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Thema: Staufen und die scheinheilige Presse/Politik

  1. #41
    Der Kaishakunin Benutzerbild von Erich von Stahlhelm
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    Standard AW: Staufen und die scheinheilige Presse/Politik

    Zitat Zitat von Heisenberg Beitrag anzeigen
    Beides. Die Sekte hat ja umgehend medial reagiert. Zunächst hat man alles abgestritten, dann als Medienkampagne bezeichnet, dann berief man sich darauf, dass es Einzelfälle gewesen seien, dann stellte man es so dar, als seien die Zahlen vergleichbar mit anderen Gemeinschaften, bis man am Ende vor der Wahrheit kapitulierte und z.B. in Talkshows öffentlich Reue zeigte, Aufklärung und Besserung gelobte. Bei der Aufklärung hat die Sekte dann später gemauert und wesentlich etwas an der sexuellen Ausrichtung der Beschäftigten kann sich nicht geändert haben. Die Sekte betreibt eigentlich nichts anderes als Öffentlichkeitsarbeit. Wann immer freiwillige irgendwo Sozialarbeit leisten, kommt die Sekte und klebt ihr Label darauf,. Ihre gemeinnützige Arbeit lässt sie sich aber vom Staat bezahlen. Sie ist stinkreich und trotzdem betteln sie in den Messen um Geld der kleinen Leute. Dass man ihr das nicht übel nimmt und das Priestern so lange vertraut wurde, ist das Werk der Sektenpropaganda.

    Die Politik ist eng verflochten mit der Sekte. Kein Volksvertreter, der nicht von der Sekte umgarnt und bei Gelegenheit für ihre Zwecke eingespannt wird. Da werden Veranstaltungen abgehalten und enge Kontakte gepflegt. Die meisten Politiker sind Sektenmitglieder und wurden schon früh indoktriniert. Die Sekte nutzt ihre Arglosigkeit aus, um daraus Vorteile zu ziehen. Wie sonst kann es sein, dass ein Staat Steuern für eine Sekte eintreibt und sie mit Milliarden fördert? Überall überlässt man der Sekte die Kindererziehung. Es gibt Kindergärten und Schulen, die von der Sekte geführt werden. Für die Sekte nicht nur ein lohnendes Geschäft. Hier legt sie den Grundstein in der Toleranz ihr gegenüber. Von Anfang an, wird sie als Autorität wahrgenommen. Das ändert sich dann später nicht. Das kennen wir aus Eltern-Kind-Beziehungen.

    Für mich hat das Methode. Das ist Teil einer erprobten Strategie. Man muss isch das vorstellen: Die haben diese Taten geduldet und vertuscht. Die Kinder hat man praktisch ausgeliefert. Und dann senken sie ein bisschen die Köpfe und schon springt man ihnen von Seiten der Politik bei. Der Sektenpapst, der im Übrigen eine große Verantwortung für die Vertuschung trug, durfte sogar im Bundestag über ebendie Ethik referieren, die die Sekte stets hatte missen lassen. Genauso hilft die Politik der Sekte, ihren Status in der Gesellschaft zu erhalten und auszubauen. Man ist ihr mehr als freundlich gesonnen. Und das bewahrte sie vor Strafen und vor Schelte. Zum Glück folgen die Menschen ihrem eigenen Gefühl und treten dort aus. Die Sekte wird ohnehin so weitermachen wie bisher. Das war nicht der erste Skandal. Die sitzen sowas einfach aus. Irgendwann wird dieser Skandal vergessen sein. Das wissen sie. Darum ist es ja so ärgerlich, dass keine Gesetze zum Schutz der Kinder verabschiedet wurden.

    Dabei wäre das so einfach gewesen. Man hätte es in solchen Organisationen einfach zur Pflicht machen müssen, dass Verdachtsfälle an ermittelnde Behörden gemeldet werden müssen. Die können dann über die Schwere der Tat enscheiden. Bisher hatte die Sekte nicht einen einzigen Fall als schwer eingestuft und Behörden gemeldet. Das ist auch nach dem Skandal so geblieben, wenn Eltern sich auf die Vertuschung einließen.

    Bei Kindesmißbrauch gibts kein mehr oder weniger schwer. Das sind allesamt schwere Fälle.
    Naja, müßig darüber zu diskutieren, ein einziger Augiasstall. Mein Vater hatte Glück. Als junger
    Mensch ein Erzkathole. Wollte sogar selber Priester werden. Mit sechzehn Jahren hat ihm dann
    sein Idol, zu dem er aufsah und dem er nacheifern wollte ein glühendes Liebesgeständnis
    gemacht. Da sind Welten zusammengebrochen. Naja, er wurde Atheist. Glück hatte er gehabt.
    Hätte auch anders kommen können. Dann wäre er ein traumatisierter Atheist geworden.
    War schon so ein Schock fürs Leben für ihn.
    Wenn morgen die Muschelhörner und Trommeln erklingen, dann lasst uns fallen, so leichten Herzens wie die Kirschblüten im linden Frühlingswind.

    Prophetie aus Logik geboren. Sucht nach
    "Die Reichen werden Todeszäune ziehen" und lest!

  2. #42
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    Standard AW: Staufen und die scheinheilige Presse/Politik

    Zitat Zitat von Erich von Stahlhelm Beitrag anzeigen
    Bei Kindesmißbrauch gibts kein mehr oder weniger schwer. Das sind allesamt schwere Fälle.
    In der Justiz leider schon. Und es ist auch so, dass nur schwere Fälle von Missbrauch unbedingt angezeigt werden müssen. Dass die Sekte ausnahmslos alle Fälle als leichten Missbrauch auslegte, obwohl die Täter immer wieder rückfällig wurden und Kinder oft über Jahre hinweg missbrauchten, spricht ja für sich. Das ignorierte sie einfach. Das war Teil der Vertuschung. Die Sekte verfolgte eigene, ihr wichtigere Interessen.

    Darum sollte diese Unterscheidung in der Anzeigepflicht weg. Bei JEDEM Fall sollten unbedingt unabhängige Behörden eingeschaltet werden, damit die entscheiden, wie es weitergeht. Organisationen regeln gerade solche Fälle intern, um einen Ruf zu wahren, den sie offenbar nicht verdienen.

    Zitat Zitat von Erich von Stahlhelm Beitrag anzeigen
    Mein Vater hatte Glück. Als junger Mensch ein Erzkathole. Wollte sogar selber Priester werden. Mit sechzehn Jahren hat ihm dann sein Idol, zu dem er aufsah und dem er nacheifern wollte ein glühendes Liebesgeständnis gemacht. Da sind Welten zusammengebrochen. Naja, er wurde Atheist. Glück hatte er gehabt.
    Gut, dass er schon sechzehn war. Wäre er jünger gewesen, hätte er kaum Gelegenheit gehabt, sich den Avancen des Priesters zu entziehen. Das ist ein ganz großes Problem. Die haben da keinen Beistand und wenn sowas dort passiert, wird kein Außenstehender involviert. Das sollte sich ändern. In den USA war man da viel konsequenter. Da haben die Opfer auch eine ordentliche Entschädigung erhalten.

    Hier zum Thema habe ich aber vor allem den Vergleich zu bürgerlichen Tätern hergenommen, um zu verdeutlichen, wie groß das Ausmaß des Problems ist. Sowohl die Presse, als auch die Politik, die Strafverfolger und sicherlich auch die Öffentlichkeit, gehen damit völlig unterschiedlich um. Justitia ist nicht blind, wo sie es eigentlich sein sollte.
    "Crime is crime is crime. It is not political..." [Margaret Thatcher]

  3. #43
    Mitglied Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Staufen und die scheinheilige Presse/Politik

    Man sollte der Kirche nahelegen, solche Herrschaften doch bitte zum Missionieren gen Jemen oder Borneo zu schicken!
    Kalenderspruch, Woche 46: "Communism is a brand now, radicalism is a demographic." (Anon, /lit/, 4chan, 180918)

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