Umfrageergebnis anzeigen: War die SED "im Kern" eine "rechte Partei"?

Teilnehmer
58. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
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Thema: War die SED "rechts"?

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von Feldmann
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    Standard War die SED "rechts"?

    Die Bundestagsabgeordnete der "Linken" Halina Wawzyniak hat am 13.08. auf Twitter die Behauptung aufgestellt, dass es sich bei der SED um eine "im Kern [...] rechte Partei" gehandelt habe, weil sie "autoritär, nationenbezogen" und "ausgrenzend von allem, was nicht 'normal'" gewesen sei. Das heutige Programm der "Linken" sei das hingegen das komplette Gegenteil der SED.

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    Auch wenn diese Aussage vor dem Hintergrund des Selbstverständnisses und der Entstehungsgeschichte der SED erst einmal absurd erscheint und Wawzyniak dafür von allen Seiten viel Spott ernten musste, spricht sie jedoch einen meiner Meinung nach interessanten Punkt an, und zwar den Unterschied zwischen heutigen "Linken" und historischen "Linken". Dass es in der DDR Dinge gab, wie z.B. Wehrkundeunterricht, für deren Einführung man innerhalb der "Linken" einen Parteiausschluss riskieren würde, ist ja kein Geheimnis.

    Natürlich zeigt die ganze Diskussion wieder einmal wie ungeeignet das Links-Rechts-Schema zur Beschreibung realer Politik ist. Was haltet ihr jedoch abgesehen davon von dieser Behauptung?

  2. #2
    HPF Moderator Benutzerbild von Deutschmann
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Das liegt weniger an den Parteien, sondern am Zeitgeist. Die SED gibts schon lange nicht mehr. Wenn die Rechts war, war unsere CDU damals Nazis.

  3. #3
    GESPERRT
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Das liegt weniger an den Parteien, sondern am Zeitgeist. Die SED gibts schon lange nicht mehr. Wenn die Rechts war, war unsere CDU damals Nazis.
    Kurt Schuhmacher hatte schon recht als er Kommunisten als rotlackierte Faschisten bezeichnete...

  4. #4
    Ur-Deutscher Benutzerbild von latrop
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Und was war die Merkel damals und was ist sie heute ?

    Was versucht man uns für einen Quatsch einzureden.
    Deutschland braucht eine christlich vernünftige Politik
    ohne Migrantenkuschelei !


  5. #5
    Mitglied Benutzerbild von Feldmann
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Das liegt weniger an den Parteien, sondern am Zeitgeist.
    Dann dürfte es die AfD ja eigentlich gar nicht geben.


    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Die SED gibts schon lange nicht mehr.
    Zumindest bis 2007 gab es sie unter dem Namen PDS.


    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Wenn die Rechts war, war unsere CDU damals Nazis.
    Vom Personal her ist das ja gar nicht mal so weit hergeholt.

  6. #6
    Kampf dem Kapital! Benutzerbild von Smultronstället II.
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Naja, da heutzutage die NSDAP als links gilt, ist es wohl nur folgerichtig, die SED als rechts zu bezeichnen. Diese Begriffsverwirrung von lechts und rinks ist wohl kaum noch aufzulösen.

    Historisch aber sind diese Begriffe ca. 300 Jahre halt und gehen auf die Ständeversammlung zurück. Wegen dem Gedanken, dass Jesus nun zur Rechten Gottes sitzt (also der Hand, in der ein Mann sein Schwert hält) galten die Plätze rechts vom König, reserviert für "Adel" und Klerus, als die ehrenvolleren Plätze. Links saßen die Bürger der freien Städte. Man ist also rechts, wenn man Adel (amerikanische Milliardärserben) und Klerus (Papst, EKD, BRD-Musels, usw.) auf seiner Seite hat. Insofern war die SED definitiv "linker" als heutige Linke, die auf der Seite amerikanischer Milliardäre und Päpste für Islam und offene Grenzen etc. streitet.

    Umgekehrt war Barack Obama, Schutzpatron ukrainischer Faschisten, Saudi-Arabischer Sheikhs und radikaler Islamisten in Syrien selbstverständlich KEIN Linker. Er wurde auch nicht dadurch links, dass er es auch transsexuellen Söldnern gestattet hätte, im Namen von Freedom und Democracy zu foltern und die Toilette ihrer Wahl zu verwenden. Bill Clinton und Joschka Fischer mit ihrem Bombenterror über Serbien, um bosnischen Muslimen und kroatischen Faschisten die Möglichkeit zu geben, sich von der jugoslawischen Zentralregierung abzuspalten, waren ebenfalls nichts links. Und der Vatikan ist ebenfalls nicht plötzlich links geworden, sondern arbeitet noch immer mit dem "Adel" (=den amerikanischen Milliardären) zusammen.

    Es ist halt nur so, dass dieser Adel mittlerweile etwas anderes will als früher. Nationalismus, Rassismus, scharfe religiöse Differenzierung usw. waren einmal Instrumente der verschiedenen herrschenden Klasse. Aber da es jetzt (bald) nur noch EINE herrschende Klasse gibt, sind Nationalismus und Co. zu Störfaktoren geworden. "Teilen und herrschen" muss man nur aus einer Position der Schwäche heraus, wie damals die alten Römer eben, die einer Mehrheit an Bundesgenossen gegenüberstanden, und in deren Interesse es also war, dass diese verschiedenen Städte nur mit Rom selbst aber nicht untereinander verbündet sind. Heute hingegen ist das nicht mehr nötig. Da man nun alleine HERRSCHEN kann, ist es auch nicht mehr sinnvoll zu TEILEN. Man will eher die eine Welt mit der einen herrschenden Klasse und der Welteinheitsreligion etc.

    Das Kapital geht entweder zum Elend ("outsourcen") oder es importiert sich das Elend (offene Grenzen); und es zerstört notfalls mit Krieg die letzten gallischen Dörfer. Das amerikanische Mega-Kapital zerstört die Überreste jeglichen nicht-amerikanischen Mini-Kapitals - in Russland, dann in 20, 30 Jahren in China (vielleicht der letzte "konventionelle" Krieg der Menschheitsgeschichte) und im Vorbeigehen auhc die sog. Mittelschicht.

    SICH DAGEGEN ZU WEHREN IST NICHT RECHTS. Es ist ja komischerweise immer nur die unterdrückte Klasse, die aufgefordert wird, pazifistisch zu sein.

    Am und im Ostblock war sicher vieles scheiße, aber diese Begriffsverwirrung von heutigen Politikern ist trotzdem Käse: wer zusammen mit der Monopolpresse, dem Papst und den Sheikhs die Agenda des amerikanischen Mega-Kapitals vertritt, der ist nicht links.
    Rechte und Linke sind zwei Seiten der gleichen antideutschen Medaille: männerfeindlich, armenfeindlich, arbeiterfeindlich, umweltfeindlich, kulturfeindlich, intellektuellen- und akademikerfeindlich = antideutsch.
    Daher: Nichtwähler.

  7. #7
    Mitglied Benutzerbild von Kreuzbube
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Die SED war vor allem typisch Deutsch...also spießig und rechthaberisch. Mit dem, was wir heute Links/Anarcho/Autonom nennen, hatte das nicht im Geringsten zu tun. Dieses Gesochse wäre komplett abmarschiert!

    "Lieber entdeckte ich einen Satz der Geometrie, als daß ich den Thron von Persien gewänne!"
    Thales von Milet (Philosoph, Staatsmann und Mathematiker 624 v.u.Z. - 546 v.u.Z.)

  8. #8
    Ur-Deutscher Benutzerbild von latrop
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Zitat Zitat von Feldmann Beitrag anzeigen



    Zumindest bis 2007 gab es sie unter dem Namen PDS.
    Und wie nennt sie sich heute ?
    Deutschland braucht eine christlich vernünftige Politik
    ohne Migrantenkuschelei !


  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Kurti
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Zitat Zitat von Zirkuszelt Beitrag anzeigen
    Kurt Schuhmacher hatte schon recht als er Kommunisten als rotlackierte Faschisten bezeichnete...
    Erst einmal an der Macht unterscheiden sich die Rechts- und Linksaußen bei der Unterdrückung der Opposition in nichts.
    Whatever you do, do no harm!

  10. #10
    Mitglied Benutzerbild von bibimisy
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    Standard AW: War die SED "rechts"?

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Das liegt weniger an den Parteien, sondern am Zeitgeist. Die SED gibts schon lange nicht mehr. Wenn die Rechts war, war unsere CDU damals Nazis.
    wann is damals ? bzw. waren/sind die doch auch ?

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