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Vollständige Version anzeigen : Neubauten in Berlin



jack000
01.06.2014, 16:18
Angeregt durch folgenden Beitrag:
http://www.politikforen.net/showthread.php?141331-Das-Berliner-Stadtschlo%C3%9F-Ein-Traum-wird-wahr-)&p=7145321&viewfull=1#post7145321

Möchte ich in diesem Strang auf die gelungenen Neubauten in Berlin hinweisen. Es ist mir bei Berlinbesuchen immer aufgefallen, dass die Neubauten sich sehr schön in die Umgebung einfügen und auch allgemein recht gelungen sind wie das aus dem Beitrag:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtmodelle/de/datenbank/uploads/dDJsNeTuZ4owoQ7UJ86lB4yu6q6d2qZ6platte_18_pr._15_f oto_5.jpg

Ein neues Projekt entsteht in Berlin, Nähe Kurfürstendamm:
http://h11.abload.de/img/achilleionfrontfassadddjoh.jpg
http://www.baywobau.de/achilleion/

Auch dieses Projekt ist wie zahlreiche andere Bauprojekte in Berlin äusserst gelungen, passt sich in die Umgebung ein und hat den Charakter einer Berliner Architektur.

Häufig ist doch in Städten zu beobachten, dass Neubauten völlig in sich isolierte Eigenheiten sind, die sich von der Umgebung sondieren.:
http://www.neumarkt-dresden.de/Neustaedter-Markt/imagesNM/libeskindbau-gross.jpg
http://www.neumarkt-dresden.de/Neustaedter-Markt/imagesNM/libeskindbau-gross.jpg

jack000
01.06.2014, 16:20
Weitere Beispiele:
http://www.komponistengaerten.de/files/komponistengaerten-haus_sonata.jpg

http://www.komponistengaerten.de/files/komponistengaerten-haus_toccata-gartenhaus.jpg

http://www.abload.de/img/damerow_10_hiresp2s21.jpg

http://berlin.neubaukompass.de/bilder/objekt/5842/1-gross.png

http://www.cantianeck.de/img/home/cantianeck_home_01.jpg

Heifüsch
01.06.2014, 16:25
Ich finde dieses Eckgebäude am Leipziger Platz ganz gelungen. In Sandstein gehalten und ganz berlinunüblich die Vertikale betonend, erinnert es irgendwie an die 30er Jahre, die in Berlin ja eher als naziverseucht geschmäht werden >8.)=

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/leipziger_platz/pix/realisierung/leipz_pl/tlgfassade_von_leipzpl_kl.jpg

jack000
01.06.2014, 16:33
Ich finde dieses Eckgebäude am Leipziger Platz ganz gelungen. In Sandstein gehalten und ganz berlinunüblich die Vertikale betonend, erinnert es irgendwie an die 30er Jahre, die in Berlin ja eher als naziverseucht geschmäht werden >8.)=

Passend dazu:
http://www.mallofberlin.de/fileadmin/files/slideshows/center/02.jpg

http://www.tagesspiegel.de/images/12/9652836/12-format43.jpg

jack000
01.06.2014, 16:41
Auch der Leipziger Platz allgemein kann sich gegenüber seinem Vorgänger sehen lassen:
http://www.mallofberlin.de/fileadmin/files/slideshows/intro/03.jpg

http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120120711dc-938849-jpg/6862668/3-format43.jpg

ml1
01.06.2014, 16:47
Passend dazu:
http://www.mallofberlin.de/fileadmin/files/slideshows/center/02.jpg

http://www.tagesspiegel.de/images/12/9652836/12-format43.jpg

Wie heißt dieses Center?

jack000
01.06.2014, 16:55
Wie heißt dieses Center?

http://www.mallofberlin.de/

jack000
01.06.2014, 16:57
Der Hackesche Markt:
http://www.stadtbewohner.de/hackescher_markt/hackescher_markt_11_gr.JPG

jack000
01.06.2014, 17:02
Ein weiterer Wohnungsneubau:
http://www.abload.de/img/bild_bigexyw.jpg

Rolf1973
01.06.2014, 17:13
44141

Ich möchte an dieser Stelle an ein von uns gegangenes Bauwerk erinnern.:D

Wenn Heifüsch wutentbrannt hier reinschneit, ich war nie da. Okay?

Heifüsch
01.06.2014, 17:18
Passend dazu:
http://www.mallofberlin.de/fileadmin/files/slideshows/center/02.jpg



Links ist noch ne Ecke der Bulgarischen Botschaft aus DDR-Zeiten zu erkennen. Ein potthässlicher Solitär und direkt am wiederentstandenen Ziethenplatz vollkommen deplatziert, ebenso wie der gegenüberliegende aufdringliche Supermarkt (hier nicht im Bild).

Dieser unscheinbar wirkende rote Sandsteinbau aus Kaisers Zeiten rechts hinten in der Voßstraße war vor Jahren einmal zur Besichtigung freigegeben. Irgend ne Architekturausstellung war zu besichtigen, aber viel interessanter war der Bau selbst in seinem vollkommen unberührten Vorkriegszustand direkt gegenüber der ehemaligen Reichskanzlei. Ich fand´s fast schon unheimlich <x´(

https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcR0x2_MD8ozYScCkcQS6WROyg8_AukqX trl5aI-o2jvCvaba3Hk9w

Insgesamt bin ich jedenfalls absolut begeistert von dieser Ecke, die ich ein Vierteljahrhundert, also seit dem Mauerfall als trostlose Riesenbrache erleben musste. Zusammen mit den "Hoch"-Häusern am Potsdamer Platz wirkt das jetzt plötzlich alles sehr urban und nachts sogar fast weltstädtisch >8.)=

Heifüsch
01.06.2014, 17:21
44141

Ich möchte an dieser Stelle an ein von uns gegangenes Bauwerk erinnern.:D

Wenn Heifüsch wutentbrannt hier reinschneit, ich war nie da. Okay?

Hinfort mit dir, du Kulturbanause! Moderation, wir haben ein Problem!!!

Aber wenn wir schon mal auf dem Schloßplatz sind: Heute war Tag der offenen Tür auf der Schloßbaustelle. Ich nix wie hin und dann auch schnell wieder weg. Ne Schlange bis zur Schloßbrücke! Millionen drängten sich vor dem Kasten, als hätten sie noch nie Beton gesehen!
Zum Glück gab nebenan ein Straßenmusikant mit seinem Orchester ein Ständchen. Daniel Barenboim höchstselbst gab sich die Ehre, mir Sacre du Printemps zu Gehör zu bringen... Göttlich!!! >%.))

Arthas
01.06.2014, 17:24
Das Thema sollte ins Unterforum verschoben werden.

Goldlocke
01.06.2014, 17:42
Insgesamt bin ich jedenfalls absolut begeistert von dieser Ecke, die ich ein Vierteljahrhundert, also seit dem Mauerfall als trostlose Riesenbrache erleben musste. Zusammen mit den "Hoch"-Häusern am Potsdamer Platz wirkt das jetzt plötzlich alles sehr urban und nachts sogar fast weltstädtisch >8.)=


Ach je, ach je. Wie wäre es hiermit?

http://images.fotocommunity.de/bilder/hessen/frankfurt-am-main/frankfurt-bei-nacht-5-69890d5f-0a19-4356-9640-f6610cca14c0.jpg

Sieht nicht nur nach Stadt aus, zumal dort Leute auch arbeiten gehen und nicht ihre Einwohnerzahlen schönigen um mehr Gelder zu akquirieren via Länderfinanzausgleich. Ach ja, wo steht noch der funktionierende und gewinnbringende Flughafen? Keine Sorge Heifüsch, wenn du das nächste Mal verreist, dann einfach über Frankfurt, bei sauberen Straßen in der Innenstadt und einer Infrastruktur, die nicht den Vergleich scheuen muss, allerdings muss Berlin das auch nicht, zumindest nicht mit Khartoum.

Mit hämischen Gruß

Heifüsch
01.06.2014, 17:50
Ach je, ach je. Wie wäre es hiermit?

http://images.fotocommunity.de/bilder/hessen/frankfurt-am-main/frankfurt-bei-nacht-5-69890d5f-0a19-4356-9640-f6610cca14c0.jpg

Sieht nicht nur nach Stadt aus, zumal dort Leute auch arbeiten gehen und nicht ihre Einwohnerzahlen schönigen um mehr Gelder zu akquirieren via Länderfinanzausgleich. Ach ja, wo steht noch der funktionierende und gewinnbringende Flughafen? Keine Sorge Heifüsch, wenn du das nächste Mal verreist, dann einfach über Frankfurt, bei sauberen Straßen in der Innenstadt und einer Infrastruktur, die nicht den Vergleich scheuen muss, allerdings muss Berlin das auch nicht, zumindest nicht mit Khartoum.

Mit hämischen Gruß

Dein Bild wirkt etwas vernebelt, aber ich tippe auf die Frankfurter Skyline, stimmt´s?
Okay, von dem albernen Hütchen des Messeturms einmal abgesehen kann man nicht meckern. Kulturell hat "Mainhattan" (Oh Gott...!) außer Äbbelwoi allerdings wenig zu bieten, und das ist noch äußerst euphemistisch ausgedrückt, hehe...>$.)=

Goldlocke
01.06.2014, 18:01
Dein Bild wirkt etwas vernebelt, aber ich tippe auf die Frankfurter Skyline, stimmt´s?
Okay, von dem albernen Hütchen des Messeturms einmal abgesehen kann man nicht meckern. Kulturell hat "Mainhattan" (Oh Gott...!) außer Äbbelwoi allerdings wenig zu bieten, und das ist noch äußerst euphemistisch ausgedrückt, hehe...>$.)=

1. Wird hier gearbeitet und Kunst wirft keine Profite ab.

2. Hat man den Flughafen und statt nach Berlin zum Kulturschmausen fahre ich doch lieber nach London.

Heifüsch
01.06.2014, 18:08
1. Wird hier gearbeitet und Kunst wirft keine Profite ab.

2. Hat man den Flughafen und statt nach Berlin zum Kulturschmausen fahre ich doch lieber nach London.

Gearbeitet? Du meinst, all diese Krawattenschnösel produzieren sinnvolle Dinge? Im Übrigen lebe ich ganz gut von meiner Kunst und wenn mich das Fernweh packt, habe ich immer noch die Wahl zwischen Tegel und dem Behelfsflughafen Schönefeld. Außerdem macht´s der Wowereit nicht mehr lange, dann bekommen wir endlich unseren BBI und Tempelhof machen wir auch wieder auf, ätsch! >$-))

Goldlocke
01.06.2014, 18:26
Gearbeitet? Du meinst, all diese Krawattenschnösel produzieren sinnvolle Dinge? Im Übrigen lebe ich ganz gut von meiner Kunst und wenn mich das Fernweh packt, habe ich immer noch die Wahl zwischen Tegel und dem Behelfsflughafen Schönefeld. Außerdem macht´s der Wowereit nicht mehr lange, dann bekommen wir endlich unseren BBI und Tempelhof machen wir auch wieder auf, ätsch! >$-))

Krawattenschnösel? Was machst du denn Schiffsmodellbau für Museen? Als Jugendlicher habe ich mal Plastikmodelle gebastelt, sogar bemalt, hey. Ist natürlich arg schelmisch, dass mit Konstruktionen aus Holz+ Fachwissen zu vergleichen, aber naja, gebeugte Argumente sind auch welche.

Gruß der Krawattenschnösel

Heifüsch
01.06.2014, 18:34
Krawattenschnösel? Was machst du denn Schiffsmodellbau für Museen? Als Jugendlicher habe ich mal Plastikmodelle gebastelt, sogar bemalt, hey. Ist natürlich arg schelmisch, dass mit Konstruktionen aus Holz+ Fachwissen zu vergleichen, aber naja, gebeugte Argumente sind auch welche.

Gruß der Krawattenschnösel

Was du so alles über mich zu wissen glaubst, krass... >%-)

http://3.bp.blogspot.com/-zJKid95xNf8/Tz0cPPpCPvI/AAAAAAAAAx0/3sTb5kXYbkE/s320/Krawatte_Schere.jpg

So, ab mit dem Ding und dann äußere dich bitte zum Thema...>ß-(

Goldlocke
01.06.2014, 18:46
Was du so alles über mich zu wissen glaubst, krass... >%-)

http://3.bp.blogspot.com/-zJKid95xNf8/Tz0cPPpCPvI/AAAAAAAAAx0/3sTb5kXYbkE/s320/Krawatte_Schere.jpg

So, ab mit dem Ding und dann äußere dich bitte zum Thema...>ß-(

Habe in der Architectura Navalis gestöbert, liegt nahe, dass es sich weniger um einen ambitionierten Hobbybastler handelt als vom Fach und andere Möglichkeiten seinen Lebensunterhalt GUT zu verdienen sehe ich nicht, oder was verdient ein Autor bzw. Schreiber bei Zeitschriften für den Holzschiffbau?

Oha, das überlässt du doch bitte den Damen.

Das war dann das letzte ot.

Heifüsch
01.06.2014, 19:06
Habe in der Architectura Navalis gestöbert, liegt nahe, dass es sich weniger um einen ambitionierten Hobbybastler handelt als vom Fach und andere Möglichkeiten seinen Lebensunterhalt GUT zu verdienen sehe ich nicht, oder was verdient ein Autor bzw. Schreiber bei Zeitschriften für den Holzschiffbau?

Oha, das überlässt du doch bitte den Damen.

Das war dann das letzte ot.

Die Erforschung des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Schiffbaus ist lediglich mein Hobby, das ich allerdings auf einigermaßen wissenschaftlichem Niveau betreibe. Also nix mit Plastikschiffchen und so...>x-)

Und mein Geld verdiene ich ganz unmaritim als Restaurator, falls das noch interessiert. Aber nun zurück zum Strangtitel. Du hast dazu doch sicherlich etwas vorbereitet? >ß-)=

jack000
02.06.2014, 09:12
Links ist noch ne Ecke der Bulgarischen Botschaft aus DDR-Zeiten zu erkennen. Ein potthässlicher Solitär und direkt am wiederentstandenen Ziethenplatz vollkommen deplatziert, ebenso wie der gegenüberliegende aufdringliche Supermarkt (hier nicht im Bild).
Ich vermute du meinst die Tschechische Botschaft?
http://img.radio.cz/pictures/c/nemecko/berlin_velvyslanectvi_ceske_centrum.jpg

bleibt zu hoffen, dass die Abrissbirne weiter schwingt ...

Hay
02.06.2014, 09:20
aber viel interessanter war der Bau selbst in seinem vollkommen unberührten Vorkriegszustand direkt gegenüber der ehemaligen Reichskanzlei. Ich fand´s fast schon unheimlich <x´(


Bitte beschreib von der Tapete an. Hatte der Bau Etagenklos? Bilder vom Innenleben gibt es keine?

Heifüsch
02.06.2014, 11:21
Ich vermute du meinst die Tschechische Botschaft?
http://img.radio.cz/pictures/c/nemecko/berlin_velvyslanectvi_ceske_centrum.jpg

bleibt zu hoffen, dass die Abrissbirne weiter schwingt ...
Wie komme ich nur auf Bulgarien? Die tschechische natürlich, du hast recht! Ein Monster wie aus einem SciFi-Gruselfilm...>x-(

Heifüsch
02.06.2014, 11:29
Bitte beschreib von der Tapete an. Hatte der Bau Etagenklos? Bilder vom Innenleben gibt es keine?

An Tapeten mit Hakenkreuzchen kann ich mich nicht erinnern. Nur an knarrende Treppen, noch lauter knarzendes Parkett und sehr authentische Heizkörper, Fenster, Lichtschalter und Wandvertäfelungen. Büroräume eben, nie renoviert, heruntergekommen und verstaubt...>%-)

Hier der Wiki-Eintrag dazu:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2F wikipedia%2Fcommons%2Ff%2Ff7%2FBerlin%2C_Mitte%2C_ Vo%2525C3%25259Fstra%2525C3%25259Fe_33%2C_Wohnhaus _01.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FV o%25C3%259Fstra%25C3%259Fe&h=2268&w=2676&tbnid=-MYWeMqGabxMhM%3A&zoom=1&docid=onNULNW540vBrM&ei=F1OMU8HHCOeF4gTD2oC4CQ&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=290&page=2&start=12&ndsp=12&ved=0CHwQrQMwDA

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f7/Berlin%2C_Mitte%2C_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33%2C_Wohnh aus_01.jpg/330px-Berlin%2C_Mitte%2C_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33%2C_Wohnh aus_01.jpg (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin,_Mitte,_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33,_Wohnha us_01.jpg) http://bits.wikimedia.org/static-1.24wmf3/skins/common/images/magnify-clip.png (http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Berlin,_Mitte,_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33,_Wohnh aus_01.jpg)
Das letzte Vorkriegsgebäude an der Voßstraße, Hausnummer 33


Durch Kriegseinwirkungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg) bis 1945 waren fast alle Gebäude schwer beschädigt worden; in unmittelbarer Nachbarschaft lag schließlich auch die in den letzten Kriegstagen im Straßenkampf eroberte Reichskanzlei.
Am 13. Oktober 1948 gab die Sowjetische Besatzungsmacht (http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetische_Milit%C3%A4radministration_in_Deutschl and) den Befehl, alle mit dem NS-Regime verbundenen Gebäude an der Wilhelm- Ecke Voßstraße dem Erdboden gleichzumachen, um Wallfahrtsstätten zu vermeiden. Dies wurde auch bis 1949/1950 weitgehend umgesetzt.
Bei einem alliierten (http://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte#Zweiter_Weltkrieg) Bombenangriff (http://de.wikipedia.org/wiki/Bombardement) Ende November 1943 war der Wertheim-Gebäudekomplex teilweise zerstört worden; die Ruinen wurden 1955/1956 abgerissen.
Es gab an der ganzen Straßenfront nur noch ein einziges intaktes Gebäude, und zwar Büros der Deutschen Reichsbahn auf der Südseite in der Voßstraße 33 (http://de.wikipedia.org/wiki/Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe#33) sowie angrenzend rückwärtige Gebäudeteile der Nummern 34 und 35. Sie wurden bis nach der Wende noch weiter (wie schon seit 1873) für die Eisenbahnverwaltung genutzt, unter anderem für eine Bibliothek und den arbeitsmedizinischen Dienst.[21] (http://de.wikipedia.org/wiki/Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe#cite_note-21)

Gärtner
02.06.2014, 12:11
Das erinnert mich an meine erste eigene Wohnung Mitte der 80er. War in einem Vorkriegsbau gelegen, der die Kölner Bombennächte unbeschadet (!) überstanden hatte, allerdings renovierungsbedürftig. Als ich die zigmal übermalten Tapeten von den Wänden zog, kam untendrunter als Makulatur seitenlang der "Völkische Beobachter" von 1936 zum Vorschein.

Gärtner
02.06.2014, 12:12
Ich vermute du meinst die Tschechische Botschaft?
http://img.radio.cz/pictures/c/nemecko/berlin_velvyslanectvi_ceske_centrum.jpg

bleibt zu hoffen, dass die Abrissbirne weiter schwingt ...
Sieht aus wie eine klingonische Polizeiwache.

Hay
02.06.2014, 12:35
An Tapeten mit Hakenkreuzchen kann ich mich nicht erinnern.


Auf das wollte ich auch nicht hinaus. Hast du schon je Tapeten mit Hakenkreuzchen gesehen? Abgesehen davon dürfte das Gebäude schon ein wenig älter sein als das Dritte Reich.



Nur an knarrende Treppen, noch lauter knarzendes Parkett und sehr authentische Heizkörper, Fenster, Lichtschalter und Wandvertäfelungen. Büroräume eben, nie renoviert, heruntergekommen und verstaubt...>%-)

Du erinnerst dich an den "Zahn der Zeit", ich wollte aber eher Besonderheiten erfahren.




Hier der Wiki-Eintrag dazu:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fupload.wikimedia.org%2F wikipedia%2Fcommons%2Ff%2Ff7%2FBerlin%2C_Mitte%2C_ Vo%2525C3%25259Fstra%2525C3%25259Fe_33%2C_Wohnhaus _01.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FV o%25C3%259Fstra%25C3%259Fe&h=2268&w=2676&tbnid=-MYWeMqGabxMhM%3A&zoom=1&docid=onNULNW540vBrM&ei=F1OMU8HHCOeF4gTD2oC4CQ&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=290&page=2&start=12&ndsp=12&ved=0CHwQrQMwDA

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f7/Berlin%2C_Mitte%2C_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33%2C_Wohnh aus_01.jpg/330px-Berlin%2C_Mitte%2C_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33%2C_Wohnh aus_01.jpg (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Berlin,_Mitte,_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33,_Wohnha us_01.jpg) http://bits.wikimedia.org/static-1.24wmf3/skins/common/images/magnify-clip.png (http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Berlin,_Mitte,_Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe_33,_Wohnh aus_01.jpg)
Das letzte Vorkriegsgebäude an der Voßstraße, Hausnummer 33


Durch Kriegseinwirkungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg) bis 1945 waren fast alle Gebäude schwer beschädigt worden; in unmittelbarer Nachbarschaft lag schließlich auch die in den letzten Kriegstagen im Straßenkampf eroberte Reichskanzlei.
Am 13. Oktober 1948 gab die Sowjetische Besatzungsmacht (http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetische_Milit%C3%A4radministration_in_Deutschl and) den Befehl, alle mit dem NS-Regime verbundenen Gebäude an der Wilhelm- Ecke Voßstraße dem Erdboden gleichzumachen, um Wallfahrtsstätten zu vermeiden. Dies wurde auch bis 1949/1950 weitgehend umgesetzt.
Bei einem alliierten (http://de.wikipedia.org/wiki/Alliierte#Zweiter_Weltkrieg) Bombenangriff (http://de.wikipedia.org/wiki/Bombardement) Ende November 1943 war der Wertheim-Gebäudekomplex teilweise zerstört worden; die Ruinen wurden 1955/1956 abgerissen.
Es gab an der ganzen Straßenfront nur noch ein einziges intaktes Gebäude, und zwar Büros der Deutschen Reichsbahn auf der Südseite in der Voßstraße 33 (http://de.wikipedia.org/wiki/Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe#33) sowie angrenzend rückwärtige Gebäudeteile der Nummern 34 und 35. Sie wurden bis nach der Wende noch weiter (wie schon seit 1873) für die Eisenbahnverwaltung genutzt, unter anderem für eine Bibliothek und den arbeitsmedizinischen Dienst.[21] (http://de.wikipedia.org/wiki/Vo%C3%9Fstra%C3%9Fe#cite_note-21)

Feldmann
02.06.2014, 17:31
Auch der Leipziger Platz allgemein kann sich gegenüber seinem Vorgänger sehen lassen:
http://www.mallofberlin.de/fileadmin/files/slideshows/intro/03.jpg

http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120120711dc-938849-jpg/6862668/3-format43.jpg

Ich ziehe den alten Leipziger Platz dem neuen auch weiterhin vor.

Heifüsch
02.06.2014, 17:37
Das erinnert mich an meine erste eigene Wohnung Mitte der 80er. War in einem Vorkriegsbau gelegen, der die Kölner Bombennächte unbeschadet (!) überstanden hatte, allerdings renovierungsbedürftig. Als ich die zigmal übermalten Tapeten von den Wänden zog, kam untendrunter als Makulatur seitenlang der "Völkische Beobachter" von 1936 zum Vorschein.
Krass! Ich habe auch schon von "Billionen-Reichsmark-Tapeten" aus der Inflationszeit gehört, selbst aber nur zwei 10-Pfennigstücke aus den frühen Zwanzigern gefunden. Die waren im Flur hinter die Dielen gerutscht; darüber war wohl mal so ne Gasuhr angebracht, in die man Geld reinstecken musste. Klo war natürlich ne halbe Treppe tiefer und wurde mit dem Nachbarn geteilt, der den einzig elektrisch beheizten Raum im Winter gerne für seine ausgiebige Zeitungslektüre nutzte, hehe... Kreuzberg 1981, wie kurz nach dem Krieg... >%.)=

Brathering
02.06.2014, 17:39
Abgerundete Ecken, mit runden Fenstern, finde ich richtig geil. Ist aber sehr selten geworden, auch dieser Neubau auf Seite 1 zeigt abgerundete Ecken aber ohne abgerundete Fenster.
Das ist traurig.

Mehr runde Fenster!

Heifüsch
02.06.2014, 17:40
Auf das wollte ich auch nicht hinaus. Hast du schon je Tapeten mit Hakenkreuzchen gesehen? Abgesehen davon dürfte das Gebäude schon ein wenig älter sein als das Dritte Reich.

Du erinnerst dich an den "Zahn der Zeit", ich wollte aber eher Besonderheiten erfahren.
Hi Hay,
mit Besonderheiten kann ich leider nicht dienen, das ist auch schon sehr lange her. Außer meinem allgemeinen Eindruck ist da nix hängengeblieben, tut mir leid...<8´(

Hay
02.06.2014, 18:43
Hi Hay,
mit Besonderheiten kann ich leider nicht dienen, das ist auch schon sehr lange her. Außer meinem allgemeinen Eindruck ist da nix hängengeblieben, tut mir leid...<8´(


Schaade!!!

Heifüsch
02.06.2014, 20:48
Schaade!!!

:hd:

jack000
07.06.2014, 18:51
Ich ziehe den alten Leipziger Platz dem neuen auch weiterhin vor.
Das ist sicherlich richtig, deshalb schrieb ich "kann sich sehen lassen". Verglichen mit anderen Murksbauten muss man für das schon dankbar sein.

konfutse
07.06.2014, 20:41
Häufig ist doch in Städten zu beobachten, dass Neubauten völlig in sich isolierte Eigenheiten sind, die sich von der Umgebung sondieren.:
http://www.neumarkt-dresden.de/Neustaedter-Markt/imagesNM/libeskindbau-gross.jpg
http://www.neumarkt-dresden.de/Neustaedter-Markt/imagesNM/libeskindbau-gross.jpg
Zum Glück wurde dem Juden die Errichtung dieses Prachtexemplares architektonischer Verirrung verwehrt. Es fanden sich ausreichend engagierte Bürger, die so was krankes inmitten zu DDR-Zeiten restaurierten, teils barocken Bürgerhäusern verhindert haben.

Antisozialist
07.06.2014, 21:32
Angeregt durch folgenden Beitrag:
http://www.politikforen.net/showthread.php?141331-Das-Berliner-Stadtschlo%C3%9F-Ein-Traum-wird-wahr-)&p=7145321&viewfull=1#post7145321

Möchte ich in diesem Strang auf die gelungenen Neubauten in Berlin hinweisen. Es ist mir bei Berlinbesuchen immer aufgefallen, dass die Neubauten sich sehr schön in die Umgebung einfügen und auch allgemein recht gelungen sind wie das aus dem Beitrag:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtmodelle/de/datenbank/uploads/dDJsNeTuZ4owoQ7UJ86lB4yu6q6d2qZ6platte_18_pr._15_f oto_5.jpg

Ein neues Projekt entsteht in Berlin, Nähe Kurfürstendamm:
http://h11.abload.de/img/achilleionfrontfassadddjoh.jpg
http://www.baywobau.de/achilleion/

Auch dieses Projekt ist wie zahlreiche andere Bauprojekte in Berlin äusserst gelungen, passt sich in die Umgebung ein und hat den Charakter einer Berliner Architektur.

Häufig ist doch in Städten zu beobachten, dass Neubauten völlig in sich isolierte Eigenheiten sind, die sich von der Umgebung sondieren.:
http://www.neumarkt-dresden.de/Neustaedter-Markt/imagesNM/libeskindbau-gross.jpg
http://www.neumarkt-dresden.de/Neustaedter-Markt/imagesNM/libeskindbau-gross.jpg

Die neuen Gebäude in Dresden wären ideal als "Landeskrankenhaus" zu gebrauchen mit dem Architekten als ersten Patienten.

jack000
10.06.2014, 09:32
Aber in Berlin geht auch einiges schief, ein interessanter Kommentar zur vermurksten Europacity:

SOFORT WIEDER ABREISSEN! (5): EUROPACITY BERLIN

[...]
Zwar wohnt in der Hauptstadt jeder, der etwas auf sich hält, in einem Gründerzeitbau. Das lindert nicht nur den Phantomschmerz von 50 Prozent zerstörter Häuser durch Bomber Harris Luftkrieg, sondern erfüllt auch die Bedürfnisse der meisten Menschen anscheinend ideal. Aber wenn ein neuer Plan gemacht wird, dann sehen die Gebäude grundsätzlich so aus, als habe man an der Spree Sehnsucht nach zwölf Monaten Frostwetter. Emotionale Tiefkühlkost in streng zersägten Blöcken, die glitzern wie Eiswürfel oder in monotone Lochfassaden gezwängt sind. Wenn man eine ornamentale Frostbeule sieht, ist man schon froh.
Um zu zeigen, wie ernst man es mit dem ästhetischen Erfrierungstod in Berlin meint, empfängt die Stadt seine Gäste am Hauptbahnhof (Flugzeuge wissen ja nicht mehr, wo sie in Berlin landen können) neuerdings mit einer Kühltruhen-Aufstellung in militärischer Apellhof-Formation – ausgerichtet nach uralten Plänen des lange schon verstorbenen Quadrat-Fetischisten Oswald Mathias Ungers und umgesetzt von lauter berühmten Architekten wie Ortner und Ortner oder Barkow Leibinger.
Wenn der verwirrte Zugreisende also endlich seinen Weg aus dem Orientierungsdesaster des grauen Konsumlabyrinths der Deutschen Bahn AG gefunden hat und vor dem Südportal des Bahnhofs sich verzweifelt mit anderen Rüpeln um Taxis balgen muss, dann sieht er rechter Hand des zugigen Aufmarschplatzes, den er dafür betreten muss, die ersten Blöcke der Berliner Wunscharktis.
http://www.art-magazin.de/blog/2014/03/19/sofort-wieder-abreissen-5-europacity-berlin/

Kreuzbube
10.06.2014, 09:39
Das erinnert mich an meine erste eigene Wohnung Mitte der 80er. War in einem Vorkriegsbau gelegen, der die Kölner Bombennächte unbeschadet (!) überstanden hatte, allerdings renovierungsbedürftig. Als ich die zigmal übermalten Tapeten von den Wänden zog, kam untendrunter als Makulatur seitenlang der "Völkische Beobachter" von 1936 zum Vorschein.

Von der Lektüre dieser Devotionalien ist leider nicht viel niedergeschlagen.:)

Feldmann
10.06.2014, 20:16
Aber in Berlin geht auch einiges schief, ein interessanter Kommentar zur vermurksten Europacity:

http://www.art-magazin.de/blog/2014/03/19/sofort-wieder-abreissen-5-europacity-berlin/

Der Artikel bringt die herrschende Doppelmoral in Bezug auf unsere traditionelle Architektur gut auf den Punkt.

Heifüsch
10.06.2014, 20:21
Der Artikel bringt die herrschende Doppelmoral in Bezug auf unsere traditionelle Architektur gut auf den Punkt.

Diese Europacity ist genauso zusammengepfuscht und inhaltsleer wie das namensgebende Vorbild...>x-(

Feldmann
11.06.2014, 22:06
Diese Europacity ist genauso zusammengepfuscht und inhaltsleer wie das namensgebende Vorbild...>x-(

Hast du etwa daran gedacht?

http://www.mdr.de/nachrichten/bruessel142_v-standardBig_zc-3ad1f7a1.jpg?version=53230

Heifüsch
11.06.2014, 23:06
Hast du etwa daran gedacht?

http://www.mdr.de/nachrichten/bruessel142_v-standardBig_zc-3ad1f7a1.jpg?version=53230

Das ginge ja noch. Nee, ich dachte eher an die bauliche "Belebung" des Berliner Hauptbahnhofs...>x-(

http://www.kennedyhaus-berlin.de/fileadmin/DAM/content/europacity/foto_europacity.jpg

Feldmann
12.06.2014, 23:11
Das ginge ja noch. Nee, ich dachte eher an die bauliche "Belebung" des Berliner Hauptbahnhofs...>x-(

http://www.kennedyhaus-berlin.de/fileadmin/DAM/content/europacity/foto_europacity.jpg

Im Gegegensatz zu Brüssel wird für Berlin zumindest keine historische Bausubstanz vernichtet.

Heifüsch
12.06.2014, 23:27
Im Gegegensatz zu Brüssel wird für Berlin zumindest keine historische Bausubstanz vernichtet.

Stimmt nicht ganz. Der gerade erst renovierte Lehrter S-Bahnhof musste dem Neubau weichen....

http://www.berliner-verkehr.de/bilder/lehrter04.jpg

Feldmann
12.06.2014, 23:33
Stimmt nicht ganz. Der gerade erst renovierte Lehrter S-Bahnhof musste dem Neubau weichen....

http://www.berliner-verkehr.de/bilder/lehrter04.jpg

War der nicht eh nur noch ein kläglicher Rest?


So muss ein richtiger Bahnhof aussehen:

http://www.eisenbahn-berlin.de/lehrterbf/front1911.jpg

Heifüsch
12.06.2014, 23:39
War der nicht eh nur noch ein kläglicher Rest?


So muss ein richtiger Bahnhof aussehen:

http://www.eisenbahn-berlin.de/lehrterbf/front1911.jpg

Dann tippe ich auf "kläglichen Rest". Ich denke, der eigentliche Lehrter Fernbahnhof war ohnehin längst zerstört und der Lehrter S-Bahnhof der Ost-West-Verbindung von diesem unabhängig...

Feldmann
12.06.2014, 23:45
Dann tippe ich auf "kläglichen Rest". Ich denke, der eigentliche Lehrter Fernbahnhof war ohnehin längst zerstört und der Lehrter S-Bahnhof der Ost-West-Verbindung von diesem unabhängig...

Da hast du wohl recht.


So sah der "zersörte" Bahnhof 1956 aus:

http://www.photoscala.de/grafik/2010/Krajewsky-01.jpg

Heifüsch
12.06.2014, 23:54
Da hast du wohl recht.


So sah der "zerstörte" Bahnhof 1956 aus:

http://www.photoscala.de/grafik/2010/Krajewsky-01.jpg

Und so der kriegszerstörte Görlitzer Bahnhof bei mir in der Gegend:

http://www.hgs.cidsnet.de/hgs_old/kiez/kiezbild/go1870.jpg

Nein sorry, so sah er in den 1870er Jahren aus. Und so hundert Jahre später:

http://www.hgs.cidsnet.de/hgs_old/kiez/kiezbild/go1975.jpg

Heute ist dort der "Görlitzer Park" mit Hunderten von Dealern. Als ich 1981 dorthin zog, waren noch die Schienen zu sehen und ein baufälliger Güterwagen...

https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRN5LrWxEI5hZNjnglWx0QmTsrz6ZrIK gNDxM5T5dV_fnSYdGoIzw

Feldmann
13.06.2014, 00:05
Berlins Bahnhöfe scheinen wirklich Pech gehabt zu haben. :(



Heute ist dort der "Görlitzer Park" mit Hunderten von Dealern.

Sehr schöne Ecke, vielleicht solltest du umziehen.

Heifüsch
13.06.2014, 00:19
Berlins Bahnhöfe scheinen wirklich Pech gehabt zu haben. :(

Sehr schöne Ecke, vielleicht solltest du umziehen.

Berlin hatte ja mal wie Paris und London keinen Hauptbahnhof, sondern diverse Endbahnhöfe, die durch S-Bahnen miteinander verbunden waren. So wurde auch ein S-Bahn-Tunnel von Anhalter zum Görlitzer Bahnhof gebaut, der allerdings noch nicht in Betrieb war und von der SS gesprengt wurde, als die Russen anrückten. Ich wohnte fast ein Vierteljahrhundert in der Oranienstraße, unter der dieser Tunnel verlief und auf der noch bis zum Krieg die Straßenbahn fuhr und wo am wunderschönen Oranienplatz eine herrliche Jugendstilbrücke den Luisenstädtischen Kanal überquerte. Alles weg heute. Keine S-Bahn, keine Straßenbahn, kein Kanal und keine Jugendstilbrücke. Kein großartiger Görlitzer Bahnhof, sondern nur noch Billigtourismus, Ballermann, Wirtschaftsflüchtlinge und Dealer ohne Ende...>x-(
Ja, ich bin umgezogen. Nicht weit weg, aber in eine vollkommen andere Welt voller Ruhe, Altbauten und Grün. Und das mitten in Berlin >8.)=

jack000
15.08.2014, 13:21
Luisenstadt:
http://abload.de/img/_mg_1267qvu8g.jpg

http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics//backstein/daf/2014/08/domus04.jpg

http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics//backstein/daf/2014/08/domus05.jpg

jack000
15.08.2014, 14:11
https://eisenzahn1.ralfschmitz.com/wp-content/themes/eisenzahn1/img/esz1_hero_building_lossy.png

PeterEnis
15.08.2014, 14:15
Und wer darf da einziehen? Die Flüchtlinge?

jack000
15.08.2014, 14:36
Und wer darf da einziehen? Die Flüchtlinge?

Sieht mir eher nach neuen Wohnraum für Schwaben aus ...

Kater
15.08.2014, 14:47
Tolle Fotos, Jack! Hast Du die selbst gemacht? Dann solltest Du sie unbedingt in Fotocommunities hochladen. Ich empfehle Panoramio.com; von dort wandern die meisten Bilder dann in Google Earth.

jack000
15.08.2014, 14:56
Tolle Fotos, Jack! Hast Du die selbst gemacht? Dann solltest Du sie unbedingt in Fotocommunities hochladen. Ich empfehle Panoramio.com; von dort wandern die meisten Bilder dann in Google Earth.
nee, sind durch die Bank alle geklaut ...

konfutse
15.08.2014, 15:51
Die Gebäude sehen klasse aus. Da sieht man, dass sich ein Architekt Gedanken gemacht hat. Nicht so ein langweiliger einfallsloser Einheitsbrei, der sonst gebaut wird.

jack000
15.08.2014, 16:50
http://www.eilmes.com/files/slider/visu_chipper/au%C3%83%C5%B8en_nah.jpg

KTN
15.08.2014, 17:06
Dann tippe ich auf "kläglichen Rest". Ich denke, der eigentliche Lehrter Fernbahnhof war ohnehin längst zerstört und der Lehrter S-Bahnhof der Ost-West-Verbindung von diesem unabhängig...

Viele sagen, Berlin hat viel gewonnen, ich bin der Meinung, was die Bahnhöfe betrifft, gab es eine zweite Zerstörung, nicht durch Bomben, sondern durch Architekten, Baufirmen und Politiker. Seit 2002 haben die alles glatt gebügelt und langweilig gemacht. Auf den Bahnhöfen Ostkreuz und Papestraße noch Geschichte "atmen", Verfallenes und Erhaltenes gleichermaßen sehen. Der S-Bahnhof Papestraße wurde eingerissen und als großer Südbahnhof neugebaut, vom alten Bahnhof existiert nur noch der Turm mit der Uhr, mein Ausbildungsbetrieb lag nah der Papestraße. Der Bahnhof bestand aus zwei Ebenen und machte den Eindruck eines Schlosses. Heute sieht Südkreuz wie ein 08/15-Kaufhaus aus.

Nationalix
15.08.2014, 18:30
Viele sagen, Berlin hat viel gewonnen, ich bin der Meinung, was die Bahnhöfe betrifft, gab es eine zweite Zerstörung, nicht durch Bomben, sondern durch Architekten, Baufirmen und Politiker. Seit 2002 haben die alles glatt gebügelt und langweilig gemacht. Auf den Bahnhöfen Ostkreuz und Papestraße noch Geschichte "atmen", Verfallenes und Erhaltenes gleichermaßen sehen. Der S-Bahnhof Papestraße wurde eingerissen und als großer Südbahnhof neugebaut, vom alten Bahnhof existiert nur noch der Turm mit der Uhr, mein Ausbildungsbetrieb lag nah der Papestraße. Der Bahnhof bestand aus zwei Ebenen und machte den Eindruck eines Schlosses. Heute sieht Südkreuz wie ein 08/15-Kaufhaus aus.

Als ich den Bahnhof Südkreuz nach der Fertigstellung gesehen hatte, war mein erster Gedanke: an diesem Protzbahnhof hätte Albert Speer seine Freude gehabt.

Arthas
18.08.2014, 13:23
Luisenstadt:
http://abload.de/img/_mg_1267qvu8g.jpg

http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics//backstein/daf/2014/08/domus04.jpg

http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics//backstein/daf/2014/08/domus05.jpg

Fassadentechnisch schon ganz gut. Was mir immer noch nicht zusagt, ist diese Staffelung im Bauabschluß. Ein ordentliches Walm- oder Satteldach, am besten noch mit Gauben gereiht, würde ein wesentlich schöneres Bild abgeben.

Arthas
18.08.2014, 13:27
http://www.eilmes.com/files/slider/visu_chipper/au%C3%83%C5%B8en_nah.jpg

Der linke Neubau gefällt mir nicht. Beim rechten müßte man das Fassadenmaterial wissen. Gelber Klinker vielleicht?

schmitze
18.02.2015, 09:43
Schön sehen die Gebäude schon aus. Berlin kommt dadurch ein attraktiveres Stadtbild. Leider steigen auch die Mieten dadurch immer stärker. Wenn man allein hier http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-grundstuecke-garten/marl/c207l1771 rein schaut, wird man feststellen. dass man kaum noch Schnäppchen machen kann. Aber so ist das nun mal.

Chelsea
18.02.2015, 12:05
Tolle Fotos hier.
Ich mag die neue Architektur in Berlin auch sehr gerne. Die Ecke rund um den Werderschen Markt / Hausvogteiplatz finde ich architektonisch sehr gelungen. Die neuen Bauten und Sanierungen entlang Unter den Linden sind sehr schön und auch der Potsdamer Platz/Leipziger Platz gefällt mir gut mit seiner Mischung aus sehr moderner Architektur und solcher, die an vergangene Zeiten erinnert. Viele finden diese Gegend ja total hässlich, mir gefällt´s.

RasterBoy
18.02.2015, 15:30
Sehen zwar gut aus - aber mal im ernst wer kann sich so eine Bude leisten ? Sind doch eh fast nur für ausländische Investoren und jene Personen die wegen der EuroKrise eine sichere Geldanlage neben Gold suchen....die meisten normal sterblichen haben doch ein Problem eine Wohnung zu finden und diese auch zu bezahlen, - selbst wenn du als normalo verdiener mit 1.200 Euro netto Haushaltseinkommen versuchst ne Wohnung zu finden hast du schon Probleme... Ich bin ja nicht neidisch aber es stört mich hier zu lügen und von blühenden Landschaften zu erzählen - gleichwohl die Realität für viele normale Bürger anders aussieht.

jack000
18.02.2015, 15:47
Köbis-Dreieck (derzeit im Bau):
http://www.abload.de/img/aussen_0178k66.jpg

http://www.abload.de/img/aussen_033jjxt.jpg

http://www.abload.de/img/aussen_05bqukfu.jpg

http://img837.imageshack.us/img837/6536/e2bc.jpg

http://img542.imageshack.us/img542/1900/zq1i.jpg

http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics//backstein/daf/2015/02/heydt_eins01.jpg

Chelsea
18.02.2015, 21:30
Sehen zwar gut aus - aber mal im ernst wer kann sich so eine Bude leisten ? Sind doch eh fast nur für ausländische Investoren und jene Personen die wegen der EuroKrise eine sichere Geldanlage neben Gold suchen....die meisten normal sterblichen haben doch ein Problem eine Wohnung zu finden und diese auch zu bezahlen, - selbst wenn du als normalo verdiener mit 1.200 Euro netto Haushaltseinkommen versuchst ne Wohnung zu finden hast du schon Probleme... Ich bin ja nicht neidisch aber es stört mich hier zu lügen und von blühenden Landschaften zu erzählen - gleichwohl die Realität für viele normale Bürger anders aussieht.

Berlin ist doch für eine Großstadt sehr erschwinglich, auch in guten Lagen und guten Häusern.
Klar zahlt man mehr als in Kleinkleckersdorf aber im Vergleich zu anderen deutschen oder ausländischen Städten ist Berlin ein Schnäppchen.

Heifüsch
18.02.2015, 23:01
Köbis-Dreieck (derzeit im Bau):......


Aber auch das wird dort gerade gebaut...:

http://images.cdn.baunetz.de/img/1/7/6/2/6/ab05385f63926343.jpg

Da lobe ich mir doch meine Kreuzberger Altbauwohnung von 1856 mit ihren breiten Dielen, Kastenfenstern und hohen Decken! >ß-))

Heifüsch
18.02.2015, 23:04
Berlin ist doch für eine Großstadt sehr erschwinglich, auch in guten Lagen und guten Häusern.
Klar zahlt man mehr als in Kleinkleckersdorf aber im Vergleich zu anderen deutschen oder ausländischen Städten ist Berlin ein Schnäppchen.
Berlin gleicht sich allerdings so langsam an Hamburg und München an. Jeder fünfte Türke hat beispielsweise Kreuzberg in den letzten Jahren verlassen, was mich natürlich außerordentlich betrübt, hehe...>8-))

Chelsea
19.02.2015, 09:22
Berlin gleicht sich allerdings so langsam an Hamburg und München an. Jeder fünfte Türke hat beispielsweise Kreuzberg in den letzten Jahren verlassen, was mich natürlich außerordentlich betrübt, hehe...>8-))

Na ja, ich kenne Leute, die in München Mieten zahlen müssen und auch so einige, die in Berlin wohnen. Letztere bekommen in Berlin für das gleiche Geld eine wesentlich größere Wohnung in besserer Lage.
Mein Mann hatte aus beruflichen Gründen selbst zeitweise eine Zweitwohnung in Berlin Mitte. Die war sehr klein aber in guter Gegend, in einem toll sanierten Haus und war durchaus erschwinglich. In München oder Hamburg hätte er das vergessen können.
Ich finde Berlin generell im Vergleich zu anderen Städten im In- und Ausland günstig. Nicht nur was Mieten angeht, auch Hotelpreise sind günstiger als anderswo, Restaurantpreise sind im Verhältnis sehr zivil, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind günstig.
Die Löhne und Gehälter in Berlin sind natürlich auch oft niedriger als in Bayern und anderswo, so relativiert sich das ganze dann für manche auch wieder. Aber für Leute, die als Touristen kommen oder beruflich hin müssen, ist es eine recht günstige Sache.

Tutsi
19.02.2015, 11:08
Berlin gleicht sich allerdings so langsam an Hamburg und München an. Jeder fünfte Türke hat beispielsweise Kreuzberg in den letzten Jahren verlassen, was mich natürlich außerordentlich betrübt, hehe...>8-))

Wo ziehen sie denn hin ? Doch nicht etwa in meine "Ecke" ?

Tutsi
19.02.2015, 11:13
Als ich den Bahnhof Südkreuz nach der Fertigstellung gesehen hatte, war mein erster Gedanke: an diesem Protzbahnhof hätte Albert Speer seine Freude gehabt.

Ich finde, wenn ich nach Mitte fahre, daß Speer`s Architektur immer noch oft Grundlage von Bauten ist und wird.

Aber es gefällt mir trotzdem - das Nüchterne dahinter - das Zweckmäßige -

http://www.as-p.de/

Meine Familie lebt seit mehreren Jahrhunderten in der Brandenburger Ecke - auf dem Land - Bezug zur Erde habe ich noch heute - Blumenpflege :-)

Heifüsch
19.02.2015, 11:37
Wo ziehen sie denn hin ? Doch nicht etwa in meine "Ecke" ?

Jedenfalls weg aus Kreuzberg und Kreuzkölln, aus der boomenden Stadtmitte also. Wobei Nordneukölln gleichzeitig boomt, sich aber dennoch zum Islamisten- und Salafistenzentrum (Sonnenallee) entwickelt. Wer dorthin zieht, wird sich also auf interessante Zeiten einstellen müssen...<8´(

Chelsea
19.02.2015, 12:25
Ich finde, wenn ich nach Mitte fahre, daß Speer`s Architektur immer noch oft Grundlage von Bauten ist und wird.

Aber es gefällt mir trotzdem - das Nüchterne dahinter - das Zweckmäßige -


Ja, ich mag diese klare Architektur auch gerne.

Arthas
19.02.2015, 17:53
Ich finde, wenn ich nach Mitte fahre, daß Speer`s Architektur immer noch oft Grundlage von Bauten ist und wird.

Aber es gefällt mir trotzdem - das Nüchterne dahinter - das Zweckmäßige -

http://www.as-p.de/

Meine Familie lebt seit mehreren Jahrhunderten in der Brandenburger Ecke - auf dem Land - Bezug zur Erde habe ich noch heute - Blumenpflege :-)

Speer Junior ist ein miserabler Architekt.

Tutsi
19.02.2015, 20:11
Speer Junior ist ein miserabler Architekt.

Finde ich nicht.

Tutsi
19.02.2015, 20:12
Ja, ich mag diese klare Architektur auch gerne.

Es gibt immer für jeden Geschmack etwas. :-)

Tutsi
19.02.2015, 20:36
Jedenfalls weg aus Kreuzberg und Kreuzkölln, aus der boomenden Stadtmitte also. Wobei Nordneukölln gleichzeitig boomt, sich aber dennoch zum Islamisten- und Salafistenzentrum (Sonnenallee) entwickelt. Wer dorthin zieht, wird sich also auf interessante Zeiten einstellen müssen...<8´(

Mit der S-Bahn fahre ich an der Sonnenallee vorbei, sieht nicht besonders gut dort aus. Eine Tante wohnt in Alt-Mariendorf, was auch allmählich türkisiert wird und was ein paar Muslime auch schon sagten: ihren "Fuß" hätten sie da auch schon drin - die altbekannten Geschäfte sind jedenfalls weg und Kinder springen sehr viele herum und und die Gardinen an den Fenstern - man sieht, wer da wohnt.

Wenn ich von Tempelhof bis Alt-Mariendorf laufe, schaue ich in die Geschäfte und sehe mit Bedauern, es hat sich viel verändert - von kurz nach der Wende aus gesehen - ich fahre nicht mehr gern hin. Wenn, dann über Friedrichstrasse mit der U-Bahn bis Ende und dann laufe ich noch eine Weile.

Wenn die Türken dann in den Goethe und Schillerpark ihren Picknick machen, in Großfamilie, dann dürfen die Hartz IVler den Dreck weg machen. Hat man sich heute schon so dran gewöhnt...naja....mal tief durchatmen.

Abgesehen davon kaufen sich jetzt Künstler in diese Stadtteile ein, renovieren und verkaufen die Wohnung mit einer so überhöhten Miete, daß sich normale Leute das alles nicht mehr leisten können.

Aber wahrscheinlich im geheimen Einverständnis mit den Leute aus der "höheren Ebene" - sie werden lieber unter sich bleiben wollen - dadurch wird sich in den nächsten Jahrzehnten einiges verschieben - man schaue sich die Brandenburger Abendschau um 19.30 h auf rbb an.

Heute: einer jungen Mutti wurde das Kleinstkind weg genommen, dann bestahl man sie und legte das Kind wieder in den Wagen zurück. Wer die Täter waren, wurde nicht gesagt. Keine Andeutung.

Pythia
20.02.2015, 05:28
Fassadentechnisch schon ganz gut ...Und Du willst Architekt werden? Werd lieber Forst-Wissenschaftler. Bei Sanierung und Wieder-Bewaldung der Erde sowie mit urbaner Begrünung hast Du mit Sicherheit lebenslänglich Arbeit. Bei den hier im Strang gezeigten Photos kann ich nur hoffen, daß die BRD bald pleite geht und die Berliner Bausünden nicht mehr finanzieren kann. Berlin produziert ja nur noch Mist für Abriß und Fels-Mühlen zur Bausünden-Verwertung.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2015/02/Berlin.gif
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Da Fördergeld für Bio-Sprit und Holzheizung sowie immer mehr Vegetariersteppen durch Irrigatons-Hexenkreise und Treibhaus-Höllen von Horizont zu Horizont die Entwaldung schon auf 107 km²/Std. erhöhten, alle 24 Std. so viel wie das Saarland, wird urbane Luftreinigung und Sauerstoff-Produktion mit jeder Minute immer wichtiger: 1985 kann die Menschheit gar nicht mehr anders überleben.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Aber unsere toitschen Zuchthäusler ... pardon ... Bauhäusler mit ihrer Architektur von Westwall-, Bunker- und Platten-Bau ballern Berlin immer voller mit Mist, der vor 1985 abgerissen werden muß, damit wir überleben können. Caracas erkannte schon vor über 50 Jahren, daß nur Gebäude mit Intensiv-Begrünung der Luft Feinstaub, Keime, andere Schadstoffe und CO2 entziehen können ...
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
... und auch noch Sauerstoff liefern, dieweil viel Strom gespart wird durch die aktive Luftkühlung. Hierzulande kann Intensiv-Begrünung im Winter durch ihre Dämmwirkung viel Heizungs-Energie sparen: 1 m² immergrünes Efeu hat 15 m² Blattoberfläche. Bisher der beste Luftreiniger, den Natur und Technik bieten. Also bekämpft Caracas Schaffung von Betonwüsten mit seiner Bauordnung.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2015/02/Caracas.gif
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Klar, nach über 50 Jahren grüner Bauordnung sind Latino-Architekten nun schon viel weiter, aber die Details würden unsere Berliner Liebhaber von Westwall-, Bunker- und Platten-Bau durch unsere Bauhäusler überfordern. Schade, daß Berlin zu doof ist die Zeichen der Zeit zu erkennen.

Arthas
20.02.2015, 15:36
Finde ich nicht.

Speers Architektur ist nicht zweckmäßig sondern entartet in bester Bauhaustradition. Daß ausgerechnet der Sohn des Germania-Planers so einen modernistischen Schund von der Stange entwirft, ist schon ziemlich bezeichnend. Gerade Speer hat auch einiges zur Nachkriegsverschandelung beigetragen.

Tutsi
21.02.2015, 10:47
Speers Architektur ist nicht zweckmäßig sondern entartet in bester Bauhaustradition. Daß ausgerechnet der Sohn des Germania-Planers so einen modernistischen Schund von der Stange entwirft, ist schon ziemlich bezeichnend. Gerade Speer hat auch einiges zur Nachkriegsverschandelung beigetragen.

Ich wohne deshalb gern im Neubau, weil ich da alles habe, was ich brauche - eine helle Wohnung, mit allem, was dazu gehört - und ein schönes Umfeld, wenn die Wohnungsgesellschaft oder -genossenschaft da viel Wert drauf legt.

Altbauten sind nicht so mein Ding und ich finde sie damals zu den Zeit zugehörig, weil Rokoko und Barock auch mal Epochen in der Geschichte waren, aber ich persönlich liebe klare Fronten.

Ich würde mit dem Wort "entartet" lieber vorsichtig sein, denn was heute so passiert, ist auch nicht gerade die reinste "Sahne" an Vernunft. Und da würde ich sogar in viele Bereiche des Lebens gehen, bei denen eindeutig nichts mehr normal ist oder normal erscheint.

Arthas
21.02.2015, 22:07
Ich wohne deshalb gern im Neubau, weil ich da alles habe, was ich brauche - eine helle Wohnung, mit allem, was dazu gehört - und ein schönes Umfeld, wenn die Wohnungsgesellschaft oder -genossenschaft da viel Wert drauf legt.

Altbauten sind nicht so mein Ding und ich finde sie damals zu den Zeit zugehörig, weil Rokoko und Barock auch mal Epochen in der Geschichte waren, aber ich persönlich liebe klare Fronten.

Neubauten müssen aber ja nicht modernistisch-entartet sein. Das hier sind Neubauten wie sie sein sollten:

http://www.stephan-hoehne-architekten.de/images/Projekte/1_1163107546.jpg

http://www.werkbund-berlin.de/wp-content/uploads/2012/07/kahlfeldtdopelhaus.jpg


Ich würde mit dem Wort "entartet" lieber vorsichtig sein, denn was heute so passiert, ist auch nicht gerade die reinste "Sahne" an Vernunft. Und da würde ich sogar in viele Bereiche des Lebens gehen, bei denen eindeutig nichts mehr normal ist oder normal erscheint.

Ich bezog mich auf modernistische Architektur. Die ist ein Teil des Heute. Und daß das Heute die Entartung aller Bereiche darstellt ist klar.

Tutsi
21.02.2015, 23:06
Neubauten müssen aber ja nicht modernistisch-entartet sein. Das hier sind Neubauten wie sie sein sollten:

http://www.stephan-hoehne-architekten.de/images/Projekte/1_1163107546.jpg

http://www.werkbund-berlin.de/wp-content/uploads/2012/07/kahlfeldtdopelhaus.jpg



Ich bezog mich auf modernistische Architektur. Die ist ein Teil des Heute. Und daß das Heute die Entartung aller Bereiche darstellt ist klar.

Und diese Bauten sind jetzt besonders schön ?
Naja, ich bin auch kein Architekt - und gehe auf meinen Spaziergängen an vielen Häusern vorbei, überall da, wo ich gerade bin und entdecke Verschiedenes und da hat Berlin viel zu bieten, wenn man unterwegs ist. Aber auch in anderen Orten - kleine Bergarbeiterstädtchen und anderes. Da ich gern fotografiere, habe ich einen Ort auf verschiedene Weise aufgenommen und meinen Freunden und Bekannten gezeigt. Am liebsten fotografiere ich die Natur - Laub in verschiedenen Varianten und Bäume in Nahaufnahme sowie junge Blätter im Frühling - ....

Feldmann
22.02.2015, 12:48
Neubauten müssen aber ja nicht modernistisch-entartet sein. Das hier sind Neubauten wie sie sein sollten:

http://www.stephan-hoehne-architekten.de/images/Projekte/1_1163107546.jpg

http://www.werkbund-berlin.de/wp-content/uploads/2012/07/kahlfeldtdopelhaus.jpg

Das sind Beispiele für Reduktionsklassizismus. Warum nicht gleich die Vorbilder des 19. Jahrhunderts?

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f0/BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg/1024px-BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg

Arthas
22.02.2015, 13:41
Und diese Bauten sind jetzt besonders schön ?
Naja, ich bin auch kein Architekt - und gehe auf meinen Spaziergängen an vielen Häusern vorbei, überall da, wo ich gerade bin und entdecke Verschiedenes und da hat Berlin viel zu bieten, wenn man unterwegs ist. Aber auch in anderen Orten - kleine Bergarbeiterstädtchen und anderes. Da ich gern fotografiere, habe ich einen Ort auf verschiedene Weise aufgenommen und meinen Freunden und Bekannten gezeigt. Am liebsten fotografiere ich die Natur - Laub in verschiedenen Varianten und Bäume in Nahaufnahme sowie junge Blätter im Frühling - ....

Ob die besonders schön sind, ist wohl eine Frage des Geschmacks. Wichtig ist, daß sie die Voraussetzung für eine gute Architektur erfüllen. Sie fügen sich in die Umgebung und historische Bebauung ein, folgen den grundsätzlichen Richtlinien der Ästhetik und des logischen Aufbaus, und sie vermitteln einen zeitgemäßen Stil, geben sich als Bauten der heutigen Zeit zu erkennen. (Wobei Letzteres noch ausgebaut und weiterentwickelt werden muß.) Junior-Speers Bauwerke, um die es ja geht, erfüllen all dies nicht. Darum sind sie entartet und Speer ein miserabler Architekt.

Don
22.02.2015, 14:56
Das sind Beispiele für Reduktionsklassizismus. Warum nicht gleich die Vorbilder des 19. Jahrhunderts?

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f0/BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg/1024px-BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg

Weil Bauklötzchen billiger sind und weniger Konstruktionsaufwand erfordern.

Arthas
22.02.2015, 15:33
Das sind Beispiele für Reduktionsklassizismus. Warum nicht gleich die Vorbilder des 19. Jahrhunderts?

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f0/BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg/1024px-BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg

Wichtig ist, daß wir unserer Epoche einen eigenen, neuen Stil geben. Die Stillosigkeit war ja schon ein Problem des Historismus. Man baute zwar alle Stile nach, oder mischte sie gar, hatte aber keinen eigenen Stil. Das späte 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich mit diesen Problem. Eines der Ergebnisse war auch der Neoklassizismus, der, obwohl es oft behauptet wird, nicht mehr zum Historismus zählt, da er bewußt gegen den Historismus erdacht wurde und genau da Anknüpfen sollte wo der Historismus, also der Stilmischmasch begann; nämlich beim Klassizismus. Dabei gelang es dem Neoklassizismus aber auch sich weiter zu entwickeln und ein eigener Stilausdruck seiner Zeit zu werden. Den meisten neoklassizistischen Bauten sieht auch ein Laihe an, daß sie im 20. Jahrhundert erbaut wurden. Denn der Neoklassizismus sah zwar die klassische und klassizistische Architektur als Vorbild an, wollte diese aber nicht bloß nachäffen, so das man glauben könnte sie stammen aus Antike oder dem späten 18. bzw. dem frühen 19. Jahrhundert.

Doch die Niederlage Deutschlands im Weltkrieg war auch auf dem Gebiet der Architektur eine Katastrophe die uns weit zurückgeworfen hat und das Problem, welches es schon durch den Historismus gabt um eine vielfaches verschlimmerte. Die Modernisten übernahmen, wie die Linken allgemein in deren Gefolge sie entstanden, die absolute Kulturhoheit und damit auch die Architektur. Die Aufgabe von uns, die wir den Modernismus überwinden wollen, ist es einen neuen Baustil des 21. Jahrhunderts zu finden. Rückgriffe auf die Vergangenheit sind dabei natürlich möglich und eines der Grundkriterien für gute Architektur. Allerdings dürfen wir nicht bloße Kopien bauen, sondern müssen dabei einen eigenen Stil entwickeln. Um das zu schaffen ist es wichtig, vor allem auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zu schauen; auf die alternativen Wege und Antworten einer modernen Architektur. Der Neoklassizismus ist ein Teil davon und damit auch ein Teil an den es anzuknüpfen gilt. Dem Modernismus und seine Herrschaftsepoche ab 1945 sollten wir dabei keinen Platz in der Architekturgeschichte zugestehen. Schließlich hat sich der Modernismus ja auch stets geweigert sich in die Geschichte einzufügen und diese mit allen Mitteln bekämpft. Das bedeutet, daß die Alternativwege des 20. Jahrhunderts immer noch aktuell, wenn auch kaum repräsentiert sind.

Darum sind die von mir gezeigten neoklassizistischen Häuser als Beispiel und Grundlage für den neuen Stil des 21. Jahrhunderts anzusehen, den es jetzt weiterzuentwickeln gilt. Natürlich muß es dann aber nicht bei dieser Reduktion bleiben. Die Entwicklung einer neuen Prachtarchitektur innerhalb des neuen Stils wäre der nächste Schritt.

Feldmann
22.02.2015, 23:16
Weil Bauklötzchen billiger sind und weniger Konstruktionsaufwand erfordern.

Schön wär's, aber angesichts der hohen Kosten von aktuellen Prestigeprojekten glaube ich, dass es an etwas anderem liegen muss.



Wichtig ist, daß wir unserer Epoche einen eigenen, neuen Stil geben.

Warum?



Die Stillosigkeit war ja schon ein Problem des Historismus. Man baute zwar alle Stile nach, oder mischte sie gar, hatte aber keinen eigenen Stil.

Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind in den allermeisten Fällen keine bloßen Kopien von bestehenden Gebäuden, sondern bewusste Neuschöpfungen, die aber in der ungebrochenen europäischen Bautradition stehen, was man ihnen glücklicherweise auch ansieht.

Davon abgesehen war das aufgreifen älterer Stilelemente nichts Neues. Die allgemein hochgeschätzte Renaissance heißt genau aus diesem Grund so.



Das späte 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich mit diesen Problem. Eines der Ergebnisse war auch der Neoklassizismus, der, obwohl es oft behauptet wird, nicht mehr zum Historismus zählt, da er bewußt gegen den Historismus erdacht wurde und genau da Anknüpfen sollte wo der Historismus, also der Stilmischmasch begann; nämlich beim Klassizismus.

Das Ergebnis dieses Vorgangs war der Jugendstil, der sich leider nicht lange halten konnte.



Um das zu schaffen ist es wichtig, vor allem auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zu schauen; auf die alternativen Wege und Antworten einer modernen Architektur. Der Neoklassizismus ist ein Teil davon und damit auch ein Teil an den es anzuknüpfen gilt.

Ich würde den Jugendstil bevorzugen. Zumal dieser tatsächlich etwas Neues darstellte.



Die Entwicklung einer neuen Prachtarchitektur innerhalb des neuen Stils wäre der nächste Schritt.

Hast du ein konkretes Beispiel im Sinn?

Heifüsch
22.02.2015, 23:28
...Das Ergebnis dieses Vorgangs war der Jugendstil, der sich leider nicht lange halten konnte...
...Ich würde den Jugendstil bevorzugen. Zumal dieser tatsächlich etwas Neues darstellte...

Der architektonische Jugendstil war wohl primär von der bildenden Kunst inspiriert. Zudem war er stilistisch uneinheitlich, so unterschiedlich, wie Künstlerindividuen sich eben ausdrücken. Ärgerlich finde ich btw. den preussischen Jugendstil, brachial und unecht, wie er in der Regel daherkommt. Wilhelm Zwo hätte ihn wohl auch am liebsten verboten >ß-))

Heifüsch
22.02.2015, 23:30
Weil Bauklötzchen billiger sind und weniger Konstruktionsaufwand erfordern.

Ersichtlich an dem Wohngebäude rechts hinten...>x-(

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f0/BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg/1024px-BD-Villa_Clementine-20130610-IMG_3336.jpg

Feldmann
22.02.2015, 23:46
Zudem war er stilistisch uneinheitlich, so unterschiedlich, wie Künstlerindividuen sich eben ausdrücken.

Das ist erst mal nicht verwerflich.



Ärgerlich finde ich btw. den preussischen Jugendstil, brachial und unecht, wie er in der Regel daherkommt. Wilhelm Zwo hätte ihn wohl auch am liebsten verboten >ß-))

Woran hast Du da gedacht?

Heifüsch
23.02.2015, 00:55
Das ist erst mal nicht verwerflich.
Natürlich nicht. Im Gegenteil! >8-)


Woran hast Du da gedacht?
An diverse Berliner Megalith-Bauten, speziell der preussischen Justitia dienend...>%-)

Arthas
23.02.2015, 01:38
Warum?

Weil jede Epoche nun mal ihren eigenen stilistischen Ausdruck braucht. Wir wollen in tausend Jahren doch mal mehr sein als der Nachklang der Romanik, Gotik, Renaissance, des Barock oder Klassizismus, oder?


Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind in den allermeisten Fällen keine bloßen Kopien von bestehenden Gebäuden, sondern bewusste Neuschöpfungen, die aber in der ungebrochenen europäischen Bautradition stehen, was man ihnen glücklicherweise auch ansieht.

Neuschöpfungen waren sie meist in der Tat. Aber sie sollten Aussehen wie gotische Kirchen oder barocke Paläste, wie etwas aus einer älteren Epoche.


Davon abgesehen war das aufgreifen älterer Stilelemente nichts Neues. Die allgemein hochgeschätzte Renaissance heißt genau aus diesem Grund so.

Dagegen ist ja auch, wie bereits erwähnt, nichts einzuwenden. Aber daraus muß man dann auch einen neuen eigenen Stil formen. Die Renaissance tat dies.


Das Ergebnis dieses Vorgangs war der Jugendstil, der sich leider nicht lange halten konnte.

Stimmt. Der Jugendsti ist auch eines dieser Ergebnisse. Und er hielt sich länger als die meisten glauben. Der Jugendstill entwickelte sich zum Expressionismus bzw. Art Deco weiter und erhielt sich so noch bis in 50er-Jahre hinein und näherte sich dabei gleichzeitig dem Neoklassizismus an.


Ich würde den Jugendstil bevorzugen. Zumal dieser tatsächlich etwas Neues darstellte.

Selbstverständlich ist auch dieser zu beachten. Womit wir an dem Punkt ankommen, wo es Neoklassizismus und Jungendstil/Expressionismus/Art Deco zu einem Stil zu verschmelzen gilt: Den neuem Stil des 21. Jahrhunderts.


Hast du ein konkretes Beispiel im Sinn?

Diese Prachtarchitektur müssen wir erst noch schaffen. Ich arbeite schon daran. Aber man kann sich hierbei schon Teils am Ausland orientieren, wo der Kulturmarxismus nicht ganz so dominant und tiefgreifend wie hier ist. Beispiele wären etwa die turkmenische Hauptstadt Aschgabat:

https://photos.travelblog.org/Photos/56051/330748/f/2929039-View-of-Ashgabat-0.jpg

http://www.travelandescape.ca/wp-content/uploads/2012/08/Buildings-in-Ashgabat-Turkmenistan.jpg

http://cdn.theatlantic.com/static/infocus/ashgabat060513/s_a01_hgabat07.jpg

http://lh4.ggpht.com/-RwBUgz2wihE/Uxn_XILCyxI/AAAAAAAAwmw/6k3iAcmsmMo/ashgabat-3%25255B6%25255D.jpg?imgmax=800

http://lh3.ggpht.com/-FZ1NEGLJt9w/Uxn_iAKNOYI/AAAAAAAAwnQ/PWQaBLSPHdE/ashgabat-8%25255B5%25255D.jpg?imgmax=800

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/df/Residential_houses_in_Ashgabat%2C_Turkmenistan.jpg

http://commondatastorage.googleapis.com/static.panoramio.com/photos/original/8380182.jpg

http://lh6.ggpht.com/-LfSaE4jZcHQ/UxoAb_joq7I/AAAAAAAAwnk/bWANRtVk6gA/ashgabat-4%25255B2%25255D.jpg?imgmax=800

Alles samt Neubauten.

Chelsea
23.02.2015, 08:00
All das auf den Fotos empfinde ich nicht als schöne Architektur. Ist halt alles Geschmackssache.

Tutsi
23.02.2015, 09:00
Ob die besonders schön sind, ist wohl eine Frage des Geschmacks. Wichtig ist, daß sie die Voraussetzung für eine gute Architektur erfüllen. Sie fügen sich in die Umgebung und historische Bebauung ein, folgen den grundsätzlichen Richtlinien der Ästhetik und des logischen Aufbaus, und sie vermitteln einen zeitgemäßen Stil, geben sich als Bauten der heutigen Zeit zu erkennen. (Wobei Letzteres noch ausgebaut und weiterentwickelt werden muß.) Junior-Speers Bauwerke, um die es ja geht, erfüllen all dies nicht. Darum sind sie entartet und Speer ein miserabler Architekt.

Die Schwierigkeit beim Städtebau scheint zu sein, in den Bereichen alter Stadteile das Neue harmonisch einzufügen.

Scheinbar läßt man aber verschiedene Architekten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auf einmal "los", wie auch verschiedene Köche am Ende keine gute "Suppe" gemeinsam zustande bringen.

Jeder Architekt hat eben seinen Stil und es wäre schlimm, wenn nur ein Architekt die "Welt" aufbauen dürfte.

Pythia
23.02.2015, 12:36
Darum sind die von mir gezeigten neoklassizistischen Häuser als Beispiel und Grundlage für den neuen Stil des 21. Jahrhunderts anzusehen, den es jetzt weiterzuentwickeln gilt ... Entwicklung einer neuen Prachtarchitektur innerhalb des neuen Stils wäre der nächste Schritt.Willst Du unbedingt mit den Neu-Klassizisten die Nachfolge antreten der unsäglichen Bauhäusler mit ihrem Westwall-, Bunker- und Platten-Bau, die zum Glück nach und nach als Zuchthäusler in der Latrine der Geschichte verschwinden? Es ist leider noch immer so, daß Bauherrschaften, denen ihre Gebäude (wie Bundestag) wichtig sind, sich Architekten aus USA, GB, Japan oder China holen müssen ...
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
... da BRD-Architekten zu doof sind und hauptsächlich anderen Umweltsündern helfen, daß in der BRD die Bienen aussterben: jedes Gebäude ein Völkermord! Früher gab es eine Stadt-Imker-Zunft, und nun hilft die UNO der Diakonie, die im riesigem Berlin nun gerade mal 15 Bienenvökern Asyl gewähren kann. Die Bienenvölker mordenden Bauhäusler-Rotten sind unerbittlich: keine Gefangenen!
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2015/02/Berlin.gif
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Ohne BRD verdienten Internationalisten wie KPF, SOM, Foster oder Sterling deutlich weniger Honorare. Neu-Klassizisten sind wie Neu-Nazis: noch blöder als das Original, und dann auch noch besessen von hirnrissiger Rückständigkeit, ohne jegliches Verständnis für neuen Bedarf einer neuen Zeit: mit großer Schnauze labern sie von 1.000 Jahren, aber nach 12 Jahren enden sie in der stinkenden Latrine der Geschichte:
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Staub zu Staub für Klassizismus, und Scheiße zu Scheiße für Neu-Klassizismus ebenso wie für Neu-Nazis, die dann in der Latrine mit den Geistern von Hitler und seinen Auschwitz-Architekten kuscheln können. Aber zu Lebzeiten sind die BRD-Architekten gewiß in Nordkorea sehr willkommen, denn da ist noch immer viel Bedarf für Ärsche, pardon, für Architekten, die Protz als Prunk ansehen und gute KZs bauen können:
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2015/01/Nord-kor.gif
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2012/07/KOREA.JPG

Arthas
23.02.2015, 13:19
All das auf den Fotos empfinde ich nicht als schöne Architektur. Ist halt alles Geschmackssache.

Wobei ja in Deinem Falle allgemein bekannt ist, daß Du das ultimative Beispiel für Geschmacksentartungen in allen Bereichen bist. http://forum.gleitz.info/images/smilies/ani_nicken.gif

Chelsea
23.02.2015, 13:20
Wobei ja in Deinem Falle allgemein bekannt ist, daß Du das ultimative Beispiel für Geschmacksentartungen in allen Bereichen bist. http://forum.gleitz.info/images/smilies/ani_nicken.gif

Das ist lediglich die irrige Meinung von ihrerseits Geschmacksentarteten, die meinen fremde Menschen beurteilen zu können.

Arthas
23.02.2015, 13:29
Die Schwierigkeit beim Städtebau scheint zu sein, in den Bereichen alter Stadteile das Neue harmonisch einzufügen.

Scheinbar läßt man aber verschiedene Architekten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen auf einmal "los", wie auch verschiedene Köche am Ende keine gute "Suppe" gemeinsam zustande bringen.

Jeder Architekt hat eben seinen Stil und es wäre schlimm, wenn nur ein Architekt die "Welt" aufbauen dürfte.

Das war früher auch möglich. Das Problem liegt an den Modernisten. Man sollte für Berlin nur noch Leon Krier, Hans Kollhoff sowie Jürgen und Rüdiger Patzschke zulassen, Architekturverbrechern wie Foster, Libeskind oder Speer dagegen Bauverbot erteilen.

Arthas
23.02.2015, 13:40
Willst Du unbedingt mit den Neu-Klassizisten die Nachfolge antreten der unsäglichen Bauhäusler mit ihrem Westwall-, Bunker- und Platten-Bau, die zum Glück nach und nach als Zuchthäusler in der Latrine der Geschichte verschwinden? Es ist leider noch immer so, daß Bauherrschaften, denen ihre Gebäude (wie Bundestag) wichtig sind, sich Architekten aus USA, GB, Japan oder China holen müssen ...
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
... da BRD-Architekten zu doof sind und hauptsächlich anderen Umweltsündern helfen, daß in der BRD die Bienen aussterben: jedes Gebäude ein Völkermord! Früher gab es eine Stadt-Imker-Zunft, und nun hilft die UNO der Diakonie, die im riesigem Berlin nun gerade mal 15 Bienenvökern Asyl gewähren kann. Die Bienenvölker mordenden Bauhäusler-Rotten sind unerbittlich: keine Gefangenen!
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2015/02/Berlin.gif
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Ohne BRD verdienten Internationalisten wie KPF, SOM, Foster oder Sterling deutlich weniger Honorare. Neu-Klassizisten sind wie Neu-Nazis: noch blöder als das Original, und dann auch noch besessen von hirnrissiger Rückständigkeit, ohne jegliches Verständnis für neuen Bedarf einer neuen Zeit: mit großer Schnauze labern sie von 1.000 Jahren, aber nach 12 Jahren enden sie in der stinkenden Latrine der Geschichte:
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Staub zu Staub für Klassizismus, und Scheiße zu Scheiße für Neu-Klassizismus ebenso wie für Neu-Nazis, die dann in der Latrine mit den Geistern von Hitler und seinen Auschwitz-Architekten kuscheln können. Aber zu Lebzeiten sind die BRD-Architekten gewiß in Nordkorea sehr willkommen, denn da ist noch immer viel Bedarf für Ärsche, pardon, für Architekten, die Protz als Prunk ansehen und gute KZs bauen können:
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2015/01/Nord-kor.gif
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
http://www.24-carat.de/2012/07/KOREA.JPG

Bei Dir scheint auch langsam die Altersdemenz einzusetzen. Aber gerade diese rein ökologische Betrachtung im Architekturbereich, die im Fahrwasser der Bauhausmodernisten mit angespült wurde, ist ebenso schädlich wie die kulturmarxistische und ökonomische. Städte sind nicht einfach nur menschlicher Wohn- und Lebensraum, sondern auch ein Kultureller Quell- Knotenpunkt der auch eines besonderen baulichen Anspruchs diesbezüglich bedarf.

Arthas
23.02.2015, 13:43
Das ist lediglich die irrige Meinung von ihrerseits Geschmacksentarteten, die meinen fremde Menschen beurteilen zu können.

Was sie auch zurecht meinen, womit die vermeintliche Irrung ihrer Meinung nichtig ist. http://forum.gleitz.info/images/smilies/ani_nicken.gif

Tutsi
23.02.2015, 20:00
Das war früher auch möglich. Das Problem liegt an den Modernisten. Man sollte für Berlin nur noch Leon Krier, Hans Kollhoff sowie Jürgen und Rüdiger Patzschke zulassen, Architekturverbrechern wie Foster, Libeskind oder Speer dagegen Bauverbot erteilen.

Ich stecke in diesem Thema nicht so tief drin, daß ich es beurteilen könnte. Du sicher doch, da Du so bestimmt und konkret Antwort geben kannst. :-)

Pythia
24.02.2015, 03:39
Bei Dir scheint auch langsam die Altersdemenz einzusetzen.Außer kindisch gebliebenen Kindsköpfen kann Demenz Jeden irgendwann befallen. Aber unsere Kinder und Enkel mit ihren Altersgruppen sehen meine Holde und mich so patriarchalisch wie sie selbst mal werden wollen: Wissen und Können gepaart mit Erfahrung, Reife und Verständnis für Jüngere, Jugendliche und Kinder. Dieses generations-umfassende Verständnis können auch ...
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
... erfolgreichste Architekten, Juristen, Mediziner und andere Akademiker mit 40 noch nicht haben. Ich bin froh immer Patriarchen respektive Mentoren zu haben, zu denen ich aufblicken kann. Nun bin ich 71 und verliere wohl irgendwann auch meine letzten Mentoren, aber Frank Lloyd Wright und Michelangelo hatten mit 90 auch keine Mentoren mehr, waren jedoch selbst noch immer Mentoren.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF


http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Bei allem Verständnis für Deine Kindereien, wenn Du gelesene oder gehörte Phrasen altklug drischst, solltest Du als künftiger Architekt nicht in die falsche Richtung rennen, sonst wirst Du bestenfalls Kanonenfutter für Bauhäusler-Rotten mit ihrer Nackt-Gebäude-Manie. 1. und 2. bis letztlich sind Architekten eben Dienstleister, die Reichen helfen ihr Selbstwert-Gefühl zu erhöhen und noch reicher zu werden.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
So können Architekt auch Ärmeren Auskommen und Zukunft bieten. Bei eigenem Wohlstand- und Geltungs-Bedarf geht es Architekten so wie vielen guten Dienstleitern: der Schuster hat die schlechtesten Schuh, und beim Schreiner geht die Tür nicht zu. Es denkt der brave Mann eben an sich selbst zuletzt. Macht aber nix, denn alle Welt bemüht sich sehr die guten Dienstleister möglicht fest an sich zu binden.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Meist verdiene ich mehr als ich erwarte, da ich wohl besser diene als meine Dienstherrschaften es von mir erwarten.
http://www.24-carat.de/2015/02/Monaco.gif


Zumindest beim 1. Mal. Danach bleibt ihre Großzügigkeit, da es sie freut wenn Großzügigkeit auch Dank erntet. So forderte ich nie mehr Entlohnung, wurde aber stets mit Prämien beglückt. 1978 war mein Rekord von 40.000 US$ Zusatz-Prämie für 1 Woche Arbeit noch sehr viel Geld.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Du meinst auch http://www.politikforen.net/images/buttons/viewpost-right.png (http://www.politikforen.net/showthread.php?p=7738420#post7738420) ."... Städte sind nicht einfach nur menschlicher Wohn- und Lebensraum, sondern auch ein Kultureller Quell- Knotenpunkt der auch eines besonderen baulichen Anspruchs diesbezüglich bedarf.".Bla-Bla-Bla. Auch Architekten können nur bezahlbare Ansprüche erfüllen. Bei Manchen reichen Leistung und Geld leider nicht mal zur Erfüllung des minimalsten Anspruchs: zum nacktem Überleben.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Und Du meinst http://www.politikforen.net/images/buttons/viewpost-right.png (http://www.politikforen.net/showthread.php?p=7738420#post7738420) ."... rein ökologische Betrachtung im Architekturbereich, die im Fahrwasser der Bauhausmodernisten mit angespült wurde, ist ebenso schädlich ..." .Da hast Du Dich im Verbalisieren von Scheiße mal wieder selbst übertroffen. Es gibt keine Alternative mehr für Gebäude mit Begrünung und jeder anderen Art von Sonnenlicht-Nutzung. Außer einigen Denkmälern sind Nackt-Gebäude nur noch Abriß-Material für Felsmühlen.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
In Monaco kannst Du übrigens sehen, wie eine an Häßlichkeit kaum zu überbietende Bauhäuslerei vor Abriß und Felsmühle gerettet wird: nun freuen sich Anwohner beim Parkhaus unter der Ave. Larvotto nicht nur über einen schönen Anblick: die Begrünung schluckt auch Schall aus Parkhaus und von den Straßen, entfernt tonnenweise Feinstaub, Keime, CO2 und andere Schadstoffe aus der Luft ...
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
... liefert viel Sauerstoff, kühlt bei Hitze, wärmt bei Kälte, und nun wollen die Eigentümer vom Planer (übrigens ein Deutscher, der den Bedarf der neuen Zeit doch erkannte) weitere Leistungen, da ihnen die obige Begrünung mit wenig Investition guten Profit und viel Ansehen einbrachte.

Heifüsch
24.02.2015, 07:59
Das war früher auch möglich. Das Problem liegt an den Modernisten. Man sollte für Berlin nur noch Leon Krier, Hans Kollhoff sowie Jürgen und Rüdiger Patzschke zulassen, Architekturverbrechern wie Foster, Libeskind oder Speer dagegen Bauverbot erteilen.

Aber erst mal diese unsägliche Lüscher in die Wüste jagen...>x-(

Feldmann
24.02.2015, 12:49
Weil jede Epoche nun mal ihren eigenen stilistischen Ausdruck braucht.

Den hat sie ja auch.



Wir wollen in tausend Jahren doch mal mehr sein als der Nachklang der Romanik, Gotik, Renaissance, des Barock oder Klassizismus, oder?

Deshalb müssen wir aber nicht gleich unserere gesamte Bautradition über Bord werfen, wie es die Moderne wollte.



Neuschöpfungen waren sie meist in der Tat. Aber sie sollten Aussehen wie gotische Kirchen oder barocke Paläste, wie etwas aus einer älteren Epoche.

In erster Linie sollten die Gebäude ihrem Zweck entsprechend aussehen.



Dagegen ist ja auch, wie bereits erwähnt, nichts einzuwenden. Aber daraus muß man dann auch einen neuen eigenen Stil formen. Die Renaissance tat dies.

Der Historismus auch.



Der Jugendstill entwickelte sich zum Expressionismus bzw. Art Deco weiter und erhielt sich so noch bis in 50er-Jahre hinein und näherte sich dabei gleichzeitig dem Neoklassizismus an.

Hast für deine Behauptung auch ein paar Beispiele?



Diese Prachtarchitektur müssen wir erst noch schaffen. Ich arbeite schon daran. Aber man kann sich hierbei schon Teils am Ausland orientieren, wo der Kulturmarxismus nicht ganz so dominant und tiefgreifend wie hier ist. Beispiele wären etwa die turkmenische Hauptstadt Aschgabat:

[...]

Alles samt Neubauten.

Das sieht stark nach Neostalinismus aus.

http://static.panoramio.com/photos/large/79770921.jpg

Heifüsch
24.02.2015, 20:53
Die Bauhausbewegung hatte gute Ansätze, welche aber leider nicht weiterentwickelt wurden. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Baustil mit der Zeit immer gröber und unästhetischer, anstatt sich nach und nach zu verfeinern und schließlich einen neuen Stil hervorzubringen, wie das in der Zeit vor der Industriellen Revolution die Regel war.

Bauhaus, das war der Sieg des hässlichen Zweckbaus über die traditionelle Baukunst, nicht zuletzt forciert durch die Baustoffindustrie und die Wohnungsnot der Nachkriegszeit...>x-(

Böses Arbeitsamt in der Friedrichstraße, rechts daneben zum Vergleich die gute sozialdemokratische Baukunst der 70er Jahre...:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/95/RD_BerlinBrandenb_BA.jpg

Arthas
24.02.2015, 21:13
Den hat sie ja auch.

Den kann sie nicht haben wenn sie konzeptlos in Stilen vergangener Epochen baut wie Romanik, Gotik, Renaissance, Barock oder Klassizismus.


Deshalb müssen wir aber nicht gleich unserere gesamte Bautradition über Bord werfen, wie es die Moderne wollte.

Tun wir das denn dadurch?


In erster Linie sollten die Gebäude ihrem Zweck entsprechend aussehen.

Ja, das sollten sie.


Der Historismus auch.

Das sehen die meisten anders.


Hast für deine Behauptung auch ein paar Beispiele?

Dafür, daß der Jugendstill sich zum Expressionismus bzw. Art Deco weiterentwickelte, oder daß dieser sich dem Neoklassizismus annäherte?


Das sieht stark nach Neostalinismus aus.

http://static.panoramio.com/photos/large/79770921.jpg

Teilweise. Aber eine weiterentwickelte Form. Und durchaus ein interessantes Beispiel für uns. Allerdings gibt es auch noch reichlich andere.

Arthas
24.02.2015, 21:17
Die Bauhausbewegung hatte gute Ansätze, welche aber leider nicht weiterentwickelt wurden. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Baustil mit der Zeit immer gröber und unästhetischer, anstatt sich nach und nach zu verfeinern und schließlich einen neuen Stil hervorzubringen, wie das in der Zeit vor der Industriellen Revolution die Regel war.

Bauhaus, das war der Sieg des hässlichen Zweckbaus über die traditionelle Baukunst, nicht zuletzt forciert durch die Baustoffindustrie und die Wohnungsnot der Nachkriegszeit...>x-(

Böses Arbeitsamt in der Friedrichstraße, rechts daneben zum Vergleich die gute sozialdemokratische Baukunst der 70er Jahre...:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/95/RD_BerlinBrandenb_BA.jpg

Welche denn?

Heifüsch
24.02.2015, 21:30
Welche denn?

Die abgebildete Arbeitsamts-Fassade etwa, kein astreines Bauhaus, aber davon beeinflusst. Vor allem aber inneneinrichtungsmäßig...:

http://bauhaus-online.de/files/imagecache/480h/magazin-bilder/g43_kue_11-016_bb.jpg

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fbauhaus-online.de%2Ffiles%2Fimagecache%2F480h%2Fmagazin-bilder%2Fg43_kue_11-016_bb.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fbauhaus-online.de%2Fmagazin%2Fartikel%2Ftautes-heim-glueck-allein&h=480&w=717&tbnid=7MmRXAcbx3a8-M%3A&zoom=1&docid=7AcEws1UYRFFgM&ei=QOzsVPiAG4uCPbDogZAL&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=535&page=1&start=0&ndsp=13&ved=0CCQQrQMwAQ

Feldmann
25.02.2015, 11:35
Den kann sie nicht haben wenn sie konzeptlos in Stilen vergangener Epochen baut wie Romanik, Gotik, Renaissance, Barock oder Klassizismus.

Wann soll das gewesen sein?



Das sehen die meisten anders.

Das sehen die Vertreter der Moderne anders, weil sie den Historismus schlecht machen und von ihrem eigenem Versagen ablenken wollen.



Dafür, daß der Jugendstill sich zum Expressionismus bzw. Art Deco weiterentwickelte, oder daß dieser sich dem Neoklassizismus annäherte?

Für's Letztere.



Teilweise. Aber eine weiterentwickelte Form. Und durchaus ein interessantes Beispiel für uns. Allerdings gibt es auch noch reichlich andere.

Die da wären?



Die abgebildete Arbeitsamts-Fassade etwa, kein astreines Bauhaus, aber davon beeinflusst.

In homöopathischen Dosierungen vielleicht.

Pythia
25.02.2015, 12:41
... rein ökologische Betrachtung im Architekturbereich, die im Fahrwasser der Bauhausmodernisten mit angespült wurde, ist ebenso schädlich wie die kulturmarxistische ...


http://www.24-carat.de/2015/02/BOERI-ST.GIF
Dein hirnloses Geschwafel kommt nicht mal in Deinem HPF-Stuhlkreis an. Statt Adler solltest Du den Vogel Strauß als Ava wählen.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
So ganz richtig ist es zwar nicht, da der Strauß nicht wie Du als Gebäude-Begrünungs-Antagonist den Kopf in Beton steckt, zudem Bauhäusler-Beton. Der Vogels Strauß hat den Vorteil, daß er seinen Kopf aus dem Sand wieder raus nehmen kann.
http://www.24-carat.de/2015/02/BOERI.GIF


Aber Du mit Deinem einbetoniertem Schädel siehst natürlich nicht, daß es außerhalb der BRD echte Architekten gibt, die den Bedarf der Zukunft erkennen und bereits zukunfts-bewußt arbeiten. Falls Dein Englisch zu wackelig ist für nachfolgende Meldung, faßt der letzte Satz darin zusammen: "Ein Projekt, das den Weg freilegt für begrünte Hochhäuser und für die Städte von morgen als Prototyp gesehen werden kann."

BOSCO VERTICALE wins the INTERNATIONAL HIGHRISE AWARD 2014
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF

The jury of the International Highrise Award (IHP) 2014 resolved unanimously: the residential highrise Bosco Verticale in Milan/Italy has won the prize, worth EUR 50,000, for the world’s most innovative highrise. The firm Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra), now Stefano Boeri Architetti and Barreca & La Varra, and the developer Manfredi Catella (Hines Italia SGR S.p.A.) received the prize statuette and the prize money at the awards ceremony in Frankfurt’s Paulskirche. The IHP prize was awarded by Prof. Felix Semmelroth, the City of Frankfurt Deputy Mayor for Culture, and Dr. Matthias Danne, Member of the Board for Real Estate and Finance at DekaBank. Choosing for the Bosco Verticale, the IHP 2014 awarded a project that blazes the trail for greened highrises and can be considered a prototype for the cities of tomorrow.
Allmählich bezweifle ich sehr stark, daß Du tatsächlich Architektur studierst, da Du hier lediglich als Möchtegern-Ober-Geschmacks-Diktator auftrittst, ohne irgendwelche Fachkenntnisse aufzuweisen. Immerhin tobst Du nun schon 7½ Jahre ohne irgendwelche Anzeichen von geistigem Fortschritt hier durchs HPF. Warst Du irgendwann tatsächlich mal Architektur-Student?

Feldmann
25.02.2015, 13:52
BOSCO VERTICALE wins the INTERNATIONAL HIGHRISE AWARD 2014
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
The jury of the International Highrise Award (IHP) 2014 resolved unanimously: the residential highrise Bosco Verticale in Milan/Italy has won the prize, worth EUR 50,000, for the world’s most innovative highrise. The firm Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra), now Stefano Boeri Architetti and Barreca & La Varra, and the developer Manfredi Catella (Hines Italia SGR S.p.A.) received the prize statuette and the prize money at the awards ceremony in Frankfurt’s Paulskirche. The IHP prize was awarded by Prof. Felix Semmelroth, the City of Frankfurt Deputy Mayor for Culture, and Dr. Matthias Danne, Member of the Board for Real Estate and Finance at DekaBank. Choosing for the Bosco Verticale, the IHP 2014 awarded a project that blazes the trail for greened highrises and can be considered a prototype for the cities of tomorrow.

Klötzchen-Architektur mit Bäumen bleibt immer noch Klötzchen-Architektur.

Hast Du vielleicht noch andere Beispiele?

Arthas
25.02.2015, 16:04
Die abgebildete Arbeitsamts-Fassade etwa, kein astreines Bauhaus, aber davon beeinflusst.

Ein typisches Beispiel für einen im NS untergekommenen Bauhäusler. Durch den NS gebändigt und dadurch im Gegensatz zu reinem Bauhaus noch tragbar und tatsächlich das Ziel von Effizienz und Zweckmäßigkeit erfüllend. Aber eher für Verwaltungsbauten im industriellen Bereich denn als städtische Repräsentativbauten geeignet. Das Bauhaus hätte es dafür aber nicht gebraucht. Diese Entwicklung gab es auch so.


Vor allem aber inneneinrichtungsmäßig...:

http://bauhaus-online.de/files/imagecache/480h/magazin-bilder/g43_kue_11-016_bb.jpg

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fbauhaus-online.de%2Ffiles%2Fimagecache%2F480h%2Fmagazin-bilder%2Fg43_kue_11-016_bb.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fbauhaus-online.de%2Fmagazin%2Fartikel%2Ftautes-heim-glueck-allein&h=480&w=717&tbnid=7MmRXAcbx3a8-M%3A&zoom=1&docid=7AcEws1UYRFFgM&ei=QOzsVPiAG4uCPbDogZAL&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=535&page=1&start=0&ndsp=13&ved=0CCQQrQMwAQ

Sagt mir gar nicht zu. Da halte ich den Art Deco für wesentlich wegweisender:

http://img.edilportale.com/products/prodotti-90284-rel331b149ec8b247ab88d21bf53e0df962.jpg

Arthas
25.02.2015, 17:57
Wann soll das gewesen sein?

Na, im Historismus. Der definiert sich dadurch, Baustile vergangener Epochen entweder stilrein oder in eklektizistischen Mischungen zu verwenden. Wobei hier die stilreinen Bauten wohl das hauptsächliche Problem waren, da sie stilistisch noch am wenigsten für die damalige Epoche stehen konnten.


Das sehen die Vertreter der Moderne anders, weil sie den Historismus schlecht machen und von ihrem eigenem Versagen ablenken wollen.

Nicht nur die. Das sahen auch führende Vertreter des Antimodernismus so. Etwa der Meisterarchitekt Paul Schultze-Naumburg. Aber selbst wenn man es nicht so sieht ist die Zeit des Historismus auch wieder vorbei. Es macht mehr Sinn sich an die nachhistoristischen Stile (außer dem Modernismus) zu orientieren und diese weiterzuentwickeln.


Für's Letztere.

http://www.elchburger.de/sites/default/files/styles/large/public/field/image/finnland-politik.jpg?itok=SVvwbhHU

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f4/Federal_Reserve.jpg

http://www.vam.ac.uk/__data/assets/image/0006/184254/2006al1165_hotel_collectionneur.jpg

http://www.auranext.com/Mes-Images/cite_du_patrimoine_2.jpg

http://2.bp.blogspot.com/-7tYJ01xU_7k/UmILUF9pzMI/AAAAAAAAkAY/uhNDu6lXpTs/s1600/P1060162.JPG

http://hidden-london.com/wp-content/uploads/2013/01/Walthamstow-town-hall-b.png

http://dotform.eu/wp-content/uploads/2012/01/DSC_8559_web.jpg

http://www.rogersteen.de/images/mongolei/tag-01/DSC_6540z.jpg

http://www.mormontemples.com/files/2010/05/mormon-temple-Oklahoma-City-Oklahoma.jpg


Die da wären?

Aus Amerika zum Beispiel:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/90/WeillHall.jpg/800px-WeillHall.jpg

http://www.topworkplaces.com/cms/photos/survey/ajc_12/federal-reserve-bank_atlanta/SE14486_photo_01_orig_full.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/01/Brooklyn_Law_School_Fell_Hall.jpg/640px-Brooklyn_Law_School_Fell_Hall.jpg

Arthas
25.02.2015, 17:59
http://www.24-carat.de/2015/02/BOERI-ST.GIF
Dein hirnloses Geschwafel kommt nicht mal in Deinem HPF-Stuhlkreis an. Statt Adler solltest Du den Vogel Strauß als Ava wählen.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
So ganz richtig ist es zwar nicht, da der Strauß nicht wie Du als Gebäude-Begrünungs-Antagonist den Kopf in Beton steckt, zudem Bauhäusler-Beton. Der Vogels Strauß hat den Vorteil, daß er seinen Kopf aus dem Sand wieder raus nehmen kann.
http://www.24-carat.de/2015/02/BOERI.GIF


Aber Du mit Deinem einbetoniertem Schädel siehst natürlich nicht, daß es außerhalb der BRD echte Architekten gibt, die den Bedarf der Zukunft erkennen und bereits zukunfts-bewußt arbeiten. Falls Dein Englisch zu wackelig ist für nachfolgende Meldung, faßt der letzte Satz darin zusammen: "Ein Projekt, das den Weg freilegt für begrünte Hochhäuser und für die Städte von morgen als Prototyp gesehen werden kann."

BOSCO VERTICALE wins the INTERNATIONAL HIGHRISE AWARD 2014
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF

The jury of the International Highrise Award (IHP) 2014 resolved unanimously: the residential highrise Bosco Verticale in Milan/Italy has won the prize, worth EUR 50,000, for the world’s most innovative highrise. The firm Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra), now Stefano Boeri Architetti and Barreca & La Varra, and the developer Manfredi Catella (Hines Italia SGR S.p.A.) received the prize statuette and the prize money at the awards ceremony in Frankfurt’s Paulskirche. The IHP prize was awarded by Prof. Felix Semmelroth, the City of Frankfurt Deputy Mayor for Culture, and Dr. Matthias Danne, Member of the Board for Real Estate and Finance at DekaBank. Choosing for the Bosco Verticale, the IHP 2014 awarded a project that blazes the trail for greened highrises and can be considered a prototype for the cities of tomorrow.
Allmählich bezweifle ich sehr stark, daß Du tatsächlich Architektur studierst, da Du hier lediglich als Möchtegern-Ober-Geschmacks-Diktator auftrittst, ohne irgendwelche Fachkenntnisse aufzuweisen. Immerhin tobst Du nun schon 7½ Jahre ohne irgendwelche Anzeichen von geistigem Fortschritt hier durchs HPF. Warst Du irgendwann tatsächlich mal Architektur-Student?

Du Fassadengärtner nervst langsam. Müllst hier seit Jahren immer und immer wieder den gleichen mit Bildchen untermalten Stuß ins Forum und unterstellst anderen mangelnden geistigen Fortschritt. :auro:

Heifüsch
25.02.2015, 22:09
...Sagt mir gar nicht zu. Da halte ich den Art Deco für wesentlich wegweisender:

http://img.edilportale.com/products/prodotti-90284-rel331b149ec8b247ab88d21bf53e0df962.jpg

Darf ich ehrlich sein? Das ist Kitsch, zumindest nach meinem unmaßgeblichen Empfinden.

Eine erbauliche Synthese aus Form, Material und Farbe vermag ich hier jedenfalls nicht zu erkennen. Nichts als unausgegorenem historisierendem Ekklektizismus statt avantgardistischer Eleganz, einem Hauptmerkmal des Art Deco...

Arthas
25.02.2015, 23:39
Darf ich ehrlich sein? Das ist Kitsch, zumindest nach meinem unmaßgeblichen Empfinden.

Eine erbauliche Synthese aus Form, Material und Farbe vermag ich hier jedenfalls nicht zu erkennen. Nichts als unausgegorenem historisierendem Ekklektizismus statt avantgardistischer Eleganz, einem Hauptmerkmal des Art Deco...

Nun, ich habe das erste Bild genommen das eine komplette Einrichtung zeig. Da gibt es natürlich auch noch Anderes. Wobei mir wiederum die Richtung in die diese Stücke gehen durchaus zusagt. Sie formulieren einen Stil, der sich doch sichtlich von vorhistoristischen Stilen abgrenzt und eine eigene moderne Formensprache schafft, die aber durchaus an alten Prunk anzuknüpfen weiß. Das ist das, was wir brauchen. Aber Du magst es ja eher puristisch. Wobei sowas natürlich auch nicht in jedem beliebigen Normalbürgerwohnzimmer zu stehen hat, sondern schon in den gehobenen Bereich gehört.

Heifüsch
25.02.2015, 23:47
Nun, ich habe das erste Bild genommen das eine komplette Einrichtung zeig. Da gibt es natürlich auch noch Anderes. Wobei mir wiederum die Richtung in die diese Stücke gehen durchaus zusagt. Sie formulieren einen Stil, der sich doch sichtlich von vorhistoristischen Stilen abgrenzt und eine eigene moderne Formensprache schafft, die aber durchaus an alten Prunk anzuknüpfen weiß. Das ist das, was wir brauchen. Aber Du magst es ja eher puristisch. Wobei sowas natürlich auch nicht in jedem beliebigen Normalbürgerwohnzimmer zu stehen hat, sondern schon in den gehobenen Bereich gehört.

Ja, ich mag das Reduzierte, Sachliche und Praktische. Aufgesetzte Ornamentik als Selbstzweck ist mir jedenfalls zuwider, ebenso wie Prunk und Protz. Das muß natürlich nicht heißen, daß ich antikes Mobiliar nicht schätze, im Gegenteil. Nur darf es nicht aufdringlich und dominant wirken, sondern muß sich Wichtigerem unterordnen: Büchern, Bildern und Pflanzen...>8-))

http://s5.postimg.org/ivlohnblj/P1000395.jpg

Heifüsch
25.02.2015, 23:54
Du Fassadengärtner nervst langsam. Müllst hier seit Jahren immer und immer wieder den gleichen mit Bildchen untermalten Stuß ins Forum und unterstellst anderen mangelnden geistigen Fortschritt. :auro:
Pythia wurde hier zurecht und zum Glück gesperrt...>8-))

Das hier könnte aber durchaus von ihm stammen, um wieder zum Thema zurückzukehren...:

http://green.wiwo.de/wp-content/uploads/2013/10/green8_hochhaus_berlin-197x300.png
Die Grüne 8 – nachhaltiger Wolkenkratzer für Berlin (Copyright und Entwurf: Agnieszka Preibisz and Peter Sandhaus)

(Links hinten der Alexanderplatz)

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://green.wiwo.de/wp-content/uploads/2013/10/green8_hochhaus_berlin.png&imgrefurl=http://green.wiwo.de/konzepte-fuer-hochhaus-farmen-so-sollen-aecker-in-den-himmel-wachsen/&h=709&w=467&tbnid=7B6PvQLt61yLEM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=59&usg=__3hcgD9FuL3XLFU1-Hh4KIaR2dTM=&docid=3qcOakcfcPLmIM&sa=X&ei=WWDuVKrrOojFPbfUgNgM&sqi=2&ved=0CCYQ9QEwAQ

>x-(

Arthas
26.02.2015, 00:15
Ja, ich mag das Reduzierte, Sachliche und Praktische. Aufgesetzte Ornamentik als Selbstzweck ist mir jedenfalls zuwider, ebenso wie Prunk und Protz. Das muß natürlich nicht heißen, daß ich antikes Mobiliar nicht schätze, im Gegenteil. Nur darf es nicht aufdringlich und dominant wirken, sondern muß sich Wichtigerem unterordnen: Büchern, Bildern und Pflanzen...>8-))

http://s5.postimg.org/ivlohnblj/P1000395.jpg

Das ist für die einfachen Schichten auch durchaus richtig, doch bedarf es für das Höhere und den öffentlichen Raum auch eine angemessene Repräsentation. Dafür gilt es einen zeitgemäßen Ausdruck zu finden. Außerdem wirkt sich der Stil der Oberschicht, der öffentlichen Repräsentation auch auf jenen der unteren Schichten aus und dient als Vorbild für eine einfachere, reduziertere Machart. Daß sowas fehlt, ist mit ein Grund für die geschmackliche Verirrung in großen Teilen des Volkes.

Arthas
26.02.2015, 00:22
Pythia wurde hier zurecht und zum Glück gesperrt...>8-))

Das hier könnte aber durchaus von ihm stammen, um wieder zum Thema zurückzukehren...:

http://green.wiwo.de/wp-content/uploads/2013/10/green8_hochhaus_berlin-197x300.png
Die Grüne 8 – nachhaltiger Wolkenkratzer für Berlin (Copyright und Entwurf: Agnieszka Preibisz and Peter Sandhaus)

(Links hinten der Alexanderplatz)

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://green.wiwo.de/wp-content/uploads/2013/10/green8_hochhaus_berlin.png&imgrefurl=http://green.wiwo.de/konzepte-fuer-hochhaus-farmen-so-sollen-aecker-in-den-himmel-wachsen/&h=709&w=467&tbnid=7B6PvQLt61yLEM:&zoom=1&tbnh=90&tbnw=59&usg=__3hcgD9FuL3XLFU1-Hh4KIaR2dTM=&docid=3qcOakcfcPLmIM&sa=X&ei=WWDuVKrrOojFPbfUgNgM&sqi=2&ved=0CCYQ9QEwAQ

>x-(

Na, hoffen wir mal, daß dieses Ding an Berlins Innovationsaversion scheitert.

Heifüsch
26.02.2015, 00:31
Das ist für die einfachen Schichten auch durchaus richtig, doch bedarf es für das Höhere und den öffentlichen Raum auch eine angemessene Repräsentation. Dafür gilt es einen zeitgemäßen Ausdruck zu finden. Außerdem wirkt sie der Stil der Oberschicht, der öffentlichen Repräsentation auch auf jenen der unteren Schichten aus und dient als Vorbild für eine einfachere, reduziertere Machart. Daß sowas fehlt, ist mit ein Grund für die geschmackliche Verirrung in großen Teilen des Volkes.

Diese geschmackliche Desorientiertheit ist sicherlich politisch gewollt. Von den Lobbyisten einer knallhart kalkulierenden Möbel- und Einrichtungsindustrie, für die eine geschmacksresultierende Konsumverweigerung natürlich der Untergang wäre >8-))

Aber dein Thema ist wohl eher das Repräsentative, wobei auch hier dieselben Gesetzmäßigkeiten zu gelten haben wie für den normalen Hausgebrauch: Nichts Falsches und nichts Aufgesetztes! Jedenfalls nichts, was als Fassade einer ganz anderen Realität wirken könnte. Dein Art Deco-Einrichtungsbeispiel kenne ich jedenfalls von kulturell eher ungebildeten Akademikern, die sich den Anschein des Bildungsbürgertums zu verschaffen versuchen, während mein Bildchen das unverfälschte häusliche Ambiente eines ehemaligen Schulabbrechers, Obdachlosen und letztendlich zum Handwerker avancierten Normalverdieners wiedergibt. Aber wir sind schon wieder vollkommen OT...>x-))

Heifüsch
26.02.2015, 00:37
Na, hoffen wir mal, daß dieses Ding an Berlins Innovationsaversion scheitert.

Wenn du die Lüscher´sche Hochhausaversion meinst, bin ich d´accord. Die Grünen jedoch wird´s entzücken, allerdings gutmenschenkomatibel mit ner favelamäßigen Traufhöhe von 2,70m...>x-(

Arthas
26.02.2015, 00:52
Diese geschmackliche Desorientiertheit ist sicherlich politisch gewollt. Von den Lobbyisten einer knallhart kalkulierenden Möbel- und Einrichtungsindustrie, für die eine geschmacksresultierende Konsumverweigerung natürlich der Untergang wäre >8-))

Aber dein Thema ist wohl eher das Repräsentative, wobei auch hier dieselben Gesetzmäßigkeiten zu gelten haben wie für den normalen Hausgebrauch: Nichts Falsches und nichts Aufgesetztes! Jedenfalls nichts, was als Fassade einer ganz anderen Realität wirken könnte. Dein Art Deco-Einrichtungsbeispiel kenne ich jedenfalls von kulturell eher ungebildeten Akademikern, die sich den Anschein des Bildungsbürgertums zu verschaffen versuchen, während mein Bildchen das unverfälschte häusliche Ambiente eines ehemaligen Schulabbrechers, Obdachlosen und letztendlich zum Handwerker avancierten Normalverdieners wiedergibt. Aber wir sind schon wieder vollkommen OT...>x-))

Ich sollte mal wieder ein paar neue Stränge im Architekturforum eröffnen. Da gäbe es genug Themen die anzusprechen wären.

Heifüsch
26.02.2015, 01:12
Ich sollte mal wieder ein paar neue Stränge im Architekturforum eröffnen. Da gäbe es genug Themen die anzusprechen wären.

Ich wäre dabei! :gib5:

Arthas
26.02.2015, 01:33
Ich wäre dabei! :gib5:

Was ich schon vor langer Zeit eröffnen wollte, ist ein Strang über den deutschen Baustil der Zukunft. Worüber hier ja nun schon einige Seiten diskutiert wurde. Bisher habe ich das hinaufgeschoben, da ich erst einige eigene Werke und Entwürfe diesbezüglich vorzeigbar fertigstellen wollte, an denen ich nebenbei gelegentlich arbeite. Allerdings bin ich da noch nicht weit, da ich ständig Änderungen Vornehme. Es fehlt eben noch ein konkreter, verbindlicher und umfassender Stil. Da wäre es vielleicht ganz sinnvoll, daß ganze in einem Strang hier erst einmal genauer auf- und auszuarbeiten.

Dazu noch ein Strang zu zeitgenössischen Architekten wider dem Modernismus. Und passend zu den letzten Beiträgen hier wäre auch ein Strang zu modernen Schloß- und Palastbauten.

Heifüsch
26.02.2015, 01:45
Was ich schon vor langer Zeit eröffnen wollte, ist ein Strang über den deutschen Baustil der Zukunft. Worüber hier ja nun schon einige Seiten diskutiert wurde. Bisher habe ich das hinaufgeschoben, da ich erst einige eigene Werke und Entwürfe diesbezüglich vorzeigbar fertigstellen wollte, an denen ich nebenbei gelegentlich arbeite. Allerdings bin ich da noch nicht weit, da ich ständig Änderungen Vornehme. Es fehlt eben noch ein konkreter, verbindlicher und umfassender Stil. Da wäre es vielleicht ganz sinnvoll, daß ganze in einem Strang hier erst einmal genauer auf- und auszuarbeiten.

Dazu noch ein Strang zu zeitgenössischen Architekten wider dem Modernismus. Und passend zu den letzten Beiträgen hier wäre auch ein Strang zu modernen Schloß- und Palastbauten.

Solche Stränge gehen meist mangels genügender Resonanz ein. Da diese Themen aber auch mein Interesse berühren, garantiere ich dir jedenfalls meine rege Teilnahme an diesbezüglichen Diskussionen...>ß-)

Feldmann
26.02.2015, 15:34
Na, im Historismus. Der definiert sich dadurch, Baustile vergangener Epochen entweder stilrein oder in eklektizistischen Mischungen zu verwenden. Wobei hier die stilreinen Bauten wohl das hauptsächliche Problem waren, da sie stilistisch noch am wenigsten für die damalige Epoche stehen konnten.

Und wo liegt darin die Konzeptionslosigkeit?



Nicht nur die. Das sahen auch führende Vertreter des Antimodernismus so. Etwa der Meisterarchitekt Paul Schultze-Naumburg.

Damit haben sie unseren Innenstädten keinen großen Gefallen getan.



Aus Amerika zum Beispiel:

Also doch Reduktionsklassizismus.

Warum so bescheiden?

http://www.longboardplanet.be/sites/default/files/spot/palais-de-justice.jpg

http://static.panoramio.com/photos/large/95216878.jpg



Nichts als unausgegorenem historisierendem Ekklektizismus statt avantgardistischer Eleganz, einem Hauptmerkmal des Art Deco...

Besonders historisierend sieht das aber nicht aus.



Pythia wurde hier zurecht und zum Glück gesperrt...>8-))

Schade, ich hätte mich auf eine Antwort gefreut.



Na, hoffen wir mal, daß dieses Ding an Berlins Innovationsaversion scheitert.

Für den Stadtrand ist so ein Gebäude immer gut geeignet.

Heifüsch
26.02.2015, 18:12
....Besonders historisierend sieht das aber nicht aus....

Ich meinte dieses braune Ensemble...:

http://img.edilportale.com/products/prodotti-90284-rel331b149ec8b247ab88d21bf53e0df962.jpg

...und das hat nun mal ne Menge Anleihen an Vergangenes. An Empire und Biedermeier und an die frühen Ideale industrieller Massenproduktion. Die spießige Tapete und der moderne Fernseher geben dem Ganzen dann noch den Rest...>x-(

Aber ich sehe gerade, daß Pythia gestern trotz Strangsperre gepostet hat. Vielleicht hat er sich nen Nachschlüssel besorgt...>ß-))

Feldmann
26.02.2015, 21:36
...und das hat nun mal ne Menge Anleihen an Vergangenes. An Empire und Biedermeier und an die frühen Ideale industrieller Massenproduktion. Die spießige Tapete und der moderne Fernseher geben dem Ganzen dann noch den Rest...

Ich hatte da eher so etwas im Sinn:

http://www.antiknet.de/bilder/2014/1219_buffet_nuss_figuren/01.jpg

Heifüsch
26.02.2015, 22:22
Ich da eher so etwas im Sinn:...



Ach herrjeh, ja... >%-)) Aber wer möchte schon wie der Adel hausen?

Ich kenne jedenfalls die ganzen Vorlagenblätter für Möbeltischler vom Ende des 19. Jahrhunderts, die von Geschmacklosigkeiten nur so wimmeln. Dieses bescheidene Schränkchen ist ja noch einigermaßen stilrein manieristisch oder was auch immer. Mit einem Möbel aus der Zeit um 1600 hat das aber kaum noch was zu tun.

Das Art Deco-Beispiel ist dagegen ein eigenständiges Konstrukt, keine Frage. Aber eben mit einigen Anklängen an die Experimentierphase der Nach-Rokoko-Zeit, insofern also doch nicht ganz so originell. Egal, über Geschmack lässt sich nun mal nicht objektiv streiten...>8-)

Feldmann
26.02.2015, 22:37
Aber wer möchte schon wie der Adel hausen?

Ich hätte nichts dagegen einzuwenden. ;)



Ich kenne jedenfalls die ganzen Vorlagenblätter für Möbeltischler vom Ende des 19. Jahrhunderts, die von Geschmacklosigkeiten nur so wimmeln.

Diesem Urteil kann ich mich nicht anschließen. Du scheinst erhebliche Vorurteile gegenüber dem Historismus zu hegen. :sonicht:



Dieses bescheidene Schränkchen ist ja noch einigermaßen stilrein manieristisch oder was auch immer. Mit einem Möbel aus der Zeit um 1600 hat das aber kaum noch was zu tun.

Warum sollte es auch?



Egal, über Geschmack lässt sich nun mal nicht objektiv streiten

Über Geschmack an sich vielleicht nicht, aber über bestimmte Aspekte schon.

Heifüsch
26.02.2015, 22:59
Ich hätte nichts dagegen einzuwenden. ;)

Ich auch nicht. Aber dann würde ich erst mal gründlich ausmisten...>8-))

Was allerdings diesen Historismus der Gründerzeit betrifft, tritt der nun mal in den seltensten Fällen stilrein auf. Und verglichen mit der Renaissance oder dem Klassizismus, entsteht hier im Rückgriff auf das Alte eben nichts Neues. Jedenfalls nichts originelles Neues, sondern eher ein Stilmischmasch ohne Eigenleben. Wenn du etwas von Jazz verstehst, kannst du das mit dem unsäglichen "Dixieland" der 70er und 80er Jahre vergleichen, der es gerade mal schaffte, als unfreiwillige Parodie des Jazz der 20er zu reüssieren. Als Musik für Unmusikalische gewissermaßen, die keinen Unterschied erkennen zwischen dem musikalisch hochinteressanten und avantgardistischem Original und seinem billigen und vollkommen verwässerten Abklatsch. >x-(

"Neubauten in Berlin..."! Nur gut, daß hier nicht moderiert wird! >ß-))

Arthas
27.02.2015, 00:40
Und wo liegt darin die Konzeptionslosigkeit?

Es wurde nach Mode und jeweiligen Geschmack gebaut. Es gab keine übergeordneten Richtlinien, keinen höheren Sinn wie in früheren Stilepochen. Ein bunter Stilmischmasch der nichts Neues, Eigenes schuf, sondern nur Vergangenes nachbaute, bestenfalls kombinierte. Das hat auch Heifüsch schon im letzten Beitrag gut beschrieben.


Damit haben sie unseren Innenstädten keinen großen Gefallen getan.

Antimodernisten wie Schultze-Naumburg? Inwiefern?


Also doch Reduktionsklassizismus.

Die gezeigten amerikanischen Neubauten sind, bis auf den letzten, eher Art Deco-Orientiert.


Warum so bescheiden?

http://www.longboardplanet.be/sites/default/files/spot/palais-de-justice.jpg

http://static.panoramio.com/photos/large/95216878.jpg

Wie geschrieben, sind das alles nur Beispiele an denen wir uns orientieren können. Hier wäre dann übrigens noch ein Beispiel aus Saudi-Arabien, das man wohl eher nicht bescheiden nennen kann, die Abradsch-al-Bait-Türme:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/f/f4/Abraj-al-Bait-Towers.JPG/640px-Abraj-al-Bait-Towers.JPG

https://thevoiceofnature.files.wordpress.com/2011/12/royalmakkahclocktowertallestclocktower252832529.jp g

http://www.sl-rasch.de/projects/special/p_1601-hilal/clock_1z.jpg

Da die nichtmodernistische Architektur zurzeit noch ein Nischendasein fristet, wird man wirkliche Höhepunkte an Prachtbauten in einer neuen Stilentwicklung eher schwer finden. Das wird noch kommen. Doch erst mal muß der Stil dazu definiert und durchgesetzt werden.


Schade, ich hätte mich auf eine Antwort gefreut.

Die kann ich geben. Das einzig gelungene Beispiel welches mir einfiele ist schon ein wenig älter:

http://www.kunstkopie.de/kunst/k_ferdinand/babylon.jpg


Für den Stadtrand ist so ein Gebäude immer gut geeignet.

Modernistischer Schund ist nur für zwei Dinge geeignet: Als Gefängnisarchitektur und für Strafkolonien.

Margok
27.02.2015, 01:38
Pythia wurde hier zurecht und zum Glück gesperrt...>8-))

Das hier könnte aber durchaus von ihm stammen, um wieder zum Thema zurückzukehren...:

http://green.wiwo.de/wp-content/uploads/2013/10/green8_hochhaus_berlin-197x300.png
Die Grüne 8 – nachhaltiger Wolkenkratzer für Berlin (Copyright und Entwurf: Agnieszka Preibisz and Peter Sandhaus)
...

Ein Berufsverbot für manche "Architekten" wäre eine seeeehr erfreuliche Sache...

Heifüsch
27.02.2015, 11:34
Ein Berufsverbot für manche "Architekten" wäre eine seeeehr erfreuliche Sache...

Alternativ könnte man sie nach Shanghai oder Abu Dhabi ausweisen...>$-(

Kikumon
27.02.2015, 11:40
Ich hatte da eher so etwas im Sinn:

http://www.antiknet.de/bilder/2014/1219_buffet_nuss_figuren/01.jpg

Ich bin eine Altbauliebhaberin. Der Schrank würde herrlich da hineinpassen.

Heifüsch
27.02.2015, 11:48
http://www.sl-rasch.de/projects/special/p_1601-hilal/clock_1z.jpg

http://www.demotivationalposters.net/image/demotivational-poster/0910/big-ben-time-clock-ben-big-hands-wth-demotivational-poster-1256306288.jpg

Vergleicht man den obigen Kitsch mit der Londoner Vorlage, wird klar, daß die Saudis nichts verstanden haben. Sie sind allenfalls in der Lage, die Versatzstücke ihres prolligen Luxusverständnisses zusammenzubasteln und sich wie die Kinder am peinlichen Ergebnis zu erfreuen.
Ansonsten hat dieses Ensemble aber durchaus seinen Reiz. Allerdings nur dort, wo es an das New Yorker Skyscraper-Art Deco erinnert...

Heifüsch
27.02.2015, 11:50
Ich bin eine Altbauliebhaberin. Der Schrank würde herrlich da hineinpassen.

Sowas braucht auf jeden Fall hohe Decken. Und als Solitär isser ja auch ganz nett...>8-))

Feldmann
27.02.2015, 12:36
Ich auch nicht. Aber dann würde ich erst mal gründlich ausmisten...

Ich komm dann mal bei dir vorbei und hole den ganzen "Krempel" ab.



Was allerdings diesen Historismus der Gründerzeit betrifft, tritt der nun mal in den seltensten Fällen stilrein auf. Und verglichen mit der Renaissance oder dem Klassizismus, entsteht hier im Rückgriff auf das Alte eben nichts Neues. Jedenfalls nichts originelles Neues, sondern eher ein Stilmischmasch ohne Eigenleben.

Das hatten wir doch schon.



Wenn du etwas von Jazz verstehst, kannst du das mit dem unsäglichen "Dixieland" der 70er und 80er Jahre vergleichen, der es gerade mal schaffte, als unfreiwillige Parodie des Jazz der 20er zu reüssieren. Als Musik für Unmusikalische gewissermaßen, die keinen Unterschied erkennen zwischen dem musikalisch hochinteressanten und avantgardistischem Original und seinem billigen und vollkommen verwässerten Abklatsch.

Das ist zugegebenermaßen nicht mein Spezialgebiet. Deshalb kann ich dir nicht so ganz folgen.



"Neubauten in Berlin..."! Nur gut, daß hier nicht moderiert wird!

Letztendlich geht es doch jetzt um "des Pudels Kern".



Es wurde nach Mode und jeweiligen Geschmack gebaut. Es gab keine übergeordneten Richtlinien, keinen höheren Sinn wie in früheren Stilepochen. Ein bunter Stilmischmasch der nichts Neues, Eigenes schuf, sondern nur Vergangenes nachbaute, bestenfalls kombinierte. Das hat auch Heifüsch schon im letzten Beitrag gut beschrieben.

s. o.



Antimodernisten wie Schultze-Naumburg? Inwiefern?

Mit ihrer Vorliebe für Kargheit sind sie von den Vertretern der Moderne gar mal so weit entfernt.



Die gezeigten amerikanischen Neubauten sind, bis auf den letzten, eher Art Deco-Orientiert.

Auf Englisch bezeichnet man diesen Stil passenderweise als "Stripped Classicism".



Hier wäre dann übrigens noch ein Beispiel aus Saudi-Arabien, das man wohl eher nicht bescheiden nennen kann, die Abradsch-al-Bait-Türme:

Daran orientieren wir uns hoffentlich nicht.



Vergleicht man den obigen Kitsch mit der Londoner Vorlage, wird klar, daß die Saudis nichts verstanden haben. Sie sind allenfalls in der Lage, die Versatzstücke ihres prolligen Luxusverständnisses zusammenzubasteln und sich wie die Kinder am peinlichen Ergebnis zu erfreuen.

Daran sieht man den Unterschied zwischen Kunst (Historismus) und Kitsch (?).

Heifüsch
27.02.2015, 22:07
.....Daran sieht man den Unterschied zwischen Kunst (Historismus) und Kitsch (?).

Den Big Ben würde ich nicht gerade als Kunst bezeichnen. Eher als solides Kunsthandwerk bzw. als Edelkitsch, einmal ganz streng betrachtet. Für diesen protzigen Billig-Abklatsch in Mekka finde ich dagegen schon gar keine Bezeichnung mehr, so sehr ich mich auch anstrenge...>x-))

Aber anstelle des Jazz können wir uns vielleicht auch auf die Historienmalerei des ausgehenden 19.Jhdts. verständigen, welche ja kein penibel rekonstruiertes, sondern ein bewusst konstruiertes Bild der Vergangenheit lieferte. Meist pathetisch und voller falscher Romantik und vollkommen ungeeignet, Vergangenes tatsächlich nachvollziehbar zu machen...

https://brentano2013.files.wordpress.com/2013/09/grafik-mrm-friedrich-ii.jpg

Feldmann
28.02.2015, 00:51
Den Big Ben würde ich nicht gerade als Kunst bezeichnen. Eher als solides Kunsthandwerk bzw. als Edelkitsch, einmal ganz streng betrachtet.

Was würdest du denn dann als Kunst bezeichnen?



Für diesen protzigen Billig-Abklatsch in Mekka finde ich dagegen schon gar keine Bezeichnung mehr, so sehr ich mich auch anstrenge...

Ich glaube gar nicht mal, dass das Ding so billig gewesen ist.



Aber anstelle des Jazz können wir uns vielleicht auch auf die Historienmalerei des ausgehenden 19.Jhdts. verständigen, welche ja kein penibel rekonstruiertes, sondern ein bewusst konstruiertes Bild der Vergangenheit lieferte. Meist pathetisch und voller falscher Romantik und vollkommen ungeeignet, Vergangenes tatsächlich nachvollziehbar zu machen...

Das ist so nicht richtig. Gerade die Historienmalerei des 19. Jahrhunderts war im Vergleich zu vorherigen Epochen um ein relativ hohes Maß an Authenzität bemüht. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten versteht sich.


Barock:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/Castro_Battle_of_Actium.jpg


Akademismus:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c5/Jean-Leon_Gerome_Pollice_Verso.jpg/1024px-Jean-Leon_Gerome_Pollice_Verso.jpg


Was wirkt realistischer?

Heifüsch
28.02.2015, 01:21
Was würdest du denn dann als Kunst bezeichnen?

Kunst baut immer auf Vorhandenem auf. Sie sollte jedoch qualitativ nicht hinter ihren Vorlagen zurückfallen, sondern neue Sichtweisen entwickeln. Aber richtungsweisend und stilbildend und keinen kurzlebigen Moden folgend...


Ich glaube gar nicht mal, dass das Ding so billig gewesen ist.

Beton, gut verarbeitet und aufwendig kaschiert, hat natürlich seinen Preis. Auch das Colosseum in Rom ist ein Betonbau, aber selbst in seiner Ruinenästhetik von unübertroffenen Reiz. Und nun stell´dir mal diesen Turm in Mekka vor nach dem Untergang des Islam. Wie wird der wohl in 2000 Jahren aussehen? Er wird jedenfalls keinen künftigen Piranesi und keine Heerscharen von Touristen anlocken, da bin ich mir ziemlich sicher.


...Das ist so nicht richtig. Gerade die Historienmalerei des 19. Jahrhunderts war im Vergleich zu vorherigen Epochen um ein relativ hohes Maß an Authenzität bemüht. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten versteht sich.....Was wirkt realistischer?

Anstelle deiner durchaus überzeugenden, wenngleich theatralischen Gladiatorenszene möchte ich als selbsternannter Schiffsgelehrter doch noch einmal auf mein Beispiel verweisen, welches in der Darstellung des Wasserfahrzeugs nicht weniger phantasievoll ist als dein barockes Seeschlachtengemälde. Das kann aber nur beurteilen, wer sich mit den Quellen befasst, weshalb solche Abbildungen auch heute noch gerne zur Illustration angeblich seriöser Geschichtsbetrachtungen herangezogen werden. Die bebilderte Populärliteratur wimmelt jedenfalls von diesem verklärenden Müll...>&-(

Arthas
28.02.2015, 04:37
Mit ihrer Vorliebe für Kargheit sind sie von den Vertretern der Moderne gar mal so weit entfernt.

Nach dem ornamental überladenen und stildurchmischten Historismus war das eben ein allgemeiner Trend der damaligen Zeit. Allerdings mit ganz anderer Intention. Schultze-Naumburg war als Autor der Kulturarbeiten einer der führenden Köpfe der antimodernistischen Lebensreformbewegung und Begründer der Heimatschutzarchitektur. Sein Ziel war die Rettung bzw. Wiederherstellung des natürlichen Landschafts-, Dorf- und Stadtbildes. Zu diesem Zwecke sollte sich auch wieder auf einfache und ursprüngliche Bauformen regionaler Tradition und klassizistischer Formgebung besonnen, wieder Ordnung in die Städte gebracht und ein Neuanfang in Verbindung von Tradition und Moderne gemacht werden. Dazu kann ich auch das Buch ""Kultur-Bolschewismus" oder "Ewige Ordnung" - Architektur und Ideologie im 20. Jahrhundert" empfehlen. Es verschafft einen guten Einblick in die Architekturbewegungen der Frühmoderne und das wirken Schultze-Naumburgs, aber auch anderer Vertreter Alternativwege moderner Architektur. Hier übrigens mal einige Werke Schultze-Naumburgs:

http://frank66furt.de/burgen/65/65201.JPG

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c7/Schloss_Cecilienhof_Panorama.jpg/1024px-Schloss_Cecilienhof_Panorama.jpg

http://fotos.rennrad-news.de/f/vn/8i/vn8iynabppjm/original_2014-04-21-GutHospelt.JPG

http://www.altthymen.de/dammsh.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/87/Parchim_Amtsgericht_2008-07-26_092.jpg/800px-Parchim_Amtsgericht_2008-07-26_092.jpg


Auf Englisch bezeichnet man diesen Stil passenderweise als "Stripped Classicism".

Womit wir wieder bei der Annährung von Art Deco und Neoklassizismus wären. Allerdings bezeichnet man ja heutzutage gerne alle möglichen sich traditionell orientierenden Neubauten als neoklassizistisch.


Daran orientieren wir uns hoffentlich nicht.

Ich würde sowas auch nicht in Deutschland stehen haben wollen. Interessant ist der Bau trotzdem.

Silencer
28.02.2015, 07:06
Ein weiterer Wohnungsneubau:
http://www.abload.de/img/bild_bigexyw.jpg

Das Gebäude hier ist bisher das schönste Haus in diesem Strang. Ich habe zwar keine Ahnung von Architektur als Fach, aber erkenne Gelungenes von Hässlichkeiten, meine ich. Hier geht es auch ohne Satteldach.

Heifüsch
28.02.2015, 10:13
Das Gebäude hier ist bisher das schönste Haus in diesem Strang. Ich habe zwar keine Ahnung von Architektur als Fach, aber erkenne Gelungenes von Hässlichkeiten, meine ich. Hier geht es auch ohne Satteldach.

Wichtig ist eben, daß ein Gebäude oben nicht wie abgeschnitten wirkt, wie im modernen Plattenbau üblich. Ein klar abgesetzter Sockelbereich und oben dann ein betonter Dachabschluß, mehr braucht man erst mal nicht, um ein Gebäude zu strukturieren. Genial ist hier dann auch dieses (zur Gründerzeit durchaus übliche) Eckrondell, dem damals wohl noch ein dekoratives Türmchen aufgesetzt worden wäre. >8-)

Feldmann
28.02.2015, 17:39
Kunst baut immer auf Vorhandenem auf. Sie sollte jedoch qualitativ nicht hinter ihren Vorlagen zurückfallen, sondern neue Sichtweisen entwickeln. Aber richtungsweisend und stilbildend und keinen kurzlebigen Moden folgend.

Das trifft doch auf den "Palace of Westminster" zu.



Das kann aber nur beurteilen, wer sich mit den Quellen befasst, weshalb solche Abbildungen auch heute noch gerne zur Illustration angeblich seriöser Geschichtsbetrachtungen herangezogen werden. Die bebilderte Populärliteratur wimmelt jedenfalls von diesem verklärenden Müll.

Deshalb heißt es ja auch Populär- und nicht Fachliteratur.



Nach dem ornamental überladenen und stildurchmischten Historismus war das eben ein allgemeiner Trend der damaligen Zeit.

Die Ornamentfeindlichkeit jener Zeit mag damals durchaus nachvollziehbar gewesen sein. Schließlich gab es noch keine abschreckenden Gegenbeispiele.

Allerdings könnten wir heutzutage doch wieder ein wenig mehr Oranament wagen.



Dazu kann ich auch das Buch ""Kultur-Bolschewismus" oder "Ewige Ordnung" - Architektur und Ideologie im 20. Jahrhundert" empfehlen. Es verschafft einen guten Einblick in die Architekturbewegungen der Frühmoderne und das wirken Schultze-Naumburgs, aber auch anderer Vertreter Alternativwege moderner Architektur.

Vielleicht sollte ich wirklich mal einen Blick riskieren.



Womit wir wieder bei der Annährung von Art Deco und Neoklassizismus wären. Allerdings bezeichnet man ja heutzutage gerne alle möglichen sich traditionell orientierenden Neubauten als neoklassizistisch.

Neogotik ist halt noch nicht wieder hoffähig.



Hier geht es auch ohne Satteldach.

Mit Dach wäre es aber besser.

Silencer
28.02.2015, 17:51
..........................
Mit Dach wäre es aber besser.

Hmm. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. So wirkt das Gebäude leicht und mediterran. Eine tolle Bereicherung für Berlin.

Arthas
28.02.2015, 22:19
Die Ornamentfeindlichkeit jener Zeit mag damals durchaus nachvollziehbar gewesen sein. Schließlich gab es noch keine abschreckenden Gegenbeispiele.

Allerdings könnten wir heutzutage doch wieder ein wenig mehr Oranament wagen.

Es gibt halt noch nicht viele zeitgenössische Beispiele dafür. Aber wie bereits geschrieben, habe ich nichts dagegen und würde es sogar befürworten. Allerdings sollte diese Ornamentik etwas neues als bloßer Historismus sein. Eher wäre sich am Art Deco zu orientieren. Hier wurde bereits ein Ornament der Moderne erfunden. Das gilt es jetzt weiterzuentwickeln.


Vielleicht sollte ich wirklich mal einen Blick riskieren.

Dies wäre wirklich zu empfehlen.

Arthas
28.02.2015, 22:22
Hmm. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. So wirkt das Gebäude leicht und mediterran. Eine tolle Bereicherung für Berlin.

Mediterranes gehört, wie der Name schon sagt, ans Mittelmeer.

Silencer
01.03.2015, 08:29
Mediterranes gehört, wie der Name schon sagt, ans Mittelmeer.

Gegen so etwas würde ich es aber niemals tauschen wollen:

48522

Feldmann
01.03.2015, 20:07
Gegen so etwas würde ich es aber niemals tauschen wollen:

48522

So etwas wird glücklicherweise nicht mehr gebaut.

Zyankali
14.02.2017, 16:10
jetzt kommt sie doch, die einheitsbrücke...


Eigentlich war das Projekt aus Kostengründen verworfen worden - jetzt wird das umstrittene Einheitsdenkmal in Berlin wohl doch gebaut. Darauf haben sich zumindest die Fraktionschefs von SPD und CDU geeinigt.

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/02/einheitsdenkmal-berlin-soll-nun-doch-gebaut-werden.html

veranschlagt werden 10 mio, befürchtet werden 15 mio, und am ende werden es wohl 100 werden. berlin hats ja...

sibilla
14.02.2017, 17:40
So etwas wird glücklicherweise nicht mehr gebaut.

das nicht, aber aufwendig renoviert.

nicht immer zum besten, aber eben zweckmäßig und danach teuer.

grüßle s.

Arthas
17.02.2017, 07:38
jetzt kommt sie doch, die einheitsbrücke...



https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/02/einheitsdenkmal-berlin-soll-nun-doch-gebaut-werden.html

veranschlagt werden 10 mio, befürchtet werden 15 mio, und am ende werden es wohl 100 werden. berlin hats ja...

Und dann wird man dieses häßliche, unauthentische Ding natürlich später auch noch wieder abreißen müssen.

LOL
17.02.2017, 10:03
Mediterranes gehört, wie der Name schon sagt, ans Mittelmeer.
Na ja. Mediterran ist auch die Ordnung bzw Ornametik der griechischen Klassik und Roms, und aller darauf basierenden Nacheiferer...und damit letztlich bis hin zu deinem Neoneoneoklassizismus.

Man kann ja nicht einfach mal aus dem Stand heraus gänzlich neue Ordnungen erfinden...

Tandaradei
17.02.2017, 13:45
Mediterranes gehört, wie der Name schon sagt, ans Mittelmeer.

Na ja, alle Bauten Schinkels sind mediterran.

Die ältesten Baustile, die die Deutschen pflegten, waren wohl der Fachwerkbau und die Romanik (z. B. Mausoleum des Theoderich (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9d/Tomb_of_Theoderich_the_Great_Ravenna.jpg), Aachener Dom (http://img.fotocommunity.com/aachener-dom-6167ebe6-aa51-454b-8d3c-fc6be8eaee36.jpg?height=1080), Speyerer Dom (https://www.stripes.com/polopoly_fs/1.260149.1416948676!/image/image.jpg_gen/derivatives/landscape_900/image.jpg)). Anfang des 20. Jhd. entstand der auf Deutschland begrenzte Heimatschutzstil (z. B. Rathaus in Wipperfürth (http://www.klaes-w.de/fotos/bergisches_land/wipperfuerth/wipperfuerth_rathaus_mit_marktbrunnen_27999a.jpg), Rathaus in Wiehl (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/56/Rathaus_Wiehl_von_1939.JPG)).

Heifüsch
17.02.2017, 16:36
Na ja, alle Bauten Schinkels sind mediterran.

Die ältesten Baustile, die die Deutschen pflegten, waren wohl der Fachwerkbau und die Romanik (z. B. Mausoleum des Theoderich (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9d/Tomb_of_Theoderich_the_Great_Ravenna.jpg), Aachener Dom (http://img.fotocommunity.com/aachener-dom-6167ebe6-aa51-454b-8d3c-fc6be8eaee36.jpg?height=1080), Speyerer Dom (https://www.stripes.com/polopoly_fs/1.260149.1416948676!/image/image.jpg_gen/derivatives/landscape_900/image.jpg)). Anfang des 20. Jhd. entstand der auf Deutschland begrenzte Heimatschutzstil (z. B. Rathaus in Wipperfürth (http://www.klaes-w.de/fotos/bergisches_land/wipperfuerth/wipperfuerth_rathaus_mit_marktbrunnen_27999a.jpg), Rathaus in Wiehl (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/56/Rathaus_Wiehl_von_1939.JPG)).

Jetzt soll ja auch Schinkels Bauakademie endlich wiedererrichtet werden, wie der DLF gestern meldete. Die Finanzierung sei nun gesichert, allerdings werde man den Bau nicht originalgetreu rekonstruieren, aus welchen Gründen auch immer. Hoffentlich bezieht sich das nur auf das Innere, nicht daß sich wieder irgendein "Stararchitekt" berufen fühlt, sich an der Fassade zu vergreifen... >x´(

Hans Huckebein
22.02.2017, 21:26
Meistens eine katastrophe!

Der hohe glaskasten neben dem cafe kranzler, der potsdamer platz, rund um den "hauptbahnhof" im nirgendwo.....

Am alexanderplatz ist es so häßlich, da kann man gar nichts falschmachen und dieses rosarote einkaufszentrum auf dem gelände des ehem. polizeipräsidiums ist eher noch ein genuss.

Lese gerade ein buch über die entstehung der alten hansaviertels, was hat man sich mühe gegeben....max.3 geschosser mit vorgärten, heute möchte man da nicht tod über den zaun hängen!

Es ist natürlich alles ansichtssache, die einen mögen es "modern" die anderen nicht.

Beinahe hätte ich das kanzleramt vergessen, sieht aus wie eine müllverbrennungsanlage nur der kamin fehlt;

Tutsi
22.02.2017, 21:29
In der Berliner-woche hat sich ein Leser gefragt, weshalb die Regierung vor 10 Jahren die ganzen Schulen abgerissen haben und jetzt fehlt das Geld für neue Schulen und Schulsanierungen. Aber so richtig darauf eingegangen wurde nicht. War da nicht eine schwarz-grüne Regierung ?

http://www.berliner-woche.de/

Fortuna
22.02.2017, 21:33
...
Beinahe hätte ich das kanzleramt vergessen, sieht aus wie eine müllverbrennungsanlage nur der kamin fehlt;

Da wird kein Müll verbrannt. Da wird Müll produziert.

Zyankali
19.05.2017, 17:26
die neue BND zentrale in berlin ist nur 3 jahre, nachdem das erste personal eingezogen war, schon zu klein...


Dessen Errichtung kostete knapp über eine Milliarde Euro – während die Baukosten ursprünglich noch auf 720 Millionen Euro veranschlagt worden waren. Hinzu kommen noch die Umzugskosten aus dem ehemaligen Hauptsitz in Pullach in Höhe von rund 500 Millionen Euro.

wow, die kosten sind ja mal im rahmen geblieben, nur 30% teurer geworden. ein kleines wunder :D


Grund für den nunmehrigen weiteren Platzbedarf seien 400 zusätzliche Mitarbeiter, die der Geheimdienst "im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und zur Terror-Aufklärung" einstellen will.

https://deutsch.rt.com/inland/50885-falsch-geplant-riesige-bnd-zentrale-in-berlin-ist-bereits-zu-klein/

Souvenir
20.05.2017, 12:51
Migration
Berlin illegal: Wohnungen für Immigranten statt Abschiebungen
Datum: 20. Mai 2017

Das rot-rot-grüne Berlin wird immer mehr zum Mekka für abgelehnte, ausreisepflichtige und sich illegal in Deutschland aufhaltende Immigranten.

Ende März hielten sich in der Hauptstadt mehr als 11 Tausend Menschen auf, die eigentlich zur Ausreise verpflichtet sind. Bei mehr als 40 Tausend Menschen, die sich derzeit vermutlich in Berlin aufhalten, wurde der Asylantrag bereits rechtskräftig abgelehnt. Sie kommen vor allem vom Balkan und dem Libanon.

Davon abgeschoben wurden in den letzten beiden Monaten lediglich 446 – und das nur unter Protesten der von Politik und Medien gehätschelten Antifa.

Der Berliner FDP-Politiker Marcel Luthe schreibt dazu auf Facebook:

„Über 10.000 Menschen werden weiterhin nicht abgeschoben, obwohl kein Asylgrund vorliegt. Monatlich kostet das etwa acht Millionen Euro, also knapp 100 Millionen Euro im Jahr … Zudem werden weiterhin Asylunterkünfte errichtet, obwohl fast 50 000 Menschen rechtskräftig kein Asylrecht in Deutschland haben, wodurch weiteres Geld unsinnig verschleudert wird.“

Dabei gilt, wie gewohnt, die linksgrüne Hierarchie politischer Interessen: Nach den Eigeninteressen der Politiker (Diäten etc.), hat die Islamisierung durch Migration den höchsten Stellenwert, Frauenrechte, Kinder- und Jugendschutz, Überlebenswünsche schwuler Männer oder auch der Naturschutz müssen sich diesem neuen Hauptziel unterordnen.

Wo sie diesem im Weg stehen, werden sie gnadenlos mit Füßen getreten. Dies zeigte sich eindrucksvoll an den deutschen Reaktionen auf das Massaker von Orlando, aber auch bei den Beschluss einen der schönsten und traditionsreichsten Berliner Parks in Berlin Lankwitz abzuholzen, um dort Asylunterkünfte zu errichten.

Damit soll vom linksgrünen Senat auch der Bezirk bestraft werden, der angeblich nicht genug getan hat, um möglichst viele Immigranten dort unterzubringen.

https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... /#comments (https://philosophia-perennis.com/2017/05/20/berlin-illegal/#comments)

Heifüsch
29.06.2017, 00:49
"Die Grünen stimmten gegen das Vorhaben. „Kapital und Größenwahn in Treptow-Köpenick“, kommentierte Grünen-Fraktionschef Jacob Zellmer das Projekt in der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung..."

Die spinnen, die Grünen! Und die Architekten auch, oder sie waren einfach besoffen, als sie Bierdeckel übereinanderstapelten und das fragwürdige Ergebnis ihrer Bemühungen als Entwurf einreichten... >x´)

http://www.tagesspiegel.de/images/hochhaeuser2/19983084/5-format6001.jpg

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-treptow-am-spreeufer-entstehen-neue-hochhaeuser/19983072.html#kommentare

Kunigunde
29.06.2017, 04:58
Migration
Berlin illegal: Wohnungen für Immigranten statt Abschiebungen
Datum: 20. Mai 2017

Das rot-rot-grüne Berlin wird immer mehr zum Mekka für abgelehnte, ausreisepflichtige und sich illegal in Deutschland aufhaltende Immigranten.

Ende März hielten sich in der Hauptstadt mehr als 11 Tausend Menschen auf, die eigentlich zur Ausreise verpflichtet sind. Bei mehr als 40 Tausend Menschen, die sich derzeit vermutlich in Berlin aufhalten, wurde der Asylantrag bereits rechtskräftig abgelehnt. Sie kommen vor allem vom Balkan und dem Libanon.

Davon abgeschoben wurden in den letzten beiden Monaten lediglich 446 – und das nur unter Protesten der von Politik und Medien gehätschelten Antifa.

Der Berliner FDP-Politiker Marcel Luthe schreibt dazu auf Facebook:

„Über 10.000 Menschen werden weiterhin nicht abgeschoben, obwohl kein Asylgrund vorliegt. Monatlich kostet das etwa acht Millionen Euro, also knapp 100 Millionen Euro im Jahr … Zudem werden weiterhin Asylunterkünfte errichtet, obwohl fast 50 000 Menschen rechtskräftig kein Asylrecht in Deutschland haben, wodurch weiteres Geld unsinnig verschleudert wird.“

Dabei gilt, wie gewohnt, die linksgrüne Hierarchie politischer Interessen: Nach den Eigeninteressen der Politiker (Diäten etc.), hat die Islamisierung durch Migration den höchsten Stellenwert, Frauenrechte, Kinder- und Jugendschutz, Überlebenswünsche schwuler Männer oder auch der Naturschutz müssen sich diesem neuen Hauptziel unterordnen.

Wo sie diesem im Weg stehen, werden sie gnadenlos mit Füßen getreten. Dies zeigte sich eindrucksvoll an den deutschen Reaktionen auf das Massaker von Orlando, aber auch bei den Beschluss einen der schönsten und traditionsreichsten Berliner Parks in Berlin Lankwitz abzuholzen, um dort Asylunterkünfte zu errichten.

Damit soll vom linksgrünen Senat auch der Bezirk bestraft werden, der angeblich nicht genug getan hat, um möglichst viele Immigranten dort unterzubringen.

https://philosophia-perennis.com/2017/0 ... /#comments (https://philosophia-perennis.com/2017/05/20/berlin-illegal/#comments)
Das ist eine Schweinerei.
Anstatt endlich die Schulruine in der Dessauerstraße abzureißen und dort neu zu bauen. Werden lieber Bäume der grünen Lunge von Berlin gefällt.

Der neue Trend für den Sozialenwohnungsbau geht dahin, im Speckgürtel von Berlin Wohnquatiere (Trabantenstätte à la Gropiusstadt) zu erstellen. Um Berliner Wohnfläche nur noch für Reiche und Gutverdiener finanzierbar zu machen und sozial schwache Menschen und Geringverdiener aus Berlin raus zu bekommen. Berlin selbst soll nur noch von der High Society bewohnt werden. Alles andere hat in Berlin nix mehr zu suchen.
Für diese Quartiere werden Erholngsgebiete und auch Kleingärtenkolonien platt gemacht. Für solche Projekte können auch neue Schulen, Kitas und Straßen gebaut werden.
Man erhält also nicht das was schon da ist, sondern baut außerhalb neu um das Alte dann mit Gebäuden für Eigentumswohnungen und Geschäftsräumen zu bebauen.

Bolle
05.07.2017, 06:58
Berliner Volksbank

Nach nur 32 Jahren wird die Zentrale abgerissen

http://www.berliner-zeitung.de/image/27913430/2x1/940/470/f531c8d8bc2c524e482a50dac713779b/VS/imago77277470h.jpg

Das Haus hat aber gerade dadurch Charakter, und es hätte seinem Zweck auch noch Jahrzehnte dienen können. Abgerissen wird, weil das Grundstück noch mehr ausgepresst werden soll mit einem von den Berliner Architekten Grüntuch & Ernst entworfenen 60-Meter- Glas-Türmchen. Ein Entwurf, der irgendwo stehen könnte.
Nun muss nicht jedes Gebäude, das Charakter hat, gleich unter Denkmalschutz gestellt werden. Es ginge auch viel einfacher, indem etwa der Senat und die Bezirke nicht immer wieder neue Höchstausnutzungen der Grundstücke gewähren würden. Wenn der Staat nicht Abrisse und Neubauten fördern würde mit Subventionen und Steuerabschreibungen, etwa unter dem Vorwand, dass ja künftig Energie gespart werde. Dabei ist sehr zweifelhaft, ob die Einsparungen durch bessere Isolierung und modernere Haustechnik jemals ausgleichen können, was hier an in Materie gebundener Energie nach nur 32 Jahren Nutzung zerstört wird.


– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27913402 ©2017



So beliebig soll das mal aussehen:

http://www.berliner-zeitung.de/image/25520818/2x1/940/470/27cbdcaf2ae730cfe928e7af648878b5/VS/achteckiges-haus-budapester-35.jpg

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/city-west-fruehere-zentrale-der-berliner-volksbank-wird-durch-neubau-ersetzt-25520820

Politikqualle
30.01.2018, 21:02
.. unsere öffentlichen Baustellen in Deutschland sind alle ein Vorzeigeobjekt ...
.. der Flughafen in Berlin ein sagenhaftes Beispiel an Schnelligkeit , der Bahnhof S 21 in Stuttgart wird noch besser ...
..
.. dagegen sind die Chinesen ja absolute Stümper , die bauen ein Bahnhof in nur 9 Stunden ... wad is dat langsam ... :crazy:
.
.. Hier bauen 1500 chinesische Arbeiter einen Bahnhof - in nur neun Stunden .. schaut euch mal das Video an :
https://www.focus.de/finanzen/sensationelle-leistung-hier-bauen-1500-chinesische-arbeiter-einen-bahnhof-in-nur-neun-stunden_id_8364262.html

Tutsi
15.02.2018, 14:27
Schöne Bilder in diesem Thread - habe ich jetzt erst entdeckt.

Neu gebaut wird:

http://www.berliner-woche.de/hellersdorf/bauen/100-neue-wohnungen-an-der-zossener-strasse-geplant-d117610.html
100-neue-wohnungen-an-der-zossener-strasse-geplant-


Hellersdorf. Die gesamte unbebaute Fläche an der Zossener Straße zwischen der Flüchtlingsunterkunft und der Kastanienallee soll mit Wohnungen bebaut werden. Das Areal wurde schon eingezäunt.

Inzwischen sind bereits 6 Wohnhäuser fast fertig - aber so eng aneinander gepreßt, daß wohl kaum noch ein Spielplatz dazwischen paßt.

Zu betrachten, wenn man mit der M6 oder M18 die Strecke abfährt. Alte Hellersdorfer/Ecke Zossener Straße.


Es handelt sich um Teilflächen eines größeren Wohnungsbauprojektes. Es umfasst das gesamte Gebiet zwischen dem Gut Hellersdorf und der Zossener Straße. Darin inbegriffen sind auch die beiden Schulgrundstücke, deren Gebäude als Schulstandorte längst aufgeben sind. Das gesamte Gebiet, einschließlich Gut Hellersdorf, wird vom Immobilienmanagement des Senats verwaltet. Vorgesehen ist, es insgesamt der Gesobau zu übergeben. Die Verhandlungen zu den Übergabebedingungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Stadtentwicklung - wie man Häuser runter gebaut hat - und wie die Wohnungen heute fehlen.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/stadtumbau/Quartier-Alte-Hellersdorfer-Strasse.3392.0.html

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/stadtumbau/fileadmin/_processed_/5/b/csm_Zossener_Sep06_b0ed799f54.jpg

http://www.gesobaut.de/gesobau-erweitert-neubaubestand-um-112-wohnungen/

http://www.gesobaut.de/wp-content/uploads/2016/02/STEN_160114_Perspektive_.jpg
Städtisches Wohnungsunternehmen erweitert und entwickelt Bestandsgebiet in Marzahn-Hellersdorf.

https://www.morgenpost.de/berlin/article210506215/Neubauten-statt-Notunterkuenfte-fuer-Fluechtlinge-in-Berlin.html

der Karl
14.04.2018, 18:44
https://abload.de/img/dawliefx0aaritjvjuq0.jpg

Wer investiert denn noch in Mietwohnungsbau? Bei dieser einseitigen Rechtsprechung?