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Vollständige Version anzeigen : Flucht aus der DDR



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Tryllhase
21.11.2016, 11:26
Asoziale Republikflüchtlinge haben genügend Grenzsoldaten ermordet. War legitim oder?

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Hier ist wohl eine Erläuterung angebracht!

Anmerkung von Mütterchen: diese Diskussion entwickelte sich in einem anderen Thread und wurde in diesen, dafür eröffneten Strang verschoben.

sunbeam
21.11.2016, 11:26
Asoziale Republikflüchtlinge haben genügend Grenzsoldaten ermordet. War legitim oder?

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Höre ich da leise Bewunderung für DDR-Grenzschützer heraus?

Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:30
Asoziale Republikflüchtlinge haben genügend Grenzsoldaten ermordet. War legitim oder?

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Hm, wie das ?

Klopperhorst
21.11.2016, 11:31
Höre ich da leise Bewunderung für DDR-Grenzschützer heraus?

Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---

Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:33
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

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Wie läuft man über ein Minenfeld ? Schneidet dann den Zaun durch ?

sunbeam
21.11.2016, 11:37
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

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Schon gut. Brauchst Dich nicht rechtfertigen.

Tryllhase
21.11.2016, 11:37
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.
Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.
---
Also ich bin sprachlos. In der völlig waffenlosen DDR pirschten sich VIELE bewaffnete Republikflüchtlinge ran. Mir sind da nur ganz wenige Einzelfälle bekannt. Und selbstverständlich waren alle Grenzverletzer asozial.
Allein der kommentarlose Gebrauch der Systemsprache ist verwerflich!

Klopperhorst
21.11.2016, 11:39
Schon gut. Brauchst Dich nicht rechtfertigen.

Rechtfertigen muss ich mich nicht, ich war ja kein Grenzsoldat.
Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen. Allerdings nicht auf flüchtende Kinder und Frauen, nur auf Männer, die sich selbst zum Angriff bereit zeigen und Aufforderungen keine Folge leisten.


---

Tryllhase
21.11.2016, 11:45
Rechtfertigen muss ich mich nicht, ich war ja kein Grenzsoldat.
Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen. Allerdings nicht auf flüchtende Kinder und Frauen, nur auf Männer, die sich selbst zum Angriff bereit zeigen und Aufforderungen keine Folge leisten.
---
Die todeswürdige Tat von ca. 99 Prozent aller Flüchtlinge bestand allein darin, nach Aufforderung nicht stehen zu bleiben. Angriffe sind kaum bekannt.

Klopperhorst
21.11.2016, 11:46
Die todeswürdige Tat von ca. 99 Prozent aller Flüchtlinge bestand allein darin, nach Aufforderung nicht stehen zu bleiben. Angriffe sind kaum bekannt.

Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

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Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:49
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

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Die Gefahr für Hinterbliebene aber eher Repressalien des Staates.

Sathington Willoughby
21.11.2016, 11:51
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

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wie viele Grenzer wurden von denen ermordet?

Krabat
21.11.2016, 11:51
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

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Frei zu sein ist Gefahr wert.

Klopperhorst
21.11.2016, 11:53
Frei zu sein ist Gefahr wert.

Sie hätten dann für die Freiheit der 99,9% restlichen kämpfen können, statt sich ein besseres Leben im Westen zu erhoffen, das ja oft gar nicht besser war.

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Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:53
Also ich bin sprachlos. In der völlig waffenlosen DDR pirschten sich VIELE bewaffnete Republikflüchtlinge ran. Mir sind da nur ganz wenige Einzelfälle bekannt. Und selbstverständlich waren alle Grenzverletzer asozial.
Allein der kommentarlose Gebrauch der Systemsprache ist verwerflich!

Ich halte es für Übertreibung. Alle möglichen Fluchtmöglichkeiten gab es. Am wenigsten die mit Gewalt. Kann mich an einen Grenzdurchbruch mit LKW erinnern mit Stahlverstärkung.

Klopperhorst
21.11.2016, 11:54
wie viele Grenzer wurden von denen ermordet?

Ich kenne da nur die bekannten Fälle.
Entscheidend war aber auch, dass es gerade in der Anfangszeit des Grenzregimes Provokationen von westlichen Agenten gab, die Grenzsoldaten ermordeten.
Deswegen war die Sensibilität zu schießen sehr hoch.

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Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:54
Sie hätten dann für die Freiheit der 99,9% restlichen kämpfen können, statt sich ein besseres Leben im Westen zu erhoffen, das ja oft gar nicht besser war.

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In den 80ern war es besser. Vorausgesetzt es kam kein Idiot.

Tryllhase
21.11.2016, 11:55
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

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Unsinn. Es waren mehrheitlich Diejenigen, die nach jahrelangen legalen Versuchen zur Ausreise die Nase voll hatten. Mit der Übernahme der Argumente der DDR-Diktatur bewegst Du dich ziemlich nahe an die Verunglimpfung einer Minderheit heran. Schließlich wurden nach der Wende alle diesbezüglichen Verurteilungen kassiert, soweit keine Körperverletzungen oder Tötungen von Grenzern erfolgt waren. Und selbst in diesen Fällen wurde genau auf Notwehr geprüft.
Dass die Grenzer nichts weiter taten, als jeder Soldat, nämlich einem Befehl gehorchten, ist anzuerkennen. Leider haben sie, als letzte in der Kette, dann die Hunde gebissen.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:56
Ich kenne da nur die bekannten Fälle.
Entscheidend war aber auch, dass es gerade in der Anfangszeit des Grenzregimes Provokationen von westlichen Agenten gab, die Grenzsoldaten ermordeten.
Deswegen war die Sensibilität zu schießen sehr hoch.

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Ein Arzt der 50 km bis Dänemark schwomm war sicher nicht bewaffnet.

Tryllhase
21.11.2016, 11:57
Ich halte es für Übertreibung. Alle möglichen Fluchtmöglichkeiten gab es. Am wenigsten die mit Gewalt. Kann mich an einen Grenzdurchbruch mit LKW erinnern mit Stahlverstärkung.
Einzelfälle. Für die hunderttausende von Ausreisewilligen völlig irrelevant!

Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:57
Unsinn. Es waren mehrheitlich Diejenigen, die nach jahrelangen legalen Versuchen zur Ausreise die Nase voll hatten. Mit der Übernahme der Argumente der DDR-Diktatur bewegst Du dich ziemlich nahe an die Verunglimpfung einer Minderheit heran. Schließlich wurden nach der Wende alle diesbezüglichen Verurteilungen kassiert, soweit keine Körperverletzungen oder Tötungen von Grenzern erfolgt waren. Und selbst in diesen Fällen wurde genau auf Notwehr geprüft.
Dass die Grenzer nichts weiter taten, als jeder Soldat, nämlich einem Befehl gehorchten, ist anzuerkennen. Leider haben sie, als letzte in der Kette, dann die Hunde gebissen.

Glaube ich so.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 11:58
Einzelfälle. Für die hunderttausende von Ausreisewilligen völlig irrelevant!

Klar, man hörte ja von den Anträgen.

Affenpriester
21.11.2016, 12:00
Die Gefahr für Hinterbliebene aber eher Repressalien des Staates.

Eben. Hättest du deine Sippe zurückgelassen, im Wissen, die müssen dann für deine Flucht bluten? Viele haben Eltern, Ehepartner, Kinder und Verwandte einfach rücksichtslos in Gefahr gebracht ... nur für ein scheinbar besseres Leben. Da hat Kloppi gar nicht mal Unrecht.

Tryllhase
21.11.2016, 12:01
Sie hätten dann für die Freiheit der 99,9% restlichen kämpfen können, statt sich ein besseres Leben im Westen zu erhoffen, das ja oft gar nicht besser war.
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Sie kämpften ja auch. Nur aus Bautzen II machte sich das dann nichtmehr besonders gut. Wenn Du selber nicht in der DDR gelebt hast, empfehle ich dir einfach etwas mehr Zurückhaltung.

Klopperhorst
21.11.2016, 12:01
Unsinn. Es waren mehrheitlich Diejenigen, die nach jahrelangen legalen Versuchen zur Ausreise die Nase voll hatten. Mit der Übernahme der Argumente der DDR-Diktatur bewegst Du dich ziemlich nahe an die Verunglimpfung einer Minderheit heran. Schließlich wurden nach der Wende alle diesbezüglichen Verurteilungen kassiert, soweit keine Körperverletzungen oder Tötungen von Grenzern erfolgt waren. Und selbst in diesen Fällen wurde genau auf Notwehr geprüft.
Dass die Grenzer nichts weiter taten, als jeder Soldat, nämlich einem Befehl gehorchten, ist anzuerkennen. Leider haben sie, als letzte in der Kette, dann die Hunde gebissen.

Die 100 Toten in den 28 Jahren sind eigentlich kaum der Rede wert, auch wenn das Einzelschicksal sicher nie entschuldigt werden kann.
Aber es standen sich damals in Europa zwei waffenstarrende Supermächte gegenüber, die jederzeit einen Atomkrieg vom Zaun brechen konnten.

Es war eher wunderlich, dass es nur bei 100 Toten blieb, und diese auch großteils in der Anfangszeit des Regimes zustandekamen.

Die BRD ermordet viel mehr Deutsche als die DDR es jemals tat.

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sunbeam
21.11.2016, 12:02
Rechtfertigen muss ich mich nicht, ich war ja kein Grenzsoldat.
Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen. Allerdings nicht auf flüchtende Kinder und Frauen, nur auf Männer, die sich selbst zum Angriff bereit zeigen und Aufforderungen keine Folge leisten.


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Ja. Du wärst ein guter Deutscher Soldat gewesen.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 12:07
Eben. Hättest du deine Sippe zurückgelassen, im Wissen, die müssen dann für deine Flucht bluten? Viele haben Eltern, Ehepartner, Kinder und Verwandte einfach rücksichtslos in Gefahr gebracht ... nur für ein scheinbar besseres Leben. Da hat Kloppi gar nicht mal Unrecht.

Es gab ja sogar Arbeitskolonnen die man nach Westen schickte, aber nur welche mit Familie und wohl gutem Leumund.

kotzfisch
21.11.2016, 12:11
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---

Das ist allerdings weit hergeholt, mein Gott.

Tryllhase
21.11.2016, 12:15
Die 100 Toten in den 28 Jahren sind eigentlich kaum der Rede wert, auch wenn das Einzelschicksal sicher nie entschuldigt werden kann.
Aber es standen sich damals in Europa zwei waffenstarrende Supermächte gegenüber, die jederzeit einen Atomkrieg vom Zaun brechen konnten.
Es war eher wunderlich, dass es nur bei 100 Toten blieb, und diese auch großteils in der Anfangszeit des Regimes zustandekamen.
Die BRD ermordet viel mehr Deutsche als die DDR es jemals tat.
---
Die Gesamtzahl der Grenz-Toten lag aber etwas höher: (BSTU)
MfS-Quellenmaterial über gelungene und gescheiterte Fluchten

"Mindestens 136 Todesopfer wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer erfasst - erschossen von DDR-Grenzern oder ertrunken in den Grenzanlagen der Gewässer rund um die Stadt. Die Zahl der Todesopfer an der innerdeutschen Grenze bezifferte die Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter im Jahr 1991 mit 872 - darunter in der Ostsee ertrunkene Flüchtlinge, Opfer von Unfällen während der Flucht oder Selbstmorde nach entdeckten und vereitelten Fluchten. Die genaue Zahl der Opfer der innerdeutschen Grenze wird derzeit noch erforscht, denn viele Taten wurden kaschiert und verheimlicht. "
Und das brauchte nicht zu sein. Ein Großteil der Flüchtlinge wäre wiedergekommen, wenn man ihnen einen Passierschein ausgestellt hätte!

kotzfisch
21.11.2016, 12:16
Die 100 Toten in den 28 Jahren sind eigentlich kaum der Rede wert, auch wenn das Einzelschicksal sicher nie entschuldigt werden kann.
Aber es standen sich damals in Europa zwei waffenstarrende Supermächte gegenüber, die jederzeit einen Atomkrieg vom Zaun brechen konnten.

Es war eher wunderlich, dass es nur bei 100 Toten blieb, und diese auch großteils in der Anfangszeit des Regimes zustandekamen.

Die BRD ermordet viel mehr Deutsche als die DDR es jemals tat.

---

Ein Beleg wäre ganz nett.

Zyankali
21.11.2016, 12:18
Die Gesamtzahl der Grenz-Toten lag aber etwas höher: (BSTU)
MfS-Quellenmaterial über gelungene und gescheiterte Fluchten

"Mindestens 136 Todesopfer wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer erfasst - erschossen von DDR-Grenzern oder ertrunken in den Grenzanlagen der Gewässer rund um die Stadt. Die Zahl der Todesopfer an der innerdeutschen Grenze bezifferte die Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter im Jahr 1991 mit 872 - darunter in der Ostsee ertrunkene Flüchtlinge, Opfer von Unfällen während der Flucht oder Selbstmorde nach entdeckten und vereitelten Fluchten. Die genaue Zahl der Opfer der innerdeutschen Grenze wird derzeit noch erforscht, denn viele Taten wurden kaschiert und verheimlicht. "
Und das brauchte nicht zu sein. Ein Großteil der Flüchtlinge wäre wiedergekommen, wenn man ihnen einen Passierschein ausgestellt hätte!

die ganze thematik wäre einen eigenen strang wert. denke allerdings auch, das die BRD besonders durch ihre spionagetätigkeiten nicht ganz unschuldig an den toten ist...

Tryllhase
21.11.2016, 12:23
die ganze thematik wäre einen eigenen strang wert. denke allerdings auch, das die BRD besonders durch ihre spionagetätigkeiten nicht ganz unschuldig an den toten ist...
(Auch hier geht es um linke Slogans). Die Spionagetätigkeit ist als Argument ungeeignet, denn die Grenze war ja von West nach Ost durchlässig. Jeder Agent konnte einreisen.
Es ging einfach nur darum, ein weiteres Ausbluten der DDR bezüglich ihrer Akademiker und Facharbeiter zu verhindern, weil die SED einfach nicht in der Lage war, die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung zu befriedigen.

Krabat
21.11.2016, 12:24
Ein Beleg wäre ganz nett.

Es waren 30. Meist haben sich die Grenzsoldaten gegenseitig erschossen. Da hieß es dann "von seinem fahnenflüchtigen Posten erschossen".

Dr Mittendrin
21.11.2016, 12:25
(Auch hier geht es um linke Slogans). Die Spionagetätigkeit ist als Argument ungeeignet, denn die Grenze war ja von West nach Ost durchlässig. Jeder Agent konnte einreisen.
Es ging einfach nur darum, ein weiteres Ausbluten der DDR bezüglich ihrer Akademiker und Facharbeiter zu verhindern, weil die SED einfach nicht in der Lage war, die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung zu befriedigen.

Ein Rentner brauchte keinen Grenzdurchbruch machen. Er war der DDR nix mehr wert.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 12:25
Ein Beleg wäre ganz nett.

Ich weiss was er meint.

Klopperhorst
21.11.2016, 12:26
Ein Beleg wäre ganz nett.

Siehe tote Bundeswehrsoldaten in ausländischen Söldnereinsätzen, Abtreibungs-Holocaust und Kriminalitätsopfer der Umvolkung.

---

kotzfisch
21.11.2016, 12:28
Siehe tote Bundeswehrsoldaten in ausländischen Söldnereinsätzen, Abtreibungs-Holocaust und Kriminalitätsopfer der Umvolkung.

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Gab es nicht auch eine freizügige Abtreibungsregelung in der DDR?

kotzfisch
21.11.2016, 12:30
Ich weiss was er meint.

Na prima, erleuchtest Du mich oder soll ich dumm sterben?

Klopperhorst
21.11.2016, 12:30
Gab es nicht auch eine freizügige Abtreibungsregelung in der DDR?

Wurde aber nicht massiv genutzt. Die BRD-Bevölkerungspolitik ist auf die Ausrottung der Deutschen ausgelegt, das alleine ist schon ein viel größeres Verbrechen als 1000 innerdeutsche Grenzen.

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Tryllhase
21.11.2016, 12:32
Ein Rentner brauchte keinen Grenzdurchbruch machen. Er war der DDR nix mehr wert.
Ganz genau! Und man hatte nicht mal Angst davor, dass der Rentner, wenn er wiederkam, seine niedrige Rente dadurch aufbessern könnte, indem er sich dem BND andient. Linker Slogan von dem "Schutzwall" erfolgreich entkräftet.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 12:35
Na prima, erleuchtest Du mich oder soll ich dumm sterben?

7800 Tote durch Migranten.

Zyankali
21.11.2016, 12:37
Im Übrigen muss man Linke gar nicht von ihren Lügen abbringen; so blöd sind sie nicht.
Die kennen ihre eigenen Lügen nur zu gut.
Die lügen ja mit voller Absicht.
Lügen für den guten Zweck gehört für Linke schon immer dazu.


sowas machen 'rechte' aber auch gerne...

Tryllhase
21.11.2016, 12:43
Wurde aber nicht massiv genutzt. Die BRD-Bevölkerungspolitik ist auf die Ausrottung der Deutschen ausgelegt, das alleine ist schon ein viel größeres Verbrechen als 1000 innerdeutsche Grenzen.
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Gut, letzteres akzeptiert. Was allerdings die Abtreibung in der DDR betrifft, so wurde doch relativ oft Gebrauch davon gemacht. Allerdings durch finanzielle Förderung für weitere Kinder wirksam ausgeglichen. Bei den Frauen, denen ich als Leiter einen Urlaubsschein (zwecks Abtreibung) ausstellte, kam mit konstanter Regelmäßigkeit ein paar Jahre später ein neues Kind. Die Abtreibung war hier ein Planungsinstrument. Die Anzahl der Geburten reduzierte sich nur unwesentlich

kotzfisch
21.11.2016, 12:45
Wurde aber nicht massiv genutzt. Die BRD-Bevölkerungspolitik ist auf die Ausrottung der Deutschen ausgelegt, das alleine ist schon ein viel größeres Verbrechen als 1000 innerdeutsche Grenzen.

---

Da sind wir einer Meinung, es ist jedoch ein anderes Thema.

kotzfisch
21.11.2016, 12:46
7800 Tote durch Migranten.

Ist ja alles richtig- warum vermischen wir die Themen aber?

Schlummifix
21.11.2016, 13:48
sowas machen 'rechte' aber auch gerne...

Das mag stimmen....

Valdyn
21.11.2016, 13:50
Südländer allerdings schon.



Was is los? Südländer ist eine Ethnie? ......

So wie Ostländer und Westländer meinste, ne?

:haha:

Schlummifix
21.11.2016, 13:52
Was is los? Südländer ist eine Ethnie? ......

So wie Ostländer und Westländer meinste, ne?

:haha:

Also das Wort "Südländer" sagt etwas anderes aus...man muss es auch verstehen.
Dann eben "Nordafrikaner"...

Valdyn
21.11.2016, 13:54
Also das Wort "Südländer" sagt etwas anderes aus...man muss es auch verstehen.
Dann eben "Nordafrikaner"...

Südländer kann vieles sein. Ganz im ernst. Aktuell versteht man da vielleicht eher Nordafrikaner, Türken und Orientalen drunter. Aber vor 10 oder 15 Jahren auch gerne Spanier oder Italiener. Ein feststehender Begriff ist das nicht.

hawe07546
21.11.2016, 14:14
Asoziale Republikflüchtlinge haben genügend Grenzsoldaten ermordet. War legitim oder?

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Nach eurer Theorie schon.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 14:36
Ist ja alles richtig- warum vermischen wir die Themen aber?

Frag ihn.

kotzfisch
21.11.2016, 18:16
Frag ihn.

Alles klar Jungs.

Mütterchen
21.11.2016, 19:01
Ist ja alles richtig- warum vermischen wir die Themen aber?

Gute Frage. Ich habe die DDR-Beiträge hierher verschoben. Und jetzt sollte das Thema nicht wieder nach Südland wandern oder zur Migrantengewalt.

Dr Mittendrin
21.11.2016, 19:05
Den faschistischen Schutzwall sah ich nur als Nebenaspekt.

Fluchthinderung als Hauptgrund.

Maitre
21.11.2016, 19:18
Rechtfertigen muss ich mich nicht, ich war ja kein Grenzsoldat.
Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen. Allerdings nicht auf flüchtende Kinder und Frauen, nur auf Männer, die sich selbst zum Angriff bereit zeigen und Aufforderungen keine Folge leisten.


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Als Grenzsoldat warst du dumm dran. Ob du an den "Kanten" kommen würdest, konntest du kaum beeinflussen. Hättest du dann geschossen, hättest du im Zweifel einen Menschen auf dem Gewissen und heute die Justiz am Hals. Hättest du nicht geschossen oder absichtlich schlecht geschossen, hättest du schlimmstenfalls nähere Erfahrungen mit der Postleitzahl 1330 riskiert.
Ein früherer Kollege erzählte, dass ihm erst an der Grenze klar wurde, in welch unschöne Situation ihn seine stolz erworbene Schützenschnur im Falle eines versuchten Grenzdurchbruches bringen könnte. Er hatte das Glück, das nicht jeder hatte. In diesem Abschnitt hatte es kurz zuvor einen der von dir angedeuteten Fälle gegeben: Ein flüchtiger NVA-Soldat hatte zwei Grenzsoldaten hinterrücks erschossen, die sich- regelwidrig- im strömenden Regen unter einer Zeltbahn zusammengehockt hatten. Dieser Soldat hätte nun wirklich andere Möglichkeiten gehabt und wählte die schlimmste davon.
Nun stehe da mal jemand- unfreiwillig- als Grenzer und erhebe die hohen moralischen Grundsätze, welche man heute darauf anwenden möchte

tabasco
21.11.2016, 19:39
Asoziale Republikflüchtlinge haben genügend Grenzsoldaten ermordet. War legitim oder?

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Republikflüchtlinge waren Kameradenschweine, sicher. Aber warum "asozial"?

Tryllhase
21.11.2016, 20:36
Republikflüchtlinge waren Kameradenschweine, sicher. Aber warum "asozial"?
Kameradenschweine waren sie nur, wenn sie als Soldaten in Uniform flüchteten. Ein Zivilist ist kein Kameradenschwein. Asozial und kriminell waren sie, weil nach dem Gesetz ein Verlassen der sozialistischen DDR ein kriminelles Delikt war. Es gab nämlich in der DDR grundsätzlich keine politischen Straftaten.
Auf diesem Weg sind wir übrigens wieder angekommen. Jede Gesinnung in rechter Richtung ist kein politisches Delikt, sondern ein kriminelles.

Lichtblau
21.11.2016, 20:40
Wenn das einzelne Individuum nicht die Notwendigkeiten des Klassenkampfes begreift muss es halt die Kugel zu spüren bekommen könnten einige sagen.

Tryllhase
21.11.2016, 20:51
Wenn das einzelne Individuum nicht die Notwendigkeiten des Klassenkampfes begreift muss es halt die Kugel zu spüren bekommen könnten einige sagen.
Ja, das wurde tatsächlich von den Agitatoren und Propagandisten so gesehen. Was mich heute noch belustigt: Vor der Wende hatte von denen natürlich jeder entweder überhaupt keine Westverwandtschaft oder hatte den Kontakt zum Klassenfeind selbstverständlich abgebrochen. Nach der Grenzöffnung gab es noch kurzzeitig ein Westreiseverbot für alle Genossen. Als dieses hinfällig wurde, war selbstverständlich die Westverwandtschaft wieder aktiviert.

Lichtblau
21.11.2016, 21:28
Ja, das wurde tatsächlich von den Agitatoren und Propagandisten so gesehen. Was mich heute noch belustigt: Vor der Wende hatte von denen natürlich jeder entweder überhaupt keine Westverwandtschaft oder hatte den Kontakt zum Klassenfeind selbstverständlich abgebrochen. Nach der Grenzöffnung gab es noch kurzzeitig ein Westreiseverbot für alle Genossen. Als dieses hinfällig wurde, war selbstverständlich die Westverwandtschaft wieder aktiviert.



Bist du Mann oder Frau?

Frontferkel
21.11.2016, 21:29
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

---
Bei der Aussage , bekomme ich aber ganz schlimme Bauchschmerzen . Und als Asozialer hat man mich auch noch nie bezeichnet .
Eigentlich schätze ich Dich , aber mit der Aussage könntest es Du Dir durchaus verscherzen .

Andreas63
21.11.2016, 21:35
Bei der Aussage , bekomme ich aber ganz schlimme Bauchschmerzen . Und als Asozialer hat man mich auch noch nie bezeichnet .
Eigentlich schätze ich Dich , aber mit der Aussage könntest es Du Dir durchaus verscherzen .
Wenn's um das Thema geht, dreht der von mir ansonsten ebenfalls geschätzte Klopperhorst regelmäßig durch. Wahrscheinlich war er selbst oder sein Vater einer von den 'Grenzschützern'.

Er kann oder will nicht verstehen, daß die DDR letztendlich ein großes KZ war.

Frontferkel
21.11.2016, 21:36
Eben. Hättest du deine Sippe zurückgelassen, im Wissen, die müssen dann für deine Flucht bluten? Viele haben Eltern, Ehepartner, Kinder und Verwandte einfach rücksichtslos in Gefahr gebracht ... nur für ein scheinbar besseres Leben. Da hat Kloppi gar nicht mal Unrecht.
Viele sind nicht alle . Und in den überwiegenden Fällen war die Flucht mit der Familie abgesprochen . FAKT !

Desmodrom
21.11.2016, 21:46
Bei der Aussage , bekomme ich aber ganz schlimme Bauchschmerzen . Und als Asozialer hat man mich auch noch nie bezeichnet .
Eigentlich schätze ich Dich , aber mit der Aussage könntest es Du Dir durchaus verscherzen .

Lange her, daß mich Netzgeschwätz in ähnlicher Weise tangiert hätte. Da wünscht man sich fast die Mauer zurück, allerdings als Reservatsbegrenzung für Zonenfaschisten seiner Couleur. Würde mich ja interessieren, ob er auch zu den Ex-Kadern gehört, welche sich heute ihre vollkommen unverdienten Pensionen ehrlos vom Klassenfeind überweisen lassen und die grauen Zeiten zu goldenen verklären...

:dru:

Frontferkel
21.11.2016, 21:56
Lange her, daß mich Netzgeschwätz in ähnlicher Weise tangiert hätte. Da wünscht man sich fast die Mauer zurück, als Reservatsbegrenzung für Zonenfaschisten seiner Couleur. Würde mich ja interessieren, ob er auch zu den Ex-Kadern gehört, welche sich heute ihre vollkommen unverdienten Pensionen ehrlos vom Klassenfeind überweisen lassen und die grauen Zeiten zu goldenen verklären...

:dru:
Ja mir geht es auch so .
Und das komische daran ist , das Kollege Klopperhorst ansonsten eine sehr gesunde Meinung vertritt .
Das er zu den Kadern gehörte , glaube ich eher nicht , er arbeitet ja immer noch .

Desmodrom
21.11.2016, 21:58
Ja mir geht es auch so .
Und das komische daran ist , das Kollege Klopperhorst ansonsten eine sehr gesunde Meinung vertritt .
Das er zu den Kadern gehörte , glaube ich eher nicht , er arbeitet ja immer noch .

Für mich ist er damit komplett durch. Sowas merk´ ich mir...

autochthon
21.11.2016, 22:01
Ja mir geht es auch so .
Und das komische daran ist , das Kollege Klopperhorst ansonsten eine sehr gesunde Meinung vertritt .
Das er zu den Kadern gehörte , glaube ich eher nicht , er arbeitet ja immer noch .

das schließt sich ja nicht aus.

Frontferkel
21.11.2016, 22:14
das schließt sich ja nicht aus.
Möglich wäre es schon . Nur seine Ansichten was das deutsche Volk und Gemeinwesen betrifft , sprechen eigentlich dagegen . Es sei denn , er hat eine grundlegende Wandlung durch gemacht .

Panier
21.11.2016, 22:33
[...]Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---

Ich habe nur die nach-Helsinki*-DDR bewußt wahrgenommen, aber so viel ist mir klar: sehr, sehr viele DDR-Flüchtlinge waren nichts anderes, als konsumgeile Egomanen. Allgemein galt der Grundsatz, man müsse das System von innen heraus bekämpfen und habe vom Schicksal eine gewisse Verantwortung übertragen bekommen, der man sich nicht durch allzu weltliche Verlockungen entziehen sollte.

*Wikipedia: Helmut Schmidt (https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt), Erich Honecker (https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Honecker), Gerald Ford (https://de.wikipedia.org/wiki/Gerald_Ford) und Bruno Kreisky (https://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Kreisky) unterzeichnen das KSZE-Abschlussdokument.Bundesarchiv, Bild 183-P0



https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/be/Bundesarchiv_Bild_183-P0801-026%2C_Helsinki%2C_KSZE-Konferenz%2C_Schlussakte.jpg

Desmodrom
21.11.2016, 22:46
...
Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen...


---


Sie hätten dann für die Freiheit der 99,9% restlichen kämpfen können...

---

Es waren genau solche potentiellen Büttel, wie Du einer gewesen scheinst, welche ein offensichtliches Unrechtssystem am Leben erhielten und damit die Freiheit der 99% unterdrückten. Der eklatante Widerspruch zwischen deinen beiden Sprüchen sollte auch dir auffallen.

kotzfisch
21.11.2016, 22:49
Es waren genau solche potentiellen Büttel, wie Du einer gewesen scheinst, welche ein offensichtliches Unrechtssystem am Leben erhielten und damit die Freiheit der 99% unterdrückten. Der eklatante Widerspruch zwischen deinen beiden Sprüchen sollte auch dir auffallen.

Klopper ist ein Mensch mit kristallklarem Verstand.Er soll sich bitte selbst erklären.
Wir kennen uns virtuell zu lange, als ich zusehen kann, dass ihm jemand eine totalitäre Haltung unterstellt.

Desmodrom
21.11.2016, 22:51
Gerne. Bin bloß gespannt, wie er den Widerspruch schönreden wird.


Klopper ist ein Mensch mit kristallklarem Verstand.Er soll sich bitte selbst erklären.
Wir kennen und virtuell zu lange, als ich zusehen kann, dass ihm jemand eine totalitäre Haltung unterstellt.

kotzfisch
21.11.2016, 22:55
Gerne. Bin bloß gespannt, wie er den Widerspruch schönreden wird.

Nun, da sind wir schon zwei.

Maitre
21.11.2016, 23:31
Bei der Aussage , bekomme ich aber ganz schlimme Bauchschmerzen . Und als Asozialer hat man mich auch noch nie bezeichnet .
Eigentlich schätze ich Dich , aber mit der Aussage könntest es Du Dir durchaus verscherzen .

Man kann das definitiv nicht vereinfachen. Es kommt wohl auch auf das persönliche Erleben an.
Wenn ich mal von den erfolgreichen und erfolglosen Republikflüchtlingen aus meinem Heimatort ausgehe, dann hätte er bei neun von zehn Leuten Recht gehabt. Dieser eine war verhältnismäßig gut qualifiziert und hat vor und nach der Wende immer gearbeitet.
Unter den anderen waren diverse Kleinkriminelle, ein Kuh…liebhaber sowie ein vorbestrafter Vergewaltiger, der nach kurzer Zeit im Westen bei einer Schießerei mit der Polizei verletzt wurde. Wegen eines dieser Fluchtversuche hätte ich mit 13 Jahren fast noch selbst Probleme gekriegt, wenn sie den Bengel (damals 16) nicht beizeiten und weit vor der Grenze aufgegriffen hätten. Da hatte nämlich ein besonderer Idiot meine "Mitwisserschaft" ausgeplaudert.

Ruepel
21.11.2016, 23:54
Siehe tote Bundeswehrsoldaten in ausländischen Söldnereinsätzen, Abtreibungs-Holocaust und Kriminalitätsopfer der Umvolkung.

---

All das hatte die DDR auch zu bieten.

Graf
22.11.2016, 05:59
Er kann oder will nicht verstehen, daß die DDR letztendlich ein großes KZ war.




Ich konnte mit dem roten Unsinn nicht viel anfangen, aber trotzdem waren sie deutscher und nationalistischer als die BRD im jetzigen Zustand!!!

Andreas63
22.11.2016, 06:24
Ich konnte mit dem roten Unsinn nicht viel anfangen, aber trotzdem waren sie deutscher und nationalistischer als die BRD im jetzigen Zustand!!!
Das ist richtig. In die BRD heutiger Prägung wäre wohl niemand mehr geflüchtet.

Klopperhorst
22.11.2016, 09:00
Es waren genau solche potentiellen Büttel, wie Du einer gewesen scheinst, welche ein offensichtliches Unrechtssystem am Leben erhielten und damit die Freiheit der 99% unterdrückten. Der eklatante Widerspruch zwischen deinen beiden Sprüchen sollte auch dir auffallen.

Die DDR war kein Unrechtssystem. Auch dort hab es ein Bürgerliches Gesetzbuch und übrigens auch Menschenrechte.
In den 80'ern inspizierte die UN die Gefängnisse der DDR, worauf die Haftbedingungen nochmal verbessert wurden. Man war da durchaus selbstkritisch.

---

Dr Mittendrin
22.11.2016, 09:03
Die DDR war kein Unrechtssystem. Auch dort hab es ein Bürgerliches Gesetzbuch und übrigens auch Menschenrechte.
In den 80'ern inspizierte die UN die Gefängnisse der DDR, worauf die Haftbedingungen nochmal verbessert wurden. Man war da durchaus selbstkritisch.

---

Wer behauptet es gäbe in der BRD kein Unrecht, oder wäre voll demokratisch hat was an der Glocke.

Aber dass DDR-Recht konnte sich nicht messen mit BRD Recht.
Denke da an Kinder die einfach verschwanden.

Klopperhorst
22.11.2016, 09:07
Wer behauptet es gäbe in der BRD kein Unrecht, oder wäre voll demokratisch hat was an der Glocke.

Aber dass DDR-Recht konnte sich nicht messen mit BRD Recht.
Denke da an Kinder die einfach verschwanden.

Erst mal hast du ja 90% aus der Lügenpresse (Springer) erfahren. Zweitens kannst du heute den autokratischen Stil in Russland nicht in Schutz nehmen (lupenreine Demokratie) und die Deutsche Demokratische Republik als Unrechtsstaat darstellen.
Mach dich mal mit dem Menschenbild des Sozialismus vertraut. Das basierte schon im Kern nicht auf Unrecht, sondern Gleichbehandlung aller Klassen, Rassen übrigens auch Schwulen und Lesben. Da war die DDR schon sehr fortschrittlich.

Was die praktischen Aspekte des 1-Parteien-Systems und gewisser Klüngel anbelangt, steht auf einem anderen Blatt.
Die 30.000 renitenten inhaftierten Systemkritiker verurteilt doch hier niemand, sondern die eindimensionale Sichtweise auf die DDR von Seiten der BRD-Lügenpresse.

Hier mal ein Bericht meines Opas, den ich aus seinen Memoiren ins Inet stellte.


https://www.youtube.com/watch?v=5kWRyca9v-w&t=43s



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Leberecht
22.11.2016, 09:10
Die DDR war kein Unrechtssystem. Auch dort hab es ein Bürgerliches Gesetzbuch und übrigens auch Menschenrechte.
Politisch motivierte massive und eklatante Gesetzesbrüche waren bereits für die DDR alternativlos. Ich habe diese ernüchternde Erfahrung machen müssen.

pixelschubser
22.11.2016, 09:12
Wer behauptet es gäbe in der BRD kein Unrecht, oder wäre voll demokratisch hat was an der Glocke.

Aber dass DDR-Recht konnte sich nicht messen mit BRD Recht.
Denke da an Kinder die einfach verschwanden.

Die Kinder verschwanden nicht einfach. Die wurden in Heimen untergebracht und die Eltern somit unter Druck gesetzt, ihren Antrag auf dauerhafte Ausreise noch einmal zu überdenken.

Kritische Lehrer wurden aus dem Schuldienst entfernt. Naja, und andere Dissidenten verschwanden in Bautzen oder wurden zur "Klärung eines Sachverhaltes" mal eben in die örtliche Stasizentrale mitgenommen. Ich war dort mehr als nur einmal zur Befragung.

Das BGB der DDR interessierte die Stasischweine nicht, wenn sie gezielt Schläge so platzierten, dass kein Arzt Dir einen Attest auf ne KV ausstellte. Die Vopos waren übrigens auch nicht grad zimperlich mit renitenten Rowdies.

kiwi
22.11.2016, 09:12
Nein, es waren zum Großteil Asoziale, die aus egoistischen Motiven ihre Familien im Stich ließen oder diese sogar selbst in Gefahr brachten.

---


Fast 30 Jahre war ich Schlüsselknecht in einer JVA in der sehr viele böse Buben eingesperrt waren .Ebenfalls sehr viele waren frei gekaufte DDR Häftlinge und ----- Flüchtlinge die im Westen wieder ihrer alten Beschäftigung nach gingen. Mord – Raub – Diebstahl usw.

Jariko
22.11.2016, 09:32
Erst mal hast du ja 90% aus der Lügenpresse (Springer) erfahren. Zweitens kannst du heute den autokratischen Stil in Russland nicht in Schutz nehmen (lupenreine Demokratie) und die Deutsche Demokratische Republik als Unrechtsstaat darstellen.
Mach dich mal mit dem Menschenbild des Sozialismus vertraut. Das basierte schon im Kern nicht auf Unrecht, sondern Gleichbehandlung aller Klassen, Rassen übrigens auch Schwulen und Lesben. Da war die DDR schon sehr fortschrittlich.

Was die praktischen Aspekte des 1-Parteien-Systems und gewisser Klüngel anbelangt, steht auf einem anderen Blatt.
Die 30.000 renitenten inhaftierten Systemkritiker verurteilt doch hier niemand, sondern die eindimensionale Sichtweise auf die DDR von Seiten der BRD-Lügenpresse.

Hier mal ein Bericht meines Opas, den ich aus seinen Memoiren ins Inet stellte.


https://www.youtube.com/watch?v=5kWRyca9v-w&t=43s



---

Brilliante Aussagen deines Großvaters, welche sich mit den Erfahrungen aus meinem engsten familiären Umfeld zu 100% decken. Jedoch sitzt die Gehirnwäsche über den sog. Unrechtstaat tiefer als die Zeitzeugenaussagen der intellektuellen Klasse. Das Bildungs- sowie Gesundheitssystem, das Sozialwesen, die nicht vorhandenen Auslandseinsätze der Armee, der familiäre Zusammenhalt, die Förderung der Jugend sowie die Rolle der Frau in der Gesellschaft- alles negative Eigenschaften eines Unrechtsstaats oder womöglich gleichwertige wenn nicht sogar bessere Leitkulturen als die heutige Leidkultur?

Klopperhorst
22.11.2016, 09:59
... alles negative Eigenschaften eines Unrechtsstaats oder womöglich gleichwertige wenn nicht sogar bessere Leitkulturen als die heutige Leidkultur?

Ich vermute, es ist dasselbe Geschichtsbild, das über das Kaiserreich oder die Nazizeit verbreitet wird, wobei sich DDR und NS nicht vergleichen lassen.
Aber es ist klassisch für die BRD-Gesellschaft, dass sie nur ein Bild kennt, so wie sie bei der Betrachtung der Demokratie nur ein Bild vermittelt, bei Multikulti nur ein Bild in die Gehirne peitscht, bei Trump nur ein Bild usw.

Die BRD-Medien stehen den gleichgeschalteten Postillen der SED in nichts nach.
Allerdings war in der DDR der Humor viel ausgeprägter, und man konnte zwischen den Zeilen lesen, was selbst dieser Gesellschaft hier völlig abgeht.

---

Dr Mittendrin
22.11.2016, 10:04
Ich vermute, es ist dasselbe Geschichtsbild, das über das Kaiserreich oder die Nazizeit verbreitet wird, wobei sich DDR und NS nicht vergleichen lassen.
Aber es ist klassisch für die BRD-Gesellschaft, dass sie nur ein Bild kennt, so wie sie bei der Betrachtung der Demokratie nur ein Bild vermittelt, bei Multikulti nur ein Bild in die Gehirne peitscht, bei Trump nur ein Bild usw.

Die BRD-Medien stehen den gleichgeschalteten Postillen der SED in nichts nach.
Allerdings war in der DDR der Humor viel ausgeprägter, und man konnte zwischen den Zeilen lesen, was selbst dieser Gesellschaft hier völlig abgeht.

---

Ne ein sehr gepresster Humor in der DDR. ( Ein Bett im Kornfeld ....hohoho Obdachloser ) Didi Hallervorden konnte noch über Türken lästern vor 30 Jahren, heute schwimmt er mit den MUKU-Deppen.

Heute ähneln wir uns bald der DDR. Den MUKU in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.

Klopperhorst
22.11.2016, 10:06
Ne ein sehr gepresster Humor in der DDR. ( Ein Bett im Kornfeld ....hohoho Obdachloser ) Didi Hallervorden konnte noch über Türken lästern vor 30 Jahren, heute schwimmt er mit den MUKU-Deppen.

Heute ähneln wir uns bald der DDR. Den MUKU in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.

Es gab keinen offiziellen Humor dort. Aber der Inoffizielle, auch in Liedern verarbeitete (damit sie durch die Zensur kommen).
Diesen gibt es hier in Kunst und Medien nicht, gabs auch in den 80'ern nicht.

p.s.
Hallervordens Türken-Scatch hast du leider nicht verstanden. Der machte sich nicht über Türken lustig, sondern blies ins bekannte Horn
angeblich deutsche Leitkultur.

---

Dr Mittendrin
22.11.2016, 10:07
Die Kinder verschwanden nicht einfach. Die wurden in Heimen untergebracht und die Eltern somit unter Druck gesetzt, ihren Antrag auf dauerhafte Ausreise noch einmal zu überdenken.

Kritische Lehrer wurden aus dem Schuldienst entfernt. Naja, und andere Dissidenten verschwanden in Bautzen oder wurden zur "Klärung eines Sachverhaltes" mal eben in die örtliche Stasizentrale mitgenommen. Ich war dort mehr als nur einmal zur Befragung.

Das BGB der DDR interessierte die Stasischweine nicht, wenn sie gezielt Schläge so platzierten, dass kein Arzt Dir einen Attest auf ne KV ausstellte. Die Vopos waren übrigens auch nicht grad zimperlich mit renitenten Rowdies.

Freier war man hier noch vor 1990. Auch als NPD Mitglied hat man keinen Lehrer gekündigt.

Dr Mittendrin
22.11.2016, 10:09
Es gab keinen offiziellen Humor dort. Aber der Inoffizielle, auch in Liedern verarbeitete (damit sie durch die Zensur kommen).
Diesen gibt es hier in Kunst und Medien nicht, gabs auch in den 80'ern nicht.

p.s.
Hallervordens Türken-Scatch hast du leider nicht verstanden. Der machte sich nicht über Türken lustig, sondern blies ins bekannte Horn
angeblich deutsche Leitkultur.

---


Zensur hat nix mit freier Meinung zu tun.

Kennst du den Sketsch "Koffer packen " ?

pixelschubser
22.11.2016, 10:11
Ich vermute, es ist dasselbe Geschichtsbild, das über das Kaiserreich oder die Nazizeit verbreitet wird, wobei sich DDR und NS nicht vergleichen lassen.
Aber es ist klassisch für die BRD-Gesellschaft, dass sie nur ein Bild kennt, so wie sie bei der Betrachtung der Demokratie nur ein Bild vermittelt, bei Multikulti nur ein Bild in die Gehirne peitscht, bei Trump nur ein Bild usw.

Die BRD-Medien stehen den gleichgeschalteten Postillen der SED in nichts nach.
Allerdings war in der DDR der Humor viel ausgeprägter, und man konnte zwischen den Zeilen lesen, was selbst dieser Gesellschaft hier völlig abgeht.

---

Man musste zwischen den Zeilen lesen können. O. F. Weidling hatte sich nur in den Zeilen etwas vertan, als er sich in seiner Ansprache zur Wiedereröffnung des Friedrichstadtpalastes über die Führungsriege lustig machte.

Auch die "Funzel" im Eulenspiegel konnte subtilen Humor. Ich kann mich gut an ein Bilderrätsel erinnern. Zwei Dänenflaggen und ne durchgestrichene Mark.

Lösung: Geb ich dem ne Mark und dem ne Mark, hab ich keene Mark."

Klopperhorst
22.11.2016, 10:12
Zensur hat nix mit freier Meinung zu tun.

Kennst du den Sketsch "Koffer packen " ?

Du hast es immer noch nicht verstanden. Gerade weil es offiziell Zensur gab, war der Humor viel ausgeprägter. Man baute ihn dann in die Lieder, Schriften, Theaterstücke usw. ein, um das System zu demaskieren.

Hallervorden ist ein Gutmensch, hör dir seinen Song von 2015 mal an ("ihr macht mir Mut").
Das übliche Gewäsch gegen Krieg und Hunger.

Der Koffer-Scatch richtete sich gegen den damaligen Innenminister Kanther (nach dem Asylkompromiss).
Du hast keine Ahnung, dass Hallervorden damit die "deutsche Leitkultur" kritisierte.

---

pixelschubser
22.11.2016, 10:13
Freier war man hier noch vor 1990. Auch als NPD Mitglied hat man keinen Lehrer gekündigt.

Heute reicht bereits die Vermutung, dass man die AfD gut findet und man wird verdroschen oder mal mit nem Eimer Wasser überschüttet. Wann ist in diesem Eimer Säure?

Dr Mittendrin
22.11.2016, 10:16
Du hast es immer noch nicht verstanden. Gerade weil es offiziell Zensur gab, war der Humor viel ausgeprägter. Man baute ihn dann in die Lieder, Schriften, Theaterstücke usw. ein, um das System zu demaskieren.

Nein, da hätte ich gerne einen Beleg. Mir fällt das mit dem Bett im Kornfeld ein. Da war kein Sytemkritisches Wort oder Satz drin.



Hallervorden ist ein Gutmensch, hör dir seinen Song von 2015 mal an ("ihr macht mir Mut").
Das übliche Gewäsch gegen Krieg und Hunger.

Der Koffer-Scatch richtete sich gegen den damaligen Innenminister Kanther (nach dem Asylkompromiss).
Du hast keine Ahnung, dass Hallervorden damit die "deutsche Leitkultur" kritisierte.

---

OK, hab da nicht alles von ihm im Kopf. Der Kofferskatch wäre heute undenkbar.

Bettmaen
22.11.2016, 10:19
Zitat von Klopperhorst
Siehe tote Bundeswehrsoldaten in ausländischen Söldnereinsätzen, Abtreibungs-Holocaust und Kriminalitätsopfer der Umvolkung.


All das hatte die DDR auch zu bieten.
1. An welchem Auslandseinsatz war die DDR beteiligt? Mir fällt nur die CSSR ein. Der Ostblock war insgesamt friedlicher als die dauerkriegende Nato. Die UDSSR marschierte nach '45 nur in Afghanistan ein.

2. Die Abtreibung war in der DDR legal, aber die Geburtenrate war auch höher. Es wurde seltener als in der BRD abgetrieben.

3. Umvolkung gab es in der DDR nit. Die wenigen Fremdarbeiter und ausländischen Studenten blieb ein paar Jahre und wurden durch neue ersetzt. Damit betrieb die DDR Entwicklungshilfe. Noch heute gibt es in Afrika und Asien Ärzte und Handwerker, die ihr Können in der DDR erworben hatten.

Die DDR war auf jeden Fall der bessere deutsche Staat als die Genozid-BRD.

Dr Mittendrin
22.11.2016, 10:21
Heute reicht bereits die Vermutung, dass man die AfD gut findet und man wird verdroschen oder mal mit nem Eimer Wasser überschüttet. Wann ist in diesem Eimer Säure?

Schreiberlinge hier unter 40 kennen das nicht anders.

Mir fehlen nur bzgl DDR präzise Dinge. Kenne unzählige Fluchtgeschichten, einen Toten der westlichen Militärmission im DDR Gebiet.

Ich will behaupten, ich wusste 1980 von der DDR mehr als ein Ossi von der BRD 1980.

Und eine BRD 2010 ist nicht die selbe wie 1980. Auch nicht am Arbeitsmarkt. Wir lernten in der Schule nicht wie man Bewerbungen schreibt.
So was ist doch Zeichen dass es nicht genug jobs gibt.

Bettmaen
22.11.2016, 10:23
Höre ich da leise Bewunderung für DDR-Grenzschützer heraus?
Grenzschutz ist nicht mit Wattebällchen hinzukriegen. Diese Erkenntnis ist bei unseren Aufsehern in Berlin und Brüssel wohl noch nicht angekommen.

Gärtner
22.11.2016, 10:33
Das muß ja ein Paradies gewesen sein, daß die Menschen zu Hunderttausenden dorthin strömten, um der Segnungen des sozialistischen Sonnenstaats teilhaftig zu werden. Und daß in Ulbrichts und Honeckers Laufställchen Menschen an der Grenze wie die Hasen abgeschossen wurden, wenn sie nichts Schlimmeres als eine Ausreise begehrten, ist natürlich ein greulich Schauermärchen der finst'ren Springerschergen.

Jaja. So kann man sich die Geschichte zurechtlügen.

sunbeam
22.11.2016, 10:39
Grenzschutz ist nicht mit Wattebällchen hinzukriegen. Diese Erkenntnis ist bei unseren Aufsehern in Berlin und Brüssel wohl noch nicht angekommen.

Immer die Frage, ob wer abgehalten werden soll der ein Land verlassen will oder abgehalten werden soll ein Land zu betreten.

Tryllhase
22.11.2016, 10:41
Grenzschutz ist nicht mit Wattebällchen hinzukriegen. Diese Erkenntnis ist bei unseren Aufsehern in Berlin und Brüssel wohl noch nicht angekommen.
Nein. Um die Insassen von KZ an der Flucht zu hindern, hatte sich die SS etwas besonders Fieses ausgedacht: Mit Metallsplittern gefüllte Trichter, an deren Ende eine Sprengkapsel die Splitter so beschleunigte, dass ein Mensch geradezu durchsiebt wurde.
Und dieses fiese Gerät war den Genossen nicht zu schade, es nicht etwa gegen eindringende Spione und Saboteure, sondern gegen DDR-Flüchtlinge, an der Innenseite des Streckmetallzaunes, einzusetzen.
Langsam komme ich zur Erkenntnis, dass ich hier im falschen Forum gelandet bin. Die Zahl der Verharmloser ist einfach zu groß.

Bestmann
22.11.2016, 10:41
Das muß ja ein Paradies gewesen sein, daß die Menschen zu Hunderttausenden dorthin strömten, um der Segnungen des sozialistischen Sonnenstaats teilhaftig zu werden. Und daß in Ulbrichts und Honeckers Laufställchen Menschen an der Grenze wie die Hasen abgeschossen wurden, wenn sie nichts Schlimmeres als eine Ausreise begehrten, ist natürlich ein greulich Schauermärchen der finst'ren Springerschergen.

Jaja. So kann man sich die Geschichte zurechtlügen.

Das Paradies !
Mit 350 000 Eingekerkerten ,1200 Mauer/Grenztoten -Bück-Wahre in den HO-Läden ,und Wartezeiten von 10 Jahren für einen schäbigen Trabant !
Zwangsarbeit in den Uran-Mienen ,und und und --------------

PS. Das noch über 60% der SED-PDS-Die Linke Mitglieder aus DDR Zeiten sind ist nicht Jedem bekannt !

Gruß Bestmann

Klopperhorst
22.11.2016, 10:43
Das Paradies !
Mit 350 000 Eingekerkerten ,1200 Mauer/Grenztoten -Bück-Wahre in den HO-Läden ,und Wartezeiten von 10 Jahren r einen schäbigen Trabant !
Zwangsarbeit in den Uran-Mienen ,und und und --------------

PS. Das noch über 60% der SED-PDS-Die Linke Mitglieder aus DDR Zeiten sind ist nicht Jedem bekannt !

Gruß Bestmann

1200 sind aber nicht alle erschossen worden.
Außerdem: Setze sie mal in Relation zu 17 Millionen!

Ansonsten: Unter den 350.000 "Eingekerkerten", also wahrscheinlich in mittelalterlichen Kerkern?, befanden sich natürlich nur Waisenknaben und blütenreine Westen.

---

Murmillo
22.11.2016, 11:09
...
Ansonsten: Unter den 350.000 "Eingekerkerten", also wahrscheinlich in mittelalterlichen Kerkern?, befanden sich natürlich nur Waisenknaben und blütenreine Westen.

---

Behaupten sie zumindest heute !

Murmillo
22.11.2016, 11:28
... Und daß in Ulbrichts und Honeckers Laufställchen Menschen an der Grenze wie die Hasen abgeschossen wurden, wenn sie nichts Schlimmeres als eine Ausreise begehrten, ist natürlich ein greulich Schauermärchen der finst'ren Springerschergen.
...

Na ja, ohne die Mauer- und Grenztoten zu bechönigen, aber wer die Ausreise begehrte, wurde mitnichten erschossen. Nicht einmal, wenn er ohne die entsprechenden Papiere an der Grenzkontrollstelle erschien und bei den Grenzern die Ausreise begehrte ( so er überhaupt bis an die Kontrollstelle kam und nicht schon vorher aufgeriffen wurde).
Erschossen wurden die, welche ( nach DDR-Recht) illegal ihre Ausreise selbst in die Hand nahmen und versuchten, die Grenze zu überwinden.
Nur - dass die Grenzer in so einem Fall scharf schiessen würden, war doch jedem bekannt !
Und ganz ehrlich - für mich waren das Irre, die so was an der innerdeutschen Grenze zu versuchten.
Wenn, dann hatte man in meinen Augen höchstens an der Berliner Mauer eine Chance, weil alles viel enger zusammen lag und keine Minen da waren.

Bestmann
22.11.2016, 12:04
1200 sind aber nicht alle erschossen worden.
Außerdem: Setze sie mal in Relation zu 17 Millionen!

Ansonsten: Unter den 350.000 "Eingekerkerten", also wahrscheinlich in mittelalterlichen Kerkern?, befanden sich natürlich nur Waisenknaben und blütenreine Westen.

---

Genau ,die Zeit heilt auch schlimme Wunden !
Das Übel bleibt nicht in allen Köpfe als Erinnerung .
Aber was mich freut ,ist das in der Ex DDR ein gesunder Menschenverstand erhalten blieb ,
der sich besonders in Sachsen ab lesen lässt .
25% Zustimmung für die AFD ,das ist das Weihnachtsgeschenk für 2016 .
Gruß und -------------Bestmann

Graf
22.11.2016, 17:59
1. An welchem Auslandseinsatz war die DDR beteiligt? Mir fällt nur die CSSR ein. Der Ostblock war insgesamt friedlicher als die dauerkriegende Nato. Die UDSSR marschierte nach '45 nur in Afghanistan ein.

2. Die Abtreibung war in der DDR legal, aber die Geburtenrate war auch höher. Es wurde seltener als in der BRD abgetrieben.

3. Umvolkung gab es in der DDR nit. Die wenigen Fremdarbeiter und ausländischen Studenten blieb ein paar Jahre und wurden durch neue ersetzt. Damit betrieb die DDR Entwicklungshilfe. Noch heute gibt es in Afrika und Asien Ärzte und Handwerker, die ihr Können in der DDR erworben hatten.

Die DDR war auf jeden Fall der bessere deutsche Staat als die Genozid-BRD.


Danke, so schauts aus!

Praktiker
22.11.2016, 18:21
Die DDR war kein Unrechtssystem. Auch dort hab es ein Bürgerliches Gesetzbuch und übrigens auch Menschenrechte.
In den 80'ern inspizierte die UN die Gefängnisse der DDR, worauf die Haftbedingungen nochmal verbessert wurden. Man war da durchaus selbstkritisch.

---

Sorry,- ein Staat,- in dem weder Meinungsfreiheit noch Pressefreiheit herrschten,- kann niemals ein Rechtsstaat sein !
Und in der DDR wurde die Wahrnehmunhg der Meinungsfreiheit mit Knast belegt - was daran ist bitteschön kein Unrechtssystem ?

Bestmann
22.11.2016, 21:05
1. An welchem Auslandseinsatz war die DDR beteiligt? Mir fällt nur die CSSR ein. Der Ostblock war insgesamt friedlicher als die dauerkriegende Nato. Die UDSSR marschierte nach '45 nur in Afghanistan ein.

2. Die Abtreibung war in der DDR legal, aber die Geburtenrate war auch höher. Es wurde seltener als in der BRD abgetrieben.

3. Umvolkung gab es in der DDR nit. Die wenigen Fremdarbeiter und ausländischen Studenten blieb ein paar Jahre und wurden durch neue ersetzt. Damit betrieb die DDR Entwicklungshilfe. Noch heute gibt es in Afrika und Asien Ärzte und Handwerker, die ihr Können in der DDR erworben hatten.

Die DDR war auf jeden Fall der bessere deutsche Staat als die Genozid-BRD.

Deine Stellungnahmen sind absolut Demokratischer Natur ,nur sollten die dunklen Seiten nicht völlig
legalisiert werden ,reden Wir von den Jugendwerkhöfen ,oder doch gleich von dem Frauenzuchthaus mit ihren schlimmen Zuständen !
Oder sollten Wir noch nach den "Unbekannten" Toten fragen ,die irgendwo auf Friedhöfen den Sarg mit einem Verstorbenen geteilt haben .
Was ist aus den durch die Stasi Entführten geworden ?
Das sind sicher alles Fragen ,die den Meisten Heute als Märchen der Gebrüder Grimm vor kommen ,aber auch das gehört
zu einer Bewertung ,ob ein Staat Demokratisch war oder eben "nur "--------------------------

Gruß Bestmann .

Frontferkel
22.11.2016, 21:37
1. An welchem Auslandseinsatz war die DDR beteiligt? Mir fällt nur die CSSR ein. Der Ostblock war insgesamt friedlicher als die dauerkriegende Nato. Die UDSSR marschierte nach '45 nur in Afghanistan ein. ...(Zitat)...

.
Die NVA stand Gewehr bei Fuß im eigenen Land und wäre nur auf Befehl des russischen Generalstabs einmarschiert .
Die Generalität hatte ihre Bedenken , wegen der deutschen Besatzung 38 - 45 vorgebracht und die Russen haben das respektiert . Und das wollten selbst die Russen nicht riskieren , dazu stand zu viel auf dem Spiel .
Wäre die NVA tatsächlich in die CSSR einmarschiert , wäre es zum offenen Krieg zwischen " Bruderländern " gekommen . Der Warschauer Pakt hätte ein grausames Ende schon 68 gefunden.

Afghanistan ist klar . Aber in Korea und Vietnam waren die Russen aktiv mit Jet-Piloten und Raketentechnikern beteiligt . Wurden genau wie im Westen als Berater bezeichnet .
Desweiteren aktiv beteiligt mit Militärs , in Ghana , in Angola und Mosambique .

Frontferkel
22.11.2016, 21:41
Schreiberlinge hier unter 40 kennen das nicht anders.

Mir fehlen nur bzgl DDR präzise Dinge. Kenne unzählige Fluchtgeschichten, einen Toten der westlichen Militärmission im DDR Gebiet.

Ich will behaupten, ich wusste 1980 von der DDR mehr als ein Ossi von der BRD 1980.

Und eine BRD 2010 ist nicht die selbe wie 1980. Auch nicht am Arbeitsmarkt. Wir lernten in der Schule nicht wie man Bewerbungen schreibt.
So was ist doch Zeichen dass es nicht genug jobs gibt.
Ein Irrglaube Deinerseits . Ist zurückzuführen auf die schon damals gängige SpringerBildblödbildungsmaschine .

Frontferkel
22.11.2016, 21:43
Immer die Frage, ob wer abgehalten werden soll der ein Land verlassen will oder abgehalten werden soll ein Land zu betreten.
:top:

Frontferkel
22.11.2016, 21:46
Das Paradies !
Mit 350 000 Eingekerkerten ,1200 Mauer/Grenztoten -Bück-Wahre in den HO-Läden ,und Wartezeiten von 10 Jahren für einen schäbigen Trabant !
Zwangsarbeit in den Uran-Mienen ,und und und --------------

PS. Das noch über 60% der SED-PDS-Die Linke Mitglieder aus DDR Zeiten sind ist nicht Jedem bekannt !

Gruß Bestmann
Das von mir gefettete , ist allerdings Quatsch Deinerseits . In die Wismut kam man nicht so einfach rein , da wurde gesiebt .

Dr Mittendrin
22.11.2016, 21:49
Ein Irrglaube Deinerseits . Ist zurückzuführen auf die schon damals gängige SpringerBildblödbildungsmaschine .

Denkst du ich hab Mittelwelle kein DDR Radio gehört ?
1000 mal Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Revanchismus, Antifaschismus, Klassenfeind.
Mit der Arbeitslosigkeit war das 1980 so, dass BMW nirgends Personal her bekam und Prämien zahlte wer einen Mitarbeiter wusste.

Anne Bonny
22.11.2016, 21:52
Sie hätten dann für die Freiheit der 99,9% restlichen kämpfen können, statt sich ein besseres Leben im Westen zu erhoffen, das ja oft gar nicht besser war.

---

Das war damals etwas schwierig ...

kotzfisch
22.11.2016, 21:53
Das muß ja ein Paradies gewesen sein, daß die Menschen zu Hunderttausenden dorthin strömten, um der Segnungen des sozialistischen Sonnenstaats teilhaftig zu werden. Und daß in Ulbrichts und Honeckers Laufställchen Menschen an der Grenze wie die Hasen abgeschossen wurden, wenn sie nichts Schlimmeres als eine Ausreise begehrten, ist natürlich ein greulich Schauermärchen der finst'ren Springerschergen.

Jaja. So kann man sich die Geschichte zurechtlügen.

Jaja, jetzt ist mir ob der Relativierungen und Niedlichmachungen selbst die Hutschnur abgeplatzt.
Was denkt Ihr euch eigentlich? Kein Unrechtsstaat- Ihr habt jetzt nostalgische Sehnsucht, weil es
hier jetzt langsam zu einer DDR V 2.0 zu werden droht.Aber objektiv?
Come On!

Stasi, Bautzen usw. ...
mann!

Anne Bonny
22.11.2016, 22:07
Den faschistischen Schutzwall sah ich nur als Nebenaspekt.

Fluchthinderung als Hauptgrund.

Ja, die "DDR" drohte durch das Flüchten westwerts von Facharbeitern und Akademikern auszubluten. So baute man einen Knastwall um den DDR-Knast. "Faschistischer Schutzwall" ist Kabarett! :fizeig:

Frontferkel
22.11.2016, 22:10
Denkst du ich hab Mittelwelle kein DDR Radio gehört ?
1000 mal Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Revanchismus, Antifaschismus, Klassenfeind.
Mit der Arbeitslosigkeit war das 1980 so, dass BMW nirgends Personal her bekam und Prämien zahlte wer einen Mitarbeiter wusste.
Und weil Du DDR-Sender über Mittelwelle gehört hast , wusstest Du über die Zone bescheid . Toll Doktor . Konntest Du Dir kein UKW-Stereo-Radio leisten ? Arme Sau ,:D :versteckt: .
Was glaubst Du , was der gemeine Zoni so im Radio gehört hat ? Propagandasendungen ?

Anne Bonny
22.11.2016, 22:39
Was glaubst Du , was der gemeine Zoni so im Radio gehört hat ? Propagandasendungen ?

Also wir, Hausgemeinschaft im Obergeschoss eines Hauses, haben RIAS gehört - immer aber auch mit dem Ohr auf das Treppenhaus, da der kommunistische Bürgermeister und der SED Parteisekretär unter uns wohnten. :D

Die Schlingel hätten uns für das Hören dieses Senders aus kommunistischem Sendungsbewußtsein doch glatt in den Knast geschickt. :dru:

Frontferkel
22.11.2016, 22:46
Also wir, Hausgemeinschaft im Obergeschoss eines Hauses, haben RIAS gehört - immer aber auch mit dem Ohr auf das Treppenhaus, da der kommunistische Bürgermeister und der SED Parteisekretär unter uns wohnten. :D

Die Schlingel hätten uns für das Hören dieses Senders aus kommunistischem Sendungsbewußtsein doch glatt in den Knast geschickt. :dru:
Bei uns wurde auch alles gehört , so ähnlich wie bei Dir . Bei uns gab es aber , Gott sei Dank , keine 150% Mitbewohner . RIAS ,SFB , AFN , BFBS ; Radio Luxemburg usw.
Bin ja 75 stiften gegangen , aber mein Bruder und ich hielten über Verwandte und RIAS 2 Kontakt .
Am Sonnabend schickte ich oft Grüße mit Nachricht das alles klar ist , über RIAS Treffpunkt " der größte Led Zeppelin Fan grüßt den Zeppelin Junior " . So war das damals .

Dr Mittendrin
22.11.2016, 22:51
Und weil Du DDR-Sender über Mittelwelle gehört hast , wusstest Du über die Zone bescheid . Toll Doktor . Konntest Du Dir kein UKW-Stereo-Radio leisten ? Arme Sau ,:D :versteckt: .
Was glaubst Du , was der gemeine Zoni so im Radio gehört hat ? Propagandasendungen ?

Auf UKW kam kein DDR Radio. Und Mittelwelle meist nur Abends.

Kommt auch auf die Grenznähe an.

Frontferkel
22.11.2016, 22:57
Auf UKW kam kein DDR Radio. Und Mittelwelle meist nur Abends.

Kommt auch auf die Grenznähe an.
So ein Quark . Frage mal bitte Eridani , der kann Dir das besser erklären . Wir haben doch auch alles über UKW gehört , OST wie West . Das mit der Grenznähe bzw. Reichweite stimmt aber .

Anne Bonny
22.11.2016, 23:08
Bei uns wurde auch alles gehört , so ähnlich wie bei Dir . Bei uns gab es aber , Gott sei Dank , keine 150% Mitbewohner . RIAS ,SFB , AFN , BFBS ; Radio Luxemburg usw.
Bin ja 75 stiften gegangen , aber mein Bruder und ich hielten über Verwandte und RIAS 2 Kontakt .

Oh, meine Mutter hatte mich aber schon 1953 vor dem Aufstand vom 17. Juni aus dem Osten verschleppt, sehr zu meinem späteren Leidwesen, wäre ich doch im zarten Alter von ca. 14 Jahren zu gern mit aufgestanden!

Meine Meinung zur "DDR": Hat einige Ähnlichkeiten mit Hitlers Reich ...

Desmodrom
22.11.2016, 23:10
Jaja, jetzt ist mir ob der Relativierungen und Niedlichmachungen selbst die Hutschnur abgeplatzt.
!

Siehste! Und genau das hab ich erwartet. Sicher gab es auch positive Dinge in der DDR, aber eine derartige Verklärung eines durch und durch totalitären Staates zum sozialistischen Paradies der Werktätigen hat fast schon pathologische Züge.

Maitre
23.11.2016, 07:53
Bei uns wurde auch alles gehört , so ähnlich wie bei Dir . Bei uns gab es aber , Gott sei Dank , keine 150% Mitbewohner . RIAS ,SFB , AFN , BFBS ; Radio Luxemburg usw.
Bin ja 75 stiften gegangen , aber mein Bruder und ich hielten über Verwandte und RIAS 2 Kontakt .
Am Sonnabend schickte ich oft Grüße mit Nachricht das alles klar ist , über RIAS Treffpunkt " der größte Led Zeppelin Fan grüßt den Zeppelin Junior " . So war das damals .

In meiner Schulzeit (80er) hatten die da eher ein Problem, noch jemanden zu finden, der noch DDR-Fernsehen guckte und DDR-Radio hörte. Ich war da schon deutlich im Nachteil, da unser Fernseher nicht auf den Empfang des ZDF "optimiert" war. Da konnte man morgens auf dem Schulhof nur über die Hälfte des Westfernsehens mitreden. Dummerweise lief gerade "Ein Colt für alle Fälle" im ZDF.
Ansonsten warst du schon aufgeschmissen, wenn am Wochenende im ARD James Bond lief und du auf Grund elterlicher Maßnahmen (Fernsehverbot) nicht zuschauen konntest. Da warst du Montags auf dem Schulhof eine Art Alien. Unseren Lehrerinnen, insbesondere denen mit Nebenjob, müssen die Ohren gelegentlich kräftig geklingelt haben.
Ich habe dann mal im StaBü-Unterricht mit Afghanistanwissen aus dem Weltspiegel "geglänzt". So richtig witzig fand die Pädagogin das auch nicht. Da hatte mir mein Gerechtigkeitssinn und der damals noch existente Glaube an die Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit der Westmedien einen Streich gespielt.

Klopperhorst
23.11.2016, 08:22
...
Stasi, Bautzen usw. ...

Stasi war ein Kindergeburtstag gegen den BND, NSA und Heiko Maas.
Bautzen war nichts gegen die Verhörstuben des freien Westens (ich sage nur Guantanamo bzw. polnische Folterknasts im Auftrag der CIA).

---

Multiplex
23.11.2016, 08:45
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Eben. Es hätten viel mehr Grenzsoldaten erschossen werden müssen. Vor allem nach dem Systemwechsel.

Klopperhorst
23.11.2016, 08:50
Eben. Es hätten viel mehr Grenzsoldaten erschossen werden müssen. Vor allem nach dem Systemwechsel.

Damit zeichnest du dich als kleiner, dummer Racheengel aus, übrigens würdest du auch noch die Falschen getroffen haben,
und ich hätte dir gewünscht, dass dein Neffe oder Sohn dort hin versetzt worden wäre.

---

Multiplex
23.11.2016, 09:15
Damit zeichnest du dich als kleiner, dummer Racheengel aus, übrigens würdest du auch noch die Falschen getroffen haben,
und ich hätte dir gewünscht, dass dein Neffe oder Sohn dort hin versetzt worden wäre.

---

Das ist keine valide Aussage und keine Entschuldigung. Bei KZs wurden ja sogar Buchhalter noch 70 Jahre später verurteilt. Es hätte jeder wissen müssen, was er da tat. Und für Mord gibt es keinen legalen Befehl.

Klopperhorst
23.11.2016, 09:27
Das ist keine valide Aussage und keine Entschuldigung. ...

Rede keinen Blech. "Rache" können höchstens direkt Betroffene fordern, und dann auch nur bei den wirklichen Tätern, wenn es sich um vorsätzlichen Mord/Totschlag handelte.
Eine Verallgemeinerung wie "Grenzsoldaten nachträglich erschießen", auch solche, die völlig unbeteiligt dort nur herumstanden und abkommandiert waren, zeugt von deiner eigenen geistigen Verworrenheit.

---

frundsberg
23.11.2016, 09:30
Rede keinen Blech. "Rache" können höchstens direkt Betroffene fordern, und dann auch nur bei den wirklichen Tätern, wenn es sich um vorsätzlichen Mord/Totschlag handelte.
Eine Verallgemeinerung wie "Grenzsoldaten nachträglich erschießen", auch solche, die völlig unbeteiligt dort nur herumstanden und abkommandiert waren, zeugt von deiner eigenen geistigen Verworrenheit.

---


Mein Onkel war mal abkommandiert. Ist beim Grenzdienst eingepennt. Eine Woche Bau.

moishe c
23.11.2016, 09:30
Stasi war ein Kindergeburtstag gegen den BND, NSA und Heiko Maas.
Bautzen war nichts gegen die Verhörstuben des freien Westens (ich sage nur Guantanamo bzw. polnische Folterknasts im Auftrag der CIA).

---

Du solltest eines nicht außer Acht lassen,

nämlich daß "östlichen" Geheimdienste - auch die Stasi - zu jeder Zeit auch auf westlichem Territorium (nicht nur in West-Berlin) Mordaufträge durchgeführt haben!

Im "kalten Krieg" hatte man das Deutsche Volk so richtig zwischen Hammer und Amboß gedrückt!

Und die "Stasi" hat, den Umständen entsprechend, ihr "Bestes" dazu beigetragen! Auch von denen gab es keinerlei "nationale Rücksichtnahme"!!!




Und was die "Grenztruppen der DDR" betraf, bestätigten mir mehrere ehemaligen DDR-Deutsche, darunter ein NVA-Offizier und ein Grenzer!!!, daß man zwar zur "Grenztruppe" gezogen werden konnte,


ABER bei der geringsten Äußerung eines Zweifels an der DDR-"Staatsräson" eine Versetzung zu anderen NVA-Einheiten erfolgte! Es gab also keinen "Zwang", seinen Dienst in der Grenztruppe abzuleisten.

So schlau war die DDR-Führung selbst!

Aber es soll dort bessere Prämien und Urlaubsregelungen gegeben haben. Und das hat natürlich etliche gelockt!


Und, "der Deutsche" - auch in der DDR - ist zwar allgemein ein gemütlicher Mensch und hat nix mit Mord und Totschlag am Hut, hat aber auch relativ wenig Probleme, "auf Befehl" zu schießen ...

Desmodrom
23.11.2016, 09:34
Stasi war ein Kindergeburtstag gegen den BND, NSA und Heiko Maas.
Bautzen war nichts gegen die Verhörstuben des freien Westens (ich sage nur Guantanamo bzw. polnische Folterknasts im Auftrag der CIA).

---

Von den Methoden der CIA mal abgesehen, haben die anderen oben Genannten ihr Handwerk doch wohl eher von der Stasi gelernt. Was sollen diese Relativierungen? Unrecht bleibt Unrecht, und solches war in der DDR unwiderlegbar Staatsdoktrin.
Der gesamte Komplex gehört aufgearbeitet, warum dies nicht in angemessener Form geschieht wäre tatsächlich eine Diskussion wert!

"Früher war er Mauerschütze - heute lebt er bloß von Stütze."

Klopperhorst
23.11.2016, 09:35
... hat aber auch relativ wenig Probleme, "auf Befehl" zu schießen ...

Du hast ja selbst den Kalten Krieg angesprochen.
Dummes Moralisieren nachträglich ist hier also nicht angebracht. Der normale Grenzsoldat musste jederzeit mit einem Angriff rechnen.
Klar, dass da nicht lange gefackelt wurde und in Sekundenbruchteilen nicht alles nach philosophischen Gesichtspunkten durchdacht.

Mich kotzt euer Moralisieren an!

---

Desmodrom
23.11.2016, 09:38
Du hast ja selbst den Kalten Krieg angesprochen.
Dummes Moralisieren nachträglich ist hier also nicht angebracht. Der normale Grenzsoldat musste jederzeit mit einem Angriff rechnen.
Klar, dass da nicht lange gefackelt wurde und in Sekundenbruchteilen nicht alles nach philosophischen Gesichtspunkten durchdacht.

Mich kotzt euer Moralisieren an!

---

Mich kotzt dein relativieren an!

"Mit einem Angriff rechnen" - von denen, welche sich vor ihm auf dem Weg über den Zaun befanden mal ganz sicher nicht. Und trotzdem wurde geschossen. Unfassbar, so etwas zu verklären.

Multiplex
23.11.2016, 09:48
Rede keinen Blech. "Rache" können höchstens direkt Betroffene fordern, und dann auch nur bei den wirklichen Tätern, wenn es sich um vorsätzlichen Mord/Totschlag handelte.
Eine Verallgemeinerung wie "Grenzsoldaten nachträglich erschießen", auch solche, die völlig unbeteiligt dort nur herumstanden und abkommandiert waren, zeugt von deiner eigenen geistigen Verworrenheit.

---
Wer redet denn hier von Rache? Die Grenzsoldaten hätten wissen müssen, dass sie sich nicht im Krieg befanden, und dass es für den Schießbefehl keine legale Grundlage gab.

Multiplex
23.11.2016, 09:49
Der normale Grenzsoldat musste jederzeit mit einem Angriff rechnen.

:haha:

So kann man sich seine Gehirnwäsche auch schönreden.

kotzfisch
23.11.2016, 09:51
Stasi war ein Kindergeburtstag gegen den BND, NSA und Heiko Maas.
Bautzen war nichts gegen die Verhörstuben des freien Westens (ich sage nur Guantanamo bzw. polnische Folterknasts im Auftrag der CIA).

---

Das eine so schlimm wie das andere, denke ich.
Ist ja nicht so, als ob ich den ach so freien Westen verherrlichen wollte.

Desmodrom
23.11.2016, 09:55
:haha:

So kann man sich seine Gehirnwäsche auch schönreden.

Allerdings. Den Schutzwall hat die DDR doch nur errichtet, um den Westen vor ihren ganzen Kriminellen und Asozialen zu schützen.

kotzfisch
23.11.2016, 10:02
Allerdings. Den Schutzwall hat die DDR doch nur errichtet, um den Westen vor ihren ganzen Kriminellen und Asozialen zu schützen.

Die DDR war ein astreiner Unrechtsstaat, der Menschen aus politischen Gründen ihr Leben verdarb, der Menschen aus politischen Gründen jahrelang einsperrte
und ihnen jede Reisefreiheit verwehrte und Menschen Bildungsmöglichkeiten vorenthielt wenn sie aus unzuverlässigem" Umfeld stammten.

Darüber war man auch im Westen ganz gut unterrichtet.
So ist es ja nicht- vielleicht wußten die Interessierten mehr über die DDR als umgekehrt.

Leberecht
23.11.2016, 10:02
Der gesamte Komplex gehört aufgearbeitet, warum dies nicht in angemessener Form geschieht wäre tatsächlich eine Diskussion wert!
Damit wäre die Büchse der Pandora geöffnet. Wetten, daß das nicht passieren wird?

Dr Mittendrin
23.11.2016, 10:04
Du hast ja selbst den Kalten Krieg angesprochen.
Dummes Moralisieren nachträglich ist hier also nicht angebracht. Der normale Grenzsoldat musste jederzeit mit einem Angriff rechnen.
Klar, dass da nicht lange gefackelt wurde und in Sekundenbruchteilen nicht alles nach philosophischen Gesichtspunkten durchdacht.

Mich kotzt euer Moralisieren an!

---

Mir ist persönlich ein damals 18 Jähriger bekannt mit Fluchtversuch, seine Waffe ein Taschenmesser.Bekam dann 1 Jahr Gefängnis.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 10:07
Die DDR war ein astreiner Unrechtsstaat, der Menschen aus politischen Gründen ihr Leben verdarb, der Menschen aus politischen Gründen jahrelang einsperrte
und ihnen jede Reisefreiheit verwehrte und Menschen Bildungsmöglichkeiten vorenthielt wenn sie aus unzuverlässigem" Umfeld stammten.

Darüber war man auch im Westen ganz gut unterrichtet.
So ist es ja nicht- vielleicht wußten die Interessierten mehr über die DDR als umgekehrt.

Ein Unrechtssystem, wie es hier auch schon teils sich ergibt, kann seine Untaten nicht untern Tisch kehren und sagen alles Propaganda.
Fakt, auch die DDR hatte eine Lügenpresse.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 10:09
Stasi war ein Kindergeburtstag gegen den BND, NSA und Heiko Maas.
Bautzen war nichts gegen die Verhörstuben des freien Westens (ich sage nur Guantanamo bzw. polnische Folterknasts im Auftrag der CIA).

---

Dass hier die Staatssicherheit Telefone abhört, wissen wir. Es geht so weit, man kann heute handys orten, die Stasi konnte nicht.
Aber gib zu, jedes Telefon wurde abgehört, deswegen gab es wenig Telefonanschlüsse.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 10:12
Sorry,- ein Staat,- in dem weder Meinungsfreiheit noch Pressefreiheit herrschten,- kann niemals ein Rechtsstaat sein !
Und in der DDR wurde die Wahrnehmunhg der Meinungsfreiheit mit Knast belegt - was daran ist bitteschön kein Unrechtssystem ?

Hier wahrt man den Schein der Meinungs und Pressefreiheit. Neulich sprach ich mit einem Zeitschriftenhändler. Wenn er Compactzeitschrift nimmt, werfen ihn die anderen ( Stern, Spiegel, Focus ]raus. Hier versucht man nur nicht 100 % Unterdrückung, die DDR schon.

kotzfisch
23.11.2016, 10:17
Hier wahrt man den Schein der Meinungs und Pressefreiheit. Neulich sprach ich mit einem Zeitschriftenhändler. Wenn er Compactzeitschrift nimmt, werfen ihn die anderen ( Stern, Spiegel, Focus ]raus. Hier versucht man nur nicht 100 % Unterdrückung, die DDR schon.

Hier sind die Mittel subtiler.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 10:23
Hier sind die Mittel subtiler.

Müssen sie auch, sonst würde jeder Diktatur schreien. Man weiss, wenn 10 % kritische Nachrichten an die Ohren kommen, es dem System nicht gefährlich wird.

Kurti
23.11.2016, 11:03
Rechtfertigen muss ich mich nicht, ich war ja kein Grenzsoldat.
Wäre ich aber einer gewesen, hätte ich nach Vorschrift gehandelt und im Notfall sicher auch geschossen. Allerdings nicht auf flüchtende Kinder und Frauen, nur auf Männer, die sich selbst zum Angriff bereit zeigen und Aufforderungen keine Folge leisten.


---In den meisten Fällen wären das deine fluchtwilligen, bewaffneten Grenzschutz-Kameraden gewesen - vermute ich mal.

Fettung durch mich

Zinsendorf
23.11.2016, 11:12
Mir ist persönlich ein damals 18 Jähriger bekannt mit Fluchtversuch, seine Waffe ein Taschenmesser.Bekam dann 1 Jahr Gefängnis.
Mir persönlich ist auch ein "Todesschütze" bekannt, ein armes Schwein, dessen Leben versaut war. Er war nachts bei Sauwetter, schlechter Sicht unterwegs auf Streife, dann ein personenähnlicher Schatten: Anruf - Warnschuss - Zielschuss.. Er sagte mir, dass er lt. Befehl auf die Beine gezielt hätte, aber leider Kopfschuss! Er hat dann ein paar Monate in Schwedt zugebracht...

Wir waren der Meinung, wenn der Grenzverletzer(GV) auf den Anruf hin stehen geblieben wäre und die Arme gehoben hätte, könnte er noch leben, denn Befehl war die Grenze zu sichern, GVs zu stellen und nicht zu erschießen. So ein erwischter GV war doch für das Regime viel wertvoller als ein toter. Man konnte damit prahlen, Schauprozess veranstalten und ihn dann endlich an die BRD ver(frei)kaufen. Der tote GV machte viel Ärger, brachte noch dazu unerwünschte Schlagzeilen in den Westmedien.

Man hätte sich aber schon gewünscht, dass die Westmedien viel stärker vor den Gefahren eines ungesetzlichen Grenzübertritts gewarnt und die alternativen (legal, halblegal) Möglichkeiten aufgezeigt hätten, auch wenn es dann weniger Schlagzeilen geworden wären. Die vielen Verbotsschilder usw. auf der DDR-Seite haben halt nicht genügt (über die Ursachen, Hintergründe ist hier schon genug gesagt!)

Praktiker
23.11.2016, 11:19
Dass hier die Staatssicherheit Telefone abhört, wissen wir. Es geht so weit, man kann heute handys orten, die Stasi konnte nicht.
Aber gib zu, jedes Telefon wurde abgehört, deswegen gab es wenig Telefonanschlüsse.

Anders herum wird da ein Schuh draus !

Es wurden extra nur wenige Telefone bereitgestellt,- damit

1. die jederzeitige Abhörung gewährleistet war
2. die Bevölkerung keine Kommunikation untereinander betreiben konnte
3. die Anzahl der Anrufe ins westliche Ausland überschaubar und überprüfbar blieb...

Praktiker
23.11.2016, 11:26
Mir persönlich ist auch ein "Todesschütze" bekannt, ein armes Schwein, dessen Leben versaut war. Er war nachts bei Sauwetter, schlechter Sicht unterwegs auf Streife, dann ein personenähnlicher Schatten: Anruf - Warnschuss - Zielschuss.. Er sagte mir, dass er lt. Befehl auf die Beine gezielt hätte, aber leider Kopfschuss! Er hat dann ein paar Monate in Schwedt zugebracht...

Wir waren der Meinung, wenn der Grenzverletzer(GV) auf den Anruf hin stehen geblieben wäre und die Arme gehoben hätte, könnte er noch leben, denn Befehl war die Grenze zu sichern, GVs zu stellen und nicht zu erschießen. So ein erwischter GV war doch für das Regime viel wertvoller als ein toter. Man konnte damit prahlen, Schauprozess veranstalten und ihn dann endlich an die BRD ver(frei)kaufen. Der tote GV machte viel Ärger, brachte noch dazu unerwünschte Schlagzeilen in den Westmedien.

Man hätte sich aber schon gewünscht, dass die Westmedien viel stärker vor den Gefahren eines ungesetzlichen Grenzübertritts gewarnt und die alternativen (legal, halblegal) Möglichkeiten aufgezeigt hätten, auch wenn es dann weniger Schlagzeilen geworden wären. Die vielen Verbotsschilder usw. auf der DDR-Seite haben halt nicht genügt (über die Ursachen, Hintergründe ist hier schon genug gesagt!)

Hauptaufgabe war die Sicherung der Unverletzlichkeit der Staatsgrenze !

Laut täglicher Vergatterung mussten Grenzverletzer,- wenn diese sich nicht ergaben oder ein Fluchterfolg wahrscheinlich war,- mit Waffengealt gestoppt und nötigenfalls auch vernichtet werden.
Es war von staatlicher Seite erwünscht ,- daß der mögliche Tod bei Fluchtversuch in den Köpfen des Volkes fest verankert war,- aus diesem Grunde wurde über Prozesse gegen überlebende GV nicht berichtet !

Multiplex
23.11.2016, 11:26
Wir waren der Meinung, wenn der Grenzverletzer(GV) auf den Anruf hin stehen geblieben wäre und die Arme gehoben hätte, könnte er noch leben, denn Befehl war die Grenze zu sichern, GVs zu stellen und nicht zu erschießen.

Allein schon der Straftatbestand "Republikflucht" war illegal und damit unwirksam. Somit auch der Schießbefehl. Sowas macht nur der Deutsche in vorauseilendem Gehorsam. Wussten schon die alten Römer, dass man die alten Germanen ganz leicht gegeneinander aufhetzen konnte.

Multiplex
23.11.2016, 11:27
Hauptaufgabe war die Sicherung der Unverletzlichkeit der Staatsgrenze !

Laut täglicher Vergatterung mussten Grenzverletzer,- wenn diese sich nicht ergaben oder ein Fluchterfolg wahrscheinlich war,- mit Waffengealt gestoppt und nötigenfalls auch vernichtet werden.
Es war von staatlicher Seite erwünscht ,- daß der mögliche Tod bei Fluchtversuch in den Köpfen des Volkes fest verankert war,- aus diesem Grunde wurde über Prozesse gegen überlebende GV nicht berichtet !

Mit der gleichen Logik hätten die Flüchtenden auch die Grenzsoldaten bei der Flucht erschießen können, denn sie waren nunmal die Angreifer.

Praktiker
23.11.2016, 11:29
Mit der gleichen Logik hätten die Flüchtenden auch die Grenzsoldaten bei der Flucht erschießen können, denn sie waren nunmal die Angreifer.

Sicherlich,- nur waren 99,9 % der Flüchtenden unbewaffnet

Dr Mittendrin
23.11.2016, 11:30
Anders herum wird da ein Schuh draus !

Es wurden extra nur wenige Telefone bereitgestellt,- damit

1. die jederzeitige Abhörung gewährleistet war
2. die Bevölkerung keine Kommunikation untereinander betreiben konnte
3. die Anzahl der Anrufe ins westliche Ausland überschaubar und überprüfbar blieb...

gut erklärt. Dem widerspreche ich nicht.

Xarrion
23.11.2016, 11:30
Mit der gleichen Logik hätten die Flüchtenden auch die Grenzsoldaten bei der Flucht erschießen können, denn sie waren nunmal die Angreifer.

Merkwürdige Logik.
Den Rechtsbruch beging eindeutig der Grenzverletzer, nicht der Angehörige der Grenztruppen.

Praktiker
23.11.2016, 11:33
Merkwürdige Logik.
Den Rechtsbruch beging eindeutig der Grenzverletzer, nicht der Angehörige der Grenztruppen.

Ich glaube ,- Multiplex kannte weder die DDR noch die Zustände im kalten Krieg...

Dr Mittendrin
23.11.2016, 11:39
Mir persönlich ist auch ein "Todesschütze" bekannt, ein armes Schwein, dessen Leben versaut war. Er war nachts bei Sauwetter, schlechter Sicht unterwegs auf Streife, dann ein personenähnlicher Schatten: Anruf - Warnschuss - Zielschuss.. Er sagte mir, dass er lt. Befehl auf die Beine gezielt hätte, aber leider Kopfschuss! Er hat dann ein paar Monate in Schwedt zugebracht...

Wir waren der Meinung, wenn der Grenzverletzer(GV) auf den Anruf hin stehen geblieben wäre und die Arme gehoben hätte, könnte er noch leben, denn Befehl war die Grenze zu sichern, GVs zu stellen und nicht zu erschießen. So ein erwischter GV war doch für das Regime viel wertvoller als ein toter. Man konnte damit prahlen, Schauprozess veranstalten und ihn dann endlich an die BRD ver(frei)kaufen. Der tote GV machte viel Ärger, brachte noch dazu unerwünschte Schlagzeilen in den Westmedien.

Man hätte sich aber schon gewünscht, dass die Westmedien viel stärker vor den Gefahren eines ungesetzlichen Grenzübertritts gewarnt und die alternativen (legal, halblegal) Möglichkeiten aufgezeigt hätten, auch wenn es dann weniger Schlagzeilen geworden wären. Die vielen Verbotsschilder usw. auf der DDR-Seite haben halt nicht genügt (über die Ursachen, Hintergründe ist hier schon genug gesagt!)

Geb dir da 100 % recht. Ich las mal unzählige Fluchtgeschichten. Ballonflug, aus 2 Motorradmotoren gebasteltes Flugzeug ( war flugfähig ) ein gebautes U Boot ein Tunnel in Berlin, Flucht über Bulgarien, Über die ostsee surfen oder schwimmen. Einer seilte sich über die Berliner Grenze in luftiger Höhe, in Tschechien liesen sich Leute von der Brücke der Donau auf Schiffe fallen, eine Bulgarin versteckte sich unter Äpfeln eine griechischen Lasters, ein BRD Bürger bastelte einen Hohlaum unter dem Rücksitz in Bulgarien wo er eine Ostdeutsche versteckte und nach Jugoslawien fuhr und ein Hund auf dem Rücksitz die Grenzer anbellte.

Ich vermute die BRD konnte keine Fluchttips offiziell geben, ausser dem legalen Weg.
So weit mir bekannt hat man die Minenfelder kritisiert und Selbstschussanlagen. Die zielen ja nicht auf Beine.

Multiplex
23.11.2016, 11:48
Sicherlich,- nur waren 99,9 % der Flüchtenden unbewaffnet

Und was hat das mit dem Thema zu tun? Die Grenzsoldaten gehörten da nicht hin und konnten demzufolge abgeknallt werden.

Multiplex
23.11.2016, 11:49
Merkwürdige Logik.
Den Rechtsbruch beging eindeutig der Grenzverletzer, nicht der Angehörige der Grenztruppen.

Mit einem illegalen Gesetz kann es keinen Rechtsbruch geben. Genauso wie es in einem falschen Spiel keine richtigen Regeln geben kann.

Xarrion
23.11.2016, 11:51
Mit einem illegalen Gesetz kann es keinen Rechtsbruch geben. Genauso wie es in einem falschen Spiel keine richtigen Regeln geben kann.

Das Gesetz war seinerzeit nicht illegal, sondern durch die legitime Regierung des Staates DDR legitimiert.
Muß dir nicht gefallen, ist aber so.

Desmodrom
23.11.2016, 11:56
:fizeig:


Merkwürdige Logik.
Den Rechtsbruch beging eindeutig der Grenzverletzer, nicht der Angehörige der Grenztruppen.

Aha. Les dazu mal deine eigene Signatur!

"Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt."

:? :haha:

Multiplex
23.11.2016, 11:56
Das Gesetz war seinerzeit nicht illegal, sondern durch die legitime Regierung des Staates DDR legitimiert.
Muß dir nicht gefallen, ist aber so.

Ein Staat, der die Menschenrechtskonvention unterschreibt, darf solche Gesetze nicht erlassen. Deshalb gab es ja die Mauerschützenprozesse.

Nach deiner Logik waren dann ja auch KZs legitim.

Ein Flüchtender, der auf Grenzschützer geschossen hätte, wäre da allein durch Notwehr schon gedeckt gewesen. Denn er hat ja niemanden angegriffen, sondern geriet durch einen Willkürstaat in Lebensgefahr.

Desmodrom
23.11.2016, 12:05
Hätte eigentlich auch auf die Montagsdemonstranten geschossen werden sollen? Was meinen denn Klopper&Co dazu?

Multiplex
23.11.2016, 12:06
Hätte eigentlich auch auf die Montagsdemonstranten geschossen werden sollen? Was meinen denn Klopper&Co dazu?

Natürlich. Nach deren Logik wäre auch Streumunition legitim gewesen. Es gibt auch heute noch viele "Bürger", die glauben ernsthaft, Ruhe wäre die erste Bürgerpflicht. Untertanendeppen eben.

Desmodrom
23.11.2016, 12:07
Untertanendeppen eben.

Das Urdeutsche Syndrom!

Xarrion
23.11.2016, 12:09
Ein Staat, der die Menschenrechtskonvention unterschreibt, darf solche Gesetze nicht erlassen. Deshalb gab es ja die Mauerschützenprozesse.

Nach deiner Logik waren dann ja auch KZs legitim.

Ein Flüchtender, der auf Grenzschützer geschossen hätte, wäre da allein durch Notwehr schon gedeckt gewesen. Denn er hat ja niemanden angegriffen, sondern geriet durch einen Willkürstaat in Lebensgefahr.

Nach deiner Logik findest du die Prozesse gegen irgendwelche Opas, die seinerzeit bei den Lagermannschaften dienten, bestimmt vollkommen in Ordnung, nicht wahr?
Immerhin dienten diese Leute ja einem Unrechtsregime.

Multiplex
23.11.2016, 12:14
Immerhin dienten diese Leute ja einem Unrechtsregime.
Ach was? Und die DDR war kein Unrechtsregime oder was?

Desmodrom
23.11.2016, 12:15
Nach deiner Logik findest du die Prozesse gegen irgendwelche Opas, die seinerzeit bei den Lagermannschaften dienten, bestimmt vollkommen in Ordnung, nicht wahr?
Immerhin dienten diese Leute ja einem Unrechtsregime.

Mich hast Du zwar nicht gefragt, aber ja, ich halte sie für legitim. Wer Scheiße baut, hat dafür gerade zu stehen. Gerade diese Vorgeschichte hätte den Zonennazis tatsächlich zu denken geben müssen. Ich plädiere ganz klar für eine gerichtliche Aufarbeitung sämtlicher Vergehen - hier wird doch auch immer angedroht, unsere derzeitigen Volksvertreter hätten sich irgendwann zu verantworten. Nach eurer Logik ja wohl kaum vertretbar.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 12:16
Ein Staat, der die Menschenrechtskonvention unterschreibt, darf solche Gesetze nicht erlassen. Deshalb gab es ja die Mauerschützenprozesse.

Nach deiner Logik waren dann ja auch KZs legitim.

Ein Flüchtender, der auf Grenzschützer geschossen hätte, wäre da allein durch Notwehr schon gedeckt gewesen. Denn er hat ja niemanden angegriffen, sondern geriet durch einen Willkürstaat in Lebensgefahr.

Kommt drauf an was passiert in einem KZ.
Die hatten ein Dach über dem Kopf, heute gibt es Obdachlose.

Desmodrom
23.11.2016, 12:18
Kommt drauf an was passiert in einem KZ.


Du sprichst von der DDR?



Die hatten ein Dach über dem Kopf..

Aber keine BANANEN!

Multiplex
23.11.2016, 12:19
Kommt drauf an was passiert in einem KZ.
Die hatten ein Dach über dem Kopf, heute gibt es Obdachlose.

Damit kann man ja wohl jedes Unrecht rechtfertigen.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 12:24
Damit kann man ja wohl jedes Unrecht rechtfertigen.

Dich stört nur das Wort KZ. Hunger, Folter, menschenunwürdige Situationen ohne rechtliche Hilfe, das ist der Punkt.

Wenn die Leute hören Arbeitslager und Russland kommt sofort der pawlowsche Reflex.

Ist nur Gefängnis mit Arbeitspflicht.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 12:25
Du sprichst von der DDR?

KZ kennen wir aus der DDR nicht. Gemeint ist das Reich.




Aber keine BANANEN!

Nicht gut: Kalziummangel.

Multiplex
23.11.2016, 12:34
Dich stört nur das Wort KZ. Hunger, Folter, menschenunwürdige Situationen ohne rechtliche Hilfe, das ist der Punkt.

Wenn die Leute hören Arbeitslager und Russland kommt sofort der pawlowsche Reflex.

Ist nur Gefängnis mit Arbeitspflicht.

Wenn man einen Sumpf trockenlegen will, sollte man auch nicht die Frösche fragen.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 12:44
Wenn man einen Sumpf trockenlegen will, sollte man auch nicht die Frösche fragen.

Man kann jetzt nicht die DDR mit samt ihrer Struktur und Gesetze sich als eine Schweiz wünschen.
Man kann nur den Gegebenheiten eines kommunistischen Vasalls und seinen Möglichkeiten Rechnung tragen.

Eine ungarische DDR wäre besser gewesen.

Klopperhorst
23.11.2016, 12:44
Hätte eigentlich auch auf die Montagsdemonstranten geschossen werden sollen? Was meinen denn Klopper&Co dazu?

Die Frage stellt sich nicht.
Die Demonstranten waren ja friedlich, also hätte man auch nicht schießen müssen.

Einsatz der bewaffneten Kräfte wäre nur bei Lynchmorden an Polizisten usw. erfolgt.

Du unterschätzt die Reformbewegung 89, die sich auch in höchste Kreise der Staatsführung ausbreitete.
Man hatte kein Interesse daran, auf das Volk zu schießen.

---

Desmodrom
23.11.2016, 12:46
Wenn man einen Sumpf trockenlegen will, sollte man auch nicht die Frösche fragen.

Wäre der Sumpf tatsächlich trockengelegt worden, so wären die Frösche von ganz alleine vertrocknet. So wie es scheint, haben sie allerdings eher das Folgesystem unterwandert, und das gleich zweimal im vergangenen Jahrhundert...

Multiplex
23.11.2016, 12:46
Die Frage stellt sich nicht.
Die Demonstranten waren ja friedlich, also hätte man auch nicht schießen müssen.

Einsatz der bewaffneten Kräfte wäre nur bei Lynchmorden an Polizisten usw. erfolgt.

Du unterschätzt die Reformbewegung 89, die sich auch in höchste Kreise der Staatsführung ausbreitete.
Man hatte kein Interesse daran, auf das Volk zu schießen.

---

Red dich doch nicht so blöd raus. Wenn grundlos geschossen worden wäre, hättest du 100 plausible Gründe dafür gefunden. Da hätte nur einer im falschen Moment zu husten brauchen und das Pulverfass wäre hochgegangen.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 12:46
Die Frage stellt sich nicht.
Die Demonstranten waren ja friedlich, also hätte man auch nicht schießen müssen.

Einsatz der bewaffneten Kräfte wäre nur bei Lynchmorden an Polizisten usw. erfolgt.

Du unterschätzt die Reformbewegung 89, die sich auch in höchste Kreise der Staatsführung ausbreitete.
Man hatte kein Interesse daran, auf das Volk zu schießen.

---

Weiss ich nicht ob da Moskau ein Auge drauf warf. Denke die juckte es schon in den Fingern.

Multiplex
23.11.2016, 12:47
Wäre der Sumpf tatsächlich trockengelegt worden, so wären die Frösche von ganz alleine vertrocknet. So wie es scheint, haben sie allerdings eher das Folgesystem unterwandert, und das gleich zweimal im vergangenen Jahrhundert...

Das stimmt allerdings. Ich hätte besser "Stechmücken" schreiben sollen. Die kriegt man nie ganz ausgerottet.

Klopperhorst
23.11.2016, 12:48
Red dich doch nicht so blöd raus. Wenn grundlos geschossen worden wäre, hättest du 100 plausible Gründe dafür gefunden.

Blödsinn. Ich war zur Wende 14 Jahre alt. Bin ja selbst auf Demos mit Älteren gewesen.

Niemand hatte Interesse, auf Demonstranten zu schießen. Krenz hat das übrigens in seinen "Gefängnis-Notizen" in einem besonderen Kapitel ausgeführt.

---

Erik der Rote
23.11.2016, 12:49
die DDR war ein Krüppelstaat der auch die Menschen zu Krüppeln gemacht hat !

kotzfisch
23.11.2016, 12:51
Nach deiner Logik findest du die Prozesse gegen irgendwelche Opas, die seinerzeit bei den Lagermannschaften dienten, bestimmt vollkommen in Ordnung, nicht wahr?
Immerhin dienten diese Leute ja einem Unrechtsregime.

Rechtssystematsich sind diese Prozesse freilich den Opfern geschuldet, selbstverständlich.
Ob UDSSR, III Reich oder DDR.Entweder gilt Recht und Gesetz für alle, oder es gilt nicht.

kotzfisch
23.11.2016, 12:52
Blödsinn. Ich war zur Wende 14 Jahre alt. Bin ja selbst auf Demos mit Älteren gewesen.

Niemand hatte Interesse, auf Demonstranten zu schießen. Krenz hat das übrigens in seinen "Gefängnis-Notizen" in einem besonderen Kapitel ausgeführt.

---

Ein guter Freund von mir war beim Wachregiment Felix D.
Er berichtet ganz andere Dinge.

Dr Mittendrin
23.11.2016, 12:54
die DDR war ein Krüppelstaat der auch die Menschen zu Krüppeln gemacht hat !

Was ich heute sehe, muss ich sagen, dass Moskau seinen Vasallen eine gewisse Freiheit lassen hatte.
DDR war der treueste Vassall und der eckelhafteste. Wie auch die BRD der eckelhafteste US Vasall ist. TOITSCHE Gründlichkeit und Perfektionismus liegt ihnen im Blut.

Jugoslawien nahm sich die größten Freiheiten, danach Ungarn, Rumänien ( keine Sowjettruppen )
Jugoslawien hat in den 60ern auch die offenen Grenzen ermöglicht.

Multiplex
23.11.2016, 12:56
Blödsinn. Ich war zur Wende 14 Jahre alt. Bin ja selbst auf Demos mit Älteren gewesen. Niemand hatte Interesse, auf Demonstranten zu schießen. Krenz hat das übrigens in seinen "Gefängnis-Notizen" in einem besonderen Kapitel ausgeführt. --- Aber auch nur, weil sie von Moskau keine Rückendeckung mehr hatten. Sie wollten aber dennoch päpstlicher als der Papst sein und hätten einige Jahre zuvor rücksichtslos durchgegriffen. Und du hättest das voll ok gefunden.

Xarrion
23.11.2016, 12:57
Rechtssystematsich sind diese Prozesse freilich den Opfern geschuldet, selbstverständlich.
Ob UDSSR, III Reich oder DDR.Entweder gilt Recht und Gesetz für alle, oder es gilt nicht.


Es muß selbstverständlich das Recht angewendet werden, daß seinerzeit galt.
Stand die Tat damals unter Strafandrohung, sollte der Delinquent durchaus auch heute dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Andernfalls liegt eben kein strafbares Delikt vor.
Nulla poena sine lege.

Erik der Rote
23.11.2016, 12:58
man hätte nur die DDR anders abwickeln müssen dann hätten wir uns die ganzen deutschfeindlichen Wendehälse erspart wie Gauck, Merkel ; Anetta KAhane, Gregor Gysi etc. pp.

Klopperhorst
23.11.2016, 12:59
Aber auch nur, weil sie von Moskau keine Rückendeckung mehr hatten. Sie wollten aber dennoch päpstlicher als der Papst sein und hätten einige Jahre zuvor rücksichtslos durchgegriffen. Und du hättest das voll ok gefunden.

Gegen Lynchmörder durchzugreifen, wie in China, wäre auch völlig "ok" gewesen.
Aber es gab von keiner Seite solche Entartungen. In einem orientalischen Staat hätte es Tausende Tote gegeben, inkl. Massakrierung der alten Führungsschicht.
Davon war die DDR-Bevölkerung weit entfernt.

Du missverstehst, dass es sich bei den Soldaten, Polizisten usw. um Angehörige des normalen Volkes handelte, diese also auf ihre eigenen Brüder und Mütter geschossen hätten.
Das war keine separate Kaste.

Der Sozialismus basierte auf klassenloser Gesellschaft, selbst Honecker hatte keinen besonderen Wohlstand oder war besonders abhoben, wie es die West-Medien heute darstellen.

---

Multiplex
23.11.2016, 13:00
man hätte nur die DDR anders abwickeln müssen dann hätten wir uns die ganzen deutschfeindlichen Wendehälse erspart wie Gauck, Merkel ; Anetta KAhane, Gregor Gysi etc. pp.

Es war ja vielen BRD-Politikern teilweise äußerst unangenehm, das die DDR am Umkippen war. Man wollte unter allen Umständen eine Siegerjustiz vermeiden.

Multiplex
23.11.2016, 13:05
Gegen Lynchmörder durchzugreifen, wie in China, wäre auch völlig "ok" gewesen.
Aber es gab von keiner Seite solche Entartungen. In einem orientalischen Staat hätte es Tausende Tote gegeben, inkl. Massakrierung der alten Führungsschicht.
Davon war die DDR-Bevölkerung weit entfernt.

Du missverstehst, dass es sich bei den Soldaten, Polizisten usw. um Angehörige des normalen Volkes handelte, diese also auf ihre eigenen Brüder und Mütter geschossen hätten.
Das war keine separate Kaste.

Der Sozialismus basierte auf klassenloser Gesellschaft, selbst Honecker hatte keinen besonderen Wohlstand oder war besonders abhoben, wie es die West-Medien heute darstellen.

---
Deine Dialektikversuche kannst du dir sonstwohin stecken.

Erik der Rote
23.11.2016, 13:06
Es war ja vielen BRD-Politikern teilweise äußerst unangenehm, das die DDR am Umkippen war. Man wollte unter allen Umständen eine Siegerjustiz vermeiden.

ja man wollte ja nicht das die Singularität zur Pluralität wurde ! Es war einfach lächerlich selbst Menschenschinder Mielke aht man nur wegen den Sachen in der Weimarer Republik angeklagt die Todesurteile für die er in der DDR verantwortlich war hat man ganz verschwiegen !

und wie solche Verbrecher wie Schalk Golodkowski sich einen ruhigen Lebensabend am Tegernsee machen konnten ist auch eine Frechheit ! Niemand wurde ein Haar gekrümmt von der Verbrecherbande !

Zinsendorf
23.11.2016, 13:13
Rechtssystematsich sind diese Prozesse freilich den Opfern geschuldet, selbstverständlich.
Ob UDSSR, III Reich oder DDR.Entweder gilt Recht und Gesetz für alle, oder es gilt nicht.
Auch wenn wir es gerne anders hätten: Die Begriffe Recht/Unrecht, Gesetz sind nicht universell, hängen immer von der Zeit, dem gesellschaftlichen Umfeld ab. So hieß es ja auch in der DDR immer "Bonner Unrechtsstaat"! Oder anders "Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der jeweils Herrschenden." Die existierenden Rechtssysteme sind, wie wir wohl wissen, nicht immer kompatibel bzw. nur teilweise, ob nun arabische Staaten, ehem. Feudalsysteme, Sklavenhalterstaaten. So hatten auch die DDR und BRD in Teilen unterschiedliche Rechtssysteme. Das der eine den anderen als Unrechtssystem bezeichnet(e), ist u. U. verständlich, aber geht trotzdem an der Definition vorbei, obwohl als Kampfbegriff immer wieder gern verwendet.

Klopperhorst
23.11.2016, 13:17
Deine Dialektikversuche kannst du dir sonstwohin stecken.

Amüsant, dass bei dir sofort "Dialektik" getriggert wird, wenn du den Begriff "klassenlos" hörst.
Dich haben sie ganz schön in die Mangel genommen, stimmts?

---

kotzfisch
23.11.2016, 13:18
Es muß selbstverständlich das Recht angewendet werden, daß seinerzeit galt.
Stand die Tat damals unter Strafandrohung, sollte der Delinquent durchaus auch heute dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Andernfalls liegt eben kein strafbares Delikt vor.
Nulla poena sine lege.

Prinzipiell völlig richtig.
Mord war auch im III Reich strafbar.
In der Tat hatte die Münchner Staatsanwaltschaft wiederholt in den 30ern gegen SS Leute in Dachau
wegen Todesfällen ermittelt.So ist es nicht.
Nach Kriegsbeginn war dann damit Schluß.

SS Angehörigen kann also praktisch immer wegen zumindest Beihilfe der Prozess gemacht werden.

Tryllhase
23.11.2016, 13:19
Also wir, Hausgemeinschaft im Obergeschoss eines Hauses, haben RIAS gehört - immer aber auch mit dem Ohr auf das Treppenhaus, da der kommunistische Bürgermeister und der SED Parteisekretär unter uns wohnten. :D

Die Schlingel hätten uns für das Hören dieses Senders aus kommunistischem Sendungsbewußtsein doch glatt in den Knast geschickt. :dru:

Also hier muss ich mich doch noch mal einmischen: In der DDR wurde niemand, der Westsender hörte oder sah, eingesperrt. In jedem Haus gab es allerdings einen Spitzel, den so genannten Hausvertrauensmann. Der hätte in seinem Spitzelbericht den Vorfall erwähnt. Das konnte sich in Einzelfällen negativ auf die Karriere auswirken. Musste es aber nicht, denn die Mehrzahl der Ostdeutschen war bekannt für das Hören und Sehen der Sendungen des Klassenfeindes. Um das exakt zu ermitteln, missbrauchte man die Kinder im Kindergarten oder in den unteren Klassen. Mit der Frage, ob denn die Uhr im Fernsehen Punkte oder Striche habe. Viele Kinder tappten in diese Falle.
Mit dem Verkauf von Fernsehgeräten gegen Ende der 70er, die außer dem Ost-System Secam auch das West-System PAL empfangen konnten, hatte sich die Frage erledigt.

kotzfisch
23.11.2016, 13:20
Auch wenn wir es gerne anders hätten: Die Begriffe Recht/Unrecht, Gesetz sind nicht universell, hängen immer von der Zeit, dem gesellschaftlichen Umfeld ab. So hieß es ja auch in der DDR immer "Bonner Unrechtsstaat"! Oder anders "Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der jeweils Herrschenden." Die existierenden Rechtssysteme sind, wie wir wohl wissen, nicht immer kompatibel bzw. nur teilweise, ob nun arabische Staaten, ehem. Feudalsysteme, Sklavenhalterstaaten. So hatten auch die DDR und BRD in Teilen unterschiedliche Rechtssysteme. Das der eine den anderen als Unrechtssystem bezeichnet(e), ist u. U. verständlich, aber geht trotzdem an der Definition vorbei, obwohl als Kampfbegriff immer wieder gern verwendet.

Ein sehr guter Einwurf.

Klopperhorst
23.11.2016, 13:21
Also hier muss ich mich doch noch mal einmischen: In der DDR wurde niemand, der Westsender hörte oder sah, eingesperrt. In jedem Haus gab es allerdings einen Spitzel, den so genannten Hausvertrauensmann. Der hätte in seinem Spitzelbericht den Vorfall erwähnt. Das konnte sich in Einzelfällen negativ auf die Karriere auswirken. Musste es aber nicht, denn die Mehrzahl der Ostdeutschen war bekannt für das Hören und Sehen der Sendungen des Klassenfeindes. Um das exakt zu ermitteln, missbrauchte man die Kinder im Kindergarten oder in den unteren Klassen. Mit der Frage, ob denn die Uhr im Fernsehen Punkte oder Striche habe. Viele Kinder tappten in diese Falle.
Mit dem Verkauf von Fernsehgeräten gegen Ende der 70er, die außer dem Ost-System Secam auch das West-System PAL empfangen konnten, hatte sich die Frage erledigt.

So ein Unsinn.
Es gab nicht in jedem Haus einen Spitzel.

Denk dir noch eine Schauergeschichte aus.

---

Dr Mittendrin
23.11.2016, 13:22
Auch wenn wir es gerne anders hätten: Die Begriffe Recht/Unrecht, Gesetz sind nicht universell, hängen immer von der Zeit, dem gesellschaftlichen Umfeld ab. So hieß es ja auch in der DDR immer "Bonner Unrechtsstaat"! Oder anders "Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der jeweils Herrschenden." Die existierenden Rechtssysteme sind, wie wir wohl wissen, nicht immer kompatibel bzw. nur teilweise, ob nun arabische Staaten, ehem. Feudalsysteme, Sklavenhalterstaaten. So hatten auch die DDR und BRD in Teilen unterschiedliche Rechtssysteme. Das der eine den anderen als Unrechtssystem bezeichnet(e), ist u. U. verständlich, aber geht trotzdem an der Definition vorbei, obwohl als Kampfbegriff immer wieder gern verwendet.

Weil es eine Diktatur war, sagt man Unrechtsstaat.
Merkel führt ja auch einen Unrechtsstaat, die man wie Hoecker mit eigenen Gesetzen aburteilen könnte. Wir bekommen schleichend die Diktatur.

Wenn ich mir das juristische System ( mit dem ich viel zu oft konfrontiert bin ) ansehe, muss ich sagen, nicht demokratisch perfekt.

Geht bei einem Polizeiverhör schon los. Warum bekomme ich keine Kopie meiner Aussage ?
Warum kann eine Führerscheinbehörde schalten und walten wie sie will ?
Ach ja ein sinnlose Beschwerde kann man schreiben. Anwalt --- Fehlanzeige !

kotzfisch
23.11.2016, 13:22
Völlig daneben ist natürlich ein Vergleich der DDR mit dem III Reich.
Ich hoffe, dass das hier unterbleibt.

Desmodrom
23.11.2016, 13:44
Der Sozialismus basierte auf klassenloser Gesellschaft, selbst Honecker hatte keinen besonderen Wohlstand oder war besonders abhoben, wie es die West-Medien heute darstellen.

---

Unfassbar, mit dir ist jede weitere Diskussion dazu augenscheinlich überflüssig. Ein Blick in die Auslagen der Geschäfte von Wandlitz hätte auch ohne die "West-Medien" zu einem gänzlich anderen Urteil geführt. Oder ist das auch nur eine Erfindung der "Lügenpresse"? In deinen Augen war selbst Carl Eduart v. Schnitzler wahrscheinlich eine Lichtgestalt der objektiven Berichterstattung und das "Neue Deutschland" ein vollkommen unabhängiges Qualitätsmedium.
Was hat dich als 14 jährigen denn dann überhaupt auf die Strasse getrieben, anno 89, wenn die DDR doch ein solches Paradies und Hort der Freiheit war??

Tryllhase
23.11.2016, 13:46
Prinzipiell völlig richtig.
Mord war auch im III Reich strafbar.
In der Tat hatte die Münchner Staatsanwaltschaft wiederholt in den 30ern gegen SS Leute in Dachau
wegen Todesfällen ermittelt.So ist es nicht.
Nach Kriegsbeginn war dann damit Schluß.
SS Angehörigen kann also praktisch immer wegen zumindest Beihilfe der Prozess gemacht werden.
Das trifft nicht den Punkt. Es geht nicht um die Strafbarkeit, sondern um deren Verjährungsfristen. Zum Zeitpunkt der Nazi-Verbrechen verjährte Mord nach dreißig Jahren. Beihilfe schon nach wenigen Jahren. Eigentlich kann ein Täter nur nach dem Recht bestraft werden, das zur Tatzeit gilt. Denn auch ein Täter kann sich auf Rechtssicherheit berufen.
Nach 1945 gab es aber weltweit einige seltsame Rechtsänderungen. Zum Beispiel wurde im Nachhinein die Anzettelung eines Angriffskrieges unter Strafe gestellt. Später wurde die Verjährung von Mord völlig aufgehoben. Offensichtlich auch für alle Beihilfen.
Da die Sache "Verjährung Angriffskrieg" ausschließlich auf den deutschen Angriff und nicht auf alliierte Kriege beschränkt war, und eine nachträgliche Rechtsänderung zum rückwirkendem Nachteil des Angeklagten nach internationalem Denken (vor dem 2.WK) als unzulässig galt, halten manche Kreise heute dies für unzulässig.
Jeder noch so üble Täter muss zum Tatzeitpunkt unzweifelhaft die Folgen seiner Tat bezüglich Höhe der Strafe und der Dauer der Verfolgung (Verjährung) abschätzen können. Vielleicht hätte die lebenslange Verfolgung so manchen Beihelfer von seiner Tat abgehalten. Die verjährt allerdings nicht, so lange sich der Täter im Ausland einer Verfolgung entzieht.
Es nützt aber nichts, über solche Manipulationen des Rechts zu diskutieren, denn seit dem gallischen Heerführer Brennus gilt: vae victis!

Filofax
23.11.2016, 13:47
Bewunderung nicht, aber Verständnis.
Viele Republikflüchtlinge waren selbst bewaffnet und pirschten sich aus dem Hinterhalt ran.
Es ging um Leben oder Tod. Da musste geschossen werden.

Das System beleuchtet diese Vorfälle nur von Seiten der Grenzsoldaten.

---

Selten so einen Blödsinn gelesen...

Klopperhorst
23.11.2016, 13:50
Unfassbar, mit dir ist jede weitere Diskussion dazu augenscheinlich überflüssig. Ein Blick in die Auslagen der Geschäfte von Wandlitz hätte auch ohne die "West-Medien" zu einem gänzlich anderen Urteil geführt. ...

Westliche Journalisten haben sich über Wandlitz krank gelacht, weil das Niveau dort nicht mal dem eines billigen Ferienhotels im Westen entsprach.

Die Unterschiede waren eben viel geringer.

---

Tryllhase
23.11.2016, 13:54
So ein Unsinn.
Es gab nicht in jedem Haus einen Spitzel.
Denk dir noch eine Schauergeschichte aus.

---
Nun hör aber bitte auf, zu lügen! In jedem Zwei- und Mehrfamilienhaus gab es einen Hausvertrauensmann, der regelmäßig die "Hausbücher" kontrollierte, die für alle Hausbewohner und vor allem für alle Besucher akkurat geführt werden mussten. Und wem wurde wohl solche wichtigen Aufgabe übertragen? https://de.wikipedia.org/wiki/Hausbuch_(DDR)

Desmodrom
23.11.2016, 13:54
Westliche Journalisten haben sich über Wandlitz krank gelacht, weil das Niveau dort nicht mal dem eines billigen Ferienhotels im Westen entsprach.

Die Unterschiede waren eben viel geringer.

---

Das waren sie doch nur, weil die KoKo trotz Antiquitätendiebstahl und Menschenhandel nicht in der Lage war, genügend Devisen zu generieren. Du demontierst hier gerade dein offenbar hohes Ansehen auf eine Art und Weise, die ihresgleichen sucht.

Klopperhorst
23.11.2016, 13:55
Nun hör aber bitte auf, zu lügen! In jedem Zwei- und Mehrfamilienhaus gab es einen Hausvertrauensmann, der regelmäßig die "Hausbücher" kontrollierte ...

Vielleicht bei dir in Sachsen. Ich bin im Plattenbau aufgewachsen. Da hab es keinen Spitzel in jedem Haus.
Was es gab, war der Abschnittsbevollmächtigte (ABV), der war aber für den ganzen Ort zuständig.

---

Klopperhorst
23.11.2016, 13:58
Das waren sie doch nur, weil die KoKo trotz Antiquitätendiebstahl und Menschenhandel nicht in der Lage war, genügend Devisen zu generieren. Du demontierst hier gerade dein offenbar hohes Ansehen auf eine Art und Weise, die ihresgleichen sucht.

Die angeblich so luxuriösen Villen der Parteibonzen waren nur minderwertiger, billiger Schrott im Gegensatz zu den Anwesen von Superreichen im Westen.

Strauß ging auch auf die Jagd bei Fürstin Gloria zu Thurn und Taxis.
Er hatte auch paar Mille verschoben, Beträge von denen jeder Parteibonze im Osten nur träumen konnte.

---

Tryllhase
23.11.2016, 14:04
Unfassbar, mit dir ist jede weitere Diskussion dazu augenscheinlich überflüssig. Ein Blick in die Auslagen der Geschäfte von Wandlitz hätte auch ohne die "West-Medien" zu einem gänzlich anderen Urteil geführt. Oder ist das auch nur eine Erfindung der "Lügenpresse"? In deinen Augen war selbst Carl Eduart v. Schnitzler wahrscheinlich eine Lichtgestalt der objektiven Berichterstattung und das "Neue Deutschland" ein vollkommen unabhängiges Qualitätsmedium.
Was hat dich als 14 jährigen denn dann überhaupt auf die Strasse getrieben, anno 89, wenn die DDR doch ein solches Paradies und Hort der Freiheit war??

Ja, irgendwie will er von der fürstlichen Versorgung aller Stasiangehörigen, die da waren:
- Sonderläden für Mangel-Waren
- Sonderkontingente für begehrte Ferienplätze und- Objekte
- Sonderangebote für West-PKW gegen Ostmark
- Vorkaufsrechte für Grundstücke, insbesondere Geschäftsgrundstücke
- Sondererlaubnisse, wie besondere Waffen für Jäger (Kugellauf!), sowie bestimmte Gewerberlaubnisse.
nichts mehr wissen.
Wer diese Privilegien genießen durfte, der brauchte den Westen nicht.
Und damit hat der liebe Kloppi wirklich all meine Sympathien verscherzt!

Filofax
23.11.2016, 14:06
Also ich bin sprachlos. In der völlig waffenlosen DDR pirschten sich VIELE bewaffnete Republikflüchtlinge ran. Mir sind da nur ganz wenige Einzelfälle bekannt. Und selbstverständlich waren alle Grenzverletzer asozial.
Allein der kommentarlose Gebrauch der Systemsprache ist verwerflich!

Ja, wozu denn bequem mit Fluchthilfeauto aus dem Westen aus der DDR fliehen, wenn es für die gleiche Kohle auch eine Waffe zu kaufen gibt in der DDR, und man hinterrücks sich nur anschleichen braucht und die armen Grenzer hinterrücks zu erschiessen?

Brennend interessieren würde mich aber einmal, wie "Kloppi" sich das "hinterrückse Anschleichen" an die DDR Grenzer so vorstellt, schliesslich war der Grenzstreifen natürlich sehr gut einsehbar Richtung Osten. Dürfte ungefähr so gut geklappt haben wie das Anschleichen tagsüber in einer Wüste...
Ausserdem würde mich mal interessieren, warum nicht nur das "BRD - System" schweigt über diese bewaffneten Grenzverletzer - Banditen, die in grosser Zahl Jagd auf die armen DDR - Grenzer machten, sondern offenbar auch die DDR - Propaganda, die ausser ein paar ganz wenigen Einzelfällen nie etwas über diese Vorfälle berichtete.

Ja Kloppi, erzähl einmal...

Filofax
23.11.2016, 14:10
Sie hätten dann für die Freiheit der 99,9% restlichen kämpfen können, statt sich ein besseres Leben im Westen zu erhoffen, das ja oft gar nicht besser war.

---

Nee stimmt , war gar nicht besser.

Verwandte von mir sind geflohen unter Lebensgefahr, im Westen hatten sie dann ein Haus mit Garten statt Plattenbau im Osten, einen Audi statt einen Trabbi, Bananen jeden Tag wenn sie wollten statt Spreewaldgurken, medizinische Spitzentechnologie auch noch im Alter, konnten reisen wohin sie wollten....

Aber ansonsten war es eigentlich nicht besser... ;)

Multiplex
23.11.2016, 14:12
Auch wenn wir es gerne anders hätten: Die Begriffe Recht/Unrecht, Gesetz sind nicht universell, hängen immer von der Zeit, dem gesellschaftlichen Umfeld ab. So hieß es ja auch in der DDR immer "Bonner Unrechtsstaat"! Oder anders "Recht ist der zum Gesetz erhobene Wille der jeweils Herrschenden." Die existierenden Rechtssysteme sind, wie wir wohl wissen, nicht immer kompatibel bzw. nur teilweise, ob nun arabische Staaten, ehem. Feudalsysteme, Sklavenhalterstaaten. So hatten auch die DDR und BRD in Teilen unterschiedliche Rechtssysteme. Das der eine den anderen als Unrechtssystem bezeichnet(e), ist u. U. verständlich, aber geht trotzdem an der Definition vorbei, obwohl als Kampfbegriff immer wieder gern verwendet.

Für einen Unrechtsstaat spricht, wenn Millionen Bürger aus ihm flüchten wollen und gewaltsam daran gehindert werden.

Klopperhorst
23.11.2016, 14:13
Nee stimmt , war gar nicht besser.

Verwandte von mir sind geflohen unter Lebensgefahr, im Westen hatten sie dann ein Haus mit Garten statt Plattenbau im Osten, einen Audi statt einen Trabbi, Bananen jeden Tag wenn sie wollten statt Spreewaldgurken, medizinische Spitzentechnologie auch noch im Alter, konnten reisen wohin sie wollten....

Aber ansonsten war es eigentlich nicht besser... ;)

Klar, Bananen-Sachse.
Mehr als Westprodukte hattet ihr ja auch nicht im Kopf. Heute flennt ihr rum, dass der Westen doch gar nicht so gut ist.
Ja, was wollt ihr denn nun?

Man kann nicht nach Bananen schreien, ohne den Bimbo zu bekommen.

---

Desmodrom
23.11.2016, 14:16
Strauß ging auch auf die Jagd bei Fürstin Gloria zu Thurn und Taxis.
Er hatte auch paar Mille verschoben, Beträge von denen jeder Parteibonze im Osten nur träumen konnte.

---

So langsam schlägt es echt dem Faß den Boden aus! Ausgerechnet den Strauß hier ins Spiel zu bringen, zeugt nicht gerade von taktischer Überlegtheit. Wer hat denn dem roten Erich damals einen Milliardenkredit gewährt, ohne den die DDR schon lange vor 89 pleite gewesen wäre? Und mit wem hat sich Honecker kurze Zeit später in seinem Jagdschloss am Werbelinsee getroffen? Na? Wer wars?

Desmodrom
23.11.2016, 14:19
Man kann nicht nach Bananen schreien, ohne den Bimbo zu bekommen.

---

Aber man kann die DDR verherrlichen, ohne eine Diktatur zu fordern? Geh mal in dich!

Hannoveraner
23.11.2016, 14:23
Aber man kann die DDR verherrlichen, ohne eine Diktatur zu fordern? Geh mal in dich!


Warum wird denn hier versucht, einen DDR-Verherrlicher zu bekehren ? Ein sinnloses Unterfangen. Alte Bonzen bleiben halt alte Bonzen.

Klopperhorst
23.11.2016, 14:26
So langsam schlägt es echt dem Faß den Boden aus! Ausgerechnet den Strauß hier ins Spiel zu bringen ...

Dann bring ich eben irgendeinen Bank-Bonzen ins Spiel, der Millionen-Boni kassierte und sich gleichzeitig von Steuerzahlern retten lies.
Ist wohl freiheitlicher als ein SED-Bonze was?

Du wirst doch wohl nicht abstreiten, dass die Vermögenskurve in der DDR selbst mit den abgewrackten "Jagdschlössern" viel flacher als im freien Westen war.
Dass aufgrund Planwirtschaft die Konsumgüterproduktion am Arsch war, bestreitet niemand - aber niemand musste hungern.

Übrigens wurde der oben genannte Kredit ja weitgehend fürs Volk verwendet, und eine Reformation des Sozialismus, insbesondere des Wirtschaftssystems, war 89 im Gange.
Sie wurde allerdings durch den Anschluss an die BRD zunichte gemacht.

---

Hannoveraner
23.11.2016, 14:30
Dann bring ich eben irgendeinen Bank-Bonzen ins Spiel, der Millionen-Boni kassierte und sich gleichzeitig von Steuerzahlern retten lies.
Ist wohl freiheitlicher als ein SED-Bonze was?

Du wirst doch wohl nicht abstreiten, dass die Vermögenskurve in der DDR selbst mit den abgewrackten "Jagdschlössern" viel flacher als im freien Westen war.
Dass aufgrund Planwirtschaft die Konsumgüterproduktion am Arsch war, bestreitet niemand - aber niemand musste hungern.

Übrigens wurde der oben genannte Kredit ja weitgehend fürs Volk verwendet, und eine Reformation des Sozialismus, insbesondere des Wirtschaftssystems, war 89 im Gange.
Sie wurde allerdings durch den Anschluss an die BRD zunichte gemacht.

---


sache mal, glaubst du wirklich den Nonsens den du hier schreibst ? Wahrste noch in der Lehre bei einem Karl-Eduard ? Bekommt man ja Augenkrebs bei deinem Gesülze !

Klopperhorst
23.11.2016, 14:32
sache mal, glaubst du wirklich den Nonsens den du hier schreibst ? Wahrste noch in der Lehre bei einem Karl-Eduard ? Bekommt man ja Augenkrebs bei deinem Gesülze !

Du bestreitest also, dass die Vermögensverteilung dort selbst zwischen Superreichen und Armen viel geringer als im Westen war?

---

Desmodrom
23.11.2016, 14:35
Dann bring ich eben irgendeinen Bank-Bonzen ins Spiel, der Millionen-Boni kassierte und sich gleichzeitig von Steuerzahlern retten lies.
Ist wohl freiheitlicher als ein SED-Bonze was?
---

Dein Hin- u. Hergerudere macht es nur noch lächerlicher!



Übrigens wurde der oben genannte Kredit ja weitgehend fürs Volk verwendet

---

:crazy:

Ja, danach wurden wenigstens die Selbstschußanlagen demontiert. Per Hand geschossen wurde im Zweifel aber weiter. Gespräch mit dir beendet!

Klopperhorst
23.11.2016, 14:37
Dein Hin- u. Hergerudere macht es nur noch lächerlicher!
"offizieller Kredit" != "private Bereicherung"


Ja, danach wurden wenigstens die Selbstschußanlagen demontiert. Per Hand geschossen wurde im Zweifel aber weiter. Gespräch mit dir beendet!

Ja, die bösen Selbstschussanlagen sind alles, was du als Argumente gegen den Sozialismus vorzubringen hast.

---

Hannoveraner
23.11.2016, 14:39
Dein Hin- u. Hergerudere macht es nur noch lächerlicher!



:crazy:

Ja, danach wurden wenigstens die Selbstschußanlagen demontiert. Per Hand geschossen wurde im Zweifel aber weiter. Gespräch mit dir beendet!


Du du glaubst doch nicht etwa, einen Nutznießer des damaligen Systems umzustimmen. Der jammert doch heute noch seinem geliebten System nach. Nur wundert es, ihm fällt nicht die Hand ab, wenn er heute vom Klassenfeind seine Stütze bekommt.

Tryllhase
23.11.2016, 14:41
Du bestreitest also, dass die Vermögensverteilung dort selbst zwischen Superreichen und Armen viel geringer als im Westen war?

---

Aber nur, wenn man die zweite Lohntüte, die da war:

- Sonderläden für Mangel-Waren
- Sonderkontingente für begehrte Ferienplätze und- Objekte
- Sonderangebote für West-PKW gegen Ostmark
- Vorkaufsrechte für Grundstücke, insbesondere Geschäftsgrundstücke
- Sondererlaubnisse, wie besondere Waffen für Jäger (Kugellauf!), sowie bestimmte Gewerberlaubnisse.

völlig außer Acht lässt.

Hannoveraner
23.11.2016, 14:43
Aber nur, wenn man die zweite Lohntüte, die da war:

- Sonderläden für Mangel-Waren
- Sonderkontingente für begehrte Ferienplätze und- Objekte
- Sonderangebote für West-PKW gegen Ostmark
- Vorkaufsrechte für Grundstücke, insbesondere Geschäftsgrundstücke
- Sondererlaubnisse, wie besondere Waffen für Jäger (Kugellauf!), sowie bestimmte Gewerberlaubnisse.

völlig außer Acht lässt.


Was meinst du, warum der seiner DDR so nachtrauert.....:))

Tryllhase
23.11.2016, 14:45
Dann bring ich eben irgendeinen Bank-Bonzen ins Spiel, der Millionen-Boni kassierte und sich gleichzeitig von Steuerzahlern retten lies.
Ist wohl freiheitlicher als ein SED-Bonze was?
Du wirst doch wohl nicht abstreiten, dass die Vermögenskurve in der DDR selbst mit den abgewrackten "Jagdschlössern" viel flacher als im freien Westen war.
Dass aufgrund Planwirtschaft die Konsumgüterproduktion am Arsch war, bestreitet niemand - aber niemand musste hungern.

Übrigens wurde der oben genannte Kredit ja weitgehend fürs Volk verwendet, und eine Reformation des Sozialismus, insbesondere des Wirtschaftssystems, war 89 im Gange.
Sie wurde allerdings durch den Anschluss an die BRD zunichte gemacht.

---
Sie wurde zunichte gemacht, als sich nach der Wende die Stasi in "Amt für nationale Sicherheit" umbenannte und unverändert weitermachen wollte. Die Ostdeutschen haben aber den Braten rechtzeitig gerochen und erkannt, dass eine Entmachtung ohne Anschluss nicht durchführbar war.

Maitre
23.11.2016, 14:46
Die Frage stellt sich nicht.
Die Demonstranten waren ja friedlich, also hätte man auch nicht schießen müssen.

Einsatz der bewaffneten Kräfte wäre nur bei Lynchmorden an Polizisten usw. erfolgt.

Du unterschätzt die Reformbewegung 89, die sich auch in höchste Kreise der Staatsführung ausbreitete.
Man hatte kein Interesse daran, auf das Volk zu schießen.

---

Das glaube ich, unterschätzt du ein wenig. Musst mal mit Leuten reden, die zur Wendezeit bei bestimmten militärischen Einheiten ihren Wehrdienst ableisteten. Die wurden da schon darauf eingenordet, dass der bbKf (=bitterböser Klassenfeind) jetzt die Konterrevolution anstoße und man notfalls mit Waffengewalt dagegen vorgehen werde. Und das waren keine besonderen Einheiten wie das hier im Thema bereits genannte Regiment Feliks Dserschinski.

Tryllhase
23.11.2016, 14:49
Vielleicht bei dir in Sachsen. Ich bin im Plattenbau aufgewachsen. Da hab es keinen Spitzel in jedem Haus.
Was es gab, war der Abschnittsbevollmächtigte (ABV), der war aber für den ganzen Ort zuständig.

---
Frag mal deine Eltern, wer in euerem Block der Hausbuchsbeauftragte war!

kotzfisch
23.11.2016, 14:58
Das glaube ich, unterschätzt du ein wenig. Musst mal mit Leuten reden, die zur Wendezeit bei bestimmten militärischen Einheiten ihren Wehrdienst ableisteten. Die wurden da schon darauf eingenordet, dass der bbKf (=bitterböser Klassenfeind) jetzt die Konterrevolution anstoße und man notfalls mit Waffengewalt dagegen vorgehen werde. Und das waren keine besonderen Einheiten wie das hier im Thema bereits genannte Regiment Feliks Dserschinski.

Mein Bekannter war dort, wie ich erwähnte und sie hatten Waffen und Mnition übernommen und harrten der Befehle.
In jenen Tagen geisterte die "chinesische Lösung" herum.Man hielt es für möglich in jenen Tagen.
Ich war damals Ende 20 und hing jeden Tag am TV ab und fuhr zweimal nach Ostberlin.

Das macht mich nicht zu einem DDR xperten- die Wende und die Stimmung bekam ich jedoch live mit.
Diese beiden WE Trips gehören zu den eindrücklichsten Erfahrungen überhaupt.

Wenn das Leben in der DDR nicht gar so schlecht war, erklärt mir das:

Die hohe Belastung der Umwelt, Mängel in der ärztlichen Versorgung und eine ungesündere Lebensweise führten insgesamt dazu, dass die Lebenswartung in der DDR in den 1980er Jahren bei Frauen mit 75,7 Jahren um drei Jahre und bei Männern mit 69,7 Jahren um 2,5 Jahre unter dem bundesdeutschen Durchschnitt lag. Knapp zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung liegt die Lebenserwartung Ost dagegen nahezu wieder auf westdeutschem Niveau.

Quelle: Adenauer Stiftung, DDR - Website.

Xarrion
23.11.2016, 14:59
Du du glaubst doch nicht etwa, einen Nutznießer des damaligen Systems umzustimmen. Der jammert doch heute noch seinem geliebten System nach. Nur wundert es, ihm fällt nicht die Hand ab, wenn er heute vom Klassenfeind seine Stütze bekommt.

Ein anderer Nutzer, der auch immer wieder in DDR-Nostalgie schwelgt, hat in einem anderen Strang (Kaiser´s steht vor der Pleite o.ä.) sogar vorgeschlagen, die Lebensmittelversorgung nach DDR-Vorbild in staatliche Regie zu überführen. Hätte bei der HO doch auch funktioniert.

Manchmal ist man wirklich fassungslos, daß es tatsächlich noch Leute gibt, die diesem gescheiterten System nachtrauern.
Das sind aber genau diejenigen Typen, die damals die Annehmlichkeiten des Westens unbedingt haben wollten, aber nun nicht damit umgehen können, daß hier Wettbewerb herrscht und ausschließlich Leistung zählt.
Sie sind es gewohnt, daß der Staat für alles sorgt. Eigenverantwortung kennen solche Leute nicht.

Tryllhase
23.11.2016, 15:04
Mein Bekannter war dort, wie ich erwähnte und sie hatten Waffen und Mnition übernommen und harrten der Befehle.
In jenen Tagen geisterte die "chinesische Lösung" herum.Man hielt es für möglich in jenen Tagen.
Ich war damals Ende 20 und hing jeden Tag am TV ab und fuhr zweimal nach Ostberl Das macht mich nicht zu einem DDR xperten- die Wende und die Stimmung bekam ich jedoch live mit.
Diese beiden WE Trips gehören zu den eindrücklichsten Erfahrungen überhaupt.

Wenn das Leben in der DDR nicht gar so schlecht war, erklärt mir das:

Die hohe Belastung der Umwelt, Mängel in der ärztlichen Versorgung und eine ungesündere Lebensweise führten insgesamt dazu, dass die Lebenswartung in der DDR in den 1980er Jahren bei Frauen mit 75,7 Jahren um drei Jahre und bei Männern mit 69,7 Jahren um 2,5 Jahre unter dem bundesdeutschen Durchschnitt lag. Knapp zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung liegt die Lebenserwartung Ost dagegen nahezu wieder auf westdeutschem Niveau.
Quelle: Adenauer Stiftung, DDR - Website.
Umweltbelastung- ja
ärztliche Versorgung- nicht pauschal zu sagen. Beträfe nur Technik und Medikamente
ungesündere Lebensweise- nein
Ich glaube, die Studie hinkt etwas.

Tryllhase
23.11.2016, 15:06
Ein anderer Nutzer, der auch immer wieder in DDR-Nostalgie schwelgt, hat in einem anderen Strang (Kaiser´s steht vor der Pleite o.ä.) sogar vorgeschlagen, die Lebensmittelversorgung nach DDR-Vorbild in staatliche Regie zu überführen. Hätte bei der HO doch auch funktioniert.
Manchmal ist man wirklich fassungslos, daß es tatsächlich noch Leute gibt, die diesem gescheiterten System nachtrauern.
Das sind aber genau diejenigen Typen, die damals die Annehmlichkeiten des Westens unbedingt haben wollten, aber nun nicht damit umgehen können, daß hier Wettbewerb herrscht und ausschließlich Leistung zählt.
Sie sind es gewohnt, daß der Staat für alles sorgt. Eigenverantwortung kennen solche Leute nicht.

Vernichtung von Lebensmitteln wäre aber in der DDR undenkbar gewesen!

Xarrion
23.11.2016, 15:08
Vernichtung von Lebensmitteln wäre aber in der DDR undenkbar gewesen!

Wie meinen?

Multiplex
23.11.2016, 15:13
So langsam schlägt es echt dem Faß den Boden aus! Ausgerechnet den Strauß hier ins Spiel zu bringen, zeugt nicht gerade von taktischer Überlegtheit. Wer hat denn dem roten Erich damals einen Milliardenkredit gewährt, ohne den die DDR schon lange vor 89 pleite gewesen wäre? Und mit wem hat sich Honecker kurze Zeit später in seinem Jagdschloss am Werbelinsee getroffen? Na? Wer wars?

Das war doch eine taktische Entscheidung, um uns den Russen vom Hals zu halten. Für den Mauerfall durch Staatspleite war es zu Strauß' Zeiten noch zu früh.

Multiplex
23.11.2016, 15:18
Wie meinen?

Er meint, dass hier nur 1/3 der produzierten Lebensmittel tatsächlich im Mund ankommen. Das ist zwar keine Systemschwäche, aber ein Ärgernis, weil es Volksvermögensvernichtung darstellt. Der Verbraucher muss den Überfluss viel teurer bezahlen, als nötig wäre.

kotzfisch
23.11.2016, 15:19
Umweltbelastung- ja
ärztliche Versorgung- nicht pauschal zu sagen. Beträfe nur Technik und Medikamente
ungesündere Lebensweise- nein
Ich glaube, die Studie hinkt etwas.

Mythos: „Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem“

Auch im immer wieder gelobten Gesundheitssystem der DDR herrschte Mangel. Das einheitliche Sozialversicherungssystem des Arbeiter- und Bauernstaates hat zwar zu einer flächendeckend garantierten, aber insgesamt qualitativ leistungsschwachen Versorgung geführt. So mussten bei spezialisierter und hochspezialisierter stationärer Behandlung, z. B. in der Herz- und Gefäßchirurgie und bei der Implantation künstlicher Gelenke, Wartezeiten von zwei und mehr Jahren in Kauf genommen werden. Für nicht einmal 40 Prozent der schwer Nierenkranken stand ein lebenswichtiger Dialyseplatz zur Verfügung. Erst Mitte der 1970er Jahre gelang es, ein einigermaßen vertretbares Verhältnis zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu erreichen, wobei einige Bezirke weiterhin unterversorgt blieben. Da über 60 Prozent der Krankenhäuser um 1900 erbaut worden waren und in der Folgezeit wenig saniert wurden, genügten sie vielfach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso war die Technik in Einrichtungen der Grundversorgung vielfach veraltet. Darüber hinaus gab es bei der Versorgung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterial häufig Engpässe. So konnten der übergroßen Mehrheit der Patienten Import-Präparate nicht dauerhaft verschrieben werden. Besonders in den 1980er Jahren wurde empfohlen, diese privat über „Westbeziehungen“ zu erwerben. Demgegenüber wurde Patienten in kirchlichen Krankenhäusern eine bessere Behandlung zuteil.


Gekürzt, Quelle Website Adenauerstiftung Mythos DDR.
http://www.kas.de/wf/de/71.6659/

Xarrion
23.11.2016, 15:21
Er meint, dass hier nur 1/3 der produzierten Lebensmittel tatsächlich im Mund ankommen. Das ist zwar keine Systemschwäche, aber ein Ärgernis, weil es Volksvermögensvernichtung darstellt. Der Verbraucher muss den Überfluss viel teurer bezahlen, als nötig wäre.

Aha, in der DDR bei der HO war das natürlich wesentlich besser.
Da gab es erst gar nichts. :D

Tja, der Sozialismus ist schon ganz toll. :cool:

Tryllhase
23.11.2016, 15:28
Mythos: „Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem“
Auch im immer wieder gelobten Gesundheitssystem der DDR herrschte Mangel. Das einheitliche Sozialversicherungssystem des Arbeiter- und Bauernstaates hat zwar zu einer flächendeckend garantierten, aber insgesamt qualitativ leistungsschwachen Versorgung geführt. So mussten bei spezialisierter und hochspezialisierter stationärer Behandlung, z. B. in der Herz- und Gefäßchirurgie und bei der Implantation künstlicher Gelenke, Wartezeiten von zwei und mehr Jahren in Kauf genommen werden. Für nicht einmal 40 Prozent der schwer Nierenkranken stand ein lebenswichtiger Dialyseplatz zur Verfügung. Erst Mitte der 1970er Jahre gelang es, ein einigermaßen vertretbares Verhältnis zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu erreichen, wobei einige Bezirke weiterhin unterversorgt blieben. Da über 60 Prozent der Krankenhäuser um 1900 erbaut worden waren und in der Folgezeit wenig saniert wurden, genügten sie vielfach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso war die Technik in Einrichtungen der Grundversorgung vielfach veraltet. Darüber hinaus gab es bei der Versorgung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterial häufig Engpässe. So konnten der übergroßen Mehrheit der Patienten Import-Präparate nicht dauerhaft verschrieben werden. Besonders in den 1980er Jahren wurde empfohlen, diese privat über „Westbeziehungen“ zu erwerben. Demgegenüber wurde Patienten in kirchlichen Krankenhäusern eine bessere Behandlung zuteil.
Gekürzt, Quelle Website Adenauerstiftung Mythos DDR.
http://www.kas.de/wf/de/71.6659/
Das war eine natürliche Folge des technischen Ost-West-Gefälles. Aber immerhin stand die DDR an der Spitze bezüglich der Versorgung im Ostblock.

Praktiker
23.11.2016, 15:31
Ach was? Und die DDR war kein Unrechtsregime oder was?

Mein Gott,- auch die BRD ist in gewissen Richtungen ein Unrechtsregime,- trotzdem befolgst Du ihre Gesetze !

Die DDR muss man nicht mögen,- aber sie war ein völkerrechtlich anerkannter Staat,- und wer ihre Gesetze befolgte bzw befolgen musste,- der war nicht im Unrecht,- basta...

Tryllhase
23.11.2016, 15:35
Aha, in der DDR bei der HO war das natürlich wesentlich besser.
Da gab es erst gar nichts. :D
Tja, der Sozialismus ist schon ganz toll. :cool:
Natürlich gab es in HO und Konsum nur das Nötigste. Wer mehr wollte, konnte in sogenannten "Delikatläden" auch anspruchsvollere Lebensmittel kaufen, teurer natürlich. Ein Problem im HO waren natürlich die gestützten Preise für Grundnahrungsmittel. Das führte dazu, dass Brot als Tierfutter verwendet wurde, um privat Fleisch zu produzieren. Aber weggeworfen zur Stabilisierung der Preise wurde nichts!

kotzfisch
23.11.2016, 15:55
Das war eine natürliche Folge des technischen Ost-West-Gefälles. Aber immerhin stand die DDR an der Spitze bezüglich der Versorgung im Ostblock.

Kein Zweifel.
Mit Kuba evtl.

Maitre
23.11.2016, 15:58
Wenn das Leben in der DDR nicht gar so schlecht war, erklärt mir das:

Die hohe Belastung der Umwelt, Mängel in der ärztlichen Versorgung und eine ungesündere Lebensweise führten insgesamt dazu, dass die Lebenswartung in der DDR in den 1980er Jahren bei Frauen mit 75,7 Jahren um drei Jahre und bei Männern mit 69,7 Jahren um 2,5 Jahre unter dem bundesdeutschen Durchschnitt lag. Knapp zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung liegt die Lebenserwartung Ost dagegen nahezu wieder auf westdeutschem Niveau.

Quelle: Adenauer Stiftung, DDR - Website.

- Häufig härtere Arbeitsbedingungen. Beispiel Mein alter Herr hat seinerzeit an 6 Tagen die Woche um 04:00 mit der Arbeit begonnen und am Sonntag um 06:00. Arbeitszeit 8-10h täglich, am Sonntag 6-8. Nach Feierabend noch um den Nebenerwerb gekümmert (Obst, Gemüse, Geflügel). Urlaub 20 Tage in denen z.B. der private Garten gemacht wurde. Dazu körperliche Schwerstarbeit, wie sie ein typischer Bundesbürger heute keine 2 Stunden aushalten würde.
In der Industrie war zudem das Rollschichtsystem (Vierschichtsystem) an der Tagesordnung. Wer das schon einmal mitgemacht hat, weiß um die Folgen

- Weitreichender Alkoholmißbrauch unter anderem auch am Arbeitsplatz. Obwohl strikt verboten fanden in vielen Betrieben regelrechte Sauforgien statt. In deren Folge auch böse Arbeitsunfälle zu verzeichnen waren.

- größere Risikobereitschaft z.B. im Straßenverkehr. Wenn ich an manche illegale Umbauten von Fahrzeugen bzw. damals übliche Fahrweisen denke, wird mir heute noch ganz komisch.

- Eine vergleichsweise ungesunde Ernährung. Die DDR war, wenn ich mich richtig erinnere, im Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch tatsächlich im sonst so ersehnten Weltspitzenbereich. Ich kann mich aus meiner Schulzeit noch an klägliche Versuche erinnern, uns eine gesündere Ernährungsweise mit Müsli zu vermitteln... es war zwecklos.

kotzfisch
23.11.2016, 16:02
So etwa habe ich mir das auch gedacht.

Frontferkel
23.11.2016, 16:06
Ich glaube ,- Multiplex kannte weder die DDR noch die Zustände im kalten Krieg...
Aber , er weiß genau , was die alten Römer schon alles über die Germanen wussten .:D

Frontferkel
23.11.2016, 16:20
Rechtssystematsich sind diese Prozesse freilich den Opfern geschuldet, selbstverständlich.
Ob UDSSR, III Reich oder DDR.Entweder gilt Recht und Gesetz für alle, oder es gilt nicht.
Fast richtig . Aber was ist geltendes Recht . Es gilt immer das Recht des jeweiligen Staates , so wie jetzt auch . Und das Weltweit .

Dr Mittendrin
23.11.2016, 16:23
"offizieller Kredit" != "private Bereicherung"



Ja, die bösen Selbstschussanlagen sind alles, was du als Argumente gegen den Sozialismus vorzubringen hast.

---

Die Selbstschussanlagen ( auch Minenfelder ) hat der Westen kritisiert. Hatte Ungarn, Rumänien Selbstschussanlagen ?

Frontferkel
23.11.2016, 16:45
Nun hör aber bitte auf, zu lügen! In jedem Zwei- und Mehrfamilienhaus gab es einen Hausvertrauensmann, der regelmäßig die "Hausbücher" kontrollierte, die für alle Hausbewohner und vor allem für alle Besucher akkurat geführt werden mussten. Und wem wurde wohl solche wichtigen Aufgabe übertragen? https://de.wikipedia.org/wiki/Hausbuch_(DDR)
In meinen verschiedenen Wohnaufenthalten , waren es normale Leute . Einer war bei der Reichsbahn als Schweißer tätig und Parteilos .
Dann eine ältere etwas zänkische verbitterte Hausfrau (der Göttergatte hatte ne Geliebte) , auch Parteilos und im Haus meiner Eltern war es ein Bauingenieur , Mitglied in der LDPD .

Frontferkel
23.11.2016, 17:04
Vernichtung von Lebensmitteln wäre aber in der DDR undenkbar gewesen!
Vergiss es ganz schnell . Millionen KIM - Eier selbst auf die Deponie nach Mittenwalde gefahren . 1975 mit Kollegen von Ostsee-Trans , Berlin-Trans und meinen Kollegen (GKV-Potsdam) , 35oooTonnen Melonen aus dem Rostocker Hafen auf die Deponie nach Deetz gekarrt .
Das selbe passierte in den 80er Jahren mit Cuba-Orangen , ging in die Tausende Tonnen . Hier war ich nicht dabei , weiß es aber von meinen ehemaligen Arbeitskollegen . Und das sind nur einige Beispiele .
Und jetzt frage dich , wo Brot und Backwaren und auch Gemüse oft landeten . Rinder und Schweinemast .

Frontferkel
23.11.2016, 17:08
Aber nur, wenn man die zweite Lohntüte, die da war:

- Sonderläden für Mangel-Waren
- Sonderkontingente für begehrte Ferienplätze und- Objekte
- Sonderangebote für West-PKW gegen Ostmark
- Vorkaufsrechte für Grundstücke, insbesondere Geschäftsgrundstücke
- Sondererlaubnisse, wie besondere Waffen für Jäger (Kugellauf!), sowie bestimmte Gewerberlaubnisse.

völlig außer Acht lässt.
Mich würde mal interessieren , wer in den Genuss einer solchen Lohntüte kam ? Du bist ja Insider gewesen . MfS oder Innenministerium ?

Nereus
23.11.2016, 17:11
Betr.: Fluchten aus der DDR, aus den BStU-Akten: Ein Stasi-Vernehmungsprotokoll.


http://www2.pic-upload.de/img/32170980/Stasi0.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/32170990/Stasi1.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/32170995/Stasi2.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/32171009/Stasi3.jpg

http://www2.pic-upload.de/img/32171021/Stasi4.jpg

Frontferkel
23.11.2016, 17:18
Mythos: „Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem“

Auch im immer wieder gelobten Gesundheitssystem der DDR herrschte Mangel. Das einheitliche Sozialversicherungssystem des Arbeiter- und Bauernstaates hat zwar zu einer flächendeckend garantierten, aber insgesamt qualitativ leistungsschwachen Versorgung geführt. So mussten bei spezialisierter und hochspezialisierter stationärer Behandlung, z. B. in der Herz- und Gefäßchirurgie und bei der Implantation künstlicher Gelenke, Wartezeiten von zwei und mehr Jahren in Kauf genommen werden. Für nicht einmal 40 Prozent der schwer Nierenkranken stand ein lebenswichtiger Dialyseplatz zur Verfügung. Erst Mitte der 1970er Jahre gelang es, ein einigermaßen vertretbares Verhältnis zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu erreichen, wobei einige Bezirke weiterhin unterversorgt blieben. Da über 60 Prozent der Krankenhäuser um 1900 erbaut worden waren und in der Folgezeit wenig saniert wurden, genügten sie vielfach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso war die Technik in Einrichtungen der Grundversorgung vielfach veraltet. Darüber hinaus gab es bei der Versorgung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterial häufig Engpässe. So konnten der übergroßen Mehrheit der Patienten Import-Präparate nicht dauerhaft verschrieben werden. Besonders in den 1980er Jahren wurde empfohlen, diese privat über „Westbeziehungen“ zu erwerben. Demgegenüber wurde Patienten in kirchlichen Krankenhäusern eine bessere Behandlung zuteil.


Gekürzt, Quelle Website Adenauerstiftung Mythos DDR.
http://www.kas.de/wf/de/71.6659/
Stimmt , meine Mutter war selbst Leidtragende . Wurde 82 dann nach West-Berlin gebracht und dort operiert . Selbst die Humbold-Klink konnte da nicht helfen , Herz-OP .

Tryllhase
23.11.2016, 17:56
Vergiss es ganz schnell . Millionen KIM - Eier selbst auf die Deponie nach Mittenwalde gefahren . 1975 mit Kollegen von Ostsee-Trans , Berlin-Trans und meinen Kollegen (GKV-Potsdam) , 35oooTonnen Melonen aus dem Rostocker Hafen auf die Deponie nach Deetz gekarrt .
Das selbe passierte in den 80er Jahren mit Cuba-Orangen , ging in die Tausende Tonnen . Hier war ich nicht dabei , weiß es aber von meinen ehemaligen Arbeitskollegen . Und das sind nur einige Beispiele .
Und jetzt frage dich , wo Brot und Backwaren und auch Gemüse oft landeten . Rinder und Schweinemast .
Warum wurde das verkippt? Verfallsdatum überschritten? Und das Verfüttern war doch noch eine sinnvolle Verwendung! Im Gegensatz zum Verbrennen von Getreide oder dem Verklappen von Milch in einigen kapitalistischen Ländern aus reinen Profitgründen.