User in diesem Thread gebannt : sunbeam, Dayan, Löwe, Kurti, Heisenberg and Uffzach


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Thema: Syrien-Diskussion

  1. #75241
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Deniz Tyson Beitrag anzeigen
    Der neue türkische Premier macht sich gut im Königreich.

    Echt jetzt?
    We must meet the threat with our valor, our blood, indeed with our very lives to ensure that human civilization, not Islam, dominates this galaxy - now and always. (Sky Marshal Dienes, Starship Troopers).


  2. #75242
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Nationalix Beitrag anzeigen
    Echt jetzt?
    Ja. Sein Urgroßvater war Innenminister des Osmanischen Reiches:

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  3. #75243
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Xilis Beitrag anzeigen
    blub ...
    Steinigung von Frauen bei ISIS:



    Steinigung von Frauen bei Yeziden (Ehrenmord):



    Und zahlreiche Yeziden stehen herum mit ihren Handys und filmen die Steinigung.

    Wo ist bei euch der Unterschied zu ISIS?

    Der sog. Bremer Bunkermord, Ehrenmord von der PKK.

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    24. August 2019 Jochen Grabler

    Als am Bunker Valentin ein junges Kurden-Paar brutal ermordet wurde
    ...
    Ein ganz normaler Sommertag – bis er auf dem gepflasterten Weg am Bunker einen umgekippten Rollstuhl entdeckt. Daneben liegt ein junger Mann in einer Blutlache. Zweimal richtet er sich noch auf. Dann ist er tot.


    Ein brutales Verbrechen

    Die Gerichtsmediziner werden später bei der Obduktion feststellen, dass der Mann mindestens elf Mal mit einem harten, schweren Gegenstand auf den Kopf geschlagen worden ist. Er hat mehrere Schädelbrüche, Gehirnquetschungen und eine Gehirnblutung erlitten. Außerdem ist er getreten und mindestens zwei Mal mit einem Auto überfahren und dabei mitgeschleift worden. Er hat Abschürfungen am ganzen Körper. Mehrere Zähne sind ausgeschlagen, mehrere Rippen gebrochen. Die Polizei entdeckt wenig später im Schlick hinter dem Weserdeich eine Schleifspur, die zu sie zu einer toten Frau führt. Jemand hat ihr Gesicht so lange in den Schlick gepresst, bis sie erstickt ist. Die Toten werden schnell identifiziert. Es sind Ayse Dizim, 18 Jahre alt, und Serif Alpsozman, 23.

    Am Tag danach verkündet Kripochef Eckard Mordhorst, dass zunächst gegen die Angehörigen der getöteten Ayse ermittelt werde, weil ihr Vater die Beziehung zu Serif vehement abgelehnt habe. Der Verdacht bestätigt sich nicht.

    Eine Liebe, die nicht sein darf

    Alpsozman ist ehemaliger Kämpfer der kurdischen Arbeiterpartei PKK. Er ist bei Auseinandersetzungen mit der türkischen Polizei oder Armee angeschossen worden und deshalb querschnittgelähmt. Für die PKK ist er ein Ghazi, ein Kriegsheld, mit dem die Partei gerne Propaganda betreibt. Alpsozman kommt in Bremen unter bei einer kurdischen Familie. Und es passiert, was nicht passieren darf: Der Ghazi verliebt sich in die Tochter des Hauses. Für die Familie geht das gegen die strenge Familienehre und die Regeln der Gastfreundschaft, und für die PKK gegen die ebenso strenge Parteidisziplin.

    Ayse Dizim und Serif Alpsozman stehen also unter einem gewaltigen Druck – aber sie lassen sich ihre Liebe nicht verbieten. Gegen den Willen von Familie und Partei heiraten sie heimlich nach kurdischem Ritus und ziehen in eine eigene Wohnung in Bremen-Huckelriede. Dort leben sie sehr zurückgezogen hinter vorgezogenen Gardinen und heruntergelassenen Rollläden. Das junge Liebespaar hat Todesangst. Zu recht, wie sich bald herausstellt. Ende August werden sie abgeholt und in eine Wohnung nach Osterholz-Scharmbeck gebracht. Ganz in der Nähe treffen sich hochrangige PKK-Funktionäre. Die späteren Ermittlungen ergeben: Dort ist wohl ihr Todesurteil gefällt worden. Mitten in der Nacht fahren ihre Bewacher mit ihnen zum Bunker Valentin. Am Morgen sind Serif Alpsozmann und Ayse Dizim tot.

    PKK-Funktionär entkommt ungestraft

    Die eigentlichen Täter werden schnell ermittelt und Ende August verhaftet. Es sind kurdische Jesiden und sie gehören zum Fußvolk der PKK in Deutschland. Einer gesteht die brutale Tat. Doch zu den Hintergründen schweigt er. Dann wird zufällig bei einer Verkehrskontrolle ein PKK-Funktionär verhaftet. Beim Verhör sagt er aus, dass der ehemalige Gebietsverantwortliche für Bremen mit dem Decknamen Servet hinter dieser Tat stehe. Staatsanwalt Uwe Picard geht von nun ab von einem Auftragsmord aus. Wegen eines Machtkampfes in der PKK? Oder weil der Volksheld, der Ghazi im Rollstuhl, gegen die Parteidisziplin verstoßen hat? Das wird nie ganz geklärt.

    ...
    Wo ist denn bei euch ein Unterschied zur ISIS?

    - Bombenanschläge, Terrorismus und Morde ... check
    - Kinder und Jugendliche für Terrorismus missbrauchen und verheizen ... check
    - Steinigungen und brutale Morde an Frauen ... check
    - Faschismus und Barbarei ... check

    Bei der PKK kommt noch organisierte Kriminalität und Drogenhandel hinzu.

  4. #75244
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Durkheim Beitrag anzeigen
    Steinigung von Frauen bei ISIS:



    Steinigung von Frauen bei Yeziden (Ehrenmord):



    Und zahlreiche Yeziden stehen herum mit ihren Handys und filmen die Steinigung.

    Wo ist bei euch der Unterschied zu ISIS?

    Der sog. Bremer Bunkermord, Ehrenmord von der PKK.

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    Wo ist denn bei euch ein Unterschied zur ISIS?

    - Bombenanschläge, Terrorismus und Morde ... check
    - Kinder und Jugendliche für Terrorismus missbrauchen und verheizen ... check
    - Steinigungen und brutale Morde an Frauen ... check
    - Faschismus und Barbarei ... check

    Bei der PKK kommt noch organisierte Kriminalität und Drogenhandel hinzu.
    Oganisierte Kriminalität und Drogenhandel gibt es bei den Türken auch.

    Die PKK war allerdings schon immer eine Terrortruppe und gehört ausgemerzt.

    Allerdings gab es gerade einen FS-Beitrag ,wonach in diesem jahr beriets 440 Ehefrauen von ihren
    türkischen Männern gekillt wurden.
    Einige ziemlich bestialisch,dass selbst Erdogan sich öffentlich äußern mußte.

  5. #75245
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Oganisierte Kriminalität und Drogenhandel gibt es bei den Türken auch.
    Sorry, aber das ist nichts anderes als Relativierung und Verharmlosung angesichts der Tatsache, dass 70% des Drogenhandels in Frankreich, 80% in Deutschland und sogar 90% des Drogenhandels und Schmuggels in GB von Kurden und der PKK ausgehen.

    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Die PKK war allerdings schon immer eine Terrortruppe und gehört ausgemerzt.
    Vielen ist nicht klar, dass es sich um eine Mafia handelt. Der deutsche Verfassungsschutz spricht deswegen auch von organisierter Kriminalität bei der PKK. Ich habe die PKK schon mehrfach mit der sizilianischen Mafia verglichen, die Ähnlichkeiten sind frappierend. Auch diese legten Bomben, mordeten Polizisten und legten sich mit der Staatsmacht an. Ehrenmorde gibt es in Italien ebenfalls nur bei den Sizilianern und diese sind auch hauptsächlich in der organisierten Kriminalität.

    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Allerdings gab es gerade einen FS-Beitrag ,wonach in diesem jahr beriets 440 Ehefrauen von ihren
    türkischen Männern gekillt wurden.
    Auch da nahezu ausschliesslich Kurden. Gewaltaffinität eher kurdisches Problem und Ehrenmorde ausschliesslich.

    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Einige ziemlich bestialisch,dass selbst Erdogan sich öffentlich äußern mußte.
    Kurden. Da wird es als normal angesehen. Es wurden bereits Richter ermordet, die Angehörige verurteilt haben. Es handelt sich um Clans und Stammessippen. Ich meine, Du könntest sagen, die Türkei hat vielleicht Fehler gemacht und sie hatten eine schwere Kindheit. In Deutschland und andernorts führen sich die Affen genauso auf und haben nirgends Respekt vor dem Staat.

  6. #75246
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Bereits Ende der 90er Jahre leitete Öcalan die Wende ein bei der PKK von einer marxistisch-leninistischen Organisation zu einer völkischen-rassistischen. Entsprechend wurde in PKK-Schriften auch Ariertümelei betrieben. Dabei sind Kurden Möchtegern-Arier, denn nach Kurdologen und aktuellen wissenschaftlichen Genstudien und Forschungen sind Kurden keine Iranier, sondern sprechen neuiranische Dialekte lediglich aufgrund iranischer Sprachassimilierung. Sie wurden also über einen langen Zeitraum und speziell im Mittelalter sprachlich iranisiert (Quelle Kurdologe Ferdinand Hennebichler).

    KURDEN - Wende ins Völkische, 21.04.1997
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    Die PKK machte eine ideologische Entwicklung zum Völkischen und kopieren ungeniert die Ideologie der zionistischen Faschisten.

    Dazu hatte ich bereits hier etwas geschrieben anhand Quellen:
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    Hier weitere sehr lesenswerte Artikel und weil es hier den Rahmen sprengt, poste ich lediglich die Quellen. Die PKK sieht also Murray Bookchin als ideologisches Vorbild, der ein zionistischer Faschist war, die Verbrechen von Israel rechtfertigte und legitimierte. In den Artikeln wird auch auf Öcalan und die PKK ebenfalls Bezug genommen, schlichtweg auf aktuellem Anlass, da Journalisten zwar erwähnen, dass die PKK die Idee und Ideologie von Bookchin zu realisieren versucht, aber sie gehen niemals auf Details ein, um was es sich dabei handelt.

    Anarchist hero Murray Bookchin was a Zionist who whitewashed Israeli colonialism and war crimes
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    Bizarre and Wonderful: Murray Bookchin, Eco-Anarchist
    [Links nur für registrierte Nutzer]

    The Myth of the Kurdish YPG’s Moral Excellence
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    The United States has produced very few anti-imperialists. Noam Chomsky is not among them
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    US Plan B for Syria: Give Al-Qaeda More Powerful Weapons
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  7. #75247
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Ich hatte bereits mehrfach erwähnt, dass zahlreiche politische Führungspersonen bei der PKK Islamismus als auch die Einführung der Scharia bei Kurden unterstützen (siehe PKK-Politiker Altan Tan, Hüda Kaya). In westlichen Medien wird die Mär verbreitet, dass die PKK angeblich links wäre. Das ist die PKK seit Ende der 90er Jahre nicht. Der folgende Artikel beschreibt die PKK besser und als "pragmatisch" vorgehend. Ich würde sagen, die PKK tanzt schlichtweg auf vielen Hochzeiten und erzählt jedem nur das, was diejenigen hören wollen. Manipulative und psychopathische Personen erzählen auch anderen Menschen nur das was diese hören wollen.

    Kinder und Jugendliche zu rekrutieren ist nachwievor wichtig für die PKK, da diese am einfachsten zu manipulieren sind, nicht sehr erfahren sind und man sie am einfachsten benutzen kann.

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    »Alle in der PKK unterliegen strengen Regeln«

    Die amerikanische Journalistin Aliza Marcus wurde 1995 in der Türkei wegen »Anstiftung zum Rassenhass« angeklagt, weil sie als Reuters-Korrespondentin über das brutale Vorgehen des türkischen Militärs gegen die kurdische Bevölkerung berichtet hatte. Kürzlich ist ihr Buch »Blood and Belief: The PKK and the Kurdish Fight for Independence« erschienen, in dem sie die Geschichte und die innere Organisation der PKK analysiert.
    ...
    Welche Quellen hatten Sie für Ihr Buch zur Verfügung?

    Ich habe viele Jahre lang aus Istanbul für die Nachrichtenagentur Reuters über die PKK berichtet. Es war schwierig, überhaupt Informationen über die Gruppe zu bekommen, die nicht vom türkischen Militär oder angeblichen Insidern stammten. Ich habe dann PKK-Camps in der Türkei und im Nordirak besucht, aber die Leute dort gaben nur die offiziellen Positionen wieder, sprachen über ihren großen Führer und dessen Ziele. Warum sie sich der Gruppe angeschlossen hatten oder wie es innerhalb der PKK aussieht, war nicht von ihnen zu erfahren. Das änderte sich, nachdem Abdullah Öcalan 1999 festgenommen worden war. Viele Mitglieder haben, aus Enttäuschung über seine Verteidigungsstrategie und das verkündete Ende des bewaffneten Kampfes, die PKK verlassen. Durch Gespräche mit ehemaligen PKK-Angehörigen war es dann möglich, mehr über den inneren Aufbau der PKK zu erfahren.

    Wie hat sich die Ideologie der PKK über die Jahre verändert? Was ist heute etwa noch von sozialistischen Ideen übrig?

    Öcalan und die anderen Gründer der PKK kamen aus der türkischen Linken der siebziger Jahre oder waren von ihr beeinflusst. So fanden sich in der PKK Vertreter des Marxismus-Leninismus, Stalinismus oder Maoismus wieder. Aber die PKK war immer eine ungemein pragmatische Organisation. Im Laufe der Zeit wurde der Nationalismus immer wichtiger. Die linken Ideologien waren stets sekundär und wurden von Außenstehenden überbewertet. Die Mehrzahl der Mitglieder hat sich der PKK nicht wegen linker Ideen angeschlossen, sondern weil sie Nationalisten waren. Die Organisation war immer sehr geschickt darin, unterschiedliche Leute anzusprechen. Studenten erzählte sie etwas von linken Theorien, Menschen ohne Schulabschluss erreichte sie mit nationalistischen Reden über Volk und Heimat.

    Welches Potenzial hat die PKK derzeit überhaupt noch?

    Grundsätzlich ist es dabei geblieben, dass Öcalan der Anführer ist, obwohl er im Gefängnis sitzt. Zwar werden die Tagesgeschäfte von Militärführern im Nordirak geleitet, die allerdings wissen, was Öcalans Vorstellungen sind, von denen sie etwa über die Anwälte erfahren. Im Vergleich zu den neunziger Jahren hat sich die Zahl der PKK-Kämpfer allerdings um mehr als die Hälfte, auf 3 000 bis 5 000, verringert. Auch die zivile Struktur in der Türkei und insbesondere in Europa war früher wesentlich stärker. Trotzdem funktionieren die in den neunziger Jahren etablierten Vorläuferorganisationen und Büros in ganz Europa, ihre Zeitungen oder Fernsehsender immer noch, so dass die PKK eine relevante Gruppe bleibt.

    Haben die Kurden in der Türkei, in Syrien, im Irak und im Iran gemeinsame Interessen, oder gibt es eine Verbundenheit zwischen ihnen nur in der Ideologie der PKK?

    Die Kurden in dieser Region haben immer schon sehr unterschiedliche Kämpfe geführt, die nicht unbedingt miteinander verbunden waren. Iranische und irakische Kurden haben zeitweise miteinander, aber auch gegeneinander gekämpft, ähnlich ist es mit syrischen und türkischen Kurden. Doch mit dem Mini-Staat im Nordirak ist ein ideologisches Zentrum und praktisches Exempel für die Kurden in dieser Region entstanden, an dem sich alle orientieren können. Die Position der PKK wird durch diesen Umstand in einem gewissen Sinne unterhöhlt, da sie bisher nur theoretisch über einen kurdischen Staat oder andere Lösungsmodelle gesprochen hat.

    Kann die PKK überhaupt Interesse an praktischen Lösungen und einer politischen Entspannung haben, wo sie doch in Krisenzeiten am meisten Unterstützung erhält?

    Die PKK war immer hinreichend pragmatisch und interessiert an einer Lösung, aber sie möchte anerkannter Teil dieser Lösung sein. Wie alle Rebellengruppen möchte sie nicht einfach beiseite geschoben werden. Und da liegt das Problem. Denn niemand will mit solchen Gruppen verhandeln.
    ...
    Wie ist das Verhältnis der PKK zum Islam?

    Auch zum Islam hatte die PKK immer eine pragmatische Haltung. Die Mehrheit der Kurden ist muslimisch und traditionell, deshalb trugen PKK-Aktivistinnen zu Beginn der achtziger Jahre sogar Kopftücher. 1995 versuchte Öcalan, allerdings nicht sonderlich erfolgreich, einen islamischen Flügel zu etablieren, um religiöse Führer für die Sache des Nationalismus zu gewinnen. Die Gefahr einer Islamisierung der PKK ist insgesamt aber eher gering. (Anmerkung meinerseits, es wird nicht erwähnt, dass führende PKK-Politiker die Einführung der Scharia bei den Kurden fordern und viele PKK-Anhänger zudem ideologische Anhänger des Islamisten Seh Said sind. Seh Said forderte einst die Wiedereinführung der Scharia, führte einen islamistisch motivierten Aufstand von Kurdenstämmen. In PKK Schriften wird Seh Said als Volksheld bezeichnet und verehrt. Es gibt auch sehr viele Yeziden und auch Armenier bei der PKK, deswegen kann die PKK auch nicht pur islamistisch sein)

    Welche Rolle spielt die antiimperialistische, antiwestliche, antizionistische Weltsicht und der damit oft einhergehende Antisemitismus in der PKK?

    Antisemitismus habe ich in der PKK nie erlebt. Ich bin Jüdin und wurde oft von ehemaligen Mitgliedern belehrt, was für ein großartiger Mann Ben Gurion war. Natürlich findet sich in den Schriften der PKK ein gewisser antiimperialistischer, antiisraelischer Diskurs. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass Öcalan lange in Damaskus war und sich den Gepflogenheiten seiner Gastgeber anpasste. Die PKK ist weder anti*zionistisch noch antisemitisch, sondern pragmatisch. Ein hoher PKK-Funktionär sagte einst, wenn Öcalan in Israel inhaftiert wäre, würde er sich als großer Zionist darstellen, denn er versucht, jede Unterstützung zu erhalten, die er bekommen kann. Selbst in den frühen achtziger Jahren, als die PKK von palästinensischen Gruppen wie der PFLP ausgebildet wurde, war allen Beteiligten klar, dass sie nicht gemeinsam gegen Israel kämpfen würden. Ich erinnere mich an ein Gespräch in einem PKK-Camp in der Türkei, bei dem mich ein Kommandant fragte, warum die USA die PKK nicht unterstützen würden. Ich erklärte ihm, dass die USA für gewöhnlich keine marxistisch-leninistischen Gruppen im Kampf gegen einen Nato-Verbündeten unterstützen. Die PKK wünscht sich nichts lieber als Hilfe aus den USA, denn letztlich siegt der Pragmatismus über die Ideologie. (Anmerkung meinerseits, der Artikel ist von 2007 und Öcalan leitete die zionistische Idee für die PKK erst Jahre später ein, arbeitete zu dem Zeitpunkt noch an Bookchins zionistischen Theorien)

    Mit »Pragmatismus« lassen sich allerdings Selbstmordattentate, Todesfasten, Selbstverbrennungen und Märtyrerkult nicht erklären. Wie kam es dazu, dass diese extremen Phänomene zum Kennzeichen der PKK wurden?

    Das ist eine der Fragen, der ich in meinem Buch nachgehe. Die PKK hat immer darauf bestanden, dass ihre Mitglieder alle Verbindungen zu ihren Familien abbrechen. Es wird ihnen verboten, zu heiraten oder Sex zu haben. Die Kämpfer sollen einen spartanischen Lebensstil verfolgen, um sich ganz auf den Kampf zu konzentrieren. Und das funktioniert. Die innere Struktur der PKK ist von kultischen Zügen gekennzeichnet. Wie ich bei meinen Interviews allerdings überrascht festgestellt habe, lassen die Aussteiger diesen Lebensstil schnell hinter sich. Doch innerhalb der PKK gelten diese Methoden der internen Kontrolle bis heute und sind gefährlich, weil sie zu den genannten extremen Phänomenen führen können. (Anmerkung: Noch immer werden von der PKK Todesfasten organisiert und Selbstmordattentäter der PKK verehrt. Was von den westlichen Journalisten nicht erwähnt wird, die PKK drängt insbesondere Krebskranke und schwer kranke Personen zu Selbstanschlägen!)

    Gerade Frauen sind oft besonders engagierte Kämpferinnen der PKK. Die Frauenemanzipation gilt als eines der Hauptziele der Organisation. Wie sieht die Realität der Frauen in der PKK aus?

    Seit Öcalan, gegen Ende der achtziger Jahre, begann, über Frauenrechte und Emanzipation zu sprechen, hat er eine Art separate und direkt mit ihm verbundene Frauenarmee gebildet, um seine Führerschaft zu sichern. Frauen sind in der PKK nicht frei, sondern unterliegen wie Männer strengen Regeln, werden für Fluchtversuche, oder weil sie sich gegen Öcalan aussprechen, erschossen. Doch viele Frauen empfinden die Mitgliedschaft in der PKK als Befreiung. Denn das Leben in der südöstlichen Türkei ist für Frauen unglaublich brutal und eingeschränkt. Sie können in jungen Jahren verheiratet werden und die Familie kann ihnen den Schulbesuch verbieten. Als PKK-Kämpferinnen bestimmen sie wenigstens, wenn auch nur eingeschränkt, selbst über ihr Leben und lernen beispielsweise lesen und schreiben. Die PKK ist sicher keine feministische Organisation, aber Öcalan spricht zumindest die existierenden Probleme an, und das reicht vielen Frauen, um sich in dieser Organisation zu engagieren.
    In Nischenzeitungen kann man also lesen, was man in der Türkei schon längst weiss und in westlichen Medien systematisch verschwiegen wird, was mit den Frauen bei der PKK passiert, die sich gegen Öcalan aussprechen oder gar flüchten wollen. Sie werden erschossen.

  8. #75248
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Sowas, - Hört man eigentlich sehr selten in der deutschen Medien-Landschaft:

    Das sagt auch Sheik Mous Ibrahim. Der 60-Jährige schimpft in einem anderen Lagerabschnitt vor seinem Zelt, die kurdischen Milizen hätten die Syrer nicht haben fliehen lassen, sodass sie den gefährlichen Weg durch die Wüste nehmen mussten. Mit seiner Frau ist er zu Beginn des Kriegs aus Ras al-Ain geflohen. Sie hätten den Schleusern 900 US-Dollar gezahlt. Das Schleusen sei für einige kurdische und arabische Männer in Nordsyrien ein großes Geschäft geworden, sagt er, und die kurdischen Milizen dort hätten die Menschen betrogen. "Sie haben uns ausgeliefert."
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  9. #75249
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Söldner der YPG-PKK:



    Da ist auch ein Chinese dabei!

    Willkommen:
    Geändert von Melisa (17.11.2019 um 11:09 Uhr)
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  10. #75250
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Die AfD trifft sich mit Assads Regierung!

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