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Felixhenn
18.06.2011, 14:26
ich bin Deutscher, im "Osten" geboren und sozialisiert! Nach 35 Jahren hatte ich genug davon und bin "rübergemacht"! Da ja alles seine zwei Seiten hat, bekam ich so die Gelegenheit zwei Systeme kennenzulernen. Was heute nicht unbedingt ein Nachteil ist! Aber das kennst du ja auch.

Klar haben beide Systeme Vor- und Nachteile. Deshalb kann man ja auch nicht eins per se als unbedingt besser einstufen. Man kann nur sagen, in welchem System man sich wohler fühlt. Ich habe als Jugendlicher mit dem Gedanken gespielt in die DDR zu übersiedeln, dann wurde ich jedoch mit 22 Vater und musste Karriere machen und das erschien mir im Westen leichter.

Fiel
18.06.2011, 14:29
...............................
Jetzt laß es doch ganz einfach bleiben. Du bist einer dieser armseeligen Gutmenschen, die unserer Volk völlig zu zerstören versuchen und sogar gefährlicher als manche der Linksfaschisten sind. Hier ist niemand mehr, der dir irgendetwas anderes bescheinigen würde. Laß ab von deinem Haß auf uns Nationale Deutsche(Nazis), was ich dir frühzeitig geraten hatte. Wahrscheinlich bist du einer von diesen bedauernswerten Typen, die sich bis zu ihrem Sterbensbett ihrer Lebenslüge hinterherhecheln. Du lügst dir selber so was von in die eigene Tasche, dass man dich eigentlich nur noch wirklich bedauern kann. Such deinen eigenen Web, aber belästige uns Nazis nicht weiterhin.

Sauerländer
18.06.2011, 14:31
Wer mit dem Isolationsgedanken und Orientierung nach Osten spielt, hat nichts gelernt.
Ich will es einmal so formulieren: Es ist keineswegs unmöglich, als Folgerung aus dem, was Du hier dargelegt hast, sich in genau dieser Richtung zu orientieren.

bernhard44
18.06.2011, 14:31
Klar haben beide Systeme Vor- und Nachteile. Deshalb kann man ja auch nicht eins per se als unbedingt besser einstufen. Man kann nur sagen, in welchem System man sich wohler fühlt. Ich habe als Jugendlicher mit dem Gedanken gespielt in die DDR zu übersiedeln, dann wurde ich jedoch mit 22 Vater und musste Karriere machen und das erschien mir im Westen leichter.

Nirgends konnte man besser und schneller Karriere machen als in einer Diktatur!

Pythia
18.06.2011, 14:32
Jedem, dem, wie mir und meinem Mann, nichts mehr am Herzen liegt als die Erhaltung der deutschen Kultur, wird einleuchten, daß man Gewinne aus guten Geschäften in eben diese Kultur investieren muß.Aber ich mag keine Monokulturen. Briten sagen: "Never carry all your eggs in 1 basket."
Und ich sehe als Ziel nur: mehr geben als nehmen.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Auch kulturell. Aber egal wieviel Du gibst, Dir wird noch mehr gegeben. Mit jeder Bemühung mehr zu geben als zu nehmen wird Dein Ziel unerreichbarer. Als Architektengattin solltest Du doch erfahren haben: jede gute Leistung für Andere beglückt Dich selbst noch mehr als die Nutznießer Deiner Leistung, und totales Glück der Nutznießer ist noch größeres Glück für Dich.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Wie beim Sex. Und Gewinn aus guten Geschäften in Monokulturen investieren? Na, es geht.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Aber endlose Weizenfelder http://www.24-carat.de/2011/June/WHEAT.JPG machen nur Erbsenzähler glücklich.

Fiel
18.06.2011, 14:37
Eva Herman! Und Kerner hat sie verboten!
Diese widerliche Drecksau, dieser Kerner, kriegt heute immer noch Verträge bei den Privaten. Da stellt sich die Frage : wer ist vertrauungswürdiger - der Kerner oder die anderen Verbrecher?

Felixhenn
18.06.2011, 14:38
Jetzt laß es doch ganz einfach bleiben. Du bist einer dieser armseeligen Gutmenschen, die unserer Volk völlig zu zerstören versuchen und sogar gefährlicher als manche der Linksfaschisten sind. Hier ist niemand mehr, der dir irgendetwas anderes bescheinigen würde. Laß ab von deinem Haß auf uns Nationale Deutsche(Nazis), was ich dir frühzeitig geraten hatte. Wahrscheinlich bist du einer von diesen bedauernswerten Typen, die sich bis zu ihrem Sterbensbett ihrer Lebenslüge hinterherhecheln. Du lügst dir selber so was von in die eigene Tasche, dass man dich eigentlich nur noch wirklich bedauern kann. Such deinen eigenen Web, aber belästige uns Nazis nicht weiterhin.

Zerstört haben bisher nur Nazis. Es sei Dir versichert, Du und die anderen Nazis sind es mir nicht wert, dass Gefühle wie Hass verschwende. Ich sehe die nur als verachtenswerten Abschaum die unser Volk ruinieren wenn man denen mehr Macht gibt. Ich sehe keine Mehrheit für Nazi-Ideen in diesem Forum, ansonsten wäre ich schon längst verschwunden. Im Gegensatz zu Nazigesocks, habe ich noch sowas wie Ehre im Leib und ich bin in der Lage, leicht gegen zehn von Euch Vollidioten argumentativ anzutreten. Geh Heulen und hole ein paar der anderen Idioten die Dir beistehen können.

PS.: Meinen Beitrag hast Du auch gar nicht gelesen, ist aber auch egal, Du würdest den eh nicht verstehen.

Felixhenn
18.06.2011, 14:40
Nirgends konnte man besser und schneller Karriere machen als in einer Diktatur!

Ich nicht, ich konnte mich noch nie anpassen. Das hat mir auch eine Parteikarriere versaut. Wahrscheinlich wäre ich in der DDR nach ein paar Monaten abgeschoben worden oder in Bautzen gelandet.

Felixhenn
18.06.2011, 14:45
Ich will es einmal so formulieren: Es ist keineswegs unmöglich, als Folgerung aus dem, was Du hier dargelegt hast, sich in genau dieser Richtung zu orientieren.

Dass man Frankreichs Diplomatie nicht unterschätzen darf, musste auch Bush Jr. beim Irak-Krieg schmerzlich erfahren. Wer da gezielt beobachtet hat wie das abgelaufen ist, konnte die Franzosen nur bewundern. Franzosen sind in der Lage, jedes andere Land diplomatisch fertigzumachen und zu isolieren und Isolation können wir uns nicht leisten.

bernhard44
18.06.2011, 14:45
Zerstört haben bisher nur Nazis. Es sei Dir versichert....

solltest du weiter solche Sätze als Tatsache verkaufen, wirst du auch hier Karriere machen! Da bin ich mir fast sicher!

Kongo Bongo
18.06.2011, 14:45
Ich nicht, ich konnte mich noch nie anpassen. Das hat mir auch eine Parteikarriere versaut. Wahrscheinlich wäre ich in der DDR nach ein paar Monaten abgeschoben worden oder in Bautzen gelandet.

Hier im Forum bist du ja auch als Querulant bekannt.

Sprecher
18.06.2011, 14:45
Nirgends konnte man besser und schneller Karriere machen als in einer Diktatur!

Mit dem richtigen Parteibuch und dem richtigen Netzwerk kann man auch in unserer sogenannten Demokratie ganz schell Karriere machen. Egal ob Polizistenprügler oder adeliger Dissertationsschwindler.

Gawen
18.06.2011, 14:53
Zerstört haben bisher nur Nazis. Es sei Dir versichert, Du und die anderen Nazis sind es mir nicht wert, dass Gefühle wie Hass verschwende. Ich sehe die nur als verachtenswerten Abschaum die unser Volk ruinieren wenn man denen mehr Macht gibt. Ich sehe keine Mehrheit für Nazi-Ideen in diesem Forum, ansonsten wäre ich schon längst verschwunden. Im Gegensatz zu Nazigesocks, habe ich noch sowas wie Ehre im Leib und ich bin in der Lage, leicht gegen zehn von Euch Vollidioten argumentativ anzutreten.

Ich glaube Du solltest Deine Nazinazinazi Paranoia mal behandeln lassen... :D

Gawen
18.06.2011, 14:54
Dass man Frankreichs Diplomatie nicht unterschätzen darf, musste auch Bush Jr. beim Irak-Krieg schmerzlich erfahren. Wer da gezielt beobachtet hat wie das abgelaufen ist, konnte die Franzosen nur bewundern. Franzosen sind in der Lage, jedes andere Land diplomatisch fertigzumachen und zu isolieren und Isolation können wir uns nicht leisten.

Lustige Verschwörungstheorie! :]

Stechlin
18.06.2011, 14:54
Es gibt Idioten wie Du, die rennen einmal mit dem Kopf gegen die Wand und merken nicht wie hart die ist. Deshalb müssen die immer und immer wieder dagegen rennen.

Mal eine kleine Nachhilfe in Geschichte:

Napoleon hat 1815 verloren und abgedankt - Frankreich hat sogar noch Gebiet dazu gewonnen und diplomatisch auf nahezu allen Ebenen gesiegt.

Napoleon III hat 1870 Preußen den Krieg erklärt und von Bismarck eins auf die Mütze bekommen - 1871 wurde das deutsche Reich in Versailles gegründet (was dort im Audio Guide nicht mehr erwähnt wird). Frankreich war gedemütigt und sauer.

Von 1871 bis 1914 haben die Franzosen auf den diplomatischen Weg alles getan um dem Deutschen reich und Österreich / Ungarn zu schaden.

Bismarck wollte eigentlich Frankreich nachhaltig kalt stellen, Wilhelm II wollte aber kein Kaiser unter einem Kanzler sein, wie sein Großvater Wilhelm I, und hat Bismarck 1890 entlassen.

Und ab dann wurde Frankreich unterschätzt was sich dann 1918 bitter rächte. Das deutsche Reich war 1914 durch französische Diplomatie nahezu isoliert.

1918 Versailler Vertrag mit totaler Plünderung Deutschlands. Nebenbei wurde da Deutschland verpflichtet "Made in Germany" auf deutsche Produkte zu schreiben, damit die, nach französischer Philosophie ja keiner mehr kauft. Das war ein echter Rohrkrepierer und ein Glücksfall für die deutsche Wirtschaft.

1933 Nazis
1939 Krieg

1945 Potsdamer Abkommen - Interessant: Stalin, Truman und Churchill aber kein Franzose dabei. Und nur deshalb konnte ein vernünftiges Ergebnis erzielt werden. Frankreich wurde erst nachträglich zur Siegermacht erklärt.

ab 1949 Wirtschaftlicher Aufstieg der BRD - Und sofort hat Frankreich wieder im Hintergrund Fäden gezogen.

1955 Gründung der Bundeswehr - die BRD musste finanziell gebremst werden, der Aufstieg ging zu rasant. Frankreich zieht weiter Fäden, hat aber Force de Frappe und keine Angst mehr vor einer deutschen Armee.

1957 Gründung der EWG mit dem einzigen Ziel, Teile der Wirtschaftsgewinne von der BRD nach Frankreich zu transferieren.

Dann die Zusage Kohls zum Euro weil Mitterand drohte, Deutschland nach einer Vereinigung wieder zu isolieren - Wer bis jetzt nicht gelernt hat, dass man gegen französische Diplomatie nicht ankommt, dem ist nicht zu helfen.

2002 Euro - Aber nur mit Duisenberg als Chef der EZB, einem Franzosen würde in Deutschland niemand trauen. Der sollte zugunsten Frankreichs nur eine Periode, wollte dann aber verlängern weil er wohl wusste was kommt und starb überraschend und der Weg für Trichet war frei.

Trichet hat Griechische Schrottpapiere gegen die Intervention von Weber gekauft um französische Banken, die in Griechenland besonders vertreten waren, zu entlasten und französisches Geld zu sichern. Der totale Europäer.

Sarkozy hat die Merkel über den Tisch gezogen und Deutschland an Sicherheiten für Griechenland beteiligt. Sicherheiten die direkt nach Frankreich gehen um dort Banken zu stützen die vorher Riesengewinne eingefahren haben. Die Griechen-Anleihen waren ja wegen dem bankbekannten Risiko etwas höher dotiert. Merkwürdig, dass sowas Regierungsfinanzexperten nicht mitbekommen.

Und jetzt wollte Schäuble den Hermann raushängen und Privatbanken verpflichten, was hauptsächlich die Franzosen getroffen hätte.

Sarkozy hat die Merkel korrigiert und jetzt geht es "freiwillig". Was das heißt, weiß jeder. Da werden ein paar läppische hundert Millionen Verlust gefahren um Milliarden zu retten. Peanuts.

Wer jetzt noch nicht gemerkt hat, dass die Diplomatensprache Französisch ist und Alleingänge fahren will, wurde wohl mit dem Klammerbeutel gepudert. Man kann über unsere BRD-Gründerväter sagen was man will, aber denen ist zumindest gelungen, möglichst viel aus den Kauen der Franzosen zu retten.

Alles was jetzt wohl noch möglich wäre, wäre ein Euro der Hartwährungsländer plus Frankreich, die man wohl immer füttern muss. Oder ein Ausstieg, der aber Frankreich teuer abgekauft werden muss. Wer mit dem Isolationsgedanken und Orientierung nach Osten spielt, hat nichts gelernt.

Ganz ehrlich, Du musst mit mir hier nicht deutsch-preußische Geschichte repetieren; auf diesem Gebiet hab ich schon mehr vergessen als Du je gewusst hast. Das zum Einen.

Zum Anderen: Dein historischer Abriss ist nur das, was uns seit 1945 im Auftrage der Alliierten ins Geschichtsbuch hineingeschrieben wurde; mögen die Eckdaten auch stimmen, Ursache und Wirkung wird vernebelt oder gar ins Gegenteil verkehrt. Je nach persönlichem Geschmack mag man dies für wahrhaftig halten, bitte schön -jedem das Seine. Aber tu bitte nicht so, als ob Du das damals Geschehene auch wirklich verstanden hättest. Das, mein liebes Affengesicht, ist nämlich ein Irrtum; ein schrecklicher gar.

Felixhenn
18.06.2011, 14:57
solltest du weiter solche Sätze als Tatsache verkaufen, wirst du auch hier Karriere machen! Da bin ich mir fast sicher!

Wie unser Land 1945 ausgesehen hat, wissen die Älteren noch. Und da gab es bisher nichts Vergleichbares in Deutschland. Nationalismus werden uns unsere Nachbarn nicht erlauben, wenn auch manchmal bei uns etwas mehr Patriotismus angebracht wäre.

Stechlin
18.06.2011, 15:00
Wie unser Land 1945 ausgesehen hat, wissen die Älteren noch. Und da gab es bisher nichts Vergleichbares in Deutschland. Nationalismus werden uns unsere Nachbarn nicht erlauben, wenn auch manchmal bei uns etwas mehr Patriotismus angebracht wäre.

Ich fasse kurz zusammen: Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

Felixhenn
18.06.2011, 15:00
Ganz ehrlich, Du musst mit mir hier nicht deutsch-preußische Geschichte repetieren; auf diesem Gebiet hab ich schon mehr vergessen als Du je gewusst hast. Das zum Einen.

Zum Anderen: Dein historischer Abriss ist nur das, was uns seit 1945 im Auftrage der Alliierten ins Geschichtsbuch hineingeschrieben wurde; mögen die Eckdaten auch stimmen, Ursache und Wirkung wird vernebelt oder gar ins Gegenteil verkehrt. Je nach persönlichem Geschmack mag man dies für wahrhaftig halten, bitte schön -jedem das Seine. Aber tu bitte nicht so, als ob Du das damals Geschehene auch wirklich verstanden hättest. Das, mein liebes Affengesicht, ist nämlich ein Irrtum; ein schrecklicher gar.

Mir anderen Worten: Du kannst nichts widerlegen, hast aber den unbändigen Drang zu allem einen pseudo-schlauen Senf dazuzugeben. Lassen wir es sein - Zeitverschwendung.

Fiel
18.06.2011, 15:02
Zerstört haben bisher nur Nazis. Es sei Dir versichert, Du und die anderen Nazis sind es mir nicht wert, dass Gefühle wie Hass verschwende. Ich sehe die nur als verachtenswerten Abschaum die unser Volk ruinieren wenn man denen mehr Macht gibt. Ich sehe keine Mehrheit für Nazi-Ideen in diesem Forum, ansonsten wäre ich schon längst verschwunden. Im Gegensatz zu Nazigesocks, habe ich noch sowas wie Ehre im Leib und ich bin in der Lage, leicht gegen zehn von Euch Vollidioten argumentativ anzutreten. Geh Heulen und hole ein paar der anderen Idioten die Dir beistehen können.

PS.: Meinen Beitrag hast Du auch gar nicht gelesen, ist aber auch egal, Du würdest den eh nicht verstehen.
Ich habe wahrscheinlich viele deiner Beiträge gelesen. Und deswegen irritiert es mich ungemein, warum du dich hier immer und immer weiter als Nazi darstellen willst, obwohl du genau das Gegenteil davon schreibst. Du bist ja kein schlechterer Mensch nur weil du ein Gutmensch bist. Das mußt du allein mit dir selber ausmachen. Uns Nazis interessiert das nicht. Aber unterlaß es bitte, dich weiterhin als Nationalist, Nazi oder einfach normaler Mensch zu beschreiben. Du hast dich bereits mehrfach hier als verachtenswerte Schweinebacke geoutet. Du solltest mal deine eigenen Lebenslügen sortieren, bevor wir dich hier ordentlich in den Senkel stellen werden.

Leila
18.06.2011, 15:03
ich bin Deutscher, im "Osten" geboren und sozialisiert! Nach 35 Jahren hatte ich genug davon und bin "rübergemacht"! Da ja alles seine zwei Seiten hat, bekam ich so die Gelegenheit zwei Systeme kennenzulernen. Was heute nicht unbedingt ein Nachteil ist! Aber das kennst du ja auch.

Dankeschön für Deine Antwort.

Leila

Felixhenn
18.06.2011, 15:03
Ich fasse kurz zusammen: Wasch mich, aber mach mich nicht nass!

Nein, eher: Es nützt nichts, sich ständig zu prügeln, alles zerstören und wieder aufbauen. Wir müssen versuchen, mit dem Gegebenen klar zu kommen und das beste daraus zu machen.

Stechlin
18.06.2011, 15:05
Mir anderen Worten: Du kannst nichts widerlegen, hast aber den unbändigen Drang zu allem einen pseudo-schlauen Senf dazuzugeben. Lassen wir es sein - Zeitverschwendung.

Du Schlaufix, wenn Du eine Widerlegung Deines Geschwätzes wünschst, dann schau einfach in diesen Strang:
http://www.politikforen.net/showthread.php?105501-Der-Erste-Weltkrieg

Gawen
18.06.2011, 15:06
Mir anderen Worten: Du kannst nichts widerlegen, hast aber den unbändigen Drang zu allem einen pseudo-schlauen Senf dazuzugeben. Lassen wir es sein - Zeitverschwendung.

Fang mal bei Deiner Franzosen-Esoterik an mit der Psychosen-Aufarbeitung. :D

"Made in Germany" war eine britische Erfindung von 1887 und keine französische von 1918.

http://en.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany

Fiel
18.06.2011, 15:09
Zitat bernhard44:
Nirgends konnte man besser und schneller Karriere machen als in einer Diktatur!


ich bin Deutscher, im "Osten" geboren und sozialisiert! Nach 35 Jahren hatte ich genug davon und bin "rübergemacht"! Da ja alles seine zwei Seiten hat, bekam ich so die Gelegenheit zwei Systeme kennenzulernen. Was heute nicht unbedingt ein Nachteil ist! Aber das kennst du ja auch.
Das hört sich aber so richtig nach einer Stasi-Karriere an.

Felixhenn
18.06.2011, 15:16
Fang mal bei Deiner Franzosen-Esoterik an mit der Psychosen-Aufarbeitung. :D

"Made in Germany" war eine britische Erfindung von 1887 und keine französische von 1918.

http://en.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany

Bis zum Ende des ersten Weltkrieges war es freiwillig und nur Verpflichtung bei Lieferungen nach Großbritannien. Nach dem Versailler Vertrag war es ständige Verpflichtung für Deutschland bei jedem Produkt das ins Ausland ging. Dadurch sollten deutsche Produkte "madig" gemacht werden, das hat sich aber nachher als Vorteil für Deutschland erwiesen.

Felixhenn
18.06.2011, 15:19
Du Schlaufix, wenn Du eine Widerlegung Deines Geschwätzes wünschst, dann schau einfach in diesen Strang:
http://www.politikforen.net/showthread.php?105501-Der-Erste-Weltkrieg

Zeitverschwendung.

In diesem Sinne
Du mich auch...

Sauerländer
18.06.2011, 15:25
Dass man Frankreichs Diplomatie nicht unterschätzen darf, musste auch Bush Jr. beim Irak-Krieg schmerzlich erfahren. Wer da gezielt beobachtet hat wie das abgelaufen ist, konnte die Franzosen nur bewundern. Franzosen sind in der Lage, jedes andere Land diplomatisch fertigzumachen und zu isolieren und Isolation können wir uns nicht leisten.
Wenn man sich gegenüber einer Fremdmacht auf diplomatischem Wege nicht behaupten kann, muss das auf andere Weise geschehen.

Felixhenn
18.06.2011, 15:27
Hier im Forum bist du ja auch als Querulant bekannt.

Warum sollte jemand bei Dir vermuten, dass Du weißt was "Querulant" bedeutet? "Kauf Dich mal ein Wörterbuch, hat mich auch geholfen", um es in Deiner Sprache auszudrücken.

In diesem Sinne
Du mich auch...

Leila
18.06.2011, 15:32
[…]

Pythia,

Du bist ein weitgereister, hochgebildeter und sprachgewandter Mensch, der seine Erfolge selbst zu seiner Lebzeit bis zum Unerträglichen zu würdigen weiß, durch stetige Wiederholung des stets Wiederholten. Vielleicht gelingt mir, Deine Geltungssucht zu lindern, indem ich Dir mitteile, daß ich Dich für den Größten der Großen halte.

Ich setze mich ein für die Erhaltung der deutschen Kultur, hier und jetzt, da, wo ich gerade sitze, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln – was nicht bedeutet, daß mir die Japaner oder Chinesen schnurzegal wären.

Ich bin hier, und nur hier kann ich etwas tun.

Gruß von Leila

Stechlin
18.06.2011, 15:34
Zeitverschwendung.

In diesem Sinne
Du mich auch...

Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der IGNORANT!

Felixhenn
18.06.2011, 15:36
Wenn man sich gegenüber einer Fremdmacht auf diplomatischem Wege nicht behaupten kann, muss das auf andere Weise geschehen.

Das wurde schon so oft versucht und hat sich immer als ein Spiel mit dem Feuer erwiesen. In letzter Zeit hat die englische Sprache das Französisch in Diplomatenkreisen verdrängt, wahrscheinlich wegen der größeren Bedeutung der Schwellenländer und der Tatsache, dass für die Diplomatie auch die weniger zivilisierten Länder interessant sind. Vielleicht ist man in einigen Jahrzehnten soweit, dass Frankreich auf dem diplomatischen Parkett entsprechend der Wirtschaftsleistung eingeordnet wird. Aber beachte mal bitte, Franzosen sind in allen Gremien überdimensioniert positioniert. Ob das UN ist oder Weltbank oder EZB, um nur einige zu nennen.

umananda
18.06.2011, 15:37
Nirgends konnte man besser und schneller Karriere machen als in einer Diktatur!
Wenn man mit einem devoten Charakter ausgestattet ist und sich als tiefsitzendes Zäpfchen verdingt, seinen Verstand, so weit einer vorhanden ist ( ... besser geht es ohne Verstand) herunterfährt, dann steht dem Eialecka in einer Diktatur Tür und Tor offen.

Servus umananda

Felixhenn
18.06.2011, 15:45
Wenn man mit einem devoten Charakter ausgestattet ist und sich als tiefsitzendes Zäpfchen verdingt, seinen Verstand, so weit einer vorhanden ist ( ... besser geht es ohne Verstand) herunterfährt, dann steht dem Eialecka in einer Diktatur Tür und Tor offen.

Servus umananda

Ich habe vor 1989 in Gesprächsrunden oft die abstrakte Behauptung als Witz eingeworfen, dass man Politiker in Ost und West austauschen könnte und keiner würde was merken. nach 1989 habe ich festgestellt, dass das gar kein Witz war.

Felixhenn
18.06.2011, 15:47
Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der IGNORANT!

Na dann: "Heute schon ignoriert?"

Fiel
18.06.2011, 15:49
Zitat von umananda
Wenn man mit einem devoten Charakter ausgestattet ist und sich als tiefsitzendes Zäpfchen verdingt, seinen Verstand, so weit einer vorhanden ist ( ... besser geht es ohne Verstand) herunterfährt, dann steht dem Eialecka in einer Diktatur Tür und Tor offen.

Servus umananda

Ich habe vor 1989 in Gesprächsrunden oft die abstrakte Behauptung als Witz eingeworfen, dass man Politiker in Ost und West austauschen könnte und keiner würde was merken. nach 1989 habe ich festgestellt, dass das gar kein Witz war.
Und du armseliger Tropf glaubst jetzt, die Juden würden dir dein zuküftiges Leben gestalten. Du bist ja dümmer als es die Polizei erlaubt.

Felixhenn
18.06.2011, 15:59
Zitat von umananda
Wenn man mit einem devoten Charakter ausgestattet ist und sich als tiefsitzendes Zäpfchen verdingt, seinen Verstand, so weit einer vorhanden ist ( ... besser geht es ohne Verstand) herunterfährt, dann steht dem Eialecka in einer Diktatur Tür und Tor offen.

Servus umananda

Und du armseliger Tropf glaubst jetzt, die Juden würden dir dein zuküftiges Leben gestalten. Du bist ja dümmer als es die Polizei erlaubt.

Brauchst Du jemand, der Dir Dein Leben gestaltet? Ich nicht. Hat man Dich auf der Klippschule nicht mitspielen lassen, oder warum bist Du so verbittert? War da etwa ein Jude der versetzt wurde und Du nicht, oder weshalb der kranke Hass auf Juden? Oder lässt Dich keine Puppe ran und Du musst Dich vorm Computer abreagieren? Kotz Dich ruhig aus.

Leila
18.06.2011, 16:08
Sie sind jetzt wieder beisammen, die Deutschen, und das erfreut mich, auch wenn sie miteinander streiten.

umananda
18.06.2011, 16:14
Sie sind jetzt wieder beisammen, die Deutschen, und das erfreut mich, auch wenn sie miteinander streiten.

Das steht wohl ausser Frage. Es ist überhaupt erfreulich, dass der Eiserne Vorhang aus Europa verschwunden ist. Zwar leben wir immer noch im Zeitalter der Entzweiung, in dem man Völker spaltet und aufeinander hetzt, aber es ist zumindest in Europa entspannter geworden.

Servus umananda

Sauerländer
18.06.2011, 16:18
Das wurde schon so oft versucht und hat sich immer als ein Spiel mit dem Feuer erwiesen.
Dann haben wir ein Problem.
Wenn Behauptung auf diplomatischem wie ausserdiplomatischem Felde nicht funktioniert und eine Akzeptanz dieser Lage bzw Unterordnung keine Option ist - was dann?

Praktiker
18.06.2011, 16:22
Sie sind jetzt wieder beisammen, die Deutschen, und das erfreut mich, auch wenn sie miteinander streiten.

Ich denke auch ,-
daß es gut so ist !

Und wer streitet ,-
der schießt nicht auf den anderen ,-
es kann nur besser werden.......... :)

Felixhenn
18.06.2011, 16:31
Dann haben wir ein Problem.
Wenn Behauptung auf diplomatischem wie ausserdiplomatischem Felde nicht funktioniert und eine Akzeptanz dieser Lage bzw Unterordnung keine Option ist - was dann?

Du hast das richtig erkannt, das ist ein Riesenproblem für uns. Wir haben eine ganz andere Mentalität als unsere Freunde im Westen. Deutschland ist preußisch geprägt, ehrlich, hart arbeitend, geradlinig, achte das Gesetz, lebe um zu arbeiten. Frankreich hat eine ganz andere Lebensphilosophie: Eine kleine Lüge schadet nicht, warum arbeiten wenn es auch ohne geht, durchschlängeln, achte das Gesetz wenn es mir dient, arbeite um zu leben. Und wenn wir uns das Gesetz mit Diplomatie so hinbiegen können, dass es uns Vorteile gegenüber anderen verschafft, dann mal los. Ich wohne an der Grenze zu Frankreich und bin oft dort. Habe auch viele Freunde dort und kann den Unterschied immer wieder erleben. Ich war vor ein paar Wochen hier in der deutschen Botschaft, Konsularabteilung, man wollte mich zwingen englisch zu sprechen, ich spreche zwar seit 1970 fast ausschließlich Englisch im täglichen Leben, aber auf einem deutschen Konsulat weigere ich mich und spreche Deutsch. Würde sowas in Frankreich passieren, es gäbe eine mittlere Staatskrise.

Felixhenn
18.06.2011, 16:33
Ich denke auch ,-
daß es gut so ist !

Und wer streitet ,-
der schießt nicht auf den anderen ,-
es kann nur besser werden.......... :)

Stimmt.

Leila
18.06.2011, 16:43
Ich denke auch ,-
daß es gut so ist !

Und wer streitet ,-
der schießt nicht auf den anderen ,-
es kann nur besser werden.......... :)

Dafür spende ich Dir mein Lob!

Wenn auch nicht mehr „guter Hoffnung“

Leila

Kongo Bongo
18.06.2011, 16:56
Warum sollte jemand bei Dir vermuten, dass Du weißt was "Querulant" bedeutet? "Kauf Dich mal ein Wörterbuch, hat mich auch geholfen", um es in Deiner Sprache auszudrücken.

In diesem Sinne
Du mich auch...

Das haben Querulanten wie du eben so an sich, dass sie es nicht mal merken.

Felixhenn
18.06.2011, 17:11
Das haben Querulanten wie du eben so an sich, dass sie es nicht mal merken.

Na, Du Schnellmerker. Ich sehe, Du willst Dich in die Reihe der abgehalfterten Forumstrottel einreihen. Wenn Blödheit weh täte und das Forum schreien könnte...

PS.: Ein ehrlicher und guter Tipp: Am eigenen Versagen sind nie die anderen schuld. Wir haben in diesem wunderschönen Land so viele Möglichkeiten wie fast nirgendwo auf der Welt. Es geht darum diese zu erhalten und nicht darum, dass irgendwelche Idioten mit ihren lauwarm ausgebrüteten Ideen alles ruinieren. Brauchen wir nicht, war in der Vergangenheit nicht gut und wird auch durch ständige Wiederholung nicht besser. Augen aufmachen für Realitäten.

PS2: Lesen lernen hilft. Und besuche mal ne Schule und mach endlich einen Abschluss.

Sauerländer
18.06.2011, 17:16
Du hast das richtig erkannt, das ist ein Riesenproblem für uns. Wir haben eine ganz andere Mentalität als unsere Freunde im Westen.
Die, deiner obigen Darlegung folgend, allenfalls eingeschränkt als Freunde bezeichnet werden können. Und denen gegenüber Selbstbehauptung oberstes Ziel sein muss.

Cicero1
18.06.2011, 17:25
Die politische Spaltung ist, besonders im öffentlichen Dienst, bis heute vorhanden.
Noch heute können wir Ost-Berliner in Betrieben oft den "Wessie" regelrecht "riechen"!

Soweit ich das aus meinem Tätigkeitsfeld ( 1990 …. 2007 ) beurteilen kann, hielt sich nach der Übernahme der DDR in die BRD dieser "Local-Patriotismus" bis heute.
„Westberliner“ blieben gerne unter sich. In unserer „Senatsverwaltung für Sport“ (SSB) dominierten zunächst die Führungskader, die fast nur aus West-Berlin kamen.
Wenn „Wessies“ überhaupt in alte Ost-Strukturen einsickerten, dann, um hier den „Reibach“ zu machen, zumindest Profit.

Die Zerschlagung des gesamten Schwermaschinenbaus in Süd-Ost Berlin geriet zu einem ideologischen Blutbad – Filetstücke wurden verramscht, „Nutzloses“ abgewickelt, Reste verschleudert. Es war die Zeit der Raffkes und Insider, wo viel Geld in dunklen Kanälen versickerte.
Viele gingen damals in den Westen.
Noch kurz vor der „Wende“ wurde das WF (Werk für Fernsehelektronik)in Oberschöneweide (Köpenick) komplett von einem japanischen Co-Investor auf Weltstandard modernisiert.
Es wurde ein Bildröhrenwerk gebaut…leider begann schon, wie bekannt, nach 2000 der Flachbildschirm seinen globalen Siegeszug. Heute ist das Werk bereits wieder geschlossen.

In der Senatverwaltung begann 1999 die Umstrukturierung in Ost-Berlin in die Bezirkverwaltungen, d.h. die Verantwortlichkeit lag jetzt in den Händen der Bezirke.
Hier stellte man einen großen „Rest-Sozialismus“ fest, dergestalt, dass, wo vorher 5……8 Angestellte / Arbeiter arbeiteten, jetzt nur noch 1….3 das gleiche Pensum bewältigten.
Auch bei uns, wurde ein großer Teil der Kollegen abgewickelt, was überwiegend sozial abgefedert wurde. (Einstellungs-Stop, Umsetzungen, Delegierungen, Schulungen usw.).

Inzwischen besteht 20 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch ein Unterschied in der Tarifverwaltung; „West-Berliner“ verdienen immer noch mehr, wie ihre Kollegen im ehem. Ost-Teil – bei gleicher Arbeit. Das gilt auch bei Vergünstigungen aller Art (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld…usw.)….insgesamt ein anachronistischer Zustand…

E:

Eridani, Danke für Deine umfangreiche Antwort! Die gegenwärtige Entwicklung ist sicher nicht im Sinne der Arbeiter des 17. Juni. Die Alliierten haben ihr Ziel, die Deutschen längerfristig zu spalten, erreicht. Auch die SED hat da ganze Arbeit geleistet, noch stärker als es im Westen der Fall war. Ich denke, die Chance auf ein echtes Zusammenwachsen wird es erst geben, wenn die Generation mit der "Mauer in den Köpfen" nicht mehr lebt. Aber auch bei nachfolgenden Generationen gibt es da keine Gewissheit, schließlich besteht eine gewisse Spaltung auch schon seit Ewigkeiten zwischen den Nord- und Süddeutschen, insbesondere den Bayern. Aber auch nach dem Bürgerkrieg in den USA hat es mehrere Jahrzehnte gedauert bis die Spaltung in den Köpfen überwunden war.

Die Lohnunterschiede innerhalb Berlins sind natürlich nach über 20 Jahren ein Unding, da wird unnötigerweise böses Blut geschaffen. Aber es ist so einiges faul im Staate Dänemark, wenn man nur an diesen Unsinn von zwei Regierungssitzen in Deutschland denkt.

Leila
18.06.2011, 17:35
Das haben Querulanten wie du eben so an sich, dass sie es nicht mal merken.

Zu Gunsten des Felixhenn.

„Kongo Bongo – für wahre Demokratie – Herz der Finsternis“

http://www7.pic-upload.de/18.06.11/mq3so71ift4o.jpg (http://www.pic-upload.de/view-10372501/Kongo-Bongo.jpg.html)

http://i4.ytimg.com/vi/wUX3AK6wRzM/default.jpg (http://www.youtube.com/watch?v=wUX3AK6wRzM)

Vieles kann man sich vorstellen, das in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Die mannigfaltigsten Zusammenhänge fallen mir beim Lesen Deiner Zeilen ein. Ich danke Dir für Deine Anregungen!

Übung (http://www.politikforen.net/showthread.php?40771-Assoziationskette&highlight=Assoziationskette)

Geschrieben von Leila

Felixhenn
18.06.2011, 17:42
Die, deiner obigen Darlegung folgend, allenfalls eingeschränkt als Freunde bezeichnet werden können. Und denen gegenüber Selbstbehauptung oberstes Ziel sein muss.

Wir müssen unterscheiden zwischen "Freunden" im privaten und "Freunden" im politischen Bereich. Im privaten Bereich können wir uns Freunde aussuchen, im politischen Bereich nicht. Freunde im politischen Bereich sind manchmal Nachbarn oder Völker mit gleichen Interessen bzw. Wertvorstellungen und natürlich die, die die gleichen Ziele haben und Wirtschaftspartner. Mit freundschaftlichen Gefühlen hat das nichts zu tun. Im privaten Bereich können wir im Extremfall von Nachbarn wegziehen, politisch nicht. Wenn es möglich wäre, die Bevölkerungen vom Kongo und Deutschland auszutauschen, ich wäre dafür. Dort hätten wir Rohstoffe und Frankreich nicht als Nachbarn. Wir wären in Kürze Weltmacht.

Aber wir müssen leider das machen was möglich ist, Nationalismus ist nun mal nicht möglich.

Felixhenn
18.06.2011, 17:45
Zu Gunsten des Felixhenn.

„Kongo Bongo – für wahre Demokratie – Herz der Finsternis“

http://www7.pic-upload.de/18.06.11/mq3so71ift4o.jpg (http://www.pic-upload.de/view-10372501/Kongo-Bongo.jpg.html)

http://i4.ytimg.com/vi/wUX3AK6wRzM/default.jpg (http://www.youtube.com/watch?v=wUX3AK6wRzM)

Vieles kann man sich vorstellen, das in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Die mannigfaltigsten Zusammenhänge fallen mir beim Lesen Deiner Zeilen ein. Ich danke Dir für Deine Anregungen!

Übung (http://www.politikforen.net/showthread.php?40771-Assoziationskette&highlight=Assoziationskette)

Geschrieben von Leila

Auch der wird mal erwachsen und hört mit dem Selbstbefummeln auf.

Danke liebe Leila, ich gehe jetzt ins Bett. Hier ist es 00.44 und es wartet noch ein Job auf mich, den ich besser gut mache.

Gruß
Felix

Sauerländer
18.06.2011, 17:47
Aber wir müssen leider das machen was möglich ist, Nationalismus ist nun mal nicht möglich.
Und wie der möglich ist. Wenn das Projekt EU an die Wand rasselt, was gegenwärtig nicht gerade unwahrscheinlicher wird, werden einige Leute sich sehr wundern, was alles noch möglich ist, das sie für "längst überwunden" hielten.
Und die Freunde betreffend:
Folgt man deiner Darstellung, sind die Franzosen das ja offensichtlich auf politischer Ebene allenfalls sehr bedingt.

Untergrundkämpfer
18.06.2011, 17:49
Aber wir müssen leider das machen was möglich ist, Nationalismus ist nun mal nicht möglich.

Sicher das Du nicht Mitglied_Innen bei den Grünen oder der SPD bist?

Kongo Bongo
18.06.2011, 17:56
Na, Du Schnellmerker. Ich sehe, Du willst Dich in die Reihe der abgehalfterten Forumstrottel einreihen. Wenn Blödheit weh täte und das Forum schreien könnte...

PS.: Ein ehrlicher und guter Tipp: Am eigenen Versagen sind nie die anderen schuld. Wir haben in diesem wunderschönen Land so viele Möglichkeiten wie fast nirgendwo auf der Welt. Es geht darum diese zu erhalten und nicht darum, dass irgendwelche Idioten mit ihren lauwarm ausgebrüteten Ideen alles ruinieren. Brauchen wir nicht, war in der Vergangenheit nicht gut und wird auch durch ständige Wiederholung nicht besser. Augen aufmachen für Realitäten.

PS2: Lesen lernen hilft. Und besuche mal ne Schule und mach endlich einen Abschluss.

Als geistig gesunder Mensch verstehe ich dein zusammenhangloses Gesabbel nicht.

Kongo Bongo
18.06.2011, 18:01
Zu Gunsten des Felixhenn.

„Kongo Bongo – für wahre Demokratie – Herz der Finsternis“

http://www7.pic-upload.de/18.06.11/mq3so71ift4o.jpg (http://www.pic-upload.de/view-10372501/Kongo-Bongo.jpg.html)

http://i4.ytimg.com/vi/wUX3AK6wRzM/default.jpg (http://www.youtube.com/watch?v=wUX3AK6wRzM)

Vieles kann man sich vorstellen, das in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Die mannigfaltigsten Zusammenhänge fallen mir beim Lesen Deiner Zeilen ein. Ich danke Dir für Deine Anregungen!

Übung (http://www.politikforen.net/showthread.php?40771-Assoziationskette&highlight=Assoziationskette)

Geschrieben von Leila

Du fällst damit auf, dass du in jedem Thread völlig themenfremde Beiträge verfasst. Ich kann auch deinem letzten Gesülze überhaupt keinen Bezug zu meinem Beitrag entnehmen.

Brutus
18.06.2011, 18:04
Und wie der möglich ist. Wenn das Projekt EU an die Wand rasselt, was gegenwärtig nicht gerade unwahrscheinlicher wird, werden einige Leute sich sehr wundern, was alles noch möglich ist, das sie für "längst überwunden" hielten.
Und die Freunde betreffend: Folgt man deiner Darstellung, sind die Franzosen das ja offensichtlich auf politischer Ebene allenfalls sehr bedingt.

Wenn Nationalismus nicht möglich ist, ist auch Egoismus nicht möglich. Etwas anderes als Egoismus, das Verfolgen eigener Interessen, ist Nationalismus auch nicht, nur eben auf kollektiver Ebene.

Sauerländer
18.06.2011, 18:19
Wenn Nationalismus nicht möglich ist, ist auch Egoismus nicht möglich. Etwas anderes als Egoismus, das Verfolgen eigener Interessen, ist Nationalismus auch nicht, nur eben auf kollektiver Ebene.
An weiteren Beispielen ließen sich Regionalismus und Klassenkampf hinzufügen.

Leila
18.06.2011, 18:22
Und wie der möglich ist. Wenn das Projekt EU an die Wand rasselt, was gegenwärtig nicht gerade unwahrscheinlicher wird, werden einige Leute sich sehr wundern, was alles noch möglich ist, das sie für "längst überwunden" hielten.
Und die Freunde betreffend:
Folgt man deiner Darstellung, sind die Franzosen das ja offensichtlich auf politischer Ebene allenfalls sehr bedingt.

Lieber Sauerländer!

Seit vielen Jahren schon beschäftigt mich der Nationalismus und Patriotismus, besser: ich mich mit ihm. Als eine, die ihr Herkunftsland vor vielen Jahren verlor, ohne daß sie es bemerkte, schreibe ich Dir diese Zeilen.

Der große, gutmütige und wohlwollende Denker Karl Jasper, dem ich als Mädchen vorgestellt wurde, dessen Hand mein Haupt zärtlich streichelte und dessen Schriften ich vorwärts und rückwärts las, schrieb folgendes:


„Das Nationale innerhalb Europas behauptet sich mit Recht nur noch als eigene Lebensform, überlieferte Anschauung, als Sprache, Geist und Erziehung. Als Machtprinzip eines Staates aber hat es nicht nur sein Recht verloren, sondern wird zum Widersacher der abendländischen Einheit. Staatsgrenzen sollten ohnehin in Europa immer mehr zu Grenzen von europäischen Verwaltungsbezirken werden. Schon gibt es bedeutende ‚Europäer‘ als einzelne Persönlichkeiten. Aber sie haben im Denken, nicht im Handeln gewirkt. Noch dürfen wir auf Persönlichkeiten (zumal in kleineren Staaten) unsere Hoffnungen setzen. In den grösseren europäischen Staaten scheint der alte Nationalismus noch unverwüstlich: Zuerst die eigene Nation als dieser Staat, erst ihre besonderen Interessen, erst ihre Weltstellung, die zu erfüllen jede für ihre Aufgabe hält, dann erst Europa.“

All diesem widerspreche ich mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft! Jasper machte mich zur Patriotin (nicht aber zu einer Befürworterin des Patriarchats).

Gruß von Leila

Sauerländer
18.06.2011, 18:40
Lieber Sauerländer!

Seit vielen Jahren schon beschäftigt mich der Nationalismus und Patriotismus, besser: ich mich mit ihm. Als eine, die ihr Herkunftsland vor vielen Jahren verlor, ohne daß sie es bemerkte, schreibe ich Dir diese Zeilen.

Der große, gutmütige und wohlwollende Denker Karl Jasper, dem ich als Mädchen vorgestellt wurde, dessen Hand mein Haupt zärtlich streichelte und dessen Schriften ich vorwärts und rückwärts las, schrieb folgendes:


„Das Nationale innerhalb Europas behauptet sich mit Recht nur noch als eigene Lebensform, überlieferte Anschauung, als Sprache, Geist und Erziehung. Als Machtprinzip eines Staates aber hat es nicht nur sein Recht verloren, sondern wird zum Widersacher der abendländischen Einheit. Staatsgrenzen sollten ohnehin in Europa immer mehr zu Grenzen von europäischen Verwaltungsbezirken werden. Schon gibt es bedeutende ‚Europäer‘ als einzelne Persönlichkeiten. Aber sie haben im Denken, nicht im Handeln gewirkt. Noch dürfen wir auf Persönlichkeiten (zumal in kleineren Staaten) unsere Hoffnungen setzen. In den grösseren europäischen Staaten scheint der alte Nationalismus noch unverwüstlich: Zuerst die eigene Nation als dieser Staat, erst ihre besonderen Interessen, erst ihre Weltstellung, die zu erfüllen jede für ihre Aufgabe hält, dann erst Europa.“

All diesem widerspreche ich mit aller mir zur Verfügung stehenden Kraft! Jasper machte mich zur Patriotin (nicht aber zu einer Befürworterin des Patriarchats).

Gruß von Leila
Ich würde dem guten Mann in einer Hinsicht Recht geben:
Es gibt eine nicht staatlich zu verstehende Einheit des Abendlandes, die wichtig ist und für die Nationalismus bedrohlich wird, wenn er gewisse geistige Grenzen überschreitet. Das haben wir im 20. Jahrhundert erlebt (allerdings keineswegs nur auf deutscher Seite, sondern ganz allgemein). Insofern kann man durchaus legitimerweise zur Vorsicht mahnen, wenn das Partikulare mit geradezu negierender Übermacht gegen das Universale ins Feld geführt wird.
Allerdings gilt diese Feststellung umgekehrt nicht minder: Wo das Übergeordnete (das auch noch mit neuen Inhalten aufgeladen wurde, über die ebenfalls zu reden wäre) negierend gegen die Partikularitäten ins Spiel gebracht wird, ihnen die Eigensubstanz bestreitet, die nur noch als Lebensstil erlauben soll und zunehmend ja selbst den vereinheitlicht - da vergisst das Universale seinerseits seinen Platz und macht sich selbst zum Feind.

Beide sind wichtig, keines darf das andere völlig verdrängen.
Günstigstensfalls stehen sie in einem befruchtenden Wechselspiel miteinander.
Schlechtestenfalls, und in vielerlei Hinsicht erleben wir gerade ein Beispiel dafür, werden sie einander zu Todfeinden und geraten dabei in Gefahr, ihren jeweils eigenen positiven Gehalt zu verlieren.

Untergrundkämpfer
18.06.2011, 18:55
Wir können auch anders

Von Dieter Stein (http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50a78679339.0.html)


Vor 58 Jahren, am 17. Juni 1953, standen in der gesamten DDR Deutsche gegen die kommunistische Diktatur auf. Über 500 Orte wurden von der Aufstandsbewegung erfaßt, im Zentrum stand die geteilte Hauptstadt Berlin, wo die Bauarbeiter der Stalinallee mit ihren Protesten gegen die Normerhöhungen den Anfang machten. Hier entstanden die wirkmächtigen Bilder vom Marsch durch das Brandenburger Tor, von den rebellierenden jungen Männern, die Steine auf sowjetische Panzer warfen.

Das Datum wurde im Zuge des Kalten Krieges zum „Tag der deutschen Einheit“ im Westen des geteilten Landes, für die sowjetische Besatzungsmacht und ihre Satrapen von der SED zum Alptraum. Ihnen dämmerte, daß es ihnen wohl nie dauerhaft gelingen würde, das Volk hinter sich zu zwingen.

sisyphos
18.06.2011, 19:45
Und heutzutage verschwenden sie ihre Souveränität mit Bahnhöfen wie in Stuttgart.

Servus umananda

Ach ... besser das Volk übt für den Ernstfall. Unsere sogenannten Eliten enpuppen sich immer weiter als Schaumschläger. Die bürgerliche Scheinheiligkeit entpuppt sich einfach
und zum Vorschein kommen Volksvertreter mit getürkten Doktortiteln. ;)) Toll sowas ... das war schon 68 so, das wird ewig so bleiben. Vieles in dieser Gesellschaft ist ein Witz.

Brutus
18.06.2011, 20:02
Ach ... besser das Volk übt für den Ernstfall. Unsere sogenannten Eliten enpuppen sich immer weiter als Schaumschläger. Die bürgerliche Scheinheiligkeit entpuppt sich einfach
und zum Vorschein kommen Volksvertreter mit getürkten Doktortiteln. ;)) Toll sowas ... das war schon 68 so, das wird ewig so bleiben. Vieles in dieser Gesellschaft ist ein Witz.

Volltreffer. Bei manchen Schreibern denkt man unwillkürlich an Rilke: *Und hinter tausend Schädeln kein Gehirn.*

Leila
18.06.2011, 20:42
[…]

Lieber Sauerländer,

um es Dir so kurz wie möglich zu sagen: Ich bin eine glühende Patriotin, eine, deren Herz dereinst in Liebe zu den Eidgenossen verglühen wird. Meine Kinder und Kindeskinder verteidige ich so gut ich kann, mit Kraft, Geist und Geld.

Die Menschen sind sehr kompliziert, ihr Handeln kaum erkennbar. Man könnte es sich einfach machen und ohne einen Beweis zu erbringen behaupten: einjeder Mensch sei nur auf seinen Vorteil aus. Doch diesen einfachen Gedanken muß ich deshalb verwerfen, weil ich dessen leibhaftiger Gegenbeweis bin: ich tue nichts zu meinen Gunsten, sondern verausgabe mich zu Gunsten anderer. Damit Du mich verstehen lernst (woran mir viel gelegen ist): Ich bin von Geburt an so reich, daß ich niemals verarmen kann. Kein Mensch kann mich so sehr ausbeuten, daß ich armselig würde – so reich bin ich.

Und so, wie ich, sind alle mir persönlich bekannten Deutschen, deren Freundin ich bin.

Dich herzlich grüßend

Leila

sisyphos
18.06.2011, 22:01
Lieber Sauerländer,

um es Dir so kurz wie möglich zu sagen: Ich bin eine glühende Patriotin, eine, deren Herz dereinst in Liebe zu den Eidgenossen verglühen wird. Meine Kinder und Kindeskinder verteidige ich so gut ich kann, mit Kraft, Geist und Geld.

Die Menschen sind sehr kompliziert, ihr Handeln kaum erkennbar. Man könnte es sich einfach machen und ohne einen Beweis zu erbringen behaupten: einjeder Mensch sei nur auf seinen Vorteil aus. Doch diesen einfachen Gedanken muß ich deshalb verwerfen, weil ich dessen leibhaftiger Gegenbeweis bin: ich tue nichts zu meinen Gunsten, sondern verausgabe mich zu Gunsten anderer. Damit Du mich verstehen lernst (woran mir viel gelegen ist): Ich bin von Geburt an so reich, daß ich niemals verarmen kann. Kein Mensch kann mich so sehr ausbeuten, daß ich armselig würde – so reich bin ich.

Und so, wie ich, sind alle mir persönlich bekannten Deutschen, deren Freundin ich bin.

Dich herzlich grüßend

Leila

Es lebe der materialistisch-unmaterialistisch und umso materialistischere deutsche Idealismus ( der ein idealistischer Materialismus und materieller Idealismus ist! )

Wir wollen ja nicht geizen.

sisyphos
18.06.2011, 22:02
Volltreffer. Bei manchen Schreibern denkt man unwillkürlich an Rilke: *Und hinter tausend Schädeln kein Gehirn.*

Der Panther muss einfach befreit werden. Ein Panther lebt nicht hinter Stäben ... das widerspricht seiner Natur.

umananda
18.06.2011, 22:07
(..) Vieles in dieser Gesellschaft ist ein Witz.

Wir sind alle Teil einer Gesellschaft ... auch du. Oder gehörst du zu den Menschen, die sich abseits stellen und besserwisserisch herumnörgeln. Ich hoffe doch nicht ... wenn ich schon so etwas höre: Die Gesellschaft ist Schuld an meiner Misere ... die Gesellschaft macht dies oder das ...

Servus umananda

Marx
18.06.2011, 22:17
Wir können auch anders

Von Dieter Stein (http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M50a78679339.0.html)

Ein Zitat nehmen das mehr unwahres enthält als Wahrheit ist traurig.
"geteilte Hauptstadt Berlin" - Berlin war keine geteilte Hauptstadt sondern der eine Teil von Berlin war die Hauptstadt der DDR, der andere Teil war unter Hoheitlicher Besatzung der westlichen Staaten der Antihitlerkoalition.
Die Proteste gegen die Normerhöhung waren bereits vor dem 17. Juni, da waren diese schon wieder zurückgenommen. Nur das passte den Herren im Westen nicht und so wurden die Krawalle angezettelt. Wieviele Menschen von den Konterrevolutionären ermordet wurden, dazu schweigt er lieber. Das diese KR erfolgreich zerschlagen wurde war ein Ergebnis des konsequenten m/l Handelns und nicht wie 89 wo der Opportunismus alles daran setzte den Soz. zu beerdigen. Über den Rest der Stein`schen Schrift, die zum k..... will ich mich hier nicht auslassen, steht auch nicht zur Diskussion.

sisyphos
18.06.2011, 22:49
Wir sind alle Teil einer Gesellschaft ... auch du. Oder gehörst du zu den Menschen, die sich abseits stellen und besserwisserisch herumnörgeln. Ich hoffe doch nicht ... wenn ich schon so etwas höre: Die Gesellschaft ist Schuld an meiner Misere ... die Gesellschaft macht dies oder das ...

Servus umananda

Für geklaute Doktortitel habe ich kein Verständnis. Und für Eliten, die keine sind. Das gilt natürlich mitnichten für alle "Volksvertreter". :)

Mir geht es mehr um die Frage, wie Demokratie besser gehen könnte. Und ich finde das ist möglich.

umananda
18.06.2011, 23:34
Für geklaute Doktortitel habe ich kein Verständnis. Und für Eliten, die keine sind. Das gilt natürlich mitnichten für alle "Volksvertreter". :)

Mir geht es mehr um die Frage, wie Demokratie besser gehen könnte. Und ich finde das ist möglich.

Wer promoviert gehört deshalb noch lange nicht zur Elite. Akademische Titel sind nichts ... aber deine Frage, wie eine demokratische Gesellschaft sich verbessern sollte ist leicht zu beantworten. Sie muss beweglich bleiben und Demokratie nicht als Selbstläufer betrachten.

Servus umananda

Gawen
18.06.2011, 23:37
... wenn ich schon so etwas höre: Die Gesellschaft ist Schuld an meiner Misere ... die Gesellschaft macht dies oder das ...

Die Gesellschaft nimmt mir Steuern und sonstige Beiträge ab, für die darf ich ja wohl etwas gute Unterhaltung erwarten! :D

umananda
18.06.2011, 23:52
Die Gesellschaft nimmt mir Steuern und sonstige Beiträge ab, für die darf ich ja wohl etwas gute Unterhaltung erwarten! :D

Dafür hat sie auch meine Ausbildung zum Teil finanziert und sorgt für mein Einkommen ... stellt eine Infrastruktur her, die ich sogar mit einem passablen Fahrzeug nach Lust und Laune befahren kann. Wenn ich ehrlich sein soll, ich vermisse in unserer Gesellschaft kaum etwas. Sie ermöglicht es mir sogar, gegen sie zu schimpfen ... ist es ein Vergehen, sich in einer "Gesellschaft" wohl zu fühlen?

Servus umananda

sisyphos
19.06.2011, 00:17
Dafür hat sie auch meine Ausbildung zum Teil finanziert und sorgt für mein Einkommen ... stellt eine Infrastruktur her, die ich sogar mit einem passablen Fahrzeug nach Lust und Laune befahren kann. Wenn ich ehrlich sein soll, ich vermisse in unserer Gesellschaft kaum etwas. Sie ermöglicht es mir sogar, gegen sie zu schimpfen ... ist es ein Vergehen, sich in einer "Gesellschaft" wohl zu fühlen?

Servus umananda

Keinesfalls. Ich fühle mich auch wohl. Aber dennoch gibt es vieles, was besser laufen könnte.

Öhm, meine Ausbildung finanziert auch der Staat.

umananda
19.06.2011, 00:20
Keinesfalls. Ich fühle mich auch wohl. Aber dennoch gibt es vieles, was besser laufen könnte.

Öhm, meine Ausbildung finanziert auch der Staat.

Und darum geht es eigentlich. Unsere Gesellschaft benötigt keine Grenze mit Selbstschussanlagen, um die Bürger zum BLEIBEN zu bewegen. Wir bleiben völlig freiwillig ...

Servus umananda

Deutschmann
19.06.2011, 00:22
Und darum geht es eigentlich. Unsere Gesellschaft benötigt keine Grenze mit Selbstschussanlagen, um die Bürger zum BLEIBEN zu bewegen. Wir bleiben völlig freiwillig ...

Servus umananda

Natürlich bleiben wir freiwillig ... solange "Milch und Honig" fließt. Versiegt diese Quelle sind die anderen Vorteile unserer Gesellschaft schnell vergessen.

Tankred
19.06.2011, 09:34
Natürlich bleiben wir freiwillig ... solange "Milch und Honig" fließt. Versiegt diese Quelle sind die anderen Vorteile unserer Gesellschaft schnell vergessen.

Mag sein, aber Du darfst jederzeit gehen, das durften die Leute in der DDR nicht. Die haben dann eine Antrag auf Ausreise gestellt und waren dann der Willkür der Behörden ausgesetzt. Dann kam man auf die Idee, ein weißes Bändel an die Autoantennen zu binden, zum Zeichen für Andere. Selbst das mussten sie dann abmachen, war auch irgend ein "Verstoß".

umananda
19.06.2011, 12:41
Mag sein, aber Du darfst jederzeit gehen, das durften die Leute in der DDR nicht. Die haben dann eine Antrag auf Ausreise gestellt und waren dann der Willkür der Behörden ausgesetzt. Dann kam man auf die Idee, ein weißes Bändel an die Autoantennen zu binden, zum Zeichen für Andere. Selbst das mussten sie dann abmachen, war auch irgend ein "Verstoß".

Ein Staat, der die Bürger einsperren muss, um sie von der Überlegenheit ihres Systems zu überzeugen, ist völlig widersinnig - man könnte schon von der Pervertierung eines Gemeinwesens sprechen.

Servus umananda

Don
19.06.2011, 12:47
Keinesfalls. Ich fühle mich auch wohl. Aber dennoch gibt es vieles, was besser laufen könnte.

Öhm, meine Ausbildung finanziert auch der Staat.

Nein. Deine Ausbildung finanziert der Steuerzahler.

Stechlin
19.06.2011, 12:55
Sie sind jetzt wieder beisammen, die Deutschen, und das erfreut mich, auch wenn sie miteinander streiten.

Und dafür sollten wir dem lieben Gott dankbar sein.

Stechlin
19.06.2011, 13:03
Eridani, Danke für Deine umfangreiche Antwort! Die gegenwärtige Entwicklung ist sicher nicht im Sinne der Arbeiter des 17. Juni. Die Alliierten haben ihr Ziel, die Deutschen längerfristig zu spalten, erreicht. Auch die SED hat da ganze Arbeit geleistet, noch stärker als es im Westen der Fall war. Ich denke, die Chance auf ein echtes Zusammenwachsen wird es erst geben, wenn die Generation mit der "Mauer in den Köpfen" nicht mehr lebt. Aber auch bei nachfolgenden Generationen gibt es da keine Gewissheit, schließlich besteht eine gewisse Spaltung auch schon seit Ewigkeiten zwischen den Nord- und Süddeutschen, insbesondere den Bayern. Aber auch nach dem Bürgerkrieg in den USA hat es mehrere Jahrzehnte gedauert bis die Spaltung in den Köpfen überwunden war.

Die Lohnunterschiede innerhalb Berlins sind natürlich nach über 20 Jahren ein Unding, da wird unnötigerweise böses Blut geschaffen. Aber es ist so einiges faul im Staate Dänemark, wenn man nur an diesen Unsinn von zwei Regierungssitzen in Deutschland denkt.

Der Einigungsprozess war und ist überschattet vom Dogma, dass die Einheit am Wohlstand gemessen wurde und wird, und zwar in Ost und(!) West. Dieses typische liberale Besitzstandsdenken vergiftet bis heute die Köpfe der Menschen, hetzt sie gegeneinander auf und lässt das Vaterland nicht zur Ruhe kommen.

Ich weiß, es nervt, aber ich muss da wieder auf Preußen zurückkommen: "Mehr sein als scheinen" -so lautete eine Maxime der preußischen Lebensart. Bescheidenheit und Maßhaltigkeit waren die Fixsterne, an denen man sich einst orientierte. Unter jenen Gestirnen wäre das Vaterland heute mehr denn je wahrlich und mental geeinigt. Aber solange die Parole herumgeistert, dass die Einheit erst dann vollendet sei, wenn in Ost und West gleiche Lebensstandards gelten, was als Ziel keinesfalls verwerflich, aber als Richtlinie untauglich, ja gar schädlich ist, solange wird ewig der Keim der Zwietracht wachsen und nur böse und bittere Früchte hervorbringen.

Meine Meinung!

bernhard44
19.06.2011, 15:43
Und dafür sollten wir dem lieben Gott dankbar sein.

eher den tapferen Leipzigern, Dresdnern und allen anderen die sich nicht einschüchtern ließen und Montag für Montag mit ihren Protesten die Straßen füllten!
Alles andere war Zufall, Glück und Zaudern, ja auch Feigheit je nachdem auf welcher Seite der Entscheidungsträger man sich wiederfand!
Alles in allem ein einmaliger, glücklicher Vorgang, der sich so wohl nie wiederholen lassen würde! Hätte sich nur ein Stück dieses Puzzles nicht gefügt, eine Katastrophe wäre über uns alle hereingebrochen!

hephland
19.06.2011, 15:58
Was soll man tun? Was darf man sagen? Sage ich Heimat und hört dies ein Linker, dann bezichtigt er mich des Nationalsozialismus (was zum ersten Mal vor ca. dreißig Jahren geschah). Das Wort Heimat hat im Schwyzerdütschen zwei Bedeutungen. Die erste lautet: Die Schweiz. Die zweite: Mein Eigentum. Ein „Heimet“ ist ein Bauernhof, der einem Bauern gehört.

durchaus nicht, leila. ich bin linker und habe eine heimat. meine engere heimat ist der niederrhein. meine weitere heimat nordwesteuropa. baden oder sachsen sind sicher auch ganz nett, aber nicht meine heimat.

Gawen
19.06.2011, 16:04
Alles in allem ein einmaliger, glücklicher Vorgang, der sich so wohl nie wiederholen lassen würde! Hätte sich nur ein Stück dieses Puzzles nicht gefügt, eine Katastrophe wäre über uns alle hereingebrochen!

Warum sollte sich das nicht, z.B. gegen Brüssel, wiederholen lassen? Das Glück gehört den Tapferen! :]

Irland wurde irgendwann unabhängig von den Engländern, wir können es auch wieder werden, wenn wir es wollen!

Brutus
19.06.2011, 16:07
Ich weiß, es nervt, aber ich muss da wieder auf Preußen zurückkommen: "Mehr sein als scheinen" -so lautete eine Maxime der preußischen Lebensart. Bescheidenheit und Maßhaltigkeit waren die Fixsterne, an denen man sich einst orientierte. Unter jenen Gestirnen wäre das Vaterland heute mehr denn je wahrlich und mental geeinigt. Aber solange die Parole herumgeistert, dass die Einheit erst dann vollendet sei, wenn in Ost und West gleiche Lebensstandards gelten, was als Ziel keinesfalls verwerflich, aber als Richtlinie untauglich, ja gar schädlich ist, solange wird ewig der Keim der Zwietracht wachsen und nur böse und bittere Früchte hervorbringen. Meine Meinung!

Meiner Meinung nach war es eine unendliche Tragik, daß sich die Ossis von den leeren, rein auf's Materielle ausgerichteten Versprechungen (*blühende Landschaften*) des zusammen mit Angela Merkel größten politischen Verbrechers Deutschlands, Helmut Kohl, dazu verführen ließen, CDU zu wählen, und sie sich und das Land damit ungewollt an unsere Todfeinde ausgeliefert haben.

Schon damals ist mir äußerst unangenehm aufgefallen, wie wenig Helmut Kohl und der andere Staatsverbrecher, Wolfgang Schäuble, den 17. Juni und die Leipziger Montagsdemonstrationen mit ihrer friedlichen Revolution gewürdigt haben.

Seit dieser Zeit empfinde ich für *Herrn* Schäuble nur noch Todhaß, für Kohl, Waigel und Genscher sowieso, weil ich schon damals ahnte, daß die offensichtliche Geringschätzung einer historischen deutschen Großtat (friedliche Revolution) auf nichts Gutes hinauslaufen würde.

bernhard44
19.06.2011, 16:11
Warum sollte sich das nicht, z.B. gegen Brüssel, wiederholen lassen? Das Glück gehört den Tapferen! :]

Irland wurde irgendwann unabhängig von den Engländern, wir können es auch wieder werden, wenn wir es wollen!

du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Brüsseler Krake nur einen Moment zögern würde ihre "Notstandsgesetze" anzuwenden! Die friedliche Revolution wird es so nicht mehr geben, das meinte ich damit!

bernhard44
19.06.2011, 16:13
durchaus nicht, leila. ich bin linker und habe eine heimat. meine engere heimat ist der niederrhein. meine weitere heimat nordwesteuropa. baden oder sachsen sind sicher auch ganz nett, aber nicht meine heimat.

aber die deines Bruders, Onkels oder Schwagers.....falls du verstehst was ich meine!

Gawen
19.06.2011, 16:16
du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Brüsseler Krake nur einen Moment zögern würde ihre "Notstandsgesetze" anzuwenden! Die friedliche Revolution wird es so nicht mehr geben, das meinte ich damit!

Deshalb meine Erwähnung der Iren! :D

Es geht auch auf die harte Tour!

Brutus
19.06.2011, 16:18
du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Brüsseler Krake nur einen Moment zögern würde ihre "Notstandsgesetze" anzuwenden! Die friedliche Revolution wird es so nicht mehr geben, das meinte ich damit!

Wir können nicht viel mehr tun als zu warten bis die Tyrannen sterben.

Brutus
19.06.2011, 16:20
Es geht auch auf die harte Tour!

Die harte Tour heißt Krieg, Weltkrieg. Lieber nicht. Besser wir warten und beten, daß das Imperium endlich verreckt!

hephland
19.06.2011, 16:22
aber die deines Bruders, Onkels oder Schwagers.....falls du verstehst was ich meine!

natürlich bin ich nebenbei auch deutscher. aber als niederrheiner ist mir brabant z.b. natürlich viel näher, als oberbayern.

bernhard44
19.06.2011, 16:26
natürlich bin ich nebenbei auch deutscher. aber als niederrheiner ist mir brabant z.b. natürlich viel näher, als oberbayern.

siehst und ich bin nebenbei Europäer! Ein kleiner aber feiner Unterschied!

Gawen
19.06.2011, 16:33
Die harte Tour heißt Krieg, Weltkrieg. Lieber nicht. Besser wir warten und beten, daß das Imperium endlich verreckt!

Das halte ich für Unfug. Wenn das EURO$ Kartell implodiert, dann wird es Zeit in die Pötte zu kommen, bevor sie den Menschen ein neues Märchen verkaufen können.

Es wird keinen Weltkrieg geben, die Menschen sind es leid und viel besser informationell vernetzt, als das früher der Fall war. Wir sind nicht mehr abhängig von der Systempropaganda.

Brutus
19.06.2011, 16:36
Das halte ich für Unfug. Wenn das EURO$ Kartell implodiert, dann wird es Zeit in die Pötte zu kommen, bevor sie den Menschen ein neues Märchen verkaufen können. Es wirk keinen Weltkrieg geben, die Menschen sind es leid und viel besser informationell vernetzt, als das früher der Fall war.

Falls mit dem Zusammenbruch des Euro-Dollar-Kartells zugleich USrael und der EU das Kreuz gebrochen wurde, könnte es ohne Krieg und Weltkrieg gehen. Die Situation wäre vergleichbar nach dem Kollaps der UdSSR.

hephland
19.06.2011, 16:41
siehst und ich bin nebenbei Europäer! Ein kleiner aber feiner Unterschied!

evtl. ein mißverständnis. meine primäridentität ist nicht die europäische, sondern die regionale.

Gawen
19.06.2011, 16:58
Falls mit dem Zusammenbruch des Euro-Dollar-Kartells zugleich USrael und der EU das Kreuz gebrochen wurde, könnte es ohne Krieg und Weltkrieg gehen. Die Situation wäre vergleichbar nach dem Kollaps der UdSSR.

Die Eigentümer der Finanzkartelle werden aber immer noch da sein und um die loszuwerden braucht man einen Geheimdienst und den muß man sich erst mal politisch erobern.

Pythia
19.06.2011, 18:15
siehst und ich bin nebenbei Europäer! Ein kleiner aber feiner Unterschied!http://www.24-carat.de/2011/June/UBI-ROM.JPGMeine Vorfahren waren schon vor 2.000 Jahren Europäer. Wir Ubier bauten damals schon für Spaghettis in Köln Villen mit beheizten Badezimmern und Böden wie das Dionysos-Mosaik, damit sie sich bei uns auch wohl fühlten. Dafür beschützten sie uns vor Germaniens Barbaren und wir machten ihnen aus Germanen-Schädeln Obst-Schalen.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Die Germanen waren nämlich noch irre Anti-Europäer. Na, sind sie heute noch. Wir Ubier werden aber erst Anti-Europäer, wenn hier die Islamis mit Kandesbunzler Özdemir herrschen. Dann können sich von uns aus die Islamis und die Germanen gegenseitig die Schädel einschlagen. Unsere Rest-Spaghettis aus Köln mit ihren Pizzahütten und Eisdielen nehmen wir auch mit ...
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
... wenn wir uns nachhttp://www.24-carat.de/Forum/Populus/ubi-map.gifNeu-Ubien verziehen. Dann schauen wir zusammen mit unseren Spaghettis auf 3D-TV zu, wie Islamis hier Links-Knaller, Nazis und andere Atheisten entsorgen. Mit Rheinwein, Kölsch, schönen Ubierinnen und von Spaghettis frisch gerösteten Düsseldorfern Carbonara macht das dann richtig Spaß.
http://www.24-carat.de/Forum/L-05.GIF
Ein paar Düsseldorfer zur Nachzucht nehmen wir natürlich auch mit. Aber keine Käfighaltung. Nur gesunde Bodenhaltung. Rein biologisch.

Stechlin
19.06.2011, 20:42
eher den tapferen Leipzigern, Dresdnern und allen anderen die sich nicht einschüchtern ließen und Montag für Montag mit ihren Protesten die Straßen füllten!
Alles andere war Zufall, Glück und Zaudern, ja auch Feigheit je nachdem auf welcher Seite der Entscheidungsträger man sich wiederfand!
Alles in allem ein einmaliger, glücklicher Vorgang, der sich so wohl nie wiederholen lassen würde! Hätte sich nur ein Stück dieses Puzzles nicht gefügt, eine Katastrophe wäre über uns alle hereingebrochen!

Ich kann ja mit dem Konzept des Stolzes nichts anfangen, aber wenn man bedenkt, mit welcher beharrlichen Friedlichkeit und Besonnenheit unsere Menschen auf die Straße gingen, dann darf man in der Tat stolz darauf sein. Das soll "uns" erst einmal einer nachmachen.

Stechlin
19.06.2011, 20:48
siehst und ich bin nebenbei Europäer! Ein kleiner aber feiner Unterschied!

Entschuldige, aber das halte ich für eine Phrase. Wie soll das gehen, Europäer "sein"? Wir sind Deutsche, die von Europa noch nie viel zu erwarten hatten, ganz im Gegenteil. Früher waren "wir" die blutrünstigen Hunnen, und heute, neben diesem Attribut, auch noch Zahlmeister für den faulen Rest.

Mit Verlaub, aber Europa kann mich mal am Arsch lecken.

Brutus
19.06.2011, 20:51
Ich kann ja mit dem Konzept des Stolzes nichts anfangen, aber wenn man bedenkt, mit welcher beharrlichen Friedlichkeit und Besonnenheit unsere Menschen auf die Straße gingen, dann darf man in der Tat stolz darauf sein. Das soll "uns" erst einmal einer nachmachen.

Ihr wart viel zu friedlich und habt Euch Eure historische Glanzleistung von Kohl, Schäuble und Genscher aus den Händen winden lassen. Ihr habt nicht gemerkt, daß Eure geschworenen, vielleicht sogar Todfeinde nicht nur in der Normannenstraße und in der Volkskammer sitzen, sondern genauso im Bonner Bundestag und der BRD-Regierung.

Das soll kein Vorwurf sein, nur eine Bestandsaufnahme der gesamtdeutschen Verhältnisse. Woher hättet Ihr das wissen sollen? Ich hab's damals ja auch noch nicht begriffen und bin erst Jahre später dahintergekommen.

Praktiker
19.06.2011, 21:12
Ihr wart viel zu friedlich und habt Euch Eure historische Glanzleistung von Kohl, Schäuble und Genscher aus den Händen winden lassen. Ihr habt nicht gemerkt, daß Eure geschworenen, vielleicht sogar Todfeinde nicht nur in der Normannenstraße und in der Volkskammer sitzen, sondern genauso im Bonner Bundestag und der BRD-Regierung.

Das soll kein Vorwurf sein, nur eine Bestandsaufnahme der gesamtdeutschen Verhältnisse. Woher hättet Ihr das wissen sollen? Ich hab's damals ja auch noch nicht begriffen und bin erst Jahre später dahintergekommen.

Wahrhaftig ,-
nicht umsonst wehrt sich der Dicke mit Erfolg gegen die Offenlegung seiner Stasi-Akte !

Warum ,- wenn er nichts zu befürchten hätte ?

n_h
19.06.2011, 21:21
Warum sollte sich das nicht, z.B. gegen Brüssel, wiederholen lassen? Das Glück gehört den Tapferen! :]

Irland wurde irgendwann unabhängig von den Engländern, wir können es auch wieder werden, wenn wir es wollen!


Das scheint mir doch ein Trugschluß zu sein, sehr geehrter Herr Gawen.

n_h
19.06.2011, 21:28
Meiner Meinung nach war es eine unendliche Tragik, daß sich die Ossis von den leeren, rein auf's Materielle ausgerichteten Versprechungen (*blühende Landschaften*) des zusammen mit Angela Merkel größten politischen Verbrechers Deutschlands, Helmut Kohl, dazu verführen ließen, CDU zu wählen, und sie sich und das Land damit ungewollt an unsere Todfeinde ausgeliefert haben. ...


Ich finde bereits das spaltende und irgendwie auch abwertende 'Ossis' äußerst kontraproduktiv. Mit 'unsere deutschen Brüder und Schwestern aus der ehemaligen DDR' könnte ich mich anfreunden. Zugegeben, ein wenig umständlich, aber vereinigendER.

n_h
19.06.2011, 21:30
Entschuldige, aber das halte ich für eine Phrase. Wie soll das gehen, Europäer "sein"? Wir sind Deutsche, die von Europa noch nie viel zu erwarten hatten, ganz im Gegenteil. Früher waren "wir" die blutrünstigen Hunnen, und heute, neben diesem Attribut, auch noch Zahlmeister für den faulen Rest.

Mit Verlaub, aber Europa kann mich mal am Arsch lecken.

Nicht nur eine Phrase, Europa liegt mir z.B. (daneben) durchaus u.a. als 'weißer Kontinent' am Herzen mit all seiner Historik, seinen Errungenschaften und ja, auch mit seiner Tragik.

Cicero1
23.06.2011, 10:08
Entschuldige, aber das halte ich für eine Phrase. Wie soll das gehen, Europäer "sein"? Wir sind Deutsche, die von Europa noch nie viel zu erwarten hatten, ganz im Gegenteil. Früher waren "wir" die blutrünstigen Hunnen, und heute, neben diesem Attribut, auch noch Zahlmeister für den faulen Rest.

Mit Verlaub, aber Europa kann mich mal am Arsch lecken.

Stimmt! Dieses Geschwätz vom "Haus Europa" dient letzlich nur dem Moloch Brüssel und dem politischen Sondermüll, der von allen EU-Staaten dort entsorgt und fürstlich alimentiert wird.

borisbaran
23.06.2011, 10:09
Stimmt! Dieses Geschwätz vom "Haus Europa" dient letzlich nur dem Moloch Brüssel und dem politischen Sondermüll, der von allen EU-Staaten dort abgeladen und fürstlich alimentiert wird.
Die Idee vom "Haus Europa" is viel älter als die EU.

Cicero1
23.06.2011, 10:13
Die Idee vom "Haus Europa" is viel älter als die EU.

Das kann schon sein, er wird aber heute von denen inflationär verwendet, die am Unfähigsten sind.

borisbaran
23.06.2011, 10:17
Das kann schon sein, er wird aber heute von denen inflationär verwendet, die am Unfähigsten sind.
Stimmt oft :(

twoxego
23.06.2011, 12:06
ich konnte den dicken mann nie leiden.
trotzdem glaube ich, dass er nie die EU im sinn hatte, der wir heute gegenüber stehen und die auch gleich durch die in Brüssel zu hauf residierenden lobbyisten ersetzt werden könnten.

Gawen
23.06.2011, 12:49
ich konnte den dicken mann nie leiden.
trotzdem glaube ich, dass er nie die EU im sinn hatte, der wir heute gegenüber stehen und die auch gleich durch die in Brüssel zu hauf residierenden lobbyisten ersetzt werden könnten.

Kohl wollte Churchills Bundesstaat Europa. So wie Rolli-Mielke und das Mörkel.

FranzKonz
23.06.2011, 12:55
Das kann schon sein, er wird aber heute von denen inflationär verwendet, die am Unfähigsten sind.

... die noch nie einen Backstein in der Hand hatten. :))

twoxego
23.06.2011, 12:55
Kohl wollte Churchills Bundesstaat Europa. So wie Rolli-Mielke und das Mörkel.

das kann schon sein aber wollte er sie so platt?
diese jüngste geschichte mit der berufung jener, gerade des Dr. titels verlustig gegangenen FDP dame, ausgerechnet in den ausschuss, der sich unter anderem mit wissenschaft und forschung befasst, ist doch wohl an peinlichkeit nicht mehr zu überbieten.


bei Deiner argumentation vergisst Du übrigens, wie üblich, das zweite land, dass schon an der EWG gesteigertes interesse hatte.
ich bezweifle stark, dass Frankreich je "Churchills Bundesstaat" werden wollte.

Ausonius
23.06.2011, 13:03
ich konnte den dicken mann nie leiden.
trotzdem glaube ich, dass er nie die EU im sinn hatte, der wir heute gegenüber stehen und die auch gleich durch die in Brüssel zu hauf residierenden lobbyisten ersetzt werden könnten.

Sicher? Immerhin hatten in der Ära Kohl Bimbes-Interessen und Deals stets allergrößten Vorrang. Außerdem war er einer, wenn nicht der größte, Verfechter der Idee, dass zuerst die Euro-Zone und dann erst die europäische Verfassung geschaffen werden soll.

twoxego
23.06.2011, 13:18
mir geht es um die aussenwahrnehmung.
vor der "ich sags nicht, eher platze ich" geschichte, war herr Kohl doch immer noch sehr auf diese bedacht.
heute scheinen die jungs und mädels aber auch jede hemmung verloren zu haben und keine sekunde darüber nachzudenken, wie das wohl "da draussen" ankommt.

Brotzeit
23.06.2011, 21:15
Sicher? Immerhin hatten in der Ära Kohl Bimbes-Interessen und Deals stets allergrößten Vorrang. Außerdem war er einer, wenn nicht der größte, Verfechter der Idee, dass zuerst die Euro-Zone und dann erst die europäische Verfassung geschaffen werden soll.

Ach du glaubst wirklich , daß die Roten bzw. Grünen keine Bimbes - Interessen haben .........???????
Was machte Schröder ?
Was mach(t)en die grünen Altschwätzer ? .
Haben die sich nicht ihren eigenen Bimbes geschaffen ?

Brotzeit
23.06.2011, 21:17
Stimmt! Dieses Geschwätz vom "Haus Europa" dient letzlich nur dem Moloch Brüssel und dem politischen Sondermüll, der von allen EU-Staaten dort entsorgt und fürstlich alimentiert wird.

Stimmt! :top:

Brotzeit
23.06.2011, 21:18
Die Idee vom "Haus Europa" is viel älter als die EU.

Trotzdem ist sie "Schxxxxe"!

Ausonius
23.06.2011, 21:48
Ach du glaubst wirklich , daß die Roten bzw. Grünen keine Bimbes - Interessen haben .........???????
Was machte Schröder ?
Was mach(t)en die grünen Altschwätzer ? .
Haben die sich nicht ihren eigenen Bimbes geschaffen ?

Natürlich gibt es korrupte Politiker auch in anderen Parteien. Aber in Sachen Filz und Lobbyismus ist die Ära Kohl für mich ungeschlagen, auch im Vergleich zu heutigen und vorherigen CDU-Regierungen.

borisbaran
23.06.2011, 22:14
Trotzdem ist sie "Schxxxxe"!
Wieso?

Gawen
23.06.2011, 23:23
Wieso?

Zu teuer, kein verbindendes Element.

Brotzeit
24.06.2011, 10:07
Wieso?

Wo dran sind die ganzen Imperien letztlich zerbrochen ???????????????
Die Römer hatten zuletzt zuwenig "zuverlässige Römer"; zuviel Verwaltung und an der übermässigen Kontrolle
Und ........ An der mit Demenz geparten Dekadenz und dem Narziß der Führung .

twoxego
24.06.2011, 11:46
ein quark ist das.
für den untergang Roms gab es viele gründe. die von Dir aufgezählten waren eher unwichtig.
wichtig waren die völkerwanderung, die Hunnen und am ende die Germanen.
den untergang des oströmischen reiches besiegelte Sultan Mehmed II. knappe 80 jahre später.

Brotzeit
25.06.2011, 09:10
ein quark ist das.
für den untergang Roms gab es viele gründe. die von Dir aufgezählten waren eher unwichtig.
wichtig waren die völkerwanderung, die Hunnen und am ende die Germanen.
den untergang des oströmischen reiches besiegelte Sultan Mehmed II. knappe 80 jahre später.

Wäre die geistige Elite und die politische Führung nicht so dement und degeneriert gewesen;
die Hunnen hätten es nicht so einfach gehabt .... Es war die Teilung des röm. Reiches in zwei leichter
zu verwaltende Bereiche , die letztlich den Anfang vom Ende des röm. Reiches einleitete ..........

Gryphus
30.09.2011, 15:53
Hallo,

die Überschrift verrät eigentlich bereits mein Anliegen. Ich versuche gerade Material zu den drei bekanntesten Aufständen im Ostblock zusammenzutragen, denen in Ungarn, Tschechien und der DDR. Dazu ist es unverzichtbar zeitgenössische Quellen zu analysieren. Wenn jemand hier Informationen dazu beisteuern könnte, wäre ich dankbar.

Und zwar geht es um folgendes: Ich suche nach Primärquellen aus der DDR, in denen sie sich zu den Ereignissen des 17. Juni 1953 geäußert hat. Dabei interessiert mich vor allem die Darstellung des Hergangs der Aufstände.

Ich meine mich zu erinnern, kurz nach den Ereignissen wäre in der DDR eine Radiosendung ausgestrahlt worden, in der man dem westberliner Bürgermeister (?) unterstellte Agenten nach Ostberlin geschleust zu haben, um die Aufstände aufzuheizen.

In einer anderen, nicht aus der DDR stammenden Quelle, habe ich gelesen der CIA hätte zu dieser Zeit seine deutschen Agenten im Osten aktiviert, um den Aufstand erst zu erzeugen oder zu verstärken.

Sind mehr solcher "Fälle" bekannt und können sie bestätigt werden? Gibt es Behauptungen über den Hergang des Aufstandes die von der DDR aufgestellt worden sind, später aber eindeutig widerlegt werden konnten? Gibt es auch überhaupt Information zu diesem Ereignis die damals und / oder heute unterschlagen wird / wurde?

Ich danke für jeden hilfreichen Beitrag.

P.S: Die Quellen sollten überprüfbar und nachweisbar sein, bitte genaue Angaben machen.

Gryphus
01.10.2011, 18:15
Hat wirklich keiner etwas dazu beizutragen? Niemand im Besitz von Büchern aus der Zeit?

ragnaroek
10.10.2011, 00:19
In den Siebzigern verbrachte ich einige Ferien bei einer DDR-feindlichen Wahltante in Berlin-Lichtenberg. In den Achtzigern habe ich mit einem Maurer zusammengearbeitet, welcher beim Bau der Stalinallee als Lehrling dabei war. In den Neunzigern hatte ich dank meiner verehrten Frau öfter mit Ungarn zu tun und wieder viele authentische Inputs. Vor etwa zwei Jahren habe ich interessanterweise einen alten Mann kennengelernt, welcher die russische Kriegsgefangenschaft überlebte und mir über mehrere Stunden motiviert und schlüssig berichtete. Aber das naivste Erlebnis hatte ich im Herbst 1969. Es gab zum zwanzigsten Jahrestag der DDR ein wirklich attraktives Abzeichen, welches wie ein richtiger Orden (an meinem Nicki) aussah. Ein sowjetischer Soldat sprach mich an und wollte tauschen. Er zeigte mir ein noch spannenderes, betrog mich aber letztendlich und jagte mich weg. habe viel gelernt und weiß noch viel, viel mehr. Auf jeden Fall waren die Geheimdienste so unwichtig, dass es ruhig geheim bleiben kann :)
http://www.ddr-abzeichen.info/img/jahrestage/jahrestag-ddr-20.gif

Die Bücher aus dem sechziger Bücherregal habe ich fast alle gelesen. Bleiben in meinem Kopf. Die manipulierte Sowjetdenke kenne ich vielleicht besser als mancher Originalbonze. Habe unter anderem über zwei, drei Jahre die kompletten Memoiren Shukows gelesen. Ein großer Mann.

Sloth
10.10.2011, 01:30
Erklärung des ZK der SED vom 21. Juni 1953:
(Flugblatt: „Erklärung des Zentralkomitees der SED: Über die Lage und die unmittelbaren Aufgaben der Partei” vom 21. Juni 1953, BLH.A Rep. 930, Nr. 721, In: Scheermann, Hans-Dieter: Dialog in der PDS, Landesverband Brandenburg, Dialog-Heft 10: Der 17. Juni 1953 in Brandenburg – 1. Teil, 2003, S. 51.)

„In Westdeutschland saßen und sitzen die amerikanischen Agenturen, die auf Anweisung von Washington die Pläne für Krieg und Bürgerkrieg ausarbeiten. In Westdeutschland und Westberlin organisierten die Adenauer, Ollenhauer, Kaiser und Reuter die unmittelbare Vorbereitung des Tages X. So wurde im Ministerium von Jakob Kaiser mit aktiver amerikanischer Unterstützung unter dem Tarnnamen ‘Forschungsbeirat’ ein spezieller Stab für Diversions- und Bürgerkriegsakte geschaffen, dem Millionen Mark aus den Geheimfonds aus- und inländischer Imperialisten zuflossen. In Westberlin wurden von den Kaiser und Reuter systematisch Kriegsverbrecher, Militaristen und kriminelle Elemente in Terrororganisationen vorbereitet und ausgerüstet. Zu den alten faschistischen Morderfahrungen kamen noch zusätzlich die Methoden der amerikanischen Gangster. So wurde der faschistische Auswurf wieder großgezogen. Neben den ausländischen Kriegstreibern tragen Adenauer, Ollenhauer, Kaiser und Reuter die volle Verantwortung für das Blut, das bei der Niederschlagung des faschistischen Abenteuers geflossen ist. [...] An Hand der in den Westberliner Agentenzentralen vorbereiteten Listen wurden vorübergehend faschistische und kriminelle Verbrecher aus den Haftanstalten herausgeholt, wie z. B. die wegen bestialischer Verbrechen gegen die Menschlichkeit von der demokratischen Justiz verurteilte SS-Kommandeuse des Konzentrationslagers Ravensbrück, Erna Dorn. So sollte in der Deutschen Demokratischen Republik eine faschistische Macht errichtet und Deutschland der Weg zur Einheit und Frieden verlegt werden.”

http://freidenker.cc/17_juni_1953/10/


Bericht:
Die unmittelbaren Tage vor dem 17. Juni hatte wohl noch keiner an Demonstrationen der Arbeiter gedacht. In Flüsterpropaganda verbreitete sichr schon das Gerücht über neue Normerhöhung, doch erst am 17. Juni bestätigten sich diese. Eigentlich begaben sich die Arbeiter auch an diesem Tag wie gewohnt zu ihren Arbeitsplätzen. Allerdings verbreitete sich schnell die Nachricht und die Betriebsleitung bekam einen entsprechenden Bescheid geschickt. Die Arbeitsnormen sollen um 10 Prozent gesteigert und gleichzeitig die Lebensmittelpreise angehoben werden.

Die Belegschaft der Abteilungen der KWH reagierten verhaltener, einige weniger heftiger. Die meisten legten zunächst ihre Arbeit nieder und warteten das Geschehen ab. Am engagiertesten soll dabei die Schleiferei gewesen sein, welche schon zum Protestmarsch aufrufen wollte. Dieser endete jedoch auf dem Fabrikhof. Das Verhalten der SED-Parteimitglieder in dieser Situation war eher zurückhaltend. Manche verliesen sogar das Werk. Höchstwahrscheinlich hatten sie Angst, dass die allgemeine Entrüstung aggressivere Züge annehmen könnte.

Gegen 10 Uhr mussten schließlich die Abteilungsgewerkschaftsleiter, so auch mein Opa, zu einer Versammlung der zur BGL antreten. Sie fand im Konferenzraum im „Weißen Haus“ statt.. Mein Opa und seine Kollegen sollten ihre Unterschrift unter den Normerhöhungsbeschluss setzen, damit sie in Kraft treten können. Als jedoch alle Gewerkschaftler geschlossen aufstanden und den Saal verließen, ohne das Manuskript unterzeichnet zu haben, waren die Beschlüsse zunächst gescheitert. Die Arbeitnehmervertreter kehrten in ihre Abteilungen zurück. Dort berichteten sie von der Angelegenheit, dass mit der Verweigerung der Gewerkschaften die Normerhöhungen nicht durchgesetzt werden können. Die unruhigen Arbeiter konnten in etlichen Diskussionen schließlich beschwichtigt werden, sodass die Aufruhrstimmung in Hermsdorf nicht in Demonstrationen ausartete.

Mein Opa verließ bei Dienstschluss seinen Arbeitsplatz. Mit dem Bus, welcher planmäßig fuhr, begab er sich zu seinem Wohnsitz nach Eisenberg, ohne zu ahnen, dass das Geschehen dort ganz anders abgelaufen war.
Am späten Nachmittag, als er gerade Holz hackte, kam ein Kumpel durch das Tor gestürmt. Erhitzt erzählte er von einem Demonstrationszug, der sich Richtung Rathaus am Eisenberger Marktplatz bewegte. Doch mein Großvater ließ sich nicht dazu überreden sich anzuschließen.

Erst einige Tage später erfuhr er den genauen Ablauf der Demonstration in Eisenberg. Ein gewisser Herr Knoll, welcher nach dem 17. Juni in der KWH eingestellt wurde, erzählte seine Geschichte. Er wäre bis zum Tag des Volksaufstandes Leiter des Werkschutzes im Eisenberger Schamotte-Werk gewesen. Dies war ein Zulieferbetrieb für Schammotteteile für die Porzellanfabriken im Thüringer Raum. Hier formierten sich die Arbeiter zu Protesten und das energischer als in Hermsdorf. Die Arbeiterschaft wollte geeint auf die Straßen demonstrieren gehen, weil die dortigen Gewerkschaften nicht eingelenkt hatten. Werkschutzleiter Knoll und seine Mitarbeiter sollte die Arbeiter an den Fabriktoren aufhalten, was wegen der zahlenmäßigen Unterlegenheit natürlich misslang, schließlich waren auch hier ungefähr 500 Angestellte an den Maschinen tätig. So konnte der Demonstrationszug bis zum Marktplatz vorstoßen, wo man lauthals gegen die Normerhöhung protestierte. Dies war noch nicht lang im Gange, da kam eine Nachricht aus Silbitz. Die Arbeiter aus dem dortigen Stahlwerk wären unterwegs nach Eisenberg um sich den Kameraden anzuschließen.

Doch die Enttäuschung folgte auf den Fuß. Schnell erfolgte nach dem Eintreffen der Demonstranten auf dem Marktplatz der Aufmarsch sowjetischer Soldaten und sogar ein Panzer fuhr vor. Mit Warnschüssen demonstrierten sie ihre Überlegenheit, die Menge wurde auseinander getrieben. Auch der Trupp aus dem Silbitzer Stahlwerk wurde an der Stadtgrenze von Soldaten aufgehalten und zur Umkehr gezwungen. Damit konnte in Eisenberg, wie in vielen anderen ostdeutschen Städten, der Aufstand nur mit sowjetischer Militärhilfe unterdrückt werden.

Ob es als Konsequenz Verhaftungen gab, ist nicht bekannt. Lediglich die Entlassung des Werkschutzleiters Knoll ist überliefert, wodurch er eben in der KWH eine neue Arbeit suchte. Die Gewerkschaft in Hermsdorf jedoch blieb unberührt, schließlich behielt sie Recht, da die Normerhöhungen nicht umgesetzt wurden.

http://www.hermsdorf-regional.de/stadtgeschichte/17.juni%201953.htm

Gryphus
26.10.2011, 19:43
Habe unter anderem über zwei, drei Jahre die kompletten Memoiren Shukows gelesen. Ein großer Mann.

Ich habe alle 3 Bände von "Gedanken und Erinnerungen" in etwa 2 Monaten durchgelesen, war das erste "große" Buch das ich überhaupt gelesen habe.

Gryphus
26.10.2011, 19:44
(...)

Tausend Dank! Du weißt gar nicht wie nützlich mir das ist.

Stechlin
26.10.2011, 20:11
Kamerad, ich empfehle Dir das Buch von Stefan Heym "Fünf Tage im Juni". Es beleuchtet die damalige Stimmung ziemlich sachlich und objektiv, auch wenn es "nur" ein Roman ist. Hilft aber, dem Verständnis der damaligen Ereignisse näher zu kommen.

http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/4087

Gryphus
26.10.2011, 20:26
Kamerad, ich empfehle Dir das Buch von Stefan Heym "Fünf Tage im Juni". Es beleuchtet die damalige Stimmung ziemlich sachlich und objektiv, auch wenn es "nur" ein Roman ist. Hilft aber, dem Verständnis der damaligen Ereignisse näher zu kommen.

http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/4087

Danke, werde mich vielleicht irgendwann in das Buch einlesen. Für den Moment benötige ich aber authentische Ressourcen für meine Quellensammlung und eine kleine private Arbeit mit der ich gerade beschäftigt bin. Um genau zu sein bin ich gerade an der Ausarbeitung einer Entwicklungsgeschichte der UdSSR von 1945 bis 1991.

günterbro
17.02.2012, 16:49
Dem Streikaufruf vom Vortage waren bereits in den frühen Morgenstunden einige tausend Menschen gefolgt, die sich trotz strömenden Regens auf dem Strausberger Platz einfanden. An diesem Tag entstand nicht nur ein einziger Demonstrationszug, sondern aus den Aussenbezirken Berlins zogen im Laufe des Vormittages streikende Arbeiter in verschiedenen Aufmärschen in den Stadtkern Ostberlins, denen sich aber auch Schüler, Studenten, Hausfrauen, Rentner, Geschäftsleute, Angestellte und viele mehr anschlossen. Gegen 9.00 Uhr hatten sich in den Hauptstrassen, besonders im Regierungsviertel Berlins, zehntausende Menschen versammelt, um gegen die DDR-Regierung zu protestieren. Anders als am Vortag wurden nun vermehrt politische Forderungen laut. Die Demonstranten hatten sich in aller Eile Transparente zusammengebastelt und bekräftigten damit ihren Wunsch nach politischer Veränderung.

http://www.17juni1953.com/aufstand.html



Um 13.00 Uhr wurde vom Militärkommandanten des sowjetischen Sektors von Berlin, Generalmajor Dibrowa, der Ausnahmezustand über Ostberlin verhängt. Jegliche Demonstrationen und sonstige "Menschenansammlungen über drei Personen" wurden verboten und ab 21.00 Uhr die Polizeistunde verhängt. Um zu bekräftigen, dass sie entschlossen waren, mit allen Mitteln die Kontrolle und höchste Autorität in ihrer Interessensphäre zu erhalten, entsendeten die Sowjets Marschall Wassili Sokolowski, den Generalstabschef der Sowjetischen Armee, in das Krisengebiet. Sie glaubten, so den Aufstand ersticken zu können. Doch auch sie irrten sich. Zwar kreuzten nun sowjetische Panzer auf und mit ihnen auch bewaffnete Soldaten, doch vermochten diese die Aufständischen nicht vollends abzuschrecken. Bald schon gab es unter den Demonstranten die ersten Toten und Verletzten. Nichtsdestotrotz wurde auf die sowjetischen Panzer mit primitiven Waffen eingeschlagen, sie wurden mit Steinen beworfen und man versuchte, sie durch Abbrechen der Funkantennen zu beschädigen. Diese Angriffe gegen die Uebermacht blieben jedoch die Ausnahme. Trotzdem dauerte es sehr lange, bis die Sowjets gemeinsam mit der Volkspolizei den Aufstand endgültig unterdrücken konnten. Um 21.00 Uhr waren die Strassen Ostberlins geräumt und die Knotenpunkte der Stadt mit sowjetischen Soldaten besetzt.


Nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Teilen der DDR ging die Bevölkerung am 17. Juni auf die Strasse. Diese Aufstände brachen aus, nachdem die Arbeiter vom Streik ihrer ostberliner Kollegen am Vortage erfahren hatten und sich mit ihnen solidarisierten. Es kam bei den Demonstrationen ausserhalb Berlins oft zu radikaleren Ausschreitungen; so wurden in einigen Städten Geschäfte geplündert und Angehörige der Volkspolizei getötet. Auch wurden Gefängnisse gestürmt und Gefangene befreit - politische sowie zum Teil auch nicht-politische. Diese Demonstrationen ausserhalb Berlins sollen in dieser Arbeit aber nicht näher behandelt werden.

Der grosse Volksaufstand vom 17. Juni 1953 wurde am selben Tage noch weitgehend niedergeschlagen; dies wohl aufgrund der schnell einmarschierten sowjetischen Truppen, ohne die die SED die Kontrolle über die Geschehnisse mit Sicherheit verloren hätte. Die letzten kleinen Unruhen, die im direkten Zusammenhang mit den Ereignissen vom 17. Juni 1953 standen, gab es am 15. Juli in einem Kupferbergbau in Helbra. Die Forderungen des 17. Juni 1953 sollten aber erst 37 Jahre später in Kraft treten.

Hast ja viel geschrieben hier.
Aber zwei wichtige Dinge fehlen (absichtlich?=):

Erstens hat die SED sofort die eigentlich voll berechtigte Erhöhung der Normen zurückgenommen, und das wurde auch jim Rundfung gemeldet

Zweitens: Von wem kam denn da aien Aufruf, wie du schreibst? Ich kann es Dire sagen: vom RIAS des Herrn Bahr, der dem Vorsitzenden der westdeutschen Gewerkschaften Zum Aufstand in einem anderen Staat das Wort erteilte.

Im umgekehrten Fall hätten die Amis natürlich den Aufständischen den Arbeitern freudig zu gewinkt, hätten jede Menge Locky Strike und Säcke von Bananen ausgegeben. Herzlich begrüßt hätten sie natürlich erst recht die Russen, die da sicherlich gleich in Westdeutschland einmarschirt wären, stimmt ´s?

Brotzeit
24.02.2012, 07:50
Erstens hat die SED sofort die eigentlich voll berechtigte Erhöhung der Normen zurückgenommen, und das wurde auch jim Rundfung gemeldet

Zweitens: Von wem kam denn da aien Aufruf, wie du schreibst? Ich kann es Dire sagen: vom RIAS des Herrn Bahr, der dem Vorsitzenden der westdeutschen Gewerkschaften Zum Aufstand in einem anderen Staat das Wort erteilte.


Das die SED die Normen zurückgenommen hatte, ist in historischer Sicht auf den Aufstand ohne Bedeutung ! Es ändert Nichts an dem Fakt , daß die SED die Freiheit; die Meiungsfreiheit der Menschen; Arbeiter und Bürger unterdrückte!

Wasd diesen Aufruf ...
Ach ? Die Politiker und Gewerkschafter des Westen haben bzw. hatten Nichts zu sagen ?
1.)
Politiker haben zu Allem was zu sagen ! :O :2faces: :rofl:

2.)
Selbst wenn Hr. Bahr was Bedeutendes gesagt haben sollte ; er kämpfte mit Worten für die Freiheit von den unterdrückten DDR - Bürgern .................

Berwick
17.06.2012, 08:09
Heute ist nun der Tag.

Und im nächsten Jahr wird der Aufstand 60 Jahre her sein, wenn ich richtig rechne.

Sterntaler
17.06.2012, 08:12
Mathematik ist wohl nicht deine Stärke. der Aufstand war 1953, also hast du noch ein Jahr Zeit bis dem es 60 Jahre her ist.

Berwick
17.06.2012, 08:29
Schau mal oben:



Und im nächsten Jahr wird der Aufstand 60 Jahre her sein, wenn ich richtig rechne.




Aber immer gilt wohl: Hauptsache, man kann ausfällig und beleidigend gegen jemand werden.

Das ist wohl die Hauptsache ...

opppa
17.06.2012, 08:30
Mathematik ist wohl nicht deine Stärke. der Aufstand war 1953, also hast du noch ein Jahr Zeit bis dem es 60 Jahre her ist.

Deshalb schrieb er/sie/es vom nächsten Jahr!

(Grüße an Deine Mitschüler von der Rütlischule!)

:ätsch:

Sterntaler
17.06.2012, 08:31
Komm damit im nächsten wieder. Stimmt, ich habe das überlesen .

Berwick
17.06.2012, 08:33
Zur Sache:

Heute ist nun wieder der Jahrestag.

Früher war der 17. Juni ein deutscher Nationalfeiertag.

Wer erinnert sich noch?

Affenpriester
17.06.2012, 08:33
Gilt nun nicht mehr als Feiertag, dafür haben wir jetzt den Tag der deutschen Einheit. Dieser ersetzte den Tag des 17. Juni.
Mal sehen ob ein paar Feiertage dazukommen irgendwann, welche die kirchlichen Tage ersetzen. Ich bin auch lieber für solche Feiertage als irgendwelche religiösen Tage.

Sterntaler
17.06.2012, 08:34
Zur Sache:

Heute ist nun wieder der Jahrestag.

Früher war der 17. Juni ein deutscher Nationalfeiertag.

Wer erinnert sich noch?


in der DDR wohl eher nicht. Heute ist Griechenlandwahl, vieleicht sollten sich die Herrrschaften an diesen Tag erinnern, was für Auswirkungen es haben kann gegen das Volk zu regieren.

Affenpriester
17.06.2012, 08:35
Zur Sache:

Heute ist nun wieder der Jahrestag.

Früher war der 17. Juni ein deutscher Nationalfeiertag.

Wer erinnert sich noch?

Ich komme aus der ehemaligen DDR, wir hatten den Tag des 17. Juni nicht als Feiertag, wie du dir sicher denken kannst.
Der erste Mai, war der absolute Feiertag in der DDR, mal von Weihnachten abgesehen...

Berwick
17.06.2012, 08:58
Ich komme aus der ehemaligen DDR, wir hatten den Tag des 17. Juni nicht als Feiertag ......


...

Das glaube ich dir aufs Wort. :)

Habe ich auch nirgends gesagt oder vermutet. :)

Berwick
17.06.2012, 08:59
So habe ich geschrieben:

"Früher war der 17. Juni ein deutscher Nationalfeiertag."




Also: EIN deutscher Nationalfeiertag, nicht DER deutsche Nationalfeiertag ....

Antisozialist
17.06.2012, 11:52
So habe ich geschrieben:

"Früher war der 17. Juni ein deutscher Nationalfeiertag."



Also: EIN deutscher Nationalfeiertag, nicht DER deutsche Nationalfeiertag ....

Da wurde dem Arbeiteraufstand in Ost-Berlin gedacht. Das war kein Nationalfeiertag.

Berwick
17.06.2012, 11:55
OK - es war ein National-TRAUER-Tag.

Berwick
17.06.2012, 12:04
Eine interessanter Bericht aus dem SPIEGEL:



Mit Holunderbeeren gegen Panzer: Am 17. Juni 1953 gingen in der DDR nicht nur wütende Arbeiter auf die Barrikaden. Auch Ursula Bach-Puyplat probte den Aufstand gegen Ulbricht. Mit ihren Mitschülern zerstörte die Zehnjährige ihren Klassenraum. Dann griff die Sowjetarmee ein.


Mehr darüber:

http://einestages.spiegel.de/static/authoralbumbackground/24564/klassenkampf_in_der_grundschule.html

opppa
18.06.2012, 16:32
Deshalb schrieb er/sie/es vom nächsten Jahr!

(Grüße an Deine Mitschüler von der Rütlischule!)

:ätsch:

Lieber Sterntaler,

ich danke Dir ausdrücklich für Deinen Ritterschlag in Form eines Roten Punktes!

(Jetzt habe ich bald so viele (rote) Punkte wie Bayern München!)

:ätsch:

Zinsendorf
02.07.2012, 20:22
Na, selbst kann ich mich an diese Dinge nicht mehr erinnern, aber als Lehrlinge haben wir die "Alten" befragt, wie das den gewesen sei.
Da muss es ganz schön zur Sache gegangen sein, mit Sturm auf die Kreisleitung, VP (Merseburg...)usw., leider wäre da wenig von politischer Vernunft der Demonstranten zu spüren gewesen. Es sollen eben auch viele dabei gewesen sein, die ihren Frust über ihr Karriereende (´45!) abgearbeitet hatten, war ja erst 8 Jahre her. Das alles war natürlich der passende Anlass für die Russen einzugreifen und "kalt nachzuwaschen". Selbstverständlich wurden dann auch die "Rädelsführer" präsentiert, natürlich alle vom Westen ferngesteuert! Sie haben es dann beim Verhör erfahren!:))

Fazit für uns damals war, das es nicht ausschließlich die freiheitsliebenden Englein - wie vom Klassenfeind gesendet- genauso wenig nicht die imperialistischen Teufel, wie in den Ostmedien verkündet, gewesen waren, sondern die schwierige wirtschaftliche Lage, durch hausgemachte Fehler und verschiedene Fouls von außen verstärkt, als komplexe Ursache in Frage kommt.

Zweifelsohne ist es doch bequemer, von einem eindeutigen parteilichen Standpunkt heranzugehen, wo die Schuldigen ganz klar definiert sind; der aktuelle politische Sieger diktiert (wie zu DDR-Zeiten) das Ergebnis. :)

Bolle
17.06.2015, 03:31
Nicht vergessen, die Mutigen vom 17.06. 1953!

http://www.dhm.de/gifs/ausstellungen/bildzeug/s78.jpg

http://www.bpb.de/cache/images/0/160050-3x2-article620.jpg?92D5D

Geronimo
17.06.2015, 03:37
Nicht vergessen, die Mutigen vom 17.06. 1953!

http://www.dhm.de/gifs/ausstellungen/bildzeug/s78.jpg

Ja! Ich wünschte wir hätten heute einen Bruchteil dieses Mutes! Die Menschen damals, vor meiner Geburt, haben meinen absoluten Respekt. Was sind wir heutzutage nur für Feiglinge. Ich nehme mich da nicht aus.

Ruepel
17.06.2015, 03:49
:dg:
Ja! Ich wünschte wir hätten heute einen Bruchteil dieses Mutes! Die Menschen damals, vor meiner Geburt, haben meinen absoluten Respekt. Was sind wir heutzutage nur für Feiglinge. Ich nehme mich da nicht aus.

Bolle
13.06.2017, 11:02
17. Juni 1953 Die Freiheit weint um Hardy

In der Realität unserer Gegenwart findet dieser Aufstand jedoch kaum noch Beachtung. Die Medien haben wenig Interesse an Hintergründen und Fakten. Aufstände sind nicht populär, in Wahljahren schon gar nicht! Am liebsten spricht man nicht darüber, man will ja keine Signale senden.
Erinnern wir uns also. Bezeugen wir den Aufständischen von damals unseren Respekt. Sie hatten nur ihre Fäuste und Steine.......


Berlin -Ein Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen. Am Montag wurde Hardy Firl, bis vor kurzem einer der letzten noch lebenden Anführer des Aufstands vom 17. Juni 1953, auf dem Parkfriedhof in Marzahn beigesetzt.Tapfer schritt Siegrid Firl die wenigen Meter von der Kapelle zum Grab. Vor ihr die schwarze Urne mit den Überresten ihres Mannes, in ihrer Hand weiße Blumen. Sie ging den Weg in dem Wissen, dass ihr Mann ein Held ist.

http://www.berliner-kurier.de/image/27783358/max/600/450/b32c0aece0f007d97c500fc928a67c06/At/k10-13-71-117969945-rgb-ori.jpg
Hardy Firl Anfang der 50er-Jahre, er war einer der Rädelsführer des Aufstands am 17. Juni
Foto: Foto: Archiv Vereinigung 17. Juni

Denn Hardy Paul Firl, geboren im Oktober 1931, kämpfte mit bloßen Händen für die Freiheit. Am 17. Juni 1953 kam der gebürtige Berliner auf die Stalinallee. Gerade erst 21 Jahre alt stand der sonst brave Mitropa-Mitarbeiter nun sowjetischen Panzern gegenüber.

Tatsächlich schossen die Polizisten

Die Kriegsgeräte konnten Firl nicht entmutigen. Stolz trug er sein Banner mit der Aufschrift „Freie Wahlen“ her, klaute einem Volkspolizisten das Mikrofon, stachelte Demonstranten auf. Immer wieder brüllte er „Der Spitzbart muss weg“ und „Wir fordern den Rücktritt der Regierung“. Aus dem von ihm angeführten Protestzug wurden Polizisten angegriffen, Bauarbeiter mit Drohungen am Weiterarbeiten gehindert, Straßenbahnen gestoppt.
Fünf Stunden später wurde Hardy Firl verhaftet, er wurde auf ein Armeegelände in Friedrichsfelde getrieben. „Mit fünf Männern musste ich mich mit dem Gesicht zur Wand aufstellen. Hinter uns lagen Volkspolizisten mit Maschinengewehren im Anschlag. Es war der entsetzlichste Augenblick meines Lebens, ich glaubte, gleich tot zu sein“, berichtete er vor einigen Jahren.

Hardy Firl wurde 1994 rehabilitiert

Tatsächlich schossen die Polizisten – in die Decke. Eine Scheinerschießung. Hardy Firl wurde anschließend in einem nur 30 Minuten dauernden Prozess wegen Rädelsführerschaft zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. In Rummelsburg saß er seine Strafe ab.
Anschließend arbeitete er bis zur Rente im Warenhaus am Alexanderplatz. Sein Urteil wurde 1994 aufgehoben, Hardy Firl rehabilitiert.


– Quelle: http://www.berliner-kurier.de/27783324 ©2017

Klopperhorst
13.06.2017, 11:15
Ja! Ich wünschte wir hätten heute einen Bruchteil dieses Mutes! Die Menschen damals, vor meiner Geburt, haben meinen absoluten Respekt. Was sind wir heutzutage nur für Feiglinge. Ich nehme mich da nicht aus.



Damals was das Leben generell noch härter. Keine Supermärkte, keine lebenslange Sozialhilfe, kein Smartphone, kein Trash-TV, keine Champions League zur Ablenkung.
Die Leute waren damals noch knorke. Heutige Endzeitkrüppel kannst in der Pfeife rauchen.

---

Bolle
13.06.2017, 11:20
Damals was das Leben generell noch härter. Keine Supermärkte, keine lebenslange Sozialhilfe, kein Smartphone, kein Trash-TV, keine Champions League zur Ablenkung.
Die Leute waren damals noch knorke. Heutige Endzeitkrüppel kannst in der Pfeife rauchen.

---

Vor allem war denen noch frisch in Erinnerung, wohin Diktat und Diktatur führen! Wir haben das längst vergessen.

Chronos
13.06.2017, 11:27
Vor allem war denen noch frisch in Erinnerung, wohin Diktat und Diktatur führen! Wir haben das längst vergessen.
Als Wessi kann ich die damals herrschende Stimmung natürlich nicht beurteilen, aber waren es wirklich derart hehre Gründe, oder war es nicht vielmehr der ganz praktische Grund, dass man wegen der ständigen Normerhöhungen und Versorgungsmängel wütend war?

Ich lasse mich selbstredend gerne eines Besseren belehren.

Bolle
13.06.2017, 11:36
Als Wessi kann ich die damals herrschende Stimmung natürlich nicht beurteilen, aber waren es wirklich derart hehre Gründe, oder war es nicht vielmehr der ganz praktische Grund, dass man wegen der ständigen Normerhöhungen und Versorgungsmängel wütend war?

Ich lasse mich selbstredend gerne eines Besseren belehren.

Natürlich war es eine Mischung aus beidem! Das eine bedingte aber das andere. Die Normerhöhung wurde diktiert, das erzeugte Wut und Protest.

Sondierer
13.06.2017, 11:41
In der Realität unserer Gegenwart findet dieser Aufstand jedoch kaum noch Beachtung. Die Medien haben wenig Interesse an Hintergründen und Fakten. Aufstände sind nicht populär, in Wahljahren schon gar nicht! Am liebsten spricht man nicht darüber, man will ja keine Signale senden.
Erinnern wir uns also. Bezeugen wir den Aufständischen von damals unseren Respekt. Sie hatten nur ihre Fäuste und Steine.......



– Quelle: http://www.berliner-kurier.de/27783324 ©2017

Ein Muss dieser 17. Juni.

Politikqualle
13.06.2017, 11:42
Ein Muss dieser 17. Juni. .. ja , unbedingt , da ist dann das Wasserball-Turnier in Geesthacht ... :crazy:

Chronos
13.06.2017, 11:47
.. ja , unbedingt , da ist dann das Wasserball-Turnier in Geesthacht ... :crazy:
Vollidiot.

Zinsendorf
13.06.2017, 12:01
Natürlich war es eine Mischung aus beidem! Das eine bedingte aber das andere. Die Normerhöhung wurde diktiert, das erzeugte Wut und Protest.
So ist es, der Marxist würde es als eine dialektische Einheit bezeichnen.

In Gegenden der DDR, wo die Zusammensetzung der Bewohner und die Verdienstmöglichkeiten für alle (auch der "Neubürger" und Ex-Nazis!) günstiger waren, gab es vergleichsweise weniger Frust; auch waren die Sowjets in den Wismutgebieten präsenter, da wussten alle gleich, wo der Hammer hängt!

Denkbar wäre es aber auch, dass einige die vermeintliche Unsicherheit der SU nach Stalins Tod für mehr Freiräume ausnutzen wollten und so auch die Unzufriedenheit vieler DDRler ausnutzen wollten.

Lichtblau
13.06.2017, 12:06
Vor allem war denen noch frisch in Erinnerung, wohin Diktat und Diktatur führen! Wir haben das längst vergessen.

Und wohin führt die Demokratie?
Aus deiner Sicht doch wohl in den islamischen Negerstaat.

Bolle
13.06.2017, 12:10
Und wohin führt die Demokratie?
Aus deiner Sicht doch wohl in den islamischen Negerstaat.

Eher zur völligen Verblödung, wie man an dir gut sehen kann!

Valdyn
13.06.2017, 12:14
Und wohin führt die Demokratie?
Aus deiner Sicht doch wohl in den islamischen Negerstaat.

Ja, etwa nicht? Das ist bei anhaltender Entwicklung (Migration aus Afrika/islamischen Ländern, nicht integrierbare Migranten, mehr Kinder bei Migranten als bei ethnischen Deutschen) reine Mathematik. Die Alternative dazu wäre ein repressives Gesellschaftsmodell in der dann die Minderheit der ethnischen Deutschen über die Migrantenmehrheit herrscht. Beides keine verlockenden Zukunftsaussichten. Nur sehe ich nicht, was man dafür tut, um die oben beschriebene Entwicklung erfolgreich und in absehbarere Zukunft umzukehren oder zumindest aufzuhalten.

Sondierer
13.06.2017, 12:15
Und wohin führt die Demokratie?
Aus deiner Sicht doch wohl in den islamischen Negerstaat.

Diese Demokratie beherrscht ja nicht das Volk. Die beherrscht ( Zitat Seehofer ) jene die nicht gewählt sind.

Deswegen hassen sie Volksumfragen.

ABAS
13.06.2017, 12:18
Empfehlenswerte Analyse der Hintergruende und Ursachen fuer die Revolte am 17. Juni 1953:


17. Juni 1953: Arbeiteraufstand oder faschistischer Putsch?

In diesem Jahr jähren sich die Demonstrationen und Streiks die am 17. Juni die junge DDR erschütterten zum fünfzigsten Mal. Die Spannbreite der zahlreichen Veröffentlichungen zu diesem Thema reicht von der fundierten Erschließung weiterer Quellen zur Erforschung speziell regionaler und lokaler Abläufe bis zu mehr oder weniger platten, politischen Einschätzungen.

Da ist zum Beispiel auf der einen Seite die stalinistische KPD, die in der Maiausgabe ihrer Zeitung "Rote Fahne" sich auf 2 Seiten in alten stalinistischen Metaphern bewegt und die einseitige Leier vom konterrevolutionären, faschistischen Putschversuch wiederholt, der hauptsächlich von westlichen Geheimdiensten gesteuert wurde. Auf der anderen Seite ist ein Historiker wie Hubertus Knabe, der sich schon mehrfach, u. a. im Auftrag der Stasiunterlagenbehörde, als Großinquisitor betätigte und die Hexenjagd auf Teile der systemtragenden Schichten der DDR forcierte. Unter dem schlichten Titel "Der 17. Juni 1953" , veröffentlichte er kürzlich ein opulentes Werk, welches die Ereignisse im Untertitel schlicht zum "Aufstand der Deutschen" macht.

Wenn auch die durch den Jahrestag erneut angeregte Forschung noch eine Fülle neuer Details, insbesondere zu lokalen und regionalen Prozessen dieser Bewegung an den Tag bringt und auch der Zugang zu den Archiven der westlichen Geheimdienste noch einiges Erhellendes an das Tageslicht fördern könnte, was die Einflussnahme des Westens betrifft, gibt es kaum neue Fakten, die eine grundsätzliche Neubewertung des 17. Juni erfordern würden. Dennoch wird auch dieser 50. Jahrestag wieder gnadenlos instrumentalisiert, um das jeweilige Geschichtsbild zu bedienen. Abschreckende Höhepunkte dieser Art Geschichtsschreibung sind dann Beiträge, der speziell für ostdeutsches Publikum gemachten Postille "Super-Illu", in denen geschildert wird, wie Arbeiter eines Betriebes am 17. Juni ihren enteigneten Unternehmer wieder in Amt und Würden setzen.

Was war wirklich geschehen?

Mit der Ablehnung der Stalin-Note vom Frühjahr 1952 durch den Westen war eine Neuorientierung der sowjetischen Deutschlandpolitik erforderlich. In dieser Note erklärte sich die Sowjetunion praktisch bereit, die Wiedervereinigung Deutschlands zu ermöglichen und auf Ostdeutschland als unmittelbaren Bestandteil ihres Machtbereichs zu verzichten, wenn es zum Abschluss eines Friedensvertrages kommt, der ein neutrales Deutschland zum Ziel hat.

Faktisch stimmte Stalin damit der weitgehenden Wiedereinführung kapitalistischer Produktionsverhältnisse in Ostdeutschland zu, auch in der Hoffnung von einer sich auf diese Weise schneller erholenden und nicht gespaltenen gesamtdeutschen Wirtschaft, insbesondere in der Frage der Reparationen, ökonomisch zu profitieren.

Die Gegenforderungen der Westmächte nach bündnispolitischer Koalitionsfreiheit und freier Verhandelbarkeit der Grenzen, konnte die Sowjetunion nicht zustimmen. Hinzu kam die weitere Verschärfung des Kalten Krieges in Europa u. a. vor dem Hintergrund des heißen Krieges in Korea. Mit der Bildung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft wurde Westdeutschland schließlich in die westlichen, imperialistischen Bündnisstrukturen eingebunden.

Die Antwort der Sowjetunion konnte nur darin bestehen, nun ihren Vorposten DDR mit Hilfe der SED noch fester an sich zu binden. Dies geschah mit einer Reihe von Maßnahmen.

Ausgangspunkt hierfür war die 2. Parteikonferenz der SED im Juli 1952, welche den planmäßigen Aufbau des Sozialismus in der DDR beschloss. Im Zuge dieses Beschlusses begann u. a. eine erste, militärische Sicherung und Befestigung der Landesgrenze zwischen Ost und West, mit der Ausnahme Berlins, wenngleich immer noch ein relativ freizügiger Reiseverkehr möglich war.

Die Stärkung des staatlichen Sektors der Wirtschaft wurde durch weitere Enteignungen, insbesondere des Mittelstandes vorangetrieben. Die Kollektivierung der Landwirtschaft wurde mit der Bildung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften forciert. Ideologisch begleitet wurde das mit der Bekämpfung bürgerlicher Ideologie, die man u. a. in den Jungen Gemeinden der Kirche ausmachte und mit verstärkten Kampagnen gegen die Sozialdemokratie, die über ihr so genanntes "Ostbüro" in Westberlin und die noch vorhandenen Parteistrukturen im Ostteil der Stadt nicht ohne Erfolg versuchte, in die ostdeutsche Provinz hinein zu wirken.

Eine Folge dieser Maßnahmen, die einher gingen mit dem Bruch von Lieferverträgen im innerdeutschen Handel durch den Westen, waren eine Verschlechterung der ökonomischen Lage der DDR und ein Anschwellen der Fluchtbewegung. Hinzu kamen die Belastungen der weiterlaufenden Kriegsreparationen an die Sowjetunion. Die Antwort der SED-Führung war nun die administrative Anordnung und diktatorische Durchsetzung von Maßnahmen, welche die Produktion und insbesondere den Bau von Wohnungen erhöhen sollte, um so schnell die materiellen Verhältnisse der Bevölkerung zu verbessern und die Fluchtwelle insbesondere von Fachkräften zu stoppen. Eine Maßnahme waren die massiven Normerhöhungen in der Industrie und besonders im Bauwesen ohne wesentliche Lohnerhöhungen, die schließlich das Fass zum Überlaufen brachten und die Demonstrationen und Streiks am 16. und 17. Juni auslösten.

Den Bogen überspannt

Von diesen, weitgehend spontanen Protesten von Teilen der Arbeiterschaft waren die SED-Funktionäre überrascht. Die zum Teil notwendigen ökonomischen Maßnahmen zur raschen Verbesserung der Lebensverhältnisse waren ideologisch schlecht vorbereitet und nicht Ergebnis einer auch nur ansatzweisen demokratischen Diskussion. Man vertraute auf die "bewährten" stalinistischen Methoden der bürokratischen Administrierung und Durchsetzung mittels eines Staats-, Partei- und Sicherheitsapparates. Der ideologische und auch politische Einfluss des Westens, insbesondere der Sozialdemokratie in der ostdeutschen Arbeiterklasse war größer als man glaubte. Schließlich war die durch Marshall-Plan und Reparationserlass wesentlich bessere ökonomische Entwicklung im Westen, besonders in der Gestalt des "Schaufensters Westberlin" ein anschauliches Argument im Herzen der DDR.

Als man im ZK der SED die Fehler bemerkte und versuchte mit der Politik des "Neuen Kurses" einige Maßnahmen zurückzunehmen, war es schon zu spät und man agierte nur noch hilflos. Die Wut in großen Teilen der Arbeiterschaft war schon zu groß, der Einfluss linientreuer Parteikader zu gering. Die Ursachen für die schwere Krise des stalinistischen Regimes waren hausgemacht. Sie waren durch systemimmanente Fehler bedingt, insbesondere dem Fehlen einer sozialistischen Demokratie.

Man darf aber auch nicht ausblenden, dass vor dem Hintergrund der internationalen Ost-West Konfrontation die Einflussnahme des Westens (über Propaganda) und Geheimdienste einen nicht unwesentlichen Teil zur Eskalation beitrug. Das ist auch durch inzwischen zugängliche westliche Quellen bestätigt.

Die anfänglichen Forderungen nach Korrektur der ökonomischen Beschlüsse und nach mehr Demokratie kippten schnell um in Forderungen nach dem Sturz der Regierung und der Wiedervereinigung. Aus friedlichen Aktionen wurden zum Teil gewalttätige Angriffe auf tatsächliche oder vermeintliche Funktionäre, die Zerstörung und Plünderung von öffentlichen Einrichtungen und Geschäften, sowie die Erstürmung von Gefängnissen, bei denen nicht nur politische Opfer des Stalinismus, sondern auch gewöhnliche Kriminelle und Naziverbrecher befreit wurden. Die schnelle Eskalation der Ereignisse veranlasste schließlich die SED-Führung, die Bewegung mit Hilfe der sowjetischen Besatzungstruppen niederzuschlagen mit einigen dutzend Todesopfern und tausenden Verhafteten.

Auch an der SED gingen die Ereignisse nicht spurlos vorüber. In einer erste Einschätzung in einer ZK-Sitzung unmittelbar nach dem 17. Juni verlangten einige führende Parteikader um Rudolph Herrnstadt, den Chefredakteur des SED-Zentralorgans "Neues Deutschland", eine schonungslose Aufarbeitung der Ursachen in der eigenen, fehlerhaften Politik und personelle Konsequenzen an der Spitze der Partei. Dies brachte SED-Generalsekretär Ulbricht kurze Zeit in arge Bedrängnis, doch mit Hilfe aus Moskau konnte er nur wenige Wochen später den Spieß umdrehen. Die Geschehnisse wurden schlicht zum konterrevolutionären, faschistischen Putschversuch erklärt, der im Wesentlichen vom Westen ausging. Herrnstadt wurde entmachtet und aus der Partei ausgeschlossen. Ebenso erging es zahlreichen anderen Funktionären auf allen Ebenen der Partei. Für die "mangelhafte Wachsamkeit" wurde Staatssicherheitsminister Zaisser, ein verdienter Altkommunist und Kommandeur der internationalen Brigaden in Spanien, in die "Wüste" geschickt.

Gegen die Legendenbildung

Alles in allem lässt der 17. Juni ‚53 folgende Schlussfolgerungen zu: Die Demonstranten und Streikenden hatten alle Berechtigung ihre Forderung nach Korrektur der stalinistischen Politik und nach mehr Demokratie zu stellen. Dennoch waren sie eine Minderheit. Mit ca. einer Million Teilnehmern war ca. ein Fünftel der ostdeutschen Arbeiterklasse aktiv geworden. Die Mehrheit verhielt sich passiv, eine kleinere Minderheit von ca. einer halben Millionen Arbeitern, überwiegend SED-Mitgliedern, stand aktiv hinter der Parteiführung. Unter den Streikenden waren nur wenige Kommunisten, Forderungen nach einer wirklichen Durchsetzung sozialistischer und demokratischer Prinzipien waren in der Minderheit und wurden schnell an den Rand gedrückt. Von einer auch nur ansatzweisen "politischen Revolution" im Verständnis Trotzkis kann so wohl nicht gesprochen werden. Ebenso wenig haben alte Nazis die Ereignisse wesentlich beeinflusst, so dass der "faschistische Putschversuch" eine stalinistische Schimäre ist. Der Hauptteil der Aktivisten des 17. Juni orientierte sich ideologisch an der westdeutschen Sozialdemokratie, in die sie ihre Hoffnungen auf einen vereinigten deutschen Sozialstaat mit weitgehend bürgerlich-demokratischen Freiheiten transformierten.
Eine Minderheit kam aus den gerade weitgehend enteigneten bürgerlichen und kleinbürgerlichen Schichten Ostdeutschlands. Sie trugen nicht unerheblich auch konservativ-reaktionäre Forderungen in die Bewegung.

Der 17. Juni 53 hatte historisch durchaus einen Doppelcharakter. Man könnte ihn so als einen antistalinistischen, reformistischen Arbeiteraufstand mit bürgerlich-reaktionären Elementen bezeichnen.

http://www.rsb4.de/content/view/1949/81/

Lichtblau
13.06.2017, 12:23
Ja, etwa nicht? Das ist bei anhaltender Entwicklung (Migration aus Afrika/islamischen Ländern, nicht integrierbare Migranten, mehr Kinder bei Migranten als bei ethnischen Deutschen) reine Mathematik. Die Alternative dazu wäre ein repressives Gesellschaftsmodell in der dann die Minderheit der ethnischen Deutschen über die Migrantenmehrheit herrscht. Beides keine verlockenden Zukunftsaussichten. Nur sehe ich nicht, was man dafür tut, um die oben beschriebene Entwicklung erfolgreich und in absehbarere Zukunft umzukehren oder zumindest aufzuhalten.

Da kann man jetzt fragen, islamischer Negerstaat oder Trabant fahren, was ist dir lieber?

Valdyn
13.06.2017, 12:23
Da kann man jetzt fragen, islamischer Negerstaat oder Trabant fahren, was ist dir lieber?

Trabant fahren.

Nicht falsch verstehen, ich bin weder Fremden - noch Menschenfeind, aber Menschen sollten doch in Masse idealerweise da bleiben wo sie aufgewachsen sind.

Sondierer
13.06.2017, 12:24
Empfehlenswerte Analyse der Hintergruende und Ursachen fuer die Revolte am 17. Juni 1953:

Ohhh endlich kannst rotes Gedankengut einer roten Seite bringen ohne zu spammen. Teilweise sogar richtig was ich lese. Die Antifas durften ja nicht fehlen.

Lichtblau
13.06.2017, 12:24
Trabant fahren.

Mir ist Trabant fahren auch lieber als dieser ekelhafte Westen.

Sondierer
13.06.2017, 12:25
Da kann man jetzt fragen, islamischer Negerstaat oder Trabant fahren, was ist dir lieber?

(Kapitalistisch) frisierten Trabant, wohlgemerkt.

Sondierer
13.06.2017, 12:26
Ja, etwa nicht? Das ist bei anhaltender Entwicklung (Migration aus Afrika/islamischen Ländern, nicht integrierbare Migranten, mehr Kinder bei Migranten als bei ethnischen Deutschen) reine Mathematik. Die Alternative dazu wäre ein repressives Gesellschaftsmodell in der dann die Minderheit der ethnischen Deutschen über die Migrantenmehrheit herrscht. Beides keine verlockenden Zukunftsaussichten. Nur sehe ich nicht, was man dafür tut, um die oben beschriebene Entwicklung erfolgreich und in absehbarere Zukunft umzukehren oder zumindest aufzuhalten.

Wie in Südafrika früher, Wahlrecht nur für Biodeutsche.

ABAS
13.06.2017, 12:38
Ohhh endlich kannst rotes Gedankengut einer roten Seite bringen ohne zu spammen. Teilweise sogar richtig was ich lese. Die Antifas durften ja nicht fehlen.

1953 waren die westlichen, kapitalistischen Laender noch nicht in der Ueberschuldungs-
und Schuldzinsfalle wie es heute der Fall ist. Die USA und ihre imperialistischen Vasallen
haben die Sektoren der Realwirtschaft nicht vernachlaessigt. Durch das Geschaeft des
Wiederaufbaues konnten Wachstumsraten erzielt werden. Die USA hat seit 1953 nach
bekannter Vorgehensweise ihre Wirtschaftsleistung durch Export von Kriegen gesteigert.

Nur mit diesen Voraussetzungen und Bedingungen konnte verhindert bzw. hinausgezoegert
werden das die westlichen, kapitalistischen Laender vor der UDSSR kollabieren und das die
kapitalistischen Laender gesellschaftlich, finanziell, wirtschaftlich, militaerisch, systemisch
und letztlich im weltoeffentlichen Ansehen am Ende sind, wie es heute der Fall ist.

Ueberfordert Dich das oder kannst Du meine Ausfuehrungen nachvollziehen?

Chronos
13.06.2017, 12:44
Da kann man jetzt fragen, islamischer Negerstaat oder Trabant fahren, was ist dir lieber?
Weshalb denn immer dieses "Conditio sine qua non"?

Ich präferiere die dritte Möglichkeit: Vernünftige Produkte und trotzdem keinen Negerstaat.

Sondierer
13.06.2017, 12:53
1953 waren die westlichen, kapitalistischen Laender noch nicht in der Ueberschuldungs-
und Schuldzinsfalle wie es heute der Fall ist. Die USA und ihre imperialistischen Vasallen
haben die Sektoren der Realwirtschaft nicht vernachlaessigt. Durch das Geschaeft des
Wiederaufbaues konnten Wachstumsraten erzielt werden. Die USA hat seit 1953 nach
bekannter Vorgehensweise ihre Wirtschaftsleistung durch Export von Kriegen gesteigert.

Nur mit diesen Voraussetzungen und Bedingungen konnte verhindert bzw. hinausgezoegert
werden das die westlichen, kapitalistischen Laender vor der UDSSR kollabieren und das die
kapitalistischen Laender gesellschaftlich, finanziell, wirtschaftlich, militaerisch, systemisch
und letztlich im weltoeffentlichen Ansehen am Ende sind, wie es heute der Fall ist.

Ueberfordert Dich das oder kannst Du meine Ausfuehrungen nachvollziehen?

Stimmt auch nur ein Teil. Die Hinterlassenschaften DDR Tschechien Polen, Ungarn, usw ziehen doch den Wohlstand runter. Das ist den USA scheissegal. Die Würden Mexiko nie so pampern wie wir die Reformstaaten. Ziel der Übung ist nur sie von Russland zu entfernen. Deswegen auch Überschuldung ( DDR eine Billion ) uvm

Es ist keine Systemfrage, es ist eine Frage unseres US Koloniedaseins.

Sondierer
13.06.2017, 12:54
Weshalb denn immer dieses "Conditio sine qua non"?

Ich präferiere die dritte Möglichkeit: Vernünftige Produkte und trotzdem keinen Negerstaat.

In Japan, Singapur geht das ?

Sondierer
13.06.2017, 12:57
Empfehlenswerte Analyse der Hintergruende und Ursachen fuer die Revolte am 17. Juni 1953:


Der 17. Juni 53 hatte historisch durchaus einen Doppelcharakter. Man könnte ihn so als einen antistalinistischen, reformistischen Arbeiteraufstand mit bürgerlich-reaktionären Elementen bezeichnen.

Da ist Wahres dran. Und mit 1952 hängt das auch zusammen.

Wahnsinn, Stalin hätte die DDR dem Kapitalismus ausgeliefert :auro:

Chronos
13.06.2017, 13:08
In Japan, Singapur geht das ?
Ja, aber man kann die beiden beispielhaft genannten Staaten nicht miteinander vergleichen.

Japan dürfte wohl die derzeit noch monoethnischste Industrienation sein. Eine Handvoll Zugewanderte sind dabei vernachlässigbar. Die abgelegene Insellage dürfte dabei auch eine Rolle spielen.
Allerdings sind bei der japanischen Jugend auch schon gewisse Degenerationserscheinungen festzustellen.

Singapur dagegen ist der meines Erachtens weltweit einzig funktionierende Multikulti-Staat. Eingeborene Musel-Malayen (rund 15 %; Singapur war vor seiner Gründung ein malayisches Sumpfloch), eingeborene Inder (rund 10 %) sowie ein kleiner Prozentsatz Westler und ein paar winzige andere südostasiatische Minderheiten leben völlig konfliktfrei in einem der prosperierendsten Staaten der Welt.

Aaaaber: Das funktioniert dort nur, weil die ziemlich strenge (chinesisch dominierte und konfuzianisch denkende) Regierung sehr klare Spielregeln aufgestellt hat und jeder, der dagegen aufmuckt, sofort die Staatsgewalt spürt.

Es geht also, aber nur, weil einer quasi mit dem Hammer draufhaut, wenn jemand meint, sein Mütchen kühlen zu müssen.

Sondierer
13.06.2017, 13:12
Ja, aber man kann die beiden beispielhaft genannten Staaten nicht miteinander vergleichen.

Japan dürfte wohl die derzeit noch monoethnischste Industrienation sein. Eine Handvoll Zugewanderte sind dabei vernachlässigbar. Die abgelegene Insellage dürfte dabei auch eine Rolle spielen.
Allerdings sind bei der japanischen Jugend auch schon gewisse Degenerationserscheinungen festzustellen.

Singapur dagegen ist der meines Erachtens weltweit einzig funktionierende Multikulti-Staat. Eingeborene Musel-Malayen (rund 15 %; Singapur war vor seiner Gründung ein malayisches Sumpfloch), eingeborene Inder (rund 10 %) sowie ein kleiner Prozentsatz Westler und ein paar winzige andere südostasiatische Minderheiten leben völlig konfliktfrei in einem der prosperierendsten Staaten der Welt.

Aaaaber: Das funktioniert dort nur, weil die ziemlich strenge (chinesisch dominierte und konfuzianisch denkende) Regierung sehr klare Spielregeln aufgestellt hat und jeder, der dagegen aufmuckt, sofort die Staatsgewalt spürt.

Es geht also, aber nur, weil einer quasi mit dem Hammer draufhaut, wenn jemand meint, sein Mütchen kühlen zu dürfen.

Das sagte schon Helmut Schmidt: Multikulti finktioniert nur mit einem starken Obrigkeitsstaat.

ABAS
13.06.2017, 13:12
Da ist Wahres dran. Und mit 1952 hängt das auch zusammen.

Wahnsinn, Stalin hätte die DDR dem Kapitalismus ausgeliefert :auro:

Damit das Volk der souveraenen Deutschen Demokratischen Republik nicht
den des Bestien des Kapitalismus ausgeliefert werden haben die Genossen der
SED den Antifaschistischen Schutzwall bauen lassen.


https://www.youtube.com/watch?v=ZrwIU2UYPc8

Bolle
13.06.2017, 13:13
Ja, aber man kann die beiden beispielhaft genannten Staaten nicht miteinander vergleichen.

Japan dürfte wohl die derzeit noch monoethnischste Industrienation sein. Eine Handvoll Zugewanderte sind dabei vernachlässigbar. Die abgelegene Insellage dürfte dabei auch eine Rolle spielen.
Allerdings sind bei der japanischen Jugend auch schon gewisse Degenerationserscheinungen festzustellen.

Singapur dagegen ist der meines Erachtens weltweit einzig funktionierende Multikulti-Staat. Eingeborene Musel-Malayen (rund 15 %; Singapur war vor seiner Gründung ein malayisches Sumpfloch), eingeborene Inder (rund 10 %) sowie ein kleiner Prozentsatz Westler und ein paar winzige andere südostasiatische Minderheiten leben völlig konfliktfrei in einem der prosperierendsten Staaten der Welt.

Aaaaber: Das funktioniert dort nur, weil die ziemlich strenge (chinesisch dominierte und konfuzianisch denkende) Regierung sehr klare Spielregeln aufgestellt hat und jeder, der dagegen aufmuckt, sofort die Staatsgewalt spürt.

Es geht also, aber nur, weil einer quasi mit dem Hammer draufhaut, wenn jemand meint, sein Mütchen kühlen zu müssen.

So funktionierte es auch in Jugoslawien! Als der staatliche Druck wegfiel, sprangen sich die Ethnien sofort an die Gurgel!

Chronos
13.06.2017, 13:15
Das sagte schon Helmut Schmidt: Multikulti finktioniert nur mit einem starken Obrigkeitsstaat.
Interessant dabei ist, dass Helmut Schmidt sehr gut mit dem Gründer und langjährigen MP Singapurs, Lee Kuan Yew, befreundet war.

Aber wir schweifen ab. Zurück zum 17. Juni >>>>>

Sondierer
13.06.2017, 13:17
Damit das Volk der souveraenen Deutschen Demokratischen Republik nicht
den des Bestien des Kapitalismus ausgeliefert werden haben die Genossen der
SED den Antifaschistischen Schutzwall bauen lassen.


https://www.youtube.com/watch?v=ZrwIU2UYPc8

Falsch. Der Westen hat das Stalinangebot abgelehnt. Finde ich nicht richtig von Adenauer.
Die DDR wäre ausgeblutet an Fachkräften ohne Schutzwall.

Tryllhase
13.06.2017, 13:17
Damit das Volk der souveraenen Deutschen Demokratischen Republik nicht
den des Bestien des Kapitalismus ausgeliefert werden haben die Genossen der
SED den Antifaschistischen Schutzwall bauen lassen.


https://www.youtube.com/watch?v=ZrwIU2UYPc8

Song des einfachen DDR-Volkes zum 17. Juni
"Da, zwischen Elbe und Oder,
da liegt ein gesegnetes Land.
Das wird in aller Munde
die DDR genannt.
Die Menschen, die dort wohnen,
im Lande und in der Stadt,
die brauchen nicht zu hungern.
Die habens alle satt!"

Sondierer
13.06.2017, 13:18
So funktionierte es auch in Jugoslawien! Als der staatliche Druck wegfiel, sprangen sich die Ethnien sofort an die Gurgel!

Da hat die USA etwas anchgeholfen mit Ethnien.

Chronos
13.06.2017, 13:20
So funktionierte es auch in Jugoslawien! Als der staatliche Druck wegfiel, sprangen sich die Ethnien sofort an die Gurgel!
Genau da liegt der Hase im Pfeffer.

In einem schwachen Staat, der dazu noch von prinzipienlosen, dummgackernden Hühnern regiert wird, kann man die Stoppuhr stellen, bis es multiethnisch knallt.

Muninn
13.06.2017, 13:40
Na, selbst kann ich mich an diese Dinge nicht mehr erinnern, aber als Lehrlinge haben wir die "Alten" befragt, wie das den gewesen sei.
Da muss es ganz schön zur Sache gegangen sein, mit Sturm auf die Kreisleitung, VP (Merseburg...)usw., leider wäre da wenig von politischer Vernunft der Demonstranten zu spüren gewesen. Es sollen eben auch viele dabei gewesen sein, die ihren Frust über ihr Karriereende (´45!) abgearbeitet hatten, war ja erst 8 Jahre her. Das alles war natürlich der passende Anlass für die Russen einzugreifen und "kalt nachzuwaschen". Selbstverständlich wurden dann auch die "Rädelsführer" präsentiert, natürlich alle vom Westen ferngesteuert! Sie haben es dann beim Verhör erfahren!:))

Fazit für uns damals war, das es nicht ausschließlich die freiheitsliebenden Englein - wie vom Klassenfeind gesendet- genauso wenig nicht die imperialistischen Teufel, wie in den Ostmedien verkündet, gewesen waren, sondern die schwierige wirtschaftliche Lage, durch hausgemachte Fehler und verschiedene Fouls von außen verstärkt, als komplexe Ursache in Frage kommt.

Zweifelsohne ist es doch bequemer, von einem eindeutigen parteilichen Standpunkt heranzugehen, wo die Schuldigen ganz klar definiert sind; der aktuelle politische Sieger diktiert (wie zu DDR-Zeiten) das Ergebnis. :)

Was heute oft vergessen wird. Es gab auch andere Aufstände in der DDR.



Vor 55 Jahren, am 16. August 1951, kam es in der thüringischen Stadt Saalfeld erstmals zu einer Revolte gegen die Machthaber in der DDR. Einige tausend Kumpel aus den sowjetischen Wismut- Uranbergwerken forderten die Staatsmacht mit sozialen, aber auch politischen Forderungen heraus. Diese reagierte flexibel und entschärfte so die heikle Lage. https://www.nzz.ch/articleedb57-1.53120

Die Wismut Kumpel haben öfter mal ihre Meinung gesagt! :auro:

Auch sollte man vielleicht erwähnen das die westlichen "Siegermächte" also Frankreich oder UK auch nicht zimperlich waren wenn es um ihre Interessen ging.

Stichwort Nordirland Konflikt, Massaker von Paris, Mau Mau Aufstand und Algerien.

Wie die "Siegermächte" in der BRD auf einen Volksaufstand im Westen reagiert hätten wissen wir nicht. Denn der "Wessi" ist wohl der bessere Untertan als der "Ossi."

Tryllhase
13.06.2017, 18:08
Empfehlenswerte Analyse der Hintergruende und Ursachen fuer die Revolte am 17. Juni 1953:
Was die Ursachen wirklich waren, zeigen die Jahre nach dem 17. Juni. Eine Massenfluchtbewegung führte schließlich zum Mauerbau. Politische Gründe waren dabei die Minderheit. Es gibt eine Analogie: Nach der Wende skandierten viele Ostdeutsche, dass sie zur D-Mark gehen würden, wenn diese nicht zu ihnen käme. Und da kann wohl kaum jemand sagen, dass dies vom Westen angeregt oder gefördert wurde.

Bolle
17.06.2017, 10:38
DDR-Volksaufstand 1953

Der 17. Juni soll wieder Feiertag werden

http://www.berliner-zeitung.de/image/27805878/2x1/940/470/5ef9864d9ec763371575eddd3de84158/Hm/17--juni-1953.jpg

Berlin -An den DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953 sollte nach Ansicht des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen wieder als Nationalfeiertag erinnert werden. Das würde auch aktuell ein wichtiges Zeichen setzen, sagt Roland Jahn.

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27805822 ©2017

Muninn
17.06.2017, 12:34
– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27805822 ©2017


Wir sollten den Sedantag am 2. Septemer wieder einführen.

Das würde auch ein Zeichen setzen.

Und immer wenn Staatsbesuch aus Frankreich kommt, wird die Wacht am Rhein zur Begrüßung gespielt.

Bolle
17.06.2018, 18:11
Heute vor 65 Jahren!

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/volksaufstand-ddr106~_v-videowebl.jpg

Das Volk stand auf!

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/volksaufstand-ddr114~_v-videowebl.jpg
Nur widerwillig erinnern die jetzigen Machthaber an den Volksaufstand!

herberger
18.06.2018, 19:20
Geschehen am 17.Luni 1953



Rathenow, gegen 14.30 Uhr
Der Stasi-Spitzel und Chef des Betriebschutzes der Handelsorganisation HO, Willi Hagedorn, wird von einem erregten Mob in seiner Heimatstadt gelyncht. Er hatte 1951 geprahlt, 300 Menschen als „Faschisten“ und „imperialistische Agenten“ entlarvt zu haben. Seither ist das SED-Mitglied Hagedorn gefürchtet und verhasst. Nun nimmt die Menge grausam Rache: Hagedorn wird geschlagen, in die Havel geworfen, beinahe ertränkt. Er stirbt wenig später an seinen schweren Verletzungen.

Lichtblau
18.06.2018, 20:46
Heute vor 65 Jahren!

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/volksaufstand-ddr106~_v-videowebl.jpg

Das Volk stand auf!

https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/volksaufstand-ddr114~_v-videowebl.jpg
Nur widerwillig erinnern die jetzigen Machthaber an den Volksaufstand!

Und wie wurde der besiegt?
Ein paar Panzer rollten ohne Schuss und dann war die Geschichte gegessen.
Das soll ein "Aufstand" gewesen sein?

Tryllhase
18.06.2018, 20:51
Und wie wurde der besiegt?
Ein paar Panzer rollten ohne Schuss und dann war die Geschichte gegessen.
Das soll ein "Aufstand" gewesen sein?
Es war ein gewaltloser Aufstand, nämlich Generalstreik. Ein solcher macht jedem System den Garaus. Es sei denn, er wird mit Gewalt beendet.

Leberecht
18.06.2018, 21:12
Jepp ,es ist bekannt das eine grosse Anzahl Deutsche Mitglieder der NSDAP waren.Irgendwo existieren auch noch die Mitglieder-Listen. Sieh doch mal nach, ob nicht auch deine Grosseltern/Verwandten Mitgliederwaren. Das wäre gar nicht verwunderlich. Ehemalige Nazis waren auch Gründer von Blockparteien in der DDR , hohe
Offiziere der NVA - es sollen sogar ehemalige Nazis in der Volkskammer gesessen haben. Mein Grossvater sagte : " Jung, die Nazis waren schlimm. Die sich heute Kommunisten nennen , sind schlimmer . Vor allem sind es noch viel mehr
Schmarotzer als unter den Nazis." - das war 1964....
Grossvater war kein Nazi -aber ein alter Stahlhelmler.

Man erinnere sich, daß der Oberfehlshaber der 6. Arme im Stalingrader Kessel, Paulus, nach dem Krieg von den Russen gehätschelt und gepampert wurde. Sie wiesen ihm im Dresdner Nobelviertel Weißer Hirsch ein Villa mit Diener zu und angeblich durfte er sogar seine Dienstpistole behalten. Das deutsche Volk hat meines Wissens nie den Grund für diese Vorzugsbehandlung erfahren.

Kurti
18.06.2018, 21:21
(…)

Wie die "Siegermächte" in der BRD auf einen Volksaufstand im Westen reagiert hätten wissen wir nicht. Denn der "Wessi" ist wohl der bessere Untertan als der "Ossi."Im Westen Deutschlands herrschte nach 1945 zu keiner Zeit ein politisches Klima für einen Volksaufstand.

suma
03.07.2018, 09:36
Im Westen Deutschlands herrschte nach 1945 zu keiner Zeit ein politisches Klima für einen Volksaufstand.

47-48 gab es eine Streikwelle die in einen Generalstreik mündete. 9 von 11 Millionen Arbeiter beteiligten sich. Ausgangssperre, Verhaftungen, Panzer.. alles wie in Ostberlin. Das nicht sein kann was nicht sein darf gab es nicht nur im Osten. Ein Geschichtsbuch der BRD lügt anders als eins der DDR, lügen tut es trotzdem.

Nereus
03.07.2018, 12:37
47-48 gab es eine Streikwelle die in einen Generalstreik mündete. 9 von 11 Millionen Arbeiter beteiligten sich. Ausgangssperre, Verhaftungen, Panzer.. alles wie in Ostberlin. Das nicht sein kann was nicht sein darf gab es nicht nur im Osten. Ein Geschichtsbuch der BRD lügt anders als eins der DDR, lügen tut es trotzdem.
Worum ging es bei der Streikwelle? Was war der Auslöser?

suma
04.07.2018, 11:00
Worum ging es bei der Streikwelle? Was war der Auslöser?

Es ging um Preise, Lohnerhöhung, Sonderschichten, Lebensmittelknappheit... wie im Osten

Nereus
04.07.2018, 11:40
Im Westen Deutschlands herrschte nach 1945 zu keiner Zeit ein politisches Klima für einen Volksaufstand."AMI go Home!" - Stand an vielen Mauern und Hauswänden!

Tryllhase
04.07.2018, 12:01
"AMI go Home!" - Stand an vielen Mauern und Hauswänden!
Ein sicheres Zeichen für die sich entwickelnde Demokratie. Hätte im Osten "Russki go home gestanden", hätte Stalin seine Liquidierung nach Quoten wieder aufgenommen.

Kurti
04.07.2018, 13:47
"AMI go Home!" - Stand an vielen Mauern und Hauswänden!Allerdings ohne strafrechtliche Konsequenzen für die Narrenhände, die da beschmierten Tisch und Wände.

Nereus
04.07.2018, 14:04
Ein sicheres Zeichen für die sich entwickelnde Demokratie. Hätte im Osten "Russki go home gestanden", hätte Stalin seine Liquidierung nach Quoten wieder aufgenommen."IWAN go home" war gelgentlich auch zu lesen. Stalin wollte nur "Deutsche an einem Tisch" haben, wie die Wandparolen auch lauteten. Aber die Kalergi-CDUler träumten ab 1945 von Churchils "Vereinigte Staaten von Europa", wo alle liberalen Nichtrussen "Brüder seien können". Das "Gemeinesame Haus Europa" des Sowjetrussen Gorbatschows gefiel den CDU-Konsorten nicht: Damit war AMERIKA ausgesperrt und der US-ASPEN-Club mit Gedmin an der Berliner Spitze wählte schon 2003 die Zonenwachtel Merkel für ihre Ziele aus und steuerten so den BRD-Achsenbruch 2005 auf der Bilderberg-Konferenz in Rottach-Egern" für ihre Ziele! Auch Schily war vorgesehen für einen eventuellen SPD-Wahlsieg! Kanzler Schröder (SPD) durfte nur die internationalen Gäste im Hotel-Vorraum begrüßen ...

Lichtblau
04.07.2018, 19:11
Ein sicheres Zeichen für die sich entwickelnde Demokratie. Hätte im Osten "Russki go home gestanden", hätte Stalin seine Liquidierung nach Quoten wieder aufgenommen.

Was denkst du denn was der vom Westen aufgestachelte Mob damals gerufen hat?

Laut Guido Knopp wurde "russkie go home" skandiert.

https://books.google.de/books?id=Kq_bAwAAQBAJ&pg=PT152&lpg=PT152&dq=russki+go+home+1953&source=bl&ots=A7ZbhlElII&sig=lF_Z7_FEopKGXuSPuEFB3Daawyc&hl=de&sa=X&ved=0#v=onepage&q=russki%20go%20home%201953&f=false

Und es wurde keiner liquidiert.
Du hast mal wieder antikommunistischen Dreckscheiss erzählt.

Tryllhase
04.07.2018, 19:57
Was denkst du denn was der vom Westen aufgestachelte Mob damals gerufen hat?

Laut Guido Knopp wurde "russkie go home" skandiert.

https://books.google.de/books?id=Kq_bAwAAQBAJ&pg=PT152&lpg=PT152&dq=russki+go+home+1953&source=bl&ots=A7ZbhlElII&sig=lF_Z7_FEopKGXuSPuEFB3Daawyc&hl=de&sa=X&ved=0#v=onepage&q=russki%20go%20home%201953&f=false

Und es wurde keiner liquidiert.
Du hast mal wieder antikommunistischen Dreckscheiss erzählt.
Es geht dabei um 1945/46/47, wo sich niemand im Osten das gewagt hätte, sondern um 1953. Bekanntlich war der Massenmörder Stalin schon im März verstorben. Ein bisschen Geschichtswissen würde dir gut tun.

Lichtblau
04.07.2018, 20:02
Es geht dabei um 1945/46/47, wo sich niemand im Osten das gewagt hätte, sondern um 1953. Bekanntlich war der Massenmörder Stalin schon im März verstorben. Ein bisschen Geschichtswissen würde dir gut tun.

Das ist allerdings richtig. Mit Stalin hätte es keine Konterrevolution gegeben.

Pelle
14.10.2019, 20:25
Das ist allerdings richtig. Mit Stalin hätte es keine Konterrevolution gegeben.

Das stimmt! Der hat aufgepasst.


https://www.youtube.com/watch?v=nQNlHXIZyYg

Pelle
23.10.2019, 22:54
Was denkst du denn was der vom Westen aufgestachelte Mob damals gerufen hat?

Laut Guido Knopp wurde "russkie go home" skandiert.

https://books.google.de/books?id=Kq_bAwAAQBAJ&pg=PT152&lpg=PT152&dq=russki+go+home+1953&source=bl&ots=A7ZbhlElII&sig=lF_Z7_FEopKGXuSPuEFB3Daawyc&hl=de&sa=X&ved=0#v=onepage&q=russki%20go%20home%201953&f=false

Und es wurde keiner liquidiert.
Du hast mal wieder antikommunistischen Dreckscheiss erzählt.

Ja, so war es!


https://www.youtube.com/watch?v=uwXlL3CnIW0