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Thema: Attraktive Autos

  1. #4681
    Mitglied Benutzerbild von Muninn
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    Standard AW: Attraktive Autos



    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk, als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

    Napoleon Bonaparte

  2. #4682
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    Standard AW: Attraktive Autos

    Da bin ich - kaum drei Wochen zu spät...

    Natürlich kriegt man auch in Deutschland auch heute noch Neuwagen mit Saugmotor, und das reicht vom Humbraum-Floh im Kleinstwagen bis hin zum Achtender in der Luxusklasse, und das wird zumindest so lange so bleiben, wie Verbrennungsmotoren für Neuzulassungen nicht ganz verboten werden. Man darf die Luft anhalten, ob und wann das soweit sein wird.

    Und wieso hält das Geraffel heute nicht mehr? Wieso gibt es Autos mit Steuerketten, die nicht mal die Lebensdauer eines Zahnriemens erreichen? Die Antwort ist schrecklich banal. Weil genug Idioten die Karren trotzdem kaufen. Die Unterschiede liegen oft im Bereich von Cent oder wenigen Euro pro Fahrzeug und bei einigen hundert Gramm Leergewicht mehr oder weniger, Salopp formuliert, alleine, seit der ADAC-Straßenatlas durch das Navi ersetzt worden ist, haben wir das Gewicht lässig ein paar Mal eingespart. Wieso also kommen solche Gurken trotzdem vermehrt auf den Markt? Die Zeiten, in denen Ingenieure mal das letzte Wort in Sachen Technik hatten, sind schon lange vorbei. Heute sind es die Bleistiftspitzer aus dem Finanzbereich, die über die finale Konfiguration entscheiden. Die Ingenieure haben nicht verlernt, haltbare Motoren zu bauen, sie "dürfen" es oft einfach nicht mehr.

    Das Interesse eines Herstellers an einem Auto erlischt, wenn es zwischen zwei und fünf Jahren alt oder maximal 150.000 Kilometer gelaufen ist. Dann würde es aus Herstellersicht am besten einfach von alleine explodieren, damit Platz für den nächsten Neuwagenverkauf geschaffen wird. Bei vielen Herstellern ist schon der Versuch, spezifische Ersatzteile für ein 10 Jahre altes Auto zu beschaffen, ein Grund zur Erheiterung für's Personal am Teiletresen, und das ist nicht so ein Fall, bei dem man die Lacher auf seiner Seite hat. Viele Hersteller halten Teile gerade mal so lange vor, wie sie gesetzlich dazu zwangsweise verpflichtet sind, und selbst das beschränkt sich inzwischen auf klassische Verschleißteile. Einige Premium-Hersteller, namentlich Mercedes und BMW, tun sich da zwar positiv hervor, auch heute noch bekommt man so gut wie alles, was an irgend einem Auto dieser Marken seit Modelljahr 1975 kaputt gehen kann, die Preise sind aber gesalzen, verglicht mit den Kursen, an die man sich dank asiatischer und teils auch osteuropäischer OEM-Kopisten gewöhnt hat.

    Wie haltbar ein Auto ist, hängt aber noch immer primär vom Fahr- und Pflegeverhalten des Besitzers ab. Wer nur fährt und mal eben die allernötigsten Wartungsarbeiten macht, reitet auch ein solide konstruiertes Mobil schnell in den Untergang, wer dagegen sorgfältig bei Wartung und Pflege ist, hat - keine Überraschung - länger Freude an seinem fahrbaren Untersatz. Und Instandhaltung kostet Geld, man muss sie sich leisten können und auch bereit sein, das Geld auszugeben. Das trifft gerade Fahrer von fünfhand-Luxuskarossen oft "unerwartet", Ob nun S-Klasse, 7er, A8, Cadillac CTS, Honda Coupe oder was auch immer, die kann man inzwischen zwar für - im Vergleich - kleines Geld kaufen, es bleiben aber in Sachen Wartungskosten Premium-Mobile, da hätten viele besser ihr Geld in einen neuen Dacia gesteckt - oder in eine Monatskarte für den ÖPNV.

    Unrühmlich ist auch die Rolle der Politik in diesem Trauerspiel. Statt sich darum zu bemühen, dem "Souverän" möglichst solide konstruierte Produkte anbieten zu lassen, macht die Politik lieber Phantasie-Vorgaben in Sachen Flottenverbrauch und Schadstoffausstoß, wenn nur der CO2-Footprint stimmt und keine bösen Stickoxide mehr entstehen, darf das Auto ruhig haltbar wie ein Strauß Schnittblumen sein, im Zweifel kann man danach ja noch immer den Hersteller öffentlichkeitswirksam vor Gericht zerren und medial an den Pranger stellen. Nicht, dass ich viele Sympathien für VW hegen würde, aber der "Diesel-Skandal" ist eigentlich ein Skandal schwachsinniger, lebensfremder Vorgaben durch sachfremde Politiker - die sich nach getanem Tagwerk in den gepanzerten Dienstwagen der Luxusklasse mit Chauffeur setzen und auf der Heimfahrt schon grübeln, welchen Unsinn sie morgen vorschreiben könnten.

    Ach ja, nun wär' das also mal gesagt. Und zum Thema:


    Lincoln Continental präsidiale Limousine, 1963 - als Politiker sich noch trauten, im offenen Wagen herum zu fahren.
    Schwarz Rot Gold Weiss Rot!
    I like this private ownership and I want to be left alone!
    Let the government run its business and let me run my own!

  3. #4683
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    Standard AW: Attraktive Autos

    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Da bin ich - kaum drei Wochen zu spät...

    Natürlich kriegt man auch in Deutschland auch heute noch Neuwagen mit Saugmotor, und das reicht vom Humbraum-Floh im Kleinstwagen bis hin zum Achtender in der Luxusklasse, und das wird zumindest so lange so bleiben, wie Verbrennungsmotoren für Neuzulassungen nicht ganz verboten werden. Man darf die Luft anhalten, ob und wann das soweit sein wird.

    Und wieso hält das Geraffel heute nicht mehr? Wieso gibt es Autos mit Steuerketten, die nicht mal die Lebensdauer eines Zahnriemens erreichen? Die Antwort ist schrecklich banal. Weil genug Idioten die Karren trotzdem kaufen. Die Unterschiede liegen oft im Bereich von Cent oder wenigen Euro pro Fahrzeug und bei einigen hundert Gramm Leergewicht mehr oder weniger, Salopp formuliert, alleine, seit der ADAC-Straßenatlas durch das Navi ersetzt worden ist, haben wir das Gewicht lässig ein paar Mal eingespart. Wieso also kommen solche Gurken trotzdem vermehrt auf den Markt? Die Zeiten, in denen Ingenieure mal das letzte Wort in Sachen Technik hatten, sind schon lange vorbei. Heute sind es die Bleistiftspitzer aus dem Finanzbereich, die über die finale Konfiguration entscheiden. Die Ingenieure haben nicht verlernt, haltbare Motoren zu bauen, sie "dürfen" es oft einfach nicht mehr.

    Das Interesse eines Herstellers an einem Auto erlischt, wenn es zwischen zwei und fünf Jahren alt oder maximal 150.000 Kilometer gelaufen ist. Dann würde es aus Herstellersicht am besten einfach von alleine explodieren, damit Platz für den nächsten Neuwagenverkauf geschaffen wird. Bei vielen Herstellern ist schon der Versuch, spezifische Ersatzteile für ein 10 Jahre altes Auto zu beschaffen, ein Grund zur Erheiterung für's Personal am Teiletresen, und das ist nicht so ein Fall, bei dem man die Lacher auf seiner Seite hat. Viele Hersteller halten Teile gerade mal so lange vor, wie sie gesetzlich dazu zwangsweise verpflichtet sind, und selbst das beschränkt sich inzwischen auf klassische Verschleißteile. Einige Premium-Hersteller, namentlich Mercedes und BMW, tun sich da zwar positiv hervor, auch heute noch bekommt man so gut wie alles, was an irgend einem Auto dieser Marken seit Modelljahr 1975 kaputt gehen kann, die Preise sind aber gesalzen, verglicht mit den Kursen, an die man sich dank asiatischer und teils auch osteuropäischer OEM-Kopisten gewöhnt hat.

    Wie haltbar ein Auto ist, hängt aber noch immer primär vom Fahr- und Pflegeverhalten des Besitzers ab. Wer nur fährt und mal eben die allernötigsten Wartungsarbeiten macht, reitet auch ein solide konstruiertes Mobil schnell in den Untergang, wer dagegen sorgfältig bei Wartung und Pflege ist, hat - keine Überraschung - länger Freude an seinem fahrbaren Untersatz. Und Instandhaltung kostet Geld, man muss sie sich leisten können und auch bereit sein, das Geld auszugeben. Das trifft gerade Fahrer von fünfhand-Luxuskarossen oft "unerwartet", Ob nun S-Klasse, 7er, A8, Cadillac CTS, Honda Coupe oder was auch immer, die kann man inzwischen zwar für - im Vergleich - kleines Geld kaufen, es bleiben aber in Sachen Wartungskosten Premium-Mobile, da hätten viele besser ihr Geld in einen neuen Dacia gesteckt - oder in eine Monatskarte für den ÖPNV.

    Unrühmlich ist auch die Rolle der Politik in diesem Trauerspiel. Statt sich darum zu bemühen, dem "Souverän" möglichst solide konstruierte Produkte anbieten zu lassen, macht die Politik lieber Phantasie-Vorgaben in Sachen Flottenverbrauch und Schadstoffausstoß, wenn nur der CO2-Footprint stimmt und keine bösen Stickoxide mehr entstehen, darf das Auto ruhig haltbar wie ein Strauß Schnittblumen sein, im Zweifel kann man danach ja noch immer den Hersteller öffentlichkeitswirksam vor Gericht zerren und medial an den Pranger stellen. Nicht, dass ich viele Sympathien für VW hegen würde, aber der "Diesel-Skandal" ist eigentlich ein Skandal schwachsinniger, lebensfremder Vorgaben durch sachfremde Politiker - die sich nach getanem Tagwerk in den gepanzerten Dienstwagen der Luxusklasse mit Chauffeur setzen und auf der Heimfahrt schon grübeln, welchen Unsinn sie morgen vorschreiben könnten.

    Ach ja, nun wär' das also mal gesagt. Und zum Thema:


    Lincoln Continental präsidiale Limousine, 1963 - als Politiker sich noch trauten, im offenen Wagen herum zu fahren.
    Treffer!

    (Deswegen auch die alte S-Klasse mit voller Wartung und übertriebenem Ölwechsel und Austausch aller auch nur entfernt an Verschleiß erinnernden Bauteile. Seit inzwischen 80.000 km nur Kleinkram wie Softwareupdate)
    Wer das liest, hat sich mit Corona angesteckt

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