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Vollständige Version anzeigen : Die Luftbrücke - verordnete Sicht ?



Sondermeldung
14.08.2012, 19:01
Hallo, werte Kundige und Wissende,

es gehört ja zum gängigen Klischee der verordneten Sicht auf die Geschichte, daß die Berliner Luftbrücke die ehemalige Hauptstadt gerettet hat und wir unseren amerikanischen Freunden dafür auf Ewig danken zu haben.

Wie es zu der sogenannten Luftbrücke kam, ist sicher bekannt. Schon daran, daß es zu der Abriegelung Berlins kam, hatten die Amis ja nun einen großen Anteil, weil sie die einseitige Währungsreform im Westen unbedingt durchsetzten.

Gregor Gysi (dessen Partei ich weniger schätze) erwähnte mal in einem Gespräch, daß während der Luftbrücke mehr Bruttoregistertonnen AUSgeflogen wurden, als an Versorgungsgütern eingeflogen wurde.

Dazu habe ich mal ein weinig recherchiert und es ist tatsächlich so, daß Berlin trotz aller Schäden ein wesentlicher Industriestandort 1948 war.

Die Industrie wollte ihre Güter natürlich aus Berlin herausbekommen - ein immer verschwiegener Grund in den Jubelsendungen über die Luftbrücke.

Aber nicht nur die Güter wurden ausgeflogen. Die noch verbliebende Industrie sah zu, daß sie ihre Produktionsmittel aus Berlin herausbekam. Praktisch alle Großfirmen (Telefunken, Siemens, Lorenz, Zigarettenindustrie, gesamte Schallplattenindustrie usw) verlagerten komischerweise ihre Firmensitze in den Jahren der Luftbrücke in den Westen. Luftbrücke sei Dank!

Man darf den Eindruck gewinnen, daß die Luftbrücke eigentlich weniger eine humanistische Wohltat der Amis war, sondern eine Gefälligkeit für bestimmte Industriellenkreise im Westen.

Die "Tarnung" als die netten Onkels mit ihren "Rosinenbombern" hat volle Wirkung gezeigt und hält bis heute an.
Fakt ist, daß Berlin Anfang der 50er Jahre mit Hilfe der Amis und ihrer Luftbrücke wirtschaftlich auf Jahre völlig am Ende war. Ein richtiges Elendsrevier mit enormer Massenarbeitslosigkeit.

Trotzallem ist das gewünschte Klischeebild des lieben Amis in Berlin fest verankert, gerade auch bei den kleinen Leuten.
Die jeweiligen Gedenksendungen a la Guido K. manifestieren diese Bild bis heute.

Mich würde Eure Meinung dazu interessieren und ob Ihr vielleicht sogar noch weitere kritische Fakten zur Luftbrücke kennt.

Mit besten Grüßen

keule
17.08.2012, 23:35
Habe mich damit auch schon seit langem beschäftigt.
Das es überhaupt zu dieser Luftbrücke kam, haben wir in erster Linie den Amis zu verdanken, denn sie haben Berlin erst in diese Lage gebracht.
1948/49 gab es noch natürliche Vorbehalte der Berliner gegen die Amis als Feindmacht. Diese Einstellung änderte sich erst während und nach der Luftbrücke. Man ließ sich einlullen und feierte die Amis als Lebensretter.
Ich bin ziemlich sicher, daß die Sowjets dies hätten verhindern können,indem sie ihre Kampfflugzeuge eingesetzt hätten bezw. mit einem Einmarsch nach Westberlin gedroht hätten. Die Amis hätten es nicht darauf ankommen lassen.
Außerdem gab es auf den 3 Luftkorridoren schon immer Nadelstiche der Sowjets - vor allem auf französische Maschinen.
Nein, dies war ein geschickter Schachzug der Amis - die Berliner lagen ihnen nach 1949 zu Füßen und so blieb es bis zum Schluß.

Towarish
17.08.2012, 23:39
Tja, dass wundert mich eigentlich nicht. Wann haben die Amis mal was für umsonst gemacht? Allein die Frage ist ja schon dumm...:haha:

malnachdenken
18.08.2012, 09:13
Aber nicht nur die Güter wurden ausgeflogen. Die noch verbliebende Industrie sah zu, daß sie ihre Produktionsmittel aus Berlin herausbekam. Praktisch alle Großfirmen (Telefunken, Siemens, Lorenz, Zigarettenindustrie, gesamte Schallplattenindustrie usw) verlagerten komischerweise ihre Firmensitze in den Jahren der Luftbrücke in den Westen. Luftbrücke sei Dank!

Was wäre denn die Alternative gewesen? Was hätten die Unternehmen in einem abgeriegelten Gebiet sonst machen können?

fatalist
18.08.2012, 09:42
Gregor Gysi (dessen Partei ich weniger schätze) erwähnte mal in einem Gespräch, daß während der Luftbrücke mehr Bruttoregistertonnen AUSgeflogen wurden, als an Versorgungsgütern eingeflogen wurde.


Verzerrte Geschichtsbilder zu formen gehört zum Bildungsauftrag.

Götz
18.08.2012, 10:37
Was wäre denn die Alternative gewesen? Was hätten die Unternehmen in einem abgeriegelten Gebiet sonst machen können?

Die USA haben sich ihre damalige "Dienstleistung" durch langanhaltende Gegenleistungen der betroffenen Unternehmen vergolden lassen, die heute noch wirken, auch auf diese Weise etablierten sie ihre hochwirksame Lobby in der bundesrepublikanischen Politik.

romeo1
18.08.2012, 12:59
Habe mich damit auch schon seit langem beschäftigt.
Das es überhaupt zu dieser Luftbrücke kam, haben wir in erster Linie den Amis zu verdanken, denn sie haben Berlin erst in diese Lage gebracht.
1948/49 gab es noch natürliche Vorbehalte der Berliner gegen die Amis als Feindmacht. Diese Einstellung änderte sich erst während und nach der Luftbrücke. Man ließ sich einlullen und feierte die Amis als Lebensretter.
Ich bin ziemlich sicher, daß die Sowjets dies hätten verhindern können,indem sie ihre Kampfflugzeuge eingesetzt hätten bezw. mit einem Einmarsch nach Westberlin gedroht hätten. Die Amis hätten es nicht darauf ankommen lassen.
Außerdem gab es auf den 3 Luftkorridoren schon immer Nadelstiche der Sowjets - vor allem auf französische Maschinen.
Nein, dies war ein geschickter Schachzug der Amis - die Berliner lagen ihnen nach 1949 zu Füßen und so blieb es bis zum Schluß.

Nun ja, viele Berliner haben aber die Gewaltorgien und Massenvergewaltigungen durch die Russen nach der Kapitulation nicht vergessen. Da waren die Amis das deutlichst kleinere Übel.

Towarish
18.08.2012, 13:00
Nun ja, viele Berliner haben aber die Gewaltorgien und Massenvergewaltigungen durch die Russen nach der Kapitulation nicht vergessen. Da waren die Amis das deutlichst kleinere Übel.

Stimmt, auf ins Rheinwisenlager!

romeo1
18.08.2012, 13:10
Stimmt, auf ins Rheinwisenlager!

Natürlich war dieses Lager ein Kriegsverbrechen, nur haben die Russen nach dem Einmarsch zw. 1-2 Mio Frauen vergewaltigt. Dieser Gewaltexzeß ist unübertroffen.

Towarish
18.08.2012, 13:20
Natürlich war dieses Lager ein Kriegsverbrechen, nur haben die Russen nach dem Einmarsch zw. 1-2 Mio Frauen vergewaltigt. Dieser Gewaltexzeß ist unübertroffen.


Weißt du, ich bin auch dafür, dass jedes Verbrechen bestraft werden muss, egal auf welcher Seite.
Aber, wenn vor mir gerade einer meiner Kameraden eine Frau vergewaltigen will und ich wissen würde, dass er seine Familie verloren hat, dann würde ich ihn nicht daran hindern.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Russen hatten Grund genug, um Ostdeuschtland dem Erdboden gleichzumachen. Keiner von denen kam als Befreier, sondern als Rächer.
Und ich finde, die Rache ist noch ziemlich milde ausgefallen.
Das dann die deutschen Nationalisten aufheulen, dass es nicht umgekehrt geschehen ist, dass ist ja sowas von klar gewesen.
Weißt du welcher Gewaltexzeß unübertroffen ist? Die ca 28 000 000 Toten der Sowjetunion.

SAMURAI
18.08.2012, 13:35
Hallo, werte Kundige und Wissende,

es gehört ja zum gängigen Klischee der verordneten Sicht auf die Geschichte, daß die Berliner Luftbrücke die ehemalige Hauptstadt gerettet hat und wir unseren amerikanischen Freunden dafür auf Ewig danken zu haben.

Wie es zu der sogenannten Luftbrücke kam, ist sicher bekannt. Schon daran, daß es zu der Abriegelung Berlins kam, hatten die Amis ja nun einen großen Anteil, weil sie die einseitige Währungsreform im Westen unbedingt durchsetzten.

Gregor Gysi (dessen Partei ich weniger schätze) erwähnte mal in einem Gespräch, daß während der Luftbrücke mehr Bruttoregistertonnen AUSgeflogen wurden, als an Versorgungsgütern eingeflogen wurde.

Dazu habe ich mal ein weinig recherchiert und es ist tatsächlich so, daß Berlin trotz aller Schäden ein wesentlicher Industriestandort 1948 war.

Die Industrie wollte ihre Güter natürlich aus Berlin herausbekommen - ein immer verschwiegener Grund in den Jubelsendungen über die Luftbrücke.

Aber nicht nur die Güter wurden ausgeflogen. Die noch verbliebende Industrie sah zu, daß sie ihre Produktionsmittel aus Berlin herausbekam. Praktisch alle Großfirmen (Telefunken, Siemens, Lorenz, Zigarettenindustrie, gesamte Schallplattenindustrie usw) verlagerten komischerweise ihre Firmensitze in den Jahren der Luftbrücke in den Westen. Luftbrücke sei Dank!

Man darf den Eindruck gewinnen, daß die Luftbrücke eigentlich weniger eine humanistische Wohltat der Amis war, sondern eine Gefälligkeit für bestimmte Industriellenkreise im Westen.

Die "Tarnung" als die netten Onkels mit ihren "Rosinenbombern" hat volle Wirkung gezeigt und hält bis heute an.
Fakt ist, daß Berlin Anfang der 50er Jahre mit Hilfe der Amis und ihrer Luftbrücke wirtschaftlich auf Jahre völlig am Ende war. Ein richtiges Elendsrevier mit enormer Massenarbeitslosigkeit.

Trotzallem ist das gewünschte Klischeebild des lieben Amis in Berlin fest verankert, gerade auch bei den kleinen Leuten.
Die jeweiligen Gedenksendungen a la Guido K. manifestieren diese Bild bis heute.

Mich würde Eure Meinung dazu interessieren und ob Ihr vielleicht sogar noch weitere kritische Fakten zur Luftbrücke kennt.

Mit besten Grüßen

Eine neue Verschwörungstheorie ?
Nichts neues im Westen.

Götz
18.08.2012, 13:40
Weißt du, ich bin auch dafür, dass jedes Verbrechen bestraft werden muss, egal auf welcher Seite.
Aber, wenn vor mir gerade einer meiner Kameraden eine Frau vergewaltigen will und ich wissen würde, dass er seine Familie verloren hat, dann würde ich ihn nicht daran hindern.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Russen hatten Grund genug, um Ostdeuschtland dem Erdboden gleichzumachen. Keiner von denen kam als Befreier, sondern als Rächer.
Und ich finde, die Rache ist noch ziemlich milde ausgefallen.
Das dann die deutschen Nationalisten aufheulen, dass es nicht umgekehrt geschehen ist, dass ist ja sowas von klar gewesen.
Weißt du welcher Gewaltexzeß unübertroffen ist? Die ca 28 000 000 Toten der Sowjetunion.



Die Sowjetunion wurde bestraft, genauer strafte sich selbst, indem sie ihre Machtsphäre selbst um mehrere Millionen Deutsche beraubte, schlimmer noch für sie,deren Überlebende kamen der konkurierenden Vormacht USA, in mehrfacher Beziehung zu Gute, wirtschaftlich, politisch und propagandastisch. Stalin schoß ein klassisches Eigentor, ermuntert und unterstützt von unseren sogenannten westlichen Freunde, für die er in diesem Falle den Part des nützlichn Idioten übernahm, das rote Schwein auf ihrer Seite...

Sondermeldung
18.08.2012, 15:10
Verzerrte Geschichtsbilder zu formen gehört zum Bildungsauftrag.

Daß mehr Güter aus Berlin ausgeflogen wurden, ist kein verzerrtes Geschichtsbild. Auch wenn es ein ehemaliges SED-Miglied sagt.

Sondermeldung
18.08.2012, 15:21
Nun ja, viele Berliner haben aber die Gewaltorgien und Massenvergewaltigungen durch die Russen nach der Kapitulation nicht vergessen. Da waren die Amis das deutlichst kleinere Übel.

Nach der Kapitulation vielleicht. Vorher wurden die deutschen Städte -und gerade auch Berlin- nicht nur durch die Engländer, sondern auch durch die Amis in Schutt und Asche gelegt mit Hundertausenden Zivilopfern. Das war auch der "liebe Uncle Sam" mit seiner Schokolade und Kaugummi.

Die Berliner haben da einfach ein zu selektives Gedächtnis.

"Feinde" waren die Amerikaner genau wie die Russen. Wenn auch mit unterschiedlichem Benehmen, zugegeben.

Sondermeldung
18.08.2012, 15:33
Eine neue Verschwörungstheorie ?
Nichts neues im Westen.

Fakten sind keine Verschwörungstheorie.
Erinnerst Du Dich an die kleinen, blauen Aufkleber neben den Briefmarken mit der Aufschrift "Notopfer Berlin" ? Diese kleinen Marken kosteten zwei Pfennig und waren gesetzlich vorgeschireben als Zusatz zum üblichen Porto (Berlinhilfegesetz).

Das ging bis 1956.
Und es war keineswegs nur wegen der großen Kriegsschäden nötig. Die gab es vergleichbar geschädigte Städte wie Hamburg oder Essen und Nürnberg.
In Berlin ging es eben besonders Elend zu, weil durch die Luftbrücke die Stadt fast aller Industrie beraubt wurde.

Absolut keine Verschwörungstheorie...

SAMURAI
18.08.2012, 15:46
Fakten sind keine Verschwörungstheorie.
Erinnerst Du Dich an die kleinen, blauen Aufkleber neben den Briefmarken mit der Aufschrift "Notopfer Berlin" ? Diese kleinen Marken kosteten zwei Pfennig und waren gesetzlich vorgeschireben als Zusatz zum üblichen Porto (Berlinhilfegesetz).

Das ging bis 1956.
Und es war keineswegs nur wegen der großen Kriegsschäden nötig. Die gab es vergleichbar geschädigte Städte wie Hamburg oder Essen und Nürnberg.
In Berlin ging es eben besonders Elend zu, weil durch die Luftbrücke die Stadt fast aller Industrie beraubt wurde.

Absolut keine Verschwörungstheorie...

Berliner Notopfer, das war der erste Soli.

Berlin hatte aufgrund der Insellage tatsächlich besondere Probleme. Leider ist aus dem Notopfer Berlin eine faule, verfressene und versiffte Multi-Kulti-Stadt geworden. Berlion ist eine Reise wert. Einen koffer habe ich auch nicht in Berlin- den hätten die Kuffnuken sicher schon gestohlen. Zusätzlich ist Berlin ein Sammelpunkt fauler Beamter, Politiker - Gesindel-Hauptstadt.

Sondermeldung
18.08.2012, 16:01
In der Beurteilung des heutigen Berlins bin ich mit Dir vollkommen einer Meinung !

Ob Pobereit, drittgrößte türkische Stadt oder anderer Parasiten samt der Politiker. Berlin wie haste dir verändert !

Wenn wieder so eine kleine Notopfermarke eingeführt wird, um einen Satz eiserner Besen für Berlin zu kaufen, kauf ich sofort 100 Marken :-O

elas
18.08.2012, 17:57
Weißt du, ich bin auch dafür, dass jedes Verbrechen bestraft werden muss, egal auf welcher Seite.
Aber, wenn vor mir gerade einer meiner Kameraden eine Frau vergewaltigen will und ich wissen würde, dass er seine Familie verloren hat, dann würde ich ihn nicht daran hindern.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Russen hatten Grund genug, um Ostdeuschtland dem Erdboden gleichzumachen. Keiner von denen kam als Befreier, sondern als Rächer.
Und ich finde, die Rache ist noch ziemlich milde ausgefallen.
Das dann die deutschen Nationalisten aufheulen, dass es nicht umgekehrt geschehen ist, dass ist ja sowas von klar gewesen.
Weißt du welcher Gewaltexzeß unübertroffen ist? Die ca 28 000 000 Toten der Sowjetunion.
Die hat vorrangig Stalin zu verantworten!!!!
Von einem Zeitzeugen weiss ich dass die Russen alkoholisiert ins Feuer der deutschen Maschinengewehre laufen mussten ohne je eine Überlebenschance gehabt zu haben.
Bei einem einzigen Angriff hat dieser Zeuge Hunderte Angreifer niedergemäht.

Lilly
18.08.2012, 18:11
Hallo, werte Kundige und Wissende,

es gehört ja zum gängigen Klischee der verordneten Sicht auf die Geschichte, daß die Berliner Luftbrücke die ehemalige Hauptstadt gerettet hat und wir unseren amerikanischen Freunden dafür auf Ewig danken zu haben.

Wie es zu der sogenannten Luftbrücke kam, ist sicher bekannt. Schon daran, daß es zu der Abriegelung Berlins kam, hatten die Amis ja nun einen großen Anteil, weil sie die einseitige Währungsreform im Westen unbedingt durchsetzten.

Gregor Gysi (dessen Partei ich weniger schätze) erwähnte mal in einem Gespräch, daß während der Luftbrücke mehr Bruttoregistertonnen AUSgeflogen wurden, als an Versorgungsgütern eingeflogen wurde.

Dazu habe ich mal ein weinig recherchiert und es ist tatsächlich so, daß Berlin trotz aller Schäden ein wesentlicher Industriestandort 1948 war.

Die Industrie wollte ihre Güter natürlich aus Berlin herausbekommen - ein immer verschwiegener Grund in den Jubelsendungen über die Luftbrücke.

Aber nicht nur die Güter wurden ausgeflogen. Die noch verbliebende Industrie sah zu, daß sie ihre Produktionsmittel aus Berlin herausbekam. Praktisch alle Großfirmen (Telefunken, Siemens, Lorenz, Zigarettenindustrie, gesamte Schallplattenindustrie usw) verlagerten komischerweise ihre Firmensitze in den Jahren der Luftbrücke in den Westen. Luftbrücke sei Dank!

Man darf den Eindruck gewinnen, daß die Luftbrücke eigentlich weniger eine humanistische Wohltat der Amis war, sondern eine Gefälligkeit für bestimmte Industriellenkreise im Westen.

Die "Tarnung" als die netten Onkels mit ihren "Rosinenbombern" hat volle Wirkung gezeigt und hält bis heute an.
Fakt ist, daß Berlin Anfang der 50er Jahre mit Hilfe der Amis und ihrer Luftbrücke wirtschaftlich auf Jahre völlig am Ende war. Ein richtiges Elendsrevier mit enormer Massenarbeitslosigkeit.

Trotzallem ist das gewünschte Klischeebild des lieben Amis in Berlin fest verankert, gerade auch bei den kleinen Leuten.
Die jeweiligen Gedenksendungen a la Guido K. manifestieren diese Bild bis heute.

Mich würde Eure Meinung dazu interessieren und ob Ihr vielleicht sogar noch weitere kritische Fakten zur Luftbrücke kennt.

Mit besten Grüßen

Was denn nun? War das völlig zerstörte Berlin ein "wesentlicher Industriestandort" oder war es "für Jahre völlig am Boden"?

Dass man versuchte, das bisschen Industrie, das evtl. noch vorhanden war, in den Westen zu schaffen, darin sehe ich nichts verwerfliches.

Wichtiger aber finde ich das hier: "
Im zertrümmerten Westberlin lebten etwa 2,2 Millionen Menschen.
Die Lebensmittelvorräte reichten für 36 Tage, die Kohlenvorräte für 45 Tage."
http://www.gg-online.de/html/berlin_blockade_luftbruecke.htm

fatalist
18.08.2012, 18:21
Natürlich war dieses Lager ein Kriegsverbrechen, nur haben die Russen nach dem Einmarsch zw. 1-2 Mio Frauen vergewaltigt. Dieser Gewaltexzeß ist unübertroffen.

Meine Grossmutter hat als Sekretärin bei Robert Ley den gesamten Krieg bis zum bitteren Ende in Berlin verbracht.
"Frau komm" kennt sie auch. Sie ist jetzt 96 Jahre alt, und sie hat das alles selbst erlebt.

Eine Hitparade der alliierten Grausamkeiten lehne ich jedoch ab.
Die Rheinwiesenlager und das Los der Frauen mag ich nicht "topscoren", es sind beides singulare Verbrechen.

Sondermeldung
18.08.2012, 18:35
Was denn nun? War das völlig zerstörte Berlin ein "wesentlicher Industriestandort" oder war es "für Jahre völlig am Boden"?

Dass man versuchte, das bisschen Industrie, das evtl. noch vorhanden war, in den Westen zu schaffen, darin sehe ich nichts verwerfliches.

Wichtiger aber finde ich das hier: "
Im zertrümmerten Westberlin lebten etwa 2,2 Millionen Menschen.
Die Lebensmittelvorräte reichten für 36 Tage, die Kohlenvorräte für 45 Tage."
http://www.gg-online.de/html/berlin_blockade_luftbruecke.htm

Berlin war sehr zerstört, ja. TROTZDEM war es 1948 immer noch einer der bedeutensten Industriestandorte Deutschlands.

NACH der Luftbrücke und der Demontage mit Hilfe der Amis per Luftbrücke war Berlin völlig am Boden und zwar mehr als vor der Luftbrücke (weil durch den Abzug der Industrie große Armut durch Massenarbeitslosigkeit herrschte).

Da haben den 2,2 Millionen Berlinern auch die paar Konservenbüchsen von der Luftbrücke nichts genutzt.
Berlin war durch die Luftbrücke auf Jahre wirtschaftlich zurückgeworfen.

Du scheinst in Deiner Sicht sehr konform mit der politisch gewollten Sichtweise auf die Luftbrücke.

Towarish
18.08.2012, 19:50
Die hat vorrangig Stalin zu verantworten!!!!
Von einem Zeitzeugen weiss ich dass die Russen alkoholisiert ins Feuer der deutschen Maschinengewehre laufen mussten ohne je eine Überlebenschance gehabt zu haben.
Bei einem einzigen Angriff hat dieser Zeuge Hunderte Angreifer niedergemäht.


Und wer hat geschossen?
Er hat wohl gesehen wie sie stürmend noch Wodka getrunken haben.

Lilly
18.08.2012, 21:16
Berlin war sehr zerstört, ja. TROTZDEM war es 1948 immer noch einer der bedeutensten Industriestandorte Deutschlands.

NACH der Luftbrücke und der Demontage mit Hilfe der Amis per Luftbrücke war Berlin völlig am Boden und zwar mehr als vor der Luftbrücke (weil durch den Abzug der Industrie große Armut durch Massenarbeitslosigkeit herrschte).

Da haben den 2,2 Millionen Berlinern auch die paar Konservenbüchsen von der Luftbrücke nichts genutzt.
Berlin war durch die Luftbrücke auf Jahre wirtschaftlich zurückgeworfen.

Du scheinst in Deiner Sicht sehr konform mit der politisch gewollten Sichtweise auf die Luftbrücke.

Nix gewollte Sichtweise, Erzählungen von Zeitzeugen.

Bruddler
18.08.2012, 21:22
Ich sag's mal so, die Amis wollten die Kriegstrophäe (Berlin) nicht einzig und alleine den Sowjets überlassen.....

http://medien.markt.de/bilder/2010/09/30/11/4c9de923/medium_image/0/hirschgeweih.jpg

Brotzeit
19.08.2012, 12:37
Und wer hat geschossen?
Er hat wohl gesehen wie sie stürmend noch Wodka getrunken haben.


Jede Truppe hat nach dem Gefecht oder wenn sie diese überrollt hatten die Leichen ihrer Gegner
gezählt und untersucht .......

Nereus
19.08.2012, 16:38
Was denn nun? War das völlig zerstörte Berlin ein "wesentlicher Industriestandort" oder war es "für Jahre völlig am Boden"?
Dass man versuchte, das bisschen Industrie, das evtl. noch vorhanden war, in den Westen zu schaffen, darin sehe ich nichts verwerfliches.
Wichtiger aber finde ich das hier: "
Im zertrümmerten Westberlin lebten etwa 2,2 Millionen Menschen.
Die Lebensmittelvorräte reichten für 36 Tage, die Kohlenvorräte für 45 Tage."
http://www.gg-online.de/html/berlin_blockade_luftbruecke.htm


Transportiert werden bei insgesamt 227.728 Flügen über 2,3 Millionen Tonnen Fracht, davon Lebensmittel (24%), Industriegüter (9%) und Kohle (67%).

Die Westmächte wußten ja schon vorher, welche Sektoren sie in Berlin einzunehmen hatten. Darum zerbombten sie im Frühjahr 1945 auch nicht die Industrien und Produktionsstätten in ihren zukünftigen Sektoren, zumal die meisten mit dem US-Kapital verflochten waren, wie AEG, Telefunken, Siemens, Osram usw. Nur die Sowjets bauten nach dem Sieg über Hitlerdeutschland in ihrer Zone und in ihrem Sektor die Industrieanlagen und das zweite Gleis der Eisenbahnen ab und schafften es in die UdSSR. Mit dem Beginn des Kalten Krieges und der Ost-West-Konfrontation im Korea-Krieg dachten die Sowjets, mit einer Blockade Westberlins, die Potsdamer Beschlüsse und die Kontrollratsregelung aushebeln zu können und sich das Gebiet „als westlicher Pfahl in ihrem Zonen-Fleisch“ einverleiben zu können. Aber durch die Luftbrückenorganisation wurde die Versorgung Westberlins weiter notdürftig gewährleistet. Die Industrieprodukte wurden nun, statt mit LKW und Eisenbahn, über die Luftbrücke ausgeflogen zum Verkauf auf dem Weltmarkt. Wegen der Energieeinsparung gab es zeitweise Stromsperren. Nicht nur die ortsansässigen Kraftwerke wurden mit Kohle aus der Luft versorgt, sondern sogar das Material für ein neues E-Kraftwerk auf Westberliner Boden per Luft herbeigeschafft. Die Großturbinen selber konnten bei AEG und Siemens vor Ort gefertigt werden. Nicht nur über den Flughafen Tempelhof, sondern über die rasch ausgebauten französischen und britischen Landebahnen in Tegel und Gatow, sowie über die Landebahnen für Wasserflugzeuge auf dem Wannsee und Tegeler See wurde die Luftbrücke abgewickelt.

Die Grenze nach Ostberlin war offen und die SED-Propaganda lud die Westberliner zum Kauf im Sowjet-Sektor ein, was aber nur wenige machten. An Mauerwänden prangte damals die Losung : „Ami go Home!“
Da die Sowjets keinen Erfolg hatten, stellten sie nach einem erneuten Ost-West-Abkommen ihre Blockade ein.
Nun wurde der Senat von den Westmächten beauftragt für mindestens 100 Tage Vorräte einlagern zu lassen („Senatsreserve“). So mieteten die Großhändler Lagerflächen für Kohlen-, Kartoffelhalden, Lebensmittellager und bauten Öltanks. Unter dem Olympiastadion wurden Millionen Tonnen Zement gelagert. Verderbliche Waren wurden den Lagern zum Verkauf entnommen und mußten in gleicher Menge wieder aufgefüllt werden. Aber auch alte Geschäftsverbindungen liefen heimlich weiter. Ein Westberliner Kartoffelhändler erhielt weiter die Knollen „Ackersegen“ per Güterwaggon aus Polen auf seinen Betriebshof und ein Eiergroßhändler ließ sich die Hühnerprodukte per Ost-LKW von einer Kolchose bei Frankfurt/Oder auf den Güterbahnhof Westend liefern.

Bedürftige Familien bekamen Care-Pakete von privaten amerikanischen Spendern und US-Konservenpakete mit Pulvern aus Kartoffeln (POM), Mohrrüben, Kürbis, Ei, Milch, Kakao und Schmalzfleisch über die Sozialämter geliefert.

Über Rosinenabwurffaltschirme konnten sich die Kinder in der Tempelhofer-Neuköllner Einflugschneise freuen.

Die deutschen Bewohner Berlins hatten mit der Ost-West-Konfrontation der Weltmächte nichts zu tun und waren auf beiden Seiten nur Leidtragende.

Abendländer
19.08.2012, 17:00
[QUOTE=Sondermeldung;5614440]Nach der Kapitulation vielleicht. Vorher wurden die deutschen Städte -und gerade auch Berlin- nicht nur durch die Engländer, sondern auch durch die Amis in Schutt und Asche gelegt mit Hundertausenden Zivilopfern. Das war auch der "liebe Uncle Sam" mit seiner Schokolade und Kaugummi.

Das ist in etwa so zu vergleichen: Ich schlage jemanden zum Krüppel und fahre ihn anschließend im Rollstuhl spazieren - auch eine humanitäre Geste, für die man sich loben lassen kann.

Nereus
19.08.2012, 19:54
Nach der Kapitulation vielleicht. Vorher wurden die deutschen Städte -und gerade auch Berlin- nicht nur durch die Engländer, sondern auch durch die Amis in Schutt und Asche gelegt mit Hundertausenden Zivilopfern. Das war auch der "liebe Uncle Sam" mit seiner Schokolade und Kaugummi.

Berlin wurde von der Sowjearmee erobert.
Die Angloamerikaner haben im Frühjahr 1945 (21.4.) letztmalig noch die Wohngebiete im Osten Berlins und in Bonzen-Mitte, wo die meisten Arbeiter, PGs und NS-Regierer wohnten und residierten, bombardiert. Siemensstadt und andere Industriezentren im Westen, auch wenn sie für die Rüstung arbeiteten blieben heil. Bei ihren Zielabwürfen blieben bestimmte Viertel verschont, z. B. die Mommsen- und Goethestraße in Charlottenburg, Westend. Die große Zerstörung setzte erst ein, als die Sowjets vom Osten her (ab 22.4.) zum Zentrum vordrangen und die Straßenzüge dabei in Schutt und Asche legten. Zur Zerstörung trugen auch die großen Flaktürme am Friedrichshain, auf dem Humboldt- und dem Zoobunker bei, die von oben die anstürmenden Sowjets zerschredderten. Bei den Straßenkämpfen wurden besonders immer die Eckhäuser an den Straßenkreuzungen von den sowjetischen Haubitzen und Granatwerfern getroffen. Aber das kann man ja heute noch sehen, wo Neubauten die Lücken füllen oder Altbauten ohne Stuck und Balkone wieder geflickt und ausgebaut wurden.

Don
19.08.2012, 20:28
Ich sag's mal so, die Amis wollten die Kriegstrophäe (Berlin) nicht einzig und alleine den Sowjets überlassen.....



Das war nicht der Grund. Der wirkliche Grund war, daß die neuen Machtblöcke zu diesem Zeitpunkt bereits feststanden und die USA mit Westberlin eine Exklave mitten im Sovieteinflußbereich hatten. Es war damals gar nicht so weit von einem Folgekrieg entfernt, und diesen hätten die Westalliierten mit Sicherheit nicht für ein paar Quadratkilometer Trophäen-Krautland riskiert. Es ging auch nicht um die Berliner, und nur begrenzt um Wirtschaftsgüter.
West-Berlin war so etwas wie Gibraltar für die Briten, nur besser.

Nereus
19.08.2012, 21:37
Das war nicht der Grund. Der wirkliche Grund war, daß die neuen Machtblöcke zu diesem Zeitpunkt bereits feststanden und die USA mit Westberlin eine Exklave mitten im Sovieteinflußbereich hatten. Es war damals gar nicht so weit von einem Folgekrieg entfernt, und diesen hätten die Westalliierten mit Sicherheit nicht für ein paar Quadratkilometer Trophäen-Krautland riskiert. Es ging auch nicht um die Berliner, und nur begrenzt um Wirtschaftsgüter.
West-Berlin war so etwas wie Gibraltar für die Briten, nur besser.

Auf dem Teufelsberg, einem riesigen Berg aus Trümmerschutt in Westend, hatten die Amerikaner ihre geheimen Hochleistungsradare und Elektronischen Lauscher aufgestellt, die neben den sowjetischen Basen in der DDR, in Polen und in Weißrussland auch noch den Moskauer Taxifunk abhören konnten. Auch sonst war Westberlin als Spionageplattform gegen den Ostblock gut geeignet. Gemäß der alliierten Abkommen konnten amerikanische Diplomaten und Militärs sich frei in Ostberlin und bis nach Potsdam unkontrolliert bewegen. Auf den Interzonenstrecken durch die DDR wurde Spionagematerial und Personen in geheimen Verstecken in umgebauten Speditions-LKWs rein und raus befördert, bis was aufflog und der ertappte Fahrer mit mindestens 5 Jahren Stasi-Haft bedient oder ausgetauscht wurde. Die unter alliierter Regie betriebenen Sender RIAS und SFB sowie der Soldatensender AFN berieselten nicht nur mit der "Stimme Amerikas" das Umland der "Finsternis und der kommunistichen Tyrannei" mit aufklärenden erleuchtenden Worten, sondern auch mit flotter psychodelischer zersetzender Musik. Militärisch war Westberlin kein Gibraltar. Die Handvoll Panzer dienten nur zur jährlichen Parade und zum Schutz der Kasernen gegen mögliche örtliche Volksunruhen. Der Luftraum über Westberlin wurde mit ein paar Hubschraubern überwacht. Bis zum Schluß betrieben die vier Siegermächte die gemeinsame Bewachung des Spandauer Militärgefängnisses mit den deutschen Kriegsverbrechern und arbeiteten einvernehmlich in der Luftüberwachungszentrale zusammen.

Don
19.08.2012, 21:49
Auf dem Teufelsberg, einem riesigen Berg aus Trümmerschutt in Westend, hatten die Amerikaner ihre geheimen Hochleistungsradare und Elektronischen Lauscher aufgestellt, die neben den sowjetischen Basen in der DDR, in Polen und in Weißrussland auch noch den Moskauer Taxifunk abhören konnten. Auch sonst war Westberlin als Spionageplattform gegen den Ostblock gut geeignet. Gemäß der alliierten Abkommen konnten amerikanische Diplomaten und Militärs sich frei in Ostberlin und bis nach Potsdam unkontrolliert bewegen. Auf den Interzonenstrecken durch die DDR wurde Spionagematerial und Personen in geheimen Verstecken in umgebauten Speditions-LKWs rein und raus befördert, bis was aufflog und der ertappte Fahrer mit mindestens 5 Jahren Stasi-Haft bedient oder ausgetauscht wurde. Die unter alliierter Regie betriebenen Sender RIAS und SFB sowie der Soldatensender AFN berieselten nicht nur mit der "Stimme Amerikas" das Umland der "Finsternis und der kommunistichen Tyrannei" mit aufklärenden erleuchtenden Worten, sondern auch mit flotter psychodelischer zersetzender Musik. Militärisch war Westberlin kein Gibraltar. Die Handvoll Panzer dienten nur zur jährlichen Parade und zum Schutz der Kasernen gegen mögliche örtliche Volksunruhen. Der Luftraum über Westberlin wurde mit ein paar Hubschraubern überwacht. Bis zum Schluß betrieben die vier Siegermächte die gemeinsame Bewachung des Spandauer Militärgefängnisses mit den deutschen Kriegsverbrechern und arbeiteten einvernehmlich in der Luftüberwachungszentrale zusammen.

Danke für die Ergänzung, Captain Obvious.

Towarish
19.08.2012, 23:37
Jede Truppe hat nach dem Gefecht oder wenn sie diese überrollt hatten die Leichen ihrer Gegner
gezählt und untersucht .......

Alle 28 000 000?
Bzw. 11 000 000?

mabac
20.08.2012, 12:52
Was wäre denn die Alternative gewesen? Was hätten die Unternehmen in einem abgeriegelten Gebiet sonst machen können?

Das wird Ihnen niemand von den Luftbrückengegnern in diesem Forum sagen können. Erstaunlicherweise sind sich hier die Kommune und die Antikommune wieder einmal einig. Weil Amerika böse ist, muss auch die Luftbrücke böse sein.

Brotzeit
20.08.2012, 13:43
Alle 28 000 000?
Bzw. 11 000 000?



Jede Truppe hat nach dem Gefecht oder wenn sie diese überrollt hatten die Leichen ihrer Gegner gezählt und untersucht .......

Lern ´ lesen ; verstehen und denken!

Deutscher Patriot
20.08.2012, 14:09
Das wird Ihnen niemand von den Luftbrückengegnern in diesem Forum sagen können. Erstaunlicherweise sind sich hier die Kommune und die Antikommune wieder einmal einig. Weil Amerika böse ist, muss auch die Luftbrücke böse sein.
Es geht hier nicht um böse oder nicht böse, es geht um die Intention. Keiner hier sagt, dass die Luftbrücke ein "Verbrechen" oder ähnliches war, es geht lediglich darum, dass die Luftbrücke in den Medien und der Geschichte so dargestellt wird, als habe es sich bei ihr um eine "humanistische Wohltat" der Amis gehandelt, was einfach totaler Schwachsinn ist. Regierungen handeln ausschließlich aus wirtschaftlicher und politischer Eigeninteresse und so haben es auch die Amerikaner vor, während und nach dem Krieg getan.

mabac
20.08.2012, 15:46
Es geht hier nicht um böse oder nicht böse, es geht um die Intention. Keiner hier sagt, dass die Luftbrücke ein "Verbrechen" oder ähnliches war, es geht lediglich darum, dass die Luftbrücke in den Medien und der Geschichte so dargestellt wird, als habe es sich bei ihr um eine "humanistische Wohltat" der Amis gehandelt, was einfach totaler Schwachsinn ist. Regierungen handeln ausschließlich aus wirtschaftlicher und politischer Eigeninteresse und so haben es auch die Amerikaner vor, während und nach dem Krieg getan.

Eine kleine Geschichte zu diesem Thema.
Kurz vor dem Mauerfall arbeitet ich am Columbiadamm nahe dem Platz der Luftbrücke.
Ein Kollege, ein Witzbold, der frisch aus Bayern nach Berlin eingeschneit war, stellte einen Stuhl auf den Bürgersteig. Auf die Frage von Kollegen, was das solle, antwortete er, der Stuhl sei für die Opfer der Luftbrücke, die sich auf dem Stuhl ausruhen könnten.
Ich habe natürlich gelacht. Aber die älteren Urberliner Kollegen, die die Blockade als Kinder miterlebt hatten, waren nahe dran, ihn kräftig zu vermöbeln.

Die Betroffenen hatten scheinbar eine andere Sicht als die Nachgeborenen.

Towarish
20.08.2012, 16:53
Jede Truppe hat nach dem Gefecht oder wenn sie diese überrollt hatten die Leichen ihrer Gegner gezählt und untersucht .......

Lern ´ lesen ; verstehen und denken!

Brot ist Zeit.

Brotzeit
20.08.2012, 19:50
Brot ist Zeit.


Bitte um Interpretationsmöglichkeiten .....

Towarish
20.08.2012, 21:49
Bitte um Interpretationsmöglichkeiten .....

Alle Soldaten der Roten Armee waren, alkoholisierte Bestien, die nichts besseres zu tun hatten, als alles um sich herum zu vergewaltigen und zu erschießen.
Die Deutschen hätten den Krieg gewinnen müssen, da sie ja nur noble deutsche Landseer in der Armee hatten, die nach den Regeln der Kriegskunst gekämpft haben.

Das ist doch dein Standpunkt?

Brotzeit
21.08.2012, 16:36
Alle Soldaten der Roten Armee waren, alkoholisierte Bestien, die nichts besseres zu tun hatten, als alles um sich herum zu vergewaltigen und zu erschießen.
Die Deutschen hätten den Krieg gewinnen müssen, da sie ja nur noble deutsche Landseer in der Armee hatten, die nach den Regeln der Kriegskunst gekämpft haben.

Das ist doch dein Standpunkt?

Du hattest schon mal amüsantere und witzigere Unterstellungen hier eingestellt .....

Towarish
21.08.2012, 18:08
Du hattest schon mal amüsantere und witzigere Unterstellungen hier eingestellt .....


Ich habe dir eine konkrete Frage gestellt, bist du zu blöd diese zu beantworten?

henriof9
21.08.2012, 18:15
Tja, dass wundert mich eigentlich nicht. Wann haben die Amis mal was für umsonst gemacht? Allein die Frage ist ja schon dumm...:haha:


Klar, vor allem vor dem Hintergrund, daß unsere russischen " Freunde " aus reiner Nächstenliebe gehandelt haben. :auro:

henriof9
21.08.2012, 18:27
Ich sag's mal so, die Amis wollten die Kriegstrophäe (Berlin) nicht einzig und alleine den Sowjets überlassen.....

http://medien.markt.de/bilder/2010/09/30/11/4c9de923/medium_image/0/hirschgeweih.jpg

Und das war auch gut so.

Brotzeit
21.08.2012, 18:52
Ich habe dir eine konkrete Frage gestellt, bist du zu blöd diese zu beantworten?

http://smilies-smilies.de/smilies/oranje_smilies/care.gif

Deine billige Polemik soll eine Frage sein , die es wert ist beantwortet zu werden ?

http://smilies-smilies.de/smilies/oranje_smilies/wieegeil.gif



http://smilies-smilies.de/smilies/lustige_II_smilies/hyenas.gif

Friedrich.
21.08.2012, 19:03
Die Sowjetunion wurde bestraft, genauer strafte sich selbst, indem sie ihre Machtsphäre selbst um mehrere Millionen Deutsche beraubte, schlimmer noch für sie,deren Überlebende kamen der konkurierenden Vormacht USA, in mehrfacher Beziehung zu Gute, wirtschaftlich, politisch und propagandastisch. Stalin schoß ein klassisches Eigentor, ermuntert und unterstützt von unseren sogenannten westlichen Freunde, für die er in diesem Falle den Part des nützlichn Idioten übernahm, das rote Schwein auf ihrer Seite...

So ist es!

Die Sowjets bekamen 4 Jahre lang die heftige Wucht des zweiten Weltkriegs ab, darunter diverse Kriegsverbrechen, überwiegend von SS-Verbänden begangen. Danach waren die leider nicht mehr so gut auf Deutsche zu sprechen. Oder im Klartext: Sie waren wilde Bestien im Blutrausch, zusätzlich aufgehetzt durch die Propaganda Stalins und Ilja Ehrenburgs!

Doch das seltene in der Weltgeschichte: Hätte Josef Stalin so etwas wie Moral oder Ethik gekannt, hätte er ein schweres Eigentor verhindern können! Denn dann hätte er seine Untertanen davon abgehalten, die deutsche Bevölkerung zu massakrieren und den ganzen Osten zu vertreiben.

Die Amerikaner hatten im Krieg wenig abbekommen und blieben vernünftig: Anstatt die Deutschen zu vertreiben, nahmen sie die Vertriebenen auf. Anstatt die Industrie wie die Sowjets abzumontieren und wegzuschaffen, förderten sie die deutsche Wirtschaft. Und so erhielten sie eine Menge neuer, hochqualifizierter und die Sowjetunion hassender Arbeitskräfte, die sich motiviert daran machten, die westdeutsche Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Das Ergebnis kennen wir ja.

Götz
21.08.2012, 19:27
So ist es!

Die Sowjets bekamen 4 Jahre lang die heftige Wucht des zweiten Weltkriegs ab, darunter diverse Kriegsverbrechen, überwiegend von SS-Verbänden begangen. Danach waren die leider nicht mehr so gut auf Deutsche zu sprechen. Oder im Klartext: Sie waren wilde Bestien im Blutrausch, zusätzlich aufgehetzt durch die Propaganda Stalins und Ilja Ehrenburgs!

Doch das seltene in der Weltgeschichte: Hätte Josef Stalin so etwas wie Moral oder Ethik gekannt, hätte er ein schweres Eigentor verhindern können! Denn dann hätte er seine Untertanen davon abgehalten, die deutsche Bevölkerung zu massakrieren und den ganzen Osten zu vertreiben.

Die Amerikaner hatten im Krieg wenig abbekommen und blieben vernünftig: Anstatt die Deutschen zu vertreiben, nahmen sie die Vertriebenen auf. Anstatt die Industrie wie die Sowjets abzumontieren und wegzuschaffen, förderten sie die deutsche Wirtschaft. Und so erhielten sie eine Menge neuer, hochqualifizierter und die Sowjetunion hassender Arbeitskräfte, die sich motiviert daran machten, die westdeutsche Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Das Ergebnis kennen wir ja.

Die Sowjetunion stand, Dank dieser Ausgangsbedingungen, im kalten Krieg auf verlorenem Posten. Der Westen verdankt diesen Sieg Deutschland maßgeblich mit, ohne ihm bislang auch nur die geringste Dankbarkeit zu zollen.

Westberlin blieb als kostspieliger Stachel im Fleisch des Ostblocks erhalten, und als wirksame Webeplattform für die Verlockungen westlichen Wohlstands.

Towarish
21.08.2012, 21:40
Klar, vor allem vor dem Hintergrund, daß unsere russischen " Freunde " aus reiner Nächstenliebe gehandelt haben. :auro:

Und Barbarrossa war ein gescheitertes Volksfest.

henriof9
21.08.2012, 21:44
Und Barbarrossa war ein gescheitertes Volksfest.

Und ? Was hat das damit zu tun ?
Haben sich die Russen deswegen also ein Anrecht damit verdient eben nicht aus reiner Nächstenliebe zu handeln ?

latrop
21.08.2012, 21:48
Westberlin blieb als kostspieliger Stachel im Fleisch des Ostblocks erhalten, und als wirksame Webeplattform für die Verlockungen westlichen Wohlstands.

Dafür ist Berlin, wie früher schon, ein Fass ohne Boden . Da kannst du Geld rein pumpen, soviel man will - es kommt nicht dabei heraus.

Towarish
21.08.2012, 21:51
http://smilies-smilies.de/smilies/oranje_smilies/care.gif

Deine billige Polemik soll eine Frage sein , die es wert ist beantwortet zu werden ?

http://smilies-smilies.de/smilies/oranje_smilies/wieegeil.gif



http://smilies-smilies.de/smilies/lustige_II_smilies/hyenas.gif

Tja, deine Ratlosigkeit steht dir in den Smileys geschrieben.

Towarish
21.08.2012, 21:54
So ist es!

Die Sowjets bekamen 4 Jahre lang die heftige Wucht des zweiten Weltkriegs ab, darunter diverse Kriegsverbrechen, überwiegend von SS-Verbänden begangen. Danach waren die leider nicht mehr so gut auf Deutsche zu sprechen. Oder im Klartext: Sie waren wilde Bestien im Blutrausch, zusätzlich aufgehetzt durch die Propaganda Stalins und Ilja Ehrenburgs!

Doch das seltene in der Weltgeschichte: Hätte Josef Stalin so etwas wie Moral oder Ethik gekannt, hätte er ein schweres Eigentor verhindern können! Denn dann hätte er seine Untertanen davon abgehalten, die deutsche Bevölkerung zu massakrieren und den ganzen Osten zu vertreiben.

Die Amerikaner hatten im Krieg wenig abbekommen und blieben vernünftig: Anstatt die Deutschen zu vertreiben, nahmen sie die Vertriebenen auf. Anstatt die Industrie wie die Sowjets abzumontieren und wegzuschaffen, förderten sie die deutsche Wirtschaft. Und so erhielten sie eine Menge neuer, hochqualifizierter und die Sowjetunion hassender Arbeitskräfte, die sich motiviert daran machten, die westdeutsche Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen. Das Ergebnis kennen wir ja.

Ein arroganter Deutscher spricht von Moral und Ethik, meine Güte.:haha:

Towarish
21.08.2012, 22:10
Und ? Was hat das damit zu tun ?
Haben sich die Russen deswegen also ein Anrecht damit verdient eben nicht aus reiner Nächstenliebe zu handeln ?

Sie hatten das Recht zu handeln wie sie wollten, ohne das die Deutschen in der Position waren etwas fordern zu können.

Deutschland hat die CCCP angegriffen, dass ist ein eiskalter Fakt, alles andere gehört in die Märchenabteilung.

Gothaur
21.08.2012, 22:32
Stimmt, auf ins Rheinwisenlager!
Also was für ein dummes, dummes Geschwätz. Was willst Du Clown hier für einen Vergleich starten?
Und ganz davon absehen, die Menschen in Berlin hatten Hunger, fühlten sich umzingelt, und Stalins Mordbuben haben nichts mehr durchgelassen. Ganz einfach.
Aber so ein ideologisches Gesülze, wie vom Threaderöffner, und weiteren Schergchen hier, können halt nur so entstehen, satt und zufrieden, vom Stühlchen vorm Rechner aus, aber natürlich voll des absoluten Durchblicks.
Mann, Mann, Mann, es ist aber kein Rotz zu schade, um nicht als Propaganda gegen die USA herzuhalten. Mal schauen, wann die Juden als Hauptverursacher ausgemacht werden. Es dürfte Erfahrungsgemäß nicht allzulange dauern.
Gruß

Geronimo
22.08.2012, 01:37
Sie hatten das Recht zu handeln wie sie wollten, ohne das die Deutschen in der Position waren etwas fordern zu können.

Deutschland hat die CCCP angegriffen, dass ist ein eiskalter Fakt, alles andere gehört in die Märchenabteilung.

Kannst du dummer "Deutsch-Russen"-Arsch nicht endlich dein Maul halten? Willst du Ärger?:cool:

mabac
22.08.2012, 01:44
Kannst du dummer "Deutsch-Russen"-Arsch nicht endlich dein Maul halten? Willst du Ärger?:cool:

Wollen Sie etwa dem Muschick mit 'nem Tomahack 'nen Scheitel ziehen?! :D

Besser wäre: Iwan iti damoi i jupp twoije matt! :D

Nereus
22.08.2012, 03:04
..... Deutschland hat die CCCP angegriffen, dass ist ein eiskalter Fakt, alles andere gehört in die Märchenabteilung.

1. Warum sagst Du CCCP und nicht „die Sowjetunion“, „die UdSSR“, „den Bolschewismus“ oder „Russland" ?
2. Warum sagst Du „Deutschland“ und nicht „der Faschismus“ mit Hitler-Deutschland, Mussolini-Italien, Franco-Spanien, und ihren Verbündeten Finnland, Ungarn, Rumänien, Sowakei, Kroatien?
3. Bist Du Kasache, Mongole, Tscheschene, Georgier, Usbeke, Litauer, Turkmene, Jude oder sonst eine CCCP-Ethnie aus dem verschwundenen Vielvölkerstaat UdSSR?

Denn merke: Am 22.6.1941 griffen von Finnland bis zum Schwarzen Meer eine antibolschewistische Koalition unter Großdeutscher Führung (das Deutsche Reich, Österreich, Protektorat und Generalgovernement) mit dem Österreicher Hitler an der Spitze – hinter dem die internationale kapitalistische Weltwirtschaft stand - , die bolschewistishe UdSSR mit ihrem Nationalkommunismus („Sozialismus in einem Land“) unter Führung des Georgiers Stalin an.
Nix da mit „Deutschland“ gegen „CCCP“!

Und übrigens: Die Existenz der „CCCP“ ist im Oktober 1917 ihrem deutschen Geburtshelfer General Ludendorff zu verdanken, sonst wäre das sterbende Zarenreich eine britische Kolonie wie Indien geworden!

Götz
22.08.2012, 04:55
Dafür ist Berlin, wie früher schon, ein Fass ohne Boden . Da kannst du Geld rein pumpen, soviel man will - es kommt nicht dabei heraus.

Mittlerweile ist Berlin zum "Meltingpotbrückenkopf umfunktioniert" worden, als kostspielige wuchernde Geschwulst inmitten der neuen Bundesländer. Es dürfte ziemlich einmalig auf der Welt sein, daß die Hauptstadt eines Landes wirtschaftlich schlechter als der Landesdurchschnitt dasteht, als Aushängeschild Deutschlands ist Berlin eine böswillige Karikatur, die böses für unsere Zukunft verheisst.

Towarish
22.08.2012, 08:54
Kannst du dummer "Deutsch-Russen"-Arsch nicht endlich dein Maul halten? Willst du Ärger?:cool:

Wahrheit tut weh, nicht?:cool:

Towarish
22.08.2012, 09:13
1. Warum sagst Du CCCP und nicht „die Sowjetunion“, „die UdSSR“, „den Bolschewismus“ oder „Russland" ?


Weil das der richtige Name ist und mir auch gefällt?
Sowjetunion ist mir zu lang, UdSSR ist CCCP, Bolschewiki und ich vertragen uns nicht, Russland ist nicht die CCCP.





2. Warum sagst Du „Deutschland“ und nicht „der Faschismus“ mit Hitler-Deutschland, Mussolini-Italien, Franco-Spanien, und ihren Verbündeten Finnland, Ungarn, Rumänien, Sowakei, Kroatien?

Weil jedes dieser Länder, außer Deutschland, einen fast schon unwichtigen Beitrag in diesem Krieg geleistet hat. Und wieso sollte ich jetzt Hitler-Deutschland statt Deutschland sagen? Weil es einigen Leuten hier nicht passt?
Jede Ideologie spielt nur eine untergeordnete Rolle, die Ziele bleiben so gut wie immer gleich.



3. Bist Du Kasache, Mongole, Tscheschene, Georgier, Usbeke, Litauer, Turkmene, Jude oder sonst eine CCCP-Ethnie aus dem verschwundenen Vielvölkerstaat UdSSR?

Ich gehöre nicht zu den genannten.


Denn merke: Am 22.6.1941 griffen von Finnland bis zum Schwarzen Meer eine antibolschewistische Koalition unter Großdeutscher Führung (das Deutsche Reich, Österreich, Protektorat und Generalgovernement) mit dem Österreicher Hitler an der Spitze – hinter dem die internationale kapitalistische Weltwirtschaft stand - , die bolschewistishe UdSSR mit ihrem Nationalkommunismus („Sozialismus in einem Land“) unter Führung des Georgiers Stalin an.

Deswegen schäme ich mich auch nicht dafür, dass die Sowjets Osteuropa solange geknechtet haben. Haben die es doch verdient.


Nix da mit „Deutschland“ gegen „CCCP“!

Stimmt, hat ja nie stattgefunden.


Und übrigens: Die Existenz der „CCCP“ ist im Oktober 1917 ihrem deutschen Geburtshelfer General Ludendorff zu verdanken, sonst wäre das sterbende Zarenreich eine britische Kolonie wie Indien geworden!

Dieser Satz zeigt, wie sehr ich in diesem Forum missverstanden werde. Hoffentlich arbeiten die Russen dieses Kapitel auch noch durch und "danken" jedem Volk, auf ihre russische Art und Weise, für die Unterstützung der Bolschewiki und die Ermordung der Romanow Familie. Wir werden das nie vergessen, darauf kannst du Gift nehmen.

henriof9
22.08.2012, 09:25
Sie hatten das Recht zu handeln wie sie wollten, ohne das die Deutschen in der Position waren etwas fordern zu können.

Deutschland hat die CCCP angegriffen, dass ist ein eiskalter Fakt, alles andere gehört in die Märchenabteilung.

Auch darum ging es hier nicht.
Aber unter Deiner Prämisse war die Luftbrücke der Amis erst recht ein " netter " Zug, ob nun inszeniert oder nicht.

Towarish
22.08.2012, 09:27
Auch darum ging es hier nicht.
Aber unter Deiner Prämisse war die Luftbrücke der Amis erst recht ein " netter " Zug, ob nun inszeniert oder nicht.

Es geht darum, wie es in die Geschichte eingegangen ist.

bernhard44
22.08.2012, 09:39
Das war nicht der Grund. Der wirkliche Grund war, daß die neuen Machtblöcke zu diesem Zeitpunkt bereits feststanden und die USA mit Westberlin eine Exklave mitten im Sovieteinflußbereich hatten. Es war damals gar nicht so weit von einem Folgekrieg entfernt, und diesen hätten die Westalliierten mit Sicherheit nicht für ein paar Quadratkilometer Trophäen-Krautland riskiert. Es ging auch nicht um die Berliner, und nur begrenzt um Wirtschaftsgüter.
West-Berlin war so etwas wie Gibraltar für die Briten, nur besser.

man hat das Notwendige mit dem Nützlichen verbunden!
Die Amis haben zwar Care-Pakete verteilt, waren aber nicht die Caritas!
Natürlich hatten sie ihre Interessen im Blick und die Luftbrücke war eine Logistik-u. Machtdemonstration!
Die Zweckgemeinschaft mit den Russen als Verbündete gegen Deutschland war beendet, sie waren der nächste potentielle Gegner!
Den Berlinern ist vor allem in Erinnerung geblieben, dass sie dadurch etwas zu fressen hatten! Geostrategische und geopolitische Schachzüge der Alliierten interessierten sie dazumal herzlich wenig, sie wollten überleben!

henriof9
22.08.2012, 09:42
man hat das Notwendige mit dem Nützlichen verbunden!
Die Amis haben zwar Care-Pakete verteilt, waren aber nicht die Caritas!
Natürlich hatten sie ihre Interessen im Blick und die Luftbrücke war eine Logistik-u. Machtdemonstration!
Die Zweckgemeinschaft mit den Russen als Verbündete gegen Deutschland war beendet, sie waren der nächste potentielle Gegner!
Den Berlinern ist vor allem in Erinnerung geblieben, dass sie dadurch etwas zu fressen hatten! Geostrategische und geopolitische Schachzüge der Alliierten interessierten sie dazumal herzlich wenig, sie wollten überleben!


So ist es.
Und niemand sollte sich einbilden, daß auch nur irgendwer anders gehandelt hätte und im Gegensatz zur SBZ hat es auch den Menschen selbst nicht geschadet.

Apollyon
22.08.2012, 09:50
Es gab sicherlich unter den Personen die diese Luftbrücke organisiert haben welche die an dieser Sache geglaubt haben, aber es war Propaganda, dazu gibt es auch viele weitere Geschichten über die US-Soldaten.

Außerdem war es ein Faktor das Deutschland am Ende des 1. Weltkrieges am Boden lag und es kaum soetwas wie Hilfe gab das ein gewisser Herr Hitler an die Macht kahm, die Leute waren gekränkt und verbittert durch die Schmach. In Folge des 2. Weltkrieges gab es wesentlich mehr unterstützung, auch wenn die Motive einen Zweck erfüllten.

Das ist jetzt so meine Analyse und Sicht der Dinge.

Towarish
22.08.2012, 10:01
Es gab sicherlich unter den Personen die diese Luftbrücke organisiert haben welche die an dieser Sache geglaubt haben, aber es war Propaganda, dazu gibt es auch viele weitere Geschichten über die US-Soldaten.

Außerdem war es ein Faktor das Deutschland am Ende des 1. Weltkrieges am Boden lag und es kaum soetwas wie Hilfe gab das ein gewisser Herr Hitler an die Macht kahm, die Leute waren gekränkt und verbittert durch die Schmach. In Folge des 2. Weltkrieges gab es wesentlich mehr unterstützung, auch wenn die Motive einen Zweck erfüllten.

Das ist jetzt so meine Analyse und Sicht der Dinge.

Die goldenen 20er vergessen?

Apollyon
22.08.2012, 10:10
Die goldenen 20er vergessen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Zwanziger

War das nicht nur die Upper Class ?
Dennen geht es doch immer relativ gut.

Towarish
22.08.2012, 10:13
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Zwanziger

War das nicht nur die Upper Class ?
Dennen geht es doch immer relativ gut.

Und dem Bauernvolk geht es immer am schlechtesten, auch heut noch.

latrop
22.08.2012, 10:15
Und dem Bauernvolk geht es immer am schlechtesten, auch heut noch.

Kennst du den Unterschied zwischen einem armen und einem reichen Bauern ?

Der arme Bauer muss seinen Mercedes selber waschen :ätsch:

Friedrich.
22.08.2012, 12:02
Ein arroganter Deutscher spricht von Moral und Ethik, meine Güte.:haha:

Und das schlimmste daran: Er hat auch noch Recht! Dein Stalin hat sich mit seiner Skrupellosigkeit ins eigene Fleisch geschnitten, die Amerikaner haben profitiert!


Sie hatten das Recht zu handeln wie sie wollten, ohne das die Deutschen in der Position waren etwas fordern zu können.

Deutschland hat die CCCP angegriffen, dass ist ein eiskalter Fakt, alles andere gehört in die Märchenabteilung.

Dieser Fakt dürfte die einzige verordnete Darstellung sein, die auch der Wahrheit entspricht. Dennoch hat es Stalin in diesem Fall schwer geschadet, so ein skrupelloses Arschloch gewesen zu sein. Das freut mich umso mehr, da ich die Befürchtung habe, dass das Böse in der Welt meistens erfolgreicher ist...

(Du benutzt übrigens lateinische Buchstaben, deshalb werden die meisten Leute hier "Zeh Zeh Zeh Peh" und nicht "Es Es Es Err" lesen)

Friedrich.
22.08.2012, 12:07
Außerdem war es ein Faktor das Deutschland am Ende des 1. Weltkrieges am Boden lag und es kaum soetwas wie Hilfe gab das ein gewisser Herr Hitler an die Macht kahm, die Leute waren gekränkt und verbittert durch die Schmach. In Folge des 2. Weltkrieges gab es wesentlich mehr unterstützung, auch wenn die Motive einen Zweck erfüllten.

Das ist jetzt so meine Analyse und Sicht der Dinge.

So ähnlich, aber ein wenig komplizierter: Nach dem ersten Weltkrieg gab es Parlamentarismus in Verbindung mit der Ausbeutung von Versailles. Eine ganz schlechte Kombination. Die Reichen schanzten sich in Parlament und Regierung selbst die Vorteile zu und die Armen durften schuften und wurden ausgebeutet. So wurden die Reichen immer reicher und die Armen immer mehr und ärmer. Spätestens nach dem Börsencrash 1929 hatten die Menschen die Schnauze voll von Demokratie, in der man, genau wie heute, sowieso nie bekam, was man wollte.

Jetzt standen die Westmächte unter Druck. Sie mussten auf jeden Fall den Kommunismus in Deutschland verhindern! Und auch der naheliegendste Systemwechsel, zurück zum Preußentum, wäre nicht in ihrem Interesse gewesen. Zum Glück bot sich da ein sympathischer junger Herr Hitler an. Ein Kleingeist, Fanatiker und absoluter Antikommunist. Genau der richtige für den Job! Der konnte gleich noch die sowjetische Bedrohung im Osten bekriegen. Deshalb bekam der ja auch Narrenfreiheit und dürfte aufrüsten. Nicht zuletzt mit Unterstützung der amerikanischen Industrie. Nachdem die Engländer es jedoch weder geschafft haben, ihn im Griff zu behalten (Erst nimmt er Polen ein, dann Dänemark und Norwegen, dann auch noch Frankreich) noch ihn wieder abzusetzen, haben sie ihr Ansehen bei den Amerikanern verloren.

Die setzten 1945 also, wie du gesagt hast, auf eine andere Taktik, die breiten Bevölkerungswohlstand ermöglichte. Eine rundum sehr viel bessere Idee.

Friedrich.
22.08.2012, 12:10
Mittlerweile ist Berlin zum "Meltingpotbrückenkopf umfunktioniert" worden, als kostspielige wuchernde Geschwulst inmitten der neuen Bundesländer. Es dürfte ziemlich einmalig auf der Welt sein, daß die Hauptstadt eines Landes wirtschaftlich schlechter als der Landesdurchschnitt dasteht, als Aushängeschild Deutschlands ist Berlin eine böswillige Karikatur, die böses für unsere Zukunft verheisst.

Kein Wunder, dass im Regierungsviertel stets die Kolonnen von Polizeihundertschaften zu bestaunen sind. Die werden in Zukunft wohl noch mehr einstellen müssen, um sich vor ihrem "Volk" zu schützen.

Towarish
22.08.2012, 12:13
Und das schlimmste daran: Er hat auch noch Recht! Dein Stalin hat sich mit seiner Skrupellosigkeit ins eigene Fleisch geschnitten, die Amerikaner haben profitiert!

Eigentlich lag das Problem der SU eher in den Personen, die nach Stalin kamen.


Dieser Fakt dürfte die einzige verordnete Darstellung sein, die auch der Wahrheit entspricht. Dennoch hat es Stalin in diesem Fall schwer geschadet, so ein skrupelloses Arschloch gewesen zu sein. Das freut mich umso mehr, da ich die Befürchtung habe, dass das Böse in der Welt meistens erfolgreicher ist...

Die Sowjets hatten leider nicht die Mittel (und noch weniger Lust. Kannst ja mal raten, weshalb), Berlin in ein wunderschönes Paradies zu verwandeln.
Demontage und Unterdrückung waren eine natürlich Folge. Ihr könnt euch natürlich darüber beschweren, nur bei wem?
Denkmäler für eure Soldaten reichen euch ja nicht...



(Du benutzt übrigens lateinische Buchstaben, deshalb werden die meisten Leute hier "Zeh Zeh Zeh Peh" und nicht "Es Es Es Err" lesen)

Tja, dass hat dann wohl was mit der Bildung zu tun.

Friedrich.
22.08.2012, 12:27
Eigentlich lag das Problem der SU eher in den Personen, die nach Stalin kamen.
Die Sowjets hatten leider nicht die Mittel (und noch weniger Lust. Kannst ja mal raten, weshalb), Berlin in ein wunderschönes Paradies zu verwandeln.
Demontage und Unterdrückung waren eine natürlich Folge. Ihr könnt euch natürlich darüber beschweren, nur bei wem?
Denkmäler für eure Soldaten reichen euch ja nicht...

Die Führer, die nach Stalin kamen, hatten mit einem total zerstörten Ostdeutschland zu kämpfen. Was hätten die noch machen sollen?
Die Sowjets hätten es einfach mal unterlassen sollen, die Deutschen in den Ostgebieten zu ermorden und zu vertreiben. Das war Deutschlands Elite. Die sind alle in den Westen abgehauen und haben unter den Amerikanern gute Dienste in der Wirtschaft geleistet.
Auch hätten sie die verbliebene Industrie nicht demontieren sollen. Denn dadurch haben sie den kläglichen Rest, der von Ostdeutschland übrig war, noch stärker heruntergewirtschaftet!

Kein Wunder also, dass die besten Arbeitskräfte der DDR reiheinweise in den Westen abgehauen sind. Und so sahen die Sowjets keinen anderen Ausweg als gewaltige Grenzanlagen aufzubauen und ihr Volk einzusperren. Absoluter Imageschaden! Sehr gut für den Westen und die Kosten trugen komplett die Sowjets!



Tja, dass hat dann wohl was mit der Bildung zu tun.

Vielleicht können wir die Bildungslücke schließen: Du benutzt hier lateinische Buchstaben! Die sehen manchmal zwar so aus, wie deine, haben aber fast immer eine andere Bedeutung :)

Towarish
22.08.2012, 12:52
Die Führer, die nach Stalin kamen, hatten mit einem total zerstörten Ostdeutschland zu kämpfen. Was hätten die noch machen sollen?
Die Sowjets hätten es einfach mal unterlassen sollen, die Deutschen in den Ostgebieten zu ermorden und zu vertreiben.

Am besten hätten die noch die ganzen besetzten Gebiete in Osteuropa (insklusive der sowjetischen) an Deutschland anschließen sollen, als Wiedergutmachung für die Zerstörungen in Berlin....



Das war Deutschlands Elite. Die sind alle in den Westen abgehauen und haben unter den Amerikanern gute Dienste in der Wirtschaft geleistet.
Auch hätten sie die verbliebene Industrie nicht demontieren sollen. Denn dadurch haben sie den kläglichen Rest, der von Ostdeutschland übrig war, noch stärker heruntergewirtschaftet!

Ne mal ehrlich Friedrich, die Sowjets haben ganz andere Sorgen gehabt. Ein verrückter Transatlantiker hatte die Bombe und eine große Armee. Osteuropa war nichts weiter als eine große sowjetische Militärbasis, da man damals überzeugt war, dass es irgendwann knallt. Deutsche, Rümänen, Polen, die spielten eine untergeordnete Rolle für die Sowjets, denn ein neuer Krieg stand vor der Tür.


Kein Wunder also, dass die besten Arbeitskräfte der DDR reiheinweise in den Westen abgehauen sind. Und so sahen die Sowjets keinen anderen Ausweg als gewaltige Grenzanlagen aufzubauen und ihr Volk einzusperren. Absoluter Imageschaden! Sehr gut für den Westen und die Kosten trugen komplett die Sowjets!

Da stimme ich zu, ich hätte das, oder generell vieles, anders gemacht. Aber hinterher weiß man es ja immer besser.



Vielleicht können wir die Bildungslücke schließen: Du benutzt hier lateinische Buchstaben! Die sehen manchmal zwar so aus, wie deine, haben aber fast immer eine andere Bedeutung :)

Ehrlich? Ist mir noch nie aufgefallen, dass die sich ähnlich sehen und doch verschieden sind....!

Großadmiral
22.08.2012, 13:16
Alle 28 000 000?
Bzw. 11 000 000?

Ich dachte die Sowjets hätten 30 Millionen Soldaten verheitzt und 10 Millionen ihrer eigenen Zivilisten verloren. Woher kommen diese niedrigen Zahlen?

Towarish
22.08.2012, 13:51
Ich dachte die Sowjets hätten 30 Millionen Soldaten verheitzt und 10 Millionen ihrer eigenen Zivilisten verloren. Woher kommen diese niedrigen Zahlen?

40. 000 000?

Ich fand immer Zahlen die offiziell 24-27 Millionen angegeben haben. Unoffiziell müsste es noch etwas höher sein, deswegen schätze ich 28 Millionen.
Wo hast du 40 Millionen her?

Beißer
22.08.2012, 14:49
Schon daran, daß es zu der Abriegelung Berlins kam, hatten die Amis ja nun einen großen Anteil, weil sie die einseitige Währungsreform im Westen unbedingt durchsetzten.

Das war es aber nicht allein. Man sollte nicht vergessen, dass Berlin ohne den ebenso völkerrechtswidrig wie unerklärt gegen Deutschland geführten Krieg der Amerikaner niemals geteilt worden wäre.

bernhard44
22.08.2012, 14:51
Das war es aber nicht allein. Man sollte nicht vergessen, dass Berlin ohne den ebenso völkerrechtswidrig wie unerklärt gegen Deutschland geführten Krieg der Amerikaner niemals geteilt worden wäre.

stimmt, die Russen hätten sich alles genommen!

Beißer
22.08.2012, 14:55
stimmt, die Russen hätten sich alles genommen!

Ich hätte nicht gedacht, dass du so anfällig für alliierte Propaganda bist. Ohne die massive amerikanische Unterstützung (Stichwort: Murmansk-Geleitzüge) wäre die Sowjetunion spätestens im Frühjahr 1942 zusammengebrochen.

Nereus
22.08.2012, 15:32
Da Towarish und andere über die Güte und die Absichten der Siegermächte streiten, hier ein paar sowjetische Stimmen von 1945 aus meinem Archiv dazu:

Sieger oder Befreier?

Was mit Deutschland zu geschehen habe, wurde vom US-Geheimdienst schon 1942 ausgearbeitet.

In der Proklamation Nr.1 der Militärregierung-Deutschland Kontrollgebiet des Obersten Befehlshaber heisst es:

"An das Deutsche Volk: Ich, General Dwight D. Eisenhower, Oberster Befehlshaber der Allierten Streitkräfte gebe folgendes bekannt: Die allierten Streitkräfte die unter meinem Oberbefehl stehen, haben jetzt deutschen Boden betreten. Wir kommen als ein siegreiches Heer, jedoch nicht als Unterdrücker."
(Quelle: Eschenburg, Jahre der Besatzung 1945 -1949, S.65, Stuttgart 1983)

Einzig die Sowjets kamen als „Befreier“ wie es Alexandrow am 14.4.1945 in der „Prawda“ ausdrückte. Der Alexandrow-Artikel erschien zwei Tage vor dem sowjetischen Großangriff an der Oder zur Eroberung Berlins. Er sollte vermutlich Ilja Ehrenburgs Vergewaltugungs- und Totschlag-Aufrufe gegen alle Deutschen bei der Roten Armee etwas entschärfen, um den zu erwartenden deutschen Widerstand zu mäßigen und zu versuchen, die deutschen Sympathien für die Westmächten zu neutralisieren, an denen die Ehrenburgschen Massenmordaufrufe nicht ganz unschuldig waren.

“Täglich Rundschau – Tageszeitung des Kommandos der Roten Armee für die deutsche Bevölkerung” Nr. 2 vom 16. Mai 1945

»GENOSSE EHRENBURG VEREINFACHT

Der bekannte sowjetische Schriftsteller Ehrenburg behandelt in seinem, in der Moskauer Zeitung “Roter Stern” veröffentlichten Artikel “Genug!” die Frage der Verantwortlichkeit des deutschen Volkes für die Verbrechen der Hitlerleute zu sehr vereinfacht und falsch. Dies war der Anlaß zur Veröffentlichung eines Artikels in der “Prawda” (am 14.4.45) aus der Feder Alexandrows unter dem Titel: “Genosse Ehrenburg vereinfacht.”
Wir bringen den Artikel Alekandrows, der den Standpunkt der sowjetischen öffentlichen Meinung zu dieser Frage richtig wiedergibt.
------------------

»In der Zeitung “Roter Stern" vom 2. April d. J. (1945) wurde ein Artikel von I. Ehrenburg veröffentlicht unter dem Titel „Genug!”. In diesem Artikel berührt Genosse Ehrenburg die gegenwärtige Lage in Deutschland und die Gründe für die Abziehung (meint: Verlegung) deutscher Truppen an die Sowjetisch-deutsche Front bei gleichzeitiger Schwächung der deutschen Streitkräfte im Westen.

Niemand, der aufmerksam den Artikel von Gen. Ehrenburg liest, kann umhin, festzustellen, daß seine Grundgedanken unüberdacht und offenkundig fehlerhaft sind. Der Leser kann sich nicht einverstanden erklären mit seiner Darstellung Deutschlands als einer einzigen “kolossalen Bande", auch nicht mit seiner Erklärung der Gründe für die Abziehung deutsch-faschistischen Truppen von der Westfront und die Konzentration aller deutschen Streitkräfte im Osten.

Genosse Ehrenburg versucht, die Leser davon zu überzeugen, daß alle Deutschen gleich wären und daß sie alle in gleicher Weise für die Verbrechen der Hitler-Leute verantwortlich wären. In dem Artikel “Genug!” wird so gesprochen, als gäbe es „kein Deutschland, sondern nur eine kolossale Bande, die auseinanderläuft, wenn die Rede auf die Verantwortlichkeit kommt''. In dem Artikel heißt es auch, daß in Deutschland “alle fliehen, durcheinanderlaufen, einer den anderen mit Füßen tritt und alle versuchen, sich zur Schweizer Grenze durchzuschlagen”.

Es ist unschwer zu beweisen, daß diese Beweisführung Gen. Ehrenburgs nicht den Tatsachen entspricht. Heute hat sich jeder davon überzeugt - und es ist aus den Erfahrungen der letzten Monate besonders klar ersichtlich -, daß verschiedene Deutsche verschieden kämpfen und sich verschieden verhalten. Mit sturer Hartnäckigkeit verteidigen die einen von ihnen mit allen Mitteln den Faschismus, die faschistische Partei, den faschistischen Staat, die Hitlerclique. Andere ziehen vor, sich des aktiven Kampfes für den Hitlerismus zu enthalten, abzuwarten oder sich gefangen zu geben. Die einen Deutschen unterstützen mit alten Mitteln den Faschismus, das Hitlersystem; andere, die vom Krieg enttäuscht sind, die die Hoffnung auf den Sieg verloren haben, sind gegenüber den wilden, wahnwitzigen Plänen des „Führers" kühler geworden. Und das kann man nicht nur von der Zivilbevölkerung sagen, sondern auch von der deutschen Armee. Es ist nicht erstaunlich, daß, während die einen deutschen Offiziere für das Kannibalensystem kämpfen, andere von ihnen Bomben auf Hitler und seine Clique werfen oder den Deutschen zureden, die Waffen zu strecken.
(Anmerkung: meint Stauffenberg-Attentat und die Moskauer Propagandasendungen des NKFD http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalkomitee_Freies_Deutschland )

Das was jetzt in der deutschen Armee und unter der deutschen Bevölkerung vor sich geht, hat Genosse Stalin schon lange vorausgesehen. Schon im Mai 1942 schrieb Genosse Stalin:


“Der Krieg hat dem deutschen Volk große Enttäuschungen, Millionen von Menschenopfern, Hunger und Verelendung gebracht. Das Ende des Krieges ist nicht abzusehen, die Menschenreserven aber gehen zu Ende, das Erdöl geht zu Ende, die Rohstoffe gehen zu Ende. Im deutschen Volk reift immer mehr die Erkenntnis heran, daß die Niederlage Deutschlands unvermeidlich ist. Für das deutsche Volk wird es immer klarer, daß der einzige Ausweg aus der geschaffenen Lage darin besteht, Deutschland von der Abenteurerclique Hitler-Göring zu befreien." (J. Stalin: “Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion”)

Die Zeiten des faschistischen Taumels in Deutschland gehen zu Ende. Die Dummköpfe, die bereit sind, für Hitler und seine verbrecherischen Ziele stillschweigend den Kopf hinzuhalten, werden immer weniger. Die deutschen Zeitungen sind gezwungen, täglich Tatsachen mitzuteilen, die vom schnellen Zerfall des deutschen Hinterlandes sprechen. So schrieb kürzlich die faschistische Soldatenzeitung “Front und Heimat”, daß in Deutschland eine große Zahl „grundsätzlicher Gegner” aufgetaucht sei. Und, obwohl die Gestapo alle „wahren Deutschen” zur „freien Jagd" auf diese “grundsätzlichen Gegner” auffordert, wird sogar der weitverzweigre Apparat der Gestapo mit dieser Aufgabe immer weniger fertig.
Daraus ist ersichtlich, daß er in Wirklichkeit kein einheitliches Deutschland gibt, daß nicht alle Deutschen sich gleich verhalten.

Um ihre Haut und ihr verbrecherisches System ein wenig länger zu erhalten, bemühen sich bekanntlich die Hitlerleute mit aufdringlichem Eifer, allen Tatsachen zum Trotz zu beweisen, daß sich das ganze deutsche Volk um sie vereinigt habe. Die Ziele dieser unbeholfenen Demagogie sind ganz klar. Der faschistische Staat des heutigen Deutschlands hat alle realen Möglichkeiten erschöpft, sich in dem von ihm entfachten Weltkrieg zu erhalten. Die Hitlerleute klammern sich krampfhaft an jede kleinste Möglichkeit, die Existenz des blutigen faschistischen Kannibalensystems zu verlängern. Deshalb wiederholen sie unermüdlich immer wieder, die Gegner Deutschlands, die Armeen der Vereinigten Nationen hätten angeblich die Absicht, das deutsche Volk auszurotten, und eben deswegen müßten sich alle Deutschen zum Kampf um die Erhaltung Deutschlands erheben. Einer der Anführer der hitlerischen Räuberbande, Goebbels, schrieb vor kurzem:

“Die Teilnahme am Krieg in der einen oder der andren Form ist Pflicht für alle Einwohner Deutschlands ohne Ausnahme. Die Teilnahme am Krieg ist heute ein kategorischer Imperativ, und es gibt keinen Deutschen, der nicht in irgendeinem Maße für den Ausgang des Krieges verantwortlich ist ..."
Vor vier Tagen gab der deutsche Rundfunk einen Artikel desselben Goebbels durch, der in der faschistischen Zeitung „Das Reich“ abgedruckt war, und in dem es heißt:

„Wir müssen diese Schlacht in voller nationaler Einheit durchstehen und ihr mit geschlossenen Reihen standhalten. Sich nicht bei jedem Sturm über Bord stürzen, das ist das Gebot der Stunde."
Das Grundthema dieses Hexentanzes der faschistischen Presse und des faschistischen Rundfunks ist der Aufruf an die Deutschen, in diesen für das
faschistische Deutschland kritischen Tagen einig zu sein.

Es fragt sich: Warum beginnen die Hitlerleute im sechsten Kriegsjahr ein so wütendes Geheul von der Notwendigkeit der Einigkeit des deutschen Vo1kes gegenüber der Gefahr, die dem faschistischen Staat droht? Das ist sehr leicht zu erklären. In ihrem Bestreben, das Schicksal der ganzen deutschen Bervölkerung und der ganzen deutschen Armee mit dem Schicksal der faschistischen Clique zu verknüpfen, rechnen die Hitlerleute darauf, einige zusätzliche Kräfte zur Fortsetzung des verbrecherischen Krieges zu mobilisieren, das unvermeidliche Ende hinauszuziehen, Zeit für militärisch-politische und diplomatische Manöver zu gewinnen und die Stunde des gerechten Gerichts der freiheitliebenden Völker über die blutigen Hitlerverbrecher hinauszuschieben.

Die Tatsachen jedoch sprechen beredt dafür, daß die verzweifelten Aufrufe der faschistischen Presse wenig helfen. Der Hitlerstaat wird mit jedem Tag schwächer, die Reihen der Hitlerpartei lichten sich mehr und mehr, und von irgendeiner Einheit der ganzen deutschen Bevölkerung mit der herrschenden faschistischen Clique kann natürlich keine Rede sein. Es ist durchaus verständlich, daß die Hitlerleute es nicht notwendig hätten die Deutschen zur Einheit aufzurufen, sich um das Schicksal dieser Einheit Sorgen zu machen, wenn das faschistische System nicht so sehr in allen Fugen krachte, wenn sich in Deutschland nicht so viele fänden, die “sich über Bord stürzen”, das heißt, aus dem faschistischen Kriegswagen herausspringen möchten. Das sind die Tatsachen ...

Von hier aus ist es verständlich, warum der Standpunkt des Gen. Ehrenburg, der in seinen Artikeln die Bevölkerung Deutschlands als einheitliches Ganzes darstellt, fehlerhaft ist.

Gen. Ehrenburg schreibt in seinem Artikel, es gebe kein Deutschland, sondern nur eine “kolossale Bande”. Wenn man den Standpunkt des Gen. Ehrenburgs richtig erachtet, so müßte man daraus folgern, daß die ganze deutsche Bevölkerung das Schicksal der Hitlerclique teilen muß.

Man braucht nicht zu betonen, daß Gen. Ehrenburg in diesem Falle nicht der öffentlichen Sowjetmeinung Ausdruck gibt. Die Rote Armee erfüllt ihre große Befreiungsmission und kämpft für die Liquidierung der Hitlerarmee, des Hitlerstaates, der Hitlerregierung, hat sich aber niemals das Ziel gestellt und stellt es sich auch jetzt nicht, das deutsche Volk auszurotten. Das wäre dumm und unsinnig. Wenn die Hitlerleute die Einstellung unserer Truppen, unseres Staates fälschen und schreien, die Rote Armee rotte alle Deutschen aus, so ist das verständlich. Die herrschende faschistische Clique versucht diese verlogene Behauptung für die Erhebung der ganzen deutschen Bevölkerung zum Kampf gegen die alliierten Truppen, gegen die Rote Armee auszunutzen und gerade dadurch die Existenz des verbrecherischen und verfaulten faschistischen Systems zu verlängern. Wenn aber mit solchen Gedanken echte Antifaschisten auftreten, die am Kampf gegen Hitlerdeutschland aktiv Anteil genommen haben, so ist das sonderbar und unverständlich. Das Sowjetvolk hat niemals die Bevölkerung Deutschlands der in Deutschland herrschenden verbrecherischen faschistischen Clique gleichgestellt. Genosse Stalin sagte:

”Es wäre lächerlich, die Hitlerclique dem deutschen Volk, dem deutschen Staate gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, daß die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt.” (J. Stalin “Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion”)

In voller Übereinstimmung mit diesem sowjetischen Standpunkt stehen auch die Beschlüsse der Krimkonferenz, in denen es heißt:

”Zu unseren Zielen gehört nicht die Vernichtung des deutschen Volkes. Erst wenn der Nazismus und der Militarismus ausgerottet sein werden, besteht für das deutsche Volk die Hoffnung auf eine würdige Existenz und einen Platz in der Gemeinschaft der Nationen”

Daher ist klar, daß dem Leben der Deutschen, die gegen Hitler kämpfen oder sich gegenüber den verbündeten Truppen loyal verhalten, keine Gefahr droht. Für die, welche für die Erhaltung des faschistischen Systems und gegen die Rote Armee, und gegen die Truppen der Alliierten kämpfen und kämpfen werden, wird es selbstverständlich keine Schonung geben.

In seinem Artikel „Genug!" beschreibt Gen. Ehrenburq wahrheitsgetreu und eindrucksvoll die blutigen Greueltaten der Deutschen auf unserer heiligen Erde. Leider aber hat Gen. Ehrenburg aus unbestreitbaren Tatsachen falsche Schlüsse gezogen. Mit der Bemerkung, daß die „frechen Deutschen sich gegenüber den Amerikanern wie gegenüber einer neutralen Macht verhalten”, erklärt Gen. Ehrenburg den erbitterten Widerstand der Deutschen an der sowjetisch-deutschen Front aus der Angst, die sie vor der bevorstehenden Abrechnung für die auf dem Sowjetboden verübten Greueltaten haben.

Ohne Zweifel - die Deutschen, die sich Verbrechen auf unserem Boden schuldig gemacht haben, fürchten sich vor der Verantwortung umsomehr, als die Stunde der Abrechnung näherrückt. Ebenso besteht kein Zweifel, daß dieser Umstand den Widerstand derjenigen von ihnen verstärkt, die an Verbrechen an Sowjetmenschen schuldig sind. Es ist bekannt, daß die Hitlerleute nirgends so gemetzelt haben, nirgends ihr kannibalisches Wesen so zügellos an den Tag legten wie in den besetzten Gebieten der UdSSR. Unser Volk ist erbittert. Vielleicht hat die Welt nie einen größeren Haß gesehen als den Haß der Sowjetmenschen auf die faschistischen Unterdrücker. Und doch wäre es eine Vereinfachung und Naivität, wollte man die gegenwärtige Verteilung der deutschen Streitkräfte zwischen West- und Ostfront nur auf die Angst der Hitlerverbrecher zurückführen. Die Gründe für die Entblößung der deutschen Westfront und für die fortwährende Massierung von deutschen Truppen an der sowjetisch-deutschen Front liegen tiefer als die Angstempfindlichkeit der Hitlerleute.

Lenin studierte seinerzeit die Politik der verschiedenen Regierungen während des Krieges sowie den Charakter und die Gründe für die Veränderungen und gab diesbezüglich wichtige Anweisungen. Er stellte fest “daß jeder Krieg unlösbar mit der politischen Struktur verbunden ist, von der er hervorgerufen wurde.” (Lenin, Band XXX) Und so ist auch der Krieg und die Politik, die heute von der Hitlerclique geführt wird, ein Abbild der politischen Struktur Hitlerdeutschlands.

Die Erfahrungen aus der mehr als zwölfjährigen Politik der Hitlerleute in Deutschland und außerhalb Deutschlands besagt, daß Provokation, Demagogie, politische Falschspielerei immer den Hauptinhalt der Hitlerpolitik in Kriegs- und Friedenszeiten gebildet haben. Hitler schrieb z. B. einmal über den Hauptinhalt seiner Politik. „Politik – das ist ein Spiel, in dem wir alle Falschheitea spielen lassen und dessen Regeln sich ändern je nach der Kunst der Spieler.”

Man muß zugeben, daß die Hitlerclique eine gewisse Konsequenz besitzt: Im Laufe von mehr als 10 Jahren waren die Völker aller Länder Zeugen, wie ein Treubruch des faschistischen Deutschlands dem anderen folgte und eine Provokation der anderen.

Es sieht so aus, als ob die Hitlerleute in der letzten Zeit eine neue Provokation unternommen haben. Der gefangene Kommandeur des deutschen X. Armeekorps, Generalleutnant Krappe, machte im Februar d. J. die Mitteilung, daß beim deutschen Kommando ein breit angelegter Plan existiere, deutsche Truppen an die sowjetisch-deutsche Front hinüberzuwerfen. In der Tat, in den letzten 2 ½ Monaten hat das deutsche Kommado von der Westfront, aus den Gebieten Mitteldeutschlands, aus Norwegen und Norditalien, 44 Divisionen an die sowjetisch-deutsche Front gezogen. Durch den massenhaften Abzug deutscher Truppen an die sowjetisch-deutsche Front hat das deutsche Oberkommando faktisch keinen ernsthaften Schutz an seiner Westfront mehr.

Welches Ziel verfolgt das deutsche Kommando durch eine solche Verschiebung seiner Streitkräfte zwischen Osten und Westen. Kann man solche Handlungen durch die Angst des deutschen Kommandos vor der Verantwortlichkeit für die blutigen Verbrechen erklären, die von deutschen Truppen auf Sowjetboden verübt wurden?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann man annehmen, daß die Hitlerleute ihrer längst gereiften, ihnen zu innerst eigenen provkatorischen Politik gefolgt sind. Durch ihr Vorgehen suchen die Hitlerleute Misstrauen im Lager der Vereinigten Nationen hervorzurufen und unter den Verbündeten Uneinigkeit zu entfachen und – wenn auch nur für einige Zeit – den letzten stürmischen Schlag der verbündeten Armeen fernzuhalten und mit Hilfe eines provokatorischen, militär–politischen Ticks das zu erreichen, was mit Hilfe von Streitkräften nicht erreicht werden konnte.
Was das Angstgefühl der Hitlerleute auf Grund ihre frühreren und heutigen Verbrechen anbetrifft, so spielt dieses Gefühl eine Rolle. Doch wie aus dem Obengesagten hervorgeht, besteht die Sache nicht nur und nicht so sehr in der Angst der Hitlerleute. Für jeden ist es klar, daß, wenn die Deutschen in ihrer gegenwertigen verbrecherichen Politik durch Angst geleitet werden, sie wahrscheinlich nicht fortfahren würden, mit ihren U-Booten in verstärktem Maße englisch-amerikanische Schiffe zu versenken: sie würden auch nicht bis in die letzte Zeit mit ihren fliegenden Bomben nach England geschossen haben und würden auch nicht weiterhin kriegsgefangene Soldaten und Offiziere der alliierten Armeen umbringen.
Daraus folgt, daß der Tatsache der Schwächung der deutschen Front im Westen und des hartnäckigen Widerstandes der Deutschen im Osten, oder, um mit den Worten des Genossen Ehrenburg zu sprechen, der Tatsache, daß “Königsberg nicht per Telefon” und “Wien nicht mit Fotoapparaten” genommen wurde, eine andere Erklärung gegeben werden muß als die, welche Genosse Ehrenburg im “Roten Stern” gegeben hat. Das ist umso notwendiger als die Unbegründetheit der Schlüsse und Folgerugen Gen. Ehrenburgs die Frage verwickeln kann und natürlich nicht zur Entlarvung der provokatorischen Politik der Hitlerleute beiträgt, deren Ziel darin besteht, Zwist unter den Verbundeten hervorzurufen. G. Alexandrow«

Weitere Versuche, die Rote Armee als humanistisches Völkerrechtswerkzeug darzustellen.

Berliner Zeitung Nr. 1, Montag den 21. Mai 1945 (Schriftleiter Sowjetoffizier Kirsanow):


„Die Rote Armee ist frei vom Gefühl des Rassenhasses. Sie ist frei von solch einem entwürdigenden Gefühl, weil sie im Geiste der Gleichberechtigung der Rassen und der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen ist“ J.W. Stalin
Seite 2.


“Die Stärke der Roten Armee besteht darin, daß sie keinen Rassenhaß gegen anderer Völker, auch nicht gegen das deutsche Volk, hegt und hegen kann, daß sie im Geiste der Gleichberechtigung aller Völker und Rassen, im Geiste der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen ist.“ J.W. Stalin

Berliner Zeitung Nr. 2 , 22.Mai 1945, Seite 1:

Neben dem Artikel „Die Traditionen der Sowjetvölker fordern eine menschliche Behandlung der friedlichen Bevölkerung des besiegten Landes“ erschien der Leitartikel

Humanität und Großmut
»Wir veröffentlichen in unserer heutigen Nummer ein Interview des Berichterstatters der „Prawda" mit einem der hervorragendsten sowjetischen Staatsmänner, dem stellvertretenden Vorsitzerden des Rates der Volkskommissare der UdSSR A. J. Mikoran, der vor kurzem aus Berlin nach Moskau zurückgekehrt ist. In diesem Interview wird eine Frage behandelt, die jeden Berliner lebhaft interessiert, jeden Deutschen überhaupt - die Frage der Versorgungslage - in Berlin und Dresden. A. J. MlkoJan beschäftigt sich mit dieser Frage und mit den Maßnahmen, die zu ihrer Lösung von der Sowjetregierung und dem Oberkommando der Roten Armee durchgeführt werden.
Der sowjetische Leser erfährt die Tatsachen aus den Zeitungen, doch die Berliner kennen das Problem aus ihrer eigenen Erfahrung. Die Einführung der Lebensmittelrationen, die größer sind, als die Rationen zur Zeit Hitlers, die Zulassung des freien Handels usw. - das alles sind Maßnahmen der Sowjetregierung, die jedem Berliner gut bekannt sind und die ein eindeutiger Beweis für die großmütige Politik sind, die die Regierung der Sowjetunion in Berlin und in den anderen Städten Deutschlands durchführt.
Die Leser der „Berliner Zeituutung” wissen aus unserer gestrigen Nummer, daß schon eine Woche vor der Einnahme Berlins durch die Sowjettruppen Marschall Stalin Anweisungen über die Lebensmittelversorgung der Berliner Bevölkerung gegeben hatte. Davon berichtete der sowjetische Militärkommandat der Stadt Berlin Generaloberst Bersarin auf der Gründungssitzung des berliner Magistrats.

Wie anders ist das doch als die Politik Hitlers, der großmäulige Versprechungen gab, jedoch nicht nur keine normalen Lehensbedins;ungen für das Volk seines Landes schaffen konnte, sondern es in den Strudel des Hungers, der Not und der Zerstörung hineinführte.

Die Lebensmittelrationen im „Dritten Reich" waren äußerst niedrig. Der Bauer hatte nicht das Recht, über den Ueberschuß seiner Waren zu verfügen, freier Handel mit Bedarfsartikeln war verboten. Jetzt sind die Berliner dank der Politik der Sowjetregierung von den Schranken befreit, mit denen ihnen der Nazismus den Weg zum Wohlstand verbaute. Jetzt können sie, wenn sie ehrlich für das Wohl ihrer Nation arbeiten werden, auch selbst wieder glücklich, frei und ruhig leben.

A. J. Mikojan sagte, daß die Sowjetpolitik bei vielen Berlinern Erstaunen hervorruft. Sie können nicht verstehen, warum die Regierung eines Volkes, dem die Deutscheu soviel Not und Elend gebracht haben, ihnen die Möglichkeit gibt, ein normales Leben zu führen.
Sie können das nicht verstehen, denn sie wurde im Laufe vieler Jahre zu Gefühlen des Rassenhasses erzogen, man veranlaßte sie zu der Auffassung, die Deutschen seien Uebermenschen und alle anderen Völker müßten ihnen dienen. Dem Sowjetvolk ist jedoch das Gefühl des Rassenhasses fremd. Es hat immer verstanden, daß, wie Stalin sich ausdrückte, die Hitlers kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt.

Es verstand das, als seine Armee das Sowjetland heldenhaft gegen die Eindringlinge verteidigte. Es verstand das auch, als sie aus den Grenzen der Sowjetunion, vertrieben wurden, es versteht das ebenso heute, wo die siegreiche Rote Armee sich in der deutschen Hauptstadt befindet. Deswegen verhält es sich human zu den Bewohnern der Stadt Berlin. Es geht nicht vorbei an ihrer Not und ihren Leiden, und reicht ihnen großmütig die Hand zur Hilfe.

Geführt nicht von Rachsucht, sondern vom Gefühl der Gerechtigkeit, wird das
Sowjetvolk zusammen mit allen vereinten Nationen diejenigen streng bestrafen, die diesen Krieg entfacht haben, sowie diejenigen, die Verbrechen begingen, aber es wird nicht Rache nehmen an der friedlichen Bevölkerung Deutschlands.«

Und am 26. Mai 1945 verkündet die Tägliche Rundschau – Frontzeitung für die deutsche Bevölkerung Nr. 11 auf Seite 1 die Rede J.W. Stalins, aus der hervorgeht, daß offenbar nicht die CCCP, sondern das russische Volk gesiegt hat:

Die Rede J W. Stalins
Genossen, gestatten Sie mir, noch einen letzten Trinkspruch auszubringen.
Ich möchte einen Trinkspruch auf das Wohl unseres Sowjetvolkes und vor allem des russischen Yolkes ausbringen. (Stürmlscher langanhaltender Beifall, „Hurrarnfe")
Ich trinke vor allem auf das Wohl des russischen Volkes darum, weil es die hervorragendste Nation unter allen zur Sowjetunion gehörenden Nationen ist.
Ich bringe den Trinkspruch auf das Wohl des russischen Volkes darum aus, weil es in diesem Kriege allgemeine Anerkennung als führende Kraft der Sowjetunion unter den anderen Völkern unseres Landes erworben hat.
Ich bringe den Trinkspruch auf das Wohl des russischen Volkes nicht nur darum aus, weil es das führende Volk ist, sondern auch darum, weil es klaren Verstand, festen Charakter und Geduld besitzt.
Unsere Regierung hatte manche Fehler begangen, es gab Augenblicke verzweifelter Lage in den Jahren 1941/42, als unsere Armee zurückwich und unsere heimatlichen Dörfer und Städte in der Ukraine, Weißrußland, der Moldau, des Leningrader Gebiets, des Baltikums, der Karelo-Finnischen Republik verließ, verlassen mußte, weil es keinen anderen Ausweg gab. Ein anderes Volk hätte seiner Regierung sagen können: Ihr habt unsere Erwartungen nicht gerechtfertigt, tretet ab, wir werden eine anders Regierung einsetzen, die mit Deutschland Frieden schließt und uns die Ruhe sichert. Doch das russische Volk betrat diesen Weg nicht, denn es glaubte an die Richtigkeit der Politik seiner Regierung und brachte Opfer, um die Zerschmetterung Deutschland zu sichern. Und dieses Vertrauen des russischen Volkes zu seiner Regierung erwies sich als die entscheidende Kraft, die den historischen Sieg über den Feind der Menschheit, den Faschismus, sicherte.
Dank ihm, dem russischen Volke. für dieses Vertrauen!
Auf das Wohl des russischen Volkes” (Stürmischer, langanhaltender Beifall)

Elmo allein zu Hause
22.08.2012, 15:58
Natürlich war dieses Lager ein Kriegsverbrechen, nur haben die Russen nach dem Einmarsch zw. 1-2 Mio Frauen vergewaltigt. Dieser Gewaltexzeß ist unübertroffen.

Blödsinn! Russland wurde angezündet was mit Deutschland geschah ist nicht mal 1/3 davon nach der Befreiung was mit Russland geschah!

Beißer
22.08.2012, 16:00
Blödsinn! Russland wurde angezündet was mit Deutschland geschah ist nicht mal 1/3 davon nach der Befreiung was mit Russland geschah!

Du hast aber vergessen zu erwähnen, dass Russland von den Bolschewisten auf Befehl Stalins angezündet wurde.

Elmo allein zu Hause
22.08.2012, 16:04
Du hast aber vergessen zu erwähnen, dass Russland von den Bolschewisten auf Befehl Stalins angezündet wurde.
Ja darum starb auch eine Mehrheit der Bevölkerung durch die Besatzung und der Barbarei...der Nazis!

So sieht es aus:
Durch die Glorreichen Befreiung vom Imperialismus und der Nazi Herschafft wollten die Amis eine Propaganda Aktion starten um den Westen für sich zu gewinnen, die Währungsseinführung sollte OHNE Wissen der UDSSR ein Westdeutscher Staat geschaffen werden!

Beißer
22.08.2012, 16:09
Ja darum starb auch eine Mehrheit der Bevölkerung durch die Besatzung und der Barbarei...der Nazis!

Und was hat das mit meiner Aussage zu tun, dass die Sowjetunion ohne das völkerrechtswidrige amerikanische Eingreifen spätestens im Frühjahr 1942 den Krieg verloren hätte?

Elmo allein zu Hause
22.08.2012, 16:11
Und was hat das mit meiner Aussage zu tun, dass die Sowjetunion ohne das völkerrechtswidrige amerikanische Eingreifen spätestens im Frühjahr 1942 den Krieg verloren hätte?

Was für ein "Völkerrechtswidriger" Krieg ?

Beißer
22.08.2012, 16:12
Was für ein "Völkerrechtswidriger" Krieg ?

Ich habe nicht von einem völkerrechtswidrigen Krieg, sondern von einem völkerrechtswidrigen Eingreifen der Amerikaner gesprochen.

Elmo allein zu Hause
22.08.2012, 16:17
Ich habe nicht von einem völkerrechtswidrigen Krieg, sondern von einem völkerrechtswidrigen Eingreifen der Amerikaner gesprochen.

Ja und ?! EIN Eingreifen bedeutet doch Krieg oder etwa nicht?

Beißer
22.08.2012, 16:22
Ja und ?! EIN Eingreifen bedeutet doch Krieg oder etwa nicht?

Richtig. Aber ohne Kriegserklärung ist das völkerrechtswidrig.

Brotzeit
22.08.2012, 19:38
Tja, deine Ratlosigkeit steht dir in den Smileys geschrieben.


- Dieser Beitrag spricht für sich selbst. -

Großadmiral
23.08.2012, 10:36
40. 000 000?

Ich fand immer Zahlen die offiziell 24-27 Millionen angegeben haben. Unoffiziell müsste es noch etwas höher sein, deswegen schätze ich 28 Millionen.
Wo hast du 40 Millionen her?

http://www.dokst.de/main/node/1126 unwiderbringliche Verluste der Roten Armee Boris Sokolov.
Das Problem bei den Sowjetischen Zahlen scheint demnach zu sein das nicht genau bekannt ist welche Bevölkerung die SU bei Kriegsbeginn hatte, die Zahlen die ich kenne schwanken zwischen 160 und 209 Millionen letztere Zahl stammt aus obigen Essay. Die Sowjets ihre Verluste nicht namentlich erfassten, ihre Aushebungen ebenfalls zum Teil nicht namentlich erfassten.
Die SU war wohl interresiert die Verluste niedriger anzugeben um stärker zu erscheinen.

Towarish
23.08.2012, 12:51
http://www.dokst.de/main/node/1126 unwiderbringliche Verluste der Roten Armee Boris Sokolov.
Das Problem bei den Sowjetischen Zahlen scheint demnach zu sein das nicht genau bekannt ist welche Bevölkerung die SU bei Kriegsbeginn hatte, die Zahlen die ich kenne schwanken zwischen 160 und 209 Millionen letztere Zahl stammt aus obigen Essay. Die Sowjets ihre Verluste nicht namentlich erfassten, ihre Aushebungen ebenfalls zum Teil nicht namentlich erfassten.
Die SU war wohl interresiert die Verluste niedriger anzugeben um stärker zu erscheinen.

Keine Ahnung. Da kann und werde ich nichts zu sagen, da ich diese Zahl noch nie gesehen habe, aber ich behalte das mal im Hinterkopf.
Danke für die Info.

Nereus
23.08.2012, 15:54
Keine Ahnung. Da kann und werde ich nichts zu sagen, da ich diese Zahl noch nie gesehen habe, aber ich behalte das mal im Hinterkopf.
Danke für die Info.

Rechne doch selber mal nach.

Die Bevölkerung der UdSSR
Nach der Volkszählung von 1938 belief sich die Bevölkerung der Sowjetunion auf 170.126.000 Menschen. Die Ergebnisse der mit großem propagandistischem Aufwand vorgenommenen Volkszählung bestätigten die auf dem Papier berechnete Steigerung (Fortschreibung) der Volkszahl von 165,7 im Jahre 1933 auf 180,7 Mill. nicht.

Es fehlten also 10,57 Millionen Menschen, die möglicherweise Opfer der radikalen Sowjetisierung wurden.

Ca. 3,5 Millionen Menschen Opfer des Holodomor
http://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

ca. 3,5 Millionen Gulagopfer für den fraglichen Zeitraum
http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag

ca 3,0 Millionen Opfer der Säuberungen und des Großen Terrors für den fraglichen Zeitraum
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Terror_(Sowjetunion)#

Ungefähre Kriegsverluste:
170,126 Mio. Volkszählung 1938
+ 8,27 Mio. 1939 mit Litauen, Lettland, Estland, Moldavien
178,4 Mio. Ende 1939
ca. 180 Mio. am 22.6.41
170 Mio. 1945 wie bei Volkszählung 1938
- ca. 10 Mio. Verlust

Geschummelte Bevölkerungskurve:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/38/Bev%C3%B6lkerungsentwicklungSowjetunions.png

http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetunion

Großadmiral
23.08.2012, 16:49
Richtig. Aber ohne Kriegserklärung ist das völkerrechtswidrig.

Kommt darauf an allgemein gilt soetwas als Kriegsgrund andererseits kann es auch als Kriegserklärung durch schlüssiges Handeln gewertet werden.

Großadmiral
23.08.2012, 16:51
Rechne doch selber mal nach.

Die Bevölkerung der UdSSR
Nach der Volkszählung von 1938 belief sich die Bevölkerung der Sowjetunion auf 170.126.000 Menschen. Die Ergebnisse der mit großem propagandistischem Aufwand vorgenommenen Volkszählung bestätigten die auf dem Papier berechnete Steigerung (Fortschreibung) der Volkszahl von 165,7 im Jahre 1933 auf 180,7 Mill. nicht.

Es fehlten also 10,57 Millionen Menschen, die möglicherweise Opfer der radikalen Sowjetisierung wurden.

Ca. 3,5 Millionen Menschen Opfer des Holodomor
http://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

ca. 3,5 Millionen Gulagopfer für den fraglichen Zeitraum
http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag

ca 3,0 Millionen Opfer der Säuberungen und des Großen Terrors für den fraglichen Zeitraum
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Terror_(Sowjetunion)#

Ungefähre Kriegsverluste:
170,126 Mio. Volkszählung 1938
+ 8,27 Mio. 1939 mit Litauen, Lettland, Estland, Moldavien
178,4 Mio. Ende 1939
ca. 180 Mio. am 22.6.41
170 Mio. 1945 wie bei Volkszählung 1938
- ca. 10 Mio. Verlust

Geschummelte Bevölkerungskurve:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/38/Bev%C3%B6lkerungsentwicklungSowjetunions.png

http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetunion

Diese Grafik zeigt aber für 41 auch eine Bevölkerung von 195 Millionen was unterstreicht wie unterschiedlich die Angaben hierzu sind.

Nereus
23.08.2012, 17:30
Diese Grafik zeigt aber für 41 auch eine Bevölkerung von 195 Millionen was unterstreicht wie unterschiedlich die Angaben hierzu sind.

Da hat plötzlich eine unnatürliche, explosionsartige Bevölkerungsvermehrung von 1939 bis 41 stattgefunden, um die Propagandazahlen für 1945 zu erhalten und wegen dieser "hohen Verlustzahl" (um 25-27 Mio.) mit Ostpreußen und Ostpolen von den Mitstreitern schamvoll entschädigt zu werden. Schließlich hatten diese ja dem Reich wegen Polen den Krieg erklärt, aber außer Sitzkrieg, Leihpachtgeschäften und sehr später zweiter Front keinen großen Beitrag zum Endsieg beigetragen.
Daher haben die Sowjets sich dann 1945 auch kräftig an die Brust geschlagen für ihre alleinige Leistung und ihre Opfer:

http://www.politikforen.net/showthread.php?129510-Die-Luftbrücke-verordnete-Sicht&p=5622277&viewfull=1#post5622277

Übrigens: 1939 hatte auch das Reich eine Volkszählung. Mit Bevölkerungsfortschreibung, ohne Krieg dazwischen, hätte die deutsche Volkssubstanz 1945/46 ca. 12,5 bis 13 Millionen Menschen mehr betragen müssen, die offenbar als tatsächliche Verluste zu zählen sind, statt anderslautender Angaben.

Towarish
23.08.2012, 20:14
Rechne doch selber mal nach.

Die Bevölkerung der UdSSR
Nach der Volkszählung von 1938 belief sich die Bevölkerung der Sowjetunion auf 170.126.000 Menschen. Die Ergebnisse der mit großem propagandistischem Aufwand vorgenommenen Volkszählung bestätigten die auf dem Papier berechnete Steigerung (Fortschreibung) der Volkszahl von 165,7 im Jahre 1933 auf 180,7 Mill. nicht.

Es fehlten also 10,57 Millionen Menschen, die möglicherweise Opfer der radikalen Sowjetisierung wurden.

Ca. 3,5 Millionen Menschen Opfer des Holodomor
http://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

ca. 3,5 Millionen Gulagopfer für den fraglichen Zeitraum
http://de.wikipedia.org/wiki/Gulag

ca 3,0 Millionen Opfer der Säuberungen und des Großen Terrors für den fraglichen Zeitraum
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Terror_(Sowjetunion)#

Ungefähre Kriegsverluste:
170,126 Mio. Volkszählung 1938
+ 8,27 Mio. 1939 mit Litauen, Lettland, Estland, Moldavien
178,4 Mio. Ende 1939
ca. 180 Mio. am 22.6.41
170 Mio. 1945 wie bei Volkszählung 1938
- ca. 10 Mio. Verlust

Geschummelte Bevölkerungskurve:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/38/Bev%C3%B6lkerungsentwicklungSowjetunions.png

http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetunion

Vielleicht ist Polen mit inbegriffen...
Werde mir das aber sicher mal ansehen. Ist nur so vieles in letzter Zeit!:happy:

Beißer
24.08.2012, 11:49
Kommt darauf an allgemein gilt soetwas als Kriegsgrund andererseits kann es auch als Kriegserklärung durch schlüssiges Handeln gewertet werden.

Deutschland führte einen Verteidigungskrieg gegen den polnischen Überfall vom 1. September 1939 und danach gegen die anglo-französische Aggression von 3. September. D.h. also, dass jede Macht, die die Aggressoren unterstützte, sich an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf das Großdeutsche Reich beteiligte.

Frumpel
24.08.2012, 14:53
Deutschland hat die CCCP angegriffen, dass ist ein eiskalter Fakt, alles andere gehört in die Märchenabteilung.

Was bedeutet Zeh Zeh Zeh Peh?

Towarish
24.08.2012, 14:57
Was bedeutet Zeh Zeh Zeh Peh?

Noch so ein Troll...

Frumpel
24.08.2012, 14:58
Ist das Werbung für Fußpflege? Zeh Zeh Zeh Peh?

Großadmiral
24.08.2012, 15:36
Deutschland führte einen Verteidigungskrieg gegen den polnischen Überfall vom 1. September 1939 und danach gegen die anglo-französische Aggression von 3. September. D.h. also, dass jede Macht, die die Aggressoren unterstützte, sich an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf das Großdeutsche Reich beteiligte.

Ich halte nichts von dieser neumodischen Unterscheidung in Angriffs- und Verteidigungskriege.

Friedrich.
26.08.2012, 17:25
Am besten hätten die noch die ganzen besetzten Gebiete in Osteuropa (insklusive der sowjetischen) an Deutschland anschließen sollen, als Wiedergutmachung für die Zerstörungen in Berlin....
Ne mal ehrlich Friedrich, die Sowjets haben ganz andere Sorgen gehabt. Ein verrückter Transatlantiker hatte die Bombe und eine große Armee. Osteuropa war nichts weiter als eine große sowjetische Militärbasis, da man damals überzeugt war, dass es irgendwann knallt. Deutsche, Rümänen, Polen, die spielten eine untergeordnete Rolle für die Sowjets, denn ein neuer Krieg stand vor der Tür.
Da stimme ich zu, ich hätte das, oder generell vieles, anders gemacht. Aber hinterher weiß man es ja immer besser.
Ehrlich? Ist mir noch nie aufgefallen, dass die sich ähnlich sehen und doch verschieden sind....!

Das alles ändert nichts an meiner ursprünglichen Aussage: Hätte die Sowjetunion auf die Massaker verzichtet, wäre sie viel mächtiger in den Kalten Krieg eingetreten. So freuten sich eben die Amerikaner.

Towarish
26.08.2012, 17:32
Das alles ändert nichts an meiner ursprünglichen Aussage: Hätte die Sowjetunion auf die Massaker verzichtet, wäre sie viel mächtiger in den Kalten Krieg eingetreten. So freuten sich eben die Amerikaner.

Ob mit Massaker oder ohne, spielte da keine Rolle. Die Sowjets haben aus anderen Gründen verloren.

Friedrich.
26.08.2012, 17:44
Ob mit Massaker oder ohne, spielte da keine Rolle. Die Sowjets haben aus anderen Gründen verloren.

Klar, wegen ihrem ineffizienten Wirtschaftssystem. Aber so effizient, wie er sich immer rühmt, ist der Kapitalismus auch nicht. Also hätte ein starkes Ostdeutschland den Zusammenbruch der SU 45 Jahre später verhindert? Weiß man nicht, möglich wäre es aber.
Auf jeden Fall wäre die DDR von ganz anderer Stärke gewesen, wenn Stalin etwas von Ethik gehalten hätte! Und das ist schön, denn zu oft siegt das Böse in der Welt. In dem Fall siegte es nur teilweise!

Towarish
26.08.2012, 17:48
Klar, wegen ihrem ineffizienten Wirtschaftssystem. Aber so effizient, wie er sich immer rühmt, ist der Kapitalismus auch nicht. Also hätte ein starkes Ostdeutschland den Zusammenbruch der SU 45 Jahre später verhindert? Weiß man nicht, möglich wäre es aber.
Auf jeden Fall wäre die DDR von ganz anderer Stärke gewesen, wenn Stalin etwas von Ethik gehalten hätte! Und das ist schön, denn zu oft siegt das Böse in der Welt. In dem Fall siegte es nur teilweise!

Die Demontage stärkte die SU. Stalin hätte die Menschen in Ostdeutschland auch alle abknallen lassen können. Allein das ist schon genug, aber für die Deutschen reicht es nur dann, wenn sie selbst an der Spitze sind...
Dieses Gespräch bringt nichts. DDR und die SU sind weg und somit Geschichte. Ist zwar nicht sonderlich toll, aber hat auch gewisse Vorteile gebracht. Die sollte man jetzt nutzen, anstatt von der Verngangenheit zu träumen.
Stalin schuldete nur dem sowjetischem Volk was und nicht dem Deutschen.

Friedrich.
26.08.2012, 17:54
Die Demontage stärkte die SU. Stalin hätte die Menschen in Ostdeutschland auch alle abknallen lassen können. Allein das ist schon genug, aber für die Deutschen reicht es nur dann, wenn sie selbst an der Spitze sind...
Dieses Gespräch bringt nichts. DDR und die SU sind weg und somit Geschichte. Ist zwar nicht sonderlich toll, aber hat auch gewisse Vorteile gebracht. Die sollte man jetzt nutzen, anstatt von der Verngangenheit zu träumen.
Stalin schuldete nur dem sowjetischem Volk was und nicht dem Deutschen.

Das hier ist eine Geschichtsdiskussion, demzufolge befasst sie sich mit der Vergangenheit. Stalin war ein widerliches Arschloch und die Nachteile, die er sich dadurch eingehandelt hat, wirst du nicht schönreden können. Die besten Kräfte Deutschlands sind massenweise in den Westen abgehauen und haben den Amerikanern gedient. Tatsache!
Und die SU hat uns im Westen nach Kriegsende nur Vorteile gebracht! Außer der Bedrohung durch den Atomkrieg, aber der ist ja nie ausgebrochen, von daher...

Towarish
26.08.2012, 18:02
Das hier ist eine Geschichtsdiskussion, demzufolge befasst sie sich mit der Vergangenheit.

Stimmt auch wieder.


Stalin war ein widerliches Arschloch...
Da bin ich anderer Meinung.



...und die Nachteile, die er sich dadurch eingehandelt hat, wirst du nicht schönreden können.

Ich versucht hier nicht etwas schönzureden. Ich hätte damals wahrschienlich noch weniger Verständnis und möglicherweise ganz andere "Befehle" gegeben.
Das will in deinen Kopf nicht rein.


Die besten Kräfte Deutschlands sind massenweise in den Westen abgehauen und haben den Amerikanern gedient. Tatsache!

Die wichtigsten sind schon vorher in den Westen geflohen.


Und die SU hat uns im Westen nach Kriegsende nur Vorteile gebracht! Außer der Bedrohung durch den Atomkrieg, aber der ist ja nie ausgebrochen, von daher...

Stimmt, überrollen hätte sie den Westen sollen.

D-Moll
26.08.2012, 18:05
Uns Deutschen wurde nie von einem anderen Land jemals geholfen.
Alle schafften wir in verblüffender Schnelle, durch Fleiß, Verstand, Verantwortungsbewußtsein selber und kamen den Ausländern deshalb unheimlich vor.

Stopblitz
27.08.2012, 08:51
Weißt du, ich bin auch dafür, dass jedes Verbrechen bestraft werden muss, egal auf welcher Seite.
Aber, wenn vor mir gerade einer meiner Kameraden eine Frau vergewaltigen will und ich wissen würde, dass er seine Familie verloren hat, dann würde ich ihn nicht daran hindern.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Die Russen hatten Grund genug, um Ostdeuschtland dem Erdboden gleichzumachen. Keiner von denen kam als Befreier, sondern als Rächer.
Und ich finde, die Rache ist noch ziemlich milde ausgefallen.
Das dann die deutschen Nationalisten aufheulen, dass es nicht umgekehrt geschehen ist, dass ist ja sowas von klar gewesen.
Weißt du welcher Gewaltexzeß unübertroffen ist? Die ca 28 000 000 Toten der Sowjetunion.

28000000! Das werden ja immer mehr. In den Achtzigern erzählte man uns in der Schule noch was von 25000000. Nun wäre es noch interessant wie viele Tote davon tatsächlich auf das Konto der Deutschen gehen und wie viele davon durch Stalins Fackelmänner, seine 'Umsiedlungsaktionen'(Wolgadeutsche) oder bei der Rückkehr aus deutscher Kriegsgefangenschaft 'ums Leben' kamen. Die Vergewaltigungs- und Plünderungsexzesse der Sowjethorden hatten nichts mehr mit Rache zu tun sondern waren nichts weiter als dei Visitenkarte eines, durch damals bereits über zwanzig Jahren Sozialismus verrohten Volkes. Haben die Vergewaltiger an den Frauen in Polen oder an gerade befreiten weiblichen KZ-Insassen auch Rache genommen? Dann wäre noch zu ergründen, welche deutschen Verbrechen, für die man 'Rache' nahm, tatsächlich passiert sind und welche aus den Federn der Leute um den Sausack Ehrenburg entstammten.

Towarish
27.08.2012, 13:43
28000000! Das werden ja immer mehr. In den Achtzigern erzählte man uns in der Schule noch was von 25000000. Nun wäre es noch interessant wie viele Tote davon tatsächlich auf das Konto der Deutschen gehen und wie viele davon durch Stalins Fackelmänner, seine 'Umsiedlungsaktionen'(Wolgadeutsche) oder bei der Rückkehr aus deutscher Kriegsgefangenschaft 'ums Leben' kamen. Die Vergewaltigungs- und Plünderungsexzesse der Sowjethorden hatten nichts mehr mit Rache zu tun sondern waren nichts weiter als dei Visitenkarte eines, durch damals bereits über zwanzig Jahren Sozialismus verrohten Volkes. Haben die Vergewaltiger an den Frauen in Polen oder an gerade befreiten weiblichen KZ-Insassen auch Rache genommen? Dann wäre noch zu ergründen, welche deutschen Verbrechen, für die man 'Rache' nahm, tatsächlich passiert sind und welche aus den Federn der Leute um den Sausack Ehrenburg entstammten.

Abgesehen davon, dass diese Zahl so gut wie Standard ist, hat dein Kamerad sogar 40 000 000 ins Spiel gebracht.

Nereus
27.08.2012, 14:48
28000000! Das werden ja immer mehr. In den Achtzigern erzählte man uns in der Schule noch was von 25000000. Nun wäre es noch interessant wie viele Tote davon tatsächlich auf das Konto der Deutschen gehen und wie viele davon durch Stalins Fackelmänner, seine 'Umsiedlungsaktionen'(Wolgadeutsche) oder bei der Rückkehr aus deutscher Kriegsgefangenschaft 'ums Leben' kamen. Die Vergewaltigungs- und Plünderungsexzesse der Sowjethorden hatten nichts mehr mit Rache zu tun sondern waren nichts weiter als dei Visitenkarte eines, durch damals bereits über zwanzig Jahren Sozialismus verrohten Volkes. Haben die Vergewaltiger an den Frauen in Polen oder an gerade befreiten weiblichen KZ-Insassen auch Rache genommen? Dann wäre noch zu ergründen, welche deutschen Verbrechen, für die man 'Rache' nahm, tatsächlich passiert sind und welche aus den Federn der Leute um den Sausack Ehrenburg entstammten.

Alles politische Propagandazahlen. Offenbar können oder wollen die nicht richtig rechnen?

Sowjetische Propagandazahlen müssen in der Regel durch 4 bis 5 geteilt werden, um in ungefähre realistische Bereiche für die Geschichtsforschung zu kommen.

http://www.politikforen.net/showthread.php?129510-Die-Luftbrücke-verordnete-Sicht&p=5624540&viewfull=1#post5624540

Stopblitz
27.08.2012, 14:52
Alles politische Propagandazahlen. Offenbar können oder wollen die nicht richtig rechnen?

Sowjetische Propagandazahlen müssen in der Regel durch 4 bis 5 geteilt werden, um in ungefähre realistische Bereiche für die Geschichtsforschung zu kommen.

http://www.politikforen.net/showthread.php?129510-Die-Luftbrücke-verordnete-Sicht&p=5624540&viewfull=1#post5624540

Wahrscheinlich ist es. Nun bleibt nur noch zu untersuchen wie viele Menschen Väterchen Stalin hat töten lassen.

Großadmiral
23.09.2012, 10:06
Abgesehen davon, dass diese Zahl so gut wie Standard ist, hat dein Kamerad sogar 40 000 000 ins Spiel gebracht.

Nunja die frage hierbei ist wieviel ging auf das Konto der Deutschen und was haben die Sowjets selber angerichtet.
Es ist durchaus möglich der Wehrmacht verhungerte Kriegsgefangene vorzuwerfen oder übertriebene Vergeltungsaktionen, allerdings wohl kaum die Opfer von NKWD/Sper-Verbänden, Säuberungs/bestrafungsaktionenaktionen gegen Minderheiten durch die Sowjetführung oder des unzurechenden Sowjetischen Sanitätswesens.

Großadmiral
23.09.2012, 10:44
Alles politische Propagandazahlen. Offenbar können oder wollen die nicht richtig rechnen?

Sowjetische Propagandazahlen müssen in der Regel durch 4 bis 5 geteilt werden, um in ungefähre realistische Bereiche für die Geschichtsforschung zu kommen.

http://www.politikforen.net/showthread.php?129510-Die-Luftbrücke-verordnete-Sicht&p=5624540&viewfull=1#post5624540

Das Problem ist auch die Frage was die Propaganda bezwecken wollte die ursprüngliche Zahl lag soll bei 7 Millionen nach Sowjet angaben gelegen haben. Diese wurde dann später schrittweise erhöht, bis auf 27 Millionen. Die Okkupation Ost Preußens wurde ursprünglich wohl nicht mit den Sowjetischen Kriegsverlusten begründet sondern mit Sicherheitsinterressen der SU. Die Opfer kamen wohl erst ins Spiel als die SU die Lend- Lease Leistungen nicht bezahlen wollte im Sinne von wir haben mit Blut bezahlt.

Götz
23.09.2012, 10:54
Das Problem ist auch die Frage was die Propaganda bezwecken wollte die ursprüngliche Zahl lag soll bei 7 Millionen nach Sowjet angaben gelegen haben. Diese wurde dann später schrittweise erhöht, bis auf 27 Millionen. Die Okkupation Ost Preußens wurde ursprünglich wohl nicht mit den Sowjetischen Kriegsverlusten begründet sondern mit Sicherheitsinterressen der SU. Die Opfer kamen wohl erst ins Spiel als die SU die Lend- Lease Leistungen nicht bezahlen wollte im Sinne von wir haben mit Blut bezahlt.

War schlau eingefädelt von Stalin und Konsorten, hätten die USA diese Angaben öffentlich in Frage gestellt, dann wäre ihre eigene Dauerpropaganda über die Unvergleichlichkeit der Nazigräuel von ihnen selbst hintertrieben worden, sie zahlten einen hohen Tribut für ihre Ideologie, als sie Stalin erlaubten seine Schulden nicht zu begleichen und den Deutschen zahlreiche seiner eigenen Gräueltaten in die Schuhe zu schieben.

ps
Die Aufklärung diverser US Gräueltaten harrt allerdings auch bis heute ihrer offiziellen Aufklärung, offenbar verlässt man sich auf den Zahn der Zeit, der dies verhindern soll. Damals war die US Zurückhaltung gegenüber Stalin vielleicht auch dessen Wissen über diverse US Machenschaften geschuldet, welches das goldige Amerikabild nachhaltig international hätte eintrüben können.

Großadmiral
23.09.2012, 11:20
War schlau eingefädelt von Stalin und Konsorten, hätten die USA diese Angaben öffentlich in Frage gestellt, dann wäre ihre eigene Dauerpropaganda über die Unvergleichlichkeit der Nazigräuel von ihnen selbst hintertrieben worden, sie zahlten einen hohen Tribut für ihre Ideologie, als sie Stalin erlaubten seine Schulden nicht zu begleichen und den Deutschen zahlreiche seiner eigenen Gräueltaten in die Schuhe zu schieben.

ps
Die Aufklärung diverser US Gräueltaten harrt allerdings auch bis heute ihrer offiziellen Aufklärung, offenbar verlässt man sich auf den Zahn der Zeit, der dies verhindern soll. Damals war die US Zurückhaltung gegenüber Stalin vielleicht auch dessen Wissen über diverse US Machenschaften geschuldet, welches das goldige Amerikabild nachhaltig international hätte eintrüben können.

Durchaus möglich allerdings spielte bei den Zahlen wohl auch die Politische verwertbarkeit die Hauptrolle. Übrigens die Unvergleichbarkeit bezieht sich auf die letzte Stufe der Judenverfolgung, die Sowjetischen Opfer, sofern nicht jüdisch fallen meines wissens nicht darunter.

Beißer
23.09.2012, 11:31
Tatsache ist, dass die Luftbrücke ohne die amerikanische Aggression gegen das friedliebende Deutsche Reich niemals nötig geworden wäre.

Götz
23.09.2012, 12:38
Durchaus möglich allerdings spielte bei den Zahlen wohl auch die Politische verwertbarkeit die Hauptrolle. Übrigens die Unvergleichbarkeit bezieht sich auf die letzte Stufe der Judenverfolgung, die Sowjetischen Opfer, sofern nicht jüdisch fallen meines wissens nicht darunter.

Entscheidend ist, es gab eine (noch immer nachwirkende) inoffzielle Übereinkunft zwischen den beiden Hauptmächten der antideutschen Koalition, den Deutschen den "unangefochtenen Spitzenplatz" in Punkto Gräueltaten und die alleinige Verursacherrolle aufzubürden, auch Zwecks reinwaschens eigener Westen, wahrscheinlich sollte dies der Auftakt eines Kondomiuniums über den Rest der Menschheit werden, das jedoch weniger harmonisch verlief als es zumindest einer dieser beiden maßgeblichen Miturhebermächten des 2. Weltkriegs ursprünglich vorschwebte. Das "Gentlemanagreement" was das Bündnis besiegeln sollte, bleibt dennoch wirksam, man könnte auch von einer Absprache unter Gangstern reden und ihr gemeinsames Interesse einem gemeinsamen Feind, ihrem gemeinsamen Opfer, einen Teil ihrer "Kellerleichen" und noch mehr durch die Wand zu drücken.

Towarish
23.09.2012, 16:41
Nunja die frage hierbei ist wieviel ging auf das Konto der Deutschen und was haben die Sowjets selber angerichtet.
Es ist durchaus möglich der Wehrmacht verhungerte Kriegsgefangene vorzuwerfen oder übertriebene Vergeltungsaktionen, allerdings wohl kaum die Opfer von NKWD/Sper-Verbänden, Säuberungs/bestrafungsaktionenaktionen gegen Minderheiten durch die Sowjetführung oder des unzurechenden Sowjetischen Sanitätswesens.

Eine gutes Thema, doch diese Details kümmern einen einfachen Ivan nicht.

Großadmiral
24.09.2012, 16:19
Entscheidend ist, es gab eine (noch immer nachwirkende) inoffzielle Übereinkunft zwischen den beiden Hauptmächten der antideutschen Koalition, den Deutschen den "unangefochtenen Spitzenplatz" in Punkto Gräueltaten und die alleinige Verursacherrolle aufzubürden, auch Zwecks reinwaschens eigener Westen, wahrscheinlich sollte dies der Auftakt eines Kondomiuniums über den Rest der Menschheit werden, das jedoch weniger harmonisch verlief als es zumindest einer dieser beiden maßgeblichen Miturhebermächten des 2. Weltkriegs ursprünglich vorschwebte. Das "Gentlemanagreement" was das Bündnis besiegeln sollte, bleibt dennoch wirksam, man könnte auch von einer Absprache unter Gangstern reden und ihr gemeinsames Interesse einem gemeinsamen Feind, ihrem gemeinsamen Opfer, einen Teil ihrer "Kellerleichen" und noch mehr durch die Wand zu drücken.

Ich glaube eher das es im interresse einiger Linkergruppierungen ist möglichst hohe Opferzahlen zu haben um hierraus politisches kapital zu schlagen. Was die SU und USA angeht so ist es möglich das so etwas gab, allerdings dürfte dies heute kaum noch eine Rolle spielen. Dafür ist der nutzen für diese Mächte einfach zu gering.

Großadmiral
24.09.2012, 16:20
Eine gutes Thema, doch diese Details kümmern einen einfachen Ivan nicht.

Wollen wir das vertiefen wenn ja wo?

Towarish
24.09.2012, 19:52
Wollen wir das vertiefen wenn ja wo?

Von mir aus in Straßburg, ach wei, da ist man dir schon zuvorgekommen.
Spaß beiseite, warum machst du keinen Thread auf?