PDA

Vollständige Version anzeigen : Flucht aus der DDR



Seiten : 1 [2]

Tryllhase
23.11.2016, 17:59
Mich würde mal interessieren , wer in den Genuss einer solchen Lohntüte kam ? Du bist ja Insider gewesen . MfS oder Innenministerium ?
Also ich war kein Insider, sondern nur etwas besser informiert. Aus persönlichen Gesprächen entnehme ich, dass auch die unteren MfS-Chargen Zugang hatten.

Frontferkel
23.11.2016, 18:04
Warum wurde das verkippt? Verfallsdatum überschritten? Und das Verfüttern war doch noch eine sinnvolle Verwendung! Im Gegensatz zum Verbrennen von Getreide oder dem Verklappen von Milch in einigen kapitalistischen Ländern aus reinen Profitgründen.
Bei den Eiern wollte man einen höheren Preis im Westen erzielen , was ein Schuss in den Ofen wurde . Nicht mehr Geld , Eier verfault .
Bei den Melonen war es ein Brandschaden auf dem Schiff . Und obwohl nur eine Ladeluke betroffen war , kam die ganze Ladung auf die Kippe .
Bei den Orangen war es der bekannte Fehleinkauf . Selbst zu O-Saft ließen sie sich nur bedingt verwenden . Ein Teil ging in Zoo´s , ein Teil wurde zu Saft gemacht und mit anderen Säften gemischt , der Rest auf die Kippe .

Kurti
23.11.2016, 19:03
(...)

Die DDR muss man nicht mögen,- aber sie war ein völkerrechtlich anerkannter Staat,- und wer ihre Gesetze befolgte bzw befolgen musste,- der war nicht im Unrecht,- basta...aber noch lange nicht aus dem Stasi-Schneider.

krupunder
23.11.2016, 19:27
Wie in so einigen Strängen wird der Leser gute Argumente auf beiden Seiten finden.

Und wie so oft ist immer die Verhältnissmäßigkeit ein Grenzkriterium bei der Einordnung von Unrecht. Was soll der Maßstab sein, die jeweils gültigen Gesetze der Unrechtssysteme, jenes wir in ungeahnter Perversion auch aktuell in Deutschland haben, die Menschenrechte nach UN-Definition oder die göttliche Gerechtigkeit ? Nach der müßten wir alle enthirnten Deutschen einsperren, die aktuell das trojanische Pferd in unserem Land füttern, ob im Rahmen ihres Jobs oder in debiler Freiwilligkeit. Wie viele Tote hat denn die Islamisierung Deutschlands gekostet. Das dürfte in die Tausende gehen !

Und nur so sind die damaligen DDR-Grenzer zu beurteilen.

Und über das Thema DDR sollten sowieso nur ehemalige DDR-Bürger die sich damals eine kritische Distanz bewahrten berichten. Was hier teilweise für abenteuerlichste Sachen von Unwissenden ausgeführt werden ist schon bizarr. Alleine das "Bananenthema" ist schon dermaßen affig. Die haben wir sogar öfters in der Schulspeisung in einer stinknormalen POS der Provinz für 30 Pfennig als Nachtisch bekommen. Die Chiquita Aufkleberchen zierten danach die Schulbänke. Und Ausführungen einer Parteistiftung zu gewissen Zuständen in der Zone nachträglich als Reel anzusehen... :crazy:

Praktiker
23.11.2016, 19:35
aber noch lange nicht aus dem Stasi-Schneider.
..was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann...

Anne Bonny
23.11.2016, 19:38
Also hier muss ich mich doch noch mal einmischen: In der DDR wurde niemand, der Westsender hörte oder sah, eingesperrt. In jedem Haus gab es allerdings einen Spitzel, den so genannten Hausvertrauensmann. Der hätte in seinem Spitzelbericht den Vorfall erwähnt. Das konnte sich in Einzelfällen negativ auf die Karriere auswirken. Musste es aber nicht, denn die Mehrzahl der Ostdeutschen war bekannt für das Hören und Sehen der Sendungen des Klassenfeindes. Um das exakt zu ermitteln, missbrauchte man die Kinder im Kindergarten oder in den unteren Klassen. Mit der Frage, ob denn die Uhr im Fernsehen Punkte oder Striche habe. Viele Kinder tappten in diese Falle.
Mit dem Verkauf von Fernsehgeräten gegen Ende der 70er, die außer dem Ost-System Secam auch das West-System PAL empfangen konnten, hatte sich die Frage erledigt.

Jetzt habe ich mich gefragt, ob wir RIAS-Hörer vielleicht nur eingeschüchtert dachten, wir könnten ins Gefängnis kommen wegen "Feindsenderhörens".

Aber in den 50ern scheint es tatsächlich gefährlich gewesen zu sein, RIAS zu hören.


Der RIAS ist das meistgehörte Radio der Stadt - in West wie Ost. Daran können selbst die Strafen nichts ändern: Wer in der DDR den West-Sender hört, muss mit Gefängnis rechnen. Wer RIAS-Reportern Informationen liefert, riskiert wegen Spionage die Todesstrafe. 1955 verkündet das DDR-Radio: "Gestern hat das oberste Gericht der Deutschen Demokratischen Republik den RIAS-Agenten Joachim Wiebach zum Tode verurteilt."
[...]

Erst Mitte der 60er wird die Entspannungspolitik auch im Radio hörbar: Der DDR-Hörfunk kämpft jetzt nicht mehr mit Strafen, sondern mit neuen Formaten um seine Hörer. Der Jugendsender DT 64 wird gegründet: "Herzlich Willkommen, liebe Leute, zu Jugendstudio DT64."


http://www.rbb-online.de/kultur/thema/2013/90-jahre-rundfunk/beitraege/radio-kalter-krieg.html


Ich habe 1953 die Ostzone verlassen, von der "Entspannungspolitik im Radio" habe ich nichts mehr mitgekriegt.

Anne Bonny
23.11.2016, 19:43
Völlig daneben ist natürlich ein Vergleich der DDR mit dem III Reich.
Ich hoffe, dass das hier unterbleibt.

Du hoffst vergebens! :D

Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden - nach gründlichem Nachdenken wird es auch dir auffallen.

kotzfisch
23.11.2016, 19:50
Du hoffst vergebens! :D

Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden - nach gründlichem Nachdenken wird es auch dir auffallen.

Alle totalitären Systeme "ähneln" sich.
Ähnlichkeiten kann man jedoch nicht einzeln betrachten, sondern historische Vergleiche müssen den Kontext einbeziehen.

Aber gut, wenn Du über einen solchen gedanklichen Vorsprung verfügst...
Worin siehst Du denn Gemeinsamkeiten- das ist eine spannende Geschichte jetzt.

Kurti
23.11.2016, 20:01
Du hoffst vergebens! :D

Ähnlichkeiten sind durchaus vorhanden - nach gründlichem Nachdenken wird es auch dir auffallen.Das III. Reich begann relativ harmlos, eben drum gilt heute: "Wehret den Anfängen!"

Anne Bonny
23.11.2016, 21:18
Alle totalitären Systeme "ähneln" sich.
Ähnlichkeiten kann man jedoch nicht einzeln betrachten, sondern historische Vergleiche müssen den Kontext einbeziehen.

Aber gut, wenn Du über einen solchen gedanklichen Vorsprung verfügst...
Worin siehst Du denn Gemeinsamkeiten- das ist eine spannende Geschichte jetzt.

Gemeinsamkeiten sehe ich z.B in der ideologischen Indoktrination der Jugend.

Da ich als Kind die Ostzone verließ, habe ich die ideologische Indoktrination der Jugend mitbekommen. Was dem Hitler seine Hitlerjugend war, war dem Stalin seine Komsomolzen, die in der DDR ihr Pendant in der FDJ fanden.


Zur FDJ kann dich unsere verehrte Frau Kanzlerin umfassend informieren, war sie doch laut Oskar Lafontaine eine „hervorgehobene FDJ-Funktionärin für Agitation und Propaganda“ gewesen.

Anne Bonny
23.11.2016, 21:21
Das III. Reich begann relativ harmlos, eben drum gilt heute: "Wehret den Anfängen!"

Da bin ich ganz bei dir!

Kreuzbube
23.11.2016, 21:25
Ein anständiger Staat hat es nicht nötig, seine Bürger an der Flucht/Ausreise zu hindern.

Kurti
23.11.2016, 21:30
Ein anständiger Staat hat es nicht nötig, seine Bürger an der Flucht/Ausreise zu hindern.Und erst recht nicht seine Bürger in die Flucht zu treiben.

El Lute
23.11.2016, 21:40
[...]Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen. [...]
So ist's recht, immer schön artig parieren! Ulbricht, Honecker und Konsorten brauchten ein Volk über das sie herrschen konnten. Deshalb gab es solche Vorschriften. Und dafür hättest du auf deinen Nachbarn, Kollegen, Mitschüler geballert?


[...]Allerdings nicht auf flüchtende Kinder und Frauen, nur auf Männer, die sich selbst zum Angriff bereit zeigen und Aufforderungen keine Folge leisten.[...]
Ach, den Schneid hättest du dann gehabt, dich dem Vorwurf "nicht nach Vorschrift" gehandelt zu haben auszusetzen? Abgesehen davon, wie hättest du das bei Nacht und Nebel so klar unterscheiden können?

Ruepel
23.11.2016, 21:46
[QUOTE=Bettmaen;8813724]1. An welchem Auslandseinsatz war die DDR beteiligt? Mir fällt nur die CSSR ein. Der Ostblock war insgesamt friedlicher als die dauerkriegende Nato. Die UDSSR marschierte nach '45 nur in Afghanistan ein.

Ist deine Frage ernst gemeint?

Dr Mittendrin
23.11.2016, 21:47
Das III. Reich begann relativ harmlos, eben drum gilt heute: "Wehret den Anfängen!"

Welche Anfänge ? Turbomigration ? Du sprichst immer im Synonym
red oder scheiss Buchataben

Klopperhorst
24.11.2016, 09:13
... Und dafür hättest du auf deinen Nachbarn, Kollegen, Mitschüler geballert? ...

Leseschwäche?

---

Chronos
24.11.2016, 09:44
Das III. Reich begann relativ harmlos, eben drum gilt heute: "Wehret den Anfängen!"
Auch die BRD begann mal relativ harmlos. Was aber daraus wurde, können wir heute tagtäglich bewundern.

Ganz einfach, weil wir BRDler nicht den Anfängen gewehrt haben, die von Leuten deines Schlages initiiert wurden.

Zinsendorf
24.11.2016, 10:14
...
Ach, den Schneid hättest du dann gehabt, dich dem Vorwurf "nicht nach Vorschrift" gehandelt zu haben auszusetzen? Abgesehen davon, wie hättest du das bei Nacht und Nebel so klar unterscheiden können?
Das ist das Problem, denn im Ernstfall lässt sich das nicht so schnell und einfach entscheiden. Die Grenzposten wussten nicht, wer da geschlichen kommt und was er für "Hilfsmittel" bei sich träg; deshalb ja auch erst Anruf und Warnschuss. So hätte der GV immer noch die Chance gehabt, stehen zu bleiben und die Hände zu heben. Natürlich braucht es auch da Mut und Vernunft um einzusehen, dass die "Reise" erstmal zu Ende ist. Wenn die "gestellten GV" Glück hatten, sind sie ja später immer noch in den Westen verkauft worden, gegen harte Währung und zum Wohle des Sozialismus!

Wir machen es uns da etwas zu leicht, wenn wir die Verantwortung nur auf die Grenzer schieben, ja auch die GV haben Verantwortung für ihre Gesundheit und sollten ihr Verhalten danach ausrichten, denn die Regeln waren ja bekannt. Wenn ich bei "Rot" über die Ampelkreuzung gehe, ist auch nicht (nur) der Autofahrer schuld, der mich umfährt! Wozu gibt es "Verkehrszeichen", Verbotsschilder, Sperrzäune?

Natürlich waren die Grenzer gehalten und i. d. R. auch ausgebildet, in die Beine zu schießen, aber die Stresssituation vor Ort usw. - es waren ja keine kaltblütigen Westernhelden. Außerdem wurde ihnen aber in jedem Politunterricht, jeder Vergatterung eingehämmert, was (angeblich) passiert, wenn die Gefährlichkeit der GVs unterschätzt wird; Beispiele von verletzten bzw. getöteten Grenzern waren da ja immer parat! Da hatte wohl der Grenzer manchmal mehr Angst vor dem GV als umgekehrt, mit tragischen Folgen.

Es wäre ´mal interessant zu erfahren, wieviel erfolgreiche Aufgriffe von GV (unterschieden in beiden Richtungen), wieviel Verletzte es wirklich gegeben hatte. Genauso wie viele "ungeliebte DDR-Bürger" die Stasi so ganz subtil von einer Ausreise in den Westen "überzeugt" hatte, gegen harte Währung und nicht illegal - versteht sich. Die Abschiebetaktik wurde ja nach Biermann immer mehr verfeinert, nicht nur bei Vorbestraften, sog. Asozialen, sondern bes. auch bei politisch Missliebigen. Da kenne ich einen Fall, die durften mi Möbelwagen umziehen und die Großeltern(Rentner) gleich noch mitnehmen. Wen wundert es, dass solche Art Flucht die Leute misstrauisch werden ließ?

Kurti
24.11.2016, 10:35
Auch die BRD begann mal relativ harmlos. Was aber daraus wurde, können wir heute tagtäglich bewundern.

Ganz einfach, weil wir BRDler nicht den Anfängen gewehrt haben, die von Leuten deines Schlages initiiert wurden.Wieder mal ein Feindbild am suchen - getreu dem Motto: "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich".

Ich kann dich beruhigen - meine Lust deutschen Ochsen ins Horn zu petzen tendiert irgendwo bei Null. Deswegen halte ich mich auch aus einigen Themenbereichen komplett raus.

Chronos
24.11.2016, 10:41
Wieder mal ein Feindbild am suchen - getreu dem Motto: "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich".
Ich brauche kein Feindbild zu suchen. Leute wie du reichen völlig als Zielscheibe für Hohn und Spott.


Ich kann dich beruhigen - meine Lust deutschen Ochsen ins Horn zu petzen tendiert irgendwo bei Null.
Du kannst niemandem ins imaginäre Horn kneifen (das meintest du doch wohl mit deinem "petzen"). Deine verschrobenen Ansichten nimmt doch eh niemand mehr ernst.


Deswegen halte ich mich auch aus einigen Themenbereichen komplett raus.
Ja, weil du argumentativ sang- und klanglos untergehen würdest.

Dr Mittendrin
24.11.2016, 10:48
Wieder mal ein Feindbild am suchen - getreu dem Motto: "Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich".

Ich kann dich beruhigen - meine Lust deutschen Ochsen ins Horn zu petzen tendiert irgendwo bei Null. Deswegen halte ich mich auch aus einigen Themenbereichen komplett raus.

Feindbilder sind jene denen ab Willi Brandt Politik noch nicht in den Kram passte. Und ich kann die genug Zitate von Helmut Schmidt präsentieren. Ab ihm musste man den Anfängen wehren.


Teile der Gesellschaft sind schon unregierbar. Euch ist die Anarchie zu verdanken.

El Lute
24.11.2016, 20:31
[...]Wenn die "gestellten GV" Glück hatten, sind sie ja später immer noch in den Westen verkauft worden, gegen harte Währung und zum Wohle des Sozialismus![...]
Wenn der Sozialismus siegte, für was brauchte er dann die Kapitalismuswährung?


[...]Wir machen es uns da etwas zu leicht, wenn wir die Verantwortung nur auf die Grenzer schieben, ja auch die GV haben Verantwortung für ihre Gesundheit und sollten ihr Verhalten danach ausrichten, denn die Regeln waren ja bekannt. Wenn ich bei "Rot" über die Ampelkreuzung gehe, ist auch nicht (nur) der Autofahrer schuld, der mich umfährt! Wozu gibt es "Verkehrszeichen", Verbotsschilder, Sperrzäune[...]
Und du machst es dir verdammt leicht über Leute zu urteilen, die teils aus Verzweiflung, teils aus dem Willen heraus nicht zeitlebens einer reichlich trostlosen Bevormundung ausgeliefert zu sein, dem Risiko zum Trotz gehandelt haben.

Margot Honecker wäre stolz auf dich!

Zinsendorf
24.11.2016, 22:22
Wenn der Sozialismus siegte, für was brauchte er dann die Kapitalismuswährung?
Ja, daran kannst du erkennen, dass die Zossalisten wohl selbst nicht an den "Endsieg des Soz." glaubten!


Und du machst es dir verdammt leicht über Leute zu urteilen, die teils aus Verzweiflung, teils aus dem Willen heraus nicht zeitlebens einer reichlich trostlosen Bevormundung ausgeliefert zu sein, dem Risiko zum Trotz gehandelt haben.

Margot Honecker wäre stolz auf dich!
Bei der Durchsetzung seiner persönlichen Ziele, Lebensvorstellungen halte ich es schon für angebracht, verantwortungsbewusst mit der eigenen und den anderen Identitäten umzugehen. Man muss ja nicht durch den Minengürtel robben,wenn man die Minenstandorte nicht kennt! Es obliegt schon der eigenen Verantwortung, halbwegs ungefährlichere Wege und Möglichkeiten zu finden, um sich aus der reichlich trostlosen Bevormundung des Zossalismus zu befreien; sicher ganz ohne Risiko geht nichts. Aber ich halte es für notwendig, sich nicht auf "einfache" Ratschläge zu verlassen sondern sich umfassend zu informieren, um so das eigene Risiko zu reduzieren, . Die schönste Freiheit nutzt mir nichts, wenn ich sie nicht erleben kann. Man muss eben auch im Nachgang feststellen, dass die Möglichkeiten zur speziellen Informationsbeschaffung/-verarbeitung recht unterschiedlich waren.

Und wenn wir alle, die mit dem DDR-System unzufrieden waren, geflüchtet wären, wer hätte dann die Wende und somit die Vereinigung von BRD und DDR initiiert? Wenn alle kritischen Geister abgehauen, abgeschoben worden wären, dann hätte sich die Margot vielleicht mehr über die "Ruhe" im Ländchen gefreut, ja wäre vllt. stolz darauf gewesen, dass ihre "politische Erziehung" so erfolgreich war! Doch G. s. D. kannte ich die Dame leider nicht so gut!:))

Lichtblau
24.11.2016, 22:29
Ich habe beide Systeme erlebt und muss noch immer sagen, das mir die DDR wesentlich besser gefallen hat.

Der Mensch ist nicht nur Einzelwesen sondern auch Gemeinschaftswesen. Die Gemeinschaft in der DDR hatte völlig andere Werte und diskutierte über völlig andere Sachen. So war auch das Lebensgefühl und die Stimmung fundamental von der jetzigen verschieden.

Es ist das grossartigste Ereignis meines Lebens in der DDR geboren worden zu sein.
Nicht das tollste Internet, Smartphones oder sonstige revolutionären Dinge kann das aufwiegen.

Wolf Fenrir
24.11.2016, 22:34
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---:haha:Horst, ich achte dich und weiß deiner Fähigkeiten und Verdienste im Forum !!!...


Aber halte dich besser heraus wenn es um die DDR Grenze und das ganze drumherum geht wovon Du keine Ahnung hast :cool:!!!...

Klopperhorst
25.11.2016, 09:13
:haha:Horst, ich achte dich und weiß deiner Fähigkeiten und Verdienste im Forum !!!...


Aber halte dich besser heraus wenn es um die DDR Grenze und das ganze drumherum geht wovon Du keine Ahnung hast :cool:!!!...

Mr. Zweizeiler.
Könntest du begründen, warum es solche Vorfälle nicht gab, obwohl sie auch durch Reportagen mit Zeugenaussagen belegt sind?

Es sind ja offiziell 32 tote Grenzer durch Gewalteinwirkung verzeichnet.

---

Brain
25.11.2016, 10:24
So so die DDR hat einigen besser gefallen. Ach ja.....Feiern die Ossis den Kohl eigentlich immer noch? Müssten ihm ein Leben lang dankbar sein. Was der gemacht hat alleine mit Rente, Geldumtausch....Will gar nicht dran denken.

Kreuzbube
25.11.2016, 11:04
Ich habe beide Systeme erlebt und muss noch immer sagen, das mir die DDR wesentlich besser gefallen hat.

Der Mensch ist nicht nur Einzelwesen sondern auch Gemeinschaftswesen. Die Gemeinschaft in der DDR hatte völlig andere Werte und diskutierte über völlig andere Sachen. So war auch das Lebensgefühl und die Stimmung fundamental von der jetzigen verschieden.

Es ist das grossartigste Ereignis meines Lebens in der DDR geboren worden zu sein.
Nicht das tollste Internet, Smartphones oder sonstige revolutionären Dinge kann das aufwiegen.

"Bürcher, zeichen `ssema ihr`n Ausweis. Gänsefleisch`t man Gofferraum offmachen!:happy:

Lichtblau
25.11.2016, 11:58
"Bürcher, zeichen `ssema ihr`n Ausweis. Gänsefleisch`t man Gofferraum offmachen!:happy:

Ist voll cool und geil.

Kurti
25.11.2016, 12:24
So so die DDR hat einigen besser gefallen. Ach ja.....Feiern die Ossis den Kohl eigentlich immer noch? Müssten ihm ein Leben lang dankbar sein. Was der gemacht hat alleine mit Rente, Geldumtausch....Will gar nicht dran denken."Sei du mal ganz stille, die ham schließlich ooch jearbeitet", wenn du sie reden hörst.

Dr Mittendrin
25.11.2016, 12:27
"Sei du mal ganz stille, die ham schließlich ooch jearbeitet", wenn du sie reden hörst.

Bayern arbeitet einen Tag weniger als Niedersachsen und hat trotzdem mehr BIP.

Desmodrom
25.11.2016, 12:54
Bayern arbeitet einen Tag weniger als Niedersachsen und hat trotzdem mehr BIP.

Ich kenne einen Sachsen, der bediente offiziell mit jeweils zwei weiteren Genossen pro Schicht das Blockheizkraftwerk einer Plattenbausiedlung. Laut seinen Angaben waren sie an 300 Tagen im Jahr zu jedem Feierabend komplett besoffen und brauchten je Woche ein neues Kartenspiel...
Logisch, daß es dem in der DDR auch besser gefallen hat, als heute als Leiharbeiter im Trockenbau.

Menetekel
25.11.2016, 12:59
Donnerwetter, hier gibt es verteufelt gute Bescheidwisser über die ehemalige Zone.
Viel gehört, aber nichts davon selbst mitgemacht. So will die Verblödungspolitik die Untertanen haben.
Habt ihr auch schon gehört, daß im Himmel Weihnachtsmarkt ist? Auf, auf und schnell die Leiter nach oben suchen!

Desmodrom
25.11.2016, 13:06
Donnerwetter, hier gibt es verteufelt gute Bescheidwisser über die ehemalige Zone.
Viel gehört, aber nichts davon selbst mitgemacht. So will die Verblödungspolitik die Untertanen haben.
Habt ihr auch schon gehört, daß im Himmel Weihnachtsmarkt ist? Auf, auf und schnell die Leiter nach oben suchen!

Erklär mir mal, warum noch heute in den Aldis des Ostens die doppelte Menge an harten Alkoholika vorrätig gehalten wird, als in jenen des Westens? ;)

Tryllhase
25.11.2016, 13:19
Jetzt habe ich mich gefragt, ob wir RIAS-Hörer vielleicht nur eingeschüchtert dachten, wir könnten ins Gefängnis kommen wegen "Feindsenderhörens".
Aber in den 50ern scheint es tatsächlich gefährlich gewesen zu sein, RIAS zu hören.
ungspolitik im Radio" habe ich nichts mehr mitgekriegt.

Es war ein großer Unterschied, ob man den Sender hörte oder ihn mit Nachrichten versorgte. Für Letzteres gab es wirklich hohe Strafen. Bis zum Ende der DDR wurde diese "Nachrichtenübermittlung"unter Strafe gestellt. Zum Schluss sogar schon die bloße "Sammlung von Nachrichten".
§ 98. Sammlung von Nachrichten. (1) Wer Nachrichten, die geeignet sind, die gegen die Deutsche Demokratische Republik oder andere friedliebende Völker gerichtete Tätigkeit von Organisationen, Einrichtungen, Gruppen oder Personen zu unterstützen, für sie sammelt oder ihnen übermittelt, wird mit Freiheitsstrafe von zwei bis zu zwölf Jahren bestraft.

Tryllhase
25.11.2016, 13:25
Erklär mir mal, warum noch heute in den Aldis des Ostens die doppelte Menge an harten Alkoholika vorrätig gehalten wird, als in jenen des Westens? ;)
Der Alkohol war in der DDR (und ist auch heute noch bei der älteren Generation) der Ersatz für Hasch, Kokain und Heroin. Alkohol macht nicht jeden süchtig, führt nicht zur Beschaffungskriminalität und macht die Menschen berechenbarer. Drogenmissbrauch macht immer süchtig und hat die Zahl der Beschaffungs-Einbrüche hier bei uns enorm anwachsen lassen. Drogen verändern die Psyche des Menschen negativ und zerstören ein Volk.

Desmodrom
25.11.2016, 13:27
Der Alkohol war in der DDR (und ist auch heute noch bei der älteren Generation) der Ersatz für Hasch, Kokain und Heroin. Alkohol macht nicht jeden süchtig, führt nicht zur Beschaffungskriminalität und macht die Menschen berechenbarer. Drogenmissbrauch macht immer süchtig und hat die Zahl der Beschaffungs-Einbrüche hier bei uns enorm anwachsen lassen. Drogen verändern die Psyche des Menschen negativ und zerstören ein Volk.

Ahnungsloser Schwätzer! Selten was dümmlicheres gelesen. Prost!

Tryllhase
25.11.2016, 13:32
Ahnungsloser Schwätzer! Selten was dümmlicheres gelesen. Prost!
Na dann nenne mir und den hoch interessierten Lesern mal den wirklichen Grund!

Xarrion
25.11.2016, 13:35
Ich kenne einen Sachsen, der bediente offiziell mit jeweils zwei weiteren Genossen pro Schicht das Blockheizkraftwerk einer Plattenbausiedlung. Laut seinen Angaben waren sie an 300 Tagen im Jahr zu jedem Feierabend komplett besoffen und brauchten je Woche ein neues Kartenspiel...
Logisch, daß es dem in der DDR auch besser gefallen hat, als heute als Leiharbeiter im Trockenbau.

Oh ja, so einen Typen kenne ich auch.
Der hat geradezu damit geprahlt, was für eine ruhige Kugel er in seinem DDR-Betrieb geschoben hat.
Jetzt ist er Rentner, jammert über seine geringe Rente, und träumt immer noch vom Sozialismus.

Desmodrom
25.11.2016, 13:37
Na dann nenne mir und den hoch interessierten Lesern mal den wirklichen Grund!

Vergebliche Mühe!


Oh ja, so einen Typen kenne ich auch.
Der hat geradezu damit geprahlt, was für eine ruhige Kugel er in seinem DDR-Betrieb geschoben hat.
Jetzt ist er Rentner, jammert über seine geringe Rente, und träumt immer noch vom Sozialismus.

Ich glaube fast, derer gibts Legionen.

krupunder
25.11.2016, 14:07
Bekommt der geneigte Leser nicht mit wie die kürzlich eingesickerten Spaltpilze den Westdeutschen vom Asylforderertsunami wieder zum Hass gegen ihre eigenen Brüder steuern wollen ?

Dr Mittendrin
25.11.2016, 14:07
Ich kenne einen Sachsen, der bediente offiziell mit jeweils zwei weiteren Genossen pro Schicht das Blockheizkraftwerk einer Plattenbausiedlung. Laut seinen Angaben waren sie an 300 Tagen im Jahr zu jedem Feierabend komplett besoffen und brauchten je Woche ein neues Kartenspiel...
Logisch, daß es dem in der DDR auch besser gefallen hat, als heute als Leiharbeiter im Trockenbau.

Hmmm im Trockenbau geht es richtig auf QM. Aber ich meine so einen Mix mit Produktivität, Organisationsgeschick, modernem technischen know how.

Dr Mittendrin
25.11.2016, 14:10
Der Alkohol war in der DDR (und ist auch heute noch bei der älteren Generation) der Ersatz für Hasch, Kokain und Heroin. Alkohol macht nicht jeden süchtig, führt nicht zur Beschaffungskriminalität und macht die Menschen berechenbarer. Drogenmissbrauch macht immer süchtig und hat die Zahl der Beschaffungs-Einbrüche hier bei uns enorm anwachsen lassen. Drogen verändern die Psyche des Menschen negativ und zerstören ein Volk.

Alkohol braucht nur länger zu dem Ergebnis wie Drogen. Ich hab einmal einen Alkoholsüchtigen erlebt, kalte Nächte, nach Scheisse stinken, alles zweitrangigt wenn der Stoff da ist.

Tryllhase
25.11.2016, 14:43
Alkohol braucht nur länger zu dem Ergebnis wie Drogen. Ich hab einmal einen Alkoholsüchtigen erlebt, kalte Nächte, nach Scheisse stinken, alles zweitrangigt wenn der Stoff da ist.
Alkohol führt nicht automatisch zur Sucht. Wer nicht genetisch vorbelastet ist, kann jeden Tag bis zum Umfallen saufen- und dann ohne Folgen aufhören.
Bei Drogen, insbesondere den harten , ist es anders. Und manche neuen Psychodrogen führen schon nach einmaliger Benutzung zur Sucht.

Dr Mittendrin
25.11.2016, 14:45
Alkohol führt nicht automatisch zur Sucht. Wer nicht genetisch vorbelastet ist, kann jeden Tag bis zum Umfallen saufen- und dann ohne Folgen aufhören.
Bei Drogen, insbesondere den harten , ist es anders. Und manche neuen Psychodrogen führen schon nach einmaliger Benutzung zur Sucht.


Ok kann sein. Aber ein alkoholsüchtiger ist unausstehlich, deswegen meist Penner.

Praktiker
25.11.2016, 15:58
Ok kann sein. Aber ein alkoholsüchtiger ist unausstehlich, deswegen meist Penner.

... oder eben EU-Ratspräsident ,- naja , ist auch kaum ein Unterschied .... :D

Leberecht
25.11.2016, 16:13
Ok kann sein. Aber ein alkoholsüchtiger ist unausstehlich, deswegen meist Penner.
Stimme zu. Andrerseits habe ich das Gefühl, konsequente Abstinenzler verpassen was im Leben. :))

Desmodrom
25.11.2016, 16:44
Alkohol führt nicht automatisch zur Sucht. Wer nicht genetisch vorbelastet ist, kann jeden Tag bis zum Umfallen saufen- und dann ohne Folgen aufhören.
Bei Drogen, insbesondere den harten , ist es anders. Und manche neuen Psychodrogen führen schon nach einmaliger Benutzung zur Sucht.

Ist Alkohol etwa keine Droge? Für dich scheinbar ja. Und das Alkoholsucht eine genetische Ursache haben soll, ist wohl kompletter Schwachsinn. Es gibt Studien, welche nahelegen daß es genetische Präferenzen zu Drogenkonsum im Allgemeinen zu geben scheint, aber nicht, ob man davon abhängig wird oder nicht. Schwerer Alkoholmißbrauch unterscheidet sich in nichts vom Mißbrauch harter Drogen und ist unter dem Strich genau das Gleiche.

kotzfisch
25.11.2016, 16:55
Ist Alkohol etwa keine Droge? Für dich scheinbar ja. Und das Alkoholsucht eine genetische Ursache haben soll, ist wohl kompletter Schwachsinn. Es gibt Studien, welche nahelegen daß es genetische Präferenzen zu Drogenkonsum im Allgemeinen zu geben scheint, aber nicht, ob man davon abhängig wird oder nicht. Schwerer Alkoholmißbrauch unterscheidet sich in nichts vom Mißbrauch harter Drogen und ist unter dem Strich genau das Gleiche.


Es sind ähnliche Mechanismen aber nicht genau das Gleiche.
Es gibt so unterschiedliche Verläufe, wie es Menschen gibt- vom Wochenendkonsumenten
bis zum totalen Absturz.Dazwischen gibts alles, wirklich alles.
Und noch viel mehr.Ich kenne das ein bißchen aus der therapeutischen Warte.

Kreuzbube
25.11.2016, 17:11
Ist voll cool und geil.

Wenn man`s nicht selbst erlebt hat!:)


Der Alkohol war in der DDR (und ist auch heute noch bei der älteren Generation) der Ersatz für Hasch, Kokain und Heroin. Alkohol macht nicht jeden süchtig, führt nicht zur Beschaffungskriminalität und macht die Menschen berechenbarer. Drogenmissbrauch macht immer süchtig und hat die Zahl der Beschaffungs-Einbrüche hier bei uns enorm anwachsen lassen. Drogen verändern die Psyche des Menschen negativ und zerstören ein Volk.

Ich denke, früher(in den Achtzigern) wurde nicht mehr gesoffen, als heute. Als nach der Wende die Drogen kamen, wurden zuerst die jugendlichen Trinker schwach. Meine Erfahrung im Bekanntenkreis.

Dr Mittendrin
25.11.2016, 17:15
Stimme zu. Andrerseits habe ich das Gefühl, konsequente Abstinenzler verpassen was im Leben. :))

Schön wenn man geniest und nicht süchtig ist.

Leberecht
25.11.2016, 17:51
Schön wenn man geniest und nicht süchtig ist.
Nicht nur das! Es sind auch Peinlichkeiten und Kuriositäten, die unerlebt blieben und darum im Alter nie Gegenstand heiterer Erinnerung und Schenkelklopferei unter seinesgleichen werden können.

Menetekel
25.11.2016, 18:22
Erklär mir mal, warum noch heute in den Aldis des Ostens die doppelte Menge an harten Alkoholika vorrätig gehalten wird, als in jenen des Westens? ;)

Wo hast Du schlaues Bübchen dies her?
Gibt es dafür auch klare Beweise?
Und nun für Dich, meine persönlichen Erfahrungen zum Vergleich des Ostens mit dem Westen, damit Du Kasper erkennst von was ich ausgehe.
Ich habe die vierzig Jahre Zone mitmachen müssen und habe im Osten, um mir und meiner Familie was bieten zu können, nicht nur die reguläre Arbeitszeit auf dem Bau durchgestanden, sondern bin am Abend, den Wochenenden und an sonstigen Freizeiten nebenbei arbeiten gegangen. Dabei war ich nicht allein, weil viele so rangingen.
Neunzig bin ich "Drückeberger" in dem Glauben, daß es im gelobten Westen wirklich besser wäre, dort hin gemacht. Und schon mußte ich feststellen, daß man als Deutscher aus dem Osten schief bewertet wurde. Meine Bildung fand nicht die Anerkennung, weil ja die aus dem Osten nicht so denken und handeln konnten und heut noch nicht können, wie die überkandietelten Westdeutschen. Somit mußte ich trotz vorliegender Qualifikation unten anfangen. Und siehe da, was man mir da gleich vorgesetzt hat. Einen Polier, welcher dachte, daß wir keine Zeichnung lesen konnten und auch nicht fähig wären Facharbeit zu leisten. Und dieser Überwessi hatte nichts anderes zu tun, als den lieben langen Arbeitstag nur ein Bier nach dem anderen in die Rübe zu schütten, daß er sich dann zum Feierabend am Geländer mit beiden Händen aus dem Gebäude zu ziehen, weil er voll war. Zu dieser Zeit war ich soweit, daß ich diesen Kasper für sein blödes Gelaber in eine Ecke im Keller gestellt hätte und dann .... Als wenn die Bauleitung es geahnt hat, hat man mich damals von dieser Baustelle abgezogen.
Nun kannst du mal darüber nachdenken, wenn Du wieder und weiterhin auf dem Osten herumreiten willst. Ich kann Dir durchaus noch weitere Beispiele anführen mit ähnlichem Inhalt, denn ich habe bis zu meiner Rente noch mehr erlebt, im goldenen Westen. Auch durfte ich Menschen von Deinem Schlag kennenlernen, welche über den Osten loszogen, weil sie eine Schlagzeile in der Zeitung gelesen haben, daraufhin das Maul aufrissen über die DDR, aber das, was unter der Schlagzeile stand war ihnen nicht bekannt. Sicher weil sie zu dumm und zu faul waren überhaupt denkend zu lesen.
Geht Dir dies auch so?

Desmodrom
25.11.2016, 18:26
Wo hast Du schlaues Bübchen dies her?
Gibt es dafür auch klare Beweise?
Und nun für Dich, meine persönlichen Erfahrungen zum Vergleich des Ostens mit dem Westen, damit Du Kasper erkennst von was ich ausgehe.
Ich habe die vierzig Jahre Zone mitmachen müssen und habe im Osten, um mir und meiner Familie was bieten zu können, nicht nur die reguläre Arbeitszeit auf dem Bau durchgestanden, sondern bin am Abend, den Wochenenden und an sonstigen Freizeiten nebenbei arbeiten gegangen. Dabei war ich nicht allein, weil viele so rangingen.
Neunzig bin ich "Drückeberger" in dem Glauben, daß es im gelobten Westen wirklich besser wäre, dort hin gemacht. Und schon mußte ich feststellen, daß man als Deutscher aus dem Osten schief bewertet wurde. Meine Bildung fand nicht die Anerkennung, weil ja die aus dem Osten nicht so denken und handeln konnten und heut noch nicht können, wie die überkandietelten Westdeutschen. Somit mußte ich trotz vorliegender Qualifikation unten anfangen. Und siehe da, was man mir da gleich vorgesetzt hat. Einen Polier, welcher dachte, daß wir keine Zeichnung lesen konnten und auch nicht fähig wären Facharbeit zu leisten. Und dieser Überwessi hatte nichts anderes zu tun, als den lieben langen Arbeitstag nur ein Bier nach dem anderen in die Rübe zu schütten, daß er sich dann zum Feierabend am Geländer mit beiden Händen aus dem Gebäude zu ziehen, weil er voll war. Zu dieser Zeit war ich soweit, daß ich diesen Kasper für sein blödes Gelaber in eine Ecke im Keller gestellt hätte und dann .... Als wenn die Bauleitung es geahnt hat, hat man mich damals von dieser Baustelle abgezogen.
Nun kannst du mal darüber nachdenken, wenn Du wieder und weiterhin auf dem Osten herumreiten willst. Ich kann Dir durchaus noch weitere Beispiele anführen mit ähnlichem Inhalt, denn ich habe bis zu meiner Rente noch mehr erlebt, im goldenen Westen. Auch durfte ich Menschen von Deinem Schlag kennenlernen, welche über den Osten loszogen, weil sie eine Schlagzeile in der Zeitung gelesen haben, daraufhin das Maul aufrissen über die DDR, aber das, was unter der Schlagzeile stand war ihnen nicht bekannt. Sicher weil sie zu dumm und zu faul waren überhaupt denkend zu lesen.
Geht Dir dies auch so?

Ausnahmen bestätigen die Regel!

El Lute
25.11.2016, 19:14
Der Alkohol war in der DDR (und ist auch heute noch bei der älteren Generation) der Ersatz für Hasch, Kokain und Heroin.[...]
Alkohol dürfte insbesondere der schnelle Trost aus der Flasche gewesen sein. Der Frust mit dem alltäglichen Mangel und der Bevormundung klarzukommen sollte, man darf das durchaus als politisches Kalkül betrachten, die Leute ruhigstellen. Deshalb gab es die Spirituosen auch quasi hinterhergeworfen und Alkoholismus wurde zur Volkskrankheit. Die vielen Schilderungen von Leuten meiner Generation, die erzählen, wie sie seinerzeit unter dem Suff ihrer Eltern gelitten haben, sprechen dabei Bände.


[...]Alkohol macht nicht jeden süchtig,[...]
Doch. Es ist nur eine Frage der Menge und der Regelmäßigkeit. Bei Leuten, die psychisch angeschlagen sind, geht das halt deutlich schneller.


[...]führt nicht zur Beschaffungskriminalität und macht die Menschen berechenbarer.[...]
Das mit der Beschaffungskriminalität stimmt für die DDR Zeit und gleichermaßen für die heutige. Es gibt den Alkohol quasi hinterhergeworfen. Langfristig werden die Betroffenen jedoch keineswegs berechenbarer, zumindest nicht für ihr unmittelbares Umfeld. Sie neigen zu Wutausbrüchen und häuslicher Gewalt und schaffen es nicht mehr, ihren Alltag zu regeln. Für den Staat stellen solche Leute sicherlich keine Gefahr dar, aber auch der volkswirtschaftliche Nutzen geht irgendwann gegen null.

Tryllhase
25.11.2016, 19:22
Alkohol dürfte insbesondere der schnelle Trost aus der Flasche gewesen sein. Der Frust mit dem alltäglichen Mangel und der Bevormundung klarzukommen sollte, man darf das durchaus als politisches Kalkül betrachten, die Leute ruhigstellen. Deshalb gab es die Spirituosen auch quasi hinterhergeworfen und Alkoholismus wurde zur Volkskrankheit. Die vielen Schilderungen von Leuten meiner Generation, die erzählen, wie sie seinerzeit unter dem Suff ihrer Eltern gelitten haben, sprechen dabei Bände.


Doch. Es ist nur eine Frage der Menge und der Regelmäßigkeit. Bei Leuten, die psychisch angeschlagen sind, geht das halt deutlich schneller.


Das mit der Beschaffungskriminalität stimmt für die DDR Zeit und gleichermaßen für die heutige. Es gibt den Alkohol quasi hinterhergeworfen. Langfristig werden die Betroffenen jedoch keineswegs berechenbarer, zumindest nicht für ihr unmittelbares Umfeld. Sie neigen zu Wutausbrüchen und häuslicher Gewalt und schaffen es nicht mehr, ihren Alltag zu regeln. Für den Staat stellen solche Leute sicherlich keine Gefahr dar, aber auch der volkswirtschaftliche Nutzen geht irgendwann gegen null.
Du wirst staunen, aber der hohe Alkoholkonsum in der DDR hatte viel weniger mit Frust, als viel mehr mit Lust und Freude zu tun. Ich kann zwar nicht für alle Kreise sprechen, aber dort, wo ich hineinschauen konnte, war das so. Und das betraf sowohl die Kollektive als auch die Leitungsebenen. Aber: es herrschten strenge Regeln. "Wer saufen kann, muss auch, wenn er gefordert ist, ohne wenn und aber auf der Matte stehen". Das ging relativ gut, bis in den 80er Jahren strenge Anweisungen das offene Saufen sogar an Geburtstagen, verboten. Heimlich ging es weiter.

dirk1969
25.11.2016, 19:34
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

--- Das weißt du aus eigenem Erleben ganz genau? Die getöteten Grenzer wurden zu 99% von ihren fluchtwilligen Kameraden erschossen. Die wenigsten Flüchtlinge gingen bewaffnet los.
Außerdem ist es legitim, einer Todesdrohung (Minenfelder, Selbstschußanlagen,Schießbefehl) entsprechend zu begegnen. Kein Land der Welt hat das Recht seine Grenze zum Einsperren der eigenen Bevölkerung zu nutzen!

Desmodrom
25.11.2016, 19:44
Heimlich ging es weiter.

Und geht es noch. ;)

Maitre
25.11.2016, 21:18
.... Deshalb gab es die Spirituosen auch quasi hinterhergeworfen und Alkoholismus wurde zur Volkskrankheit. ...

(Kürzung durch mich)
Wie kommst du darauf, dass Spirituosen jemandem hinterhergeworfen wurden? Schnaps war als Genussmittel in der DDR sogar recht teuer. Die Flasche Goldbrand kostete damals 14,50M, dafür hättest du in einer Betriebskantine zwei bis drei Wochen lang zu Mittag essen können. Selbst Billigfusel, wie der "Blaue Würger" kostete auch schon über 10 Mark die Flasche.
Bier gabs zwar sehr billig, das waren aber die verpönten Plörren mit Kopfschmerzgarantie, in unserer Region etwa das berüchtigte Dessauer Atompils.

El Lute
25.11.2016, 21:44
(Kürzung durch mich)
Wie kommst du darauf, dass Spirituosen jemandem hinterhergeworfen wurden? Schnaps war als Genussmittel in der DDR sogar recht teuer. Die Flasche Goldbrand kostete damals 14,50M, dafür hättest du in einer Betriebskantine zwei bis drei Wochen lang zu Mittag essen können. Selbst Billigfusel, wie der "Blaue Würger" kostete auch schon über 10 Mark die Flasche.
Bier gabs zwar sehr billig, das waren aber die verpönten Plörren mit Kopfschmerzgarantie, in unserer Region etwa das berüchtigte Dessauer Atompils.

Aber DDR-Geld war doch nicht das Problem sondern die nicht vorhandenen Waren? Das besagte Bier und die Spirituosen aber standen doch in jedem Konsum und war für DDR Mark zu haben?
http://www.mundmische.de/bedeutung/18741-blauer_Wuerger

Frontferkel
26.11.2016, 00:26
"Sei du mal ganz stille, die ham schließlich ooch jearbeitet", wenn du sie reden hörst.
Da kannste mal sehen .
Nicht so wie Du , der faul und hackedicht inne Müllecke rumjelejen hat .

Frontferkel
26.11.2016, 00:40
Und geht es noch. ;)
Ach auch offiziell geht es noch .
Ist bekannt , in welchen Berufsgruppen am meisten gesoffen und die Alkoholiker -Dichte am größten ist ?

autochthon
26.11.2016, 01:02
Ach auch offiziell geht es noch .
Ist bekannt , in welchen Berufsgruppen am meisten gesoffen und die Alkoholiker -Dichte am größten ist ?

Pförtner trinken gerne mal einen. Auch gerne im Dienst. Vor der Schließrunde.

Es sei ihnen gegönnt.

Frontferkel
26.11.2016, 01:08
Pförtner trinken gerne mal einen. Auch gerne im Dienst. Vor der Schließrunde.

Es sei ihnen gegönnt.
Stimmt , bei unserem Otto kriegst Du immer einen , auf Nachfrage .:prost: " Na Otti , een Schnäppi " und schwupp haste einen dreifachen .
Die meisten Alkoholiker gibt es bei Ärzten (Chirurgen) , Anwälten , Piloten und sage und schreibe Politikern .
Kannste auch erkuugeln . :)

autochthon
26.11.2016, 07:00
Stimmt , bei unserem Otto kriegst Du immer einen , auf Nachfrage .:prost: " Na Otti , een Schnäppi " und schwupp haste einen dreifachen .
Die meisten Alkoholiker gibt es bei Ärzten (Chirurgen) , Anwälten , Piloten und sage und schreibe Politikern .
Kannste auch erkuugeln . :)


Da hatte der harald Schmidt mal was gutes gesagt, zur Zeiit der "Politik der ruhigen Hand".
Der sagte, viele Politiker im Bundestag brauchen für die ruhige Hand erstmal einen tiefen Schluck."

Bieleboh
26.11.2016, 08:39
Hätte eigentlich auch auf die Montagsdemonstranten geschossen werden sollen? Was meinen denn Klopper&Co dazu?
Diese verliefen glücklicherweise friedlich. Wenn es aber eskaliert wäre, hätte es sicher Tote gegeben. Im Umfeld der großen Demo mit einer Million Teilnehmer auf dem Alexanderplatz bestand erhöhte Gefechtsbereitschaft, es wurden viele Einheiten nahe Berlin verlegt und an diesem Tag mit Schlagstöcken ausgerüstet in die Kasernen gebracht. Die scharfe Bewaffnung verblieb aber auf den W50.

Bieleboh
26.11.2016, 08:43
Erklär mir mal, warum noch heute in den Aldis des Ostens die doppelte Menge an harten Alkoholika vorrätig gehalten wird, als in jenen des Westens? ;) Die Nachfrage danach im muslimisch geprägten Westen ist geringer ;-)

Filofax
26.11.2016, 11:00
Klar, Bananen-Sachse.
Mehr als Westprodukte hattet ihr ja auch nicht im Kopf. Heute flennt ihr rum, dass der Westen doch gar nicht so gut ist.
Ja, was wollt ihr denn nun?

Man kann nicht nach Bananen schreien, ohne den Bimbo zu bekommen.

---

Der "Bimbo" ist nicht das Problem, die einheimischen Zerstörer von Volk, Familie, Religion sind unser Problem.
Dein Osten ist keinen Deut besser als der Westen, schau Dir die Wahlerfolge der Antifanten-Partei "Die Linke" bei Dir zu Hause an.

Mag ja sein, dass es ein paar Ossis gibt die etwas mehr herummaulen als im Westen der Fall, aber was bringt das am Ende?

Mit so Typen wie Lutz Bachmann kann ich nichts anfangen. Will das Abendland retten und Deutschland vor dem Islam bewahren und zieht dazu auf die Kanaren.

houndstooth
26.11.2016, 11:26
Ostberlin =1965+1966 =war oefter via Friedrichstrasse zu Besuch drueben gewesen. Damals hatte ich Ostberlin als 'Hoelle' empfunden und im Vergleich zu all den Laendern die ich spaeter besucht hatte , denke ich noch immer an Ostberlin als 'Hoelle'. Mir hatten die bedauernswerten Menschen die dort unter entsetzlichen Umstaenden leben mussten ,entsetzlich leid getan. Doch dienten mir spaeter im Leben die gemachten Erfahrungen im 'Horrorstaat' DDR - die Menschen lebten damals in staendiger Angst+ Unsicherheit - als Messlatte zur Beurteilung anderer Laender und Regimes.
Anhand dieser Messlatte -(und verglichen mit DEU heute0 - kann ich aufrichtig sagen dass Canada ein wahres Paradies ist.



Die 100 Toten in den 28 Jahren sind eigentlich kaum der Rede wert, auch wenn das Einzelschicksal sicher nie entschuldigt werden kann.
Aber es standen sich damals in Europa zwei waffenstarrende Supermächte gegenüber, die jederzeit einen Atomkrieg vom Zaun brechen konnten.

Es war eher wunderlich, dass es nur bei 100 Toten blieb, und diese auch großteils in der Anfangszeit des Regimes zustandekamen.

Die BRD ermordet viel mehr Deutsche als die DDR es jemals tat.

---

1200 sind aber nicht alle erschossen worden.
Außerdem: Setze sie mal in Relation zu 17 Millionen!

Ansonsten: Unter den 350.000 "Eingekerkerten", also wahrscheinlich in mittelalterlichen Kerkern?, befanden sich natürlich nur Waisenknaben und blütenreine Westen.

---

Sang-froid !!

Schaendliche Relativierung! Krass unmoralische, hysterische und unzutreffende Aussagen. Unfassbar.:aggr:

houndstooth
26.11.2016, 11:34
Die DDR war kein Unrechtssystem. Auch dort hab es ein Bürgerliches Gesetzbuch und übrigens auch Menschenrechte.
In der unruehmlichen Reihe 'Unrechtssysteme' nahm die damalige 'DDR' selbst unter Drittwelt-Banana- und Kommiediktaturen einen schaurigen Sonderplatz ein.


In den 80'ern inspizierte die UN die Gefängnisse der DDR, worauf die Haftbedingungen nochmal verbessert wurden. Man war da durchaus selbstkritisch.

---
Uhuh; das Internationale Rote Kreuz hatte Buchenwald besichtigt ; war wunderschoen dort gewesen: Blumenbeete, Konzerte, alles frisch und sauber, wohlernaehrte , laechelnde 'Internierte'.etc. Es gibt genug Dokus bei YouTube die die Wirklichkeit ueber 'Gefängnisse in der DDR' ahnen lassen.:


"Sie wollten aus dem Unrechtsstaat DDR fliehen, doch 500 Meter vor der Grenze werden Regina und Jürgen Glass geschnappt. Es folgen qualvolle Verhöre, eine Menschen verachtende Haft und Psychoterror, der den Willen der beiden brechen sollen."
https://youtu.be/Q_VKw4qzf3M


Sorry,- ein Staat,- in dem weder Meinungsfreiheit noch Pressefreiheit herrschten,- kann niemals ein Rechtsstaat sein !
Und in der DDR wurde die Wahrnehmunhg der Meinungsfreiheit mit Knast belegt - was daran ist bitteschön kein Unrechtssystem ?
:gp:
Redefreiheit; Reisefreiheit....


[vollzitat]
---
beides: soziopathisches Roboterdenken + robotergleiche Soziopathie. Unfassbar :nana:


Auch wenn wir es gerne anders hätten: Die Begriffe Recht/Unrecht, Gesetz sind nicht universell, hängen immer von der Zeit, dem gesellschaftlichen Umfeld ab. [///].

Anders wird ein Schuh 'draus: es gibt universelle Rechtsprinzipien die -eben ihrer Universalitaet wegen- global gelten und zig-hundert Jahre alt sind. ( die Bibel z.B. gilt u.A. auch als Rechtsgrundlage in vielen Laendern) Der Unrechtsstaat 'DDR' war deswegen ein Unrechtsstaat, weil er viele, uralte, noch heute gueltige ,universell anerkannte Rechtsprinzipien nicht anerkannt und abgelehnt hatte.

houndstooth
26.11.2016, 11:49
Es muß selbstverständlich das Recht angewendet werden, daß seinerzeit galt.
Stand die Tat damals unter Strafandrohung, sollte der Delinquent durchaus auch heute dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Andernfalls liegt eben kein strafbares Delikt vor.
Nulla poena sine lege.

Wenn 'Recht' per statuiertem und ungeschriebenem Voelkerrecht in Wirklichkeit Unrecht darstellt , ist es selber Unrecht. Dieses Prinzip ist seit Nuernberg selber zum Voelkerrecht geworden.
Ebenso wie die Ungueltigkeit von 'nulla poena sine lege' als Ausflucht Illegitimes legitimieren zu wollen.

Hier trumpft das uralte Rechtsprinzip : "EX INIURIA NON ORITUR IUS" Aus Unrecht wird kein Recht.

Für einen Unrechtsstaat spricht, wenn Millionen Bürger aus ihm flüchten wollen und gewaltsam daran gehindert werden.

So it's:

Artikel 13

Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.
(Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ; Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948 )

Ist Alkohol etwa keine Droge? Für dich scheinbar ja. Und das Alkoholsucht eine genetische Ursache haben soll, ist wohl kompletter Schwachsinn. [///]

Weder 'Schwachsinn' noch 'komplett' , es gibt in der Tat genetische Verbindung mit Alkoholsucht.
http://www.medicinenet.com/script/main/art.asp?articlekey=26119&page=2

Tryllhase
26.11.2016, 11:55
Es muß selbstverständlich das Recht angewendet werden, daß seinerzeit galt.
Stand die Tat damals unter Strafandrohung, sollte der Delinquent durchaus auch heute dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Andernfalls liegt eben kein strafbares Delikt vor.
Nulla poena sine lege.
Und wie sieht es mit den Verjährungsfristen aus? Hat ein Täter nicht auch da ein Recht, sich auf zur Tatzeit geltende gesetzliche Regeln zu verlassen?

Tryllhase
26.11.2016, 11:59
Wenn 'Recht' per statuiertem und ungeschriebenem Voelkerrecht in Wirklichkeit Unrecht darstellt , ist es selber Unrecht. Dieses Prinzip ist seit Nuernberg selber zum Voelkerrecht geworden.
Ebenso wie die Ungueltigkeit von 'nulla poena sine lege' als Ausflucht Illegitimes legitimieren zu wollen.

Hier trumpft das uralte Rechtsprinzip : "EX INIURIA NON ORITUR IUS" Aus Unrecht wird kein Recht.


So it's:
Artikel 13

Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.
(Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ; Resolution 217 A (III) vom 10.12.1948 )


Weder 'Schwachsinn' noch 'komplett' , es gibt in der Tat genetische Verbindung mit Alkoholsucht.
http://www.medicinenet.com/script/main/art.asp?articlekey=26119&page=2
Das uralte Rechtsprinzip scheint aber schon immer mit Füßen getreten worden zu sein. Schon Eike von Repgow, der Urvater des heutigen Rechts, beklagt vor 700 Jahren, dass durch Gewohnheit Unrecht zu Recht werden konnte.

Multiplex
26.11.2016, 12:06
Und wie sieht es mit den Verjährungsfristen aus? Hat ein Täter nicht auch da ein Recht, sich auf zur Tatzeit geltende gesetzliche Regeln zu verlassen?

Wenn das Gesetz selber illegal ist, kann sich keiner darauf berufen.

Desmodrom
26.11.2016, 12:10
Weder 'Schwachsinn' noch 'komplett' , es gibt in der Tat genetische Verbindung mit Alkoholsucht.
http://www.medicinenet.com/script/main/art.asp?articlekey=26119&page=2

Da steht nicht, wie hier behauptet, dass man mit den "passenden Genen" exzessiv saufen könne, ohne abhängig zu werden! Sondern der Artikel bestätigt eher das, was ich dazu sagte, nämlich daß es genetische Präferenzen zu geben scheint, welche Drogenkonsum triggern. Ähnliches gibt es ja auch bei ADHS-Patienten, welche Amphetamine zur Selbstmedikamentation für sich entdecken.

Tryllhase
26.11.2016, 12:15
Wenn das Gesetz selber illegal ist, kann sich keiner darauf berufen.
Beispiel Mord, ersatzweise Beihilfe. Ein Täter konnte sich damals sicher sein, dass die Tat nach 30 Jahren verjährt. Blieb er also im Land, so dass keine Verjährungshemmung eintrat, so konnte er nach dreißig Jahren an die Öffentlichkeit treten und die Tat gestehen. Bei Beihilfe schon nach wenigen Jahren. Hätte er zur Tatzeit aber schon gewusst, dass seine Tat nie verjährt, sähe das anders aus und hätte ihn vielleicht von der Tat abgehalten. Die rückwirkende Aufhebung einer Verjährung ist einmalig und verletzt die Rechtssicherheit in unzulässiger Weise.

El Lute
26.11.2016, 12:17
Die 100 Toten in den 28 Jahren sind eigentlich kaum der Rede wert, auch wenn das Einzelschicksal sicher nie entschuldigt werden kann.
Aber es standen sich damals in Europa zwei waffenstarrende Supermächte gegenüber, die jederzeit einen Atomkrieg vom Zaun brechen konnten.

Es war eher wunderlich, dass es nur bei 100 Toten blieb, und diese auch großteils in der Anfangszeit des Regimes zustandekamen.[...]
Das mag die Rechtfertigung für den Westen gewesen sein, die Mauer nicht anzurühren. Das kann aber in keiner Weise eine Rechtfertigung für das SED Regime sein, das genausogut durch Passivität auf ihren Machtanspruch hätte verzichten können. Dieser war ohnehin nur ein Judaslohn, bezahlt vom Kreml.


[...]Die BRD ermordet viel mehr Deutsche als die DDR es jemals tat.[...]
Alleinerziehende Hartz IV Mütter, die mit ihrem Kind aus dem Fenster springen, weil sie nicht mehr ein und aus wissen, Leute, die allein und vergessen in ihrer Armenwohnung verhungern und das alles ruft in der Öffentlichkeit kaum ein Achselzucken hervor. Welche Bettwäsche Uli H. in Landsberg hatte, dürfte wohl auf mehr Interesse gestoßen sein. Von daher kann man der Aussage durchaus zustimmen. Das macht allerdings keinen Deut besser, was in der DDR gelaufen ist.

Tryllhase
26.11.2016, 12:22
Da steht nicht, wie hier behauptet, dass man mit den "passenden Genen" exzessiv saufen könne, ohne abhängig zu werden! Sondern der Artikel bestätigt eher das, was ich dazu sagte, nämlich daß es genetische Präferenzen zu geben scheint, welche Drogenkonsum triggern. Ähnliches gibt es ja auch bei ADHS-Patienten, welche Amphetamine zur Selbstmedikamentation für sich entdecken.
Was da steht, ist unerheblich. Ich kenne persönlich genügend Fälle, wo in entsprechender Gesellschaft täglich gesoffen und nach Wegfall dieser Gesellschaft kaum noch getrunken wurde. Im Gegensatz dazu die Gruppe der Abhängigen, die nach längerer Trockenheit durch unsinnige Verleitung, doch zu zeigen, dass ein Gläschen nicht schade, sofort wieder dauerhaft rückfällig wurden. Das sind zwei völlig unterschiedliche Kategorien.

Desmodrom
26.11.2016, 12:34
Was da steht, ist unerheblich. Ich kenne persönlich genügend Fälle, wo in entsprechender Gesellschaft täglich gesoffen und nach Wegfall dieser Gesellschaft kaum noch getrunken wurde. Im Gegensatz dazu die Gruppe der Abhängigen, die nach längerer Trockenheit durch unsinnige Verleitung, doch zu zeigen, dass ein Gläschen nicht schade, sofort wieder dauerhaft rückfällig wurden. Das sind zwei völlig unterschiedliche Kategorien.

Und wieder bestätigst Du, daß Du keine Ahnung hast. Ich bestreite nicht, das es Faktoren meist psychischer oder soziologischer Natur geben dürfte, welche den Einen früher und den Anderen später abhängig werden lassen. Das heißt aber noch lange nicht, daß man schwer abhängig machende Substanzen wie Alkohol, Heroin oder Koks ewig konsumieren könne und spezielle Gene dafür sorgten, eben nicht abhängig zu werden. Daß es bei manchem Menschen länger dauern mag, liegt in aller Regel an o.g. anderen Gegebenheiten.
Die Diskussion dazu ist hier im Thema allerdings eh am falschen Platz und ich werde jetzt nicht mehr auf weitere Thesen dazu eingehen!

Kurti
26.11.2016, 12:38
Was da steht, ist unerheblich. Ich kenne persönlich genügend Fälle, wo in entsprechender Gesellschaft täglich gesoffen und nach Wegfall dieser Gesellschaft kaum noch getrunken wurde. (...)Was klar aufzeigt, dass im Sozialismus der Suff das einzig Vernünftige war, was den Menschen blieb - und die Flucht das einzig Unvernünftige.

Kurti
26.11.2016, 13:20
(...)

Anders wird ein Schuh 'draus: es gibt universelle Rechtsprinzipien die -eben ihrer Universalitaet wegen- global gelten und zig-hundert Jahre alt sind. ( die Bibel z.B. gilt u.A. auch als Rechtsgrundlage in vielen Laendern) Der Unrechtsstaat 'DDR' war deswegen ein Unrechtsstaat, weil er viele, uralte, noch heute gueltige ,universell anerkannte Rechtsprinzipien nicht anerkannt und abgelehnt hatte.Der Schießbefehl verstieß sogar gegen DDR-Recht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl#Unvereinbarkeit_des_Schie.C3.9Fb efehls_und_dessen_Ausf.C3.BChrung_mit_h.C3.B6herra ngigem_Recht

Nach Sicht des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Gerichtshof_f%C3%BCr_Menschenrec hte) verstießen der Schießbefehl und dessen Ausführung schon zum Tatzeitpunkt nicht nur gegen den im DDR-Volkspolizeigesetz (https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gesetz_%C3%BCber_die_Aufgaben_und_ Befugnisse_der_deutschen_Volkspolizei&action=edit&redlink=1) verankerten Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, sondern auch gegen höherrangiges DDR-Recht (https://de.wikipedia.org/wiki/DDR-Justiz). So garantierte die Verfassung der DDR (https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_DDR) in Art. 19 Abs. 2 und Art. 30 Abs. 1 und 2 das Recht auf Leben als unveräußerliches Attribut des Menschen. Zudem habe das Grenzregime gegen das Strafgesetzbuch der DDR (https://de.wikipedia.org/wiki/Strafgesetzbuch_(DDR)) (§§ 112 und 213 StGB-DDR in Verbindung mit Art. § 22 Abs. 2 StGB-DDR) verstoßen.

Menetekel
26.11.2016, 14:21
Ausnahmen bestätigen die Regel!

Und damit ist ein solcher Urteiler über Landsleute fertig mit seinem Latein?
Ein lebendes Beispiel der medialen Verblödung in diesem deutschen Land, wo das Selberdenken schon abgeschafft wurde.
Blödmann!

Chronos
26.11.2016, 14:27
Und damit ist ein solcher Urteiler über Landsleute fertig mit seinem Latein?
Ein lebendes Beispiel der medialen Verblödung in diesem deutschen Land, wo das Selberdenken schon abgeschafft wurde.
Blödmann!
Nimm doch diesen gehirngewaschenen Dummschwätzer nicht so ernst.

Wenn Dummheit Blätter hätte, wäre der ein ganzer Wald.

Menetekel
26.11.2016, 14:38
Nimm doch diesen gehirngewaschenen Dummschwätzer nicht so ernst.

Wenn Dummheit Blätter hätte, wäre der ein ganzer Wald.

Ist schon richtig, wie Du es schreibst. Es ging mir dermaßen gegen den Strich, was in diesem Land noch für Trottel umherwandeln, weil deren Füße noch nicht am Boden der Realität angekommen sind und das Hirn zum Nachdenken wohl zu klein ist. Solche Pfeifen werden dann benutzt, im Volk für Bambuhle zu sorgen, weil eben nicht selbst gedacht wird.

Multiplex
26.11.2016, 15:02
Der Schießbefehl verstieß sogar gegen DDR-Recht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl#Unvereinbarkeit_des_Schie.C3.9Fb efehls_und_dessen_Ausf.C3.BChrung_mit_h.C3.B6herra ngigem_Recht

Sehr gut! Ich sage ja immer: Mit der gleichen (Un-)Logik hätte man die Grenzsoldaten abknallen können.

Tryllhase
26.11.2016, 15:06
Der Schießbefehl verstieß sogar gegen DDR-Recht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl#Unvereinbarkeit_des_Schie.C3.9Fb efehls_und_dessen_Ausf.C3.BChrung_mit_h.C3.B6herra ngigem_Recht
Wusstest Du, dass der geniale Manfred von Ardenne zur Verbesserung des Rufs der DDR beim Klassenfeind dem Minister einen verblüffenden Vorschlag machte? Statt scharf zu schießen, sollten Betäubungsgewehre verwendet werden. Die Antwort war charakteristisch: Neben Beschaffungsmängeln wären diese Gewehre nicht treffsicher genug. Und sie würden nicht ausreichend abschrecken. Nur wer befürchten musste, den Tod zu erleiden, könne von einem Grenzdurchbruch abgehalten werden.

Lichtblau
26.11.2016, 20:16
Der Schießbefehl verstieß sogar gegen DDR-Recht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl#Unvereinbarkeit_des_Schie.C3.9Fb efehls_und_dessen_Ausf.C3.BChrung_mit_h.C3.B6herra ngigem_Recht

Da steht:

"So garantierte die Verfassung der DDR in Art. 19 Abs. 2 und Art. 30 Abs. 1 und 2 das Recht auf Leben als unveräußerliches Attribut des Menschen. "

Schau ich aber in der Verfassung nach steht da:

Artikel 19:
"2 Achtung und Schutz der Würde und Freiheit der Persönlichkeit sind Gebot für alle staatlichen Organe, alle gesellschaftlichen Kräfte und jeden einzelnen Bürger."

Artikel 30:
"1 Die Persönlichkeit und die Freiheit jedes Bürgers der Deutschen Demokratischen Republik sind unantastbar.
2 Einschränkungen sind nur im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen oder einer Heilbehandlung zulässig und müssen gesetzlich begründet sein. Dabei dürfen die Rechte solcher Bürger nur insoweit eingeschränkt werden, als dies gesetzlich zulässig und unumgänglich ist."

http://www.documentarchiv.de/ddr/verfddr.html

Das steht da also überhaupt nicht!!!!

houndstooth
29.11.2016, 09:44
Das uralte Rechtsprinzip scheint aber schon immer mit Füßen getreten worden zu sein. Schon Eike von Repgow, der Urvater des heutigen Rechts, beklagt vor 700 Jahren, dass durch Gewohnheit Unrecht zu Recht werden konnte.
Es wurde 'zeitweise' zu Recht, doch nie permanent. Rechtsempfinden ist so ziemlich universal auf der Welt, Rechtspflege unterscheidet sich deutlich.

houndstooth
29.11.2016, 09:56
Da steht nicht, wie hier behauptet, dass man mit den "passenden Genen" exzessiv saufen könne, ohne abhängig zu werden!
Wurde nicht behauptet.

Sondern der Artikel bestätigt eher das, was ich dazu sagte, nämlich daß es genetische Präferenzen zu geben scheint, welche Drogenkonsum triggern. Ähnliches gibt es ja auch bei ADHS-Patienten, welche Amphetamine zur Selbstmedikamentation für sich entdecken.
Dass es wahrscheinlich genetische Verbindungen mit Alkoholsucht gibt, ist schon lange empirische Vermutung. ( und wird daraufdessen auch smeentsprechend behandelt) Du hast Recht mit 'genetische Präferenzen' , doch sagt dieser Begriff nichts Anderes als 'genetische Verbindungen' ; also semantische Nuancen ....:)

Desmodrom
29.11.2016, 10:00
Wurde nicht behauptet.



Wurde es doch:


Alkohol führt nicht automatisch zur Sucht. Wer nicht genetisch vorbelastet ist, kann jeden Tag bis zum Umfallen saufen- und dann ohne Folgen aufhören.

houndstooth
29.11.2016, 10:08
Der Schießbefehl verstieß sogar gegen DDR-Recht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl#Unvereinbarkeit_des_Schie.C3.9Fb efehls_und_dessen_Ausf.C3.BChrung_mit_h.C3.B6herra ngigem_Recht

Danke fuer den Hinweis 'Kurti' . Wieder etwas hinzu gelernt. :)

Mit dem ' Recht auf Leben als unveräußerliches Attribut des Menschen' ueberdeckte sich das DDR Gesetz mit der Universellen Menschenrechtserklaerung.

Allerdings darf man nie vergessen, dass zwischen papiernen Ethikserklaerungen und der praktischen Wirklichkeit eigentlich immer unendliche Leerraeume klaffen. Oder wie Englaender sagen: " Du kannst alles machen, nur darfst Du Dich nicht erwischen lassen!" Der Zyniker in mir vermutet, dass dieser Spruch das Kredo der meisten Machthaber|innen darstellt....

houndstooth
29.11.2016, 10:10
Wurde es doch:

ok, you win ;) Kaffee geht an mich :) :)

Tryllhase
29.11.2016, 20:08
Wurde es doch:

Hermann Löns:
"So fand man unter 200 schweren Gewohnheitstrinkern nicht weniger, als 90 ausgesprochene Psychopathen, 49 Geistesschwache und 5 Epileptiker. Da die körperliche und seelische Beschaffenheit des Menschen weitgehendst vererbt wird, darf es nicht verwundern, wenn in Trinkerfamilien ungünstige Anlagen gehäuft auftreten. Diese nachteiligen Erbanlagen wurden in den meisten Fällen wohl nicht durch den Alkoholismus verursacht, sondern es führte deren Vorhandensein in der ganzen Generationenkette unter anderem auch zur Erscheinung des chronischen Alkoholismus."
Er führt dazu das Beispiel der Gastwirte an, die mit ihren Gästen oft erhebliche Mengen an Alkohol tränken, aber bei Berufs- oder Lebensbezirkswechsel ohne große Schwierigkeiten auf den Alkohol verzichten könnten.
Ich korrigiere selbstverständlich: es war Hermann Römpp

Desmodrom
29.11.2016, 20:13
Hermann Löns:
"So fand man unter 200 schweren Gewohnheitstrinkern nicht weniger, als 90 ausgesprochene Psychopathen, 49 Geistesschwache und 5 Epileptiker. Da die körperliche und seelische Beschaffenheit des Menschen weitgehendst vererbt wird, darf es nicht verwundern, wenn in Trinkerfamilien ungünstige Anlagen gehäuft auftreten. Diese nachteiligen Erbanlagen wurden in den meisten Fällen wohl nicht durch den Alkoholismus verursacht, sondern es führte deren Vorhandensein in der ganzen Generationenkette unter anderem auch zur Erscheinung des chronischen Alkoholismus."
Er führt dazu das Beispiel der Gastwirte an, die mit ihren Gästen oft erhebliche Mengen an Alkohol tränken, aber bei Berufs- oder Lebensbezirkswechsel ohne große Schwierigkeiten auf den Alkohol verzichten könnten.

Jaaa, Hermann Löns der Heidedichter ist natürlich eine absolute Autorität auf dem weiten Feld der Wissenschaften. Ich gebe mich also geschlagen.

Tryllhase
29.11.2016, 20:15
Jaaa, Hermann Löns der Heidedichter ist natürlich eine absolute Autorität auf dem weiten Feld der Wissenschaften. Ich gebe mich also geschlagen.
Pardon, natürlich war es Hermann Römpp, der mit Abstand größte Kenner der Rauschmittelproblematik.

Desmodrom
29.11.2016, 20:18
Pardon, natürlich war es Hermann Römpp, der mit Abstand größte Kenner der Rauschmittelproblematik.


:haha:

Frontferkel
29.11.2016, 23:46
" Chemische Zaubertränke " erschienen 1938 , Autor H. Römmp .Upps , der Papa von klein Harry P. ?
Mein " Zaubertrank " ist Cognac .

Desmodrom
29.11.2016, 23:54
" Chemische Zaubertränke " erschienen 1938 , Autor H. Römmp .Upps , der Papa von klein Harry P. ?
Mein " Zaubertrank " ist Cognac .


:D

Gestorben ist er dann an einem Leberleiden, der Römpp. Selbstversuch offenbar gescheitert.
Den hier als Drogenkoryphäe zu präsentieren ist in etwa so,
wie aus dem Fenster zu wichsen und dann zu behaupten, alle Söhne seien im Luftkampf gefallen...

Flüchtling
30.11.2016, 00:11
:D

Gestorben ist er dann an einem Leberleiden, der Römpp. Selbstversuch offenbar gescheitert.
...
"Leberleiden"

Die Leber litt, der Mann entfernte sich, und so war auch das Leiden der Leber beendet.

Tryllhase
30.11.2016, 11:42
:D
Gestorben ist er dann an einem Leberleiden, der Römpp. Selbstversuch offenbar gescheitert.
Den hier als Drogenkoryphäe zu präsentieren ist in etwa so,
wie aus dem Fenster zu wichsen und dann zu behaupten, alle Söhne seien im Luftkampf gefallen...
Ich habe große Hochachtung vor Ärzten und Chemikern, die ihre Erkenntnisse im Selbstversuch gewinnen. Römpp gehörte zu ihnen. Seine detaillierten Beschreibungen der Rauschzustände aller bekannten Rauschmittel waren selbst den Nazis so suspekt, dass seine "Zaubertränke" verboten wurden.
Hättest Du es lieber gesehen, wenn er Versuche an Lagerinsassen gemacht hätte?

Desmodrom
30.11.2016, 12:01
Ich habe große Hochachtung vor Ärzten und Chemikern, die ihre Erkenntnisse im Selbstversuch gewinnen. Römpp gehörte zu ihnen. Seine detaillierten Beschreibungen der Rauschzustände aller bekannten Rauschmittel waren selbst den Nazis so suspekt, dass seine "Zaubertränke" verboten wurden.
Hättest Du es lieber gesehen, wenn er Versuche an Lagerinsassen gemacht hätte?

Gehts noch, mir jetzt mit Menschenversuchen zu kommen? Dein Römpp war ein Verfasser von populärwissenschaftlichen Büchern und beileibe niemand, der als anerkannte Kapazität zu gelten hätte. Mal ganz davon abgesehen, dass seine Erkenntnisse inzwischen 80 Jahre alt sind. Derweil hat sich so einiges ergeben in der Forschung zu dem Thema.
Aber wenn Du so auf Selbstversuche stehst, teste es doch mal aus und fang an zu saufen, womöglich bewahren dich deine Gene dann ja vor Sucht und Verfall.

Tryllhase
30.11.2016, 12:09
Gehts noch, mir jetzt mit Menschenversuchen zu kommen? Dein Römpp war ein Verfasser von populärwissenschaftlichen Büchern und beileibe niemand, der als anerkannte Kapazität zu gelten hätte. Mal ganz davon abgesehen, dass seine Erkenntnisse inzwischen 80 Jahre alt sind. Derweil hat sich so einiges ergeben in der Forschung zu dem Thema.
Aber wenn Du so auf Selbstversuche stehst, teste es doch mal aus und fang an zu saufen, womöglich bewahren dich deine Gene dann ja vor Sucht und Verfall.
Ach so, deshalb stehen seine Chemie-Lexika auch hier in allen größeren Lesesälen?
Ganz nebenbei: zeitgleich mit deiner Antwort teilt mir mein Virenschutzprogramm die Sperrung der politforen.net Seite wegen Bedrohung mit!

Desmodrom
30.11.2016, 12:12
Ach so, deshalb stehen seine Chemie-Lexika auch hier in allen größeren Lesesälen?
Ganz nebenbei: zeitgleich mit deiner Antwort teilt mir mein Virenschutzprogramm die Sperrung der politforen.net Seite wegen Bedrohung mit!

:haha:

Offenbar hast Du schon genug gesoffen um in Paranoia zu verfallen!
(Dein Virenscanner erkennt offenbar den versteckten Code in meinem Beitrag, als personifizierter Bundestrojaner lege ich den dort immer ab...)

Desmodrom
30.11.2016, 12:24
Ganz nebenbei: zeitgleich mit deiner Antwort teilt mir mein Virenschutzprogramm die Sperrung der politforen.net Seite wegen Bedrohung mit!

Jetzt isser weg, bedroht von der Erkenntnis Blödsinn verzapft zu haben.

:OmG:

Tryllhase
30.11.2016, 13:32
Jetzt isser weg, bedroht von der Erkenntnis Blödsinn verzapft zu haben.

:OmG:
Vielleicht ist er auch bloß auf der Suche nach der Ursache, denn eine Warnung vor dieser Seite ist mir bei meinen siebeneinhalb tausend Beiträgen noch nicht vorgekommen.

Bestmann
02.12.2016, 07:10
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---

Getötete Grenzer (Von Flüchtlingen getötet ) konnte ich nicht finden ,aber ja -----
Liste der Todesopfer an der Berliner Mauer – (http://ccs.infospace.com/ClickHandler.ashx?encp=ld%3d20161202%26app%3d1%26c %3dxacti.7.inboxg.msac.row%26s%3dxacti7inboxgmsacr ow%26rc%3dxacti.7.inboxg.msac.row%26dc%3d%26euip%3 d79.229.227.24%26pvaid%3ddd37dbe0ad84439b854cb1078 ae5a2ac%26dt%3dDesktop%26fct.uid%3d51c22c035bb149f da3743a61736538d4%26en%3d6oz3H%252fpOxdB5GGUn5t8yo hJKzDZrCttrwauMh7mqb6BAqmwMer%252fTrAwcy6C5WNAfs%2 52fw27fLKe7%252bCIJVVM6pLNw%253d%253d%26ru%3dhttps %253a%252f%252fde.wikipedia.org%252fwiki%252fListe _der_Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer%26coi%3d3691 28%26npp%3d1%26p%3d0%26pp%3d0%26mid%3d9%26ep%3d1%2 6du%3dhttps%253a%252f%252fde.wikipedia.org%252fwik i%252fListe_der_Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer%2 6pct%3dhttp%253a%252f%252fwww2.inbox.com%252fcsr_c b.aspx%253ftoken%253dpJmofCEp64-37Pw-YlTUgNMk6XjWEQ4oK8-p5VURL0Dkl_rC_cTtren3Ptq_J2pS9KcHe0dgUvgue734iwZy8 t2UbkJK3jhyk_2zp86sIjSEps1C5PDFD8Xp7kGD_S2u5ZcIliQ 0e1GGDZjG9Xr7Wy3_xC-JJ60sciMUYIujQ-VOyM6vKsbH12WijBeiJVZ2zwN_LDE3DANHDdtWXafi624yKGT9 KQe1zAX77u-vlamA9Ylonu5QRfYY%2540%26hash%3d6BB81F1AF8DFA3F16A EA65A45F094587&ap=1&cop=main-title)

Mäcki 52
04.12.2016, 18:59
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---
Es würde mich mal interessieren, ob hier noch User im Forum sind, welche selbst als Grenzer der NVA-Grenztruppen gedient haben? Denn sie wüssten es wohl am
Besten, was da ablief!
Klopperhorst, ich kenne es aus meiner Grenzerzeit eigentlich so: Ein Grenzverletzer ist eigentlich nie bewaffnet gewesen, er lief in Richtung Grenzzaun und gut, mit der
Hoffnung nicht erkannt zu werden. Welche bewaffnet und ohne Rücksicht auf Verluste um sich schossen, das waren fahnenflüchtige Russen(hatten ja nix zu verlieren).
Oder der eigene Kamerad erschoss bei seiner Flucht den 2 Posten. Sind aber fast nur Einzelfälle gewesen, ist passiert, das streite ich nicht ab! Republikflüchtlinge als asozial hinzustellen,
das ist wohl eine etwas eigenwillige Ansicht. Mal zurück denken und den Grund in dieser vergangenen Diktatur(DDR) zu suchen! Natürlich nur wenn Du es kannst!
Gruß Mäcki 52

Fortuna
04.12.2016, 19:10
Getötete Grenzer (Von Flüchtlingen getötet ) konnte ich nicht finden ,aber ja -----
Liste der Todesopfer an der Berliner Mauer – (http://ccs.infospace.com/ClickHandler.ashx?encp=ld%3d20161202%26app%3d1%26c %3dxacti.7.inboxg.msac.row%26s%3dxacti7inboxgmsacr ow%26rc%3dxacti.7.inboxg.msac.row%26dc%3d%26euip%3 d79.229.227.24%26pvaid%3ddd37dbe0ad84439b854cb1078 ae5a2ac%26dt%3dDesktop%26fct.uid%3d51c22c035bb149f da3743a61736538d4%26en%3d6oz3H%252fpOxdB5GGUn5t8yo hJKzDZrCttrwauMh7mqb6BAqmwMer%252fTrAwcy6C5WNAfs%2 52fw27fLKe7%252bCIJVVM6pLNw%253d%253d%26ru%3dhttps %253a%252f%252fde.wikipedia.org%252fwiki%252fListe _der_Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer%26coi%3d3691 28%26npp%3d1%26p%3d0%26pp%3d0%26mid%3d9%26ep%3d1%2 6du%3dhttps%253a%252f%252fde.wikipedia.org%252fwik i%252fListe_der_Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer%2 6pct%3dhttp%253a%252f%252fwww2.inbox.com%252fcsr_c b.aspx%253ftoken%253dpJmofCEp64-37Pw-YlTUgNMk6XjWEQ4oK8-p5VURL0Dkl_rC_cTtren3Ptq_J2pS9KcHe0dgUvgue734iwZy8 t2UbkJK3jhyk_2zp86sIjSEps1C5PDFD8Xp7kGD_S2u5ZcIliQ 0e1GGDZjG9Xr7Wy3_xC-JJ60sciMUYIujQ-VOyM6vKsbH12WijBeiJVZ2zwN_LDE3DANHDdtWXafi624yKGT9 KQe1zAX77u-vlamA9Ylonu5QRfYY%2540%26hash%3d6BB81F1AF8DFA3F16A EA65A45F094587&ap=1&cop=main-title)


Gibt schon einige:

http://de.ddr2.wikia.com/wiki/Liste_getoeteter_Grenzsoldaten

An der Offiziershochschule der Grenztruppen (OHS der GT) in Suhl habe ich da einiges an Lehr- und Erinnerungsmaterial gesehen. Auch Straßen und Gebäude waren bis zur "Wende" und darüber hinaus nach getöteten Grenzsoldaten benannt.

glaubensfreie Welt
04.12.2016, 19:44
Unsinn. Es waren mehrheitlich Diejenigen, die nach jahrelangen legalen Versuchen zur Ausreise die Nase voll hatten. Mit der Übernahme der Argumente der DDR-Diktatur bewegst Du dich ziemlich nahe an die Verunglimpfung einer Minderheit heran. Schließlich wurden nach der Wende alle diesbezüglichen Verurteilungen kassiert, soweit keine Körperverletzungen oder Tötungen von Grenzern erfolgt waren. Und selbst in diesen Fällen wurde genau auf Notwehr geprüft.
Dass die Grenzer nichts weiter taten, als jeder Soldat, nämlich einem Befehl gehorchten, ist anzuerkennen. Leider haben sie, als letzte in der Kette, dann die Hunde gebissen.

Das ist in den frühen Jahren der Fall gewesen. In den 80ziger Jahren haben es viele junge Leute darauf angelegt. Bei einer Festnahme wurden sie recht schnell abgeschoben. Von denen die ich persönlich kannte (kenne) ist keiner im Westen glücklich geworden. Einer hat sich sogar das Leben genommen. Erfolgreich wurden nur die die auch schon in der DDR etwas erreicht haben.

glaubensfreie Welt
04.12.2016, 19:53
Es würde mich mal interessieren, ob hier noch User im Forum sind, welche selbst als Grenzer der NVA-Grenztruppen gedient haben? Denn sie wüssten es wohl am
Besten, was da ablief!
Klopperhorst, ich kenne es aus meiner Grenzerzeit eigentlich so: Ein Grenzverletzer ist eigentlich nie bewaffnet gewesen, er lief in Richtung Grenzzaun und gut, mit der
Hoffnung nicht erkannt zu werden. Welche bewaffnet und ohne Rücksicht auf Verluste um sich schossen, das waren fahnenflüchtige Russen(hatten ja nix zu verlieren).
Oder der eigene Kamerad erschoss bei seiner Flucht den 2 Posten. Sind aber fast nur Einzelfälle gewesen, ist passiert, das streite ich nicht ab! Republikflüchtlinge als asozial hinzustellen,
das ist wohl eine etwas eigenwillige Ansicht. Mal zurück denken und den Grund in dieser vergangenen Diktatur(DDR) zu suchen! Natürlich nur wenn Du es kannst!
Gruß Mäcki 52

Ein Verwandter und ein guter Freund sind zur Grenze eingezogen worden. Sie hatten keine Erlebnisse mit bewaffneten Flüchtigen. Haben nach eigenen Aussagen aber auch keinen fest genommen. Berichtet wurde eher von diversen Alkoholunfällen. Ob das eigentlich auch mal aufgearbeitet wurde, wenn besoffene Grenzer mit Flüchtigen zusammentrafen?

Desmodrom
04.12.2016, 19:58
Berichtet wurde eher von diversen Alkoholunfällen. Ob das eigentlich auch mal aufgearbeitet wurde, wenn besoffene Grenzer mit Flüchtigen zusammentrafen?

Dieser ständige eklatante Zusammenhang von DDR und saufen muss eindeutige Gründe haben. Dieses Land scheint ja ununterbrochen kollektiv blau gewesen zu sein. Wahrscheinlich haben deshalb auch so viele eine inzwischen komplett verklärte Erinnerung...

Klopperhorst
04.12.2016, 20:08
Getötete Grenzer (Von Flüchtlingen getötet ) konnte ich nicht finden ,aber ja -----
Liste der Todesopfer an der Berliner Mauer – (http://ccs.infospace.com/ClickHandler.ashx?encp=ld%3d20161202%26app%3d1%26c %3dxacti.7.inboxg.msac.row%26s%3dxacti7inboxgmsacr ow%26rc%3dxacti.7.inboxg.msac.row%26dc%3d%26euip%3 d79.229.227.24%26pvaid%3ddd37dbe0ad84439b854cb1078 ae5a2ac%26dt%3dDesktop%26fct.uid%3d51c22c035bb149f da3743a61736538d4%26en%3d6oz3H%252fpOxdB5GGUn5t8yo hJKzDZrCttrwauMh7mqb6BAqmwMer%252fTrAwcy6C5WNAfs%2 52fw27fLKe7%252bCIJVVM6pLNw%253d%253d%26ru%3dhttps %253a%252f%252fde.wikipedia.org%252fwiki%252fListe _der_Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer%26coi%3d3691 28%26npp%3d1%26p%3d0%26pp%3d0%26mid%3d9%26ep%3d1%2 6du%3dhttps%253a%252f%252fde.wikipedia.org%252fwik i%252fListe_der_Todesopfer_an_der_Berliner_Mauer%2 6pct%3dhttp%253a%252f%252fwww2.inbox.com%252fcsr_c b.aspx%253ftoken%253dpJmofCEp64-37Pw-YlTUgNMk6XjWEQ4oK8-p5VURL0Dkl_rC_cTtren3Ptq_J2pS9KcHe0dgUvgue734iwZy8 t2UbkJK3jhyk_2zp86sIjSEps1C5PDFD8Xp7kGD_S2u5ZcIliQ 0e1GGDZjG9Xr7Wy3_xC-JJ60sciMUYIujQ-VOyM6vKsbH12WijBeiJVZ2zwN_LDE3DANHDdtWXafi624yKGT9 KQe1zAX77u-vlamA9Ylonu5QRfYY%2540%26hash%3d6BB81F1AF8DFA3F16A EA65A45F094587&ap=1&cop=main-title)

Im Westen wird allerdings ein völlig falsches Bild gezeichnet, so wie sie es auch mit allen ehem. sozialistischen Staaten in Osteuropa tun, so dass sich Diskussionen über die DDR nur auf Mauerschützen und Überwachungsstaat zentrieren. Das ist eben die westliche Mentalität, sich mit dem Kommunismus, als Feind, auseinanderzusetzen. Ich präferiere eine vorurteilsfreie und differenzierte Sicht der Dinge, nicht diese Horrormärchen, von denen sie uns erzählen.

---

glaubensfreie Welt
04.12.2016, 20:12
Dieser ständige eklatante Zusammenhang von DDR und saufen muss eindeutige Gründe haben. Dieses Land scheint ja ununterbrochen kollektiv blau gewesen zu sein. Wahrscheinlich haben deshalb auch so viele eine inzwischen komplett verklärte Erinnerung...

Das kann schon sein. Besoffen konnte man Sachen machen die einem danach nicht politisch angelastet wurden. Allerdings berichten ehemalige Bundeswehrsoldaten ebenso am liebsten von solchen Erlebnissen.

autochthon
04.12.2016, 20:15
Im Westen wird allerdings ein völlig falsches Bild gezeichnet, so wie sie es auch mit allen ehem. sozialistischen Staaten in Osteuropa tun, so dass sich Diskussionen über die DDR nur auf Mauerschützen und Überwachungsstaat zentrieren. Das ist eben die westliche Mentalität, sich mit dem Kommunismus, als Feind, auseinanderzusetzen. Ich präferiere eine vorurteilsfreie und differenzierte Sicht der Dinge, nicht diese Horrormärchen, von denen sie uns erzählen.

---

Der Todesstreifen ein Horrormärchen????

Ich glaube, da gibt es nichts zu beschönigen.

Kurti
04.12.2016, 20:18
Das kann schon sein. Besoffen konnte man Sachen machen die einem danach nicht politisch angelastet wurden. Allerdings berichten ehemalige Bundeswehrsoldaten ebenso am liebsten von solchen Erlebnissen.Als Wehrpflichtiger ist Saufen ja auch die einzig vernünftigeEntscheidung.

Desmodrom
04.12.2016, 20:18
Das ist eben die westliche Mentalität, sich mit dem Kommunismus, als Feind, auseinanderzusetzen. Ich präferiere eine vorurteilsfreie und differenzierte Sicht der Dinge, nicht diese Horrormärchen, von denen sie uns erzählen.

---

Du meinst sicher, so differenziert und vorurteilsfrei, wie man sich damals in der schönen DDR mit dem Westen auseinandergesetzt hat. Könnte es vielleicht sein, daß dein Nachname v. Schnitzler lautet? :?



Ich glaube, da gibt es nichts zu beschönigen.

Dann warte mal ab, offenbar kennst Du den Horsti nicht.

Leberecht
04.12.2016, 20:24
Der Todesstreifen ein Horrormärchen????...
Ist die Leugnung des Schießbefehls zur "Grenzsicherung der DDR-Staatsgrenze" eigentlich strafbar?

glaubensfreie Welt
04.12.2016, 20:25
Du meinst sicher, so differenziert und vorurteilsfrei, wie man sich damals in der schönen DDR mit dem Westen auseinandergesetzt hat. Könnte es vielleicht sein, daß dein Nachname v. Schnitzler lautet? :?

Wir sehen gerade wie der Westen gegen die gewählte syrische Regierung hetzt, lügt und gewalttätig wird. Steinmeier unterstützt die Terroristen mit 50 Millionen Euro. Da muss man schon genau beleuchten was die Bundesregierung damals gesagt und getan hat und welche Intension dahinter stand.

autochthon
04.12.2016, 20:28
Ist die Leugnung des Schießbefehls zur "Grenzsicherung der DDR-Staatsgrenze" eigentlich strafbar?

Eines fernen Tages vielleicht.

Desmodrom
04.12.2016, 20:32
Wir sehen gerade wie der Westen gegen die gewählte syrische Regierung hetzt, lügt und gewalttätig wird. Steinmeier unterstützt die Terroristen mit 50 Millionen Euro. Da muss man schon genau beleuchten was die Bundesregierung damals gesagt und getan hat und welche Intension dahinter stand.

Das werde ich sicher nicht bestreiten, trotzdem macht das die DDR nicht zum goldenen Schlaraffenland wo Milch und Honig floß, sondern es war und bleibt ein Unrechtsstaat mit eingezäunter Bevölkerung auf die geschossen wurde, wenn sie denn das Paradies der Werktätigen verlassen wollte. In Horsts Augen allerdings alles Verräter und Asoziale, gegen die sich die Grenzer schließlich nur gewehrt haben. Les ein paar Seiten zurück, da hat er es ausführlich allen Gehirngewaschenen erklärt.

Mäcki 52
04.12.2016, 20:36
Ein Verwandter und ein guter Freund sind zur Grenze eingezogen worden. Sie hatten keine Erlebnisse mit bewaffneten Flüchtigen. Haben nach eigenen Aussagen aber auch keinen fest genommen. Berichtet wurde eher von diversen Alkoholunfällen. Ob das eigentlich auch mal aufgearbeitet wurde, wenn besoffene Grenzer mit Flüchtigen zusammentrafen?
Also glaubensfreie Welt, das mit den besoffene Grenzer das ist eine Märchen. Zu jeden Grenzdienst wurden die Grenzer vergattert und jeder Offizier hätte gemerkt wenn ein Soldat
besoffen gewesen wäre. Hätte sich auch keiner erlaubt, den wer wollte nach Schwedt( Knast für Armeeangehörige). Das in der Freizeit und auch halt heimlich getrunken wurde, das
stimmt wohl! Aber im aktiven Grenzdienst ging das nicht. Bei einigen Offiziere sah das schon etwas anders aus, die tranken auch schon mal im Dienst. Aber von denen sind fast keine
an den Kanten (Name für die Grenzzäune) gekommen. Wird viel erzählt!
Gruß Mäcki 52

Leberecht
04.12.2016, 20:40
Das werde ich sicher nicht bestreiten, trotzdem macht das die DDR nicht zum goldenen Schlaraffenland wo Milch und Honig floß, sondern es war und bleibt ein Unrechtsstaat mit eingezäunter Bevölkerung auf die geschossen wurde, wenn sie denn das Paradies der Werktätigen verlassen wollte. In Horsts Augen allerdings alles Verräter und Asoziale, gegen die sich die Grenzer schließlich nur gewehrt haben. Les ein paar Seiten zurück, da hat er es ausführlich allen Gehirngewaschenen erklärt.

Man kann gar nicht eindrücklich genug darauf bestehen, daß ein Unterschied besteht, ob jemand ein Land (Haus) verlassen will oder in ein Land(Haus) eindringen will.

Praktiker
04.12.2016, 20:43
Also glaubensfreie Welt, das mit den besoffene Grenzer das ist eine Märchen. Zu jeden Grenzdienst wurden die Grenzer vergattert und jeder Offizier hätte gemerkt wenn ein Soldat
besoffen gewesen wäre. Hätte sich auch keiner erlaubt, den wer wollte nach Schwedt( Knast für Armeeangehörige). Das in der Freizeit und auch halt heimlich getrunken wurde, das
stimmt wohl! Aber im aktiven Grenzdienst ging das nicht. Bei einigen Offiziere sah das schon etwas anders aus, die tranken auch schon mal im Dienst. Aber von denen sind fast keine
an den Kanten (Name für die Grenzzäune) gekommen. Wird viel erzählt!
Gruß Mäcki 52

Einer von unseren Grenzsicherungsoffizieren war fast ständig besoffen ! Nüchtern war der nur,- wenn er seine Scheiß-Minen suchen musste , welche bei Regen gern in Richtung Bayern wegrutschten,- an solchen Tagen war er nur am Kotzen und löffelte Hirsebreichen...

Desmodrom
04.12.2016, 20:43
Man kann gar nicht eindrücklich genug darauf bestehen, daß ein Unterschied besteht, ob jemand ein Land (Haus) verlassen will oder in ein Land(Haus) eindringen will.

Eben! Und deshalb waren die Selbstschussanlagen damals in welche Richtung montiert? Horst wird bestimmt behaupten, die sollten halt den Imperialisten in den Rücken schießen...

Mäcki 52
04.12.2016, 20:55
Der Todesstreifen ein Horrormärchen????

Ich glaube, da gibt es nichts zu beschönigen.
Wer sagt oder eben schreibt, das es den Todesstreifen nicht gab, der hat ihn nicht gesehen und ist ein Schwätzer vorm Herrn! Die Grenzanlagen sind nur so ausgelegt gewesen, nicht
wie uns erzählt wurde: Um den bösen Klassenfeind von dieser( schönen) DDR abzuhalten. Einfach nur um die damaligen DDR-Bürger daran zu hintern die DDR zu verlassen!
Es gab Minen, es gab KFZ-Sperren, Stolperdrähte(die Alarm auslösten), Hundelaufanlagen, ein 5 Km Sperrgebiet u.s.w. und alles in Richtung DDR aufgebaut! Wer das noch nicht mal
heute begreifen will, das es kein Todesstreifen gewesen ist, den kann man nicht mehr helfen. Wie viele sind in diesen Todesstreifen umgekommen, nur weil sie dieses Spiel der SED-Genossen
nicht mehr mitspielen wollten. Ein trauriges Kapitel!!!:basta:
Gruß Mäcki 52

Leberecht
04.12.2016, 20:57
Eben! Und deshalb waren die Selbstschussanlagen damals in welche Richtung montiert? Horst wird bestimmt behaupten, die sollten halt den Imperialisten in den Rücken schießen...
Auch die Abwinkelung der Zaunoberseite hatte die falsche Richtung. Sie bevorteilte Eindringlinge und behinderte Flüchtende.

Mäcki 52
04.12.2016, 20:59
Einer von unseren Grenzsicherungsoffizieren war fast ständig besoffen ! Nüchtern war der nur,- wenn er seine Scheiß-Minen suchen musste , welche bei Regen gern in Richtung Bayern wegrutschten,- an solchen Tagen war er nur am Kotzen und löffelte Hirsebreichen...
Du schreibst von Offizieren, mein Freund Praktiker, da gebe ich Dir recht! Aber die einfachen Lanzer(Grenzer) wohl nicht. Gut Ausnahmen bestätigen die Regel.
Gruß Mäcki 52

Kurti
04.12.2016, 21:17
Auch die Abwinkelung der Zaunoberseite hatte die falsche Richtung. Sie bevorteilte Eindringlinge und behinderte Flüchtende.Mit DM in der Tasche waren die DDR-Grenzübergänge leicht zu überwinden.

Nereus
04.12.2016, 21:28
Wer sagt oder eben schreibt, das es den Todesstreifen nicht gab, der hat ihn nicht gesehen und ist ein Schwätzer vorm Herrn! Die Grenzanlagen sind nur so ausgelegt gewesen, nicht
wie uns erzählt wurde: Um den bösen Klassenfeind von dieser( schönen) DDR abzuhalten. Einfach nur um die damaligen DDR-Bürger daran zu hintern die DDR zu verlassen!
Es gab Minen, es gab KFZ-Sperren, Stolperdrähte(die Alarm auslösten), Hundelaufanlagen, ein 5 Km Sperrgebiet u.s.w. und alles in Richtung DDR aufgebaut! Wer das noch nicht mal
heute begreifen will, das es kein Todesstreifen gewesen ist, den kann man nicht mehr helfen. Wie viele sind in diesen Todesstreifen umgekommen, nur weil sie dieses Spiel der SED-Genossen
nicht mehr mitspielen wollten. Ein trauriges Kapitel!!!:basta:
Gruß Mäcki 52
Das war nicht nur die innerdeutsche Grenze, sondern auch die westliche Außengrenze des Ostblocks, über welche die Sowjets die Oberherrschaft hatten!

Frontferkel
04.12.2016, 22:18
Dieser ständige eklatante Zusammenhang von DDR und saufen muss eindeutige Gründe haben. Dieses Land scheint ja ununterbrochen kollektiv blau gewesen zu sein. Wahrscheinlich haben deshalb auch so viele eine inzwischen komplett verklärte Erinnerung...
Wie stellt man Menschen , die unzufrieden sind , am leichtesten ruhig ?
Warum ist in der BRD Alkohol so billig ?

Zinsendorf
04.12.2016, 22:20
Das war nicht nur die innerdeutsche Grenze, sondern auch die westliche Außengrenze des Ostblocks, über welche die Sowjets die Oberherrschaft hatten!
Die DDR wollte die 100%ige Kontrolle haben, wer kommt und bes. wer geht. Eigentlich hätte überhaupt niemand erschossen werden müssen, wenn jeder, der gemerkt hat, er ist erwischt, einfach die Hände gehoben hätte. Die DDR hatte eben ihr Rechtssystem so gestaltet, dass der ungesetzliche Grenzübertritt eine Straftat war..., das wusste doch jeder.
Bei der Einreise gab es ja keine Probleme, weil "unsere Aufklärer" und ihre westdeutschen Mitarbeiter die schon rechtzeitig gemeldet hatten;:))
war wohl auch übersichtlicher!

Was wir überhaupt nicht verstanden hatten, wieso konnten z. Bsp. die Eltern meiner Bekannten in Portugal, Italien, Griechenland Urlaub machen und sie kamen immer wieder zurück in ihre CSSR-Heimat? Wieso konnte sie in Finnland Praktikum machen? Warum durften Studenten aus der SU nach Westberlin und wir nicht... Aber wer z. Bsp. die bulgarisch Grenze in Richtung Süden illegal überqueren wollte, musste mit den gleiche Konsequenzen rechnen, wie an der innerdeutschen Grenze. In den Nachkriegsjahren durften auch die DDRler nicht ohne Genehmigung in die CSR gehen, wer da erwischt wurde, hatte auch keine Freude! Ja, es gab sogar mal Zeiten, da wurden Ostdeutsche an der Zonengrenze abgewiesen bzw. zurückgeschickt, gut da hatte man noch genug Arbeitskräfte. Ich denke auch, dass die wirkliche Ursache des Grenzreglement nicht irgendwelcher ideologischer Schmus, sondern knallharte wirtschaftliche Interessen waren. Das wurde natürlich nicht so gern zugegeben; es ist doch immer wieder das selbe.

Frontferkel
04.12.2016, 22:22
Du meinst sicher, so differenziert und vorurteilsfrei, wie man sich damals in der schönen DDR mit dem Westen auseinandergesetzt hat. Könnte es vielleicht sein, daß dein Nachname v. Schnitzler lautet? :?



Dann warte mal ab, offenbar kennst Du den Horsti nicht.
Hat der einfache Bürger der DDR berichtet ?
Berichtet der einfache Bürger der BRD ?
Du erkennst die Zusammenhänge ?

Desmodrom
04.12.2016, 22:26
Wie stellt man Menschen , die unzufrieden sind , am leichtesten ruhig ?
Warum ist in der BRD Alkohol so billig ?

Ja klar. Es gibt allerdings andere Nutzer hier, die werden behaupten, das sei eine Folge der überschäumenden Fröhlichkeit in Erichs goldenem Käfig und ein großer Verdienst des Sozialismus, sein Dasein in ständigem Wachkoma verbringen zu dürfen. Ich glaube inzwischen allerdings, daß dieser Staat auch deshalb untergegangen ist, weil fast alle an der Flasche hingen...


Hat der einfache Bürger der DDR berichtet ?
Berichtet der einfache Bürger der BRD ?
Du erkennst die Zusammenhänge ?

ICH erkenne den schon!

Frontferkel
04.12.2016, 22:27
Das werde ich sicher nicht bestreiten, trotzdem macht das die DDR nicht zum goldenen Schlaraffenland wo Milch und Honig floß, sondern es war und bleibt ein Unrechtsstaat mit eingezäunter Bevölkerung auf die geschossen wurde, wenn sie denn das Paradies der Werktätigen verlassen wollte. In Horsts Augen allerdings alles Verräter und Asoziale, gegen die sich die Grenzer schließlich nur gewehrt haben. Les ein paar Seiten zurück, da hat er es ausführlich allen Gehirngewaschenen erklärt.
Das ist richtig .
Das rot gefärbte , behaupten auch nur hartgesottene SED-DDR-Fans .

Desmodrom
04.12.2016, 22:33
Das ist richtig .
Das rot gefärbte , behaupten auch nur hartgesottene SED-DDR-Fans .

Phantasten eben!

Frontferkel
04.12.2016, 22:36
Ja klar. Es gibt allerdings andere Nutzer hier, die werden behaupten, das sei eine Folge der überschäumenden Fröhlichkeit in Erichs goldenem Käfig und ein großer Verdienst des Sozialismus, sein Dasein in ständigem Wachkoma verbringen zu dürfen. Ich glaube inzwischen allerdings, daß dieser Staat auch deshalb untergegangen ist, weil fast alle an der Flasche hingen...



ICH erkenne den schon!
Bin ja dort geboren aufgewachsen , zur Schule und in die Lehre gegangen und habe meinen Wehrdienst geleistet .
Und ja es wurde auch gesoffen . Ein Anlass findet sich immer , aber nicht täglich .
Und auf Feten , naja ist wie heute , wird immer mehr gesoffen , als einem gut tut .
Heute nennt man es ja Komasaufen . Zu meiner Zeit nannten wir es , einen Leberwurst Tag einlegen .

Viel Spaß beim raten . :))

Dr Mittendrin
04.12.2016, 22:39
Die DDR wollte die 100%ige Kontrolle haben, wer kommt und bes. wer geht. Eigentlich hätte überhaupt niemand erschossen werden müssen, wenn jeder, der gemerkt hat, er ist erwischt, einfach die Hände gehoben hätte. Die DDR hatte eben ihr Rechtssystem so gestaltet, dass der ungesetzliche Grenzübertritt eine Straftat war..., das wusste doch jeder.
Bei der Einreise gab es ja keine Probleme, weil "unsere Aufklärer" und ihre westdeutschen Mitarbeiter die schon rechtzeitig gemeldet hatten;:))
war wohl auch übersichtlicher!

Was wir überhaupt nicht verstanden hatten, wieso konnten z. Bsp. die Eltern meiner Bekannten in Portugal, Italien, Griechenland Urlaub machen und sie kamen immer wieder zurück in ihre CSSR-Heimat? Wieso konnte sie in Finnland Praktikum machen? Warum durften Studenten aus der SU nach Westberlin und wir nicht... Aber wer z. Bsp. die bulgarisch Grenze in Richtung Süden illegal überqueren wollte, musste mit den gleiche Konsequenzen rechnen, wie an der innerdeutschen Grenze. In den Nachkriegsjahren durften auch die DDRler nicht ohne Genehmigung in die CSR gehen, wer da erwischt wurde, hatte auch keine Freude! Ja, es gab sogar mal Zeiten, da wurden Ostdeutsche an der Zonengrenze abgewiesen bzw. zurückgeschickt, gut da hatte man noch genug Arbeitskräfte. Ich denke auch, dass die wirkliche Ursache des Grenzreglement nicht irgendwelcher ideologischer Schmus, sondern knallharte wirtschaftliche Interessen waren. Das wurde natürlich nicht so gern zugegeben; es ist doch immer wieder das selbe.

Denke auch.

Nereus
04.12.2016, 23:55
...Ich denke auch, dass die wirkliche Ursache des Grenzreglement nicht irgendwelcher ideologischer Schmus, sondern knallharte wirtschaftliche Interessen waren. Das wurde natürlich nicht so gern zugegeben; es ist doch immer wieder das selbe.
Was denkst Du: Welcher Art waren die knallharten wirtschaftlichen Interessen der DDR, welche sie mit ihrem Grenzreglement verfolgte? Etwas der Lösegeldschacher mit geschnappten Fluchtwilligen?

Tryllhase
05.12.2016, 10:30
Die DDR wollte die 100%ige Kontrolle haben, wer kommt und bes. wer geht. Eigentlich hätte überhaupt niemand erschossen werden müssen, wenn jeder, der gemerkt hat, er ist erwischt, einfach die Hände gehoben hätte. Die DDR hatte eben ihr Rechtssystem so gestaltet, dass der ungesetzliche Grenzübertritt eine Straftat war..., das wusste doch jeder.
Bei der Einreise gab es ja keine Probleme, weil "unsere Aufklärer" und ihre westdeutschen Mitarbeiter die schon rechtzeitig gemeldet hatten;:))
war wohl auch übersichtlicher!

Was wir überhaupt nicht verstanden hatten, wieso konnten z. Bsp. die Eltern meiner Bekannten in Portugal, Italien, Griechenland Urlaub machen und sie kamen immer wieder zurück in ihre CSSR-Heimat? Wieso konnte sie in Finnland Praktikum machen? Warum durften Studenten aus der SU nach Westberlin und wir nicht... Aber wer z. Bsp. die bulgarisch Grenze in Richtung Süden illegal überqueren wollte, musste mit den gleiche Konsequenzen rechnen, wie an der innerdeutschen Grenze. In den Nachkriegsjahren durften auch die DDRler nicht ohne Genehmigung in die CSR gehen, wer da erwischt wurde, hatte auch keine Freude! Ja, es gab sogar mal Zeiten, da wurden Ostdeutsche an der Zonengrenze abgewiesen bzw. zurückgeschickt, gut da hatte man noch genug Arbeitskräfte. Ich denke auch, dass die wirkliche Ursache des Grenzreglement nicht irgendwelcher ideologischer Schmus, sondern knallharte wirtschaftliche Interessen waren. Das wurde natürlich nicht so gern zugegeben; es ist doch immer wieder das selbe.
Natürlich spielten auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle. Da die Ostdeutschen nach der gescheiterten Revolution 1953 vergebens auf die versprochene Verbesserung des Lebensstandards warteten, suchten viele ihr Heil im Westen. Darunter hauptsächlich Akademiker. Auch die für diese Personengruppe eingeführten Sonderverträge halfen nicht viel. Im Osten teuer ausgebildet und dann undankbar abgehauen- war das Argument dafür, die Massenflucht mit brutaler Gewalt aufzuhalten. Natürlich mit Zustimmung aus Moskau.

Zinsendorf
05.12.2016, 10:40
Was denkst Du: Welcher Art waren die knallharten wirtschaftlichen Interessen der DDR, welche sie mit ihrem Grenzreglement verfolgte? Etwas der Lösegeldschacher mit geschnappten Fluchtwilligen?
Die DDR-Führung wusste doch (eigentlich), dass sie im wirtschaftlichen Wettbewerb unter den damaligen Bedingungen unterlegen war und wollte so ein "Ausbluten" verhindern. Deshal versuchte sie "gute Leute" mit allen Mitteln im Land zu behalten und welche, von denen man keinen (auch wirtschaftlichen Nutzen) erwartete, wie Rentner, "Arbeitsunlustige", "Stänkerer", Ex-Knackis...möglichst gegen "Lösegeld" an den Westen zu verscherbeln. Weil ja auch die gute Ausbildung in der DDR allerhand Geld kostete, wollte man das nicht indirekt dem "Klassenfeind" zukommen lassen.
Auch das Außenhandelsmonopol des Staates sollte nicht aufgeweicht werden. Allerdings denke ich heute, hat die Kontrolle über die Westgrenze, Westkontakte... der DDR mehr Kosten verursacht als sie je gutmachen konnte, was natürlich immer verschwiegen wurde.

Deshalb hatte ja die Annäherungspolitik der späteren BRD (~Brand, Strauß, Schmidt...) wohl mehr zur Vorbereitung der deutschen Einheit und zum Zusammenbruch des Soz. beigetragen als die engstirnige Konfrontationspolitik der Anfangszeit.

Desmodrom
05.12.2016, 12:54
:gp:

glaubensfreie Welt
06.12.2016, 19:54
Das werde ich sicher nicht bestreiten, trotzdem macht das die DDR nicht zum goldenen Schlaraffenland wo Milch und Honig floß, sondern es war und bleibt ein Unrechtsstaat mit eingezäunter Bevölkerung auf die geschossen wurde, wenn sie denn das Paradies der Werktätigen verlassen wollte. In Horsts Augen allerdings alles Verräter und Asoziale, gegen die sich die Grenzer schließlich nur gewehrt haben. Les ein paar Seiten zurück, da hat er es ausführlich allen Gehirngewaschenen erklärt.

Im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß. Halte ich die BRD für schlecht muss ich die DDR lange nicht gut finden. Viele die sich am Wendevorgang beteiligt haben sehen das ähnlich.

Die Flüchtigen sind zum großen Teil schon Tagediebe gewesen. Nur ganz wenige sind nach der Übersiedlung zu Wohlstand gekommen. Und sicher, es ist so gewesen. Die Flüchtenden haben in Kauf genommen das der Grenzer der sie aus humanitären Gründen nicht aufgehalten hat, nicht geringen Repressalien ausgesetzt war. Was sollte Deiner Meinung nach ein 18 Jahre alter Wehrpflichtiger tun?

Desmodrom
06.12.2016, 20:15
Im Leben gibt es nicht nur schwarz und weiß. Halte ich die BRD für schlecht muss ich die DDR lange nicht gut finden. Viele die sich am Wendevorgang beteiligt haben sehen das ähnlich.

Die Flüchtigen sind zum großen Teil schon Tagediebe gewesen. Nur ganz wenige sind nach der Übersiedlung zu Wohlstand gekommen. Und sicher, es ist so gewesen. Die Flüchtenden haben in Kauf genommen das der Grenzer der sie aus humanitären Gründen nicht aufgehalten hat, nicht geringen Repressalien ausgesetzt war. Was sollte Deiner Meinung nach ein 18 Jahre alter Wehrpflichtiger tun?

Wenn es doch eh alles Tagediebe waren - erschießen!
Ernsthaft ist diese Frage natürlich nicht einfach zu beantworten, für mich persönlich würde ich allerdings behaupten, ich hätte nicht geschossen.
Um das glaubwürdiger auszuführen: Für mich als Westdeutschen war es relativ leicht, den Wehrdienst zu verweigern. Ich musste dazu lediglich meinen "Gewissensentscheid" vor einem Gremium aus Militärs und zivilen Schöffen begründen. Anders als damals allgemein üblich, habe ich meine Begründung nicht so formuliert, daß ich mich zum Waschlappen erklärte, sondern habe denen haarklein auseinandergesetzt, daß im Falle eines Kriegsausbruchs ja meine Landsleute aus der DDR vor mir stünden. Diese könne ich unmöglich als meine Feinde betrachten, schließlich lebten Angehörige meiner Familie hinter dem Zaun und womöglich käme es dazu, einen von denen vor mir zu sehen. Im Vorfeld haben mir alle gesagt, damit käme ich niemals durch. Doch anders als erwartet, war mein Verfahren das schnellste was je abgehandelt wurde. Die Herren des Tribunals haben bemerkt, daß es mir damit vollkommen ernst war und entsprechend entschieden. Für mich war jedenfalls damals wie heute absolut klar, daß ich niemals für irgendeine Obrigkeit bereit bin, eine Waffe in die Hand zu nehmen und ich wäre auch in den Knast gegangen, hätte meine Begründung nicht funktioniert.

glaubensfreie Welt
08.12.2016, 19:59
Wenn es doch eh alles Tagediebe waren - erschießen!
Ernsthaft ist diese Frage natürlich nicht einfach zu beantworten, für mich persönlich würde ich allerdings behaupten, ich hätte nicht geschossen.
Um das glaubwürdiger auszuführen: Für mich als Westdeutschen war es relativ leicht, den Wehrdienst zu verweigern. Ich musste dazu lediglich meinen "Gewissensentscheid" vor einem Gremium aus Militärs und zivilen Schöffen begründen. Anders als damals allgemein üblich, habe ich meine Begründung nicht so formuliert, daß ich mich zum Waschlappen erklärte, sondern habe denen haarklein auseinandergesetzt, daß im Falle eines Kriegsausbruchs ja meine Landsleute aus der DDR vor mir stünden. Diese könne ich unmöglich als meine Feinde betrachten, schließlich lebten Angehörige meiner Familie hinter dem Zaun und womöglich käme es dazu, einen von denen vor mir zu sehen. Im Vorfeld haben mir alle gesagt, damit käme ich niemals durch. Doch anders als erwartet, war mein Verfahren das schnellste was je abgehandelt wurde. Die Herren des Tribunals haben bemerkt, daß es mir damit vollkommen ernst war und entsprechend entschieden. Für mich war jedenfalls damals wie heute absolut klar, daß ich niemals für irgendeine Obrigkeit bereit bin, eine Waffe in die Hand zu nehmen und ich wäre auch in den Knast gegangen, hätte meine Begründung nicht funktioniert.

Ich hätte auch nicht geschossen. Diese Einstellung entstammt der Erziehung durch die Eltern, den Religionsunterricht aber auch durch die Erziehung in der sozialistischen Schule. Kann sein das es ein Phänomen der 80ziger gewesen ist. Hat man eine Lehre gemacht hielt sich der Druck in Grenzen. In gewissen Abständen wurde man zum Chef gerufen. Da war dann noch einer von der Partei oder den Diensten. Der Frieden muss doch beschützt werden.. begann das meistens. Mir haben da immer familiäre Gründe zur Ablehnung genügt. Letztlich ist durch den Mauerfall alles im Sande verlaufen.

Von einem Onkel kann ich berichten das er sein Leben lang weg wollte. In den 50zigern oder 60zigern hat er es über Ungarn versucht. Wurde gefasst und kam auf die "Bauzener" in den Stasi Knast. Das ist schon was zum gruseln. Jetzt ist das Museum. Bin mit ihm mal da gewesen. Er wollte die alte Zelle sehen.

Nereus
16.12.2016, 07:08
.... Die Flüchtenden haben in Kauf genommen das der Grenzer der sie aus humanitären Gründen nicht aufgehalten hat, nicht geringen Repressalien ausgesetzt war. Was sollte Deiner Meinung nach ein 18 Jahre alter Wehrpflichtiger tun?Schußwaffengebrauch ja, aber daneben schießen!
Das Gelände bis zur Mauer war geharkt. Flüchtende hinterließen dort Fußspuren. Bei einem Grenzdurchbruch, der ja auch von anderen bemerkt worden war, kam später die Stasi und stellte Untersuchungen an, ob z.B. für den Grenzer ein Wachvergehn vorlag usw. Fußspuren ohne Schußwaffengebrauch waren verdächtig. Also immer auf bemerkte Flüchtende schießen, aber nicht gezielt, wie bei einer Hasenjagt, wäre eine Möglichkeit für den 18 Jahre alten Wehrpflichtigen gewesen.