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Thema: Familie und Ehe

  1. #1
    Ur-Deutscher Benutzerbild von latrop
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    Standard Familie und Ehe

    Heute fand ich folgenden Artikel in einem Schreiben.

    CSU übergibt kampflos Linksideologen Deutungshoheit über Ehe







    Der Verzicht der CSU auf eine Klage gegen die sog. "Ehe für alle" ist die letzte Episode einer längeren Liste von Kapitulationen gegenüber der linksgrünen Gesellschaftspolitik.

    Kampflos übergibt die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Grünen, die maßgeblich in den letzten Jahrzehnten die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er gesteuert haben.

    Aufgrund der Tatsache, dass die Ehe zwischen Mann und Frau (und die christliche Familie) in der christlichen Gesellschaftsethik einen zentralenPlatz einnimmt, ist die de facto Akzeptanz des atheistischen und ahistorischen Ehebegriffes der Grünen ein wahrhaft historischer Schritt der CSU in die Dekadenz.

    Selbst Kardinal Reinhard Marx, der zum liberalsten Flügel der katholischen Kirche gehört, kritisierte die "Ehe für alle" und forderte eine Klage beim Verfassungsgericht. "Die Ehe sollte auf die Beziehung zwischen Mann und Frau bezogen bleiben." Der Staat dürfe den Ehebegriff nicht umdefinieren, "denn er basiert ja auf der Tatsache, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau und auf Weitergabe des Lebens ausgerichtet schon vor ihm da ist, sie ist gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass es den Staat überhaupt gibt", so der Kardinal gegenüber der "Welt am Sonntag" am 24. Dezember 2017.

    Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die sich in gesellschaftspolitischen Themen längst nicht mehr eindeutig christlich oder konservativ positioniert, kommentierte am 7. März 2018irritiert die Haltung der CSU: "Auch diese Lehre gehört zur Identität der CSU: Aus dick aufgeblasenen Backen kommt auch nur heiße Luft. . . . Unbestreitbar kann der Gesetzgeber die Ehe neu definieren. . . . Aber hier wäre eine Änderung des Grundgesetzes geboten – und ehrlich gewesen. Doch was schert das die Christliche Union noch?"

    Die Entscheidung der CSU, nicht gegen die "Ehe für alle" klagen zu wollen, hat mitnichten lediglich juristische Konsequenzen. Wie Anfangs erwähnt, ist das der Verzicht, für den wahren Begriff der Ehe kämpfen zu wollen. Der Begriff der Ehe wird de facto den linksgrünen Gesellschaftsideologen- und Politikern überlassen.

    Für diese ist ein kultureller Sieg viel wichtiger, als ein juristischer. Für linksgrüne Ideologen ist derjuristische Kampf gegen die Ehe im Grunde ein getarnter Kulturkampf.

    Dieser Umstand wird besonders deutlich in der Argumentation, mit der der Bundesjustizminister der letzten Legislaturperiode, Heiko Maas (SPD), die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare ohne eine vorherige Grundgesetzänderung verteidigte.

    In einem Kommentar für die "Welt" vom 7. Juli 2017 erklärte er: "Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass nur Mann und Frau eine Ehe eingehen können. Es kommt allein auf das Begriffsverständnis von "Ehe" an. Auch der Ehe-Begriff ist entwicklungsoffen. Weil er sich gewandelt hat und Ehe heute die dauerhafte Lebensgemeinschaft zweier Menschen beliebigen Geschlechts ist, brauchen wir keine Änderung des Grundgesetzes, damit gleichgeschlechtliche Paare in Zukunft heiraten können."

    Heiko Maas behauptet im Grunde, dass derBegriff "Ehe" gar nicht eindeutig definiert ist und sich ständig verändert.

    Konsequenterweise müsste er fordern, dass der Bundestag ständig das Ehegesetz dem sich neu etablierenden Begriff von "Ehe" anpassen müsste. Sollte nächstes Jahr beispielsweise das Volk der Auffassung sein, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann, so müsste der Bundestag das Gesetz vom 30. Juni rückgängig machen.

    Die Argumentation von Heiko Maas kennt man auch aus einem anderen Bereich: Gender. Hier ist selbst die menschliche Natur vermeintlich in ständiger Veränderung. Der Einzelne ist ständig dabei, seine sexuelle Orientierung zu verändern. Mal ist er Mann, mal ist er Frau, mal ist er eine Mischung von beidem in unterschiedlichen Proportionen.

    Wer so denkt, braucht gar keine Verfassung. Für ihn ist die Kultur oder besser gesagt, der Zeitgeist, die absoluteRichtschnur für politisches und gesellschaftliches Leben.

    Daraus ergeben sich zwei weitere Fragen:

    1. Wer definiert, was die herrschende Kultur ist?

    Die Zeitungen? Das Fernsehen? Die Kulturbranche? Die Demoskopen? Der "Volkswille"? Die wissenschaftliche Dialektik wie im Kommunismus?

    Sei es wie es sei: Recht wird in dieser Welt von demjenigen definiert, der die Deutungshoheit über die Kultur besitzt. Kultureller Einfluss ersetzt geradezu das Recht. Wer gesellschaftlichen Einfluss besitzt, der definiert auch, was Recht ist. Er definiert also, was die Ehe ist, was Eigentum ist, was "Recht auf Leben" ist etc.

    2. Wie kann sich der einzelne Bürger gegenüber einem Kultur-Hegemon schützen?

    Eigentlich gar nicht: Wird die Kultur (bzw. wer bestimmen kann, was die herrschende Kultur ist) zur Richtschnur für das Rechtund für das politische Leben, verschwinden im Grunde die Grundrechte und die Rechtsgüter. Alles wird zur Manövriermasse des Kultur-Hegemons.

    Ist das hier beschriebene übertrieben? Wer die Debatte um die sog. "Homo-Ehe" begleitet hat, konnte sehen, mit welcher Aggressivität die Gegner behandelt wurden.
    Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt verstieg sich sogar in der Behauptung, wer gegen die "Ehe für alle" sei, sei ein A…loch" - ähnliche Aussagen gab es zu Hauf. Dass man homophob sei, war noch das Mildeste.

    Im Grunde ging es gar nicht um Argumente, sondern um die Vernichtung des Andersdenkenden – unter dem Vorwand der Bekämpfung von Diskriminierung! Man muss deshalb davon ausgehen, dass die politischen Auseinandersetzungen in Zukunft mit zunehmender Aggressivität geführt werden, denn es geht nicht mehr um die Suche nach der Wahrheit und was Rechtens ist, sondern um die brutale Durchsetzung der eigenen Sicht der Dinge. Egal, wie falschdiese sein kann.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Mein Kommentar dazu :

    Jahrtausende alte Begriffe und Werte werden von ein paar Idiologen (Idioten) aus dem Gleichgewicht gebracht und wir sollen das glauben !
    Deutschland braucht eine christlich vernünftige Politik
    ohne Migrantenkuschelei !


  2. #2
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Die CSU sagt, sie habe Rechtsgutachten eingeholt und wegen der aus diesen folgenden geringen Erfolgsaussichten auf eine Klage verzichtet.

    Natürlich ist das eine schwache Argumentation, denn entweder man vertritt einen Standpunkt und sucht die Klärung vor dem BVerfG oder man verzichtet darauf, den eigenen Standpunkt zu vertreten. Vermeintliche, immer spekulative Erfolgsaussichten können keinen Ausschlag dafür geben, ob man beim BVerfG klagt oder nicht.

    Es ist offensichtlich, dass die CSU aus rein wahltaktischen Gründen auf die Klage verzichtet. Sie will einfach die Polarisierung durch eine Klage vermeiden und liberal-freigeistige potentielle Wähler nicht abschrecken.

    Mir ist das jedoch vollkommen egal, weil ich weder von einer Ehe jedweder Couleur noch von christlichen Werten was halte, aber die CSU bei der anstehenden Wahl in Bayern dennoch favorisiere. In meinen Augen hat die CSU sich also politisch klug verhalten eben weil es erstmal um den Wahlerfolg geht.

  3. #3
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Zitat Zitat von latrop Beitrag anzeigen
    Heute fand ich folgenden Artikel in einem Schreiben.

    CSU übergibt kampflos Linksideologen Deutungshoheit über Ehe







    Der Verzicht der CSU auf eine Klage gegen die sog. "Ehe für alle" ist die letzte Episode einer längeren Liste von Kapitulationen gegenüber der linksgrünen Gesellschaftspolitik.

    Kampflos übergibt die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Grünen, die maßgeblich in den letzten Jahrzehnten die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er gesteuert haben.

    Aufgrund der Tatsache, dass die Ehe zwischen Mann und Frau (und die christliche Familie) in der christlichen Gesellschaftsethik einen zentralenPlatz einnimmt, ist die de facto Akzeptanz des atheistischen und ahistorischen Ehebegriffes der Grünen ein wahrhaft historischer Schritt der CSU in die Dekadenz.

    Selbst Kardinal Reinhard Marx, der zum liberalsten Flügel der katholischen Kirche gehört, kritisierte die "Ehe für alle" und forderte eine Klage beim Verfassungsgericht. "Die Ehe sollte auf die Beziehung zwischen Mann und Frau bezogen bleiben." Der Staat dürfe den Ehebegriff nicht umdefinieren, "denn er basiert ja auf der Tatsache, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau und auf Weitergabe des Lebens ausgerichtet schon vor ihm da ist, sie ist gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass es den Staat überhaupt gibt", so der Kardinal gegenüber der "Welt am Sonntag" am 24. Dezember 2017.

    Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die sich in gesellschaftspolitischen Themen längst nicht mehr eindeutig christlich oder konservativ positioniert, kommentierte am 7. März 2018irritiert die Haltung der CSU: "Auch diese Lehre gehört zur Identität der CSU: Aus dick aufgeblasenen Backen kommt auch nur heiße Luft. . . . Unbestreitbar kann der Gesetzgeber die Ehe neu definieren. . . . Aber hier wäre eine Änderung des Grundgesetzes geboten – und ehrlich gewesen. Doch was schert das die Christliche Union noch?"

    Die Entscheidung der CSU, nicht gegen die "Ehe für alle" klagen zu wollen, hat mitnichten lediglich juristische Konsequenzen. Wie Anfangs erwähnt, ist das der Verzicht, für den wahren Begriff der Ehe kämpfen zu wollen. Der Begriff der Ehe wird de facto den linksgrünen Gesellschaftsideologen- und Politikern überlassen.

    Für diese ist ein kultureller Sieg viel wichtiger, als ein juristischer. Für linksgrüne Ideologen ist derjuristische Kampf gegen die Ehe im Grunde ein getarnter Kulturkampf.

    Dieser Umstand wird besonders deutlich in der Argumentation, mit der der Bundesjustizminister der letzten Legislaturperiode, Heiko Maas (SPD), die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare ohne eine vorherige Grundgesetzänderung verteidigte.

    In einem Kommentar für die "Welt" vom 7. Juli 2017 erklärte er: "Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass nur Mann und Frau eine Ehe eingehen können. Es kommt allein auf das Begriffsverständnis von "Ehe" an. Auch der Ehe-Begriff ist entwicklungsoffen. Weil er sich gewandelt hat und Ehe heute die dauerhafte Lebensgemeinschaft zweier Menschen beliebigen Geschlechts ist, brauchen wir keine Änderung des Grundgesetzes, damit gleichgeschlechtliche Paare in Zukunft heiraten können."

    Heiko Maas behauptet im Grunde, dass derBegriff "Ehe" gar nicht eindeutig definiert ist und sich ständig verändert.

    Konsequenterweise müsste er fordern, dass der Bundestag ständig das Ehegesetz dem sich neu etablierenden Begriff von "Ehe" anpassen müsste. Sollte nächstes Jahr beispielsweise das Volk der Auffassung sein, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann, so müsste der Bundestag das Gesetz vom 30. Juni rückgängig machen.

    Die Argumentation von Heiko Maas kennt man auch aus einem anderen Bereich: Gender. Hier ist selbst die menschliche Natur vermeintlich in ständiger Veränderung. Der Einzelne ist ständig dabei, seine sexuelle Orientierung zu verändern. Mal ist er Mann, mal ist er Frau, mal ist er eine Mischung von beidem in unterschiedlichen Proportionen.

    Wer so denkt, braucht gar keine Verfassung. Für ihn ist die Kultur oder besser gesagt, der Zeitgeist, die absoluteRichtschnur für politisches und gesellschaftliches Leben.

    Daraus ergeben sich zwei weitere Fragen:

    1. Wer definiert, was die herrschende Kultur ist?

    Die Zeitungen? Das Fernsehen? Die Kulturbranche? Die Demoskopen? Der "Volkswille"? Die wissenschaftliche Dialektik wie im Kommunismus?

    Sei es wie es sei: Recht wird in dieser Welt von demjenigen definiert, der die Deutungshoheit über die Kultur besitzt. Kultureller Einfluss ersetzt geradezu das Recht. Wer gesellschaftlichen Einfluss besitzt, der definiert auch, was Recht ist. Er definiert also, was die Ehe ist, was Eigentum ist, was "Recht auf Leben" ist etc.

    2. Wie kann sich der einzelne Bürger gegenüber einem Kultur-Hegemon schützen?

    Eigentlich gar nicht: Wird die Kultur (bzw. wer bestimmen kann, was die herrschende Kultur ist) zur Richtschnur für das Rechtund für das politische Leben, verschwinden im Grunde die Grundrechte und die Rechtsgüter. Alles wird zur Manövriermasse des Kultur-Hegemons.

    Ist das hier beschriebene übertrieben? Wer die Debatte um die sog. "Homo-Ehe" begleitet hat, konnte sehen, mit welcher Aggressivität die Gegner behandelt wurden.
    Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt verstieg sich sogar in der Behauptung, wer gegen die "Ehe für alle" sei, sei ein A…loch" - ähnliche Aussagen gab es zu Hauf. Dass man homophob sei, war noch das Mildeste.

    Im Grunde ging es gar nicht um Argumente, sondern um die Vernichtung des Andersdenkenden – unter dem Vorwand der Bekämpfung von Diskriminierung! Man muss deshalb davon ausgehen, dass die politischen Auseinandersetzungen in Zukunft mit zunehmender Aggressivität geführt werden, denn es geht nicht mehr um die Suche nach der Wahrheit und was Rechtens ist, sondern um die brutale Durchsetzung der eigenen Sicht der Dinge. Egal, wie falschdiese sein kann.

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    Mein Kommentar dazu :

    Jahrtausende alte Begriffe und Werte werden von ein paar Idiologen (Idioten) aus dem Gleichgewicht gebracht und wir sollen das glauben !
    Du hast da was missverstanden.
    Die Bayern machen wie gewohnt den Bueckling vor den USA.
    Dispara, cobarde, (que) solamente vas a matar a un hombre!

    Schiess! Feigling, (weil) Du wirst blos einen Mann toeten!

  4. #4
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Zitat Zitat von latrop Beitrag anzeigen
    Heute fand ich folgenden Artikel in einem Schreiben.

    CSU übergibt kampflos Linksideologen Deutungshoheit über Ehe







    Der Verzicht der CSU auf eine Klage gegen die sog. "Ehe für alle" ist die letzte Episode einer längeren Liste von Kapitulationen gegenüber der linksgrünen Gesellschaftspolitik.

    Kampflos übergibt die C-Partei aus Bayern die Deutungshoheit über Ehe und Familie den Grünen, die maßgeblich in den letzten Jahrzehnten die Anti-Ehe-Revolution im Geiste der 1968er gesteuert haben.

    Aufgrund der Tatsache, dass die Ehe zwischen Mann und Frau (und die christliche Familie) in der christlichen Gesellschaftsethik einen zentralenPlatz einnimmt, ist die de facto Akzeptanz des atheistischen und ahistorischen Ehebegriffes der Grünen ein wahrhaft historischer Schritt der CSU in die Dekadenz.

    Selbst Kardinal Reinhard Marx, der zum liberalsten Flügel der katholischen Kirche gehört, kritisierte die "Ehe für alle" und forderte eine Klage beim Verfassungsgericht. "Die Ehe sollte auf die Beziehung zwischen Mann und Frau bezogen bleiben." Der Staat dürfe den Ehebegriff nicht umdefinieren, "denn er basiert ja auf der Tatsache, dass die Ehe als Verbindung von Mann und Frau und auf Weitergabe des Lebens ausgerichtet schon vor ihm da ist, sie ist gewissermaßen die Voraussetzung dafür, dass es den Staat überhaupt gibt", so der Kardinal gegenüber der "Welt am Sonntag" am 24. Dezember 2017.

    Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die sich in gesellschaftspolitischen Themen längst nicht mehr eindeutig christlich oder konservativ positioniert, kommentierte am 7. März 2018irritiert die Haltung der CSU: "Auch diese Lehre gehört zur Identität der CSU: Aus dick aufgeblasenen Backen kommt auch nur heiße Luft. . . . Unbestreitbar kann der Gesetzgeber die Ehe neu definieren. . . . Aber hier wäre eine Änderung des Grundgesetzes geboten – und ehrlich gewesen. Doch was schert das die Christliche Union noch?"

    Die Entscheidung der CSU, nicht gegen die "Ehe für alle" klagen zu wollen, hat mitnichten lediglich juristische Konsequenzen. Wie Anfangs erwähnt, ist das der Verzicht, für den wahren Begriff der Ehe kämpfen zu wollen. Der Begriff der Ehe wird de facto den linksgrünen Gesellschaftsideologen- und Politikern überlassen.

    Für diese ist ein kultureller Sieg viel wichtiger, als ein juristischer. Für linksgrüne Ideologen ist derjuristische Kampf gegen die Ehe im Grunde ein getarnter Kulturkampf.

    Dieser Umstand wird besonders deutlich in der Argumentation, mit der der Bundesjustizminister der letzten Legislaturperiode, Heiko Maas (SPD), die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare ohne eine vorherige Grundgesetzänderung verteidigte.

    In einem Kommentar für die "Welt" vom 7. Juli 2017 erklärte er: "Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass nur Mann und Frau eine Ehe eingehen können. Es kommt allein auf das Begriffsverständnis von "Ehe" an. Auch der Ehe-Begriff ist entwicklungsoffen. Weil er sich gewandelt hat und Ehe heute die dauerhafte Lebensgemeinschaft zweier Menschen beliebigen Geschlechts ist, brauchen wir keine Änderung des Grundgesetzes, damit gleichgeschlechtliche Paare in Zukunft heiraten können."

    Heiko Maas behauptet im Grunde, dass derBegriff "Ehe" gar nicht eindeutig definiert ist und sich ständig verändert.

    Konsequenterweise müsste er fordern, dass der Bundestag ständig das Ehegesetz dem sich neu etablierenden Begriff von "Ehe" anpassen müsste. Sollte nächstes Jahr beispielsweise das Volk der Auffassung sein, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann, so müsste der Bundestag das Gesetz vom 30. Juni rückgängig machen.

    Die Argumentation von Heiko Maas kennt man auch aus einem anderen Bereich: Gender. Hier ist selbst die menschliche Natur vermeintlich in ständiger Veränderung. Der Einzelne ist ständig dabei, seine sexuelle Orientierung zu verändern. Mal ist er Mann, mal ist er Frau, mal ist er eine Mischung von beidem in unterschiedlichen Proportionen.

    Wer so denkt, braucht gar keine Verfassung. Für ihn ist die Kultur oder besser gesagt, der Zeitgeist, die absoluteRichtschnur für politisches und gesellschaftliches Leben.

    Daraus ergeben sich zwei weitere Fragen:

    1. Wer definiert, was die herrschende Kultur ist?

    Die Zeitungen? Das Fernsehen? Die Kulturbranche? Die Demoskopen? Der "Volkswille"? Die wissenschaftliche Dialektik wie im Kommunismus?

    Sei es wie es sei: Recht wird in dieser Welt von demjenigen definiert, der die Deutungshoheit über die Kultur besitzt. Kultureller Einfluss ersetzt geradezu das Recht. Wer gesellschaftlichen Einfluss besitzt, der definiert auch, was Recht ist. Er definiert also, was die Ehe ist, was Eigentum ist, was "Recht auf Leben" ist etc.

    2. Wie kann sich der einzelne Bürger gegenüber einem Kultur-Hegemon schützen?

    Eigentlich gar nicht: Wird die Kultur (bzw. wer bestimmen kann, was die herrschende Kultur ist) zur Richtschnur für das Rechtund für das politische Leben, verschwinden im Grunde die Grundrechte und die Rechtsgüter. Alles wird zur Manövriermasse des Kultur-Hegemons.

    Ist das hier beschriebene übertrieben? Wer die Debatte um die sog. "Homo-Ehe" begleitet hat, konnte sehen, mit welcher Aggressivität die Gegner behandelt wurden.
    Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt verstieg sich sogar in der Behauptung, wer gegen die "Ehe für alle" sei, sei ein A…loch" - ähnliche Aussagen gab es zu Hauf. Dass man homophob sei, war noch das Mildeste.

    Im Grunde ging es gar nicht um Argumente, sondern um die Vernichtung des Andersdenkenden – unter dem Vorwand der Bekämpfung von Diskriminierung! Man muss deshalb davon ausgehen, dass die politischen Auseinandersetzungen in Zukunft mit zunehmender Aggressivität geführt werden, denn es geht nicht mehr um die Suche nach der Wahrheit und was Rechtens ist, sondern um die brutale Durchsetzung der eigenen Sicht der Dinge. Egal, wie falschdiese sein kann.

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    Mein Kommentar dazu :

    Jahrtausende alte Begriffe und Werte werden von ein paar Idiologen (Idioten) aus dem Gleichgewicht gebracht und wir sollen das glauben !
    Die Anfänge der Zerschlagung der traditionellen Ehe haben SPD und Grüne bereits unter Schröder gemacht. Das scheint an vielen Bürgern spurlos vorübergegangen zu sein, besonders an denen, die sich höchst privat mit angeblichen Nachteilen durch das andere Geschlecht beschäftigen.

    Kleiner Denkanstöße: In der Agenda 2010 wurde die Bedarfsgemeinschaft geschaffen, die gegenüber Alleinstehenden systematisch benachteiligt wird. Aus einer Ehe wurde eine Bedarfsgemeinschaft, die zumindest für die Behörde mit Genehmigung des Staates nicht mehr unter besonderem Schutz steht. Dafür wird der Oma, die ein Zimmer an einen Studenten untervermietet oder in einer Wohngemeinschaft lebt, nach einem Jahr ebenfalls eine Bedarfsgemeinschaft mit dem Wohngemeinschaftsmitglied angedreht, zwangsweise.

    Das Bundes- und Landeserziehungsgeld des Herrn Kohl wurde zurückgenommen zugunsten eines Modells, das für den Staat nicht nur günstiger ist, sondern eine frühe Erwerbstätigkeit der Frau nebst Erziehungsbeteiligung des Mannes durch Erziehungsurlaub vorsieht.

    Das Unterhaltsrecht wurde reformiert. Der erziehende Teil erhält nun den nachehelichen Unterhalt zeitlich begrenzt, unabhängig davon, ob die Ehe als Alleinverdienerehe konzipiert war und unabhängig davon, wieviele Kinder zu betreuen sind und ob diese besonderen Betreuungsbedarf beispielsweise durch Behinderung haben. Zudem wird der nacheheliche Unterhalt nachrangig bezahlt, was dazu führt, dass der unterhaltsempfangenden Restfamilie weniger Geld zur Verfügung steht. Der Kindesunterhalt kann meist noch unter Anrechnung hälftigen Kindergelds aufgebracht werden, was dem Unterhaltsverpflichteten die Hälfte des Kindergelds beläßt. In Normal- bis Kleinverdienerfamilien wäre der Kindesunterhalt nach altem Modell Mangelunterhalt gewesen, der dem empfangenden Kind die andere Hälte des Kindergelds überlassen hätte.

    Zudem kam die Reform der Hinterbliebenenrente. Was viele nicht wissen: Es gibt die kleine und die große Witwenrente. Ein Hinterbliebener, der noch minderjährige Kinder zu versorgen hat, erhält die kleine Hinterbliebenenrente, die 10 Prozent der erreichten Rente des verstorbenen ausmacht und für ein Jahr gezahlt wird, danach nichts mehr. Die große Hinterbliebenenrente gilt nur für ältere Hinterbliebene. Die Zuverdienstgrenzen sind allerdings gering. Nach den Reformen, nämlich der Absenkung der Hinterbliebenenrente an sich, den strikten Zuverdienstgrenzen und dem sinkenden Rentenniveau wurde der Alleinverdienerehe der Garaus gemacht. Wer dieses Modell lebt, ist im Alter arm.

    Es gibt noch einige kleine Mosaiksteinchen, die die Rotgrünen eingebaut haben und das eine vollständige Berufstätigkeit von Ehepaaren vorsieht. Kinder werden nach den neuen gesellschaftlichen Bedingungen dann nur noch wenige bekommen und vor allem nicht viele Kinder. Die bekommen dann nur noch die, die sowieso im Sozialbezug sind und daran denken, dort auch zu bleiben.

    Und natürlich, immer noch in Arbeit: Die Steuerklasse III soll ja nach dem Willen der Linksgrünen auch noch fallen, angeblich um den Kindern was Gutes zu tun, in dem die Eltern mehr Steuern zahlen. "Leider" scheitert die Abschaffung bislang noch an der Verfassungsmäßigkeit des Ehegattensplittings. (Ironie...)

  5. #5
    Freiheit u. Solidarität Benutzerbild von frundsberg
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Deutsche Babies (Lebendgeburten):

    1910: 1.924.778 (gestorben: 1.045.665)
    1933: 971.174
    1939: 1.639.626
    1964: 1.357.304
    .
    .
    .

    .
    Über Spanien lacht die Sonne. Über Deutsche die ganze Welt.

  6. #6
    GESPERRT
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    Standard AW: Familie und Ehe

    In der deutschen Mehrheitsgesellschaft gibt es ein absolut negatives Bild über deutsche Familien mit vielen Kindern, egal, ob die gut erzogen sind oder nicht.
    "Interessant" ist es, dass dieselben Deutschen, die bei kinderreichen deutschen Familien arrogant die Nase rümpfen, die fanatischsten Anhänger des grenzenlosen Familiennachzuges von Arabern oder Afghanen sind.

  7. #7
    Ur-Deutscher Benutzerbild von latrop
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Zitat Zitat von Das Leben Beitrag anzeigen
    In der deutschen Mehrheitsgesellschaft gibt es ein absolut negatives Bild über deutsche Familien mit vielen Kindern, egal, ob die gut erzogen sind oder nicht.
    "Interessant" ist es, dass dieselben Deutschen, die bei kinderreichen deutschen Familien arrogant die Nase rümpfen, die fanatischsten Anhänger des grenzenlosen Familiennachzuges von Arabern oder Afghanen sind.
    Wieso muss ich dir hier Recht geben ?
    Weil du das gut erkannt hast.

    Deutschland braucht eine christlich vernünftige Politik
    ohne Migrantenkuschelei !


  8. #8
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Zitat Zitat von Das Leben Beitrag anzeigen
    In der deutschen Mehrheitsgesellschaft gibt es ein absolut negatives Bild über deutsche Familien mit vielen Kindern, egal, ob die gut erzogen sind oder nicht.
    "Interessant" ist es, dass dieselben Deutschen, die bei kinderreichen deutschen Familien arrogant die Nase rümpfen, die fanatischsten Anhänger des grenzenlosen Familiennachzuges von Arabern oder Afghanen sind.
    Satz 1 stimmt so nicht ganz, wie ich finde.
    Gegen eine kinderreiche Deutsche Familie in der alle beteiligten gut erzogen sind hat doch keiner was. Es gibt lediglich viele Landsleute, für die DAS kein Modell wäre.
    Verwechsel das nicht.
    Wer bei Ärger Leine zieht - so manchen schönen Tag noch sieht.






  9. #9
    GESPERRT
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Zitat Zitat von latrop Beitrag anzeigen
    Wieso muss ich dir hier Recht geben ?
    Weil du das gut erkannt hast.

    Ich danke dir.

    Meine gesamten Eindrücke, die ich hier aufschreibe und die von manchen, wenigen Usern fast feindlich betrachtet werden, haben sich nicht von einer Minute zur nächsten gebildet, weil es so viele Reaktionen hervorrüfe, sondern über etwa 15 Jahre hinweg, sehr langsam, aber umso eindringlicher.

    Man hat ja das jüngste beispiel des Musel mit den beiden weibern und dern zig Kindern gesehen, denen ein tolles haus zur verfügung gestellt wird und Alle sind ganz begeistert... eine DEUTSCHE ehrbare Familie mit nur einer Ehefrau und 6 Kindern hätte man in der brd gleichzeitig drangsaliert wie sonstwas.

  10. #10
    GESPERRT
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    Standard AW: Familie und Ehe

    Zitat Zitat von autochthon Beitrag anzeigen
    Satz 1 stimmt so nicht ganz, wie ich finde.
    Gegen eine kinderreiche Deutsche Familie in der alle beteiligten gut erzogen sind hat doch keiner was. Es gibt lediglich viele Landsleute, für die DAS kein Modell wäre.
    Verwechsel das nicht.
    Nein, mener Meinung steht da für eine Menge Leute nur: "Ohhh, die haben 5 Kinder, das geht ja nun mal gar nicht, die Frau will wohl das Mutterkreuz..., iss die nazi...?

    Es gibt jedoch eine Minderheit, über die man sich in Deutschland so uneingeschränkt lustig machen darf wie sonst nur über Vertriebenenverbände oder bibeltreue Katholiken: über kinderreiche Familien. Schon die Begrifflichkeit überfordert die Deutschen: Viele verbinden damit, so konstatieren Wissenschaftler, etwas Negatives, eine "gewisse soziale Nachlässigkeit".


    Vor einigen Wochen haben gleich mehrere AfD-Politiker gewagt, der Drei-Kind-Familie das Wort zu reden. Auch wenn diese Partei in vielen Forderungen grenzwertig ist, das Echo auf diese Idee muss verstören.

    Kinderreiche Familien haben das Pech, der falschen Minderheit anzugehören, die statt Beschützerinstinkte bei vielen nur Verwunderung oder Verachtung weckt. Dabei fordern die Familien gar nicht viel.
    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Gilt unter den Mehrheitsdeutschen so aber eben nur für deutsche Familien, ansonsten gilt: "Refugees welcome, bring your families".

    Wenn Menschen beim Makler ein Haus mit mehr als zwei Kinderzimmern suchen und scheitern, bekommen sie auf die Frage, wohin man solle, zu hören: Ziehen Sie doch in den Block, da wohnen solche Leute.
    Das steht dann in vollkommener Dissonanz dafür, dass man es gar nicht erwarten kann, bezugsfertige Häuser für möglichst kinderreiche Moslemfamilien fertigzustellen und denen glücklich zu überreichen.

    Siehe eben - das ist die Regel- die Muselfamilie mit den beiden Ehefrauen und den vielen Muselkindern: "Was haben se gejubelt!!" Die Deutschen. Die syrer natürlich auch.

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