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Thema: der finanzielle Kollaps in Europa

  1. #181
    Mitglied Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von HansMaier. Beitrag anzeigen


    Lol, das ist ja brutal...
    Danke für die Aufklärung.
    MfG
    H.Maier
    Gerne. In der Praxis ist davon auszugehen, dass die Leihgebühr mit der Nachfrage (also solange diese deutlich unter T-Bill Rendite liegt) steigt. Wenn die Zinsen jedoch steigen, entsteht wieder eine Gewinnmarge, d.h. dieser carry-trade lohnt sich. Vermutlich sind diese Transaktionen auch ein Treiber des relativen Preisabfalls im Gold, der mit steigenden Zinsen kam. Aus Sicht einer US-Bank ist diese Transaktion auch praktisch risikolos. Wenn es allerdings systematisch und exzessiv stattfindet, entstehen systematische Risiken.
    Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die plötzliche Idee des IWF 2008, vorhandenes Gold zu verleihen. Es ging natürlich darum, den Banken dieses Finanzierungsinstrument zur Verfügung zu stellen.
    危機

  2. #182
    Mitglied Benutzerbild von antiseptisch
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Nach meinen Berechnungen ist es bereits heute wirtschaftlicher, Dieselgeneratoren mit Heizöl zur Stromerzeugung zu nutzen. Wer gewerbliche Anforderungen hat, könnte versuchen, eine Tankladung Kraftstoff unbemerkt einzuführen.
    Großhandelspreis Atomstrom war lange Zeit 3-6 Cent/kWh.
    Diese Berechnung habe ich für ein Rechenzentrum vor zwei Jahren aufgestellt. Der Einkaufspreis lag dort bei Stromsteuerbefreiung bei um die 11 ct./kwh. Zu dem Preis war es beim Mengenrabatt einer 30.000 Liter-Lieferung Heizöl zum damaligen Preis egal, ob man den Strom mit deren Notstromaggregaten produziert oder aus dem Hochspannungsnetz entnimmt.

    Das Perverse an der Story war: Der Ölverkäufer hatte dem Betreiber hochwertigen und voll versteuerten Diesel aufgeschwatzt, weil er nicht wusste, dass für ortsfeste Anlagen auch Heizöl verfeuert werden kann, man höllische Angst vor möglicher Steuerhinterziehung hatte, und weil angeblich Diesel lagerstabiler wäre. Den Motoren (gebrauchte Schiffsdiesel) wäre es egal gewesen. Die brauchen keine Dieseladditive, und selbst wenn, hätte man die separat kaufen und hinzufügen können. Aber es kommt noch schlimmer: Da die Generatoren nur zweimal im Jahr zu Test- und Prüfzwecken laufen, weil es in zehn Jahren noch keinen Stromausfall gab, aber der Diesel nicht altern darf, wird er alle fünf Jahre entsorgt. Ich möchte nicht wissen, wie. Einfach so die Generatoren laufen lassen ohne Stromausfall würde den Nachbarbetrieben auffallen. Typisch deutsch eben.

  3. #183
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Ich gehe von der Stunde Null aus. Was man dann so gebrauchen kann, wenn es keinen Strom mehr gibt und alles, was daran hängt. Tanken? Fehlanzeige. Einkaufen? Fehlanzeige, die verdammten elektrischen Türen im Supermarkt gehen nicht auf. Klar, es wird dann zu Plünderungen kommen. Um die vergammelte (Tief)kühlware kämpfen, wenn man weder Strom hat um zu kochen noch um den Fraß zu lagern?
    Bankkarte, Kreditkarte? Fehlanzeige, Terminals brauchen Strom. Auch Dein PC, Handy oder Wischophon, sobald der Akku leer ist geht nix mehr.
    Und so weiter, ich sehe herrliche Zeiten auf uns zukommen.
    Robinson Crusoe...habe ich mit Begeisterung gelesen.
    Pommes frites-Belgisches Weltkulturerbe

  4. #184
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von antiseptisch Beitrag anzeigen
    Diese Berechnung habe ich für ein Rechenzentrum vor zwei Jahren aufgestellt. Der Einkaufspreis lag dort bei Stromsteuerbefreiung bei um die 11 ct./kwh. Zu dem Preis war es beim Mengenrabatt einer 30.000 Liter-Lieferung Heizöl zum damaligen Preis egal, ob man den Strom mit deren Notstromaggregaten produziert oder aus dem Hochspannungsnetz entnimmt.

    Das Perverse an der Story war: Der Ölverkäufer hatte dem Betreiber hochwertigen und voll versteuerten Diesel aufgeschwatzt, weil er nicht wusste, dass für ortsfeste Anlagen auch Heizöl verfeuert werden kann, man höllische Angst vor möglicher Steuerhinterziehung hatte, und weil angeblich Diesel lagerstabiler wäre. Den Motoren (gebrauchte Schiffsdiesel) wäre es egal gewesen. Die brauchen keine Dieseladditive, und selbst wenn, hätte man die separat kaufen und hinzufügen können. Aber es kommt noch schlimmer: Da die Generatoren nur zweimal im Jahr zu Test- und Prüfzwecken laufen, weil es in zehn Jahren noch keinen Stromausfall gab, aber der Diesel nicht altern darf, wird er alle fünf Jahre entsorgt. Ich möchte nicht wissen, wie. Einfach so die Generatoren laufen lassen ohne Stromausfall würde den Nachbarbetrieben auffallen. Typisch deutsch eben.
    Die Angst vor Steuerhinterziehung ist nicht völlig unbegründet. "Steuersünder" werden gerne für viele Jahre eingesperrt.
    Nach meiner Rechtsauffassung hat dieses Regime jedoch keinen Cent Steuern verdient. Es gilt, jeden straffrei anwendbaren legalen und illegalen Weg zu nutzen.
    Im optimalen Fall alles in US-Dollar auf den Cayman Islands, offiziell mittellos und keinen Cent Steuern zahlend. In der Praxis ist dieses Vorhaben leider nicht trivial.
    危機

  5. #185
    Mitglied Benutzerbild von antiseptisch
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Die Angst vor Steuerhinterziehung ist nicht völlig unbegründet. "Steuersünder" werden gerne für viele Jahre eingesperrt.
    In dem Fall ist es aber wirklich Quatsch, weil es ein Gesetz oder eine Verordnung gibt, wo drinsteht, dass Heizöl in ortsfesten Verbrennungsmotoren zur Strom- oder Krafterzeugung verbraucht werden darf. Diesel ist dafür nicht nötig.

  6. #186
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Macht es doch irgend wann bumm ?
    Dazu ein Artikel der NZZ ,was auch Fonds betrifft.[Links nur für registrierte Nutzer]

  7. #187
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Irgendwann zerplatzen alles.


  8. #188
    Mitglied Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Macht es doch irgend wann bumm ?
    Dazu ein Artikel der NZZ ,was auch Fonds betrifft.[Links nur für registrierte Nutzer]
    Die NZZ ist unter den deutschsprachigen Zeitungen auch eine der letzten, die noch halbwegs glaubwürdig und unabhängig erscheint. Ein Deutscher hatte einmal versucht (ob der attraktiven Bewertung), eine Mehrheit an einer Schweizer Tageszeitung (wenn ich mich recht entsinne sogar die NZZ) zu kaufen, also durch schlichte Aktienkäufe. Lt. seiner Aussage wurde er mit rechtlichen und sonstigen Maßnahmen offensiv vertrieben.
    Wenn wie derzeit die Zinsen in USD steigen, werden zunächst die marginalen Wettbewerber, ob Länder oder Unternehmen, kannibalisiert. Besonders Unternehmen und Länder, die relativ zu ihrer Ertragskraft hohe USD-Schulden aufweisen. Also kapitalintensive Technologieunternehmen und defizitäre Länder. Die absehbaren Verlieren werden gerne als Finanzierungsinstrument genutzt, was ihr Ableben beschleunigt.
    Im Augenblick erscheint Tesla hochinteressant, weil die Optionen bzw. Leih-/Reposätze auf die Aktie teilweise sehr extreme Preise aufweisen, vermutlich teilweise sogar falsch sind. Vorhin war es beispielsweise möglich, (theoretisch) Aktien zu leihen, zu verkaufen und in T-Bills anzulegen. Dabei kommt etwa +/-0 heraus, wenn die Aktie nicht fällt. Wenn die Aktie fällt oder sogar eine Insolvenz eintritt,werden die Verkaufserlöse ganz oder teilweise zu gewinnen .
    In Optionen war es möglich, diese Transaktion in einer Art und Weise durchzuführen ("Credit Spread im Geld") , dass der maximale Verlust etwa gleich den Zinserträgen ist, die aus den T-Bills kommen.

    Die Zinskurve in US-Dollar schwankt am kurzen Ende zwischen 5-10 Jahren, die noch Prämie für Laufzeit aufweisen. Die Futures/Forwards-Märkte für den kommenden März sind bereits deutlich invertiert. Die invertierte Zinskurve bewirkt, dass langfristige Kredite weniger Zinsen rentieren als kurzfristige. Folglich werden kaum langfristige Finanzierungen mehr ausgegeben, was in den vergangenen 100 Jahren spätestens nach 12 Monaten in die Rezession führte.
    危機

  9. #189
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Herr Ackermann gestern in Bloomberg
    危機

  10. #190
    .. das Beste am Norden .. Benutzerbild von Politikqualle
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    ..
    ... Schweden zeigt, was auf Deutschland zukommen wird ..

    In kaum einem andern Land Europas ist die Islamisierung so weit fortgeschritten wie im einstigen Vorzeigeland Schweden. Die dort herrschenden Sozialisten handeln gegenüber ihrem indigenen Volk nicht weniger verbrecherisch wie die deutsche.
    Wer als Schwede den Islam kritisiert, wird auch dort von den Medien niedergemacht wie hier. Obwohl Schweden kein Naziland war, und obwohl Schweden niemals Kolonien hatte, wird auch dort seitens der linken Medien der Nazi- und Kolonialistenhammer geschwungen wie bei uns. In Schwedens Großstädten herrscht nicht mehr die schwedische Staatsgewalt, sondern die Gewalt islamischer Einwandererclans.

    .. Wegen ungezügelter Massenimmigration von Moslems:
    Schwedens Sozialstaat steht vor dem Bankrott
    ...

    ...
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    .. das Beste am Norden .. sind die Quallen ..... >>>>>>>


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