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Thema: Stellen deutsche Patrioten traditionell immer die falschen Fragen an die Geschichte?

  1. #31
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    Standard AW: Stellen deutsche Patrioten traditionell immer die falschen Fragen an die Geschichte?

    Zitat Zitat von 1871 Beitrag anzeigen
    Wie vermerkt: Auf breiter Basis akzeptabel, ein möglicher Grundkonsens ohne Spaltpilz-Potential. Grundlegendes für den AFD-Funktionär wie den Pegida-Pöbler. Tolerabel für den Islamophoben wie den Antisemiten. Eine Halbheit sehe ich nicht, wenn es darum gehen mag, die damaligen Deutschen zu entdämonisieren und der heutigen, rein "ökonomisch-konsumistischen Manövriermasse" eine Normalisierung des Verhältnisses zur eigenen Geschichte, damit anschließend das Ja zum ehemals deutschen Volk und zum Eigenen, zu ermöglichen, ohne Stäglich und Co aus der Schublade zu holen und damit gleich den Zugang zu verlieren, da der Homo bundesrepublicanus nunmal schon mit der Muttermilch ein komplexes, leistungsfähiges Abwehr-Immunsystem gegen "rechte Propaganda" aufsaugt. Bliebe eine Relativierungs-Raserei der Feindmedien, dies wäre allerdings auszuhalten, nur zu trivial sollte es nicht sein ("Ja aber die Indianer...").
    Was würde wohl Kubitschek von SEZESSION zu Deinen Ausführungen sagen?Ich habe mir Deinen Eingangsbeitrag ein zweites Mal durchgelesen.Sicher ein Diskussionsbeitrag aber kein Lösungsansatz.Warten auf Godot?Ja , das beschreibt es am besten.Warten auf Godot.
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  2. #32
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    Standard AW: Stellen deutsche Patrioten traditionell immer die falschen Fragen an die Geschichte?

    Zitat Zitat von BrüggeGent Beitrag anzeigen
    Was würde wohl Kubitschek von SEZESSION zu Deinen Ausführungen sagen?Ich habe mir Deinen Eingangsbeitrag ein zweites Mal durchgelesen.Sicher ein Diskussionsbeitrag aber kein Lösungsansatz.Warten auf Godot?Ja , das beschreibt es am besten.Warten auf Godot.
    Hm, etwas gehässig nun. Bevor du die reinste-aller Lehren unters Volk bringst; was missfällt nun, beim nochmaligen durchforsten mit dem Monokel? Die Frage nach Lösungsansätzen richtet sich nach dem jeweiligen Zielpublikum. Hier nun: Die größtmögliche Zahl indigener Deutscher zwecks Blitz-vergangenheitsbewältigter Bewältigung zur Verhinderung deutscher Minderheit im eigenen Lande innerhalb einiger Jahre.

  3. #33
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    Standard AW: Stellen deutsche Patrioten traditionell immer die falschen Fragen an die Geschichte?

    Zitat Zitat von 1871 Beitrag anzeigen
    Als stiller Mitleser bemerkte ich neulich in der Kommentarspalte bei sezession.de bei einem Abdriften vom Thema wieder mal eine typisch nationaldeutsche Geschichtsdebatte; ein buntes Potpourri divergierender Ansichten - hier wird sich kaum je ein Minimalkonsens innerhalb des Lagers finden lassen. Es kreist dabei stets um die ewigen Themen, Kriegs- und Kollektivschuld und die Angelegenheit mit dem 130er.

    Nun kann man ewig ein Brettspiel mit Potential zocken, dass leider extrem spannungsarm daherkommt, weil es ein paar schlechte Spielregeln hat, oder in Eigenregie einige dieser Regeln abschaffen und ersetzen. Das Spiel gleich auf den Dachboden verbannen, erscheint mir nicht sinnig. Ein paar schnarchige Salon-Konservative der "man wird jawohl noch sagen dürfen" Fraktion sehen darin zwar eine solide Lösung, sie geht aber in meinen Augen nicht an. Diesem Urübel so ziemlich aller Missstände seit den 1960er Jahren kann man nicht ausweichen. Und bei dieser Konservierung würden die Feinde unseres Volkes nur eben gänzlich ohne Contra weiterhin deutsche Kinder umerziehen. Die Erfolgreichen grüßen dann in 20 Jahren geschäftlich aus einer Szene-Bar in Vancouver, dass sie erst übermorgen den Flug nach Belfast kriegen, sich dann aber endlich auf den Urlaub freuen, der findet in irgendeinem möglichst hippen und exotischen Geheimtipp unter Schnöseln statt. Die Loser lernen kanackisch und werden lebenslang ihrem linksextremen Irrtum frönen.

    Will kundtun, man sollte sich vielleicht nicht ewig in den Debatten verbrauchen, wer die Haupt- oder Alleinschuld an den Weltkriegen hat. Oder wie schuldig die Deutschen sich damals machten, einzeln und individuell oder im Kollektiv. Nach meinem Dafürhalten wird sehr schnell deutlich, wie böswillig und falsch und elend die ganzen Vorwürfe sind, geht man nur ein Stockwerk höher. Im Übrigen bin ich der Überzeugung, das jetzige Narrativ, dass überall täglich Verbreitung findet, würde jedes Volk so zerbrechen wie das Deutsche heute. Hätte man die Japaner oder Polen mit 2-3 Übeltaten ihrer Historie 70 Jahre lang zugemüllt: die wären genau so drauf wie wir. Und sicher überzeugt, die schlimmste Geschichte von allen zu haben. Und: Die absolute, kulturmarxistische Meisterleistung war es, dass dies Narrativ heute mit allen eigentlich positiven deutschen Eigenschaften negativ assoziiert wird. Zum Eigentlichen. Statt zum x-Mal wegen der Teilmobilmachung der Polen 39 zu dilettieren, wäre es es erträglicher zu fragen: Gibt es ausser den Kriegen von 1914 und 1939 irgendeinen, bei dem das Volk am Ausbruch, Entfesseln und bei der Opferzahl als Täter gilt? Als historisch belastet? Nichtmal bei Diktatoren spricht von man häufig von einer Schuld, einen Angriffskrieg geführt zu haben. Selbst bei dem Despoten spricht man zumeist eher von Aggression. Zum Einwand der einmalig hohen Opferzahlen: Kein Mensch ausserhalb Chinas interessiert sich heute für die 20 Mio toten Chinesen des Konflikts 37-45. Kaum ein Mensch hat je etwas von der spanischen Grippe gehört, die gegen Ende des ersten Weltkrieges ausbrach und locker das Dreifache an Menschenleben kostete. Der russische Bürgerkrieg mit wohl 20 Mio Todesopfern - Kennt niemand. Wir kennen nur den amerikanischen Bürgerkrieg, weil ein Toter Ami gleich einen Film, ein Videospiel und drei Büchern entspricht. Auch den spanischen, weil da in Filmen die Nationalisten immer als Bösewichter dargestellt werden können, wobei man natürlich weiß, dass beide Seiten, aber wohl weit eher die Republikaner unglaubliche Greuel begingen. Zynisch wird es, bedenkt man, dass vom Holodomor, der ungefähr auch 6 Mio Tote forderte und ähnlich wie der Genozid an den Juden klingt, vielleicht einer von hundert Menschen in der westlichen Welt einmal gehört hat.

    Beim Holocaust frage ich mich, warum viele glauben, nur durch leugnen könnte man die Deutschen wieder reinwaschen. Nö, jeder der von Schuld oder Verantwortung fabuliert, soll beweisen, dass ein Großteil der Deutschen davon wußte. Mehr als "wer wollte, konnte ahnen" wird da nicht kommen. Bei der Verfolgung und Entrechtung der Juden wußten sicher fast alle Bescheid. Nur auch hier; falsche Fragen. Bei der Reichspogromnacht redet man über Grünspan, den Botschafter-Mord und ähnlichen. Das ist töricht. Man soll fragen: In welcher totalitären Diktatur haben die Bewohner eines Landes je Widerstand geleistet, weil eine recht kleine Minderheit im Lande unterdrückt wird. Bis vor der Nacht der brennenden Synagogen hätte man genauso von den Amerikanern Widerstand und Tyrannenmord fordern können, weil es den Schwarzen nicht unwesentlich besser ging. Das war eine Demokratie. In Europa waren damals mehrheitlich Diktaturen, die allesamt Minderheiten unterdrückt haben, da fragt niemand, warum man den und wen nicht im Keller versteckte oder mal eben eine Bombe gebaut hat. Stalin sei ein Terrorist für die eigenen Landsleute gewesen, daher eine interne Sachen, sagt der kluge Russe. Nur leider lebten in der Sowjetunion x-verschiedene Völkerschaften, die eliminiert oder terrorisiert wurden. Manche Rechten versuchen immer die Strategie, Mao und Stalin zu nennen. Das bringt nichts, von den Opfern dieser zwei Herren, haben wir im Alltag hierzulande keine Bilder, Kamera-Aufnahmen, hunderte Romane und Filme direkt im Schaufenster.


    Ein Beispiel noch kurz, um mal die Quintessenz des Ganzen noch einmalig zu verdeutlichen: Viele Probleme bei der Geschichtsbetrachtung liegen nicht darin, dass wir von vielfach einmaliger Bösartigkeit des deutschen Wesens ausgehen müssen und dieses Bild revidieren mögen über direkten Bezug auf die Quellen und deren Entkräftung. Bei der deutschen Geschichte gelten nur einmalige Maßstäbe seit den 60er, 70er Jahren, solche knallharten Kriterien und Anforderungen an ein Volk, bei dem jedes Volk nur verlieren kann.
    Wenn man also ans Spielbrett geht, muss man die Regeln ändern, sonst ist nämlich vorgesehen, dass der Verlierer schon mit der Auswahl eines Spielcharakters feststeht.

    Heißt ja immer, sei Wahnwitz, dass die dummen Nazi-Deutschen noch 1945 weiterkämpften. Nationale reagieren mit Rettung von Flüchtlingen, damals gab es wohl noch echte davon, oder dem Schreckgespenst des Morgenthau-Planes als Begründung.
    Ich kenne kein Beispiel in der Geschichte - man darf mich gerne korrigieren- bei dem ein Staat, ob angegriffen oder nicht, der den Krieg offensichtlich schon länger vor dem Friedensschluss verloren hatte, wo dieser Staat bzw. seine Soldaten darüber wegen einer Kriegsverlängerung gescholten worden wären. Das geht ja auf alles über. Speer wg. Rüstungssteigerung - Kriegsverlängerer. Bürgermeister, der eine Stadt nicht kampflos übergibt - Kriegsverlängerer. Neue Panzerkanone- Kriegsverlängerung. Viele Millionen Soldaten, alles Kriegsverlängerer. Ich sehe dann immer die Lage von Polen 39. Ultimatum vor der Bombardierung Warschaus, die die Stadt stark zerstörte und zehnttausende Zivilisten tötete. Zwei Großmächte vor den Toren. Im Osten die Sowjets. Die Westmächte rühren sich gar nicht. Große Teile des Landes besetzt, kein Meerzugang mehr, letzte Fluchtrouten für spätere Exilpoln. Soldaten sind bald geschlossen. Die Armee völlig auseinander genommen und de Wehrmacht hoffnungslos auf allen Gebieten unterlegen. Dieser Kampf wird heute von unseren deutschen Fernsehmachern in Dokus als heroischer Widerstand beschrieben. Obgleich es nur ein sinnloser Akt war, eine letzte Schlacht zu liefern für die polnische Ehre oder die Geschichtsbücher. Zehntausendfacher Tod in einer Situation, die noch auswegloser war als die deutsche im April 1945.

    Nur weil eine Seite hoffnungslos verloren hat und dennoch noch eine Zeit weiterkämpft, wurde noch nie eine moralische Anklage gegen ein Volk erhoben. Ob in bunten Demokratien oder unter brutalen Diktatoren.
    Oder die Sache mit der Schuldverstrickung, weil man an einem Angriffs- und "Eroberungs"krieg führte und nicht sofort desertierte. Mal von der ganzen Sinnbefreitheit abgesehen; denn so könnte jeder Soldat mit moralischer Legitimation nach Gutdünken desertieren, wenn er als einer unter 100.000 meint, dies sei ein Angriffskrieg. Vielleicht weil er ein Geheimdokument kennt oder aber nur, weil er ein Spinner ist oder vor der Angst zerbricht. Auch da. Man frage nach Beispielen aus der Geschichte, bei der einem Volk oder den Wehrdienstlern vorgeworfen wird, bei einem Angriffskrieg nicht gleich die Waffen in den Fluss geworfen zu haben. Was übrigens recht amüsant weitergedacht werden kann, denn dann hätte im Sommer 1941 kein sowjetischer Soldat noch Uniform und Waffe gehabt.

    Nicht auf die Details in der Mikroperspektive eingehen. Sondern ausbreitern, ausfächern. Immer wieder muss man sich Gewahr werden: Bei diesen zwei Kriegen werden Anforderungen an ein Volk gestellt, dass kein Volk, keine Menschenmasse ab Großstadt überhaupt, je erfüllen kann und nur auf unser Volk und die zwei Weltkriege sowie mit Abstrichen die Zeiten Preußens als Großmacht angewandt werden. Zeigt immer wieder, wie absolut hirnrissig und dabei singulär angewandt, die Kategorien, die Ansprüche sind. Abschließend nochmals: Würde man die Russen seit 70 Jahren mit dem Krimkrieg total kirre machen, sie wären wie wir. Orientierungslose Konsummaden mit einem fanatischen Hass auf das Eigene.
    Also rein wissenschaftlich betrachtet finde ich deine Ansicht ziemlich naheliegend. Das Problem ist halt, wenn "wir" nur immer relativieren , so in die Richtung "in anderen Ländern war es auch nicht anders", dass wir damit den Schuldkult nicht aufheben.
    Unsere Gegner können dann einfach sagen , dass Verbrechen von anderen nicht die eigenen Verbrechen relativieren. Womit sie streng genommen sogar Recht haben.
    Von daher sehe ich den Geschichtsrevisionismus als unerlässlich für unsere Sache an.

    Wir müssen unser Volk in dieser Sache verteidigen wie ein guter Anwalt seinen Klienten. Nur relativieren hat propagandistisch einfach eine viel zu schwach Wirkung. Die vorgeworfenen Verbrechen müssen von uns bestritten werden.

    mfg

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