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Thema: Syrien-Diskussion

  1. #71261
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Nathan Beitrag anzeigen
    Das eigentliche Trauerspiel besteht darin, dass die anti-amerikanische Propaganda der "Rechtspopulisten" nicht wirklich interessiert.
    Du wirst Dich wohl nicht mehr daran erinnern, Nathan, aber 1981 war "Antiamerikanismus" ein geflügelter Begriff. Sozusagen das Modewort des Jahres.
    Wer hatte es erfunden? Die Vertreter der Antlantikbrücke der damals konservativen Zeitungen wie FAZ und Welt, natürlich zusammen mit den Unionsparteien. Und wem galt der Vorwurf? Den Linken (damals= SPD) aber auch den Grünen und ihren Straßenprotestbewegungen.
    Für diese Gruppe war "Antiamerikanismus" damals ein Reizwort, etwa so wie später die "Leitkultur". Dann haben sich SPD und Grüne selbst in die Atlantikbrücke integriert. War wohl auch zu verlockend, nicht immer am Katzentisch der Opposition sitzen zu müssen. Die neuen Stichwortgeber, sei es in der Syrienfrage oder überhaupt, saßen ab da jenseits des Atlantiks. Zum Dank durfte man dabei sein, wo die große Politik gemacht wird. Nicht mehr nur die Herren von der FAZ waren eingeladen, sondern auch die vom Spiegel und die SPD -Bosse von den deutschen Gewerkschaften. In die Fliegern mitfliegen, zu den Treffen eingeladen werden, wo die thinktanks der Ostküste den politischen Kompaß für Europa bestimmen. Oder zumindest bestimmen wollen.

    Und siehe da: "Antiamerikanismus" wurde für diese Parteien plötzlich kein Reizwort, sondern ein ganz normal benutztes Wort, als wenn es ein nicht zu hinterfragendes Faktum wäre. Exakt so, wie Du es jetzt oben benutzt. So, wie es z.B. die "Herrschaft des Kapitals" zu Zeiten von Klaus Staeck einmal war. Und damit mußten auch die ganzen Steigbügelhalter umschwenken und ihr Weltbild und auch ihr Vokabular den neuen Verhältnissen anpassen. Also z.B. Deinesgleichen oder die Antifa.
    Das zu sehen ist für mich amüsant aber auch bemitleidenswert.

  2. #71262
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von derNeue Beitrag anzeigen
    Du wirst Dich wohl nicht mehr daran erinnern, Nathan, aber 1981 war "Antiamerikanismus" ein geflügelter Begriff. Sozusagen das Modewort des Jahres. ...
    Auch schon vorher, aber sei's drum. Wichtig ist weniger der AntiXXismus, sondern vielmehr dessen Gründe. Volker Pispers brachte das vor Jahren sehr schön auf den Punkt.

    Zitat Zitat von Volker Pispers
    Der Kanzler hat gesagt, wir sollen nicht in einen oberflächlichen Antiamerikanismus abgleiten. Aber meiner ist gar nicht oberflächlich.
    „Wenn ich wüsste, dass es nach dem Tod weitergeht, würde ich erst gar nicht sterben.“
    Matthias Beltz

  3. #71263
    Mitglied Benutzerbild von Nathan
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von derNeue Beitrag anzeigen
    Du wirst Dich wohl nicht mehr daran erinnern, Nathan, aber 1981 war "Antiamerikanismus" ein geflügelter Begriff. Sozusagen das Modewort des Jahres.
    Wer hatte es erfunden? Die Vertreter der Antlantikbrücke der damals konservativen Zeitungen wie FAZ und Welt, natürlich zusammen mit den Unionsparteien. Und wem galt der Vorwurf? Den Linken (damals= SPD) aber auch den Grünen und ihren Straßenprotestbewegungen.
    Für diese Gruppe war "Antiamerikanismus" damals ein Reizwort, etwa so wie später die "Leitkultur". Dann haben sich SPD und Grüne selbst in die Atlantikbrücke integriert. War wohl auch zu verlockend, nicht immer am Katzentisch der Opposition sitzen zu müssen. Die neuen Stichwortgeber, sei es in der Syrienfrage oder überhaupt, saßen ab da jenseits des Atlantiks. Zum Dank durfte man dabei sein, wo die große Politik gemacht wird. Nicht mehr nur die Herren von der FAZ waren eingeladen, sondern auch die vom Spiegel und die SPD -Bosse von den deutschen Gewerkschaften. In die Fliegern mitfliegen, zu den Treffen eingeladen werden, wo die thinktanks der Ostküste den politischen Kompaß für Europa bestimmen. Oder zumindest bestimmen wollen.

    Und siehe da: "Antiamerikanismus" wurde für diese Parteien plötzlich kein Reizwort, sondern ein ganz normal benutztes Wort, als wenn es ein nicht zu hinterfragendes Faktum wäre. Exakt so, wie Du es jetzt oben benutzt. So, wie es z.B. die "Herrschaft des Kapitals" zu Zeiten von Klaus Staeck einmal war. Und damit mußten auch die ganzen Steigbügelhalter umschwenken und ihr Weltbild und auch ihr Vokabular den neuen Verhältnissen anpassen. Also z.B. Deinesgleichen oder die Antifa.
    Das zu sehen ist für mich amüsant aber auch bemitleidenswert.
    Äh, nö. Du kennst dich in der Szene nicht aus, schreibst aber darüber. Das ist grundsätzlich ein eklatanter Verstoß gegen sauberen Journalismus, in deinem Fall ein eklatanter Verstoß gegen den gesunden Menschenverstand, gegen Bildung und gegen den Verstand. Fehlt dir offensichtlich alles.

    Zeiten ändern sich, Personen kommen und Personen gehen, Präsidenten werden ausgetauscht und politische Lager wandeln sich. Das ist ganz normal. Wenn du denkst, Verhältnisse von 1970 müssten 45 Jahre später immer noch gelten machst du den Fehler und nicht die von dir apostrophierten Kreise. Selbstverständlich haben wir heute ein ganz anderes Selbstverständnis und müssen die Amerikaner nicht mehr notgedrungen als Sieger, Retter und Gönner anerkennen oder als Unterdrücker und Ausbeuter bekämpfen. Diese Phase ist vorbei.

    Heute sind die Amerikaner Wettbewerber auf den globalen Märkten und der innere Zustand Amerikas stark dominiert von einem Präsidenten, den es so noch nie gab. Darauf regieren die Meinungsbildner in den Parteien. Was mich persönlich betrifft, bin ich heute auch 45 Jahre älter und kämpfe nicht mehr in einem amerikanischen Armeeparka gegen amerikanische Pershings, sondern betrachte die politische Entwicklung dezidierter.

  4. #71264
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von FranzKonz Beitrag anzeigen
    Auch schon vorher, aber sei's drum. Wichtig ist weniger der AntiXXismus, sondern vielmehr dessen Gründe. Volker Pispers brachte das vor Jahren sehr schön auf den Punkt.
    Interessant, du bist das reinste Kaleidoskop. Eine kleine Drehung, ein ganz anderes Bild. Sehr menschlich und grundsätzlich sympathisch, konkret leider nur in Ausnahmefällen. Pispers gezielt zu zitieren setzt voraus, Pispers zu kennen und dies wiederum setzt doch einen etwas stärkeren Intellekt und ein etwas breiter gestreutes Interesse voraus als vom Forenmainstream gezeigt. Begrünt weil mir gerade danach ist.

  5. #71265
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Nathan Beitrag anzeigen
    Äh, nö. Du kennst dich in der Szene nicht aus, schreibst aber darüber. Das ist grundsätzlich ein eklatanter Verstoß gegen sauberen Journalismus, in deinem Fall ein eklatanter Verstoß gegen den gesunden Menschenverstand, gegen Bildung und gegen den Verstand. Fehlt dir offensichtlich alles.

    Zeiten ändern sich, Personen kommen und Personen gehen, Präsidenten werden ausgetauscht und politische Lager wandeln sich. Das ist ganz normal. Wenn du denkst, Verhältnisse von 1970 müssten 45 Jahre später immer noch gelten machst du den Fehler und nicht die von dir apostrophierten Kreise. Selbstverständlich haben wir heute ein ganz anderes Selbstverständnis und müssen die Amerikaner nicht mehr notgedrungen als Sieger, Retter und Gönner anerkennen oder als Unterdrücker und Ausbeuter bekämpfen. Diese Phase ist vorbei.

    Heute sind die Amerikaner Wettbewerber auf den globalen Märkten und der innere Zustand Amerikas stark dominiert von einem Präsidenten, den es so noch nie gab. Darauf regieren die Meinungsbildner in den Parteien. Was mich persönlich betrifft, bin ich heute auch 45 Jahre älter und kämpfe nicht mehr in einem amerikanischen Armeeparka gegen amerikanische Pershings, sondern betrachte die politische Entwicklung dezidierter.
    Wirklich?
    Zeiten und Personen ändern sich. Machtkonstellationen und globale Interessen bleiben aber über Dekaden gleich.
    Die anmaßende Dominanz, die die US-Politik in Europa und weltweit an den Tag legt, von den Linken damals kritisiert, soll heute plötzlich nicht mehr vorhanden sein?
    Gegen Breschnew, einen blutrünstigen Diktator, war damals von der linken Seite nichts zu hören. 1979 Sowjetischer Einmarsch in Afghanistan: Schweigen bei der deutschen Linken.
    Nicht einmal ein Stalin wurde kritisiert. Gegenüber der Sowjetdiktatur hatte man Verständnis ohne Ende, wollte immer die "guten Seiten" sehen.
    Aber ein Putin soll heute ein ganz schlimmer Finger sein?
    Wo habt Ihr das denn her, liebe Linke, wenn nicht von der Ostküste?

    Die Grünen in ihrer Anfangsphase haben lange darüber diskutiert, ob sie sich je an der Macht beteiligen sollten, weil das ja korrumpieren würde. Weiß heute kaum noch jemand. Heute sind sie längst an der Macht und auch längst korrumpiert. Sie selber haben die Kämpfe von damals mittlerweile total vergessen.

    Dabei gibt es heute für die "Nicht-AfD-Einheitspartei" ein neues Problem: Trump. Trump bringt die Einheitspartei in eine Zwickmühle: Die Parteiräson ist zwar antirussisch und amerikahörig, aber trotzdem gegen Trump. Auf den starken Bruder in Washington, der die politische Richtschnur vorgibt, ist plötzlich kein Verlaß mehr. Ganz ähnlich erging es Honecker damals nach dem Machtwechsel in Moskau.

    Trump ist zwar der Bösewicht aber "Amerika" bleibt doch immer irgendwie das Gute. Sanktionen gegen die USA , so wie gegen Putin, wären überhaupt nicht vorstellbar, da würden die deutschen Einheitspolitiker erstmal in Washingont um Erlaubnis fragen. Da kann das Völkerrecht noch so oft gebrochen werden von US-Soldaten irgendwo auf der Welt. Heute sitzen die Linksrünen ebenso wie die Union in dieser Trump-Zwickmühle. Weil man nie eine eigene Außenpolitik gemacht hat, hat man es sich im Endeffekt mir allen verdorben und endet international isoliert und unbeliebt wie nie zuvor.
    Ähnlich ist es mit der EU: weil man sich nie eine andere Handlungsmaxime vorstellen konnte als das Prinzip: "EU über alles" hat sich Deutschland in der EU isoliert und die Möglichkeit eines freundschaftlichen Miteinander der Staaten in Europa für lange Zeit ruiniert.

  6. #71266
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Nathan Beitrag anzeigen
    Äh, nö. Du kennst dich in der Szene nicht aus, schreibst aber darüber. Das ist grundsätzlich ein eklatanter Verstoß gegen sauberen Journalismus, in deinem Fall ein eklatanter Verstoß gegen den gesunden Menschenverstand, gegen Bildung und gegen den Verstand. Fehlt dir offensichtlich alles.

    Zeiten ändern sich, Personen kommen und Personen gehen, Präsidenten werden ausgetauscht und politische Lager wandeln sich. Das ist ganz normal. Wenn du denkst, Verhältnisse von 1970 müssten 45 Jahre später immer noch gelten machst du den Fehler und nicht die von dir apostrophierten Kreise. Selbstverständlich haben wir heute ein ganz anderes Selbstverständnis und müssen die Amerikaner nicht mehr notgedrungen als Sieger, Retter und Gönner anerkennen oder als Unterdrücker und Ausbeuter bekämpfen. Diese Phase ist vorbei.

    Heute sind die Amerikaner Wettbewerber auf den globalen Märkten und der innere Zustand Amerikas stark dominiert von einem Präsidenten, den es so noch nie gab. Darauf regieren die Meinungsbildner in den Parteien. Was mich persönlich betrifft, bin ich heute auch 45 Jahre älter und kämpfe nicht mehr in einem amerikanischen Armeeparka gegen amerikanische Pershings, sondern betrachte die politische Entwicklung dezidierter.
    drollig naive Argumentation und Schlussfolgerungen. Ich habe mir meinen heutigen Antiamerikanismus per dialektischer Urteils- und Meinungsbildung hart erarbeitet. Zu behaupten jemand kenne sich nicht aus, ganz im Gegensatz zu Dir werde ich nicht weiter kommentieren aber zu glauben das jene die in einer "Demokratie" nach westlichem Muster tatsächlich anschließend die Entscheider wären halte ich einfach für kindlich naiv.

  7. #71267
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von derNeue Beitrag anzeigen
    Wirklich?
    Zeiten und Personen ändern sich. Machtkonstellationen und globale Interessen bleiben aber über Dekaden gleich.
    Die anmaßende Dominanz, die die US-Politik in Europa und weltweit an den Tag legt, von den Linken damals kritisiert, soll heute plötzlich nicht mehr vorhanden sein?
    Gegen Breschnew, einen blutrünstigen Diktator, war damals von der linken Seite nichts zu hören. 1979 Sowjetischer Einmarsch in Afghanistan: Schweigen bei der deutschen Linken.
    Nicht einmal ein Stalin wurde kritisiert. Gegenüber der Sowjetdiktatur hatte man Verständnis ohne Ende, wollte immer die "guten Seiten" sehen.
    Aber ein Putin soll heute ein ganz schlimmer Finger sein?
    Wo habt Ihr das denn her, liebe Linke, wenn nicht von der Ostküste?

    Die Grünen in ihrer Anfangsphase haben lange darüber diskutiert, ob sie sich je an der Macht beteiligen sollten, weil das ja korrumpieren würde. Weiß heute kaum noch jemand. Heute sind sie längst an der Macht und auch längst korrumpiert. Sie selber haben die Kämpfe von damals mittlerweile total vergessen.

    Dabei gibt es heute für die "Nicht-AfD-Einheitspartei" ein neues Problem: Trump. Trump bringt die Einheitspartei in eine Zwickmühle: Die Parteiräson ist zwar antirussisch und amerikahörig, aber trotzdem gegen Trump. Auf den starken Bruder in Washington, der die politische Richtschnur vorgibt, ist plötzlich kein Verlaß mehr. Ganz ähnlich erging es Honecker damals nach dem Machtwechsel in Moskau.

    Trump ist zwar der Bösewicht aber "Amerika" bleibt doch immer irgendwie das Gute. Sanktionen gegen die USA , so wie gegen Putin, wären überhaupt nicht vorstellbar, da würden die deutschen Einheitspolitiker erstmal in Washingont um Erlaubnis fragen. Da kann das Völkerrecht noch so oft gebrochen werden von US-Soldaten irgendwo auf der Welt. Heute sitzen die Linksrünen ebenso wie die Union in dieser Trump-Zwickmühle. Weil man nie eine eigene Außenpolitik gemacht hat, hat man es sich im Endeffekt mir allen verdorben und endet international isoliert und unbeliebt wie nie zuvor.
    Ähnlich ist es mit der EU: weil man sich nie eine andere Handlungsmaxime vorstellen konnte als das Prinzip: "EU über alles" hat sich Deutschland in der EU isoliert und die Möglichkeit eines freundschaftlichen Miteinander der Staaten in Europa für lange Zeit ruiniert.
    Kann ich zum Teil zustimmen und mit diesem Teil rennst du bei mir offene Türen ein. Ich fordere (nicht nur hier) schon lange, dass wir eine starke EU brauchen, am besten mit Russland zusammen, um dem kommenden Druck von China und dem bestehenden Druck der USA standhalten zu können. Ich fordere eine Auflösung der NATO, die inzwischen viel mehr Schaden anrichtet als Nutzen und praktisch zur Hausmacht der USA geworden ist anstatt zu einer Art Weltpolizei, die aber dringend nötig wäre. Ferner bin ich nach wie vor ein ganz entschiedener Gegner von TTIP, und die um dieses Abkommen entbrannten Streiteren kann man weiß Gott nicht als "US-hörig" bezeichnen.

    Der Rest ist reichlich viel Unsinn, der mir wirklich langsam zu blöd wird, immer wieder der gleiche Käse. Das ist auch keine ehrliche Diskussion sondern versteckte Propaganda. Nur soviel: Deutschland steht in der EU nicht isoliert da und war bis vor kurzem sogar der absolute Leader dieser Union. Neuerdings hat sich Frankreich als Führungsstaat elegant an uns vorbeigeschoben, weil Merkel viel Energie brauchte um sich innenpolitisch halbwegs wieder zu sortieren. Dennoch sind wir in der Meinungsführung zumindest auf Platz zwei und wirtschaftlich sowieso auf Platz eins und was das betrifft weiter Ton angebend.

  8. #71268
    La France aux Français Benutzerbild von ladydewinter
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Loana Beitrag anzeigen
    Sehr gute Seite

    Das weiss doch jeder.
    Amibase,Raffenerie..
    siehe Tunis.
    Tombé pour la france



    Es wird nichts so sehr geglaubt wie das, was nicht gewusst wird.




  9. #71269
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    Standard AW: Syrien-Diskussion

    Zitat Zitat von Nathan Beitrag anzeigen
    Kann ich zum Teil zustimmen und mit diesem Teil rennst du bei mir offene Türen ein. Ich fordere (nicht nur hier) schon lange, dass wir eine starke EU brauchen, am besten mit Russland zusammen, um dem kommenden Druck von China und dem bestehenden Druck der USA standhalten zu können. Ich fordere eine Auflösung der NATO, die inzwischen viel mehr Schaden anrichtet als Nutzen und praktisch zur Hausmacht der USA geworden ist anstatt zu einer Art Weltpolizei, die aber dringend nötig wäre. Ferner bin ich nach wie vor ein ganz entschiedener Gegner von TTIP, und die um dieses Abkommen entbrannten Streiteren kann man weiß Gott nicht als "US-hörig" bezeichnen.

    Der Rest ist reichlich viel Unsinn, der mir wirklich langsam zu blöd wird, immer wieder der gleiche Käse. Das ist auch keine ehrliche Diskussion sondern versteckte Propaganda. Nur soviel: Deutschland steht in der EU nicht isoliert da und war bis vor kurzem sogar der absolute Leader dieser Union. Neuerdings hat sich Frankreich als Führungsstaat elegant an uns vorbeigeschoben, weil Merkel viel Energie brauchte um sich innenpolitisch halbwegs wieder zu sortieren. Dennoch sind wir in der Meinungsführung zumindest auf Platz zwei und wirtschaftlich sowieso auf Platz eins und was das betrifft weiter Ton angebend.
    Die EU, lieber Nathan, ist kurz vor dem Auseinanderbrechen. Wir können heute konstatieren: Es hätte sie nie geben dürfen.
    Ein europäischer Machtapparat, der mehr Kompetenzen auf sich vereint, als es die gute EWG damals hatte, ist nämlich kein "Garant für Frieden". Ganz im Gegenteil: es ist ein Verhinderer für ein friedliches Zusammenleben der europäischen Völker.
    Kohl konnte das vielleicht noch nicht wissen, aber wer das heute noch nicht sieht, ist verantwortungslos. Woran liegt das? Eine übergeordnete europäische Machtkonstellation, die sich in Politik und Leben der Bürger einmischt, zerstört schon vom Grundsatz her Demokratie und Selbstbestimmung der betroffenen Völker.
    Es hindert diese daran, für ihre eigenen Interessen einzutreten und dabei nach dem Prinzip des Kompromisses einen friedlichen Ausgleich mit den Nachbarn zu suchen. Einfach zu sagen: je größer, desto mehr internationales Gewicht und dafür als Vorbild die USA zu nehmen, ist oberflächlich und falsch. Es ignoriert die geschichtlichen Wurzeln, aus denen die verschiedenen Völker Europas entstanden sind und ist gefährlich geschichtsblind. (Geschichtsblindheit war immer das Markenzeichen der Linken).
    Das alles ist heute verifizierter Fakt, nur Ignoranten sehen darin noch eine diskutierbare Frage.
    Noch naiver ist die Annahme, Deutschland Beliebtheit bei seinen Nachbarn würde steigen, wenn es Südeuropa dauerhaft durchfüttert. Ein nächster fataler Irrtum.
    Das Gegenteil wird der Fall sein. Deutschland hat sich damit bereits zum Feindbild gemacht und die Entwicklung wird noch viel schlimmer werden. Völker haben nämlich ihren Stolz. Die Griechen und auch die Italiener wollen gar nicht Kostgänger der Nordeuropäer sein. Sie wollen eine eigene Wirtschaft, auf eigenen Beinen stehen, wie sie das vor dem Euro auch durchaus konnten. Sie hatten nie so leistungsfähige Volkswirtschaften wie z.B Deutschland. Aber sie waren unabhängig und selbstbewußt. Das mangelnde Selbstbewußtsein und das Gefühl, abhängig zu sein von Transferleistungen eines anderen Landes aber ist es gerade, was den Haß schürt. Die EU-Propagandisten haben die einfachsten psychologischen Regeln mißachtet, nämlich jedem Land seine Würde zu geben.
    Das alles ist erst mal völlig unabhängig von der Tatsache, daß natürlich auch der deutsche Staatsbürger, dessen Wohlstand dank Umverteilung jetzt schon Schlußlicht in der ganzen EU ist, sich das auch nicht mehr lange gefallen lassen wird.
    Wir sind mittlerweile an einem Punkt, wo diese Fakten jeder sehen kann, der Augen im Kopf hat, auch die Eurokraten in Brüssel. Nur interessiert es diese nicht oder nicht mehr. Durchregieren und möglichst schnell so viel Macht an sich zu reißen, bis es kein Zurück mehr gibt, ist deren einzige Devise. Und nebenbei wird auch noch die Demokratie in Scherben gehauen. Anders geht es auch gar nicht, denn ginge es noch demokratisch zu in der EU, wären diese Putschisten schon längst gestoppt worden, so wie das die Engländer gerade noch hinbekommen haben.

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