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Thema: der finanzielle Kollaps in Europa

  1. #781
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Eine logische Konsequenz für jemand, der sich weigert zu erkennen und korrigieren, daß er den 1. Knopf ins falsche Loch geknöpft hat.

  2. #782
    Mitglied Benutzerbild von dr-esperanto
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Gerhard Bläske
    "Mit dem Angriff auf die Unabhängigkeit der Börsenaufsicht Consob und der Banca d'Italia (italienische Zentralbank) haben die beiden Vizepremiers und Parteichefs Luigi Di Maio und Matteo Salvini eine neue Front eröffnet. Sie greifen nicht nur respektierte Institutionen an. Sie lenken auch von den wachsenden Divergenzen innerhalb der Regierung ab. Wie so oft haben Lega und 5 Stelle mit ihrer Kritik in Teilen recht. Denn die Aufsicht hat in der Vergangenheit versagt, als es darum ging, Krisen diverser Banken, etwa der Monte dei Paschi di Siena oder der venezianischen Volksbanken, rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Auch wegen des Versagens der Aufsicht mussten die Institute mit Steuergeldern gerettet werden, und viele Kleinsparer haben ihr Geld verloren. Die jetzige Regierung ist indes noch schlimmer. Sie will Consob und Banca d'Italia für ihre Zwecke instrumentalisieren und unabhängige Stimmen ersticken. Deutlich wurde dies etwa bei der Consob, wo der tatkräftige Reformer Mario Nava weggemobbt wurde. Nach monatelanger Vakanz soll nun ausgerechnet der 82-jährige Eurokritiker Paolo Savona die Börsenaufsicht auf Kurs bringen. Doch der bisherige Europaminister dürfte weder die Kraft noch das Vermögen haben, in Zeiten wieder wachsender Spreads, wackelnder Banken und heftiger Auseinandersetzungen innerhalb wichtiger Unternehmen wie TIM proaktiv und entschlossen zu handeln. Bei der Banca d'Italia, deren Unabhängigkeit schon früheren Regierungen ein Dorn im Auge war, gibt es noch mehr Anlass zur Sorge. Die Regierung stört sich an deren Kritik und der jüngsten Reduzierung der Wachstumsprognose. Nun wird klar, dass es Rom auch um etwas anderes geht. Die Regierung will an die Goldreserven im Wert von 90 Mrd. Euro. Sie gehörten den Italienern, sagt Salvini. Die Regierung will sicherstellen, dass die geplanten Wohltaten auch in einer Rezession finanziert werden können. Nach den Differenzen in der Flüchtlingspolitik, dem Haushaltsstreit mit der EU und dem Konflikt mit Frankreich zeigt Rom einmal mehr, dass es sich weder um eingegangene Verpflichtungen noch um europäische Regeln schert. Die wirtschaftlichen Folgen sind schon sichtbar: in der Rezession, in der Blockade von wichtigen Infrastrukturprojekten und in rückläufigen Investitionen. Nun droht auch der Rückzug ausländischer Investoren. Das sind verheerende Signale für das tief in die europäische Wirtschaft integrierte Land."
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  3. #783
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Die Hochfinanz denkt sich immer perversere Mittel aus für ihren Machterhalt:
    "Der Internationale Währungsfonds (IWF) will Bargeld mit einer Art Steuer belegen, damit es jedes Jahr wertloser wird. Dies sei in Zeiten von Negativzinsen ein guter Weg, die Flucht in Cash zu unterbinden und die Wirtschaft anzukurbeln."
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    Jetzt hilft nur noch AfD wählen.
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  4. #784
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Der globale Neoliberalismus macht fast alle Menschen kaputt.


  5. #785
    Mitglied Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Vor einiger Zeit wies ich bereits auf die außergewöhnlich hohe Aktivität in europäischen Bankaktien und zugehörigen Futures hin. Diese Entwicklung dauert weiterhin an. Auf den ersten Blick erscheint besonders Santander auffällig.



    Eine dezidierte Aufstellung des Monats Januar 2019 (gehandelte Kontrakte, Veränderung im Vergleich zum Vorjahr, gehandeltes Volumen in Nominalwert (EUR)):


    Woher kommt das ungewöhnlich hohe Volumen in Futures auf Bankaktien (vgl. Market Share)?


    Offensichtlich handelt es sich zum überwiegenden Teil um Agency Block Trades, welche entstehen, wenn Dealer im Auftrag ihrer Kunden (Fonds, Banken, Versicherungen) "als Agent" Aufträge ausführen.

    Warum würden Marktteilnehmer Futures statt die Aktien selbst handeln? Beispielsweise, um Leerverkäufe effizient abzuwickeln. Ein "echter" Leerverkauf, der legal stattfindet, setzt voraus, die nötigen Aktien zu leihen. Aktien werden jedoch üblicherweise sehr kurzfristig verliehen (über Nacht) und können üblicherweise jederzeit fällig werden. Futures erlauben dagegen, zu festen Leihgebühren mittelfristig (über Monate bis wenige Jahre) Leerverkäufe vorzunehmen.

    Arbitrage findet statt, indem Aktien am Geldmarkt finanziert, als Future verkauft und die Aktien selbst verliehen werden. Umgekehrt, indem Aktien als echter Leerverkauf zu kurzfristigen Leihgebühren beschafft, die Erlöse zu Geldmarkt-Sätzen angelegt und als langfristiges Future zurückgekauft werden.

    Santander unterhält ein großes Retail und z.T. subprime Kreditkarten-, Hypotheken- und Darlehensgeschäft in den USA. Santander ist auch in Europa präsent, bietet Retail-Dienstleistungen und refinanziert sich in US-Dollar. Meines Wissens kommen Emerging Markets Filialen hinzu und selbstverständlich großzügige Positionen in italienischen Schulden.
    Goldman Sachs half Santander vor wenigen Jahren, die europäischen Aufsichtsbehörden (Kapitalanforderungen) zu täuschen.
    Zu Leihgebühren vergleichbare Equity-Repo Sätze liegen in Europa für Indizes bei etwa 50 Basispunkten. Nachgefragte Einzeltitel üblicherweise bei 50-120 Basispunkten.

    Meines Erachtens finden hier Absicherungen von Kreditrisiko und Spekulationen gegen diese Institute statt. Da sich die hohen Volumina zwar zunächst in Open Interest niederschlagen, jedoch daraufhin wieder abbauen, absorbieren andere Marktteilnehmer offenbar das hier abgesicherte Kreditrisiko. (Santander selbst? )

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass Marktteilnehmer in CDS ausweichen und offene Positionen daraufhin schließen.
    危機

  6. #786
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Ohje, halb Süd- und Mittelamerika sitzt doch auf Santander-Krediten - wenn da mal nichts passiert!
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  7. #787
    .. das Beste am Norden .. Benutzerbild von Politikqualle
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    ... es trägt dazu bei :

    .....
    .. das Beste am Norden .. sind die Quallen ..... >>>>>>>


  8. #788
    Mitglied Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Offene CDS zwei verschiedener Clearingstellen, sortiert absteigend nach Nominalwert:

    Seite 1 von 77:





    von


    Die anfängliche Hypothese, dass es sich um Absicherungen von Kreditrisiko handelt scheint damit naheliegend.
    Angesichts der hohen Kosten, die diese offenen CDS-Positionen Käufer kosten, ist kaum denkbar, dass es sich hier um eine allgemeine Vorsichtsmaßnahme handelt.
    危機

  9. #789
    Mitglied Benutzerbild von Pelle
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Politikqualle Beitrag anzeigen
    ... es trägt dazu bei :
    Die hier auch.



  10. #790
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    Standard AW: der finanzielle Kollaps in Europa

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Vor einiger Zeit wies ich bereits auf die außergewöhnlich hohe Aktivität in europäischen Bankaktien und zugehörigen Futures hin. Diese Entwicklung dauert weiterhin an. Auf den ersten Blick erscheint besonders Santander auffällig.



    Eine dezidierte Aufstellung des Monats Januar 2019 (gehandelte Kontrakte, Veränderung im Vergleich zum Vorjahr, gehandeltes Volumen in Nominalwert (EUR)):


    Woher kommt das ungewöhnlich hohe Volumen in Futures auf Bankaktien (vgl. Market Share)?


    Offensichtlich handelt es sich zum überwiegenden Teil um Agency Block Trades, welche entstehen, wenn Dealer im Auftrag ihrer Kunden (Fonds, Banken, Versicherungen) "als Agent" Aufträge ausführen.

    Warum würden Marktteilnehmer Futures statt die Aktien selbst handeln? Beispielsweise, um Leerverkäufe effizient abzuwickeln. Ein "echter" Leerverkauf, der legal stattfindet, setzt voraus, die nötigen Aktien zu leihen. Aktien werden jedoch üblicherweise sehr kurzfristig verliehen (über Nacht) und können üblicherweise jederzeit fällig werden. Futures erlauben dagegen, zu festen Leihgebühren mittelfristig (über Monate bis wenige Jahre) Leerverkäufe vorzunehmen.

    Arbitrage findet statt, indem Aktien am Geldmarkt finanziert, als Future verkauft und die Aktien selbst verliehen werden. Umgekehrt, indem Aktien als echter Leerverkauf zu kurzfristigen Leihgebühren beschafft, die Erlöse zu Geldmarkt-Sätzen angelegt und als langfristiges Future zurückgekauft werden.

    Santander unterhält ein großes Retail und z.T. subprime Kreditkarten-, Hypotheken- und Darlehensgeschäft in den USA. Santander ist auch in Europa präsent, bietet Retail-Dienstleistungen und refinanziert sich in US-Dollar. Meines Wissens kommen Emerging Markets Filialen hinzu und selbstverständlich großzügige Positionen in italienischen Schulden.
    Goldman Sachs half Santander vor wenigen Jahren, die europäischen Aufsichtsbehörden (Kapitalanforderungen) zu täuschen.
    Zu Leihgebühren vergleichbare Equity-Repo Sätze liegen in Europa für Indizes bei etwa 50 Basispunkten. Nachgefragte Einzeltitel üblicherweise bei 50-120 Basispunkten.

    Meines Erachtens finden hier Absicherungen von Kreditrisiko und Spekulationen gegen diese Institute statt. Da sich die hohen Volumina zwar zunächst in Open Interest niederschlagen, jedoch daraufhin wieder abbauen, absorbieren andere Marktteilnehmer offenbar das hier abgesicherte Kreditrisiko. (Santander selbst? )

    Eine andere Möglichkeit wäre, dass Marktteilnehmer in CDS ausweichen und offene Positionen daraufhin schließen.
    Super Beitrag! Sehr begrünungswürdig (geht nur leider gerade nicht)

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