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Vollständige Version anzeigen : Schlaganfall



cornjung
04.09.2015, 13:33
Hier sind ja meist junge User, dennoch, hat hier jemand Erfahrungen, eigene oder im Bekannten-Verwandtenkreis, besteht generell Intersse an Informationsaustausch ? Dauer, Intensität, Reha, Schäden ?
Ich habe eigene Erfahrung gemacht.

Ruepel
04.09.2015, 16:10
Am beschissensten sind die drann,die noch "rechtzeitig" gefunden werden.

heinzbernd
04.09.2015, 16:16
Meine Oma hat mit 72 einen schweren Schlaganfall bekommen. Sie mußte sehr vieles neu lernen, wie laufen, sprechen und schreiben. Mit viel familiärer Liebe und Aufmerksamkeit war sie mit 75 nahezu wieder die Alte. Sie ist 81 geworden und friedlich eingeschlafen.

Bunbury
04.09.2015, 16:53
Ich habe eigene Erfahrung gemacht.

Dann erstmal: Gute Besserung!

Galadwen
04.09.2015, 17:30
Meine Oma hat mit 72 einen schweren Schlaganfall bekommen. Sie mußte sehr vieles neu lernen, wie laufen, sprechen und schreiben. Mit viel familiärer Liebe und Aufmerksamkeit war sie mit 75 nahezu wieder die Alte. Sie ist 81 geworden und friedlich eingeschlafen.


so war es bei meinem Opa.
Ich kann mich noch daran erinnern wie ich ihn immer motiviert habe.
Er hat sich wieder vollständig erholt.

Nicht unterkriegen lassen.Immer weiterkämpfen.
Ich wünsche Dir gute Besserung

wtf
04.09.2015, 17:50
Es kommt natürlich darauf an, welche Region betroffen ist.

Ein Verwandter ist beim Fahrradfahren einfach mal runtergefallen, weil die rechte Seite plötzlich nicht mehr funktionierte. Er erholte sich aber erstaunlich gut davon. Ich kenne aber auch Fälle, bei denen bleibende Schäden blieben. Insgesamt ist es sehr erstaunlich, zu welcher Reparaturleistung das Gehirn fähig ist.

Kunigunde
04.09.2015, 20:22
Erst einmal Gute Besserung und Toi Toi Toi :)...Cornjung

Meine Oma hatte vor 5 Jahren einen Hirnstamminfarkt. So wie ich den Arzt damals verstanden habe und im Internet gelesen habe, gibt es wohl zwei Arten des Schlaganfalls. Das Hirnstamminfarkt und das zweite fällt mir gerade nicht ein...sorry. Dieses Hirnstamminfarkt soll wohl das seltenere sein.
4 Tage hat meine Oma (heute 83 Jahre alt) im Koma gelegen und keiner konnte sagen welche eventuellen Schäden sie davon trägt. Da bei dieser Art von Schlaganfall alles betroffen sein kann. Von Querschnittlähmung über Blindheit bis hin zum Sprachverlust. Es kommt darauf an welches Gerhirnzentrum betroffen war und wie lange keine Sauerstoffverbindung stattgefunden hat. Was dann betroffen ist stellt sich erst raus, wenn der Patient aus dem Koma erwacht.

Sie wurde wohl früh genug versorgt, aber sie wurde dadurch zum Pflegefall und ist jetzt in einem Pflegeheim. Dort hat sie sich aber sehr gut wieder erholt und spricht auch wieder ohne Probleme. Sie kann auch wieder laufen, aber dazu ist sie zu bequem. Im Rolli geschoben zu werden findet sie bequemer.
Ich seh ihr das nach. Sie ist nun mal meine Oma und sie darf das :)

Uri Gellersan
04.09.2015, 20:27
Yo, ich hatte im Alter von 42 Jahren einen zum Glück nur leichten Schlaganfall, der dank rechtzeitigem Notarztruf und anschließender 14-tägiger guter Behandlung im Krankenhaus ohne Folgen blieb.
Bei mir war damals die komplette linke Körperhälfte betroffen und äußerte sich darin, dass es sich vom kleinen Zeh bis zum linken Ohr anfühlte als wäre ich durch Brennnesseln gelaufen.
Wäre die Schlagader komplett verstopft gewesen säße ich hier heute wohl nicht mehr. Das Gerinsel wurde damals aber schon im Rettungswagen durch Infusion gelöst und ich fand Zeit, mit der sehr attraktiven Notärztin zu flirten. Mann, war die niedlich.

Aber wer ein Schädelhirntrauma mit mehrwöchigem Koma überlebt der überlebt auch Schlaganfälle oder das Merkel.
Ein richtiger Kraut vergeht halt nicht. :D

Affenpriester
04.09.2015, 20:34
Am beschissensten sind die drann,die noch "rechtzeitig" gefunden werden.

Genauso ist es. Ich dachte immer ich hätte was Ähnliches gehabt ... aber meine Hirnscans zeigen ein physisch kerngesundes Gehirn auf. Keine Ahnung was ich hatte. Fühlte sich an wie Stromschläge und Zusammenbruch. Danach noch monatelange Anfàlle ... ging durch Mark und Bein. Mein Neurologe meinte, das seien wohl epileptische Anfälle gewesen. Blieb unbehandelt und seit nem Jahr ist es weg ... so wie andere Unannehmlichkeiten. Ich hab nen Infarkt überlebt, nen Suizidvorgang und ne dreifache Überdosis. Aber einen Schlaganfall will ich nicht überleben. Das kann die Höchststrafe sein. Manche kommen allerdings mehrmals glimpflich davon ... viele sind nach dem ersten für immer Pflegefälle. Lieber nen Herzinfarkt als Hirnschlag.

Pillefiz
04.09.2015, 20:35
es kommt darauf an, wo der Infarkt sitzt und wie lange es bis zur Erstversorgung dauert. Bei meiner Mutter blieben wenige körperliche Schäden, die sich behoben liessen, aber sie war völlig verändert. Hatte Gesichtskrämpfe wie eine Art epileptischen Anfall. Sie konnte zwar schreiben, aber die Zeile nicht halten und schrieb immer 5 mal m hintereinander. Ein Jahr später kam der zweite Schlaganfall, der ihre linke Seite lähmte, und kurz danach verstarb sie.
Jemand anderes bekam einen Schlaganfall im Krankenhaus, linksseitig gelähmt, aber nach wenigen Wochen wieder komplett hergestellt. Es gibt da wohl keinen allgemeingültigen Verlauf

Kunigunde
04.09.2015, 21:34
So, ich glaub ich habs gefunden:

Ischämischer Schlaganfall (https://de.wikipedia.org/wiki/Isch%C3%A4mischer_Schlaganfall) und Hirnstamminfarkt (http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Schlaganfall/Wissen/Hirnstamminfarkt-9447.html)

Stakkato
04.09.2015, 21:49
Am beschissensten sind die drann,die noch "rechtzeitig" gefunden werden.

Völliger Blödsinn ! die Verallgemeinerung und der Spruch.

Gilt höchstens für unheilbar Hirngeschädigte welche nicht mehr wissen ...wer - was und wo - warum ist ! Und auch solche welche sich nicht mehr bewegen und verständigen können.

Mein Bruder und mein Arbeitskollege sind jedoch sehr froh, dass man sie beide frühzeitig gefunden und gerettet hat und die ganze Sache mit OP, Reha und viel Geduld wieder ins Lot brachte.

Sind heute beide wieder putzgesund und in völlig lebenswertem Zustand. Also nicht immer nur " Scheisse " bei Zeiten gerettet zu werden.

cornjung
06.09.2015, 10:40
es kommt darauf an, wo der Infarkt sitzt und wie lange es bis zur Erstversorgung dauert.

Es kommt natürlich darauf an, welche Region betroffen ist.
So ist es. Abgesehen davon, in welche Region und vor allem wie stark sie betroffen ist, ist das A und O beim jedem Schlaganfall die Erstversorgung. Zunächst muss er als solcher erkannt erkannt , und dann möglichst innert drei Stunden im Hospital behandelt werden.

Ich hatte Glück im Unglück, war dazumal nie krank gewesen, in einer vorzüglichen körperlichen Verfassung, und spürte daher meinen Schlag sehr deutlich, der bei mir allerdings ohnehin nicht zu zu einer Lähmung, sondern " nur " zu einem Ausfall des Gleichgewichts-und Koordinations-systems führte. Ich konnte sogar noch umgehend den Notarzt rufen, obwohl ich bereits am Boden lag, und war innert 1,5 h Stunden in der Stroke Unit= Neurologischer Intensivabteilung einer Uni-Klinik.

Ich habe meinen vor knapp 1, 5 Jahren erlitteten Schlag dank schneller Erstversorgung und mit Hilfe von Neuro-Zentrum, Reha und Physio nahezu vollständig überwunden. Körperliche Fitness, vor allem Dynamik und Schnelligkeit haben zwar nachgelassen, aber bleibende Schäden habe ich keine mehr.

Dann erstmal: Gute Besserung!

Erst einmal Gute Besserung und Toi Toi Toi ...Cornjung
Danke, alles wieder ok.

Mein Bruder und mein Arbeitskollege sind jedoch sehr froh, dass man sie beide frühzeitig gefunden und gerettet hat und die ganze Sache mit OP, Reha und viel Geduld wieder ins Lot brachte.Sind heute beide wieder putzgesund und in völlig lebenswertem Zustand. Also nicht immer nur " Scheisse " bei Zeiten gerettet zu werden.
So ist es. Je frühzeitiger professionelle Hilfe ( Notarzt 110 !!! ) kommt, je besser die Heilungschancen.

MorganLeFay
08.09.2015, 09:27
Meine Oma hat sich nie wieder erholt, als es sie mit 86 erwischte. Sie ist 93 geworden, aber als Pflegefall.

Dir alles Gute, cornjung.

opppa
11.09.2015, 08:35
Das eigentliche Problem bei Schlaganfällen liegt doch darin, daß niemand vorhersehen kann, was nach einem Schlaganfall noch von einem Menschen übrig bleibt.

:hmm:

Dayan
15.09.2015, 11:40
Diagnostisch ist es wichtig zwischen Ischämischer Schlaganfall und blutigen Schlaganfall den die Therapie erfolgt anders!

Heinrich_Kraemer
15.09.2015, 13:05
Bei meinem Vater, er konnte den Arm nichtmehr kontrollieren, mit Spasmen. Sofort ins Krankenhaus gefahren, sie verabreichten ihm dann starke Blutverdünner, CT und Überwachungsstation. Ging sofort nach Medikation besser.

Liberalist
05.11.2016, 12:14
Hier sind ja meist junge User, dennoch, hat hier jemand Erfahrungen, eigene oder im Bekannten-Verwandtenkreis, besteht generell Intersse an Informationsaustausch ? Dauer, Intensität, Reha, Schäden ?
Ich habe eigene Erfahrung gemacht.

Also, altes Thema, hab es aber mal zufällig gefunden. Ich hab mich vor einiger Zeit mit der Thematik befasst, du solltest dich mal mit Vitamin D3, A und K2 sowie Magnesium in hohen Dosierungen auseinadersetzen, vielleicht gehen die Verkalkungen dann ja zurück.

wtf
05.11.2016, 18:53
Bullshit.

Arcona
05.11.2016, 19:11
Erst einmal Gute Besserung und Toi Toi Toi :)...Cornjung

Meine Oma hatte vor 5 Jahren einen Hirnstamminfarkt. So wie ich den Arzt damals verstanden habe und im Internet gelesen habe, gibt es wohl zwei Arten des Schlaganfalls. Das Hirnstamminfarkt und das zweite fällt mir gerade nicht ein...sorry. Dieses Hirnstamminfarkt soll wohl das seltenere sein.
4 Tage hat meine Oma (heute 83 Jahre alt) im Koma gelegen und keiner konnte sagen welche eventuellen Schäden sie davon trägt. Da bei dieser Art von Schlaganfall alles betroffen sein kann. Von Querschnittlähmung über Blindheit bis hin zum Sprachverlust. Es kommt darauf an welches Gerhirnzentrum betroffen war und wie lange keine Sauerstoffverbindung stattgefunden hat. Was dann betroffen ist stellt sich erst raus, wenn der Patient aus dem Koma erwacht.

Sie wurde wohl früh genug versorgt, aber sie wurde dadurch zum Pflegefall und ist jetzt in einem Pflegeheim. Dort hat sie sich aber sehr gut wieder erholt und spricht auch wieder ohne Probleme. Sie kann auch wieder laufen, aber dazu ist sie zu bequem. Im Rolli geschoben zu werden findet sie bequemer.
Ich seh ihr das nach. Sie ist nun mal meine Oma und sie darf das :)

Unterschieden wird zwischen ischämischem und hämorrhagischem Apoplex. Ersteres ist ein Gefäßverschluss, der Teile des Hirns absterben lässt. Letzteres ist eine Einblutung, meistens aufgrund eines rupturierten Aneurysmas oder äußerer Gewalteinwirkung. Beides ist aus nachvollziehbaren Gründen nicht gut.
Wobei die Chancen auf Genesung bei einem Verschluss wesentlich besser sind, als wennn es sich um eine arterielle Einblutung handelt.

Maximilian
05.11.2016, 19:24
Ein Aspirin am Tag hält den Doktor fern. :D