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Thema: Werkzeug anyone?

  1. #1
    Haßkrimineller Benutzerbild von wtf
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    Standard Werkzeug anyone?

    Gibt es noch richtige Männer hier, die wie ich Qualitätswerkzeug frönen?

    Nach meiner Kenntnis ist der Werkzeugmarkt dreigeteilt. Lassen wir der Einfachheit halber den Baumarktdreck weg, gibt es eine breite Mittelklasse, die als Auftragsware in Riesenfabriken in Taiwan hergestellt und unter eigenen Labels vertickt wird (Bsp. Proxxon). Deren Qualität entspricht der Schulnote drei und genügt dem normalen Heimwerker.

    Zur Elite gehören die deutschen Firmen Hazet, Gedore und Stahlwille. Alle drei produzieren in Deutschland (wobei Gedore schändlicherweise eine Billigmarke "Carolus" hat und Taiwankram verscherbelt) und liefern Werkzeug exzellenter Qualität.

    Mein Favorit ist Hazet, und es ist ein sinnliches Erlebnis, dieses Werkzeug anzufassen und zu benutzen. Das Klicken einer schweren Ratsche, mit der man jederzeit auch bettelnde Zigeuner beruhigen kann, verzückt. Hazet (die Abkürzung steht für die Initialen des Gründers Hermann Zerver) wurde 1868 gegründet und ist in Remscheid ansässig. Wie geil ist das? Eine Firma, die seit fast 150 Jahren allererste Qualität in Deutschland produziert!

    Der Preis für einen Maul- oder Ringschlüsselsatz beginnt bei über 100 Euro. Das schmerzt zwar, wenn man als GKV-Sklave jeden Tausender zweimal umdrehen muß, aber unter Berücksichtigung der Tatsache, daß nie mehr ein zweiter Satz gekauft werden muß, relativiert sich das schnell.

    Meine Nummer 2 ist Stahlwille, von denen ich einen 1/2''-Satz Imbusnüsse habe. Auch schwere, unzerstörbare Qualität plus der Name klingt ein bißchen nazi. Unlängst half ich, einem Nachbarn, der mit Baumarktschlüsselchen vergeblich dilettierte, den Fahrradlenker zu verstellen. Dicke Hose.

    Zu Gedore habe ich ein gestörtes Verhältnis. An sich Topware, aber der Flirt mit den niederen Ständen qua Billigzweitmarke hat einen üblen Beigeschmack.

    Mein Tip ist, bei eBay gebrauchtes Werkzeug von Hazet oder Stahlwille zu ersteigern. Das kostet so viel wie neues Mittelklassezeug, ist viel besser und haltbarer. Daß es gebraucht ist, spielt keine Rolle, da es nicht kaputtgehen kann.

    In Sachen Zangen gibt es nur eine einzige Firma, die ein Existenzrecht hat, und das ist Knipex (aber das ist eine andere Geschichte).
    Leben in der Ochlokratie.

  2. #2
    Hasst Spaltpilze Benutzerbild von Chronos
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Hazet ist sicher die Topklasse der händischen Werkzeuge.

    Vielleicht sollten wir das Thema noch ein bisschen auf die Elektrowerkzeuge erweitern und unsere Erfahrungen mitteilen.

    In Kürze meine gesammelten Werke:

    - Handelsmarken der Baumärkte: Meistens billiges Zeug mit geringen Standfestigkeiten
    - AEG: Naja...
    - BOSCH: Schon besser
    - METABO Sehr gut
    - FEIN: Absolute Profi-Spitzenklasse.

    Wer bietet mehr?

    Ein noch trüberes Kapitel sind die Bits (6,95€ pro Satz, oder so ähnlich). Drei oder vier Schrauben auf Ratsche-Rattern eingedreht, und schon nagt die Karies an den Spitzen. Grauenvoll. Obwohl Chrom-Vanadium draufsteht, scheint es sich - gefühlt - eher um Aluminium oder ähnlich weiches Zeug zu handeln. Meistens Schrott.
    .
    „Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“.

  3. #3
    Haßkrimineller Benutzerbild von wtf
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zum Geburtstag beschenke ich mich einst mit einer Hilti TE-5. Ziemlich klein, aber ziemlich gut (damals 600 Mack).

    Bei Bosch gibt es ja grün und blau. Letzteres soll o.k. sein. Man könnte noch Makita nennen und die deutsche Firma Kress.
    Leben in der Ochlokratie.

  4. #4
    Maler-Ingo Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Wenn ich was brauch, geh ich zum mittelständischen Baumarkt hier am Ort.
    Für Qualitätswerkzeug hab ich zu wenige Reparaturen durchzuführen.

  5. #5
    Mitglied Benutzerbild von Rumburak
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zitat Zitat von wtf Beitrag anzeigen
    Gibt es noch richtige Männer hier, die wie ich Qualitätswerkzeug frönen?

    Nach meiner Kenntnis ist der Werkzeugmarkt dreigeteilt. Lassen wir der Einfachheit halber den Baumarktdreck weg, gibt es eine breite Mittelklasse, die als Auftragsware in Riesenfabriken in Taiwan hergestellt und unter eigenen Labels vertickt wird (Bsp. Proxxon). Deren Qualität entspricht der Schulnote drei und genügt dem normalen Heimwerker.

    Zur Elite gehören die deutschen Firmen Hazet, Gedore und Stahlwille. Alle drei produzieren in Deutschland (wobei Gedore schändlicherweise eine Billigmarke "Carolus" hat und Taiwankram verscherbelt) und liefern Werkzeug exzellenter Qualität.

    Mein Favorit ist Hazet, und es ist ein sinnliches Erlebnis, dieses Werkzeug anzufassen und zu benutzen. Das Klicken einer schweren Ratsche, mit der man jederzeit auch bettelnde Zigeuner beruhigen kann, verzückt. Hazet (die Abkürzung steht für die Initialen des Gründers Hermann Zerver) wurde 1868 gegründet und ist in Remscheid ansässig. Wie geil ist das? Eine Firma, die seit fast 150 Jahren allererste Qualität in Deutschland produziert!

    Der Preis für einen Maul- oder Ringschlüsselsatz beginnt bei über 100 Euro. Das schmerzt zwar, wenn man als GKV-Sklave jeden Tausender zweimal umdrehen muß, aber unter Berücksichtigung der Tatsache, daß nie mehr ein zweiter Satz gekauft werden muß, relativiert sich das schnell.

    Meine Nummer 2 ist Stahlwille, von denen ich einen 1/2''-Satz Imbusnüsse habe. Auch schwere, unzerstörbare Qualität plus der Name klingt ein bißchen nazi. Unlängst half ich, einem Nachbarn, der mit Baumarktschlüsselchen vergeblich dilettierte, den Fahrradlenker zu verstellen. Dicke Hose.

    Zu Gedore habe ich ein gestörtes Verhältnis. An sich Topware, aber der Flirt mit den niederen Ständen qua Billigzweitmarke hat einen üblen Beigeschmack.

    Mein Tip ist, bei eBay gebrauchtes Werkzeug von Hazet oder Stahlwille zu ersteigern. Das kostet so viel wie neues Mittelklassezeug, ist viel besser und haltbarer. Daß es gebraucht ist, spielt keine Rolle, da es nicht kaputtgehen kann.

    In Sachen Zangen gibt es nur eine einzige Firma, die ein Existenzrecht hat, und das ist Knipex (aber das ist eine andere Geschichte).
    Hab jeglichen Schüssel und davon sind viele noch DDR-Ware. Warum viel Geld ausgeben?
    Die Zeit zum Handeln jedesmal verpassen nennt ihr die Dinge sich entwickeln lassen.
    Was hat sich denn entwickelt, sagt mir an, das man zur rechten Stunde nicht getan?


    Emanuel Geibel

  6. #6
    Mitglied Benutzerbild von KuK
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zitat Zitat von wtf Beitrag anzeigen
    Gibt es noch richtige Männer hier, die wie ich Qualitätswerkzeug frönen?

    Nach meiner Kenntnis ist der Werkzeugmarkt dreigeteilt. Lassen wir der Einfachheit halber den Baumarktdreck weg, gibt es eine breite Mittelklasse, die als Auftragsware in Riesenfabriken in Taiwan hergestellt und unter eigenen Labels vertickt wird (Bsp. Proxxon). Deren Qualität entspricht der Schulnote drei und genügt dem normalen Heimwerker.

    Zur Elite gehören die deutschen Firmen Hazet, Gedore und Stahlwille. Alle drei produzieren in Deutschland (wobei Gedore schändlicherweise eine Billigmarke "Carolus" hat und Taiwankram verscherbelt) und liefern Werkzeug exzellenter Qualität.

    Mein Favorit ist Hazet, und es ist ein sinnliches Erlebnis, dieses Werkzeug anzufassen und zu benutzen. Das Klicken einer schweren Ratsche, mit der man jederzeit auch bettelnde Zigeuner beruhigen kann, verzückt. Hazet (die Abkürzung steht für die Initialen des Gründers Hermann Zerver) wurde 1868 gegründet und ist in Remscheid ansässig. Wie geil ist das? Eine Firma, die seit fast 150 Jahren allererste Qualität in Deutschland produziert!

    Der Preis für einen Maul- oder Ringschlüsselsatz beginnt bei über 100 Euro. Das schmerzt zwar, wenn man als GKV-Sklave jeden Tausender zweimal umdrehen muß, aber unter Berücksichtigung der Tatsache, daß nie mehr ein zweiter Satz gekauft werden muß, relativiert sich das schnell.

    Meine Nummer 2 ist Stahlwille, von denen ich einen 1/2''-Satz Imbusnüsse habe. Auch schwere, unzerstörbare Qualität plus der Name klingt ein bißchen nazi. Unlängst half ich, einem Nachbarn, der mit Baumarktschlüsselchen vergeblich dilettierte, den Fahrradlenker zu verstellen. Dicke Hose.

    Zu Gedore habe ich ein gestörtes Verhältnis. An sich Topware, aber der Flirt mit den niederen Ständen qua Billigzweitmarke hat einen üblen Beigeschmack.

    Mein Tip ist, bei eBay gebrauchtes Werkzeug von Hazet oder Stahlwille zu ersteigern. Das kostet so viel wie neues Mittelklassezeug, ist viel besser und haltbarer. Daß es gebraucht ist, spielt keine Rolle, da es nicht kaputtgehen kann.

    In Sachen Zangen gibt es nur eine einzige Firma, die ein Existenzrecht hat, und das ist Knipex (aber das ist eine andere Geschichte).
    Moin, WTF!

    Alle von Dir genannten Firmen sind in Wuppertal-Cronenberg oder dem benachbarten Ortsteil Remscheid-Hasten ansässig. Wenn man da günstig B-Ware erwerben möchte (kleine Gußmacken oder nicht 100%ige Verchromung), gehe man zur "Cronenberger Werzeugkiste", einem Jahrmarkt in Sachen Werkzeug.
    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Gute Zangen liefert auch noch "Belzer", gute Stechbeitel kommen von "Doppelkirsch" und beste Hämmer von "Picard", alles Cronenberger Unternehmungen.
    Sehr ordentliche Nagelbearbeitungswerkzeuge von "Henckel" (Zwillingswerk) und für beste Messer braucht man nur nach Solingen fahren, da drängeln sich die kompetentesten deutschen Hersteller.

    Beste Grüße aus dem Bergischen Land des Werkzeugs,

    KuK
    "Gotteslob" # 380, Strophe 9 und aktueller denn je:
    Melodie: "Großer Gott, wir loben Dich!"

    Sieh dein Volk in Gnaden an.
    Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;
    leit es auf der rechten Bahn,
    dass der Feind es nicht verderbe.
    Führe es durch diese Zeit,
    nimm es auf in Ewigkeit.

  7. #7
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zitat Zitat von Rumburak Beitrag anzeigen
    Hab jeglichen Schüssel und davon sind viele noch DDR-Ware. Warum viel Geld ausgeben?
    Weil die DDR-Scheiße aus Schmalkalden sehr oft "den Geist aufgibt", deshalb....
    "Gotteslob" # 380, Strophe 9 und aktueller denn je:
    Melodie: "Großer Gott, wir loben Dich!"

    Sieh dein Volk in Gnaden an.
    Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe;
    leit es auf der rechten Bahn,
    dass der Feind es nicht verderbe.
    Führe es durch diese Zeit,
    nimm es auf in Ewigkeit.

  8. #8
    Mitglied Benutzerbild von Rumburak
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zitat Zitat von KuK Beitrag anzeigen
    Weil die DDR-Scheiße aus Schmalkalden sehr oft "den Geist aufgibt", deshalb....
    Ich bin Installateur und habe fast mein gesamtes Grundwerkzeug seit der Lehre. Und ich war damit auch jahrelang im Großbau/Industriebau tätig.
    Die Zeit zum Handeln jedesmal verpassen nennt ihr die Dinge sich entwickeln lassen.
    Was hat sich denn entwickelt, sagt mir an, das man zur rechten Stunde nicht getan?


    Emanuel Geibel

  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von KuK
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zitat Zitat von Rumburak Beitrag anzeigen
    Ich bin Installateur und habe fast mein gesamtes Grundwerkzeug seit der Lehre. Und ich war damit auch jahrelang im Großbau/Industriebau tätig.
    Ich wußte, daß jetzt wieder ein DDR-Aufschrei kommt.

    Wenn ich mir die MZ-Werkzeuge aus dem Bordwerkzeugsatz anschaue, wird mir schlecht.
    "Gotteslob" # 380, Strophe 9 und aktueller denn je:
    Melodie: "Großer Gott, wir loben Dich!"

    Sieh dein Volk in Gnaden an.
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    nimm es auf in Ewigkeit.

  10. #10
    Mitglied Benutzerbild von Stättler
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    Standard AW: Werkzeug anyone?

    Zitat Zitat von KuK Beitrag anzeigen
    Weil die DDR-Scheiße aus Schmalkalden sehr oft "den Geist aufgibt", deshalb....
    hehe...meine Multi - Max bohrt und sägt immer noch !.................

    Schmalkalden hatte es sehr schwer , an hochwertig legierte Werkzeugstähle heranzukommen ...deshalb war die Qualität nach ca 1975 auch zunehmend mieser .
    Das galt zB auch für die Qualität von HSS - Bohrern

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