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Haspelbein
05.09.2008, 15:29
Da bin ich der selben Meinung, überwiegend gibt es im Paintballbereich Halb – und Vollautomaten mit zum Teil über 150 Schuß-Magazinen, eigentlich eher schon Behälter Aber es gibt auch spezielle Waffen, fast in Pistolengröße mit nur 8 –10 Schuß was der Sache dann schon nahe kommt, und eine unüberlegtes ballern stark reduziert. Wir benützten auch solche, wobei dann auch Reservekugeln nicht erlaubt waren. Wenn man da auf einem offenen Gelände oder in einer alten Halle spielt, da sind 10 Schuß nicht viel.
Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

10 Schuss sind nicht viel, aber wesentlich realistischer. Interessant sind auch Uebungseinheiten, bei denen Freund, Feind und Unbeteiligte nicht klar erkennbar sind.

schastar
05.09.2008, 17:13
Dem ist so. Die meisten Sportschuetzen und auch viele Polizisten bringen die Schusswaffe zu langsam zum Einsatz. In den USA gibt es ja leider viele Schiessereien, auch unter Zivilisten. Man kann davon ausgehen, dass die Konfrontation i.d.R. zwischen 3 und 5 Sekunden dauert, und nicht mehr als 3 Schuss pro Person abgegeben werden. (Ich nehme hier mal die beruechtigten drive-bys bewusst aus.)

Eben deshalb gibt es bei der Polizei ein Training, die Waffe von der Huefte aus (auch damit der Angreifer schlechter danach greifen kann) auf sehr kurze Kampfentfernungen einzusetzen. Es kommt wirklich darauf an, so viel wie moeglich in Bewegung zu bleiben, und die Waffe oder sonstmoegliche Verteidigungsform unmittelbar einzusetzen.

Mit einem Sportschiessen hat dies freilich wenig zu tun.

Mir geht es gar nicht darum mich auf eine Kampfsituation vorzubereiten, ich hab ja nicht mal meine Waffen in der Wohnung.
Mir geht es prinzipiell darum daß ich mein Hobby so gestallten kann wie ich es will, vorrausgesetzt ich schade keinem anderen.
Mehr will ich gar nicht.

Haspelbein
05.09.2008, 21:19
Mir geht es gar nicht darum mich auf eine Kampfsituation vorzubereiten, ich hab ja nicht mal meine Waffen in der Wohnung.
Mir geht es prinzipiell darum daß ich mein Hobby so gestallten kann wie ich es will, vorrausgesetzt ich schade keinem anderen.
Mehr will ich gar nicht.

Das verstehe ich schon. Ich nehme auch an, dass deine persoenlich erfahrene Grad der Bedrohung nicht allzuhoch ist. Worauf ich hinaus wollte ist vielmehr, dass ich die Moeglichkeit zur Selbstverteidigung als ein Menschenrecht erachte, und dazu gehoert meiner Meinung nach das ebenso das notwendige Training.

schastar
06.09.2008, 07:46
Das verstehe ich schon. Ich nehme auch an, dass deine persoenlich erfahrene Grad der Bedrohung nicht allzuhoch ist. Worauf ich hinaus wollte ist vielmehr, dass ich die Moeglichkeit zur Selbstverteidigung als ein Menschenrecht erachte, und dazu gehoert meiner Meinung nach das ebenso das notwendige Training.

Ich bin tatsächlich keiner Bedrohung ausgesetzt, daß ich eine Waffe führen müsste, wie schon gesagt, ich hab meine nicht mal in der Wohnung. Bei mir müsste sich selbst ein Einbrecher eine viertel Stunde eher ankündigen.
Allerdings bin ich ebenfalls der Meinung daß wenn jemand will er auch das Recht haben sollte den Umgang mit Waffen zur Verteidigung zu erlernen, nebst dem notwenigen Training.

Hrafnaguð
06.09.2008, 08:54
gibt es eigentlich in deutschland die möglichkeit für "long range shooting", also distanzschießen mit großgerät wie dem barret "light fifty" so von 800 - 2500m?
das hat ja schon fast etwas meditatives, erfordert höchste konzentration und gleichmut.

allerdings kann ich mir nicht vorstellen das es in D. plätze gibt wo so etwas möglich ist, geschweige denn das .50cals hier erlaubt wären.

allerdings sollte man bei gerät mit solcher kraft wohl wirklich auf hohe distanz schießen und das nicht wie der herr in folgendem video machen:
http://www.youtube.com/watch?v=0ABGIJwiGBc


ich würde gern mal ein wenig schießen lernen, aber die ganzen verordnungen und die vereinsmeierei, naja, dann lieber nicht. waffen würde ich auch nicht zuhause haben wollen, aber die kann man ja sicher beim schießplatz einschließen lassen.
dann wäre noch meine freundin und ihre waffenaversie als hindernis.
naja, ich hab "armed assault" auf dem rechner, mit wind- plus ballistikaddon und einen addon was es erlaubt auch "realistisch" die rädchen am visier bzw zielfernrohr zu justieren ist das halbwegs spassig. ich schieß dann eben virtuell auf pappkameraden bis auf 2.5km. ist sauschwer, aber machbar.
aber eben nicht real.
würd ich in amiland leben, dann würde ich das mal in echt versuchen und mich dann auf wettkämpfen messen, aber hier?
ne, lieber nich.

Misteredd
06.09.2008, 10:30
Mir geht es gar nicht darum mich auf eine Kampfsituation vorzubereiten, ich hab ja nicht mal meine Waffen in der Wohnung.
Mir geht es prinzipiell darum daß ich mein Hobby so gestallten kann wie ich es will, vorrausgesetzt ich schade keinem anderen.
Mehr will ich gar nicht.

Diese Verbote halte ich für absolut widersinnig. Sie halten den der Morden möchte sicher nicht davon ab, vorher mit der Waffe so zu tranieren. Letztendlich schützt das Verbot dann wieder den Gesetzesbrecher vor trainierten Gesetzeskonformen.

Und es schafft den Behörden wieder eine Verwaltungsstelle.

Misteredd
06.09.2008, 10:31
Leider habe ich für diese Großgewehre noch keinen Schiessplatz gefunden, auf dem sie verwendet werden dürfen.

Haspelbein
06.09.2008, 22:11
[...]

allerdings sollte man bei gerät mit solcher kraft wohl wirklich auf hohe distanz schießen und das nicht wie der herr in folgendem video machen:
http://www.youtube.com/watch?v=0ABGIJwiGBc

[...]

Nein, es kommt auf den Schussfang an. Ich habe .50 BMG sogar auf nur 25 Meter geschossen, dann jedoch in eine Kombination von Eisenbahnschwellen, Stroh, Eisenbahnschwellen, usw.

Der Schuetze in dem Video schiesst auf relativ kurze Entfernung auf Geroell. Fuer einen solche nichtexistierenden oder harten Schussfang muesste die Entfernung groesser sein.


[...][...]auf pappkameraden bis auf 2.5km. ist sauschwer, aber machbar.
aber eben nicht real.
würd ich in amiland leben, dann würde ich das mal in echt versuchen und mich dann auf wettkämpfen messen, aber hier?
ne, lieber nich.

Nein, das ist nicht real oder auch realistisch. Selbst auf eine Meile (1.6 km) ist es sauschwer, ein Ziel von der Groesse eines Menschen mit einem .50 BMG zu treffen. Auf solche Entfernungen spielen selbst lokale Turbulenzen, Temperaturunterschiede, oder die Temperatur des Pulvers in der Patrone mit ein.

Es ist eine ziemliche Erfahrungssache, und auf kuerzere Entfernungen trainierte Schuetzen brauchen eine weitergehende Ausbildung, um mit Optik auf eine effektive Kampfentfernung von 600m zu kommen.

Haspelbein
06.09.2008, 22:32
Ansonsten ist mir heute bei einem Gelegenheitsbesuch beim Waffenhaendler eine S&W 99 (das US-Aequivalent der Walther P99) in .40 S&W nachgelaufen. Sie ist leicht gebraucht, kam mit 3 Magazinen (12 Schuss) und Tritiumvisier. Bei einem Preis von $349 konnte ich nicht widerstehen.

Nach 25 Schuss kann ich bisher nur sagen, dass sie einwandfrei funktioniert, und dass ich sie einhaendig schiessen kann. Mal sehen, wie sie sich im Vergleich zu meiner Beretta 9000 und Glock 19 so macht. ;)

pernath
06.09.2008, 23:05
.....

allerdings kann ich mir nicht vorstellen das es in D. plätze gibt wo so etwas möglich ist, geschweige denn das .50cals hier erlaubt wären....


Hier ist es möglich :) , siehe....Klick (http://www.mszu.de/index.php)

Misteredd
07.09.2008, 09:27
Hier ist es möglich :) , siehe....Klick (http://www.mszu.de/index.php)

Leider nein, denn die Schiesstände sind auf 17000 Joule begrenzt.

Die 50.BMG hat aber nur in Ausnahmefällen weniger als 17000 Joule und liegt sonst im Durchschnitt bei 18000 - 20.000 Joule.

http://en.wikipedia.org/wiki/.50_BMG

pernath
07.09.2008, 09:42
Ich war in dem Laden, man darf.

Misteredd
07.09.2008, 10:18
Ich war in dem Laden, man darf.


Den schaue ich mir mal an. Kann man in dem angeschlossenen Laden auch Waffen kaufen, die man vorher probeschiesst?

pernath
07.09.2008, 10:20
Ja, man kann.

PS. entschuldigung für die kurzen Antworten, ich darf gerade einen bockenden älteren Rechner neu "Aufsetzen"

Misteredd
07.09.2008, 10:23
Ja, man kann.

PS. entschuldigung für die kurzen Antworten, ich darf gerade einen bockenden älteren Rechner neu "Aufsetzen"

Kein Problem, muss sowieso mit meinem neuen Jagdhund los.
Ich frag Dich später aus, wenn der Rechner wieder funktioniert. :]

Haspelbein
07.09.2008, 14:06
Hier noch ein Link der illustriert, warum man vielleicht mit einem kleineren Kaliber anfangen sollte.

http://www.break.com/index/recoil-knocks-chick-out.html

Unbelehrbar
07.09.2008, 14:12
Hier noch ein Link der illustriert, warum man vielleicht mit einem kleineren Kaliber anfangen sollte.

http://www.break.com/index/recoil-knocks-chick-out.html

und weil es so schön war ;)
http://www.youtube.com/watch?v=dFJjaj7pXsA&feature=related

Haspelbein
07.09.2008, 14:17
und weil es so schön war ;)
http://www.youtube.com/watch?v=dFJjaj7pXsA&feature=related

Nettes T-Shirt des Herren ... dafuer gibt es jedoch Pluspunkte fuer den Springbrunnen im Hintergrund. Warum einige Typen darauf bestehen, ihren Frauen ein moeglichst grosses Kaliber in die Hand zu druecken, verstehe ich immer noch nicht. :rolleyes:

lobentanz
07.09.2008, 18:47
was genau ist so geil an waffen?ich bin froh dass wir in deutschland so strikte waffengesetze haben.ich moechte keine regelungen wie in den usa wo sich jeder bis an die zaehne bewaffnen kann und schon kinder.
die waffengesetze sollten auch bei uns noch mehr gestrafft werden,im ernst.
Das geile an Waffen ist, dass Du keine Ahnung davon hast und man Deinen Unsinn schnell aussondern kann.

McDuff
08.09.2008, 06:31
Hier noch ein Link der illustriert, warum man vielleicht mit einem kleineren Kaliber anfangen sollte.

http://www.break.com/index/recoil-knocks-chick-out.html

:lol: Das gibt dann noch eine nette Platzwunde auf der Stirn :)

McDuff
08.09.2008, 06:37
Ansonsten ist mir heute bei einem Gelegenheitsbesuch beim Waffenhaendler eine S&W 99 (das US-Aequivalent der Walther P99) in .40 S&W nachgelaufen. Sie ist leicht gebraucht, kam mit 3 Magazinen (12 Schuss) und Tritiumvisier. Bei einem Preis von $349 konnte ich nicht widerstehen.

Nach 25 Schuss kann ich bisher nur sagen, dass sie einwandfrei funktioniert, und dass ich sie einhaendig schiessen kann. Mal sehen, wie sie sich im Vergleich zu meiner Beretta 9000 und Glock 19 so macht. ;)

Eine P99 "La Chasse" habe ich mir angesehen. Macht einen guten Eindruck, ist aber nur in 9 Para lieferbar.

royona
08.09.2008, 12:49
Kleine Auflockerung:

11-Year-Old Girl Assembles Rifle In Record Time

----> http://www.collegehumor.com/video:1828310

Haspelbein
08.09.2008, 13:04
Eine P99 "La Chasse" habe ich mir angesehen. Macht einen guten Eindruck, ist aber nur in 9 Para lieferbar.

Sie machte auch nach dem ersten Tragen keinen schlechten Eindruck. Der Schlitten ist etwas laenger, aber auch der Griff. Dafuer ist sie ueberall gut abgerundet, was beim Tragen unheimlich hilft. (Haette ich quadratische Aushoehlungen am Koerper oder quadratische Haende wuerde ich nur Glocks mt mir fuehren.)

Ich habe mich auch noch ein bischen mehr ueber den Unterschied von P99 und S&W 99 schlau gemacht. Der Rahmen ist in beiden Faellen von Walther gerfertigt, hat jedoch bei der S&W 99 sowohl das Walther und S&W Logo. Die Schlitten sind leicht unterschiedlich, jedoch auch aus unterschiedlichem Stahl gefertigt. Ausserdem wurde die S&W 99 modifiziert, um toleranter gegenueber Hohlspitzgeschossen zu sein.

Traegt sie sich weiter relativ angenehm, koennte ich glatt ueber einen Verkauf meiner Beretta 9000 nachdenken, da sich die S&W 99 einfacher schiesst und 2 Patronen mehr im Magazin hat. Auch das Tritiumvisier gefaellt mir. Aber ich werde sie noch ein wenig weiter testen.

Leider wurde die S&W 99 in den USA von der M&P Serie abgeloest, so dass man nur noch kaum neue S&W 99 findet.

Haspelbein
08.09.2008, 13:06
Kleine Auflockerung:

----> http://www.collegehumor.com/video:1828310

Das hatte ich schon einmal gesehen, sie ist wirklich flink. Erinnert mich irgendwie an Videos, bei denen einem eine blonde US-Amerikanerin das Zerlegen und Zusammensetzen des AR-15 erklaert. In einem Plauderton, bei dem man denkt, es ginge um Kochrezepte, und vom heimischen Sofa aus, komplett mit Katzen im Hintergrund. :D

royona
08.09.2008, 14:08
Das hatte ich schon einmal gesehen, sie ist wirklich flink.
Ja. Vor allem der Spruch: "Mit Funktionsüberprüfung" :]

Haspelbein
08.09.2008, 14:18
Ja. Vor allem der Spruch: "Mit Funktionsüberprüfung" :]

Das gehoert sich auch so! Obwohl ... ueberprueft sie den Sitz der Dichtungsringe am Verschlusskopf? ;)

royona
08.09.2008, 14:54
Das gehoert sich auch so! Obwohl ... ueberprueft sie den Sitz der Dichtungsringe am Verschlusskopf? ;)

Oh o.Ö.
Mein Paps hatte nur mal mit einer niedlichen vierläufigen gold/schwarzen Ladygun im Schlafzimmer anne Decke geballert. Wir wurden durch die Schüsse wach....Er wollte meiner Mutter nur zeigen, dass das kleine Ding auch was kann. Aber- An dieser gab es leider nix zum herumbasteln oder zu zerlegen.. :heulsuse:

Haspelbein
08.09.2008, 14:58
Oh o.Ö.
Mein Paps hatte nur mal mit einer niedlichen vierläufigen gold/schwarzen Ladygun im Schlafzimmer anne Decke geballert. Wir wurden durch die Schüsse wach....Er wollte meiner Mutter nur zeigen, dass das kleine Ding auch was kann. Aber- An dieser gab es leider nix zum herumbasteln oder zu zerlegen.. :heulsuse:

Gab es da irgendeinen besonderen Hintergrund, warum diese Funktionspruefung gerade im Schlafzimmer stattfand? (Oder sollte ich hier besser nicht fragen?) :D

McDuff
08.09.2008, 15:24
Oh o.Ö.
Mein Paps hatte nur mal mit einer niedlichen vierläufigen gold/schwarzen Ladygun im Schlafzimmer anne Decke geballert. Wir wurden durch die Schüsse wach....Er wollte meiner Mutter nur zeigen, dass das kleine Ding auch was kann. Aber- An dieser gab es leider nix zum herumbasteln oder zu zerlegen.. :heulsuse:

Ach so einen Sharpsnachbau kriegt man auch auseinander. Nur das Zusammenbauen könnte dauern :)

royona
08.09.2008, 15:32
Gab es da irgendeinen besonderen Hintergrund, warum diese Funktionspruefung gerade im Schlafzimmer stattfand? (Oder sollte ich hier besser nicht fragen?) :D

lol
Das weiss ich leider nicht.
Aber Er hatte aus seiner Natur heraus schon immer überraschende Ideen.
3 Einschusslöcher neben der Deckenlampe hatten uns als Kinder sehr beeindruckt.
Das "Spielzeug" war ein Geschenk für meine Mutter.
Ich vermute mal- es war eine live Bedienungsanleitung und geräuschvolle Demonstration.

McDuff
08.09.2008, 15:41
lol
Das weiss ich leider nicht.
Aber Er hatte aus seiner Natur heraus schon immer überraschende Ideen.
3 Einschusslöcher neben der Deckenlampe hatten uns als Kinder sehr beeindruckt.
Das "Spielzeug" war ein Geschenk für meine Mutter.
Ich vermute mal- es war eine live Bedienungsanleitung und geräuschvolle Demonstration.

Funktionstest bestanden! Gute Sache! :]

McDuff
08.09.2008, 15:46
Sie machte auch nach dem ersten Tragen keinen schlechten Eindruck. Der Schlitten ist etwas laenger, aber auch der Griff. Dafuer ist sie ueberall gut abgerundet, was beim Tragen unheimlich hilft. (Haette ich quadratische Aushoehlungen am Koerper oder quadratische Haende wuerde ich nur Glocks mt mir fuehren.)

Ich habe mich auch noch ein bischen mehr ueber den Unterschied von P99 und S&W 99 schlau gemacht. Der Rahmen ist in beiden Faellen von Walther gerfertigt, hat jedoch bei der S&W 99 sowohl das Walther und S&W Logo. Die Schlitten sind leicht unterschiedlich, jedoch auch aus unterschiedlichem Stahl gefertigt. Ausserdem wurde die S&W 99 modifiziert, um toleranter gegenueber Hohlspitzgeschossen zu sein.

Traegt sie sich weiter relativ angenehm, koennte ich glatt ueber einen Verkauf meiner Beretta 9000 nachdenken, da sich die S&W 99 einfacher schiesst und 2 Patronen mehr im Magazin hat. Auch das Tritiumvisier gefaellt mir. Aber ich werde sie noch ein wenig weiter testen.

Leider wurde die S&W 99 in den USA von der M&P Serie abgeloest, so dass man nur noch kaum neue S&W 99 findet.

.40 Auto wäre auch für meine Bedürfnisse ok. Ich habe bei der P99 die saubere Verarbeitung bewundert. Hätte mir schon gefallen. Aber das es dieses Modell nur in 9 mm gibt X( wird das nichts.
Am WE konnte ich einmal eine .44 Mag. auf dem Schießstand probeschießen. Es war ein Ruger Super Blackhawk aus den frühen 80ern. Der Rückstoß war weit geringer als ich dachte und die Waffe empfand ich als gut ausbalanciert. Ist aber ein ganz schöner Trumm.

schastar
08.09.2008, 15:58
Kleine Auflockerung:

----> http://www.collegehumor.com/video:1828310

Die Kleine ist nicht ohne. Ein sehr sympathisches Kind. :D

schastar
08.09.2008, 16:01
Sie machte auch nach dem ersten Tragen keinen schlechten Eindruck. Der Schlitten ist etwas laenger, aber auch der Griff. Dafuer ist sie ueberall gut abgerundet, was beim Tragen unheimlich hilft. (Haette ich quadratische Aushoehlungen am Koerper oder quadratische Haende wuerde ich nur Glocks mt mir fuehren.)


Soll das heißen sie wäre quadratisch? X(

http://remtek.com/arms/glock/model/9/34/34.gif

royona
08.09.2008, 16:16
Funktionstest bestanden! Gute Sache! :]
*lach*
http://i201.photobucket.com/albums/aa21/CarlinhosBraun/cat_gun.gif

Haspelbein
08.09.2008, 17:01
Soll das heißen sie wäre quadratisch? X(

http://remtek.com/arms/glock/model/9/34/34.gif

Sicher doch. Der Schlitten haette auch von Lego oder Ritter Sport stammen koennen. :D Selbst der Griff ist nicht sonderlich gerundet, wie ich es bei moderneren Waffen mit Polyesterrahmen sehe.
Leider ist besonders der Schlitten oftmals unangenehm, wenn man sie innerhalb des Hosenbundes traegt. Deshalb trage ich eine Glock fast nur im Winter. ;)

Ansonsten mag ich die Glock sehr, denn sie ist eine Ausgeburt an Minimalismus und Zuverlaessigkeit. Mit etwas Geschick hat man das Ding innerhalb von 1,5 Minuten bis auf das Schloss zerlegt. Ersatzteile sind sehr preiswert, jedoch habe ich bei meiner G19 noch nie ein Ersatzteil gebraucht.

Haspelbein
08.09.2008, 17:04
.40 Auto wäre auch für meine Bedürfnisse ok. Ich habe bei der P99 die saubere Verarbeitung bewundert. Hätte mir schon gefallen. Aber das es dieses Modell nur in 9 mm gibt X( wird das nichts.
Am WE konnte ich einmal eine .44 Mag. auf dem Schießstand probeschießen. Es war ein Ruger Super Blackhawk aus den frühen 80ern. Der Rückstoß war weit geringer als ich dachte und die Waffe empfand ich als gut ausbalanciert. Ist aber ein ganz schöner Trumm.

Es gibt sehr schoene single action Revolver, die tatsaechlich sehr gut ausbalanciert sind, und zudem einen hervorragenden Abzug haben. Sie haben auch irgendwo Stil. Wenn man jedoch ein wenig laenger mit ihnen schiesst, merkt man den Rueckstoss am naechsten Morgen. ;)

McDuff
09.09.2008, 05:56
Es gibt sehr schoene single action Revolver, die tatsaechlich sehr gut ausbalanciert sind, und zudem einen hervorragenden Abzug haben. Sie haben auch irgendwo Stil. Wenn man jedoch ein wenig laenger mit ihnen schiesst, merkt man den Rueckstoss am naechsten Morgen. ;)

Stimmt, der Griff ist zwar gut für den schnellen Deutschuß, aber nicht wirklich ergonomisch. Für den Jagdbetrieb fände ich so einen 7,5 Zöller sowieso etwas zu sperrig. Manchmal sieht man zwar Leute die z.B. einen 6 zölligen S&W M29 mitschleppen aber auch das ist schen grenzwertig.

Haspelbein
09.09.2008, 13:08
Stimmt, der Griff ist zwar gut für den schnellen Deutschuß, aber nicht wirklich ergonomisch. Für den Jagdbetrieb fände ich so einen 7,5 Zöller sowieso etwas zu sperrig. Manchmal sieht man zwar Leute die z.B. einen 6 zölligen S&W M29 mitschleppen aber auch das ist schen grenzwertig.

Ich nehme an, dass ich eine grenzwertige Gestalt bin. ;) Ich habe meine 7.5 Zoeller mit ins Feld geschleppt. Jedoch habe ich dazu auch schon ein Holster mit Schulterriemen benutzt. (Handfeuerwaffen waren auf dem Jagdgebiet nur mit einer Lauflaenge von ueber 6 Zoll erlaubt.)

McDuff
09.09.2008, 13:14
Ich nehme an, dass ich eine grenzwertige Gestalt bin. ;) Ich habe meine 7.5 Zoeller mit ins Feld geschleppt. Jedoch habe ich dazu auch schon ein Holster mit Schulterriemen benutzt. (Handfeuerwaffen waren auf dem Jagdgebiet nur mit einer Lauflaenge von ueber 6 Zoll erlaubt.)


Solange du mit der Handfeuerwaffe jagst was ja hier mit Ausnahme des Fangschusses verboten ist, ist der 7,5 zöller sicher eine gute Wahl. Aber einen Repetierer mit ZF oder einen Drilling und dazu noch einen schweren Revolver (oder Pistole) mitzunehmen ist mir ehrlich gesagt zuviel.

Haspelbein
09.09.2008, 13:53
Solange du mit der Handfeuerwaffe jagst was ja hier mit Ausnahme des Fangschusses verboten ist, ist der 7,5 zöller sicher eine gute Wahl. Aber einen Repetierer mit ZF oder einen Drilling und dazu noch einen schweren Revolver (oder Pistole) mitzunehmen ist mir ehrlich gesagt zuviel.

Ich hatte das Problem, dass die Regelung eben auch Waffen zum Fangschuss betraf. Und zum Nachsuchen im dichten Gebuesch wollte ich nicht meinen Repetierer mit ZF auch nicht benutzen. Und ja, trotz sowas wie einer Mittelgebirgslandschaft habe ich das mitgeschleppt. ;)

McDuff
10.09.2008, 06:07
Ich hatte das Problem, dass die Regelung eben auch Waffen zum Fangschuss betraf.

Tolle Sache!
Hier sind ja die Sportschützen diejenigen, welche keine kurzläufigen Waffen kaufen dürfen.

schastar
10.09.2008, 06:27
.40 Auto wäre auch für meine Bedürfnisse ok. Ich habe bei der P99 die saubere Verarbeitung bewundert. Hätte mir schon gefallen. Aber das es dieses Modell nur in 9 mm gibt X( wird das nichts.
Am WE konnte ich einmal eine .44 Mag. auf dem Schießstand probeschießen. Es war ein Ruger Super Blackhawk aus den frühen 80ern. Der Rückstoß war weit geringer als ich dachte und die Waffe empfand ich als gut ausbalanciert. Ist aber ein ganz schöner Trumm.

Ist eine wirklich gute Waffe und oft preiswert zu haben. Wenn man sich um eine gute Ladung bemüht sind Streukreise unter 3 cm umschlossen gemessen durchaus drinnen. Ich lade selber, wobei meine Ladung für einen .44 mit 1450 Joule eher oben angesiedelt ist.
Ausgestattet mit einem Aimpoint kann man auch gut auf 50 Meter schießen. Als wir noch Zugang zu Militäranlagen hatten waren auch mal 100 Meter drin. Muß man aber schon gut über das Ziel halten.

McDuff
10.09.2008, 10:54
Ist eine wirklich gute Waffe und oft preiswert zu haben. Wenn man sich um eine gute Ladung bemüht sind Streukreise unter 3 cm umschlossen gemessen durchaus drinnen. Ich lade selber, wobei meine Ladung für einen .44 mit 1450 Joule eher oben angesiedelt ist.
Ausgestattet mit einem Aimpoint kann man auch gut auf 50 Meter schießen. Als wir noch Zugang zu Militäranlagen hatten waren auch mal 100 Meter drin. Muß man aber schon gut über das Ziel halten.

Nun staune ich aber wirklich über diese guten Leistungen. Wie liegen denn die Preise für diese Waffen?

schastar
10.09.2008, 11:13
Nun staune ich aber wirklich über diese guten Leistungen. Wie liegen denn die Preise für diese Waffen?

Ich kaufe die meine damals für 700 Mark mit ZF-Monatage und 7,5 Zoll Lauf als Gebrauchtwaffe. Hab die aber auf Aimpoint umgebaut.

Der Verkäufer erhilt ein Bedürfnis vom Verein, legte sich diese zu um dann zu erfahren daß der Stand auf 800 Joule begrenzt wird. X(

Haspelbein
10.09.2008, 13:07
Ich kenne die Preise in Deutschland nicht, aber was das Preis/Leistungsverhaeltnis angeht, sind die Ruger single action Revolver wirklich hervorragend. Man kann sogar sagen, dass Ruger mit seinem Vaquero das Westerschiessen in den USA wieder belebt hat.

Was Entfernungen angeht, so habe ich nur bis auf 75 yards mit einem Revolver und einer Pistole geschossen.

Haspelbein
10.09.2008, 13:08
Tolle Sache!
Hier sind ja die Sportschützen diejenigen, welche keine kurzläufigen Waffen kaufen dürfen.

Ist jedoch keine Regelung die bundesweit oder sogar bzgl. des ganzen Bundesstaates galt. Oeffentliche Jagdgebiete koennen z.T. Regelungen erlassen, die nur fuer dieses Jagdgebiet gelten.

Trotzdem war es merkwuerdig. Der grosse Revolver ist als schnell geschwungener stumpfer Gegenstand wahrscheinlich genauso gefaehrlich.

McDuff
10.09.2008, 14:35
Ich kaufe die meine damals für 700 Mark mit ZF-Monatage und 7,5 Zoll Lauf als Gebrauchtwaffe. Hab die aber auf Aimpoint umgebaut.

Der Verkäufer erhilt ein Bedürfnis vom Verein, legte sich diese zu um dann zu erfahren daß der Stand auf 800 Joule begrenzt wird. X(


Wird dann wohl heute 1:1 vereurot sein. Mal umsehen :]

McDuff
10.09.2008, 14:37
Ist jedoch keine Regelung die bundesweit oder sogar bzgl. des ganzen Bundesstaates galt. Oeffentliche Jagdgebiete koennen z.T. Regelungen erlassen, die nur fuer dieses Jagdgebiet gelten.

Trotzdem war es merkwuerdig. Der grosse Revolver ist als schnell geschwungener stumpfer Gegenstand wahrscheinlich genauso gefaehrlich.

Ich glaube die Gesetze sind was Waffen und Jagd angeht, oft so fern jeglicher Logik, daß ein Vulkanier schreiend wegrennen würde. ?(

schastar
10.09.2008, 15:02
Ich glaube die Gesetze sind was Waffen und Jagd angeht, oft so fern jeglicher Logik, daß ein Vulkanier schreiend wegrennen würde. ?(

Bei der Waffengesetzgebung suche ich schon lange nicht mehr nach Logik.

Haspelbein
10.09.2008, 15:09
Bei der Waffengesetzgebung suche ich schon lange nicht mehr nach Logik.

Wenn du in Ohio ein geladenes Magazin mit dir fuehrst, so ist dies rechtlich eine geladene Schusswaffe. Selbst wenn man die eigentlich Schusswaffe nicht mit dabei hat. ;)

McDuff
12.09.2008, 06:21
Im neuen Katalog eines großen, Waffenversandhauses fielen mir etliche Gewehre im Kaliber .17 HMR auf. Ich frage mich ehrlich was das soll und ob schon jemand damit Erfahrung gemacht hat.

franjo
12.09.2008, 11:12
Im neuen Katalog eines großen, Waffenversandhauses fielen mir etliche Gewehre im Kaliber .17 HMR auf. Ich frage mich ehrlich was das soll und ob schon jemand damit Erfahrung gemacht hat.

Moin

http://jga.anschuetz-sport.com/downloads/Pressespiegel/374_17%20HMR.pdf?downloads

Das hat am letzen Samstag wer von Frankonia bestätigt.
Der Herr ist Schießausbilder und war seiner Erzählung nach bei Anschütz im Schießstand bei Tests dabei.
Persönliche Erfahrungen habe ich keine.

franjo

McDuff
12.09.2008, 11:27
Moin

http://jga.anschuetz-sport.com/downloads/Pressespiegel/374_17%20HMR.pdf?downloads

Das hat am letzen Samstag wer von Frankonia bestätigt.
Der Herr ist Schießausbilder und war seiner Erzählung nach bei Anschütz im Schießstand bei Tests dabei.
Persönliche Erfahrungen habe ich keine.

franjo


Klingt nicht uninteressant. Würde sich aber nur lohnen wenn man nichts im kleinen Kaliberbereich hat und die 900 Euronen sind ganz schön heftig. Brünner hat glaube ich günstigeres, denn mehr als 400-500 würde ich nicht ausgeben wollen.

Haspelbein
12.09.2008, 12:48
Im neuen Katalog eines großen, Waffenversandhauses fielen mir etliche Gewehre im Kaliber .17 HMR auf. Ich frage mich ehrlich was das soll und ob schon jemand damit Erfahrung gemacht hat.

.17 HMR ist in den USA sehr beliebt, aber das hat z.T. auch rechtliche Gruende. Viele Bundesstaaten erlauben auf gewisse Tierarter nur Kleinkaliber und Flintenlaufgeschosse.

Es wird hier hauptsaechlich zur Jagd auf kleines Raubzeug auf Entfernungen bis zu 100 - 150 Metern eingesetzt.

Gewehre sind in diesem Kaliber sehr preiswert zu haben, da sie prinzipiell auf Kleinkalibergewehren aufbauen. Eine Kombination von Gewehr und Optik ist im Bereich $250 bis $300 moeglich.

franjo
12.09.2008, 12:57
Habe ich gerade noch gefunden, liest sich wirklich gut.

http://www.lima-wiederladetechnik.de/Patronen/17-HMR.htm

Ich habe den B 95 bergstutzen von Blaser, in .30-06 und .22 Hornet und bin mit dem kleinen Kaliber auf Raubzeug sehr zufrieden.
Jagdlich auf 100 meter schieße ich in der Regel nicht. Ansitzentfernung am Fuchsbau liegt unter 50m, da trifft selbst ein Blinder mit der Hornet ;)

franjo

franjo
12.09.2008, 13:00
Gewehre sind in diesem Kaliber sehr preiswert zu haben, da sie prinzipiell auf Kleinkalibergewehren aufbauen. Eine Kombination von Gewehr und Optik ist im Bereich $250 bis $300 moeglich.

Da kommt bei mir die Galle hoch ;) , in D gibt es keine gescheiten Waffen ohne Optik für dieses Geld.
Eine billige, einigermaßen gescheite .22 Büchse kostet schon +/- 300€

Was glaubst Du denn, kostet der Blaser B 95 Bergstutzen bei euch.?

franjo

Haspelbein
12.09.2008, 13:13
Da kommt bei mir die Galle hoch ;) , in D gibt es keine gescheiten Waffen ohne Optik für dieses Geld.
Eine billige, einigermaßen gescheite .22 Büchse kostet schon +/- 300€

Was glaubst Du denn, kostet der Blaser B 95 Bergstutzen bei euch.?

franjo

Ich habe ihn hier noch nie in einem regulaeren Angebot gesehen. Wahrscheinlich ist er aber aehnlich teuer, und wird selten angeboten, denn abgesehen von ein paar Forumseintraegen, in denen die Leute die Preise nicht glauben konnten, finde ich wenig. Ich koennte dann noch nach den Auktionsseiten suchen, aber die spiegeln i.d.R. keine vernuenftigen Preise wieder.

Ich entnehme aber deinem Beitrag, dass diese preiswerten Buechsen (z.B. Savage) in Deutschland nicht angeboten werden.

Haspelbein
12.09.2008, 13:16
Ich hoffe, ich bin nicht der einzige, der bei dem Strang "SIG ist weg" (im Internen Forum) zuerst an ein nettes Produkt der Schweizer Industriegesellschaft denken musste. ;)

franjo
12.09.2008, 13:45
Moin

Eine Savage Varmint Hunter, in .22 Hornet kostet mit Schichtholzschaft 650 €.
Ohne Optik natürlich.

Bei meinem letzten Beitrag meinte ich .22lfb für min. 300€

franjo

Manfred_g
12.09.2008, 13:49
Ich glaube die Gesetze sind was Waffen und Jagd angeht, oft so fern jeglicher Logik, daß ein Vulkanier schreiend wegrennen würde. ?(

Natürlich. Wer damals die Diskussion um den Gesetzgebungvorgang verfolgt hat, der hat gemerkt, daß die Versagerregierung aus Rot-Grün fast alles in jedem politischen Bereich versemmelt hat, was nur möglich war. Daß das Waffenrecht schon seit Jahren novelliert werden sollte, weil bürokratisch und kleinkariert, lag in der Luft. Man tendiert in früheren Jahren ja vom Sachverstand auch eher dazu, dieses etwas liberaler und einfach zu gestalten, zumindest für Schützen und Jäger.
Der zunehmende politische links(d)ruck jedoch ließ eine solche Änderung einerseits nicht zu, andererseits erkannte umgekehrt jeder, der für ein restriktives Waffenrecht eintrat, daß am deutschen Gesetz kaum etwas zu verschärfen möglich war, ohne in gutmenschlich irrationale Spinnerei zu verfallen.
Und genau darüber setzte (wer sonst?) Rot-Grün dann endgültig hinweg, was unter dem Eindruck des Massakers von Erfurt tatsächlich einigermaßen gelang.

Sachlich versierte Lobbyisten, Schützenverbände und Innenminister Schili (!) machten es zwar den Wattebäuschchenwerfern nicht ganz leicht, konnten einige absolut dämliche Vorlagen abwenden, aber schließlich mußte man erkennen, daß die Schikane des konservativen Bürgertums und ideologisches Flaggezeigen oberstes Ziel war.
D.h. man mußte sich zwischen verschiedenen Kröten die zu schlucken waren entscheiden. Es war ein zähes Ringes zwischen Ideologen und Sachverständigen, bei dem es zum Schluß nur noch darum gehen konnte, das Schlimmste zu verhindern.

Haspelbein
12.09.2008, 13:52
Moin

Eine Savage Varmint Hunter, in .22 Hornet kostet mit Schichtholzschaft 650 €.
Ohne Optik natürlich.[...]

Wow, oder wie der Deutschamerikaner sagt: "This bill is very happig!" Das verstehe ich einfach nicht. Fuer diese Preise bekommt man hier ein gutes Seriengewehr mit getuntem Abzug in groesseren Kalibern mit einer garantierten Genauigkeit unter einer Winkelminute.

Bei meinem lokalen Laden, wo ich am letzten Wochenende meine SW99 gekauft habe, kostet eine Savage 93 in .17 MMR mit Optik $379.99. Das Umrechnen mit dem derzeitigen Wechselkurs ueberlasse ich dir.

Manfred_g
12.09.2008, 14:02
Wow, oder wie der Deutschamerikaner sagt: "This bill is very happig!" Das verstehe ich einfach nicht. Fuer diese Preise bekommt man hier ein gutes Seriengewehr mit getuntem Abzug in groesseren Kalibern mit einer garantierten Genauigkeit unter einer Winkelminute.

Bei meinem lokalen Laden, wo ich am letzten Wochenende meine SW99 gekauft habe, kostet eine Savage 93 in .17 MMR mit Optik $379.99. Das Umrechnen mit dem derzeitigen Wechselkurs ueberlasse ich dir.

Der legale Waffenmarkt ist in D vermutlich in den Händen weniger Importeure und Händler. Dann das Beschußverfahren (Staatsakt) und vermutlich Zoll tun das ihre.

franjo
12.09.2008, 14:27
Der legale Waffenmarkt ist in D vermutlich in den Händen weniger Importeure und Händler. Dann das Beschußverfahren (Staatsakt) und vermutlich Zoll tun das ihre.

Die von Haspelbein benannte Waffe sollte incl. Beschuss und Zoll (pillepalle, da auf den Händler EK bezogen) dann um die 400€ liegen. Meines Wissens nach gibt es die Waffe in D (noch) nicht, ich bin mir aber sicher, daß der Preis dann auch bedeutend höher liegen wird.

Die relativ hohe Nachfrage nach dem relativ bescheidenen Angebot (aufgrund der behördlichen Hürden) trägt glaube ich nicht unerheblich bei die Preise hochzuhalten.

Haspelbein bemühte mal den hohen Sättigungsgrad in den USA, dort bekäme man auf Flohmärkten Waffen zu sehr niederen Preisen.

Man schaue sich mal die Preise für die ehemaligen Billigmarken aus z.B der Tschechei an. Seit die nicht mehr der Devisenbeschaffung dienen sind sie durchaus auf einem erstaunlichen Preisniveau angekommen.


franjo

Haspelbein
12.09.2008, 15:09
Natürlich. Wer damals die Diskussion um den Gesetzgebungvorgang verfolgt hat, der hat gemerkt, daß die Versagerregierung aus Rot-Grün fast alles in jedem politischen Bereich versemmelt hat, was nur möglich war. Daß das Waffenrecht schon seit Jahren novelliert werden sollte, weil bürokratisch und kleinkariert, lag in der Luft. Man tendiert in früheren Jahren ja vom Sachverstand auch eher dazu, dieses etwas liberaler und einfach zu gestalten, zumindest für Schützen und Jäger.
Der zunehmende politische links(d)ruck jedoch ließ eine solche Änderung einerseits nicht zu, andererseits erkannte umgekehrt jeder, der für ein restriktives Waffenrecht eintrat, daß am deutschen Gesetz kaum etwas zu verschärfen möglich war, ohne in gutmenschlich irrationale Spinnerei zu verfallen.
Und genau darüber setzte (wer sonst?) Rot-Grün dann endgültig hinweg, was unter dem Eindruck des Massakers von Erfurt tatsächlich einigermaßen gelang.[...]

Diese Methode ist recht universell. Je nach politischer Situation koennte einem das auch in den USA drohen. Jedoch sind hier die Waffenbesitzer etwas weiter verbreitet und besser organisiert. Es wurden im letzten Jahrzehnt nicht nur Rueckzugsgefechte, sondern sogar echte Erfolge erzielt, wie eben das verdeckte Tragen von Schusswaffen durch Privatbuerger. Wollte man dies antasten, so betraefe das unmittelbar das Sicherheitempfinden der Bevoelkerung, und ware in politischer Hinsicht wenig ratsam.



Sachlich versierte Lobbyisten, Schützenverbände und Innenminister Schili (!) machten es zwar den Wattebäuschchenwerfern nicht ganz leicht, konnten einige absolut dämliche Vorlagen abwenden, aber schließlich mußte man erkennen, daß die Schikane des konservativen Bürgertums und ideologisches Flaggezeigen oberstes Ziel war.
D.h. man mußte sich zwischen verschiedenen Kröten die zu schlucken waren entscheiden. Es war ein zähes Ringes zwischen Ideologen und Sachverständigen, bei dem es zum Schluß nur noch darum gehen konnte, das Schlimmste zu verhindern.

Ich hoffe, dass sich das irgendwann wieder regelt. Gerade in Deutschland mit seinem relativ grossen Schwarzmarkt ist es ein Witz, Gewaltkriminalitaet per Waffenrecht bekaempfen zu wollen. Das ist ungefaehrt so, als wolle man dem Kokainmissbrauch per Arzneimittelgesetz beikommen.

Haspelbein
12.09.2008, 15:15
Die von Haspelbein benannte Waffe sollte incl. Beschuss und Zoll (pillepalle, da auf den Händler EK bezogen) dann um die 400€ liegen. Meines Wissens nach gibt es die Waffe in D (noch) nicht, ich bin mir aber sicher, daß der Preis dann auch bedeutend höher liegen wird.[...]

Der Beschuss ist die Aufnahme der ballistischen Daten der Schusswaffe durch eine Behoerde?



Die relativ hohe Nachfrage nach dem relativ bescheidenen Angebot (aufgrund der behördlichen Hürden) trägt glaube ich nicht unerheblich bei die Preise hochzuhalten.

Haspelbein bemühte mal den hohen Sättigungsgrad in den USA, dort bekäme man auf Flohmärkten Waffen zu sehr niederen Preisen.[...]

Dem ist so. Auch ist der Handel in Ohio von privat and privat erlaubt. Eine vernuenftige gebrauchte Flinte gibt es fuer den Preis eines guten Abendessens. (Das gute Abendessen wuerde ebenfalls laenger dauern als der Kauf der Flinte.)



Man schaue sich mal die Preise für die ehemaligen Billigmarken aus z.B der Tschechei an. Seit die nicht mehr der Devisenbeschaffung dienen sind sie durchaus auf einem erstaunlichen Preisniveau angekommen.

Ja, hier hat Deutschland es eigentlich sehr gut, da die Tschechei (Bruenn!) sowohl qualititiv hochwertige als aus preisguenstige Schusswaffen herstellt. In den USA sind dies die preisguenstige aber qualitativ gute Pistolen und Buechsen, und neuerdings auch Flinten.

Die richtig billigen Schusswaffen kommen hingegen aus den USA selbst. Die Firma Hi-Point in Ohio hatte frueher Werkzeuge hergestellt, und ihre Pistolen sehen immer noch verdaechtig nach Loetpistolen aus. Jedoch bekommt man eine neue Schusswaffe schon unter $100.

Misteredd
12.09.2008, 15:28
Der Beschuss ist die Aufnahme der ballistischen Daten der Schusswaffe durch eine Behoerde?

Der Beschuss ist die Prüfung der Schusswaffe mit einer 30 % ig überladenenen Patrone sowie das archjivieren einer Probeschusspatrone durch das Beschussamt.

Haspelbein
12.09.2008, 15:31
Der Beschuss ist die Prüfung der Schusswaffe mit einer 30 % ig überladenenen Patrone sowie das archjivieren einer Probeschusspatrone durch das Beschussamt.

Interessant. In Kanada hat man das Archivieren gerade wieder aufgegeben, nachdem es nichts gebracht hat. In einem Ostkuestenbundesstaat (New Jersey?) vor kurzer Zeit auch gerade.

schastar
12.09.2008, 16:31
Ich hoffe, ich bin nicht der einzige, der bei dem Strang "SIG ist weg" (im Internen Forum) zuerst an ein nettes Produkt der Schweizer Industriegesellschaft denken musste. ;)

du bist nicht der einzige. :=

Manfred_g
13.09.2008, 23:27
Der Beschuss ist die Prüfung der Schusswaffe mit einer 30 % ig überladenenen Patrone sowie das archjivieren einer Probeschusspatrone durch das Beschussamt.

Genau. Die Waffe erhält dann auch ihren Beschußstempel. Ein eingeprägtes Siegel, des Beschußamtes. Obwohl diese Prozedur der Waffensicherheit zugute kommen kann, kann man sich gut vorstellen, daß die Behörden sich diese Aktion lukrativ versilbern lassen.

Misteredd
14.09.2008, 10:02
Genau. Die Waffe erhält dann auch ihren Beschußstempel. Ein eingeprägtes Siegel, des Beschußamtes. Obwohl diese Prozedur der Waffensicherheit zugute kommen kann, kann man sich gut vorstellen, daß die Behörden sich diese Aktion lukrativ versilbern lassen.

Sowieso! In den USA läuft das anders. Dort gibt es diesen Beschusstest wohl nicht, dafür aber heftigste Produkthaftung der Hersteller. Das erspart die Beamten!

franjo
14.09.2008, 13:10
Moin

Mal am Rande bemerkt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschussamt

Der Beschussakt ist kein Deutscher Verwaltungsakt.
Daher bleibt zu erwarten, daß die Beschussgeschichte europaweit liberalisiert wird.
Das Inverkehrbringen wird in absehbarer Zeit in die Hersteller/Inverkehrbringerverantwortung übergehen müssen.


Mal sehen.

franjo

McDuff
15.09.2008, 05:46
Moin

Mal am Rande bemerkt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschussamt

Der Beschussakt ist kein Deutscher Verwaltungsakt.
Daher bleibt zu erwarten, daß die Beschussgeschichte europaweit liberalisiert wird.
Das Inverkehrbringen wird in absehbarer Zeit in die Hersteller/Inverkehrbringerverantwortung übergehen müssen.


Mal sehen.

franjo

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, daß die EU-Länder ihre Beschußstempel gegenseitig anerkennen. Nur die Schweiz ist da, trotz wesentlich härterer Beschußverfahren, ausgenommen und importierte schweizer Waffen müssen nachbeschossen werden.

McDuff
15.09.2008, 05:48
du bist nicht der einzige. :=

So ist es :(

Haspelbein
15.09.2008, 13:37
Zum Beschiessen: Warum muss denn jede Waffe einzelnd geprueft werden? In den USA wird das Design je nach Bundesstaat relativ vielen Tests unterzogen. (In Kalifornien sogar Falltests auf Betonboeden in einem geladenen Zustand.) Ist das Waffendesign korrekt, dann werden die einzelnen Schusswaffen nicht weiter ueberprueft, solange man nicht davon abweicht. Mir sind auch keine Probleme bekannt, die sich aus dieser Praxis ergeben.

schastar
16.09.2008, 06:43
Zum Beschiessen: Warum muss denn jede Waffe einzelnd geprueft werden? In den USA wird das Design je nach Bundesstaat relativ vielen Tests unterzogen. (In Kalifornien sogar Falltests auf Betonboeden in einem geladenen Zustand.) Ist das Waffendesign korrekt, dann werden die einzelnen Schusswaffen nicht weiter ueberprueft, solange man nicht davon abweicht. Mir sind auch keine Probleme bekannt, die sich aus dieser Praxis ergeben.

Weil durch den Beschuß mit Überdruck eventuelle Materialschwächen aufgedeckt werden, so überleben eben nicht alle Waffen das Beschußamt.
Da bin ich Mitglied http://www.deva-institut.de/ und als dieses erhält man jährlich eine Zusammenfassung über Gutachten, meist in Auftrag einer Behörde, aber auch privaten Aufträge. Oft sehr interessant.

Und außerdem, kostet jeder Beschuß Geld, was eine zuverlässige Einnahmequelle darstellt. Und wir sind immer noch in Deutschland.

franjo
16.09.2008, 09:28
Moin

Der Beschuß von Waffen hat zumindest in Europa tradition, das macht man seit dem 16.Jh.
1939 schuf man dann zumindest in D das Beschußamt.

Nachzulesen:http://www.lbme.nrw.de/download/pruefung_von_waffen_und_munition.pdf

Und nochmal, diese Sache, ob ich sie nun gut oder schlecht finde hat nix mit Deutschland alleine zu tun.

Wenn der Beschuß eingestellt wird, holen sich die Herrschaften das Geld eben, indem sie die Mwst. einen Prozentpunkt nach oben bügeln. ;)

Zeitgemäß hin oder her, resultiert dieser Verwaltungsakt aus einer Zeit in der es wenige, oder keine internationalen Normative gab. Sehr wohl wurden Waffen jedoch international produziert. Man denke an den 98K oder andere weitverbreitete Waffen, da mußte ein einheitlicher Standart her.

franjo

schastar
16.09.2008, 10:34
Moin

Der Beschuß von Waffen hat zumindest in Europa tradition, das macht man seit dem 16.Jh.
1939 schuf man dann zumindest in D das Beschußamt.

Nachzulesen:http://www.lbme.nrw.de/download/pruefung_von_waffen_und_munition.pdf

Und nochmal, diese Sache, ob ich sie nun gut oder schlecht finde hat nix mit Deutschland alleine zu tun.

Wenn der Beschuß eingestellt wird, holen sich die Herrschaften das Geld eben, indem sie die Mwst. einen Prozentpunkt nach oben bügeln. ;)

Zeitgemäß hin oder her, resultiert dieser Verwaltungsakt aus einer Zeit in der es wenige, oder keine internationalen Normative gab. Sehr wohl wurden Waffen jedoch international produziert. Man denke an den 98K oder andere weitverbreitete Waffen, da mußte ein einheitlicher Standart her.

franjo


Dafür gitb es heute die CIP

McDuff
16.09.2008, 11:11
Zum Beschiessen: Warum muss denn jede Waffe einzelnd geprueft werden? In den USA wird das Design je nach Bundesstaat relativ vielen Tests unterzogen. (In Kalifornien sogar Falltests auf Betonboeden in einem geladenen Zustand.) Ist das Waffendesign korrekt, dann werden die einzelnen Schusswaffen nicht weiter ueberprueft, solange man nicht davon abweicht. Mir sind auch keine Probleme bekannt, die sich aus dieser Praxis ergeben.


Es ist an sich keine schlechte Sache, wenn so versteckte Mängel aufgedeckt werden. Bei den meisten Neuwaffen mag ja der Qualitätsstandard stimmen aber bei vielen Gebrauchtimporten ist der Beschuß auf jeden Fall sinnvoll. Falls ein Beschuß nötig wird, empfehle ich das kölner Beschußamt, denn dort wird die Beschußmarke nicht gestempelt, sondern sauber gelasert.

franjo
16.09.2008, 11:55
Dafür gitb es heute die CIP

Die CIP regelt die Auswahl der Eichgeräte, die Durchführung von Tests und die Veröffentlichung der Beschusszeichen (und einiges mehr). Nationale Beschussakte sind davon nur in sofern berührt, als das dieser Verein das gemeinsame Vorgehen regelt.
Demnach ist das keine Beschussprüfungen durchführende Einrichtung, sondern die Verwaltung der Verwaltung, oder die Kontrolle der Kontrolle, oder wie auch immer Du willst.

Die einzige Chance, die ein uns gemeinsames Europa bieten könnte, wäre eine Übertragung der Sorgfalt auf die Betreiber-/Herstellerverantwortung.
Das ist theoretisch in vielen Bereichen schon umgesetzt, bzw. vorgesehen.

Leider zeigt die Erfahrung aus anderen Bereichen, daß die Hersteller sich dieses Risiko, bzw. diese Leistung fürstlich bezahlen lassen.
Griff ins Klo also, zumindest auffällig oft.

Mag sein, daß das in den USA aufgrund des höheren Wettbewerbes und der liberalen Bedingungen anders ist, in Europa glaube ich eher, wird sich nicht sehr viel tun, egal welche Komission prüft und freigibt.

franjo

Haspelbein
16.09.2008, 13:05
Weil durch den Beschuß mit Überdruck eventuelle Materialschwächen aufgedeckt werden, so überleben eben nicht alle Waffen das Beschußamt.
Da bin ich Mitglied http://www.deva-institut.de/ und als dieses erhält man jährlich eine Zusammenfassung über Gutachten, meist in Auftrag einer Behörde, aber auch privaten Aufträge. Oft sehr interessant. [...]

In den USA findet zumindest bei Neuwaffen eine Art des Beschusses durch den Hersteller statt, d.h. man findet keine Neuwaffe, die noch nicht geschossen wurde. Wie schon ein andere Teilnehmer richtig bemerkte, so tut die Produkthaftung in den USA den Rest, und die Problematik existiert bei Neuwaffen einfach so nicht.

Bei Gebrauchtwaffen kann ich das noch teilweise verstehen. wuerde aber auch hier dies auf freiwilliger Basis anbieten. Denn schliesslich hilft der Beschuss auch wenig, wenn die Materialermuedung irgendwann waehrend des Waffenbesitzes einsetzt. Es entlaesst den Waffenbesitzes nicht aus der Problematik, auf Verschleisserscheinungen zu achten. Eben deshalb ueberpruefe ich bei meinen aelteren Waffen regelmaessig den Headspace (keine Ahnung, was das auf Deutsch bedeutet), um es als Indiz fuer die Materialermuedung zu benutzen.



Und außerdem, kostet jeder Beschuß Geld, was eine zuverlässige Einnahmequelle darstellt. Und wir sind immer noch in Deutschland.

Wie schon gesagt, ich faende dies als Service recht gut, vielleicht in Kombination mit durchstrahlungs- oder impedanzspektroskopischen Verfahren, um einer fatalen Materialermuedung zuvorzukommen.

Ich kenne allerdings auch Leute, denen ihre Waffen um die Ohren geflogen sind, jedoch war dies immer auf die folgenden Gruende zurueckzufuehren:

a) Fehler beim Wiederladen (Doppelladung)
b) Fehler bei der Benutzung (falsche Munition, etc.)
c) Eigenmodifikation der Schusswaffe oder inkorrekte Wartung
d) Reine Dummheit (Trotz vereisten Laufes geschossen, etc.)

schastar
16.09.2008, 15:06
...
Ich kenne allerdings auch Leute, denen ihre Waffen um die Ohren geflogen sind, jedoch war dies immer auf die folgenden Gruende zurueckzufuehren:

a) Fehler beim Wiederladen (Doppelladung)
b) Fehler bei der Benutzung (falsche Munition, etc.)
c) Eigenmodifikation der Schusswaffe oder inkorrekte Wartung
d) Reine Dummheit (Trotz vereisten Laufes geschossen, etc.)

Derartige Unfäller überprüft z.B. die DEVA und ermittelt auch, so weit wie möglich, wie es zu dem Unfall kam.
Kommt es z.B. zur Waffensprengung weil es ein Herstellungsfehler der Waffenfirma ist, ist diese sehr wohl in Haftung. Auch wenn die Waffe ordnungsgemäß beschossen wurde und dies überstand. Das Beschußamt kann nicht in Haftung genommen werden.

Haspelbein
16.09.2008, 15:43
[...]
Kommt es z.B. zur Waffensprengung weil es ein Herstellungsfehler der Waffenfirma ist, ist diese sehr wohl in Haftung. Auch wenn die Waffe ordnungsgemäß beschossen wurde und dies überstand. Das Beschußamt kann nicht in Haftung genommen werden.

Eben deshalb frage ich mich ein wenig, wie effektiv der amtliche Beschuss ist. Die meisten Indizien, die ich als Schuetze fuer eine Materialermuedung erkennen kann, sind mehr oder weniger eine Tendenz, d.h. veraendert sich die Treffgenauigkeit der Schusswaffe ploetzlich, der Headspace veraendert sich, usw.

Diese sind jedoch bei einem einzigen Beschuss schwer zu erkennen. Ware eine Inspektion der Schusswaffe, besonders in Kombination mit Durchstrahlungsmethoden zur Erkennung einer Rissbildung nicht deutlich effektiver, um Effekte zur Materialermuedung zu erkennen?

schastar
16.09.2008, 16:05
Eben deshalb frage ich mich ein wenig, wie effektiv der amtliche Beschuss ist. Die meisten Indizien, die ich als Schuetze fuer eine Materialermuedung erkennen kann, sind mehr oder weniger eine Tendenz, d.h. veraendert sich die Treffgenauigkeit der Schusswaffe ploetzlich, der Headspace veraendert sich, usw.

Diese sind jedoch bei einem einzigen Beschuss schwer zu erkennen. Ware eine Inspektion der Schusswaffe, besonders in Kombination mit Durchstrahlungsmethoden zur Erkennung einer Rissbildung nicht deutlich effektiver, um Effekte zur Materialermuedung zu erkennen?

Ich denke daß bei der Entstehung der Schussprüfung mit Überdruckpatronen in erster Linie das erkennen von schlechter Stahlqualität von Lauf und System im Vordergrund stand. Das Vorgehen war einfach und effektiv. Heute lässt sich die Stahlqualität z.B. durch Spektralanalyse zweifelsfrei ermitteln und Einschlüsse durch z.B. röntgen ausschließen, die vermutlich ohnehin von den meisten Firmen durchgeführt werden.
Ermüdungserscheinungen / brüche lassen sich so ja nicht feststellen da der Beschuß in aller Regel ja nicht wiederholt wird.

Haspelbein
16.09.2008, 16:53
Ich denke daß bei der Entstehung der Schussprüfung mit Überdruckpatronen in erster Linie das erkennen von schlechter Stahlqualität von Lauf und System im Vordergrund stand. Das Vorgehen war einfach und effektiv. Heute lässt sich die Stahlqualität z.B. durch Spektralanalyse zweifelsfrei ermitteln und Einschlüsse durch z.B. röntgen ausschließen, die vermutlich ohnehin von den meisten Firmen durchgeführt werden.
Ermüdungserscheinungen / brüche lassen sich so ja nicht feststellen da der Beschuß in aller Regel ja nicht wiederholt wird.

Dem stimme ich zu, und denke wie Franjo ebenso, dass die Ueberpruefung zum Inverkehrbringen der Schusswaffe irgendwann in die Herstellerverantwortung uebergehen sollte.

McDuff
17.09.2008, 05:42
Die echten Materialfehler treten sowieso erst bei Dauerbelastung einer Waffe auf. Der Beschuß stellt nur sicher, daß einem die Plemme nicht sofort um die Ohren fliegt. Andererseits wenn ich sehe, daß manche Schweizer G1889 nachträglich mit der 7,5x55 beschossen wurden, wird mir Angst und Bange. Da könnten durch den Beschuß Schäden verursacht worden sein, die einem Unbedarften, der dann mit dieser Mun schießt, den Verschuß entgegenkommen lassen.

Haspelbein
17.09.2008, 13:56
Die echten Materialfehler treten sowieso erst bei Dauerbelastung einer Waffe auf. Der Beschuß stellt nur sicher, daß einem die Plemme nicht sofort um die Ohren fliegt. Andererseits wenn ich sehe, daß manche Schweizer G1889 nachträglich mit der 7,5x55 beschossen wurden, wird mir Angst und Bange. Da könnten durch den Beschuß Schäden verursacht worden sein, die einem Unbedarften, der dann mit dieser Mun schießt, den Verschuß entgegenkommen lassen.

Der Punkt ist schon korrekt. Viele aeltere Waffen verschiessen zwar offiziell immer noch das gleiche Kaliber, jedoch wurde es frueher laengst nicht so energiereich geladen. Genauso sieht es mit alten Militaerwaffen aus, dessen Kaliber auch zur Jagd genutzt wird: Nicht nur die Enegie liegt oftmals deutlich hoeher, sondern auch das Geschossgewicht.

Es bleibt zu hoffen, dass man beim Beschuss der historische Kontext von Waffe und Munition beruecksichtigt wird.

McDuff
17.09.2008, 15:06
Der Punkt ist schon korrekt. Viele aeltere Waffen verschiessen zwar offiziell immer noch das gleiche Kaliber, jedoch wurde es frueher laengst nicht so energiereich geladen. Genauso sieht es mit alten Militaerwaffen aus, dessen Kaliber auch zur Jagd genutzt wird: Nicht nur die Enegie liegt oftmals deutlich hoeher, sondern auch das Geschossgewicht.

Es bleibt zu hoffen, dass man beim Beschuss der historische Kontext von Waffe und Munition beruecksichtigt wird.

Neulich bewunderte ich ein G1889 in sehr schönem Zustand bei einem Händler. Dieser wollte mich mit der Begründung des Beschußes tatsächlich glauben machen, daß die originale GP11 (7,5x55) gefahrlos verschossen werden kann!
Anhand eines Vergleiches mit dem Verschluß eines G96/11 und der Daten der GP90 (7,5x53,5) konnte ich ihn vom Gegenteil überzeugen. Wegen des langen Übergangskonus kann tatsächlich die Hülse und das Geschoss der GP11 geladen werden, aber die Landung ist so zu bemessen, daß der Druck unter 2000 bar bleibt.

Haspelbein
17.09.2008, 15:17
Mich erinnert das eher an gewisse Mausergewehre (M1893/M1894/M1895/M1896M), die von frueheren Kalibern auf 7.92x57 konvertiert wurden, und der Verschluss durch eine Hitzebehandlung versteift wurde. Diese liegen ebenfalls in ihrer Festigkeit deutlich unter den Karabinern des 2. Weltkrieges oder Nachkriegsproduktionen.

Haspelbein
17.09.2008, 20:30
Die oberste Behoerde zur Durchsetzung des Waffenrechts in den USA (BATF) hat in den letzten Jahren 76 Schusswaffen und 418 Laptops "verloren". ( Quelle (http://cnnwire.blogs.cnn.com/2008/09/17/aft-says-it-will-change-after-audit-shows-lost-guns-laptops/) ) Gut zu wissen, dass die Daten von Waffenbesitzern sicher sind. :rolleyes:

McDuff
18.09.2008, 06:02
Mich erinnert das eher an gewisse Mausergewehre (M1893/M1894/M1895/M1896M), die von frueheren Kalibern auf 7.92x57 konvertiert wurden, und der Verschluss durch eine Hitzebehandlung versteift wurde. Diese liegen ebenfalls in ihrer Festigkeit deutlich unter den Karabinern des 2. Weltkrieges oder Nachkriegsproduktionen.


Bei Egon wurde letztens sogar ein schwedischer M96, welcher auf 30-06 abgeändert war angeboten. So ein Teil wäre mir zu gefährlich.

Haspelbein
18.09.2008, 13:07
Bei Egon wurde letztens sogar ein schwedischer M96, welcher auf 30-06 abgeändert war angeboten. So ein Teil wäre mir zu gefährlich.

Ei, das ist wirklich haarstraeubend. Es gibt zwar Verfahren, mit denen man diese Verschluesse weiter festigen kann, aber die 7.92x57 Mauser wurde so als Grenzbereich angesehen. Die .308 oder .30-06 haben da noch einmal andere Gasdruecke.

Wahrscheinlich nur ein weiteres Argument, diese schoenen historischen Gewehre in ihrem Originalzustand zu belassen.

franjo
19.09.2008, 10:22
Moin

Hat zwar nichts mit Verschlüssen zu tun, im Entferntesten jedoch schon.

http://www.theboxotruth.com/

Falls der Link schon genannt wurde, bitte ich um Verzeihung.

franjo

Haspelbein
19.09.2008, 13:08
Moin

Hat zwar nichts mit Verschlüssen zu tun, im Entferntesten jedoch schon.

http://www.theboxotruth.com/

Falls der Link schon genannt wurde, bitte ich um Verzeihung.

franjo

Ich hatte den Link schon einmal gepostet, aber die gute Kiste ist immer zu empfehlen. Zwar sind die Versuche nicht wissenschaftlich, aber dafuer wird relativ schnell mit gewissen Vorurteilen und Mythen aufgeraeumt, und es ist zudem ganz humorig verfasst.

Haspelbein
19.09.2008, 13:12
Ansonsten bin ich heute in einer guten Stimmung. Der Oberste Gerichtshof Ohios hat zugunsten unserer Buergerbewegung entschieden. Damit sind lokale Gesetze zum Waffenrecht null und nichtig. Die Faustfeuerwaffenregistrierung aber auch der Assault Weapon Ban der Hauptstadt Ohios sind somit widerrechtlich, und auch andere Staedte koennen nicht einfach waffenfreie Zonen erklaeren.

Aber wie immer ist auch dies ein Etappensieg. Wahrscheinlich werde ich mich auf die Wahl zum US-Abgeordnetenhaus in meinem Bezirk stuerzen. Fuer das Waffenrecht wahrscheinlich wichtiger als die Praesidentenwahl. Obwohl es eine Mehrheit der Demokraten im Kongress gibt, sprach sich immer noch eine Mehrheit des Kongresses fuer den privaten Waffenbesitz aus. (Auch wenn dies Pelosi aergert.) Ich will daran arbeiten, dass dem so bleibt.

Haspelbein
21.09.2008, 22:51
Interessanterweise laesst sich auch die Praesidentschaftswahl in den USA in Schusswaffen umschreiben. Weder McCain noch Obama zeichnen sich gross durch Waffenbesitz aus. Anscheinend wollen sie das lieber ihren Vizes ueberlassen. Fangen wir doch mal mit Biden an:


“I got two,” Mr. Biden told the crowd, referring to his arms and then to Mr. Obama. “If he tries to fool with my Beretta, he’s got a problem. I like that little over and under, you know? I’m not bad with it.” ( Quelle (http://thecaucus.blogs.nytimes.com/2008/09/20/bidens-gunsmoke-moment/) )

Ich glaube, er wollte hier ironisch sein. Eine Beretta over/under zum von Biden favorisierten Skeetschiessen kostet so irgendwo zwischen $3,500 und einem Mittelklassewagen. Er beschreibt mit den Freunden des Skeetschiessens eine Gruppe von Sportschuetzen, die aus einer besser gestellten Schicht kommen. Es ist halt kein billiger Sport.

Bei Palin sieht dies widerum etwas anders aus. Es gibt einerseits das beruehmte Trainingsvideo (http://de.youtube.com/watch?v=yn7UzxXv8p4) als auch ihre Bilder aus der Fischerei und Jagd (http://www.fieldandstream.com/article_gallery/Sarah-Palin-Hunting-and-Fishing-Pics/2) sprechen eine andere Sprache, und eine andere Demographie an.

Aeusserlich erscheint es oftmals so, als waeren die Waffenbesitzer in den USA eine homogene Gruppe. Sie sind es nicht, und die VP Kandidaten verdeutlichen dies. Diese Gruppierungen von Waffenbesitzern zu vereinen, ist einer der schwierigsten Aufgaben der Aktivisten fuer den privaten Waffenbesitz.

McDuff
22.09.2008, 10:53
Ansonsten bin ich heute in einer guten Stimmung. Der Oberste Gerichtshof Ohios hat zugunsten unserer Buergerbewegung entschieden. Damit sind lokale Gesetze zum Waffenrecht null und nichtig. Die Faustfeuerwaffenregistrierung aber auch der Assault Weapon Ban der Hauptstadt Ohios sind somit widerrechtlich, und auch andere Staedte koennen nicht einfach waffenfreie Zonen erklaeren.

Aber wie immer ist auch dies ein Etappensieg. Wahrscheinlich werde ich mich auf die Wahl zum US-Abgeordnetenhaus in meinem Bezirk stuerzen. Fuer das Waffenrecht wahrscheinlich wichtiger als die Praesidentenwahl. Obwohl es eine Mehrheit der Demokraten im Kongress gibt, sprach sich immer noch eine Mehrheit des Kongresses fuer den privaten Waffenbesitz aus. (Auch wenn dies Pelosi aergert.) Ich will daran arbeiten, dass dem so bleibt.

Gute Sache! Die verfassungsgarantierten Bürgerrechte kommen zur Geltung!:top:
Wie schön wenn wir auch solche Rechte hätte.

Haspelbein
22.09.2008, 16:41
Gute Sache! Die verfassungsgarantierten Bürgerrechte kommen zur Geltung!:top:
Wie schön wenn wir auch solche Rechte hätte.

Man muss sie jedoch auch einfordern. In der Stadt Northwood in Ohio hatten vor kurzer Zeit ein paar Polizisten einem Mann seinen Fuehrerschein zerissen, nachdem er beim Besuch einer Tankstelle offen eine Schusswaffe trug, was nach geltendem Recht in Ohio erlaubt ist. (Die Polizei war anderer Meinung, konnte letztendlich aber wenig machen.)

Die Polizei befragte weiterhin die Angestellte der Tankstelle, ob der Mann sie belaestigt, oder sie Angst vor ihm habe. Darauf meinte die Frau, dass sie sich ueber ihn freue, da die Polizei eh nie vorbei kaeme, und er ihr ein Gefuehl der Sicherheit gaebe. :D

Spaeter hat dann eine lokale Lobbyistengruppe einen bewaffneten Protestmarsch veranstaltet. Als sie die Polizeistation erreichten, fanden sie diese verlassen vor. Wie man nachtraeglich erfuhr, war die Polizei vor der furchterregenden Gruppe (http://www.ohioccw.org/content/view/4067/53/) geflohen. ;)

Ein paar Freunde von mir haben an diesem Protestmarsch teilgenommen.

McDuff
23.09.2008, 05:31
Man muss sie jedoch auch einfordern. In der Stadt Northwood in Ohio hatten vor kurzer Zeit ein paar Polizisten einem Mann seinen Fuehrerschein zerissen, nachdem er beim Besuch einer Tankstelle offen eine Schusswaffe trug, was nach geltendem Recht in Ohio erlaubt ist. (Die Polizei war anderer Meinung, konnte letztendlich aber wenig machen.)

Die Polizei befragte weiterhin die Angestellte der Tankstelle, ob der Mann sie belaestigt, oder sie Angst vor ihm habe. Darauf meinte die Frau, dass sie sich ueber ihn freue, da die Polizei eh nie vorbei kaeme, und er ihr ein Gefuehl der Sicherheit gaebe. :D

Spaeter hat dann eine lokale Lobbyistengruppe einen bewaffneten Protestmarsch veranstaltet. Als sie die Polizeistation erreichten, fanden sie diese verlassen vor. Wie man nachtraeglich erfuhr, war die Polizei vor der furchterregenden Gruppe (http://www.ohioccw.org/content/view/4067/53/) geflohen. ;)

Ein paar Freunde von mir haben an diesem Protestmarsch teilgenommen.


Hoplophobie scheint es ja kaum zu geben in den USA, dafür aber umso mehr Zivilcourage! Alle Achtung! Respekt!

Stadtknecht
23.09.2008, 07:58
Sowieso! In den USA läuft das anders. Dort gibt es diesen Beschusstest wohl nicht, dafür aber heftigste Produkthaftung der Hersteller. Das erspart die Beamten!

Offenbar geht es hier um Gewehre aus dem letzten Kriege. Wer ist denn da der Verantwortliche im Sinne der Produkthaftung?

Stadtknecht
23.09.2008, 08:00
Bei Egon wurde letztens sogar ein schwedischer M96, welcher auf 30-06 abgeändert war angeboten. So ein Teil wäre mir zu gefährlich.

Warum sollte man so etwas tun?

Der Schwedenmauser und die 6,5 X 55 Patrone gelten doch als sehr präzise.

McDuff
23.09.2008, 10:49
Warum sollte man so etwas tun?

Der Schwedenmauser und die 6,5 X 55 Patrone gelten doch als sehr präzise.

Es war ein "jagdlicher" Umbau vermutlich mit der Absicht, Schwarz- oder Rotwild zu jagen. Das ist ja mit der 6,5x55 nicht wirklich waidgerecht.

Stadtknecht
23.09.2008, 11:25
Es war ein "jagdlicher" Umbau vermutlich mit der Absicht, Schwarz- oder Rotwild zu jagen. Das ist ja mit der 6,5x55 nicht wirklich waidgerecht.

Das mag sein, aber macht es denn Sinn, ein altes Armeegewehr für teuer Geld auf ein anderes Kaliber umzubauen?

Warum nicht gleich ein preiswertes Armeegewehr in entsprechenden Kalibern kaufen?

McDuff
23.09.2008, 11:32
Das mag sein, aber macht es denn Sinn, ein altes Armeegewehr für teuer Geld auf ein anderes Kaliber umzubauen?

Warum nicht gleich ein preiswertes Armeegewehr in entsprechenden Kalibern kaufen?


Das ist mir auch schleierhaft warum dieser Umbau vorgenommen wurde, wo doch z.B. ein 98er System die 30-06 ohne Probleme verdaut.

Stadtknecht
23.09.2008, 12:05
Das ist mir auch schleierhaft warum dieser Umbau vorgenommen wurde, wo doch z.B. ein 98er System die 30-06 ohne Probleme verdaut.

Wobei ich gehört habe, daß die 7,62 X 54 R ausreichend präzise und sehr preiswert sein soll.

Warum nicht ein billiges Jagdgewehr aus einem Mosin Nagant machen?

Haspelbein
23.09.2008, 12:55
Das mag sein, aber macht es denn Sinn, ein altes Armeegewehr für teuer Geld auf ein anderes Kaliber umzubauen?

Warum nicht gleich ein preiswertes Armeegewehr in entsprechenden Kalibern kaufen?

Viele dieser Aenderung wurden nicht fuer die Jagd, sondern ebenso vom Militaer ausgefuehrt, als die 7.92x57 an Beliebtheit als Militaerkaliber gewann, d.h. die urspruengliche Konvertierung liegt oftmals schon sehr lange zurueck.

Dann kommt so ein Gewehr vielleicht noch einmal in die Haende eines Jaegers, der es dann auf die lokal gaengigen Kaliber (.30-06) abaendern will.

Haspelbein
23.09.2008, 13:10
Wobei ich gehört habe, daß die 7,62 X 54 R ausreichend präzise und sehr preiswert sein soll.

Warum nicht ein billiges Jagdgewehr aus einem Mosin Nagant machen?

Diese alten Militaergewehre sind mehr oder weniger ein Gluecksspiel. Ich habe eine ganze Reihe von ihnen, und viele schiessen ausreichend gut. Viele wuerde ich nicht mehr zur Jagd verwenden, und eines streut wie eine Flinte.

Und das sind alles Buechsen, die zuvor von einem Buechsenmacher auf Verschleiss und Sicherheit ueberprueft wurden.

Eine russische Mosin/Nagant hat fuer ein Jagdkaliber einen sehr leichten Lauf, und auch der Verschluss und sein Gehaeuse sind eher fuer das Militaer denn die Jagd ausgelegt. Mit etwas Glueck findet man ein 91/30, das auf 1 MOA genau schiesst. Mit aber nur ein wenig Pech sind das aber genauso 5 MOA. Je nachdem woran das liegt, kann man es mit unterschiedlicher Munition oder notfalls einem neuen Lauf beheben. Ist jedoch Verschleiss im Verschlussgehaeuse die Ursache, oder wurde das Gewehr vom Militaer schlecht ueberholt, so kann man da kaum was machen.

Von meinen Militaergewehren habe ich nur drei, die ich wirklich zur Jagd vewenden wuerde. Eine jugoslawische Mauser, die nie einen Kriegseinsatz gesehen hat, einen britischen Lee-Enfield, und mein Schweizer K31. Vor allen Dingen die Mauser kommt fast an die Genauigkeit eines modernen Jagdgewehres heran...wenn auch nicht ganz.

Aber es besteht halt noch ein ganz deutlicher Unterschied zu dem, was ich fuer die Jagd verwende. Ein modernes Jagdgewehr, selbst die preiswerten von Savage, Howa oder Remington, liegen in einer anderen Kategorie. Und genau das wird man bei der Jagd beruecksichtigen muessen.

franjo
23.09.2008, 14:49
Es war ein "jagdlicher" Umbau vermutlich mit der Absicht, Schwarz- oder Rotwild zu jagen. Das ist ja mit der 6,5x55 nicht wirklich waidgerecht.

Ballistisch stellt das 6.5mm Geschoss wohl die Untergrenze des zulässigen dar.
In Verbindung mit einem Kupferjagdgeschoss unter Berücksichtigung der geringen Winddrift und des geringen Rückstoßes ist das Kaliber sehr wohl waidgerecht.
Auch hier gibt es nur entweder, oder! In Skandinavien ist dieses Kaliber übrigens sehr verbreitet, und Hochwild in Skandinavien kann mitunter recht stark sein.:D

franjo

McDuff
23.09.2008, 15:36
Wobei ich gehört habe, daß die 7,62 X 54 R ausreichend präzise und sehr preiswert sein soll.

Warum nicht ein billiges Jagdgewehr aus einem Mosin Nagant machen?

Zielfernrohr auf nen guten M39 und ab gehts. Klappt mit Lapua-Mun bestens :]

McDuff
23.09.2008, 15:38
Ballistisch stellt das 6.5mm Geschoss wohl die Untergrenze des zulässigen dar.
In Verbindung mit einem Kupferjagdgeschoss unter Berücksichtigung der geringen Winddrift und des geringen Rückstoßes ist das Kaliber sehr wohl waidgerecht.
Auch hier gibt es nur entweder, oder! In Skandinavien ist dieses Kaliber übrigens sehr verbreitet, und Hochwild in Skandinavien kann mitunter recht stark sein.:D

franjo

Also auf Rehwild hätte ich kein schlechtes Gewissen. Was die Skandinavier allerdings veranstalten.. naja! Möchte nicht wissen, was da alles krankgeschossen wird.

McDuff
23.09.2008, 15:40
Diese alten Militaergewehre sind mehr oder weniger ein Gluecksspiel. Ich habe eine ganze Reihe von ihnen, und viele schiessen ausreichend gut. Viele wuerde ich nicht mehr zur Jagd verwenden, und eines streut wie eine Flinte.

Und das sind alles Buechsen, die zuvor von einem Buechsenmacher auf Verschleiss und Sicherheit ueberprueft wurden.

Eine russische Mosin/Nagant hat fuer ein Jagdkaliber einen sehr leichten Lauf, und auch der Verschluss und sein Gehaeuse sind eher fuer das Militaer denn die Jagd ausgelegt. Mit etwas Glueck findet man ein 91/30, das auf 1 MOA genau schiesst. Mit aber nur ein wenig Pech sind das aber genauso 5 MOA. Je nachdem woran das liegt, kann man es mit unterschiedlicher Munition oder notfalls einem neuen Lauf beheben. Ist jedoch Verschleiss im Verschlussgehaeuse die Ursache, oder wurde das Gewehr vom Militaer schlecht ueberholt, so kann man da kaum was machen.

Von meinen Militaergewehren habe ich nur drei, die ich wirklich zur Jagd vewenden wuerde. Eine jugoslawische Mauser, die nie einen Kriegseinsatz gesehen hat, einen britischen Lee-Enfield, und mein Schweizer K31. Vor allen Dingen die Mauser kommt fast an die Genauigkeit eines modernen Jagdgewehres heran...wenn auch nicht ganz.

Aber es besteht halt noch ein ganz deutlicher Unterschied zu dem, was ich fuer die Jagd verwende. Ein modernes Jagdgewehr, selbst die preiswerten von Savage, Howa oder Remington, liegen in einer anderen Kategorie. Und genau das wird man bei der Jagd beruecksichtigen muessen.

Kommt wirklich darauf an was man erwischt. Mit Glück schießt so ein alter Prügel so gut wie eine 3000 € Büchse. (Konnte ich schon im Vergleich feststellen) Kommt aber immer seltener vor.

Stadtknecht
23.09.2008, 16:39
Zielfernrohr auf nen guten M39 und ab gehts. Klappt mit Lapua-Mun bestens :]

Finnische Mosins, so auch der M 39 sind mittlerweile rar.

Haspelbein
23.09.2008, 17:09
Kommt wirklich darauf an was man erwischt. Mit Glück schießt so ein alter Prügel so gut wie eine 3000 € Büchse. (Konnte ich schon im Vergleich feststellen) Kommt aber immer seltener vor.

Ja, prinzipiell wird das immer unwahrscheinlicher. Wenn ich mir ansehe, mit welchen Methoden man heute relativ kostenguenstig ein hochwertiges Gewehr herstellen kann, dann habe ich daran immer mehr meine Zweifel. (Deutschland mag in dieser Hinsicht leicht anders sein, aber ab $600 - $700 hat man hier bereits Jagdgewehre bei denen das Verschlussgehaeuse gebettet wurde, der Abzug einstellbar ist, und die Toleranzen innerhalb der Patronenkammer durch ein manuelles Läppen auf ein Minimum gebracht wurden.)

Bei den alten Gewehren ist der Lauf auch immer so ein Ding. Prinzipiell zerstoerten sowohl die militaerische Form der Reinigung den Lauf als auch das Fehlen der Reinigung unter Verwendung von korrosiven Zuendkapseln den Lauf.

Viele alte Militaergewehre wurden auch im Arsenal ueberholt, d.h. nichtpassende Komponenten wurden oftmals passend gemacht, und zu einem neuen Gewehr zusammengesetzt.

Ueberhaupt kann man davon ausgehen, dass Gewehrlaeufe nur eine gewisse Anzahl von Schuss ueberstehen, bevor die Genauigkeit abnimmt.

Letztendlich wuerde ich generell nicht davon ausgehen, dass ein Militaergewehr fuer die Jagd geeignet ist, solange mich das individuelle Gewehr nciht vom Gegenteil ueberzeugt.

McDuff
24.09.2008, 05:16
Letztendlich wuerde ich generell nicht davon ausgehen, dass ein Militaergewehr fuer die Jagd geeignet ist, solange mich das individuelle Gewehr nciht vom Gegenteil ueberzeugt.


Zumindest konnte sich ein Verwandter davon überzeugen. :D Als er mit seiner teuren Jagdbüchse vor einem M39, mit allerdings absolut maßhaltigem Lauf, auf dem Schießstand kapitulieren mußte.
Allerdings konnte ich seinen Argumenten, was die Länge und das Gewicht des M39betrifft nichts entgegensetzen. ;(
Auf der Drückjagd sieht man allerdings öfter mehr oder weniger originale K98.

McDuff
24.09.2008, 05:18
Finnische Mosins, so auch der M 39 sind mittlerweile rar.

In wirklich guten Zustand kaum noch zu bekommen. Die letzten M39 wurden vor ca. 2 Jahren aus den Arsenalen verkauft.

schastar
24.09.2008, 07:00
Jäger bin ich keiner, aber gelegentlich betreibe ich den Dam- und Rotwildabschuß im Gehege, allerdings weniger wegen des Jagdtriebes als wegen der Bezahlung weil ich es darf (Genehmigung) und gut kann.
Dabei verwende ich entweder ein SL6 oder einen Schweden M96. Beides mit Vollmantelgeschossen, wobei ich beim Schweden alte Militärpatronen verwende. Da ich immer auf den Kopf schieße spielt das Kaliber eine eher untergeordnete Rolle, als auch das Geschoß.
Komisch schauen tun aber schon die meisten wenn ich einen alten Schweden auspacke, noch dazu ohne ZF. Bei Jägern bekommt man damit keine Anerkennung. Aber noch weniger mit meinem SL6.:D

franjo
24.09.2008, 10:09
Ueberhaupt kann man davon ausgehen, dass Gewehrlaeufe nur eine gewisse Anzahl von Schuss ueberstehen, bevor die Genauigkeit abnimmt.

Letztendlich wuerde ich generell nicht davon ausgehen, dass ein Militaergewehr fuer die Jagd geeignet ist, solange mich das individuelle Gewehr nciht vom Gegenteil ueberzeugt.

Die Anzahl der Schüsse bis zur Ermüdung des Materials sind immens hoch.
Der Verschleiß der Züge dürfte von der Reinigung her rühren, weniger vom Schießen.
Da ich mich in letzter Zeit auch etwas mit Militärgewehren befasse scheint es mir so, daß die fast auf der ganzen Länge mit Holz geschalten Läufe probleme mit der Wärmeableitung haben, die werden nach 10/12 Schuss krumm wie Lämmerschwänze ;)

Es ist sehr schwer eine Schussfolge vernünftig ins Ziel zu bringen. Einzelschüsse mit entsprechendem zeitlichen Abstand (abkühlen des Laufes) sind m.E. kein Problem, und jagdlich zumindest relevanter.

Probiert an meinem finnischen Nagant, ich bin begeistert, wobei mein Blaser Stutzen um Längen besser ist.

franjo

McDuff
24.09.2008, 11:03
Da ich mich in letzter Zeit auch etwas mit Militärgewehren befasse scheint es mir so, daß die fast auf der ganzen Länge mit Holz geschalten Läufe probleme mit der Wärmeableitung haben, die werden nach 10/12 Schuss krumm wie Lämmerschwänze ;)



Das hängt von der Bettung von System und Lauf im Schaft ab. Die Finnen haben sehr viel Wert darauf gelegt und mittels Einlagen von Blechstreifen gebettet. Wenn die einer im Arsenal oder bei einer späteren Überholung nicht wieder an die richtigen Stellen gepackt hat oder sie gar ganz weggelassen hat, dann gute Nacht.
Die Schweizer haben bis auf den K31 eine Laufhülse in den Schaft vor der Mündung eingesetzt um diese Effekte auszuschließen.
Bei anderen Militärrepetierern ist die Schußleistung of dramatisch abhängig vom anziehen der Schrauben, die den Lauf zwischen Handschutz und Schaft einklemmen. Wer die zu fest anzieht, hat beim Schießen evtl. Probleme.
Wesentlich deutlicher kommt die Lauferwärmung bei verlöteten Laufbündeln von Jagdwaffen zum Tragen. Bei einem Drilling z.B. kann man das Klettern der Schüsse fast schon voraussagen.

franjo
24.09.2008, 11:22
Moin

Ich habe mir für meinen Nagant eine Kunststoffschaft gekauft.
Der erste war von e-gun, ich glaube für 99 €, ein Scheißding. Ein Jagdkollege hat mir daraufhin einen mit Alu-Stabilisierung besorgt. Seit dem gehören die Probleme der Vergangenheit an. Der Lauf ist frei, und hat ein entsprechend gutes Kühlkonzept.

Ansonsten bin ich nach wie vor der Ansicht, zumindest als Jäger überwiegend Einzelschüsse auf rel. große Entfernungen zu brauchen. Das lässt sich mit vielen Militärgewehren realisieren.
Demnächst steht ein 98ger von FN auf dem Plan, ich bin voller Erwartung und werde berichten, egal ob gut oder schlecht.
Nur bin ich schon jetzt am überlegen, ob ich den 98ger gleich jagdlich umschäften soll.
Ich habe gerade wunderschones Nussbaummaser aus Sibirien bekommen. Das weckt Begierde.

franjo

Misteredd
24.09.2008, 11:24
Moin

Ich habe mir für meinen Nagant eine Kunststoffschaft gekauft.
Der erste war von e-gun, ich glaube für 99 €, ein Scheißding. Ein Jagdkollege hat mir daraufhin einen mit Alu-Stabilisierung besorgt. Seit dem gehören die Probleme der Vergangenheit an. Der Lauf ist frei, und hat ein entsprechend gutes Kühlkonzept.

Ansonsten bin ich nach wie vor der Ansicht, zumindest als Jäger überwiegend Einzelschüsse auf rel. große Entfernungen zu brauchen. Das lässt sich mit vielen Militärgewehren realisieren.
Demnächst steht ein 98ger von FN auf dem Plan, ich bin voller Erwartung und werde berichten, egal ob gut oder schlecht.
Nur bin ich schon jetzt am überlegen, ob ich den 98ger gleich jagdlich umschäften soll.
Ich habe gerade wunderschones Nussbaummaser aus Sibirien bekommen. Das weckt Begierde.

franjo

Schau Dir die persischen Mauser bei Frankonia einmal an. Die waren ausschliesslich im Arsenal!

franjo
24.09.2008, 12:17
Schau Dir die persischen Mauser bei Frankonia einmal an. Die waren ausschliesslich im Arsenal!

Die sind in Brünn gefertigt, da habe ich Vorurteile. Ich werde mich erkundigen, danke für den Tip.
Eigentlich habe ich einen Hang zu FN, das was die abliefern ist in der Regel spitzenmäßig, wenn auch bei dem 98ger mit kürzerem System etwas exotisch.

franjo

Misteredd
24.09.2008, 12:49
Die sind in Brünn gefertigt, da habe ich Vorurteile. Ich werde mich erkundigen, danke für den Tip.
Eigentlich habe ich einen Hang zu FN, das was die abliefern ist in der Regel spitzenmäßig, wenn auch bei dem 98ger mit kürzerem System etwas exotisch.

franjo

Ich mag die Tschechen auch nicht. Die damaligen Brünner waren aber Deutsche!

http://www.frankonia.de/shop/Gewehr_981938/_/bid/231808/cpage/1/tf/landscape/productdetail.html

Der Preis ist sehr interessant!

Haspelbein
24.09.2008, 13:30
Die Anzahl der Schüsse bis zur Ermüdung des Materials sind immens hoch.
Der Verschleiß der Züge dürfte von der Reinigung her rühren, weniger vom Schießen.[...]

Bei den meisten Militaergewehren ist es tatsaechlich so, dass die Schaeden entweder durch die folgenden Faktoren entstanden sind:

a) Durch Korrosion, d.h. die Vernachlaessigung der Reinung, gerade wenn korrosive Munition verwendet wurde. Hier sind dann die Zuege in der Naehe der Patronenkammer hauptsaechlich betroffen.

b) Durch die Reinigung im Felde, von der Muendung her. Hier ist dann Schaeder in der Naehe der Muendung her zu sehen. Ich habe viele Mosin/Nagants gesehen, bei denen die Zuege im Bereich der Muendung nachtraeglich herausgefraest wurden, um eine einigermassen Praezision wieder herzustellen.

c) Durch Verschleiss, d.h. einfach Abnutzung durch das Geschoss selbst. Dies ist tatsaechlich weniger der Fall, kann aber durchaus vorkommen. Je nach Gewehr macht sich dies in einer Abrundung der Zuege, aber auch in eines Zuruecksetzens des Verschlusses im Verschlussgehaeuse bemerkbar, was die Toleranzen im Patronenlager erhoeht.

d) Regulaere Korrosion durch Witterung und Naesse. Man bezeichnet das hier das Resultat als Pitting, und es bilden sich kleine Vertiefungen im Metall, wo die Korrosion Material abgetragen hat. Man sieht es haeufig an aeusseren Metallteilen, aber es kann ebenso im Lauf vorkommen.

Letztendlich ist die Reinigung tatsaechlich das groesste Problem, wodurch ich ebenso Gewehre hatte, denen der Verschleiss deutlich anzumerken war, besonders bei Kriegsproduktionen, wo Stahl und Verarbeitung vielleicht nicht ganz astrein waren.

Allerdings benutze ich fuer die Jagd keine Militaergewehre, da sie einfach ausser ihrem Preis keinen Vorteil bieten.



Da ich mich in letzter Zeit auch etwas mit Militärgewehren befasse scheint es mir so, daß die fast auf der ganzen Länge mit Holz geschalten Läufe probleme mit der Wärmeableitung haben, die werden nach 10/12 Schuss krumm wie Lämmerschwänze ;)

Es ist sehr schwer eine Schussfolge vernünftig ins Ziel zu bringen. Einzelschüsse mit entsprechendem zeitlichen Abstand (abkühlen des Laufes) sind m.E. kein Problem, und jagdlich zumindest relevanter.

Probiert an meinem finnischen Nagant, ich bin begeistert, wobei mein Blaser Stutzen um Längen besser ist.

Das haengst sehr stark von der Wandstaerke des jeweiligen Laufes ab, aber auch den von McDuff beschriebenen Huelsen im Schaft reduziert werden. Prinzipiell kann man das nur zu einem gewissen Grad stabilisieren, da man durch diese Stabilisierung letztendlich immer das Schwingungsverhalten des Laufes stoert.

Richtig beseitigen kann man dies nur durch einen schweren freiliegenden Lauf ("bull barrel"), aber wer so ein Gewehr mal durch die Gegend getragen hat, wird sich nicht wundern, warum man sie nicht haeufig bei der Jagd sieht.

Und ja, es wundert mich nicht, dass der Blazer in dieser Hinsicht besser ist.

McDuff
25.09.2008, 06:07
Moin

Ich habe mir für meinen Nagant eine Kunststoffschaft gekauft.
Der erste war von e-gun, ich glaube für 99 €, ein Scheißding. Ein Jagdkollege hat mir daraufhin einen mit Alu-Stabilisierung besorgt. Seit dem gehören die Probleme der Vergangenheit an. Der Lauf ist frei, und hat ein entsprechend gutes Kühlkonzept.

Ansonsten bin ich nach wie vor der Ansicht, zumindest als Jäger überwiegend Einzelschüsse auf rel. große Entfernungen zu brauchen. Das lässt sich mit vielen Militärgewehren realisieren.
Demnächst steht ein 98ger von FN auf dem Plan, ich bin voller Erwartung und werde berichten, egal ob gut oder schlecht.
Nur bin ich schon jetzt am überlegen, ob ich den 98ger gleich jagdlich umschäften soll.
Ich habe gerade wunderschones Nussbaummaser aus Sibirien bekommen. Das weckt Begierde.

franjo

Bei FN kanns sein, daß du ein Kurzsystem erwischt. Was keinetwegs schlechter als das Normalsystem ist, aber die Anbringung von Montagen, die für das Normalsystem gedacht sind erschwert. Bei 98ern ist das vor-WK1 System von DWM immer noch unübertroffen.

McDuff
25.09.2008, 06:09
Richtig beseitigen kann man dies nur durch einen schweren freiliegenden Lauf ("bull barrel"), aber wer so ein Gewehr mal durch die Gegend getragen hat, wird sich nicht wundern, warum man sie nicht haeufig bei der Jagd sieht.

Und ja, es wundert mich nicht, dass der Blazer in dieser Hinsicht besser ist.

Das Vergnügen hatte ich während meiner Ausbildung. 98er (.308) mit Bullbarrel schleppen. Das merkt man irgendwann. :]

Haspelbein
25.09.2008, 13:20
Das Vergnügen hatte ich während meiner Ausbildung. 98er (.308) mit Bullbarrel schleppen. Das merkt man irgendwann. :]

Oh ja, das merkt man sehr deutlich. Auch beim freihaendigen Schiessen wird einem anschaulich deutlich gemacht, dass beim Drehmoment der Abstand zur Masse mit eingeht. ;)

franjo
25.09.2008, 15:14
Bei FN kanns sein, daß du ein Kurzsystem erwischt. Was keinetwegs schlechter als das Normalsystem ist, aber die Anbringung von Montagen, die für das Normalsystem gedacht sind erschwert. Bei 98ern ist das vor-WK1 System von DWM immer noch unübertroffen.

Meiner Information nach ist das FN-System immer 20mm kürzer, und es gibt wie Du schreibst wenige Montagen, die passen.
Ich finde die Quelle gerade nicht, ich glaube auf einer Wehrmachtseite gelesen zu haben, daß es auch für die FN 98ger die Scharfschützenoptik gegeben habe, ein 4 Linsen System mit ich meine 2,5 facher Vergrößerung.
Das würde das ganze natürlich abrunden. Zur Zeit bin ich noch am umschauen, und habe in Marburg gerade einen Händler entdeckt, der viele solche Waffen hat (Ordonanz) dabei auch einige interessante und ausgefallene 98ger.
Ich habe das letze halbe Jahr schon 2 Waffen gekauft, ich glaube ich werde erstmal bei der Behörde vorsprechen, dann werde wir sehen.


franjo

Haspelbein
25.09.2008, 15:57
Bei FN kanns sein, daß du ein Kurzsystem erwischt. Was keinetwegs schlechter als das Normalsystem ist, aber die Anbringung von Montagen, die für das Normalsystem gedacht sind erschwert. Bei 98ern ist das vor-WK1 System von DWM immer noch unübertroffen.

Meine jugoslawische Mauser ist ebenfalls ein Kurzsystem und keineswegs schlecht. Jedoch gibt es selbst bei den Normalsystemen dezente Unterschiede, wie z.B. ein unterschiedlich gezogenes Gewinde des Laufes am Verschlussgehaeuse. (Hier unterscheiden sich z.B. mein K98 und tuerkische Mauser.)

franjo
25.09.2008, 16:13
Da es mir keine Ruhe gelassen hat:http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/gewehre.htm

Wenn man den vielen Links folgt findet man interessantes.
Die Optik heißt ZF4, und hat eine 4fache Vergrößerung. Wie ich finde sieht das ganze recht attraktiv aus.

franjo

McDuff
26.09.2008, 06:22
Da es mir keine Ruhe gelassen hat:http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Waffen/gewehre.htm

Wenn man den vielen Links folgt findet man interessantes.
Die Optik heißt ZF4, und hat eine 4fache Vergrößerung. Wie ich finde sieht das ganze recht attraktiv aus.

franjo

Dann drücke ich dir die Daumen, daß du ein gutes ZF bekommst. Die Qualität war super und das sollte auch heute noch bestens funktionieren.

McDuff
26.09.2008, 06:24
Meine jugoslawische Mauser ist ebenfalls ein Kurzsystem und keineswegs schlecht. Jedoch gibt es selbst bei den Normalsystemen dezente Unterschiede, wie z.B. ein unterschiedlich gezogenes Gewinde des Laufes am Verschlussgehaeuse. (Hier unterscheiden sich z.B. mein K98 und tuerkische Mauser.)

Stimmt, Mauser ist eine echte Wissenschaft. Ich konnte einen Preduzece als umgestempelten 1937er K98 identifizieren. Das Gewehr hat keine 100 Euronen gekostet und schießt dank Maßlauf top.

Haspelbein
26.09.2008, 13:19
Stimmt, Mauser ist eine echte Wissenschaft. Ich konnte einen Preduzece als umgestempelten 1937er K98 identifizieren. Das Gewehr hat keine 100 Euronen gekostet und schießt dank Maßlauf top.

Ich nehme an, das Verschlussgehaeuse war voellig ungestempelt? (Ansonsten ist das Preduzece 44 relativ deutlich zu erkennen, ebenso wie das Wappen.)

Haspelbein
26.09.2008, 14:06
Stimmt, Mauser ist eine echte Wissenschaft. Ich konnte einen Preduzece als umgestempelten 1937er K98 identifizieren. Das Gewehr hat keine 100 Euronen gekostet und schießt dank Maßlauf top.

Interessant wie unterschiedlich die Maerkte sind. Man wuerde hier einer ungestempelten K98 niemals einen neuen Lauf verpassen, sondern es als Sammlerstueck erhalten. (Es sei denn, man will unbedingt mit einem ungewoehnlichen Gewehr schiessen.)

Ich hatte mir mal ueberlegt, meiner tuerkischen Mauser einen neuen Lauf zu verpassen. Jedoch wuerde mir bei einem Eigenbau das zusaezliche Werkzeug mehr kosten, als was ich an Kosten sparen koennte. Und der professionelle Umbau waere immer noch teurer als ein neues Jagdgewehr aehnlicher Qualitaet.

Liegt dieses unterschiedliche Verhalten daran, dass man in den USA beliebig viele Schusswaffen besitzen darf, und der Neukauf laengst nicht so reguliert, und neue Schusswaffen nicht so teuer sind?

franjo
26.09.2008, 14:58
Liegt dieses unterschiedliche Verhalten daran, dass man in den USA beliebig viele Schusswaffen besitzen darf, und der Neukauf laengst nicht so reguliert, und neue Schusswaffen nicht so teuer sind?

Jep, so it is, after my opinion.

franjo

Hier wird mit spitzerem Griffel und mit weniger Möglichkeiten versucht was zu basteln, das tatsächlich ohne viel Umstand geht.
Und die Preise scheinen mir zumindest fast doppelt so hoch wie in den Staaten.
Als Faustformel gilt der $Preis in €, mindestens.

franjo

McDuff
29.09.2008, 06:04
Interessant wie unterschiedlich die Maerkte sind. Man wuerde hier einer ungestempelten K98 niemals einen neuen Lauf verpassen, sondern es als Sammlerstueck erhalten. (Es sei denn, man will unbedingt mit einem ungewoehnlichen Gewehr schiessen.)

Ich hatte mir mal ueberlegt, meiner tuerkischen Mauser einen neuen Lauf zu verpassen. Jedoch wuerde mir bei einem Eigenbau das zusaezliche Werkzeug mehr kosten, als was ich an Kosten sparen koennte. Und der professionelle Umbau waere immer noch teurer als ein neues Jagdgewehr aehnlicher Qualitaet.

Liegt dieses unterschiedliche Verhalten daran, dass man in den USA beliebig viele Schusswaffen besitzen darf, und der Neukauf laengst nicht so reguliert, und neue Schusswaffen nicht so teuer sind?

Eine ungestempelte Mauser würde auch hier niemand umbauen, bei der Waffe, die ich meine, handelt es sich um eine von der jugoslawischen Armee umgestempelte Beutewaffe.
Der Mauserlautwechsel ist schon ein richtiger Spaß und nicht so einfach. Auch ich würde mir überlege ob sich das lohnt.

franjo
29.09.2008, 06:20
Uuuuuuuuups, ich hatte umgestempelt gelesen, nicht ungestempelt.:D

franjo

Haspelbein
29.09.2008, 14:12
Uuuuuuuuups, ich hatte umgestempelt gelesen, nicht ungestempelt.:D

franjo

Ich hatte auch "ungestempelt" gelesen. Bei "umgestempelt" ist die Sache natuerlich klar. ;)

Haspelbein
29.09.2008, 14:17
[...]
Der Mauserlautwechsel ist schon ein richtiger Spaß und nicht so einfach. Auch ich würde mir überlege ob sich das lohnt.

Ich hatte Zugriff auf Drehbank und Fraese, mir fehlten jedoch einige Spezialwerkzeuge. Den Rohling fuer den Lauf (bereits gezogen aber ohne Gewinde und blankes Metall) Aber der Gesamtaufwand waere relativ hoch gewesen, da man prinzipiell das Schwingungsverhalten von Lauf und Verschluss relativ zum neuen Schaft nicht gekannt haette. Da waere viel Experimentierarbeit mit drin gewesen. ;)

Haspelbein
29.09.2008, 14:29
Vorgestern hatten wir eine Uebung, bei der wir durch ein Feld und dann einen Schotterweg entlang mit dem Gewehr in Richtung Schiessbahn laufen mussten. Dann von einer uns vorher nicht bekannten kurzen Entfernung jeweils 2 Schuss auf drei Stahlplatten. Dann einen Huegel rauf und auf ca. 100m Entfernung, und dann ebenfalls drei Stahlplatten im Tal mit jeweils 2 Schuss beschiessen.
Es war vorher nicht gestattet, das Gewehr einzuschiessen oder die Entfernungen zu messen. Die Stahlplatten variierten von der Groesse einer Faust bis zu der Groesse eines kleineren Tellers.
Es wurde auf Zeit geschossen, mit einer starken Gewichtung darauf, dass man ueberhaupt traf. Man konnte entweder stehend, knieend oder liegend schiessen, und die Visiereinrichtung und Kaliber waren voellig egal. Wollte man die Waffe mit einem Zweibein oder einer sonstigen Einrichtung abstuetzen, so musste man mit dem Ding zum Schiessstand joggen.

Ich muss sagen: Es war erstaunlich, was man alles nicht treffen kann, wenn man unter koerperlicher Anstrengung schiesst. :D

McDuff
29.09.2008, 15:02
Ich muss sagen: Es war erstaunlich, was man alles nicht treffen kann, wenn man unter koerperlicher Anstrengung schiesst. :D

Das stimmt, erinnert mich sehr an meine Dienstzeit beim Militär. :) Bis man seinen Atem wieder unter Kontrolle hat dauerts.

Haspelbein
29.09.2008, 15:07
Das stimmt, erinnert mich sehr an meine Dienstzeit beim Militär. :) Bis man seinen Atem wieder unter Kontrolle hat dauerts.

Ja, das dauert, und man kann es sich beim Schiessen auf Zeit nicht erlauben zu warten, bis sich das gelegt hat. (Meine Achtung vor Biathleten ist deutlich gestiegen. :D )

Besonders diejenigen, die mit .22 LR Gewehren geschossen haben, hatten auch arge Probleme mit der groesseren Entfernung. Auf knapp 100m auf abfallenden Gelaende haben nur die wenigstens auf Anhieb den korrekten Haltepunkt gefunden. Es ist doch ein deutlicher Unterschied, als wenn man waagerecht auf eine vorbestimmte Entfernung schiesst.

RDX
29.09.2008, 15:12
Ja, das dauert, und man kann es sich beim Schiessen auf Zeit nicht erlauben zu warten, bis sich das gelegt hat. (Meine Achtung vor Biathleten ist deutlich gestiegen. :D )

Besonders diejenigen, die mit .22 LR Gewehren geschossen haben, hatten auch arge Probleme mit der groesseren Entfernung. Auf knapp 100m auf abfallenden Gelaende haben nur die wenigstens auf Anhieb den korrekten Haltepunkt gefunden. Es ist doch ein deutlicher Unterschied, auf der man waagerecht auf eine vorbestimmte Entfernung schiesst.

Wer sein Leben lang auf eine unbewegliche Zielscheibe in einer Entfernung von 50 Metern, mit einem Gewehr geschossen hat, das fast keine Rückstoß hat, der schießt mit einer 9,3x64 Brenneke oder einer .375 H&H Mag. auf bewegliche Ziele nichts als Fahrkarten.

Die Mucken schon, bevor der Schuss bricht.

Haspelbein
29.09.2008, 15:27
Wer sein Leben lang auf eine unbewegliche Zielscheibe in einer Entfernung von 50 Metern, mit einem Gewehr geschossen hat, das fast keine Rückstoß hat, der schießt mit einer 9,3x64 Brenneke oder einer .375 H&H Mag. auf bewegliche Ziele nichts als Fahrkarten.

Die Mucken schon, bevor der Schuss bricht.

Das Ziel der Uebung war, die Leute von einer kontrollieren Umgebung zu entwoehnen. Es gab keine festen Positionen, keine Baenke, kein Einschiessen, usw. ... Allerdings brachte jeder das Gewehr, mit dem er am liebsten schiesst.

Jaeger waren hierbei in einem gewissen Vorteil, da sie auch mal unter unguenstigen Bedingungen einen Schuss abgeben. Bei den Schuetzen mit .22 LR war hauptsaechlich das Problem, dass sie die Flugbahn ihres Geschossen bei ueber 50m nicht abschaetzen konnten. (Prinzipiell ist dies problemlos moeglich, nur hatten sie wahrscheinlich die Visierung auf kuerzere Distanzen kalibiriert.)

Ebenso war fuer viele ein Problem, dass die Ziele nicht wie Ziele aussahen. Es ist erstaunlich, was Leute fuer Schwierigkeiten bekommen, wenn das Ziel kein schwarzer Punkt auf einer weissen Flaeche ist.

RDX
29.09.2008, 16:08
Das Ziel der Uebung war, die Leute von einer kontrollieren Umgebung zu entwoehnen. Es gab keine festen Positionen, keine Baenke, kein Einschiessen, usw. ... Allerdings brachte jeder das Gewehr, mit dem er am liebsten schiesst.

Jaeger waren hierbei in einem gewissen Vorteil, da sie auch mal unter unguenstigen Bedingungen einen Schuss abgeben. Bei den Schuetzen mit .22 LR war hauptsaechlich das Problem, dass sie die Flugbahn ihres Geschossen bei ueber 50m nicht abschaetzen konnten. (Prinzipiell ist dies problemlos moeglich, nur hatten sie wahrscheinlich die Visierung auf kuerzere Distanzen kalibiriert.)

Ebenso war fuer viele ein Problem, dass die Ziele nicht wie Ziele aussahen. Es ist erstaunlich, was Leute fuer Schwierigkeiten bekommen, wenn das Ziel kein schwarzer Punkt auf einer weissen Flaeche ist.

Ich halte vom Schießen auf unbewegliche Ziele sowieso nicht allzuviel, weil es der Idealfall ist

Die oberste Stufe im Schießen, ist das Schießen eines sich bewegenden Schützen auf ein bewegliches Ziel-> Combatshooting

Erst dann erkennt man, was ein Schütze wirklich drauf hat.

Auch wenn in der jagdlichen Praxis meistens mit einer Büchse mit Optik auf unbewegliche Ziele geschossen wird.

Der Büchsenschuss auf sich bewegendes Wild, gilt ,außer bei der Drückjagd, in Deutschland sogar als unwaidmännisch.

Bei einer Drückjagd kann man dann sehen, wie die "Superschützen" dann regelmäßig durchs Gescheide und nicht durch die Kammer schießen.

Misteredd
29.09.2008, 16:13
Ich halte vom Schießen auf unbewegliche Ziele sowieso nicht allzuviel, weil es der Idealfall ist

Die oberste Stufe im Schießen, ist das Schießen eines sich bewegenden Schützen auf ein bewegliches Ziel-> Combatshooting

Erst dann erkennt man, was ein Schütze wirklich drauf hat.

Auch wenn in der jagdlichen Praxis meistens mit einer Büchse mit Optik auf unbewegliche Ziele geschossen wird.

Der Büchsenschuss auf sich bewegendes Wild, gilt ,außer bei der Drückjagd, in Deutschland sogar als unwaidmännisch.

Bei einer Drückjagd kann man dann sehen, wie die "Superschützen" dann regelmäßig durchs Gescheide und nicht durch die Kammer schießen.

Wie kann man das trainieren ?

Schiesskino wäre ja ohne herumrennen ?

schastar
29.09.2008, 16:26
Das Ziel der Uebung war, die Leute von einer kontrollieren Umgebung zu entwoehnen. Es gab keine festen Positionen, keine Baenke, kein Einschiessen, usw. ... Allerdings brachte jeder das Gewehr, mit dem er am liebsten schiesst.

Jaeger waren hierbei in einem gewissen Vorteil, da sie auch mal unter unguenstigen Bedingungen einen Schuss abgeben. Bei den Schuetzen mit .22 LR war hauptsaechlich das Problem, dass sie die Flugbahn ihres Geschossen bei ueber 50m nicht abschaetzen konnten. (Prinzipiell ist dies problemlos moeglich, nur hatten sie wahrscheinlich die Visierung auf kuerzere Distanzen kalibiriert.)

Ebenso war fuer viele ein Problem, dass die Ziele nicht wie Ziele aussahen. Es ist erstaunlich, was Leute fuer Schwierigkeiten bekommen, wenn das Ziel kein schwarzer Punkt auf einer weissen Flaeche ist.

http://www.schiess-scheibe.kdv-shops.de/images/ansicht.php?bigImg=5453.jpg

http://www.schiess-scheibe.kdv-shops.de/images/ansicht.php?bigImg=5454.jpg

Diese beiden werden bis 25 Meter beschossen
die untere Scheibe, schwarzer Punkt auf schwarzem Hintergrund bis auf 50 Meter
alles mit Kurzwaffe

http://www.schiess-scheibe.kdv-shops.de/images/ansicht.php?bigImg=5452.jpg

Haspelbein
29.09.2008, 16:27
Wenn man nicht gut genug schiessen kann, um auch bewegliche Ziele zu treffen, dann ist das Schiessen auf sich bewegendes Wild tatsaechlich unwaidmaennisch.

Man kann es in den USA trainieren, aber es wird zu wenig gemacht. Bei der hiesigen Form der Jagd kann es leicht vorkommen, dass sich das Wild nicht still steht. Bei der Saujagd ist sogar davon auszugehen. Oftmals ist es nur eine leichte Bewegung, aber der groesste Teil der Problemes ist halt ein sich bewegendes und staendig veraenderndes Zielbild.

Eine aufgehangte rotierende Stahlplatte ist hier nur ein schwacher Ersatz, aber immerhin etwas realitaetsnaeher.

Haspelbein
29.09.2008, 16:30
http://www.schiess-scheibe.kdv-shops.de/images/ansicht.php?bigImg=5453.jpg

http://www.schiess-scheibe.kdv-shops.de/images/ansicht.php?bigImg=5454.jpg

Diese beiden werden bis 25 Meter beschossen
die untere Scheibe, schwarzer Punkt auf schwarzem Hintergrund bis auf 50 Meter
alles mit Kurzwaffe

http://www.schiess-scheibe.kdv-shops.de/images/ansicht.php?bigImg=5452.jpg

Jedoch ist das Papier immer noch wesentlich groesser als das eigentliche Ziel. Man hat immer noch die Moeglichkeit, dass Ziel visuell aufzuteilen. Bei Stahlscheiben veraendert sich das Bild nach jedem Schuss, weil Farbe von der Platte abplatzt, und es faengt zudem zu rotieren an. Das Ziel ist ausserdem nur so gross, wie ein Volltreffer sein sollte.

So simulerte die kleinste Scheibe einen 3 MOA Winkel, d.h. sie wurde vollstaendig von meinem Korn verdeckt, ohne dass ich rechts oder links einen visuellen Anhaltspunkt hatte.

schastar
29.09.2008, 16:37
Jedoch ist das Papier immer noch wesentlich groesser als das eigentliche Ziel. Man hat immer noch die Moeglichkeit, dass Ziel visuell aufzuteilen. Bei Stahlscheiben veraendert sich das Bild nach jedem Schuss, weil Farbe von der Platte abplatzt, und es faengt zudem zu rotieren an. Das Ziel ist ausserdem nur so gross, wie ein Volltreffer sein sollte.

Das sind ja auch Wettkampfscheiben wobei die letzte sich auch bewegt, besser, quer über die Bahn fährt.
P.S. die Weltbesten schießen tatsächlich die 1500, also 150 mal in die Mitte und das bis 50 Meter Entfernung.

RDX
29.09.2008, 16:39
Wie kann man das trainieren ?

Schiesskino wäre ja ohne herumrennen ?

Als Jäger brauchst du dich nicht zu bewegen bzw. es ist sogar unwaidmännisch, dass sich der Jäger beim Schießen bewegt, da reicht das Schießkino vollkommen aus.

Aber beim Verteidigungsschießen bzw. Kampfschießen-> Combatshooting mit der Faustfeuerwaffe solltest du schon mal aus der Bewegung geschossen haben.

Es gibt spezielle Schießplätze dafür, leider meist im Ausland.

Haspelbein
29.09.2008, 16:42
[...]
Aber beim Verteidigungsschießen bzw. Kampfschießen-> Combatshooting mit der Faustfeuerwaffe solltest du schon mal aus der Bewegung geschossen haben.

[...]

Auch wenn die rechtliche Definition hierzu in Deutschland wahrscheinlich anders ist, so ist das Combatschiessen mit Faustfeuerwaffen etwas voellig anderes, als was ich vorgestern gemacht habe. Beim Combatschiessen bleibt man eigentlich nie voellig stehen, sondern schiesst, wenn man gerade zwei Beine auf dem Boden hat.

Haspelbein
29.09.2008, 16:47
Das sind ja auch Wettkampfscheiben wobei die letzte sich auch bewegt, besser, quer über die Bahn fährt.
P.S. die Weltbesten schießen tatsächlich die 1500, also 150 mal in die Mitte und das bis 50 Meter Entfernung.

Glaube mir: Auf einem Schiesstand mit einer festen Entfernung ist das eine voellig andere Form des Schiessens. Vor allen Dingen weiss man, wo der Haltepunkt ist.

Es ist eine andere Situation wenn man nach einem Lauf auf einer Schiessbahn auftaucht, und per "Kentucky Windage" und Beobachtung des ersten Schusses versucht, einen einigermassen Haltepunkt auf einem Ziel zu erraten, das unregelmaessig geformt ist, und im Zweifelsfalle auch noch rotiert.

Ich will nicht sagen, dass das Schiessen auf eine bewegte Scheibe auf einem Schiessstand einfach waere, nur entspricht der waagerechte Schuss auf einer vorher kalibrierten Entfernung nicht einer jagdlichen oder sonstigen Realitaet.

schastar
29.09.2008, 16:47
Als Jäger brauchst du dich nicht zu bewegen bzw. es ist sogar unwaidmännisch, dass sich der Jäger beim Schießen bewegt, da reicht das Schießkino vollkommen aus.

Aber beim Verteidigungsschießen bzw. Kampfschießen-> Combatshooting mit der Faustfeuerwaffe solltest du schon mal aus der Bewegung geschossen haben.

Es gibt spezielle Schießplätze dafür, leider meist im Ausland.

Im freiheitlich demokratischen Deutschland ist mir keine Schießanlage bekannt in welcher mir als Normalbürger das Combat-Schießen erlaubt wäre. ;(

schastar
29.09.2008, 16:52
Glaube mir: Auf einem Schiesstand mit einer festen Entfernung ist das eine voellig andere Form des Schiessens. Vor allen Dingen weiss man, wo der Haltepunkt ist.

Es ist eine andere Situation wenn man nach einem Lauf auf eine Schiessbahn auftaucht, und per "Kentucky Windage" und Beobachtung des ersten Schusses versucht, einen einigermassen Haltepunkt auf einem Ziel zu erraten, das unregelmaessig geformt ist, und im Zweifelsfalle auch noch rotiert.

Ich will nicht sagen, dass das Schiessen auf eine bewegte Scheibe auf einem Schiessstand einfach waere, nur entspricht der waagerechte Schuss auf eine vorher kalibrierte Entfernung nicht einer jagdlichen oder sonstigen Realitaet.

Will man so etwas bei uns in Deutschland als Sport betreiben, und ich meine damit wirklich Hobby und Sport, dann sieht das so aus:
http://www.germanft.com/WELCOME.html

Mehr ist bei und nicht drinnen, was Schießen in der Natur angeht.

RDX
29.09.2008, 16:52
Glaube mir: Auf einem Schiesstand mit einer festen Entfernung ist das eine voellig andere Form des Schiessens. Vor allen Dingen weiss man, wo der Haltepunkt ist.

Es ist eine andere Situation wenn man nach einem Lauf auf eine Schiessbahn auftaucht, und per "Kentucky Windage" und Beobachtung des ersten Schusses versucht, einen einigermassen Haltepunkt auf einem Ziel zu erraten, das unregelmaessig geformt ist, und im Zweifelsfalle auch noch rotiert.

Ich will nicht sagen, dass das Schiessen auf eine bewegte Scheibe auf einem Schiessstand einfach waere, nur entspricht der waagerechte Schuss auf einer vorher kalibrierte Entfernung nicht einer jagdlichen oder sonstigen Realitaet.

:top:

So ist es.

Ganz schlimm wird es , wenn diese "Scheibenlocher" im Hochgebirge jagen.

Dann treffen die nicht mal mehr den Berg, der sich 2500 Meter vor ihnen erhebt.

RDX
29.09.2008, 16:54
Auch wenn die rechtliche Definition hierzu in Deutschland wahrscheinlich anders ist, so ist das Combatschiessen mit Faustfeuerwaffen etwas voellig anderes, als was ich vorgestern gemacht habe. Beim Combatschiessen bleibt man eigentlich nie voellig stehen, sondern schiesst, wenn man gerade zwei Beine auf dem Boden hat.

Sach ich doch, gell.

RDX
29.09.2008, 16:56
Im freiheitlich demokratischen Deutschland ist mir keine Schießanlage bekannt in welcher mir als Normalbürger das Combat-Schießen erlaubt wäre. ;(

Mir auch nicht.

Polizei und Sicherheitskräften merkwürdigerweise schon.

Haspelbein
29.09.2008, 16:58
Will man so etwas bei uns in Deutschland als Sport betreiben, und ich meine damit wirklich Hobby und Sport, dann sieht das so aus:
http://www.germanft.com/WELCOME.html

Mehr ist bei und nicht drinnen, was Schießen in der Natur angeht.

Aber um ganz ehrlich zu sein, man kann mit dem Luftgewehr vieles lernen. Jedoch weiss man damit leider immer noch nicht, wie sich eigene Jagdmunition unter gewissen Winkeln verhaelt.

Ansonsten koennte ich mir das im Link beschriebene Schiessen als sehr interessant vorstellen.

Haspelbein
29.09.2008, 17:03
:top:

So ist es.

Ganz schlimm wird es , wenn diese "Scheibenlocher" im Hochgebirge jagen.

Dann treffen die nicht mal mehr den Berg, der sich 2500 Meter vor ihnen erhebt.

Ich hatte mal das Vergnuegen in einer Region zu schiessen, die man im Deutschen wohl als Mittelgebirge bezeichnen wuerde. Ein Kumpel von mir besass hier eine recht grosse Flaeche, die mehrere Berge einschloss. Der Pflanzenbewuchs war steppenhaft, und jeder Einschlag eines Schusses resultierte in einer Staubwolke.

Ich konnte in dem Gelaende frei ausprobieren, wie weit ich bei einem Winkel ueber- oder unterhalten musste. Um ganz ehrlich zu sein haette ich mich nach vollzogener Uebung immer noch nicht ganz getraut, in dem Gelaende zu jagen.

Haspelbein
29.09.2008, 17:05
Sach ich doch, gell.

Natuerlich. Interessant sind auch Nahkampfuebungen, bei denen man mit einer Hand auf das Ziel schlaegt, mit der anderen zieht und Deutschuesse abgibt, und sich dabei rueckwaerst bewegt, um auf die fuer den effektiven Einsatz der Schusswaffe notwendige Distanz zu kommen.

Macht man das falsch, so jagd man sich selbst eine Kugel in den linken Arm.

RDX
29.09.2008, 17:12
Ich hatte mal das Vergnuegen in einer Region zu schiessen, die man im Deutschen wohl als Mittelgebirge bezeichnen wuerde. Ein Kumpel von mir besass hier eine recht grosse Flaeche, die mehrere Berge einschloss. Der Pflanzenbewuchs war steppenhaft, und jeder Einschlag eine Schusses resultierte in einer Staubwolke.

Ich konnte in dem Gelaende frei ausprobieren, wie weit ich bei einem Winkel ueber- oder unterhalten musste. Um ganz ehrlich zu sein haette ich mich nach vollzogener Uebung immer noch nicht ganz getraut, in dem Gelaende zu jagen.

Im Gebirge den Haltepunkt seiner Waffe zu finden ist nicht einfach.

In der Jagdausbildung wurde mir gesagt: " ob bergrauf oder bergrunter, halte immer drunter."

Im Gebirge über 1000 Meter ist die Luft viel dünner als im Flachland , sodass der Luftwiderstand geringer ist, und gleichzeitig kann man als Schütze die ballistische Kurve des Geschosses schlechter einschätzen.

Am Besten ist es, die Büchse extra für die Jagd im Gebirge, an Ort und Stelle, einzuschießen.

Haspelbein
29.09.2008, 17:19
[...]
Am Besten ist es, die Büchse extra für die Jagd im Gebirge, an Ort und Stelle, einzuschießen.

Definitiv. Oftmals ist auch die Temperatur eine ganze andere als die, bei der man das Gewehr eingeschossen hat.

Allerdings, allein um das Wild nicht aus solchen Regionen schleppen zu muessen, werde ich erst einmal von der Jagd im Hochgebirge absehen. ;)

P.S.: Ich habe bei meinen Uebungen auch einmal mit einer SKS (7.62x39mm) einen Hang hinauf geschossen. Es war geradezu lachhaft, was ich in dem Kaliber drueberhalten musste.

Misteredd
29.09.2008, 17:22
Definitiv. Oftmals ist auch die Temperatur eine ganze andere als die, bei der man das Gewehr eingeschossen hat.

Allerdings, allein um das Wild nicht aus solchen Regionen schleppen zu muessen, werde ich erst einmal von der Jagd im Hochgebirge absehen. ;)

Wieso - bergab geht das gut!



Ansonsten :


http://www.argoatv.de/

Haspelbein
29.09.2008, 17:25
Wieso - bergab geht das gut!



Ansonsten :


http://www.argoatv.de/

Wenn das mit dem ATV geht, dann ist das gut. Leider war das in Kalifornien aus Umweltschutgruenden so gut wie nie erlaubt. Die "alte Sau" dann mit zwei Mann aus dem Tal bis zu einer Sandpiste zu zerren war eine Schweinearbeit.

Misteredd
29.09.2008, 17:30
Wenn das mit dem ATV geht, dann ist das gut. Leider war das in Kalifornien aus Umweltschutgruenden so gut wie nie erlaubt. Die "alte Sau" dann mit zwei Mann aus dem Tal bis zu einer Sandpiste zu zerren war eine Schweinearbeit.

http://www.lima-wiederladetechnik.de/6,5-mm/Bilder/Bock,Goas,Kitz,Wemeteigen-W-V.jpg

Haspelbein
29.09.2008, 17:37
http://www.lima-wiederladetechnik.de/6,5-mm/Bilder/Bock,Goas,Kitz,Wemeteigen-W-V.jpg

Je nachdem was du erlegst, oder wie oft man den Hang rauf- und runterkraxelt, sieht das weniger froehlich aus. :D

RDX
29.09.2008, 17:50
Je nachdem was du erlegst, oder wie oft man den Hang rauf- und runterkraxelt, sieht das weniger froehlich aus. :D

Die Gams wiegt doch aufgebrochen nur gut 30 kg ,wenn überhaupt.

Bei einem amerikanischen dallsheep oder antelope sieht die Sache schon anders aus.

Haspelbein
29.09.2008, 18:05
Die Gams wiegt doch aufgebrochen nur gut 30 kg ,wenn überhaupt.

Bei einem amerikanischen dallsheep oder antelope sieht die Sache schon anders aus.

Durchaus. Ich musste mich halt nur mit dem Schwarzwild in Kalifornien abgeben. Die Berge in der Kuestenregion sind nicht so hoch, aber 300 Pfund, also um die 135 kg koennen die Keiler dort schon wiegen.

RDX
29.09.2008, 18:12
Durchaus. Ich musste mich halt nur mit dem Schwarzwild in Kalifornien abgeben. Die Berge in der Kuestenregion sind nicht so hoch, aber 300 Pfund, also um die 135 kg koennen die Keiler dort schon wiegen.

Viel schwerer wird das deutsche Schwarzwild in der Regel auch nicht

Das stärkste Stück , das ich erlegt habe, wog auch ungefähr soviel.

Auf dem Balkan können Sauen bis zu 350 kg aufgebrochen!!! wiegen .

Erlegte "deutsche" Sauen, die mehr als 150 kg wiegen, werden dann oft samt Jäger in deutschen Jagdzeitschriften veröffentlicht.

Haspelbein
29.09.2008, 18:21
Viel schwerer wird das deutsche Schwarzwild in der Regel auch nicht

Das stärkste Stück , das ich erlegt habe, wog auch ungefähr soviel.[...]

Ja, das ist auch hier schon ein recht grosses Tier. Ich hatte es als Beispiel genommen, was so ein Keiler in Kalifornien wiegen kann. Es gab schon groessere Exemplare, aber dann eher weiter oestlich in den USA.



Auf dem Balkan können Sauen bis zu 350 kg aufgebrochen!!! wiegen .

Erlegte "deutsche" Sauen, die mehr als 150 kg wiegen, werden dann oft samt Jäger in deutschen Jagdzeitschriften veröffentlicht.

Das ist hier aehnlich. Aber wie schon gesagt: Der Abtransport resultiert nicht unbedingt in dem gleichen Freudestrahlen wie das Foto mit dem Abschuss. ;)

Misteredd
29.09.2008, 20:34
Je nachdem was du erlegst, oder wie oft man den Hang rauf- und runterkraxelt, sieht das weniger froehlich aus. :D

Das weiß ich!

Das war auch nur Frotzelei!

McDuff
30.09.2008, 05:31
Es empfielt sich zur Übung auf den Kipphasen, Tontauben und die laufende Keilerscheibe zu schießen. Das ist so die einzige Trainingsmöglichkeit für Jäger die ich kenne.

franjo
30.09.2008, 06:25
Also auf Rehwild hätte ich kein schlechtes Gewissen. Was die Skandinavier allerdings veranstalten.. naja! Möchte nicht wissen, was da alles krankgeschossen wird.

Nochmal zu dem Kaliber 6,5, das die Schweden so gerne einsetzen.
Wie Du schon schreibst, hätte auch ich keine Bedenken mit diesem Kaliber auf Rehwild zu gehen. Größeres Wild, in Schweden nicht selten Elch, wird anders gejagt als wir hier in D das kennen.
Da Elche ein relativ kleines Herz im Verhältnis zum restlichen Körper haben, und es zudem sehr tief im Vorderkörper liegt, schießt man nicht selten bewust auf den Bereich Herz/Lunge/obere Wirbelsäule. Die bemühten Vollkupfergeschosse bringen reichlich Energie in die Lunge, und das Tier ist nicht als "kritisch krankgeschossen" anzusehen. Nach ein paar Metern knickt es in der Regel ein, falls die Lunge getroffen ist. Falls Kammer richtig, oder Wirbelsäule getroffen sind, ist eh klar dasser liegt.
Außerdem ist bei unseren schwedischen Nachbarn der Hals und der Kopfschuss beliebt.
Das ist bei uns fast nur noch den älteren Jägern geläufig, dabei reicht das scheinbar kleine Kaliber 6,5 natürlich auch reichlich.

Leider finde ich gerade keinen gescheiten Link zu dem Thema, aber vielleicht kennt der eine oder andere von euch einen Jäger, der schon auf Elche war, oder Haspelbein einen, der auf Moose jagte.

franjo

franjo
30.09.2008, 06:32
Es empfielt sich zur Übung auf den Kipphasen, Tontauben und die laufende Keilerscheibe zu schießen. Das ist so die einzige Trainingsmöglichkeit für Jäger die ich kenne.

Und wie ich finde, nicht die schlechteste. Wer reichlich auf den laufenden Keiler schießt, lernt sehr wohl bewegliche Ziele zu treffen. Und natürlich mit seinen Waffen umzugehen.
Kipphase und Tontaube sind Geschmackssache, das sollte jeder selbst wissen.
Ich persönlich schieße nur sehr ungern Schrot.
Warum das jagen bewegter Ziele nicht waidgerecht sein soll verschließt sich mir übrigens.
Bei einer Pirsch schieße ich regelmäßig auf sich bewegende Ziele, und das ist weder verboten, noch irgendwie verrufen.
Man sollte das nicht mit der Warnung verwechselen, ein Revier nicht kaputt zu pirschen. Bei unseren relativ kleinen Revieren in D merkt das Wild sehr schnell, wo viel gepirscht wird, und ich habe schon manches wildarme Revier gesehen.

franjo

Igel
30.09.2008, 06:39
Man muss sie jedoch auch einfordern. In der Stadt Northwood in Ohio hatten vor kurzer Zeit ein paar Polizisten einem Mann seinen Fuehrerschein zerissen, nachdem er beim Besuch einer Tankstelle offen eine Schusswaffe trug, was nach geltendem Recht in Ohio erlaubt ist. (Die Polizei war anderer Meinung, konnte letztendlich aber wenig machen.)

Die Polizei befragte weiterhin die Angestellte der Tankstelle, ob der Mann sie belaestigt, oder sie Angst vor ihm habe. Darauf meinte die Frau, dass sie sich ueber ihn freue, da die Polizei eh nie vorbei kaeme, und er ihr ein Gefuehl der Sicherheit gaebe. :D

Spaeter hat dann eine lokale Lobbyistengruppe einen bewaffneten Protestmarsch veranstaltet. Als sie die Polizeistation erreichten, fanden sie diese verlassen vor. Wie man nachtraeglich erfuhr, war die Polizei vor der furchterregenden Gruppe (http://www.ohioccw.org/content/view/4067/53/) geflohen. ;)

Ein paar Freunde von mir haben an diesem Protestmarsch teilgenommen.

was fuer ein einseitiger quatsch.

Thauris
30.09.2008, 07:25
http://www.lima-wiederladetechnik.de/6,5-mm/Bilder/Bock,Goas,Kitz,Wemeteigen-W-V.jpg


Tolle Aufnahme - ist das ein Schweißhund?

Stadtknecht
30.09.2008, 08:27
Tolle Aufnahme - ist das ein Schweißhund?

Uhhh, die Hose sieht aber extra kratzig aus.

Der Hund dürfte ein bayrischer Gebirgsschweißhund sein, ein Jäger, der auf unserem Stand zum Schießen kommt, hat auch so einen.

Rundherum ein sehr schönes Foto.

Haaach, ich will auch wieder in die Berge.

Stadtknecht
30.09.2008, 08:32
Nochmal zu dem Kaliber 6,5, das die Schweden so gerne einsetzen.
Wie Du schon schreibst, hätte auch ich keine Bedenken mit diesem Kaliber auf Rehwild zu gehen. Größeres Wild, in Schweden nicht selten Elch, wird anders gejagt als wir hier in D das kennen.
Da Elche ein relativ kleines Herz im Verhältnis zum restlichen Körper haben, und es zudem sehr tief im Vorderkörper liegt, schießt man nicht selten bewust auf den Bereich Herz/Lunge/obere Wirbelsäule. Die bemühten Vollkupfergeschosse bringen reichlich Energie in die Lunge, und das Tier ist nicht als "kritisch krankgeschossen" anzusehen. Nach ein paar Metern knickt es in der Regel ein, falls die Lunge getroffen ist. Falls Kammer richtig, oder Wirbelsäule getroffen sind, ist eh klar dasser liegt.
Außerdem ist bei unseren schwedischen Nachbarn der Hals und der Kopfschuss beliebt.
Das ist bei uns fast nur noch den älteren Jägern geläufig, dabei reicht das scheinbar kleine Kaliber 6,5 natürlich auch reichlich.

Leider finde ich gerade keinen gescheiten Link zu dem Thema, aber vielleicht kennt der eine oder andere von euch einen Jäger, der schon auf Elche war, oder Haspelbein einen, der auf Moose jagte.

franjo

Ist es möglich, durch Wiederladen eine Patrone zu fertigen, die den ballistischen Anforderungen der Elchjagdd entspricht?

Etwa durch Verwendung von einer großen Menge langsam abbrennenden Pulvers und eines schweren jagdlichen Geschosses?

So weit ich das verstanden habe. läßt etwa der "Schwedenmauser" Kemira N 160 und 160 Grain-Geschosse zu.

Das müßte doch ausreichen, oder?

Stadtknecht
30.09.2008, 08:43
Im freiheitlich demokratischen Deutschland ist mir keine Schießanlage bekannt in welcher mir als Normalbürger das Combat-Schießen erlaubt wäre. ;(

Ich war letztens als Gast auf dem Schießstand der Polizei.
Dort durfte ich mit der MP 5 und der P99 schießen, was mir großen Spaß gemacht hat.

Auch durfte ich eine Trainingseinheit der Polizei beobachten.

Die haben ein Schießkino, in dem verschiedene polizeiliche Situationen, in denen der Schußwaffengebrauch notwendig ist, durchgespielt.

So wird etwa die Situation durchgespielt, daß nach einer Verfolgungsfahrt ein Auto angehalten wird.
Die Poliszisten fordern die Insassen zum Aussteigen auf, wobei sie die Hand an der geholsterten Waffe haben.

Der Fahrer steigt mit erhobenen Händen aus, der Beifahrer zieht eine Waffe.
Also wird auf den Beifahrer geschossen.

Die Polizisten können das ziemlich gut, soweit ich das als Schießnovize beurteilen kann.

Wobei mir aufgefallen ist, daß ältere Polizisten eine andere Schießhaltung favorisieren als jüngere. Das liegt offenbar nicht an der altersbedingten Gebrechlichkeit, sondern es wurde früher eine andere Haltung gelehrt.

franjo
30.09.2008, 09:39
Zündsystem Zentralfeuer
Hülsenlänge 55,00 mm
Geschossdurchmesser 6,70 mm
Geschossgewicht 9,1 Gramm
Vo 793 m
Eo 2852 Joule
Gasdruck

Das sind wenn ich richtig liege 156 grain.
Ich bin aber kein großer Ballistiker und gar kein Wiederlader.
Ich glaube zu wissen, daß die Schweden, mit denen ich unterwegs war derartige Standartmunition schossen, ich meine sogar mit S&B, die sind etwas leichter und mit einer Hohlspitze versehen (6,5x55, Barnes Triple Shockx-Buillit sollten es gewesen sein).


Auf dieser Seite etwa in der Mitte findet man schöne Beschreibungen auch zur Elchjagd.

http://www.lima-wiederladetechnik.de/Patronen/6,5x55.htm

franjo

Thauris
30.09.2008, 09:48
Uhhh, die Hose sieht aber extra kratzig aus.

Der Hund dürfte ein bayrischer Gebirgsschweißhund sein, ein Jäger, der auf unserem Stand zum Schießen kommt, hat auch so einen.

Rundherum ein sehr schönes Foto.

Haaach, ich will auch wieder in die Berge.


Ich bin hoffentlich und so alles gut geht, bald dort :]

Stadtknecht
30.09.2008, 10:08
Ich bin hoffentlich und so alles gut geht, bald dort :]

Wo denn genau?

Zum Wandern, zum Jagen oder einfach nur so?

:wink:

Stadtknecht
30.09.2008, 10:11
Zündsystem Zentralfeuer
Hülsenlänge 55,00 mm
Geschossdurchmesser 6,70 mm
Geschossgewicht 9,1 Gramm
Vo 793 m
Eo 2852 Joule
Gasdruck

Das sind wenn ich richtig liege 156 grain.
Ich bin aber kein großer Ballistiker und gar kein Wiederlader.
Ich glaube zu wissen, daß die Schweden, mit denen ich unterwegs war derartige Standartmunition schossen, ich meine sogar mit S&B, die sind etwas leichter und mit einer Hohlspitze versehen (6,5x55, Barnes Triple Shockx-Buillit sollten es gewesen sein).


Auf dieser Seite etwa in der Mitte findet man schöne Beschreibungen auch zur Elchjagd.

http://www.lima-wiederladetechnik.de/Patronen/6,5x55.htm

franjo

Also diese Seite ist mir zu spezifisch, ich habe nichts von dem was da steht verstanden.

Thauris
30.09.2008, 10:17
Wo denn genau?

Zum Wandern, zum Jagen oder einfach nur so?

:wink:


Zum leben ;)

Stadtknecht
30.09.2008, 10:20
Zum leben ;)

Gleich platze ich vor Neid!

Wohnin denn genau?

franjo
30.09.2008, 10:22
Also diese Seite ist mir zu spezifisch, ich habe nichts von dem was da steht verstanden.

Na dafür hast Du den Lesern vorhin zügig die Grains und das Pulver um die Ohren gedroschen.;)

Ich meinte nicht die Ballistikdaten, die kann ich ohne entsprechende Unterstützung auch nicht endlich auswerten. Weiter unten, auf der Auswahlseite zu 6,5x55 findest Du Anwendungsbeschreibungen.

Ein Kommentator schreibt dort z.B. daß man mit der 6,5x55 einen Elch aus jedem Winkel mit einem Kammerschuß erlegen kann, vorausgesetzt man versucht es nicht durch das Waidloch. :D

Also ich finde derartiges amüsant.

franjo

franjo
30.09.2008, 10:25
Gleich platze ich vor Neid!

Wohnin denn genau?

Die Richtung wüßte ich auch gerne, um dann natürlich neidisch zu werden.
Ich hatte selbst vor etwa 22 Jahren vor nach Osttirol auszusiedeln. Nachdem ich erkannte, daß es dort eher schwieriger ist vernünftig zu leben als in D bin ich nach einem 3/4 Jahr zurückgekehrt.
Es war trotzdem eine sehr schöne Zeit.

Erzähl mal ein bischen was.

franjo

Stadtknecht
30.09.2008, 10:38
Na dafür hast Du den Lesern vorhin zügig die Grains und das Pulver um die Ohren gedroschen.;)

Ich meinte nicht die Ballistikdaten, die kann ich ohne entsprechende Unterstützung auch nicht endlich auswerten. Weiter unten, auf der Auswahlseite zu 6,5x55 findest Du Anwendungsbeschreibungen.

Ein Kommentator schreibt dort z.B. daß man mit der 6,5x55 einen Elch aus jedem Winkel mit einem Kammerschuß erlegen kann, vorausgesetzt man versucht es nicht durch das Waidloch. :D

Also ich finde derartiges amüsant.

franjo

Nun, ich bin Schießsporteinsteiger und habe den einen oder anderen Begriff hinsichtlich des Wiederladens und der Ballistik schon gehört oder nachgelesen.

Ob man mit der 6,5 X 55 einen Elch erlegen kann ohne ihm unnötiges Leid zu zufügen oder ob man sich eine dafür geeignete Patrone selbst zusammenbasteln kann, kann ich nicht beurteilen, da es mir an Fachwissen fehlt.

So weit ich weiß, sind Elche etwa so groß wie Pferde und da braucht es vermutlich schon ein anständiges Kaliber um einen schnellstmöglich zu töten.

Stadtknecht
30.09.2008, 10:39
Die Richtung wüßte ich auch gerne, um dann natürlich neidisch zu werden.
Ich hatte selbst vor etwa 22 Jahren vor nach Osttirol auszusiedeln. Nachdem ich erkannte, daß es dort eher schwieriger ist vernünftig zu leben als in D bin ich nach einem 3/4 Jahr zurückgekehrt.
Es war trotzdem eine sehr schöne Zeit.

Erzähl mal ein bischen was.

franjo

Wo genau ist denn Osttirol?

Ich kenne Tirol und Südtirol, sowie Kärnten vom Urlaub her.

Misteredd
30.09.2008, 10:46
Tolle Aufnahme - ist das ein Schweißhund?

Das müsste eine Bracke sein. Die Größe kann ich nicht wirklich abschätzen.

Stadtknecht
30.09.2008, 10:54
Das müsste eine Bracke sein. Die Größe kann ich nicht wirklich abschätzen.

Den Begriff "Bracke" kenne ich nur als seitliche Ladeflächenbegrenzungsklappe an LKW`s.

Thauris
30.09.2008, 10:58
Gleich platze ich vor Neid!

Wohnin denn genau?

http://www.berchtesgadener-land.com/www/live/wwwnavi/parser,id,10,nodeid,.html

McDuff
30.09.2008, 11:01
Nochmal zu dem Kaliber 6,5, das die Schweden so gerne einsetzen.
Wie Du schon schreibst, hätte auch ich keine Bedenken mit diesem Kaliber auf Rehwild zu gehen. Größeres Wild, in Schweden nicht selten Elch, wird anders gejagt als wir hier in D das kennen.
Da Elche ein relativ kleines Herz im Verhältnis zum restlichen Körper haben, und es zudem sehr tief im Vorderkörper liegt, schießt man nicht selten bewust auf den Bereich Herz/Lunge/obere Wirbelsäule. Die bemühten Vollkupfergeschosse bringen reichlich Energie in die Lunge, und das Tier ist nicht als "kritisch krankgeschossen" anzusehen. Nach ein paar Metern knickt es in der Regel ein, falls die Lunge getroffen ist. Falls Kammer richtig, oder Wirbelsäule getroffen sind, ist eh klar dasser liegt.
Außerdem ist bei unseren schwedischen Nachbarn der Hals und der Kopfschuss beliebt.
Das ist bei uns fast nur noch den älteren Jägern geläufig, dabei reicht das scheinbar kleine Kaliber 6,5 natürlich auch reichlich.

Leider finde ich gerade keinen gescheiten Link zu dem Thema, aber vielleicht kennt der eine oder andere von euch einen Jäger, der schon auf Elche war, oder Haspelbein einen, der auf Moose jagte.

franjo


Bei den nordischen Jägern bin ich mir nicht sicher, daß sie das KJG verwenden. Ich hörte da eher daß sogar alte Militärmun. verwendet wird. Das halte ich für mehr als bedenklich. Der Trägerschuss wird heute nicht gerne gesehen, waren wohl ein paar Nachsuchen zuviel.

Thauris
30.09.2008, 11:01
Den Begriff "Bracke" kenne ich nur als seitliche Ladeflächenbegrenzungsklappe an LKW`s.


Ich hab mich mal schlau gemacht - es ist ein bayrischer Gebirgsschweisshund - die Züchtung entstand aus der Kreuzung von Schweißhund und der einheimischen Bracke.


http://de.wikipedia.org/wiki/Bayerischer_Gebirgsschwei%C3%9Fhund


also dem

http://www.expert-dog-training.com/DogPics/DeutscheBracke.jpg

und dem

http://www.vdh.de/media/lexikon/235/hannoverscher_schweisshund_bild_neu.jpg

Stadtknecht
30.09.2008, 11:04
http://www.berchtesgadener-land.com/www/live/wwwnavi/parser,id,10,nodeid,.html

Herrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrlic h! :]

Thauris
30.09.2008, 11:07
Herrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrlic h! :]


Kann man wohl sagen - es hat wunderschöne Ecken dort. Ich hab das Gebiet lange Zeit zu Fuss erkundet!

franjo
30.09.2008, 11:10
Wo genau ist denn Osttirol?

Ich kenne Tirol und Südtirol, sowie Kärnten vom Urlaub her.

München vorbei ins Inntal, Kitzbühl, Mittersil, Felbertauerntunnel durch in Richtung Lienz.
Eine der schönsten Gegenden Österreichs, Klimatischer Einfluß vom Süden, das bedeuted im Sommer fast Mittelmeerklima, im Winter Schnee satt (in der Regel).
Außerdem gibt es dort die Hohen Tauern, und die Glocknergruppe. Höher geht es in Österreich nicht. Einfach traumhaft, leider nicht ganz unkompliziert und durchaus teurer als in D.

Wegen dem Kaliber für Elche, ich empfahl deshalb die Berichte in dem Beitrag, weil die sehr aufschlussreich sind, da braucht man nichts zu beurteilen, das liest sich glaubhaft. Zumal ich die in der Regel erreichte Energie und andere Daten beifügte.

Früher hat man Pferde übrigens ganz gerne mit einer 6.35 einen Gnadenschuss verpasst. Damals ~1970 hatte man noch ein anderes Verhältniss zu Nutztieren, und verzichtete auch mal auf einen Tierarzt, wenn man die Arbeit selbst erledigen konnte.
Was heute mit einer leichten Anesthesie und weiterführendem bla....bla....gemacht wird, wurde mit dem damals gebräuchlichen Polizeikaliber erledigt.
Ich war übrigens oft genug dabei, und es mußte kein Tier leiden.
Jetzt vergleiche bitte die ballistischen Daten der 6,35/25 ACP mit denen der 6,5x55, dann sollte klar werden, was ich meine.

franjo

Stadtknecht
30.09.2008, 11:13
Kann man wohl sagen - es hat wunderschöne Ecken dort. Ich hab das Gebiet lange Zeit zu Fuss erkundet!

Macht Dir das eigentlich Spaß, mich so zu quälen? X(

Machst mir den Mund wäßrig mit schönen Bildern aus dem Berchtesgadener Land und unsereiner schaut aus dem Fenster, sieht den Dauerregen und ärgert sich! X(

Misteredd
30.09.2008, 11:17
Den Begriff "Bracke" kenne ich nur als seitliche Ladeflächenbegrenzungsklappe an LKW`s.

Bracken sind die Urform der Jagdhunde. Sie haben einen gedrungenderen Körperbau und kürzere Beine, als normale Jagdhunde. Sie gelten als enorm ausdauernd und zäh, deshalb eignen sie sich als Schweisshund.

Der bekannteste Vertreter ist der Beagle.

Der Hund auf dem Foto könnte eine Tiroler Bracke sein.

Thauris
30.09.2008, 11:19
Bracken sind die Urform der Jagdhunde. Sie haben einen gedrungenderen Körperbau und kürzere Beine, als normale Jagdhunde. Sie gelten als enorm ausdauernd und zäh, deshalb eignen sie sich als Schweisshund.

Der bekannteste Vertreter ist der Beagle.

Der Hund auf dem Foto könnte eine Tiroler Bracke sein.


Richtig!

Thauris
30.09.2008, 11:20
Macht Dir das eigentlich Spaß, mich so zu quälen? X(

Machst mir den Mund wäßrig mit schönen Bildern aus dem Berchtesgadener Land und unsereiner schaut aus dem Fenster, sieht den Dauerregen und ärgert sich! X(


Zieh halt hin - als Stadtknecht findest Du auch dort Dein Auskommen ;)

Misteredd
30.09.2008, 11:21
Richtig!

Der Bayrische Schweisshun geht auch. Ich kann nich wirklich erkennen, wie groß der Hund ist.

Nach dem Aussehen, dem Fell und der Farbe gehen beide.

Thauris
30.09.2008, 11:23
Der Bayrische Schweisshun geht auch. Ich kann nich wirklich erkennen, wie groß der Hund ist.

Nach dem Aussehen, dem Fell und der Farbe gehen beide.


Der Schweisshund hat grundsätzlich eine schwarze Maske.

Stadtknecht
30.09.2008, 11:29
München vorbei ins Inntal, Kitzbühl, Mittersil, Felbertauerntunnel durch in Richtung Lienz.
Eine der schönsten Gegenden Österreichs, Klimatischer Einfluß vom Süden, das bedeuted im Sommer fast Mittelmeerklima, im Winter Schnee satt (in der Regel).
Außerdem gibt es dort die Hohen Tauern, und die Glocknergruppe. Höher geht es in Österreich nicht. Einfach traumhaft, leider nicht ganz unkompliziert und durchaus teurer als in D.

Wegen dem Kaliber für Elche, ich empfahl deshalb die Berichte in dem Beitrag, weil die sehr aufschlussreich sind, da braucht man nichts zu beurteilen, das liest sich glaubhaft. Zumal ich die in der Regel erreichte Energie und andere Daten beifügte.

Früher hat man Pferde übrigens ganz gerne mit einer 6.35 einen Gnadenschuss verpasst. Damals ~1970 hatte man noch ein anderes Verhältniss zu Nutztieren, und verzichtete auch mal auf einen Tierarzt, wenn man die Arbeit selbst erledigen konnte.
Was heute mit einer leichten Anesthesie und weiterführendem bla....bla....gemacht wird, wurde mit dem damals gebräuchlichen Polizeikaliber erledigt.
Ich war übrigens oft genug dabei, und es mußte kein Tier leiden.
Jetzt vergleiche bitte die ballistischen Daten der 6,35/25 ACP mit denen der 6,5x55, dann sollte klar werden, was ich meine.

franjo

Ist das die Gegend um Mauterndorf und Obertauern?
Da war ich mal zum Skifahren und angesichts der Preise in Obertauern ist mir der Kiefer runtergeklappt!
Aber die Landschaft ist wirklich sehr schön.
Im Winter findet dort ein Bllonfahrertreffen statt, das sehr schön anzusehen ist.


Einem Pferd mit einer 6,35 / 25 ACP den Gnadenschuß zu geben, halte ich nicht nur für sadistisch, sondern auch für unmöglich.
Denn daß ein Geschoß mit einer E0 von 90 Joule den Schädel eines Pferdes durchdringt wage ich in Abrede zu stellen.

Kann es sein, daß Du die 6,35 mit der 7,65 Browning ( .32 ACP ) verwechselst?

Diese wurde früher bei der Polizei NRW in der Walther PPK verwendet und hat eine E0 von 220 J.

Stadtknecht
30.09.2008, 11:29
Zieh halt hin - als Stadtknecht findest Du auch dort Dein Auskommen ;)

Na ja, das wage ich zu bezweifeln.

franjo
30.09.2008, 11:37
Bei den nordischen Jägern bin ich mir nicht sicher, daß sie das KJG verwenden. Ich hörte da eher daß sogar alte Militärmun. verwendet wird. Das halte ich für mehr als bedenklich. Der Trägerschuss wird heute nicht gerne gesehen, waren wohl ein paar Nachsuchen zuviel.

Ich kann nur schreiben, was ich gesehen habe. Das hat für mich einen anderen Stellenwert, als das, was ich erzählt bekomme ;-)
Der Hauptgrund vernünftige Munition zu benutzen liegt darin, das Fleisch verwerten zu können.
Schweißt man einen Elch an, z.B. durch einen Bauchschuß an, und der Elch ist unerheblich verletzt, riskiert man eine fast aussichtslose Nachsuche. Zum einen zieht ein verletzter Elch i.d.R. mit dem Wind, d.h. auch Hunde finden hier begrenzt Einsatz, zum anderen suchen sie sich unwegsames Gelände, wie z.B. Sümpfe, Moore oder Gewässer aus, um den Verfolgern zu entkommen.
Was ein Bauchschuss und eine lange Nachsuche für die Fleischqualität bedeuted brauchen wir hier hoffentlich nicht zu vertiefen.
Alleine aus diesem Grund wurde die Sclecht&Billig ;) verschossen.
Ich selbst bevorzuge auch die Kaliber .8x57, oder .308 wollte ja nur erzählen, daß ich es anders erlebt habe.

Erzählungen über den Trägerschuß, bzw. ob der gerne gesehen wird oder nicht führe ich zuweilen auf die Unkentiniss von Jungjägern und deren mangelnden Schießkentniss zurück.
Bei Rotwild, einen Trägerschuss, so wie man ihn klassisch ausführt, geht entweder vorbei, oder streift zumindest die Halswirbelsäule, das war es dann für das Stück, und das Wildpret ist weitestgehend unversehrt.
Bei Hochwild, mit breitem Hals ist zugegebenermaßen das Verletzen eier Schlagader möglich, was aber zu einem schnellen Ausbluten führt.
Das größte Problem dürfte sein, daß "Experten" versuchen einen Trägerschuss seitlich zu plazieren. Das ist Humbug. Wenn ein Stück so steht, wird auf die Kammer geschossen.
Das macht man von hinten, längs zum Träger, dann klappt das auch.
Das ist die Alternative zum ich glaube meine Kollegen nennen es Mexikaner.
Das ist tatsächlich ein Kammerschuss durch das Waidloch, mit natürlich entsprechender Munition, die eine hervorragende Tiefenwirkung zeigen muß.

franjo

franjo
30.09.2008, 11:48
Ist das die Gegend um Mauterndorf und Obertauern?
Da war ich mal zum Skifahren und angesichts der Preise in Obertauern ist mir der Kiefer runtergeklappt!
Aber die Landschaft ist wirklich sehr schön.
Im Winter findet dort ein Bllonfahrertreffen statt, das sehr schön anzusehen ist.


Einem Pferd mit einer 6,35 / 25 ACP den Gnadenschuß zu geben, halte ich nicht nur für sadistisch, sondern auch für unmöglich.
Denn daß ein Geschoß mit einer E0 von 90 Joule den Schädel eines Pferdes durchdringt wage ich in Abrede zu stellen.

Kann es sein, daß Du die 6,35 mit der 7,65 Browning ( .32 ACP ) verwechselst?

Diese wurde früher bei der Polizei NRW in der Walther PPK verwendet und hat eine E0 von 220 J.

Das da meine ich

http://de.wikipedia.org/wiki/Osttirol


Zu der 25 ACP, die meine ich schon, nur mit etwa 130J, und will dazusagen, daß man bei einem Pferd einen Kopfschuss etwas höher ansetzt, als bei anderen Huftieren. Kurz vor dem Ohrenansatz ist der Schädel am dünnsten (habe ich so gelernt, aber nie nachgesehen)
Ich war auch schon bei Halsschüssen dabei, da hat dieses Kaliber auch funktioniert.
Wesentlich bei der Auswahl waren Kaliber, die beim Aufprall auf den Stallboden (i.d.R.) Beton nicht zwingend querschlagen.
Jagdlich hin oder her, fiel mir gerade ein, daß ich auch schon dabei war, wenn rel. große Hausschweine mit 22lfb Büchsen erlegt wurden. Das geht auch, obwohl das Kaliber nicht so gewaltig, sondern nur schnell ist.

franjo

Stadtknecht
30.09.2008, 12:15
Das da meine ich

http://de.wikipedia.org/wiki/Osttirol


Zu der 25 ACP, die meine ich schon, nur mit etwa 130J, und will dazusagen, daß man bei einem Pferd einen Kopfschuss etwas höher ansetzt, als bei anderen Huftieren. Kurz vor dem Ohrenansatz ist der Schädel am dünnsten (habe ich so gelernt, aber nie nachgesehen)
Ich war auch schon bei Halsschüssen dabei, da hat dieses Kaliber auch funktioniert.
Wesentlich bei der Auswahl waren Kaliber, die beim Aufprall auf den Stallboden (i.d.R.) Beton nicht zwingend querschlagen.
Jagdlich hin oder her, fiel mir gerade ein, daß ich auch schon dabei war, wenn rel. große Hausschweine mit 22lfb Büchsen erlegt wurden. Das geht auch, obwohl das Kaliber nicht so gewaltig, sondern nur schnell ist.

franjo

Wie gesagt bin ich kein Waffenexperte, aber derartiges halte ich für unnötig grausam.

Thauris
30.09.2008, 12:19
Na ja, das wage ich zu bezweifeln.

Dort schaut's mit den Jobs noch ein wenig besser aus als hier bei uns in Hessen z.B.

Haspelbein
30.09.2008, 13:18
Wie gesagt bin ich kein Waffenexperte, aber derartiges halte ich für unnötig grausam.

Wenn das Wild liegt, ist es moeglich, mit fast jedem Kaliber einen Gnadenschuss zu geben. Es kommt hauptsaechlich auf die Plazierung an. Anders sieht es aus, wenn das Tier nur angeschossen ist, und man sich u.U. bei der Nachsuche auf eine Faustfeuerwaffe verlassen muss. Da wuerde ich ganz eindeutig groessere Kaliber vorziehen.

Haspelbein
30.09.2008, 13:24
was fuer ein einseitiger quatsch.

Sicherlich einseitig, da ich hier mit einer Buergerbewegung Lobbyarbeit betreibe. Fuer "Quatsch" halte ich es jedoch Buergerrechte keineswegs.

Haspelbein
30.09.2008, 13:28
Was die Elchjagd mit der Schwedenmauser angeht, so halte ich es durchaus fuer moeglich aber nicht ideal. Ich habe selbst nie Elche bejagdt, aber rein ballistisch ist das Kaliber fuer die noetige Eindringtiefe schnell genug, d.h. ein vernuenftiger Kammerschuss sollte auf jeden Fall moeglich sein.

Ein befreundeter Jaeger hingegen hat schlechte Erfahrungen mit langsamen Kalibern (.30-30) bei der Elchjagd gemacht, was ihm als Jugendlicher fast das Leben gekostet haette.

franjo
30.09.2008, 15:06
Wenn das Wild liegt, ist es moeglich, mit fast jedem Kaliber einen Gnadenschuss zu geben. Es kommt hauptsaechlich auf die Plazierung an. Anders sieht es aus, wenn das Tier nur angeschossen ist, und man sich u.U. bei der Nachsuche auf eine Faustfeuerwaffe verlassen muss. Da wuerde ich ganz eindeutig groessere Kaliber vorziehen.

So, oder zumindest so ähnlich war das auch gemeint. Ich wollte nur aufzeigen, was möglich ist. Viele Jäger, die ich kenne suchen mit der Büchse nach, was bei unseren ausgelichteten Wäldern oft gut möglich ist. Einige haben 9Para, ich bevorzuge wie erwähnt .357.
Am Samsag, früher Morgen kam mein Jagdgenosse das zweite mal in Bedrängnis, als seine 1911, in.45 Magazinmäßig versagte. Die Lippen des Magazins haben wohl eine große Toleranz, so daß es mit bestimmter Munition Probleme geben kann.
Er konnte noch schnell nachfassen und eine Überläuferbache, immerhin knapp über 30 KG mit dem Repetierer abfangen.
Knapp, das zeigt, daß noch der eine oder andere Parameter mit einfließt.

franjo

franjo
30.09.2008, 15:10
http://www.lima-wiederladetechnik.de/Patronen/30-30.htm

Das und die Zwischenbemerkungen sollten einiges bedeuten.

franjo

Haspelbein
30.09.2008, 15:17
http://www.lima-wiederladetechnik.de/Patronen/30-30.htm

Das und die Zwischenbemerkungen sollten einiges bedeuten.

franjo

Die Geschichte meines Bekannten verlieft so: Der Bekannte jagdte mit seinem Vater die hiesigen Elche (Moose). Der Vater und Sohn lauerten dem Elchbullen auf. Kurz bevor der Sohn mit seinem Unterhebelrepetierer zum Einsatz bringen konnte, drehte sich der Elch und kam auf die Jaeger zu. Der Sohn feuerte in traf den Elch zwischen den Schaufeln, ohne dass der Schuss groessere Schaeden verursachte oder den Elch aufhielt. Der Vater feuerte ueber den Sohn hinweg mit seiner 7.92x57mm Mauser und stoppte den Elch.

Haspelbein
30.09.2008, 15:22
So, oder zumindest so ähnlich war das auch gemeint. Ich wollte nur aufzeigen, was möglich ist. Viele Jäger, die ich kenne suchen mit der Büchse nach, was bei unseren ausgelichteten Wäldern oft gut möglich ist. Einige haben 9Para, ich bevorzuge wie erwähnt .357.
Am Samsag, früher Morgen kam mein Jagdgenosse das zweite mal in Bedrängnis, als seine 1911, in.45 Magazinmäßig versagte. Die Lippen des Magazins haben wohl eine große Toleranz, so daß es mit bestimmter Munition Probleme geben kann.
Er konnte noch schnell nachfassen und eine Überläuferbache, immerhin knapp über 30 KG mit dem Repetierer abfangen.
Knapp, das zeigt, daß noch der eine oder andere Parameter mit einfließt.

franjo

Das Magazin ist tatsaechlich bei den meisten Selbstladern der schwaechste Punkt und die haeufigste Fehlerquelle. Gerade dieses Wochenende hatte ich mit einem neuen Magazin ein Problem, dass ich zum ersten Mal auf volle Kapazitaet geladen hatte.

Was den Kollegen mit der 1911 angeht, hatte er die 1911 nicht durchgeladen, vorgespannt und gesichtert im Holster gehabt? Die Pistole ist eigentlich darauf ausgelegt, genau in dieser Form getragen zu werden.

franjo
30.09.2008, 15:59
Das Magazin ist tatsaechlich bei den meisten Selbstladern der schwaechste Punkt und die haeufigste Fehlerquelle. Gerade dieses Wochenende hatte ich mit einem neuen Magazin ein Problem, dass ich zum ersten Mal auf volle Kapazitaet geladen hatte.

Was den Kollegen mit der 1911 angeht, hatte er die 1911 nicht durchgeladen, vorgespannt und gesichtert im Holster gehabt? Die Pistole ist eigentlich darauf ausgelegt, genau in dieser Form getragen zu werden.

Rumgefummele Vorort, aufgebaumt, hingefallen, auf die Pistole gefallen.
Anschließend Pistole "Sicherheit hergestellet"und im Rucksack verstaut.
Angesessen, Anblick gehabt, sorgfältig gezielt, schlecht getroffen, abgebaumt.............................usw......... worst case, Regenwetter, erster Fangschuß reichte nicht, weil daneben, Dunkelheit........usw.........

Ich habe ihm schon oft gepredigt, daß es gut ist immer Mal im Jagdclub zu schießen (Schießstand), sich mit seiner Waffe vertrauter zu machen, aber erzähle mal einem Mittfünfziger was. ;) Die haben schon alles erlebt, kennen sich aus.............dann kommt so einer wie ich, jung, unerfahren................und der Alte lernt dazu.:D

franjo

Haspelbein
30.09.2008, 16:32
Rumgefummele Vorort, aufgebaumt, hingefallen, auf die Pistole gefallen.
Anschließend Pistole "Sicherheit hergestellet"und im Rucksack verstaut.
Angesessen, Anblick gehabt, sorgfältig gezielt, schlecht getroffen, abgebaumt.............................usw......... worst case, Regenwetter, erster Fangschuß reichte nicht, weil daneben, Dunkelheit........usw.........

Ich habe ihm schon oft gepredigt, daß es gut ist immer Mal im Jagdclub zu schießen (Schießstand), sich mit seiner Waffe vertrauter zu machen, aber erzähle mal einem Mittfünfziger was. ;) Die haben schon alles erlebt, kennen sich aus.............dann kommt so einer wie ich, jung, unerfahren................und der Alte lernt dazu.:D

franjo

Ich hoffe, dass er gelernt hat, denn allein schon die Zeilen "auf die Pistole gefallen, 'Sicherheit hergestellt'" lassen mich gruseln.

franjo
30.09.2008, 16:36
Ich hoffe, dass er gelernt hat, denn allein schon die Zeilen "auf die Pistole gefallen, 'Sicherheit hergestellt'" lassen mich gruseln.

Mich auch ab und zu, wobei Sicherheit hergestellt bedeuted, Pistole entladen, entspannt und verpackt.
Hinfallen passiert nachts schon mal, zumindest selten.

Ich sage nur, "mit einem Revolver wäre das so nicht passiert" ;)

Nach Schnaps roch er nicht, das hatte ich auf anderen Veranstaltungen, mit anderen Leuten schon, da wurde mir Angst und Bange.
Saufen, und bewuster Umgang mit Waffen sind in der Regel zwei Welten.

franjo

Haspelbein
30.09.2008, 16:42
Mich auch ab und zu, wobei Sicherheit hergestellt bedeuted, Pistole entladen, entspannt und verpackt.
Hinfallen passiert nachts schon mal, zumindest selten.[...]

Wie genau ist er denn auf die Pistole gefallen, und in welchem Zustand befand sich die Pistole vorher?



Ich sage nur, "mit einem Revolver wäre das so nicht passiert" ;)


Ein Revolver ist in anderer Hinsicht empfindlich, d.h. der double-action Mechanismus und der Zylinder sind u.U. recht empfindlich gegenueber Verschmutzungen.



Nach Schnaps roch er nicht, das hatte ich auf anderen Veranstaltungen, mit anderen Leuten schon, da wurde mir Angst und Bange.
Saufen, und bewuster Umgang mit Waffen sind in der Regel zwei Welten.

franjo

Ja. Ich musste das nur einmal erleben. Die Reaktion darauf war jedoch sehr drastisch.

franjo
30.09.2008, 17:03
Wie genau ist er denn auf die Pistole gefallen, und in welchem Zustand befand sich die Pistole vorher?



Ein Revolver ist in anderer Hinsicht empfindlich, d.h. der double-action Mechanismus und der Zylinder sind u.U. recht empfindlich gegenueber Verschmutzungen.



Ja. Ich musste das nur einmal erleben. Die Reaktion darauf war jedoch sehr drastisch.

Kydex Holster am Gürtel, beim Aufbaumen fiel er hin, und traf genau sein Becken.
Das ist bei solch harten Utensilien Scheiße.

Meinen Revolver trage ich in einem selbstgemachten Gürtelholster, 4mm Spaltleder, Aussehen wie bei Lawrence von Arabien :D . Da passiert nix, da kommt auch kein Dreck rein.
Ich stürzte beim Verfolgen auch schon, und fiel erstaunlich leicht auf das Lederholster.

Und, ja wenn einer besoffen ist, werde ich auch äußerts grantig. Das endet in jedem Falle mit einem Hausverbot.
Nach der Jagd trinke ich auch gerne einen guten Roten, am besten den, in den der Braten eingelegt wird, und vor allem nicht zu wenig. ;) Schnaps ist ein NO-GO, und ich werde niemals jemandem helfen, der sich aufgrund seines Suffes in Schwierigkeiten bringt.

franjo

Haspelbein
30.09.2008, 17:12
Kydex Holster am Gürtel, beim Aufbaumen fiel er hin, und traf genau sein Becken.
Das ist bei solch harten Utensilien Scheiße.

Meinen Revolver trage ich in einem selbstgemachten Gürtelholster, 4mm Spaltleder, Aussehen wie bei Lawrence von Arabien :D . Da passiert nix, da kommt auch kein Dreck rein.
Ich stürzte beim Verfolgen auch schon, und fiel erstaunlich leicht auf das Lederholster.

Und, ja wenn einer besoffen ist, werde ich auch äußerts grantig. Das endet in jedem Falle mit einem Hausverbot.
Nach der Jagd trinke ich auch gerne einen guten Roten, am besten den, in den der Braten eingelegt wird, und vor allem nicht zu wenig. ;) Schnaps ist ein NO-GO, und ich werde niemals jemandem helfen, der sich aufgrund seines Suffes in Schwierigkeiten bringt.

franjo

Ein einfaches Kydexholster ist fuer die Jagd natuerlich nicht so toll. (Allerdings gibt es die auch mit einer manuellen "Sicherung", so das es fast unmoeglich ist, dass ihnen die Waffe durch Stosswirkung entgleitet.) Ich hoffe, der Kollege hat sich beim Fallen auf das Holster nicht verletzt.

Ich persoenlich bevorzuge fuer die Jagd ebenfalls Holster, die zumindest eine Sicherungsschlaufe haben, und nicht nur am Guertel haengen. (Mir sind die Faustfeuerwaffen fuer die Jagd normalerweise zu schwer, um nicht ein Holster mit einem Schulterriemen zu haben.)

Ich musste einmal intervenieren, und jemandem sowohl seine Glock als auch seine Autoschluessel wegnehmen. Das war nicht schoen.

franjo
30.09.2008, 18:31
Hallo

Mich würde interessieren, was Du zu den Berichten über das Kal.5,6 aus dem Link von mir denkst.
Ich hatte in der Vergangenheit einige Erlebnisse bei denen nicht unbedingt "Waidgerechte Kaliber" zum Einsatz kamen, sprich sehr kleine Cal.

Eine 223, oder eine Hornet, aus Versehen aus dem Drilling hat schon den einen oder anderen angehenden Keiler erwischt.
Da die Gesetzgebung in den Ländern, in denen wir virtuell unterwegs sind, sehr unterschiedlich sind, darf ich dieses Thema hoffentlich ansprechen.
Rein interessehalber natürlich.

franjo

Haspelbein
30.09.2008, 19:07
Hallo

Mich würde interessieren, was Du zu den Berichten über das Kal.5,6 aus dem Link von mir denkst.
Ich hatte in der Vergangenheit einige Erlebnisse bei denen nicht unbedingt "Waidgerechte Kaliber" zum Einsatz kamen, sprich sehr kleine Cal.

Eine 223, oder eine Hornet, aus Versehen aus dem Drilling hat schon den einen oder anderen angehenden Keiler erwischt.
Da die Gesetzgebung in den Ländern, in denen wir virtuell unterwegs sind, sehr unterschiedlich sind, darf ich dieses Thema hoffentlich ansprechen.
Rein interessehalber natürlich.

franjo


In den USA ist hierzu die Regelung sehr unterschiedlich, aber es gibt Staaten, die das kaum regulieren.

Das Grundproblem bleibt bei der Jagd auf Schwarzwild in kleinen Kalibern die Balance zwischen Eindringtiefe und Wundwirkung. Militaerkaliber in diesem Bereich erreichen ihre Effektivitaet hauptsaechlich durch das Brechen und Splittern des Geschosses, jedoch ist der Mensch in ballistischer Hinsicht ein Wassersack, und Wild ... besonders Schwarzwild ist wesentlich zaeher, und bedarf einer groesseren Eindringtiefe. (Oder besser, eine aehnliche Eindringtiefe in einem deutlich resistenterem Medium.)

Nimmt man hingegen ein Kupferjagdgeschoss, so hat man eine geringe oder keine Splitterwirkung, und die Eindringtiefe stimmt. Jedoch ist die Wirkung entlang des Wundkanals nicht so toll. Ebenso nimmt die relative Geschossenergie bei den kleinen Kalibern auf die Entfernung zum Ziel schneller ab.

Ebenso ware das Verhalten von den kleinen Kalibern interessent, wenn sie in einem flachen Winkel auf Knochen- oder Knorpelmasse treffen. (Keiler von vorn) Ich vermute, dass sie deutlich einfacher abprallen, kann dies jedoch nicht belegen.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich bei Schwarzwild wegen seiner Aggressivitaet und seines natuerlichen Knorpelpanzesr immer auf ein groesseres Kaliber ausweichen wuerde, da wirklich jeder Schuss zaehlt. (Ich persoenlich habe nie die Schusswirkung eines Kalibers unter .308 auf einen Keiler beobachten koennen, und jagte selbst mit .30-06.)

Ich kenne Rentner in Kalifornien, die frueher mit .22LR Buechsen Bergloewen gejagt haben. Es war eine Treibjagd mit Hunden, und der Bergloewe wurde mit einem gezielten Schuss aus der .22LR Buechse erlegt. Auch dies war meiner Meinung nach waidgerecht, da es sich um einen extrem gezielten Schuss handelte.
Jedoch wuerde sich keiner von ihnen mit einer solchen Buechse gegen einen angreifenden Bergloewen verteidigen wollen.

franjo
30.09.2008, 19:19
Moin

Ich hätte noch das Eine oder Andere, darf jetzt aber in den Wald.:D , es hat zu Regnen aufgehört, das ist interessant.
Ich melde mich morgen zum Thema zurück.

franjo

Haspelbein
30.09.2008, 19:55
Moin

Ich hätte noch das Eine oder Andere, darf jetzt aber in den Wald.:D , es hat zu Regnen aufgehört, das ist interessant.
Ich melde mich morgen zum Thema zurück.

franjo

Dann noch viel Spass im Wald. Dort waere ich jetzt auch lieber. ;)

McDuff
01.10.2008, 06:05
Ich kenne Rentner in Kalifornien, die frueher mit .22LR Buechsen Bergloewen gejagt haben. Es war eine Treibjagd mit Hunden, und der Bergloewe wurde mit einem gezielten Schuss aus der .22LR Buechse erlegt. Auch dies war meiner Meinung nach waidgerecht, da es sich um einen extrem gezielten Schuss handelte.
Jedoch wuerde sich keiner von ihnen mit einer solchen Buechse gegen einen angreifenden Bergloewen verteidigen wollen.

Das ist aber wirklich schon extrem. Ob da ein Schuss wirklich reichte?
Aber wenn ich denke womit meine Altvorderen auf Jagd gingen. Da wurde mit der 11,15x60r alles was anfällt geschossen und auch mit der 9,3x72r auf Rot- und Schwarzwild gegangen. Heute darf man beide nur noch auf das Reh anwenden.

franjo
01.10.2008, 06:42
Das ist aber wirklich schon extrem. Ob da ein Schuss wirklich reichte?
Aber wenn ich denke womit meine Altvorderen auf Jagd gingen. Da wurde mit der 11,15x60r alles was anfällt geschossen und auch mit der 9,3x72r auf Rot- und Schwarzwild gegangen. Heute darf man beide nur noch auf das Reh anwenden.

Natürlich reicht ein Schuss, vorausgesetzt er ist gut plaziert.
Ich habe weiter oben schon erwähnt, daß man in den 70ger Jahren des letzten Jh. mit 22lfb Schweine (Hausschweine) zum Schlachten schoß.
Ich habe es zwar nicht gesehen, weiß aber genau, daß das ein Bauer aus unserer Gegend noch immer macht.
Auch weiß ich von einem, der mit Sicherheit wildert, kann es nur nicht nachweisen.
Die einzige Waffe, die er hat ist eine .22lfb. Ich habe bei ihm schon zerwirkte Schweine mit über 40 KG Gewicht gesehen, als seine Frau mich aus versehen in sein Schlachthaus ließ. Ich weiß genau, daß das kein Hausschwein war. Er wollte mir erzählen es sei ein Woll-Waldschwein, der einzigen Züchter in unserer Gegend verkauft aber keine zum Selbstschlachten.?(
Außerdem sah ich später am Schlachtabfall, daß es 100% Schwarzwild war.

franjo

RDX
01.10.2008, 07:57
In den USA ist hierzu die Regelung sehr unterschiedlich, aber es gibt Staaten, die das kaum regulieren.

Das Grundproblem bleibt bei der Jagd auf Schwarzwild in kleinen Kalibern die Balance zwischen Eindringtiefe und Wundwirkung. Militaerkaliber in diesem Bereich erreichen ihre Effektivitaet hauptsaechlich durch das Brechen und Splittern des Geschosses, jedoch ist der Mensch in ballistischer Hinsicht ein Wassersack, und Wild ... besonders Schwarzwild ist wesentlich zaeher, und bedarf einer groesseren Eindringtiefe. (Oder besser, eine aehnliche Eindringtiefe in einem deutlich resistenterem Medium.)

Nimmt man hingegen ein Kupferjagdgeschoss, so hat man eine geringe oder keine Splitterwirkung, und die Eindringtiefe stimmt. Jedoch ist die Wirkung entlang des Wundkanals nicht so toll. Ebenso nimmt die relative Geschossenergie bei den kleinen Kalibern auf die Entfernung zum Ziel schneller ab.

Ebenso ware das Verhalten von den kleinen Kalibern interessent, wenn sie in einem flachen Winkel auf Knochen- oder Knorpelmasse treffen. (Keiler von vorn) Ich vermute, dass sie deutlich einfacher abprallen, kann dies jedoch nicht belegen.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich bei Schwarzwild wegen seiner Aggressivitaet und seines natuerlichen Knorpelpanzesr immer auf ein groesseres Kaliber ausweichen wuerde, da wirklich jeder Schuss zaehlt. (Ich persoenlich habe nie die Schusswirkung eines Kalibers unter .308 auf einen Keiler beobachten koennen, und jagte selbst mit .30-06.)

Ich kenne Rentner in Kalifornien, die frueher mit .22LR Buechsen Bergloewen gejagt haben. Es war eine Treibjagd mit Hunden, und der Bergloewe wurde mit einem gezielten Schuss aus der .22LR Buechse erlegt. Auch dies war meiner Meinung nach waidgerecht, da es sich um einen extrem gezielten Schuss handelte.
Jedoch wuerde sich keiner von ihnen mit einer solchen Buechse gegen einen angreifenden Bergloewen verteidigen wollen.


Es ist eine alte Jägerweisheit, dass man mit einer .22 Hornet auch einen schussharten Kaffernbüffel schießen kann, wenn man genau durchs Nasenloch über die Nasenhöhlen ins Hirn trifft.

Auch mit ner .22 lfb kann man Rehe erlegen, was übrigens viele Wilderer auch gemacht haben, als dieses Kaliber vor 1970 noch waffenscheinfrei war.

Aber viele dieser Rehe sind qualvoll, nach Tagen, verendet.

Ich bevorzuge für das zu bejagende Wild Patronen am oberen Ende der Brauchbarkeit.

Für Rehe würde ich nichts unter der .243 Winchester nehmen, für Hochwild außer Rot- und Schwarzwild nichts unter 6,5X57/6,5X55 und für Rot- und Schwarzwild nichts unter 7x57/.308 Winchester.

Dazu ein gutes Geschoss, wie Nosler Partition oder eines der neuen ,bleifreien "Pilzköpfe".

Wenn dann noch der Schuss sauber angetragen wird, hat man keine Probleme, das Stück waidmännisch zur Strecke zu bringen.

McDuff
01.10.2008, 10:54
Natürlich reicht ein Schuss, vorausgesetzt er ist gut plaziert.
Ich habe weiter oben schon erwähnt, daß man in den 70ger Jahren des letzten Jh. mit 22lfb Schweine (Hausschweine) zum Schlachten schoß.
Ich habe es zwar nicht gesehen, weiß aber genau, daß das ein Bauer aus unserer Gegend noch immer macht.
Auch weiß ich von einem, der mit Sicherheit wildert, kann es nur nicht nachweisen.
Die einzige Waffe, die er hat ist eine .22lfb. Ich habe bei ihm schon zerwirkte Schweine mit über 40 KG Gewicht gesehen, als seine Frau mich aus versehen in sein Schlachthaus ließ. Ich weiß genau, daß das kein Hausschwein war. Er wollte mir erzählen es sei ein Woll-Waldschwein, der einzigen Züchter in unserer Gegend verkauft aber keine zum Selbstschlachten.?(
Außerdem sah ich später am Schlachtabfall, daß es 100% Schwarzwild war.

franjo

Die Wilderer sind mir auch die liebsten X( und ich sehe in letzter Zeit immer mehr Spuren ihres Unwesens. Man wundert sich da nicht mehr wenn man Schlingen findet oder krankes Wild schießt dessen 22er Einschüsse total entzündet sind.

Misteredd
01.10.2008, 10:58
Die Wilderer sind mir auch die liebsten X( und ich sehe in letzter Zeit immer mehr Spuren ihres Unwesens. Man wundert sich da nicht mehr wenn man Schlingen findet oder krankes Wild schießt dessen 22er Einschüsse total entzündet sind.

Drahtschlingen haben wir hier auch! Das ist für Hunde sehr gefährlich.

Beim Gassigehen mit dem Hund fallen mir auch immer wieder "balkanische" Fahrradfahrer auf, die stets unterwegs sind.

McDuff
01.10.2008, 11:13
Drahtschlingen haben wir hier auch! Das ist für Hunde sehr gefährlich.

Beim Gassigehen mit dem Hund fallen mir auch immer wieder "balkanische" Fahrradfahrer auf, die stets unterwegs sind.

Ja, so ist es und sie sollen sich sogar schon zu Banden zusammenschließen.
Ich gespannt wann wieder auf Jäger geschossen wird.

Misteredd
01.10.2008, 11:37
Ja, so ist es und sie sollen sich sogar schon zu Banden zusammenschließen.
Ich gespannt wann wieder auf Jäger geschossen wird.

Das glaube ich jetzt weniger, weil ein Mord diesen Einsatz nicht wert ist.

Man sollte die Polizei darauf ansetzen. Banden sind diese Typen sowieso.

Haspelbein
01.10.2008, 13:18
Das ist aber wirklich schon extrem. Ob da ein Schuss wirklich reichte? [...]

Der Bergloewe wird von den Hunden auf einen Baum gejagdt, wo er meistens auf einem Ast liegt, und dann auf die Hunde herunterguckt. Da das Wild in dieser Hinsicht fast voellig still liegt, wuerde ich schon sagen, dass es moeglich ist.

Die Form auf Bergloewen ist inzwischen fuer Privatleute verboten. Jedoch ist die opulation stark angestiegen, und legt sicht so ein Tier auf einen Ast eines Baumes in den Vorgaerten Kaliforniens, so wird es normalerweise mit einem Schuss 5.56x45mm von der Polizei entsorgt.

Haspelbein
01.10.2008, 13:24
Das glaube ich jetzt weniger, weil ein Mord diesen Einsatz nicht wert ist.

Man sollte die Polizei darauf ansetzen. Banden sind diese Typen sowieso.

Vor Wilderern habe ich auf meinem Grund und Boden auch Furcht. Jedoch noch viel mehr von Drogendealern, die auf abgelegenen Teilen von Jagdrevieren in Ohio manchmal diese netten rauchbare Pflanzen anbauen. Im Gegensatz zu Wilderern werden sie im Regelfall mit starker Gewalt gegen den Eingentuemer vorgehen, wenn sie entdeckt werden.

Nicht zuletzt deshalb begebe ich mich nur bewaffnet in solch abgelegenen Gebiete.

franjo
01.10.2008, 14:04
Das glaube ich jetzt weniger, weil ein Mord diesen Einsatz nicht wert ist.

Man sollte die Polizei darauf ansetzen. Banden sind diese Typen sowieso.

In unserer Gegend, in Südhessen, wo viel Spargel ,Erdbeeren und andere frühsaisonale Produkte angebaut werden ist das mit den Schlingen auf diese Saison beschränkt.
In dieser Zeit gibt es hier viele Polen, Rumänen und neuerdings Russen, die diesen Sport wohl betreiben.
Das die schießen glaubt hier keiner. Ich persönlich habe größtes Augenmerk auf Einheimisch, die Wild unter Preis verkaufen.
Es gibt derer einige, die angebliches Gatterwild verkaufen, oder aus ungarischen Revieren.
Haspelbein schreibt ja nun von den Jungs, die diese lustigen Pflanzen anbauen.
Die sind bei uns in der Regel überwiegend unbewaffnet, und werden ab und zu erwischt.
Hierzulande mache ich mir mehr Gedanken wegen der Wilderer, denn die haben zumindest was zum schießen. Das ist einer der Gründe, warum ich prinzipiell mit Waffe und Hund unterwegs bin.

Ein Kollege aus Thüringen hat erzählt, daß in ihrem Revier bei Nordhausen nachts Leute mit Armbrüsten unterwegs waren und durch die Gegend schossen. So etwas halte ich für sehr gefährlich.

franjo

Haspelbein
01.10.2008, 14:09
[...]Haspelbein schreibt ja nun von den Jungs, die diese lustigen Pflanzen anbauen.
Die sind bei uns in der Regel überwiegend unbewaffnet, und werden ab und zu erwischt.[...]

Es freut mich, dass es in Deutschland noch so ist. In den USA haben dadurch schon einige Privatleute aber auch Forest Ranger ihr Leben verloren, wenn sie durch Zufall in ein illegales Anbaugebiet gewandert sind.

McDuff
02.10.2008, 05:41
Die Leute, die hier Rauschhanf im Freien anbauen sind meist Amateure. Die Profis mieten hier ganze Lagerhallen und bauen effizienter an. Die letzteren sind allerdings brandgefährlich.
Die Wilderer, mit welchen wir es hier zu tun haben, gehen in ihrer dumpfen Brutalität über Leichen, ohne sich dabei etwas zu denken. Deshalb ist besser bewaffnet ins Revier zu gehen, was ja auch legitim ist.

franjo
02.10.2008, 09:14
Die Leute, die hier Rauschhanf im Freien anbauen sind meist Amateure. Die Profis mieten hier ganze Lagerhallen und bauen effizienter an. Die letzteren sind allerdings brandgefährlich.
Die Wilderer, mit welchen wir es hier zu tun haben, gehen in ihrer dumpfen Brutalität über Leichen, ohne sich dabei etwas zu denken. Deshalb ist besser bewaffnet ins Revier zu gehen, was ja auch legitim ist.

Ein Jagdkollege von mir arbeitet beim Zoll.
Ich weiß, daß der Zoll davon ausgeht, daß mafiöse niederländische Gruppierungen hier in D in Fabrikhallen ihr Marihuana anbauen. Das natürlich im großen Stil. Da man dort selten zufällig vorbei kommt, dürfte sich die Gefahr für Spaziergänger und Jäger tatsächlich in Grenzen halten. ;)
Danen geht es so wie es aussieht langsam aber sicher an den Kragen. So weiß ich zum Beispiel, daß Energieversorgungsunternehmen gehalten sind zyklische, hohe Stromverbräuche zu ermitteln und an die Behörde weiterzugeben.
Wenn der Zoll sich mit solchen Kalibern anbindet, dann bestimmt entsprechend geschützt und mit SEK.

Haspelbein
02.10.2008, 13:36
Die Leute, die hier Rauschhanf im Freien anbauen sind meist Amateure. Die Profis mieten hier ganze Lagerhallen und bauen effizienter an. Die letzteren sind allerdings brandgefährlich.
Die Wilderer, mit welchen wir es hier zu tun haben, gehen in ihrer dumpfen Brutalität über Leichen, ohne sich dabei etwas zu denken. Deshalb ist besser bewaffnet ins Revier zu gehen, was ja auch legitim ist.

Im Sueden Ohios ist das Klima warm genug, dass sich der Anbau im Freien lohnt. Es hat sich eine sogenannte Pipeline vom Ohio River und der Grenze zu Kentucky gebildet, die den Markt in Zentral- und Nordohio beliefert.

Auf einmal befinden sich dann Bauern, Landwirte und Foerster mit der Drogenkriminalitaet konfrontiert.

Zuerst wollte ich ein anderes Grundstueck kaufen. Als ich jedoch sah, dass es auf der direkten Linie von Plymouth zu Columbus lag, habe ich doch lieber etwas weiter abseits gekauft. ;)

Haspelbein
02.10.2008, 14:01
Das Schiessen am letzten Wochenende hat mal wieder die Notwendigkeit von Trockenuebungen deutlich gemacht. Nachdem meine Schiessergebnisse fuer mich nicht zufriedenstellend waren, gab es einen "Ball and Dummy Drill", d.h. jemand lud fuer mich das Gewehr, ohne dass ich wusste, ob sich eine Patrone im Patronenlager befand oder nicht.

Dann wurde beobachtet, ob ich beim Schiessen blinzel, den Abzug zu ruckartige bewege, oder sich die Lage der Schusswaffe oder meine eigene Position unguenstig veraendert.

Kurzum: Ich fand heraus, dass ich mit dem Abzug meiner noch relativ neuen Waffe Probleme hatte. Deshalb werde ich das Zielen und Abziehen (natuerlich ungeladen) wieder verstaerkt zuhause ueben. Beim Pistolenschiessen balancierte ich dazu immer eine Muenze auf dem Korn, und ich werde sehen, was ich mit dem Gewehr machen werde.

McDuff
02.10.2008, 17:22
Das Schiessen am letzten Wochenende hat mal wieder die Notwendigkeit von Trockenuebungen deutlich gemacht. Nachdem meine Schiessergebnisse fuer mich nicht zufriedenstellend waren, gab es einen "Ball and Dummy Drill", d.h. jemand lud fuer mich das Gewehr, ohne dass ich wusste, ob sich eine Patrone im Patronenlager befand oder nicht.

Dann wurde beobachtet, ob ich beim Schiessen blinzel, den Abzug zu ruckartige bewege, oder sich die Lage der Schusswaffe oder meine eigene Position unguenstig veraendert.

Kurzum: Ich fand heraus, dass ich mit dem Abzug meiner noch relativ neuen Waffe Probleme hatte. Deshalb werde ich das Zielen und Abziehen (natuerlich ungeladen) wieder verstaerkt zuhause ueben. Beim Pistolenschiessen balancierte ich dazu immer eine Muenze auf dem Korn, und ich werde sehen, was ich mit dem Gewehr machen werde.

Abzugsprobleme sind mir auch gut bekannt. Beispielsweise komme ich mit den heute so gerne verwendeten Flintenabzügen nicht gut klar (ausser an Flinten :) )
Am besten schieße ich mit dem Stecherabzug danach mit dem Druckpunkt.

Haspelbein
02.10.2008, 17:31
Abzugsprobleme sind mir auch gut bekannt. Beispielsweise komme ich mit den heute so gerne verwendeten Flintenabzügen nicht gut klar (ausser an Flinten :) )
Am besten schieße ich mit dem Stecherabzug danach mit dem Druckpunkt.

So haeufig sehe ich Stecherabzuege doch gar nicht mehr, oder? Es gibt meiner Meinung nach gute und schlechte Flintenabzuege. Persoenlich bezog ich mich auf meine AR-15, dessen Abzug militaerisch-primitiv ist, aber leicht gewartet und gereinigt werden kann. Selbst im Felde koennte ich zur Not die Federn austauschen, sollte eine brechen.

Der Abzug hat jedoch einen relativ ungleichmaessigen Krafaufwand, was das Zielen problematisch macht. Das lobe ich mir meine alte K31, wo ich langsam und gleichmaessig abziehen kann.

McDuff
02.10.2008, 17:38
Der Kreis derer die mit den Stecherabzügen schießen wollen und können wird immer kleiner. Man könnte sagen, sie sterben aus, aber ich komme damit am besten klar und favorisiere diese Abzugtyp ganz klar, sei es als deutscher Stecher an der Mauser oder als Rückstecher am Drilling.
Der K31 kommt mit einem guten Druckpunkt, besser gefallen mir da aber noch K11 und G96/11 die mir insgesamt sauberer verarbeitet vorkommen. Auch der finnische M39 hat einen prima Druckpunkt.

Haspelbein
02.10.2008, 17:54
Der Kreis derer die mit den Stecherabzügen schießen wollen und können wird immer kleiner. Man könnte sagen, sie sterben aus, aber ich komme damit am besten klar und favorisiere diese Abzugtyp ganz klar, sei es als deutscher Stecher an der Mauser oder als Rückstecher am Drilling.
Der K31 kommt mit einem guten Druckpunkt, besser gefallen mir da aber noch K11 und G96/11 die mir insgesamt sauberer verarbeitet vorkommen. Auch der finnische M39 hat einen prima Druckpunkt.

Stecherabzuege gibt es hier leider kaum, obwohl sie prinzipiell eine gute Idee sind. K11 und M39 habe ich noch nicht geschossen.

Wahrscheinlich muss ich mir den Abzug nur mal gut polieren lassen. Es gibt ebenso Austauschabzuege, welche die reibenden Metallflaechen im Schloss durch Rollen ersetzen. Die kosten dann aber so um die $200.

Verrari
02.10.2008, 18:35
Ich habe nicht viel Ahnung von Schußwaffen, aber recht originell finde ich diese hier:

Haspelbein
02.10.2008, 19:27
Ich habe nicht viel Ahnung von Schußwaffen, aber recht originell finde ich diese hier:

Das Bild hatte ich schon einmal irgendwo gesehen. Es scheint, als ob man mit dem Ding sogar lecker etwas grillen oder raeuchern koenne, also eher eine Folge von: "Raeuchernde Colts". ;)

McDuff
06.10.2008, 05:57
Auf N24 lief am WE ein Bericht über die Springbockjagd in Südafrika. Mal abgesehen davon, daß dieses Massenabschlachten eingezäunter Tierherden wenig mit Jagd zu tun hat, erstaunte micht die Präzision mit der die Springböcke auf 300 m mittels Kopfschuss erlegt wurden. Leider konnte ich nicht sehen womit der Jäger geschossen hat.

franjo
06.10.2008, 06:09
Moin

Ich habe es auch gesehen, gestern Abend.
Ich meine eine Sauer 202 mit Schichtholzschaft und einem Zeiss Varipoint erkannt zu haben.
Das mit den Kopfschüssen hatten wir letzte Woche in einem gebetsmühlenartigen Vorbeten, da schreib ich mal nix mehr dazu, soll jeder glauben/machen, was er will.
Zweifel habe ich an den 300m, da es eine der bekannten Reportsendungen eines teilweise verwirrten Privatsenders war, mögen die Zahlen stimmen, nicht aber zwingend die Einheit.
Da ein Fuß ziemlich genau 30,48 cm ist entsprächen 300 davon etwas unter 100m, und das will ich glauben.

franjo

McDuff
06.10.2008, 08:07
Moin

Ich habe es auch gesehen, gestern Abend.
Ich meine eine Sauer 202 mit Schichtholzschaft und einem Zeiss Varipoint erkannt zu haben.
Das mit den Kopfschüssen hatten wir letzte Woche in einem gebetsmühlenartigen Vorbeten, da schreib ich mal nix mehr dazu, soll jeder glauben/machen, was er will.
Zweifel habe ich an den 300m, da es eine der bekannten Reportsendungen eines teilweise verwirrten Privatsenders war, mögen die Zahlen stimmen, nicht aber zwingend die Einheit.
Da ein Fuß ziemlich genau 30,48 cm ist entsprächen 300 davon etwas unter 100m, und das will ich glauben.

franjo

Die 300 Fuß klingen auch für mich plausibler. Denn was an Präzision alleine durch den Schalldämpfer verloren gehen mag wird wohl bei 300m zu Problemen führen.