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Thema: Schöne deutsche Gedichte

  1. #141
    Mitglied Benutzerbild von Kaktus
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Einen sehr ähnlichen Text habe ich einmal auf einem spanischen Grabstein in Andalusien gelesen - er hat mich sehr berührt:
    Christian Zilch


    Weine nicht um mich...

    Steh‘ nicht an meinem Grab und weine,
    ich bin nicht tot, denn ich erscheine
    in vielen Formen und Gestalten,
    die mich am Leben für Dich halten.

    Ich bin der leise Wind, der Äste beugt,
    die heiße Flamme, die Dir Wärme zeugt,
    Dein täglich Mahl, der Wein der schmeckt,
    der Klang der Glocke, der Dich weckt.

    Ich bin Dein ferner Stern, der ewig glüht,
    die Blume, die für Dich am Wege blüht,
    des Vogel’s Lied, das Dir so hell erklingt,
    das sanfte Licht, das durch Dein Fenster dringt.

    Wenn meine Stimme zu Dir spricht,
    da wirklich tot, das bin ich nicht,
    dann weine nicht – hab‘ keine Sorgen,

    denn hier ist nur mein Leib verborgen.
    Deutschland ist nicht mehr mein Land - Merkel + den dt. Volksvertretern sei Dank!
    GG 20,2 !!! - Immer dran denken:
    youtube.com/watch?v=f5PMX_FzRzw
    Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen - F. Schiller
    "Mi casa es tu casa". Nee, denkste. Raus!

  2. #142
    Kampf dem Kapital! Benutzerbild von Smultronstället II.
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Christian Hoffmann von Hofmannswaldau

    Vergänglichkeit der Schönheit

    Es wird der bleiche Tod mit seiner kalten Hand
    Dir endlich mit der Zeit um deine Brüste streichen /
    Der liebliche Corall der Lippen wird verbleichen;
    Der Schultern warmer Schnee wird werden kalter Sand /

    Der Augen süsser Blitz / die Kräffte deiner Hand /
    Für welchen solches fällt / die werden zeitlich weichen /
    Das Haar / das itzund kan des Goldes Glantz erreichen /
    Tilgt endlich Tag und Jahr als ein gemeines Band.

    Der wohlgesetzte Fuß / die lieblichen Gebärden /
    Die werden theils zu Staub / theils nichts und nichtig werden /
    Dann opffert keiner mehr der Gottheit deiner Pracht.

    Diß und noch mehr als diß muß endlich untergehen /
    Dein Hertze kan allein zu aller Zeit bestehen /
    Dieweil es die Natur aus Diamant gemacht.

    Rechte und Linke sind zwei Seiten der gleichen antideutschen Medaille: männerfeindlich, armenfeindlich, arbeiterfeindlich, umweltfeindlich, sexualitätsfeindlich, kulturfeindlich, intellektuellen- und akademikerfeindlich = antideutsch.
    Daher: Nichtwähler.

  3. #143
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Treue Herzen sehn sich wieder
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Ahnungsgrauend (Bundeslied vor der Schlacht)

    Ahnungsgrauend, todesmutig
    bricht der große Morgen an
    und die Sonne, kalt und blutig
    leuchtet unsrer blutgen Bahn
    In der nächsten Stunden Schoße
    liegt das Schicksal einer Welt
    und es zittern schon die Lose
    und der ehrne Würfel fällt
    Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde
    mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde
    treu so zum Tod, wie zum Leben gesellt

    Hinter uns, im Graun der Nächte
    liegt die Schande, liegt die Schmach
    liegt der Frevel fremder Knechte
    der die deutsche [Links nur für registrierte Nutzer] brach
    Unsre Sprache ward geschändet
    unsre Tempel stürzten ein
    unsre Ehre ist verpfändet
    deutsche Brüder, löst sie ein
    Brüder, die Rache flammt. Reicht euch die Hände
    daß sich der Fluch der Himmlischen wende
    Löst das verlorne Palladium ein

    Vor uns liegt ein glücklich Hoffen
    liegt der Zukunft goldne Zeit
    steht ein ganzer Himmel offen
    blüht der Freiheit Seligkeit.
    Deutsche Kunst und [Links nur für registrierte Nutzer]
    Frauenhuld und Liebesglück
    alles Große kommt uns wieder
    alles Schöne kehrt zurück
    Aber noch gilt es ein gräßliches Wagen
    Leben und Blut in die Schanze zu schlagen
    nur in dem Opfertod reift uns das [Links nur für registrierte Nutzer]

    Nun, mit Gott, wir wollen wagen
    fest vereint dem Schicksal stehn
    unser Herz zum Altar tragen
    und dem Tod entgegen gehn.
    Vaterland, dir wolln wir sterben
    wie dein großes Wort gebeut
    Unsre Lieben mögen´s erben
    was wir mit dem Blut befreit
    Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen
    wachse empor über unsere Leichen!
    Vaterland, höre den heiligen Eid

    Und nun wendet eure Blicke
    noch einmal der Liebe nach
    scheidet von dem Bütenglücke
    das der giftge Süden brach
    Wird euch auch das Auge trüber
    keine Träne bringt euch Spott
    werft den letzten Kuß hinüber
    dann befehlt sie eurem Gott
    Alle die Lippen, die für uns beten
    alle die Herzen, die wir zertreten
    tröste und schütze sie, ewiger Gott

    Und nun frisch zur Schlacht gewendet
    Aug und Herz zum Licht hinauf
    Alles Irdsche ist vollendet
    und das Himmlische geht auf
    Faßt euch an, ihr deutschen Brüder
    jeder Nerve sei ein Held
    Treue Herzen sehn sich wieder
    Lebewohl für diese Welt
    Hört ihr´s, schon jauchzt es uns donnernd entgegen
    Brüder, hinein in den blitzenden Regen
    Wiedersehn in der besseren Welt

    Theodor [Links nur für registrierte Nutzer] (1813)
    Musik: J. H. E. Bornhardt (1815)
    in Allgemeines Deutsches [Links nur für registrierte Nutzer]
    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund

  4. #144
    Nordlicht Benutzerbild von Sjard
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Ahnungsgrauend (Bundeslied vor der Schlacht)

    Ahnungsgrauend, todesmutig
    bricht der große Morgen an
    und die Sonne, kalt und blutig
    leuchtet unsrer blutgen Bahn
    In der nächsten Stunden Schoße
    liegt das Schicksal einer Welt
    und es zittern schon die Lose
    und der ehrne Würfel fällt
    Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde
    mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde
    treu so zum Tod, wie zum Leben gesellt

    Hinter uns, im Graun der Nächte
    liegt die Schande, liegt die Schmach
    liegt der Frevel fremder Knechte
    der die deutsche [Links nur für registrierte Nutzer] brach
    Unsre Sprache ward geschändet
    unsre Tempel stürzten ein
    unsre Ehre ist verpfändet
    deutsche Brüder, löst sie ein
    Brüder, die Rache flammt. Reicht euch die Hände
    daß sich der Fluch der Himmlischen wende
    Löst das verlorne Palladium ein

    Vor uns liegt ein glücklich Hoffen
    liegt der Zukunft goldne Zeit
    steht ein ganzer Himmel offen
    blüht der Freiheit Seligkeit.
    Deutsche Kunst und [Links nur für registrierte Nutzer]
    Frauenhuld und Liebesglück
    alles Große kommt uns wieder
    alles Schöne kehrt zurück
    Aber noch gilt es ein gräßliches Wagen
    Leben und Blut in die Schanze zu schlagen
    nur in dem Opfertod reift uns das [Links nur für registrierte Nutzer]

    Nun, mit Gott, wir wollen wagen
    fest vereint dem Schicksal stehn
    unser Herz zum Altar tragen
    und dem Tod entgegen gehn.
    Vaterland, dir wolln wir sterben
    wie dein großes Wort gebeut
    Unsre Lieben mögen´s erben
    was wir mit dem Blut befreit
    Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen
    wachse empor über unsere Leichen!
    Vaterland, höre den heiligen Eid

    Und nun wendet eure Blicke
    noch einmal der Liebe nach
    scheidet von dem Bütenglücke
    das der giftge Süden brach
    Wird euch auch das Auge trüber
    keine Träne bringt euch Spott
    werft den letzten Kuß hinüber
    dann befehlt sie eurem Gott
    Alle die Lippen, die für uns beten
    alle die Herzen, die wir zertreten
    tröste und schütze sie, ewiger Gott

    Und nun frisch zur Schlacht gewendet
    Aug und Herz zum Licht hinauf
    Alles Irdsche ist vollendet
    und das Himmlische geht auf
    Faßt euch an, ihr deutschen Brüder
    jeder Nerve sei ein Held
    Treue Herzen sehn sich wieder
    Lebewohl für diese Welt
    Hört ihr´s, schon jauchzt es uns donnernd entgegen
    Brüder, hinein in den blitzenden Regen
    Wiedersehn in der besseren Welt

    Theodor [Links nur für registrierte Nutzer] (1813)
    Musik: J. H. E. Bornhardt (1815)
    in Allgemeines Deutsches [Links nur für registrierte Nutzer]
    Sehr schönes Gedicht. Ich werde mich demnächst auch mal mit Theodor Körners Werken
    näher beschäftigen, dieses Gedicht ist eine wahre Inspiration für den Geist.
    Der Irrtum strömt, die Wahrheit sickert.

    ​Peter Sirius ( 1858 - 1913 )

  5. #145
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Treue Herzen sehn sich wieder
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Zitat Zitat von Sjard Beitrag anzeigen
    Sehr schönes Gedicht. Ich werde mich demnächst auch mal mit Theodor Körners Werken
    näher beschäftigen, dieses Gedicht ist eine wahre Inspiration für den Geist.
    Dazu gibt es auch ein kongeniales Video, das Filmmaterial ist aus:
    Theodor Körner (1932) und Luise, Königin von Preußen (1931)

    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund

  6. #146
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Zwä Bube angele am Mä’,

    Am erste Brückebouge,

    Da, wo das Schlachthausblut ’rein lääft,

    Da wer’n viel Fisch’ gezouge.
    Der ä, der bot e Hütche uff

    Mit ausgefranste Zacke,

    De anner ’n blanke Schtiftekopp

    Un ’n ganz dicke Backe.
    Uff ämol ruft es von de Brück’,

    »0 jesses, o Gewidder!

    Was hawwese mit mei’m Hannes gemacht,

    Was bot dann der scho’ widder?
    Hannes! Du host ja e ganz dick G’sicht!

    Hoste Hieb’ kriegt? Wors e Schnacke?

    Wie kammer nor da angele

    Mit sou ’m dicke Backe?«
    Da ruft de Bu’ mit halber Stimm’,

    Bringts Maul kaum ausenanner:

    »Da hab’ ich ja mei’ Wermche drin,

    Sunst nimmt mer se de Anner!«
    „Wenn ich wüsste, dass es nach dem Tod weitergeht, würde ich erst gar nicht sterben.“
    Matthias Beltz

  7. #147
    Mitglied
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Gesellschaftsströme



    Die abnehmende Zahl

    an wertvollen Edelhölzern

    als Schutzwälle vorgesehen

    versuchen sie zögerlich

    in Stellung zu bringen



    die zunehmende Zahl

    an Treibgut

    unberechenbar

    oft vorgeschädigt

    unterschätzen

    sie noch immer

    ................................

    Desinfizierer ( nicht schön- aber zeitgemäß und deutsch )
    Wenn Volksvertreter zu Marionetten werden, mutieren sie zu Volkszertretern.

  8. #148
    GESPERRT
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Das Reh,

    das Reh
    springt hoch.

    Das Reh
    springt weit.

    Nun ja,

    Was soll´s?

    Es hat ja






    ... ZEIT !

  9. #149
    Mitglied Benutzerbild von Kaktus
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Zitat Zitat von FranzKonz Beitrag anzeigen
    Zwä Bube angele am Mä’,

    Am erste Brückebouge,

    Da, wo das Schlachthausblut ’rein lääft,

    Da wer’n viel Fisch’ gezouge.
    Der ä, der bot e Hütche uff

    Mit ausgefranste Zacke,

    De anner ’n blanke Schtiftekopp

    Un ’n ganz dicke Backe.
    Uff ämol ruft es von de Brück’,

    »0 jesses, o Gewidder!

    Was hawwese mit mei’m Hannes gemacht,

    Was bot dann der scho’ widder?
    Hannes! Du host ja e ganz dick G’sicht!

    Hoste Hieb’ kriegt? Wors e Schnacke?

    Wie kammer nor da angele

    Mit sou ’m dicke Backe?«
    Da ruft de Bu’ mit halber Stimm’,

    Bringts Maul kaum ausenanner:

    »Da hab’ ich ja mei’ Wermche drin,

    Sunst nimmt mer se de Anner!«


    Uff'm Termsche
    sitzt e Wermsche
    middem Schermsche
    unnerm Ärmsche.

    Kommt e Schdermsche
    weht des Wermsche
    middem Schermsche
    unnerm Ärmsche
    von dem Termsche.
    Armes Wermsche.

    Des Ganse gibts aach noch mussikahlisch:
    [Links nur für registrierte Nutzer]
    Deutschland ist nicht mehr mein Land - Merkel + den dt. Volksvertretern sei Dank!
    GG 20,2 !!! - Immer dran denken:
    youtube.com/watch?v=f5PMX_FzRzw
    Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen - F. Schiller
    "Mi casa es tu casa". Nee, denkste. Raus!

  10. #150
    Mitglied Benutzerbild von Wolff
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    Standard AW: Schöne deutsche Gedichte

    Deine Seele ist ein Vogel

    Deine Seele ist ein Vogel,
    stutze ihm die Flügel nicht,
    denn er will sich doch erheben
    aus der Nacht ins Morgenlicht.


    Deine Seele ist ein Vogel,
    stopf nicht alles in ihn rein.
    Er wird zahm und satt und träge,
    stirbt den Tod am Brot allein.


    Deine Seele ist ein Vogel,
    schütze ihn nicht vor dem Wind.
    Erst im Sturm kann er dir zeigen,
    wie stark seine Flügel sind.


    Deine Seele ist ein Vogel,
    und er trägt in sich ein Ziel.
    Doch wird er zu oft geblendet,
    weiß er nicht mehr,was er will.


    Deine Seele ist ein Vogel.
    Hörst du ihn vor Sehnsucht schrein,
    darfst den Schrei du nicht ersticken,
    bleibt er stumm,wirst du zu Stein.


    Deine Seele ist ein Vogel,
    stutze ihm die Flügel nicht,
    denn er will sich doch erheben
    aus der Nacht ins Morgenlicht.


    Gerhard Schöne
    „Wo Freiheit wohnt, da ist mein Vaterland.“
    ―John Milton

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