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Thema: Google Sammelstrang

  1. #11
    Wir sind das Pack! Benutzerbild von Maitre
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    Standard AW: Google Sammelstrang

    Zitat Zitat von Flüchtling Beitrag anzeigen
    Ja, ("google"n) klappt nach Trennung vom Netz wieder. Solche Code-Hinundhersendungen hab ich nämlich nicht gern. Auch deshalb mein Beitrag hier. Mich interessiert zudem, ob von den Hundertschaften an Usern hier, schon jemand von solcher Google-Anfrage mit Bildchentest und Coderücksendeaufforderung beehrt wurde.
    Bildchentest hatte ich schon. Ich hatte etwas Bestimmtes gesucht und dabei in kurzer Zeit sehr viele verschiedene Suchen ausgelöst.

  2. #12
    Mitglied Benutzerbild von Pelle
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    Standard AW: Google Sammelstrang

    Google wird immer besser.

    Googles neuer Quantencomputer – Erleben wir gerade den Sputnik-Moment in der Informationstechnologie?

    BLOG: [Links nur für registrierte Nutzer]

    Grenzgänge in den heutigen Wissenschaften
    Ein Begriff, der den meisten Menschen so unheimlich-bizarr wie aufregend-futuristisch erscheint, drängt in die Sphäre der öffentlichen Aufmerksamkeit. Er kombiniert die technologische Allmacht des digitalen Rechnens mit der ehrfurchteinflössenden Komplexität und Abstraktheit der bedeutendsten physikalischen Theorie des 20. Jahrhunderts. Die Sprache ist vom Quantencomputer. Und er verspricht eine neue technologische Revolution, die das 21. Jahrhundert ähnlich stark prägen könnte wie die Entwicklung digitaler Schaltkreise das 20. Jahrhundert formte.
    Lange waren Quantencomputer Stoff für Science-Fiction, ihre Realisierung lag weit in der Zukunft. Doch bekannterweise nähert sich uns diese immer schneller. Nun hat Google durchsickern lassen, dass seinen Ingenieuren die Konstruktion eines Quantencomputers gelungen sei, der zum ersten Mal ein Problem lösen kann, an dem sich jeder herkömmliche Computer die Zähne ausbeisst. Konkret habe der Computer-Chip Sycamore für eine spezielle Rechenaufgabe, für die der weltbeste Supercomputer 10 000 Jahre benötigt, gerade einmal 200 Sekunden gebraucht! Google selbst hat die Eigenschaft eines Quantencomputers, jedem existierenden klassischen Computer bei der Bewältigung von bestimmten Aufgaben überlegen zu sein, bereits vor Jahren als quantum supremacy getauft. Nun scheint der Moment einer solchen „Quantenüberlegenheit“ gekommen zu sein. Wir könnten also gerade Zeuge eines Sputnik-Moments in der Informationstechnologie werden. Auch wenn es sich hier eher um einen symbolischen Meilenstein handelt, da das von Sycamore gelöste Problem doch von sehr akademischer Natur ist, so könnte die Leistung von Google die Quanteninformationstechnologie ähnlich stimulieren wie der historische Sputnik-Moment der 1950er die Raumfahrt.
    Doch was ist eigentlich ein Quantencomputer? Obwohl auch herkömmliche Computer immer kleinere Bauteile verwenden, bei denen Quanteneffekte eine wichtige Rolle spielen, so basiert ihre Funktionsweise doch prinzipiell vollständig auf der klassischen Physik. Die allen heutigen Computern zugrunde liegende so genannte von-Neumann-Architektur sorgt dafür, dass die einzelnen Rechenschritte sequentiell, also Bit für Bit abgearbeitet werden. Diese kleinstmöglichen Informationseinheiten nehmen dabei jeweils einen wohldefinierten Zustand von entweder 1 oder 0 an. Quantencomputer verwenden dagegen in ihrem Kern direkt die Eigenschaften der Quantentheorie, womit sie einer völlig anderen Informationstheorie unterliegen Die Entsprechung des klassischen Bits in Quantencomputern ist das Quantenbit, kurz Qubit. Und Qubits haben es in sich: Sie können beispielsweise verschiedene Zustände, also 0 und 1, simultan annehmen, sowie alle Werte dazwischen. Sie können also „halb 1“ und „halb 0“ sein. Das liegt an den Möglichkeiten von Quantenzuständen, in so genannten „Superpositionen“ zu existieren. Dies sind Überlagerungen sich klassisch gegenseitig ausschliessender Zustände. Diese bizarre Eigenschaft von Quantenteilchen war einst unter den Vätern der Quantenphysik Auslöser hitziger Diskussionen, die ihren Ausdruck zuletzt in dem bekannten Gedankenexperiment der Schrödinger‘schen Katze fanden. Dazu kommt, dass sich verschiedene Quantenteilchen in so genannte verschränke Zustände bringen lassen. Auch das ist eine Eigenschaft, die wir in unserer klassischen Welt nicht kennen. Es ist, als ob die Qubits mit einer unsichtbaren Feder aneinandergekoppelt sind. Sie stehen dann allesamt direkt und ohne jede Kraftweinwirkung in Kontakt miteinander. Jedes Quantenbit „weiss“, was die anderen gerade treiben. Albert Einstein hielt Verschränkung für physikalisch unmöglich und nannte sie spöttisch „spukhafte Fernbeziehung“.
    Verschränkte Qubits liegen also in einer Superposition unendlich vieler verschiedener Zustände zugleich vor, die zugleich durch ein unsichtbares und unmessbares Band miteinander verbunden sind. Salopp gesagt: das Vielteilchensystem nimmt simultan alle möglichen Zustände ein. Einzelne physikalische Werte werden (mit einer jeweiligen Wahrscheinlichkeit) erst bei einer Messung realisiert. Vorher sind sie objektiv unbestimmt – auch das ist wieder so eine merkwürdige Eigenschaft in der Quantenwelt. Mit Hilfe eines entsprechenden Algorithmus lassen sich nun verschränkte Qbits allesamt gleichzeitig verarbeiten. Und in dieser Parallelverarbeitung liegt die Potenz des Quantencomputers. Denn je mehr Qubits miteinander verschränkt sind, desto mehr Zustände können parallel verarbeitet werden. Es ist, als ob viele Schokoladenfabriken gleichzeitig ihre Fliessbänder angeworfen hätten und nun alle parallel Schokolade produzieren. Anders als in herkömmlichen Computern, deren Rechenleistung linear mit der Anzahl der Rechenbausteine steigt, erhöht sich damit die Leistung eines Quantencomputers exponentiell mit der Anzahl der eingesetzten Qubits. Die Leistung eines Quantencomputers verdoppelt sich also nicht erst, wenn zu 100 Qubits weitere 100 Qubits hinzugeschaltet werden, sondern bereits, wenn nur ein einziges Qubit zu den 100 Qubits hinzugefügt wird. Kommen 10 dazu, vertausendfacht (genauer 1024-fach) sich seine Leistung, bei 20 neuen Qubits ist der Quantencomputer bereits eine Millionen Mal so schnell, bei 50 neuen Qubits eine Millionen Milliarden Mal. Und bei 100 neuen Informationsträgern, wenn sich die Leistungsfähigkeit eines klassischen Computers gerade mal verdoppelt hat, lässt sich die Erhöhung der Leistungsfähigkeit eines Quantencomputers kaum mehr in Zahlen benennen. Mit dieser enormen Macht der Parallelrechnung liessen sich Probleme lösen, die selbst für die heute in Physik, Biologie, Wetterforschung und anderswo eingesetzten „Supercomputer“ noch bei weitem zu schwierig zu verarbeiten sind.
    Bei näherer Betrachtung lässt sich die massive Parallelisierung durch verschränkte Zustände allerdings nicht ganz mit parallel arbeitenden Schokoladenfabriken vergleichen. Information, die in verschränkten Systemen gespeichert und verbreitet wird, ist sehr verschieden von der Information die von gewöhnlichen digitalen Computern verarbeitet wird. Quantencomputer arbeiten nicht im wörtlichen Sinne parallel, sondern sie organisieren die Information so, dass diese über sehr viele verschränkte Komponenten des Gesamtsystems verteilt ist. Man stelle sich ein Buch mit 100 Seiten vor. Für ein gewöhnliches klassisches Buch gilt, dass jedes Mal, wenn man eine Seite liest, man weitere 1% des Inhalts des Buches erfasst hat. Nachdem man alle Seiten einzeln gelesen haben, weiss man alles, was im Buch steht. Bei einem Quantenbuch, in dem die Seiten miteinander verschränkt sind, liegen die Dinge anders. Betrachtet man darin die Seiten einzeln, sieht man nur zufälliges Kauderwelsch, und nachdem man alle Seiten nacheinander gelesen hat, weiss man immer noch sehr wenig über den Inhalt des Buches. Denn in einem Quantenbuch die Information nicht auf den einzelnen Seiten aufgedruckt ist, sondern fast ausschliesslich in der Korrelation der Seiten untereinander kodiert ist. Wer das das Buch lesen will, muss also alle Seiten gleichzeitig betrachten.
    Fünf Felder, deren Probleme heutige Computer – und seien sie noch so gross – überfordern, sollen aufzeigen, welche fantastischen Möglichkeiten sich mit einem Quantencomputer eröffnen:

    1. Kryptographie: Heute gängige Verschlüsselungen beruhen auf der Re-Faktorisierung der Produkte zweier sehr grosser Primzahlen. Ab einer bestimmten Zahlengrösse ist diese Aufgabe für einen klassischen Computer nicht mehr zu lösen. Der Informatiker Peter Shor entwickelte 1994 einen Algorithmus, mit dessen Hilfe ein Quantencomputer die grössten Produkte heute verwendeter Primzahlen innerhalb von Minuten in ihre Teiler faktorisieren könnte.
    2. Lösung komplexer Optimierungsaufgaben: Die Aufgabe, aus vielen Varianten die optimale Lösung zu finden, gilt unter Mathematikern als besonders knifflig. Solche Probleme treten in der industriellen Logistik, im Design von Mikrochips oder auch in der Optimierung von Verkehrsflüssen auf. Bereits bei einer geringen Zahl von Varianten steigen klassische Computer bei der Berechnung optimaler Lösungen aus. Quantencomputer könnten solche Optimierungsprobleme dagegen in vergleichsweise kurzer Zeit lösen.
    3. Bedeutende Anwendungen könnten auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz liegen: Die dort verwendeten „tiefen neuronale Netze“ sind mit harten kombinatorischen Optimierungsprobleme verbunden, die von Quantencomputern weitaus schneller und besser gelöst werden können als von klassischen Computern, was Maschinen noch einmal um ein Vielfaches schlauer machen könnte.
    4. Suche in grossen Datenbanken: Beim Durchsuchen unsortierter Datenmengen muss ein klassischer Computer jeden Datenpunkt einzeln betrachten. Die Suchdauer steigt daher linear mit der Anzahl der Datenpunkte und wird damit bei grossen Datenmengen für einen klassischen Computer schnell zu gross. Im Jahr 1996 veröffentlichte der Informatiker Lov Grover einen Quantencomputer-Algorithmus, für den die Anzahl der notwendigen Rechenschritte nur noch mit der Wurzel der Datenpunkte anwächst. Anstatt bei einer Milliarde Dateneinträgen tausendmal so lange zu brauchen wie bei einer Million, würde dies mit einem Quantencomputer und dem „Grove-Algorithmus“ nur noch etwas mehr als 30-mal so lang dauern – im Falle sehr grosser Zahlen eine atemberaubende Verbesserung.

  3. #13
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    Standard AW: Google Sammelstrang

    Google News

    Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

    Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im [Links nur für registrierte Nutzer]-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
    Ein IMHO von [Links nur für registrierte Nutzer] veröffentlicht am 10. Oktober 2019, 10:20 Uhr

    Auch Google hat die Update-Problematik von Android nicht im Griff. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

    Anfang Oktober hat Googles Project Zero [Links nur für registrierte Nutzer], die laut der Mitteilung schon von Kunden der fragwürdigen NSO Group aktiv ausgenutzt wird. Google kennt die zugrunde liegende Lücke bereits seit eineinhalb Jahren und hat sie sogar schon behoben. Nur: In den eigenen Geräten und denen vieler Partner ist der wichtige Bugfix nie angekommen. Das ist kein peinliches Versehen, sondern ein Fehler mit Ankündigung.
    Inhalt:

    • Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
    • [Links nur für registrierte Nutzer]


    Ein Fehler zudem mit einiger Tragweite. Immerhin verkauft die NSO Group Zero-Day-Exploits, und das Unternehmen [Links nur für registrierte Nutzer], da diese mit Menschenrechtsverletzungen in Verbindung gebracht werden. Google hat eben diesem Unternehmen nun eine Sicherheitslücke quasi auf dem Präsentierteller überreicht, indem es seine Geräte leichtsinnig verwundbar gelassen hat. Angesichts der Kunden der NSO Group ist es wahrscheinlich, dass das Verhalten von Google Menschen gefährdet hat.
    Ironischerweise ist ausgerechnet Googles Project Zero darauf angelegt, Unternehmen wie der NSO Group die Geschäfte möglichst schwer zu machen. Das Team sucht mit teils ausgefallenen Methoden nach besonders kritischen Sicherheitslücken in der Software anderer Unternehmen, aber eben auch in eigenen Produkten. Das soll den Handel mit derartigen Exploits möglichst unattraktiv machen. Im vorliegenden Fall hat das aber eben nicht funktioniert und Google nimmt hier eher eine traurige Beobachterrolle ein. Das Unternehmen hat wider besseres Wissen erst reagiert, als es schon zu spät war. Denn die Lücke in seinen Geräten hat Google erst geschlossen, nachdem sie aktiv für Angriffe ausgenutzt worden war, obwohl das viel eher hätte passieren können.
    Google hatte Fehler längst gefunden

    Bei der Sicherheitslücke handelt es sich um einen sogenannten Use-After-Free-Bug in einer Komponente des Linux-Kernels. Gefunden wurde die Lücke vollautomatisiert mithilfe des Werkzeugs Syzbot, einem Fuzzer für die Systemaufrufe des Linux-Kernels. Der Syzbot ist eines der vielen Werkzeuge, mit denen die Suche nach schwierig aufzufindenden Sicherheitslücken vorangetrieben werden soll - eben um die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen und die Angriffsfläche zu verringern.




    In dem beschriebenen Fall funktionierte das zunächst auch exakt so wie vorgesehen: Der Syzbot fand einen Fehler, ein Google-Entwickler erstellte einen Patch dafür und dieser wurde als Update in die noch gepflegten Langzeitkernel des Linux-Projektes eingepflegt. Google hat diesen Patch sogar noch [Links nur für registrierte Nutzer] eingegeben. Darin pflegt Google einheitliche Linux-Versionen für seine Hardwarepartner. Nur auf den Smartphones ist der Patch nie angekommen, was wohl klar an Google liegen dürfte.
    Zwar hat die Kernel-Community den Fehler wie so oft nicht als sicherheitskritisch markiert und auch keine CVE-Nummer angemeldet. Aus ihrer Sicht ist das aber auch nicht zwingend nötig, weil sie findet, dass alle Fehler im Kernel als sicherheitsrelevant betrachtet werden sollten und Nutzer dementsprechend immer die verfügbaren Updates einspielen sollten.
    Viel schwerer als das Verhalten der Kernel-Community wiegt hier etwas anderes: Offenbar hat Google einfach vergessen, den bereits in den Code aufgenommenen Patch an seine eigenen Geräte weiterzureichen. Hätte das Unternehmen das gemacht, hätten vermutlich auch die anderen Hersteller den Patch bei einem Update übernommen, da sie sich an dem Verhalten von Google orientieren. Leider ist das Weiterreichen der Patches aber nicht so einfach - sondern eher chaotisch.

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