PDA

Vollständige Version anzeigen : Vor 100 Jahren: Die Schlacht von Verdun.



Erich von Stahlhelm
20.02.2016, 01:50
Wer einmal auf diesem ehemaligen Schlachtfeld stand, als Tourist, der kann, so er sensibel genug ist,
noch den Abgrund der Schrecken spüren welchen die Frontsoldaten hüben und drüben ausgesetzt waren.
Es scheint, vorallem in den Abendstunden, als würde ein Geisterheer der jählings aus dem Leben Gerissenen,
die starben, ohne diese Tatsache zu realisieren, immer noch ruhelos auf diesem Ort des Schreckens umherwandern.
Das ganze Gelände ist immer noch ein Trichterfeld und wer es, trotz Verbotes, wagt jenseits der Wege in die Wälder
zu gehen, der wird auch noch nach 100 Jahren auf die Überreste der gewaltigen Schlacht stoßen. Immer wieder menschliche Überreste,
Material und immer wieder Blindgänger aller Arten. Von der Patrone über Handgranaten bis zu gewaltigen Artilleriegeschossen
die dort noch herumliegen. Ein schauerlicher Ort der wiederhallt von dem namenlosen Grauen das die Teilnehmer dieses
gewaltigen Ringens geschaut haben müssen.

Was Menschen dort mitmachten, getrieben von der Hybris und der Menschenverachtung der Machthabenden beider
Seiten, ist unvorstellbar. Wer sich im eigenen Geiste versucht vorzustellen was dort geschah, der wird diesen Blick in
den finstersten Abgrund des Tartaros zutiefst bereuen.

Die wenigen Bilder die es aus diesem Ort der Schrecken gibt, können nicht wiedergeben was dort geschah.
Noch nie zuvor und nie wieder danach kulmulierte sich der Schrecken des Krieges auf so engem Raum.
Noch nie zuvor und nie wieder danach starben soviel unter solch grausigen Umständen auf so engem Raum einen
so sinnlosen Tod.

Die Erlebnisberichte der Überlebenden lassen einen sprachlos zurück.


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Battelfield_Verdun.JPG

KuK
20.02.2016, 04:35
und jetzt schaut mal, wie klein die Bäume nach 100 Jahren sind: keiner höher als 7-8 Meter. Auf diesem Schlachtfeld sind teilweise bis zu 3 Tonnen Granaten /m² gefallen. Der Boden ist so eisenhaltig, daß man darauf nichts anpflanzen kann.

Rolf1973
20.02.2016, 06:09
Auch mein Urgroßvater, ein einfacher Schütze, erlebte den Schrecken des Ersten Weltkriegs, wenn auch nicht bei Verdun. Darüber berichten konnte er allerdings nicht viel,
denn er fiel ebenfalls in diesem grausamen Krieg (11. 03. 1916) weiter nördlich in Frankreich. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Soldatenfriedhof von Montaigu. Zurück blie-
ben seine Witwe und fünf Kinder, darunter meine Großmutter (damals fünf Jahre alt).


Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.-Mahatma Gandhi

Bruddler
20.02.2016, 06:20
Und die Verursacher (Initiatoren) auch des 1.WK waren anschl. "fein raus"...schlimmer noch, deren Rechtsnachfolger gedenken alljährlich der Millionen Kriegstoten.
Wenn sich Zündler zum Moralapostel aufspielen, ist immer Vorsicht geboten, eine Tatsache, die bis heute nicht an Gültigkeit verloren hat...

Erich von Stahlhelm
20.02.2016, 12:55
und jetzt schaut mal, wie klein die Bäume nach 100 Jahren sind: keiner höher als 7-8 Meter. Auf diesem Schlachtfeld sind teilweise bis zu 3 Tonnen Granaten /m² gefallen. Der Boden ist so eisenhaltig, daß man darauf nichts anpflanzen kann.

Da ist noch mehr als nur Eisen das dafür sorgt das da nix mehr richtig wachsen will. Arsen in Massen, chemische Rückstände von Sprengstoffen, Kampfgase, Blei aus Schrappnellen etc.
Die Hinterlassenschaften zeugen von der Urgewalt dieses Ringens:

http://www.sueddeutsche.de/politik/schlachtfeld-von-verdun-heute-wir-sind-die-muellmaenner-der-schlachtfelder-1.1870896

herberger
20.02.2016, 13:00
Mein Großvater wurde in der Schlacht von Verdun verwundet.

Politikqualle
20.02.2016, 13:02
und jetzt schaut mal, wie klein die Bäume nach 100 Jahren sind: keiner höher als 7-8 Meter. Auf diesem Schlachtfeld sind teilweise bis zu 3 Tonnen Granaten /m² gefallen. Der Boden ist so eisenhaltig, daß man darauf nichts anpflanzen kann.
man konnte ja den Boden abbauen und für neue Panzer verarbeiten :crazy:

KuK
21.02.2016, 01:56
Mein Großvater mütterlicherseits gehörte zu den Eroberern von Fort Douaumont- Pionier des IR 72, Hamburg. In der Schlacht von Verdun wurde er 3 mal verwundet:
- Granatsplitter im Hals
- Beinschuß links (Unterschenkel)
- Bruststeckschuß durch Inf.-Geschoßabpraller

Die Projektil-Teile hatte er an seiner zivilen Uhrkette befestigt. Aus der Somme-Sclacht am Chemin des Dames kamen noch ein engl. Inf.-Geschoß (Oberarm) und eine Schrapnel-Kugel (Nacken) dazu- Die Kette habe ich noch heute mit der EK I.-Verleihungsurkunde durch Gen. von Mackensen.

herberger
21.02.2016, 07:29
Mein Großvater mütterlicherseits gehörte zu den Eroberern von Fort Douaumont- Pionier des IR 72, Hamburg. In der Schlacht von Verdun wurde er 3 mal verwundet:
- Granatsplitter im Hals
- Beinschuß links (Unterschenkel)
- Bruststeckschuß durch Inf.-Geschoßabpraller

Die Projektil-Teile hatte er an seiner zivilen Uhrkette befestigt. Aus der Somme-Sclacht am Chemin des Dames kamen noch ein engl. Inf.-Geschoß (Oberarm) und eine Schrapnel-Kugel (Nacken) dazu- Die Kette habe ich noch heute mit der EK I.-Verleihungsurkunde durch Gen. von Mackensen.

Das Fort Douaumont galt vor der Schlacht zu das am schwierigsten einzunehmende Ziel in Verdun, überraschender Weise wurde das Fort gleich am ersten Tag erobert, die deutschen Regimenter warteten nicht das Ende des Artilleriebeschusses ab sondern griffen durch das eigene Feuer an und überraschten so die Franzosen. Vielleicht war die schnelle Eroberung auch Verhängnisvoll nun war man motiviert da geht noch mehr.

herberger
21.02.2016, 07:38
Dieses Buch ist sehr zu empfehlen der Autor war Teilnehmer der Schlacht um Verdun. Sein überraschendes Resümee zu der Schlacht um Verdun war, General Falkenhayn hatte sein Ziel erreicht, die franz. Armee fing an zu meutern, nur blieb es der deutschen Seite unerkannt.


http://www2.pic-upload.de/img/29805131/51GlTFovBUL._SX315_BO1204203200_.jpg (http://www.pic-upload.de/view-29805131/51GlTFovBUL._SX315_BO1204203200_.jpg.html)

Ruepel
21.02.2016, 08:15
Mein Großvater mütterlicherseits gehörte zu den Eroberern von Fort Douaumont- Pionier des IR 72, Hamburg. In der Schlacht von Verdun wurde er 3 mal verwundet:
- Granatsplitter im Hals
- Beinschuß links (Unterschenkel)
- Bruststeckschuß durch Inf.-Geschoßabpraller

Die Projektil-Teile hatte er an seiner zivilen Uhrkette befestigt. Aus der Somme-Sclacht am Chemin des Dames kamen noch ein engl. Inf.-Geschoß (Oberarm) und eine Schrapnel-Kugel (Nacken) dazu- Die Kette habe ich noch heute mit der EK I.-Verleihungsurkunde durch Gen. von Mackensen.

Stell mal ein Bild von der Uhrkette hier rein.

Gothaur
22.02.2016, 10:05
Wer einmal auf diesem ehemaligen Schlachtfeld stand, als Tourist, der kann, so er sensibel genug ist,
noch den Abgrund der Schrecken spüren welchen die Frontsoldaten hüben und drüben ausgesetzt waren.
Es scheint, vorallem in den Abendstunden, als würde ein Geisterheer der jählings aus dem Leben Gerissenen,
die starben, ohne diese Tatsache zu realisieren, immer noch ruhelos auf diesem Ort des Schreckens umherwandern.
Das ganze Gelände ist immer noch ein Trichterfeld und wer es, trotz Verbotes, wagt jenseits der Wege in die Wälder
zu gehen, der wird auch noch nach 100 Jahren auf die Überreste der gewaltigen Schlacht stoßen. Immer wieder menschliche Überreste,
Material und immer wieder Blindgänger aller Arten. Von der Patrone über Handgranaten bis zu gewaltigen Artilleriegeschossen
die dort noch herumliegen. Ein schauerlicher Ort der wiederhallt von dem namenlosen Grauen das die Teilnehmer dieses
gewaltigen Ringens geschaut haben müssen.

Was Menschen dort mitmachten, getrieben von der Hybris und der Menschenverachtung der Machthabenden beider
Seiten, ist unvorstellbar. Wer sich im eigenen Geiste versucht vorzustellen was dort geschah, der wird diesen Blick in
den finstersten Abgrund des Tartaros zutiefst bereuen.

Die wenigen Bilder die es aus diesem Ort der Schrecken gibt, können nicht wiedergeben was dort geschah.
Noch nie zuvor und nie wieder danach kulmulierte sich der Schrecken des Krieges auf so engem Raum.
Noch nie zuvor und nie wieder danach starben soviel unter solch grausigen Umständen auf so engem Raum einen
so sinnlosen Tod.

Die Erlebnisberichte der Überlebenden lassen einen sprachlos zurück.


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Battelfield_Verdun.JPG
Sehr guter Post!
Mein Großvater (väterlichseits) war bei den158.ern Paderbornern (7. Lothring.), und machte die ganzen vier Jahre mit, überlebte diesen, zeugte 1920 meinen Vater, und starb leider viel zu früh, sodaß ich ihn nicht mehr erleben durfte. Meine Oma erzählte allerdings nie was über ihn, außer, daß die Zeit sehr schlimm war. Sie verlor allerdings fast alle ihrer Familie im 1.WK.
Die Paderborner lagen auch vor Verdun, und er erlebte die "Knochenmühle" hautnah. Die Verluste waren riesig, und während des gesamten Krieges wurden die Paderborner immer wieder aufgefrischt. Allerdings war die Durchlaufrate recht kurz. Andererseits, wer die ersten beiden Jahre überlebte, wußte, wie er sich durch die beiden folgenden durchschlängeln konnte, und so zumindest versuchen konnte, seinen Arsch zu retten. Aber eine Garantie gab es natürlich nicht.
Wenn ich mir allerdings das Regimentsbuch anschaue, (von 1938, sozusagen die Ehrenbibel für alle Überlebende Veteranen), dann wiederholte sich die Hölle von Verdun vielfach, und auch andernorts war die Zahl der Toten und Verstümmelten, Traumatisierten Legion. Wie das halt so war, wenn man Stellungskriege mit modernen Massenvernichtungswaffen auf alt hergebrachte Art des frontalen Angriffs durchführte. Ein Wahnsinn war das!
Gruß

herberger
22.02.2016, 18:17
Die deutschen Granaten die in Verdun verschossen wurden entsprachen einem Güterzug von Aachen bis Königsberg.

Odin
22.02.2016, 18:19
Heil dem Deutschen Heere!

HansMaier.
22.02.2016, 18:30
Ja, Verdun ist eine Reise wert. Ich war auch schon ein paar mal da
und habe mir einen französischen Schrapnellzünder als Souvenier
mitgebracht. Wer mag wissen, welche armen Schweine Opfer dieser
Granate geworden sind. Als ich dann in Wald spazieren ging, kam ich in
einem kleinen Tal an eine Stelle mit einer frischen Rodung, da lagen Massen
von unbenutzten Artillerie, Mörser und Handgranaten, auf Stapeln einfach
so im Wald. Die waren teilweise noch gut in Schuss, bessere Exemplare waren
nur stellenweise oberflächlich angerostet. Als BRD Michel wundert man sich
da, aber den Franzosen stört das nicht.
MfG
H.Maier

Tryllhase
22.02.2016, 18:35
Ja, Verdun ist eine Reise wert. Ich war auch schon ein paar mal da
und habe mir einen französischen Schrapnellzünder als Souvenier
mitgebracht. Wer mag wissen, welche armen Schweine Opfer dieser
Granate geworden sind. Als ich dann in Wald spazieren ging, kam ich in
einem kleinen Tal an eine Stelle mit einer frischen Rodung, da lagen Massen
von unbenutzten Artillerie, Mörser und Handgranten, auf Stapeln einfach
so im Wald. Die waren teilweise noch gut in Schuss, bessere Exemplare waren
nur stellenweise oberflächlich angerostet. Als BRD Michel wundert man sich
da, aber den Franzosen stört das nicht.
MfG
H.Maier
Obwohl das doch ein gefundenes Fressen für IS-Terroristen wäre!

herberger
22.02.2016, 18:50
General von Falkenhayn übernahm von General von Moltke das Oberkommando 1915,Falkenhayn sondierte das ganze Jahr 1915 über ob ein Friedensschluss möglich sei, zum Schluss sondierte er ob mit den Russen ein Separatfrieden möglich wäre was aber alles nicht erfolgreich schien, dann entschloss sich Falkenhayn für eine große Schlacht und er wählte Verdun, das als franz. Symbol galt aus dem Krieg 1870/71.Er glaubte die Franzosen werden Verdun mit allen Mitteln verteidigen, und er wollte die franz.Armee ausbluten. Die Schlacht wird in der Geschichte als Misserfolg gewertet weil auch die deutsche Armee große Verluste erlitt. Allerdings so ganz stimmt es nicht Falkenhayn hatte Erfolg ,denn die franz. Armee fing an zu Meutern, nur blieb das der deutschen Seite unentdeckt.


Vor der Schlacht um Verdun, hielt man das Fort Duomaunt für den schwierigsten Ort der Schlacht. Aber das Fort wurde bereits am 1.Tag der Schlacht von deutschen Truppen erobert. Die deutschen Truppen griffen das Fort an noch während die eigene Artillerie schoss und so wurde die franz. Besatzung förmlich überrumpelt. Eigentlich war das ein Verhängnis weil man auf deutscher Seite dachte da geht noch mehr.

Lima
22.02.2016, 19:00
Mein Großvater mütterlicherseits gehörte zu den Eroberern von Fort Douaumont- Pionier des IR 72, Hamburg. In der Schlacht von Verdun wurde er 3 mal verwundet:
- Granatsplitter im Hals
- Beinschuß links (Unterschenkel)
- Bruststeckschuß durch Inf.-Geschoßabpraller

Die Projektil-Teile hatte er an seiner zivilen Uhrkette befestigt. Aus der Somme-Sclacht am Chemin des Dames kamen noch ein engl. Inf.-Geschoß (Oberarm) und eine Schrapnel-Kugel (Nacken) dazu- Die Kette habe ich noch heute mit der EK I.-Verleihungsurkunde durch Gen. von Mackensen.

Würdest du ein Bild dieser Kette hier einstellen?

Erich von Stahlhelm
22.02.2016, 23:05
Dieses Buch ist sehr zu empfehlen der Autor war Teilnehmer der Schlacht um Verdun. Sein überraschendes Resümee zu der Schlacht um Verdun war, General Falkenhayn hatte sein Ziel erreicht, die franz. Armee fing an zu meutern, nur blieb es der deutschen Seite unerkannt.


http://www2.pic-upload.de/img/29805131/51GlTFovBUL._SX315_BO1204203200_.jpg (http://www.pic-upload.de/view-29805131/51GlTFovBUL._SX315_BO1204203200_.jpg.html)

Ja, das habe ich auch gelesen.
Auch das Buch "Der Glaube an Deutschland" von Hans Zöberlein ist sehr zu empfehlen.
Auch er ist durch die Blutmühle gedreht worden. Man mag ja von Zöberlein halten was man will,
war später fanatischer Nazi und wohl am einzigen Werwolfeinsatz, der Penzberger Mordnacht, beteiligt,
die Schilderungen von seinem Einsatz in Verdun sind aber sehr realistisch, eindringlich, fast schon apokalyptisch
und ganz und gar nicht heroisch verbrämt. Das war das Grauen in Reinform. Man muß sich vorstellen, auf diesem
Schlachtfeld sind auf dem zentralen Teil 50mio Artilleriegranaten aller Kaliber niedergegangen. Pro Hektar sind im Boden
50t Stahlsplitter verblieben. Ein Totentanz sondergleichen. Dieser Horror wird jeden der da durchgegangen ist, egal ob
deutscher Infrantrist oder französischer Poilou im tiefsten Inneren der Seele verwundet haben. Das war die Reduktion
des Menschen auf reines Verbrauchsmaterial. Ein warer Holocaust an den tapferen Männern der beiden europ. Zentralvölker.
Mögen sie in Frieden ruhen.

opppa
23.02.2016, 09:36
Heil dem Deutschen Heere!

Mir fällt dazu nur ein Spruch (aus den 90ern ?) ein:

Die Herren Politiker lassen sterben!

:aggr:

Goldlocke
26.02.2016, 22:39
General von Falkenhayn übernahm von General von Moltke das Oberkommando 1915,Falkenhayn sondierte das ganze Jahr 1915 über ob ein Friedensschluss möglich sei, zum Schluss sondierte er ob mit den Russen ein Separatfrieden möglich wäre was aber alles nicht erfolgreich schien, dann entschloss sich Falkenhayn für eine große Schlacht und er wählte Verdun, das als franz. Symbol galt aus dem Krieg 1870/71.Er glaubte die Franzosen werden Verdun mit allen Mitteln verteidigen, und er wollte die franz.Armee ausbluten. Die Schlacht wird in der Geschichte als Misserfolg gewertet weil auch die deutsche Armee große Verluste erlitt. Allerdings so ganz stimmt es nicht Falkenhayn hatte Erfolg ,denn die franz. Armee fing an zu Meutern, nur blieb das der deutschen Seite unentdeckt.


Vor der Schlacht um Verdun, hielt man das Fort Duomaunt für den schwierigsten Ort der Schlacht. Aber das Fort wurde bereits am 1.Tag der Schlacht von deutschen Truppen erobert. Die deutschen Truppen griffen das Fort an noch während die eigene Artillerie schoss und so wurde die franz. Besatzung förmlich überrumpelt. Eigentlich war das ein Verhängnis weil man auf deutscher Seite dachte da geht noch mehr.

Falkenhayn wurde '14 Chef des Generalstabs, nicht '15.

Nereus
27.02.2016, 02:05
Und die Verursacher (Initiatoren) auch des 1.WK waren anschl. "fein raus"...schlimmer noch, deren Rechtsnachfolger gedenken alljährlich der Millionen Kriegstoten.
Wenn sich Zündler zum Moralapostel aufspielen, ist immer Vorsicht geboten, eine Tatsache, die bis heute nicht an Gültigkeit verloren hat...

So ist es.

Das Stichwort Verdun entlockt mir kein Gefühl von Lokalpatriotismus.

Dort fiel mein Großvater als Sturmpioniersoldat, nachdem er noch kurz vorher, während eines Urlaubs in Berlin, in einer Gefechtspause meinen Vater gezeugt hatte, der dann auch an dieser Westfront im Zweiten Weltkrieg, noch im Frühjahr 1945, als Flakbatteriechef fiel.

Verdun ist mit dem Namen Falkenhayns unrühmlich verbunden. Dieser Generalstabchef, der den okkultgläubigen Molte, nach dessen Marne-Wunder-Geschenk an die Franzosen, abgelöst hatte, glaubte nicht mehr an einen Sieg im Westen und suchte sein Heil in einer Abnutzungsstrategie. Der Feind sollte in seinem Festungsgürtel durch Abnutzungsschlachten geschwächt und ausgeblutet werden. Falkenhayn berücksichtigte dabei nicht, daß die Franzosen über eine große Schwarze Armee aus Kolonialtruppen aus dem Maghreb und Schwarzafrika verfügten, welche die hohen Blutverluste der Verteidiger von Verdun ständig ersetzten. Diese „Blutpumpe“ kostete den deutschen Angreifern fast genauso hohe Verluste an Menschenleben, wie sie die französischen Verteidiger mit ihrer Schwarzen Armee hatten. Die OberOst-Generäle um Hindenburg, Ludendorff und Hoffmann nannte Falkenhayn „den Verbrecher“.

http://www2.pic-upload.de/img/29862458/Verdun1.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/29862461/Verdun2.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/29862463/Verdun3.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/29862464/Verdun4.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/29862469/Verdun5.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/29862471/Verdun6.jpg

Dornröschen
27.02.2016, 05:44
Wer einmal auf diesem ehemaligen Schlachtfeld stand, als Tourist, der kann, so er sensibel genug ist,
noch den Abgrund der Schrecken spüren welchen die Frontsoldaten hüben und drüben ausgesetzt waren.
Es scheint, vorallem in den Abendstunden, als würde ein Geisterheer der jählings aus dem Leben Gerissenen,
die starben, ohne diese Tatsache zu realisieren, immer noch ruhelos auf diesem Ort des Schreckens umherwandern.
Das ganze Gelände ist immer noch ein Trichterfeld und wer es, trotz Verbotes, wagt jenseits der Wege in die Wälder
zu gehen, der wird auch noch nach 100 Jahren auf die Überreste der gewaltigen Schlacht stoßen. Immer wieder menschliche Überreste,
Material und immer wieder Blindgänger aller Arten. Von der Patrone über Handgranaten bis zu gewaltigen Artilleriegeschossen
die dort noch herumliegen. Ein schauerlicher Ort der wiederhallt von dem namenlosen Grauen das die Teilnehmer dieses
gewaltigen Ringens geschaut haben müssen.

Was Menschen dort mitmachten, getrieben von der Hybris und der Menschenverachtung der Machthabenden beider
Seiten, ist unvorstellbar. Wer sich im eigenen Geiste versucht vorzustellen was dort geschah, der wird diesen Blick in
den finstersten Abgrund des Tartaros zutiefst bereuen.

Die wenigen Bilder die es aus diesem Ort der Schrecken gibt, können nicht wiedergeben was dort geschah.
Noch nie zuvor und nie wieder danach kulmulierte sich der Schrecken des Krieges auf so engem Raum.
Noch nie zuvor und nie wieder danach starben soviel unter solch grausigen Umständen auf so engem Raum einen
so sinnlosen Tod.

Die Erlebnisberichte der Überlebenden lassen einen sprachlos zurück.


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Battelfield_Verdun.JPG


Da stellt man sich die Frage, warum lassen sich Menschen mißbrauchen sich gegenseitig so etwas anzutun. Warum werden Menschen Soldaten, wo sie doch wissen, daß es nur um die Macht der Mächtigen geht und nicht um das Volk?

Bruddler
27.02.2016, 07:16
Da stellt man sich die Frage, warum lassen sich Menschen mißbrauchen sich gegenseitig so etwas anzutun. Warum werden Menschen Soldaten, wo sie doch wissen, daß es nur um die Macht der Mächtigen geht und nicht um das Volk?

Vor jedem Krieg steht die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden zuerst Feindbilder (Hetze) geschaffen, erst dann wird zum vermeintl. "unausweichlichen" und "ehrenwerten" Feldzug (oftmals als "Befreiungskrieg" deklariert) geblasen...

Stellt Euch vor, die Politiker u. deren Medien rufen zum Waffengang, und keiner geht hin...:hi:

Dornröschen
27.02.2016, 07:39
Vor jedem Krieg steht die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden zuerst Feindbilder (Hetze) geschaffen, erst dann wird zum vermeintl. "unausweichlichen" und "ehrenwerten" Feldzug (oftmals als "Befreiungskrieg" deklariert) geblasen...

Stellt Euch vor, die Politiker u. deren Medien rufen zum Waffengang, und keiner geht hin...:hi:



Der Mensch scheint nicht lernfähig zu sein. Jetzt gehts auf zum Finale, der Antichrist will die alleinige Macht über das Vieh und die Soldaten und Söldner aller Richtungen kämpfen fleißig für den Untergang und wenn es sein muß für den ganzen Planeten. Als Lohn bekommen alle die totale Versklavung, Mord, Folter, Armut, Hungertod, Arbeitslager.

Was wünscht man sich mehr. Ich frage mich unter welchen Drogen alle stehen.

Schopenhauer
27.02.2016, 07:41
Vor jedem Krieg steht die Propaganda. Mit Hilfe der Medien werden zuerst Feindbilder (Hetze) geschaffen, erst dann wird zum vermeintl. "unausweichlichen" und "ehrenwerten" Feldzug (oftmals als "Befreiungskrieg" deklariert) geblasen...

Stellt Euch vor, die Politiker u. deren Medien rufen zum Waffengang, und keiner geht hin...:hi:

Letzter Satz:

Sag ich doch!;)

Bruddler
27.02.2016, 07:47
Der Mensch scheint nicht lernfähig zu sein. Jetzt gehts auf zum Finale, der Antichrist will die alleinige Macht über das Vieh und die Soldaten und Söldner aller Richtungen kämpfen fleißig für den Untergang und wenn es sein muß für den ganzen Planeten. Als Lohn bekommen alle die totale Versklavung, Mord, Folter, Armut, Hungertod, Arbeitslager.

Was wünscht man sich mehr. Ich frage mich unter welchen Drogen alle stehen.

Der Mensch ist durchaus lernfähig, nur lernt er dabei immer und immer wieder das Falsche.
Der Mensch sollte endlich einmal das Selberdenken lernen...

herberger
27.02.2016, 08:18
Falkenhayn wurde '14 Chef des Generalstabs, nicht '15.

Na dann eben Ende 1914 jetzt glücklich ?

RmdP
27.02.2016, 09:50
Dieses Buch ist sehr zu empfehlen der Autor war Teilnehmer der Schlacht um Verdun. Sein überraschendes Resümee zu der Schlacht um Verdun war, General Falkenhayn hatte sein Ziel erreicht, die franz. Armee fing an zu meutern, nur blieb es der deutschen Seite unerkannt.


http://www2.pic-upload.de/img/29805131/51GlTFovBUL._SX315_BO1204203200_.jpg (http://www.pic-upload.de/view-29805131/51GlTFovBUL._SX315_BO1204203200_.jpg.html)

53714

Ich kann nur mit diesen beiden dienen.
Beide noch in Fraktur geschrieben und aus den 30ern .

Ich werde immer noch oft gefragt ob und WIE Ich das lesen kann. Das erstaunt einen immer wieder.

Auch mein Großvater erlebte die Schrecken des I.WW und gab seinen Kehlkopf bei einem Gasangriff für das Vaterland. Er konnte den Rest seines Lebens nicht mehr reden geschweige denn ordentlich schlucken.

Aber am meisten beeindruckte Mich damals Meine Tochter deren Klasse als Abschlussfahrt eine Reise nach Verdun machte und nicht die vorher angedachte Fahrt zu einem KZ. Die Klasse weigerte sich beharrlich und wollte explizit nur nach Verdun!
Als Sie zurück kam war Sie sehr bedrückt als Sie Mir erzählte das Alle der Klasse sehr geschockt waren als Sie an der Gedenktafel lesen konnten das die Meisten der damals Gefallenen Soldaten kaum Älter als Sie waren.

herberger
27.02.2016, 10:02
Was nicht so bekannt ist, franz. Offiziere mussten ihre farbigen kolonial. Soldaten zum Angriff prügeln.

In Spielfilmen ist zu sehen franz. und engl. Offizier trugen früher eine ausziehbare Pferdepeitsche in der Hand, obwohl weit und breit kein Pferd zu sehen ist, diese Peitschen kamen meistens gegen farbige Soldaten zum Einsatz.

Dornröschen
27.02.2016, 12:18
Der Mensch ist durchaus lernfähig, nur lernt er dabei immer und immer wieder das Falsche.
Der Mensch sollte endlich einmal das Selberdenken lernen...


JA und da haperts noch gewaltig.

marion
28.02.2016, 14:10
ich lese grad dieses Buch hier, weil es mir öfter woanders als Quelle untergekommen ist und ich muss sagen, es lohnt sich wirklich und da es hier wirklich billig ist, werd ich es mir auch kaufen, das ist wirklich gut angelegtes Geld. http://www.buchdienst-hohenrain.de/Sonderangebote-ab--2-/Fuller-John-F-C-Die-Entscheidungsschlachten-der-westlichen-Welt.html

zum Ausbruch von WKI kann man da lesen: Das DR war auf dem besten Weg England mit Industrie und Handel abzuhängen, statt mehr und besser zu arbeiten plädierte Artur Balfour für die radikale Lösung, D durch Krieg komplett zu vernichten. Die deutsche Flotte war 1.4 unterlegen, das wussten auch die Engländer, nur durfte es nicht laut gesagt werden, denn das wurde immer wieder mit als Kriegsgrund angegegben. Die Engländer schraubten ihr Flottenprogramm von 1909-13 von 10,2 auf 18 Mio Pfund, das DR von 10,2 auf 11Mio Pfund, man hatte nämlich das Ganze schon begraben.

Goldlocke
08.03.2016, 15:09
Für einen groben Überblick

http://www.wereldoorlog1418.nl/battleverdun/

Agram
22.04.2017, 15:35
Ich weiss nicht in welchen Strang diese Nachricht zu stellen so ich werde es hier. Auf heutigen Tag in 1918 starb der legendare WWI Pilot Mafred Abrech von Richthofen, gennant auch Rotter Baron. Die Britische Presse gibt genug Platz für ihn, und ich sehe noch keine Deutsche Medie hat über seinen Todestag berichtet und bezweille die Regierung wird es kommemorieren.

http://www.telegraph.co.uk/news/2017/04/21/day-1918-legendary-wwi-ace-red-baron-killed-shot-heart/

Reiner Zufall
14.07.2017, 23:08
Was für eine Feier in Paris!

Heute Vormittag feierten Macron und der Ehrengast, US-Präsident Trump, den 100. Jahrestag des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg.

Kein
Reiner Zufall,
dass es was zu feiern gab, schließlich haben wir bis 96 Jahre nach dem Krieg Reparationen zahlen müssen.

Nereus
15.07.2017, 08:48
Was für eine Feier in Paris!

Heute Vormittag feierten Macron und der Ehrengast, US-Präsident Trump, den 100. Jahrestag des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg.

Kein
Reiner Zufall,
dass es was zu feiern gab, schließlich haben wir bis 96 Jahre nach dem Krieg Reparationen zahlen müssen.

Weltwirtschaftliche Verflechtungen:
27.2.1930 Gründung der exterritorialen "Bank für internationalen Zahlungsausgleich" (BIZ) in Basel.
Die Zentralbanken von England, Frankreich, Belgien, Italien, die Deutsche Reichsbank, die Industriebank von Japan und die USA Morgan Bankgruppe (J.P.Morgan & Co., First National Bank of New York, First National Bank of Chicago) verbünden sich, um angeblich die deutsche "Kriegsschuld" (Neuer Plan oder Young Plan), auch über Kriegszeiten hinweg, ungestört eintreiben und verteilen zu können.

https://www2.pic-upload.de/img/33083791/Zeitenwende3.jpg

https://www2.pic-upload.de/img/33083804/Zeitenwende4.jpg

Quelle: Prof. Haushofer, Prof. Duisberg (I.G.Farben), bay. Ministerpräsident Dr. Held (Jesuit, Hitler-Rehabilitierer), Reichsminister Treviranus (Kabinett Brüning, DNVP, nach 45 CDU-nah) Prof. Raab u.a. „Deutschlands Weg an der Zeitenwende“, Hugendubel Verlag München 1931.

Süßer
15.07.2017, 09:32
So ist es.

Das Stichwort Verdun entlockt mir kein Gefühl von Lokalpatriotismus.

---
Verdun ist mit dem Namen Falkenhayns unrühmlich verbunden. Dieser Generalstabchef, der den okkultgläubigen Molte, nach dessen Marne-Wunder-Geschenk an die Franzosen, abgelöst hatte, glaubte nicht mehr an einen Sieg im Westen und suchte sein Heil in einer Abnutzungsstrategie. Der Feind sollte in seinem Festungsgürtel durch Abnutzungsschlachten geschwächt und ausgeblutet werden. Falkenhayn berücksichtigte dabei nicht, daß die Franzosen über eine große Schwarze Armee aus Kolonialtruppen aus dem Maghreb und Schwarzafrika verfügten, welche die hohen Blutverluste der Verteidiger von Verdun ständig ersetzten. Diese „Blutpumpe“ kostete den deutschen Angreifern fast genauso hohe Verluste an Menschenleben, wie sie die französischen Verteidiger mit ihrer Schwarzen Armee hatten. Die OberOst-Generäle um Hindenburg, Ludendorff und Hoffmann nannte Falkenhayn „den Verbrecher“.


(Scans entfernt, gekürzt, Markierung)

Interessanter Aspekt, Falkenhayn ist also als Verbrecher zu beurteilen. Seine Blutpumpe verstößt gegen die deutsche Militärtheorie, wo für politische Ziele gekämpft wird, nicht um Menschen zu ermorden.


Falkenhayn berücksichtigte dabei nicht, daß die Franzosen über eine große Schwarze Armee aus Kolonialtruppen aus dem Maghreb und Schwarzafrika verfügten, welche die hohen Blutverluste der Verteidiger von Verdun ständig ersetzten. Diese „Blutpumpe“ kostete den deutschen Angreifern fast genauso hohe Verluste an Menschenleben, wie sie die französischen Verteidiger mit ihrer Schwarzen Armee hatten.

Also, netto, nach Falkenhayns Rechnung, ein Verlust, da die Zahl deutscher Gefallenen wesentlich größer als die Zahl französischer (weißer) Gefallener.


das ganze sieht mir nach einer der ersten völkischen Kriegshandlungen aus.

Götz
15.07.2017, 09:45
(Scans entfernt, gekürzt, Markierung)

Interessanter Aspekt, Falkenhayn ist also als Verbrecher zu beurteilen. Seine Blutpumpe verstößt gegen die deutsche Militärtheorie, wo für politische Ziele gekämpft wird, nicht um Menschen zu ermorden.



Also, netto, nach Falkenhayns Rechnung, ein Verlust, da die Zahl deutscher Gefallenen wesentlich größer als die Zahl französischer (weißer) Gefallener.


das ganze sieht mir nach einer der ersten völkischen Kriegshandlungen aus.

Auf lange Sicht bezahlt Frankreich einen sehr hohen Preis, Nachfahren dieser "schwarzen Armeen" forderten sehr erfolgreich Rechte als Franzosen ein, als Lohn für den von "ihren Vorfahren" für "die grande Nation" entrichteten Blutzoll.

herberger
15.07.2017, 10:24
Interessanter Weise sieht der Buchautor und Teilnehmer der Schlacht um Verdun Paul Ettighoffer die Schlacht als Erfolg an.

Text ungefähr,

"In der Schlacht von Verdun hatte von Falkenhayn seine Ziele erreicht, die französische Armee fing an zu Meutern nur blieb es der deutschen Heeresleitung verborgen"!