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Thema: Ausmaße des 1. Wk.

  1. #11
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von Erich von Stahlhelm Beitrag anzeigen
    Zumindest die Soldaten dachten das am Anfang. Wohl auch das Führungspersonal aller Seiten zum größten Teil. Es gab ja auch keinerlei Vergleichsbeispiele für industrialisierten Krieg in der Geschichte. So gesehen war das für alle Beteiligten auch kaum absehbar was sich dann wirklich letztendlich entwickelt hat. Man dachte man lässt einen Bär aus dem Käfig der etwas brüllt und mit seinen Tatzen schlägt und er mutierte daraufhin zu einem unkontrollierbaren Titanen der sich austoben wollte und dies dann auch tat. So etwas gabs noch nie, weder in den Massen der Heere, noch den Massen der Arbeiter in der Rüstungsindustrie, noch in den Massen der Waffen und der Munition und dem Ausmaß der Zerstörungen, noch in der Starrsinnigkeit der Führungen aller Seiten nicht stoppen zu können als ersichtlich wurde welch Monstrum da heraufbeschworen wurde. Als wären die Götter des Krieges gar selbst auf die Erde herniedergestiegen um sich auszutoben in einem Wüten welches die Welt noch nie gesehen hatte.
    Wie eine Naturgewalt die tobt bis sich ihre Energie erschöpft hat.
    Also kann man sagen das die Kriegsmächte von den Ausmaßen überrollt wurden. Zur Starrsinnigkeit der Feindmächte stell dir vor Deutschland hätte ein Friedensangebot gemacht. In 10-20 Jahren wäre Deutschland wirtschaftl. genauso weit gewesen wie vor 1914. Ich glaube kaum das die Engländer im gleichen Zeitraum Deutschland wirtschaftlich eingeholt hätten ohne Einbußen an Wohlstand.

  2. #12
    Der Kaishakunin Benutzerbild von Erich von Stahlhelm
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von Gratian Beitrag anzeigen
    Also kann man sagen das die Kriegsmächte von den Ausmaßen überrollt wurden. Zur Starrsinnigkeit der Feindmächte stell dir vor Deutschland hätte ein Friedensangebot gemacht. In 10-20 Jahren wäre Deutschland wirtschaftl. genauso weit gewesen wie vor 1914. Ich glaube kaum das die Engländer im gleichen Zeitraum Deutschland wirtschaftlich eingeholt hätten ohne Einbußen an Wohlstand.
    Nein, natürlich nicht. Es gab doch gar auch im Krieg Versuche wieder auf den Boden der Diplomatie zurück
    zu kommen, so ich mich entsinne. Im Grunde wäre es egal gewesen. Selbst wenn Deutschland einen großen Rückzieher
    angeboten hätte, Einstellung der Kampfhandlungen, Rückzug bis zur deutschen Grenze, Rückzug auf diplomatischen Boden
    ohne Bedingungen, selbst noch in einer Position der Stärke stehend, die Engländer hätten es sich niemals leisten können.
    Im Grunde war es ja auch Sinn der Übung. Der Krieg wurde ja regelrecht herbeigeschrieben, Phantasien von der totalen
    physischen Vernichtung des deutschen Volkes inklusive (glaub so Anfang 1900 war das) und eines übelen antideutschen
    Rassismus, weil damals die deutsche Wirtschaft schon solch eine gewaltige Konkurrenz war das der Engländer kaum
    mehr Stand halten konnte. Über die Anfangsphase der billigen Kopien von zweifelhafter Qualität war man ja schon lange
    hinaus. Man war besser, innovativer, schneller und preiswerter. Und konkurrierte logischerweise auch auf den Rohstoffmärkten.
    Ein Frieden oder gar gar kein Krieg, das wäre dem perfiden Albion weitaus teurer zu stehen gekommen als der Krieg selbst. Neue Arbeiter werden ja nach dem Schlachten wieder ganz natürlich ins Licht der Welt gebumst. Verlorener Grund in Wirtschaft aber nur schwerlich zurück erobert.
    Wenn morgen die Muschelhörner und Trommeln erklingen, dann lasst uns fallen, so leichten Herzens wie die Kirschblüten im linden Frühlingswind.

    Prophetie aus Logik geboren. Sucht nach
    "Die Reichen werden Todeszäune ziehen" und lest!

  3. #13
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von Gratian Beitrag anzeigen
    Also kann man sagen das die Kriegsmächte von den Ausmaßen überrollt wurden. Zur Starrsinnigkeit der Feindmächte stell dir vor Deutschland hätte ein Friedensangebot gemacht. In 10-20 Jahren wäre Deutschland wirtschaftl. genauso weit gewesen wie vor 1914. Ich glaube kaum das die Engländer im gleichen Zeitraum Deutschland wirtschaftlich eingeholt hätten ohne Einbußen an Wohlstand.
    D hat ja Ende 16 Angebote gemacht, Krieg beenden auf dem Staus Quo vom Juli14 ohne Kompensationen. Die Gegner hätten dann aber ein Problem gehabt: Wer sollte deren Bevölkerungen erklären, dass ihre Söhne umsonst verreckt sind und sich ein massiver Berg an Schulden aufgetürmt hat, den nicht die Deutschen bezahlen. Desweiteren gabs noch anderere Gegner eines Friedens: Z. Bsp. die Tschechen, die sind im Februar 17 sofort bei Kerenski aufgelaufen und haben diesen bekniet , ja weiter Krieg zuführen . Nur durch Niederlage der Mittelmächte konnten die ihren unsäglichen Staat schaffen.. Die Polen haben den Wilson bekniet usw.
    Toleranz gegen Intolerante ist einfach nur dumm ( Hamed Abdel Samad )
    Der Islam denkt nicht in Jahrzehnten sondern in Jahrhunderten ( PSL - RIP)
    Toleranz & Apathie sind die letzten Tugenden einer sterbenden Gesellschaft (Aristoteles)

  4. #14
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Die Ansichten der Heerführer war damals im WK I nicht die Waffen sind entscheidend sondern der Wille der Soldaten. Diese Meinung hatte ja mal eine gewisse Berechtigung aber auf keinen Fall im 20. Jahrhundert.
    Auch wenn die Deutschen weniger werden, so ist das noch lange kein Grund das Land anderen zu überlassen.

  5. #15
    Mitglied Benutzerbild von Muninn
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von Gratian Beitrag anzeigen
    Also anscheinend war es schon mehreren Leuten um 1880-1890 in Deutschland und GB bekannt, daß es irgendwann zum Knall zwischen Deutschland und England kommen würde. Meine Frage wäre, war man sich bewusst das dieser Krieg "solche" Ausmaße annimmt? Oder schickten die damaligen Führer der Großmächte ihre Bevölkerung wissentlich in eine größere Auseinandersetzung? Oder anders war den Staatenlenkern das Risiko eines größeren Krieges bewußt? Oder nahmen sie an es wäre nur eine Schlacht in den Ausmaßen von Königsgrätz und dann is' Schluß?
    Danke für die Antworten

    Die Führung in allen Ländern ging von einem kurzen Krieg aus. Die längste Schätzung endete im März 1915.
    „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk, als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

    Napoleon Bonaparte

  6. #16
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    D hat ja Ende 16 Angebote gemacht, Krieg beenden auf dem Staus Quo vom Juli14 ohne Kompensationen. Die Gegner hätten dann aber ein Problem gehabt: Wer sollte deren Bevölkerungen erklären, dass ihre Söhne umsonst verreckt sind und sich ein massiver Berg an Schulden aufgetürmt hat, den nicht die Deutschen bezahlen. Desweiteren gabs noch anderere Gegner eines Friedens: Z. Bsp. die Tschechen, die sind im Februar 17 sofort bei Kerenski aufgelaufen und haben diesen bekniet , ja weiter Krieg zuführen . Nur durch Niederlage der Mittelmächte konnten die ihren unsäglichen Staat schaffen.. Die Polen haben den Wilson bekniet usw.
    Ende 1914 wurde Moltke durch Falkenhayn ersetzt, in der obersten deutschen Heeresleitung war man Ende 1914 zu der Ansicht gekommen das man militärisch gescheitert ist. Das traf natürlich auch auf die Gegner zu. Falkenhayn sondierte das Jahr 1915 ob es eine Möglichkeit zu einem Frieden gibt, auch dachte er an einen separaten Frieden mit Russland, aber bei den Feinden war ein Willen zum Frieden nicht auszumachen, also entschloss er für 1916 um Verdun zu kämpfen in der Hoffnung die franz. Armee auszubluten. Viele Historiker sahen die Schlacht um Verdun als gescheitert an, was aber nicht ganz stimmt, denn die französische Armee fing an wegen Verdun zu meutern, nur blieb es der deutschen Heeresleitung verborgen und deswegen hat man sich selber um den Erfolg gebracht.
    Auch wenn die Deutschen weniger werden, so ist das noch lange kein Grund das Land anderen zu überlassen.

  7. #17
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    D hat ja Ende 16 Angebote gemacht, Krieg beenden auf dem Staus Quo vom Juli14 ohne Kompensationen. Die Gegner hätten dann aber ein Problem gehabt: Wer sollte deren Bevölkerungen erklären, dass ihre Söhne umsonst verreckt sind und sich ein massiver Berg an Schulden aufgetürmt hat, den nicht die Deutschen bezahlen. Desweiteren gabs noch anderere Gegner eines Friedens: Z. Bsp. die Tschechen, die sind im Februar 17 sofort bei Kerenski aufgelaufen und haben diesen bekniet , ja weiter Krieg zuführen . Nur durch Niederlage der Mittelmächte konnten die ihren unsäglichen Staat schaffen.. Die Polen haben den Wilson bekniet usw.
    Sowie ich das verstanden hab wurde in D beraten ob man ein Friedensangebot mit dem Status von '14 machen sollte. Aber Hindenburg setzte auf einen Siegfrieden. Wäre für die Engländer auch eine Katastrophe gewesen, wenn der Krieg nicht fortgeführt worden wäre.

  8. #18
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    Zitat Zitat von marion Beitrag anzeigen
    D hat ja Ende 16 Angebote gemacht, Krieg beenden auf dem Staus Quo vom Juli14 ohne Kompensationen. Die Gegner hätten dann aber ein Problem gehabt: Wer sollte deren Bevölkerungen erklären, dass ihre Söhne umsonst verreckt sind und sich ein massiver Berg an Schulden aufgetürmt hat, den nicht die Deutschen bezahlen. Desweiteren gabs noch anderere Gegner eines Friedens: Z. Bsp. die Tschechen, die sind im Februar 17 sofort bei Kerenski aufgelaufen und haben diesen bekniet , ja weiter Krieg zuführen . Nur durch Niederlage der Mittelmächte konnten die ihren unsäglichen Staat schaffen.. Die Polen haben den Wilson bekniet usw.
    Wegen Schulden zahlen.
    Bei einer Kriegsanleihe zahlt der Staat die jährliche Dividende (wie bei jeder Anleihe) aus. Aber woher nimmt der Staat das Geld, wenn ihn der Krieg finanziell ausblutet?

  9. #19
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Zitat Zitat von Gratian Beitrag anzeigen
    Wegen Schulden zahlen.
    Bei einer Kriegsanleihe zahlt der Staat die jährliche Dividende (wie bei jeder Anleihe) aus. Aber woher nimmt der Staat das Geld, wenn ihn der Krieg finanziell ausblutet?
    City of London, Wallstreet und wie die alle heißen mögen. Nicht umsonst wurde am 23.12.1913 das "Ungeheuer von Jekyll Island" installiert. Wäre WKI nur nach Goldstandard geführt worden, wäre er nach 6 Monaten wegen Geldmangels gestorben, schreibt N. Ferguson in "Der falsche Krieg"
    Toleranz gegen Intolerante ist einfach nur dumm ( Hamed Abdel Samad )
    Der Islam denkt nicht in Jahrzehnten sondern in Jahrhunderten ( PSL - RIP)
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  10. #20
    forward ever Benutzerbild von Lichtblau
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    Standard AW: Ausmaße des 1. Wk.

    Friedrich Engels hat im Jahr 1888 die Ausmasse sehr gut vorausgesehen:

    "Und endlich ist kein andrer Krieg für Preußen-Deutschland mehr möglich als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von einer bisher nie geahnten Ausdehnung und Heftigkeit. Acht bis zehn Millionen Soldaten werden sich untereinander abwürgen und dabei ganz Europa so kahlfressen, |351| wie noch nie ein Heuschreckenschwarm. Die Verwüstungen des Dreißigjährigen Kriegs zusammengedrängt in drei bis vier Jahre und über den ganzen Kontinent verbreitet; Hungersnot, Seuchen, allgemeine, durch akute Not hervorgerufene Verwilderung der Heere wie der Volksmassen; rettungslose Verwirrung unsres künstlichen Getriebs in Handel, Industrie und Kredit, endend im allgemeinen Bankerott; Zusammenbruch der alten Staaten und ihrer traditionellen Staatsweisheit, derart, daß die Kronen zu Dutzenden über das Straßenpflaster rollen und niemand sich findet, der sie aufhebt; absolute Unmöglichkeit, vorherzusehn, wie das alles enden und wer als Sieger aus dem Kampf hervorgehen wird; nur ein Resultat absolut sicher: die allgemeine Erschöpfung und die Herstellung der Bedingungen des schließlichen Siegs der Arbeiterklasse. "

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    Oder hat er als Insider mitgemacht das es so kommt?
    backward never.

    ignore: Lichtblau

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