+ Auf Thema antworten
Zeige Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: Der „Freischütz“ – eine Kritik.

  1. #1
    Miss Verständnis Benutzerbild von Leila
    Registriert seit
    10.08.2006
    Ort
    Baselbiet
    Beiträge
    17.295

    Standard Der „Freischütz“ – eine Kritik.

    Gestern sah und hörte ich zum x-ten Mal Carl Maria von Webers Oper namens „Der Freischschütz“, welche vom TV-Sender [Links nur für registrierte Nutzer] am 19ten Tag dieses Monats in alle Welt gesendet wurde.

    Um gleich zu Beginn der mir womöglich unterstellten Abneigung dieser Vorstellung vorzubeugen, erkläre ich, daß ich die Musikanten, Sänger- und Sängerinnen allesamt für gut empfand; vor allen andern die Sängerin [Links nur für registrierte Nutzer].

    Mein seliger Vater war ein Liebhaber Oper. – Immer dann, bevor er mich aufmerksames Mädchen zur Aufführung einer Oper schleppte, mußte ich das Libretto auswendiglernen, um es zu verinnerlichen. Also erlernte ich schon früh jeden erdenklichen Blödsinn kennen; wie z.B. den Text des „Freischützens“, welcher mir heute wie ein Bekenntnis der [Links nur für registrierte Nutzer] vorkommt.

    Ach, wie schnell die Zeit vergeht! In meinem Bücherregal vergilben die schriftlichen Werke Richard Wagners, des Bewunderers der musikalischen Kompositionen Carl Maria von Webers.

    Aber nun ein Wort zur Inszenierung: Lese ich (in der deutschen Romantik Steckengebliebene) Wörter wie: „Jägerburschen“, „Kugel“, „Schießen“, „Schütz“, „Wald“ und „Wolfsschlucht“, dann erwarte ich auf der Bühne Bäume, Wälder und Waldlichtungen zu sehen, kurzum Darstellungen der Natur im Sinne des Dichters [Links nur für registrierte Nutzer].

    Ja, ihr lieben Leser: Ich halte die Regisseure und Inszenatoren der hörenswerten Opern für deren Totengräber.

  2. #2
    Mitglied Benutzerbild von Destina
    Registriert seit
    13.03.2019
    Beiträge
    15

    Standard AW: Der „Freischütz“ – eine Kritik.

    So ist es auch. Unsere Kultur wird zerstört. Bösartig! Habe die Zauberflöte von Mozart in der DDR mehrmals gesehen. Auf 3sat war sie nur ein Abklatsch dessen. Jämmerlich.

  3. #3
    Sekte BRD, Sektion Süd Benutzerbild von Flüchtling
    Registriert seit
    10.09.2015
    Beiträge
    7.588

    Standard AW: Der „Freischütz“ – eine Kritik.

    Fettung von mir
    [...]
    Nach 19 Jahren stand 2018 erstmals wieder eine Neuproduktion von Carl Maria von Webers Oper "Der Freischütz" auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper. 3sat zeigt die neue Inszenierung von Christian Räth unter der musikalischen Leitung von TomᨠNetopil. Für die Bildregie zeichnet Agnes Méth verantwortlich, die insgesamt neun Kameras dirigiert.


    Wichtig ist, die neun Kameras werden dirigiert; die drei Musikanten wissen schon, was sie spielen müssen, um die Erwartungen zu übertreffen.

    [Links nur für registrierte Nutzer]
    Wenige Stücke der Opernliteratur waren in ihrer Rezeptionsgeschichte einem derart häufigen Paradigmenwechsel unterworfen wie Webers romantisches Werk "Der Freischütz". Einmal verlieh man dem Gespenstischen die Hauptrolle, ein anderes Mal wieder galten das Schicksal oder gar die Natur und der Wald als zentrales Handlungselement. Selbst bei der Einschätzung des Komponisten war man sich nicht sicher und betrachtete ihn sowohl als Schöpfer des "natürlichen Volkston" und "deutschesten" aller Komponisten, als auch als Nachfolger der französischen Revolutionsoper.
    [...]
    Frau Dr. Merkel hat mein vollstes Vertrauen.


    Der KAMPF GEGEN WAHRHEIT muss verstärkt werden - mit allen demokratischen Mitteln!

  4. #4
    Mitglied
    Registriert seit
    16.02.2009
    Ort
    -
    Beiträge
    11.865

    Mad AW: Der „Freischütz“ – eine Kritik.

    beim kurzen und dann etwas längerem reinschauen und -hören sah ich nur lauter mannsbilder, in frauenkleider gehüllt und extrem geschminkt.

    außerdem haben diese komischen darsteller extrem laut gebrüllt, mir tun heute noch die ohren weh.

    den freischütz kenne ich irgendwie anders, aber vielleicht werde ich auch alt.

    grüßle s.
    schrittchen für schrittchen wird uns die sprache genommen.
    ein volk, dem die sprache genommen wird, hat irgendwann nichts mehr zu sagen
    Die Menschenrechte sind erfunden worden, um die 10 Gebote zu verdrängen. (shahirrim)
    Manche Wege sieht man nicht kommen, die plant man auch nicht, die geht man aber. , danke an dich

  5. #5
    Mitglied Benutzerbild von Kaktus
    Registriert seit
    09.08.2017
    Beiträge
    4.683

    Standard AW: Der „Freischütz“ – eine Kritik.

    Ich habe diese Vorstellung nicht gesehen, aber ein Grund, weshalb ich nur noch selten ins Theater gehe, sind die verhunzten Stücke. von Regisseuren, die glauben sich da verwirklichen zu müssen oder das Publikum erziehen zu sollen etc.
    Wenn ich überhaupt noch ins Theater gehe (Opern/Operetten sind nicht mein Ding), dann erst, wenn ich die Kritiken gelesen habe.
    Deutschland ist nicht mehr mein Land - Merkel + den dt. Volksvertretern sei Dank!
    GG 20,2 !!! - Immer dran denken:
    https://www.youtube.com/watch?v=f5PMX_FzRzw

+ Auf Thema antworten

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. "Julian Baumgartlinger und was er alles nicht gesagt hat - eine Kritik am Geldsystem"
    Von FreiSein im Forum Gesellschaft / Soziales / Arbeit / Bildung / Familie
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 30.07.2017, 11:55
  2. Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 13.05.2011, 14:08
  3. Eine mathematische und physikalische Kritik an der "Klimaforschung"
    Von Michael Kohlhas im Forum Wissenschaft-Technik / Ökologie-Umwelt / Gesundheit
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 01.05.2010, 10:44
  4. Antworten: 110
    Letzter Beitrag: 04.09.2007, 22:37
  5. Eine Links-Kritik (Sammelstrang)
    Von Kenshin-Himura im Forum Gesellschaftstheorien / Philosophie
    Antworten: 34
    Letzter Beitrag: 27.03.2007, 12:46

Nutzer die den Thread gelesen haben : 27

Du hast keine Berechtigung, um die Liste der Namen zu sehen.

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
nach oben