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Vollständige Version anzeigen : US-Geisel in Saudi-Arabien enthauptet



Siran
18.06.2004, 21:02
US-Geisel in Saudi-Arabien enthauptet

Die Geiselnehmer zeigten die Ermordung des 49 Jahre alten Mannes auf einem Video, das auf mehreren Islamisten- Internetseiten veröffentlicht wurde

http://www.welt.de/media/pic/000/154/15416v1.jpg
Auf Islamisten-Webseiten wurde Paul Johnson gezeigt
Foto: AP

Kairo/Washington - Der in Saudi-Arabien entführte US-Bürger Paul Johnson ist nach Informationen arabischer Nachrichtensender enthauptet worden. Die Geiselnehmer zeigten die Ermordung des 49 Jahre alten Mannes auf einem Video, das auf mehreren Islamisten- Internetseiten veröffentlicht wurde.


Die Entführer, die nach eigener Darstellung zum El-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden gehören, hatten am Mittwoch damit gedroht, den Ingenieur einer US-Rüstungsfirma an diesem Freitag zu töten, sollte das saudiarabische Königshaus nicht alle mutmaßlichen Extremisten aus den Gefängnissen entlassen. Außerdem sollten alle ?Ungläubigen? die Arabische Halbinsel verlassen.


Familienangehörige des Entführten hatten am Mittwoch in US-Medien die Geiselnehmer gebeten, Johnson freizulassen. Er war am vergangenen Samstag in Riad entführt worden. Das saudiarabische Königshaus schloss Verhandlungen mit den Terroristen offiziell aus.


In der zentralen Moschee der Pilgerstadt Mekka hatte der Imam die Entführer beim Freitagsgebet indirekt gebeten, der US-Geisel nichts anzutun. Er forderte alle Extremisten auf, keine Nicht-Muslime mehr in Saudi-Arabien zu töten. Vor der Entführung des Amerikaners waren in Saudi-Arabien bereits mehrere Ausländer von islamistischen Terroristen getötet worden. dpa

Quelle: Die Welt

Kaiser
19.06.2004, 11:27
Scheint in Mode zu kommen.

l_osservatore_uno
19.06.2004, 11:32
Scheint in Mode zu kommen.

... ja auch normal zu sein, die Bevölkerung eines Landes mit Krieg zu überziehen, ohne dass auch nur der Schatten eines Beweises über die Verstrickung dieses Landes in den internationalen Terrorismus vorliegt, ganz zu schweigen vom Nichtfindenkönnen lebhaftest zusammengefieberter Massenvernichtungswaffen.

Ob nun geköpft oder in Fetzen gebombt - der Betroffene ist immer der Arsch!

Enzo

Kaiser
19.06.2004, 13:49
... ja auch normal zu sein, die Bevölkerung eines Landes mit Krieg zu überziehen, ohne dass auch nur der Schatten eines Beweises über die Verstrickung dieses Landes in den internationalen Terrorismus vorliegt, ganz zu schweigen vom Nichtfindenkönnen lebhaftest zusammengefieberter Massenvernichtungswaffen.

Ob nun geköpft oder in Fetzen gebombt - der Betroffene ist immer der Arsch!

Enzo

Sehe ich auch so. Die Herr hat übrigens mitunter die US-Kampfhubschrauber gewartet. All zu unschudig ist er also kaum.

Rorschach
19.06.2004, 14:24
Weshalb einen die Wartung eines Kampfhubschraubers zu einem legalen Ziel macht ist mir nicht ganz klar, was wäre denn gewesen, wenn die Serben einen BW-Instler getötet hätten, weil er den Krieg im Kosovo indirekt unterstützt hat?
Ganz gefährliche Logik.

Aber wenigstens hat Bush wieder einen Grund, die ganze Kriegs- und Hetzrethorik auszupacken, die ihm seine Spin Doctors verpaßt haben.

Kaiser
19.06.2004, 14:31
Im Krieg sind die Produktionsstätten und Arbeiter der Rüstungsindutrie stets legitime Ziele gewesen. Sie sind es, die den Krieg die materielle Grundlage liefern.

Rorschach
19.06.2004, 14:41
Mit so einer Einstellung sollte man aber auch nicht über irgendwelche zivilen Verluste jammern.
Sind doch auch nur 'Ziele'.

Kaiser
19.06.2004, 15:04
Mit so einer Einstellung sollte man aber auch nicht über irgendwelche zivilen Verluste jammern.
Sind doch auch nur 'Ziele'.

Tue ich auch nicht, wie du eigentlich wissens solltest.

Chester
19.06.2004, 15:47
Derjenige, der für diese Hinrichtung verantwortlich war, Abdulaziz Issa Abdul-Mohsin al-Moqrin, ist jetzt selber tot.

mfg,

Chester :-:

l_osservatore_uno
19.06.2004, 15:52
Derjenige, der für diese Hinrichtung verantwortlich war, Abdulaziz Issa Abdul-Mohsin al-Moqrin, ist jetzt selber tot.

mfg,

Chester :-:

Wer früher stirbt ... ist länger tot! :D

Enzo

Ruwais
19.06.2004, 15:55
Die glaeubigen Kaempfer habe einen Unglaeubigen als Ihr legitimes Ziel erkannt, und sodann geschaechtet.

Als gute Moslems haben sie sicherlich seinen Kopf nach Mekka ausgerichtet, wie das vorgeschrieben ist, und beim eigentlichem Schaechtungsakt Gott ist gross gerufen.

Chester
19.06.2004, 15:57
http://customwire.ap.org/dynamic/stories/S/SAUDI_MILITANTS?SITE=APWEB&SECTION=HOME&TEMPLATE=DEFAULT

Hier ein link zu der Nachricht (auf Englisch), von AP.

mfg,

Chester :-:

Chester
19.06.2004, 15:58
http://www.n-tv.de/5255857.html
Und hier die deutsche Version.

mfg,

Chester :-:

Kaiser
19.06.2004, 16:48
Die glaeubigen Kaempfer habe einen Unglaeubigen als Ihr legitimes Ziel erkannt, und sodann geschaechtet.

Als gute Moslems haben sie sicherlich seinen Kopf nach Mekka ausgerichtet, wie das vorgeschrieben ist, und beim eigentlichem Schaechtungsakt Gott ist gross gerufen.

Zwischen Köpfen und Schächten gibt es Unterschiede.

Im übrigen beten wir zu demselben Gott...

Nichtraucher
19.06.2004, 18:41
http://www.politikforen.de/attachment.php?attachmentid=2278&stc=1

Das beweist, dass der Mensch mit dem Affen verwandt ist.

Chester
19.06.2004, 19:32
http://www.politikforen.de/attachment.php?attachmentid=2278&stc=1

Das beweist, dass der Mensch mit dem Affen verwandt ist.
Affen sind wesentlich netter.

mfg,

Chester :-:

Kaiser
19.06.2004, 22:21
Dieser Beitrag wurde von Chester gelöscht. Grund: Regelverstoß (§1/4)

Is ja gut. Hat dir der Türke von nebenan etwas in deinen Döner getan?

:)) :)) :))

Schw.Kor.
20.06.2004, 00:17
ich kann dazu nur sagen, die ganze aktion war ein wenig kopflos von den amerikanern. :rofl:
da müssen sie sich nicht wundern, wenn mal jemand den kopf verliert und einen amerikaner tötet. :lol:
obwohl, kann es denn nicht selbstmord gewesen sein? ich mein das die amis nicht helle sind, weiß nun ja jeder. also hat er sich lediglich beim rasieren geschnitten, ein bisschen tief, aber was solls. :lach:

vielleicht sollten die araber der familie den versauten teppich in rechnung stellen, da kann man ja nicht mal mehr drauf beten. :lol:
vielleicht hatten die araber auch nur grad keine bowlingkugel mehr? :2faces:
oder vielleicht war es auch eine militante weight-watchers gruppe der saudis. schließlich war der ami ja fett, richtig schwabbelig. man denke nur an die arme ehefrau, naja, vielleicht ist sie auch fett. dann sollte sie lieber nicht zu den arabern reisen. :respekt:

Chester
20.06.2004, 00:19
Schw.Kor.....geht's noch tiefer?

Chester :-:

Lone Eagle
20.06.2004, 00:33
Ich denke, hier geht es ja nich um den Körperumfang von Johnson.. Es geht drum, er ist ein Amerikaner, und er wurde nicht mitten in einer Kampfhandlung mal eben mit erschossen. Sondern er wurde vorsätzlich hingerichtet. Es ist ein Zirkel: je mehr Amis getötet werden, umso mehr Terroristen werden dafür getötet. Aber da diese großen Zuspruch haben im arabischen Raum und auf Rache sinnen, müssen weitere Amis und alle die mit ihnen verbündet sind gekillt werden. So schaut es aus.

Ich frage mich nur, was die da im Pentagon so fabrizieren..oder in den ganzen Denkfabriken (Stiftungen und solchen Kram) aber kommen nicht auf den logischen Schluss der El Quaida den Boden zu entziehen. Wenn es schon nicht finanziell klappt, dann wenigstens zusehen, dass ihr Zuspruch geringer wird. Das Problem ist nur die Umsetzung. Was würde eurer Meinung nach die El Quaida unattraktiv machen in politischer Hinsicht.

Schw.Kor.
20.06.2004, 02:08
chester humor ist wenn mann trotzdem lacht oder grade deswegen ;)

Chester
20.06.2004, 02:53
chester humor ist wenn mann trotzdem lacht oder grade deswegen ;)
Und nicht alles, was menschenverachtender Schwachsinn ist, ist Humor.

Chester :-:

Kaiser
20.06.2004, 09:59
Was würde eurer Meinung nach die El Quaida unattraktiv machen in politischer Hinsicht.

All das was die USA in der Region niemals machen würde z.B.

- Rückzug aus dem islamischen Raum
- Entzug der Unterstützung für die arabischen Diktatoren und Scheiche
- Zulassen das die Muslime ihre Staatsform frei wählen dürfen
- Entzug der Unterstützung für Israel

Dann wäre die Al-Kaida nicht mehr nötig.

Kaiser
20.06.2004, 09:59
Und nicht alles, was menschenverachtender Schwachsinn ist, ist Humor.

Chester :-:

Wer wird denn hier gleich den Kopf verlieren?

Bakunin
20.06.2004, 11:31
ich finde es reichlich bescheuert, dass so ziemlich jeder beitrag von mir gelöscht wird.

Siran
20.06.2004, 11:49
ich finde es reichlich bescheuert, dass so ziemlich jeder beitrag von mir gelöscht wird.

Dann wäre ich dafür, dass du mal den Inhalt deiner Beiträge überdenkst, bevor du welche schreibst und dir vielleicht nochmals die Forenregeln zu Gemüte führst.

Schw.Kor.
20.06.2004, 12:05
chester, es war wirklich nur schwarzer humor, ehrlich :2faces:

aber mal ehrlich, was geht uns so ein rüstungs heini an. seine arbeit hat hunderte zivilisten das leben gekostet, darum ist es um ihn nicht schade. die usa sind die aggressoren und nicht die iraker oder andere staaten im nahen osten. abgesehen vom auserwählten land. das der amerikanischen führungsriege, der tod eines zivilangestellten egal ist, haben sie schon öfters bewiesen.
also sollten wir nicht so einen aufriss darum machen. wir sollten eher mal in unser land schauen und uns fragen, was kann ich tun, damit unsere kinder besser leben können?

Ruwais
20.06.2004, 14:02
Zwischen Köpfen und Schächten gibt es Unterschiede.

Im übrigen beten wir zu demselben Gott...

1. Tatsächlich?? dann erklären Sie doch mal die Unterschiede, den aktuellen Fall betreffend.

2. Wenn Sie meinen.

Rorschach
20.06.2004, 14:12
1. Schächten = rituelles Ausbluten lassen = Schlachten nach jüdischer (Koscher) Vorschrift.
Köpfen sollte offensichtlich sein.

2. Juden haben denselben Gott wie Christen.

Schw.Kor.
20.06.2004, 14:53
die juden beten zu wotan, seit wann das denn? sollten sie doch kultur besitzen??

Rorschach
20.06.2004, 15:01
die juden beten zu wotan, seit wann das denn? sollten sie doch kultur besitzen??
Da zum Glück nur eine Minderheit Wotan anbetet, habe ich die Frage mal auf den üblicherweise verehrten Gott bezogen. :2faces:

Siran
20.06.2004, 15:19
Welche Christen beten denn bitte zu Wotan?

Ruwais
20.06.2004, 15:20
1. Schächten = rituelles Ausbluten lassen = Schlachten nach jüdischer (Koscher) Vorschrift.
Köpfen sollte offensichtlich sein.

2. Juden haben denselben Gott wie Christen.

1. Ich vermag zwischen der jüdischen Vorschrift, und der moslemischen Art des Schächtens, wie sie an dem bedauernswerten Mann vorgenommen wurde, keinen Unterschied feststellen.

2. Klar, alle habe denselben Gott, und alle haben sich lieb.

Rorschach
20.06.2004, 15:25
1. Ich vermag zwischen der jüdischen Vorschrift, und der moslemischen Art des Schächtens, wie sie an dem bedauernswerten Mann vorgenommen wurde, keinen Unterschied fest[zu]stellen.

2. Klar, alle habe denselben Gott, und alle haben sich lieb.
1. Hat das Köpfen bei Moslems auch nichts mit 'schächten' zu tun. :rolleyes:

2. Das eine läßt nicht automatisch das andere folgen.

Kaiser
20.06.2004, 21:29
1. Ich vermag zwischen der jüdischen Vorschrift, und der moslemischen Art des Schächtens, wie sie an dem bedauernswerten Mann vorgenommen wurde, keinen Unterschied feststellen.


Vermutlich, weil du damit nicht vertraut bist. Wollten die Muslime den Ami schächten, hätten sie seinen Hals mit einem scharfen Messer an der Luftröhre aufgeschnitten und ihn an einen Haken kopfüber zum ausbluten aufgehängt.



2. Klar, alle habe denselben Gott, und alle haben sich lieb.

Warum sollten sie? Sie haben verschiedene Regeln. Hatten Katholiken und Protestanten sich lieb als sie in Deutschland zwischen 1618 und 1648 ein Drittel der Bevölkerung auslöschten?

MoJo
21.06.2004, 08:56
was ein einziger Kopf eines Amerikaners dort unten auslösen soll?.
Fallen doch so viele Soldaten noch heute im Irak z.B. den Fundis anheim.
Ausserdem weiss ich doch, worauf ich mich einlasse, wenn ich ihr Terretorium betrete, oder?

Und anderswo rollen mehr Köpfe als in S.A. soviel steht fest.

Schw.Kor.
21.06.2004, 10:01
aber andere menschen sind den gut menschen nicht soviel wert, wie amerikaner und juden. nehme ich jedenfalls an.
jedenfalls vermittelt diesen eindruck die weltpresse

Kaiser
21.06.2004, 10:08
aber andere menschen sind den gut menschen nicht soviel wert, wie amerikaner und juden. nehme ich jedenfalls an.
jedenfalls vermittelt diesen eindruck die weltpresse

Das ist wohl war. Die USA zerbombt eine Hochzeit mit 40 Opfer? Was solls, eine kleiner Nebenartikel in der Zeitung reicht. Israel erschießt mal wieder ein dutzend Plaästinenser? Ist doch Alltag. Eine Million Iraker verrecken wegen dem Embargo? Das war nötig.

Ein Amerikaner wird geköpft?

*heulweinschluchsfluchanteilnahmebösebarbarenverg eltung*

Heinrich von Gagern
21.06.2004, 11:44
Vollste Zustimmung, Kaiser

moxx
21.06.2004, 16:57
auge um auge zahn um zahn, so könnte man weiter machen immer weiter...
möchte euch nationale nicht heulen hören wenn sie einen deutschen köpfen.
denen geht es nicht nur um die amerikaner, sondern darum die "ungläubigen" aus ihrem land zu treiben.
das war nämlich ihre forderung!!!

m.e. sollte man sie in ruhe lassen, sie sollen dann mal sehen wohin sie mit ihrem fundamentalismus kommen. und wenn sie dann schreien "helft uns bitte!!" sollte man sie auslachen.

mein ganzer hass, meine ganze verachtung dem fundamentalistischem islam!!!!!!!!!!!

Heinrich von Gagern
21.06.2004, 18:14
m.e. sollte man sie in ruhe lassen, sie sollen dann mal sehen wohin sie mit ihrem fundamentalismus kommen. und wenn sie dann schreien "helft uns bitte!!" sollte man sie auslachen.

Das wäre das dümmste was die Amerikaner tun könnten (unter vielen anderen Dummheiten). Wenn sie wirklich sofort und vollständig abziehen und den Irak vollkommen sich selbst überlassen würden, käme dabei genau dasselbe heraus, wie schon in Afghanistan in den 80ern: Die Fundamentalisten würden an die Macht kommen, denn ohne die Amis ist der Verwaltungsrat vollkommen wehrlos.
Und wenn die Fundis an der Macht sind, mag vielleicht das gemeine Volk (am frühesten wohl die Frauen) mehr oder weniger laut schreien "Helft uns bitte!",
Wir hier im Westen müssen uns dann aber über eine neue Keimzelle des islamistischen Terrors Sorgen machen...

Schw.Kor.
21.06.2004, 21:22
moxx du hast recht, fundamentalisten sind scheisse.

waren auf der hochzeit fundamentalisten?
sind die internationalen hilfswerke, welche täglich von den allierten beschossen werden, fundamentalisten?
sind die ärzte, welche während des krieges kinder und zivilisten operierten, fundamentalisten?
auf dem marktplatz, wo eine bombe einschlug, waren auch nur fundamentalisten?

die allierten bekämpfen die zivilbevölkerung, also ist die hinrichtung zivilisten nur gerecht. da diese für rüstungsunternehmen arbeiten!

du hast recht, wenn du sagst terrorismus bekämpfen, aber im nahen osten ist das was uns als terrorismus verkauft wird, ein freiheitskampf.

diese ganzen konflikte ließen sich einfach lösen, aber dies würde den allierten nicht gefallen und ebenso wenig den israelis!

Schw.Kor.
21.06.2004, 21:27
da muß ich dir widersprechen von gagern.

die menschen in afghanistan haben nur deshalb die taliban gehabt, weil diese gegen die kommis gekämpft haben. auch würde keine moslemische frau um hilfe schreien, denn vieles was wir erfahren über die taten der taliban war überzogen oder eine einzel tat!

diese menschen haben eine andere kultur, welche es zu beachten gilt. uns mag sie fremd sein, aber wir haben sie zu respektieren!
die deutschen konnten dies damals, darum sind die deutschen wie gesagt dort noch willkommen. wir haben ihnen unsere kultur nicht aufgezwungen, wie engländer und der andere imperalisten abschaum. deutschland war niemals auf imperalismus ausgelegt, zu keiner zeit in seiner geschichte.

Chester
21.06.2004, 21:35
da muß ich dir widersprechen von gagern.

die menschen in afghanistan haben nur deshalb die taliban gehabt, weil diese gegen die kommis gekämpft haben.

Guter Witz.
Noch einer, der die Mudschaheddin mit den Taliban verwechselt.
Nur als Tip - die, die gegen die SU gekämpft haben, regieren jetzt.


auch würde keine moslemische frau um hilfe schreien, denn vieles was wir erfahren über die taten der taliban war überzogen oder eine einzel tat!

Propagandaminister, ja?

Chester :-:

Chester
21.06.2004, 21:37
diese menschen haben eine andere kultur, welche es zu beachten gilt. uns mag sie fremd sein, aber wir haben sie zu respektieren!

Nicht jede Diktatur, unter der ein Land leidet, ist seine Kultur.


deutschland war niemals auf imperalismus ausgelegt, zu keiner zeit in seiner geschichte.
Genauso wie der Kult der Schwarzen Sonne ein netter Pfadfinderverein war, nicht wahr?
Propagandaminister halt.

Chester :-:

Schw.Kor.
21.06.2004, 23:13
das heißt du möchtest allen menschen die gleiche kultur aufzwingen?
außerdem wie kommt es das alle menschen jede lüge der medien glauben ohne sie zu hinterfragen? beim irak haben sie gelogen, warum nicht auch in afghanistan?

aha, osama bin laden kriegsveteran, war also Mudschaheddin? wußt ich gar nicht, dachte er stehe der taliban sehr nahe? beide gruppen haben gegen die kommis gekämpft.

was hast gegen die schwarze sonne, die macht schön braun :2faces:
aber spaß beiseite, jedem land seine kultur. achja, die hvss gehören schließlich auch zu unserer kultur.

Kaiser
21.06.2004, 23:28
möchte euch nationale nicht heulen hören wenn sie einen deutschen köpfen.
denen geht es nicht nur um die amerikaner, sondern darum die "ungläubigen" aus ihrem land zu treiben.
das war nämlich ihre forderung!!!


Die Freiheitskämpfer haben in der Vergangenheit die Zivilisten der Länder die gegen den Irakkrieg waren stets freigelassen. Deutsche die sich z.B. im Sold der "privaten Sicherheitsfirmen" verdingen können von mir aus geköpft werden. Denen weine ich keine Träne nach.



m.e. sollte man sie in ruhe lassen, sie sollen dann mal sehen wohin sie mit ihrem fundamentalismus kommen. und wenn sie dann schreien "helft uns bitte!!" sollte man sie auslachen.


Siehst du, so weit sind wir doch gar nicht voneinander entfernt.

Chester
21.06.2004, 23:30
das heißt du möchtest allen menschen die gleiche kultur aufzwingen?

Nein, ich möchte nicht, daß Leute aufgrund ihrer eigenen Agenda irgendwelche kranken Banden zu "Kultur" erklären.


außerdem wie kommt es das alle menschen jede lüge der medien glauben ohne sie zu hinterfragen? beim irak haben sie gelogen, warum nicht auch in afghanistan?

Weil nicht alles, was Du gerne als Lüge ansehen möchtest, eine ist?
Und weil vielleicht einige Leute sich nicht nur über die Medien informiert haben?


aha, osama bin laden kriegsveteran, war also Mudschaheddin? wußt ich gar nicht, dachte er stehe der taliban sehr nahe? beide gruppen haben gegen die kommis gekämpft.

Bin Laden hat mit den Mudschaheddin gekämpft, trotzdem sind die etwas anderes als die von Pakistan initiierte Taliban - ein reines Mittel zur Einflußnahme im Nachbarland, welches die Mudschaheddin (auch unter dem Namen Nordallianz bekannt) vertrieb und eine steinzeitliche Tyrannei aufbaute - alles NACH dem Abzug der "Kommis".


was hast gegen die schwarze sonne, die macht schön braun :2faces:
aber spaß beiseite, jedem land seine kultur.
Genausowenig, wie die Mordbanden in schwarzer und brauner Uniform von 33-45 Ausdruck deutscher Kultur waren, waren die Taliban Ausdruck afghanischer.
Und nein, an alle, die sich jetzt auf den Schlips getreten fühlen wollen, ich sage damit nicht, daß jeder einzelne Träger einer braunen oder schwarzen Uniform damals ein Mörder war.

Chester :-:

Kaiser
21.06.2004, 23:31
Die Fundamentalisten würden an die Macht kommen, denn ohne die Amis ist der Verwaltungsrat vollkommen wehrlos.


Und warum kommen die Fundis an die Macht? Warum ist der Verwaltungsrat vollkommen wehrlos?

Weil das Volk auf Seiten der islamistischen Freiheitskämpfer und nicht der willfährigen Kollaborateure ist.

Darüber sollte einmal jeder nachdenken, der meint die USA würden dort die Sache der Demokratie vertreten.

Kaiser
21.06.2004, 23:33
Nicht jede Diktatur, unter der ein Land leidet, ist seine Kultur.


Nicht überall dort wo einem Volk mit Bomben und Raketen die Demokratie ausgezwungen werden soll, ist sie im Volk willkommen.

Chester
21.06.2004, 23:52
Nicht überall dort wo einem Volk mit Bomben und Raketen die Demokratie ausgezwungen werden soll, ist sie im Volk willkommen.
Und nicht überall, wo diese Demokratie im Volk nicht willkommen ist, ist die "Alternative" irgendwelcher bewaffneter Fundamentalisten mehr willkommen.
Haben wir jetzt hinreichend festgestellt, daß nicht überall alles so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht (oder auszusehen gewünscht wird)?

mfg,

Chester :-:

Kaiser
22.06.2004, 00:02
Und nicht überall, wo diese Demokratie im Volk nicht willkommen ist, ist die "Alternative" irgendwelcher bewaffneter Fundamentalisten mehr willkommen.


Das sieht man ja daran, das Millionen von Irakern zwar gegen die US-Besetzung aber kaum einer gegen den sogenannten "fundamentalistischen Terror" im Irak protestiert. Ne wa?



Haben wir jetzt hinreichend festgestellt, daß nicht überall alles so ist, wie es auf den ersten Blick aussieht (oder auszusehen gewünscht wird)?


Ist das in der Politik nicht stets so?

Chester
22.06.2004, 00:04
Das sieht man ja daran, das Millionen von Irakern zwar gegen die US-Besetzung aber kaum einer gegen den sogenannten "fundamentalistischen Terror" im Irak protestiert. Ne wa?

Ach, Du warst schon da?
Erzähl mal so von Deinen Eindrücken bei diesen Demos.


Ist das in der Politik nicht stets so?
Rhetorische Frage?

mfg,

Chester :-:

Heinrich von Gagern
22.06.2004, 00:28
Von Schw. Kor.:

die menschen in afghanistan haben nur deshalb die taliban gehabt, weil diese gegen die kommis gekämpft haben

Das dürfte von Chester hinreichend wiederlegt worden sein.


auch würde keine moslemische frau um hilfe schreien, denn vieles was wir erfahren über die taten der taliban war überzogen oder eine einzel tat!

Das sagst du mal bitte eine afghanischen Frau, die ihr Leben lang im Ganzkörperschleier und als Mensch letzte Kategorie leben musste, direkt ins Gesicht. Die Reaktion von ihr postet du dann ins Forum, ok? :2faces:


deutschland war niemals auf imperalismus ausgelegt, zu keiner zeit in seiner geschichte.

Hahaha.... das ist doch nicht dein Ernst, oder? :)) Sag mal, hast du jemals Geschichtsunterricht in der Schule genossen? Ich errinnere nur an die Politik des "Platz an der Sonne" während des Wilheminischen Kaiserreichs. Man wollte ja nicht kolonialpolitisch endgültig im Schatten Frankreichs und Englands verblassen. Schon mal von Deutsch-Südwest-Afrika gehört? Dort findest du noch heute deutliche Spuren deutscher Kultur.

Kaiser
22.06.2004, 00:28
Ach, Du warst schon da?
Erzähl mal so von Deinen Eindrücken bei diesen Demos.


Nein, aber es gibt solch neumodische Dinge wie Fernseher, Computer und Zeitungen.

Also von Computern mußt du wenigstens schonmal gehört haben.

Kaiser
22.06.2004, 00:31
Das sagst du mal bitte eine afghanischen Frau, die ihr Leben lang im Ganzkörperschleier und als Mensch letzte Kategorie leben musste, direkt ins Gesicht. Die Reaktion von ihr postet du dann ins Forum, ok? :2faces:


Deswegen laufen die Frauen in Afghanistan auch nach der Taliban mehrheitlich immer noch in einer Burka rum? Das Kleidungsstück ist ein Stück afghanischer Tradition. Nicht alle Frauen die nicht aufgedonnert im Minirock herumlaufen, tun dies gezwungenermasen.

Rorschach
22.06.2004, 00:52
Deswegen laufen die Frauen in Afghanistan auch nach der Taliban mehrheitlich immer noch in einer Burka rum? Das Kleidungsstück ist ein Stück afghanischer Tradition. Nicht alle Frauen die nicht aufgedonnert im Minirock herumlaufen, tun dies gezwungenermasen.
Nicht alle tragen die Burka aus Tradition; außerhalb Kabuls steckt da meist immer noch Zwang dahinter.

Heinrich von Gagern
22.06.2004, 01:00
Abgesehen davon beschränkt(e) sich die Unterdrückung der Frau sicherlich nicht nur auf die Kleidung. Es (war) ist das gesamte gesellschaftliche Gefüge, welches die Frau zum Menschen ohne jegliche Rechte und ohne jede Persönlichkeit degradiert(e).

Chester
22.06.2004, 01:09
Nein, aber es gibt solch neumodische Dinge wie Fernseher, Computer und Zeitungen.

Also von Computern mußt du wenigstens schonmal gehört haben.
Und Du glaubst also alle Lügen der Medien? :2faces:

Im übrigen ergab nicht mal eine schnelle newssuche sehr viele Ergebnisse in Bezug auf derartige Demonstrationen.
Tausend Irakis hier, die - nicht gegen die Anwesenheit der Amerikaner selbst, sondern - gegen eine amerikanische Militäraktion in Falludschah demonstrieren, ein paar tausend Anhänger eines Schiitenführers da, die sich in Bagdad darüber aufregen, daß den Kurden Mitentscheidungsrecht in Bezug auf die neue Verfassung eingeräumt wird.
Das kann man natürlich alles als repräsentativ ansehen - wenn man möchte.

Ich gehe eher mit dem, was mir Leute erzählen, die dort waren.
Und aufgrund derer Information sich eher ein Bild einer schweigenden Mehrheit zusammensetzt, die es hauptsächlich kümmert, wann denn endlich die neue Trinkwasseranlage zusammengebaut ist, und die auch keinen Volksaufstand machen, wenn sie in den Zeitungen von den Folterungen in Abu Ghraib lesen.

mfg,

Chester :-:

Kaiser
22.06.2004, 17:36
Nicht alle tragen die Burka aus Tradition; außerhalb Kabuls steckt da meist immer noch Zwang dahinter.

Und deswegen willst du alle Frauen zwingen keine Burka zu tragen.

Chester
22.06.2004, 17:45
Und deswegen willst du alle Frauen zwingen keine Burka zu tragen.
Genau, und die deutschen Soldaten in Kabul zwingen auch jede Frau in Burka unter vorgehaltener Waffe dazu, sich dieser zu entledigen. :rolleyes:

mfg,

Chester :-:

Rorschach
22.06.2004, 17:57
Und deswegen willst du alle Frauen zwingen keine Burka zu tragen.
Wie wäre es, wenn die Frauen selber entscheiden dürften und kein Mann ihnen Tragen oder Nicht-Tragen vorschreibt?

Rorschach
22.06.2004, 19:38
Die Entführer haben ihre Drohung wohl wahr gemacht, allerdings sind die Umstände noch nicht ganz klar.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,305336,00.html

Schw.Kor.
22.06.2004, 20:42
das mit der burka, du hast recht die werden alle dazu gezwungen. ausnahmslos. ich war ja so ignorant.
moment tragen nicht einige frauen, auch deutsche (gebürtige), hier eine burka? diese tragen sie sogar freiwillig. oder die kopftücher, die sind so diskreminierend und verpönt das frauen die gerichte beschäftigen, damit sie sie tragen dürfen. in deutschland!

ja deutschland hatte kolonien, aber nie sklaven. deutschland hatte die schwarze bevölkerung immer mit respekt behandelt. die super staaten, denen alle ja so verbunden sind, die haben die schwarzen (aber nicht nur die nicht zu vergessen millionen von chinesen und anderen völkern) wie tiere behandelt. bis anfang 1950, erst dann wurde in der westlichen welt die appartheit abgeschafft.
imperialismus= unterdrückung fremder völker.
nicht mal die besiegten gebiete im wk2 wurden besonderer beschränkungen ausgesetzt. vielleicht polen, aber als landräuber und mörder sollten sie es verdient haben. ansonsten hatte jedes land seine eigene regierung, welche nur minimal, im vergleich zum später besetzten deutschland, beschränkt wurde.
nicht mal frankreich wurde gedemütigt, außer mit der vertragsunterzeichnung. für die meisten franzosen lief der alltag weiter. aber sowas wird ja gerne vergessen und verschwiegen.
bis auf die kl haben wir uns eigentlich nichts zuschulden kommen lassen, bzw. weitaus weniger als der rest der welt.

Rorschach
22.06.2004, 21:07
das mit der burka, du hast recht die werden alle dazu gezwungen. ausnahmslos. ich war ja so ignorant.
moment tragen nicht einige frauen, auch deutsche (gebürtige), hier eine burka? diese tragen sie sogar freiwillig. oder die kopftücher, die sind so diskreminierend und verpönt das frauen die gerichte beschäftigen, damit sie sie tragen dürfen. in deutschland!
Die Ironie (sollte es ein Versuch sein) geht leider an mir vorbei, da ich nicht gesagt habe, daß keine Frau sich freiwillig verschleiern würde, sondern daß die meisten dazu gezwungen werden in Afghanistan, genaugenommen außerhalb Kabuls.


ja deutschland hatte kolonien, aber nie sklaven. deutschland hatte die schwarze bevölkerung immer mit respekt behandelt. die super staaten, denen alle ja so verbunden sind, die haben die schwarzen (aber nicht nur die nicht zu vergessen millionen von chinesen und anderen völkern) wie tiere behandelt. bis anfang 1950, erst dann wurde in der westlichen welt die appartheit abgeschafft.
1. Die Schwarzen wurden von den Deutschen so gut behandelt, daß wir sie nur in Stammeskriege geschickt haben (mit moderner Bewaffnung), sie für uns haben schuften lassen und ihre Rohstoffquellen ausplündern wollten.
2. Apartheid gab es in der westlichen Welt auch noch nach 1950. ;)


imperialismus= unterdrückung fremder völker.
So hats Deutschland gehalten. :]


nicht mal die besiegten gebiete im wk2 wurden besonderer beschränkungen ausgesetzt. vielleicht polen, aber als landräuber und mörder sollten sie es verdient haben. ansonsten hatte jedes land seine eigene regierung, welche nur minimal, im vergleich zum später besetzten deutschland, beschränkt wurde.
nicht mal frankreich wurde gedemütigt, außer mit der vertragsunterzeichnung. für die meisten franzosen lief der alltag weiter. aber sowas wird ja gerne vergessen und verschwiegen.
bis auf die kl haben wir uns eigentlich nichts zuschulden kommen lassen, bzw. weitaus weniger als der rest der welt.
Bei dem ganzen Gejammer über die ach so fiese Behandlung Deutschlands wird der 2. WK natürlich dezent unter den Tisch fallen gelassen. :rolleyes:

Kaiser
22.06.2004, 21:33
Wie wäre es, wenn die Frauen selber entscheiden dürften und kein Mann ihnen Tragen oder Nicht-Tragen vorschreibt?

Laut dem jetzigen Gesetz ist dem so. Was willst du noch? Einen Soldaten in jedes Haus abstellen, der es überwacht?

Rorschach
22.06.2004, 21:45
Laut dem jetzigen Gesetz ist dem so. Was willst du noch? Einen Soldaten in jedes Haus abstellen, der es überwacht?
Was willst du? Die gesetzliche Grundlage, die Burka aus freien Stücken zu tragen gab es unter den Taliban nicht.
Die Umsetzung ist eine andere Frage.

mggelheimer
22.06.2004, 21:59
Bei dem ganzen Gejammer über die ach so fiese Behandlung Deutschlands wird der 2. WK natürlich dezent unter den Tisch fallen gelassen. :rolleyes:

Also doch vererbbare Kollektivschuld?

Kaiser
22.06.2004, 22:08
Was willst du? Die gesetzliche Grundlage, die Burka aus freien Stücken zu tragen gab es unter den Taliban nicht.
Die Umsetzung ist eine andere Frage.

Ich will, das wir dieses Problem den Afghanen überlassen und uns dort zurückziehen.

WladimirLenin
22.06.2004, 22:15
Ich will, das wir dieses Problem den Afghanen überlassen und uns dort zurückziehen.

Am besten wäre diese Idee!

Kaiser
22.06.2004, 22:19
Am besten wäre diese Idee!

Ja, und auch viel demokratischer. Die Mehrheit der Afghanen wird sich dann durchsetzen. Friedlich oder mit Waffengewalt. Egal was dabei herauskommt, wünsche ich den Afghanen viel Glück mit ihrer Wahl.

Alles andere hat uns nicht anzugehen.

Rorschach
22.06.2004, 22:23
Also doch vererbbare Kollektivschuld?
Nein, hat auch keiner gesagt.


Ich will, das wir dieses Problem den Afghanen überlassen und uns dort zurückziehen.
Ein schönes Ziel, allerdings würde sich ein Bürgerkrieg entwickeln, der sich ewig hinziehen würde.
So haben wir aber z.B. die Chance, etwas gegen den Opiumanbau in Afghanistan zu unternehmen; zumindest in der Theorie.

WladimirLenin
22.06.2004, 22:23
Ja, und auch viel demokratischer. Die Mehrheit der Afghanen wird sich dann durchsetzen. Friedlich oder mit Waffengewalt. Egal was dabei herauskommt, wünsche ich den Afghanen viel Glück mit ihrer Wahl.

Alles andere hat uns nicht anzugehen.

Es muss immer die Friedlichere Lösung gesucht werden!

Chester
22.06.2004, 22:29
Ja, und auch viel demokratischer. Die Mehrheit der Afghanen wird sich dann durchsetzen. Friedlich oder mit Waffengewalt. Egal was dabei herauskommt, wünsche ich den Afghanen viel Glück mit ihrer Wahl.

Es als "demokratisch" zu bezeichnen, wenn irgendeine Guerilla ein Volk mit Waffengewalt unter ihre Herrschaft bringt, ist schon ein Zeichen eines recht interessanten Sinns für Humor.

mfg,

Chester :-:

Kaiser
22.06.2004, 22:36
Ein schönes Ziel, allerdings würde sich ein Bürgerkrieg entwickeln, der sich ewig hinziehen würde.


Kein Krieg zieht sich ewig hin. Früher oder später gewinnt eine Seite. Die Taliban hat die alten Kriegsherren in einem Jahr zu fast 90% aus dem Land geworfen.



So haben wir aber z.B. die Chance, etwas gegen den Opiumanbau in Afghanistan zu unternehmen; zumindest in der Theorie.

Ist dir nicht bekannt, das seit dem Sturz der Taliban Afghanistan wieder Hauptexporteur für Opium geworden ist? Selbst Bush hatte damals der Taliban wegen ihrer erfolgreichen Anti-Drogen-Politik Millionenbeträge zukommen lassen. Heute sorgen Kriegsherren und Drogenbarone wieder für reiche Ernten. Kundus ist übrigens die Haupttransitroute für Opium. Bestens geschützt von deutschen Soldaten, die Befehl haben sich nicht einzumischen.

Also erzähl uns nicht vom Opiumproblem. Das war unter der Taliban weitgehend unter Kontrolle, weil sie jedem Opium-Bauer und Drogendealer kurzerhand den Kopf abschlagen ließ.

Kaiser
22.06.2004, 22:38
Es als "demokratisch" zu bezeichnen, wenn irgendeine Guerilla ein Volk mit Waffengewalt unter ihre Herrschaft bringt, ist schon ein Zeichen eines recht interessanten Sinns für Humor.

mfg,

Chester :-:

Demokratie bedeutet im Kern, das sich die Mehrheit im politischen Prozeß durchsetzt. Im Bürgerkrieg gewinnt meistens die Mehrheit und bestimmt dann den politischen Prozeß.

Wer sagt, das Demokratie friedlich sein muß?

Rorschach
22.06.2004, 22:44
Kein Krieg zieht sich ewig hin. Früher oder später gewinnt eine Seite. Die Taliban hat die alten Kriegsherren in einem Jahr zu fast 90% aus dem Land geworfen.
Die Taliban wurden auch nicht zu knapp von Pakistan und Saudi-Arabien unterstützt. Aber wenn ein blutiger Krieg, bei dem jede Seite von anderen Ländern unterstützt wird das Ziel sein sollte, dann wird sich die Bevölkerung sicher freuen.


Ist dir nicht bekannt, das seit dem Sturz der Taliban Afghanistan wieder Hauptexporteur für Opium geworden ist? Selbst Bush hatte damals der Taliban wegen ihrer erfolgreichen Anti-Drogen-Politik Millionenbeträge zukommen lassen. Heute sorgen Kriegsherren und Drogenbarone wieder für reiche Ernten. Kundus ist übrigens die Haupttransitroute für Opium. Bestens geschützt von deutschen Soldaten, die Befehl haben sich nicht einzumischen.

Also erzähl uns nicht vom Opiumproblem. Das war unter der Taliban weitgehend unter Kontrolle, weil sie jedem Opium-Bauer und Drogendealer kurzerhand den Kopf abschlagen ließ.
Deshalb auch mein Zusatz "in der Theorie".
Übrigens müssen hier die Taliban nicht als tolle Drogenbekämpfer gepriesen werden; die konnten einfach auf volle Lager zurückgreifen und mit allen Marktkonkurrenten kurzen Prozeß gemacht.
Mittlerweile sind die Warlords wieder in ihre Gebiete gezogen und machen ihre alten Geschäfte. Das die BW gerade mittendrin sitzt ist mir bekannt, der Befehl zum Nichteingreifen macht jedoch erstmal Sinn.
In Zukunft müssen/können vom Westen Maßnahmen getroffen werden, damit sich nicht nur der Opimanbau für die Bauern lohnt.

Chester
22.06.2004, 23:07
Demokratie bedeutet im Kern, das sich die Mehrheit im politischen Prozeß durchsetzt. Im Bürgerkrieg gewinnt meistens die Mehrheit und bestimmt dann den politischen Prozeß.

Nein, es gewinnt der besser Bewaffnete.
Und der unbewaffnete Teil des Volkes genießt auch eher wenig Mitspracherecht.
Und es ist eben keine Demokratie nach heutigen Verständnis, wenn da nicht noch ein paar andere Dinge dazukommen, wie Rechtsstaatlichkeit.

Bürgerkrieg als Ausdrucksmittel demokratischer Vorgehensweise? Ja, genau... :rolleyes:

mfg,

Chester :-:

Kaiser
22.06.2004, 23:16
Nein, es gewinnt der besser Bewaffnete.


Dann wären viele Kriege anders ausgegangen.



Und der unbewaffnete Teil des Volkes genießt auch eher wenig Mitspracherecht.


Gruppen we die Taliban hätten ohne breiten Zulauf weder gewinnen noch ohne das Volk ihre Herrschaft aufrechterhalten können.



Und es ist eben keine Demokratie nach heutigen Verständnis, wenn da nicht noch ein paar andere Dinge dazukommen, wie Rechtsstaatlichkeit.



Die USA zeigt doch, das Rechtstaatlichkeit nur ein veraltetes Verständnis von Demokratie ist. Du bist nicht up to date.



Bürgerkrieg als Ausdrucksmittel demokratischer Vorgehensweise? Ja, genau... :rolleyes:


Wenn völkerrechtswidrige Angriffskriege als solche verkauft werden, kann man das guten Gewissens auch mit Bürgerkrieg tun

Kaiser
22.06.2004, 23:21
Die Taliban wurden auch nicht zu knapp von Pakistan und Saudi-Arabien unterstützt. Aber wenn ein blutiger Krieg, bei dem jede Seite von anderen Ländern unterstützt wird das Ziel sein sollte, dann wird sich die Bevölkerung sicher freuen.


Am meisten freut sich die Bevölkerung wenn ihr Land nicht länger Spielball ausländischer Mächte ist.



Deshalb auch mein Zusatz "in der Theorie".
Übrigens müssen hier die Taliban nicht als tolle Drogenbekämpfer gepriesen werden; die konnten einfach auf volle Lager zurückgreifen und mit allen Marktkonkurrenten kurzen Prozeß gemacht.


Die Taliban waren selbst laut G.W. Bush nicht im Drogengeschäft tätig. Das verbietet der Koran.



Mittlerweile sind die Warlords wieder in ihre Gebiete gezogen und machen ihre alten Geschäfte. Das die BW gerade mittendrin sitzt ist mir bekannt, der Befehl zum Nichteingreifen macht jedoch erstmal Sinn.


Es macht Sinn eine Milliarde pro Monat in den Afghanistaneinsatz zu investieren, damit blutsaufende Warlords die westliche Welt wieder mit ihren Drogen überschwemmen können? Und das protegiert von der deutschen Armee? Das kann ich nicht nachvollziehen. Erklär das.



In Zukunft müssen/können vom Westen Maßnahmen getroffen werden, damit sich nicht nur der Opimanbau für die Bauern lohnt.

Und die wären? In der Drogengeschichte Afghanistans hat sich bisher nur das rigorose Kopfabschlagen bewährt.

mike
22.06.2004, 23:21
Rohrschacht.1. Schächten = rituelles Ausbluten lassen = Schlachten nach jüdischer (Koscher) Vorschrift.
Köpfen sollte offensichtlich sein.

2. Juden haben denselben Gott wie Christen.
-------------------------------------------------------------------------

Ja will man denn jetzt die geköpften aufessen? Das fänd ich nicht so gut.

Rorschach
22.06.2004, 23:37
Am meisten freut sich die Bevölkerung wenn ihr Land nicht länger Spielball ausländischer Mächte ist.
Was bei einem Abzug aber nicht automatisch der Fall wäre.


Die Taliban waren selbst laut G.W. Bush nicht im Drogengeschäft tätig. Das verbietet der Koran.
Dann wäre jahrelang kaum Heroin auf dem Markt gewesen.
Der Koran verbietet auch ganz andere Sachen, was die Taliban im Zweifel aber nicht gejuckt hat.


Es macht Sinn eine Milliarde pro Monat in den Afghanistaneinsatz zu investieren, damit blutsaufende Warlords die westliche Welt wieder mit ihren Drogen überschwemmen können? Und das protegiert von der deutschen Armee? Das kann ich nicht nachvollziehen. Erklär das.
Es macht deshalb Sinn, weil sich die BW mit der momentanen dortigen Truppenstärke und Ausrüstung nur zu Zielscheiben machen würde. Um den Warlords das Geschäft zu vermiesen braucht es einen gemeinsamen Ansatz.


Und die wären? In der Drogengeschichte Afghanistans hat sich bisher nur das rigorose Kopfabschlagen bewährt.
Auch das hat sich nicht bewährt.
Die Leute brauchen einfache Möglichkeiten um Geld zu verdienen, z.B. durch Anbaualternativen. In einem funktionierenden Staat werden außerdem Arbeitsplätze geschaffen, was die Jugend nicht automatisch zu Opiumbauern macht. Solange aber Opium so viel einbringt (bei vergleichsweise geringem Aufwand), wird sich nichts ändern.

Rorschach
22.06.2004, 23:38
Rohrschacht.1. Schächten = rituelles Ausbluten lassen = Schlachten nach jüdischer (Koscher) Vorschrift.
Köpfen sollte offensichtlich sein.

2. Juden haben denselben Gott wie Christen.
-------------------------------------------------------------------------

Ja will man denn jetzt die geköpften aufessen? Das fänd ich nicht so gut.
Ja will man denn jetzt versuchen lustig zu sein oder nur provozieren. Das fänd ich nicht so gut. :2faces:

Chester
23.06.2004, 00:03
Dann wären viele Kriege anders ausgegangen.

Ach, welche Bürgerkriege denn?
Guerillakriege gegen ausländische Invasoren zählen nicht, die sind etwas völlig anderes.


Gruppen we die Taliban hätten ohne breiten Zulauf weder gewinnen noch ohne das Volk ihre Herrschaft aufrechterhalten können.

Newsflash - doch, können sie.
Und haben sie.


Die USA zeigt doch, das Rechtstaatlichkeit nur ein veraltetes Verständnis von Demokratie ist. Du bist nicht up to date.

Und Du polemisierst, wenn Du den USA Abwesenheit von Rechtsstaatlichkeit unterstellst.
Aber was interessiert die innere Lage dieses Landes, wenn man sein eigenes gehegtes und gepflegtes Bild davon erhalten möchte?


Wenn völkerrechtswidrige Angriffskriege als solche verkauft werden, kann man das guten Gewissens auch mit Bürgerkrieg tun
Die haben darüber geredet, die Basis für Demokratie zu schaffen (worüber man sich natürlich trefflich streiten kann), nicht, dies mit Hilfe eines demokratischen Prozesses zu machen.

mfg,

Chester :-:

Chester
23.06.2004, 00:06
Was bei einem Abzug aber nicht automatisch der Fall wäre.

Was sogar äußerst unwahrscheinlich wäre im Falle eines Abzuges...

mfg,

Chester :-:

Rorschach
23.06.2004, 00:11
Was sogar äußerst unwahrscheinlich wäre im Falle eines Abzuges...

mfg,

Chester :-:
Stimmt. Ähnlich war die Situation nach Zusammenbruch des Ostblocks ja auch.

Kaiser
07.07.2004, 17:56
Was bei einem Abzug aber nicht automatisch der Fall wäre.


Was aber besser wäre als das es garantiert der Fall wäre.



Dann wäre jahrelang kaum Heroin auf dem Markt gewesen.


Afghanistan war nicht der alleinige Produzent und ein Teil des Landes wurde nach wie vor von der Nordallianz kontrolliert. Die konnten sich nur durch Drogengeschäfte finanzieren.



Der Koran verbietet auch ganz andere Sachen, was die Taliban im Zweifel aber nicht gejuckt hat.


Das wäre?



Es macht deshalb Sinn, weil sich die BW mit der momentanen dortigen Truppenstärke und Ausrüstung nur zu Zielscheiben machen würde. Um den Warlords das Geschäft zu vermiesen braucht es einen gemeinsamen Ansatz.


Das beantwortet nicht die Frage. Was machen wir da außer Warlords dabei zu unterstützen die westliche Welt mit Drogen zu überfluten?



Auch das hat sich nicht bewährt.


Es hat den Drogenanbau gewaltig reduziert. Selbst Bush wußte das zu würdigen. Keine Strafe ist Narrensicher.



Die Leute brauchen einfache Möglichkeiten um Geld zu verdienen, z.B. durch Anbaualternativen. In einem funktionierenden Staat werden außerdem Arbeitsplätze geschaffen, was die Jugend nicht automatisch zu Opiumbauern macht. Solange aber Opium so viel einbringt (bei vergleichsweise geringem Aufwand), wird sich nichts ändern.

Richtig, und da niemand das Geld aufbringen kann bzw. will aus Afghanistan ein blühendes Land zu machen (trotz vollmundiger Versprechungen aus den USA) ist das Kopfabschlagen noch die effektivste Lösung

Kaiser
07.07.2004, 18:03
Ach, welche Bürgerkriege denn?
Guerillakriege gegen ausländische Invasoren zählen nicht, die sind etwas völlig anderes.


Wie wäre es mit dem chinesischen Bürgerkrieg? Oder der frz. Revolution? der russischen Revolution samt Bürgerkrieg? Oder die amerikanische Revolution?



Newsflash - doch, können sie.
Und haben sie.


Das habe ich anders mitbekommen. Nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges waren die Taliban die einzige Macht die es beenden konnte. Der religiöse Hintergrund macht se auch sehr attraktiv. Afghanen sind schließlich keine Europäer.



Und Du polemisierst, wenn Du den USA Abwesenheit von Rechtsstaatlichkeit unterstellst.
Aber was interessiert die innere Lage dieses Landes, wenn man sein eigenes gehegtes und gepflegtes Bild davon erhalten möchte?


Ob die Gefangenen von Abu Ghraik, Guantanamo und dort wo es nicht an die Oberfläche gekommen ist auch ihre Leiden als Polemik betrachten?

Was meinst du? Oder ist Folter und willkürliche Festnahmen ohne Anklage neuerdings ein Teil der Rechtsstaatlichkeit?



Die haben darüber geredet, die Basis für Demokratie zu schaffen (worüber man sich natürlich trefflich streiten kann), nicht, dies mit Hilfe eines demokratischen Prozesses zu machen.


Wir wissen beide das dieser "Grund" nur vorgeschoben war.