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Thema: Von den USA/Republikanern angestrebte Steuerreform und Auswirkungen auf Deutschland

  1. #51
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    Standard AW: Von den USA/Republikanern angestrebte Steuerreform und Auswirkungen auf Deutschland

    Zitat Zitat von Dragus Beitrag anzeigen
    Erster Teil stimme ich zu, aber ein zweiter Lohnsektor, da bin ich skeptisch, ist so gar nicht angloamerikanisch.
    In Spanien gibts den, für z.B. Marokkaner, die in der Sommersaison als Erntehelfer legal nach Spanien reisen - und danach wieder in die Heimat gehen. Was bringt es, wenn man zwar tolle Tarife hat, die aber nicht bezahlt werden können, und aus diesem Grunde unterwandert werden, wie das in Deutschland die Regel ist.

  2. #52
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    Standard AW: Von den USA/Republikanern angestrebte Steuerreform und Auswirkungen auf Deutschland

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    In Spanien gibts den, für z.B. Marokkaner, die in der Sommersaison als Erntehelfer legal nach Spanien reisen - und danach wieder in die Heimat gehen. Was bringt es, wenn man zwar tolle Tarife hat, die aber nicht bezahlt werden können, und aus diesem Grunde unterwandert werden, wie das in Deutschland die Regel ist.
    Da stoße ich an meine Grenzen. Mir fehlt das Wissen um die Strukturen der Schwarzarbeit im Süden der USA, den Löhnen, die Illegale dort bekommen und wie die Ausländerpolizei damit um geht, welche Ansprüche Illegale gegen ihren Arbeitgeber haben, die benötigte Anzahl an Saisonarbeitern usw. Das Farmer dort Personalmangel haben, wäre mir jedenfalls neu, die sind in der Regeln hoch automatisiert. Problem ist eher die Bewässerung.

    Das Konzept wäre dann wohl: Lieber die Wertschöpfung nebst Saisonarbeit in den USA, als Verlust der Agrarbetriebe an Mexiko. Derzeit sieht es aber eher so aus, als ob die amerikanische Landwirtschaft äußerst Konkurrenzfähig ist, sowohl gegenüber Mexiko als auch anderen Teilen der Welt. Importiert wird eigentlich nur, was in den USA klimatisch bedingt nicht wächst, während die USA Lebensmittel nach Mexiko exportieren. Die Illegalen arbeiten eher in den Bereichen Dienstleistungen, Bauhelfer, häusliche Pflege usw. Ich glaube nicht, das dies mit Spanien vergleichbar ist, eher mit Deutschland und seinen osteuropäischen Schwarzarbeitern.

  3. #53
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    Zitat Zitat von Dragus Beitrag anzeigen
    Da stoße ich an meine Grenzen. Mir fehlt das Wissen um die Strukturen der Schwarzarbeit im Süden der USA, den Löhnen, die Illegale dort bekommen und wie die Ausländerpolizei damit um geht, welche Ansprüche Illegale gegen ihren Arbeitgeber haben, die benötigte Anzahl an Saisonarbeitern usw. Das Farmer dort Personalmangel haben, wäre mir jedenfalls neu, die sind in der Regeln hoch automatisiert. Problem ist eher die Bewässerung.

    Das Konzept wäre dann wohl: Lieber die Wertschöpfung nebst Saisonarbeit in den USA, als Verlust der Agrarbetriebe an Mexiko. Derzeit sieht es aber eher so aus, als ob die amerikanische Landwirtschaft äußerst Konkurrenzfähig ist, sowohl gegenüber Mexiko als auch anderen Teilen der Welt. Importiert wird eigentlich nur, was in den USA klimatisch bedingt nicht wächst, während die USA Lebensmittel nach Mexiko exportieren. Die Illegalen arbeiten eher in den Bereichen Dienstleistungen, Bauhelfer, häusliche Pflege usw. Ich glaube nicht, das dies mit Spanien vergleichbar ist, eher mit Deutschland und seinen osteuropäischen Schwarzarbeitern.
    Lieber die Wertschöpfung im eigenen Land ... wenn das die Gesetze zulassen würden. In Deutschland ist das so, dass die hiesige Wertschöpfung so stark besteuert und reglementiert ist, dass sich das weitestgehend verbietet, weil man unter Wertschöpfungspreis verkaufen müsste. In den USA ist das ähnlich, aber noch nicht so ausgeprägt. Und ein Teil dieser Gesetze sind auch die "Mindestlöhne". Wenn sich der Markt (und auch der Arbeitsmarkt) vom Markt selbst gestalten würde, gäbe es dieses Problem erst garnicht. Wenn Trump die Marktwirtschaft ohne die vielen staatlichen Eingriffe wieder herstellen könnte, wäre das Thema vom Tisch. Allerdings gäbe es dann zunächst eine Steuer - Minderung. Das müsste woanders kompensiert werden.

  4. #54
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    Standard AW: Von den USA/Republikanern angestrebte Steuerreform und Auswirkungen auf Deutschland

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Lieber die Wertschöpfung im eigenen Land ... wenn das die Gesetze zulassen würden. In Deutschland ist das so, dass die hiesige Wertschöpfung so stark besteuert und reglementiert ist, dass sich das weitestgehend verbietet, weil man unter Wertschöpfungspreis verkaufen müsste. In den USA ist das ähnlich, aber noch nicht so ausgeprägt. Und ein Teil dieser Gesetze sind auch die "Mindestlöhne". Wenn sich der Markt (und auch der Arbeitsmarkt) vom Markt selbst gestalten würde, gäbe es dieses Problem erst garnicht. Wenn Trump die Marktwirtschaft ohne die vielen staatlichen Eingriffe wieder herstellen könnte, wäre das Thema vom Tisch. Allerdings gäbe es dann zunächst eine Steuer - Minderung. Das müsste woanders kompensiert werden.
    Der beste mir bekannte Ansatz dazu war die degressive bzw. negative Lohnsteuer. Jeder muss arbeiten, jeder trägt zum Gemeinwohl bei. Liegt der Lohn unterhalb des Existenzminimums, wird Lohnsteuer als Differenz ausgezahlt. Niemand würde mehr fürs herum sitzen bezahlt. Kirchhoff hat man leider abgeschossen und jetzt hat man den Salat. Viele Arbeitslose (geschönte Statistik) bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Dienstleistungen - die aber aufgrund der notwendigen Mindestlöhne über den Preis für Normalverdiener unbezahlbar werden. Dysfunktionales System. Mindestlöhne hören sich zwar gut an, aber haben katastrophale Auswirkungen. Unternehmen können keinen Sozialstaat ersetzen, eine Katastrophe, das miteinander zu vermischen.

  5. #55
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    Zitat Zitat von Dragus Beitrag anzeigen
    Der beste mir bekannte Ansatz dazu war die degressive bzw. negative Lohnsteuer. Jeder muss arbeiten, jeder trägt zum Gemeinwohl bei. Liegt der Lohn unterhalb des Existenzminimums, wird Lohnsteuer als Differenz ausgezahlt. Niemand würde mehr fürs herum sitzen bezahlt. Kirchhoff hat man leider abgeschossen und jetzt hat man den Salat. Viele Arbeitslose (geschönte Statistik) bei gleichzeitig hoher Nachfrage nach Dienstleistungen - die aber aufgrund der notwendigen Mindestlöhne über den Preis für Normalverdiener unbezahlbar werden. Dysfunktionales System.
    Die Lohnsteuer selbst ist eher weniger schädlich, obwohl diese abgeschafft werden sollte und nur die Einkommenssteuer zur Berechnung der Steuern herangezogen werden sollte. Da sind die vielen indirekten Steuern, die bezahlt werden müssen, um produzieren zu können, viel gravierender, weil sie das Produzieren hierzulande als auch in den USA so verteuern, dass man es besser lässt.

  6. #56
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    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Die Lohnsteuer selbst ist eher weniger schädlich, obwohl diese abgeschafft werden sollte und nur die Einkommenssteuer zur Berechnung der Steuern herangezogen werden sollte. Da sind die vielen indirekten Steuern, die bezahlt werden müssen, um produzieren zu können, viel gravierender, weil sie das Produzieren hierzulande als auch in den USA so verteuern, dass man es besser lässt.
    Im Grunde müsste man alle Einkommensarten gleich behandeln, auf das Jahreseinkommen die Steuern berechnen (egal, wie man sie nun nennen mag) und darüber das Mindesteinkommen durch degressive Staffelung am Anfang garantieren.

    Reine Science Fiction.

  7. #57
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    Zitat Zitat von Dragus Beitrag anzeigen
    Im Grunde müsste man alle Einkommensarten gleich behandeln, auf das Jahreseinkommen die Steuern berechnen (egal, wie man sie nun nennen mag) und darüber das Mindesteinkommen durch degressive Staffelung am Anfang garantieren.

    Reine Science Fiction.
    In die Schweiz auswandern, da machen die das so ähnlich. Da gibts keine "Lohnsteuern", sondern einen gleichmäßigen Steuersatz auf so ziemlich alles.

  8. #58
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    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    In die Schweiz auswandern, da machen die das so ähnlich. Da gibts keine "Lohnsteuern", sondern einen gleichmäßigen Steuersatz auf so ziemlich alles.
    Für die Schweiz hätte mein Kapital nicht gereicht.

    Ich bin nach Paraguay gegangen. Für Selbstständige gilt hier Gewinn-Überschuss Rechnung, 10% Steuern auf den Gewinn ohne weitere Staffelung. Auslandseinkünfte sind Steuerfrei, ebenso Kapitaleinkünfte. Alles in allem nicht wirklich vergleichbar, ist halt ein Entwicklungsland wo noch die Großfamilie dominiert und der Staat sich kaum ein mischt. Das führt aber zu weit weg vom Thema.

  9. #59
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    Zitat Zitat von Dragus Beitrag anzeigen
    Für die Schweiz hätte mein Kapital nicht gereicht.

    Ich bin nach Paraguay gegangen. Für Selbstständige gilt hier Gewinn-Überschuss Rechnung, 10% Steuern auf den Gewinn ohne weitere Staffelung. Auslandseinkünfte sind Steuerfrei, ebenso Kapitaleinkünfte. Alles in allem nicht wirklich vergleichbar, ist halt ein Entwicklungsland wo noch die Großfamilie dominiert und der Staat sich kaum ein mischt. Das führt aber zu weit weg vom Thema.
    Ich würde sagen, genau DAS IST DAS THEMA. Gestaltete sich dann ganz einfach. Hier auf den Kanaren ist das bereits schon deutlich komplizierter. Und sie bringen jedes Jahr was neues.

  10. #60
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    Standard AW: Von den USA/Republikanern angestrebte Steuerreform und Auswirkungen auf Deutschland

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen, genau DAS IST DAS THEMA. Gestaltete sich dann ganz einfach. Hier auf den Kanaren ist das bereits schon deutlich komplizierter. Und sie bringen jedes Jahr was neues.
    Wenn man sich gerne über die Zukunft der verschiedenen Systeme Gedanken macht, ist das natürlich sehr wichtig. Wir können da von den USA abschweifen. Scheint sich ohnehin kaum jemand für die Details zu interessieren.

    Zu Paraguay, da hat mir letztens ein Bekannter eine lustige Geschichte erzählt. Ein Neudeutscher benötigte ihn zum Dolmetschen und befragte einen Einheimischen, was er denn bräuchte, wollte er ein Restaurant eröffnen.
    Die Antwort:
    Geld, ein Haus, vielleicht einen Koch/Putzhilfe.

    Weitere Frage: Was noch?

    Stromanschluss, Wasseranschluss . . .

    Und sonst?

    Was sonst?

    Welche Genehmigungen, welche Auflagen gibt es, Gesundheitszeugnis usw.

    Wenn du nicht kochen kannst oder Menschen krank werden, isst keiner mehr bei dir.

    Und wer erlaubt mir nun die Eröffnung?

    Ich verstehe die Frage nicht!

    So läuft das hier noch. Man macht halt das Restaurant auf und wenn es gut läuft, kommt nach ein paar Jahren jemand von der Verwaltung vorbei und Fragt, ob man schon Gewerbesteuern zahlt, wenn nicht, wird man eingetragen und es werden so 40€ pro Jahr fällig. Wie man das Restaurant führt, das ist der Verwaltung egal, auch ob man den Mindestlohn zahlt oder nicht, das muss man mit den Arbeitern selbst ab machen. Den Rest erledigt die Konkurrenz. Erst ab Mittelstand, so ab 50-100 Beschäftigten kommt man mit der Politik in Kontakt. Im Prinzip muss man dann der Politik Schmiergeld zahlen, damit die Verwaltung einen in Ruhe lässt. Gesetze gibt es eine ganze Menge, es kümmert nur keinen, auch in der Verwaltung nicht. Daher unterentwickelter Kapitalmarkt und noch wenige Direktinvestitionen.

    Als ich meinen Führerschein machte, das war lustig. Da schickt mich die Verwaltung zur "Fahrschule" nebenan. Da saß mir nun ein Mann in mittlerem Alter gegenüber und fragt, ob ich denn schon einen Füherschein in Deutschland hatte. Sage ja und zeige ihn vor. Dann legt er mir einen Fragezettel vor, 1 Seite mit ca. 6 Fragen und meint, wenn ich die Beantworte, bekäme ich den Führerschein. Ich meinte nur, mein Spanisch sei vielleicht noch nicht ausreichend dafür. Antwort, für 20€ fülle ich dir den aus, gib dir den Stempel, dann bekommst du gleich deinen Führerschein. Ich willige ein . . . insgesamt kostete mich der Führerschein 35€ und eine Stunde Zeit, die Verwaltung druckte ihn mir gleich aus. Ein Einheimischer hätte ihn für ca. 10€ bekommen. Als Nachweis das man fahren kann reicht es, mit dem Auto dort vor zu fahren. Dann kann man ja offenbar fahren . . . den Rest handelt man mit dem netten Fahrlehrer aus.

    Ganz sicher kein erstrebenswertes System für Industrienationen mit hoher Bevölkerungsdichte.

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