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franjo
13.07.2009, 14:33
Aujagd ist heftig. Alleine das Bergen der Stücke.

So ein Teil wäre dabei gut!



Der Pächter in den Auen war ein guter Bekannter meines Vaters, und ihm gehört ein Teil des Grundes. Ich sage mal, er ist etwas unkonventionell, und lässt fünf mal gerade sein. :D

Mein ATV für solche Jagden hört auf den Namen Honda, Kosename XR600, Bj.1990, 6V Lichtanlage, kein e-Start.
Die Auwälder hier sind maximal von einem Trampelpfad durchzogen (überwiegend). Irgandwie muß man ins Revier kommen, und Quads haben sich nicht bewährt, weil sie zu schnell kippen.
Mitten in den Auwäldern verlaufen auch die ersten Dämme, die zum Vorflutgelände hin schützen sollen. Es gibt in Hessen keine Hochwasserschutzkonzepte für die Polderflächen, wie z.B. in RP, oder BW.
Das ist hügelig, mitten im Wald (Wälle bis zu 7m hoch, und teilweise 15m breit), kaum durchkommen zu Fuß.
Das Wild wird in der Regel mit der Enduro geborgen, das hat sich bewährt.


Die SVTs waren fruehe Versionen der russischen Selbstlader und hatten so gut wie alle Probleme mit der vertikalen Streuung. Fuer die Jagd mag das noch gehen, aber sobald sich der Lauf erwaermt wird es beim Ordonnanzschiessen sehr unschoen. Hier ist ein Garand m.E. deutlich besser.

Natuerlich wuerde ich auch sehr gerne einen SVT besitzen, jedoch mehr aus historischem Interesse, und weil die SKS und AK einen ihrer Vorfahren in meinem Stahlschrank vermissen. ;)

Nun, ich habe garkeinen Bezug zu diesen Waffen, und habe nur geschrieben, was ich so erzählt bekam.
SVT habe ich geschossen, und fand das 5 Schuß Magazin unpraktisch. Ich glaube auch ein größeres ist überhauptnicht möglich, weiß aber auch das nicht mehr genau.


Nun, eigentlich sollte die Mini-14 in dem Bild durch den "gefaelschten" Gaszylinder eigentlich schon gut getarnt sein. :D :D :D

Da wollte man aus der Mini14 halt eine M14 machen, auch gut.;)


Natuerlich sieht das Ding fuerchterlich aus. Ein Zweibei braucht man gerade bei dieser Waffe rein ueberhaupt nicht. Auch wurde an den Schaft unheimlich viel drangehaengt, was da eigentlich ueberhaupt nicht hingehoert.

Zweibein ist schon diskutabel. Am Wochenende war ein Kollege mit zur Jagd, der sich eins an seine Remington 700 montiert hat, das macht schon Sinn, wenn man im Gelände unterwegs ist, und viel im hohen Graß anpirscht.
Bei der Mini14 hingegen ist es Quatsch. Egal, wie man zu der Waffe stehen mag, zumindest muß jeder zugeben, daß sie klein, handlich und superflexibel ist. Mehr als werksseitig dran ist, braucht man eigentlich nicht.



Geanu daran musste ich beim Lesen des Absatzes auch denken. Es gibt soviele Riemen, dass du eigentlich etwas finden muesstest. Vor allen Dingen, wenn du sie mit der Muendung nach unten vor dem Koerper traegst, muessten die modernen Militaerriemen dir hier eigentlich helfen koennen. Ansonsten ist eine leichte Waffe ja erst einmal sehr angenehm.

Alles Gute,
H-Bein


So einfach scheint es doch nicht zu sein. Ich suche schon den ganzen Morgen herum, und bastele mit Kordel. Es gafällt mir nichts richtig.
Die meisten Systeme, die es gibt, scheinen für den harten Einsatz, so mit Büchse im Anschlag, tactical gemacht zu sein.
Für mich sieht es aus, als sei für das " legere" Tragen wenig dabei.
Ich erinnere mich nun schon ein paar Stunden an die Schulterklappenmode von früher aus den 70gern. Da trug man fürchterliche Hemden im Pilotenstil, mit 200.000 Taschen und Schnibbeln. Unter anderem waren da auch Schulterklappen dran. Vielleicht bitte ich meine Frau, mir mal eine an ein Hemd zu nähen. :D

franjo

Misteredd
13.07.2009, 14:44
Der Pächter in den Auen war ein guter Bekannter meines Vaters, und ihm gehört ein Teil des Grundes. Ich sage mal, er ist etwas unkonventionell, und lässt fünf mal gerade sein. :D

Mein ATV für solche Jagden hört auf den Namen Honda, Kosename XR600, Bj.1990, 6V Lichtanlage, kein e-Start.
Die Auwälder hier sind maximal von einem Trampelpfad durchzogen (überwiegend). Irgandwie muß man ins Revier kommen, und Quads haben sich nicht bewährt, weil sie zu schnell kippen.
Mitten in den Auwäldern verlaufen auch die ersten Dämme, die zum Vorflutgelände hin schützen sollen. Es gibt in Hessen keine Hochwasserschutzkonzepte für die Polderflächen, wie z.B. in RP, oder BW.
Das ist hügelig, mitten im Wald (Wälle bis zu 7m hoch, und teilweise 15m breit), kaum durchkommen zu Fuß.
Das Wild wird in der Regel mit der Enduro geborgen, das hat sich bewährt

Nun, wir haben hier zwar Konzepte, aber meines Wissens hat sich die letzten 30 Jahre am Rhein nichts verändert. Es sind hier Polder geplant und das war es dann auch.

Die Auwälder sind hier leidlich zugängig und von Fahrrad und Wanderwegen durchzogen. Allerdings haben wir sehr große Schilfflächen in denen sich - wie sollte es auch anders sein - massenhaft Sauen tummeln. Die Jagd ist dort nahezu unmöglich. Durchpirschen geht wegen dem vielen Wasserläufen kaum, Sicht gibts schon mal gar keine und angenehm ist das auch nicht. Wir schneiden Schneisen hinein und hoffen dort was zu sehen. Das geht aber nur sehr beschränkt.

Das Problem ist das Bergen der zur Strecke gebrachten Tiere. Das Argo ist deshalb ins Blickfeld geraten, weil man damit da rein fahren können soll.

Bei einer Drückjagd habe ich alte Schützen erlebt, die selbst noch schwimmendes Wild beschiessen. Zum Bergen hielten sie die Jungjäger für geeignet. :rolleyes: Der Hit war eine Sau die in einem Ludwigshafener Altrheinarm erlegt wurde. Die hätte man dann mit einem Taucher bergen müssen.

"Der" Schütze wird jetzt nicht mehr eingeladen.

franjo
13.07.2009, 14:49
Welche Selbstladejagdbüchse würdest Du empfehlen?

Moin

Ich bin zwar nicht H-Bein, aber antworte trotzdem.
Natürlich Sauer S 303, das ist der Renner in Dosen. Sicherheit steht im Vordergrund, und das Magazin ist austauschbar.

Eine Sache noch, die ich mir nicht erklären kann.
Ich kenne vom Schießstand her das Problem, daß die von Hand geladene Patrone anders schießt, als die, die sich repetierend nachlädt.
Ich bebachtete ich schon x-Mal, daß der erste Schuß ausriss.
Projeziert auf diese blödsinnige Selbstkasteiung des Deutschen Jagdverbandes bedeuted das, daß man eigentlich nach dem zweiten Schuß das Magazin wechseln muß, um dann zwei sichere Schüsse zur Verfügung zu haben................totaler Blödsinn.
In der Visier stand vor Jahren mal ein Artikel in dem vermutet wurde, warum das so ist (das Problem ist bekannt) ich erinnere mich aber nicht mehr an Details.

Wenn Dir das mit der Vorschrift egal ist, sieht die Situation natürlich anders aus.
In der Regel sollte man dagegen aber nur verstoßen, wenn man alleine ist, oder den Hut auf hat.;)


franjo

Misteredd
13.07.2009, 14:53
Moin

Ich bin zwar nicht H-Bein, aber antworte trotzdem.
Natürlich Sauer S 303, das ist der Renner in Dosen. Sicherheit steht im Vordergrund, und das Magazin ist austauschbar.

Eine Sache noch, die ich mir nicht erklären kann.
Ich kenne vom Schießstand her das Problem, daß die von Hand geladene Patrone anders schießt, als die, die sich repetierend nachlädt.
Ich bebachtete ich schon x-Mal, daß der erste Schuß ausriss.
Projeziert auf diese blödsinnige Selbstkasteiung des Deutschen Jagdverbandes bedeuted das, daß man eigentlich nach dem zweiten Schuß das Magazin wechseln muß, um dann zwei sichere Schüsse zur Verfügung zu haben................totaler Blödsinn.
In der Visier stand vor Jahren mal ein Artikel in dem vermutet wurde, warum das so ist (das Problem ist bekannt) ich erinnere mich aber nicht mehr an Details.

Wenn Dir das mit der Vorschrift egal ist, sieht die Situation natürlich anders aus.
In der Regel sollte man dagegen aber nur verstoßen, wenn man alleine ist, oder den Hut auf hat.;)


franjo

Der Vorschrift wird natürlich durch ein gesondert präpariertes Magazin entsprochen - wie gesagt immer waidgerecht. Man hat seine Zuverlässigkeit wegen so etwas sowas von schnell weg, dass ich nichts riskiere.

Die Sauer 303 ist natürlich die Creme de la Creme. Guter Lauf, Handspannung und sie sieht auch gescheit aus. Die Lieferzeiten sind aber sehr lang.

Wie sind die Browning BAR? Oder die H&K?

Haspelbein
13.07.2009, 17:56
Zweibein ist schon diskutabel. Am Wochenende war ein Kollege mit zur Jagd, der sich eins an seine Remington 700 montiert hat, das macht schon Sinn, wenn man im Gelände unterwegs ist, und viel im hohen Graß anpirscht.
Bei der Mini14 hingegen ist es Quatsch. Egal, wie man zu der Waffe stehen mag, zumindest muß jeder zugeben, daß sie klein, handlich und superflexibel ist. Mehr als werksseitig dran ist, braucht man eigentlich nicht.[...]

Ich bezog mich hier auf die Mini14, und die dargestellte kompakte Form des Zweibeins, was nun wirklich keinen Sinn macht. Die Mini-14 ist wirklich dazu da, was man hier als Offhand Shooting bezeichnet, d.h. eine leichte Waffe die schnell und unproblematisch in den Anschlag gebracht wird, wie es z.B. beim Nachsuchen notwendig ist.



So einfach scheint es doch nicht zu sein. Ich suche schon den ganzen Morgen herum, und bastele mit Kordel. Es gafällt mir nichts richtig.
Die meisten Systeme, die es gibt, scheinen für den harten Einsatz, so mit Büchse im Anschlag, tactical gemacht zu sein.
Für mich sieht es aus, als sei für das " legere" Tragen wenig dabei.
Ich erinnere mich nun schon ein paar Stunden an die Schulterklappenmode von früher aus den 70gern. Da trug man fürchterliche Hemden im Pilotenstil, mit 200.000 Taschen und Schnibbeln. Unter anderem waren da auch Schulterklappen dran. Vielleicht bitte ich meine Frau, mir mal eine an ein Hemd zu nähen. :D

franjo

*lacht* Gibt es da keinen alten Militaerueberschuss mehr? Oder sieht sowas zu furchterregend aus? Aber stimmt schon, die meinsten Systeme sind wirklich fuer den Militaer- oder Polizeieinsatz gedacht. Ich habe einen Riemen, der eine verstellbare breite Gummierung hat. Koennte sowas helfen? Ich benutze ihn fuer meine Rem 710, die auch nicht so schwer ist.

Haspelbein
13.07.2009, 18:11
Welche Selbstladejagdbüchse würdest Du empfehlen?

Hier sind die rechtlichen Hintergruende zu unterschiedlich, als dass ich dazu aus den USA eine Empfehlung abgeben moechte. Hier wuerde ich bei einem .30 cal Selbstlader, den man vielleicht auch zum Ordonnanzschiessen verwenden kann, schlicht mit dem Springfield M1A, d.h. der halbautomatischen Version des M14 raten.

Das Ding ist extrem wartungsarm, zuverlaessig, und fuer einen Selbstlader sehr praezise. Es hat eine konventionelle Schaftung, jedoch gibt es durch seine militaerische Vergangenheit von Magazinen bis Optiken eine Auswahl, die sich ueber einen langen Zeitraum bewaehrt hat.

Ausserdem ist es in fast allen Bundesstaaten der USA legal.

Haspelbein
13.07.2009, 18:22
[...]

Wie sind die Browning BAR? Oder die H&K?

Zu H&K kann ich nichts sagen, aber die Browning BAR ist DER fuer die Jagd meistgenutzte Selbstlader in den USA. Natuerlich ist er in etlichen Versionen und allen Jagdkalibern erhaeltlich. Wenn du ihn nicht ebenfalls zum Ordonnanzschiessen verwenden willst, so kann ich problemlos dazu raten. Der Rueckstoss soll im Vergleich zu einem Repetierer angenehmer sein.

Obwohl, um ganz ehrlich zu sein, ich in grossen Jagdkalibern einen Selbstlader weniger benoetige, da ich einen Reptierer durchgeladen habe, wenn ich das Ziel in solchen Kalibern wieder erfassen kann. Dies ist auch der Grund, warum ich nicht aus ersten Hand davon berichten kann.

Misteredd
13.07.2009, 18:32
Hier sind die rechtlichen Hintergruende zu unterschiedlich, als dass ich dazu aus den USA eine Empfehlung abgeben moechte. Hier wuerde ich bei einem .30 cal Selbstlader, den man vielleicht auch zum Ordonnanzschiessen verwenden kann, schlicht mit dem Springfield M1A, d.h. der halbautomatischen Version des M14 raten.

Das Ding ist extrem wartungsarm, zuverlaessig, und fuer einen Selbstlader sehr praezise. Es hat eine konventionelle Schaftung, jedoch gibt es durch seine militaerische Vergangenheit von Magazinen bis Optiken eine Auswahl, die sich ueber einen langen Zeitraum bewaehrt hat.

Ausserdem ist es in fast allen Bundesstaaten der USA legal.

Das schaut auch noch ganz passabel aus, ist aber hier teuer.

Gibt es Optiken für das M1 Garand?

Haspelbein
13.07.2009, 18:53
Das schaut auch noch ganz passabel aus, ist aber hier teuer.

Gibt es Optiken für das M1 Garand?

Das hatte ich mir fast schon gedacht. Beim Garand bin ich mir 100% sicher, dass es geht, denn es wurde bis zu Anfang des Vietnamkrieges auch als Scharfschuetzengewehr verwendet.

Jedoch wurde hier das ZF seitlich versetzt am Verschlussgehaeuse montiert, um weiterhin die Ladespangen auswerfen zu koennen. Es gibt in den USA einige Nachruestsaetze, ueber deren Sinn oder Unsinn ich mir jedoch nicht klar bin.

Prinzpiell halte ich es jedoch fuer eine etwas umstaendliche Loesung, nicht zuletzt auch wegen der Laenge des M1 Garand und seines Ladevorganges. Oder anders ausgedrueckt: Das sollte es lokal in Europa spezifisch fuer die Jagd ausgelegte Selbstlader geben, die hierfuer besser geeignet sind.

franjo
14.07.2009, 09:19
Moin


Ich bezog mich hier auf die Mini14, und die dargestellte kompakte Form des Zweibeins, was nun wirklich keinen Sinn macht. Die Mini-14 ist wirklich dazu da, was man hier als Offhand Shooting bezeichnet, d.h. eine leichte Waffe die schnell und unproblematisch in den Anschlag gebracht wird, wie es z.B. beim Nachsuchen notwendig ist.

Sehe ich ganauso.
Die Mini14 liegt auf der Rüchbank des Autos, oder wird umgeängt getragen.
Schneller Zugriff, leichtes Handling, und das einigermaßen respektabele Kaliber machen es zur idealen Schonzeitwaffe, gut auch auf Raubzeug, auch mal einfachsodabeihaben, Klasse Waffe. :D



*lacht* Gibt es da keinen alten Militaerueberschuss mehr? Oder sieht sowas zu furchterregend aus? Aber stimmt schon, die meinsten Systeme sind wirklich fuer den Militaer- oder Polizeieinsatz gedacht. Ich habe einen Riemen, der eine verstellbare breite Gummierung hat. Koennte sowas helfen? Ich benutze ihn fuer meine Rem 710, die auch nicht so schwer ist.

Dein Rat hat mir zumindest weitergeholfen, danke.;)
Ich habe ein Notebook aus der Zeit, als wir noch einen König hatten.;) Compaq Armada heißt die Rübe, einer der ersten HP.
Das beste daran sind die Taschen. Beidseitig mit Reißverschluß, Vortasche, Ordnerfach, kennst Du die.?
Das beste allerdings ist der Umhängeriemen, den ich seit 10 Jahren nicht brauchte.
Stahlkarabiner an einem Baumwollähnlichen Material. Ober breiter werdend, innen gummiert, und assymetrisch zu einer Seite hin.
Den habe ich ausprobiert, 18°, die Frisur hält.:D


Das hatte ich mir fast schon gedacht. Beim Garand bin ich mir 100% sicher, dass es geht, denn es wurde bis zu Anfang des Vietnamkrieges auch als Scharfschuetzengewehr verwendet.

Jedoch wurde hier das ZF seitlich versetzt am Verschlussgehaeuse montiert, um weiterhin die Ladespangen auswerfen zu koennen. Es gibt in den USA einige Nachruestsaetze, ueber deren Sinn oder Unsinn ich mir jedoch nicht klar bin.

Das beschrieb ich schon. Bei sehr vielen Ordonanzwaffen ist das so, oder so ähnlich gelöst. Wie ich finde, ist das versetzte ZF seeehr gewöhnungsbedürftig.
An meiner Mauserbüchse habe ich einen Diopter, das ist zwar nur ein Kompromiss, aber immer noch besser, wie so etwas halbes und nichts ganzes.


Prinzpiell halte ich es jedoch fuer eine etwas umstaendliche Loesung, nicht zuletzt auch wegen der Laenge des M1 Garand und seines Ladevorganges. Oder anders ausgedrueckt: Das sollte es lokal in Europa spezifisch fuer die Jagd ausgelegte Selbstlader geben, die hierfuer besser geeignet sind.

Die Tradition Selbstlader bereffend ist in Deutschland nicht gepflegt, und nicht üblich.
Alleine die Tatsache, daß der deutsche Jagdverband sich, bzw. seinen Mitgliedern vei der vorletzten Waffenrechtsverschärfung, vorauseilend eine 2-Schuss Magazin Beschränkung auferlegt hat, setze ich mit einem Todesurteil für diese Technik gleich.
Man wollte dem Gesetzgeber ein Zuckerchen geben, und nahm dafür das am wenigsten verbreitete.
Mit Weidgerechtigkeit, oder Vernunft hat das nichts zu tun, das war eine ganz normal blödsinnig deutsche Idiodtenidee.;(

Die SLB aus Deutschland/Europa, die es gibt, sind in der Regel sehr edele Waffen, die eher ihres Wertes wegen geführt werden.

franjo

Haspelbein
14.07.2009, 19:16
[...]
Sehe ich ganauso.
Die Mini14 liegt auf der Rüchbank des Autos, oder wird umgeängt getragen.
Schneller Zugriff, leichtes Handling, und das einigermaßen respektabele Kaliber machen es zur idealen Schonzeitwaffe, gut auch auf Raubzeug, auch mal einfachsodabeihaben, Klasse Waffe. :D[...]

Es ist eine Qualitaet, die meiner Meinung nach haeufig unterschaetzt wird. Viele Waffenbesitzer hier suchen nach extrem praezisen Waffen mit teurer Optik, vom Zubehoer und Pistolengriffen moechte ich gar nicht erst reden.
Aber all dies behindert mehr oder weniger des Fuehren der Buechse, sowie sie schnell zu einem gezielten Schuss in den Anschlag zu bringen. Jedoch ist gerade der schnell im Stehen abgegebene Schuss auf geringe oder mittlere Entfernung, der bei den meisten Formen der Jagd in den USA zaehlt.




Dein Rat hat mir zumindest weitergeholfen, danke.;)
Ich habe ein Notebook aus der Zeit, als wir noch einen König hatten.;) Compaq Armada heißt die Rübe, einer der ersten HP.
Das beste daran sind die Taschen. Beidseitig mit Reißverschluß, Vortasche, Ordnerfach, kennst Du die.?
Das beste allerdings ist der Umhängeriemen, den ich seit 10 Jahren nicht brauchte.
Stahlkarabiner an einem Baumwollähnlichen Material. Ober breiter werdend, innen gummiert, und assymetrisch zu einer Seite hin.
Den habe ich ausprobiert, 18°, die Frisur hält.:D[...]

Das freut mich. Ich habe einen Riemen, der sich im Schulterbereich verbreitert, und auf der einen Seite gummiert ist. Er war zwar etwas teuer, aber die Rem 710 traegt sich damit sehr angenehm. Ich kann damit einen ganzen Tag unterwegs sein, ohne einen steifen Nacken zu bekommen.


[...]
Die Tradition Selbstlader bereffend ist in Deutschland nicht gepflegt, und nicht üblich.
Alleine die Tatsache, daß der deutsche Jagdverband sich, bzw. seinen Mitgliedern vei der vorletzten Waffenrechtsverschärfung, vorauseilend eine 2-Schuss Magazin Beschränkung auferlegt hat, setze ich mit einem Todesurteil für diese Technik gleich.
Man wollte dem Gesetzgeber ein Zuckerchen geben, und nahm dafür das am wenigsten verbreitete.
Mit Weidgerechtigkeit, oder Vernunft hat das nichts zu tun, das war eine ganz normal blödsinnig deutsche Idiodtenidee.;( [...]

Das ist m.E. mehr oder weniger unsinnig und hat nichts mit einer waidgerechten Jagd zu tun. Ich verstehe es nicht, kann es jedoch nachvollziehen, dass man nicht als wilder Schuetze gelten will, jedoch kann ein zusaetzlicher Schuss einfach sehr vorteilhaft sein, und sind von der Bedienung sehr einfach.


[...]
Die SLB aus Deutschland/Europa, die es gibt, sind in der Regel sehr edele Waffen, die eher ihres Wertes wegen geführt werden.[...]

Dies ist hier fast umgekehrt. Viele Selbstlader werden fuer die Jagd eingesetzt, obwohl der Repetierer mit Zylinderverschluss (Mauser, Remington Push-Action, suw.) bei den groessren Kalibern dominieren.

Genau diese Repetierer gibt es auch in sehr teuren Ausfuehrungen. Es sind dann auf Mass gefertigte Einzelanfertigungen, die von kleinen Buechsenmachern hergestellt werden.

McDuff
16.07.2009, 07:42
Hier findet man auch noch sehr teure Kipplauf- und Blockbüchsen (Heeren). In einem amerikanischen Artikel war einmal die Rede von "the germanic fascination for top break rifles" die Rede.

Misteredd
16.07.2009, 07:57
Hier findet man auch noch sehr teure Kipplauf- und Blockbüchsen (Heeren). In einem amerikanischen Artikel war einmal die Rede von "the germanic fascination for top break rifles" die Rede.


Deutschland ist eben ein technikversessenes Land. Während andere das 98 System immer wieder aufwärmen, werden hier alle anderen Spielarten entwickelt und auf den Markt gebracht, sei es das R93 Geradezugrepetiersastem, die Handspannung als neues Sicherungssystem oder das seltsame Repetiersystem der "Semprio". Dazu die immer weiter entwickelte Optik, jetzt noch weitere Technik wie Laserentfernungsmesser etc..

Deutschland steht eben auf Spitzenqualität.

McDuff
16.07.2009, 08:08
Vom R93 halte ich wegen schlechter Erfahrungen (extreme Mun. empfindlichkeit) gar nichts. Aber über eine gute Optik geht gar nichts. Leider sind die Preise z.T erschreckend.

Misteredd
16.07.2009, 09:26
Vom R93 halte ich wegen schlechter Erfahrungen (extreme Mun. empfindlichkeit) gar nichts. Aber über eine gute Optik geht gar nichts. Leider sind die Preise z.T erschreckend.


Die R93 hat einen seltsamen Ruf. Sie soll sehr gut schiessen, aber vorwiegend aus Plastik und Alu bestehen. Die Probleme mit der Zuverlässigkeit und der Sicherheit soll es auch geben. Dann nehme ich lieber eher ein Mauser Vollmetallgewehr.

Und sauteuer ist das Ding auch noch.

Misteredd
16.07.2009, 14:54
Auf zur Drückjagd!

Horrido!!

Haspelbein
16.07.2009, 15:28
Deutschland ist eben ein technikversessenes Land. Während andere das 98 System immer wieder aufwärmen, werden hier alle anderen Spielarten entwickelt und auf den Markt gebracht, sei es das R93 Geradezugrepetiersastem, die Handspannung als neues Sicherungssystem oder das seltsame Repetiersystem der "Semprio". Dazu die immer weiter entwickelte Optik, jetzt noch weitere Technik wie Laserentfernungsmesser etc..

Deutschland steht eben auf Spitzenqualität.

Deutschland ist tatsaechlich ein technikbesessenes Land. Inwiefern diese Technik Sinn macht, ist dann jedoch eine andere Frage. :D

Oder anders ausgedrueck: Den Geradezugrepetierer halte ich letztendlich fuer eine Loesung, die nach einem Problem sucht. Oder es ist eine Loesung fuer ein Problem, das durch das deutsche Waffenrecht geschaffen wurde.

Die Optiken und Laserentferungsmesser sind hingegen keine deutsche Eigenart.

haihunter
16.07.2009, 17:40
Schiesst hier eigentlich jemand Schwarzpulver??

schastar
16.07.2009, 17:48
Schiesst hier eigentlich jemand Schwarzpulver??


zu Sylvester :D

http://prozielmarketing.files.wordpress.com/2007/12/sylvesterkracher.jpg

haihunter
16.07.2009, 17:49
zu Sylvester :D

http://prozielmarketing.files.wordpress.com/2007/12/sylvesterkracher.jpg

Scherzkeks.

haihunter
16.07.2009, 17:58
Morgen bei Planet-TV:

Der wahre Westen - das Gesetz der Waffen!

Sehr schöner Bericht, der öfter wiederholt wird, so z.B. morgen 17.07.2009 15:40

Thauris
16.07.2009, 19:06
Schiesst hier eigentlich jemand Schwarzpulver??

Nein, Wildsäue - dabei soll schon der eine oder andere verwechselt worden sein :D

haihunter
16.07.2009, 19:20
Nein, Wildsäue - dabei soll schon der eine oder andere verwechselt worden sein :D

:)) :top:

Misteredd
16.07.2009, 21:12
Nein, Wildsäue - dabei soll schon der eine oder andere verwechselt worden sein :D

Mich gibts noch! ;)

Es war keine Sau mehr da. Wir standen zwei Stunden rum und haben dem wackeren Landwirt beim Rapsdreschen zugesehen.

Mein Jagdherr war absolut verzweifelt, da er sogar den Kreisjägermeister eingeladen hatte.

Shit happens. Müssen wir eben jetzt mehr Sauen durch Ansitz erlegen.

Bald werde ich mehr Schwein haben!

Freikorps
16.07.2009, 23:44
Ich habe heute gehört, daß die bayrischen Landratsämter derzeit den Versand eines Fragebogens an alle Waffenbesitzer vorbereiten, in dem man detaillierte Angaben über die Art und Weise der Waffenaufbewahrung machen soll. Unter anderem soll der Hersteller des Waffenschranks und die Seriennummer mit angegeben werden.

schastar
17.07.2009, 04:45
Ich habe heute gehört, daß die bayrischen Landratsämter derzeit den Versand eines Fragebogens an alle Waffenbesitzer vorbereiten, in dem man detaillierte Angaben über die Art und Weise der Waffenaufbewahrung machen soll. Unter anderem soll der Hersteller des Waffenschranks und die Seriennummer mit angegeben werden.

Stimmt, mein Bruder hat schon einen.

franjo
17.07.2009, 07:02
Mich gibts noch! ;)

Es war keine Sau mehr da. Wir standen zwei Stunden rum und haben dem wackeren Landwirt beim Rapsdreschen zugesehen.

Mein Jagdherr war absolut verzweifelt, da er sogar den Kreisjägermeister eingeladen hatte.

Shit happens. Müssen wir eben jetzt mehr Sauen durch Ansitz erlegen.

Bald werde ich mehr Schwein haben!

Das ist das, was die Jagd spannend macht.
Eine letztens veröffentlichte Statistik des Landesjagdverbandes Hessen besagt, es seien 30 Stunden ansitzen, anfüttern und anteilige Revierpflege nötig eine Sau zu erlegen.
Seit dem mache ich grobe Notizen, und bin fast bereit daran zu glauben.


Ich habe heute gehört, daß die bayrischen Landratsämter derzeit den Versand eines Fragebogens an alle Waffenbesitzer vorbereiten, in dem man detaillierte Angaben über die Art und Weise der Waffenaufbewahrung machen soll. Unter anderem soll der Hersteller des Waffenschranks und die Seriennummer mit angegeben werden.

Außerdem in Hessen, NRW, BW....................überall halt.
Übrigens gibt es bei den Bauhaustresoren Chargen aus Fernost, die obwohl es drauf steht, nicht der Klasse entsprechen.
Ein vorheriges Gespräch mit dem zuständigen SB kann vor Überraschungen schützen.

franjo

haihunter
17.07.2009, 13:11
Ich habe heute gehört, daß die bayrischen Landratsämter derzeit den Versand eines Fragebogens an alle Waffenbesitzer vorbereiten, in dem man detaillierte Angaben über die Art und Weise der Waffenaufbewahrung machen soll. Unter anderem soll der Hersteller des Waffenschranks und die Seriennummer mit angegeben werden.

Ist auf jeden Fall besser als Hausdurchsuchungen, dennoch lediglich reiner Aktionismus!

Thauris
17.07.2009, 13:39
Das ist das, was die Jagd spannend macht.


Was die Jagd so spannend macht ist, dass selbst die gerissenste Sau irgendwann dran glauben muss :]

Haspelbein
17.07.2009, 15:07
Ich weiss nicht. Sobald ich mit der Buechse unter freiem Himmbel bin, so bin ich eigentlich schon gluecklich. Ist besser als jeder Tag im Buero. :D

franjo
17.07.2009, 17:33
Ich weiss nicht. Sobald ich mit der Buechse unter freiem Himmbel bin, so bin ich eigentlich schon gluecklich. Ist besser als jeder Tag im Buero. :D

Ich möchte nicht philosophisch rumschwätzen, aber unter freiem Himmel, in klarer Absicht Waffen dabei, gerät so manches in den Hintergrund.
Das Schießen kommt, wenn man es richtig macht auch nicht in den Vordergrund.
Die letzten beiden Nächte waren traumhaft. Ich biwakierte im Revier, d.h. 23.00 Uhr bis ~2.00 Uhr beobachten und geniesen, dann bis etwa 4.30 Uhr schlafen, wachwerden, um den Sonnenaufgang zu geniesen.
Schöner geht es kaum.


Was die Jagd so spannend macht ist, dass selbst die gerissenste Sau irgendwann dran glauben muss :]

Das stimmt meiner Erfahrung nach so nicht.
Tatsächlich gibt es genügend, die man nie kriegt.

franjo

Misteredd
17.07.2009, 18:42
Das stimmt meiner Erfahrung nach so nicht.
Tatsächlich gibt es genügend, die man nie kriegt.

franjo

Wer will schon eine alte erfahrene Bache schiessen? Davon hat man doch überhaupt nichts. Soll sie doch lieber ihre Rotte weiterführen und vor Gefahren bewahren.

Ein gescheites Hauptschwein im Revier ist auch eine gute Sache. Wir stellen hier die Wetzspuren eines enormen Hauptschweins fest. Der Eber wurde aber bisher nur ein einziges Mal durch Zufall gesichtet. Unser Hundeausbilder hat ihn ganz kurz beim Appoertierenüben am Tage gesehen, sonst noch niemand. Er soll gut über 100 KG wiegen.

Den bekommt man alles andere als leicht.

Haspelbein
17.07.2009, 18:46
[...]
Das Schießen kommt, wenn man es richtig macht auch nicht in den Vordergrund.
Die letzten beiden Nächte waren traumhaft. Ich biwakierte im Revier, d.h. 23.00 Uhr bis ~2.00 Uhr beobachten und geniesen, dann bis etwa 4.30 Uhr schlafen, wachwerden, um den Sonnenaufgang zu geniesen.
Schöner geht es kaum.

Dem kann ich nur zustimmen. ;)

Thauris
17.07.2009, 20:17
Das stimmt meiner Erfahrung nach so nicht.
Tatsächlich gibt es genügend, die man nie kriegt.

franjo

Das war ja auch nur eine Metapher ;)

Misteredd
18.07.2009, 13:50
Das war ja auch nur eine Metapher ;)

Für was denn ?

Thauris
18.07.2009, 14:02
Für was denn ?


Für gerissene Schweine - steht doch eindeutig da!

franjo
19.07.2009, 15:48
Wer will schon eine alte erfahrene Bache schiessen? Davon hat man doch überhaupt nichts. Soll sie doch lieber ihre Rotte weiterführen und vor Gefahren bewahren.

Ein gescheites Hauptschwein im Revier ist auch eine gute Sache. ....................

Moin

Du hast natürlich recht, nur gibt es Entwicklungen, die einem bewegen Strukturen in Rotten zu ändern.
Unsere (benannte) Leitbache ist kein reinrassiges Wildschwein, sonder eine Kreuzung aus einem Wollschwein, und einem Wildschwein. Die Geschichte warum das so ist, würde den Rahmen hier sprengen.

Das führt zwangsläufig dazu, daß es einige (viele) gescheckte Nachkommen gibt.
Bei Nacht ist das Annehmen solcher Tiere schwer, und man trägt oft Schüsse falsch an. Wenn das Vorderteil eines Wildschweines rosa ist, und man zielt auf das Blatt, das klar im Dunkelen liegt, wird das ein Bauch/Gescheidetreffer, der sehr viel Arbeit mit sich bringt.
Da kann der Jagdberechtigte schon mal überlegen, ob er diese Linie nicht ausrotten will. ;)

Nun, ich mache das ja nicht, schieße in erster Linie Frischlinge und Überläufer aus der Rotte.

Erstaunlich ist und bleibt die Cleverness dieser routinierten Sau, kommt doch zumindest ein Elternteil aus der Zucht.............

Sie steht immer spitz, ist nie ruhig, und kennt main Auto (glaube ich zumindest).
Kaufe ich mir ein neues, so merke ich, daß sie ein ganz klein wenig unvorsichtiger wird.
Kommt das Auto allerdings eine Woche jeden Abend ins Revier, so weiß sie bescheid.

Den Spruch "Du blöde Sau" hat sowieso einer erfunden, der von der Materie keine Ahnung hat. :D

franjo

Misteredd
19.07.2009, 16:59
Moin

Du hast natürlich recht, nur gibt es Entwicklungen, die einem bewegen Strukturen in Rotten zu ändern.
Unsere (benannte) Leitbache ist kein reinrassiges Wildschwein, sonder eine Kreuzung aus einem Wollschwein, und einem Wildschwein. Die Geschichte warum das so ist, würde den Rahmen hier sprengen.

Das führt zwangsläufig dazu, daß es einige (viele) gescheckte Nachkommen gibt.
Bei Nacht ist das Annehmen solcher Tiere schwer, und man trägt oft Schüsse falsch an. Wenn das Vorderteil eines Wildschweines rosa ist, und man zielt auf das Blatt, das klar im Dunkelen liegt, wird das ein Bauch/Gescheidetreffer, der sehr viel Arbeit mit sich bringt.
Da kann der Jagdberechtigte schon mal überlegen, ob er diese Linie nicht ausrotten will. ;)

Nun, ich mache das ja nicht, schieße in erster Linie Frischlinge und Überläufer aus der Rotte.

Erstaunlich ist und bleibt die Cleverness dieser routinierten Sau, kommt doch zumindest ein Elternteil aus der Zucht.............

Sie steht immer spitz, ist nie ruhig, und kennt main Auto (glaube ich zumindest).
Kaufe ich mir ein neues, so merke ich, daß sie ein ganz klein wenig unvorsichtiger wird.
Kommt das Auto allerdings eine Woche jeden Abend ins Revier, so weiß sie bescheid.

Den Spruch "Du blöde Sau" hat sowieso einer erfunden, der von der Materie keine Ahnung hat. :D

franjo

Das ist eine jagdliche Herausforderung! :]

Thauris
19.07.2009, 17:16
Und erst der Triumph, wenn man das hinterhältige Schwein endlich zur Strecke gebracht hat - das entschädigt für die ganze Arbeit vorher :D

Unbelehrbar
19.07.2009, 17:54
Den Spruch "Du blöde Sau" hat sowieso einer erfunden, der von der Materie keine Ahnung hat. :D


Sind ja schließlich auch erheblich intelligenter als Hunde und die können auch schon so einiges erlernen .
Bei einer Treibjagd hier, vor kurze Zeit, hat die Leitbache die Rotte aus dem Dickicht stürmend direkt auf den Hochsitz zugeführt. Dann an ihm vorbei und wieder rein ins Dickicht. Schießen nahezu unmöglich. Dazu war das Gefühl auf dem Hochsitz wohl nicht all zu erhebend.
Kleine "Anekdote" zur Bestätigung der "blöden" Säue. ;)

franjo
19.07.2009, 19:09
Moin


Und erst der Triumph, wenn man das hinterhältige Schwein endlich zur Strecke gebracht hat - das entschädigt für die ganze Arbeit vorher :D

Nun, irgendwann akzeptiert man die Situation. Verbissenheit und übertriebener Ehrgeiz lähmt nur.
Hinterhältige Schweine habe ich übrigens auch noch keine erlebt. In der Regel sind sie eher ängstlich, und gehen damit bedeutend vernünftiger um, als z.B. Menschen.
Man lernt ab und zu "Feinde", die einem ebenbürtig sind, anzuerkennen.
Ohne vergessen zu wollen, daß ich z. B. technisch bedeutend besser ausgerüstet bin.
Vom Instinkt her, ist, um beim Thema zu bleiben, oftmals eher der Jäger "die arme Sau". :D

Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.
(Arthur Schopenhauer)

Gar nicht so dumm der Spruch.



Sind ja schließlich auch erheblich intelligenter als Hunde und die können auch schon so einiges erlernen .
Bei einer Treibjagd hier, vor kurze Zeit, hat die Leitbache die Rotte aus dem Dickicht stürmend direkt auf den Hochsitz zugeführt. Dann an ihm vorbei und wieder rein ins Dickicht. Schießen nahezu unmöglich. Dazu war das Gefühl auf dem Hochsitz wohl nicht all zu erhebend.
Kleine "Anekdote" zur Bestätigung der "blöden" Säue. ;)

Zwar glaube ich bei solchen Vorfällen zumindest z.T. an Zufall, finde aber derartige Aktionen gelungen, und bin, sofern mir das passiert auf keinen Fall angefressen.

Da guckt der Grünrock blöd daher, das Treffen fiel ihm gar sehr schwer.

Derartige Kalauer sind fortschrittlichen Jägern nicht fremd, und die Leistung der Tiere findet durchaus Anerkennung.

franjo

franjo
19.07.2009, 19:13
Und erst der Triumph, wenn man das hinterhältige Schwein endlich zur Strecke gebracht hat - das entschädigt für die ganze Arbeit vorher :D

Weil ich gerade etwas zarter besaitet bin, nicht der Erfolg entschädigt.
Mir ging es dreieinhalb Wochen gesundheitlich schlecht, seit heute weiß ich, alles ist wieder wie vorher.
Heute im Wald war es grün, ich sehe die Früchte meiner Hände Arbeit................traumhaft.
Die Sauen haben wunderbar gewütet, Wege zerstört, mit Sicherheit ihre Frischlinge gut angelernt.........................

Jetzt sehe ich jetzt auch, daß es ohne mich geht, aber das ist ein anderes Thema.

franjo

Misteredd
19.07.2009, 19:31
Weil ich gerade etwas zarter besaitet bin, nicht der Erfolg entschädigt.
Mir ging es dreieinhalb Wochen gesundheitlich schlecht, seit heute weiß ich, alles ist wieder wie vorher.
Heute im Wald war es grün, ich sehe die Früchte meiner Hände Arbeit................traumhaft.
Die Sauen haben wunderbar gewütet, Wege zerstört, mit Sicherheit ihre Frischlinge gut angelernt.........................

Jetzt sehe ich jetzt auch, daß es ohne mich geht, aber das ist ein anderes Thema.

franjo

Hunde kann man ja vor Borelliose durch eine Impfung schützen. Für Menschen soll es so etwas nicht geben - leider.

franjo
19.07.2009, 20:39
Falls es wen interessiert:

http://www.borreliose-bund.de/borrelmagazin/index.html

Zumindest werden hier Hintergründe beleuchtet.

franjo

Haspelbein
19.07.2009, 21:57
Falls es wen interessiert:

http://www.borreliose-bund.de/borrelmagazin/index.html

Zumindest werden hier Hintergründe beleuchtet.

franjo

Hier in den USA ist die Lyme Disease natuerlich ein Thema. Erst letztens hatte ich eine Zecke gefunden, die sich nach meinen eigenen Schaetzungen ca. 24 in meiner Haut befand. Wie ich sie uebersehen hatte, ist mir nicht klar, aber selbst meinem eigenen Sohn habe ich zu dieser Saison 3 Zecken entfernt, und ihm gerade erst gestern wieder eine Zecke aus dem Haar geklaubt.

Selbst bei einer einfachen allergischen Reaktion auf einen Zeckenbiss, wie sie aufgrund des Speichels der Zecke auftreten kann, werde ich mittlerweile misstrauisch.

Und dies, obwohl rein statistisch die Chancen sich damit anzustecken, hier nicht so wahnsinnig hoch sind.

McDuff
20.07.2009, 05:52
Vor ein paar Wochen habe ich dem Hund 10 Zecken auch dem Fell geholt. Zugebissen hatte, dank Halsband (gegen Fleas and Ticks) noch keine. Selber hatte ich auch Glück. Diesen Sommer wars extrem mit diesen Viechern.

franjo
20.07.2009, 09:13
Hier in den USA ist die Lyme Disease natuerlich ein Thema. Erst letztens hatte ich eine Zecke gefunden, die sich nach meinen eigenen Schaetzungen ca. 24 in meiner Haut befand. Wie ich sie uebersehen hatte, ist mir nicht klar, aber selbst meinem eigenen Sohn habe ich zu dieser Saison 3 Zecken entfernt, und ihm gerade erst gestern wieder eine Zecke aus dem Haar geklaubt.

Selbst bei einer einfachen allergischen Reaktion auf einen Zeckenbiss, wie sie aufgrund des Speichels der Zecke auftreten kann, werde ich mittlerweile misstrauisch.

Und dies, obwohl rein statistisch die Chancen sich damit anzustecken, hier nicht so wahnsinnig hoch sind.

Ich habe die Zeit genutzt, etwas über diese Krankheit zu erfahren.
Erstaunlich finde ich vor allem, daß es in D 60.00 Erkrankungen im Jahr gibt, während in den gesamten USA nur 20.000 Leute erkranken.
Mir ist auch klar, daß es in den USA regional riesen Unterschiede gibt.
Zum einen gibt es Trockengebiete, zum anderen waldreiche.
Es gibt unheimlich viele Amerikaner, die noch nie einen Spaziergang gemacht haben..................die sind natürlich nicht betroffen............:D

Tatsächlich würde mich auch die Dunkelziffer, und die Zahlen aus Resteuropa interessieren, aber ich fand nur Berichte (teiweise unvollständig) aus dem deutschsprachigen Raum, und aus Frankreich.

Auch die Informationen mit den wenigen Kleinnagern inden USA finde ich hochinteressant. Von denen geht die Erkrankung wohl ursprünglich aus..........alles in allem aufschlußreich.

Mal am Rande gefragt, die in den USA verbreitete Impfung greift in Europa nich, soweit klar. Warum lasst ihr euch denn nicht impfen.?


Vor ein paar Wochen habe ich dem Hund 10 Zecken auch dem Fell geholt. Zugebissen hatte, dank Halsband (gegen Fleas and Ticks) noch keine. Selber hatte ich auch Glück. Diesen Sommer wars extrem mit diesen Viechern.

Obwohl umstritten verlasse ich mich bei meinem Hund auf Frontline.
Seit ich das anwende haben zumindest die ihre Ruhe.

franjo

Misteredd
20.07.2009, 09:40
In den USA gab es eine Impfung für Menschen gegen Borreliose. Warum gibt es so etwas nicht bei uns?

franjo
20.07.2009, 11:13
In den USA gab es eine Impfung für Menschen gegen Borreliose. Warum gibt es so etwas nicht bei uns?

In dem Link aus meinem vorletzten Beitrag, steht das wichtigste.

Im übrigen wurde-/wird (?) die US-Impfung vom Markt genommen. Warum konnte ich nirgends lesen, außer bei Wikipedia, und denen glaube ich nicht.
Sprich, keine Uni-Bibliothek verschaffte Hinweiße.

Prinzipiell ist es so, daß man früher von der Lyme Borelliose sprach. Lyme ist eine Stadt in Connetticut, dort trat es wohl das erste Mal bemerkt auf, in Form einer Gelenkentzündung.
Man entwickelte recht aufwendig einen Impfstoff, und wollte auch diesseits des Atlantik Geld damit verdienen.
Nun ist es so, daß die hießigen Bakterien nicht den amerikanischen entsprechen, und somit auf die Impfung nicht, oder sehr schlecht ansprachen.
Bei uns gibt es auch bedeutend mehr Stämme dieser Bakteriengruppe, und das erschwert auch das Herstellen und Inverkehrbringen eines geeigneten Impfstoffes.

Die IMpfung bei Tieren ist übrigens umstritten, da sie angeblich nicht so lange vorhält, wie der Hersteller verspricht.

franjo

Misteredd
20.07.2009, 11:53
In dem Link aus meinem vorletzten Beitrag, steht das wichtigste.

Im übrigen wurde-/wird (?) die US-Impfung vom Markt genommen. Warum konnte ich nirgends lesen, außer bei Wikipedia, und denen glaube ich nicht.
Sprich, keine Uni-Bibliothek verschaffte Hinweiße.

Prinzipiell ist es so, daß man früher von der Lyme Borelliose sprach. Lyme ist eine Stadt in Connetticut, dort trat es wohl das erste Mal bemerkt auf, in Form einer Gelenkentzündung.
Man entwickelte recht aufwendig einen Impfstoff, und wollte auch diesseits des Atlantik Geld damit verdienen.
Nun ist es so, daß die hießigen Bakterien nicht den amerikanischen entsprechen, und somit auf die Impfung nicht, oder sehr schlecht ansprachen.
Bei uns gibt es auch bedeutend mehr Stämme dieser Bakteriengruppe, und das erschwert auch das Herstellen und Inverkehrbringen eines geeigneten Impfstoffes.

Die IMpfung bei Tieren ist übrigens umstritten, da sie angeblich nicht so lange vorhält, wie der Hersteller verspricht.

franjo

Ich habe meinen Hund jedenfalls impfen lassen. Zudem bekommt er auch noch frontline. Frontline wirkt, aber eben auch nicht mehr die angepriesenen vier Wochen. Ich bin jedenfalls froh, keine dicken Zecken mehr im Haus auflesen zu müssen.

Was für einen Hund hast Du?

franjo
20.07.2009, 12:08
.................................................. ................

Was für einen Hund hast Du?

Moin

Einen Bullterrierrentner, der sein Gnadenbrot bekommt, und seit nun 4 Wochen einen französischen Brackenrüden.

franjo

Misteredd
20.07.2009, 12:57
Moin

Einen Bullterrierrentner, der sein Gnadenbrot bekommt, und seit nun 4 Wochen einen französischen Brackenrüden.

franjo

Ich habe einen Vizsla, demnächst vielleicht noch einen Weimaraner.

Bracken finde ich sehr fordernd. Ein Mitjäger führt eine Oppelner Bracke, die sehr gut brackiert (sogar Rehe), aber sonst nicht zu gebrauchen ist.

franjo
20.07.2009, 13:43
Ich habe einen Vizsla, demnächst vielleicht noch einen Weimaraner.

Bracken finde ich sehr fordernd. Ein Mitjäger führt eine Oppelner Bracke, die sehr gut brackiert (sogar Rehe), aber sonst nicht zu gebrauchen ist.

Ich nehme an, Du meinst eine Olper Bracke.
Die wird zumindest, wie ich es kenne, zum Stöbern auf Rehe gebraucht, und das beschreibst Du ja.

Die französischen Bracken sind etwas vielseitiger. Wobei unser Rüde schon drei Jahre alt ist, und von einem Verwandten stammt, der seine letzten Jahre in Griechenland lebte.
Das Tier ist prinzipiell ein guter Begleithund. Seine anderen Eigenschaften muß man erst abwarten.
Zuersteinmal ist er sehr aufmerksam, ausgesprochen leise und hört für die kurze Zeit erstklassig.
Meine Hunde begleiten mich bei der Arbeit im Revier, für die Jagd nutze ich sie nicht.

Wenn nachgesucht werden muß, habe ich einen Bekannten, der erstklassige Schweißhunde (Segugios) führt. Der erledigt das in der Regel.

franjo

Misteredd
20.07.2009, 14:09
Ich nehme an, Du meinst eine Olper Bracke.
Die wird zumindest, wie ich es kenne, zum Stöbern auf Rehe gebraucht, und das beschreibst Du ja.

Die französischen Bracken sind etwas vielseitiger. Wobei unser Rüde schon drei Jahre alt ist, und von einem Verwandten stammt, der seine letzten Jahre in Griechenland lebte.
Das Tier ist prinzipiell ein guter Begleithund. Seine anderen Eigenschaften muß man erst abwarten.
Zuersteinmal ist er sehr aufmerksam, ausgesprochen leise und hört für die kurze Zeit erstklassig.
Meine Hunde begleiten mich bei der Arbeit im Revier, für die Jagd nutze ich sie nicht.

Wenn nachgesucht werden muß, habe ich einen Bekannten, der erstklassige Schweißhunde (Segugios) führt. Der erledigt das in der Regel.

franjo

Konntest Du diese "ausländischen" Jagdhunde erfolgreich zur JEP zulassen?

Es gibt da ein neues Urteil des BVerwGH das das erst jetzt neu geregelt hat. Die Beschränkung auf die althergebrachten Jagdhundrassen fiel gerade.

http://www.pirsch.de/sro.php?redid=41898

Misteredd
20.07.2009, 14:16
Ich nehme an, Du meinst eine Olper Bracke.


Die Schwarz-weiss-rote, also auch Deutsche Bracke!

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/23/DeutscheBracke.jpg/800px-DeutscheBracke.jpg

Misteredd
20.07.2009, 14:33
Die französischen Bracken sind etwas vielseitiger. Wobei unser Rüde schon drei Jahre alt ist, und von einem Verwandten stammt, der seine letzten Jahre in Griechenland lebte.
Das Tier ist prinzipiell ein guter Begleithund. Seine anderen Eigenschaften muß man erst abwarten.
Zuersteinmal ist er sehr aufmerksam, ausgesprochen leise und hört für die kurze Zeit erstklassig.
Meine Hunde begleiten mich bei der Arbeit im Revier, für die Jagd nutze ich sie nicht.

Wenn nachgesucht werden muß, habe ich einen Bekannten, der erstklassige Schweißhunde (Segugios) führt. Der erledigt das in der Regel.

franjo

französische Bracke konnte ich nicht finden. Die Braque Francais ist ein Vorstehhund und schon daher sehr vielseitig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Braque_Fran%C3%A7ais

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/77/Bahia_c_d_beskuren.jpg/300px-Bahia_c_d_beskuren.jpg

franjo
20.07.2009, 14:45
Konntest Du diese "ausländischen" Jagdhunde erfolgreich zur JEP zulassen?


Jetzt erwischst Du mich auf völlig fremdem Grund.
Bei solchen Brauchbarkeitsprüfungen/JEP, ist mein Wissen nahe Null.

Wie schon gesagt, für mich sind das reine Begleithunde.

Da ich nicht die Zeit und das Interesse dafür habe kümmert sich der benannte Kollege sehr hingabevoll um das Hundewesen, und palavert auch mit anderen Begehscheininhabern wegen derer Hunde.


franjo

franjo
20.07.2009, 14:46
französische Bracke konnte ich nicht finden. Die Braque Francais ist ein Vorstehhund und schon daher sehr vielseitig.
http://de.wikipedia.org/wiki/Braque_Fran%C3%A7ais

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/77/Bahia_c_d_beskuren.jpg/300px-Bahia_c_d_beskuren.jpg

Jawohl, der auf dem Bild ist es in etwa.
Nica heißt er, und ist wunderschön.

franjo

Misteredd
20.07.2009, 14:53
Jetzt erwischst Du mich auf völlig fremdem Grund.
Bei solchen Brauchbarkeitsprüfungen/JEP, ist mein Wissen nahe Null.

Wie schon gesagt, für mich sind das reine Begleithunde.

Da ich nicht die Zeit und das Interesse dafür habe kümmert sich der benannte Kollege sehr hingabevoll um das Hundewesen, und palavert auch mit anderen Begehscheininhabern wegen derer Hunde.


franjo

Das ist ein sehr großes Drama für viele Hundebsitzer, insbesondere der ausländischer Hunde.

Nach der Brauchbarkeitsprüfungsordnung der Jägervereinigungen dürfen nur solche Jagdhunde zur Jagdeignungsprüfung zugelassen werden, die in einem anerkannten deutschen oder gleichwertigen Zuchtbuch eines Verbandes eingetragen sind. Anerkannt wurden und werden bislang nur solche Hunde, die einer Deutschen oder hier zugelassenen Jagdhundrasse entstammen und in einem Zuchtbuch geführt werden.

Daran hängt dann die Jagdeignungsprüfung, an der wieder die Erlaubnis die Hunde überhaupt zur Jagd führen zu dürfen dran hängt = brauchbarer Jagdhund!! Bei der Jagd - auch der Begleitung - ist ein Hund nur versichert, wenn er jagdlich brauchbar ist oder gerade dazu ausgebildet wird, sonst ist die Versicherung leistungsfrei und das Risiko daher nicht gerade gering.

Als Jagdpächter oder Jagdaufseher sind diese Hunde auch hundesteuerfrei.

Da hängt also so manches dran.

Die Jägervereinigungen schützen ihre eigenen Züchter und lassen nur Hunde aus Leistungszucht zu. Keine Fundhunde, keine anderen Hunde.

Misteredd
20.07.2009, 14:54
Jawohl, der auf dem Bild ist es in etwa.
Nica heißt er, und ist wunderschön.

franjo

Vorstehhunde sehen einfach klasse aus. Sie sind die vielfältigsten überhaupt.
Prüf unbedingt, ob er Fährtenlaut gibt! Wenn er das tut, dann hast Du ein Juwel gefunden!

haihunter
20.07.2009, 15:40
Schöner und amüsanter Beitrag eines Jägers zur WaffG-Verschärfung.

http://www.wildundhund.de/forum/viewtopic.php?t=56083

Misteredd
20.07.2009, 15:54
Schöner und amüsanter Beitrag eines Jägers zur WaffG-Verschärfung.

http://www.wildundhund.de/forum/viewtopic.php?t=56083


Habe ich gleich mal weitergeleitet!

Hier noch mal im Wortlaut!

Vor einigen Tagen saß ich mal wieder auf der Wespenkanzel, mitten im Kiefernbestand, dort, wo man immer Fuchs und Hase begegnet, wenn sie sich gerade Gute Nacht sagen.
Irgendwann überkam mich die Müdigkeit und ich nickte ein.

Plötzlich schrak ich hoch. Die Rückegasse vor mir war, obwohl es längst nach Mitternacht war, hell erleuchtet und mitten auf ihr sah ich einen Reiter. Er war grün gekleidet, in der linken Hand hielt er eine mittelalterliche Armbrust, in der rechten einen Bischofsstab, auf seinem Kopf eine Mitra mit grünen Schnüren.

Mir war sofort klar, wen ich vor mir hatte, das konnte nur der Heilige Hubertus sein. Ich stieg also, nachdem ich mein Gewehr vorschriftsmäßig entladen hatte, von der Kanzel und näherte mich unserem Schutzpatron unter ständigen Verneigungen.

Als ich fast vor ihm stand, erhob er seine Stimme und sprach:

„Was sitzest du Klappstuhl dir hier den Hintern platt? Während du und deinesgleichen durch die Felder, durch die Auen ziehst, sägt man eifrig an eurem Stuhl.
Setze dich also umgehend in Bewegung und hernach an deinen PC und erkläre deinen Brüdern, wie man sich gegen Willkür und Behördentum zur Wehr setzt.“

„Aber lieber Heiliger Hubertus, was sollen wir denn tun?“ , fragte ich, völlig ratlos und verwirrt.

„Oh du Dummkopf, du bist doch auch so etwas wie ein Staatsdiener. Weißt du denn nicht, was du und deinesgleichen am meisten fürchten?“, schalt mich der Heilige.

„Doch, das weiß ich. Mit Arbeit und mit Präzedenzfällen versaut man uns den ganzen Tag.“, gab ich zur Antwort.

„Also, nun gehe dahin und verkünde: Ich, der Heilige Hubertus, Schutzpatron aller Jäger, ich rufe euch zum Generalstreik.
Entsorgt kein Wild mehr von den Straßen, schreibt keine Bescheinigungen mehr für die Versicherungen.
Liefert auch keine Wildschweine und Füchse mehr an die Kreisveterinäre zur Untersuchung. Zahlt eure Jagdsteuer und eure Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Raten zu je einem Euro pro Tag, auf dass die beitreibenden Behörden euch ein ums andere Mal anmahnen müssen.
Widersprecht den Abschussplänen, die man euch zuschickt, auf dass die Unteren Jagdbehörden in Arbeit ertrinken und den Mangel an Personal beklagen.
Dann nehmet eure Waffen und tragt sie zur örtlichen Polizei, wo ihr sie deponiert, bis die biometrische Sicherung sicher funktioniert. Quälet solcherart die Polizisten, indem ein jeder von euch zu den unterschiedlichsten Stunden eine eurer Waffen euch aushändigen lasst und sie 10 Minuten später wieder zurückgebet zur Aufbewahrung und gegen Quittung.
Auch gehet hin zu euren Weibern und lasset sie dem Innenminister schreiben, dass sie nicht gewillt seien, seine Schergen in ihrem sauberen Hause zu dulden und sie einen jeden von ihnen mit dem Kochlöffel erschlügen, wenn er es wagen solle, bei ihr nach dem Waffenschrank ihres Mannes zu fragen.
Und zum Schluss schreibe ein jeder von euch der Briefe drei an jeweils 10 Tagen an den Innenminister, in denen ihr euch sein Gesetz erläutern lasst, auf dass man euch keinen Rechtsbruch vorwerfen kann. Schickt diese Briefe per Einschreiben mit Rückschein. Das sind der Unterschriften 3 mal 10 mal 600.000, ergo in Summa der Millionen achtzehn, welche die Schergen des Ministers zu leisten haben an wenigen Tagen, wohingegen dies einen jeden von euch vielleicht zwanzig Euro kostet.

Beschäftigt sie, denn wer beschäftigt ist, kann keinen Unsinn aushecken.“

So sprach der Heilige und verschwand.

An seiner Stelle stand ein Rollstuhlfahrer vor mir und ich erkante unseren Innenminister.

„Ich habe alles mitgehört, wie ich inzwischen alles mithöre“, sagte er, „und ich will euch entgegenkommen. Ich sorge dafür, dass der Gesetzesentwurf nicht durch den Bundesrat kommt oder spätestens vom Bundesverfassungsgericht gekippt wird. Dann können wir sagen, wir hätten unser Möglichstes getan und verlieren nicht unser Gesicht. Dafür verzichtet ihr auf eure Repressalien. Teile das eurem Heiligen mit.“


Plötzlich hörte ich Glocken schlagen und da saß ich wieder in meiner Kanzel. Ich hatte alles wohl geträumt.

haihunter
20.07.2009, 18:36
Habe ich gleich mal weitergeleitet!

Hier noch mal im Wortlaut!

Vor einigen Tagen saß ich mal wieder auf der Wespenkanzel, mitten im Kiefernbestand, dort, wo man immer Fuchs und Hase begegnet, wenn sie sich gerade Gute Nacht sagen.
Irgendwann überkam mich die Müdigkeit und ich nickte ein.

Plötzlich schrak ich hoch. Die Rückegasse vor mir war, obwohl es längst nach Mitternacht war, hell erleuchtet und mitten auf ihr sah ich einen Reiter. Er war grün gekleidet, in der linken Hand hielt er eine mittelalterliche Armbrust, in der rechten einen Bischofsstab, auf seinem Kopf eine Mitra mit grünen Schnüren.

Mir war sofort klar, wen ich vor mir hatte, das konnte nur der Heilige Hubertus sein. Ich stieg also, nachdem ich mein Gewehr vorschriftsmäßig entladen hatte, von der Kanzel und näherte mich unserem Schutzpatron unter ständigen Verneigungen.

Als ich fast vor ihm stand, erhob er seine Stimme und sprach:

„Was sitzest du Klappstuhl dir hier den Hintern platt? Während du und deinesgleichen durch die Felder, durch die Auen ziehst, sägt man eifrig an eurem Stuhl.
Setze dich also umgehend in Bewegung und hernach an deinen PC und erkläre deinen Brüdern, wie man sich gegen Willkür und Behördentum zur Wehr setzt.“

„Aber lieber Heiliger Hubertus, was sollen wir denn tun?“ , fragte ich, völlig ratlos und verwirrt.

„Oh du Dummkopf, du bist doch auch so etwas wie ein Staatsdiener. Weißt du denn nicht, was du und deinesgleichen am meisten fürchten?“, schalt mich der Heilige.

„Doch, das weiß ich. Mit Arbeit und mit Präzedenzfällen versaut man uns den ganzen Tag.“, gab ich zur Antwort.

„Also, nun gehe dahin und verkünde: Ich, der Heilige Hubertus, Schutzpatron aller Jäger, ich rufe euch zum Generalstreik.
Entsorgt kein Wild mehr von den Straßen, schreibt keine Bescheinigungen mehr für die Versicherungen.
Liefert auch keine Wildschweine und Füchse mehr an die Kreisveterinäre zur Untersuchung. Zahlt eure Jagdsteuer und eure Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Raten zu je einem Euro pro Tag, auf dass die beitreibenden Behörden euch ein ums andere Mal anmahnen müssen.
Widersprecht den Abschussplänen, die man euch zuschickt, auf dass die Unteren Jagdbehörden in Arbeit ertrinken und den Mangel an Personal beklagen.
Dann nehmet eure Waffen und tragt sie zur örtlichen Polizei, wo ihr sie deponiert, bis die biometrische Sicherung sicher funktioniert. Quälet solcherart die Polizisten, indem ein jeder von euch zu den unterschiedlichsten Stunden eine eurer Waffen euch aushändigen lasst und sie 10 Minuten später wieder zurückgebet zur Aufbewahrung und gegen Quittung.
Auch gehet hin zu euren Weibern und lasset sie dem Innenminister schreiben, dass sie nicht gewillt seien, seine Schergen in ihrem sauberen Hause zu dulden und sie einen jeden von ihnen mit dem Kochlöffel erschlügen, wenn er es wagen solle, bei ihr nach dem Waffenschrank ihres Mannes zu fragen.
Und zum Schluss schreibe ein jeder von euch der Briefe drei an jeweils 10 Tagen an den Innenminister, in denen ihr euch sein Gesetz erläutern lasst, auf dass man euch keinen Rechtsbruch vorwerfen kann. Schickt diese Briefe per Einschreiben mit Rückschein. Das sind der Unterschriften 3 mal 10 mal 600.000, ergo in Summa der Millionen achtzehn, welche die Schergen des Ministers zu leisten haben an wenigen Tagen, wohingegen dies einen jeden von euch vielleicht zwanzig Euro kostet.

Beschäftigt sie, denn wer beschäftigt ist, kann keinen Unsinn aushecken.“

So sprach der Heilige und verschwand.

An seiner Stelle stand ein Rollstuhlfahrer vor mir und ich erkante unseren Innenminister.

„Ich habe alles mitgehört, wie ich inzwischen alles mithöre“, sagte er, „und ich will euch entgegenkommen. Ich sorge dafür, dass der Gesetzesentwurf nicht durch den Bundesrat kommt oder spätestens vom Bundesverfassungsgericht gekippt wird. Dann können wir sagen, wir hätten unser Möglichstes getan und verlieren nicht unser Gesicht. Dafür verzichtet ihr auf eure Repressalien. Teile das eurem Heiligen mit.“


Plötzlich hörte ich Glocken schlagen und da saß ich wieder in meiner Kanzel. Ich hatte alles wohl geträumt.

Einfach Klasse geschrieben von diesem Jäger! :top: Kurze Frage an unsere "foreneigenen Jäger": was, bitte, ist eine Wespenkanzel???

Misteredd
20.07.2009, 19:05
Einfach Klasse geschrieben von diesem Jäger! :top: Kurze Frage an unsere "foreneigenen Jäger": was, bitte, ist eine Wespenkanzel???


Eine Kanzel ist ein Hochsitz. Hochsitze bekommen Namen, damit man sie identifizieren und sich unter Jägern absprechen kann - meist nach einem Vorfall den jeder Mitjäger kennt.

Eine Kanzel bei uns heisst Panikkanzel. Sie wurde von Jungjägern für den Jagdherren errichtet. Er steig auf, sie wackelte und quietschte. Sie ist besonders hoch, da sie über einen Hochwasserdamm blicken muss.

haihunter
20.07.2009, 19:14
Eine Kanzel ist ein Hochsitz. Hochsitze bekommen Namen, damit man sie identifizieren und sich unter Jägern absprechen kann - meist nach einem Vorfall den jeder Mitjäger kennt.

Eine Kanzel bei uns heisst Panikkanzel. Sie wurde von Jungjägern für den Jagdherren errichtet. Er steig auf, sie wackelte und quietschte. Sie ist besonders hoch, da sie über einen Hochwasserdamm blicken muss.

Okay, super. Danke für die Info!

Wenn ich schon dabei bin: ich bin ja nun kein Jäger, sondern "nur" Sportschütze. Ich habe immer gerne Scharzpulver, also Vorderlader geschossen, und dachte, daß die Jagd mit Vorderladerwaffen in Deutschland verboten ist. Beim Stöbern bin ich vorhin aber auf folgende website gestossen:

http://www.shootoff.de/de/pg_48.html

Danach ist das Jagen mit Vorderladern ja doch erlaubt. Meine Frage nun: macht das auch in der Praxis jemand oder sind das nur eine handvoll Leute? Moderne waffen sind ja effektiver, aber daß man auch mit Vorderladern jagen kann, haben unsere Vorfahren ja über die Jahrhunderte bewiesen. Aber wie sieht man das denn so in der "modernen" Jägerschaft heute? Man scheint die Vorderladerjäger ja offenbar nicht zu mögen...

Misteredd
20.07.2009, 19:17
Okay, super. Danke für die Info!

Wenn ich schon dabei bin: ich bin ja nun kein Jäger, sondern "nur" Sportschütze. Ich habe immer gerne Scharzpulver, also Vorderlader geschossen, und dachte, daß die Jagd mit Vorderladerwaffen in Deutschland verboten ist. Beim Stöbern bin ich vorhin aber auf folgende website gestossen:

http://www.shootoff.de/de/pg_48.html

Danach ist das Jagen mit Vorderladern ja doch erlaubt. Meine Frage nun: macht das auch in der Praxis jemand oder sind das nur eine handvoll Leute? Moderne waffen sind ja effektiver, aber daß man auch mit Vorderladern jagen kann, haben unsere Vorfahren ja über die Jahrhunderte bewiesen. Aber wie sieht man das denn so in der "modernen" Jägerschaft heute? Man scheint die Vorderladerjäger ja offenbar nicht zu mögen...

Da die Waidgerechtigkeit über allem anderen steht kann ich mir die Jagd mit Schwarzpulver nicht wirklich gut vorstellen.

Jäger töten Tiere möglichst so, dass das Tier nichts mitbekommt. Vermeidbarer Schmerz ist absolut tabu! Leidende Tiere sind schnellstmöglich zu erlösen.

Da ist der möglichst effektive Schuß unabdingbar. Spassschützen sind bei den Jägern alles andere als beliebt.

haihunter
20.07.2009, 19:22
Da die Waidgerechtigkeit über allem anderen steht kann ich mir die Jagd mit Schwarzpulver nicht wirklich gut vorstellen.

Jäger töten Tiere möglichst so, dass das Tier nichts mitbekommt. Vermeidbarer Schmerz ist absolut tabu! Leidende Tiere sind schnellstmöglich zu erlösen.

Da ist der möglichst effektive Schuß unabdingbar. Spassschützen sind bei den Jägern alles andere als beliebt.

In dem Link, den ich gepostet habe, wird ja betont, dass die Jagd mit Vorderladern auch waidgerecht wäre und deshalb auch zugelassen ist in Deutschland. Ich dachte jetzt eigentlich auch eher an die Zielvorrichtungen, die eventuell einen exakten Schuss nicht zulässt bzw. die von einem Jäger auch sehr gute Schiessleistungen, diese allerdings auf näheren Distanzen, verlangt.

Haspelbein
20.07.2009, 19:27
Da die Waidgerechtigkeit über allem anderen steht kann ich mir die Jagd mit Schwarzpulver nicht wirklich gut vorstellen.

Jäger töten Tiere möglichst so, dass das Tier nichts mitbekommt. Vermeidbarer Schmerz ist absolut tabu! Leidende Tiere sind schnellstmöglich zu erlösen.

Da ist der möglichst effektive Schuß unabdingbar. Spassschützen sind bei den Jägern alles andere als beliebt.

In den USA jagd mal viel mit Schwarzpulver oder Pyrodex. Jedoch sind das hochmoderne Vorderlader, d.h sie verschiessen oftmals Sabotgeschosse und haben recht kraeftige Ladungen. Dies halte ich prinzpiell auch fuer waidgerecht.

Das schoene hierbei in den USA ist, dass sie nicht unter das Waffenrecht fallen. Man kann in einen Sportwarengeschaeft (oder Wal-Mart) laufen und neben Turnschuhen und T-Shirts solch eine Schusswaffe in den Einkaufswagen legen.

Misteredd
20.07.2009, 19:29
In dem Link, den ich gepostet habe, wird ja betont, dass die Jagd mit Vorderladern auch waidgerecht wäre und deshalb auch zugelassen ist in Deutschland. Ich dachte jetzt eigentlich auch eher an die Zielvorrichtungen, die eventuell einen exakten Schuss nicht zulässt bzw. die von einem Jäger auch sehr gute Schiessleistungen, diese allerdings auf näheren Distanzen, verlangt.

Waidgerechtigkeit hört ja nicht dort auf, wo die Paragrafen keine Angaben mehr machen.

Mit Tiere-Töten spielt man nicht herum. Da darf es keine Halbheiten oder Spassabschüsse geben.

Ein Vorderladergewehr müsste genauso sicher und effizient töten, wie ein modernes Gewehr. Dann würde meinem Verständnis von Waidgerechtigkeit entsprechen, sonst nicht. Das tun die aber nicht. Schwarzpulver-Vorderlader sind weniger akkurat. Die Geschosse sind weniger auf die Wildart abstimmbar, also weniger effizient.

Also lass ich das ! In meinem Revier würde ich das auch nicht gutheissen oder dulden.

haihunter
20.07.2009, 19:31
In den USA jagd mal viel mit Schwarzpulver oder Pyrodex. Jedoch sind das hochmoderne Vorderlader, d.h sie verschiessen oftmals Sabotgeschosse und haben recht kraeftige Ladungen. Dies halte ich prinzpiell auch fuer waidgerecht.

Das schoene hierbei in den USA ist, dass sie nicht unter das Waffenrecht fallen. Man kann in einen Sportwarengeschaeft (oder Wal-Mart) laufen und neben Turnschuhen und T-Shirts solch eine Schusswaffe in den Einkaufswagen legen.

Kannst Du, wenn möglich, mal einen Link mit Infos zu solchen Waffen posten? Gerne auch auf Englisch.

An was macht man es eigentlich fest, daß manche sagen, die Jagd mit Vorderladern sei "unwaidmännisch"? An den Geschossen sollte es doch nicht liegen, oder? Ich denke dabei eher an die doch altertümlichen Visierungen.

Misteredd
20.07.2009, 19:32
In den USA jagd mal viel mit Schwarzpulver oder Pyrodex. Jedoch sind das hochmoderne Vorderlader, d.h sie verschiessen oftmals Sabotgeschosse und haben recht kraeftige Ladungen. Dies halte ich prinzpiell auch fuer waidgerecht.

Das schoene hierbei in den USA ist, dass sie nicht unter das Waffenrecht fallen. Man kann in einen Sportwarengeschaeft (oder Wal-Mart) laufen und neben Turnschuhen und T-Shirts solch eine Schusswaffe in den Einkaufswagen legen.

Die Technikart ist mir auch schnurz, aber die Waffen müssen effektiv sein. Sabotgeschosse kenne ich als Flintenlaufgeschoss. Die schießen bis ca 100 Meter relativ akkurat. Ich würde sie aber nur zur Not verwenden - also eher nicht. Für Schalenwild ist eben eine Büchse da.

Mit einem antiken Vorderladergewehr kann man auch mit Milletgeaschossen weit schiessen und treffen. Akkurat sind sie aber nicht wirklich. Ich möchte Gescheideschüsse oder Gebrächschüsse vermeiden. Wenn ich mir nicht sicher bin zu treffen, lasse ich den Finger gerade.

Ich ziehe da einen Repetierer vor, schon um einen zweiten Schuß zu haben.

haihunter
20.07.2009, 19:33
Waidgerechtigkeit hört ja nicht dort auf, wo die Paragrafen keine Angaben mehr machen.

Mit Tiere-Töten spielt man nicht herum. Da darf es keine Halbheiten oder Spassabschüsse geben.

Ein Vorderladergewehr müsste genauso sicher und effizient töten, wie ein modernes Gewehr. Dann würde meinem Verständnis von Waidgerechtigkeit entsprechen, sonst nicht. Das tun die aber nicht. Schwarzpulver-Vorderlader sind weniger akkurat. Die Geschosse sind weniger auf die Wildart abstimmbar, also weniger effizient.

Also lass ich das ! In meinem Revier würde ich das auch nicht gutheissen oder dulden.

Deine Argumentation richtet sich also doch eher auf die Geschosse bzw. die damit zu erzielende Wirkung, oder?

Schade, sehr interessant jetzt, leider muss ich weg. Schönen Abend noch!

Misteredd
20.07.2009, 19:35
Kannst Du, wenn möglich, mal einen Link mit Infos zu solchen Waffen posten? Gerne auch auf Englisch.

An was macht man es eigentlich fest, daß manche sagen, die Jagd mit Vorderladern sei "unwaidmännisch"? An den Geschossen sollte es doch nicht liegen, oder? Ich denke dabei eher an die doch altertümlichen Visierungen.

An der Akkuratheit, dazu gehöten dann auch die Optiken. Gerade auch die Geschosse sind bei der Jagd aber eine wesentliche Wissenschaft für sich.

Vollmantel wird fast nicht verwendet. Teilmantel mit Hohlspitz, Doppelkern, Scharfrand, TIG, TUG, Nosler Partition, RWS Evolution, Solid-Geschosse haben ihre jeweiige Berechtigung. Mit Blei pur schiesst fast keiner - allenfalls als Notlösung als Flintenlaufgeschoß oder Brennecke.

Haspelbein
20.07.2009, 19:36
Kannst Du, wenn möglich, mal einen Link mit Infos zu solchen Waffen posten? Gerne auch auf Englisch.

An was macht man es eigentlich fest, daß manche sagen, die Jagd mit Vorderladern sei "unwaidmännisch"? An den Geschossen sollte es doch nicht liegen, oder? Ich denke dabei eher an die doch altertümlichen Visierungen.

Hier ist die Seite von Chuck Hawks, und so mit Links (auf Englisch) zu diesem Thema vollgestopft, dass du kein Problem haben solltest, die passenden Informationen zu finden.

http://www.chuckhawks.com/index2h.muzzleloader.htm

Die Visiereinrichtungen sind mit denen von gewoehnlichen Buechsen identisch. Auf die Geschossarten gehe ich spaeter ein...

Misteredd
20.07.2009, 19:36
Deine Argumentation richtet sich also doch eher auf die Geschosse bzw. die damit zu erzielende Wirkung, oder?

Schade, sehr interessant jetzt, leider muss ich weg. Schönen Abend noch!

Ja genau. Die Wirkung sollte aber immer die selbe sein:

Tod und wenig Wildbretzerstörung.

Haspelbein
20.07.2009, 19:40
Die Technikart ist mir auch schnurz, aber die Waffen müssen effektiv sein. Sabotgeschosse kenne ich als Flintenlaufgeschoss. Die schießen bis ca 100 Meter relativ akkurat. Ich würde sie aber nur zur Not verwenden - also eher nicht. Für Schalenwild ist eben eine Büchse da. [...]

Nein, das sind Buechsen und keine Flinten, und die Geschossgeschwindigkeit ist deutlich hoeher als bei den Flintenlaufgeschossen. Allerdings ist der max. Gasdruck beim Vorderlader tatsaechlich begrenzt. Selbst wenn das Geschoss schwerer ist, so liegt seine effektive Reichweite unter der von regulaeren Buechsen. (Deshalb sind die Kaliber i.d.R. auch groesser.)

Innerhalb dieser Reichweite, die von der Geschossart und und Buechse abhaengig ist, habe ich jedoch prinzpiell gegen seinen Gebrauch nichts einzuwenden.

Misteredd
20.07.2009, 19:52
Nein, das sind Buechsen und keine Flinten, und die Geschossgeschwindigkeit ist deutlich hoeher als bei den Flintenlaufgeschossen. Allerdings ist der max. Gasdruck beim Vorderlader tatsaechlich begrenzt. Selbst wenn das Geschoss schwerer ist, so liegt seine effektive Reichweite unter der von regulaeren Buechsen. (Deshalb sind die Kaliber i.d.R. auch groesser.)

Innerhalb dieser Reichweite, die von der Geschossart und und Buechse abhaengig ist, habe ich jedoch prinzpiell gegen seinen Gebrauch nichts einzuwenden.

Welche effektive Reichweite haben die denn?

Stadtknecht
20.07.2009, 19:55
Habe ich gleich mal weitergeleitet!

Hier noch mal im Wortlaut!

Vor einigen Tagen saß ich mal wieder auf der Wespenkanzel, mitten im Kiefernbestand, dort, wo man immer Fuchs und Hase begegnet, wenn sie sich gerade Gute Nacht sagen.
Irgendwann überkam mich die Müdigkeit und ich nickte ein.

Plötzlich schrak ich hoch. Die Rückegasse vor mir war, obwohl es längst nach Mitternacht war, hell erleuchtet und mitten auf ihr sah ich einen Reiter. Er war grün gekleidet, in der linken Hand hielt er eine mittelalterliche Armbrust, in der rechten einen Bischofsstab, auf seinem Kopf eine Mitra mit grünen Schnüren.

Mir war sofort klar, wen ich vor mir hatte, das konnte nur der Heilige Hubertus sein. Ich stieg also, nachdem ich mein Gewehr vorschriftsmäßig entladen hatte, von der Kanzel und näherte mich unserem Schutzpatron unter ständigen Verneigungen.

Als ich fast vor ihm stand, erhob er seine Stimme und sprach:

„Was sitzest du Klappstuhl dir hier den Hintern platt? Während du und deinesgleichen durch die Felder, durch die Auen ziehst, sägt man eifrig an eurem Stuhl.
Setze dich also umgehend in Bewegung und hernach an deinen PC und erkläre deinen Brüdern, wie man sich gegen Willkür und Behördentum zur Wehr setzt.“

„Aber lieber Heiliger Hubertus, was sollen wir denn tun?“ , fragte ich, völlig ratlos und verwirrt.

„Oh du Dummkopf, du bist doch auch so etwas wie ein Staatsdiener. Weißt du denn nicht, was du und deinesgleichen am meisten fürchten?“, schalt mich der Heilige.

„Doch, das weiß ich. Mit Arbeit und mit Präzedenzfällen versaut man uns den ganzen Tag.“, gab ich zur Antwort.

„Also, nun gehe dahin und verkünde: Ich, der Heilige Hubertus, Schutzpatron aller Jäger, ich rufe euch zum Generalstreik.
Entsorgt kein Wild mehr von den Straßen, schreibt keine Bescheinigungen mehr für die Versicherungen.
Liefert auch keine Wildschweine und Füchse mehr an die Kreisveterinäre zur Untersuchung. Zahlt eure Jagdsteuer und eure Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Raten zu je einem Euro pro Tag, auf dass die beitreibenden Behörden euch ein ums andere Mal anmahnen müssen.
Widersprecht den Abschussplänen, die man euch zuschickt, auf dass die Unteren Jagdbehörden in Arbeit ertrinken und den Mangel an Personal beklagen.
Dann nehmet eure Waffen und tragt sie zur örtlichen Polizei, wo ihr sie deponiert, bis die biometrische Sicherung sicher funktioniert. Quälet solcherart die Polizisten, indem ein jeder von euch zu den unterschiedlichsten Stunden eine eurer Waffen euch aushändigen lasst und sie 10 Minuten später wieder zurückgebet zur Aufbewahrung und gegen Quittung.
Auch gehet hin zu euren Weibern und lasset sie dem Innenminister schreiben, dass sie nicht gewillt seien, seine Schergen in ihrem sauberen Hause zu dulden und sie einen jeden von ihnen mit dem Kochlöffel erschlügen, wenn er es wagen solle, bei ihr nach dem Waffenschrank ihres Mannes zu fragen.
Und zum Schluss schreibe ein jeder von euch der Briefe drei an jeweils 10 Tagen an den Innenminister, in denen ihr euch sein Gesetz erläutern lasst, auf dass man euch keinen Rechtsbruch vorwerfen kann. Schickt diese Briefe per Einschreiben mit Rückschein. Das sind der Unterschriften 3 mal 10 mal 600.000, ergo in Summa der Millionen achtzehn, welche die Schergen des Ministers zu leisten haben an wenigen Tagen, wohingegen dies einen jeden von euch vielleicht zwanzig Euro kostet.

Beschäftigt sie, denn wer beschäftigt ist, kann keinen Unsinn aushecken.“

So sprach der Heilige und verschwand.

An seiner Stelle stand ein Rollstuhlfahrer vor mir und ich erkante unseren Innenminister.

„Ich habe alles mitgehört, wie ich inzwischen alles mithöre“, sagte er, „und ich will euch entgegenkommen. Ich sorge dafür, dass der Gesetzesentwurf nicht durch den Bundesrat kommt oder spätestens vom Bundesverfassungsgericht gekippt wird. Dann können wir sagen, wir hätten unser Möglichstes getan und verlieren nicht unser Gesicht. Dafür verzichtet ihr auf eure Repressalien. Teile das eurem Heiligen mit.“


Plötzlich hörte ich Glocken schlagen und da saß ich wieder in meiner Kanzel. Ich hatte alles wohl geträumt.

Schöner Text der den Nagel auf den Kopf trifft.

Aber warum müssen es wieder die armen Polizisten und Verwaltungsbeamten sein, an den der Jäger hier seinen Frust auslassen will?

Die können am allerwenigsten für schwachsinnige Gesetze.

Misteredd
20.07.2009, 19:58
Schöner Text der den Nagel auf den Kopf trifft.

Aber warum müssen es wieder die armen Polizisten und Verwaltungsbeamten sein, an den der Jäger hier seinen Frust auslassen will?

Die können am allerwenigsten für schwachsinnige Gesetze.

Nun, die Minister kann man mit diesen Streikmassnahmen kaum treffen. Was können die Jäger denn tun?

Haspelbein
20.07.2009, 20:01
Welche effektive Reichweite haben die denn?

Ich wuerde sagen, ab 175m ist damit endgueltig Schluss. Aber man hat hier, wie immer bei langsameren und schwereren Geschossen das Problem, dass sie wesentlich empfindlichere gegenueber Witterungseinfluessen sind. (Unter den Gesichtspunkten muesste man eigentlich immer mit einer regulaeren Buechse in einem Magnumkaliber jagen.)

Hierzu noch einmal Chuck Hawks:

http://www.chuckhawks.com/effective_muzzleloader_range.htm

Stadtknecht
20.07.2009, 21:14
Nun, die Minister kann man mit diesen Streikmassnahmen kaum treffen. Was können die Jäger denn tun?

Ich weiß es nicht.

Misteredd
20.07.2009, 21:16
Ich weiß es nicht.

Immerhin bekommt der Minister ein paar Anfragen und Petitionen ins Ministerium geschickt.

franjo
21.07.2009, 08:11
In den USA jagd mal viel mit Schwarzpulver oder Pyrodex. Jedoch sind das hochmoderne Vorderlader, d.h sie verschiessen oftmals Sabotgeschosse und haben recht kraeftige Ladungen. Dies halte ich prinzpiell auch fuer waidgerecht.

...........................

In Deutschland ist das halt anders.
Es gibt kaum mehrschüssige Vorderlader, da unser Waffenrecht den Erwerb verkompliziert. Mehrlader gehen für Jäger und auf gelbe Karte, sollten sie zumindest.
Dementsprechend gibt es bei uns keine modernen Waffen, sondern überwiegend Hawken und Konsorten. Cal.45 aufwärts.
Diese Gewehre mit "revolving Barrel" (zweischüssig, mit um 180° drehbaren Läufen z.B.) gibt es garnicht. Vor Jahren wollte ich mir so ein Ding mal aus den USA beschaffen, weiß aber nicht mehr woran das scheiterte.


Nein, das sind Buechsen und keine Flinten, und die Geschossgeschwindigkeit ist deutlich hoeher als bei den Flintenlaufgeschossen. Allerdings ist der max. Gasdruck beim Vorderlader tatsaechlich begrenzt. Selbst wenn das Geschoss schwerer ist, so liegt seine effektive Reichweite unter der von regulaeren Buechsen. (Deshalb sind die Kaliber i.d.R. auch groesser.)

Innerhalb dieser Reichweite, die von der Geschossart und und Buechse abhaengig ist, habe ich jedoch prinzpiell gegen seinen Gebrauch nichts einzuwenden.

Prinzipiell ist das Geschoß sehr wichtig für den Erfolg.
Ich habe früher meine Rundkugeln, und auch meine Spitzkugeln von cal.45-.58 selbst gegossen. Thermostatisch gesteuerter Bleiofen und vorgeheizte Kokille. Die Toleranzen waren erschreckend, aber gut ich war ja auch noch jünger.;)

Dann mit Patch in den Lauf, jedes ein weinig anders, keine Ahnung wieviele Gase blow by verloren gehen..................................


Ich wuerde sagen, ab 175m ist damit endgueltig Schluss. Aber man hat hier, wie immer bei langsameren und schwereren Geschossen das Problem, dass sie wesentlich empfindlichere gegenueber Witterungseinfluessen sind. (Unter den Gesichtspunkten muesste man eigentlich immer mit einer regulaeren Buechse in einem Magnumkaliber jagen.)

Hierzu noch einmal Chuck Hawks:

http://www.chuckhawks.com/effective_muzzleloader_range.htm

Das ist das Hauptproblem. Die 175m halte ich , entschuldigung, für sehr großzügig.

Wenn ich so an gesehenes in den USA zurückdenke, waren die Jäger oftmals auf der Pirsch, und die Schußentfernungen lagen überwiegend bei ~50m. Mal etwas weiter, okay, aber keinesfalls die 100-150 Standartmeter, die man in Deutschland in der Regel hat. Alleine die Kulturlandschaften unterscheiden sich derart haftig, daß dieses sich sehr auf Jagdgewohnheiten auswirkt.
Hierzulande finde ich die Jagd mit Schwarzpulver nicht angemessen ausübbar. Als ich meine Jägerprüfung machte, war das auch nicht erlaubt. Ich wundere mich schon etwas, daß das jetzt legal sein soll, aber, so what.

Vielleicht noch kurz eine Episode aus der Vergángenheit. Ein Bekannter war mal mit einer Hawken auf Dachs. Die Schußdistanz betrug etwa 50m. Von dem Dachs war nicht übrig, außer etwas Pampe, die großzügig verteilt lag. Cal. war .45.

Damit hat er irgendwo im Osten Sauen gejagt, ich sah Bilder davon, und er war nicht alleine.
Beim Schuß auf einen Überläufer~50kg, unterzielte er etwas, und traf einen Stein. Der Abpraller hat die Sau im Gescheide getroffen, sie war zerrissen.
Er fluchte während dem Eingraben des Stückes, wie ein Kamerad erzählte. :D

franjo

franjo
21.07.2009, 08:14
Immerhin bekommt der Minister ein paar Anfragen und Petitionen ins Ministerium geschickt.

Nö, seine Knechte werden beschäftigt sein, während der Herr Minister sich mit seinesgleichen suhlt, und tut, was ein blinder, realitätsfremder Poitiker tun muß.
NICHTS fürs Volk, das ist oberstes Ziel.

franjo

haihunter
21.07.2009, 11:34
Schöner Text der den Nagel auf den Kopf trifft.

Aber warum müssen es wieder die armen Polizisten und Verwaltungsbeamten sein, an den der Jäger hier seinen Frust auslassen will?

Die können am allerwenigsten für schwachsinnige Gesetze.

Das stimmt zwar, aber es sind eben auch die, die diese schwachsinnigen Gesetze durchsetzen sollen. Und wenn das nicht geht, werden die ihren Druck irgendwann schon "nach oben" weitergeben und auf die Unsinnigkeit solcher Gesetze hinweisen.

haihunter
21.07.2009, 11:42
In Deutschland ist das halt anders.
Es gibt kaum mehrschüssige Vorderlader, da unser Waffenrecht den Erwerb verkompliziert. Mehrlader gehen für Jäger und auf gelbe Karte, sollten sie zumindest.
Dementsprechend gibt es bei uns keine modernen Waffen, sondern überwiegend Hawken und Konsorten. Cal.45 aufwärts.
Diese Gewehre mit "revolving Barrel" (zweischüssig, mit um 180° drehbaren Läufen z.B.) gibt es garnicht. Vor Jahren wollte ich mir so ein Ding mal aus den USA beschaffen, weiß aber nicht mehr woran das scheiterte.



Prinzipiell ist das Geschoß sehr wichtig für den Erfolg.
Ich habe früher meine Rundkugeln, und auch meine Spitzkugeln von cal.45-.58 selbst gegossen. Thermostatisch gesteuerter Bleiofen und vorgeheizte Kokille. Die Toleranzen waren erschreckend, aber gut ich war ja auch noch jünger.;)

Dann mit Patch in den Lauf, jedes ein weinig anders, keine Ahnung wieviele Gase blow by verloren gehen..................................



Das ist das Hauptproblem. Die 175m halte ich , entschuldigung, für sehr großzügig.

Wenn ich so an gesehenes in den USA zurückdenke, waren die Jäger oftmals auf der Pirsch, und die Schußentfernungen lagen überwiegend bei ~50m. Mal etwas weiter, okay, aber keinesfalls die 100-150 Standartmeter, die man in Deutschland in der Regel hat. Alleine die Kulturlandschaften unterscheiden sich derart haftig, daß dieses sich sehr auf Jagdgewohnheiten auswirkt.
Hierzulande finde ich die Jagd mit Schwarzpulver nicht angemessen ausübbar. Als ich meine Jägerprüfung machte, war das auch nicht erlaubt. Ich wundere mich schon etwas, daß das jetzt legal sein soll, aber, so what.

Vielleicht noch kurz eine Episode aus der Vergángenheit. Ein Bekannter war mal mit einer Hawken auf Dachs. Die Schußdistanz betrug etwa 50m. Von dem Dachs war nicht übrig, außer etwas Pampe, die großzügig verteilt lag. Cal. war .45.

Damit hat er irgendwo im Osten Sauen gejagt, ich sah Bilder davon, und er war nicht alleine.
Beim Schuß auf einen Überläufer~50kg, unterzielte er etwas, und traf einen Stein. Der Abpraller hat die Sau im Gescheide getroffen, sie war zerrissen.
Er fluchte während dem Eingraben des Stückes, wie ein Kamerad erzählte. :D

franjo

Wenn dem so ist, dann bin ich der Meinung, man sollte das Jagen mit Schwarzpulverwaffen verbieten. Was früher notwenig war, ist heute durch moderne Technik nicht mehr nötig. Und quälen sollte sich das Wild ja auch nicht.
Schwarzpulverschiessen ist eine wunderschöne Sache, man sollte dabei heute aber künstliche Zielscheiben verwenden.

Noch 'ne Frage, die in diese Richtung geht: ist die Jagd mit Pfeil und Bogen eigentlich erlaubt? Ich glaube in den USA wird auch das gemacht, oder?? Das müßte doch dann auch unwaidmännisch sein?

Ich hoffe, ich nerve Euch nicht. Bin halt kein Jäger, sondern "nur" Schütze!

Stadtknecht
21.07.2009, 12:51
Das stimmt zwar, aber es sind eben auch die, die diese schwachsinnigen Gesetze durchsetzen sollen. Und wenn das nicht geht, werden die ihren Druck irgendwann schon "nach oben" weitergeben und auf die Unsinnigkeit solcher Gesetze hinweisen.

Die Möglichkeiten, Druck nach oben zurück zu geben sind im öffentlichen Dienst vernachlässigbar klein.

Ein Beamter unterliegt der Wohlverhaltenspflicht gegenüber Vorgesetzten und dem Dienstherrn, darauf wird sich bei Unstimmigkeiten sehr gerne berufen.

Außerdem hat "Aufmucken" mittlerweile eine schlechte Beurteilung und ggf. eine Umsetzung innerhalb der Behörde, was seit einigen Jahren ohne Angaben von Gründen möglich ist, zur Folge.

Hinzu kommt, daß Beamten in den letzten Jahren das Realeinkommen um knapp 20% gekürzt wurde, was zur Folge hat, daß manche finanziell auf dem Zahnfleisch gehen.

Also senkt der Beamte sein Haupt und tut wie ihm geheißen.

haihunter
21.07.2009, 13:02
Die Möglichkeiten, Druck nach oben zurück zu geben sind im öffentlichen Dienst vernachlässigbar klein.

Ein Beamter unterliegt der Wohlverhaltenspflicht gegenüber Vorgesetzten und dem Dienstherrn, darauf wird sich bei Unstimmigkeiten sehr gerne berufen.

Außerdem hat "Aufmucken" mittlerweile eine schlechte Beurteilung und ggf. eine Umsetzung innerhalb der Behörde, was seit einigen Jahren ohne Angaben von Gründen möglich ist, zur Folge.

Hinzu kommt, daß Beamten in den letzten Jahren das Realeinkommen um knapp 20% gekürzt wurde, was zur Folge hat, daß manche finanziell auf dem Zahnfleisch gehen.

Also senkt der Beamte sein Haupt und tut wie ihm geheißen.

Wenn man mir das Einkommen senken würde, hätte das unmittelbare Auswirkungen auf meine Arbeitsmoral. 20 % weniger Einkommen = 20 % weniger Produktivität. Du kannst ja nix verlieren, als Beamter bist Du ja unkündbar! Und wenn man dann noch mit unsinnigen Vorgängen belastet wird, resultierend aus unsinnigen Gesetzen, dann wird irgendwann, wenn Vorgänge liegen bleiben, auch dem Dienstherren auffallen, daß da was nicht stimmt.

Haspelbein
21.07.2009, 14:50
[...]
Dementsprechend gibt es bei uns keine modernen Waffen, sondern überwiegend Hawken und Konsorten. Cal.45 aufwärts.
Diese Gewehre mit "revolving Barrel" (zweischüssig, mit um 180° drehbaren Läufen z.B.) gibt es garnicht. Vor Jahren wollte ich mir so ein Ding mal aus den USA beschaffen, weiß aber nicht mehr woran das scheiterte.
[...]

Die sind hier auch eher selten. Man sieht dann schon eher zwei Jaeger mit einschuessigen Vorderladern. :D



Prinzipiell ist das Geschoß sehr wichtig für den Erfolg.
Ich habe früher meine Rundkugeln, und auch meine Spitzkugeln von cal.45-.58 selbst gegossen. Thermostatisch gesteuerter Bleiofen und vorgeheizte Kokille. Die Toleranzen waren erschreckend, aber gut ich war ja auch noch jünger.;)[...]

Das ist korrekt. Mit Rundkugeln die man selber giesst sieht das nicht ganz so prickelnd aus. Es hat sich da aber bei den kommerziellen Geschossen in der letzten Zeit viel getan. Natuerlich reicht man nicht an regulaere Buechsen heran, jedoch kann ich rein ballistisch gesehen die Jagd mit solche einem Vorderlader nicht ausschliessen.


[...]
Das ist das Hauptproblem. Die 175m halte ich , entschuldigung, für sehr großzügig.

Wenn ich so an gesehenes in den USA zurückdenke, waren die Jäger oftmals auf der Pirsch, und die Schußentfernungen lagen überwiegend bei ~50m. Mal etwas weiter, okay, aber keinesfalls die 100-150 Standartmeter, die man in Deutschland in der Regel hat. Alleine die Kulturlandschaften unterscheiden sich derart haftig, daß dieses sich sehr auf Jagdgewohnheiten auswirkt.[...]

Das kommt sehr darauf an, wo man sich hier in den USA befindet. In Florida war das sicherlich der Fall, und auch bei meiner Form der Saujagd, kam man per Pirsch so gut wie immer unter 100m ran, wenn man es richtig machte. Jedoch fehlt es in den USA generell nicht an grossen Entfernungen, besonders im Westen der USA.



Hierzulande finde ich die Jagd mit Schwarzpulver nicht angemessen ausübbar. Als ich meine Jägerprüfung machte, war das auch nicht erlaubt. Ich wundere mich schon etwas, daß das jetzt legal sein soll, aber, so what.

Vielleicht noch kurz eine Episode aus der Vergángenheit. Ein Bekannter war mal mit einer Hawken auf Dachs. Die Schußdistanz betrug etwa 50m. Von dem Dachs war nicht übrig, außer etwas Pampe, die großzügig verteilt lag. Cal. war .45.

Damit hat er irgendwo im Osten Sauen gejagt, ich sah Bilder davon, und er war nicht alleine.
Beim Schuß auf einen Überläufer~50kg, unterzielte er etwas, und traf einen Stein. Der Abpraller hat die Sau im Gescheide getroffen, sie war zerrissen.
Er fluchte während dem Eingraben des Stückes, wie ein Kamerad erzählte. :D

franjo

Warum man mit sowas einen Dachs jagd, kann nicht nicht nachvollziehen. Nun ja, das mit dem Unterzielen ist dann eher auf den Schuetzen zurueckzufuehren, oder?

Wie schon gesagt, es hat sich hier in den letzten 10 Jahren in den USA viel getan. Jedoch ist der groesste Vorteil des Vorderladers ein rein rechtlicher, d.h. viele Gemeinden und sogar Bundesstaaten haben Angst vor zu schnellen Geschossen. In Ohio darf man nur als Landbesitzer die Whitetail mit einer regulaeren Buechse jagen, und selbst da befindet man sich in einer rechtlichen Grauzone, wenn man dem Wild im Zweifelsfalle nachsuchen muesste. (In den westlichen Bundesstaaten ist die rechtliche Lage anders.)

Es bleiben hier dann Vorderlader, Flintenlaufgeschossen und Faustfeuerwaffen. Hier bieten dann die Vorderlader ballistisch gesehen noch die beste Alternative. Und es geht sogar relativ problemlos. Es stimmt jedoch, dass hier in Ohio meistens auf kuerzere Entfernungen gejagt wird, was ich bei den Faehigkeiten des durchschnittlichen Jaegers auch voellig okay finde.

Ideal ist ein Vorderlader nie. Ich persoenlich benutze eine Mossberg 500 mit einem gezogenen Lauf speziell fuer Sabotgeschosse, die nach US Recht jedoch immer noch als Flinte gilt. Ballistisch gesehen ist sowas etwas schlechter als ein Vorderlader, aber mit einem Vorderschaftsrepetierer habe ich die Moeglichkeit eines 2. Schusses.

Haspelbein
21.07.2009, 14:59
[...]
Noch 'ne Frage, die in diese Richtung geht: ist die Jagd mit Pfeil und Bogen eigentlich erlaubt? Ich glaube in den USA wird auch das gemacht, oder?? Das müßte doch dann auch unwaidmännisch sein?[...]]

Ich halte weder die Jagd mit Pfeil und Bogen noch Vorderlader fuer unwaidmaennisch. Es ist unwaidmaennsich, wenn man die Form der Jagd nicht den unterschiedlichen Waffen anpasst.

Eine Jagd auf die hiesigen Whitetail mit einem Bogen mit 60 lbs Zugspannung auf um die 30m Entfernung ist m.E. schon okay. Jedoch kommt nur eine kleine Minderheit der Jaeger auf diese Entfernung an das Wild, und so einen Bogen haelt auch nicht jeder.

Wenn man dann in Kalifornien Pfeilspitzen in den Nackenpartien der Sauen findet, dann ist sowas hingegen eine Schweinerei.

franjo
21.07.2009, 15:28
Moin

Nachdem ich mir den gesamten Artikel über die Schwarzpulverjagd in Deutschland inclusive den zugrundegelegten ballistischen Daten angetan habe ergibt sich folgendes Fazit:
Der Herr Schwarzpulverjäger ist ein Schwätzer, der einen Hype aufruft, der, so es so weit ist von den Jagdverbänden unterbunden wird.
Nach der rechtlichen Grundlage in Deutschland muß man einem Stück Schwarzwild ein Geschoss mit Mindestdurchmesser 6,5 UND 2000J E100 antragen.
Das schließs sogar der Herr Schwarzpulver als mögliche Leistung aus.
Bedeutet das doch, daß ich explizit auf Raubzeug oder Rehwild gehen müßte, und im Falle eines Schwarzwildanblickes entweder nachhause fahre, oder zur Zweitbüchse entsprechender Leistung greife.
Hieraus geht schon hervor, daß das so nix wird. Mag sein, daß die Gesetzesnovelle von 2003 die Schwarzpulverjagd nicht ausschließt, aber in D ist es keineswegs so, daß das nicht ausdrücklich verbotene zwingend erlaubt ist. ;)

Zur Farce gerät das ganze, wenn man sich zu Gemüte führt, daß ich der Ansicht bin, .357 reiche als Fangschußwaffe und Mredd was dickeres will, braucht, oder möchte. Wir reden dabei von Kalibern, die den Stücken auf <10m ein >9mm Projektil mit ~1500J (oder mehr) anzutragen in der Lage sind.

Das wird hier nichts.
Ich verstehe, was Misterredd mit nicht weidgerecht meint, das ist hier halt die Einstellung, und im Grunde auch in Ordnung.
Offenbar hat es in den USA auch nicht zwingend einen sportlichen Hintergrund, sondern nutzt eher Gesetzeslücken.

Zu Pfeil und Bogen äußere ich mich lieber erst garnicht. Zum Einen gibt es hier in D keine dergeartete Volksjagd wie in USA, zum Anderen, deutsche Jäger schießen schon mit Hochleistungsbüchsen oftmals so schlecht, daß es fast eine Schande ist.

Am letzten WE war ich morgens nach der Jagd noch am Schießstand, mir die neue Jungjägertruppe betrachten. Anschließend habe ich mit meinem Schwedenmauser(offene Visierung) ein paar Schuß auf 50/100m gemacht. Neben mir schoß ein Herr mit einer Remington 700 und einem Leupold "Gottweißwiegut" die selben Ergebnisse. Ein paar Neuner und ein paar schwache Zehner.

Mit meiner Remington 700 mit Leupoldglas ist auf 5o und 100m alles auf der Innenzehn.

Das spricht für sich, wenn man bedenkt, daß ich auch nicht der beste Schütze bin.;)

franjo

Haspelbein
21.07.2009, 17:25
[...]
Offenbar hat es in den USA auch nicht zwingend einen sportlichen Hintergrund, sondern nutzt eher Gesetzeslücken.[...]

Es sind nicht Luecken, sondern eine voellig anders verstandene "Sicherheit" bei der Jagd. Die Geschosse aus regulaeren Buechsen werden vielerorts als "unsicher" angesehen, da ihre max. Reichweite zu hoch sei.


[...]Am letzten WE war ich morgens nach der Jagd noch am Schießstand, mir die neue Jungjägertruppe betrachten. Anschließend habe ich mit meinem Schwedenmauser(offene Visierung) ein paar Schuß auf 50/100m gemacht. Neben mir schoß ein Herr mit einer Remington 700 und einem Leupold "Gottweißwiegut" die selben Ergebnisse. Ein paar Neuner und ein paar schwache Zehner.

Mit meiner Remington 700 mit Leupoldglas ist auf 5o und 100m alles auf der Innenzehn.[...]

Da schummelst du aber. *lacht* Eine Schwedenmauser ist ein hervorragender Typus einer Mauser und verschiesst ein sehr zielgenaues Kaliber. Ausserdem kommen die Vorteile eine Zielfernrohres auf 50m/100m auf ein regulaeres Ziel im Vergleich zu einem offenem Visier wesentlich weniger zur Geltung als im Revier.

Das bedeutet nicht, dass der junge Mann nicht besser schiessen sollte, sondern dass ich von dir nicht weniger erwartet haette. :D

franjo
21.07.2009, 17:34
Da schummelst du aber. *lacht* Eine Schwedenmauser ist ein hervorragender Typus einer Mauser und verschiesst ein sehr zielgenaues Kaliber. Ausserdem kommen die Vorteile eine Zielfernrohres auf 50m/100m auf ein regulaeres Ziel im Vergleich zu einem offenem Visier wesentlich weniger zur Geltung als im Revier.

Stimmt :D


Das bedeutet nicht, dass der junge Mann nicht besser schiessen sollte, sondern dass ich von dir nicht weniger erwartet haette. :D

Er war nicht jung, sondern ein alter Angeber. ;)
Außerdem schoß er 300mag, die ist normalerweise auch gut zum Treffen.
Schlechter Schütze, aber vielleicht ein guter Jäger.

franjo

haihunter
21.07.2009, 17:37
Schlechter Schütze, aber vielleicht ein guter Jäger.

franjo

Ist das jetzt nicht ein Widerspruch? Muss ein guter Jäger nicht auch ein guter Schütze sein, um dem Tier mit einem guten Schuss Leid zu ersparen?

Stadtknecht
21.07.2009, 18:18
Wenn man mir das Einkommen senken würde, hätte das unmittelbare Auswirkungen auf meine Arbeitsmoral. 20 % weniger Einkommen = 20 % weniger Produktivität. Du kannst ja nix verlieren, als Beamter bist Du ja unkündbar! Und wenn man dann noch mit unsinnigen Vorgängen belastet wird, resultierend aus unsinnigen Gesetzen, dann wird irgendwann, wenn Vorgänge liegen bleiben, auch dem Dienstherren auffallen, daß da was nicht stimmt.

Mein Engagement im Beruf ist auch zu Gunsten meiner Gesunderhaltung zurück gegangen.
Denn wo sich übermäßige Leistung nicht mehr lohnt ist ihre Erbringung unökonomisch.

Daß Vorgänge nicht mehr zeitnah bearbeitet werden können, sieht man deutlich bei der Polizei und der Justiz.

Daß mehr Personal eingestellt wird und / oder Bürokratie bekämpft wird, wird jedoch ein Traum bleiben.

Misteredd
21.07.2009, 18:22
Ist das jetzt nicht ein Widerspruch? Muss ein guter Jäger nicht auch ein guter Schütze sein, um dem Tier mit einem guten Schuss Leid zu ersparen?

Schießen ist nur ein Aspekt des Jagens. Was nutzt es ein guter Schütze zu sein, wenn Du die Wechsel, den Wind, das Verhalten der Tiere etc. nicht kennst. Dann kannst Du zwar gut schiessen, siehst aber nur zufälligerweise ein Stück.

haihunter
21.07.2009, 18:32
Mein Engagement im Beruf ist auch zu Gunsten meiner Gesunderhaltung zurück gegangen.
Denn wo sich übermäßige Leistung nicht mehr lohnt ist ihre Erbringung unökonomisch.

Ja, sehr vernünftig.


Daß Vorgänge nicht mehr zeitnah bearbeitet werden können, sieht man deutlich bei der Polizei und der Justiz.

Daß mehr Personal eingestellt wird und / oder Bürokratie bekämpft wird, wird jedoch ein Traum bleiben.

Vielleicht bleibt es aber kein Traum, daß man irgendwann mal wieder etwas an unsinnigen Gesetzen ändert. Ich spreche da aus Erfahrung, so ist es mir erst kürzlich gelungen durch eine Petition ein Gesetz abschaffen zu lassen.

haihunter
21.07.2009, 18:34
Schießen ist nur ein Aspekt des Jagens. Was nutzt es ein guter Schütze zu sein, wenn Du die Wechsel, den Wind, das Verhalten der Tiere etc. nicht kennst. Dann kannst Du zwar gut schiessen, siehst aber nur zufälligerweise ein Stück.

Ja, gut. Das sehe ich ein. Ich dachte aber eben mehr an das waidgerechte Erlegen des Wildes. Sorry, wenn es zu Missverständnissen kommt. Bin halt Laie, was die Jagd betrifft.

Haspelbein
21.07.2009, 19:35
Ja, gut. Das sehe ich ein. Ich dachte aber eben mehr an das waidgerechte Erlegen des Wildes. Sorry, wenn es zu Missverständnissen kommt. Bin halt Laie, was die Jagd betrifft.

Allein die Geduld und Weitsicht, nicht ueberhastet zu schiessen, wuerden die von Franjo beschriebenen Umstaende wahrscheinlich mehr als kompensieren. Von anderen Erfahrungswerten will ich gar nicht mal reden. Die Jagd ist halt nicht mit dem Stanzen von Loechern in Papierscheiben zu vergleichen. Ich nehme mal an, dass Franjo darauf hinauswollte.

franjo
22.07.2009, 06:50
Schießen ist nur ein Aspekt des Jagens. Was nutzt es ein guter Schütze zu sein, wenn Du die Wechsel, den Wind, das Verhalten der Tiere etc. nicht kennst. Dann kannst Du zwar gut schiessen, siehst aber nur zufälligerweise ein Stück.

Das zum einen.


Allein die Geduld und Weitsicht, nicht ueberhastet zu schiessen, wuerden die von Franjo beschriebenen Umstaende wahrscheinlich mehr als kompensieren. Von anderen Erfahrungswerten will ich gar nicht mal reden. Die Jagd ist halt nicht mit dem Stanzen von Loechern in Papierscheiben zu vergleichen. Ich nehme mal an, dass Franjo darauf hinauswollte.

Korrekt. Eine Innenzehn ist bei der Jagd völliger Humbug.
Wer schon mal auf einen "laufenden Keiler" geschossen hat, weiß, was ich meine.

franjo

Nationalix
22.07.2009, 08:33
Wer kennt sich mit Armbrüsten aus?
Welche Modelle/Fabrikate sind zu empfehlen?
Ich meine keine Spielzeuge oder Schaustücke, die man über den Kamin hängen kann, sondern was Richtiges für Männer.

haihunter
22.07.2009, 10:07
Das zum einen.

Korrekt. Eine Innenzehn ist bei der Jagd völliger Humbug.
Wer schon mal auf einen "laufenden Keiler" geschossen hat, weiß, was ich meine.

franjo


Allein die Geduld und Weitsicht, nicht ueberhastet zu schiessen, wuerden die von Franjo beschriebenen Umstaende wahrscheinlich mehr als kompensieren. Von anderen Erfahrungswerten will ich gar nicht mal reden. Die Jagd ist halt nicht mit dem Stanzen von Loechern in Papierscheiben zu vergleichen. Ich nehme mal an, dass Franjo darauf hinauswollte.

Dann mal herzlichen Dank Euch beiden, auch Misteredd, für die Infos zum Thema Jagd. Bin als reiner Sportschütze natürlich Laie, hat mir aber viel Spass gemacht, da etwas mehr drüber zu erfahren. Thanks for that!

franjo
22.07.2009, 10:53
Wer kennt sich mit Armbrüsten aus?
Welche Modelle/Fabrikate sind zu empfehlen?
Ich meine keine Spielzeuge oder Schaustücke, die man über den Kamin hängen kann, sondern was Richtiges für Männer.

Wie bitte, Du willst was für Männer.? Armbruste.? Pfffft.

Nimm das:

http://www.catapultkits.com/

Dann klappts auch mit dem Nachbarn. :D:cool2::D

franjo

McDuff
22.07.2009, 10:53
Mit Sportschießen ist ja bald Schluß wenn es nach dem populistischen Darmparasiten Oettinger geht. Der kriecht den Berufsopfern ins Heck und fordert mit Hilfe seiner Genossen aus der Entwaffnereinheitspartei die Begrenzung auf 5 Schuss und eine Magazinsprerre die das Wechseln erschwert und noch zusätzliche Schikanen mehr. Die brD kotzt mich an!

haihunter
22.07.2009, 12:14
Mit Sportschießen ist ja bald Schluß wenn es nach dem populistischen Darmparasiten Oettinger geht. Der kriecht den Berufsopfern ins Heck und fordert mit Hilfe seiner Genossen aus der Entwaffnereinheitspartei die Begrenzung auf 5 Schuss und eine Magazinsprerre die das Wechseln erschwert und noch zusätzliche Schikanen mehr. Die brD kotzt mich an!

Ja, der Kampf gegen die unsinnige Verschärfung des WaffG ist noch lange nicht vorbei.

Thauris
22.07.2009, 15:54
Wie bitte, Du willst was für Männer.? Armbruste.? Pfffft.

Nimm das:

http://www.catapultkits.com/

Dann klappts auch mit dem Nachbarn. :D:cool2::D

franjo

is doch 'n sehr männlicher Sport :inlove:

http://img2.werkenntwen.de/photo/r/h/rhaogmnp9i5i9dz4otljskyo98xhj.jpg

http://img18.werkenntwen.de/photo/c/9/c96fk7htpvrnydfo5v31j1t2f28tl.jpg

franjo
22.07.2009, 17:00
is doch 'n sehr männlicher Sport :inlove:

]

Nadürlisch, aber die Adonisse (stimmt der Plural?) auf den Bildern haben Bögen in Händen, keine Armbrüste. :D

Aber auch gut, das mit den Katapulten sollte nur auflockern, obwohl, einen Nachbarn von mir mag ich nicht, ob da was geht.? :D

franjo

Thauris
22.07.2009, 17:24
Nadürlisch, aber die Adonisse (stimmt der Plural?) auf den Bildern haben Bögen in Händen, keine Armbrüste. :D

Aber auch gut, das mit den Katapulten sollte nur auflockern, obwohl, einen Nachbarn von mir mag ich nicht, ob da was geht.? :D

franjo

Stimmt, hast recht - hab ich verwechselt := Dann stimm ich Dir natürlich zu :D

franjo
22.07.2009, 18:10
Stimmt, hast recht - hab ich verwechselt := Dann stimm ich Dir natürlich zu :D

Nun, vielleicht lernen wir uns irgendwann kennen, auf nen Kaffee, oder ein anderes Heiß-/Kaltgetränk.
Ich werde nicht versäumen zu dieser Gelegenheit einen Kleinlaster zu mieten, und alles Anschaubare mitzubringen. :D

Dann gibts einen Sachkundelehrgang, der sich gewaschen hat.:cool2:

Aaaber, mag sein, daß die Kerle aus weiblicher Sicht lecker sind. :D:D

franjo

Nationalix
22.07.2009, 18:52
Nun, vielleicht lernen wir uns irgendwann kennen, auf nen Kaffee, oder ein anderes Heiß-/Kaltgetränk.
Ich werde nicht versäumen zu dieser Gelegenheit einen Kleinlaster zu mieten, und alles Anschaubare mitzubringen. :D

Dann gibts einen Sachkundelehrgang, der sich gewaschen hat.:cool2:

Aaaber, mag sein, daß die Kerle aus weiblicher Sicht lecker sind. :D:D

franjo

Also sowas, fängt an, meine Thauris anzubaggern. :bat:

Thauris
22.07.2009, 19:00
Nun, vielleicht lernen wir uns irgendwann kennen, auf nen Kaffee, oder ein anderes Heiß-/Kaltgetränk.
Ich werde nicht versäumen zu dieser Gelegenheit einen Kleinlaster zu mieten, und alles Anschaubare mitzubringen. :D

Dann gibts einen Sachkundelehrgang, der sich gewaschen hat.:cool2:

Aaaber, mag sein, daß die Kerle aus weiblicher Sicht lecker sind. :D:D

franjo


Au ja, gute Idee - vor allen Dingen möcht ich die Hunde sehen :]

franjo
22.07.2009, 20:41
Also sowas, fängt an, meine Thauris anzubaggern. :bat:

Ich baggere niemanden an, das machen meine Kinder.
Unterhalte ich mich mit einer Dame, dient das meist der Fortbildung im Kontext.;)


Au ja, gute Idee - vor allen Dingen möcht ich die Hunde sehen :]

Mal sehn, wenn es was wird, dann muß es im Falle unseres Charlys noch dieses Jahr sein. Bullterrier bauen erfahrungsgemäß sehr schnell ab. Unsere Braque francaise wird zumindest dem Anschein nach 100 Jahre alt, und strebt zumindest zuhause die Weltherrschaft an.:D

@Wir sollten uns mal per PN austauschen.

franjo

Thauris
22.07.2009, 21:20
Mal sehn, wenn es was wird, dann muß es im Falle unseres Charlys noch dieses Jahr sein. Bullterrier bauen erfahrungsgemäß sehr schnell ab. Unsere Braque francaise wird zumindest dem Anschein nach 100 Jahre alt, und strebt zumindest zuhause die Weltherrschaft an.:D

@Wir sollten uns mal per PN austauschen.

franjo

Gerne ;)

Was den Hund angeht, ist es immer gut sich rechtzeitig einen Ersatz zu besorgen, wenn so ein Tier stirbt ist das immer ziemlich schlimm!

Stadtknecht
23.07.2009, 10:59
Eine Frage an die Jäger:


Vorgestern war ich mit meiner Frau in Bochum zum Einkaufen.

Da sah ich einen Mann, der eine bestimmt 40 - 50 cm große Eule ( oder Uhu, Kauz ? ) auf dem mit Leder geschützten Arm herumtrug.

Ich wollte nicht aufdringlich sein und ihn mit Fragen belästigen, deshalb stelle ich meine Fragen hier.

Warum trägt man eine Eule in einer Großstadt spazieren?
Soll die ausgewildert werden um Mäuse zu fangen?
Soll in der Stadt aus irgendeinem Grund eine Eulenpopulation angesiedelt werden.

Hat er die Eule per Hand aufgezogen und hält sie jetzt als Haustier?

Würde mich sehr interessieren.

Misteredd
23.07.2009, 22:23
Eine Frage an die Jäger:


Vorgestern war ich mit meiner Frau in Bochum zum Einkaufen.

Da sah ich einen Mann, der eine bestimmt 40 - 50 cm große Eule ( oder Uhu, Kauz ? ) auf dem mit Leder geschützten Arm herumtrug.

Ich wollte nicht aufdringlich sein und ihn mit Fragen belästigen, deshalb stelle ich meine Fragen hier.

Warum trägt man eine Eule in einer Großstadt spazieren?
Soll die ausgewildert werden um Mäuse zu fangen?
Soll in der Stadt aus irgendeinem Grund eine Eulenpopulation angesiedelt werden.

Hat er die Eule per Hand aufgezogen und hält sie jetzt als Haustier?

Würde mich sehr interessieren.

Ad 1: Der Jäger ist Balzjäger -also Jagd mit Vögeln.

Ad 2: Er hatte wohl einen Uhu - einen sehr starken Balzvogel, der alles einschließlich Füchsen bezwingen kann.

Ad 3: Er trägt ihn aus, damit der Vogel dadurch an Menschen etc. gewöhnt wird. Raubvogel kann man wie Hunde dressieren. Das dressieren nennt man "austragen".

Ad 4: Der Uhu wildert sich irgendwann selbst aus - wie es jeder Balzvogel irgendwann in dem Moment tut, wenn er nicht mehr zu seinem "Herren" zurückkehrt und einfach davonfliegt. Er ist in dieser Form aber nicht zum auswildern gedacht. Balzjagd ist ein edeler teuerer traditionsreicher Sport. Ein Uhu kostet so richtig viel, ein Adler oder Falke etc natürlich auch.

Das ist richtige Jagd - eben mit Vögeln und hier ziemlich weit verbreitet.

McDuff
24.07.2009, 05:44
In der Stadt darf halt nicht geschossen werden, somit ist der Falkner gefragt, dessen Vögel auch noch durch ihre Präsenz für die Vertreibung von Tauben, etc. führen. Deshalb findet man auch an Flughäfen immer öfter Falkner.

Stadtknecht
24.07.2009, 13:39
Ad 1: Der Jäger ist Balzjäger -also Jagd mit Vögeln.

Ad 2: Er hatte wohl einen Uhu - einen sehr starken Balzvogel, der alles einschließlich Füchsen bezwingen kann.

Ad 3: Er trägt ihn aus, damit der Vogel dadurch an Menschen etc. gewöhnt wird. Raubvogel kann man wie Hunde dressieren. Das dressieren nennt man "austragen".

Ad 4: Der Uhu wildert sich irgendwann selbst aus - wie es jeder Balzvogel irgendwann in dem Moment tut, wenn er nicht mehr zu seinem "Herren" zurückkehrt und einfach davonfliegt. Er ist in dieser Form aber nicht zum auswildern gedacht. Balzjagd ist ein edeler teuerer traditionsreicher Sport. Ein Uhu kostet so richtig viel, ein Adler oder Falke etc natürlich auch.

Das ist richtige Jagd - eben mit Vögeln und hier ziemlich weit verbreitet.

Vielen Dank für die sehr hilfreiche Antwort Misteredd.
Schön daß es hier im Forum doch noch Stränge gibt, in denen ein gewisses Niveau existiert und dem man auf normale Fragen und fundierte Antworten bekommt.

Jetzt erkär mir doch bitte noch, wie das mit der Balzjagd funktioniert.
So ähnlich wie die Falkenjagd?
Was jagd so ein Uhu denn? Karnickel, Hasen usw?

Viele Grüße vom Stadtknecht.

schastar
24.07.2009, 13:45
Vielen Dank für die sehr hilfreiche Antwort Misteredd.
Schön daß es hier im Forum doch noch Stränge gibt, in denen ein gewisses Niveau existiert und dem man auf normale Fragen und fundierte Antworten bekommt.

Jetzt erkär mir doch bitte noch, wie das mit der Balzjagd funktioniert.
So ähnlich wie die Falkenjagd?
Was jagd so ein Uhu denn? Karnickel, Hasen usw?

Viele Grüße vom Stadtknecht.

Bei uns am Schulgelände wurde die Kaninchenplage durch den Falkner bekämpft. Fast 100 Kaninchen auf 4 Wochen.

franjo
24.07.2009, 14:40
Moin

Davon abgesehen, daß hier jede Antwort spekulativ ist, da wir nicht wissen, welcher Vogel es war, eine Frage am Rande.
Beizjagd, das ist die Jagd mit Falken, Sperbern, Habichten, Adlern .............aber doch nicht mit Uhu, Kauz oder Eule, oder habe ich was verpasst.?

Bei Falken weiß ich 100%ig, daß es nach der Washingtoner Liste geschütze gibt, die nicht verkehrfähig sind. Turmfalken zum Beispiel. Ich habe mal einen zu einem "Spezialisten" gebracht, er war aus dem Nest gefallen (nicht der Spezialist, obwohl er den Eindruck machte).

Den Inhalt des Vortrages, den ich hören mußte möchte ich euch ersparen. Das war so ein BBU Trottel, oder wie der Verein heißt. Er erzählte mir, daß er ausnahmsweise von einer Anzeige absähe, da er bei mir guten Willen vermute.?????????????????

Ich meine UHU, Kauz und Eule stünden auch auf der roten Liste.
Weiß da wer was näheres.?

franjo

franjo
24.07.2009, 14:41
Bei uns am Schulgelände wurde die Kaninchenplage durch den Falkner bekämpft. Fast 100 Kaninchen auf 4 Wochen.

Flughafen Frankfurt, zwei Falkner, ganzjährig.

franjo

Stadtknecht
24.07.2009, 15:38
Moin

Davon abgesehen, daß hier jede Antwort spekulativ ist, da wir nicht wissen, welcher Vogel es war, eine Frage am Rande.
Beizjagd, das ist die Jagd mit Falken, Sperbern, Habichten, Adlern .............aber doch nicht mit Uhu, Kauz oder Eule, oder habe ich was verpasst.?

Bei Falken weiß ich 100%ig, daß es nach der Washingtoner Liste geschütze gibt, die nicht verkehrfähig sind. Turmfalken zum Beispiel. Ich habe mal einen zu einem "Spezialisten" gebracht, er war aus dem Nest gefallen (nicht der Spezialist, obwohl er den Eindruck machte).

Den Inhalt des Vortrages, den ich hören mußte möchte ich euch ersparen. Das war so ein BBU Trottel, oder wie der Verein heißt. Er erzählte mir, daß er ausnahmsweise von einer Anzeige absähe, da er bei mir guten Willen vermute.?????????????????

Ich meine UHU, Kauz und Eule stünden auch auf der roten Liste.
Weiß da wer was näheres.?

franjo

Also der Vogel sah aus wie eine Eule, hatte braun gescheckte Federn und war sehr groß, ich schätze mal 40-50 cm wie er auf dem Arm des Besitzers saß.

Misteredd
24.07.2009, 16:05
Vielen Dank für die sehr hilfreiche Antwort Misteredd.
Schön daß es hier im Forum doch noch Stränge gibt, in denen ein gewisses Niveau existiert und dem man auf normale Fragen und fundierte Antworten bekommt.

Jetzt erkär mir doch bitte noch, wie das mit der Balzjagd funktioniert.
So ähnlich wie die Falkenjagd?
Was jagd so ein Uhu denn? Karnickel, Hasen usw?

Viele Grüße vom Stadtknecht.

Falkenjagd ist Teil Beizjagd - es werden da auch alle anderen Raubvögel verwendet.

Natürlich kann man nur solche Beute jagen, die durch den Vogel bezwungen werden können. Die Grenze liegt bei einem Fuchs.

[quote=franjo;3007264]Moin

Davon abgesehen, daß hier jede Antwort spekulativ ist, da wir nicht wissen, welcher Vogel es war, eine Frage am Rande.
Beizjagd, das ist die Jagd mit Falken, Sperbern, Habichten, Adlern .............aber doch nicht mit Uhu, Kauz oder Eule, oder habe ich was verpasst.?

Hast Du. Der Uhu ist als starker Beizvogel in Verwendung. Da er fast so groß wie ein Adler ist, ist er ein sehr mächtiger Vogel.

Bei Falken weiß ich 100%ig, daß es nach der Washingtoner Liste geschütze gibt, die nicht verkehrfähig sind. Turmfalken zum Beispiel. Ich habe mal einen zu einem "Spezialisten" gebracht, er war aus dem Nest gefallen (nicht der Spezialist, obwohl er den Eindruck machte).

Stimmt. Es gibt aber noch andere.

Den Inhalt des Vortrages, den ich hören mußte möchte ich euch ersparen. Das war so ein BBU Trottel, oder wie der Verein heißt. Er erzählte mir, daß er ausnahmsweise von einer Anzeige absähe, da er bei mir guten Willen vermute.?????????????????

Gutmenschen Deppen eben, die Vögel lieber verrecken lassen, weil das artgerechter wäre.

Ich meine UHU, Kauz und Eule stünden auch auf der roten Liste.
Weiß da wer was näheres.?

Nicht dass ich die täglich brauchen würde:

http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/wissenswertes/roteliste/10221.html

Misteredd
24.07.2009, 16:06
Also der Vogel sah aus wie eine Eule, hatte braun gescheckte Federn und war sehr groß, ich schätze mal 40-50 cm wie er auf dem Arm des Besitzers saß.

Das müsste dann tatsächlich ein Uhu gewesen sein:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d2/Uhu-muc.jpg/300px-Uhu-muc.jpg

Misteredd
24.07.2009, 16:09
Moin

Davon abgesehen, daß hier jede Antwort spekulativ ist, da wir nicht wissen, welcher Vogel es war, eine Frage am Rande.
Beizjagd, das ist die Jagd mit Falken, Sperbern, Habichten, Adlern .............aber doch nicht mit Uhu, Kauz oder Eule, oder habe ich was verpasst.?

Ich meine UHU, Kauz und Eule stünden auch auf der roten Liste.
Weiß da wer was näheres.?

franjo

Hier eine schöne Seite zur Beizjagd mit den Eigenschaften der Vögel:

http://www.falknerbund.com/content/index.php?option=com_content&view=article&id=22:beizv&catid=17:praktische-falknerei&Itemid=33

UHU - Der Lautlose

http://www.falknerbund.com/content/images/stories/OFB_Folder/uhu.png
Mit rund 2,5 kg Körpergewicht und einer Flügelspannweite von 165 cm ist er der größte Vertreter der Eulenfamilie. Der Uhu lässt sich ähnlich wie Greifvögel zur Beizjagd abrichten. Der Beuteflug kann sich trotz seines sehr weichen Gefieders beeindruckend rasant gestalten, selbst böige Windverhältnisse werfen ihn nicht aus der Bahn. In seinem Wesen und Verhalten unterscheidet er sich doch sehr wesentlich von den üblichen Beizvögeln. Die falknerische Beschäftigung mit einem Uhu ermöglicht tiefe Einblicke in das natürliche Jagdverhalten dieser Eule. Einblicke, die einem reinen Feldbeobachter durch die unauffällige Lebensweise derselben verborgen bleiben.

Stadtknecht
24.07.2009, 16:15
Das müsste dann tatsächlich ein Uhu gewesen sein:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d2/Uhu-muc.jpg/300px-Uhu-muc.jpg

Also diese "Hörner" über den Augen hatte er nicht.

Misteredd
24.07.2009, 16:16
Also diese "Hörner" über den Augen hatte er nicht.

Hmm, aber so weit ich weiss werden nur Uhus als Eulenartige so groß.

Stadtknecht
24.07.2009, 17:00
Hmm, aber so weit ich weiss werden nur Uhus als Eulenartige so groß.

Vielleicht hatte er die Hörner angelegt, so genau habe ich mir das Tier nicht beguckt.

franjo
24.07.2009, 17:38
Falkenjagd ist Teil Beizjagd - es werden da auch alle anderen Raubvögel verwendet.

Natürlich kann man nur solche Beute jagen, die durch den Vogel bezwungen werden können. Die Grenze liegt bei einem Fuchs.

Eh klar.




Hast Du. Der Uhu ist als starker Beizvogel in Verwendung. Da er fast so groß wie ein Adler ist, ist er ein sehr mächtiger Vogel.

Bei Falken weiß ich 100%ig, daß es nach der Washingtoner Liste geschütze gibt, die nicht verkehrfähig sind. Turmfalken zum Beispiel. Ich habe mal einen zu einem "Spezialisten" gebracht, er war aus dem Nest gefallen (nicht der Spezialist, obwohl er den Eindruck machte).

Stimmt. Es gibt aber noch andere.

Das mit dem Turmfalken war ein Beispiel, natürlich weiß ich um die Beizjagd sehr grob Bescheid.




Gutmenschen Deppen eben, die Vögel lieber verrecken lassen, weil das artgerechter wäre.

Übereinstimmung.



Nicht dass ich die täglich brauchen würde:

http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/wissenswertes/roteliste/10221.html

Das ist nicht die Liste, die ich meine. Es gibt eine, in der z.B. die Turmfalken beinhaltet sind, die z.B. habe ich in Deiner Liste beim Querlesen nicht entdeckt.
Die Liste, die mir der Besserwisser unter die Nase rieb war in Englisch geschrieben.........

Und wie ich merke, hast Du bei Deiner Jägerausbildung gut aufgepasst, alter Streber. ;)

Wenn ich mir alleine die Themen Ornithologie und Wildhygiene anschaue, würde ich keine Jägerprüfung mehr bestehen, ohne von vorn zu beginnen. ;)

franjo

Misteredd
24.07.2009, 19:13
Vielleicht hatte er die Hörner angelegt, so genau habe ich mir das Tier nicht beguckt.

Die übersieht man auch schnell. Man trifft so einen Anblick nicht jeden Tag und ist erst einmal beeindruckt.

Es gibt nicht wenige Beizjäger. Interessier Dich dafür und Du wirst dort sicher gerne aufgenommen.

franjo
24.07.2009, 19:19
@Misteredd

Ich habe drei Tage eine Situation analysiert, und mir überlegt, ob und wie ich es hier schreibe.
Wertfreie Darstellung kann ich nur sachlich im Maschinenbau, deshalb einfach eine Erzählung.:

Ich hauste im Revier Schulungen neu ein, Pfosten, Draht, Nägel....das ganze Konzert, da mich meine Waffen (Ruger, KGP .357mag, und Ruger Mini14) störten legte ich sie im Auto ab. Das Fahrzeug stand gute 500m vom Arbeitsplatz entfernt.
Während ich arbeitete, fiel mir wohl ein sehr rauhes Geräusch auf, ich mißachtete es, wurde durch einen kurz darauf folgenden Schuß aber hellwach.

Während ich arbeitete, war mein Hund an der langen Leine auf eine Fährte gestoßen, und ging in Richtung Unterholz.

Eine etwa 4jährige Sau nahm den Hund aus ihrem Kessel heraus an, wohl um ihre Frischlinge zu verteidigen (dieses Jahr ist nicht normal).
Ein mich begleitender Jungjäger, erkannte die Situation vor mir, und feuerte mit seiner P99 mehrfach auf die Sau.
Nachher zählten wir ab. Er schoß vier Mal mit 9mm Para auf die Sau, die nach etwa 5m Fluchtstrecke zum liegen kam.
Der erste Schuß traf sie im Genick, der zweite im Kopf, der dritte und vierte wieder weiter hinten, oberhalb der Kammer.

Der Kopfschuß hat sie gestreckt.

Interessant ist, daß der Kollege den ersten Schuß FMJ lädt, und anschließend Kegelstumpf.

Ich hätte das Ergebnis anders vermutet, bin aber seit Donnerstag von der 9mm Para beeindruckt. (auf kurze Entfernung natürlich)

Soviel zur aktuellen Erfahrung zum Thema Magnumkaliber. ;)

franjo

Misteredd
24.07.2009, 19:23
Das mit dem Turmfalken war ein Beispiel, natürlich weiß ich um die Beizjagd sehr grob Bescheid.

Der Turmfalke gilt auch nicht als gefährdet. Er ist einer der verbeitetsten Greifvögel Mitteleuropas.

Das ist nicht die Liste, die ich meine. Es gibt eine, in der z.B. die Turmfalken beinhaltet sind, die z.B. habe ich in Deiner Liste beim Querlesen nicht entdeckt.
Die Liste, die mir der Besserwisser unter die Nase rieb war in Englisch geschrieben.........

Dann wird es die hier gewesen sein:
http://www.iucnredlist.org/

Und wie ich merke, hast Du bei Deiner Jägerausbildung gut aufgepasst, alter Streber. ;)

Klaro, frag mich bloß nicht nach den Jagdzeiten oder gar Bäumen und Sträuchern!

Wenn ich mir alleine die Themen Ornithologie und Wildhygiene anschaue, würde ich keine Jägerprüfung mehr bestehen, ohne von vorn zu beginnen. ;)

franjo

Vögel bestenfalls theoretisch - lebend sehen die eben anders aus. Wildhygiene ist hier sehr wichtig - ich denke da bin ich firm!

Haspelbein
24.07.2009, 19:30
[...] Er schoß vier Mal mit 9mm Para auf die Sau, die nach etwa 5m Fluchtstrecke zum liegen kam.
Der erste Schuß traf sie im Genick, der zweite im Kopf, der dritte und vierte wieder weiter hinten, oberhalb der Kammer.

Der Kopfschuß hat sie gestreckt.

Interessant ist, daß der Kollege den ersten Schuß FMJ lädt, und anschließend Kegelstumpf.

Ich hätte das Ergebnis anders vermutet, bin aber seit Donnerstag von der 9mm Para beeindruckt. (auf kurze Entfernung natürlich)

Soviel zur aktuellen Erfahrung zum Thema Magnumkaliber. ;)

franjo

Um ganz ehrlich zu sein, sagt dies m.E. eher etwas ueber die Plazierung der Schuesse denn ueber das Kaliber aus. Ich kenne alte Jaeger aus Kalifornien, die frueher in einer Art Treibjagd Bergloewen gejagt haben. Diese zogen sich dann normalerweise auf einen Baum zurueck, wo sie dann relativ still verweilten. Um sie zu erlegen reichte normalerweise ein sehr wohl plazierter Schuss aus einer .22lr Buechse.

Misteredd
24.07.2009, 19:33
@Misteredd

Ich habe drei Tage eine Situation analysiert, und mir überlegt, ob und wie ich es hier schreibe.
Wertfreie Darstellung kann ich nur sachlich im Maschinenbau, deshalb einfach eine Erzählung.:

Ich hauste im Revier Schulungen neu ein, Pfosten, Draht, Nägel....das ganze Konzert, da mich meine Waffen (Ruger, KGP .357mag, und Ruger Mini14) störten legte ich sie im Auto ab. Das Fahrzeug stand gute 500m vom Arbeitsplatz entfernt.
Während ich arbeitete, fiel mir wohl ein sehr rauhes Geräusch auf, ich mißachtete es, wurde durch einen kurz darauf folgenden Schuß aber hellwach.

Während ich arbeitete, war mein Hund an der langen Leine auf eine Fährte gestoßen, und ging in Richtung Unterholz.

Eine etwa 4jährige Sau nahm den Hund aus ihrem Kessel heraus an, wohl um ihre Frischlinge zu verteidigen (dieses Jahr ist nicht normal).
Ein mich begleitender Jungjäger, erkannte die Situation vor mir, und feuerte mit seiner P99 mehrfach auf die Sau.
Nachher zählten wir ab. Er schoß vier Mal mit 9mm Para auf die Sau, die nach etwa 5m Fluchtstrecke zum liegen kam.
Der erste Schuß traf sie im Genick, der zweite im Kopf, der dritte und vierte wieder weiter hinten, oberhalb der Kammer.

Der Kopfschuß hat sie gestreckt.

Interessant ist, daß der Kollege den ersten Schuß FMJ lädt, und anschließend Kegelstumpf.

Ich hätte das Ergebnis anders vermutet, bin aber seit Donnerstag von der 9mm Para beeindruckt. (auf kurze Entfernung natürlich)

Soviel zur aktuellen Erfahrung zum Thema Magnumkaliber. ;)

franjo


Vier Schuß ist schon nicht sehr wenig. Sicher kann man eine Sau auch mit einer 9 mm zur Strecke bringen, aber warum klein wenn es auch größer sicher geht ?

Wenn eine Sau Dich, einen Jagdkollegen oder deinen Hund annimmt, dann geht man doch kein Risiko ein, wenn man es durch etwas mehr Investitionen vermeiden kann.

Das ist aber immer Ansiochtssache die man immer so oder so werten kann. Darüber sollten wir nicht streiten.

Misteredd
24.07.2009, 19:37
Um ganz ehrlich zu sein, sagt dies m.E. eher etwas ueber die Plazierung der Schuesse denn ueber das Kaliber aus. Ich kenne alte Jaeger aus Kalifornien, die frueher in einer Art Treibjagd Bergloewen gejagt haben. Diese zogen sich dann normalerweise auf einen Baum zurueck, wo sie dann relativ still verweilten. Um sie zu erlegen reichte normalerweise ein sehr wohl plazierter Schuss aus einer .22lr Buechse.

Sicher, wenn das Stücl relativ still steht, dann geht das so. Aber bei einer angreifenden Sau im Mais hätte ich gerne etwas mehr Sicherheit.

franjo
24.07.2009, 19:51
Um ganz ehrlich zu sein, sagt dies m.E. eher etwas ueber die Plazierung der Schuesse denn ueber das Kaliber aus. Ich kenne alte Jaeger aus Kalifornien, die frueher in einer Art Treibjagd Bergloewen gejagt haben. Diese zogen sich dann normalerweise auf einen Baum zurueck, wo sie dann relativ still verweilten. Um sie zu erlegen reichte normalerweise ein sehr wohl plazierter Schuss aus einer .22lr Buechse.

Moin

Deshalb schrieb ich das so.
Die Treffer genau bezeichnend, sah man ja beim Aufbrechen und zerlegen.
Übrigens schoß man in meiner Familie seine alten Pferde früher mit 6.35, oder wie dieses undankbare verbreitete Kaliber hieß.
Richtig plaziert wirkte das durchaus.

franjo

Haspelbein
24.07.2009, 20:02
Sicher, wenn das Stücl relativ still steht, dann geht das so. Aber bei einer angreifenden Sau im Mais hätte ich gerne etwas mehr Sicherheit.

Natuerlich, mein Punkt war, dass man nur sehr schwer von einem relativ wohl (oder gluecklich) plazierten Schuss etwas ueber die Effektivitaet eines Kalibers aussagen kann.

Hier gehen viele alte Jaeger z.B. mit einer .30-30 auf Elchjagd. Je nach Plazierung und Entfernung geht sowas auch. Kommt jedoch solch ein Elch direkt auf mich zu, moechte ich nicht etwas im Kaliber .30-30 in der Hand halten, da die noetige Eindringtiefe frontal wesentich schwerer zu erzielen ist.

Misteredd
26.07.2009, 14:40
Moin

Deshalb schrieb ich das so.
Die Treffer genau bezeichnend, sah man ja beim Aufbrechen und zerlegen.
Übrigens schoß man in meiner Familie seine alten Pferde früher mit 6.35, oder wie dieses undankbare verbreitete Kaliber hieß.
Richtig plaziert wirkte das durchaus.

franjo

Eine annehmende Sau steht im Zweifel nicht still. Vier Schuß sind schon ziemlich viel.

Ich möchte das nicht riskieren.

Ich habe mir das Kosackengewehr (Nachkriegsfertigung und augenscheinlich nie in Benutzung, wie neu!) besorgt und werde es jetzt mit gekrümmten Kammerstengel und Leuchtpunktvisier aufrüsten.

franjo
27.07.2009, 06:21
Eine annehmende Sau steht im Zweifel nicht still. Vier Schuß sind schon ziemlich viel.

Ich möchte das nicht riskieren.

Ich habe mir das Kosackengewehr (Nachkriegsfertigung und augenscheinlich nie in Benutzung, wie neu!) besorgt und werde es jetzt mit gekrümmten Kammerstengel und Leuchtpunktvisier aufrüsten.

Moin

Viel Spaß mit dem Karabiner, ich nehme an, es ist ein Modell 44 in 7,62x54R.
Die neuwertige Arsenalware ist in der Regel aus rumänischer oder polnischer Fertigung, und schießen hervorragend.
Ich weiß nicht, ob es schon wer geschrieben hat, wenn Du offen schießten willst, ist zu beachten, daß die Waffen in der Regel mit ausgeklapptem Bajonett eingeschossen sind, was natürlich bei der offenen Kimme 100, oder halt 150 m bedeuted.
Red Dot ist zwar nicht mein Favorit, aber immerhin eine gute Lösung, so wie ich Dich verstanden habe wird es ja sowas.

Wenn Du damit unzufrieden bist, es gibt eine Fluchtvisierung für den Nagant, ich weiß nur im Moment nicht genau wo.
Wenn es Dich interessiert, ich habe einen Eimer voller Links zu dem Thema.

franjo

Misteredd
27.07.2009, 09:41
Moin

Viel Spaß mit dem Karabiner, ich nehme an, es ist ein Modell 44 in 7,62x54R.
Die neuwertige Arsenalware ist in der Regel aus rumänischer oder polnischer Fertigung, und schießen hervorragend.
Ich weiß nicht, ob es schon wer geschrieben hat, wenn Du offen schießten willst, ist zu beachten, daß die Waffen in der Regel mit ausgeklapptem Bajonett eingeschossen sind, was natürlich bei der offenen Kimme 100, oder halt 150 m bedeuted.
Red Dot ist zwar nicht mein Favorit, aber immerhin eine gute Lösung, so wie ich Dich verstanden habe wird es ja sowas.

Wenn Du damit unzufrieden bist, es gibt eine Fluchtvisierung für den Nagant, ich weiß nur im Moment nicht genau wo.
Wenn es Dich interessiert, ich habe einen Eimer voller Links zu dem Thema.

franjo

Ich habe bisher nur die Büchse gekauft und bin für jede Anregung dankbar. Eine teure Optik wollte ich nicht installieren. Zum einen brauche ich keine zwei davon, zum anderen ist das technisch eher aufwendig. Eine Fluchtvisierung wäre natürlich eine Alternative zu dem Red-Dot.

Mit dem Bajonett kann ich mich im Revier eher nicht sehen lassen, obwohl das wohl ein Sicherheitsgewinn im Maisfeld wäre.

franjo
27.07.2009, 10:04
Ich habe bisher nur die Büchse gekauft und bin für jede Anregung dankbar. Eine teure Optik wollte ich nicht installieren. Zum einen brauche ich keine zwei davon, zum anderen ist das technisch eher aufwendig. Eine Fluchtvisierung wäre natürlich eine Alternative zu dem Red-Dot. .

Das Problem mit der Optik ist, daß sie auf die demontierbare Kimme gesetzt werden muß, oder am System eine Seitenmontage (Löcher bohren, Gewinde schneiden) vorgenommen werden muß.
Die Oütik sitzt also für kurze Entfernungen, entweder zu weit vorn auf der Waffe, oder zu weit seitlich. Beides sehe ich als suboptimal an.

Praktischer finde ich ein längeres Korn, in Verbindung mit einer höheren Kimme.
Dein BM berät Dich dazu auch.



Mit dem Bajonett kann ich mich im Revier eher nicht sehen lassen, obwohl das wohl ein Sicherheitsgewinn im Maisfeld wäre.

Glaub ich Dir aufs Wort. :D:D, an den Sicherheitsgewinn hingegen nicht.
Ich bin kein Freund von Saufängern, die dazu einen breiten Knebel hinter der Klinge haben, daß das Stück nicht die ganze Büchse in sich stecken hat. ;)
Spaß beiseite, das ist auch gefährlich.
Das Bajonett erwähnte ich wegen der Treffergenauigkeit auf größere Entfernungen.
Die Waffen sind auf Schießen mit ausgeklapptem Bajonett ausgelegt. Ich nehme an, daß die gübstigere Gewichtsverteilung den Rückstoß des Eselchens etwas nimmt.
Ist aber in Deinem Fall egal.

Erstmal ein paar Links:

http://7.62x54r.net/
http://www.surplusrifle.com/russianmosin189130/index.asp
http://world.guns.ru/rifle/rfl03-e.htm
http://www.landlive.de/images/119323/
http://www.schuetzenverein-dippoldiswalde.de/waffen/mo_na_01.htm


franjo

Misteredd
27.07.2009, 10:55
Also der Umbau auf einen Stutzen

http://www.landlive.de/images/119323/

http://www.landlive.de/media/thumb-photos/2009/02/28/448x0-IMG_1494_.jpg

ist ja wohl nur die Wucht.

Wenn diese Waffe jetzt noch den gebogenen Kammerstengel und die Handspannung (Drehschalter a la K31, wie viele Scharfschützen Nagants) hat, dann wäre das das perfekte Gewehr.

Wo bekommt man so einen Schaft her?

Misteredd
27.07.2009, 11:23
"Hai!
Der Schaft war mal ne Treppenstufe aus Esche. Die hab ich zum Brennholzpreis vom Tischler gekriegt.
Ja und dann mit Dremel, Raspel, Hobel und viel Sandpapier bearbeitet.
Dann mit meinem "Geheimrezept" Tiefengebeizt, (damit er so dunkel wird) und dann Oberfläche poliert.
Summa summarum, 50 Euro und viel Zeit!"


:)

franjo
27.07.2009, 11:25
Also der Umbau auf einen Stutzen

http://www.landlive.de/images/119323/

http://www.landlive.de/media/thumb-photos/2009/02/28/448x0-IMG_1494_.jpg

ist ja wohl nur die Wucht.

Wenn diese Waffe jetzt noch den gebogenen Kammerstengel und die Handspannung (Drehschalter a la K31, wie viele Scharfschützen Nagants) hat, dann wäre das das perfekte Gewehr.

Wo bekommt man so einen Schaft her?

:D:D:D

Das war schon klar, daß der gefällt.

Die Crux bei dieser Waffe sehe ich in der ZF Montage. Die ist hinten ins System gebohrt, und die vordere Aufnahme ist auf die Kimme geschraubt.
Mir ist noch nie so eine Aufnahme begegnet, ich befürchte es ist eine spezielle Anfertigung.
Andererseits, wenn man überlegt, daß das Ausgangsmaterial recht preiswert war, kann man die eine oder andere Mark investieren.

Der Schaft wird wohl ein selbstgefertigter sein. Die gibt es für das System und den Lauf grob vorgefräst, und es bedarf einiger Winterabende den so hinzufummeln, daß alles passt.

Falls Du bei Sportarms gekauft hast, frag den Herrn Reichert mal, wenn nicht, kann Frankonia in der Regel Schäfte besorgen, und dort, wo eine Büchsenmacherwerkstatt dabei ist, auch anpassen.

franjo

Edit, haste schon gemailt.? Das Werk scheint ja wirklich zu gefallen.;-))

Misteredd
27.07.2009, 11:30
:D:D:D

Das war schon klar, daß der gefällt.

Die Crux bei dieser Waffe sehe ich in der ZF Montage. Die ist hinten ins System gebohrt, und die vordere Aufnahme ist auf die Kimme geschraubt.
Mir ist noch nie so eine Aufnahme begegnet, ich befürchte es ist eine spezielle Anfertigung.
Andererseits, wenn man überlegt, daß das Ausgangsmaterial recht preiswert war, kann man die eine oder andere Mark investieren.

Der Schaft wird wohl ein selbstgefertigter sein. Die gibt es für das System und den Lauf grob vorgefräst, und es bedarf einiger Winterabende den so hinzufummeln, daß alles passt.

Falls Du bei Sportarms gekauft hast, frag den Herrn Reichert mal, wenn nicht, kann Frankonia in der Regel Schäfte besorgen, und dort, wo eine Büchsenmacherwerkstatt dabei ist, auch anpassen.

franjo

Edit, haste schon gemailt.? Das Werk scheint ja wirklich zu gefallen.;-))

Herrn Reichert suche ich diese Woche auf. Mal sehen.

Das Werk gefällt aus mehreren Gründen sehr gut.

1. Es sieht gut aus.
2. Es ist sehr preiswert.
3. Das Ergebnis zeigt wie überteuert das moderne Zeugs a la Blaser R93 ist.
4. So ein Ding hat nicht jeder.
5. Der Unterhalt ist preiswert. Diese starke Munition ist immer preiswert zu haben. Scheibenmunition für 20 Cent den Schuß ist selten geworden. Da ich noch besser werden will, muß ich noch sehr viel üben.

franjo
27.07.2009, 11:49
Herrn Reichert suche ich diese Woche auf. Mal sehen.

Das Werk gefällt aus mehreren Gründen sehr gut..

Wo hast Du den Kosakenkarabiner denn gekauft?


1. Es sieht gut aus..

Zweifelsohne


2. Es ist sehr preiswert..

Die Montage und eine geeignete Optik, in Verbindung mit dem Schaft bewegst Du Dich auch auf 1000€, oder darüber zu, aber es ist immer noch preiswerter als die anderen ´heiligen´Büchsen.


3. Das Ergebnis zeigt wie überteuert das moderne Zeugs a la Blaser R93 ist..

Der R93 hat mehrfach versagt, meistens flog zwar niemandem was ins Gesicht, aber die Systeme, na ja.
Ich hatte bis vor etwa 2 Jahren einen, den habe ich verkauft, weil er mir nicht recht passte. Hinterher habe ich komische Geschichten gehört.


4. So ein Ding hat nicht jeder. .

Sehr individuell die Waffe, fürwahr.


5. Der Unterhalt ist preiswert. Diese starke Munition ist immer preiswert zu haben. Scheibenmunition für 20 Cent den Schuß ist selten geworden. Da ich noch besser werden will, muß ich noch sehr viel üben.

Ich habe ein größeres Konvolut bei Transarms gekauft, ich meine 900 Stück seien es. Die sind recht gut. Stahlhülse, gute Leistung. Jede Menge Dreck und Putzarbeit.
Ein Bekannter von mir hat auch bei Transarms gekauft, Messinghülse, dieselbe Sauerei, einige Hülsenreißer hatte er auch schon, und vor allem zündeten manche nicht. Erst beim zweiten Abschlagen funktionierte es dann.;(

Beide liegen preislich etwa bei 200€/1000 Stck.

Für den Fall, daß ich meinen mal mit in den Wald nehme, habe ich mir ein paar Päckchen S&B gekauft. Die machen keine Sauerei, gehen immer, und haben vor allem immer die selbe Leistung.

franjo

Misteredd
27.07.2009, 11:55
Wo hast Du den Kosakenkarabiner denn gekauft?

Bei Langguth in Kaiserslautern. Das war einfach Zufall!

Zweifelsohne

:]

Die Montage und eine geeignete Optik, in Verbindung mit dem Schaft bewegst Du Dich auch auf 1000€, oder darüber zu, aber es ist immer noch preiswerter als die anderen ´heiligen´Büchsen.

Montage und Optik sind eben teuer. Mit dem Schaft muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Der R93 hat mehrfach versagt, meistens flog zwar niemandem was ins Gesicht, aber die Systeme, na ja.
Ich hatte bis vor etwa 2 Jahren einen, den habe ich verkauft, weil er mir nicht recht passte. Hinterher habe ich komische Geschichten gehört.

Die sollen schon mal versagen. Sie sind trotzt CNC-Fertigung sehr teuer. Auf dem Markt gibt es auch viele Gebrauchtangebote. Wer verkauft eine gute Waffe, wenn er nicht unbedingt muss?

Sehr individuell die Waffe, fürwahr.

:)

Ich habe ein größeres Konvolut bei Transarms gekauft, ich meine 900 Stück seien es. Die sind recht gut. Stahlhülse, gute Leistung. Jede Menge Dreck und Putzarbeit.
Ein Bekannter von mir hat auch bei Transarms gekauft, Messinghülse, dieselbe Sauerei, einige Hülsenreißer hatte er auch schon, und vor allem zündeten manche nicht. Erst beim zweiten Abschlagen funktionierte es dann.;(

Beide liegen preislich etwa bei 200€/1000 Stck.

Transarms sitzt in Worms. Da werde ich auch mal vorbeischauen. Blind ordern soll man von denen aber nicts. Die sollen sogar schon Leuchtspurmunition als Surplus verkauft haben. Dann musst Du nicht mehr aufbrechen und grillen!

Für den Fall, daß ich meinen mal mit in den Wald nehme, habe ich mir ein paar Päckchen S&B gekauft. Die machen keine Sauerei, gehen immer, und haben vor allem immer die selbe Leistung.

franjo

Jagdmunition muss stimmen. Kein Kompromiß bei der Waidgerechtigkeit.

Haspelbein
27.07.2009, 14:40
Da ruht mein Kosake ruhig und friedlich im Stahlschrank, ganz und gar in seiner Originalversion. Dies liegt z.T. daran, dass ich eine Buechse habe, mit der ich voellig zufrieden bin. Andererseits schoss der Kosake aber auch nicht praezise genug, als dass sich eine Konversion wirklich lohnen wuerde.

Misteredd
27.07.2009, 15:23
Da ruht mein Kosake ruhig und friedlich im Stahlschrank, ganz und gar in seiner Originalversion. Dies liegt z.T. daran, dass ich eine Buechse habe, mit der ich voellig zufrieden bin. Andererseits schoss der Kosake aber auch nicht praezise genug, als dass sich eine Konversion wirklich lohnen wuerde.

Jepp, das wäre noch zu prüfen!

Ein gebrauchter Stutzen würde Summa Summarum hier auf denselben Aufwand wie der Nagant-Stutzen kommen.

Haspelbein
27.07.2009, 15:44
Jepp, das wäre noch zu prüfen!

Ein gebrauchter Stutzen würde Summa Summarum hier auf denselben Aufwand wie der Nagant-Stutzen kommen.

Wobei beim Nagant das Risiko vielleicht noch ein wenig geringer ist, da du vor der relativ teuren Modifikation den Karabiner auf seine Funktion/Praezision pruefen kannst.

Meiner schiesst mit Ueberschussmunition an einem guten Tag vielleicht 2 MOA. Bei einem $79 Kaufpreis kann ich mich da nicht beschweren. Ich uebe das freihaendige Schiessen ganz gerne mit ihm, da ich zudem auch noch Unmengen an Munition fuer weniger als $0.10 erworben hatte. :D

Misteredd
27.07.2009, 16:00
Wobei beim Nagant das Risiko vielleicht noch ein wenig geringer ist, da du vor der relativ teuren Modifikation den Karabiner auf seine Funktion/Praezision pruefen kannst.

Meiner schiesst mit Ueberschussmunition an einem guten Tag vielleicht 2 MOA. Bei einem $79 Kaufpreis kann ich mich da nicht beschweren. Ich uebe das freihaendige Schiessen ganz gerne mit ihm, da ich zudem auch noch Unmengen an Munition fuer weniger als $0.10 erworben hatte. :D

Da kann man wirklich neidisch werden.

Was bedeutet 2 MOA??

Haspelbein
27.07.2009, 16:04
Da kann man wirklich neidisch werden.

Was bedeutet 2 MOA??

Tut mir furchtbar traurig, ich meinte eine Praezision innerhalb von 2 Winkelminuten. ;)

Misteredd
27.07.2009, 16:06
tut mir furchtbar traurig, ich meinte eine praezision innerhalb von 2 winkelminuten. ;)


häää ?(

Haspelbein
27.07.2009, 16:43
häää ?(

Auch Bogenminute genannt. In die wunderschoenen US-Einheiten umgerechnet bedeutet dies, dass mein Karabiner auf 100 yards so um die 2'' Eigenstreuung hat.

Misteredd
27.07.2009, 17:59
Auch Bogenminute genannt. In die wunderschoenen US-Einheiten umgerechnet bedeutet dies, dass mein Karabiner auf 100 yards so um die 2'' Eigenstreuung hat.

Aha! Hier kennen wir eigentlich nur die Streuung von fünf Schuss auf 100 Meter im Ziel.

Haspelbein
27.07.2009, 18:08
Aha! Hier kennen wir eigentlich nur die Streuung von fünf Schuss auf 100 Meter im Ziel.

Berechnest du aus der Entfernung vom Mittelpunkt der Gruppierungen dieser Schuesse die Standardabweichung, und rechnest diese dann auf die Entfernung bezogen in einen Winkel um, so haben wir das, wovon ich gesprochen habe. :)

Misteredd
27.07.2009, 18:11
Berechnest du aus der Entfernung vom Mittelpunkt der Gruppierungen dieser Schuesse die Standardabweichung, und rechnest diese dann auf die Entfernung bezogen in einen Winkel um, so haben wir das, wovon ich gesprochen habe. :)

OK, mein Bruder ist Physiker, drückt sich aber etwas zielgerechter aus. Bist Du Techniker?

schastar
27.07.2009, 18:53
OK, mein Bruder ist Physiker, drückt sich aber etwas zielgerechter aus. Bist Du Techniker?

Die Angabe des Streukreises in Winkelminuten (MAO) für militärische Gewehre ist internationaler Standard. Auf 100 Meter ist das bei einer Winkelminute ein Streukreis von 2,96cm, auf 200 Metern von 5,92cm auf 1000 Metern von 29,6cm.

Präzisionsgewehre (Sportschießen) gibt man dann in cm oder Zoll an. Gute Waffen schaffen dabei auch in .308 Streukreise unter 1cm auf 100 Meter. In Kalibern wie 6mm BR sind unter 5 Millimeter keine Seltenheit.

Haspelbein
27.07.2009, 19:10
OK, mein Bruder ist Physiker, drückt sich aber etwas zielgerechter aus. Bist Du Techniker?


Nein, ebenfalls Physiker. Es faellt mir jedoch wesentlich leichter, mich in diesem Zusammenhang auf Englisch auszudruecken. :D

Haspelbein
27.07.2009, 19:11
Die Angabe des Streukreises in Winkelminuten (MAO) für militärische Gewehre ist internationaler Standard. Auf 100 Meter ist das bei einer Winkelminute ein Streukreis von 2,96cm, auf 200 Metern von 5,92cm auf 1000 Metern von 29,6cm.

Präzisionsgewehre (Sportschießen) gibt man dann in cm oder Zoll an. Gute Waffen schaffen dabei auch in .308 Streukreise unter 1cm auf 100 Meter. In Kalibern wie 6mm BR sind unter 5 Millimeter keine Seltenheit.

Endlich jemand, der mich versteht! :D

McDuff
28.07.2009, 05:47
Dann würde mich mal interessieren was mein oller, mit ZF aufgerüsteter M39 noch so schafft.

Misteredd
28.07.2009, 08:24
Dann würde mich mal interessieren was mein oller, mit ZF aufgerüsteter M39 noch so schafft.

Welche Optik und vor allem anderen welche Montage hast Du verwendet?

McDuff
28.07.2009, 15:44
Welche Optik und vor allem anderen welche Montage hast Du verwendet?

3-7x30 auf Mittelmontage.

Misteredd
28.07.2009, 17:15
3-7x30 auf Mittelmontage.

Gebohrt oder geklemmt?

Stadtknecht
28.07.2009, 23:10
Die Angabe des Streukreises in Winkelminuten (MAO) für militärische Gewehre ist internationaler Standard. Auf 100 Meter ist das bei einer Winkelminute ein Streukreis von 2,96cm, auf 200 Metern von 5,92cm auf 1000 Metern von 29,6cm.

Präzisionsgewehre (Sportschießen) gibt man dann in cm oder Zoll an. Gute Waffen schaffen dabei auch in .308 Streukreise unter 1cm auf 100 Meter. In Kalibern wie 6mm BR sind unter 5 Millimeter keine Seltenheit.

Es gibt aber nur wenige derart gute Schützen, die das ausnutzen können.

Also ich bin froh, wenn ich mit dem Schwedenmauser bei der DG 1 die 5 halte.

schastar
29.07.2009, 00:48
Es gibt aber nur wenige derart gute Schützen, die das ausnutzen können.

Also ich bin froh, wenn ich mit dem Schwedenmauser bei der DG 1 die 5 halte.

Bei Wettkämpfen in ZG2 oder 3 werden in Landesmeisterschaften nicht mal selten mit 20 Schuß auf 300 Meter die 6cm Marke (5er) gehalten.
Beim letzten D-Cup schossen die ersten 7 Schützen über 100 Ringe, wobei der Schlechteste 15 mal die 6 (3cm) hielt. Wohlgemerkt auf 300 Meter.

Offen bin ich eher schlecht.

McDuff
29.07.2009, 05:49
Gebohrt oder geklemmt?

In der Halterung der Klappkimme verstiftet und mit zusätzlich geklemmt. Habe ich mir aus den USA kommen lassen und selbst montiert.

Haspelbein
29.07.2009, 12:02
Es gibt aber nur wenige derart gute Schützen, die das ausnutzen können.

Also ich bin froh, wenn ich mit dem Schwedenmauser bei der DG 1 die 5 halte.

Nun, das Problem ist, dass eine jegliche Streuung des Gewehres potentiell zu deinem eigenen Fehler mit hinzukommt, und die Korrektur der eigenen Fehler erschwert. Insofern wuerde ich sagen, dass ein jeder Schuetze von einem praezisen Gewehr profitieren kann, auch wenn er die Grenzen des Gewehres wahrscheinlich nie ausreizt.

Haspelbein
29.07.2009, 12:03
In der Halterung der Klappkimme verstiftet und mit zusätzlich geklemmt. Habe ich mir aus den USA kommen lassen und selbst montiert.

Sowas hatte ich auch mal, jedoch hat es bei dem doch relativ starken Rueckstoss nicht lange gehalten, d.h. der Stift verformte sich relativ schnell. Vielleicht habe ich aber auch nur ein besonders schlechte Halterung erwischt.

schastar
29.07.2009, 12:14
Nun, das Problem ist, dass eine jegliche Streuung des Gewehres potentiell zu deinem eigenen Fehler mit hinzukommt, und die Korrektur der eigenen Fehler erschwert. Insofern wuerde ich sagen, dass ein jeder Schuetze von einem praezisen Gewehr profitieren kann, auch wenn er die Grenzen des Gewehres wahrscheinlich nie ausreizt.

Wenn es sich um einen ernsthaften Schützen handelt wird dies auch so sein.

McDuff
29.07.2009, 15:03
Sowas hatte ich auch mal, jedoch hat es bei dem doch relativ starken Rueckstoss nicht lange gehalten, d.h. der Stift verformte sich relativ schnell. Vielleicht habe ich aber auch nur ein besonders schlechte Halterung erwischt.

Das Dingen hier ist ein Hohlsplint. Ich denke der sollte lange halten. Bislang gab es noch keine Probleme. Das einzige woran man sich halt gewöhnen muß ist der lange Augenabstand.

Haspelbein
29.07.2009, 15:17
Das Dingen hier ist ein Hohlsplint. Ich denke der sollte lange halten. Bislang gab es noch keine Probleme. Das einzige woran man sich halt gewöhnen muß ist der lange Augenabstand.

Das hoert sich schon besser an. Ich hatte mir zu diesem Zweck extra ein ZF gekauft, das eigentlich fuers Pistolenschiessen gedacht war.

Misteredd
29.07.2009, 16:39
Ich gehe gleich ansitzen. Dazu nehme ich die Mauser 94.

Haspelbein
29.07.2009, 18:55
Ich gehe gleich ansitzen. Dazu nehme ich die Mauser 94.

Dann wuensche ich auf jeden Fall ein kraeftiges Waidmannsheil.

McDuff
30.07.2009, 05:14
Das hoert sich schon besser an. Ich hatte mir zu diesem Zweck extra ein ZF gekauft, das eigentlich fuers Pistolenschiessen gedacht war.

So eins habe ich auch montiert. Es hat einen Augenabstand von bis zu 50 cm. Auf so eine Entfernung durch ein ZF zu schauen fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Aber es funktioniert besser als ich dachte und der größte Vorteil ist, daß der M39 nicht irreversibel geändert werden musste. Davon gibts ja nicht mehr so viele und mit Toplauf noch viel weniger.

Stadtknecht
30.07.2009, 07:27
Bei Wettkämpfen in ZG2 oder 3 werden in Landesmeisterschaften nicht mal selten mit 20 Schuß auf 300 Meter die 6cm Marke (5er) gehalten.
Beim letzten D-Cup schossen die ersten 7 Schützen über 100 Ringe, wobei der Schlechteste 15 mal die 6 (3cm) hielt. Wohlgemerkt auf 300 Meter.

Offen bin ich eher schlecht.

Und ich erstmal! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Stadtknecht
30.07.2009, 07:34
Eine Frage an die Jäger und GK-Schützen:

Nachdem ich in der Vergangenheit mehrere Repetier-Ordonnanzgewehre ausprobieren durfte, habe ich festgestellt, daß Kaliber wie 8 X 57 IS, 7,5 X 55 Schweizer Ordonnanz usw. wenig komfortabel sind. Auch empfinde ich das manuelle Repetieren nach jedem Schuß als eher lästig.

Ich habe mich daher entschieden, mir irgendwann einen Halbautomaten in .223 Rem. anzuschaffen.
Vorzugsweise ein Heckler & Koch SL 8 oder SL 6.

Kann mir jemand dazu ein paar Tipps geben?

Was ist eigentlich von diesen ganzen Kalaschnikow, AR 15 und MP 5-Klonen zu halten, die zur Zeit absolut in zu sein scheinen?

schastar
30.07.2009, 08:41
Eine Frage an die Jäger und GK-Schützen:

Nachdem ich in der Vergangenheit mehrere Repetier-Ordonnanzgewehre ausprobieren durfte, habe ich festgestellt, daß Kaliber wie 8 X 57 IS, 7,5 X 55 Schweizer Ordonnanz usw. wenig komfortabel sind. Auch empfinde ich das manuelle Repetieren nach jedem Schuß als eher lästig.

Ich habe mich daher entschieden, mir irgendwann einen Halbautomaten in .223 Rem. anzuschaffen.
Vorzugsweise ein Heckler & Koch SL 8 oder SL 6.

Kann mir jemand dazu ein paar Tipps geben?

Was ist eigentlich von diesen ganzen Kalaschnikow, AR 15 und MP 5-Klonen zu halten, die zur Zeit absolut in zu sein scheinen?

Wenn ich ein bißchen Zeit finde schreibe ich dir was dazu.

Stadtknecht
30.07.2009, 09:31
Wenn ich ein bißchen Zeit finde schreibe ich dir was dazu.

Ja, danke! :)

Misteredd
30.07.2009, 09:40
Eine Frage an die Jäger und GK-Schützen:

Nachdem ich in der Vergangenheit mehrere Repetier-Ordonnanzgewehre ausprobieren durfte, habe ich festgestellt, daß Kaliber wie 8 X 57 IS, 7,5 X 55 Schweizer Ordonnanz usw. wenig komfortabel sind. Auch empfinde ich das manuelle Repetieren nach jedem Schuß als eher lästig.

Ich habe mich daher entschieden, mir irgendwann einen Halbautomaten in .223 Rem. anzuschaffen.
Vorzugsweise ein Heckler & Koch SL 8 oder SL 6.

Kann mir jemand dazu ein paar Tipps geben?

Was ist eigentlich von diesen ganzen Kalaschnikow, AR 15 und MP 5-Klonen zu halten, die zur Zeit absolut in zu sein scheinen?


Zu welchem Zweck möchtest Du die Waffe denn verwenden?

Stadtknecht
30.07.2009, 09:43
Zu welchem Zweck möchtest Du die Waffe denn verwenden?

Zum BDMP-Schießen.

Ich will nicht mehr als ca. 800 € ausgeben, es darf auch eine gebrauchte Waffe sein.

Wichtig ist nur Halbautomat und moderates Kaliber.

Misteredd
30.07.2009, 10:06
Zum BDMP-Schießen.

Ich will nicht mehr als ca. 800 € ausgeben, es darf auch eine gebrauchte Waffe sein.

Wichtig ist nur Halbautomat und moderates Kaliber.


Die mir bekannten BDMP Schützen schiessen hier alle H&K, eine russische Waffe habe ich dabei noch nie gesehen. Das Kaliber .223 ist der 7,62x39 deutlich überlegen. Die Disziplin fünf Schuss in acht Sekunden (in etwa so) wird hier viel geschossen. Die .223 repetiert viel schneller als die größeren Patronen. Die .223 ist auch deutlich akkurater als die russische Patrone.

Such Dir am besten einen Schiessstand mit 300 Meter Bahn und suche dort das Gespräch mit den Schützen. Daher habe ich auch meine Kenntnisse, die aber weil jagdlich eher begrenzt sind.

McDuff
30.07.2009, 10:55
Zum BDMP-Schießen.

Ich will nicht mehr als ca. 800 € ausgeben, es darf auch eine gebrauchte Waffe sein.

Wichtig ist nur Halbautomat und moderates Kaliber.

Schwabenarms könnte interessant sein, aber preislich grenzwertig.

Haspelbein
30.07.2009, 13:46
Die mir bekannten BDMP Schützen schiessen hier alle H&K, eine russische Waffe habe ich dabei noch nie gesehen. Das Kaliber .223 ist der 7,62x39 deutlich überlegen. Die Disziplin fünf Schuss in acht Sekunden (in etwa so) wird hier viel geschossen. Die .223 repetiert viel schneller als die größeren Patronen. Die .223 ist auch deutlich akkurater als die russische Patrone.

Such Dir am besten einen Schiessstand mit 300 Meter Bahn und suche dort das Gespräch mit den Schützen. Daher habe ich auch meine Kenntnisse, die aber weil jagdlich eher begrenzt sind.

Ich stimme dir vollkommen zu, was die 7.62x39mm Patrone angeht. Ihre Flugbahn ist laengst nicht so gestreckt wie die der .223. Zudem muss man beruecksichtigen, dass das sich dies ebenso auf das Angebot an Gewehren in dem jeweiligen Kaliber auswirkt.

Ich kenne den deutschen Waffenmarkt zu wenig, aber in den USA hat man nach den obigen Kriterien in .223 die freie Auswahl. Selbst AK-Versionen werden hier fuer diese Zwecke in .223 angeboten.

Letztes Wochenende habe ich zum ersten Mal ein HK SL8 in den Haenden gehalten. Es soll sehr praezise schiessen, aber ich empfand das ganze Plastik des Schafts ein wenig klobig. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass die Importbestimmungen der USA gewisse Anforderungen an den Schaft stellen. Leider sorgen diese Bestimmungen auch dafuer, dass der Kauf eines solchen Gewehres hier keinen Sinn macht.

Stadtknecht
30.07.2009, 22:57
Die mir bekannten BDMP Schützen schiessen hier alle H&K, eine russische Waffe habe ich dabei noch nie gesehen. Das Kaliber .223 ist der 7,62x39 deutlich überlegen. Die Disziplin fünf Schuss in acht Sekunden (in etwa so) wird hier viel geschossen. Die .223 repetiert viel schneller als die größeren Patronen. Die .223 ist auch deutlich akkurater als die russische Patrone.

Such Dir am besten einen Schiessstand mit 300 Meter Bahn und suche dort das Gespräch mit den Schützen. Daher habe ich auch meine Kenntnisse, die aber weil jagdlich eher begrenzt sind.

Also einen 300m Stand kenne ich nicht einmal.

Mir reicht ein Schießprügel mit dem ich hobbymäßig ein bißchen auf 100m schießen kann.
Meisterschaftsambitionen habe ich eh nicht.

Deshalb würde auch ein Ruger Mini, sofern das BDMP-zugelassen ist, reichen.

McDuff
31.07.2009, 05:36
300 m gibts z.B. in Philippsburg.

schastar
31.07.2009, 06:23
Ja, danke! :)

13494

Das obere ist ein Ljungman AG42, ein Halbautomat in 6,5 x 55. Schießt sich super weich und macht eine menge Spaß. Der Repetierzyklus ist verhältnismäßig langsam, verleichbat mit einem Styer AUG. Eine Waffe ohne ZF, was sich aber bei mir auch durchaus mal ändern kann, da ich keine Problem damit habe auch Sammlerwaffen umzubauen.

Darunter eine Erma, in .22lfb. ein echter Dosenkiller. Macht viel Spaß besonders wenn man in offenen Kurzwaffenständen schießen darf. Ideale Ziele: Dosen, Mun-Schachteln, etc.

Das untere, ein MAS 49, Kaliber 7,5 x 54.
Ähh, ja, was soll ich sagen...... der steht halt auch da.

13495

Oben hätten wir einen .30 Carbine mit ZF
Das Ding schießt, macht auch Spaß, kann mich aber nicht wirklich damit anfreunden.

Unten ein SL6.
Ich benütze ihn für ZG4. Top präzise, gut zu schießen und gefällt mir auch. Die ausgeworfenen Hülsen landen allerdings im Nirwana und sind fast nicht mehr zu gebrauchen falls man die überhaupt noch findet. Ich bin zwar Wiederlander, verwende allerdings meist Hirtenberger-Hülsen die danach leider weg sind.
Der Schaft ist meiner Meinung nach für große Schützen etwas zu kurz, auch fehlt es ihm am Gewicht um mit den M16-Klonen bei ZG4 noch locke mithalten zu könne. Bei diesen wird nämlich der Laufmantel einfach gegen einen Stahl ausgetauscht und schon hat man eine Waffe die liegt wie das sprichwörtliche Brett. Top Waffen gibt es dabei z.B. von Oberland Arms.
Toll sind auch die Sig, wie es sie einst von Waffen Kempf gab, heute werden sie von Hiendlmeier vertrieben.
Das AUG ist auch ein Spaß, aber leider nicht mher.

Aber wie schon von anderen erwähnt wurde, erst prüfe wer sich ewig bindet. :D

P.S. ich benütze unter anderem das SL6 auch zum Gehegeabschuß, da es eine ZF-Schwenkmontage besitzt und man diese ohne Treffpunktänderung einfach auf- und absetzen kann. Ohne steht einem dann ein sehr lange Visierlinie mit Lochkimme zur Verfügung.

schastar
31.07.2009, 06:28
Also einen 300m Stand kenne ich nicht einmal.

Mir reicht ein Schießprügel mit dem ich hobbymäßig ein bißchen auf 100m schießen kann.
Meisterschaftsambitionen habe ich eh nicht.

Deshalb würde auch ein Ruger Mini, sofern das BDMP-zugelassen ist, reichen.

kauf dir lieber ein gut erhaltenes SL6, denn irgend wann wirst auch du gut Ergebnisse erzielen wollen.

P.S auch das SL7 ist sehr präzise, für ZG4 allerdings nicht wirklich geeignet.

franjo
31.07.2009, 06:53
Moin



........................Ich kenne den deutschen Waffenmarkt zu wenig, aber in den USA hat man nach den obigen Kriterien in .223 die freie Auswahl. Selbst AK-Versionen werden hier fuer diese Zwecke in .223 angeboten.

Letztes Wochenende habe ich zum ersten Mal ein HK SL8 in den Haenden gehalten. Es soll sehr praezise schiessen, aber ich empfand das ganze Plastik des Schafts ein wenig klobig. Dies kann jedoch auch daran liegen, dass die Importbestimmungen der USA gewisse Anforderungen an den Schaft stellen. Leider sorgen diese Bestimmungen auch dafuer, dass der Kauf eines solchen Gewehres hier keinen Sinn macht.

Hier gibt es von Arsenal AK-Klone in .223, die nicht schlecht sein sollen.
Wenn ich die Preise recht im Kopf habe, kosten die <1000€

Das SL8 habe ich dieses Jahr öfters geschossen, das ist eine gute Waffe, auch wenn sie sonst Geschmackssache ist.
Das mit dem "Geschwürschaft ist hier auch so, als zivilausführung des G36 halt.

Viele Reservistenwettbewerbe werden mit dieser Waffe bestritten.


300 m gibts z.B. in Philippsburg.

Hast Du hierzu eine Adresse, oder einen Link.?

franjo

McDuff
31.07.2009, 08:01
Hast Du hierzu eine Adresse, oder einen Link.?

franjo

http://www.schiessanlage-philippsburg.de/

Stadtknecht
31.07.2009, 09:49
300 m gibts z.B. in Philippsburg.

Ist ein bißchen weit weg, ich wohne in NRW am Rande des Ruhrgebietes.

Stadtknecht
31.07.2009, 09:57
13494

Das obere ist ein Ljungman AG42, ein Halbautomat in 6,5 x 55. Schießt sich super weich und macht eine menge Spaß. Der Repetierzyklus ist verhältnismäßig langsam, verleichbat mit einem Styer AUG. Eine Waffe ohne ZF, was sich aber bei mir auch durchaus mal ändern kann, da ich keine Problem damit habe auch Sammlerwaffen umzubauen.

Darunter eine Erma, in .22lfb. ein echter Dosenkiller. Macht viel Spaß besonders wenn man in offenen Kurzwaffenständen schießen darf. Ideale Ziele: Dosen, Mun-Schachteln, etc.

Das untere, ein MAS 49, Kaliber 7,5 x 54.
Ähh, ja, was soll ich sagen...... der steht halt auch da.

13495

Oben hätten wir einen .30 Carbine mit ZF
Das Ding schießt, macht auch Spaß, kann mich aber nicht wirklich damit anfreunden.

Unten ein SL6.
Ich benütze ihn für ZG4. Top präzise, gut zu schießen und gefällt mir auch. Die ausgeworfenen Hülsen landen allerdings im Nirwana und sind fast nicht mehr zu gebrauchen falls man die überhaupt noch findet. Ich bin zwar Wiederlander, verwende allerdings meist Hirtenberger-Hülsen die danach leider weg sind.
Der Schaft ist meiner Meinung nach für große Schützen etwas zu kurz, auch fehlt es ihm am Gewicht um mit den M16-Klonen bei ZG4 noch locke mithalten zu könne. Bei diesen wird nämlich der Laufmantel einfach gegen einen Stahl ausgetauscht und schon hat man eine Waffe die liegt wie das sprichwörtliche Brett. Top Waffen gibt es dabei z.B. von Oberland Arms.
Toll sind auch die Sig, wie es sie einst von Waffen Kempf gab, heute werden sie von Hiendlmeier vertrieben.
Das AUG ist auch ein Spaß, aber leider nicht mher.

Aber wie schon von anderen erwähnt wurde, erst prüfe wer sich ewig bindet. :D

P.S. ich benütze unter anderem das SL6 auch zum Gehegeabschuß, da es eine ZF-Schwenkmontage besitzt und man diese ohne Treffpunktänderung einfach auf- und absetzen kann. Ohne steht einem dann ein sehr lange Visierlinie mit Lochkimme zur Verfügung.

Vielen Dank für Deine Bemühungen Schastar! :) :)

Ein paar der Gewehre kenne ich.

Das Ljungman hat mal jemand neben mir auf dem Stand neben mir geschossen.
Ich kann mich noch daran erinnern, daß er freudestrahlend irgendwelche dubiose Surplusmunition verschoß, die ganz entsetzlich stank und fürchterlich qualmte.

Das SL6 ist in der Tat eine Waffe, die mir auch gefallen könnte. Was ist das denn für ein Fleck im Abzugsbereich? Ein Fehler beim Fotografieren?

So weit ich weiß wird das SL 6 nicht mehr hergestellt, stattdessen gibt es das SL8, das anfangs nur mit einem häßlichen hellgrauen Schaft erhältlich war.

Ist das SL6 und das SL 8 eigentlich für die NRA-Disziplinen des BDMP zugelassen?
Weißt Du das zufällig?

schastar
31.07.2009, 10:48
Vielen Dank für Deine Bemühungen Schastar! :) :)

Ein paar der Gewehre kenne ich.

Das Ljungman hat mal jemand neben mir auf dem Stand neben mir geschossen.
Ich kann mich noch daran erinnern, daß er freudestrahlend irgendwelche dubiose Surplusmunition verschoß, die ganz entsetzlich stank und fürchterlich qualmte.
.......

Wer mit so was schießt, der kann nicht anders. :D


.......
Das SL6 ist in der Tat eine Waffe, die mir auch gefallen könnte. Was ist das denn für ein Fleck im Abzugsbereich? Ein Fehler beim Fotografieren?
.......

Das ist ein Anti-Rutsch-Tape für Außentreppen. Da ich nicht gerade der Waffen-Ästhet bin, wird rangeklebt oder geschraubt was hilft. Einige meiner sehen so aus. Tapes für Skateboards sind auch gut.


.......
So weit ich weiß wird das SL 6 nicht mehr hergestellt, stattdessen gibt es das SL8, das anfangs nur mit einem häßlichen hellgrauen Schaft erhältlich war.
.......

Ich hatte damals den Prototyp in der Hand, war hellauf begeistert, bis ich dann die Serienversion sah. Der Waffenhändler dachte ich hätte einen Geist gesehen so wie mir die Gesichtszüge entgleisten.


.......
Ist das SL6 und das SL 8 eigentlich für die NRA-Disziplinen des BDMP zugelassen?
Weißt Du das zufällig?

Bin nicht mehr so fleißig am Schießen, aber bei vielen Disziplinen sind die beiden zugelassen. Wichtig ist es immer ein aktuelles Handbuch des BDMP zu haben, oder online beim BDMP zu schauen.

Haspelbein
31.07.2009, 14:49
[...]
Hier gibt es von Arsenal AK-Klone in .223, die nicht schlecht sein sollen.
Wenn ich die Preise recht im Kopf habe, kosten die <1000€

Das SL8 habe ich dieses Jahr öfters geschossen, das ist eine gute Waffe, auch wenn sie sonst Geschmackssache ist.
Das mit dem "Geschwürschaft ist hier auch so, als zivilausführung des G36 halt.

Viele Reservistenwettbewerbe werden mit dieser Waffe bestritten.[...]

Interessant ist hier wieder einmal, wie sehr das unterschiedliche Waffenrecht die Wahl der Schusswaffe beeinflusst. Eine H&K SL8 faellt nach dem US-Recht unter strenge Importkontrollen, d.h. der Schaft muss eine gewisse Form, und es darf nur eine begenzte Magazinkapazitaet haben, und noch ein paar andere Dinge muessen modifiziert werden. Wuerde man das gleiche Gewehr in den USA herstellen, gaebe es diese Beschraenkungen nicht.

Wuerde ich den "Geschwuerschaft" beim SL8 in den USA austauschen, ohne andere Teile durch in den USA hergestellte Komponenten zu ersetzen, so waere es ein Verstoss gegen das US Waffenrecht, fuer den mir wahrscheinlich eine Gefaengnisstrafe drohte.

Aus diesem Grunde schiesst in diesen Disziplinen fast jeder eine AR, da die Patente fuer diese Waffe erloschen sind, es kaum Beschraenkungen gibt, und es in jedem Staat Firmen gibt, die hierfuer Komponenten herstellen. Abgesehen davon ist die AR herrlich modular aufgebaut.

Da ein Reparaturkit mit allen wahrscheinlichen Verschleissteilen fuer die Lebensdauer einer AR mich ca. $35 kostet, und man die Teile relativ leicht selbst austauschen kann, ist die AR hier wahrscheinlich das preiswerteste Gewehr in dieser Kategorie, das wettbewerbsfaehig ist.

Obwohl, der Kollege mit seiner aus bulgarischen Komponenten in den USA zusammengeschusterten AK in .223 schiess auf kurze Distanzen sehr gut, auch wenn das Ding staendig Flugrost ansetzt.

Misteredd
31.07.2009, 18:53
So, jetzt geht es wieder Ansitzen! Diesesmal auf einen Stoppelacker um einen Bock aufzulauern. :)

Sydneysider
31.07.2009, 19:05
Menschen brauchen keine Waffen - nur mehr Hirn !!!

Haspelbein
31.07.2009, 19:48
Menschen brauchen keine Waffen - nur mehr Hirn !!!

Du meinst ein Hirn beeindruckt die Wildsau?

Misteredd
31.07.2009, 21:47
Du meinst ein Hirn beeindruckt die Wildsau?

Nun, das sollte er mal im Maisacker mit der Bache ausdiskutieren!

Stadtknecht
01.08.2009, 10:17
Menschen brauchen keine Waffen - nur mehr Hirn !!!

Menschen haben schon immer Waffen gehabt, vom Faustkeil bis zum Schnellfeuergewehr.

franjo
01.08.2009, 17:44
Interessant ist hier wieder einmal, wie sehr das unterschiedliche Waffenrecht die Wahl der Schusswaffe beeinflusst. Eine H&K SL8 faellt nach dem US-Recht unter strenge Importkontrollen, d.h. der Schaft muss eine gewisse Form, und es darf nur eine begenzte Magazinkapazitaet haben, und noch ein paar andere Dinge muessen modifiziert werden. Wuerde man das gleiche Gewehr in den USA herstellen, gaebe es diese Beschraenkungen nicht.

Wuerde ich den "Geschwuerschaft" beim SL8 in den USA austauschen, ohne andere Teile durch in den USA hergestellte Komponenten zu ersetzen, so waere es ein Verstoss gegen das US Waffenrecht, fuer den mir wahrscheinlich eine Gefaengnisstrafe drohte.

Aus diesem Grunde schiesst in diesen Disziplinen fast jeder eine AR, da die Patente fuer diese Waffe erloschen sind, es kaum Beschraenkungen gibt, und es in jedem Staat Firmen gibt, die hierfuer Komponenten herstellen. Abgesehen davon ist die AR herrlich modular aufgebaut.

Da ein Reparaturkit mit allen wahrscheinlichen Verschleissteilen fuer die Lebensdauer einer AR mich ca. $35 kostet, und man die Teile relativ leicht selbst austauschen kann, ist die AR hier wahrscheinlich das preiswerteste Gewehr in dieser Kategorie, das wettbewerbsfaehig ist.

Obwohl, der Kollege mit seiner aus bulgarischen Komponenten in den USA zusammengeschusterten AK in .223 schiess auf kurze Distanzen sehr gut, auch wenn das Ding staendig Flugrost ansetzt.

In D ist das alle etwas anders.
Prinzipiell, falls ich richtig informiert bin, darf man die AK und AR Klone nur als Jäger oder Sammler (lustiges Wortspiel, nicht wahr.? ) erwerben.
Die AR Klone von z.b. OA sind echt klasse, nur nicht unbedingt preiswert. Wobei bei Jägern noch die lästige Sache mit den 2+1 dazukommt.X(

Die SL8 darf man m.W. als BDS Diszipin schießen und recht unkompliziert erwerben, irre Nummer.


Du meinst ein Hirn beeindruckt die Wildsau?

Ja, wenn man es ihr schnell genug entgegenwirft.:D


Nun, das sollte er mal im Maisacker mit der Bache ausdiskutieren!

Oder mit den Frischlingen.


Menschen haben schon immer Waffen gehabt, vom Faustkeil bis zum Schnellfeuergewehr.

Werkzeuge, Kollege, Werkzeuge.;)

Da ich beruflich neue Aufgaben annahm, werde ich in der nächsten Zeit seltener online sein. Nur zu Erklärung, warum ihr vielleich etwas läner auf meine dummen Sprüche warten müßt.;)

Rechtschreibfehler können sich unter Umständen aus einer Tastaturänderung ergeben. Nix mehr daitsch.

franjo

KA!SER
02.08.2009, 10:46
hab da mal ne frage und zwar wieviel muntion darf man ,als sportschütze,für jede waffe besitzen ?

habe ka

Stadtknecht
02.08.2009, 10:59
hab da mal ne frage und zwar wieviel muntion darf man ,als sportschütze,für jede waffe besitzen ?

habe ka

Sofern sie ordnungsgemäß gelagert ist, gibt es keine Beschränkung.

KA!SER
02.08.2009, 16:29
danke war mir nicht sicher nach den änderungen am waffengesetz hatte aber auch kein bock alles durch zu lesen hier fragen is einfacher ^^

Misteredd
03.08.2009, 13:20
Zum BDMP-Schießen.

Ich will nicht mehr als ca. 800 € ausgeben, es darf auch eine gebrauchte Waffe sein.

Wichtig ist nur Halbautomat und moderates Kaliber.

Hierzu wurde mir das StGW 57 empfohlen. Das gibt es jetzt in der Schweiz als Halbautomat und zu Stückkosten von 60,- bis 600,-- CHF (ich habe mich nicht verschrieben 60,-- CHF !!).

Das Kaliber ist das herkömmliche 7,5x55 also heftig.


http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr_57

Haspelbein
03.08.2009, 14:06
Hierzu wurde mir das StGW 57 empfohlen. Das gibt es jetzt in der Schweiz als Halbautomat und zu Stückkosten von 60,- bis 600,-- CHF (ich habe mich nicht verschrieben 60,-- CHF !!).

Das Kaliber ist das herkömmliche 7,5x55 also heftig.


http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr_57

Schade, sowas waere schoen, vor allen Dingen, da ich noch 7,5x55 im Keller habe. Mit den Importbeschraenkungen der USA, d.h. dem Nachbau des Verschluessgehaeuses, neuem Lauf usw. wird sowas leider nichts. :(

haihunter
03.08.2009, 16:06
Menschen brauchen keine Waffen - nur mehr Hirn !!!

Man braucht beides!:]

franjo
03.08.2009, 17:14
Moin

Angekommen in Nemesnep/Ungarn, stelle ich fest, es klappt mit dem Internet.
Alles wie gewohnt, ich konnte einfach einstöpseln, habe sogar DSL.

Die Wohnung ist okay, die Gesellschaft bisher auch.:D

Jetzt werde ich mir die örtlichen Wälder (das ist was anderes, als in Deutschland) anschauen, Kontakte habe ich schon vorher geknüpft.

franjo

Haspelbein
03.08.2009, 18:46
[...]
Jetzt werde ich mir die örtlichen Wälder (das ist was anderes, als in Deutschland) anschauen, Kontakte habe ich schon vorher geknüpft.
[...]

Dann ab in den Wald! Zeit im Internet kannst du auch daheim verbringen. ;)

McDuff
04.08.2009, 05:26
Hierzu wurde mir das StGW 57 empfohlen. Das gibt es jetzt in der Schweiz als Halbautomat und zu Stückkosten von 60,- bis 600,-- CHF (ich habe mich nicht verschrieben 60,-- CHF !!).

Das Kaliber ist das herkömmliche 7,5x55 also heftig.


http://de.wikipedia.org/wiki/Sturmgewehr_57

Das hätte ich auch gerne, soll ja eines der besten und präzisesten Sturmgewehre überhaupt sein. Leider hat da die Entwaffnerlobby den Daumen drauf. :(

Sydneysider
04.08.2009, 06:24
Menschen haben schon immer Waffen gehabt, vom Faustkeil bis zum Schnellfeuergewehr.

Und weil Menschen schon immer zu dämlich waren - mit ihrer Umwelt umzugehen - sollten sie auch weiterhin so blöd sein ? Zeigt eigentlich nur den Istzustand des menschlich kranken Gehirns an ... hatte ich auch nicht anders erwartet !!!

Misteredd
04.08.2009, 07:28
Das hätte ich auch gerne, soll ja eines der besten und präzisesten Sturmgewehre überhaupt sein. Leider hat da die Entwaffnerlobby den Daumen drauf. :(

Es wäre fast ein Grund in die Schweiz zu ziehen.

Die Sachlage ist so: Die StGW werden privatisiert, indem sie unumkehrbar in einen Halbautomaten umgebaut werden. Sie werden dann an den Wehrmann quasi verschenkt.

Die Nachfolgemodelle sind sogar in Deutschland für Privatpersonen als Halbautomat erhältlich.

Da das StGW 57 als Kriegswaffe gefertigt wurde, darf es nicht eingeführt werden. Würde man sich die Teile des Halbautomaten des StGW privat nachfertigen lassen, wäre es legal, obwohl sich die Waffenteil kein Deut unterscheiden.

Hier wiehert wieder ein weisses Pferd der unbedingt belehren und gängeln wollenden Amtsknechte.

franjo
04.08.2009, 09:06
Dann ab in den Wald! Zeit im Internet kannst du auch daheim verbringen. ;)

Moin

Dein Befehl war mein Wunsch.:D

Es war interessant im Wald, aber nun bin ich doch sehr müde.
Erste Eindrücke waren interessant. Die hier geführten Waffen auch. Ich sah das erste Mal eine FEG85, System Kal. in 7,62x39, Halbautomat. EInen Walthernachbau in 7,62 Browning, 44ger Nagants und einige Waffenumbauten auf Basis des 98K und des Gewehr 98.
Schöne Sachen dabei.
Heute muß ich im Laufe des Tages nach Lenti, meine Waffen abholen.
Ich habe die Mini14 und den Nagant Karabiner mitgenommen.
Die .223 ist auch hier recht verbreitet, und die 7.62 gibt es eh wie Sand am Meer.

franjo

Misteredd
04.08.2009, 09:20
Gibt es die Firma FEG übehaupt noch?

Gibt es in Ungarn gute und günstige Büchsenmacher oder Schäfter?

franjo
04.08.2009, 09:59
Gibt es die Firma FEG übehaupt noch? ?


Seit 2003 lautet der Namen FEGArmy Fegyvergyarto Kft, mit Sitz in Budapest.
Meines Wissens nach fertigt man dort nur noch Kurzwaffen, und natürlich richtige Artillerie.
Es soll gute Pistolen in 9mmPara und 45 ACP geben.



Gibt es in Ungarn gute und günstige Büchsenmacher oder Schäfter?

Gute auf jeden Fall, günstig hingegen ist eine Frage des Verständnisses.
Billig sind solche Arbeiten hier auf keinen Fall.

Als Westeuropäer kann ich hier preiswert wohnen und für einen Appel und ein Ei Essen gehen.

Ein gutes Abendessen mit Wein und Wasser kostet keine 10€. Dafür bin ich hier aber auch am Arsch der Welt.;)

Die Wohnung (65qm, 2 Zimmer, Innenbad ) die ich gemietet habe kostet 60000HUF, das sind etwas über 200€ incl. aller Nebenkosten, wie Strom, Wasser, Reinigung, Gas. Für einen Hunderter mehr werde ich mir ein kleines Häuschen suchen, falls das hier umfangreicher wird.

Messer und Waffen konnte man noch vor 10/12 Jahren sehr günstig bekommen, da diese Artikel international gefragt sind, haben sich die Preise sehr schnell angeglichen.

Jagdbeteiligungen ohne Erfolgsgarantie sind auch spottbillig. Für knappe 50€ kann ich hier ein Jahr jagen, muß jedoch noch pro Abschuß etwas zahlen.
Wieviel weiß ich noch nicht.

franjo

Misteredd
04.08.2009, 11:32
Seit 2003 lautet der Namen FEGArmy Fegyvergyarto Kft, mit Sitz in Budapest.
Meines Wissens nach fertigt man dort nur noch Kurzwaffen, und natürlich richtige Artillerie.
Es soll gute Pistolen in 9mmPara und 45 ACP geben.

Die FEG High Power soll hervorragend sein.

http://en.wikipedia.org/wiki/Browning_Hi-Power
http://www.transarms.de/transarms2n.html?page=kurzwaffen-einzel.html

Gute auf jeden Fall, günstig hingegen ist eine Frage des Verständnisses.
Billig sind solche Arbeiten hier auf keinen Fall.

Billig will niemand. Steh Du mit einer billigen Waffe einer annehmeden Sau gegenüber.

Als Westeuropäer kann ich hier preiswert wohnen und für einen Appel und ein Ei Essen gehen.

Und das auch noch in bester ungarischer kulinarischer Tradition, also hervorragend. Probier unbedingt die einheimischen Brände! Ein "Unicum" ist ein muss!

Ein gutes Abendessen mit Wein und Wasser kostet keine 10€. Dafür bin ich hier aber auch am Arsch der Welt.;)

Nun, das ist eher ein Vorteil als ein Nachteil. Endlich Ruhe!

Die Wohnung (65qm, 2 Zimmer, Innenbad ) die ich gemietet habe kostet 60000HUF, das sind etwas über 200€ incl. aller Nebenkosten, wie Strom, Wasser, Reinigung, Gas. Für einen Hunderter mehr werde ich mir ein kleines Häuschen suchen, falls das hier umfangreicher wird.

Da kannst Du es fast kaufen! Die Preise sollen äusserst im Keller sein. Da Ungarn auch wieder auf die BEine kommen wird, ist das auch eine Investition die sich lohnen könnte.

Messer und Waffen konnte man noch vor 10/12 Jahren sehr günstig bekommen, da diese Artikel international gefragt sind, haben sich die Preise sehr schnell angeglichen.

Also komme ich wieder zu spät!

Jagdbeteiligungen ohne Erfolgsgarantie sind auch spottbillig. Für knappe 50€ kann ich hier ein Jahr jagen, muß jedoch noch pro Abschuß etwas zahlen.
Wieviel weiß ich noch nicht.

franjo

Das ist interessant. Machst Du dort nur Urlaub oder willst Du Dich dort zu einem guten Stück niederlassen?

Misteredd
04.08.2009, 11:34
Seit 2003 lautet der Namen FEGArmy Fegyvergyarto Kft, mit Sitz in Budapest.
Meines Wissens nach fertigt man dort nur noch Kurzwaffen, und natürlich richtige Artillerie.
Es soll gute Pistolen in 9mmPara und 45 ACP geben.
franjo

Die sind seit 2004 bankrott.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fegyver_%C3%89s_G%C3%A9pgy%C3%A1r

franjo
04.08.2009, 12:04
Das ist interessant. Machst Du dort nur Urlaub oder willst Du Dich dort zu einem guten Stück niederlassen?

Ich habe dort einen Auftrag angenommen, und werde den Rest des Jahres dort arbeiten.
Brände kann ich keine ausprobieren, ich trinke keinen Schnaps.
Der ungarische Riesling ist aber ein Traumwein, und andere sowieso.

Eine Wohnung zu erwerben ist übrigens nicht ganz einfach. Ein Grundstück auf dem Land zu kaufen ist fast unmöglich, bzw. die damit verbundenen Bedingungen kaum/schwer erfüllbar.
Zumindest derzeit kommt das für mich nicht in Frage.

Ich finde Ungarn zwar landschaftlich schön, glaube aber nicht, daß ich in einem Land leben möchte, in dem ein Schlosser für 250€ 40 Stunden arbeitet, und der örtliche Kleinkriminelle mit seinem 5er BMW vor einem Cafe hockt, und seine Entschädigung wegen seiner verfolgten Vorfahren in Kaffee umsetzt.

Ungarn hat interessante Verpflichtungen gegenüber Romas (ich meine zumindest, die wären es), resultierend aus der Zeit des WK2


Die sind seit 2004 bankrott.

http://en.wikipedia.org/wiki/Fegyver_%C3%89s_G%C3%A9pgy%C3%A1r


Interessant, das wußte ich nicht.

franjo

Misteredd
04.08.2009, 12:14
Ich habe dort einen Auftrag angenommen, und werde den Rest des Jahres dort arbeiten.
Brände kann ich keine ausprobieren, ich trinke keinen Schnaps.
Der ungarische Riesling ist aber ein Traumwein, und andere sowieso.

Tokajer nicht vergessen. Der Unicum ist ein sehr guter Kräuter!

Eine Wohnung zu erwerben ist übrigens nicht ganz einfach. Ein Grundstück auf dem Land zu kaufen ist fast unmöglich, bzw. die damit verbundenen Bedingungen kaum/schwer erfüllbar.

Das ist vor zwei Wochen im Wege der Eu-Regelungen weggefallen.

Zumindest derzeit kommt das für mich nicht in Frage.

Ich finde Ungarn zwar landschaftlich schön, glaube aber nicht, daß ich in einem Land leben möchte, in dem ein Schlosser für 250€ 40 Stunden arbeitet, und der örtliche Kleinkriminelle mit seinem 5er BMW vor einem Cafe hockt, und seine Entschädigung wegen seiner verfolgten Vorfahren in Kaffee umsetzt.

So etwas haben wir hier auch, auch wenn dieser Abstand nicht so krass ist.

Ungarn hat interessante Verpflichtungen gegenüber Romas (ich meine zumindest, die wären es), resultierend aus der Zeit des WK2

Wir auch!

franjo

Zur ungarischen Küche stelle ich noch was ein.

Haspelbein
04.08.2009, 14:21
Ich muss gestehen, dass den US-Markt nach der FEG PA63 nicht viel erreichte. Dafuer ist die PA63 preisliche gesehen hier das Schlusslicht unter den Ostblockpistolen, und wird so um die $100 angeboten. Im Vergleich zu anderen Ostblockpistolen soll sie aber nicht so wahnsinnig toll sein.

Stadtknecht
04.08.2009, 15:46
Und weil Menschen schon immer zu dämlich waren - mit ihrer Umwelt umzugehen - sollten sie auch weiterhin so blöd sein ? Zeigt eigentlich nur den Istzustand des menschlich kranken Gehirns an ... hatte ich auch nicht anders erwartet !!!



Willst Du zurück in die Steinzeit? Wohl kaum.

Haspelbein
04.08.2009, 16:18
Und weil Menschen schon immer zu dämlich waren - mit ihrer Umwelt umzugehen - sollten sie auch weiterhin so blöd sein ? Zeigt eigentlich nur den Istzustand des menschlich kranken Gehirns an ... hatte ich auch nicht anders erwartet !!! [...]

a) Reduziere doch bitte Deinen Schriftsatz. Das ist zwar noch nicht "Arthas-Klasse", nervt aber doch ein wenig.

b) Dein Menschenbild ist arg negativ. Was hat dich denn so bitter gemacht?

c) Sollten die Menschen nicht mit ihrer Umwelt umzugehen wissen, so waere dies eher ein Argument gegen Menschen.

Misteredd
04.08.2009, 16:32
Willst Du zurück in die Steinzeit? Wohl kaum.


a) Reduziere doch bitte Deinen Schriftsatz. Das ist zwar noch nicht "Arthas-Klasse", nervt aber doch ein wenig.

b) Dein Menschenbild ist arg negativ. Was hat dich denn so bitter gemacht?

c) Sollten die Menschen nicht mit ihrer Umwelt umzugehen wissen, so waere dies eher ein Argument gegen Menschen.

Laßt den Troll doch bitte alleine meckern. Eine Diskussion lohnt sich nicht.

schastar
04.08.2009, 16:36
Und weil Menschen schon immer zu dämlich waren - mit ihrer Umwelt umzugehen - sollten sie auch weiterhin so blöd sein ? Zeigt eigentlich nur den Istzustand des menschlich kranken Gehirns an ... hatte ich auch nicht anders erwartet !!!




du könntest dich ja aufhängen, so als Symbol für alles Gute im Menschen. :D

Misteredd
05.08.2009, 15:40
Habe eben mein Mosin-Nagant M44 bekommen und ausführlich begutachtet. Die Verarbeitung ist viel besser, als ich es erwartet habe. Der Lauf blitzeblank und die Brünierung 100 % drauf. Das Ding ist wie neu und das nach 63 Jahren nach der Herstellung.

Haspelbein
05.08.2009, 15:44
Heute muss ich zum Amt, d.h. genauer dem lokalen Sheriff, um meinem Waffenschein verlaengern zu lassen. Als ich anrief, um mir einen Termin geben zu lassen, lief es ungefaehr so:

Haspelbein: "Hallo, ich bin Haspelbein, und will meinen Waffenschein verlaengern lassen."
Deputy: "Das ist fein, dazu brauchen sie A, B, und C."
H: "Hab ich alles, auch ein neues Foto?"
D: "Ja, leider. Das nehmen wir nicht selbst auf."
H: "Auch gut. Kann ich Mittwoch oder Donnerstag naechster Woche vorbeischauen?"
D: "Ja, sicher."
H: "Am Mittwoch, so am Nachmittag vielleicht?"
D: "Ja."
H: "Wann denn genau?"
D: "Suchen sie es sich aus."
H: "Dann sehen wir uns um 15.00 Uhr?"
D: "Ist gut, wir sehen uns dann."

Ist es bei einer deutschen Behoerde auch so zwanglos? ;)

Misteredd
05.08.2009, 15:46
Heute muss ich zum Amt, d.h. genauer dem lokalen Sheriff, um meinem Waffenschein verlaengern zu lassen. Als ich anrief, um mir einen Termin geben zu lassen, lief es ungefaehr so:

Haspelbein: "Hallo, ich bin Haspelbein, und will meinen Waffenschein verlaengern lassen."
Deputy: "Das ist fein, dazu brauchen sie A, B, und C."
H: "Hab ich alles, auch ein neues Foto?"
D: "Ja, leider. Das nehmen wir nicht selbst auf."
H: "Auch gut. Kann ich Mittwoch oder Donnerstag naechster Woche vorbeischauen?"
D: "Ja, sicher."
H: "Am Mittwoch, so am Nachmittag vielleicht?"
D: "Ja."
H: "Wann denn genau?"
D: "Suchen sie es sich aus."
H: "Dann sehen wir uns um 15.00 Uhr?"
D: "Ist gut, wir sehen uns dann."

Ist es bei einer deutschen Behoerde auch so zwanglos? ;)

Nein, und die haben nur ein Mal in der Woche nachmittags auf!

Haspelbein
05.08.2009, 15:46
Habe eben mein Mosin-Nagant M44 bekommen und ausführlich begutachtet. Die Verarbeitung ist viel besser, als ich es erwartet habe. Der Lauf blitzeblank und die Brünierung 100 % drauf. Das Ding ist wie neu und das nach 63 Jahren nach der Herstellung.

Das war bei meinem aehnlich, jedoch lag es daran, dass sie im Arsenal generalueberholt waren, bevor sie eingelagert wurden. Jedoch war ich besonders vom Schaft sehr angenehm ueberrascht.

Haspelbein
05.08.2009, 15:53
Nein, und die haben nur ein Mal in der Woche nachmittags auf!

Na, ich werde mal sehen, ob mir heute Deputy Ostermann wieder von seiner oesterreichischen Abstammung erzaehlt. ;)

Misteredd
05.08.2009, 15:55
Das war bei meinem aehnlich, jedoch lag es daran, dass sie im Arsenal generalueberholt waren, bevor sie eingelagert wurden. Jedoch war ich besonders vom Schaft sehr angenehm ueberrascht.

Jetzt fehlt nur noch Montage und Optik.

Haspelbein
05.08.2009, 16:01
Jetzt fehlt nur noch Montage und Optik.

Schiess ihn doch erst mal im Original. Dann weisst du, wieviel sich fuer Montage und Optik auszugeben lohnt. ;)

schastar
05.08.2009, 16:14
Heute muss ich zum Amt, d.h. genauer dem lokalen Sheriff, um meinem Waffenschein verlaengern zu lassen. Als ich anrief, um mir einen Termin geben zu lassen, lief es ungefaehr so:

Haspelbein: "Hallo, ich bin Haspelbein, und will meinen Waffenschein verlaengern lassen."
Deputy: "Das ist fein, dazu brauchen sie A, B, und C."
H: "Hab ich alles, auch ein neues Foto?"
D: "Ja, leider. Das nehmen wir nicht selbst auf."
H: "Auch gut. Kann ich Mittwoch oder Donnerstag naechster Woche vorbeischauen?"
D: "Ja, sicher."
H: "Am Mittwoch, so am Nachmittag vielleicht?"
D: "Ja."
H: "Wann denn genau?"
D: "Suchen sie es sich aus."
H: "Dann sehen wir uns um 15.00 Uhr?"
D: "Ist gut, wir sehen uns dann."

Ist es bei einer deutschen Behoerde auch so zwanglos? ;)

Ich persönlich kann mir nicht beschweren, im Gegenteil. Für meinen Mann im Landratsamt muß ich ein dickes Lob aussprechen. Besser könnte es nicht sein.

Anders sieht es bei mir aus wenn ich eine Baugenehmigung brauche. Da hab ich manchmal den Eindruck die halten von innen die Tür zu. Ich bin König im individuellen bauen. :D

Haspelbein
05.08.2009, 16:56
Ich persönlich kann mir nicht beschweren, im Gegenteil. Für meinen Mann im Landratsamt muß ich ein dickes Lob aussprechen. Besser könnte es nicht sein.[...]

Das freut mich zu hoeren. Hier kommt es sehr auf die Gemeinde und den Bundesstaat an. Ohio is allgemein relativ offen in dieser Hinsicht. Interessant ist, dass hier die meisten Verwaltungsaufgaben (gegen Gebuehr) der Polizei uebertragen werden. Das letzte Mal hatte ich einen guten Einblick in die lokalen Ausnuechterungszellen. ;)



Anders sieht es bei mir aus wenn ich eine Baugenehmigung brauche. Da hab ich manchmal den Eindruck die halten von innen die Tür zu. Ich bin König im individuellen bauen. :D

Ist hier komischerweise aehnlich. Sowas erfordert einen unheimlichen Aufwand, obwohl sie hier fast nur wollen, dass man eine Gebuehr bezahlt. Tut man dies, und schickt halbwegs vernuenftige Plaene ein, so geht das recht fix.

Misteredd
05.08.2009, 17:25
Schiess ihn doch erst mal im Original. Dann weisst du, wieviel sich fuer Montage und Optik auszugeben lohnt. ;)

Am Samstag ist er fällig.

Misteredd
05.08.2009, 17:26
Ich persönlich kann mir nicht beschweren, im Gegenteil. Für meinen Mann im Landratsamt muß ich ein dickes Lob aussprechen. Besser könnte es nicht sein.

Anders sieht es bei mir aus wenn ich eine Baugenehmigung brauche. Da hab ich manchmal den Eindruck die halten von innen die Tür zu. Ich bin König im individuellen bauen. :D

Das Problem sind die Öffnungszeiten - die sind mit nur einmal nachmittags arg schwierig zu erreichen, wenn es die Kreisverwaltung ist und man erst 40 km fahren muss, nur um dort zu sein.

schastar
05.08.2009, 17:39
Das Problem sind die Öffnungszeiten - die sind mit nur einmal nachmittags arg schwierig zu erreichen, wenn es die Kreisverwaltung ist und man erst 40 km fahren muss, nur um dort zu sein.

die unsren sind immer da, von Früh bis Abends.

Haspelbein
05.08.2009, 20:33
Bin jetzt gerade damit durch. Ich war 10 Minuten zu frueh, kam sofort dran, und war in 20 Minuten nach einem freundlichen Gespraech fertig. :D Wie schnell es jetzt weitergeht, haengt von einer Polizeibehoerde in Kalifornien ab. Aber damit muss ich mich nicht persoenlich auseinandersetzen.

franjo
05.08.2009, 20:41
Heute muss ich zum Amt, d.h. genauer dem lokalen Sheriff, um meinem Waffenschein verlaengern zu lassen. Als ich anrief, um mir einen Termin geben zu lassen, lief es ungefaehr so:

Haspelbein: "Hallo, ich bin Haspelbein, und will meinen Waffenschein verlaengern lassen."
Deputy: "Das ist fein, dazu brauchen sie A, B, und C."
H: "Hab ich alles, auch ein neues Foto?"
D: "Ja, leider. Das nehmen wir nicht selbst auf."
H: "Auch gut. Kann ich Mittwoch oder Donnerstag naechster Woche vorbeischauen?"
D: "Ja, sicher."
H: "Am Mittwoch, so am Nachmittag vielleicht?"
D: "Ja."
H: "Wann denn genau?"
D: "Suchen sie es sich aus."
H: "Dann sehen wir uns um 15.00 Uhr?"
D: "Ist gut, wir sehen uns dann."

Ist es bei einer deutschen Behoerde auch so zwanglos? ;)

Ja, wenn man sich den Angestellten gegenüber als nett erweist geht alles im Rahmen Mögliche.
Keine Arschkriecherei, keine Klugscheißerei vorausgesetzt.


Nein, und die haben nur ein Mal in der Woche nachmittags auf!

Nicht überall


Schiess ihn doch erst mal im Original. Dann weisst du, wieviel sich fuer Montage und Optik auszugeben lohnt. ;)

Korrekt.

franjo

Haspelbein
05.08.2009, 21:25
Am Samstag ist er fällig.

Hoert sich gut an. Das Ding ist auf jedenfall ein Heidenspass! Es sieht unscheinbar aus, bis es dann auf der Schiessbahn so richtig kracht. :D

McDuff
06.08.2009, 05:30
Mein Amt hats nicht so gerne wenn man da auftaucht. Die erledigen alles am liebsten per Post. Das allerdings klappt reibungslos und ohne Probleme. Nur die Jagdscheinverlängerung muss man, am besten nach formloser Voranmeldung, persönlich erledigen. Dauert dann aber nur 10 Minuten.

McDuff
06.08.2009, 05:31
Habe eben mein Mosin-Nagant M44 bekommen und ausführlich begutachtet. Die Verarbeitung ist viel besser, als ich es erwartet habe. Der Lauf blitzeblank und die Brünierung 100 % drauf. Das Ding ist wie neu und das nach 63 Jahren nach der Herstellung.

Viel Spaß damit. Die Dinger sind wirklich klasse! Hast du einen mit Schichtholzschaft bekommen?

Misteredd
06.08.2009, 07:06
Hoert sich gut an. Das Ding ist auf jedenfall ein Heidenspass! Es sieht unscheinbar aus, bis es dann auf der Schiessbahn so richtig kracht. :D

Stimmt, die sind im ersten Eindruck ziemlich "klein".


Viel Spaß damit. Die Dinger sind wirklich klasse! Hast du einen mit Schichtholzschaft bekommen?

Nein, ein Vollholzschaft. Verarbeitung aber sehr gut.

Misteredd
06.08.2009, 17:25
Viel Spaß damit. Die Dinger sind wirklich klasse! Hast du einen mit Schichtholzschaft bekommen?


Wenn der gut ist versuch ich auch mal die Langversion. Die Munition ist sehr preiswert.

Haspelbein
06.08.2009, 17:29
Wenn der gut ist versuch ich auch mal die Langversion. Die Munition ist sehr preiswert.

Stimmt, die Mun ist wirklich preiswert. Davon habe ich noch ein oder zwei Munitionskisten im Keller. Jedoch muss man ein wenig aufpassen: Viele der Angebote haben (leicht) korrosive Zuender.

Misteredd
06.08.2009, 17:32
Nun, ich habe mir jetzt Sellier&Berlot geholt - surplus. Die sehen aus wie neu.

Boxerzündung!

Haspelbein
06.08.2009, 17:45
Nun, ich habe mir jetzt Sellier&Berlot geholt - surplus. Die sehen aus wie neu.

Boxerzündung!

Aus welchem Jahrzehnt ist diese Munition denn?

McDuff
07.08.2009, 05:05
Der 91/30 ist prima. Gibts auch schon in sehr gutem Zustand für 150 Euronen. Gute Mun gibts, vor allem wenn man den kurzen M38 oder M44 auf der Drückjagd einsetzen will, als Teilmantel von Prvi Partizan.

Sydneysider
07.08.2009, 06:30
du könntest dich ja aufhängen, so als Symbol für alles Gute im Menschen. :D


Von jemandem mit deinem IQ - nehme ich grundsätzlich keinen Ratschlag an !

schastar
07.08.2009, 06:46
Von jemandem mit deinem IQ - nehme ich grundsätzlich keinen Ratschlag an !


Und das schreibt jemand der so was von sich gibt:


Und weil Menschen schon immer zu dämlich waren - mit ihrer Umwelt umzugehen - sollten sie auch weiterhin so blöd sein ? Zeigt eigentlich nur den Istzustand des menschlich kranken Gehirns an ... hatte ich auch nicht anders erwartet !!!



:D

Misteredd
07.08.2009, 10:31
Aus welchem Jahrzehnt ist diese Munition denn?

Keine Ahnung! Woran kann man das denn erkennen?

franjo
07.08.2009, 11:04
Keine Ahnung! Woran kann man das denn erkennen?

Moin

Hier werden sie geholfen:

http://7.62x54r.net/MosinID/MosinAmmoID.htm

:D

franjo

Misteredd
07.08.2009, 12:21
Moin

Hier werden sie geholfen:

http://7.62x54r.net/MosinID/MosinAmmoID.htm

:D

franjo

OK ok, da muss ich mich mal drin vertiefen.