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Thema: Als Christ in einer untergehenden Welt

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von antiseptisch
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    Standard Als Christ in einer untergehenden Welt

    Ich war heute mal wieder im Gottesdienst in einer freikirchlichen Gemeinde. Der große Saal dürfte 500 Leute unterkriegen, heute waren es ca. 300. Vom Altersdurchschnitt gut durchmischt, viele Junge und auch viele Ältere. Aber: Ich habe mal wieder keine einzige Familie sehen können. Einige Mütter mit Babys oder Kleinkindern, wo man sich fragt, wo der Mann ist, oder ob es einen gibt. Dann einige Klatschtanten und viele, sehr viele weibliche Singles, denen man es ansieht, dass sie am liebsten ihren Hund mitgebracht hätten. Moslems, die eine Simultanübersetzung bekommen, sind jetzt seit über einem Jahr nicht mehr angesagt, GOTT sei Dank. Ungefähr die Hälfte der Gläubigen sieht aus, als hätten sie zumindest Bekannte da, aber die andere Hälfte geht als Einzelgänger wieder nach Hause.

    Der Pastor bittet manchmal die Menschen während des Gottesdienstes, sich doch bitte mit den Nachbarn in der Sitzreihe bekannt zu machen und sich die Hand zu geben. Viele Menschen machen das nur widerwillig, und manche nehmen Abstand von älteren Gläubigen. Was soll das? Muss man eine abfaulende Gesellschaft so noch animieren, sich doch bitte nicht so asozial zu verhalten? Ich finde es immer befremdlicher, Da findet überhaupt kein Austausch mehr statt, trotz modernster Technik. Aber das ist wohl das kleinste Problem. Für ausländische Gläubige sieht das bestimmt befremdlich aus, wie anonym hier alles geworden ist. Ich gehe davon aus, dass sich die Jüngeren auch nur von der Schule her kennen, denn neue Bekanntschaften wird es kaum geben, nur weil man nebeneinander sitzt.

    Ich habe da zu meinen schlimmsten Zeiten mal bei der Seelsorgennummer angerufen. Und kein Witz: Derjenige am Telefon (war eine Handynummer) wollte wissen, woher ich seine Nummer habe. Da habe ich gesagt, die steht im Flyer drin. Er meinte nur, er wäre zwar im Leitungsteam, könnte sich nicht daran erinnern, die Nummer jemandem in der Kirche gegeben zu haben. Ich sollte doch bitte sonntags in den Gottesdienst gehen, da könnte dann jemand für mich beten.

    Mal ehrlich: Muss man dazu noch viel sagen?

  2. #2
    Sponsored by Benutzerbild von Zyankali
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    drei diktaturen auf deutschem boden (eine läuft noch...) gehen halt nicht spurlos an den menschen vorbei.

    jeder hat angst zu sagen was er wirklich denkt...
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  3. #3
    Ganz Unten Benutzerbild von Neben der Spur
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Es gibt kein gemeinsames Ziel ,
    darum auch die Selbstisolation .
    Lass' die Toten ihre Toten begraben Matthaeus 8:22
    Du wirst der Schwanz sein, und der Fremdling der Kopf 5.Mose 28:43,44
    Vom Wein der Waffenheere Odin ewig lebt

  4. #4
    Kampf dem Kapital! Benutzerbild von Smultronstället II.
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Ist auch meine Erfahrung in Gottesdiensten.
    Die Mainstream-Gottesdienste von RKK und EKD sind völlig leer.
    Gut besucht sind lateinische Messen bei Petrus- und Piusbrüdern, freikirchliche Gottesdienste und ausländische Gottesdienste.
    Bei den deutschsprachigen merkt man aber immer, dass selbst wenn viele kommen, nur viele Einzelne kommen. Da sind weder Familien noch größere Kreise, die zusammen zum Gottesdienst fahren. Außerhalb Westeuropas ist das völlig anders, da ist die soziale Dimension des Gottesdienstbesuches viel stärker ausgeprägt. Das gilt auch für kleine Gemeinden, die dann z.B. Hausgottesdienste machen.
    Kirchen, egal ob groß oder klein, reich oder arm, vom System unterstützt oder angefeindet, scheinen noch kein Konzept dafür gefunden zu haben, wie sie mit kleiner werdenen Gemeinden von Einzelnen umgehen sollten.
    Für Evangelikale ist das vielleicht noch ein größeres Problem als für traditionalistische Katholiken, bei denen ja ohnehin das Messopfer im Vordergrund steht, aber nicht die Interaktion mit dem Prediger, etc.
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    Fryheit für Schröder! Fryheit für Deutsche Substanz! Fryheit für Das Leben!
    Meinungsfryheit statt Feminismus!


  5. #5
    Mitglied Benutzerbild von antiseptisch
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Eigentlich wollte ich noch viel weiter ausholen hier, aber es bringt nichts. Heute morgen dachte ich noch, wie schön es wäre, wenn diese Menschen aufwachen würden. Gerade die um die 30-jährigen, die eigentlich genug Grips haben sollten. Der Pastor selbst ist 57, sieht aber aus wie Mitte 40, und ist auch sonst ziemlich gut bei Sinnen. Aber er käme nie auf die Idee, darüber nachzudenken, was hier wirklich zur Zeit abläuft, und das mit dem Wort Gottes abzugleichen. Politisch völlig abgestumpft! In den 80er Jahren noch war es gang und gäbe, gegen den Kommunismus zu hetzen! Heutzutage völlig undenkbar! Die Christen verstehen sich nicht mehr als freie Bürger, sondern ziehen sich immer mehr in ihre Schäfchen-Rolle zurück, denn sie haben ja ihren Pastor (Schafhirten), genauso wie Jesus es haben wollte. Mir wird gerade richtig schlecht.

  6. #6
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Zitat Zitat von antiseptisch Beitrag anzeigen
    ...genauso wie Jesus es haben wollte.
    auch ohne christ zu sein ist mir klar, das das alles nichts damit zu tun hat, was jesus gerne gehabt hätte...
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  7. #7
    Gegen Volksverarschung Benutzerbild von Bruddler
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Zitat Zitat von Smultronstället II. Beitrag anzeigen
    Ist auch meine Erfahrung in Gottesdiensten.
    Die Mainstream-Gottesdienste von RKK und EKD sind völlig leer.
    Gut besucht sind lateinische Messen bei Petrus- und Piusbrüdern, freikirchliche Gottesdienste und ausländische Gottesdienste.
    Bei den deutschsprachigen merkt man aber immer, dass selbst wenn viele kommen, nur viele Einzelne kommen. Da sind weder Familien noch größere Kreise, die zusammen zum Gottesdienst fahren. Außerhalb Westeuropas ist das völlig anders, da ist die soziale Dimension des Gottesdienstbesuches viel stärker ausgeprägt. Das gilt auch für kleine Gemeinden, die dann z.B. Hausgottesdienste machen.
    Kirchen, egal ob groß oder klein, reich oder arm, vom System unterstützt oder angefeindet, scheinen noch kein Konzept dafür gefunden zu haben, wie sie mit kleiner werdenen Gemeinden von Einzelnen umgehen sollten.
    Für Evangelikale ist das vielleicht noch ein größeres Problem als für traditionalistische Katholiken, bei denen ja ohnehin das Messopfer im Vordergrund steht, aber nicht die Interaktion mit dem Prediger, etc.
    Daran tragen die verlogenen, und prunksüchtigen Pfaffen & Kirchenfürsten eine nicht unerhebliche Mitschuld.
    DEM DEUTSCHEN VOLKE
    Deshalb AfD, die einzige Alternative für Deutschland.

  8. #8
    Si hortum habes... Benutzerbild von Gärtner
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Ich wüßte nicht, in einer untergehenden Welt zu leben. Aber ich bin auch kein Zeuge Jehovas, die haben darin mehr Erfahrung.
    "Der Anfang der Weisheit ist, die Dinge bei ihrem richtigen Namen zu nennen."

    Konfuzius

  9. #9
    GESPERRT
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Zitat Zitat von antiseptisch Beitrag anzeigen
    Ich war heute mal wieder im Gottesdienst in einer freikirchlichen Gemeinde. Der große Saal dürfte 500 Leute unterkriegen, heute waren es ca. 300. Vom Altersdurchschnitt gut durchmischt, viele Junge und auch viele Ältere. Aber: Ich habe mal wieder keine einzige Familie sehen können. Einige Mütter mit Babys oder Kleinkindern, wo man sich fragt, wo der Mann ist, oder ob es einen gibt. Dann einige Klatschtanten und viele, sehr viele weibliche Singles, denen man es ansieht, dass sie am liebsten ihren Hund mitgebracht hätten. Moslems, die eine Simultanübersetzung bekommen, sind jetzt seit über einem Jahr nicht mehr angesagt, GOTT sei Dank. Ungefähr die Hälfte der Gläubigen sieht aus, als hätten sie zumindest Bekannte da, aber die andere Hälfte geht als Einzelgänger wieder nach Hause.

    Der Pastor bittet manchmal die Menschen während des Gottesdienstes, sich doch bitte mit den Nachbarn in der Sitzreihe bekannt zu machen und sich die Hand zu geben. Viele Menschen machen das nur widerwillig, und manche nehmen Abstand von älteren Gläubigen. Was soll das? Muss man eine abfaulende Gesellschaft so noch animieren, sich doch bitte nicht so asozial zu verhalten? Ich finde es immer befremdlicher, Da findet überhaupt kein Austausch mehr statt, trotz modernster Technik. Aber das ist wohl das kleinste Problem. Für ausländische Gläubige sieht das bestimmt befremdlich aus, wie anonym hier alles geworden ist. Ich gehe davon aus, dass sich die Jüngeren auch nur von der Schule her kennen, denn neue Bekanntschaften wird es kaum geben, nur weil man nebeneinander sitzt.

    Ich habe da zu meinen schlimmsten Zeiten mal bei der Seelsorgennummer angerufen. Und kein Witz: Derjenige am Telefon (war eine Handynummer) wollte wissen, woher ich seine Nummer habe. Da habe ich gesagt, die steht im Flyer drin. Er meinte nur, er wäre zwar im Leitungsteam, könnte sich nicht daran erinnern, die Nummer jemandem in der Kirche gegeben zu haben. Ich sollte doch bitte sonntags in den Gottesdienst gehen, da könnte dann jemand für mich beten.

    Mal ehrlich: Muss man dazu noch viel sagen?
    Du hast ein vollkommen verklärtes Bild vom Christentum und deshalb hast du auch solch hohe Erwartungen. Was bitte erwartest du auch für eine echte Menschlichtkeit von einer Religion, die mitunter der größte Akteur und Anstifter des großen Volksaustausch ist? Christen waren zu allen Zeiten die Hilfspaten der Vergewaltiger unseres Volkes. Diese teuflische Haltung wurde ihnen direkt von Jesus ins Herz gelegt.

  10. #10
    Libertärer Republikaner Benutzerbild von BRDDR_geschaedigter
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    Standard AW: Als Christ in einer untergehenden Welt

    Zitat Zitat von Gärtner Beitrag anzeigen
    Ich wüßte nicht, in einer untergehenden Welt zu leben. Aber ich bin auch kein Zeuge Jehovas, die haben darin mehr Erfahrung.
    Natürlich leben wir seit dem Sündenfall in einer untergehenden Welt. Glaubst du nicht mal an die Offenbarung?
    Sozialismus und Freiheit schließen einander definitionsgemäß aus. - Friedrich Hayek


    Sprüche 1:7
    Des HERRN Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.

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