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Thema: Versailler Vertrag

  1. #11
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Gratian Beitrag anzeigen
    Warum haben sich eigentlich die Franzosen 1919 gegenüber den Deutschen so unversöhnlich gezeigt? Wenn man bedenk wie die Franzosen in Frankfurt 1871 davonkamen, obwohl sie den Krieg angefangen hatten und warum haben die Japaner bei der Lumperei mitgemacht? Sind doch sonst ein Volk von Samureiehre und Kamikaze auf jedenfall Ehre. Oder haben die einen anderen Begriff von Ehre?
    Japaner und Italiener sind vorzeitig abgereist.

    Japaner Italiener und Araber mussten feststellen das GB sie betrogen hatte, die Briten haben allen alles versprochen wenn sie in einen Krieg gegen Deutschland eintreten. Ein Gruppe Studenten aus französisch Indochina wollte unter der Leitung des Studenten Ho Chi Mihn in Versailles eine Erklärung vorlesen, sie wurden aber nicht vorgelassen.
    Nicht die Deutschen müssen sich ändern, sondern die kulturfremden eingereisten Ausländer.

  2. #12
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Suppenkasper Beitrag anzeigen
    Weiß ich nicht, ob dem so ist. Quellen dafür wären interessant, ich lasse mich gern eines Besseren belehren. Nicht einmal Napoleon III. hatte meines Wissens nach ernsthaft solche Ideen, der hat lieber das afrikanische und asiatische Kolonialreich vergrößert und sich in Mexiko herumgekloppt. Hätten die Franzosen das tatsächlich gewollt, hätte ihnen der Versailler Schandfrieden die Möglichkeit dazu eröffnet. Was hätte Deutschland in dieser Situation gegen eine völlige Annexion von z. B. Baden, dem Saarland und dem Ruhrgebiert tun können? Richtig, nichts. Den Franzosen war weniger daran gelegen, sich territorial zu bereichern, als vielmehr Deutschland auf lange Zeit wirtschaftlich gerade so weit intakt zu lassen, dass es die unsäglichen "Kriegsschulden" auch tatsächlich abbezahlen konnte. Eine Taktik des langsamen und qualvollen Ausblutens des deutschen Reiches und des deutschen Volkes.

    Auch England hatte übrigens kein Interesse daran ein Frankreich, dass dadurch auch gegenüber dem britischen Empire übermäßig stark geworden wäre, als neuen Hegemon in Europa zu akzeptieren. So weit ging die Freundschaft dann doch nicht. Man hatte ja nicht den Krieg gegen den europäischen Hauptkonkurrenten, das Deutsche Reich, geführt um dann zuzusehen wie aus seinen Trümmern das französische Reich entsteht. Das wäre, allen Hintertreppenmachenschaften und Machinationen im Hintergrund zum Trotz, dem englischen Volk anno 1918 nicht vermittelbar gewesen.
    Die [Links nur für registrierte Nutzer] durch Frankreich in den 20er Jahren war doch genau das. Man wollte erstmal eine Teilung Deutschland, in dem man einen [Links nur für registrierte Nutzer] schuf. Adenauer selbst war der größte Repräsententant einer Teilung Deutschlands schon 1918. Ihm ging es darum den Westen abzuspalten, um dort so zu regieren wie es sich das Zentrum vorgestellt hatte.
    Im übrigen ist das Saarland abgespalten und von Frankreich einverleibt worden.
    Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören - in ihre Löcher. Franz Josef Strauß


  3. #13
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Adenauer war Katholik Rheinländer und dann erst Deutscher genau in dieser Reihenfolge.
    Nicht die Deutschen müssen sich ändern, sondern die kulturfremden eingereisten Ausländer.

  4. #14
    En cholère Benutzerbild von Xarrion
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Adenauer war Katholik Rheinländer und dann erst Deutscher genau in dieser Reihenfolge.
    Der alte Bismarck wußte schon, warum er den Katholiken nicht über den Weg traute.

    Es hat sich daran nichts geändert.
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    Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils, sondern wer dazu nötigt. Niccolò Machiavelli

  5. #15
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Xarrion Beitrag anzeigen
    Der alte Bismarck wußte schon, warum er den Katholiken nicht über den Weg traute.

    Es hat sich daran nichts geändert.
    Adenauer war anti preußisch hinter der Elbe war Ausland für ihm.
    Nicht die Deutschen müssen sich ändern, sondern die kulturfremden eingereisten Ausländer.

  6. #16
    Nicht-Divers Benutzerbild von Suppenkasper
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Merkelraute Beitrag anzeigen
    Die [Links nur für registrierte Nutzer] durch Frankreich in den 20er Jahren war doch genau das. Man wollte erstmal eine Teilung Deutschland, in dem man einen [Links nur für registrierte Nutzer] schuf. Adenauer selbst war der größte Repräsententant einer Teilung Deutschlands schon 1918. Ihm ging es darum den Westen abzuspalten, um dort so zu regieren wie es sich das Zentrum vorgestellt hatte.
    Im übrigen ist das Saarland abgespalten und von Frankreich einverleibt worden.
    Das besetzte Rheinland war kein Pufferstaat so wie zu Napoleons Zeiten. Es blieb offiziell immer Territorium des Deutschen Reiches, aber eben entmilitarisiert und mit französischer Militärpräsenz.

    Das Saarland war niemals offiziell Teil Frankreichs sondern es bestand ein Völkerbundsmandat,welches das Saarland unter französische Verwaltung stellte für 15 Jahre. es ist also historisch unrichtig, das es von Frankreich "einverleibt" wurde. Die vom Völkerbund bereits anno 1920 für 1935 angesetzte Volksabstimmung fand genau wie geplant statt, wurde auch von Frankreich nicht verhindert oder hintertrieben. Sie fiel bekanntlich mit überwältigender Mehrheit für die Rückkehr ins Deutsche Reich aus (über 90%, soweit ich mich erinnere), also wurde da offensichtlich weder gemauschelt noch manipuliert.

    Weder Frankreich noch England widersetzten sich in irgendeiner Art und Weise der "Heimkehr" des Saarlandes in das Deutsche Reich. Die einzigen, die aus nachvollziehbaren Gründen dagegen waren, waren die üblichen deutschen Verräter und Nestbeschmutzer, damals wie heute, sprich die Roten in der Saar, die aber selbstredend nichts zu melden hatten weil sie, anders als heute, nicht den geringsten Rückhalt mehr im Volk hatten.

    Man muss schon historisch korrekt bleiben und den Siegermächten nicht unnötigerweise mehr Schweinereien unterstellen als sie tatsächlich begangen haben. Im Falle des Saarlandes wurden bestehende Vereinbarungen eingehalten, ohne dass mit der Wimper gezuckt wurde.
    If all of the dead allied soldiers could see their countries now, they would have thrown down their weapons and fought with the Germans.
    (D. Irving)

  7. #17
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Gratian Beitrag anzeigen
    Warum haben sich eigentlich die Franzosen 1919 gegenüber den Deutschen so unversöhnlich gezeigt? Wenn man bedenk wie die Franzosen in Frankfurt 1871 davonkamen, obwohl sie den Krieg angefangen hatten und warum haben die Japaner bei der Lumperei mitgemacht? Sind doch sonst ein Volk von Samureiehre und Kamikaze auf jedenfall Ehre. Oder haben die einen anderen Begriff von Ehre?
    Keine Frage, suchten die Franzosen (40 mio) ihren übermächtigen Nachbarn (70 mio) nach Möglichkeit zu schwächen. Eine Zerstückelung in Teilstaaten wäre ihnen am liebsten gewesen, doch verhinderten dies die Briten, weshalb Foche darauf meinte, dieser Vertrag sei grade mal ein Waffenstillstand für 20 Jahre. Diese Einschätzung stellte sich denn auch als zutreffend heraus.
    Man bedenke wie es im umgekehrten Falle gelaufen wäre.. Brest-Litowsk gibt da ein treffliches Beispiel.

  8. #18
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Adenauer war anti preußisch hinter der Elbe war Ausland für ihm.
    Immerhin wäre die Reduktion auf ein Kernpreußen nebst ein paar Teilstaaten (Linksrhein, B-WÜ, Bayern,,) die für alle Beteiligten vorteilhaftere Lösung gewesen im Vergleich was nach 20 Jahren kam.,#

  9. #19
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    Zitat Zitat von Diskurti Beitrag anzeigen
    Keine Frage, suchten die Franzosen (40 mio) ihren übermächtigen Nachbarn (70 mio) nach Möglichkeit zu schwächen. Eine Zerstückelung in Teilstaaten wäre ihnen am liebsten gewesen, doch verhinderten dies die Briten, weshalb Foche darauf meinte, dieser Vertrag sei grade mal ein Waffenstillstand für 20 Jahre. Diese Einschätzung stellte sich denn auch als zutreffend heraus.
    Man bedenke wie es im umgekehrten Falle gelaufen wäre.. Brest-Litowsk gibt da ein treffliches Beispiel.
    Foch (wie er sich übrigens schreibt) wollte auch tatsächlich die Deutsche Westgrenze bis zum Rhein zurückverlegen. Aber Foch machte eben nicht die Politik sondern war erst ab Anfang der zwanziger als politischer Berater tätig und seine Meinung ist hier dementsprechend nicht maßgeblich. Brest-Litowsk ist im übrigen mit Versailles nicht zu vergleichen, da Brest-Litowsk mitten im Weltkrieg ausgehandelt wurde, noch dazu während sich Russland selbst in einem mörderischen Bürgerkrieg befand. Brest-Litowsk war notwendig um den Deutschen im Osten den Rücken frei zu halten für die letzte Großoffensive im Westen. Die Grenzen die da gezogen wurden, das war auch der deutschen Führung klar, hätten sich niemals dauerhaft halten lassen, weder gegen erfolgreiche "Weiße" noch gegen erfolgreiche "Rote" in Russland. Es diente ausschließlich dazu eine Pufferzone im osten zu haben, Zeit zu gewinnen und Kräfte frei zu machen für die Westfront.
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    (D. Irving)

  10. #20
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    Standard AW: Versailler Vertrag

    Zitat Zitat von Suppenkasper Beitrag anzeigen
    Foch (wie er sich übrigens schreibt) wollte auch tatsächlich die Deutsche Westgrenze bis zum Rhein zurückverlegen. Aber Foch machte eben nicht die Politik sondern war erst ab Anfang der zwanziger als politischer Berater tätig und seine Meinung ist hier dementsprechend nicht maßgeblich. Brest-Litowsk ist im übrigen mit Versailles nicht zu vergleichen, da Brest-Litowsk mitten im Weltkrieg ausgehandelt wurde, noch dazu während sich Russland selbst in einem mörderischen Bürgerkrieg befand. Brest-Litowsk war notwendig um den Deutschen im Osten den Rücken frei zu halten für die letzte Großoffensive im Westen. Die Grenzen die da gezogen wurden, das war auch der deutschen Führung klar, hätten sich niemals dauerhaft halten lassen, weder gegen erfolgreiche "Weiße" noch gegen erfolgreiche "Rote" in Russland. Es diente ausschließlich dazu eine Pufferzone im osten zu haben, Zeit zu gewinnen und Kräfte frei zu machen für die Westfront.
    Im Übrigen war Russland nach Brest-Litowsk grösser als es heute ist. Russland musste keine Gebiete abgeben, die mehrheitlich von Russen bewohnt waren. Der Vergleich mit Versailles ist lächerlich, aber typisch für den antideutschen Schuldkult.

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