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Thema: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

  1. #1
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Der Artikel ist zwar zu plakativ für meinen Geschmack, benennt aber ein wichtiges Problem unserer derzeitigen "Gesundheit"spolitik.
    Es wird gespart an allen Ecken und Kanten, um Profite zu generieren. Dabei wird billigend in Kauf genommen, daß Patienten sich unnötige, schwer zu behandelnde Infektionen im Krankenhaus zuziehen.
    Wer das in seriöserer Form lesen möchte, schaue in die ärztlichen Fachzeitschriften.

    Im Artikel nicht genannt wird ein weiteres Problem des Sparzwanges: die so wichtige Reinigung wurde an möglichst billige Dienstleister "outgesourced". Dort arbeiten oft Leute, die die Anweisungen zur korrekten Dosierung der Desinfektionsmittel nicht einmal lesen können.


    Auszüge:
    Seit 20 Jahren arbeite ich als Krankenschwester. Ich liebe meinen Beruf. Trotzdem habe ich Ende letzten Jahres gekündigt. Ich wollte nicht länger Mittäterin sein. Denn das war ich: Mittäterin. Ich habe dabei mitgeholfen, multiresistente Keime zu verbreiten. Keime, die Menschen umbringen. Über kurz oder lang werden uns nämlich die Antibiotika ausgehen, die diese Keime bekämpfen könnten. Kinder werden an Mittelohrentzündungen sterben. Erwachsene nach Wurzelbehandlungen. Weil wir den Ernst der Lage nicht erkennen. Weil Kliniken kaputt gespart werden.
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    Schnelles Geld mit schnellen OPs

    Wenn solche Patienten bei uns eingeliefert werden, müssen wir zunächst verpflichtend einen Abstrich durchführen, um zu überprüfen, ob und welche resistenten Keime sie tatsächlich in sich tragen. Bis das Ergebnis dieses Abstrichs da ist, vergehen in der Regel mehrere Stunden. Das ist normal.
    Eigentlich müssten wir Risiko-Patienten nach dem Abstrich vorsichtshalber so lange als infizierte Patienten behandeln und isolieren, bis das Ergebnis vorliegt. Doch stattdessen schieben wir sie direkt in den OP. Je mehr Patienten wir nämlich in noch kürzerer Zeit operiert bekommen, desto mehr Geld verdient das Krankenhaus.


    Obwohl wir also nicht wissen, ob ein Patient multiresistente Keime in sich trägt oder nicht, operieren wir ihn ganz normal wie jeden anderen Patienten. Dabei müssten wir eigentlich ganz spezielle Schutzvorkehrungen treffen: Um uns und andere Patienten vor multiresistenten Keimen zu schützen, legen wir normalerweise eine Ganzkörper-Schutzkleidung an: Kittel, Haube, Mundschutz, etc.


    Sobald wir das Zimmer oder den OP-Saal mit infizierten Patienten verlassen, muss die Schutzkleidung ausgezogen und entsorgt werden. Auch Beatmungsschläuche und Ähnliches müssen weggeworfen beziehungsweise ersetzt werden. Wir müssen sämtliche Kommoden ausräumen und reinigen, alle Gerätschaften aufwendig sterilisieren.
    Herkömmliche Desinfektion nicht immer ausreichend

    Eine herkömmliche Desinfektion ist nach den Hygiene-Vorschriften bei Patienten mit multiresistenten Keimen nämlich nicht ausreichend. Außerdem dürfen solche Patienten normalerweise nach der Operation nicht in den regulären Aufwachraum gebracht werden – Ansteckungsgefahr! Stattdessen muss ein Pfleger noch im OP-Saal beim Patienten bleiben, bis er aufgewacht ist. Danach bekommt er ein Einzelzimmer.


    Eigentlich!


    Denn in der Realität hat eine Anästhesieschwester bei uns nicht einmal die Zeit, sich vorschriftsmäßig die Hände zu desinfizieren, da sie zum Beispiel im Spätdienst bis zu vier (!) OP-Säle betreuen muss. Eine einzige! Keine von uns hat Zeit, bei Patienten sitzen zu bleiben, bis sie aufwachen – das bindet ja viel zu viel Personal. Und das Krankenhaus kann und will es sich nicht leisten, einen OP-Saal so lange belegt zu lassen. Also schieben wir die Patienten nach der OP in den Aufwachraum zu anderen frisch operierten Patienten – und dann vom Aufwachraum in ein Doppelzimmer. Noch einmal: Ohne, dass wir wissen, ob der Patient multiresistente Keime in sich trägt oder nicht.


    Wir nehmen also in Kauf, dass sich diese Keime weiter verbreiten. Oder besser gesagt: Wir helfen aktiv dabei mit.
    Patienten werden noch schwerer krank

    Was mich an der ganzen Sache am meisten wütend macht: Statt die Patienten bei uns im Krankenhaus gesund zu machen, machen wir sie in vielen Fällen noch schwerer krank! Und zwar deshalb, weil die Klinik die Pflege und Versorgung der Menschen kaputt spart. Es geht nur noch um Profit, nicht mehr darum, die bestmögliche Versorgung zu liefern. Natürlich muss auch ein Krankenhaus wirtschaftlich arbeiten – aber das darf eben nicht zu Lasten der Patienten gehen!
    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund

  2. #2
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Es ist jetzt ungefähr 6 Jahre her, dass ich nicht mehr für die nuklearmedizinische Abteilung eines Pharmaunternehmens arbeite. Zwar kenne ich das deutsche System nur bedingt, aber das Grundproblem ist gleich. Ein Markt funktioniert im Gesundheitswesen nicht, da der Patient i.d.R. nicht selbst zahlt, die Leistungen nicht bewerten kann, oder nicht einmal eine Auswahlmöglichkeit hat.

    Da eben diese Wahl fehlt, kann man das (staatlich finanzierte) Gesundheitzsystem schröpfen.

    Hier steht am Flughafen ein grosses Krebszentrum. Es ist super, und auch mit der modernsten Diagnostik ausgerüstet. Es bestehen meines Wissens keine Wartezeiten. Ungefähr 30% bis 40% der Patienten sind Kanadier, die nicht länger warten wollen, und ihre Rechnung selbst bezahlen. Wer das Geld nicht hat ... tut mir halt leid.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  3. #3
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Stichwort MRSA. Die Zahl derer, die damit nach Hause gehen, steigt.
    Durchgeknallt ist ganz nah dran an wundervoll

  4. #4
    Mit mir zum Kampf u. Sieg
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von Pillefiz Beitrag anzeigen
    Stichwort MRSA. Die Zahl derer, die damit nach Hause gehen, steigt.


    nicht nur das, das verfrühte sterben gibts schon eine weile - zum quartalsende hin, wenns mit den fallpauschalen eng wird, wird halt abgewägt. frag mal klinikpersonal...
    meine beiträge sind ausschließl. mein geistiges eigentum.warnhinweis: fehlinterpretationen meiner aussagen gehen ausschl. zu lasten des lesers.

  5. #5
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Es ist jetzt ungefähr 6 Jahre her, dass ich nicht mehr für die nuklearmedizinische Abteilung eines Pharmaunternehmens arbeite. Zwar kenne ich das deutsche System nur bedingt, aber das Grundproblem ist gleich. Ein Markt funktioniert im Gesundheitswesen nicht, da der Patient i.d.R. nicht selbst zahlt, die Leistungen nicht bewerten kann, oder nicht einmal eine Auswahlmöglichkeit hat.

    Da eben diese Wahl fehlt, kann man das (staatlich finanzierte) Gesundheitzsystem schröpfen.

    Hier steht am Flughafen ein grosses Krebszentrum. Es ist super, und auch mit der modernsten Diagnostik ausgerüstet. Es bestehen meines Wissens keine Wartezeiten. Ungefähr 30% bis 40% der Patienten sind Kanadier, die nicht länger warten wollen, und ihre Rechnung selbst bezahlen. Wer das Geld nicht hat ... tut mir halt leid.
    In der BRD gibt es seit 2007 eine Versicherungspflicht in der Krankenkasse (seit 2009 auch für ehemals Privatversicherte). Gilt selbst für z.B. Obdachlose. Sollte so Jemand wieder in die Gesellschaft zurückfinden, erwarten ihn erst mal horrende Nachforderungen der Krankenkasse, auch wenn die Leistungen nie in Anspruch genommen wurden.
    Dadurch entfällt die freie Wahl ohnehin, wie auch die Möglichkeit, selber vorzusorgen.
    Der "Wettbewerb" unter den Krankenkassen der BRD ist nicht wirklich ein solcher. Reine Makulatur, da die verbindlichen Leistungen die gleichen sind.
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  6. #6
    bis auf Weiteres im Wald Benutzerbild von OneDownOne2Go
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Es ist jetzt ungefähr 6 Jahre her, dass ich nicht mehr für die nuklearmedizinische Abteilung eines Pharmaunternehmens arbeite. Zwar kenne ich das deutsche System nur bedingt, aber das Grundproblem ist gleich. Ein Markt funktioniert im Gesundheitswesen nicht, da der Patient i.d.R. nicht selbst zahlt, die Leistungen nicht bewerten kann, oder nicht einmal eine Auswahlmöglichkeit hat.

    Da eben diese Wahl fehlt, kann man das (staatlich finanzierte) Gesundheitzsystem schröpfen.

    Hier steht am Flughafen ein grosses Krebszentrum. Es ist super, und auch mit der modernsten Diagnostik ausgerüstet. Es bestehen meines Wissens keine Wartezeiten. Ungefähr 30% bis 40% der Patienten sind Kanadier, die nicht länger warten wollen, und ihre Rechnung selbst bezahlen. Wer das Geld nicht hat ... tut mir halt leid.
    Und so wird es hier auch werden. Es wird die geben, die ihre Rechnungen selbst begleichen oder sich zumindest entsprechend versichern können, und es wird die geben, die einem dann leid tun. Die Mehrheit wird einem leid tun. Wenn man diese Zwei-Klassen-Medizin nicht haben will, wirklich nicht haben will, dann muss man sich von dem Gedanken verabschieden, das Gesundheitswesen könnte auch nur kostendeckend arbeiten. Faktisch will das aber niemand, es möchte nur auch niemand zugeben, dass es finanziell einfach keinen Sinn macht, einen Facharbeiter oder Angestellten für mehr Geld "zu heilen", als er danach im Leben noch erwirtschaften kann. Das und nichts anderes ist aber das Prinzip, nach dem heute gearbeitet wird, halt etwas abgefedert durch die "solidarische Umlagefinanzierung", die aber auch ihre Grenzen hat. Ehrlich wäre es zu sagen, soll der Pöbel halt früh sterben, aber damit gewinnt man eben keine Wahlen...
    Schwarz Rot Gold Weis Rot!
    .., and a clip of ammunition for my little armalite!
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  7. #7
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Und so wird es hier auch werden. Es wird die geben, die ihre Rechnungen selbst begleichen oder sich zumindest entsprechend versichern können, und es wird die geben, die einem dann leid tun. Die Mehrheit wird einem leid tun. Wenn man diese Zwei-Klassen-Medizin nicht haben will, wirklich nicht haben will, dann muss man sich von dem Gedanken verabschieden, das Gesundheitswesen könnte auch nur kostendeckend arbeiten. Faktisch will das aber niemand, es möchte nur auch niemand zugeben, dass es finanziell einfach keinen Sinn macht, einen Facharbeiter oder Angestellten für mehr Geld "zu heilen", als er danach im Leben noch erwirtschaften kann. Das und nichts anderes ist aber das Prinzip, nach dem heute gearbeitet wird, halt etwas abgefedert durch die "solidarische Umlagefinanzierung", die aber auch ihre Grenzen hat. Ehrlich wäre es zu sagen, soll der Pöbel halt früh sterben, aber damit gewinnt man eben keine Wahlen...


    Genauso sieht es aus.

    Übrigens, die Zweiklassenmedizin haben wir ansatzweise bereits. Angefangen bei der Zahnmedizin ( Kassenpatient erhält unzureichende "Regelversorgung", wofür er 50% zuzahlen muß, vom Thema Endodontie will ich gar nicht erst anfangen, oder Paradontosepatienten, die regelmäßige Zahnreinigung benötigen, welche die Kasse aber nicht bezahlt, und, und, und...), über Impfungen (Grippeimpfung als Kassenleistung kann man sich schenken, die wirkungsvolle muß man selber bezahlen wenn man nicht privatversichert - über Basistarif - ist), bis zu solchen Dingen wie teure Mittel gegen Erbrechen unter Chemotherapie, da gibt es durchaus wirkungsvolle, aber nicht für Kassenpatienten.
    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund

  8. #8
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Und so wird es hier auch werden. Es wird die geben, die ihre Rechnungen selbst begleichen oder sich zumindest entsprechend versichern können, und es wird die geben, die einem dann leid tun. Die Mehrheit wird einem leid tun. Wenn man diese Zwei-Klassen-Medizin nicht haben will, wirklich nicht haben will, dann muss man sich von dem Gedanken verabschieden, das Gesundheitswesen könnte auch nur kostendeckend arbeiten. Faktisch will das aber niemand, es möchte nur auch niemand zugeben, dass es finanziell einfach keinen Sinn macht, einen Facharbeiter oder Angestellten für mehr Geld "zu heilen", als er danach im Leben noch erwirtschaften kann. Das und nichts anderes ist aber das Prinzip, nach dem heute gearbeitet wird, halt etwas abgefedert durch die "solidarische Umlagefinanzierung", die aber auch ihre Grenzen hat. Ehrlich wäre es zu sagen, soll der Pöbel halt früh sterben, aber damit gewinnt man eben keine Wahlen...
    Nein, Wahlen gewinnt man damit nicht. Ebenso hat die moderne Medizin Möglichkeiten, die einfach nicht bezahlbar sind. Abgesehen davon ist die Meinung ebenfalls nicht populär, dass die Versicherung selbst einen Anreiz bietet, bei der Vorsorge nachlässig zu sein, denn die Medizin wird es ja schon richten. Oder wie meine Hausärztin sagte: "Es ist egal was ich hier in diesen 15 Minuten mit Ihnen mache. Es kommt darauf an, was Sie den Rest ihres Lebens machen."
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  9. #9
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist zwar zu plakativ für meinen Geschmack, benennt aber ein wichtiges Problem unserer derzeitigen "Gesundheit"spolitik.
    Es wird gespart an allen Ecken und Kanten, um Profite zu generieren. Dabei wird billigend in Kauf genommen, daß Patienten sich unnötige, schwer zu behandelnde Infektionen im Krankenhaus zuziehen.
    Wer das in seriöserer Form lesen möchte, schaue in die ärztlichen Fachzeitschriften.

    Im Artikel nicht genannt wird ein weiteres Problem des Sparzwanges: die so wichtige Reinigung wurde an möglichst billige Dienstleister "outgesourced". Dort arbeiten oft Leute, die die Anweisungen zur korrekten Dosierung der Desinfektionsmittel nicht einmal lesen können.


    Auszüge:


    [Links nur für registrierte Nutzer]
    Dieses Problem ist zwar real und meines Erachtens auch ernst. Die wahre Ursache ist jedoch eine andere. Medizinische Leistungen kosten viel Geld. Eine vernünftige Operation etliche tausend Euro. Ein Arztbesuch kostet im billigsten Fall vielleicht 500 Euro. Diese Kosten sehen allerdings nur privat Versicherte bzw. Selbstzahler. Die überwiegende Mehrheit der gesetzlich Versicherten nimmt alle Leistungen pauschal in Anspruch, ohne eigene Nachteile. Ein gesetzlich Versicherter hat überhaupt keinen Anreiz, nur in Ernstfällen den Arzt aufzusuchen. Er hat auch keinen Anreiz, einen gesunden Lebensstil zu pflegen.
    Das Hobby Rauchen kostet die Krankenkassen beispielsweise für jeden elendig an Krebs Krepierenden hunderttausende von Euros. Diese Kosten fehlen den Krankenkassen. Solange es keine sinnvollen, marktwirtschaftlichen Anreize gibt, kollabiert dieses System immer weiter.
    Es muss Anreize geben, gesund zu leben. Zweitens muss ein Patient zusätzliche Nachteile für unnötige Arztbesuche erleiden.

    Andernfalls wird sich eine Medizin der Klassen etablieren. Jene, die es bezahlen können, leisten sich Privatkliniken. Alle übrigen müssen auf ihr Glück hoffen.
    Ich persönlich würde bereits heute weder Familienangehörige noch selbst in eine gewöhnliche Klinik, um Operationen und ähnliches (was hoffentlich nicht nötig wird) durchführen zu lassen.
    危機

  10. #10
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Sparzwang: Bald sterben Menschen nach Mandel-OPs

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Dieses Problem ist zwar real und meines Erachtens auch ernst. Die wahre Ursache ist jedoch eine andere. Medizinische Leistungen kosten viel Geld. Eine vernünftige Operation etliche tausend Euro. Ein Arztbesuch kostet im billigsten Fall vielleicht 500 Euro. Diese Kosten sehen allerdings nur privat Versicherte bzw. Selbstzahler. Die überwiegende Mehrheit der gesetzlich Versicherten nimmt alle Leistungen pauschal in Anspruch, ohne eigene Nachteile. Ein gesetzlich Versicherter hat überhaupt keinen Anreiz, nur in Ernstfällen den Arzt aufzusuchen. Er hat auch keinen Anreiz, einen gesunden Lebensstil zu pflegen.
    Das Hobby Rauchen kostet die Krankenkassen beispielsweise für jeden elendig an Krebs Krepierenden hunderttausende von Euros. Diese Kosten fehlen den Krankenkassen. Solange es keine sinnvollen, marktwirtschaftlichen Anreize gibt, kollabiert dieses System immer weiter.
    Es muss Anreize geben, gesund zu leben. Zweitens muss ein Patient zusätzliche Nachteile für unnötige Arztbesuche erleiden.

    Andernfalls wird sich eine Medizin der Klassen etablieren. Jene, die es bezahlen können, leisten sich Privatkliniken. Alle übrigen müssen auf ihr Glück hoffen.
    Ich persönlich würde bereits heute weder Familienangehörige noch selbst in eine gewöhnliche Klinik, um Operationen und ähnliches (was hoffentlich nicht nötig wird) durchführen zu lassen.
    Du hast etwas besser ausgedrückt, was ich sagen wollte.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

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