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McDuff
16.12.2008, 05:22
Mit einer zu lockeren Haltung habe ich mir letztes mal einen guten blauen Fleck eingefangen. 2,8 kg Flinte mit 12/76 noch nicht richtig angelegt aber schon abgezogen. Eigene Dummheit.

McDuff
16.12.2008, 07:32
Der Superhammer! Sogar legal!

http://www.egun.de/market/item.php?id=2043257&PHPSESSID=870c50533a6c50770990a267f198fa11

RDX
16.12.2008, 08:33
Es ist bei Faustfeuerwaffen sehr stark die Technik. Bei Buechsen und Flinten wuerde ich sagen, dass die Einstellung fast schwerer wiegt. Wenn man sich einfach glauben machen kann, dass alles okay ist, so ist man entspannt genug, den Rueckstoss mehr oder weniger hinzunehmen.

Hat man Angst vor dem Schuss, so ist vielleicht schon eine .223 zuviel.

Es liegt aber auch daran, dass die Schützen heutzutage nicht mehr richtig die Waffe anschlagen können.

Als ich beim Bund war, haben wir stundenlang, bevor ich zum ersten Mal schießen durfte, das richtige Anschlagen des HK G3 im Stehen, im Liegen und im Knien geübt.
Bei meiner Jägerausbildung war es genau das Gleiche.
Bevor ich das erste Mal schießen durfte, wurde stundenlang das richtige Anschlagen der Waffe geübt.
Auch beim Schießen beobachteten die Schießausbilder den Anschlag der Waffe und korrigierten die Schützen.

Ich habe selbst mit dem Rückstoß meiner .375 H&H Mag keine Probleme.

Wenn ich aber heute auf den Schießplatz gehe, sehe ich regelmäßig junge und auch alte Jäger, die ihre Waffe nicht richtig anschlagen können.
Ich habe einen Jäger gesehen, der tatsächlich nur einen Teil der Schulterstütze an die Schulter drückte, der andere Teil ragte über die Schulter hinaus.

Das diese Schützen dann über den zu harten Rückstoß ihrer 30-06 jammern, ist dann zwingend logisch.

franjo
16.12.2008, 09:52
Es ist bei Faustfeuerwaffen sehr stark die Technik. Bei Buechsen und Flinten wuerde ich sagen, dass die Einstellung fast schwerer wiegt. Wenn man sich einfach glauben machen kann, dass alles okay ist, so ist man entspannt genug, den Rueckstoss mehr oder weniger hinzunehmen.

Hat man Angst vor dem Schuss, so ist vielleicht schon eine .223 zuviel.

Das ist natürlich auch wahr. Trotzdem beobachte ich regelmäßig, wie sich Leute verkrampfen und sich "hinter" die Langwaffe stellen, als wollten sie etwas wegschieben. Bei solcher Haltung kompensierst Du den kompletten Rückstoß mit dem Körper.
Ich für meinen Teil versuche locker zu stehen, zu sitzen, oder abgewinkelt zu liegen, und nach hinten etwas "Spielraum" zu haben.


Mit einer zu lockeren Haltung habe ich mir letztes mal einen guten blauen Fleck eingefangen. 2,8 kg Flinte mit 12/76 noch nicht richtig angelegt aber schon abgezogen. Eigene Dummheit.

Das ist ja auch eine schlechte Voraussetzung für die Schußabgabe.


Es liegt aber auch daran, dass die Schützen heutzutage nicht mehr richtig die Waffe anschlagen können.

Als ich beim Bund war, haben wir stundenlang, bevor ich zum ersten Mal schießen durfte, das richtige Anschlagen des HK G3 im Stehen, im Liegen und im Knien geübt.
Bei meiner Jägerausbildung war es genau das Gleiche.
Bevor ich das erste Mal schießen durfte, wurde stundenlang das richtige Anschlagen der Waffe geübt.
Auch beim Schießen beobachteten die Schießausbilder den Anschlag der Waffe und korrigierten die Schützen.

Ich habe selbst mit dem Rückstoß meiner .375 H&H Mag keine Probleme.

Wenn ich aber heute auf den Schießplatz gehe, sehe ich regelmäßig junge und auch alte Jäger, die ihre Waffe nicht richtig anschlagen können.
Ich habe einen Jäger gesehen, der tatsächlich nur einen Teil der Schulterstütze an die Schulter drückte, der andere Teil ragte über die Schulter hinaus.

Das diese Schützen dann über den zu harten Rückstoß ihrer 30-06 jammern, ist dann zwingend logisch.

Mit den neuen Armeewaffen ist das m.E. unwichtiger als beim G3. Die kleinen Natokaliber sind viel softer und leichter schießbar.

Mit dem Anschlagen von Langwaffen hast Du recht, das schrieb ich ja oben schon ähnlich.

franjo

Haspelbein
16.12.2008, 14:42
Es liegt aber auch daran, dass die Schützen heutzutage nicht mehr richtig die Waffe anschlagen können.

Als ich beim Bund war, haben wir stundenlang, bevor ich zum ersten Mal schießen durfte, das richtige Anschlagen des HK G3 im Stehen, im Liegen und im Knien geübt.
Bei meiner Jägerausbildung war es genau das Gleiche.
Bevor ich das erste Mal schießen durfte, wurde stundenlang das richtige Anschlagen der Waffe geübt.
Auch beim Schießen beobachteten die Schießausbilder den Anschlag der Waffe und korrigierten die Schützen.

Ich habe selbst mit dem Rückstoß meiner .375 H&H Mag keine Probleme.[...]

Das glaube ich dir gerne. Ich kenne jedoch Schuetzen, die trotz eines richtigen Anschlags nichts wegstecken koennen. Oder lass sie mal das gleiche Kaliber in einem Gewehr mit und ohne Muedungsfeuerbremse schiessen. Allein die Lautstaerke veraendert bereits die Empfindung des Rueckstosses. Meiner Meinung nach findet ueber 50% des subjektiv wahrgenommenen Rueckstosses im Kopfe statt.

Ich habe schon Menschen beobachtet, die .22lfB als zu heftig empfanden, und nur mit der Zielpistole meiner Frau (6'' oder 7'' bull barrel) ueberhaupt schiessen wollten.

Haspelbein
16.12.2008, 14:49
Das ist natürlich auch wahr. Trotzdem beobachte ich regelmäßig, wie sich Leute verkrampfen und sich "hinter" die Langwaffe stellen, als wollten sie etwas wegschieben. Bei solcher Haltung kompensierst Du den kompletten Rückstoß mit dem Körper.
Ich für meinen Teil versuche locker zu stehen, zu sitzen, oder abgewinkelt zu liegen, und nach hinten etwas "Spielraum" zu haben.[...]

Solange die Langwaffe relativ gleichmaessig auf der Schulter aufliegt, ist der Rest nicht mehr so wild. Man muss jedoch einigermassen entspannt bleiben, und dies ist meiner Meinung nach kaum moeglich, wenn man Angst vor der Schussabgabe hat.



Mit den neuen Armeewaffen ist das m.E. unwichtiger als beim G3. Die kleinen Natokaliber sind viel softer und leichter schießbar.
[...]

Hier spielen eh ganz andere Faktoren mit ein. In der US Armee wird derzeit gelehrt, sich quer und leicht gebueckt zum Ziel zu stellen, so dass das Vorderteil der Flakweste zum Ziel zeigt. Dies ist ganz im Gegensatz zu den traditionellen Positionen, in denen man in einem Winkel von 45 Grad bis fast 90 Grad zum Ziel steht.

Beim M16 (mit dem in der Laenge variablen Schaft) ist es sogar von Vorteil, den Schaft nicht vollig an der Schulter anzuschlagen, sondern etwas hoeher zu positionieren, da man ansonsten das Gesicht nicht am Schaft auflegen kann.

Stadtknecht
16.12.2008, 16:20
Mit einer zu lockeren Haltung habe ich mir letztes mal einen guten blauen Fleck eingefangen. 2,8 kg Flinte mit 12/76 noch nicht richtig angelegt aber schon abgezogen. Eigene Dummheit.

Ich habe letztens mit einem Karabiner 98K geschossen, was ich als nicht sonderlich angenehm empfand.

Liegt der Rückstoß einer Flinte in 12/76 auf ähnlichem Niveau?

Stadtknecht
16.12.2008, 18:03
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Ruger Mini 30 in 7,62 X 39?

Kriegt man das auf grüne WBK?

Reicht das für einen Hobbyschützen aus?

McDuff
17.12.2008, 05:58
Ich habe letztens mit einem Karabiner 98K geschossen, was ich als nicht sonderlich angenehm empfand.

Liegt der Rückstoß einer Flinte in 12/76 auf ähnlichem Niveau?

Die ganz leichte Flinte drischt nach meinem persönlichen Empfinden heftiger als ein 98er. Aber sie wiegt, wie gesagt keine 3 Kilo. Wenn du eine normale Bockflinte in 12/76 hast, ist das Schießen deutlich angenehmer.

franjo
17.12.2008, 16:42
Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Ruger Mini 30 in 7,62 X 39?

Kriegt man das auf grüne WBK?

Reicht das für einen Hobbyschützen aus?

Moin

Das geht auf grüne WBK, ich glaube aber Verbandsabhängig nur beim BDS (glaube ich !).
Die hat schon was mehr Bums, ob sie Dir reicht weiß ich nicht, man setzt sie ab und zu auf Schalenwild ein.
Ähnlich der AK ist sie entsprechend angewendet gut.

Bei sehr preiswerter Munition.!

franjo

franjo
17.12.2008, 17:48
Solange die Langwaffe relativ gleichmaessig auf der Schulter aufliegt, ist der Rest nicht mehr so wild. Man muss jedoch einigermassen entspannt bleiben, und dies ist meiner Meinung nach kaum moeglich, wenn man Angst vor der Schussabgabe hat.

Entspannt, sag ich doch.;)


Beim M16 (mit dem in der Laenge variablen Schaft) ist es sogar von Vorteil, den Schaft nicht vollig an der Schulter anzuschlagen, sondern etwas hoeher zu positionieren, da man ansonsten das Gesicht nicht am Schaft auflegen kann.

Gewehr zu klein, oder was? Selbst ich mit Hutweite 61/62 (hydrocephalus ;) ) kriege die Backe auf den Schaft.
Ansonsten erklärt sich das mit der niederen Energie der modernen Kaliber.


Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem Ruger Mini 30 in 7,62 X 39?

Kriegt man das auf grüne WBK?

Reicht das für einen Hobbyschützen aus?

Meine Tochter meinte gerade, ja, die kenn ich, ganz schön heavy, aber nicht hart.!:D

Für Hobbyschützen meinte sie, die reicht schon, wenn man nicht immer treffen will. Was auch immer das heißt, sie hat sie geschossen und bemängelt die Präzision.
Macht sie bei meiner Mini 14 übrigens auch.

Sie schießt in der Regel aufgelegt und immer am Schießstand.

franjo

Haspelbein
17.12.2008, 18:29
[...]
Gewehr zu klein, oder was? Selbst ich mit Hutweite 61/62 (hydrocephalus ;) ) kriege die Backe auf den Schaft.
Ansonsten erklärt sich das mit der niederen Energie der modernen Kaliber.
[...]

Nein, beim M16 bewegt sich der Verschluss in den Schaft hinein, wodurch die Form des Schafts in erster Linie eine gerade Verlaengerung der Laengsachse der Waffe darstellt.

Der M4 Schaft ist zudem in der Laenge verstelltbar. Dies ist eine Anforderung daran, dass die Waffe auch dann geschossen werden kann, wenn man sich quer zum Ziel stellt, d.h. die Flakweste optimal nutzen will. Daraus ergibt sich, dass bei der normalen Schussposition das Gesicht mehr oder weniger an einem graden Rohr des variablen Schaftes anliegt, und nicht auf einem erhoehten Kamm eines regulaeren Schaftes, wie bei einem normalen Jagdgewehr.
Bei dem geringen Rueckstoss macht es aber wenig, wenn man das ganze Gewehr etwas nach oben bewegt.


[...]Für Hobbyschützen meinte sie, die reicht schon, wenn man nicht immer treffen will. Was auch immer das heißt, sie hat sie geschossen und bemängelt die Präzision.
Macht sie bei meiner Mini 14 übrigens auch.
[...]

Die Mini 14 hat jedoch noch den Vorteil, das das Kaliber an sich sehr praezise ist. Bei der Mini 30 hat man schon mit einer gekruemmteren Flugbahn zu tun. Ich bin mir jetzt gar nicht mal sicher, welches Kaliber die Mini 30 hat. Bevor das Lachen aenfaengt: 7.62x39mm variiert zwischen .308 und .311 Zoll, und es gibt hier regionale Unterschiede, die je nach verwendeter Munition zu Problemen mit der Praezision fuehren koennen.

franjo
17.12.2008, 20:00
Moin

Bevor das Lachen weitergeht.;)
Ich meine es ist. 308 mit kürzerer Hülse. Russenkaliber halt. Das ist schon recht soft, vom Druck her gesehen. Wobei es über 100m komisch werden dürfte (Flugbahn).

Ich dachte, das sei die Entscheidung für 5,6+ gewesen (Natokaliber)?

franjo

Haspelbein
17.12.2008, 21:28
Moin

Bevor das Lachen weitergeht.;)
Ich meine es ist. 308 mit kürzerer Hülse. Russenkaliber halt. [...]

Und schon falsch gedacht. Der Originaldurchmesser ist .311 Zoll, wobei manchmal im Westen jedoch .308 Geschosse geladen werden. Und ich habe mal nachgesehen: Die Mini 30 hat das original Russenkaliber in .311 Zoll.

Beim 7.62x51 ist es immer ein .308 Kaliber.

Es knarrt der Lachsack! :D




Das ist schon recht soft, vom Druck her gesehen. Wobei es über 100m komisch werden dürfte (Flugbahn).

Ich dachte, das sei die Entscheidung für 5,6+ gewesen (Natokaliber)?

franjo

Da gab es eine ganze Reihe von Ueberlegungen. Es stimmt jedoch, dass die stark gekruemmte Flugbahn ein Problem gewesen ist. Gewisse Ueberlegungen zur Wundballistik kommen jedoch noch hinzu, auf eine mittelenergetische Patrone in einem kleineren Kaliber auszuweichen.

McDuff
18.12.2008, 05:47
Fast so kompliziert wie mit der 7,62x54R. Die Finnen verlangen nach .310 (Lapua D166) Die sehr gute "Gewehrzielpatrone" (SU Match) hat .309.

Im übrigen haben die Schweizer 7,5x55 auch .308

Manchmal ist es nicht einfach. :nido:

RDX
18.12.2008, 07:16
Da gab es eine ganze Reihe von Ueberlegungen. Es stimmt jedoch, dass die stark gekruemmte Flugbahn ein Problem gewesen ist. Gewisse Ueberlegungen zur Wundballistik kommen jedoch noch hinzu, auf eine mittelenergetische Patrone in einem kleineren Kaliber auszuweichen.

So ist es!!!
Ein normales Full Metall Jacket Bullet( Vollmantelgeschoss) zerplatzt, wenn es mit einer Geschwindigkeit von über 830 Meter pro Sekunde in Gelantine oder den menschlichen Körper endringt, wie ein Teilmantelgeschoss.

Das knapp 8 Gramm schwere und für ein Gewehr, mit einer V0 von 715 Metern pro Sekunde, lahme Geschoss, aus der AK 47, "bohrt sich mehr oder minder sauber" durch den Körper.

Lange Rede kurzer Sinn: das 3,55 Gramm oder 4 Gramm schwere Geschoss aus einem M16/AR15 hat -bis 150 Meter- eine viel höhere Stoppwirkung, als die Patrone 7,62X39 Russisch und auch 7,62x51 Nato.

Bei weiteren Entfernungen lässt die Stoppwirkung der 5,56X45 Nato, gegenüber den beiden oben genannten Patronen, dann stark nach.

McDuff
18.12.2008, 10:54
Ein normales Full Metall Jacket Bullet( Vollmantelgeschoss) zerplatzt, wenn es mit einer Geschwindigkeit von über 830 Meter pro Sekunde in Gelantine oder den menschlichen Körper endringt, wie ein Teilmantelgeschoss.



Da bin ich mir aber nicht so sicher. Das Geschoss soll wohl eher dazu neigen sich zu drehen und so die Wirkung erhöhen.

Stadtknecht
18.12.2008, 11:06
Wundballistik interessiert mich nicht, da ich nur auf Scheiben schieße.

franjo
18.12.2008, 11:10
Und schon falsch gedacht. Der Originaldurchmesser ist .311 Zoll, wobei manchmal im Westen jedoch .308 Geschosse geladen werden. Und ich habe mal nachgesehen: Die Mini 30 hat das original Russenkaliber in .311 Zoll.

Beim 7.62x51 ist es immer ein .308 Kaliber.

Es knarrt der Lachsack! :D




Da gab es eine ganze Reihe von Ueberlegungen. Es stimmt jedoch, dass die stark gekruemmte Flugbahn ein Problem gewesen ist. Gewisse Ueberlegungen zur Wundballistik kommen jedoch noch hinzu, auf eine mittelenergetische Patrone in einem kleineren Kaliber auszuweichen.

Moin

Klasse, das mit dem 308 war mir schon klar, ich hatte die Problematik wohl nicht verstanden.
Bitte macht mal weiter in dem Text, für einen "Ballistik-Ahnungslosen", wie mich ist das hochinteressant. Ich weiß heute noch nicht, wie ich das Thema in der Jägerprüfung auf die Reihe brachte.:D

franjo

Haspelbein
18.12.2008, 13:34
Fast so kompliziert wie mit der 7,62x54R. Die Finnen verlangen nach .310 (Lapua D166) Die sehr gute "Gewehrzielpatrone" (SU Match) hat .309.

Im übrigen haben die Schweizer 7,5x55 auch .308

Manchmal ist es nicht einfach. :nido:

Und warum ist eine .38 Special denn ein .357 Zoll Kaliber? :cool2:

Haspelbein
18.12.2008, 13:45
Da bin ich mir aber nicht so sicher. Das Geschoss soll wohl eher dazu neigen sich zu drehen und so die Wirkung erhöhen.

Grundsaetzlich spricht RDX mit der Geschwindigkeit schon einen richtigen Punkt an, aber es haengt genauso vom Geschoss selbst ab, und ebenso wie das Geschoss stabilisiert wird.

All dies fing mit der Einfuehrung der 5.56x45 NATO und dem M16A1 in Vietnam an. Dieses Gewehr verschoss das M193 Geschoss, das es mit seiner Zugrate (eine direkte Uebersetzung aus dem Englischen: Ich beziehe mich hier darauf, wie wieviele Umdrehungen die Zuege pro Laengeneinheit des Laufes haben, was sich bei einem gleichbleibendem Geschoss in eine mehr oder weniger starke Rotation uebersetzt.) kaum stabilisieren konnte. Das Resultat war, dass sich dieses Geschoss beim Auftreffen oder anderen aeusseren Einfluessen verdrehte. Bei der Wundballistik fuehrte es dazu, dass es sehr haeufig nach dem Beginn der Verdrehung fragmentierte. Fuer eine ungeschuetzte Person war das fatal. Jedoch war die Eindringtiefe nicht sonderlich hoch.

Jedoch kam dieses Geschoss oftmals nicht durch Stahlhelme oder Flakwesten. Daraufhin konzipierte man ein etwas schwereres Geschoss (SS109), dass man staerker stabilisierte. Es kommt besser durch Helme und Flakwesten, jedoch tritt der Fragmentierungseffekt so gut wie gar nicht ein.

Die Russen haben ihr 5.45x39mm Kaliber, bei dem das Geschoss selbst unter dem Metallmantel inhomogen aufgebaut ist, so dass es stark fragmentiert. Allerdings findet man bei 7.62x39mm Munition der Russen mit Luft gefuellte Kammern unmittelbar hinter der Spitze des FMJ Geschosses, was ebenfalls einer Verdrehung zugute komme sollte. Wie effektiv dies ist, weiss ich jedoch nicht.

Aber all das ist nicht neu: Schon die Briten haben bei den Geschossen fuer ihre .303 Munition manchmal eine Kombination von Holz und Blei benutzt, um das Geschoss nach dem Aufstreffen instabil werden zu lassen.

RDX
18.12.2008, 14:24
Da bin ich mir aber nicht so sicher. Das Geschoss soll wohl eher dazu neigen sich zu drehen und so die Wirkung erhöhen.


Nach etwas googeln hatte ich eine Seite gefunden, die meine Behauptung bestätigt.
Ich selbst habe das mal in der Jagdzeitschrift "Jagen Weltweit" gelesen.

http://www.lima-wiederladetechnik.de/Zielwirkung/Zielwirkung_3.html

Bei einer Geschwindigkeit über 900 m/s im Ziel ,können sich sogar Stahlkerngeschosse zerlegen.

Dringt ein Geschoss, mit einer Geschwindigkeit von über 820 m/s, in den Körper eines Stück Wildes ein, kann dies beim Wild außerdem den tödlichen, hydrodynamischen Schock auslösen.

McDuff
18.12.2008, 15:34
Und warum ist eine .38 Special denn ein .357 Zoll Kaliber? :cool2:

Weil die .38 Special das Zugkaliber und die .357 das Feldkaliber angibt. 38 Klingt halt besser als .36 :]

Warum sollte man aus 8x57 I Läufen keine 8x57 IS verschießen? :)

McDuff
18.12.2008, 15:37
Mit der .223 ist es wohl Komplizierter als gedacht. ?( Ich danke für die Erklärungen. Da bleib ich doch glatt bei der 9.3x72 R fürs Rehwild.

Haspelbein
18.12.2008, 20:51
Weil die .38 Special das Zugkaliber und die .357 das Feldkaliber angibt. 38 Klingt halt besser als .36 :]

Gut ueberlegt und sehr plausibel ... stimmt aber leider nicht. :D




Warum sollte man aus 8x57 I Läufen keine 8x57 IS verschießen? :)

Unterschiede im Zugmass, d.h. das 8x57 IS Geschoss ist ein groesseres Kaliber.

...kommen Sie rein, steigen Sie zu ... froehliches Kaliberraten, ein Spass fuer Jung und Alt! ...

Sollte ich aus einem Gewehr in .223 Rem Patronen im NATO Kaliber 5.56x45mm verschiessen, oder ist das eher umgekehrt? ;)

McDuff
19.12.2008, 05:47
Gut ueberlegt und sehr plausibel ... stimmt aber leider nicht. :D




Unterschiede im Zugmass, d.h. das 8x57 IS Geschoss ist ein groesseres Kaliber.

...kommen Sie rein, steigen Sie zu ... froehliches Kaliberraten, ein Spass fuer Jung und Alt! ...

Sollte ich aus einem Gewehr in .223 Rem Patronen im NATO Kaliber 5.56x45mm verschiessen, oder ist das eher umgekehrt? ;)

Stimmt nicht ?( so hab ichs zumindest für die Jägerprüfung gelernt.:shrug:

Richtig 8.02 und 8.20 mm das kann ins Auge gehen (s. G88)

Die .223 Remington hat ja die Maße 5,45x45 mm (angeblich kann man aus der AK 74 die ja für 5.45x39 eingerichtet ist dies 5,45x45 verschießen).
Die 223 und die Nato2 sollten kompatibel sein. Allerdings weiß ich von Problemen mit Nato1 (7.62x51) in Gewehren für .308 Winchester wegen unterschiedlicher Steigung der Hülsenschultern. Könnte bei der Nato2 auch der Fall sein.

Was hat es mit dem Kaliber 8x60S auf sich?

franjo
19.12.2008, 08:22
Gut ueberlegt und sehr plausibel ... stimmt aber leider nicht. :D


Dann will ich mal die Literatur bemühen. Aus einem Script, daß ich vor etwa 20 Jahren zum Lernen für die Jägerprüfung bekam.:

Zitat:
----------------------------------------------------------------------------------------------------
....................357 magnum is accurately named. The bullet is approximately .357 in diameter. .38 special comes from an earlier era when calibre naming conventions were creative, and mostly based off of black powder conventions (such as ".44 magnum" actually being ~.424 ). The .357 magnum is actually a child of the .38 special in that there was a load called .........................................
-----------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich wüßte gerne, ob das so stimmt.

franjo

Haspelbein
19.12.2008, 12:48
[...]

Ich wüßte gerne, ob das so stimmt.

franjo

Ich kenne zwei Versionen, die richtig sein koennten. Der Unterschied zwischen .357 uind .38 ist zu gross, als dass es sich um einen Unterschied zwischen Zug- und Feldmass handeln kann.

Aller Wahrscheinlichkeit nach bezieht es sich auf eine alte Konvention aus Zeiten der Schwarzpulverpatronen, an dem das Kaliber an der Huelse und nicht am Geschoss gemessen wurde.

Das US Wiki meint hierzu:



Despite its name, its caliber is actually .357–.358 inches (9.0678 mm), with the ".38" referring to the approximate diameter of the loaded brass case. This came about because the original .38-caliber cartridge, the .38 Short Colt, was designed for use in converted .36-caliber cap-and-ball (muzzleloading) Navy revolvers, which had cylindrical firing chambers of approximately .374 inch diameter, requiring "heel-based" bullets, the exposed portion of which was the same diameter as the cartridge case (see the section on the .38 Long Colt).


Eine andere Version, die ich mal in einem NRA Magazin gelesen habe, meinte dass es frueher ungleichmaessig gegossenen Bleigeschosse in diesem Kaliber gegeben habe, die am Hinterteil des Geschosses geweitet waren, um besser gegen die Treibladung abzudichten. (War natuerlich keine tolle Idee.)

Auf jeden Fall hat es historische, und keine mit der modernen Munition nachvollziehbare Gruende. ;)

Haspelbein
19.12.2008, 13:04
Stimmt nicht ?( so hab ichs zumindest für die Jägerprüfung gelernt.:shrug: [...]

Ist auch keine leichte Frage. ;)



Richtig 8.02 und 8.20 mm das kann ins Auge gehen (s. G88)

Musste ich auch erst einmal nachgucken. Ich kannte den Unterschied in der Geschossform, und haette die Kaliber schon deshalb nicht ausgetauscht.



Die .223 Remington hat ja die Maße 5,45x45 mm (angeblich kann man aus der AK 74 die ja für 5.45x39 eingerichtet ist dies 5,45x45 verschießen).
Die 223 und die Nato2 sollten kompatibel sein.[...]

a) Ich bin mir da nicht sicher, und habe das mit der AK 74 nie ausprobiert. Die Unterschiede in der Munition sind jedoch gross genug, dass dies alles andere als ideal sein sollte.
Ich weiss jedoch, dass die 5.45x39mm Munition in einem M16 (5.56x45) eine Sauerei ist, die ca. 15 Minuten braucht, bis man die Patrone wieder aus dem Patronenlager hat. ;)

b) Nein, .223 und 5.56x45mm sind nur oberflaechlich kompatibel. Die erlaubten Gasdruecke sind unterschiedlich, und auch bei den Geschossformen und Geschosslaengen gibt es z.T. satte Unterschiede. Prinzipiell sollte man davon absehen, NATO2 Munition aus einem Gewehr fuer .223 Rem zu verschiessen.



Allerdings weiß ich von Problemen mit Nato1 (7.62x51) in Gewehren für .308 Winchester wegen unterschiedlicher Steigung der Hülsenschultern. Könnte bei der Nato2 auch der Fall sein.

Das stimmt, die Steigung hier ist z.T. unterschiedlich. Ist aber oftmals ein Gluecksfall, d.h. es haengt vom Hersteller ab, ob es geht oder nicht.



Was hat es mit dem Kaliber 8x60S auf sich?

War das nicht ein Interbellum Kaliber? (Ansonsten weiss ich ueber dieses Kaliber nicht allzuviel.)

franjo
19.12.2008, 17:05
..............Was hat es mit dem Kaliber 8x60S auf sich?

http://www.lima-wiederladetechnik.de/8-mm-S/8x60-S.htm

Schreibt Lutz Möller dazu. Normaölerweise ist der recht gut informiert.

frabjo

Stadtknecht
19.12.2008, 17:45
Hallooooo!!!!!!

Könnt Ihr einen Schießsporteinsteiger nicht noch etwas mehr verwirren?


P.S. Letztens durfte ich eine Pistole Typ Colt Covernment 1911 schießen.

Feines Teil, gefällt mir.

Haspelbein
19.12.2008, 18:01
Hallooooo!!!!!!

Könnt Ihr einen Schießsporteinsteiger nicht noch etwas mehr verwirren?[...]

Soll das eine Herausforderung sein? Auf eine Diskussion ueber die Konstruktion, sowie Vor- und Nachteile verschiedener Rollenverschluesse und ihre geschichtliche Entwicklung lasse ich mich immer gerne ein. :D (P.S.: Das deutsche Wiki laesst hier mindestens eine Form des Rollenverschlusses aus.)

...verdammt, ich hatte heut schon zuviel Kaffee. :D




P.S. Letztens durfte ich eine Pistole Typ Colt Covernment 1911 schießen.

Feines Teil, gefällt mir.

Das ist schoen. Wenn du den Winkel der Griffstueckes magst, so wirst du wahrscheinlich dem Ding ein Leben lang treu bleiben. Diese Form der Pistole kann sehr praezise gefertigt werden, und ist mit einem gewissen Aufwand auch zuverlaessig.

Mir persoenlich liegt sie nicht so, und schiesse andere Pistolen besser, kann jedoch ihren Reiz durchaus nachempfinden.

Stadtknecht
19.12.2008, 18:33
Soll das eine Herausforderung sein? Auf eine Diskussion ueber die Konstruktion, sowie Vor- und Nachteile verschiedener Rollenverschluesse und ihre geschichtliche Entwicklung lasse ich mich immer gerne ein. :D (P.S.: Das deutsche Wiki laesst hier mindestens eine Form des Rollenverschlusses aus.)

...verdammt, ich hatte heut schon zuviel Kaffee. :D




Das ist schoen. Wenn du den Winkel der Griffstueckes magst, so wirst du wahrscheinlich dem Ding ein Leben lang treu bleiben. Diese Form der Pistole kann sehr praezise gefertigt werden, und ist mit einem gewissen Aufwand auch zuverlaessig.

Mir persoenlich liegt sie nicht so, und schiesse andere Pistolen besser, kann jedoch ihren Reiz durchaus nachempfinden.


Genau das meine ich. :rolleyes:

Haspelbein
19.12.2008, 18:35
Genau das meine ich. :rolleyes:

Ich wuensche aber trotzdem viel Spass mit der 1911. Da es davon etliche Versionen von verschiedenen Herstellern gibt, was hast du denn genau geschossen?

McDuff
20.12.2008, 10:22
Habt recht mit der 8x60S! In diesem Zusammenhang möchte ich bemerken, daß in Frankreich den Jägern die Verwendung jeglicher, jemals militärisch verwandter Kaliber untersagt ist. Es gibt nur eine Ausnahme für Gastjäger in grenznahen Gebieten für die 8x57.

Misteredd
20.12.2008, 10:32
Habt recht mit der 8x60S! In diesem Zusammenhang möchte ich bemerken, daß in Frankreich den Jägern die Verwendung jeglicher, jemals militärisch verwandter Kaliber untersagt ist. Es gibt nur eine Ausnahme für Gastjäger in grenznahen Gebieten für die 8x57.

Diese Regelung soll aber bald fallen !










Wie jedes Jahr erzählt wird. Die haben dort sogar eine Jagdpolizei, die Dich wegen dem Kaliber lautstarkt mitten im Ansitz kontrolliert.:=

Stadtknecht
20.12.2008, 10:50
Ich wuensche aber trotzdem viel Spass mit der 1911. Da es davon etliche Versionen von verschiedenen Herstellern gibt, was hast du denn genau geschossen?

Eine Springfield 1911 in .45 ACP.

Sie hatte andere Griffschalen, nämlich solche aus Gummi, was die Handlage sehr verbessern soll.
Auch das Kaliber fand ich trotz seiner beeindruckenden Größe sehr angenehm.

Stadtknecht
20.12.2008, 10:52
Habt recht mit der 8x60S! In diesem Zusammenhang möchte ich bemerken, daß in Frankreich den Jägern die Verwendung jeglicher, jemals militärisch verwandter Kaliber untersagt ist. Es gibt nur eine Ausnahme für Gastjäger in grenznahen Gebieten für die 8x57.

Da dürften ja nur ziemlich exotische und somit teure Kaliber übrig bleiben.

Haspelbein
20.12.2008, 13:29
Eine Springfield 1911 in .45 ACP.

Sie hatte andere Griffschalen, nämlich solche aus Gummi, was die Handlage sehr verbessern soll.
Auch das Kaliber fand ich trotz seiner beeindruckenden Größe sehr angenehm.

Es gibt hier ein Geheimnis (okay, kein so grosses Geheimnis): Die 1911 ist schwer genug, und die .45 ACP so langsam, dass man mit ein wenig Uebung eine 1911 schiessen koennte, indem man den Griff nur mit Mittelfinger und Daumen umschliesst, und den Abzug mit dem Zeigefinger betaetigt. Trotz seiner imposanten Groesse ist die Plattform sehr stabil, und wird nicht zuletzt deshalb von Sportschuetzen gerne benutzt.

Im Vergleich zu kleineren und hochenergetischeren Kalibern, oder Pistolen zum verdeckten Tragen ist die 1911 wirklich angenehm zu schiessen.

Haspelbein
20.12.2008, 13:30
Habt recht mit der 8x60S! In diesem Zusammenhang möchte ich bemerken, daß in Frankreich den Jägern die Verwendung jeglicher, jemals militärisch verwandter Kaliber untersagt ist. Es gibt nur eine Ausnahme für Gastjäger in grenznahen Gebieten für die 8x57.

Das macht Sinn, denn eine .300 Win Mag ist ja deutlich weniger gefaehrlich als eine 8x57. :rolleyes:

Stadtknecht
20.12.2008, 13:35
Es gibt hier ein Geheimnis (okay, kein so grosses Geheimnis): Die 1911 ist schwer genug, und die .45 ACP so langsam, dass man mit ein wenig Uebung eine 1911 schiessen koennte, indem man den Griff nur mit Mittelfinger und Daumen umschliesst, und den Abzug mit dem Zeigefinger betaetigt. Trotz seiner imposanten Groesse ist die Plattform sehr stabil, und wird nicht zuletzt deshalb von Sportschuetzen gerne benutzt.

Im Vergleich zu kleineren und hochenergetischeren Kalibern, oder Pistolen zum verdeckten Tragen ist die 1911 wirklich angenehm zu schiessen.

Welchen Sinn soll das denn haben?
Warum sollte jemand beim Halten einer Pistole Ring- und Kleinfinger vornehm abspreizen?

Haspelbein
20.12.2008, 13:39
Welchen Sinn soll das denn haben?
Warum sollte jemand beim Halten einer Pistole Ring- und Kleinfinger vornehm abspreizen?

Nein, es ist einfach eine Demonstration, das der Rueckstoss dieser Waffe extrem beherrschbar ist. Es hat keine praktische Funktion.

Stadtknecht
20.12.2008, 13:50
Nein, es ist einfach eine Demonstration, das der Rueckstoss dieser Waffe extrem beherrschbar ist. Es hat keine praktische Funktion.

Ok, das erscheint logisch.

Den Rückstoß der 1911 empfand ich als angenehmer als den der 9mm Para Pistolen, die ich bis jetzt geschossen habe.
Das waren eine Walther P99, eine Sig Sauer 226 und eine Heckler und Koch USP.

franjo
20.12.2008, 14:48
Diese Regelung soll aber bald fallen !










Wie jedes Jahr erzählt wird. Die haben dort sogar eine Jagdpolizei, die Dich wegen dem Kaliber lautstarkt mitten im Ansitz kontrolliert.:=

Das mit der Jagdpolizei ist aber stark regional abhängig.
Im Elsaß und in Lothringen ist das lästig. In Südfrankreich, speziell der Provence hingegen geht alles zur Jagd was einen Löffel halten kann.:cool:

franjo

Haspelbein
20.12.2008, 17:25
Ok, das erscheint logisch.

Den Rückstoß der 1911 empfand ich als angenehmer als den der 9mm Para Pistolen, die ich bis jetzt geschossen habe.
Das waren eine Walther P99, eine Sig Sauer 226 und eine Heckler und Koch USP.

Ja, der Rueckstoss wird von vielen Schuetzen als etwas "gedehnter" und weniger ruckartig empfunden, was auf die Dauer viele angenehmer empfinden. Schmerzhaft sind in diesem Kaliber nur die Munitionspreise, wenn man nicht wiederlaedt. ;)

Haspelbein
20.12.2008, 17:26
Das mit der Jagdpolizei ist aber stark regional abhängig.
Im Elsaß und in Lothringen ist das lästig. In Südfrankreich, speziell der Provence hingegen geht alles zur Jagd was einen Löffel halten kann.:cool:

franjo

Gibt es dort ebenfalls zur Jagd ebenfalls schulfrei, wie hier in einigen laendlichen Gebieten?

franjo
20.12.2008, 18:30
Gibt es dort ebenfalls zur Jagd ebenfalls schulfrei, wie hier in einigen laendlichen Gebieten?

Moin

Das ist mir nicht bekannt. Traditionell gibt es in Frankreich eine andere Jagdbestimmung, die zudem von Departement zu Departement sehr unterschiedlich ist.
In den stärker bewaldeten Dept.`s gibt man sich Mühe den Überblick zu behalten. Im Süden hingegen, wo es weniger Bewuchs und mehr Landwirtschaft gibt erlaubt man fast alles. Hauptsache die Schwarzkittel und die Hasen werden dezimiert.

Erwachsen muß man auch dort sein, um jagen zu dürfen.

Seit heute übrigens weiß ich, was Du mit dem Knorpelpanzer bei Schwarzwild meintest. Nacken ist für mich das Genick, Du meintest die Panzerung der Schultern bei Keilern. Großer Aha-Effekt meinerseits.:D

franjo

Haspelbein
20.12.2008, 19:14
Moin

Das ist mir nicht bekannt. Traditionell gibt es in Frankreich eine andere Jagdbestimmung, die zudem von Departement zu Departement sehr unterschiedlich ist.
In den stärker bewaldeten Dept.`s gibt man sich Mühe den Überblick zu behalten. Im Süden hingegen, wo es weniger Bewuchs und mehr Landwirtschaft gibt erlaubt man fast alles. Hauptsache die Schwarzkittel und die Hasen werden dezimiert.[...]

Bin zwar nur ein paar Mal in Frankreich gewesen, aber den Eindruck habe ich auch gehabt. :D



Erwachsen muß man auch dort sein, um jagen zu dürfen.


Das ist in den USA anders. Die Jagd wird als Jugendsport propagiert, und Jugendliche werden bei den Jagdzeiten bevorzugt behandelt.



Seit heute übrigens weiß ich, was Du mit dem Knorpelpanzer bei Schwarzwild meintest. Nacken ist für mich das Genick, Du meintest die Panzerung der Schultern bei Keilern. Großer Aha-Effekt meinerseits.:D [...]

Oh ja, das ist nicht ohne, und ich fuerchte, da ist vorher in der Uebersetzung etwas verlorengegangen. ;)

franjo
20.12.2008, 19:31
Moin

Ich war schon in Frankreich eingeladen. Harte Gesetzte gibt es dort schon, nur werden diese erfahrungsgemäß seeeeeeehr flexibel ausgelegt.
Die Ordnungsmacht in F hat zudem die Möglichkeit ein Legal reason zu beurteilen, was gegenüber Deutschland immer ein Vorteil sein wird. So etwas kennen wir nicht, hier gelten sture Vorschriften.

Vorausgesetzt man benimmt sich, tut man das nicht, bekommt man in Frankreich sehr schnell die Ömme voll. :D
Was mir übrigens nicht schlecht gefällt.

Frei nach dem Motto: Wenn Du weißt, was Du tust, darfst Du machen, was Du willst.

Schönes Motto. ;)

franjo

franjo
22.12.2008, 14:30
Bin zwar nur ein paar Mal in Frankreich gewesen, aber den Eindruck habe ich auch gehabt. :D



Das ist in den USA anders. Die Jagd wird als Jugendsport propagiert, und Jugendliche werden bei den Jagdzeiten bevorzugt behandelt.



Oh ja, das ist nicht ohne, und ich fuerchte, da ist vorher in der Uebersetzung etwas verlorengegangen. ;)

Das erschlägt meines jetzigen Wissenstandes nach das ganze französische Thema.
In F haben durch die lange Zeit geltende liberale Waffengesetzgebung sehr viele Haushalte einen beachtlichen Langwaffenbestand, mit den daraus resultierenden Problemen. Das ganze gepaart mit einer liberalen Jagdgesetzgebung hat laut eines Bekannten von mir zu teilweise sehr "unjagdlichen" Auswüchsen geführt.
Mag sein, daß die französische Regierung aufgrund dieser Tatsachen "exotische" Ideen hat, dieser Sache Herr zu werden. Ich hab mal weiter ein offenes Ohr in diese Richtung und schreibe, wenn ich mehr darüber weiß.

In Italien, dort weiß ich etwas besser Bescheid, ist es durchaus problematisch, daß in der Vergangenheit auf alles geschossen wurde, was sich bewegte.
Ob die dortige, rigide Gesetzesänderug Besserung verspricht ist natürlich streitbar.

franjo

Haspelbein
22.12.2008, 14:43
Das erschlägt meines jetzigen Wissenstandes nach das ganze französische Thema.
In F haben durch die lange Zeit geltende liberale Waffengesetzgebung sehr viele Haushalte einen beachtlichen Langwaffenbestand, mit den daraus resultierenden Problemen. Das ganze gepaart mit einer liberalen Jagdgesetzgebung hat laut eines Bekannten von mir zu teilweise sehr "unjagdlichen" Auswüchsen geführt.
Mag sein, daß die französische Regierung aufgrund dieser Tatsachen "exotische" Ideen hat, dieser Sache Herr zu werden. Ich hab mal weiter ein offenes Ohr in diese Richtung und schreibe, wenn ich mehr darüber weiß.[...]

Oftmals sind diese Ideen nicht exotisch, sondern lassen sich einfach der Bevoelkerung als Sicherheitsmassnahme verkaufen. ("Keine Militaerwaffen in unseren Waeldern!")
Kurzum, man bringt den alten Haudegen zum Buechsenmachen, und laesst ihm einen neuen Lauf verpassen, und konvertiert ihn gleichzeitig auf ein neues Kaliber. Es ist ein altbekanntes Spiel. :D



In Italien, dort weiß ich etwas besser Bescheid, ist es durchaus problematisch, daß in der Vergangenheit auf alles geschossen wurde, was sich bewegte.
Ob die dortige, rigide Gesetzesänderug Besserung verspricht ist natürlich streitbar.[...]

Nun, in Italien sind die Uebergaenge von der Jagd, ueber die organisierte Kriminalitaet und zur Politik eh fliessend. ;)

McDuff
22.12.2008, 14:50
Die 7x64 wird recht viel dort benutzt und ob die Regelung jemals wegfällt wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls nervt das bei Jagdeinladungen gewaltig.
Was die 1911 betrifft kann ich mich nur anschließen und gutes darüber sagen. Browning war ein Genie!

franjo
22.12.2008, 17:27
Oftmals sind diese Ideen nicht exotisch, sondern lassen sich einfach der Bevoelkerung als Sicherheitsmassnahme verkaufen. ("Keine Militaerwaffen in unseren Waeldern!")
Kurzum, man bringt den alten Haudegen zum Buechsenmachen, und laesst ihm einen neuen Lauf verpassen, und konvertiert ihn gleichzeitig auf ein neues Kaliber. Es ist ein altbekanntes Spiel. :D

Nun, in Italien sind die Uebergaenge von der Jagd, ueber die organisierte Kriminalitaet und zur Politik eh fliessend. ;)

Falsch!
In Italien geht man halt noch zur Jagd. Das sind Familienverbände, die sich in Mittelgebirgslagen damit zum Teil selbst versorgen, wie in den USA z.B.
Ich habe erlebt, daß Säuglinge beim Zerwirken der Beute dabei waren, d. h. die Kinder wissen, was sie essen. Finde ich erstmal gut.
Maffiös ist erstmal nix, die Einstellung unterschiedlicher Clans mal aussenvor.
Tatsache ist, daß man dort pfleglicher mit der Natur umgeht als in D. Man isst, was man jagt, was erstmal gut ist.

Mißbrauch von Traditionen ist man dort halt nicht gewappnet.
In Deutschland gibt es diese Art der Tradition (des Jagens nicht) schade darum.

franjo

Haspelbein
22.12.2008, 17:37
Falsch!
In Italien geht man halt noch zur Jagd. Das sind Familienverbände, die sich in Mittelgebirgslagen damit zum Teil selbst versorgen, wie in den USA z.B.
Ich habe erlebt, daß Säuglinge beim Zerwirken der Beute dabei waren, d. h. die Kinder wissen, was sie essen. Finde ich erstmal gut.
Maffiös ist erstmal nix, die Einstellung unterschiedlicher Clans mal aussenvor.
Tatsache ist, daß man dort pfleglicher mit der Natur umgeht als in D. Man isst, was man jagt, was erstmal gut ist.

Mißbrauch von Traditionen ist man dort halt nicht gewappnet.
In Deutschland gibt es diese Art der Tradition (des Jagens nicht) schade darum.

franjo

Ich glaube, mein Smilie war nicht ausdrucksvoll genug. :D Ich bin mir des Charakters einer Volksjagd wie in Italien schon bewusst. Was den Umgang mit der Natur angeht, nun gut, da habe ich in Italien schon unterschiedliche Dinge gesehen, aber das geht nur z.T. auf die Jagd zurueck.

Es stimmt jedenfalls, dass die Jagd in Deutschland im Gegensatz dazu sehr stark an den Grundbesitz gebunden ist, und auf eine voellig andere Form stattfindet. Eine Jagd wie in Italien oder den USA ist dem Buerger oder Waehler auch wesentlich leichter zu verkaufen, da er eben wesentlich leichter daran teilnehmen kann.

franjo
23.12.2008, 14:08
Moin

Mal zwei recht interessante Links.

http://www.bsg-dornier.de/schiessen/filme/hsp/exploding_sixgun.mpg

http://kurzzeit.com/videos.htm

franjo

Haspelbein
23.12.2008, 14:22
Moin

Mal zwei recht interessante Links.

http://www.bsg-dornier.de/schiessen/filme/hsp/exploding_sixgun.mpg

http://kurzzeit.com/videos.htm

franjo

Ich kann derzeit nicht auf Videos zurueckgreifen, werde es aber spaeter mal tun...;)

franjo
23.12.2008, 20:05
Hmmmmmmmmmmmm

Haspelbein
23.12.2008, 21:08
Kann prinzpiell passieren. Ohne genau zu wissen, wie, wann, wo und womit geschossen wurde, kann man nur spekulieren.

franjo
23.12.2008, 22:31
Moin

Mit Sicherheit sind das Resultate übertriebener Ladung, jetzt aber mal ohne Brille und Lupe gesprochen, das ist kein Oberteil aus gefräßtem, Stahl, das sind Brucherscheinungen von Grobkorn gezeichnet, ich unterstelle jetzt mal keinen Guß, sieht allerdings so aus. Mal so als vereidigter Sachverständiger bemerkt.

franjo

Haspelbein
24.12.2008, 14:36
Moin

Mit Sicherheit sind das Resultate übertriebener Ladung, jetzt aber mal ohne Brille und Lupe gesprochen, das ist kein Oberteil aus gefräßtem, Stahl, das sind Brucherscheinungen von Grobkorn gezeichnet, ich unterstelle jetzt mal keinen Guß, sieht allerdings so aus. Mal so als vereidigter Sachverständiger bemerkt.

franjo

Nun, ich kann Springfield Armory auf dem Schlitten erkennen. Die untere Preisklasse ihrer 1911 wurden z.T. in Brasilien gefertigt, und waren definitiv nicht gefraest. Ob das eine von diesen Pistolen war, kann ich natuerlich so nicht sagen.

franjo
24.12.2008, 15:16
Nun, ich kann Springfield Armory auf dem Schlitten erkennen. Die untere Preisklasse ihrer 1911 wurden z.T. in Brasilien gefertigt, und waren definitiv nicht gefraest. Ob das eine von diesen Pistolen war, kann ich natuerlich so nicht sagen.

Moin

Ich assoziiere Guß, ist mein erster Gedanke, unausgesprochen, interessant.
Brasilien bringe ich ungerechter Weise zwingend mit "Billig" in Einklang.
Hast Du schon Oberteile aus brasilianischer Fertigung gesehen, und weißt, daß sie keine Frässpuren hatten? Rein Interessehalber.
Der Schaden sieht nach lamellarem Guß aus.

franjo

Haspelbein
24.12.2008, 18:16
Moin

Ich assoziiere Guß, ist mein erster Gedanke, unausgesprochen, interessant.
Brasilien bringe ich ungerechter Weise zwingend mit "Billig" in Einklang.
Hast Du schon Oberteile aus brasilianischer Fertigung gesehen, und weißt, daß sie keine Frässpuren hatten? Rein Interessehalber.
Der Schaden sieht nach lamellarem Guß aus.

franjo

Ich habe solche Schlitten leider noch nicht selbst gesehen, es ist jedoch kein Geheimnis, dass IMBEL in Brasilien Teile fuer die 1911 Versionen von Springfield Armory liefert. Selbst das englischsprachige Wiki meint hierzu:



Project Colt - IMBEL acquired a manufacturing license for the Colt M1911 .45ca; pistol. The continuing export of pistols, through Springfield Inc. since 1985 into and for the United States. It produces models that include double-stack models in .380ACP, 9mm Parabellum and .45ACP.

In welchem Umfang dies fuer welches Modell zutrifft, konnte ich leider auch nicht herausfinden. Ebenfalls gibt es keine sicheren Quellen, die mir leicht zugaenglich sind, die einen Guss bestaetigen. Die Spur verliert sich in Suedamerika ... ;)

Stadtknecht
25.12.2008, 10:25
Moin

Mit Sicherheit sind das Resultate übertriebener Ladung, jetzt aber mal ohne Brille und Lupe gesprochen, das ist kein Oberteil aus gefräßtem, Stahl, das sind Brucherscheinungen von Grobkorn gezeichnet, ich unterstelle jetzt mal keinen Guß, sieht allerdings so aus. Mal so als vereidigter Sachverständiger bemerkt.

franjo

Explodiert bei Überladung nicht immer das Patronenlager?
So haben es mir Wiederlader erzählt.

franjo
25.12.2008, 14:34
Explodiert bei Überladung nicht immer das Patronenlager?
So haben es mir Wiederlader erzählt.

Ich bin in diesem Fach kein Spezialist. Bisher sah ich Schäden, die hauptsächlich an bewegten Massen auftraten. So z.B. Brüche bei AUtomatikwaffen.
Die Patronenlager sind m.E. nach sehr unterschiedlich dimensioniert, so, daß ich nicht generell daran glaube hier die schwächste Stelle zu sehen.
Beim Revolver ist es ja auch nicht zwingend die Trommel, die aufgibt, das wäre die Brücke zum Patronenlager. Ich suche später mal noch ein paar Schadensbilder raus, die zeigen überwiegend gerissene Griffstücke und Rahmen.

franjo

Stadtknecht
25.12.2008, 14:46
Ich bin in diesem Fach kein Spezialist. Bisher sah ich Schäden, die hauptsächlich an bewegten Massen auftraten. So z.B. Brüche bei AUtomatikwaffen.
Die Patronenlager sind m.E. nach sehr unterschiedlich dimensioniert, so, daß ich nicht generell daran glaube hier die schwächste Stelle zu sehen.
Beim Revolver ist es ja auch nicht zwingend die Trommel, die aufgibt, das wäre die Brücke zum Patronenlager. Ich suche später mal noch ein paar Schadensbilder raus, die zeigen überwiegend gerissene Griffstücke und Rahmen.

franjo

Ja mach mal, das würde mich interessieren.

Die Wiederlader haben erzählt, daß es verschiedene Pulver gibt, die unterschiedlich schnell abbrennen. Verwechselt man diese Pulver, kann es zu einer Sprengung der Waffe kommen.

franjo
25.12.2008, 18:20
Moin

Bei der 1911er die ich zeigte haute wohl das Oberteil nach hinten ab, und der Schlitten zerbrach am Lauf.

Bei dem jetzigen Foto, weiß ich nicht sicher, ob das Patronenlager was abbekommen hat, auf jeden Fall einiges andere.

franjo

Misteredd
25.12.2008, 18:31
Moin

Bei der 1911er die ich zeigte haute wohl das Oberteil nach hinten ab, und der Schlitten zerbrach am Lauf.

Bei dem jetzigen Foto, weiß ich nicht sicher, ob das Patronenlager was abbekommen hat, auf jeden Fall einiges andere.

franjo


Glocks haben doch einen guten Ruf.

Gibt es solche Probleme auch mit der Vollstahl Desert Eagle ?

Stadtknecht
25.12.2008, 18:44
Glocks haben doch einen guten Ruf.

Gibt es solche Probleme auch mit der Vollstahl Desert Eagle ?

Ist das nicht diese israelische Einhand-Artillerie?

franjo
25.12.2008, 18:58
Glocks haben doch einen guten Ruf.

Gibt es solche Probleme auch mit der Vollstahl Desert Eagle ?

Ich denke mal, daß die DE stabiler ist, als manches andere.
Berettas wurden übrigens mal von der israelischen Armee getestet. SIe flogen den Testern in Teilen um die Ohren. Es stellte sich heraus, daß sie die harten Ladungen nicht aushielten.


Ist das nicht diese israelische Einhand-Artillerie?

Nöö, ist eine US-Entwicklung die erst in Israel, dann in den USA gebaut wurde-/wird.
Aber ja zur "Einhandartillerie", Eisenbahngeschütz halt.:D

franjo

franjo
25.12.2008, 19:15
Noch was interessantes

www.jssv.de/fotosv/Cabriolets.pdf

franjo

Misteredd
25.12.2008, 19:16
Ich möchte mir zwei zuverlässige Kurzwaffen zulegen (auf den Jagdschein), um für alles jagdliche gerüstt zu sein. Dabei möchte ich nur einmal kaufen gehen - also muss langlebige Qualität her.

Näher ins Auge habe ich als Pustole deshalb die Desert Eagle und als Revolver die typische Smith&Wesson gefasst. Kaliber mindestens 357, lieber mehr.

schastar
25.12.2008, 20:18
Ich möchte mir zwei zuverlässige Kurzwaffen zulegen (auf den Jagdschein), um für alles jagdliche gerüstt zu sein. Dabei möchte ich nur einmal kaufen gehen - also muss langlebige Qualität her.

Näher ins Auge habe ich als Pustole deshalb die Desert Eagle und als Revolver die typische Smith&Wesson gefasst. Kaliber mindestens 357, lieber mehr.

Als Revolverschütze kann ich dir sagen dass du auch mit einem Ruger gut bedienst bist. Bei Smith und Wessen gibt es da den M629 (.44) oder einige in .375 mit 3 oder 4 Zoll Lauf. Die Eagle ist ein riesiges Ding.

Misteredd
25.12.2008, 20:37
Als Revolverschütze kann ich dir sagen dass du auch mit einem Ruger gut bedienst bist. Bei Smith und Wessen gibt es da den M629 (.44) oder einige in .375 mit 3 oder 4 Zoll Lauf. Die Eagle ist ein riesiges Ding.


Die Ruger soll den schlechteren Abzug besitzen, der nicht wirklich gut hinzubekommen ist.

Klar ist die Eagle riesig - ich möchte mich und meinen Hund damit aber vor angeschweissten Sauen schützen und sie nicht verdeckt tragen. Sauen sind extrem schusshart und nehmen einen Menschen und Hund an. Die 357 ist dann das geringste wirksame Mittel, also lieber mehr. Und wenn mehr dann richtig mehr.

Also 50 AE und 500 S&W Magnum sind das heftigste, das zu bekommen ist.

franjo
25.12.2008, 21:45
Die Ruger soll den schlechteren Abzug besitzen, der nicht wirklich gut hinzubekommen ist.

Klar ist die Eagle riesig - ich möchte mich und meinen Hund damit aber vor angeschweissten Sauen schützen und sie nicht verdeckt tragen. Sauen sind extrem schusshart und nehmen einen Menschen und Hund an. Die 357 ist dann das geringste wirksame Mittel, also lieber mehr. Und wenn mehr dann richtig mehr.

Also 50 AE und 500 S&W Magnum sind das heftigste, das zu bekommen ist.

Moin

Jagdlich merkst Du den Unterschied zwischen der Ruger und der S&W kaum.

Seinen Hund mit einer DE vor einem Stück Schwarzwild zu schützen halte ich für grenzwertig, akzeptziere aber so etwas, das muß jeder selbst wissen.


Da Du nach jagdlichen Waffen fragtest will ich auch jagdlich antworten.

Normalerweise würde ich Dir einen Revolver in .22 oder .22mag für Raubzeug, und einen in .357 als Fangschusswaffe empfehlen. Beide in 4" sollten eine gute Wahl darstellen.

Das hast Du aber nicht wissen wollen, nehme ich an.

franjo

Misteredd
25.12.2008, 21:49
Moin

Jagdlich merkst Du den Unterschied zwischen der Ruger und der S&W kaum.

Seinen Hund mit einer DE vor einem Stück Schwarzwild zu schützen halte ich für grenzwertig, akzeptziere aber so etwas, das muß jeder selbst wissen.


Da Du nach jagdlichen Waffen fragtest will ich auch jagdlich antworten.

Normalerweise würde ich Dir einen Revolver in .22 oder .22mag für Raubzeug, und einen in .357 als Fangschusswaffe empfehlen. Beide in 4" sollten eine gute Wahl darstellen.

Das hast Du aber nicht wissen wollen, nehme ich an.

franjo

Klar geht die Büchse vor. Ich würde Raubzeug auch lieber mit der Büchse oder der Flinte schiessen. Wir haben hier in der Rheinebene eher große Probleme mit überdurchschnittlich großen Sauen. Wir haben hier noch viel Laubwald mit Buchen, Eichen und Kastanien, deshalb fallen die Sauen überdurchschnittlich aus und vermehren sich rasant. Wenn Du Deinen Hund in den hiesigen Dickungen mit einer Büchse schützen willst, wenn Du eine normale Nachsuche durchführst, dann raten mir die hiesigen Jäger lieber dazu etwas mehr zu nehmen.

Haspelbein
26.12.2008, 01:55
Moin

Bei der 1911er die ich zeigte haute wohl das Oberteil nach hinten ab, und der Schlitten zerbrach am Lauf.

Bei dem jetzigen Foto, weiß ich nicht sicher, ob das Patronenlager was abbekommen hat, auf jeden Fall einiges andere.

franjo

Bei der Glock koenntne einige Dinge passiert sein. Jedenfalls brauchte es eine ganze Menge Energie, den Schlitten von den vorderen Schienen zu loesen. Selbst wenn diese vorderen Schienen nachgeben, so sollte der "locking block" den Lauf abfangen. Irgendwass ist da gewaltsam daneben gegangen.

Ob das Partonenlager bei einer Glock was abbekommt, ist mir relativ gleich, da ich einen Originallauf fuer ca $100 neu bekomme. :D Hat der Rahmen jedoch was abbekommen, kann man das Ding vergessen.

Haspelbein
26.12.2008, 01:59
Noch was interessantes

www.jssv.de/fotosv/Cabriolets.pdf

franjo

Recht ausfuehrlich, zeigt aber die Grundprobleme auf:

a) Blockierter Lauf/Kuegel von der Zuendkapsel in den Lauf getrieben
b) Falsches und zu "schnelles" Pulver
c) Nicht zur Waffe passende Munition, falsche Munition
d) Doppelladung

Ansonsten wuerde ich noch anfuegen, dass ich schwere Schaeden bei "Slamfires", d.h. verdreckten Zuendbolzen gesehen habe, die eine Patrone zuendeten, bevor sie voellig im Patronenlager war. Kommt jedoch hauptsaechlich bei halb- oder vollautomatischen Langwaffen vor.

franjo
26.12.2008, 09:23
Bei der Glock koenntne einige Dinge passiert sein. Jedenfalls brauchte es eine ganze Menge Energie, den Schlitten von den vorderen Schienen zu loesen. Selbst wenn diese vorderen Schienen nachgeben, so sollte der "locking block" den Lauf abfangen. Irgendwass ist da gewaltsam daneben gegangen.

Ob das Partonenlager bei einer Glock was abbekommt, ist mir relativ gleich, da ich einen Originallauf fuer ca $100 neu bekomme. :D Hat der Rahmen jedoch was abbekommen, kann man das Ding vergessen.

Es ist eine Glock 30 gewesen, am Patronenlager eines älteren Modelles war die Wandung zu dünn, und das sich zerlegende Patronenlager drückte das Oberteil aus seiner Führung, mittlerweile sei das geändert, Glock hat das bei Altwaffen wohl auf Kulanz gemacht. Ich habe mir das heute Nacht von meinem Jagdgenossen ausführlich beschreiben lassen. Er meinte auf der LIMA Seite von Lutz Möller sei der Vorgang genauer beschrieben.

Der Lauf ist übrigens auch iin Deutschland nicht teuer, ich lege jedoch wert auf eine Waffe, die weder mich, noch einen Jagdpartner verletzt, außer man zielt aufeinander-:D

franjo

franjo
26.12.2008, 09:33
Klar geht die Büchse vor. Ich würde Raubzeug auch lieber mit der Büchse oder der Flinte schiessen. Wir haben hier in der Rheinebene eher große Probleme mit überdurchschnittlich großen Sauen. Wir haben hier noch viel Laubwald mit Buchen, Eichen und Kastanien, deshalb fallen die Sauen überdurchschnittlich aus und vermehren sich rasant. Wenn Du Deinen Hund in den hiesigen Dickungen mit einer Büchse schützen willst, wenn Du eine normale Nachsuche durchführst, dann raten mir die hiesigen Jäger lieber dazu etwas mehr zu nehmen.

Moin

Ich habe heute Nacht Bilder von einem "Riesenkeiler" gesehen (ich wohne ja auch am Rhein :D , ich denke mal eher, das liegt bei uns an der Maismast) Der Klotz war etwas über 120 KG schwer und wurde, schwer krank, mit einer .357mag FMJ abgefangen. Laut meinem Jagdgenossen steckte ein Teilmantelprojektil in der Korpelschwarte Schulter/Hals.
Die erlegenden Treffen seien Kammertreffer gewesen.

Was uns lehrt, daß nicht das Kaliber entscheidend ist, sondern die Sorgfalt des Schusses.
Ich für meinen Teil berate Leute ungern, welches Kaliber wofür das beste ist. Dafür habe ich schon zuvieles gesehen, daß man mir u.U. nicht glauben würde.

Überlege Dir gut, was Du rumschleppen möchtest, und was Du wofür und warum brauchst.

franjo

GnomInc
26.12.2008, 10:31
Wenn eine Nachsuche- Waffe , dann am besten was ohne Hahn- da verheddert sich nix.

Ich würde entweder ne P 99 oder was ähnliches empfehlen .
kannst ja in 10.Auto oder 45. ACP bekommen . da hast du Wirkung !
Oder falls es noch hahnlose Revolver gibt - weiss ich atm nicht.

DE wär mir zu heftig - da muss man ein Muskelmann sein , um das auszuhalten
beim Üben .....in 50.AE oder 44. Mag.

Misteredd
26.12.2008, 11:33
Wenn eine Nachsuche- Waffe , dann am besten was ohne Hahn- da verheddert sich nix.

Ich würde entweder ne P 99 oder was ähnliches empfehlen .
kannst ja in 10.Auto oder 45. ACP bekommen . da hast du Wirkung !
Oder falls es noch hahnlose Revolver gibt - weiss ich atm nicht.

DE wär mir zu heftig - da muss man ein Muskelmann sein , um das auszuhalten
beim Üben .....in 50.AE oder 44. Mag.

Na dann passt es ja.


Die P99 sehe ich mir mal an. DE ist eben Vollstahl und mit dem Drehkopfverschluss enorm haltbar.

Misteredd
26.12.2008, 11:35
Moin

Ich habe heute Nacht Bilder von einem "Riesenkeiler" gesehen (ich wohne ja auch am Rhein :D , ich denke mal eher, das liegt bei uns an der Maismast) Der Klotz war etwas über 120 KG schwer und wurde, schwer krank, mit einer .357mag FMJ abgefangen. Laut meinem Jagdgenossen steckte ein Teilmantelprojektil in der Korpelschwarte Schulter/Hals.
Die erlegenden Treffen seien Kammertreffer gewesen.

Was uns lehrt, daß nicht das Kaliber entscheidend ist, sondern die Sorgfalt des Schusses.
Ich für meinen Teil berate Leute ungern, welches Kaliber wofür das beste ist. Dafür habe ich schon zuvieles gesehen, daß man mir u.U. nicht glauben würde.

Überlege Dir gut, was Du rumschleppen möchtest, und was Du wofür und warum brauchst.

franjo

Maisfelder haben wir hier auch noch und noch. Zum Glück nicht in dem Revier, denn die Wildschäden wären dann kaum zu bezahlen.

Ein Kammertreffer bei so einer "annehmenden" Sau ist schwierig.

Stadtknecht
26.12.2008, 11:54
Wenn eine Nachsuche- Waffe , dann am besten was ohne Hahn- da verheddert sich nix.

Ich würde entweder ne P 99 oder was ähnliches empfehlen .
kannst ja in 10.Auto oder 45. ACP bekommen . da hast du Wirkung !
Oder falls es noch hahnlose Revolver gibt - weiss ich atm nicht.

DE wär mir zu heftig - da muss man ein Muskelmann sein , um das auszuhalten
beim Üben .....in 50.AE oder 44. Mag.

Eine P99 habe ich auch schon geschossen. :]

In NRW wird die P 99 in der DAO-Variante bei der Polizei verwendet.

Aber irgendwie sagte mir die USP von Heckler und Koch eher zu.

Haspelbein
26.12.2008, 19:50
Es ist eine Glock 30 gewesen, am Patronenlager eines älteren Modelles war die Wandung zu dünn, und das sich zerlegende Patronenlager drückte das Oberteil aus seiner Führung, mittlerweile sei das geändert, Glock hat das bei Altwaffen wohl auf Kulanz gemacht. Ich habe mir das heute Nacht von meinem Jagdgenossen ausführlich beschreiben lassen. Er meinte auf der LIMA Seite von Lutz Möller sei der Vorgang genauer beschrieben.[...]

Interessant, denn bei anderen Glockmodellen ist mir sowas nicht untergekommen. Glock Pistolen haben generell einen etwas hoeheren Anspruch an die Wandtaerke von Patronen, da das Patronenlager von Glock der Patrone bei der Zufuehrung etwas mehr Spielraum gewaehrt als andere Browning-Action Pistolen. Dies kann zu Problemen fuehren, wenn man mehrmals wiedergeladene Huelsen verwendet. Aber selbst der Bruch einer Huelse sieht normalerweise nicht so dramatisch aus.



Der Lauf ist übrigens auch iin Deutschland nicht teuer, ich lege jedoch wert auf eine Waffe, die weder mich, noch einen Jagdpartner verletzt, außer man zielt aufeinander-:D

franjo

Jedoch spricht sowas meiner Meinung nach eher fuer Glock, da die gleiche Modellreihe immer noch in (sehr) hohen Stueckzahlen hergestellt und verwendet wird. Waehrend andere Hersteller ihre Modelle wechseln, und behaupten, dass die neuere Version sicher sei, werden die Glocks mit leichten Variationen weiterhin verkauft, und man ist sich sicher, dass ihnen die "Kinderkrankheiten" ausgetrieben wurden, und kennt auch ihre Grenzen sehr genau.

Haspelbein
26.12.2008, 19:59
[...]
Ich für meinen Teil berate Leute ungern, welches Kaliber wofür das beste ist. Dafür habe ich schon zuvieles gesehen, daß man mir u.U. nicht glauben würde.

Überlege Dir gut, was Du rumschleppen möchtest, und was Du wofür und warum brauchst.[...]

Das sehe ich aehnlich. Letztendlich muss man es selbst wissen. Hier in den USA wird die DE fuer die Jagd so gut wie nie verwendet, was jedoch unterschiedliche Gruende hat.

Maximilian
26.12.2008, 21:32
Was ist denn das für ein geiles Teil?

http://de.youtube.com/watch?v=AQcS7JlGc7U

franjo
26.12.2008, 21:38
Jedoch spricht sowas meiner Meinung nach eher fuer Glock, da die gleiche Modellreihe immer noch in (sehr) hohen Stueckzahlen hergestellt und verwendet wird. Waehrend andere Hersteller ihre Modelle wechseln, und behaupten, dass die neuere Version sicher sei, werden die Glocks mit leichten Variationen weiterhin verkauft, und man ist sich sicher, dass ihnen die "Kinderkrankheiten" ausgetrieben wurden, und kennt auch ihre Grenzen sehr genau.

Moin

Das ist natürlich richtig. Glock hat bei dem Schaden z.B. dargelegt, daß im Hause eigene Versuche mit Drücken zwischen 1200 und 3500 Bar durchgeführt wurden.
Die Erscheinung des Zerlegens beim Schuß trat bei ihnen im Labor bei Drücken um 6000bar auf. Man kann also durchaus sagen, daß sie ihre Modelle pflegen und verbessern.

franjo

Haspelbein
26.12.2008, 22:18
Was ist denn das für ein geiles Teil?

http://de.youtube.com/watch?v=AQcS7JlGc7U

Prinzipiell ist das ein Plastikgehaeuse um eine normale Glock herum. Sowas gibt es in verschiedenen Formen. Hier in den USA haette es mit der Schulterstuetze wahrscheinlich rechtliche Probleme, da es die Mindestlaenge fuer eine Langwaffe wohl unterschreitet.
Es gibt aber Teile, die nur unwesentlich laenger und legal sind. Ich habe sie oefter mal bei Polizisten im Polizeiwagen gesehen, die diese Karabiner anstatt von Gewehren mitfuehren.

royona
27.12.2008, 00:21
...kleines und unscheinbares Tuch zur Rettung der Männerherzen und Leben:
http://www.srulirecht.com/index.php/projects/DAMDUR-THE-DAMNED.html
http://www.srulirecht.com/images/stories/fullhankie1.jpg

Haspelbein
27.12.2008, 00:50
...kleines und unscheinbares Tuch zur Rettung der Männerherzen und Leben:
[...]

Fuer eine kleinere Weste (Class III) reichte es nicht? Ist mir mein Herzen doch lieb, so geht es mir aehnlich mit der Lunge. ;)

McDuff
27.12.2008, 11:49
Was die Fangschusswaffe angeht, da schwöre ich auf die 1911 in .45 ACP. Funktioniert immer und ist gerade wegen des Hahns sicher.

franjo
27.12.2008, 23:05
Was die Fangschusswaffe angeht, da schwöre ich auf die 1911 in .45 ACP. Funktioniert immer und ist gerade wegen des Hahns sicher.

Das mit dem Hahn verstehe ich auch nicht, der ist da, gespannt oder nicht, und sicher.
Aber es gibt ja ab und an zweifelswerte Tips.

franjo

GnomInc
28.12.2008, 12:06
Das mit dem Hahn verstehe ich auch nicht, der ist da, gespannt oder nicht, und sicher.
Aber es gibt ja ab und an zweifelswerte Tips.

franjo

Es geht darum , dass man mit einem Hahn leicht an der Kleidung hängen bleiben kann.Jäger tragen Kurzwaffen oft in der Tasche - Holster sind da selten.
Es hat Unfälle bei Nachsuchen in Dickichten gegeben, deshalb.
Es ist keine Kritik am Wert von Kurzwaffen mit Hahn.....

franjo
28.12.2008, 22:23
Es geht darum , dass man mit einem Hahn leicht an der Kleidung hängen bleiben kann.Jäger tragen Kurzwaffen oft in der Tasche - Holster sind da selten.
Es hat Unfälle bei Nachsuchen in Dickichten gegeben, deshalb.
Es ist keine Kritik am Wert von Kurzwaffen mit Hahn.....

Verzeihung!!!!!!!!!!!!!!!

Es geht um den Umgang mit Schusswaffen, wers nicht hinkriegt, lässt es besser.

franjo

franjo
29.12.2008, 09:58
Moin

Da ich so einen Quatsch noch nie laß, ein weiterer Kommentar.




Es geht darum , dass man mit einem Hahn leicht an der Kleidung hängen bleiben kann.

Und dann?, bleibt man halt hängen, der ist nicht aus Zucker, der Hahn, nein, der bricht nicht ab.


Jäger tragen Kurzwaffen oft in der Tasche - Holster sind da selten.

So ist das also?. Woher beziehst Du denn Deinen umfassenden Erfahrungsschatz.?
Die Waffenhändler Deutschlands haben die Holster nur als Schaufensterauslage, nein, die kauft keiner, man steckt das Wäffchen mal eben so in das Täschchen......


Es hat Unfälle bei Nachsuchen in Dickichten gegeben, deshalb.

Ja?, wann und wo.? Vor allem warum.?


Es ist keine Kritik am Wert von Kurzwaffen mit Hahn.....

Sondern? Dummes Geschreibe? Blödsinn? Gelabere?

RDX
29.12.2008, 10:07
Moin

Da ich so einen Quatsch noch nie laß, ein weiterer Kommentar.

Und dann?, bleibt man halt hängen, der ist nicht aus Zucker, der Hahn, nein, der bricht nicht ab.



Der Hahn des Revolvers muss beim Ziehen nirgendwo hängen bleiben, wenn man gelernt hat den Revolver richtig- nämlich so, wie die Gunfighter im Wilden Westen, mit dem Daumen auf dem Hahn- zu ziehen.

Ich habe beim Ziehen des Revolvers immer den Daumen auf dem Abzugshahn und bleibe dann nirgendwo mit dem Revolver hängen.

Die Leute müssen einfach das Ziehen von Kurzwaffen und das Anschlagen von Langwaffen üben und üben und üben und..................................

Aber was rede ich mir als alter Kerl das Maul fusselig??? Es hilft ja doch nichts.

franjo
29.12.2008, 18:47
Der Hahn des Revolvers muss beim Ziehen nirgendwo hängen bleiben, wenn man gelernt hat den Revolver richtig- nämlich so, wie die Gunfighter im Wilden Westen, mit dem Daumen auf dem Hahn- zu ziehen.

Ich habe beim Ziehen des Revolvers immer den Daumen auf dem Abzugshahn und bleibe dann nirgendwo mit dem Revolver hängen.

Die Leute müssen ein fach das Ziehen von Kurzwaffen und das Anschlagen von Langwaffen üben und üben und üben und..................................

Aber was rede ich mir als alter Kerl das Maul fusselig??? Es hilft ja doch nichts.

Moin

Ich habe den Eindruck, Du hast mich falsch verstanden. Macht nichts, das kriegen wir beim Bügeln.

Erstmal einen guten Rutsch an alle hier.

franjo

RDX
29.12.2008, 19:58
Moin

Ich habe den Eindruck, Du hast mich falsch verstanden. Macht nichts, das kriegen wir beim Bügeln.

Erstmal einen guten Rutsch an alle hier.

franjo

Ich habe dich auch speziell gar nicht gemeint.

Mein Kommentar richtete sich eigentlich an alle, die ihren Revolver nicht richtig ziehen können.

Haspelbein
29.12.2008, 22:38
[QUOTE=RDX;2596020]Der Hahn des Revolvers muss beim Ziehen nirgendwo hängen bleiben, wenn man gelernt hat den Revolver richtig- nämlich so, wie die Gunfighter im Wilden Westen, mit dem Daumen auf dem Hahn- zu ziehen.[/qoute]

Die Gunfighter im Wilden Westen machten das so, weil sie single action Revolver hatten. Fuer einen ausserhalb der Kleidung getragenen double action revolver ist das nicht notwendig.

Oder mit anderen Worten, mein fuer die Selbstverteidigung konzipierter GP100 hat keinen Hahn, den man manuell spannen oder verhaken kann. Er ist ein double action only Revolver.

P.S.: Wenn ich derzeit wenig von mir hoeren lasse, so liegt es daran, dass ich ein paar Tage in Washington bin.

RDX
30.12.2008, 11:17
Die Gunfighter im Wilden Westen machten das so, weil sie single action Revolver hatten. Fuer einen ausserhalb der Kleidung getragenen double action revolver ist das nicht notwendig.


Das mit dem single action Revolver weiß ich, deshalb habe ich es ja explizit erwähnt.

Ich trage aber meinen S&W .357 meistens in der Jackentasche meiner Jagdjacke.

Ansonsten müsste ich, gerade im Winter, den Revolver, wie im Wilden Westen, oder wie Polizisten, offen über der Jacke tragen.
Und da kann ích ganz schnell die Polizei am Hals haben, weil irgendwelche Spaziergänger sich bedroht fühlen und zum Handy greifen- alles schon vorgekommen.

Wenn ich in die Jackentasche meiner Schwedenjacke greife, sehe ich zu, dass ich den Daumen der rechten Hand immer auf dem Schlaghahn habe, damit sich beim Ziehen der Revolver nicht im Stoff der Jacke verheddert..




Oder mit anderen Worten, mein fuer die Selbstverteidigung konzipierter GP100 hat keinen Hahn, den man manuell spannen oder verhaken kann. Er ist ein double action only Revolver.


Diese Art von Revolvern ist extra für die special agents des FBI entwickelt worden.
Die Leibwächter des amerikanischen Präsidenten tragen auch solche Revolver als Erstwaffe und erst als Zweitwaffe eine Pistole.

Ich selbst mag diese Revolver nicht; sie sehen einfach scheiße aus.



P.S.: Wenn ich derzeit wenig von mir hoeren lasse, so liegt es daran, dass ich ein paar Tage in Washington bin.


Was für'n Washington??? Washington DC. oder Washington State???

Misteredd
30.12.2008, 11:18
Was für'n Washington??? Washington DC. oder Washington State???

Hoffen wir auf "State" und eine gute Jagdpartie für Haspelbein!

Haspelbein
30.12.2008, 22:34
Das mit dem single action Revolver weiß ich, deshalb habe ich es ja explizit erwähnt.

Ich trage aber meinen S&W .357 meistens in der Jackentasche meiner Jagdjacke.

Ansonsten müsste ich, gerade im Winter, den Revolver, wie im Wilden Westen, oder wie Polizisten, offen über der Jacke tragen.
Und da kann ích ganz schnell die Polizei am Hals haben, weil irgendwelche Spaziergänger sich bedroht fühlen und zum Handy greifen- alles schon vorgekommen.

Wenn ich in die Jackentasche meiner Schwedenjacke greife, sehe ich zu, dass ich den Daumen der rechten Hand immer auf dem Schlaghahn habe, damit sich beim Ziehen der Revolver nicht im Stoff der Jacke verheddert..[...]

Hast du schon einmal mit Neoprenholstern versucht? Ansonsten gibt es spezielle Jacken zum verdeckten Tragen, die ein Verhaken weitgehend verhindern. Jedoch ist dies bei einem Tragen in einem Neoprenholster im Hosenbund eh kein Problem. Meine Waffen zum verdeckten Tragen haben keine Hammer, oder die Hammer sind soweit abgerundet, dass es kein Problem darstellt.



Diese Art von Revolvern ist extra für die special agents des FBI entwickelt worden.
Die Leibwächter des amerikanischen Präsidenten tragen auch solche Revolver als Erstwaffe und erst als Zweitwaffe eine Pistole.

Ich selbst mag diese Revolver nicht; sie sehen einfach scheiße aus.

Es geht ja auch ums verdeckte Tragen und keinen Schoenheitswettbewerb. :D Ueberhaupt ist es sinnvoll, das Schiessen im DA Modus zu ueben. Man weiss nie, ob man genug Zeit zum vorspannen haette, vor allen Dingen wenn die Haende feucht oder kalt sind.



Was für'n Washington??? Washington DC. oder Washington State???

Washington DC. Ich bin gerade aus Quantico zurueck.

RDX
31.12.2008, 03:00
Hast du schon einmal mit Neoprenholstern versucht? Ansonsten gibt es spezielle Jacken zum verdeckten Tragen, die ein Verhaken weitgehend verhindern. Jedoch ist dies bei einem Tragen in einem Neoprenholster im Hosenbund eh kein Problem. Meine Waffen zum verdeckten Tragen haben keine Hammer, oder die Hammer sind soweit abgerundet, dass es kein Problem darstellt.


Gott sei Dank, musste ich die Waffe noch nie zur Selbstverteidigung ziehen.
Aber trotzdem muss man ja seine Waffe schnell ziehen können.

Das, mit den speziellen Jacken, ist ein guter Tipp, danke.



Es geht ja auch ums verdeckte Tragen und keinen Schoenheitswettbewerb. :D Ueberhaupt ist es sinnvoll, das Schiessen im DA Modus zu ueben. Man weiss nie, ob man genug Zeit zum vorspannen haette, vor allen Dingen wenn die Haende feucht oder kalt sind.


Ich schieße eigentlich immer ohne den Hahn vorzuspannen, es sei denn, ich muss einen Fangschuss setzen.



Washington DC. Ich bin gerade aus Quantico zurueck.

Schön, schön.

Haspelbein
31.12.2008, 22:15
Gott sei Dank, musste ich die Waffe noch nie zur Selbstverteidigung ziehen.
Aber trotzdem muss man ja seine Waffe schnell ziehen können.

Abgesehen von der Handlichkeit einer Faustfeuerwaffe ist das ja gerade der Grund, eben diese zu fuehren.



Das, mit den speziellen Jacken, ist ein guter Tipp, danke.


Hier gibt es Hersteller wie 5.11, die spezielle Jacken mit fest vernaehten Holstern fuer das verdeckte Tragen herstellen. Bei mir reicht eigentlich das Neoprenholster in den meisten Faellen. Damit bin ich schon auf dem eigentlich fuer seine Kinder gedachten Trampolins meines Nachbarn herumgesprungen, ohne dass sich die Schusswaffe aus dem Holster geloest haette. ;)



Ich schieße eigentlich immer ohne den Hahn vorzuspannen, es sei denn, ich muss einen Fangschuss setzen.

Das ist sehr loeblich. Es gibt ansonsten leider viel zuviele Leute, die bei einem DA/SA Revolver nur den SA Modus trainieren.




Schön, schön.

Ich habe mir beim USMC ein paar besondere Waffen aus dem 2. Weltkrieg im Pazifik, sowie eine Ansammlung von Beutewaffen angesehen. Hat man die Zeit, lohnt sich der Besuch durchaus.

Pikes
01.01.2009, 17:20
Habe seit Gestern oder besser seit heute um 1 Uhr eine Walther P-22 9 mm P.A.K.

Ein Geniales teil! Ist zwar sehr klein für meine Hand, aber trotzdem super ding.

Haspelbein
01.01.2009, 20:41
Habe seit Gestern oder besser seit heute um 1 Uhr eine Walther P-22 9 mm P.A.K.

Ein Geniales teil! Ist zwar sehr klein für meine Hand, aber trotzdem super ding.

Nun, auch das Original (P22) ist sehr klein, weshalb meine Frau die P22 besonders gerne mag. Ich musste jedoch mit Erschrecken feststellen, dass die 9mm P.A.K. Munition hier teuerer als die regulaere 9mm Luger ist.

Und wen willst du mit der Schreckschusspistole erschrecken? :D

Pikes
01.01.2009, 20:48
Nun, auch das Original (P22) ist sehr klein, weshalb meine Frau die P22 besonders gerne mag. Ich musste jedoch mit Erschrecken feststellen, dass die 9mm P.A.K. Munition hier teuerer als die regulaere 9mm Luger ist.

Original P-22 ist doch P-99, oder? DIe soll ja doch etwas größer sein, keine ahnung.

Nuja, 100 9mm P.A.K kosten bei mir im Jägershop 28,99€. Ist noch akzeptabel. Was kosten die Luger?


Und wen willst du mit der Schreckschusspistole erschrecken? :D

Ach, wir sind jedne tag für mindestens 1 Stunde draußen, Kippen rauchen und bisschen dumm labbern ;). Da laufen genug freak's rum die man erschrecken kann, zum Beispiel kleine Kinder und Drogenopfer :))

Sollte auch als Verteidigungswaffe dienen. Habe mächtig angst vor meinen Landsleuten hier. Sind zwar nur Handvoll, die sind trotzdem unberechenbar :))

Haspelbein
01.01.2009, 20:59
Original P-22 ist doch P-99, oder? DIe soll ja doch etwas größer sein, keine ahnung.

Nuja, 100 9mm P.A.K kosten bei mir im Jägershop 28,99€. Ist noch akzeptabel. Was kosten die Luger?[...]

Scheint mir vom Schlitten (mit externem Hammer und Sicherung) und Rahmen her eher eine Kopie der Walther P22, d.h. der Kleinkaliberpistole Walthers zu sein.

Ich habe keine Ahnung, was 9mm Luger in Deutschland kosten. Hier in den USA kriegt man 50 Schuss fuer unter $10.



Ach, wir sind jedne tag für mindestens 1 Stunde draußen, Kippen rauchen und bisschen dumm labbern ;). Da laufen genug freak's rum die man erschrecken kann, zum Beispiel kleine Kinder und Drogenopfer :)) [...]

Nun ja, in den USA sind diese Schreckschusspistolen aus gutem Grunde nicht beliebt. Hat man so ein Ding in der Hand, kann sich das "Opfer" leicht auf eine subjektiv empfundene Notwehrsituation berufen, und man hat es umgekehrt dann mit dem Original zu tun. Und das war es dann.



Sollte auch als Verteidigungswaffe dienen. Habe mächtig angst vor meinen Landsleuten hier. Sind zwar nur Handvoll, die sind trotzdem unberechenbar :))

Ich hoffe, dass das funktioniert, denn letztendlich ist es ein Bluff.

Pikes
01.01.2009, 23:17
Mal eine frage: gibt es auch 9mm Plastikpatronen für Schreckschuss? Das man quassie mit Gummipatronen schießt. Weiß da jemand was?

Manfred_g
02.01.2009, 00:23
Mal eine frage: gibt es auch 9mm Plastikpatronen für Schreckschuss? Das man quassie mit Gummipatronen schießt. Weiß da jemand was?

Geben tut es Patronen unterschiedlichster Geschoße. Auch aus Plastik. Aber erstens wirst du die hier nicht ohne besondere Erlaubnis erwerben dürfen, zweitens sind Schreckschußwaffen normalerweise überhaupt nicht für sowas geeignet. Üblicherweise ist die Mechanik dafür (absichtlich) nicht vorgesehen.

Haspelbein
02.01.2009, 13:00
Mal eine frage: gibt es auch 9mm Plastikpatronen für Schreckschuss? Das man quassie mit Gummipatronen schießt. Weiß da jemand was?

Sowohl in rechtlicher als auch waffentechnischer Hinsicht kann ich davon nur abraten.

Wie Manfred_G schon richtig schrieb sind diese Pistolen extra so stark veraendert, dass sie nicht ohne grossen Aufwand modifiziert werden koennen. (Ansonsten waere ihr Verkauf in vielen Laendern nicht legal.) Mal ganz abgesehen davon, dass die Plattform an sich (Kleinkaliberpistole) die ganze Geschichte eh schon stark begrenzt. Schlitten und Lauf sollten so modifiziert sein, dass ein Austausch von Komponenten mit scharfen Waffen nicht moeglich ist.

Haspelbein
02.01.2009, 18:25
Habe mir gerade wieder den Katalog eines Grosshaendlers in den USA angesehen. Die Preise fuer regulaere Schusswaffen, Jagdgewehre und Munition sind recht konstant. Halbautomatische Gewehre sind jedoch kaum noch zu bekommen, oder nur zu laecherlichen Preisen. Selbst meine alte SKS ohne Sammlerwert koennte ich mit 100% Gewinn verkaufen.

Es scheint so, als wollen sich Untergangsbeschwoerer und Milizen nach Obamas Wahl oder in Erwartung der Wirtschaftskrise gerade mit diesen Waffen eindecken.

schastar
02.01.2009, 18:39
Mal eine frage: gibt es auch 9mm Plastikpatronen für Schreckschuss? Das man quassie mit Gummipatronen schießt. Weiß da jemand was?

Ist mir nix bekannt. Aber von einer Abänderung einer Schreckschuss zu einer echten würde ich abraten, vor allem bei Pistolen. Da werden auch beim Umbau von scharf zu Spielzeug die Verriegelungswarzen entfernt die nötig sind um den Verschluß und Lauf zu verbinden. Ein Rückbau würde also eine neuen Verschluß und Lauf voraussetzen. Bei Revolvern wird ebenfalls ein Lauf notwendig und eine neue Trommel.
Zu viel Geld und Mühe.

Haspelbein
02.01.2009, 18:49
Ist mir nix bekannt. Aber von einer Abänderung einer Schreckschuss zu einer echten würde ich abraten, vor allem bei Pistolen. Da werden auch beim Umbau von scharf zu Spielzeug die Verriegelungswarzen entfernt die nötig sind um den Verschluß und Lauf zu verbinden. Ein Rückbau würde also eine neuen Verschluß und Lauf voraussetzen. Bei Revolvern wird ebenfalls ein Lauf notwendig und eine neue Trommel.
Zu viel Geld und Mühe.

Hmm...wenn diese Pistole auf dem Prinzip der P22 aufgebaut ist, so waere das ein einfach Feder-Masse Verschluss, der nicht verriegelt wird, und auch keine Verriegelungswarzen haette.

Ich gehe jedoch davon aus, dass Lauf, Verschluss und wahrscheinlich auch Schloss und Rahmen modifiziert sind, um rechtliche Anforderungen bzgl. der Vermeidung einer eben solchen Konvertierung zu erfuellen.

McDuff
05.01.2009, 06:09
Ich würde auch aus einer gesetzlich zerstörten Waffe nie wieder etwas bauen. Erstmal macht man sich garantiert strafbar und was die Sicherheit angeht, habe ich da auch schwere Bedenken.

Haspelbein
05.01.2009, 15:26
Ich würde auch aus einer gesetzlich zerstörten Waffe nie wieder etwas bauen. Erstmal macht man sich garantiert strafbar und was die Sicherheit angeht, habe ich da auch schwere Bedenken.

Ich habe in gewissen dubiosen Waffenlaeden der USA auch schon einige merkwuerdige Konstruktionen gesehen, die aus "zerstoerten" Waffen wiederbelebt wurden. Nach BATF Auflagen muss ein Verschlussgehaeuse oder Rahmen zweimal quer durchsaegt werden, damit die Waffe als "zerstoert" gilt. Solche Rahmen habe ich schon gesehen, die irgendwelche Typen wieder zusammengeschweisst haben. Es sah fuerchterlich aus, und auch ueber ihre Festigkeit kann ich nur Vermutungen anstellen.

Mondgoettin
05.01.2009, 16:18
habe vorhin gelesen,dass ein zwoelfjaehriger Junge in den USA wegen Mordes an seine Mutter zu sechs jahren Jugendstrafe verurteilt wurde.Er hat einfach seine Mutter erschossen,weil Waffen im Haus waren.
In den USA ist die Zahl solcher Ereignisse schon fast alltaeglich.Traurig aber wahr!!
waeren keine Waffen im Haus gewesen,wuerde diese Mutter noch leben.
ja dann groehlt nur nach eurem liberalen "Waffenrecht"
ich bin trotzdem froh dass in Deutschland ein striktes Waffenrecht herrscht.sonst wuerde bei uns leider auch mehr passieren.

Haspelbein
05.01.2009, 16:32
habe vorhin gelesen,dass ein zwoelfjaehriger Junge in den USA wegen Mordes an seine Mutter zu sechs jahren Jugendstrafe verurteilt wurde.Er hat einfach seine Mutter erschossen,weil Waffen im Haus waren.[...]

Du meinst, er hatte sonst keinen Grund? Meine Mutter lebt noch, obwohl wir in Deutschland Waffen im Haus hatten. Wieso passierte das in Deutschland nicht?



[...]ich bin trotzdem froh dass in Deutschland ein striktes Waffenrecht herrscht.sonst wuerde bei uns leider auch mehr passieren.

Die Schutzfunktion besteht weitgehend durch den Sozialstaat, und ein paar andere wirtschaftliche und kulturelle Faktoren. Waffen sind in Deutschland einfach zu leicht erhaeltlich, als das man daraus wirklich eine Schutzfunktion ableiten koennte.

McDuff
05.01.2009, 16:41
habe vorhin gelesen,dass ein zwoelfjaehriger Junge in den USA wegen Mordes an seine Mutter zu sechs jahren Jugendstrafe verurteilt wurde.Er hat einfach seine Mutter erschossen,weil Waffen im Haus waren.
In den USA ist die Zahl solcher Ereignisse schon fast alltaeglich.Traurig aber wahr!!
waeren keine Waffen im Haus gewesen,wuerde diese Mutter noch leben.
ja dann groehlt nur nach eurem liberalen "Waffenrecht"
ich bin trotzdem froh dass in Deutschland ein striktes Waffenrecht herrscht.sonst wuerde bei uns leider auch mehr passieren.

Der hat nicht seine Mutter erschossen weil Waffen im Haus waren, sondern weil diese nicht ordentlich verschlossen wurden und der Bengel offenbar keine richtige Erziehung hatte, respektive ein Westentaschenpsychopath ist.
Bei den Mengen an illegalen Waffen die in Deutschland die Zahl der legalen Waffen um ein vielfaches überschreiten, kann wohl kaum das rigide Waffengesetz für die geringe Anzahl solcher Vorfälle in unserem Lande verantwortlich sein. Politsche Schlusslichter versuchen allerdings, die illegalen Waffen mittels Beschränkung der legalen Waffen zu reduzieren. Wer da beschränkt ist, ist ja klar.

McDuff
05.01.2009, 16:42
Ich habe in gewissen dubiosen Waffenlaeden der USA auch schon einige merkwuerdige Konstruktionen gesehen, die aus "zerstoerten" Waffen wiederbelebt wurden. Nach BATF Auflagen muss ein Verschlussgehaeuse oder Rahmen zweimal quer durchsaegt werden, damit die Waffe als "zerstoert" gilt. Solche Rahmen habe ich schon gesehen, die irgendwelche Typen wieder zusammengeschweisst haben. Es sah fuerchterlich aus, und auch ueber ihre Festigkeit kann ich nur Vermutungen anstellen.

Hier hat sich mal einer die Hand weggesprengt mit so einem Ding. Selberschuld.

Haspelbein
05.01.2009, 16:45
Hier hat sich mal einer die Hand weggesprengt mit so einem Ding. Selberschuld.

Es waere zynisch, hier von einer natuerlichen Auslese zu sprechen. ;)

McDuff
05.01.2009, 16:56
Es waere zynisch, hier von einer natuerlichen Auslese zu sprechen. ;)

:] tja nicht wirklich, denn wenn ich mich recht erinnere, handelte es sich um einen Schreckschussrevolver aus Zinkdruckguss, der "aufgebohrt" und mit .38 Special+P geladen wurde. Das ist Auslese...

Haspelbein
05.01.2009, 17:09
:] tja nicht wirklich, denn wenn ich mich recht erinnere, handelte es sich um einen Schreckschussrevolver aus Zinkdruckguss, der "aufgebohrt" und mit .38 Special+P geladen wurde. Das ist Auslese...

Ach, Zinkdruckguss...dazu hat es dann doch gereicht? :D

Hier in den USA gibt es zwar Billigwaffen, jedoch erreichen diese ihre Festigkeit dadurch, dass die einfach unheimlich viel Material verwenden. Eine Pistole in 9mm hat dann das Gewich eines Bootsankers, sieht aber sehr beeindruckend aus. Dafuer ist dann der Schlitten so schwer, dass man selbst noch in 9mm Luger einen einfachen Feder-Masse Verschluss verwenden kann. ;)

McDuff
05.01.2009, 18:21
Ach, Zinkdruckguss...dazu hat es dann doch gereicht? :D

Hier in den USA gibt es zwar Billigwaffen, jedoch erreichen diese ihre Festigkeit dadurch, dass die einfach unheimlich viel Material verwenden. Eine Pistole in 9mm hat dann das Gewich eines Bootsankers, sieht aber sehr beeindruckend aus. Dafuer ist dann der Schlitten so schwer, dass man selbst noch in 9mm Luger einen einfachen Feder-Masse Verschluss verwenden kann. ;)


Du meinst nicht zufällig diese Tec-9 Gangsta-Plemmen? :D

Haspelbein
05.01.2009, 18:27
Du meinst nicht zufällig diese Tec-9 Gangsta-Plemmen? :D

Tec-9 ist im Vergleich sogar noch hochwertig und teuer. Ich meine z.B. die Hi-Power Dinger, die man neu fuer $100 erwerben kann. ;)

McDuff
05.01.2009, 18:30
Tec-9 ist im Vergleich sogar noch hochwertig und teuer. Ich meine z.B. die Hi-Power Dinger, die man neu fuer $100 erwerben kann. ;)

Auweia. Noch billiger. Aber die kenne ich gar nicht, diese Teile.

Haspelbein
05.01.2009, 18:37
Auweia. Noch billiger. Aber die kenne ich gar nicht, diese Teile.

Tut mir leid, ein brain fart meinerseits. Ich meinte Hi-Point (www.hi-pointfirearms.com/). Werden leider hier in Ohio hergestellt.

RDX
05.01.2009, 18:41
:] tja nicht wirklich, denn wenn ich mich recht erinnere, handelte es sich um einen Schreckschussrevolver aus Zinkdruckguss, der "aufgebohrt" und mit .38 Special+P geladen wurde. Das ist Auslese...

Wurden früher die Gaspistolen und Gasrevolver aus dem gleichen Material gefertigt, wie die scharfen Waffen, so ist man, nachdem in England ein Krimineller hochwertige Deutsche Gaswaffen in großem Stil scharf gemacht hatte, dazu übergegangen, für die Gaswaffen Materialien mit geringerer Festigkeit zu verwenden.

Wer heutzutage eine Gaswaffe scharf macht, dem wird das Ding, beim Verschießen scharfter Munition, garantiert um die Ohren fliegen.

Der Wächter
06.01.2009, 08:07
habe vorhin gelesen,dass ein zwoelfjaehriger Junge in den USA wegen Mordes an seine Mutter zu sechs jahren Jugendstrafe verurteilt wurde.Er hat einfach seine Mutter erschossen,weil Waffen im Haus waren.
In den USA ist die Zahl solcher Ereignisse schon fast alltaeglich.Traurig aber wahr!!
waeren keine Waffen im Haus gewesen,wuerde diese Mutter noch leben.
ja dann groehlt nur nach eurem liberalen "Waffenrecht"
ich bin trotzdem froh dass in Deutschland ein striktes Waffenrecht herrscht.sonst wuerde bei uns leider auch mehr passieren.

Hier mal etwas zur allgemeinen Lage in den USA:
http://www.visier.de/1592.html

In Deutschland sind bei etwas über 80 Mio Einwohnern über 10 Mio Schusswaffen registriert, die auf ca. 4 Mio Besitzer verteilt sind.
Allerdings gehen die Behörden von über 20 Mio illegalen Waffen aus, womit auch die meisten Straftaten verübt werden...

Das man bei uns im Gegensatz zu den USA eine Waffensachkundeprüfung ablegen muß, finde ich ganz ok. Aber es erscheint mir zweifelhaft, ob unsere strenge Gesetzgebung die Kriminalität eindämmt - angesichts der über 20 Mio illegalen Waffen...

Mondgoettin
06.01.2009, 08:20
Der hat nicht seine Mutter erschossen weil Waffen im Haus waren, sondern weil diese nicht ordentlich verschlossen wurden und der Bengel offenbar keine richtige Erziehung hatte, respektive ein Westentaschenpsychopath ist.
Bei den Mengen an illegalen Waffen die in Deutschland die Zahl der legalen Waffen um ein vielfaches überschreiten, kann wohl kaum das rigide Waffengesetz für die geringe Anzahl solcher Vorfälle in unserem Lande verantwortlich sein. Politsche Schlusslichter versuchen allerdings, die illegalen Waffen mittels Beschränkung der legalen Waffen zu reduzieren. Wer da beschränkt ist, ist ja klar.die Amerikaner haben einen Waffenwahn,deshalb passiert dort auch soviel.Punkt.das koennt ihr shcoenreden wie ihr wollt.
Deshalb immer wieder schlimme Amoklaeufe in den USA ,Drive-by-shootings,deshalb immer wieder toeredliche Unfaelle oyhne Ende.Wo Kleinkinder schon mit Waffen hantieren.
Deshalb die Schiessereien im Drogenmilieu etc...Ja wenn bei uns so ein liberales Waffengesetz herrschen wuerde,wuerde auch bei uns noch mehr passieren.

Der Wächter
06.01.2009, 08:49
die Amerikaner haben einen Waffenwahn,deshalb passiert dort auch soviel.Punkt.das koennt ihr shcoenreden wie ihr wollt.
Deshalb immer wieder schlimme Amoklaeufe in den USA ,Drive-by-shootings,deshalb immer wieder toeredliche Unfaelle oyhne Ende.Wo Kleinkinder schon mit Waffen hantieren.
Deshalb die Schiessereien im Drogenmilieu etc...Ja wenn bei uns so ein liberales Waffengesetz herrschen wuerde,wuerde auch bei uns noch mehr passieren.

Da braucht man nichts schönreden, die aktuelle Statistik spricht für sich. Wer Amok laufen will, braucht keine Schusswaffe. Wären diese nicht zugänglich, würden sich Amokläufer und sonstige Psychopaten andere Waffen besorgen. Man kann auch mit einem Messer oder Schwert Menschen töten - oder mit Autos.
Dann müßte man auch Autos verbieten - damit passieren noch viel mehr Unfälle.
Schiessereien im Drogenmilieu und die meisten anderen Verbrechen werden mit nicht registrierten Waffen ausgeübt - auch bei uns in Deutschland. Ein strengeres Gesetz würde gar nichts bewirken. Die Kriminellen besorgen sich nach wir vor Waffen auf dem illegalen Markt, insbesondere in Osteuropa.

McDuff
06.01.2009, 09:01
die Amerikaner haben einen Waffenwahn,deshalb passiert dort auch soviel.Punkt.das koennt ihr shcoenreden wie ihr wollt.
Deshalb immer wieder schlimme Amoklaeufe in den USA ,Drive-by-shootings,deshalb immer wieder toeredliche Unfaelle oyhne Ende.Wo Kleinkinder schon mit Waffen hantieren.
Deshalb die Schiessereien im Drogenmilieu etc...Ja wenn bei uns so ein liberales Waffengesetz herrschen wuerde,wuerde auch bei uns noch mehr passieren.

Bei der Menge an illegalen Waffen die bei uns unterwegs ist, kann das nicht an der Zahl der Waffen liegen. Möglicherweise ist es eine Mentalitätsfrage die mit dem Gesetz gar nichts zutun hat. Insofern wäre ein liberaleres Waffengesetz in Deutschland kein Problem und würde sogar eher zu einem Rückgang der Straftaten führen.

Mondgoettin
06.01.2009, 09:11
Bei der Menge an illegalen Waffen die bei uns unterwegs ist, kann das nicht an der Zahl der Waffen liegen. Möglicherweise ist es eine Mentalitätsfrage die mit dem Gesetz gar nichts zutun hat. Insofern wäre ein liberaleres Waffengesetz in Deutschland kein Problem und würde sogar eher zu einem Rückgang der Straftaten führen.
erzaehlt was ihr wollt,ich habe viele bekannte und Freunde hier in Deutschland und niemand von denen hat Schusswaffen im Haus.,
Mir kaeme nicht im Traum so eine Moerderwaffe ins Haus.
ich wiederhole mich zwar aber:ihr redet den Waffenwahn der Amerikaner,der tatsaechlich existent ist hier sehr klein.
Michael Moore hat mal einen interressanten Film ue4ber den waffenwahn der Amerikaner gemacht(nach dem Massaker in Littleton).natuerlich wird er immer gerne wieder angegriffen,weil er eben unbequeme Wahrheiten ausspricht und sie anprangert!!!Man hoert immer wieder ueber Amoklaeufe in Schulen,Colleges,Einkaufszentren etc..etc..in den USA.
Klar gab es bei uns auch mal ein schlimmes Massaker in Erfurt,bestreite ich nicht.
Nur haetten wir solche liberalen Waffengesetze wie es in den USA gang und gebe ist,wuerde auch bei uns viel mehr passieren.Warum muss eine Familie in den USA mit drei Kindern vier Waffenschraenke haben????ich kenne dort naemlich eine Familie die tatsaechlich soeviele Waffen im Haus haben.Ihr Argument ist,dass sie sich dadurch sicherer fuehlen,falls jemand einbricht und sie sich dann schuetzen koennen.

McDuff
06.01.2009, 09:34
e
Mir kaeme nicht im Traum so eine Moerderwaffe ins Haus.


Hoplophobie:

http://www.angsterkrankungen-phobien.de/phobien/hoplophobie.shtml

http://www.onlineberatung-therapie.de/stoerung/angst/phobien/hoplophobie.html

ist heilbar.


Ich empfehle dir einen Besuch bei einem Schießsportverein oder einen Schnupperkurs bei einer Jagdschule. Laß dich mal aufklären, es ist alles nicht so schlimm.:isok:

Mondgoettin
06.01.2009, 09:46
Hoplophobie:

http://www.angsterkrankungen-phobien.de/phobien/hoplophobie.shtml

http://www.onlineberatung-therapie.de/stoerung/angst/phobien/hoplophobie.html

ist heilbar.


Ich empfehle dir einen Besuch bei einem Schießsportverein oder einen Schnupperkurs bei einer Jagdschule. Laß dich mal aufklären, es ist alles nicht so schlimm.:isok:
wozu?ich brauche den Mist nicht:)

McDuff
06.01.2009, 12:11
wozu?ich brauche den Mist nicht:)

Wer weiß, wer weiß?

Haspelbein
06.01.2009, 13:13
erzaehlt was ihr wollt,ich habe viele bekannte und Freunde hier in Deutschland und niemand von denen hat Schusswaffen im Haus.,
Mir kaeme nicht im Traum so eine Moerderwaffe ins Haus.
ich wiederhole mich zwar aber:ihr redet den Waffenwahn der Amerikaner,der tatsaechlich existent ist hier sehr klein.[...]

Nein. Man schaut in Deutschland einfach nicht hin. Was nicht offensichtlich in der Oeffentlichkeit passiert, kann es auch nicht geben. Einen Schwarzmarkt kann man viel leichter ignorieren.



Michael Moore hat mal einen interressanten Film ue4ber den waffenwahn der Amerikaner gemacht(nach dem Massaker in Littleton).natuerlich wird er immer gerne wieder angegriffen,weil er eben unbequeme Wahrheiten ausspricht und sie anprangert!!!Man hoert immer wieder ueber Amoklaeufe in Schulen,Colleges,Einkaufszentren etc..etc..in den USA.[...]

Es war eine Satire, aber ich wuerde den Film nicht einmal als serioese Doku betrachten.



Klar gab es bei uns auch mal ein schlimmes Massaker in Erfurt,bestreite ich nicht.
Nur haetten wir solche liberalen Waffengesetze wie es in den USA gang und gebe ist,wuerde auch bei uns viel mehr passieren.[...]

Nein. Wie kommst du auf so einen Unsinn? Hast du ueberhaupt eine Ahnung, wie einfach es ist, in Deutschland an eine Waffe zu kommen?

McDuff
07.01.2009, 05:31
Ich bin mal gespannt wie die pseudodemokratischen deutschen Politiker auf die Krise reagieren. Ich rechne mit einer weiteren Verschärfung des Waffengesetzes, da diese Kasper offenbar glauben, daß ihnen von Verbrechern oder Terroristen mit illegalen Waffen keine Gefahr droht. Krähen und Augen?

Haspelbein
07.01.2009, 13:11
Ich bin mal gespannt wie die pseudodemokratischen deutschen Politiker auf die Krise reagieren. Ich rechne mit einer weiteren Verschärfung des Waffengesetzes, da diese Kasper offenbar glauben, daß ihnen von Verbrechern oder Terroristen mit illegalen Waffen keine Gefahr droht. Krähen und Augen?

Selbst hier in den USA gab es bisher keine grosse Kampagne zum Waffengesetz, ganz im Gegensatz zur Clintonadministration. Wahrscheinlich weiss man zumindest intuitiv, dass man wirklich andere Probleme hat.

MorganLeFay
07.01.2009, 13:35
ich wiederhole mich zwar aber:ihr redet den Waffenwahn der Amerikaner,der tatsaechlich existent ist hier sehr klein.

Mondgoettin, wieviel von diesem Strang hast Du gelesen?

Ich halte ihn für ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass Leute, die sich für Waffen interessieren und sie - zumindest teilweise - auch nutzen, gerade keine Freaks mit Gewaltphantasien oder potenzielle Amokläufer sein müssen. Sondern im Gegenteil verantwortungsvolle Leute.

Misteredd
07.01.2009, 18:19
Mondgoettin, wieviel von diesem Strang hast Du gelesen?

Ich halte ihn für ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass Leute, die sich für Waffen interessieren und sie - zumindest teilweise - auch nutzen, gerade keine Freaks mit Gewaltphantasien oder potenzielle Amokläufer sein müssen. Sondern im Gegenteil verantwortungsvolle Leute.

Frag sie lieber nicht, wieviel sie von diesem Strang verstanden hat!

:D

MorganLeFay
07.01.2009, 18:23
Ich habe lange nicht alles verstanden. Ist also nur bedingt ein Kriterium.

Misteredd
07.01.2009, 18:25
Ich habe lange nicht alles verstanden. Ist also nur bedingt ein Kriterium.


Aber Du hast es zumindest versucht.

Haspelbein
07.01.2009, 19:39
Ich habe lange nicht alles verstanden. Ist also nur bedingt ein Kriterium.

Braucht man auch nicht. Es reicht schon zu verstehen, worueber wir nicht schreiben. ;)

MorganLeFay
07.01.2009, 19:50
Ich find's einfach interessant. Und ja, ich habe den ganzen Strang gelesen. :D

Haspelbein
07.01.2009, 21:37
Ich find's einfach interessant. Und ja, ich habe den ganzen Strang gelesen. :D

Das ist erstaunlich. Ich habe mit Mr. Ed dieser Strang angefangen, und bin mir nicht sicher, ob ich den Nerv haette, das ganze Ding von Anfang an noch einmal durchzulesen. :D

MorganLeFay
07.01.2009, 21:49
Oh nein, ich habe kontinuierlich mitgelesen, seltenst mehr als 3 Seiten auf einmal. Heute würde ich auch nicht bei #1 anfangen und alles lesen.

Allerdings lese ich in einem langen Strang immer ein paar Seiten hier und da, bevor ich einen Kommentar abgebe... Stränge verändern sich.

@ Topic: Der Strang heißt "Waffenthread" - ich wollte beisteuern, dass (a) ich über Weihnachten eine tolle Zwille gebaut habe, (b) mal eine (sehr) kurze Einführung in das wakizashi hatte und demnächst auch mal das katana in die Hand nehmen darf (aber nicht führen), und dass (c) der böse Blick meiner besten Freundin schlimmer ist als eine Schusswaffe.

Jawollja. :smoke:

Haspelbein
07.01.2009, 22:01
[...]

@ Topic: Der Strang heißt "Waffenthread" - ich wollte beisteuern, dass (a) ich über Weihnachten eine tolle Zwille gebaut habe, (b) mal eine (sehr) kurze Einführung in das wakizashi hatte und demnächst auch mal das katana in die Hand nehmen darf (aber nicht führen), und dass (c) der böse Blick meiner besten Freundin schlimmer ist als eine Schusswaffe.

Jawollja. :smoke:

a) Eine Zwille ist immer spassig. Mein Vater zerstoerte damit als Heranwachsender sehr viel.

b) Ich muss ehrlich sagen, dass ich kaum eine Faszination fuer Schwerter jeglicher Art hege. Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich fuer sie keinen Gebrauch habe. Bei Messern sieht dies anders aus, liegt aber hauptsaechlich daran, dass ich sie fuer die Jagd und andere Dinge gebrauchen kann.

c) Ich hoffe, du faengst jetzt nicht wie die Mondgoettin mit der Hexerei an. :D

MorganLeFay
07.01.2009, 22:16
a) Eine Zwille ist immer spassig. Mein Vater zerstoerte damit als Heranwachsender sehr viel.
Ich habe erschreckend viel zerstört. :hide:


b) Ich muss ehrlich sagen, dass ich kaum eine Faszination fuer Schwerter jeglicher Art hege. Es liegt wahrscheinlich daran, dass ich fuer sie keinen Gebrauch habe. Bei Messern sieht dies anders aus, liegt aber hauptsaechlich daran, dass ich sie fuer die Jagd und andere Dinge gebrauchen kann.
Ich habe im Fachgymnasium einen Mitschüler gehabt, der Schmied werden wollte und seinen zukünftigen Ausbilder schon lange kannte (der bestand auf das Abi, weil der Junge so schlau war - falls er mal studieren wollte). Der schmiedete als 17-Jähriger schon Schwerter und hat mir unheimlich viel erklärt. Einen Nutzen habe ich dafür auch nicht, aber ich mag die Ästhetik (bin 'ne Frau :D ) und fand es faszinierend, wieviele verschiedene Entwicklungsströme es gibt.
Als Reaktion auf Rüstung, als Offensiv- oder Defensivwaffe, benutzt allein oder in Formation. Und welche verschiedenen Bewegungen und ganze Schulen sich daraus entwickeln.


c) Ich hoffe, du faengst jetzt nicht wie die Mondgoettin mit der Hexerei an. :D
Doch, klar.

Im Ernst, die Dame schaltet "den Blick" ein und eine Klasse von 50 Leuten und mehr verstummt. Sofort.
Ich schmelze einfach vor Schreck oder springe hinter einen Schrank zur Deckung. "Der Blick" hat dankenswerterweise weniger Durchschlagskaraft als Eure Geräte. ;)

McDuff
08.01.2009, 05:51
Ein Schwert wäre mir persönlich zu umständlich in der Bedienung. Wenn schon mittelalterlich, dann bitte einen Streitkolben.
Eine Dame mit einem so bösen Blick hatte ich als Lehrerin. Leider hatte ich es mir mit dieser verscherzt, da ich den humoristischen Aspekt dieses Blickes in Kombination mit dem wenig attraktiven, aber umso wütenderen Gesicht nicht außer Acht lassen konnte.

Haspelbein
08.01.2009, 15:03
[...]
Ich habe im Fachgymnasium einen Mitschüler gehabt, der Schmied werden wollte und seinen zukünftigen Ausbilder schon lange kannte (der bestand auf das Abi, weil der Junge so schlau war - falls er mal studieren wollte). Der schmiedete als 17-Jähriger schon Schwerter und hat mir unheimlich viel erklärt. Einen Nutzen habe ich dafür auch nicht, aber ich mag die Ästhetik (bin 'ne Frau :D ) und fand es faszinierend, wieviele verschiedene Entwicklungsströme es gibt.
Als Reaktion auf Rüstung, als Offensiv- oder Defensivwaffe, benutzt allein oder in Formation. Und welche verschiedenen Bewegungen und ganze Schulen sich daraus entwickeln.[...]

Ich kannte mal jemanden, der in dem Keller seiner (recht wohlhabenden) Eltern Jagdmesser herstellte, waehrend er auf die Zulassung zum Medizinstudium wartete. Es waren interessante Messer, allein mir fehlte die Faszination, um mich in solch einem Grade damit zu beschaeftigen.



[...]Im Ernst, die Dame schaltet "den Blick" ein und eine Klasse von 50 Leuten und mehr verstummt. Sofort.
Ich schmelze einfach vor Schreck oder springe hinter einen Schrank zur Deckung. "Der Blick" hat dankenswerterweise weniger Durchschlagskaraft als Eure Geräte. ;)

Erinnert mich irgendwie an eine Biologielehrerin ... obwohl ich wie McDuff je nach momentaner Verfassung ebenfalls eine unfreiwillig komische Komponente wahrnahm.

MorganLeFay
08.01.2009, 15:14
Witzig ist, dass sie gar nicht besonders böse guckt. Sie guckt nur. Durchdringend.

Egal, genug der Ablenkung, ich bin jetzt wieder still. :)

Weitermachen, Jungs.

McDuff
09.01.2009, 06:13
Zu meiner Freude stellte ich fest, daß es wieder Smith & Wesson Kipplaufrevolver zu kaufen gibt.

http://waffen-hege.de/shop/?id=1&cat=83

Vor allem das Modell, welches für die zaristische Armee gefertigt wurde gefällt mir sehr gut. Die Munition ist sogar noch erhältlich.
Diese Waffen schienen mir immer viel fortschrittlicher als der Colt 1873, obwohl dieser ergonomisch günstiger geformt ist.

RDX
09.01.2009, 06:18
Zu meiner Freude stellte ich fest, daß es wieder Smith & Wesson Kipplaufrevolver zu kaufen gibt.

http://waffen-hege.de/shop/?id=1&cat=83

Vor allem das Modell, welches für die zaristische Armee gefertigt wurde gefällt mir sehr gut. Die Munition ist sogar noch erhältlich.
Diese Waffen schienen mir immer viel fortschrittlicher als der Colt 1873, obwohl dieser ergonomisch günstiger geformt ist.

Kipplaufwaffen müssen in hoher Qualität aus hochwertigen Materialien gefertigt werden, sonst wird aus einer Kipplaufwaffe schnell eine Klapperlaufwaffe.

Drücke über 3000 bar mögen Kipplaufwaffen außerdem auf die Dauer auch nicht.

McDuff
09.01.2009, 06:23
Kipplaufwaffen müssen in hoher Qualität aus hochwertigen Materialien gefertigt werden, sonst wird aus einer Kipplaufwaffe schnell eine Klapperlaufwaffe.

Drücke über 3000 bar mögen Kipplaufwaffen außerdem auf die Dauer auch nicht.

Das ist richtig, aber so hohe Drücke sind bei der verwendeten Munition kaum zu erwarten. Ich hatte mal die Gelegenheit einen Enfield aus dem 1 WK im Kal .455 zu schiessen. Die Verarbeitung war absolut klasse und die Schussleistung sehr gut. Heutzutage ist die .455 hoffnunglos veraltet und dieser wie auch die S&W Kipplaufrevolver können nur noch als Sammler- bzw. Sportwaffen für bestimmte Disziplinen genutzt werden. Zur Jagd oder zur Selbstverteidigung taugen sie wohl kaum noch.

Haspelbein
09.01.2009, 16:35
[...] Kipplaufrevolver können nur noch als Sammler- bzw. Sportwaffen für bestimmte Disziplinen genutzt werden. Zur Jagd oder zur Selbstverteidigung taugen sie wohl kaum noch.

Dafuer haben sie aber durchaus Stil, besonders wenn man sich auf der Schiessbahn vom gemeinen Volk absetzen will. ;)

McDuff
12.01.2009, 06:51
Dafuer haben sie aber durchaus Stil, besonders wenn man sich auf der Schiessbahn vom gemeinen Volk absetzen will. ;)

Stimmt, es sind sehr feine Waffen. Leider kann ich keine bekommen, ansonsten hätte ich mir schon längst einen zugelegt.

Haspelbein
12.01.2009, 14:47
Stimmt, es sind sehr feine Waffen. Leider kann ich keine bekommen, ansonsten hätte ich mir schon längst einen zugelegt.

Ich habe sie hier auch hauptsaechlich als Schwarzpulverrevolver gesehen. Das ist dann eh noch eine ganz andere Kategorie. ;)

Was ich jedoch gerne haette waere ein SA Revolver, bei dem der Zylinder nicht aus dem Rahmen geschwenkt werden kann, und bei dem man jede Patrone einzelnd laden muss. Das Laden ist zwar langsam, dafuer haelt diese Form des Revolvers auch recht viel aus.

Ein freundlicher Asiate, der mich in Kalifornien fuer die NRA anwerben wollte, hat mich mal seine Revolver schiessen lassen. Er hat das ansonsten recht milde Kaliber .45 LC fuer diese Revolver sehr energiereich geladen. (ca. 1300 Joule) Es war ein Heidenspass! ;)

McDuff
12.01.2009, 17:13
Ich habe sie hier auch hauptsaechlich als Schwarzpulverrevolver gesehen. Das ist dann eh noch eine ganz andere Kategorie. ;)

Was ich jedoch gerne haette waere ein SA Revolver, bei dem der Zylinder nicht aus dem Rahmen geschwenkt werden kann, und bei dem man jede Patrone einzelnd laden muss. Das Laden ist zwar langsam, dafuer haelt diese Form des Revolvers auch recht viel aus.

Ein freundlicher Asiate, der mich in Kalifornien fuer die NRA anwerben wollte, hat mich mal seine Revolver schiessen lassen. Er hat das ansonsten recht milde Kaliber .45 LC fuer diese Revolver sehr energiereich geladen. (ca. 1300 Joule) Es war ein Heidenspass! ;)

Naja, außer dem SAA und seinen diversen Nachfolgern und Nachbauten gab es da einen interessanten Sportrevolver aus der CSSR, den Brünner ZKR. Ein Single Action Sportrevolver mit starrer Trommel und Ladeklappe. Soll hervorragend schießen. Soweit ich weiß wird der in den USA wieder gebaut.

Haspelbein
12.01.2009, 18:05
Naja, außer dem SAA und seinen diversen Nachfolgern und Nachbauten gab es da einen interessanten Sportrevolver aus der CSSR, den Brünner ZKR. Ein Single Action Sportrevolver mit starrer Trommel und Ladeklappe. Soll hervorragend schießen. Soweit ich weiß wird der in den USA wieder gebaut.

Den Bruenner ZKR kenne ich jetzt nicht, aber es gibt verschiedene solcher Revolver vor allen Dingen von kleineren Firmen. Es hat irgendwie etwas Urspruengliches, wenn man solche Revolver schiesst.

Ich muesste hier zuerst einmal an Revolver wie den Beretta Stampede denken. (Entsprang meines Wissens einer Zusammenarbeit mit Uberti.)

McDuff
13.01.2009, 05:53
Auch Sauer und Sohn baute oder vertrieb einmal einen geklonten SAA, den "Western Sixshooter". Der Brünner schaut aber eher aus wie ein typischer Sportrevolver
http://www.egun.de/market/item.php?id=2016423&PHPSESSID=138c

schastar
13.01.2009, 07:28
Auch Sauer und Sohn baute oder vertrieb einmal einen geklonten SAA, den "Western Sixshooter". Der Brünner schaut aber eher aus wie ein typischer Sportrevolver
http://www.egun.de/market/item.php?id=2016423&PHPSESSID=138c

eine top Waffe

Haspelbein
13.01.2009, 13:21
Auch Sauer und Sohn baute oder vertrieb einmal einen geklonten SAA, den "Western Sixshooter". Der Brünner schaut aber eher aus wie ein typischer Sportrevolver
http://www.egun.de/market/item.php?id=2016423&PHPSESSID=138c

Ja, das ist optisch ganz anders als die meisten US-Waffen dieses Typs, die sich eher am Westernstyling orientieren.

Spass machen sie aber auf jeden Fall, ich muesste mich aber bei den hiesigen Typen bei der etwas altertuemlichen Griffform etwas umstellen.

McDuff
14.01.2009, 06:15
Gestern habe ich auf einem Schiesstand mal wieder mit Vorderladern schießen können und muss sagen, daß das ein echter Spaß war. Es gab einen Remington Revolver, den ich allerdings für etwas zu zierlich hielt und einen Walker Colt, der mir schon besser lag. Außerdem eine preussische Muskete und ein gezogenes Enfield Gewehr wie es im US-Bürgerkrieg eingesetzt worden war. :D:D:D:D
Jetzt will ich mich bemühen, in einen entsprechenden Verband einzutreten um selbst aktiv teilnehmen zu können.

Haspelbein
14.01.2009, 13:14
Gestern habe ich auf einem Schiesstand mal wieder mit Vorderladern schießen können und muss sagen, daß das ein echter Spaß war. Es gab einen Remington Revolver, den ich allerdings für etwas zu zierlich hielt und einen Walker Colt, der mir schon besser lag. Außerdem eine preussische Muskete und ein gezogenes Enfield Gewehr wie es im US-Bürgerkrieg eingesetzt worden war. :D:D:D:D
Jetzt will ich mich bemühen, in einen entsprechenden Verband einzutreten um selbst aktiv teilnehmen zu können.

Das Schiessen von Vorderladern macht sehr viel Spass, und das Reinigen und Laden ist recht involviert. In den USA haben sie neben dem Sportschiessen noch einen festen Platz bei der Jagd, da es eine extra Jagdsaison fuer Vorderlader gibt. Sie fallen hier auch nicht wie moderne Waffen unter das Waffenrecht, und koennen frei und auch im Postversand erworben werben.

Viele von diesen Waffen wirken wirklich zierlich, jedoch mussten sie auch nicht die Energien moderner Waffen aushalten. So ein Replika eines Revolvers aus dem US-Buergerkrieg hat mich auch schon gereizt. ;)

McDuff
14.01.2009, 15:48
Die Muskete war beeindruckend. Alleine das Schießen mit einem Feuersteinschloß ist schon etwas besonderes. Die Enfield war erstaunlich treffgenau mit dem Minie-Geschoss. Alle Achtung!
Wenns ein Revolver werden soll, dann wohl der Ruger Old Army. Der macht einen soliden Eindruck.

Haspelbein
14.01.2009, 21:54
Die Muskete war beeindruckend. Alleine das Schießen mit einem Feuersteinschloß ist schon etwas besonderes. Die Enfield war erstaunlich treffgenau mit dem Minie-Geschoss. Alle Achtung!
Wenns ein Revolver werden soll, dann wohl der Ruger Old Army. Der macht einen soliden Eindruck.

Wie sieht das denn in Deutschland aus, darf man ueberall mit Schwarzpulver schiessen, oder haengt das sehr vom Verein ab? Hier beim privaten Verein und im Staatspark geht das, jedoch meistens nicht bei eher kommerziell ausgelegten Schiessstaenden.

McDuff
15.01.2009, 05:49
Wie sieht das denn in Deutschland aus, darf man ueberall mit Schwarzpulver schiessen, oder haengt das sehr vom Verein ab? Hier beim privaten Verein und im Staatspark geht das, jedoch meistens nicht bei eher kommerziell ausgelegten Schiessstaenden.

Bei geschlossenen Ständen gibt es da wegen der Belüftung Beschränkungen, aber bei offenen Ständen ist das kein Problem. Die meisten Vereine haben hier Schwarzpulverabteilungen und ich denke dieser Sport wird wegen der steigenden Munpreise an Beliebtheit gewinnen.

Haspelbein
16.01.2009, 14:44
Ich bin ja schon einigen E-Mail Spam gewoehnt, aber jetzt bekomme ich schon Spam von Munitionsanbietern, der schon fast etwas makaber klingt:



The sight of the laser beam on their body distracts them as you take aim with your 9mm loaded with Federal Hydra Shok, 147 grain, HP, to send a clear message that you will not be a victim. 50 Round box.

Oder uebersetzt:
Der Anblick des Laserstrahls auf ihrem Koerper lenkt sie ab waehrend du mit deiner 9mm (geladen mit Federal Hydrashok im 147 gr. Hohlspitzgeschossen) auf sie zielst, und ihnen klar machst, dass du kein Opfer sein wirst.

All das fuer $25 in der 50er Packung. :D

McDuff
19.01.2009, 05:58
Oder uebersetzt:
Der Anblick des Laserstrahls auf ihrem Koerper lenkt sie ab waehrend du mit deiner 9mm (geladen mit Federal Hydrashok im 147 gr. Hohlspitzgeschossen) auf sie zielst, und ihnen klar machst, dass du kein Opfer sein wirst.

All das fuer $25 in der 50er Packung. :D


Das ist aber ein guter Preis! Wenn ich denke, was die mich in .45 ACP kosten ;(
Vor allem finde ich das mit dem Laser bewerkenswert! Sind die in den USA nicht verboten? In Deutschland kommt die Montage eines Lasers an einer Waffe einem todeswürdigen Verbrechen gleich.
Hier kommt aber auch nur Werbung von großen Versandhändlern per Mail.

Haspelbein
19.01.2009, 13:23
Das ist aber ein guter Preis! Wenn ich denke, was die mich in .45 ACP kosten ;(
Vor allem finde ich das mit dem Laser bewerkenswert! Sind die in den USA nicht verboten? In Deutschland kommt die Montage eines Lasers an einer Waffe einem todeswürdigen Verbrechen gleich.
Hier kommt aber auch nur Werbung von großen Versandhändlern per Mail.

Nein, in den USA ist sowas erlaubt und auch ueblich. Jedoch hat dies Vor- und Nachteile:

Vorteil: Man kann selbst im Dunkeln ohne auf die Schusswaffe achten zu muessen sein Ziel identifizieren und sich darauf konzentrieren. Ausserdem hat dieser Laserstrahl abschreckende Wirkung.

Nachteil: Man schiesst einfach deutlich schlechter, da man sich auf das Ziel und nicht die Waffe konzentriert.

Ich persoenlich montiere sie nicht, und uebe mich eher in dem Schiessen mit Taschenlampe und dem schnellen Einsatz von Deutschuessen.

jak_22
19.01.2009, 14:05
Nein, in den USA ist sowas erlaubt und auch ueblich. Jedoch hat dies Vor- und Nachteile:

Vorteil: Man kann selbst im Dunkeln ohne auf die Schusswaffe achten zu muessen sein Ziel identifizieren und sich darauf konzentrieren. Ausserdem hat dieser Laserstrahl abschreckende Wirkung.

Nachteil: Man schiesst einfach deutlich schlechter, da man sich auf das Ziel und nicht die Waffe konzentriert.

Ich persoenlich montiere sie nicht, und uebe mich eher in dem Schiessen mit Taschenlampe und dem schnellen Einsatz von Deutschuessen.

Weiterer Nachteil: In einer "normalen" Wohnung, mit einer nicht staubfreien
Athmosphäre, macht Dich der Laser selbst zum Ziel. Es ist mMn deutlich einfacher,
eine Taschenlampe einzuschalten, im Lichtkegel das Ziel auszumachen,
Schuß abgeben, Taschenlampe aus, Stellungswechsel durchzuführen,
als es mit einem Laser ist. Solange der an ist, deutet das andere Ende
ja immer auf Dich selbst. Eine Taschenlampe kann ich auch am (seitlich)
ausgestreckten Arm halbwegs vernünftig einsetzen.

Haspelbein
19.01.2009, 15:23
Weiterer Nachteil: In einer "normalen" Wohnung, mit einer nicht staubfreien
Athmosphäre, macht Dich der Laser selbst zum Ziel. Es ist mMn deutlich einfacher,
eine Taschenlampe einzuschalten, im Lichtkegel das Ziel auszumachen,
Schuß abgeben, Taschenlampe aus, Stellungswechsel durchzuführen,
als es mit einem Laser ist. Solange der an ist, deutet das andere Ende
ja immer auf Dich selbst. Eine Taschenlampe kann ich auch am (seitlich)
ausgestreckten Arm halbwegs vernünftig einsetzen.

Meiner Meinung nach nimmt sich das nicht viel, da man den Laser ebenfalls per Druckknopf am Griff der Schusswaffe manuell ein- und ausschalten kann. Die Taschenlampe braucht man fast immer, da solche Konfrontationen mit ueberwiegender Mehrheit bei nicht so optimalen Lichtverhaeltnissen stattfinden, d.h. die Taschenlampe nicht den Laser ersetzt, und umgekehrt.

Der Laser ist vielmehr ein Ersatz fuer die Visierung, und hier bringt bei relativ kurzen Entfernungen der Laser ganz gewisse Voteile, und vereinfacht Deutschuesse z.T. recht erheblich. Man sollte hier nicht davon ausgehen, dass man die Visierung der Schusswaffe zum Einsatz bringen kann.

Ich persoenlich nutze ihn aus verschiedenen Gruenden nicht. Aber diese Diskussion braeuchte ein wenig. ;)

jak_22
19.01.2009, 16:48
Meiner Meinung nach nimmt sich das nicht viel, da man den Laser ebenfalls per Druckknopf am Griff der Schusswaffe manuell ein- und ausschalten kann. Die Taschenlampe braucht man fast immer, da solche Konfrontationen mit ueberwiegender Mehrheit bei nicht so optimalen Lichtverhaeltnissen stattfinden, d.h. die Taschenlampe nicht den Laser ersetzt, und umgekehrt.

Der Laser ist vielmehr ein Ersatz fuer die Visierung, und hier bringt bei relativ kurzen Entfernungen der Laser ganz gewisse Voteile, und vereinfacht Deutschuesse z.T. recht erheblich. Man sollte hier nicht davon ausgehen, dass man die Visierung der Schusswaffe zum Einsatz bringen kann.

Ich persoenlich nutze ihn aus verschiedenen Gruenden nicht. Aber diese Diskussion braeuchte ein wenig. ;)

Na gut, ich relativiere:

Mir persönlich gelingt es schneller, in dem relativ breiten Lichtkegel
einer Taschenlampe ein Ziel aufzufassen und zu identifizieren.

Ich denke, so wie Du es auch andeutest, da gibt es kein allgemeingültiges
"Rezept", bis auf dieses: Üben, üben, üben. Vorgänge automatisieren,
immer wieder mit verschiedenen Lichtverhältnissen, usw.

Ich denke, Du verstehst, was ich meine.

Haspelbein
19.01.2009, 16:54
Na gut, ich relativiere:

Mir persönlich gelingt es schneller, in dem relativ breiten Lichtkegel
einer Taschenlampe ein Ziel aufzufassen und zu identifizieren.

Ich denke, so wie Du es auch andeutest, da gibt es kein allgemeingültiges
"Rezept", bis auf dieses: Üben, üben, üben. Vorgänge automatisieren,
immer wieder mit verschiedenen Lichtverhältnissen, usw.

Ich denke, Du verstehst, was ich meine.

Wir kommen der Sache langsam naeher. ;)

a) Man muss das Ziel mit einem breiten Lichtkegel erfassen, und auch den positiven Effekt der Blendung des Gegners durch eine moderne Taschenlampe sollte nicht unterschaetzt werden. Es gibt hierzu keine Alternative.

b) Ein Laser mag fuer manche Leute gut sein, ich mag ihn weniger, und zwar aus folgenden Gruenden:

- Es ist schwer mit einem Laser ausgeruestete Schusswaffen im verdeckten Holster zu tragen und schnell zu ziehen.

- Ein wohl geuebter Deutschuss ist wesentlich schneller als das Ziehen der Waffe, das Anschalten des Lasers, und die Beobachtung der Bewegung des Laserstrahls am Ziel.

- Ein Laser ist neben der Schusswaffe und der Taschenlampe noch eine dritte Komponente, die man beherrschen muss. Ist man noch in der Lage, alle drei zu zu kontrollieren und sich dabei korrekt zu bewegen oder in Bewegung zu bleiben?

- Laser wird angeschaltet...schei$%$&#, die Batterie ist alle!!!

McDuff
19.01.2009, 16:56
Im Moment gibt es hier Schweizer G 1889 zu kaufen. Staatlich beschossen zwischen 195 und ca. 400 Euronen. Da krieg ich lange Zähne :]

Haspelbein
19.01.2009, 17:01
Im Moment gibt es hier Schweizer G 1889 zu kaufen. Staatlich beschossen zwischen 195 und ca. 400 Euronen. Da krieg ich lange Zähne :]

In den USA fiele das Ding wahrscheinlich nicht einmal unter das Waffenrecht. :D Leider sehe ich sie hier derzeit nicht im Angebot. :(

McDuff
20.01.2009, 05:37
In den USA fiele das Ding wahrscheinlich nicht einmal unter das Waffenrecht. :D Leider sehe ich sie hier derzeit nicht im Angebot. :(

Wo der Händler die Dinger herhat ist mir auch schleierhaft. Ich weiß nur, daß er seht gute Verbindungen in die Schweiz hat. Das einzige Problem bei den Teilen ist halt die Mun. Die GP90 (7,5x53,5mm) ist nicht mehr zu bekommen. Man kann aber wegen des langen Übergangskonus, die GP11 laden, allerdings mit reduzierter Ladung, da der Verschluß des G1889 nur 2000 bar dauerhaft verträgt. Mit der richtigen Mun hat man dann mit dem langen Elend viel Spaß, vor allem wenn man das Korn gegen ein höheres austauscht um nicht nur ab 300 m schießen zu können.

Stadtknecht
20.01.2009, 07:01
Im Moment gibt es hier Schweizer G 1889 zu kaufen. Staatlich beschossen zwischen 195 und ca. 400 Euronen. Da krieg ich lange Zähne :]

Ich habe letztens einen K 31 geschossen.
Diese Waffe aus den dreißiger Jahren hämmert ganz ordentlich in die Schulter, soll aber sehr präzise sein und hat einen unkonventionellen Geradezugverschluß.

Stadtknecht
20.01.2009, 07:06
Wo der Händler die Dinger herhat ist mir auch schleierhaft. Ich weiß nur, daß er seht gute Verbindungen in die Schweiz hat. Das einzige Problem bei den Teilen ist halt die Mun. Die GP90 (7,5x53,5mm) ist nicht mehr zu bekommen. Man kann aber wegen des langen Übergangskonus, die GP11 laden, allerdings mit reduzierter Ladung, da der Verschluß des G1889 nur 2000 bar dauerhaft verträgt. Mit der richtigen Mun hat man dann mit dem langen Elend viel Spaß, vor allem wenn man das Korn gegen ein höheres austauscht um nicht nur ab 300 m schießen zu können.

So weit ich das verstanden habe, werden zum sportlichen Schießen auf Scheiben sowieso schwache Ladungen benutzt.
Diese in hoher Präzision zu entwickeln ist offenbar die hohe Kunst des Wiederladens.

McDuff
20.01.2009, 10:54
So weit ich das verstanden habe, werden zum sportlichen Schießen auf Scheiben sowieso schwache Ladungen benutzt.
Diese in hoher Präzision zu entwickeln ist offenbar die hohe Kunst des Wiederladens.

Der K31 und seine Vorgänger sind feine Waffen und waren zu ihrer Zeit die teuersten Infanteriegewehre. Die Schussleistung ist schon mit der normalen GP11 ausgezeichnet und in diesem Falle kann man kaum noch wirklich dran drehen. Anders schaut es z.B. mit den alten Mannlicher-Carcano im Kaliber 6,5 × 52 mm. Da läßt sich mit dem Experimentieren mit Geschossen und Ladungen erstaunlich viel herausholen.

Haspelbein
20.01.2009, 13:13
Ich habe letztens einen K 31 geschossen.
Diese Waffe aus den dreißiger Jahren hämmert ganz ordentlich in die Schulter, soll aber sehr präzise sein und hat einen unkonventionellen Geradezugverschluß.

Auch der Abzug selbst ist fuer eine Militaergewehr bei dieser Waffe erstaunlich gut. Hat mich noch fast mehr beeindruckt als der Gradezugverschluss.

Haspelbein
20.01.2009, 13:17
Wo der Händler die Dinger herhat ist mir auch schleierhaft. Ich weiß nur, daß er seht gute Verbindungen in die Schweiz hat. Das einzige Problem bei den Teilen ist halt die Mun. Die GP90 (7,5x53,5mm) ist nicht mehr zu bekommen. Man kann aber wegen des langen Übergangskonus, die GP11 laden, allerdings mit reduzierter Ladung, da der Verschluß des G1889 nur 2000 bar dauerhaft verträgt. Mit der richtigen Mun hat man dann mit dem langen Elend viel Spaß, vor allem wenn man das Korn gegen ein höheres austauscht um nicht nur ab 300 m schießen zu können.

Das mit dem Austauschen des Korns musste ich ebenso bei einigen Militaergewehren durchfuehren. (Obwohl ich natuerlich das Original behalten habe.) Sowohl verschiedene Mauser oder auch Lee-Enfield hatten das gleiche Problem. Im Feld haben die Schuetzen dies mit verschiedenen Haltepunkten kompensiert, was bei Scheibenschiessen halt nicht immer moeglich oder erwuenscht ist.

Stadtknecht
20.01.2009, 22:06
Der K31 und seine Vorgänger sind feine Waffen und waren zu ihrer Zeit die teuersten Infanteriegewehre. Die Schussleistung ist schon mit der normalen GP11 ausgezeichnet und in diesem Falle kann man kaum noch wirklich dran drehen. Anders schaut es z.B. mit den alten Mannlicher-Carcano im Kaliber 6,5 × 52 mm. Da läßt sich mit dem Experimentieren mit Geschossen und Ladungen erstaunlich viel herausholen.

Über den italienischen Carcano habe ich zwei Dinge gehört:

1. Es soll das schlechteste Militärgewehr seinerzeit gewesen sein.

2. Mit einem Carcano wurde John F. Kennedy erschossen.

Stadtknecht
20.01.2009, 22:07
Auch der Abzug selbst ist fuer eine Militaergewehr bei dieser Waffe erstaunlich gut. Hat mich noch fast mehr beeindruckt als der Gradezugverschluss.

Ja, der ist irgendwie.. hakenförmig.

Haspelbein
20.01.2009, 22:53
Ja, der ist irgendwie.. hakenförmig.

Ja, hakenfoermig ist er. :D Jedoch hat er relativ wenig Spiel, braucht zum Abziehen relativ wenig Kraft, und bietet einen sehr gleichmaessigen Widerstand.

Der Standardabzug einer AK47 oder eines M16 ist im Vergleich dazu fuerchterlich.

McDuff
21.01.2009, 05:41
Über den italienischen Carcano habe ich zwei Dinge gehört:

1. Es soll das schlechteste Militärgewehr seinerzeit gewesen sein.

2. Mit einem Carcano wurde John F. Kennedy erschossen.


Das Gewehr ist eigentlich nicht schlecht. Aber die Munition ist vollkommen untauglich. Das damit Kennedy wirklich getroffen worden soll, ist für mich der Beweis aller Verschwörungstheorien, welche dieses Attentat betreffen.

McDuff
21.01.2009, 05:43
Ja, der ist irgendwie.. hakenförmig.

Der Abzug hat einen superexakten Druckpunkt. Aber der vom G11 und K11, den Vorgängern des K31 ist noch besser.

RDX
21.01.2009, 06:13
Das Gewehr ist eigentlich nicht schlecht. Aber die Munition ist vollkommen untauglich. Das damit Kennedy wirklich getroffen worden soll, ist für mich der Beweis aller Verschwörungstheorien, welche dieses Attentat betreffen.

Die Knarre ist auch schlecht.

Unzuverlässig und vor allem unpräzise.

Die italienischen Soldaten haben in Nordarfrika, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, die Carcano gegen einen Mauser 98 K oder gar eine Entfield "eingetauscht".

Sie haben die Carcano einfach weggeschmissen.

schastar
21.01.2009, 08:24
So weit ich das verstanden habe, werden zum sportlichen Schießen auf Scheiben sowieso schwache Ladungen benutzt.
Diese in hoher Präzision zu entwickeln ist offenbar die hohe Kunst des Wiederladens.

So pauschal kann man das nicht sagen. In aller Regel versucht man eine möglichst präzise Patrone zu schaffen.
Dann ist es auch noch entscheiden für was sie Verwendung findet. Schießt jemand z.B. auf 1000 Meter wird er bestrebt sein eine Patrone am zulässigen Maximum zu bauen um eine möglichst hohe V0 zu erzielen. Schießt man z.B. Kurzwaffe auf 25 Meter und das oft 200 – 300 Schuß wird man eher versuchen sich zu schonen und eine schwächere Ladung zu entwickeln.

Da ich so gut wie alles selber lade kommt bei mir z.B. eine .223 zum Einsatz bei welcher ich das Pulver bereits in die Hülse pressen muß um überhaupt das Geschoß ansetzen zu können, wie auch eine .38 mit gerade mal 1,8 Grain Ladung. Vo ca. 165 m/s

Stadtknecht
21.01.2009, 09:23
So pauschal kann man das nicht sagen. In aller Regel versucht man eine möglichst präzise Patrone zu schaffen.
Dann ist es auch noch entscheiden für was sie Verwendung findet. Schießt jemand z.B. auf 1000 Meter wird er bestrebt sein eine Patrone am zulässigen Maximum zu bauen um eine möglichst hohe V0 zu erzielen. Schießt man z.B. Kurzwaffe auf 25 Meter und das oft 200 – 300 Schuß wird man eher versuchen sich zu schonen und eine schwächere Ladung zu entwickeln.

Da ich so gut wie alles selber lade kommt bei mir z.B. eine .223 zum Einsatz bei welcher ich das Pulver bereits in die Hülse pressen muß um überhaupt das Geschoß ansetzen zu können, wie auch eine .38 mit gerade mal 1,8 Grain Ladung. Vo ca. 165 m/s

In unserem Verein sind auch viele Wiederlader.
Einer macht das hobbymäßig und stopft als verwitweter Frührentner mit viel Zeit den ganzen Tag Patronen.

So hat auch er eine .38 Spezial entwickelt, die sich wie eine .22 lfB schießt, aber immerhin Löcher in die Scheibe macht.

Für Gewehre hat er reduzierte Ladungen ( was das ist, weiß ich nicht genau ), die sich auch sehr angenehm schießen.

Wir schießen Gewehr nur auf 100m, da reicht offenbar eine reduzierte Ladung aus.

McDuff
21.01.2009, 18:29
Sicherlich ist es gerade mit leichten Karabinern einfacher mit reduzierten Ladungen zu schießen. Der K11 beispielsweise tritt mit der GP11 ganz ordentlich, aber die Ergebnisse sind sehr gut. Die Laborierung passt einfach. Der finnische M39 der ja letztlich nur ein sehr schlau gemachtes Konglomerat aus zaristischen Nagantteilen und finnischem Erfindungsgeist ist, schießt am besten mit handgestopften D166 Geschossen. Da kommt keine Fabrikmun mit außer vllt. die Lapua, aber die ist krachteuer.

Haspelbein
21.01.2009, 18:35
Sicherlich ist es gerade mit leichten Karabinern einfacher mit reduzierten Ladungen zu schießen. Der K11 beispielsweise tritt mit der GP11 ganz ordentlich, aber die Ergebnisse sind sehr gut. Die Laborierung passt einfach. Der finnische M39 der ja letztlich nur ein sehr schlau gemachtes Konglomerat aus zaristischen Nagantteilen und finnischem Erfindungsgeist ist, schießt am besten mit handgestopften D166 Geschossen. Da kommt keine Fabrikmun mit außer vllt. die Lapua, aber die ist krachteuer.

Vor allen Dingen kann man sich bei Handladungen dem individuellen Gewehr anpassen. Bei diesen "Rentnern" sind Unterschiede von Gewehr zu Gewehr deutlich spuerbar, und schon kleine Variationen in Energie und Geschossgewicht wirken sich aus.

McDuff
21.01.2009, 18:42
Vor allen Dingen kann man sich bei Handladungen dem individuellen Gewehr anpassen. Bei diesen "Rentnern" sind Unterschiede von Gewehr zu Gewehr deutlich spuerbar, und schon kleine Variationen in Energie und Geschossgewicht wirken sich aus.

Das sehe ich bei einem Kameraden der mit der Enfield No.4 MK1 in 303 British schießt. Der macht seine Ladungen superpingelig ( sogar Jehreszeitenabhängig) und trifft unglaublich gut.

Haspelbein
21.01.2009, 18:50
Das sehe ich bei einem Kameraden der mit der Enfield No.4 MK1 in 303 British schießt. Der macht seine Ladungen superpingelig ( sogar Jehreszeitenabhängig) und trifft unglaublich gut.

Das glaube ich gern. Das Schwingungsverhalten so eines alten Laufes mit fuer heutige Verhaeltnisse geringer Wandstaerke kann recht empfindlich sein. Es ist schon etwas anderes, als wenn man einen modernen und freischwingenden "fetten" Targetlauf hat.

Stadtknecht
21.01.2009, 22:35
Sicherlich ist es gerade mit leichten Karabinern einfacher mit reduzierten Ladungen zu schießen. Der K11 beispielsweise tritt mit der GP11 ganz ordentlich, aber die Ergebnisse sind sehr gut. Die Laborierung passt einfach. Der finnische M39 der ja letztlich nur ein sehr schlau gemachtes Konglomerat aus zaristischen Nagantteilen und finnischem Erfindungsgeist ist, schießt am besten mit handgestopften D166 Geschossen. Da kommt keine Fabrikmun mit außer vllt. die Lapua, aber die ist krachteuer.

Der "Finne" hat einen dickeren Lauf und einen anderen Schaft als der originale Mosin-Nagant.

Welche Munition ihm am besten schmeckt, weiß ich aber nicht.

Der Wächter
22.01.2009, 00:42
Hat jemand von euch negative Erfahrungen mit dem Verschiessen von
38 Special-Munition aus 357 Magnum-Revolvern gemacht? Einige Schützen meinen, dass wegen der kürzeren Hülsenlänge eine Abbrand in der Trommel entsteht und diese dadurch im Laufe der Zeit Schaden nimmt...

McDuff
22.01.2009, 05:30
Der "Finne" hat einen dickeren Lauf und einen anderen Schaft als der originale Mosin-Nagant.

Welche Munition ihm am besten schmeckt, weiß ich aber nicht.

Stimmt und da kommt noch einiges dazu. Die Finnen haben die Lauflänge des M39 genau auf die 7.62x54r abgestimmt, diesen Lauf exakt gebettet, den Abzug überarbeitet und das Schloß genauestens eingepasst. Zudem wurde auch noch die komplette Visierung geändert. Mit Glück bekommt man noch einen M28/30 der den dicksten Lauf dieser Baureihen hatte.
Die mit D gestempelten Läufe sind für die D166 mit einem Durchmesser von .310 ausgelegt. Damit schießen die alten Dinger höllisch gut.
Wer Spaß daran hat, sollte auch einmal die Augen nach einem M24 dem sog. Lotta-Gewehr aufhalten. Das ist mit einer Lauflänge von 84 cm wirklich kurios lang und wurde von der finnischen Heimwehr verwendet.

McDuff
22.01.2009, 05:31
Hat jemand von euch negative Erfahrungen mit dem Verschiessen von
38 Special-Munition aus 357 Magnum-Revolvern gemacht? Einige Schützen meinen, dass wegen der kürzeren Hülsenlänge eine Abbrand in der Trommel entsteht und diese dadurch im Laufe der Zeit Schaden nimmt...

Davon habe ich auch schon gehört, aber noch nie einen solchen Schaden gesehen.

jak_22
22.01.2009, 09:30
Hat jemand von euch negative Erfahrungen mit dem Verschiessen von
38 Special-Munition aus 357 Magnum-Revolvern gemacht? Einige Schützen meinen, dass wegen der kürzeren Hülsenlänge eine Abbrand in der Trommel entsteht und diese dadurch im Laufe der Zeit Schaden nimmt...

Meiner Meinung nach entsteht an dieser Stelle (die letzten 1/10" in der Kammer)
allerhöchstens mit der Zeit eine Ablagerung durch unvollständig verbranntes
Pulver. Falls das ein Problem werden sollte, (.357 Patronen lassen sich nicht
mehr korrekt laden), sollte es durch Reinigen zu lösen sein - und durch regel-
mässiges Reinigen auch verhindert werden.

Der von Dir beschriebene "Abbrand" ist mir unbekannt.

Haspelbein
22.01.2009, 13:32
Meiner Meinung nach entsteht an dieser Stelle (die letzten 1/10" in der Kammer)
allerhöchstens mit der Zeit eine Ablagerung durch unvollständig verbranntes
Pulver. Falls das ein Problem werden sollte, (.357 Patronen lassen sich nicht
mehr korrekt laden), sollte es durch Reinigen zu lösen sein - und durch regel-
mässiges Reinigen auch verhindert werden.

Der von Dir beschriebene "Abbrand" ist mir unbekannt.

Genauso ist es. Einen "Abbrand" habe ich auch noch nicht erlebt, jedoch besteht ein erhoehter Reinigungsbedarft im vorderen Teil der Patronenkammern.

Wenn man seine Revolver nach jedem Schiessen reinigt, wird selbst dieser Effekt nur schwer beobachtbar sein, und ich selbst hatte noch nie Probleme damit.

McDuff
23.01.2009, 10:55
Genauso ist es. Einen "Abbrand" habe ich auch noch nicht erlebt, jedoch besteht ein erhoehter Reinigungsbedarft im vorderen Teil der Patronenkammern.

Wenn man seine Revolver nach jedem Schiessen reinigt, wird selbst dieser Effekt nur schwer beobachtbar sein, und ich selbst hatte noch nie Probleme damit.

Klingt logisch. Dann wirds bei den Flinten nicht anders sein, wo man ja oft 65er oder 67,5er Hülsen aus 70er oder 76er Lagern verschießt.

Haspelbein
23.01.2009, 16:40
Klingt logisch. Dann wirds bei den Flinten nicht anders sein, wo man ja oft 65er oder 67,5er Hülsen aus 70er oder 76er Lagern verschießt.

Ja, auch da macht es kaum einen Unterschied.

Hat jemand Erfahrungen mit den rumaenischen TTC (Tokarev) Pistolen? Die werden hier wie bloed angeboten, und ich habe noch eine ganze Menge 7.62x25mm im Keller. Aufrund ihres Sammlerstatus koennte ich sie mir einfach per Telefon bestellen.

Der Wächter
24.01.2009, 00:27
Ich konnte mal von einem Bekannten eine Tokarev TT 33 schießen. Das Ding war offenbar ziemlich ausgelutscht, ich hatte auf 25 m kaum etwas getroffen. Aber die Pistole sprang heftig in der Hand:D
Bezüglich Pistolen bin ich sonst aber durchaus etwas Osteuropa-Fetischist.
Werde mir demnächst eine Brünner CZ 75 zulegen. Sehr robust, gute Qualität und sehr preisgünstig. Gefällt mir mehr, als der ganze USP-Kram meiner Kollegen.

Haspelbein
24.01.2009, 19:11
Ich konnte mal von einem Bekannten eine Tokarev TT 33 schießen. Das Ding war offenbar ziemlich ausgelutscht, ich hatte auf 25 m kaum etwas getroffen. Aber die Pistole sprang heftig in der Hand:D[...]

Die romaenische TTC ist eine Kopie der russichen TT33, die mehr oder weniger eine vereinfachte und fuer einen rauheren Umgang ausgelegte Modifikation einer Colt .45 ist.

Die angebotenen Modelle sind z.T. in einem sehr guten Zustand, so dass sie hoffentlich nicht so "ausgelutscht" sind. Ich habe noch eine CZ52 im gleichen Kaliber. Es ist eine relativ grosse Pistole mit einem fuerchterlichen Abzug, jedoch sehr zielgenau.



Bezüglich Pistolen bin ich sonst aber durchaus etwas Osteuropa-Fetischist.
Werde mir demnächst eine Brünner CZ 75 zulegen. Sehr robust, gute Qualität und sehr preisgünstig. Gefällt mir mehr, als der ganze USP-Kram meiner Kollegen.

Die CZ75 ist eine eine sehr bewaehrte Pistole, deren Preis-Leistungs-Verhaeltnis hervorragend ist. Damit kann man eigentlich kaum voellig danebenliegen.

Der Wächter
25.01.2009, 08:20
Die romaenische TTC ist eine Kopie der russichen TT33, die mehr oder weniger eine vereinfachte und fuer einen rauheren Umgang ausgelegte Modifikation einer Colt .45 ist.

Die angebotenen Modelle sind z.T. in einem sehr guten Zustand, so dass sie hoffentlich nicht so "ausgelutscht" sind. Ich habe noch eine CZ52 im gleichen Kaliber. Es ist eine relativ grosse Pistole mit einem fuerchterlichen Abzug, jedoch sehr zielgenau.



Die CZ75 ist eine eine sehr bewaehrte Pistole, deren Preis-Leistungs-Verhaeltnis hervorragend ist. Damit kann man eigentlich kaum voellig danebenliegen.

Wenn du soviel Munition für eine Tokarev liegen hast und du günstig an eine derartige Waffe kommst, mag sich die Anschaffung vielleicht lohnen.

Frankonia in Deutschland bietet übrigens die CZ 75 derzeit für 499 Euro an.
Mir gefällt, dass es eine Metallwaffe ist. An meine Dienstpistole P8 kann ich mich nicht gewöhnen - zuviel Kunststoff.
Wird die CZ auch in den Staaten vertrieben und was kostet sie da? Ich schieße damit immer die besten Ergebnisse. Es stimmt schon, dass jeder Schütze möglichst viele Waffen ausprobieren sollte, um zu sehen, welche ihm am besten liegt.

McDuff
26.01.2009, 05:43
Ja, auch da macht es kaum einen Unterschied.

Hat jemand Erfahrungen mit den rumaenischen TTC (Tokarev) Pistolen? Die werden hier wie bloed angeboten, und ich habe noch eine ganze Menge 7.62x25mm im Keller. Aufrund ihres Sammlerstatus koennte ich sie mir einfach per Telefon bestellen.

Mein Schwager hat sich so eine Waffe zugelegt und meint, daß sie sehr robust ist und zuverlässig funtioniert. Hochpräzise ist sie wohl nicht, mache aber Spaß beim Schießen.

Haspelbein
26.01.2009, 12:56
Mein Schwager hat sich so eine Waffe zugelegt und meint, daß sie sehr robust ist und zuverlässig funtioniert. Hochpräzise ist sie wohl nicht, mache aber Spaß beim Schießen.

Dann werde ich sie in meine engere Wahl ziehen. Historisch gesehen hat sie wirklich eine gewisse Bedeutung. Vor meinem geistigen Auge sehe ich immer noch einen Offizier der Roten Armee in einem Propagandafilm, wie er mit der Tokarev TT in der Hand zum Angriff ruft.

McDuff
26.01.2009, 15:11
Dann werde ich sie in meine engere Wahl ziehen. Historisch gesehen hat sie wirklich eine gewisse Bedeutung. Vor meinem geistigen Auge sehe ich immer noch einen Offizier der Roten Armee in einem Propagandafilm, wie er mit der Tokarev TT in der Hand zum Angriff ruft.

Wenns diese dösige Beschränkung auf zwei KW hier nicht gäbe....:(
Aber mal sehen, werde wohl noch in einen Verein eintreten :]

Aber im Mom. ist KW-mäßig nur das Allernötigste für die Jagd drin.

Haspelbein
26.01.2009, 15:27
Wenns diese dösige Beschränkung auf zwei KW hier nicht gäbe....:(
Aber mal sehen, werde wohl noch in einen Verein eintreten :]

Aber im Mom. ist KW-mäßig nur das Allernötigste für die Jagd drin.

Das verstehe ich natuerlich. Meine Lage ist anders, d.h. mit meiner Waffenhaendlerlizenz fuer Sammlerwaffen wird nicht einmal der Staat bemueht, wenn ich mir eine TT zulege. Der Versandhaendler macht einen Eintrag in seinen Buechern, und ich mache einen in den meinigen.

Dann kommt der freundliche Herr von FedEx und fragt wieder einmal, ob dies noch eine Schusswaffe sei. :D

Aber Vorsicht: Das Sammeln von historischen Waffen birgt eine ziemlich hohe Suchtgefahr!

McDuff
26.01.2009, 15:29
Aber Vorsicht: Das Sammeln von historischen Waffen birgt eine ziemlich hohe Suchtgefahr!

Das merke ich bei meinen alten Jagdwaffen :]

Haspelbein
26.01.2009, 18:44
Das merke ich bei meinen alten Jagdwaffen :]

Man merkt es dann, wenn man sich z.B. wie ich gerade ein Handbuch der britischen Home Guard aus dem Jahre 1941 durchliest, in dem die Ausbildung mit dem Lee-Enfield im Detail beschrieben wird. Irgendwann bleibt das reine Interesse an der Historie.

Haspelbein
26.01.2009, 18:54
Ich hatte gerade mal wieder so ein schoenes Erlebnis im Waffenladen, der auch gleichzeitig eine Schiessbahn ist. Ich war gerade mit dem Schiessen fertig, zahlte, und sah eine FAL im Hintergrund, die mich vom Schaft und den Proportionen stark an eine australische L1A1 Version der FAL erinnerte.

Ich fragte: "Ist das hinter Ihnen vielleicht eine L1?"

Antworte: "NEIN! Das ist eine FAL, und zu verkaufen ist die auch nicht!"

Ich habe von einer weiteren Diskussion abgesehen ... :rolleyes:

McDuff
27.01.2009, 05:35
Ich hatte gerade mal wieder so ein schoenes Erlebnis im Waffenladen, der auch gleichzeitig eine Schiessbahn ist. Ich war gerade mit dem Schiessen fertig, zahlte, und sah eine FAL im Hintergrund, die mich vom Schaft und den Proportionen stark an eine australische L1A1 Version der FAL erinnerte.

Ich fragte: "Ist das hinter Ihnen vielleicht eine L1?"

Antworte: "NEIN! Das ist eine FAL, und zu verkaufen ist die auch nicht!"

Ich habe von einer weiteren Diskussion abgesehen ... :rolleyes:

Ah, da hattest du mit einem richtigen "Experten" zu tun :top: Leider sind diese verbreiteter als es gut ist...
Mir wollte einmal einer partout nicht glauben, daß man, obwohl sie passen, keine original GP 11 mit dem G 1889 verschießen sollte. Als er mir sagte, daß er das bereits mit dem Gewehr versucht habe, wollte ich es auch nicht mehr kaufen. Keine Lust mir den Verschluß durch den Kopf gehen zu lassen. :gap:

Haspelbein
27.01.2009, 14:43
Ah, da hattest du mit einem richtigen "Experten" zu tun :top: Leider sind diese verbreiteter als es gut ist...
Mir wollte einmal einer partout nicht glauben, daß man, obwohl sie passen, keine original GP 11 mit dem G 1889 verschießen sollte. Als er mir sagte, daß er das bereits mit dem Gewehr versucht habe, wollte ich es auch nicht mehr kaufen. Keine Lust mir den Verschluß durch den Kopf gehen zu lassen. :gap:

Sowas hatte ich bei meiner Jagdausbildung erlebt. Der Mensch setzte 7.62x51mm und .308 Win, sowie 5.56x45mm und .223 Remington gleich.

McDuff
27.01.2009, 15:39
Sowas hatte ich bei meiner Jagdausbildung erlebt. Der Mensch setzte 7.62x51mm und .308 Win, sowie 5.56x45mm und .223 Remington gleich.

..und wundern sich dann, wenn ihnen die Brocken um die Ohren fliegen. Hier hat einer eine Hawken Match atomisiert, weil er meinte seine Ergebnisse mit Nitropluver verbessern zu müssen :]

Stadtknecht
27.01.2009, 16:43
Ich hatte gerade mal wieder so ein schoenes Erlebnis im Waffenladen, der auch gleichzeitig eine Schiessbahn ist. Ich war gerade mit dem Schiessen fertig, zahlte, und sah eine FAL im Hintergrund, die mich vom Schaft und den Proportionen stark an eine australische L1A1 Version der FAL erinnerte.

Ich fragte: "Ist das hinter Ihnen vielleicht eine L1?"

Antworte: "NEIN! Das ist eine FAL, und zu verkaufen ist die auch nicht!"

Ich habe von einer weiteren Diskussion abgesehen ... :rolleyes:


Sowas hatte ich bei meiner Jagdausbildung erlebt. Der Mensch setzte 7.62x51mm und .308 Win, sowie 5.56x45mm und .223 Remington gleich.

Jetzt laßt mich, der ich zur Zeit das Buch "Die Waffen-Sachkundeprüfung" lese, zwei Fragen stellen:

1. Fällt das FN FAL nicht unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, da es eine vollautomatische Selbstladewaffe ist?

2. Was ist der Unterschied zwisch 7,62 x 51 und .308 Win, sowie zwischen 5,56 x 45 und .223 Remington?
Ich kenne ihn nicht.

Haspelbein
27.01.2009, 16:49
Jetzt laßt mich, der ich zur Zeit das Buch "Die Waffen-Sachkundeprüfung" lese, zwei Fragen stellen:

1. Fällt das FN FAL nicht unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, da es eine vollautomatische Selbstladewaffe ist?

Aber natuerlich. Die hier frei verkaeuflichen Waffen haben einen modizifiertes Verschlussgehaeuse und Schloss, sind aber ansonsten die Originalwaffen. Sie sind Halbautomaten.



2. Was ist der Unterschied zwisch 7,62 x 51 und .308 Win, sowie zwischen 5,56 x 45 und .223 Remington?
Ich kenne ihn nicht.

Bei 7.62x51 und .308 gibt es leichte Unterschiede in der Form der Patronenhuelse und max. Gasdruck. Bei 5.56x45 und .233 gibt es Unterschiede in dem max. Gasdruck, aber auch die Spezifikationen zur Geschosslaenge und Geschossform sind anders.

McDuff
28.01.2009, 05:25
Was haltet ihr von sog. "Surplus" Munition zum Trainigsschießen?
Hier werden z.B. immer noch größere Lose 8x57 IS, 7,62x54r und 7,62x39 zu wirklich guten Preise angeboten. Ich persönlich bin da immer sehr skeptisch, weil gerade die Ostblockmun. noch Chloratzünder hat die sehr korrosiv auf den Lauf wirken.

franjo
28.01.2009, 06:55
Moin

Ich habe gerade ein größeres Los .223 gekauft. Irgendeine Russenmunition ist das.

Ich wollte auch mal Munition zu amerikanischen Preisen haben.;)

Geschossen aus meiner Mini14 ist das Trefferbild auf 50m etwa 50mm im Durchmesser, wohlbemerkt, aufliegend, mit offener Visierung (derzeit).

Da ich meine Waffen nach jeder Benutzung putze stört mich die stärkere Verschmutzung nicht.

franjo

Haspelbein
28.01.2009, 12:57
Was haltet ihr von sog. "Surplus" Munition zum Trainigsschießen?
Hier werden z.B. immer noch größere Lose 8x57 IS, 7,62x54r und 7,62x39 zu wirklich guten Preise angeboten. Ich persönlich bin da immer sehr skeptisch, weil gerade die Ostblockmun. noch Chloratzünder hat die sehr korrosiv auf den Lauf wirken.

Prinzipiell muss man bei aller Ueberschussmunition mit Cloratzuendern rechnen. Man kann sie zum Uebungsschiessen verwenden, jedoch muss man danach seine Waffen unmittelbar nach dem Schiessen reinigen. Diese Reinigung muss natuerlich mit Wasser oder einer Ammoniakloesung erfolgen, da organische Loesungsmittel nichts gegen korrosive Salze tun. Diese Loesung selbst muss dann wieder entfernt werden, da sie ebenso sofort zu einer Rostbildung fuehrt.

Ich persoenlich reinige noch auf der Schiessbahn die Waffe zuerst mit einer waessrigen Loesung, danach trockne ich den Lauf, danach kommt eine Lage mit einem wasserverdraengenden Oel, und dann eine Lage mit einem regulaeren Waffenoel. Darauf folgt die regulaere Reinigung zuhaus. (Dies mache ich ebenso mit allen anderen Oeberflaechen, die unmittelbar diesen korrosiven Salzen ausgesetzt sein koennten.)

Bei Halbautomaten ist sowas z.T. schwieriger, da die Gase diese Salze u.U. weit tragen koennen. Das haengt aber von der Konstruktion der Waffe ab. Ich kenne Leute, die nach einem laengeren Gebrauch dieser Munition die Waffe voellig zerlegt, und fast alle Metallteile in den Geschirrspueler gegeben haben. (Die Heisstrocknung verhindert weitgehend eine Rostbildung.)

Daher verwende ich diese Munition eigentlich nur bei meinen Repetierern und wenn ich die Waffe entsprechend reinigen kann.

Haspelbein
28.01.2009, 13:02
Moin

Ich habe gerade ein größeres Los .223 gekauft. Irgendeine Russenmunition ist das.

Ich wollte auch mal Munition zu amerikanischen Preisen haben.;)

Geschossen aus meiner Mini14 ist das Trefferbild auf 50m etwa 50mm im Durchmesser, wohlbemerkt, aufliegend, mit offener Visierung (derzeit).

Da ich meine Waffen nach jeder Benutzung putze stört mich die stärkere Verschmutzung nicht.

franjo

Prinzpiell hat diese Munition nur den Nachteil, dass die Stahlhuelse etwas haerter ist als eine Messinghuelse. Auch mit dem Wiederladen ist natuerlich nichts.

Wegen der etwas haerteren Huelse verwende ich diese Munition nicht in Waffen, die auf enge Toleranzen gefertigt wurden. Dafuer verwende ich sie ausgiebig in meinen Ostblockwaffen, die eben darauf ausgelegt sind.

Mit deine Mini14 solltest du in dieser Hinsicht keine Probleme haben, solange du selbst keine Probleme mit dem Dreck und dem Geruch hast.

Pass nur auf, dass es neuere Munition ist. Mir ist schon Munition aus den 70er Jahren angeboten worden, die noch (leicht) korrosiv war.

Stadtknecht
28.01.2009, 15:27
Was haltet ihr von sog. "Surplus" Munition zum Trainigsschießen?
Hier werden z.B. immer noch größere Lose 8x57 IS, 7,62x54r und 7,62x39 zu wirklich guten Preise angeboten. Ich persönlich bin da immer sehr skeptisch, weil gerade die Ostblockmun. noch Chloratzünder hat die sehr korrosiv auf den Lauf wirken.

Sehr alte Ostblockmunition kann u.U. noch Quecksilberzündhütchen haben, die sehr korrosiv sind. Deshalb haben die Ostblockländer die Läufe ihrer Waffen oft hartverchromt.

Haspelbein
28.01.2009, 20:23
Wo wir vor einiger Zeit in diesem Strang von Idioten geredet haben: Hier in den USA lese ich öfter online, wie einige Leute versuchen, die hiesigen Groundhogs mit einem Kleinkalibergewehr zu erlegen.

Hierzu muß man sagen, dass die Groundhogs sich von den deutschen Murmeltieren deutlich unterscheiden. Sie sind deutlich größer und fetter, und dem Menschen wesentlich mehr angepaßt. Sieht man sie in der Landschaft, so denkt man zuerst an einen kleinen Hund, bis sie dann plötzlich laufend durch die Gegend schwabbeln. Es sind ziemlich zähe Viecher.

Da sie alle möglichen Bauten unterhöhlen und zum Einsturz bringen können, werden sie als Schädlinge eingestuft. Der Bauer versucht daraufhin ihnen Herr zu werden, und schießt auf sie mit dem Kleinkalibergewehr. Daraufhin kommen dann Onlineanfrage wie: ”Ich habe den Groundhogs schon dreimal mit dem Kleinkaliber erwischt, aber er taucht jede Nacht wieder auf. Was mache ich falsch?”

Manchmal kann man sich nur an den Kopf fassen ...

McDuff
29.01.2009, 06:08
Wo wir vor einiger Zeit in diesem Strang von Idioten geredet haben: Hier in den USA lese ich öfter online, wie einige Leute versuchen, die hiesigen Groundhogs mit einem Kleinkalibergewehr zu erlegen.

Hierzu muß man sagen, dass die Groundhogs sich von den deutschen Murmeltieren deutlich unterscheiden. Sie sind deutlich größer und fetter, und dem Menschen wesentlich mehr angepaßt. Sieht man sie in der Landschaft, so denkt man zuerst an einen kleinen Hund, bis sie dann plötzlich laufend durch die Gegend schwabbeln. Es sind ziemlich zähe Viecher.

Da sie alle möglichen Bauten unterhöhlen und zum Einsturz bringen können, werden sie als Schädlinge eingestuft. Der Bauer versucht daraufhin ihnen Herr zu werden, und schießt auf sie mit dem Kleinkalibergewehr. Daraufhin kommen dann Onlineanfrage wie: ”Ich habe den Groundhogs schon dreimal mit dem Kleinkaliber erwischt, aber er taucht jede Nacht wieder auf. Was mache ich falsch?”

Manchmal kann man sich nur an den Kopf fassen ...


Was diese Bauern falsch machen? Halten die Waffe verkehrtherum :)
Solche Deppen! :depp:Hier wäre da Ruck-Zuck und mit Recht der Jagdschein weg. Solche Aktionen starten hier nur Wilderer die mit schallgedämpften KKs sogar auf die Sauenjagd gehen. Derart krankgeschossenes Wild sieht man wieder häufiger.:flop:

Haspelbein
29.01.2009, 14:53
Was diese Bauern falsch machen? Halten die Waffe verkehrtherum :)
Solche Deppen! :depp:Hier wäre da Ruck-Zuck und mit Recht der Jagdschein weg. Solche Aktionen starten hier nur Wilderer die mit schallgedämpften KKs sogar auf die Sauenjagd gehen. Derart krankgeschossenes Wild sieht man wieder häufiger.:flop:

Wie schon gesagt: Trotz seiner augenscheinlich kleinen Groesse ist das Tier recht zaeh. Einen Jagdschein kann man bei den Bauern nicht entziehen, da man in den USA bei der Begrenzung von Schaeden in der Landwirtschaft zum Abschuss auf dem eigenen Boden keinen Jagdschein braucht, es sei denn, es handelt sich um bedrohte Tierarten oder Wandervoegel.

Nun, ich glaube, dass mit den Schallgedaempften KKs hat in Deutschland einen ganz anderen Hintergrund, oder?

McDuff
30.01.2009, 05:35
Wie schon gesagt: Trotz seiner augenscheinlich kleinen Groesse ist das Tier recht zaeh. Einen Jagdschein kann man bei den Bauern nicht entziehen, da man in den USA bei der Begrenzung von Schaeden in der Landwirtschaft zum Abschuss auf dem eigenen Boden keinen Jagdschein braucht, es sei denn, es handelt sich um bedrohte Tierarten oder Wandervoegel.

Nun, ich glaube, dass mit den Schallgedaempften KKs hat in Deutschland einen ganz anderen Hintergrund, oder?

Wenn diese Tiere zu zäh für die KK sind, dann nimmt man halt mindestens 22. Hornet oder besser .222. Dann hat sich das auch schnell erledigt. :]
Die schallgedämpften KKs werden mit Sondergenehmigung von Förstern und Jägern an Orten eingesetzt wo der Knall einer Waffe störend wirken würde. Z.B. bei der Schädlingsbekämpfung in öffentlichen Anlagen, manchmal bei der Gehege"jagd".
Auch unsere Wilderer benutzen diese Teile sehr gerne, darüber wurde sogar einmal im Fernsehen berichtet. Diese Sendung sorgte wegen der romantischen Verklärung eines Verbrechers der mit einer solchen Waffe Gemsen jagte, für einigen Zorn in der Jägerschaft.
Mir selbst flog vor zwei Jahren beim Reviergang mal so eine Bohne am Kopf vorbei. Das war nicht komisch.

Haspelbein
30.01.2009, 14:14
Wenn diese Tiere zu zäh für die KK sind, dann nimmt man halt mindestens 22. Hornet oder besser .222. Dann hat sich das auch schnell erledigt. :] [...]

In einem Land, in dem man gute Gewehre in .223/5.56x45mm praktisch nachgeschmissen bekommt, gibt es eigenlicht keine Entschuldigung, hier nicht die passende Munition zu nehmen. Selbst .17 HMR Gewehr mit Optik sind hier fuer $250 - $300 zu haben. Man hat halt mit Deppen zu tun.



Die schallgedämpften KKs werden mit Sondergenehmigung von Förstern und Jägern an Orten eingesetzt wo der Knall einer Waffe störend wirken würde. Z.B. bei der Schädlingsbekämpfung in öffentlichen Anlagen, manchmal bei der Gehege"jagd". [...]

Interessanterweise werden hierfuer in den USA Pfeil und Bogen eingesetzt. Eine Jagdform, die sehr stark an Beliebtheit gewinnt.



Auch unsere Wilderer benutzen diese Teile sehr gerne, darüber wurde sogar einmal im Fernsehen berichtet. Diese Sendung sorgte wegen der romantischen Verklärung eines Verbrechers der mit einer solchen Waffe Gemsen jagte, für einigen Zorn in der Jägerschaft.
Mir selbst flog vor zwei Jahren beim Reviergang mal so eine Bohne am Kopf vorbei. Das war nicht komisch.

Was war denn da genau passiert, und wer hatte geschossen?

RDX
30.01.2009, 14:20
Mein Gott, was seit ihr für Waffenversteher.

Ich reinige meine Waffen nach dem Schießen mit im Handel erhältlichen Reinigungsmitteln, öle sie ein und nach ein paar Tagen schaue ich mir die Knarren an.

Wenn es sein muss, werden sie dann nachgereinigt und nachgeölt.

Ich habe noch nie bei meinen Waffen Probleme mit Rost oder Pulverablagerungen usw. gehabt.

Haspelbein
30.01.2009, 14:24
[...]
Ich habe noch nie bei meinen Waffen Probleme mit Rost oder Pulverablagerungen usw. gehabt.

Das freut mich fuer dich. Leider habe ich diese Probleme schon gehabt.

Besonders bei alten Waffen musste ich mit einer Ammoniakloesung zudem Kupferablagerungen entfernen, bis sie wieder einigermassen schossen. Auch was da an Pulverablagerungen rauskommt, ist z.T. nicht lustig.

Schiesst du viel mit Revolvern, kommt auch irgendwann die Bleifrage. :D

RDX
30.01.2009, 14:54
Das freut mich fuer dich. Leider habe ich diese Probleme schon gehabt.

Besonders bei alten Waffen musste ich mit einer Ammoniakloesung zudem Kupferablagerungen entfernen, bis sie wieder einigermassen schossen. Auch was da an Pulverablagerungen rauskommt, ist z.T. nicht lustig.

Schiesst du viel mit Revolvern, kommt auch irgendwann die Bleifrage. :D

Die von dir geschilderten Probleme treten eigentlich nur auf, wenn man hunderte von Schuss pro Schießtraining verballert.

Mein Bruder ist im Schützenverein und hat mit seiner 32. er Schnellfeuerpsitole ähnliche Probleme mit Ablagerungen von Pulver und Blei im Lauf und am Verschluss.

Bei maximal 60 Schuss, die ich beim Jagdlichen Schießen verschieße, habe ich derartige Probleme noch nie gehabt.

Als ich beim Bund MG-Schütze bei den Panzergrenadieren war, hatte ich auch solche Probleme mit Ablagerungen im Lauf und am Verschluss

Das MG wurde einfach ersteinmal grob gereinigt, dann eingeölt und nach 3 Tagen wieder vollkommen gereinigt.
Damit war die Waffe sauber.
Ich mache es mit meinen Waffen ganz genauso.

PS.
Bei Maschinenkanonen verfährt man beim Militär genauso.
Die 20mm Mauser Maschinenkanone des alten Schützenpanzer Marder wurde von uns Rekruten bis zu dreimal gereinigt.

Haspelbein
30.01.2009, 15:12
Die von dir geschilderten Probleme treten eigentlich nur auf, wenn man hunderte von Schuss pro Schießtraining verballert.[...]

Ich erkenne, wo das Problem liegt: Du schiesst zu wenig! :D



Mein Bruder ist im Schützenverein und hat mit seiner 32. er Schnellfeuerpsitole ähnliche Probleme mit Ablagerungen von Pulver und Blei im Lauf und am Verschluss.

Bei maximal 60 Schuss, die ich beim Jagdlichen Schießen verschieße, habe ich derartige Probleme noch nie gehabt.[...]

Wahrscheinlich wirst du so schnell auch keine Probleme haben. Sollte irgendwann die Praezision der Buechse leicht nachlassen, wuerde ich ein Entfernen von Kupferablagerungen empfehlen. Ansonsten wuerde ich mir bei einer so geringen Anzahl von Schuessen keine grossen Gedanken machen.

Solange du moderne kommerzielle Munition verwendest, brauchst du dir ebenfalls keine Gedanken um die Rostbildung zu machen, es sei denn, du hast bei der Lagerung Probleme mit der Luftfeuchtigkeit.



Als ich beim Bund MG-Schütze bei den Panzergrenadieren war, hatte ich auch solche Probleme mit Ablagerungen im Lauf und am Verschluss

Das MG wurde einfach ersteinmal grob gereinigt, dann eingeölt und nach 3 Tagen wieder vollkommen gereinigt.
Damit war die Waffe sauber.
Ich mache es mit meinen Waffen ganz genauso.

Es gibt ein paar Reinigungsverfahren, die fuers Militaer allein von der Logistik (besonders im Felde) zu aufwendig sind, dennoch die Lebensdauer von Schusswaffen verlaengern. Oder mit anderen Worten: Ich wuerde Schusswaffen fuer die ich selbst zahlen muss nie so reinigen, wie ich es beim Militaer getan habe.
Als Sammler von alten Militaerwaffen sieht man leider, wie viele von ihnen "kaputtgereinigt" wurden. Dem gegenueber stehen fast genauso viele, die durch Vernachlaessigung zerstoert wurden.



PS.
Bei Maschinenkanonen verfährt man beim Militär genauso.
Die 20mm Mauser Maschinenkanone des alten Schützenpanzer Marder wurde von uns Rekruten bis zu dreimal gereinigt.

Das glaube ich gerne.

McDuff
02.02.2009, 05:38
Interessanterweise werden hierfuer in den USA Pfeil und Bogen eingesetzt. Eine Jagdform, die sehr stark an Beliebtheit gewinnt.



Was war denn da genau passiert, und wer hatte geschossen?

Pfeil und Bogen dürfte bei unseren Jagdverbänden auf wenig Verständnis stoßen. Die Leistung der zulässigen Munition ist ja hier schon recht hoch angesetzt und da sehe ich das größte Problem.

Passiert ist da folgendes. Vor einigen Jahren war ich auf einem Reviergang mit meinem Onkel durch dessen Jagdrevier. Er hatte mir schon berichtet, daß er vermutet, daß jemand wildert. Auf einmal sirrte etwas an meinem Kopf vorbei und schlug in einen Baum. Wir sind erstmal in Deckung gegangen. Einen Schuß hatte keiner gehört. Leider konnte ich, da schon recht dunkel, den Einschlag nicht mehr finden. Aber es hörte sich genau wie ein Geschoss an.

franjo
02.02.2009, 07:29
Moin, moin

Ich möchte keineswegs etwas in Abrede stellen, sonder nur zu bedenken geben, daß eine Schalldämpferwaffe nicht mit Geräuschlosigkeit einhergeht.
Ein Bekannter von mir bejagt regelmäßig den Kaninchenbestand auf mehreren Friedhöfen. Dazu nutzt er ein Gewehr .22lbf, schallgedämpft mit Subsonic Munition.
Wenn ich mich recht erinnere sprach er von einer Geräuschentwicklung um etwa 90 dba.
Das entspricht einem lauten in die Hände klatschen, und das hört man im Wald, bei einbrechender Dunkelheit sowieso.

Um irgendwelche willenlosen Gestalten, die mit Jagdbögen oder Armbrusten unterwegs sind mache ich mir auch ab und zu Gedanken. Ich finde in letzter Teit auffällig viele Pfeile im Revier.

franjo

McDuff
02.02.2009, 10:40
Moin, moin

Ich möchte keineswegs etwas in Abrede stellen, sonder nur zu bedenken geben, daß eine Schalldämpferwaffe nicht mit Geräuschlosigkeit einhergeht.
Ein Bekannter von mir bejagt regelmäßig den Kaninchenbestand auf mehreren Friedhöfen. Dazu nutzt er ein Gewehr .22lbf, schallgedämpft mit Subsonic Munition.
Wenn ich mich recht erinnere sprach er von einer Geräuschentwicklung um etwa 90 dba.
Das entspricht einem lauten in die Hände klatschen, und das hört man im Wald, bei einbrechender Dunkelheit sowieso.

Um irgendwelche willenlosen Gestalten, die mit Jagdbögen oder Armbrusten unterwegs sind mache ich mir auch ab und zu Gedanken. Ich finde in letzter Teit auffällig viele Pfeile im Revier.

franjo

Wie gesagt, einen Schuß hatte keiner gehört und so leise ist es nicht in jedem Revier.

McDuff
03.02.2009, 06:12
Neulich konnte ich mal wieder einige Westernschützen beobachten, die mit Sharps- und Remingtoneinzelladern auf die Bahn gingen. Die Präzision dieser nach alten Vorbildern geferitigten Waffen erstaunte mich. Es wurden die Kaliber 45/70 und 45/120 geschossen.

Haspelbein
03.02.2009, 14:31
Neulich konnte ich mal wieder einige Westernschützen beobachten, die mit Sharps- und Remingtoneinzelladern auf die Bahn gingen. Die Präzision dieser nach alten Vorbildern geferitigten Waffen erstaunte mich. Es wurden die Kaliber 45/70 und 45/120 geschossen.

Ich hatte hier gerade ein paar Sharpsnachbauten in einem Katalog gesehen. Sie schiessen wirklich relativ praezise. Aber wahrscheinlich wird es bei mir zuvor ein Vorderlader werden, da diese bie den Jagdwaffen in eine andere Klasse fallen, und damit "meine" Jagdsaison verlaengern wuerden. Diese Dynamik hat in den USA dazu gefuehrt, dass es sehr moderne Vorlader gibt. :D

jak_22
03.02.2009, 16:17
Ich hatte hier gerade ein paar Sharpsnachbauten in einem Katalog gesehen. Sie schiessen wirklich relativ praezise. Aber wahrscheinlich wird es bei mir zuvor ein Vorderlader werden, da diese bie den Jagdwaffen in eine andere Klasse fallen, und damit "meine" Jagdsaison verlaengern wuerden. Diese Dynamik hat in den USA dazu gefuehrt, dass es sehr moderne Vorlader gibt. :D

Bedeutet das, dass die Jagdgesetzgebung in den USA nicht nur artenbezogene,
sondern auch waffenbezogene Schutzzeiten kennt? Das ist ja interessant.

Weisst Du, wie das argumentiert wird?

(Ich gönne es Dir übrigens von Herzen, es erstaunt mich einfach.)

Haspelbein
03.02.2009, 17:01
Bedeutet das, dass die Jagdgesetzgebung in den USA nicht nur artenbezogene,
sondern auch waffenbezogene Schutzzeiten kennt? Das ist ja interessant.

Weisst Du, wie das argumentiert wird?

(Ich gönne es Dir übrigens von Herzen, es erstaunt mich einfach.)

Ja, das weiss ich. Es ist schwerer mit diesen Waffen Wild auf eine grosse Entfernung zu erlegen. Mit Pfeil und Bogen sieht es aehnlich aus. Sowas erhoeht den "sportlichen" Ansporn fuer den Jaeger. Die Jagd von Waffen mit geringerer Reichweite wird zudem als sicherer empfunden, und z.T. von Gemeinden innerhalb der Stadtgrenzen zugelassen.

Dazu kommen noch altersbezogene Schutzzeiten. Kinder und Jugendliche duerfen wesentlich frueher jagen. Dies wird damit begruendet, dass man die Jagd foerdern will.

P.S.: Ich beziehe mich hier konkret auf meinen eigenen Bundesstaat (Ohio). Die Regelungen sind aber nicht aussergewoehnlich, jedoch in grossen Flaechenstaaten (California) deutlich anders.

jak_22
03.02.2009, 17:49
Ja, das weiss ich. Es ist schwerer mit diesen Waffen Wild auf eine grosse Entfernung zu erlegen. Mit Pfeil und Bogen sieht es aehnlich aus. Sowas erhoeht den "sportlichen" Ansporn fuer den Jaeger. Die Jagd von Waffen mit geringerer Reichweite wird zudem als sicherer empfunden, und z.T. von Gemeinden innerhalb der Stadtgrenzen zugelassen.

Dazu kommen noch altersbezogene Schutzzeiten. Kinder und Jugendliche duerfen wesentlich frueher jagen. Dies wird damit begruendet, dass man die Jagd foerdern will.

P.S.: Ich beziehe mich hier konkret auf meinen eigenen Bundesstaat (Ohio). Die Regelungen sind aber nicht aussergewoehnlich, jedoch in grossen Flaechenstaaten (California) deutlich anders.

Danke für Deine Antwort. Die Unterschiedlichkeit in den Staaten ist mir bewusst.

Gruß

Jan

McDuff
04.02.2009, 06:02
Ich hatte hier gerade ein paar Sharpsnachbauten in einem Katalog gesehen. Sie schiessen wirklich relativ praezise. Aber wahrscheinlich wird es bei mir zuvor ein Vorderlader werden, da diese bie den Jagdwaffen in eine andere Klasse fallen, und damit "meine" Jagdsaison verlaengern wuerden. Diese Dynamik hat in den USA dazu gefuehrt, dass es sehr moderne Vorlader gibt. :D

Von diesen Teilen habe ich auch schon gehört. Sehen aus wie ein modernes Gewehr. Sind das überhaupt Vorderlader im eigentlichen Sinn oder ist ledilich die Verwendung von Patronen nicht möglich? Schwarzpulver wird sicher auch nicht mehr geladen?

Haspelbein
04.02.2009, 12:16
Von diesen Teilen habe ich auch schon gehört. Sehen aus wie ein modernes Gewehr. Sind das überhaupt Vorderlader im eigentlichen Sinn oder ist ledilich die Verwendung von Patronen nicht möglich? Schwarzpulver wird sicher auch nicht mehr geladen?

Ja, es wird Pryodex anstatt Schwarzpulver verwendet. Sie werden tatsaechlich von vorne geladen, verschiessen i.d.R. jedoch Sabotgeschosse anstatt Bleikugeln. Patronen duerfen sie aus rechtlichen Gruenden nicht benutzen. Gasdruecke sind bei ihnen nicht so hoch wie bei modernen Gewehren, und auch die Kaliber erinnern eher an die frueheren Vorderlader.
Ich muesste jetzt wirklich mal nachsehen, wieviel davon genau die gesetzliche Vorgabe ausmacht.

McDuff
04.02.2009, 17:42
Ja, es wird Pryodex anstatt Schwarzpulver verwendet. Sie werden tatsaechlich von vorne geladen, verschiessen i.d.R. jedoch Sabotgeschosse anstatt Bleikugeln. Patronen duerfen sie aus rechtlichen Gruenden nicht benutzen. Gasdruecke sind bei ihnen nicht so hoch wie bei modernen Gewehren, und auch die Kaliber erinnern eher an die frueheren Vorderlader.
Ich muesste jetzt wirklich mal nachsehen, wieviel davon genau die gesetzliche Vorgabe ausmacht.

Interessant. Wenn man bedenkt wie genau die alten Büchsen aus dem Bürgerkrieg mit ihren Minie-Geschossen schon waren, dann brauchen die modernen Vorderlader sich bestimmt nicht zu verstecken. Hier habe ich allerdings, vermutlich mangels Markt, noch keiner dieser Waffen gesehen. Wünsche jedenfalls WH.

Haspelbein
04.02.2009, 18:00
Interessant. Wenn man bedenkt wie genau die alten Büchsen aus dem Bürgerkrieg mit ihren Minie-Geschossen schon waren, dann brauchen die modernen Vorderlader sich bestimmt nicht zu verstecken. Hier habe ich allerdings, vermutlich mangels Markt, noch keiner dieser Waffen gesehen. Wünsche jedenfalls WH.

Danke, danke. Das man sie in Deutschland nicht findet, wundert mich weniger, denn sie fuellen eine ganz bestimmte Luecke im US-Jagdrecht.

Interessant ist ebenfalls, dass sie nur marginal unter das US-Waffenrecht fallen. Man kann ein Set (Waffe, Zuender, Pulver, Geschosse, Reinigungsgeraet) in Plastik eingeschweisst in groesseren Supermaerkten sich einfach so in den Einkaufskorb legen, und damit zur Kasse spazieren.

McDuff
04.02.2009, 18:03
Man kann ein Set (Waffe, Zuender, Pulver, Geschosse, Reinigungsgeraet) in Plastik eingeschweisst in groesseren Supermaerkten sich einfach so in den Einkaufskorb legen, und damit zur Kasse spazieren.

Wenn ich mir das Vorstelle :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
Wie im Paradies.
Wie sich hier alleine wegen dem Pulver angestellt wird geht auf keine Kuhhaut. Ihc habe da gerade Zulassungsprobleme.

Haspelbein
04.02.2009, 18:09
Wenn ich mir das Vorstelle :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
Wie im Paradies.
Wie sich hier alleine wegen dem Pulver angestellt wird geht auf keine Kuhhaut. Ihc habe da gerade Zulassungsprobleme.

Ich kann es schon verstehen. Wenn man ueberlegt, was fuer Schiessereien in Deutschland mit Vorderladern so stattfinden ... :D

McDuff
04.02.2009, 18:10
Ich kann es schon verstehen. Wenn man ueberlegt, was fuer Schiessereien in Deutschland mit Vorderladern so stattfinden ... :D

Die ganzen Duelle im Morgennebel und diese Preussen mit ihren Musketen erst :))

Haspelbein
04.02.2009, 18:18
Die ganzen Duelle im Morgennebel und diese Preussen mit ihren Musketen erst :))

Es wird Zeit, dass man etwas gegen diesen Wahnsinn unternimmt! Den Blutzoll, den diese Waffen an der deutschen Jugend fordern, laesst sich nicht laenger ertragen! ;)

McDuff
05.02.2009, 06:14
Wahrscheinlich ist hier deswegen alles verboten und unsere Politiker meinen es nur gut mit uns :]
Mal abgesehen davon, hätte ich auch nichts dagegen mit einem Vorderlader auf die Jagd zu gehen:
http://www.waffenbecker.de/Angebote1/Zappf/zappf.html

schastar
05.02.2009, 06:27
Ich hatte hier gerade ein paar Sharpsnachbauten in einem Katalog gesehen. Sie schiessen wirklich relativ praezise. Aber wahrscheinlich wird es bei mir zuvor ein Vorderlader werden, da diese bie den Jagdwaffen in eine andere Klasse fallen, und damit "meine" Jagdsaison verlaengern wuerden. Diese Dynamik hat in den USA dazu gefuehrt, dass es sehr moderne Vorlader gibt. :D

Jep, vor allem wenn sie mit Inlinesystemen ausgerüstet sind. Da fällt es oft schwer sie im vorbeigehen von anderen zu unterscheiden.