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Thema: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

  1. #71
    Schaf im Wolfspelz Benutzerbild von opppa
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von Nachbar Beitrag anzeigen
    Dann müssten die "Juden" von den Semiten (Arabern etc.) ja totgeschlagen werden dürfen, da deren Land von den "Juden" besetzt.
    Der Herr "Will" möchte ja gerne - aber der Herr "Kann" kann nu mal nicht!



    Wenn Du in der Fremde bist, fühl Dich wie zu Hause - aber benimm Dich nicht so!


  2. #72
    Brian Griffin
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
    Römer mit ihrer Götterwelt waren anderen Religionen gegenüber sehr tolerant, es gab in diesem Sinne keine eigentliche Missionierung, eher eine Vermischung mit örtlich angebetetten Gottheiten. Dass das Christentum verfolgt wurde, hatte keine religiös-theologischen Gründe, sondern beruhte darauf, dass Christen die "Heiligkeit" des Kaisers und damit des gesamten römischen Imperiums nicht anerkannten.
    Nachdem das Christentum erstarkt war, ein langer Prozeß, wurde gegenüber dem Heidentum keine Toleranz mehr zugelassen.
    Meiner Meinung nach stellt der Spielfilm "Agora" diese Situation gut dar und auch dass die Christen nicht unbedingt die Friedenslämmer sind.
    Geändert von Brian Griffin (27.03.2016 um 14:01 Uhr)

  3. #73
    Neutraler Unparteiischer Benutzerbild von Nachbar
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von Brian Griffin Beitrag anzeigen
    Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
    Römer mit ihrer Götterwelt waren anderen Religionen gegenüber sehr tolerant, es gab in diesem Sinne keine eigentliche Missionierung, eher eine Vermischung mit örtlich angebetetten Gottheiten. Dass das Christentum verfolgt wurde, hatte keine religiösen Gründe, sondern beruhte darauf, dass Christen die "Heiligkeit" des Kaisers und damit des gesamten römischen Imperiums nicht anerkannten.

    Nachdem das Christentum erstarkt war, ein langer Prozeß, wurde gegenüber dem Heidentum keine Toleranz mehr zugelassen.
    Meiner Meinung nach stellt der Spielfilm "Agora" diese Situation gut dar und auch dass die Christen nicht unbedingt die Friedenslämmer sind.
    "Heiligkeit des Kaisers"

    Hervorzuheben ist hierbei die jüdische und christliche Ablehnung des Kaisers als Kosmos, als Ordnungsorgan des Gemeinwesens, in welchem zahllose Ethnien lebten, und alle unter der PAX ROMANA.

    In einer polytheistischen (heute: multikulturellen) Gesellschaft war der Kaiser Garant dessen, dass jeder seine Religion ausüben konnte.

    Dagegen waren die Juden, und später die Christen, sie lehnten es ab, dieses Ordnungsorgan anzuerkennen. Sie waren (und sind) in ihrer cholerischen Art so vorgegangen, dass sie quasi verlangten, ihre Religion ÜBER andere Religionen zu stellen, um so die Macht an sich zu reissen.

    (heute würde man etwa so argumentieren:
    "Juden und Christen lehnen es ab, das Bundesverfassungsgericht und das Rechtswesen anzuerkennen")

    Und HIER passt der Spruch, den ein User fälschlicherweise für einen anderen Sinn einpflegte:

    "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, ..."


    Aus:
    "Widerstand - Anpassung - Integration. Die griechische Staatenwelt und Rom."
    von Jürgen Deininger, Norbert Ehrhardt, Linda-Marie Günther

    Zitat S. 71:
    "Religiöse Intoleranz ist eine Folge des Monotheismus.

    Ihn vertraten die Juden und Christen im Reich. Hier gab es einen elementaren Dissens, weil die Juden damals und die Christen immer ihren Gott als den einzig wahren Gott betrachteten"
    Die Moslems machen heute nichts anderes als das,
    was unsere christlichen Ahnen einst machten, und sich bis heute hält.

    -
    (Frage:
    WIE wurde dieses später vom Christentum zur Lösung gebracht, da es auch später Kaiser gab
    ?
    Geändert von Nachbar (27.03.2016 um 13:34 Uhr)
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (hellenische Mysterien, Dionysos)
    -
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (Johannes, 6, 35)

  4. #74
    Brian Griffin
    Gast

    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Liest man den "jüdischen Krieg" von Josephus erfährt man, dass sowohl Vespasian als auch Titus die jüdische Religion, trotz gnadenloser Kampfhandlugen insbesonders bei der Belagerung von Jerusalem, nicht herabsetzten.

  5. #75
    Klimanazzi Benutzerbild von mabac
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von Sjard Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich möchte hier einen Themenstrang eröffnen, der die Frage erörtert ob
    die Christianisierung der antiken Länder Europas größtenteils
    freiwillig geschah oder größtenteils unter Zwang mit psychologischer
    Erpressung und Druck.

    Wie denkt ihr darüber und welche Literatur würdet ihr zu dem
    Thema empfehlen ?
    Zumindest in den ersten zwei Jahrhunderten hat das Christentum den Abschaum des Mittelmeerraumes eingesammelt. Ich würde zu diesem Thema Nietzsches "Der Antichrist" empfehlen.
    Wo gestern eine christliche Schule stand, steht morgen eine Moscheehütte. Der kriegerische, männliche Geist dieser Religion ist dem Neger verständlicher als die Lehre vom Mitleid, die ihm nur die Achtung vor den Weißen nimmt ...
    O. Spengler 1934

  6. #76
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von Brian Griffin Beitrag anzeigen
    Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen.
    Römer mit ihrer Götterwelt waren anderen Religionen gegenüber sehr tolerant, es gab in diesem Sinne keine eigentliche Missionierung, eher eine Vermischung mit örtlich angebetetten Gottheiten. Dass das Christentum verfolgt wurde, hatte keine religiös-theologischen Gründe, sondern beruhte darauf, dass Christen die "Heiligkeit" des Kaisers und damit des gesamten römischen Imperiums nicht anerkannten.
    Nachdem das Christentum erstarkt war, ein langer Prozeß, wurde gegenüber dem Heidentum keine Toleranz mehr zugelassen.
    Meiner Meinung nach stellt der Spielfilm "Agora" diese Situation gut dar und auch dass die Christen nicht unbedingt die Friedenslämmer sind.
    Komplett falsch. Jeder einzelne Satz.
    Warum dürfen hier Gäste überhaupt posten?

    Nenene.

  7. #77
    Mitglied
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von Nachbar Beitrag anzeigen
    "Heiligkeit des Kaisers"

    Hervorzuheben ist hierbei die jüdische und christliche Ablehnung des Kaisers als Kosmos, als Ordnungsorgan des Gemeinwesens, in welchem zahllose Ethnien lebten, und alle unter der PAX ROMANA.

    In einer polytheistischen (heute: multikulturellen) Gesellschaft war der Kaiser Garant dessen, dass jeder seine Religion ausüben konnte.

    Dagegen waren die Juden, und später die Christen, sie lehnten es ab, dieses Ordnungsorgan anzuerkennen. Sie waren (und sind) in ihrer cholerischen Art so vorgegangen, dass sie quasi verlangten, ihre Religion ÜBER andere Religionen zu stellen, um so die Macht an sich zu reissen.

    (heute würde man etwa so argumentieren:
    "Juden und Christen lehnen es ab, das Bundesverfassungsgericht und das Rechtswesen anzuerkennen")

    Und HIER passt der Spruch, den ein User fälschlicherweise für einen anderen Sinn einpflegte:

    "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, ..."


    Aus:
    "Widerstand - Anpassung - Integration. Die griechische Staatenwelt und Rom."
    von Jürgen Deininger, Norbert Ehrhardt, Linda-Marie Günther

    Zitat S. 71:


    Die Moslems machen heute nichts anderes als das,
    was unsere christlichen Ahnen einst machten, und sich bis heute hält.

    -
    (Frage:
    WIE wurde dieses später vom Christentum zur Lösung gebracht, da es auch später Kaiser gab
    ?
    Kompletter Quatsch. Nicht die weltliche Staatsordnung wurde per se abgelehnt sondern man lehnte den Kaiserkult ab, der religionsähnliche Züge aufwies.

  8. #78
    Käse-Pilze-Zwiebeln Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Habe ich eigentlich hierzufaden schon gefragt, was an zwanghafter sonstwas auszusetzen sei und/oder beantwortete jemand das schon?

    Nachtrag: Hab den Strang überflogen, für beides ein Nein.
    Geändert von -jmw- (22.07.2016 um 09:52 Uhr)
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  9. #79
    Neutraler Unparteiischer Benutzerbild von Nachbar
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von Valdyn Beitrag anzeigen
    Kompletter Quatsch. Nicht die weltliche Staatsordnung wurde per se abgelehnt sondern man lehnte den Kaiserkult ab, der religionsähnliche Züge aufwies.
    Du bist schon einst sonderbar aufgefallen, daher erübrigt sich jede Scholie (ggf. auch Schulie, Kommentierung).
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (hellenische Mysterien, Dionysos)
    -
    Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (Johannes, 6, 35)

  10. #80
    Wetterleuchten Benutzerbild von Makkabäus
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    Standard AW: Zwanghafte Christianisierung in der Antike ?

    Zitat Zitat von mabac Beitrag anzeigen
    Zumindest in den ersten zwei Jahrhunderten hat das Christentum den Abschaum des Mittelmeerraumes eingesammelt.
    1. Korinther 1,27 !

    Ich würde zu diesem Thema Nietzsches "Der Antichrist" empfehlen.
    Ich bezweifle, ob das eine passende Lektüre ist, die Licht ins Dunkel bringt
    Paulus ist für den wie ein rotes Tuch gewesen ! Er soll sich sogar so geekelt haben vor dem Heidenapostel, dass er empfahl seine Briefe mit Handschuhen zu lesen

    Ich kann diese Argumentation nicht nachvollziehen, die behauptet, Paulus sei ein Verfälscher von Christi Botschaft gewesen.
    Es wird behauptet Paulus würde Maria herabwürdigen, weil er in Galater 4,4 "nur" von einer Frau spricht oder an manchen Stellen spricht Paulus von "meinem Evangelium", wo dann gesagt wird: Da guckt mal !
    Anscheinend wissen manche nicht was Evangelium bedeutet oder merken nicht, dass er im Kontext "von meinem Evangelium durch Christus Jesus" spricht oder vom "Evangelium Christi", wodurch er autorisiert wurde es zu verkündigen.

    Wie gesagt solch eine Argumentationsweise gegen Paulus ist nicht überzeugend !
    Die tiefsten Brunnen tragen die höchsten Wasser - Meister Eckhart

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