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Vollständige Version anzeigen : Höllenschlacht an der Somme 1916- die vergessene Schlacht



Quo vadis
05.02.2014, 15:18
Gestern stieß ich auf dieses Filmchen. Dieses heute in Deutschland weitestgehend vergessene Gemetzel zeigt das barbarische Töten auf dem Schlachtfeld und die Strippenzieher auf beiden Seiten in der Etappe. Schon damals stand den dt. Verteidigern eine erdrückende Übermacht an Mensch und Material gegenüber, wie schon in den späteren Schlachten des 2. WK.


http://www.youtube.com/watch?v=7Y_OZaQcjU0

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 15:28
Feldgrau steht und hält!
Damit hatte der Tommy nicht gerechnet.

Quo vadis
05.02.2014, 15:50
Feldgrau steht und hält!
Damit hatte der Tommy nicht gerechnet.

Von Seiten der Briten unglaublich arrogant geführt diese Schlacht, von Seiten der deutschen Generalität aber mit dem typischen Minimalismusversuchen ebenfalls schwer unterschätzt. Gerade nach dem 1. Juli hat das dt. Oberkommando das riesige Ausmaß des britischen Durchbruchsversuches erkennen müssen. Ging der 1. Juli noch klar an die Deutschen, häuften sich die späteren Tage die dramatischen Verluste der Feldgrauen. Nie wieder gaben die Briten so eine Steilvorlage mit hunderttausenden ungedeckt eingesetzten Soldaten. Und was setzten die Deutschen ein? Maschinengewehre !! Die Briten ihrerseits konzentrierten zigtausende Geschütze auf engstem Raum. An der Somme hat die dt. Führung es verpaßt der britischen Armee das Rückgrat zu brechen, mutlos, ideenlos, ohne ausreichendes Material. Die Briten feiern heute noch die Sommeschlacht als größten Opfergang im 1 WK, es hätte ihr Ausscheiden aus dem 1. WK sein können und müssen. Die Briten hatten am 1 Juli 19 000 Tote, es hätten 30 000 sein müssen und können.

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 16:09
Von Seiten der Briten unglaublich arrogant geführt diese Schlacht, von Seiten der deutschen Generalität aber mit dem typischen Minimalismusversuchen ebenfalls schwer unterschätzt. Gerade nach dem 1. Juli hat das dt. Oberkommando das riesige Ausmaß des britischen Durchbruchsversuches erkennen müssen. Ging der 1. Juli noch klar an die Deutschen, häuften sich die späteren Tage die dramatischen Verluste der Feldgrauen. Nie wieder gaben die Briten so eine Steilvorlage mit hunderttausenden ungedeckt eingesetzten Soldaten. Und was setzten die Deutschen ein? Maschinengewehre !! Die Briten ihrerseits konzentrierten zigtausende Geschütze auf engstem Raum. An der Somme hat die dt. Führung es verpaßt der britischen Armee das Rückgrat zu brechen, mutlos, ideenlos, ohne ausreichendes Material. Die Briten feiern heute noch die Sommeschlacht als größten Opfergang im 1 WK, es hätte ihr Ausscheiden aus dem 1. WK sein können und müssen. Die Briten hatten am 1 Juli 19 000 Tote, es hätten 30 000 sein müssen und können.

Sicher hätte man die Steilvorlage nutzen müssen. Aber dafür muß man erstmal sehen, was sich da zusammenbraut.
Und damals waren die Möglichkeiten der Aufklärung eben Fesselballons und Doppeldecker, ein wenig Abhören des Funk- und Telefonverkehrs und für uns war Spionage im Feindgebiet nur schwer zu realisieren.
Sieh doch mal die Schlacht von Verdun - selbst die Schangels hatten erst kurz vor Ausbruch dieser mitbekommen das sich da überhaupt was anbahnt. Das kann man nicht mit der heutigen Situation, Drohnen, Satelliten, Netzspionage, Spionage und verdeckt operierenden Fernspähern m Feindgebiet vergleichen. Das war im Gegensatz zu heute regelrecht archaisch.

Das man Mg eingesetzt hat, dürfte wohl der Tatsache geschuldet sein, dass das erste Angriffsziel der feindlichen Fernartillerie immer eigenen Geschützstellungen waren.
Da bleibt einem dann nicht viel anderes als MG und die gute alte Stielhandgranate.

Zudem die Somme ja eine Entlastungsschlacht zugunsten Verduns war.
DORT waren die großen deutschen Artilleriemassen zusammengezogen, welche dann abgebaut und verlagert werden mußten.
Interessant sind da Jüngers Ausführungen zur Sommeschlacht, der wurde ja bei Combles und Guillemont eingesetzt. Die Schilderungen lassen einem die Haare zu Berge stehen. Abgesehen vom Gefühl des nirgendwo sicher seins im Guerillakampf und der daraus entstehenden psychologischen Situation ist alles was heute Soldaten im Irak oder Afghanstan erleben, rein gar nichts. Ein Spaziergang mit Waffeneinsatz und gelegentlich mal der eine oder andere Tote.
Der WK 1 war ein Auschwitz auf dem Schlachtfeld.

Quo vadis
05.02.2014, 16:14
Sicher hätte man die Steilvorlage nutzen müssen. Aber dafür muß man erstmal sehen, was sich da zusammenbraut.
Und damals waren die Möglichkeiten der Aufklärung eben Fesselballons und Doppeldecker, ein wenig Abhören des Funk- und Telefonverkehrs und für uns war Spionage im Feindgebiet nur schwer zu realisieren.
Sieh doch mal die Schlacht von Verdun - selbst die Schangels hatten erst kurz vor Ausbruch dieser mitbekommen das sich da überhaupt was anbahnt. Das kann man nicht mit der heutigen Situation, Drohnen, Satelliten, Netzspionage, Spionage und verdeckt operierenden Fernspähern m Feindgebiet vergleichen. Das war im Gegensatz zu heute regelrecht archaisch.

Die Sommeschlacht war ja als Entlastung für Verdun gedacht, allerdings war sie von Seiten der Briten auch als Durchbruchsschlacht gedacht und hätte die weiter östlich liegenden Kriegsschauplätze in dem Fall umfassen können. Die Heeresleitung hat damals nicht erkannt dass man bei einer erfolgreichen Sommeschlacht die Briten hätte entscheidend schlagen und als Kriegsgegner dauerhaft aus dem Rennen nehmen können.

Quo vadis
05.02.2014, 17:32
http://www.numea-verlag.de/index/?c=Buch_info&ID=07&klappentext=on&klappentextsprache=&leseprobe=&leseprobesprache=&buchinfo=

http://gaga-ibiza.com/s/cc_images/cache_2426445255.jpg?t=1350232412

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 17:50
Die Sommeschlacht war ja als Entlastung für Verdun gedacht, allerdings war sie von Seiten der Briten auch als Durchbruchsschlacht gedacht und hätte die weiter östlich liegenden Kriegsschauplätze in dem Fall umfassen können. Die Heeresleitung hat damals nicht erkannt dass man bei einer erfolgreichen Sommeschlacht die Briten hätte entscheidend schlagen und als Kriegsgegner dauerhaft aus dem Rennen nehmen können.

Da können wir im Nachhinein viel philosophieren. Fakt ist das alle Kriegsparteien am Anfang gar nicht absehen konnten, zu was die Sache ausartet und auch später ihren eigenen Völkern gegenüber völlig unverantwortlich und menschenverachtend strategierten.

Der erste Weltkrieg war das Auschwitz des europäischen Mannes.

Quo vadis
05.02.2014, 17:53
Da können wir im Nachhinein viel philosophieren. Fakt ist das alle Kriegsparteien am Anfang gar nicht absehen konnten, zu was die Sache ausartet und auch später ihren eigenen Völkern gegenüber völlig unverantwortlich und menschenverachtend strategierten.

Der erste Weltkrieg war das Auschwitz des europäischen Mannes.

Eine unglaubliche Blutmühle. Allein an der Somme und bei Verdun starben gut 25% aller Opfer des 1. WK.

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 18:47
Eine unglaubliche Blutmühle. Allein an der Somme und bei Verdun starben gut 25% aller Opfer des 1. WK.
p.
Les Dir mal "Der Glaube an Deutschland" von Hans Zöberlein oder
"Verdun - das große Gericht" von P.C. Ettighofer durch. Das findest du absolut horrende
Beschreibungen der Blutmühle Verdun aus Teilnehmersicht an diesem Abgrund des Schreckens.

Shahirrim
05.02.2014, 19:14
Die Sommeschlacht war ja als Entlastung für Verdun gedacht, allerdings war sie von Seiten der Briten auch als Durchbruchsschlacht gedacht und hätte die weiter östlich liegenden Kriegsschauplätze in dem Fall umfassen können. Die Heeresleitung hat damals nicht erkannt dass man bei einer erfolgreichen Sommeschlacht die Briten hätte entscheidend schlagen und als Kriegsgegner dauerhaft aus dem Rennen nehmen können.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges hatten die Briten ja nicht mal eine richtige Landarmee. Hatten die sie schon zu Beginn der Schlacht an der Somme?

Denn wenn nicht, dann wären sie ja bei richtigen Entscheidungen der Deutschen praktisch wehrlos gewesen bei einer Landung/Invasion der Insel, wenn man die Flotte ausgeschaltet gekriegt hätte.

Quo vadis
05.02.2014, 19:17
p.
Les Dir mal "Der Glaube an Deutschland" von Hans Zöberlein oder
"Verdun - das große Gericht" von P.C. Ettighofer durch. Das findest du absolut horrende
Beschreibungen der Blutmühle Verdun aus Teilnehmersicht an diesem Abgrund des Schreckens.

Ich habe sogar Werner Beumelburg gelesen. Von Ettighoffer noch Gespenster am Toten Mann.

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 19:47
Ich habe sogar Werner Beumelburg gelesen. Von Ettighoffer noch Gespenster am Toten Mann.

Arnold Zweigs "Erziehung vor Verdun" ist auch ganz gut. Da muß man zwar den kommunistischen Agitprop überlesen, aber die "Schockbehandlung" WK-1 hat ihn wohl von preussisch-national auf kommunistisch umgedreht.

Die massenhafte Erfahrung industrieller Vernichtung im Kriegsgeschehen dürfte auch eine gewaltige Rolle in den späteren Ereignissen in Deutschland gespielt haben. Der deutsche Soldat, der Deutsche Mann, in Massen traumatisiert, verroht und dann noch zutiefst entwürdigt, kein Wunder dass das ein gewaltiges Radikalisierungspotential beinhaltet. Heute dagegen wird über Hitler/NSDAP (auch den RFB und den Stahlhelm muß man dahingehend betrachten) und wie es dazu kam ein völlig verzerrtes, von der Vorgeschichte losgelöstes Bild vermittelt, wie es dazu kam, interessiert doch keinen mehr. Und um das zu verstehen, muß man mindestens bis 1800 zurückgreifen.

Sander
05.02.2014, 19:50
Zu Beginn des ersten Weltkrieges hatten die Briten ja nicht mal eine richtige Landarmee. Hatten die sie schon zu Beginn der Schlacht an der Somme?

Denn wenn nicht, dann wären sie ja bei richtigen Entscheidungen der Deutschen praktisch wehrlos gewesen bei einer Landung/Invasion der Insel, wenn man die Flotte ausgeschaltet gekriegt hätte.

Hatten die Briten nicht mehr Tote an der Somme als im ganzen, Zweiten Weltkrieg.

ladydewinter
05.02.2014, 19:52
p.
Les Dir mal "Der Glaube an Deutschland" von Hans Zöberlein oder
"Verdun - das große Gericht" von P.C. Ettighofer durch. Das findest du absolut horrende
Beschreibungen der Blutmühle Verdun aus Teilnehmersicht an diesem Abgrund des Schreckens.

Da hat der Franzose massenhaft Kolonilalsoldaten in ihrer Heimat gesammelt und dort hinverfrachtet als Kanonenfutter

Danke für den Strang ..QV .EVSt und Shari

Shahirrim
05.02.2014, 19:56
Hatten die Briten nicht mehr Tote an der Somme als im ganzen, Zweiten Weltkrieg.

Glaube schon. Zumindest fielen Dank der Somme so viele Briten, wie noch nie! :)

Wenn man das besser angegangen hätte und die SMS Dresden (1907) und ihre Geleitschiffe vor den Malvinen die gerade Kohle aufladenen Super-Schiffe angegriffen hätte (die einzige realistische Chance auf einen Sieg gab es da), die das Seegefecht bei Coronel rächen sollten, dann hätte man die Grand Fleet vielleicht sogar in die Knie zwingen können. Dann wären die Briten endgültig raus aus dem Krieg.

Großadmiral
05.02.2014, 20:08
Glaube schon. Zumindest fielen Dank der Somme so viele Briten, wie noch nie! :)

Wenn man das besser angegangen hätte und die SMS Dresden (1907) und ihre Geleitschiffe vor den Malvinen die gerade Kohle aufladenen Super-Schiffe angegriffen hätte (die einzige realistische Chance auf einen Sieg gab es da), die das Seegefecht bei Coronel rächen sollten, dann hätte man die Grand Fleet vielleicht sogar in die Knie zwingen können. Dann wären die Briten endgültig raus aus dem Krieg.

Das hätte auch nicht geändert. Es waren keine Super Schiffe sondern Schlachtkreuzer die auf die letzte deutsche Panzerkreuzerklasse und ein paar ungeschützte Kreuzer trafen und das Gefecht auf offener See gewannen. Eine Zerstörung der Britischen Gruppe im Hafen, was ich für möglich halte, hätte die Home Fleet auch nicht entscheidend geschwächt. Wäre das Kreuzergeschwader nach Deutschland durchgekommen hätte man die veralteten Schiffe spätestens nach der Skagerrak Schlacht außer dienst gestellt.
Verdun hätte man besser abschnüren sollen, aber was man an der Somme hätte anders machen sollen weis ich nicht.

Sprecher
05.02.2014, 20:11
Hatten die Briten nicht mehr Tote an der Somme als im ganzen, Zweiten Weltkrieg.

Deshalb haben die Briten im 2 WK ja auch stets feige andere vorgeschickt, erst die Polen, dann die Franzmänner und am Schluss die Russen.

Sprecher
05.02.2014, 20:15
Da können wir im Nachhinein viel philosophieren. Fakt ist das alle Kriegsparteien am Anfang gar nicht absehen konnten, zu was die Sache ausartet und auch später ihren eigenen Völkern gegenüber völlig unverantwortlich und menschenverachtend strategierten.

Der erste Weltkrieg war das Auschwitz des europäischen Mannes.

Die Engländer hätten den Krieg ja jederzeit beenden können ohne eigene Nachteile dabei zu haben. Deutschland hatte diese Möglichkeit nicht. Auch im 1WK wurden alle deutschen Verhandlungsangebote von den Allierten abgelehnt. Wer für das fortgesetzte Schlachten hauptverantwortlich war dürfte damit klar sein.

Quo vadis
05.02.2014, 20:19
Glaube schon. Zumindest fielen Dank der Somme so viele Briten, wie noch nie! :)


Der 1. WK war auch ein Krieg bei dem man den Gegner nicht mehr sah und wenn doch, dann meist nur in mörderischen Grabenkämpfen mit Bajonett und Handgranaten. Um so erstaunlicher dass die Briten am 1. Juli 1916 zehntausende Soldaten per Schützenlinie vorrücken liesen, an dem Tag noch ohne Sperrfeuerunterstützung. Leider hatte man auf deutscher Seite weder Minenwerfer noch Geschütze die dort hätten große Breschen in die ungedeckten Kolonnen hätten reissen können, sondern nur MG´s, Karabiner und Handgranaten.

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 20:20
Die Engländer hätten den Krieg ja jederzeit beenden können ohne eigene Nachteile dabei zu haben. Deutschland hatte diese Möglichkeit nicht. Auch im 1WK wurden alle deutschen Verhandlungsangebote von den Allierten abgelehnt. Wer für das fortgesetzte Schlachten hauptverantwortlich war dürfte damit klar sein.

Hast du kein Verständnis dafür?
Da hat man die Gelegenheit den ärgsten wirtschaftlichen Konkurrenten fertig zu machen, den man auf der Welt hat, also, so was lässt man sich doch nicht entgehen.......kann doch nicht sein, das da einem ein paar allzu fleißige Krautfresser die Butter vom Brot mopsen.

Sprecher
05.02.2014, 20:22
Hast du kein Verständnis dafür?
Da hat man die Gelegenheit den ärgsten wirtschaftlichen Konkurrenten fertig zu machen, den man auf der Welt hat, also, so was lässt man sich doch nicht entgehen.......kann doch nicht sein, das da einem ein paar allzu fleißige Krautfresser die Butter vom Brot mopsen.

Was hat es den Engländern denn am Ende genutzt?

Quo vadis
05.02.2014, 20:25
Deshalb haben die Briten im 2 WK ja auch stets feige andere vorgeschickt, erst die Polen, dann die Franzmänner und am Schluss die Russen.

In dem Link von mir vorne steht dass es die deutsche Heeresleitung es den Soldaten an der Somme verboten hatte sich unter die Erde zu verbunkern, dass man es dennoch getan hat, hat den ursprünglichen Plan der Briten durchkreuzt "mit dem Spazierstock die deutschen Linien zu durchwandern". Normal hätten die 4 Tage Dauerbombardement ausgereicht um die Verteidiger der Sommelinie mit Mann und Maus zu töten, der größte Sprengtrichter des 1 WK wurde auch am 1. Juli 1916 dort von den Briten durch eine Minensprengung ausgelöst. So viele Deutsche wie möglich umbringen, das war das einzigste was die Briten interessierte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lochnagar-Krater

Lochnagar Krater

Sander
05.02.2014, 20:34
Glaube schon. Zumindest fielen Dank der Somme so viele Briten, wie noch nie! :)

Wenn man das besser angegangen hätte und die SMS Dresden (1907) und ihre Geleitschiffe vor den Malvinen die gerade Kohle aufladenen Super-Schiffe angegriffen hätte (die einzige realistische Chance auf einen Sieg gab es da), die das Seegefecht bei Coronel rächen sollten, dann hätte man die Grand Fleet vielleicht sogar in die Knie zwingen können. Dann wären die Briten endgültig raus aus dem Krieg.

Spekulationen sind da recht relativ, ich bin eher der Typ fuer Gesamtstrategische oder gar diplomatische Spekulationen, nicht so sehr fuer sowas, habe keine Ahnung von den Flotten.

Quo vadis
05.02.2014, 20:35
Hast du kein Verständnis dafür?
Da hat man die Gelegenheit den ärgsten wirtschaftlichen Konkurrenten fertig zu machen, den man auf der Welt hat, also, so was lässt man sich doch nicht entgehen.......kann doch nicht sein, das da einem ein paar allzu fleißige Krautfresser die Butter vom Brot mopsen.

Die Briten haben sich 1940 wieder in Frankreich niedergelassen, nur konnten sie damals nicht damit rechnen dass es auf deutscher Seite nicht nochmal so verkalkte Generäle wie 1916 geben würde. Die Franzosen hatten damals ausschließlich Generale, die im Denken 14-18 stehengeblieben waren, wie eben Petain. Dachten wohl mit der Marginotlinie hätten sie den entscheidenden Riegel geschaffen. Entgegen der antideutschen Geschichtsfälschung war die Wehrmacht der franz. Armee 1940 in allen Teilbereichen stark unterlegen, bei den Geschützen sogar dramatisch.

Sander
05.02.2014, 20:35
Deshalb haben die Briten im 2 WK ja auch stets feige andere vorgeschickt, erst die Polen, dann die Franzmänner und am Schluss die Russen.

Ja, klar, deswegen auch die "ehrenvolle" Appeasementpolitik vor dem Zweiten Weltkrieg; hauptsache alle anderen toeten sich und die Briten kommen gut weg.

Sander
05.02.2014, 20:36
Die Briten haben sich 1940 wieder in Frankreich niedergelassen, nur konnten sie damals nicht damit rechnen dass es auf deutscher Seite nicht nochmal so verkalkte Generäle wie 1916 geben würde. Die Franzosen hatten damals ausschließlich Generale, die im Denken 14-18 stehengeblieben waren, wie eben Petain. Dachten wohl mit der Marginotlinie hätten sie den entscheidenden Riegel geschaffen.

Durch die Ardennen mit Panzer- und Grossverbaenden? Unmoeglich. :D

Quo vadis
05.02.2014, 20:56
Guter Bericht auch hier. 2006 war 90. Jahrestag der Schlacht.

http://www.welt.de/print-wams/article144110/Leichenberge-vor-den-deutschen-Stellungen.html

Erich von Stahlhelm
05.02.2014, 20:57
Ja, klar, deswegen auch die "ehrenvolle" Appeasementpolitik vor dem Zweiten Weltkrieg; hauptsache alle anderen toeten sich und die Briten kommen gut weg.

Die Briten sind ja auch seit Jahrhuderten infliltiriert worden.

Sander
05.02.2014, 21:01
Die Briten sind ja auch seit Jahrhuderten infliltiriert worden.

¿Que?

herberger
05.02.2014, 21:41
Das brit.Volk war nach dem WKI stinksauer auf ihre polit.Oberschicht,das sinnlose Massensterben und die brit Führung konnte ihrem Volk noch nicht mal plausibel erklären warum sie in den Krieg gingen.Vor diesem Hintergrund musste die brit.Führung ihr Volk in den 2.Weltkrieg betrügerich hinein Lügen.

Ausonius
05.02.2014, 22:28
Hatten die Briten nicht mehr Tote an der Somme als im ganzen, Zweiten Weltkrieg.

Nein! Ca. 100 000 Tote an der Somme, ca. 300 000 Tote im Zweiten Weltkrieg.

Quo vadis
05.02.2014, 23:06
Nein! Ca. 100 000 Tote an der Somme, ca. 300 000 Tote im Zweiten Weltkrieg.

Die Briten hatten fast 400 000 Tote an der Somme !

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Somme


Verluste

419.654 Briten[3] 204.533 Franzosen


Leider waren eben die deutschen Verlustzahlen ebenso hoch wie der der Briten, was einen möglichen personellen Vorteil aus der Schlacht wieder wettmachte. Die meisten Briten verloren ihr Leben durch Sturmangriffe auf die deutschen Stellungssysteme, die meisten Deutschen durch das mörderische Dauerbombardement leichter bis schwerster Kaliber.

Ausonius
05.02.2014, 23:29
Die Briten hatten fast 400 000 Tote an der Somme !

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Somme


Verluste

419.654 Briten[3] 204.533 Franzosen


Es lohnt sich, etwas runterzuscrollen in dem Artikel. Dann wirst du weiter unten die Verluste aufgeschlüsselt finden. Die von dir genannte Zahl der Gesamtverluste trifft zu, doch schließt sie die Verwundeten ein (die ja auch für eine Weile ausgefallen sind).

Quo vadis
05.02.2014, 23:49
Übrigens rollte die deutsche Frühjahrsoffensive ím März 1918 binnen weniger Tage über das ehem. Sommeschlachtfeld 1916 hinweg.

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Fr%C3%BChjahrsoffensive_1918

Quo vadis
05.02.2014, 23:52
Es lohnt sich, etwas runterzuscrollen in dem Artikel. Dann wirst du weiter unten die Verluste aufgeschlüsselt finden. Die von dir genannte Zahl der Gesamtverluste trifft zu, doch schließt sie die Verwundeten ein (die ja auch für eine Weile ausgefallen sind).

Die Quellen sind nicht ganz eindeutig, vermutlich sind bei den 400 000 die Verwundeten und Gefangenen mit eingeschlossen, allerdings wird keine genaue Zahl der Toten genannt.

http://www.chroniknet.de/tml1_de.0.html?article=94

Auch hier wird – zwischen Juli und November – monatelang gekämpft, auch hier ist der Geländegewinn zu vernachlässigen, und auch hier sterben Hunderttausende, nämlich jeweils 400 000 Briten und Deutsche sowie 200 000 Franzosen

http://www.welt.de/kultur/history/article13499719/Der-dunkelste-Tag-der-britischen-Kriegsgeschichte.html

An der Somme tobte die Mutter aller Materialschlachten . Zeitweise waren vier Millionen Soldaten an den Kämpfen beteiligt. Mehr als eine Million wurden getötet oder verwundet. Für die Briten war der 1. Juli, der Beginn der Sturmangriffe nach tagelanger Artillerievorbereitung, der schwärzeste Tag ihrer Militärgeschichte. Sie hatten damit gerechnet, in den deutschen Stellungen nach dem Trommelfeuer keine lebende Maus mehr vorzufinden. Das war eine gewaltige Fehleinschätzung, die dazu führte, dass die in breiter Front vorrückende britische Infanterie von deutschen MGs niedergemäht wurde.

Zehntausende Gefallene gab es so schon in der ersten halben Stunde des Kampfes. Als die Entente-Führung die Schlacht im November abbrach, war sie mit mehr als einer Millionen getöteten, vermissten und verwundeten Soldaten zum verlustreichten Gemetzel des Weltkrieges geworden.

Quo vadis
06.02.2014, 00:14
Es lohnt sich, etwas runterzuscrollen in dem Artikel. Dann wirst du weiter unten die Verluste aufgeschlüsselt finden. Die von dir genannte Zahl der Gesamtverluste trifft zu, doch schließt sie die Verwundeten ein (die ja auch für eine Weile ausgefallen sind).

Um auf die Gesamtzahl der britischen Toten zu kommen muß man einige Zahlen addieren

Gefallen: 5.270 Offiziere, 74.506 Mannschaften, Summe 79.776
an Verwundung gestorben: 1.430 Offiziere, 25.133 Mannschaften, Summe 26.563
aus anderen Gründen gestorben: 151 Offiziere, 2.234 Mannschaften, Summe 2.385
Verwundet: 14.788 Offiziere, 328.643 Mannschaften, Summe 343.431
Gefangen: 370 Offiziere, 5.558 Mannschaften, Summe 5.928 oder: 6.411 Gefangene[8]
Vermisst: 1.071 Offiziere, 39.900 Mannschaften, Summe 40.971


Vermißt= tot wir haben hier eine Gesamtsumme von ca. 150 000 getöteten Briten im Zuge der Sommeoffensive. Die Totenzahlen der Deutschen lagen bei ca. 125 000.

Bergischer Löwe
06.02.2014, 09:26
Mein Urgroßvater war Pionier in der Somme-Schlacht. Gehörte zu einem Koblenzer Pionier Regiment. Haben neulich sein Soldbuch gefunden. Akribisch festgehalten: Kurz vor Ende seines regulären Wehrdienstes Kriegsausbruch (das nennt man Pech!). Von der Marne 1914 bis zu den Argonnen 1918 an allem teilgenommen, was Rang und Namen hatte.

Allerdings war er Zimmermann. Deswegen keinerlei Verwundungen oder Auszeichnungen eingetragen. Was er an all diesen schrecklichen Orten gemacht hat, kann man sich ja denken.

Als neulich im Fernsehen die noch existierenden Gräben von Verdun sah, dachte ich mir: Na? Ob er vielleicht just genau da stand und die Unterstände gebaut hat?

Quo vadis
07.02.2014, 03:48
Über 1 Stunde alles Originalaufnahmen der Briten, man denkt man nimmt an der Schlacht teil.

http://www.youtube.com/watch?v=krT1lX_Dvm0

Und hier nochmal 47 Minuten in Color

http://www.youtube.com/watch?v=XWOrzp5KcCw

Makkabäus
01.07.2014, 22:35
Über 1 Stunde alles Originalaufnahmen der Briten, man denkt man nimmt an der Schlacht teil.

http://www.youtube.com/watch?v=krT1lX_Dvm0

Und hier nochmal 47 Minuten in Color

http://www.youtube.com/watch?v=XWOrzp5KcCw

Ich wusste das gar nicht dass zwei Juden je auf deutscher und britischer Seite für den Verlauf des Krieges entscheidend gewesen waren.

Chaim Weizmann machte Entdeckungen, die für die britische Kriegsindustrie von hoher Bedeutung waren (synthetisches Azeton).
Man mag es als wunderlichen Zufall ansehen, dass gleichzeitig in Deutschland ein anderer jüdischer Forscher ein Verfahren zur Stickstoff gewinnung aus der Luft entwickelte und damit die Munitionsherstellung des blockierten Deutschlands im 1. Weltkrieg sicherte: Fritz Haber, Nobelpreisträger des Jahres 1918.