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Thema: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

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  1. #1
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Vom Original abweichende Hervorhebungen von mir. Eine Kommentierung erübrigt sich m.E., das Zahlenmaterial spricht für sich.
    Quelle: [Links nur für registrierte Nutzer]

    Die Armutsquote in Deutschland ist auf neuem Höchststand - trotz anhaltenden Wirtschaftsbooms. Und von den Betroffenen ist jeder Dritte erwerbstätig.

    Armut in Deutschland ist bloß ein Bildungsproblem? Von wegen. Nahezu drei Viertel der Armen über 25 Jahren verfügen über einen mittleren oder höheren Bildungsabschluss. Armut betrifft vorrangig Migranten, Arbeitslose und Rentner? Auch falsch. Drei Viertel der Betroffenen sind hier geboren. Jeder dritte erwachsene Arme hierzulande ist erwerbstätig. Und unter den „working poor“ haben die meisten sogar eine Vollzeitstelle oder eine mehr als geringfügige Beschäftigung.
    13,7 Millionen Menschen sind betroffen - mindestens

    [Links nur für registrierte Nutzer], die beim Thema Armut so im Umlauf sind. Allerdings haben die Verfasser auch das leider Übliche zu vermelden: Die Armutsquote ist weiter gestiegen. Mit 16,8 Prozent sei „eine neue traurige Rekordmarke seit der Vereinigung erreicht“, sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider am Donnerstag in Berlin.
    13,7 Millionen Menschen seien im wohlhabenden Deutschland inzwischen von Armut betroffen. Trotz des anhaltenden Wirtschaftsbooms. Und obwohl in dieser Statistik viele Arme noch gar nicht erfasst sind. Die mehr als 800.000 Wohnungslosen etwa. Die ebenfalls mehr als 800.000 Bewohner von Pflegeheimen, von denen rund die Hälfte auf Sozialhilfe angewiesen ist. Und die mehr als 200.000 Menschen mit Behinderung, die in Wohnheimen und dort in aller Regel ebenfalls von Sozialhilfe leben.
    "Armut ist nicht wirtschaftlich bedingt"

    Längerfristig betrachtet sei bei der Armutsentwicklung „ein ganz klarer Aufwärtstrend“ erkennbar, berichtete Schneider. In der zweiten Hälfte der 90er Jahre habe die Armutsquote noch elf Prozent betragen. Und die neuesten Zahlen ließen es auch nicht mehr zu, von einer Stabilisierung der Armutsentwicklung zu sprechen, wie das etwa im letzten Armutsbericht der Bundesregierung zu lesen war.
    Alarmieren müsse die wachsende Armut vor allem wegen der guten Wirtschaftsdaten der vergangenen Jahre, meinte der Verbandschef. Wirtschafts- und Armutsentwicklung seien mittlerweile offensichtlich komplett voneinander abgekoppelt. „Mit anderen Worten: Die Armut ist nicht wirtschaftlich bedingt, sie ist politisch hausgemacht.“
    Jedes fünfte Kind lebt hierzulande in Armut

    [Links nur für registrierte Nutzer], heißt es in dem Bericht. „Nicht nur jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut, sondern auch jeder fünfte arme Mensch in diesem Land ist ein Kind.“ Und bei Alleinerziehenden, so die Analysen der Paritätischen Forschungsstelle, steige das Risiko von Einkommensarmut, je jünger die Kinder sind. 56 Prozent der Alleinerziehenden mit zwei und mehr Kindern unter 15 Jahren lebten in Armut. Aber auch kinderreiche Paarfamilien sind betroffen. Ihre Armutsquote liegt bei 30 Prozent.
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  2. #2
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Ich denke, der Artikel enthält einen Zirkelschluss. Die Armutsquote ist relativ, d.h. als Prozentsatz des mittleren Einkommens definiert. Dieses Einkommen variiert mit der wirtschaftlichen Entwicklung, d.h. diese Definition an sich kompensiert bereits wirtschaftliche Faktoren. Man kann mit ihr nicht die Armut im Sinne eines fest definierten Zustandes messen.

    Sie stellt jedoch sehr deutlich eine Spaltung der Gesellschaft dar, und dies ist offensichtlich. Jedoch würde ich dies nicht allein der Politik zuschreiben. Singlehaushalte sind häufig von Armut betroffen, aber das sind ebenso gesellschafliche und nicht politische Entwicklungen. In den USA könnte man das während der letzten Wirtschaftskrise deutlich beobachten. Ethnien mit ausgeprägten familiären Strukturen meisterten die Krise deutlich besser.

    Andere Faktoren sind natürlich politisch. Aber auch hier sind die Gründe vielschichtig. Ich wüsste kaum, wo ich da anfangen sollte.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  3. #3
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Ich denke, der Artikel enthält einen Zirkelschluss. Die Armutsquote ist relativ, d.h. als Prozentsatz des mittleren Einkommens definiert. Dieses Einkommen variiert mit der wirtschaftlichen Entwicklung, d.h. diese Definition an sich kompensiert bereits wirtschaftliche Faktoren. Man kann mit ihr nicht die Armut im Sinne eines fest definierten Zustandes messen.

    Sie stellt jedoch sehr deutlich eine Spaltung der Gesellschaft dar, und dies ist offensichtlich. Jedoch würde ich dies nicht allein der Politik zuschreiben. Singlehaushalte sind häufig von Armut betroffen, aber das sind ebenso gesellschafliche und nicht politische Entwicklungen. In den USA könnte man das während der letzten Wirtschaftskrise deutlich beobachten. Ethnien mit ausgeprägten familiären Strukturen meisterten die Krise deutlich besser.

    Andere Faktoren sind natürlich politisch. Aber auch hier sind die Gründe vielschichtig. Ich wüsste kaum, wo ich da anfangen sollte.
    Ein komplexes Thema, ohne Frage. Das Thema Definition von Armut wird im Artikel ebenfalls thematisiert; hatte das ausgespart, da m.E. darüber hierzuforum an anderen Stellen bereits viel diskutiert worden ist.

    Dies sei hiermit nachgeholt:
    Definiert wird Armut in dem Bericht nach den Konventionen der Europäischen Union. Wer auf weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in der jeweiligen Gesellschaft kommt, gilt demnach als arm. [Links nur für registrierte Nutzer] Schließlich hat sie zur Folge, [Links nur für registrierte Nutzer] Je wohlhabender eine Gesellschaft ist, desto weiter nach oben rückt auch die definierte Armutsschwelle. Wer hierzulande den Armen zugerechnet wird, wäre in einem ärmeren womöglich untere Mittelschicht.
    Zwei Drittel der Betroffenen ohne jeden Notgroschen

    Schneider wies diese Kritik zurück. Aus der täglichen Arbeit heraus wisse sein Verband, „dass die 60-Prozent-Schwelle im Alltag der allermeisten betroffenen tatsächlich eine Schwelle der Ausgrenzung markiert, die uns von Armut sprechen lassen muss“. [Links nur für registrierte Nutzer] kein Geld für einen Internetanschluss, einen kleinen Urlaub, die Reparatur des Autos oder Waschmaschine, den Besuch einer Sport- oder Kulturveranstaltung. Und in zwei Dritteln dieser Haushalte sei „keinerlei Notgroschen“ vorhanden.


    Konkret gilt nach der EU-Definition hierzulande als arm, wer als Alleinlebender ohne Kind auf ein verfügbares Haushalts-Nettoeinkommen von weniger als 1086 Euro kommt. Bei Alleinerziehenden mit einem Kind unter 14 liegt die Schwelle bei 1412 Euro. Bei einem Paar mit einem Kind unter 14 beträgt sie 1955 Euro, bei einem Paar mit zwei solchen Kindern 2281 Euro. Bei Kindern zwischen 14 und 18 ist sie geringfügig höher.
    Ein großes Problem: die Mieten

    Ob die Menschen auf dem Land oder in der Stadt leben, spielt nach dieser Definition keine Rolle. Schneider räumte aber ein, dass die Mietkosten in den Städten das Armutsrisiko wesentlich beeinflussen. Dem Bericht zufolge leben nur vier Prozent der Bürger mit Wohneigentum unter der Armutsgrenze. Bei denen, die zur Miete wohnen, sind es 29 Prozent.
    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund




  4. #4
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Ein komplexes Thema, ohne Frage. Das Thema Definition von Armut wird im Artikel ebenfalls thematisiert; hatte das ausgespart, da m.E. darüber hierzuforum an anderen Stellen bereits viel diskutiert worden ist.

    Dies sei hiermit nachgeholt:
    Vielen Dank. Ich muss jedoch gestehen, dass ich Schneiders Vorgehensweise immer noch als etwas salopp betrachte, vor allen Dingen mit Aussagen wie der folgenden, die statistisch nicht belegbar sind.

    Schneider wies diese Kritik zurück. Aus der täglichen Arbeit heraus wisse sein Verband, „dass die 60-Prozent-Schwelle im Alltag der allermeisten betroffenen tatsächlich eine Schwelle der Ausgrenzung markiert, die uns von Armut sprechen lassen muss“.
    Aus einem in dem Eingangstext verlinkten Quelle konnte ich hingegen den folgenden Absatz entnehmen:

    Eine Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) belegt darüber hinaus: Zwischen 1991 und 2015 haben die fünf Prozent der Ärmsten reale Verluste beim verfügbaren Einkommen erlitten, alle anderen aber haben Zugewinne verbucht.
    Ich sehe die Problematik wirklich sehr stark auf der Ausgabenseite. Ein riesiges Loch entsteht ja durch die (teuren) medizinischen Möglichkeiten, und die seit der Mitte des letzten Jahrunderts deutlich gestiegene Lebenserwartung. Dazu kommen dann die Immobilienblase, und dass Singlehaushalte letztendlich ein Luxus sind. Mit nur einem Elternteil lebende Kinder sind ebenfalls deutlich stärker armutsgefährdet. Wir leben ein völlig anderes Leben als die Generation meiner Grosseltern, die es fast als frivol empfanden, am Sonntag im Cafe sich ein Stück Kuchen zu gönnen. Zudem ist das von dieser Generation geschaffene finanzielle Sicherheitspolster vieler Familien inzwischen aufgebraucht.

    Dazu kommt dann die Unsitte, dass viele dieser Dinge über Verbrauchssteuern finanziert werden, weil diese sehr leicht zu erheben sind. Aber dies trifft anteilsmässig am Einkommen eben auch besonders die Armen.

    Aber ich denke nicht, dass es primär an der Entwicklung der Einkommen liegt, jedenfalls nicht in diesem Bereich der Skala. Ich denke, die Mittelschicht wurde hier stärker von wirstschaftlichen Veränderungen betroffen, jedoch auf einem Niveau, das eben nicht eine Armutsfrage ist.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  5. #5
    Mitglied Benutzerbild von Hay
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Ich denke, der Artikel enthält einen Zirkelschluss. Die Armutsquote ist relativ, d.h. als Prozentsatz des mittleren Einkommens definiert. Dieses Einkommen variiert mit der wirtschaftlichen Entwicklung, d.h. diese Definition an sich kompensiert bereits wirtschaftliche Faktoren. Man kann mit ihr nicht die Armut im Sinne eines fest definierten Zustandes messen.

    Sie stellt jedoch sehr deutlich eine Spaltung der Gesellschaft dar, und dies ist offensichtlich. Jedoch würde ich dies nicht allein der Politik zuschreiben. Singlehaushalte sind häufig von Armut betroffen, aber das sind ebenso gesellschafliche und nicht politische Entwicklungen. In den USA könnte man das während der letzten Wirtschaftskrise deutlich beobachten. Ethnien mit ausgeprägten familiären Strukturen meisterten die Krise deutlich besser.

    Andere Faktoren sind natürlich politisch. Aber auch hier sind die Gründe vielschichtig. Ich wüsste kaum, wo ich da anfangen sollte.
    Wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Folgen spielen eine große Rolle. So hat es die Politik in mehrfacher Hinsicht zu verantworten, dass die Preise auf dem Wohnungsmarkt explodieren (und zwar alle Parteien). Nur alleine der Hinweis darauf, dass der soziale Wohnungsbau schon vor vielen Jahren eingestellt wurde, reicht alleine nicht.
    Dazu kommt, dass
    Kommunen (unter Leitung der SPD oder CDU) in großem Stil Wohnungen verkauften, teilweise klüngelhaft an befreundete Rechtsanwälte und Archtitekten
    dass sich Kommunen in Wohnungsbaugenossenschaften einkaufen und damit die Vergabe von Genossenschaftswohnungen steuern (zu Lasten der zahlenden Mitglieder)
    dass Frau Merkel die energetische Sanierung zu einer Goldgrube für Vermieter machte, die infolge der neuen Rahmengesetzgebung horrende Mietsteigerungen generieren konnten, ohne dass ein Mietpreisspiegel hier noch deckeln durfte
    und die Mietpreisbremse damit nur eine vermutlich bewußte Augenwischerei fürs Werbeplakat wurde
    die von Merkel und auch der SPD forcierte Zuwanderung von Millionen, die ebenfalls mit Wohnungen versorgt werden. Die in diesem Jahr geschaffenen Wohnbauprogramme reichen noch nicht einmal aus, um den Fehlbestand für die Alteingesesenen auch nur annähernd zu beseitigen, sind durch ihre Zweckbindung an die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge allerdings offensichtlich nur eine versteckte Inititiative zur Wohnraumversorgung von Flüchtlingen

    Die steigenden Energiekosten (Energiewende, Merkel-Regierung unter Zustimmung der SPD und der Grünen) haben viele Haushalte zu stromlosen Haushalten gemacht. Durch die gestiegenen Kosten für Energie haben die Bürger weniger in der Tasche und Menschen, die vorher finanziell gerade noch über die Runden kamen, sind nun arm

    Die Rentenreformen haben die Rentnergeneration um die Früchte ihrer Arbeitsleistung gebracht. Ein Gutteil der Rente muss nun versteuert werden und fließt direkt an den Staat zurück, zudem sind von den Renten Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen. Rentner, die zusätzlich Betriebsrenten haben, müssen aus diesen Steuern und die Sozialabgaben in Höhe des Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteils zahlen. Das wurde im Nachhinein beschlossen und für die geänderten Spielregeln gibt es keine Übergangsfristen und keinen Bestandsschutz für Betriebsrenten vor Änderung.

    Dazu kommen dann noch die Enteignungen, die kleine Bürger sehr schnell zu armen Bürgern machen, zum Beispiel dann, wenn das eigene Auto, vor zwei Jahren auf Raten gekauft, nun wieder verkauft werden muss, falls es überhaupt noch verkäuflich ist, d.h. mit entsprechendem Wertverlust und das Geld fehlt, ein neues Auto zu kaufen, das ja dank der Abgasregeln nun ein Neuwagen sein muss. I.d.R.

    Etc. pp.

    Die Regierung arbeitet fleißig am Wohlstand...

  6. #6
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Hay Beitrag anzeigen
    Wirtschaftliche und wirtschaftspolitische Folgen spielen eine große Rolle. So hat es die Politik in mehrfacher Hinsicht zu verantworten, dass die Preise auf dem Wohnungsmarkt explodieren (und zwar alle Parteien). Nur alleine der Hinweis darauf, dass der soziale Wohnungsbau schon vor vielen Jahren eingestellt wurde, reicht alleine nicht.
    Dazu kommt, dass
    Kommunen (unter Leitung der SPD oder CDU) in großem Stil Wohnungen verkauften, teilweise klüngelhaft an befreundete Rechtsanwälte und Archtitekten
    dass sich Kommunen in Wohnungsbaugenossenschaften einkaufen und damit die Vergabe von Genossenschaftswohnungen steuern (zu Lasten der zahlenden Mitglieder)
    dass Frau Merkel die energetische Sanierung zu einer Goldgrube für Vermieter machte, die infolge der neuen Rahmengesetzgebung horrende Mietsteigerungen generieren konnten, ohne dass ein Mietpreisspiegel hier noch deckeln durfte
    und die Mietpreisbremse damit nur eine vermutlich bewußte Augenwischerei fürs Werbeplakat wurde
    die von Merkel und auch der SPD forcierte Zuwanderung von Millionen, die ebenfalls mit Wohnungen versorgt werden. Die in diesem Jahr geschaffenen Wohnbauprogramme reichen noch nicht einmal aus, um den Fehlbestand für die Alteingesesenen auch nur annähernd zu beseitigen, sind durch ihre Zweckbindung an die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge allerdings offensichtlich nur eine versteckte Inititiative zur Wohnraumversorgung von Flüchtlingen

    Die steigenden Energiekosten (Energiewende, Merkel-Regierung unter Zustimmung der SPD und der Grünen) haben viele Haushalte zu stromlosen Haushalten gemacht. Durch die gestiegenen Kosten für Energie haben die Bürger weniger in der Tasche und Menschen, die vorher finanziell gerade noch über die Runden kamen, sind nun arm

    Die Rentenreformen haben die Rentnergeneration um die Früchte ihrer Arbeitsleistung gebracht. Ein Gutteil der Rente muss nun versteuert werden und fließt direkt an den Staat zurück, zudem sind von den Renten Sozialversicherungsbeiträge zu zahlen. Rentner, die zusätzlich Betriebsrenten haben, müssen aus diesen Steuern und die Sozialabgaben in Höhe des Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteils zahlen. Das wurde im Nachhinein beschlossen und für die geänderten Spielregeln gibt es keine Übergangsfristen und keinen Bestandsschutz für Betriebsrenten vor Änderung.

    Dazu kommen dann noch die Enteignungen, die kleine Bürger sehr schnell zu armen Bürgern machen, zum Beispiel dann, wenn das eigene Auto, vor zwei Jahren auf Raten gekauft, nun wieder verkauft werden muss, falls es überhaupt noch verkäuflich ist, d.h. mit entsprechendem Wertverlust und das Geld fehlt, ein neues Auto zu kaufen, das ja dank der Abgasregeln nun ein Neuwagen sein muss. I.d.R.

    Etc. pp.

    Die Regierung arbeitet fleißig am Wohlstand...
    Ziemlich korrekt beschrieben - womit auch das Ergebnis zwingend ist - die Verarmung ist politisch gewollt und man kann die Wirtschaft nicht in Verantwortung nehmen poliitisch Fehlentwicklungen korrigieren zu müssen. So viele Lohn und Gehalt kann die Wirtschaft gar nicht bezahlen umd politischen Irrsinn kompensieren zu können - denn selbst wenn die Wirtschaft heute die Löhne und Gehälter verdoppeln würde, man stünde morgen vor dem gleichen Problem, weil die politischen Entscheidungssträger schon dafür Sorge tragen würden, dass es dem Bürger nicht zu Wohl geht.

  7. #7
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Vom Original abweichende Hervorhebungen von mir. Eine Kommentierung erübrigt sich m.E., das Zahlenmaterial spricht für sich ....

    Die Armutsquote in Deutschland ist auf neuem Höchststand - trotz anhaltenden Wirtschaftsbooms. Und von den Betroffenen ist jeder Dritte erwerbstätig.
    Mission accomplished.

    Für die Zukunft sollten derartige Tarifabschlüsse jedoch vermieden werden. Angesichts nahezu erreichter Vollbeschäftigung und eines sogar drohenden Arbeitskräftemangels plante die Bundesregierung, durch die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte dem Arbeitskräftemangel zu begegnen und dadurch gleichzeitig auf künftige Lohnforderungen dämpfend einzuwirken.
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  8. #8
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von FranzKonz Beitrag anzeigen
    Mission accomplished.
    Aktuelles Fundstück dazu:

    Zu den Ursachen der aktuellen Situation gehören nicht allein fehlende Qualifikationen der Bewerber, sondern laut Bitkom auch deren Gehaltsforderungen
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  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Kaktus
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Aktuelles Fundstück dazu:

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    Weil die Gehaltsangebote in D zu mies sind, sind schon die Inder nicht per Bluecard gekommen. "Geiz ist geil " ist das Motto in D. Na, dann seht mal schön, wie ihr an Fachpersonal kommt. Die Migranten gehören nicht dazu
    Deutschland ist nicht mehr mein Land - Merkel + den dt. Volksvertretern sei Dank!
    GG 20,2 !!! - Immer dran denken:
    https://www.youtube.com/watch?v=f5PMX_FzRzw

  10. #10
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    Standard AW: Jeder Sechste in Deutschland lebt in Armut

    Zitat Zitat von Kaktus Beitrag anzeigen
    Weil die Gehaltsangebote in D zu mies sind, sind schon die Inder nicht per Bluecard gekommen. "Geiz ist geil " ist das Motto in D. Na, dann seht mal schön, wie ihr an Fachpersonal kommt. Die Migranten gehören nicht dazu
    Dazu gesellt sich noch die Abwanderung junger deutscher Fachkräfte. Die haben nämlich ganz ungewöhnliche Lebenswünsche: eine Familie zu gründen. In der BRD kaum mehr machbar, außer man ist Großverdiener.
    Deutsche mit Vertriebenenhintergrund




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