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nethead
18.06.2008, 15:34
Kommt darauf an: Die urspruengliche Gatling Gun wird mit einer Handkurbel betrieben, und du darfst sie dir gerne herstellen. (Die meisten Bundesstaaten erlauben die private Wafferherstellung fuer den persoenlichen Bedarf.)

Moderne "Gatling Guns", die auf dem Rueckstossprinzip aehnlich anderer Maschinengewehre, oder motorisiert sind (Mini-Gun) fallen unter das Kriegswaffengesetz, und sie nur mit Ausnahmeregelungen zu haben.

Also wenn die Gattling älter als 50 Jahre ist darf ich sie besitzen aber nur wenn ohne Motor?! In welchem Bundesstaat wohnst du in den USA? Die Waffengesetze sind (zumindest Teilsweise) doch Angelegenheit des Bundesstaates, oder?

Ich kann mich entsinnen wie sich der Vermieter von nem Kumpel von mir in Nevada über Kalifornien und das kalifornische Waffengesetzt aufgeregt hat. Drei Formulare ausfüllen empfand er als untragbare Auflage nur um eine Waffe kaufen zu können :D

Auch wusste ich nicht das man in Nevada eine Erlaubniss braucht um eine Waffe verdeckt zu tragen. Ich habe mich mehrfach ueber Leute aufgereht die mit ner 45'er in der Fitnes-Bude der Wohnanlage rumliefen. Bis mir das dann mal jemand erklärt hat.

Über die deutsche Situation muss man sich wohl nicht lange untrehalten. Hier hat der Staat Angst vor bewaffneten Bürgern. Nicht ganz zu unrecht :))

McDuff
18.06.2008, 15:38
Was ist denn ein Kipphase?

Eine in drei vertikale Segmente unterteilte Metallzielscheibe in Hasenform , die mittels einer Zugvorrichtung mit regelbarer Geschwindigkeit auf dem Schießstand vor dem Schützen über eine Strecke von ca. 6 m vorbeibewegt wird. Der Schütze steht in einer Entfernung von ca. 35 m und hat 2-3 sekunden den Kipphasen zu treffen. So wird das Vorhalten geübt und man kann anhand der Position des oder der fallenden Segmente sehen wie vorgehalten wurde.
Viel heftiger ist der laufende Keiler (Papierscheibe) der mit der Kugel auf 50 m beschossen wird.

McDuff
18.06.2008, 15:41
Hat jemand schon mal Waffen selber gebaut? Sowas z.b. (http://www.amazon.de/Do-Yourself-Submachine-Gun-Lightweight/dp/0873648404). Bei Zugriff auf nen Dreher scheint mir das machbar zu sein.


Wenn man kein Büchsenmacher ist, ist das in Deutschland schwerstens illegal! In der Wehrkundlichen Sammlung Koblenz steht eine funktionstüchtige Miniaturgatling im Kal. .22 lfb die jemand gebaut hatte und die ihm beschlagnahmt wurde.

Haspelbein
18.06.2008, 15:45
Also wenn die Gattling älter als 50 Jahre ist darf ich sie besitzen aber nur wenn ohne Motor?! In welchem Bundesstaat wohnst du in den USA? Die Waffengesetze sind (zumindest Teilsweise) doch Angelegenheit des Bundesstaates, oder?

Nicht nur des Bundesstaates, sondern je nach Staat auch der Gemeinde. Die Gatling ohne Motor geht in sehr vielen Staaten, da sie fast voellig aus der Definition einer automatischen Waffe herausfaellt, da sie nicht vom Rueckstoss betrieben wird.

Ich wohne in Ohio, was fer die USA ein mittelpraechtiges Waffenrecht hat.



Ich kann mich entsinnen wie sich der Vermieter von nem Kumpel von mir in Nevada über Kalifornien und das kalifornische Waffengesetzt aufgeregt hat. Drei Formulare ausfüllen empfand er als untragbare Auflage nur um eine Waffe kaufen zu können :D

Ich habe in Kalifornien gelebt, und es ist unertraeglich. Da kaufe ich mir in Ohio lieber eine Waffe auf dem Flohmarkt.



Auch wusste ich nicht das man in Nevada eine Erlaubniss braucht um eine Waffe verdeckt zu tragen. Ich habe mich mehrfach ueber Leute aufgereht die mit ner 45'er in der Fitnes-Bude der Wohnanlage rumliefen. Bis mir das dann mal jemand erklärt hat.

Warum regte dich denn das auf? Ja, in Nevada braucht man eine Erlaubnis zum vedeckten Tragen. Nur in Alaska und Vermont kann man das generell tun.



Über die deutsche Situation muss man sich wohl nicht lange untrehalten. Hier hat der Staat Angst vor bewaffneten Bürgern. Nicht ganz zu unrecht :))

Ist das eine Kritik am Staat oder an den Buergern? ;)

Haspelbein
18.06.2008, 15:47
Wenn man kein Büchsenmacher ist, ist das in Deutschland schwerstens illegal! In der Wehrkundlichen Sammlung Koblenz steht eine funktionstüchtige Miniaturgatling im Kal. .22 lfb die jemand gebaut hatte und die ihm beschlagnahmt wurde.

Schade. Damit kann man so viel Spass haben. :D

McDuff
18.06.2008, 15:49
Es reicht i.d.R. schon Munition mit Stahlmantel oder Stahlkern (aber ohne Tungstenkern), die im westlichen Raum mit gruener Spitze gezeichnet waere. (Ich habe aehnliche tschechische Munition, die eine silbrige Spitze hat.) Die 7.62x54R ist nicht energiereicher als z.B. eine 7.62x51, jedoch sind Flakwesten einfach keine kugelsicheren Westen.

Die 7.62x54R wird halt verwendet, da Gewehre und Muntion in diesem Kaliber im Ueberfluss auf dem Weltmarkt vorhanden sind.


Stimmt und die Munition wird auch immer weiter produziert auch für Schützen und gerade im Norden auch für Jäger. In sehr guter Qualität übrigens von der Fa. Prvi Partizan aus Serbien.

Haspelbein
18.06.2008, 16:03
Stimmt und die Munition wird auch immer weiter produziert auch für Schützen und gerade im Norden auch für Jäger. In sehr guter Qualität übrigens von der Fa. Prvi Partizan aus Serbien.

Ja, Prvi Partizan ist auch in den USA sehr beliebt, besonders wenn es um Jagdmunition fuer alte Militaerkaliber oder europaeische Jagdkaliber geht.

Letztendlich stimme ich dir zu: Scharfschuetzen und Jagdkaliber (und Munition) sind letztendlich nicht voneinander zu trennen.

Misteredd
18.06.2008, 17:12
Hat jemand schon mal Waffen selber gebaut? Sowas z.b. (http://www.amazon.de/Do-Yourself-Submachine-Gun-Lightweight/dp/0873648404). Bei Zugriff auf nen Dreher scheint mir das machbar zu sein.

Erstaunlich dass das geht.

Unter Heimwerken hatte ich mir bislang ganz anderes vorgestellt.

Haspelbein
18.06.2008, 17:19
Erstaunlich dass das geht.

Unter Heimwerken hatte ich mir bislang ganz anderes vorgestellt.

Der P229 konnte man am leicht unterschiedlichen Aussehen (Der Rahmen war ca. 1 mm zu weit gefertigt, aber er hatte die Schienen passend gefraest.) anmerken, dass sie keine original Sig Sauer war. Jedoch hat mein Kumpel auf sehr enge Toleranzen gefertigt, und die Kopie lies bezueglich der Praezision nichts zu wuenschen uebrig.

In den USA ist der Eigenbau noch etwas einfach, da weniger Teile einer Schusswaffe unter das Waffenrecht fallen.

Stadtknecht
18.06.2008, 17:32
Eine in drei vertikale Segmente unterteilte Metallzielscheibe in Hasenform , die mittels einer Zugvorrichtung mit regelbarer Geschwindigkeit auf dem Schießstand vor dem Schützen über eine Strecke von ca. 6 m vorbeibewegt wird. Der Schütze steht in einer Entfernung von ca. 35 m und hat 2-3 sekunden den Kipphasen zu treffen. So wird das Vorhalten geübt und man kann anhand der Position des oder der fallenden Segmente sehen wie vorgehalten wurde.
Viel heftiger ist der laufende Keiler (Papierscheibe) der mit der Kugel auf 50 m beschossen wird.

Das ist aber eher etwas für Jäger, oder?

Misteredd
18.06.2008, 17:38
Der P229 konnte man am leicht unterschiedlichen Aussehen (Der Rahmen war ca. 1 mm zu weit gefertigt, aber er hatte die Schienen passend gefraest.) anmerken, dass sie keine original Sig Sauer war. Jedoch hat mein Kumpel auf sehr enge Toleranzen gefertigt, und die Kopie lies bezueglich der Praezision nichts zu wuenschen uebrig.

In den USA ist der Eigenbau noch etwas einfach, da weniger Teile einer Schusswaffe unter das Waffenrecht fallen.

Ich habe eben noch auf Amazon ein wenig herumgesehen. Dort gibt es Bauanleitungen für alles - insbesondere Maschinenpistole, 50er Sniper-Long-Range-Gun und natürlich die Homemade M16.

Ich schau mir diese Bücher gerne mal an.

Homemade Mossberg wäre eine tolle Überraschung.

Haspelbein
18.06.2008, 20:44
Ich habe eben noch auf Amazon ein wenig herumgesehen. Dort gibt es Bauanleitungen für alles - insbesondere Maschinenpistole, 50er Sniper-Long-Range-Gun und natürlich die Homemade M16.

Es gibt sehr viele Designs, deren Patente erloschen sind. Mehr will ich dazu gar nicht mal sagen.



Homemade Mossberg wäre eine tolle Überraschung.

Kommt drauf an, wer da ueberrascht wird. :D

McDuff
20.06.2008, 10:12
Das ist aber eher etwas für Jäger, oder?


Das stimmt schon. Aber es macht Spaß und wenn die Gelegenheit vorhanden ist, sollte man es einfach mal probieren.

Misteredd
20.06.2008, 12:29
Es gibt sehr viele Designs, deren Patente erloschen sind. Mehr will ich dazu gar nicht mal sagen.



Kommt drauf an, wer da ueberrascht wird. :D

Mutti - wer denn sonst ?

Aber so ein Ding für 400 € kaufen ist günstiger!

Stadtknecht
20.06.2008, 12:58
Das stimmt schon. Aber es macht Spaß und wenn die Gelegenheit vorhanden ist, sollte man es einfach mal probieren.

So einen Kipphasen zu treffen, stelle ich mir enorm schwierig vor.

Haspelbein
20.06.2008, 13:05
Mutti - wer denn sonst ?

Aber so ein Ding für 400 € kaufen ist günstiger!

Ja, ich hatte mir mal ueberlegt, mir einen AK-Bausatz zu kaufen, d.h. alle Teile einer ehemaligen jugoslawischen AK, mit Ausnahme der waffen- und importrechtlich relevanten Teile. Ein Baumark in meiner unmittelbaren Naehe vermietet die Presse, die ich fuer das Falten des Verschlussgehaeuses braeuchte.

Was man jedoch an Werkzeug und Zeitaufwand benoetigt, macht das Vorhaben nicht sonderlich attraktiv, es sei denn, man hat wirklich Freude am Basteln.

Haspelbein
20.06.2008, 13:06
So einen Kipphasen zu treffen, stelle ich mir enorm schwierig vor.

Einfach ist es nicht, besonders zuerst. Hat man es jedoch gelernt, wie man genau vorhaelt, so ist es nicht mehr so schwer. Jedoch muss ich McDuff zustimmen: Auf bewegte Ziele zu schiesen, die umkippen oder zerplatzen (Tontauben), ist einfach ein Heidenspass. ;)

Misteredd
20.06.2008, 13:53
Ja, ich hatte mir mal ueberlegt, mir einen AK-Bausatz zu kaufen, d.h. alle Teile einer ehemaligen jugoslawischen AK, mit Ausnahme der waffen- und importrechtlich relevanten Teile. Ein Baumark in meiner unmittelbaren Naehe vermietet die Presse, die ich fuer das Falten des Verschlussgehaeuses braeuchte.

Was man jedoch an Werkzeug und Zeitaufwand benoetigt, macht das Vorhaben nicht sonderlich attraktiv, es sei denn, man hat wirklich Freude am Basteln.

Es gibt Bausätze?

Haspelbein
20.06.2008, 14:21
Es gibt Bausätze?

Hmmm... ich will dir nicht zuviele Flausen in den Kopfe setzen. Aber ja, natuerlich.

Hier dazu ein Beispiel. (http://www.centuryarms.biz/proddetail.asp?prod=KI123B)

Haspelbein
21.06.2008, 18:54
Und noch etwas zum Thema: "Was tun, wenn die AK47 brennt? (http://www.youtube.com/watch?v=eNAohtjG14c)", oder: "Was hat ihm das Sofa denn angetan?" ?(

McDuff
23.06.2008, 06:32
So einen Kipphasen zu treffen, stelle ich mir enorm schwierig vor.

Der Kipphase ist ein beliebter Durchfaller in der Jägerprüfung, ist aber wirklich reine Übungssache. Wenn man den Bogen raus hat macht es Spaß. Genauso wie das Tontaubenschießen.
Was auch so ganz langsam wieder aus der Versenkung kommt ist das Sportschießen mit der alten Normalpatrone 8,15x46,5r (und anderen alten Sportpatronen). Das war das Kleinkaliber unserer Urgroßväter und wurde mit schweren (>5 kg) Scheibenbüchsen (Feuerstutzen) mit Kimme und Korn oder Dioptervisierung auf 175 und 300 m geschossen. Es ist nicht ganz so urwüchsig wie das Vorderladerschießen aber alleine die handwerkliche Qualität der Waffen und die Tüftelei dafür die Munition selbst zu optimieren sorgt für jede Menge Freude.

Haspelbein
23.06.2008, 14:24
[...] Es ist nicht ganz so urwüchsig wie das Vorderladerschießen aber alleine die handwerkliche Qualität der Waffen und die Tüftelei dafür die Munition selbst zu optimieren sorgt für jede Menge Freude.

Das schiessen mit alten Waffen hat sicherlich einen Reiz. Hier in den USA wird das Westernschiessen immer beliebter. Oftmals wird dies auch mit ganzen Fetivitaeten verbunden, und es ist sehr offensichtlich, wenn auf der Schiessbahn die pferdegezogenen Kutschen anrollen. :D

McDuff
23.06.2008, 15:46
Das schiessen mit alten Waffen hat sicherlich einen Reiz. Hier in den USA wird das Westernschiessen immer beliebter. Oftmals wird dies auch mit ganzen Fetivitaeten verbunden, und es ist sehr offensichtlich, wenn auf der Schiessbahn die pferdegezogenen Kutschen anrollen. :D


Westernschützen gibt es hier auch. Sogar wesentlich mehr als solche Schützen die mit alten Schützenwaffen aktiv sind. ?( Hier gibt es sogar eine Sportdisziplin die sich "Cowboy-Action" nennt. http://www.cas-germany.org/

Haspelbein
23.06.2008, 15:54
Westernschützen gibt es hier auch. Sogar wesentlich mehr als solche Schützen die mit alten Schützenwaffen aktiv sind. ?( Hier gibt es sogar eine Sportdisziplin die sich "Cowboy-Action" nennt. http://www.cas-germany.org/

Ja, die Cowboy-Action ist hier auch sehr beliebt. Ich wuerde "Cowboy Action" als eine Unterform des Western-Schiessens einordnen, d.h. sie bezieht sich auf "Single Action" Revolver und Schusswaffen. So fallen z.B. die Liebhaber der Schwarzpulver-Revolver aus der Zeit des Buergerkrieges in eine andere Untergruppe.

Manchmal wirkt das Cowboy-Action Schiessen auch ungewollt komisch, z.B. wenn sie von einem hoelzernen "Schaukelpferd" auf Ziele schiessen. Trotzdem wirken sie im Vergleich zu anderen Disziplinen sehr ausgelassen und froehlich, und ich verstehe den Reiz.

Stadtknecht
23.06.2008, 21:45
Der Kipphase ist ein beliebter Durchfaller in der Jägerprüfung, ist aber wirklich reine Übungssache. Wenn man den Bogen raus hat macht es Spaß. Genauso wie das Tontaubenschießen.
Was auch so ganz langsam wieder aus der Versenkung kommt ist das Sportschießen mit der alten Normalpatrone 8,15x46,5r (und anderen alten Sportpatronen). Das war das Kleinkaliber unserer Urgroßväter und wurde mit schweren (>5 kg) Scheibenbüchsen (Feuerstutzen) mit Kimme und Korn oder Dioptervisierung auf 175 und 300 m geschossen. Es ist nicht ganz so urwüchsig wie das Vorderladerschießen aber alleine die handwerkliche Qualität der Waffen und die Tüftelei dafür die Munition selbst zu optimieren sorgt für jede Menge Freude.

Ich gehe morgen wieder schießen, diesmal mit einem alten Militärgewehr.

Haspelbein
23.06.2008, 21:47
Ich gehe morgen wieder schießen, diesmal mit einem alten Militärgewehr.

Welches ist es denn? ;)

Stadtknecht
23.06.2008, 21:56
Welches ist es denn? ;)

Also der Bekannte meines Arbeitskollegen hat wohl mehrere Gewehre.

Ich weiß nicht, mit welchem ich schießen darf.

Wie gesagt, ich gehe erst zum zweiten Mal mit auf den Schießstand, letztens habe ich mit einer Walter 99 Pistole geschossen.

Haspelbein
24.06.2008, 00:56
Also der Bekannte meines Arbeitskollegen hat wohl mehrere Gewehre.

Ich weiß nicht, mit welchem ich schießen darf.

Wie gesagt, ich gehe erst zum zweiten Mal mit auf den Schießstand, letztens habe ich mit einer Walter 99 Pistole geschossen.

Diese alten Gewehre haben oftmals einen schoenen Charakter. Es rumpelt wenigstens noch so richtig, wenn man mit ihnen schiesst. Besonders wenn man den historischen Kontext ihres Einsatzes etwas kennt, ist es ein ziemlicher Spass.

McDuff
24.06.2008, 05:30
Ich gehe morgen wieder schießen, diesmal mit einem alten Militärgewehr.


Dann "Gut Treff" und viel Spaß.

Stadtknecht
24.06.2008, 08:57
Diese alten Gewehre haben oftmals einen schoenen Charakter. Es rumpelt wenigstens noch so richtig, wenn man mit ihnen schiesst. Besonders wenn man den historischen Kontext ihres Einsatzes etwas kennt, ist es ein ziemlicher Spass.

Jetzt mach mir aber keine Angst! :(

Stadtknecht
24.06.2008, 08:57
Dann "Gut Treff" und viel Spaß.

Vielen Dank,

ich werde berichten. :]

Haspelbein
24.06.2008, 13:09
Jetzt mach mir aber keine Angst! :(

Keine Angst junger Mann, es ist ein Heidenspass! ;) Es ist schon aufregend, wenn man ein Gewehr schiesst, dass vielleicht vor 60 oder 70 Jahren das erste Mal eingesetzt wurde, und Dinge "miterlebt" hat, die man sich so kaum noch vorstellen kann.

Stadtknecht
25.06.2008, 10:00
Keine Angst junger Mann, es ist ein Heidenspass! ;) Es ist schon aufregend, wenn man ein Gewehr schiesst, dass vielleicht vor 60 oder 70 Jahren das erste Mal eingesetzt wurde, und Dinge "miterlebt" hat, die man sich so kaum noch vorstellen kann.

Danke für den "jungen Mann" ! :cool2:

Stadtknecht
25.06.2008, 10:02
So, gestern habe ich mit einem englischen Enfield Gewehr aus dem letzten Kriege geschossen.
Meine Schulter tut etwas weh, aber es hat richtig Spaß gemacht.

Ich habe sogar getroffen, knapp 40 von 100 Ringen.

Ok, der Eigentümer des Gewehres schafft 80-90 von 100, aber ich war dennoch zufrieden.

McDuff
25.06.2008, 11:12
So, gestern habe ich mit einem englischen Enfield Gewehr aus dem letzten Kriege geschossen.
Meine Schulter tut etwas weh, aber es hat richtig Spaß gemacht.

Ich habe sogar getroffen, knapp 40 von 100 Ringen.

Ok, der Eigentümer des Gewehres schafft 80-90 von 100, aber ich war dennoch zufrieden.

Das freut mich ja zu hören. Hast du mit der offenen Visierung geschossen oder war ein Zielfernrohr montiert?

Stadtknecht
25.06.2008, 14:50
Das freut mich ja zu hören. Hast du mit der offenen Visierung geschossen oder war ein Zielfernrohr montiert?

Mit der offenen Visierung, allerdings hatte das Gewehr ein nachträglich montiertes Diopter.

Haspelbein
25.06.2008, 15:14
So, gestern habe ich mit einem englischen Enfield Gewehr aus dem letzten Kriege geschossen.
Meine Schulter tut etwas weh, aber es hat richtig Spaß gemacht.[...]

Ja, der Lee Enfield ist ein schoenes Gewehr, und ist auch sehr vernuenftig zu schiessen. Es freut mich hoeren, dass es Spass gemacht hat. Das mit der Schulter legt sich mit etwas Uebung. ;)

Stadtknecht
25.06.2008, 15:17
Ja, der Lee Enfield ist ein schoenes Gewehr, und ist auch sehr vernuenftig zu schiessen. Es freut mich hoeren, dass es Spass gemacht hat. Das mit der Schulter legt sich mit etwas Uebung. ;)

Dienstag gehe ich wieder schießen und vermutlich trete ich den Verein und die Dachorganisation BDMP ein, obwohl ich weder Polizist oder Soldat bin oder war.

Mal sehen, ob das funktioniert.

Haspelbein
25.06.2008, 16:12
Dienstag gehe ich wieder schießen und vermutlich trete ich den Verein und die Dachorganisation BDMP ein, obwohl ich weder Polizist oder Soldat bin oder war.

Mal sehen, ob das funktioniert.

Das ging aber sehr schnell! Dann herzlich willkommen im Club. ;)

Stadtknecht
25.06.2008, 16:31
Also die zwei Mal Schießen haben mir Spaß gemacht.
Auch wenn sich in dem Schießverein einige skurrile Typen tummeln, könnte Schießen eines meiner Hobbies werden.

Haspelbein
25.06.2008, 16:34
Also die zwei Mal Schießen haben mir Spaß gemacht.
Auch wenn sich in dem Schießverein einige skurrile Typen tummeln, könnte Schießen eines meiner Hobbies werden.

Das ist schoen zu hoeren. Was genau meinst du denn mit skurrilen Typen?

Stadtknecht
25.06.2008, 17:13
Das ist schoen zu hoeren. Was genau meinst du denn mit skurrilen Typen?

Einer erzählt so viel Blödsinn, daß er in die Psychiatrie gehört.

Ein anderer meint, in Waffenthemen die Weisheit mit der Kelle gefressen zu haben.

Der andere läuft in Klamotten aus den Neunzigern herum und kauft sich mal eben ein Präzisionsgewehr für 4000 €.

Der Rest erscheint relativ normal.

Haspelbein
25.06.2008, 18:18
Einer erzählt so viel Blödsinn, daß er in die Psychiatrie gehört.[...]

Wann koennen wir denn die ausserirdischen Besucher erwarten? ;)



Ein anderer meint, in Waffenthemen die Weisheit mit der Kelle gefressen zu haben.

Das ist leider recht haeufig anzutreffen. Einfach reden lassen und nicht weiter beachten.



Der andere läuft in Klamotten aus den Neunzigern herum und kauft sich mal eben ein Präzisionsgewehr für 4000 €.

Was ist daran falsch? :D



Der Rest erscheint relativ normal.

Dann ist ja alles gut! ;) Allerdings muss ich sagen, dass ich hauptsaechlich in privaten Clubs schiesse, wo ich mit der allgemeinen Oeffentlichkeit nicht viel zu tun habe. Ich bin schon froh, wenn ich ueberhaupt jemanden auf der Schiessbahn sehe, vor allen Dingen im Winter.

McDuff
26.06.2008, 05:47
Dienstag gehe ich wieder schießen und vermutlich trete ich den Verein und die Dachorganisation BDMP ein, obwohl ich weder Polizist oder Soldat bin oder war.

Mal sehen, ob das funktioniert.

Soweit ich weiss sollte das kein Problem sein. Gute Idee jedenfalls! :top:

Stadtknecht
26.06.2008, 09:57
Wann koennen wir denn die ausserirdischen Besucher erwarten? ;)



Das ist leider recht haeufig anzutreffen. Einfach reden lassen und nicht weiter beachten.



Was ist daran falsch? :D



Dann ist ja alles gut! ;) Allerdings muss ich sagen, dass ich hauptsaechlich in privaten Clubs schiesse, wo ich mit der allgemeinen Oeffentlichkeit nicht viel zu tun habe. Ich bin schon froh, wenn ich ueberhaupt jemanden auf der Schiessbahn sehe, vor allen Dingen im Winter.


Skurrile Typen gibt es wohl in jedem Verein.

Ich bin mal bei einem Lauftreff mitgelaufen, in dem es einige Marathon-Aspiranten gab. Derart grimmige, verbiesterte und engstirnige Menschen habe ich noch nie getroffen.

McDuff
26.06.2008, 11:09
Skurrile Typen gibt es wohl in jedem Verein.

Ich bin mal bei einem Lauftreff mitgelaufen, in dem es einige Marathon-Aspiranten gab. Derart grimmige, verbiesterte und engstirnige Menschen habe ich noch nie getroffen.

Das bringen Vereine, Parteien etc. halt mit sich. Ich habe sogar sehr skurile Kollegen. Aber man kann sich fernhalten und gut ist.

Stadtknecht
26.06.2008, 11:11
Das bringen Vereine, Parteien etc. halt mit sich. Ich habe sogar sehr skurile Kollegen. Aber man kann sich fernhalten und gut ist.

Das sehe ich auch so.

McDuff
26.06.2008, 11:18
An dieser Stelle möchte ich einmal John Moses Browning würdigen. Bei ihm handelt es sich meiner Meinung nach um den genialsten Waffenkonstrukteur aller Zeiten. Seine Entwicklungen auf dem Gebiet der Selbstlader sind mehr als bahnbrechend. Nur um einige seiner Schöpfungen zu nennen. FN 1900, Browning Auto 5, Winchester 1887, 1897 und Colt 1911. Alles Meilensteine in der Entwicklung der modernen Handfeuerwaffen und mit auch heute noch aktuellen Konstruktionsprinzipien.

Drache
26.06.2008, 13:39
...
Der andere läuft in Klamotten aus den Neunzigern herum und kauft sich mal eben ein Präzisionsgewehr für 4000 €.....

Das ist völlig normal! Ein Präzisiongewehr ist eben zeitlos tödlich!:))
Aber was bitte sind eigentlich Klamotten aus den 90ern?

Haspelbein
26.06.2008, 13:58
An dieser Stelle möchte ich einmal John Moses Browning würdigen. Bei ihm handelt es sich meiner Meinung nach um den genialsten Waffenkonstrukteur aller Zeiten. Seine Entwicklungen auf dem Gebiet der Selbstlader sind mehr als bahnbrechend. Nur um einige seiner Schöpfungen zu nennen. FN 1900, Browning Auto 5, Winchester 1887, 1897 und Colt 1911. Alles Meilensteine in der Entwicklung der modernen Handfeuerwaffen und mit auch heute noch aktuellen Konstruktionsprinzipien.

Dem wuerde ich zweilflos zustimmen, muss jedoch seine Browning Hi-Power mit hinzuziehen. (Auch wenn es Diskussionen darum gibt, wer alles an dem Design gearbeitet hat.) Die ueberwiegende Mehrheit der derzeitigen selbstladenden Faustfeuerwaffen basiert auf dem typischen Kipplauf.

Zudem wurden seine Designs wirklich in aller Welt, jenseits aller politischen Grenzen kopiert.

McDuff
26.06.2008, 15:19
Die HP wurde ja erst nach seinem Tode fertig. Aber die Konstruktionsgrundlagen stammen ganz klar von Browning selbst.
Die Auto 5 muß ihn ganz gut Hirnschmalz gekostet haben. Damals wurden ja noch sehr viele Schrotpatronen mit Schwarzpulver geladen und von den Papphülsen erst gar nicht zu reden. Aber er hat es tatsächlich hinbekommen, daß die Waffe funktioniert und 97 Jahre lang hergestellt wurde. Da Winchester diese Innovation nicht wollte, mußte er ja nach Belgien gehen um seine Ideen verwirklichen zu können.

Haspelbein
26.06.2008, 16:23
Und nun zu den Neuigkeiten: Der US-Surpreme Court bestaetigt das Recht auf den privaten Waffenbesitz (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,562300,00.html). Ich muss mir noch das noch im Detail durchsehen, aber das Waffenrecht in Washington, D.C. ist damit definitiv gekippt.

Egal wie man zu dieser Thematik steht, so ist dieses Urteil wichtig, da die Legislative versucht hat, eine in der Verfassung festgeschriebene buergerliche Freiheit umzudefinieren, und dem Volke zu entziehen.

Oder wie Antonin Scalia schrieb:


"Undoubtedly some think that the Second Amendment is outmoded in a society where our standing army is the pride of our nation, where well-trained police forces provide personal security and where gun violence is a serious problem," Scalia wrote. "That is perhaps debatable, but what is not debatable is that it is not the role of this court to pronounce the Second Amendment extinct."

McDuff
27.06.2008, 06:29
Und nun zu den Neuigkeiten: Der US-Surpreme Court bestaetigt das Recht auf den privaten Waffenbesitz (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,562300,00.html). Ich muss mir noch das noch im Detail durchsehen, aber das Waffenrecht in Washington, D.C. ist damit definitiv gekippt.

Egal wie man zu dieser Thematik steht, so ist dieses Urteil wichtig, da die Legislative versucht hat, eine in der Verfassung festgeschriebene buergerliche Freiheit umzudefinieren, und dem Volke zu entziehen.

Oder wie Antonin Scalia schrieb:

Das sind sehr gute Neuigkeiten. Es freut mich, daß die Amerikaner nicht entwaffnet werden und ihnen das Recht zur Verteidigung von Heim und Familie nicht von hoplophoben Politbonzen genommen wurde. :usa: :klatsch:

Haspelbein
27.06.2008, 13:08
Das sind sehr gute Neuigkeiten. Es freut mich, daß die Amerikaner nicht entwaffnet werden und ihnen das Recht zur Verteidigung von Heim und Familie nicht von hoplophoben Politbonzen genommen wurde. :usa: :klatsch:

Ist "hoplophob" eigentlich im Deutschen ein gebraeuchlicher Ausdruck? Im Englischen ist er eher unbekannt.

McDuff
30.06.2008, 06:02
Ist "hoplophob" eigentlich im Deutschen ein gebraeuchlicher Ausdruck? Im Englischen ist er eher unbekannt.

Ich glaube diese Krankheit brach zuerst in Deutschland aus. Wirklich umgangssprachlich ist der Ausdruck nicht. Aber er wird in Diskussionen um die dauernden Verschärfungen des Waffengesetzes immer gebräuchlicher weil man die irrationalen Entscheidungen mancher Politiker sonst kaum erklären kann.

Haspelbein
30.06.2008, 14:26
Ich glaube diese Krankheit brach zuerst in Deutschland aus. Wirklich umgangssprachlich ist der Ausdruck nicht. Aber er wird in Diskussionen um die dauernden Verschärfungen des Waffengesetzes immer gebräuchlicher weil man die irrationalen Entscheidungen mancher Politiker sonst kaum erklären kann.

Es ist definitiv eine Diskussion, die stark emotionalisiert gefuehrt wird. Das Waffenrecht muss oftmals als Pruegelknabe herhalten, wenn man sich nicht traut, andere Misstaende anzugehen, deren Loesung unpopulaere Massnahmen erfordern wuerden.

McDuff
30.06.2008, 16:52
Es ist definitiv eine Diskussion, die stark emotionalisiert gefuehrt wird. Das Waffenrecht muss oftmals als Pruegelknabe herhalten, wenn man sich nicht traut, andere Misstaende anzugehen, deren Loesung unpopulaere Massnahmen erfordern wuerden.

Wie zum Beispiel die Tatsache, daß die Zahl der illegalen Waffen nach Schätzungen der Experten die Zahl der legalen um ein vielfaches übersteigt. Darum die Legalwaffenbesitzer unter Druck zu setzen ist eine Idee die wohl nur von einem Politiker kommen kann. Purer Populismus und billiger Aktionismus ohne jegliche Wirkung.

Misteredd
30.06.2008, 17:00
Wie zum Beispiel die Tatsache, daß die Zahl der illegalen Waffen nach Schätzungen der Experten die Zahl der legalen um ein vielfaches übersteigt. Darum die Legalwaffenbesitzer unter Druck zu setzen ist eine Idee die wohl nur von einem Politiker kommen kann. Purer Populismus und billiger Aktionismus ohne jegliche Wirkung.

Solange man in jeder größeren Gemeinde für ein paar hundert € an eine scharfe Waffe kommen kann ist jede Verschärfung des Waffenrechts ohne positiven Effeckt.

McDuff
30.06.2008, 18:14
Solange man in jeder größeren Gemeinde für ein paar hundert € an eine scharfe Waffe kommen kann ist jede Verschärfung des Waffenrechts ohne positiven Effeckt.


Wenn unsere Politiker das endlich einmal begreifen würden, wäre das schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Stadtknecht
30.06.2008, 22:55
Morgen gehe ich wieder schießen.

Diesmal mit dem Revolver.

Ich werde berichten.

Haspelbein
01.07.2008, 13:10
Morgen gehe ich wieder schießen.

Diesmal mit dem Revolver.

Ich werde berichten.

Sehr schoen. Das Schiessen eines Revolvers hat irgendwie etwas urtuemliches, haengt aber sehr vom persoenlichen Geschmack ab. Ich persoenlich schiesse recht gerne mit ihnen, saeubere sie aber nur ungern. :D

McDuff
02.07.2008, 06:04
Sehr schoen. Das Schiessen eines Revolvers hat irgendwie etwas urtuemliches, haengt aber sehr vom persoenlichen Geschmack ab. Ich persoenlich schiesse recht gerne mit ihnen, saeubere sie aber nur ungern. :D


Kommt sich drauf an. Die kurzen leichten Revolver mit kleinen Griffen und Magnumkaliber sind nicht wiklich angenehm zu schießen und die Sportrevolver mit Läufen ab 6' recht unhandlich aber gut zu beherrschen. Mich erstaunt aber immer, wie präzise man damit schießen kann. Ein guter Kompromiss zwischen Handlichkeit und Handhabbarkeit ist meiner Meinung nach der leider nicht mehr produzierte Colt Python. Eine wirklich edle Waffe. :top:

Haspelbein
02.07.2008, 13:39
Kommt sich drauf an. Die kurzen leichten Revolver mit kleinen Griffen und Magnumkaliber sind nicht wiklich angenehm zu schießen und die Sportrevolver mit Läufen ab 6' recht unhandlich aber gut zu beherrschen. Mich erstaunt aber immer, wie präzise man damit schießen kann. Ein guter Kompromiss zwischen Handlichkeit und Handhabbarkeit ist meiner Meinung nach der leider nicht mehr produzierte Colt Python. Eine wirklich edle Waffe. :top:

Um fair zu sein, sieht es aber bei leichten halbautomatischen Pistolen nicht anders aus. Sie sind mit halbwegs kraeftiger Munition recht schwer zu schiessen.

Die Colt Python war wirklich gut, besonders was die Qualitaet anging. Ich habe mal ein Exemplar gesehen, dass von einem Deppen zerstoert wurde: Der erste Schuss enthielt kein Pulver, und der Zuender schob die Kugel in den Lauf. Das war bei den naechsten fuenf Schuss anders, und der Lauf "blaehte" sich foermlich auf, als sich die Kugeln in ihm verkeilten. Die Struktur der Waffe blieb jedoch intakt, und der Schuetze trotz grenzenloser Dummheit unverletzt.

Ansonsten wuerde ich die S&W Revolver in .357mag mit einem 6'' Lauf aber nicht ablehnen. Ruger Revolver sind etwas schwer, aber fuer $20 bis $30 kann man sie sich hier auseinandernehmen und nachpolieren lassen, dass ihr spaeterer Gebrauch eine wahre Freude ist.

Stadtknecht
02.07.2008, 15:33
Sooo, ich habe mit einem Smith & Wesson 586 geschossen.

Kaliber 357 Magnum und 38 Spezial.

Hat wie immer viel Spaß gemacht!

Haspelbein
02.07.2008, 15:37
[...]

Hat wie immer viel Spaß gemacht!

Das ist natuerlich die Hauptsache. Und wie gefallen dir Revolver im Vergleich zur Pistole? ;)

Stadtknecht
02.07.2008, 15:53
Das ist natuerlich die Hauptsache. Und wie gefallen dir Revolver im Vergleich zur Pistole? ;)

Mir hat die Pistole besser gefallen.

Aber Gewehrschießen dürfte eindeutig mein Favorit werden.

Haspelbein
02.07.2008, 20:24
Mir hat die Pistole besser gefallen.

Aber Gewehrschießen dürfte eindeutig mein Favorit werden.

Dann viel Spass. Versuche aber auch das Pistolenschiessen noch einmal. Welche Form des Gewehrschiessens soll es denn werden?

Stadtknecht
03.07.2008, 15:55
Dann viel Spass. Versuche aber auch das Pistolenschiessen noch einmal. Welche Form des Gewehrschiessens soll es denn werden?

Das kann ich noch nicht sagen, ich habe bis jetzt erst mit einem alten Enfield-Gewehr geschossen.

McDuff
04.07.2008, 06:21
Das kann ich noch nicht sagen, ich habe bis jetzt erst mit einem alten Enfield-Gewehr geschossen.

Wenn sich die Gelegenheit bietet, versuche einmal ein Schweizer Ordonanzgewehr. (G11, K11, K31 oder auch G96/11, G89).

Haspelbein
04.07.2008, 13:14
Wenn sich die Gelegenheit bietet, versuche einmal ein Schweizer Ordonanzgewehr. (G11, K11, K31 oder auch G96/11, G89).

Ach, lass ihn doch erst einmal das Schiessen lernen! :D

Wie sieht das eigentlich mit den Wettbwerben im Ordonnanzschiessen in Europa aus? Ich weiss, dass sich hier die Anschlaege in ihrer Form leicht vom reinen Kleinkaliber Scheibenschiessen unterscheiden.

-SG-
04.07.2008, 13:25
Sooo, ich habe mit einem Smith & Wesson 586 geschossen.

Kaliber 357 Magnum und 38 Spezial.

Hat wie immer viel Spaß gemacht!

Hier in Deutschland?

Stadtknecht
04.07.2008, 13:42
Hier in Deutschland?

Ja, ganz legal auf einem Schießstand.

-SG-
04.07.2008, 13:48
Ja, ganz legal auf einem Schießstand.

Hast Du aus beruflichen Gründen einen Waffenschein? Diabolo-Munition etc meintest Du ja wohl nicht...;)

Haspelbein
04.07.2008, 14:35
Hast Du aus beruflichen Gründen einen Waffenschein? Diabolo-Munition etc meintest Du ja wohl nicht...;)

Warum sollte er diesen brauchen? Wir reden hier vom Schiessen, nicht vom Besitz oder dem Fuehren von Waffen.

-SG-
04.07.2008, 20:23
Ich bin schlecht gebildet was scharfe Waffen angeht, gibt es da spezielle Schießstände dafür, mit behördlicher Aufsicht etc.? Ich dachte, die meisten herkömmlichen arbeiteten lediglich mit Luftdruckwaffen.

Haspelbein
04.07.2008, 22:32
Ich bin schlecht gebildet was scharfe Waffen angeht, gibt es da spezielle Schießstände dafür, mit behördlicher Aufsicht etc.? Ich dachte, die meisten herkömmlichen arbeiteten lediglich mit Luftdruckwaffen.

Auch wenn ich mich mit dem US-Waffenrecht deutlich besser auskenne, so erinnere ich mich in Deutschland hauptsaech an Kleinkaliberwaffen. Jedoch ist das deutsche Waffenrecht relativ liberal, was den Typus der Waffe angeht, solange es keine Militaerwaffe ist, und zu Sportzwecken genutzt wird.

Um eine Waffe eines Vereins oder eines rechtmaessigen Waffenbesitzers unter Aufsicht zu benutzen, bedarf es meines Wissens nicht allzuviel.

Manfred_g
05.07.2008, 00:24
...

Um eine Waffe eines Vereins oder eines rechtmaessigen Waffenbesitzers unter Aufsicht zu benutzen, bedarf es meines Wissens nicht allzuviel.

So ist es auch. Es ist ein Mindestalter für Schütze und Aufsicht erforderlich (leg mich bitte nicht fest, wo dieses nun liegt) und der Schießstand braucht meines Wissens nach in gewissen Zeitabständen eine Abnahme durch einen Sachverständigen.

Stadtknecht
05.07.2008, 08:23
Hast Du aus beruflichen Gründen einen Waffenschein? Diabolo-Munition etc meintest Du ja wohl nicht...;)

Nein ich habe weder Waffenschein, noch Waffenbesitzkarte, noch Waffen.

Ich war als Gastschütze mit auf dem Schießstand und die Waffe mit der ich geschossen habe, gehört einem Vereinsmitglied.

McDuff
05.07.2008, 12:30
Ach, lass ihn doch erst einmal das Schiessen lernen! :D

Wie sieht das eigentlich mit den Wettbwerben im Ordonnanzschiessen in Europa aus? Ich weiss, dass sich hier die Anschlaege in ihrer Form leicht vom reinen Kleinkaliber Scheibenschiessen unterscheiden.


Hier mal ein paar Infos zum Ordonanzschießen:

http://www.fsg-oberguenzburg.de/Ordonnanzschiessen-07.html

So ein Schweizer ist zum Lernen doch nicht schlecht, kostet nicht viel, Mun. ist erschwinglich und die Präzision ist bestens.

-SG-
05.07.2008, 12:33
Nein ich habe weder Waffenschein, noch Waffenbesitzkarte, noch Waffen.

Ich war als Gastschütze mit auf dem Schießstand und die Waffe mit der ich geschossen habe, gehört einem Vereinsmitglied.

Gute Sache, und da dürfen die alle diese Kaliber schießen? Wusste ich ernsthaft nicht. Ich hatte immer gedacht, da gehts nur um Luftdruckwaffen.

McDuff
05.07.2008, 12:35
Ich bin schlecht gebildet was scharfe Waffen angeht, gibt es da spezielle Schießstände dafür, mit behördlicher Aufsicht etc.? Ich dachte, die meisten herkömmlichen arbeiteten lediglich mit Luftdruckwaffen.

Die meisten Sportdisziplinen werden mit Kleinkaliberwaffen geschossen, sogar Biathlon. Es gibt aber noch, sofern ein Schießstand von 100m oder mehr vorhanden ist, die Möglichkeit, Großkalibergewehr, Ordonanzgewehr und auf entsprechenden Ständen mit der Flinte Tontauben zu schießen. Auch die Kurzwaffen bieten oberhalb des Kleinkalibers viele Möglichkeiten.

Haspelbein
05.07.2008, 12:55
Als Einstiegswaffe wuerde ich aber auf jeden Fall das Kleinkaliber empfehlen: Das Schiessen lernt sich wesentlich leichter und besser mit einem geringen Rueckstoss, die Munition ist wesentlich guenstiger, und die Lebensdauer der Kleinkaliberwaffen ist deutlich hoeher.

-SG-
05.07.2008, 13:15
OK, danke für Eure Infos. Ich probiere es im Moment noch mit CO2. Mal schauen, vielleicht komme ich irgendwann auf den Geschmack...

Manfred_g
05.07.2008, 14:11
OK, danke für Eure Infos. Ich probiere es im Moment noch mit CO2. Mal schauen, vielleicht komme ich irgendwann auf den Geschmack...

CO2 / Luftdruck hat auch seine Berechtigung, ist aber irgendwo "was anderes".
Es fehlt einfach der "Bums" der vielen Spaß macht. :D
Unter dem reinen Aspekt des sportlichen Präzisionsschießens aber gibt es auf 10m nix genaueres und es ist auch eine preisgünstige, sinnvolle Übung im Hinblick auf das Schießen mit "scharfen" Kurzwaffen.

Manfred_g
05.07.2008, 14:17
OK, danke für Eure Infos. Ich probiere es im Moment noch mit CO2. Mal schauen, vielleicht komme ich irgendwann auf den Geschmack...

Such dir einen Feuerschützenverein und frag nach, ob sie auch mal einen Neuling als Gastschützen mitschießen lassen. Den Rest solltest du dort erfahren.

Stadtknecht
06.07.2008, 11:03
Gute Sache, und da dürfen die alle diese Kaliber schießen? Wusste ich ernsthaft nicht. Ich hatte immer gedacht, da gehts nur um Luftdruckwaffen.

Ob es auf dem Stand eine Kaliberbegrenzung gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Ich habe auch jemanden gesehen, der mit einer dicken Desert Eagle Pistole geschossen hat.

Haspelbein
06.07.2008, 19:16
[...]
Ich habe auch jemanden gesehen, der mit einer dicken Desert Eagle Pistole geschossen hat.

Ich habe den Reiz der Desert Eagle nie so richtig verstanden. Sie hat in technischer Hinsicht als Gasdrucklader einen gewissen Reiz, ist jedoch durch ihr Gewicht und begrenzte Magazinkapazitaet fuer die meisten Anwendungen relativ unpraktisch.

Stadtknecht
06.07.2008, 19:47
Ich habe den Reiz der Desert Eagle nie so richtig verstanden. Sie hat in technischer Hinsicht als Gasdrucklader einen gewissen Reiz, ist jedoch durch ihr Gewicht und begrenzte Magazinkapazitaet fuer die meisten Anwendungen relativ unpraktisch.

Ich habe den Sinn und Zweck eines solchen Riesendings auch nicht verstanden.

Haspelbein
06.07.2008, 20:21
Ich habe den Sinn und Zweck eines solchen Riesendings auch nicht verstanden.

Das mit der Groesse geht fast noch, obwohl es die Anwendung als "tragbare" Pistole so ziemlich zunichte macht.

Ein anderes Problem ist, dass .357 mag und .44 mag Revolverkaliber sind, d.h. die Patronen Patronen haben einen Rand, und variieren je nach Hersteller zudem stark in Geschossgewicht und Energie, da Revolver in dieser Hinsicht kaum empfindlich sind.

Fuer die Desert Eagle bedeutet dies eine gewisse Munitionsempfindlichkeit.

Manfred_g
06.07.2008, 22:11
Ich habe den Sinn und Zweck eines solchen Riesendings auch nicht verstanden.

Die reine Lust an der Superlative würde ich sagen. Ohne praktische Bedeutung.

McDuff
07.07.2008, 07:26
Aber absolut Hollywood-tauglich :)
Wer will schon im Ernst den ganzen Tag zwo Kilo Pistole mit sich herumschleppen, wenn er nicht vorhat mit der 50 AE Panzerwesten zu knacken.
Ansonsten ist es einfach ein schönes Stück Technik genau wie die Riesenrevolver der Fa. Magnumresearch die bis (mindestens) 444 Marlin gehen.

Stadtknecht
07.07.2008, 08:54
Die reine Lust an der Superlative würde ich sagen. Ohne praktische Bedeutung.

Ja, sehe ich auch so.

Haspelbein
07.07.2008, 13:13
Hierzu eine etwas tragischkomische Geschichte:

Ich kannte einen Drogenfahnder, der in Richmond, CA taetig war. Wir schossen oefter mal auf der gleichen Schiessbahn, und das Geratter seiner HK MP5 sorgte natuerlich fuer Gespraechsstoff. Er war ein interessanter Mensch, der als Polizist haeufig seinen Frust darueber loswurde, dass der Normalbuerger sich nicht zur Kooperation mit der Polizei traue.

Richmond ist ein ziemlich uebles Pflaster, wo schon mal ohne ersichtlichen Grund eine Bushaltestelle mit einer AK zusammengeschossen wird. In einem Apartmenthaus mit Sozialwohnungen gab es einen Mord, und es war aussergewoehnlich, dass fuer den Mord das Kaliber .50 AE benutzt wurde.

Und hier der Witz: Die Nachbarn wollen nichts gehoert haben. Bei der typischen US-Bauweise mit Rigipsplatten muessten sie eigentlich immer noch das Sausen in den Ohren haben. :rolleyes:

MorganLeFay
07.07.2008, 14:41
Vielleicht haben die gerade selber rumgeballert, so dass es ihnen nciht auffiel. Feuergefechte mit den Nachbarn oder so.

Haspelbein
07.07.2008, 14:48
Vielleicht haben die gerade selber rumgeballert, so dass es ihnen nciht auffiel. Feuergefechte mit den Nachbarn oder so.

Wenn ein normaler Pistolenschuss nicht mehr auffaellt, bring die Desert Eagle in so einer Umgebung vielleicht den noetigen Respekt. X(

Stadtknecht
07.07.2008, 17:45
Hierzu eine etwas tragischkomische Geschichte:

Ich kannte einen Drogenfahnder, der in Richmond, CA taetig war. Wir schossen oefter mal auf der gleichen Schiessbahn, und das Geratter seiner HK MP5 sorgte natuerlich fuer Gespraechsstoff. Er war ein interessanter Mensch, der als Polizist haeufig seinen Frust darueber loswurde, dass der Normalbuerger sich nicht zur Kooperation mit der Polizei traue.

Richmond ist ein ziemlich uebles Pflaster, wo schon mal ohne ersichtlichen Grund eine Bushaltestelle mit einer AK zusammengeschossen wird. In einem Apartmenthaus mit Sozialwohnungen gab es einen Mord, und es war aussergewoehnlich, dass fuer den Mord das Kaliber .50 AE benutzt wurde.

Und hier der Witz: Die Nachbarn wollen nichts gehoert haben. Bei der typischen US-Bauweise mit Rigipsplatten muessten sie eigentlich immer noch das Sausen in den Ohren haben. :rolleyes:

Ist die MP 5 nicht auch bei der deutschen Polizei in Gebrauch?

Haspelbein
07.07.2008, 17:47
Ist die MP 5 nicht auch bei der deutschen Polizei in Gebrauch?

Ja, sie ist fast ueberall zu finden. Ich kannte mal eine sehr huebsche deutsche Polizistin, die mir von ihrer MP5 erzaehlte.

Sie ist halt sehr beliebt, da sie durch ihren modularen Aufbau in viele Variationen erhaeltlich ist, und zudem fuer eine zuschiessende Maschinenpistole eine sehr hohe Feuerrate hat.

McDuff
08.07.2008, 06:15
Wenn ein normaler Pistolenschuss nicht mehr auffaellt, bring die Desert Eagle in so einer Umgebung vielleicht den noetigen Respekt. X(

Kann schon sein, aber der Täter wird nun wohl taub sein.
Das finde ich ja auch immer an den Hollywoodschinken so lächerlich, wenn da Salvenweise größte Kaliber in Wohnungen verballert werden und den Akteuren der Krach nichts ausmacht. Normalerweise sollte denen das Trommelfell in Fetzen hängen.
Mal was anderes. Nicht nur das Benzin, auch die Mun. wird immer teurer. Letztens sah ich 20 Schuss 9,3x72R für 124,90 Euro. :(

Haspelbein
08.07.2008, 13:31
Kann schon sein, aber der Täter wird nun wohl taub sein.
Das finde ich ja auch immer an den Hollywoodschinken so lächerlich, wenn da Salvenweise größte Kaliber in Wohnungen verballert werden und den Akteuren der Krach nichts ausmacht. Normalerweise sollte denen das Trommelfell in Fetzen hängen. [...]

Bei solchen Kalibern braucht man in geschlossenen Raeumen nicht einmal Ohren, d.h. man fuehlt den Luftdruck im Magen, oder auch in der Nase. Ohne Gehoerschutz moechte ich sowas nicht erleben.



Mal was anderes. Nicht nur das Benzin, auch die Mun. wird immer teurer. Letztens sah ich 20 Schuss 9,3x72R für 124,90 Euro. :(

Ja, die Rohstoffpreise schlagen voll durch. Ueber $40 fuer eine 20er Packung kommt man hier aber selbst bei der Jagdmunition kaum. Meine Militaerkaliber kann man mit neuer Munition immer noch so um $0.20 pro Schuss schiessen, wenn man etwas sucht.

Stadtknecht
08.07.2008, 13:43
Mir haben bis jetzt 9mm und 45 Pistolen am besten gefallen.

Haspelbein
08.07.2008, 13:57
Mir haben bis jetzt 9mm und 45 Pistolen am besten gefallen.

Das verwundert mich jetzt. Wolltest du nicht mit dem Gewehrschiessen anfangen?

P.S.: Preislich gesehen gefaellt mir 9mm Luger auch sehr gut.

Stadtknecht
08.07.2008, 14:11
Das verwundert mich jetzt. Wolltest du nicht mit dem Gewehrschiessen anfangen?

P.S.: Preislich gesehen gefaellt mir 9mm Luger auch sehr gut.

Ja doch, Gewehrschießen hat mir bis bis jetzt am besten gefallen und gleich gehe ich wieder auf den Stand.

Aber von den Kurzwaffen sagen mir eher Pistolen als Revolver zu.

Haspelbein
08.07.2008, 14:27
Ja doch, Gewehrschießen hat mir bis bis jetzt am besten gefallen und gleich gehe ich wieder auf den Stand.

Aber von den Kurzwaffen sagen mir eher Pistolen als Revolver zu.

Auch dem Schiessstand waere ich jetzt auch gern, aber das muss wohl noch bis zum morgigen Tag warten. Aber McDuff hat hier einen sehr guten Punkt angesprochen: Bevor du dir ein Gewehr aussuchst, schaue dir erst einmal die Kosten fuer die Munition an. Sie variieren zwischen Kalibern z.T. ganz erheblich.

Stadtknecht
08.07.2008, 14:32
Auch dem Schiessstand waere ich jetzt auch gern, aber das muss wohl noch bis zum morgigen Tag warten. Aber McDuff hat hier einen sehr guten Punkt angesprochen: Bevor du dir ein Gewehr aussuchst, schaue dir erst einmal die Kosten fuer die Munition an. Sie variieren zwischen Kalibern z.T. ganz erheblich.

Danke für den Tipp.

Vermutlich wird es zunächst auf ein Militärgewehr hinauslaufen, das ein relativ preiswertes Kaliber verschießt.

Etwa ein Mosin-Nagant in 7,62 X 54 R.

Haspelbein
08.07.2008, 14:35
Danke für den Tipp.

Vermutlich wird es zunächst auf ein Militärgewehr hinauslaufen, das ein relativ preiswertes Kaliber verschießt.

Etwa ein Mosin-Nagant in 7,62 X 54 R.

Wahrscheinlich die preiswerteste Kombination fuer 7.62mm / .30 cal Gewehre ueberhaupt! ;)

McDuff
08.07.2008, 15:41
Mir haben bis jetzt 9mm und 45 Pistolen am besten gefallen.


Da kann ich dir die Marke Norinco empfehlen. Ist zwar aus China. Aber die 1911er Klone (9mm und/oder 45) sind aus sehr gutem Material gebaut, um die 200 € gebraucht erhältlich und mit relativ geringem Aufwand sporttauglich zu machen.

Mit einem Mosin-Nagant liegst du nicht falsch. Mit etwas Glück ist eine sehr gute Nachkriegsfertigung aus Polen oder Ungarn zu bekommen. Fast neuwertige russische Fertigungen habe ich vor einigen Tagen für 150 € gesehen.
Die finnischen Mosins sind mittlerweile leider sehr teuer geworden.

Mehr Informationen: http://mosinnagant.net/

McDuff
08.07.2008, 15:43
Bei solchen Kalibern braucht man in geschlossenen Raeumen nicht einmal Ohren, d.h. man fuehlt den Luftdruck im Magen, oder auch in der Nase. Ohne Gehoerschutz moechte ich sowas nicht erleben.



Ja, die Rohstoffpreise schlagen voll durch. Ueber $40 fuer eine 20er Packung kommt man hier aber selbst bei der Jagdmunition kaum. Meine Militaerkaliber kann man mit neuer Munition immer noch so um $0.20 pro Schuss schiessen, wenn man etwas sucht.

Langsam lohnt sich das Selberstopfen wieder. Wenn man bedenkt, daß eine gute Hülse mindestens 50 Mal brauchbar ist.

Haspelbein
08.07.2008, 16:32
Langsam lohnt sich das Selberstopfen wieder. Wenn man bedenkt, daß eine gute Hülse mindestens 50 Mal brauchbar ist.

Es kommt auf das Kaliber an, und der Zeitaufwand sollte ja auch beruecksichtigt werden. Fuer den Sportschuetzen lohnt es sich, da er seine Munition genau dem Gewehr/der Pistole anpassen kann.

Leider habe ich nicht die Zeit dazu. Ich kann 100 Schuss in 9mm Luger fuer $18.00 kaufen, was fuer mich kaum den Aufwand des Wiederladens rechtfertigt.

Wahrscheinlich geht es bei mir los, wenn ich irgendein altes Militaergewehr in einem exotischen Kaliber erwerbe, wie z.B. eine Arisaka.

Stadtknecht
08.07.2008, 17:37
Da kann ich dir die Marke Norinco empfehlen. Ist zwar aus China. Aber die 1911er Klone (9mm und/oder 45) sind aus sehr gutem Material gebaut, um die 200 € gebraucht erhältlich und mit relativ geringem Aufwand sporttauglich zu machen.

Mit einem Mosin-Nagant liegst du nicht falsch. Mit etwas Glück ist eine sehr gute Nachkriegsfertigung aus Polen oder Ungarn zu bekommen. Fast neuwertige russische Fertigungen habe ich vor einigen Tagen für 150 € gesehen.
Die finnischen Mosins sind mittlerweile leider sehr teuer geworden.

Mehr Informationen: http://mosinnagant.net/

Wo kauft man solche Waffen am besten?

Bei Frankonia?

Oder gibt es "Fachhändler"

McDuff
09.07.2008, 06:03
Es kommt auf das Kaliber an, und der Zeitaufwand sollte ja auch beruecksichtigt werden. Fuer den Sportschuetzen lohnt es sich, da er seine Munition genau dem Gewehr/der Pistole anpassen kann.

Leider habe ich nicht die Zeit dazu. Ich kann 100 Schuss in 9mm Luger fuer $18.00 kaufen, was fuer mich kaum den Aufwand des Wiederladens rechtfertigt.

Wahrscheinlich geht es bei mir los, wenn ich irgendein altes Militaergewehr in einem exotischen Kaliber erwerbe, wie z.B. eine Arisaka.


Du hast Recht. Bei den gängigen Kurzwaffenpatronen rechnet sich der Aufwand kaum. Bei Jagdmunition schon eher und bei Exotenkalibern auf jeden Fall. So kann man z.B. auch wieder Schwarzpulverhinterlader aktivieren.

McDuff
09.07.2008, 06:06
Wo kauft man solche Waffen am besten?

Bei Frankonia?

Oder gibt es "Fachhändler"

Wenn Frankonia vor Ort ist, einfach mal vorbeischauen. Oder mal die "local Dealer" abklappern oder eine Internetrecherche machen. Dann gibt es auch noch Auktionshäuser wie egun.de und Vermittler wie gebrauchtwaffenprofi.de

Haspelbein
09.07.2008, 15:59
Wenn Frankonia vor Ort ist, einfach mal vorbeischauen. Oder mal die "local Dealer" abklappern oder eine Internetrecherche machen. Dann gibt es auch noch Auktionshäuser wie egun.de und Vermittler wie gebrauchtwaffenprofi.de

Koennte er nicht auch einfach mal im Verein anfragen, ob jemand eine Waffe verkaufen moechte? Ich nehme mal an, der Transfer einer Gebrauchtwaffe durch einen Haendler sollte doch auch in Deutschland moeglich sein.

Stadtknecht
09.07.2008, 17:56
Erstmal brauche ich die WBK.

Bis dahin habe ich nich ein Jahr Zeit.

In den Schießsportverein und den Dachverband BDMP bin ich gestern offiziell eingetreten.

McDuff
10.07.2008, 05:54
Koennte er nicht auch einfach mal im Verein anfragen, ob jemand eine Waffe verkaufen moechte? Ich nehme mal an, der Transfer einer Gebrauchtwaffe durch einen Haendler sollte doch auch in Deutschland moeglich sein.


Klar geht das, aber wenn die WBK erstmal vorhanden ist, hat man freie Wahl.

McDuff
10.07.2008, 05:55
Erstmal brauche ich die WBK.

Bis dahin habe ich nich ein Jahr Zeit.

In den Schießsportverein und den Dachverband BDMP bin ich gestern offiziell eingetreten.


Gute Sache! :top:

Stadtknecht
10.07.2008, 10:11
Gute Sache! :top:

Eigentlich habe ich gestern nur die Mitgliedschaft beantragt.

McDuff
10.07.2008, 11:02
Eigentlich habe ich gestern nur die Mitgliedschaft beantragt.

Dann solltest du aber schon mit Vereinswaffen schießen können und auch im Verein Munition erwerben dürfen.

Stadtknecht
10.07.2008, 11:05
Dann solltest du aber schon mit Vereinswaffen schießen können und auch im Verein Munition erwerben dürfen.

Das mach ich ja schon.

Als Vereinswaffe haben wir einen Schwedenmauser, und eine Brünner 75 Pistole.

Ich darf aber auch mit den Waffen anderer Vereinsmitglieder schießen.

Haspelbein
10.07.2008, 13:18
Das mach ich ja schon.

Als Vereinswaffe haben wir einen Schwedenmauser, und eine Brünner 75 Pistole.

Ich darf aber auch mit den Waffen anderer Vereinsmitglieder schießen.

Versuche es mal mit der Schwedenmauser, es ist einer der besseren Mauservarianten. Es wurmt mich immer noch, dass ich keine gekauft habe, als sie vor einer Weile preiswert auf dem Markt waren.

McDuff
10.07.2008, 15:29
Das mach ich ja schon.

Als Vereinswaffe haben wir einen Schwedenmauser, und eine Brünner 75 Pistole.

Ich darf aber auch mit den Waffen anderer Vereinsmitglieder schießen.


Da hat der Verein eine gute Wahl getroffen! Beides eignet sich bestens.

McDuff
10.07.2008, 15:43
Versuche es mal mit der Schwedenmauser, es ist einer der besseren Mauservarianten. Es wurmt mich immer noch, dass ich keine gekauft habe, als sie vor einer Weile preiswert auf dem Markt waren.

Ja, der 94er Mauser (96er Schwede) war schon ok. ist aber nicht für starke Ladungen geeignet (für Sport egal) und kann einen, wenn das Schlößchen verdreht ist, vor große Rätsel stellen. Spätestens dann, wenn der Sicherungsflügel herausfällt weiß man denn ungefähr warum sich kein Schuß löst. ?( Ansonsten sind die Dinger hier noch mit gutem Lauf für ca. 250€ zubekommen, das Tunheden Visier (BDMP zugelassen) kommt noch mal mit ca. 150€ oder evtl. ein Söderin-Diopter mit ca. 100€ (falls zu bekommen). Damit ist man für einen Wettkampf gut gerüstet.
Die Schweden haben sowieso feine Sachen gebaut. Die alte Dienstpistole 1907 (FN Brownning 1903) von Husqvarna kann sich in ihrer Verarbeitung und Qualität mit den Besten messen. Ein 22 lfb Husqvarna Sakrat Einzellader gibt immer noch ein feines KK-Gewehr ab.

Haspelbein
10.07.2008, 16:20
Ja, der 94er Mauser (96er Schwede) war schon ok. ist aber nicht für starke Ladungen geeignet (für Sport egal) und kann einen, wenn das Schlößchen verdreht ist, vor große Rätsel stellen. Spätestens dann, wenn der Sicherungsflügel herausfällt weiß man denn ungefähr warum sich kein Schuß löst. ?( Ansonsten sind die Dinger hier noch mit gutem Lauf für ca. 250€ zubekommen, das Tunheden Visier (BDMP zugelassen) kommt noch mal mit ca. 150€ oder evtl. ein Söderin-Diopter mit ca. 100€ (falls zu bekommen). Damit ist man für einen Wettkampf gut gerüstet.
Die Schweden haben sowieso feine Sachen gebaut. Die alte Dienstpistole 1907 (FN Brownning 1903) von Husqvarna kann sich in ihrer Verarbeitung und Qualität mit den Besten messen. Ein 22 lfb Husqvarna Sakrat Einzellader gibt immer noch ein feines KK-Gewehr ab.

Ja, die Schwedenmauser sind keine Jagdgewehre. Trotzdem waren sie in ihrer Verarbeitung sehr gut, und da sie keine Kriegseinsaetze sahen, sind sie generell in einem guten Zustand zu haben. Hier sind sie leider etwas teurer geworden, da derzeit keine Neuzugaenge bei den grossen Importhaendlern zu verzeichnen sind.

Mit der Dienstpistole 1907 und dem Husqvarna Sakrat Einzellader habe ich noch keine Bekanntschaft gemacht. Ich werde sie mir aber gerne auf Gunbroker oder aehnlichen Seiten anschauen. ;)

McDuff
11.07.2008, 05:57
Das ist eine gute Idee sich mal mit der noch preiswerten 1907 und dem Sakrat zu befassen welches hier noch unter 100 Euronen erhältlich ist.
Was die Jagd angeht, so ist es in den nörlichen Staaten Europas so, daß die 6,5x55 durchaus erfolgreich zur Elchjagd eingesetzt wird. Ich hätte da allerdings große Bedenken und hielte die 30-06 oder besser noch die 8x68S für angebrachter.

Haspelbein
11.07.2008, 15:20
Das ist eine gute Idee sich mal mit der noch preiswerten 1907 und dem Sakrat zu befassen welches hier noch unter 100 Euronen erhältlich ist.
Was die Jagd angeht, so ist es in den nörlichen Staaten Europas so, daß die 6,5x55 durchaus erfolgreich zur Elchjagd eingesetzt wird. Ich hätte da allerdings große Bedenken und hielte die 30-06 oder besser noch die 8x68S für angebrachter.

6.5x55 fuer die Elchjagd? Alter Schwede! :D Das waere in einigen Bundesstaaten hier schon am Rande der Legalitaet. Die .30-06 wird allgemein als die Mindestanforderung betrachtet, und von da ab unterscheiden sich die Jagdkaliber in den USA von Europa erheblich, d.h. man hat die klassischen .300 Win Mag oder .338 Mag, aber auch die neuen Short Magnum Kaliber.

Dann gibt es hier auch noch die ganzen Versionen fuer die Unterhebelrepetierer, die durchaus fuer groesseres Wild eingesetzt werden. Das ist eine besondere Erfahrung, da diese Gewehre relativ leicht sind. Meine Erfahrungen im Kaliber .444 Marlin waren da schon recht interessant.

McDuff
14.07.2008, 06:14
6.5x55 fuer die Elchjagd? Alter Schwede! :D Das waere in einigen Bundesstaaten hier schon am Rande der Legalitaet. Die .30-06 wird allgemein als die Mindestanforderung betrachtet, und von da ab unterscheiden sich die Jagdkaliber in den USA von Europa erheblich, d.h. man hat die klassischen .300 Win Mag oder .338 Mag, aber auch die neuen Short Magnum Kaliber.

Dann gibt es hier auch noch die ganzen Versionen fuer die Unterhebelrepetierer, die durchaus fuer groesseres Wild eingesetzt werden. Das ist eine besondere Erfahrung, da diese Gewehre relativ leicht sind. Meine Erfahrungen im Kaliber .444 Marlin waren da schon recht interessant.

Die 6,5x55 wird, wenn überhaupt, hier nur auf Rehwild verwendet. Hier ist immer noch die 8x57 im Einsatz, außerdem die 7x64 und bei Kipplaufwaffen oft die 7x65R. Die .308 findet man oft, auch wenn sie auf Hochwild etwas am Leistungslimit ist. Außerdem sieht man die .300 WinMag bei den zölligen Kalibern immer wieder.

Ab und an sieht man auch hier mal jemanden einen UHR auf der Jagd führen aber eher selten. Browning bietet am deutschen Markt einen UHR an. Kostet in 30-06 ca. 1000 Euro. Ansonsten sind alle möglichen UHR bei den Westernschützen zu sehen, selbst die chinesischen Nachbauten der Winchester 1887 Schrotflinte.

Haspelbein
14.07.2008, 14:52
Die 6,5x55 wird, wenn überhaupt, hier nur auf Rehwild verwendet. Hier ist immer noch die 8x57 im Einsatz, außerdem die 7x64 und bei Kipplaufwaffen oft die 7x65R. Die .308 findet man oft, auch wenn sie auf Hochwild etwas am Leistungslimit ist. Außerdem sieht man die .300 WinMag bei den zölligen Kalibern immer wieder.

Ab und an sieht man auch hier mal jemanden einen UHR auf der Jagd führen aber eher selten. Browning bietet am deutschen Markt einen UHR an. Kostet in 30-06 ca. 1000 Euro. Ansonsten sind alle möglichen UHR bei den Westernschützen zu sehen, selbst die chinesischen Nachbauten der Winchester 1887 Schrotflinte.

Ja, die .308 ist bei Hochwild so die aeusserste Grenze. Sie wird in den USA zur Jagd nicht so haeufig eingesetzt. Dies liegt aber z.T. an der Beliebtheit der .30-06. Fuer Rehwild werden dann gerne leichtere Kaliber, wie die .30-30 oder .270 Winchester benutzt.

Die Preise fuer die UHR sind in Deutschland dann aber relativ hoch. Besonders in .357 mag, .44 mag und .30-30 sind sie hier fast schon fuer einen "Appel und ein Ei" ($300) zu haben.

Ausser der 8x57 findet man hier jedoch kaum metrische Jagdkaliber.

Haspelbein
14.07.2008, 16:50
Apropo:

Es wird wieder Zeit, dass ich meine Weihnachtskarten von der NRA bestelle. Die Freude zum Fest steigt bei meinen pazifistisch-veranlagten Bekannten und Verwandten in Deutschland ins Unermessliche, wenn hinten auf der Weihnachtskarte das NRA-Logo prangt.

McDuff
15.07.2008, 07:35
Ja, die .308 ist bei Hochwild so die aeusserste Grenze. Sie wird in den USA zur Jagd nicht so haeufig eingesetzt. Dies liegt aber z.T. an der Beliebtheit der .30-06. Fuer Rehwild werden dann gerne leichtere Kaliber, wie die .30-30 oder .270 Winchester benutzt.

Die Preise fuer die UHR sind in Deutschland dann aber relativ hoch. Besonders in .357 mag, .44 mag und .30-30 sind sie hier fast schon fuer einen "Appel und ein Ei" ($300) zu haben.

Ausser der 8x57 findet man hier jedoch kaum metrische Jagdkaliber.


UHR sind hier hammerteuer! Selbst gebraucht geht kaum etwas unter 400 Euro für eine Waffe im Kurzwaffenkaliber. Anscheinend ist die Nachfrage hier größer als das Angebot.
Was hier dem klassischen Mausersystem Konkurrenz macht, sind modular aufgebaute Geradezugrepetierer wie die Blaser R93.

Haspelbein
15.07.2008, 14:28
UHR sind hier hammerteuer! Selbst gebraucht geht kaum etwas unter 400 Euro für eine Waffe im Kurzwaffenkaliber. Anscheinend ist die Nachfrage hier größer als das Angebot.
Was hier dem klassischen Mausersystem Konkurrenz macht, sind modular aufgebaute Geradezugrepetierer wie die Blaser R93.

Mich erstaunen diese Unterschiede immer wieder. Ein Geradezugrepetierer waere hier schweineteuer, und wird meines Wissens so gut wie nicht angeboten. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich den Sinn der Geradezugrepetierer bei Jagdkalibern nie verschanden. Mit einem normalen Bolzenverschluss habe ich schneller nachgeladen, als dass man nach dem Rueckstoss des Gewehres das Ziel wieder erfasst hat. Gerade hier haben die UHR im Kurzwaffenkaliber einen Vorteil, da der Rueckstoss einigermassen begrenzt ist, d.h. man kann die potentielle Geschwindigkeit des Verschlusses wirklich nutzen.

McDuff
16.07.2008, 05:59
Mich erstaunen diese Unterschiede immer wieder. Ein Geradezugrepetierer waere hier schweineteuer, und wird meines Wissens so gut wie nicht angeboten. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich den Sinn der Geradezugrepetierer bei Jagdkalibern nie verschanden. Mit einem normalen Bolzenverschluss habe ich schneller nachgeladen, als dass man nach dem Rueckstoss des Gewehres das Ziel wieder erfasst hat. Gerade hier haben die UHR im Kurzwaffenkaliber einen Vorteil, da der Rueckstoss einigermassen begrenzt ist, d.h. man kann die potentielle Geschwindigkeit des Verschlusses wirklich nutzen.

Der Sinn der auch hier sauteuren Geradezugrepetierer erschließt sich auch mir nicht. Wenn es um einen schnellen zweiten Schuß geht, ist man mit einer Doppelbüchse (leider auch teuer) in z.B. 9,3x74r oder einem Selbstlader immer besser bedient. Ansonsten ist der Zylinderverschluß (98 :top: ) was die Stabilität angeht, immer überlegen. Es handelt sich vielleicht auch um eine Modeerscheinung. ?(
Für Kurzwaffenkaliber ist hier die jagdliche Einsetzbarkeit stark begrenzt. Aber man sieht hier ab und an mal einen UHR in 45-70 auf der Drückjagd.

Haspelbein
16.07.2008, 16:03
Der Sinn der auch hier sauteuren Geradezugrepetierer erschließt sich auch mir nicht. Wenn es um einen schnellen zweiten Schuß geht, ist man mit einer Doppelbüchse (leider auch teuer) in z.B. 9,3x74r oder einem Selbstlader immer besser bedient. Ansonsten ist der Zylinderverschluß (98 :top: ) was die Stabilität angeht, immer überlegen. Es handelt sich vielleicht auch um eine Modeerscheinung. ?( [...]

Es ist tatsaechlich interessant, die "Moden" auf dem Waffenmarkt zu verfolgen, denn die Geschmaecker sind regional stark unterschiedlich, jedoch auf einem bestimmten Markt ebenfalls Schwankungen unterworfen. Ich nehme einmal an, dass es daran liegt, dass das Grundprinzip der Schusswaffen sich relativ langsam aendert, jedoch ein Uebermass an leichten Variationen des gleichen Prinzips vorliegt. Die Verwendung von Kunsstoffen bei Pistolen, oder die Verbesserung von halbautomatischen Schrotflinten sind echte Neuerungen, aber des Rest ist ein konstanter Austausch zwischen bereits existierenden Designs, die letztendlich genau den gleichen Zweck erfuellen.

Ich kann mich erinnern, dass die den USA in den 80er Jahren die Beretta 92 auf dem Pistolenmarkt der Favorit war. Heute kann man sie neu fuer $400 kaufen, obwohl die Verarbeitungsqualitaet immer noch sehr hoch ist. Revolver erlebten in den USA ebenfalls wieder eine Renaissance, obwohl sie in den 80er und fruehen 90er Jahren sehr wenig gekauft wurden.
Die Pump-Action wurde fast komplett aus dem Trap- und Skeetschiessen verdraengt, obwohl es sehr gute Modelle gab. (Letztendlich eine Folge der Entwicklung von besseren halbautomatischen Schrotflinten)
Allein bei den Jagdflinten gibt es in den USA eine extreme Konstanz, wenn man von den Modellbezeichnungen und Produktionsstandorten absieht.

Noch staerker als die Schusswaffen selbst, sind die Kaliber den Schwankungen des Marktes unterworfen.

Misteredd
17.07.2008, 17:20
Hat jemand schon mal Waffen selber gebaut? Sowas z.b. (http://www.amazon.de/Do-Yourself-Submachine-Gun-Lightweight/dp/0873648404). Bei Zugriff auf nen Dreher scheint mir das machbar zu sein.

Das Buch ist sehr gut. Das Ding kann man wirklich bauen. Der "Schweizer" weiß, was er tut!

McDuff
18.07.2008, 08:38
Es ist tatsaechlich interessant, die "Moden" auf dem Waffenmarkt zu verfolgen, denn die Geschmaecker sind regional stark unterschiedlich, jedoch auf einem bestimmten Markt ebenfalls Schwankungen unterworfen. Ich nehme einmal an, dass es daran liegt, dass das Grundprinzip der Schusswaffen sich relativ langsam aendert, jedoch ein Uebermass an leichten Variationen des gleichen Prinzips vorliegt. Die Verwendung von Kunsstoffen bei Pistolen, oder die Verbesserung von halbautomatischen Schrotflinten sind echte Neuerungen, aber des Rest ist ein konstanter Austausch zwischen bereits existierenden Designs, die letztendlich genau den gleichen Zweck erfuellen.

Ich kann mich erinnern, dass die den USA in den 80er Jahren die Beretta 92 auf dem Pistolenmarkt der Favorit war. Heute kann man sie neu fuer $400 kaufen, obwohl die Verarbeitungsqualitaet immer noch sehr hoch ist. Revolver erlebten in den USA ebenfalls wieder eine Renaissance, obwohl sie in den 80er und fruehen 90er Jahren sehr wenig gekauft wurden.
Die Pump-Action wurde fast komplett aus dem Trap- und Skeetschiessen verdraengt, obwohl es sehr gute Modelle gab. (Letztendlich eine Folge der Entwicklung von besseren halbautomatischen Schrotflinten)
Allein bei den Jagdflinten gibt es in den USA eine extreme Konstanz, wenn man von den Modellbezeichnungen und Produktionsstandorten absieht.

Noch staerker als die Schusswaffen selbst, sind die Kaliber den Schwankungen des Marktes unterworfen.


Ich glaube der deutsche Markt ist ein wenig konservativer. Beim Trap und Skeet sieht man fast aussschließlich Bockflinten hoher Qualität. Tendenzen bei teuren Kipplaufwaffen für dieHags gehen allerdings klar zum Kippblockverschluß (Jägerverschluß) der bei hoher Stabilität eine klassische Linienführen ermöglicht. Bei den Pistolen scheint sich so langsam das Polymergriffstück durchzusetzen obwohl immer noch viele Benutzer Stahl bevorzugen. Bei Kalibern scheint es regionale Vorlieben zu geben. In manchen Gegenden wird man mit den zölligen Kalibern schief angesehen. Genauso wie das Kaliber 12 lange als "Bauernkaliber" galt.
Ganz neu ist das Krieghoff Semprio System, was mir eine Kombination aus Vorderschaft- und Geradezugrepetierer zu sein scheint. ?( Sollte man sich mal ansehen. Aber es wird wohl nie mehr als ein Exot bleiben.

Haspelbein
18.07.2008, 13:18
Ich glaube der deutsche Markt ist ein wenig konservativer. Beim Trap und Skeet sieht man fast aussschließlich Bockflinten hoher Qualität. Tendenzen bei teuren Kipplaufwaffen für dieHags gehen allerdings klar zum Kippblockverschluß (Jägerverschluß) der bei hoher Stabilität eine klassische Linienführen ermöglicht.

Man kann vom US-Markt sagen, dass er fast wie bei der Kleidung Modeerscheinungen unterworfen ist. Bei Pistolen kann man das sogar an der Jahreszeit festmachen. (Der Grund sollte nicht schwer zu erraten sein.)

Ja, den Kippbockverschluss sieht man hier auch haeufig. Ich nehme an, das es in den USA einfach am Skeet liegt, d.h. es werden u.A. auch Sequenzen mit mehr als 2 Tontauben geschossen. Hier gab es frueher nur Pump-Action, aber halt mehr und mehr Halbautomaten. Interessanterweise scheint dies andere Sportdisziplinen und sogar die Jagd zu beeinflussen. Fuer die Truthahnjagd fangen so langsam die Halbautomaten an, das Feld zu dominieren.



Bei den Pistolen scheint sich so langsam das Polymergriffstück durchzusetzen obwohl immer noch viele Benutzer Stahl bevorzugen.

Durch das private Tragen von Schusswaffen (zuerst im kriminellen Bereich, bis es zu Beginn der 90er Jahre in den USA legalisiert wurde) haben Pistolen mit Polymergriff schnell an Beliebtheit gewonnen. Ich muss gestehen, dass sie sich einfach wesentlich angenehmer tragen. Auf der Schiessbahn bevorzuge ich natuerlich die klassische Pistole, da die Gewichtsverteilung einfach besser ist.



Bei Kalibern scheint es regionale Vorlieben zu geben. In manchen Gegenden wird man mit den zölligen Kalibern schief angesehen. Genauso wie das Kaliber 12 lange als "Bauernkaliber" galt.

Sehr interessant. Es gibt diesen Effekt hier nicht. Kaeme man mit einem deutschen Jagdkaliber, so wuerde man als Exot betrachtet, aber wahrscheinlich mit einem freudigen Interesse.



Ganz neu ist das Krieghoff Semprio System, was mir eine Kombination aus Vorderschaft- und Geradezugrepetierer zu sein scheint. ?( Sollte man sich mal ansehen. Aber es wird wohl nie mehr als ein Exot bleiben.

Soll das eine vornehme Umschreibung fuer Pump-Action sein? :D Vorderschaftsrepetierer bei Gewehren waren Mitte des letzten Jahrhunderts hier sehr beliebt. Ich habe letztens einenin .30-06 geschossen. Er hatte schon seinen Reiz, jedoch war der Mechanismus im Vergleich zum regulaeren Bolzenverschluss sehr aufwendig.
Jemand hatte das Gewehr im Regen stehen lassen, und es musste es zerlegen, reinigen, und einigen Rost entfernen. Es funktionierte danach aber wieder erstaunlich gut.

Kreuzbube
18.07.2008, 13:45
Die MP40 war auch ein feines Teil. Die würde ich gern mal ausprobieren!
http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenpistole_40

Haspelbein
18.07.2008, 14:49
Die MP40 war auch ein feines Teil. Die würde ich gern mal ausprobieren!
http://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenpistole_40

Rein geschichtlich gesehen ist die MP40 interessant. Sie war nebem dem MG42 eine der wenigen Infantriewaffen, die Deutschland konsequent fuer die Massenproduktion entwickelte. Jedoch hatte sie natuerlich einige Defizite.

Fuer mich persoenlich gesehen wuerde ich wahrscheinlich lieber eine halbautomatische Version einer russischen PPsh nachbauen, da sie nicht nur genauso einfach und dabei zuverlaessiger ist, sondern sie letztendlich wesentlich mehr den Umbruch der Infantrietaktiken und die Abkehr vom Infantriesoldaten als Zutraeger des Maschinengewehrschuetzen verkoerpert. Eine Taktik, die die Russen im 2. Weltkrieg revolutionierten.

Kreuzbube
18.07.2008, 18:29
Rein geschichtlich gesehen ist die MP40 interessant. Sie war nebem dem MG42 eine der wenigen Infantriewaffen, die Deutschland konsequent fuer die Massenproduktion entwickelte. Jedoch hatte sie natuerlich einige Defizite.

Fuer mich persoenlich gesehen wuerde ich wahrscheinlich lieber eine halbautomatische Version einer russischen PPsh nachbauen, da sie nicht nur genauso einfach und dabei zuverlaessiger ist, sondern sie letztendlich wesentlich mehr den Umbruch der Infantrietaktiken und die Abkehr vom Infantriesoldaten als Zutraeger des Maschinengewehrschuetzen verkoerpert. Eine Taktik, die die Russen im 2. Weltkrieg revolutionierten.

Dafür hat die MP40 Kultstatus, weil sie wie keine andere Waffe in Kriegsverfilmungen mit dem Bild des deutschen Soldaten verbunden ist!

Wolf
18.07.2008, 19:11
Habe von vielen Leuten gehört , die schon mit einer MP40 oder sogar MP44 geschossen haben , danach der Arm wie sau brennt . Das ist Ding soll ziemlich unhandlich sein .

Haspelbein
18.07.2008, 19:22
Dafür hat die MP40 Kultstatus, weil sie wie keine andere Waffe in Kriegsverfilmungen mit dem Bild des deutschen Soldaten verbunden ist!

In Kriegsverfilmungen, die eigentlich nicht der Realitaet entsprechen, da es die Standardwaffe des regulaeren Infantriesoldaten (K98) nie abloeste. Man plante hingegen, direkt auf das StG44 umzusteigen, aber es wurde nicht in ausreichenden Zahlen produziert.

Haspelbein
18.07.2008, 19:23
Habe von vielen Leuten gehört , die schon mit einer MP40 oder sogar MP44 geschossen haben , danach der Arm wie sau brennt . Das ist Ding soll ziemlich unhandlich sein .

Bei der MP40 kann ich dir zustimmen. Das Greifen des Magazins mit der linken Hand ist nicht sehr ergonomisch, und trug zu dem Problemen mit den Magazin des MP40 bei.

Wolf
18.07.2008, 19:25
Bei der MP40 kann ich dir zustimmen. Das Greifen des Magazins mit der linken Hand ist nicht sehr ergonomisch, und trug zu dem Problemen mit den Magazin des MP40 bei.

Ahh .

Naja . Gibt viele Schießstände oder so , auf denen man Waffen ausprobieren kann . Jedenfalls im Amiland . Warst du auch bei sowas ?

Haspelbein
18.07.2008, 19:35
Ahh .

Naja . Gibt viele Schießstände oder so , auf denen man Waffen ausprobieren kann . Jedenfalls im Amiland . Warst du auch bei sowas ?

Das MP40 hat inzwischen auch hier Seltenheitswert, obwohl bis in die 80er Jahre sie durchaus zu finden waren. Sie werden hier nur sehr wenig geschossen, obwohl im Gegensatz dazu das MG42 hier haeufig zu finden ist.

Schiessstaende sind nicht das Problem. Die Einfuhrbeschraenkungen machten es nach dem Jahre 1986 unmoeglich, neu gebaute oder eingefuehrte vollautomatische Waffen legal zu erwerben. Man kann sich jedoch Bausaetze (Originalwaffe ohne Verschlussgehaeuse) kaufen, und sich legal daraus halbautomatische Versionen bauen.

Ein legal eingefuehrtes vollautomatisches MP40 sollte derzeit den Preis eines Mittelklassewagens erzielen.

Fuer alle anderen Waffen gibt es viele Schiesstaende, wo man auch als Tourist eine Schusswaffe mieten kann. Ich will nicht wissen, auf wie vielen Urlaubsbildern japanischer Touristen ich schiessend zu sehen bin. :D

Kreuzbube
18.07.2008, 20:23
In Kriegsverfilmungen, die eigentlich nicht der Realitaet entsprechen, da es die Standardwaffe des regulaeren Infantriesoldaten (K98) nie abloeste. Man plante hingegen, direkt auf das StG44 umzusteigen, aber es wurde nicht in ausreichenden Zahlen produziert.

Bei Wiki gefunden:
"Die MP 38/40 gilt als der Inbegriff deutscher Infanteriebewaffnung. Deshalb sind in manchen Hollywood-Filmen deutsche Soldaten entgegen historischer Tatsachen überproportional mit dieser Waffe ausgerüstet. MP 38/40 wurden üblicherweise an Zug- und Gruppenführer ausgegeben, während der überwiegende Teil der deutschen Soldaten mit Mauser-K98-Karabinergewehren kämpfte. Zu Beginn des Überfalles auf Polen im Herbst 1939 hatte die Wehrmacht gerade einmal 8.773 MP 38 ausgegeben. Bis zur Einführung der MP 40 waren es etwa 40.000 Stück des Modells 38. Bis zum Ende des Krieges wurden schätzungsweise mehr als eine Million MP 40 hergestellt.Von alliierten Truppen ist bekannt, dass sie die MP 38/40 ihren Waffen gelegentlich vorzogen und als Beutewaffe führten, soweit dies von ihren Vorgesetzten toleriert wurde. Zurückzuführen ist dies auf die Handlichkeit der MP 38/40."

FranzKonz
18.07.2008, 20:34
Das MP40 hat inzwischen auch hier Seltenheitswert,
Rein interessehalber: Was für eine Waffe war es, die in alten amerikanischen Gangsterfilmen immer wieder zu sehen war und ein großes Rundmagazin hatte?

Kreuzbube
18.07.2008, 20:37
Rein interessehalber: Was für eine Waffe war es, die in alten amerikanischen Gangsterfilmen immer wieder zu sehen war und ein großes Rundmagazin hatte?

Das dürften überwiegend Thompson-Modelle gewesen sein!
http://www.whq-forum.de/cms/687.0.html

FranzKonz
18.07.2008, 20:43
Das dürften überwiegend Thompson-Modelle gewesen sein!
http://www.whq-forum.de/cms/687.0.html

Genau, das ist sie. Danke.

Haspelbein
20.07.2008, 13:33
Bei Wiki gefunden:
"Die MP 38/40 gilt als der Inbegriff deutscher Infanteriebewaffnung. Deshalb sind in manchen Hollywood-Filmen deutsche Soldaten entgegen historischer Tatsachen überproportional mit dieser Waffe ausgerüstet. MP 38/40 wurden üblicherweise an Zug- und Gruppenführer ausgegeben, während der überwiegende Teil der deutschen Soldaten mit Mauser-K98-Karabinergewehren kämpfte. Zu Beginn des Überfalles auf Polen im Herbst 1939 hatte die Wehrmacht gerade einmal 8.773 MP 38 ausgegeben. Bis zur Einführung der MP 40 waren es etwa 40.000 Stück des Modells 38. Bis zum Ende des Krieges wurden schätzungsweise mehr als eine Million MP 40 hergestellt.Von alliierten Truppen ist bekannt, dass sie die MP 38/40 ihren Waffen gelegentlich vorzogen und als Beutewaffe führten, soweit dies von ihren Vorgesetzten toleriert wurde. Zurückzuführen ist dies auf die Handlichkeit der MP 38/40."

Ja, etwas ausfuerlicher, als von mir geschrieben. Aber ich nehme an, du stimmst mir ansonsten zu?

Haspelbein
20.07.2008, 13:40
Das dürften überwiegend Thompson-Modelle gewesen sein!
http://www.whq-forum.de/cms/687.0.html

Jup. Im Gegensatz zur ungeliebten M3 oder M3A1 ist die Thompson immer noch als halbautomatische Version haeufig anzutreffen. Leider war sie nie so richtig fuer die Massenproduktion geeignet.

McDuff
21.07.2008, 06:27
Soll das eine vornehme Umschreibung fuer Pump-Action sein? :D Vorderschaftsrepetierer bei Gewehren waren Mitte des letzten Jahrhunderts hier sehr beliebt. Ich habe letztens einenin .30-06 geschossen. Er hatte schon seinen Reiz, jedoch war der Mechanismus im Vergleich zum regulaeren Bolzenverschluss sehr aufwendig.
Jemand hatte das Gewehr im Regen stehen lassen, und es musste es zerlegen, reinigen, und einigen Rost entfernen. Es funktionierte danach aber wieder erstaunlich gut.


Nein, bei diesem Teil bewegt sich wohl der ganze Lauf mit und es hat ein Kastenmagazin. Wie das genau geht weiß ich nicht aber wenns auf einer Messe zu sehen ist werde ichs mal anschauen.

Kreuzbube
21.07.2008, 10:59
Ja, etwas ausfuerlicher, als von mir geschrieben. Aber ich nehme an, du stimmst mir ansonsten zu?

Selbstredend! Sogar in polnischen oder sowj. Klamauk-Serien sah man jeden Landser mit so einer Waffe rumlaufen. Die Wehrmachtssoldaten wurden meist als Trottel dargestellt; entweder lang und dürr - oder klein und dick.X(
http://www.vierpanzersoldatenundeinhund.de/

McDuff
21.07.2008, 11:17
Die Wehrmacht verwandte gerne die russische PPSh 41 Beute-MP von der es sogar Bedienungsanleitungen auf deutsch gab. Sogar Pläne diese MP auf 9mm Para umzubauen gab es. Als ich noch zur Zeit des kalten Krieges meinen Wehrdienst antrat, rieten mir ältere Verwandte die im 2 WK an der Ostfront gedient hatten, falls es zum Ernstfall kommen sollte, mir eine russische Waffe und russische Stiefel zu "besorgen" da diese immer besser als unsere seien.

Haspelbein
21.07.2008, 13:06
Nein, bei diesem Teil bewegt sich wohl der ganze Lauf mit und es hat ein Kastenmagazin. Wie das genau geht weiß ich nicht aber wenns auf einer Messe zu sehen ist werde ichs mal anschauen.

Das hoert sich wirklich interessant an. Ich muss gestehen, dass mir sowas auch noch nicht ueber den Weg gelaufen ist, und in den hiesen Magazinen (Online oder aus Papier, und nicht aus Metall) habe ich davon auch noch nicht gelesen.

Ich bin gerade am ueberlegen, was ich mir noch kaufen soll. Vorige Woche bin ich in einen der groessten Waffenlaeden hier in Ohio gegangen, und habe nichts gefunden, was mich wirklich interessiert. So langsam wird mir aber noch etwas einfallen. ;)

Haspelbein
21.07.2008, 13:12
Selbstredend! Sogar in polnischen oder sowj. Klamauk-Serien sah man jeden Landser mit so einer Waffe rumlaufen. Die Wehrmachtssoldaten wurden meist als Trottel dargestellt; entweder lang und dürr - oder klein und dick.X(
http://www.vierpanzersoldatenundeinhund.de/

Ja, ich nehme mal an, dass es das markante Aussehen der MP40 war, was zu der haeufigen Verwendung fuehrte. Nicht jeder Laie kann die Infantriegewehre des 2. Weltkrieges auseinanderhalten, aber eine MP40 ist relativ klar erkennbar. Sie eignet sich auch zur Darstellung des "boesen Deutschen" besonders gut, da halt als vollautomatische Waffe fuer Szenen zum "Niedermaehen" von Menschen besonders geeignet.

Das Bild des Wehrmachtssoldaten als Trottel hat fast schon Tradition, selbst wenn man von Hollywood absieht. Das Verhaeltnis zum ehemaligen Gegner ist in den USA bei den Deutschen jedoch vielschichtiger, als es zum Beispiel bei den Japanern, Vietnamesen oder Koreanern der Fall ist.

Haspelbein
21.07.2008, 13:25
Die Wehrmacht verwandte gerne die russische PPSh 41 Beute-MP von der es sogar Bedienungsanleitungen auf deutsch gab. Sogar Pläne diese MP auf 9mm Para umzubauen gab es. Als ich noch zur Zeit des kalten Krieges meinen Wehrdienst antrat, rieten mir ältere Verwandte die im 2 WK an der Ostfront gedient hatten, falls es zum Ernstfall kommen sollte, mir eine russische Waffe und russische Stiefel zu "besorgen" da diese immer besser als unsere seien.

Ja, die PPSh war ein sehr effizientes und aus der Not geborenes Design, erfuellte aber ihre Aufgabe hervorragend. Viele Ostblockwaffen sind inherent sehr robust, und ich nehme mal an, dass man von mangelden Ersatzteilen und extremen Witterungs- und Einsatzbedingungen ausgehen musste. Wenn ich z.B. meine polnische P64 mit einer Walther PPK vergleiche, so ist der Abzugsmechanismus der P64 geradezu brutal vereinfacht. Die Pistole wirkt trotz ihrer geringen Groesse etwas grob, kann aber die staerkere 9mm Makarov gut verkraften.

Kobilje
21.07.2008, 13:40
Die beste Waffe:http://www.schulelaupen.ch/Gehirn.bmp

Haspelbein
21.07.2008, 13:59
Die beste Waffe: [...]

Leider fuerchte ich, dass vielen Menschen in dieser Hinsicht fast voellig unbewaffnet sind.

McDuff
21.07.2008, 16:32
Das hoert sich wirklich interessant an. Ich muss gestehen, dass mir sowas auch noch nicht ueber den Weg gelaufen ist, und in den hiesen Magazinen (Online oder aus Papier, und nicht aus Metall) habe ich davon auch noch nicht gelesen.

Ich bin gerade am ueberlegen, was ich mir noch kaufen soll. Vorige Woche bin ich in einen der groessten Waffenlaeden hier in Ohio gegangen, und habe nichts gefunden, was mich wirklich interessiert. So langsam wird mir aber noch etwas einfallen. ;)


Hier ist ein Link zum Hersteller. Leider wird auch da nicht so ganz klar wie das funktioniert:

http://www.krieghoff.de/index.php?id=759&type=4&L=0

Im Schaft wird das Ganze geführt aber ob da noch Steuerkurven beteiligt sind kann man nicht sehen.

Haspelbein
21.07.2008, 16:38
Hier ist ein Link zum Hersteller. Leider wird auch da nicht so ganz klar wie das funktioniert:

http://www.krieghoff.de/index.php?id=759&type=4&L=0

Im Schaft wird das Ganze geführt aber ob da noch Steuerkurven beteiligt sind kann man nicht sehen.

Ja, man kann es nicht klar erkennen. Ich wuerde mal davon ausgehen, dass diese Steuerkurven vorhanden sind, um den Verschluss zu verriegeln. Insgesamt halte ich die Konstruktion fuer etwas ungluecklich, da sich das Visier oder die Optik mit dem Lauf bewegt, und das zu einem Zeitpunkt, wo man nach dem Schuss wieder das Ziel erfasst. Ein Halbautomat waere mir in dieser Hinsicht wesentlich lieber, aber ich bin mir fast sicher, dass ich selbst einen guten alten Zylinderverschluss diesem Design vorzoege.

McDuff
21.07.2008, 16:47
Ja, man kann es nicht klar erkennen. Ich wuerde mal davon ausgehen, dass diese Steuerkurven vorhanden sind, um den Verschluss zu verriegeln. Insgesamt halte ich die Konstruktion fuer etwas ungluecklich, da sich das Visier oder die Optik mit dem Lauf bewegt, und das zu einem Zeitpunkt, wo man nach dem Schuss wieder das Ziel erfasst. Ein Halbautomat waere mir in dieser Hinsicht wesentlich lieber, aber ich bin mir fast sicher, dass ich selbst einen guten alten Zylinderverschluss diesem Design vorzoege.


Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.
Dieser Hersteller hat aber noch ein paar Schätze im Sortiment. Der Neptun Drilling oder die Hubertus Kipplaufbüchse z.B. :bounce:

Kreuzbube
21.07.2008, 16:56
Ja, ich nehme mal an, dass es das markante Aussehen der MP40 war, was zu der haeufigen Verwendung fuehrte. Nicht jeder Laie kann die Infantriegewehre des 2. Weltkrieges auseinanderhalten, aber eine MP40 ist relativ klar erkennbar. Sie eignet sich auch zur Darstellung des "boesen Deutschen" besonders gut, da halt als vollautomatische Waffe fuer Szenen zum "Niedermaehen" von Menschen besonders geeignet.

Das Bild des Wehrmachtssoldaten als Trottel hat fast schon Tradition, selbst wenn man von Hollywood absieht. Das Verhaeltnis zum ehemaligen Gegner ist in den USA bei den Deutschen jedoch vielschichtiger, als es zum Beispiel bei den Japanern, Vietnamesen oder Koreanern der Fall ist.

Die einzigen mir bekannten Filme (der ehem. Kriegsgegner), in denen deutsche Soldaten als denkende, fühlende und auch tapfere Menschen gezeigt werden, sind:

"Zeit zu lieben-Zeit zu sterben" USA 1958
http://www.cineman.de/movie/1958/ATimeToLoveAndATimeToDie/review.html

"Ausbruch der 28" GB/Irland 1970 (Im Abspann sogar mit dem Original-"Engelandlied"!)
http://www.amazon.de/Ausbruch-28-Brian-Keith/dp/B0001MQHQ8

"Der Adler ist gelandet" GB 1978
http://www.amazon.de/Adler-ist-gelandet-Michael-Caine/dp/B0002KVM5K

"Die kleinen Reiter" USA 1995
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_kleinen_Reiter

Haspelbein
21.07.2008, 17:06
Dem schließe ich mich uneingeschränkt an.
Dieser Hersteller hat aber noch ein paar Schätze im Sortiment. Der Neptun Drilling oder die Hubertus Kipplaufbüchse z.B. :bounce:

Ja, das kann ich nachvollziehen. Diese Jagdwaffen bestechen allein schon durch ihre Aesthetik. (Ich haette auch keine Probleme, die englische Webseite des Herstellers auszubauen und weiter zu uebersetzen. :D)

Man merkt, dass die Philosophie der Jagd in den USA anders ist. Man ist wesentlich direkter und pragmatischer, was meiner Meinung nach z.T. daran liegt, dass wirklich bis vor kurzer Zeit die Jagd wirklich noch primaer dem Nahrungsgewinn diente. Ein etwas aelterer Herr in einem Restaurant erzaehlte mir, dass es in den 30er und 40er Jahren als Schulkind auf dem Land ueblich war, das Jagdgewehr mit zur Schule zu nehmen, und dort in dem US-ueblichen Schliessfach zu lassen. Auf dem Heimweg wurde dann nach einem jeglich essbaren Wild (Kaninchen usw.) Ausschau gehalten.

Dieser Trend ist immer noch in vielen US-Jagdwaffen zu erkennen, die schnoerkelos ihre Funktion erfuellen.

Haspelbein
21.07.2008, 17:49
Die einzigen mir bekannten Filme (der ehem. Kriegsgegner), in denen deutsche Soldaten als denkende, fühlende und auch tapfere Menschen gezeigt werden, sind:[...]

So aus dem Stehgreif muss ich zuerst an Filme wie "Black Book", oder Fernsehserien wie "Band of Brothers" oder auch "When Trumpets Fade" denken.

Im Gegensatz dazu waren Clint Eastwoods Filme in den USA sehr kontrovers, da Japaner in US-Filmen so gut wie nie vermenschlicht wurden.

Kreuzbube
21.07.2008, 18:05
So aus dem Stehgreif muss ich zuerst an Filme wie "Black Book", oder Fernsehserien wie "Band of Brothers" oder auch "When Trumpets Fade" denken.

Im Gegensatz dazu waren Clint Eastwoods Filme in den USA sehr kontrovers, da Japaner in US-Filmen so gut wie nie vermenschlicht wurden.

Finde ich auch schade. Wenn der Krieg vorbei ist, sollte man auch wieder zur Tagesordnung übergehen. Außerdem ist es unglaubwürdig, weil im Wesentlichen alle Menschen gleich empfinden; unabhängig von Nation oder Kultur. Die einzige (mir bekannte) Unsitte von Japanern ist ihr Benehmen am Frühstückstisch, welches ich in einem Hotel in Wiesbaden-Breckenheim einmal Live miterleben durfte. Da kann einem der Appetit tatsächlich vergehen!

Stadtknecht
21.07.2008, 18:16
So aus dem Stehgreif muss ich zuerst an Filme wie "Black Book", oder Fernsehserien wie "Band of Brothers" oder auch "When Trumpets Fade" denken.

Im Gegensatz dazu waren Clint Eastwoods Filme in den USA sehr kontrovers, da Japaner in US-Filmen so gut wie nie vermenschlicht wurden.

Band of brothers war mir zu amerikanisch-heroisch-spielbergisch.

Haspelbein
21.07.2008, 20:30
Band of brothers war mir zu amerikanisch-heroisch-spielbergisch.

Mir auch. Zwar kamen mir die Deutschen in der Serie auch merkwuerdig unfaehig vor, jedoch sollte man der Serie zugestehen, dass sie die Deutschen als Menschen darstellte. Besonders die eine Passage am Ende der Serie, and dem der deutsche Kommandant zu seinen Soldaten spricht, drueckt dies ziemlich deutlich aus.

Haspelbein
21.07.2008, 20:39
Finde ich auch schade. Wenn der Krieg vorbei ist, sollte man auch wieder zur Tagesordnung übergehen. Außerdem ist es unglaubwürdig, weil im Wesentlichen alle Menschen gleich empfinden; unabhängig von Nation oder Kultur. Die einzige (mir bekannte) Unsitte von Japanern ist ihr Benehmen am Frühstückstisch, welches ich in einem Hotel in Wiesbaden-Breckenheim einmal Live miterleben durfte. Da kann einem der Appetit tatsächlich vergehen!

Der Krieg im Pazifik wurde voellig anders gefuehrt als in Europa. Beide Seiten erachteten sich gegenseitig als Untermenschen, und der Krieg wurde wirklich mit allen Mitteln ausgetragen. Ich will die greulichen Details hier nicht auswalzen.

Bei vielen US-Veteranen des 2. Weltkrieges habe ich Versuche der Versoehnung auf einer persoenlichen Ebene gesehen, die z.T. in Freundschaften mit Deutschen endete. Es mag dafuer mehrere Gruende geben, jedoch habe ich unter ihnen niemanden getroffen, der mit japanischen Veteranen befreundet war.

McDuff
22.07.2008, 05:35
Dieser Trend ist immer noch in vielen US-Jagdwaffen zu erkennen, die schnoerkelos ihre Funktion erfuellen.

Deshalb stehen, zumindest was Flinten angeht, diese und auch solche aus Russland als Gebrauchsjagdwaffen neben den kostbaren Schätzen in vielen deutschen Waffenschränken. :)
Was die Büchsen betrifft so sind vielfach immer noch Waffen auf Basis des Mauser 98 Systems im täglichen Jagdgebrauch.

Haspelbein
22.07.2008, 13:29
Deshalb stehen, zumindest was Flinten angeht, diese und auch solche aus Russland als Gebrauchsjagdwaffen neben den kostbaren Schätzen in vielen deutschen Waffenschränken. :) [...]

Im Englischen gibt es fuer diese schoenen Gewehre einen Ausdruck, d.h. die werden als safe queens bezeichnet. ;) Obwohl ganz ehrlich zu sein, ich haette z.B. eine solch verzierte Kippbockflinte schon gerne, koennte mich aber bei den Preisen kaum dazu durchringen.



Was die Büchsen betrifft so sind vielfach immer noch Waffen auf Basis des Mauser 98 Systems im täglichen Jagdgebrauch.

Ja, durchaus. In den USA fallen sie vom Verschluss in der Kategorie der Remington 700 oder der Mauser 98. Der Mauserverschluss ist hier wegen seiner besonderen Zuverlaessigkeit beim Auszug und Auswurf der Patronenhuelse besonders in grossen Kalibern beliebt, mit denen gefaehrliches Wild bejagd wird.

Kreuzbube
22.07.2008, 14:55
Im Englischen gibt es fuer diese schoenen Gewehre einen Ausdruck, d.h. die werden als safe queens bezeichnet. ;) Obwohl ganz ehrlich zu sein, ich haette z.B. eine solch verzierte Kippbockflinte schon gerne, koennte mich aber bei den Preisen kaum dazu durchringen.

Wer in den letzten 200 Jahren etwas auf sich hielt, hatte zumindest eine edle Rarität aus dem schönen Suhl im Schrank stehen!

McDuff
22.07.2008, 15:14
Im Englischen gibt es fuer diese schoenen Gewehre einen Ausdruck, d.h. die werden als safe queens bezeichnet. ;) Obwohl ganz ehrlich zu sein, ich haette z.B. eine solch verzierte Kippbockflinte schon gerne, koennte mich aber bei den Preisen kaum dazu durchringen.



Ja, durchaus. In den USA fallen sie vom Verschluss in der Kategorie der Remington 700 oder der Mauser 98. Der Mauserverschluss ist hier wegen seiner besonderen Zuverlaessigkeit beim Auszug und Auswurf der Patronenhuelse besonders in grossen Kalibern beliebt, mit denen gefaehrliches Wild bejagd wird.

Mit so einer kostbaren Rarität die z.T. ererbt ist und mühsam über die Kriegswirren gerettet wurde geht wohl niemand bei jedem Dreckwetter ins Revier. Das ist eher etwas für die Gesellschaftsjagden oder für das Gedenken an die Vorfahren die bereits damit auf Pirsch waren.
Die Remington 700 ist auch hier als solide und zuverlässige Waffe angesehen.




Wer in den letzten 200 Jahren etwas auf sich hielt, hatte zumindest eine edle Rarität aus dem schönen Suhl im Schrank stehen!

Ja die Suhler können und konnten feine Sachen bauen. Da können nur die Ferlacher noch mithalten. Zumindest im deutschsprachigen Raum.

Bergischer Löwe
22.07.2008, 15:30
Mir auch. Zwar kamen mir die Deutschen in der Serie auch merkwuerdig unfaehig vor, jedoch sollte man der Serie zugestehen, dass sie die Deutschen als Menschen darstellte. Besonders die eine Passage am Ende der Serie, and dem der deutsche Kommandant zu seinen Soldaten spricht, drueckt dies ziemlich deutlich aus.


Auch wenn`s off topic ist - hör Dir mal das US Original und danach mal die deutsche Synchro an. Habe noch nie eine so sinnentstellende deutsche Synchro gehört.

Haspelbein
22.07.2008, 16:06
Wer in den letzten 200 Jahren etwas auf sich hielt, hatte zumindest eine edle Rarität aus dem schönen Suhl im Schrank stehen!

Das sieht wirklich schoen aus! Aber wo ich die Briefmarken aus der DDR sehe: Wie sah es eigentlich mit dem Waffen- und Jagdrecht zu DDR-Zeiten aus?

Haspelbein
22.07.2008, 16:11
Mit so einer kostbaren Rarität die z.T. ererbt ist und mühsam über die Kriegswirren gerettet wurde geht wohl niemand bei jedem Dreckwetter ins Revier. Das ist eher etwas für die Gesellschaftsjagden oder für das Gedenken an die Vorfahren die bereits damit auf Pirsch waren.
Die Remington 700 ist auch hier als solide und zuverlässige Waffe angesehen. [...]

Das ist natuerlich wahr. Ab einem gewissen Grade werden diese Form von Schusswaffen fast reine Sammlerwaffen. Mal ganz abgesehen davon, dass moderne Buechsen so gut gefertigt werden (mal von der Ruger Mini-14/30 abgesehen), dass eher der Jaeger/Schuetze der begrenzende Faktor ist.

Bei einer Flinte hat man meiner Meinung nach wesentlich eher eine Entschuldigung, ordentlich Geld auf dem Fenster zu werfen. :D

Haspelbein
22.07.2008, 16:12
Auch wenn`s off topic ist - hör Dir mal das US Original und danach mal die deutsche Synchro an. Habe noch nie eine so sinnentstellende deutsche Synchro gehört.

Da ich wahrscheinlich nicht an die deutsche Version kommen kann: Was wurde denn da umgeaendert? War die "ehrenhafte" Darstellung in der englischen Originalversion den Deutschen nicht geheuer?

Kreuzbube
22.07.2008, 16:22
Das sieht wirklich schoen aus! Aber wo ich die Briefmarken aus der DDR sehe: Wie sah es eigentlich mit dem Waffen- und Jagdrecht zu DDR-Zeiten aus?

Keine Ahnung. Da kann ich Dir leider nur mit diesem Link weiterhelfen!
http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/stip2007/Haselmann.pdf

Stadtknecht
22.07.2008, 18:15
Heute war ich zum ersten Mal bei Frankonia in Dortmund.

Da ich vermutlich Ordonnanzwaffen nach BDMP-Regeln schießen werde, habe ich mir ein paar dieser Gewehre angesehen.
Einen Schweizer K 31 gibt es für 499 €, einen 98`er für 699 € und Mosin Nagants ab 179 €.
Na ja, das ist ja noch im Rahmen.

Schöne Messer haben die da auch.
Ich habe ein Jagd-Doppelmesser ( ist das die richtige Bezeichnung? ) von Puma für etwa 800 € gesehen! Was kann so ein Ding? Mehr als schneiden doch auch nicht, oder?

Gekauft habe ich mir schließlich ein Khakihemd.

Aber interessant war der Laden allemal.

Haspelbein
22.07.2008, 18:28
Keine Ahnung. Da kann ich Dir leider nur mit diesem Link weiterhelfen!
http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/stip2007/Haselmann.pdf

Danke, das war ein interessanter Link. Es sieht so aus, als waere die Jagd in der DDR aufgrund des Waffenrechts nicht gerade einfach gewesen, auch wenn sie zumindest nach offizieller Version als eine Art Volksjagd gedacht war.

Haspelbein
22.07.2008, 18:34
[...]
Da ich vermutlich Ordonnanzwaffen nach BDMP-Regeln schießen werde, habe ich mir ein paar dieser Gewehre angesehen.
Einen Schweizer K 31 gibt es für 499 €, einen 98`er für 699 € und Mosin Nagants ab 179 €.
Na ja, das ist ja noch im Rahmen. [...]

Ich habe alle drei Gewehre, wuerde in deiner Situation jedoch auf das K31 setzen. Vielleicht laesst dich ja mal jemand im Club diese Gewehre schiessen, so dass du dir selbst ein Bild machen kannst.



Schöne Messer haben die da auch.
Ich habe ein Jagd-Doppelmesser ( ist das die richtige Bezeichnung? ) von Puma für etwa 800 € gesehen! Was kann so ein Ding? Mehr als schneiden doch auch nicht, oder?

Sie schneiden alle. Die wichtigste Frage ist meistens, wie schnell diese Messer stumpf werden, wobei die Art des Stahls und die Herstellungsmethode i.d.R. ausschlaggebend sind. Puma stellt sehr schoene Messer, manchmal auch mit sehr aufwendigen Griffen her. Aber es gibt andere Qualitaetsfirmen, die vernuenftige Jagdmesser anbieten. Wenn ich mich richtig erinnere, so sind einige meiner Messer von Boeker. Das sollte eigentlich auch eine deutsche Firma sein.

Stadtknecht
22.07.2008, 19:10
Ich habe alle drei Gewehre, wuerde in deiner Situation jedoch auf das K31 setzen. Vielleicht laesst dich ja mal jemand im Club diese Gewehre schiessen, so dass du dir selbst ein Bild machen kannst.



Sie schneiden alle. Die wichtigste Frage ist meistens, wie schnell diese Messer stumpf werden, wobei die Art des Stahls und die Herstellungsmethode i.d.R. ausschlaggebend sind. Puma stellt sehr schoene Messer, manchmal auch mit sehr aufwendigen Griffen her. Aber es gibt andere Qualitaetsfirmen, die vernuenftige Jagdmesser anbieten. Wenn ich mich richtig erinnere, so sind einige meiner Messer von Boeker. Das sollte eigentlich auch eine deutsche Firma sein.

Ich werde erst in einem knappen Jahr meine WBK bekommen, hoffe ich.

Dann werde ich vermutlich mit einem Mosin Nagant anfangen, schon aus Kostengründen.

Der Schweizer ist doch der mit dem Geradezugverschluß, oder?
Das soll eine sehr gute Waffe sein.

Was Messer angeht, habe ich neben Küchenmessern nur Verwendung für Taschenmesser. Da habe ich gute Erfahrungen mit EKA gemacht.

Misteredd
22.07.2008, 19:13
Ich werde erst in einem knappen Jahr meine WBK bekommen, hoffe ich.

Dann werde ich vermutlich mit einem Mosin Nagant anfangen, schon aus Kostengründen.

Der Schweizer ist doch der mit dem Geradezugverschluß, oder?
Das soll eine sehr gute Waffe sein.

Was Messer angeht, habe ich neben Küchenmessern nur Verwendung für Taschenmesser. Da habe ich gute Erfahrungen mit EKA gemacht.

Hast Du Dich für die Waffensachkundeprüfung angemeldet ?


Was haltet ihr von der Ruger Mini-14 SLB?

Haspelbein
22.07.2008, 19:20
Ich werde erst in einem knappen Jahr meine WBK bekommen, hoffe ich.

Dann werde ich vermutlich mit einem Mosin Nagant anfangen, schon aus Kostengründen.

Der Schweizer ist doch der mit dem Geradezugverschluß, oder?
Das soll eine sehr gute Waffe sein. [...]

Ja, das K31 hat einen Geradezugverschluss. Was jedoch, zumindest meiner Meinung, eher fuer sie spricht, ist dass sie keine Kriegsbedingungen gesehen haben, und die Laeufe generell in einem sehr guten Zustand sind. Der andere Vorteil ist ihr Abzug, der fuer ein Ordonnanzgewehr erstaunlich gut ist.

Fuer mich ist ein Gewehr wie ein paar Schuhe: Ich kann es nicht beurteilen, wenn ich es nicht selbst einmal ausprobiert habe. Was immer du letztendlich auch kaufst, bitte versuche, es im Club einmal zu schiessen.



Was Messer angeht, habe ich neben Küchenmessern nur Verwendung für Taschenmesser. Da habe ich gute Erfahrungen mit EKA gemacht.

Die sehen gut aus, auch wenn ich sie noch selbst nicht ausprobiert habe. Ich mag den klassischen Holzgriff. Meine Messer sind entweder Taschenmesser oder halt Jagdmesser.

Haspelbein
22.07.2008, 19:32
[...]
Was haltet ihr von der Ruger Mini-14 SLB?

Ein robustes System das viel aushaelt, und zudem relativ preiswert ist. Ein Lauf, der so "preiswert" konstruiert wurde, dass Schuetzen z.T. Gewichte befestigen, um sein Schwingungsverhalten zu korrigieren. Ansonsten streut allein die Waffe selbst mit ueber 3 Winkelminuten.

Kreuzbube
22.07.2008, 19:45
Danke, das war ein interessanter Link. Es sieht so aus, als waere die Jagd in der DDR aufgrund des Waffenrechts nicht gerade einfach gewesen, auch wenn sie zumindest nach offizieller Version als eine Art Volksjagd gedacht war.

Na ja "Volksjagd"; was früher die Grafen und Fürsten waren, das miemten in der DDR die Funktionäre. Meist waren es jedoch Förster, die auch als Jäger für Hege und gesunden Bestand in ihren Revieren sorgten. Im Winter 1991 nahm ich einmal als (unbewaffneter) Gast an einer Treibjagd in unserem schönen Burgenlandkreis teil; mit anschließendem Halali der Jagdhorngruppe, dem Verblasen der Strecke, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und Glühwein im verschneiten Winterwald. Übrigens auf historischem Gelände; es ging rund um die Neuenburg, über das verwilderte Gelände des ehemaligen Jagdschlosses "Klein Friedenthal" (Anfang des 18.Jh von Herzog Christian von Sachsen-Weissenfels angelegt, heute Bodendenkmal mit Fragmenten und Schautafeln, incl. eines 80m tiefen Brunnens), über den Rödel und an den "Toten Tälern" vorbei. Wunderbare Sache!
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_%28Sachsen-Wei%C3%9Fenfels%29#.E2.80.9EWas_mir_behagt.2C_ist_ nur_die_muntre_Jagd.E2.80.9C
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.balgstaedt.de/Bilder/balgstaedt_ansicht.gif&imgrefurl=http://www.balgstaedt.de/&h=261&w=630&sz=94&hl=de&start=15&um=1&tbnid=yj8QDv5Xmvy_mM:&tbnh=57&tbnw=137&prev=/images%3Fq%3DDie%2Btoten%2BT%25C3%25A4ler%2BFreybu rg%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DG

Haspelbein
22.07.2008, 20:13
Na ja "Volksjagd"; was früher die Grafen und Fürsten waren, das miemten in der DDR die Funktionäre. Meist waren es jedoch Förster, die auch als Jäger für Hege und gesunden Bestand in ihren Revieren sorgten. Im Winter 1991 nahm ich einmal als (unbewaffneter) Gast an einer Treibjagd in unserem schönen Burgenlandkreis teil; mit anschließendem Halali der Jagdhorngruppe, dem Verblasen der Strecke, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und Glühwein im verschneiten Winterwald. [...]

Ich muss immer wieder daran erinnert werden, dass es in Deutschland bei der Jagd dieses Brauchtum gibt. Da in in den USA mit der Jagd angefangen habe, ist es voellig an mir vorbeigegangen. Treibjagden gibt es hier auch, sind aber im Vergleich zu anderen Formen der Jagd sehr selten.



Übrigens auf historischem Gelände; es ging rund um die Neuenburg, über das verwilderte Gelände des ehemaligen Jagdschlosses "Klein Friedenthal" (Anfang des 18.Jh von Herzog Christian von Sachsen-Weissenfels angelegt, heute Bodendenkmal mit Fragmenten und Schautafeln, incl. eines 80m tiefen Brunnens), über den Rödel und an den "Toten Tälern" vorbei. Wunderbare Sache!
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_%28Sachsen-Wei%C3%9Fenfels%29#.E2.80.9EWas_mir_behagt.2C_ist_ nur_die_muntre_Jagd.E2.80.9C
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.balgstaedt.de/Bilder/balgstaedt_ansicht.gif&imgrefurl=http://www.balgstaedt.de/&h=261&w=630&sz=94&hl=de&start=15&um=1&tbnid=yj8QDv5Xmvy_mM:&tbnh=57&tbnw=137&prev=/images%3Fq%3DDie%2Btoten%2BT%25C3%25A4ler%2BFreybu rg%26um%3D1%26hl%3Dde%26sa%3DG

Das sieht sehr schoen aus. Ich habe viel im Fort Hunter Liggett auf die Jagd gegangen. (Es gibt eine ganze Reihe von Bildern, die man unter diesem Namen googeln kann, aber keine gute zusammenhaengende Seite.) Es war Williams Hearsts ehemaliger Jagdsitz, der dem Staat vermacht wurde. Heute ist dort hauptsaechlich das Militaer, aber die alte Hacienda und eine spanische Mission gibt es dort noch.

Kreuzbube
22.07.2008, 20:27
Das sieht sehr schoen aus. Ich habe viel im Fort Hunter Liggett auf die Jagd gegangen. (Es gibt eine ganze Reihe von Bildern, die man unter diesem Namen googeln kann, aber keine gute zusammenhaengende Seite.) Es war Williams Hearsts ehemaliger Jagdsitz, der dem Staat vermacht wurde. Heute ist dort hauptsaechlich das Militaer, aber die alte Hacienda und eine spanische Mission gibt es dort noch.

Die Natur in den USA und Kanada ist überwiegend groß, weit und urwüchsig. Hier bei uns sind die Landschaften eher überschaubar, feiner und lieblicher - dafür atmet jeder Hektar Wald und Flur die Geschichte von Jahrhunderten, z.T. von Jahrtausenden; das hat auch seinen Reiz, wenn man einen Sinn dafür hat!

Haspelbein
22.07.2008, 20:40
Die Natur in den USA und Kanada ist überwiegend groß, weit und urwüchsig. Hier bei uns sind die Landschaften eher überschaubar, feiner und lieblicher - dafür atmet jeder Hektar Wald und Flur die Geschichte von Jahrhunderten, z.T. von Jahrtausenden; das hat auch seinen Reiz, wenn man einen Sinn dafür hat!

Das stimmt. Es ist ein voellig anderer Reiz. Wenn ich dort jagte, so hatte ich z.T. Ausblicke, bei denen man nicht erkennen konnte, dass ein Mensch jemals die Landschaft geformt hat. Auch hier gibt es eine Geschichte, nur taucht der Mensch daran wesentlich seltener auf. Man erkundet halt stundenlang das Gelaende, ohne ueberhaupt einen Menschen zu treffen.

In Europa kommen die kulturellen Aspekte der Jagd wesentlich mehr zum Vorschein,waehrend dies in den USA meistens eine ganz einsame Veranstaltung ist. Ich empfinde es jedoch als sehr entspannend.

Kreuzbube
22.07.2008, 20:44
Das stimmt. Es ist ein voellig anderer Reiz. Wenn ich dort jagte, so hatte ich z.T. Ausblicke, bei denen man nicht erkennen konnte, dass ein Mensch jemals die Landschaft geformt hat. Auch hier gibt es eine Geschichte, nur taucht der Mensch daran wesentlich seltener auf. Man erkundet halt stundenlang das Gelaende, ohne ueberhaupt einen Menschen zu treffen.

In Europa kommen die kulturellen Aspekte der Jagd wesentlich mehr zum Vorschein,waehrend dies in den USA meistens eine ganz einsame Veranstaltung ist. Ich empfinde es jedoch als sehr entspannend.

Gibt`s da auch Bären?:shock: :hihi:

Haspelbein
22.07.2008, 20:47
Gibt`s da auch Bären?:shock: :hihi:

Ja, relativ viele Schwarzbaeren, aber auch Braunbaeren sind durchaus moeglich. Ansonsten gibt es Bergloewen, und das Heulen der Kojoten hoert man nachts staendig. Ich habe mich so daran gewoehnt, dass ich dieses Heulkonzert mittlerweile als angenehm empfinde.

Das groesse Problem fuer den Jaeger sind jedoch Schlangen. Obwohl sie eher passiv sind, ist ein falscher Tritt auf eine Klapperschlange in so einer abgelegenen Gegend u.U. fatal.

Aber auch in der Region um meinem eigenen Grund im Suden Ohios siedeln sich langsam Schwarzbaeren an.

Kreuzbube
22.07.2008, 21:09
Ja, relativ viele Schwarzbaeren, aber auch Braunbaeren sind durchaus moeglich. Ansonsten gibt es Bergloewen, und das Heulen der Kojoten hoert man nachts staendig. Ich habe mich so daran gewoehnt, dass ich dieses Heulkonzert mittlerweile als angenehm empfinde.

Das groesse Problem fuer den Jaeger sind jedoch Schlangen. Obwohl sie eher passiv sind, ist ein falscher Tritt auf eine Klapperschlange in so einer abgelegenen Gegend u.U. fatal.

Aber auch in der Region um meinem eigenen Grund im Suden Ohios siedeln sich langsam Schwarzbaeren an.

So ähnlich habe ich mir die Kulisse in den Lederstrumpfgeschichten von J.F.Cooper beim Lesen immer vorgestellt, obwohl z.B. der "Silberglas-See" aus "Wildtöter" wohl eher in den Neu England-Staaten zu suchen ist. Jedenfalls eine tolles Bild in der Phantasie; hier auch auf einer russischen Briefmarke!

Haspelbein
22.07.2008, 21:20
So ähnlich habe ich mir die Kulisse in den Lederstrumpfgeschichten von J.F.Cooper beim Lesen immer vorgestellt, obwohl z.B. der "Silberglas-See" aus "Wildtöter" wohl eher in den Neu England-Staaten zu suchen ist. Jedenfalls eine tolles Bild in der Phantasie; hier auch auf einer russischen Briefmarke!

Ich verstehe schon den Reiz der unberuehrten Landschaft. Es gibt dort jedoch schon Sandpisten, wie in dem folgenden Link dargestellt, d.h. wenn man Spuren des Menschen sucht, wird man sie finden. Die Unberuehrtheit ist auch in dieser Form eine gewisse Illusion. Hier ein Bild dieser Sandpisten dort, denn so eine Piste bin ich mal mit dem Pickup rueckwaerts heruntergerutscht.

http://thedrivingcompany.com/Hunter%20Liggett%20Sept%2007%20web%2014.JPG

Und anbei noch ein paar Bilder von der Hacienda und der Mission in dem folgenden Link:

http://cla.calpoly.edu/~tljones/Main.htm

Kreuzbube
22.07.2008, 21:29
Ich verstehe schon den Reiz der unberuehrten Landschaft. Es gibt dort jedoch schon Sandpisten, wie in dem folgenden Link dargestellt, d.h. wenn man Spuren des Menschen sucht, wird man sie finden. Die Unberuehrtheit ist auch in dieser Form eine gewisse Illusion. Hier ein Bild dieser Sandpisten dort, denn so eine Piste bin ich mal mit dem Pickup rueckwaerts heruntergerutscht.

http://thedrivingcompany.com/Hunter%20Liggett%20Sept%2007%20web%2014.JPG

Und anbei noch ein paar Bilder von der Hacienda und der Mission in dem folgenden Link:
http://cla.calpoly.edu/~tljones/Main.htm

Hier hätte man auch "Vera Cruz" oder "Die glorreichen Sieben" drehen können!
http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Cruz_(Film)

Haspelbein
22.07.2008, 21:44
Hier hätte man auch "Vera Cruz" oder "Die glorreichen Sieben" drehen können!
http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Cruz_(Film)

Oh ja, die Mission ist wie fuer den Spaghettiwestern geschaffen. Schoen ist auch, dass man dort so gut wie keine Touristen findet, da es eine Militaerbasis am Ende der Welt ist.

Ich hatte bei der Jagd dort fuer den Fall der Faelle einen Revolver bei mir. Man muss sich ja irgendwie der Landschaft und der Kultur anpassen. ;)

Kreuzbube
22.07.2008, 22:02
Oh ja, die Mission ist wie fuer den Spaghettiwestern geschaffen. Schoen ist auch, dass man dort so gut wie keine Touristen findet, da es eine Militaerbasis am Ende der Welt ist.

Ich hatte bei der Jagd dort fuer den Fall der Faelle einen Revolver bei mir. Man muss sich ja irgendwie der Landschaft und der Kultur anpassen. ;)

Ich habe noch nie eine Pistole in der Hand gehabt. Einzig mit Kleinkaliber-Gewehren kenne ich mich aus; mit denen haben wir bei der GST geschossen. 1983 belegte ich mit solch einen Gewehr im Ausbildungslager von 700 Teilnehmern den 2.Platz - und 1984 in Prerow von 1000 Teilnehmern sogar den ersten. Entfernung war jeweils 100m - die Urkunden habe ich heute noch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_Sport_und_Technik

Manfred_g
22.07.2008, 22:13
Ich habe noch nie eine Pistole in der Hand gehabt. Einzig mit Kleinkaliber-Gewehren kenne ich mich aus; mit denen haben wir bei der GST geschossen. 1983 belegte ich mit solch einen Gewehr im Ausbildungslager von 700 Teilnehmern den 2.Platz - und 1984 in Prerow von 1000 Teilnehmern sogar den ersten. Entfernung war jeweils 100m - die Urkunden habe ich heute noch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_Sport_und_Technik

Hut ab! :respekt:

Kreuzbube
22.07.2008, 22:37
Hut ab! :respekt:

War wohl auch etwas Glück dabei, da ich dort ein x-beliebiges Gewehr zugeteilt bekam, daß ich noch nicht mal auf mich einstellen konnte. Allerdings haben wir schon zu Schulzeiten (zwischen 1982 und 1984) regelmäßig mit baugleichen Modellen auf unserem Naumburger Henne-Schießstand trainiert; dort oben residieren jetzt die "Naumburger Bürgerschützen" - eine lustige und trinkfeste Truppe!
http://www.schuetzencorps-naumburg.de/html/tradition.html

Haspelbein
23.07.2008, 01:02
Hut ab! :respekt:

Ebenfalls Respekt! Schiesst du denn weiterhin in dem Verein, dessen Link du gepostet hast?

McDuff
23.07.2008, 05:45
Ich habe noch nie eine Pistole in der Hand gehabt. Einzig mit Kleinkaliber-Gewehren kenne ich mich aus; mit denen haben wir bei der GST geschossen. 1983 belegte ich mit solch einen Gewehr im Ausbildungslager von 700 Teilnehmern den 2.Platz - und 1984 in Prerow von 1000 Teilnehmern sogar den ersten. Entfernung war jeweils 100m - die Urkunden habe ich heute noch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_Sport_und_Technik

:top: Da kann man glatt neidisch werden

McDuff
23.07.2008, 06:02
Heute war ich zum ersten Mal bei Frankonia in Dortmund.

Da ich vermutlich Ordonnanzwaffen nach BDMP-Regeln schießen werde, habe ich mir ein paar dieser Gewehre angesehen.
Einen Schweizer K 31 gibt es für 499 €, einen 98`er für 699 € und Mosin Nagants ab 179 €.
Na ja, das ist ja noch im Rahmen.

Schöne Messer haben die da auch.
Ich habe ein Jagd-Doppelmesser ( ist das die richtige Bezeichnung? ) von Puma für etwa 800 € gesehen! Was kann so ein Ding? Mehr als schneiden doch auch nicht, oder?

Gekauft habe ich mir schließlich ein Khakihemd.

Aber interessant war der Laden allemal.

Bei den Waffen kannst du noch einiges Sparen. Es gibt da kleine engagierte Händler wo der Preis und die Leistung top sind.

Bei dem Messern handelte es sich um ein sog. Waidbesteck. Es besteht aus einem Waidblatt (großes Messer) und einem Nicker (das kleine). Das Waidblatt wird wie ein Haumesser verwendet und kann, wird aber in der Praxis nicht mehr durchgeführt, zum abfangen von angeschossenem Wild verwendet werden. Der Nicker wurde ebenfalls zum Abfangen solchen Wildes verwendet, hier erfolgt ein Stich über dem oberen Halswirbel. Das ist nur etwas für Experten und der Normaljäger fängt mit der Faustfeuerwaffe ab. Im Prinzip ist so ein Waidbesteck etwas schönes und traditionelles aber nicht wirklich nötig. Ein gutes Jagdmesser mit Aufbrechklinge reicht eigentlich vollkommen und die gibts schon unter 50 Euro.

Kreuzbube
23.07.2008, 07:44
Ebenfalls Respekt! Schiesst du denn weiterhin in dem Verein, dessen Link du gepostet hast?

Nein, ich habe seit damals nicht mehr geschossen; max. bei Freunden oder auf dem Rummel mit dem Luftgewehr. Ich war noch nicht mal bei der Armee. Im November 1990 zur Wendezeit sollte ich zum Wehrdienst einberufen werden - da gab es aber einen Erlaß des Innenministeriums, daß Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn momentan "vom Wehrdienst befreit" seien. So kam ich eher unfreiwillig um die in der DDR ungeliebte Armeezeit herum. Unglücklich war ich darüber aber nicht. Was dort teilweise abging, muß man nicht unbedingt haben!
http://www.peter-tannhoff.de/html/nva_sprutz.html

Haspelbein
23.07.2008, 13:12
[...] Im Prinzip ist so ein Waidbesteck etwas schönes und traditionelles aber nicht wirklich nötig. Ein gutes Jagdmesser mit Aufbrechklinge reicht eigentlich vollkommen und die gibts schon unter 50 Euro.

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich dies in den USA noch nie gesehen. Es gibt hier viele Kombinationen, aber das sind z.B. Kombinationen Knochensaegen zum weiteren Zerlegen des Wildes. Das Abfangen geschieht durchaus mit Faustfeuerwaffen, oder durch die eigentliche Jagdwaffe.

Haspelbein
23.07.2008, 13:15
Nein, ich habe seit damals nicht mehr geschossen; max. bei Freunden oder auf dem Rummel mit dem Luftgewehr. [...]

Das ist schade, denn das Schiessen macht eigentlich schon Spass.



Ich war noch nicht mal bei der Armee. Im November 1990 zur Wendezeit sollte ich zum Wehrdienst einberufen werden - da gab es aber einen Erlaß des Innenministeriums, daß Mitarbeiter der Deutschen Reichsbahn momentan "vom Wehrdienst befreit" seien. So kam ich eher unfreiwillig um die in der DDR ungeliebte Armeezeit herum. Unglücklich war ich darüber aber nicht. Was dort teilweise abging, muß man nicht unbedingt haben!
http://www.peter-tannhoff.de/html/nva_sprutz.html

Das Prinzip ist bei fast allen Armeen der Welt aehnlich, wenn auch bei der NVA besonders trostlos. Allerdings muss ich sagen, dass man als Wehrdienstleistender bei den wenigsten Armeen wirklich das Schiessen lernt. Die Bundeswehr hat mir in dieser Hinsicht herzlich wenig beigebracht.

Kreuzbube
23.07.2008, 13:44
Das ist schade, denn das Schiessen macht eigentlich schon Spass.

Ich habe inzwischen andere Interessen gefunden. Astronomie und Kosmologie z.B.; diese entsprechen mehr meinem suchenden Geist. Das Schießen war damals auch mehr Spiel und Abenteuer.


Das Prinzip ist bei fast allen Armeen der Welt aehnlich, wenn auch bei der NVA besonders trostlos. Allerdings muss ich sagen, dass man als Wehrdienstleistender bei den wenigsten Armeen wirklich das Schiessen lernt. Die Bundeswehr hat mir in dieser Hinsicht herzlich wenig beigebracht.

Vielleicht war ich auch ein Naturtalent. Beim Schießen bzw. Zielen habe ich übrigens kein Auge geschlossen und vor dem Abdrücken noch kurz die Luft angehalten. Da ich nun auch noch Linksschütze war, gab das für die Aufsichter schon ein besonderes Bild - wegen der steten Spitzen-Treffer hielten sie sich mit Sprüchen aber zurück!

Haspelbein
23.07.2008, 14:12
Ich habe inzwischen andere Interessen gefunden. Astronomie und Kosmologie z.B.; diese entsprechen mehr meinem suchenden Geist. Das Schießen war damals auch mehr Spiel und Abenteuer.[...]

Schliesst doch einander nicht aus. Ich hatte damals Astronomie (oder besser Astrophysik) als Nebenfach im Physikstudium.



Vielleicht war ich auch ein Naturtalent. Beim Schießen bzw. Zielen habe ich übrigens kein Auge geschlossen und vor dem Abdrücken noch kurz die Luft angehalten. Da ich nun auch noch Linksschütze war, gab das für die Aufsichter schon ein besonderes Bild - wegen der steten Spitzen-Treffer hielten sie sich mit Sprüchen aber zurück!

Talente gibt es schon, obwohl ein grosser Teil des Schiessens ist schlicht und ergreifend Uebung. Ob man ein Auge schliess oder nicht, haengt sehr vom Individuum ab. Kurze Frage: Ist dein rechtes oder linkes Auge dominant? Linkshaendern das Schiessen beizubringen fuehrt manchmal zu ganz interessanten Formen.

Ich merke es selbst, wenn ich fuer den defensiven Gebrauch einer Faustfeuerwaffe das Schiessen mit der linken Hand uebe.

Kreuzbube
23.07.2008, 14:24
Schliesst doch einander nicht aus. Ich hatte damals Astronomie (oder besser Astrophysik) als Nebenfach im Physikstudium.

Leider gab es damals in der DDR keine bzw. kaum diesbezügliche Studienmöglichkeiten; und die wenigen waren so gut wie unerreichbar!:(


Talente gibt es schon, obwohl ein grosser Teil des Schiessens ist schlicht und ergreifend Uebung. Ob man ein Auge schliess oder nicht, haengt sehr vom Individuum ab. Kurze Frage: Ist dein rechtes oder linkes Auge dominant? Linkshaendern das Schiessen beizubringen fuehrt manchmal zu ganz interessanten Formen.

Ich merke es selbst, wenn ich fuer den defensiven Gebrauch einer Faustfeuerwaffe das Schiessen mit der linken Hand uebe.

Ich habe - von mir aus gesehen - mit dem linken Auge anvisiert und mit der linken Hand abgezogen. Mit einer Pistole würde ich theoretisch auch links schießen; alles andere ist für mich undenkbar!

Manfred_g
23.07.2008, 14:24
Ebenfalls Respekt! Schiesst du denn weiterhin in dem Verein, dessen Link du gepostet hast?

Hier wird was verwechselt, oder?

Haspelbein meinte wohl Kreuzbube ?

Haspelbein
23.07.2008, 14:26
Hier wird was verwechselt, oder?

Haspelbein meinte wohl Kreuzbube ?

Genau, ich wollte Kreuzbube ansprechen, hatte aber auf deinen Beitrag reagiert. ;)

Haspelbein
23.07.2008, 14:32
[...]
Ich habe - von mir aus gesehen - mit dem linken Auge anvisiert und mit der linken Hand abgezogen. Mit einer Pistole würde ich theoretisch auch links schießen; alles andere ist für mich undenkbar!

Strecke deine Arme aus, bringe die Haende zusammen, und bilde mit den Daumen und den Zeigefingern ein Dreieck. Visiere damit einen Punkt in der Ferne an. Schliesse abwechelnd das rechte und linke Auge. Das Auge, bei dem das resultierende Bild dem urspruenglichen Bild entspricht, ist dein dominantes Auge. Die meisten Schuetzen nutzen dieses Auge, und ob sie das zweite Auge schliessen haengt oft davon ab, wie stark die Dominanz ausgepraegt ist.

Fuer den defensiven Gebrauch einer Schusswaffe schliesst man jedoch generell kein Auge.

Kreuzbube
23.07.2008, 14:43
Strecke deine Arme aus, bringe die Haende zusammen, und bilde mit den Daumen und den Zeigefingern ein Dreieck. Visiere damit einen Punkt in der Ferne an. Schliesse abwechelnd das rechte und linke Auge. Das Auge, bei dem das resultierende Bild dem urspruenglichen Bild entspricht, ist dein dominantes Auge. Die meisten Schuetzen nutzen dieses Auge, und ob sie das zweite Auge schliessen haengt oft davon ab, wie stark die Dominanz ausgepraegt ist.

Fuer den defensiven Gebrauch einer Schusswaffe schliesst man jedoch generell kein Auge.

Das mit dem Offenlassen beider Augen ist nicht jedermanns Sache, weil man sich trotz des großen Sichtfeldes auf das eine Auge konzentrieren und das andere sozusagen im Kopf ausblenden muß. War bei mir aber eine Frage der Übung. Den Tip bekam ich damals von einem Biathleten; und der mußte natürlich sofort getestet werden!

Haspelbein
23.07.2008, 14:56
Das mit dem Offenlassen beider Augen ist nicht jedermanns Sache, weil man sich trotz des großen Sichtfeldes auf das eine Auge konzentrieren und das andere sozusagen im Kopf ausblenden muß. War bei mir aber eine Frage der Übung. Den Tip bekam ich damals von einem Biathleten; und der mußte natürlich sofort getestet werden!

Ja, man sieht mit dem Gehirn genauso wie mit den Augen. (Es gibt hierzu auch ganz interessante Experimente.) Man kann das Schiessen mit beiden Augen ueben, aber es schafft nicht jeder. Ist ein Auge deutlich dominant, so faellt es diesen Menschen generell einfacher, da das Sichtbild eh stark von einem Auge abhaengt, und das offene 2. Auge weniger verwirrt.

Mir persoenlich faellt es ebenfalls sehr leicht, da mein rechtes Auge deutlich dominant ist.

Kreuzbube
23.07.2008, 15:13
Ja, man sieht mit dem Gehirn genauso wie mit den Augen. (Es gibt hierzu auch ganz interessante Experimente.) Man kann das Schiessen mit beiden Augen ueben, aber es schafft nicht jeder. Ist ein Auge deutlich dominant, so faellt es diesen Menschen generell einfacher, da das Sichtbild eh stark von einem Auge abhaengt, und das offene 2. Auge weniger verwirrt.

Mir persoenlich faellt es ebenfalls sehr leicht, da mein rechtes Auge deutlich dominant ist.

Man kann auch eine Augenklappe benutzen. Sieht zwar aus, wie John Silver, aber es soll helfen - echte Meister brauchen sowas natürlich nicht!

McDuff
23.07.2008, 15:13
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich dies in den USA noch nie gesehen. Es gibt hier viele Kombinationen, aber das sind z.B. Kombinationen Knochensaegen zum weiteren Zerlegen des Wildes. Das Abfangen geschieht durchaus mit Faustfeuerwaffen, oder durch die eigentliche Jagdwaffe.


Das ist wahrscheinlich auch so eine typisch deutsche Sache. :) Zur bayrischen Krachledernen gehört ja auch ein Runderlnicker und noch immer werden prachtvolle Hirschfänger von Jägern und auch Förstern zu festlichen Anläßen getragen und auch an solche zu Jubiläen verliehen.
Für die praktische Jagd ist man z.B. mit dem Modell Hunter der Fa. Victorinox sehr gut ausgerüstet.

Haspelbein
23.07.2008, 15:24
Man kann auch eine Augenklappe benutzen. Sieht zwar aus, wie John Silver, aber es soll helfen - echte Meister brauchen sowas natürlich nicht!

Holzbein inklusive? :D Es gibt auch spezielle Brillen, die ein aehnlichen Effekt haben. Zum Scheibenschiessen moegen sie je nach Schuetze ihre Berechtigung haben. Jedoch trainieren sie etwas an, dass bei der Jagd oder beim defensiven Gebrauch einer Schusswaffe wahrscheinlich wenig hilft.

McDuff
23.07.2008, 15:28
Das mit dem Offenlassen beider Augen ist nicht jedermanns Sache, weil man sich trotz des großen Sichtfeldes auf das eine Auge konzentrieren und das andere sozusagen im Kopf ausblenden muß. War bei mir aber eine Frage der Übung. Den Tip bekam ich damals von einem Biathleten; und der mußte natürlich sofort getestet werden!

Ich kann das gar nicht meit den zwei Augen. Wurde mir zwar auch schon oft empfohlen, aber klappt gar nicht.

Kreuzbube
23.07.2008, 15:30
Holzbein inklusive? :D Es gibt auch spezielle Brillen, die ein aehnlichen Effekt haben. Zum Scheibenschiessen moegen sie je nach Schuetze ihre Berechtigung haben. Jedoch trainieren sie etwas an, dass bei der Jagd oder beim defensiven Gebrauch einer Schusswaffe wahrscheinlich wenig hilft.

Eben. Besser gleich die Technik angewöhnen, die möglichst universell und ohne große Umstände einsetzbar ist - war auch immer meine Devise!

Kreuzbube
23.07.2008, 15:35
Ich kann das gar nicht mit den zwei Augen. Wurde mir zwar auch schon oft empfohlen, aber klappt gar nicht.

Machst Du eben konventionell weiter. Man muß dann nur schneller abdrücken, weil das Ziel irgendwann zu verschwimmen beginnt.

Haspelbein
23.07.2008, 16:28
Das ist wahrscheinlich auch so eine typisch deutsche Sache. :) Zur bayrischen Krachledernen gehört ja auch ein Runderlnicker und noch immer werden prachtvolle Hirschfänger von Jägern und auch Förstern zu festlichen Anläßen getragen und auch an solche zu Jubiläen verliehen. [...]

Das Brauchtum ist schon interessant. Ich glaube, das hiesige Miller Light auf Veranda nach der Jagd kann man nicht als Brauchtum bezeichnen. :D



Für die praktische Jagd ist man z.B. mit dem Modell Hunter der Fa. Victorinox sehr gut ausgerüstet.

Rein praktisch gesehen ist sowas natuerlich vollkommend ausreichend. Ich persoenlich bevorzuge stehende Klingen, da sie sich leichter reinigen lassen. Es ist halt eine Frage der persoenlichen Vorliebe.

Haspelbein
23.07.2008, 16:32
Ich kann das gar nicht meit den zwei Augen. Wurde mir zwar auch schon oft empfohlen, aber klappt gar nicht.

Ich habe einen Freund, der Linkshaender ist, aber dennoch eine rechtes dominantes Auge hat. Ich kann mich nicht erinnern, wie viele Versionen des Zielens und des Griffes er beim Pistolenschiessen durchprobiert hat. Meines Wissens schiesst er jetzt mit der rechten Hand und einem geschlossenen linken Auge. ;)

McDuff
24.07.2008, 06:19
Es klappt schom mit dem Auge :) und die Schiessbrille gibts auf dem Stand nur damit nichts ins Auge fliegt.

Haspelbein
24.07.2008, 14:01
Es klappt schom mit dem Auge :) und die Schiessbrille gibts auf dem Stand nur damit nichts ins Auge fliegt.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, einmal eine SKS mit Russenmunition (Patronenhuelsen aus Stahl) geschossen zu haben. Beim Auflesen der Huelsen nach dem Schiessen fehlten mir so einige. Ich schaute nach oben, und einige der Huelsen steckten mit ihrer Oeffnung in einem Querbalken der Ueberdachung. Sie wurden offensichtliche mit genug Wucht ausgeworfen, um im Holz dieses Balkens steckenzubleiben.

Eine Brille sollte man auf jeden Fall tragen. ;)

McDuff
25.07.2008, 06:10
Ich kann mich noch gut daran erinnern, einmal eine SKS mit Russenmunition (Patronenhuelsen aus Stahl) geschossen zu haben. Beim Auflesen der Huelsen nach dem Schiessen fehlten mir so einige. Ich schaute nach oben, und einige der Huelsen steckten mit ihrer Oeffnung in einem Querbalken der Ueberdachung. Sie wurden offensichtliche mit genug Wucht ausgeworfen, um im Holz dieses Balkens steckenzubleiben.

Eine Brille sollte man auf jeden Fall tragen. ;)

Hoppla, da funktionert der Auswerfer aber besonders gut :shock:
Mit einem Schweizer 96/11 sind mir auch mal regelmäßig die ausgeworfenen Hülsen (Original GP11) genau auf den Kopf gefallen. Das war ziemlich störend.
Wenn Leute versuchen im "Gangsta"-Stil zu schiessen, fliegen ja die Dinger auch gut durch die Gegend.

Haspelbein
25.07.2008, 12:55
Hoppla, da funktionert der Auswerfer aber besonders gut :shock:
Mit einem Schweizer 96/11 sind mir auch mal regelmäßig die ausgeworfenen Hülsen (Original GP11) genau auf den Kopf gefallen. Das war ziemlich störend.
Wenn Leute versuchen im "Gangsta"-Stil zu schiessen, fliegen ja die Dinger auch gut durch die Gegend.

"Gangsta" Style, d.h. die Glock im 90Grad Winkel verdreht, bis man die Visiereinrichtung nicht mehr sehen kann? Ja, das koennte tatsaechlich ins Auge gehen.

GP11 habe ich auch noch eine ganze Menge irgendwo im Keller, aber mit dem K31 fliegen sie natuerlich nicht weit.

Es haengt jedoch auch von der Waffe selbst ab. Die SKS feuert die Dinger mit Wucht nach oben. Mit der Mini-14 macht man sich auf einem oeffentlichen Schiesstand arg unbeliebt, denn die Huelsen werden fast horizontal ausgeworfen. (Sehe ich eine Mini-14 links neben mir, schiesse ich lieber woanders.) Bei meinem G3-Clone finde ich vielleicht 50% der Huelsen wieder. Der Rest liegt irgendwo im Maisfeld. :D

Ahab
26.07.2008, 21:08
Sehe ich das eigentlich richtig das die sogenannten Sturmgewehre nur uber einen Feuerstoß-Modus verfügen um sie als "leichtes Maschienengewehr" nutzen zu können?

Einzelfeuer ist ja, wenn's um's tatsächliche Treffen eines Zieles geht die um Einiges sinnvollere Variante.

So dürfte es ja für bestimmte Waffen die ausschließlich für den taktischen Feuerkampf und damit für eine bestimmte Reichweite gedacht sind und trotz dem mit einer Feuerstoß-Funktion ausgestattet sind garnicht geben.


Außerdem verstehe ich diese Sache mit dem Selbstschutz nicht so ganz:

Aus meinem schlauen Soziologiebüchlein weis ich dass die Warscheinlichkeit dreiundvierzigmal höher ist sich selbst oder ein Familienmitglied zu töten anstatt damit einen Angriff abzuwehren.

Genauso werden bei Raubüberfällen die Täter meist erst durch Schusswaffen verletzt oder getötet nachdem der Überfall ohne eine konkrete leibliche Bedrohung für das Opfer vonstatten gegangen ist.
Sie werden also quasi aus Rache und nicht zur Prävention von Schäden genutzt.

Weiter verüben 333 von 389 Schusswaffenopfer Selbstmord.
Dazu gibt es von einem gewissen Dr.Arthur Kellermann von der University of Tennessee und einen Dr.Donald Reay vom Medical Examiner Office in Seattle die belegen das die allein die bloße Verfügbarkeit von Schusswaffen in der Persönlichen Umgebung die Selbstmordgefahr erheblich steigen lässt wenn jmd entsprechend veranlagt ist. (Und eben kein konkreter persönlicher Beschluss sich umzubringen)



Diese Zahlen kennt man, hier und in den USA und trotzdem finden sich überall Befürworter lascherer Waffengesetze.

Wieso eigentlich?

Haspelbein
26.07.2008, 21:33
Sehe ich das eigentlich richtig das die sogenannten Sturmgewehre nur uber einen Feuerstoß-Modus verfügen um sie als "leichtes Maschienengewehr" nutzen zu können?[...]

Nein, ein leichtes Maschinengewehr ist etwas anderes. Der vollautomatische Modus eines Sturmgewehrs wird hauptsaechlich defensiv genutzt.



Einzelfeuer ist ja, wenn's um's tatsächliche Treffen eines Zieles geht die um Einiges sinnvollere Variante.

So dürfte es ja für bestimmte Waffen die ausschließlich für den taktischen Feuerkampf und damit für eine bestimmte Reichweite gedacht sind und trotz dem mit einer Feuerstoß-Funktion ausgestattet sind garnicht geben.

Was meinst du hiermit genau? Die meisten Sturmgewehre haben diesen Modus eben fuer den defensiven Gebrauch, der im Notfall ueber eine jegliche effektive Reichweite des Gewehres erfolgt.

Aber ich weiss nicht, was die mit dem US-Waffengesetz zu tun haben soll, da sie generell nicht fuer die Privatperson legal erhaeltlich sind.


Außerdem verstehe ich diese Sache mit dem Selbstschutz nicht so ganz:

Aus meinem schlauen Soziologiebüchlein weis ich dass die Warscheinlichkeit dreiundvierzigmal höher ist sich selbst oder ein Familienmitglied zu töten anstatt damit einen Angriff abzuwehren.

Ach, und woher weiss das schlaue SOziologiebuechlein das, wenn ein Grossteil des Gebrauchs einer Schusswaffe nicht erfasst wird?



Genauso werden bei Raubüberfällen die Täter meist erst durch Schusswaffen verletzt oder getötet nachdem der Überfall ohne eine konkrete leibliche Bedrohung für das Opfer vonstatten gegangen ist.
Sie werden also quasi aus Rache und nicht zur Prävention von Schäden genutzt.

Wenn dies geschaehe, wuerde hierfuer ein Polizist zumindest seinen Beruf los. Da dem allgemein nicht so ist, gehe ich mal davon aus, das die obige Aussage falsch ist.



Weiter verüben 333 von 389 Schusswaffenopfer Selbstmord.

An Anteil von Selbstmorden mit Schusswaffen ist hoch. Jedoch bedeutet dies keinesfalls, dass ohne Schusswaffen dieser Mord nicht geschieht. Deutschland hat so z.B. eine hoeher Selbstmordrate als die USA. Demnach gehe ich davon aus, dass sich bei einer vorliegenden Selbstmordabsicht schon eine Methode findet.



Dazu gibt es von einem gewissen Dr.Arthur Kellermann von der University of Tennessee und einen Dr.Donald Reay vom Medical Examiner Office in Seattle die belegen das die allein die bloße Verfügbarkeit von Schusswaffen in der Persönlichen Umgebung die Selbstmordgefahr erheblich steigen lässt wenn jmd entsprechend veranlagt ist. (Und eben kein konkreter persönlicher Beschluss sich umzubringen)

Diese Zahlen kennt man, hier und in den USA und trotzdem finden sich überall Befürworter lascherer Waffengesetze.

Wieso eigentlich?

Weil die Analyse (besonders im Falle von Kellerman) beileibe nicht unumstritten sind, und der Autor selbst seine Zahlen nach unten korrigiert hat.

Aber solange wir keine ueblen deuschen Zustaende bei den Selbstmordraten haben, mache ich mir hier erst einmal keine Sorgen.

Ahab
26.07.2008, 22:45
Das hier

Verschiedene Gewehre werden in leichte, mittlere und schwere Modelle unterteilt. Das leichte MG ist oft eine Variante gängiger Sturmgewehre gleichen Kalibers, die mit schwererem – oft leicht austauschbarem – Lauf und Zweibein ausgestattet sind. Das mittlere MG – auch Mehrzweck-MG – basiert nicht auf einem Sturmgewehr, sondern stellt in der Regel eine eigene Entwicklung dar. In diesen Waffen werden ggf. längere Patronen mit größerem Kaliber als in Sturmgewehren verwendet. Ein weiteres Hauptmerkmal für mittlere MGs ist die Munitionszuführung durch Gurte, um ein effektives Dauerfeuer führen zu können. Mehrzweck-MGs können sowohl auf einem Zweibein als auch auf einer Lafette eingesetzt werden. Schwere MGs werden überwiegend auf Lafetten eingesetzt und können Dauerfeuer schießen. Zur Bewaffnung von z. B. Flugzeugen, Hubschraubern oder Panzern werden mittlere und schwere MGs eingesetzt.

Kommt aus Wikipedia.
Jetzt nicht die beste Quelle, aber um's dir zu verdeutlichen muss es reichen.


Weiter war ich selbst bei der Bundeswehr und hab' dort genügend über die Verwendung z.B. des G36, ausgestattet mit einem Zweibein und einem Trommelmagazin als "leichtes MG" gelernt, die als solche aber so gut wie nie genutzt wird da ja ein Trupp in der Regel mit einem bzw. ein Zug mit gleich fünf "MG3" ausgestattet wird. (Also als Jäger in einem "Partisanen"-Gefecht ohne aufgesessene Truppen und bla... Je nach Einsatzlage eben. Bei den Jägern sind wir auf Übungen von solchen Situationen ausgegangen weil sie leichter zu konstruieren sind.)

Nur damit wir uns verstehen.
Aber wenn du mir sagst es hätte eine defensive Funtion, wie auch immer geartet, glaub ich dir das halt.



Nur was mich irritiert:

Werden Verletzungen oder Tode durch Schusswaffengebrauch hervorgerufen werden sie selbstverständlich erfasst, ob die Waffe registriert ist oder nicht.
Ärzte sind hier der Polizei in den USA als auch hier Meldepflichtig und erfassen davon ganz unabhängig meist ihre eigenen Statistischen Werte die sie der Forschung zur Verfügung stellen.

Polizisten werden im Schusswaffengebrauch unglaublich penibel ausgebildet und schießen nicht auf Flüchtende ohne einen ausreichenden Vorwand.
Mal davon ganz abgesehen dass sie auch nicht allzuhäufig in Uniform überfallen werden. :))
Es sind Privatpersonen gemeint.

Weiter ist im Bezug auf Selbstmord eben gemeint dass die Verfügbarkeit von Waffen die Selbstmordrate tatsächlich erhöht und nicht dass sich da Leute lieber mit einer Waffe umbringen als sich von einer Brück zu stürzen.
Die genannten Herren haben auch nur jedeils eine Studie dazu veröffentlicht weshalb da niemals Zahlen korrigiert wurden.

In diesem Zusammenhang außerdem noch erwähnenswert der Umstand dass in der Schweiz Soldaten besonders häufig in häusliche Konflikte geraten bei denen Schusswaffen eine Rolle spielen und Selbstmorde durch Schusswaffengebrauch verwickelt sind.

Und weist du auch wieso? Weil sie ihre Gewehre mit nach hause nehmen müssen!



Also bitte...erzähl mir nicht solche Faxen.
Ich will nur wissen warum trotz dieser Umstände der Besitz von Waffen besonders in den USA oder der Schweiz (wo das Waffengestz auch sehr "liberal" ist) so heftig verfechtet wird.

Welche Antwort ich bekomme ist mir dabei egal, ob's vielleicht ein geiles Machtgefühl ist wenn man eine in der Hand hält (was ich durchaus kenne :)) ) oder 'ne Vorstellung davon dass es Spaß macht Menschen abzuknallen, ich verurteile euch nicht.


Mich interessiert nur was es ist.


Edit: Möchte hier noch einmal einfügen dass ein Feuerstoß natürlich eine defensive Funktion ist.
Aber eben die, den Feind "niederzukämpfen" ihn also in Deckung zu zwingen um ihn am Feuern zu hindern und damit dem Trupp das ausweichen zu ermöglichen.
Aber dies ist ja eben der Sinn und Zweck von Maschienengewehren.

Haspelbein
27.07.2008, 13:25
@Ahab

Tut mir leid, aber die groesste Studie zu diesem Thema, noch unter Clinton vom CDC in Auftrag gegeben, zeigt keine Korrelation des Waffenrechts zu den Mord- oder Selbstmordraten in den USA, und dies obwohl das Waffenrecht in den USA sehr heterogen ist. Ich halte den Substitutionseffekt beim Selbstmord fuer sehr ausgepraegt, d.h. wenn man keine Waffe hat, so springt man vor den Zug.

Ich lebe hier in den USA in einer laendlichen Gemeinde, in der sehr viel gejagd wird, und in so ziemlich jedem Haus eine Schusswaffe zu finden ist. Knaltl es hier irgendwo, denkt jeder, dass irgendwas bejagt wird. Hat man sogar als Privatperson offen eine Schusswaffe im Holster, denkt man auch nicht gross drueber nach. Ebenso ist es beim Kontakt mit der Polizei. Es war nie ein Thema, selbst wenn ich bewaffnet war, und man mich angehalten hat.

Der Grund hierfuer liegt daran, dass wir vielleicht alle 3 Jahre mal einen Mord in der Gemeinde haben. Eben deshalb ist hier das Waffenrecht kein Thema. Jedoch ist in der Innenstadt von Columbus ist die Mordrate relativ hoch. Allerdings weiss man genau woran das liegt, und das Waffenrecht ist es garantiert nicht, jedenfalls nicht als eines der Primaerfaktoren.

Ich verstehe nicht genau, worauf du bei der Argumentation mit den Sturmgewehren hinauswillst. Selbst wenn sie auf dem gleichen Gewehrtyp beruhen, was je nach Armee nicht unbedingt der Fall ist, so werden sie deutlich anders eingesetzt. Das Sturmgewehr ersetzt das gute alte Infantriegewehr, mit einem zusaetzlichen vollautomatischen Modus. Ich kenne hier konkret nur das M16, aber aus persoenlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es mit kurzen Feuerstoessen im defensiven Gebrauch genutzt werden kann.

Das leichte Maschinengewehr kann, zumindest meiner Meinung nach, sowohl offensiv und defensiv gebraucht werden, was jedoch eher an der Verwendung innerhalb der Einheit, der Munitionszufuehrung, und der Konfiguration der Waffe abhaengt. Hier unterscheidet sich das MG haeufig vom Sturmgewehr dadurch, dass es zur zusaetzlichen Kuehlung ebenfalls aufschiessend geschossen werden kann, und die Munitionszufuehrung haeufig anders ist.

McDuff
28.07.2008, 06:27
Sehe ich das eigentlich richtig das die sogenannten Sturmgewehre nur uber einen Feuerstoß-Modus verfügen um sie als "leichtes Maschienengewehr" nutzen zu können?

Einzelfeuer ist ja, wenn's um's tatsächliche Treffen eines Zieles geht die um Einiges sinnvollere Variante.

So dürfte es ja für bestimmte Waffen die ausschließlich für den taktischen Feuerkampf und damit für eine bestimmte Reichweite gedacht sind und trotz dem mit einer Feuerstoß-Funktion ausgestattet sind garnicht geben.


Außerdem verstehe ich diese Sache mit dem Selbstschutz nicht so ganz:

Aus meinem schlauen Soziologiebüchlein weis ich dass die Warscheinlichkeit dreiundvierzigmal höher ist sich selbst oder ein Familienmitglied zu töten anstatt damit einen Angriff abzuwehren.

Genauso werden bei Raubüberfällen die Täter meist erst durch Schusswaffen verletzt oder getötet nachdem der Überfall ohne eine konkrete leibliche Bedrohung für das Opfer vonstatten gegangen ist.
Sie werden also quasi aus Rache und nicht zur Prävention von Schäden genutzt.

Weiter verüben 333 von 389 Schusswaffenopfer Selbstmord.
Dazu gibt es von einem gewissen Dr.Arthur Kellermann von der University of Tennessee und einen Dr.Donald Reay vom Medical Examiner Office in Seattle die belegen das die allein die bloße Verfügbarkeit von Schusswaffen in der Persönlichen Umgebung die Selbstmordgefahr erheblich steigen lässt wenn jmd entsprechend veranlagt ist. (Und eben kein konkreter persönlicher Beschluss sich umzubringen)



Diese Zahlen kennt man, hier und in den USA und trotzdem finden sich überall Befürworter lascherer Waffengesetze.

Wieso eigentlich?

Da hat aber jemand die Statistik gemolken :D Scheinen mir die Ergüsse eines Hoplophoben zu sein...
Ein militärisches Sturmgewehr verfügt über die Feuerstoßfunktion um einen angreifenden Feind aufzuhalten. Zielen ist damit beinahe nicht möglich und das Maganzin ist sofort leer.

McDuff
28.07.2008, 06:29
"Gangsta" Style, d.h. die Glock im 90Grad Winkel verdreht, bis man die Visiereinrichtung nicht mehr sehen kann? Ja, das koennte tatsaechlich ins Auge gehen.

GP11 habe ich auch noch eine ganze Menge irgendwo im Keller, aber mit dem K31 fliegen sie natuerlich nicht weit.

Es haengt jedoch auch von der Waffe selbst ab. Die SKS feuert die Dinger mit Wucht nach oben. Mit der Mini-14 macht man sich auf einem oeffentlichen Schiesstand arg unbeliebt, denn die Huelsen werden fast horizontal ausgeworfen. (Sehe ich eine Mini-14 links neben mir, schiesse ich lieber woanders.) Bei meinem G3-Clone finde ich vielleicht 50% der Huelsen wieder. Der Rest liegt irgendwo im Maisfeld. :D


Mit der Auto5 ist man auch nur dabei die Hülsen aufzusammeln. Auch manche Ejektoren neigen ja zu "Weitschüssen" und nerven damit ganz gut.

Haspelbein
28.07.2008, 13:29
Mit der Auto5 ist man auch nur dabei die Hülsen aufzusammeln. Auch manche Ejektoren neigen ja zu "Weitschüssen" und nerven damit ganz gut.

Oh, die Auto5, das ist ja ein richtiger Klassiker. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich sie oftmals sah, aber niemals selbst geschossen habe.

Mein Problem mit den Halbautomatischen Schrotflinten beim Trap ist eher, dass das Schliessen des Verschlusses so laut ist, dass er bei den automatischen Trapanlagen zum Wurf einer Tontaube fuehrt. So warten die Schuetzen dann oftmals auf den Schuss ihres Vorgaengers, um gerade in diesem Moment den Verschluss nach vorne schnellen zu lassen.

McDuff
28.07.2008, 13:34
Oh, die Auto5, das ist ja ein richtiger Klassiker. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich sie oftmals sah, aber niemals selbst geschossen habe.

Mein Problem mit den Halbautomatischen Schrotflinten beim Trap ist eher, dass das Schliessen des Verschlusses so laut ist, dass er bei den automatischen Trapanlagen zum Wurf einer Tontaube fuehrt. So warten die Schuetzen dann oftmals auf den Schuss ihres Vorgaengers, um gerade in diesem Moment den Verschluss nach vorne schnellen zu lassen.

Die Auto5 ist einfach ein geniales Stück Technik und dabei auch vollkommen alltagstauglich. Leider werden die Dinger immer teurer X( . Das der Verschluß laut ist stimmt, aber das es diese Auswirkungen hat, dachte ich nicht.
Letztens sah ich einen russischen von Saiga mit Kastenmagazin. Dachte nicht, daß die her erlaubt wären.

Haspelbein
28.07.2008, 13:42
Die Auto5 ist einfach ein geniales Stück Technik und dabei auch vollkommen alltagstauglich. Leider werden die Dinger immer teurer X( . Das der Verschluß laut ist stimmt, aber das es diese Auswirkungen hat, dachte ich nicht. [...]

So laut sind die nicht, aber die Trapanlagen sind halt recht empfindlich. Graeme dich aber nicht zu sehr: Es gibt keinen Mangel an guten halbautomatischen Schrotflinten. ;)



Letztens sah ich einen russischen von Saiga mit Kastenmagazin. Dachte nicht, daß die her erlaubt wären.

Ich kenne mich in dieser Hinsicht mit dem deutschen Recht nicht aus. Hier sind sie erlaubt, jedoch nicht sonderlich beliebt, was wahrscheinlich auch zu einem grossen Teil daran liegt, dass sie nicht in 12GA erhaeltlich sind, und einfach nicht zum Sportschiessen oder zur Jagd gedacht sind.

Haspelbein
28.07.2008, 14:19
Ansonsten hatte ich am Wochenende das Vergnuegen, ein Gewehr in .50 BMG zu schiessen. Liegend (mit Zweibein) schoss es sich sogar recht angenehm und praezise. Stehend jedoch war das schwere Gewehr anstrenge Uebung, aber auch hier war der Rueckstoss durchaus auszuhalten.

Ein Heidenspass war jedoch, dass man im Rasen gut die Verteilung der Druckwelle sehen konnte, die sich aus der Muendunsfeuerbremse kreisfoermig ausbreitete.

Misteredd
28.07.2008, 16:32
Ansonsten hatte ich am Wochenende das Vergnuegen, ein Gewehr in .50 BMG zu schiessen. Liegend (mit Zweibein) schoss es sich sogar recht angenehm und praezise. Stehend jedoch war das schwere Gewehr anstrenge Uebung, aber auch hier war der Rueckstoss durchaus auszuhalten.

Ein Heidenspass war jedoch, dass man im Rasen gut die Verteilung der Druckwelle sehen konnte, die sich aus der Muendunsfeuerbremse kreisfoermig ausbreitete.


Diese Dinger sind wohl die Krönung. Hier in der Gegend gibt es keinen einzigen Schießstand, der ihre Verwendung erlaubt - zu stark ist ihre Leistung.

Was für ein Gewehr konntest Du testen?

Haspelbein
28.07.2008, 16:42
Diese Dinger sind wohl die Krönung. Hier in der Gegend gibt es keinen einzigen Schießstand, der ihre Verwendung erlaubt - zu stark ist ihre Leistung. [...]

Ja, der Kugelfang war eine abwechselnde Struktur aus Eisenbahnschwellen und Strohballen, dahinter eine Baumreihe, und dann ein grosser Huegel, d.h. ein relativ weicher Kugelfang, der Querschlaeger verhinderte, wenn die Kugel schliesslich auf das Erdreich trifft.



Was für ein Gewehr konntest Du testen?

Ich bin mir gar nicht einmal sicher, da es nicht mein eigenes Gewehr war. Ich dachte zuerst, dass es ein AR-50 waere, aber es sah ganz leicht anders aus. Es war auf jeden Fall ein einschuessiges Gewehr mit einem Zylinderverschluss. Trotz dieser einfachen Bauweise war es sehr schwer, d.h. allein die Optik wog so um die 1,5 - 2 Kilo.

Ich habe auch nur 2 Schuss damit abgegeben. Bei ca. $4-$5 pro Schuss trifft trifft es selbst in diesem Kaliber eher die Geldboerse als die Schulter. ;)

McDuff
28.07.2008, 18:01
Oha, das war sicher ein Spaß! Würde mich auch mal reizen sowas auszuprobieren. Sogar kaufen kann man die Dinger, von Steyr z.B. aber einen Schießstand kenne ich nicht.

Haspelbein
28.07.2008, 19:36
Oha, das war sicher ein Spaß! Würde mich auch mal reizen sowas auszuprobieren. Sogar kaufen kann man die Dinger, von Steyr z.B. aber einen Schießstand kenne ich nicht.

Kaufen wuerde ich sowas wohl nicht, denn diese Gewehre sind sauteuer und fuer die meisten Anwendungen einmalig unpraktisch. Es macht jedoch schon Spass, so ein Gewehr einmal zu schiessen.

Aber ich stimme dir zu: In einem dichtbesiedelten Gebiet ist es schwer eine Schiessbahn zu finden, die sowas zulaesst, da alle Zielvorrichtungen und der Kugelfang von so einem Gewehr mehr oder weniger zerstoert werden. Ich habe auf Tontauben geschossen, die an Eisenbahnschwellen montiert waren.

McDuff
29.07.2008, 06:11
Kaufen wuerde ich sowas wohl nicht, denn diese Gewehre sind sauteuer und fuer die meisten Anwendungen einmalig unpraktisch. Es macht jedoch schon Spass, so ein Gewehr einmal zu schiessen.

Aber ich stimme dir zu: In einem dichtbesiedelten Gebiet ist es schwer eine Schiessbahn zu finden, die sowas zulaesst, da alle Zielvorrichtungen und der Kugelfang von so einem Gewehr mehr oder weniger zerstoert werden. Ich habe auf Tontauben geschossen, die an Eisenbahnschwellen montiert waren.

Hier kann man wirklich froh sein schon einen 300m Stand in halbwegs erreichbarer Nähe zu haben. Die Langdistanzschützen haben es hier nicht leicht.
Was aber Monsterkaliber für die Jagd angeht, so war ja lange Zeit die 600 Nitro Express das Maß aller Dinge, bis sich Holland&Holland entschlossen eine Doppelbüchse im Kaliber 700 Nitro Express zu entwickeln und auch einen Hersteller für die Munition fand (Kynoch ca. 90 Euro/Stück). Da die Doppelbüchse mit ca. 130000 Pfund ein wenig teuer ist, hat sichein namhafter Hersteller aus Ferlach entschlossen in diese Marktnische mit einer Doppelbüchse, einer Blockbüchse und einem Repetiergewehr einzusteigen.

http://www.ferlachguns.com/mm/mega-700.htm

Misteredd
29.07.2008, 12:52
Kennt sich hier jemand mit CNC Technik aus?

Gibt es dort gute gebrauchte Fräsen und Drehmaschinen für relativ wenig Geld?

Welche Kenntnisse benötigt man und kann man das auch als Laie lernen ?

Haspelbein
29.07.2008, 13:17
[...]
Was aber Monsterkaliber für die Jagd angeht, so war ja lange Zeit die 600 Nitro Express das Maß aller Dinge, bis sich Holland&Holland entschlossen eine Doppelbüchse im Kaliber 700 Nitro Express zu entwickeln und auch einen Hersteller für die Munition fand (Kynoch ca. 90 Euro/Stück). Da die Doppelbüchse mit ca. 130000 Pfund ein wenig teuer ist, hat sichein namhafter Hersteller aus Ferlach entschlossen in diese Marktnische mit einer Doppelbüchse, einer Blockbüchse und einem Repetiergewehr einzusteigen.

http://www.ferlachguns.com/mm/mega-700.htm

Interessanterweise ist fuer mich, zumindest was moderne Waffen angeht, alles ueber .50 cal verboten, da es sonst als Kriegswaffe eingestuft wird. Eben deshalb die Beliebtheit des .50 BMG, letztendlich einer sehr energiereichen Version eines .50 cal Geschosses, dessen Durchschlagskraft bei weitem das uebersteigt, was fuer die Jagd notwendig ist. (Will man einen Motorblock aufbrechen, so ist das .50 BMG richtig.)

Kaliber wie das 700 Nitro Express werden mir also verschlossen bleiben. Obwohl, ich glaube nicht, dass es auf diesem Kontinent etwas gibt, fuer das ich sie brauche. :D

Haspelbein
29.07.2008, 13:20
Kennt sich hier jemand mit CNC Technik aus?

Gibt es dort gute gebrauchte Fräsen und Drehmaschinen für relativ wenig Geld?

Welche Kenntnisse benötigt man und kann man das auch als Laie lernen ?

Prinzipiell sind dies Kenntnisse, die man in der Metallbearbeitung, z.b. als Schlosser lernt. Wenn man sich erst einmal mit einer Fraese auskennt, so ist der Sprung zur CNC Fraese nicht gross. Was fuer Kenntnisse in der Metallbearbeitung hast du denn?

Misteredd
29.07.2008, 13:26
Prinzipiell sind dies Kenntnisse, die man in der Metallbearbeitung, z.b. als Schlosser lernt. Wenn man sich erst einmal mit einer Fraese auskennt, so ist der Sprung zur CNC Fraese nicht gross. Was fuer Kenntnisse in der Metallbearbeitung hast du denn?

Ich habe gar keine Kenntnisse in der Metallverarbeitung - bestenfalls bin ich ein Heimwerker.

Haspelbein
29.07.2008, 13:54
Ich habe gar keine Kenntnisse in der Metallverarbeitung - bestenfalls bin ich ein Heimwerker.

Ich wuerde es an einer Volkshochschule oder einer Berufsfortbildungsstaette versuchen. Man kann sowas auch im Selbststudium lernen, aber das braucht Zeit.

Haspelbein
29.07.2008, 16:14
Ansonsten habe ich letztes Wochenende ueberrascht festgestellt, dass:

a) Man im Kaliber 5.56x45mm Loecher in Tontauben schiessen kann. Mit den groesseren Kalibern sind sie mir immer zerplatzt. Trifft man sie in 5.56x45mm mittig, so kann man sie u.U. fast in eine Ringform schiessen. (Antwort auf die unvermeidliche Frage: Ja, ich habe nichts besseres zu tun.)

b) Die Preise fuer 5.56x45mm sind wieder einmal angestiegen sind! :rolleyes:

Misteredd
29.07.2008, 17:18
Ich wuerde es an einer Volkshochschule oder einer Berufsfortbildungsstaette versuchen. Man kann sowas auch im Selbststudium lernen, aber das braucht Zeit.

Das wichtigere sind die günstigen Maschinen.

Haspelbein
29.07.2008, 17:33
Das wichtigere sind die günstigen Maschinen.

Ich bin mir nicht sicher, was du genau vorhast. Aber es muss keine CNC Fraese sein. Einfache Kombi-Fraesen, die aus China importiert wurden gehen fangen hier bei ca. $500 an. Gutes Zubehoer geht gut ins Geld, aber fuer einfache Projekte braucht man nicht die Welt.

Misteredd
29.07.2008, 17:46
Ich bin mir nicht sicher, was du genau vorhast. Aber es muss keine CNC Fraese sein. Einfache Kombi-Fraesen, die aus China importiert wurden gehen fangen hier bei ca. $500 an. Gutes Zubehoer geht gut ins Geld, aber fuer einfache Projekte braucht man nicht die Welt.



Das kann ich nhier nicht wirklich hinschreiben.

Wenn man bessere Werkzeuge hat, dann kann man aber auch etwas komplizierte Dinge fertigen.

Eine Workschopausstattung mit bei Ebay herausgesuchten CNC-Bohrer/Fräsen Kombi und einer CNC - Drehbank für nicht ganz einfach Dinge kostet dort 7000,-- € - mithin ein Betrag, der stemmbar ist.

Wenn man dann eher ein Gebrauchtgerät erwirbt, sollte es noch günstiger sein.

Haspelbein
29.07.2008, 17:55
Das kann ich nhier nicht wirklich hinschreiben.

Wenn man bessere Werkzeuge hat, dann kann man aber auch etwas komplizierte Dinge fertigen.

Eine Workschopausstattung mit bei Ebay herausgesuchten CNC-Bohrer/Fräsen Kombi und einer CNC - Drehbank für nicht ganz einfach Dinge kostet dort 7000,-- € - mithin ein Betrag, der stemmbar ist.

Wenn man dann eher ein Gebrauchtgerät erwirbt, sollte es noch günstiger sein.

Wie schon gesagt, ich kenne dein Projekt und deinen Geldbeutel nicht. Es gibt viele Projekte, die man mit genug Zeit und Geduld mit deutlich guenstigeren Maschinen durchfuehren kann. Ich wuerde einfach damit anfangen, was du wirklich fuer dein Projekt brauchst, da wir von nicht gerade geringen Summen reden.

SmooKi
30.07.2008, 00:30
Wie schon gesagt, ich kenne dein Projekt und deinen Geldbeutel nicht. Es gibt viele Projekte, die man mit genug Zeit und Geduld mit deutlich guenstigeren Maschinen durchfuehren kann. Ich wuerde einfach damit anfangen, was du wirklich fuer dein Projekt brauchst, da wir von nicht gerade geringen Summen reden.

Ich tippe auf den Bau einer schweren Kanone. Sowas wie eine Ionenkanone aus StarWars Teil V.

McDuff
30.07.2008, 06:05
Interessanterweise ist fuer mich, zumindest was moderne Waffen angeht, alles ueber .50 cal verboten, da es sonst als Kriegswaffe eingestuft wird. Eben deshalb die Beliebtheit des .50 BMG, letztendlich einer sehr energiereichen Version eines .50 cal Geschosses, dessen Durchschlagskraft bei weitem das uebersteigt, was fuer die Jagd notwendig ist. (Will man einen Motorblock aufbrechen, so ist das .50 BMG richtig.)

Kaliber wie das 700 Nitro Express werden mir also verschlossen bleiben. Obwohl, ich glaube nicht, dass es auf diesem Kontinent etwas gibt, fuer das ich sie brauche. :D


Nach dem Aussterben der Dinosaurier sind solche Jagdkaliber nicht wirklich notwendig. :)
Den alten Großwildjägern war ja schon die 600 NE zu heftig. Meistens wurde die .577 NE verwendet.
Das mit dem Verbot von Waffen größer Kaliber 50 wußte ich nicht. Dabei wurde und wird doch einiges in 14,5x114mm russisch und 20x82mm Hispano-Suiza hergestellt.
Wurde nicht mit der .50 BMG aus einer Barrett light fifty der weiteste Treffer eines Scharfschützen erzielt? Ich hörte da etwas von 2,4 km. Aus dieser Distanz soll ein kanadischer Schaftschütze einen irakischen Kollegen getroffen haben. Oder ob das ins Reich der Mythen und Legenden gehört?

Manfred_g
30.07.2008, 13:02
...
Wurde nicht mit der .50 BMG aus einer Barrett light fifty der weiteste Treffer eines Scharfschützen erzielt? Ich hörte da etwas von 2,4 km. Aus dieser Distanz soll ein kanadischer Schaftschütze einen irakischen Kollegen getroffen haben. Oder ob das ins Reich der Mythen und Legenden gehört?

Davon habe ich auch gelesen. Damals betrug die angegebene Distanz allerdings noch 1200m. :)

Haspelbein
30.07.2008, 13:53
Nun, ich bin mir nicht sicher, was die genaue Distanz angeht, aber das Kaliber eignet sich fuer solche grossen Distanzen hervorragend. Im Gegensatz zu grossen Jagdkalibern ist es immer noch ein Kaliber mit einer hohen Geschossgeschwindigkeit, d.h. es verbindet eine stark gestreckte Flugbahn mit einem (relativ) hohen Geschossgewicht, das es relativ windunempfindlich macht. (Die Umgebungseinfluesse sind das groesste Problem bei so langen Distanzen.)

2.4 km kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da man selbst mit einem stark vergroessernden Optik kaum noch etwas sieht. 1.2 km halte ich prinzipiell fuer moeglich. Es gibt hier Wettschiessen in .50 BMG auf 1000 yards, aber das sind schon relativ grosse Ziele.

In der Praxis sieht sowas natuerlich anders aus. Jaeger koennen das vielleicht nachvollziehen, aber eine hohe Praezision eines Gewehres ist wird arg begrenzt, wenn man den Neigungswinkel, die Luftfeuchtigkeit, die Temperatur, die Distanz, und die Windverhaeltnisse abschaetzen muss. Es macht ebenfalls einen grossen Unterschied, wenn das Ziel keine Zielscheibe, sondern ein getarntes Ziel ist, dass beim Anvisieren verschwimmt. Ich hatte es einmal bei einem Kumpel probiert, der in Kalifornien ein ganzes Tal als Privatgrund besass. Ich versuchte, verschiedene Felsen in unterschiedlichen Teilen des Tals zu treffen. Mit all den oben genannten Parametern ist sowas richtig schwer.