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Thema: Peru - Land der Inkas

  1. #1121
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Peru - Land der Inkas

    Bilder von heute. Der Park hier ganz in der Nähe, fünfzig Meter von meiner Haustüre. Ist eigentlich kein richtiger Park, weil da noch kein Gras ist. Immerhin haben sie jetzt ein paar Palmlilien gesetzt. Also eher ein zukünftiger Park. Der Kasten für die obligatorische Marienfigur existiert aber schon, seit ich hier wohne.

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    Und hier mein heutiger Einkauf. Diese Brötchen heissen pan ciabatta und kosten hier ein Sol für fünf oder sechs solcher Brötchen. 1 Sol (S/ bzw. PEN) sind nach heutigem Umrechnungskurs EUR 0, 27, also 27 Eurocents.

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    Das was in Hessen als Wasserweck verkauft wurde, heisst hier pan francés. Zwei Stückchen Maiskuchen für je ein Sol habe ich noch gekauft.

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    Dazu noch etwas "comida chatarra" (comida = Essen, chatarra = Schrott, normalerweise Elektro- oder Metallschrott). S/. 2,50 die Packung.

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    "Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
    (aus dem Film 'Heimkehr', 1941)


    Der neue Slogan der Regierung
    (resolución ministerial N° 113-2018-pcm, Lima, 26 de abril de 2018)

  2. #1122
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Peru - Land der Inkas

    Abgesehen von den Backwaren kaufe ich gerade jetzt verstärkt Früchte und Gemüse. Hier der Rest des heutigen Einkaufs. Äpfel, Pacay, Tuna, eine Mango und Avocados von ambulanten Händlern auf der Strasse,

    Drei Äpfel für einen Sol, also gleich 27 Eurocents.

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    Dieses Bündel Pacay für ebenfalls einen Sol.

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    Pacay, es gibt verschiedene Namen, hier werden sie Pacay genannt, sehen von innen so aus:

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    Dann die Tuna, Früchte der Opuntie, einer Kakteenart, zusammen für S/ 2,20. Das Kilogramm wurde für S/ 3,00 verkauft. Tunas kosten im Supermarkt oft das Doppelte.

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    Tunas sind reich an Vitamin A.

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    Und bei einer anderen Strassenhändlerin extrem günstig, Avocados für S/ 4,00 das Kilogramm. Diese vier Avocados und diese Mango zusammen für S/ 4.50. (EUR 1,22) Alle ambulanten Strassenhändler haben neben zwei Sorten von Plastiktüten, die transparenten zum Abwiegen, und feste Plastiktüten zum Wegtragen, natürlich auch eine oder zwei Waagen, die meisten elektronisch mit Digitalanzeige. Kommt alles aus China.

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    Und dann kaufe ich seit kurzem fast regelmässig in einem Laden direkt am Óvalo de Puente Camote, das ist kein richtiger Laden, sondern nur ein leerer Raum, wie eine Garage, und da verkaufen sie die Sachen auf dem Boden und das meiste auf dem Bürgersteig. Dort kaufe ich immer Maiskolben und Chili-Schoten. Heute einmal die kleinen Maiskolben alle zusammen für S/ 2,00, wenn man Fünfe kauft.

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    Und einen Kopf Knoblauch und vier Chilischoten, alles zusammen für einen Sol.

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    Gerade in diesem "Laden" tragen die Verkäuferinnen niemals Mundschutz. Das ist mir auch alles "wurst". Ich kaufe ja auch lose, nicht abgepackte Ware von der Strasse.
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  3. #1123
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Peru - Land der Inkas

    Die bedingte Ausgangssperre wurde jetzt noch einmal um zwei Wochen verlängert. Dafür kann man jetzt bis 20:00 h auf der Straße herumtapern und es öffnen auch mehr Läden und mehr Leute stehen zusammen und unterhalten sich. Polizei zu Fuß sieht man jetzt hier in meiner Gegend genau so selten wie vor der Quarantäne.

    Heute habe ich mir zum ersten Male eine halbe Chorizo-Wurst und Dörrfleisch namens cecina gekauft. So etwas habe ich vorher immer nur auf der Straße oder im Restaurant gegessen.

    Beides ist typisches Essen aus dem Regenwald, z.B. aus Iquitos. Dort ist beides auch recht billig und hier in Lima ist es relativ teuer.

    Diese halbe Chorizo-Wurst kostete S/ 8 und das Stück cecina S/ 3,50. Zählte dann für beides zusammen S/ 11. Etwa € 2,95.

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    Und fünf dieser Ringe kosten dann zusammen wieder nur einen Sol, etwa € 0,27.

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  4. #1124
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    Standard AW: Peru - Land der Inkas

    Ich las ein paar Beitraege vorher bei einer Wurst, Chicharones. Das ist hier etwas ganz anderes und zwar, wenn das Schweinefett ausgelassen wird, dann bleiben die Grieben zurueck und die haben je nach Gusto auch Fleischanteile. Dies wird mit Maismehl bestreut und gegessen. Schmeckt mir sehr gut, aber ich weiss, das reinste Gift diese frittierte Zeug.
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  5. #1125
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Zitat Zitat von Brombeere Beitrag anzeigen
    Ich las ein paar Beitraege vorher bei einer Wurst, Chicharones. Das ist hier etwas ganz anderes und zwar, wenn das Schweinefett ausgelassen wird, dann bleiben die Grieben zurueck und die haben je nach Gusto auch Fleischanteile. Dies wird mit Maismehl bestreut und gegessen. Schmeckt mir sehr gut, aber ich weiss, das reinste Gift diese frittierte Zeug.
    Ich denke, solange solch ein sog. "ungesundes" Essen nicht die Hauptnahrung darstellt, ist es kontraproduktiv, aus gesundheitlichem Aspekt auf solches Essen zu verzichten. Denn zu einem guten Immunsystem gehört auch Zufriedenheit und wenn man sich zuviele Dinge im Leben aus eigenem Antrieb versagt, dann schlägt sich das auch langfristig auf die Psyche nieder.

    Also ruhig bisweilen über die Strenge schlagen, solange das nicht zum Dauerzustand wird.
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  6. #1126
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    Standard AW: Peru - Land der Inkas

    Heute einmal ein paar Infos zu den Schulen in Peru. Obwohl es staatliche Schulen gibt, wo nicht nur der Unterricht, sondern auch die Schulbücher kostenfrei sind, gibt es doch recht viele Leute, die ihre Kinder in eine private Schule schicken wollen.

    Diese privaten Schulen sind manchmal recht gross, beinahe wie ein Uni-Campus, oder so klein, dass sie von aussen kaum als Schule zu erkennen sind. Die meisten privaten Schulen sehen aber von aussen eher so aus wie diese Schule des Colegio Marianne Frostig, einer Institution, die hier mehrere Schulen betreibt.

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    Diese Schule oben ist vielleicht zehn Gehminuten von mir entfernt.

    Hier in der Nähe hängen auch mehrere solcher Anzeigen:

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    S/ 140 ist das monatliche Schulgeld, etwa EUR 37,50. Und das ist eigentlich noch recht billig. Eine Freundin bezahlt im Monat für ihre einzige Tochter S/ 300. Für die monatliche Miete ihrer Wohnung zahlt sie nur S/ 150 im Distrikt Villa El Salvador, aber für die Schule mindestens S/ 300, denn neben dem eigentlichen Schulgeld kommen dann noch weitere Kosten, wie die für die Schuluniform oder für Schulbücher. Desweiteren noch für gelegentliche Feiern oder Umzüge, Kostümverleih u.ä.

    Deswegen wirbt obige Schule auf dem Plakat auch damit, dass die Eltern keine Schulbücher zu kaufen brauchen ("no pedimos libros"). Ist halt hier unser Viertel hier ... Puente Camote in S.M.P ...


    Und allgemein ist es schon so, dass man in Peru eine Menge Geld spart, wenn man erstens keine Kinder in der Ausbildung hat und zweitens auch nicht chronisch krank ist.

    Gerade dieser Freundin in Villa El Salvador habe ich auch schon einmal vor etwa zwei Jahren ein paar Mal das monatliche Schulgeld bezahlt war, als sie ziemlich pleite war. Heute korrigiere ich nur noch ab und an Hausaufgaben, per WhatsApp ...

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    Wie bei den Kindern von anderen Freundinnen auch ...
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  7. #1127
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    Standard AW: Peru - Land der Inkas

    Zitat Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
    Heute einmal ein paar Infos zu den Schulen in Peru. Obwohl es staatliche Schulen gibt, wo nicht nur der Unterricht, sondern auch die Schulbücher kostenfrei sind, gibt es doch recht viele Leute, die ihre Kinder in eine private Schule schicken wollen.

    Diese privaten Schulen sind manchmal recht gross, beinahe wie ein Uni-Campus, oder so klein, dass sie von aussen kaum als Schule zu erkennen sind. Die meisten privaten Schulen sehen aber von aussen eher so aus wie diese Schule des Colegio Marianne Frostig, einer Institution, die hier mehrere Schulen betreibt.

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    Diese Schule oben ist vielleicht zehn Gehminuten von mir entfernt.

    Hier in der Nähe hängen auch mehrere solcher Anzeigen:

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    S/ 140 ist das monatliche Schulgeld, etwa EUR 37,50. Und das ist eigentlich noch recht billig. Eine Freundin bezahlt im Monat für ihre einzige Tochter S/ 300. Für die monatliche Miete ihrer Wohnung zahlt sie nur S/ 150 im Distrikt Villa El Salvador, aber für die Schule mindestens S/ 300, denn neben dem eigentlichen Schulgeld kommen dann noch weitere Kosten, wie die für die Schuluniform oder für Schulbücher. Desweiteren noch für gelegentliche Feiern oder Umzüge, Kostümverleih u.ä.

    Deswegen wirbt obige Schule auf dem Plakat auch damit, dass die Eltern keine Schulbücher zu kaufen brauchen ("no pedimos libros"). Ist halt hier unser Viertel hier ... Puente Camote in S.M.P ...


    Und allgemein ist es schon so, dass man in Peru eine Menge Geld spart, wenn man erstens keine Kinder in der Ausbildung hat und zweitens auch nicht chronisch krank ist.

    Gerade dieser Freundin in Villa El Salvador habe ich auch schon einmal vor etwa zwei Jahren ein paar Mal das monatliche Schulgeld bezahlt war, als sie ziemlich pleite war. Heute korrigiere ich nur noch ab und an Hausaufgaben, per WhatsApp ...

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    Wie bei den Kindern von anderen Freundinnen auch ...

    Was haben die in den Privatschulen für Unterrichtsfächer ,nebst Sprachen ?
    Was zählt deren Abschluß ?


    Bei der Chorizo-Wurst gibt es doch einige Sorten.
    Selbst mag ich die Dinger nicht,aber meine Frau kauft die immer für sich, wenn wir auf Mallorca sind.

    Wenn wir von dort einige mitnehmen ,reiß ich immer alle Fenster auf ,wenn sie die Dinger brät.
    Bei dem Qualm heulen sonst sofort alle Rauchmelder los.

  8. #1128
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    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Was haben die in den Privatschulen für Unterrichtsfächer ,nebst Sprachen ?
    Was zählt deren Abschluß ?

    [...]
    Der Lehrplan ist generell der Gleiche. Die Schule muss ja zugelassen sein vom Erziehungsministerium, sonst würde auch der Abschluss nicht gelten. Es gib auch renommierte staatliche Schulen, ebenso wie die renommierteste Universität staatlich ist.

    Trotzdem haben fast alle staatlichen Schulen einen schlechten Ruf. Ich habe ein paar Mal gefragt, wieso, weil es ja schliesslich eine Menge Geld ist, die man da verbrät. Als Antwort kam dann nur, die Lehrer hätten keine Zeit, mit den Eltern zu reden u.ä. Mich hat das eigentlich nicht überzeugt, aber ich habe bis jetzt auch noch zu wenig Berührungspunkte mit diesem Thema Schule.

    Zu meiner Zeit war es ja in der BRD eher so, dass, abgesehen von ganz wenigen Schulen für die Upper Class, eine Privatschule eher etwas Negatives hatte. Ein Schulkamerad von mir hatte als Vater einen mittelständischen Unternehmer mit über 300 Angestellten. Als mein Freund dann absackte mit seinen schulischen Leistungen, wurde er von seinem Vater auf eine Privatschule geschickt. Später war dann in einer Parallelklasse von mir ein Bethmann, aus der Familie um die Privatbank Bethmann.

    Zu den Sprachen kann ich nur sagen, dass wohl nur Englisch durchgehend als Fremdsprache gelehrt wird. In den Provinzen gibt es auch Departamente, wo aufgrund des hohen Anteils an Ketschua-Sprechern in der Grundschule sowohl Spanisch wie Ketschua verpflichtende Fächer sind.

    Ansonsten gibt es jede Menge Privatschulen aller religiösen und sprachlichen Ausrichtungen. Da gibt es dann peruanisch-italienische Schulen, peruanisch-chinesische usw. Ebenso wie es Schulen gibt, wo man auch neben dem peruanischen Abitur gleich ein ausländisches miterwerben kann. Also z.B. deutsche Schule auch mit BRD-Abitur, englische Schule mit A-levels usw.usf.
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  9. #1129
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    Heute nachmittag war ich mal wieder seit längerem im Laden der Franchise-Kette Mass. Dort haben sie jetzt so einen feuchten Fussabtreter installiert, auf den man sich stellen soll. Dann messen sie die Temperatur der Stirn und geben einem etwas Desinfektions-Spray für die Hände. Was für ein Aufwand.

    Woanders gibt es Läden, da haben die Verkäuferinnen noch nicht einmal einen Mundschutz. Und heute ging das muntere Treiben schon los. An einem Marktstand schäkerten sie in der Gruppe und schubsten sich, und eine Frau fiel voll gegen mich. Ist mir in den all den Jahren vorher nie passiert ...

    Der ambulante Verkauf von Lebensmitteln auf dem Gehweg oder auf der Strasse von Fahrzeugen herab nimmt auch rasant zu. Anscheinend verkaufen jetzt viele Leute Lebensmittel, weil ihr eigentliches Geschäft immer noch geschlossen ist. Ich habe gestern auch eine Bekannte gesprochen, die gibt ihr jetziges Restaurant auf. Das "Restaurant" war eigentlich eher eine Garage, so richtig "Dritte-Welt-mässig". Passte aber auch zu ihrem Angebot von comida selvatica, also Speisen aus der Regenwaldregion. Die Frau kommt aus Iquitos, deswegen kenne ich die auch über eine Freundin von mir, die auch aus Iquitos stammt. Jedenfalls hat sie kein Geld für die Miete mehr.

    Hier verkaufen zwei Frauen auch Gemüse und Früchte aus einem Mototaxi heraus. Die Frau mit der weissen Schürze hat auch ein Mikrofon mit Lautsprecher, wie viele der ambulanten Händler, die per Fahrzeug beweglich sind.

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    Übrigens, ganz rechts im Bild auch wieder ein Plakat dieses Colegio Juana Marlene. Die haben hier zig Plakate in der Gegend aufgehängt ... Aber mit verschiedenen Festnetz-Telefonnumern, wie mir jetzt gerade auffällt ...

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  10. #1130
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    Seit Ostern wird diese Quarantaene nun immer wieder alle zwei Wochen verlaengert, aber seit Anfang letzter Woche kann man auch noch bis um 20:00 h auf der Strasse sein. Immer mehr Geschaefte, die etwas anderes als Lebensmittel verkaufen, oeffnen jetzt auch. Und es gibt auch wieder ambulante Verkaeufer, die Eis oder z.B. Churros verkaufen.

    Solche, wie diese hier:

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    Und im groessten Markt hier in Puente Camote, also so eine Halle mit Marktstaenden, aehnlich der ehemaligen Kleinmarkthalle in Frankfurt/Main, haben jetzt von den fuenf Eingaengen immerhin schon wieder zwei geoeffnet. Vorher war es nur ein Eingang. Das ist jetzt ein Foto eines anderen Marktes. Bei den Maerkten in Puente Camote sind die Gaenge dunkler.

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    Waehrend an den Eingaengen zum zentralen Markt jetzt nur ein Wachmann als Aufpasser steht, haben sie vor einem anderen Markt einen halben Kilometer weiter sogar einen Mann engagiert, der steht dort im weissen Overall mit Kapuze, als ob er von irgendeiner Seuchenbekaempfungstruppe waere.


    Fehlte nur noch der Helm und die Sauerstoffflasche ... Blaue Gummihandschuhe hatte er auch noch und in der Hand hielt er eine Spruehflasche. Letzte Woche habe ich ja auch etwa zwei Kilometer entfernt von hier diesen Mann mit weissem Kanister und Motorpumpe auf dem Ruecken gesehen, der die Rollaeden einiger Geschaefte von aussen desinfiziert hat.

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    Dann gibt es aber wiederum auch Leute, die Lebensmittel verkaufen und nicht einmal einen Mundschutz tragen. Das ist also ganz durchwachsen hier. Da vor einer Woche auch die Festplatte meines Laptops den Geist aufgab, und ich danach feststellen musste, dass auch mein lange nicht mehr benutzter PC nicht mehr ging, Mutterplatine kaputt, hatte ich also noch mit mehr Leuten als nur Lebensmittelverkaeufern zu tun. Vor dem Internet-Cafe musste ich etwas warten, weil der Typ dort nur vier Personen gleichzeitig drinnen haben wollte oder durfte. Dann hat er mit seiner Spruehflasche nicht nur meine Haende eingesprueht, sondern auch mein T-Shirt von vorne und von hinten ...


    Bevor ich mich an den Rechner setzte, hat er den Tisch, den Stuhl und die Tastatur eingesprueht und abgewischt. In Computer-/Handy-Reparaturladen hingegen, liefen manche mit Mundschutz herum, andere ohne, und da wurde gar nichts desinfiziert, noch nicht einmal abgewischt. USB-Stick, Laptop usw. alles angefingert, wie sonst auch. Das Gleiche in einem Laden eine Strasse weiter, wo ich den PC hinschleppte.

    Der Tag, an dem meine Novia mich besuchte, habe ich sie ja zum Schluss noch auf die Hauptstrasse, die Avenida Izaguirre, begleitet und mit ihr das Taxi angehalten. Der Taxifahrer hatte doch tatsaechlich eine Plastikfolie hinter den Rueckenlehnen gespannt, um so den Fond von den Vordersitzen abzutrennen. Dann hat er auch meine Novia von vorne und hinten eingesprueht und auch ihre Schuhsohlen sollte sie hochnehmen, damit er die einspruehen kann ...


    Ich selber trage hier nur einen Mundschutz, immer noch den gleichen Einweg-/Wegwerf-Mundschutz wie am ersten Tage, nur um nicht negativ aufzufallen. Man weiss ja nie ...


    Ansonsten verbrauche ich jetzt sogar weniger Seife als vorher ... Ich halte sowieso nichts von dem ganzen Desinfizieren, weil das erstens sicher gesundheitsschaedlich ist, und zweitens man sich nur unnoetig verrueckt macht und unbewusst mit seiner latenten Angst das Immunsystem schaedigt. Bis jetzt kenne ich auch persoenlich nicht eine einzige Person, die an Corona erkrankt waere. Niemand aus meinem Verandten- oder Bekanntenkreis schreibt mir, dass seine Oma oder sonstwer mit schwerer Grippe oder einer Atemwegserkrankung darnieder liegen wuerde. Niemand. Ebenso in der Nachbarschaft.

    Ich selber esse jetzt auch viel mehr Weintrauben, als vorher, und wasche sie genauso, wie vorher, also eigentlich nicht ausreichend, um irgendwelche Viren davon zu entfernen. Diese Weintrauben kaufe ich lose und bei ambulanten Haendlern auf der Strasse oder manchmal auch im Markt. Diese Weintrauben und Fruechte wie die Sternfrucht kann man auch nur umstaendlich reinigen oder gar desinfizieren. Ueberhaupt waere es auesserst kompliziert, sicherzustellen, dass man nicht irgendwie mit fremden Viren in Beruehrung kommt. Der Aufwand, den man betreiben wuerde, waere enorm, und die latente Angst und vor allem der Stress und das Behagen, dass die ganzen Aktionen mit sich bringen wuerden, waeren wohl weit gefaehrlicher, als wenn der Virus sich an einem gesunden Immunsystem "die Zaehne ausbeisst".

    Heute habe ich dann zum ersten Mal seit langem frischen Fisch fuer mich selbst fuer zuhause gekauft. Vorher war ich immer zu faul dazu, den selbst zuzubereiten. Deswegen habe ich Fisch meist nur im Restaurant oder bei anderen Leute gegessen. Heute diese zwei toten Aussenbordkameraden fuer zusammen S/ 1,70 erstanden, das sind EUR 0,45.

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    Und auf dem Rueckweg noch diesen Hund gesehen. Jetzt haben die Strassenhunde auch schon Kuscheltiere ...

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