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Thema: Die Kriegsvorbereitungen und der INF-Vertrag

  1. #101
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    Standard AW: Die Kriegsvorbereitungen und der INF-Vertrag

    Die Folgen der Kündigung des INF-Vertrages.

    Russland erwägt Doktrin-Änderung: Mit Atombomben auf "strategische Angriffe" reagieren



    Russische Senatoren sind der Meinung, dass es Russland erlaubt sein sollte, sein nukleares Arsenal als Reaktion auf einen nicht-nuklearen Angriff mit strategischen Waffen einzusetzen. Sie haben vorgeschlagen, die nukleare Doktrin Russlands entsprechend zu ändern.
    Hunderte solcher Waffen, die vor Abschluss des INF-Abkommens auf beiden Seiten einsatzbereit waren, stellten einen wichtigen destabilisierenden Faktor dar. Im Vergleich zu Interkontinentalraketen, benötigten Mittelstreckenraketen nur wenige Minuten, um ihre Ziele zu erreichen. Wenn also ein Start erkannt werden sollte, bleibt kaum Zeit, um zu beurteilen, ob es sich um einen tatsächlichen Angriff handelt, der eine Reaktion erfordert - oder um einen Fehlalarm.
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    Die Kündigung des INF-Vetrtrages durch die USA zeigt heute genauso wie der NATO-Doppelbeschluss in den 1980er Jahren, dass die USA Europa als Schlachtfeld für ihre Interessen sehen.

    Es dürfte auch kein Zufall sein, dass der Transatlantiker Friedrich Merz, Vorsitzender der Atlantik-Brücke, die Machtergreifung in der CDU anstrebt (das mag polemisch und provozierend klingen, bringt es aber auf den Punkt).

    PS: Die ganz große und entscheidende Schwäche des Westens ist die Bevölkerungsdichte in den Industriezentren, denn nicht nur Ramstein und Co werden primäre Ziele sein.

  2. #102
    Selbstständig denkend Benutzerbild von tosh
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    Standard AW: Die Kriegsvorbereitungen und der INF-Vertrag

    Zitat Zitat von Zardoz Beitrag anzeigen
    Die Folgen der Kündigung des INF-Vertrages.

    Russland erwägt Doktrin-Änderung: Mit Atombomben auf "strategische Angriffe" reagieren*


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    Die Kündigung des INF-Vetrtrages durch die USA zeigt heute genauso wie der NATO-Doppelbeschluss in den 1980er Jahren, dass die USA Europa als Schlachtfeld für ihre Interessen sehen.

    Es dürfte auch kein Zufall sein, dass der Transatlantiker Friedrich Merz, Vorsitzender der Atlantik-Brücke, die Machtergreifung in der CDU anstrebt (das mag polemisch und provozierend klingen, bringt es aber auf den Punkt).

    PS: Die ganz große und entscheidende Schwäche des Westens ist die Bevölkerungsdichte in den Industriezentren, denn nicht nur Ramstein und Co werden primäre Ziele sein.
    *Das ist offenbar eine Reaktion auf die US-Doktrinen:

    1. Aus dem Link:
    "...Die USA haben ihre nukleare Strategie bereits geändert, und die Beschränkungen für den Einsatz von Atomwaffen gelockert. Der jüngste, im Februar veröffentlichte Bericht dazu ist absichtlich vage formuliert. Darin wird jedoch zur Entwicklung neuer Arten von Atomwaffen unter dem Hinweis aufgerufen, dass die USA ein Land bereits für die Durchführung eines Cyberangriffs gegen die USA oder einen ihrer Verbündeten mit Atomwaffen angreifen könnten...."

    2. Es ist geht nicht um einen Plan in einer Schublade sondern um eine Militär-Doktrin, die schon längst unter Bush erlassen wurde: Das zweite nukleare Zeitalter

    Von Bernard Lown
    Nur langsam offenbaren sich der Öffentlichkeit die weltpolitischen Konsequenzen des grundlegenden Wandels der US-amerikanischen Außen- und Atompolitik. Das vom Pentagon veröffentlichte neue Grundsatzdokument zur militärischen Nuklearstrategie (Nuclear Posture Review, NPR) gibt den Einblick in eine erschreckende Strategie, die zum Ziel hat, das gesellschaftliche Tabu, Atomwaffen einzusetzen, zu brechen.

    Das Strategiepapier des Pentagon - fast könnte es aus Stanley Kubricks "Dr. Seltsam" stammen - enthält Planspiele für den Einsatz von Atomwaffen gegen mindestens sieben Länder, darunter Russland, China, Libyen, Syrien und natürlich die so genannte "Achse des Bösen": Irak, Iran und Nordkorea. Laut dem Papier, sollen Atomwaffen einerseits dort militärisch eingesetzt werden, wo die angegriffenen Ziele konventionellen Angriffen standhalten könnten; Andererseits dort, wo Ländern atomare, biologische oder chemische Waffen einsetzen oder mit deren Einsatz drohen. Zusätzlich soll die neue nukleare Strategie "im Falle von überraschenden militärischen Entwicklungen" angewandt werden, was auch immer diese ungeschickte Formulierung bedeuten mag.....
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    Trump will diese alte Militärdoktrin NPR nur erweitern:

    "...Eine der Hauptänderungen ist die Ausweitung der Fälle, in welchen Atomangriffe in Erwägung gezogen werden könnten. Dem neuen NPR zufolge würde ein konventioneller Angriff, der Massen an Opfern fordert und auf kritische Infrastrukturen abzielt, einen nuklearen Angriff der USA nach sich ziehen..."
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  3. #103
    Balkan Spezialist Benutzerbild von navy
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    Standard AW: Die Kriegsvorbereitungen und der INF-Vertrag

    zeigt wie verrrückt die Welt geworden ist, mit der Finanz Betrugs Mafia, Dumm kriminellen Politikern

  4. #104
    Mitglied Benutzerbild von Pelle
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    Standard AW: Die Kriegsvorbereitungen und der INF-Vertrag

    Zitat Zitat von Zardoz Beitrag anzeigen
    Die USA wollen den INF-Vertrag über Kurz und Mittelstreckenraketen kündigen, welche Absicht steckt dahinter?

    Erinnern wir uns an die Wiedervereinigung 1990, die Vereinbarungen und die Lügen der damaligen Protagonisten.



    Die NATO hat sich inzwischen bis an die russische Grenze ausgeweitet, vergessen sind die Abmachungen bei der Wiedervereinigung.
    In Osteuropa wurde der US-Raketenschild (angeblich gegen Raketen aus dem Iran, man müsste sich totlachen wenn es nicht so verlogen wäre) errichtet.
    Dieser Raketenschild ist mit Atomsprengköpfen kompatibel.
    Und jetzt kommt die Kündigung des INF-Vertrag ins Spiel, warum?

    "Warum will Trump den INF-Vertrag kündigen?"

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    Ich wage mal eine Prognose, die USA werden Mittelstreckenraketen in Osteuropa stationieren, weil wir angeblich von Russland bedroht werden.

    Wer bedroht hier wen?
    Die US-Rüstungsindustrie möchte jetzt richtig viel Profit machen.

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    Den INF-Vertrag erhalten Russische Einladung zu Vor-Ort-Inspektionen annehmen!
    Veto gegen neue US-Raketen in Europa einlegen!
    US-Atomwaffen aus Büchel abziehen!
    Bundeswehr abrüsten!
    Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag
    Berlin, 1. Februar 2019 – Anlässlich des Austritts der US-Regierung aus dem INF-Vertrag erklärt der Bundesausschuss Friedensratschlag in einer ersten Stellungnahme:
    Wenn es bei der Kündigung des INF-Vertrags durch die US-Regierung - gegen den ausdrücklichen Willen Russlands - bleibt und sie nach Ablauf der sechsmonatigen Kündigungsfrist wirksam wird, droht eine Eskalation bis zum 3. Weltkrieg.
    Als Folge des INF-Vertrages 1987, dem ersten nuklearen Abrüstungsvertrag überhaupt, vernichteten die USA und die Sowjetunion eine ganze Waffenkategorie: landgestützte Mittelstreckenwaffen (Reichweiten von 500 bis 5.500 km). Seitdem ist es beiden Staaten – USA und Russland als Nachfolgestaat der UdSSR – verboten, diese Raketen und Marschflugkörper bodengestützt aufzustellen, ganz gleich, ob sie nuklear oder konventionell bestückt sind. Flugzeuge und Schiffe als Trägermittel sind dagegen erlaubt. Der INF-Vertrag hat sich als wesentliche Sicherheitssäule erwiesen. Über erprobte Verifikationsverfahren war er Vorbild für weitere Abrüstungsverträge, die das Ende des Kalten Krieges markierten.
    Die US-Regierung begründet die Vertragskündigung mit einer angeblichen dauerhaften Vertragsverletzung Russlands, die bereits 2008 begonnen habe. Ein Marschflugkörper des Typs SSC-8 (russisch: 9M729) mit einer Reichweite von 2.600 km sei erst getestet, dann in mehreren Bataillonen mit je 24 Flugkörpern stationiert worden. Öffentlich zugängliche Belege gibt es dafür nicht. Ein Satellitenfilm aus US-Geheimdienstkreisen soll einen verbotenen Flug dokumentieren, der die NATO-Partner überzeugt habe. Die russische Seite bestreitet nicht die Existenz der 9M729. Sie gibt seine maximale Reichweite jedoch mit lediglich 480 km an, was vertraglich zulässig ist. Einladungen an die NATO-Seite, den Flugkörper in Augenschein zu nehmen, wurde nicht nachgekommen. Stattdessen wird Russland aufgefordert, diese Flugkörper zu vernichten, obwohl Verifikationsexperten von UNO und Bundeswehr eine Vor-Ort-Inspektion für ausreichend halten, um die NATO-Vorwürfe zu klären.
    Bisher deutet nichts darauf hin, dass die NATO bereit ist, auf russische Klärungsversuche einzugehen. Das legt die Vermutung nahe, dass zumindest die USA den Vertrag zerreißen wollen, um freie Hand für die Stationierung von neuen Mittelstreckenwaffen zu haben. Die von ihnen behauptete russische Vertragsverletzung bildet so nur den Vorwand für neue Aufrüstungsschritte der NATO. Für diesen Fall hat Russland militärische Gegenmaßnahmen angedroht.
    Nach der Kündigung des INF-Vertrages eröffnen sich für die USA weltweit Möglichkeiten, nukleare und konventionelle Mittelstreckenwaffen landgestützt aufzustellen. Zu denken ist an die Nähe zur VR China, den Iran, Venezuela, Kuba, Nord-Korea usw.. Ebenso steht das NATO-Gebiet in Europa, mit Ausnahme des Gebiets der ehemaligen DDR (durch Zwei-Plus-Vier-Vertrag ausgeschlossen) dafür offen. Besonders in Frage kämen dafür jene Regionen, die nahe an der russischen Grenze liegen (Baltikum, Polen, Bulgarien, Rumänien), aber auch der Westen Deutschlands sowie andere ehemalige Mitgliedstaaten des Warschauer Vertrages und NATO-Mitglieder auf dem Balkan. Je näher die Stationierungsorte an der russischen Grenze liegen, desto kürzer werden die Vorwarnzeiten und desto höher wird die Atomkriegsgefahr. Die Friedensgefährdung übersteigt dann jene, die durch die Stationierung von Pershing II und Cruise Missiles Anfang der 80er Jahre in Westeuropa virulent war.
    Die US-Regierungen lassen ihre Atomwaffen samt Trägermittel modernisieren, was eine Billion Dollar verschlingen wird. Dramatisch wird dieses Vorhaben im Kontext der jüngsten US-amerikanischen Atomwaffenplanung, wie sie in der Nuclear Posture Review von 2018 festgelegt wurde: Die US-Atomsprengköpfe werden zum Teil auf „kleine“ Sprengköpfe vom Hiroshima-Format umgerüstet - geradezu ideal für das Schlachtfeld Europa. Auch die 20 US-Atombomben in Büchel werden technisch so verändert, dass sie wesentlich präziser treffen und in ihrer Wirkung dosierbar werden.
    USA und NATO bauen Raketenabwehrstellungen in Rumänien und Polen auf, die perspektivisch russische Gegenangriffe unmöglich machen sollen. Die Ankündigung von US-Präsident Trump, eine alle Orte der Erde einschließende Raketenabwehrfähigkeit aufbauen zu wollen, die auch den Weltraum als Operationsgebiet einschließt („Star Wars“), schließt eine Ausweitung dieser Stellungen in Europa ein. Angesichts dieser US-Erpressungspotenziale wachsen die Zweifel, ob der Atomwaffensperrvertrag im nächsten Jahr und der NEW START-Vertrag Anfang 2021, der Obergrenzen der strategischen Nuklearwaffen von USA und Russland überwacht, verlängert werden.
    Deutschland und die anderen europäischen NATO-Staaten haben eine Phase konventioneller Hochrüstung begonnen, die sich gegen das ohnehin konventionell hoffnungslos unterlegene Russland richtet. Möglichst zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung sollen ins Militär fließen. Deutsche Ambitionen drohen den Bundeswehrhaushalt auf das Doppelte hochzutreiben. In die Defensive gedrückt verstärkt Russland sein Nuklearpotenzial.

  5. #105
    Selbstständig denkend Benutzerbild von tosh
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    Standard AW: Die Kriegsvorbereitungen und der INF-Vertrag

    ......Ich wage mal eine Prognose, die USA werden Mittelstreckenraketen in Osteuropa stationieren, weil wir angeblich von Russland bedroht werden.

    Wer bedroht hier wen?
    Zitat Zitat von Pelle Beitrag anzeigen
    Die US-Rüstungsindustrie möchte jetzt richtig viel Profit machen. ...
    Die perversen USA stationieren schon längst Mittelstreckenraketen in Polen usw. und brechen damit längst den INF-Vertrag.

    Jetzt kündigen sie den Vertrag,

    Da geht es nicht nur um die US.Rüstungsindustrie, sondern mehr um einen neuen perversen zionistisch-imperialistischen Schub.


    USrael: Der Schwanz (Israel) wedelt mit dem Hund (USA)!
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