugin-ins-spiel-a-923367.html

Da die Zeugin aber Nachbarin des Grundstückes
am Brackeler Hellweg 58 in Dortmund war, werden die Jungs vom BKA sie wohl recht schnell finden.


Nach dem Auffliegen des NSU im November 2011, als erste Fotos von Böhnhardt und Mundlos sowie später auch Zschäpes durch die Medien gingen, habe sie diese Personen als die Leute auf dem Nachbargrundstück sofort wiedererkannt. und sich nicht an die Polizei gewendet. Sehr verdächtig...


Zum Mord:


Üblicherweise wurde der Kiosk von morgens sieben Uhr an von der Ehefrau Kubasiks betrieben; von 13 Uhr an übernahm der Mann den Verkauf bis in die Nacht. Am Tattag allerdings begann Kubasik schon früher im Kiosk - für ihn ein tödlicher Zufall. Es gab eine Überwachungskamera im Verkaufsraum, aber sie funktionierte nicht. Noch so ein Opfer, welches gar nicht dort sein sollte? Kamera fiel zufällig aus?

Aber der Hammer kommt erst noch:


Zwei Tage später, am 6. April 2006, wurde in Kassel der 21 Jahre alte Halit Yozgat in seinem Internet-Café getötet. Wieder fiel der Tatverdacht auf zwei Männer, deren Beschreibung auf Böhnhardt und Mundlos zutraf. Und ich dachte, ich kenne mich einigermassen aus. Beschreibungen in Kassel durch Zeugen, die auf die Uwes passen?

Nie davon gehört... aber der SPIEGEL weiss halt Bescheid.

fatalist
20.09.2013, 07:49
es sollte für einen guten Anwalt ein Leichtes sein, diese Phantomzeugen in der Luft zu zerreißen! Meine erste Frage wäre: "warum melden sie sich erst jetzt?"!

das ist geheim:


Warum sich die Zeugin nicht früher gemeldet habe und wie sie mit der Nebenklage in Kontakt getreten sei, wollte Dierbach am Donnerstag nicht sagen. Die Zeugin werde sich selbst in der Hauptverhandlung dazu äußern, erklärte die Anwältin. Den Verdacht, daß örtliche Neonazis die Opfer auswählen halfen, äußerten Nebenklagevertreter und Mitglieder des bayerischen Untersuchungsausschusses auch mit Blick auf die NSU-Morde in Nürnberg und München.
http://www.jungewelt.de/2013/09-20/041.php

Diese Zeuginnen sind mit Vorsicht zu geniessen, sowohl Beate Keller in Nürnberg als auch die Fahrrad-Sichterin in München. Irgendwie traue ich dem Braten nicht...

Veteran
20.09.2013, 07:52
http://www.t-online.de/nachrichten/specials/id_65583072/nsu-prozess-ueberraschende-zeugin-koennte-beate-zschaepe-belasten.html
Daraus:

Liebe Leserin, lieber Leser,
wir haben uns dazu entschlossen, in diesem Artikel keine Kommentare zuzulassen. Neben den vielen gehaltvollen und ernst gemeinten Kommentaren erreichen uns erfahrungsgemäß bei einem solchen Thema so viele menschenverachtende Zuschriften, dass eine sachliche Diskussion unmöglich wird. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von t-online.de

Ich vermute mal, dass Zweifel an der offiziellen Darstellung als menschenverachtende Zuschriften gewertet werden. :schelm:

fatalist
20.09.2013, 08:06
NSU-Prozess: Zschäpe-Verteider prüft Verfassungsbeschwerde

http://www.hannover-zeitung.net/images/stories/wts032013/OLG_Muenchen.JPG

Wolfgang Stahl, Verteidiger von Beate Zschäpe im NSU-Prozess, hat sich zurückhaltend zur Ablehnung der Befangenheitsanträge am Münchner Oberlandesgericht geäußert. "Die Entscheidung des Senats ist zunächst einmal zu akzeptieren", sagte Stahl den "Kieler Nachrichten". Darüber hinaus prüfe er selbstverständlich, ob er Verfassungsbeschwerde erheben wird. Mit Blick auf den Fortgang des Prozesses sagte Stahl, "die Verteidigung wird intern und zusammen mit der Mandantin ebenfalls prüfen, wie mit der Entscheidung umzugehen ist". Stahl werde im möglichen Umfang weiterhin Mandate annehmen und bearbeiten. Er werde sich daher mit seinen Kollegen in München gelegentlich abwechseln müssen.

Rechtliche Probleme sieht Stahl dadurch nicht: Man habe seinerzeit die Bestellung eines dritten Pflichtverteidigers u. a. damit begründet, dass man sich abwechseln könne. Stahl: "Es ist nicht in jeder Phase der Verfahrens notwendig, dass drei Pflichtverteidiger in der Hauptverhandlung anwesend sind."

http://www.hannover-zeitung.net/aktuell/vermischtes/47217237-m%C3%BCnchner-oberlandesgericht-lehnt-befangenheitsantr%C3%A4ge-ab

Der Typ lässt im Verfahren jede Menge Gross-Chancen aus, eklatante Widersprüche in den Zeugenaussagen lässt er durchgehen, dass zweifelhafte BKA-Gutachten zur Zwickauer Ceska hat er noch nie thematisiert, nicht mal bei der Waffenvorlage des BKA, die manipulative Zeugenvorladungspraxis des Gerichts noch nie bemängelt, usw.

Statt dessen macht er Spielchen mit Befangenheitsanträgen und "zur Geschäftsordnung".

imo ein totaler Versager, der die Akten nicht kennt und/oder einfach nur ein schlechter Verteidiger ist.
Zschäpe muss dringend die Anwälte wechseln, anstatt sich auf imaginäre Deals zu verlassen.

brain freeze
20.09.2013, 08:28
[...]

imo ein totaler Versager, der die Akten nicht kennt und/oder einfach nur ein schlechter Verteidiger ist.
Zschäpe muss dringend die Anwälte wechseln, anstatt sich auf imaginäre Deals zu verlassen.

Die eigentliche Arbeit wird wohl Frau Sturm machen. Ich bezweifle, daß Beate Z. die Anwälte ohne Weiteres austauschen kann.

Was wirklich interessant ist: Warum provoziert das Gericht einen ernsten Konflikt mit der Verteidigung, die bisher im Wesentlichen "spurte" (abgesehen von diversen Showeinlagen)? Die Außenwirkung des Geldhahnabdrehens ist für das Gericht eher negativ, das Ziel, die rechtsstaatliche Fassade aufrechtzuerhalten wird dadurch gefährdet, einen sachlichen oder wenigstens nachvollziehbaren Grund für dieses sehr rigorose Vorgehen gibt es nicht und aus der eigenen Tasche müßte Herr Götzl den Vorschuß ohnehin nicht bezahlen.

fatalist
20.09.2013, 08:42
Die Kommentare bei der FAZ zu diesem Thema sind jedenfalls lesenswert, brain freeze.


Die Verteidigung des Angeklagten soll in einem rechtsstaatlich fairen Verfahren prozessuale Waffengleichheit zwischen Angeklagten und Staatsanwaltschaft gewährleisten. Durch den Verteidiger soll der Angeklagte ein der Staatsanwaltschaft gleichwertiges Organ im Gerichtsverfahren zur Seite gestellt bekommen, der sich gewissermaßen mit der Staatsanwaltschaft "auf gleicher Augenhöhe" bewegt. Wenn man sich vor Augen hält, welche Beträge bisher seitens der Staatsanwaltschaft zu Ermittlungszwecken gegen Beate Z. ausgegeben wurden, ist offenkundig, dass durch die bewilligten 5.000 € (für ein Jahr Verteidiger-Arbeit in einem Mammuth-Verfahren) auch nicht entfernt so etwas wie prozessuale Waffengleichheit hergestellt werden kann. Offenbar will das Gericht verhindern, dass die Angeklagte eine angemessene Verteidigung erhält. Dies rechtfertigt in der Tat die Besorgnis der Befangenheit gegen die entscheidenden Richter. Ein rechtsstaatlich faires Verfahren sieht anders aus. http://www.faz.net/aktuell/politik/nsu-prozess/nsu-prozess-gericht-lehnt-befangenheitsantraege-ab-12581133-l1.html


§ 51 I Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
Festsetzung einer Pauschgebühr.

"In Straf- und Bußgeldsachen... ist dem gerichtlich bestellten oder beigeordneten Rechtsanwalt für das ganze Verfahren oder für einzelne Verfahrensabschnitte auf Antrag eine Pauschgebühr zu bewilligen, die über die Gebühren nach dem Vergütungsverzeichnis hinausgeht, wenn die in den Teilen 4 bis 6 des Vergütungsverzeichnisses bestimmten Gebühren wegen des besonderen Umfangs oder der besonderen Schwierigkeit nicht zumutbar sind."

Angesichts des monströsen Umfang des "NSU"-Verfahrens ist die bewilligte Pauschale ein Witz, ja eine Verhöhnung der Verteidigung und - vor allem - contra legem. Eine solche Entscheidung rechtfertigt die "Besorgnis der Befangenheit" (das Gericht muß eben nicht tatsächlich befangen sein) der Antragsteller.



Prozess-SimulationLeider scheint sich der Prozess so zu entwickeln, wie zu befürchten war.
Sprich: an der Aufklärung der Sachverhalte ist das Gericht nicht wirklich interessiert. Es ist ein politischer Prozess. Und die Rolle staatlicher Behörden (ohne die diese Mordserie nie hätte stattfinden können) bleibt außen vor.


Na denn. Für mich ist die Akte geschlossen, da geht es nur noch um Gesicht retten, Hintern-an-die-Wand bringen und -vielleicht- Karrieren. Eher friert die Hölle über als dass wir durch den Prozess erfahren, was wie passiert ist. Reiht sich nahtlos in das Erscheinungsbild des Staatskadavers Deutschland -Verfallszustand: Demokratiesimulation- ein. Für die FAZ sind das recht drastische Kommentare. Die Leute schreiben dort unter Klarnamen. :hi:

fatalist
20.09.2013, 08:52
Götzl erteilte der Verteidigung noch eine verbale Ohrfeige:


Mit einem Satz beendet Richter Manfred Götzl die Debatte, die einen ganzen Prozesstag beansprucht hatte: "Ich gehe davon aus, dass Ihnen die Entscheidungen über die Ablehnungsgesuche vorliegen", sagt er an die Zschäpe-Verteidiger Wolfgang Heer und Anja Sturm gerichtet. Die zwei Befangenheitsanträge vom Dienstag sind abgelehnt, die Richter hätten bei ihrer Entscheidung über das Honorar von Wolfgang Stahl korrekt gehandelt, befand das Gericht. http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-09/nsu-prozesstag-zeugin-dortmund

Eine Krähe hackt der anderen...

4 Schüsse, nur 1 Hülse:

"Es hatte den Anschein, dass es sich um eine Hinrichtung handelte", sagt S. Als das BKA schließlich die einzige Patronenhülse aus dem Kiosk untersucht hatte, war klar: Der Dortmunder Fall gehörte zur Serie der Morde, die mit der Ceska-Pistole verübt worden waren. Entsprechend aufwendig wurde schließlich die Suche nach den Tätern. Die Ermittler werteten Mobilfunkdaten aus, um festzustellen, ob sich jemand an mehreren Tatorten der Serie aufgehalten hatte. Soll das heissen, ohne Hülsen keine Zuordnung zur Ceska???

Sprecher
20.09.2013, 09:01
S
Nie davon gehört... aber der SPIEGEL weiss halt Bescheid.

Logisch, der Spiegel kennt ja auch die Flugbahn der Raketen mit denen der böse Assad das Sarin auf sein eigenes Volk geschossen hat.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-bericht-giftgasspur-fuehrt-zu-assads-berg-a-922948.html

Die haben es halt drauf, sieh es endlich ein.
Ist OT ich weiß, aber die Paralellen wie in beiden Fällen gelogen wird fallen halt ins Auge...

fatalist
20.09.2013, 09:13
Die Ermittler werteten Mobilfunkdaten aus, um festzustellen, ob sich jemand an mehreren Tatorten der Serie aufgehalten hatte. Mit welchem Ergebnis denn?

Immer wieder Seite 725 dieses Stranges:


Fahnder orteten auch Funkzellen von Handy-Gesprächen, die Zschäpe mit den Mitbewohnern in der Nähe der bundesweit gestreuten Tatorte führte. http://politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5614136&viewfull=1#post5614136


" Fahnder orteten Funkzellen von Handy-Gesprächen, die nach Angaben der Ermittler beweisen, dass Zschäpe sich in der Nähe der bundesweit verstreuten Tatorte aufgehalten haben soll."

Wie geht das ? (über so einen langen Zeitraum)
Wer protokolliert das?
Auf welcher Gesetzesgrundlage geschieht das jahrelang?(VDS - Richtlinie wurde erst 2008 eingebracht)
Wer waren die Gesprächspartner?

Und die Gretchenfrage:
Wusste man bei der Ortung wem das Handy gehört?

Wieder so ein Satz,der eigentlich nicht passen kann,denn das würde ja bedeuten ,daß sämtlicher Handyverkehr über die Funkzellen gespeichert und archiviert wird seit mehr als 10 Jahren.
Demnach müsste die Handynummer damals schon aufgefallen sein,wenn sie sich an den vielen verschiedenen Orten in die Funkzellen einloggte( wenn man konkret nach Verdächtigen in der Dönermordserie gesucht hat.)


Wieder rausgekramt hier:


Wir haben das hier im Strang damals nicht richtig zuordnen können, da wir ja damals noch nichts von der Operation Terzett wussten.

Dass der Satz wichtig war, das erkannten wir daran, dass der MDR den innerhalb von kürzester Zeit wieder löschte. Innerhalb von Stunden...

Er ist nicht mehr drin: http://www.mdr.de/nachrichten/zwickauer-trio558.html
http://mail.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz/page1519

Hier steht er nach wie vor:
http://www.derwesten.de/politik/bleibt-der-terror-der-zwickauer-nazi-zelle-ohne-suehne-id6812639.html

Es gibt nur 2 Möglichkeiten:

1. Die Funkzellenabfrage-Ergebnisse der Tatorte blieben alle die Jahre gespeichert und wurden erst nach dem 4.11.2011 dem Trio zugeordnet.
2. Die Vorratsdatenspeicherung (die es ja gar nicht gibt, NSA lässt grüssen) erlaubte die Datenabgleiche auf gespeicherte Daten aus den Jahren 2000 bis 2007 rückwirkend nach dem 4.11.2011.

Wenn es diese Datenabgleiche gibt, wozu braucht man dann Zeugen?
Warum legt man nicht die Daten auf den Richtertisch?

Warum thematisiert die Verteidigung das nicht?
Was hält die Presse davon ab, das aufs Tapet zu bringen?

Das stinkt alles 3 Meilen gegen den Wind.

Es gibt imo nur eine schlüssige Antwort darauf: Die Überwachungs-Operationen (Terzett und Drilling kennen wir, aber war das alles???) belegen ALIBIS der Uwes während der Morde und sind deshalb niemals wirklich zum Thema geworden.

Ein weiterer Punkt des Totalversagens der Verteidigung.

bernhard44
20.09.2013, 09:20
Mit welchem Ergebnis denn?

Immer wieder Seite 725 dieses Stranges:

http://politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5614136&viewfull=1#post5614136




Wieder rausgekramt hier:

http://mail.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz/page1519

Hier steht er nach wie vor:
http://www.derwesten.de/politik/bleibt-der-terror-der-zwickauer-nazi-zelle-ohne-suehne-id6812639.html

Es gibt nur 2 Möglichkeiten:

1. Die Funkzellenabfrage-Ergebnisse der Tatorte blieben alle die Jahre gespeichert und wurden erst nach dem 4.11.2011 dem Trio zugeordnet.
2. Die Vorratsdatenspeicherung (die es ja gar nicht gibt, NSA lässt grüssen) erlaubte die Datenabgleiche auf gespeicherte Daten aus den Jahren 2000 bis 2007 rückwirkend nach dem 4.11.2011.

Wenn es diese Datenabgleiche gibt, wozu braucht man dann Zeugen?
Warum legt man nicht die Daten auf den Richtertisch?

Warum thematisiert die Verteidigung das nicht?
Was hält die Presse davon ab, das aufs Tapet zu bringen?

Das stinkt alles 3 Meilen gegen den Wind.

Handys kann man durch die Nummer dem Besitzer zuordnen (auch nicht immer, denn oft wandert die Nummer bei Besitzerwechsel mit oder wird neu vergeben), wer aber gerade damit telefoniert (das welches ich benutze, hat irgendwann mal meine Frau gekauft und freigeschaltet) lässt sich nur feststellen wenn man die Gespräche abhört bzw. aufzeichnet!

Ich muss mal McGee fragen....

fatalist
20.09.2013, 09:27
Handys kann man durch die Nummer dem Besitzer zuordnen (auch nicht immer, denn oft wandert die Nummer bei Besitzerwechsel mit oder wird neu vergeben), wer aber gerade damit telefoniert (das welches ich benutze, hat irgendwann mal meine Frau gekauft und freigeschaltet) lässt sich nur feststellen wenn man die Gespräche abhört bzw. aufzeichnet! Korrekt, der Inhalt der Gespräche ist nicht dasselbe wie das Einloggen des Handys in einer bestimmten Funkzelle.

Waren die Uwe-Handys in Eisenach nicht Akku-abgeklebt?
Warum sollten die das tun, wenn auf der A4 stündlich Tausende Autos-Handys vorbeifahren?

Das macht nur Sinn wenn man weiss dass man verfolgt wird, und zwar über die Funkzellen. Ganz ohne das Handy zu benutzen, einfach nur weil es den Weg und die Uhrzeit der Bewegungen nachvollziehbar macht.

Die Überwachung des Trios ist ein Fakt, ein ganz entscheidender Fakt.

bernhard44
20.09.2013, 09:33
Korrekt, der Inhalt der Gespräche ist nicht dasselbe wie das Einloggen des Handys in einer bestimmten Funkzelle.

Waren die Uwe-Handys in Eisenach nicht Akku-abgeklebt?
Warum sollten die das tun, wenn auf der A4 stündlich Tausende Autos-Handys vorbeifahren?

Das macht nur Sinn wenn man weiss dass man verfolgt wird, und zwar über die Funkzellen. Ganz ohne das Handy zu benutzen, einfach nur weil es den Weg und die Uhrzeit der Bewegungen nachvollziehbar macht.

Die Überwachung des Trios ist ein Fakt, ein ganz entscheidender Fakt.

weiterhin müsste es dieses Handy heute noch geben! Und es müsste im Besitz der Frau Zschäpe oder bei ihr sichergestellt worden sein! Beides halte ich für unwahrscheinlich! Wer hat schon noch so ein olles Handy.....

fatalist
20.09.2013, 09:40
weiterhin müsste es dieses Handy heute noch geben! Und es müsste im Besitz der Frau Zschäpe oder bei ihr sichergestellt worden sein! Beides halte ich für unwahrscheinlich! Wer hat schon noch so ein olles Handy..... Angeblich gab es ja ein "Aktions-Handy" und ein Privat-Handy der Frau Zschäpe. Wer weiss wie viele es noch gab, registriert auf sonstwen. Selbst Nachbarin Polenzstrasse Heike Kuhn hat ja angeblich ein Prepaid-Handy auf sich registrieren lassen.

Es wurden mehrere Handys in der Ruine Zwickau gefunden, darunter ja auch das Handy, mit dem Zschäpe NACH der Flucht mit Eminger telefoniert haben soll.
Das ist alles ein grosses Chaos...

Aber Emingers Handy wurde von der Bundespolizei in Amtshilfe ausgelesen, die Daten gingen ans BKA, die Bundespolizei musste sie löschen.
PD Meyer vermutete schriftlich "Deckung eines Informanten".
und wurde mundtot gemacht...

Meine Meinung dazu: Der Informant hiess Susann Eminger, deren handy man in der Ruine fand. Es war gar nicht Zschäpes Handy.

bernhard44
20.09.2013, 09:43
Angeblich gab es ja ein "Aktions-Handy" und ein Privat-Handy der Frau Zschäpe. Wer weiss wie viele es noch gab, registriert auf sonstwen. Selbst Nachbarin Polenzstrasse Heike Kuhn hat ja angeblich ein Prepaid-Handy auf sich registrieren lassen.

Es wurden mehrere Handys in der Ruine Zwickau gefunden, darunter ja auch das Handy, mit dem Zschäpe NACH der Flucht mit Eminger telefoniert haben soll.
Das ist alles ein grosses Chaos...

Aber Emingers Handy wurde von der Bundespolizei in Amtshilfe ausgelesen, die Daten gingen ans BKA, die Bundespolizei musste sie löschen.
PD Meyer vermutete schriftlich "Deckung eines Informanten".
und wurde mundtot gemacht...

Meine Meinung dazu: Der Informant hiess Susann Eminger, deren handy man in der Ruine fand. Es war gar nicht Zschäpes Handy.

eben, es lag da in der Brand-Ruine....in seiner ganzen Pracht und unversehrt so wie einige andere Dinge....! Aber das hatten wir ja hier schon ausführlich!

fatalist
20.09.2013, 09:49
Der Schlüssel ist imo Holger Gerlach, der Mann an den wegen Zeugenschutzprogramm niemand herankommt.


04. November 2011. Nach einem Banküberfall in Eisenach fliegt der NSU auf. Mundlos und Böhnhardt erschiessen sich offenbar gegenseitig mit einer Pumpgun in einem Wohnwagen. Zschäpe zündet die Wohnung in Zwickau an und befindet sich danach auf der Flucht. Bei dem Wohnwagen handelte es sich um einen in Sachsen gefertigten Motorcaravans der Marke Sunlight. Angemietet offenbar mit Dokumenten von Holger Gerlach.

Das Alibi für die Anmietung des Wohnmobils bekommt Gerlach später von Marc-Oliver M. (Ex-Führer der am 25.09.2012 verbotenen Naziorganisation "Besseres Hannover"). Gerlach soll ihn zusammen mit etwa 10 anderen zum Gericht begleitet haben, wo M. gegen zwei Antifaschisten ausgesagt hat.


05. November 2011. Die Wohnung von Gerlach in Lauenau und sein Bankschließfach werden werden durchsucht. Dabei finden die Ermittler 27.250 Euro Bargeld.

Gerlach wird noch am selben Tag in Bad Nenndorf aus seiner Firma in Bad Nenndorf von der Nachtschicht zum Verhör abgeholt. Er wird von Ermittlern der Kriminalinspektion Eisenach vernommen. Er sagt später aus, dass ihm da klar wurde, wozu seine Dokumente benörtigt worden waren. Er gesteht, ihnen "aus Gefälligkeit seinen Reisepass und seinen Führerschein" überlassen zu haben. Den Führerschein meldet er später als gestohlen. Die Beamten nehmen dann noch Gerlachs Fingerabdrücke und lassen ihn wieder gehen. ueberhauptgarnix.blogspot.de/2012/10/holger-gerlach.html


13. November 2011. Holger Gerlach wird erst 8 Tage nach dem Verhör um etwa 10 Uhr 15 als erster mutmaßlicher Unterstützer in Lauenau bei Hannover festgenommen. Ihm wird vom Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof vorgeworfen, der NSU seit 2007 Ausweisdokumente zur Verfügung gestellt zu haben. Er soll auch mehrfach Wohnmobile für die 3 Untergetauchten angemietet haben. Eines davon soll das Fahrzeug gewesen sein welches bei dem Mordanschlag auf die Heilbronner Polizisten (http://ueberhauptgarnix.blogspot.de/2012/09/polizistenmord-von-heilbronn-michele.html) dabei war. Am 25.11.2011 wurde Gerlach vom BKA im Verhör vorgeworfen, er sei vom Vermieter des Heilbronner Wohnmobiles als Kunde wiedererkannt worden.

Eisenach und Heilbronn, beide WoMos wurden mit dem BPA (Personalausweis) Gerlachs angemietet, den der NSU doch gar nicht hatte.
Als man Gerlach das vorwirft, kommt er plötzlich mit der Waffenübergabe-Geschichte, und 4 Tage später wurde Wohlleben verhaftet, dessen Handy man bereits am 24.11.2011 konfisziert hatte. Wohllebens Handy wird ebenfalls der Bundespolizei zum Auslesen übergeben, und die Bundespolzei muss die Daten dann löschen. Nur das BKA hat sie. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der zum "Skandal" wurde...

fatalist
20.09.2013, 09:56
eben, es lag da in der Brand-Ruine....in seiner ganzen Pracht und unversehrt so wie einige andere Dinge....! Aber das hatten wir ja hier schon ausführlich! Nö, eben nicht. War kaputt.

Wie kam das Handy nach der Flucht zurück in die Ruine, wer waren die Gaffer (Emingers!!!), und warum musste Emingers Handy gelöscht werden?
Meine Schlussfolgerung: Weil Eminger nicht mit Zschäpe telefonierte, sondern nur mit seiner Frau, die in der Friedensstrasse war, samt der Katzen.

Warum musste Wohllebens Handy gelöscht werden?
Weil Ex-TLfV-Mann Norbert Wiessner einen Anruf am 4.11.2011 von PD Menzel aus Gotha erhielt: "B&M tot, wo ist Zschäpe". VOR der Indentifizierung der Leichen.
Und weil Wiessner antwortete:"Frag Wohlleben".
Das tat Menzel wohl auch, und am Abend des 4.11.2011 waren die Klarnamen der Bewohner in Zwickau längst bekannt. Man wusste alles.
Das musste vertuscht werden, also wurde auch Wohllebens Handy gelöscht nach dem Auslesen bei der Bundespolizei.

bernhard44
20.09.2013, 09:57
Nö, eben nicht. War kaputt.

Wie kam das Handy nach der Flucht zurück in die Ruine, wer waren die Gaffer (Emingers!!!), und warum musste Emingers Handy gelöscht werden?
Meine Schlussfolgerung: Weil Eminger nicht mit Zschäpe telefonierte, sondern nur mit seiner Frau, die in der Friedensstrasse war, samt der Katzen.

Warum musste Wohllebens Handy gelöscht werden?
Weil Ex-TLfV-Mann Norbert Wiessner einen Anruf am 4.11.2011 von PD Menzel aus Gotha erhielt: "B&M tot, wo ist Zschäpe". VOR der Indentifizierung der Leichen.
Und weil Wiessner antwortete:"Frag Wohlleben".
Das tat Menzel wohl auch, und am Abend des 4.11.2011 waren die Klarnamen der Bewohner in Zwickau längst bekannt. Man wusste alles.
Das musste vertuscht werden, also wurde auch Wohllebens Handy gelöscht nach dem Auslesen bei der Bundespolizei.

kaputt weil verbrannt oder kaputt weil kaputtgemacht? Interessant ist ja eigentlich nur der interne Speicher!


mal ein interessanter Artikel dazu:
http://www.giga.de/software/sicherheit-utilities/handy-forensik-was-kann-man-vom-handy-auslesen/

fatalist
20.09.2013, 10:05
kaputt weil verbrannt oder kaputt weil kaputtgemacht?Ist nicht bekannt.


München - An zwei Minuten und 56 Sekunden im Leben von Beate sind Fahnder besonders interessiert. Die letzten 176 Sekunden eines Handys - es gibt Fahnder, die würden einen zünftigen Abend samt rustikalem Essen schmeißen, wenn sie wüssten, was in diesen fast drei Minuten gesprochen wurde.Es sind die letzten vier Telefonate, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Beate Zschäpe am 4. November 2011 mit dem Mobiltelefon führte, das damals unter der Nummer 0162 - 7000587 zu erreichen war. Zwischen15.19 Uhr und 15.34 Uhr rief die mutmaßliche Rechtsterroristin vier Mal den Mann an, der im Münchener Oberlandesgericht (OLG) etwa zwei Meter rechts von ihr auf der Anklagebank sitzt: André E.
Es waren kurze Gespräche: 43 Sekunden, 28, eine Minute und 27 Sekunden und nochmals 18 Sekunden. Das erste 14 Minuten, nachdem um 15.05 Uhr eine gewaltige Explosion das Haus in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 erschütterte. http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.beate-zschaepe-die-katzen-waren-wichtiger-als-die-alte-nachbarin.1c4a4d0b-9b0d-4755-a5bb-7d0896310c78.html


Das Handy - und das ist merkwürdig - fanden Ermittler später im Schutt des ausgebrannten Hauses. Wie kam das Handy zurück in die Ruine? Es kann nur von Emingers dorthin gebracht worden sein, Zschäpe war ja "weg" von Zwickau, Emingers wurden als "Gaffer" polizeilich registriert und wohnen in Zwickau...

fatalist
20.09.2013, 10:48
mal ein interessanter Artikel dazu:
http://www.giga.de/software/sicherheit-utilities/handy-forensik-was-kann-man-vom-handy-auslesen/ Exakt das hat ja die Bundespolizei im Auftrag des BKA Anfang Dezember 2011 mit 2 am 24.11.2011 sichergestellten Handys getan: Sie ausgelesen.


Vor drei Tagen gab es auf RTL einen Filmbeitrag Das Handy vergisst nie (http://www.rtl.de/cms/information/rtl_extra/etxra_testarchiv/das-handy-vergisst-nie.html), in dem in typischem RTL-Doku-Duktus gezeigt wurde, wie mit Hilfe der Forensik-Software Oxygen Forensik Suite (http://www.winload.de/download/oxygen-forensik-suite-114393), ein Programm, das ähnlich funktioniert wie der Mobile Master Forensic und die selbe kleine Zielgruppe hat, bis zu drei Jahre alte Daten in einem gebraucht gekauften Handy wiederhergestellt wurden. Auf diese Weise konnte vom Filmteam in kurzer Zeit der Vorbesitzer ermittelt und tiefe Einblicke in sein Privatleben genommen werden.

Die beiden sichergestellten Handys am 24.11.2011 waren die von Andre Eminger (verhaftet bei seinem Zwillingsbruder per GSG 9) und von Ralf Wohlleben (durchsucht, nicht verhaftet, Handy beschlagnahmt).

Es ging offensichtlich um Telefonate am 4.11.2011:
Eminger telefonierte angeblich mit Zschäpe,
Wohlleben angeblich mit Menzel/Wiessner.

Warum musste die Bundespolizei die Daten nach dem Auslesen löschen?
"um einen Informanten zu schützen", so Bundespolizeidirektor Heinz-Dieter Meyer.

bernhard44
20.09.2013, 10:51
Exakt das hat ja die Bundespolizei im Auftrag des BKA Anfang Dezember 2011 mit 2 am 24.11.2011 sichergestellten Handys getan: Sie ausgelesen.



Die beiden sichergestellten Handys am 24.11.2011 waren die von Andre Eminger (verhaftet bei seinem Zwillingsbruder per GSG 9) und von Ralf Wohlleben (durchsucht, nicht verhaftet, Handy beschlagnahmt).

Es ging offensichtlich um Telefonate am 4.11.2011:
Eminger telefonierte angeblich mit Zschäpe,
Wohlleben angeblich mit Menzel/Wiessner.

Warum musste die Bundespolizei die Daten nach dem Auslesen löschen?
"um einen Informanten zu schützen", so Bundespolizeidirektor Heinz-Dieter Meyer.

wenn die Behörden Daten löschen (oder auch Akten schreddern), kann sich jeder an drei Fingern abzählen was da zu lesen war!

fatalist
20.09.2013, 11:07
wenn die Behörden Daten löschen (oder auch Akten schreddern), kann sich jeder an drei Fingern abzählen was da zu lesen war! Es ging darum, mit wem die Beiden am 4.11.2011 telefoniert hatten.

Wenn Eminger nicht mit Zschäpe, sondern mit seiner Frau telefoniert hatte, dann war Zschäpe nicht in Zwickau.
Wenn Wohlleben am 4.11.2011 einen Anruf von Menzel/Wiessner bekam "Wo ist Zschäpe, B&M sind tot", dann wusste man über die Identität der Leichen in Eisenach Bescheid, als die angeblich noch gar nicht identifiziert waren.

Es ging also darum, durch Löschen der Handy-Daten nicht einen Informanten zu schützen, sondern darum, die NSU-wir wussten alle nichts-Staatsverschwörung zu retten.

Nereus
20.09.2013, 12:37
es sollte für einen guten Anwalt ein Leichtes sein, diese Phantomzeugen in der Luft zu zerreißen! ......

Was ist ein „guter Anwalt”, etwa ein „Staranwalt”?
Das ist einer, der für ein sehr gutes Honorar, alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um dem Mandanten „Recht zu verschaffen”. Es geht nicht um moralische Gerechtigkeit, die kann man vielleicht im Himmel bekommen, aber bei irdischer materieller Gerchtigkeit geht es nicht um „Recht zu haben” sondern um „Recht zu bekommen”.
Das kann eingekauft oder durch gute Beziehungen (Verbindung, Loge, Glaubensgemeinde, politische Partei) erlangt werden. Schon in der Bibel wurde in der Geschichte von Kain und Abel darauf hingewiesen, wie die richtende göttliche Autorität durch Bestechung zu einem günstigen Urteil bewogen werden kann:

„Gottesurteil zum Vorrecht ziehender Viehnomaden gegenüber seßhaften Ackerbauern”

3) Es begab sich nach etlicher Zeit, daß Kain dem HERRN Opfer brachte von den Früchten des Feldes;
4) und Abel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett (Schmierstoff!!). Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer;
5) aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. (1. Mose , Kap. 4)


.....Der Typ lässt im Verfahren jede Menge Gross-Chancen aus, eklatante Widersprüche in den Zeugenaussagen lässt er durchgehen, dass zweifelhafte BKA-Gutachten zur Zwickauer Ceska hat er noch nie thematisiert, nicht mal bei der Waffenvorlage des BKA, die manipulative Zeugenvorladungspraxis des Gerichts noch nie bemängelt, usw.
Statt dessen macht er Spielchen mit Befangenheitsanträgen und "zur Geschäftsordnung".

imo ein totaler Versager, der die Akten nicht kennt und/oder einfach nur ein schlechter Verteidiger ist.
Zschäpe muss dringend die Anwälte wechseln, anstatt sich auf imaginäre Deals zu verlassen.

Das solltest Du eigentlich wissen: Das sind keine „revolutionären Kampfanwälte einer ROZJUR („roten Zelle Jura”) zur Vorführung der Klassenjustiz des Systems.”
Die Zschäpe-Anwälte handeln nach dem Motto: "Man klagt sich so durch."

Sie sind nicht das
„1. sozialistische Anwaltskollektiv Ströbele, Eschen, Schily, Mahler, 1-31, Maier-Otto-Str. 3, Tel. 88166 64” (Nr. 5 ”Bambule + 883 Hannover” S. 16)


Im Jahre 1969, am 1. Mai, gründeten Sie (Ströbele) ein erstes sozialistisches Anwaltskollektiv, und dieses Kollektiv arbeitete zehn Jahre. Damals war doch die Zeit des Kalten Krieges; wie kamen Sie auf die Idee, ein sozialistisches Anwaltskollektiv in der BRD zu gründen? Wie nahe standen Sie damals der Idee des Sozialismus?
Wir waren das einzige sozialistisches Anwaltskollektiv in Deutschland. Ich gehörte damals 1969 der Außerparlamentarischen Opposition (APO) an. Wir waren Linke, wir waren Revolutionäre, wir wollten die deutsche Gesellschaft radikal verändern. Die Gründung des Anwaltskollektivs hat in Westberlin fast Angst und Schrecken erregt, weil Westberlin so nah an der DDR war. Dieses sozialistische Anwaltskollektiv hatte zwei Inhalte. Einmal wollten wir zum Ausdruck bringen, dass wir die Interessen der Schwächeren in unserer Arbeit vertreten wollen. Wir wollten niemals einen Arbeitgeber gegen einen Arbeitnehmer vertreten, sondern umgekehrt. Wir sind Sozialisten, und wir sind auf der Seite der Unterprivilegierten. Nach innen bedeutete das Kollektiv, dass bei uns nicht nur alle Kolleginnen und Kollegen in ihrer Arbeit gleich angesehen waren, sondern auch alle gleich viel verdienen, also ein Anwalt verdiente genau so viel, wie eine Büroangestellte.
http://www.isb-bln.de/data/jahrbuch_03/isb_cd2_poluni.pdf


Einsatz für Studentenbewegung und RAF-Gefangene
Bereits am 2. Juni 1967 trat Ströbele als Rechtsreferendar in das Anwaltsbüro Mahler ein, um sich als aktive Unterstützung in Strafverfahren gegen Studenten und Studentinnen sowie andere Beteiligte an Demonstrationen für selbige einzusetzen.
Am 1. Mai 1969 gründete er das erste und bisher einzige Sozialistische Anwaltskollektiv auf deutschem Boden, bevor er 1970 in die SPD in Berlin-Wilmersdorf eintrat und die Verteidigung der ersten politischen Gefangenen aus der RAF übernahm.
Nach seinem Ausschluss von der Verteidigung im Prozess gegen die Gefangenen aus der RAF in Stuttgart-Stammheim und seinem Ausschluss aus der SPD wirkte Ströbele ab 1977 bei der Gründung der linksextremen Tageszeitung „taz“ mit.
Das Anwaltskollektiv wurde 1979 aufgelöst. Im Jahr 1980 erfolgte eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf Bewährung wegen seines Einsatzes als Verteidiger für die RAF-Gefangenen.
http://www.sachsen-anhalt-wiki.de/index.php/Hans-Christian_Str%C3%B6bele


Horst Mahler: Vom SDS zur RAF
Mahler wurde Mitglied im SDS und daraufhin 1960 aus der SPD ausgeschlossen, nachdem diese die Unvereinbarkeit der beiden Mitgliedschaften beschlossen hatte. Ab 1964 engagierte er sich in der außerparlamentarischen Opposition besonders als Anwalt für strafverfolgte Studenten. In dieser Zeit vertrat er offen politische Positionen, die denen der SED stark ähnelten, und pflegte Kontakte zu Vertretern der DDR und der Sowjetunion. Dass er sich als Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR verpflichtet hätte, wie im Sommer 2011 in mehreren Zeitungen gemeldet wurde, dementierte Mahler kurz darauf entschieden.
Er verteidigte bis 1970 unter anderem Beate Klarsfeld, die Kommunarden Fritz Teufel und Rainer Langhans, den Studentenführer Rudi Dutschke, Peter Brandt (Sohn des damaligen Bundeskanzlers) und die späteren RAF-Terroristen Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Im Verfahren gegen den Polizeibeamten Karl-Heinz Kurras, der Benno Ohnesorg erschossen hatte, vertrat Mahler die Familie Ohnesorg, die als Nebenkläger auftrat.
Am 1. Mai 1969 gründete Mahler mit Hans-Christian Ströbele und Klaus Eschen ein Sozialistisches Anwaltskollektiv in Berlin, das bis zur Gründung des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins 1979 bestand. 1970 war er an der Gründung der RAF beteiligt und plante die Baader-Befreiung und drei Banküberfälle im September 1970 mit. Nach Baaders Befreiung flüchtete er mit über 20 weiteren RAF-Mitgliedern nach Jordanien, um sich dort für den „bewaffneten Kampf“ ausbilden zu lassen. Am 8. Oktober 1970 wurde er in Berlin verhaftet und später wegen Bankraubs und Gefangenenbefreiung zu 14 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Seine damalige Verteidigung übernahmen Ströbele und Otto Schily, der spätere Bundesinnenminister. ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Mahler

Beim Aufräumen und Entsorgen meiner Papierkneipe fand ich auch noch:

Wie man gegen Polizei und Justiz die Nerven behält.
Von Klaus Eschen, Sibylle Plogstedt, Renate Sami („Fink”), Victor Serge
Rotbuch Verlag, 1973, Taschenbuch

APO-Tips: http://www.booklooker.de/images/cover/user/0310/2791/Ym4wNTYy.jpg


Dieses Buch ist für alle, die mit Polizei und Justiz zu tun haben oder zu tun haben werden. Es soll helfen, Fehler zu vermeiden und den Tricks der Justiz - neben einer gewissen Kenntnis der Rechtslage - vor allem gute Nerven entgegenzusetzen.

Eschen, Sami: Die Herrschenden und die "Dritte Gewalt"
(Hier vollständiger Einleitungstext)
http://www.luebeck-kunterbunt.de/Justizelend/Handlanger-Justiz.htm

fatalist
20.09.2013, 13:02
Das solltest Du eigentlich wissen: Das sind keine „revolutionären Kampfanwälte einer ROZJUR („roten Zelle Jura”) zur Vorführung der Klassenjustiz des Systems.”
Die Zschäpe-Anwälte handeln nach dem Motto: "Man klagt sich so durch." Ach Nereus, mit Dir hat man es schwer :beten:

Man braucht einfach nur Anwälte, die sich im Stoff des Falles auskennen, und die an den richtigen Stellen die richtigen Fragen stellen.
Man braucht keine "Gesinnungs-Anwälte", weder Rote noch Braune.

Am Anfang der Beweisaufnahme muss stehen: Ist die Zwickauer Ceska die Dönermordceska?
Sie ist es nicht, jedenfalls steht das im BKA-Gutachten: Es war eine Ceska, das ist erwiesen, aber es war nicht zwingend DIE Ceska.

Wenn Carsten Schultze vom Botengang nach Chemnitz erzählt, Galeria Kaufhof mal weggelassen, und einen falschen Kaufpreis sagt, der in der Anklageschrift eindeutig 2500 DM beträgt, dann muss man da einhaken.

Wenn das BKA eine Waffenvorlage mit nur 2 Pistolen mit SD macht aus 8-12 Waffen gesamt, dann muss man einhaken, dass die Zwickauer Ceska aufgrund des SD-Verschlusses "gegenverglichen wird" mit der Schraubverschluss-BKA-Ceska.

Wenn man dann als Verteidiger sogar noch den Schwachsinn erzählt, jede Pistole könne zur SD-Pistole nachgerüstet werden, dann ist man entweder doof oder verfolgt unlautere Absichten. Durch einen anderen Lauf wäre aus der ZWickauer Ceska ein Unikum geworden, sie hätte nichts mehr mit der 55er Serie zu tun gehabt.

Die zweite Frage der Beweisaufnahme wäre gewesen: Wie kam die Ceska zum Trio, da haben wir in der Anklagestaffette 3 Leugner.
Bessere Vorlagen gibt es nicht für die Verteidigung. Hier spielt auch das Eröffnungsdatum Galeria Kaufhof 18.10.2001 eine Rolle: 4 Morde zu spät.
Die Anwälte hätten an dieser Stelle unbedingt die Operation Drilling ins Spiel bringen müssen, wo Carsten Schultze ja 1999 in Chemnitz bei Zschäpe war, um Anwaltsvollmacht für RA Eisenecker zu beschaffen, und und und... steht alles in der Anklage.

Das war jetzt nur der Komplex Ceska, zu den nichtexistenten Reaktionen auf widersprüchliche Zeugenaussagen könnte man ganze Bücher verfassen.

Zschäe braucht fähige Anwälte, und sie hat Nulpen.
So sieht es mal aus.
Fazit: Sie wird verurteilt auch für die Morde, das NSU-Märchen wird nicht vor Gericht fallen.

nachdenkerin
20.09.2013, 13:25
MANDY STRUCK


3. Auskunftsersuchen

Aufgrund des dargestellten Ermittlungsansatzes wird gebeten, die beim BLfV im Zeitraum 1995 bis 2002 bekannten Rechtsextremisten, Neonazis, NPD-Mitglieder und Skinheads für den Großraum Nürnberg mitzuteilen. Die Auskunft sollte sich nicht nur auf die angeführten Geburtsjahre 1960 bis 1982 und das Geschlecht männlich beschränken. Liegen Erkenntnisse zu örtlich und zeitlich fallverbindenden Ereignissen/Veranstaltungen, abzielend auf die Mobilität des/der Täter, vor?
PUA-Bericht S. 586

Eigentlich wäre der Zeitraum 1995 bis 2002, das Geschlecht männlich und das Geburtsjahr zwischen 1960 bis 1982 wichtig gewesen und darüber hinaus noch Personen, die zwar nicht die Merkmale erfüllen, aber fallverbindend sein könnten.


Mit Schreiben vom 27. Februar 2007 beantwortete das LfV Bayern das Schreiben der BAO „Bosporus“ vom 28. Dezember 2006 wie folgt:

„[…] zu Ihrem oben bezeichneten Auskunftsersuchen übermitteln wir die in Anlage beigefügten Personenerkenntnisse. Nach telefonischer Absprache zwischen Herrn […] und Ihnen wurde der Personenkreis auf Rechtsextremisten mit Wohnort der Postleitzahlengruppen 90xxx und 91xxx begrenzt. Es handelt sich um Personen mit Geburtsjahr 1960 – 1982 oder ohne Altersangabe.“PUA-Bericht S. 586


Die BAO „Bosporus“ glich die 682 Personen auf der vom LfV Bayern übersandten Liste mit den Daten des Einwohnermeldeamtes Nürnberg ab……. Die einzige Person, die auf der Liste der 682 Personen verzeichnet ist und bei der die Ermittlungen nach dem 4. November 2011 einen Kontakt zu dem Trio feststellen konnten, ist Mandy Struck. Sie wurde von der BAO „Bosporus“ deshalb nicht überprüft, da sie in einem Vorort von Nürnberg gemeldet war und als Frau aus dem gewählten Raster fiel.PUA-Bericht S. 587

Ach, was für ein Zufall. Und wie blöd doch. Auf der einen Seiten haben sie die Daten auf Grund der Masse auf die beiden Postleitzahlbereiche eingeschränkt, aber auf der anderen Seite heißt es dann aber wiederum „oder ohne Altersangabe“, könnten dann auch sechzig oder siebzig Jährige sein und die auch vor 1995 in Erscheinung traten und nicht fallverbindend sind.

Eigentlich war ja Mandy schon 2003 aus Bayern nach Johanngeorgenstadt, was an der Tschechischen Grenze liegt, zurückgezogen (PUA-Bericht S. 368). Aber vielleicht war es ja auch nur ihre Nebenwohnung. Oder sie ist dann erneut nach Bayern gezogen, bei dem vielen Wechsel spielt das dann auch keine Rolle mehr, wo sie sich eben mal anmeldet. Interessant ist doch:

Mandy Struck:



In Chemnitz Behrendstrasse als Unterstützer der Drei inszeniert



In Bayern, in der Nähe von Nürnberg, als Neonazi aktenkundig gemacht



Chronologie der Wohnorte:



Juni 1975:

geboren in Erlabrunn (Sachsen)



bis 1997:

Johanngeorgenstadt(Sachsen)<- aufgewachsen, gem. die Welt



Herbst 1997:

nach Chemnitz (die Welt) zuerst mit Burghardt zusammen, dann angeblich mit Kai Seidel, aber eigentlich doch mit Thomas Gerlach



Spätestens 2002:

nach München verzogen, aber angeblich nicht zu dem dort wohnenden Kai Seidel (PUA-Bericht s. 368)




2003
Büchenbach (PUA-Bericht S. 368), Postleitzahl 91186



6. Mai 2003:

zwischenzeitlich Johanngeorgenstadt (PUA-Bericht S. 368)



November 2011:

Schwarzenberg (sächsisches Erzgebirge) gem. die Welt





Irgendwann in diesen letzten Stunden in Freiheit muss Beate Zschäpe klargeworden sein, dass sie nicht mehr vor ihrem bisherigen Leben davonlaufen kann. …..Ihr einzige Verbindung zum Untergrund war ihre Bahncard 25, die auf den Namen Mandy S. ausgestellt war.Buch „die Zelle“ S. 276 elektr. Ausgabe

Aber eigentlich war es ja Susann Eminger und keine Bahncard 25, sondern Bahncard 50.


Außerdem soll er dem Trio die BahnCard von sich und seiner Frau überlassen haben. Der Kontakt des Trios zum Ehepaar Eminger soll bis zuletzt Bahn Card von sich und seiner Frau überlassen haben.PUA-Bericht S. 244

http://siegrun-roman.de/Bahncard.JPG

http://4.bp.blogspot.com/-XTN3ODVmbW4/UCo5G0MsQ5I/AAAAAAAAH9o/Y0rago_5v_o/s320/Lichtstadt+-+INSIDE+NSU+-+Bahncard+50+mit+dem+Foto+von+Beate+Zsch%C3%A4pe.j pg

Aber selbst das glaube ich nicht. Die abgebildete Bahncard, ausgestellt auf Susann Eminger, halte ich für eine Fälschung. Das hier dargestellte Foto wird zwar echt sein, aber auf der Bahncard mit Sonnenbrille und insbesondere mit abgeschnittenem Oberkopf ist es für mich zu unglaubwürdig.

nachdenkerin
20.09.2013, 13:40
Es war eine Ceska, das ist erwiesen, aber es war nicht zwingend DIE Ceska.




Allein anhand dieser Tatwaffe ließ sich ein Täterkreis zunächst nicht eingrenzen, da von diesem Typ monatlich etwa 10 000 Pistolen hergestellt wurden.PUA S. 555 elektr.

Ich hätte ja nie für möglich gehalten, dass soviel Ceskas monatlich produziert werden. Lebe ja richtig gefährlich. :versteckt:

fatalist
20.09.2013, 13:59
MANDY STRUCK Wenn nur die PLZ im Grossraum Nürnberg abgefragt wurden, dann kann Mandy nur auf die Liste kommen, wenn sie dort wohnte bzw. dort verkehrte.

Logisch, gelle?

fatalist
20.09.2013, 14:04
PUA S. 555 elektr.
Ich hätte ja nie für möglich gehalten, dass soviel Ceskas monatlich produziert werden. Lebe ja richtig gefährlich. :versteckt: Das ist unwichtig, denn ab Mord Nr. 5 Turgut im Feb 2004 wurden ja Ceskas mit SD gesucht, und die waren äusserst selten. Angeblich nur 55 Stück gebaut. Das BKA sprach von 10 eigenen Ceskas dieser Spezialausführung aus DDR-Beständen. Die Schweizer schrieben von 31 Stück die nach Deutschland geliefert wurden.

Da aber 27 in die Schweiz geliefert wurden, und 3 "reimportiert" wurden nach CZ, kann die Zahl 55 nicht stimmen.
Es werden wohl wesentlich mehr dieser Ceskas gebaut worden sein, was aber nicht feststellbar sein soll, weil der Hersteller angeblich nur 10 Jahre die Fertigungslisten etc aufhob.

Das ist alles eine riesengrosse Verarsche.

nachdenkerin
20.09.2013, 14:10
BKA-DV-Anwendungen mit dem „Ausland“ Bayern


Ergänzung:


....damaliger Vizepräsident Falk ausgesagt: „ …….Es gab eben keine gemeinsame Nutzung einer bundesweit verfügbaren Verbunddatenbank, in der alle Informationen waren und die eben dann mit Analysen aus einer Sicht hätte eingesetzt werden können. …….

Wir haben es als schwerwiegend angesehen, dass die Informationen nicht wirklich an einer Stelle, in einem Datenverarbeitungssystem zusammengeflossen sind, ausgewertet werden konnten und rückwärts auch wieder verwertet werden konnten. PUA-Bericht S. 545

nachdenkerin
20.09.2013, 14:27
Das ist unwichtig, denn ab Mord Nr. 5 Turgut im Feb 2004 wurden ja Ceskas mit SD gesucht, und die waren äusserst selten. Angeblich nur 55 Stück gebaut. Das BKA sprach von 10 eigenen Ceskas dieser Spezialausführung aus DDR-Beständen. Die Schweizer schrieben von 31 Stück die nach Deutschland geliefert wurden.

Da aber 27 in die Schweiz geliefert wurden, und 3 "reimportiert" wurden nach CZ, kann die Zahl 55 nicht stimmen.
Es werden wohl wesentlich mehr dieser Ceskas gebaut worden sein, was aber nicht feststellbar sein soll, weil der Hersteller angeblich nur 10 Jahre die Fertigungslisten etc aufhob.

Das ist alles eine riesengrosse Verarsche.

Da bin ich inzwischen im PUA-Bericht auch schon angekommen und wurschtel mich da so durch. Sollte ja nur ein Spaß sein, weil eigentlich die Bezeichnung war ja Döner-Morde und nun war der Name dann Ceska-Morde. Habe inzwischen schon fleißig gelernt, dass es Waffen gibt, Munition und Schalldämpfer. Nereus kann stolz auf mich sein.:))

fatalist
20.09.2013, 14:31
Da bin ich inzwischen im PUA-Bericht auch schon angekommen und wurschtel mich da so durch. Fleissig, fleissig. :appl:


Habe inzwischen schon fleißig gelernt, dass es Waffen gibt, Munition und Schalldämpfer. Nereus kann stolz auf mich sein.:)) Du erfüllst alle weiblichen Vorurteile, was "keine Ahnung von Waffen" angeht.

Das finde ich aber gut, denn würden diese Vorurteile nicht stimmen, dann gäb es die ja gar nicht :cool:

Stättler
20.09.2013, 14:38
Zschäe braucht fähige Anwälte, und sie hat Nulpen.
So sieht es mal aus.
Fazit: Sie wird verurteilt auch für die Morde, das NSU-Märchen wird nicht vor Gericht fallen.

Nun , nach Verlauf der Dinge ist ein Ergebnis gemäß deiner Vermutung wahrscheinlich.
Deshalb ist das ganze vom Grunde her eigentlich zunehmend uninteressant .....wir kennen ja genügend Prozesse, deren Ergebnisse zweifelhaft waren.

Ich frage mich nur, ob B.Z. oder die Mitangeklagten diese mangelhaften Strategien ihrer Verteidiger nicht bemerken und andere Argumentation einfordern .

Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, einen Pflichtverteidiger, der nach Meinung des Angeklagten unzureichend verteidigt, abzulösen ?

fatalist
20.09.2013, 14:42
Nun , nach Verlauf der Dinge ist ein Ergebnis gemäß deiner Vermutung wahrscheinlich.
Deshalb ist das ganze vom Grunde her eigentlich zunehmend uninteressant .....wir kennen ja genügend Prozesse, deren Ergebnisse zweifelhaft waren. Ja, es gibt genug gemauschelte Prozesse mit falschen Urteilen.


Ich frage mich nur, ob B.Z. oder die Mitangeklagten diese mangelhaften Strategien ihrer Verteidiger nicht bemerken und andere Argumentation einfordern . Wohlleben hat bessere Verteidiger als Zschäpe. Die anderen 3 sind auf freiem Fuss und werden nicht viel Strafe bekommen...


Gibt es überhaupt eine Möglichkeit, einen Pflichtverteidiger, der nach Meinung des Angeklagten unzureichend verteidigt, abzulösen ?
Weiss ich nicht, sie könnte aber in jedem Fall weitere Wahlverteidiger verpflichten.

nachdenkerin
20.09.2013, 15:12
Nun haben wir ja nicht nur das EDV-Ausland Bayern. Selbst so müssen diese EDV-Anwendungen totale Laien konzipiert haben.


Der Zeuge Geier hat jedoch auch ausgesagt, dass seines Wissens nach die polizeiliche EDV Software nicht die Möglichkeit biete, in einzelnen Fällen bestimmte Tatgeschehen herauszufiltern, um sie miteinander zu vergleichen. Der Zeuge Dr. Beckstein hat zu diesem Problem ausgesagt, er halte eine Verbesserung der EDV für erforderlich, um eine Tatmitteldatei zu erhalten. Dort könne dann zum Beispiel nachgefragt werden, dass zur Tat Fahrräder verwendet worden sind. …..PUA-Bericht S. 591

fatalist
20.09.2013, 15:21
Nun haben wir ja nicht nur das EDV-Ausland Bayern. Selbst so müssen diese EDV-Anwendungen totale Laien konzipiert haben.

PUA-Bericht S. 591 Okay, Du machst PUA-Blödsinn, ich die logische Verknüpfung. Ist Männersache :bäh:


Wie verträgt sich Dein Zitat mit dem des 20-Jahre-Polizeidienst-Binninger?


Unions-Obmann Clemens Binninger bezeichnete es als „schwerwiegendes Versäumnis“, dass seinerzeit in dieser Datei nur ein Vergleich mit dem bei anderen Attentaten eingesetzten Bombenmaterial vorgenommen wurde und nicht auch die Suchbegriffe „männlich“, „Koffer“ und „rechtsradikal“ eingegeben worden seien. Eine Recherche mit diesen Stichwörtern hätte eventuell Hinweise auf Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos vom NSU-Trio als Täter beim Kölner Anschlag liefern können, der ebenfalls der Jenaer Zelle zugerechnet wird. Linken-Sprecherin Petra Pau: „Wir sind einem Systemfehler auf der Spur.“ http://www.bundestag.de/presse/hib/2013_04/2013_236/01.html

Entweder konnte man Suchbegriffe eingeben, oder man konnte nicht.
Die Antwort lautet: Natürlich kann man in einer Datenbank Suchbegriffe eingeben.
Wer was Anderes erzählt, der will Leute veräppeln.

nachdenkerin
20.09.2013, 15:44
Die Operative Fallanalyse Baden Württemberg …Als Ergebnis wurde definiert:

„Alle neun Opfer hatten Kontakt zu einer Gruppierung, die ihren Lebensunterhalt mit kriminellen Aktivitäten bestreitet und innerhalb derer zudem ein rigider Ehrenkodex bzw. ein rigides inneres Gesetz besteht. Im Laufe der ,Zusammenarbeit‘ begingen die Opfer vermutlich einen Fehler, der für die Opfer hinsichtlich seiner Bedeutung nicht erkennbar war. Aufgrund dieser für die Täter bedeutsamen Verletzung eines Ehrenkodex bzw. Wertesystems wurden in der Tätergruppierung jeweils Todesurteile gefällt und vollstreckt. …“PUA-Bericht S. 577/578


Im Oktober 2006 unterstützte ein türkischer Polizeibeamter bei der BAO „Bosporus“ für eine Woche deren Arbeit. Weitere ähnliche Hilfe war angedacht. Diese Unterstützung war Ergebnis eines Schreibens des Bayerischen Innenministers vom 12. August 2006 an den Innenminister der Türkischen Republik mit der Bitte um Unterstützung. In dem Antwortschreiben des Innenministers der Türkischen Republik vom 6. Oktober 2006 wird die um fangreiche Kooperation geschildert. Danach erfolgten Vernehmungen von Verwandten der Mordopfer sowie Ermittlungen in den Geburtsorten der Opfer und Lebens orten ihrer Familienangehörigen. Ermittlungen über die Immobilien, Bankkonten und andere Besitztümer der Mordopfer und deren Erben in der Türkei wurden abgelehnt, da der Grund hierfür nicht verstanden wurde. PUA-Bericht . 592

nachdenkerin
20.09.2013, 16:25
Okay, Du machst PUA-Blödsinn, ich die logische Verknüpfung. Ist Männersache :bäh:


Wie verträgt sich Dein Zitat mit dem des 20-Jahre-Polizeidienst-Binninger?

http://www.bundestag.de/presse/hib/2013_04/2013_236/01.html

Entweder konnte man Suchbegriffe eingeben, oder man konnte nicht.
Die Antwort lautet: Natürlich kann man in einer Datenbank Suchbegriffe eingeben.
Wer was Anderes erzählt, der will Leute veräppeln.

Fragt sich nur wie. Die "Spielerei" mit der EDV ist für mich die Hauptursache für das ganze Dilemma heutzutage. Eingabe ist nicht Eingabe. Man kann die Anwendungen so stricken, splittern und etc..dass sie kontraproduktiv arbeiten.

Stell Dir vor Du gibst den Begriff "logische Verknüpfungen" ein. Kein Ergebnis. Zuerst wenn Du über zehn umständliche Hürden gehst, kommt "Nachdenkerin" raus. :bäh:

fatalist
20.09.2013, 16:30
Stell Dir vor Du gibst den Begriff "logische Verknüpfungen" ein. Kein Ergebnis. Zuerst wenn Du über zehn umständliche Hürden gehst, kommt "Nachdenkerin" raus. :bäh: Da raucht die Kiste vorher ab... :haha:

fatalist
20.09.2013, 16:41
@nachdenkerin

Ich habe Dir ja schon mehr als einmal geschrieben, dass Du nur Blödsinn herausbekommst, wenn Du dich auf die innere Logik eines Nichtaufklärungs-Desinfo-Dingsbums wie den PUA-Bericht einlässt, und ich habe Dir das auch schon zu Beginn Deines HPF-Lebens in Bezug auf den Schäfer-Quatsch geschrieben, WENN Du nicht externe Quellen beiziehst, und WENN Du den gesunden Menschenverstand aussen vor lässt.

Glaubst Du wirklich, dass nach einem Bombenattentat in Köln niemand im BKA den Computer nach "Bombenbauern" abgefragt hat?
Wo doch bekannt ist, dass das Trio "wegen der Bomben in Jena" und wegen der "Bombenbauerwerkstatt" in der Garage im BKA-Computer drin war?

Böhnhardt war sogar im Fahndungscomputer bis 2007.
Die 3 waren untergetaucht.

Du bist fast so schlimm wie @bio.
Benutzt doch mal Euren eigenen Verstand.

Volker
20.09.2013, 16:42
es sollte für einen guten Anwalt ein Leichtes sein, diese Phantomzeugen in der Luft zu zerreißen! Meine erste Frage wäre: "warum melden sie sich erst jetzt?"!

Werd es nie begreifen ! Ich weiß nicht mal mehr genau, was ich Dienstag vor 14 Tagen zu Mittag gegessen habe und andere bezeugen nach Jahren, genau diese genannte Person auf der Straße gesehen zu haben ! Mehr als Unglaubhaft, aber vielleicht liegts ja bei mir doch nur am Alter !

Nereus
20.09.2013, 16:51
....» Ermittlungen über die Immobilien, Bankkonten und andere Besitztümer der Mordopfer und deren Erben in der Türkei wurden abgelehnt, da der Grund hierfür nicht verstanden wurde.«
PUA-Bericht . 592

Wir haben Datenschutzbeauftragte und entsprechende Gesetze. Daher dürfen nur bestimmte Daten über Bürger bei zuständigen Behörden gespeichert werden. So konnten die Jenaer Polizisten noch nicht einmal über den Polizeicomputer feststellen, daß der Garagenmieter Apel, ein Polizeibeamter und ihr eigener Kollege war!

Das Auge des Großen Bruders http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/04/National_Security_Agency.svg/150px-National_Security_Agency.svg.png

Bei PC-Programmen der Geheimdienste bis hin zur NSA sieht das aber anders aus. Die Polizeien dagegen haben keine Google-Datenbanken und entsprechende Suchmöglichkeiten.

Bayern hat seine Polizeidatenbanken wohl noch in der Zeit des Kalten Krieges hergestellt und abgeschirmt, um nicht von verseuchten SOZI-Bundesländern mit roten Stasi-Maulwürfen ausgespäht werden zu können. In Westberlin hatten die Westalliierten ihre eigenen Info-Netze, um nicht von den Stasi-Kurassen in der politischen Polizei am Tempelhofer Damm abgeschöpft zu werden.

Es ist auch gut so, daß nicht jeder Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft eine Rasterfahndung über bestimmte Suchkriterien durchführen kann.

fatalist
20.09.2013, 17:07
Wir haben Datenschutzbeauftragte... Bei dem von Dir zitierten PUA-Zitat ging es um die Türkei. Dort gibt es keinen Datenschutz der Bürger gegenüber der Polizei.


Ermittlungen über die Immobilien, Bankkonten und andere Besitztümer der Mordopfer und deren Erben in der Türkei wurden abgelehnt, da der Grund hierfür nicht verstanden wurde.«
PUA-Bericht . 592 Lies: Die wollten nicht, die Türken.

herberger
20.09.2013, 17:12
Ich habe gelesen das jetzt überraschend eine neue Zeugin aufgetaucht ist ,ist diese Zeugin total neu oder war sie schon vorher irgendwie Aktenkundig?

fatalist
20.09.2013, 17:14
Ich habe gelesen das jetzt überraschend eine neue Zeugin aufgetaucht ist ,ist diese Zeugin total neu oder war sie schon vorher irgendwie Aktenkundig? Die ist neu. Nicht aktenkundig.

nachdenkerin
20.09.2013, 17:15
Süleyman Taşköprü


Die Aufgaben der Soko „061“ hat er wie folgt beschrieben: „Die Schwerpunkte der Hamburger Ermittlungen richteten sich auch auf Ersuchen der bayerischen Kollegen daher primär in Richtung Umfeldermittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität, da die bayerischen Kollegen der BAO ,Bosporus‘ uns dargestellt haben, dass Süleyman Taşköprü, unser Opfer, Kontakt hatte zu sehr vielen namhaften Straftätern, die uns auch in der OK-Abteilung des Hamburger LKA sehr gut bekannt waren. Er selbst war kein OK-Täter, wie wir das sagen würden. Ich würde ihn eher als Kleinkriminellen beschreiben und als Randfigur. Er versuchte aber, sich mit Freunden im Milieu, auch in Hamburg-St. Pauli, zu etablieren.“PUA-Bericht S. 593


In dem Sachstandsbericht des LKA 41 vom 3. September 2001 wurde auf folgende Zeugenaussagen hingewiesen: Die über dem Geschäft des Opfers wohnhafte Zeugin D habe von einem verbalen Streit im fraglichen Tatzeitraum berichtet. Sie habe angegeben, laute Stimmen, teils auf Deutsch, teils in einer fremden Sprache sowie die Worte „Verpiss Dich“ bzw. „Hau ab“ gehört zu haben. Der Vater des Opfers habe ausgesagt, bei seiner Rückkehr zwei männliche Personen im Alter von 25 bis höchstens 30 Jahren gesehen zu haben. Beide hätten eine hellere Haarfarbe gehabt.

Am Tag nach der Tat habe sich die Zeugin B. bei der Polizei gemeldet. Sie habe zwei Tage vor der Tat in dem Laden des Opfers drei ihr unbekannte Personen, vermutlich Türken, angetroffen. Einer von ihnen habe sich mit dem Opfer gestritten und geäußert: „Kümmer Dich darum, sieh zu, dass Du das ranholst, wir kommen wieder“.

Auch habe eine weitere Zeugin am Sonnabend vor der Tat drei oder vier „ihr unbekannte Südländer in dem Geschäft in einer südländischen Sprache“ mit dem Opfer in aggressiver Weise streiten sehen. Ein guter Freund des Bruders des Opfers habe auf einen Vorfall hingewiesen, der sich vor zehn Jahren ereignet habe. Damals habe ein Freund des Opfers einen deutschen Zuhälter erschossen.

Aus den Akten ergibt sich, dass die Motivlage für den Mord insbesondere in Drogengeschäften gesehen wurde. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auch auf die durch die Zeugin B. berichtete Bedrohungssituation gelegt. In den Sachstandsberichten wurde ausgeführt:
„Im Jahr 1997 kam es zu einer Bestrafungsaktion des späteren Mordopfers in Form von mehreren Beinschüssen wegen angeblicher Schulden aus früheren Scheckbetrügereien. Die Tatsache, dass der Schütze Mitglied einer türkischen Rauschgifthändlerfamilie ist, aus deren Mitte vereinzelt Mitglieder derzeit langjährige Haftstrafen wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels absitzen, lässt an der offiziellen Motivlage der Beinschüsse zumindest zweifeln.

Die Auswertung von zwei Telefonkarten des Opfers lässt außerdem die Verbindung zu einem im Spätherbst d.J. am Hamburger Flughafen mit DM 590 000,-- Bargeld ausgestatteten Drogenkuriers erkennen, welcher lt. Hintergrunderkenntnisse der Hamburger Rauschgiftdienststelle für die Gebrüder C., angeblich ‚Barone des weichen Drogenmarktes in ‚Hamburg‘, arbeiten soll.

In Richtung Drogengeschäfte gehende Ermittlungen wurden nach den beiden weiteren Morden an Mehmet Turgut und İsmail Yaşar verstärkt. Die Ermittlungen führten zu Murat C., der in Verdacht stand, in größere Rauschgiftgeschäfte verstrickt zu seinPUA-Bericht S. 500


Am 31. August 2001 bestätigte der vom BKA durchgeführte Projektilvergleich die Verwendung der gleichen Tatwaffe wie bei den beiden Morden in Nürnberg zuvor.PUA-Bericht S. 500


…..bei den Opfern Şimşek und Taşköprü zu Wesensveränderungen in den Wochen vor der Tat gekommen war………PUA-Bericht S. 526

herberger
20.09.2013, 17:17
Die ist neu. Nicht aktenkundig.

Na dann haben haben die scheinbar nicht viel,wenn die so eine Zeugin schon brauchen.

solaris
20.09.2013, 17:18
" Fahnder orteten Funkzellen von Handy-Gesprächen, die nach Angaben der Ermittler beweisen, dass Zschäpe sich in der Nähe der bundesweit verstreuten Tatorte aufgehalten haben soll."

Wie geht das ? (über so einen langen Zeitraum)
Wer protokolliert das?
Auf welcher Gesetzesgrundlage geschieht das jahrelang?(VDS - Richtlinie wurde erst 2008 eingebracht)
Wer waren die Gesprächspartner?

Und die Gretchenfrage:
Wusste man bei der Ortung wem das Handy gehört?

Wieder so ein Satz,der eigentlich nicht passen kann,denn das würde ja bedeuten ,daß sämtlicher Handyverkehr über die Funkzellen gespeichert und archiviert wird seit mehr als 10 Jahren.
Demnach müsste die Handynummer damals schon aufgefallen sein,wenn sie sich an den vielen verschiedenen Orten in die Funkzellen einloggte( wenn man konkret nach Verdächtigen in der Dönermordserie gesucht hat.)
(...)
1. Die Funkzellenabfrage-Ergebnisse der Tatorte blieben alle die Jahre gespeichert und wurden erst nach dem 4.11.2011 dem Trio zugeordnet.
2. Die Vorratsdatenspeicherung (die es ja gar nicht gibt, NSA lässt grüssen) erlaubte die Datenabgleiche auf gespeicherte Daten aus den Jahren 2000 bis 2007 rückwirkend nach dem 4.11.2011.

Grüzi,alle miteinand!

Nach allem was man jetzt weiß (über NSA,Prism,Bullrun und vor allem von Xkeyscore,daß von BND und VS eingesetzt wurde/wird/gestestet wird (lach!)),stellt sich die ganze Sache natürlich ganz anders dar.Die hier noch nicht durchgesetzte VDS ist obsolet,weil daß die NSA übernommen hat im regen gegenseitigen Austausch zwischen diesen Behörden dieser Länder,Auch die Weitergabe von ungefilterten "Rohdaten" an den Mossad ist mittlerweile Fakt.
Auch verbrannte Festplatten,die nicht mehr ausgelesen werden können sind kein Problem mehr ,wenn man über Xkeyscore verfügt,welches Mitlesen einer oder mehrerer Personen in Echtzeit erlaubt und sämtliche Kommunikation speichert.

Und man gestrost davon ausgehen,daß das nur die Spitze des Eisbergs ist bisher
Das alles hat sogar hartgesottene Spezialisten geschockt

Ich gehe so weit zu sagen,daß diese Programme und Speicher schon lange Jahre genutzt werden um bestimmte Kreise voll zu überwachen und deren Meta und sonstige Daten zu speichern.Und wenn es nicht hier gemacht wird,dann von der Stupid NSA.

Es ist also auch kein Problem,denke ich,Daten von vor 10 Jahren wiederherzustellen.Einen Internetverlauf muß man auch nicht mehr von der Festplatte fischen.
Weiterhin,davon gehe ich aus,daß alle V-Leute dieser Überwachung unterstehen.
Selbst Verschlüsselung ist kein Problem.Skype und sonstiges erst recht,da Teil von Prism.
Man hätte von all dem nichts mitbekommen,ist eine freche und kackdreiste Lüge.Es kommt auch nicht von ungefähr,daß gerade die deutschen Regierungen in der Frage um die Voll-Überwachung so gut wie nichts verlauten lassen und eine noch gar nicht begonnene Debatte für beendet erklären.

Und mittlerweile ist auch bekannt,daß Chats(Flirtseiten) und die PNs(Foren) eine gute Möglichkeit darstellen,wenn man sich der Überwachung des E-Mails und SMS-Verkehrs bewusst ist.Hauptsächlich für die,die wirklich was zu verbergen haben (gell,Herr Temme!)

Fortsetzung folgt....!
(Details)

fatalist
20.09.2013, 17:22
Als die Türkei-Behörden 2006 hinzu gezogen wurden, da blockierte sie Bankkontoabfragen und Vermögensabfragen der 8 Opfer.
Der Grieche war für die Türkei nie ein Thema, weil unwichtig.
Kein Scherz, lässt sich ergoogeln: Der Grieche wird standard-mässig weggelassen.

Von den 8 "Türken" waren mindestens 6 Kurden. Auch unwichtig für die Türkei?
Die Frage lautet doch, warum das "türkische BKA" die Story vom Kurden-Clan in die Welt setzte, von den 5 Killern, die mit 3 Ceskas die Morde verübten.

Man darf da doch die Vermutung hegen, dass die Türkei sehr genau wusste, wer die Morde begangen hatte und warum, und dass sie das Wissen den BRD-Polizeibehörden ebenso wenig auf die Nase binden wollte wie Andreas Temme und die BRD-Schlapphüte das taten.

Die Lösung all dieser Probleme war dann das Trio aus Jena.

fatalist
20.09.2013, 17:22
[/COLOR]
Grüzi,alle miteinand! Servus :)

fatalist
20.09.2013, 17:23
Na dann haben haben die scheinbar nicht viel,wenn die so eine Zeugin schon brauchen. Die haben noch eine in Nürnberg, die kommt im Oktober und hat Zschäpe 2005 ebenfalls am Tatort gesehen. Sogar am Tattag.

fatalist
20.09.2013, 17:37
Süleyman Taşköprü Compact Spezial NSU: (Auszug)


«Süleyman T. habe Fehler gemacht, die nicht hätten sein müssen. Der-
artige Fehler könne man sich nicht gefallen lassen. Ansonsten würde jeder machen was er wolle, weshalb man ein Zeichen setzen musste. Für solche Fälle gibt es ein Kommando in Holland, welches sich darum küm-
mert!»

Ein Informant gab an, dass ein
Einwanderer diese Sätze ein bis zwei
Monate nach Tasköprüs Ermordung
gesagt habe. Und zwar in einem
Teehaus, in dem sich der Ermordete
früher an illegalen Glücksspielen beteiligt habe.

Der Mann habe weiter
davon gesprochen, dass ein sehr gut
organisiertes Netzwerk der PKK diese Morde verübe.

Die PKK, die Arbeiterpartei Kurdistans, fordere auch von Kurden
Schutzgelder, Tasköprü sei ebenfalls
so erpresst worden, gab ein anderer
Informant an. Ungeachtet der Höhe
des geforderten Betrages würden
Nichtzahler mit harten Repressionen
bis hin zum Tod bedroht. Dazu passt,
dass der hohe Finanzbedarf des
kurdischen Autonomiekampfes
angeblich zu einem großen Teil von
europäischen Kurden gedeckt werden
soll, durch Spenden, Zeitungs verkauf
und Mitgliedsbeiträge. Auch durch
Schutzgelder? Experten vermuten eine
Verbindung der PKK zu
Drogengeschäften, in Deutschland
konnte diese aber bisher nicht nachgewiesen werden.
Interessant ist die Aussage, dass das
Killerkommando aus den Niederlanden gekommen sei. In der Tat
fanden die Ermittler viele Spuren
dorthin. Mehrere Zeugen sagten aus,
Tasköprü sei bedroht worden, 1997
habe man mehrfach auf ihn geschossen. Der damalige Schütze, ein Kurde,
habe auch in der Folge Geld gefordert,
das Tasköprü aus kriminellen Geschäften schuldig geblieben sei Auch der war also ein Kurde. Jetzt haben wir nur noch den Griechen und den Yozgat, der eventuell kein Kurde war.

nachdenkerin
20.09.2013, 17:40
Das ist ja auch ein Brüller. Soll der Polizei aber nichts gebracht haben.


Im April 2008 kam es zu einem Gespräch mit einem iranischen Metaphysiker, der zu diesem Zweck aus dem Iran anreiste. Dieser sollte über ein Medium Kontakt mit dem Mordopfer aufnehmen. PUA-Bericht S. 595

D-Moll
20.09.2013, 17:46
es sollte für einen guten Anwalt ein Leichtes sein, diese Phantomzeugen in der Luft zu zerreißen! Meine erste Frage wäre: "warum melden sie sich erst jetzt?"!
Hoffentlich schafft das ein guter Anwalt? Doch bei den Befangenheitsrichtern eine schwere Angelegenheit.

fatalist
20.09.2013, 17:52
Das ist ja auch ein Brüller. Soll der Polizei aber nichts gebracht haben.

PUA-Bericht S. 595 Ein Tadel, Du hast das Wichtige auf Seite 579 ganz oben vergessen.


bei der Tat in Rostock möglicherweise ein emotionales, persönliches Element mit dabei gewesen, weil
die Täter diesen Dönerstand betreten und das Opfer aufgefordert hätten, sich hinzuknien. Woher wissen die das? Augenzeugen gabs doch gar nicht?

solaris
20.09.2013, 17:55
Wir haben Datenschutzbeauftragte und entsprechende Gesetze. Daher dürfen nur bestimmte Daten über Bürger bei zuständigen Behörden gespeichert werden.


O.t.
Wie kommst du darauf,daß die sich an die Gesetze halten?Was technisch machbar ist,wird gemacht.Sonst hätten man die Bevölkerung in Deutschland längst darüber aufgeklärt.
Glaube denen kein Wort! (Warum sollten mich diese zahnlosen Datenschutztiger beruhigen?)
Die NSA hat lange selbst eingeräumt verfassungswidrig die eigene Bevölkerung auszuspionieren und die Programme zu missbrauchen gegen Leute ,die mit Terrorismus nicht zu tun haben.

Gerade das lächerliche “Supergrundrecht Sicherheit” zeigt in welchem Zustand unserer Staat und unsere Demokratie ist. Es ist eine Schande!
Grundlegende Freiheiten und Rechte werden eliminiert für ein perverses Verständnis von Sicherheit. All das wird von Diensten durchgeführt die niemand demokratisch kontrollieren kann, von denen wir nicht wissen was und für wen sie etwas tun und im Zweifelfall demokratische Strömungen überwachen und unterdrücken.

Wenn sie in die Erklärungsfalle tappen(NSU/NSA) dann kommen sie dir mit "Staatsräson" und "Staatswohl"
na, mein Wohl ist das nicht

solaris
20.09.2013, 17:57
Servus :)

Sorry ,zu früh abgeschickt (nur die Begrüßung)

Nereus
20.09.2013, 18:09
Compact Spezial NSU: (Auszug)

Auch der war also ein Kurde. Jetzt haben wir nur noch den Griechen und den Yozgat, der eventuell kein Kurde war.

Yosgat stammt aus dem Kurdenzentrum Yosgat. Seine Vorfahren waren vermutlich kurdische Zwangsumgesiedelte.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/ac/Kurdish_woman_from_Yozgat%2C_women_from_Preveza%2C _Chios.jpg/220px-Kurdish_woman_from_Yozgat%2C_women_from_Preveza%2C _Chios.jpg

Zeichnerische Darstellung kurdischer Frauen aus Yozgat.

http://kurdica.com/modules/My_eGallery/gallery/fun4you/Siedlungsgebiete.jpg
Siedlungsgebiete der kurden in anatolien.


Die Ankunft der Kurden in Yozgat geht auf das 16. Jahrhundert zurück, in jene Epoche in der Kurdistan zum größten Teil von den Osmanen besetz wurde. Wie die Safaviden setzten die Osmanen die Deportationspolitik der kurdischen Stämme im nördlichen Kurdistan fort. So wurden unzählige kurdischen Stämme zur Einwanderungen nach Zentralanatolien und in das Pontus-Gebirge gezwungen.
Man verfügt heute über kein exaktes Deportierungsdatum der Kurden nach Zentralanatolien. Viele der heute in Zentralanatolien beheimateten Kurden-Stämme, wurden durch die sogenannte "Aşiret-fermanu", („Erlass zu Ausrottung eines Stammes“), welche von den Osmanen erlassen wurde, zwangsweise nach Zentralanatolien deportiert. Viele Stämme haben diese Erlasse bis heute noch bewahren können. Darin wird dem Stamm bekannt gegeben, dass sie nach Zentralanatolien auswandern oder aber ihrer Vernichtung ins Auge sehen müssen.Jedoch gibt es auch weitere Beweise für eine kurdische Präsenz in dieser Gegend: Französische Reisende Vital Cuinet (1890-1894), Georges Perrot (1861-1872) und der Oxfort Archäologe W.M. Ramsay (1851-1939) bestätigten dies bereits im 18. Jhr.. Cuinet geht davon aus dass die Kurden aufgrund ihrer guten Anpassung, bereits mind. 2-3 Generationen in Zentralanatolien leben.

Ihre Zahl übersteigt mittlerweile Millionen. Der türkische Ethnologe und Dozent an der "Ege-Universität" Servet Mutlu, veröffentlichte im Jahre 1990, im Zuge der Parlamentswahlen, ein Buch über die ethnische Gestaltung der Türkei, in welchem er die Zahl der in Anatolien beheimateten Kurden folgendermaßen beschrieb: Ankara 243.600, Çankırı 3.500, Çorum 23.700, Eskişehir 19.900, Kayseri 43.300, Konya 104.000, Kırşehir 17.000, Nevşehir 6.100, Niğde 14.500, Yozgat 13.100, Adana 194.300, Amasya 2.700, Burdur 500, Kastamonu 1.100, Sinop 2.100, Tokat 12.200

Resultierende aus diesen Deportationen entstand auch in Yozgat, wie man auch in den Quellen verfolgen kann, bereits vor Jahrhunderten eine kurdische Enklave. Nach dem englischen Forscher Mark Sykes, wurden die Kurden bereits zwischen 1512-1520 nach Yozgat und Ankara zwangsumgesiedelt. Sie leben vor allem in der Grenzregion zwischen den beiden Provinzen Amasya und Yozgat. Sie sind Anhänger des sunnitischen Islams und sprechen den Nordkurdischen Dialekt Kurmancî. Wichtigste Stämme unter ihnen sind: Reşî (Rewşan), Bedelî, Millî, Maxanî, Xatunoxlî, Tebûroxlî (iranica: the kurdish tribes)...
http://kurdica.com/News-sid-Die-Kurden-in-Yozgat-284.html

fatalist
20.09.2013, 18:15
Yosgat stammt aus dem Kurdenzentrum Yosgat. Seine Vorfahren waren vermutlich kurdische Zwangsumgesiedelte. Nereus, das könnte passen. Kurdische Kleingewerbler werden von der PKK erpresst, Schutzgeld, und wenn sie einen Temme kennen und den Informanten geben, dann werden sie erschossen, oder wenn sie anderweitig sich schwerer Vergehen schuldig machen im Sinne der kurdischen Nation...

Aber was ist mit dem Griechen, der ebenfalls ein neu eröffnetes Gewerbe hatte?
Sein Partner war ein Deutscher, zuvor war in dem Laden ein Türke/Kurde drin.

Wo sind die Verbindungen des Griechen zu Kurden???

fatalist
20.09.2013, 18:27
NSU Prozess
Die Schwierigkeit des „Tat“-Nachweises


Richter Martin Kuchenbauer hatte zweimal im Zusammenhang mit einer Kostenentscheidung schriftlich die Formulierung gebraucht: „Angesichts der Schwierigkeiten des Tatnachweises“.
Quelle: Süddeutsche.de 17. 09.2013 Anette Ramelsberger.

Schön, dass mal ein erkennender Richter deutlich auf die Schwierigkeiten des Tatnachweises hinweist. Der „Tatnachweis“, der für die Berichterstatter der Medien und zahlreiche unseriöse Buchautoren als längst erbracht dargestellt wird, aber de facto bis zum heutigen Tag, den 17.09.2013 noch nicht erbracht werden konnte, und mit rechtsstaatlich einwandfreiem Instrumentarium wohl auch niemals erbracht werden kann.

Eigentlich dürfte es in einem streng nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführtem Prozess die besondere Schwierigkeit des „Tatnachweises“ gar nicht geben. Und zwar deshalb nicht, weil ein Strafprozess nur dann eröffnet werden darf, wenn auf Grund der voran gegangenen polizeilichen Ermittlungen ein dringender, oder wenigstens ein hinreichender Tatverdacht begründet werden kann.

Das Gerichtsverfahren ist nicht dazu da, zu erbringen, was die Ermittlungsbehörden nicht zu leisten vermochten. Der NSU-Prozess wurde ohne ausreichende Rechtsgrundlage aus politischen Gründen eröffnet. Im hier vorliegenden Fall wurde diese gesetzlich vorgeschriebene Regel missachtet. Nun braucht man sich nicht wundern, wenn der Boden unter der Anklagebehörde ins Wanken gerät.

Die Türkenmordserie wird unaufgeklärt bleiben, aber doch am Ende an den beiden Uwes kleben bleiben, nicht, weil da etwas Handfestes, Beweisfähiges ermittelt wird, sondern deshalb, weil nach unserem Rechtssystem die „Überzeugung“ der Richter den Strengbeweis ersetzen kann.

Doch zur posthumen Verurteilung wird die „Überzeugung der Richter“ gar nicht nötig sein, diesen Teil der Aburteilung haben die Massenmedien und das politische Establishment schon unverrückbar vorweggenommen.

Ob die „Überzeugung der Richter“ ausreichen wird, Beate Zschäpe im Zusammenhang mit der Mordserie zu verurteilen, bleibt zumindest fraglich. Es wird darauf ankommen, wie flexibel das Gewissen der zuständigen Richter ist.

Karl-Heinz Hoffmann 17.09.2013

:appl:

fatalist
20.09.2013, 18:45
Kai Voss über die Krokus-Story, sehr interessantes Phantombild "unter Hypnose" von Martin Arnold inklusive:
deutschelobby.files.wordpress.com/2013/07/nr-4-stauffensberg-erzc3a4hlungen-mord-an-kiesewetter-immer-rc3a4tselhafter.pdf

Isegrins
20.09.2013, 19:10
Kai Voss über die Krokus-Story, sehr interessantes Phantombild "unter Hypnose" von Martin Arnold inklusive:
deutschelobby.files.wordpress.com/2013/07/nr-4-stauffensberg-erzc3a4hlungen-mord-an-kiesewetter-immer-rc3a4tselhafter.pdf

Aspekte


Nur Links (selbst Denken macht den Mann)

http://www.aldeilis.net/german/index.php?option=com_content&view=article&id=469:wie-man-in-koeln-kidon-killern-half&catid=110:gerichte-und-staatsrn&Itemid=24

http://de.wikipedia.org/wiki/Caesarea_%28Mossad-Sondereinheit%29

http://deinweckruf.wordpress.com/2010/11/22/die-cia-totete-uwe-barschel-und-die-bundesregierung-wusste-davon/

P.S.
Hab Dir ne Mail geschickt

fatalist
20.09.2013, 19:24
Hab Dir ne Mail geschickt PN ist schon beantwortet :)

Wo siehst Du die Tätigkeit der CIA/Mossad?
Bei den Dönermorden, in Heilbronn, oder beim Showdown am 4.11.2011?

PS: Klasse Links, gleich abgespeichert!

brain freeze
20.09.2013, 19:40
O.t.
Wie kommst du darauf,daß die sich an die Gesetze halten?Was technisch machbar ist,wird gemacht.[...]

Ja, das ist wohl so. Und machbar ist fast alles. Aber es gibt eben auch "Zugriffshierarchien", d.h. Autorisierungen, Zugriffsberechtigungen usw. Nicht jeder kommt an alle verfügbaren Informationen. Es gibt außerdem eine gewisse Bürokratie, also richterliche Genehmigungen, Dienstwege, Geheimhaltungsverpflichtungen usw. Auch wenn das im wirklichen Leben eher lax gehandhabt wird. Es hängt dann auch vom einzelnen Beamten und seiner Motivation ab, inwieweit er sich an Gesetze, Vorschriften und Weisungen hält. Bei vielen nimmt im Laufe des Berufslebens einfach auch eine gewisse Resignation und Frustration zu. Also wird Dienst nach Vorschrift gemacht. Ist zumindest meine Beobachtung.

Nereus
20.09.2013, 20:34
Nereus, das könnte passen. Kurdische Kleingewerbler werden von der PKK erpresst, Schutzgeld, und wenn sie einen Temme kennen und den Informanten geben, dann werden sie erschossen, oder wenn sie anderweitig sich schwerer Vergehen schuldig machen im Sinne der kurdischen Nation...

Aber was ist mit dem Griechen, der ebenfalls ein neu eröffnetes Gewerbe hatte?
Sein Partner war ein Deutscher, zuvor war in dem Laden ein Türke/Kurde drin.

Wo sind die Verbindungen des Griechen zu Kurden???

(VT)

Kollateralschaden?
Wenn es da eine rächende oder ausschaltende Todesschwadron gab, die eine Zentrale im Ausland hatte und erst von dort anreisen mußte, machte es Sinn, gleich mehrere Sachen hintereinander zu erledigen. In der Auslandszentrale wurde vermutlich nach bestimmten Kriterien festgelegt, wer zu liquidieren sei und die Operationen dann mit Anreise, Ortserkundung, Tarnung, Ausführung und Rückzug geplant, unter Deckung örtlicher Abschirmer?
Yasar war vermutlich im 2. Doppelschlag als erstes Opfer eingeplant. Der Kurde in München als zweiter. Dessen Geschäftsaufgabe Ende Mai war aber in der Auslandszentrale noch nicht bekannt geworden. So wurde am 15. Juni irrtümlich der neue Ladenbesitzer, der Grieche, liquidiert.


Theodoros Boulgarides, Mitinhaber eines Schlüsseldienstes, wurde am 15. Juni 2005 in seinem Geschäft in München-Westend erschossen. Er war Grieche, 41 Jahre alt und hinterließ eine Frau und zwei Töchter. Das Geschäft hatte er erst am 1. Juni 2005 eröffnet, zuvor war er als Fahrkartenkontrolleur beschäftigt. Die örtliche Boulevardpresse schrieb nach dem Mord: „Türken-Mafia schlug wieder zu“.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/44/TabelleBosporusmorde.png/770px-TabelleBosporusmorde.png

1. Doppelschlag (Nürnberg/ Hamburg: 14 Tage Abstand)

· Abdurrahim Özüdoğru wurde am 13. Juni 2001 in einer Änderungsschneiderei in der Nürnberger Südstadt mit zwei Kopfschüssen getötet. Er war 49 Jahre alt, arbeitete als Schichtarbeiter bei Siemens und half nebenberuflich in dem Ladengeschäft aus. Die kriminaltechnische Untersuchung ergab, dass die bei dem Mord an Enver Şimşek benutzte Česká 83 auch hier verwendet wurde, die weiteren Ermittlungen blieben ebenfalls ergebnislos.

· Süleyman Taşköprü, Obst- und Gemüsehändler, wurde am 27. Juni 2001 in Hamburg-Bahrenfeld im Laden seines Vaters mit drei Schüssen aus zwei verschiedenen Waffen ermordet. Er war 31 Jahre alt, stammte aus Afyonkarahisar und hatte eine dreijährige Tochter. Die benutzten Pistolen konnten als die bereits im ersten Mord verwendeten identifiziert werden, neben der Česká auch die nicht identifizierte Waffe. Die Hamburger Polizei ermittelte, dass Taşköprü Freunde im „Hamburger Rotlichtviertel“ gehabt habe. Vor diesem Hintergrund vermutete man ein Verbrechen im Rahmen der organisierten Kriminalität.

(Dreierschlag?, Hamburg / München: 63 Tage Abstand)
· Habil Kılıç, Inhaber eines Obst- und Gemüsehandels, 38 Jahre alt, wurde am 29. August 2001 in München-Ramersdorf in seinem Geschäft erschossen. Im Unterschied zu den drei vorherigen Morden fanden die Ermittler an diesem wie an allen weiteren Tatorten keine Patronenhülsen vor. Als wahrscheinlichstes Mordmotiv und Erklärung der Zusammenhänge galt weiterhin organisierte Kriminalität im Drogenhandel.

2. Doppelschlag (Nürnberg/ München: 6 Tage Abstand)

· İsmail Yaşar, Inhaber eines Döner-Kebap-Imbisses, wurde am 9. Juni 2005 in seinem Geschäft in Nürnberg mit fünf Schüssen in Kopf und Herz getötet. Er war 50 Jahre alt und stammte aus Suruç. Zeugen hatten zwei sich auffällig verhaltende Männer mit Fahrrädern in der Nähe des Tatorts beobachtet, so dass Phantombilder angefertigt werden konnten. Nach dieser Tat ging das Bundeskriminalamt verstärkt von der Möglichkeit aus, „dass die Opfer in Verbindung mit türkischen Drogenhändlern aus den Niederlanden standen.“

· Theodoros Boulgarides, Mitinhaber eines Schlüsseldienstes, wurde am 15. Juni 2005 in seinem Geschäft in München-Westend erschossen. Er war Grieche, 41 Jahre alt und hinterließ eine Frau und zwei Töchter. Das Geschäft hatte er erst am 1 Juni 2005 eröffnet, zuvor war er als Fahrkartenkontrolleur beschäftigt.[5] Die örtliche Boulevardpresse schrieb nach dem Mord: „Türken-Mafia schlug wieder zu“.

3. Doppelschlag (Dortmund/ Kassel:2 Tage Abstand)

· Mehmet Kubaşık, Besitzer eines Kiosks, wurde am 4. April 2006 in seinem Geschäft in der Dortmunder Nordstadt ermordet. Der Kiosk befand sich nahe einem damaligen Treffpunkt der Dortmunder Neonazis. Kubaşık war 39 Jahre alt, Deutscher türkischer Herkunft und dreifacher Familienvater. Nach diesem Mord kam es zu einer öffentlichen Kundgebung: Am 11. Juni 2006 organisierten türkische Kulturvereine zusammen mit den Angehörigen einen Schweigemarsch in Dortmund, gedachten der neun Opfer der Serie und riefen die Behörden dazu auf, ein zehntes Opfer zu verhindern. In einer Fernsehsendung am 13. November 2011 erklärte seine Tochter, dass die Familie immer davon ausgegangen sei, dass die Tat einen rechtsextremen Hintergrund gehabt habe.

· Halit Yozgat, Betreiber eines Internetcafés, wurde am 6. April 2006 in Kassel durch zwei Kopfschüsse getötet. Er war 21 Jahre alt und Deutscher türkischer Abstammung. Das Café hatte er erst kurze Zeit zuvor mit von seinem Vater geliehenem Geld eröffnet. Zudem besuchte er eine Abendschule, um sein Abitur nachzumachen. Yozgat befand sich ungeplant in seinem Geschäft, er hätte bereits von seinem Vater, der sich verspätete, abgelöst worden sein sollen.

http://de.wikipedia.org/wiki/NSU-Morde

Der gemeinsame Feind von gottgläubigen Regierungen in christlich-katholischen und islamisch-türkischen Ländern sind atheistische kommunistische Rebellen, die möglicherweise noch von Moskau unterstützt wurden. Läßt sich hier ein Zusammenhang finden?

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5725851&viewfull=1#post5725851

Die Pausen zwischen der Serie hängen vermutlich mit dem Afghanistan- und Irakkrieg zusammen, wo die Todesschwadron auch gebraucht wurde?

http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6122563&viewfull=1#post6122563

Case
21.09.2013, 00:01
Wieder ein seltsamer Selbstmord?


Erneut gibt es im Zusammenhang mit dem NSU-Ermittlungskomplex einen dubiosen Vorfall: Bei der am Montagmorgen (16.09.2013) in einem ausgebrannten Fahrzeug an der Mercedesstraße aufgefundenen männlichen Person, handelt es mutmaßlich um einen 21-Jährigen aus dem Landkreis Heilbronn.

Bad Cannstatt: Die am Montagabend (16.09.2013) durchgeführte Obduktion ergab, dass ein Fremdverschulden oder ein Unfallgeschehen nahezu ausgeschlossen werden kann. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben ergeben, dass der junge Mann das Fahrzeug vermutlich selber in Brand gesteckt hat. Die Hintergründe für den Suizid dürften im Bereich einer persönlichen Beziehung liegen.

Im Rahmen der zahlreichen Befragungen und Maßnahmen der Ermittlungsgruppe „Umfeld“ des Landeskriminalamts Baden-Württemberg war der Mann, der zeitweise rechten Kreisen zugerechnet wurde, vor wenigen Tagen angesprochen worden. Er sollte am 16.09.2013 zu seinen Kenntnissen über rechtsextremistische Strukturen befragt werden. Ziel der seit Januar 2013 eingesetzten EG "Umfeld" ist es, ausgehend von den Ermittlungen des Generalbundesanwaltes im Zusammenhang mit dem NSU-Ermittlungskomplex, die rechte Szene in Baden-Württemberg intensiv aufzuhellen.

http://presse.polizei-bwl.de/_layouts/Pressemitteilungen/DisplayPressRelease.aspx?List=7fba1b0b-2ee1-4630-8ac3-37b4deea650e&Id=73314

brain freeze
21.09.2013, 06:06
Wieder ein seltsamer Selbstmord?

Die David-Kelly-Methode?

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/587573/Neue-Zweifel-an-Selbstmord-des-Waffenexperten-Kelly

nachdenkerin
21.09.2013, 06:07
Mehmet Turgut


Mehmet Turgut wird am 25. Februar 2004 in Rostock in einem Imbiss von drei Kopfschüssen getroffen. Er stirbt noch im Rettungswagen.PUA-Bericht S. 831


Im Alter von ca. 15 Jahren tauschte er bei einer Passantragstellung in der Türkei seinen Vornamen mit dem seines Bruders Yunus, um dadurch dem Militärdienst zu entgehen. Sein Bruder Yunus leistete dann tatsächlich den Militärdienst für Mehmet ab.
Am 30. Oktober 1994 reiste der damals minderjährige Mehmet unter dem Namen seines Bruders Yunus Turgut erstmalig in die Bundesrepublik Deutschland ein. Am 10. November 1996 wurde er wegen Verdachts des illegalen Aufenthaltes in Hamburg festgenommen und wenige Tage später in seine Heimat abgeschoben. Zwischen Mai und Dezember 1998 reiste Turgut erneut nach Deutschland ein und stellte am 16. Dezember 1998 in Hamburg einen Asylantrag. Januar 1999 abgelehnt. […]
Mit Ausnahme der Abschiebungen liegen über Turgut keine kriminalpolizeilichen Erkenntnisse vor. PUA-Bericht S. 495


Mehmet und Yunus Turgut waren wegen ihrer kurdischen Herkunft in den 1990er Jahren in der Türkei verfolgt und nach Deutschland geflohen, erhielten hier aber kein Asyl und lebten bis zu Mehmet Turguts Ermordung am 25. Februar 2004 in Rostock…PUA-Bericht S. 1027


Durch Angaben einer V-Person des BKA gab es Hinweise auf Täter aus dem Rauschgiftmilieu. Es erfolgten umfangreiche Ermittlungen zum Betreiber des Döner-Standes, da eine Verwechslung der Opfer nicht ausgeschlossen werden konnte. Darüber hinaus ergaben sich nach Aussage des Zeugen Deisting konkrete Hinweise auf Personenverbindungen bzw. Tatzusammenhänge zu Rauschgiftstraftaten.PUA-Bericht S. 596

Yunus Turgut hatte in seiner Vernehmung am 30. Juni 2004 den Ermittlern zum einen davon berichtet, dass ein Mitglied der Familie A., bei denen Mehmet Turgut gearbeitet hatte, während der Trauerfeier für seinen ermordeten Bruder eine SMS erhalten hatte mit dem deutschen Text:

„Ich habe einen Türken getötet und du bist dran!“

Weiterhin berichtete Yunus Turgut, dass ihm der erste Anrufer, der ihn über die Geschehnisse am 25. Februar 2004 informiert habe, gesagt habe, sein Bruder sei von „Rechtsradikalen“ verprügelt worden und liege nun im Krankenhaus.[/Quote]PUA-Bericht S. 596


Wieso steht in der SMS geschrieben „ich habe einen Türken getötet und du bist dran“. Das müßte doch dann heißen „du bist als nächster dran.


Am 25. Februar wurde Mehmet Turgut erschossen. Wieso erhält er dann im Bezug auf die Geschehnisse einen Anruf, dass der Bruder von rechtsradikalen verprügelt wurde und im Krankenhaus liegen würde, er wurde doch erschossen und ist noch im Rettungswagen verstorben.



Am 16. Februar 2005 wurde aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Rostock vom 29. November 2004 die Wohnung des Haydar A. durchsucht, in dessen Imbiss Mehmet Turgut erschossen worden war. Die Ermittler vermuteten, dass Mehmet Turgut unter Umständen Opfer einer Verwechselung geworden sein könnte und die Schüsse Haydar A. gegolten hätten, und beschlagnahmten Geschäftsunterlagen von Haydar A. Zudem vermuteten sie illegale Geschäfte des Haydar A., ohne diese jedoch nachweisen zu können.PUA-Bericht S. 597


Zudem vermuteten sie Geldwäschegeschäfte bei Haydar A., ohne diese je doch nachweisen zu können.PUA-Bericht S. 735


In Rostock kam es zu politischen Auseinandersetzungen, da der Ortsbeirat nicht dazu bereit war, eine Straße nach Mehmet Turgut zu benennen.PUA-Bericht S. 743

nachdenkerin
21.09.2013, 06:08
WAFFE


In der Steuerungsgruppe war im Vorhinein einvernehmlich beschlossen worden, dass zwar die Möglichkeit, jedoch keine erhöhte Wahrscheinlichkeit bestünde, dass die Tatwaffe sich unter den acht bis dato nicht ermittelbaren Waffen aus dem Luxik-Kontingent befinde. Ohne jegliche Absprache habe jedoch das BKA sowohl auf der eigenen Webseite als auch im Schweizer Fernsehen von einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ gesprochen.PUA-Bericht S. 601

fatalist
21.09.2013, 06:56
Mehmet Turgut Du solltest parallel zum PUA-Bericht auch NSU Compact Spezial lesen, und das Beides miteinander verknüpfen, dann würden sich Deine aufgeworfenen Fragen teilweise beantworten. Ist ja alles hier im Strang zu finden.

Dass man beim Inhaber des Dönerstandes nichts mehr fand ist ja kein Wunder, wenn man erst 1 Jahre nach dem Mord aktiv wurde, ne wahr?


Turgut sollte den Dönerstand um zehn Uhr eröffnen. Gegen 10:15 Uhr verließ
der letzte Kunde den Stand, bereits 10:25
Uhr erschien der Inhaber und fand die
Leiche Die Schüsse galten wohl dem Inhaber, Turgut war nur die Aushilfe. "Pech gehabt".

fatalist
21.09.2013, 07:17
WAFFE


In der Steuerungsgruppe war im Vorhinein einvernehmlich beschlossen worden, dass zwar die Möglichkeit, jedoch keine erhöhte Wahrscheinlichkeit bestünde, dass die Tatwaffe sich unter den acht bis dato nicht ermittelbaren Waffen aus dem Luxik-Kontingent befinde. Ohne jegliche Absprache habe jedoch das BKA sowohl auf der eigenen Webseite als auch im Schweizer Fernsehen von einer „hohen Wahrscheinlichkeit“ gesprochen. PUA-Bericht S. 601 Das BKA hat sich seine Tatwaffe selbst gebastelt, und das Zitat ist dafür ein nettes Indiz.


Der Widerspruch zwischen den Aussagen des Kripo-Chefs Geier von der Soko Bosporus und des BKA-Ermittlers Deetz ab Januar 2010 ist auffällig. Vermutlich aus politischen Gründen wurden die MfS-Ceskas ab 2010 bewußt verschwiegen. Die Behauptung, daß nur 24 Stück 1993 (wo es kein MfS mehr gab) extra für die Schweizer Lieferung angefertigt worden seien sollen, macht die Vertuschungsabsicht noch deutlicher.


Dass es sich um eine spezielle Ceska mit einem Schalldämpfer gehandelt hat, wussten wir aufgrund der kriminaltechnischen Untersuchungen an weniger deformierten Munitionsteilen erst ab Mai 2006. Erst daraufhin konnten über den Rechtshilfeweg in Tschechien Abklärungen laufen, wie viele derartige Waffen sich im Umlauf befinden konnten. Also nicht schon nach dem Turgut-Mord 2004?
Warum fragte man seitens des BKA dann im Mai 2004 in der Schweiz an, Ceska 83, Schalldämpfer, PMC-Munition?

BKA-Zauberei, SWM Juni 2013, das gehört ebenfalls zum Märchen der Schweizer Ceska 034678 dazu.
Die BAO Bosporus war da offenbar anderer Meinung ====> STASI-Waffen der BRD-Behörden.

Und auch der gute Harald Öchsner mit seinen Kommentaren gehört in diesen Zusammenhang, dass die Kripo Nürnberg die Morde 2009 aufgeklärt habe, aber offiziell nicht durfte: 2 Geheimdienstleute wären die Mörder, die Ceska käme aus STASI-Beständen ostdeutscher Dienststellen.

Das BKA hatte aber (auf wessen Weisung hin?) andere "Aufklärungsprämissen" bereits 2010, wie man ja bei AZ XY sehen konnte: Schweizer Waffe.

fatalist
21.09.2013, 07:24
Wieder ein seltsamer Selbstmord?


Die David-Kelly-Methode?

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/587573/Neue-Zweifel-an-Selbstmord-des-Waffenexperten-Kelly Sehr interessant. Der Typ war aber verdammt jung, nur 21 Jahre. Eigentlich zu jung für einen 2007er Mord, wo er wohl 15 war...

Er könnte aber irgendwo etwas aufgeschnappt haben, was nicht herauskommen darf, und man müsste mehr Details haben, in welchen Kreisen er verkehrte. Neonazikreise im Ländle?

Nereus
21.09.2013, 07:28
Mehmet Turgut

Yunus Turgut hatte in seiner Vernehmung am 30. Juni 2004 den Ermittlern zum einen davon berichtet, dass ein Mitglied der Familie A., bei denen Mehmet Turgut gearbeitet hatte, während der Trauerfeier für seinen ermordeten Bruder eine SMS erhalten hatte mit dem deutschen Text:

„Ich habe einen Türken getötet und du bist dran!“

Wieso steht in der SMS geschrieben „ich habe einen Türken getötet und du bist dran“. Das müßte doch dann heißen „du bist als nächster dran.
....

Das ist Kanak Sprak.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kanak_Sprak

Beispiel: Rotkäppchen (Rotkäpschem) in Kanak Sprak
http://www.ta7.de/txt/rotkaeppchen/rotk58.htm

fatalist
21.09.2013, 07:38
(VT)

Kollateralschaden?
Wenn es da eine rächende oder ausschaltende Todesschwadron gab, die eine Zentrale im Ausland hatte und erst von dort anreisen mußte, machte es Sinn, gleich mehrere Sachen hintereinander zu erledigen. In der Auslandszentrale wurde vermutlich nach bestimmten Kriterien festgelegt, wer zu liquidieren sei und die Operationen dann mit Anreise, Ortserkundung, Tarnung, Ausführung und Rückzug geplant, unter Deckung örtlicher Abschirmer?
Yasar war vermutlich im 2. Doppelschlag als erstes Opfer eingeplant. Der Kurde in München als zweiter. Dessen Geschäftsaufgabe Ende Mai war aber in der Auslandszentrale noch nicht bekannt geworden. So wurde am 15. Juni irrtümlich der neue Ladenbesitzer, der Grieche, liquidiert. Der Partner vom Griechen beim neuen Laden war ein Deutscher, so heisst es. "Deutscher" kann bei BRD-Medien auch "eingedeutschter Kurde" heissen, das kennt man ja zur Genüge...

NSU COMPACT SPEZIAL


Theodoros Boulgarides- Ermordet am 15. Juni 2005 in München -Z
wischen 18:36 und 19 Uhr
wurde Boulgarides in seinem
kleinen Schlüsseldienst in der
Trappentreustraße erschossen, wo
sein Geschäftspartner ihn kurz dar-
auf fand. Er fällt aus dem Raster der
Mordserie: Boulgarides war Grieche.


Bei diesem Mordfall schienen die
Ermittler trotzdem endlich weiterzukommen. Der seit zehn Tagen Geschiedene soll wenige Wochen vor
seinem Tod einen Erpresserbrief, in dem 5.000 Euro gefordert wurden, bekommen haben. Zudem war er über
Wochen immer wieder angerufen worden, ohne dass sich jemand meldete. Wie Zeugen aus seinem
Umfeld zu Protokoll gegeben haben sollen, sei er immer wieder observiert worden. Der Fahrer eines schwarzem
Motorrads habe innerhalb kurzer Zeit sowohl einmal vor dem Laden geparkt und durch das Schaufenster
hineingestarrt, als auch zweimal neben Boulgarides' Auto gehalten und ins Innere gesehen. Außerdem soll der
Grieche erzählt haben, es habe bereits Drohbriefe von «Türken» bekommen, die Geschichte sei aber geklärt.
Boulgarides sprach von einem harten Konkurrenzkampf in seinem Gewerbe, sein Partner sogar von mafiosen Strukturen. Vielleicht wurde
darum noch während der Renovierung die Schaufensterscheibe eingeschlagen.


Zwei Wochen vor dem Mord hatten
die beiden das Geschäft erst eröffnet.
Die Finanzierung ist allerdings relativ
unklar, Boulgarides hatte behauptet, er
habe noch «Freunde», die ihn
unterstützten. Vielleicht verdiente er
sich auch etwas dazu: Er soll davon
gesprochen haben, «Geschäfte» zu
machen, über die er sich aber nicht näher äußerte.

Einiges konnte im Nachgang weitgehend aufgeklärt werden. Der Erpresserbrief sei ein Scherz aus der Verwandtschaft gewesen, das Telefon mit den seltsamen Anrufen vielleicht nur defekt. Sehr sehr glaubwürdig, alles nur Scherze und Defekte...


Der Laden lag in einer verkehrsreichen Straße. Etwa eine halbe Stunde vor der Bluttat fand laut mehrerer
Zeugen ein Streitgespräch zwischen
dem Griechen und einem weiteren
Einwanderer statt, es ging angeblich
um Geld. Das Telefon von Boulgarides'
lautstarkem Gesprächspartner soll
nach dem Mord abgehört worden sein,
dabei habe sich zum ersten Mal eine
Verbindung zu einem anderen
«Dönermord» ergeben: Der Mann soll
geäußert haben, er habe Angst, weil er
außer Boulgarides noch ein ande res
Opfer der Serie kenne: Ismail Yasar aus
Nürnberg. Bei der
Vernehmung aber verneinte er dies,
und diese Version der Aussage setzte
sich schließlich auch in der amtlichen
Darstellung des Falles durch.
Boulgarides soll sich in dubiosen
Kreisen bewegt und um nicht uner
Gaspistole angeschossen worden sein
und war wegen seiner häufigen
Verschuldung, misslungener Sportwetten und Körperverletzungs- sowie
Betäubungsmitteldelikten aufgefallen. Hierbei handelt es sich aber
nicht um die einzige Auffälligkeit im
Verwandtenkreis. Der Mann der (Ex-)
Schwiegermutter Boulgarides' war
angeblich angerufen und aufgefor dert
worden, den eigenen Schlüsseldienst
umzubenennen, sonst würde es
«knallen». Die Anrufe hörten nach dem
Mord an Boulgarides auf.


Viele Familienmitglieder sowie Bekannte berichteten, Boulgarides sei
einige Tage vor dem Mord in sich
gekehrt gewesen. Am Tattag habe er
äußerst deprimiert und geistesabwesend gewirkt und, entgegen seiner
üblichen Art, beim Rauchen stark
gezittert. Noch interessanter sind die
Beobachtungen einiger Kunden des
Stammlokals von Boulgarides. Es liegt
direkt neben dem Tatort und wurde
von ihm häufig aufgesucht, weil dort
viele andere Griechen verkehrten. Neue
Gesichter fielen schnell auf. Deshalb
hatten Gäste und Angestellte am Tattag
auch einen Mann registriert, der sich
zum ersten Mal dort aufhielt -offensichtlich ein Deutscher. Er betrat
gegen 16 Uhr die Lokalität, trank in
aller Seelenruhe ein Bier, bezahlte und
ging wieder. Gegen 18 Uhr kam er
sichtlich ner vös erneut herein, bestellte
wieder ein Bier, bezahlte sofort, stürzte
das Glas hinunter und verließ das
Lokal, ohne ganz ausgetrunken zu
haben. Bis heute ist eine Beschreibung
dieses Mannes nicht öffentlich gemacht
worden. So bleibt auch offen, ob er
Böhnhardt oder Mundlos geähnelt
haben könnte.
Phantombild: Keine Ähnlichkeit zu Böhnhardt
und Mundlos Der war auch ein leuchtendes Beispiel für nichtkriminelle migrantische Unschuldslämmer

Kili
21.09.2013, 07:51
Wieder ein seltsamer Selbstmord?


Brandleiche: Staatsschutz ermittelt Bad Canstatt/Heilbronn Polizei und Landeskriminalamt beschäftigt der Tod eines 21-Jährigen aus dem Raum Heilbronn, der sich am Montag in Stuttgart-Bad Cannstatt in seinem Auto selbst verbrannte.
Polizei und Landeskriminalamt (LKA) beschäftigt der Tod eines 21-Jährigen aus dem Landkreis Heilbronn, der sich am Montag in Bad Cannstatt in seinem Auto selbst verbrannt hatte. Der junge Mann gab vor, Hinweise zum NSU-Trio geben zu können. Er soll sich nach Angaben von Horst Haug, Pressesprecher des LKAs in Stuttgart, zeitweise in der rechten Szene aufgehalten haben.
Haug bestätigte damit eine Meldung des SWR. Der 21-Jährige hätte am Montag vom LKA zu seiner Zeit in der rechten Szene befragt werden sollen. Zuvor verbrannte er sich auf dem Gelände des Cannstatter Wasen in seinem Auto.
Befragung
Haug sagte, dass der Kontakt des Mannes in die rechte Szene noch nicht so lange zurückliege. Er betonte, dass die Befragung von der Ermittlungsgruppe „Umfeld“ des Landeskriminalamts in Stuttgart ausging. Mit den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft in Zusammenhang mit den Taten des NSU hätten diese nichts zu tun.
Nach Angaben von Thomas Ulmer, Pressesprecher der Stuttgarter Polizei, hatte ein Zeuge am Montag gesehen, wie der 21-Jährige alleine in sein Auto gestiegen war. Danach habe es eine Explosion gegeben. Im ausgebrannten Fahrzeug fanden die Ermittler einen geschmolzenen Plastikbehälter. „Der Brandschutt wird auf Rückstände von Brandbeschleuniger untersucht“, sagt Ulmer. Das Ergebnis der Untersuchung stehe noch aus.

Widersprüche
Die Bundesanwaltschaft beauftragte das LKA im Januar 2012, den Mann als Zeuge zu vernehmen. „Seine lediglich vagen und teilweise widersprüchlichen Angaben haben sich als nicht tragfähig erwiesen“, sagt Marcus Köhler, Pressesprecher der Bundesanwaltschaft. Deshalb sei er nicht in der Anklageschrift gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren Angeklagten benannt.

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft teilte auf Anfrage mit, dass sich der 21-Jährige aus persönlichen Gründen das Leben nahm.

http://www.stimme.de/heilbronn/hn/Brandleiche-Staatsschutz-ermittelt;art31502,2896748

"haben sich als nicht tragfähig erwiesen", warum wird er dann vorgeladen?

fatalist
21.09.2013, 07:54
(VT)
1. Doppelschlag (Nürnberg/ Hamburg: 14 Tage Abstand)

· Abdurrahim Özüdoğru wurde am 13. Juni 2001 in einer Änderungsschneiderei in der Nürnberger Südstadt mit zwei Kopfschüssen getötet. Er war 49 Jahre alt, arbeitete als Schichtarbeiter bei Siemens und half nebenberuflich in dem Ladengeschäft aus. Die kriminaltechnische Untersuchung ergab, dass die bei dem Mord an Enver Şimşek benutzte Česká 83 auch hier verwendet wurde, die weiteren Ermittlungen blieben ebenfalls ergebnislos.

· Süleyman Taşköprü, Obst- und Gemüsehändler, wurde am 27. Juni 2001 in Hamburg-Bahrenfeld im Laden seines Vaters mit drei Schüssen aus zwei verschiedenen Waffen ermordet. Er war 31 Jahre alt, stammte aus Afyonkarahisar und hatte eine dreijährige Tochter. Die benutzten Pistolen konnten als die bereits im ersten Mord verwendeten identifiziert werden, neben der Česká auch die nicht identifizierte Waffe. Die Hamburger Polizei ermittelte, dass Taşköprü Freunde im „Hamburger Rotlichtviertel“ gehabt habe. Vor diesem Hintergrund vermutete man ein Verbrechen im Rahmen der organisierten Kriminalität.

(Dreierschlag?, Hamburg / München: 63 Tage Abstand)
· Habil Kılıç, Inhaber eines Obst- und Gemüsehandels, 38 Jahre alt, wurde am 29. August 2001 in München-Ramersdorf in seinem Geschäft erschossen. Im Unterschied zu den drei vorherigen Morden fanden die Ermittler an diesem wie an allen weiteren Tatorten keine Patronenhülsen vor. Als wahrscheinlichstes Mordmotiv und Erklärung der Zusammenhänge galt weiterhin organisierte Kriminalität im Drogenhandel. Simsek und der Hamburger wurden mit 2 Waffen erschossen, die Fälle gehören also irgendwie zusammen. Dieselben 2 Waffen beim 1. und 3. Mord. Für einen 3er Schlag sind die Zeitabstände recht gross.

Zum Schalldämpfer:
>Seite 612 PUA-Bericht:

Die Ermittlungsmaßnahmen konzentrierten sich daher auf die Suche nach der Česká 83, 7,56 mm Browning. Ein am
22. Mai 2006 durch das BKA erstelltes kriminaltechnisches Gutachten belegte, dass zumindest ab dem Mord an
Mehmet Turgut in Rostock am 25. Februar 2004, der
fünften Tat der Serie, ein Schalldämpfer verwendet wurde. Über 2 Jahre fand man die Alu-Spuren nicht? Und dann doch? BKA-Zauberei...

nachdenkerin
21.09.2013, 08:05
Sehr interessant. Der Typ war aber verdammt jung, nur 21 Jahre. Eigentlich zu jung für einen 2007er Mord, wo er wohl 15 war...

Er könnte aber irgendwo etwas aufgeschnappt haben, was nicht herauskommen darf, und man müsste mehr Details haben, in welchen Kreisen er verkehrte. Neonazikreise im Ländle?

Etwas anderes:

Also ich sitze so vorgestern beim Frühstück und lese die BZ. Da wird ein Mann verhaftet. Mario K., der Millionäre erpresst haben soll. Er steht auf der Titelseite und dann ist alles noch auf weiteren 3 Seiten beschrieben. Es geht um eine Ceska....ich denke schon von vornherein, da muss doch noch irgend etwas kommen. Nach diesen drei Seiten Berichterstattung war der letzte Satz, fett gedruckt: "Letzte Verurteilung im Oktober 2012. Er hat seine vietnamesische Nachbarin bedroht: <<Wenn die Zeit reif ist, machen wir mit euch das, wie mit den Juden.>>" Merkwürdig, zu meiner Zeit gab es ja auch aggressive Leute und man hatte gewisse Schimpfwörter, aber solche Sprüche hatte ich noch nie gehört und das wo ich schon rund 54 Jahre auf der Welt bin.

deutschland
21.09.2013, 08:12
...wenn man aus diesen ganzen Erkenntnissen einen Schluß ziehen kann dann ist es dieser: ... die "NSU Mordserie" an dieses verlogene Ausländerpack hat es niemals gegeben"...

fatalist
21.09.2013, 08:14
...
Wie war das mit Turgut: 5 Schüsse, aber nur 3 Treffer? Ich finde das nicht mehr...

fatalist
21.09.2013, 08:17
Neues von Gronbach:


Alexander Gronbach Sagt:
09/19/2013 um 0:46 (http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comment-1096)



Es wird interessant. Beate Zschäpe instrumentalisiert ihre Briefe als Sprachrohr und packt aus …….

http://www.welt.de/politik/deutschland/article120163930/Zschaepe-will-ueber-Dortmunder-Kontaktmann-laestern.html

Beate Zschäpe deutet in einem Brief an, dass sie den Dortmunder Neo-Nazi Sebastian Seemann kennt – einen V-Mann des Verfassungsschutzes. Damit verdichten sich Hinweise auf NSU-Kontakte in den Westen
(….)
Sie würde Seemann gerne “aus vielerlei Gründen” vor Gericht sehen, um sich ein Bild von ihm zu machen und anschließend über ihn zu lästern, schreibt Zschäpe. Seemann stiftete Robin S. zu einem Überfall an, bei dem der Täter einen Tunesier anschoss und lebensgefährlich verletzte.
Seemann hielt sich in Dortmund im Umfeld der Skinhead-Rockband Oidoxie auf, die wiederum auch Verbindungen nach Kassel zur dortigen rechtsextremen Szene hat. Und auch dort hatte der Verfassungsschutz einen V-Mann: Benjamin G. Er wurde von dem Kasseler Verfassungsschützer Andreas Temme geführt.
(….)
Temme saß am 6. April 2006 in dem Internet-Café von Halit Yozgat, den Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos ermordeten. Zwei Tage zuvor töteten die beiden den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik. Schon seit Monaten sammeln die Nebenklagevertreter der Familie Yozgat, die Anwälte der Hamburger Kanzlei BDK, nach Hinweisen, dass der NSU eben nicht allein agierte, sondern ein Netzwerk von Unterstützern auch in Westdeutschland hatte.
(….)
UND SIE ERWÄHNT VS -
Auch beschwert sie sich darüber, dass ihre Briefe in der Zeitung landen, dies sei ein “Verstoß gegen die Grundrechte”. Rhetorisch fragt sie: “Wo ist der Verfassungsschutz, wenn man ihn mal braucht?” Dieser habe schon genug in ihrem Leben “herumgepfuscht”.
(….)
FAZIT – Akten Schreddern bringt nichts, wenn die Informanten nicht kontrollierbar sind. Was machen diese Figuren in den Landesämtern & Bundesamt eigentlich, wenn diese ganze Story in sich zusammen bricht?


http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comments

deutschland
21.09.2013, 08:19
Das ist Kanak Sprak.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kanak_Sprak

Beispiel: Rotkäppchen (Rotkäpschem) in Kanak Sprak
http://www.ta7.de/txt/rotkaeppchen/rotk58.htm
...dieses Pack kann nicht mal richtig lügen !

brain freeze
21.09.2013, 08:28
Neues aus dem Luxemburger Parallel-Prozeß:
Ist Andreas Kramer ein Lügner oder nicht?
Die Verteidigung beantragt die Exhumierung des Vaters, Johannes Kramer, für einen DNA-Abgleich.


Bommeleeër-Prozess: Exhumierung von Johannes Kramer beantragt

http://www.wort.lu/img/13c9f7d77808bdc2f45a1884e493fdf3/460/325/20/0/680/467/75/268f206e11e5e517092000b89e9d7f9e2f4e5600.jpg Ist Andreas Kramer ein Lügner oder nicht. Diese Frage spaltet weiter die Prozessbeobachter.

Foto: Anouk Antony

(gs) - Im Bommeleeër-Prozess war am Donnerstag der Name Kramer und auch Stay Behind wieder in aller Munde – vor allem in jenem der Verteidigung. Grund war eine DNA-Analyse, die den ehemaligen BND-Agenten Johannes Kramer zwar nicht als Verfasser der Erpresserbriefe bestimmt, dies aber auch nicht ausschließen kann. Eine Exhumierung von Kramers Leiche könnte Abhilfe leisten.
[...]

Die verantwortliche Sachverständige Dr. Elisabet Petkovski erklärte am Donnerstag vor dem Richterpult, dass die Ergebnisse eher gegen eine Übereinstimmung sprächen. Bei einem Spurenträger könne aber eben nicht ausgeschlossen werden, dass es eine Übereinstimmung gibt. Klarheit könne nur ein direkter DNA-Abgleich mit dem Vater ergeben.
Johannes Kramer ist allerdings bereits verstorben. So müsste man auf einen persönlichen Gegenstand des Ex-BND-Agenten zurückgreifen – oder gleich dessen Leiche exhumieren. Verteidiger Me Vogel formulierte sogleich einen entsprechenden Antrag auf Exhumierung und reichte diesen ein.


Wasser auf Mühlen der Stay-Behind-Theorie
Denn: So mancher mag Zweifel an der Aussagekraft des DNA-Gutachtens haben, für die Verteidigung ist es allerdings Wasser auf die Mühlen ihrer Stay-Behind-Theorie. „Wenn es der Wahrheit entspricht, dass Kramer etwas mit den Erpresserbriefen zu tun hatte, dann hängt der Stay Behind tief in der Sache drin. Der Zeuge Andreas Kramer scheint mir auf jeden Fall immer glaubwürdiger“, so Me Vogel nach der Sitzung.



http://www.wort.lu/de/view/bommeleeer-prozess-exhumierung-von-johannes-kramer-beantragt-523b255ee4b02d047b4c5101

brain freeze
21.09.2013, 08:39
Sehr interessant. Der Typ war aber verdammt jung, nur 21 Jahre. Eigentlich zu jung für einen 2007er Mord, wo er wohl 15 war...

Er könnte aber irgendwo etwas aufgeschnappt haben, was nicht herauskommen darf, und man müsste mehr Details haben, in welchen Kreisen er verkehrte. Neonazikreise im Ländle?

However, dieser seltsame weitere "NSU-Suizid" setzt die Soko "Umfeld" noch mehr unter Druck. Die müssen sich jetzt langsam entscheiden; gab es ein V-Umfeld und wer ist das? Wen wollen sie offiziell verdächtigen? oder gab es plötzlich doch keins?

fatalist
21.09.2013, 08:52
Waffen, Projektile, Hülsen.

Hab mich lange gedrückt, aber geht nicht anders...

Simsek:

Insgesamt wurden zwei Projektile Kal. 6,35 mm (eine Hülse) und vier Projektile Kal. 7,65 mm (fünf Hülsen) aufgefunden

Bei der Waffe des Kal. 7,65 mm handelt es sich um eine Selbstladepistole Česká, Modell 83, Kal. 7,65 mm Browning. Der Waffenhersteller mit Kal.
6,35 mm konnte nicht festgestellt werden

Özüdogru.

Bei der verwendeten Tatwaffe handelt es sich definitiv um die Česká, Modell 83, Kal. 7.65 mm Browning, die auch beim Mord z.N. Şimşek Verwendung fand. Die beiden Hülsen wurden am Tatort sichergestellt

Tasköprü.

Bei den verwendeten Projektilen und Hülsen handelte es sich zweimal um das Kaliber 6,35 mm und einmal um das Kaliber 7,65 mm (Anmerkung: Die
7,65 mm Hülse wurde nicht gefunden).


Kilic.

Die zwei Projektile Kaliber 7,65 mm wurden bei der Tatortaufnahme aufgefunden. Auffallend war, dass diesmal überhaupt keine Patronenhülsen gefunden werden konnten


Turgut.

Am Fußboden des Arbeitsraumes konnten insgesamt drei Projektile mit Kaliber 7,65 gesichert werden (das vierte Projektil wurde bei der Obduktion im Kopf der Leiche festgestellt). Des weiteren konnte im Imbissstand eine Patronenhülse in Kaliber 7,65 mm sichergestellt werden.


Yasar.

Einer der Täter schoss nun zwei Mal in Richtung des Kopfes, wobei das erste Projektil die rechte Gesichtshälfte streifte und schließlich die rückwärtige Türe durchschlug. Der zweite Schuss traf das noch stehende Opfer unterhalb des rechten Ohres und trat unterhalb des linken Ohres wieder aus. Nachdem Yaşar rückwärts zu Boden stürzte, wurden drei weitere Schüsse auf den Oberkörper abgegeben. Keine Angaben zu Waffe und Hülsen in der Zusammenfassung, aber wir wissen, dass 1 oer 2 Hülsen gefunden wurden. Aussage Polizistin vor Gericht: Sani bekam nen Anschiss, weil er Hülse anfasste.


Boulgarides.

Fragliche Einschüsse waren an der Unterseite und seitlich am Kinn erkennbar. Rechts neben der Leiche fand sich ein Projektil, Hülsen waren nicht zu sehen Unscharfe Formulierung "waren nicht zu sehen" statt "wurden nicht gefunden? 3 Schüsse.


Kubasik.

Durch Abgabe von vier Schüssen aus einer Pistole, Marke Česká, Typ 83, KaI. 7,65 mm, wurde Mehmet Kubaşık durch zwei Kopftreffer getötet

Am Tatort wurde auf der Registrierkasse eine Patronenhülse, KaI. 7,65 mm, Sellier & Bellot festgestellt. Weiterhin wurden vier Projektile, KaI. 7,65 mm, Sellier & Bellot, aufgefunden. Die Waffe war nachweislich mit einem Schalldämpfer versehen.



Yozgat.
2 Schüsse, keine Hülse, Angeben fehlen in der Zusammenfassung.


Während der jordanische Staatsangehörige ErsteHilfe-Maßnahmen durchführte, versuchte der İsmail Yozgat zunächst, vom Café aus den Notruf zu erreichen und lief dann in eine benachbarte Teestube, von wo aus dann angerufen wurde. Wunder der Technik...

fatalist
21.09.2013, 08:56
However, dieser seltsame weitere "NSU-Suizid" setzt die Soko "Umfeld" noch mehr unter Druck. Die müssen sich jetzt langsam entscheiden; gab es ein V-Umfeld und wer ist das? Wen wollen sie offiziell verdächtigen? oder gab es plötzlich doch keins? Da könnte noch was kommen, das denke ich ebenfalls.

brain freeze
21.09.2013, 09:00
Neues von Gronbach:

Rhetorisch fragt sie: “Wo ist der Verfassungsschutz, wenn man ihn mal braucht?” Dieser habe schon genug in ihrem Leben “herumgepfuscht”.
http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comments

Das kann man schon als einen ernstzunehmenden Hinweis auf eine - schwierige - Beziehung zum VS werten. Müßte eigentlich dann auch Anklage, Nebenkläger und Medien interessieren, die sonst jede Banalität von Zsch.'s Korrespondenz drei Mal umdrehen ... 18 Grad und so.

Aber gerade das, was Beate Zsch. mitteilen WILL, wird ignoriert. Absurdes Theater.

fatalist
21.09.2013, 09:00
Wie konnte ein Mann, der 2 mal abgeschoben worden war, ein drittes Mal nach Deutschland kommen, 2004 erschossen werden, und 2012 in der Anklage hat er immer noch angeblich einen falschen Namen, nämlich den seines Bruders?


Die zehn Mordopfer des NSU: Yunus Turgut




http://media401.zgt.de.cdn.thueringer-allgemeine.de/00721EB4_FD3B280C3958CF83602ACC059E367411Nach vielen Pannen und Verspätungen wird am Oberlandesgericht in München gegen Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte verhandelt. Yunus Turgut war eines ihrer Opfer. Foto: Sascha Fromm


25. Februar 2004, Rostock, Yunus Turgut (25): Der Neudierkower Weg ist eine Sackgasse am Rande des Rostocker Stadtteiles Dierkow. "Mr. Kebab Grill" heißt der Imbiss-Stand, der sich dort angesiedelt hat, in einem 2,5 mal 4,5 Meter großen Container, vor dem zwei Stehtische aufgestellt sind.
Es ist Mittwoch, der 25. Februar 2004, etwa 15 Minuten nach 10 Uhr.
Zu dem Zeitpunkt steht
Yunus Turgut in dem Imbiss. Er wohnt eigentlich in Hamburg und ist nur auf Besuch bei Freunden in Rostock. Nun hat er sich spontan dazu entschlossen, in dem Imbiss auszuhelfen http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Die-zehn-Mordopfer-des-NSU-Yunus-Turgut-1281188743

Angeblich hiess er Mehmet Turgut, aber das wusste bis 2012 niemand?
Lächerlich :fuck:

fatalist
21.09.2013, 09:03
Das kann man schon als einen ernstzunehmenden Hinweis auf eine - schwierige - Beziehung zum VS werten. Müßte eigentlich dann auch Anklage, Nebenkläger und Medien interessieren, die sonst jede Banalität von Zsch.'s Korrespondenz drei Mal umdrehen ... 18 Grad und so.

Aber gerade das, was Beate Zsch. mitteilen WILL, wird ignoriert. Absurdes Theater. Sie soll halt unangekündigt aussagen. Einfach so, ohne dass ihre Anwälte es vorher wissen. Wird Zeit.

fatalist
21.09.2013, 09:07
Neues aus dem Luxemburger Parallel-Prozeß:
Ist Andreas Kramer ein Lügner oder nicht?
Die Verteidigung beantragt die Exhumierung des Vaters, Johannes Kramer, für einen DNA-Abgleich.
http://www.wort.lu/de/view/bommeleeer-prozess-exhumierung-von-johannes-kramer-beantragt-523b255ee4b02d047b4c5101 Weisst Du, was die Sensation ist?

KEIN BRD-Medium thematisiert die beantragte Exhumierung.
https://www.google.com/search?q=exhumierung+johannes+kramer&rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&oq=exhumierung+johannes+kramer&aqs=chrome..69i57.7626j0&sourceid=chrome&ie=UTF-8#q=exhumierung+johannes+kramer&safe=off&tbm=nws

Das Verschweigen wiegt schwerer als jede DNA-Wahrscheinlichkeit.
Drecksmedien.

brain freeze
21.09.2013, 09:08
Da könnte noch was kommen, das denke ich ebenfalls.

Selbstmord mit anschließender Autoverbrennung ist jedenfalls auf Dauer auch keine Lösung, um die NSU-Story zu retten ...

Süßer
21.09.2013, 09:09
„Ich habe einen Türken getötet und du bist dran!“

Wobei offen bleibt, worauf sich >dran< bezieht.

3 Möglichkeiten gibt es:
-auf DU- das kündigt die Ermordung des SMS-Empfängers an
-auf getötet- SMS-Empfänger ist der Nächste der mit etwas dran ist, womöglich auch jemanden ermorden oder bezahlen oder andere Gegenleistung
-auf türke - SMS-Empfänger wäre dann Nachfolger des Türken mit der gleichen Aufgabe betraut

Nur auf Neubürger-Grammatik abzustellen ist m.E. zu kurz gesprungen.

LG

fatalist
21.09.2013, 09:12
Selbstmord mit anschließender Autoverbrennung ist jedenfalls auf Dauer auch keine Lösung, um die NSU-Story zu retten ... Noch funktioniert es ja prima :bäh:

Vermelden die Medien diesen Selbstmord im NSU-Umfeld?
BILD, FOCUS, SPIEGEL, STERN, NTV?

Wer liest schon Stimme.de?

fatalist
21.09.2013, 09:20
Wobei offen bleibt, worauf sich >dran< bezieht.

3 Möglichkeiten gibt es:
-auf DU- das kündigt die Ermordung des SMS-Empfängers an
-auf getötet- SMS-Empfänger ist der Nächste der mit etwas dran ist, womöglich auch jemanden ermorden oder bezahlen oder andere Gegenleistung
-auf türke - SMS-Empfänger wäre dann Nachfolger des Türken mit der gleichen Aufgabe betraut

Nur auf Neubürger-Grammatik abzustellen ist m.E. zu kurz gesprungen.

LG Sehe ich auch so. Die Unterscheidung Türke/Kurde würden Türken und Kurden auch kaum weglassen. Deutsche schon. Forderte da Jemand seine Restzahlung für eine Tat ein?

fatalist
21.09.2013, 09:36
Anwalt der Opferfamilie kritisiert ErmittlerAm Montag nun will sich das Oberlandesgericht München zum ersten Mal mit dem Hamburger NSU-Fall befassen. Als Zeuge ist neben zwei Polizeibeamten und zwei Passanten auch Ali Tasköprü, der Vater des Getöteten, geladen. Dessen Anwalt kritisiert drei Tage vor der Aussage seines Mandanten die Ermittlungsarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft. Andreas Thiel wirft den Beamten vor, entscheidende Hinweise nicht verfolgt zu haben.
Unter anderem habe Ali Tasköprü ausgesagt, am Tatort zwei deutsche Männer gesehen zu haben, deren Beschreibung aus heutiger Sicht auf Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos zutreffen könnte. Das bestätigen Ermittlungsakten, die dem NDR vorliegen. "Diese Spur ist nie verfolgt worden", sagt Thiel. Außerdem hätten Kollegen aus Nürnberg die Hamburger Polizei bereits am Tattag darauf hingewiesen, dass dort zwei Morde mit derselben Waffe verübt worden waren - ebenfalls an türkischen Kleinunternehmern. "Da hätte man das rechte Lager ins Auge fassen müssen", so der Anwalt.
http://www.ndr.de/regional/dossiers/der_norden_schaut_hin/nsuprozess133.html

Seite 500 PUA-Bericht:


a) Ermittlungsansätze
In dem Sachstandsbericht des LKA 41 vom 3. September
2001 wurde auf folgende Zeugenaussagen hingewiesen:
Die über dem Geschäft des Opfers wohnhafte Zeugin D.
habe von einem verbalen Streit im fraglichen Tatzeitraum
berichtet. Sie habe angegeben, laute Stimmen, teils auf
Deutsch, teils in einer fremden Sprache sowie die Worte
„Verpiss Dich“ bzw. „Hau ab“ gehört zu haben. Der Vater des Opfers habe ausgesagt, bei seiner Rückkehr zwei
männliche Personen im Alter von 25 bis höchstens 30
Jahren gesehen zu haben. Beide hätten eine hellere Haarfarbe gehabt.
Am Tag nach der Tat habe sich die Zeugin B. bei der
Polizei gemeldet. Sie habe zwei Tage vor der Tat in dem
Laden des Opfers drei ihr unbekannte Personen, vermutlich Türken, angetroffen. Einer von ihnen habe sich mit
dem Opfer gestritten und geäußert: „Kümmer Dich darum, sieh zu, dass Du das ranholst, wir kommen wieder“.
Auch habe eine weitere Zeugin am Sonnabend vor der Tat
drei oder vier „ihr unbekannte Südländer in dem Geschäft
in einer südländischen Sprache“ mit dem Opfer in aggressiver Weise streiten sehen. Ich erkenne das Muster, in Nürnberg 2005 war es Dasselbe, und beim Kilic-Mord in München auch: Die Mörder (B&M) warteten immer nach der Tat am Tatort ab, bis man sie sah. 10 oder 20 Minuten.

Ganz schön dreist, diese Mörder.

fatalist
21.09.2013, 09:47
10 Besucher beim Vortragsabend über Nationalsozialistischen Untergrund in Berga

http://zeulenroda.otz.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Wenig-Interesse-fuer-aktuelles-Thema-10-Besucher-beim-Vortragsabend-ueber-Natio-220366632



Eher bizarr ging es dann in der Diskussionsrunde zu. Ein Besucher sah die Schuld des Behörden-Versagens bei der CDU, die es erlaubt habe, dass sich rechtes Gedankengut eingenistet hätte. Ein anderer sah eine ganze Staatsverschwörung am Werk. Die NSU-Morde seien mit Hilfe des Verfassungsschutzes geplant worden. Die Rechtsterroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten keinen Selbstmord begangen, sondern seien getötet worden, und Beate Zschäpe sei im Gefängnis nur in Sicherheit gebracht worden.

Tobias Schubert / 21.09.13 / OTZ NSU ist längst abgehakt... aber ein guter Mann war dort :ätsch:

brain freeze
21.09.2013, 09:53
Zur "Vorschuß-Affäre"

Der Streit ums Geld zwischen Gericht und Zschäpe-Anwälten spricht stark gegen einen umfänglichen Deal Anklage-Gericht-Verteidigung, bzw. auch gegen einen abgesprochenen de-facto-Mandantenverrat gegenüber Zsch.

Ich halte es für möglich, daß genau das Sinn und Zweck dieses öffentlich ausgetragenen Konfliktes ist, dem verbreiteten Eindruck entgegenzuwirken, es wäre alles bereits "ausgehandelt". Selbst auf Kosten des nun zu Recht erhobenen Vorwurfes, die Verteidigung solle diszipliniert werden, weil das faktisch auch Blödsinn ist; die Verteidigung IST diszipliniert im Sinne des zügigen Verfahrens. Die Verfahrensdauer wird von der Anklage bzw. dem Gericht in die Länge gezogen, nicht von der Verteidigung.

Wir werden sehen, wie sich die "Vorschußaffäre" entwickelt. Wenn es zu einer gütlichen Einigung kommt, wäre das ein starkes Indiz für eine Inszenierung. Wenn sich der Konflikt verschärft, spräche das wiederum gegen eine Involvierung Götzls in eine Prozeß-Inszenierung. Dann wäre der bisherige Prozeßverlauf Ausdruck seiner tatsächlichen intellektuellen Fähigkeiten bzw. seines Rechtsstaatsverständnisses. Was die Sache freilich nicht besser machen würde.

fatalist
21.09.2013, 09:53
Prozesse Terrorismus NSU: Gericht lädt wichtige NSU-Zeugin für den 30. September

München (dpa) - Im NSU-Prozess will das Gericht schon am 30. September die Zeugin hören, die angeblich Beate Zschäpe mit ihren mutmaßlichen Komplizen in Dortmund gesehen hat. Das bestätigte ein Sprecher des Oberlandesgerichts München der Nachrichtenagentur dpa. Eine Anwältin der Nebenklage hatte gestern beantragt, die Frau als Zeugin zu laden. Sie habe Zschäpe im April 2006 auf einem Grundstück in Dortmund gesehen - in der Woche, in der die Neonazi-Terroristen den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik in Dortmund erschossen.
http://www.n-tv.de/ticker/Gericht-laedt-wichtige-NSU-Zeugin-fuer-den-30-September-article11410881.html

Ob Herr Stahl dann dort sein wird?
Ob er dann auch die richtigen Fragen stellt?
"Warum melden Sie sich erst jetzt?"
"Wie sicher sind Sie sich denn nach 7 Jahren?"
"Hat man Ihnen auch zuerst die Fahndungsfotos gezeigt, und dann erst die Wahllichtbildvorlagen von Frauen?"

Man darf gespannt sein, ob er wieder patzt.

fatalist
21.09.2013, 10:11
Das Rentnerehepaar aus der Friedensstrasse Zwickau war echt drollig:
http://www.nsu-watch.info/2013/09/protokoll-36-verhandlungstag-19-sept-2013/


Erste Zeugin für heute ist die Rentnerin Gisela F.
F. wohnt in der Zwickauer Frühlingsstraße. Sie berichtet zunächst eigenständig vom 4. November 2011, dem Tag des Brandes in der Frühlingsstraße 26. Sie sei beim Laubrechen gewesen, als es auf einmal geknallt habe. Zu einem Nachbarn, der ebenfalls im Garten gewesen sei, habe sie gesagt, da sei wohl etwas explodiert. Dann habe es ein zweites Mal und noch weitere Male geknallt. Mehrere Explosionen, das ist neu.


Danach fragt Götzl, ob F. Zschäpe am 4. November 2011 gesehen habe. F. berichtet, Zschäpe sei zur Haustür heraus gerannt und Richtung Bushaltestelle weggelaufen. Sie habe noch zum Nachbarn gesagt: “Gott sei Dank, der ist nichts passiert.” Zschäpe sei zwischen 50 und 100 Metern entfernt gewesen, das könne aber sicherlich ihr Mann besser sagen, der heute ebenfalls als Zeuge geladen ist. Die Haustür war hinterm Haus, wie hat sie die einsehen können?


RA Heer, Verteidiger von Zschäpe, bittet um eine kurze Pause, um sich mit der Mandantin zu beraten. Nach der Pause hat jedoch auch er keine Frage. Warum auch fragen?


Am 4. November habe er Zschäpe nicht gesehen. Der Ehemann hat sie nicht gesehen, aber seine Frau meinte, er habe sie gesehen.

Fazit: Die haben BEIDE gar nichts gesehen, sie vorzuladen war reine Zeitverschwendung.

nachdenkerin
21.09.2013, 10:23
Mehmet Turgut Teil 2


Im Alter von ca. 15 Jahren tauschte er bei einer Passantragstellung in der Türkei seinen Vornamen mit dem seines Bruders Yunus, um dadurch dem Militärdienst zu entgehen. Sein Bruder Yunus leistete dann tatsächlich den Militärdienst für Mehmet ab. Am 30. Oktober 1994 reiste der damals minderjährige Mehmet unter dem Namen seines Bruders Yunus Turgut erstmalig in die Bundesrepublik Deutschland ein. PUA-Bericht S. 495

Im Alter von 15 Jahren soll also Mehmet Turgut den Pass getauscht haben, um dem Militärdienst zu entgehen. Gem. meiner jetzigen Recherche ist doch der Wehrdienst zuerst ab 20 Jahre, also ganze fünf Jahre später. Ob es damals anders war, weiß ich nicht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Kinder dort schon verpflichtet wurden.


Wenn Sie über 20 Jahre alt sind, fallen sie in die Kategorie der türkischen Wehrpflichtigen

http://www.helpster.de/tuerkischer-wehrdienst-das-muessen-sie-beachten_99128

fatalist
21.09.2013, 10:44
Was ist ein "Einsatzmittel" zur Beruhigung von Angehörigen?

Mord Dortmund:


Die Kasse sei unangetastet gewesen, in der Geldbörse sei von einem Sanitäter bei der Identitätsfeststellung eine größere Geldsumme festgestellt worden. Er habe auch die Hintertür untersucht, bestätigt Br., sie sei zugezogen, aber nicht verschlossen gewesen. Auf Frage sagt Br., die Tochter des Opfers sei am Tatort gewesen und durch ein “Einsatzmittel” betreut worden, er könne aber nichts dazu sagen, weil er sich mit der Betreuung nicht habe befassen müssen Viel Geld in der Tasche, beim 1. Mord Simsek waren es um die 10.000 DM.

Richter Götzl hat zurecht den Ruf eines selbstgefälligen A-Lochs:


Zum Schluss hält Götzl vor, dass die Zeugin die Männer erstmalig zwischen 12.31 und 12.36 Uhr gesehen haben dürfte. Auch das bestätigt Ba. Götzl sagt, dass die Zeugin aus strafprozessualen Gründen noch nicht gehört werden konnte [die Zeugin war für Mittwoch, den 18. September geladen], so dass die Vernehmung von Ba. hier zunächst unterbrochen werde. Nebenklagevertreter RA Scharmer sagt, er habe noch weitere Fragen an den Zeugen, die nicht die Zeugin Dz. beträfen, aber wichtig seien im Hinblick auf den für den heutigen Tag geladenen Zeugen Sch., geb. L.. Götzl sagt, er wolle zunächst seine eigene Befragung abschließen, gegebenenfalls müsse man auch den Zeugen Lö. noch einmal laden. Die Vernehmung von Ba. wird unterbrochen. Die Zeugin hat laut Aussage des Polizisten die 2 verdächtigen Männer auch mehrfach am Tatort gesehen, im Abstand von 20 Minuten.
Dieses Verhaltensschema kennen wir ja bereits ;)


Es folgt ein Beweisantrag der RAin Dierbach (Hamburg), Nebenklagevertreterin für Angehörige des Ermordeten Halit Yozgat. Dierbach beantragt, die Zeugin A. zu laden. Die Zeugin werde bekunden, in der ersten Aprilwoche 2006 aus dem Dachfenster ihrer damaligen Dortmunder Wohnung am späten Nachmittag oder frühen Abend Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe auf dem Nachbargrundstück (Am Brackeler Hellweg) gesehen zu haben. Eine vierte Person, ein bulliger Skinhead, habe ihnen das Grundstück gezeigt. Die drei unbekannten Personen seien vollständig schwarz gekleidet gewesen. Die vierte Person habe eine Camouflage-Hose getragen. Die Frau, Beate Zschäpe (http://www.nsu-watch.info/tag/beate-zschape/), sei zu einem Schaukelgerüst gegangen und habe daran gerüttelt. Die Zeugin habe in diesem Moment fragen wollen, ob es sich um neue Nachbarn handle. Da habe die Frau nach oben geblickt und die Personen seien gegangen. Die Männer habe sie bereits wieder erkannt, als die Bilder im Zusammenhang mit dem brennenden Wohnmobil gezeigt wurden. Schon damals habe sie zu ihrem Mann gesagt, dass es sich um die beiden Männer auf dem Nachbargrundstück handele. Als dann Bilder von Zschäpe aufgetaucht seien, sei sie sicher gewesen, dass es sich um die Frau auf dem Nachbargrundstück gehandelt habe. Auf der Grundstückseinfahrt habe 2004 und 2005 länger ein großes Wohnmobil mit Kennzeichen Z, C und A gestanden. Auch Ende März 2006 sei ein Wohnmobil vor ihrem Haus gestanden. Auf dem Grundstück nebenan seien im Frühjahr oder Herbst 2005 umfangreiche Grabungsarbeiten durchgeführt worden. Am Ende habe ein Schaukelgerüst da gestanden, jedoch so nah an der Mauer, dass man nicht schaukeln könne. An diesem Gerüst habe die Frau gerüttelt. Anfang 2013 sei das Grundstück dann erneut vollständig umgegraben werden. Ein Zwickauer Wohnmobil? Kartoffelanbau in Dortmund? Die Zeugin kommt am 30.September...

fatalist
21.09.2013, 10:54
Wenige Tage nach dem Mord gabs ne Ballerei mit einer BKA-Ceska mit selbstgebautem Schalldämpfer.


Um 13.30 ist der Zeuge Hü. geladen. Der Mitarbeiter der Polizei Dortmund war beteiligt, als Kollegen des Bundeskriminalamtes Schussrekonstruktonen im Rahmen der Ermittlungen am Dortmunder Tatort durchführten. Aus einer baugleicher Waffe seien dabei Schüsse abgegeben und deren subjektive Wahrnehmbarkeit dokumentiert worden. Götzl zitiert das Protokoll der 16 Schüsse und seiner Wahrnehmungen. Er sei nur wenige Schritte von der Kiosk-Eingangstür entfernt gestanden.

Einer dieser BKA-Mitarbeiter ist nun als Sachverständiger geladen: der Diplomphysiker Bernd S., der beim BKA Wiesbaden im Bereich Ballistik tätig ist. Nach einer Intervention von RA Heer, der nicht will, dass der Sachverständige während der ersten Ausführungen in seine Unterlagen blickt, beginnt er frei zu erzählen. Er sei am 12. April 2006 mit mehreren Personen, die sich mit der Rekonstruktion von Schusswaffenstraftaten beschäftigen, sowie dem Leiter des Sachgebiets Waffen und Munitionstechnik zum Tatort gefahren. Aus der zentralen Waffensamlung des BKA hätten sie eine Ceska 83 mit selbstgebautem Schalldämpfer bekommen, die ähnlich der Tatwaffe sei. Mikrofone mit Aufzeichnungsgerät seien im Kiosk (A), vor dem Kiosk (B) und an der gegenüberliegenden Straßenseite (C) aufgebaut worden, dort sollten zudem auch Personen ihre subjektive Wahrnehmung erfahren. Zusätzlich sei ein Schallpegelmeßgerät eingesetzt worden. Neben der Ceska mit Schalldämpfer hätten sie auch Munition sowie eine Tüte mitgebracht, weil bei den vorangegangenen Mordfällen einmal ein 0,15mm dickes Plastikteil gefunden worden sei. Das ist nicht "Ceska 83 7,65mm mit werksseitigem Schalldämpfer". Ganz und gar nicht.

Wo kam diese Waffe her, wo doch das BKA angeblich 10 werksseitige Waffen dieser Art von der STASI übernommen haben will?


Bei den insgesamt 16 Schussabgaben sei variiert worden: mit und ohne Schalldämpfer, Munition mit rotem Dichtungslack, Munition mit grünem Dichtungslack, Schussabgabe durch Tüte oder nicht, bei geschlossener und geöffneter Tür. Die Dämpfungsleistung des verwendeten Schalldämpfers sei vergleichbar gewesen mit dem bei der Tat verwendeten, wie im Nachhinein hätte festgestellt werden können. Am Standort B, vor dem Kiosk, seien die Schüsse mit Schalldämpfer hörbar, aber nicht als Schuss zu deuten gewesen, mit Schalldämpfer aber immer hörbar gewesen. Die objektiven Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass die geschlossene Tür eine erhebliche Dämpfungswirkung gehabt hätte. Auf der anderen Strassenseite (Punkt C) sei der Schallpegel relativ leise gewesen. Drei Polizeibeamte hätten, auch angesichts des Straßenlärms, bei geschlossener Tür drei von vier Schüssen nicht gehört und einen nur schwach. Und das, obwohl die Personen ja bewusst auf das Ereignis gewartet haben. Alles sehr merkwürdig...



Auf Fragen Götzls sagt der Sachverständige unter anderem aus, dass die Tüte keinen signifikanten Einfluss auf die Schalldämpfung hatte. Alle vier gefundenen Geschosse hätten einen Aluminiumabrieb gehabt, es sei also ein Schalldämpfer verwendet worden. Die geschlossene Tür habe genauso wie der Schalldämpfer gewirkt.

Auf Nachfrage schätzt der Sachverständige den bei der Mordserie verwendeten Ceska-Schalldämpfer als “gut, aber nicht sehr gut” ein. Die Munition für das Kaliber 7.65 sei zudem Unterschallmunition gewesen. Irgendwie passt das alles, oder auch nicht: Im April spielt das BKA mit einer eigenen Waffe mit gebasteltem SD herum, und im Mai 2006 wissen sie dann, dass es eine Waffe aus einer 24er Spezialserie gewesen sein muss, die in die Schweiz geliefert wurde.

Mein Misstrauen gegen die Schweizer Ceska ist eher grösser geworden... BKA-Zauberei ;)

fatalist
21.09.2013, 11:07
Ich musste das 3 Mal lesen, aber es ist wohl tatsächlich ein Mann und keine Transe...


Nach einer zehnminütigen Pause wird der Zeuge Michael Sch., geb. L. geladen. Der heute 52-Jährige Dortmunder Polizist war Leiter der Mordkommission und mit den Ermittlungen im Falle des Geschädigten Kubaşık betraut.


Eine für jeden ersichtlich hinter dem Verkaufstresen an der Decke aufgehängte Videokamera sei leider nicht an den Videorekorder hinten angeschlossen gewesen. Herr Kubaşık habe um kurz nach 12.00 Uhr noch mit seinem Bruder in der Schweiz telefoniert. Eine Frau habe gegen 12.30 Uhr zwei Personen gesehen, die ihr entgegen kamen. Erstmeldezeit sei kurz vor 13.00 Uhr gewesen. Die Zeugin hat die Männer ja wohl 2 Mal gesehen, siehe Beitrag weiter vorn...
Sehr langer Zeitraum zwischen "kurz nach 12" und "gegen 13 Uhr".

Niemand hörte Schüsse.
Niemand habe Schussgeräusche gehört.
Man fand nur 1 Hülse auf der Kasse. Die schickte man an das BKA.


Götzl und Nebenklagevertreter RA Scharmer kündigen noch weitere Fragen an den Zeugen an, so dass dieser erneut geladen werden wird. Merkwürdig. Warum wird das nicht "prozessbeschleunigend" sofort erledigt?



Die Nebenklage der Familie Kubasik hatte insoweit eine umfangreiche Befragung der verantwortlichen Beamten vorbereitet. Unter anderem sollte es dabei auch um konkrete Spuren gehen – die es bereits im Jahr 2006 gab – und die klar auf ein rassistisches Tatmotiv deuteten, letztlich nach Aktenlage aber konsequent ignoriert wurden. Da die gesamte Befragung allerdings auch auf der Aussage der für Mittwoch, den 18.09.2013, ursprünglich vorgesehenen Zeuginnen und Zeugen aufbauen sollte, werden wir diese dann auch vornehmen, wenn diese Vernehmungen stattfinden. Das wird voraussichtlich Anfang November der Fall sein. Gamze Kubasik und ihre Mutter werden dann erneut an der Verhandlung teilnehmen und auch selbst aussagen.“ Die haben noch was vor: Rassismus in den Ermittlungen soll angeprangert werden.

fatalist
21.09.2013, 11:15
Zur "Vorschuß-Affäre"

Der Streit ums Geld zwischen Gericht und Zschäpe-Anwälten spricht stark gegen einen umfänglichen Deal Anklage-Gericht-Verteidigung, bzw. auch gegen einen abgesprochenen de-facto-Mandantenverrat gegenüber Zsch.

Ich halte es für möglich, daß genau das Sinn und Zweck dieses öffentlich ausgetragenen Konfliktes ist, dem verbreiteten Eindruck entgegenzuwirken, es wäre alles bereits "ausgehandelt". Selbst auf Kosten des nun zu Recht erhobenen Vorwurfes, die Verteidigung solle diszipliniert werden, weil das faktisch auch Blödsinn ist; die Verteidigung IST diszipliniert im Sinne des zügigen Verfahrens. Die Verfahrensdauer wird von der Anklage bzw. dem Gericht in die Länge gezogen, nicht von der Verteidigung.

Wir werden sehen, wie sich die "Vorschußaffäre" entwickelt. Wenn es zu einer gütlichen Einigung kommt, wäre das ein starkes Indiz für eine Inszenierung. Wenn sich der Konflikt verschärft, spräche das wiederum gegen eine Involvierung Götzls in eine Prozeß-Inszenierung. Dann wäre der bisherige Prozeßverlauf Ausdruck seiner tatsächlichen intellektuellen Fähigkeiten bzw. seines Rechtsstaatsverständnisses. Was die Sache freilich nicht besser machen würde. Da wir nicht wissen, was echt ist und was Täuschung/Inszenierung, kann man da imo überhaupt nichts draus ablesen, egal wie es weiter geht.

nachdenkerin
21.09.2013, 12:11
Wie war das mit Turgut: 5 Schüsse, aber nur 3 Treffer? Ich finde das nicht mehr...

Irgendwie ist das hier im PUA-Bericht ziemlich merkwürdig beschrieben, da bin ich noch nicht dahinter gestiegen. Aber abgesehen davon, ich muß hier mal ordentlich reklamieren. Viele hier haben einen Vorsprung von rund 1 1/2 Jahren. Vergeßt bitte nicht, ich bin zuerst im Mai diesen Jahres in die Geschichte eingestiegen. Da kann ich nicht 17.000 Beiträge lesen, so und soviel Bücher, dann noch die ganzen Untersuchungsausschußberichte, dann rund 1.400 Seiten PUA-Bericht und etc. Ich fühle mich überfordert:angst:

fatalist
21.09.2013, 12:13
Beim Oktoberfest-Attentat wurden bekannte Rechtsextremisten, darunter Peter Naumann, ein echter Bombenprofi mit einschlägiger Erfahrung, von einem "Herrn Engert vom Verfassungsschutz" zum Treffpunkt Haupteingang eingeladen, genau zu der Zeit, wo die Bombe explodierte. Das kann man im Detail im Oktoberfeststrang nachlesen, stammt von Peter Naumann selbst (2010).

Beate Zschäpe meint, "der Verfassungsschutz habe schon genug in ihrem Leben herumgepfuscht".

Die Sauerlandbomber wurden angeblich monatelang beobachtet, einen Monat vor deren Festnahme redet der STERN-Reporter Nübel mit Gelowicz, und man war sich einig, dass der seit Monaten überwacht wurde. Vor Gericht sagte Gelowicz dann aus, man sie niemals überwacht worden.
BND-Intimus Hufelschulte vom Focus lancierte ähnliche Infos, demnach die 3 lange vorab beobachtet wurden.


http://www.youtube.com/watch?v=jqvSPKR2zJQ

Sehr sehr gutes Radio-Feature.

Was will ich sagen?
Weiss ich auch nicht, aber es hängt 1. irgendwie alles mit allem zusammen.
2. Überall scheinen die Terroristen V-Leute zu sein.
3. Nicht überall, wo "Verfassungsschutz" draufsteht, ist der auch drin.
4. GLADIO, it is all about Gladio, Stupid ;)

Back to beginning: 1995 übergab Peter Naumann im Beisein eines Panorama-TV-Teams dem BKA über 200 Kilo Sprengstoff und haufenweise Waffen. Aus seinen Depots, die er angeblich vom Verfassungsschutzmann "Heinrich Becker" zu Beginn der 80er Jahre bekommen haben will. Naumann verübte mit Gladio-Heinz Lembke zusammen Sprengstoffanschläge...

Von 1995 bis zum "TNT" des Trios oder den Rohrbomben von Piatto Carsten Szczepanski sind es keine 2 Jahre... und Naumann hatte auch fertige Rohrbomben, die 1995 gefunden wurden. Er ist Chemie-Ingenieur und ein echter Fachmann.

fatalist
21.09.2013, 12:24
Ich fühle mich überfordert:angst: Du machst das mit dem PUA-Bericht ganz prima, auch wenn Dir -zwangsläufig, wie Du ja anführst- oft die Querverbindungen fehlen, um den Blödsinn dort richtig einzuordnen. Mach weiter! Wir hauen dann schon dazwischen, wenn es zu schlimm wird :bäh:

Der PUA-Bericht ist ebenso eine Farce wie der Prozess. Trotzdem bleiben wir dran... Also mach weiter!

solaris
21.09.2013, 12:40
Neues aus dem Luxemburger Parallel-Prozeß:
Ist Andreas Kramer ein Lügner oder nicht?
Die Verteidigung beantragt die Exhumierung des Vaters, Johannes Kramer, für einen DNA-Abgleich.
http://www.wort.lu/de/view/bommeleeer-prozess-exhumierung-von-johannes-kramer-beantragt-523b255ee4b02d047b4c5101

Bommeleeër-Prozess: Gentest schließt Beteiligung von Ex-BND-Mitarbeiter Kramer an Anschlägen nicht aus
https://denkland.wordpress.com/2013/09/20/bommeleeer-prozess-gentest-schliest-beteiligung-von-ex-bnd-mitarbeiter-kramer-an-anschlagen-nicht-aus/

fatalist
21.09.2013, 12:51
Polizistin vor Gericht, 6. August 2013:


Götzl fragt nach den Hülsen. J. sagt, es könne aber auch sein, dass da eine zweite gewesen sei, aber an eine Hülse könne sie sich sicher erinnern. Götzl fragt nach dem Ort, J. antwortet, in Höhe des Gesäßes. J. bestätigt, dass ihr Kollege den Tatort betreten habe, er sei auf die Schürze getreten und wieder raus gegangen, die Sanitäter seien aber drin gewesen. Der Notarzt sei fünf bis zehn Minuten später da gewesen. Danach wäre die Mordkommission gekommen und sie hätten Absperrmaßnahmen vorgenommen. Götzl hält ihr vor, sie habe vermerkt, die Patronenhülse sei von einem Sanitäter aufgehoben und wieder zu Boden gelegt worden. J. bestätigt das, dafür habe es später einen “Anschiss” gegeben. http://www.nsu-watch.info/2013/08/protokoll-32-verhandlungstag-6-august-2013/

PUA-Bericht, Seite 495:


Am Tatort konnten keine Patronenhülsen gefunden werden. […]

Es stimmt gar nichts an diesem Scheiss-Bericht. :hd:

nachdenkerin
21.09.2013, 18:41
ANDREAS TEMME Teil 1 – wie man richtig flirtet um zu morden-:knuddeln:


Nachdem ein Zeuge in seiner zweiten Vernehmung am 12. April 2006 von einer weiteren Person berichtete, die sich am Tatort aufgehalten hatte, konnte diese am 19. April 2006 durch eine Anschlussermittlung beim Anbieter der von 16.51 Uhr bis 17.01 Uhr besuchten Flirt Internetseite als Andreas Temme identifiziert werden.
Die Staatsanwaltschaft Kassel leitete am 21. Juni 2006 gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts ein, zumal neben seiner Anwesenheit am Tatort auffällig war, dass er sich nicht bei der Polizei als Zeuge gemeldet hatte. PUA-Berichts S. 624

Kein Einziger ist doch so blöd, geht für 10 Minuten ins Internetcafe und meldet sich auf seiner persönlichen Flirt-Internet-Seite an, also hinterlässt noch richtig seine Identität, um danach einen Mord zu begehen. Und selbst einen Streit, also Tötung im Affekt, kann es nicht gegeben haben, sonst hätten das ja die anderen vier oder fünf Personen mitbekommen.

Und wieso meldete das ein Zeuge zuerst bei der zweiten Vernehmung, die sechs Tage später war.

Angeblich soll sich nun der Vorfall so abgespielt haben



16:51 Uhr bis 17:01 Uhr

Temme befindet sich auf seiner persönlichen Flirt-Internet-Seite



17:02 Uhr

Täter verlässt das Internet-Cafe (Uhrzeit gem. Buch die Zelle)



17:05 Uhr

betrat Vater das Internetcafe und fand Sohn tot auf.



17:19 Uhr

Temme telefoniert angeblich mit Diensthandy mit einer Quelle aus dem islamistischen Bereich




Drei Minuten später kommt dann der Vater ins Geschäft und findet seinen Sohn tot auf



Die Ermittlungen ergaben, dass sich zur Tatzeit bzw. zum Zeitpunkt des Auffindens des Opfers durch den Vater İsmail Yozgat fünf Personen in dem Internet Café befanden, die als Zeugen in Frage kommen. […] PUA-Bericht S. 498


Sechs Kunden befinden sich im LadenBuch „die Zelle“ S. 203 elektr.

Die Sache mit Temme ist auch in dem Buch erwähnt, aber merkwürdig da waren es sechs Kunden und im PUA-Bericht sind es fünf.

Ich bezweifle ganz stark, dass Temme überhaupt da war. Ablenkungsmanöver?

nachdenkerin
22.09.2013, 06:13
ANDREAS TEMME Teil 2 Durchsuchung:



Die Staatsanwaltschaft Kassel leitete am 21. Juni 2006 gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts ein…….
Bei der Durchsuchung der Wohnungen am gleichen Tag offenbarte Temme, Mitarbeiter des LfV Hessen zu sein. Sofort danach wurden mit Einverständnis des Direktors des LfV, Lutz Irrgang, auch die Diensträume von Temme durchsucht. Am 22. April 2006 informierte LfV Direktor Irrgang das PP Nordhessen zur Alibi Abgleichung über die Abwesenheiten von Temme in den Jahren 2004bis 2006.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung am 21. April 2006 wurden bei Temme neben einem Baseballschläger u. a. Unterlagen mit einem Bezug zum Dritten Reich gefunden.PUA-Bericht S. 624



06. April 2006

erste Zeugenvernehmung



12. April 2006

zweite Zeugenvernehmung, Zeugen fällt jetzt noch eine weitere Person ein



19. April 2006

Polizei erfährt, dass Andreas Temme seine Flirt-Internet-Seite besuchte



21. Juni 2006

Einleitung Ermittlungsverfahren und gleichzeitige Wohnungsdurchsuche bei Temme. Rechtsradikales Material wurde gefunden.
Über zwei Monate passiert nichts, zuerst jetzt wird man aktiv.



26. Juni 2006

„Mit Beschlüssen vom 26. Juni 2006 ordnete das Amtsgericht Kassel die Herausgabe der noch vorhandenen Verbindungsdaten der beiden Telefonanschlüsse an, mit denen Andreas Temme am Tattag Kontakt hatte (s. o.).“ PUA-Bericht S. 633




Bei der Wohnungsdurchsuchung wurde ein falsches Datum angegeben, satt 21. Juni 2006 steht der 21. April 2006 aufgeführt. Soll hier vertuscht werden, dass das Ermittlungsverfahren nach rund 2 1/2 Monaten eingeleitet wurde. Ich vermute, dass die ganze Sache fingiert war, um vom Suchen nach dem wahren Täter abzulenken.

nachdenkerin
22.09.2013, 06:29
ANDREAS TEMME Teil 3 - Anruf Notarzt-


Während der jordanische Staatsangehörige Erste- Hilfe-Maßnahmen durchführte, versuchte der İsmail Yozgat zunächst, vom Café aus den Notruf zu erreichen und lief dann in eine benachbarte Teestube, von wo aus dann angerufen wurde.PUA-Bericht S. 497

Wieso lief der Vater in eine benachbarte Teestube, um den Notarzt zu alarmieren. Das Internetcafe war doch mit acht Telefonzellen viel besser ausgerüstet.


…..sowie insgesamt acht Telefonzellen. PUA-Bericht S. 497

fatalist
22.09.2013, 06:49
ANDREAS TEMME Teil 3 - Anruf Notarzt-

PUA-Bericht S. 497

Wieso lief der Vater in eine benachbarte Teestube, um den Notarzt zu alarmieren. Das Internetcafe war doch mit acht Telefonzellen viel besser ausgerüstet.

PUA-Bericht S. 497 Das hatte ich ja auf Seite 1759 zitiert und als "Wunder der Technik" bezeichnet, diese Telefonzellen liefen über Internet-Telefonie, die mussten jeweils freigeschaltet werden vom Zentralcomputer vorn am Tresen, und das konnte der Papa nicht. War zu aufgeregt, verständlich.
Deshalb ging er nebenan in der Teestube "konventionell telefonieren".

fatalist
22.09.2013, 07:21
ANDREAS TEMME Teil 1 – wie man richtig flirtet um zu morden-:knuddeln:

PUA-Berichts S. 624

Kein Einziger ist doch so blöd, geht für 10 Minuten ins Internetcafe und meldet sich auf seiner persönlichen Flirt-Internet-Seite an, also hinterlässt noch richtig seine Identität, um danach einen Mord zu begehen.
...
Ich bezweifle ganz stark, dass Temme überhaupt da war. Ablenkungsmanöver? Temme hat niemanden ermordet, und welche Identität er dort benutzte ist ebenfalls nicht bekannt. Seine Eigene garantiert nicht: Kein aktiver V-Mann-Führer trat als PUA-Zeuge unter seinem Klarnamen auf. Selbst "Rainer Öttinger" ist ein Deckname (Krokus-Story).

Temme ging in dieses Internet-Cafe, um Nachrichten aus einem elektronischen Postfach abzuholen, oder um Nachrichten zu hinterlassen. Ausländer-Extremismus, das war sein Job. Auf ihn kam man sicherlich nicht, weil er als "Andreas Temme" eingeloggt war, sondern auf anderem Weg. Vielleicht weil sein handy ein Dienst-Handy war, wir wissen es nicht...

Man kann darüber spekulieren, ob Yozgat ein Informant von Temme war, und deshalb erschossen wurde, um islamistische V-Leute anderer Dienste zu schützen, die aufzufliegen drohten. Denk mal an "Sauerlandbomber", alles angestiftete und von Agenten geführte Wirrköpfe... oder an libanesische Kofferbomber etc pp.
Alles im Auftrag der Geheimdienste. Welcher?

Was Desinformation sein könnte, das ist der Hype um Temme, seine Alibis für die 9 Morde, die es nicht gibt, er hat ja nur 2 ziemlich sichere Alibis für die 9 Morde.

Ebenso sind diese ANTIFA-Berichte, die sich auch in der Nebenklage wieder findet, dass es da um einen V-Mann Benjamin Gärtner ginge, imo klare Desinformation, getreu der ANTIFA-Agenda, "wie nutze ich das Staatsmärchen NSU am besten". Da hinein passen auch die Robin S. -Beweisanträge und die merkwürdigen Zeuginnen: Das ist eingefädelt, das sind "nützliche erfundene Aussagen, die uns gesellschaftlich voranbringen sollen", im Sinne der Antifa etc pp.

fatalist
22.09.2013, 07:59
Wer verübte die Dönermorde, das ist die Frage, und am dichtesten dran ist man wohl dann, wenn man von einer Gladio-Operation ausgeht.
Graue Wölfe, also türkische Rechtsextremisten, Ergenekon, also "türkisch Gladio", das ist der Hintergrund, wo man suchen müsste, aber nicht durfte.


Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete im Februar 2011 unter Berufung auf Aussagen eines Informanten, der Mehmet genannt wird, dass hinter den Morden eine Allianz türkischer Nationalisten, Geheimdienstler, Militärs, Politiker und Juristen stehe, in die die Untergrundorganisation Ergenekon ebenso verstrickt sei wie die rechtsnationalistischen Grauen Wölfe. Es gehe um den Aufbau eines „tiefen Staates“, für den auch von den in Deutschland lebenden Türken Tribut gezahlt werden müsse. Die Praxis sei, diejenigen zu erschießen, die sich weigerten, ihr Geschäft für Geldwäsche oder ähnliches zur Verfügung zu stellen. „Der Schuss ins Gesicht sei das Zeichen der türkischen Nationalisten für den Verlust der Ehre, die immerselbe Waffe eine Warnung an andere gewesen.“[15] Ermittler bestätigen, dass sie mehrmals mit Aussagen in dieser Richtung konfrontiert waren. Es habe aber bei der gesamten Ermittlung keine Anhaltspunkte für eine Verbindung zu den Opfern dieser Mordserie gegeben.

Im August 2011 veröffentlichte der Spiegel einen weiteren Bericht, in dem über die Hintergründe der Serienmorde spekuliert wird. Danach hätten die Ermittler Kontakt zu einem Informanten mit Insiderwissen gehabt, auch dieser wurde Mehmet genannt. Er habe als V-Mann des Verfassungsschutzes gearbeitet, sei an einem der Morde beteiligt gewesen und könne das Versteck der gesuchten Waffe in der Schweiz benennen. Zudem habe er über Verstrickungen des Verfassungsschutzes berichtet. Der Kontakt sei am 5. Juli 2011 abgebrochen. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft hat den Vorgang gegenüber dem Spiegel bestätigt; das Bundesamt für Verfassungsschutz erklärte, die Geschichte des Informanten sei frei erfunden.[41] http://de.wikipedia.org/wiki/NSU-Morde#cite_ref-sp11-02_15-0


21.02.2011 VERBRECHEN

Düstere Parallelwelt

Von Neumann, Conny und Ulrich, Andreas

Acht Türken und ein Grieche wurden mit derselben Tatwaffe erschossen. Es gibt Hinweise, dass eine Allianz türkischer Nationalisten, Gangster und Geheimdienstler dahinter stehen könnte. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77108510.html



22.08.2011VERBRECHEN

Versteck in der Schweiz

Von Neumann, Conny und Ulrich, Andreas
Seit elf Jahren halten die sogenannten Döner-Morde die Polizei in Atem. Nun könnte die Serie womöglich aufgeklärt werden, doch die Staatsanwaltschaft verprellt ihren Informanten.

Am 5. Juli brachen die Verhandlungen wieder ab. Der Informant warf hin. Endgültig. Kein Wort mehr, aus, vorbei. Dieses Mal wollte er den Kontakt mit der Polizei beenden, ohne Kompromisse. www.spiegel.de/spiegel/print/d-80075315.html (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-80075315.html)

Das ist sicherlich auch nicht die ganze Wahrheit, aber es geht in die richtige Richtung.

Vor allem aber gibt es merkwürdige zeitgleiche Ereignisse, die auf einen längst avisierten Showdown hinweisen, der dann am 4.11.2011 inszeniert wurde:

Im August 2011 legte nicht nur DER SPIEGEL nach, sondern im August 2011 verbot auch der ESTA Meyer-Manoras endgültig die Veröffentlichung der Phantombilder von Heilbronn, und zwar mündlich, am Telefon gegenüber SOKO-Chef Mögelin.

Man hatte es geschafft, die Ermittler im Polizistenmord von Heilbronn 4 Jahre lang (!!!) abzulenken, mit Wattestäbchen-Phantom (bis Anfang 2009) und anderen Falschaussagen (2009 nachgelegte falsche Augenzeugen), aber die Veröffentlichung echter Phantombilder bedeutete Gefahr. Also stoppte man das via Weisung an den Staatsanwalt.

Die BAO Bosporus war schon seit Februar 2008 am Ende, Geier gab seinen Abschied und sprach zum ersten Mal von 31 STASI-Ceskas, was total ungehört verhallte und nur in einer Lokalzeitung erwähnt wurde.

Und dann kommt die Spiegel-Story im Februar 2011, dass es sich um eine türkische Gladio-Operation gehandelt habe: Schutzgeld etc., wer sich weigerte wurde erschossen.
Wer weigerte sich, wer wurde erschossen?
KURDEN und ein Grieche. Keine Türken.

Was ich sagen will: Es pressierte im Jahr 2011, an allen Ecken und Enden, es musste etwas passieren, und zwar bald.
und es kam der 4.11.2011...

Was ich übrigens als den zweitgrössten Witz an der Sache empfinde, der grösste Witz ist das fehlende "ob die 3 die Morde begangen haben" im Einsetzungsbeschluss des Bundestags, der zweitgrösste Witz an der ganzen Sache ist dieser: Der PUA (und das Gericht) bekommen nur vorzensierte Akten, in denen jeder Hinweis auf "befreundete ausländische Dienste" entfernt wurden.

Wie will man denn in Richtung "GLADIO, Ergenekon, CIA etc" untersuchen, wenn das alles aus den Akten getilgt wurde vorab?
Was ist mit dem BND als deutscher Handlanger dieser GLADIO-Strukturen?
Der BND fehlt total im Fall NSU, es geht immer nur um "den Verfassungsschutz". Das ist doch Schwachsinn, DESINFO total!!!

Man fand im Umfeld der Opfer keine Verstrickungen in die Kriminalität?
Na ja, lassen wir die Turgut-Rauschgift-Family und den kleinkriminellen Hamburger mal weg, dann kann das sogar stimmen.
Aber es waren Leute, die KURDEN waren und keine Schutzgelder zahlen wollten?

Bestrafe einen, erziehe Tausende, das ist das Motto, und genau danach handelten die Auftraggeber der wahren Mörder.
Und die Ceska als "Hinweis" für die Tausende.

ähm, warum sammelten die dann teilweise die Hülsen ein, das kapier ich nicht...

fatalist
22.09.2013, 08:13
Noch ein Detail zum Fall Kubasik, bevor ich das vergesse...

Es wird überall geschildert, dass der Herr Kubasik "aussergewöhnlich früh" an diesem Tag im Kiosk war, er wäre normal erst am Nachmittag bis in die Nacht zuständig gewesen.

Aussage am 19.9.2013 gemäss NSU-Watch:


Die Familie habe den Kiosk von 7.00 bis 1.00 Uhr betrieben. Morgens durch Frau Kubaşık, Mittags oft durch die Tochter, und dann durch Herrn Kubaşık bis spät in die Nacht. Nur am Tattag hatte Frau Kubaşık Besuch von ihrer Schwester aus England, deswegen sei Herr Kubaşık schon morgens im Kiosk gewesen. Das fiel mir auf: Stimmt nicht.


http://www.youtube.com/watch?v=Vgx02He6H20

Minute 3:20: Frau Kubasik sagt, es sei alles total normal gewesen, sie sei bis 10:30 im Kiosk gewesen, und dann hätte ihr Mann übernommen, damit sie die Kleinen (wohl die beiden jüngeren der 3 Kinder) aus dem Kindergarten holen konnte. Alles wie immer.

Wie alt war denn damals die älteste Tochter Gamze? Konnte die den Laden ganz alleine schmeissen damals?
Warum ständig diese widersprüchlichen Aussagen?

Die Frau wird doch wohl wissen, ob der Tag ganz normal war im Ablauf, oder nicht!

brain freeze
22.09.2013, 08:39
Warum ständig diese widersprüchlichen Aussagen?

Die Frau wird doch wohl wissen, ob der Tag ganz normal war im Ablauf, oder nicht!

Es wird überall gelogen. Teils aus Gewohnheit, teils um zu vertuschen (Schwarzarbeit?). Aus Sicht von Immigranten ist Verschweigen und Verschleiern notwendig für das Überleben in "feindlicher Umgebung". Das sage ich ohne jede Wertung und ohne jeden Rassismus (o.T.-Themen). Muß man hier einfach zur Kenntnis nehmen. Daher auch viele widersprüchliche Aussagen, die sich nicht aufklären lassen.

Bei Temme war das ein bißchen anders. Er war potentieller Tatzeuge, dessen Aussagen die Sache hätten voranbringen können. Das hat Bouffier von amtswegen verhindert. Für mich klare Vereitelung und Behinderung. Diese Art Informantenschutz kann nicht bei Kapitalverbrechen gelten. Bei Überschriften "Größte Mordserie" und so. Gegenüber der BAO Nürnberg eine Ungeheuerlichkeit.

fatalist
22.09.2013, 08:41
V.1.1.1.3.1. Patronenhülsen
Die am Tatort aufgefundenen Patronenhülsen wiesen zum Teil
Eigenheiten auf. Bei einem Mord wurde am Tatort eine
stehende Patronenhülse aufgefunden. Bei anderen Taten
waren Hülsen abgeschliffen. Diese Art von Besonderheiten
können in jedem Kriminalfall für die Ermittler den
entscheidenden Hinweis darstellen. Inwieweit aber wirklich
gründlich ermittelt wurde, bleibt zweifelhaft

Seite 72: www.hartfrid-wolff.de/files/hwolff/uploads/files/stellungnahme_fdp_zu_nsu-ausschuss.pdf

Hier haben wir wohl eine Antwort auf die Frage nach den Hülsen: Es wurden Hülsen platziert, um zu verwirren.
"Abgeschliffene Hülsen", damit kann ich nichts anfangen. Muss mal Leute fragen, die davon Ahnung haben, auf was das hinweist...

fatalist
22.09.2013, 08:52
Bei Temme war das ein bißchen anders. Er war potentieller Tatzeuge, dessen Aussagen die Sache hätten voranbringen können. Das hat Bouffier von amtswegen verhindert. Für mich klare Vereitelung und Behinderung. Diese Art Informantenschutz kann nicht bei Kapitalverbrechen gelten. Bei Überschriften "Größte Mordserie" und so. Gegenüber der BAO Nürnberg eine Ungeheuerlichkeit. Es ging doch bei Bouffiers Einschreiten um Temmes V-Leute, nicht um Temme selbst? Der wurde durchsucht, seine Wohnung, sein Handy, Abrechnungen etc.

Nur damit wir da von derselben Sache reden...

nachdenkerin
22.09.2013, 08:53
.... und welche Identität er dort benutzte ist ebenfalls nicht bekannt. Seine Eigene garantiert nicht: Kein aktiver V-Mann-Führer trat als PUA-Zeuge unter seinem Klarnamen auf. Selbst "Rainer Öttinger" ist ein Deckname (Krokus-Story).


Auch wenn mir leider die Querverbindungen fehlen, so bin ich davon überzeugt, dass Temme überhaupt NICHT in dem Internetcafe war, auch NICHT unter anderem Namen. Da ist was schief gelaufen, der Mörder war bekannt und damit der Mörder nicht aufgedeckt wird, wurde das Ablenkungsmanöver mit Temme gespielt.

ANDREAS TEMME Teil 4 - Ablenkungsmanöver -


Mit Schreiben vom 6. Juni 2006 teilte das LfV der Polizei ergänzend das Ergebnis einer Befragung der VP aus dem islamistischen Bereich mit, mit der sich Andreas Temme am Tattag getroffen habe, wobei Ort und Umstände eines Treffens von 11 bis 13 Uhr in Kassel beschrieben werden. Der Polizei genügte diese Antwort jedoch nicht. Sie beabsichtigte, über die Staatsanwaltschaft Kassel eine Vernehmung der VP zu beantragen, an der Mitglieder der Mordkommission zumindest teilnehmen könnten.PUA-Bericht S. 626

Hier hast du ein bisschen Futter, liebe Polizei, und unterlasst dafür die Suche nach dem wahren Täter.

Und nun geht das hin und her. Der Verfassungsschutz sträubt sich dagegen, die VP’s aussagen zu lassen. Neben Staatsanwaltschaft, Generalstaatsanwaltschaft und Polizei, wird dann wird noch das hessische Innenministerium eingeschaltet, danach dann noch das Bayerische Innenministerium. Also eine ganze Maschenerie und der wahre Täter freut sich dabei draußen rum laufen zu können.

Ja und da war das doch noch mit dem Notruf aus einer Teestube….


Das Telefongespräch zwischen den Innenministern fand nach Aussage von Volker Bouffier Anfang August während dessen Urlaubs statt. Dr. Beckstein habe ihm sinn gemäß erklärt, seine Beamten hätten ihn überzeugt, dass der Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes im Kasseler Mordfall der Täter sein müsse, die Polizei aber nicht weiterkomme, da der Verfassungsschutz die Vernehmung der Quellen nicht erlaube….PUA-Bericht S. 628

Und am 18. Januar 2007 ist der Spuk dann vorbei, das Verfahren wird eingestellt.


Herr Temme hat im Ausschuss als Zeuge ausgesagt…..“Es baute sich dann in mir auch irgendwo das Gefühl auf, dass es ja natürlich dienstlich nicht gut ist, dass ich überhaupt in diesem Café gewesen bin – möglicherweise –, privat nicht gut ist wegen der Chatterei…… Ich war jung verheiratet. Meine Frau erwartete unser erstes gemeinsames Kind. Natürlich hatte ich Angst, ja………. Ihrer Frage, warum ich dann meiner Frau nicht gesagt habe – eine Teilinformation gegeben habe: Ich bin in dieser Situation dann nicht mehr pragmatisch da rangegangen und habe überlegt: Was sage ich ihr jetzt? Was sage ich ihr nicht? – Ich bin gefühlsmäßig da rangegangen, habe mich für diese Internetbesuche, für dieses Chatten dort geschämt, und deswegen habe ich solche Überlegungen nicht angestellt.PUA-Bericht S. 634

Ach, wie rührend. Tja, wenn man schon seine Frau betrügen will, dann geht man auch nur zehn Minuten chatten, nicht ein oder zwei Stunden. Und für die zehn Minuten hat man dann auch keine Ausreden, wie z. B. dass er im Chat als Geheimdienstler verdeckt ermitteln musste oder etc..

Das ist nach meiner Überzeugung alles nur ein Fake. Der war überhaupt NICHT in dem Internetcafe, auch nicht unter falschen Namen. Und warum rief der Vater von dem Opfer aus einer Teestube den Notarzt? Nach meiner Vermutung wissen die etwas.

fatalist
22.09.2013, 09:05
Und warum rief der Vater von dem Opfer aus einer Teestube den Notarzt? Nach meiner Vermutung wissen die etwas.
Wer ist "die"? Was wissen "die"?

herberger
22.09.2013, 09:07
ANDREAS TEMME Teil 3 - Anruf Notarzt-

PUA-Bericht S. 497

Wieso lief der Vater in eine benachbarte Teestube, um den Notarzt zu alarmieren. Das Internetcafe war doch mit acht Telefonzellen viel besser ausgerüstet.

PUA-Bericht S. 497

Vielleicht ist der Vater nicht in der Lage zu telefonieren,wegen der Sprache oder nicht weiss wem man anruft.

fatalist
22.09.2013, 09:14
@nachdenkerin


Das Telefongespräch zwischen den Innenministern fand nach Aussage von Volker Bouffier Anfang August während dessen Urlaubs statt. Dr. Beckstein habe ihm sinn gemäß erklärt, seine Beamten hätten ihn überzeugt, dass der Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes im Kasseler Mordfall der Täter sein müsse, die Polizei aber nicht weiterkomme, da der Verfassungsschutz die Vernehmung der Quellen nicht erlaube…. Das ist Blödsinn.
Becksteins Beamte waren für den Fall in Kassel gar nicht zuständig. Kassel ist in Hessen, nicht in Bayern.
Das ist DESINFO.

Es unterstützt imo sogar Deine These, dass die gesamte Temme-Story nichts als Ablenkung war und ist.

fatalist
22.09.2013, 09:17
Vielleicht ist der Vater nicht in der Lage zu telefonieren,wegen der Sprache oder nicht weiss wem man anruft.
Jepp, oder er hatte keine Zeit, ein Internet-Telefon freizuschalten.
Es kann ganz praktische Gründe haben, dass er nebenan in die Teestube ging.

brain freeze
22.09.2013, 09:22
Es ging doch bei Bouffiers Einschreiten um Temmes V-Leute, nicht um Temme selbst? Der wurde durchsucht, seine Wohnung, sein Handy, Abrechnungen etc.

Nur damit wir da von derselben Sache reden...

Ich rede darüber, daß Ermittlungen in einer Mordserie behindert wurden. Temme war potentieller Tatzeuge, seine Aktivitäten zur Tatzeit wichtig, um zu ermitteln, ob es einen Zusammenhang zur Tat (also Mord) gibt. Dabei geht es zunächst darum, eine Mitwisserschaft auszuschließen. Die V-Leute-Sperre betrifft m.W. nicht nur Gärtner. Und selbst hier: Man darf jetzt nicht, nur weil eine vereitelte Spur von links ausgeschlachtet wird, den Fehler machen, sie nur deshalb zu ignorieren.


Den weiteren Wunsch der Ermittler, die dienstliche Erklärung von T. zu den Mordvorwürfen zu lesen, verweigerte der LfV-Beauftragte ebenfalls. Es habe "von Beginn an kein Interesse an sachfördernder Kooperation" bestanden, klagte Soko-Chef Gerald Hoffmann.

Rückendeckung erhielt das LfV vom damaligen Innenminister, dem heutigen Regierungschef Volker Bouffier. Auch der gab dem Quellenschutz Vorrang und verfügte in einer Sperrerklärung vom 5. Oktober 2006, dass die erbetene Aussagegenehmigung für die V-Leute von Verfassungsschützer T. nicht erteilt werden könne, "ohne dass dem Wohl des Landes Hessen Nachteile bereitet … würden".



http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-87997161.html

fatalist
22.09.2013, 09:38
Ich rede darüber, daß Ermittlungen in einer Mordserie behindert wurden. Temme war potentieller Tatzeuge, seine Aktivitäten zur Tatzeit wichtig, um zu ermitteln, ob es einen Zusammenhang zur Tat (also Mord) gibt. Temme war im Laden, und Tatzeuge war er nicht, wie er sagt: Er hat nichts gehört und nichts gesehen. Dem kann man gar nichts, und ein Alibi (welches ihm seine V-Leute hätten verschaffen können) brauchte er nicht: Er war dort am Tatort.

Bei dem ganzen V-Mann-Gedöns geht es doch nur darum, zu vertuschen dass Yozgat SENIOR oder ein anderer Gast des Internetcafes ein V-Mann Temmes in der islamistischen Szene war. So meine Meinung dazu.


Es war Gerald Hoffmann, Leitender Kriminaldirektor des Polizeipräsidiums Nordhessen und Chef der ›SOKO Café‹ geladen, der zu dem Mord in Kassel im Jahr 2006 befragt wurde. Dabei ging es auch um die Frage, warum die Ermittlungen gestoppt, also verhindert wurden. Mely Kiyak fasst den folgenden Dialog zwischen dem Untersuchungsausschuss (UA) und Gerald Hoffmann (GH) so zusammen:

»GH: Innenminister Bouffier hat damals entschieden: die Quellen von Herrn T. können nicht vernommen werden. Als Minister war er für den Verfassungsschutz verantwortlich.

UA: Er war doch auch Ihr Minister! Ist Ihnen das nicht komisch vorgekommen? Jedes Mal, wenn gegen V-Männer ermittelt wurde, kam einer vom Landesamt für Verfassungsschutz vorbei, stoppt die Ermittlung mit der Begründung, der Schutz des Landes Hessen ist in Gefahr. Aus den Akten geht eine Bemerkung hervor, die meint, dass man erst eine Leiche neben einem Verfassungsschützer finden müsse, damit man Auskunft bekommt. Richtig?

GH: Selbst dann nicht…

UA: Bitte?

GH: Es heißt, selbst wenn man eine Leiche neben einem Verfassungsschützer findet, bekommt man keine Auskunft.« (FR vom 30.6.2012) www.nachdenkseiten.de/?p=13772

Dolohov
22.09.2013, 09:40
Neues von Gronbach:
http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/09/04/der-mordanschlag-auf-polizisten-in-heilbronn-2007-drei-plus-x/#comments

Sag mal, kapiert der Wetzel eigentlich nichts? (Nur so ne Frage...) Oder ist dem halt alles lieb und recht, was nur annähernd gegen rächts geht, egal was für ein Stuss es ist?

nachdenkerin
22.09.2013, 09:45
Das hatte ich ja auf Seite 1759 zitiert und als "Wunder der Technik" bezeichnet, diese Telefonzellen liefen über Internet-Telefonie, die mussten jeweils freigeschaltet werden vom Zentralcomputer vorn am Tresen, und das konnte der Papa nicht. War zu aufgeregt, verständlich.
Deshalb ging er nebenan in der Teestube "konventionell telefonieren".

Ja und außerdem hatte natürlich bei den 4 und 5 Kunden herum stehenden Kunden keiner ein Handy dabei.

nachdenkerin
22.09.2013, 09:53
Jepp, oder er hatte keine Zeit, ein Internet-Telefon freizuschalten.
Es kann ganz praktische Gründe haben, dass er nebenan in die Teestube ging.

Angeblich soll er ja versucht haben vom Internetcafe anzurufen. Aber warum es gescheitert sein sollte, steht da nicht. Zumal soll doch der Vater auch dort gearbeitet haben, also muss er doch mit der Technik vertraut gewesen sein. Aber wie auch immer, so etwas wird aber überhaupt nicht hinterfragt, geprüft oder etc.. Schließlich könnte es doch auch sein, dass der Vater in der Teestube saß, seinen Tee trank und da plötzlich informiert wurde, vielleicht auch von dem Mörder selber, so auf die Art und Weise, jetzt habe ich meine Rache ausgeübt. O. k. das sind Spekulationen, aber das muss doch hinterfragt und geprüft werden, warum er den Notarzt von einer Teestube anrief.

fatalist
22.09.2013, 09:56
Ja und außerdem hatte natürlich bei den 4 und 5 Kunden herum stehenden Kunden keiner ein Handy dabei.
In Extremsituationen handeln Leute nicht immer logisch. Der hatte gerade seinen Sohn (fast) tot aufgefunden.
Vielleicht lag ja sein eigenes Handy noch in der Teestube?

Du verbeisst Dich immer in recht unwichtige Details. Hast ein ausgeprägtes Talent dazu :bäh:

fatalist
22.09.2013, 09:59
Sind das Insider-Infos in diesem Kommentar?


1. Andreas T. war nicht nur ausgerechnet zum Zeitpunkt des Mordes an Halit Yozgat im betreffenden Internetladen anwesend (Zeitfenster: wenige Minuten, in denen er sich dort aufhielt), sondern er hat außerdem ca. 4 Stunden vor dem Mord mit dem von ihm geführten V-Mann in der Kasseler rechten Szene (Tarnname: „GP 389“) telefoniert, und zwar ganz kurz, nämlich 17 Sekunden – zu kurz für ein wirkliches Gespräch, aber ausreichend für eine kurze Bestätigung oder für die Übermittlung einer Anweisung oder Information.

2. Der V-Mann „GP 389“ rief dann am Mordtag um 16.11 Uhr, also ca. 50 Minuten vor dem Mord, von sich aus bei der Kasseler Außenstelle des Landesverfassungsschutzes an und sprach mit seinem V-Mann-Führer Andreas T. Kurze Zeit danach muß sich T. zum Internetcafé begeben haben.

3. Darüber hinaus wurde Andreas T. nur 20 Minuten nach dem Mord von einem ebenfalls von ihm geführten V-Mann aus der "Islamistenszene" angerufen.

4. Laut Unterlagen, die vor sechs Jahren bei T. beschlagnahmt wurden, waren zwischen ihm und seinem V-Mann „GP 389“ auch am 9. Juni 2005 und am 16. Juni 2005 Telefonate vereinbart. Am 9. Juni 2005 wurde der Türke Ismail Yasar in seinem Nürnberger Döner-Lokal ermordet, am 15. Juni 2005 der Grieche Theodorus Boulgarides in München http://www.tagesspiegel.de/politik/v-leute-nur-schriftlich-befragt-bouffier-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-wegen-nsu-ermittlungen/7194002.html

GP 389 soll Benjamin Gärtner sein.

nachdenkerin
22.09.2013, 10:05
In Extremsituationen handeln Leute nicht immer logisch. Der hatte gerade seinen Sohn (fast) tot aufgefunden.
Vielleicht lag ja sein eigenes Handy noch in der Teestube?

Du verbeisst Dich immer in recht unwichtige Details. Hast ein ausgeprägtes Talent dazu :bäh:

Sehe ich nicht so, die Sache "stinkt" für mich an allen Ecken und Kanten. Schon allein, dass das Anwesen, also dieses des angeblichen Temme, zuerst bei einer weiteren Vernehmung 6 Tage später fest festgestellt wurde und das Ermittlungsverfahren zuerst rund 2 1/2 Monate später eröffnet wurde und vieles vieles mehr, was ich schon aufführte.

fatalist
22.09.2013, 10:09
Sehe ich nicht so, die Sache "stinkt" für mich an allen Ecken und Kanten. Schon allein, dass das Anwesen, also dieses des angeblichen Temme, zuerst bei einer weiteren Vernehmung 6 Tage später fest festgestellt wurde und das Ermittlungsverfahren zuerst rund 2 1/2 Monate später eröffnet wurde und vieles vieles mehr, was ich schon aufführte. Nein, Du verbeisst Dich in "Vater rannte in die Teestube nebenan", zum Rest habe ich mich überhaupt nicht kritisch geäussert. Bleib fair.

fatalist
22.09.2013, 10:20
Sag mal, kapiert der Wetzel eigentlich nichts? (Nur so ne Frage...) Oder ist dem halt alles lieb und recht, was nur annähernd gegen rächts geht, egal was für ein Stuss es ist? Wetzel und Kontext-Moser versuchen, mit gefakten Akten (egal woher) Löcher in die offizielle NSU-Story zu schiessen. Dazu gehören die falschen Phantombilder, die Story der Verlegung von Martin Arnold 2 Tage nach dem Kopfschuss weg aus dem Klinikum Ludwigsburg, und dort gehört auch die Krokus-Story hinein, samt Gronbach.

Ihr Ziel ist nicht nur die NPD im Ländle, sondern mindestens gleichberechtigt der Verfassungsschutz an sich, und die Ermittlungsbehörden, die alle "rassistisch" sind. Die verbündete Nebenklage bläst in dieselben Hörner.

Gawen
22.09.2013, 10:24
Sind das Insider-Infos in diesem Kommentar?

http://www.tagesspiegel.de/politik/v-leute-nur-schriftlich-befragt-bouffier-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-wegen-nsu-ermittlungen/7194002.html

GP 389 soll Benjamin Gärtner sein.

Im Grunde nichts neues, nur im Detail...

http://www.freitag.de/autoren/gsfrb/ard-hinterfragt-tiefen-staat-im-nsu-komplex

nachdenkerin
22.09.2013, 10:27
Nein, Du verbeisst Dich in "Vater rannte in die Teestube nebenan", zum Rest habe ich mich überhaupt nicht kritisch geäussert. Bleib fair.

Sorry, da haben wir uns dann mal wieder mißvertanden. Wenn die Sache stinkt, muss man eben jedes kleine Detail nachgehen, auch wenn man es am Anfang als unwesentlich betrachtet und das wäre dann auch die Teestube.

nachdenkerin
22.09.2013, 10:33
Sind das Insider-Infos in diesem Kommentar?


1. Andreas T. war nicht nur ausgerechnet zum Zeitpunkt des Mordes an Halit Yozgat im betreffenden Internetladen anwesend (Zeitfenster: wenige Minuten, in denen er sich dort aufhielt), sondern er hat außerdem ca. 4 Stunden vor dem Mord mit dem von ihm geführten V-Mann in der Kasseler rechten Szene (Tarnname: „GP 389“) telefoniert, und zwar ganz kurz, nämlich 17 Sekunden – zu kurz für ein wirkliches Gespräch, aber ausreichend für eine kurze Bestätigung oder für die Übermittlung einer Anweisung oder Information.

2. Der V-Mann „GP 389“ rief dann am Mordtag um 16.11 Uhr, also ca. 50 Minuten vor dem Mord, von sich aus bei der Kasseler Außenstelle des Landesverfassungsschutzes an und sprach mit seinem V-Mann-Führer Andreas T. Kurze Zeit danach muß sich T. zum Internetcafé begeben haben.

3. Darüber hinaus wurde Andreas T. nur 20 Minuten nach dem Mord von einem ebenfalls von ihm geführten V-Mann aus der "Islamistenszene" angerufen.

4. Laut Unterlagen, die vor sechs Jahren bei T. beschlagnahmt wurden, waren zwischen ihm und seinem V-Mann „GP 389“ auch am 9. Juni 2005 und am 16. Juni 2005 Telefonate vereinbart. Am 9. Juni 2005 wurde der Türke Ismail Yasar in seinem Nürnberger Döner-Lokal ermordet, am 15. Juni 2005 der Grieche Theodorus Boulgarides in München

http://www.tagesspiegel.de/politik/v-leute-nur-schriftlich-befragt-bouffier-wehrt-sich-gegen-vorwuerfe-wegen-nsu-ermittlungen/7194002.html



Das ist für mich pures Ablenkungsmanöver. Alles inszeniert.


Im Rahmen der Ermittlungen zu den Kontakten von Herrn Temme anhand der von ihm genutzten Telefonanschlüsse stellte die Polizei fest, dass er am Tattag Telefonkontakte zu zwei Quellen hatte:

Ein Telefonat wurde um 13.06 Uhr mit der Quelle aus dem rechten Spektrum geführt. Es dauerte 17 Sekunden. Hinsichtlich dieser Quelle bemerkte die Polizei anhand des Terminkalenders von Andreas Temme, dass zwischen ihr und Andreas Temme am 9. Juni 2005 (dritter Mord in Nürnberg) und 15. Juni 2005 (zweiter Mord in München) Telefonate geplant waren bzw. stattgefunden haben. Für den 10. April 2006 war ein Treffen vereinbart.PUA-Bericht S. 625

Auf der einen Seite sind die Quellen des Verfassungsschutzes streng geheim, und noch geheimer als geheim, aber auf der anderen Seite kann die Polizei dann einfach mal so seinen Terminkalender einsehen.

Für wie blöd halten die Initiatoren uns eigentlich.

brain freeze
22.09.2013, 10:34
@nachdenkerin

Das ist Blödsinn.
Becksteins Beamte waren für den Fall in Kassel gar nicht zuständig. Kassel ist in Hessen, nicht in Bayern.
Das ist DESINFO.
[...]

Nö. Die BAO Bosporus hatte die Federführung für die bundesweite "Döner-Mordserie". Zusammenwirken mit LKAs und BKA-EG "Ceska". Ist alles über das BMI gelaufen. Dr. Förster als Koordinator.