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Thema: Fragen zur Völkerwanderung im frühen Mittelalter . .

  1. #41
    Mitglied Benutzerbild von Hay
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    Standard AW: Fragen zur Völkerwanderung im frühen Mittelalter . .

    Zitat Zitat von Pulchritudo Beitrag anzeigen
    Sie findet statt. Nach Deutschland (Moslems, Neger, Zigeuner) und aus Deutschland heraus (Ärzte, Pflegepersonal, Ingenieure, IT-Spezialisten...). Zwar noch in kleinem Massstab, aber die 'Verwerfungen' sind schon sehr deutlich spürbar und Europa wird immer eine Traumdestination für Abenteurer, Kriminelle, radikal Religiöse, Analphabeten, Ungebildete sowie von der Gesellschaft ausgestossene Arschlöcher aus aller Unherren Ländern bleiben. Deswegen: Grenzen dicht, und zwar alle und rigoros.
    Deutschland befindet sich im Wandel, sichtbar nicht nur am lebenden Material, sondern auch an Dönerbuden, Shisha-Bars und Wettbüros.

  2. #42
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    Standard AW: Fragen zur Völkerwanderung im frühen Mittelalter . .

    ´°`
    Ich halte auch kürzere Wanderungen von "Völkern" von 100-200 km für wenig wahrscheinlich.
    Welches einschneidende kurzfristig eintretende Ereignis könnte die ganze Bevölkerung
    einer Region veranlassen als Kollektiv seine Heimat zu verlassen mit ungewissem Ziel?
    Mir fällt dazu kein einleuchtendes Szenario ein. Vllt eine flächendeckende und ständige Überflutung
    bisheriger Siedlungsgebiete.. Dann werden die Betroffenen das nächst sichere Gelände aufsuchen
    und sich dorten einrichten, soweit nicht schon vorher ertrunken .
    Anhaltende Dürren mit monströsen Ausmaßen können wohl zur Abwanderung führen
    doch wohin? Fruchtbare Ländereien waren schon längst besiedelt und gut verteidigt.
    Blieb also nichts anderes übrig das man sich als Tagelöhner verdingte
    oder als Magd für ein paar Bissen mit Außenseiterstatus. Nur die schiere Not
    konnte solche Auswanderer dazu bringen die Gemeinschaft, ihren Clan zu verlassen.
    Der Großteil der Bewohner jedoch verblieb auf der Scholle. Die Ernte brachte zwar
    wenig ein und man darbte aber harrte aus und hoffte auf bessere Zeiten.
    Stellten sich diese nicht ein blieb für Jene die noch nicht verhungert waren
    nur der Gang ca 50 km zum nächsten Urwald um dort den Baumbestand zu roden
    und neues Ackerland zu gewinnen mit viel Müh, Schweiß + Entbehrung.
    Doch ganze "Völker" (besser Interessensgemeinschaften) wanderten von A nach B
    in einer konsequenten Bewegungsrichtung auf der Suche nach einer neuen Heimat
    halte ich glatt für Humbug, die Erzählung von einer 'germanischen Völkerwanderung'
    für einen Mythos und eine Fantasie von größenwahnsinnigen Rassenromantikern.!
    Geändert von Diskurti (23.01.2019 um 23:28 Uhr)

  3. #43
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    Standard AW: Fragen zur Völkerwanderung im frühen Mittelalter . .

    Zitat Zitat von Zirrus Beitrag anzeigen
    Die damaligen Völker wanderten nicht blindlings irgendwohin, sondern hatten schon feste Vorstellungen von ihrem Ziel. Trafen die Erwartungen von der neuen Heimat dann nicht so zu, wie man sich das erhoffte, dann zog man eben weiter und führte den Plan B aus.
    Von was leben Nomaden, wenn sie mit ihrer Herde übers Land ziehen? Wahrscheinlich von ihrem Vieh und dem was sie so vorfinden, sei es in der freien Natur oder durch gelegentliche Plünderungen, die die Speisekarte schon kräftig erweitern konnten. Auch das Silber, Eisen, Bronze etc., dass man bei den Einheimischen so „fand“, wenn man sie gründlich „durchsuchte“, war sehr hilfreich, um irgendwelche notwendigen Sachen einzutauschen, die man durch „Durchsuchungen“ bei den Geplünderten einfach nicht vorfand. .
    Kein schlechter Einwand.
    Wenn sie schon als Volk wanderten mit dem Wunsch nach einer neuen Heimat dann zogen
    sie sicherlich für eine Vision von schöneren Lebensumständen in Richtung Westen/Süden.
    Doch wie verhielten sie sich unterwegs? Wovon ernährten siesich, wie überstanden sie den Winter,
    wie kamen sie mit der ansässigen Bevölkerung aus, wie haben sie die großen Entfernungen überwunden,,?
    Die nomadische Lebensweise war den Germanen eigentlich fremd. Das waren sesshafte Bauernnaturen.
    Nomadentum gab es in den Steppen Asiens und Afrikas. Dafür ist das Kamel das perfekte Trag- + Reittier.
    Pferde eignen sich viel schlechter dazu weil sie viel anspruchsvoller sind.
    Viehherden waren sicherlich am Tross beteiligt doch nur beschränkt nicht extensiv
    denn vorhandene Weidegebiete befanden sich schon längst im Gebrauch von Ansässigen.
    Raubzüge bedeuteten ständige Kämpfe und einen riesigen Aufwand
    weil sich die Betroffenen wehrten. Ganz schlecht für Wanderung!

    Du solltest die Jahreszahlen wann die Völker gewandert sind und wann nicht, nicht als absolute Werte betrachten, sondern lediglich als Anhaltspunkte für diese Ereignisse. Denn Fakt ist, dass die heutigen Geschichtsschreiber nicht dabei waren, sondern ihr Wissen aus Spuren, Fragmente und vielen anderen Schnipseln ermitteln müssen
    Da hast Du ganz Recht. Wir sind auf die Erzählung antiker Geschichtsschreibung angewiesen
    welche sicherlich eine Menge dazu fantasiert haben je nach Auftrag und Parteinahme.
    Artefakte sind äußerst spärlich und wir können nur Vermutungen äußern
    und das Allermeiste verbleibt als Legende bzw Mythos. , .

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