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Thema: Architektur über die man streiten kann

  1. #11
    Bahadur Ghazi Sahib-Log Benutzerbild von Bellerophon
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    Standard AW: Schlosskirche bekommt bald den Davidstern

    Zitat Zitat von Der Gelehrte Beitrag anzeigen
    Grins nur schön, Depp. Die Betonburgen der 60er und 70er Jahre, kulminierend in Sparkassen- und Rathausklötzen, haben alle, alle, die erschröckliche Wohnungsnot bekämpft, sicher sicher.









    Schweig einfach stille, du hast zur Sache ersichtlich nichts beizutragen.
    Das dritte Haus ist doch geil, das steht in Deutschland?

    Hat was von Balderunner...
    »Es schmücken deine Worte dich, so schön wie deine Wunden – nach Ehre schmecken beide.«
    W.Shakespear »Mac Beth«

    Ich bin das, was die 68er immer abtreiben wollten

  2. #12
    Bürgerrechtler >&´( Benutzerbild von Heifüsch
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Der Gelehrte Beitrag anzeigen
    Es ist immer wieder ein Rätsel, warum die komplette Architektenzunft es 1945ff. schlagartig verlernt hat, ästhetisch befriedigende Entwürfe zu liefern. Und daß es "Bauherren" gibt, die sich einen solchen Brutalsch*** auch noch andrehen lassen.
    Schrecklich. Genauso wie die Waldschlösschenbrücke. Dabei konnten schon die ollen Römer wunderschöne Via- und Aquädukte bauen und die Synagogen sahen früher auch irgendwie ästhetischer aus. Sowas passt nach Eisenhüttenstadt oder in irgendein Neubaugebiet, aber nicht in eine Barockstadt wie Dresden :-(
    "...im Hinblick darauf, daß Tibet sich in der gesamten Geschichte eine eigene ethnische, kulturelle und religiöse Identität bewahrt hat, (…) verurteilt die Politik der chinesischen Behörden, die im Ergebnis gerade auch in Bezug auf Tibet zur Zerstörung der Identität führt, insbesondere mittels Ansiedlung und Zuwanderung von Chinesen in großer Zahl." ( Dt. Bundestag 1996)

  3. #13
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Heifüsch Beitrag anzeigen
    Schrecklich. Genauso wie die Waldschlösschenbrücke. Dabei konnten schon die ollen Römer wunderschöne Via- und Aquädukte bauen und die Synagogen sahen früher auch irgendwie ästhetischer aus. Sowas passt nach Eisenhüttenstadt oder in irgendein Neubaugebiet, aber nicht in eine Barockstadt wie Dresden :-(
    Die Bausünden aus ästhetischen Überlegungen betrachtet, würden einen eigenen Strang verdienen!!

  4. #14
    Bürgerrechtler >&´( Benutzerbild von Heifüsch
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Ich verfolge seit Jahren die Diskussion um den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses, in deren Verlauf klar wurde, daß es der Fraktion der (oft DDR-nostalgischen) Rekonstruktionsallergiker nur darum ging, ein baulich harmonisches Stadtbild im Zentrum Berlins zu torpedieren. Als dies scheiterte, setzen sie sich um so heftiger dafür ein, wenigstens die Ostfassade des in den nächsten Jahren wiedererzurichtenden Gebäudes im Stil Mussolinis auszuführen. Eine glatte Fassade mit dunklen quadratischen Fensterhöhlen, und diese ausgerechnet der attraktiven Spreeseite zugewandt. Sollte gegenüber auf dem ehemaligen Marx-Engels-Forum einmal ein "Schlosshotel" entstehen, wird man dort die Frage, wo denn nun das Schloß sei, schon bald nicht mehr hören können.

    Zeitgenössische Architektur nimmt keine Rücksicht auf bestehende Bausubstanz, das ist das eigentliche Problem. Sie ist auch in keinster Weise urban, wenn sie, wie in Berlin einer Traufhöhenverordnung unterliegt, die Hochhäuser nur in Ausnahmefällen zulässt. Bauhaus war ein wichtiger Befreiungsschlag gegen x-fach wiederaufgewärmte Historismus-Exzesse. Aber die Bauhausarchitektur ist schon im Anfangsstadium steckengeblieben, anstatt sich weiterzuentwickeln, wobei Weiterentwicklung in der Architekturgeschichte immer Verfeinerung bedeutete. Beim Bauhaus lief´s genau andersherum. Immer gröber und schuhkartonmässiger wurden die Bauten. Und wenn diese sich inmitten historischer Altbausubstanz breitmachen, dann kann das bei teuren Projekten schon mal interessant wirken, meist aber geht´s kräftig in die Hose. :-(

    berliner-schloss.de
    Geändert von Heifüsch (07.07.2012 um 23:15 Uhr)
    "...im Hinblick darauf, daß Tibet sich in der gesamten Geschichte eine eigene ethnische, kulturelle und religiöse Identität bewahrt hat, (…) verurteilt die Politik der chinesischen Behörden, die im Ergebnis gerade auch in Bezug auf Tibet zur Zerstörung der Identität führt, insbesondere mittels Ansiedlung und Zuwanderung von Chinesen in großer Zahl." ( Dt. Bundestag 1996)

  5. #15
    Bürgerrechtler >&´( Benutzerbild von Heifüsch
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Senator74 Beitrag anzeigen
    Die Bausünden aus ästhetischen Überlegungen betrachtet, würden einen eigenen Strang verdienen!!
    Finde ich auch. Architektur ist schließlich die einzige Kunst, die man nicht einfach ignorieren kann, wenn sie einem nicht zusagt.
    "...im Hinblick darauf, daß Tibet sich in der gesamten Geschichte eine eigene ethnische, kulturelle und religiöse Identität bewahrt hat, (…) verurteilt die Politik der chinesischen Behörden, die im Ergebnis gerade auch in Bezug auf Tibet zur Zerstörung der Identität führt, insbesondere mittels Ansiedlung und Zuwanderung von Chinesen in großer Zahl." ( Dt. Bundestag 1996)

  6. #16
    Miss Verständnis Benutzerbild von Leila
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Der Gelehrte Beitrag anzeigen
    Es ist immer wieder ein Rätsel, warum die komplette Architektenzunft es 1945ff. schlagartig verlernt hat, ästhetisch befriedigende Entwürfe zu liefern. Und daß es "Bauherren" gibt, die sich einen solchen Brutalsch*** auch noch andrehen lassen.
    Ich kann Dir versichern, daß die Bauherren und Eigentümer der kartonschachtelförmigen Wohnblöcke in Villen, Landhäusern und Schlössern wohnen. Die Architekten ebenfalls.

  7. #17
    Bürgerrechtler >&´( Benutzerbild von Heifüsch
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Leila Beitrag anzeigen
    Ich kann Dir versichern, daß die Bauherren und Eigentümer der kartonschachtelförmigen Wohnblöcke in Villen, Landhäusern und Schlössern wohnen. Die Architekten ebenfalls.
    Hier sind es die typischen Berliner Altbauwohnungen der Kaiserzeit, die solvente Mieter anziehen. Hohe Decken, breite Holzdielen, Sprossenfenster und vor allem ästhetische Proportionen machen diese oft noch stuckverzierten Ziegelbauten zu begehrten Objekten. Ich einfacher Handwerker wohne in einer ruhigen alten und verwinkelten Offizierswohnung Bj. 1856, vorne und hinten mit Bäumen und das mitten in Berlin. Trotzdem günstig, weil die Mauer einmal 10m vor dem Haus verlief :-)
    "...im Hinblick darauf, daß Tibet sich in der gesamten Geschichte eine eigene ethnische, kulturelle und religiöse Identität bewahrt hat, (…) verurteilt die Politik der chinesischen Behörden, die im Ergebnis gerade auch in Bezug auf Tibet zur Zerstörung der Identität führt, insbesondere mittels Ansiedlung und Zuwanderung von Chinesen in großer Zahl." ( Dt. Bundestag 1996)

  8. #18
    FCK BRD Benutzerbild von Arthas
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    AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Der Gelehrte Beitrag anzeigen
    Es ist immer wieder ein Rätsel, warum die komplette Architektenzunft es 1945ff. schlagartig verlernt hat, ästhetisch befriedigende Entwürfe zu liefern. Und daß es "Bauherren" gibt, die sich einen solchen Brutalsch*** auch noch andrehen lassen.
    Die Architektenschaft teilte sich nach 1918 in zwei Lager: Das rechte der Ästhetik und Tradition verschriebene Lager, und das linke kulturbolschewistische Lager, welches sich die Vernichtung aller Kultur und Tradition zum Ziel gesetzt hatte. Im Zuge der antideutschen Säuberungen nach 1945 wurden die rechten Architekten und Künstler allersamt liquidiert. Zuerst in der BRD, dann im gesamten Westblock, und zum Schluß weltweit. Was übrig blieb waren die Kulturbolschewisten. Bauhaus ist die inoffizielle Staatsarchitektur der BRD, in welcher zwingend gebaut werden muß.

    Linke raus!

  9. #19
    Miss Verständnis Benutzerbild von Leila
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    Standard AW: Architektur über die man streiten kann

    Zitat Zitat von Heifüsch Beitrag anzeigen
    Hier sind es die typischen Berliner Altbauwohnungen der Kaiserzeit, die solvente Mieter anziehen. Hohe Decken, breite Holzdielen, Sprossenfenster und vor allem ästhetische Proportionen machen diese oft noch stuckverzierten Ziegelbauten zu begehrten Objekten. Ich einfacher Handwerker wohne in einer ruhigen alten und verwinkelten Offizierswohnung Bj. 1856, vorne und hinten mit Bäumen und das mitten in Berlin. Trotzdem günstig, weil die Mauer einmal 10m vor dem Haus verlief :-)
    Hoi Heifüsch!

    In den Schweizers Städten werden viele dieser alten und großflächigen Wohnungen saniert und modernisiert. Aber wer kann schon 5'000 Franken Mietzins pro Monat zahlen? Ich nicht. Ich bin froh, in einem kleinen Haus wohnen zu dürfen, das meine Finanzen nicht überstrapaziert. Früher hatte ich zweimal 170 m² Wohn- und Bürofläche (im 5. und 6. Stockwerk) zu staubsaugen. Daß war eine sportliche Tätigkeit, die mir gründlich verleidete.

    Gruß von Leila

  10. #20
    FCK BRD Benutzerbild von Arthas
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    AW: Schlosskirche bekommt bald den Davidstern

    Zitat Zitat von opppa Beitrag anzeigen
    Oh weiser Gelehrter (ich neige nicht zur Nickverhunzung - überlege mir aber, ob ich in Deinem Falle nicht doch mal eine Ausnahme machen sollte -, ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß ich meiner damaligen Geliebten (leichtsinnigerweise) eine Heiratszusage gemacht habe, wenn sie für uns eine Wohnung besorgt; ich hielt das für ziemlich sicher. (Ich war dafür damals nicht verfügbar, weil ich ab morgens 8.00 Uhr arbeitete und mich danach bis 21.30 Uhr weitergebildet habe.) Als dann nach langer Zeit die Wohnung plötzlich da war, habe ich auch geheiratet (heute noch 3 Jahre bis zur Goldhochzeit).

    In meiner Gegend war eigentlich nur möglich, eine Wohnung zu bekommen, wenn man einen Vertriebenenausweis hatte - und den hatten wir nun mal nicht!

    Daher war es eher nicht die Aufgabe von Architekten, architektonisch wunderschöne Häuser zu bauen, sondern schnellstmöglich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Jeder Bauherr, wenn er nicht gerade zufällig ein Gelehrter war, hätte einen Architekten, der versucht hätte, sich auf architektonisch-künstlerischem Gebiet zu be(s)tätigen, wäre vom Bauherrn auf kürzestem wege zum Teufel geschickt worden.

    So, weiteren Unterricht über die jüngere Geschichte (West)Deutschlands werde ich Dir nicht geben!

    Dir scheint der Unterschied zwischen funktionell und entartet nicht ganz klar zu sein.

    Linke raus!

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