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Thema: Reichtagsbrand

  1. #21
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von Schlummifix Beitrag anzeigen
    Wo soll dann die Schuld der Deutschen sein?
    Allenfalls wählten sie Hitler zum Kanzler der Weimarer Republik. Mehr nicht. Was man sogar verstehen kann.
    Nach der Sauerei 1929.
    Zum Kanzler wurde er nicht gewählt, sondern vom Präsidenten Hindenburg ernannt.
    Das Ermächtigungsgesetz drückte er mit dem Vorläufer der CDU , der Zentrumspartei durch.
    Übrigens hat der spätere Bundespräsident Theodor Heuss ,auch für das Ermächtigungsgesetz gestimmt.

    Der Einzige, der Hitler jedezeit noch absetzen konnte ,war der schon senile Reichspräsident Hindenburg
    Der hatte die gleiche Machtfülle wie heute etwa Macron oder Putin ( u.a. Oberbefehlshaber des Heeres )

  2. #22
    Sachse Benutzerbild von mabac
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Fuhr die Wehrmacht irgendwo auf?
    1933 gab es noch keine Wehrmacht, nur die Reichswehr.

    Zum Putsch:
    Ein Putsch, Staatsstreich oder französisch Coup d’État [ˌkudeˈta] ist eine oft überraschende, meist gewaltsame Aktion von Angehörigen des Militärs oder paramilitärischer Organisationen und/oder einer Gruppe von Politikern mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat zu übernehmen. Die Putschisten sind meist hohe Militäroffiziere oder Führer paramilitärischer Organisationen
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    Bespiel Heines, der als Führer eine paramilitärischen Einheit eben auch Polizeiführer war.

    Heines war in seiner Funktion als Polizeipräsident von Breslau, die er seit dem 26. März 1933 ausübte, maßgeblich verantwortlich für die Errichtung des Konzentrationslagers Dürrgoy, das auch als Heines’ „Privatlager“ bezeichnet wurde. Unter den Gefangenen in Dürrgoy war auch der vormalige sozialdemokratische Reichstagspräsident Paul Löbe (1875–1967), der im August 1933 ohne Kenntnis der Berliner Gestapo von einem Kommando der Breslauer SA entführt worden war. Als Motiv für die Entführung gelten „persönliche Rachegelüste“ Heines’, der von Löbe 1932 nach den Tätlichkeiten im Reichstag aus dem Parlament ausgeschlossen worden war.
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    Wo gestern eine christliche Schule stand, steht morgen eine Moscheehütte. Der kriegerische, männliche Geist dieser Religion ist dem Neger verständlicher als die Lehre vom Mitleid, die ihm nur die Achtung vor den Weißen nimmt ...
    O. Spengler 1934

  3. #23
    Sachse Benutzerbild von mabac
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von Sitting Bull Beitrag anzeigen
    Das Ermächtigungsgesetz drückte er mit dem Vorläufer der CDU , der Zentrumspartei durch.
    Übrigens hat der spätere Bundespräsident Theodor Heuss ,auch für das Ermächtigungsgesetz gestimmt.
    Trotz "Bedenken" haben alle ausser der SPD für das Ermächtigungsgesetz gestimmt. Und Paul Löbe wurde später vom schwulen Heines als Rachehandlung in sein Privat KZ entführt. Das Jahr 1933 war wirklich krass.

    Am 12. Mai 1932 war Heines an einem tätlichen Angriff auf den Journalisten Helmuth Klotz im Restaurant des Reichstages beteiligt. Klotz war von der NSDAP zur SPD übergetreten und hatte im März 1932 Briefe Ernst Röhms veröffentlicht, die dessen Homosexualität thematisierten. Heines wurde zusammen mit drei weiteren NSDAP-Abgeordneten für 30 Tage aus dem Parlament ausgeschlossen; die Sitzung musste abgebrochen werden, da sich die Ausgeschlossenen weigerten, das Plenum zu verlassen. [...] Am 14. Mai wurde Heines wie auch die NSDAP-Abgeordneten Wilhelm Stegmann und Fritz Weitzel vom Schnellschöffengericht Berlin-Mitte zu drei Monaten Gefängnis wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung und tätlicher Beleidigung verurteilt.
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    Wo gestern eine christliche Schule stand, steht morgen eine Moscheehütte. Der kriegerische, männliche Geist dieser Religion ist dem Neger verständlicher als die Lehre vom Mitleid, die ihm nur die Achtung vor den Weißen nimmt ...
    O. Spengler 1934

  4. #24
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von Diskurti Beitrag anzeigen
    Vor 86 Jahren brannte der Reichstag.
    Nach offiziellen Angaben hat der Kommunist v d Lubbe die Katastrofe verbrochen.
    Den Brand nutzten die Nasos zum Verbot der KPD, der Pressezensur, und ihrem Wahlerfolg
    unter der allgemeinen Furcht vor einem kommunistischen Aufstand. Auch das folgende
    Ermächtigungsgesetz wurde unter dem Eindruck des Notstands erzwungen .

    Da Lubbe unmöglich der Alleintäter sein konnte und sehr wahrscheinlich von NS-Agenten
    gesteuert wurde, müssen die Täter (die 'Tat' bestand in der Präparierung der Wandbehänge
    des Plenarsaals mit Brandbeschleunigern=Phosphor) in NS-kreisen gesucht werden, welche allein
    diese Möglichkeit besaßen. Dieser zwingende Schuss braucht auch gar nicht mehr diskutiert werden.

    Wenn dem aber so ist, nämlich das Naso-Kreise den Brand gelegt haben, dann wirft diese Tatsache
    ein gänzlich neues Licht auf die volksdeutsche Schuldan den Nazi-Verbrechen.:
    Der inszenierte Reichtagsbrand diente Hitler schließlich als Mittel zur Machtergreifung
    und zur Hysterisierung der Deutschen Wähler, um nach Verkündigung des Notstands
    die Reichtagswahlen für sich zu entscheiden.
    Denn der Deutsche, der doch nur Ordnung wollte, konnte sich bei der Wahl am 5. III.
    gar nicht mehr frei entscheiden. Aus Sorge vor einem Aufstand der Kommunisten
    gab er seine Stimme dem, der die Ordnung wieder her zu stellen versprach.
    Kann man jetzt diese braven Deutschen schuldig sprechen für die dann folgenden Ereignisse?
    Auf die Außerkraftsetzung der ReichsVerfassung durch Hitler hatte er ja keinen Einfluss mehr.
    So wurden die Deutschen also zum Opfer eines Betrugs
    Und die meisten entschieden sich doch nur unter einem
    vermeintlichen Notstand für den Ordnungsträger Hitler.
    Und nicht etwa für die Unterstützung
    Hitlerscher Wahnvorstellungen.

    Eine erhebliche Schuld-Minderung wäre aus dem obigen
    betrügerischen Sachverhalt durchaus ab zu leiten.
    Die Deutschen sind durch einen Staatsstreich
    unter die Herrschaft Hitlers geraten
    Also das Aus für den "Schuldkult" !

    Eigentlich merkwürdig das dieser Umstand
    gerade bei den Rettern reichsdeutscher Ehre
    gegen Kollektivschuldvorwürfe kaum einmal
    als Argument herangezogen wird.
    Oder sympathisieren die etwa
    mit den eigentlichen Tätern?
    Daß noch heute, nach mehr als 80 Jahren, immer noch Menschen in D auf die Propaganda Willi Münzenbergs hereinfallen, wirft ein bezeichnendes Bild auf den Zustand dieses Landes.

    1. Marinus van der Lubbe hat selbstverständlich persönlich den Brand im Reichstag an mehreren Stellen innerhalb des Gebäudes gelegt. Das haben sämtliche Untersuchungen ergeben. Er selbst hat während der 3 Prozesse in Leipzig, Berlin und nochmals Leipzig nie etwas anderes behauztet. Mitangeklagte Verdächtige aus Bulgarien wurden feigesprochen..

    2. Die Nazis waren zu Beginn der Ereignisse tatsächlich davon überzeugt, daß die "Linken", also die Kommunisten in der Hauptsache, hinter dem Anschlag steckten.

    3. Gleichzeitig waren kommunistische Kreise davon überzeugt, daß die Nazis selbst den Anschlag inszeniert hatten. Gruppierungen innerhalb der Kommi-Internationale um Willi Münzenberg begannen auch unverzüglich damit, die Geschichte den Nazis zuzuordnen. (Münzenbergs "Braunbuch" z. B.)

    4. Allerdings belegen Notizen aus Goebbels Tagebüchern, dass selbst Hitler und Görung noch in der Nacht des Anschlages darüber rätselten, wer der/die Täter (für den Fall, dass es mehrere waren) wohl gewesen sein könnten. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Parteispitzen um Hitler, Göring und Goebbels nicht im Vorwege über einen solchen Plan eingeweiht gewesen wären.

    Aber anscheinend haben derartige Verschwörungs-Nummern aufgrund ihrer poetischen/prosaischen Nähe zu den Märchen der Gebr. Grimm immer noch sehr lange Beine.

  5. #25
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von mabac Beitrag anzeigen
    1933 gab es noch keine Wehrmacht, nur die Reichswehr.

    Zum Putsch:

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    Bespiel Heines, der als Führer eine paramilitärischen Einheit eben auch Polizeiführer war.


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    Nun, gemäß dieser Definition war es weder Putsch noch Staatsstreich, denn die Beteiligten hatten schon die Macht im Staate. Nicht ganz so unumschränkt wie nach Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes, gehemmt durch die Verfassung. Aber es wurde hier keine legitim gewählte Regierung beseitigt, es wurde nicht mal eine Verfassung gebrochen, denn die sah solche Instrumente vor. Im Grunde handelte es sich "nur" um ein bisschen Schiebung bei einer Abstimmung im Parlament, und hier liegen die Hauptmängel zum einen in der fehlenden Beschlussfähigkeit, die jedoch nicht festgestellt worden ist (parlamentarisches Alltagsgeschäft, noch heute), und in der Einflussnahme auf Abgeordnete. Im Grunde ist das gar nichts, jedenfalls ist es kein Staatsstreich, der den Namen verdient. Die Weimarer Republik wurde "gemäß Protokoll" abgewickelt, und zunächst dürften die, die ihr eine Träne nachgeweint haben, eine ziemlich kleine Minderheit gewesen sein.
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  6. #26
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Nun, gemäß dieser Definition war es weder Putsch noch Staatsstreich, denn die Beteiligten hatten schon die Macht im Staate. Nicht ganz so unumschränkt wie nach Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes, gehemmt durch die Verfassung. Aber es wurde hier keine legitim gewählte Regierung beseitigt, es wurde nicht mal eine Verfassung gebrochen, denn die sah solche Instrumente vor. Im Grunde handelte es sich "nur" um ein bisschen Schiebung bei einer Abstimmung im Parlament, und hier liegen die Hauptmängel zum einen in der fehlenden Beschlussfähigkeit, die jedoch nicht festgestellt worden ist (parlamentarisches Alltagsgeschäft, noch heute), und in der Einflussnahme auf Abgeordnete. Im Grunde ist das gar nichts, jedenfalls ist es kein Staatsstreich, der den Namen verdient. Die Weimarer Republik wurde "gemäß Protokoll" abgewickelt, und zunächst dürften die, die ihr eine Träne nachgeweint haben, eine ziemlich kleine Minderheit gewesen sein.

  7. #27
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von RUMPEL Beitrag anzeigen
    Daß noch heute, nach mehr als 80 Jahren, immer noch Menschen in D auf die Propaganda Willi Münzenbergs hereinfallen, wirft ein bezeichnendes Bild auf den Zustand dieses Landes.

    2. Die Nazis waren zu Beginn der Ereignisse tatsächlich davon überzeugt, daß die "Linken", also die Kommunisten in der Hauptsache, hinter dem Anschlag steckten.

    3. Gleichzeitig waren kommunistische Kreise davon überzeugt, daß die Nazis selbst den Anschlag inszeniert hatten. Gruppierungen innerhalb der Kommi-Internationale um Willi Münzenberg begannen auch unverzüglich damit, die Geschichte den Nazis zuzuordnen. (Münzenbergs "Braunbuch" z. B.)

    4. Allerdings belegen Notizen aus Goebbels Tagebüchern, dass selbst Hitler und Görung noch in der Nacht des Anschlages darüber rätselten, wer der/die Täter (für den Fall, dass es mehrere waren) wohl gewesen sein könnten. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Parteispitzen um Hitler, Göring und Goebbels nicht im Vorwege über einen solchen Plan eingeweiht gewesen wären.

    Aber anscheinend haben derartige Verschwörungs-Nummern aufgrund ihrer poetischen/prosaischen Nähe zu den Märchen der Gebr. Grimm immer noch sehr lange Beine.
    Die Vermutung, die Nazis seien es gewesen, stützt sich eigentlich allein auf das "Cui bono"-Argument. Der Reichstagsbrand war für die Nazis das reinste Gottesgeschenk, denn nun hatten sie einen Vorwand, Notstandsmaßnahmen (Reichstagsbrandverordnung, Ermächtigungsgesetz) zu ergreifen. Aber konkrete Beweise oder zuverlässige Zeugenaussagen gibt es meines Wissens nicht.

    Eine kommunistische Verschwörung war es keinesfalls, denn die deutschen Kommunisten waren genau so überrascht wie alle anderen, und sie hatten auch überhaupt keinen Nutzen von dem Brand. Die im Reichstagsbrandprozess mitangeklagten kommunistischen Politiker, die angeblichen Drahtzieher, mussten ja auch allesamt freigesprochen werden, weil absolut keine Beweise gegen sie vorlagen, zum höchsten Missvergnügen der Nazis.

    Dass besonders gemäß den Goebbels-Tagebüchern selbst die allerobersten Nazis überrascht waren, ist in meinen Augen das stärkste Argument dagegen, dass es die Nazis selbst waren. Hitler musste an dem Abend erst einmal gesucht werden; er war zum Essen bei Freunden eingeladen, und zunächst wusste niemand, wo genau. Wäre es eine von ihm befohlene oder auch nur gebilligte Aktion gewesen, ist das kaum vorstellbar. Aber so begriff er sofort die Chance, die sich ihm bot, und nutzte sie. Hitler fiel der Käse genau auf die Makkaroni. Ein typisches Beispiel für den Opportunismus, der seine Politik oft prägte. So etwas wie einen großen Plan, der Schritt für Schritt abgearbeitet wurde, hatte er nicht.

  8. #28
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Im Grunde ist das gar nichts, jedenfalls ist es kein Staatsstreich, der den Namen verdient. Die Weimarer Republik wurde "gemäß Protokoll" abgewickelt, und zunächst dürften die, die ihr eine Träne nachgeweint haben, eine ziemlich kleine Minderheit gewesen sein.
    Die Aufhebung der Gewaltenteilung war gewiss kein Teil des Weimarer "Protokolls".

  9. #29
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    Standard AW: Reichtagsbrand

    Zitat Zitat von GSch Beitrag anzeigen
    Die Aufhebung der Gewaltenteilung war gewiss kein Teil des Weimarer "Protokolls".
    Die Verfassung sah vor, durch Notverordnungen eingeschränkt und teils auch außer Kraft gesetzt zu werden. Nichts anderes ist das hier, also war es sehr wohl Teil des "Protokolls". War das gegen den Geist der Verfassung? Ja, natürlich war es das. War es explizit ausgeschlossen? Nein, war es nicht. Hitler war nicht der erste Reichskanzler, der verfassungsmäßige Rechte außer Kraft setzte, das war für Jahre das alltägliche Handwerkszeug der Weimarer Regierungen, kein Wunder bei einem Staat, der von einer Notlage in die nächste taumelte.

    Die Weimarer Republik starb am Desinteresse der Mehrheit, sie am Leben zu erhalten. Die Extremen links wie rechts wollten sie vom ersten Tag an sterben sehen, viele Konservative nahmen sie nur "mangels besserer Alternative" als gegeben hin, nur eine Minderheit hing tatsächlich irgendwie an dieser Republik, zumeist jene, die durch ihre Existenz Vorteile gegenüber dem vorhergehenden Zustand genossen. Aber das reichte einfach nicht, sie am Leben zu halten.
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  10. #30
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    Zitat Zitat von OneDownOne2Go Beitrag anzeigen
    Die Verfassung sah vor, durch Notverordnungen eingeschränkt und teils auch außer Kraft gesetzt zu werden. Nichts anderes ist das hier, also war es sehr wohl Teil des "Protokolls". War das gegen den Geist der Verfassung? Ja, natürlich war es das. War es explizit ausgeschlossen? Nein, war es nicht.
    Schon die Reichstagsbrandverordnung war verfassungsrechtlich höchst zweifelhaft, weil Verordnungen des Reichspräsidenten nach Art. 48 WRV nur vorübergehend gelten durften. Die Verordnung sollte aber "bis auf weiteres" gelten. Außerdem griff sie in die Rechte der Länder ein. Artikel 5 lief auf eine Änderung des StGB hinaus, wozu der Reichspräsident kein Recht hatte.

    Mit dem Ermächtigungsgesetz schließlich wurde die Gewaltenteilung aufgehoben; dadurch verlor der Reichstag auch die Möglichkeit, eine Notverordnung des Reichspräsidenten aufzuheben.

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