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Thema: Die Mitleidsindustrie

  1. #21
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    In die sogen. Dritte Welt fließen seit Jahrzehnten bereits mehr als genug Gelder und andere Hilfsgüter. Alles abgezwackt aus Steueraufkommen, direkte und indirekte Steuern. Diese gigantischen Mittel haben bis dato wenig bewirkt. Warum? Ein Beispiel, auf Madagaskar starben unlängst 900 (meist Kinder) an Masern. Die Impfung ist billig und sicher, war aber nicht verabreicht worden. Wenn man dann betrachtet, wieviele Millionen an Entwicklungshilfe dorthin gleichzeitig geflossen sind, liegt die Antwort auf der Hand.
    Die Gelder kommen schlicht nicht "unten" an. Das ist aber nicht unser Problem.
    Im Übrigen wird ein falsches Bild von der "Dritten Welt" vermittelt. @Rumpelstilz z.B. hat dazu viele Informationen eingestellt.
    Wäre das besser bekannt, wäre das Geschäftsmodell der Mitleidsindustrie, die hauptsächlich ihre eigenen Bonzen am Kacken hält, gefährdet.
    Viele Leute wissen nicht nur nichts über eine "Dritte Welt", sie wissen auch über die Zustände in ihrem eigenen Land und vor ihrer Haustüre nicht einmal Bescheid.

    Ich persönlich habe mich schon in meiner Jugend auf dem Schulweg mit Strassenpennern unterhalten, weil mich interessierte, wieso die so leben. Später war ich dann auch öfters in der Frankfurter B-Ebene am Rossmarkt und sah da auch z.B. wie immer derselbe Mann in weissem Anzug bei den dortigen Pennern wohl Geldzahlungen eintrieb. Die Geldübergabe selbst konnte ich nie beobachten, aber es war schon merkwürdig, wieso ein Mann im weissen Anzug meist um die gleiche Uhrzeit dort auftauchte und sich mit den Pennern dort kurz unterhielt.

    In dem Zusammenhang fällt mir auch ein, dass vor etwa einem Jahr an der Kreuzung, wo die Stadtverwaltung des Distriktes Los Olivos in Lima liegt, ein junger Mann meine Novia ansprach wegen einer grossen Cola-Flasche, die sie, aus einem Restaurant kommend, mit sich trug. Ich war strikt dagegen, dass sie diesem "Bettler" die Cola-Flasche übergab und wir stritten uns auch etwa noch fünf Minuten um diesen Sachverhalt.

    Schliesslich sah sie ein, dass ich wirklich über Bekannte auch junge Männer kannte, die weitaus bedürftiger waren als dieser vorgebliche Bettler, und die sich aber mit Strassenverkäufen über Wasser hielten. Aufgrund der Bekanntschaft solcher wirklich armen Menschen sehe ich eben schon am Zustand der Kleidung, des Haarschnitts und auch der Haut, wie die Lebensumstände solcher Menschen sind, die ich zudem noch aus eigener Anschauung kenne.

    Ich habe vor solchen Menschen auch wirklich Respekt, dass solche Menschen trotz ihrer Armut einer ehrlichen Beschäftigung nachgehen anstatt die Smartphones von Kindern oder älteren Frauen zu rauben. Umso grösser war mein Unmut, dass jemand, der lange nicht so bedürftig war wie diese ehrlich arbeitenden Menschen, einfach sich eine Cola-Flasche erbetteln wollte, die übrigens in Euros umgerechnet in Peru mehr als Doppelte kostet als in der BRD.

    Diese Mitleidsindustrie spielt ja vor allem darauf an, dass die Leute sich mit der Materie, in diesem Falle der Armut, nicht weiter beschäftigen wollen. Auf der einen Seite will man nicht als hartherzig gelten, auf der anderen Seite hat man überhaupt keinen Bezug zu dem, was man sich da mit Geldspenden vom Leibe halten will.

    Interessanterweise haben aber nun gerade die "wichtigen" Menschen in einer Gesellschaft oft einen sehr guten Überblick über alle Teile dieser Gesellschaft und auch keine Berührungsängste. Diese vollumfängliche und detaillierte Kenntnis der Welt, in der sie leben, ist im Gegenteil eher wichtig für sie, denn nur mit einem vollständigen Verstehen der Realität lassen sich vernünftige Entscheidungen treffen.

    "Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
    (aus dem Film 'Heimkehr', 1941)


    Der neue Slogan der Regierung
    (resolución ministerial N° 113-2018-pcm, Lima, 26 de abril de 2018)

  2. #22
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von solg Beitrag anzeigen
    Auch wenn es dich schocken sollte aber genauso und (womöglich nach deinem Empfinden) noch menschenfeindlicher denken diejenigen, die das Menschenmaterial hierher importieren.
    Leute, die sich bei ihrer Gefühlsduselei (allerspätestens aber beim RTL-Spendenmarathon zum Ende des Jahres) unheimlich menschlich vorkommen, sind Wasser auf deren Mühlen.
    Vor allem ist diese institutionalisierte Mitleidsheuchelei die perfekte Methode, um das eigene Gewissen zu beruhigen und um sich gegenüber seinen Mitmenschen erhobener zu fühlen, ohne dafür in die Kirche gehen zu müssen.

    Im Himmel winkt dereinst ein Logenplatz in der ersten Reihe.
    .
    Germany first


  3. #23
    Mitglied Benutzerbild von Kaktus
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von Sjard Beitrag anzeigen
    Man muss sich nur fragen wem diese Mitleidsindustrie nutzt und welche langfristigen Ziele damit verfolgt werden.
    Es geht um die schleichende Enteignung der weißen Europäer.
    Nö, es geht um's Geld verdienen. Die Enteignung ist nur das Nebenprodukt.
    Die ganze Entwicklungshilfe ist eigentlich nur Selbsthilfe für die Betreiber solcher Kampagnen bzw. eine Geldumverteilungsmaschine:
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    Beispiel Israel:
    ...Israel ist jedoch nicht nur diplomatisch mit vielen Staaten Subsahara-Afrikas verbun- den. MASHAV (das hebräische Akronym für Israel’s Agency for International Development Cooperation vergleichbar mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) betreibt zahlreiche Projekte in unterschiedlichen Ländern. Die Tätigkeitsfel- der umfassen dabei beispielhaft den Agrarsektor, Erziehung und Ausbildung, kommunale Ent- wicklung und Medizin. Zusätzlich zu den genannten Gebieten, spielt auch der Handel eine immer größere Rolle. Die Wirtschaftsbeziehungen sind noch ausbaufähig, signifikant ist das Volumen aber bereits auf den Feldern der Kommunikationstechnologie, der Infrastruktur (u. a.1 Meir (1975), S. 265.
    2 Vgl. Oded (2010), S. 125.
    3 Zu diesen Ländern zählen Äthiopien, Ghana, Eritrea, Kenia, Südafrika, Nigeria, Senegal, Elfenbein- küste, Angola und Kamerun. Vgl. Israel Ministry of Foreign Affairs (o. J. a).


    Straßenbau, Wassermanagement) und Medizin. Eine Frage, die sich an dieser Stelle bereits ergibt, ist, welche Interdependenzen zwischen der Entwicklungshilfe und den ökonomischen Beziehungen bestehen, ob zum Beispiel Projekte im medizinischen Bereich genutzt werden, um israelischen Unternehmen Investitionsmöglichkeiten mit finanzieller Unterstützung der Re- gierung zu geben.
    Ein bemerkenswertes Exportgut sind israelische Waffen. Während die Rüstungsex- porte Israels von 2012 auf 2013 um 1 Milliarde $ zurückgegangen sind, haben sich die Waf- fenverkäufe an afrikanische Staaten im selben Zeitraum verdoppelt: Gaben diese Staaten 2012 noch 107 Millionen $ für israelische Waffen aus, waren es 2013 bereits 223 Millionen $.4Zwischen 2006 und 2010 lieferte Israel Waffensysteme an Kamerun, den Tschad, Äquatorial- guinea, Lesotho, Nigeria, Ruanda, die Seychellen, die Zentralafrikanische Republik und Uganda, darunter leicht gepanzerte Fahrzeuge, Mörser und Überwachungssysteme. Nicht be- stätigten Informationen zufolge exportierte Israel 2009 zum Beispiel Drohnen vom Typ Falcon Eye oder Mini Falcon an Uganda.5 Darüber hinaus kooperieren die israelischen Streitkräfte sowie die Geheimdienste eng mit afrikanischen Militärs und Diensten, zum Beispiel in Kenia und Nigeria.....


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    (Fettung von mir)
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    ...Die Europäer versuchten in der Regel noch, ihre Sache halbwegs gut zu machen, auch wenn das nicht immer glückte. Den Chinesen dagegen ist alles egal. Diktatoren, die das eigene Volk umbringen? Nicht ihr Problem. Sie stellen keine Bedingungen, und obendrein tragen sie massiv zur Korruption bei, denn sie legen immer gleich Geld auf den Tisch.

    Zuerst kamen sie mit grossen Infrastrukturprojekten. Sie haben Stadien gebaut, Strassen und so weiter. Aber eigentlich wollen sie die Rohstoffe. Sie wollen den Boden. Jetzt ist Afrika dabei, seinen eigenen Grund und Boden zu verschachern. Madagaskar etwa ist zu mehr als der Hälfte verkauft. Im Bankbereich, in der Telekommunikation, bei den Dienstleistungen und im Energiesektor sind auf dem Kontinent ohnehin schon allenthalben ausländische Firmen präsent. Jetzt aber geht es um die Erde. Afrika verkauft sich selbst.

    https://www.nzz.ch/feuilleton/afrikas-tragoedie-stoppt-die-entwicklungshilfe-ld.1313718

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    Bitte lesen unter "Entwicklungshilfe entmündigt" (lässt sich nicht kopieren)

    Die Kontrolle der entwicklungspolitischen Aktivitäten ist deshalb unterentwickelt, weil die Durchführungsorganisationen sich zum größten Teil immer noch selbst begutachten und von der Hilfe leben....

    ...Gut ausgebildete Afrikaner suchen ihr Glück nicht im Unternehmertum, sondern im Schoß der Entwicklungsindustrie, wo Löhne bezahlt werden, mit denen lokale Firmen oder Behörden nicht mithalten können. Vor allem aber entlässt Entwicklungshilfe die politischen Führungen aus der Pflicht, für zentrale staatliche Aufgaben – etwa Steuern eintreiben, ein Gesundheitssystem aufbauen oder Schulen unterhalten – selber aufzukommen. Stattdessen hält sich z.B. die Regierung von Ghana tatsächlich 110 Ministerien. Auch für Afrika ist dies ein Rekord. Die Opposition spricht von einer „Wasserkopf-Regierung“ („elephant-size government“). Die von Präsident Akufo-Addo geführte Regierung lässt sich den aufgestockten Ministerrat mit entsprechendem Verwaltungsapparat viel Geld kosten. Die Minister erhalten monatlich etwa 4.000 Dollar. Das hört sich bescheiden an. Allerdings stehen den Ministern jeweils kostenlos zwei Dienstwagen, Benzin, eine Dienstvilla, Strom und Wasser sowie Bodyguards zu. Der Kongo gibt für ehemalige Premierminister, Minister, hohe Beamte jährliche Apanagen von 28,8 Millionen Dollar aus....

    https://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/wem-nuetzt-entwicklungshilfe/


    Eigentlich hatte ich einen Artikel gesucht, der davon sprach, dass die Entwicklungshilfeindustrie die Probleme selbst schafft, die sie dann mit unseren Steuergeldern angeblich wieder beseitigen will. Sie sei reiner Selbstzweck, stand in dem Artikel. Das Thema "Entwicklungshilfe" scheinen hunderte von Seiten zu sein, die da anzuschauen wären. Leider habe ich den besagten Artikel, der schon ein paar Jahre alt ist, nicht gefunden und oben nur ein paar von denen eingestellt, über die ich eben zufällig "gestolpert" bin. Interessierte können weiter suchen - ich breche meine Suche hier ab. Der Tenor ist jedoch so ähnlich wie bei dem Bericht, den ich gesucht hatte.
    Geändert von Kaktus (05.03.2019 um 08:58 Uhr)
    Deutschland ist nicht mehr mein Land - Merkel + den dt. Volksvertretern sei Dank!
    GG 20,2 !!! - Immer dran denken:
    https://www.youtube.com/watch?v=f5PMX_FzRzw

  4. #24
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
    Viele Leute wissen nicht nur nichts über eine "Dritte Welt", sie wissen auch über die Zustände in ihrem eigenen Land und vor ihrer Haustüre nicht einmal Bescheid. (...)

    Diese Mitleidsindustrie spielt ja vor allem darauf an, dass die Leute sich mit der Materie, in diesem Falle der Armut, nicht weiter beschäftigen wollen. Auf der einen Seite will man nicht als hartherzig gelten, auf der anderen Seite hat man überhaupt keinen Bezug zu dem, was man sich da mit Geldspenden vom Leibe halten will.
    Das sehe ich genauso. Der Kleinbürger wird doof und schlecht informiert gehalten - vermutlich damit er sich aus den politischen und wirtschaftlichen Geschäften größtenteils raushält und die Zustände schicksalsergeben akzeptiert. Diejenigen, die von dieser Verdummung der Kleinbürger schamlos profitieren wissen deutlich besser über das System und dessen Funktionsweisen Bescheid und nutzen es für ihre Zwecke, dazu passt dein Zitat:

    Zitat Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
    Interessanterweise haben aber nun gerade die "wichtigen" Menschen in einer Gesellschaft oft einen sehr guten Überblick über alle Teile dieser Gesellschaft und auch keine Berührungsängste. Diese vollumfängliche und detaillierte Kenntnis der Welt, in der sie leben, ist im Gegenteil eher wichtig für sie, denn nur mit einem vollständigen Verstehen der Realität lassen sich vernünftige Entscheidungen treffen.
    Was ich in Frage stellen würde, wäre die Behauptung,
    dass sich mit dieser Methode vernünftige Entscheidungen treffen.

    Ist es vernünftig mit der Abholzung des Regenwaldes enorme privatwirtschaftliche Profite zu bilden?

    Oder in betrügerischer Absicht Autos mit einer Technik auszustatten, welche die Einhaltung von wichtigen Abgaswerten nur vortäuscht anstatt eine solide Abgasreinigung zu installieren, die technisch möglich und umwelttechnisch betrachtet nötig ist?

    Meist diesen solche Entscheidungen dazu um auf Kosten von Natur und Mitmenschen private Profite zu bilden, das sehe ich als extrem unvernünftig. Aber genau diese Unvernunft soll sein und die dumm gehaltenen Kleinbürger sollen nicht merken, wie sehr viel Unvernunft über ihr Leben und das anderer Völker bestimmt.

    Die verschissene Mitleidsindustrie (und auch die Kirchen!) unterstützen diese Volksverdummung. Die politischen Ursaschen werden tabuisiert und mit Spenden soll dann die von habgierigen Eliten versaute Welt ein klein wenig repariert werden. In den Kirchen wird nutzlos zu einem Gott gebetet, der laut trauriger Erfahrung die Menschheit schon oft nicht vor den schlimmen Folgen ihrer Dummheit bewahrt hat. Aber nachdenken darüber, wie der Mensch aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit findet, soll nicht sein, dafür sollen die noch wohlhabenden Dummies sich mit einer Spende freikaufen.

    Für Geld gibt es so gut wie alles:

    Nutten, dicke Autos, Urlaub, Villen und zur Not auch ein gutes Gewissen, das vergessen lassen soll, was man alles für einen Scheiß angestellt hat, um zu Held und Luxus zu kommen.
    Geändert von Rudi Rollmops (07.03.2019 um 14:22 Uhr)

  5. #25
    Mitglied Benutzerbild von kiwi
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von Affenpriester Beitrag anzeigen
    Ich spende nicht für verhungernde Kinder, egal wie traurig die in die Kamera schauen. Die vermehren sich ohnehin schon zuhauf da unten. Ich spende auch nicht für Kriegswaisen oder Robbenbabies.
    Ich muss mein Gewissen nicht beschwichtigen.
    Bei uns im Städtchen stehen wieder welche und sammeln für help damit sie in Afrika was zum essen bekommen. Einer jungen Frau die mich angesprochen hat sagte ich dass mindestens 300 dunkelhäutige in verschiedenen Parks und Gaststätten abhängen – chillen. Wenn jeder von seiner Stütze 1 € abgibt sind heute Abend 300 € zusammen gekommen. Von mir gibt es nicht einen Cent.
    Einige kennen mich - viele können mich.

  6. #26
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Alice Schwarzer "Wir reden hier nicht über Kopftuchtragende Frauen sondern über ein System"!

  7. #27
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen

    Diese Karikatur beschriebt eher die Enzwicklung im Turbo-Kapitalismus.

    Die entrechteten, angepassten und beschämten Arbeitnehmer treten in Konkurrenz zueinander und
    lassen sich durch korrupte Arbeitgeber unterdrücken und gegeneinander ausspielen
    (Beispiel ist das dumme Geschwätz vom "Fachkräftemangel").

    So bleiben viele Menschen weit unter dem, was ihnen in ihrem Leben möglich sein könnte,
    wenn fair gewirtschaftet werden würde. Das betrifft besonders die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern,
    die so kaum eine Chance auf ein besseres Leben bekommen.
    Und das sichert dann der verlogenen Mitleidsindustrie deren Job.

  8. #28
    Balkan Spezialist Benutzerbild von navy
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Es gibt nur sehr wenige gute HIlfs Organisationen. Die meisten unterschlagen nur Geld, kopiert von der Deutschen Entwicklungshilfe. Wo sind nur die über 250 Millionen € für das Hilfs Projekt von Karl Heinz Böhm verbliieben, wo sein eigener Afrikaner Neger Stamm, mit Prostiuierten Servie eigenen zig Kindern dort, verschwiegen und vertuscht wird. [Links nur für registrierte Nutzer]

  9. #29
    Mehr Abschiebung wagen! Benutzerbild von DJ_rainbow
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von Rudi Rollmops Beitrag anzeigen
    Diese Karikatur beschriebt eher die Enzwicklung im Turbo-Kapitalismus.

    Die entrechteten, angepassten und beschämten Arbeitnehmer treten in Konkurrenz zueinander und
    lassen sich durch korrupte Arbeitgeber unterdrücken und gegeneinander ausspielen
    (Beispiel ist das dumme Geschwätz vom "Fachkräftemangel").


    So bleiben viele Menschen weit unter dem, was ihnen in ihrem Leben möglich sein könnte,
    wenn fair gewirtschaftet werden würde. Das betrifft besonders die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern,
    die so kaum eine Chance auf ein besseres Leben bekommen.
    Und das sichert dann der verlogenen Mitleidsindustrie deren Job.
    In Bezug auf das von mir fett markierte:
    Auf was für einer löchrigen Wurstpelle bist du denn hergerudert? Bei einer Staatsquote von round about 50 % (Tendenz wegen der notgeilen Schlüpperstürmer aus Affrika et al. tendentiell steigend) von Turbo-Kapitalismus zu schwafeln, zeigt nur, dass du einen ganz gewaltigen Knick in der Fichte hast.

    Was natürlich stimmt: In einem nichtkapitalistischen System gäbe es nach kurzer Zeit weder Leitern noch Sägen. Wegen "ham wa nich". Von daher ist die Karikatur also eher einer Zeit kurz nach der Machtergreifung der Narrenschiff-Kapitän_*_Innen zuzuordnen, wo Restbestände aufgebraucht werden und die kapitalistisch geschaffene Substanz noch verfressen werden kann.
    "Wenn der Faschismus einmal wiederkehrt, wird er nicht so dumm sein zu sagen, er wäre der Faschismus. Er wird sagen, er sei der Antifaschismus." (Ignazio Silone)
    "In der Demokratie mästen sich Sozialisten in Parlamenten, im Sozialismus hungern Demokraten im KZ."
    "There's no business like Shoah-Business!"

  10. #30
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    Standard AW: Die Mitleidsindustrie

    Zitat Zitat von DJ_rainbow Beitrag anzeigen
    In Bezug auf das von mir fett markierte:
    Auf was für einer löchrigen Wurstpelle bist du denn hergerudert? Bei einer Staatsquote von round about 50 % (Tendenz wegen der notgeilen Schlüpperstürmer aus Affrika et al. tendentiell steigend) von Turbo-Kapitalismus zu schwafeln, zeigt nur, dass du einen ganz gewaltigen Knick in der Fichte hast.
    Die aktuelle Staatsquote sehe ich als eine nur mehr virtuelle Größe. Der deutsche Staat bzw. seine Politik verzichtet auf Steuereinnahmen (z.B. die Einführung von Vermögens- Transaktion- und Digitalsteuern) und spart umgekehrt bei Bildung, Pflege und Infrastruktur. Absurderweise werden dann viele Milliarden in nutzlosen Großkotz (z.B. S 21 und BER) versemmelt.

    Wir könnten eine zumindest bessere Staatsquote haben (höher müsste die gar nicht mal sein), wenn die vorhandenen Kapitalströme politisch derart gesteuert würden, dass diese in einem deutlich höheren Maß als wie bisher menschenfreundlich eingesetzt würden.

    Zitat Zitat von DJ_rainbow Beitrag anzeigen
    Was natürlich stimmt: In einem nichtkapitalistischen System gäbe es nach kurzer Zeit weder Leitern noch Sägen. Wegen "ham wa nich". Von daher ist die Karikatur also eher einer Zeit kurz nach der Machtergreifung der Narrenschiff-Kapitän_*_Innen zuzuordnen, wo Restbestände aufgebraucht werden und die kapitalistisch geschaffene Substanz noch verfressen werden kann.
    Das stimmt nicht. Es gibt kein Naturgesetz, dass besagen würde, dass in einem weniger kapitalistischen System nicht funktionieren würde. Das ist ein Mythos, an dem die Fans des Kapitalismus seit Jahrhunderten fleißig stricken und seit dem Zusammenbruch des Sozialismus in Osteuropa und Russland sich einbilden, sie hätten auf ganzer Linie gesiegt. Mit Vollgas jagen sie auf der nun von ihnen frei geglaubten Überholspur im Turbo-Kapitalismus-Gang der Wand entgegen, auf die immer mehr Warnsignale hinweisen.

    Das Verhalten insbesondere der extrem reichen Menschen und Gruppen geht weltweit auf Kosten der Chancen und Lebensperspektive von mehr als einer Milliarde Menschen. Der absurde Gegensatz zwischen arm und reich kommt durch Ausbeutung, Unterdrückung (auch mit Militär- und Polizeigewalt), Entrechtung und psychologischer Kriegsführung (z.B. in den Warmduscher-Ländern wie Deutschland) zustande. Dieser Gegensatz kostet in pervers hoher Anzahl Lebensqualität und Leben.
    Der Kapitalismus in seiner aktuell entarteten Form benachteiligt wachsende Mehrheiten um relativ geringe Minderheiten massiv zu privilegieren, dieser Schuss wird nach hinten losgehen.

    Eine Transaktionssteuer z.B wäre sehr wohl machbar und würde die Milliarden pro Jahr allein im dt. Haushalt erbringen, mit denen dann wirkliche Verbesserungen z.B. in der Pflege und in der Bildung möglich wären. Das könnte die Staatsquote erhöhen, wäre aber durchaus sinnvoll. Nur das würde etwas nutzen als im Gegensatz zu dem hilflosen Herumgekaspere von SPD und CDU, die den Karren nur weiter in Richtung Wand fahren indem sie zur wachsenden Verarmung breiter Schichten beitragen.

    Wenn die dringend nötigen Verbesserungen nicht möglich sein sollen und nicht möglich werden, die die besagte über eine Milliarde Menschen aus ihrer teils üblen Notlage befreien, dann können wir alle einpacken. Mach lieber dann dein Testament als hier in Politikforen den nicht verdienten Schutzschirm über die Reichen zu spannen, die schon mehrfach in der Geschichte die Menschheit vor die Wand gesetzt haben und bei diesem dummen Spiel inzwischen schon wieder sehr weit gekommen sind. Der 3. Weltkrieg könnte allerdings der letzte sein.
    Geändert von Rudi Rollmops (13.03.2019 um 09:33 Uhr)

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