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Thema: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

  1. #501
    Sonderbehandelt Benutzerbild von Parabellum
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Der sowj. Staatsbürger Walter Ulbricht hat durch den 17. Juni 1953 seine Lektion gelernt.
    Und Honecker hat als Konsequenz das ganze System pervertiert.
    http://justpic.info/images1/eb4b/sigpic1722_3.gif.jpg

  2. #502
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
    Und Honecker hat als Konsequenz das ganze System pervertiert.
    Honecker und seinen nahestehenden Genossen war insbesondere das NÖSPL unheimlich. Es wurde ein Machtverlust der Partei in den Betrieben befürchtet. Auch die Leistungsanreize des NÖSPL waren den Genossen nicht Recht. Dem experimentierfreudigen Chruschtschow kam Ulbrichts Sonderweg ganz zu pass: Bei Erfolg hätte man es kopieren können, bei Nichterfolg wäre nur die DDR betroffen gewesen. Wirtschaftlich war es ein durchschlagender Erfolg. Dem Apparatschik Breschnew waren solche Dinge allerdings fremd. Die fehlende Rückendeckung aus Moskau war es dann, die erst die Einstellung des NÖSPL nebst schleichender Entmachtung und später die putschartige Absetzung Ulbrichts zuließ. Der Frust bei den Vordenkern saß tief, Professor Erich Apel nahm sich mit seiner Dienstpistole das Leben. Wie mir jemand dem Umkreis des damaligen Ministerieums für Schwermaschinenbau erzählte, war das wohl nicht der einzige Selbstmord. Ich habe zu DDR-Zeiten nie auch nur ein Wort vom NÖSPL und den Selbstmorden gehört und selbst heute ist es eine kaum beachtete Phase. Durch Zufall fiel mir mal in einer Wühlkiste auf dem Flohmarkt ein Buch aus der Zeit über das Konzept in die Hand.
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  3. #503
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von Maitre Beitrag anzeigen
    Honecker und seinen nahestehenden Genossen war insbesondere das NÖSPL unheimlich. Es wurde ein Machtverlust der Partei in den Betrieben befürchtet. Auch die Leistungsanreize des NÖSPL waren den Genossen nicht Recht. Dem experimentierfreudigen Chruschtschow kam Ulbrichts Sonderweg ganz zu pass: Bei Erfolg hätte man es kopieren können, bei Nichterfolg wäre nur die DDR betroffen gewesen. Wirtschaftlich war es ein durchschlagender Erfolg. Dem Apparatschik Breschnew waren solche Dinge allerdings fremd. Die fehlende Rückendeckung aus Moskau war es dann, die erst die Einstellung des NÖSPL nebst schleichender Entmachtung und später die putschartige Absetzung Ulbrichts zuließ. Der Frust bei den Vordenkern saß tief, Professor Erich Apel nahm sich mit seiner Dienstpistole das Leben. Wie mir jemand dem Umkreis des damaligen Ministerieums für Schwermaschinenbau erzählte, war das wohl nicht der einzige Selbstmord. Ich habe zu DDR-Zeiten nie auch nur ein Wort vom NÖSPL und den Selbstmorden gehört und selbst heute ist es eine kaum beachtete Phase. Durch Zufall fiel mir mal in einer Wühlkiste auf dem Flohmarkt ein Buch aus der Zeit über das Konzept in die Hand.
    Und genau deswegen glaube ich das unter einer dauerhaften Regierung unter Ulbricht die DDR wirtschaftlich "besser" dagestanden wäre. Ggf. sogar annähernd so gut wie Jugoslawien. Jaja, Jugoslawien war auch verschuldet, konnte sich das aber dank Titos außenpolitischen Erfolgen auch leisten.
    http://justpic.info/images1/eb4b/sigpic1722_3.gif.jpg

  4. #504
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
    Kann man so nicht sagen. Ulbricht war Wirtschaftsreformen gegenüber positiv eingestellt, was seine Billigung von NÖSPL beweist. Die wirtschaftliche Talfahrt begann mit dem Abdanken Ulbrichts und Honeckers Annulierung der Wirtschaftsreformen.

    Eben
    und damit hat die Ex-DDR im "Zeitalter" Honecker über ihre Verhältnisse gelebt.
    Und , Dank Strauss, noch ein paar Jährchen länger überlebt,
    oder musste, Dank Strauss keine extremen Einschnitte vornehmen,
    sondern nur schleichend.

  5. #505
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
    Und genau deswegen glaube ich das unter einer dauerhaften Regierung unter Ulbricht die DDR wirtschaftlich "besser" dagestanden wäre. Ggf. sogar annähernd so gut wie Jugoslawien. Jaja, Jugoslawien war auch verschuldet, konnte sich das aber dank Titos außenpolitischen Erfolgen auch leisten.

    Tito hat aber auch "Auslandseigentum" zugelassen.
    Es gab nicht wenige Jugoslaven, welche in der BRD wohnten und arbeiteten,
    und sich nach und nach Häuser in der ehemaligen Heimat zusammenkauften.

  6. #506
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    Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
    Und genau deswegen glaube ich das unter einer dauerhaften Regierung unter Ulbricht die DDR wirtschaftlich "besser" dagestanden wäre. Ggf. sogar annähernd so gut wie Jugoslawien. Jaja, Jugoslawien war auch verschuldet, konnte sich das aber dank Titos außenpolitischen Erfolgen auch leisten.
    Wahrscheinlich. Unter dem NÖSPL sollten Betriebsleiter ja auch wieder mehr an wirtschaftlichen Erfolgen gemessen werden. Auch war es Apels These, dass man sich seine Handelspartner nach ökonomischen Gesichtspunkten aussuchen müsse, was für die Sowjetunion erst einmal eine Katastrophe dargestellt hätte. Der ausschlaggebende Punkt zu Apels Selbstmord war denn auch, dass man ihn zur Unterzeichnung eines für die DDR ausgesprochen ungünstigen Abkommens mit der Sowjetunion zwingen wollte. Da war Ulbricht nach außen zwar noch an der Macht, aber intern schon wackelig und der Unterstützung Moskaus für das NÖSPL beraubt. Die letzten übermittelten Worte Apels an einen Mitarbeiter (Siehe Quelle oben) sollen wohl gewesen sein: Ich kann das nicht verantworten. Kurze Zeit später fand man ihn tot in seinem Büro.
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  7. #507
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    Zitat Zitat von Maitre Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich. Unter dem NÖSPL sollten Betriebsleiter ja auch wieder mehr an wirtschaftlichen Erfolgen gemessen werden. Auch war es Apels These, dass man sich seine Handelspartner nach ökonomischen Gesichtspunkten aussuchen müsse, was für die Sowjetunion erst einmal eine Katastrophe dargestellt hätte. Der ausschlaggebende Punkt zu Apels Selbstmord war denn auch, dass man ihn zur Unterzeichnung eines für die DDR ausgesprochen ungünstigen Abkommens mit der Sowjetunion zwingen wollte. Da war Ulbricht nach außen zwar noch an der Macht, aber intern schon wackelig und der Unterstützung Moskaus für das NÖSPL beraubt. Die letzten übermittelten Worte Apels an einen Mitarbeiter (Siehe Quelle oben) sollen wohl gewesen sein: Ich kann das nicht verantworten. Kurze Zeit später fand man ihn tot in seinem Büro.
    Trotz aller Mängel war selbst in der DDR die Lebensqualität noch deutlich besser als in der Sowjetunion. Ich kann mich an eine Zeile in einem Buch erinnern in der von einem Veteran der Roten Armee die Rede war, der in den 80ern die DDR besuchte. Er wurde mit dem doch damals für Ostblock-Verhältnisse hohen Lebensstandard konfrontiert und musste sich selbst die Frage stellen, was ihm persönlich der gewonnene Krieg gebracht hat. Eine wirklich arme Sau.
    Die Sowjetunion war kein adäquater Handelspartner. Wenn überhaupt dann nur für Rohstoffe zu gebrauchen.


    Zitat Zitat von Larry Plotter Beitrag anzeigen
    Tito hat aber auch "Auslandseigentum" zugelassen.
    Es gab nicht wenige Jugoslaven, welche in der BRD wohnten und arbeiteten,
    und sich nach und nach Häuser in der ehemaligen Heimat zusammenkauften.
    Und die Bürger kamen trotzdem immer wieder in die Heimat zurück. Das System hat also funktioniert und die Menschen waren von Titos Politik überzeugt.
    http://justpic.info/images1/eb4b/sigpic1722_3.gif.jpg

  8. #508
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    Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
    Trotz aller Mängel war selbst in der DDR die Lebensqualität noch deutlich besser als in der Sowjetunion. Ich kann mich an eine Zeile in einem Buch erinnern in der von einem Veteran der Roten Armee die Rede war, der in den 80ern die DDR besuchte. Er wurde mit dem doch damals für Ostblock-Verhältnisse hohen Lebensstandard konfrontiert wurde und musste sich selbst die Frage stellen, was ihm persönlich der gewonnene Krieg gebracht hat. Eine wirklich arme Sau.
    Die Sowjetunion war kein adäquater Handelspartner. Wenn überhaupt dann nur für Rohstoffe zu gebrauchen.
    So ähnlich ging es einem Teil meiner Familie mütterlicherseits, der nach 1945 in Westpreußen blieb. Die besuchten unsere Familie (mich gab es damals allerdings noch nicht) in der DDR und waren total überrascht vom "hohen" Lebensstandard. Wenn es ihnen in Polen so gut ginge, wären sie glücklich. Ehrlicherweise ging es denen aber selbst nach der Spätaussiedlung im Westen nie so richtig rosig. Meine Mutter war in den späten 60ern zeitweise Invalidenrentner und durfte daher besuchsweise in den Westen reisen. Da wurde sie mit Sachen konfrontiert, die sie so aus der DDR nicht kannte: Wohnung relativ kalt, Familie saß mit Pullover in der Stube, beim Verlassen des Zimmers wurde Licht ausgeschaltet, Fleisch war eher Seltenheit und so weiter.
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  9. #509
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von Parabellum Beitrag anzeigen
    Und die Bürger kamen trotzdem immer wieder in die Heimat zurück. Das System hat also funktioniert und die Menschen waren von Titos Politik überzeugt.

    Wohl eher nicht, denn sonst wären sie ja nicht ausgewandert.
    Das "Heimatgefühl" dürfte da eher der Grund gewesen sein.
    Oder im Rentenalter gut versorgt in der "günstigeren" Heimat leben.

  10. #510
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    Standard AW: 1952 - die UdSSR bietet einen Friedensvertrag mit GesamtDeutschland an

    Zitat Zitat von Larry Plotter Beitrag anzeigen
    1) Ach, als Reaktion?
    Das eigenmächtige Handeln der Russen 1944/1945 hatten die Anderen schon einfach zu akzeptieren?
    und das weitere Vorgehen (Verstaatlichung-Änderung des Wirtschaftssystemes in einer "gemeinsamen Wirtschaftszone")
    dann einfach auch.
    Also wie gehabt,
    bei 4 "Siegermächten" darf der Russe alles und die Anderen dürfen nicht darauf reagieren,
    denn der alleinige Vorteil steht nur Einem zu.


    Es ist schon Interessant, wie sehr Du vorangegangene Handlungen, die Dir nicht in den Kram passen, nicht akzeptierst.
    so wie auch bei
    2) Korea wo die Ami's ein "Aufmarschgebiet " für Truppen hatten, die längst nicht mehr in Korea waren.
    Aber die Nordkoreaner waren schlau, sie wollten den Ami's einfach ihr Aufmarschgebiet wegnehmen?



    3) Ja die Länder wollten nur frei sein.
    Und in so vielen Ländern stand das Volk ganz und gar hinter den kommunistischen Parteien,
    das es immer nur die Ami's waren, die man dann auch den vielen Ländern rausjagen musste.



    Wenn es also doch um Ausdehnung geht, ist ja die Sache klar.
    Sozialismus Ausdehnung im Jahre 1939 und dann die weitere Entwicklung......

    Das die Ami's heute ein paar mehr Stützpunkte haben......
    Naja, dafür haben die verbündeten Briten und Franzosen dafür erheblich weniger als 1945.
    Kannst ja mal gerne die Summen ziehen,
    a) für die 3 verbündeten "Westmächte" ab 1945
    b) für die Russen ab 1945.
    1. Steht doch alles in den Potsdamer Protokollen. Enteignet wurden erstmal nur Kriegsverbrecher. Und verstaatlicht solche Firmen die dem Russen als Reparationen zugestanden wurden. Der komplette Umbau der Wirtschaft aud Sowjetsystem erfolgte erst als klar war das es ein neutrales Deutschland nicht geben wird. Ich gebe dir allerdings zu, das die Auslegung wer ein Kriegsverbrecher ist, willkürlich war.

    2. Welche Truppen waren nicht mehr in Korea? Die Russen. Der Ami hat seine Truppen höchstens reduziert, das Land verlassen hat er nie.

    3. Ja richtig, der Afrikanische Sozialismus wurde meist von der Bevölkerung mitgetragen.

    Es ging und geht dem Ami um Ausdehnung. Ein paar mehr Stützpunkte? In wieviel Länder dieser Welt gibt es Ami-Stützpunkte? In wieviel Länder gibt es russische? In wieviel Länder gab es sowjetische?

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