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Vollständige Version anzeigen : "Dönermorde"..... NAZI-Hysterie und der Verfassungsschutz



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fatalist
28.10.2013, 04:52
Im Protokoll sind noch Erklärungen der Anwälte aufgeführt:

Findet man nicht in den Presseberichten, aber wichtig:


RA Klemke verliest einen Antrag, den Mitarbeiter der Abteilung KT 15 des BKA zu laden, der ein Gutachten zu 11 handschriftlich beschriebenen, zum Teil mit Bildern und Zeitungsausschnitten beklebten, Blättern angefertigt habe, die in der Garage von André K. (http://www.nsu-watch.info/tag/andre-k/)beschlagnahmt worden seien. Der Sachverständige sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Wohlleben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Urheber der Schrift auf dem Asservat sei. Die ominöse Geburtstagszeitung für Andre Kapke, gefertigt mit rassistischen Sprüchen und Morddrohungen Wohllebens, ist wohl eine Ente gewesen, die aber gross und breit gehypt wurde.

Die Nachricht im Gericht, dass der Verfasser gar nicht Wohlleben war, die geht unter.
So geht Manipulation der Medien.


_________________

Temme und seine Telfonüberwachung/Ermittlungsakten:


Dann verliest Richter Götzl den Beschluss, dass der Antrag, die Ermittlungsakten zuAndreas Te. (http://www.nsu-watch.info/tag/andreas-te/) [siehe Protokoll zum 41. Verhandlungstag (http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-41-verhandlungstag-1-oktober-2013/)] abgelehnt wird.
...
Ob einem solchen Antrag nachgegangen wird, sei im Rahmen der gerichtlichen Aufklärungspflicht zu entscheiden. Die Aufklärungspflicht erfordere nicht, dass sämtliche im Zusammenhang mit Tatermittlungen entstandenen Schriftstücke beigezogen werden, solange es an konkreten Anhaltspunkten fehle, dass dort für das Verfahren relevante Informationen enthalten seien. Dass die Antragsteller den Zeugen als bedeutend einstufen, sei lediglich deren Wertung, die nicht auf Tatsachen gestützt werde. Der Hinweis auf Vermutungen eines Kriminaldirektors des Polizeipräsidiums Kassel und Analysen und Einschätzungen weiterer Ermittler verließe nicht den Bereich der bloßen Annahme, so Götzl.

Dass Te. den Überwachungsmaßnahmen zufolge mit seiner Quelle aus der rechten Szene gesprochen habe, decke keinen Zusammenhang mit der Tat auf, weil Te. den Kontakt zu seinen Quellen von Berufs wegen habe halten müssen.

Bezüglich eines Zeugen, der angegeben habe, Mundlos und Böhnhardt zum Rastplatz Eichelborn Süd gefahren zu haben, wo ein dunkler Mercedes mit Kasseler Kennzeichen gestanden habe, sagt Götzl, dass laut Zeuge nur Mundlos dabei gewesen sei und diese Fahrt an einem nicht näher bestimmten Sonntag im oder nach dem Juni 2011 stattgefunden haben solle. Es sei kein Zusammenhang zur Tat 2006 erkennbar.

Gleiches gelte für den Hinweis eines Zeugen auf zwei junge Männer 30 Minuten vor der Tat etwa 1,5 Kilometer vom Tatort entfernt. In der ergänzenden Stellungnahme würden, so Götzl, wieder nur allgemeine Überlegungen angestellt. Es sei zusammenfassend nicht ersichtlich, dass der Inhalt der Ermittlungsakten Te. für die Feststellung der den Angeklagten vorgeworfenen Taten und etwaige Rechtsfolgen von Bedeutung sei Benjamin Gärtner, die rechte Quelle Temmes, darum geht es der Nebenklage, ebenso wie es um dessen Halbbruder geht, und um Robin S. [chliemann], Zschäpes Brieffreund und den V-Mann und Waffenverteiler Sebastian Seemann.

Da wird wenig rauskommen, weil Bundesanwaltschaft und Gerichtssenat das so wollen. Würde man da alle laden, dann fiele die Anklage in sich zusammen, weil eine "abgeschottete Terrorzelle ohne Unterstützer vor Ort", das ist ja die zentrale These der Anklage, dann nicht mehr zu halten wäre.

Es würde nämlich herauskommen, dass das Trio eine BFV-Aushorchzelle oder so was Ähnliches war.
Totalüberwacht, was auch sonst.

Ganz böse Falle für die Anklage, ja für die NSU-Märchen im Ganzen.

________________


Zur "Roseanne"-Zeugin gab es auch noch was:


Dann gibt Zschäpes Verteidiger Heer eine Erklärung zur Aussage der Zeugin Andrea Ca. [siehe Protokoll zum 48. Verhandlungstag (http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-48-verhandlungstag-22-oktober-2013/)] ab. Während des gesamten Ablaufs sei die Zeugin auf ihren Sohn konzentriert gewesen. Einzelheiten habe die Zeugin nicht bekunden können. Als Grundlage für die Identifizierung habe sie nur die Haare und das Gesicht benannt. Zum Aussehen habe sie nur noch angeben können, dass die Frau 19, 20 Jahre alt gewesen sei. Die Bekundungen der Zeugin seien insgesamt von großen Erinnerungsdefiziten gekennzeichnet. Zudem gebe es unüberbrückbare Widersprüche zu Angaben der Zeugin in Vernehmungen, die auch durch zahlreiche Vorhalte nicht hätten aufgeklärt werden können. Die Zeugin habe nicht einmal ihre eigenen Aussagen erkannt.

Der Generalbundesanwalt messe der Aussage der Zeugin eine Beweisbedeutung zu, die sie schon damals nicht gehabt habe. Auch die Aussage hier sei in keiner Weise geeignet, die Anklagehypothese zu belegen. Vor-Ort-Augenzeugen, die Zschäpe sahen, haben es auch bei den Medien schwer, man stellt sie als unglaubwürdig dar, nicht nur diese Zeugin, sondern auch DKP-Achenbach in Dortmund.

Die Anklage scheint da auch wenig zu widersprechen.



Auch Nebenklagevertreter RA Reinecke möchte eine Erklärung zur Zeugin abgeben. Er sagt, die “Zivilzeugen” seien in einer unfairen Situation gegenüber Polizeibeamten, die sich die Akten nochmal anschauen könnten. RA Heer interveniert, damit seien die Grenzen einer Erklärung nach § 257 StPO überschritten. Es beginnt eine längere Diskussion um die Zulässigkeit der Erklärung Reineckes. Götzl sagt, Reinecke sei tatsächlich zu spät für eine solche Erklärung. RA Reinecke erwidert, dann werde er in Zukunft immer eine Erklärung nach § 257 ankündigen. RA Kolloge bittet Götzl darum, diese Entscheidung zu überdenken. Dann sagt Reinecke, er werde einer Erklärung zu der Erklärung Heers abgeben. Er weise darauf hin, dass gegenüber Polizeizeugen Frau Ca. eine sehr gute Erinnerung habe. Nach einer weiteren Beanstandung durch RAin Sturm sagt Reinecke, die Aussage mit der Schauspielerin sei mit Sicherheit zutreffend und auch die Aussage, Fahrradfahrer gesehen zu haben. Man könne sicher sein, dass die Zeugin eine Person gesehen hat, die dieser Schauspielerin ähnlich sieht. Die Schlussfolgerung, dass es Zschäpe gewesen sei, sei eine andere Frage. Dann nimmt auch RA Behnke Stellung zur Erklärung von Heer. Unrichtig sei in der Erklärung des Verteidigers, die Zeugin habe angegeben, die Frau nur von hinten gesehen zu haben.

Der Verhandlungstag endet um 15.05 Uhr. Diese Zeugin ist erledigt. Der Deal steht: Verurteilung Zschäpes nur wegen der Brandstiftung, wenn sie weiterhin die Klappe hält???

fatalist
28.10.2013, 04:58
Der türkische Bluträcher hatte den Irrtum bemerkt. Es sollte den Kurden (?) Haydar A. treffen? Ja, davon gehe ich aus. Bravo Nereus, genau passend getimed :appl:

Auch die Falschaussagen des Haydar A. "Turgut hatte Angst, schaute sich dauernd um" und die Gefälligkeitsaussage nebst Alibi für ihn durch den Zeugen Ke. weisen deutlich darauf hin, dass das eigentliche Opfer eben dieser 450.000 DM Gewinn-Überweiser in die Türkei sein sollte. Drogenhändler Haydar A.

Turgut hatte einfach nur Pech, falscher Ort, falsche Zeit.
Wäre er nach der 2. Abschiebung in der Türkei geblieben, lebte er noch. RIP.

fatalist
28.10.2013, 05:22
Haydar Aydin heisst der Mann, der eigentlich wohl in Rostock erschossen werden sollte.

AYDIN-doener@t-online.de
Willkommen bei Aydin Döner Gmbh | Aydin Döner ...dass die ... http://aydin-doener.de

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Ist in Berlin, Nereus ;)

Vermute aber mal, ist ne blosse Namensgleichheit.

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Nereus
28.10.2013, 06:25
Haydar Aydin heisst der Mann, der eigentlich wohl in Rostock erschossen werden sollte.

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Ja, vermutlich Namensgleichheit wie Müller, Meyer, Lehmann, Schulze....

Ist eine Dönerfabrik und ein Großhandel für Merkels und Gysis Leibgericht...


GREGOR: Ach, und dieses türkische Fleisch, das sie drehen und grillen, das habe ich zum ersten Mal in Istanbul gegessen …
http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5858246&viewfull=1#post5858246

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AYDIN DÖNER PRODUKTION
wurde am 1992 in Berlin- Weißensee gegründet.

Aydin Döner Produktion GmbH wurde mit modernsten Maschinen eingerichtet und bietet seinen Kunden höchste Qualität sowie eine hochwertige Fleischverarbeitung und - zubereitung von Dönerprodukten. Um unsere Qualitätsansprüche für unsere Kunden hochzuhalten, beziehen wir Fleisch mit Herkunftsgarantie von renommierten europäischen Unternehmen, hauptsächlich aus Deutschland, Holland und Frankreich.

Täglich werden mit Hilfe von 25 Mitarbeitern unter strenger Beachtung der vorgeschriebenen Hygieneanforderungen unsere wohlschmeckenden Döner Produkte hergestellt. Unser Erfolg ist ein guter Beweis für die richtige Firmenstrategie.

Unsere erstklassige Produktauswahl liefern wir mit unseren hauseigenen modernen Kühlfahrzeugen zum gewünschten Ort und Termin zu unseren Kunden.

fatalist
28.10.2013, 06:27
Im Ländle über 400 anonyme Hinweise:


NSU-Ermittlungen als Hintergrund

Anlass für die Einrichtung des Hinweis-Postfaches im Internet waren die Pannen bei Ermittlungen zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Wer sich Sorgen mache oder mögliche rechtsextreme Taten beobachtet haben will, sollte damit ermuntert werden, sich bei den Ermittlern zu melden. "Gute und erfolgreiche Polizeiarbeit lebt auch von den Hinweisen der Bevölkerung. Das gilt auch für den Bereich Extremismus", sagte LKA-Chef Schneider.

Die Behörde versichert, die Hinweisgeber blieben anonym, IP-Adressen der verwendeten Computer würden nicht gespeichert. Die Hinweisgeber könnten außerdem in dem gesicherten Bereich selbst ein Postfach anlegen, über das die Ermittler Nachfragen stellen können. Das ist nach Schneiders Angaben in rund einem Viertel der Fälle geschehen. Glaube ich sofort :haha:

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/lka-hinweise-rechtsextremismus/-/id=1622/nid=1622/did=12286848/1d9btjm/

Ob so der Hinweis auf Florian H. gekommen ist, eventuell von der ehem. Mitschülerin, demnach Florian ihr erzählt habe, er wisse wer die Polizistin erschossen habe?

nachdenkerin
28.10.2013, 07:36
bio :

UA-Bericht erwähnt die Diskette nicht einmal!

Gab es die denn wirklich?

Das war mir auch aufgefallen, dass im PUA-Bericht von dem Gedicht nichts zu finden ist. Dafür ist aber im Buch "die Zelle" und dem Schäfer-Gutachten, aus dem Jahr 2012, der Inhalt komplett abgedruckt. Aber warum ist im PUA-Bericht nicht der Text abgedruckt, sonst ist doch jede Kleinigkeit drin, die dann die über 1.400 Seiten befüllt?

fatalist
28.10.2013, 07:47
Das war mir auch aufgefallen, dass im PUA-Bericht von dem Gedicht nichts zu finden ist. Dafür ist aber im Buch "die Zelle" und dem Schäfer-Gutachten, aus dem Jahr 2012, der Inhalt komplett abgedruckt. Aber warum ist im PUA-Bericht nicht der Text abgedruckt, sonst ist doch jede Kleinigkeit drin, die dann die über 1.400 Seiten befüllt? Ich denke, selbst @bio ahnt die Antwort, ich bin überzeugt, Du kennst sie.

Ingeborg
28.10.2013, 11:32
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/10/492703/richter-behindert-nsu-beweisfuehrung-verdaechtiger-v-mann-kommt-erneut-davon/

V-Mann

fatalist
28.10.2013, 13:21
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/10/492703/richter-behindert-nsu-beweisfuehrung-verdaechtiger-v-mann-kommt-erneut-davon/

V-Mann Beamter des LFV Hessen als V-Mann, ist ja drollig...

herberger
28.10.2013, 13:32
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/10/492703/richter-behindert-nsu-beweisfuehrung-verdaechtiger-v-mann-kommt-erneut-davon/

V-Mann

Dabei ist dieser Temme der interessanteste und vermutlich auch der wichtigste Zeuge im NSU Prozess,wenn man Temme mit anderen Zeugen vergleicht die weniger als nichts wirklich wussten.

Gäbe es eine unabhängige Justiz müssten sie zu Temme sagen entweder er packt aus oder bekommt einen Prozess wegen Beihilfe zum Mord.

fatalist
28.10.2013, 15:46
Dabei ist dieser Temme der interessanteste und vermutlich auch der wichtigste Zeuge im NSU Prozess,wenn man Temme mit anderen Zeugen vergleicht die weniger als nichts wirklich wussten.

Gäbe es eine unabhängige Justiz müssten sie zu Temme sagen entweder er packt aus oder bekommt einen Prozess wegen Beihilfe zum Mord. Konjunktiv passt gut, hamwa aba nich...

Hellangel
28.10.2013, 16:29
Würde man Temme einen Prozess machen, würde man den Staat automatisch gleich mit auf die Anklagebank setzen.
Nur so macht es einen Sinn, warum Temme vom Staat so einen Rückhalt bekommt, in dem er selbst vom Ministerum persönlich gedeckt wird.

Es gibt ein Problem: Der Staat kann sich nicht selbst anklagen.

(Wie oft sich wohl Temme zwischen dem 6. April und 21. April 2006 seine Hände gewaschen hat?)

fatalist
28.10.2013, 16:37
Der NSU-Prozess von Tag 33 bis Tag 44

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Der-NSU-Prozess-von-Tag-33-bis-Tag-44-303286974


Ein Beamter erklärt als Zeuge, dass BKA-Experten festgestellt haben, die im Brandschutt inZwickau gefundene Pistole der Marke "Ceska 83" sei die Tatwaffe bei den neun fremdenfeindlichen Morden, die der NSU begangen haben soll. Nachfragen von Zschäpe-Verteidger
Wolfgang Heer, wie denn die Übereinstimmung konkret ermittelt wurde, blieben allerdings unbeantwortet.Zudem wurden mehrere DVD mit einem NSU-Bekennervideo im Brandschutt des Hauses in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 sicher gestellt. Das Video enthält von drei der Mordopfer Fotos, die "direkt nach der Tat und nur von den Tätern gemacht worden sein" können, so zwei der Ermittler. Im Brandschutt soll auch die zweite bei den ersten Morden mitverwendete Pistole der Marke "Bruni" entdeckt worden sein. Laut Zeuge war das eine umgebaute Schreckschusspistole. Das eine Foto stammt eventuell doch von der Polizei:


Es folgt der Zeuge W., pensionierter Polizeibeamter, der gemeinsam mit einem mittlerweile verstorbenen Kollegen als erste Streife am Tatort eintraf, an dem der zwei Tage später an den Folgen des Attentats verstorbene Enver Şimşek angeschossen wurde. W. berichtet, er sei morgens zwischen 8 Uhr und 8.30 Uhr auf dem Weg zur Dienststelle schon an dem Blumenstand vorbei gefahren. Im Laufe des Nachmittags, gegen 14.30 Uhr, sei er noch einmal vorbei gekommen und habe ein “Pärchen mit dunkler Hautfarbe” gesehen, Şimşek sei nicht anwesend gewesen. In der Dienststelle habe er erfahren, dass sich ein junger Mann gemeldet habe, der seit längerer Zeit auf den Verkäufer warte. Sie seien dann hingefahren, der junge Mann sei noch da gewesen.
Der Rettungsassistent war also ein Mann mit dunkler Hautfarbe. Der rief bei der Polizei an, weil Simsek nicht zu sehen war.

http://www.nsu-watch.info/2013/07/protokoll-20-verhandlungstag-9-juli-2013/



...bis kurz vor 15 Uhr Andreas H. vorbei kommt. Er ist der letzte Zeuge, der am Mittwoch aufgerufen wird.H. war damals Mitte 20 und Rettungsassistent. Er wollte an diesem Samstagnachmittag kurz vor 15 Uhr noch Blumen kaufen. Da kein Verkäufer zu sehen war, wartete er etwa 10 Minuten im Auto und las etwas. Schließlich, sagt er, kam in die Situation "komisch" vor. Er rief die Polizei an, die ihn erst einmal abwimmelte mit der Begründung, dass eine Streife den Händler kürzlich noch gesehen habe. Erst, als H. gegen 15.15 Uhr nochmals anruft, kamen die Polizisten.http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Prozess-Das-Herzensanliegen-der-Adile-Simsek-Opferwitwe-dankt-Helfer-1394792414

Ich dachte ja, die Polizisten hätten Simsek dann zusammen mit dem Kunden, dem Rettungssanitäter Andreas H. aus dem Transporter rausgetragen. So wird es auch überall geschildert.


Der Kollege habe die Tür des Wagens geöffnet, und da habe Şimşek gelegen, im Gesicht blutverschmiert. Şimşek habe noch gelebt, er habe noch gehechelt. Sie hätten dann die Einsatzzentrale, Notarzt und den Kriminaldauerdienst informiert. Was dann weiter abgelaufen ist, wisse er nicht, denn er habe den Funk für Rückfragen besetzt. Das habe alles nach 15 Uhr stattgefunden. Sie seien dann eingerückt und der Kollege habe den Bericht geschrieben. Er könne nichts dazu sagen, ob die Lage des Verletzten verändert wurde. Als er zum Fahrzeug gegangen sei, sei der Verletzte noch drin gewesen. Der Kollege und der Mitteiler seinen nicht im Fahrzeug gewesen. Auf die Frage eines Nebenklagevertreters, ob die Ladefläche war von außen einsehbar war, antwortet K. mit Nein.

Es folgt eine Pause zur Klärung, ob der nächste Zeuge anwesend ist. Um 14.12 Uhr geht es weiter. Wenn diese Aussage stimmt, dann haben sie Simsek erst einmal liegen lassen, wo er war, und sind sogar nochmals raus aus dem Transporter.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass einer der Polizisten das Foto von Simsek im Transporter schoss, bevor man ihn dann später (mit dem Notarzt???) hinausschaffte.


NSU-Prozess: Das "Herzensanliegen" der Adile Simsek: Opferwitwe dankt Helfer




http://media401.zgt.de.cdn.thueringer-allgemeine.de/0076B841_6F6A3F9131957B49E37AD4BE3F25307A
Kurz nach den Zeugenvernehmungen steht Adile Simsek vor dem Justizzentrum in der Nymphenburger Straße und lässt ihre Anwältin Fragen beantworten. Es sei ihrer Mandantin "ein Herzensanliegen", sagt Seda Basay. Foto: TA



Zynische Bemerkungen verkneife ich mir mal, aber das sieht alles sehr nach Inszenierung aus.

brain freeze
28.10.2013, 16:47
Der NSU-Prozess von Tag 33 bis Tag 44

http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Der-NSU-Prozess-von-Tag-33-bis-Tag-44-303286974

Das eine Foto stammt eventuell doch von der Polizei:

Der Rettungsassistent war also ein Mann mit dunkler Hautfarbe. Der rief bei der Polizei an, weil Simsek nicht zu sehen war.

http://www.nsu-watch.info/2013/07/protokoll-20-verhandlungstag-9-juli-2013/


http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/NSU-Prozess-Das-Herzensanliegen-der-Adile-Simsek-Opferwitwe-dankt-Helfer-1394792414

Ich dachte ja, die Polizisten hätten Simsek dann zusammen mit dem Kunden, dem Rettungssanitäter Andreas H. aus dem Transporter rausgetragen. So wird es auch überall geschildert.

Wenn diese Aussage stimmt, dann haben sie Simsek erst einmal liegen lassen, wo er war, und sind sogar nochmals raus aus dem Transporter.

Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass einer der Polizisten das Foto von Simsek im Transporter schoss, bevor man ihn dann später (mit dem Notarzt???) hinausschaffte.

Zynische Bemerkungen verkneife ich mir mal, aber das sieht alles sehr nach Inszenierung aus.

Mir kommt diese ganze Story irgendwie unglaubwürdig vor ... Wer ruft die Polizei an, wenn ein Blumenhändler 10 Minuten weg ist? Habe noch nie Vergleichbares erlebt. Oder übersehe ich da irgendwas ...

Hat der Zeuge doch schon in den Verkaufswagen geschaut und das Foto stammt von ihm?

fatalist
28.10.2013, 16:52
Mir kommt diese ganze Story irgendwie unglaubwürdig vor ... Wer ruft die Polizei an, wenn ein Blumenhändler 10 Minuten weg ist? Habe noch nie Vergleichbares erlebt. Oder übersehe ich da irgendwas ...

Hat der Zeuge doch schon in den Verkaufswagen geschaut und das Foto stammt von ihm? Ne, Du siehst das wohl richtig. Ich tippe aber auf einen Polizisten als Fotograf, bevor Simsek vom Notarzt rausgetragen wurde. Wegen Beweissicherung und so...

Bei Simsek denke ich auch immer an den Papa, der "Radler ohne Fahrräder" sah, während sein Sohn "Radlerkleidung NICHT bestätigen konnte".

Ging auch völlig unter, sicher nur Zufall ;)

Ingeborg
28.10.2013, 17:00
Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten
und Nationalbestrebungen zu begeistern,
auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des
eignen Vaterlandes verwirklicht werden können,
ist eine politische Krankheitsform,
deren geographische Verbreitung
leider auf Deutschland beschränkt ist.

Otto v. Bismarck (1815 - 1898)

brain freeze
28.10.2013, 17:01
Ne, Du siehst das wohl richtig. Ich tippe aber auf einen Polizisten als Fotograf, bevor Simsek vom Notarzt rausgetragen wurde. Wegen Beweissicherung und so...

Bei Simsek denke ich auch immer an den Papa, der "Radler ohne Fahrräder" sah, während sein Sohn "Radlerkleidung NICHT bestätigen konnte".

Ging auch völlig unter, sicher nur Zufall ;)

Will der Zeuge unterlassene Hilfeleistung vertuschen, ist das der Grund für das Märchen, er habe aus Sorge nach ner Viertelstunde die Polizei gerufen, weil der Blumenverkäufer nicht auftauchte? Also: er hört den Schwerverletzten, schaut in den Transporter, ruft die Polizei an und die sagen: nichts berühren, wir kommen ... Mögliches Szenario?

fatalist
28.10.2013, 17:12
Dokumentation zur Blockwoche im sächsischen
NSU-Untersuchungsausschuss, 18.–24. Oktober 2013
http://www.kerstin-koeditz.de/blog/2013/10/frueh-versagt-schnell-vergessen-der-saechsische-nsu-ausschuss-zehn-polizisten-spaeter/

Langer Text, aber echte Perlen drin: Die Wohnung des Trios in Chemnitz (bei Mandy Strucks Freund, Max-Florian Burkhardt) war schon im Februar 1998 beim Zielfahnder Wunderlich bekannt.

Observiert wurde die Bude aber erst, als das Trio längst in Zwickau wohnte.



Im Jahr 1998, womöglich schon Ende Februar, sei ein Thüringer Zielfahnder – vermutlich wieder Wunderlich – in seinem Chemnitzer Büro erschienen, um über das untergetauchte “Trio” zu reden. Das Gespräch sei kurz und nicht gerade ausführlich gewesen; Kliem habe das Gefühl gehabt, dass Wunderlich Informationen “abschöpfen” wollte. Vor allem fragte Wunderlich gezielt nach einer “Partywohnung” an der Chemnitzer Hans-Sachs-Straße.


Woher kam die Sachsen-Spur?

Das ist brisant, denn Ortskundige wissen, dass die Hans-Sachs-Straße die Bernhardstraße genau auf Höhe der Hausnummer 11 kreuzt. Dort wohnte damals Mandy S. Heute gehen Ermittler davon aus, dass das “Trio” im Februar 1998 bei Mandy S. vorstellig wurde und sie die Kameraden in der Wohnung ihres damaligen Freundes Max-Florian B. einquartierte. Zwei Jahre später wurde die Bernhardstraße 11 dann mehrfach observiert, im Mai 2000 entstand dort gar ein Observationsfoto, das womöglich Uwe Böhnhardt zeigt.

Bis heute ist jedoch nicht geklärt, wie Polizei und “Verfassungsschutz”-Behörden damals auf Mandy S. gekommen sind. Ebenso unklar ist nun, wie die Thüringer Zielfahnder derart zeitig in Chemnitz nach einer bestimmten Wohnung suchen konnten. So weit es die Akten hergeben, lagen damals noch gar keine konkreten Hinweise auf die Fluchtrichtung Sachsen vor.

Die ganze Episode blieb ohne Konsequenzen. Kliem berichtete nämlich weiter, dass Wunderlich zwei bis drei Wochen nach dem Besuch in Chemnitz angerufen und mitgeteilt habe, das “Trio” sei vermutlich nicht mehr in Sachsen, sondern bereits in Tschechien. Man ahnt es schon: Auch der Ursprung dieser Information liegt im Dunkeln. Offenbar wollte Wunderlich nur die Sachsen aushorchen, was die wissen. Nicht dass das Trio einfach so 3 Wochen nach dem "Untertauchen" verhaftet wird...



Auf ein Wort mit Thomas S.

Überraschend war auch die Aussage von Jürgen Traut. Der langjährige Beamte der “Soko Rex” des LKA Sachsen konnte nämlich mit einer weiteren, bislang kaum bekannten Episode aufwarten: Im Januar 2001 fuhr er im Auftrag seines Vorgesetzten Jehle mit dem Thüringer Zielfahnder Wunderlich zu Thomas S. Warum das? Eigentlich habe Wunderlich mit S.’ Freundin sprechen wollen, erinnert sich Traut. Tatsächlich habe sich ein längeres Gespräch mit Thomas S. in dessen Wohnung ergeben. Zeitweise habe Wunderlich mit S. allein sprechen wollen. Wunderlich arbeitete damals mit und für das LFV Thüringen, und das als LKA-Mann, oder wie jetzt?

fatalist
28.10.2013, 17:13
Will der Zeuge unterlassene Hilfeleistung vertuschen, ist das der Grund für das Märchen, er habe aus Sorge nach ner Viertelstunde die Polizei gerufen, weil der Blumenverkäufer nicht auftauchte? Also: er hört den Schwerverletzten, schaut in den Transporter, ruft die Polizei an und die sagen: nichts berühren, wir kommen ... Mögliches Szenario? Auf jeden Fall. :hsl:

brain freeze
28.10.2013, 17:16
Auf jeden Fall. :hsl:

Ich geh mal VT-mäßíg noch einen Schritt weiter: Ist der Zeuge am Ende aus der gleichen Firma wie die Zwickauer Handwerker? Aber nee, das wäre zu Hollywood.

fatalist
28.10.2013, 17:21
Auch die Episode Thomas Starke betreffend ist sehr lesenswert, wie und warum kam das LKA Berlin nach Sachsen, um dort allein mit Starke zu reden und ihn als V-Mann anzuwerben???

Für wen arbeitete Starke schon vorher?
Sollten die CIA-Freunde aus dem LKA Berlin dafür sorgen, dass Starke den Sachsen nichts verrät?


Mittwoch, 23. Oktober


Organisator “Otto”

Zurück zum LKA Sachsen: Ab November 2000 unterstützte dessen Staatsschutz-Abteilung das LKA Berlin bei Ermittlungen gegen die Berliner Neonazi-Band “Landser” wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. An der Produktion des Albums “Ran an den Feind” war eine ganze Riege namhafter sächsischer Neonazis beteiligt, darunter die schon erwähnten B&H-Aktivisten Jan W. und Thomas S. Der Durchbruch gelang Ermittlern aus Sachsen und Berlin, als sie einen Mann mit dem Spitznamen “Otto” als Organisator des klandestinen Vertriebs identifizieren. Es war Thomas S.

Bald klickten die Handschellen, am 14. November 2000 kam es zu einer stundenlangen Vernehmung beim LKA in Dresden. Der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages stellt fest, dass es im Anschluss an diese Vernehmung zur Anwerbung des Thomas S. als “Vertrauensperson” – also die Polizei-Version eines V-Mannes – für das Berliner LKA gekommen ist. Starke muss unheimlich Wichtiges erzählt haben:


Laut Befragungsprotokoll wurde Thomas S. als Beschuldigter u.a. wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung vernommen. Auf Nachfrage sagte Kaempf, dass er nicht gewusst habe, dass Thomas S. alias “Otto” zu der Zeit sogar Beschuldigter der Generalbundesanwaltschaft wegen §129 StGB – Bildung einer kriminellen Vereinigung – gewesen ist. Dass der Vorwurf am Tag nach der Vernehmung, in der sich Thomas S. geständig gezeigt hatte, zurückgenommen worden ist, mochte Kaempf im Ausschuss nicht bewerten.

Den Ausschuss interessierte auch, was genau geschah, als Kaempf am 14. November 2000 knapp zwei Stunden mit Thomas S. allein war – in dieser Zeit war laut Vernehmungsprotokoll nur eine einzige Frage gestellt und knapp beantwortet worden, der Vernehmungsleiter Schmid war offenbar nicht mehr dabei.

Kaempfs Erklärung: Die Protokollierung der vorhergehenden Fragen habe eben so lange gedauert; auch habe Thomas S. mehrere Anläufe gebraucht, den Treffpunkt einer CD-Übergabe zu skizzieren. Ist das geil: 2 Stunden, eine kurze Frage im Protokoll, und die § 129 Strafandrohung ist Geschichte.

Eigentlich ist sowas Strafvereitelung im Amt, da muss Starke ja wirklich alles verraten haben. Auch das TNT in der Garage in Jena??? Kurz darauf wurden in Erfurt beim LKA die letzten Asservate des TNT vernichtet.

:crazy:

fatalist
28.10.2013, 17:22
Ich geh mal VT-mäßíg noch einen Schritt weiter: Ist der Zeuge am Ende aus der gleichen Firma wie die Zwickauer Handwerker? Aber nee, das wäre zu Hollywood. Die stellen doch in Schneeberg/Erzgebirge keine Neger ein, aber Hallo, gehts noch ???


:blabla:

fatalist
28.10.2013, 17:29
weiter im Text: Thomas Starke


Anwerbung mitgeschnitten

Anders als Kaempf hatte Klaus Käfferlein aber zumindest eine Ahnung, was sich danach zugetragen haben könnte: Der hochrangige Staatsschützer des LKA Sachsen berichtete, dass bei einer Telefonüberwachung gegen Thomas S. aufgefallen sei, dass eine Anwerbung durch die Berliner Polizei im Gange ist. Dazu habe es ein Gespräch mit dem Berliner Beamten Thur – von dem gleich mehr zu hören ist – gegeben. Der habe von Käfferlein eine schriftliche Einschätzung zu Thomas S. erbeten. Käfferlein habe von der Anwerbung aber ausdrücklich abgeraten und seinem Dezernatsleiter Bericht erstattet. Die Sachsen haben in Operation Terzett den Thomas Starke überwacht und dabei festgestellt, dass das LKA Berlin den gerade als V-Mann anwarb :haha:



Einen Kontext zum “Trio” habe er aber nicht herstellen können, sagte Käfferlein: Zwar habe er von der Suche nach Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe zumindest seit 1999 gewusst, sie aber irgendwann “im Ausland” vermutet.

An eine bundesweite Fahndung könne er sich zwar nicht erinnern; wohl aber daran, dass im November 2000 im Zusammenhang mit den “Landser”-Ermittlungen bei Thomas S. ein Notizbuch sichergestellt worden ist, in dem die Geburtstage von Mundlos und Zschäpe verzeichnet sind. Zu nett, einfach zu nett.


In einer schriftlichen Erkenntnismitteilung hatte das LKA Sachsen für die Thüringer Kollegen auch Informationen zu mutmaßlichen Unterstützern des “Trio” zusammengetragen. Es ging auch um Thomas S. – dass der ein führender B&H-Aktivist war, habe Käfferlein aber nicht gewusst. Auch nicht, dass die Band “Landser” durchaus einen B&H-Bezug hatte. Käfferlein sagte, solche Bezüge habe das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz nicht mitgeteilt. Nicht erinnern konnte er sich daran, mit dem LfV Sachsen über ein geplantes Verbot des B&H-Labels “Movement Records” – angeführt von Jan W. – gesprochen zu haben, wie es aus einem Aktenvermerk hervorgeht.

In einem Vermerk, der dem Zeugen vorgehalten wurde, heißt es überraschend, dass das LfV Sachsen auch bzgl. Jan W. kein Verbindung zu B&H herstellen könne. Hatten das die Verfassungsschützer irgendwie vergessen? LOL, der Staatsschutz wusste selbstverständlich über B&H Bescheid. Vermutlich wusste er sogar, dass B&H eine Verfassungsschutz-Bude war.

Ob die Köditz das glaubt, was sie da erzählt bekam?
Ich hoffe doch nicht.

fatalist
28.10.2013, 17:37
Donnerstag, 24. Oktober


V-Leute? “Sind mir nicht bekannt.”

Apropos Vergessen: Der Berliner Kriminalbeamte Michael Thur, damals Leiter der “Ermittlungsgruppe Rechts” des LKA Berlin, konnte sich an seinen Aufenthalt im November 2000 in Sachsen auch nicht so recht erinnern. Bei ihm liefen damals die Fäden der “Landser”-Ermittlungen zusammen. Doch B&H-Bezüge? Kenne er nicht. Dass er damals dabei war, als Thomas S. vernommen wurde: nicht mehr erinnerlich, nicht mal der Name. Dass er Thomas S. als “Zeuge” im §129-Verfahren einstufte, obwohl er da noch Beschuldigter war, sagte Thur nichts. Er schilderte zwar, wie sächsische Beamte damals ganz hilfsbereit bei einer Telefonüberwachung eingesprungen waren – wie es dem LKA Berlin dann aber gelungen ist, den ihnen bisher nur als “Otto” bekannten Thomas S. zu identifizieren, fehlte in Thurs Erinnerung.

Ich mach mal @nachdenkerins job: PUA-Bericht und so ;)



Selbst, als eine Passage aus dem Abschlussbericht des Deutschen Bundestages vorgetragen wird, die von einem anderen Hergang ausgeht, blieb Thur bei seiner Darstellung. Als er am Ende die Möglichkeit erhielt, die eigenen Aussagen noch zu ergänzen, entgegnete er, sich an die Fragen schon gar nicht mehr zu erinnern. Der Ausschuss hat Thur nicht aus dem Zeugenstand entlassen und behält sich eine weitere Befragung vor.
Das sagt der Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags

“Die Anwerbung sei dann unmittelbar im Anschluss an die Vernehmung im LKA Sachsen erfolgt. Bei der Vernehmung selbst sei er, P. S. [V-Mann-Führer des LKA Berlin], nicht zugegen gewesen, wohl aber ein anderer Beamter des LKA Berlin, seiner Erinnerung nach KHK T. [Thur]” (S. 301)
“Einem Vermerk des Zeugen P. S. vom 16. November 2000 kann entnommen werden, dass KHK T. [Thur] sich zunächst am 14. November 2000 gegen 16 Uhr telefonisch aus Sachsen gemeldet habe und nach dortigen Ansprechpartnern für VP-Aufgaben gefragt habe […] Am 15. November 2000 habe KHK T. dann mitgeteilt, dass es durch das LKA Sachsen abgelehnt worden sei, die Person als V-Mann zu führen. Darauf hin habe es eine Besprechung gegeben […] Durch alle Beteiligten sei daraufhin die Führung als V-Person beschlossen worden. Der Generalbundesanwalt sei telefonisch unterrichtet worden und wünsche die Führung der V-Person.” (S. 302) Thomas Starke wurde V-Mann von Generalbundesanwalts Gnaden, BUNDESSACHE war das, und via LKA Berlin mischten da ganz sicher die Amis mit.


Eine anschließende Passage zur Vertraulichkeitszusage der Generalbundesanwaltschaft gegenüber dem V-Mann Thomas S. konnte im Bericht nur geschwärzt erscheinen. :cool:

brain freeze
28.10.2013, 17:43
weiter im Text: Thomas Starke

Die Sachsen haben in Operation Terzett den Thomas Starke überwacht und dabei festgestellt, dass das LKA Berlin den gerade als V-Mann anwarb :haha:


Zu nett, einfach zu nett.

LOL, der Staatsschutz wusste selbstverständlich über B&H Bescheid. Vermutlich wusste er sogar, dass B&H eine Verfassungsschutz-Bude war.

Ob die Köditz das glaubt, was sie da erzählt bekam?
Ich hoffe doch nicht.

Ich denke, Köditz weiß Bescheid. Sie ist merkwürdig still geworden in den letzten Monaten.

fatalist
28.10.2013, 17:45
Der totale Beschiss, die Abgeordneten werden belogen bis zum Geht-nicht-mehr:


“Kein Kaspertheater”

Dass Thomas S. als V-Mann angeworben wurde, ist deshalb brisant, weil das Thüringer LKA die Vermutung aufgestellt hatte, er würde das untergetauchte “Trio” unterstützen. Zumindest einige sächsische Beamte kannten diese Vermutung. Und auch, wenn das Berliner LKA sie nicht gekannt haben sollte: In seiner Eigenschaft als V-Mann berichtete Thomas S. später selbst über die Untergetauchten. Offenbar sind diese Informationen in Berlin geblieben.

Weitere Auskunft geben sollte ein ehemaliger V-Mann-Führer des LKA Berlin aus dem Bereich “Rechtsextremismus”. Der heißt Michael Weinreich und hatte sich im Dezember 2000 schriftlich an die (in der Sache mutmaßlich nicht zuständige) Staatsanwaltschaft Görlitz gewandt, um eine Vertraulichkeitszusage für einen namentlich nicht bekannten V-Mann im “Landser”-Verfahren zu erhalten. Die Sächsische Staatsregierung hatte in einer Kleinen Anfrage gemutmaßt, dass es damals um Thomas S. alias “VP 562″ gegangen sei.
Dem widersprach Weinreich.

Er hatte dem Ausschuss allerdings schon einleitend eröffnet, dass er nichts zu berichten und daher kein Eingangsstatement vorbereitet habe. Ob er sich die Fragen durchgelesen habe, die ihm zusammen mit seiner Vorladung vor den Ausschuss zugestellt worden waren? Die habe er “mal kurz überflogen”, er wisse aber nicht, warum er als “kleiner Sachbearbeiter” hier sei. An die Korrespondenz mit der Staatsanwaltschaft Görlitz aus dem Jahr 2000, in dem er sich als VP-Führer vorstellig gemacht hat – erinnerte er sich nicht. Vielmehr will Weinreich erst im Jahr darauf VP-Führer geworden sein.

Auf die Diskrepanz angesprochen, sagte der Zeuge: “Ja, dann ist das eben so.” Als nachgehakt wurde, echauffierte er sich über die Befragungsweise: “Ich bin ja gern bereit, hier mitzuspielen…” Der Ausschussvorsitzende musste den Zeugen erinnern, dass hier “kein Kaspertheater” gespielt wird, und der mitangereiste Justiziar des LKA Berlin relativierte sogleich den “lässigen Kommentar” Weinreichs. Merken die gar nicht, wie sie verarscht werden???




Sächsisches “V-Mann-Outsourcing”?

Sachlicher ging es erst nach einer Unterbrechung weiter: Weinreich selbst habe in Sachsen zwei “Vertrauenspersonen” geführt, die zumindest ursprünglich keinen Bezug zum “Landser”-Verfahren gehabt hätten. Nachdem sich der Zeuge erklären ließ, was unter einem “Anwerbegespräch” zu verstehen sei, räumte er auch eine, eine der VPs selbst angeworben zu haben. Vermutlich diese Person habe irgendwann ein Schriftstück abgeliefert, das Auskunft über die Verbreitung des “Landser”-Albums gegeben habe. Eventuell war das auch die VP, über die der Zeuge Ende 2000 die Staatsanwaltschaft Görlitz informiert hatte. Genauer sagen könne es Weinreich nicht: Details habe er, wie gesagt, vergessen.


Dazu kommt: Die Identitäten seiner V-Leute seien damals nur ihm bekannt gewesen. Die Namen wisse er heute nicht mehr. Aber die Vertraulichkeitszusagen für diese V-Leute, deren Namen er nicht wisse, bestehen nach wie vor.


Ausgeschlossen hat Weinreich, dass S. zu “seinen” V-Leuten gehörte. Bedeutet: Das LKA Berlin führte damals mindestens drei sächsische Neonazis als Quellen, laut Weinreich mit dem Ziel, über die sächsische Neonazi-Szene zu berichten. Woher das berlinerische Engagement in Sachsen gerührt hat? Weinreich sagte, seiner Erinnerung nach hätte Sachsen keine eigenen VPs und keine VP-Führung gehabt, “wir springen einfach dafür ein”. Auf direkte Nachfrage der sächsischen Staatsregierung ergänzt Weinreich, das sei jetzt nur “Spekulation” gewesen.


Im Kontext der sächsischen “Landser”-Ermittlungen wurden übrigens nicht nur zwei VPs des LKA Berlin aktiv, sondern auch die Quellen “Strontium” (Mirko H.) und “Primus” (Ralf M.) des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV).

Auch das geht aus dem Abschlussbericht des Bundestags-Ausschusses hervor.
Der aber war Herrn Weinreich nach eigenem Bekunden nicht bekannt. Sachsen hatte V-Leute, aber angeblich nicht bei der Polizei geführt, sonden beim LFV.

Mirko Hesse und Ralf "Manole" Marschner haben auch einen NSU-Zusammenhang, und auch hier wieder:

BFV, also Bundessache.

brain freeze
28.10.2013, 22:03
@Nereus

Geht zwar leicht Richtung o.t., aber in Ergänzung Deines ganz großen Bogens und weil apabiz ja doch zum Thema gehört - interessante Analyse zur Antifa aus linker Perspektive:

"Totalüberwachung: Warum gibt es in Deutschland keine Antifa?
Wie der Imperialismus Widerstand als Farce inszeniert"

http://rotefahne.eu/2013/10/totalueberwachung-warum-gibt-es-in-deutschland-keine-antifa/

Nur als Anregung ... keene Diskussion.

Vistar
28.10.2013, 22:11
@Nereus

Geht zwar leicht Richtung o.t., aber in Ergänzung Deines ganz großen Bogens und weil apabiz ja doch zum Thema gehört - interessante Analyse zur Antifa aus linker Perspektive:

"Totalüberwachung: Warum gibt es in Deutschland keine Antifa?
Wie der Imperialismus Widerstand als Farce inszeniert"

http://rotefahne.eu/2013/10/totalueberwachung-warum-gibt-es-in-deutschland-keine-antifa/
Dass die Linken eine Klatsche haben war mir schon immer klar.

moishe c
29.10.2013, 00:39
Danke, wir haben ja 2 Dinge, soweit ich das beurteilen kann: Einmal die EF-Beschreibung:

Vergleichs-Hülsen hat man also nicht produziert, weil die Waffe "zurückgebaut wurde"? Man hat nur den Lauf ausgebaut und den daraus dann Patronen abgefeuert?

Mit dem SD vorne drauf, um identische Projektile samt Alu-Spuren vom SD zu bekommen, die man dann mit den Tatort-Projektilen vergleichen konnte?

Sind die denn nicht identisch, diese Läufe, wenn aus einem Stück "Meterware Lauf" mehrere Läufe geschnitten wurden im Werk?

Was meinen die mit Vergleichswaffe? Eine der 16 Stück aus der Schweiz, wie bei Aktenzeichen XY 2010 vorgeführt und dann Hülsen und Projektile mit Tatortfunden vergleichen?


https://www.youtube.com/watch?v=s1pVf5nDx9k

Offensichtlich kam ja dabei heraus, dass es EINE Ceska 83 SD ist aus der Serie, aber nicht heraus kam, dass es die Zwickauer Ceska sein muss.

Und warum ist das Gutachten geheim? Wozu, wenn nicht um Manipulation zu verschleiern?

- Spuren vom Schalldämpfer.
Wenn der ausgebaute Lauf beim Beschießen fest eingespannt ist, kann es eigentlich keine Spuren vom Schalldämpfer an den abgefeuerten Geschossen geben! Es sei denn, das Innenleben hätte im Schalldämpfergehäuse etliche Millimeter Spiel und würde beim Abschuß darin herumhüpfen wie in einem Überraschungsei.

- Vergleichswaffe.
Empfielt sich, wenn man den Lauf zum Beschießen ausgebaut hat, um zu sehen, ob ein solches Waffenmodell typische Spuren an den abgeschossenen Patronenhülsen erzeugt. Das sind dann aber keine Beweise mehr, sondern höchstens Indizien!

- Meterware.
Ich habe mal auf die Möglichkeit! von "Meterware" hingewiesen! Gerade diese Läufe bei diesem Typ von Pistole wären dafür "geeignet". Die Ceska-Läufe müssen aber keine "Meterware" sein"!!! Alles klar?
Schon Colt hat in den 1850er !!! Jahren in seiner Fabrik in London (und wahrscheinlich auch in den USA :)) ) jeden Revolverlauf EINZELN im Gesenk geschmiedet, gebohrt und gezogen! Die hätten sich wegen ihrer (Außen)Form aber auch nicht in der Herstellung als "Meterware" geeignet!
Ich kenne das/die Laufherstellungsverfahren bei Ceska damals, in den 80ern, also vor dem Mauerfall, nicht!

- Stehende Hülsen".
Ich habe vorhin mal mit einer Hülse .32 ACP experimentiert.
Test:
15 mal fallen lassen
Fallhöhe ca. 20 cm
auf Tischplatte aus Holz

Ergebnis:

3 stehende Hülsen, bei Wurf 8, Wurf 10 und Wurf 12.

fatalist
29.10.2013, 04:13
Ergebnis:

3 stehende Hülsen, bei Wurf 8, Wurf 10 und Wurf 12. Danke, das Zitierte ist überraschend.
Was den Rest angeht, da müssen wir halt die Zeugenvernehmungen der BKA-Gutachter abwarten...

fatalist
29.10.2013, 04:32
"Totalüberwachung: Warum gibt es in Deutschland keine Antifa?
Wie der Imperialismus Widerstand als Farce inszeniert"

http://rotefahne.eu/2013/10/totalueberwachung-warum-gibt-es-in-deutschland-keine-antifa/

Nur als Anregung ... keene Diskussion. Exzellenter Artikel der RF :appl:

Die ANTIFA ist Teil des Systems, sie stabilisiert ein sich in Richtung Faschismus entwickelndes System.


Wir wissen spätestens seit dem NPD-Verbotsverfahren in den Jahren 2001-2003, wie auch dieser Bereich mit Geheimdienstagenten und V-Leuten durchsetzt ist. Und rund um die, immer noch nicht aufgeklärten, Geheimdienstoperationen unter dem Stichwort NSU-Komplex drang an die Öffentlichkeit, dass deutsche Behörden auch erhebliche Gelder in die Gruppen der Neonaziszene pumpen.

Sogar in Kreisen der nationalen Rechten jenseits der NS-Folklore wird konstatiert, dass die überschaubaren Neonazi-Gruppen ohne staatliche Unterstützung kaum noch existenzfähig wären.

So unappetitlich diese Rechtsextremisten auch sind, sie sind heute nicht die Quelle der real existierenden faschistischen Gefahr. Guantánamo wird durch das US-Regime betrieben. Die, mit den USA in dem imperialistischen Militärblock NATO vereinten, Staaten werden durch die Funktionäre der imperialen Rechten (= Kartell der bürgerlichen Parteien pro imperiale NATO/USA/EU) administriert.

Der Ausbau der imperialen Totalüberwachung geschieht unter Kollaboration der nationalen Geheimdienste – mithin auch des deutschen Bundestages. Auch deutsche Geheimdienste liefern Daten für den Massenmord per Drohnen – Gewaltakte jenseits demokratischer und völkerrechtlicher Normen, die faschistischen Regimen würdig sind.

Gegen all dies demonstriert die, durch den Mainstream in Szene gesetzte, skurrile sog. “Antifa” nicht. Nicht die Bekämpfung des Faschismus haben sich diese Leute auf die Fahnen geschrieben, vielmehr sind sie Teil einer hollywoodreifen Inszenierung, einer Kostümklamotte dazu angelegt, junge Leute zu entbilden und von antifaschistischem Widerstand abzuhalten. Das ist eine Strategie der Desinformation und psychologischen Kriegsführung, die auch bei nicht wenigen subjektiven Linken Wirkung zeigt:

Indem man die Gefahr einer Wiederkehr des Hitler-Faschismus projiziert, soll die Aufmerksamkeit des antifaschistischen Widerstandes von der machtpolitisch realen imperialen und faschistischen Entwicklung abgelenkt werden.

Während man 1933 in Wiederaufführung als Farce inszeniert, stolziert der neue, imperiale HighTech-Faschismus ganz ungeniert durchs´ Hauptportal.

Bei dieser Aufführung lassen die Regisseure in den NATO-Diensten und deren Medien jene selbst bezahlten und ausgestatteten Neonazigruppen auf der einen, und die, von jeglicher wissenschaftlicher und linker Grundlage gesäuberten, “Antifa”-Poser auf der anderen Seite gegeneinander antreten. Es geht hierbei um die Bilder, die man produzieren und medial verwerten kann.

Hat man je vernommen, dass eine Antifaschistische Aktion einen Parteitag der Hartz IV- und Kriegs-Partei Die Grünen blockiert hätte, an deren Händen das Blut hunderttausender Opfer des imperialen Krieges klebt?

Wer spätestens angesichts der aktuellen Enthüllungen rund um die globale Totalüberwachung immer noch nicht begriffen hat, wohin die Reise geht, ist merkbefreit.

Diejenigen, die nicht widerstandslos in der imperialen Diktatur aufwachen wollen, sind aufgerufen, den Kampf gegen die globale Faschisierung aufzunehmen.
Eine echte Antifaschistische Aktion wird hierbei von Nutzen sein. Das ist richtig gut. Unterschreibe ich sofort :happy:

Die ANTIFA, soweit sie für diesen Strang relevant ist, verteidigt mit Händen und Füssen das NSU-Märchen, ob als Nebenklage-Anwälte, als NSU-watch.info oder als Wolf Wetzel und verordnet sich strikte Denkverbote.

Der exklusive Erwerb des "NSU-Bekennervideos" durch den Spiegel von der Antifa kommt noch hinzu, setzt dem Ganzen sozusagen die Krone auf.

Anstatt die faschistoiden BRD-Geheimdienst-Inszenierungen offenzulegen oder wenigstens dabei zu helfen, fressen die ANTIFAS dem System aus der Hand.


Was an all dem eigentlich besonders beklemmend ist, dass bei apabiz/nsu-watch eine staatstreue Hofberichterstattung bzw. Desinformation betrieben wird und dieser politischen Mission das Bedürfnis nach Aufklärung – insbesondere auch der Angehörigen – geopfert wird.

Wie auch soll man von einer Organisation, die von staatlichen Geldern lebt, erwarten, ein Interesse an der Aufklärung von Verbrechen zu haben, in welche die Hand verstrickt ist, die einen nährt?
Antifaschismus geht anders. http://rotefahne.eu/2013/06/nsu-watch-faelscht-protokoll-bericht/

:appl: Etwas gebessert hat es sich aber nach diesem Totalanschiss schon, das muss man fairer Weise zugestehen.

fatalist
29.10.2013, 04:38
Ich denke, Köditz weiß Bescheid. Sie ist merkwürdig still geworden in den letzten Monaten. Dann soll die Köditz mal die Antifa aufklären, was da wirklich gelaufen ist und welche staatlichen Inszenierungen da jetzt in die Geschichtsschreibung überführt werden sollen.

Oder hat sie Angst vor Verselbstmordung?

fatalist
29.10.2013, 04:56
Eine anschließende Passage zur Vertraulichkeitszusage der Generalbundesanwaltschaft gegenüber dem V-Mann Thomas S. konnte im Bericht nur geschwärzt erscheinen. Alle Hinweise auf ausländische "befreundete" Geheimdienste wurden aus den dem PUA übergebenen Akten vorab entfernt. Das trifft insbesondere für Thomas Starke zu, eine diesbezügliche Andeutung schaffte es bis in die Berliner Zeitung. @Nereus hat das irgendwo mal gebracht.



Auf die BKA-Anfragen vom Dezember sowie einer weiteren vom Januar teilte das LKA [Berlin] mit, S. sei Beschuldigter im Verfahren gegen die inzwischen verbotene Nazi-Band «Landser» und in der sächsischen rechten Szene aktiv. Dass er aber rund zehn Jahre als V-Mann für das LKA arbeitete, wurde dem BKA nicht mitgeteilt. (dpa/bb) http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei-wusste-seit-dezember-von-nsu-kontakten-des-v-mannes,10809148,17281558.html

Starke dürfte der Verbindungsmann des Trios in der bundesweiten B&H Szene und Combat 18 gewesen sein, denn Starke hatte alle nötigen Verbindungen, sowohl in der Szene selbst als auch zum LKA Berlin und zum BFV. Mutmasslich auch zur CIA/GLADIO, womit der vernachlässigte BND ins Spiel käme...

Die Rolle, die Wohlleben von der Anklage zugedacht wird dürfte in Wahrheit Starke gebühren. Der ist aber nicht angeklagt.

Auch das "Exportieren in die Arme des MI6" von Corelli Thomas Richter passt dort gut hinein: Trio-Verbindungsmann Nr. 2, auch im Auftrag von Gladio?

fatalist
29.10.2013, 05:47
Falsche echte Papiere.


Bei dem IM aus Ostberlin handelte es sich um einen sogenannten Einzelkämpfer, der für seine geheimen Einsätze im westlichen Ausland "Personalpapiere auf Doppelgängerbasis" benutzte, wie es in der Stasi-Akte heißt. So besaß der IM einen gefälschten Ausweis mit den Personendaten des Westberliners Thomas S.. Auch fand sich in den Akten der Lebenslauf des ahnungslosen Doppelgängers, den der IM auswendig lernen musste, um bei einer Kontrolle keinen Verdacht zu erregen. Daneben besaß der IM Doppelgänger-Pässe von Personen aus Dortmund und Bielefeld. Auch zu ihnen liegen der Akte Lebensläufe und andere Unterlagen bei. Stasi-Einzelkämpfer waren DDR-Bürger, die im Westen für Observationen von Personen und Gebäuden, aber auch für Sabotageakte, Entführungen, Einbrüche und Mordanschläge eingesetzt wurden. Aus Stasi-Unterlagen zu einem - letztlich nicht realisierten - Mordkomplott gegen einen geflohenen DDR-Bürger von 1985 geht hervor, dass die für die Tat vorgesehenen Einzelkämpfer bei ihrem Einsatz gefälschte Pässe mit den Daten existierender Bundesbürger benutzen sollten. http://www.berliner-zeitung.de/archiv/stasi-archiv---die-akten-beauftragte-birthler-verteidigt-ihre-behoerde-gegen-kritik-im-fall-kurras--die-westarbeit-der-ddr-staatssicherheit-sei-gut-erforscht--sagt-sie--doch-weitere-zufallsfunde-sind-moeglich--ahnungslose-doppelgaenger-aus-dem-westen,10810590,10642202.html

Thomas S. Zufallsfund, aber vielleicht fällt ja Jemandem was dazu ein.

Holger Gerlach gibt Reisepass, Max-Florian B. gibt auch nen Pass oder so, aber Gerlach sitzt auf der Anklagebank und Burkhardt kennt keine Sau :cool:


imo hatten die echte falsche Papiere, weshalb 2002 bei der Personenüberprüfung durch die Polizei in Chemnitz auch nichts aufflog, trotz Fingerabdruck-Prüfung.

nachdenkerin
29.10.2013, 07:36
Ich denke, selbst @bio ahnt die Antwort, ich bin überzeugt, Du kennst sie.

Gem. den Medien-Abbildungen wurde das Gedicht mit einem ausländischen Zeichensatz getippt, vermutlich Tschechischer Zeichensatz. So sind die deutschen Umlaute falsch geschrieben. Ich denke mal darin liegt die Begründung. Als mögliches Beweisstück als Anlage könnte das einem Abgeordneten vielleicht auffallen.

fatalist
29.10.2013, 08:13
Gem. den Medien-Abbildungen wurde das Gedicht mit einem ausländischen Zeichensatz getippt, vermutlich Tschechischer Zeichensatz. So sind die deutschen Umlaute falsch geschrieben. Ich denke mal darin liegt die Begründung. Als mögliches Beweisstück als Anlage könnte das einem Abgeordneten vielleicht auffallen. Okay, aber warum misst @bio diesem Fake eine derart grosse Bedeutung zu? Er selbst hat das bisher nicht wirklich erklären können, ich tippe aber mal darauf, er sieht es als Beweis der rechtsradikalen Gesinnung des Trios.

Vielleicht haben die aber auch lediglich Rechtsrock-CD usw. vertickt, deshalb wurde ja Böhnhardt unter anderem 1997 verknackt.
Wobei eine solche Dealer-Tätigkeit direkt wieder zu B&H und zu Thomas Starke führt.

Nicht dass die da in der Garage 1,4 kg Nazirock-CDs von der Gruppe TNT & Dynamite gefunden haben ;)

fatalist
29.10.2013, 11:27
NSU: Thomas Wüppesahl spricht über Ermittlungspannen

Behördliches Versagen und Verfassungsschützer, die dem NSU helfen: Thomas Wüppesahl, Bundessprecher der Kritischen Polizisten, erzählte am Donnerstag im Alten Schlachthaus seine Theorien zur Mordserie
http://www.swp.de/crailsheim/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2274964


Ein beiger Anzug, kariert, dazu grüner Schlips: Der 58-Jährige blättert im knapp 1400 Seiten starken Abschlussbericht des Berliner Untersuchungsausschusses zum Terror des Nationalsozialistischen Untergrunds (http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Zeuge-im-Auto-verbrannt-Was-wusste-Florian-H-ueber-Heilbronner-Polizistenmord;art4319,2253398)(NSU). Der dicke Wälzer, gespickt mit rosafarbenen Zetteln, wirkt beeindruckend, kommt vor den rund 60 Zuhörern aber kaum zum Einsatz.

Thomas Wüppesahl ist rhetorisch geschickt, weiß nur scheinbar immer eine Antwort, holt zum Schlag gegen Behörden, Justiz und Politik aus. Wer konkrete Antworten sucht, ist bei der Veranstaltung des regionalen Bündnisses für die Demos am 2. November in Heilbronn und am 16. November in Hall aber fehl am Platz. Die meisten Fragen aus dem Publikum umschifft der Hamburger, der selbst Polizist war, für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag saß und eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt hat (siehe Info (http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2274797)).


Offen bleiben die Bezüge zum NSU in die Haller Region, zum Ku-Klux-Klan, der hier von 2000 bis 2003 seinen Sitz hatte - es mischten zwei Polizisten mit, die nach wie vor im Dienst sind. Offen bleibt auch die Rolle Wüppesahls selbst: Ist er auf einem Rachefeldzug gegen ehemalige Kollegen oder ein gewiefter Insider, der aus ideologischen Gründen Missstände benennt?

Der NSU-Komplex bietet für beides ein gute Plattform, das behördliche Versagen wird durch etliche Ermittlungspannen offenkundig. Hier kann Wüppesahl mit Details punkten. In den Tagen nach Auffliegen der Terrorzelle im November 2011 beispielsweise seien rund 200 sensible Akten vernichtet worden - über Personen der rechten Szene. Ein Versehen, erklärten die Behörden. "Das ist lächerlich", schimpft Wüppesahl. Es habe lediglich ein Abwägungsprozess stattgefunden. Der Skandal über vernichtete Akten sei das kleinere Übel. "Sonst wäre aufgeflogen, dass Behörden bereits vorher Kenntnisse über den NSU hatten."

Wüppesahl bezweifelt, dass der NSU nur aus Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bestand. Es hätte bei allen Taten eine Unterstützergruppe vor Ort gegeben, die "Hinrichtungen exzellent geplant", die Tatorte gezielt ausgespäht haben. Seine Theorie: Der NSU wurde vom Staat gedeckt. Wüppesahl nennt Andreas Temme, Verfassungsschutzbeamter, der beim Mord an Halit Yozgat 2006 in einem Internetcafé in Kassel anwesend war. "Der Hüne will die Leiche hinter dem Tresen nicht gesehen haben, will den Schmauch der nur Sekunden vorher abgefeuerten Waffe nicht gerochen haben." Stattdessen ist er geflüchtet. "Eine klassische Verdunkelungsaktion."

Die Mordserie endete nach Meinung des Referenten mit dem Auffliegen des Terrorhelfers aus der Behörde. Moderator André Kaufmann, der zu Beginn alle, "die dienstlich anwesenden sind", aus dem Raum verwiesen hat, will Hintergründe zur Tat 2007 in Heilbronn wissen. Sie wird als zehnter Mord dem NSU zugeschrieben. "Das war ein Unfall, eine wilde Schießerei, die nicht zum Schema passt", vermutet Wüppesahl. Michèle Kiesewetter habe gewisse Geschäfte gestört.

"Was passiert, wenn wir den Verfassungsschutz auflösen?", will ein Besucher wissen. "Dann hätten wir eine besser geschützte Verfassung", sagt Wüppesahl. Er spricht von einer "versifften Mischpoke in der Landesregierung". Behörden seien von Altnazis besetzt - aber nicht alle Beamte seien rassistisch. "Gute Polizisten sind in deren Augen jene, die alles mitmachen, schlechte sind Querdenker." Führungskräfte seien schlecht ausgebildet. Die Fachhochschule der Polizei bezeichnet der 58-Jährige als "Flachhochschule", vergleichbar mit einer Berufsschule.

"Der Apparat ist unglaublich lernfähig"

Seine Forderung: ein Untersuchungsausschuss für Baden-Württemberg, da hier "Perlen von Erkenntnissen" lauerten. So lange sollen Bürger ein wachsames Auge haben und sich dem Staatsterror entgegensetzen. "Der Apparat ist unglaublich lernfähig, um weiter alle Schweinereien decken zu können." So ganz falsch liegt er nicht. :cool:



Beruf Thomas Wüppesahl kam 1971 mit 16 Jahren zur Polizei. Er war im mittleren Vollzugsdienst, später Wirtschaftskriminalist. Von 1987 bis 1990 war er im Bundestag. Er trat noch im ersten Jahr aus der Partei der Grünen aus. Da ihm als Fraktionsloser das Rederecht verweigert wurde, klagte er erfolgreich. Das sogenannte Wüppesahl-Urteil gilt noch heute als Grundsatzentscheidung.Kritische Polizisten Der 58-Jährige ist Bundessprecher der Kritischen Polizisten, die sich für den Schutz der Bürgerrechte einsetzen.
Haftstrafe Das Landgericht Hamburg verurteilte Wüppesahl 2005 wegen Vorbereitung und Versuch der Beteiligung an einem Raubmord und Verstoß gegen das Waffengesetz zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe. Wüppesahl erklärte, der Plan, einen Geldtransporter zu überfallen und den Fahrer mit Genickschuss zu töten habe lediglich dazu gedient, einen Kollegen innerhalb der Kritischen Polizisten als V-Mann zu enttarnen. Just jener Beamte gab der Polizei den Tipp zum Überfall. Als dieser Wüppesahl zum Schein eine unbrauchbar gemachte Pistole und ein Messer übergab, erfolgte der Zugriff. http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2274797

fatalist
29.10.2013, 11:38
Aus Rampenlicht verschwunden – NSU-Prozess: Details wie aus einem schlechten Krimi

Veröffentlicht am 28. Oktober 2013
http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/10/28/aus-rampenlicht-verschwunden-nsu-prozess-details-wie-aus-einem-schlechten-krimi/


Mit freundlicher Unterstützung vom Verfassungsschutz bietet der Prozess einen toten Zeugen, geschredderte Akten und viele V-Männer.

Während der Auftakt des NSU-Prozesses noch von großem Medienrummel begleitet war, hat mittlerweile das Interesse nachgelassen. Zu Unrecht, denn es kommen immer mehr Details ans Licht, die Zweifel an der bisherigen Theorie zur Terrorzelle NSU wecken.
Es sind Zutaten, wie man sie wohl eher in einem etwas phantasielosen Krimi erwarten würde.
Ohne Whistleblower ist das Ding gelaufen.

brain freeze
29.10.2013, 19:40
Aus Rampenlicht verschwunden – NSU-Prozess: Details wie aus einem schlechten Krimi

Veröffentlicht am 28. Oktober 2013
http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/10/28/aus-rampenlicht-verschwunden-nsu-prozess-details-wie-aus-einem-schlechten-krimi/


Ohne Whistleblower ist das Ding gelaufen.

Ironie ist dabei, daß die Presse, die hysterisch ihre Teilnahme am "Jahrhundertprozeß" einklagte (der sie jetzt gar nicht mehr interessiert), durch Prozeßverzögerung das spätere Zeugenchaos erst richtig lostrat - bzw. der Prozessführung die Begründung für ihre Verwirrspielchen lieferte.

fatalist
30.10.2013, 03:46
Thomas Starke, VP 562 des LKA Berlin, hatte Vertraulichkeitszusagen von mehreren Dienststellen.

Offiziell geht das ja so:

1996 hatte Zschäpe was mit Starke, ein 3-monatiges Techtelmechtel nach Starkes Haftentlassung.
Damals waren die 3 aus Jena wohl bei der HNG engagiert?

1997 will Starke dem Trio die ominösen 1.392 Gramm TNT (nie gewogen) überbracht haben.
Jan 98 sollen die in der Garage gefunden worden sein.

2000 wird gegen Starke, Jan Werner und Mirko Hesse wegen Landser-Musikvertrieb etc pp ermittelt.
Nov 2000 wirbt das LKA Berlin Starke als V-Mann an, "weil Sachsen keine V-Leute in der Polizei erlaubt".

Am 2.1.2001 erhält der V-Mann-Führer Starkes eine Antwort vom Generalbundesanwalt auf seine Vertraulichkeitsanfrage Starke betreffend.

Der damalige VP-Führer von Starke hat am 02.01.2001, also gerade ein paar Wochen nach Starkes offizieller Anwerbung, ein Schreiben der GBA erhalten, in welcher der "langjährig geführten Vertrauensperson" die Vertraulichkeit zugesichert wird.

Da haben wir also den Beweis, dass Starke mehrere Vertraulichkeitszusagen hatte, von mehreren Dienststellen (Diensten?), und dass er schon "ewig und 3 Tage" Informant war, und das auch allgemein bekannt war bis hin zum Generalbundesanwalt.

Nachzulesen bei Bundestag.de, Seiten 33 und 34. Sitzung Nr. 66, nichtöffentlich, 22.4.2013
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2066b.pdf

Da hat mich Jemand "draufgestupst", vielen Dank :happy:

fatalist
30.10.2013, 03:47
Ironie ist dabei, daß die Presse, die hysterisch ihre Teilnahme am "Jahrhundertprozeß" einklagte (der sie jetzt gar nicht mehr interessiert), durch Prozeßverzögerung das spätere Zeugenchaos erst richtig lostrat - bzw. der Prozessführung die Begründung für ihre Verwirrspielchen lieferte. könnte fast "gefickt eingeschädelt" worden sein, gelle?

fatalist
30.10.2013, 03:53
Wenn also betreffend Thomas Starke immer davon berichtet wurde, er sei seit 2000 VP 562 des LKA Berlin gewesen, so ist das eine unvollständige Information, geeignet Verwirrung zu stiften: Starke war schon lange vorher V-Mann, Jahre zuvor bereits, und diese Information ist öffentlich, wurde aber nie von den Medien aufgegriffen.

Starke war schon Informant, als er das "TNT" brachte, und DIESE V-Mann-Akte des BFV dürfte eine der am 11.11.2011 vernichteten Akten gewesen sein.

Was juckt uns "Tarif" Michael See, der gar nichts mit dem Trio zu tun hatte? Da hat man wieder einmal herrlich am Wichtigen vorbei Nebensächliches gehypt... und ob es stimmt, das ist ja nochmals eine ganz andere Frage...

fatalist
30.10.2013, 04:48
Protokoll 50. Verhandlungstag – 24. Oktober 2013http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/


Der 50. Verhandlungstag war der letzte Tag vor einer Woche Herbstpause im Verfahren. Zunächst ging es um die Obduktion und die Rekonstruktion des Mordes an İsmail Yaşar, der mit fünf Schüssen in Nürnberg hingerichtet wurde. Später drehte sich der Tag um das Bekennervideo und die darin verwendeten Zeitungsartikel und Videosequenzen. Am Nachmittag sollte ein Waffensachverständiger des BKAs zu den Mordwaffen aussagen. Aufgrund einer fehlerhaften Ladung konnte er nur zu einem Teil des Morde etwas sagen, er wird erneut geladen werden. Bei Yasar hatte der Zeuge Mütasam Z. von 5-8 Schüssen ohne Schalldämpfer gesprochen, und das Hülsenchaos (hatten wir gerade bei Turgut, die einzelne aufrecht stehende Hülse unter der Kühlschranktür) geht weiter.


Erster Sachverständiger ist Prof. Seidl, Rechtsmediziner aus Erlangen, der am 9. Juni 2005 die Obduktion des in Nürnberg ermordeten İsmail Yaşar vorgenommen hat. Seidl nennt fünf Schussverletzungen. Er beschreibt einen Schädeldurchschuss und zwei Rumpfsteckschüsse, einer in der vorderen Achsellinie und ein weiterer außerhalb der Brusthöhle. Die nächste Schussverletzung ist ein Rumpfdurchschuss. Die fünfte Schussverletzung ist ein Streifschuss an der rechten Wange. Verstorben sei Yaşar infolge Verblutens auf nicht natürliche Weise. 5 Schüsse laut Obduktion, Anzahl der Projektile: 2

3 Projektile fehlen also, müssen am Tatort gefunden worden sein.


Es folgt der Sachverständige Gessinger, der früher beim LKA München gearbeitet hat, und die Tatrekonstruktion beim Mord an Yaşar durchgeführt hat. Er habe Kleidungsstücke sowie Hautpräparate untersucht, so Gessinger. Es seien außerdem Tatortuntersuchungen durchgeführt worden und er habe ab er an der Obduktion des Opfers teilgenommen. Gessinger beginnt mit den ballistischen Spuren im Imbissstand. Es sei ein von einem Projektil verursachter Defekt an Sichtschutzlamellen an der Tür seien, gefunden worden, außerdem an der Eingangstür zum Küchenbereich eine Durchsetzung des Türmaterials . Das Projektil habe nicht aufgefunden werden können. Diese beiden Beschädigungen ermöglichten eine Schussbahnrekonstruktion, so Gessinger. Der Zeuge geht an den Richtertisch zur Inaugenscheinnahme von Bildern aus seinem Bericht. Auf einem Bild sieht man den Innenbereich des Imbisses vom Kunden- in Richtung des Küchenbereichs fotografiert. Die Schussbahn ist mit Pfeilen gekennzeichnet. Sie verlaufe über den Thekenaufbau, so Gessinger. Es seien zwei Projektile aufgefunden worden, die aus Fahndungsgründen unmittelbar ans BKA weitergeleitet worden seien. 2 von 3 Projektilen gefunden. Ein Projektil fehlt.



Gessinger sagt, dass er eine flächige Beschmauchung, wie sie das klassische Merkmal für einen Nahschuss darstelle, nicht habe finden können. Auch bei den Schussverletzungen habe es keine Anzeichen dafür gegeben, dass eine Verletzung mit aufgesetzter oder aufgepresster Waffe erfolgte. Dann hätten sie Überlegungen zu “abnormen Befunden” angestellt, da keine Abstreifringe hätten festgestellt werden können. Es hätten sich auch am Tatort keine Spuren gefunden, dass das Geschoss irgendetwas anderes durchdrungen hat. Das wäre ein Indiz für Beates Kellers gelbe Plastiktüte, "Regenschirm", wobei das dann nur für eine Pistole mit Schalldämpfer hinkommen kann.

Hierzu sind dann die Untersuchungen des SWM interessant, demnach der SD der Ceska "nichts taugte".
http://ef-magazin.de/2013/10/10/4563-nsu-french-connection
Bei Yozgat in Kassel war er plötzlich Weltklasse, der SD: Keiner hörte Schüsse.
Da passt was nicht.


Eine mögliche Erklärung sei, dass dieses durchschossene Material vom Schützen wieder mitgenommen wurde. Das passe zum völligen Fehlen von Hülsen, da sei die Überlegung, dass eine über die Waffe gestülpte Tüte oder ähnliches als Hülsenfang verwendet wurde. Es seien dann Versuche durchgeführt worden, bei denen in einer Tüte mehrere Schüsse abgegeben worden seien. Sämtliche Hülsen seien in der Tüte aufgefangen worden. Aus dem Material seien im Mündungsbereich sehr markante Teile abgetrennt worden. Das völlige Fehlen von Hülsen passt nicht, da Polizistin Sindy L. von 1-2 Hülsen am Tatort aussagte, eine habe der Sani angefasst, das habe einen Anschiss gegeben.



Plastikteile seien nicht gefunden worden, so Gessinger, wobei es auch möglich sei, etwa einen Rucksack als Hülsenfang zu nutzen. Deshalb brauchten die also so viele Rucksäcke ;)



RA Pausch, Verteidiger von Carsten S., möchte wissen, ob ein Schalldämpfer Auswirkungen auf einen Abstreifring habe. Normalerweise habe das Projektil keinen Kontakt mit dem Schalldämpfer, so Gessinger, er habe aber keine Untersuchungen dazu durchgeführt. Den Verteidigern ist also der Hülsenwiderspruch gar nicht aufgefallen? no comment...

fatalist
30.10.2013, 05:13
Weiter im Protokoll: Anrufe bei Feuerwehr und Polizei Zwickau am 4.11.2011


Es folgt die Zeugin Se., Polizeibeamtin aus Chemnitz, die einen Vermerk zu den Notrufen zum Brand in der Zwickauer Frühlingsstraße am 4. November 2011 verfasst hat. Se. berichtet, sie und ein Kollege hätten die Notrufe von der Polizei und der Feuerwehr in Zwickau angefordert und angehört, mit den Verkehrsdaten der Funkzelle verglichen und den Vermerk gefertigt. Als Anrufer_innen habe sie nur Herrn und Frau H. erkannt, unmittelbare Nachbar_innen der Frühlingsstraße 26, weil sie die später vernommen habe. Die ersten Anrufe seien gegen 15.08 Uhr eingegangen. Sie hat nur Herforths erkannt, und die Zeit des ersten Anrufs um 15:08 korrespondiert nicht mit den vorherigen Zeugenaussagen zu diesem Thema: 15:08 ist deutlich später, "gegen 15:08" ist Blödsinn, die Zeiten werden auf die Sekunde genau aufgezeichnet. Die ersten Anrufe erfolgten um 15:05 oder früher, müsste man nachschauen bei den alten Zeugenaussagen.

Die Trulla hat keine Ahnung, und ne Schlampe ist sie auch:


Bei der Polizei habe es fünf Anrufe gegeben und bei der Feuerwehr sechs. Götzl geht per Vorhalt die einzelnen Anrufe mit Namen der Anrufer_innen und Uhrzeiten durch. Bei einem Anruf im “Führungs- und Lagezentrum” um 15.08.08 Uhr stehe da “keine Übermittlung”, so Götzl. Se. sagt, das sei eine Datei gewesen, es habe aber keine Tonaufzeichnung und keine Nummernübermittlung gegeben. Auf Frage von Götzl sagt Se., sie habe bei der Vorführung in Karlsruhe auch einmal mit Beate Zschäpe (http://www.nsu-watch.info/tag/beate-zschape/) gesprochen und kenne daher deren Stimme. Die Stimmlage und den Dialekt könne sie heute nicht mehr beschreiben, aber damals sei sie sich sicher gewesen, dass die eine Anruferin, die um 15.13 Uhr angerufen habe, relativ spät, auf jeden Fall nicht Zschäpe gewesen sei. Keine Tonaufzeichnung, keine Rufnummer, aber Götzl fragt, ob die Zeugin Zschäpes Stimme kenne? Der ist wohl "anders begabt"???


Oberstaatsanwalt Weingarten fragt noch einmal nach dem Anruf ohne Übermittlung. Se. sagt, dass hier versucht worden sei, anzurufen, allerdings sei keine Nummer übertragen worden und es sei auch kein Gespräch zustande gekommen. Weingarten fragt, ob es bei der Auswertung der Funkzellen einen Anruf gegeben habe, der korrespondieren könnte. Se. sagt, sie hätten die Daten durchgeschaut, wenn sie keine Notiz im Vermerk gemacht habe, dann sei ihnen nichts aufgefallen. Das besagt gar nichts, dass der Trulla nichts aufgefallen ist.


Dann fragt RA Stahl, Verteidiger von Zschäpe, ob in Bezug auf den nicht übermittelten Anruf Ermittlungen bei der Feuerwehr durchgeführt worden seien, um zu klären, ob ein entsprechender Anruf angenommen wurde. Se. verneint das. Alles klar? Die ist unfähig. Schlampig.

Es steht ja die These im Raum, dass Zschäpe nicht nur die "Oma" warnte, sondern auch die Feuerwehr anrief. Es MUSS Be- und Entlastendes ermittelt werden, und das GLEICHRANGIG.

Jedenfalls in einem Rechtsstaat...


RAin Schneiders fragt, ob es da ein technisches Problem gegeben habe. Der Beamte habe gesagt, das könne vorkommen, so Se. Manchmal gebe es sogar einen Anruf mit Tonaufzeichnung ohne Rufnummernübermittlung.

RA Stahl fragt, ob die Uhrzeit überhaupt übermittelt worden sei, als Fehler oder als Anruf, der nicht aufgezeichnet wurde. Se. sagt, dieser Anruf ohne Ton und ohne Nummer müsse auf der ihnen zugesendeten CD sein. Stahl sagt, er verstehe es also richtig, dass es um 15.08 Uhr einen solchen Anruf gegeben hat, sie dem aber nicht nachgegangen seien. Se. sagt, es habe keine Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen gegeben.

RA Reinecke möchte wissen, ob es denkbar sei, dass da jemand etwas gesagt habe, was aber nicht aufgezeichnet wurde. Das sei ausgeschlossen, so Se., sie habe im Führungs- und Lagezentrum Chemnitz ein Praktikum gemacht und wenn gesprochen werde, dann werde das auch aufgezeichnet

Auf Frage von RAin Schneiders sagt Se., sie wisse, dass ein so etwas vorkommen könne aus ihrer Zeit im Führungs- und Lagezentrum. Jeder Dorfpolizist hätte das besser aufgeklärt als das BKA es tat.



Nach der Vernehmung regt RA Stahl an, dass angesichts des Umstands, dass es sich beim Eintrag um 15.08.08 Uhr definitiv um einen Anruf gehandelt haben müsse, zu klären, wer zum Tatzeitpunkt Dienst gehabt habe und ob da noch ermittelt werden könne, um was für einen Anruf es sich gehandelt habe. Es bestehe ja die Möglichkeit, dass es ebenfalls eine Brandmeldung war für die Frühlingsstraße. Nebenklagevertreter RA Matt regt an, für die technischen Fragen der Zuverlässigkeit der Uhrzeiten, einen Experten zu hören. Götzl möchte von Matt wissen, welche Relevanz habe. Matt sagt, für ihn habe es Relevanz, weil es Fragen gab zu den Uhrzeiten

Götzl: “Wissen will man im Leben viel. Deswegen frage ich sie, welche Relevanz sehen sie.” Götzl sagt, es gehe dabei mehr um die den Anrufer als um die Uhrzeit. RA Stahl sagt ohne Mikrofonverstärkung: “Oder die Anruferin.” A-Loch Götzl, jeden Verhandlungstag aufs Neue.

fatalist
30.10.2013, 05:29
Tatortfotos der Mörder im Video:

Bei den ersten 3 Morden soll es auf der DVD Tatortfotos geben, die vor Eintreffen der Polizei gemacht worden sein sollen.
Beim ersten Mord (Simsek) ist diese These bereits weitgehend vom Tisch, weil der "Erstpolizist" aussagte, dass der Zeuge/Blumenkunde Simsek NICHT mit den beiden ersten Polizisten aus dem Mercedes Sprinter (Ladefläche) barg, sondern das erst der Notarzt tat. Die Polizei wird also Fotos gemacht haben, zwecks Beweissicherung.

Beim 2. Mord-Foto (Schneider in Nbg) geht es um die Blutmenge, die zum Fotozeitpunkt ausgetreten war, die sei im Video verwendeten Foto "viel geringer" als bei den Fotos der Polizei.
Dieser These steht entgegen, dass Zeugen die Schüsse hörten und Jemanden aus dem Schneiderladen wegrennen sahen, also kein Zeitfenster für Fotos vorhanden war.
Daher die These: Photoshop, die Videoersteller retuschierten das Blut weg, teilweis, so dass der Eindruck "Täterfoto" entstand.

Bleibt also noch das letzte Täterfoto, Tasköprü in Hamburg.


Es folgt der Zeuge St. vom LKA Hamburg. Bei seiner Aussage geht es zunächst um Bilder in NSU-Videos vom Mord an Süleyman Taşköprü. Er habe Vermerke zu zwei DVDs geschrieben, so St. Bei Spur 720 zu DVD 1 werde ein Bild von Taşköprü gezeigt, der am linken Handgelenk noch seine Uhr trage. Auf den Tatortbildern der Polizei sei deutlich, dass er keine Armbanduhr mehr trägt, diese sei am Boden liegend teilweise abgerissen aufgefunden worden. Es sei ihnen kein Bild bekannt, das Taşköprü mit dieser Armbanduhr am Handgelenk zeige.

So könne man annehmen, dass es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Bild sei von den Herstellern des Videos und dann auch von den Tätern nach der Tatausführung. Denn das Zeitfenster, dass eine andere Person ins Geschäft habe gehen können, als der Vater Taşköprüs im Nachbargeschäft den Notruf angesetzt habe, sei sehr kurz. Kurz, aber durchaus vorhanden?
Interessante Formulierung: "Ihm sei kein Bild bekannt" ist nicht "es gibt kein solches Bild".

Überzeugt mich nicht. Daher die These: Es wurden im Bekennervideo keine Tatortfotos der Mörder verwendet.

Und gemauert wird nach wie vor:


St. bestätigt, dass die Nachtausgabe nur in Hamburg habe gekauft werden können, eine weitere Nichtschubversion sei aber auch in einer Region bis zur Höhe des Harzes zu kaufen gewesen. Die Nachtausgabe sei aber auch eine Nichtschubversion. Pinar fragt St. nach einem weiteren Zeugen, dem von der Staatsanwaltschaft Hamburg Vertraulichkeit zugesichert worden sei, sie wolle gerne wissen, ob die Vertraulichkeit noch bestehe und ob das jemand aus der Szene sei. St. sagt, dazu dürfe er keine Angaben machen. Pinar sagt, die Staatsanwältin, die die Vertraulichkeit zugesichert habe, sei ihrer Erinnerung nach vom Dezernat Staatsschutz. St. sagt, er könne sich nicht erinnern. Pinar fragt, wann St. mit der entsprechenden Spur beschäftigt gewesen sei. Den genauen Zeitraum könne er nicht mehr sagen, so St., es sei eine “sehr komplexe” Spur gewesen. Pinar hält vor, es sei von “türkischer Kiezszene” die Rede. Das sage ihm jetzt so nichts, antwortet St. Das sei wohl 2007 bis 2009 gewesen, sagt Pinar, und will wissen, ob damals schon bekannt gewesen sei, dass mit der Tatwaffe andere Morde geschehen sind. Das sei mit Sicherheit so gewesen, ob er das dem Zeugen vorgehalten habe, könne er heute nicht mehr sagen, so St. Das sei zu lange her und die Spur zu komplex gewesen. Da sieht man recht deutlich die Machtlosigkeit "unabhängiger Gerichte". Irgendeine Staatsanwältin sichert Vertraulichkeit zu, und das wars. Keine Aussage.

Das hatten wir im Fall Buback/Verena Becker bis zum Abkotzen...

fatalist
30.10.2013, 05:36
Die verwirrend vielen Bekennervideo-Versionen:


Es folgt der Zeuge Sche., BKA-Beamter aus Berlin. Sche. berichtet, seine Aufgabe sei gewesen, die finale Version des Bekennervideos und zwei Vorgängerversionen mit Videos abzugleichen, die im Brandschutt der Frühlingsstraße gefunden wurden. Er beschreibt die Übereinstimmungen: Im ersten Video sei der erste Mord und der Anschlag in der Kölner Probsteigasse dargestellt, im zweiten die ersten vier Morde und der Anschlag in der Probsteigasse. Hier habe ein Zeitungsartikel den vierten Mord thematisiert, er sei aber dem Datum des zweiten Mordes (13. Juni 2001) zugeordnet. In der finalen Version seien dann alle neun Morde thematisiert. Götzl hält die Überschriften der Zeitungsartikel aus den ersten beiden Video-Versionen und dem Bekennervideo vor. Dann unterbricht er die Vernehmung für die Mittagspause. Vielen Dank, jetzt wissen wir also, dass die "finale Version" (von APABIZ an den Spiegel exklusiv verkauft) NICHT die in Zwickau im Schutt gefundene Version ist.

Das dürfte ein Leckerbissen für @Nereus sein.
Gerade in Anbetracht der Meldung, dass nach der Flucht Zschäpes "90 Sekunden-Trailer ganz ohne Tonspur" mit Verweis auf das Apabiz verschickt wurden, bei denen man "die volle Packung" kaufen könne.

fatalist
30.10.2013, 05:42
Wie konnte APABIZ das Video "weltexklusiv" an den SPIEGEL verkaufen, der es am Montag den 13.11.2011 brachte?


Um 13.09 Uhr geht es weiter mit Fragen zu anderen Ermittlungen, die Sche. durchgeführt hat. Sche. berichtet, am 7. November 2011 sei die DVD zum ersten mal öffentlich geworden. Die DVD sei an die PDS in Halle geschickt worden. Insgesamt 15 dieser DVDs seien versendet worden. Weiter hat man noch im Wohnmobil drei USB-Sticks mit den Bekennervideos gefunden und lose DVDs, wo Bekennervideos und Vorversionen drauf gewesen seien. Im Brandschutt der Frühlingsstraße seien 36 adressierte Umschläge an Medien und türkische Einrichtungen gefunden worden. Überall seien DVDs drin gewesen, auf 25 habe man noch die Daten sichern können, es habe sich ebenfalls um das Bekennervideo gehandelt. Eingegangen sei das Video unter anderem beim Sender Phoenix, beim Türkischen Generalkonsulat, bei türkischen Kulturvereinen und den Nürnberger Nachrichten. Götzl hält weitere Adressaten vor, die Television Zwickau GmbH, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Springer, ein Deutsch-Türkischer Kulturverein. Er meine sich erinnern zu können, dass im Wohnmobil 22 DVDs gefunden worden seien, so Sche. Götzl korrigiert, dass im Vermerk von sechs DVDs die Rede sei. Das bestätigt Sche., dann seien die losen DVDs auch im Brandschutt gefunden worden. Götzl hält Adressaten der adressierten Umschläge vor und nennt N24, die Botschaft der Türkei in Berlin, die ARD.ZDF Medienakademie. Sche. sagt, seiner Erinnerung nach sei auch ein kommunistischer Verein dabei gewesen. Frankiert seien die Umschläge alle mit der Sonderbriefmarke zu 1.100 Jahren Limburg an der Lahn, die erstmalig am 2. Januar 2010 in Umlauf gekommen sei. Frankiert worden sie also frühestens ab diesem Zeitpunkt, die Marke sei noch erhältlich. Hatte das APABIZ die "weltexklusive" DVD von der PDS bekommen?
Warum war das die einzige angekommene DVD, wenn Zschäpe doch 14 oder 15 am Samstag den 5.11. eingeworfen haben soll?

Zschäpe rannte weg ohne Tasche, daher bleibe ich dabei: Zschäpe hat niemals DVD verschickt.
Jemand verschickte Trailer-Versionen (90 sec) ohne Ton, und das BEkennervideo stammt aus Antifa-Kreisen. Die Frage ist aber, wer die DVD und Umschläge wann und wie in die Ruine brachte, damit sie dort gefunden werden sollten.

fatalist
30.10.2013, 05:54
Die korrekte Seriennummer der Dienstpistole Arnolds aus Heilbronn fehlt im Video?
Das las sich vorher immer anders, jetzt vor Gericht ist es nur noch "baugleich".


Götzl sagt, Sche. habe Ermittlungen zur Arbeitsständen der Erstellung des Videos gemacht. Sche. sagt, in der Frühlingsstraße sei eine Festplatte gefunden mit 320 Gigabyte, auf der sich neben der finalen Version viele kleine Ausschnitte gefunden hätten, die, wie Originalausschnitte von “Paulchen Panther”, Mitschnitte aus Fernsehsendungen und ein Video einer Überwachungskamera aus Köln, die in ihrer Gesamtheit zur Endversion geführt hätten [siehe zu einzelnen Dateien auch das Protokoll zum 42. Verhandlungstag (http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-42-verhandlungstag-2-oktober-2013/)].

Götzl sagt, Sche. habe beispielhaft Ordner aufgeführt und fragt nach einem Ordner namens “Polizeipistole”. Darin sei eine Polizeipistole abgebildet, wie sie baugleich von der in Heilbronn erschossenen Polizistin verwendet wurde, und außerdem seien Panoramabilder von Heilbronn und dem erweiterten Tatort mit aufgeführt, so Sche.

Götzl fragt nach weiteren Ordnern und dann nach der Datei “Paul läuft mit Plakat”. In der Sequenz laufe Paulchen Panther mit Plakaten zu einer Staffelei mit Plakaten, wo alle 9 Morde aufgezeigt würden, erläutert Sche. Götzl hält vor, im Vermerk sei von Dateien die Rede namens “ali 1″ bis “ali 9″. “Ali 1 sei der Mord an Şimşek, weiter gehe es dann chronologisch bis zum neunten Mord.

Götzl fragt zu Dateien mit Namen wie “ali 2″ und “ali miltär”. Das seien Ausschnitte aus “Paulchen Panther” mit Läden, wo die Originalnamen der Läden der Mordopfer auf dem Schild gestanden hätten. Das sei eine wesentlich aggressivere Version als das Bekennervideo, in der finalen Version hätte dann nur noch die Funktion “Türkische Schneiderei” da gestanden.

Götzl fragt nach einem Vermerk zu den 14 umrahmten Feldern, die in der zweiten Version zu sehen seien. Das jeweilige Datum der Morde sei jeweils in einem der 14 Felder vermerkt, so Sche. Im “Rechtsbereich” gebe es ja die bekannten “14 words” [Erläuterung (http://www.dasversteckspiel.de/index.php?id=28&stufe=28&finder=1&artikel=34)]. Es sei aber nicht bekannt, ob geplant gewesen sei, 14 Morde zu begehe.

Das eingeblendete Schlusszitat “Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage” impliziere, Sche., dass es noch nicht beendet sei.

Zur Musik befragt sagt Sche., in den Vorgängerversionen sei noch nicht die Musik aus dem Comic verwendet worden, sondern die Stücke “Kraft für Deutschland” und “Am Puls der Zeit” der rechtsextremen BandNoie Werte (http://www.nsu-watch.info/tag/noie-werte/): “Die ersten beiden Versionen hatten nichts mit der vermeintlich verharmlosenden Comicversion zu tun.” Sänger der Band sei ein gewisser Steffen Hammer (http://www.nsu-watch.info/tag/steffen-hammer/)gewesen, der als Anwalt in einer Kanzlei in Stuttgart tätig gewesen sei. Dort sei Frau Schneiders, die Verteidigerin von Ralf Wohlleben, seine Kollegin gewesen.

Götzl fragt zum NSU-Logo. Das sei bereits in den Vorgängerversionen von 2001 zu sehen, so Sche. Der Name der Organisation sei damals schon bekannt gewesen und sei so auch verwendet. worden. Aus der 1999er Mail mit Todesdrohung gegen Brandenburgs Innenminister Alwin Ziel. Veröffentlicht im PUA-Bericht.

Dieser "NSU" Nationalozialistische Untergrundkämpfer Deutschlands dürfte aus dem B&H Rechtsrockszene-Umfeld stammen, denn bedroht wurde nicht nur Ziel, sondern auch MEGA, was sich auf Staatsschutz-Polizeitruppen in Brandenburg bezieht.

Was das mit dem Trio aus Thüringen zu tun hat ist nicht klar. Dieser NSU, Mailverfasser dieser Drohmail, war offenbar eine VS-Veranstaltung. "der absender konnte nicht ermittelt werden".

Ha ha ha.

fatalist
30.10.2013, 06:00
Zeitstempel ist, was die Systemuhr im PC anzeigt.


Dann geht es um Videodateien mit Aufnahmen von Gedenkmärschen in Dänemark und Schweden. Es sei möglich, so Sche., dass einer der beiden Getöteten [gemeint Mundlos und Böhnhardt] eventuell direkt in Skandinavien vor Ort gewesen sei und diese Videosequenzen mitgeschnitten habe. Götzl fragt zur Zuverlässigkeit von digitalen Zeitstempeln. Sche. antwortet, die auf dem Rechner eingestellte Zeit habe Einfluss auf das Änderungsdatum. Beim “Drehbuch” gebe es handschriftliche Notizen der Sequenzen, die dann im Video später verwendet worden seien, die sein dort minutiös aufgeführt. Ein Gutachten habe ergeben, dass es zwei Ersteller gegeben habe, einer sei mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit Böhnhardt und der andere mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit Mundlos. Wieder sind 100 Beiträge hier mit sinnlosen Diskussionen zu streichen. Gruß an Karl Murx ;) Der doofe fatalist hatte Recht.

fatalist
30.10.2013, 06:19
Anfang 2002 "NSU im Weissen Wolf", dem Petereit-Fanzine...


Eine Datei sei eine Version des NSU-Briefes, so Sche. auf Frage Götzls. Da werde Werbung für neue Mitglieder gemacht, der Brief habe mit Spendengelder an “Kameraden” versendet werden sollen. Tenor sei “Sieg oder Tod” und “Taten statt Worte”. Der Brief habe auch einen “relativ aggressiven Charakter”. Götzl fragt zum Zeitstempel, im Vermerk stehe “letzter Zugriff 14.01.08 und letzte Änderung 15.03.02″. Sche. sagt, das Datum 2002 lasse den Rückschluss zu, dass die Organisation NSU damals schon festgestanden habe, die Ziele damals schon klar gewesen seien und sich das nicht erst später entwickelt habe.

Auf Frage von Nebenklagevertreter RA Langer sagt Sche., der Zusammenhang zwischen den Videoversionen stelle sich über das Schlusszitat von “Paulchen Panther” her.

RA Kuhn fragt, welche Hypothese Sche. daraus abgeleitet habe, dass ein Artikel in einem Video wohl der falschen Tat zugeordnet wurde. Die Hypothese sei, dass die Ersteller das verwechselt haben, einfach einen Fehler gemacht hätten. Das Trio bewegte sich im Umfeld von B&H, also Starke, Corelli Thomas Richter, Jan Werner, "Landser-Rechtsrock", also die NSU-Verdächtigen und V-Leute des BFV. Das könnte der Grund sein, warum man bei ihnen Versatzstücke und NSU-Bekennervideos fand, um da mal eine nicht.APABIZ.These ins Spiel zu bringen: Das Trio als "Nazi-APABIZ", als Archiv sozusagen, eventuell ja auch als Waffenarchiv???



RA Narin fragt, ob Sche. ein Andreas Graupner bekannt sei. Das sage ihm nichts, so Sche. Mit welchem Gerät die Aufzeichnung in Schweden vorgenommen wurde, wisse er nicht. Narin sagt, Sche. habe spekuliert, dass einer der Verstorbenen mitgewirkt haben könne und will wissen, ob noch weitere Personen hätten identifiziert werden können. Das verneint Sche, er habe auch keine Ermittlungen angestellt zu Verbindungen zur dänischen und schwedischen Naziszene. Schweden, da denke ich an "Tarif" Michael See. HIER macht das Sinn. See könnte durchaus zum NSU um Starke, Richter & Co gehört haben.

Eine reine BFV-Veranstaltung.



RA Heer fragt, ob man eine Datei auf der Festplatte erstellen, die Festplatte ausbauen und die Datei dann an einem anderem PC bearbeiten könne, worauf Sch. antwortet, das könne er nur aus Laienwissen beantworten.

RA Stahl fragt, nach den Fundstellen der Zeitungsartikel in den jeweiligen Zeitungen. Sche. sagt Sche., er wisse, dass Ermittlungen zu Verteilerkreis und evtl. auch Fundstelle gemacht worden seien. Ihm selbst hätten digitalisierte Lichtbilder vorgelegen.

RA Klemke, Verteidiger von Wohlleben, fragt, ob Sche. den Briefumschlag an die PDS Halle selbst gesehen habe. Sche. sagt, das könne er nicht mehr sagen.Soweit er sich erinnere, sei auch dieser Umschlag mit der Sondermarke frankiert gewesen. Klemke fragt nach Auffälligkeiten bei der Adressierung dieser 15 Sendungen. Sche. sagt, gerade bei diesem Umschlag an die PDS in Halle sei eine alte, vierstellige Postleitzahl verwendet worden. Dem Versender habe wohl eine alte Version vorgelegen oder es sei vorher dort schon handschriftlich notiert worden. Auf Nachfrage von Klemke sagt Sche. auch der Name der Partei sei veraltete, die PDS habe sich 2007 in “Die Linke” umbenannt. Dann will Klemke wissen, ob Sche. selbst auf die Festplatte zugegriffen habe. Die werde von Technikern eingespielt, so Sche., man gehe nicht händisch an die Festplatte.

Klemke fragt, woher Sche. die die Information habe, dass das was ihm vorgelegt wurde, auch von der Festplatte stamme. Es sei die gängige Praxis, dass nicht am Originalasservat herum hantiert werde, sondern, dass das gespiegelt werde, so dass man Dateien auch vom Datumsstempel her nicht ändern könne. Von welchem Kollegen er die Information habe, dass das aus der Frühlingsstraße stammt, wisse er nicht mehr, so Sche. Die gleiche Frage stellt Klemke auch zu den gefunden USB-Sticks. Wieder sagt Sche., dass das gespiegelt worden sei. Klemke will wissen, ob dem Kollegen die originale Version des “Drehbuchs” vorgelegen habe. Das wisse er nicht, so Sche., er sei auch nicht beim Schriftvergleich zugegen gewesen, das werde in einer anderen Abteilung gemacht.

Dann will Klemke wissen, ob auf der Festplatte separate Dateien mit den Musikstücken von “Noie Werte” gefunden worden seien. Da sei ihm nicht erinnerlich. Die Stücke seien illegal im Verkauf angeboten worden und seien damit verfügbar gewesen.

Richter Götzl fragt, ab wann die Postleitzahlen auf fünf Stellen umgestellt worden seien. Sche. sagt, er meine, das sei 1993 gewesen. Auf Frage von Götzl sagt, ob ermittelt worden sei, wo die DVD an die PDS Halle aufgegeben worden sei. Da sei im Paketzentrum Leipzig-Schkeuditz gewesen, eingegangen sei sie am 7. November 2011. Götzl hält vor, sie sei am 6. November abgestempelt.


RA Narin will wissen, ob Sche. bekannt sei, ob unter den Empfängern auch Personen aus dem rechtsextremen Spektrum seien. Soweit er wissen, seien keine darunter, so Sche. Narin hält vor, in den Akten stehe der “Patria-Versand” in 84434 Kirchberg am 23. November 2011″; der Umschlag sei entsorgt worden und in der Fußnote weiter vorne stehe, es handle sich um eine Einrichtung aus dem rechten Spektrum. Dann entspreche das der Wahrheit, sagt Sche.
RA Prosotowitz fragt, ob man bei der Postleitzahl vielleicht einfach die Null hinzufügen müsse, um auf fünf Stellen zu kommen. Es folgt eine längere Diskussion um den Aufbau der Postleitzahlen. Das mit der alten PLZ und dem Namen "PDS" für DIE LINKE würde keinem BRD-Bürger 2011 passieren.

Da tippe ich einfach mal ins Blaue: Das Missgeschick unterlief einem Ausländer.

Ebenso finde ich es phänomenal gut, dass eine alte 4-stellige PLZ an eine 5 Jahre zuvor umbenannte Partei zu keinerlei Verspätung geführt hat, was die Bearbeitung bei der Post angeht: Eingeworfen 5.11., abgestempelt 6.11., korrekt eingegangen 7.11.2011.

Nie wieder über die Deutsche Post jammern, die sind Spitze.

Und noch geiler finde ich, dass von angeblich 14 oder 15 eingeworfenen DVD NUR die falsch adressierte DVD an die PDS einging am 7.11.2011.

fatalist
30.10.2013, 06:23
Weil´s so schön ist, extra kurzer Post:


Danach fragt RAin Schneiders Sche., ob er Ermittlungen gemacht habe, inwieweit “das so genannte Apabiz” an die Bekenner-DVD gekommen sei.

Sche. fragt: “Stehen die im Verzeichnis?”

Schneiders sagt, sie habe nichts gefunden.

Sche. “Dann nicht”

Von ihm seien keine Ermittlungen getätigt worden, ob da was angekommen sei. RA Stahl fragt in Bezug auf das Schreiben an die PDS Halle, was Sche. mit ‘aufgegeben’ meine.

Sche. sagt, das sei der erste Zeitpunkt, wo das Schreiben nachweisbar festgestellt werden konnte. Wie bekam das APABIZ die Urherrechte für das Bekennervideo, und wie bekam es das Video?

Ging gross durch die Medien, die ARD fühlte sich "betuppt", aber das BKA hat dazu nichts ermittelt.
HAMMER.

fatalist
30.10.2013, 06:31
Handy "Aktion" und der gelbe Post it-Zettel:


Es folgt der Zeuge Bl. vom BKA Wiesbaden. Es geht um die Auswertung eines Abrisses eines Notizzettels mit handschriftlichen Eintragungen. Der Zettel solle so sichergestellt worden sein in der Frühlingsstraße.

Er selbst habe eine digitale Kopie zu Auswertungszwecken bekommen, so Bl. Da habe eine Mobilrufnummer und das Wort “Aktion” gestanden. Er habe die Nummer überprüft und die sei auf den Namen Ramona D. gelautet, es sei aber in den Dateien schon vermerkt gewesen, dass die Nummer vermutlich auch von den Beschuldigten benutzt worden sei.
Eine Adresse in Dessau-Roßlau sei in den Dateien schon eingetragen gewesen, Ermittlungen in Hinblick auf den Eintrag “Aktion” habe er nicht vorgenommen.

Nach einer Unterbrechung bis 14.50 Uhr sagt Götzl, die aktuelle Postleitzahl den entsprechenden Bereich in Halle sei 06122, die alte 6122 sei ja nie eine Postleitzahl gewesen, die für Halle früher vergeben war Ramona D. ist demnächst als Zeugin vorgeladen. Dachte ich wenigstens...


056. Tag: 14. November 2013, 13:00 Uhr, Susanne E, SIM-Karte Emingers Weib? 15 Minuten sind vorgesehen.

057. Tag: 19. November 2013, 09:30 Uhr, Janine S., SIM-Karte
057. Tag: 19. November 2013, 09:30 Uhr, Beatrix J., SIM-Karte keine Ramona D.


057. Tag: 19. November 2013, 13:00 Uhr, Heike K., Wohnumfeld Auch Heike Kuhn besorgte eine SIM-Karte für Zschäpe lt Medienberichten.

nachdenkerin
30.10.2013, 06:43
Okay, aber warum misst @bio diesem Fake eine derart grosse Bedeutung zu? Er selbst hat das bisher nicht wirklich erklären können, ich tippe aber mal darauf, er sieht es als Beweis der rechtsradikalen Gesinnung des Trios.

Vielleicht haben die aber auch lediglich Rechtsrock-CD usw. vertickt, deshalb wurde ja Böhnhardt unter anderem 1997 verknackt.
Wobei eine solche Dealer-Tätigkeit direkt wieder zu B&H und zu Thomas Starke führt.

Nicht dass die da in der Garage 1,4 kg Nazirock-CDs von der Gruppe TNT & Dynamite gefunden haben ;)

Schon allein diese Sache ist paradox:

Nach den verschiedenen Gutachten hätte Uwe Mundlos in einer, angeblich von Beate Zschäpe angemieteten Garage unter anderem folgende Sachen aufbewahrt:



Wohnungsmietvertrag
Reisepass
Fotos- und Negative
Aktenordner mit der Aufschrift „Informatik Grundlagen“,
Aktenordner mit Schriftverkehr Uwe Mundlos mit damaligen Häftling Thomas Starke und Thorsten S.
2 Adresslisten
Disketten
Liste mit KFZ-Kennzeichen von Zivilfahrzeugen der Polizei Thüringen
zahlreiche Aufkleber, Broschüren und Flugblätter mit rechtsradikalem Inhalt
Notizzettel mit Adressen


Selbst wenn man davon ausginge, dass er etwas verstecken wollte, so würde kein Mensch seinen Reisepass und seine Mietsunterlagen in einer weit entfernten Garage deponieren. Er war kein obdachloser Penner. Er hatte eine Wohnung und zusätzlich noch ein Zimmer in Ilmenau. Insbesondere, wenn er ein Verbrecher wäre, hätte er doch den Reisepass schnell gebraucht, um zu fliehen.

fatalist
30.10.2013, 06:44
Der Ceska-Sachverständige:


Dann folgt der Sachverständige Pfoser, Waffensachverständiger vom BKA. Pfoser sagt, er habe ja ein Blatt an die Verfahrensbeteiligten ausgeteilt und stelle sich das so vor, dass er sich an diesem Blatt entlang hangele. Wenn er zu einem Fall verweise, würde er gerne “Fall 1″ und “Fall 2″ etc. sagen, so erspare man sich Zeit. Pfoser sagt, er habe Ladungen zu fünf Fällen. Er nennt die Mord an Şimşek, Özüdoğru und Taşköprü. Zum vierten Fall in München habe er keine Ladung vorliegen. Geladen sei er aber zu den Morden an Turgut und Yaşar. Dann beginnt Pfoser seine Ausführungen. Er sagt, er habe Asservate und Lichtbilder dabei und beschreibt, welche Kaliber und Munition eingesetzt worden sei. Fall 1: Hülsen und Geschosse Kaliber 6,35 (Hersteller der Munition sei die tschechische Firma Sellier & Bellot) und Kalibers 7,65 (südkoreanische Firma PMC); Fall 2: Kaliber 7,65; Fall 3: Kaliber 6,35 und Kaliber 7,65 derselben Fabrikate wie vorher; Fall 5: Geschosse, eine Hülse und ein Geschossmantelteil Kaliber 7,65; Fall 6: Kaliber 7,65

Bei Fall 5 sei mittlerweile das Fabrikat geändert worden. Beim Fall 4, dem Mord an Kılıç, seien zwei Geschosse der Firma PMC gefunden worden. Beim Mord an Turgut sei ein anderes Fabrikat der Firma Sellier & Bellot zum Einsatz gekommen, ein Vollmantelgeschoss mit Messingmantel. Das sei interessant, weil es ab dort Anhaftungen gebe, die auf einen Schalldämpfer hindeuteten. Alu-Anhaftungen des Schalldämpfers ab Fall 5 Turgut, also nach 2,5 Jahren Pause und mit anderer Munition.
Entdeckt nach dem 9. Mord 2006, dann gezielt rückwärts nachermittelt bis zum Fall Turgut 2004.



Götzl unterbricht Pfoser und sagt, seinem Eindruck nach sei Pfoser für alle Fälle geladen. Pfoser sagt, er sei zu fünf Fällen geladen, das habe ihn auch gewundert. Zum Fall Boulgarides sagt Pfoser, es seien Geschosse des Kalibers 7,65 der Firma Sellier & Bellot gefunden worden. Bei Kubaşık seien vier Geschosse und eine Hülse gefunden worden und beim Fall Yozgat Geschosse des Kalibers 7,65 der Firma Sellier & Bellot. ... und keine Hülsen. Alles bekannt. Der Sachverständige hatte eine falsche Vorladung erhalten, war aber zu allen Fällen vorbereitet. Eigentlich war alles ganz easy, sozusagen.


Pfoser sagt, er habe bei den letzten beiden Gutachten Anhaftungen auf den Geschossen, immer auf demselben “Zugbereich”, gefunden. Bei einem “Zugeindruck” habe sich eine aluminiumfarbene Anhaftung befunden, die auffällig gewesen sei, weil sie nicht vom Lauf selbst habe kommen können und auch nicht vom Aufprall, weil Spuren die Anhaftung überlagert hätten. Die plausibelste Erklärung sei gewesen, dass eine Waffe mit Schalldämpfer verwendet wurde. Eben gerade war es noch bei allen Morden ab Nummer 5. Also bei 5 Morden. Jetzt nur noch bei den letzten Beiden???



Man habe von Anfang an “gruppenspezifische Merkmale” feststellen können. Aufgrund der Kontaktflächen der Waffen, mit der eine Hülse Kontakt habe, könne man schließen, um welche Art von Waffe es sich handelt. Die eine Waffe sei eine Ceska Modell 83. Bei der anderen Waffe habe es keine Prognose gegeben. Es habe sich um eine manipulierte Waffe handeln könne, eine umgebaute Schreckschusswaffe, das Modell und Fabrikat sei aber nicht zu bestimmen gewesen. Die Bruni solls gewesen sein...



RA Stahl unterbricht und bittet den Sachverständigen, seinen Vortrag “deduktiv” aufzubauen. Götzl erwidert, er verstehe den Sachverständigen, er habe sich ja auch vorbereitet. RA Heer springt Stahl bei und sagt, auch er verstehe die Ausführungen nicht.

Götzl unterbricht Heer, der daraufhin verlangt, nicht unterbrochen zu werden.

Heer stellt den Antrag, den Sachverständigen “anzuleiten”, zunächst seine Methodik darzulegen.
RA Klemke sagt, er habe ein anderes Problem, der Sachverständige habe von Fotografien gesprochen, die aber in der Akte nicht vorlägen. Pfoser sagt, es sei “auch international” nicht üblich, solche Darstellungen einzuschicken, man gehe allgemein davon aus, dass die Verfahrensbeteiligten nicht imstande seien, diese Lichtbilder zu interpretieren. Es sei aber möglich, die Bilder zu duplizieren. Götzl sagt, Pfoser könne ihm die Unterlagen in der Pause geben, jetzt solle er mit der Darstellung der Methodik fortfahren.

Pfoser sagt, er wolle zunächst noch etwas zum Fall 7 sagen. Dort sei ein Stück Kunststoff mit Schmauchpartikeln gefunden worden.

Heer interveniert, er habe einen Antrag gestellt und Götzl lasse den Sachverständigen dennoch weiter seine Ausführungen machen. Götzl unterbricht Heer, der wiederum Götzl unterbricht und sagt, er müsse seine Anträge nicht begründen.

Pfoser führt aus, dass das Stück Kunststoff möglicherweise von einer Plastiktüte stamme.

Plötzlich spricht Götzl Heer aufgebracht an, dass der sich auf die Verhandlung konzentrieren möge.
RA Heer erwidert, er brauche keine Anleitung, wie er zu verteidigen habe.

Pfoser sagt, es habe sich die These verfestigt, dass man die Hülsen mit einer Tüte aufgefangen habe. Kindergarten. Allen eine aufs Maul geben könnte helfen.

Der einzig Vernünftige war wohl Klemke, der böse Nazianwalt.
Warum Stahl und Heer so einen Aufriss machen ist mir nicht klar.

fatalist
30.10.2013, 06:46
Schon allein diese Sache ist paradox:

Nach den verschiedenen Gutachten hätte Uwe Mundlos in einer, angeblich von Beate Zschäpe angemieteten Garage unter anderem folgende Sachen aufbewahrt:



Wohnungsmietvertrag
Reisepass
Fotos- und Negative
Aktenordner mit der Aufschrift „Informatik Grundlagen“,
Aktenordner mit Schriftverkehr Uwe Mundlos mit damaligen Häftling Thomas Starke und Thorsten S.
2 Adresslisten
Disketten
Liste mit KFZ-Kennzeichen von Zivilfahrzeugen der Polizei Thüringen
zahlreiche Aufkleber, Broschüren und Flugblätter mit rechtsradikalem Inhalt
Notizzettel mit Adressen


Selbst wenn man davon ausginge, dass er etwas verstecken wollte, so würde kein Mensch seinen Reisepass und seine Mietsunterlagen in einer weit entfernten Garage deponieren. Er war kein obdachloser Penner. Er hatte eine Wohnung und zusätzlich noch ein Zimmer in Ilmenau. Insbesondere, wenn er ein Verbrecher wäre, hätte er doch den Reisepass schnell gebraucht, um zu fliehen. Wenn man 6 oder 7 Objekte durchsucht, kann da schon mal ne Kiste mit Asservaten falsch beschriftet werden ;)

Spass beiseite: Du hast recht, das ist alles getürkt, hinkonstruiert, wissen wir ja...

fatalist
30.10.2013, 06:51
Die Zwickauer Ceska war die Tatwaffe, wenn man NSU-Watch traut.


Dann beginnt Pfoser seine Ausführungen zur allgemeinen Methodik. Die Asservate würden dem BKA zugeschickt, dann würden sie hinsichtlich Fabrikat, Kaliber und Herkunft beschrieben und auf Gruppenspuren und Individualspuren untersucht. Mit den Individualspuren könne man Rückschlüsse ziehen auf eine einzige Waffe, mit den Gruppenspuren auf die Art einer Waffe. Dann suche man in der zentralen Tatmunitionssammlung, die nur das BKA habe, nach Spurenübereinstimmungen von Munitionsteilen aus Straftaten. Mit Hilfe der Individualspuren könne man sagen, dass die Teile mit ein und derselben Waffe bzw. mit ein und demselben Waffenlauf verfeuert wurden. Bei den neun Taten habe man über Individualspuren einen Zusammenhang nachweisen können. Später, als Waffe sichergestellt worden sei, habe man eine Identifizierung durchführen können, dass keine andere Waffe als Tatwaffe zu den neun Tötungsdelikten in Frage komme. Ich traue NSU-Watch (APABIZ) genau so weit, wie ich meine Waschmaschine schmeissen kann. Gerade und insbesondere wenn es um die Ceska geht, "Galeria Kaufhof" etc pp.



Zur Erläuterung habe er Bildmaterial mitgebracht, so Pfoser, und auch zur Klärung der Plausibilität, um diese Tatzusammenhänge glaubhaft zu machen. Pfoser erläutert das konkrete Vorgehen mithilfe eines größeren Geschosses aus Kunststoff und “Vergleichsmikroskop”

RA Kaiser, Verteidiger von André E. (http://www.nsu-watch.info/tag/andre-e/), er wolle die die Ausführungen nur ungern unterbrechen, aber es bringe wenig, wenn der Sachverständige erläutere, welche Methoden es allgemein gebe. Er erkenne keine Struktur beim Vortrag. Götzl sagt, man könne dem Sachverständigen nicht vorschreiben, was er hier zu sagen habe. Er wolle sich die Zeit nehmen, um zunächst einmal zu erfahren, was Pfoser mitgebracht hat. Sonst müsse man unterbrechen und später fortsetzen. RA Klemke sagt, wenn es bei den Lichtbildern um Bilder zu konkret diesen Fällen gehe, dann beantrage er die Verhandlung zu unterbrechen und den Verfahrensbeteiligten Akteneinsicht zu gewähren. Diese Fotos seien extra für dieses Verfahren gefertigt worden und die Verteidigung habe ein Recht darauf, diese Bilder zu bekommen. Götzl sagt, er unterbreche jetzt für zehn Minuten. RA Heer sagt etwas ohne Mikrofonverstärkung. Es entwickelt sich eine weitere Auseinandersetzung zwischen Götzl und Heer, in der Heer beantragt, dass man sich die Bilder gemeinsam anschauen solle. Um 16.03 Uhr geht es weiter.

Götzl fragt Pfoser, ob die Bilder digitalisiert vorliegen, was der verneint. Götzl sagt, es sei sinnvoll, die Bilder zu allen neun Fällen dem Gericht erstmal digital zukommen zu lassen. Das sei machbar, so Pfoser.

Götzl fragt nach den Asservaten, die Pfoser mitgebracht hat. Pfoser sagt, das seien Geschosse und Hülsen von fünf verschiedenen Tatorten. Die Anhörung des Sachverständigen wird unterbrochen. Schade.

fatalist
30.10.2013, 06:55
Der Vollständigkeit halber:


Götzl sagt, ein Arzt habe die Zeugin E. [siehe Protokoll zum 45. Verhandlungstag] aufgesucht und werde eine Stellungnahme abgeben. Götzl sagt, es werde schwierig, Frau E. hier in München zu vernehmen. Woran man denken könne, sei eine Videovernehmung. RA Reinecke schlägt vor, die Zeugin je nach Gutachten durch nur einen Richter, einen Verteidiger, einen Vertreter der Bundesanwaltschaft und einen Nebenklagevertreter zu vernehmen.

Götzl sagt, eine Videovernehmung habe den Vorteil, dass alle einen Eindruck hätten.

Nebenklagevertreter RA Stolle nimmt Stellung zum gestrigen Beweisantrag der Verteidigung Wohlleben [siehe Protokoll zum 49. Verhandlungstag (http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-49-verhandlungstag-23-oktober-2013/)]. Es möge sein, dass die Vernehmung des Zeugen erbringen könne, dass Wohlleben nicht schriftlicher Urheber der Zettel sei. Das ändere aber nichts daran, dass er der geistige Urheber dieser Post sein könne. RA Klemke sagt, für ihn gehe diese Erklärung an der Sache vorbei.

Der Verhandlungstag endet um 16.14 Uhr.

Auf dem Blog NSU-Nebenklage heißt es zum Verhandlungstag (http://www.nsu-nebenklage.de/blog/2013/10/24/24-10-2013/): „Ein weiterer BKA-Beamter hatte die Zeitungsartikel, die in dem Video verwendet wurden, ausgewertet. Exemplare dieser Artikel wurden auch in der Frühlingsstraße gefunden. Zwar finden sich die Fingerabdrücke Zschäpes nur auf Artikeln, die nicht im Video verwendet wurden – da die Artikel aber zusammen aufbewahrt wurden, ist davon auszugehen, dass Zschäpe auch von diesen Artikeln wusste.“ http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/

Geschafft :)

fatalist
30.10.2013, 07:15
Zum Vergleich DIE ZEIT, die Ceska betreffend:


Tom Sundermann ist verärgert über den Fehler des Geschäftsstelle, schließlich soll der Waffengutachter einen der wichtigsten Beweise überhaupt präsentieren, schreibt er auf ZEIT ONLINE (http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-10/nsu-prozess-waffenexperte). Unverständlich sei auch, warum ein schwergewichtiges Gutachten am Nachmittag eingereiht werde, dafür sei mindestens ein ganzer Tag nötig gewesen. Durch die anschließenden Streitereien sei der entscheidende Satz des Sachverständigen fast untergegangen: “Diese Waffe kam als Einzige für die neun Straftaten infrage.” Das deckt sich nicht mit dem APABIZ-Protokoll.

Mein Bauchgefühl (und es ist ein durchaus grosser Bauch) sagt mir, wenn niemand ausser Sundermann diesen Satz gebracht hat, dann war die Aussage keineswegs so klar und eindeutig, wie es NSU-Watch darstellt.

WARUM brachte niemand ausser DIE ZEIT diesen Satz???
https://www.google.com/search?q=Diese+Waffe+kam+als+Einzige+f%C3%BCr+die+ neun+Straftaten+infrage&rlz=1C1SKPL_enDE451DE451&oq=Diese+Waffe+kam+als+Einzige+f%C3%BCr+die+neun+S traftaten+infrage&aqs=chrome..69i57&sourceid=chrome&espv=210&es_sm=93&ie=UTF-8#es_sm=93&espv=210&q=%22Diese+Waffe+kam+als+Einzige+f%C3%BCr+die+neun +Straftaten+infrage%22

3 Treffer, 2 mal die Zeit, einmal wir hier. Da stimmt was nicht.

nachdenkerin
30.10.2013, 07:31
Thomas Starke, VP 562 des LKA Berlin, hatte Vertraulichkeitszusagen von mehreren Dienststellen.

Offiziell geht das ja so:

1996 hatte Zschäpe was mit Starke, ein 3-monatiges Techtelmechtel nach Starkes Haftentlassung.
Damals waren die 3 aus Jena wohl bei der HNG engagiert?

1997 will Starke dem Trio die ominösen 1.392 Gramm TNT (nie gewogen) überbracht haben.
Jan 98 sollen die in der Garage gefunden worden sein.

2000 wird gegen Starke, Jan Werner und Mirko Hesse wegen Landser-Musikvertrieb etc pp ermittelt.
Nov 2000 wirbt das LKA Berlin Starke als V-Mann an, "weil Sachsen keine V-Leute in der Polizei erlaubt".

Am 2.1.2001 erhält der V-Mann-Führer Starkes eine Antwort vom Generalbundesanwalt auf seine Vertraulichkeitsanfrage Starke betreffend.

Der damalige VP-Führer von Starke hat am 02.01.2001, also gerade ein paar Wochen nach Starkes offizieller Anwerbung, ein Schreiben der GBA erhalten, in welcher der "langjährig geführten Vertrauensperson" die Vertraulichkeit zugesichert wird.

Da haben wir also den Beweis, dass Starke mehrere Vertraulichkeitszusagen hatte, von mehreren Dienststellen (Diensten?), und dass er schon "ewig und 3 Tage" Informant war, und das auch allgemein bekannt war bis hin zum Generalbundesanwalt.

Nachzulesen bei Bundestag.de, Seiten 33 und 34. Sitzung Nr. 66, nichtöffentlich, 22.4.2013
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2066b.pdf

Da hat mich Jemand "draufgestupst", vielen Dank :happy:

Prima, im PUA-Bericht ist das nämlich total widersprüchlich.


Thomas Starke……am 14. November 2000 vernommen. Danach wurde er vom LKA Berlin….. als V-Person verpflichtet.PUA-Bericht S. 854

Aber rund 550 Seiten zuvor war er schon vor dem 14. November 2000 V-Mann


Bereits kurz vor der Vernehmung vom 14. November 2000 hatte sich im Ermittlungsverfahren 2 BJs 22/00-4 des Generalbundesanwalts herausgestellt,
dass es sich bei Thomas Starke um die bisher als „Otto“ bekannte Person handelte ……PUA-Bericht S. 304

brain freeze
30.10.2013, 07:43
Wenn also betreffend Thomas Starke immer davon berichtet wurde, er sei seit 2000 VP 562 des LKA Berlin gewesen, so ist das eine unvollständige Information, geeignet Verwirrung zu stiften: Starke war schon lange vorher V-Mann, Jahre zuvor bereits, und diese Information ist öffentlich, wurde aber nie von den Medien aufgegriffen.

Starke war schon Informant, als er das "TNT" brachte, und DIESE V-Mann-Akte des BFV dürfte eine der am 11.11.2011 vernichteten Akten gewesen sein.

Was juckt uns "Tarif" Michael See, der gar nichts mit dem Trio zu tun hatte? Da hat man wieder einmal herrlich am Wichtigen vorbei Nebensächliches gehypt... und ob es stimmt, das ist ja nochmals eine ganz andere Frage...

TNT nachgewiesen oder nicht, spielt doch keine Rolle, warum nicht TNT? Es ging um die glaubwürdige Legendierung des Trios. Also Thomas Starke = Peter Urbach?

fatalist
30.10.2013, 07:45
Otto Ich bin da nicht sicher, ob "Otto" nicht lediglich innerhalb der Musikvertriebsszene von B&H ein konspirativer Name von Thomas Starke war, oder ob das ein Pseudonym für Starke seitens der Dienste war.

Wir wissen jetzt sicher, dass Starke bereits im Nov 2000 ein "langjähriger Spitzel" war, aber ob er woanders unter "Otto" lief, das wissen wir nicht.

Das Entscheidende ist, dass ein V-Mann des BFV namens Thomas Starke dem Trio in Jena TNT gebracht haben soll.
Ebenso soll dieser V-Mann dem Trio nach der Flucht das Unterschlupf-Quartier in Chemnitz vesorgt haben.
Auf der Garagenliste stand dieser V-Mann drauf.

Was glaubst DU, wann wussten die Behörden Bescheid, wo das Trio war?
Wieviele Stunden vergingen, von Tagen oder Monaten zu reden ist doch wohl Quatsch???

Warum kam innerhalb weniger Tage vom LFV und vom BKA die Nachricht an das LKA Thüringen, die seien ins Ausland abgehauen?

Das Trio wurde vom Tiefen Staat rundumversorgt, Vollkasko, und das von Anfang bis Ende.

fatalist
30.10.2013, 07:50
TNT nachgewiesen oder nicht, spielt doch keine Rolle, warum nicht TNT? Es ging um die glaubwürdige Legendierung des Trios. Also Thomas Starke = Peter Urbach? Weil die Asservate, die man von diesem TNT nahm, bereits 1998 entsorgt wurden, und das ohne Chemischen Fingerabdruck und bei Verjährung nicht vor 2003. Da war kein TNT, da war etwas was man mit TNT verwechseln konnte und sollte.

So blöd, den 3 echtes TNT zu geben war der Tiefe Staat denn doch nicht.

Es geht darum, von Anfang an das Trio als Truppe des BFV zu begreifen. Darum "verbummelte" man bei der Justiz ja auch den längst überfälligen Haftantritt Böhnhardts.

Mir geht es darum, dass dieses Trio kein Verfassungsschutz-Fake war, sondern ein Tiefer Staat-Fake mit Mithilfe des BKA, des GBA etc pp. Selbst Schily dürfte da informiert gewesen sein, das hatte TOP-Priorität.

fatalist
30.10.2013, 08:54
Kein öffentliches Interesse...


Es kommen weitere Details hinzu, die die Ermittlungsbehörden bis heute verschwiegen haben: In dem ausgebrannten Auto befand sich sowohl ein Handy als auch ein Laptop.
Darauf angesprochen erklärte der Pressesprecher der Polizei in Stuttgart, dass man diese Beweismittel nicht ausgewertet habe, da man von einem Suizid auszugehen habe.

Tatsächlich haben die Eltern von Florian Heilig diese Gegenstände ausgehändigt bekommen. Als diese bei der Kriminalpolizei nachfragten, warum es keine kriminal-technische Untersuchung gab, bekamen sie zur Antwort, dass »kein öffentliches Interesse« vorläge. http://friedensblick.de/8181/nsu-erst-verbrennen-akten-dann-zeugen-statt-fragen-mediales-schweigen/

bio hat jetzt auch Wolf Wetzel im Programm.
Hat sich gut gemacht, die Site :appl:



Wenn er sich nur hätte umbringen wollen, dann hätte er vorher auch ausschlafen können und er hätte sich auch zu Hause oder in der Nähe umbringen könen. Statt dessen aber ist er pünktlich um 7 Uhr vor Ort zum Arbeitsbeginn, als Azuibi einer lokalen Baufirma beim Aufbau des Waasen-Volksfestes.

Der Campingplatz ist eine geschickte Desinfo.

Es stimmt zwar, dass diese Straße eine Zufahrt des Campingplatzes ist, aber das ist in diesem Fall nebensächlich. Hauptsächlich ist der Aufbau des Volksfestes bzw sein normaler Arbeitsort.
Wenn er ein Zeichen auf den Campingplatz hätte setzen wollen, dann hätte er auch deutlich dichter heranfahren können. Kommentar dort.

Eigentlich sollte man doch wissen, dass um 9 Uhr auf dem Bau "Frühstück" ist. Da fällt der Hammer pünktlichst. Es fällt aber niemandem auf, nicht Wetzel, nicht bio, obwohl es einen förmlich anspringt.

Um 9 Uhr ist auf dem Bau Frühstück.
Florian geht daher zu seinem Auto, eventuell auch schon paar Minuten vor 9 Uhr, sein Verpflegungszeug (von Mama?) holen.

Die nächste Sichtung ist dann: Zeuge sieht Explosion. Feuer.
Nach dem Löschen: Leiche angegurtet auf dem Sitz. Benzinkanister.

Was ist da passiert?

Florian ging zum Auto, Frühstück holen, er wurde dort abgepasst, betäubt, ins Auto gesetzt und angeschnallt.
Niemand verbrennt sich selbst im Auto, da rennt man davon, aber bleibt nicht sitzen.
Wäre Florian nur zum "Chillen" ins Auto gegangen, Frühstücken und Radio hören, dann hätte er zwar das Benzin mittels Zündschloss-Kontakt abbrennen lassen können, aber er hätte sich doch nicht angeschnallt.

Ausserdem frühstückt man nicht allein auf dem Bau, sowas gibt es nicht.
Daher bin ich fast sicher, dass Florian Heilig ermordet wurde.

Hellangel
30.10.2013, 08:54
Warum Stahl und Heer so einen Aufriss machen ist mir nicht klar.

Reine Showeinlagen. Sonst tragen sie ihrer "Verteidigungsaufgabe kaum bei. Dazu hast Du ja bisher eindeutige Beispiele genannt. -> gelutschter Drops

fatalist
30.10.2013, 09:06
Reine Showeinlagen. Sonst tragen sie ihrer "Verteidigungsaufgabe kaum bei. Dazu hast Du ja bisher eindeutige Beispiele genannt. -> gelutschter Drops Sieht so aus. Zschäpe muss das ja ebenfalls merken, dass sie da 3 Luschen hat. Spricht wirklich für nen Deal.

fatalist
30.10.2013, 09:23
Nochmal friedensblick.de


NSU: Rekonstruktion des Mordes an Mehmet TurgutPosted on October 29, 2013 (http://friedensblick.de/8138/nsu-rekonstruktion-des-mordes-an-mehmet-turgut/) by Georg Lehle (http://friedensblick.de/author/friedensblick/) http://friedensblick.de/8138/nsu-rekonstruktion-des-mordes-an-mehmet-turgut/#comment-934

Sowohl der Text als auch "Bolkos" Kommentare dort verraten die fleissigen HPF-Strangleser und Auswerter.
Die falschen Alibi-Zeugen für das eigentlich geplante Opfer, den Imbissbesitzer Haydar Aydin hat man dort auch klar erkannt.
Der Dönerbräter hatte derart viel Schiss, dass er lieber bei Verwandten/Freunden schlief als daheim.

@bio, kleiner Tip auch zu diesem Beitrag, der sehr gut ist: Der Notruf ging um 10.20 ein, und da hatte Aydin den Turgut bereits aus dem Imbiss rausgezogen. Diese verlässliche Zeitangabe erleichtert das Erkennen falscher Aussagen vor Gericht ungemein ;)

brain freeze
30.10.2013, 09:33
[...] Beim “Drehbuch” gebe es handschriftliche Notizen der Sequenzen, die dann im Video später verwendet worden seien, die sein dort minutiös aufgeführt. Ein Gutachten habe ergeben, dass es zwei Ersteller gegeben habe, einer sei mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit Böhnhardt und der andere mit leicht überwiegender Wahrscheinlichkeit Mundlos. [...]

http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/

Drehbuch - handschriftliche Notizen - Gutachten. Das ist nun echte Verarsche. Ein kalligraphisches Gutachten (http://de.wikipedia.org/wiki/Schriftvergleichung) hätte nicht mit Wahrscheinlichkeiten operiert, es gibt Vergleichshandschriften, eine Zuordnung bzw. ein Ausschließen sollte zu 100 Prozent möglich sein bei einer Handvoll in Frage kommender Verdächtiger. Und wie immer: was ist mit Fingerabdrücken beim Führen des Stiftes? Schrieben B&M mit Handschuhen? Farce.

bio
30.10.2013, 09:36
Okay, aber warum misst @bio diesem Fake eine derart grosse Bedeutung zu? Er selbst hat das bisher nicht wirklich erklären können, ich tippe aber mal darauf, er sieht es als Beweis der rechtsradikalen Gesinnung des Trios.

Vielleicht haben die aber auch lediglich Rechtsrock-CD usw. vertickt, deshalb wurde ja Böhnhardt unter anderem 1997 verknackt.
Wobei eine solche Dealer-Tätigkeit direkt wieder zu B&H und zu Thomas Starke führt.

Nicht dass die da in der Garage 1,4 kg Nazirock-CDs von der Gruppe TNT & Dynamite gefunden haben ;)


dieses NSU-Bekennervideo ist tatsächlich dubios und völlig unaufgeklärt, wer es erstellt, wer es verteilte, warum die Medien nicht früher darüber berichteten als 12/13.11., wenn Zschäpe es vor dem 08.11 verteilt hätte.

fatalist
30.10.2013, 09:43
dieses NSU-Bekennervideo ist tatsächlich dubios und völlig unaufgeklärt, wer es erstellt, wer es verteilte, warum die Medien nicht früher darüber berichteten als 12/13.11., wenn Zschäpe es vor dem 08.11 verteilt hätte. Hast Du jetzt den falschen Beitrag zitiert?

Die DVD mit falscher PLZ und falscher Bezeichnung "PDS" kam am 7.11.2011 an. Ein Wunder der Post, an das ich nicht glauben mag.

fatalist
30.10.2013, 09:45
http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/

Drehbuch - handschriftliche Notizen - Gutachten. Das ist nun echte Verarsche. Ein kalligraphisches Gutachten (http://de.wikipedia.org/wiki/Schriftvergleichung) hätte nicht mit Wahrscheinlichkeiten operiert, es gibt Vergleichshandschriften, eine Zuordnung bzw. ein Ausschließen sollte zu 100 Prozent möglich sein bei einer Handvoll in Frage kommender Verdächtiger. Und wie immer: was ist mit Fingerabdrücken beim Führen des Stiftes? Schrieben B&M mit Handschuhen? Farce. Das war sicher ein BKA-internes Gutachten, da gibt es sowas wie "leicht überwiegende Wahrscheinlichkeiten" ???

brain freeze
30.10.2013, 09:59
Das war sicher ein BKA-internes Gutachten, da gibt es sowas wie "leicht überwiegende Wahrscheinlichkeiten" ???

Es ist aus der BKA-Fälscherwerkstatt:


Klemke will wissen, ob dem Kollegen die originale Version des “Drehbuchs” vorgelegen habe. Das wisse er nicht, so Sche., er sei auch nicht beim Schriftvergleich zugegen gewesen, das werde in einer anderen Abteilung gemacht.

http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/

fatalist
30.10.2013, 10:06
Es ist aus der BKA-Fälscherwerkstatt:
http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-50-verhandlungstag-24-oktober-2013/ Man erkennt seine Schweine am Gang, gelle?

:appl: :hsl:

fatalist
30.10.2013, 10:12
Das Fahndungsplakat von 1998:

http://www.nsu-watch.info/files/2012/03/Fahndungsplakat-Boehnhardt-Mundlos-Zschaepe-1998.jpg

Was fehlt?
Die Bombenwerkstatt. Gefahndet wurde die ersten 5 Monate nach der Razzia wegen der Theaterbombe, wegen der man sie ja bereits kurzzeitig festgenommen und wieder hat laufen lassen.

@brain freeze
Weisst Du jetzt, warum im Protokoll des Sprengstoffhund-Hundeführers der Garagenrazzia nur Chinaböller vermerkt sind, aber kein TNT?

Weil das Fake war, und kein TNT.
Die Frage ist nur noch, ob Thomas Starke wusste, dass er "Puderzucker" übergab oder nicht.
Ist aber nicht wirklich wichtig.

fatalist
30.10.2013, 11:47
Abgeschliffene Hülsen, wozu?


V.1.1.1.3.1. Patronenhülsen

Die am Tatort aufgefundenen Patronenhülsen wiesen zum Teil
Eigenheiten auf. Bei einem Mord wurde am Tatort eine
stehende Patronenhülse aufgefunden.

Bei anderen Taten waren Hülsen abgeschliffen.

Diese Art von Besonderheiten können in jedem Kriminalfall für die Ermittler den entscheidenden Hinweis darstellen. Inwieweit aber wirklich gründlich ermittelt wurde, bleibt zweifelhaft

http://www.hartfrid-wolff.de/files/hwolff/uploads/files/stellungnahme_fdp_zu_nsu-ausschuss.pdf

Seite 71 des FDP-Sondervotums zum Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses.
Wie man auf Seite 72 nachlesen kann, hatte das BKA dazu nichts zu sagen: Nicht interessant.
Meine Frage: Auf was deuten denn abgeschliffene Hülsen hin?

Die Antwort:


In fast jeder Patronenhülse ist der Bodenstempel mehr oder minder aussagekräftig, weshalb er von Profi-Verbrechern häufig zumindest unkenntlich gemacht wird.


Zivile Hersteller sehen so aus:

https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRSgENL8J6cbgHl-E9YorNo_UgShix0jlL3c_fm-WnXG9coyAc9bQ

besagt:
Büchsenpatrone
Kaliber 6,5 x54 Mannlicher Schönauer (österreichisch)
Hersteller: Sellier&Bellot in Brünn (Brno, Tschechei)
Zündung: RWS SINOXID-Zündhütchen #"5341 Non-Magnum" "Boxer"-Zündung
Munition für Österreich gefertigt

Wie Du sehen kannst, sagen diese Stempel sehr viel aus und lassen u.U. eine Spur sichtbar werden, die zu Händler, evtl. zum Schützen führt.

Mich würde ja wirklich interessieren, wo die abgeschliffenen Hülsen gefunden wurden: 1. oder 2. Halbserie?

nachdenkerin
30.10.2013, 15:54
THOMAS STARKE

Bundestag Sitzungsprotokoll Nr. 66b
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/CD14600/Protokolle/Protokoll-Nr%2066b.pdf


Und zwar sind wir jetzt im Jahr 2008. Da gibt es eine Sicherheitsüberprüfung, weil Ihre Vertrauensperson im weiteren Sinne für das Bundeswirtschaftsministerium arbeiten möchte. Bei dieser Sicherheitsüberprüfung wird nicht bekannt, dass sie eine V-Person des LKA Berlin ist



Zeuge P. S.: Was Sie alles schon kennen: Trennungsgebot, es gibt keine gemeinsamen Dateienerfassungen mit den Nachrichtendiensten Deutschlands



Vorsitzender Sebastian Edathy: Herr S. darf die Frage beantworten in dieser Sitzung. - Ihrem Wissen heute damals das LKA verfügt im Bereich der rechten Szene?

Zeuge P. S.: Ja, im November 2000 eine, nämlich die angeworbene 562, und in Folgejahren wurde es vermehrt - - und im Bereich „Landser“-Verfahren und folgende, also die damalige Musikszene, da hatten wir in gesamt vier Quellen.



Zeuge P. S.: Ja, wobei - - Es sei hier noch mal erwähnt, dass der 11.09.2001 leider Gottes etwas ablenkte von rechts und von 2001 an, , besser gesagt Anfang 2002 der Bereich Islamismus eine Riesenrolle spielte ….



Aber der 11.09.2000 [sic!] führte zu einer erheblichen Mehrlast im Bereich des Islamismus Bundestag Protokoll Nr. 66b S. 43


Zeuge P. S.: Ab 2000.

Wurden hier bewußt die Jahre vertauscht? Gab es im Jahr 2000 und davor evtl. V-Personen, die ebenfalls für das LKA in der Angelegenheit arbeiteten, vielleicht auch noch gleichzeitig für LKA und Verfassungsschutz?


Petra Pau (DIE LINKE):…. Können Sie uns mal sagen, welche Bezüge Thomas Starke nach Nordrhein-Westfalen und insbesondere nach Dortmund hatte

Petra Pau (DIE LINKE): ….Aber ich habe zumindest zur Kenntnis genommen, dass Sie Dienstreisen mit einem Kollegen auch nach Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit diesem V-Mann offensichtlich unternommen haben. Können Sie uns mal sagen, welche Bezüge Thomas Starke nach Nordrhein-Westfalen und insbesondere nach Dortmund hatte?


Zeuge P. S.: Ja, er war dort Arbeitnehmer bei einer Firma. Er hat zum Zeitpunkt der Anwerbung auf Montage gearbeitet, weil er in Sachsen keine Arbeit gefunden hat.

Petra Pau (DIE LINKE): Aha, und da haben dann praktischerweise die Treffs in Nordrhein-Westfalen vor Ort stattgefunden.

Zeuge P. S.: Na, praktisch war es nicht, weil An- und Rückfahrt an einem Tag passiert sind. Also, es war wenig praktisch.

Schon wieder Dortmund. Das war doch die Stadt mit V-Mann „Heidi“ und den verbuddelten Waffen.

P. S. Zusammenfassung meiner PUA-Bericht -Erkenntnisse nehme ich noch in Angriff, ist nicht vergessen.

nachdenkerin
30.10.2013, 16:00
Das Fahndungsplakat von 1998:

http://www.nsu-watch.info/files/2012/03/Fahndungsplakat-Boehnhardt-Mundlos-Zschaepe-1998.jpg



Vielleicht vertue ich mich da auch. Aber irgendwie finde ich es merkwürdig, dass da keine Augenfarbe angegeben ist. Habe da in Erinnerung, dass auf Fahndungsfotos die Augenfarbe steht.

fatalist
31.10.2013, 01:51
Vielleicht vertue ich mich da auch. Aber irgendwie finde ich es merkwürdig, dass da keine Augenfarbe angegeben ist. Habe da in Erinnerung, dass auf Fahndungsfotos die Augenfarbe steht. Das Foto von Böhnhardt dürfte jedenfalls damals total veraltet gewesen sein. Es zeigt eher den 15-jährigen als den 20-jährigen. Die Haarfarben sind falsch, Z ist doch nicht dunkelblond!

fatalist
31.10.2013, 03:01
Wer die Printausgabe hat, bitte ergänzen!



Mordfall Michéle Kiesewetter: Special Forces in Heilbronn
Von Jürgen Elsässer


Immer klarer wird, dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) nicht an der Ermordung der Polizistin Michèle Kiesewetter beteiligt war. Vielmehr wurden in Tatortnähe über ein Dutzend Geheimagenten registriert – darunter auch US-Amerikaner.

(… Die erste Hälfte des Artikels behandelt die Rolle deutscher Dienste beim Polizistenmord und die kürzliche Zeugenbeseitigung – Florian H…)

(…)
Die Rolle der Amerikaner
Während die mögliche Verwicklung bundesdeutscher Dienste, von den Leitmedien verschwiegen, immerhin von linken Journalisten im Online-Portal Kontext oder in der Tageszeitung Junge Welt dargestellt werden, gehört die Rolle ausländischer Agenten an jenem schicksalshaften 25. April 2007 zu den großen Tabus, denen sich alle unterwerfen. Das Tabu wird geschützt durch die Behauptung US-amerikanischer wie deutscher Regierungsstellen, das vom Stern veröffentlichte DIA-Protokoll des Heilbronner Polizistenmordes sei eine Fälschung, es sei also kein Team des US-Militärgeheimdienstes vor Ort gewesen.

Dabei wurde die Tatortnähe zumindest eines US-Agenten auch im NSU-Untersuchungsauschuss des Bundestages bestätigt. In dessen Abschlussbericht heißt es auf S. 660: „Durch eine mobile Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf der Bundesautobahn A6 wurde am 25. April 2007 um 13.05 Uhr ein BMW, Modellreihe 3 im Bereich Heilbronn festgestellt. Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass dieses Kennzeichen für die US-amerikanische Zulassungsstelle ausgegeben wurde. Auf eine Anfrage des BKA vom 3. Januar 2012 teilte die US-amerikanische Botschaft/Military Liaison Office in Berlin mit, dass das o. g. Kennzeichen auf eine Person registriert war, die am 31. August 2009 aus der US-Armee ausgeschieden und derzeit in Dunedin/Florida wohnhaft sei.“ Was nicht im Bundestagsbericht steht: Gleich neben diesem beschaulichen Strandörtchen Dunedin befindet sich in Tampa/Florida das Hauptquartier SOCOM der Spezialeinheiten der US-Army. Aus BKA-Unterlagen soll hervorgehen, so die Zeitschrift The Germans, dass der BMW-Fahrer, der US-Elitesoldat H., der in Böblingen stationierten Special Forces-Group angehörte, die sich der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus widmet.

Weitere Hinweise auf die Rolle von US-Agenten am Mordtag kamen von einem damaligen Ermittler bei der Spionageabwehr der 66. Military Intelligence. Er berichtete gegenüber den deutschen Behörden, er habe „ein Gespräch von zwei US-amerikanischen Soldaten mitgehört, die sich über eine beinahe missglückte Observation der Military Intelligence am Tage des Schusswechsels in Heilbronn unterhalten hätten“. (Bundestag-Untersuchungsausschuss, S. 659 ff.)

Er benannte gegenüber den Ermittlern zwei leitende US-Geheimdienstler als Auskunftspersonen. Die behaupteten wenig überraschend bei der Befragung, von nichts zu wissen und schwärzten gleich den Tippgeber an, der sich wegen eines Disziplinarverfahrens habe rächen wollen. Doch das Verfahren war 2006 gewesen, und den Tipp hatte er Ende 2011 gegeben. Warum hätte er, um sich an seinem Arbeitgeber zu rächen, fünf Jahre warten sollen?

Im übrigen sei das angebliche DIA-Observationsprotokoll „voller formaler und grammatikalischer Fehler“ und „könne nur von einem Deutschen geschrieben worden sein“. Da aber haben die US-Agenten ein Eigentor geschossen, denn im selben Verhör hatten sie behauptet, dass von ihrer Behörde „Observationen in Deutschland immer nur durch Deutsche durchgeführt worden seien“. Das würde die formalen Fehler in dem Dokument erklären.

Die Behauptung, der DIA-Bericht sei eine Fälschung, wird jedenfalls schon durch die hektischen Aktivitäten auf höchster Ebene dementiert, die seine Veröffentlichung ausgelöst hat. Bereits am 2. Dezember 2011, einen Tag nach Erscheinen der entsprechenden Ausgabe des Stern, gab es einen Anruf eines Verbindungsbeamten der „Koordinierungsstelle der US-Geheimdienste in Süddeutschland“ beim MAD in der Stuttgarter Theodor-Heuss-Kaserne. „Er bitte den deutschen Militärgeheimdienst, ihm eine Kontaktperson zu vermitteln, mit der er über den Polizistenmord sprechen könne“, berichtete das Magazin The Germans mit Verweis auf interne Akten.

Der Präsident des MAD, Karl-Heinz Brüsselbach, stellte den selben Vorgang andersherum dar – nicht die Yankees hätten die Krauts, sondern die Krauts hätten die Yankees kontaktiert –, was von der Brisanz aber nichts wegnimmt. Im Abschlussbericht des Unterschungsausschusses des Bundestags heißt es dazu auf Seite 661: „Ein Aktenvermerk vom 20. Dezember 2011 sowie drei dienstliche Erklärungen von Mitarbeitern des MAD bestätigten diesen Sachverhalt. Demnach habe ein Mitarbeiter des BND die MAD-Stelle 51 telefonisch um Amtshilfe gebeten. Der Mitarbeiter des BND habe mitgeteilt, vom Kanzleramt beauftragt worden zu sein, die US-amerikanische Spezialeinheit zu ermitteln, die mutmaßlich zusammen mit dem Verfassungsschutz den Polizistenmord in Heilbronn beobachtet haben solle. Hieraufhin habe der MAD den Kontakt zum Military Intelligence Detachment Heidelberg vermittelt.“ Das Kanzleramt hat später dementiert, eine solche Anfrage in Auftrag gegeben zu haben, die sei wohl vom BKA gekommen. Mit anderen Worten: Der BND-Anruf selbst wurde nicht abgestritten.

Dass das Bundeskanzleramt sehr wohl wegen des DIA-Berichtes zu Heilbronn in Aufregung war, sollte sich nur wenig später zeigen, am 6. Dezember 2011. An diesem Tag traf sich die sogenannten Präsidentenrunde, in der sich die Chefs aller deutschen Geheimdienste regelmäßig mit Angela Merkel oder ihrem Geheimdienstkoordinator zusammensetzen. Auf Antrag von BND-Präsident Ernst Uhrlau kam der „angeblich gefälschte Geheimdienstbericht“ der DIA auf die Tagesordnung. Zwei Tage später schrieb Uhrlau an seinen MAD-Amtskollegen Brüsselbach.

In dem bis Ende 2071 als „amtlich geheimgehaltenen“ Dokument, das The Germans einsehen konnte, berichtet der BND-Chef von einem Telefonat mit einem US-Schlapphut. „Man hätte von US-Seite Hinweise darauf, dass möglicherweise das FBI im Rahmen einer Operation auf deutschem Boden zwei Mitarbeiter nach Deutschland habe reisen lassen und diese nach dem Vorfall in Heilbronn wieder zurückbeordert hatte“, zitiert die Vierteljahreszeitschrift.

Offensichtlich gab es an jenem 25. April in Heilbronn ein Stelldichein aller möglichen Geheimdienstler: FBI, DIA, Special Command, Verfassungsschutz sowie V-Leute der Polizei mit rechtsradikalem Hintergrund müssen sich auf die Füße getreten haben. Ob die alle beim NSU-Prozess in München vorgeladen werden? (…)
(Vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 11/2013) (https://www.compact-magazin.com/aktuell-promo/) http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#more-5945

Sorry, aber ich halte das für eine falsche gelegte Spur.

fatalist
31.10.2013, 03:06
Kiesewetters Kollege: Der letzte Überlebende in Angst
Von Kai Voss

Martin Arnold wurde systematisch abgeschirmt, aber seine Angst halte ich für vorgeschoben, ebenso wie seine Erinnerungslücken, die nachweislich vorgeschoben waren. "kann sich an nichts erinnern" war falsch.

Angst muss man eher um Elsässer haben, der schreibt Klartext. "Zeugenbeseitigung Florian H." ist unmissverständlich.

https://www.compact-magazin.com/aktuell-promo/


Verehrter Herr Elsässer,bin erst kürzlich auf das CM gestoßen.!
Wer die ganzen Schweinereien von Gods own country, nebst Heloten
und deren übergeordneten Mächten aufdeckt, macht sich nicht nur ein wenig unbeliebt!
Sie und Ihre Mitarbeiter sind sehr tapfere Menschen. Ich hoffe Sie alle wissen sich
zu schützen!
Vermeiden Sie z.B. Fallschirmspringen


Wer COMPACT hat, bitte auch diesen Artikel posten. THX.

fatalist
31.10.2013, 03:23
Temme und Gärtner vorgeladen, 3.12.2013


Der ehemalige Verfassungsschützer Andreas T. wird noch einmal vor Gericht aussagen. Er soll am 3. Dezember vernommen werden, wie SWR-Terrorismusexperte Holger Schmitt auf seinem Blog (http://www.swr.de/blog/terrorismus/) berichtet. Anschließend ist V-Mann Benjamin G. geladen, für den T. zuständig war. http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/10/30/andreas-t-vorgeladen/


Gegenstand der Fragen wird auch das Telefonat zwischen T. und seinem V-Mann G. sein. Am 6. April hatte T. zwei Mal mit G. telefoniert. Dabei soll es um Geld gegangen sein. (http://blogs.stern.de/nsu-prozess/post-fur-benni/)

Für manche Nebenkläger sei das Telefonat ein brisanter Umstand, schreibt Schmidt auf seinem Blog, denn G. habe dem Verfassungsschutz aus der rechten Szene Hessens berichtet. “Andererseits: Andreas T. war nun einmal V-Mann-Führer. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass er regelmäßigen Kontakt zu seinen Informanten hatte.” Hat jemand den Gärtner am Tatort gesehen? Oder gar B&M? Wie viele Zeugen waren dort? 5 oder 6.

Keiner hat Schüsse gehört, keiner hat "den oder die Mörder" gesehen.
32 Meter entfernt befindet sich eine Polizeistation, 2 Häuser weiter.

Das Internetcafe hatte einen Hinterausgang, und dort dürfte des Rätsels Lösung zu finden sein.

fatalist
31.10.2013, 03:27
Staatsanwalt: NSU-Drohung bei Überfall auf türkischen Imbiss
http://www.focus.de/regional/sachsen-anhalt/prozesse-staatsanwalt-nsu-drohung-bei-ueberfall-auf-tuerkischen-imbiss_aid_1144185.html


Bei einem Überfall auf einen türkischen Imbiss in Mücheln (Saalekreis) vor rund eineinhalb Jahren ist das Opfer auch mit Anspielungen auf die NSU-Mordserie eingeschüchtert worden.

Dies sagte Staatsanwalt Peter Hübner am Mittwoch zum Prozessauftakt gegen drei Männer vor dem Amtsgericht Merseburg (Saalekreis). Den Angeklagten im Alter von 21, 25 und 56 Jahren wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung vorgeworfen.


Dem Imbissbetreiber sei ein Ultimatum gesetzt worden, seinen Laden ganz zu schließen. Sonst werde er der Nächste sein, der in der „Liste“ in der Zeitung stehe. Damit sei auf die NSU-Mordserie angespielt und dem Mann angedroht worden, ihn auf diese Weise zu töten, sagte Staatsanwalt Hübner.

Der 25-jährige Angeklagte bestritt die Vorwürfe zum Auftakt des Prozesses. Es seien von niemandem rechtsextreme Äußerungen gefallen. Die anderen beiden Angeklagten wollten sich nicht äußern.


Der Imbissbetreiber und seine Lebensgefährtin waren im Februar 2012 vor den Augen ihrer kleinen Tochter überfallen worden. Polizisten hatten die Tat zunächst als Streit eingeschätzt. Ohne NSU-Bezug hätte es dieser Fall kaum in den FOCUS geschafft.

fatalist
31.10.2013, 04:49
Bei Lena Kampf (Achtung: Naziname) gibt es echt Witziges zu lesen:


So hinterfragt Olaf Klemke beispielsweise eine Situation aus dem Frühjahr 2000, bei dem Carsten S. Ralf Wohlleben die Waffe gezeigt haben will, die er in seinem Auftrag besorgte:

Klemke: “Haben Sie von sich aus berichtet, dass der Herr Wohlleben Handschuhe getragen habe?”
S.: “Das war so eine Idee”

Klemke: “Ist die Idee bei Ihnen selbst gereift oder hat Ihnen dabei jemand geholfen?
S.: “Oberstaatsanwalt Weingarten hat mir ein paar Stichworte gegeben, und im Nachhinein wurde es dann klarer.”

Klemke: “Welche Stichworte?”
S.: “Handschuhe”

Carsten S. ist der Hauptbelastungszeuge, auf den sich die Anklage gegen Ralf Wohlleben, aber auch Beate Zschäpe, maßgeblich stützt. Olaf Klemke gelingt es, zumindest Zweifel an seiner Erinnerungsfähigkeit zu säen. http://blogs.stern.de/nsu-prozess/nicht-rein-deutschen-bluts/

Der Obernazi Wohlleben spielte mit einem Halbneger Fussball.


Bei dem Versuch, seinen eigenen Mandanten weniger rechts erscheinen lassen zu wollen, lässt der als Szene-Anwalt geltende Klemke jedoch tief blicken: Er fragt Carsten S. nach seinem Neffen, den Sohn seiner Schwester und ihrem ghanaischen Mann. Der sei doch nicht ganz “rein deutschen Bluts”, so Klemke. Carsten S. lässt sich durch die eindeutige Sprache nicht irritieren und sagt: “Wohlleben und ich haben mit ihm Fußball gespielt.” "Neues aus der Anstalt" wäre ein guter Titel für das was da in München abgeht.

Den Blog von Frau Kampf sollte man im Auge behalten, er garantiert unfreiwillige Komik.


Wohlleben hat damals sogar eine Kontaktanzeige für Uwe Mundlos aufgesetzt in der es heißt: ”Uwe 24 Jahre alt: Bin Sonnenbrillenfetischist und sehr reiselustig. Beruflich tätig bin ich Kofferbauer. Suche Ladie die mich daran hindert ständig meine Koffer an abgelegenen Plätzen zu vergessen!! Chiffre 18/88″. - Das Chiffre steht für Adolf Hitler (AH) und Heil Hitler (HH) – der “Koffer” meint den roten Koffer mit Hakenkreuz-Bemalung und Bombenattrappe, den das Trio im Januar 1998 vor dem Jenaer Stadttheater deponierte. Das BKA soll aber leider festgestellt haben, dass der Verfasser nicht Wohlleben war. Das verhagelt die Show etwas.


Das zynische, sarkastische Blatt spricht von Mordanschlägen auf Ignatz Bubis und von Hakennasen. Unter der Überschrift “Die Drei für die ‘Tankstelle’” steht ein Foto mit Uwe Mundlos, Holger G. und André K.: “Bewerber für die neue Tankstelle für Gas am Ettersberg”. Echt witschisch...



Warum die Bemühungen von Verteidiger Klemke, seinen Mandanten zu entlasten, wenn der sich in dem Asservat selbst outet? Der ”1-jährige R. Wolle, bekennender Rassist’”, soll auf einen “Neger, der auf einem Straßenfest mit Drogen dealte” geschossen habe, heißt es in einem weiteren Artikel. Es sei geplant ihn “mit einer Schocktherapie zu heilen”, indem man ihn “ab seinem 3. Lebensjahr in einem der zahlreichen multikulturellen Kindergärten” unterbringen werde.

Fußballspielen mit einem Jungen mit unreinem Blut scheint zumindest nicht gereicht zu haben.Ich dachte gelesen zu haben, der kleine Wolle wollte alle Ausländer umbringen? Das fehlt bei Lena Kampf.

fatalist
31.10.2013, 05:47
Geburtstagszeitung im Nebenklage-Blog:

http://www.nsu-nebenklage.de/blog/tag/geburtstagszeitung/


Abgeschlossen wurde die Hauptverhandlung mit einem Beweisantrag des Berliner Nebenklägervertreters Rechtsanwalt Stolle.Dieser beantragte, eine bei dem ebenfalls unter NSU-Verdacht stehenden André Kapke gefundene „Geburtstagszeitung“ in den Prozess einzuführen. Das von Ralf Wohlleben und einer gemeinsamen Freundin in Anlehnung an die BILD-Zeitung layoutete Heft zum Geburtstag von André Kapke am 24.08.1998 enthält „lustige“ Artikel, z.B. über „die Umfunktionierung des KZ Buchenwald in eine ‚Tankstelle‘ für Gas“, aber vor allem auch zahlreiche Huldigungen an die kurz zuvor abgetauchten Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe.

Die Selbstbeschreibung des Angeklagten Wohlleben in dem Heft beschreibt jemanden, der schon als Kleinkind zutiefst rassistisch war und aus seinem Hass auf alles, was nicht seinem extrem rechten Weltbild entspringt, bereit ist zu töten.

Wohlleben wusste, wovon er schrieb. Mundlos, Zschäpe, Böhnhardt, Gerlach und Kapke waren seine engsten Vertrauten. Sie verband eine langjährige Freundschaft und politische Organisierung. Wohlleben wusste also, wenn er von rassistischen Tötungsphantasien fabulierte, dass er damit nicht nur von sich selbst, sondern für die gesamte Kameradschaft Jena sprach. Offensichtlich hat er damit auch den Kern getroffen, schließlich hat Kapke das Heft jahrelang aufbewahrt. auch die JW hat da was dazu: http://www.jungewelt.de/2013/10-14/044.php

Dumm nur, dass das Pamphlet wohl gar nicht von Wohlleben stammt:


RA Klemke verliest einen Antrag, den Mitarbeiter der Abteilung KT 15 des BKA zu laden, der ein Gutachten zu 11 handschriftlich beschriebenen, zum Teil mit Bildern und Zeitungsausschnitten beklebten, Blättern angefertigt habe, die in der Garage von André K. (http://www.nsu-watch.info/tag/andre-k/)beschlagnahmt worden seien. Der Sachverständige sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Wohlleben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht Urheber der Schrift auf dem Asservat sei. http://www.nsu-watch.info/2013/10/protokoll-49-verhandlungstag-23-oktober-2013/

fatalist
31.10.2013, 06:47
Abgeschliffene Hülsen, wozu?

Die Antwort:



Mich würde ja wirklich interessieren, wo die abgeschliffenen Hülsen gefunden wurden: 1. oder 2. Halbserie? Die Antwort kam von @KuK, hab vergessen das zu erwähnen und prompt nen Anschiss kassiert :auro:
Sorry. Mea culpa.

fatalist
31.10.2013, 08:39
Gronbach de Luxe in Compact, THX an den Linkspender :)
http://deutschelobby.files.wordpress.com/2013/10/nsu-prozess-special-forces-in-heilbronn-stand-ende-okt-13.pdf


■ Besonders interessant ist ein Hinweis, den Kontext «aus dem Umfeld» des baden-württembergischen
Verfassungsschutzes bekommen hat.

Demnach saß ein früherer V-Mann des LfV etwa eine Stunde vor
dem Anschlag mit drei anderen Männern am Rand
des Festplatzes Theresienwiese im Gras. Besonders
elektrisierend: Dieser Ex-Spitzel sieht dem Phantom-
Bild Nummer 8 ähnlich. War ein Verfassungsschutz-
Konfident einer der Mörder? Alexander Neidlein, ich fasse es nicht, die Beschreibungen von Kontextmosers Phantombildern stammen ebensowenig aus den Ermittlungsakten wie die Bilder selbst... sondern aus dem Umfeld des LFV.

Moser, die verarschen Dich. Und Elsässer springt mit auf den Zug???

fatalist
31.10.2013, 08:55
Noch ein Hinweis kam rein: Zielfahnder Wunderlich beschreibt einen Sprengstoffankauf von einem Zwilling E. aus Jena.



Am 7. Oktober 2013 war der Wunderlich noch einmal beim Ausschuß in Erfurt, und machte da komische Andeutungen, die - wenn denn - ziemlich einschlagend wären. Ich meine, warum wird das nirgends behandelt?

Demnach hatte er bereits vor der Jahrtausendwende schon mit den "E.-Brüdern aus Jena" zu tun, konkret geht es um einen Sprengstoff-Scheinankauf. Ich wüßte nicht, in welchem Sinne das sonst relevant wäre für einen UA, und der Hinweis auf "Zwillinge" läßt eigentlich nur einen Schluß zu. Zu den Aussagen:




“Ich habe von dem Herrn E. im Zuge eines Scheinkaufes 5 Kilo Sprengstoff gekauft”.

"Die Abg. König möchte weiter wissen, ob er wüsste, von wem der beiden er das Material gekauft habe, was er nicht mehr genau sagen könne, einen habe er jedoch auch aus Frankreich mal zurückgeholt. Ob er wisse was in Konsequenz des Sprengstofffundes passiert ist? “In Haft ist keiner gegangen”. “Ich habe für 1600 DM mehrere Kilo Sprengstoff, Zünder etc. gekauft [...] die Masse hätte gereicht ein kleineres Gebäude zum einstürzen zu bringen”. Ob er wisse, ob ein Abgleich des Sprengstoffs & der Zündteile mit den Asservaten vorgenommen wurde, die später in der Garage des Jenaer Trios sichergestellt wurden? Nein, dazu hat er keine Kenntnis. [Eine Abprüfung hat offensichtlich auch nicht später stattgefunden, die Substanzen wurden alle vernichtet]. "

"Aus welchem Grund er den Auftrag damals erhalten habe, will die Abgeordnete wissen. Der LKA Chef Kranz habe ihn beauftragt. Die Maßnahme selbst sei keine Zielfahndungsmaßnahme gewesen. Er wurde angesprochen, ob er sich die Aktion mit der Sprengstoffübergabe vorstellen könnte. Vermutlich hätte er schlicht [neben den fachlichen] auch die charakterliche Vorraussetzungen gehabt. Welche charakterlichen Vorraussetzungen das denn seien fragt die Abgeordnete König. Nicht zittern, keinen Polizeisprachgebrauch verwenden und erst recht nicht mit dem Streifenwagen anrücken, erwidert er. Was sei im Anschluss an den Kauf mit dem Sprengstoff passiert, fragt sie weiter. Wunderlich schildert, dass er diesen in einem Zug (!) der Deutschen Bahn durch Thüringen transportiert und den Zünder zuvor geschlossen hat. Dabei habe er sich relativ sicher gefühlt, er wurde von einer Vielzahl von Polizisten beschützt, damit er mit dem Sprengstoff nicht abhanden kommen könnte. Eine Anekdote setzt er noch nach: Für den Sprengstoffankauf habe er von der Behörde weniger Geld bekommen, als er eigentlich benötigt hätte. Deswegen musste er dann ungeplant den Sprengstoff beim Händler E. noch preislich runterhandeln – mit Erfolg."

"1997 habe es noch mal einen Überfall im Kontext mit einem der beiden Jenaer Brüder gegeben. Im weiteren Verlauf der Diskussion mit den NSU-Ausschussmitgliedern stellt sich heraus, dass die beiden Brüder möglicherweise an der Waffenübergabe an Böhnhardt und Mundlos beteiligt gewesen sein sollen. In dem Zusammenhang wird auch über eine weitere Beteiligung der beiden Neonazis Frank Liebau [Inhaber ehm. rechter Szeneladen Madley, Wagnergasse Jena] und Henning Haydt aus Stadtroda gesprochen."

"Wie es dazu kam, dass die Person keinerlei Haftstrafen bekam? Das könne er sich nicht erklären, seine Aufgabe war auch primär das Sprengmaterial aus dem Verkehr zu ziehen. "

"Die Abg. Renner fragt noch weiter zum Sprengstoffankauf in Jena und auf welcher Ebene der LKA-Chef Kranz ihn persönlich um diesen Auftrag bat. Der Vorschlag sei von Herrn Friedrichs gekommen, der dem Präsidenten seine Person vorschlug."

"Zu den Brüdern E. führt er noch an, dass diese Zwillinge seien und ihm auch später nochmal in anderen Verfahren der Zielfahndung untergekommen seien. “Den einen habe ich mal geholt aus Frankreich, den haben wir mal kurzzeitig suchen müssen”. Im Stadtbild von Jena seien die Brüder wegen ihres Aussehens, ihrer Autos und dem Auftretens feststellbar." http://haskala.de/2013/10/07/ticker-zum-nsu-untersuchungsausschuss-am-7-oktober-2013/#erster

Preisfrage: Maik und Andre Eminger???
Kommen die nicht aus Johanngeorgenstadt in Sachsen?

fatalist
31.10.2013, 09:27
Der letzte Überlebende in Angst

Der Polizist Martin Arnold hat den Heilbronner Mörder aus dem Augenwinkel gesehen - bevor er von dem Killer ins Koma geschossen wurde. Nun soll der Kollege der getöteten Michèle Kiesewetter beim
Zschäpe-Prozess in den Zeugenstand treten.


Mit diesem Bild - und nicht dem des Zeugen Martin Arnold - suchte die Polizei den Mörder von Michèle
Kiesewetter, bevor vom Nationalsozialisischen Untergrund (NSU) die Rede war. Foto: LKA

40385



Der Mann auf dem Phantombild des Überlebenden hatte keine Ähnlichkeit mit den beiden NSU-Uwes.
Hat der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) am 25. April 2007 in Heilbronn einen Mord begangen, der
sich von allen anderen ihm zugeschriebenen Tötungsdelikten unterscheidet? Hat er, nach angeblich neun
Morden an Migranten, eine deutsche Polizistin umgebracht? Hat er dabei, nach neunmaliger Verwendung
einer tschechischen Ceska 83, eine russischen Tokarev und eine polnische Radom Vis eingesetzt?

Die stärkste Entlastung für das NSU-Trio kommt von dem Polizisten Martin Arnold, der das Verbrechen
nach Schüssen in den Kopf schwerverletzt überlebt hat. Schon 2008 wurde er im Zuge der Ermittlungen durch
eine Psychologin unter Hypnose befragt. Er schilderte, wie die Geschehnisse vor der Tat waren, und wie er
und seine Kollegin mitbekamen, dass sich von hinten zwei Männer näherten. Zuerst sei ihm auf seiner Seite ein Mann aufgefallen. Michèle Kiesewetter sagte seiner Erinnerung nach, dass jemand wohl eine Auskunft wolle, da fiel ihm auf, dass auf ihrer Seite auch ein Mann kam, den er von der Armbehaarung her als
älteren, dunklen Typ beschreiben würde. Die Person auf seiner Seite sei auch von dunklem Typ gewesen,
etwa 170 bis 180 Zentimeter groß und normal gebaut.

Auch eine Täterskizze wurde in Zusammenarbeit mit Martin Arnold erstellt, aber er «sträubte sich vehement
gegen die Veröffentlichung des Phantombildes. Sollte das Bild herausgegeben werden, wolle er Deutschland
"sofort und für immer" verlassen.» Der Staatsanwalt entschied, dass das Bild gegen den Willen der Sonderkommission nicht veröffentlicht werden dürfe. Er ersparte den späteren NSU-Anklägern damit eine Blamage, denn: «Der Mann auf der Skizze hatte keinerlei Ähnlichkeit mit den mutmaßlichen Mördern Böhnhardt
und Mundlos.» [Focus31/2012]

Mittlerweile wurde das Bild freigegeben, es findet sich auf Seite 21 als letztes
in der Sammelleiste. Zu sehen ist ein eher südländischer oder orientalischer Mann.


Der Staatsanwalt blockt

Rätselhaft ist, warum der leitende Staatsanwalt Christoph Meyer-Manoras überhaupt die Veröffentlichung von Phantombildern unterband. War er nicht an Hinweisen aus der Bevölkerung interessiert? Im Untersuchungsausschuss des Bundestages gab es deutliche Kritik an seiner Amtsführung. Die Rede war von einer «ungewöhnlich problembeladenen Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft und Polizei», Meyer-Manoras
wurde «eine vermeidbare Behinderung der Ermittlungsarbeit» vorgeworfen. Höhepunkt der selbstherrlichen
Einmischung des Staatsanwaltes war, dass er sich im Mai 2011 mit dem kaum genesenen Arnold traf - zwei
Tage, bevor das LKA den Zeugen vernehmen wollte.

Aber auch ansonsten war die Schlamperei - oder war es Obstruktion? - der Behörden in Heilbronn bemerkenswert. Im Untersuchungsausschuss wurde moniert: Ein ballistisches Gutachten über den Schussverlauf wurde erst 2008 erstellt; DNA-Spuren am Streifenwagen der Überfallenen wurden erst im Juni 2009 ausgewertet; Videos aus dem Tatort-Bereich wurden erst ab Dezember 2009 gesichtet; registrierten Autonummern aus der Ringfahndung wurde erst ab Sommer 2010 nachgegangen; das private E-Mail-Postfach der ermordeten Polizistin wurde niemals überprüft; Funkzellendaten wurden fälschlicherweise als «erledigt»
abgelegt.

Mittlerweile ist Martin Arnold wieder als Kommissar tätig, zur Schonung aber nur im Innendienst. Er
muss Angst haben: Petra Senghaas alias V-Frau Krokus berichtete, Rechtsradikale hätten sich während seiner
Krankenhauszeit über sein Befinden erkundigt, eine Krankenschwester habe für diese spioniert. Aus seinem
Umfeld heißt es, «ihn quäle die Vorstellung, was wäre, wenn sein Attentäter noch frei herumläuft».

Offensichtlich vermutet er, dass es der NSU nicht gewesen sein kann: Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sind nämlich seit 4. November 2011 tot. Die Bundesanwaltschaft geht aber immer noch von der alleinigen Täterschaft des NSU aus. Ob Arnolds Aussage im Zschäpe-Prozess das Kartenhaus zum Einsturz bringt? ■

brain freeze
31.10.2013, 09:45
Wer die Printausgabe hat, bitte ergänzen!



Mordfall Michéle Kiesewetter: Special Forces in Heilbronn
Von Jürgen Elsässer

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#more-5945

Sorry, aber ich halte das für eine falsche gelegte Spur.

Aber irgendjemand muß es gewesen sein.
Halten wir mal fest, was einigermaßen "gesichert" bzw. offizieller Stand ist:

- Arnold/Kiesewetter auf Mission "Sicheres Heilbronn" (vermutl. inklusive Unterbindung Drogenhandel)
- Mordanschlag deutet auf Profis hin (Kaltblütigkeit, Vorgehen)
- relativ hohe Dichte amerikanischer Dienststellen/Militärbasen in Süddeutschland
- Staatsanwalt Meier-Doppelname regulierte die Ermittlungen zum Mordfall Kiesewetter bis zur Ergebnislosigkeit
- bisher kein Untersuchungsausschuß in BW zum "NSU-Behörden-Versagen"
- grün-rote Landesregierung ignoriert Verdächtigungen zum rechtsradikalen Background in BW
- Soko "Umfeld" liefert bisher nichts
- angeblicher Zeuge (F.H.) verbrennt*
- Überlebender des Mordanschlages 2007 wird abgeschirmt bzw. hat nach eigener Aussage Angst
- (fast) keine mediale und politische Reaktion auf verspätet veröffentlichte Phantombilder
- einzige "Beweise" für Täterschaft B&M: Erfassung des Wohnmobils und Dienstwaffen im Wohnmobil (beides Manipulationsverdacht)

Heißt: daß amerikanische Behördenmitarbeiter im Umfeld militärischer Einrichtungen gesehen werden bzw. "im Einsatz" sind, bedeutet bei der relativen Dichte der Einrichtungen zwar erst mal wenig. Andererseits: Drogen und involvierte ausländische Dienste als Grund für die Vertuschung der Täter ist jedenfalls wahrscheinlicher als die NPD-Kiste ohne Tatmotiv.

Im Rennen ist zwar weiter die Serben-Connection (ausstehender DNA-Abgleich?), aber da könnte nicht beantwortet werden, warum staatlicherseits gemauert wird, es gäbe keinen Grund für Vertuschung bzw. unbeantwortet wäre, wie die Dienstwaffen nach Eisenach kamen.

*) wird mutmaßlich verselbstmordet - und zwar professionell

fatalist
31.10.2013, 11:03
Aber irgendjemand muß es gewesen sein. Angeblich waren die Mordwaffen 2 Weltkriegs-Pistolen, Profis waren das also eher nicht. Wer benutzt denn 70 Jahre alte Wummen??? Das waren keine Profis, sondern das sieht alles nach einer Mutprobe aus: Aufnahmeritus für eine Sondertruppe der OK oder so: Mord an 2 nichtsahnenden, "herumgammelnden" Polizisten.

brain freeze
31.10.2013, 12:55
Angeblich waren die Mordwaffen 2 Weltkriegs-Pistolen, Profis waren das also eher nicht. Wer benutzt denn 70 Jahre alte Wummen??? [...]

Ein gewisser @fatalist würde sich selbst antworten: Täterschaft verschleiern/Falsche Fährte legen z.B. ... Auch beim OK geht es imho ums Geschäft (also Kosten/Nutzen), eher kein Mord an deutschen Polizisten ohne "Notwendigkeit".

fatalist
31.10.2013, 13:04
Ein gewisser @fatalist würde ... Vergiss doch mal diesen Spinner, bitte.

Es müssen die echten Phantombilder veröffentlicht werden, so dass die Leute dort sie auch kennen, und dann sieht man schon was los ist.

brain freeze
31.10.2013, 13:17
Vergiss doch mal diesen Spinner, bitte.



Hey, das ist jetzt aber Koketterie. Du weißt selbst, daß diese Handvoll "Spinner" versucht, so was wie die Illusion des Rechtsstaates oder wenigstens eine Ahnung davon zu retten. Also nicht das Licht und den Scheffel usw. Für diese aussichtslose Mission muß man sogar "Spinner", größenwahnsinnig, verrückt und noch einiges andere sein.

Hellangel
31.10.2013, 17:03
Also ich ziehe vor diesem "Spinner" den:hi:für das, was er hier schon fast 2000 Seiten lang und unermüdlich schreibt. Dieser "Spinner" beeinflusst mittlerweile Menschen und Medien, die hier abschreiben und den Gedanken von fatalist folgen, anders zu denken. Natürlich sollte bei dieser Huldigung Bio, Nereus und all die anderen Schreiberlinge (http://www.politikforen.net/member.php?123125-Nereus)hier, die ihre Part beitragen, nicht fehlen.

Kein Puzzel wird vollständig, wenn nur ein Teil von 10000 Teile fehlt. DANKE!

Delao
31.10.2013, 22:43
Angeblich waren die Mordwaffen 2 Weltkriegs-Pistolen, Profis waren das also eher nicht. Wer benutzt denn 70 Jahre alte Wummen???
Wahrscheinlich wohl eher aus dem Osten oder Südosten. Die "Sauerlandbomber" sagten aus, dass sie an der Tokarev ausgeblidet wurden. (http://www.stern.de/panorama/heilbronner-polizistenmord-die-mysterioese-mafia-islamisten-verbindung-1603210.html)
Bei der Observation der Geheimdienste soll es ja u.a. um Meylüt K. gegangen sein. (http://www.stern.de/politik/deutschland/heilbronner-polizistinnenmord-waren-verfassungsschuetzer-zeuge-beim-mord-an-michele-kiesewetter-1757092.html) Meylüt K. war der Beschaffer der Zünder für die Sauerlandgruppe, und wohl V-Mann des türkischen Geheimdienstes und der CIA.

Später wurden dann die Geheimdienstler gefeiert, weil sie angeblich Terroranschläge der Sauerlandgruppe verhindert hatten. Ohne die Geheimdienstler hätte es keine Sauerlandgruppe gegeben, sie wären nie ausgebildet worden, und wären wohl nicht im entferntesten zu einer terroristischen Gefahr geworden.

Wir haben es hier also möglicherweise mit einer entscheidenden Phase des Aufbaus der Sauerlandgruppe zu tun, wo die zwei Polizisten hineingeraten sind.

fatalist
01.11.2013, 04:09
Wir haben es hier also möglicherweise mit einer entscheidenden Phase des Aufbaus der Sauerlandgruppe zu tun, wo die zwei Polizisten hineingeraten sind. Es gab keinen Funkspruch der Streife, bevor sie beim "Chillen" in den Kopf geschossen wurde. Das ist bei der Interpretation der Ereignisse sehr sehr wichtig.

"Kiesewetter und Arnold haben was gesehen", oder "sie haben wen konrolliert", oder "die haben Jemanden erkannt", all diese Theorien scheitern an demselben Punkt: Sie haben keinen Funkspruch abgesetzt.

fatalist
01.11.2013, 04:20
... THX, aber ich denke nicht, dass wir paar Spinner hier wirklich etwas erreichen können. Dazu fehlen uns schlicht die Infos, und dazu fehlen uns die Verbindungen zu Massenmedien.

Man darf sich da auch keinerlei Illusionen hingeben: Staatsterrorismus interessiert die Leute nicht. Es mag ja so sein, dass ein erheblicher Prozentsatz der Leute die NSU-Märchen nicht glaubt, oder zumindest ein Bauchgefühl hat, dass da was nicht stimmt.

Aber das führt alles nicht dazu, dass sich etwas ändert.
Gegen die Massenmedien ist kein Ankommen.

Wir machen aber trotzdem weiter, ist doch klar.

fatalist
01.11.2013, 04:27
Hatte der NSU Kontakte zu litauischen Verbrechern?

Andreas Förster,31.10.2013 11:40 Uhr
www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nationalsozialistischer-untergrund-hatte-der-nsu-kontakte-zu-litauischen-verbrechern.1620adc3-a2bf-46b8-a2fe-8882d5672658.html (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nationalsozialistischer-untergrund-hatte-der-nsu-kontakte-zu-litauischen-verbrechern.1620adc3-a2bf-46b8-a2fe-8882d5672658.html)

Schon wieder Wattestäbchen-Verdacht :?



Wem gehörten die Handys, über die das Trio angerufen wurde?

Dennoch bleibt natürlich die Frage, wie die DNA des unbekannten Tatverdächtigen auf die Socke in dem Wohnmobil gelangen konnte. Zwar lässt sich nicht ausschließen, dass die rätselhafte Spurübereinstimmung auf eine Verunreinigung etwa der Wattestäbchen zurückzuführen ist, mit der die Spuren aufgenommen werden. Experten halten dies jedoch für relativ unwahrscheinlich.

Auf Kontakte zu weiteren, bislang unbekannten Komplizen weist auch die Auswertung des Kommunikationsverkehrs von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt hin. So fällt auf, dass auf einem der vom Trio bis zuletzt genutzten Handys zwischen Juni und November 2011 Kurznachrichten von sechs Telefonnummern eingingen, die durchweg unter einer Scheinidentität angemeldet waren.

Bemerkenswert ist dabei zudem, dass diese SMS – deren Inhalt unbekannt ist – jeweils im letzten Drittel jedes Monats auf dem Handy des Trios eingingen und stets von einer anderen Nummer stammten. Weitere Anrufe oder SMS von diesen Nummern auf einen Telefonanschluss des Trios wurden nicht registriert.

Waren diese regelmäßigen Kurznachrichten vielleicht Aufforderungen zur konspirativen Kontaktaufnahme mit Vertrauenspersonen des Trios? Möglich ist es. Die Ermittler haben herausgefunden, dass die drei für vertrauliche Telefonate stets öffentliche Telefonzellen im Stadtgebiet von Zwickau benutzten.

fatalist
01.11.2013, 04:49
Neue Spur: Tod von NSU-Terroristen doch kein Selbstmord? / Waffenexperte widerspricht BKA-These in der N24-Reportage "Der NSU - Eine Spurensuche", Sendedatum: 4.11.2013, 20.10 Uhr

Berlin (ots) - Vor zwei Jahren endete die Terrorserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Noch immer gibt es viele offene Fragen: Wo bereitete der NSU um die mutmaßlichen Täter Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos seine Taten vor? Wer hat das Trio unterstützt? Und: Haben Mundlos und Böhnhardt wirklich Selbstmord begangen? N24-Reporterin Nadine Mierdorf hat sich auf Spurensuche begeben und mit ehemaligen Verfassungsschützern, Experten und Mitgliedern der rechten Szene gesprochen.

Böhnhardt und Mundlos. War es wirklich Selbstmord? Waffenexperte widerspricht im N24-Interview BKA-These

Am 4.11.2011 entdecken Polizeibeamte in einem ausgebrannten Wohnmobil in Zwickau die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie sieben durchgeladene Waffen. Mit einem Winchester Gewehr hat Mundlos zunächst Böhnhardt und dann sich selbst getötet, heißt es im BKA-Bericht. In der N24-Reportage widerspricht Siegmund Mittag, Waffenexperte aus Brandenburg, dieser Darstellung. Seiner Meinung nach kann es sich unmöglich um Selbstmord gehandelt haben. Dagegen spricht die Anzahl der gefundenen Patronenhülsen. Befand sich außer den beiden noch jemand im Wohnmobil? Sowohl Zeugenaussagen als auch DNA-Spuren deuten auf eine dritte Person hin.

Wo bereitete der NSU seine Anschläge vor?

War die Frühlingsstraße 26 wirklich der Lebensmittelpunkt von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in ihren letzten Jahren im Untergrund? Bisher ging man davon aus. Doch N24-Recherchen haben ergeben: Wahrscheinlich war die Frühlingsstraße nur Beate Zschäpes Lebensmittelpunkt und das strategische Hauptquartier. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden mutmaßlichen Terroristen Mundlos und Böhnhardt noch ein zweites Versteck hatten. Ein unbekannter Ort, an dem sie die Wohnmobile präpariert und Anschläge vorbereitet haben. Das erzählt der Geheimdienstexperte Bodo Wegmann im N24-Interview. Doch wie hat sich das Trio dann verständigt? Im Brandschutt haben Ermittler ein CB-Funkgerät gefunden. Möglicherweise gibt es also ein Versteck in der Nähe des Quartiers in der Frühlingsstraße.

Nadine Mierdorf hat ihre These im September an die ermittelnden Behörden übergeben, die diese Spur weiter verfolgen. Aussagen zum aktuellen Ermittlungsstand in dieser Sache werden vom BKA nicht veröffentlicht.

OTS: N24 newsroom: http://www.presseportal.de/pm/13399 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_13399.rss2

"2 Hülsen sind 1 Hülse zuviel" und "Zweites Versteck" sind auch bei uns hier öfter Thesen gewesen.

Glauchau als Standort der Uwes, dafür gibt es Indizien, sowohl was Zschäpes Flucht angeht, als auch dieser ominöse Hausbrand dort kurz nach dem 4.11.2011.

Es gibt aber auch starke Indizien für einen Unterschlupf in Eisenach. Patrick Wieschke, Zschäpes Besuch dort am 2./3.11.2011 (Bericht bei ARD-Experte Holger Schmidt, Suchhunde schlugen dort an) und die Tatsache, dass Umzugskartons und Babysachen im WOMO gefunden wurden.

Was nicht passt: Wer zeiht denn mit einem Wohnmobil um?
Warum wurden kurz vor dem 4.11.2011 in Zwickau neue Ü-Kameras in Plastikblumen-Balkonkästen installiert?

Mein Verdacht geht eher dahin, dass nach dem Auszug des Trios aus der Friedensstrasse in Zwickau im September 2011 die letzten beiden Mieten (kamen laut Hausverwalter Escher von 2 versch. Konten, die erste Zahlung 2 Mal falscher Betrag) verdeckt geleistet wurden, um ein "weiterhin dort wohnen" vorzutäuschen. In diesen Monaten wurde dann die Bude für die warme Sanierung am 4.11. entsprechend präpariert.

Es spricht nichts dagegen, dass das Trio eingeweiht war und sich noch bei Nachbarn sehen liess, mit oder ohne Wohnmobil.

@nachdenkerin hatte ja den PUA-Bericht zitiert, dass an Klamotten und Schuhen nicht die Menge gefunden wurde, die man erwarten sollte bei 3 Bewohnern. Wasserverbrauch etc waren viel zu gering etc pp.

Setzt man diese Puzzleteile mal zusammen, dann erhärtet sich die These, dass das Trio seinen Wohnsitz längst woanders hatte am 4.11.2011.

Nebenbei passt meine Lieblingsthese "Susann Eminger gab die Zschäpe" da auch bestens hinein:
Hausverwalter Volkmar Escher identifizierte Susann Eminger als die Frau mit der er gesprochen hatte, im Saal, auf einer Fotoserie, obwohl Zschäpe nur ein paar Meter neben ihm sass.

fatalist
01.11.2013, 05:02
https://www.antifainfoblatt.de/sites/default/files/public/styles/bilderstrecke_full/public/SusannEminger.jpg?itok=YTcFey-G

Aus dieser Frau macht dir jeder 4.-klassige Visagist eine astreine Zschäpe.
Die täuscht nicht nur Hausverwalter, DIESER Beweis ist vor Gericht erbracht, sondern auch vorbeifahrende Nadin Reschs am 4.11.2011 und Nachbarn, die Zschäpe kaum kannten.

Der Spinner Fatalist hat Recht, es kann aber noch ein paar Jahre dauern, bis das rauskommt.
Bio muss dann ne Flasche Whiskey spendieren :)

fatalist
01.11.2013, 05:25
Langer Text zum NSU der Antifa, worum es denen geht hab ich rot markiert.


[HN] NSU, V-Leute und Schreibtischtäter...

Verfasst von: Organisierte Linke Heilbronn (OL). Verfasst am: 31.10.2013 - 18:03. (unmoderiert)
https://linksunten.indymedia.org/system/files/images/1040759279.thumbnail.jpg (https://linksunten.indymedia.org/de/node/98463)
Text zur Kampagne „Naziterror und Rassismus bekämpfen!
Verfassungsschutz auflösen!“

Am 4. November 2011 flog durch den Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Stadtteil Stregda des thüringischen Eisenach eine bewaffnete faschistische Gruppe auf, die sich 13 Jahre lang offenbar unbemerkt durch die BRD bewegen konnte. Der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) ermordete zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen, beging 15 Raubüberfälle und verübte mindestens zwei Sprengstoffanschläge.

Vorrangiges Ziel der bereits im Januar 1998 nach der Entdeckung ihrer Jenaer Bombenwerkstatt abgetauchten NSU- Nazis war es offensichtlich, durch gezielte aber nicht öffentlich vermittelte Angriffe Angst und Verzweiflung unter Migrantinnen und Migranten zu verbreiten. Zurückgreifen konnten die faschistischen Mörder dabei auf Konzepte und Aufrufe zum bewaffneten Kampf, die in den 1990er Jahren offen und unter den Augen der Sicherheitsbehörden in der Naziszene verbreitet und diskutiert wurden.



Dass trotzdem der rassistische Hintergrund der Taten nicht ansatzweise erkannt wurde und statt dessen die Opfer und deren Familien jahrelang unter Generalverdacht gestellt wurden, während migrantische Communities mit Demonstrationen ein Ende der Mordserie forderten, erscheint aus heutiger Sicht unfassbar. https://linksunten.indymedia.org/de/node/98462

Man kann leicht feststellen, worum es der ANTIFA nicht geht: Um Aufklärung der Verbrechen.
Es geht gegen den Feind Verfassungsschutz, und dabei fällt der BND samt Gladio und Ergenekon ( türkisch Gladio, gegen Kurden, PKK) hinten runter.

Die Antifa ist eine Stütze des Systems.
qed

fatalist
01.11.2013, 05:31
Mein Verdacht geht eher dahin, dass nach dem Auszug des Trios aus der Friedensstrasse in Zwickau im September 2011 die letzten beiden Mieten (kamen laut Hausverwalter Escher von 2 versch. Konten, die erste Zahlung 2 Mal falscher Betrag) verdeckt geleistet wurden, um ein "weiterhin dort wohnen" vorzutäuschen. In diesen Monaten wurde dann die Bude für die warme Sanierung am 4.11. entsprechend präpariert.

Es spricht nichts dagegen, dass das Trio eingeweiht war und sich noch bei Nachbarn sehen liess, mit oder ohne Wohnmobil.

@nachdenkerin hatte ja den PUA-Bericht zitiert, dass an Klamotten und Schuhen nicht die Menge gefunden wurde, die man erwarten sollte bei 3 Bewohnern. Wasserverbrauch war viel zu gering etc pp.

Setzt man diese Puzzleteile mal zusammen, dann erhärtet sich die These, dass das Trio seinen Wohnsitz längst woanders hatte am 4.11.2011. Vergessen, wichtig: In den ersten Berichten zum Brand in Zwickau tauchten Aussagen von Nachbarn auf, das Haus sei die letzten 6 Monate unbewohnt gewesen.

Die 6 Monate müssen ja nicht stimmen, aber "waren seit längerer Zeit kaum noch hier" spricht ebenfalls für einen neuen Wohnsitz.

nachdenkerin
01.11.2013, 05:48
KIESEWETTER


Aber irgendjemand muß es gewesen sein.´.......

Kann es nicht möglich, dass sich „nur“ irgendwelche Drogendealer gestört fühlten?


Während ihrer Dienstzeit wurde Kiesewetter als zivile Ermittlerin bei Razzien und zwei Mal als verdeckte Drogenkäuferin eingesetzt, kaufte in Bad Friedrichshall von einer Dealerin 3,5 Gramm Heroin und dieselbe Menge noch einmal in Bad RappenauBuch „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 173


Als Mitglied einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit hat sie nachts schon verdeckt in der Disco „Luna“ in Kornwestheim ermittelt. Um eine Razzia beginnen zu können, lässt Kiesewetter dann ihre Kollegen in Uniform von innen durch den Disko-Notausgang herein. Ein paar Monate zuvor hat Kiesewetter undercover Drogen gekauft, zweimal 3,5 Gramm Heroin. Beide Dealer wurden daraufhin festgenommen.Buch „die Zelle“ S. 216 elektr. Ausgabe

Merkwürdig sind in den Büchern die unterschiedlichen Ortsangaben. Während Kornwestheim südlich in der Nähe von Ludwigsburg liegt, befindet sich Bad Rappenau und Bad Friedrichshall nördlich in der Nähe von Heilbronn. Ich tippe mehr auf Kornwestheim bei Ludwigsburg.

nachdenkerin
01.11.2013, 05:51
Ich hatte gestern das Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ weiter gelesen. Dabei stießen mir einige Sachen auf, aber insbesondere diese:

Bombenanschlag Köln Probsteigasse:


Die Familie M., die den Laden seit 1996 betreibt, ist in der Nachbarschaft beliebt. Das Zwickauer Terror Trio S. 110

Wieso steht dann aber rund 5 Jahre danach immer noch „Gerd Simon“ dran?


Masliyas Bruder mutmaßt, dass Zuhälter etwas mit der Attacke zu tun haben könnten. Schließlich war er gerade dabei, seine Freundin aus der Rotlichtszene herauszukaufenDas Zwickauer Terror Trio S. 110


Hinter dem Anschlag auf die deutsch-iranische Familie vermutet die Polizei zunächst ein Racheakt aus dem Zuhältermilieu.Buch die Zelle S. 146 elektr. Ausgabe


XVI. J. T.

Zum Feststellungsteil, hat sich J. T. über einen Rechtsanwalt wie folgt geäußert: „Unser Mandant hatte seinerzeit eine offene Geldforderung gegen den ‚A.M.‘, über die es zwischen den Parteien zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung im Rahmen einer zufälligen abendlichen Begegnung gekommen ist. Sodann wurde der ‚A.M.‘, der von zwei weiteren Personen begleitet wurde, handgreiflich gegen unseren Mandanten, so dass in weiterer Folge die Polizei hinzugezogen werden musste.PUA-Bericht S. 150

A. M. müßte der Bruder sein, da die Familie den Namen „Malayeri“ trägt. Unter Einbeziehung der o. a. Passage wäre J. T. der Zuhälter, der dann die offene Forderung hatte.

fatalist
01.11.2013, 06:21
Wieso steht dann aber rund 5 Jahre danach immer noch „Gerd Simon“ dran?
Weil dem Haus und Laden gehörten?

Hier ein Phantombild des Zuhälters:

nachdenkerin
01.11.2013, 06:28
Neue Spur: Tod von NSU-Terroristen doch kein Selbstmord? / Waffenexperte widerspricht BKA-These in der N24-Reportage "Der NSU - Eine Spurensuche", Sendedatum: 4.11.2013, 20.10 Uhr

.................................................. .

Es gibt aber auch starke Indizien für einen Unterschlupf in Eisenach........


c) Hinweis auf Antreffen von Beate Zschäpe im Zug zwischen Bebra und Eisenach im August 2000

Am 11. August 2000 erschien der damals 23-jährige Dominic G. aus einem anderen Anlass bei der Polizei in Waltershausen, wo er auf einem Fahndungsplakat Beate Zschäpe wiedererkannte. Er gab an, dass die Frau sich ihm auch als „Beate“ vorgestellt habe und er diese am 7. August 2000 im InterRegio zwischen Bebra und Eisenach getroffen habe. Konkret habe er die Frau in einem Zugabteil angetroffen und angesprochen. Die Frau sei – wie er – in Eisenach aus dem Zug gestiegen und im Bahnhof in Richtung Ausgang gelaufen. Sie habe ihm gegenüber angegeben, in Eisenach als Friseurin zu arbeiten. PUA-Bericht S. 364

Beate Zschäpe war aber keine Friseurin, Mandy Struck arbeitete als Friseurin.

fatalist
01.11.2013, 06:38
PUA-Bericht S. 364

Beate Zschäpe war aber keine Friseurin, Mandy Struck arbeitete als Friseurin. 1. Was hätte Beate denn erzählen sollen?
2. Hat der Zeuge einen Beweis-Haarschnitt im Zug verlangt?
3. Warum sollte Beate nicht die Mandy geben, samt Beruf?

Du schaffst es immer wieder, mich zu erstaunen :D

fatalist
01.11.2013, 07:04
Kommentar von Rechts:


NSU-Phantom-Prozeß: Langweiligste Justizposse des Jahrhunderts

31.10.13



Immer haarsträubender gestaltet sich die Systemberichterstattung rund um den NSU-Phantom-Prozeß vor dem Münchener Oberlandesgericht. Bis Ende 2014 ist dieser noch terminiert und keiner weiß, wie lange darüber hinaus er alle Beteiligten und insbesondere die bundesrepublikanische Qualitätsjournaille noch quälend langweilen wird. Erst balgten sie sich im Futterneidfieber um die raren Plätze im Gerichtssaal, wie um das letzte Stück Brot für die nächsten acht Wochen, jetzt findet kaum einer mehr von der Medienzunft den Weg in die bayerische Landeshauptstadt. Und die Personen, die immer kommen, müssen meist, weil sie entweder dafür bezahlt werden oder einfach nur angeklagt sind. http://www.freies-netz-sued.net/index.php/2013/10/31/nsu-phantom-prozess-langweiligste-justizposse-des-jahrhunderts/

Der Schluss:


Bis dahin werden wohl noch viele Kreuzworträtsel gelöst und Süßigkeiten von Beate Zschäpe vernascht werden. Vielleicht findet der SPIEGEL bis zum Ende der Langweilerveranstaltung dann doch noch durch investigativen Journalismus heraus, was die als schicke „Nazi-Braut“ verschmähte da eigentlich zu sich nahm: Gummibärchen oder gar Ferrero-Küßchen.

Veteran
01.11.2013, 07:39
Es gab keinen Funkspruch der Streife, bevor sie beim "Chillen" in den Kopf geschossen wurde. Das ist bei der Interpretation der Ereignisse sehr sehr wichtig.

"Kiesewetter und Arnold haben was gesehen", oder "sie haben wen konrolliert", oder "die haben Jemanden erkannt", all diese Theorien scheitern an demselben Punkt: Sie haben keinen Funkspruch abgesetzt.
Wie kommst Du darauf, dass Polizisten sofort einen Funkspruch absetzen, wenn sie irgendetwas beobachten?

fatalist
01.11.2013, 07:45
Wie kommst Du darauf, dass Polizisten sofort einen Funkspruch absetzen, wenn sie irgendetwas beobachten? Nicht irgendetwas. Etwas Wichtiges.

Die Kopfschüsse waren auch keine spontane Reaktion auf eine Aktion/Beobachtung der Streife, sondern am "Streifenpausenplatz" wurden die Beiden mutmasslich erwartet.

Delao
01.11.2013, 08:07
Nehmen wir doch mal so einen V-Mann wie Meylüt K., der an Verbrechen beteiligt ist, ohne dafür belangt zu werden. Er steht also über dem Gesetz.
Was ist, wenn der jetzt ein anderes Verbrechen begeht, dass mit seinem Auftrag nichts zu tun hat?
Fliegt dann die ganze Sauerland-Aktion auf, oder versucht man das andere Verbrechen doch dann eher jemand anders unterzuschieben?
Es gab vielleicht keinen zwingenden Grund. Es war vielleicht einfach nur Mordlust, und der Rausch, über dem Gesetz zu stehen.

Sander
01.11.2013, 08:08
Nehmen wir doch mal so einen V-Mann wie Meylüt K., der an Verbrechen beteiligt ist, ohne dafür belangt zu werden. Er steht also über dem Gesetz.
Was ist, wenn der jetzt ein anderes Verbrechen begeht, dass mit seinem Auftrag nichts zu tun hat?
Fliegt dann die ganze Sauerland-Aktion auf, oder versucht man das andere Verbrechen doch dann eher jemand anders unterzuschieben?
Es gab vielleicht keinen zwingenden Grund. Es war vielleicht einfach nur Mordlust, und der Rausch, über dem Gesetz zu stehen.

Eher letzteres, von ersterem haette man ja das Gegenteil eines Gewinns.

fatalist
01.11.2013, 08:14
Eher letzteres, von ersterem haette man ja das Gegenteil eines Gewinns.
Man hatte 2 Tage nach dem Mord Zeugen und Phantombilder von Verdächtigen, die man aber nicht veröffentlichte.
Niemals veröffentlichte...

2013 kam dann die Kontextwochenzeitung und veröffentlichte 13 gefakte männliche Phantombilder.
Die Texterläuterungen zu diesen Bildern stammten "aus dem Umfeld des LFV", wie Elsässer gerade gestern veröffentlichte.

Jetzt zählen wir mal 1 und 1 zusammen: Kommt dann Mevlüt Kar dabei raus?

Sander
01.11.2013, 08:15
Man hatte 2 Tage nach dem Mord Zeugen und Phantombilder von Verdächtigen, die man aber nicht veröffentlichte.
Niemals veröffentlichte...

2013 kam dann die Kontextwochenzeitung und veröffentlichte 13 gefakte männliche Phantombilder.
Die Texterläuterungen zu diesen Bildern stammten "aus dem Umfeld des LFV", wie Elsässer gerade gestern veröffentlichte.

Jetzt zählen wir mal 1 und 1 zusammen: Kommt dann Mevlüt Kar dabei raus?

Das ganze ist so absurd, dass jedwede Mutmassung in jedwede Richtung es nicht weniger absurd erscheinen lassen kann.

bio
01.11.2013, 08:16
Wie kommst Du darauf, dass Polizisten sofort einen Funkspruch absetzen, wenn sie irgendetwas beobachten?

Es gibt auch Infos, dass die beiden zuvor am Vormittag schonmal am Imbissstand waren und dorthin am gleichen Tag zurückkehrten.

Es könnte doch sein, dass jemand verabredet war oder etwas beobachtete.

bio
01.11.2013, 08:17
Man hatte 2 Tage nach dem Mord Zeugen und Phantombilder von Verdächtigen, die man aber nicht veröffentlichte.
Niemals veröffentlichte...

2013 kam dann die Kontextwochenzeitung und veröffentlichte 13 gefakte männliche Phantombilder.
Die Texterläuterungen zu diesen Bildern stammten "aus dem Umfeld des LFV", wie Elsässer gerade gestern veröffentlichte.

Jetzt zählen wir mal 1 und 1 zusammen: Kommt dann Mevlüt Kar dabei raus?

Wann veröffentlicht "fatalist" / sein Umfeld die wahren Phantombilder - bzw. warum wird das nicht gemacht?

fatalist
01.11.2013, 08:20
Das ganze ist so absurd, dass jedwede Mutmassung in jedwede Richtung es nicht weniger absurd erscheinen lassen kann. Nicht wenn die echten Phantombilder zwar ebenfalls nicht B&M, dafür aber Mevlüt Kar zeigen.

fatalist
01.11.2013, 08:21
Wann veröffentlicht "fatalist" / sein Umfeld die wahren Phantombilder - bzw. warum wird das nicht gemacht? Ich hab sie nicht, und die die sie haben trauen sich offensichtlich nicht. Da werden wir wohl abwarten müssen, bis ein Verteidiger die echten Phantombilder vor Gericht thematisiert.

fatalist
01.11.2013, 08:22
Es gibt auch Infos, dass die beiden zuvor am Vormittag schonmal am Imbissstand waren und dorthin am gleichen Tag zurückkehrten.

Es könnte doch sein, dass jemand verabredet war oder etwas beobachtete. SIC, das steht auch im PUA-Bericht: Sie waren 2 Mal dort an diesem Tag. Deutet auf Verabredung hin.

bio
01.11.2013, 08:30
Weil dem Haus und Laden gehörten?

Hier ein Phantombild des Zuhälters:http://www.politikforen.net/attachment.php?attachmentid=40402&stc=1&d=1383283304
danke für die Infos, gibt es mehr Infos über diesen Zuhälter?

Interessanterweise sehe ich eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Phantombild, welches im Fall Turgut (Rostocker Mordfall) veröffentlicht wurde.

40403

fatalist
01.11.2013, 08:37
danke für die Infos, gibt es mehr Infos über diesen Zuhälter? Er war blond, und das Phantombild stammt aus einer Kölner Zeitung. Es wurde nach den Angaben des Vaters der Verletzten gefertigt, soweit ich das erinnere. Später wurde aber vom Vater ein "iranischer Typ" beschrieben...

bio
01.11.2013, 08:38
Ich hab sie nicht, und die die sie haben trauen sich offensichtlich nicht. Da werden wir wohl abwarten müssen, bis ein Verteidiger die echten Phantombilder vor Gericht thematisiert.

das macht mich misstrauisch, dass hier angeblich verschiedene phantombilder herumfliegen, aber ich möchte nicht ausschließen, das da wirklich was dran ist. ich warte gespannt.

Sander
01.11.2013, 08:42
Nicht wenn die echten Phantombilder zwar ebenfalls nicht B&M, dafür aber Mevlüt Kar zeigen.

Nun ja, inwieweit wird denn mit so einer Erkenntnis umgegangen?

fatalist
01.11.2013, 08:45
das macht mich misstrauisch, dass hier angeblich verschiedene phantombilder herumfliegen, aber ich möchte nicht ausschließen, das da wirklich was dran ist. ich warte gespannt. Klar ist da was dran, die Beschreibungen zum "Neidlein-Phantombild Nr.8" (bei Kontext) stammt laut Thomas Moser aus dem Umfeld des LFV Stuttgart. Siehe COMPACT, ich habs ja verlinkt. Ganz neu, von Gestern.

Was aus dem LFV-Umfeld stammt, das stammt nicht aus den Ermittlungsakten der Soko Parkplatz.
Gelle?

Von Nummer, Dienststellen und Datum reden wir jetzt mal nicht, aber die fehlen bei Putin und Arnolds Mörder.

fatalist
01.11.2013, 08:46
Nun ja, inwieweit wird denn mit so einer Erkenntnis umgegangen? Na ja, Kar nannte ich nur als Beispiel, wir wissen es ja nicht, da die Phantombilder bisher nicht veröffentlicht wurden. Kar gibts bei Interpol, 3 Fotos.

Sander
01.11.2013, 08:48
Na ja, Kar nannte ich nur als Beispiel, wir wissen es ja nicht, da die Phantombilder bisher nicht veröffentlicht wurden. Kar gibts bei Interpol, 3 Fotos.

Warum wurden die nicht veroeffentlicht? Also offzielle Angaben? Taeterschutz?

fatalist
01.11.2013, 08:54
Warum wurden die nicht veroeffentlicht? Also offzielle Angaben? Taeterschutz? Weil der Oberstaatsanwalt das verhinderte, ebenso wie die Sicherung der privaten Mails von Kiesewetter. Steht alles im PUA-Bericht, oder COMPACTer im neuen Heft. Gestern hier verlinkt...

fatalist
01.11.2013, 09:49
Waffenexperte widerspricht Selbstmord-These – das Medienlog vom Freitag, 1. November 2013 (http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/11/01/waffenexperte-widerspricht-selbstmordthese/)
http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/11/01/waffenexperte-widerspricht-selbstmordthese/#more-3947

http://www.zf-montagen-mittag.de/

Dieser Experte kann bis 2 zählen.


Der NSU flog vor zwei Jahren auf, nachdem Polizisten die Leichen von Mundlos und Böhnhardt in einem ausgebrannten Wohnmobil entdeckt hatten. Das BKA geht seitdem von Selbstmord der beiden mutmaßlichen Rechtsterroristen aus.

Waffenexperte Mittag hält diese These in dem Beitrag für N24 laut Sabah jedoch für “unmöglich”. Dagegen spreche unter anderem die Anzahl der im Wohnmobil gefundenen Patronenhülsen. Zudem sei in dem Wohnmobil eine unbekannte DNA-Spur entdeckt worden. Diese Spur sowie Zeugenaussagen deuten daraufhin, dass sich noch eine weitere Person im Wohnmobil befunden hat. Laut des TV-Beitrags geht die Polizei davon aus, dass die DNA zu einem Mann aus Litauen gehört. Ist Andre Kapke jetzt Litauer?

brain freeze
01.11.2013, 10:32
Waffenexperte widerspricht Selbstmord-These – das Medienlog vom Freitag, 1. November 2013 (http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/11/01/waffenexperte-widerspricht-selbstmordthese/)


http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/11/01/waffenexperte-widerspricht-selbstmordthese/#more-3947

http://www.zf-montagen-mittag.de/

Dieser Experte kann bis 2 zählen.

Ist Andre Kapke jetzt Litauer?

Kapke scheidet aus. Für einen Doppelmord ist er einfach zu schwerfällig. Er könnte nicht "wegrennen". Zu Fuß schafft er es höchstens bis zur Garage und zurück aufs Sofa.

nachdenkerin
01.11.2013, 10:33
SIC, das steht auch im PUA-Bericht: Sie waren 2 Mal dort an diesem Tag. Deutet auf Verabredung hin.

Eigentlich wollte ich PUA-Zusammenfassung erstellen, da aber mein Computer ein paar Stunden nicht ging, mußte ich wieder auf papierhaft umsteigen. Ist aber nicht vergessen. Dauert noch ein paar Tage.

Kiesewetter im Buch „das Zwickauer Terror-Trio“.

Arnold (im Buch durch anderen Namen ersetzt):


Er gibt an, mit Michelle Kiesewetter in einem VW Bus T4 unterwegs gewesen zu sein und auf Grund eines Motorradunfalls nun im Krankenhaus zu liegen. So jedenfalls hat es ihm seine Mutter erzählt.S. 175

Aber warum? Warum überhaupt VW-Bus?

Michelle Kieseswetter gehörte gem. dem Buch „Das Zwickauer Terror-Trio“ S. 170 der Bereitschaftspolizei Böblingen an. Wohnen tat sie in Nufringen, was 12 Kilometer südlich von Böblingen ist. Ich finde es merkwürdig, dass sie 68,5 Kilometer von Böblingen bzw. rund 80 km von ihrem Wohnort entfernt zu einem Routineeinsatz eingesetzt wird, wobei das dann auch noch ein anderer Landkreis ist.

Warum seid ihr so sicher, dass das wirklich in Heilbronn geschehen ist und nicht nur im nachhinein…., ich meine, so wie es möglich sein kann mit dem evtl. platzierten Wohnwagen der beiden Uwes in Eisenach. Liege ich da total verkehrt?

fatalist
01.11.2013, 10:47
Kapke scheidet aus. Für einen Doppelmord ist er einfach zu schwerfällig. Er könnte nicht "wegrennen". Zu Fuß schafft er es höchstens bis zur Garage und zurück aufs Sofa. Sei es drum, jedenfalls wird ein TV-Publikum vermutlich zum ersten Mal mitbekommen, dass nicht "alles klar ist" beim NSU. Das ist erstmal grundsätzlich sehr löblich.

fatalist
01.11.2013, 10:53
Ich finde es merkwürdig, dass sie 68,5 Kilometer von Böblingen bzw. rund 80 km von ihrem Wohnort entfernt zu einem Routineeinsatz eingesetzt wird, wobei das dann auch noch ein anderer Landkreis ist. Das ist Landespolizei, diese BFE Böblingen, ob der Einsatz ungewöhnlich war, das dürfte sich aus der täglichen Routine klar ergeben. Ich vermute mal, die waren oft in Städten rund um Stuttgart eingesetzt.


Warum seid ihr so sicher, dass das wirklich in Heilbronn geschehen ist und nicht nur im nachhinein…., ich meine, so wie es möglich sein kann mit dem evtl. platzierten Wohnwagen der beiden Uwes in Eisenach. Liege ich da total verkehrt? In Eisenach gibt es für die Zeit von 9:30 bis 12 Uhr irgendwas von 2 Stunden, die völlig unklar sind. In Heilbronn gab es nur ne knappe halbe Stunde. Einen Streifenwagen vorhalten, die umbetten dort hinein etc, das ist sauknapp. Wäre ja auch den Kollegen aufgefallen, ob die den ganzen Tag mit dem BMW herumfuhren oder nicht.

Ja, Du liegst eher verkehrt.

solaris
01.11.2013, 11:09
Nehmen wir doch mal so einen V-Mann wie Meylüt K., der an Verbrechen beteiligt ist, ohne dafür belangt zu werden. Er steht also über dem Gesetz.
Was ist, wenn der jetzt ein anderes Verbrechen begeht, dass mit seinem Auftrag nichts zu tun hat?
Fliegt dann die ganze Sauerland-Aktion auf, oder versucht man das andere Verbrechen doch dann eher jemand anders unterzuschieben?
Es gab vielleicht keinen zwingenden Grund. Es war vielleicht einfach nur Mordlust, und der Rausch, über dem Gesetz zu stehen.

"Es war vielleicht einfach nur Mordlust, und der Rausch, über dem Gesetz zu stehen."

Da bin ich anderer Meinung.Wenn,dann gab es einen ganz zwingenden Grund!

Zu der Zeit waren dutzende CIA-Beamte in Deutschland,inkl.nahkampferprobte Ex-Navy-Seals,jede Menge Überwachungstechnik.Ferner waren 500 deutsche Beamte/Ermittler im Einsatz.Der Sauerlandplot in vollem Gange.Später wurde die Zusammenarbeit als so eng wie noch nie bezeichnet(was auch immer das heißt).Spätestens seit den NSA-Veröffentlichungen muss klar sein,daß alle und gerade diese Aktionen hier ausgespäht und überwacht wurden (Sauerlandhinweis kam von der NSA!)
Wann wurde eigentlich das Wasserstoffperoxid von Freudenstadt nach Oberschleendorf transportiert?(Heilbronn liegt auf dem halben Weg!)
Wann und Wo wurden eigentlich die restlichen 6 Sprengzünder übergeben?
Warum kommt die Meldung über die Teilnahme der CIA-Gruppe erst 2013(während den Enthüllungen über die NSA) und nicht schon im Prozess gegen die Sauerländer?
Welche Einheiten waren an der Polizei-Aktion gegen die Sauerländer beteiligt?

Nübel vom Stern schrieb 2009
http://www.stern.de/panorama/sauerland-zelle-mutmasslicher-cia-mann-war-der-chef-653678.html

Sprengzünder in SchuhenÜber den jungen Alaeddine T. aus Wolfsburg soll Mevlüt K. im August 2007 zunächst 20 Sprengzünder an Gelowicz weitergeleitet haben. Angeblich waren sie in Schuhen versteckt, die K. in einer Istanbuler Moschee dem damals 15-jährigen Deutschen tunesischer Abstammung mitgegeben hatte.

Unter der Führung von Mevlüt K. seien auch weitere sechs Zünder nach Deutschland zur "Sauerland-Gruppe" geschmuggelt worden, aus dem Kosovo, wie die Terrorermittler herausfanden. Fünf serbische Islamisten sollen daran beteiligt gewesen sein, von denen einige im niedersächsischen Bad Harzburg gemeldet sind. Aus abgehörten Gesprächen geht hervor, dass Mevlüt K., der mutmaßliche CIA-Informant, für sie "der Chef" war, von dem die jeweiligen Anweisungen kamen.

Fall noch undurchsichtigerWas den Fall noch undurchsichtiger macht: Wichtigster Kontaktmann von Mevlüt K. in Deutschland war nach BKA-Erkenntnissen der 26-jährige Somalier Ahmed H. aus Ludwigshafen. Es handelt sich um jenen Ahmed H., der zurzeit wegen Mordes an drei georgischen Autohändlern vor Gericht steht - zusammen mit einem Deutsch-Iraker, der als höchst fragwürdiger V-Mann jahrelang für das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz im Islamisten-Milieu gearbeitet hat - und ausgerechnet auf den jungen Somalier Ahmed H. angesetzt war.
Ahmed H., so geht aus BKA-Akten hervor, hatte in der Zeit der Anschlagsvorbereitungen regelmäßig telefonischen Kontakt zum "Chef" Mevlüt K., der sich in der Türkei aufhielt. In den Gesprächen sei es immer wieder um die Zünder gegangen. Am 3. August 2007 soll der Somalier in Mannheim die sechs Sprengzünder an den Rädelsführer der "Sauerland-Gruppe", Fritz Gelowicz, übergeben haben. Einen direkten Beleg für diese Übergabe gibt es allerdings nicht, beide konnten zu diesem konkreten Zeitpunkt nicht observiert werden.



Soviel zum Thema in was 15-jährige so alles verwickelt sein können!
Ganz nah dran mit 600 Mann ,aber sie konnten zu diesem konkreten Zeitpunkt nicht observiert werden?

Den als äußerst gewalttätig beschriebenen Somalier Achmed.H.hätte man auf Phantombildern jedenfalls sofort erkannt, denn er ist schwarzer Hautfarbe,Da kann man schon mal einen Putin dazwischen fälschen und V-Leute als Zeugen rekrutieren,nicht?

nachdenkerin
01.11.2013, 11:19
Bevor Uwe Mundlos angeblich seinen Kumpel und sich erschoss, muß er aber noch Handschuhe angezogen haben oder diese immer noch angehabt haben, um auf der Waffe keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Die Leiche müsste ja dann auch mit Handschuhen fotografiert worden sein. In dem Buch "Das Zwickauer Terror Trio" heißt es auf Seite 282


.....im Wohnwagen gefundene Waffen...



eine Pumpgun Mossberg.....




eine Pumpgun Winchester 1300...




ein Revolver Alfa Proj




eine Maschinenpistole Pleter 91




einen Revolver Melcher


sowie einen Signal-Revolver und eine Handgranate

Auf keiner der Waffen werden Fingerabdrücke gefunden. Auf den beiden Pistolen der Heilbronner Polizisten findet sich allerdings DNA-Material, auf dem Signalrevolver die DNA einer bislang unbekannten männlichen Person.

nachdenkerin
01.11.2013, 11:49
Das ist Landespolizei, diese BFE Böblingen, ob der Einsatz ungewöhnlich war, das dürfte sich aus der täglichen Routine klar ergeben. Ich vermute mal, die waren oft in Städten rund um Stuttgart eingesetzt.

In Eisenach gibt es für die Zeit von 9:30 bis 12 Uhr irgendwas von 2 Stunden, die völlig unklar sind. In Heilbronn gab es nur ne knappe halbe Stunde. Einen Streifenwagen vorhalten, die umbetten dort hinein etc, das ist sauknapp. Wäre ja auch den Kollegen aufgefallen, ob die den ganzen Tag mit dem BMW herumfuhren oder nicht.

Ja, Du liegst eher verkehrt.

Warum nur knappe halbe Stunde. Die Schüsse könnten doch auch schon eher gefallen sein, oder? Schließlich gab es doch keine Zeugen, die Schüsse hörten. Nur Eine, aber das war ja dann falsch. So zumindest gem. PUA-Bericht.

Mit den Kollegen wäre ein Argument.

fatalist
01.11.2013, 14:02
Warum nur knappe halbe Stunde. Die Schüsse könnten doch auch schon eher gefallen sein, oder? Schließlich gab es doch keine Zeugen, die Schüsse hörten. Nur Eine, aber das war ja dann falsch. So zumindest gem. PUA-Bericht.

Mit den Kollegen wäre ein Argument. Das ging ratzfatz: Gegen 13.40 dort eingetroffen, kurz nach 14 Uhr gefunden, und "die Schüsse waren deutlich früher als eine halbe Stunde vor Auffinden" (Staatsanwalt).

Falsche Zeugenaussagen von V-Leuten, um Soko zu verwirren, das war sowohl unmittelbar nach der Tat, aber auch nach Auffliegen des Wattestäbchenphantoms Anfang 2009 zu vermuten: Du weisst doch, der neue Zeuge tauchte genau dann 2009 auf.

Die Polizei wurde von Anfang an desinformiert, und der Staatsanwalt verhinderte jegliche Aufklärung.
Das ist Dasselbe wie in Köln 2004: Innerhalb Stunden war das kein Terror mehr...

man muss die immer gleichen Muster erkennen!!! DESINFO ;)

fatalist
01.11.2013, 14:04
Den als äußerst gewalttätig beschriebenen Somalier Achmed.H.hätte man auf Phantombildern jedenfalls sofort erkannt, denn er ist schwarzer Hautfarbe,Da kann man schon mal einen Putin dazwischen fälschen und V-Leute als Zeugen rekrutieren,nicht? Sauber, solaris :hsl:

fatalist
01.11.2013, 17:11
Elsässer hats gerafft, erfreulich.


fatalist sagt:1. November 2013 um 07:21 (http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#comment-77927)
Wer von “Profis und Agenten” schreibt, dem sollte klar sein, dass solche Spezialisten auf keinen Fall 70 Jahre alte Waffen aus Weltkriegszeiten verwenden würden.

Wer sich auf Phantombilder der Polizei bezieht, dessen Bilder sollten wenigstens Polizeidienststelle, Erstellungsdatum und Nummer aufweisen.

Man schaue mal bei “Putin” und “Arnolds Mörder” genauer hin http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif?m=1129645325g http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#comment-77959


juergenelsaesser sagt:1. November 2013 um 10:39 (http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#comment-77932)
fatalist: Glauben Sie, das Zeug, das Gladio verbuddelt hatte, war immer neu? Gerade in den irregulären Geheimdienst-Abteilungen gibt es immer Hiwis, Alkis, Drogensüchtige, Nazis. – Bei den Phantomfotos haben Sie Recht.


fatalist sagt:
Dein Kommentar muss noch moderiert werden.
1. November 2013 um 17:06 (http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#comment-77959)
Jürgen Elsässer
Sie schreiben ja selber, dass die Bildbeschreibung zu “Kontext Nr.8 A.N.” aus dem “Umfeld des LfV” stammt. “Mann im Gras Nähe Tatort”.

Also stammt sie nicht aus den Ermittlungsakten.

Das war zu beweisen…

Dolohov
01.11.2013, 19:23
Elsässer hats gerafft, erfreulich.

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#comment-77959
Und was ist die Quintessenz daraus? :?

fatalist
01.11.2013, 20:11
Und was ist die Quintessenz daraus? :? Das Kontextmosers Bilder Fakes sind, mit falschen Sichtungsbeschreibungen.

fatalist
01.11.2013, 20:13
NSU: Böhnhardt, Mundlos wurden erschossen, keine Selbstmorde!Posted on November 1, 2013 (http://friedensblick.de/8230/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/) by Georg Lehle (http://friedensblick.de/author/friedensblick/)
Zum Schauer-Märchen, wie die (angebliche) terroristische Kleinstzelle NSU zufälligerweise aufflog, gehört der “Selbstmord” von Uwe Mundlos. Es wäre es zu einer “spontanen De-Radikalisierung” gekommen, nach 10 kaltblütigen Morden, darunter ein tödlicher Polizisten-Überfall in Heilbronn. Nach einem Banküberfall in Eisenhach am 04.11.11 näherten sich zwei Polizisten dem Wohnwagen von Mundlos und Böhnhardt. Angesichts der drohenden Festnahme hätte Mundlos mit seiner Pumpgun erst Böhnhardt, dann sich selbst einen Schuss in den Kopf verpasst. Doch jetzt setzen sich die Beweise langsam zu einer schlüssigeren Darstellung zusammen: Mundlos und Böhnhardt wurden erschossen. Damit stellen sich die entscheidenden Fragen: Wer sind die Täter und warum werden sie staatlich gedeckt?Was für eine Erschießung spricht:

http://friedensblick.de/8230/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/

fatalist
01.11.2013, 20:15
NSU: TNT-Lieferant Starke war “langjähriger Vertrauensmann”Posted on October 30, 2013 (http://friedensblick.de/8212/nsu-tnt-lieferant-starke-war-langjaehriger-vertrauensmann/) by Georg Lehle (http://friedensblick.de/author/friedensblick/)
Bisher wurde lediglich zugeben, dass Thomas Starke ab 2000 “Vertrauensperson” (VP) des Berliner Landeskriminalamts (LKA) war. 1998 hätte er das Trio Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe mit (angeblich) gestohlenen TNT aus Bundeswehr Beständen beliefert. Neue Informationen vom sächsischen U-Ausschuss beweisen, dass Starke bereits vor seiner Anwerbung durch die Berliner eine “langjährige Vertrauensperson” war. Es bleibt offen bei welchem Dienst. An dieser Stelle wird die Arbeit der Linken-Abgeordneten Kerstin Ködiz gewürdigt, die diese Informationen veröffentlichte. Der fehlende Aufschrei, das Schweigen der großen Leit-Medien ist deutlich hörbar.
http://friedensblick.de/8212/nsu-tnt-lieferant-starke-war-langjaehriger-vertrauensmann/

Dolohov
01.11.2013, 20:58
Das Kontextmosers Bilder Fakes sind, mit falschen Sichtungsbeschreibungen.

Die echten würd ich mal gern sehen!

fatalist
02.11.2013, 02:53
Die echten würd ich mal gern sehen! Die echten müssen auf den Tisch, so dass Jeder sie sehen kann. Dazu macht man ja Phantombilder, zum Veröffentlichen. Nur im "Ländle" ist das bekanntlicher Massen anders...

fatalist
02.11.2013, 03:06
Das NSU-Lügengebäude bricht langsam zusammenhttp://friedensblick.de/8062/nsu-luegengebaeude-bricht-langsam-zusammen/

Das ist ein "limited hangout", der NSU war es, ganz klar, immer noch, aber Andere mischten mit. "Andere" sind staatliche Stellen oder Mafia-Strukturen, oder beides. Ist ja auch oft genug fast Dasselbe...

Man darf gespannt sein, wann auch "Der NSU war es gar nicht" als Hypothese gedacht wird. Moser, Wetzel, Funke, Lehle, mal sehen wer dieses Denktabu als Erster zu verletzen wagt...

fatalist
02.11.2013, 03:43
fatalist und Gronbach, eine innige Liebe.


Alexander Gronbach sagt:2. November 2013 um 00:32 (http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#comment-77999)

Die “Socken” der NSU …….
& andere Punkte von Münchhausen “Fatalist”!

1. Es ist mit 28 Zeugenaussagen, sowie verifizierten Sachbeweisen eindeutig belegt, dass sich Melvüt Kar am 25 April 2007 in Cesme in der Nähe von Izmir in einer Spielbank befand. Ist das angekommen? Die rechtslastigen Figuren sollten sich somit eine andere Verschwörungstheorie aussuchen!

2. Es wurden am 25 April 2007 in keiner Filliale in Baden Württemberg der Santanderbank “meldepflichtige” Bareinzahlungen vorgenommen, weder 100 tsd, weder 1 Million geschweige denne 2.3 Millionen €. Und es war auch kein Melvüt Kar oder sonst ein “Türkisch ausehender Mann” auf der CCTV Kamera in einer der Santanderfillialen in Heilbronn erfasst. Ist auch das bei den Verschwörern angekommen?

3. Der Rest mutet sich geradezu lächerlich an, was inzwischen aus allen Ecken der Rechten und auch Linken suggeriert wird. Laut eueren Verschwörern habe es eine wilde Schiesserei an Theresienwiese gegeben. daran sieht man, auf was für absurde Stufen sich hier begeben wurde. Und nebenbei bemerkt ist der Tatzeitpunkt auf plus minus 30 Sekunden eingegrenzt. (Behauptung im gefälschten DIA Protokoll – es habe eine wilde Schießerei zwischen “Right Wing Elements” und Bullerei gegeben, sind da bluttriefende Hakenkreuzschwingende Typen mit rauchenden Colts rumgerannt??? ) Sonst noch Probleme?

4. Die Phantombilder sind 100% indentisch, der immer wieder auftretende fatalist alias ……. …….. ist ein Psychopath der mit systematisch falsch gestreuten Vorgaben (z.b. er kenne drei Phantombilder mit welchen über Interpol gefahndet wurde….) seine rechtsextremen Kumpane decken möchte. Die 14 Phantombilder stammen aus den polizeilichen Ermittlungsakten der SOKO Parkplatz!

5. Die Waffe Tokarev TT 33 stammt (…………..)

6. Es wurde in den letzten Wochen verifizierbar ermittelt, dass (…………….)

7. Der ermordete Florian Heilig machte schon im “Mai 2011″ d.h. 6 Monate vor offiziellen Auffliegen der NSU Angaben zum Mordfall Kiesewetter und nannte vier Namen aus der regionalen Neonaziszene! (………………………)

8. Es ist eindeutig verifiziert, dass Benjamin Gärtner alias “Amphion” seinen Quellenführer Andreas Temme in einem 17 sek. Anruf in das Internetcafe einbestellte. Aber das wird ja in den nächsten zwei Wochen Hauptbestandteil gegen diese Zschäpe in München vor dem OLG! (…………………..)

9. Der treue Paladin Andre Kapke ist der Mörder von Mundlos und Böhnhardt. Die Nebelkerze von “Socken” im Wohnmobil, wo DNA Anhaftungen seitens Zschäpe sowie einem aus NRW stammenden (……………)

somit im Westen nichts Neues …………………..

Den Rest kann man bei W.W. und H.F. lesen, sofern wir mal Lust und Laune haben, den Text zu veröffentlichen! Bzw. in diversen neuen Haftbefehlen i.K. Alles klar?

Da dürfen wir jetzt Alle gespannt sein, was für sensationelle Enthüllungen der Hajo und der Wolf demnächst bringen werden. Der Tiefe Staat zittert schon wie Espenlaub.

fatalist
02.11.2013, 04:32
Mal von den Phantombildern abgesehen stimme ich vielen Thesen Gronbachs zu: DIA-Protokoll, Mevlüt Kar und Santander Bank sind wunderbare Desinfo-Geschichten, und auch mit der Sauerlandbomber-Terrorinszenierung hat Heilbronn imo nichts zu tun. Gronbach meint ebenfalls, dass B&M nichts mit Heilbronn zu tun haben.

Es geht um militante Kurden-Organisationen, es geht um einen innertürkischen Konflikt zwischen nationalistischen Türken, Ergenekon, Graue Wölfe, und Unterstützer/Finanzierer/Informanten/Geldbeschaffer der Kurden-Organisationen.

Stellvertreterkrieg auf deutschem Boden, mit BND-Beteiligung, US-Finanzierung gegen den Iran usw.

http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_ein_Freies_Leben_in_Kurdistan


Erstmals bundesweite Aufmerksamkeit erregte die Organisation im Juni 2007, als durch einen Beitrag der Fernsehsendung Monitor (http://de.wikipedia.org/wiki/Monitor_(Fernsehmagazin)) bekannt wurde, dass die PJAK auch in Deutschland Guerillakämpfer rekrutiert. Die Finanzierung erfolgt auch über Geldwäsche, Schutzgelderpressung und Drogenhandel.


Im Gegensatz zur PKK wird die PJAK von seiten der USA nicht direkt als terroristische Organisation eingestuft, nach Aussagen der PJAK wird diese sogar von den USA unterstützt.[9] (http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_ein_Freies_Leben_in_Kurdistan#cite _note-9)[10] (http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_ein_Freies_Leben_in_Kurdistan#cite _note-10)[11] (http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_f%C3%BCr_ein_Freies_Leben_in_Kurdistan#cite _note-11)Seymour Hersh, ein bekannter Muckraker (http://de.wikipedia.org/wiki/Muckraker) schrieb in The New Yorker (http://de.wikipedia.org/wiki/The_New_Yorker), dass die PJAK von den USA und von Israel finanziell sowie mit Waffenlieferungen unterstützt werde Türkei, USA, Israel, Iran...


Die iranische Regierung will mit dem Bau einer Sperrmauer am Grenzübergang zum Irak die PJAK aus dem Iran heraushalten. Der Bundesnachrichtendienst soll mit der PJAK in Kontakt stehen.

Über den kurdisch-iranischen Konflikt gibt es noch was auf Englisch.
http://en.wikipedia.org/wiki/Iran%E2%80%93Party_for_a_Free_Life_in_Kurdistan_co nflict


Die Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê, PJAK) ist eine militante kurdische Untergrundorganisation im Iran mit Stützpunkten im Nordirak.[1] Die PJAK ist eine Schwesterorganisation der PKK. Sie führt einen bewaffneten Kampf für mehr Autonomie der Kurden im Iran. Geführt wird die PJAK von dem in Köln wohnhaften Abdul Rahman Haji Ahmadi, genannt Haji Ahmadi. Die PJAK finanziert sich mit Drogenhandel im grossen Stil, und das mit Wissen der deutschen Sicherheitsbehörden, wohl gelitten auch bei den USA und Israel.

Der Iran, der Irak und die Türkei finden das gar nicht witzig, denn ein Staat Kurdistan würde ja aus Teilgebieten dieser Staaten entstehen, und auch bei einer blossen Autonomie gibt es viel (nicht nur Öl) zu verlieren.

Von diesem Punkt aus sollte man mal weiterdenken, was das mit Kurdenmorden oder Informantenmorden zu tun haben könnte... oder gar mit dem Mord von "verdeckten Drogenkäuferinnen" aus der Polizei...

fatalist
02.11.2013, 06:37
NPD-Mann soll Bankräuber gewesen sein


Verbindet eine Waffe NSU und Schlapphutbande?

Ein polnischer Häftling, der wegen Mitgliedschaft in einer Bankräuber-Bande einsitzt, behauptet: NPD-Mann Ralf Wohlleben soll gleichzeitig der Lieferant von Rechtsterroristen und Bankräubern gewesen sein.

August 2005: Nach einer Schießerei in Göttingen flog die Schlapphutbande auf.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Verbindet-eine-Waffe-NSU-und-Schlapphutbande

Damaliger Polizeibericht:


POLIZEIBERICHT

Schießerei in der Goetheallee

Göttingen, Goetheallee, Höhe Gebhards Hotel, etwa 19.45 Uhr. Flüchtige mutmaßliche Bankräuber schießen sofort - ein Passant wurde lebensgefährlich verletzt
(Göttingen / bb) Schießerei am 3. August in der Göttinger Goethealle, vor dem Gebhards Hotel. Zeugen wollen drei Schüsse gehört haben. Ein Schwerverletzter wurde, so Polizeiangaben, ins Klinikum gebracht. Polizeisprecher Helmut Latermann stellte in einer ersten Stellungnahme einen Zusammenhang mit einem Bankraub am heutigen Tage in Wieda (Harz) her. Nach den bisherigen Informationen stahlen sie am Mittwochabend in der Nähe der Goetheallee einen Mercedes. Als zwei Beamte zu dem Fahrzeug gingen, schossen die Täter sofort aus dem Auto auf die Beamten und flüchteten mit dem Wagen. Die Schüsse verfehlten nur knapp die beiden Beamten, trafen jedoch einen Passanten am Kopf. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Göttinger Krankenhaus.

Zum Überfall der Volksbank in Wieda: Bei dem Raubüberfall erbeutete der Täter mehrere tausend Euro. Der Täter nahm einer Kundin der Bank außerdem 400 Euro ab. Zum Zeitpunkt des Überfalls (10.40 Uhr) war ein Angestellter im Kassenraum. Zur Flucht wurde ein roter Nissan Primera benutzt, der während der Tat mit einem zweiten Täter vor der Bank stand.

Am Mittwoch kurz vor 22 Uhr haben Spezialeinsatzkräfte der niedersächsischen Polizei mit Unterstützung eines niedersächsischen Polizeihubschraubers in der Nähe von Nordhausen (Thüringen) einen mutmaßlichen Bankräuber festgenommen und ein offensichtliches Fluchtfahrzeug (VW T4) sichergestellt. Die Fahndung nach dem anderen Verdächtigen läuft noch.

fatalist
02.11.2013, 06:42
„Schlapphut-Bande“Zwölfeinhalb Jahre für Bankräuber

Freitag, 28.08.2009, 16:25
http://www.focus.de/panorama/welt/schlapphut-bande-zwoelfeinhalb-jahre-fuer-bankraeuber_aid_430556.html


Es war die größte Bankraubserie der deutschen Nachkriegsgeschichte: Mehr als 50 Geldinstitute im ganzen Bundesgebiet raubte die „Schlapphut-Bande“ aus. Die Höchststrafe setzte es dennoch nicht.

Das Landgericht Göttingen verurteilte Krzysztof S. am Freitag wegen gemeinschaftlicher schwerer räuberischer Erpressung in sechs Fällen sowie Besitzes einer Maschinenpistole. Da hat man dann ein paar Überfälle für den NSU "umgewidmet" ???
Oder hat Wohlleben denen gezeigt, wie man das macht?

bio
02.11.2013, 08:14
Das NSU-Lügengebäude bricht langsam zusammenhttp://friedensblick.de/8062/nsu-luegengebaeude-bricht-langsam-zusammen/

Das ist ein "limited hangout", der NSU war es, ganz klar, immer noch, aber Andere mischten mit. "Andere" sind staatliche Stellen oder Mafia-Strukturen, oder beides. Ist ja auch oft genug fast Dasselbe...

Man darf gespannt sein, wann auch "Der NSU war es gar nicht" als Hypothese gedacht wird. Moser, Wetzel, Funke, Lehle, mal sehen wer dieses Denktabu als Erster zu verletzen wagt...

das ist doch kindisch, genauso könnte man deine aktivitäten hier so beurteilen.

bio
02.11.2013, 08:16
deswegen lebt der unschuldigte mevlüt kar friedlich in der türkei, wer kümmert sich drum, wenn ein deutscher haftbefehl gegen ihn vorliegt.

brain freeze
02.11.2013, 08:57
Ich würde nicht alle in einen Sack stecken, bio verkündet keine letzten Wahrheiten, er pickt sich auch nicht die passenden raus. Beim Politthriller "NSU" neigen Leute zu Annahmen, die zu ihren politischen Vorstellungen passen. Die Frage ist halt, ob man die Kraft hat, unstrittige Fakten zu akzeptieren und eigene widersprechende Vorstellungen aufzugeben ohne "Theorien-hopping".

bio
02.11.2013, 09:04
Ich würde nicht alle in einen Sack stecken, bio verkündet keine letzten Wahrheiten, er pickt sich auch nicht die passenden raus. Beim Politthriller "NSU" neigen Leute zu Annahmen, die zu ihren politischen Vorstellungen passen. Die Frage ist halt, ob man die Kraft hat, unstrittige Fakten zu akzeptieren und eigene widersprechende Vorstellungen aufzugeben ohne "Theorien-hopping".

Das ist für mich kein unstrittiger Fakt:

"1. Es ist mit 28 Zeugenaussagen, sowie verifizierten Sachbeweisen eindeutig belegt, dass sich Melvüt Kar am 25 April 2007 in Cesme in der Nähe von Izmir in einer Spielbank befand. Ist das angekommen? Die rechtslastigen Figuren sollten sich somit eine andere Verschwörungstheorie aussuchen!"

brain freeze
02.11.2013, 09:09
Das ist für mich kein unstrittiger Fakt:

"1. Es ist mit 28 Zeugenaussagen, sowie verifizierten Sachbeweisen eindeutig belegt, dass sich Melvüt Kar am 25 April 2007 in Cesme in der Nähe von Izmir in einer Spielbank befand. Ist das angekommen? Die rechtslastigen Figuren sollten sich somit eine andere Verschwörungstheorie aussuchen!"

Ich mag mich zu Gronbach nicht mehr äußern, er ist ein Hütchenspieler. Bisher habe ich keine Aussage von ihm gesehen, die sich - wie er immer so schön sagt - verifizieren läßt.

fatalist
02.11.2013, 09:55
das ist doch kindisch, genauso könnte man deine aktivitäten hier so beurteilen. Besser hättest Du die Denkverbote gar nicht bestätigen können.

fatalist
02.11.2013, 10:00
deswegen lebt der unschuldigte mevlüt kar friedlich in der türkei, wer kümmert sich drum, wenn ein deutscher haftbefehl gegen ihn vorliegt. Mevlüt Kar ist kein Killer, sondern ein Agent für gefakten Terror. Egal wo der damals war, er ist nicht der Killer von Kiesewetter.

fatalist
02.11.2013, 10:02
Das ist für mich kein unstrittiger Fakt:

"1. Es ist mit 28 Zeugenaussagen, sowie verifizierten Sachbeweisen eindeutig belegt, dass sich Melvüt Kar am 25 April 2007 in Cesme in der Nähe von Izmir in einer Spielbank befand. Ist das angekommen? Die rechtslastigen Figuren sollten sich somit eine andere Verschwörungstheorie aussuchen!" Natürlich sind das alles keine Fakten, bio.

Ingeborg
02.11.2013, 11:59
Es kommt endlich mal wieder Bewegung in die offizielle NSU-Story. PI hat von Anfang an nicht an die von der Bundesanwaltschaft verbreitete Selbstmordthese geglaubt, wonach Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos kurz nach ihrem letzten erfolgreichen Banküberfall ihr mit Waffen und Geld vollgestopftes Wohnmobil in Sekundenschnelle angezündet und sich gegenseitig erschossen haben sollen, nur weil zwei harmlose Streifenpolizisten am Horizont auftauchten. Psychologisch und technisch total unglaubwürdig. Jetzt kommt am Montag anscheinend eine neue TV-Dokumentation. [mehr]

http://www.pi-news.net/2013/11/kein-nsu-selbstmord-mundlos-und-bohnhardt/

nachdenkerin
02.11.2013, 12:02
Auf Grund von Internet und Computerproblemen muste ich zuerst einmal sammeln. Jetzt fünf mal nacheinander.


Bargeld: Mundlos und Böhnhardt waren während der zwei Stunden zwischen Rückkehr vom Überfall zum Wohnmobil und dem Eintreffen der beiden Streifenpolizisten nicht untätig. Sie verteilen das erbeutete Bargeld aus der Eisenacher Sparkasse überall im Fiat. Die Ermittler finden an verschiedenen Stellen im Auto große Eurobeträge. In einem Plastikbeutel stecken 71 915 Euro, 20 000 Euro gebündelte Euro mit der Beschriftung „LZB“ (Landeszentralbank, Anm. der Autoren) liegen herum, ebenso wie 3.000 Euro in einer Bandrole aus dem Raub in der Sparkasse Arnstadt-West. 600 Euro, 240 Euro und 150 Euro finden die Beamten als Einzelgeld, hinzu zweimal eingeschweißte 5000 und 6000 Euro. Buch „das Zwickauer Terror Trio“, S. 200

Die exakte Summe von 71 915 Euro, die sich in einer Plastiktüte befindet, soll insgesamt aus dem Banküberfall Eisenach resultieren. Dementsprechend kann davon nichts in dem Fiat an verschiedenen Plätzen versteckt worden sein.


Eisenach…..Die Beute betrug insgesamt 71 915 EuroPUA-Bericht S. 75

Das restliche hier aufgeführte Geld muss somit von anderen Bankfilialen sein:



3.000 Euro mit Bandrole aus dem Raub in der Sparkasse Arnstadt




20.000 Euro gebündelt mit der Beschriftung LZB




5.000 Euro und 6.000 Euro eingeschweißtes Geld




ADAC-Stadtpläne von….Arnstadt und Altenburg

EC-Karte: Auch eine EC-Karte der Commerzbank, im Jahr 2000 ausgestellt ……

Zwei Bahncards: Auf der bereits abgelaufenen Bahncard 25 ……..Auf der zweiten, ebenfalls abgelaufenen Bahncard 25……Von zwei Konten bei der Commerzbank Zwickau sowie der Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg ging das Geld für die Verlängerung der Bahncards am 14. Und 22. Juni 2010 ab.

………….Buch „das Zwickauer Terror Trio“, S. 201

Sicherlich, zu einem Banküberfall in Eisenach nimmt man Geld aus den vorherigen Überfällen mit, und dazu auch noch alles original verpackt mit Banderolen und Einschweißungen; Stadtpläne von anderen Städten, eine schon seit ewigen Zeiten abgelaufene EC-Karte aus dem Jahr 2000, zwei seit rund 1 ½ Jahren abgelaufene Bahncards und etc.

nachdenkerin
02.11.2013, 12:02
In dem Buch das Zwickauer Terror Trio sind die Namen jeweils abgeändert.

Lisa Dienelt:


Susann Schreiber: Drei Nachbarinnen und die Vermieter der Polenzstraße 2 und der Frühlingsstraße 26 kennen Zschäpe als Doreen Schreiber, Spitzname Lise. Offenbar gelangte die Rechtsextreme zu diesem Namen durch einen 2006 in einer Diskothek im Sachsencenter Stollberg verloren gegangenen Personalausweis. Der identische Name mit dem Mieter der Polenz- und der Frühlingsstraße ist Zufall.Buch „Das Zwickauer Terror Trio“, S. 221

Dementsprechend müsste Beate Zschäpe einen Personalausweis auf Lisa Dienelt gehabt haben.

nachdenkerin
02.11.2013, 12:03
Da die Namen in dem Buch geändert wurden, müsste „Lisa Pohl“ „Lisa Dienelt“ sein.


Lisa Pohl: Diese „Person“ zahlte die Miete per Bareinzahlung für die Zwickauer Polenzstraße 2 und die Frühlingsstraße 26. Als Verwendungszweck notierte Zschäpe: „Lisa Pohl, Polenzstraße 10, 08060 Zwickau“.Buch „Das Zwickauer Terror Trio“, S. 224

Wieso Hausnummer 10? Das kann auch kein Tippfehler sein.

„Polenzstraße 2“ ist ein Eckhaus, was von einer belebten, mehrspurige Querstraße gekreuzt wird.


Für das Trio ist das Versteck in der ruhigen Nebenstraße geradezu ideal.

Dementsprechend müsste Beate Zschäpe in der Polenzstraße 10 gewohnt haben, und nicht, wie auch andere Medien berichten, in der Hausnummer 2.

nachdenkerin
02.11.2013, 12:04
Mietkosten für Wohnwagen vom 7. Juli 2011 bis 15. Juli 2011 gebucht auf den Namen Susann Eminger in Höhe von 938,80 EuroPUA-Bericht S. 919


2011..Juli Urlaub auf Fehmarn:
Wieder machen sich die begeisterten Ostsee-Urlauber auf nach Fehmarn zum Campingplatz Wulfener Hals, in einem anthrazitfarbenen VW-Bus mit der Aufschrift „Autovermietung Zwickau“. Dieses Mal vom 30. Juli bis 13. August (für 938,80 Euro).Buch „Das Zwickauer Terror-Trio S. 191

Aber warum die unterschiedliche Zeit, bei gleichem Rechnungsbetrag.


Seit Juli 2008 versorgt sie auch die beiden Katzen von Beate Zschäpe, wenn das Trio sechs Wochen auf Fehmarn ist.Buch „die Zelle“, S. 231 elektr. Ausgabe


Bekannt ist nur, dass das Trio jedes Jahr gemeinsam für mehrere Wochen in den Urlaub gefahren ist; laut Zeugenaussagen einer Nachbarin aus der Polenzstraße immer sechs Wochen mit dem Wohnwagen an die See.PUA-Bericht S. 916

Geht man davon aus, dass der Reisebeginn der 30. Juli war und nimmt 6 Wochen, so wäre eine Rückreise zuerst am 10. September erfolgt. Das würde dann aber nicht hinhauen, da am 7. September der Banküberfall in Arnstadt war.

Warum sollten Emingers für das Trio die Urlaube buchen, wo sie doch selber über falsche Ausweispapiere verfügten.

Von wann war eigentlich die NDR-Aufnahme vom Frühsport? Ich kann keinen Monat finden.

nachdenkerin
02.11.2013, 12:05
5. November Am Vormittag informiert die Jenaer Kriminalpolizei die Soko Capron über einen morgendlichen Anruf. Am Apparat: Die Eltern von Mundlos. Sie erzählen von einem Anruf, 7.54 Uhr morgens. Am anderen Ende: Zschäpe. „Hier ist die Beate vom Uwe“, sagt sie………………….Vor dem Anruf im Hause Mundlos hatte Zschäpe um 7.09 Uhr schon mit der Mutter von Uwe Böhnhardt gesprochen, ließ sich von einer Chemnitzer Telefonzelle (200 Meter entfernt von dem Apparat, von dem sie mit Mundlos‘ Mutter) über die Auskunft der Telekom verbinden. Das Gespräch dauert fast acht Minuten,…Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 215/216


8. November Die Mutter Zschäpes…..Einen Tag nach der Explosion der Frühlingsstraße hatte die Polizei bei ihr geklingelt, hier im ersten Stock der weiß getünchten sanierten Platte – und teilte der Frau mit, dass ihre Tochter mit internationalen Haftbefehl gesucht wird. Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 219

Am 5. November werden die Gespräche zwischen Beate Zschäpe und den Eltern der beiden Uwes abgehört. Die Polizei wusste genau, dass sie von Chemnitz aus telefonierte und von welcher Telefonzelle. Aber einen Tag danach klingelt die Polizei bei Beate Zschäpes Mutter und teilt ihr mit, dass sie mit internationalem Haftbefehl gesucht wird.

Dementsprechend wussten gewisse Führungskräfte der Polizei genau wo Beate Zschäpe steckt und alles wurde nur inszeniert.

solaris
02.11.2013, 12:06
Es kommt endlich mal wieder Bewegung in die offizielle NSU-Story.[mehr]

http://www.pi-news.net/2013/11/kein-nsu-selbstmord-mundlos-und-bohnhardt/

Neue Spur: Tod von NSU-Terroristen doch kein Selbstmord?
Waffenexperte widerspricht BKA-These in der N24-Reportage "Der NSU - Eine Spurensuche", Sendedatum: 4.11.2013, 20.10 Uhr

http://www.presseportal.de/pm/13399/2588103/neue-spur-tod-von-nsu-terroristen-doch-kein-selbstmord-waffenexperte-widerspricht-bka-these-in-der/gn

Nationalsozialistischer Untergrund Hatte der NSU Kontakte zu litauischen Verbrechern?

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nationalsozialistischer-untergrund-hatte-der-nsu-kontakte-zu-litauischen-verbrechern.1620adc3-a2bf-46b8-a2fe-8882d5672658.html


Berlin - In dem vor knapp zwei Jahren ausgebrannten Wohnmobil, in dem die Leichen der beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gefunden wurden, ist die DNA-Spur eines unbekannten Mannes festgestellt worden. Sie stimmt mit einem genetischen Fingerabdruck überein, den die Polizei auch bei drei anderen Verbrechen sichern konnte, die scheinbar nichts mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) (http://www.stuttgarter-zeitung.de/thema/NSU)zu tun haben. Aus den Ermittlungsakten zur Terrorgruppe NSU (http://www.stuttgarter-zeitung.de/thema/NSU) gehen darüber hinaus noch weitere Hinweise auf mögliche Komplizen des Trios hervor.

In einem Einbauschrank des Wohnmobils hatten die Beamten im November 2011 auch ein Paar Wollsocken sichergestellt, frisch gewaschen und zusammengerollt. An der Innenseite einer Socke isolierten die Experten eine genetische Mischspur zweier Personen. Ein Teil der Spur entsprach der DNA von Beate Zschäpe (http://www.stuttgarter-zeitung.de/thema/Beate_Zsch%C3%A4pe); die andere Teilspur wird einer unbekannten männlichen Person zugeordnet, da das Genprofil nicht mit dem der beiden Toten im Wohnmobil übereinstimmte.
(...)
Dennoch bleibt natürlich die Frage, wie die DNA des unbekannten Tatverdächtigen auf die Socke in dem Wohnmobil gelangen konnte. Zwar lässt sich nicht ausschließen, dass die rätselhafte Spurübereinstimmung auf eine Verunreinigung etwa der Wattestäbchen zurückzuführen ist, mit der die Spuren aufgenommen werden. Experten halten dies jedoch für relativ unwahrscheinlich.

Wattestäbchen die 2. im Anflug?

Die 3. Person gewinnt an Körperlichkeit
http://www.medienanalyse-international.de/index1.html

MAI-Leser wussten das schon: Wieder und wieder haben wir von der 3. Person geschrieben, die den Campingbus der Uwes verließ. Die Patrone zuviel in der Pumpgun, die Schusswunden, das fehlende Feuergefecht, die Existenz des Campingbussses an exakt der Stelle auf Google Earth, die Identifikation der Täter beim Banküberfall zuvor als ca 20jährige und nicht als über 30jährige Uwes, all das zusammen ergab, dass die BKA-Lügen dreiste Volksverblödung waren und bis heute sind. Nein, wir wissen nicht, was wirklich geschah - aber was bestimmt nicht geschah, das konnte jeder wissen, der die Augen und Ohren aufmachte und ein wenig Logik anwendete.

fatalist
02.11.2013, 12:32
Dementsprechend wussten gewisse Führungskräfte der Polizei genau wo Beate Zschäpe steckt und alles wurde nur inszeniert. Die 4 Tage Flucht mit Märchenvideoeinwurf sind ein Fake.

fatalist
02.11.2013, 12:37
Geht man davon aus, dass der Reisebeginn der 30. Juli war und nimmt 6 Wochen, so wäre eine Rückreise zuerst am 10. September erfolgt. Das würde dann aber nicht hinhauen, da am 7. September der Banküberfall in Arnstadt war.

Warum sollten Emingers für das Trio die Urlaube buchen, wo sie doch selber über falsche Ausweispapiere verfügten.

Von wann war eigentlich die NDR-Aufnahme vom Frühsport? Ich kann keinen Monat finden. Monat weiss ich auch nicht, aber das ganze Bargeld im WOMO Eisenach beweist doch, dass B&M den Arnstädter Bankraub nicht ausführten, und den Eisenacher auch nicht. Das ist alles komplett inszeniert.

Die Uwes wurden ermordet, daher ja auch die vielen Pannen, Mehrfach-Obduktionen nach Freigabe der Leichen erneut, und die Sache mit den 2 Hülsen. Irgendwer gab die Zschäpe in Zwickau, und die echte Zschäpe wird man 4 Tage lang bearbeitet haben, da man sie als Angeklagte brauchte. Ex oder hopp, mitspielen oder Exitus, und am Wichtigsten: Klappe halten...

Bolinski
02.11.2013, 14:11
deswegen lebt der unschuldigte mevlüt kar friedlich in der türkei, wer kümmert sich drum, wenn ein deutscher haftbefehl gegen ihn vorliegt.

Deutsche Haftbefehle werden in der Türkei nicht vollstreckt, also gibt es auch keine Auslieferung.

fatalist
02.11.2013, 14:21
Deutsche Haftbefehle werden in der Türkei nicht vollstreckt, also gibt es auch keine Auslieferung.
Es geht hier nicht um Recht und Gesetz.


Terrorist Designations of Yassin Chouka, Monir Chouka and Mevlut Kar




Media NoteOffice of the Spokesperson

Washington, DC

January 26, 2012

http://www.state.gov/images/btn-share.png (http://www.addthis.com/bookmark.php)


Today, the Department of State designated Yassin Chouka, Monir Chouka and Mevlut Kar as Specially Designated Global Terrorists under section 1(b) of Executive Order 13224. The consequences of these designations include a prohibition against engaging in transactions with these individuals, and the freezing of all property and interests in property that is in the United States, or comes within the United States or the control of U.S. persons. The Chouka brothers and Kar were also listed at the UN 1267/1989 Committee for their links to al-Qaida.
Brothers Yassin and Monir Chouka are fighters, recruiters, facilitators and propagandists for the Islamic Movement of Uzbekistan (IMU), a designated Foreign Terrorist Organization. Mevlut Kar is a facilitator and recruiter for the Islamic Jihad Union (IJU) which is, like the IMU, a designated FTO.
Monir Chouka, also known as Abu Adam, and Yassin Chouka, also known as Abu Ibrahim, carry out operations as members of the IMU along the Afghanistan-Pakistan border. The Chouka brothers are also senior members of Jundallah Media, the IMU's media production arm.
In October 2011, Monir Chouka claimed IMU responsibility for an attack that killed five Americans, a Canadian, eight ISAF civilian employees, three Afghan civilians, and a policeman. Monir also claimed IMU was responsible for the May 19, 2010 suicide assault in Bagram, Afghanistan, which resulted in the death of an American contractor and wounded nine NATO troops.


Mevlut Kar is currently wanted by the Government of Lebanon and an Interpol Red Notice has been issued for his arrest and extradition. He was sentenced in absentia to 15-years in prison for attempting to establish an al-Qaida cell in Lebanon. Mevlut Kar is implicated in the 2007 European bomb plot targeting U.S. military installations and American citizens in Germany. Kar has also provided more than 20 detonators to members of the IJU. http://www.state.gov/r/pa/prs/ps/2012/01/182550.htm

Wenn es die USA wollte, wäre der Kar morgen in der BRD.

fatalist
02.11.2013, 15:11
http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html

Link ist tot. Anruf eingegangen?

NSU: Mundlos und Böhnhardt sollen keinen Selbstmord begangen haben

Marcus Klöckner (http://www.heise.de/tp/autor/marcusklckner/default.html) 02.11.2013



Für die Doku wurde das Szenario des angeblichen Selbstmordes durchgespielt - mit dem Ergebnis: So wie von den Behörden behauptet, wonach Mundlos zunächst Böhnhardt erschossen und sich dann selbst getötet haben, kann es nicht gewesen sein.

Der Waffenexperte Siegmund Mittag kommt zu dem Schluss, dass unter anderem die Funktionsweise der Waffen und die Anzahl der Patronenhülsen, die im Wohnmobil der beiden gefunden wurden, gegen die Selbstmordtheorie sprechen. Auf dem Medienblog von Zeit Online (http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/11/01/waffenexperte-widerspricht-selbstmordthese/) zum NSU Prozess wird aus der türkischen Tageszeitung Sabah (http://www.sabah.de/intihar-etmediler.html)zitiert, wonach Mittag die offizielle Version für "unmöglich" halte.

Zweifel an der Selbstmordthese gibt es jedoch schon länger. Bereits damals, imNovember 2011 (http://www.stern.de/politik/deutschland/zwickauer-terrorzelle-das-raetsel-von-eisenach-1753339.html), als die Leichen von Mundlos und Bönhardt gefunden wurden, meldeten sich Anwohner zu Wort, die angeblich eine dritte Person am Ort gesehen haben. Außerdem seien keine Schüsse zu hören gewesen.

Nun kommt noch weiter hinzu: In dem Wohnmobil soll eine unbekannte DNA-Spur entdeckt worden sein, was darauf deutet, dass sich eine weitere Person darin befunden haben muss. Die Stuttgarter Zeitung (http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.nationalsozialistischer-untergrund-hatte-der-nsu-kontakte-zu-litauischen-verbrechern.1620adc3-a2bf-46b8-a2fe-8882d5672658.html) geht in einem aktuellen Artikel auf diese DNA-Spur ein und schreibt, dass diese einem unbekannten Mann zugeordnet werden könne, der bereits bei drei anderen Verbrechen (die aber vermutlich nichts mit dem NSU zu tun hatten) in Erscheinung getreten ist. http://www.heise.de/tp/blogs/8/155261

bio
02.11.2013, 16:36
wäre ja lustig, wenn sie die sendung gestrichen hätten.

Ingeborg
02.11.2013, 16:57
Es ist nicht das erste Mal, dass Zweifel an dem Selbstmord der beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen auftauchen. Bereits kurz nachdem das Neonazi-Duo tot aufgefunden war, sagten Anwohner aus, sie hätten zur fraglichen Zeit zwar das brennende Wohnmobil bemerkt, jedoch keine Schüsse am Tatort gehört. Das hatte „stern.de" berichtet. ...

http://www.huffingtonpost.de/2013/10/31/selbstmord-boenhardt-mundlos_n_4181275.html

Th.R.
02.11.2013, 17:18
Jetzt auch Bild:

http://www.bild.de/news/inland/nsu/was-geschah-wirklich-im-nsu-wohnwagen-mundlos-boenhardt-experte-widerspricht-selbstmord-vermutung-33229496.bild.html


Da bahnt sich was an! Es scheint, irgendwer hat ein Kommando gegeben. Jetzt werden zähneknirschend die Felder geräumt, wo die Ungereimtheiten in der NSU-Geschichte am unhaltbarsten sind.

Trotzdem heißt es kritisch zu bleiben. Schaun wir mal, in welche Richtung die Sache jetzt gedreht werden soll.

Es bleibt spannend.

Kili
02.11.2013, 19:31
Wer die Printausgabe hat, bitte ergänzen!



Mordfall Michéle Kiesewetter: Special Forces in Heilbronn
Von Jürgen Elsässer

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/10/30/nsa-und-nsu-beim-heilbronner-polizistenmord-neues-in-compact-112013/#more-5945

Sorry, aber ich halte das für eine falsche gelegte Spur.

Bitteschön:


Special Forces in Heilbronn
-von Jürgen Elsässer

Immer klarer wird, dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) nicht an der Ermordung der Polizistin Micheie Kiesewetter beteiligt war. Vielmehr wurden in Tatortnähe über ein Dutzend Geimagenten registriert - darunter auch US-Amerikaner.

-Einschub- War der Täter, dem das Phantombild Nummer 8 gleicht, ein V-Mann der Polizei? -

Eines der größten Rätsel in der NSU-Affäre ist der Mord, dem am 25. April 200 die Polizeimeisterin Micheie Kiesewetter in Heilbronn zum Opfer gefallen ist. Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass das Zwickauer NSU-Trio die Tat ganz alleine durchgeführt hat, «ohne Mithilfe ortskundiger Dritter». Doch warum sollten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos von Zwickau aus 400 Kilometer ins Schwabenland gefahren sein, um eine Polizistin zu töten? Wie konnten sie wissen, dass Frau Kiesewetter am Nachmittag auf der Theresienwiese Dienst tat, wo sie doch nur vertretungsweise eingesprungen war? Mittlerweile hat die Lokalpresse sämtliche Phantombilder eröffentlicht. die Zeugen nach der Bluttat mit Hilfe von Polizeiexperten gezeichnet haben, insgesamt 14 an der Zahl. Kein einziges davon ähnelt auch nur im entferntesten den beiden NSU-Uwes.

Etwas Licht ins Dunkel dieser Tat kam am 1. Dezember 2011, als der Stern ein Aufsehen erregendes Dokument des US-amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA veröffentlichte. Das DIA-Observationsprotokoll wurde vom «Special Investigation Team tuttgart» erstellt, das an jenem 25. April 2007 in Heilbronn war. Die Agenten beobachteten einige Zielpersonen. die sich zur Theresienwiese bewegten, wo die Observation endete, als es zu einer Schießerei kam - dem Mord an Michele Kiesewettter. Im englischen Original ist die Rede von einem «Shootinq incident involving BW OPS Officer with right wing operatives and regular police patrol on the scene». In den Schusswechsel waren demnach drei Parteien involviert: «regular police patrol», also die reguläre Polizeistreife, bestehend aus Micheie Kiesewetter und einem Kollegen; «BW OPS officer», also ein «baden- württembergischer Einsatzbeamter», vermutlich von einer Landesbehörde wie dem Verfassungsschutz oder dem LKA; «riqht wing operatives», vom Stern als «Rechtsextreme» übersetzt.

Fünf V-Leute vor Ort
In der Folge hat das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Stuttgart dementiert, dass einer seiner Beamten ((BW OPS officer»] vor Ort war. Doch dank der Recherchen der Online-Zeitung Kontext, die Zugang zu den Ermittlungsakten hat, ist diese Ausrede mittlerweile fadenscheinig geworden. Demnach trieben sich nicht weniger als fünf V-Leute verschiedener deutscher Behörden am Tatort oder zumindest in Heilbronn herum:

• Ein Zeuge, der bei der Polizeidirektion Heilbronn als «V-Person 1749» geführt wird, will kurz nach den tödlichen Schüssen einen blutverschmierten Mann gesehen haben. Der Zeuge meldete sich am selben Tag bei der Polizei, mit seiner Hilfe wurde
das Phantombild Nummer 9 erstellt.

-Einschub- Der tote Zeuge hatte Erkenntnisse über eine zweite rechtsradikale Untergrundstruktur neben dem NSU, die Neoschutzstaffel NSS. -

• Daneben waren zwei weitere V-Personen der Heilbronner Polizei zeitlich und räumlich in der Nähe. «Laut den Ermittlungsunterlagen machten sie unabhängig voneinander ähnliche Angaben zu möglichen Tätern, die im Bereich der "organisierten Kriminalität" (OK) zu suchen waren. Wo sich die V-Leute am Tag des Anschlags genau aufhielten, ist unklar», fasst Kontext- Autor Thomas Moser zusammen.

• Vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages bestätigte der frühere LfV-Präsident Johannes Schmalzl 2012, dass sich einer seiner Beamten am Tattag gegen 15 Uhr von Stuttgart aus auf den Weg nach Heilbronn gemacht hat.

• Besonders interessant ist ein Hinweis, den Kontext «aus dem Umfeld» des baden-württembergischen Verfassungsschutzes bekommen hat. Demnach saß ein früherer V-Mann des LfV etwa eine Stunde vor dem Anschlag mit drei anderen Männern am Rand des Festplatzes Theresienwiese im Gras. Besonders elektrisierend: Dieser Ex-Spitzel sieht dem Phantom- Bild Nummer 8 ähnlich. War ein Verfassungsschutz- Konfident einer der Mörder?

Um dieses «Phantom Nummer 8» ranken sich im Internet weitere Spekulationen. Plausibel werden sie, weil sie von Leuten mit Insiderkenntnissen vorgebracht werden: Von Alexander Gronbach, einem früheren Söldner-Werber, und seiner Freundin Petra Senghaas, die als V-Frau Krokus für den Verfassungsschutz die Heilbronner Nazi-Szene ausspionierte. Ihre Aussage vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages wurde von den baden-württembergischen Behörden so lange hinausgezögert. dass sie fast nicht mehr zustande gekommen wäre. Kein Wunder: Senghaas und Gronbach widersprechen der Bundesanwaltschaft darin, dass das NSU-Trio für den Mord an Micheie Kiesewetter verantwortlich sei. und sehen regionale Nazi- Größen als Schuldige der Bluttat. Zu den wichtigsten Figuren in diesem Zusammenhang gehört Alexander Neidlein. der es im NPD-Jugendverband bis zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden brachte und derzeit NPD-Landesgeschäftsführer ist. Er kämpfte Anfang der 1990er Jahre für die faschistisch-kroatische HOS-Miliz in Bosnien, hatte Kontakt zum Ku-Klux-Klan in Südafrika und saß dort wegen zweifachen Mordversuchs an Polizeibeamten in Auslieferungshaft. Antifaschisten wollen Neidlein im Phantombild Nummer 8 wiedererkannt haben, Rechtsradikale widersprechen ihnen. Vergessen wir nicht: Sowohl Neidlein als auch ein VMann sollen dem Phantom Nummer 8 gleichen. Steht der Nazi auf der Gehaltsliste des Verfassungsschutzes? Aktenkundig ist jedenfalls, dass er Kontakte mit anderen Rechtsradikalen hatte, die vom Geheimdienst Geld bekamen: Etwa mit Thomas Richter (Deckname «Corelli»). dem Chef des schwäbischen Ku-Klux-Klans, oder mit Jan Werner, der von derselben Rufnummer des sächsischen Innenministeriums angerufen wurde, die auch bei der auf der Flucht befindlichen Beate Zschäpe durchklingeln ließ.


[Bildbeschreibung] Dies sind alle zunächst unterschlagen Phantombilder, die Zeugen nach dem Mord an Michele Kiesewetter zeichnen ließen. Offensichtlich sind nicht alle Zeugenaussagen ernst zu nehmen: Bild Nummer 9 ähnelt zum Beispiel Wladimir Putin. Bild Nummer 3 könnte "V-Person 1749" der Heilbronner Polizei zeigen. Bild Nummer 8den NPO-Funktionär Alexander Neidlein und/oder einen V-Mann; Bild Nummer 14 geht auf Angaben von Martin Amold zurück. dem Kollegen Kieseweneis. der bei dem Anschlag schwer verletzt wurde. Foto: kontextwochenzeiwng.de Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses präsentieren am 22. August 20 13 ihren Abschlussbericht. Der Ausschuss sollte "einen Beitrag zur gründlichen und zügigen Aufklärung der Taten der "Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund"
leisten». Foto: Rainer Jensen


[Bildbeschreibung] Der angebliche,Selbstmord von Florian H. bleibt rätselhaft. Sein Auto war erst.explodiert und hatte danach Feuer gefangen - eine höchst ungewöhnliche Reihenfolge. Foto: Youtube

-Einschub- Der angeblich falsche Observationsbericht des US-Militärgeheimdienstes DIAführte zu hektischen Aktivitäten bei MAD, BND und im Bundeskanzleramt. -

Zeugenbeseitigung
Gronbach und Senghaas gehen jedenfalls davon aus, dass es neben dem NSU eine zweite Untergrundstruktur im Raum Heilbronn gab, der Neidlein und seine Kumpane angehörten. Von elektrisierender Aktualität ist dieser Hinweis, weil ein wichtiger Zeuge für diese Spur vor kurzem zu Tode kam. Im Abschlussbericht des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum NSU ist auf Seite 464 zu lesen, dass der damals 19-jährige Florian Heilig bei seiner ersten Vernehmung im Januar 2012 Hinweise geliefert habe, «wonach es in Deutschland neben dem NSU als "zweite radikalste Gruppe" die Neoschutzstaffel (NSS) gebe. NSU und NSS hätten sich - Datum unbekannt - zu einer gemeinsamen Veranstaltung in Öhringen (Baden- Württemberg) getroffen».

Florian Heilig war am 16. September 2013 zu einer zweiten Vernehmung in das Stuttgarter Landeskriminalamt vorgeladen. Er fuhr eigens 50 Kilometer von seinem Wohnort in die schwäbische Metropole, kam aber nie in der Dienststelle an. Als er in der Nähe des Cannstatter Wasens - nur etwa eineinhalb Kilometer vom LKA entfernt - einen Zwischenstopp machte und dann wieder in sein Auto einstieg, explodierte dieses und brannte völlig aus. Die Behörden gingen sofort von Selbstmord aus, angeblich hatte der junge Mann Liebeskummer. Aber warum hat er sich dann nicht zu Hause umgebracht sondern sich auf den Weg zur Vernehmung gemacht? Und warum fand man keinen Abschiedsbrief? Und warum bringt sich einer auf die denkbar umständlichste und schmerzhafteste Weise um, anstatt von der Brücke zu springen, Gift zu nehmen oder sich zu erschießen? Und warum ist das Auto zuerst explodiert und hat dann Feuer gefangen? Die Mutter bezweifelt die Selbstmordthese. «Er hatte so viele Träume, Wünsche und Ziele. Wer ihn gekannt hat geht nicht von einem Suizid aus», schrieb Heike Heilig in einem Internet-Forum.

Die Rolle der Amerikaner
Während die mögliche Verwicklung bundesdeutscher Dienste, von den Leitmedien verschwiegen, immerhin von linken Journalisten im Online-Portal Kontext oder in der Tageszeitung Junge Welt dargestellt wird, gehört die Rolle ausländischer Agenten an jenem schicksalhaften 25. April 2007 zu den großen Tabus, denen sich alle unterwerfen. Das Tabu wird geschützt durch die Behauptung US-amerikanischer wie deutscher Regierungsstellen, das vom Stern veröffentlichte DIA-Protokoll des Heilbronner Polizistenmordes sei eine Fälschung, es sei also kein Team des US-Militärgeheimdienstes vor Ort gewesen.

Dabei wurde die Tatortnähe zumindest eines USAgenten auch im NSU-Untersuchungsauschuss des Bundestages bestätigt. In dessen Abschlussbericht heißt es auf Seite 660: «Durch eine mobile Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf der Bundesautobahn A6 wurde am 25. April 2007 um 13.05 Uhr ein BMW, Modellreihe 3, im Bereich Heilbronn festgestellt. Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt dass dieses Kennzeichen für die US-amerikanische Zulassungsstelle ausgegeben wurde. Auf eine Anfrage des BKA vom 3. Januar 2012 teilte die US-amerikanische Botschaft/Military Liaison Office in Berlin mit, dass das o. g. Kennzeichen auf eine Person registriert war, die am 31. August 2009 aus der US-Armee ausgeschieden und derzeit in Dunedin/Florida wohnhaft sei.»

Was nicht im Bundestagsbericht steht: Gleich neben diesem beschaulichen Strandörtchen Dunedin befindet sich in Tampa/Florida das Hauptquartier SOCOM der Spezialeinheiten der US-Army. Aus BKA-Unterlagen soll hervorgehen, so die Zeitschrift The Germens. dass der BMW-Fahrer, der US-Elitesoldat H., der in Böblingen stationierten Special-Forces-Group angehörte, die sich der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus widmet.

Weitere Hinweise auf die Rolle von US-Agenten am Mordtag kamen von einem damaligen Ermittier in der Spionageabwehr der 66. Military Intelligence Hanau. Er berichtete gegenüber den deutschen Behörden, er habe «ein Gespräch von zwei US-amerikanischen Soldaten mitgehört die sich über eine beinahe missglückte Observation der Military Intelligence am Tage des Schusswechsels in Heilbronn unterhalten hätten».

Er benannte gegenüber den Ermittlern zwei leitende US-Geheimdienstler als Auskunftspersonen. Die behaupteten wenig überraschend bei der Befragung, von nichts zu wissen und schwärzten gleich den Tippgeber an, der sich wegen eines Disziplinarverfahrens habe rächen wollen. Doch das Verfahren war 2006 gewesen, und den Tipp hatte er Ende 2011 gegeben. Warum hätte er, um sich an seinem Arbeitgeber zu rächen, fünf Jahre warten sollen?

-Einschub- Ein Mitarbeiter der US-Special Forces Group in BÖblingen wurde am Tattag auf der Autobahn bei Heilbronn geblitzt. -

Im Übrigen, so die US-Geheimdienstler, sei das angebliche DIA-Observationsprotokoll «voller formaler und grammatikalischer Fehler» und «könne nur von einem Deutschen geschrieben worden sein». Da aber haben die US-Agenten ein Eigentor geschossen, denn im sei ben Verhör hatten sie dagegen, dass von ihrer Behörde «Observationen in Deutschland immer nur durch Deutsche durchgeführt worden seien». Das würde die formalen Fehler in dem Dokument erklären.

Die Behauptung, der DIA-Bericht sei eine Fälschung, wird jedenfalls schon durch die hektischen Aktivitäten auf höchster Ebene dementiert, die seine Veröffentlichung ausgelöst hat. Bereits am 2. Dezember 2011, einen Tag nach Erscheinen der entsprechenden Ausgabe des Stern, gab es einen Anruf eines


[Bildbeschreibung] Journalisten umlagern den Auftakt des NSU-Prozesses im Frühjahr 2073. Foto: Public Domain

Verbindungsbeamten der «Koordinierungsstelle der US-Geheimdienste in Süddeutschland» beim MAD in der Stuttgarter Theodor-Heuss-Kaserne. «Er bitte den deutschen Militärgeheimdienst, ihm eine Kontaktperson zu vermitteln, mit der er über den Polizistenmord sprechen könne», berichtete das Magazin The Germans mit Verweis auf interne Akten.

Der Präsident des MAD, Karl-Heinz Brüsselbach, stellte den sei ben Vorgang andersherum dar - nicht die Yankees hätten die Krauts, sondern die Krauts hätten die Yankees kontaktiert -, was von der Brisanz aber nichts wegnimmt. Im Abschlussbericht des Unterschungsausschusses des Bundestags heißt es dazu auf Seite 661: «Ein Aktenvermerk vom 20. Dezember 2011 sowie drei dienstliche Erklärungen von Mitarbeitern des MAD bestätigten diesen Sachverhalt. Demnach habe ein Mitarbeiter des BND die MAD-Stelle 51 telefonisch um Amtshilfe gebeten. Der Mitarbeiter des BND habe mitgeteilt, vom Kanzleramt beauftragt worden zu sein, die US-amerikanische Spezialeinheit zu ermitteln, die mutmaßlich zusammen mit dem Verfassungsschutz den Polizistenmord in Heilbronn beobachtet haben solle Hieraufhin habe der MAD den Kontakt zum Military Intelligence Detachment Heidelberg vermittelt» Das Kanzleramt hat später dementiert, eine solche Anfrage in Auftrag gegeben zu haben, die sei wohl vom BKA gekommen. Mit anderen Worten: Der BND-Anruf selbst wurde nicht abgestritten.

Dass das Bundeskanzleramt sehr wohl wegen des DIA-Berichtes zu Heilbronn in Aufregung war, sollte sich nur wenig später zeigen, am 6. Dezember 2011. An diesem Tag traf sich die sogenannte Präsidentenrunde, in der sich die Chefs aller deutschen Geheimdienste regelmäßig mit Angela Merkel oder ihrem Geheimdienstkoordinator zusammensetzen. Auf Antrag von BND-Präsident Ernst Uhrlau kam der «angeblich gefälschte Geheirndienstbericht» der DIA auf die Tagesordnung. Zwei Tage später schrieb Uhrlau an seinen MAD-Amtskollegen Brüsselbach. In dem bis Ende 2071 als «amtlich» geheimgehaltenen Dokument, das The Germans einsehen konnte, berichtet der BND-Chef von einem Telefonat mit einem US-Schlapphut «Man hätte von US-Seite Hinweise darauf, dass möglicherweise das FBI im Rahmen einer Operation auf deutschem Boden zwei Mitarbeiter nach Deutschland habe reisen lassen und diese nach dem Vorfall in Heilbronn wieder zurückbeordert hatte», zitiert die Vierteljahreszeitschrift.

Offensichtlich gab es an jenem 25. April in Heilbronn ein Stelldichein aller möglichen Geheimdienstler: FBI, DIA, Special Command, Verfassungsschutz sowie V-Leute der Polizei mit rechtsradikalem Hintergrund müssen sich auf die Füße getreten sein. Ob die alle beim NSU-Prozess in München vorgeladen werden?


[Bildbeschreibung] Der hellsichtige Onkel

Während die Fahnder nach dem Heilbronner Polizistenmord jahrelang im Dunkeln tappten und einem Phantom nachjagten - DNA-Spuren der vermeintlichen Täterin waren durch Wattebäuschen- Verunreinigungen in einem Polizei-Labor falsch zugeordnet worden, gab es eine Person mit geradezu hellseherischen Fähigkeiten: den Patenonkel von Micheie Kiesewetter, auch er ein Polizist. Bereits 2007, bald nach der Bluttat, sprach er von einer «wahrscheinlichen» Verbindung zwischen dem Mord an Michele und den bundesweiten «Türkenmorden». Heute möchte er sich nicht mehr zu seiner damaligen Aussage äußern. Der grüne Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland, Mitglied des NSU-Untersuchungsausschusses kommentierte: «Wenn jemand wirklich eine Verbindung von den sogenannten Dönermorden zu Heilbronn hergestellt hat. und sei es in Frageform, dann ist das interessant. weil er irgendetwas wissen muss, denn kein Zeitungsleser kam im Grunde auf die Idee, dass da ein Zusammenhang besteht. weil bei Heilbronn das fremdenfeindliche Motiv fehlte.» (Report München, 1072012)


[Bildbeschreibung] Die ermordete Polizistin Micheie Kiesewetter. Foto: Jamal Iuschick; livekritik.de*

Kili
02.11.2013, 19:45
http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html

Link ist tot. Anruf eingegangen?

In der Programmankündigung noch vorhanden:

http://www.n24.de/n24/Mediathek/TV_Programm/tv/naechsteWoche/Montag/

Ingeborg
02.11.2013, 20:11
http://friedensblick.de/8230/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/

http://friedensblick.de/wp-content/uploads/2013/11/toter-mundlos-brustverletzung.jpg

solaris
02.11.2013, 20:38
Jetzt auch Bild:
Da bahnt sich was an! Es scheint, irgendwer hat ein Kommando gegeben. Jetzt werden zähneknirschend die Felder geräumt, wo die Ungereimtheiten in der NSU-Geschichte am unhaltbarsten sind.


Ich weiß, es klingt verrückt,aber vielleicht möchte man den Focus etwas von der NSA-Sache wegführen.Denn da steht womöglich demnächst Snowdon auf der Matte und erklärt uns die Zusammenarbeit der europäischen Dienste mit den Briten und den Amis.Die Dienste stehen im Kreuzfeuer. Deshalb lanciert man von der Seite eine Sache,die eh nicht mehr zu halten ist.....Dammbrüche voraus!
Das wäre allerdings wie Feuer mit Benzin zu löschen.

Oder nutzen hier die Kritiker das gerade entstehende "Behörden und Polit-Vakuum"?

Kaltduscher
02.11.2013, 21:00
Ich weiß, es klingt verrückt,aber vielleicht möchte man den Focus etwas von der NSA-Sache wegführen.Denn da steht womöglich demnächst Snowdon auf der Matte und erklärt uns die Zusammenarbeit der europäischen Dienste mit den Briten und den Amis.Die Dienste stehen im Kreuzfeuer. Deshalb lanciert man von der Seite eine Sache,die eh nicht mehr zu halten ist.....Dammbrüche voraus!
Das wäre allerdings wie Feuer mit Benzin zu löschen.

Oder nutzen hier die Kritiker das gerade entstehende "Behörden und Polit-Vakuum"?

Die Selbstmordtheorie konnte nicht gehalten werden und die üblichen Verdächtigen glauben nun mit einem Hinweis auf eine litauische Verbrecherbande von den tatsächlichen Tätern ablenken zu können.



.....Einem Bericht in der Onlineausgabe der „Stuttgarter Zeitung“ zufolge wurde die [B]DNA-Spur an einem Paar Wollsocken gefunden, das den Brand des Wohnmobils in einem Schrank überstanden hatte. Darauf sei die DNA von Beate Zschäpe, aber auch die Spur einer unbekannten männlichen Person gefunden worden. Diese sei auch in der Polizei-Datenbank im Zusammenhang mit Diebstählen und Einbrüchen aufgetaucht. Sie soll einem Mitglied einer litauischen Verbrecherbande gehören.


http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/raetsel-um-terrorzelle-nsu-begingen-mundlos-und-boehnhardt-doch-nicht-selbstmord_aid_1146736.html


Haben denn der Litauer Verbrecher und Beate Zschäpe die Wollsocken abwechselnd getragen oder hat der Litauer der Beate die Wollsocken angezogen oder umgekehrt:? Oder hat Beate die Wollsocken von dem Litauer Verbrecher ungewaschen in den Schrank gelegt? Beate Zschäpe hatte es bekanntlich nicht so mit dem Waschen.

So überlebte eine Jogginghose unverbrannt mit Blutspritzern von Frau Kiesewetter, die Jahre zuvor ermordet wurde, in der ausgebrannten Zwickauer Wohnung!


kd


kd

nachdenkerin
03.11.2013, 00:34
http://friedensblick.de/8230/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/

http://friedensblick.de/wp-content/uploads/2013/11/toter-mundlos-brustverletzung.jpg

Dann fehlen aber die Handschuhe. Schließlich haben die Waffen gem. Angabe Buch "Das Zwickauer Terror Trio" keine DNA Spuren.

fatalist
03.11.2013, 04:22
wäre ja lustig, wenn sie die sendung gestrichen hätten. Lustig? Es bewiese massive Einflussnahme von gewissen Kreisen auf "unabhängige Jounalisten" wie Stefan Aust & Co, einmal mehr...

fatalist
03.11.2013, 04:27
Es ist nicht das erste Mal, dass Zweifel an dem Selbstmord der beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen auftauchen. Bereits kurz nachdem das Neonazi-Duo tot aufgefunden war, sagten Anwohner aus, sie hätten zur fraglichen Zeit zwar das brennende Wohnmobil bemerkt, jedoch keine Schüsse am Tatort gehört. Das hatte „stern.de" berichtet. ...

http://www.huffingtonpost.de/2013/10/31/selbstmord-boenhardt-mundlos_n_4181275.html Massenwirksam wird sowas nur in ARD/ZDF mit anschliessender Talkrunde bei Jauch ;)

fatalist
03.11.2013, 04:30
Dann fehlen aber die Handschuhe. Schließlich haben die Waffen gem. Angabe Buch "Das Zwickauer Terror Trio" keine DNA Spuren. Fingerabdrücke, aber das ändert nichts daran, dass die Geschichte von vorn bis hinten erstunken und erlogen ist.

So gesehen passt sie doch gut zum Rest der NSU-Märchengeschichte.

fatalist
03.11.2013, 04:34
In der Programmankündigung noch vorhanden:

http://www.n24.de/n24/Mediathek/TV_Programm/tv/naechsteWoche/Montag/

Der Preview ist im Google Cache noch aufrufbar
webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:acvml3LkmfsJ:www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html+&cd=3&hl=de&ct=clnk (http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/3759268/war-es-wirklich-selbstmord-.html+&cd=3&hl=de&ct=clnk)

Danke für den "Elsässer".


Haben Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wirklich Selbstmord begangen? Waffenexperte Siegmund Mittag widerspricht der BKA-These. Die ganze Reportage „Der NSU – Eine Spurensuche“ am 4.11.2013, 20.10 Uhr auf N24 oder in der Mediathek. Schaun mer mal...

nachdenkerin
03.11.2013, 04:37
MAT B TH-9a


KPI Saalfeld: Ermittlungen wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion (172 Js 30549/10) gegen Steffen Richter, David Buresch, Nico Metze, Nico Schneider, Andre Kapke

Thüringer Polizei

05.02.2013



MAT B TH-9b

KPI Saalfeld: Ermittlungen wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion (172 Js 30549/10) gegen Steffen Richter, David Buresch, Nico Metze, Nico Schneider, Andre Kapke

Thüringer Polizei

05.02.2013



MAT B TH-9c

KPI Saalfeld: Ermittlungen wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion (172 Js 30549/10) gegen Steffen Richter, David Buresch, Nico Metze, Nico Schneider, Andre Kapke

Thüringer Polizei

05.02.2013



MAT B TH-9d

KPI Saalfeld: Ermittlungen wegen Vortäuschen einer Straftat (172 Js 30549/10) gegen Steffen Richter, David Buresch, Nico Metze, Nico Schnei der, Andre Kapke

Thüringer Polizei

05.02.2013




PUA-Bericht S. 1354

Bin gerade dabei die PUA-Bericht-Zusammenfassung weiter zu erstellen, da bin ich zufällig über eine merkwürdige Sache im PUA-Bericht gestoßen. Hinten sind die dem PUA-Bericht zur Verfügung gestellten Materialien aufgeführt. Da heißt es zuerst drei Mal Ermittlungen wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und dann Vortäuschen einer Straftat, wobei das Aktenzeichen gleich geblieben ist.

Wie ich dann aber feststellte, muss das mit der Hoffmann-Sache zu tun haben. In dem Buch von Hoffmann, was ich jetzt nicht bei der Hand habe, las ich, das Nachts bei ihm eine Durchsuchung stattfand.

http://ueberhauptgarnix.blogspot.com/2012/10/andre-kapke-nationaler-widerstand-jena.html


September 2010. Nach einem Vortrag in dem Karl-Heinz Hoffmann (http://ueberhauptgarnix.blogspot.com/2013/01/karl-heinz-hoffmann-wehrsportgruppe.html) (Sprengstoffexperte und Gründer der 1980 verbotenen rechtsextremistischen Wehrsportgruppe Hoffmann) im sächsischen Hausdorf die "disziplinierte militärische Organisationsform" für den "nationalen Widerstand" angepriesen hatte, rast ein Auto voller Neonazis, darunter André Kapke in Richtung Jena. Einer der Männer telefoniert. Es fallen die Worte "Bauanleitung" und "C4". Das Telefon wird abgehört. Die Fahnder der Sonderkomission "Feuerball" sind alarmiert weil C4 das Kurzzeichen für einen hochexplosiven Plastiksprengstoff ist. Daher werden bei einer großen Razzia von 200 Polizisten 16 Wohnungen und Treffpunkte durchsucht. Sprengstoff wurde jedoch nicht gefunden.

Es wäre doch von den Autoren dann ganz nett, wenn sie noch dazu erwähnen täten, dass Ermittlungen wegen Vortäuschen einer Straftat gegen die Verursacher eingeleitet wurden.

fatalist
03.11.2013, 04:48
Rätsel um Terrorzelle NSU
Begingen Mundlos und Böhnhardt doch nicht Selbstmord?

Samstag, 02.11.2013, 15:26
http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/raetsel-um-terrorzelle-nsu-begingen-mundlos-und-boehnhardt-doch-nicht-selbstmord_aid_1146736.html


EXPERTE WIDERSPRICHT SELBSTMORD-DARSTELLUNGEN
Was geschah wirklich in dem NSU-Wohnwagen?
02.11.2013 - 13:19 Uhrhttp://www.bild.de/news/inland/nsu/was-geschah-wirklich-im-nsu-wohnwagen-mundlos-boenhardt-experte-widerspricht-selbstmord-vermutung-33229496.bild.html

BILD und FOCUS machen Werbung für N 24, ich vermute daher, dass es auch am Montag um 20.10 gesendet werden wird.

Selber Tag, Gestern:

Demonstration in Berlin:
Hunderte erinnern an Opfer der NSU

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/demonstration-in-berlin-hunderte-erinnern-an-opfer-der-nsu,10809148,24883562.html

Fotos sind sehenswert dort!

http://www.neues-deutschland.de/img/t/82952

Gawen
03.11.2013, 04:49
Link ist tot. Anruf eingegangen?

Amis zur Zeit sauer auf Berlin? Berlin in der NSU-Defensive? ;)

fatalist
03.11.2013, 04:54
@bio jetzt auch auf "BRD-Schwindel.org". Das ist eine böse NAZI-Site.

http://brd-schwindel.org/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/

Langsam mache ich mir Sorgen :haha:

fatalist
03.11.2013, 05:00
Es wäre doch von den Autoren dann ganz nett, wenn sie noch dazu erwähnen täten, dass Ermittlungen wegen Vortäuschen einer Straftat gegen die Verursacher eingeleitet wurden. Hoffmann erzählt doch davon im Video, er hat sogar mit einem der "Straftäter" telefoniert danach. Die wussten, dass sie abgehört werden, machten einen "Sprengstoff-Scherz", und das war 2010 (!!!), also vor dem "NSU-Auffliegen", und Zschäpe, B&M waren natürlich "unauffindbar". Fast 14 Jahre lang. Sehr glaubhaft.

fatalist
03.11.2013, 05:03
Amis zur Zeit sauer auf Berlin? Berlin in der NSU-Defensive? ;) So ne Doku wird ja kaum von heut auf morgen erstellt, die war wohl schon lange in der Mache. "Zuckerbrot und Peitsche" als Erklärungsmuster muss aber nicht falsch sein ;)

nachdenkerin
03.11.2013, 05:05
http://friedensblick.de/8230/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/

http://friedensblick.de/wp-content/uploads/2013/11/toter-mundlos-brustverletzung.jpg

Ergänzung:


Uwe Mundlos nimmt die Pumpgum Winchester, Modell 1300 Defender, und erschießt Uwe BöhnhardtBuch „die Zelle“, S. 256 elektr. Ausgabe.


Waffenfunden im Wohnmobil:
…………………………………………..



eine Pumpgun Winchster 1300 Defender.

……
Auf keiner der Waffen werden Fingerbadrücke gefunden.Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 201/202

Wie soll denn das funktionieren, wenn er gem. Abbildung keine Handschuhe trug?

fatalist
03.11.2013, 05:13
https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/images/7327628575.preview.jpg

2.11.2013

https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/images/1621178765.preview.jpg


https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/images/2470552095.preview.jpg

https://linksunten.indymedia.org/de/system/files/images/1191411061.preview.jpg

Ramelow war auch da. Heilbronn und Schwäbisch Hall.

Gawen
03.11.2013, 06:02
So ne Doku wird ja kaum von heut auf morgen erstellt, die war wohl schon lange in der Mache.

Seit 2011 war ja genug Zeit zur Vorbereitung. Vielleicht gabs ja fertiges Material frei Haus?

fatalist
03.11.2013, 06:14
Seit 2011 war ja genug Zeit zur Vorbereitung. Vielleicht gabs ja fertiges Material frei Haus?
Falls das zutrifft wünsche ich mir, dass die Amis so richtig sauer sind und noch nachlegen werden.

nachdenkerin
03.11.2013, 07:05
Im Rahmen der Ermittlungen des Generalbundesanwalts wurde der im NSU-Prozess Angeklagte Carsten Schultze vernommen. Er hat bzgl. des Einbruchs am 26. August 1998 angegeben, dass er telefonisch durch Mundlos und Böhnhardt gebeten worden sei, aus der Wohnung von Beate Zschäpe Ausweispapiere und Aktenordner zu holen, was er auch getan habe. Jürgen H. sei ebenfalls beteiligt gewesen und habe „Schmiere“ gestanden. Darüber hinaus habe er auch eine Fahne vom Balkon mitgenommen. Die Ausweispapiere habe er dann weisungsgemäß an der Fliegerscheune in Jena vergraben, die Aktenordner seien teilweise verbrannt, teilweise in der Rhoda bei Rothenstein versenkt worden.PUA-Bericht S. 348


Mehr als drei Jahre leben die drei Neonazis in der Zwickauer Frühlingsstraße. Bei aller Geheimniskrämerei und Verdunklung mit Aliaspersonalien und Kameras –ganz von ihren „alten“ Identitäten konnte sich das Trio nicht trennen. So wurden in der Wohnung unter anderem der auf Beate Zschäpe ausgestellte Reisepass und ihre Geburtsurkunde gefunden, die Ermittler entdeckten Böhnhardts originalen Personalausweis und EU Führerschein und den Kfz-Schein nebst dazugehöriger Steuerkarte von Mundlos‘ Wagen mit dem Kennzeichen J-AH 41.Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 214

Wie, ich denke die Ausweispapiere sollte Carsten Schultze aus der Wohnung klauen. Und dann mußte er doch die Unterlagen vergraben, wie kann denn dann ein Reisepaß und eine Geburtsurkunde in der Brandruine auftauchen?

fatalist
03.11.2013, 07:14
Wie, ich denke die Ausweispapiere sollte Carsten Schultze aus der Wohnung klauen. Und dann mußte er doch die Unterlagen vergraben, wie kann denn dann ein Reisepaß und eine Geburtsurkunde in der Brandruine auftauchen?
a) Der eine buddelt ein, der andere buddelt aus

oder

b) alles Schwachsinn, stimmt nicht

Such Dir halt was aus ;)

Viele Angaben zu den Papieren sind beim BGH zu finden:
www.nsu-watch.info/files/2012/05/bgh-beschluss-haftbeschwerde-holger-g-ak__14-12.pdf

fatalist
03.11.2013, 07:33
Der Selbstmord der NSU-Mitglieder – keine Zweifel?

11/01/2013 — Wolf Wetzel

Selbstmord – was sonst


oder: eine Patronenhülse zuviel


»Am 4.11.2011 entdecken Polizeibeamte in einem ausgebrannten Wohnmobil in Zwickau die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie sieben durchgeladene Waffen. Mit einem Winchester Gewehr hat Mundlos zunächst Böhnhardt und dann sich selbst getötet, heißt es im BKA-Bericht. In der N24-Reportage widerspricht Siegmund Mittag, Waffenexperte aus Brandenburg, dieser Darstellung. Seiner Meinung nach kann es sich unmöglich um Selbstmord gehandelt haben. Dagegen spricht die Anzahl der gefundenen Patronenhülsen. Befand sich außer den beiden noch jemand im Wohnmobil? Sowohl Zeugenaussagen als auch DNA-Spuren deuten auf eine dritte Person hin.« (N24-Reportage ›Der NSU – Eine Spurensuche‹, Sendedatum: 4.11.2013, 20.10 Uhr)

Wenn Hunderte von Akten im Zusammenhang mit dem NSU vernichtet werden, wenn ›heißen Spuren‹ in keinem einzigen Fall nachgegangen wurde, wenn Behörden die Existenz von V-Leuten verschweigen, wenn bei allen neun Morden an Menschen mit türkischer und griechischer Abstammung ein rassistischer Hintergrund ausgeschlossen wurde, wenn all dies in allen Behörden und auf allen Ebenen geschieht, dann darf man hinter diesem ›menschlichen Versagen Einzelner‹ ein System vermuten – zumindest sollte man dies nicht ausschließen.

Wenn dies nahe liegt, dann muss man auch den schlimmsten Fall für möglich halten bzw. darf ihn nicht von vorneherein ausblenden.

Haben die namentlich bekannten Mitglieder des NSU, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, am 4. November 2011 in ihrem Campingwagen tatsächlich Selbstmord begangen? Gibt es gute, überprüfbare Gründe, an der bis heute aufrecht erhaltenen Selbstmordthese zu zweifeln?
Ja.

Es gibt nicht wenige, die es falsch halten, dass man diesen Fragen nachgeht. Letztendlich wäre es doch egal, wie diese beiden Neonazis umgekommen sind.

Das mag cool erscheinen und emotional verständlich sein – politisch ist es jedenfalls falsch.

http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/11/01/der-selbstmord-der-nsu-mitglieder-keine-zweifel/#more-3923

Ein Linker auf dem Weg zur Erkenntnis?

Fast:


Wenn dies nahe liegt, dann muss man auch den schlimmsten Fall für möglich halten bzw. darf ihn nicht von vorneherein ausblenden. Der schlimmste Fall ist der, dass B&M die Morde gar nicht begangen haben, und man sie ihnen nach Ermordung unterschob.

Aber der Artikel ist gut, erstaunlich gut.


Wer diese Fragen den Anwälten der Neonazis überlässt, verstellt sich selbst die Möglichkeit, folgenden Fragen nachzugehen: Gibt den dritten Mann, den mehrere Zeugen an Tatort gesehen haben? Was machte der Neonazikader André Kapke in der Nähe des Tatortes? Wenn belegbar ist, dass die Verfolgungsbehörden die Spur zu den namentlich bekannten NSU-Mitgliedern nie verloren haben, dann stellt sich doch zwingend die Frage: Wo waren sie am 4. November 2011?

Die Selbstmordthese ist so evident wie die Behauptung, die NSU-Mitgliederseien spurlos verschwunden»Hat der Neonazi Mundlos wirklich seinen Kumpel und dann sich selbst erschossen? Was, wenn alles ganz anders war?«
Dieses kurze Aufblitzen journalistischer Sorgfaltspflicht tauchte im Dezember 2011 im Feuilleton der Frankfurter Rundschau in einem Artikel über einen Krimiautoren auf – als letzter Satz. (Risse in der Fassade, FR vom 30.12.2011). Danach wurde es wieder dunkel.

@brain freeze:

Wenn belegbar ist, dass die Verfolgungsbehörden die Spur zu den namentlich bekannten NSU-Mitgliedern nie verloren haben, dann stellt sich doch zwingend die Frage: Wo waren sie am 4. November 2011? Wetzel ist dabei, das "Axiom" zu fressen :D



Der Tod der beiden NSU-Mitglieder in Eisenach im November 2011 wird unisono als Selbstmord ›kommuniziert‹. Es ist die Version der Generalbundesanwaltschaft, es ist die Version des OLG in München. Die auflagestarken Medien haben sie übernommen, heute mehr denn je. Ein Verlautbarungsjournalismus, der nahtlos an die Zeit anknüpft, als sie alle Körner aufgepickt und ›unabhängig‹ aufbereitet hatten, die ihnen die Ermittlungsbehörden vor die Füße warfen. Für dieses Versagen entschuldigten sich diese Medien, damals …Allein die Tatsache, dass es für diesen Tathergang am 4. November 2011 zwei gravierend voneinander abweichende Versionen gibt, müsste stutzig machen.
Die erste Version entstand kurz nach dem Überfall und wird von der Thüringer Allgemeine, die sich dabei auch auf Polizeiangaben stützte, so beschrieben: Die Bankräuber benutzten bei ihrem Banküberfall einen Caravan, dessen Spur Stunden später zu den NSU-Mitgliedern führte. Die Beamten näherten sich dem verdächtigen Caravan. Dann hörten sie »aus dem Innenraum zwei Knallgeräusche …« Kurz darauf brannte der Caravan lichterloh und dann war alles vorbei.
Die zweite Version wurde zwei Monate später nachgeschoben und stammt vom Polizeidirektor Michael Menzel, Leiter der SOKO in Thüringen, der ebenfalls mit seinen Polizeibeamten am selben Tatort war. Als seine Beamten auf den Caravan stießen, wurden sie mit MP-Salven empfangen: »Wir wussten, dass sie scharfe Waffen hatten. Sie haben sofort auf uns geschossen«, sagte Menzel. (Polizeidirektor Michael Menzel, Leiter der SOKO in Thüringen, Bild.de vom 26.11.2011). Dann soll die MP geklemmt haben, woraufhin die Schützen sich selbst umbrachten.
Beide Versionen werden von Polizeibeamten erzählt. Welche Polizisten sind echt, welche Version ist echt? Aufgrund des Umstandes, dass beide Versionen in entscheidenden Punkten signifikant voneinander abweichen, sind nuancierte Wahrnehmungsunterschiede auszuschließen.
Die letzte Version hat es bis in die Anklageschrift geschafft: »Unscharf bleiben auch die Vorgänge im Wohnmobil. So findet sich in der Anklage weiterhin die Behauptung, dass aus dem Fahrzeug heraus ein Schuss auf die Polizeibeamten abgegeben worden sei – die Spurenlage widerspricht dem aber.« (Andreas Förster, der Freitag vom 11.4.2013) Das ist eigentlich nicht Förster, sondern @Nereus aus dem HPF.

fatalist
03.11.2013, 07:38
Fortsetzung Wetzel:


Inszenierter Selbstmord?

Abgesehen von den deutlich voneinander abweichenden Tathergängen, wird als Motiv der schwer bewaffneten Neonazis ihre »aussichtslose Lage« angeführt. Was war daran aussichtslos? Wenn irgendjemand über 13 Jahre hinweg im ›Untergrund‹ sicher war, dann war es der Nationalsozialistische Untergrund! Was war an dieser staatlich lizenzierten Erfolgstory aussichtslos? Warum sollte eine klemmende Schusswaffe der Grund sein, sich selbst zu erschießen, anstatt die zahlreichen anderen Waffen zu benutzen, die sich im Campingwagen befanden?

Und wenn der 4. November 2011 ausnahmsweise aussichtslos war: Warum bringen sich Neonazis um, verbrennen gleichzeitig sich und den Campingwagen? Wer hatte Beate Zschäpe informiert, die wenig später auch ihre gemeinsame Wohnung in Brand setzte? Welchen Grund sollte Beate Zschäpe gehabt haben, sich den Behörden zu stellen, obwohl sie vier Tage Zeit hatte, sich in Sicherheit zu bringen?


Menschen, die sich in aussichtsloser Lage umbringen, kümmern sich nicht um Spuren, die sie zurücklassen. Um die Beseitigung belastender Spuren sorgen sich in aller Regel Lebende!

Das In-Brand-Setzen des Campingwagens, das Abbrennen des Basislagers/Hauses in Zwickau macht nur Sinn, wenn jemand nicht an den Tod denkt, sondern an die Zeit danach. Der Brand des Hauses in Zwickau, das In-Brand-Stecken des Wohnwagens, in dem sie sich umgebracht haben sollen, lassen andere Motive plausibler erscheinen. Wurde hier etwa ein Selbstmord inszeniert?

Warum wurde, warum wird nicht allen Hinweisen und Indizien nachgegangen, die ein ›Fremdverschulden‹ nahelegen?

Die Selbstmordthese erklärt sich weder aus den vorangegangenen Ereignissen, noch gibt es nicht einen überzeugenden Beweis dafür. Für die Möglichkeit eines ›Fremdverschuldens‹ sehr wohl: Nach der offiziellen Version soll sich der Selbstmord wie folgt zugetragen haben: Uwe Mundlos nimmt sich eine Pumpgun, erschießt zuerst Uwe Böhnhardt und dann sich selbst. Als Beweis werden zwei Hülsen angeführt, die im Campingwagen gefunden wurden: »Die beiden ausgeworfenen Patronenhülsen der Marke Benneke waren jeweils 70 Millimeter lang. Polizisten fanden sie direkt neben den Leichen.« (Focus-Magazin, Nr. 38/2012)

Die Tatsache, dass die zwei Patronen aus derselben Waffe stammen, mag stimmen. Dass jedoch zugleich zwei Hülsen gefunden wurden, ist ein Ding der Unmöglichkeit – wenn es ein Selbstmord gewesen sein soll.

Eine Pumpgun ist ein Repetiergewehr: Die Hülsen werden erst ausgeworfen, wenn nachgeladen wird. Dass Uwe Mundlos nachläd, nachdem er seinen Kameraden umgebracht hat, ist nachvollziehbar. Dass Uwe Mundlos ein weiteres Mal nachläd, nachdem er sich selbst umgebracht hat, ist auszuschließen. Für die zweite Hülse kann es nur eine logische Erklärung geben: Es kann nur jemand nachgeladen und die zweite Hülse auswerfen, der noch lebt. Einer mit Handschuhen, Herr Wetzel, denn es gab keine Fingerabdrücke auf der "Selbstmordwaffe".

Wolf Wetzel schliesst erkenntnismässig gesehen langsam aber sicher zum HPF auf.
Das lässt hoffen.

fatalist
03.11.2013, 07:50
Zschäpe "auf der Flucht":


Wer ›führte‹ Beate Zschäpe nach dem Tod ihrer Kameraden?


Wenn man diesen Tatverlauf ebenfalls für möglich hält, dann dürfte die Nachricht vom Tod der beiden ›Kameraden‹ für Beate Zschäpe ein Schock gewesen sein. Sie musste um ihr Leben fürchten. Um zu verhindern, dass ihr ähnliches geschieht, tat sie etwas scheinbar Irrsinniges. Sie packte die NSU-Videos ein und verschickte sie an Adressen, wo sie sicher sein konnte, dass damit die Existenz des NSU nicht mehr zu leugnen war. Was auf den ersten Blick wie eine Selbstanzeige wirkt, war für sie, in ihrer Situation eine Art Lebensversicherung.

Der Berliner Kurier vom 29.5.2012 rekonstruiert die Ereignisse, kurz nach dem Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt wie folgt: »Etwas mehr als Stunde, nachdem sie ihre Wohnung in der Frühlingsstraße 26 in die Luft jagte, versuchte jemand Zschäpe anzurufen. Das Pikante: Die anrufende Nummer ist im Sächsischen Staatsministerium des Inneren registriert. Wer aus der Behörde in Dresden wollte Zschäpe sprechen – und vor allem warum?«

Das sächsische Innenministerium reagierte auf diese Indiskretion hektisch: Man habe nach dem Brand nach der Person gesucht, die die Wohnung angemeldet habe, um die Wohnungseigentümerin über die Ereignisse zu informieren. Es hätte sich bei den Anrufen also um ganz normale Ermittlungstätigkeiten von Polizeidienststellen gehandelt, die mit dem Brand betreut waren. Warum waren dann aber die Diensthandys nicht mehr erreichbar, nachdem die Handynummern in die Öffentlichkeit gelangten, und Journalisten versuchten, diese Version zu überprüfen? Woher hatte die Polizeidienststelle die Handy-Nummer von Beate Zschäpe, die mit Sicherheit ein Handy benutzt hatte, das weder auf ihren Namen, noch auf den Namen der Wohnungsanmieterin registriert war? Das ist @elsässer, dessen These ist ja, dass Zschäpe durch das Feuer die Beweise nicht etwa vernichten wollte, sondern (als Agentin) präsentieren sollte.


Die Rolle der Susann Eminger am 4.11.2011 hat Wetzel aber noch nicht "gefressen".


E gibt noch einen anderen Beleg dafür, dass die Verfolgungsbehörden auf dem Laufenden blieben, was Beate Zschäpes Flucht anbelangt.

Am 4. November 2011, kurz nach dem In-Brand-setzen der Wohnung in Zwickau wurde Beate Zschäpe nicht nur von einer ›Polizeidienststelle‹ angerufen. Sie hatte auch telefonischen Kontakt mit André Eminger. Um 15.29 Uhr sprachen sie eine Minute und 27 Sekunden miteinander, dann tippte Eminger eine SMS an seine Frau Susann … ... die aus der Friedensstrasse getürmt war :cool:



André Eminger zählt zu den führenden Neonazikadern, eine Schlüsselfigur in der sächsischen Neonazi-Szene. Er ist Mitbegründer der ›Weißen Bruderschaft Erzgebirge‹. Seine Ehefrau Susann Eminger stand ihrem Mann an neonazistischer Tatkraft in nichts nach. André Eminger war der Polizei und den Verfassungsschutzbehörden seit Langem bekannt. Aus einem Schreiben des sächsischen Verfassungsschutzes geht hervor, dass die Behörde im März 2003 ein ›Informationsgespräch‹ mit ihm geführt habe, was nur mühsam umschreibt, dass er als V-Mann angeworben werden sollte. Angeblich habe er abgelehnt, da er keinen Kontakt mehr zur neonazistischen Szene habe. Das wussten die Anwerber besser: Noch im November 2006 gingen Verfassungsschutzämter davon aus, dass er eine »herausgehobene Position« (Spiegel Online vom 10.12.2012) innehabe.Stand der Ermittlungen ist, dass das Ehepaar Eminger dem NSU sowohl im Untergrund, als auch bei Anschlägen geholfen hat, u.a. besorgte André Eminger im Mai 2009 für Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe Bahncards, welche auf seinen und den Namen seiner Frau ausgestellt waren.

Jenseits der Frage, ob die fehlgeschlagene Anwerbung des Neonazis Eminger eine Legende ist, kann man festhalten, dass ihre Überwachung direkt zu den Mitgliedern des NSU geführt hatte/hätte. Wie eng, wie vertrauensvoll der Kontakt zwischen den NSU-Mitgliedern und André Eminger war, beweist auch das Telefonat, das Beate Zschäpe kurz nach dem Tod von Mundlos und Böhnhardt geführt hat. Oder auch nicht...


Auf welche Weise also die Verfolgungsbehörden über André Eminger an den NSU angeschlossen waren, könnte zweifelsfrei die Auswertung des Handys ergeben, das bei seiner Festnahme am 24. November 2011 beschlagnahmt worden ist. Das Handy wurde zur Auswertung ans BKA geschickt.

Obwohl der interne Speicher gelöscht war, konnte das BKA die gelöschten Datensätze wiederherstellen. Doch nun passierte das, was schon in vielen Fällen zuvor der Fall war: Die Rekonstruktion weist auffällige Lücken auf, die man technisch am aller wenigsten erklären kann: »So tauchen etwa Telefonverbindungen erst ab dem Datum 8. November 2011 wieder auf; bei den SMS reicht die Lücke vom 6. November bis zum 14. November 2011.« (Lücken in den Handydaten, FR vom 28.1.2013)

Um ganz sicher zu gehen, dass nichts gefunden wird, was nicht gefunden werden soll, wies das BKA die zuständige Bundespolizeidienststelle an, die Sicherungskopie zu löschen. Kein Versehen, sondern eine ausdrückliche Anweisung, gegen die üblichen Dienstvorschriften zu verstoßen: »Diese Anweisung habe der üblichen Vorgehensweisen widersprochen, wie der Bundespolizei-Direktor Heinz-Dieter Meier in seiner Vernehmung (…) sagte (…): ›Wenn Handys ausgewertet werden, sieht das Standardverfahren vor, dass die Daten archiviert werden‹, sagte Meier laut Aussageprotokoll vom 23. Februar 2012.« (s.o.).

Für den Vorsatz der Verschleierung statt Aufklärung hat der Bundespolizei-Direktor eine professionelle Erklärung: »Er deutete an, dass das BKA mit seinem Vorgehen möglicherweise einen Informanten decken wollte, auf den E’s Handydaten hinweisen könnten.« (s.o.)
Markant an den Lücken ist, dass sie einen ganz wichtigen Zeitraum umfassen: Von Beate Zschäpes Flucht bis zu dem Tag, als sie sich den Behörden gestellt hatte! Warum soll unter allen Umständen alles vernichtet werden, was die Zeit zwischen dem 4. und 8. November 2011 aufhellen könnte? Es waren 2 Handys, die diese Sonderbehandlung bekamen, und das 2. Handy war das von Wohlleben.

Böser Fehler, Herr Wetzel, der zu völlig falschen Schlüssen verleitet. Dumm gelaufen...

Was war doch nochmal auf dem Handy von Emingers Frau drauf?
Wo sind denn dessen Auswertungen?

Rief denn nun der Gothaer Polizeichef Menzel auf Tipp von LFV-Wiessner hin den Wohlleben am 4.11.2011 auf der Suche nach Zschäpe an oder nicht, und was könnte davon auf Wohllebens Handy gefunden worden sein???

fatalist
03.11.2013, 07:54
Der Schluss:


Warum fühlte sich Beate Zschäpe ab dem 4. November 2011 nicht mehr sicher, wo sie doch die Erfahrung gemacht hatte, dass man in Deutschland selbst nach neun rassistisch motivierten Morden ›sicher‹ in Zwickau wohnen konnte?

Zweifellos könnten die Telefondaten, die Verbindungsdaten von André Eminger eine Antwort darauf geben. Würden sie belegen, dass die Verfolgungsbehörden keine Spur zu Beate Zschäpe hatten, wären sie heute noch existent. Dass sie gelöscht wurden, dass man die Sicherungskopie ebenfalls beseitigte, berechtigt zu der Annahme, dass alles stimmt – nur nicht die offizielle Version.

Die Vernichtung der Handydaten, die Anweisung des BKA, auch die Sicherungskopie verschwinden zu lassen, kann man als gründliche Arbeit verstehen – fast. Wenn es – welchen Aufklärern auch immer – wirklich um Aufklärung und nicht um koordinierte Vertuschung ginge, wäre dieser Fall von Vernichtung von Beweismitteln nicht das Ende gewesen: Denn die Verbindungsdaten werden nicht nur auf dem Handy gespeichert, sondern auch beim Provider!

Wenn es wirklich um Aufklärung ginge, wäre der nächste Schritt ein ganz einfacher gewesen: Man hätte alle notwendigen Daten beim Provider abrufen können. Im September 2011 löste die Berliner Zeitung einigen Wirbel aus, nachdem sie veröffentlichte, dass »große Anbieter wie T-Mobile, Vodafone und E-Plus (…) mindestens einen bis sechs Monate lang (speicherten), welcher Mobilfunkkunde wann aus welcher Funkzelle wie lange mit wem telefoniert hat.« (FAZ vom 6.9.2011).

Was DatenschützerInnen als klaren Verstoß kritisierten, verstanden alle Anbieter als »eine lange gängige Praxis«, an der sie auch nichts ändern wollten. Es gab also noch genug Zeit, an die Verbindungsdaten zu kommen!

Warum wurde dieser Schritt nicht unternommen? Warum beteiligen sich auch ›Aufklärer‹ an der Vertuschung?

Wurde Beate Zschäpe über André Eminger signalisiert, dass sie keine Chance habe, zu fliehen? Welche Kontakte zur Polizei, zu Verfassungsschutzbehörden hatte Eminger, um einen Deal einzufädeln?

Wer von höchster Stelle die Beseitigung von Beweismitteln anordnet, die auf diese Fragen Auskunft geben könnten, räumt diese Möglichkeit nicht aus, sondern läßt sie als wahrscheinlich erscheinen.

Für Beate Zschäpe ging es darum, ihr Leben zu retten, für die involvierten Verfassungsschutzämter ging es darum, mit ihr einen Deal zu machen, der ihre ›Gewährungsleistungen‹ vertuscht. Nachdem dieser Deal unter Dach und Fach war, stellte sich Beate Zschäpe ›freiwillig‹.

Dass dieser oder ein anderer Ablauf der Ereignisse – noch – nicht bewiesen werden kann, liegt nicht an den KritikerInnen, sondern an jenen, die seit 2011 vor allem mit einem beschäftigt sind: mit der Vernichtung von Beweisen, die der offiziellen Version den Boden unter den Füßen wegziehen würden.

2.11.2013
Wolf Wetzel Sehr gut. :hi:

Mehr ist dazu nicht anzumerken. Sehr gut. 11 Kommentare dort.

bernhard44
03.11.2013, 07:57
Zschäpe "auf der Flucht":

Das ist @elsässer, dessen These ist ja, dass Zschäpe durch das Feuer die Beweise nicht etwa vernichten wollte, sondern (als Agentin) präsentieren sollte.


Die Rolle der Susann Eminger am 4.11.2011 hat Wetzel aber noch nicht "gefressen".

... die aus der Friedensstrasse getürmt war :cool:


Oder auch nicht...

Es waren 2 Handys, die diese Sonderbehandlung bekamen, und das 2. Handy war das von Wohlleben.

Böser Fehler, Herr Wetzel, der zu völlig falschen Schlüssen verleitet. Dumm gelaufen...

Was war doch nochmal auf dem Handy von Emingers Frau drauf?
Wo sind denn dessen Auswertungen?

Rief denn nun der Gothaer Polizeichef Menzel auf Tipp von LFV-Wiessner hin den Wohlleben am 4.11.2011 auf der Suche nach Zschäpe an oder nicht, und was könnte davon auf Wohllebens Handy gefunden worden sein???

es wurde ja auch nichts vernichtet.......jedenfalls nichts von Relevanz, dafür wie "Phoenix aus der Asche" immer mehr Belastungsmaterial gefunden, bis hin zu jahrelang ungewaschenen Jogginghosen mit DNA-Anhaftungen......

http://www.bild.de/news/inland/nsu/hose-mundlos-nsu-25617698.bild.html


wenn es gelingt, das als "getürkt" zu entlarven, ist der ganze Fall im Arsch! Denn die Wahrscheinlichkeit dass die Uwes mit dem Polizistenmord nichts zu tun haben, ist hier am allergrößten!

fatalist
03.11.2013, 08:08
es wurde ja auch nichts vernichtet.......jedenfalls nichts von Relevanz, dafür wie "Phoenix aus der Asche" immer mehr Belastungsmaterial gefunden, bis hin zu jahrelang ungewaschenen Jogginghosen mit DNA-Anhaftungen......

http://www.bild.de/news/inland/nsu/hose-mundlos-nsu-25617698.bild.html


wenn es gelingt, das als "getürkt" zu entlarven, ist der ganze Fall im Arsch! Denn die Wahrscheinlichkeit dass die Uwes mit dem Polizistenmord nichts zu tun haben, ist hier am allergrößten! Exakt.

Es gibt noch ne Klippe: Das Wohnmobil dort in Heilbronn, welches angeblich am Hauptbahnhof geparkt wurde, und der Caravan-Vermieter Horn aus Chemnitz musste das selbst abholen.


054. Tag: 12. November 2013, 10:15 Uhr, Alexander H., Anmietung Fahrzeuge Die Verteidigung müsste das halt thematisieren, dass der Horn das WOMO aus Heilbronn abholte. Stimmt das nicht, dann stimmt auch die Sichtung in der Ringfahndung nicht.

Bin aber sehr pessimistisch, was die Verteidiger angeht, die versagen andauernd...

fatalist
03.11.2013, 08:18
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=arO44R75W5k

Ab Minute 16 geht es um den NSU.

bernhard44
03.11.2013, 09:09
jetzt nimmt sich der "FOCUS" der Sache an!


Rätsel um Terrorzelle NSU

Begingen Mundlos und Böhnhardt doch nicht Selbstmord?


Patronenhülsen im Wohnmobil und eine unbekannte DNA-Spur: Noch immer sind zur NSU viele Fragen offen. Ein Experte zweifelt sogar daran, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Selbstmord begangen haben. Und eine DNA-Spur führt angeblich nach Litauen.
Vor zwei Jahren sollen die beiden Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt Selbstmord begangen haben – davon waren die Ermittler nach dem Fund der Leichen in einem ausgebrannten Wohnmobil ausgegangen. An dieser Theorie äußern Experten aber offenbar Zweifel. Am Montag will der Nachrichtensender N24 eine Dokumentation zum NSU-Fall ausstrahlen. Wie das NSU-Prozess-Blog der „Zeit“ (http://blog.zeit.de/nsu-prozess-blog/2013/11/01/waffenexperte-widerspricht-selbstmordthese/) unter Berufung auf die türkischsprachige Tageszeitung „Sabah“ berichtet, soll sich darin der Waffenexperte Siegmund Mittag kritisch äußern.


Mittag verweise auf die Anzahl der im Wohnmobil gefundenen Patronenhülsen und eine dort gefundene unbekannte DNA-Spur. Außerdem gebe es Zeugenaussagen, wonach sich eine weitere Person im Wohnmobil befunden habe. Mittag lehne daher die Selbstmord-Theorie der Polizei als „unmöglich“ ab.



http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/raetsel-um-terrorzelle-nsu-begingen-mundlos-und-boehnhardt-doch-nicht-selbstmord_aid_1146736.html

Bolinski
03.11.2013, 09:10
Mittelsmann half Ströbele bei Kontaktaufnahme zu SnowdenBerlin (dpa) - Bei der Kontaktaufnahme zum Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden hat dem grünen Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele ein Mittelsmann geholfen. Es reiche nicht, eine Mailadresse oder Handynummer zu kennen, sagte Ströbele der «Bild am Sonntag». Es habe die Empfehlung eines Mittelsmannes gegeben, dass mein Mitarbeiter und ich okay sind. Nur so konnte sich Snowden sicher sein, dass er sich ohne Gefahr an ihn wenden kann. Einer von Ströbeles Mitarbeitern kommt nach Informationen der Zeitung aus der antifaschistischen Szene und hat enge Kontakte zu Internetaktivisten.
Quelle: DPA

Der wichtigste Satz in der Meldung steht am Schluss. Hier sehen wir die Verbindung Ströbele, Antifaschisten, Hacker(?) und Geheimdienste. Ströbele spielt doch auch in Sachen NSU und V-Leute eine Rolle...







http://rheinzei.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/TICKER;/newsticker/popup.php?r=/newsticker/popup.php&d=1383465514

fatalist
03.11.2013, 09:20
Einer von Ströbeles Mitarbeitern kommt nach Informationen der Zeitung aus der antifaschistischen Szene und hat enge Kontakte zu Internetaktivisten.
Quelle: DPA

Der wichtigste Satz in der Meldung steht am Schluss. Hier sehen wir die Verbindung Ströbele, Antifaschisten, Hacker(?) und Geheimdienste. Ströbele spielt doch auch in Sachen NSU und V-Leute eine Rolle... http://rheinzei.ivwbox.de/cgi-bin/ivw/CP/TICKER;/newsticker/popup.php?r=/newsticker/popup.php&d=1383465514 Christian Busoldt, der Entdecker des Internettalents Alexander Gronbach und Anschieber der Krokus-Geschichten, so würde ich das lesen.

brain freeze
03.11.2013, 09:33
jetzt nimmt sich der "FOCUS" der Sache an!



http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/raetsel-um-terrorzelle-nsu-begingen-mundlos-und-boehnhardt-doch-nicht-selbstmord_aid_1146736.html

Dann ist es kein Ausrutscher bei N24 @Th.R. liegt vielleicht richtig. Das System läßt Zweifel an der B&M-Selbstmordthese wegen zu großer Unglaubwürdigkeit zu, um die Story als Ganzes zu schützen. Haben sich unsere Strategen gesagt: Fremdverschulden ... na und? Sclimmstenfalls wird gegen Unbekannt ermittelt bis zu Sankt Nimmerlein.

nachdenkerin
03.11.2013, 09:39
„Matthias Dienelt“ ist im Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ als „Schreiber“ aufgeführt.


Seit Oktober 1996 hat er in der kleinen Nebenstraße am Rande der „Stadt des Schwibbogens“ seinen Hauptwohnsitz. Die Ermittler interessiert aber vor allem, wo Schreiber mit seinem Nebenwohnsitz gemeldet war: Vom 20.11.2006 bis 2.4.2006 in der Zwickauer Polenzstraße 2 und seit dem 1.3.2008 in der Frühlingsstraße 26. In beiden Wohnungen lebten zum gleichen Zeitraum Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe. Die Wohnungen vermietete er an einen gewissen Maximilian Lautenbach – eine Person, die wahrscheinlich Uwe Mundlos war. „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 235

Mit „Maximilian Lautenbach“ soll dieser Max-Florian Burkhard gemeint sein. Eine Zeitspanne 20.11.2006 bis 2.4.2006 gibt es nicht, das ist rückwärts.


Er gibt zum Bespiel an, die Wohnung in der Zwickauer Polenzstraße gemietet zu haben, um ein Zimmer zum Übernachten zu haben. Schließlich hätte er 2003 als Kraftfahrer bei einer Spedition gearbeitet und sein Ladeort sei Neumarkt gewesen. Allerdings lässt sich anhand seiner Personalunterlagen nachprüfen, dass er erst seit 2006 bei der Firma beschäftigt ist. „Das Zwickauer Terror Trio“ S. 235

Wenn man sich nun aber nachfolgendes betrachtet, könnte es einen Sinn ergeben.


Vom 24. Januar 2003 bis 25. Januar 2005 erfolgten die Mietzinszahlungen vom Konto des Matthias D……. Nach Januar 2005 wurde der Mietzins wieder durch Bareinzahlungen bei Banken für das Vermieterkonto beglichen.PUA-Bericht S. 315

Dementsprechend würde ich denken, dass Matthias Dienelt in der Polenzstraße 2 wirklich vom 24. Januar 2003 bis 25. Januar 2005 eine Nebenwohnung hatte und der Zeitraum 2006 absichtlich falsch in dem Buch aufgeführt wurde, weil da kein Mietsverhältnis mehr bestand.

bio
03.11.2013, 09:43
Dann ist es kein Ausrutscher bei N24 @Th.R. liegt vielleicht richtig. Das System läßt Zweifel an der B&M-Selbstmordthese wegen zu großer Unglaubwürdigkeit zu, um die Story als Ganzes zu schützen. Haben sich unsere Strategen gesagt: Fremdverschulden ... na und? Sclimmstenfalls wird gegen Unbekannt ermittelt bis zu Sankt Nimmerlein.

nach fünf Jahren kommt ein Untersuchungsausschuss, wo sich Politiker, Polizisten, Geheimdienstlich an nichts mehr erinnern können. Akten mussten inzwischen wegen Datenschutzgründen leider vernichtet werden.

moishe c
03.11.2013, 09:44
jetzt nimmt sich der "FOCUS" der Sache an!



http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/raetsel-um-terrorzelle-nsu-begingen-mundlos-und-boehnhardt-doch-nicht-selbstmord_aid_1146736.html


Ich habe dazu schon mal weiter vorne was geschrieben. Scheint aber untergegangen zu sein.
Daher nochmal:

Die zwei - ausgeworfenen! - Patronenhülsen für sich allein sind noch kein Beweis, daß eine dritte Person geschossen hat!
Ganz wichtig ist auch der Auffindezustand der Repetierflinte!
Erst aus diesen beiden Fakten zusammen ergibt sich eine Bewertung!

Aber da erfährt man ja keine Fakten, nix. Da können sie schön weiter mauscheln und die Leute verarschen.

bernhard44
03.11.2013, 09:47
Ich habe dazu schon mal weiter vorne was geschrieben. Scheint aber untergegangen zu sein.
Daher nochmal:

Die zwei - ausgeworfenen! - Patronenhülsen für sich allein sind noch kein Beweis, daß eine dritte Person geschossen hat!
Ganz wichtig ist auch der Auffindezustand der Repetierflinte!
Erst aus diesen beiden Fakten zusammen ergibt sich eine Bewertung!

Aber da erfährt man ja keine Fakten, nix. Da können sie schön weiter mauscheln und die Leute verarschen.

bevor man richtige Antworten erhält, muss man die richtigen Fragen stellen! Und die werden immer lauter! Das ist doch schon mal was!

fatalist
03.11.2013, 09:52
Die zwei - ausgeworfenen! - Patronenhülsen für sich allein sind noch kein Beweis, daß eine dritte Person geschossen hat! Wenn zu Anfang ne leere Hülse noch drin war, dann nicht. Wenn beim Auffinden die Wumme durchgeladen war, dann schon.

Angeblich waren alle Waffen durchgeladen.

bio
03.11.2013, 09:55
Ich habe dazu schon mal weiter vorne was geschrieben. Scheint aber untergegangen zu sein.
Daher nochmal:

Die zwei - ausgeworfenen! - Patronenhülsen für sich allein sind noch kein Beweis, daß eine dritte Person geschossen hat!
Ganz wichtig ist auch der Auffindezustand der Repetierflinte!
Erst aus diesen beiden Fakten zusammen ergibt sich eine Bewertung!

Aber da erfährt man ja keine Fakten, nix. Da können sie schön weiter mauscheln und die Leute verarschen.

Kann man anhand des Tatort-Fotos feststellen, ob Mundlos Pumpgun durchgeladen war?
40433

nachdenkerin
03.11.2013, 09:56
... na und? Sclimmstenfalls wird gegen Unbekannt ermittelt bis zu Sankt Nimmerlein.

Das sehe ich auch so. Da war eben Jemand nicht gut zu sprechen auf die Beiden, irgend jemand Unbekannter, der nie gefunden wird. Alles andere bleibt doch bestehen.

Veteran
03.11.2013, 10:11
Kann man anhand des Tatort-Fotos feststellen, ob Mundlos Pumpgun durchgeladen war?
Gibt es denn weitere Fotos?

bio
03.11.2013, 10:13
Gibt es denn weitere Fotos?

nicht, dass ich wüsste. Aber es gibt Fotos von der Präsentation der Waffen. Ist davon auszugehen, dass die Pumpgun nicht mehr durchgeladen ist, zu dem Zeitpunkt?
40434

bio
03.11.2013, 10:15
ich kann nicht sagen und passe.

fatalist
03.11.2013, 10:15
Das Thema "Selbstmord der Uwes" hat der PUA ausgelassen, und vor Gericht war es auch kein Thema.
Schmauchspuren an Mundlos Händen wären ein Thema, die fehlenden Fingerabdrücke an der Waffe ein zweites.
Dann die Anzahl der Hülsen, das Alter der Hülsen, ob die Waffe durchgeladen war wie berichtet, ganz viele offene Fragen.

brain freeze
03.11.2013, 10:17
nach fünf Jahren kommt ein Untersuchungsausschuss, wo sich Politiker, Polizisten, Geheimdienstlich an nichts mehr erinnern können. Akten mussten inzwischen wegen Datenschutzgründen leider vernichtet werden.

Wenn @bio = Paul Thompson wären wir etwas vorbereitet ...

(http://www.fromthewilderness.com/timeline/)

nachdenkerin
03.11.2013, 10:47
ANDRE EMINGER VIDEOHERSTELLUNG

Im Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ müsste er in „Lars Reger“ umbeannt worden sein.


Außerdem wird Reger vorgeworfen, ab Mai 2009 Böhnhardt und Zschäpe seine Personalien und die seiner Frau zur Verfügung gestellt zu haben, damit die zwei Bahncards kaufen konntenS. 232



Und woher wussten die Ermittler der BAO Trio, dass ausgerechnet Lars Reger die Filmsequenzen zusammen schnitt? Reger ist der Einzige der mutmaßlichen NSU-Mitglieder beziehungsweise -helfer, der aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit über die technischen Kenntnisse verfügt, ein solches Video herzustellen. Im Brandschutt der Frühlingsstraße wurde eine Werbebroschüre der Zwickauer Firma Aemeding gefunden – diese befasst sich mit Mediendigitalisierung und war vom 1. September 2006 bis 16. April 2007 auf Lars Reger angemeldet. S. 232


Lars Reger, der derzeit wegen eines Unfalls arbeitsunfähige Solarmodulbauer…S. 233

Aber eigentlich war er ja Solarmodulbauer.

moishe c
03.11.2013, 10:57
Wenn zu Anfang ne leere Hülse noch drin war, dann nicht. Wenn beim Auffinden die Wumme durchgeladen war, dann schon.

Angeblich waren alle Waffen durchgeladen.

Dazu (m)eine Anmerkung.

- (moderne) Selbstladepistolen kann man problemlos "durchgeladen/fertiggeladen" führen oder aufbewahren, denn sie sind nach dem "Durchladen/Fertigladen" (bei dem eine Patrone ins Patronenlager eingeführt wird) entweder nur "teilgespannt" bzw. man kann bei ihnen den Zündmechanismus - i.d.R. den Hahn/Hammer - nach dem Fertigladen wieder entspannen! Eine derart fertiggeladene Waffe ist handhabungssicher!!! Pistolen, bei denen man das NICHT kann, sind beispielsweise die "Nullacht/Parabellum-Pistole" oder die "Browning Mod. 10 bzw. 10/22".


- zuschießende Maschinenpistolen (und die Pleter dürfte als Sten-Kopie so eine sein) wird man auf gar keinen Fall "fertigladen", denn dies brächte KEINEN Vorteil beim Einsatz der Waffe. Sie wäre lediglich für den Schützen und andere eine ständige lebensgefährliche Bedrohung!

- nicht ganz so gefährlich, aber grundsätzlich ähnlich, wie bei zuschießenden Maschinenpistolen verhält es sich bei Vorderschaftrepetierflinten. Wenn man diese durch/fertiglädt, dann ist eine Patrone im Patronenlager UND der Schlagbolzen ist gespannt. Dann trennt einen nur noch der teilweise recht filigrane Aufbau des Sicherungsmechanismus von einer Katastrophe! Und das für ein oder zwei Zehntelsekunden Zeitvorteil, den man dann doch nicht braucht.

Fazit: Wenn die beiden Uwes mehr als eine Handvoll Gehirnwindungen hatten, dann können alle Pistolen und Revolver "durch/fertiggeladen" gewesen sein. Kein Einwand.

Aber daß die MPi oder die Vorderschaftflinten ebenfalls "durch/fertiggeladen" gewesen sein sollen, halte ich für äußerst unwahrscheinlich!

Was aber gewesen sein könnte, daß nämlich in der besagten Flinte eine leere Patronenhülse im Patronenlager UND der Schlagbolzen abgeschlagen war!


Kann man anhand des Tatort-Fotos feststellen, ob Mundlos Pumpgun durchgeladen war?
40433

Ob eine Vorderschaftflinte "durchgeladen" (Bedeutung siehe oben) ist, kann man von außen nur sehen, wenn man in den Lauf schaut! Im Ernst! :D ... man nimmt halt eine Schwanenhalskamera ... :sark:

Wenn das links unten am Bildrand auf dem Foto die Flinte sein soll, kann man aber sagen, daß der Vorderschaft in vorderer Position ist.
Nur jetzt ist die Frage:

- befindet sich im Patronenlager eine abgeschossene Patronenhülse (Schwanenhalskamera :D ) UND ist der Schlagbolzen abgeschlagen?

- Oder befindet sich im Patronenlager eine GELADENE Patrone UND ist der Schlagbolzen GESPANNT? In dem Fall empfiehlt sich doch die Schwanenhalskamera ... :sark:

Also von außen - nur auf dem Foto - kann man diese Fragen leider nicht beantworten!

moishe c
03.11.2013, 11:06
nicht, dass ich wüsste. Aber es gibt Fotos von der Präsentation der Waffen. Ist davon auszugehen, dass die Pumpgun nicht mehr durchgeladen ist, zu dem Zeitpunkt?
40434

Auf dem Präsentationsfoto sind bei beiden Flinten die Vorderschäfte in hinterer Position, d.h. die Verschlüsse sind geöffnet. So, wie sich das gehört!!!

Ja, JETZT, nachdem die Verschlüsse durch zurückziehen der Vorderschäfte geöffnet wurden, befindet sich garantiert keine Patrone/Patronenhülse mehr in den Patronenlagern, denn diese werden beim Öffnen des Verschlusses - sofern vorhanden - ausgezogen und ausgeworfen! DESHALB muß man sowas alles überprüfen, BEVOR man die Verschlüsse öffnet!

fatalist
03.11.2013, 11:08
ANDRE EMINGER VIDEOHERSTELLUNG

Im Buch „Das Zwickauer Terror Trio“ müsste er in „Lars Reger“ umbeannt worden sein.

S. 232


S. 232

S. 233

Aber eigentlich war er ja Solarmodulbauer. Relevant ist das alles aber nicht. Eminger fehlte der im Video verwendete Schriftsatz. Das war relevant, zumindest für den BGH, weshalb Eminger nicht mehr sitzt.

Kaltduscher
03.11.2013, 11:13
Das Thema "Selbstmord der Uwes" hat der PUA ausgelassen, und vor Gericht war es auch kein Thema.
Schmauchspuren an Mundlos Händen wären ein Thema, die fehlenden Fingerabdrücke an der Waffe ein zweites.
Dann die Anzahl der Hülsen, das Alter der Hülsen, ob die Waffe durchgeladen war wie berichtet, ganz viele offene Fragen.

Ich glaube gelesen zu haben, daß die Schmauchspuren durchs Löschwasser verwässert wurden.



http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=arO44R75W5k

Ab Minute 16 geht es um den NSU.

Dank fürs Reinstellen:) NSU -NSA , der Hammer. Könnte theoretisch tatsächlich sein, daß die Verstimmung mit den USA für einen Rückzieher der Selbstmordtheorie sorgt.


kd

fatalist
03.11.2013, 11:17
Nur jetzt ist die Frage:

- befindet sich im Patronenlager eine abgeschossene Patronenhülse (Schwanenhalskamera :D ) UND ist der Schlagbolzen abgeschlagen?

- Oder befindet sich im Patronenlager eine GELADENE Patrone UND ist der Schlagbolzen GESPANNT? Im ersten Fall hätte sich Mundlos erschossen haben können, was ist mit Schmauchspuren an den Händen und Fingerabdrücken an der Waffe?

Im 2. Fall war die Waffe durchgeladen, aber ganz sicher nicht von Mundlos.

Bei den Hülsen müsste sich ja feststellen lassen, ob die am 4.11. abgefeuert wurden oder schon lange vorher.
Das Gutachten muss es ja irgendwo geben...

fatalist
03.11.2013, 11:21
Ich glaube gelesen zu haben, daß die Schmauchspuren durchs Löschwasser verwässert wurden.
und die Fingerabrücke an der Waffe gleich mit. Praktisch.

moishe c
03.11.2013, 11:28
Im ersten Fall hätte sich Mundlos erschossen haben können, was ist mit Schmauchspuren an den Händen und Fingerabdrücken an der Waffe?

Im 2. Fall war die Waffe durchgeladen, aber ganz sicher nicht von Mundlos.

Bei den Hülsen müsste sich ja feststellen lassen, ob die am 4.11. abgefeuert wurden oder schon lange vorher.
Das Gutachten muss es ja irgendwo geben...

Ob man selbst "zeitnah" zum angeblichen Auffinden der Flinte und der Hülsen hätte feststellen können, ob die nun vor 5 oder 7 oder 10 oder 20 ... Tagen abgeschossen worden waren, weiß ich nicht!

Und natürlich: die Fingerabdrücke und die Schmauchspuren bei Mundlos ... und der Todeszeitpunkt gelle!

Aber wie wollte man das den noch überprüfen, nachdem die beiden stundenlang geröstet worden waren!!!???

fatalist
03.11.2013, 11:55
Aber wie wollte man das den noch überprüfen, nachdem die beiden stundenlang geröstet worden waren!!!??? Mundlos wurde anhand der Fingerabdrücke identifiziert, so schlimm war das wohl alles nicht mit dem Feuer. Bei Böhnhardt war mehr verbrannt, da brauchte man einen DNA-Test.

nachdenkerin
03.11.2013, 13:13
Mundlos wurde anhand der Fingerabdrücke identifiziert, so schlimm war das wohl alles nicht mit dem Feuer. Bei Böhnhardt war mehr verbrannt, da brauchte man einen DNA-Test.


So wie die 68 gefundenen Zeitungsartikel, in denen es um die neun NSU-Morde und die zwei Bombenanschläge in Köln geht. ……..Auf zwei Seiten fanden die Ermittler Fingerabdrücke und ordneten sie Beate Zschäpe zu: http://www.zeit.de/gesellschaft/2013-10/nsu-prozess

Es ist schon sehr merkwürdig. Im Wohnmobil soll es keine Fingerabdrücke auf den Waffen mehr geben. Aber beim Brand der Wohnung überlebte Zeitungspapier nicht nur das Feuer, auch das Löschwasser konnte den Fingerabdrücken nichts anhaben. 2 Fingerabdrücke auf den 68 angeblich aufgefunden Zeitungsartikeln wurden bei Beate Zschäpe entdeckt.

Ingeborg
03.11.2013, 13:32
NSA, “NSU” und das Treiben der Schlapphüte

http://topaktuell3.wordpress.com/2013/10/29/nsa-nsu-und-das-treiben-der-schlapphute/

moishe c
03.11.2013, 14:25
Mundlos wurde anhand der Fingerabdrücke identifiziert, so schlimm war das wohl alles nicht mit dem Feuer. Bei Böhnhardt war mehr verbrannt, da brauchte man einen DNA-Test.

Bei einer Repetierflinte dürfte man wahrscheinlich auch gar keinen großartigen "Schmauch" (an der Abzugs-Hand) finden. Das ist nicht das selbe wie beispielsweise bei einer Selbstladepistole, die ja schon noch während des Schusses den Verschluß öffnet und dann hinten aus dem Lauf noch richtig verbrannte Pulvergase rausströmen.

Aber ich weiß nicht, ob man in so einem engen Raum wie innen in einem Wohnmobil, wenn da das ganze Kunststoffzeugs gebrannt hat, überhaupt noch Schmauchspuren - und in diesem Fall von 1 Schuß mit der Rep.flinte! - feststellen könnte! (Ich schreibe "könnte"!).

Ich selbst glaube zwar im Fall der Uwes an Mord, aber ich möchte nur verhindern, daß jetzt alle auf den Narren-Wagen vom "Lokus" aufspringen, mit den "zwei" Patronenhülsen. Und nachher, wenn sich alle aus dem Fenster lehnen, heißt es von den Judenkative-Kaspern "ääätsch, im Patronenlager war eine ABGESCHOSSENE Patronenhülse ... und der Schlagbolzen war ABGESCHLAGEN ...".
Und schon hat man den Zweiflern wieder ein Bein gestellt!

bio
03.11.2013, 15:26
Dazu (m)eine Anmerkung.

- (moderne) Selbstladepistolen kann man problemlos "durchgeladen/fertiggeladen" führen oder aufbewahren, denn sie sind nach dem "Durchladen/Fertigladen" (bei dem eine Patrone ins Patronenlager eingeführt wird) entweder nur "teilgespannt" bzw. man kann bei ihnen den Zündmechanismus - i.d.R. den Hahn/Hammer - nach dem Fertigladen wieder entspannen! Eine derart fertiggeladene Waffe ist handhabungssicher!!! Pistolen, bei denen man das NICHT kann, sind beispielsweise die "Nullacht/Parabellum-Pistole" oder die "Browning Mod. 10 bzw. 10/22".


- zuschießende Maschinenpistolen (und die Pleter dürfte als Sten-Kopie so eine sein) wird man auf gar keinen Fall "fertigladen", denn dies brächte KEINEN Vorteil beim Einsatz der Waffe. Sie wäre lediglich für den Schützen und andere eine ständige lebensgefährliche Bedrohung!

- nicht ganz so gefährlich, aber grundsätzlich ähnlich, wie bei zuschießenden Maschinenpistolen verhält es sich bei Vorderschaftrepetierflinten. Wenn man diese durch/fertiglädt, dann ist eine Patrone im Patronenlager UND der Schlagbolzen ist gespannt. Dann trennt einen nur noch der teilweise recht filigrane Aufbau des Sicherungsmechanismus von einer Katastrophe! Und das für ein oder zwei Zehntelsekunden Zeitvorteil, den man dann doch nicht braucht.

Fazit: Wenn die beiden Uwes mehr als eine Handvoll Gehirnwindungen hatten, dann können alle Pistolen und Revolver "durch/fertiggeladen" gewesen sein. Kein Einwand.

Aber daß die MPi oder die Vorderschaftflinten ebenfalls "durch/fertiggeladen" gewesen sein sollen, halte ich für äußerst unwahrscheinlich!

Was aber gewesen sein könnte, daß nämlich in der besagten Flinte eine leere Patronenhülse im Patronenlager UND der Schlagbolzen abgeschlagen war!



Ob eine Vorderschaftflinte "durchgeladen" (Bedeutung siehe oben) ist, kann man von außen nur sehen, wenn man in den Lauf schaut! Im Ernst! :D ... man nimmt halt eine Schwanenhalskamera ... :sark:

Wenn das links unten am Bildrand auf dem Foto die Flinte sein soll, kann man aber sagen, daß der Vorderschaft in vorderer Position ist.
Nur jetzt ist die Frage:

- befindet sich im Patronenlager eine abgeschossene Patronenhülse (Schwanenhalskamera :D ) UND ist der Schlagbolzen abgeschlagen?

- Oder befindet sich im Patronenlager eine GELADENE Patrone UND ist der Schlagbolzen GESPANNT? In dem Fall empfiehlt sich doch die Schwanenhalskamera ... :sark:

Also von außen - nur auf dem Foto - kann man diese Fragen leider nicht beantworten!

Hier kann man praktisch sehen, wie die Pumpgun Winchester 1800 funktioniert.

http://www.youtube.com/watch?v=2nQBsPmKT1k
Der Schlagbolzen steht vor dem Einsatz immer ganz hinten. Dann wird sie aufgeladen mit Patronen. Im obigen Video sind es 5. Nach jeden Schuss wird die Hülse manuell ausgeworfen. Im Mundlos-Tatortfoto sieht man, dass der Bolzen in der Mitte steht. Das ist kein endgültiger Beweis, dass sie "durchgeladen" ist. Jedoch gibt es zwei Hülsen!
Wenn jemand die offizielle Darstellung der Selbsttötung und die zwei Hülsen verteidigte, dann müsste er sagen: Es war eine leere Hülse bereits in der Pumpgun, die irgendwann früher einmal abgeschossen wurde, aber nicht durch den Schützen ausgeworfen. Aber wie realistisch ist das? Bei den youtube-Videos, die ich bei Pumpgun-Schützen bisher sah, hat der Schütze immer die Patrone nach dem Schuss ausgeworfen. Ist es nicht normal, dass die Pumpgun vor einem möglichen Einsatz / Gefahr geladen wird? Der Schlagbolzen bliebe dann aus Sicherheitsgründen nach hinten gestellt. Heißt das "abgeschlagen"?

Andreas Förster schreibt "alle Waffen waren geladen", praktisch die Pumpgun. Was heißt das, war sie durchgeladen (Hülse ausgeworfen, neue Patrone abschussbereit) oder gab es noch Patronen in der Pumgun? Auch hier die Frage: Ist eine Pumpgun mit einer leeren Hülse "durchgeladen", weil noch Patronen in der Pumgun sind? Der Begriff "durchgeladen" schließt das für mich aus.

bio
03.11.2013, 15:31
Bei einer Repetierflinte dürfte man wahrscheinlich auch gar keinen großartigen "Schmauch" (an der Abzugs-Hand) finden. Das ist nicht das selbe wie beispielsweise bei einer Selbstladepistole, die ja schon noch während des Schusses den Verschluß öffnet und dann hinten aus dem Lauf noch richtig verbrannte Pulvergase rausströmen.

Aber ich weiß nicht, ob man in so einem engen Raum wie innen in einem Wohnmobil, wenn da das ganze Kunststoffzeugs gebrannt hat, überhaupt noch Schmauchspuren - und in diesem Fall von 1 Schuß mit der Rep.flinte! - feststellen könnte! (Ich schreibe "könnte"!).

Ich selbst glaube zwar im Fall der Uwes an Mord, aber ich möchte nur verhindern, daß jetzt alle auf den Narren-Wagen vom "Lokus" aufspringen, mit den "zwei" Patronenhülsen. Und nachher, wenn sich alle aus dem Fenster lehnen, heißt es von den Judenkative-Kaspern "ääätsch, im Patronenlager war eine ABGESCHOSSENE Patronenhülse ... und der Schlagbolzen war ABGESCHLAGEN ...".
Und schon hat man den Zweiflern wieder ein Bein gestellt!

Was heißt "abgeschlagen"?

aalfisch
03.11.2013, 15:59
wahnsinn, woher stammt das bild? krass!

aalfisch
03.11.2013, 16:00
Kann man anhand des Tatort-Fotos feststellen, ob Mundlos Pumpgun durchgeladen war?
40433d​das

aalfisch
03.11.2013, 16:01
d​das das foto ist der wahnsinn! woher hast du das bild?

moishe c
03.11.2013, 17:27
Hier kann man praktisch sehen, wie die Pumpgun Winchester 1800 funktioniert.

http://www.youtube.com/watch?v=2nQBsPmKT1k
Der Schlagbolzen steht vor dem Einsatz immer ganz hinten. Dann wird sie aufgeladen mit Patronen. Im obigen Video sind es 5. Nach jeden Schuss wird die Hülse manuell ausgeworfen. Im Mundlos-Tatortfoto sieht man, dass der Bolzen in der Mitte steht. Das ist kein endgültiger Beweis, dass sie "durchgeladen" ist. Jedoch gibt es zwei Hülsen!
Wenn jemand die offizielle Darstellung der Selbsttötung und die zwei Hülsen verteidigte, dann müsste er sagen: Es war eine leere Hülse bereits in der Pumpgun, die irgendwann früher einmal abgeschossen wurde, aber nicht durch den Schützen ausgeworfen. Aber wie realistisch ist das? Bei den youtube-Videos, die ich bei Pumpgun-Schützen bisher sah, hat der Schütze immer die Patrone nach dem Schuss ausgeworfen. Ist es nicht normal, dass die Pumpgun vor einem möglichen Einsatz / Gefahr geladen wird? Der Schlagbolzen bliebe dann aus Sicherheitsgründen nach hinten gestellt. Heißt das "abgeschlagen"?

Andreas Förster schreibt "alle Waffen waren geladen", praktisch die Pumpgun. Was heißt das, war sie durchgeladen (Hülse ausgeworfen, neue Patrone abschussbereit) oder gab es noch Patronen in der Pumgun? Auch hier die Frage: Ist eine Pumpgun mit einer leeren Hülse "durchgeladen", weil noch Patronen in der Pumgun sind? Der Begriff "durchgeladen" schließt das für mich aus.

Da bringst du etwas durcheinander.

- das ist die gute alte Winchester Defender 1300!

- ob der "Schlagbolzen" (ganz) "hinten steht", kann man an dieser Waffe von außen gar nicht sehen! Der liegt nämlich IM Verschluß(stück) und ist eine Art Nadel, in der Dimension ungefähr wie eine Kugelschreibermine, aber nur ca. 1/2 bis 2/3 Länge einer solchen. Von außen kann man nur sehen, in welcher Position sich der "Vorderschaft" (das ist die Handhabe zum Repetieren, die unter dem Lauf um das unter dem Lauf liegende Röhrenmagazin herum angeordnet ist, das Holzstück mit Riffelungen, das zum Repetieren vor- und zurückgeschoben werden muß - um durch-/fertigzuladen oder um den nächsten Schuß nachzuladen) befindet.

- von außen kann man also nur sehen, ob sich der Vorderschaft in Position "vorne" oder "hinten" oder irgendwo dazwischen befindet. Wenn man auf die rechte Waffenseite schauen kann, dann kann man auch im "Auswerferfenster" erkennen, wo sich der "Verschluß" (ein ca. daumendicker und gut daumenlanger Stahlblock) gerade befindet. Wenn die Waffe intakt ist, bewegt sich der Verschluß genau mit dem Vorderschaft, da er mit diesem durch eine oder zwei Stangen fest verbunden ist! Also Vorderschaft "vorn" > Verschluß "vorn" und "verriegelt" (ACHTUNG: DAS besagt noch nicht, ob die Waffe "geladen"/"teilgeladen" oder "durchgeladen"/"fertiggeladen" ist!)
Vorderschaft "hinten" > Verschluß "hinten" bzw. "geöffnet" (Waffe kann trotzdem "geladen"/"teilgeladen" sein, wenn sich nämlich noch Patronen im Magazin befinden).

Der junge Mann in deinem Video hat die Flinte mit "Vorderschaft hinten" = "Verschluß geöffnet" im Waffenständer und stellt sie am Ende seiner Vorführung auch genau so - "Vorderschaft hinten - Verschluß geöffnet" wieder in den Waffenständer zurück. Das ist eine allgemein übliche Sicherheitsmaßnahme auf Schießständen! Diese Verschluß-Position entspricht NICHT dem Zustand "Schlagbolzen abgeschlagen"! Zustand "Schlagbolzen/Zündmechanismus abgeschlagen" kann es hier NUR geben, wenn der Verschluß vorn ist!

- "Laderei".
die Bezeichnungen "laden" und "durchladen" sind die althergebrachten. Die Bezeichnungen "teilladen" und "fertigladen" sind die "modernen", so wie sie z.B. bei der Bundeswehr benützt werden. Die moderneren sind aber die exakteren!
"Teilladen" (= "laden") bedeutet, man führt ein Magazin mit Patronen in die Waffe oder Patronen in ein in der Waffe fest eingebautes Magazin - so wie bei der Winchester 1300 Defender - ein. Dabei bleibt der Verschluß geschlossen und der Zündmechanismus "entspannt/abgeschlagen".
In diesem Zustand kann mit der Waffe nicht sofort geschossen werden.
Vor dem Schießen muß erst "durchgeladen"/"fertiggeladen" werden, d.h. es muß aus dem Magazin eine Patrone in das Patronenlager befördert werden und bei den meisten Waffen wird jetzt auch der Zündmechanismus "gespannt"! Bei Revolvern, "zuschießenden" Maschinenpistolen oder auch bei der Glock-Pistole etc. ist das anders!!!
Aber bei der Winchester 1300 ist das - auch - genau so!

- daß in der Regel bei so einer Flinte nach dem letzten Schuß der Verschluß geöffnet wird - UND DAMIT auch die abgeschossene Patronenhülse ausgezogen und ausgeworfen wird - hängt damit zusammen, daß ja die meisten "Schießereien" auf Schießständen stattfinden (noch :sark: ) und dort die Waffen, wenn nicht gerade damit geschossen wird, aus Sicherheitsgründen ENTLADEN UND MIT GEÖFFNETEM VERSCHLUSS zu handhaben sind! Wie das aber zwei Thüringer in ihrem Wohnmobil, oder Mossad- bzw. CIA-Killer im Einsatz handhaben, bleibt diesen völlig unbenommen! Da ist eines so realitätsnah wie das andere, bloß eines nicht: geladene Patrone im Patronenlager und Zündmechanismus gespannt, DAS halte ich für ziemlich realitätsfern, zumindest dann, wenn man das Ding viele Kilometer in einem Wagen durch die Gegend schaukelt oder es wochenlang irgendwo abgestellt hat!

- Vergleiche mal das von dir eingestellte Video mit dem, was man auf dem Foto aus dem Wohnwagen erkennen kann. Wenn sich der Vorderschaft ca. in der Mitte von Lauf/Röhrenmagazin befindet, DAS ist die Position "vorn"/"Verschluß geschlossen"!
Und m.E. befindet sich der Vorderschaft genau in dieser Position.

- eine Vorderschaftrepetierflinte lädt man in ca. 0,2 Sekunden fertig. Was willst du denn da mit einer fertiggeladenen Waffe durch die Gegend schippern? Vor allem, da so eine Vorderschaftrepetierflinte, wenn sie fertiggeladen ist, AUCH IMMER schon den Zündmechanismus GESPANNT hat!!! Sowas macht höchstens ein Idiot.

- eine Waffe ist NUR dann "durchgeladen"/"fertiggeladen", WENN sich eine funktionsfähige Patrone IM PATRONENLAGER befindet (Ausnahme: "zuschießende" Maschinenpistolen oder andere "zuschießende" Selbstladewaffen!) und der Zündmechanismus "gespannt" ist (Ausnahme: Glock-Pistole, bestimmte SA-Pistolen, SA-/DA-Revolver u.ä.).

- ist ja schön, wenn der Herr Andreas Förster schreibt, daß alle Waffen "geladen" waren, aber du, Bio, weißt ja jetzt, daß das eben keineswegs "fertiggeladen" bedeutet! :))


Noch eine Feststellung von mir, Moishe:

Nur wenn sich im Patronenlager der Flinte im Womo eine FUNKTIONSFÄHIGE/NICHT ABGEFEUERTE Patrone befunden hat, wäre dies ein BEWEIS! für einen "dritten Mann" = Mord!
Ist leider so!

bio
03.11.2013, 17:38
(...)
- eine Waffe ist NUR dann "durchgeladen"/"fertiggeladen", WENN sich eine funktionsfähige Patrone IM PATRONENLAGER befindet (Ausnahme: "zuschießende" Maschinenpistolen oder andere "zuschießende" Selbstladewaffen!) und der Zündmechanismus "gespannt" ist (Ausnahme: Glock-Pistole, bestimmte SA-Pistolen, SA-/DA-Revolver u.ä.).

- ist ja schön, wenn der Herr Andreas Förster schreibt, daß alle Waffen "geladen" waren, aber du, Bio, weißt ja jetzt, daß das eben keineswegs "fertiggeladen" bedeutet! :))


Noch eine Feststellung von mir, Moishe:

Nur wenn sich im Patronenlager der Flinte im Womo eine FUNKTIONSFÄHIGE/NICHT ABGEFEUERTE Patrone befunden hat, wäre dies ein BEWEIS! für einen "dritten Mann" = Mord!
Ist leider so!

Förster lässt keinen anderen Schluss zu, als ob die Pumpgun "durchgeladen" war:
"Sieben Waffen, alle waren durchgeladen. (...) Tatsächlich lag die Leiche von Uwe Böhnhardt im Mittelgang den Fahrzeugs, mit den Füßen zum Fahrerhaus. Unter seinem Körper war eine durchgeladene, aber nicht abgefeuerte Pumpgun. Im hinteren Teil des Innenraums, vor Böhnhardts Kopf, lag die Leiche von Uwe Mundlos. Zu seinen Füßen eine zweite Pumpgun, mit der er sich offenbar in den Mund geschossen hatte. Die Patronenhülse des tödlichen Schusses, die eigentlich nur beim Durchladen nach einem Schuss herausfällt, fand sich neben ihm auf dem Boden."

Lässt das einen anderen Schluss zu, als ob Mundlos Pumpgun wirklich "durchgeladen" war, mit neuer Patrone!

bio
03.11.2013, 17:42
"Am 4.11.2011 entdecken Polizeibeamte in einem ausgebrannten Wohnmobil in Zwickau die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie sieben durchgeladene Waffen. Mit einem Winchester Gewehr hat Mundlos zunächst Böhnhardt und dann sich selbst getötet, heißt es im BKA-Bericht. In der N24-Reportage widerspricht Siegmund Mittag, Waffenexperte aus Brandenburg, dieser Darstellung. Seiner Meinung nach kann es sich unmöglich um Selbstmord gehandelt haben. Dagegen spricht die Anzahl der gefundenen Patronenhülsen."
http://www.presseportal.de/print/2588103-neue-spur-tod-von-nsu-terroristen-doch-kein-selbstmord-waffenexperte.html

moishe c
03.11.2013, 17:43
Was heißt "abgeschlagen"?

"Abgeschlagen" bedeutet hier, daß der Abzug betätigt wurde und

- entweder der Schlagbolzen)* allein durch Federdruck nach vorne geschnellt ist,
- oder ein innenliegender Hammer)* auf das hintere Ende des Schlagbolzens geschlagen hat und damit den Schlagbolzen nach vorne getrieben hat

und der Schlagbolzen dann auf das Zündhütchen geschlagen hat, wodurch die Patrone gezündet und der Schuß ausgelöst wurde.


)*: deshalb schreibe ich ja immer "Zündmechanismus". Ich bin zu faul nachzuschauen, ob die 1300 nur einen Schlagbolzen oder einen Hammer und Schlagbolzen hat ... :sark:

bio
03.11.2013, 17:44
Siegmund Mittag ist ein Büchsenmacher, er stellt Schusswaffen selbst her. http://www.zf-montagen-mittag.de/leistungen.html

bernhard44
03.11.2013, 17:50
wahnsinn, woher stammt das bild? krass!

http://www.berliner-kurier.de/politik---wirtschaft/viele-unbeantwortete-fragen-spurensuche-in-den-truemmern-des-terrors,7169228,20783156.html

moishe c
03.11.2013, 17:50
"Am 4.11.2011 entdecken Polizeibeamte in einem ausgebrannten Wohnmobil in Zwickau die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos sowie sieben durchgeladene Waffen. Mit einem Winchester Gewehr hat Mundlos zunächst Böhnhardt und dann sich selbst getötet, heißt es im BKA-Bericht. In der N24-Reportage widerspricht Siegmund Mittag, Waffenexperte aus Brandenburg, dieser Darstellung. Seiner Meinung nach kann es sich unmöglich um Selbstmord gehandelt haben. Dagegen spricht die Anzahl der gefundenen Patronenhülsen."
http://www.presseportal.de/print/2588103-neue-spur-tod-von-nsu-terroristen-doch-kein-selbstmord-waffenexperte.html

Also mich würde es überhaupt nicht wundern, wenn sich bei einer Überprüfung herausstellen würde, daß

- der Herr Förster,
- das Presseportal
- und die Polizei

über keinerlei fundierte Waffenkenntnisse verfügen ... :sark:

Was Bulleristen von der von ihnen persönlich geführten Pistole für Ahnung haben bzw. eben KEINE Ahnung haben, kann ich sogar mit einem Jutube-Video belegen!!! :fizeig:

Karl_Murx
03.11.2013, 18:51
jetzt nimmt sich der "FOCUS" der Sache an!



http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/raetsel-um-terrorzelle-nsu-begingen-mundlos-und-boehnhardt-doch-nicht-selbstmord_aid_1146736.html

Bin gespannt, ob der Beitrag nicht in letzter Minute storniert wird. N24 ist bekannt dafür, daß es uns den Hitler, den Holocaust und den KgR mit Vorliebe auf das Brot schmiert.

Karl_Murx
03.11.2013, 19:04
Hier kann man praktisch sehen, wie die Pumpgun Winchester 1800 funktioniert.

http://www.youtube.com/watch?v=2nQBsPmKT1k
Der Schlagbolzen steht vor dem Einsatz immer ganz hinten. Dann wird sie aufgeladen mit Patronen. Im obigen Video sind es 5. Nach jeden Schuss wird die Hülse manuell ausgeworfen. Im Mundlos-Tatortfoto sieht man, dass der Bolzen in der Mitte steht. Das ist kein endgültiger Beweis, dass sie "durchgeladen" ist. Jedoch gibt es [/b]zwei Hülsen!

Damit wäre wohl alles Wesentliche gesagt zum Thema "Doppelselbstmord" bzw. Tötung von B durch M und dann Selbsttötung von M.


Wenn jemand die offizielle Darstellung der Selbsttötung und die zwei Hülsen verteidigte, dann müsste er sagen: Es war eine leere Hülse bereits in der Pumpgun, die irgendwann früher einmal abgeschossen wurde, aber nicht durch den Schützen ausgeworfen. Aber wie realistisch ist das?

Angesichts der nach dem 08.11. 2011 mehrfach je nach offizieller Informationslage wechselnden Beschreibungen des Tathergangs, wo man sich schließlich auf diese hier besprochene einigte, äußerst unrealistisch.


Bei den youtube-Videos, die ich bei Pumpgun-Schützen bisher sah, hat der Schütze immer die Patrone nach dem Schuss ausgeworfen. Ist es nicht normal, dass die Pumpgun vor einem möglichen Einsatz / Gefahr geladen wird? Der Schlagbolzen bliebe dann aus Sicherheitsgründen nach hinten gestellt. Heißt das "abgeschlagen"?

Andreas Förster schreibt "alle Waffen waren geladen", praktisch die Pumpgun. Was heißt das, war sie durchgeladen (Hülse ausgeworfen, neue Patrone abschussbereit) oder gab es noch Patronen in der Pumgun? Auch hier die Frage: Ist eine Pumpgun mit einer leeren Hülse "durchgeladen", weil noch Patronen in der Pumgun sind? Der Begriff "durchgeladen" schließt das für mich aus.

Auch Förster ist hier bei der Darstellung dieser Vorgänge nicht zu trauen.

Alter Preuße
03.11.2013, 19:16
Könnte vvlt. jemand die Ausssagen in dem Elsässer Video zusammenfassen, für diejenigen, die wie ich nur eine Funkverbindung haben und die sich deshalb nicht 50 min. runterladen wollen/können ? Das wäre super !

Karl_Murx
03.11.2013, 19:16
Förster lässt keinen anderen Schluss zu, als ob die Pumpgun "durchgeladen" war:
"Sieben Waffen, alle waren durchgeladen. (...) Tatsächlich lag die Leiche von Uwe Böhnhardt im Mittelgang den Fahrzeugs, mit den Füßen zum Fahrerhaus. Unter seinem Körper war eine durchgeladene, aber nicht abgefeuerte Pumpgun. Im hinteren Teil des Innenraums, vor Böhnhardts Kopf, lag die Leiche von Uwe Mundlos. Zu seinen Füßen eine zweite Pumpgun, mit der er sich offenbar in den Mund geschossen hatte. Die Patronenhülse des tödlichen Schusses, die eigentlich nur beim Durchladen nach einem Schuss herausfällt, fand sich neben ihm auf dem Boden."

Lässt das einen anderen Schluss zu, als ob Mundlos Pumpgun wirklich "durchgeladen" war, mit neuer Patrone!

Dann muß dieses Durchladen der Pumpgun durch Mundlos durch Vodoo geschehen sein, also postmortal mit fehlendem Zentralnervensystem auf Grund des Schusses in den Mund.

Oder aber doch durch einen dritten Mann, über den es kurz nach dem 08.11. 2011 mehrfach Zeugenaussagen in der Thüringer Allgemeinen gab. Die DNA-Spur zu einem Mann aus Litauen könnte passen.

tecumseh
03.11.2013, 20:33
...die Tschäppe wars, die Tschäppe!
Irgendwas müssen sie ihr ja anhängen

Nereus
03.11.2013, 23:20
Da bringst du etwas durcheinander.

- das ist die gute alte Winchester Defender 1300!
......
Nur wenn sich im Patronenlager der Flinte im Womo eine FUNKTIONSFÄHIGE/NICHT ABGEFEUERTE Patrone befunden hat, wäre dies ein BEWEIS! für einen "dritten Mann" = Mord!
Ist leider so!

Die leere Hülse fliegt doch erst durch das Repitieren von Hand (Rückzug) aus dem Auswurffenster und bei Vorschub wird einen neue Patrone in das Patronenlager geschoben? Wenn nach einem Schuß nicht die Rückzugbewegung von Hand aus gemacht wird, bleibt die leere Hüle im Patronenlager liegen? Beim Selbstmörder und bei dem Täter, der einen Selbstmord des Opfers vortäuschen will, wird die Waffe so vorgefunden werden!

„Verschwörungsversion.“
Tat am Vortag, den 3.11.11, an unbekanntem Ort.

"Wir erschießen den Täter und dann ist die Welt wieder heil!" (klick) (http://www.politikforen.net/showthread.php?117674-quot-Dönermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=5788543&viewfull=1#post5788543)

Unbekannter z.b.V.ler einer „Operativen Maßnahme“ oder einer „Antifa-Todesschwadron” schleicht sich an den funkobservierten Capron-Caravan, abgestellt auf einem einsamen Autobahnparkplatz, heran, reißt die unverschlossene Tür auf und schießt mit geladener Pumpgun Böhnhardt am Eßtisch in die Schläfe. Nachladen und leere Hülse 1 fällt in den Raum.
Kurze Drehung nach links, um mit der schußbereiten Pumpgun Mundlos zu erledigen, der erschrocken neben dem Gasherd steht und gerade Essen zubereiten will. Der Schuß trifft aber nur die Brust. Mundlos fällt durch die Schußeinwirkung um. Sein Tod ist nicht sicher. Erneutes Nachladen und leere Hülse 2 fällt in den Raum. Mundschuß erledigt den betäubt am Boden liegenden Mundlos vor der Naßzelle. Die Tatwaffe mit leerer Hülse 3 im Lauf wird in den Raum neben den Toten geworfen, um einen Selbstmord vorzutäuschen.

Tatort 3.11.11? http://politikforen.net/attachment.php?attachmentid=34154&d=1360348740&thumb=1

Dann werden weitere Waffen, neben einer Schreckschußpistole und einem Revolver wie auf der Videoaufzeichnung der Arnstadt-Bankräuber zu sehen, als „Beweisorgie“ drapiert und weitere Spuren gelegt, u.a. auch mit einer banderollierten „Arnstadt-Beute“ und mit mehreren „Bekennervideos”, um die liquidierten „Faschisten” als „Bankräuber von Arnstadt” zu identifizieren. Der Caravan wird dann für eine Brandshow mit Theaterfeuer vorbereitet.

Tiermasken-Bankräuber von Eisenach (4.11.11)

Rechtshänder http://media201.zgt.de.cdn.thueringer-allgemeine.de/0053FCC5_0E1CE56B132A880BED60C3419BBF01EE

Am nächsten Tag unternimmt eine vollmaskierte geheimdienstliche Theatertruppe, nach Art der Arnstadt-Räuber (Masken, Kleidung, Fahrräder), in Eisenach einen Scheinüberfall mit erheblicher Beute (wer war da eingeweiht?).

»Während des Eisenacher Banküberfalls kommt es zu einer paradoxen Begebenheit. Während Böhnhardt und Mundlos in die Sparkasse stürmen, steht N.N. am EC-Automaten, um Geld abzuheben. Gerade noch kann er die Karte herausziehen, da packt ihn einer der Räuber am Handgelenk und zerrt ihn in den Kundenraum. Dort soll er sich auf den Bauch legen, was N.N. aber nicht tut und sich nur hinhockt. Den Neonazis ist das egal. Noch während N.N. in die Knie geht, rennt einer der beiden Räuber zum EC-Automaten, schnappt sich die steckengebliebenen Euroscheine und drückt sie dem Rentner in die Hand.« (Spiegel-Schreiber Baumgärtner nach Ermittlungsakten)
Es sollte alles brutal und echt aussehen, mit verletzter Angestellter und kurzfristiger Geiselnahme am Einkaufzentrum. Es wird farbig gefilmt. Regiefehler: Der Linkshänder auf der Videoaufzeichnung von Arnstadt, tritt im Kassenvorraum von Eisenach als Rechtshänder auf (Polizeifoto) und wird später durch Bildmanipulation (bei Lichtstadt-blog) umgedreht und zu einem „Linkshänder“ gemacht. Ein vorbereiteter „Zeuge“ (z.b.V.ler) gibt der nicht eingeweihten Ortspolizei am Diskoparkplatz den Fahndungs-Tip „zwei Leute laden Fahrräder in weißen Caravan, und fahren mit quietschenden Reifen davon, wobei ein Kennzeichenteil abgelesen werden konnte.“

Inzwischen wurde der vorbereitete Capron an eine leere Baugrube in einem Vorort gefahren, wo der Caravan-Eingang von Anwohner nicht eingesehen werden und der Brand keine Hauswände oder Balkone gefährden kann. Der Fahrer wird nach dem Abstellen des Caravans von Anwohnern gesichtet, weil er eilig das Fahrzeug verläßt und davonrennt.


http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/01-brennendes-wohnmobil-23638741_mbqf-1320596623-20857564/4,h=493.bild.jpeg

Als Ortspolizisten endlich das Objekt gegen 12 Uhr sichten und nach Verstärkung rufen, wird der Fahrzeugbrand ferngezündet. Die Feuerwehr wird nicht gewarnt, daß in dem Fahrzeug sich möglicherweise schießwütige Bankräuber befinden können. Die Ortspolizisten können selber auch nicht wissen, daß sich „schießwütige Bankräuber“ oder Tote in dem Fahrzeug befinden, weil sie keine Schüsse gehört hatten und auch nicht beschossen worden waren, wie sie Tage später, anderslautend, die Erzählungen des Soko-Chefs bestätigen müssen. Die Feuerwehrleute öffnen daher arglos das Fahrzeug, um den Brand im Innenraum zu bekämpfen. Sie finden zwei Tote und stellen später fest, daß die Auffindsituation nicht nach einem Selbstmord aussah.

4.11.11, 15 Uhr http://www.mdr.de/thueringen/eisenach108_v-standardBig_zc-3ad1f7a1.jpg?version=44945

Gegen 15 Uhr wird das mit blauen Abdeckplanen versiegelte Wohnmobil abtransportiert und vermutlich in einer Halle des THW zur weiteren Auswertung abgestellt.
Beim Transport auf einem Tieflader, verändern sich durch Rüttlung im Caravan der Tatort. Böhnhardt fällt von der Sitzbank auf den Boden. Es werden 10 Umzugskartons mit Kleidung und „Beweismitteln“ aus dem Caravan geborgen.

Tiermasken-Bankräuber von Eisenach (4.11.11), Polizeifoto aus TA von Lichtstadt.Blog korrigiert/manipuliert.

Linkshänder http://1.bp.blogspot.com/-ganbHaWe_I8/UCkdcM3sJ8I/AAAAAAAAH5k/dK5OKzKs3T8/s1600/Lichtstadt+-+INSIDE+NSU+-+Uwe+Mundlos+beim+%C3%9Cberfall+in+Eisenach.jpg

Nur so eine ausgedachte Krimiverson für zukünftige Filmemacher...

PS.

Dann muß dieses Durchladen der Pumpgun durch Mundlos durch Vodoo geschehen sein, also postmortal mit fehlendem Zentralnervensystem auf Grund des Schusses in den Mund.

Oder aber doch durch einen dritten Mann, über den es kurz nach dem 08.11. 2011 mehrfach Zeugenaussagen in der Thüringer Allgemeinen gab. Die DNA-Spur zu einem Mann aus Litauen könnte passen.

Ein Mann mit brauner Lederjacke führt bei der Caravan-Verladung offenbar die Regie (Ex-MfSler mit neuem Job als selbständiger LKW-Fahrer für Polizeidienststellen?). Kann das der "Dritte Mann" sein, der mit Sonnenbrille auch in der Frühlingsstraße am 5.11.11, im Rücken des Feuerwehrsprechers beim Interview, im abgesperrten Bereich durch die Filmaufnahme latschte?

nachdenkerin
04.11.2013, 00:48
http://friedensblick.de/8230/nsu-boehnhardt-mundlos-wurden-erschossen-keine-selbstmorde/

http://friedensblick.de/wp-content/uploads/2013/11/toter-mundlos-brustverletzung.jpg

Und da muss sich Uwe Mundlos auch noch zwischen Banküberfall und dem Erschießen umgezogen haben. Bei dem Banküberfall trägt der Täter, der als Uwe Mundlos betitelt wird, eine blaue Jogginghose mit einem breiten weißen Streifen. Im Wohnmobil ist es eine graue Hose ohne Streifen. Aber eigentlich las ich, dass die Täter an der Kleidung erkannt wurden, was dann nicht stimmen dürfte.

http://f.blick.ch/img/aktuell/origs541555/9895564568-w644-h429/Bankueberfall-Killer-Nazis.jpg

http://www.blick.ch/news/ausland/der-letzte-ueberfall-der-killer-nazis-id91100.html

Original Untertitel


Uwe Mundlos beim Überfall Anfang November. Polizeidirektion Gotha

nachdenkerin
04.11.2013, 01:13
....

Hast Du zufällig die Doku über die Insel Fehmarn, wo Beate Zschäpe Frühsport betreibt, vom Jahr 2011 vom NDR? Mich interessiert der Aufnahmemonat.

Nereus
04.11.2013, 01:23
Hast Du zufällig die Doku über die Insel Fehmarn, wo Beate Zschäpe Frühsport betreibt, vom Jahr 2011 vom NDR? Mich interessiert der Aufnahmemonat.

Ja. Muß noch suchen. Aber jetzt mache ich die Augen zu. Gute Nacht!

fatalist
04.11.2013, 02:29
Noch eine Feststellung von mir, Moishe:

Nur wenn sich im Patronenlager der Flinte im Womo eine FUNKTIONSFÄHIGE/NICHT ABGEFEUERTE Patrone befunden hat, wäre dies ein BEWEIS! für einen "dritten Mann" = Mord!
Ist leider so! Ja, aber davon gehen wir ja aus, dass "durchgeladen" eben darauf hinweist, dass der 3. Mann "reflexartig" nach dem Schuss auf Mundlos repetiert hat, wobei die 2. Hülse ausgeworfen wurde.

Völlig ohne Ahnung von Waffen zu haben, diesbezüglich sehen wir jetzt dank Dir etwas mehr durch.
Was wirklich "Sache war", das wird wohl das BKA irgendwann vor Gericht ausführen, und ob und was genau gemauschelt wurde an der Pumpgun, das wird auch dann nicht ans Licht kommen.