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Thema: Rückschlag für die Atom-Renaissance

  1. #1
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    ojehh Rückschlag für die Atom-Renaissance

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    02.04.2012, 09:45 Uhr
    Die Entscheidung von Eon und RWE, ihre Atompläne in Großbritannien zu stoppen, könnte Auswirkungen auf andere Bauvorhaben haben. Für den Energieexperten Michael Kruse ist die nukleare Renaissance in Europa Vergangenheit.

    Handelsblatt: Herr Kruse, Eon und RWE geben ihre Atompläne in Großbritannien auf. Ist die vielbeschworene Renaissance der Kernenergie schon wieder vorbei?


    Michael Kruse: Nach den Projekten in Bulgarien, den Niederlanden und der Schweiz ist dies nun das nächste Projekt, das in der EU eingestellt wird. Die Entscheidung von Eon und RWE ist sicherlich ein Rückschlag für die nukleare Renaissance in Europa und wird vermutlich Signalwirkung für andere Bauherren und potenzielle Finanzgeber haben.


    Warum?
    Es zeigt sich, dass Vorhaben für den Bau von Kernkraftwerken auch bei finanzstarken Unternehmen zunehmend skeptisch gesehen werden. Die Investitionen in Kernkraftwerke sind aufgrund der damit verbundenen Risiken innerhalb der Energieversorger immer weniger zu rechtfertigen.


    Was kostet ein neuer Kernreaktor?
    Die Preise für ein neues Kernkraftwerk schwanken von Projekt zu Projekt. Für einen Reaktor der neuesten Generation kann man aber in Europa rund fünf Milliarden Euro veranschlagen. Und die Preise sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.


    Eigentlich müsste man nach Fukushima doch mit sinkenden Preisen rechnen?
    Fukushima scheint erstaunlicherweise bislang keinen nennenswerten Effekt auf die Preise zu haben. Die Preise bleiben vielmehr hoch - vor allem weil die Rohstoffkosten deutlich gestiegen sind - beispielsweise für Stahl und andere Vorleistungen.



    Iestitionen rechnen sich nicht mehr?
    Die hohen Investitionskosten sind mit einer hohen Unsicherheitskomponente verbunden. Bei einer Laufzeit von voraussichtlich mehr als 60 Jahren ist nicht abschätzbar, wie sich die erneuerbaren Energien langfristig auf die Strompreise auswirken und wie wettbewerbsfähig so die Kernenergie langfristig sein kann.


    Dabei hatten sich die Anlagenbauer so große Hoffnungen gemacht?
    Für Lieferanten wie Areva und Westinghouse wird es zunehmend schwieriger ihre Anlagen an den Mann zu bringen.


    Ist der Kernenergie-Boom weltweit schon wieder vorbei?
    China und Indien werden an der Atomkraft festhalten. Speziell China wird die Gelegenheit nutzen seine Nuklearindustrie auszubauen und als Lieferant ganzer Kernkraftwerke vor allem in Schwellenländern aufzutreten.

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    Eon-Chef Johannes Teyssen will die Energiewende, doch der fehlt es bislang an politischer Struktur. Deshalb steht Teyssen dem Atomausstieg derzeit skeptisch gegenüber, obwohl er technisch möglich ist.





    Die AKWs sind Geschichte mit einer Restlaufzeit. Dann kommt das grosse Atom-Müll-Erwachen.

    Die Stromkonzerne sind längst auf PV und Windräder eingestiegen.

    Nur die Atom-Freaks haben es noch nicht bemerkt dass sie verarscht werden.
    :hihi:

    <-->
    Geändert von SAMURAI (02.04.2012 um 12:14 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Rückschlag für die Atom-Renaissance

    Kondolenz-Karte.

  3. #3
    Sozialdemokrat Benutzerbild von Alter Stubentiger
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    Standard AW: Rückschlag für die Atom-Renaissance

    Eine Renaissance würde ja bedeuten daß es einen Boom gegeben hätte. Den gab es aber nie. Vor Fukushima waren gerade mal 1/10 der Kraftwerksleistung am Netz die Anfang der 70er prognostiziert wurde.

    Ich gehe mal davon aus daß das nächste Projekt welches kippt das in Polen sein wird. Wenn die Polen es schon nicht schaffen im Dorf in dem es gebaut werden soll einen Bauplatz zu finden gibt das nichts. Wetten?

  4. #4
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    Standard AW: Rückschlag für die Atom-Renaissance

    Zitat Zitat von Alter Stubentiger Beitrag anzeigen
    Eine Renaissance würde ja bedeuten daß es einen Boom gegeben hätte. Den gab es aber nie. Vor Fukushima waren gerade mal 1/10 der Kraftwerksleistung am Netz die Anfang der 70er prognostiziert wurde.

    Ich gehe mal davon aus daß das nächste Projekt welches kippt das in Polen sein wird. Wenn die Polen es schon nicht schaffen im Dorf in dem es gebaut werden soll einen Bauplatz zu finden gibt das nichts. Wetten?
    Die AKW-Industrie ist out.

    Bald beginnt das Entsorgungszeitalter. Da gibt es wieder viel zu verdienen.

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